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2004 EINKOMMEN, ARMUT UND LEBENSBEDINGUNGEN Ergebnisse aus EU-SILC 2004

Herausgegeben von STATISTIK AUSTRIA

STATISTIK AUSTRIA Die Informationsmanager

Wien 2006


Auskünfte Für schriftliche oder telefonische Anfragen steht Ihnen in der Statistik Austria der Allgemeine Auskunftsdienst unter der Adresse Guglgasse 13 1110 Wien Tel.: +43 (1) 711 28-7070 e-mail: info@statistik.gv.at Fax: +43 (1) 715 68 28 zur Verfügung.

Herausgeber und Hersteller STATISTIK AUSTRIA Bundesanstalt Statistik Österreich 1110 Wien Guglgasse 13

Für den Inhalt verantwortlich Mag. Ursula Till-Tentschert Tel.: +43 (1) 711 28-7106 e-mail: ursula.till-tentschert@statistik.gv.at Mag. Nadja Lamei Tel.: +43 (1) 711 28-7336 e-mail: nadja.lamei@statistik.gv.at Mag. Richard Heuberger Tel.: +43 (1) 711 28-8285 e-mail: richard.heuberger@statistik.gv.at

Umschlagfoto Cäcilia Novak

ISBN 3-902479-59-0

Personenbezogene Bezeichnungen gelten für beide Geschlechter. Das Produkt und die darin enthaltenen Daten sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte sind der Statistik Österreich vorbehalten. Die Vervielfältigung und Verbreitung der Daten sowie deren kommerzielle Nutzung ist ohne deren vorherige schriftliche Zustimmung nicht gestattet. Weiters ist untersagt, die Daten ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Statistik Österreich ins Internet zu stellen, und zwar auch bei unentgeltlicher Verbreitung. Eine zulässige Weiterverwendung ist jedenfalls nur mit korrekter Quellenangabe „STATISTIK AUSTRIA“ gestattet. © STATISTIK AUSTRIA Artikelnummer: 20-1860-04 Verkaufspreis Inland: € 30,00 (inkl. CD-ROM) Wien 2006


Vorwort In dieser Publikation werden Ergebnisse aus EU-SILC 2004 in Österreich vorgelegt. EU-SILC ist eine Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen, in deren Rahmen alle Informationen erhoben werden, die notwendig sind, um ein umfassendes Bild über die Lebenssituation von Menschen in Privathaushalten zu gewinnen. In Österreich ist EU-SILC 2003 angelaufen, ab 2005 wird EU-SILC in allen EUMitgliedstaaten und einigen weiteren Ländern durchgeführt. EU-SILC wird zukünftig auf Europäischer Ebene die Datengrundlage für den Bereich Einkommen, Armut und soziale Teilhabe bilden. Statistiken zu diesen Themenbereichen haben in den vergangenen Jahren in der Europäischen Union an Bedeutung gewonnen. Ein wichtiger Meilenstein war die Aufnahme des Kapitels Sozialpolitik in den Vertrag von Amsterdam (Artikel 136 und 137). Im März 2000 hat der Europäische Rat von Lissabon festgestellt, dass das Ausmaß von Armut und sozialer Ausgrenzung nicht hingenommen werden kann und dass Schritte unternommen werden müssen, um bis 2010 die Beseitigung von Armut entscheidend voranzubringen. Im Dezember 2000 wurden beim Rat von Nizza gemeinsame Ziele im Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung beschlossen. Im Dezember 2001 hat der Europäische Rat von Laeken ein erstes Set von gemeinsamen Indikatoren verabschiedet, die dazu dienen, die geleisteten Fortschritte hinsichtlich der in Nizza vereinbarten Ziele zu verfolgen. Zur Berechnung dieser Indikatoren ist es notwendig, in allen Ländern Statistiken unter Verwendung harmonisierter Verfahren und Definitionen zu erstellen. Diese Publikation enthält einen inhaltlich-analytischen Teil über Haushaltseinkommen, Armutsgefährdung und Deprivation, ein detailliertes Methodenkapitel sowie Indikatoren und einen umfassenden Tabellenteil.

Univ.-Prof. Dr.h.c. Dr. Peter Hackl Fachstatistischer Generaldirektor der STATISTIK AUSTRIA

Wien, im März 2006


INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis Zusammenfassung ................................................................................................ 13 Summary ................................................................................................................ 14 Einleitung .................................................................................................................17 1 Einkommen und Lebensstandard .......................................................................19 1.1 Entstehung und Verteilung der verfügbaren Einkommen privater Haushalte ........................................... 19 1.2 Verteilungspositionen und Konzentration der Einkommen privater Haushalte .......................................... 20 1.3 Bestimmung des Lebensstandards durch das Äquivalenzeinkommen ...................................................... 21 1.4 Verteilungspositionen und Konzentration des Lebensstandards ............................................................... 23 1.5 Relative Lebensstandardpositionen spezifischer Lebenslagen ................................................................. 24

2 Armutsgefährdung und Deprivation ...............................................................29 2.1 Das Ausmaß von Armutsgefährdung in Österreich 2004 .......................................................................... 29 2.2 Armutsgefährdung nach soziodemographischen Merkmalen .................................................................... 31 2.2.1. Frauen und Armutsgefährdung ................................................................................................. 31 2.2.2. Soziodemographisches Profil der Armutsgefährdung ................................................................ 32 2.2.3. Wohnen und Armutsgefährdung ............................................................................................... 32 2.3. Deprivation .............................................................................................................................................. 34 2.3.1. Dimensionen von Deprivation ................................................................................................... 36 2.3.2. Armutslagen ............................................................................................................................. 37

3 Erwerbssituation und Armutsgefährdung ......................................................39 3.1 Die Bedeutung der Erwerbsarbeit als Schutz vor Armutsrisken ............................................................... 39 3.1.1.Erwerbsbeteiligung .................................................................................................................... 40 3.1.2. Die Auswirkungen mangelnder Erwerbsbeteiligung .................................................................. 43 3.2 Armutsgefährdung trotz Arbeit: Prekäre Beschäftigung und working poor ................................................ 45 3.2.1. Arbeitszeit und -intensität ......................................................................................................... 45 3.2.2. Arbeitsmarktposition ................................................................................................................. 46 3.2.3. Prekäre Beschäftigungsformen ................................................................................................. 48 3.2.4. Working poor ............................................................................................................................ 49

4 Lebensbedingungen von Risikogruppen........................................................53 4.1 Bildungsstand von Risikogruppen ............................................................................................................ 53 4.2 Regionale Verteilung von Risikogruppen .................................................................................................. 54 4.3 Wohnverhältnisse von Risikogruppen ....................................................................................................... 55 4.4 Finanzielle Probleme von Risikogruppen .................................................................................................. 56 4.5 Armutslagen von Risikogruppen ............................................................................................................... 57 4.6 Zufriedenheit von Risikogruppen .............................................................................................................. 58 4.7 Kinder ...................................................................................................................................................... 59 4.8 Resümee .................................................................................................................................................. 59


INHALTSVERZEICHNIS

5 Methoden und Vergleiche ...............................................................................61 5.1 Stichprobe und Erhebung ......................................................................................................................... 61 5.1.1. Die Grundgesamtheit und die Stichprobe von EU-SILC 2004 ................................................... 61 5.1.2. Erhebung und Ausschöpfung der Stichprobe, Unit-Non-Response ........................................... 61 5.1.3. Stichprobenfehler ..................................................................................................................... 63 5.2 Datenaufbereitung und Qualitätssicherung ............................................................................................... 64 5.2.1. Plausibilitätsprüfungen ............................................................................................................. 64 5.2.2..Gewichtung .............................................................................................................................. 64 5.2.3. Imputationen............................................................................................................................. 64 5.2.4. Sonstige qualitätssichernde Maßnahmen ................................................................................. 68 5.3 Messfehler und Aufarbeitungsfehler ......................................................................................................... 68 5.4 Vergleichbarkeit........................................................................................................................................ 69 5.5 Kohärenz .................................................................................................................................................. 69 5.5.1. Grundlagen des Vergleichs ....................................................................................................... 69 5.5.2. Vergleiche ................................................................................................................................ 70

Publikationen und Berichte zu EU-SILC.................................................................73 Laeken-Indikatoren ..................................................................................................77 Variance estimation methodology ................................................................................................................... 80

Übersichten (Texttabellen) 1

Verteilung des Einkommens der privaten Haushalte ............................................................................ 19

2

Beispiele zur Berechnung des Einkommensbedarfes (in Konsumäquivalenten) ................................... 22

3

Berechnungsbeispiel für das Äquivalenzeinkommen einer Familie (2 Erwachsene, 1 Kind) mit einem jährlichen Einkommen von 30.000 € ..................................................................................................... 22

4

Charakteristische Verteilungspositionen und Anteile am Äquivalenzeinkommen ................................... 23

5

Lebensstandard nach Alter und Haushaltskonstellation ........................................................................ 25

6

Altersverteilung von Personen in Alleinerziehenden-haushalten ........................................................... 25

7

Lebensstandard in ausgewählten Lebenslagen .................................................................................... 27

8

Schwankungsbreite der Armutsgefährdungsquote für Österreich und für die Bundesländer ................. 29

9

Unterschiedliche Schwellen der Armutsgefährdung 2004 ..................................................................... 30

10

Einkommen und Lücke der Armutsgefährdeten .................................................................................... 30

11

Armutsgefährdungsschwelle bei 60% des Medians für unterschiedliche Haushaltstypen 2003 und 2004 im Vergleich ................................................................................................................................. 31

12

Einkommen von Armutsgefährdeten und Nicht-Armuts-gefährdeten ..................................................... 34

13

Lebensbedingungen von Armutsgefährdeten und Nicht-Armutsgefährdeten (3 Einkommensgruppen) . 35

14

Zusammenhang von Armutsgefährdung und Deprivation ...................................................................... 37

15

Armutsgefährdung nach Haupttätigkeit (2004) ...................................................................................... 40

16

Haupttätigkeit (2004) der Bevölkerung im Erwerbsalter ........................................................................ 40

17

Haupttätigkeit von Männern und Frauen nach Haushaltstyp ................................................................. 42

18

Armutsrisiko bei verschiedenem Grad von Erwerbsintensität................................................................ 43


INHALTSVERZEICHNIS

19

Armutsgefährdung nach der Zahl der Kinder ........................................................................................ 43

20

Erwerbstätigkeit von Frauen und Armutsgefährdung in Mehrpersonenhaushalten ................................ 44

21

Armutsgefährdung und Erwerbsintensität von Haushalten nach Alter der Kinder .................................. 44

22

Armutsgefährdung in Haushalten mit Arbeitslosigkeit ........................................................................... 44

23

Monatliches Brutto-Erwerbseinkommen bei Teilzeit- und Vollzeiterwerbstätigkeit ................................. 45

24

Armutsgefährdung für Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte ........................................................................ 45

25

Bildung und Armutsgefährdung bei erwerbstätigen Personen ............................................................... 47

26

Staatsbürgerschaft und Armutsgefährdung erwerbstätiger Personen ................................................... 47

27

Armutsgefährdung nach Stellung im Beruf ............................................................................................ 48

28

Armutsgefährdung in prekären Beschäftigungsformen ......................................................................... 48

29

Prekäre Beschäftigung und Armutsgefährdung nach soziodemographischen Merkmalen ..................... 49

30

Armutsgefährdung und Erwerbstätigkeit von Personen im Erwerbsalter ............................................... 50

31

Anteile der working poor an den Armutsgefährdeten im Erwerbsalter ................................................... 50

32

Mittlere Einkommen, Armutsgefährdungslücke und Deprivation für working poor im Vergleich zu nicht

33

Einkommen und Armutsgefährdung von Risikogruppen ........................................................................ 53

34

Erzwungener Verzicht auf grundlegende Bedürfnisse und Konsumgüter bei Risikohaushalten ............. 56

35

Stichprobengröße EU-SILC 2004 ......................................................................................................... 62

36

Zeitliche Entwicklung der Stichprobe EU-SILC 2004 ............................................................................ 62

37

Haushalte, Personen und Personeninterviews in EU-SILC 2004 nach Bundesland .............................. 63

38

Imputationen ausgewählter Nettoeinkommen ....................................................................................... 66

39

Die Verteilung der Variable unselbständiges Einkommen nach Ersetzungsart fehlender Werte ............ 67

40

Imputationen der Einkommens-Zielvariablen ........................................................................................ 67

41

Haushaltsgrößen in EU-SILC 2003 und EU-SILC 2004 ........................................................................ 69

42

Vergleich der Jahreshaushaltseinkommen EU-SILC 2003 und EU-SILC 2004 ...................................... 70

43

Vergleich der Brutto-Jahreseinkommen unselbständig Beschäftigter EU-SILC 2004 und

44

Vergleich Haushaltseinkommen und verfügbares Einkommen EU-SILC 2004 und VGR 2003 .............. 72

erwerbstätigen Armutsgefährdeten ....................................................................................................... 51

Lohnsteuerstatistik 2003 ....................................................................................................................... 71

Grafiken 1

Lorenzkurven für das Einkommen der privaten Haushalte .................................................................... 21

2

Lorenzkurven für das äquivalisierte Haushaltseinkommen von Personen ............................................. 23

3

Gini-Koeffizienten des persönlichen Äquivalenzeinkommens (ohne Nullfälle) ....................................... 24

4

Relativer Lebensstandard im Lebenszyklus von Männern und Frauen ................................................. 25

5

Relativer Lebensstandard nach Familienstand (Personen ab 16 Jahren) ............................................. 26

6

Relativer Lebensstandard nach Haushaltskonstellation ........................................................................ 26

7

Relativer Lebensstandard nach Bildung (Personen ab 16 Jahren) ........................................................ 27

8

Relativer Lebensstandard nach Staatsbürgerschaft .............................................................................. 28

9

Relativer Lebensstandard nach Haupteinkommensquelle ..................................................................... 28

10

Relativer Lebensstandard nach Haupttätigkeit ...................................................................................... 28

11

Armutsgefährdung nach Geschlecht ..................................................................................................... 31

12

Armutsgefährdung nach soziodemographischen Merkmalen ................................................................ 32

13

Armutsgefährdung nach Rechtsverhältnis an der Wohnung ................................................................. 32

14

Stadt/Land-Gefälle bei Armutsgefährdung und Wohnen ....................................................................... 33

15

Anteil der Wohnformen an der Armutsgefährdung ................................................................................ 33

16

Subjektiv starke Belastung durch Wohnkosten ..................................................................................... 33


INHALTSVERZEICHNIS

17

Ausmaß von Deprivation bei Armutsgefährdeten und mittlerem Einkommen ........................................ 36

18

Armutslagen nach soziodemographischen Merkmalen (gereiht nach dem Ausmaß manifester Armut) . 37

19

Armutsgefährdungsquoten nach Haupteinkommensquelle ................................................................... 39

20

Erwerbstätigen- und Arbeitslosenquote von Männern und Frauen im Erwerbsalter nach Bildung ......... 41

21

Teilzeit/Vollzeiterwerbstätigkeit von Frauen nach Haushaltstyp ............................................................ 42

22

Armutsgefährdung nach Teilzeit/Vollzeit in Haushalten mit nur einer erwerbstätigen Person ................ 46

23

Armutsgefährdung und Verhältnis erwerbstätiger Personen zur Haushaltsgröße .................................. 46

24

Berufliche Stellung und Staatsbürgerschaft .......................................................................................... 47

25

Höchster Bildungsabschluss von Personen in Risikohaushalten (nur Personen ab 16 Jahre) .............. 54

26

Gemeindegröße des Wohnortes von Personen in Risikohaushalten ..................................................... 54

27

Probleme der Wohnung und Wohnumgebung von Risikogruppen ........................................................ 55

28

Armutslagen von Risikogruppen ........................................................................................................... 57

29

Personen in Risikohaushalten und ihre subjektive Zufriedenheit .......................................................... 58

30

Grafische Darstellung des Umgangs mit fehlenden Einkommenskomponenten in EU-SILC ................. 65

Inhaltsverzeichnis des Tabellenteiles Methodische Erläuterungen und Definitionen .......................................................85 Jahreseinkommen 1.1

Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in Österreich nach soziodemographischen Merkmalen ..................................................................................................................................... 93

1.2a

Äquivalisiertes Nettohaushaltseinkommen 2004 Personen in Österreich nach soziodemographischen Merkmalen ................................................................................................ 94

1.2b

Äquivalisiertes Nettohaushaltseinkommen 2004 Personen in Österreich nach Erwerbsstatus ....... 95

1.3a

Einkommenszehntel bzw. -viertel nach soziodemographischen Merkmalen ................................... 96

1.3b

Einkommenszehntel bzw. -viertel nach Erwerbsstatus ................................................................... 97

1.4a

Niedrige, mittlere und hohe Einkommen nach soziodemographischen Merkmalen ......................... 98

1.4b

Verteilung der Bevölkerung auf niedrige, mittlere und hohe Einkommensklassen nach Erwerbsstatus ................................................................................................................................ 99

1.5a

Median-Einkommensklassen nach soziodemographischen Merkmalen (kumulierte Prozent) ....... 100

1.5b

Median-Einkommensklassen nach Erwerbsstatus (kumulierte Prozent) ....................................... 101

1.6a

Anteil der Einkommensquellen am Äquivalenzeinkommen nach soziodemographischen Merkmalen ................................................................................................................................... 102

1.6b

Anteile der Einkommensquellen am Äquivalenzeinkommen nach Erwerbsstatus ......................... 103

1.7a

Haupteinkommensquelle nach soziodemographischen Merkmalen .............................................. 104

1.7b

Haupteinkommensquelle nach Erwerbsstatus .............................................................................. 105

Konsumgüter 2.1a

Vorhandensein von Konsumgütern im Haushalt nach soziodemographischen Merkmalen ........... 106

2.1b

Vorhandensein von Konsumgütern im Haushalt nach Erwerbsstatus ........................................... 107

2.2a

Aus finanziellen Gründen fehlende Konsumgüter nach soziodemographischen Merkmalen ......... 108

2.2b

Aus finanziellen Gründen fehlende Konsumgüter nach Erwerbsstatus ......................................... 109


INHALTSVERZEICHNIS

2.3a

Finanziell bedingte Einschränkungen bei Grundbedürfnissen nach soziodemographischen Merkmalen ................................................................................................................................... 110

2.3b

Finanzielle bedingte Einschränkungen bei Grundbedürfnissen nach Erwerbsstatus .....................111

Wohnen 3.1a

Rechtsverhältnis an der Wohnung nach soziodemographischen Merkmalen................................ 112

3.1b

Rechtsverhältnis an der Wohnung nach Erwerbsstatus ................................................................ 113

3.2a

Wohnprobleme nach soziodemographischen Merkmalen ............................................................. 114

3.2b

Wohnprobleme nach Erwerbsstatus ............................................................................................. 115

3.3

Wohnzufriedenheit nach soziodemographischen Merkmalen ....................................................... 116

3.4a

Subjektive Wohnkostenbelastung und Anteil der gesamten Wohnkosten am Äquivalenzeinkommen ................................................................................................................. 117

3.4b

Subjektive Wohnkostenbelastung und Anteil der gesamten Wohnkosten am Äquivalenzeinkommen ................................................................................................................. 118

Gesundheit 4.1a

Subjektiver Gesundheitszustand nach soziodemographischen Merkmalen (16-64 Jahre) ............ 119

4.1b

Subjektiver Gesundheitszustand nach Erwerbsstatus (16-64 Jahre) ............................................ 120

4.2

Subjektiver Gesundheitszustand nach soziodemographischen Merkmalen (65+Jahre) ................ 121

4.3a

Gesundheitsbeeinträchtigungen nach soziodemographischen Merkmalen (16-64 Jahre) ............. 122

4.3b

Gesundheitsbeeinträchtigungen nach Erwerbsstatus (16-64 Jahre) ............................................. 123

4.3c

Gesundheitsbeeinträchtigungen nach soziodemographischen Merkmalen (65+Jahre) ................. 124

Lebenszufriedenheit 5.1a

Lebenszufriedenheit nach soziodemographischen Merkmalen ..................................................... 125

5.1b

Lebenszufriedenheit nach Erwerbsstatus ..................................................................................... 126

Armutsgefährdung und Deprivation 6.1a

Armutsgefährdung vor und nach sozialen Transfers nach soziodemographischen Merkmalen ..... 127

6.1b

Armutsgefährdung vor und nach sozialen Transfers nach Erwerbsstatus ..................................... 128

6.2a

Deprivation nach soziodemographischen Merkmalen ................................................................... 129

6.2b

Deprivation nach Erwerbsstatus ................................................................................................... 130

6.3a

Armutsgefährdung und manifeste Armut nach soziodemographischen Merkmalen ...................... 131

6.3b

Armutsgefährdung und manifeste Armut nach Erwerbsstatus ...................................................... 132

Bildung 7.1

Höchste abgeschlossene Schulbildung ........................................................................................ 133

Kinderbetreuung 8.1

Betreuung (ohne Schule) von Kindern nach Alter ......................................................................... 134


INHALTSVERZEICHNIS

Arbeit 9.1

Haupttätigkeit im Jahr 2004 (Personen im Erwerbsalter: 20-64 Jahre) ......................................... 135

9.2

Stellung im Beruf (Nur aktuell erwerbstätige Personen) ............................................................... 136

9.3

Monatliches Erwerbseinkommen brutto (Nur aktuell unselbständig erwerbstätige Personen) ....... 137

9.4

Prekäre Beschäftigungsformen (Personen im Erwerbsalter: 20-64 Jahre) .................................... 138

9.5

Persönliche Erwerbsintensität (Personen im Erwerbsalter: 20-64 Jahre) ..................................... 139

9.6

Erwerbsintensität im Haushalt ...................................................................................................... 140

9.7

Zufriedenheit mit Haupttätigkeit (Nur aktuell erwerbstätige Personen) ......................................... 141

9.8

Zufriedenheit mit Haupttätigkeit (Nicht erwerbstätige Personen im Erwerbsalter) ......................... 142

Risikogruppen 10.1a

Soziodemographisches Profil für niedrige, mittlere und hohe Einkommensgruppen ..................... 143

10.1b

Lebensbedingungen für niedrige, mittlere und hohe Einkommensgruppen ................................... 144

10.2a

Soziodemographisches Profil für Personen in Risikohaushalten (1) ............................................. 145

10.2b

Lebensbedingungen für Personen in Risikohaushalten (1) ........................................................... 146

10.3a

Soziodemographisches Profil für Personen in Risikohaushalten (2) ............................................. 147

10.3b

Lebensbedingungen für Personen in Risikohaushalten (2) ........................................................... 148

10.4

Armutslagen und mittleres Äquivalenzeinkommen von Risikogruppen ......................................... 149

Verteilung von Bestandteilen des Jahreseinkommens 11.1a

Bestandteile des Brutto-Markteinkommens (Faktoreinkommen der privaten Haushalte in Österreich) ............................................................................................................................... 150

11.1b

Bestandteile des Nettoeinkommens (Sekundäreinkommen der privaten Haushalte in Österreich) ................................................................................................................................... 150

11.1c 11.2a

Bestandteile des verfügbaren Einkommens, Wohnkosten und Haushaltsbudget .......................... 150 Äquivalisierte Bestandteile des Brutto-Markteinkommens (Faktoreinkommen von Personen in privaten Haushalten) .................................................................................................................... 151

11.2b

Äquivalisierte Bestandteile des Nettoeinkommens (Sekundäreinkommen von Personen in privaten Haushalten) .................................................................................................................... 151

11.2c

Äquivalisierte Bestandteile des verfügbaren Einkommens, Wohnkosten und Haushaltsbudget von Personen in privaten Haushalten ........................................................................................... 151

11.3a

Anteile unterer und oberer Einkommensklassen an den äquivalisierten Bestandteilen des Brutto-Markteinkommens (Faktoreinkommen von Personen in privaten Haushalten) ................... 152

11.3b

Anteile unterer und oberer Einkommensklassen an den äquivalisierten Bestandteilen des Nettoeinkommens (Sekundäreinkommen von Personen in privaten Haushalten) ......................... 152

11.3c

Anteile unterer und oberer Einkommensklassen an den äquivalisierten Bestandteilen des verfügbaren Einkommens, Wohnkosten und Haushaltsbudget ..................................................... 152

11.4a

Einkommensstruktur der unteren und oberen Einkommensklassen.............................................. 153

11.4b

Einkommensstruktur der unteren und oberen Einkommensklassen.............................................. 153

11.4c

Einkommensstruktur der unteren und oberen Einkommensklassen.............................................. 153


ZUSAMMENFASSUNG SUMMARY


EU-SILC 2004 - Zusammenfassung

EU-SILC (Statistics on Income and Living Conditions) ist eine neue Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen von Privathaushalten in Europa und damit wichtige Grundlage für die Europäische Sozialstatistik. Der vorliegende Bericht zur EU-SILC-Erhebung 2004 setzt die jährliche Berichterstattung über Einkommen, Armut und Lebensbedingungen fort.

Einkommen hat einen starken Einfluss auf die tatsächlichen Lebensbedingungen. Die Verfestigung von unzureichenden Ressourcen in eine benachteiligte Lebenslage wird als Deprivation bezeichnet. 23% der Armutsgefährdeten können sich grundlegende Bedürfnisse wie neue Kleider oder eine angemessene Heizung nicht leisten. Bei 6% der Bevölkerung treten niedriges Einkommen und niedriger Lebensstandard gleichzeitig auf, dies wird als manifeste (oder verfestigte) Armut bezeichnet. 7% sind von Einkommensarmut aber nicht von mangelnder Teilhabe in zentralen Lebensbereichen betroffen. Hingegen sind 21% der Personen mit einem Einkommen über der Armutsgefährdungsschwelle in zentralen Lebensbereichen stark eingeschränkt.

Laut EU-SILC 2004 verfügt das einkommensschwächste Viertel der österreichischen Bevölkerung über jährlich weniger als 12.868 Euro Äquivalenzeinkommen (entspricht einem bedarfsgewichteten Netto-Pro-KopfEinkommen). Das reichste Viertel hat hingegen Jahreseinkommen von zumindest 22.404 Euro. Gegenüber der Vorjahreserhebung sind die Einkommen deutlich gestiegen – der Median des Äquivalenzeinkommens um 8% –, hauptsächliche Ursachen für diesen Anstieg sind eine verbesserte Einkommenserfassung im Jahr 2004 sowie veränderte Anpassungsgewichte. Der „Medianlebensstandard“ liegt somit bei einem Äquivalenzeinkommen von 16.969 Euro.

Erwerbsarbeit hat eine wesentliche Sicherungsfunktion bei der Vermeidung von Armutsgefährdung: Bei Erwerbstätigen bleibt die Armutsgefährdung mit 8% deutlich unter dem Wert für die Gesamtbevölkerung, während nicht im Erwerbsleben stehende Personengruppen mit überdurchschnittlicher Armutsgefährdung konfrontiert sind.

Die höchsten mittleren Einkommen werden von alleinstehenden Männern und von kinderlosen Mehrpersonenhaushalten erzielt. (Vollzeit-)Erwerbstätigkeit und hohe Bildung sind Faktoren, die mit höherem Lebensstandard einhergehen. Einen deutlich niedrigeren relativen Lebensstandard haben alleinstehende Pensionistinnen, kinderreiche Haushalte und Haushalte von Alleinerziehenden sowie Migrantinnen und Migranten. Haushalte, deren Haupteinkommensquelle aus Sozialleistungen (ohne Pensionen) oder privaten Transferzahlungen besteht, haben den niedrigsten Medianlebensstandard.

Relevant im Bezug auf das Armutsrisiko ist vor allem die Haushaltssituation. Am höchsten ist das Armutsrisiko in Nicht-Erwerbstätigenhaushalten: Ein Viertel der Haushalte, in denen keine Person im Erwerbsalter erwerbstätig ist, ist armutsgefährdet. Hier ist auch die Armutsgefährdungslücke, also der mittlere Einkommensabstand zur Armutsgefährdungsschwelle, mit 25% deutlich höher als bei Haushalten mit zumindest teilweiser Erwerbstätigkeit. In Haushalten, in denen maximale Erwerbsintensität erreicht wird – das heißt alle Personen zwischen 20 und 64 Jahren sind durchgehend vollzeiterwerbstätig – liegt das Armutsrisiko bei unterdurchschnittlichen 5%. Aber: 22% aller Armutsgefährdeten leben in einem Haushalt mit voller Erwerbstätigkeit.

60% des Medianäquivalenzeinkommens bilden nach europäischer Konvention die Armutsgefährdungsschwelle, das sind für einen Einpersonenhaushalt 10.182 Euro im Jahr bzw. 848 Euro im Monat. Rund 1.030.000 Menschen lebten in Österreich 2004 in Haushalten, die entsprechend ihrer Haushaltszusammensetzung weniger Einkommen zur Verfügung hatten. Die Armutsgefährdungsquote lag somit bei 13% und es kann insgesamt keine Veränderung gegenüber 2003 beobachtet werden.

Lebenslagen von Personen, denen es trotz Erwerbstätigkeit nicht gelingt, das Einkommen ihrer Haushalte über die Armutsgefährdungsschwelle zu heben, werden als „working poor“ bezeichnet. Grund dafür können geringe Arbeitszeit, schlecht bezahlte Tätigkeiten, unregelmäßige Arbeit und andere Formen so genannter prekärer Beschäftigung sein. Andererseits spielt auch hier wieder die Konstellation im Haushalt eine gewichtige Rolle: Oftmals reicht ein Erwerbseinkommen allein nicht aus, um den gesamten Haushalt über die Armutsgefährdungsschwelle zu heben. Die Gruppe der working poor definiert als Personen im Erwerbsalter, die aktuell erwerbstätig sind und deren äquivalisierte Haushaltseinkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle liegt, umfasst 253.000 Menschen. Das sind 8% der Erwerbstätigen im Erwerbsalter. Verglichen mit den Armutsgefährdeten ohne Erwerbstätigkeit ist die Intensität der Armutserfahrung bei working poor geringer.

Migrantinnen und Migranten sowie Personen in alleinerziehenden Haushalten haben ein sehr hohes Armutsrisiko. Frauen haben wenn sie alleinstehend, alleinerziehend bzw. wenn sie in ihren Haushalten die Hauptverdienerinnen sind, ein höheres Armutsrisiko als Männer. Österreichische oder EU-/EFTA-Staatsbürgerschaft, eine gute Ausbildung und das Leben in einem Mehrpersonenhaushalt sind Merkmale unterdurchschnittlicher Armutsgefährdung. Allerdings nur wenn eine hohe Erwerbsbeteiligung im Haushalt stattfindet. Bei Familien mit drei und mehr Kindern und bei Familien mit kleinen Kindern zeigt sich ein erhöhtes Armutsrisiko, besonders dann, wenn die Frau nicht erwerbstätig ist.

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EU-SILC 2004 - Summary

EU-SILC (Statistics on Income and Living Conditions) is a new statistics on income and the social situation of private households in Europe and thus an important source for European social statistics. The present paper on EU-SILC 2004 continues the annual reporting on income, poverty and living conditions.

Income has a strong impact on the actual living conditions. Deprivation arises when the lack of resources becomes manifest. 23% of people in risk of poverty cannot afford basic needs as new clothes or adequate heating. Manifest poverty occurs when low income below the risk of poverty threshold and a deprived life style are combined and affects 6% of the population. 7% of the population face income poverty but do not report deprivation in core life dimensions. However 21% do face a deprived living standard and have an income above the poverty threshold.

According to EU-SILC 2004 the quarter of the Austrian population with the lowest income has less than 12,868 Euro net-equivalised income (i.e. weighted per-capita income) per year at its disposal. The most affluent quarter has at least 22,404 Euro per year. Compared to last year’s survey income has substantially risen – the median equivalised income by 8% – main reason for this increase is a different weighting frame and an improved income data collection in 2004. The median living standard can thus be located at 16,969 Euro equivalised income.

Employment is an effective factor in avoiding risk-ofpoverty. For people in employment the at-risk-of-poverty rate is 8%, which is notably below the average of the total population. In contrary people not in employment bear a risk above average. The household situation is of relevance for the risk-ofpoverty. The highest risk-of-poverty is true for households without employment. A quarter of those households where no one in working age is employed is at risk-of-poverty. Also the mean income gap to the riskof-poverty threshold, is with 25% clearly higher than for households with at least partial employment. In households with a maximum employment participation – that is all persons aged 20 to 64 are permanently full-time employed – the risk-of-poverty is at a below-average value of 5%. However, 22% of all persons at risk-ofpoverty live in households with full employment.

Single men and families without children hold the highest median income. A (full-time) job and high education go together with a higher living standard. Female single retirees, households with many children and singleparent-households as well as migrants face substantially lower living standards. Households with the main income source from social transfers (without old-age benefits) or private transfers have the lowest median living standard. 60% of the median equivalised income constitute according to European convention the risk-of-poverty threshold, that is 10,182 Euro for a single household per year or 848 Euro per month. In 2004 about 1,030,000 persons in Austria were living in households with an equivalised income below the threshold. The risk-ofpoverty rate was 13%, and no significant change to the precedent year can be observed.

Employees who do not succeed in lifting their household income above the poverty line are referred to as “working poor”. Possible reasons can on the one hand be low working time, bad pay, irregular jobs and other forms of so called precarious employment. On the other hand the constellation of the household has an important impact. A single income from employment is often not sufficient to enable a household to be above the threshold. The working poor are defined as those who are in working age, currently working and whose equivalised household income is below the riskof-poverty threshold. They make up 253,000 persons, which is 8% of all employed persons at working age. However, in comparison to the not employed persons at risk of poverty the intensity of the poverty experience is lower. Working poor have a higher median income, lower risk-of-poverty gap and face less deprivation.

Migrants and persons in single-parent-households have a very high risk-of-poverty. Female singles, single-mothers or households with female main breadwinners face a higher risk-of-poverty than comparative male households. Austrian or EU-/EFTA-citizenship, higher education and living in a family are factors for below-average risk-of-poverty. However this is only true for households with high employment participation. Families with three or more children, families with small children and families with women show an overproportional risk of poverty, in particular if women are out of labor force.

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TEXTTEIL


EU-SILC 2004 - Einleitung

Einleitung EU-SILC (Statistics on Income and Living Conditions), die neue Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen von Privathaushalten in Europa, bildet eine wichtige Grundlage für die Europäische Sozialstatistik. Zentrale Themen sind Einkommen, Beschäftigung, Wohnen und viele andere Bereiche einschließlich subjektiver Fragen zu Gesundheit und finanzieller Lage, die es erlauben, die Lebenssituation von Menschen in Privathaushalten abzubilden. EU-SILC ist auch die zentrale Quelle zur Erhebung der vom Europäischen Rat verabschiedeten Laeken-Indikatoren zur Messung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Diese Indikatoren sollen es den Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission ermöglichen, die Fortschritte bei der Erreichung des vom Europäischen Rat von Lissabon gesteckten Zieles zu messen, bis 2010 bei der Ausmerzung von Armut deutlich weiterzukommen und das Verständnis von Armut und sozialer Ausgrenzung im europäischen Rahmen zu verbessern sowie den Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsländern zu fördern.

on für verschiedene Bevölkerungsgruppen analysiert (Kapitel 2). Wie bereits im Vorjahr wird dabei auch auf die Überschneidungen von niedrigem Einkommen und mangelnder Teilhabe in zentralen Lebensbereichen eingegangen. Im Kapitel 3 wird die Beziehung zwischen Erwerbssituation und Armutsgefährdung untersucht, wobei ein Hauptaugenmerk auf der so genannten „working poor“ Bevölkerung liegt. Der folgende Abschnitt (Kapitel 4) betrachtet die Lebensbedingungen von Personen und Haushalten, die aufgrund besonderer Lebensumstände von einem erhöhten Armutsrisiko betroffen sein können. Zur Methodik von EU-SILC finden sich detaillierte Hinweise im Kapitel 5, ebenso werden dort Vergleiche mit anderen Datenquellen präsentiert. Es folgt eine Übersicht über die bisher in Österreich erschienenen Publikationen und Berichte zu EU-SILC. Abschließend werden die für 2004 errechneten Laeken-Indikatoren samt einem Vergleich zum Vorjahr und erstmalig auch Konfidenzintervalle dargestellt. Ein ausführlicher Tabellenband ergänzt den Textteil um weitere wichtige Informationen zu den Themen Einkommensverteilung, Ausstattung mit Konsumgütern und finanzielle Einschränkungen, Wohnen, Gesundheit, Lebenszufriedenheit, Armutsgefährdung, Deprivation und manifeste Armut, Bildung, Familie, Arbeit und Profile von Einkommens- und Risikogruppen. Vorangestellt sind ausführliche Definitionen und Hinweise zur Berechnung der dargestellten Indikatoren und Gliederungsmerkmale. Hier finden sich auch methodische Erläuterungen zu den im Text und Tabellenteil verwendeten Konzepten.

In Österreich wurde EU-SILC erstmals 2003 als einmalige Querschnittserhebung von Statistik Austria durchgeführt. Ergebnisse wurden in Form eines Berichts, einem Kapitel zum „Bericht über die soziale Lage 2003-2004“ des BMSG und in Statistischen Nachrichten-Artikeln publiziert1. Zudem wurden die anonymisierten Mikrodaten gegen eine geringe Nutzungsgebühr an interessierte Forscher und Forscherinnen abgegeben. Mit 2004 begann eine integrierte Längs- und Querschnittserhebung – das heißt jeweils rund drei Viertel der Haushalte werden auch im Folgejahr wieder befragt, ein Viertel der Stichprobe kommt jährlich neu hinzu. Grundlage für die Stichprobe ist eine reine Zufallsauswahl aus dem Zentralen Melderegister. Alle Personen eines Haushaltes ab 16 Jahren werden persönlich befragt. Zusätzlich werden grundlegende Informationen zu Kindern erhoben. An der Erhebung 2004 nahmen 4.521 Haushalte teil, in denen insgesamt 11.550 Personen lebten. Auf Grund dieser Informationen kann im vorliegenden Bericht ein umfassendes Bild über die Lebenssituation von Menschen in österreichischen Privathaushalten gezeichnet werden. Das Referenzjahr des vorliegenden Berichts ist 2004, die Einkommenssituation bezieht sich auf das Kalenderjahr 2003.

Neuerungen gegenüber dem Bericht über EU-SILC 2003 betreffen Auswertungen zur Zufriedenheit mit einigen Aspekten der Lebenssituation, dem Ausmaß von im Haushalt in Anspruch genommener Kinderbetreuung und Wohnkosten. Der Tabellenteil wurde deutlich erweitert und soll so ein noch umfassenderes Bild über bestimmte Bevölkerungsgruppen bzw. Lebenslagen ermöglichen. Erstmals werden auch Ergebnisse für Bundesländer publiziert, jedoch wird darauf hingewiesen, dass EU-SILC eine für Österreich repräsentative Stichprobenerhebung ist – je kleiner die Gruppen desto ungenauer sind die auf die Grundgesamtheit hochgerechneten Werte. Dies betrifft im Besonderen Ergebnisse für regional kleinere Einheiten als Österreich, wie die Bundesländer. Die vorliegende Publikation ist über die Statistik Austria-Website www.statistik.at zugänglich (Ergebnisse/ Haushaltseinkommen – EU-SILC). Weitere Analysen werden in den Statistischen Nachrichten publiziert werden. Außerdem werden wieder anonymisierte Mikrodaten verfügbar sein.

Im ersten Teil wird über die Jahreseinkommen und den materiellen Lebensstandard der privaten Haushalte in Österreich berichtet, und es werden die relativen Lebensstandardpositionen spezifischer Lebenslagen untersucht (Kapitel 1). Anschließend werden das Armutsgefährdung und die Betroffenheit von Deprivati-

1

Referenz siehe Kapitel 6.

17


EU-SILC 2004 - Textteil

18


EU-SILC 2004 - Einkommen und Lebensstandard

1 Einkommen und Lebensstandard Der Hauptzweck von EU-SILC liegt in der Beobachtung von Lebensstandardpositionen, die sich aus dem verfügbaren Jahreseinkommen von Privathaushalten ergeben. Die daraus abgeleiteten sozialpolitischen Leitindikatoren ergänzen die üblichen Wirtschaftskenngrößen wie etwa das BIP.

tuation der befragten Haushalte im Kalenderjahr 2003 ab. In der Befragung wird zunächst das persönliche Einkommen jedes erwachsenen Haushaltsmitglieds erfasst. Zusätzlich wird nach Einkünften gefragt, die dem Haushalt insgesamt zufließen. Auf der Basis dieser Angaben wird das Gesamteinkommen des Haushaltes berechnet.

Die funktionale oder personelle Einkommensverteilung in Österreich ist üblicherweise Gegenstand der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen oder der Lohnsteuerstatistik. Die folgende Analyse geht darüber hinaus, indem die kombinierte Wirkung von Markteinkommen und Sozialtransfers, sowie die Effekte gemeinschaftlicher Nutzung von materiellen Ressourcen in einem Haushalt berücksichtigt werden. Erst auf dieser Grundlage ist die Verteilung von Positionen des materiellen Lebensstandards in der Bevölkerung zu beurteilen.

Die dabei berücksichtigten Einkommensbestandteile sind: 1. Markteinkommen (aus unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit, Kapitalbesitz) 2. Pensionen (Bezüge nach der gesetzlichen Altersgrenze) 3. Sozialleistungen (Bezüge vor der gesetzlichen Pensionsaltersgrenze) 4. Steuern und Sozialabgaben

Die Erhebung zu EU-SILC wurde im 2. Quartal des Jahres 2004 durchgeführt, bildet aber die Einkommenssi-

5. private Transfers zwischen Haushalten.

1.1. Entstehung und Verteilung der verfügbaren Einkommen privater Haushalte Rechnet man die Ergebnisse der Befragung von EUSILC 2004 auf die mehr als 3,4 Mio. Privathaushalte in Österreich hoch, dann lässt sich das verfügbare Einkommen auf über 103 Mrd. Euro schätzen. Dieses Ergebnis kann dem verfügbaren Einkommen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) gegenübergestellt werden. Für das Jahr 2003 liegt der entsprechende Schätzwert für den Sektor der privaten Haushalte bei etwa 125 Mrd. Euro. Die VGR wird gemäß internationalen Vereinbarungen erstellt (ESVG95) um gesetzlich normierte Kenngrößen der Wirtschaftsleistung berechnen zu können und beschreibt den gesamten Kreislauf aus Güterproduktion, Einkommensverteilung und Verwendung in der Volkswirtschaft. Dadurch ergeben sich auch erhebliche konzeptionelle Unterschiede zu EU-SILC. Problematisch sind insbesondere die Abgrenzung privater Haushalte sowie die Berücksichtigung fiktiver Mieteinnahmen in der VGR. Eine Beschreibung der hier verwendeten Schätzung

findet sich in Kapitel 5. Die Ergebnisse von EU-SILC deuten auf einen deutlichen Anstieg der Summe der verfügbaren Jahreshaushaltseinkommen zwischen 2002 und 2003 hin (+9,1%). Der Anstieg des verfügbaren Einkommens laut volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung fällt dagegen niedriger aus (+3,8%). Bei EUSILC 2004 ist gegenüber dem Vorjahr eine vollständigere Erfassung der verfügbaren Einkommen anzunehmen. Der Schätzwert des Gesamteinkommens aus der EU-SILC-Erhebung des Jahres 2004 beträgt rund 82% des in der VGR berechneten Jahreseinkommens 2003. Der Vergleichswert der Vorjahreserhebung lag deutlich niedriger (78%). Die folgende Tabelle beschreibt die Verteilung dieser Einkommen. Auf der Ebene der privaten Haushalte können mindestens vier Stufen der Einkommensverteilung unterschieden werden. Das Einkommen entsteht zunächst durch die Erträge der Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital

Tabelle 1

Verteilung des Einkommens der privaten Haushalte Distribution of income of private households

Markteinkommen (Brutto) Primäreinkommen (Brutto) Nettoeinkommen Verfügbares Einkommen

Anzahl der Haushalte in 1.000

10%

2.716 3.304 3.414 3.421

1.662 10.346 10.434 10.564

25%

50%

75%

90%

arithmetisches Mittel

Summe (in Mrd. EUR)

74.151 74.914 54.379 54.233

36.984 39.003 30.186 30.211

100,5 128,9 103,1 103,3

... haben weniger als ... € 16.000 18.523 16.376 16.482

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

19

30.800 31.890 25.974 25.784

51.057 51.800 39.457 39.306


EU-SILC 2004 - Einkommen und Lebensstandard

und Grundbesitz). Der Großteil dieses Faktoreinkommens fließt den privaten Haushalten als (Brutto-)Markteinkommen in Form von Löhnen, Gewinnentnahmen oder Kapitalerträgen (einschließlich Vermietungen oder Verpachtungen) zu. Das in EU-SILC 2004 erhobene Markteinkommen beträgt hochgerechnet rund 100 Mrd. Euro und ist der Ausgangspunkt für die Umverteilung auf den folgenden Stufen. Das sogenannte Primäreinkommen ergibt sich durch Hinzurechnung von staatlichen Alterspensionen und beträgt vor Steuern und Abgaben rund 129 Mrd. Euro. Das Nettoeinkommen (bzw. Sekundäreinkommen) ergibt sich aus der Summe von Primäreinkommen und sozialen Transferleistungen, abzüglich der dafür geleisteten Abgaben. Die Summe der erhaltenen Transferleistungen ist etwas höher als die direkten Abgaben, deshalb ist auch das Nettoeinkommen der privaten Haushalte mit

rund 103 Mrd.2 Euro um knapp 3 Mrd. Euro höher als das Markteinkommen. Das jeweils verfügbare Einkommen ergibt sich schließlich, wenn neben dem eigenen Nettoeinkommen auch die erhaltenen und bezahlten Transferleistungen zwischen Privathaushalten einbezogen werden, die Gesamtsumme bleibt dadurch nahezu unverändert.

2

Den privaten Haushalten fließen rund 28 Mrd. Euro in Form von Pensionen und Sozialleistungen zu, die nach dem Erreichen des Pensionsalters (Männer 65, Frauen 60) gewährt werden. Zusätzlich entfallen etwa 12 Mrd. Euro auf Sozialleistungen und Pensionen, die vor dem Erreichen des Pensionsalters gewährt werden. Vor steuerlichen Abzügen werden also insgesamt knapp 40 Mrd. an staatlichen Transferleistungen bezogen. Für das gesamte Bruttoeinkommen von etwa 140 Mrd. Euro werden Steuern und Sozialbeiträge in der Höhe von insgesamt etwa 37 Mrd. Euro bezahlt (für eine detailliertere Darstellung siehe auch den Tabellenteil zum Bericht).

1.2. Verteilungspositionen und Konzentration der Einkommen privater Haushalte Die beschriebenen Einkommensarten sind nicht immer für alle Haushalte gleich zugänglich. Von den insgesamt 3,4 Mio. Haushalten erzielten im Jahr 2003 nur etwa 2,7 Mio. Haushalte ein Markteinkommen aus Arbeit oder Besitz oder Vermögen (siehe Tabelle im vorigen Abschnitt). Etwa 700.000 Haushalte (bzw. 1 Mio. Menschen) sind also ausschließlich auf Pensionen, Sozialleistungen oder private Transferzahlungen angewiesen3.

Bei 10% aller Haushalte mit einem Markteinkommen liegt dieses vor Steuern und Abgaben unter 1.662 Euro pro Jahr (1. Dezilwert). Jene 10% Haushalte mit den höchsten Markteinkommen haben mindestens 74.751 Euro (9. Dezilwert) bzw. das 45fache Einkommen zur Verfügung4. Der staatliche und private Umverteilungsprozess bewirkt aber, dass die verfügbaren Einkommen deutlich gleichförmiger verteilt sind: 10% aller Haushalte haben weniger als 10.564 Euro (1. Dezilwert) zur Verfügung. Bei den reichsten 10% der Haushalte bleibt ein mindestens 5-mal höheres Einkommen (54.233 Euro).

Ungleiche Zugänge zu den Produktionsfaktoren sowie die Zugehörigkeit zu Zielgruppen staatlicher Umverteilungsmechanismen spiegeln sich in beträchtlichen Ungleichheiten der Verteilung von Kapitalerträgen, Arbeitseinkommen und Transferzahlungen. Das Zusammenwirken dieser Ungleichheiten bestimmt letztlich die Verteilung und Einkommenskonzentration auf Ebene der Haushaltseinkommen.

40% des gesamten verfügbaren Einkommens entfällt auf die reichsten 700.000 Haushalte (20% aller Haushalte). Das ist mehr als das 6fache Einkommen der 700.000 ärmsten Haushalte, die nur 6,5% des Einkommens erhalten5.

Verteilungen können durch den Wert charakteristischer Einkommenspositionen beschrieben werden, die man als Perzentile bezeichnet (z.B. Dezile, Quintile oder Quartile). Zur Berechnung von Perzentilwerten werden Haushalte zuerst nach der Höhe ihres Einkommens gereiht. Der Perzentilwert entspricht dem Einkommen jenes Haushaltes, unterhalb dessen 10%, 20%, 25% usw. aller Haushalte positioniert sind. Die jeweiligen Einkommensgruppen zwischen den Perzentilwerten werden im Folgenden als Einkommenszehntel bzw. -fünftel, -viertel usw. bezeichnet.

Die Grafik 1 zeigt den Anteil des Einkommens, der auf die Haushalte entfällt, wenn diese nach der Höhe des Einkommens gereiht werden. Diese Darstellungsweise entspricht einem so genannten Lorenzdiagramm. Die Diagonale repräsentiert hier eine hypothetische Situation, in der alle Haushalte denselben Durchschnittsbetrag zur Verfügung haben. In einer solchen Konstellation hätten beispielsweise die 50% ärmsten Haushalte auch genau 50% des gesamten Einkommens. Je weiter die Lorenzkurve von der Diagonale entfernt ist, desto stärker ist das Einkommen konzentriert. Die strich-

4

Dieses Verhältnis wird auch als P90/P10 Faktor benannt, weil der 90. Perzentilwert durch den 10. Perzentilwert dividiert wird. 5 Das Verhältnis des Durchschnitts- oder Gesamteinkommens der 20% Reichsten zum Einkommen der 20% Ärmsten bildet den so genannten S80/S20 Faktor, da die jeweiligen Einkommensanteile (engl.: „share“) aufeinander bezogen werden.

3

Kapitaleinkünfte bestehen häufig nur aus geringen Zinserträgen aus Sparbüchern o.Ä. Vernachlässigt man diese Einkommen erhöht sich diese Zahl auf knapp 1 Mio. Haushalte bzw. 1,4 Mio. Personen, die auf Transferleistungen angewiesen sind.

20


EU-SILC 2004 - Einkommen und Lebensstandard

lierte Linie repräsentiert jeweils den kumulierten Anteil des Brutto-Markteinkommens, der auf die ärmsten 10%, 20%, 30% usw. Haushalte entfällt, wenn diese nach dem Markteinkommen gereiht werden. Vor allem, weil die ärmsten 20% der Haushalte überhaupt kein Markteinkommen beziehen, ist ein erhebliches Maß an Konzentration ersichtlich. Berücksichtigt man Umverteilungsprozesse, so nähert sich die Lorenzkurve deutlich der Diagonale an. Die gepunktete Linie stellt die jeweiligen Anteile am Primäreinkommen dar, und der Unterschied zur Verteilung der Markteinkommen verdeutlicht, in welcher Weise altersbezogene Transferleistungen zu einer gleichmäßigeren Einkommensverteilung beitragen. Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt deshalb, weil Einkommen auch auf jene Haushalte verteilt wird, die sonst über gar kein Markteinkommen verfügen würden. Die durchzogene Linie repräsentiert das verfügbare Einkommen, in dem bereits Sozialleistungen sowie Steuern und Abgaben berücksichtigt sind. Diese Linie zeigt ebenfalls ein geringeres Ausmaß der Einkommenskonzentration, da sich der Abstand zur Diagonale weiter verringert.

Grafik 1: Lorenzkurven für das Einkommen der privaten Haushalte Lorenz curve for income of private households

100 Verfügbares Einkommen Primäreinkommen Markteinkommen

90

% des Einkommens

80 70 60 50 40 30 20 10 0 0

10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 % der Bevölkerung

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

1.3. Bestimmung des Lebensstandards durch das Äquivalenzeinkommen Der materielle Lebensstandard ist ein zentraler Aspekt der Lebensbedingungen und von besonderem sozialpolitischen Interesse. Im Unterschied zu anderen Aspekten der Lebensbedingungen werden vor allem Geldbeträge allgemein als verrechenbare Größen angesehen und spielen heute auch in der Sozialstatistik eine wichtige Rolle. Abseits der monetären Quantifizierbarkeit erklärt auch die administrative Steuerbarkeit von Umverteilungsmechanismen die sozialpolitische Relevanz von Indikatoren des materiellen Lebensstandards. Die Sicherung eines akzeptablen Mindeststandards stellt jedenfalls eine wesentliche Grundlage für die gesellschaftliche Teilhabe dar. Zu beachten ist dabei aber, dass Glück und Zufriedenheit nicht ausschließlich durch den materiellen Lebensstandard bedingt sind.

cher Weise an diesem Einkommen teilhaben. Eventuell unterschiedliche Teilhabemöglichkeiten innerhalb eines Haushaltes (insbesondere bei Kindern oder Frauen) werden hier ebenso wenig berücksichtigt wie Ressourcen, die nicht im Haushalteinkommen erfasst werden (insbesondere Vermögensbesitz und Verschuldung). Der tatsächliche Ressourcenbedarf ist empirisch schwer zu ermitteln. Reale Konsumausgaben hängen stark von persönlichen Präferenzen ab und gehen in der Regel über den bloßen Mindestbedarf hinaus. In der Berichterstattung wird der Ressourcenbedarf daher fast immer über konventionell festgelegte Bedarfsgewichte (Äquivalenzskalen) festgelegt. Diesen Gewichtungsskalen liegt stets die Annahme zugrunde, dass größere Haushalte weniger Einkommen benötigen als mehrere Einpersonenhaushalte. Die Gewichtungsskalen unterscheiden sich letztlich vor allem danach, wie hoch dieser Einsparungseffekt (Elastizität) angenommen wird.

EU-SILC gewährt vor allem Einblicke in die Einkommenssituation der befragten Haushalte und Personen. Doch erst eine Gegenüberstellung von verfügbaren Ressourcen und dem jeweiligen Bedarf ließe näherungsweise auf den Lebensstandard schließen. Verschiedene statistische Konventionen wurden daher etabliert, mit denen der bedarfsgewichtete Ressourcenzugang bzw. das äquivalisierte Haushaltseinkommen bestimmt werden kann.

Nachfolgend wird die so genannte EU-Skala (modifizierte OECD-Skala) verwendet, um den Ressourcenbedarf eines Haushaltes zu berechnen. Diese Variante wird derzeit auch in der EU-Berichterstattung durch EUROSTAT verwendet. Eine allein lebende erwachsene Person wird dabei als Referenzpunkt (=Konsumäquivalent) betrachtet. Der unterstellte Ressourcenbedarf steigt für jeden weiteren Erwachsenen um 0,5 Konsumäquivalente. Jedes Kind unter 14 Jahren wird mit 0,3 Konsumäquivalenten gewichtet.

Das gesamte in einem Haushalt verfügbare Einkommen definiert dabei auch die individuell zugänglichen Ressourcen. Die übliche Analyse folgt dabei der Annahme, dass alle Mitglieder eines Haushaltes in glei-

21


EU-SILC 2004 - Einkommen und Lebensstandard

Tabelle 2

Beispiele zur Berechnung des Einkommensbedarfes (in Konsumäquivalenten) Example of calculating income needs (in consumption equivalents)

A) Single B) Alleinerzieherin mit 2 Kindern C) Gemeinsamer Bedarf von A + B D) Familie mit 2 Kindern Gesamtbedarf in Österreich

Fixbedarf des Hauhaltes

Bedarf für Erwachsene

Bedarf für Kinder

= Gesamtbedarf

0,5 0,5 1,0 0,5

0,5 0,5 1,0 1,0

0,0 0,6 0,6 0,6

1,0 1,6 2,6 2,1

1,7 Mio

3,4 Mio

0,39 Mio

5,49 Mio

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Ein Konsumäquivalent entspricht dem Einkommensbedarf eines Einpersonenhaushalts. Der Gesamtbedarf in Österreich errechnet sich als Summe aller Konsumäquivalente.

davon abhängigen Armutsschwelle. Nimmt die Zahl an Einpersonenhaushalten (bzw. die Gewichtung) zu, so steigt auch der angenommene Einkommensbedarf. Beispielsweise führt bei unverändertem Gesamteinkommen eine wachsende Zahl an Singlehaushalten tendenziell zu einem insgesamt sinkenden Lebensstandard.

Diese Gewichtungsrelationen können auch so aufgefasst werden, dass der Gesamtbedarf aus einem konstanten Haushaltsbedarf (Fixkosten) und dem Bedarf der jeweiligen Haushaltsmitglieder besteht. Die EU-Skala entspricht dann der Annahme, dass jeder Haushalt (bzw. Haushaltsvorstand) einen Grundbedarf von 0,5 Konsumäquivalenten hat (100% eines Erwachsenen). Im Verhältnis zu einem Erwachsenen sind die Kinderkosten demnach mit 60% angesetzt (0,3 Konsumäquivalente).

Ein so genanntes äquivalisiertes Haushaltseinkommen ergibt sich, wenn man das Haushaltseinkommen durch die Zahl der Konsumäquivalente des Haushaltes dividiert. Dieses Äquivalenzeinkommen ist auch der Indikator für den materiellen Lebensstandard jedes einzelnen Haushaltsmitglieds (siehe Berechnungsbeispiel Tabelle 3).

Der sich aus der Haushaltskonstellation ergebende Gesamtbedarf hat entscheidende Bedeutung für den jeweiligen materiellen Lebensstandard. Die Tabelle zeigt deshalb exemplarisch die Berechnung des Einkommensbedarfs für drei verschiedene Haushaltskonstellationen nach der konventionellen EU-Skala. Es zeigt sich, dass der gemeinsame Bedarf von zwei getrennten Haushalten mit einem Single und einer Alleinerzieherin mit zwei Kindern höher ist, als bei gemeinsamer Haushaltsführung.

Tabelle 3

Berechnungsbeispiel für das Äquivalenzeinkommen einer Familie (2 Erwachsene, 1 Kind) mit einem jährlichen Einkommen von 30.000 € Example of equivalised income of a family (2 adults, 1 child) with annual income of 30.000 €

Die Festlegung der Bedarfsgewichte nach Haushaltsgröße hat auch Auswirkungen für den angenommenen Gesamtbedarf einer Bevölkerung. Nach der EU-Skala hätte die Bevölkerung Österreichs in ihrer heutigen Haushaltsstruktur (3,4 Mio. Haushalte mit 6,8 Mio. Erwachsenen und 1,3 Mio. Kindern) denselben Einkommensbedarf wie 5,49 Mio. Einpersonenhaushalte. Neben dem insgesamt verfügbaren Einkommen sind also vor allem die Haushaltskonstellation und ihre Gewichtung entscheidend für den angenommenen Lebensstandard einer Gesellschaft und die Höhe einer

Mutter Vater Kind

Nettoeinkommen pro Jahr

Haushaltseinkommen

Gesamtbedarfsäquivalente

Äquivalenzeinkommen

14.000 € 14.000 € 2.000 €

30.000 €

1,8

16.667 €

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Zur besseren Veranschaulichung wird hier die Familienbeihilfe als Jahreseinkommen des Kindes ausgewiesen.

22


EU-SILC 2004 - Einkommen und Lebensstandard

1.4. Verteilungspositionen und Konzentration des Lebensstandards Für das Jahr 2003 beträgt das durchschnittliche Äquivalenzeinkommen 18.741 Euro. Reiht man die Personen nach ihrem Lebensstandard, lassen sich die charakteristischen Verteilungspositionen ablesen. In der Mitte (Median) befindet sich eine Person mit einem Lebensstandard von 16.969 Euro pro Jahr. Dieser Lebensstandard markiert die Grenzlinie von zwei gleich große Hälften der Bevölkerung, mit einem niedrigeren (bzw. höheren) Äquivalenzeinkommen. Die rund 4 Millionen Menschen die zur unteren Hälfte gehören, verfügen über rund ein Drittel des gesamten Äquivalenzeinkommens.

Grafik 2: Lorenzkurven für das äquivalisierte Haushaltseinkommen von Personen Lorenz curve for equivalised household income of persons

100

% des Einkommens

80

Das oberste Einkommensviertel hat ein Äquivalenzeinkommen von mehr als 22.404 Euro. Zum untersten Einkommensviertel gehört man bei einem Äquivalenzeinkommen von weniger als 12.868 Euro. Diese rund 2 Millionen Menschen verfügen über nur 13% des Gesamtlebensstandards, während das reichste Einkommensviertel 41% des Äquivalenzeinkommens auf sich vereinigt.

29.252 € 22.404 € 16.969 € 12.869 € 12.868 € 9.425 €

21 41 26 20 13 4

40 30

0

10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 % der Bevölkerung

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

Die schraffierte Fläche unter der Diagonale in der Abbildung kann auch als Prozentanteil der Einkommenskonzentration interpretiert werden. Im Vergleich zu der in der vorigen Abbildung dargestellten Verteilung der Haushaltseinkommen ist diese Fläche deutlich kleiner. Numerisch wird diese Konzentration durch den so genannten Gini-Koeffizienten ausgedrückt, einer häufig verwendeten Maßzahl für Ungleichheit. Bei völliger Gleichverteilung, also wenn das Einkommen aller Haushalte (bzw. Personen), die über ein Einkommen verfügen, genau dem Durchschnittseinkommen entspricht, ist der Wert des Gini-Koeffizienten genau 0%. Bei einem Wert von 100% ist hingegen das gesamte Einkommen auf einen einzelnen Haushalt (bzw. Person) konzentriert.

Characteristic distribution positions and shares of equivalised income

ab ab ab ab bis zu bis zu

50

0

Charakteristische Verteilungspositionen und Anteile am Äquivalenzeinkommen

oberstes Einkommenszehntel oberstes Einkommensviertel 3. Einkommensviertel 2. Einkommensviertel unterstes Einkommensviertel unterstes Einkommenszehntel

60

10

Tabelle 4

% vom Äquivalenzeinkommen

70

20

Das unterste Einkommenszehntel umfasst rund 800.000 Personen. Zu dieser Gruppe gehören alle Personen mit einem Äquivalenzeinkommen von maximal 9.425 Euro pro Jahr. Mindestens dreimal so hoch (29.252 Euro) muss das Äquivalenzeinkommen sein, um zu den reichsten 800.000 Menschen in Österreich zu zählen. Insgesamt lukriert das oberste Einkommenszehntel 21% des gesamten Äquivalenzeinkommens. Der Einkommensanteil der ärmsten 10% der Bevölkerung beträgt nur 4% am Gesamtlebensstandard.

Einkommensgrenze

Verfügbares Einkommen Primäreinkommen Markteinkommen

90

Die Abbildung zeigt die Höhe des Gini-Koeffizienten, wenn Nullfälle nicht berücksichtigt werden. Offenbar erhöht sich nicht nur die Zahl der Personen mit einem Einkommen durch Umverteilungsmechanismen sondern verringert sich durch Steuern und Transfers auch das Ausmaß der Einkommenskonzentration. Für das äquivalisierte (Brutto-)Markteinkommen liegt der GiniKoeffizient bei 38,6%. Durch Altersleistungen wird der Grad der Ungleichheit in den Primäreinkommen auf 34,0% gesenkt, wobei hier bereits der Großteil der Bevölkerung ein Einkommen erhält. Das Nettoeinkommen ergibt sich, nachdem nicht altersbezogene Sozialtransfers sowie Steuern und Abgaben berücksichtigt

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

Die Grafik 2 zeigt nochmals die Lorenzkurven für die verschiedenen Stufen im Umverteilungsprozess. Allerdings werden diesmal Personen nach ihrem äquivalisierten Haushaltseinkommen gereiht und ihr Anteil am gesamten Lebensstandard betrachtet.

23


EU-SILC 2004 - Einkommen und Lebensstandard

Haushaltsbudget auf 29,7%. Die Wohnkosten niedriger Einkommensgruppen reduzieren das Haushaltsbudget in einem prozentuell höheren Ausmaß, als in den oberen Einkommensgruppen, obwohl die Absolutbeträge sich kaum unterscheiden (für eine detaillierter Darstellung siehe Tabellen 11.3c und 11.4c im Tabellenteil).

werden. Dies reduziert den Ungleichheitskoeffizienten deutlich auf 26,3%. Private Transferleistungen verringern die Einkommenskonzentration abermals auf 25,8%. Die Grafik 3 deutet allerdings auch auf einen erheblichen Verteilungseffekt durch Wohnkosten hin. Zieht man nämlich die Wohnungsausgaben6 (einschließlich Miete, Hypothekenzinsen, Energie- und Instandhaltungskosten) vom verfügbaren Einkommen ab, so erhöht sich der Gini-Koeffizient für das verbleibende

6

In EU-SILC 2004 wurden bei rund einem Viertel der Haushalte keine vollständigen Wohnkosten erfasst, wobei etwa 80% davon Hauseigentum besitzen. Die realen Wohnkosten insbesondere für Energie und Instandhaltung werden daher in Summe unterschätzt.

Grafik 3: Gini-Koeffizienten des persönlichen Äquivalenzeinkommens (ohne Nullfälle) Gini coefficient of personal equivalised income (only cases with income>0)

50

Gini Koeffizient in %

40 38,6

29,7 34,0

30

29,7 26,3

25,8

Nettoeinkommen

Verfügbares Einkommen

20

10

0

Markteinkommen

Primäreinkommen

Haushaltsbudget nach Abzug der Wohnkosten

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

1.5. Relative Lebensstandardpositionen spezifischer Lebenslagen Der Zugang zu und Bedarf an Ressourcen hängt von der persönlichen Position gegenüber den grundlegenden Institutionen der Gesellschaft ab. Die folgende Untersuchung der Lebensstandardpositionen berücksichtigt insbesondere jene Lebensbedingungen, welche Familie, Arbeit sowie den Zugang zu wohlfahrtstaatlicher Versorgung betreffen. Der Einfluss dieser Lebensbereiche auf den materiellen Lebensstandard wird anhand der Position im Lebenszyklus, der Schulbildung sowie Staatsbürgerschaft, Einkommensstruktur und Haupttätigkeit dargestellt.

ner bestimmten Gruppe, ausgedrückt in Prozent vom Medianeinkommen der Gesamtbevölkerung. Ein Index unter 100 entspricht einer benachteiligten Position, während Werte über 100 auf eher privilegierte Lebensstandardpositionen hinweisen. Zur Veranschaulichung wird in den folgenden Abbildungen daher die jeweilige Differenz des relativen Lebensstandards einer bestimmten Gruppe vom landestypischen Lebensstandard (= 100 %) ausgewiesen. Lebensstandardpositionen unterscheiden sich nach dem jeweiligen Abschnitt im Lebenszyklus. Kinder und Jugendliche sind überwiegend von ihren Eltern abhängig und verfügen meist über kein oder nur geringes Einkommen, solange sie in Ausbildung stehen. Tatsächlich zeigt die Abbildung, dass Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre im Vergleich zum Medianeinkommen der Gesamtbevölkerung etwa 10% weniger Einkommen zur Verfügung haben.

Die Übersicht (Tabelle 5) zeigt die Anzahl von Personen in ausgewählten Lebenslagen und das mediane Äquivalenzeinkommen. Die Darstellung enthält auch einen einfachen Index des relativen Lebensstandards. Der relative Lebensstandard von Personen oder Bevölkerungsgruppen wird dabei in Bezug auf die mittlere Lebensstandardposition (das Medianeinkommen) festgemacht. Der Index ist das Medianeinkommen ei-

24


EU-SILC 2004 - Einkommen und Lebensstandard

die Tabelle: von rund 108.000 alleinerziehenden Müttern sind 59% zwischen 20 und 39 Jahre alt, dies entspricht etwa 22% von allen 292.000 Personen, die in einem Alleinerziehendenhaushalt leben.

Tabelle 5

Lebensstandard nach Alter und Haushaltskonstellation Standard of living by age and household composition Personen

Medianlebensstandard

Tabelle 6 in 1.000

in %

in Euro

in %

Insgesamt

8.048

100

16.969

100

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

49 12 15 16 6

17.308 15.526 17.789 18.552 17.111

102 91 105 109 101

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

51 11 14 17 9

16.660 15.284 16.726 18.451 15.269

98 90 99 109 90

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

1.438 107 419 912

18 1 5 11

16.061 19.096 13.809 16.802

95 113 81 99

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MPH ohne Kinder

6.610 355 286 1.927

82 4 4 24

17.185 16.890 15.903 20.149

101 100 94 119

50 4 18 20 9

16.215 13.106 18.491 16.273 13.848

96 77 109 96 82

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen 4.042 Alleinerziehend 292 MPH + 1 Kind 1.424 MPH + 2 Kinder 1.575 MPH + mind. 3 Kinder 751

Altersverteilung von Personen in Alleinerziehendenhaushalten Age distribution of persons in single-parent-households Mütter in 1.000

in %

in 1.000

in %

64 44

59 41

163 77 52

56 26 18

108

100

292

100

bis 19 Jahre 20-39 Jahre 40 Jahre oder älter Gesamt

Alle

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Die Zahl von alleinerziehenden Vätern mit abhängigen Kindern unter 27 Jahren ist statistisch nicht gesichert.

Aus der Abbildung geht auch hervor, dass sich die günstigste Lebensstandardsituation für viele Menschen erst im späteren Erwerbsalter ergibt. Der Lebensstandard von Männern und Frauen zwischen 40 und 64 Jahren liegt 9% über dem Gesamtmedian bzw. bei rund 18.500 Euro pro Jahr. In dieser Altersgruppe ist insgesamt kein bedeutendes Lebensstandardgefälle zwischen Männern und Frauen erkennbar.

Grafik 4: Relativer Lebensstandard im Lebenszyklus von Männern und Frauen Relative standard of living in lifecycles of men and women

Differenz des Medianeinkommens zum Gesamtmedian in %

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

Der Eintritt in das Erwerbsleben und die Bündelung von Ressourcen in einer Lebensgemeinschaft kann die Einkommenssituation deutlich verbessern. Durch die vorwiegend im jüngeren Erwerbsalter stattfindende Familiengründung steigt allerdings auch der Ressourcenbedarf, und die Erwerbsmöglichkeiten sind durch Betreuungspflichten häufig eingeschränkt. Die Abbildung zeigt, dass der Lebensstandard der 20- bis 39Jährigen sich kaum von dem der Gesamtbevölkerung unterscheidet. Der Geschlechterunterschied in dieser Gruppe ist bereits deutlich ausgeprägt. Das Medianeinkommen der Männer in dieser Altersgruppe liegt 5% über dem Gesamtmedian bei rund 17.800 Euro. Das Medianeinkommen der Frauen ist um etwa 1.100 Euro pro Jahr geringer (1% unter dem Gesamtmedian). Ein wesentlicher Grund für das geschlechtsspezifische Lebensstandardgefälle zwischen 20- bis 39-jährigen Frauen und Männern ist, dass die meisten Alleinerzieherinnen zu dieser Altersgruppe gehören. Dies belegt

40 Männer Frauen

30 20

9

10

1 0 -10

-1 -9 -10

-10

-20 -30 -40 bis 19 Jahre

20 bis 39 Jahre

40 bis 64 Jahre

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

25

9

5

65 Jahre +


EU-SILC 2004 - Einkommen und Lebensstandard

dem Gesamtmedian liegt. Männer dieser Altersgruppe verfügen um etwa 1.800 Euro mehr pro Jahr.

Grafik 5: Relativer Lebensstandard nach Familienstand (Personen ab 16 Jahren) Differenz des Medianeinkommens zum Gesamtmedian in %

Relative standard of living by family status (persons aged 16+ years)

Die Annahme gleicher Ressourcenaufteilung innerhalb der Haushalte verdeckt teilweise das geschlechtsspezifische Lebensstandardgefälle, insbesondere innerhalb von Familien. Die Grafik 5 zeigt die Lebensstandardsituation von Frauen und Männern ab 16 Jahren nach ihrem Familienstand. Das Ergebnis unterstreicht, dass Unterschiede vor allem bei alleine lebenden Menschen sichtbar werden. Traditionelle Rollenbilder und Lohnunterschiede tragen dazu bei, dass der Lebensstandard von Frauen noch immer maßgeblich von Partnerschaften abhängt. Das Medianeinkommen von ledigen Frauen (ohne Kinder) entspricht zwar jenem der Gesamtbevölkerung, der Einkommensvorteil männlicher Junggesellen beträgt aber über 1.200 Euro pro Jahr (8% v. Gesamtmedian). Das Lebensstandardgefälle zwischen Männern und Frauen ist im Allgemeinen nur bei gemeinsamer Haushaltsführung in einer Ehe oder Lebensgemeinschaft aufgehoben; dann liegt das Medianeinkommen mit 17.800 Euro etwa 5% über dem Gesamtmedian. Die Absicherung des Lebensstandards durch eine Partnerschaft ist aber keineswegs nachhaltig. Für verwitwete oder geschiedene Frauen (einschließlich lediger Mütter ohne Partner) geht Partnerverlust einher mit einem rund 3.000 Euro pro Jahr geringeren Einkommen als bei Männern in derselben Situation. Nach einem Partnerverlust liegt der Lebensstandard von Männern mit 17.900 Euro sogar 6% über dem Gesamtmedian, während jener der Frauen 12% darunter liegt.

40 Männer Frauen

30 20 8

10

5

6

5

0

0 -10

-12 -20 -30 -40

Alleinstehend Partnerschaft Partnerverlust

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

Das Pensionsalter ist wieder von einer deutlich schlechteren Einkommenssituation gekennzeichnet. Dies gilt vor allem für Frauen ab 65 Jahren, deren Medianeinkommen bei rund 15.300 Euro bzw. 10% unter

Grafik 6: Relativer Lebensstandard nach Haushaltskonstellation

Haushalte mit Pension

40

Haushalte ohne Pension

Haushalte mit Kindern (ohne Pension)

30 19

20

13

9

10 0

0

-1

-4

-6

-10 -20

-18

-19

-23

-30

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004. - EPH = Alleinstehend. - MPH = Mehrpersonenhaushalt.

26

le in Al

+m

in

d

3

ie he nd

er z

Ki MP nd H er

Ki MP nd H er +2

ne oh

+1 M Ki PH nd

bl ic ei w H

EP

m H

Ki MP nd H er

h

h än nl ic

M PH

bl ic ei H

w

EP

EP

EP

m än

nl ic

h

h

-40

H

Differenz des Medianeinkommens zum Gesamtmedian in %

Relative standard of living by household composition


EU-SILC 2004 - Einkommen und Lebensstandard

Neben Lebensalter und Partnerschaften können die Haushaltskonstellation und vor allem der Einkommensbedarf für Kinder den Lebensstandard entscheidend verändern. Eine deutlich überdurchschnittliche Einkommensposition erreichen kinderlose Mehrpersonenhaushalte, Einkindfamilien und Pensionisten. Die Maximierung von Erwerbschancen ohne erhöhten Kinderkostenbedarf trägt dazu bei, dass Erwachsene ohne Kinder im Haushalt einen Lebensstandard erreichen, der 19% über dem Gesamtmedian liegt. Auch nach dem ersten Kind bleibt der Lebensstandard der Mehrpersonenhaushalte über dem Gesamtmedian, der Einkommensvorteil wird jedoch mehr als halbiert und beträgt jetzt 9%.

nen. Kombinierte Effekte, wie verstärkte Bildungspartizipation bei jüngeren Generationen und regionale und Geschlechterunterschiede bewirken in Summe einen Einkommensvorsprung von 39% bei Abschluss einer Universität und immerhin 19% mit einer Matura. Auch der Abschluss einer Lehre oder mittleren Schule macht sich noch mit einem um 5% höheren Äquivalenzeinkommen bemerkbar. Wer allerdings keinen entsprechenden Abschluss vorzuweisen hat, muss mit einem Lebensstandard von 10% unter dem Gesamtmedian rechnen. Grafik 7: Relativer Lebensstandard nach Bildung (Personen ab 16 Jahren) Relative standard of living by educational attainment (persons aged 16+ years)

Differenz des Medianeinkommens zum Gesamtmedian in %

Der Lebensstandard von alleine lebenden Männern mit Pension liegt um 13% über dem Gesamtmedian, allerdings umfasst diese Gruppe nur kaum mehr als 100.000 Personen. Stark benachteiligt sind Pensionistinnen und Familien mit mehr als drei Kindern, deren Lebensstandard jeweils um 19% bzw. 18% unter dem Gesamtmedian liegt. Am größten ist die Einkommenskluft allerdings bei Alleinerziehenden, deren Äquivalenzeinkommen um 23% unter dem Gesamtmedian liegt. Schulbildung ist ein wesentlicher Faktor bei der Verteilung von Einkommens- und LebensstandardpositioTabelle 7

Lebensstandard in ausgewählten Lebenslagen Standard of living by socio-economic characteristics Personen

Medianlebensstandard

in 1.000

in %

in Euro

in %

Insgesamt

8.048

100

16.969

100

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA Staatsbürgerschaft davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

93 88 5 7

17.276 17.450 14.200 13.190

102 103 84 78

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

27 36 14 5

15.289 17.787 20.203 23.663

90 105 119 139

Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit 5.144 selbständige Arbeit 619 Sozialleistungen 651 Pensionen 1.512 private Einkommen 121

64 8 8 19 2

17.722 19.604 10.982 16.050 8.804

104 116 65 95 52

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

44 37 7 22 3 8 5

18.795 19.157 17.552 16.961 12.842 14.028 16.214

111 113 103 100 76 83 96

3.538 2.955 583 1.733 259 661 398

40

39

30 19

20 10

5

0 -10

-10

-20 -30 -40

Universität

Matura

Lehre/ max. mittlere Pflichtschule Schule

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

Wie in anderen EU-Staaten erweisen sich ökonomische Ungleichheiten auch in Österreich deutlich von der Staatsbürgerschaft abhängig. Die Abbildung zeigt dabei insbesondere, dass daran auch eine Einbürgerung nicht allzu viel ändert. Der Lebensstandard von Personen, die seit ihrer Geburt die österreichische Staatsbürgerschaft (oder die eines anderen EU oder EFTA Landes) besitzen, liegt um 3% über dem Gesamtmedian. Bei Personen, deren Staatsbürgerschaft auf einem Einbürgerungsbescheid beruht, beträgt der Abstand zum Gesamtmedian 16%. Ihre Lebensstandardposition ist damit wesentlich näher an der von Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft, deren Äquivalenzeinkommen 22 % unter dem Gesamtmedian liegt. Allerdings ist dies nicht notwendigerweise eine Folge fehlender Integration und rassistischer Diskriminierung, sondern steht in engem Zusammenhang mit vorhandenen Bildungsabschlüssen, der Familienkonstellation und den damit verbundenen Erwerbsmöglichkeiten.

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

27


EU-SILC 2004 - Einkommen und Lebensstandard

Grafik 8: Relativer Lebensstandard nach Staatsbürgerschaft

Grafik 10: Relativer Lebensstandard nach Haupttätigkeit Relative standard of living by main activity

Relative standard of living by main source of income

50 40 30 20 10 16 0 4 -5

-20

-35

lo be

its

sh Ar

au

ild

s

t al

g

n io

un H

ilz

-40 -48

Die Abhängigkeit des Lebensstandards von der Einkommensstruktur deutet auf die zentrale Bedeutung von Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit hin. Tatsächlich zeigt die Abbildung, dass Vollzeitbeschäftigte mit 13% über dem Gesamtmedian die höchsten Einkommenspositionen erreichen, während der Abstand nach unten für Arbeitslose mit 24% am größten ist.

p om riv m ate en nk

is So tu zi ng al en -

Ei

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se

le

än Ar dig be e se it lb st än Ar dig be e it Pe ns io ne n

-50

lb st

Differenz des Medianeinkommens zum Gesamtmedian in %

Te

Das mit 40 Mrd. Euro sehr beträchtliche Volumen staatlicher Transfers an private Haushalte ermöglicht eine massive Umverteilung des Lebensstandards. Die Abbildung verdeutlicht, dass dennoch das Arbeitseinkommen in der Regel die einzige Möglichkeit bleibt, um eine gehobene Lebensstandardposition zu erreichen. Dies gilt besonders dann, wenn das Haupteinkommen aus selbständiger Arbeit stammt, denn das Medianeinkommen von Personen in Selbständigenhaushalten liegt um 16% über dem Gesamtmedian. Setzt sich das Haushaltseinkommen großteils aus Einkünften aus unselbständiger Arbeit zusammen, dann beträgt der Einkommensvorteil nur etwa 5%. Menschen, die überwiegend von Transferleistungen in Form von Pensionen, Sozialleistungen oder privaten Zuwendungen (insbesondere Alimente und Unterhalt) leben müssen, sind weit entfernt von einem mittleren Lebensstandard. Am nächsten kommen ihm noch Menschen mit Pensionseinkommen, denn sie erreichen immerhin 95% vom Gesamtmedian. Bei anderen Sozialleistungen beträgt der Abstand bereits 35%. Die meisten Personen mit überwiegend privaten Einkünften unterschreiten das Medianeinkommen um 48%.

Grafik 9: Relativer Lebensstandard nach Haupteinkommensquelle

-30

ei

ei

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

-10

ta

ta

davon MigrantInnen eingebürgert

davon seit Geburt

llz

Gesamt

-40

sb

-40

-24 -30

Au

-30

-17

-20

in

-22

-4 -10

t

-16

-20

0

0

ns

-10

3

Pe

0

10

ei

3

2

13

rb

10

20

t

20

30

ei

Österreich/EU/EFTA

30

40

rb

Differenz des Medianeinkommens zum Gesamtmedian in %

40

Vo

Differenz des Medianeinkommens zum Gesamtmedian in %

Relative standard of living by citizenship

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

28


EU-SILC 2004 - Armutsgefährdung und Deprivation

2 Armutsgefährdung und Deprivation Mit den vorliegenden Ergebnissen wird die bisherige Berichterstattung zu Armutsgefährdung fortgeführt7. Die Methodik folgt weitgehend den Konventionen der EU-Berichterstattung. Häufigkeit und Intensität der Armutsgefährdung in Österreich 2004 werden analysiert.

lagen und Bedürfnisse, die Möglichkeiten des Einzelnen mit den vorhanden Ressourcen zu wirtschaften, sowie Vermögen oder Verschuldung nicht berücksichtig. Der einkommenszentrierte Ansatz unterstellt gleiche Wirkung des gleichen Einkommens – was faktisch nicht gegeben ist.

Die internationale Festlegung auf eine Armutsgefährdungsschwelle von 60% des Median-Äquivalenzeinkommens ermöglicht vergleichbare Statistiken auf EUEbene. Bei Fokussierung auf einen eindimensionalen Parameter bei der Erfassung eines multidimensionalen Phänomens wie Armut werden verschiedene Lebens-

Daher wird in der nationalen Berichterstattung Armut nicht nur indirekt über Einkommen definiert, sondern durch nichtmonetäre Indikatoren zur direkten Erfassung einer benachteiligten Lebenssituation, hier als Deprivation bezeichnet, ergänzt.

2.1. Das Ausmaß von Armutsgefährdung in Österreich 2004 Armutsgefährdung wird über Einkommen definiert. Menschen mit weniger als 60% des Median-Äquivalenzeinkommens werden als armutsgefährdet bezeichnet. Damit ist nur ein Teilaspekt der Armutserfahrung erfassbar. Ausgabenseitige Belastungen, individuelle Lebenslagen und Kostenstrukturen (wie zum Beispiel Eigenheim oder Mietwohnung) werden dabei nicht berücksichtigt. Die vorliegende Analyse stützt sich ausnahmslos auf die Befragung EU-SILC, die Einkommen in Privathaushalten in Österreich erhebt. Personen in Heimen und anderen Anstaltshaushalten und wohnungslose Menschen sind in dieser Erhebung nicht enthalten.

gesamtheit hochgerechneten Werte. Dies betrifft im Besonderen Ergebnisse für regional kleinere Einheiten als Österreich, wie die Bundesländer. In der folgenden Tabelle sind die Armutsgefährdungsquote 2004 und die Konfidenzintervalle (Schwankungsbreiten bei einer 95% Vertrauenswahrscheinlichkeit) für Österreich und die Bundesländer berechnet8. 2004 waren 12,8% der Bevölkerung armutsgefährdet. Hochgerechnet auf die österreichische Gesamtbevölkerung liegt dieser Wert mit 95% Sicherheit zwischen 11,6% und 14,0% bzw. können zwischen 937.000 und 1.123.000 Österreicherinnen und Österreicher als armutsgefährdet bezeichnet werden9. Die leichte Abnahme der Armutsgefährdungsquote gegenüber 2003 (13,2%) ist somit nicht signifikant und muss als zufällig bezeichnet werden. Im Bundesländervergleich kann bis auf Wien von keinem signifikanten Unterschied

EU-SILC ist eine für Österreich repräsentative Stichprobenerhebung, 2004 wurden 11.550 Personen in 4.521 Haushalten erfasst. Hochgerechnete Ergebnisse sind nur Schätzungen für die Verteilung in der Grundgesamtheit und unterliegen einer Zufallsschwankung. Die Interpretation der Ergebnisse muss daher unter Berücksichtigung des Stichprobenfehlers erfolgen. Zusätzlich ist die Antwortwahrscheinlichkeit der Haushalte nicht zufällig, und erhöht die Ungenauigkeit der Ergebnisse. Veränderungen der Werte zum Vorjahr und zwischen Untergruppen müssen daher in Hinblick auf die Schwankungsbreite interpretiert werden. Je kleiner die Gruppen, desto ungenauer sind die auf die Grund-

Tabelle 8

Schwankungsbreite der Armutsgefährdungsquote für Österreich und für die Bundesländer Margin of deviation for risk-of-poverty in Austria and ‘Bundesländer’ Armutsgefährdungsquote

Konfidenzintervall 95% untere Grenze

obere Grenze

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

9,3 11,0 11,6 11,8 12,5 13,1 15,8 15,9 16,9 12,8

126 72 35 183 150 73 249 82 60 1.030

6,9 7,2 6,6 9,2 9,8 8,4 12,8 10,8 10,8 11,6

93 47 20 142 118 47 201 56 38 937

11,7 14,8 16,6 14,4 15,2 17,8 18,8 21,0 23,0 14,0

158 98 50 223 182 99 295 109 81 1.123

7

Von 1995-2001 war die Grundlage für die Sozialberichterstattung das Europäische Haushaltspanel. Seit 2003 werden jährliche Statistiken über Einkommen, Armut und Lebensbedingungen auf Basis von EUSILC erstellt. Alle zwei Jahre gibt das BMSG einen Bericht zur sozialen Lage heraus, der ein Kapitel zu Armut und Armutsgefährdung im Österreich enthält. 8 Die Anzahl der Haushalte und Personen in der Befragung nach Bundesland findet sich in der Tabelle: Haushalte, Personen und Personeninterviews in EU-SILC 2004 nach Bundesland, im Kapitel 5.1. 9 Der Median, die Grundlage für die Berechnung der Armutsgefährdungsquote, ist bei der Varianzberechnung für die Bundesländerergebnisse miteinbezogen. Somit berücksichtigt der Standardfehler nicht nur die Stichprobengröße in den Bundesländern sondern auch die Variabilität bei der Berechnung des Medians. Daher liegt die Abweichung von den Punktschätzern in den Bundesländern beträchtlich höher, als bei Berechnung einer einfachen Prozentsatzdifferenz.

Oberösterreich Tirol Burgenland Niederösterreich Steiermark Kärnten Wien Salzburg Vorarlberg Österreich

Quelle: Statistik Austria, EUROSTAT, EU-SILC 2004

29


EU-SILC 2004 - Armutsgefährdung und Deprivation

zum Gesamtergebnis gesprochen werden. Aus diesem Grund wird in der folgenden Analyse nicht Bezug auf die Bundesländer genommen, sondern nur eine vereinfachte Stadt/Land-Gliederung herangezogen.

Tabelle 9

Unterschiedliche Schwellen der Armutsgefährdung 2004 Different risk-of-poverty thresholds 2004 Armutsgefährdung bei ... des Medians

Die hier dargestellte Schwankungsbreite der Ergebnisse verdeutlicht die in allen Stichprobenerhebungen auftretende Fehlerproblematik bei Hochrechnung auf die Grundgesamtheit. Zusammenhänge und Strukturen von Lebensbedingungen und Einkommen können dennoch gut dargestellt werden. In der statistischen Berichterstattung ist es besonders der Einfachheit halber üblich, Punktschätzer darzustellen, die werten Leserinnen und Leser sind aber aufgefordert, die berichteten Werte als ungefähres Maß zu verstehen und die Schwankungsbreite der Ergebnisse zu berücksichtigen10.

40% 50% 60% 70%

Armutsge- Armutsge- Armutsfährdungs- fährdungs- gefährdete quote (%) lücke (%) in 1.000

Jahres- /Monatswert (in Euro) 6.788 8.485 10.182 11.879

566 707 848 990

3,8 7,3 12,8 19,8

25,1 21,3 20,0 20,7

303 587 1.030 1.595

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Monatswert entspricht 1/12 des Jahreswertes

Der Abstand vom Medianeinkommen zur Armutsgefährdungsschwelle kann auch in Millionen Euro ausgedrückt werden. In einer hypothetischen11 Berechnung wären somit 2.069 Millionen Euro, das entspricht 0,9% vom Bruttoinlandsprodukt (BIP), notwendig, um alle Armutsgefährdeten auf einen Schwellenwert von 60% des Medianeinkommens zu bringen. Die Zahl zeigt den monetären Aufwand der notwendig wäre, um ein „Mindest“-Einkommen in der Höhe der Armutsgefährdungsschwelle zu ermöglichen. Es kann aber nicht angenommen werden, durch Transfer dieser Geldsumme Armut nachhaltig zu bekämpfen. Einkommen ist nur ein indirektes Maß für Lebensstandard: Teilhabechancen und soziale Strukturen ermöglichen ganz unterschiedliche Lebensführungen mit dem gleichen Einkommen. Die vorliegende Analyse berücksichtigt weiters nur Personen in Privathaushalte: Personen in Anstaltshaushalten und Wohnungslose sind nicht erfasst.

Die Definition von Armutsgefährdung bei einem gewichteten (äquivalisierten) Einkommen unter 60% des Medians dient vorrangig der internationalen Vergleichbarkeit und ist kein absolutes Maß für Armut oder notwendiges Einkommen um Grundbedürfnisse abzudecken. 2004 entspricht diese Schwelle 10.182 Euro Jahreseinkommen für einen Einpersonenhaushalt. Es wird in der internationalen Berichterstattung empfohlen, mehrere Schwellen und Quoten zu betrachten. Demnach sind bei einer sehr niedrigen Schwelle von 40% des Medians 3,8% der Bevölkerung armutsgefährdet. 19,8% der Bevölkerung leben mit weniger als 11.879 Euro äquivalisiertem Jahreseinkommen. Dies entspricht 70% des Medians. Weder die Armutsgefährdungsschwelle noch die relative Zahl der Personen, die unterhalb dieser Schwelle liegen (die Armutsgefährdungsquote), sagen etwas darüber aus, in welchem Ausmaß Menschen von Einkommensarmut betroffen sind, ob sie knapp unter die Schwelle fallen oder deutlich darunter liegen. Ein Maß für die Intensität der Armutsgefährdung ist daher die Armutsgefährdungslücke, die als Differenz zwischen dem Medianeinkommen der Armutsgefährdeten und der Armutsgefährdungsschwelle in Prozent dieser Schwelle ausgedrückt wird. Armutsgefährdete Haushalte haben ein um rund 20% geringeres mittleres Einkommen als der Schwellenwert; sprich sie haben um ein Fünftel weniger Einkommen zur Verfügung, als sie benötigen würden, um als nicht armutsgefährdet gelten.

Tabelle 10

Einkommen und Lücke der Armutsgefährdeten Income and gap of persons at risk-of-poverty bei ... des Anzahl Medians in 1.000

40% 50% 60% 70%

303 587 1.030 1.595

MedianeinSchwelle Lücke kommen 5.085 6.681 8.148 9.420

6.788 8.485 10.182 11.879

25,1 21,3 20,0 20,7

in Mio. Euro

in % vom BIP 2003

572 1.111 2.069 3.622

0,3 0,5 0,9 1,6

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

Armutsgefährdung in der hier verwendeten Einkommensdefinition ist ein relatives Maß, das bedeutet, dass auch bei steigendem mittleren Einkommen die Armutsgefährdung gleich bleiben kann. Die Armutsgefährdungsschwelle 2004 bei 60% des Medians liegt für einen Einpersonenhaushalt bei 848 Euro im Monat (Jahreszwölftel). Damit sind die Schwelle und der Median seit 2003 um 8% gestiegen. Hauptsächliche Ursache für diesen Anstieg ist eine bessere Einkommenserfassung im Jahr 2004.12

10

Die Varianzschätzungen für komplexe Parameter wie die Armutsgefährdungsquote wurden von EUROSTAT, Guillaume Osier, durchgeführt. Methodische Anmerkungen und Standardfehler für alle LaekenIndikatoren finden sich im Anhang. 11 Dies ist nur ein Schätzwert, da der Median und nicht das tatsächliche Einkommen der Armutsgefährdeten herangezogen wird. Zu bedenken ist auch, dass jede Sozialausgabe einen Einfluss auf die Einkommensverteilung hat und es dadurch zu einer Verschiebung des Medians kommt. 12 2003 war das erste Erhebungsjahr mit EU-SILC und erstmals mit CAPI durchgeführt. Die Methodik der Einkommenserfassung wird laufend verbessert. Ein Vergleich der Einkommen wird detailliert im Kapitel 3 zu Methoden und Vergleiche erläutert.

30


EU-SILC 2004 - Armutsgefährdung und Deprivation

Tabelle 11

Um die Vergleichbarkeit von Haushalten unterschiedlicher Größe zur gewährleisten, werden diese mit der EU-Skala gewichtet (siehe auch Kapitel 1). So ist beispielsweise der Einkommensbedarf von einem Haushalt, der sich aus 2 Erwachsenen und einem Kind (unter 14 Jahren) zusammensetzt, 1,8-mal größer als der eines Einpersonenhaushalts. Statt über mindestens 848 Euro muss dieser Haushalt also über 1.527 Euro monatlich verfügen, um als nicht armutsgefährdet zu gelten.

Armutsgefährdungsschwelle bei 60% des Medians für unterschiedliche Haushaltstypen 2003 und 2004 im Vergleich Risk-of-poverty threshold at 60% of median for different household types 2003 and 2004 compared

Haushaltstyp

Einpersonenhaushalt 1 Erwachsener + 1 Kind 2 Erwachsene 2 Erwachsene + 1 Kind 2 Erwachsene + 2 Kinder 2 Erwachsene + 3 Kinder

Jahreswert (in Euro)

Monatswert (in Euro)

2003

2004

2003

2004

9.425 12.252 14.137 16.965 19.792 22.620

10.182 13.236 15.273 18.327 21.382 24.436

785 1.021 1.178 1.414 1.649 1.885

848 1.103 1.273 1.527 1.782 2.036

In der Folge werden jene Personen als armutsgefährdet oder von Armutsrisiko betroffen bezeichnet, deren äquivalisiertes Einkommen unter einer Armutsgefährdungsschwelle von 60% des Medians liegt.

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Monatswert entspricht 1/12 des Jahreswertes

2.2. Armutsgefährdung nach soziodemographischen Merkmalen Armut nur über Einkommen zu messen, ist zwar eine extreme Vereinfachung, es konnte aber gezeigt werden, dass Armutsgefährdung ein ganz guter Indikator für die Feststellung von Risikogruppen sowie von Entstehungszusammenhängen sozialer Teilhabe ist (vgl. Publikation zu EU-SILC 2003). Zentrale Sicherungsinstanzen für soziale Teilhabe sind Erwerbsarbeit, Familie bzw. Haushaltsstruktur und Sozialstaat. Der Grad der Einbindung in den Arbeitsmarkt und die Zusammensetzung der Haushalte bestimmen die ökonomische Situation von Haushalten grundlegend. Wie staatliche Leistungen verteilt sind, nimmt ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf die Lebenschancen. Diese Zusammenhänge sind auch bei Betrachtung von soziodemographischen Merkmalen ersichtlich.

doppelt so hohes Armutsrisiko wie Personen mit einem männlichen Hauptverdiener. Damit spiegelt sich das geringere Erwerbseinkommen von Frauen direkt im Haushaltseinkommen wider, solange kein männlicher Hauptverdiener diese Einkommensnachteile ausgleicht. Informationen darüber, wie Ressourcen innerhalb des Haushaltes zwischen den Geschlechtern verteilt sind, gibt es in EU-SILC nicht.

Grafik 11: Armutsgefährdung nach Geschlecht Risk-of-poverty by sex

30 25 Armutsgefährdung in %

2.2.1. Frauen und Armutsgefährdung Die Frage, ob Frauen einem höheren Armutsrisiko ausgesetzt sind, kann bei einem Vergleich der Armutsgefährdungsquoten nach Geschlecht zwar bejaht werden, der Unterschied ist mit 11% Armutsgefährdung für Männer und 14% für Frauen aber relativ gering. Das gewichtete Haushaltseinkommen unterstellt eine Gleichverteilung der Einkommen innerhalb des Haushaltes, geschlechtsspezifische Unterschiede reflektieren daher nur die Unterschiede zwischen Einpersonenhaushalten.

25 25

20 19 19 15

16

13 14 14

10

11

10

5

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

31

EP

m H EP

H

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H

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H

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Bei einem Vergleich von Einpersonenhaushalten ist die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen deutlich größer. Mit 25% Armutsgefährdung liegen weibliche Singles deutlich über der Risikoquote von alleinstehenden Männern (16%). Personen in Haushalten, in denen eine Frau das meiste Einkommen zum Haushaltsbudget beiträgt, haben ein beinahe

er

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0


EU-SILC 2004 - Armutsgefährdung und Deprivation

Ein erhöhtes Armutsrisiko haben auch jene Personen, die eine Mindestsicherung wie Ausgleichszulage oder Sozialhilfe beziehen, da die Richtsätze unter der Armutsgefährdungsschwelle liegen. Frauen beziehen viel häufiger eine Mindestpension und sind entsprechend häufiger betroffen14.

2.2.2. Soziodemographisches Profil der Armutsgefährdung Unter der Annahme der Gleichverteilung, sind Frauen und Männer in Mehrpersonenhaushalten einkommensmäßig besser gestellt als in Single-Haushalten. Single-Haushalte haben ein überdurchschnittliches Armutsrisiko. Frauen leben öfter alleine als Männer und viel öfter unter der Armutsgefährdungsschwelle – und zwar sowohl vor als auch in der Pension. Frauen sind somit als Singles, Alleinerziehende oder Hauptverdienerinnen mehrfach als Risikogruppe vertreten und stellen den größten Anteil der Armutsgefährdeten!

Wie auch in den Vorjahren haben Migrantinnen und Migranten15, sowie Personen in alleinerziehenden Haushalten ein sehr hohes Armutsrisiko. Der Erhalt der österreichischen Staatsbürgerschaft verbessert diese Situation kaum. Die Bedeutung von Erwerbsarbeit zum Schutz vor Armut und die Lebensbedingungen von Risikogruppen werden in den folgenden Kapiteln beschrieben.

Grafik 12: Armutsgefährdung nach soziodemographischen Merkmalen Risk-of-poverty by socio-demographic criteria

2.2.3. Wohnen und Armutsgefährdung 28

MigrantInnen Single weibl. o. Pension Single weibl. m. Pension

24

Alleinerziehend ohne Eingebürgert

23 23

MPH +mind. 3 Kinder Single männl. o. Pension

18

Wien

8

Risk-of-poverty by tenure status

16 25

14 13 %

11

MPH mit Pension

11

<=10.000

11

Österr./EU/EFTA seit Geburt

11

Matura

10

Universität

9

MPH +2 Kinder

9

MPH o. Kinder o. Pension

9

Lehre/mittlere Schule

20

Armutsgefährdung in %

Insgesamt

Grafik 13: Armutsgefährdung nach Rechtsverhältnis an der Wohnung

19

max. Pflichtschule >10.000 Einw.

Zentral für die Lebenssituation sind nicht nur Einkommen, sondern auch die Wohnbedingungen. Die Wohnung gehört zu den wichtigsten Rahmenbedingungen, innerhalb derer mit vorhandenen Ressourcen gewirtschaftet werden kann.

25 24

20

21

22

15

10

11

12

9 5

MPH +1 Kind

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

ei H ge a n u W tum soh ei nu g n G en ent gs um os se ns H au ch pt af /U t n G te em rm ei ie nd te ew oh nu ng m ie tfr ei

0

Aussagen über die genaue Rangfolge von Gruppen nach Armutsrisiko sind, wie schon ausgeführt, aufgrund von Zufallsschwankungen nicht zielführend. Ein Profil nach soziodemographischen Merkmalen und Haushaltstyp zeigt ein aus früheren Berichten schon bekanntes Bild: Österreichische Herkunft13, männlich, eine gute Ausbildung und das Leben in einem Mehrpersonenhaushalt sowohl mit wie auch ohne Kinder sind Merkmale unterdurchschnittlicher Armutsgefährdung. Wie letztes Jahr gezeigt werden konnte, haben Mehrpersonenhaushalte allerdings erst dann ein unterdurchschnittliches Risiko, wenn auch die Frau über Erwerbseinkommen verfügt (vgl. EU-SILC 2003). Erst bei drei und mehr Kindern und bei kleinen Kindern erhöht sich das Armutsrisiko.

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

13

Als österreichischer Herkunft werden Personen bezeichnet, die seit Geburt eine österreichische oder EU15- oder EFTA- Staatsbürgerschaft haben. 14 Die Ausgleichszulage betrug 2003 (entspricht dem Einkommenszeitraum EU-SILC 2004) monatlich 643,54 Euro. 14mal im Jahr = 9.010 Euro abzüglich Krankenversicherung ergibt sich ein Nettojahresbetrag von 8.672 Euro. Dieser Wert liegt somit um 15% unter der Armutsgefährdungsschwelle von 10.182 Euro. 15 Als Migrantinnen und Migranten werden Personen bezeichnet, die keine österreichische, EU15- oder EFTA- Staatsbürgerschaft besitzen.

32


EU-SILC 2004 - Armutsgefährdung und Deprivation

Grafik 15: Anteil der Wohnformen an der Armutsgefährdung

Armutsgefährdung nach Eigentums- und Rechtsverhältnis an der Wohnung spiegelt die Einkommensstruktur der Bewohnerinnen und Bewohner wider. Personen mit Haus oder Wohnung im Eigentum sind seltener armutsgefährdet. Überdurchschnittlich armutsgefährdet sind Personen in Privatmiete sowie in Gemeindewohnungen, aber auch in mietfreien Objekten. Dazu zählen Dienstwohnungen, Wohnungen, die erwachsenen Kindern in Ausbildung zur Verfügung gestellt werden, und im ländlichen Raum Wohnungen für die ältere Generation, wenn die Kinder Hof oder Haus übernommen haben. Die Lebenssituation von Personen mit niedrigem Einkommen wird allerdings entscheidend von der Wohnform und den daraus resultierenden Wohnkosten beeinflusst.

Share of accommodation tenure status in risk-of-poverty

10% 27%

8%

12%

33% 10% Haupt/Untermiete Gemeindewohnung mietfrei

Grafik 14: Stadt/Land-Gefälle bei Armutsgefährdung und Wohnen

Hauseigentum Wohnungseigentum Genossenschaft

Rural/urban disparities for risk-of-poverty and housing

in %

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

90 84

80 70

weiter differenziert werden. Sowohl im Mietbereich (regulierte/nicht-regulierte Mieten) wie auch im Eigentumsbereich (Kreditrückzahlungen) sind die Wohnkosten sehr unterschiedlich.

Stadt Land

60 50 40

Personen mit einem äquivalisierten Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle berichten viel häufiger eine starke Belastung durch Wohnkosten. 42% der Armutsgefährdeten mit Gemeindewohnung fühlen sich

40

30 20 10

15

16

14

11

9

Grafik 16: Subjektiv starke Belastung durch Wohnkosten

12

Self-perceived heavy burden of housing costs

oh be nko sta la ste rke st n un g

50 45

Nicht Armutsgefährdet Armutsgefährdet

40 starke Belastung in %

W

nk os an ten te il oh W

ge nt um Ei

ge A fä rm hr u du ts ng -

0

Stadt: Gemeinden mit >10.000 Einwohner, Land: Gemeinden mit <= 10.000 Einwohner Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

Personen im ländlichen Raum sind nicht nur in etwas geringerem Maße armutsgefährdet als Menschen im städtischen Raum, aufgrund des hohen Eigentumsanteils und einer geringeren Wohnkostenbelastung haben sie mehr Einkommen nach Abzug der Wohnkosten zur Verfügung.

35 33

30 29

25 23

22

20 15 10

42 39

10

10

12

14

16

18

5

W o ei hnu ge n nt gs H au um se ig en tu m In sg G en esa m os t se ns ch so af ns t U t. H nt a er u m pt G iete -/ em w e oh in nu de ng -

0

Betrachtet nach dem Anteil der Wohnformen haben immerhin 33% der Armutsgefährdeten Hauseigentum und 8% eine Eigentumswohnung. Hauseigentum ist am häufigsten im ländlichen Raum. Die daraus resultierende ungleiche Wohnkostenbelastung führt somit zu einem Stadt/Land-Gefälle bei der Beurteilung von Armutslagen. Innerhalb der Wohnformen muss aber

Subjektive Einschätzung der Belastung durch Wohnkosten: 3 mögliche Antworten: keine, gewisse, starke Belastung. Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

33


EU-SILC 2004 - Armutsgefährdung und Deprivation

Die Wohnkosten werden in EU-SILC ab 2007 in Form von imputierten Mieten berücksichtigt. Personen mit Eigentum oder reduziertem Mietzins wird ein Einkommen unterstellt, um eine Vergleichbarkeit zu Mietern zu ermöglichen. Wohnen im Kontext von Armut und Einkommen wird sowohl in der nationalen wie auch internationalen Berichterstattung zu wenig beachtet und valide Indikatoren fehlen. Die Problematik eines einkommenszentrierten Konzeptes zur Beschreibung von Armut wird aber am Beispiel der unterschiedlichen Wohnmöglichkeiten sichtbar.

stark durch die Wohnkosten belastet, während dies nur 22% der Armutsgefährdeten mit Eigentum betrifft. Immerhin 18% der Nicht-Armutsgefährdeten in Gemeindewohnungen haben eine starke Belastung durch Wohnkosten. Zu beachten ist auch, dass im Bereich der privaten Haupt- und Untermieten eine fast ebenso hohe Wohnkostenbelastung berichtet wird. Befristete Verträge, hohe Kautionen und Provisionen und eine höhere Rechtsunsicherheit bedeuten für Haushalte mit niedrigem Einkommen aber oft eine zusätzliche Risikoverschärfung.

2.3. Deprivation Armut kann als mangelnde Teilhabe innerhalb einer Gesellschaft definiert werden. Als Grundlage für dieses Konzept wird meist die von dem britischen Forscher Peter Townsend (1979) formulierte Definition verwendet16: Armut wird dann angenommen, wenn die verfügbaren Ressourcen nicht ausreichen, um den in einer Gesellschaft üblichen Lebensstandard zu erreichen. Unterschiedliche Bedürfnisse (zum Beispiel alte Menschen vs. berufstätige Menschen oder Jungfamilien), Kostenstrukturen (zum Beispiel Stadt-Land, OstWest) und Rahmenbedingungen (zum Beispiel teure Mietwohnung oder Eigentum) ermöglichen aber ganz unterschiedliche Lebensführungen mit dem gleichen Einkommen. Ob Armut sich verfestigt, hängt auch davon ab, wie lange diese niedrige Einkommenssituation andauert und welche anderen Mittel zur Verfügung stehen (zum Beispiel Ersparnisse, Hilfe durch Familie und Freunde).

Tabelle 12

Einkommen von Armutsgefährdeten und Nicht-Armutsgefährdeten Income of persons at risk-of-poverty and not at risk-of-poverty Armutsgefährdet

Einkommensgrenzen in % in 1.000 Median der Gruppe

Nicht Armutsgefährdet

niedriges Einkommen unter 60% des Medians

mittleres Einkommen 60 - 180% des Medians

hohes Einkommen mehr als 180% des Medians

< 10.182 13 1.030 8.148

<= 30.545 79 6.352 17.351

> 30.545 8 667 36.852

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

Das Einkommen hat einen starken Einfluss auf die Lebensbedingungen. Allerdings ist die Mehrheit der Haushalte mit niedrigem Einkommen nicht von Einschränkungen in grundlegenden Bereichen betroffen. Trotz geringer Ressourcen können 95% der Armutsgefährdeten ihre Wohnung angemessen warm halten. Die Versorgung mit grundlegenden Gütern, einer angemessenen Wohnausstattung und von Grundbedürfnissen ist in Österreich generell sehr hoch.

Armutsgefährdung als indirektes Maß für einen benachteiligten Lebensstandard wird über ein niedriges Einkommen (weniger als 60% des Medianeinkommens) definiert. 2004 betrug diese Schwelle 10.182 Euro im Jahr. Zum Vergleich werden in der folgenden Tabelle den Armutsgefährdeten die Nicht-Armutsgefährdeten mit einem mittleren Einkommen zwischen 60% und 180% des Medianeinkommens gegenübergestellt. Extra ausgewiesen werden noch jene 8% die über ein hohes Einkommen von mehr als 180% des Median verfügen und damit die 3-fache Armutsgefährdungsschwelle von 30.545 Euro äquivalisiertes Jahreseinkommen überschreiten. Im Durchschnitt stehen Personen mit niedrigem Einkommen 8.148 Euro zur Verfügung, während die mittlere Gruppe durchschnittlich über 17.351 Euro im Jahr verfügt. Die oberste Gruppe kommt auf ein überdurchschnittliches Einkommen von 36.852 Euro im Jahr.

Armutslagen sind in ihrer Ursache wie Auswirkung vielfältig und in reichen Ländern wie Österreich oft nicht auf den ersten Blick sichtbar. Die in der folgenden Tabelle dargestellten Lebensbereiche und Indikatoren zur Messung von angemessenem Lebensstandard, können nur Teilaspekte von Deprivation und mangelnder gesellschaftlicher Teilhabe widerspiegeln. Mehr als doppelt so viele Personen unter als über der Armutsgefährdungsschwelle können sich grundlegende Bedürfnisse nicht leisten, wie einmal im Jahr auf Urlaub mit der Familie zu fahren, wenn sie die Unterkunft selbst bezahlen müssen, oder die Wohnung angemessen warm zu halten. 5% der armutsgefährdeten Personen können sich keinen notwendigen Arztbesuch leisten. 43% der Armutsgefährdeten schaffen es nicht,

16

Townsend, Peter (1979): Poverty in the United Kingdom. A Survey of Household Ressources and Standards of Living. Berkeley: University of California.

34


EU-SILC 2004 - Armutsgefährdung und Deprivation

unerwartet anfallende Ausgaben in der Höhe von etwa 500 Euro zu finanzieren.

Grundlegend im Bereich Wohnen sind eine Duschoder Bademöglichkeit und ein WC. 2% der Bevölkerung und 7% der Armutsgefährdeten leben in Wohnungen, die entweder ohne Duschmöglichkeit oder ohne WC ausgestattet sind.

Auch bei der Anschaffung von Konsumgütern wirkt sich das niedrige Einkommen für die betroffenen Haushalte aus. Die Anschaffung und Nutzung von PC, Internet und Telefon, können sich armutsgefährdete Personen in wesentlich geringerem Ausmaß leisten als Personen mit einem mittleren oder höheren Einkommen. Um gleiche Chancen am Arbeitsmarkt und in der Ausbildung von Kindern zu gewährleisten ist ein gleicher Zugang zu modernen Kommunikationstechnologien notwendig. Auch die Nicht-Leistbarkeit eines Pkws (16% der Armutsgefährdeten) kann die Chancen am Arbeitsmarkt beträchtlich vermindern. Fast alle österreichischen Haushalte können sich inzwischen eine Waschmaschine leisten oder haben Zugang zu einer Waschküche. Das Fehlen aufgrund finanzieller Einschränkungen muss daher als besonders prekär für die betroffenen Haushalte angesehen werden (3% der Armutsgefährdeten).

Beeinträchtigungen der Wohnqualität wie Lärm, Umweltverschmutzung und Kriminalität in der Wohnumgebung erfahren Personen mit niedrigem Einkommen und mit hohem Einkommen fast gleichermaßen. Es handelt sich hier um die subjektive Wahrnehmung der Befragten, eine Beurteilung der tatsächlichen Beeinträchtigung ist nicht möglich. Gesundheit in Bezug auf soziale Teilhabe zu analysieren ist besonders schwierig, da diese stark vom Alter der Betroffenen abhängt und der Ursachen-Wirkungszusammenhang nicht eindeutig ist. Ein Zusammenhang zwischen niedrigem Einkommen und schlechtem Gesundheitszustand ist aber erkennbar. 12% der Armutsgefährdeten geben einen schlechten Gesund-

Tabelle 13

Lebensbedingungen von Armutsgefährdeten und Nicht-Armutsgefährdeten (3 Einkommensgruppen) Living conditions of persons at risk-of-poverty and not at risk-of-poverty (3 income classes) Einkommen

Gesamt

niedrig

mittel

hoch

in 1.000

in %

Insgesamt

8.048

100

100

100

100

Kann sich nicht leisten … Urlaub zu machen jeden 2. Tag Fleisch, Fisch zu essen neue Kleider zu kaufen die Wohnung angemessen warm zu halten unerwartete Ausgaben zu tätigen Ist mit Zahlungen im Rückstand notwendigen Arztbesuch*

2.032 749 675 165 1.633 243 179

25 9 8 2 20 3 2

49 21 19 5 42 6 5

23 8 7 2 18 3 2

7 3 (1) (1) 7 (1) (1)

385 187 572 928 726 75 546 418

5 2 7 12 9 1 7 5

11 7 17 23 19 3 17 16

4 2 6 11 8 1 6 4

(1) (0) (0) 2 3 (0) (1) (1)

Wohnprobleme Überbelag* kein Bad/WC Feuchtigkeit, Schimmel Dunkle Räume Lärm Luft-, Umweltverschmutzung Kriminalität, Vandalismus

576 211 802 455 1.719 768 797

7 3 10 6 21 10 10

16 7 14 9 22 9 12

6 2 9 5 21 10 9

(2) (1) 9 6 20 10 11

Gesundheitsprobleme in schlechtem Gesundheitszustand chronisch krank stark beeinträchtigt durch Behinderung Bezug einer Invaliditäts-/Erwerbsunfähigkeitspension*

563 1.437 665 266

7 18 8 3

12 20 12 4

6 17 8 3

5 18 8 3

Kann sich nicht leisten … Telefon Handy PC Internet DVD Waschmaschine Geschirrspülmaschine PKW

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004, *ist nicht im Deprivationsindex enthalten niedriges Einkommen = armutsgefährdet, weniger als 60% des Medianeinkommens mittleres Einkommen = 60%-180% des Medianeinkommens hohes Einkommen = mehr als 180% des Medianeinkommens

35

in %


EU-SILC 2004 - Armutsgefährdung und Deprivation

heitszustand an, hingegen nur 6% von jenen über der Armutsgefährdungsschwelle.

Starke gesundheitliche Einschränkungen werden mit folgenden Fragen erhoben: • Hat einen sehr schlechten Gesundheitszustand. • Ist seit zumindest einem halben Jahr durch eine Behinderung stark beeinträchtigt. • Hat eine chronische Krankheit.

Über die Lebensbedingungen spezifischer Bevölkerungsgruppen wird in Kapitel 4 berichtet. Zur Spezifizierung von Armut und sozialer Teilhabe bedarf es jedenfalls der Berücksichtigung der hier dargestellten Beeinträchtigungen in zentralen Lebensbereichen. Um den Zusammenhang zwischen Einkommen und unzureichender gesellschaftlicher Teilhabe darzustellen, wird im folgenden Abschnitt die schon 2003 angewandte Typologie von Nicht-Arm, Deprivation (oder mangelnde Teilhabe), Einkommensarmut und manifester Armut17 auch für 2004 übernommen18.

Wohnungsprobleme und mangelhafte Ausstattung werden bei folgenden Problemen angenommen: • kein Bad oder WC in der Wohnung • Schimmel oder Feuchtigkeit • dunkle Räume • keine Waschmaschine. Bei Problemen im Wohnumfeld wird unterstellt, dass der Haushalt diese Schwierigkeiten vermeiden möchte: Hat Probleme in der Wohngegend durch… • Lärmbelästigung • Luft- oder Wasserverschmutzung durch Verkehr oder Industrie • Kriminalität, Gewalt, Vandalismus

2.3.1. Dimensionen von Deprivation Deprivation wird angenommen, wenn zumindest drei Probleme gleichzeitig in einem Bereich auftreten; in den Bereichen Gesundheit und Wohnen, wenn zumindest zwei Probleme je Bereich auftreten. Die Auswahl der einzelnen Indikatoren und Zuordnung der Dimensionen erfolgte mit einer Faktorenanalyse (vgl. Publikation zu EU-SILC 2003).

Mit Auftreten von mangelnder Teilhabe in einem dieser Bereiche wird eine direkte Erfassung der marginalisierten Lebenssituation unterstellt. Es sind keine ausreichenden Ressourcen vorhanden, um in zentralen Lebensbereichen von sozialer Teilhabe zu sprechen. Dies betrifft natürlich auch Personen über der Armutsgefährdungsschwelle.

Das Unvermögen, sich grundlegende Dinge leisten zu können, wird als primäre Benachteiligung der Lebensführung bezeichnet und beinhaltet Fragen, ob der Haushalt es sich leisten kann • einmal im Jahr Urlaub zu machen • die Wohnung angemessen warm zu halten • bei Bedarf neue Kleider zu kaufen • Fleisch, Fisch19 jeden zweiten Tag zu essen • unerwartet anfallende Ausgaben zu tätigen; • oder mit Zahlungen im Rückstand ist.

23% der Personen mit einem niedrigen Einkommen unter der Armutsschwelle sind auch primär von mangelnder Teilhabe in ihrer Lebensführung betroffen. 8%

Grafik 17: Ausmaß von Deprivation bei Armutsgefährdeten und mittlerem Einkommen

Der erzwungene Verzicht auf als erstrebenswert geltende Güter wird als sekundäre Benachteilung der Lebensführung bezeichnet und betrifft folgende langlebigen Gebrauchsgüter, die aus finanziellen Gründen nicht angeschafft werden können: • PC • Handy • Internet-Anschluss • DVD-Player • Geschirrspülmaschine • PKW

Degree of deprivation for persons at risk-of-poverty and in medium income class

Betroffen von Deprivation in %

30

17 Der Begriff „manifeste Armut“ entspricht dem im letzten Bericht verwendeten Begriff der „verfestigten Armut“ Da verfestigte Armut stark mit einer Längsschnittbeobachtung assoziiert wurde, wird nun „manifest“ im Sinne von „sichtbarer“ Armut berichtet. Unterstellt wird aber weiterhin, dass nachhaltig niedriges Einkommen zu einer Verfestigung von Armutslagen führt. Zu unterscheiden ist dieses Konzept weiterhin von dem in früheren Jahren gebräuchlichen Terminus der „akuten Armut“. 18 Eine ausführliche Diskussion dazu findet sich unter Lamei, TillTentschert (2005). 19 oder eine gleichwertige vegetarische Speise.

Niedriges Einkommen (Armutsgefährdet) Mittleres Einkommen

25 23 20 18 15 10

10 7

5

6

10

9

8

6 3

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

36

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är im Pr

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0


EU-SILC 2004 - Armutsgefährdung und Deprivation

müssen in prekären Wohnverhältnissen leben, 10% sind stark in ihrer Gesundheit beeinträchtigt und 18% können sich grundlegende Konsumgüter nicht leisten. 45% aller Armutsgefährdeten sind zumindest in einer dieser Dimension von Deprivation betroffen. Das bedeutet aber auch, dass mehr als die Hälfte trotz geringer Ressourcen keinen starken Mangel in diesen Lebensbereichen verzeichnet20.

Damit tritt bei 6% der Bevölkerung (~460.000 Personen) niedriges Einkommen gleichzeitig mit Deprivation in zumindest einem zentralen Lebensbereich auf. Das niedrige Einkommen wird auch in der Lebenssituation sichtbar, sodass wir von manifester Armut sprechen. Bei 7% (~ 570.000 Personen) kann trotz niedrigem Einkommen kein sichtbarer Ausschluss in zentralen Lebensdimensionen festgestellt werden, diese werden als Einkommens-Arm bezeichnet. 21% der Bevölkerung (~1.660.000 Personen) befinden sich zwar über der Armutsgefährdungsschwelle, sind aber in zumindest einem Bereich von mangelnder Teilhabe (oder Deprivation) betroffen. Die restlichen 67% der Bevölkerung werden als Nicht-Arm bezeichnet.

2.3.2. Armutslagen Um den Zusammenhang zwischen niedrigem Einkommen und benachteiligter Lebensbedingungen zu verdeutlichen, können vier unterschiedliche Lebenslagen bestimmt werden:

In der folgenden Grafik werden die Armutslagen Deprivation, Einkommensarmut und manifeste Armut nach soziodemographischen Merkmalen analysiert. Die Reihung der Merkmale erfolgt nach dem Ausmaß manifester Armut.

Tabelle 14

Zusammenhang von Armutsgefährdung und Deprivation Relationship of risk-of-poverty and deprivation Depriviert Nein

Armutsgefährdung durch niedriges Einkommen

Nein

Nicht-Arm

Ja

Einkommensarmut

Ja 67%

7%

mangelnde 21% Teilhabe manifeste Armut

20

Zu beachten ist, dass in EU-SILC ein vorgegebenes Set von Indikatoren verwendet wird, dessen empirische Überprüfung bezüglich seiner Relevanz zur Erfassung von Armut und Deprivation in Österreich noch ausständig ist. Weiters erhebt das hier angewandte Modell keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da es aus dem Vorjahr übernommen wurde, sind gesellschaftlicher Wandel und weiterführende methodische Überlegungen nicht berücksichtigt.

6%

Armutsgefährdung 13%

Grafik 18: Armutslagen nach soziodemographischen Merkmalen (gereiht nach dem Ausmaß manifester Armut)

in %

Standards of poverty by socio-demographic criteria (ranked by degree of manifest poverty)

35 Deprivation 30 25 20

manifeste Armut

15 Einkommensarmut

10 5

m

M

än nl

ic

he rH än au ne ptv M r a erd än b i ne 65 ene w r r F J ei b bl rau is ahr en 65 en ic he b H is Ja Fr au 65 hre au pt J en ve ah ab rdie re 65 ne Ja rin hr e Le + hr e/ Un m itt ive le rs re itä Sc t m hu ax . P M le fli atu ch ts ra ch ul <= e 10 .0 >1 00 E 0 >1 .00 inw 00 0 E . .0 in 00 w. G Ei eb nw ür . tig W e/ ie rÖ n st er r Ei eic ng h eb erI M ürg n ig ra ert nt e In ne n

0

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

37


EU-SILC 2004 - Armutsgefährdung und Deprivation

en über 65 Jahre. Dies lässt sich aber durch die Dimension Gesundheit erklären.

Am stärksten verfestigt sich das niedrige Einkommen bei Migrantinnen und Migranten. Eine geringere Einbindung in den Arbeitsmarkt, ein Einkommen weit unter der Armutsgefährdungsschwelle und sozialrechtliche Nachteile manifestieren sich hier am deutlichsten als Armut (18%). Eingebürgerte sind in gleichem Ausmaß (18%) von sichtbarer Armut betroffen. Allerdings ist der Anteil der Einkommensarmen hier halb so groß (5%). Auch beim Ausmaß der Deprivation liegen Eingebürgerte unter der Quote jener ohne österreichischer, EU oder EFTA Staatsbürgerschaft. Auffallend ist der hohe Anteil an mangelnder Teilhabe bei Männern wie Frau-

Einkommensarmut zeigt zwar in weiten Bereichen einen ähnlichen Trend wie Deprivation, es lässt sich aber ein leicht unterschiedlicher Trend nach Stadt/Land, Alter und Staatsbürgerschaft feststellen. Bei Menschen ausländischer Herkunft, alte Menschen und Menschen im großstädtischen Umfeld zeigen sich erhöhte manifeste Armut sowie verstärkt Deprivation oberhalb der Armutsgefährdungsschwelle.

38


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

3 Erwerbssituation und Armutsgefährdung Personen auf. Die Intensität der Erwerbsbeteiligung eines gesamten Haushaltes steht in direktem Zusammenhang damit, wie stark dessen Armutsrisiko ausgeprägt ist. Weiters entscheidend sind Qualität und Ausmaß der Erwerbstätigkeit. Personen in prekären Arbeitsverhältnissen sind eine besonders armutsgefährdete Gruppe. Generell gilt jedoch: Sind Erwerbstätigkeit und Armutsgefährdung gekoppelt, ist die Intensität der Einkommensarmut geringer und materielle und sonstige Benachteiligungen treten seltener auf als bei nicht erwerbstätigen Armutsgefährdeten.

Die Bedeutung des Erwerbseinkommens für das aggregierte Haushaltseinkommen und damit die relative Lebensstandardposition wurde bereits besprochen (vgl. Kapitel 1.5). In diesem Teil wird im Speziellen auf Erwerbsarbeit im Hinblick auf die Vermeidung von niedrigen Lebensstandardpositionen eingegangen. Zunächst werden Art und Ausmaß der Erwerbsbeteiligung für verschiedene Personengruppen dargestellt. Armutsgefährdung, als niedriges Einkommen auf der Haushaltsebene definiert, tritt auch bei erwerbstätigen

3.1. Die Bedeutung der Erwerbsarbeit als Schutz vor Armutsrisken Wenn keine oder nicht ausreichende Erwerbseinkommen (oder Pensionen als Folge früherer Erwerbseinkommen) zur Verfügung stehen, sind die Haushaltseinkommen vielfach niedrig und daher das Risiko in Armut zu geraten deutlich gesteigert. Stammt ein Großteil des Einkommens aus einer Erwerbstätigkeit, ist das Armutsrisiko reduziert.

diger Arbeit gegenüber unselbständiger Arbeit hingewiesen. Dennoch sieht man hier, dass Personen mit Unselbständigeneinkommen eine etwas geringere Armutsgefährdung haben als Selbständige. Dieser Widerspruch ergibt sich dadurch, dass das Einkommen aus selbständiger Arbeit ungleicher verteilt ist, als das aus unselbständiger Arbeit.

Haushalte, die hauptsächlich Erwerbseinkommen beziehen, tragen ein unterdurchschnittliches Armutsrisiko. Im Kapitel 1 „Einkommen und Lebensstandard“ wurde auf die durchschnittlich höhere Lebensstandardposition bei Haupteinkommensquelle selbstän-

Haushalte, deren Einkommen hauptsächlich aus Pensionen bestehen, liegen ungefähr im Durchschnitt. Ein deutlich gesteigertes Risiko haben hingegen Haushalte, die zu einem Großteil auf staatliche Leistungen angewiesen sind: Die Armutsgefährdungsquote der Bezieherinnen und Bezieher von Sozialleistungen ist mehr als dreimal so hoch wie im Bevölkerungsdurchschnitt.

Grafik 19: Armutsgefährdungsquoten nach Haupteinkommensquelle

Die Schlüsselrolle der Erwerbstätigkeit bei der Vermeidung von Armut kommt auch in der Analyse nach der aktuellen Haupttätigkeit (erfragt für Personen ab 16 Jahren) deutlich heraus21. Bei Erwerbstätigen bleibt die Armutsgefährdung mit 8% deutlich unter dem Wert für die Gesamtbevölkerung. Ihre Armutsgefährdungslücke ist unterdurchschnittlich, das heißt jene 8%, die einer hauptberuflichen Erwerbstätigkeit nachgehen und dennoch armutsgefährdet sind, haben eine etwas geringere Intensität der Einkommensarmut als die armutsgefährdete Bevölkerung im Durchschnitt. Alle nicht im Erwerbsleben stehenden Personen mit Ausnahme der Pensionisten tragen überdurchschnittliche Armutsrisken: Personen in Ausbildung haben ein Risiko von 19%, Hausfrauen/-männer und sonstige nicht Erwerbstätige von 22% und Arbeitslose sind zu einem Drittel von Armutsgefährdung betroffen (32%).

Risk-of-poverty by main income source

50

Armutsgefährdungsquote in %

45 44

40 35 30 25 20

13

15

14

10 8

5

10

ng en al le is

tu

on en zi

21 Es sei jedoch darauf verwiesen, dass die Haupttätigkeit der aktuellen Befragungssituation entspricht und somit nicht in allen Fällen mit dem Vorjahreseinkommen korrespondiert.

So

ns i Pe

U

ns e

lb st

än Ar dig be e it Se lb st än Ar dig be e it

0

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

39


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

3.1.1. Erwerbsbeteiligung

Tabelle 15

Armutsgefährdung nach Haupttätigkeit (2004)

Die Erwerbssituation für die Bevölkerung im Erwerbsalter (20-64 Jahre)23 wird anhand der Selbsteinschätzung der aktuellen Haupttätigkeit dargestellt. Die folgende Tabelle gibt zunächst einen Überblick über die Haupttätigkeit nach Geschlecht und Alter.

Risk-of-poverty by main activity (2004) Gesamt

Insgesamt Erwerbstätig Pensionist in Ausbildung Haushalt Arbeitslos

Armutsgefährdung

(=100%) in 1.000

in 1.000

Quote in %

6.589 3.538 1.733 398 661 259

810 277 231 75 145 83

12 8 13 19 22 32

Lücke

21 19 21 32 18 22

Die Erwerbsbeteiligung ist bei Männern im Alter zwischen 30 und 39 Jahren am größten, bei Frauen etwas später, zwischen 40 und 49 Jahren. Bei den Frauen spielt im Gegensatz zu den Männern auch die Hausarbeit eine wesentliche Rolle (20%). Über 40% sowohl Männer wie auch Frauen zwischen 50 und 64 Jahren sind hauptsächlich Pensionisten bzw. Pensionistinnen. Rund 5% sind arbeitslos24, Männer etwas häufiger als Frauen. Bei den Jüngeren ist die Kategorie Ausbildung relevant: In der Altersgruppe der 20 bis 29-Jährigen sind es 15 -17%.

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Personen ab 16 Jahren

Wenngleich diese Zusammenhänge „logisch“ erscheinen – zum Beispiel Arbeitslosigkeit bedeutet höheres Armutsrisiko –, darf man nicht außer Acht lassen, dass das Konzept der Armutsgefährdung die Einkommenssituation eines gesamten Haushaltes zur Grundlage hat. Handelt es sich bei der arbeitslosen Person beispielsweise um einen Jugendlichen, der mit zwei voll erwerbstätigen Erwachsenen im Haushalt lebt, hat er mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Einkommen zur Verfügung als wenn er alleine lebt22. Aus diesem Grund erweist es sich als wichtig, in der Interpretation der Zahlen immer den Haushaltskontext mitzuberücksichtigen.

Bereits in dieser groben Darstellung wird deutlich, dass Erwerbstätigkeit bei verschiedenen Personengruppen mit anderen Tätigkeiten abgetauscht wird: bei jungen Menschen mit Ausbildung, bei Frauen mit Haus- und Erziehungsarbeit, bei älteren Menschen mit Pension. Ob eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird, hängt in hohem Maße auch davon ab, welche Arbeitsmarktchancen einer Person offen stehen. Für die Frage, ob eine Erwerbstätigkeit überhaupt möglich ist, gibt es (neben strukturellen Erklärungen) Faktoren auf personeller

Die Teilnahme am Erwerbsleben ist somit zentrale Grundlage des Lebensstandards und wird im folgenden Abschnitt näher untersucht.

23

Aus Gründen der Vergleichbarkeit wird diese Altersgrenze gewählt, wiewohl die Obergrenze mit 64 Jahren in Österreich besonders für Frauen (noch) nicht dem tatsächlichen Erwerbsalter entspricht. Die Erwerbsbeteiligung der Frauen kann dadurch leicht unterschätzt werden. 24 Diese Zahl ist nicht mit „offiziellen“ Arbeitslosenquoten zu vergleichen, da es hier lediglich auf die Selbsteinschätzung der Respondenten ankommt.

22

Das verwendete Konzept des Äquivalenzeinkommens unterstellt, dass das Einkommen im Haushalt zwischen allen Personen gleich aufgeteilt wird.

Tabelle 16

Haupttätigkeit (2004) der Bevölkerung im Erwerbsalter Main activity (2004) of population in working age Gesamt (=100%) in

Erwerbstätig

Pension

Arbeitslos

Haushalt

in Ausbildung

in %

1.000 Insgesamt

5.033

67

13

5

11

Männer 20 bis 29 Jahre 30 bis 39 Jahre 40 bis 49 Jahre 50 bis 64 Jahre

2.504 517 661 615 711

77 76 93 89 51

13 (0) (1) 2 42

6 6 5 7 5

1 (1) (1) (1) (1)

4 17 (1) (1) (0)

Frauen 20 bis 29 Jahre 30 bis 39 Jahre 40 bis 49 Jahre 50 bis 64 Jahre

2.529 506 658 614 751

58 60 67 76 32

14 (0) (1) (1) 45

4 4 6 4 3

20 20 25 17 19

4 15 (2) (2) (1)

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Bevölkerung im Erwerbsalter (20-64 Jahre)

40

4


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

Ebene und im Haushaltszusammenhang, die mit starker bzw. geringer Erwerbsbeteiligung einhergehen. Daneben stellt sich freilich auch die Frage, welcher Nutzen aus einer Erwerbstätigkeit erwartet wird. Wie später gezeigt werden wird, hängt der monetäre Nutzen einer Erwerbstätigkeit – hier operationalisiert als ein vermindertes Armutsrisiko – stark mit der Art und dem Ausmaß der Erwerbstätigkeit zusammen.

Besonders bei Frauen hat die Haushaltsform einen großen Einfluss darauf, ob sie eine Erwerbstätigkeit ausüben. Ihre Erwerbsbeteiligung sinkt mit der Zahl der Kinder: Liegt sie bei einem Kind noch im Durchschnitt (rund zwei Drittel), sind es in Haushalten mit mindestens drei Kindern nur mehr 44%. Umgekehrt verhält es sich mit der Haupttätigkeit im Haushalt: Mit der Zahl der Kinder steigt der Anteil der Frauen, die eine unbezahlte Tätigkeit im Haushalt ausüben deutlich, von 22% bei einem Kind auf mehr als das Doppelte (46%) bei drei und mehr Kindern.

Auf der personellen Seite hat neben Alter und Geschlecht die Bildung den größten Einfluss auf die Erwerbsbeteiligung. Personen mit geringer Qualifikation haben auf dem Arbeitsmarkt deutliche Nachteile: Von den Männern mit höchstens Pflichtschulabschluss sind knapp zwei Drittel erwerbstätig, bei höheren Bildungsabschlüssen sind es um die 80%. Umgekehrt beträgt der Anteil derjenigen, die angeben arbeitslos zu sein, bei den Pflichtschulabsolventen 12% und ist damit mehr als doppelt so hoch wie bei Männern auf der mittleren Qualifikationsebene. Bei den Frauen ist der Zusammenhang zwischen Bildung und Erwerbstätigkeit bzw. Arbeitslosigkeit, wenn auch auf insgesamt niedrigerem Niveau, ähnlich ausgeprägt. Diese Zahlen belegen einen engen Zusammenhang zwischen Bildung und Erwerbsbeteiligung25.

Es zeigt sich, dass die Erwerbstätigkeit von Frauen also mit steigender Kinderzahl häufig zu Gunsten von Hausarbeit und Betreuungsaufgaben aufgegeben wird. Bei Männern im Erwerbsalter hingegen liegt die Erwerbsbeteiligung unabhängig von der Zahl der Kinder bei 80%. Insgesamt sind 21% der Frauen im Erwerbsalter teilzeit- und 42% vollzeitbeschäftigt (zum Vergleich: 78% der Männer sind vollzeitbeschäftigt und 3% teilzeitbeschäftigt)27. Am intensivsten ist die Erwerbsbeteiligung

25

Der prozentuelle Unterschied in der Erwerbsbeteiligung nach Bildung bleibt auch bei Fixierung der 10-jährigen Altersgruppen weitgehend aufrecht, ist also nicht auf einen strukturellen Effekt zurückzuführen (ältere Kohorten sind geringer gebildet und ziehen sich früher aus dem Erwerbsleben zurück). 26 Es werden im Folgenden Haushaltstypen ohne diejenigen mit Haupteinkommensquelle Pension dargestellt. 27 Vollzeit wird ab einer Wochenarbeitszeit von mindestens 35 Stunden angenommen, Teilzeit unter 35 Stunden. Wenn keine Angabe über das Stundenausmaß erfolgt ist, wird die Zuordnung nach der Haupttätigkeit der Person getroffen.

Doch wie bereits erwähnt, hängen die Möglichkeiten eine Erwerbstätigkeit auszuüben nicht nur von individuellen Faktoren ab, auch die Haushaltszusammensetzung spielt eine entscheidende Rolle26. Dabei stellt sich die ausgeübte Haupttätigkeit je nach Haushaltstyp für Frauen und Männer unterschiedlich dar (vgl. Tabelle 17).

Grafik 20: Erwerbstätigen- und Arbeitslosenquote von Männern und Frauen im Erwerbsalter nach Bildung

in %

Employment and unemployment rate of men and women in working age by education

80

80 70

Frauen

Männer

90

79 Erwerbstätig Arbeitslos

64

60 50

66

61

44

40 30 20

12

10 0

5 Max. Lehre/mittlere Pflichtschule Schule

6

2 Matura, Universität

4

Max. Lehre/mittlere Pflichtschule Schule

Bevölkerung im Erwerbsalter. Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

41

3 Matura, Universität


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

Tabelle 17

Haupttätigkeit von Männern und Frauen nach Haushaltstyp Main activity (2004) of men and women by household type Gesamt (=100%) in 1.000

Erwerbstätig

Pension

Arbeitslos

Haushalt

in Ausbildung

Männer Singles MPH ohne Kinder Alleinerziehend MPH + 1 Kind MPH + 2 Kinder MPH + 3 Kinder+

2.315 348 897 (14) 482 415 159

81 75 78 (66) 86 87 85

8 10 13 (15) 4 4 (2)

6 11 5 (5) 5 4 (6)

1 (1) (1) (0) (1) (1) (1)

4 (3) 3 (13) 5 5 (6)

Frauen Singles MPH ohne Kinder Alleinerziehend MPH + 1 Kind MPH + 2 Kinder MPH + 3 Kinder+

2.221 268 789 114 488 408 154

64 69 66 65 67 58 44

7 14 11 (2) (2) 2 (2)

5 8 4 12 4 (3) (3)

21 (2) 16 13 22 33 46

4 (7) 3 (8) 5 3 (5)

in %

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Bevölkerung im Erwerbsalter, Personen in Haushalten ohne Pension

Haushalt mehr als ein Kind, ist eine Teilzeiterwerbstätigkeit mindestens so wahrscheinlich wie eine Vollzeiterwerbstätigkeit und die Erwerbsbeteiligung insgesamt niedriger als in allen anderen Haushaltsformen.

von weiblichen Singles: Der Anteil der Alleinlebenden, die eine Vollzeiterwerbstätigkeit ausüben ist überdurchschnittlich hoch (59%); Teilzeiterwerbstätigkeit gibt es bei Singlefrauen zu 10%. In Mehrpersonenhaushalten ohne Kinder ist die weibliche Erwerbstätigkeit ebenfalls bedeutend – 50% der Frauen sind vollzeiterwerbstätig, 16% in teilzeiterwerbstätig. Bei Alleinerziehenden und in Haushalten mit nur einem Kind ist die Erwerbsbeteiligung der Frauen insgesamt zwar genau so hoch wie in Mehrpersonenhaushalten ohne Kinder, doch der Anteil der Teilzeiterwerbstätigen ist deutlich höher. Gibt es im

Diese Ergebnisse im Bezug auf die Erwerbsbeteiligung von Männern und Frauen können dahingehend gedeutet werden, dass „traditionelle“ Formen des Zusammenlebens, in denen der Mann die Rolle des Hauptverdieners und die Frau die der Zuverdienerin übernimmt, noch immer recht verbreitet sind.

Grafik 21: Teilzeit/Vollzeiterwerbstätigkeit von Frauen nach Haushaltstyp Part-time/Full-time employment of women by household type

70 Teilzeit (<35h) Vollzeit (>=35h)

60 Erwerbstätigkeit in %

59 50 50

42% 40

40

40

30 21%

27

25

20

29

29 22

22

16 10 0

10 Single

MPH ohne Kinder

Alleinerziehend

Frauen im Erwerbsalter. Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

42

MPH + 1 Kind

MPH + 2 Kinder

MPH + 3 Kinder+


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

Tabelle 19

3.1.2. Die Auswirkungen mangelnder Erwerbsbeteiligung

Armutsgefährdung nach der Zahl der Kinder Risk-of-poverty by number of children

Sowohl der Anteil der erwerbstätigen Personen im Haushalt an allen Personen im Erwerbsalter als auch deren Beschäftigungsdauer (Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung und die Zahl der beschäftigten Monate im Einkommensreferenzjahr 2003) hat Einfluss darauf, über welche Ressourcen der Haushalt verfügen kann.

Gesamt (=100%) in 1.000 Personen in HH mit Kindern MPH + 1 Kind MPH + 2 Kinder MPH + 3 Kinder+ Alleinerziehend

In Haushalten mit mindestens einer Person im Erwerbsalter, in denen maximale Erwerbsintensität erreicht wird – das heißt alle Personen zwischen 20 und 64 Jahren sind durchgehend vollzeiterwerbstätig – liegt das Armutsrisiko bei unterdurchschnittlichen 5%. Aber: 22% aller Armutsgefährdeten leben in einem Haushalt mit voller Erwerbstätigkeit. Bei teilweiser Erwerbstätigkeit – zum Beispiel eine Person ist das ganze Jahr über vollzeitbeschäftigt, die zweite erwachsene Person im Haushalt geht einer Teilzeiterwerbstätigkeit nach – ist das Risiko in Armut zu geraten bereits drei Mal so hoch (16%). Am höchsten ist das Armutsrisiko in Nicht-Erwerbstätigenhaushalten: Ein Viertel der Haushalte, in denen keine Person erwerbstätig ist, ist armutsgefährdet. Hier ist auch die Armutsgefährdungslücke, also der mittlere Einkommensabstand zur Armutsgefährdungsschwelle, mit 25% deutlich höher als bei Haushalten mit teilweiser oder voller Erwerbsintensität28.

4.042 1.424 1.575 751 292

Armutsgefährdung

Anteil in % 100 35 39 19 7

in 1.000

Quote in %

503 118 145 170 70

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Haushalte ohne Pension

Wenn die Frau erwerbstätig ist, reduziert sich das Armutsrisiko um die Hälfte oder mehr gegenüber jenen Haushalten, in denen eine Frau im Erwerbsalter keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. In fast allen Haushaltsformen kann das Armutsrisiko durch Erwerbstätigkeit der Frauen unter den Bevölkerungsdurchschnitt gebracht werden (vgl. Tabelle 20). Ist die Frau nicht erwerbstätig, sind beträchtliche Steigerungen des Risikos festzustellen, zum Beispiel ist in Mehrpersonenhaushalten mit zwei Kindern das Risiko dann mehr als dreimal so hoch. Ausnahmen sind Haushalte von Alleinerzieherinnen und mit 3 oder mehr Kindern – hier ist auch bei Erwerbstätigkeit eine überdurchschnittliche Armutsgefährdung vorhanden29.

Da wie gezeigt die Erwerbsbeteiligung der Männer generell sehr hoch ist, hängt die Haushaltserwerbsintensität und damit auch das Ausmaß der Armutsgefährdung in hohem Maße davon ab, ob von der Frau ein (zusätzliches) Einkommen erwirtschaftet wird. In welchem Ausmaß Betreuungspflichten anfallen und eine Erwerbstätigkeit der Frauen verhindern, hängt mit der Zahl der Kinder zusammen (vgl. Tabelle 19). Untersucht man die Armutsgefährdung verschiedener Haushaltsformen, fällt auf, dass in Mehrpersonenhaushalten mit bis zu zwei Kindern das Risiko der Armut insgesamt sehr gering gehalten werden kann (9%). Erst bei drei oder mehr Kindern im Haushalt und bei Alleinerziehenden ist das Armutsrisiko generell deutlich erhöht.

28 Die hier verwendete Definition der Erwerbsintensität konnte gegenüber der Version in der Publikation zu EU-SILC 2003 um das Ausmaß der Erwerbstätigkeit (Vollzeit oder Teilzeit) erweitert werden. Die Kriterien für „volle Erwerbsintensität“ sind daher genauer als im Vorjahr. Genauso wie im letzten Jahr werden hier nur Haushalte mit mindestens einer Person im Erwerbsalter (20-64 Jahre) ausgewiesen. 29 Die Armutsgefährdung von erwerbstätigen Alleinerziehenden ist im Vergleich zu 2003 stark gesunden, sowohl absolut wie auch prozentuell. Die Anzahl der erwerbstätigen Alleinerziehenden insgesamt ist gesunken, die der nicht erwerbstätigen gestiegen. Eine tiefer gehende Analyse wäre notwendig, um diese Differenzen zu erklären.

Tabelle 18

Armutsrisiko bei verschiedenem Grad von Erwerbsintensität Risk-of-poverty by degree of work intensity Gesamt (=100%)

Armutsgefährdung Lücke

Insgesamt keine Erwerbsintensität teilweise Erwerbsintensität volle Erwerbsintensität

12 8 9 23 24

in 1.000

Anteil in %

in 1.000

Anteil in %

Quote in %

7.225 769 2.863 3.593

100 11 40 50

851 195 465 190

100 23 55 22

12 25 16 5

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Nur Personen in Haushalten mit mindestens einer Person im Erwerbsalter.

43

19 25 18 17


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

Tabelle 20

wird die größtmögliche Erwerbsintensität erreicht. Entsprechend tragen Haushalte mit einem Kleinkind auch ein überdurchschnittliches Armutsrisiko (15%). Ist das jüngste Kind hingegen über sechs Jahre (und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit betreut) steigt der Prozentsatz der vollen Erwerbstätigkeit auf 60%, zugleich sinkt das Armutsrisiko auf durchschnittliche Werte.

Erwerbstätigkeit von Frauen und Armutsgefährdung in Mehrpersonenhaushalten Employment of women and risk-of-poverty in families Gesamt (=100%) in 1.000

Armutsgefährdung in 1.000

in %

MPH ohne Kinder Frau erwerbstätig Frau nicht erwerbstätig

1.217 512

61 71

5 14

Alleinerzieherin Frau erwerbstätig Frau nicht erwerbstätig

188 80

31 38

16 47

MPH + 1 Kind Frau erwerbstätig Frau nicht erwerbstätig

1.033 372

65 48

6 13

MPH + 2 Kinder Frau erwerbstätig Frau nicht erwerbstätig

984 590

45 100

5 17

MPH + 3 Kinder+ Frau erwerbstätig Frau nicht erwerbstätig

376 375

62 108

16 29

Das Auftreten von Arbeitslosigkeit geht mit einem erhöhten Armutsrisiko von 20% für den Haushalt einher. Mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit steigt sowohl die Armutsgefährdungsquote als auch die Intensität der Einkommenseinbußen. Gelingt es, nach weniger als einem halben Jahr wieder der Arbeitslosigkeit zu entkommen, ist das Armutsrisiko gegenüber den 13% der Gesamtbevölkerung sogar nur leicht erhöht und liegt bei 15%. In Langzeitarbeitslosen-Haushalten ist dagegen die Wahrscheinlichkeit der Armutsgefährdung doppelt so hoch (29%) und der Abstand zur Armutsgefährdungsschwelle um einiges größer als in Haushalten, in denen die Arbeitslosigkeit nur eine zeitweilige Erscheinung ist.

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

Jedoch nicht nur die Nicht-Teilnahme am Erwerbsleben – bedingt durch familiäre Situationen sowie persönliche Faktoren, von denen hier einige wichtige herausgegriffen wurden - stellt ein Problem dar, wenn es um die finanzielle Absicherung geht. Auch bei vorhandener Einbindung in den Erwerbsprozess kommt es zu Lebenslagen, in denen das Einkommen nicht ausreicht. Jene Lebenslage und ihre Entstehungszusammenhänge werden im Folgenden untersucht.

Personen in Mehrpersonenhaushalten ohne Pension mit mind. 1 Frau im Erwerbsalter Frau erwerbstätig: zumindest eine Frau im Haushalt ist erwerbstätig; Frau nicht erwerbstätig: keine Frau im Haushalt ist erwerbstätig.

Entscheidend für die Erwerbstätigkeit der Frauen ist auch das Alter des jüngsten Kindes im Haushalt. Kritische Grenze ist hier das Erreichen des Schuleintrittsalters (vgl. Tabelle 21). Nur in 38% der Haushalte, in denen das jüngste Kind sechs Jahre oder jünger ist, Tabelle 21

Armutsgefährdung und Erwerbsintensität von Haushalten nach Alter der Kinder Risk-of-poverty and work intensity of households by age of children Erwerbsintensität Gesamt (=100%) in 1.000

keine

Armutsgefährdung

teilweise

volle Quote in %

in % Personen in HH mit Kindern Haushalt mit jüngstem Kind … ... bis 6 Jahre ... über 6 Jahre

4.042

3

47

49

12

1.833 2.209

4 3

58 38

38 59

15 11

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

Tabelle 22

Armutsgefährdung in Haushalten mit Arbeitslosigkeit Risk-of-poverty in households with unemployment Gesamt (=100%)

Armutsgefährdung Lücke

Personen in HH mit Arbeitslosigkeit Haushalt mit Kurzzeitarbeitslosigkeit (<6 Monate) Haushalt mit Langzeitarbeitslosigkeit (ab 12 Monate)

in 1.000

Anteil in %

in 1.000

Quote in %

918 592 355

100 65 39

184 89 102

20 15 29

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

44

17 14 21


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

3.2. Armutsgefährdung trotz Arbeit: Prekäre Beschäftigung und working poor ausgeklammert sondern in ihren Auswirkungen auf das Einkommen des Haushalts betrachtet.

Das Risiko, trotz Ausübung einer Erwerbstätigkeit in Armut zu geraten, wird vielfach mit dem englischsprachigen „working poor“ betitelt. Gemeint sind damit Lebenslagen von Personen, denen es trotz Erwerbstätigkeit nicht gelingt, das Einkommen ihrer Haushalte über die Armutsgefährdungsschwelle zu heben.

Zunächst wird der Zusammenhang zwischen Ausmaß von Armutsgefährdung und der Arbeitszeit, der Arbeitsintensität im Haushalt und der beruflichen Position analysiert. Anschließend werden prekäre Beschäftigungsformen untersucht.

Es gibt grundsätzlich zwei Faktoren, die mit Armutsgefährdung trotz Arbeit einhergehen30:

3.2.1. Arbeitszeit und -intensität

• Auf der individuellen Ebene: Geringe Arbeitszeit (geringfügige Beschäftigung, Teilzeitarbeit), schlecht bezahlte Tätigkeiten, unregelmäßige Arbeit und dadurch niedriges Erwerbseinkommen – wir bezeichnen diese „Risikofaktoren“ zusammenfassend als prekäre Beschäftigungsformen. • Im Haushaltszusammenhang: Trotz einer Erwerbstätigkeit reicht das erwirtschaftete Einkommen (gemeinsam mit etwaigen staatlichen Transferzahlungen und anderen Einkommen) auf Grund des (durch die Äquivalenzskala unterstellten) Einkommensbedarfs für den Haushalt nicht aus.

Die Anzahl der geleisteten Wochenarbeitsstunden hat großen Einfluss auf das Erwerbseinkommen, die Korrelation mit dem monatlichen Bruttoeinkommen31 beträgt 60%. Unterscheidet man zwischen vollzeiterwerbstätigen Personen (ab einer Arbeitszeit von 35 Stunden) und Teilzeit-Erwerbstätigen (weniger als 35 Stunden) wird der Zusammenhang zwischen Einkommen und Arbeitszeit bereits gut sichtbar. Das mittlere Einkommen der unselbständig Beschäftigten liegt bei Teilzeitarbeit bei 870 Euro brutto, bei Vollzeitarbeit bei 1.852 Euro. 59% der Teilzeitbeschäftigten

Da Armutsgefährdung von der Höhe des Haushaltseinkommens abhängig ist, stellt auch die hier zur Anwendung kommende Definition von working poor den Haushaltskontext in den Mittelpunkt. Individuelle Faktoren (prekäre Beschäftigungsformen) werden nicht

30

vgl. Bardone/Guio (2005). In-Work Poverty. Statistics in Focus 5/2005. Eurostat. 31 Hier wird auf das aktuelle Bruttoeinkommen unselbständig Beschäftigter Bezug genommen, da dies in direktem Zusammenhang mit den Arbeitsstunden steht, und nicht wie bei der Darstellung der Armutsgefährdung und sonst in diesem Bericht durchgängig üblich auf das Vorjahreseinkommen.

Tabelle 23

Monatliches Brutto-Erwerbseinkommen bei Teilzeit- und Vollzeiterwerbstätigkeit Monthly gross-earnings from employment in part-time/full-time jobs

Insgesamt Teilzeit (<35h) Vollzeit (>=35h)

Gesamt (=100%) in 1.000

< 650 €

2.818 542 2.275

6 26 1

650 bis < 1.000 €

1.000 bis < 1.500 €

1.500 bis < 2.000 €

2.000 bis < 2.500 €

> = 2.500 €

Median in €

in % 9 33 3

23 25 22

25 8 29

18 4 21

19 4 23

1.700 870 1.852

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Unselbständig Beschäftigte im Erwerbsalter, Bruttoeinkommen aus der aktuellen Haupterwerbstätigkeit 2004. Hier sind die laufenden Bruttomonatseinkommen widergegeben und etwaige anfallende Sonderzahlungen nicht anteilig enthalten.

Tabelle 24

Armutsgefährdung für Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte Risk-of-poverty for persons working part-time/full-time Gesamt (=100%)

Insgesamt Teilzeit (<35h) Vollzeit (>=35h)

Armutsgefährdung

in 1.000

Anteil in %

in 1.000

Anteil in %

Quote in %

3.365 602 2.762

100 18 82

253 55 198

100 22 78

8 9 7

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Erwerbstätige im Erwerbsalter

45

Lücke

19 22 19


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

verdienen monatlich weniger als 1.000 Euro brutto, bei den Vollzeitbeschäftigten liegt dieser Anteil nur bei 4%. Bei den höheren Einkommen ist das Verhältnis umgekehrt. Teilzeiterwerbstätigkeit ist eine fast ausschließlich weibliche Arbeitsform – der Anteil der Männer an den Teilzeitbeschäftigten im Alter von 20 bis 64 Jahren beträgt nur 12% bzw. 4% der erwerbstätigen Männer im Erwerbsalter sind teilzeitbeschäftigt.

ist das Nicht-Ausschöpfen der vollen Erwerbsmöglichkeiten mit einem drei Mal so hohen Armutsrisiko verbunden: In Haushalten mit Personen im Erwerbsalter, in denen diese alle das ganze Jahr über vollzeiterwerbstätig sind, beträgt das Armutsrisiko 5%. Ist dagegen zwar eine Erwerbstätigkeit vorhanden, aber die Erwerbsintensität schwächer ausgeprägt, liegt das Risiko in Armut zu geraten bei 16% (siehe Tabelle 18 zuvor).

Im Vergleich der Armutsgefährdungsquoten und damit wieder im Haushaltszusammenhang betrachtet, relativiert sich der Einfluss von Teilzeit- und Vollzeiterwerbstätigkeit dadurch, dass in Mehrpersonenhaushalten mehrere Beschäftigungsverhältnisse vorliegen können bzw. dass eine Person auch mehrere Beschäftigungsverhältnisse und Einkommensquellen haben kann. Das Armutsrisiko und die Armutsgefährdungslücke von Teilzeitbeschäftigten sind insgesamt kaum höher als bei Vollzeitbeschäftigten (vgl. Tabelle 24).

Natürlich spielt nicht nur die Erwerbsintensität der Personen im Erwerbsalter eine Rolle, sondern auf der anderen Seite auch die Zahl der nicht erwerbstätigen Personen. Untersucht man in Mehrpersonenhaushalten das Verhältnis zwischen erwerbstätigen Personen und nicht erwerbstätigen Personen (inklusive Kinder) findet man folgende Trennlinie in Bezug auf das Armutsrisiko: Solange die erwerbstätigen Haushaltsmitglieder in der Überzahl sind, ist das Armutsrisiko unterdurchschnittlich (6%). Wenn weniger als die Hälfte aller Haushaltsmitglieder erwerbstätig sind, liegt das Risiko bei 13%. Kippt das Verhältnis noch stärker zu Gunsten der Nicht-Erwerbstätigen, ist mit einer mindestens doppelt so hohen Armutsgefährdung zu rechnen.

Fällt dieser Ausgleich innerhalb des Haushalts weg, sind die negativen Auswirkungen einer Teilzeitbeschäftigung umso stärker zu spüren. In Haushalten mit nur einer erwerbstätigen Person - und diese geht einer Teilzeitbeschäftigung nach - ist beinahe eine Verdoppelung des Armutsrisikos für den Haushalt festzustellen. Insgesamt sind von den 3,4 Mio. Haushalten in Österreich rund ein Drittel Alleinverdienerhaushalte (mit nur einer erwerbstätigen Person), davon haben wiederum etwa 13% nur eine Teilzeiterwerbstätigkeit.

Grafik 23: Armutsgefährdung und Verhältnis erwerbstätiger Personen zur Haushaltsgröße Risk-of-poverty and ratio of persons working/household size

Armutsgefährdungsquote in %

30

Grafik 22: Armutsgefährdung nach Teilzeit/Vollzeit in Haushalten mit nur einer erwerbstätigen Person Risk-of-poverty for persons working part-time/full-time in households with only one person working

25

Armutsgefährdungsquote in %

23 20 Armutsgefährdung in HH mit einer erwerbstätigen Person=14%

15

5

0

26

20 15 13

10 5 0

12

10

25

6

die Hälfte weniger als weniger als oder mehr die Hälfte ein Viertel der Haushalts- der Haushalts- der Haushaltsmitglieder sind mitglieder sind mitglieder sind erwerbstätig erwerbstätig erwerbstätig

Personen in Mehrpersonenhaushalte mit mindestens einer erwerbstätigen Person (ohne Haushalte mit hauptsächlich Pension). Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

Teilzeit (<35h)

Vollzeit (>=35h)

Haushalte mit nur einer erwerbstätigen Person Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

3.2.2. Arbeitsmarktposition Die berufliche Stellung als Ausdruck der Qualifikationserfordernisse einer Tätigkeit ist eng mit dem Einkommen verbunden. Ausschlaggebend für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die Möglichkeiten eine gute berufliche Position zu erlangen ist vor allem die Bildung.

Wird die Armutsgefährdung im Zusammenhang mit der Erwerbsintensität – sowohl Arbeitszeit als auch JahresBeschäftigungsdauer aller Personen im Erwerbsalter sind subsumiert – dargestellt, werden Mehr- und Einpersonenhaushalte vergleichbar. Wie bereits erläutert,

46


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

fährdungsquote bei der nicht-österreichischen Bevölkerung mehr als doppelt so hoch, was einerseits an ihrer schlechteren Einbindung in das Sozialsystem liegen kann, andererseits auch mit geringeren Erwerbseinkommen erklärbar ist.

Tabelle 25

Bildung und Armutsgefährdung bei erwerbstätigen Personen Education and risk-of-poverty for persons working Gesamt (=100%)

Insgesamt max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura, Universität

Armutsgefährdung

in 1.000

Anteil in %

in 1.000

Anteil in %

Quote in %

3.365 658 1.747 960

100 20 52 29

253 68 116 69

100 27 46 27

8 10 7 7

Tabelle 26

Staatsbürgerschaft und Armutsgefährdung erwerbstätiger Personen Gesamt (=100%)

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Erwerbstätige im Erwerbsalter

Erwerbstätige mit maximal Pflichtschulabschluss haben ein Armutsrisiko von 10% und sind damit um einiges gefährdeter als Personen mit höherer Bildung (7%). Zusätzlich ist aber noch zu bedenken, dass die Chancen, überhaupt einen Job zu bekommen, mit geringer Bildung schlechter stehen. Nur knapp mehr als die Hälfte der Personen mit maximal Pflichtschulabschluss ist erwerbstätig; zum Vergleich: Für Absolventinnen und Absolventen einer Lehre, Matura oder Universität liegt der Anteil der Erwerbstätigen über 70%.

Armutsgefährdung

in 1.000

Anteil in %

in 1.000

Anteil in %

Quote in %

Insgesamt

3.365

100

253

100

8

Österr./EU/EFTA Staatsbürgerschaft davon seit Geburt davon eingebürgert

3.118 2.964 154

93 88 5

210 190 19

83 75 8

7 6 13

247

7

43

17

18

MigrantInnen (nicht EU/EFTA)

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Erwerbstätige im Erwerbsalter

Berücksichtigt man die Art der Arbeiten, die Migrantinnen und Migranten verrichten, fällt auf, dass ihnen viel häufiger als den einheimischen Arbeitskräften nur niedrige Positionen auf dem Arbeitsmarkt offen stehen: 65% der erwerbstätigen Migrantinnen und Migranten verrichten Hilfsarbeiten, bei den Bürgerinnen und Bürgern aus Österreich, der EU- und EFTA-Länder sind es nur 17%. In höher qualifizierten Jobs sind Migrantinnen und Migranten praktisch kaum vertreten.

Ein weiterer Faktor, der die beruflichen Chancen und somit das Einkommen bestimmt, ist die Herkunft. Betrachtet man die Erwerbsbeteiligung, sind Migrantinnen und Migranten gegenüber Österreicherinnen und Österreichern auf dem Arbeitsmarkt nur wenig schlechter gestellt: 67% erwerbstätige Österreicherinnen und Österreichern stehen 63% erwerbstätige Migrantinnen und Migranten gegenüber. Dennoch ist die Armutsge-

Grafik 24: Berufliche Stellung und Staatsbürgerschaft Professional position and citizenship

70

65

%-Anteil an Erwerbstätigen

60 Österreich, EU15 und EFTA MigrantInnen

50 40 30 20

24

22

17

20 13

10 0

4 Hilfsarbeit

Facharbeit

Erwerbstätige im Erwerbsalter.

14

12 2

3

Mittlere Tätigkeit Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

47

4 Selbständige


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

Tabelle 28

Zwar wird ein Teil der Benachteiligung von nicht-österreichischen Bürgerinnen und Bürgern auf dem Arbeitsmarkt durch geringere Ausbildungsniveaus erklärt, die Gründe für ihre mangelhafte Integration in den Arbeitsmarkt sind jedoch vermutlich vielfältiger.

Armutsgefährdung in prekären Beschäftigungsformen Risk-of-poverty in precarious employment Gesamt (=100%)

Im Hinblick auf Armut bedeutet geringe Qualifikation unabhängig von der Staatsangehörigkeit jedenfalls eine Erhöhung des Risikos.

Insgesamt befristeter Vertrag unregelmäßig beschäftigt Teilzeit <12h Bruttomonatseinkommen < 1.000 Euro

Tabelle 27

Armutsgefährdung nach Stellung im Beruf

Armutsgefährdung

in 1.000

in %

in 1.000

in %

5.033 149 447 83

100 3 9 2

555 16 74 17

11 11 17 20

89

2

21

23

Risk-of-poverty by professional position Gesamt (=100%)

Insgesamt Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Personen im Erwerbsalter befrister Vertrag, Teilzeit <12h, Bruttomonatseinkommen < 1.000 Euro beziehen sich auf die aktuelle Erwerbstätigkeit, unregelmäßig beschäftigt bedeutet im vergangenen Jahr weniger als 10 Monate beschäftigt oder aktuell Werk-/DienstvertragsnehmerIn

Armutsgefährdung

in 1.000

Anteil in %

in 1.000

Anteil in %

Quote in %

3.365 682 817 623 407

100 20 24 19 12

253 77 57 25 19

100 30 22 10 7

8 11 7 4 5

383 454

11 13

(11) 64

(4) 25

Ob ein Arbeitsvertrag befristet abgeschlossen wird, hat keine Auswirkung auf das Armutsrisiko. Entscheidend ist, ob es tatsächlich zu Unterbrechungen im Einkommensbezug kommt: Bei unregelmäßiger Beschäftigung ist das Armutsrisiko deutlich erhöht (17%). Aus unregelmäßigen Beschäftigungen entstehen nicht nur direkte Einkommensnachteile, sie sind oft auch mit reduziertem sozial- und arbeitsrechtlichem Schutz verbunden und führen vor allem auch längerfristig zu finanziellen Nachteilen (geringerer oder kein Pensionsanspruch, keine Sonderzahlungen, teurere Selbstversicherung…).

(3) 14

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Erwerbstätige im Erwerbsalter

Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen haben unter den unselbständig Erwerbstätigen das größte Armutsrisiko (11%). Ab der mittleren Qualifikationsebene tragen Erwerbstätige im Durchschnitt bereits nur mehr die Hälfte des Risikos der Erwerbstätigen insgesamt. Bei den Selbständigen ist die Armutsgefährdungsquote mit 14% überdurchschnittlich hoch, denn deren Einkommen sind generell ungleicher verteilt als die der Unselbständigen. Zudem muss man bedenken, dass selbständige Erwerbstätigkeit ganz unterschiedliche Formen annehmen kann: Von kurzfristigen Werkverträgen über Landwirte und Landwirtinnen bis hin zu Gewerbetreibenden sind in dieser Kategorie alle nicht unselbständigen Erwerbstätigkeiten zusammengefasst.

3.2.3.

Erwerbstätigkeiten mit weniger als 12 Stunden Wochenarbeitszeit sind für ein Fünftel der Betroffenen mit Armutsrisiko verbunden. Es gibt aber auch Vollzeiterwerbstätigkeiten, die so schlecht entlohnt sind, dass sie das Armutsrisiko beträchtlich erhöhen. Als Kriterium wird hier ein Bruttomonatseinkommen für unselbständig Beschäftigte32 mit mindestens 35 Wochenarbeitsstunden von weniger als 1.000 Euro gewählt. 23% der Niedriglohnbezieher und –bezieherinnen haben somit auch ein Haushaltseinkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle33.

Prekäre Beschäftigungsformen

Die Tabelle 29 gibt einen Überblick darüber, welche Bevölkerungsgruppen wie häufig prekär beschäftigt sind und welchem Armutsrisiko die einzelnen Bevölkerungsgruppen im Falle von prekärer Beschäftigung unterliegen. Eine differenzierte Darstellung nach den einzelnen Formen prekärer Beschäftigung findet sich in Tabelle 9.4, Daten zur generellen Erwerbsbeteiligung für verschiedene Bevölkerungsgruppen in Tabelle 9.1 des Tabellenbandes.

Als prekäre Beschäftigungsformen werden hier all jene Formen der Erwerbstätigkeit verstanden, die ein niedriges Erwerbseinkommen bedingen können. Auch hier werden wiederum nur Personen im Erwerbsalter analysiert, denn: Was für eine Person im Erwerbsalter als „prekäres Arbeitsverhältnis“ gilt, muss zum Beispiel für eine Pensionistin, die nur etwas dazuverdienen will, keine Nachteile bringen. Zur Interpretation der Armutsgefährdung sei nochmals darauf hingewiesen, dass diese auf Haushaltsebene anhand des Vorjahreseinkommens berechnet wird und durch das Erwerbseinkommen, aber auch durch andere Einkommen beeinflusst ist.

32

Ohne Lehrlinge. Zu bedenken ist auch, dass sich die Armutsgefährdung auf das Vorjahreseinkommen und der Indikator Brutto<1.000 Euro auf das aktuelle Einkommen Unselbständiger bezieht.

33

48


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

Tabelle 29

stärkt von prekärer Beschäftigung betroffen, zudem ist ihr Armutsrisiko gegenüber prekär beschäftigten Österreicherinnen und Österreichern etwa doppelt so hoch. Eine Benachteiligung niedriger Bildungsschichten wird im Prozentsatz der prekär Beschäftigten nicht sichtbar, es wurde jedoch schon auf ihre generell geringeren Erwerbschancen hingewiesen.

Prekäre Beschäftigung und Armutsgefährdung nach soziodemographischen Merkmalen Precarious employment and risk-of-poverty by socio-demographic criteria Gesamt (=100%) in 1.000

in 1.000

in %

davon armutsgefährdet in %

prekär beschäftigt

Insgesamt

5.033

588

12 (=100%)

18

Männer 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre

2.504 1.177 1.326

257 154 103

10 13 8

20 22 16

Frauen 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre

2.529 1.165 1.365

331 211 120

13 18 9

17 16 18

Einwohnerzahl in der Region Wien 1.053 >100.000 411 >10.000 780 <=10.000 2.789

154 58 73 303

15 14 9 11

27 (24) 24 11

Staatsbürgerschaft Österreich/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

4.642 4.407 235 391

528 494 35 59

11 11 15 15

17 15 (40) 30

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule 1.264 Lehre/mittlere Schule 2.439 Matura 968 Universität 363

162 260 122 44

13 11 13 12

20 15 22 (16)

3.2.4.

Working poor

Verschiedene Formen der Erwerbstätigkeit wurden bisher darauf hin untersucht, wie groß das damit einhergehende Armutsrisiko ist. Jedoch spielt nicht nur die Erwerbstätigkeit, sondern vor allem auch die Zusammensetzung des Haushaltes – ob es einen oder mehrere Verdiener gibt, ob Kinder oder sonstige abhängige Personen im Haushalt leben – eine Rolle. Während in Einpersonenhaushalten der Zusammenhang zwischen individuellem Erwerbseinkommen und Lebensstandardposition ein relativ direkter ist, spielt in Mehrpersonenhaushalten die Einkommenssituation mehrerer Personen zusammen. Schlechte individuelle Einkommensverhältnisse können sich so für den ganzen Haushalt nachteilig auswirken, können aber auch durch weitere Erwerbseinkommen ausgeglichen werden. Auch Sozialleistungen tragen zum Gesamthaushaltseinkommen bei, wobei der Anteil dieser staatlichen Zahlungen gerade bei Niedrigeinkommenshaushalten bedeutsam ist35 und somit eine wichtige Funktion in der Verringerung von Armutsrisken und zum Erhalt eines gewissen Lebensstandards einnimmt36.

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Personen im Erwerbsalter Das Auftreten von mind. einer der folgenden prekären Beschäftigungsformen wird als prekär beschäftigt bezeichnet: Bruttomonatseinkommen < 1.000 Euro, unregelmäßig beschäftigt, Teilzeit < 12h.

Die Entscheidung, working poor auf Basis des aggregierten, äquivalisierten Haushaltseinkommens und damit nur indirekt als Problem niedriger individueller Arbeitseinkommen darzustellen, wurde deshalb getroffen, weil das für einen bestimmten Lebensstandard angenommene nötige Einkommen mit der Haushaltsstruktur variiert. Die hier verwendete Definition von working poor lautet37:

Rund 12% der Personen im Erwerbsalter sind prekär beschäftigt34. Am häufigsten sind Frauen zwischen 20 und 39 Jahren prekär beschäftigt. Sind Männer prekär beschäftigt, hat dies nachteiligere Auswirkungen auf die Haushaltseinkommen, die in Form höherer Armutsgefährdungsquoten sichtbar werden, als wenn Frauen prekär beschäftigt sind. Regional ist prekäre Beschäftigung vor allem ein Problem der Großstädte. Eingebürgerte Österreicherinnen und Österreicher sind genauso wie Migrantinnen und Migranten ver-

Working poor sind all jene Personen, die aktuell erwerbstätig und zwischen 20 und 64 Jahre alt sind und deren Haushaltseinkommen (als Summe aller Erwerbs- und sonstiger Einkommen bezogen auf Haushaltsgröße und Altersstruktur – das heißt äquivalisiert) unter der Armutsgefährdungsschwelle liegt. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Eine erwerbstätige Alleinerzieherin von zwei Kindern mit einem niedrigen Einkommen und Familienbeihilfebezug ist möglicherweise armutsgefährdet; ein Single bei gleichem Erwerbseinkommen ist es nicht. Die Alleinerzieherin ist nach unserer Definition als working poor zu bezeichnen, da das von ihr erwirtschaftete Einkommen aus Erwerbsarbeit und staatlichen Transfers nicht ausreicht, um der Familie einen auch nur annähernd mittleren

34 Eine Prozentuierung auf die Zahl der Erwerbstätigen wird deshalb nicht vorgenommen, da sich ein Teil der Menschen in prekären Beschäftigungen gar nicht als aktuell erwerbstätig bezeichnet. 35 vgl. im Tabellenband Tabelle 11.4 36 vgl. Redl/Till/Wagner-Pinter (2000). Erwerbstätigkeit und Einkommenslücke. ICCR Working Paper 505. Wien. 37 vgl. die Definition im Sozialbericht 2001-2002, die ebenso Erwerbstätige in armutsgefährdeten Haushalten als working poor bezeichnet, jedoch im Gegensatz zur hier verwendeten, keine Altersgrenze vorsieht: Förster/Heizmann (2002). Einkommensarmut und akute Armut in Österreich. In: Bericht über die soziale Lage 2001-2002. BMSG: Wien. S. 187-209.

49


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

Lebensstandard zu bieten. Der Single-Haushalt hat dagegen zwar ein niedriges Einkommen, wird aber nicht als armutsgefährdet bezeichnet (und ist damit auch nicht working poor), weil sein Einkommensbedarf niedriger ist38.

Von den rund 3.365.000 Erwerbstätigen im Erwerbsalter sind rund 253.000 (=8%) armutsgefährdet und damit nach unserer Definition working poor. Bei den Nicht-Erwerbstätigen ist die Armutsgefährdungsquote mehr als doppelt so hoch (18%). Dennoch: Von allen Armutsgefährdeten im Erwerbsalter sind fast die Hälfte (46%) auch erwerbstätig.

Tabelle 30

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick darüber, wie sich die Armutsgefährdung für bestimmte Personengruppen im Erwerbsalter zusammensetzt.

Armutsgefährdung und Erwerbstätigkeit von Personen im Erwerbsalter Risk-of-poverty and work status of persons in working age in 1.000

nicht erwerbstätig

erwerbstätig

Gesamt

1.366 302 1.668

3.112 253 3.365

4.478 555 5.033

nicht armutsgefährdet armutsgefährdet Gesamt

Deutliche Unterschiede in den Anteilen je nachdem, ob man die Armutsgefährdung für Erwerbstätige oder nicht Erwerbstätige untersucht, gibt es nach dem Geschlecht.

38 Zu beachten ist, dass der angenommene Einkommensbedarf von der verwendeten Äquivalenzskala abhängig ist (siehe Kapitel 1.3) und damit mehr oder auch weniger gut mit den tatsächlichen Bedürfnissen des Haushaltes übereinstimmt.

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Personen im Erwerbsalter Zelle in fetter Schrift entspricht working poor

Tabelle 31

Anteile der working poor an den Armutsgefährdeten im Erwerbsalter Share of working poor in persons at risk-of-poverty in working age Anteil an Armutsgefährdung Gesamt (=100%)

Erwerbstätig

in 1.000

in %

in 1.000

in %

Insgesamt

5.033

67

555

11 (=100%)

46

54

Männer 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre

2.504 1.177 1.326

77 86 69

257 125 132

10 11 10

58 62 55

42 38 45

Frauen 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre

2.529 1.165 1.365

58 64 52

298 153 145

12 13 11

34 40 29

66 60 71

Staatsbürgerschaft Österreich/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

4.642 4.407 235 391

67 68 66 63

452 408 44 103

10 9 19 26

46 47 44 42

54 53 56 58

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

1.264 2.439 968 363

52 72 70 80

206 207 106 36

16 8 11 10

33 56 46 56

67 44 54 44

Haushalte ohne Pension Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MPH ohne Kinder Alleinerziehend MPH + 1 Kind MPH + 2 Kinder MPH + mind. 3 Kinder

4.537 348 268 1.686 128 970 824 313

73 75 69 72 66 76 72 65

510 62 62 137 29 78 73 70

11 18 23 8 23 8 9 22

49 45 41 47 (38) 63 48 50

51 55 59 53 61 37 52 50

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

3.719 1.314

68 66

345 209

9 16

47 43

53 57

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Personen im Erwerbsalter

50

Armutsgefährdung

erwerbstätig = working poor

nicht erwerbstätig

in %

in %


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgefährdung

Tabelle 32

Mittlere Einkommen, Armutsgefährdungslücke und Deprivation für working poor im Vergleich zu nicht erwerbstätigen Armutsgefährdeten Median income, risk-of-poverty gap and deprivation of working poor compared with non-working persons at risk-of-poverty

Medianeinkommen in Euro

working poor

armutsgefährdet, nicht erwerbstätig

armutsgefährdet insgesamt

Personen im Erwerbsalter insgesamt

8.223

7.991

8.127

17.875

Armutsgefährdungslücke in %

19

22

20

-

…% der Personen sind betroffen von… Primärer Benachteiligung Sekundärer Benachteiligung Gesundheitsproblemen Umweltproblemen Wohnungsproblemen Deprivation in mind. 1 Dimension Deprivation in mind. 2 Dimensionen Deprivation in mind. 3 Dimensionen manifester Armut

16 16 (5) 11 9 36 14 (5) 36

30 23 14 12 12 55 24 (9) 55

24 20 10 11 10 47 19 (7) 47

9 7 5 10 4 25 8 2 5

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Personen im Erwerbsalter

Problem bei nicht erwerbstätigen Armutsgefährdeten, in diese Gruppe fallen ja auch all jene, die auf Grund zum Beispiel einer Behinderung gar nicht arbeiten können. In den Bereichen Wohnen und Umwelt sind die Unterschiede am geringsten ausgeprägt.

Das hängt mit der unterschiedlichen Erwerbsbeteiligung für Männer (77%) und Frauen (58%) zusammen. Machen die working poor bei den Männern deutlich mehr als die Hälfte der Armutsgefährdeten aus (58%), sind nur knapp über ein Drittel der armutsgefährdeten Frauen working poor. Eine ähnliche Erklärung trifft für die Bildungsabschlüsse zu: Personen mit keinem oder höchstens Pflichtschulabschluss haben die geringste Erwerbsbeteiligung und daher auch geringere Anteile bei den working poor. Sind dagegen die Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung gering, wie zum Beispiel nach Staatsbürgerschaft oder nach dem Geschlecht des/der HauptverdienerIn, sind auch die Unterschiede in den Anteilen nicht so stark ausgeprägt.

Fasst man die Benachteiligungen nach der Anzahl ihres Auftretens zusammen, verdeutlicht sich: Die Gruppe der working poor ist nicht im selben Maße von manifester Armut betroffen wie diejenigen, die nicht erwerbstätig sind. Möglicherweise ist das geringe Einkommen der working poor vielfach ein vorübergehender Zustand und verfestigt sich daher weniger oft – dennoch: 36% der working poor sind auch in mindestens einer Dimension depriviert und fallen daher in die Kategorie der manifest Armen.

Die Intensität der Armutserfahrung ist bei working poor geringer als bei Armutsgefährdeten ohne Erwerbstätigkeit, wie ein höheres mittleres Einkommen bzw. eine niedrigere Armutsgefährdungslücke und weniger Betroffenheit von Deprivation zeigen.

Wie die vorliegenden Analysen zeigen, gibt es zwei Möglichkeiten die Gruppe der erwerbstätigen Armutsgefährdeten zu definieren: die individuelle Benachteiligung auf Grund prekärer bzw. schlecht entlohnter Beschäftigung und die Benachteiligung die auf der Haushaltsebene entsteht, wenn nicht die volle Erwerbsintensität erreicht wird. Eine Kombination der individuellen Erwerbseinkommen mit dem Haushaltszusammenhang erscheint in Bezug auf die in EU-SILC angewandte Methodik (Armutsgefährdung als Ergebnis niedriger Haushaltseinkommen) am besten geeignet, um den Lebensstandard von Menschen in Privathaushalten korrekt abzubilden und die Auswirkungen schlechter Jobs oder mangelnder Erwerbsbeteiligung aufzuzeigen.

Besonders, was die Lebensführungsdimension (primäre Deprivation) betrifft, sind working poor weniger stark benachteiligt (vgl. Tabelle 32): 16% der Erwerbstätigen mit niedrigem Haushaltseinkommen sind in dieser Dimension benachteiligt, hingegen doppelt so viele bei den nicht Erwerbstätigen (30%). Der erzwungene Verzicht auf bestimmte Gebrauchsgüter (sekundäre Dimension) ist etwas ausgeglichener zwischen den beiden Armutsgefährdungsgruppen verteilt, jedoch auch hier sind working poor weniger stark betroffen. Gesundheitliche Einschränkungen sind vor allem ein

51


EU-SILC 2004 - Erwerbssituation und Armutsgef채hrdung

52


EU-SILC 2004 - Lebensbedingungen von Risikogruppen

4 Lebensbedingungen von Risikogruppen Im folgenden Abschnitt werden die Lebensbedingungen von Personen und Haushalten beschrieben, die aufgrund besonderer Lebensumstände von einem erhöhten Armutsrisiko betroffen sein können. Dies sind im Besonderen Haushalte mit Migrationshintergrund, Haushalte mit geringer Einbindung in den Arbeitsmarkt aufgrund von Behinderung und Betreuungspflichten sowie Langzeitarbeitslosigkeit. Die Auswahl der Gruppen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und die Merkmale sind nicht ausschließend, sodass es zu Überschneidungen der Gruppen kommen kann.

gegeld wird allerdings als Einkommen gezählt, wieweit diese Annahme zutrifft, und es sich nicht um eine reine Aufwandsentschädigung für zusätzlich anfallende Kosten auf Grund von Pflegebedarf handelt, muss kritisch hinterfragt werden. Es handelt sich auch um eine sehr kleine Gruppe. Ein Fünftel der Armutsgefährdeten sind Haushalte mit Migrantinnen und Migranten. Auffallend ist das niedrige mittlere Jahreseinkommen von 13.329 Euro in dieser Gruppe. Das Einkommen jener Migrantinnen und Migranten unter der Armutsgefährdungsschwelle ist hingegen überdurchschnittlich. Ein möglicher Grund ist der zum Teil beschränkte Zugang zu Sozial- und Ersatzleistungen, sodass „um jeden Preis“ Erwerbseinkommen erzielt werden muss. Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose nehmen seit Jahren eine Spitzenposition bei der Armutsgefährdung ein.

Die Gruppe mit der höchsten Armutsgefährdungsquote und dem geringsten mittleren Einkommen sind Personen, die in einem Haushalt mit hauptsächlich Sozialleistungen (ohne Altersleistungen) leben. Eine Ausnahme davon sind Haushalte mit Pflegegeldbezug: Diese haben nicht nur ein unterdurchschnittliches Armutsrisiko, sondern auch ein mittleres Einkommen über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Pfle-

Zu untersuchen ist nun, wieweit Lebensbedingungen zwischen Gruppen variieren und niedriges Einkommen sich in fehlender sozialer Teilhabe manifestiert.

Tabelle 33

Einkommen und Armutsgefährdung von Risikogruppen Income and risk-of-poverty of risk groups Gesamt in 1.000

Medianeinkommen

Armutsgefährdungsquote %

Armutsgefährdete in 1.000

Median der Armutsgefährdeten

Personen in HH … mit Pflegegeldbezug mit mind. 1 Kind jünger als 7 Jahre mit Behinderung mit einer Frau als Hauptverdienerin Mehrpersonenhaushalt mit 3 und mehr Kindern mit Alleinerziehenden mit MigrantInnen mit Langzeitarbeitslosigkeit mit hauptsächl Einkommen aus Sozialleistungen

324 1.849 1.329 2.224 751 292 741 355 651

17.466 15.052 16.245 16.331 13.848 13.106 13.329 13.422 10.982

7 15 17 19 23 24 27 29 44

23 275 229 423 170 70 199 102 289

7.987 8.453 7.964 7.670 8.795 7.756 8.607 8.110 7.452

Gesamtbevölkerung

8.048

16.969

13

1.030

8.144

Risikogruppen

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

4.1. Bildungsstand von Risikogruppen Bildung ist grundlegend für soziale Teilhabe. Eine gute Qualifikation ist der Garant für angemessen bezahlte und besser abgesicherte Erwerbsarbeit. Wie im vorigen Abschnitt gezeigt, ist volle Integration in den Arbeitsmarkt ein wirksamer Schutz vor Armut. Die folgende Abbildung zeigt den höchsten Bildungsabschluss je Risikogruppe.

geringere Bildung von Personen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung lässt sich zumindest teilweise durch das höhere Alter dieser Gruppe erklären. Personen außerhalb des Arbeitsmarktes, wie Langzeitarbeitslose und Haushalte mit einem hauptsächlichen Einkommen aus Sozialleistungen, haben auch die niedrigsten Bildungsabschlüsse. Mangelnde Qualifikation ist einer der Hauptgründe für die verminderten Chancen von Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt. Die Hälfte aller Personen in Haushalten mit Migrationshintergrund weist nur maximal Pflichtschulabschluss auf.

Demnach haben Familien und Frauen, die aufgrund vermehrter Betreuungspflichten ein erhöhtes Armutsrisiko tragen, ein überdurchschnittliches Bildungsniveau. Die

53


EU-SILC 2004 - Lebensbedingungen von Risikogruppen

Grafik 25: Höchster Bildungsabschluss von Personen in Risikohaushalten (nur Personen ab 16 Jahre)

in %

Educational attainment of persons in risk groups households (persons aged 16+ years)

100 90 80 Universität

70

Matura

60

Lehre/mittlere Schule 50

max Pflichtschule

40 30 20 10

Al

<=

6 Kin im d H er le H in er zi eh en W d ei b ve l. rd Ha ie u ne pt M PH rin 3+ Ki So nd er zi al le is tu La ng ng en ze ita lo rbe si it gk sei Be t hi nd er un M g ig ra nt In ne n Pf le ge ge ld In sg es am t

0

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

4.2. Regionale Verteilung von Risikogruppen Personen mit Migrationshintergrund und Langzeitarbeitslose sind im städtischen Bereich konzentriert. Großfamilien und Familien mit kleinen Kindern leben vermehrt in ländlichen Gemeinden mit weniger als

Wie schon im Kapitel Armutsgefährdung und Deprivation gezeigt werden konnten, besteht sowohl im Einkommens- wie auch im Ausgabenbereich ein Stadt/ Land Gefälle.

Grafik 26: Gemeindegröße des Wohnortes von Personen in Risikohaushalten

in %

Regional distribution of risk group households

100 90 80 <=10000 Einw.

70

>10000 Einw.

60

>100000 Einw. 50

Wien

40 30 20 10

So zi

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0

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

54


EU-SILC 2004 - Lebensbedingungen von Risikogruppen

10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, nur Alleinerziehende wohnen etwas häufiger in der Stadt. Am stärksten ist das Stadt/Land-Gefälle bei Haushalten mit Pflegegeldbezug, was darauf schließen lässt, dass im ländlichen Bereich pflegebedürftige Angehörige eher zu Hause betreut werden als in Wien. Eine höhere Ar-

beitslosenquote in den Städten, geringere Haushaltseinkommen und eine höhere Wohnkostenbelastung verstärken eine auftretende Notlage, sodass bei der Analyse von Risikogruppen, wie auch bei der Beurteilung von Armutslagen dieses Stadt/Land-Gefälle mit in Betracht gezogen werden muss.

4.3. Wohnverhältnisse von Risikogruppen Im folgenden Abschnitt wird überprüft, ob die hier berichteten Risikogruppen auch in ihren Wohnverhältnissen in erhöhtem Ausmaß Einschränkungen unterliegen. Bei Betrachtung dieser Indikatoren verstärkt sich der Eindruck, dass Migrantinnen und Migranten, Langzeitarbeitslose und Haushalte mit einem Haupteinkommen aus Sozialleistungen nicht nur beim materiellen Lebensstandard eine niedrigere Position einnehmen, sondern auch in anderen Lebensbereichen verstärkt benachteiligt sind.

diese Mangelausstattung mit 13% am stärksten. Beinahe 40% aller Personen aus dieser Problemgruppe leben in zu kleinen Wohnungen und entsprechen dem Kriterium Überbelag der Stadt Wien bei der Vergabe von Gemeindebauwohnungen. Die Räume sind öfters dunkel und es wird häufiger von Schimmel und Feuchtigkeit in der Wohnung berichtet. Alleinerziehende sind die Gruppe mit dem geringsten Anteil an Substandardwohnungen, aber berichten am häufigsten von Kriminalität und Vandalismus in der Wohnumgebung. Die Daten können aber keine Auskunft darüber geben, ob diese Angaben aus einem höheren Sicherheitsbedürfnis von alleinlebenden Eltern stammen oder Alleinerziehende in schlechteren Wohngegenden leben. Haushalte mit Pflegegeldbezug haben den höchsten Wohnstandard, auch im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sind sie in geringerem Ausmaß von Kriminalität und Umweltverschmutzung in der Wohnumgebung betroffen, welches sich durch das meist ländliche Wohngebiet erklären lässt.

Die hier untersuchten Risikogruppen sind bei einem allgemeinen Überblick von schlechteren Wohnverhältnissen betroffen. Wiederum sind es Migrantinnen und Migranten, Langzeitarbeitslose und Sozialleistungsbezieherinnen und -bezieher, die besonders häufig in schlechten Wohnverhältnissen leben. Im Bevölkerungsdurchschnitt verfügen nur 3% der Personen über kein WC oder keine Duschmöglichkeit in der Wohnung. Personen aus Migrationshaushalten betrifft

Grafik 27: Probleme der Wohnung und Wohnumgebung von Risikogruppen

in %

Housing and environmental problems for risk groups

40 35

kein Bad/WC Dunkle Räume Überbelag

30

Kriminalität, Vandalismus Luft-, Umweltverschmutzung Feuchtigkeit, Schimmel

25 20 15 10 5

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

55

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0


EU-SILC 2004 - Lebensbedingungen von Risikogruppen

4.4. Finanzielle Probleme von Risikogruppen Wieweit geringere Ressourcen sich auch in einer benachteiligten Lebenslage manifestieren, wird in der folgenden Tabelle dargestellt. Der erzwungene Verzicht auf Bedürfnisse und Besitz von Konsumgütern, die in unserer Gesellschaft als grundlegend eingestuft werden können, ist ein guter Indikator für die gesellschaftliche Teilhabe in der Lebensführung.

überproportional oft finanzielle Einschränkungen in Kauf nehmen, aber im Vergleich sind sie gemeinsam mit Haushalten mit Pflegegeldbezug am geringsten eingeschränkt. Der erzwungene Verzicht einer Waschmaschine ist in Österreich nur mehr sehr selten zu verzeichnen und betrifft am meisten Haushalte ausländischer Herkunft (4%). Diese sind zusammen mit Langzeitarbeitslosen und Sozialleistungsbezieherinnen und -beziehern am stärksten in ihrer Lebensführung und der damit verbundenen gesellschaftlichen Teilhabe eingeschränkt. Überproportional sind auch Alleinerziehende betroffen: Das niedrige Einkommen dieser Gruppe manifestiert sich sehr stark in der Benachteiligung bei grundlegenden Bedürfnissen. Jede fünfte Person kann sich bei Bedarf keine neuen Kleider kaufen und fast die Hälfte aller Personen in alleinerziehenden Haushalten kann es sich nicht leisten zumindest einmal im Jahr Urlaub zu machen. Besonders beim Zugang zu PC und Internet unterscheiden sich alleinerziehende Haushalte von anderen Familientypen. Ein Viertel hat aus finanziellen Gründen keinen Internetzugang.

7% der Personen in einem Haushalt mit Langzeitarbeitslosigkeit, aber auch 5% der Personen in alleinerziehenden Haushalten schaffen es nicht, ihre Wohnung angemessen warm zu halten. 5% dieser Ein-Eltern Familien gehen trotz Notwendigkeit nicht zum Arzt, weil sie es sich finanziell nicht leisten können. Ein möglicher Indikator für Verschuldung sind Rückstände bei fälligen Zahlungen wie Miete und Betriebskosten. 10% der Migrationshaushalte und 11% der von Sozialleistungen abhängigen Personen verzeichneten im letzten Jahr Rückstände und Schwierigkeiten bei diesen Zahlungen. Personen in Haushalten mit einer Frau als Hauptverdienerin müssen zwar wie alle Risikogruppen

Tabelle 34

Erzwungener Verzicht auf grundlegende Bedürfnisse und Konsumgüter bei Risikohaushalten Financial restrictions on basic requirements and consumer durables for risk groups

Haushalt mit …

Gesamt

MigrantInnen

Langzeitarbeitslos

Behinderung

Pflegegeld

Sozialleistungen

MPH 3 + Kinder

Kinder <=6 im HH

Alleinerziehend

weibl. Hauptverdienerin

in % Kann sich nicht leisten... die Wohnung angemessen warm zu halten notwendigen Arztbesuch Ist mit Zahlungen im Rückstand neue Kleider zu kaufen jeden 2. Tag Fleisch, Fisch zu essen unerwartete Ausgaben zu tätigen Urlaub zu machen

2 2 3 8 9 20 25

5 5 10 22 19 45 42

7 (2) 5 24 24 43 40

3 4 4 15 12 31 36

(3) (1) (4) 10 12 29 32

5 5 11 24 21 44 48

(1) 4 5 9 11 27 38

(1) 2 5 7 10 20 30

5 5 8 20 19 41 46

3 3 4 12 13 25 28

Kann sich nicht leisten... Waschmaschine Handy Telefon Geschirrspülmaschine DVD PC Internet

1 2 5 7 9 7 12

4 6 19 26 25 25 36

(3) 6 11 17 17 17 23

2 4 5 10 12 11 15

(1) (5) 6 8 9 8 12

(2) 7 16 17 20 18 27

(0) 2 6 10 14 10 16

(0) 1 6 7 11 9 15

(1) (3) 14 12 18 14 25

1 3 6 8 10 9 13

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

56


EU-SILC 2004 - Lebensbedingungen von Risikogruppen

4.5. Armutslagen von Risikogruppen Personen in alleinerziehenden Haushalten von zumindest einer Armutslage betroffen.

Mangelnde Teilhabe (Deprivation) wird dann angenommen, wenn zumindest in einer Lebensdimension mehrere Beeinträchtigungen vorliegen. Problematisch zeigt sich die Dimension Gesundheit: Einerseits werden nur Personen ab 16 Jahren zu ihrem Gesundheitszustand befragt und erhalten dadurch ein stärkeres Gewicht gegenüber Kindern, andererseits verschlechtert sich die Gesundheit mit zunehmendem Alter beziehungsweise ist schlechte Gesundheit in der Definition von Risikogruppen nach Behinderung und Pflegegeldbezug immanent. Insofern sind Deprivation und die dadurch bedingte Definition von manifester Armut bei diesen Gruppen wenig aussagekräftig.

Haushalte mit drei und mehr Kindern sowie Haushalte mit kleinen Kindern sind überproportional von Armutsgefährdung betroffen, aber für Personen über der Armutsgefährdungsschwelle ist der Anteil mangelnder Teilhabe unterdurchschnittlich. Mit einer Frau als Hauptverdienerin steigt das Risiko der mangelnden Teilhabe wiederum an. Gereiht nach manifester Armut zeigt sich die bisher festgestellte Reihung der Risikogruppen. Haushalte mit Pflegegeldbezug liegen unter dem Bevölkerungsschnitt. Eine sehr hohe Übereinstimmung zwischen Armutsgefährdung und manifester Armut kann durch die Gesundheitsdimension erklärt werden. Ein überdurchschnittliches Armutsrisiko verzeichnen Familien mit drei und mehr Kindern, Familien mit kleinen Kindern sowie Frauen, allerdings in geringerem Ausmaß als Alleinerziehende.

Interessant ist das Verhältnis der vier Armutsdimensionen zueinander, wie untenstehende Grafik zeigt. Haushalte mit Migrationshintergrund, Langzeitarbeitslosigkeit und Sozialleistungen haben durchwegs hohe Werte bei manifester und Einkommensarmut sowie Deprivation. Der Anteil der „Nicht-Armen“ beträgt weniger als die Hälfte. Demnach ist auch die Hälfte aller

Grafik 28: Armutslagen von Risikogruppen

in %

Standards of poverty for risk groups

100 90 80 70 Nicht arm Deprivation Einkommensarmut Manifeste Armut

60 50 40 30 20

6 <=

W

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10

Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

57


EU-SILC 2004 - Lebensbedingungen von Risikogruppen

4.6. Zufriedenheit von Risikogruppen erreichen dabei den höchsten Wert der hier dargestellten Gruppen.

Die folgende Grafik veranschaulicht die subjektive Wahrnehmung der eigenen Lebenssituation von Risikogruppen. Gereiht sind die Gruppen nach Lebenszufriedenheit, wobei die von uns unterstellte benachteiligte Haushaltssituation für fast alle Gruppen auch so wahrgenommen wird. Hinzugefügt ist auch die Einschätzung des persönlichen Gesundheitszustandes, der etwas unterschiedlich zur Zufriedenheit erfragt wird und nur fünf statt sechs Antwortmöglichkeiten vorgibt.

Schlechte Gesundheit, der unfreiwillige Ausschluss aus dem Arbeitsmarkt und eine hohe Abhängigkeit von staatlichen Zahlungen (außer Pensionen) spiegeln sich in einer relativ niedrigeren Lebenszufriedenheit wider. Die schlechte Wohn- und Erwerbssituation von Migrantinnen und Migranten wird subjektiv auch so wahrgenommen. Subjektive Zufriedenheit wird bei der Analyse von Lebensbedingungen oft vernachlässigt und als nicht zuverlässig eingestuft. Wie hier gezeigt werden kann, spiegelt die Zufriedenheit „objektiv“ erfasste Lebensbedingungen gut wider. Eine geringere Zufriedenheit bedeutet eine besondere Beeinträchtigung der Lebensqualität und langfristig auch einen negativen Effekt für die Gesundheit.

Ein deutlicher Unterschied bei der Lebenszufriedenheit zeigt sich zwischen Familien und anderen Risikogruppen. Familien mit kleinen Kindern undsolche mit mehr als zwei Kindern sind überdurchschnittlich mit ihrem Leben zufrieden. Bei Haushalten mit kleinen Kindern findet sich diese hohe Zufriedenheit auch in Hinblick auf die momentane Hauptbeschäftigung, sie

Grafik 29: Personen in Risikohaushalten und ihre subjektive Zufriedenheit Persons in risk group households and their subjective satisfaction

6

5

4

3 Hauptbeschäftigung Einkommen Wohnsituation

2

Leben Gesundheit

6= sehr zufrieden, bei Gesundheit 5= sehr guter Zustand. Q: STATISTIK AUSTRIA, EU-SILC 2004.

58

Ja 6

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1


EU-SILC 2004 - Lebensbedingungen von Risikogruppen

4.7. Kinder Wenig bekannt sind in Österreich die Lebensbedingungen von Kindern, die in armutsgefährdeten Familien aufwachsen. Maßnahmen richten sich bei Armutsbekämpfung meist auf die aktuelle Lage, zu den Auswirkungen sowohl vorübergehend wie auch dauerhaft niedrigen Einkommens in der Kindheit gibt es kaum Studien oder Daten. Mehr als ein Viertel (28%) aller Armutsgefährdeten in Österreich sind Kinder und Jugendliche unter 19 Jahre. 126.000 Buben und 147.000 Mädchen leben in Haushalten mit einem äquivalisierten Einkommen

unter der Armutsgefährdungsschwelle. Mehr als ein Drittel (36%) dieser Kinder lebt in Haushalten mit drei und mehr Kindern. 35% der armutsgefährdeten Kinder kommen aus Familien mit Migrationshintergrund39. Kinder jünger als 16 Jahre werden in EU-SILC nicht befragt, daher sind für diese nur Haushaltsinformationen bekannt. Ab 2005 wird auch der aktuelle Schultyp für Kinder erfragt. Im Jahr 2004 wurden für Kinder jünger als 12 Jahre erstmals Daten zu Kinderbetreuung erhoben (siehe auch Tabellenteil Kap.8).

4.8. Resümee Die hier ausgewählten Risikogruppen40 haben bis auf die Haushalte mit Pflegegeldbezug alle ein erhöhtes Armutsrisiko, das aber nicht unbedingt mit Benachteiligung in anderen Lebensbereichen einhergeht. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass ein Mangel an sozialer Teilhabe aus zwei Gründen entstehen kann. Aufgrund struktureller Ursachen wie schlechter Ausbildung, Langzeitarbeitslosigkeit, ausländischer Herkunft, hohes Alter und Leben in der Stadt, kann viel öfter von mangelnder Teilhabe gesprochen werden. Besonders dann, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen. Wenn dann zusätzlich geänderte Lebensbedingungen eintreten, wie die Betreuung eines Angehörigen, die Geburt von Kindern oder eine Trennung, ist es viel schwieriger einen angemessenen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Hingegen können bestimmte Lebensabschnitte zu geringerem Einkommen führen und der Lebensstandard sinkt nur vorübergehend. Das betrifft junge Menschen in Ausbildung, nachdem sie von zuhause ausgezogen sind sowie Familien mit jungen oder mehr Kindern und im Besonderen Frauen. Hohe Bildung, österreichische Herkunft und oft geringere Lebenskosten im ländlichen Bereich bedingen auch bei niedrigem Einkommen weniger benachteiligte Lebenssituationen. Risikogruppen werden hier anhand möglicher prekärer Lebensumstände definiert. Aufgrund der Ergebnisse in EU-SILC 2004 empfiehlt es sich aber, diese zu verfeinern und zu erweitern. Haushalte mit Haupteinkommensquelle Sozialleistungen bzw. mit

Langzeitarbeitslosigkeit weisen stärkere Überschneidungen auf und sollten als einander ausschließende Gruppen untersucht werden. Eine Unterscheidung nach Alter bei Haushalten mit gesundheitlicher Beeinträchtigung ist sinnvoll. Hier empfiehlt es sich, die ausgewählten Dimensionen zu Deprivation und manifester Armut, im Besondern den Bereich Gesundheit, auf ihre Validität zu überprüfen und in ihrer Definition zu aktualisieren. Frauen als Hauptverdienerinnen zeigten sich in diesem Abschnitt als etwas unspezifische Gruppe. Einerseits umfassen sie alle alleinerziehenden Frauen, sowie allein stehende Pensionistinnen, die für sich selbst als Risikogruppe wahrgenommen werden. Eine Möglichkeit wäre diese auszuschließen, oder aber zumindest nach Haushaltsgröße und Alter zu unterscheiden. Weitere Gruppen, die einer näheren Analyse bedürfen sind Singlehaushalte im erwerbsfähigen Alter, sowie Singles im Pensionsalter mit Mindestpension und wie schon erwähnt Kinder. Zu überlegen ist auch, ob Haushalte, deren Mitglieder die österreichische Staatsbürgerschaft im Zuge einer Einbürgerung erhalten haben, als eigene Risikogruppe zu untersuchen sind. Abschließend ist zu sagen, dass unter allen Risikolagen, Lebensübergängen und -abschnitten, die in diesem Bericht beschrieben und erfasst wurden, Migrantinnen und Migranten jene mit den geringsten Teilhabechancen und dem größten Abstand zur Mitte unserer Gesellschaft sind.

39

Zumindest eine Person im Haushalt hat keine Österreichische/EU, EFTA Staatsbürgerschaft oder hat diese im Zuge einer Einbürgerung erhalten. 40 Ausführlichere Tabellen finden sich im Tabellenteil Kap. 10.

59


EU-SILC 2004 - Lebensbedingungen von Risikogruppen

60


EU-SILC 2004 - Methoden und Vergleiche

5 Methoden und Vergleiche Dieses Kapitel befasst sich mit den methodischen Aspekten von EU-SILC 2004. Berichtet wird hierbei über die Qualitätsdimensionen Exaktheit, Vergleichbarkeit und Kohärenz.

2004 beschäftigen, wird über stichprobenbedingte Effekte und über nicht-stichprobenbedingte Effekte berichtet, die diese Exaktheit oder Genauigkeit beeinflussen. Inhaltlich wird dabei über die Stichprobe, die Datenaufbereitung, den Antwortausfall, Messfehler und sonstige nicht-stichprobenbedingte Effekte berichtet. Im Abschnitt zur Vergleichbarkeit wird über Abänderungen von EU-SILC 2004 gegenüber EU-SILC 2003 berichtet. Im Abschnitt zur Kohärenz werden Vergleiche mit externen Datenquellen präsentiert.

Exaktheit meint in diesen Zusammenhang die Übereinstimmung des aus der Stichprobenerhebung gewonnen Wertes mit dem ‚wahren’ Wert, d.h. des jeweiligen tatsächlichen Wertes der Grundgesamtheit. In den Abschnitten, die sich mit der Genauigkeit von EU-SILC

5.1. Stichprobe und Erhebung nicht ohne weiters mit der Lebensrealität der Personen übereinstimmt: d.h. das ZMR enthält auch „Falschmeldungen“ (falsche Zuordnung der Hauptmeldung), oder es fehlen Meldungen von Personen.

5.1.1. Die Grundgesamtheit und die Stichprobe von EU-SILC 2004 Grundgesamtheit der Erhebung EU-SILC 2004 sind Personen in Privathaushalten in Österreich. Ausgenommen sind daher Personen in Anstaltshaushalten und Personen ohne festen Wohnsitz. Erhebungseinheiten sind private Haushalte und deren Bewohnerinnen und Bewohner, wenn in diesem Privathaushalt mindestens eine Person wohnt, die (1) ihren Hauptwohnsitz in dieser Wohnung hat und die (2) mindestens 16 Jahre alt ist.

5.1.2. Erhebung und Ausschöpfung der Stichprobe, Unit-Non-Response Wie auch 2003 wurde die Feldarbeit an ein externes Institut (IFES – Institut für Empirische Sozialforschung) vergeben. Dem Institut wurden Ende Februar die ermittelten Adressdatensätze mit den Merkmalen Vorund Familienname und Geschlecht der Auswahlperson, Straße, Haus- und Türnummer (ggf. Stiegen- bzw. Stocknummer und sonstige etwaige Adressmerkmale), sowie Postleitzahl, Ortschaft und Gemeinde übermittelt. Dem Erhebungsinstitut wurde auch gestattet, mittels der zur Verfügung stehenden Informationen die Telefonnummern der Haushalte zu identifizieren, um diese den Interviewern und Interviewerinnen für Terminvereinbarungen zur Verfügung zu stellen.

Auswahlrahmen der Erhebungseinheiten war das zentrale Melderegister (ZMR) mit Stand von Februar 2004. Aus diesem Auswahlrahmen wurden mittels einer einfachen Zufallsauswahl 8.000 Adressen gezogen. Die Größe des gezogenen Samples ergab sich aus der durch EU-Verordnung vorgegebenen Nettostichprobengröße von 4.500 Haushalten und der geforderten Ausschöpfungsquote von 60%. Darüber hinaus wurde noch eine etwa 5%-Rate neutraler Ausfälle angenommen.

Die Feldzeit dauerte von März bis Juli 2004. Zur Erreichung der erforderlichen Nettostichprobe benötigte das Feldinstitut letztendlich nur 7.514 der 8.000 ausgegebenen Adressen. Die 7.514 Adressen wurden ebenfalls mittels einer einfachen Zufallsauswahl durch das Feldinstitut ermittelt. 123 dieser 7.514 Haushalte wurden als so genannte neutrale Ausfälle klassifiziert, das heißt die Adresse erwies sich als nicht existent, oder die Wohnung, das Haus erwies sich als leer stehend oder diente keinen Wohnzwecken, oder kein Bewohner, keine Bewohnerin hat ihren beziehungsweise seinen Hauptwohnsitz in der Wohnung. Diese Probleme treten vor allem durch den zeitlichen Abstand zwischen der Ziehung des Samples (Februar) und der tatsächlichen Kontaktierung durch die Interviewerin, den Inter-

Das ZMR als Auswahlrahmen weist einige Besonderheiten auf: Das ZMR wurde nach der letzten Volkszählung 2001 durch die Zusammenführung der Gemeinde-Melderegister erstmalig befüllt, und wird auf Basis von Wohnsitzmeldungen der Gemeinden (Haupt- und Nebenmeldungen) laufend aktualisiert. Die Administration obliegt dem Bundesministerium für Inneres. Das ZMR enthält also für alle in Österreich gemeldeten Personen die jeweiligen Adressdaten der Haupt- und Nebenwohnsitze. Bei der Zusammenführung dieser Adressdaten von verschiedenen Personen eines Haushalts kann es dabei durch unterschiedliche Schreibweisen der Adresse zu nicht erkannten Wohnungszusammenhängen kommen, d.h. Personen, die eigentlich in einem gemeinsamen Haushalt wohnen, werden nicht als zusammenlebend erkannt. Hinweis darauf gibt die Zahl der Einpersonenhaushalte, die im ZMR größer ist als etwa im Mikrozensus41. Weiters zu bedenken ist auch, dass die sogenannte Melderealität

41

Vgl. hierzu ‚Standard-Dokumentation Metainformationen zu EUSILC 2003’. Im ZMR wurden 2004 1.359.000 Einpersonenhaushalte von insgesamt 3.569.000 Haushalte verzeichnet (ca. 38%), im Mikrozensus 1.168.000 von insgesamt 3.429.000 Haushalte (ca. 34%).

61


EU-SILC 2004 - Methoden und Vergleiche

Tabelle 35

2004 enthält somit 4.521 gültige Haushaltsinterviews. Einen Überblick über die Stichprobe bietet die Tabelle 35 zur Stichprobengröße.

Stichprobengröße EU-SILC 2004 Sample size EU-SILC 2004 Anzahl

%

Ausgegebene Adressen Durch das Institut verwendete Adressen Nicht durch das Institut verwendete Adressen

8.000 7.514 486

100,0 93,9 6,1

Bearbeitete Adressen Adresse existent Adresse nicht existent

7.514 7.391 123

100,0 98,4 1,6

Bruttostichprobe Adresse erfolgreich kontaktiert Adresse nicht erfolgreich kontaktiert

7.391 7.303 88

100,0 98,8 1,2

Erfolgreich kontaktierte Adressen Erfolgreich durchgeführte Haushaltsinterviews Mitarbeit verweigert Niemand anwesend Keine auskunftsfähige Person anwesend Sonstige Ausfallsgründe

7.303 4.608 1.729 709 39 218

100,0 63,1 23,7 9,7 0,5 3,0

Erfolgreiche Haushaltsinterviews Interviews aufgenommen in die Datenbank Abgelehnte Interviews

4.608 4.521 87

100,0 98,1 1,9

Die Ausschöpfung der Stichprobe im Laufe der Feldarbeit zeigt Tabelle 36. Pro Woche wurden etwa 250 bis 300 Haushalte erfolgreich befragt, wobei zu Beginn der Feldzeit diese Anzahl etwas höher war. In den letzten drei Wochen der Feldzeit sank die Anzahl der erfolgreich befragten Haushalte hingegen deutlich, wobei die Anzahl der kontaktierten Adressen mit 1.485 die höchste innerhalb der gesamten Feldzeit war. Dies ist einerseits dadurch erklärbar, dass diese letzten drei Wochen der Feldzeit mit dem Beginn der Ferienzeit, in der Haushalte seltener angetroffen werden, zusammenfiel, und andererseits dadurch, dass das Feldinstitut in manchen Bezirken die geforderte Ausschöpfung von 50% noch nicht erreicht hatte, und deshalb die Interviewer und Interviewerinnen auf diese Bezirke konzentrierte. Haushalte in anderen Bezirken, die bislang noch nicht angetroffen wurden oder verweigert hatten, wurden nicht noch einmal kontaktiert, sodass sich daraus die hohe Non-Response-Rate in den letzten drei Wochen erklärt.

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

In den 4.521 interviewten Haushalten lebten 11.550 Personen, wobei 2.287 dieser Personen unter und 9.263 Personen mindestens 16 Jahre alt waren. Diese 9.263 waren somit zu befragen. 9.203 dieser Interviews wurden durchgeführt; 60 Personeninterviews konnten aufgrund von Verweigerungen, vorübergehenden Abwesenheiten der zu befragenden Personen und anderen Gründen nicht durchgeführt werden und wurden deshalb vollständig imputiert. Dabei wurde mittels einiger soziodemographischer Variablen

viewer auf (spätestens Juli), etwa weil beispielsweise Gebäude in der Zwischenzeit abgerissen wurden, oder die Wohnung beziehungsweise das Haus zwischenzeitlich umgewidmet wurde42. Abzüglich der vorgenannten 123 Haushalte enthielt die Bruttostichprobe somit 7.391 Haushalte. Von diesen konnten wiederum 88 Haushalte nicht erfolgreich kontaktiert werden, das heißt der Interviewer, die Interviewerin konnte die Adresse nicht finden bzw. keinen Zugang zur Adresse erlangen43. Diese gelten auch als neutrale Ausfälle. Somit verblieben 7.303 erfolgreich kontaktierte Haushalte, wobei mit 4.608 dieser Haushalte ein Haushaltsinterview durchgeführt wurde. In der Nachkontrolle stellten sich dabei 87 dieser Haushaltsinterviews aufgrund von Plausibilitätsprüfungen als unbrauchbar heraus. Der Datensatz von EU-SILC

42

Allerdings werden in der Zeitspanne zwischen Stichprobenziehung und Feldzeit auch Häuser/Gebäude errichtet, die noch nicht im Auswahlrahmen enthalten waren. 43 Letzteres betraf vorrangig Wohnungen bzw. Häuser der durch das Hochwasser betroffenen Gebiete.

Tabelle 36

Zeitliche Entwicklung der Stichprobe EU-SILC 2004 Sample development EU-SILC 2004 over time

Feldarbeit von … bis …

Bearbeitete Adressen (a)

Qualitätsneutrale Ausfälle (b)

Gültige Adressen (c) = (a) – (b)

Nicht kontaktierte Adressen (d)

Kontaktierte Adressen (e) = (c) – (d)

Non-response (f)

Ausschöpfung (g) = (e) – (f)

05.03 - 19.03 05.03 - 02.04 05.03 - 16.04 05.03 - 30.04 05.03 - 14.05 05.03 - 28.05 05.03 - 11.06 05.03 - 25.06 05.03 - 15.07

397 1.428 2.279 2.970 3.713 4.700 5.255 5.950 7.514

6 15 25 33 40 65 70 79 123

391 1.413 2.254 2.937 3.673 4.635 5.185 5.871 7.391

1 8 17 20 22 36 36 36 69

390 1.405 2.237 2.917 3.651 4.599 5.150 5.837 7.322

110 457 755 906 1.079 1.406 1.543 1.567 2.714

280 948 1.482 2.011 2.572 3.193 3.607 4.270 4.608

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

62


EU-SILC 2004 - Methoden und Vergleiche

Tabelle 37

Haushalte, Personen und Personeninterviews in EU-SILC 2004 nach Bundesland Households, persons and personal interviews in EU-SILC 2004 by NUTS 2 region Personen Haushalte

Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien Gesamt

Personeninterviews

befragt

Personen unter 16 Jahre

Personen 16 Jahre und älter

Insgesamt

persönliches Interview

ProxyInterview

vollständig imputiert

Insgesamt

181 297 850 744 265 702 354 166 962 4.521

89 154 417 412 158 358 222 107 370 2.287

428 637 1.770 1.566 542 1.508 733 358 1.721 9.263

517 791 2.187 1.978 700 1.866 955 465 2.091 11.550

346 535 1.539 1.392 446 1.219 604 296 1.529 7.906

81 94 223 144 96 287 126 60 186 1.297

1 8 8 30 0 2 3 2 6 60

428 637 1.770 1.566 542 1.508 733 358 1.721 9.263

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

ein Ähnlichkeitsmaß definiert44, um einen geeigneten Spenderfall zu identifizieren. Die Informationen aus dem Personenfragebogen des Spenderfalles wurden dann dem zu imputierenden Fall übertragen. 14% der Personeninterviews wurden als Proxyinterviews durchgeführt. Eine Übersicht über die Anzahl der Personen und die Anzahl der Proxyinterviews in EU-SILC 2004 nach Bundesland zeigt obenstehende Tabelle.

19.070 Euro und die Untergrenze bei 18.411 Euro, d.h. der wahre Wert des arithmetischen Mittels des äquivalisierten Netto-Haushaltseinkommens in der Grundgesamtheit liegt mit 95% Wahrscheinlichkeit innerhalb dieser Grenzwerte45. Angaben zum Konfidenzintervall der Armutsgefährdungsquote in Österreich und in den neun Bundesländern finden sich im Kapitel 2 (Tabelle: Schwankungsbreite der Armutsgefährdungsquote für Österreich und für die Bundesländer), Angaben zu den Konfidenzintervallen der Laeken-Indikatoren finden sich im Kapitel 6 . Es gilt zu beachten, dass alle Werte dieser Zufallsschwankung unterliegen. Zum Umgang mit geringen Fallzahlen in dieser Publikation wird an dieser Stelle auf die „methodischen Erläuterungen“ im Tabellenanhang verwiesen.

5.1.3. Stichprobenfehler Der Stichprobenfehler ist eine Maßzahl für die Differenz zwischen dem auf der Basis einer Stichprobe ermittelten Wert und dem entsprechenden tatsächlichen, wahren Wert in der Grundgesamtheit. Der Stichprobenfehler ist ein Maß für die Zufallsschwankung der auf der Grundlage einer Stichprobenerhebung ermittelten Schätzwerte. Der Stichprobenfehler ist umso kleiner, desto größer die Stichprobe ist. Maß für den Stichprobenfehler ist der Standardfehler. Der Stichprobenfehler dient zur Berechnung des Konfidenzintervalls (oder Vertrauensbereichs), d.h. desjenigen Wertebereichs, innerhalb dessen mit einer bestimmten angebbaren Wahrscheinlichkeit (in den Sozialwissenschaften zumeist 95%) der wahre Wert eines auf der Grundlage der Stichprobe ermittelten Wertes liegt.

Der Designeffekt ist ein Maß für das Verhältnis der Varianz einer Schätzfunktion einer gegebenen Stichprobe zur Varianz der Schätzfunktion bei einer einfachen Zufallsauswahl46. Nachdem es sich bei der Stichprobe von EU-SILC 2004 – im Gegensatz zum Vorjahr – um eine einfache Zufallsstichprobe handelt, beträgt der Designeffekt 1,0.

44

Die verwendeten Variablen sind: Alter, Geschlecht, Bundesland, Gemeindegröße, Erwerbsstatus, Haushaltsgröße, Anzahl der Personen unter 16 Jahren im Haushalt, Anzahl der Personen über 60 Jahre im Haushalt und StaatsbürgerInnenschaft. Diese Informationen waren durch die Verfügbarkeit der Haushaltsinformationen bzw. des Personenregisters vorhanden. 45 Die Berechnung des Konfidenzintervalls KI95 = 18.741± 1,96 * 168; der Multiplikationsfaktor 1,96 ergibt sich daraus, dass eine 95%ige Vertrauenswahrscheinlichkeit angenommen wird. 46 Sampledesigns, die nicht einer einfachen Zufallsauswahl entsprechen, unterschätzen (zumeist) die Varianz der Schätzfunktionen.

Das arithmetische Mittel des äquivalisierten Netto-Haushaltseinkommens beträgt 18.741 Euro, der Schätzwert für den Standardfehler beträgt 168 Euro, d.h. unter 1%. Mittels dieses Wertes kann das Konfidenzintervall des Schätzwertes, in diesem Fall des arithmetischen Mittels, errechnet werden. In diesem Fall liegt die Obergrenze des Konfidenzintervalls bei

63


EU-SILC 2004 - Methoden und Vergleiche

5.2. Datenaufbereitung und Qualitätssicherung 5.2.1.

Das Ziel der Non-Response-Gewichtung ist die Reduktion des Bias, der durch den Ausfall von Haushalten aus der Stichprobe entsteht (etwa dadurch, dass Haushalte nicht an der Befragung teilnehmen wollen oder nicht aufgefunden werden können). Die Korrektur dieser Verzerrung würde idealer Weise die Kenntnis der Antwortwahrscheinlichkeit eines jeden antwortenden Haushaltes voraussetzen. Allerdings ist diese im Allgemeinen nicht bekannt und muss deshalb geschätzt werden.

Plausibilitätsprüfungen

Die Datenerhebung wurde wie bereits 2003 mittels CAPI-Technik (Computer Assisted Personal Interviewing) durchgeführt. Dadurch war es möglich, Erfassungsfehler sowie unplausible Antworten bereits in der Befragungssituation zu korrigieren. Das integrierte CAPI-Design erlaubt darüber hinaus auch den Abgleich bzw. die wechselseitige Kontrolle des Haushaltsfragebogens und den zugehörigen Personenfragebogen. Nachdem die ersten Überprüfungen der Datensätze bereits durch das Feldinstitut durchgeführt wurden, bevor die Daten an die Statistik Austria übermittelt wurden, wurden in einem ersten Kontrollschritt die Datensätze zunächst auf ihre Vollständigkeit überprüft. Diese ersten Kontrollen umfassen auch die Überprüfung auf Konsistenz der Interviews eines Haushalts sowie weitere technische Überprüfungen.

Bei der angewandten Schätzstrategie wird das Sample in Gruppen (nach den Variablen Bundesland und Urbanisierungsgrad) eingeteilt und die jeweilige empirische Antwortrate der Gruppen berechnet. Diese empirische Antwortrate dient dann als Schätzung für die Antwortwahrscheinlichkeit aller Haushalte dieser Gruppe. Diese Strategie geht also davon aus, dass die Antwortwahrscheinlichkeit eines jeden Haushaltes der gleichen Gruppe dieselbe ist.

Die Mikroplaus umfasst die Prüfung der einzelnen Datensätze auf unplausible, inkonsistente und fehlende Antworten. In der Makroplaus erfolgen Häufigkeitsauszählungen (Prüfung von Extremwerten und Verteilungen) und Vergleiche mit externen Datenquellen.

Anpassungsgewichte werden berechnet, um die Genauigkeit der Daten zu erhöhen, d.h. die Schätzungen auf Basis der erhobenen Daten sollen soweit wie möglich dem „wahren Wert“ der Grundgesamtheit entsprechen. Diese Anpassung erfolgt durch die Anpassung der Daten der Stichprobe an externe Daten. Dadurch soll erreicht werden, dass die Verteilungen einiger zentraler Variablen der Stichprobe den Verteilungen des Datensatzes, an den angepasst wird, entsprechen.

Diese Überprüfungen erfolgten bereits zum Teil während der Feldarbeit, sodass auftretende Probleme wesentlich einfacher und noch in der Feldzeit korrigiert werden konnten.

5.2.2.

Externe Datenbasis für diese Anpassung und damit die Berechnung der Anpassungsgewichte war der Mikrozensus des zweiten Quartals 2004. Die Anpassung wurde auf der Grundlage des so genannten Basisgewichts durchgeführt, das ist das Produkt des Designgewichts mit dem Non-Response-Gewicht. Die Anpassung nach den Empfehlungen von Eurostat (EU-SILC 065/04 „Description of Target Variables: Cross-sectional and Longitudinal“) wurde mittels eines Raking-Verfahrens simultan auf Haushaltsebene und Personenebene durchgeführt. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Personen des Haushalts dasselbe Gewicht erhalten. Auf Haushaltsebene wurde nach den Variablen Haushaltsgröße, Rechtsverhältnis der Wohnung/des Hauses und dem Bundesland angepasst, auf Personenebene nach den Variablen Alter und Geschlecht.

Gewichtung

Für die Gewichtung wurden drei Hochrechnungsgewichte berechnet: das Designgewicht, das Non-Response-Gewicht und das Anpassungsgewicht. Das Designgewicht wird berechnet, um Effekte des Designs der Stichprobe bei der Gewichtung zu berücksichtigen. Das Design der Stichprobe entscheidet über die Auswahlwahrscheinlichkeit der einzelnen Elemente der Stichprobe. Ist die Auswahlwahrscheinlichkeit eines Elements klein, so soll das dem Element zugeschriebene Gewicht hoch sein, um den Effekt der Stichprobe auszugleichen. Das Designgewicht wird also als die Inverse der Auswahlwahrscheinlichkeit eines Stichprobenelements berechnet. Bei EU-SILC 2004 wurde die Stichprobe der Haushalte mittels einer einfachen Zufallsauswahl ermittelt. In diesem Fall hat jedes Element, d.h. jeder Haushalt, die selbe Auswahlwahrscheinlichkeit, und das Designgewicht ist damit gleich der Anzahl der Haushalte des Auswahlrahmens dividiert durch die Anzahl der Haushalte der Stichprobe47.

47

5.2.3.

Imputationen

Imputationen bezeichnet jene statistisch-stochastischen Verfahren, die für die Schätzung fehlender Werte verwendet werden. Dabei werden mehr oder weniger komplexe statistische Modelle verwendet, um einen Schätzwert zu berechnen und den fehlenden Wert zu ersetzen. Im weiteren Sinne werden als Imputationsverfahren alle Verfahren bezeichnet, die für die Ersetzung fehlender Werte herangezogen werden.

In diesem Falle also: 3.569.457 / 7.514 = 475,04.

64


EU-SILC 2004 - Methoden und Vergleiche

(B) Eine ähnliche Behandlung finden fehlende Angaben zu der Anzahl der Monate, für die eine Einkommenskomponente bezogen wurde. Zunächst wird versucht, die Angabe über die Monatsanzahl aus anderen Variablen des Datensatzes herzuleiten. Gelingt dies nicht, wird nach der Häufigkeit der vorhandenen Monatsangaben imputiert. Die Angabe der Anzahl der Monate, die eine Einkommenskomponente bezogen wurde, ist insbesondere für die Berechnung der jeweiligen Jahresbezüge von entscheidender Bedeutung.

Im Fragebogen von EU-SILC 2004 finden sich zahlreiche detaillierte Fragen zum Einkommen der Befragten. Dabei kommt es immer wieder zu „fehlenden Werten“; sei es, dass die Befragten die Antwort verweigern, sei es, dass es zu Fehlern während des Interviews kommt, oder sei es, dass bestimmte Werte aufgrund von Plausibilitätsprüfungen gelöscht werden müssen. Bei fehlenden Werten auch nur einer Variablen bei nur einem Haushaltsmitglied kann allerdings kein korrektes Haushaltseinkommen berechnet werden. Deshalb werden in EU-SILC 2004 fehlende Einkommenswerte imputiert, wobei nur Netto-Einkommenswerte imputiert werden. Fehlende Bruttowerte werden mittels NettoBrutto-Konversion berechnet.

(C) Beim Auftreten eines fehlenden Betrags einer Einkommenskomponente ist die Vorgehensweise ein wenig komplexer. Grundsätzlich haben die Befragten mehrere Möglichkeiten Angaben zur Höhe einer Einkommenskomponente zu machen: entweder der/die Befragte nennt sowohl den Brutto-Betrag als auch den Netto-Betrag der Einkommenskomponente, oder es wird die Angabe nur zu entweder dem Brutto- oder dem Nettobetrag gemacht, oder der/die Befragte gibt eine Einkommensstufe an.

Fehlende Werte in den Einkommensvariablen von EUSILC 2004 können auf drei verschiedene Arten entstehen. Entweder es fehlt die Angabe darüber, (A) ob die befragte Person eine bestimmte Einkommenskomponente bezogen hat oder nicht, oder (B) es fehlt die Angabe darüber, wie oft eine bestimmte Einkommenskomponente bezogen wurde, oder (C) es fehlt die Angabe darüber, wie hoch der Betrag einer bestimmten Einkommenskomponente ist (Grafik 30).

Zunächst wird – wenn sowohl Brutto- als auch NettoBeträge abgefragt werden – der Brutto-Betrag erfasst. Wird der Wert nicht angegeben, so kann der Wert später durch Netto-Brutto-Konversion ermittelt werden. Danach wird der Nettobetrag der Einkommenskomponente erfragt. Wird dieser nicht angegeben, so wird nach einer Einkommensstufe gefragt. Wird auch diese nicht angegeben, und wurde der Bruttobetrag angegeben, so wird der Nettobetrag mittel Brutto-Netto-Konversion ermittelt. Ist keine Bruttoangabe vorhanden, und wurde auch keine Stufenangabe zum Nettobetrag der Einkommenskomponente gemacht, so wird der Nettowert imputiert.

(A) Fehlt die Angabe darüber, ob eine bestimmte Einkommenskomponente bezogen wurde oder nicht, so wird von Seiten der Statistik Austria versucht diese Angabe aus anderen Variablen abzuleiten. Dabei wird insbesondere auf den Aktivitätenkalender zurückgegriffen. Kann die Information, dass eine Einkommenskomponente bezogen worden ist, nicht abgeleitet werden, wird davon ausgegangen, dass diese Einkommenskomponente nicht bezogen wurde.

Grafik 30: Grafische Darstellung des Umgangs mit fehlenden Einkommenskomponenten in EU-SILC Grafical depiction of treatment of missing income values in EU-SILC

(A)

Wurde die Einkommenskomponente bezogen?

Nächste Frage

k.A. Ja

Kalender etc.

Nein

Angabe (B)

Wieviele Monate?

Kalender k.A.

Monatswert

oder Imputation

k.A. (C)

Wieviel Brutto?

Bruttowert Angabe B/N-Konversion

(C2) N/B-Konversion (C1)

Angabe Wieviel Netto? k.A.

(C2)

Angabe

Stufenimputation

k.A.

Imputation

Stufe?

k.A. = Keine Angabe

(C3)

B/N = Brutto/Netto N/B = Netto/Brutto

65

Nettowert


EU-SILC 2004 - Methoden und Vergleiche

(C1) Die Möglichkeit der Auswahl einer Nettoeinkommensstufe – anstelle der Angabe eines konkreten Betrages – war in der Befragung vorgesehen worden, um die Befragten in ihrer Erinnerung der Einkommenshöhe zu unterstützen, oder, im Falle einer drohenden Verweigerung, zumindest die ungefähre Einkommenshöhe erfragen zu können. Gibt der bzw. die Befragte eine Einkommenskategorie an, so wird ein Zufallswert innerhalb der angegebenen Kategorie berechnet.

Kann auch vermittels dieser Methoden kein Wert ermittelt werden, so wird ein Schätzwert auf der Basis von linearen Regressionsmodellen berechnet. Für jede Einkommenskomponente wurden dabei mehrere Modelle spezifiziert, um sicherzustellen, dass auch beim Vorliegen von fehlenden Werten in den Prädiktorvariablen Schätzwerte berechnet werden können. Würde man den aus der linearen Regression ermittelten Schätzwert imputieren, würde sich die Varianz der Variablen reduzieren48. Um diesen Effekt möglichst gering zu halten, wurde den mittels linearer Regression ermittelten Werten ein stochastischer Störterm beigefügt, d.h. der ermittelte erwartete Wert wurde mit einem fiktiven Residuum addiert. Dieser Störterm entsprach in seiner Verteilung der Verteilung der geschätzten Residuen der erwarteten Werte. Dies führt dazu, dass die bei reinen, d.h. ohne Störterm durchgeführten Imputationen auf der Basis linearer Regression zu erwartende Reduktion der Varianz verringert werden konnte.

(C2) Ist bei Einkommensvariablen entweder der Bruttobetrag oder der Nettobetrag im Datensatz vorhanden, so wird der korrespondierende Wert durch die Brutto-Netto- bzw. die Netto-Brutto-Konversion errechnet. Diese Konversion erfolgt im Falle von unselbständigen Einkommen und Pensionseinkommen auf der Grundlage der Lohnsteuerdaten. Dabei wird aus den Lohnsteuerdaten pro Bruttobezugsstufe die Abgabenquote berechnet; aus diesen werden die Umrechnungsfaktoren für die Berechnung von Brutto auf Netto pro Bruttobezugsstufe gebildet. Für die Netto-Brutto-Konversion werden aus den Bruttobezugsstufen Nettobezugsstufen errechnet und hieraus werden wiederum die jeweiligen Abgabenquoten berechnet und als Umrechnungsfaktoren verwendet. Bei den Einkommen der Selbständigen erfolgt die Umrechnung von Brutto- auf Netto-Werte bzw. vice versa auf Basis der vorhandenen empirischen Werte des Datensatzes mittels linearer Regression. Beziehen Selbständige zusätzlich auch Einkommen aus unselbständiger Arbeit, so wird dieses in die Berechnung der linearen Regression einbezogen.

Die Prädiktorvariablen wurden nach ihrer inhaltlichen Plausibilität und nach ihrer Vorhersagekraft ausgewählt, d.h. technisch ausgedrückt, nach der Variation des R2 der Regressionsgleichung. Konnte für eine Variable kein angemessenes Regressionsmodell spezifiziert werden (etwa weil nur wenig Werte zur Verfügung stehen), so wurde ein Schätzwert auf der Basis des arithmetischen Mittels bzw. des Medians der vorhandenen Werte berechnet, welcher wiederum mit einem stochastischen Störterm addiert wurde.

(C3) Fehlt jedwede Angabe zur Höhe der bezogenen Einkommenskomponente, so wird zunächst versucht, die Höhe des Einkommens entweder aus anderen Variablen des Datensatzes oder aus gesetzlichen Regelungen zu ermitteln. Fehlt etwa die Angabe zur genauen Höhe des bezogenen Kinderbetreuungsgeldes, so kann diese Höhe aufgrund der gesetzlichen Vorgaben errechnet werden.

48

Nach der Logik der linearen Regression wird vermittels empirischer Werte eine Schätzfunktion berechnet; d.h. die Varianz der zu erklärenden Variablen wird zerlegt in einen Varianzanteil, der sich durch die unabhängigen Variablen erklären lässt (vermittels der Schätzfunktion), und einen Varianzanteil, der sich durch diese Variablen nicht erklären lässt (Residuen). Die resultierende Schätzfunktion erfasst nun also nicht mehr den nicht erklärbaren Varianzanteil, und also reduziert sich die Varianz durch die durch die Schätzfunktion berechneten Werte.

Tabelle 38

Imputationen ausgewählter Nettoeinkommen Imputation of selected net-income components

Anzahl Unselbständigen Einkommen Land-/forstwirtschaftlicher Betrieb Arbeitslosengeld Alterspension Krankengeld in % Unselbständigen Einkommen Land-/forstwirtschaftlicher Betrieb Arbeitslosengeld Alterspension Krankengeld

Betrag laut Befragung

Betrag aus Stufe

Brutto-NettoRechnung

Betrag imputiert

Plausibilisierung, sonstige Korrekturen

Insgesamt

3.363 97 417 1.201 66

0 39 14 108 13

190 3 0 16 3

999 155 61 193 33

335 0 1 0 0

4.887 294 493 1.518 115

68,8 33,0 84,6 79,1 57,4

0,0 13,3 2,8 7,1 11,3

3,9 1,0 0,0 1,1 2,6

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

66

20,4 52,7 12,4 12,7 28,7

6,9 0,0 0,2 0,0 0,0

100,0 100,0 100,0 100,0 100,0


EU-SILC 2004 - Methoden und Vergleiche

Tabelle 39

Die Verteilung der Variable unselbständiges Einkommen nach Ersetzungsart fehlender Werte Distribution income from employment by mode of imputation Unselbständiges Einkommen Betrag laut Befragung Anzahl in % Arithmetisches Mittel Median Minimum Maximum Standardabweichung

3.363 68,8 15.893 15.400 120 240.000 10.685

Brutto-NettoRechnung

Betrag imputiert

190 3,9 17.814 16.674 613 99.913 12.191

999 20,4 16.910 16.021 12 58.033 10.498

Plausibilisierung, sonstige Korrekturen 335 6,9 17.450 15.739 23 74.800 11.657

Insgesamt

4.887 100,0 16.282 15.420 12 240.000 10.793

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

zwischen den verschiedenen Einkommensarten stark variieren. Fehlen bei unselbständigen Einkommen rund 20% der Einkommensangaben vollständig und müssen imputiert werden, so sind es bei den selbständigen Einkommen aus land- und forstwirtschaftlichen Betrieben etwas mehr als 50%. Bei Arbeitslosen- bzw. Pensionsleistungen ist der Anteil der tatsächlich erhobenen Werte („Betrag laut Befragung“) am größten und der Anteil der zu schätzenden Werte am geringsten.

Am Beispiel einiger Variablen zeigt Tabelle 38 die Verteilung der verschiedenen Arten der Ersetzung fehlender Werte. Ersetzungen fehlender Werte durch Plausibilisierungen und sonstige Korrekturen bezeichnen vor allem Korrekturen von Eingabefehlern, Tippfehlern usw. Ausgewählt wurden die nach der Fallzahl größten Einkommenskomponenten der Einkommenskategorien unselbständiges und selbständiges Einkommen und Pensions-, Arbeitslosen- und Krankenleistungen. Dabei zeigt sich, dass diese Anteile der Arten der Ersetzung Tabelle 40

Imputationen der Einkommens-Zielvariablen Imputation of income target variables EinkommensbezieherInnen

Haushaltsebene Netto-Haushaltseinkommen ohne soziale Transfers, außer Alters- und Hinterblieb enenleistungen ohne soziale Transfers, ohne Alters- und Hinterbliebenenleistungen

Vollständige Information

Partiell fehlend

Vollständig fehlend

Anzahl

%

Anzahl

%

Anzahl

%

Anzahl

%

4.520

100

2.757

61

1.604

35

159

4

4.442

98

2.755

62

1.339

30

348

8

3.831

85

2.219

58

1.028

27

584

15

Vermietung und Verpachtung Familienleistungen Sozialhilfe Wohnbeihilfe/Mietzinsbeihilfe Regelmäßig erhaltene Inter-Haushalts-Transfers Zinsen, Dividenden, Kapitaleinkünfte Einkommen von unter 16-jährigen Regelmäßig geleistete Inter-Haushalts-Transfers

261 1.753 108 164 337 1.175 42 315

6 39 2 4 7 26 1 7

203 1.713 100 163 294 377 32 294

78 98 93 99 87 32 76 93

2 30 2 0 4 82 0 0

1 2 2 0 1 7 0 0

56 10 6 1 39 716 10 21

21 1 6 1 12 61 24 7

Personenebene Unselbständige Erwerbstätigkeit Beiträge zu privater Pensionsvorsorge Selbständige Erwerbstätigkeit Eigenverbrauch Privatpensionen Arbeitslosenleistungen Altersleistungen Hinterbliebenenleistungen Krankheitsleistungen Invaliditäts- und Unfallleistungen Bildungsleistungen

4.914 1.874 875 168 72 613 2.169 97 163 278 8

53 20 9 2 1 7 23 1 2 3 0

3.904 1.660 547 135 54 542 2.027 80 117 250 5

79 89 63 80 75 88 93 82 72 90 63

97 0 4 0 0 3 58 0 0 1 0

2 0 0 0 0 0 3 0 0 0 0

913 214 324 33 18 68 84 17 46 27 3

19 11 37 20 25 11 4 18 28 10 38

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

67


EU-SILC 2004 - Methoden und Vergleiche

des verwendeten CAPI-Programms konnte durch die Erfahrungen der Statistik Austria und IFES verbessert werden (insbes. Integration von Kontrollen).

Tabelle 39 zeigt nun anhand des Beispiels der unselbständigen Einkommen, wie sich die Verteilung der Variable durch die angewandten Verfahren der Ersetzung fehlender Werte verändert. Der Median und das arithmetische Mittel ist bei allen Arten der Ersetzung höher als die durch Befragung erfassten Werte. Dadurch erhöhen sich arithmetisches Mittel und Median auch in der Gesamt-Verteilung, allerdings nur um etwa 400 Euro (2,5%) beim arithmetischen Mittel und um 20 Euro (0,1%) beim Median.

Um eine regional möglichst gleichmäßige Ausschöpfung zu gewährleisten, sah die Ausschreibung neben einer bundesweiten Ausschöpfung von 60% auch eine Bezirksantwortquote von 50% vor. Diese Bestimmung führte insbesondere in der Schlussphase der Feldarbeit zu verstärkten Bemühungen des Instituts auch in „schwierigen“ Bezirken die Ausschöpfung noch zu erhöhen. Deutlich wird dies nicht zuletzt – wie weiter oben erwähnt - durch die erhöhte Anzahl kontaktierter Haushalte in den letzten drei Wochen der Feldarbeitszeit. Die regionale Ausschöpfungsquote wurde – mit der Ausnahme des Bezirks „Innere Stadt“ in Wien – erreicht.

Tabelle 40 gibt nun an, wie viele Haushalte bei den Einkommens-Zielvariablen im engeren Sinne imputiert werden mussten. Aufgrund der Tatsache, dass sich einige der Zielvariablen aus mehreren Einkommenskomponenten zusammensetzen, können die Zielvariablen auch partiell imputiert worden sein.

5.2.4. Sonstige qualitätssichernde Maßnahmen

Wie bereits im vorangegangenen Jahr wurden auch 2004 die Lieferung von Feldberichten alle zwei Wochen vereinbart. Mittels der Feldberichte konnte die regionale Ausschöpfung kontinuierlich kontrolliert und eventuellen Fehlentwicklungen gegengesteuert werden. Weiters wurden mit IFES Zwischendatenlieferungen vereinbart, sodass die Statistik Austria auch den Datenbestand laufend kontrollieren und IFES Rückmeldungen über Probleme geben konnte.

Nachdem das Erhebungsinstitut IFES bereits 2003 die Feldarbeit von EU-SILC durchführte, konnte auf die Erfahrung dieser Erhebung zurückgegriffen werden. Diese Erfahrung floss insbesondere in die Schulung der Interviewerinnen und Interviewer und die bereitgestellten Erläuterungen ein. Auch die Programmierung

5.3. Messfehler und Aufarbeitungsfehler Um datenschutzrechtlichen Bedenken der Befragten entgegenzukommen, wurde 2004 das Geburtsdatum und der volle Name des/der Befragten nicht in den Tablet-PC eingegeben, sondern gesondert auf ein Blatt Papier notiert.

Als Messfehler wird die Differenz zwischen dem Wert einer Variablen und dem wahren – aber unbekannten – Wert der Variablen bezeichnet. Es lassen sich in einer Erhebung vier Quellen für solche Messfehler identifizieren: (a) der Fragebogen (Effekte durch das Design, den Inhalt oder die Wortwahl) (b) die Datenerhebungsmethode (c) der Interviewer, die Interviewerin (Interviewereffekte: Effekte des Interviewers, der Interviewerin auf die zu Befragenden und auch Fehler des Interviewers, der Interviewerin) (d) der/die Befragte (Effekt der Respondenten und Respondentinnen auf die Interpretation der Fragen)

Wesentlichste Maßnahme zur Vermeidung von Interviewer- und Interviewerinneneffekten ist die Schulung des Interviewpersonals. Diese Schulungen sollen weitest möglich sicherstellen, dass alle Respondenten und Respondentinnen unter denselben Bedingungen hinsichtlich des Interviewer- und Interviewerinnenverhaltens interviewt werden. IFES organisierte 10 Gruppentrainings, die vor bzw. zu Beginn der Feldarbeitszeit abgehalten wurden. Nach dem Beginn der Feldarbeitszeit wurden noch Einzeltrainings im Bedarfsfall angeboten. Darüber hinaus stand den Interviewern und Interviewerinnen während der gesamten Feldarbeitszeit eine Hotline für dringende technische Probleme zur Verfügung. Insgesamt nahmen 142 Interviewer und Interviewerinnen an den Trainings teil.

Das Auftreten von Messfehlern (zumindest in sozialwissenschaftlichen Erhebungen) ist nahezu unvermeidbar. Zahlreiche Maßnahmen, die in der Erhebung zu EU-SILC 2004 getroffen wurden, helfen diese Fehler zu reduzieren. So floss in die Fragebogengestaltung bzw. die Fragegestaltung das Feedback der Interviewer und Interviewerinnen der Erhebung 2003 ebenso ein wie Erkenntnisse aus den Datenkontrollen, die Hinweise auf Missverständnisse bei einzelnen Fragen gaben. Darüber hinaus war es auf der Basis der Erfahrungen von EU-SILC 2003 möglich die integrierten Kontrollen des CAPI-Programms zu erweitern und zu verbessern.

Befragteneffekte wurden von IFES bzw. der Statistik Austria vorrangig bei der korrekten Bezeichnung öffentlicher Leistungen festgestellt. Befragte verwechselten beispielsweise die korrekten Bezeichnungen bei manchen Familien- oder Pensionsleistungen. Einige dieser Fehler wurden identifiziert und konnten mittels telefonischer Rückfragen korrigiert werden.

68


EU-SILC 2004 - Methoden und Vergleiche

EU-SILC wurde nunmehr nach der Erhebung 2003 bereits das zweite Mal in Österreich durchgeführt. Im Vergleich dieser beiden Erhebungen bzw. Datensätze zeigen sich insbesondere zwei Unterschiede: die Unterschiede im Stichprobendesign und Unterschiede in der Gewichtung.

Die Vereinbarung von zweiwöchigen Feldberichten und Zwischendatenlieferungen ermöglichte von Seiten der Statistik Austria die Kontrolle der Daten noch während der Feldarbeitszeit. Somit konnten eventuell auftretende Fehler an die Interviewerinnen und Interviewer rückgemeldet werden und das Feldinstitut konnte notwendig gewordene Rückrufe bei den Interviewten machen.

5.4. Vergleichbarkeit EU-SILC 2004 verwendete eine einfache Zufallsauswahl bei der Stichprobenziehung aus dem zentralen Melderegister, EU-SILC 2003 verwendete eine geklumpte Zufallsauswahl. Daraus ergeben sich Unterschiede hinsichtlich des Designeffekts und der Größe des Stichprobenfehlers.

an Einpersonenhaushalten steigt um etwa 130.000 Haushalte, wohingegen die Anzahl der größeren Haushalte nahezu gleich bleibt. Durch den Anstieg der Anzahl der Einpersonenhaushalte sinkt das durchschnittliche Äquivalenzgewicht pro Haushalt, das heißt die Haushaltseinkommen werden durch ein niedrigeres durchschnittliches Gewicht dividiert. Allein durch diesen Effekt der Gewichtung ist anzunehmen, dass die äquivalisierten Haushaltseinkommen 2004 höher als 2003 sind, selbst wenn die Einkommen der Haushalte gleich geblieben wären.

Unterschiede in der Gewichtung ergeben sich einerseits aus den unterschiedlichen Designgewichten und andererseits aus Unterschieden bei der Berechnung der Anpassungsgewichte. Obschon sowohl EU-SILC 2003 als auch EU-SILC 2004 an den Mikrozensus angepasst wurden, ergeben sich Unterschiede aus dem Umstand, dass die Haushaltsgröße nicht in die Gewichtung des Mikrozensus 2003 einging. Dies führte dazu, dass im Mikrozensus 2003 Einpersonenhaushalte untererfasst wurden. Da der Mikrozensus 2003 die Grundlage der Anpassungsgewichtung von EU-SILC 2003 war, findet sich auch im letzteren Datensatz eine Unterfassung von Einpersonenhaushalten. Außerdem wurde der Mikrozensus 2004 auf eine veränderte konzeptuelle Basis gestellt.

Tabelle 41

Haushaltsgrößen in EU-SILC 2003 und EU-SILC 2004 Household size in EU-SILC 2003 and EU-SILC 2004

Insgesamt 1 Haushaltsmitglied 2 Haushaltsmitglieder 3 Haushaltsmitglieder 4 und mehr Haushaltsmitglieder

Aus der Untererfassung von Einpersonenhaushalten im Mikrozensus 2003 ergibt sich eine höhere Anzahl an Einpersonenhaushalten („Singlehaushalten“) in EUSILC 2004 (siehe untenstehende Tabelle). Die Anzahl

EU-SILC 2003

EU-SILC 2004

Anzahl

%

Anzahl

%

3.281.323 1.032.723 972.618 541.854

100,0 31,5 29,6 16,5

3.420.868 1.166.829 972.901 567.487

100,0 34,1 28,4 16,6

734.128

22,4

713.651

20,9

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

5.5. Kohärenz EU-SILC 2003 ist insofern für einen solchen Vergleich prädestiniert als es sich im Grunde um ein und dieselbe Erhebung handelt. Auf Unterschiede wurde bereits im vorangegangenen Kapitel verwiesen. Der Vergleich mit diesem Datensatz ist allerdings nicht hinreichend, um EU-SILC 2004 zu validieren, denn Probleme, die aus der Konzeption der EU-SILC-Erhebungen resultieren, könnten so nicht aufgedeckt werden.

5.5.1. Grundlagen des Vergleichs Kohärenz meint die Validierung der Daten von EUSILC 2004 mit externen Datenquellen. Als Qualitätskriterium verweist Kohärenz auf die Vergleichbarkeit der Ergebnisse von EU-SILC mit den Ergebnissen anderer Erhebungen. Einkommensbezugsjahr von EU-SILC 2004 ist das Jahr 2003, d.h. Angaben zu Jahreseinkommen beziehen sich auf das der Erhebung vorangegangene Jahr.

Die Lohnsteuerstatistik erfasst die Einkommen von unselbständig Beschäftigten und Pensionistinnen und Pensionisten. Hier wird die Lohnsteuerstatistik für den Vergleich mit der bedeutendsten Einkommenskomponente auf Personenebene verwendet, für den Vergleich der Einkommen unselbständig Beschäftigter. Aus konzeptuellen Gründen ist der Vergleich mit Pensionsein-

Für einen Vergleich der Daten von EU-SILC 2004 eignen sich mehrere Datenquellen: EU-SILC 2003, die Daten der Lohnsteuerstatistik sowie Schätzungen auf der Basis der Sektorkonten aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) 2003.

69


EU-SILC 2004 - Methoden und Vergleiche

kommen schwieriger: die Lohnsteuerstatistik erfasst sämtliche Pensionseinkommen unabhängig von der Art der Pension und dem Alter der Bezieherinnen und Bezieher, in EU-SILC werden einige Leistungen, wie Pflegegeld, Unfallrente etc. nach dem Erreichen des Pensionsalters zu Pensionsleistungen, vor dem Pensionsalter werden diese Leistungen anderen Einkommenskategorien zu gewiesen.

Tabelle 42

Vergleich der Jahreshaushaltseinkommen EU-SILC 2003 und EU-SILC 2004 Comparison of annual household income in EU-SILC 2003 and EU-SILC 2004 Brutto-Haushaltseinkommen EU-SILC 2003

Werden die Sektorkonten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen auf private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszwecke eingeschränkt, können diese mit den Ergebnissen von EU-SILC 2004 verglichen werden. Der Schätzwert aus der VGR muss dabei angepasst werden. So muss der Schätzwert aus der VGR um den geschätzten Anteil der vorgenannten privaten Organisationen reduziert werden. Des Weiteren muss der Anteil des Einkommens von Personen, die nicht in privaten Haushalten leben, abgezogen werden. Außerdem werden noch Entnahmen und unterstellte Mieten abgezogen.

EU-SILC 2004

Netto-Haushaltseinkommen EU-SILC 2003

EU-SILC 2004

Anzahl der Haushalte 3.281.323 3.420.868 3.281.323 3.420.868 arithmethisches Mittel 39.742 41.340 28.709 30.211 Standardabweichung 33.773 31.820 20.088 20.358 .. haben weniger als ..... 10% 20% 25% 30% 40% 50% 60% 70% 75% 80% 90%

5.5.2. Vergleiche Das arithmetische Mittel des Brutto-Jahreshaushaltseinkommen in EU-SILC 2004 ist mit 41.340 Euro um etwa 4% höher als der Vergleichswert des Jahres 2003, das arithmetische Mittel des Netto-Haushaltseinkommen ist mit 30.211 Euro sogar um 5% höher als 2003. Vergleicht man die Verteilungen der beiden Brutto-Haushaltseinkommen so bemerkt man, dass die Unterschiede in der Mitte der Verteilung deutlicher ausgeprägt sind als an den Rändern. Bei den Verteilungen der Nettohaushaltseinkommen ist dies nicht festzustellen. Festzustellen ist außerdem die um fast 140.000 größere Anzahl an Haushalten in EU-SILC 2004, d.h. auch die Anzahl der Haushalte stieg um 4 %. Dies ist auf die gestiegene Anzahl an Einpersonenhaushalten zurückzuführen (siehe oben).

11.424 16.646 19.028 21.700 26.600 31.905 38.238 45.360 50.248 55.508 74.141

11.720 17.867 20.582 22.942 28.252 34.382 41.308 49.000 54.200 59.862 77.425

9.880 13.880 15.581 17.349 20.868 24.608 29.000 33.594 36.400 40.131 51.174

10.565 14.533 16.483 18.080 21.835 25.784 30.591 36.008 39.305 43.137 54.166

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2003 und 2004

in der Erfassung unselbständig Beschäftigter zurückzuführen. Zu nennen sind hierbei vier Unterschiede: (1) EU-SILC kann keine Personen erfassen, die zwischen dem Zeitpunkt der Steuererfassung und dem Zeitpunkt der Erhebung verstorben oder ins Ausland gezogen sind; (2) EU-SILC erfasst keine Personen, die nicht in Privathaushalten leben; (3) EU-SILC erfasst auf Personenebene das Einkommen von Personen unter 16 Jahre nicht; (4) Einige Pauschalzahlungen werden in der Lohnsteuerstatistik erfasst aber nicht in EU-SILC 2004. Vergleicht man die Einkommen aller unselbständig Beschäftigter, so zeigt sich eine relativ gute Erfassung der Einkommen in EU-SILC 2004. Allerdings ist die Verteilung der Einkommen in der Lohnsteuerstatistik etwas „ungleicher“ als in EU-SILC, die Einkommen unterhalb des Medians sind höher und die Einkommen über dem Median niedriger als die in der Lohnsteuerstatistik erfassten Einkommen. Dieser Unterschied lässt sich einerseits durch die schlechtere Erfassung von sehr niedrigen und sehr hohen Einkommen in sozialstatistischen Erhebungen erklären, andererseits wird der Unterschied durch eine weitere Differenzierung nach Beschäftigungsstatus verständlich.

Die Armutsgefährdungsschwelle (vgl. Kapitel 2) stieg um 8% von 2002 (EU-SILC 2003) auf 2003 (EU-SILC 2004). Diese wird auf der Basis des Medians der äquivalisierten Einkommen berechnet. Die äquivalisierten Einkommen steigen mehr als die nicht-äquivalisierten durchschnittlichen Einkommen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das durchschnittliche Äquivalenzgewicht aufgrund der gewichteten Zunahme der Einpersonenhaushalte sinkt und somit 2004 die Einkommen durch ein geringeres Gewicht dividiert werden und somit steigen49. Der gleiche Effekt ist auch bei der Summe der Einkommen zu beobachten, denn 2004 werden die Einkommen von (gewichtet) 140.000 Haushalte mehr aufsummiert.

Betrachtet man die Beschäftigtenzahlen nach Beschäftigungsstatus, so bemerkt man, dass Arbeiterinnen und Arbeiter untererfasst und Beamtinnen und

Der Vergleich der Einkommen unselbständig Beschäftigter in EU-SILC 2004 und der Lohnsteuerstatistik findet sich in Tabelle 43. In der Lohnsteuerstatistik finden sich etwa um 200.000 unselbständig Beschäftigte mehr als in EU-SILC 2004. Dies ist auf Unterschiede

49

Die Summe der Äquivalenzgewichte steigt von 2002 auf 2003 um etwa 2% (durch die Erhöhung der Anzahl der Einpersonenhaushalte), der Durchschnitt der Äquivalenzgewichte pro Haushalte sinkt aber um etwa 1,9%.

70


EU-SILC 2004 - Methoden und Vergleiche

Tabelle 43

Vergleich der Brutto-Jahreseinkommen unselbständig Beschäftigter EU-SILC 2004 und Lohnsteuerstatistik 2003 Comparison of gross annual income of employees in EU-SILC 2004 and wage tax statistics 2003 Lohnsteuerstatistik 2003 Unselbständig Beschäftigte Gesamt Personen Arithm. Mittel

Männer

Frauen

ArbeiterInnen Gesamt

Männer

Angestellte Frauen

Gesamt

Männer

BeamtInnen Frauen

3.571.768 1.937.083 1.634.685 1.457.577 940.635 516.942 1.840.592 827.182 1.013.410 24.772

.. haben weniger als ..... 10 % 2.591 20 % 7.568 25 % 10.292 30 % 12.822 40 % 17.577 50 % 21.709 60 % 25.535 70 % 29.803 75 % 32.465 80 % 35.842 90 % 47.299

Gesamt

Männer

Frauen

273.599 169.266 104.333

30.278

18.247

16.581

19.931

10.485

28.885

39.329

20.360

40.741

43.552

36.180

3.902 12.146 16.157 19.229 23.207 26.507 30.086 34.702 37.801 41.865 55.495

1.910 4.979 7.122 9.073 12.527 15.792 19.267 23.020 25.342 28.054 36.517

1.513 4.290 6.323 8.355 12.506 16.366 19.858 23.058 24.752 26.589 31.540

2.277 7.418 10.491 13.497 18.122 21.227 23.790 26.413 27.852 29.492 34.175

983 2.367 3.357 4.262 6.989 9.501 12.176 14.798 16.089 17.506 21.046

3.817 9.964 12.600 15.215 20.176 24.302 28.456 33.561 36.953 41.352 55.747

5.876 18.583 22.250 24.719 28.848 33.144 38.379 45.228 49.384 54.614 71.237

2.993 7.481 9.758 11.587 15.055 18.536 21.815 25.419 27.492 29.926 37.800

23.185 27.414 29.286 31.014 34.350 37.756 41.434 45.523 47.935 51.011 62.021

25.028 28.952 30.809 32.511 35.903 39.393 43.338 47.971 50.840 54.639 67.753

18.823 24.896 26.876 28.707 31.934 35.153 38.739 42.409 44.253 46.330 53.355

EU-SILC 2004 Unselbständig Beschäftigte Gesamt Personen Arithm. Mittel

Männer

Frauen

ArbeiterInnen Gesamt

Männer

Angestellte Frauen

Gesamt

Männer

3.370.812 1.843.869 1.526.941 1.225.424 810.285 415.139 1.828.805 835.741 23.890

.. haben weniger als ..... 10 % 5.800 20 % 10.864 25 % 13.020 30 % 15.000 40 % 18.472 50 % 21.700 60 % 24.920 70 % 28.000 75 % 30.800 80 % 33.600 90 % 42.567

BeamtInnen Frauen 993.064

Gesamt

Männer

Frauen

316.581 197.843 118.738

28.641

18.153

20.114

23.603

13.302

24.966

31.853

19.170

32.292

35.705

26.605

9.800 16.800 18.700 20.400 23.000 25.723 28.200 32.200 35.000 37.800 50.000

3.870 7.300 9.000 10.500 13.550 16.200 18.982 22.400 24.000 26.199 33.600

6.000 10.309 12.377 14.000 17.000 20.000 22.400 25.000 26.154 28.000 33.600

10.467 16.000 17.563 19.000 21.305 23.100 25.200 27.892 28.500 30.800 35.807

3.160 6.000 7.000 8.200 10.400 12.702 14.405 16.800 18.200 19.110 23.375

5.100 10.439 12.600 14.500 18.369 21.708 25.200 29.400 32.200 35.200 47.172

7.956 16.000 18.900 21.000 24.336 28.000 32.200 37.040 41.500 45.060 56.000

4.186 8.000 9.800 11.760 14.440 17.500 20.500 23.732 25.200 28.000 34.499

10.874 19.199 22.000 23.800 27.638 30.500 33.600 37.800 40.000 42.750 56.000

17.600 22.970 25.000 27.000 28.322 31.700 35.316 41.400 43.274 50.000 60.000

6.000 11.300 15.862 18.746 23.259 27.256 32.000 34.524 35.100 38.000 42.750

Abweichung von mehr als +10% Abweichung zw. +5 und +10%

Abweichung von mehr als -10% Abweichung zw. -5 und -10%

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004, Lohnsteuerstatistik 2003

Beschäftigungen – insbesondere kurzfristige – werden aber von den Respondentinnen und Respondenten in der Befragung nicht immer erinnert. Die Überschätzung der Einkommen in den unteren Dezilen spricht für eben jene Untererfassung von gering entlohnten und/oder temporären Beschäftigungsformen.

Beamte in EU-SILC 2004 übererfasst sind. Ein möglicher Grund für die Übererfassung der Beschäftigten mit „Beamtenstatus“ ist, dass sich Vertragsbedienstete in der Erhebung irrtümlicher- oder fälschlicherweise als Beamtinnen bzw. Beamte klassifizieren. Für diese Vermutung spricht auch das geringere Einkommen der Beamtinnen und Beamten in EU-SILC.

Tabelle 44 zeigt den Vergleich der Brutto-Haushaltseinkommen und des verfügbaren Einkommens in EUSILC 2004 und den Sektorkonten der VGR 2003. Als VGR-Ausgangswert für das Netto-Haushaltseinkom-

Die Erklärung der anderen Unterschiede im Einkommen zwischen der Lohnsteuerstatistik und EU-SILC 2004 ist schwieriger. Neben den oben erwähnten konzeptuellen Unterschieden gilt es dabei zu beachten, dass sämtliche Beschäftigungsverhältnisse in der Lohnsteuerstatistik erfasst werden, d.h. auch nur kurzfristige und gering entlohnte Beschäftigungen50. Diese

50

Allerdings kommt es hier vermutlich aufgrund von ‚Scheinanmeldungen’ und fehlender/fehlerhafter Personenzusammenführung der Lohnzettel auch zu einer gewissen Überschätzung der tatsächlich Beschäftigten.

71


EU-SILC 2004 - Methoden und Vergleiche

Tabelle 44

Vergleich Haushaltseinkommen und verfügbares Einkommen EU-SILC 2004 und VGR 2003 Comparison of household income and disposable income in EU-SILC 2004 und National accounts 2003 Brutto-Haushaltseinkommen Gesamt VGR-Ausgangswert aus der Sektorrechnung Abzug private Organisaationen ohne Erwerbszweck Abzug der Bevölkerung außerhalb von Privathaushalten Abzug von Entnahmen Abzug von fiktiven Mieten VGR-Schätzwert EU-SILC Schätzwert Differenz zw. VGR und EU-SILC

181.555 4.000 3.107 1.800 5.500 167.148 141.419 15,4%

Ohne Vermögenseinkommen 163.935 4.000 2.799 1.800 5.500 149.836 140.970 5,9%

Verfügbares Einkommen

139.739 4.000 2.375 1.800 5.500 126.064 103.348 18,0%

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004, VGR 2003

men wurde das verfügbare Einkommen des Sektors ‚Private Haushalte und Organisationen ohne Erwerbszweck’ herangezogen, als Vergleichswert für das Brutto-Haushaltseinkommen der Saldo der Primäreinkommen bereinigt um die tatsächlichen und unterstellten Sozialbeträge der Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen und zuzüglich der monetären Sozialleistungen.

Haushaltseinkommen um Vermögenseinkommen korrigiert wird. Die Differenz beträgt dann nur mehr 5,9%. Dies erklärt sich aus der zu erwartenden Untererfassung von Vermögenseinkommen in sozialstatistischen Erhebungen. Mögliche Erklärungen für die Abweichungen sind Fehler in EU-SILC 2004 (Erfassungsfehler, Fehler in der Hochrechnung), Fehler in der VGR sowie Fehler in der Umrechnung der VGR-Aggregate auf das Einkommenskonzept von EU-SILC.

Das gesamte Brutto-Haushaltseinkommen wird in EUSILC 2004 um 15,4% unterschätzt, das verfügbare Einkommen um 18,0%. Die Untererfassung der Einkommen in EU-SILC verringert sich, wenn das Brutto-

72


EU-SILC 2004 - Publikationen und Berichte

Publikationen und Berichte zu EU-SILC Bauer, M./Lamei, N. (2005). EU-SILC – die neue Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen. In: Statistische Nachrichten 3/2005. Wien. 224-231. Lamei, N./Till-Tentschert, U. (2005). Messung von Armutsgefährdung und Deprivation. In: Statistische Nachrichten 4/2005. Wien. 349-359. Statistik Austria (2005). Einkommen, Armut und Lebensbedingungen. Ergebnisse aus EU-SILC 2003 in Österreich. Wien. Statistik Austria (2005). Standard-Dokumentation Metainformationen (Definitionen, Erläuterungen. Methoden, Qualität) zu EU-SILC. Abrufbar unter: http://www.statistik.at/standarddokumentation/006415.pdf#pagemode=bookmarks (Dez. 2005). Till-Tentschert, U./Lamei, N./Bauer, M. (2005). Armut und Armutsgefährdung in Österreich 2003. In: Bericht über die soziale Lage 2003-2004. Wien: BMSG. 207-232.

73


EU-SILC 2004 - Publikationen und Berichte

74


L A E K E N - I N D I K AT O R E N


EU-SILC 2004 - Laeken-Indikatoren

Laeken-Indikatoren Im März 2000 hat der Europäische Rat von Lissabon festgestellt, dass das Ausmaß von Armut und sozialer Ausgrenzung nicht hingenommen werden kann und dass Schritte unternommen werden müssen, um bis 2010 die Beseitigung von Armut entscheidend voranzubringen. Um den Fortschritt der Staaten hinsichtlich der Beseitigung von Armut vergleichend messbar zu machen, wurden vom Europäischen Rat von Laeken im Dezember 2001 ein Set an Indikatoren beschlossen. Die Indikatoren zu Einkommensverteilung und Armutsgefährdung beruhen auf EU-SILC.

entweder mangels Berechnungsvorgaben von Eurostat oder mangels Längsschnittdaten noch nicht berechnet werden können, sind in der Liste ohne Wert angeführt. Zusätzlich zu den Werten für 2004 sind für jeden Indikator von Eurostat zur Verfügung gestellte Kennziffern der Schwankungsbreite angegeben: der Standardfehler sowie ein Konfidenzintervall bei 95%iger Sicherheit (=Irrtumswahrscheinlichkeit von 5%). Eine von Eurostat erstellte Dokumentation dieser Varianzschätzungen findet sich im Anschluss in englischer Sprache.

In der folgenden Tabelle werden die mit EU-SILC für Österreich berechneten Laeken-Indikatoren für die Jahre 2003 und 2004 dargestellt51. Indikatoren, die

51

Die Indikatoren 6 bis 11 werden nicht auf Basis von EU-SILC berechnet und sind daher nicht angeführt.

Schwankungsbreite 2004 LAEKEN-INDIKATOREN

2003

2004

Standardfehler

95% Konfidenzintervall untere Grenze

obere Grenze

Primäre Indikatoren 1

1a

Armutsgefährdungsquote nach Sozialtransfers, in % nach Alter und Geschlecht Männer gesamt Frauen gesamt Gesamt 0-15 Jahre Gesamt 16-24 Jahre Gesamt 25-49 Jahre Gesamt 50-64 Jahre Gesamt 65+ Jahre Gesamt 16+ Jahre Gesamt 16-64 Jahre Gesamt 0-64 Jahre Männer 16-24 Jahre Männer 25-49 Jahre Männer 50-64 Jahre Männer 65+ Jahre Männer 16+ Jahre Männer 16-64 Jahre Männer 0-64 Jahre Frauen 16-24 Jahre Frauen 25-49 Jahre Frauen 50-64 Jahre Frauen 65+ Jahre Frauen 16+ Jahre Frauen 16-64 Jahre Frauen 0-64 Jahre nach Haushaltstyp Single < 65 Jahre Single 65+ Jahre Single männlich Single weiblich Single gesamt 2 Erwachsene, keine Kinder, beide < 65 2 Erwachsene, keine Kinder, zumindest eine Person 65+ Andere Haushalte ohne Kinder Alleinerziehend, zumindest ein Kind 2 Erwachsene, 1 Kind 2 Erwachsene, 2 Kinder 2 Erwachsene, 3+ Kinder

77

13,2

12,8

0,59

11,6

14,0

12,3 14,0 15,6 11,3 11,5 12,2 16,4 12,5 11,6 12,5 9,6 11,1 11,1 12,8 11,1 10,8 12,1 13,0 11,8 13,2 18,8 13,8 12,4 12,9

11,3 14,2 15,0 12,8 11,2 10,3 17,1 12,3 11,2 12,0 11,1 10,7 9,2 12,8 10,8 10,4 11,1 14,6 11,7 11,4 20,0 13,7 12,1 13,0

0,64 0,66 1,31 1,25 0,67 0,88 1,16 0,52 0,56 0,65 1,54 0,76 0,98 1,42 0,57 0,61 0,69 1,65 0,75 1,1 1,32 0,59 0,64 0,74

10,0 12,9 12,4 10,4 9,9 8,6 14,8 11,3 10,1 10,7 8,1 9,2 7,3 10,0 9,7 9,2 9,7 11,4 10,2 9,2 17,4 12,5 10,8 11,5

12,6 15,5 17,6 15,3 12,5 12,0 19,4 13,3 12,3 13,3 14,1 12,2 11,1 15,6 11,9 11,6 12,5 17,8 13,2 13,6 22,6 14,9 13,4 14,5

20,5 24,7 17,9 25,2 22,8 10,6 12,5 6,7 31,0 9,0 12,9 19,6

20,1 22,7 15,6 24,7 21,1 11,0 14,3 4,8 25,1 10,4 9,2 22,4

1,2 1,7 1,3 1,4 1,0 1,2 1,8 1,1 4,2 1,6 1,5 4,0

17,7 19,4 13,0 21,9 19,1 8,6 10,8 2,7 16,8 7,2 6,2 14,7

22,5 26,0 18,2 27,5 23,1 13,4 17,8 6,9 33,4 13,6 12,2 30,1


EU-SILC 2004 - Laeken-Indikatoren

Schwankungsbreite 2004 LAEKEN-INDIKATOREN

1b

1c

1d

2

3

2003

2004

untere Grenze

obere Grenze

andere Haushalte mit Kindern Haushalte ohne Kinder Haushalte mit Kindern

9,1 13,1 13,3

10,1 12,9 12,7

2,3 0,6 1,0

5,6 11,7 10,7

14,6 14,1 14,7

nach Erwerbsintensität (w) des Haushalts Haushalte ohne Kinder, w = 0 Haushalte ohne Kinder, 0 < w < 1 Haushalte ohne Kinder, w = 1 Haushalte mit Kindern, w = 0 Haushalte mit Kindern, 0 < w < 0.5 Haushalte mit Kindern, 0.5 <= w < 1 Haushalte mit Kindern, w = 1

23,5 10,2 5,1 48,6 32,7 15,3 6,4

19,7 10,3 6,2 38,9 43,9 12,7 5,7

1,9 1,2 0,7 8,0 6,8 1,6 1,0

16,1 8,0 4,7 23,1 30,7 9,5 3,7

23,3 12,6 7,7 54,7 57,1 15,9 7,7

nach häufigstem Erwerbsstatus und Geschlecht beschäftigt arbeitslos in Pension andere Inaktive Männer beschäftigt Männer arbeitslos Männer in Pension Männer andere Inaktive Frauen beschäftigt Frauen arbeitslos Frauen in Pension Frauen andere Inaktive

7,5 33,6 14,0 22,2 8,1 35,6 12,4 20,0 6,7 31,0 15,2 23,2

7,3 31,0 13,7 21,3 7,6 35,4 10,9 21,2 6,9 26,0 16,1 21,3

0,5 3,1 0,9 1,4 0,5 4,0 1,1 2,8 0,6 4,1 1,1 1,5

6,4 25,0 12,0 18,6 6,5 27,6 8,8 15,7 5,7 18,0 13,9 18,4

8,2 37,0 15,4 24,0 8,7 43,2 13,0 26,7 8,1 34,0 18,3 24,2

nach Rechtsverhältnis an der Wohnung Eigentümer oder mietfrei Mieter

11,4 16,7

10,1 17,7

0,7 1,2

8,8 15,4

11,4 20,0

9.425 19.792

10.182 21.382

87 182

10.011 21.025

10.352 21.738

Ungleichheit der Einkommensverteilung, Anteilsverhältnis der Einkommensquintile S80/S20 4,01 3,77

0,1

3,6

3,9

1,4 1,6 1,4 2,2 1,6 1,8 1,3 1,8 5,5 1,8 1,7 1,6 1,3

17,3 15,4 17,7 13,5 17,2 17,1 18,0 14,7 15,3 15,8 19,1 17,3 19,2

22,7 21,8 23,1 22,1 23,6 24,1 23,2 21,7 36,9 22,6 25,9 23,5 24,1

0,3 0,5 0,7

3,2 6,4 18,5

4,4 8,2 21,1

Armutsgefährdungsschwelle (illustrative Werte), in Euro Single 2 Erwachsene, 2 Kinder

4

Quote der dauerhaften Armutsgefährdung (60%-Median) Dieser Indikator wird erstmals 2007 berechnet.

5

Relativer Medianwert der Armutsgefährdungslücke nach Alter und Geschlecht, in % Gesamt 19,5 20,0 Männer gesamt 20,7 18,6 Frauen gesamt 18,9 20,4 Gesamt 0-15 Jahre 17,7 17,8 Gesamt 16-64 Jahre 21,0 20,4 Gesamt 65+ Jahre 17,4 20,6 Gesamt 16+ Jahre 20,1 20,6 Männer 16-64 Jahre 21,7 18,2 Männer 65+ Jahre 19,7 26,1 Männer 16+ Jahre 21,4 19,2 Frauen 16-64 Jahre 20,4 22,5 Frauen 65+ Jahre 16,5 20,4 Frauen 16+ Jahre 19,1 21,6

12

95% Konfidenzintervall Standardfehler

Eigene Gesundheitswahrnehmung nach Einkommensniveau nach Geschlecht und Alter derzeit weder für 2003 noch für 2004 verfügbar

Sekundäre Indikatoren 13

14

Streuung um die Armutsgefährdungsschwelle, in % 40% des Medians 50% des Medians 70% des Medians

3,8 7,4 20,4

3,8 7,3 19,8

Armutsgefährdungsquote bei zeitlicher Verankerung der Armutsgefährdungsschwelle Dieser Indikator wird ab 2006 berechnet.

78


EU-SILC 2004 - Laeken-Indikatoren

Schwankungsbreite 2004 LAEKEN-INDIKATOREN

15

16

2003

2004

95% Konfidenzintervall Standardfehler

untere Grenze

obere Grenze

Armutsgefährdungsquote vor Sozialtransfers nach Alter und Geschlecht, in % Alters- und Hinterbliebenenleistungen zählen nicht als Sozialtransfers Gesamt 24,4 Männer gesamt 23,2 Frauen gesamt 25,6 Gesamt 0-15 Jahre 34,9 Gesamt 16-64 Jahre 22,5 Gesamt 65+ Jahre 19,4 Gesamt 16+ Jahre 21,9 Männer 16-64 Jahre 21,4 Männer 65+ Jahre 14,4 Männer 16+ Jahre 20,4 Frauen 16-64 Jahre 23,6 Frauen 65+ Jahre 22,5 Frauen 16+ Jahre 23,3

25,2 23,8 26,5 37,3 23,2 19,4 22,5 22,1 14,6 21,0 24,2 22,6 23,9

0,7 0,8 0,8 1,6 0,7 1,2 0,6 0,8 1,5 0,7 0,8 1,4 0,7

23,9 22,3 25,0 34,2 21,9 17,0 21,3 20,6 11,7 19,7 22,7 19,9 22,6

26,5 25,3 28,0 40,4 24,5 21,8 23,7 23,6 17,5 22,3 25,7 25,3 25,2

Alters- und Hinterbliebenenleistungen zählen als Sozialtransfers Gesamt Männer gesamt Frauen gesamt Gesamt 0-15 Jahre Gesamt 16-64 Jahre Gesamt 65+ Jahre Gesamt 16+ Jahre Männer 16-64 Jahre Männer 65+ Jahre Männer 16+ Jahre Frauen 16-64 Jahre Frauen 65+ Jahre Frauen 16+ Jahre

42,5 38,9 45,9 38,4 33,3 87,3 43,4 30,3 87,4 39,1 36,2 87,3 47,4

41,9 38,3 45,3 39,7 32,9 85,8 42,4 30,0 85,5 38,2 35,9 86,0 46,2

0,7 0,8 0,8 1,6 0,7 1,0 0,6 0,8 1,4 0,7 0,8 1,1 0,7

40,5 36,8 43,8 36,6 31,5 83,8 41,1 28,4 82,7 36,8 34,3 83,8 44,8

43,3 39,8 46,8 42,8 34,3 87,8 43,7 31,6 88,3 39,6 37,5 88,2 47,6

27,19

25,77

0,4

24,9

26,6

Ungleichheit der Einkommensverteilung, Gini-Koeffizient Gini-Koeffizient

17

Quote der dauerhaften Armutsgefährdung (50%-Median) Dieser Indikator wird erstmals 2007 berechnet.

18

Armutsgefährdung von Erwerbspersonen derzeit weder für 2003 noch für 2004 verfügbar

Quelle: Statistik Austria, Eurostat, EU-SILC 2004 und EU-SILC 2003

79


EU-SILC 2004 - Laeken-Indikatoren

Variance estimation methodology52 Overview of the methodology A two steps’ procedure: Step 1: Linearization of the complex poverty indicators using Deville’s linearization method [1]. The principle is to derive from a poverty non-linear indicator a new variable, called a linearized variable, in such a way that the linear indicator based on that variable has the same asymptotic variance. The interest is to turn the initial problem into a much easier one, i.e. variance estimation for linear indicators. Step 2: Computation of a variance estimate for the linearized indicators using analytical variance estimation formulas. Because all the members of a sampled household have the same weight, it is better to work at household level, by summing the linearized variable over all the household members.

Description of the variance estimation formulas Some preliminary notations: − U: household target population, of size N (known value) − s1: sample of selected households, of size n (drawn by simple random sampling) − s2: sample of respondent households, of size r − y: household target variable (linearized variable aggregated over the household members) − πi: the inclusion probability of household i − πij: the double inclusion probability of i and j − pi: the estimated response probability of household i yi − pij: the estimated double response probability of i and j

Y=∑

We seek a variance estimate for the following linear estimator:

i∈s 2

πi ⋅ p i

Household non-response is viewed as an additional Poisson sampling phase. So, we have pij=pi×pj for all distinct i and j. Then, the variance can be written as a sum of two terms:

⎛ ⎞ ⎛ ⎞ ˆ = V⎜ ∑ y i ⎟ = V E ⎜ ∑ y i ⎟ + E V ⎛⎜ ∑ y i ⎞⎟ VY 1 1 2 1⎜ 2 1⎜ ⎜ i∈s π ⋅ p ⎟ ⎟ ⎟ ⎝ 2 i i⎠ ⎝ i∈s 2 πi ⋅ p i ⎠ ⎝ i∈s 2 πi ⋅ p i ⎠

()

Where: V1 (resp. E1) is the variance (resp. the expectation) with respect to the first sampling phase V2|1 (resp. E2|1) is the variance (resp. the expectation) with respect to the second sampling phase and conditionally to the first one Then, we have: 2 2 ⎛ ⎞ ˆ = V ⎜ ∑ y i ⎟ + E ⎡⎢∑ y i ⋅ p (1 − p )⎤⎥ = N 2 ⋅ 1 − f ⋅ S2 + ∑ y i ⋅ 1 − p i ⋅ π VY 1⎜ 1 i i i 2 2 2 ⎟ n pi i∈U π i ⎝ i∈s1 πi ⎠ ⎣ i∈s1 πi ⋅ p i ⎦

()

Where: f = n/N = sampling fraction S2 is the dispersion of y on the household population U

52

erstellt von Eurostat im Dezember 2005.

80


EU-SILC 2004 - Laeken-Indikatoren

()

2 ˆ Y ˆ = N 2 ⋅ 1 − f ⋅ Sˆ2 + ∑ y i ⋅ 1 − p i V 2 n p i2 i∈s 2 π i

This variance is estimated by:

The main difficulty consists in estimating the dispersion S2:

1 ⎛1 ⎞ S ≈ ∑ y i2 − ⎜ ∑ y i ⎟ N i∈U ⎝ N i∈U ⎠

2

2

=

⎛ 1 1 y i2 − ⎜⎜ 2 ∑ N i∈U ⎝N

∑y

2 i

+

i∈U

1 ⎞ 1 ⎛1 = ⎜ − 2 ⎟ ⋅ ∑ y i2 − 2 N ⎝ N N ⎠ i∈U

1 N2

∑ ∑ y ⋅ y ⎟⎟ i

j

i∈U j∈U , j≠ i

∑ ∑y ⋅y i

j

i∈U j∈U , j≠ i

1 ⎞ y2 1 ⎛1 Sˆ2 = ⎜ − 2 ⎟ ⋅ ∑ i − 2 ⎝ N N ⎠ i∈s 2 πi ⋅ p i N

∑ ∑

i∈s 2 j∈s 2 , j≠ i

1 ⎛1 1 ⎞ y i2 1 1 = ⋅ ⎜ − 2 ⎟ ⋅ ∑ − (2 ) ⋅ 2 N π ⎝ N N ⎠ i∈s 2 p i π

yi ⋅ y j πij ⋅ p ij

∑ ∑

i∈s 2 j∈s 2 , j≠ i

yi ⋅ y j pi ⋅ p j

⎛ yi ⋅ y j y2 ⎞ ⋅ ⎜ ∑∑ −∑ i2 ⎟ ⎜ i∈s j∈s p ⋅ p i∈s p ⎟ i ⎠ 2 ⎝ 2 2 i j 2 1 ⎛1 1 ⎞ y i2 1 1 ⎡⎛ y i ⎞ y2 ⎤ = ⋅ ⎜ − 2 ⎟ ⋅ ∑ − (2 ) ⋅ 2 ⋅ ⎢⎜⎜ ∑ ⎟⎟ − ∑ i2 ⎥ N ⎢⎝ i∈s 2 p i ⎠ i∈s 2 p i ⎥ π ⎝ N N ⎠ i∈s 2 p i π ⎣ ⎦

=

1 ⎛1 1 ⎞ y2 1 1 ⋅ ⎜ − 2 ⎟ ⋅ ∑ i − (2 ) ⋅ 2 N π ⎝ N N ⎠ i∈s 2 p i π

Where: π = n/N = πi for all i π(2) = n(n-1)/N(N-1) = πij for all distinct i and j Computation of the estimated deff Design Effect (Deff) is defined as:

Deff =

with:

() ()

ˆ Y ˆ V ˆ ˆ V SRS Y

2 ⎡ ˆ ˆ = 1 ⋅ ⎛⎜1 − r − 1 ⎞⎟ ⋅ ⎢ N ⋅ ∑ y k − ⎛⎜ ∑ y k V Y SRS r ⎝ N − 1 ⎠ ⎢ k∈s 2 π k ⋅ p k ⎜⎝ k∈s 2 π k ⋅ p k ⎣

()

⎞ ⎟ ⎟ ⎠

2

⎤ ⎥ ⎥ ⎦

(see [2] )

Because we got values not significantly different from 1, we choose to assign 1 as deff’s value to all the indicators. Calibration To take the improvements due to calibration into account, we used the following result, due to Deville and Sarndall [3]: Linear estimators based on calibrated weights are asymptotically equivalent to the regression estimator based on the calibration variables.

81


EU-SILC 2004 - Laeken-Indikatoren

In practice, we computed the residuals of the target variables from the regression on the calibration ones and substituted them for the target variables. Therefore, all the computations described above are in fact made on the residuals of the (aggregated) linearized variables and not on the linearized variables themselves. References [1] Deville J.C (1999). Variance estimation for complex statistics and estimators: linearization and residual techniques. Survey Methodology, vol. 25 no. 02. [2] Poulpe user guide. INSEEâ&#x20AC;&#x2122;s internal document. [3] Deville J. C. and Sarndall K. E. (1992). Calibration estimators in survey sampling. Journal of the American Statistical Association 87, 376â&#x20AC;&#x201D;382.

82


TA B E L L E N


EU-SILC 2004 - Methodische Erläuterungen und Definitionen

Methodische Erläuterungen Quelle: Sämtliche Auswertungen basieren auf der Erhebung EU-SILC – Statistics on Income and Living Conditions für das Erhebungsjahr 2004. Vergleichswerte für 2003 stammen aus EU-SILC 2003. Andere Quellen sind angeführt. Zeitlicher Bezug: Angaben zum Jahreseinkommen und damit zur Armutsgefährdung beziehen sich auf das Jahr 2003. Ebenso Angaben, die den „Haupttätigkeitenkalender“ (Nennung der Haupttätigkeit je Kalendermonat im Jahr 2003) zur Grundlage haben, wie die Erwerbsintensität und Kurz-/Langzeitarbeitslosigkeit. Hingegen beziehen sich Informationen über Haushaltszusammensetzung, aktuelle Erwerbstätigkeit, aktuelles Monatseinkommen Unselbständiger, Ausstattung mit Konsumgütern usw. auf den Erhebungszeitpunkt, also das Jahr 2004. Tabellen: In allen Tabellen mit Ausnahme derer, in denen Euro-Beträge ausgewiesen sind (Tab. 1.1, 1.2, 1.6, 11.1, 11.2), werden Personen dargestellt. Bei Haushaltsmerkmalen werden immer Personen in Haushalten ausgewiesen. Die Darstellung in der Tabelle zu Kinderbetreuung (Kapitel 8) bezieht sich auf Kinder bis 12 Jahre. Klammerung: Zahlen in Klammern beruhen auf geringen Fallzahlen: Sind in der Randverteilung weniger als 50 und in der Zelle weniger als 20 Fälle vorhanden, wird geklammert. Zahlen, die auf Randverteilungen <20 beruhen, werden nicht ausgewiesen. Bei Dezils-/Quartilsauswertungen wird folgendermaßen geklammert: Wenn weniger als 500 Personen vorhanden sind, dann werden unterstes und oberstes Dezil (10%, 90%) geklammert, wenn weniger als 200 Personen vorhanden sind, werden auch erstes und drittes Quartil (25%, 75%) geklammert. Bundesländerergebnisse: Erstmals werden für EU-SILC Ergebnisse nach Bundesländern ausgewiesen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Stichprobe für EU-SILC als repräsentativ für ��sterreich ausgewählt wurde und dass daher Bundesländerauswertungen mit einer höheren Schwankungsbreite der Ergebnisse behaftet sind. Eine Interpretation der Werte und etwaiger Differenzen darf nur unter Berücksichtigung der Stichprobengröße und des daraus resultierenden Stichprobenfehlers erfolgen. Zufriedenheit: Nur Personen ab 16 Jahren, fehlende Werte wurden nicht imputiert, Proxy-Interviews bekamen keine Zufriedenheitsfragen, daher schwanken die Fallzahlen je nach betrachtetem Bereich der Zufriedenheit. Auswertungen beziehen sich jeweils nur auf die gültigen Fälle.

Definitionen Einkommensbegriffe und -quellen Verfügbares Haushaltseinkommen: Sekundäreinkommen + erhaltene Privattransfers – geleistete Privattransfers. Netto-Jahreseinkommen eines Haushaltes 2003. Faktoreinkommen (=Brutto-Markteinkommen): Arbeitseinkommen + Kapitaleinkommen. Arbeitseinkommen (=Erwerbseinkommen): Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit (inkl. Gelegenheitsarbeit, Trinkgelder, Sonderzahlungen) und Selbständigeneinkommen (Werkvertrags- und freie Dienstnehmer, Freiberufler, Landwirte, Gewerbetreibende inkl. Entnahmen und Deputate) vor Steuern und Abgaben. Monatliches Erwerbseinkommen brutto: Aktuelles Bruttomonatseinkommen 2004 unselbständig Erwerbstätiger. Kapitaleinkommen: laufende Einkommen aus Zinsen, Dividenden, Kapitalbeteiligungen und sonstige Vermögenserträge, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung vor Steuern und Abgaben. Primäreinkommen: Faktoreinkommen + Altersleistungen ab Erreichen des Pensionsalters (Frauen 60, Männer 65 Jahre) vor Steuern und Abgaben. Altersleistungen (=Pensionen): Leistungen für Personen im Pensionsalter; neben Eigen- und Hinterbliebenenpensionen auch Unfallrente, Invaliditätspension und Pflegegeld, wenn das Pensionsalter erreicht ist.

85


EU-SILC 2004 - Methodische Erläuterungen und Definitionen

Sekundäreinkommen: Primäreinkommen + Sozialtransfers vor Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters - Abgaben (Steuern, Sozialversicherungsbeiträge). Sozialtransfers: Sozialleistungen durch die öffentliche Hand: Familien-, Arbeitslosen-, Gesundheits-, Bildungsleistungen, Wohnbeihilfen und Sozialhilfe. Unfallrente, Invaliditätspension, Hinterbliebenenpension und Pflegegeld vor Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters. Privattransfers: Alimente und Unterhaltszahlungen und freiwillige Unterstützungen zwischen Haushalten. Haushaltsbudget: Verfügbares Haushaltseinkommen - Wohnkosten. Wohnkosten: Miete, Betriebskosten, Hypothekarzinsbelastung, Heizung, Energie, Instandhaltung. Äquivalisierte Kosten, für alle Rechtsverhältnisse. Bei rund einem Viertel der befragten Haushalte sind keine Gesamtwohnkosten erfasst (wobei etwa 80% davon Hauseigentum besitzen), da mindestens ein Bestandteil fehlt. Äquivalenzeinkommen: Gewichtetes verfügbares Haushaltseinkommen. Die Gewichtung wird auf Basis der EUSkala berechnet und das verfügbare Haushaltseinkommen wird durch die Summe der Gewichte je Haushalt dividiert. EU-Skala (=modifizierte OECD-Skala): Als Fixbedarf wird ein Gewicht von 0,5 angenommen, weiters erhält jede erwachsene Person ein Gewicht von 0,5 und Kinder unter 14 ein Gewicht von 0,3 (60% eines Erwachsenenäquivalents). Einkommensquellen: Unterschieden werden Erwerbseinkommen (getrennt nach unselbständiger und selbständiger Arbeit), Sozialleistungen, Pensionen und private Einkommen (Unterhaltszahlungen und sonstige Privattransfers, Kapitaleinkommen). Haupteinkommensquelle des Haushalts: Die Einkommensquelle, die den größten Beitrag zum Haushaltseinkommen leistet.

Verteilungs- und Ungleichheitskennziffern Median: Wert, der die Verteilung in zwei gleich große Hälften teilt. Genau 50% liegen unterhalb, die übrigen 50% oberhalb des Wertes. Quartile (Einkommensviertel): Werte, die die Verteilung in vier gleich große Teile teilen. 25% liegen unterhalb des ersten Quartils, das zweite Quartil entspricht dem Median, 75% liegen unterhalb und 25% oberhalb des dritten Quartils. Dezile (Einkommenszehntel): Werte, die die Verteilung in zehn gleich große Teile teilen. 10% liegen unterhalb des ersten Dezils, 90% unterhalb und 10% oberhalb des neunten Dezils. S80/S20: Summe der Äquivalenzeinkommen des obersten Einkommensfünftels (80% niedriger als ...) dividiert durch Summe der Äquivalenzeinkommen des untersten Einkommensfünftels (20% niedriger als ...). P90/P10: Grenze des neunten Dezils (90% niedriger als ...) dividiert durch Grenze des ersten Dezils (10% niedriger als ...). Gini Koeffizient: Einkommenskonzentration (totale Gleichverteilung = 0%, totale Konzentration auf einen Einzelfall = 100%). Einkommensgruppen: Niedrige Einkommen (unter 60% des äquivalisierten Medianeinkommens – unter 10.182 Euro), mittlere Einkommen (60-180% des äquivalisierten Medianeinkommens – zwischen 10.182 und 30.544 Euro), hohe Einkommen (über 180% des äquivalisierten Medianeinkommens – über 30.544 Euro).

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EU-SILC 2004 - Methodische Erläuterungen und Definitionen

Armutsgefährdung Armutsgefährdungsschwelle: Der Betrag des äquivalisierten Haushaltseinkommens, der die Grenze für Armutsgefährdung bildet. Bei äquivalisierten Haushaltseinkommen unter diesem Schwellenwert wird Armutsgefährdung angenommen. Wenn nicht anders ausgewiesen, handelt es sich um die Festlegung der Armutsgefährdungsschwelle nach Eurostat-Definition bei 60% des Medians des äquivalisierten Haushaltseinkommens. Der Betrag für diese Schwelle liegt 2004 bei 10.182 Euro (äquivalisiertes Haushaltseinkommen, d.h. für einen Einpersonenhaushalt gerechnet). Armutsgefährdung (nach Sozialleistungen): Alle Personen, deren äquivalisiertes Haushaltseinkommen unterhalb eines festgelegten Schwellenwertes (60% des Medians = Armutsgefährdungsschwelle) liegt, gelten als armutsgefährdet. Ist nur von „Armutsgefährdung“ die Rede, ist immer die Armutsgefährdung nach Sozialleistungen gemeint. Armutsgefährdung vor Sozialleistungen und Pensionen: Armutsgefährdung bei Abzug der Sozialtransfers und Pensionen vom Haushaltseinkommen unter Beibehaltung der Armutsgefährdungsschwelle. Armutsgefährdung vor Sozialleistungen: Armutsgefährdung bei Abzug der Sozialtransfers vom Haushaltseinkommen unter Beibehaltung der Armutsgefährdungsschwelle. Armutsgefährdungsquote: Maß für die Häufigkeit der Armutsgefährdung definiert als Anteil der Personen, die unter der Armutsgefährdungsschwelle liegen, an der Gesamtbevölkerung. Anteil an Armutsgefährdeten: Prozentanteil der Armutsgefährdeten einer bestimmten Gruppe an allen Armutsgefährdeten. Armutsgefährdungslücke: Maß für die Intensität der Armutsgefährdung definiert als durchschnittliche Abweichung des medianen Äquivalenzeinkommens der Armutsgefährdeten von der Armutsgefährdungsschwelle in Prozent dieser Schwelle.

Deprivation Deprivation: mangelnde Teilhabe in zentralen Bereichen der Lebensführung (primäre Benachteiligung), bei der Ausstattung mit Konsumgütern (sekundäre Benachteiligung), bei Gesundheit, Wohnen und Wohnumfeld. Primäre Benachteiligung der Lebensführung: Das Unvermögen, sich grundlegende Dinge leisten zu können; Auftreten von zumindest drei der folgenden Probleme: Der Haushalt kann es sich nicht leisten: • einmal im Jahr Urlaub zu machen • die Wohnung angemessen warm zu halten • bei Bedarf neue Kleider zu kaufen • Fleisch, Fisch oder eine gleichwertige vegetarische Speise jeden zweiten Tag zu essen • unerwartet anfallende Ausgaben zu tätigen • oder der Haushalt ist mit Zahlungen im Rückstand. Sekundäre Benachteiligung der Lebensführung: Der erzwungene Verzicht auf als erstrebenswert geltende Güter; wenn zumindest drei der folgenden Gebrauchsgüter im Haushalt aus finanziellen Gründen nicht angeschafft werden können: • PC • Handy • Internet-Anschluss • DVD-Player • Geschirrspülmaschine • PKW. Mangelnde Teilhabe im Bereich Gesundheit: wenn zumindest zwei der folgenden Probleme auftreten: • Hat einen sehr schlechten Gesundheitszustand • Ist seit zumindest einem halben Jahr durch eine Behinderung stark beeinträchtigt • Hat eine chronische Krankheit.

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EU-SILC 2004 - Methodische Erläuterungen und Definitionen

Wohnungsprobleme: wenn zumindest zwei der folgenden Probleme auftreten: • kein Bad/Dusche oder kein WC in der Wohnung • Schimmel oder Feuchtigkeit • Dunkle Räume • keine Waschmaschine. Umwelt/Wohnumfeldprobleme: wenn zumindest zwei der folgenden Probleme auftreten: Hat Probleme in der Wohngegend durch • Lärmbelästigung • Luft- oder Wasserverschmutzung durch Verkehr oder Industrie • Kriminalität, Gewalt, Vandalismus. Nicht arm: weder armutsgefährdet noch von Deprivation betroffen. Einkommensarmut: Armutsgefährdung, aber keine Deprivation. Manifeste Armut: Armutsgefährdung und Deprivation in zumindest einem Bereich treten gemeinsam auf.

Regionale Gliederungen Einwohnerzahl in der Region: Wien, andere Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern (Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck), Gemeinden zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern, Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern. Bundesland

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA Staatsbürgerschaft: Als EU-Staatsbürgerschaft wird die Staatsbürgerschaft eines Landes der EU-15 angesehen, da sich der Einkommensbezug und andere wichtige Informationen auf das Jahr 2003 beziehen (Erweiterung auf EU-25 im Jahr 2004). EFTA: Schweiz und Norwegen. Untergliedert wird weiters danach, ob man diese Staatsbürgerschaft schon seit Geburt besitzt oder durch Einbürgerung erlangt hat. Eingebürgerte: Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die vormals nicht eine EU- oder EFTA-Staatsbürgerschaft gehabt haben. MigrantInnen: Personen mit anderer als österreichischer, EU- oder EFTA- Staatsbürgerschaft.

Höchster Bildungsabschluss Für Personen ab 16 Jahren. Maximal Pflichtschule: Die befragte Person verfügt über keinen Schulabschluss oder hat höchstens die Pflichtschule abgeschlossen. Lehre/mittlere Schule: Abschluss einer Lehrausbildung, Meister-/Werkmeisterausbildung oder einer berufsbildenden mittleren Schule, Krankenpflegeschule. Matura: Abschluss einer Matura (BHS, AHS, extern) inkl. Kolleg, Abiturientenlehrgang. Universität: Abschluss eines Studiums an einer Universität, Akademie oder Fachhochschule.

Haushaltstypen Haushalte mit/ohne Pension: Als Haushalte mit Pension werden jene definiert, deren Einkommen zu mindestens 50% aus Pensionen stammt, als Haushalte ohne Pension entsprechend jene, wo Pensionen weniger als 50% des Einkommens ausmachen. Haushalte mit Kindern: Haushaltstyp ohne Pension, in dem Kinder leben.

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EU-SILC 2004 - Methodische Erläuterungen und Definitionen

Kind: Alle unter 16-Jährigen gelten in jedem Fall als Kinder. Im Zusammenhang mit dem verwendeten Haushaltstyp auch unter 27-Jährige, wenn sie mit einem Elternteil zusammenleben und nicht erwerbstätig sind. Für die Definition nach Eurostat und die Laeken-Indikatoren werden unter 24-Jährige in Haushalten mit einem Elternteil, die weder erwerbstätig noch arbeitslos und auf der Suche nach Arbeit sind, als Kinder angesehen. Alleinstehend: Einpersonenhaushalt Mehrpersonenhaushalt (MPH): Haushaltsgröße >1. Alleinerziehend: Der Haushalt setzt sich zusammen aus einer erwachsenen Person und mindestens einem Kind. Haushaltstyp mit männlichem Hauptverdiener/weiblicher Hauptverdienerin: Gliederung nach Geschlecht der Person im Haushalt mit dem größten Beitrag zum Haushaltseinkommen. HauptverdienerIn: Diejenige Person im Haushalt mit dem größten Beitrag zum Haushaltseinkommen. ZweitverdienerIn: Person mit dem zweithöchsten Einkommen (bezogen auf eine bestimmte Einkommensart) im Haushalt. Weitere VerdienerInnen: In Haushalten mit 3 oder mehr Personen, diejenigen, die nach dem/der HauptverdienerIn und dem/der ZweitverdienderIn auch noch ein Einkommen beziehen. Deren Einkommen werden kumuliert ausgewiesen.

Haupttätigkeit Haupttätigkeit (2004): Selbsteinschätzung der aktuellen Haupttätigkeit; Erwerbstätigkeit ist nach Teil- und Vollzeiterwerbstätigkeit gegliedert und umfasst unselbständige und selbständige Tätigkeit sowie Präsenz-/Zivildienst, Personen mit Haushaltstätigkeit und Betreuungsaufgaben und sonstige nicht Erwerbstätige sind unter Haushalt zusammengefasst, nur Personen ab 16 Jahren. Zufriedenheit mit der Haupttätigkeit: Subjektive Einschätzung der Zufriedenheit mit der gegenwärtigen Haupttätigkeit. 6= sehr zufrieden, 1= sehr unzufrieden.

Arbeit, Erwerbsintensität, prekäre Beschäftigung Berufliche Stellung: Klassifikation nach beruflicher Funktion in der aktuellen Haupterwerbstätigkeit für Personen im Erwerbsalter. Erwerbsalter: 20-64 Jahre. Erwerbstätig: Aktuell erwerbstätige Personen (Haupttätigkeit=erwerbstätig) im Erwerbsalter. Teilzeit erwerbstätig: weniger als 35h oder nach Selbstdefinition Teilzeit erwerbstätig. Vollzeit erwerbstätig: mind. 35h oder nach Selbstdefinition Vollzeit erwerbstätig. Erwerbsintensität der Person: Anzahl erwerbstätiger Monate im Jahr 2003 bei Personen im Erwerbsalter unter Berücksichtigung von Voll- oder Teilzeit, Teilzeit erwerbstätige Monate werden als halbe Erwerbsmonate gerechnet. Wurden mehr als 75% der maximalen Erwerbsmonate erreicht, zählt das als volle Erwerbstätigkeit, bis zu 75% zählt als teilweise Erwerbstätigkeit, keine Erwerbstätigkeit bei null Erwerbsmonaten. Erwerbsintensität des Haushalts: Anteil erwerbstätiger Personen nach Anzahl erwerbstätiger Monate im Jahr 2003 an allen Personen im Erwerbsalter (20-64 Jahre), unter Berücksichtigung von Voll- oder Teilzeit, Teilzeit erwerbstätige Monate werden als halbe Erwerbsmonate gerechnet. Wurden mehr als 75% der maximalen Erwerbsmonate im Haushalt erreicht, zählt das als volle Erwerbstätigkeit, bis zu 75% zählt als teilweise Erwerbstätigkeit, keine Erwerbstätigkeit bei null Erwerbsmonaten. Ausgewiesen werden nur Personen in Haushalten mit mindestens einer Person im Erwerbsalter. Teilzeit <12h: Aktuelle Erwerbstätigkeit im Ausmaß von weniger als 12 Wochenstunden.

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EU-SILC 2004 - Methodische Erläuterungen und Definitionen

Nicht ganzjährig beschäftigt: Beschäftigungsdauer im Jahr 2003 betrug weniger als 10 Monate. Werk-/DienstvertragsnehmerIn: Aktuelle Erwerbstätigkeit ist durch Werkvertrag oder freien Dienstvertrag geregelt oder es wurde ein Einkommen aus Werk-/Dienstverträgen bezogen. Befristeter Vertrag: Unselbständig Erwerbstätige mit befristetem Arbeitsvertrag. Bruttomonatseinkommen <1.000 Euro: Aktuelles Bruttomonatseinkommen unselbständig Beschäftigter (ohne Lehrlinge) ist bei Vollzeiterwerbstätigkeit (>=35h) niedriger als 1.000 Euro. Unregelmäßige Beschäftigung: Nicht ganzjährige Beschäftigung oder freie Dienst-/ WerkvertragsnehmerIn.

Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitslosigkeit <6 Monate: Arbeitslosigkeit (nach Selbstdefinition) dauerte im Jahr 2003 weniger als 6 Monate an. Langzeitarbeitslosigkeit >=6 Monate: Arbeitslosigkeit (nach Selbstdefinition) dauerte im Jahr 2003 mindestens 6 Monate an. Langzeitarbeitslosigkeit >=12 Monate: Arbeitslosigkeit (nach Selbstdefinition) dauerte im Jahr 2003 12 Monate an.

Konsumgüter Vorhandensein von Konsumgütern: Ob sich die folgenden Konsumgüter im Haushalt befinden, egal, ob in dessen Besitz, geliehen oder gemietet: Internetanschluss, DVD-Player, PC, Geschirrspülmaschine, privater PKW, Festnetztelefon, Handy. Aus finanziellen Gründen fehlende Konsumgüter: Im Haushalt befindet sich eines/mehrere der oben genannten Konsumgüter nicht, weil es sich der Haushalt nicht leisten kann. Finanziell bedingte Einschränkungen bei Grundbedürfnissen: Der Haushalt kann sich eines oder mehrere der folgenden Dinge nicht leisten: einmal im Jahr mit der gesamten Familie eine Woche Urlaub zu machen; unerwartet anfallende Ausgaben zu bestreiten; jeden zweiten Tag Fleisch, Fisch oder ein vegetarisches Äquivalent zu essen; bei Bedarf neue Kleider zu kaufen; die Wohnung angemessen warm zu halten; oder der Haushalt ist mit Zahlungen im Rückstand.

Wohnen Rechtsverhältnis an der Wohnung: Hauseigentum, Wohnungseigentum, Miete einer Gemeinde- oder Genossenschaftswohnung, sonstige Haupt-/Untermiete, mietfreies Haus/mietfreie Wohnung. Wohnprobleme: Als Wohnprobleme gelten Lärmbelästigung durch Nachbarn oder von der Straße; Feuchtigkeit/ Schimmel in Wänden, Fußböden, Fensterrahmen oder ein undichtes Dach; Kriminalität, Gewalt oder Vandalismus in der Wohngegend; Luft- oder Wasserverschmutzung oder andere Umweltprobleme; Überbelag; weder Bad noch Dusche noch WC in der Wohnung; zu wenig Tageslicht in den Räumen. Überbelag: Kriterium nach der Gemeinde Wien bei der Vergabe von Gemeindewohnungen: Als überbelegt zählt ein Haushalt, wenn weniger als 16m² zur Verfügung stehen oder die Wohnräume im Mittel kleiner als 8m² sind oder die Anzahl der Wohnräume im Verhältnis zur Zahl der Personen im Haushalt zu gering ist: weniger als 2 Räume für 2 Personen, weniger als 3 Räume für 3 oder 4 Personen, weniger als 4 Räume für 5 oder 6 Personen, weniger als 5 Räume für 7 oder 8 Personen, weniger als 6 Räume für mehr als 8 Personen. Wohnzufriedenheit: Subjektive Einschätzung der Zufriedenheit mit der gegenwärtigen Wohnsituation. 6= sehr zufrieden, 1= sehr unzufrieden. Wohnkostenbelastung: Subjektiv wahrgenommene schwere Belastung durch Wohnkosten.

90


EU-SILC 2004 - Methodische Erläuterungen und Definitionen

Wohnkostenanteil: Anteil der äquivalisierten Wohnkosten am Äquivalenzeinkommen. Dieser Anteil wird unterschätzt, da bei rund einem Viertel der befragten Haushalte keine Wohnkosten erfasst sind, wobei etwa 80% davon Hauseigentum besitzen.

Gesundheit Subjektiver Gesundheitszustand: Einschätzung des eigenen Gesundheitszustandes. 5= sehr gut, 1= sehr schlecht. Gesundheitsbeeinträchtigungen: Gesundheitsbeeinträchtigungen werden angenommen, wenn der eigene Gesundheitszustand als sehr schlecht eingeschätzt wird, chronische Krankheiten vorliegen, Behinderungen vorliegen, eine Invaliditäts- oder Erwerbsunfähigkeitspension oder Pflegegeld bezogen wird, eine Rezeptgebührenbefreiung vorliegt. Behinderung: Subjektiv wahrgenommene starke Beeinträchtigung bei der Verrichtung alltäglicher Arbeiten, die mindestens schon 6 Monate andauert.

Lebenszufriedenheit Subjektive Einschätzung der gegenwärtigen Zufriedenheit mit dem Leben. 6= sehr zufrieden, 1= sehr unzufrieden.

Kinderbetreuung Art der Kinderbetreuung: Anteil der mind. eine Stunde pro Woche betreuten Kinder bis 12 Jahre in Krippe/Kindergarten/Vorschule, Hort/Nachmittagsbetreuung, durch Tagesmutter oder sonstige bezahlte Privatperson und in der Schule an allen Kindern bis 12 Jahre. Kinderbetreuung jüngstes Kind: Wird das jüngste Kind unter 12 Jahren im Haushalt mind. 1 Stunde pro Woche in Krippe/Kindergarten/Vorschule, Hort/Nachmittagsbetreuung, durch Tagesmutter oder sonstige bezahlte Privatperson betreut? Ohne Pflichtschule. Betreuungsstunden pro Woche: betreute Stunden (ohne Pflichtschule).

Risikohaushalte Haushalt mit MigrantInnen: Haushalt, in dem mind. ein Migrant/eine Migrantin lebt. Haushalt mit Langzeitarbeitslosigkeit: Haushalt, in dem mind. eine Person mind. 12 Monate arbeitslos war. Haushalt mit Behinderung: Haushalt, in dem mind. eine Person eine Behinderung (=subjektiv wahrgenommene starke Beeinträchtigung bei der Verrichtung alltäglicher Arbeiten, die mindestens schon 6 Monate andauert) hat. Haushalt mit Pflegegeld: Haushalt, in dem mind. eine Person Pflegegeld bezieht. Haushalt mit hauptsächlich Sozialleistungen: Haupteinkommensquelle des Haushalts (=größter Anteil am Haushaltseinkommen) sind Sozialleistungen. Mehrpersonenhaushalt mit 3+ Kinder: Der Haushalt setzt sich zusammen aus mehr als einer erwachsenen Person und drei oder mehr Kindern, nur Haushalte ohne hauptsächlich Pension. Haushalt mit Kindern <=6 Jahre: Jüngstes Kind im Haushalt ist maximal 6 Jahre alt. Alleinerziehend: Der Haushalt setzt sich zusammen aus einer erwachsenen Person und mindestens einem Kind, nur Haushalte ohne hauptsächlich Pension. Weibliche Hauptverdienerin: Person im Haushalt mit dem größten Beitrag zum Haushaltseinkommen ist weiblich.

91


Tabelle 1.1: Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in Österreich 2004 nach soziodemographischen Merkmalen Disposable income of private households in Austria 2004 by socio-demographic criteria verfügbares Haushaltseinkommen Anzahl in 1.000

10%

25%

50%

75%

90%

arithmetisches Mittel

3.421

10.564

16.482

25.784

39.306

54.233

30.211

944 107 419 418

9.312 (11.086) 7.985 15.540

13.264 (14.171) 10.332 19.526

19.047 19.096 13.809 26.422

28.442 (25.887) 18.511 35.348

39.131 (36.468) 25.377 48.258

22.741 21.259 15.705 30.164

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

2.477 355 286 785

11.699 7.527 6.059 15.490

18.601 12.019 10.072 24.458

29.223 16.890 15.903 34.497

43.026 22.167 20.922 46.559

58.038 30.792 27.000 61.037

33.057 19.486 18.010 37.332

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind. 3 Kinder

1.051 118 423 374 135

18.923 10.401 20.227 23.106 22.177

25.269 15.268 26.551 28.413 29.292

35.167 20.974 37.211 36.711 38.041

47.054 24.087 48.606 48.727 50.166

62.143 34.673 63.028 62.307 71.737

38.548 21.420 40.032 40.652 43.100

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

2.177 1.244

13.896 8.311

20.305 12.176

29.844 18.648

42.487 31.085

57.684 46.500

33.584 24.306

Haushaltsgröße 1 Person 2 Personen 3 Personen 4 Personen 5 und mehr Personen

1.167 973 567 460 253

7.677 13.956 18.886 23.319 24.665

10.941 19.111 25.722 29.007 34.415

15.517 26.949 34.703 38.799 45.243

21.064 36.730 45.634 50.097 60.397

28.928 49.218 59.535 62.322 79.693

17.929 29.913 37.793 41.965 49.586

... Haushalte verfügen über weniger als ... EUR

Insgesamt Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Wurden in einer Gruppe weniger als 500 Haushalte befragt, dann ist der unterste und oberste Dezilwert (10%, 90%), bei weniger als 200 Haushalten auch der untere und obere Quartilswert (25%, 75%) in Klammern ausgewiesen.


Tabelle 1.2a: Äquivalisiertes Nettohaushaltseinkommen 2004 Personen in Österreich nach soziodemographischen Merkmalen Net-equivalised household income 2004 Persons in Austria by socio-demographic criteria Jahresäquivalenzeinkommen ... Personen verfügen über weniger als ... EUR

Anzahl in 1.000

10%

25%

50%

75%

90%

arithmetisches Mittel

Insgesamt

8.048

9.425

12.868

16.969

22.404

29.259

18.741

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

9.863 9.463 10.003 10.193 9.316

13.266 12.156 13.584 14.179 12.963

17.308 15.526 17.789 18.552 17.111

22.862 19.924 23.401 24.447 23.060

29.758 25.762 29.678 31.980 31.012

19.144 16.931 19.443 20.483 19.052

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

9.078 8.795 9.400 9.984 8.110

12.541 11.862 12.689 13.777 11.053

16.660 15.284 16.726 18.451 15.269

21.948 19.950 21.521 24.550 20.203

28.735 25.163 27.377 31.981 27.188

18.358 16.704 18.102 20.347 17.037

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.570 642 1.286 4.549

8.666 9.345 9.180 9.875

12.240 12.873 12.832 13.087

16.763 17.111 17.167 16.959

22.806 21.947 23.281 22.181

31.263 30.906 29.837 28.333

19.117 19.273 18.943 18.478

Bundesland Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

301 557 1.547 1.345 517 1.201 657 353 1.570

9.711 9.180 9.841 10.413 8.673 9.421 10.079 7.915 8.666

13.289 13.089 12.835 13.558 12.807 12.604 13.075 12.029 12.240

17.849 16.824 17.310 17.375 16.819 16.548 16.929 17.605 16.763

22.148 22.410 23.971 23.050 21.246 20.736 22.381 22.989 22.806

27.077 28.036 30.626 28.868 28.544 26.351 28.750 29.792 31.263

18.082 18.631 19.215 19.178 18.264 17.630 18.797 18.433 19.117

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

9.767 9.937 8.182 7.451

13.186 13.376 10.665 9.840

17.276 17.450 14.200 13.190

22.827 22.995 18.258 17.314

29.736 29.787 24.952 21.152

19.105 19.273 16.040 13.911

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

8.434 10.487 10.029 10.493

11.459 13.772 14.591 16.797

15.289 17.787 20.203 23.663

19.676 23.012 26.480 33.031

24.547 29.240 34.306 43.096

16.317 19.208 21.693 27.588

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

1.438 107 419 912

8.999 (11.086) 7.985 9.765

12.044 (14.171) 10.332 12.738

16.061 19.096 13.809 16.802

22.128 (25.887) 18.511 22.832

29.214 (36.468) 25.377 29.558

18.217 21.259 15.705 19.014

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

6.610 355 286 1.927

9.613 7.527 6.059 10.588

13.079 12.019 10.072 15.469

17.185 16.890 15.903 20.149

22.485 22.167 20.922 25.656

29.269 30.792 27.000 34.030

18.855 19.486 18.010 21.614

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind. 3 Kinder

4.042 292 1.424 1.575 751

9.709 6.916 10.852 10.420 8.696

12.652 10.302 14.430 12.928 10.350

16.215 13.106 18.491 16.273 13.848

20.797 16.827 23.014 20.224 17.841

26.360 20.985 28.165 25.737 23.932

17.544 13.908 19.461 17.565 15.274

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

5.824 2.224

10.108 7.831

13.376 11.472

17.240 16.331

22.340 22.645

29.331 29.238

18.972 18.135

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Wurden in einer Gruppe weniger als 500 Personen befragt, dann ist der unterste und oberste Dezilwert (10%, 90%), bei weniger als 200 Personen auch der untere und obere Quartilswert (25%, 75%) in Klammern ausgewiesen. Bildung: nur Personen ab 16 Jahre

94


Tabelle 1.2b: Äquivalisiertes Nettohaushaltseinkommen 2004 Personen in Österreich nach Erwerbsstatus Net-equivalised household income 2004 Persons in Austria by activity status Jahresäquivalenzeinkommen ... Personen verfügen über weniger als ... EUR

Anzahl in 1.000

10%

25%

50%

75%

90%

arithmetisches Mittel

Insgesamt

8.048

9.425

12.868

16.969

22.404

29.259

18.741

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.538 2.955 583 1.733 259 661 398

11.112 11.298 10.028 9.175 6.956 8.004 7.279

14.475 14.728 13.655 12.599 9.412 10.627 11.843

18.795 19.157 17.552 16.961 12.842 14.028 16.214

24.284 24.770 21.948 22.965 17.211 18.241 21.860

30.882 31.600 27.743 31.035 22.153 23.093 28.107

20.617 20.966 18.849 19.129 13.912 15.086 17.153

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.668 682 817 623 407 383 454

8.361 9.831 11.202 13.100 13.476 14.153 8.713

11.438 12.823 14.081 16.122 16.800 18.249 13.426

15.674 16.368 18.092 20.196 21.813 24.488 18.265

20.937 20.022 21.968 24.752 27.063 32.794 25.756

28.387 24.832 27.144 30.589 33.789 45.048 36.411

17.355 17.008 18.818 21.224 22.806 27.445 22.015

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit teilweise Erwerbstätigkeit volle Erwerbstätigkeit

769 2.863 3.593

6.952 8.983 12.395

10.014 11.705 15.400

13.994 15.366 19.435

19.956 19.965 24.586

25.875 26.609 31.375

15.935 16.884 21.310

Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/DienstvertragsnehmerIn befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen <1.000 €

87 423 88 196 99

(7.927) 8.487 (7.780) 10.040 (7.192)

(11.028) 11.976 (13.117) 13.342 (10.919)

15.784 16.009 18.763 17.535 14.734

(20.495) 20.168 (25.758) 22.224 (20.434)

(26.598) 26.946 (39.943) 28.363 (24.895)

16.726 17.180 23.391 18.944 16.406

Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 Monate Langzeitarbeitslos >=12 Monate

220 249 178

8.837 6.962 7.011

11.961 9.676 9.196

15.526 13.485 12.913

19.693 18.741 18.750

24.559 23.469 23.438

16.469 15.027 14.780

11.009 10.171 5.888 9.076 (143)

13.855 14.328 7.889 11.975 (5.154)

17.722 19.604 10.982 16.050 8.804

22.688 28.874 14.995 22.125 (14.856)

28.848 38.358 20.408 29.197 (27.118)

19.293 23.662 12.191 18.207 11.997

Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen

5.144 619 651 1.512 121

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Wurden in einer Gruppe weniger als 500 Personen befragt, dann ist der unterste und oberste Dezilwert (10%, 90%), bei weniger als 200 Personen auch der untere und obere Quartilswert (25%, 75%) in Klammern ausgewiesen.

95


Tabelle 1.3a: Einkommenszehntel bzw. -viertel nach soziodemographischen Merkmalen Deciles and quartiles of income by socio-demographic criteria

Gesamt (=100%) in 1.000

Unterstes Einkommenszehntel in 1.000

Unterstes Einkommensviertel

2. Einkommensviertel

3. Einkommensviertel

oberstes Einkommensviertel

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

oberstes Einkommenszehntel in 1.000

in %

Insgesamt

8.048

805

10

2.013

25

2.011

25

2.012

25

2.012

25

805

10

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

345 93 94 107 51

9 10 8 8 11

892 272 249 255 116

23 29 21 19 25

985 296 284 289 116

25 31 24 22 25

1.001 217 309 366 110

26 23 26 28 23

1.038 157 335 417 128

26 17 28 31 27

423 54 127 184 58

11 6 11 14 12

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

460 108 119 120 113

11 12 10 9 16

1.121 279 302 286 253

27 31 26 21 36

1.026 260 303 291 173

25 29 26 21 24

1.011 212 309 347 143

24 24 27 25 20

974 144 250 441 139

24 16 21 32 20

381 48 88 193 52

9 5 8 14 7

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.570 642 1.286 4.549

203 68 135 400

13 11 10 9

448 160 325 1.079

29 25 25 24

354 155 303 1.199

23 24 24 26

361 179 305 1.166

23 28 24 26

406 148 354 1.104

26 23 27 24

190 78 144 393

12 12 11 9

Bundesland Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

301 557 1.547 1.345 517 1.201 657 353 1.570

27 60 135 94 65 122 49 51 203

9 11 9 7 12 10 7 14 13

69 135 389 272 131 311 156 102 448

23 24 25 20 25 26 24 29 29

62 149 356 381 135 329 178 66 354

21 27 23 28 26 27 27 19 23

103 132 340 331 148 340 160 97 361

34 24 22 25 29 28 24 27 23

67 140 461 361 103 221 163 89 406

22 25 30 27 20 18 25 25 26

20 49 193 123 46 82 64 37 190

7 9 12 9 9 7 10 10 12

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

684 629 55 121

9 9 14 21

1.744 1.593 151 268

23 22 39 48

1.861 1.746 114 150

25 25 29 27

1.908 1.839 70 104

26 26 18 18

1.970 1.917 53 42

26 27 14 7

799 778 21 (6)

11 11 5 (1)

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

298 214 99 34

14 7 9 8

719 587 200 54

34 20 18 13

601 709 201 49

28 24 18 12

499 834 271 78

23 29 24 19

325 796 446 219

15 27 40 55

99 290 208 129

5 10 19 32

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

1.438 107 419 912

172 (5) 83 84

12 (5) 20 9

438 (16) 185 237

30 (15) 44 26

360 28 100 231

25 27 24 25

290 25 70 196

20 23 17 21

350 38 64 248

24 35 15 27

142 (20) 24 98

10 (19) 6 11

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich M

6.610 355 286 1.927

633 57 61 146

10 16 21 8

1.575 104 111 312

24 29 39 16

1.651 76 51 333

25 21 18 17

1.722 90 67 543

26 25 23 28

1.662 85 58 740

25 24 20 38

663 44 24 336

10 12 8 17

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind. 3 Kinder

4.042 292 1.424 1.575 751

369 63 91 109 106

9 22 6 7 14

1.048 136 225 387 300

26 47 16 25 40

1.192 83 364 512 233

29 29 26 32 31

1.022 51 433 407 130

25 17 30 26 17

780 21 402 269 87

19 7 28 17 12

258 (7) 116 88 48

6 (2) 8 6 6

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

5.824 2.224

434 372

7 17

1.303 710

22 32

1.533 478

26 21

1.544 468

27 21

1.444 567

25 26

588 216

10 10

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Die Einkommensklassen sind nach Dezilen bzw. Quartilen des Jahresäquivalenzeinkommens definiert, jede Klasse umfaßt 10%, bzw. 25% der Gesamtbevölkerung.

96


Tabelle 1.3b: Einkommenszehntel bzw. -viertel nach Erwerbsstatus Deciles and quartiles of income by activity status

Gesamt (=100%) in 1.000

Unterstes Einkommenszehntel in 1.000

Unterstes Einkommensviertel

2. Einkommensviertel

3. Einkommensviertel

oberstes Einkommensviertel

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

oberstes Einkommenszehntel in 1.000

in %

Insgesamt

8.048

805

10

2.013

25

2.011

25

2.012

25

2.012

25

805

10

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.538 2.955 583 1.733 259 661 398

213 168 45 191 65 112 64

6 6 8 11 25 17 16

577 461 116 462 131 273 118

16 16 20 27 50 41 30

807 652 154 409 60 186 99

23 22 26 24 23 28 25

1.021 843 178 391 44 130 95

29 29 31 23 17 20 24

1.133 998 134 471 25 72 86

32 34 23 27 10 11 22

454 406 48 208 (7) 25 31

13 14 8 12 (3) 4 8

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.668 682 817 623 407 383 454

244 55 45 20 (14) (8) 55

15 8 6 3 (3) (2) 12

560 173 141 55 35 23 105

34 25 17 9 9 6 23

408 199 206 139 72 51 91

24 29 25 22 18 13 20

356 198 284 196 116 90 91

21 29 35 31 29 23 20

344 112 186 233 184 218 166

21 16 23 37 45 57 37

148 28 56 75 73 131 81

9 4 7 12 18 34 18

177 337 143

23 12 4

335 940 421

43 33 12

159 821 830

21 29 23

141 606 1.118

18 21 31

135 495 1.224

18 17 34

55 211 472

7 7 13

87 423 88 196

(12) 59 (13) (13)

(13) 14 (14) (7)

26 134 20 45

30 32 23 23

26 108 18 43

30 25 21 22

21 102 21 63

24 24 24 32

(14) 80 29 45

(16) 19 33 23

(5) 31 (17) 17

(6) 7 (20) 9

99

19

20

39

40

21

21

23

23

15

16

(6)

(6)

220 249 178

30 58 48

14 23 27

76 118 89

35 47 50

54 48 32

25 19 18

57 48 33

26 19 18

33 35 25

15 14 14

(11) (12) (8)

(5) (5) (5)

5.144 619 651 1.512 121

260 51 252 175 67

5 8 39 12 55

940 121 410 465 78

18 19 63 31 65

1.502 116 74 306 14

29 19 11 20 12

1.323 267 40 366 15

26 43 6 24 12

485 150 14 147 (8)

9 24 2 10 (7)

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit 769 teilweise Erwerbstätigkeit 2.863 volle Erwerbstätigkeit 3.593 Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/Dienstvertrag befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen <1.000 € Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 M. Langzeitarbeitslos >=12 M. Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen

1.380 116 127 375 (13)

27 19 20 25 (11)

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Die Einkommensklassen sind nach Dezilen bzw. Quartilen des Jahresäquivalenzeinkommens definiert, jede Klasse umfaßt 10%, bzw. 25% der gesamten Bevölkerung.

97


Tabelle 1.4a: Niedrige, mittlere und hohe Einkommen nach soziodemographischen Merkmalen Low, medium and high income classes by socio-demographic criteria Gesamt (=100%) in 1.000

in 1.000

Insgesamt

8.048

1.030

13

6.352

79

667

8

100

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

443 126 125 132 60

11 13 11 10 13

3.123 773 950 1.038 362

80 82 81 78 77

350 43 102 157 48

9 5 9 12 10

102 91 105 109 101

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

586 147 153 145 142

14 16 13 11 20

3.229 710 940 1.056 523

78 79 81 77 74

317 38 72 163 44

8 4 6 12 6

98 90 99 109 90

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.570 642 1.286 4.549

249 88 177 516

16 14 14 11

1.154 487 1.002 3.709

73 76 78 82

168 67 108 324

11 10 8 7

99 101 101 100

Bundesland Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

301 557 1.547 1.345 517 1.201 657 353 1.570

35 73 183 126 82 150 72 60 249

12 13 12 9 16 13 11 17 16

250 440 1.208 1.119 399 984 532 265 1.154

83 79 78 83 77 82 81 75 73

16 43 156 100 36 66 53 29 168

5 8 10 7 7 6 8 8 11

105 99 102 102 99 98 100 104 99

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

872 784 88 157

12 11 23 28

5.949 5.665 284 403

79 80 73 71

663 647 (16) (4)

9 9 (4) (1)

102 103 84 78

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

386 266 120 38

18 9 11 10

1.682 2.425 824 242

78 83 74 60

75 236 174 120

4 8 16 30

90 105 119 139

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

1.438 107 419 912

212 (6) 102 104

15 (6) 24 11

1.106 84 296 726

77 79 71 80

120 (17) 21 82

8 (16) 5 9

95 113 81 99

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

6.610 355 286 1.927

818 66 72 177

12 19 25 9

5.245 251 192 1.464

79 71 67 76

547 39 22 286

8 11 8 15

101 100 94 119

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind. 3 Kinder

4.042 292 1.424 1.575 751

503 70 118 145 170

12 24 8 9 23

3.339 217 1.213 1.355 553

83 74 85 86 74

200 (4) 93 75 28

5 (1) 7 5 4

96 77 109 96 82

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

5.824 2.224

607 423

10 19

4.730 1.622

81 73

488 179

8 8

102 96

niedrig

mittel

hoch Index

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Niedrig: unter der Armutsgefährdungsschwelle (< 60% v. Median-Jahresäquivalenzeinkommen) Mittel: über der Armutsgefährdungsschwelle (60-180% v. Median-Jahr) Hoch: über der dreifachen Armutsgefährdungsschwelle (> 180% v. Median-Jahresäquivalenzeinkommen) Der Index repräsentiert den Medianwert der jeweiligen Bevölkerungsgruppe in % vom Median-Jahresäquivalenzeinkommen der Gesamtbevölkerung.

98


Tabelle 1.4b: Verteilung der Bevölkerung auf niedrige, mittlere und hohe Einkommensklassen nach Erwerbsstatus Population distribution among low, medium and high income classes by activity status Gesamt (=100%) in 1.000

in 1.000

Insgesamt

8.048

1.030

13

6.352

79

667

8

100

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos

3.538 2.955 583 1.733 259

277 215 61 231 83

8 7 10 13 32

2.885 2.404 482 1.318 173

82 81 83 76 67

376 336 40 184 (4)

11 11 7 11 (1)

111 113 103 100 76

661 398

145 75

22 19

496 300

75 75

19 23

3 6

83 96

1.668 682 817

302 77 57

18 11 7

1.242 585 724

74 86 89

125 19 36

7 3 4

92 96 107

25 19 (11) 64

4 5 (3) 14

535 325 254 319

86 80 66 70

62 63 118 71

10 15 31 16

119 129 144 108

195 465 190

25 16 5

526 2.222 3.014

68 78 84

48 175 389

6 6 11

82 91 115

Haushalt in Ausbildung Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte, führende Tätigkeit Selbständige Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit teilweise Erwerbstätigkeit volle Erwerbstätigkeit

623 407 383 454 769 2.863 3.593

niedrig

mittel

hoch Index

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/DienstvertragsnehmerIn befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen <1.000 €

87 423 88 196 99

18 72 (13) 21 22

20 17 (15) 11 22

64 328 59 163 71

73 77 67 83 72

(5) 23 (16) (12) (6)

(6) 6 (19) (6) (6)

93 94 111 103 87

Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 Monate Langzeitarbeitslos >=12 Monate

220 249 178

36 75 59

16 30 33

176 163 112

80 66 63

(8) (11) (8)

(4) (4) (4)

91 79 76

5.144 619 651 1.512 121

393 63 289 217 68

8 10 44 14 56

4.355 429 351 1.170 46

85 69 54 77 38

396 128 (11) 125 (7)

8 21 (2) 8 (6)

104 116 65 95 52

Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Niedrig: unter der Armutsgefährdungsschwelle (< 60% v. Median-Jahresäquivalenzeinkommen) Mittel: über der Armutsgefährdungsschwelle (60-180% v. Median-Jahr) Hoch: über der dreifachen Armutsgefährdungsschwelle (> 180% v. Median-Jahresäquivalenzeinkommen) Der Index repräsentiert den Medianwert der jeweiligen Bevölkerungsgruppe in % vom Median-Jahresäquivalenzeinkommen der Gesamtbevölkerung.

99


Tabelle 1.5a: Median-Einkommensklassen nach soziodemographischen Merkmalen (kumulierte Prozent) Median-income classes by socio-demographic criteria (cumulated percent)

.. % haben bis .. % vom Median

Gesamt (=100%) in 1.000

Prozent des Median-Äquivalenzeinkommens 40%

50%

60%

70%

80%

90%

100% 110% 120% 130% 140% 150% 160% 170% 180% in %

Insgesamt

8.048

4

7

13

20

29

40

50

59

67

74

79

84

87

89

92

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

3 3 3 3 6

6 7 5 5 8

11 13 11 10 13

18 22 17 15 20

27 35 25 22 29

37 49 34 31 40

48 60 45 41 49

57 70 54 51 58

65 77 63 59 66

72 83 70 68 72

78 86 76 73 78

83 90 83 79 83

86 92 86 82 85

89 94 89 86 87

91 95 91 88 90

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

4 5 4 4 6

8 9 8 7 12

14 16 13 11 20

22 25 20 16 29

31 36 30 24 40

42 50 41 32 50

52 60 52 42 60

61 68 62 51 69

69 77 70 59 75

75 83 77 66 80

80 86 82 72 85

85 91 87 79 89

88 93 90 82 90

90 94 92 85 92

92 96 94 88 94

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.570 642 1.286 4.549

5 3 4 3

9 8 8 6

16 14 14 11

24 19 21 18

32 28 29 28

42 39 38 39

51 49 49 50

60 59 58 59

67 68 65 68

73 76 72 75

78 79 77 80

83 83 81 86

84 85 86 88

87 87 88 91

89 90 92 93

Bundesland Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

301 557 1.547 1.345 517 1.201 657 353 1.570

(3) 3 3 3 6 4 2 7 5

(6) 7 6 5 9 8 6 11 9

12 13 12 9 16 13 11 17 16

16 19 19 15 23 21 19 24 24

29 27 28 25 32 31 29 31 32

35 41 38 36 40 42 41 39 42

43 51 48 49 51 53 51 47 51

58 61 56 56 64 63 60 57 60

69 70 63 64 72 73 67 65 67

75 74 70 72 77 81 75 73 73

84 80 74 77 83 85 79 78 78

89 85 82 83 86 89 86 84 83

90 88 84 87 88 91 88 87 84

92 91 87 90 90 93 90 89 87

95 92 90 93 93 94 92 92 89

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

4 4 (3) 6

7 7 (12) 14

12 11 23 28

18 17 32 41

27 26 44 54

38 36 58 65

48 47 68 74

58 57 77 79

66 65 81 87

73 72 86 92

78 77 89 95

83 83 92 97

86 86 93 98

89 88 94 99

91 91 96 99

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

5 3 4 4

10 5 6 7

18 9 11 10

27 15 15 12

38 24 20 14

50 33 27 20

62 44 36 26

70 55 44 33

78 64 51 38

84 72 58 45

88 77 65 50

92 84 73 57

93 87 77 62

95 89 80 67

96 92 84 70

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP

1.438 107 419 912

4 (1) 6 3

9 (4) 15 6

15 (6) 24 11

24 (10) 37 20

34 (18) 49 30

45 (31) 59 40

56 42 68 51

63 49 76 58

70 59 80 66

75 64 85 71

81 68 88 79

85 75 90 83

87 77 92 87

89 80 93 89

92 84 95 91

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

6.610 355 286 1.927

4 8 12 4

7 11 19 6

12 19 25 9

19 24 32 13

28 33 42 18

38 42 47 24

49 51 56 34

58 60 67 44

67 67 73 51

74 75 79 60

78 79 83 67

84 83 89 75

87 85 91 78

89 88 91 82

92 89 92 85

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind. 3 Kinder

4.042 292 1.424 1.575 751

3 10 3 1 3

6 17 5 5 9

12 24 8 9 23

21 37 13 18 33

31 55 20 30 45

44 67 29 44 62

55 75 41 57 71

65 87 51 67 77

73 89 62 76 84

80 91 71 82 88

84 93 76 85 90

89 95 85 90 91

91 96 88 92 92

93 98 91 94 93

95 99 93 95 96

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

5.824 2.224

3 7

5 13

10 19

17 26

26 36

38 44

49 54

58 62

67 68

74 73

79 78

85 84

87 87

89 89

92 92

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Die Einkommensklassen sind nach % des Median-Jahresäquivalenzeinkommens eingeteilt.

100


Tabelle 1.5b: Median-Einkommensklassen nach Erwerbsstatus (kumulierte Prozent) Median-income classes by activity status (cumulated percent)

.. % haben bis .. % vom Median

Gesamt (=100%) in 1.000

Prozent des Median-Äquivalenzeinkommens 40%

50%

60%

70%

80%

90%

100%

110%

120%

130%

140%

150%

160%

170%

180%

in %

Insgesamt

8.048

4

7

13

20

29

40

50

59

67

74

79

84

87

89

92

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.538 2.955 583 1.733 259 661 398

2 2 3 4 9 6 8

4 4 6 8 18 11 13

8 7 10 13 32 22 19

12 12 16 21 42 34 26

19 19 24 30 54 46 34

29 27 36 40 62 58 44

39 38 46 50 73 69 54

49 48 57 59 82 77 62

58 57 67 66 87 83 71

67 65 76 72 90 88 76

73 71 82 78 93 91 81

80 78 88 83 95 93 87

83 82 90 85 96 95 88

87 86 92 87 97 96 91

89 89 93 89 99 97 94

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.668 682 817 623 407 383 454

5 (2) 2 (1) (2) (1) 6

11 (5) 4 (2) (3) (1) 9

18 11 7 4 5 (3) 14

27 19 12 7 7 (5) 18

37 30 21 12 10 7 25

47 41 31 20 18 13 36

58 55 42 31 26 19 43

66 66 54 41 34 27 52

73 76 66 51 43 32 57

78 83 75 61 53 41 63

82 87 81 70 61 47 68

87 92 87 79 71 54 75

89 94 90 83 76 59 78

91 96 93 87 82 65 81

93 97 96 90 85 69 84

8 4 1

17 8 3

25 16 5

37 26 8

47 37 15

57 49 25

64 62 35

72 70 45

76 76 56

81 82 65

86 86 71

90 89 79

92 90 83

93 92 86

94 94 89

87 423 88 196

(7) 6 (6) (3)

(11) 10 (10) (5)

20 17 (15) 11

28 24 (19) 17

33 36 26 27

47 46 38 32

60 57 43 45

67 68 49 58

75 75 58 65

83 81 66 74

87 84 70 83

90 88 75 86

92 91 77 88

93 92 80 91

94 94 81 94

99

99

22

31

44

53

61

67

75

84

87

91

91

93

94

220 249 178

(4) 8 (7)

(8) 18 (20)

16 30 33

24 41 43

39 51 54

49 60 62

59 67 68

69 74 73

79 80 80

84 84 84

87 91 91

92 93 94

94 95 95

95 95 95

96 96 96

1 5 15 4 40

3 7 30 8 48

8 10 44 14 56

14 13 55 24 61

22 21 67 35 73

33 32 77 45 76

45 38 82 56 76

55 48 88 63 81

65 51 90 70 83

73 56 93 75 88

78 60 96 81 88

84 69 97 85 88

87 72 97 88 91

90 75 98 89 93

92 79 98 92 94

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit 769 teilweise Erwerbstätigkeit 2.863 volle Erwerbstätigkeit 3.593 Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftig Werk-/Dienstvertrag befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen <1.000 € Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 M. Langzeitarbeitslos >=6 M. Langzeitarbeitslos >=12 Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen

5.144 619 651 1.512 121

(16)

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Die Einkommensklassen sind nach % des Median-Jahresäquivalenzeinkommens eingeteilt.

101


Tabelle 1.6a: Anteil der Einkommensquellen am Äquivalenzeinkommen nach soziodemographischen Merkmalen Share of income sources in equivalised household income by socio-demographic criteria

Insgesamt

GesamtEinkommen

unselbständige Arbeit

selbständige Arbeit

Sozialleistungen

Private Einkommen

Pensionen

in EUR

in %

in EUR

in %

in EUR

in %

in EUR

in %

in EUR

in %

in EUR

in %

Insgesamt

18.741

100

10.887

58

1.744

9

2.145

11

3.621

19

503

3

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

19.144 16.931 19.443 20.483 19.052

100 100 100 100 100

11.610 11.020 14.173 12.938 2.623

60 65 72 62 14

1.864 1.923 1.910 2.204 675

10 11 10 11 3

2.202 3.032 2.064 2.386 363

11 18 11 11 2

3.191 449 1.044 2.855 15.012

16 3 5 14 78

484 580 408 431 628

3 3 2 2 3

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

18.358 16.704 18.102 20.347 17.037

100 100 100 100 100

10.202 10.824 13.085 11.425 2.329

55 65 72 56 14

1.630 1.802 1.594 1.976 806

9 11 9 10 5

2.092 3.125 2.334 2.078 419

11 19 13 10 2

4.029 406 639 4.504 13.250

22 2 4 22 77

520 583 523 565 352

3 3 3 3 2

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

19.117 19.273 18.943 18.478

100 100 100 100

10.928 10.311 11.372 10.817

56 53 59 58

1.628 1.629 1.354 1.910

8 8 7 10

2.110 2.332 2.145 2.131

11 12 11 11

4.189 4.563 3.815 3.237

22 23 20 17

494 634 442 504

3 3 2 3

Bundesland Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

18.082 18.631 19.215 19.178 18.264 17.630 18.797 18.433 19.117

100 100 100 100 100 100 100 100 100

11.079 10.815 10.643 11.528 11.060 10.313 10.457 11.776 10.928

61 57 55 59 60 58 55 63 56

642 1.560 2.205 1.786 1.904 1.355 2.272 1.418 1.628

4 8 11 9 10 8 12 8 8

1.916 2.311 1.936 2.154 2.276 2.307 2.192 2.294 2.110

11 12 10 11 12 13 12 12 11

4.156 3.584 4.138 3.461 2.660 3.263 3.242 2.377 4.189

23 19 21 18 14 18 17 13 22

275 571 392 448 640 516 700 703 494

2 3 2 2 3 3 4 4 3

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

19.105 19.273 16.040 13.911

100 100 100 100

10.903 10.976 9.567 10.672

57 56 59 76

1.848 1.874 1.361 367

10 10 8 3

2.131 2.084 2.986 2.339

11 11 18 17

3.857 3.954 2.079 494

20 20 13 4

528 548 176 161

3 3 1 1

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

16.317 19.208 21.693 27.588

100 100 100 100

7.981 11.400 13.219 16.684

49 59 60 59

1.247 1.442 2.175 5.035

8 7 10 18

2.082 1.875 1.799 1.611

13 10 8 6

4.744 4.208 3.991 4.065

29 22 18 14

380 462 732 688

2 2 3 2

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

18.217 21.259 15.705 19.014

100 100 100 100

1.283 564 276 1.829

7 3 2 10

229 239 44 313

1 1 0 2

393 261 177 508

2 1 1 3

16.153 19.775 15.066 16.227

88 91 95 84

345 783 250 337

2 4 2 2

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

18.855 19.486 18.010 21.614

100 100 100 100

12.976 13.889 11.888 15.601

68 69 66 71

2.073 3.128 3.030 1.943

11 15 17 9

2.526 2.483 1.972 1.775

13 12 11 8

895 148 588 1.962

5 1 3 9

537 545 641 554

3 3 4 3

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind. 3 Kinder

17.544 13.908 19.461 17.565 15.274

100 100 100 100 100

11.722 6.712 14.371 11.792 8.496

67 48 73 67 56

1.975 631 1.913 2.177 2.193

11 5 10 12 14

2.927 3.976 2.366 2.808 3.834

17 29 12 16 25

474 96 653 449 335

3 1 3 3 2

521 2.532 341 356 425

3 18 2 2 3

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

18.972 18.135

100 100

11.598 9.025

61 49

1.781 1.647

9 9

2.164 2.095

11 11

3.212 4.694

17 26

382 819

2 4

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Eurobeträge beziehen sich auf das arithmetische Mittel des Äquivalenzeinkommens aller Personen in der Gruppe.

102


Tabelle 1.6b: Anteile der Einkommensquellen am Äquivalenzeinkommen nach Erwerbsstatus Share of income sources in equivalised household income by activity status

Insgesamt

GesamtEinkommen

unselbständige Arbeit

selbständige Arbeit

Sozialleistungen

Private Einkommen

Pensionen

in EUR

in %

in EUR

in %

in EUR

in %

in EUR

in %

in EUR

in %

in EUR

in %

Insgesamt

18.741

100

10.887

58

1.744

9

2.145

11

3.621

19

503

3

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

20.617 20.966 18.849 19.129 13.912 15.086 17.153

100 100 100 100 100 100 100

15.327 15.718 13.349 3.397 8.282 8.254 10.589

74 74 70 18 59 54 61

2.376 2.492 1.789 834 362 1.010 1.825

11 12 9 4 3 7 11

1.669 1.564 2.202 1.631 4.483 2.380 2.862

8 7 12 8 32 16 17

1.005 996 1.053 12.957 704 3.137 791

5 5 6 67 5 21 5

436 408 579 532 222 389 1.209

2 2 3 3 2 3 7

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

17.355 17.008 18.818 21.224 22.806 27.445 22.015

100 100 100 100 100 100 100

7.476 13.415 15.166 17.554 19.198 22.991 6.908

43 78 80 82 83 83 31

962 584 805 973 1.072 2.070 11.512

5 3 4 5 5 7 52

3.398 1.997 1.677 1.410 1.503 1.276 1.696

19 12 9 7 7 5 8

5.110 879 989 1.050 809 914 1.413

29 5 5 5 4 3 6

591 284 324 379 442 534 810

3 2 2 2 2 2 4

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit 15.935 teilweise Erwerbstätigkeit 16.884 volle Erwerbstätigkeit 21.310

100 100 100

1.246 9.928 16.081

8 58 75

282 1.496 2.609

2 9 12

3.943 3.119 1.455

24 18 7

9.880 1.911 933

61 11 4

827 547 413

5 3 2

Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/Dienstvertrag befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen <1.000 €

16.726 17.180 23.391 18.944

100 100 100 100

10.543 10.902 10.699 14.085

62 63 45 74

1.361 1.326 8.591 1.131

8 8 36 6

2.822 3.327 2.112 2.374

17 19 9 12

1.520 1.367 959 902

9 8 4 5

718 442 1.347 532

4 3 6 3

16.406

100

10.773

65

1.824

11

2.126

13

1.434

9

525

3

Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 M. Langzeitarbeitslos >=12 M.

16.469 15.027 14.780

100 100 100

11.919 4.966 3.518

71 33 23

635 286 258

4 2 2

3.169 4.563 4.404

19 30 29

691 5.005 6.396

4 33 43

274 379 440

2 2 3

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Eurobeträge beziehen sich auf das arithmetische Mittel des Äquivalenzeinkommens aller Personen in der Gruppe.

103


Tabelle 1.7a: Haupteinkommensquelle nach soziodemographischen Merkmalen Main source of income by socio-demographic criteria Gesamt (=100%) in 1.000

unselbständige Arbeit

selbständige Arbeit

in 1.000

in %

in 1.000

in %

Sozialleistungen in 1.000

in %

private Einkommen

Pensionen in 1.000

in %

in 1.000

in %

1.512

19

121

2

Insgesamt

8.048

5.144

64

619

8

651

8

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

2.622 716 961 883 62

67 76 82 67 13

325 95 95 121 15

8 10 8 9 3

312 92 65 151 (4)

8 10 5 11 (1)

602 22 42 161 377

15 2 4 12 80

55 17 (15) (10) (13)

1 2 (1) (1) (3)

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

2.522 682 933 809 99

61 76 80 59 14

294 82 89 98 25

7 9 8 7 4

340 102 92 134 (11)

8 11 8 10 (2)

910 14 32 301 563

22 2 3 22 79

66 (14) 20 23 (10)

2 (2) 2 2 (1)

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.570 642 1.286 4.549

978 386 829 2.952

62 60 64 65

96 38 66 419

6 6 5 9

172 61 99 320

11 10 8 7

301 144 267 800

19 22 21 18

24 (12) 25 60

2 (2) 2 1

Bundesland Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

301 557 1.547 1.345 517 1.201 657 353 1.570

191 355 957 900 355 774 403 231 978

63 64 62 67 69 64 61 66 62

14 35 169 100 34 80 68 22 96

5 6 11 7 7 7 10 6 6

22 47 87 85 36 104 67 30 172

7 9 6 6 7 9 10 9 11

72 112 324 242 75 221 115 49 301

24 20 21 18 14 18 18 14 19

(3) (6) (9) 16 18 22 (4) 19 24

(1) (1) (1) 1 3 2 (1) 5 2

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

4.681 4.418 263 463

63 62 68 82

599 578 20 20

8 8 5 4

594 534 60 57

8 8 15 10

1.492 1.449 43 20

20 20 11 4

118 116 (2) (3)

2 2 (1) (1)

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

1.120 1.901 745 268

52 65 67 67

132 186 100 56

6 6 9 14

221 193 65 17

10 7 6 4

644 613 173 56

30 21 15 14

27 34 35 (3)

1 1 3 (1)

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

6.610 355 286 1.927

5.134 241 195 1.529

78 68 68 79

619 40 22 154

9 11 8 8

649 63 49 173

10 18 17 9

87 (0) (3) 29

1 (0) (1) 1

121 (11) (17) 42

2 (3) (6) 2

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind. 3 Kinder

4.042 292 1.424 1.575 751

3.169 161 1.193 1.269 546

78 55 84 81 73

402 (9) 112 189 92

10 (3) 8 12 12

364 90 87 93 93

9 31 6 6 12

55 (0) 17 22 16

1 (0) 1 1 2

52 32 14 (3) (3)

1 11 1 (0) (0)

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

5.824 2.224

3.978 1.166

68 52

496 124

9 6

387 265

7 12

911 601

16 27

53 68

1 3

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

104


Tabelle 1.7b: Haupteinkommensquelle nach Erwerbsstatus Main source of income by activity status Gesamt (=100%) in 1.000

unselbständige Arbeit in 1.000

in %

selbständige Arbeit in 1.000

in %

Sozialleistungen in 1.000

in %

Pensionen in 1.000

in %

private Einkommen in 1.000

in %

Insgesamt

8.048

5.144

64

619

8

651

8

1.512

19

121

2

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.538 2.955 583 1.733 259 661 398

2.931 2.468 462 286 152 394 270

83 84 79 17 59 60 68

338 293 45 57 (7) 40 33

10 10 8 3 (3) 6 8

127 85 43 155 89 74 51

4 3 7 9 34 11 13

117 93 23 1.205 (12) 138 15

3 3 4 70 (5) 21 4

26 16 (10) 30 (0) 15 29

1 1 (2) 2 (0) 2 7

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.668 682 817 623 407 383 454

786 598 749 566 377 351 160

47 88 92 91 93 92 35

79 17 21 22 15 17 232

5 2 3 3 4 4 51

333 40 24 (13) (3) (5) 25

20 6 3 (2) (1) (1) 5

427 24 20 18 (10) (8) 29

26 4 2 3 (2) (2) 6

44 (3) (3) (4) (3) (2) (8)

3 (0) (0) (1) (1) (0) (2)

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit teilweise Erwerbstätigkeit volle Erwerbstätigkeit

769 2.863 3.593

60 2.023 3.046

8 71 85

(9) 229 375

(1) 8 10

247 337 61

32 12 2

416 229 95

54 8 3

37 46 17

5 2 0

Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/DienstvertragsnehmerIn befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen <1.000 €

87 423 88 196 99

62 306 47 168 78

71 72 53 86 78

(5) 24 26 (5) (7)

(6) 6 30 (2) (7)

(11) 63 (7) (13) (10)

(13) 15 (7) (7) (10)

(7) 22 (4) (8) (4)

(8) 5 (5) (4) (4)

(2) (8) (4) (2) (1)

(3) (2) (4) (1) (1)

Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 Monate Langzeitarbeitslos >=12 Monate

220 249 178

176 83 41

80 33 23

(7) (3) (2)

(3) (1) (1)

30 90 68

14 36 38

(8) 73 68

(4) 29 38

(0) (0) (0)

(0) (0) (0)

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

105


Tabelle 2.1a: Vorhandensein von Konsumgütern im Haushalt nach soziodemographischen Merkmalen Consumer durables in private households by socio-demographic criteria

... % besitzen ....

Gesamt (=100%) in 1.000

Internet

DVD

Geschirrspülmaschine

PC

PKW

Handy

Telefon

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

Insgesamt

8.048

3.784

47

3.567

44

5.192

65

5.733

71

6.872

85

6.275

78

6.986

87

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

1.935 550 643 655 87

49 58 55 49 18

1.828 513 658 583 74

47 54 56 44 16

2.628 761 875 865 126

67 81 74 65 27

2.838 768 842 961 267

72 82 72 72 57

3.474 866 1.028 1.189 390

89 92 87 90 83

3.016 732 784 1.058 441

77 78 67 80 94

3.512 906 1.121 1.191 294

90 96 95 90 63

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

1.849 506 593 645 104

45 57 51 47 15

1.739 484 614 561 79

42 54 53 41 11

2.564 715 850 856 143

62 80 73 63 20

2.896 715 851 1.023 307

70 80 73 75 43

3.399 821 1.020 1.202 355

82 92 88 88 50

3.259 652 762 1.172 673

79 73 65 86 95

3.474 855 1.124 1.186 310

84 96 97 87 44

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.570 642 1.286 4.549

759 275 574 2.176

48 43 45 48

752 277 549 1.989

48 43 43 44

949 392 775 3.075

60 61 60 68

890 408 904 3.531

57 64 70 78

1.055 496 1.126 4.195

67 77 88 92

1.085 447 965 3.778

69 70 75 83

1.370 555 1.087 3.974

87 86 85 87

Bundesland Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

301 557 1.547 1.345 517 1.201 657 353 1.570

118 233 771 666 258 503 296 182 759

39 42 50 49 50 42 45 51 48

139 226 715 541 183 556 304 150 752

46 41 46 40 35 46 46 43 48

181 366 1.013 898 343 768 447 226 949

60 66 66 67 66 64 68 64 60

227 421 1.185 1.034 391 874 466 245 890

75 76 77 77 76 73 71 69 57

273 505 1.413 1.219 455 1.061 574 317 1.055

91 91 91 91 88 88 87 90 67

237 418 1.290 1.107 397 921 543 277 1.085

79 75 83 82 77 77 83 79 69

242 487 1.328 1.164 435 1.066 585 311 1.370

80 87 86 87 84 89 89 88 87

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

3.677 3.545 132 107

49 50 34 19

3.361 3.205 156 206

45 45 40 36

4.969 4.759 210 222

66 67 54 39

5.508 5.291 217 225

74 75 56 40

6.454 6.175 279 418

86 87 72 74

6.063 5.829 234 212

81 82 60 38

6.478 6.128 350 508

87 86 90 90

höchster Bildungsabschluss max Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

642 1.303 732 289

30 45 65 72

687 1.328 582 198

32 45 52 50

993 1.824 883 339

46 62 79 85

1.233 2.156 870 291

58 74 78 73

1.633 2.574 970 346

76 88 87 87

1.657 2.263 909 348

77 77 81 87

1.606 2.578 1.036 370

75 88 93 93

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

1.438 107 419 912

743 39 133 572

52 36 32 63

958 72 98 789

67 67 23 86

1.339 85 392 863

93 79 94 95

818 54 123 641

57 50 29 70

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

6.610 355 286 1.927

3.539 132 84 895

54 37 29 46

3.339 142 77 879

51 40 27 46

4.839 184 122 1.223

73 52 42 63

4.990 143 142 1.376

75 40 50 71

5.914 229 171 1.721

89 64 60 89

4.936 156 173 1.480

75 44 60 77

6.169 308 234 1.736

93 87 82 90

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind 3 Kinder

4.042 292 1.424 1.575 751

2.428 127 834 1.030 437

60 44 59 65 58

2.241 151 848 891 351

55 52 60 57 47

3.310 209 1.171 1.325 604

82 72 82 84 80

3.329 207 1.178 1.337 606

82 71 83 85 81

3.793 223 1.359 1.507 703

94 77 95 96 94

3.126 172 1.056 1.297 601

77 59 74 82 80

3.891 271 1.376 1.528 715

96 93 97 97 95

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

5.824 2.224

2.864 919

49 41

2.733 834

47 38

3.916 1.276

67 57

4.319 1.414

74 64

5.289 1.583

91 71

4.558 1.717

78 77

5.249 1.737

90 78

245 (5) 20 219

17 (5) 5 24

228 (13) 21 193

16 (12) 5 21

353 (9) 30 313

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

106

25 (9) 7 34


Tabelle 2.1b: Vorhandensein von Konsumgütern im Haushalt nach Erwerbsstatus Consumer durables in private households by activity status

... % besitzen ....

Gesamt (=100%) in 1.000

Internet

DVD

Geschirrspülmaschine

PC

PKW

Handy

Telefon

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

Insgesamt

8.048

3.784

47

3.567

44

5.192

65

5.733

71

6.872

85

6.275

78

6.986

87

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.538 2.955 583 1.733 259 661 398

1.941 1.598 343 397 74 260 294

55 54 59 23 28 39 74

1.886 1.581 305 334 98 259 218

53 53 52 19 38 39 55

2.600 2.150 450 554 138 388 359

73 73 77 32 53 59 90

2.684 2.219 465 976 123 461 307

76 75 80 56 47 70 77

3.215 2.689 526 1.218 179 580 331

91 91 90 70 69 88 83

2.617 2.164 454 1.597 135 519 309

74 73 78 92 52 78 78

3.338 2.786 552 1.084 225 561 382

94 94 95 63 87 85 96

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.668 682 817 623 407 383 454

686 212 385 379 289 281 304

41 31 47 61 71 73 67

637 290 448 341 243 229 228

38 43 55 55 60 60 50

984 362 562 493 352 331 363

59 53 69 79 86 87 80

1.115 397 622 511 339 321 370

67 58 76 82 83 84 82

1.375 563 756 585 380 354 426

82 83 93 94 93 93 94

1.283 389 585 488 332 311 388

77 57 72 78 82 81 85

1.447 627 772 600 388 363 426

87 92 94 96 95 95 94

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit 769 teilweise Erwerbstätigkeit 2.863 volle Erwerbstätigkeit 3.593

205 1.478 2.052

27 52 57

227 1.257 2.040

29 44 57

314 2.057 2.747

41 72 76

467 2.174 2.765

61 76 77

569 2.608 3.286

74 91 91

611 2.200 2.698

79 77 75

592 2.680 3.397

77 94 95

87 423 88 196

57 189 60 102

65 45 68 52

43 192 43 96

50 45 49 49

70 290 75 148

81 68 85 76

71 276 56 133

81 65 64 68

68 345 74 156

78 82 84 80

66 272 62 137

76 64 71 70

83 392 84 180

95 93 96 92

99

41

41

41

41

58

58

58

59

73

74

69

70

89

89

220 249 178

71 72 45

32 29 25

94 78 56

43 32 31

120 112 72

55 45 41

126 117 80

57 47 45

171 164 116

78 66 65

117 174 127

53 70 72

202 198 137

92 80 77

5.144 619 651 1.512 121

2.788 438 205 293 60

54 71 31 19 50

2.717 314 230 255 50

53 51 35 17 42

3.838 531 348 402 72

75 86 53 27 59

3.921 536 383 807 87

76 87 59 53 72

4.711 590 448 1.031 92

92 95 69 68 76

3.783 559 428 1.414 90

74 90 66 94 74

4.866 590 553 878 99

95 95 85 58 82

Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/Dienstvertrag befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen <1.000 € Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 M. Langzeitarbeitslos >=12 M. Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

107


Tabelle 2.2a: Aus finanziellen Gründen fehlende Konsumgüter nach soziodemographischen Merkmalen Lack of consumer durables for financial reasons by socio-demographic criteria

... % können sich nicht leisten ...

Gesamt (=100%) in 1.000

Internet in 1.000

in %

DVD in 1.000

Geschirrspülmaschine

PC

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

PKW in 1.000

Handy

Telefon

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

Insgesamt

8.048

928

12

726

9

572

7

546

7

418

5

385

5

187

2

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

451 136 153 135 29

12 14 13 10 6

353 100 108 119 27

9 11 9 9 6

279 74 87 94 25

7 8 7 7 5

268 68 90 91 19

7 7 8 7 4

191 52 71 58 (10)

5 6 6 4 (2)

193 56 70 60 (6)

5 6 6 5 (1)

79 (13) (15) 32 19

2 (1) (1) 2 4

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

477 133 166 130 48

12 15 14 10 7

373 93 119 112 49

9 10 10 8 7

293 67 98 85 44

7 7 8 6 6

278 63 94 66 54

7 7 8 5 8

227 41 73 61 52

6 5 6 4 7

192 59 85 42 (5)

5 7 7 3 (1)

108 (12) (12) 42 42

3 (1) (1) 3 6

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.570 642 1.286 4.549

242 90 167 430

15 14 13 9

188 71 132 336

12 11 10 7

180 44 115 233

11 7 9 5

210 42 86 207

13 7 7 5

215 53 60 91

14 8 5 2

136 26 78 145

9 4 6 3

63 (13) 41 69

4 (2) 3 2

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

704 613 91 224

9 9 23 40

578 495 83 148

8 7 21 26

415 346 69 157

6 5 18 28

386 315 72 160

5 4 18 28

330 284 46 88

4 4 12 16

270 229 40 115

4 3 10 20

147 133 15 40

2 2 4 7

höchster Bildungsabschluss max Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

316 316 69 18

15 11 6 4

252 240 62 22

12 8 6 5

218 193 37 (7)

10 7 3 (2)

223 171 35 (12)

10 6 3 (3)

165 123 52 (9)

8 4 5 (2)

130 126 33 (5)

6 4 3 (1)

104 52 (8) (3)

5 2 (1) (1)

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

1.438 107 419 912

6 (7) 9 4

77 (7) 35 35

5 (7) 8 4

80 (6) 36 37

6 (6) 9 4

79 (7) 50 22

5 (6) 12 2

(14) (4) (3) (7)

(1) (4) (1) (1)

69 (6) 33 30

5 (6) 8 3

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

6.610 355 286 1.927

839 66 47 202

13 19 16 10

646 61 39 157

10 17 14 8

495 53 39 134

7 15 14 7

466 52 28 134

7 15 10 7

340 53 39 86

5 15 14 4

370 42 23 87

6 12 8 5

118 (17) (17) 36

2 (5) (6) 2

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind 3 Kinder

4.042 292 1.424 1.575 751

524 72 174 154 124

13 25 12 10 16

390 52 119 110 109

10 18 8 7 14

268 40 76 77 75

7 14 5 5 10

252 34 86 60 72

6 12 6 4 10

162 45 41 39 37

4 15 3 2 5

218 41 73 63 42

5 14 5 4 6

49 (9) (12) (13) 15

1 (3) (1) (1) 2

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

5.824 2.224

633 295

11 13

493 233

8 10

376 196

6 9

364 182

6 8

227 191

4 9

261 123

4 6

110 77

2 3

89 (8) 36 45

6 (8) 9 5

80 (7) 36 37

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

108


Tabelle 2.2b: Aus finanziellen Gründen fehlende Konsumgüter nach Erwerbsstatus Lack of consumer durables for financial reasons by activity status

... % können sich nicht leisten ...

Gesamt (=100%) in 1.000

Internet in 1.000

in %

DVD in 1.000

Geschirrspülmaschine

PC

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

PKW in 1.000

Telefon

in %

in 1.000

Handy

in %

Insgesamt

8.048

928

12

726

9

572

7

546

7

418

5

385

5

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.538 2.955 583 1.733 259 661 398

372 311 61 127 82 98 40

11 11 10 7 32 15 10

275 229 45 118 65 73 43

8 8 8 7 25 11 11

220 186 35 110 48 61 (14)

6 6 6 6 19 9 (4)

198 169 29 105 63 55 20

6 6 5 6 24 8 5

132 103 29 97 51 35 34

4 4 5 6 19 5 9

155 133 22 29 48 43 19

4 5 4 2 18 7 5

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.668 682 817 623 407 383 454

242 141 99 44 18 (12) 27

15 21 12 7 4 (3) 6

199 99 66 32 16 14 30

12 15 8 5 4 4 7

157 93 61 25 (7) (5) (15)

9 14 7 4 (2) (1) (3)

160 93 53 (11) (7) (7) (9)

10 14 6 (2) (2) (2) (2)

143 61 37 (8) (6) (4) (3)

9 9 5 (1) (2) (1) (1)

114 65 37 19 (8) (6) (8)

97 403 366

13 14 10

80 343 245

10 12 7

73 249 192

9 9 5

8 8 5

90 134 133

12 5 4

54 170 149

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit 769 teilweise Erwerbstätigkeit 2.863 volle Erwerbstätigkeit 3.593 Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/Dienstvertrag befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen <1.000 € Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 M. Langzeitarbeitslos >=12 M. Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen

61 236 186

in 1.000 187

in %

2

42 33 (9) 83 20 19 (2)

1 1 (2) 5 8 3 (0)

7 9 5 3 (2) (2) (2)

61 20 (11) (4) (1) (2) (2)

4 3 (1) (1) (0) (0) (1)

7 6 4

41 54 38

5 2 1

87 423 88 196

(7) 75 (6) 31

(7) 18 (7) 16

(10) 59 (11) 25

(12) 14 (12) 13

(2) 42 (5) (15)

(2) 10 (6) (8)

(5) 53 (9) 23

(6) 12 (10) 12

(10) 41 (4) 19

(11) 10 (4) 10

(4) 41 (4) 16

(5) 10 (5) 8

(0) (15) (1) (6)

(0) (3) (1) (3)

99

24

24

19

19

17

18

17

17

18

18

(7)

(7)

(4)

(4)

220 249 178

48 59 39

22 24 22

33 48 32

15 19 18

29 43 31

13 17 17

34 47 31

16 19 17

24 43 29

11 17 16

25 30 21

12 12 12

(10) 16 (12)

(5) 6 (7)

618 30 178 89 (14)

12 5 27 6 (12)

469 36 129 80 (12)

9 6 20 5 (10)

349 (17) 118 76 (12)

7 (3) 18 5 (10)

335 (16) 111 78 (5)

7 (3) 17 5 (4)

200 (4) 122 77 (15)

4 (1) 19 5 (12)

254 (13) 101 15 (1)

5 (2) 16 1 (1)

68 (3) 43 67 (5)

1 (1) 7 4 (4)

5.144 619 651 1.512 121

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

109


Tabelle 2.3a: Finanziell bedingte Einschränkungen bei Grundbedürfnissen nach soziodemographischen Merkmalen Financial restrictions on basic requirements by socio-demographic criteria

... % können sich nicht leisten ...

Gesamt (=100%) in 1.000

Urlaub zu machen

unerwartete Ausgaben zu tätigen

jeden 2.Tag Fleisch, Fisch zu essen

neue Kleider zu kaufen

Ist mit Zahlungen im Rückstand

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

die Wohnung angemessen warm zu halten in 1.000

Insgesamt

8.048

2.032

25

1.633

20

749

9

675

8

243

3

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

961 289 308 282 82

25 31 26 21 17

749 212 244 237 56

19 22 21 18 12

342 91 104 113 33

9 10 9 9 7

313 93 96 97 26

8 10 8 7 6

129 44 53 30 (3)

3 5 4 2 (1)

75 20 20 28 (7)

2 2 2 2 (1)

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

1.070 267 303 309 191

26 30 26 23 27

884 200 255 253 176

21 22 22 19 25

407 87 106 129 85

10 10 9 9 12

362 77 96 117 72

9 9 8 9 10

114 38 50 21 (5)

3 4 4 2 (1)

90 12 19 33 26

2 1 2 2 4

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.570 642 1.286 4.549

381 170 299 1.182

24 26 23 26

463 149 256 766

29 23 20 17

168 53 165 363

11 8 13 8

204 81 108 282

13 13 8 6

114 22 39 69

7 3 3 2

56 16 27 66

4 3 2 1

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

1.782 1.636 146 249

24 23 38 44

1.371 1.204 166 263

18 17 43 47

625 572 54 124

8 8 14 22

546 470 76 130

7 7 20 23

192 157 35 51

3 2 9 9

130 114 16 35

2 2 4 6

höchster Bildungsabschluss max Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

737 654 170 33

34 22 15 8

591 523 161 33

28 18 14 8

295 243 57 16

14 8 5 4

279 202 55 (15)

13 7 5 (4)

68 78 26 (3)

3 3 2 (1)

75 54 (14) (5)

3 2 (1) (1)

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

1.438 107 419 912

303 (14) 125 165

21 (13) 30 18

257 (13) 132 112

18 (12) 32 12

140 (8) 64 69

10 (7) 15 8

114 (8) 57 49

8 (7) 14 5

(8) (2) (1) (5)

(1) (2) (0) (1)

39 (3) 24 12

3 (3) 6 1

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

6.610 355 286 1.927

1.728 98 81 417

26 28 28 22

1.377 104 93 359

21 29 32 19

609 51 42 145

9 14 15 8

562 48 47 135

8 13 16 7

235 31 (17) 34

4 9 (6) 2

126 (16) (16) 29

2 (4) (6) 2

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind 3 Kinder

4.042 292 1.424 1.575 751

1.132 133 327 383 288

28 46 23 24 38

821 121 251 247 202

20 41 18 16 27

372 55 128 109 80

9 19 9 7 11

333 58 99 106 70

8 20 7 7 9

154 22 41 53 37

4 8 3 3 5

65 15 25 20 (6)

2 5 2 1 (1)

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

5.824 2.224

1.398 633

24 28

1.072 561

18 25

458 292

8 13

409 266

7 12

159 84

3 4

92 73

2 3

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

110

165

in %

2


Tabelle 2.3b: Finanziell bedingte Einschränkungen bei Grundbedürfnissen nach Erwerbsstatus Financial restrictions on basic requirements by activity status

... % können sich nicht leisten ...

Gesamt (=100%) in 1.000

Urlaub zu machen

unerwartete Ausgaben zu tätigen

jeden 2.Tag Fleisch, Fisch zu essen

neue Kleider zu kaufen

Ist mit Zahlungen im Rückstand

die Wohnung angemessen warm zu halten

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

Insgesamt

8.048

2.032

25

1.633

20

749

9

675

8

243

3

165

2

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.538 2.955 583 1.733 259 661 398

765 624 142 380 141 208 100

22 21 24 22 54 31 25

617 514 103 318 142 160 72

17 17 18 18 55 24 18

259 223 37 172 61 75 44

7 8 6 10 24 11 11

228 187 42 144 70 72 35

6 6 7 8 27 11 9

94 81 (13) 20 33 19 (7)

3 3 (2) 1 13 3 (2)

60 51 (9) 42 21 14 (10)

2 2 (2) 2 8 2 (3)

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.668 682 817 623 407 383 454

499 240 194 96 53 37 85

30 35 24 15 13 10 19

419 223 142 71 40 34 60

25 33 17 11 10 9 13

218 87 70 38 (10) (13) 16

13 13 9 6 (3) (3) 4

205 95 47 19 (14) (9) 18

12 14 6 3 (4) (2) 4

68 36 19 (11) (6) (4) (9)

4 5 2 (2) (1) (1) (2)

45 24 (13) (5) (2) (4) (7)

3 4 (2) (1) (1) (1) (1)

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit teilweise Erwerbstätigkeit volle Erwerbstätigkeit

769 2.863 3.593

212 878 747

28 31 21

195 669 590

25 23 16

108 298 244

14 10 7

106 268 219

14 9 6

20 131 85

3 5 2

24 49 64

3 2 2

87 423 88 196

24 154 18 65

27 36 20 33

(16) 137 17 49

(19) 32 19 25

(10) 48 (7) 22

(11) 11 (8) 11

(10) 63 (7) 30

(12) 15 (8) 16

(2) 36 (5) (11)

(2) 9 (6) (6)

(2) 17 (3) (8)

(2) 4 (3) (4)

99

42

42

34

34

(14)

(14)

17

17

(6)

(6)

(4)

(4)

220 249 178

100 109 75

45 44 42

76 111 77

34 44 43

31 59 48

14 24 27

39 64 47

18 26 26

21 20 (10)

9 8 (5)

(8) 21 (14)

(3) 8 (8)

5.144 619 651 1.512 121

1.280 94 311 322 25

25 15 48 21 21

985 83 288 260 18

19 13 44 17 15

432 26 136 143 (12)

8 4 21 9 (10)

380 (17) 156 116 (6)

7 (3) 24 8 (5)

152 (11) 70 (11) (0)

3 (2) 11 (1) (0)

87 (4) 30 41 (3)

2 (1) 5 3 (2)

Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/Dienstvertrag befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen <1.000 € Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >= 6 Monate Langzeitarbeitslos >= 12 Monate Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

111


Tabelle 3.1a: Rechtsverhältnis an der Wohnung nach soziodemographischen Merkmalen Accommodation tenure status by socio-demographic criteria Gesamt (=100%) in 1.000

Hauseigentum

Wohnungseigentum

Gemeindewohnung

Genossenschaft

sonstige Haupt-/Untermiete

mietfreie Wohnung/Haus

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

Insgesamt

8.048

3.951

49

775

10

587

7

854

11

1.411

18

470

6

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

2.007 495 529 729 254

51 52 45 55 54

358 94 99 118 48

9 10 8 9 10

264 60 84 91 29

7 6 7 7 6

393 103 123 127 40

10 11 10 10 9

681 150 283 213 34

17 16 24 16 7

212 41 59 49 64

5 4 5 4 14

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

1.944 439 485 707 313

47 49 42 52 44

417 72 113 155 76

10 8 10 11 11

323 75 87 110 51

8 8 7 8 7

461 100 143 145 73

11 11 12 11 10

730 168 286 194 82

18 19 25 14 12

258 39 51 54 114

6 4 4 4 16

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.570 642 1.286 4.549

104 111 556 3.180

7 17 43 70

161 147 191 276

10 23 15 6

381 47 70 90

24 7 5 2

247 141 203 263

16 22 16 6

647 163 205 395

41 25 16 9

30 33 62 346

2 5 5 8

Bundesland Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

301 557 1.547 1.345 517 1.201 657 353 1.570

249 330 1.050 771 260 699 301 188 104

83 59 68 57 50 58 46 53 7

(7) 34 106 87 77 121 133 50 161

(2) 6 7 6 15 10 20 14 10

(1) (10) 56 25 33 43 35 (3) 381

(0) (2) 4 2 6 4 5 (1) 24

(11) 64 116 189 61 122 17 27 247

(4) 12 7 14 12 10 3 8 16

17 72 146 138 67 137 118 68 647

6 13 9 10 13 11 18 19 41

16 46 74 135 19 79 54 17 30

5 8 5 10 4 7 8 5 2

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

3.898 3.842 56 53

52 54 14 9

752 709 43 23

10 10 11 4

535 461 74 52

7 6 19 9

788 724 64 66

11 10 16 12

1.064 926 138 346

14 13 36 61

446 433 (14) 24

6 6 (4) 4

höchster Bildungsabschluss max Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

1.067 1.499 503 152

50 51 45 38

135 270 157 80

6 9 14 20

183 220 67 (13)

9 8 6 (3)

205 343 114 26

10 12 10 6

360 448 229 113

17 15 21 28

195 146 48 (16)

9 5 4 (4)

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalt

1.438 107 419 912

626 33 99 494

44 31 24 54

181 (12) 68 100

13 (12) 16 11

111 (12) 45 53

8 (11) 11 6

164 (17) 54 93

11 (16) 13 10

165 (13) 72 79

11 (12) 17 9

192 (18) 80 93

13 (17) 19 10

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

6.610 355 286 1.927

3.325 64 37 1.072

50 18 13 56

595 41 52 131

9 12 18 7

477 49 42 135

7 14 15 7

690 43 55 170

10 12 19 9

1.246 134 88 347

19 38 31 18

278 24 (12) 73

4 7 (4) 4

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind 3 Kinder

4.042 292 1.424 1.575 751

2.152 60 736 896 459

53 21 52 57 61

371 35 125 174 38

9 12 9 11 5

251 48 91 63 49

6 16 6 4 7

421 60 154 148 60

10 20 11 9 8

677 78 260 218 121

17 27 18 14 16

169 (11) 58 76 24

4 (4) 4 5 3

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

5.824 2.224

3.087 864

53 39

519 256

9 12

349 238

6 11

578 275

10 12

962 449

17 20

329 141

6 6

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

112


Tabelle 3.1b: Rechtsverhältnis an der Wohnung nach Erwerbsstatus Accommodation tenure status by activity status Gesamt (=100%) in 1.000

Hauseigentum

Wohnungseigentum

Gemeindewohnung

Genossenschaft

sonstige Haupt-/Untermiete

mietfreie Wohnung/Haus

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

Insgesamt

8.048

3.951

49

775

10

587

7

854

11

1.411

18

470

6

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.538 2.955 583 1.733 259 661 398

1.773 1.477 296 835 63 357 193

50 50 51 48 24 54 49

336 274 63 194 20 48 44

10 9 11 11 8 7 11

233 189 44 138 49 37 27

7 6 8 8 19 6 7

370 304 66 179 43 67 28

10 10 11 10 16 10 7

690 599 91 188 77 104 91

20 20 16 11 30 16 23

135 112 23 199 (8) 47 15

4 4 4 11 (3) 7 4

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.668 682 817 623 407 383 454

770 245 437 325 203 176 294

46 36 54 52 50 46 65

159 43 58 78 52 66 28

10 6 7 12 13 17 6

156 74 52 43 16 (14) 16

9 11 6 7 4 (4) 4

185 78 105 65 40 40 25

11 12 13 10 10 11 5

312 206 128 91 84 76 78

19 30 16 15 21 20 17

86 34 37 22 (11) (10) 14

5 5 5 4 (3) (3) 3

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit 769 teilweise Erwerbstätigkeit 2.863 volle Erwerbstätigkeit 3.593

290 1.484 1.884

38 52 52

100 240 330

13 8 9

92 187 240

12 7 7

95 316 343

12 11 10

137 518 659

18 18 18

55 117 137

7 4 4

87 423 88 196

38 172 23 85

43 41 26 43

(13) 30 17 19

(14) 7 19 10

(10) 47 (7) (14)

(11) 11 (8) (7)

(7) 55 (12) 22

(8) 13 (14) 11

(17) 97 29 48

(20) 23 33 25

(3) 22 (1) (9)

(3) 5 (1) (4)

99

48

48

(4)

(4)

(10)

(10)

(8)

(8)

24

25

(5)

(5)

220 249 178

72 66 46

33 27 26

(13) 28 24

(6) 11 14

28 40 24

13 16 13

34 33 23

16 13 13

63 66 48

29 26 27

(10) (15) (13)

(5) (6) (7)

5.144 619 651 1.512 121

2.560 430 218 688 55

50 70 33 45 45

494 30 60 185 (7)

10 5 9 12 (6)

329 (10) 131 111 (7)

6 (2) 20 7 (6)

574 30 75 165 (10)

11 5 12 11 (8)

981 99 131 169 30

19 16 20 11 25

206 21 37 195 (12)

4 3 6 13 (10)

Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/Dienstvertrag befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen <1.000 € Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 Monate Langzeitarbeitslos >=12 M. Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

113


Tabelle 3.2a: Wohnprobleme nach soziodemographischen Merkmalen Housing problems by socio-demographic criteria

Gesamt (=100%) in 1.000

Lärm

Feuchtigkeit, Schimmel

Kriminalität, Vandalismus

Luft-, Umweltverschmutzung

Überbelag

kein Bad/WC

dunkle Räume

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

211

3

455

6

2 2 3 3 (1)

217 46 79 69 24

6 5 7 5 5

Insgesamt

8.048

1.719

21

802

10

797

10

768

10

576

7

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

821 187 239 288 107

21 20 20 22 23

375 84 136 120 36

10 9 12 9 8

377 91 115 127 43

10 10 10 10 9

366 74 101 141 51

9 8 9 11 11

283 106 97 72 (8)

7 11 8 5 (2)

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

898 171 246 325 155

22 19 21 24 22

428 102 125 129 72

10 11 11 9 10

420 83 122 147 68

10 9 10 11 10

401 73 111 152 65

10 8 10 11 9

293 110 113 58 (12)

7 12 10 4 (2)

115 22 23 33 37

3 2 2 2 5

237 49 70 78 39

6 6 6 6 6

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.570 642 1.286 4.549

438 222 270 790

28 35 21 17

201 85 105 412

13 13 8 9

375 122 119 181

24 19 9 4

207 124 138 299

13 19 11 7

276 85 85 129

18 13 7 3

121 19 24 47

8 3 2 1

172 41 50 192

11 6 4 4

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

1.584 1.502 82 135

21 21 21 24

696 634 62 106

9 9 16 19

731 679 52 66

10 10 13 12

716 679 37 51

10 10 10 9

351 239 112 225

5 3 29 40

133 100 33 78

2 1 8 14

381 337 43 74

5 5 11 13

höchster Bildungsabschluss max Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

461 641 243 93

22 22 22 23

255 258 105 38

12 9 9 10

176 297 142 50

8 10 13 13

188 281 133 55

9 10 12 14

187 150 52 (9)

9 5 5 (2)

111 49 18 (5)

5 2 2 (1)

158 129 74 17

7 4 7 4

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

1.438 107 419 912

352 24 95 233

24 22 23 26

136 (8) 46 82

9 (7) 11 9

158 (11) 51 96

11 (10) 12 11

158 (11) 33 114

11 (11) 8 12

25 (1) (2) 22

2 (1) (0) 2

47 (3) 33 (11)

3 (3) 8 (1)

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

6.610 355 286 1.927

1.367 78 79 438

21 22 27 23

666 47 41 198

10 13 14 10

639 50 46 192

10 14 16 10

609 38 38 208

9 11 13 11

551 (3) (1) 118

8 (1) (0) 6

164 25 (11) 54

2 7 (4) 3

372 34 25 116

6 10 9 6

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind 3 Kinder

4.042 292 1.424 1.575 751

774 61 292 293 128

19 21 20 19 17

380 23 116 145 96

9 8 8 9 13

351 41 118 115 77

9 14 8 7 10

325 29 133 114 50

8 10 9 7 7

428 20 128 136 143

11 7 9 9 19

75 (4) 17 34 20

2 (1) 1 2 3

197 19 68 68 43

5 6 5 4 6

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

5.824 2.224

1.156 564

20 25

540 263

9 12

537 260

9 12

531 237

9 11

446 130

8 6

142 69

2 3

294 160

5 7

Rechtsverhältnis an der Wohnung Hauseigentum Wohnungseigentum Gemeindewohnung Genossenschaftswohnung sonst Haupt-/Untermiete mietfreie Wohnung/Haus

3.951 775 587 854 1.411 470

705 156 171 201 403 82

18 20 29 24 29 17

303 51 76 63 261 49

8 7 13 7 19 10

213 108 146 123 188 18

5 14 25 14 13 4

313 78 74 80 190 33

8 10 13 9 13 7

55 37 104 65 296 20

1 5 18 8 21 4

26 (10) (16) (7) 134 18

1 (1) (3) (1) 10 4

130 40 54 19 184 28

3 5 9 2 13 6

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

114

96 16 31 44 (5)

82 (5) 27 50

6 (5) 6 6


Tabelle 3.2b: Wohnprobleme nach Erwerbsstatus Housing problems by activity status

Gesamt (=100%) in 1.000

Lärm

Feuchtigkeit, Schimmel

Kriminalität, Vandalismus

Luft-, Umweltverschmutzung

Überbelag

kein Bad/WC

dunkle Räume in 1.000

in %

3

455

6

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000 211

in %

Insgesamt

8.048

1.719

21

802

10

797

10

768

10

576

7

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.538 2.955 583 1.733 259 661 398

746 615 130 427 69 121 77

21 21 22 25 27 18 19

334 290 45 163 54 68 36

9 10 8 9 21 10 9

342 286 56 188 34 55 46

10 10 10 11 13 8 12

329 275 54 199 30 53 46

9 9 9 12 11 8 11

237 205 32 31 42 61 27

7 7 5 2 16 9 7

82 69 (13) 54 (18) 20 (8)

2 2 (2) 3 (7) 3 (2)

192 164 28 94 35 33 24

5 6 5 5 14 5 6

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.668 682 817 623 407 383 454

395 164 161 127 70 95 86

24 24 20 20 17 25 19

193 88 78 38 41 32 40

12 13 9 6 10 8 9

188 61 72 56 40 56 39

11 9 9 9 10 15 9

195 67 59 58 37 44 46

12 10 7 9 9 11 10

121 112 47 18 (14) (10) 18

7 16 6 3 (3) (3) 4

55 45 (9) (4) (4) (3) (11)

3 7 (1) (1) (1) (1) (2)

113 60 35 23 22 25 19

7 9 4 4 5 7 4

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit 769 teilweise Erwerbstätigkeit 2.863 volle Erwerbstätigkeit 3.593

206 606 721

27 21 20

81 342 307

11 12 9

114 262 335

15 9 9

102 261 336

13 9 9

24 285 257

3 10 7

27 59 85

4 2 2

51 158 205

7 6 6

87 423 88 196

21 101 21 43

24 24 24 22

(11) 57 (7) 28

(12) 13 (8) 14

(10) 35 (17) 17

(12) 8 (20) 9

(8) 46 (13) 17

(9) 11 (14) 9

(2) 49 (3) 20

(2) 12 (4) 10

(1) (12) (1) (8)

(1) (3) (1) (4)

(5) 34 (9) (11)

(6) 8 (10) (6)

99

22

22

(12)

(12)

(10)

(10)

(9)

(9)

19

19

(7)

(7)

(6)

(6)

220 249 178

54 59 45

24 24 25

35 40 26

16 16 15

23 37 29

10 15 17

18 33 25

8 13 14

28 23 (13)

13 9 (7)

(9) (12) (10)

(4) (5) (6)

23 28 20

10 11 11

5.144 619 651 1.512 121

1.043 117 161 373 25

20 19 25 25 21

502 54 96 142 (9)

10 9 15 9 (7)

481 56 92 158 (9)

9 9 14 10 (8)

454 65 75 165 (9)

9 11 11 11 (7)

426 25 91 32 (2)

8 4 14 2 (1)

117 (7) 35 50 (3)

2 (1) 5 3 (2)

282 28 56 82 (6)

5 5 9 5 (5)

Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/Dienstvertrag befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen <1.000 € Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 M. Langzeitarbeitslos >=12 M. Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

115


Tabelle 3.3: Wohnzufriedenheit nach soziodemographischen Merkmalen Satisfaction with housing by socio-demographic criteria Gesamt (=100%) in 1.000

sehr/ziemlich unzufrieden

eher unzufrieden

eher zufrieden

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

166

3

311

5

717

in %

sehr/ziemlich zufrieden

arithm. Mittel

in 1.000

in %

13

4.489

79

5,1

Insgesamt

5.684

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

2.614 133 916 1.143 422

76 (5) 41 28 (2)

3 (4) 4 2 (1)

129 (6) 70 45 (8)

5 (4) 8 4 (2)

351 16 136 154 45

13 12 15 13 11

2.059 106 669 917 367

79 80 73 80 87

5,1 5,1 5,0 5,2 5,4

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.070 137 1.016 1.258 658

90 (4) 46 31 (9)

3 (3) 5 2 (1)

183 (13) 88 49 33

6 (9) 9 4 5

367 22 121 134 90

12 16 12 11 14

2.430 98 762 1.044 526

79 71 75 83 80

5,2 5,0 5,0 5,3 5,2

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.186 488 894 3.116

72 23 30 41

6 5 3 1

124 34 48 105

10 7 5 3

204 79 105 329

17 16 12 11

786 352 710 2.641

66 72 79 85

4,7 5,0 5,1 5,3

Bundesland Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

209 393 1.095 977 344 813 433 235 1.186

(4) (7) 18 20 (5) 19 (11) (10) 72

(2) (2) 2 2 (1) 2 (3) (4) 6

(7) 17 52 44 (11) 34 (15) (7) 124

(3) 4 5 5 (3) 4 (4) (3) 10

17 55 119 123 40 84 52 25 204

8 14 11 13 12 10 12 11 17

182 315 906 789 288 676 354 193 786

87 80 83 81 84 83 82 82 66

5,5 5,2 5,3 5,2 5,3 5,3 5,3 5,2 4,7

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

5.301 5.038 263 383

108 87 21 58

2 2 8 15

257 230 27 55

5 5 10 14

639 601 37 79

12 12 14 21

4.298 4.121 177 191

81 82 68 50

5,2 5,2 4,7 4,2

höchster Bildungsabschluss max Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

1.866 2.521 957 340

85 55 20 (6)

5 2 2 (2)

100 130 63 19

5 5 7 6

285 277 119 37

15 11 12 11

1.396 2.059 755 279

75 82 79 82

5,0 5,2 5,2 5,3

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

1.317 107 418 793

(14) (1) (8) (5)

(1) (1) (2) (1)

4 (2) 6 3

159 (10) 70 79

12 (9) 17 10

1.090 94 314 682

83 88 75 86

5,3 5,3 5,0 5,4

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

4.367 355 286 1.592

151 (17) (10) 46

3 (5) (3) 3

258 30 32 84

6 8 11 5

559 91 42 189

13 26 15 12

3.399 217 202 1.274

78 61 71 80

5,1 4,7 4,9 5,2

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind 3 Kinder

2.134 138 899 788 308

78 (10) 28 27 13

4 (7) 3 3 4

112 (10) 46 30 26

5 (7) 5 4 8

237 18 98 91 30

11 13 11 12 10

1.706 101 726 640 239

80 73 81 81 78

5,2 4,9 5,2 5,2 5,1

Rechtsverhältnis an der Wohnung Hauseigentum Wohnungseigentum Gemeindewohnung Genossenschaftswohnung sonst Haupt-/Untermiete mietfreie Wohnung/Haus

2.650 572 437 609 1.047 369

(11) (9) 30 (11) 95 (10)

(0) (1) 7 (2) 9 (3)

47 24 54 40 134 (12)

2 4 12 7 13 (3)

203 58 93 95 228 41

8 10 21 16 22 11

2.390 482 260 463 590 305

90 84 60 76 56 83

5,5 5,3 4,5 5,0 4,5 5,2

54 (2) 25 26

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Nur auskunftsbereite Personen ab 16 Jahren, fehlende Fälle wurden nicht imputiert 6 = sehr zufrieden, 1 = sehr unzufrieden

116


Tabelle 3.4a: Subjektive Wohnkostenbelastung und Anteil der gesamten Wohnkosten am Äquivalenzeinkommen Self-perceived financial burden and share of housing costs in equivalised household income keine Belastung

starke Belastung

Wohnkostenanteil >25%

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

arithm. Mittel in EUR

Anteil in %

Gewisse Belastung

Gesamt (=100%) in 1.000

in 1.000

in %

in 1.000

Wohnkosten 1)

Insgesamt

8.048

2.142

27

4.770

59

1.113

14

1.377

17

2.081

11

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

1.046 193 304 368 181

27 20 26 28 39

2.322 569 701 797 254

59 60 60 60 54

536 176 169 157 34

14 19 14 12 7

597 143 233 163 59

15 15 20 12 12

2.023 1.756 2.250 1.996 2.068

11 10 12 10 11

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

1.096 177 274 396 248

27 20 24 29 35

2.448 561 712 792 383

59 63 61 58 54

577 152 176 173 76

14 17 15 13 11

779 167 251 219 141

19 19 22 16 20

2.135 1.885 2.323 2.166 2.084

12 11 13 11 12

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.570 642 1.286 4.549

467 166 295 1.214

30 26 23 27

826 356 803 2.785

53 56 62 61

273 118 181 541

17 18 14 12

440 173 273 492

28 27 21 11

3.114 2.703 2.241 1.591

16 14 12 9

Bundesland Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

301 557 1.547 1.345 517 1.201 657 353 1.570

109 99 308 357 165 368 206 63 467

36 18 20 27 32 31 31 18 30

154 376 1.011 806 294 699 396 207 826

51 68 65 60 57 58 60 59 53

38 82 214 182 58 129 54 82 273

13 15 14 14 11 11 8 23 17

25 81 181 164 108 171 116 91 440

8 15 12 12 21 14 18 26 28

1.360 1.974 1.642 1.833 2.033 1.698 2.167 2.346 3.114

8 11 9 10 11 10 12 13 16

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

2.035 1.965 70 106

27 28 18 19

4.475 4.262 212 295

60 60 55 52

951 847 105 162

13 12 27 29

1.192 1.085 107 185

16 15 27 33

2.046 2.015 2.611 2.545

11 10 16 18

höchster Bildungsabschluss max Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

548 817 353 139

26 28 32 35

1.259 1.744 631 232

59 60 56 58

332 363 126 28

16 12 11 7

396 445 206 68

18 15 18 17

1.931 2.087 2.425 2.764

12 11 11 10

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

1.438 107 419 912

535 50 164 320

37 47 39 35

759 49 201 508

53 46 48 56

144 (7) 54 83

10 (7) 13 9

246 25 137 84

17 23 33 9

2.255 3.192 2.705 1.940

12 15 17 10

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

6.610 355 286 1.927

1.607 120 87 548

24 34 30 28

4.011 181 155 1.162

61 51 54 60

970 53 43 212

15 15 15 11

1.130 153 148 246

17 43 52 13

2.043 3.689 3.897 2.047

11 19 22 9

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind 3 Kinder

4.042 292 1.424 1.575 751

851 43 325 372 111

21 15 23 24 15

2.513 156 890 998 469

62 53 62 63 62

661 90 207 197 166

16 31 15 13 22

583 142 170 141 130

14 49 12 9 17

1.765 3.217 1.899 1.502 1.498

10 23 10 9 10

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

5.824 2.224

1.506 636

26 29

3.551 1.219

61 55

747 366

13 16

795 581

14 26

1.932 2.470

10 14

Rechtsverhältnis an der Wohnung Hauseigentum Wohnungseigentum Gemeindewohnung Genossenschaftswohnung sonst Haupt-/Untermiete mietfreie Wohnung/Haus

3.951 775 587 854 1.411 470

908 288 151 188 350 256

23 37 26 22 25 54

2.596 398 301 523 769 183

66 51 51 61 55 39

437 85 134 142 284 30

11 11 23 17 20 6

186 78 218 312 562 21

5 10 37 37 40 4

1.150 1.970 3.153 3.646 3.654 1.189

6 10 20 21 21 7

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 ) Äquivalisierte Wohnkosten für Mieter und Eigentümer zusammen. Der Wohnkostenanteil wird unterschätzt, da bei rund einem Viertel der befragten Haushalte keine Wohnkosten erfasst sind, wobei etwa 80% davon Hauseigentum besitzen. 1

117


Tabelle 3.4b: Subjektive Wohnkostenbelastung und Anteil der gesamten Wohnkosten am Äquivalenzeinkommen Self-perceived financial burden and share of housing costs in equivalised household income keine Belastung Gesamt (=100%) in 1.000

Gewisse Belastung

starke Belastung

Wohnkostenanteil >25%

Wohnkosten 1)

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

arithm. Mittel in EUR

Anteil in %

Insgesamt

8.048

2.142

27

4.770

59

1.113

14

1.377

17

2.081

11

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.538 2.955 583 1.733 259 661 398

952 813 139 611 37 150 107

27 28 24 35 14 23 27

2.172 1.807 365 934 136 393 231

61 61 63 54 52 59 58

405 327 78 186 86 115 57

11 11 13 11 33 17 14

513 423 90 289 94 135 84

15 14 15 17 36 20 21

2.131 2.157 1.998 2.206 2.651 1.837 2.015

10 10 11 12 19 12 12

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.668 682 817 623 407 383 454

425 152 213 170 124 118 141

25 22 26 27 31 31 31

933 408 502 401 241 238 280

56 60 61 64 59 62 62

304 120 101 51 42 24 33

18 18 12 8 10 6 7

374 116 119 86 57 44 70

22 17 15 14 14 12 15

2.232 2.106 1.961 2.182 2.317 2.472 2.090

13 12 10 10 10 9 9

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit teilweise Erwerbstätigkeit volle Erwerbstätigkeit

769 2.863 3.593

223 625 964

29 22 27

406 1.723 2.226

53 60 62

140 500 395

18 17 11

242 527 427

31 18 12

2.604 1.932 2.043

16 11 10

Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/Dienstvertrag befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen < 1.000 €

87 423 88 196 99

25 101 29 54 26

28 24 33 27 27

49 238 50 110 55

56 56 56 56 55

(13) 83 (9) 31 18

(15) 20 (10) 16 18

21 110 28 26 18

24 26 32 13 18

2.139 2.357 3.012 2.091 1.775

13 14 14 11 11

Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 Monate Langzeitarbeitslos >=12 Monate

220 249 178

36 61 47

16 24 27

136 124 83

62 50 47

48 65 48

22 26 27

60 78 51

27 31 29

2.461 2.472 2.276

15 16 15

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 ) Äquivalisierte Wohnkosten für Mieter und Eigentümer zusammen. Der Wohnkostenanteil wird unterschätzt, da bei rund einem Viertel der befragten Haushalte keine Wohnkosten erfasst sind, wobei etwa 80% davon Hauseigentum besitzen.

1

118


Tabelle 4.1a: Subjektiver Gesundheitszustand nach soziodemographischen Merkmalen (16-64 Jahre) Self-perceived health status by socio-demographic criteria (persons 16 to 64 years) Gesamt (=100%) in 1.000

in 1.000

Insgesamt

5.371

4.258

79

837

16

276

5

4,2

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre

2.675 194 1.164 1.317

2.112 182 1.050 880

79 94 90 67

409 (11) 86 312

15 (6) 7 24

153 (1) 27 125

6 (1) 2 10

4,1 4,7 4,5 3,8

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre

2.696 182 1.153 1.361

2.146 169 1.037 939

80 93 90 69

428 (11) 91 325

16 (6) 8 24

123 (1) 25 97

5 (1) 2 7

4,2 4,7 4,4 3,8

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.114 434 831 2.992

892 332 641 2.392

80 77 77 80

154 72 133 478

14 17 16 16

68 30 56 122

6 7 7 4

4,1 4,1 4,1 4,2

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

4.946 4.699 247 424

3.949 3.769 180 309

80 80 73 73

763 714 49 74

15 15 20 17

235 216 18 41

5 5 7 10

4,2 4,2 4,0 4,0

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

1.518 2.486 1.009 358

1.055 1.981 890 332

70 80 88 93

344 374 97 22

23 15 10 6

119 132 22 (4)

8 5 2 (1)

3,9 4,1 4,4 4,5

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

4.874 351 273 1.751

3.931 262 197 1.326

81 75 72 76

705 54 51 324

14 15 19 19

238 35 25 101

5 10 9 6

4,2 4,0 4,0 4,1

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind. 3 Kinder

2.500 154 1.064 913 368

2.147 125 928 781 314

86 81 87 86 85

276 21 106 109 40

11 14 10 12 11

3 (5) 3 3 4

4,3 4,2 4,4 4,3 4,3

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

3.955 1.416

3.158 1.100

80 78

607 230

15 16

191 85

5 6

4,2 4,1

Rechtsverhältnis an der Wohnung Hauseigentum Wohnungseigentum Gemeindewohnung Genossenschaftswohnung sonst. Haupt-/Untermiete mietfreie Wohnung/Haus

2.633 514 401 571 1.030 222

2.124 417 280 454 813 171

81 81 70 80 79 77

406 73 73 93 153 40

15 14 18 16 15 18

103 24 49 24 65 (12)

4 5 12 4 6 (5)

4,2 4,2 3,9 4,1 4,1 4,1

gut/sehr gut in %

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Gesundheit: 5 = sehr gut, 1 = sehr schlecht

119

mittelmäßig in 1.000

in %

schlecht/sehr schlecht in 1.000

76 (8) 31 23 15

in %

arithmetisches Mittel


Tabelle 4.1b: Subjektiver Gesundheitszustand nach Erwerbsstatus (16-64 Jahre) Self-perceived health status by activity status (persons 16 to 64 years) Gesamt (=100%) in 1.000

in 1.000

Insgesamt

5.371

4.258

79

837

16

276

5

4,2

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.496 2.923 573 669 257 552 397

2.955 2.478 477 354 155 432 361

85 85 83 53 60 78 91

443 366 77 222 63 89 21

13 13 13 33 25 16 5

98 79 19 93 39 31 15

3 3 3 14 15 6 4

4,3 4,3 4,2 3,5 3,7 4,1 4,6

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.662 677 811 619 402 375 449

1.103 492 692 548 364 337 371

66 73 85 88 90 90 83

383 143 100 65 33 29 61

23 21 12 11 8 8 14

176 42 19 (6) (6) (8) 17

11 6 2 (1) (1) (2) 4

3,8 3,9 4,3 4,4 4,4 4,4 4,2

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit teilweise Erwerbstätigkeit volle Erwerbstätigkeit

603 2.047 2.711

354 1.613 2.285

59 79 84

175 315 343

29 15 13

74 120 83

12 6 3

3,6 4,1 4,3

Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/Dienstvertrag befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen < 1.000 €

85 416 86 194 98

67 322 72 167 74

79 77 84 86 75

(14) 63 (12) 23 23

(16) 15 (14) 12 23

(4) 31 (2) (5) (2)

(5) 7 (2) (2) (2)

4,2 4,1 4,3 4,4 4,1

Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 Monate Langzeitarbeitslos >=12 Monate

219 195 128

158 111 69

72 57 54

44 52 37

20 27 29

17 32 22

8 16 17

4,0 3,6 3,5

gut/sehr gut in %

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

120

mittelmäßig in 1.000

in %

schlecht/sehr schlecht in 1.000

in %

arithmetisches Mittel


Tabelle 4.2: Subjektiver Gesundheitszustand nach soziodemographischen Merkmalen (65+Jahre) Self-perceived health status by socio-demographic criteria (persons 65+) Gesamt (=100%) in 1.000

in 1.000

1.171

392

33

492

42

Geschlecht Männer Frauen 65 bis 74 Jahre 75 Jahre +

467 705 624 547

184 208 254 138

39 30 41 25

186 306 262 230

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

204 106 200 661

65 50 75 202

32 47 38 31

1.162 1.123 39 -

389 373 16 -

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

615 418 101 37

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP

in %

arithmetisches Mittel

287

25

3,1

40 43 42 42

97 191 108 179

21 27 17 33

3,2 3,0 3,3 2,9

83 42 83 284

41 39 42 43

56 (15) 41 175

28 (14) 20 26

3,1 3,4 3,2 3,0

33 33 40 -

490 477 (13) -

42 42 (33) -

283 273 (10) -

24 24 (26) -

3,1 3,1 3,2 -

147 170 51 24

24 41 50 64

276 171 41 (5)

45 41 40 (14)

192 77 (10) (8)

31 19 (10) (21)

2,9 3,3 3,5 3,6

923 84 335 505

316 30 89 196

34 36 27 39

376 32 150 193

41 38 45 38

231 21 95 115

25 25 28 23

3,1 3,1 3,0 3,2

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

704 467

254 138

36 30

286 206

41 44

164 123

23 26

3,1 3,0

Rechtsverhältnis an der Wohnung Hauseigentum Wohnungseigentum Gemeindewohnung Genossenschaftswohnung sonst. Haupt-/Untermiete mietfreie Wohnung/Haus

562 124 81 113 115 177

195 45 20 40 41 51

35 37 24 36 36 29

239 59 33 54 40 67

42 48 42 48 34 38

129 20 27 18 34 59

23 16 34 16 30 33

3,1 3,3 2,9 3,2 3,1 2,9

Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen

158 39 (14) 937 (23)

52 (8) (5) 318 (9)

33 (20) (36) 34 (40)

71 20 (3) 384 (13)

45 52 (20) 41 (58)

35 (11) (6) 234 (1)

22 (29) (43) 25 (3)

3,1 2,9 (3,0) 3,1 (3,4)

Insgesamt

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

gut/sehr gut in %

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

121

mittelmäßig in 1.000

in %

schlecht/sehr schlecht in 1.000


Tabelle 4.3a: Gesundheitsbeeinträchtigungen nach soziodemographischen Merkmalen (16-64 Jahre) Health problems by socio-demographic criteria (persons 16 to 64 years)

Gesamt (=100%) in 1.000

in schlechtem Gesundheitszustand

chronisch krank

stark beeinträchtigt durch Behinderung

Bezug einer Invaliditäts-/Erwerbsunfähigkeitspension

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

befreit von der Rezeptgebühr in 1.000

Insgesamt

5.410

276

5

916

17

338

6

178

3

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre

2.698 194 1.177 1.326

153 (1) 27 125

6 (1) 2 9

468 16 113 340

17 8 10 26

185 (6) 29 151

7 (3) 2 11

130 (0) (9) 121

5 (0) (1) 9

67 (5) 18 44

2 (2) 2 3

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre

2.712 182 1.165 1.365

123 (1) 25 97

5 (1) 2 7

448 (12) 112 324

17 (7) 10 24

153 (3) 23 127

6 (2) 2 9

49 (0) (2) 47

2 (0) (0) 3

93 (3) 28 61

3 (2) 2 4

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.118 440 836 3.015

68 30 56 122

6 7 7 4

185 95 171 465

17 22 20 15

73 28 60 177

7 6 7 6

30 22 29 98

3 5 3 3

39 19 23 77

4 4 3 3

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

4.983 4.736 247 427

235 216 18 41

5 5 7 10

847 800 47 69

17 17 19 16

305 290 16 33

6 6 6 8

171 165 (7) (7)

3 3 (3) (2)

148 136 (12) (12)

3 3 (5) (3)

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

1.524 2.508 1.015 363

119 132 22 (4)

8 5 2 (1)

307 436 138 35

20 17 14 10

145 160 26 (6)

10 6 3 (2)

73 91 (12) (3)

5 4 (1) (1)

91 50 15 (3)

6 2 1 (1)

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

4.909 351 273 1.766

238 35 25 101

5 10 9 6

774 79 57 340

16 22 21 19

283 29 24 132

6 8 9 7

160 29 (15) 84

3 8 (6) 5

137 (23) 21 40

3 (6) 8 2

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind. 3 Kinder

2.520 154 1.077 919 370

3 (5) 3 3 4

299 24 128 103 44

12 15 12 11 12

97 (8) 46 32 (11)

4 (5) 4 3 (3)

32 (2) 17 (10) (3)

1 (1) 2 (1) (1)

53 (6) 17 16 14

2 (4) 2 2 4

Haushalt mit männl. Hauptverdiener weibl. Hauptverdienerin

3.981 1.428

191 85

5 6

639 278

16 19

229 109

6 8

131 48

3 3

99 60

2 4

Rechtsverhältnis an der Wohnung Hauseigentum Wohnungseigentum Gemeindewohnung Genossenschaftswhg. sonst. Haupt-/Untermiete mietfreie Wohnung/Haus

2.653 518 403 574 1.034 226

103 24 49 24 65 (12)

4 5 12 4 6 (5)

408 95 111 106 157 39

15 18 27 19 15 17

145 30 48 32 66 17

5 6 12 6 6 7

3 4 6 3 2 (4)

47 (13) 36 23 30 (11)

2 (3) 9 4 3 (5)

76 (8) 31 23 15

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

122

86 18 24 20 21 (9)

159

in % 3


Tabelle 4.3b: Gesundheitsbeeinträchtigungen nach Erwerbsstatus (16-64 Jahre) Health problems by activity status (persons 16 to 64 years)

Gesamt (=100%) in 1.000

in schlechtem Gesundheitszustand

chronisch krank

stark beeinträchtigt durch Behinderung

Bezug einer Invaliditäts-/Erwerbsunfähigkeitspension

befreit von der Rezeptgebühr

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

in 1.000

in %

159

3

Insgesamt

5.410

276

5

916

17

338

6

178

3

Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen

3.873 434 481 546 76

137 15 80 39 (5)

4 4 17 7 (7)

533 49 173 150 (12)

14 11 36 27 (16)

157 16 102 58 (4)

4 4 21 11 (6)

35 (3) 117 21 (2)

1 (1) 24 4 (3)

48 (5) 79 26 (2)

1 (1) 16 5 (2)

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.528 2.948 580 671 259 555 398

98 79 19 93 39 31 15

3 3 3 14 15 6 4

444 361 83 269 71 91 41

13 12 14 40 27 16 10

120 98 23 121 38 34 24

3 3 4 18 15 6 6

(8) (7) (1) 161 (2) (2) (5)

(0) (0) (0) 24 (1) (0) (1)

31 (14) 17 63 28 26 (11)

1 (0) 3 9 11 5 (3)

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit 605 teilweise Erwerbstätigkeit 2.064 volle Erwerbstätigkeit 2.730

74 120 83

12 6 3

207 349 359

34 17 13

93 143 101

15 7 4

92 77 (10)

15 4 (0)

65 71 22

11 3 1

17 32 22

8 16 17

35 60 43

16 30 34

17 37 26

8 19 20

(2) 16 (14)

(1) 8 (11)

(7) 24 (14)

(3) 12 (11)

Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 M. Langzeitarbeitslos >=6 M. Langzeitarbeitslos >=12 M.

220 196 128

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

123


Tabelle 4.3c: Gesundheitsbeeinträchtigungen nach soziodemographischen Merkmalen (65+ Jahre) Health problems by socio-demographic criteria (persons 65+)

Gesamt (=100%) in 1.000

in schlechtem Gesundheitszustand in 1.000

Insgesamt

in %

chronisch krank

in 1.000

in %

Bezug einer Invaliditätsstark beeinträchtigt durch Behinderung /Erwerbsunfähigkeitspension in 1.000

in %

in 1.000

in %

Bezug von Pflegegeld

in 1.000

in %

befreit von der Rezeptgebühr

in 1.000

in %

1.179

287

24

521

44

327

28

88

7

112

9

172

15

Geschlecht Männer Frauen 65 bis 74 Jahre 75 Jahre +

470 709 628 551

97 191 108 179

21 27 17 33

185 336 255 266

39 47 41 48

100 227 125 202

21 32 20 37

51 37 59 29

11 5 9 5

27 85 24 87

6 12 4 16

33 139 67 105

7 20 11 19

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

205 106 200 668

56 (15) 41 175

28 (14) 20 26

107 44 79 291

52 41 39 44

63 29 48 187

31 27 24 28

(9) (9) (12) 58

(4) (8) (6) 9

19 (13) (14) 66

9 (12) (7) 10

(14) (11) 17 130

(7) (10) 8 20

1.170 1.131 39 -

283 273 (10) -

24 24 (26) -

517 500 17 -

44 44 44 -

325 313 (11) -

28 28 (29) -

87 85 (1) -

7 8 (4) -

112 108 (3) -

10 10 (9) -

171 161 (9) -

15 14 (24) -

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

619 419 103 37

192 77 (10) (8)

31 18 (10) (21)

294 174 42 (12)

47 41 41 (31)

201 98 21 (7)

32 23 20 (20)

57 24 (4) (2)

9 6 (4) (6)

77 26 (7) (2)

12 6 (7) (6)

145 25 (1) (1)

23 6 (1) (2)

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

926 84 335 508

231 21 95 115

25 25 28 23

419 41 172 206

45 50 51 41

262 (20) 120 122

28 (24) 36 24

68 (8) (14) 46

7 (9) (4) 9

88 (8) 47 33

10 (9) 14 7

123 (2) 75 45

13 (3) 23 9

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

711 468

164 123

23 26

295 226

41 48

174 153

24 33

64 24

9 5

51 61

7 13

69 102

10 22

Rechtsverhältnis an der Wohnung Hauseigentum Wohnungseigentum Gemeindewohnung Genossenschaftswohnung sonst. Haupt-/Untermiete mietfreie Wohnung/Haus

568 124 81 113 116 178

129 20 27 18 34 59

23 16 34 16 30 33

238 48 45 50 57 82

42 39 56 45 49 46

137 31 26 23 41 68

24 25 32 21 35 39

47 (9) (6) (4) (10) (12)

8 (8) (7) (3) (9) (6)

42 (11) (8) (10) (14) 26

7 (9) (10) (9) (12) 15

74 (8) (17) (15) (16) 42

13 (7) (21) (13) (14) 24

Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen

161 40 (15) 940 (23)

35 (11) (6) 234 (1)

22 (28) (41) 25 (3)

64 15 (7) 428 (6)

40 39 (47) 46 (26)

41 (12) (6) 268 (1)

25 (29) (41) 28 (3)

13 (2) (2) 70 (1)

8 (5) (17) 7 (2)

17 (2) (2) 91 (0)

11 (5) (11) 10 (0)

28 (9) (6) 126 (2)

18 (24) (41) 13 (7)

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

124


Tabelle 5.1a: Lebenszufriedenheit nach soziodemographischen Merkmalen Satisfaction with life by socio-demographic criteria Gesamt (=100%) in 1.000

sehr/ziemlich unzufrieden in 1.000

eher unzufrieden

in %

in 1.000

in %

eher zufrieden in 1.000

in %

sehr/ziemlich zufrieden in 1.000

in %

arithmetisches Mittel

Insgesamt

5.671

108

2

225

3

855

13

4.483

68

5,1

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

2.605 132 913 1.139 420

56 (6) (17) 27 (7)

2 (3) (1) 2 (2)

109 (3) 26 65 (15)

3 (2) 2 5 (3)

382 15 112 175 80

12 8 10 13 17

2.058 109 759 873 317

65 56 65 66 68

5,1 5,2 5,2 5,0 5,0

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.066 136 1.015 1.257 657

52 (2) (13) 22 (14)

2 (1) (1) 2 (2)

115 (3) 36 40 37

3 (1) 3 3 5

473 (14) 108 189 162

14 (8) 9 14 23

2.425 117 858 1.006 444

71 64 74 74 63

5,1 5,3 5,3 5,1 4,8

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.184 488 892 3.107

37 (17) (14) 40

3 (3) (1) 1

69 21 33 102

5 4 3 3

219 79 140 418

17 14 14 11

859 372 705 2.546

65 69 68 70

4,9 5,0 5,1 5,2

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

5.292 5.031 261 379

83 77 (6) 25

1 1 (2) 6

202 181 21 23

3 3 7 5

759 690 69 96

12 12 24 22

4.247 4.083 165 235

69 70 58 54

5,1 5,1 4,8 4,6

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

1.859 2.517 955 340

62 36 (7) (3)

3 1 (1) (1)

103 80 34 (9)

5 3 3 (2)

400 314 106 35

19 11 10 9

1.293 2.087 808 294

61 72 73 74

4,8 5,2 5,3 5,3

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

1.315 107 417 791

23 (3) (11) (9)

2 (3) (3) (1)

54 (7) 24 23

4 (7) 6 3

257 (18) 108 131

18 (17) 26 15

981 78 274 629

69 73 65 70

5,0 4,9 4,8 5,1

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

4.356 352 286 1.588

86 22 (12) 23

2 6 (4) 1

171 38 (17) 45

3 11 (6) 2

598 68 48 224

12 19 17 12

3.502 223 210 1.296

68 63 73 68

5,1 4,6 4,9 5,1

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind 3 Kinder

2.130 138 897 786 308

29 (5) (13) (9) (3)

1 (3) (1) (1) (1)

70 13 23 21 14

3 8 2 2 4

258 24 108 88 39

10 15 10 9 10

1.772 97 754 668 252

69 63 68 71 66

5,2 4,9 5,3 5,3 5,2

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

3.984 1.687

63 46

1 2

142 83

3 4

556 299

12 16

3.224 1.259

69 67

5,1 5,0

Rechtsverhältnis an der Wohnung Hauseigentum Wohnungseigentum Gemeindewohnung Genossenschaftswohnung sonst Haupt-/Untermiete mietfreie Wohnung/Haus

2.646 571 436 608 1.043 368

21 (4) 20 (12) 40 (11)

1 (1) 4 (2) 4 (3)

62 27 31 27 64 (13)

2 4 6 4 6 (3)

311 62 106 95 214 67

10 10 22 14 19 17

2.251 477 280 473 724 277

70 75 58 69 63 69

5,3 5,2 4,7 5,0 4,9 5,0

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Nur auskunftsbereite Personen ab 16 Jahren, fehlende Fälle wurden nicht imputiert. 6 = sehr zufrieden, 1 = sehr unzufrieden

125


Tabelle 5.1b: Lebenszufriedenheit nach Erwerbsstatus Satisfaction with life by activity status Gesamt (=100%) in 1.000

sehr/ziemlich unzufrieden in 1.000 108

eher unzufrieden

in %

Insgesamt

5.671

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

2.939 2.412 527 1.606 235 608 283

24 20 (4) 33 28 16 (8)

1 1 (1) 2 11 2 (2)

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.509 589 648 515 358 316 391

57 (14) (2) (0) (1) (1) (4)

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit teilweise Erwerbstätigkeit volle Erwerbstätigkeit

653 1.781 2.448

in 1.000

2

225

in %

eher zufrieden in 1.000

in %

sehr/ziemlich zufrieden in 1.000

in %

arithmetisches Mittel

3

855

13

4.483

68

5,1

83 62 20 79 41 18 (5)

2 2 4 5 16 3 (1)

360 292 67 308 57 105 26

10 10 12 18 22 16 6

2.473 2.038 436 1.187 110 469 244

70 69 75 69 43 72 61

5,2 5,2 5,2 5,0 4,2 5,1 5,3

3 (2) (0) (0) (0) (0) (1)

87 27 (10) (8) (11) (8) 16

5 4 (1) (1) (3) (2) 4

240 120 76 46 23 26 54

14 18 9 7 6 7 12

1.125 427 561 461 324 282 317

68 63 69 74 80 75 70

5,0 4,9 5,3 5,4 5,4 5,4 5,2

33 28 30

5 1 1

46 72 69

7 3 2

97 267 310

14 13 11

478 1.415 2.039

67 66 71

4,9 5,1 5,2

Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/Dienstvertrag befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen < 1.000 €

81 366 82 154 76

(2) (9) (2) (3) (4)

(2) (2) (3) (1) (4)

(3) 28 (3) (9) (4)

(4) 7 (4) (4) (4)

(11) 63 (13) 23 (9)

(12) 15 (15) 12 (9)

65 266 64 119 59

75 64 72 61 60

5,1 4,9 5,0 5,1 4,9

Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 Monate Langzeitarbeitslos >=12 Monate

193 226 161

(8) 19 (17)

(3) 8 (9)

14 36 26

6 15 14

39 39 27

18 16 15

133 131 92

61 53 52

4,8 4,4 4,4

3.365 407 443 1.367 89

44 (5) 37 23 (0)

1 (1) 7 2 (0)

103 (12) 52 55 (3)

3 (3) 11 4 (3)

454 48 82 261 (10)

11 10 17 18 (10)

2.764 341 272 1.029 77

69 72 55 70 78

5,2 5,2 4,5 5,0 5,3

Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit selbständige Arbeit Sozialleistungen Pensionen private Einkommen

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004 Nur auskunftsbereite Personen ab 16 Jahren, fehlende Fälle wurden nicht imputiert. 6 = sehr zufrieden, 1 = sehr unzufrieden

126


Tabelle 6.1a: Armutsgefährdung vor und nach sozialen Transfers nach soziodemographischen Merkmalen Risk-of-poverty before and after social transfers by socio-demographic criteria

Gesamt (=100%) in 1.000

vor Pensionen u. Sozialleistungen in 1.000

Anteil

vor Sozialleistungen in 1.000 Quote

in %

in 1.000

Anteil

Quote

in %

nach Sozialleistungen in 1.000

Anteil

Quote

Lücke

in %

Insgesamt

8.048

3.371

100

42

2.026

100

25

1.030

100

13

20

Männer Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

3.916 942 1.177 1.326 470

1.500 344 309 445 402

100 23 21 30 27

38 37 26 34 86

932 314 260 290 69

100 34 28 31 7

24 33 22 22 15

443 126 125 132 60

100 28 28 30 14

11 13 11 10 13

19 18 18 19 26

Frauen Zusammen bis 19 Jahre 20 bis 39 Jahre 40 bis 64 Jahre 65 Jahre +

4.133 894 1.165 1.365 709

1.871 351 361 548 610

100 19 19 29 33

45 39 31 40 86

1.094 337 321 276 160

100 31 29 25 15

26 38 28 20 23

586 147 153 145 142

100 25 26 25 24

14 16 13 11 20

20 19 22 22 20

Einwohnerzahl in der Region Wien >100.000 >10.000 <=10.000

1.570 642 1.286 4.549

714 300 561 1.796

21 9 17 53

45 47 44 39

450 174 320 1.082

22 9 16 53

29 27 25 24

249 88 177 516

24 9 17 50

16 14 14 11

22 19 23 19

Bundesland Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

301 557 1.547 1.345 517 1.201 657 353 1.570

132 245 646 511 207 515 257 145 714

4 7 19 15 6 15 8 4 21

44 44 42 38 40 43 39 41 45

55 153 358 285 139 325 159 101 450

3 8 18 14 7 16 8 5 22

18 28 23 21 27 27 24 29 29

35 73 183 126 82 150 72 60 249

3 7 18 12 8 15 7 6 24

12 13 12 9 16 13 11 17 16

15 19 17 19 18 22 19 28 22

Staatsbürgerschaft Österreichische/EU/EFTA davon seit Geburt davon eingebürgert MigrantInnen

7.484 7.095 389 564

3.087 2.881 206 284

92 85 6 100

41 41 53 50

1.752 1.583 169 274

86 78 8 100

23 22 43 49

872 784 88 157

85 76 9 100

12 11 23 28

20 21 18 17

höchster Bildungsabschluss max. Pflichtschule Lehre/mittlere Schule Matura Universität

2.144 2.927 1.118 400

1.187 1.136 363 106

43 41 13 4

55 39 32 26

665 563 197 57

45 38 13 4

31 19 18 14

386 266 120 38

48 33 15 5

18 9 11 10

20 20 23 29

Haushalte mit Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich Mehrpersonenhaushalte

1.438 107 419 912

1.380 103 414 863

100 7 30 63

96 96 99 95

251 (7) 106 138

100 (3) 42 55

17 (6) 25 15

212 (6) 102 104

100 (3) 48 49

15 (6) 24 11

19 (19) 20 18

Haushalte ohne Pension Zusammen Alleinstehend männlich Alleinstehend weiblich MHP ohne Kinder

6.610 355 286 1.927

1.991 105 105 430

100 16 16 67

30 30 37 22

1.775 104 94 338

100 19 18 63

27 29 33 18

818 66 72 177

100 21 23 56

12 19 25 9

20 30 32 26

Haushalte mit Kindern (ohne Pension) Zusammen Alleinerziehend MHP + 1 Kind MHP + 2 Kinder MHP + mind. 3 Kinder

4.042 292 1.424 1.575 751

1.351 165 311 480 395

100 12 23 36 29

33 57 22 30 53

1.239 159 266 435 379

100 13 22 35 31

31 55 19 28 50

503 70 118 145 170

100 14 23 29 34

12 24 8 9 23

18 24 22 18 14

Haushalt mit männlichem Hauptverdiener weiblicher Hauptverdienerin

5.824 2.224

2.232 1.139

66 34

38 51

1.352 674

67 33

23 30

607 423

59 41

10 19

15 25

Rechtsverhältnis an der Wohnung Hauseigentum Wohnungseigentum Gemeindewohnung Genossenschaftswohnung sonst. Haupt-/Untermiete mietfreie Wohnung/Haus

3.951 775 587 854 1.411 470

1.433 297 352 389 614 286

43 9 10 12 18 8

36 38 60 46 43 61

765 142 256 240 475 149

38 7 13 12 23 7

19 18 44 28 34 32

338 82 124 104 277 104

33 8 12 10 27 10

9 11 21 12 20 22

18 17 22 22 19 23

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

127


Tabelle 6.1b: Armutsgefährdung vor und nach sozialen Transfers nach Erwerbsstatus Risk-of-poverty before and after social transfers by activity status

Gesamt (=100%) in 1.000

vor Pensionen u. Sozialleistungen in 1.000

Anteil

vor Sozialleistungen Quote

in %

in 1.000

Anteil

nach Sozialleistungen

Quote

in %

in 1.000

Anteil

Quote

Lücke

in %

Insgesamt

8.048

3.371

100

42

2.026

100

25

1.030

100

13

20

Haupttätigkeit (2004) Erwerbstätig davon Vollzeit davon Teilzeit Pension Arbeitslos Haushalt in Ausbildung

3.538 2.955 583 1.733 259 661 398

692 540 152 1.415 163 372 151

100 19 5 51 6 13 5

20 18 26 82 63 56 38

551 428 123 385 150 263 132

100 29 8 26 10 18 9

16 14 21 22 58 40 33

277 215 61 231 83 145 75

100 27 8 28 10 18 9

8 7 10 13 32 22 19

19 19 19 21 22 18 32

Berufliche Stellung nicht erwerbstätig Hilfsarbeit Facharbeit Mittlere Tätigkeit, Meister Höhere Tätigkeit Hochqualifizierte Tätigkeit Selbständige

1.668 682 817 623 407 383 454

1.029 203 158 79 44 34 117

31 6 5 2 1 1 3

62 30 19 13 11 9 26

644 170 128 60 33 22 90

32 8 6 3 2 1 4

39 25 16 10 8 6 20

302 77 57 25 19 (11) 64

29 7 5 2 2 (1) 6

18 11 7 4 5 (3) 14

22 15 18 21 23 (14) 25

Erwerbsintensität des Haushaltes keine Erwerbstätigkeit teilweise Erwerbstätigkeit volle Erwerbstätigkeit

769 2.863 3.593

720 1.361 490

21 40 15

94 48 14

358 1.123 360

18 55 18

47 39 10

195 465 190

19 45 18

25 16 5

25 18 337

Prekäre Beschäftigungsformen Teilzeit <12h nicht ganzjährig beschäftigt Werk-/Dienstvertrag befristeter Vertrag Bruttomonatseinkommen < 1.000 €

87 423 88 196 99

35 180 25 56 43

1 5 1 2 1

41 43 28 29 43

28 152 22 46 36

1 7 1 2 2

32 36 25 24 36

18 72 (13) 21 22

2 7 (1) 2 2

20 17 (15) 11 22

20 22 (38) 15 27

Arbeitslosigkeit Kurzzeitarbeitlos <6 Monate Langzeitarbeitslos >=6 Monate Langzeitarbeitslos >=12 Monate

220 249 178

97 194 154

100 100 100

44 78 86

87 133 98

100 100 100

40 53 55

36 75 59

100 100 100

16 30 33

15 22 22

Haupteinkommensquelle des Haushaltes unselbständige Arbeit 5.144 selbständige Arbeit 619 Sozialleistungen 651 Pensionen 1.512 private Einkommen 121

1.099 124 634 1.435 79

33 4 19 43 2

21 20 97 95 65

964 100 606 277 79

48 5 30 14 4

19 16 93 18 65

393 63 289 217 68

38 6 28 21 7

8 10 44 14 56

12 26 27 19 48

Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2004

128


Tabelle 6.2a: Deprivation nach soziodemographischen Merkmalen Deprivation by socio-demographic criteria

Gesamt (=100%) in 1.000

Primär in 1.000

Sekundär

in %

in 1.000

in %

Gesundheit in 1.000

in %

Umwelt in 1.000

in %

Wohnung in 1.000

mind. 1 Dimension

in %

in 1.000