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DAS MAGAZIN ZUM JUBILÄUM

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KIRCHE

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ist ein Tun-Wort

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BEGLEITEN

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Die Kirche ist jung Wie stellst du dir Gott vor? Bildung vor Ort

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REDEN

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Ich muss Gott nicht importieren Wir müssen reden

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FEIERN

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Kirche ist für Sie da! Das Fest am See am 26. Mai

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BETEN Wie viele Wege gibt es zu Gott? Wer singt, betet doppelt Kraftorte in Vorarlberg

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ARBEITEN Warum gerade Kirche? Wider den Wegwerfwahn

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HELFEN

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Wenn, dann gemeinsam Erfolgsgeschichten Familie leben lernen Wer ist da, wenn ich sterbe?

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ERINNERN 19

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Tut dies zu meinem Gedächtnis

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Impressum: Was glaubst denn du? - Magazin zum Jubiläum „50 Jahre Diözese Feldkirch“. Eigenbeilage im Vorarlberger KirchenBlatt, Mai 2018. Medieninhaber und Herausgeber: Diözese Feldkirch, Bahnhofstraße 13, Feldkirch. Redaktion: Patricia Begle, Caroline Begle, Veronika Fehle, Hannes Mäser, Wolfgang Ölz, Simone Rinner, Charlotte Schrimpff, Dietmar Steinmair (Leitung). Fotos: Wie bezeichnet sowie Katholische Kirche Vorarlberg. Titelbild „Was glaubst denn du?”: Graffiti von Domingo Geronimo Mattle, April 2018. Layout: Zeughaus Design GmbH, Feldkirch. Herstellung: Russmedia Verlag GmbH, Schwarzach.

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AUFBRUCHSSTIMMUNG

Mathis

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... wehte vor 50 Jahren durch unser Land. Für frischen Wind hatte das Konzil gerade erst gesorgt. Und 1968 endlich war Vorarlberg als Diözese eigenständig. Unabhängigkeit liegt im Vorarlberger Blut. Was folgte? Der Aufbau einer Kirche nahe bei den Menschen: Pfarrgemeinderäte, Jugendarbeit, Bildungshäuser, viele tausende engagierte „Laien“, die eigentlichen „Profis“. Was soll kommen? Was bewegt Menschen heute und in Zukunft? Die Wünsche und Herausforderungen sind nicht weniger geworden.

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Das alles und noch viel mehr soll das Fest am See am 26. Mai prägen. Ganz herzlich lade ich alle ein zum Mitfeiern und Vorbeischauen!

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Die entscheidenden Fragen im Jubiläumsjahr und in diesem Magazin sind: „Was glaubst denn du?“ und „Wofür willst du leben?“ Dieses Magazin soll zeigen, wie vielfältig die Angebote der Kirche heute sind, um die Menschen auf ihren Glaubenswegen zu begleiten.

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Bischof Benno Elbs

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Der Dom St. Nikolaus in Feldkirch Friedrich Böhringer / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 AT)

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WIE DAS ALLES KAM: 50 JAHRE DIÖZESE FELDKIRCH

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Diazöse, Diözäse oder sogar Diözense – unterschiedliche Schreibweisen für die Katholische Kirche Vorarlberg gibt es wirklich einige. Es ist aber auch ein schwieriges Wort – gesprochen wie geschrieben. Wie gut, dass es jetzt ganz viele Anlässe gibt, diesen Begriff zu üben, denn: 2018 feiert die Diözese Feldkirch (ja, so schreibt man es richtig) ihr 50-jähriges Jubiläum!

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Seit 1700 Jahren

Und jetzt?

Die katholische Kirche, Pfarren, Klöster und – vor allem und als erstes! – Christinnen und Christen gibt es in Vorarlberg natürlich schon viel länger. Nämlich seit rund 1700 Jahren. Über Jahrhunderte gehörte das Land zu unterschiedlichen Bischofssitzen, so etwa im Süden zum Bistum Chur, im Norden zum Bistum Konstanz und im Nordosten zum Bistum Augsburg. 1816 traten Chur und 1819 Konstanz ihre Anteile an das Bistum Brixen ab und in Vorarlberg wurde ein Generalvikariat mit Sitz in Feldkirch errichtet.

Heute hat die Diözese Feldkirch rund 236.000 Katholik/innen in 126 Pfarren. Dort und in den diözesanen Einrichtungen – um nur einige zu nennen: Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast, Ehe- und Familienzentrum, Katholisches Bildungswerk, Caritas, Krankenhausseelsorge, Katholische Jugend und Jungschar – sind rund 1150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, darunter 147 Priester sowie knapp 320 Mitglieder in 20 Frauen- und 9 Männerorden. Rund 25.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger engagieren sich ehrenamtlich in der katholischen Kirche. 7 Bildungsund Seminarhäuser sowie 19 Schulen in kirchlicher (Mit-) Trägerschaft leisten einen wichtigen Beitrag für die Ausbildung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Als nach dem Ersten Weltkrieg das in Südtirol liegende Brixen zu Italien kam, wurde 1921 die Apostolische Administratur Innsbruck-Feldkirch geschaffen. Diese wurde im Jahr 1964 zur Diözese Innsbruck erhoben, der anfangs auch Vorarlberg unterstellt war. Am 8. Dezember 1968 war es dann so weit: Papst Paul VI. errichtete mit der Bulle „Christi caritas“ die eigenständige Diözese Feldkirch.

„Ein Jubiläum für alle“ Unter diesem Motto feiern wir „50 Jahre Diözese Feldkirch“. Alle Informationen zum Jubiläum, zu den Initiativen und den Höhepunkten im Jahr 2018 finden Sie im Internet unter: kath-kirche-vorarlberg.at/50


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DIE KIRCHE IST JUNG

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↓ Für Menschen zwischen 16 und 26: Die Jugendkonferenz „Pro Con“ mit Impulsen und Workshops zum Thema „Heimat“.

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↓ 3500 Sternsinger/innen und 2000 Begleitpersonen sind in Vorarlberg jedes Jahr für die Hilfe unter gutem Stern unterwegs.

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Junge Kirche

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Kinder und Jugendliche begleiten – das ist eine der zentralen Aufgaben der Kirche. Pfarrgemeinden, Ordensgemeinschaften und Diözese investieren nicht nur viel Aufmerksamkeit und (ehrenamtliches) Engagement in diesem Bereich, sondern stellen dafür auch einiges an Personalressourcen zur Verfügung. Und so passiert im Bildungs- und Jugendhaus St. Arbogast, in der Jungen Kirche, in den Jungschar- und Ministrant/innen-Gruppen, in der Firmvorbereitung oder in der Berufungspastoral vieles, was wichtig ist für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen: Begegnung, Stärkung, Aus- und Fortbildung, Gottesdienste feiern und Einkehrtage halten. Hier (nur) einige Einblicke in die junge Kirche in Vorarlberg.

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↓ Junge Menschen begleiten, Fragen stellen und beantworten: Bischof Benno Elbs im Gespräch mit Jugendlichen. Peter (4) Y M C B Y M C B

↑ Über 200 Lehrlinge aus ganz Vorarlberg kamen zur Lehrlingswallfahrt von Feldkirch nach Göfis.

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↑ In gemeinsamer Mission mit Bischof Benno und Ordensleuten unterwegs: Bei der Matura-Wallfahrt zur Basilika Rankweil.

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Der Klassiker schlechthin und immer ausgebucht mit 250 Kindern: Die alljährlichen Mini-Wochen in St. Arbogast. → Ongaretto-Furxer (2)

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SEELSORGER

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↑ Elmar Simma und Heidi Liegel vor der Wallfahrtskirche Maria Bildstein im Gespräch über die Arbeit als Seelsorger/in. Begle

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ICH MUSS GOTT NICHT IMPORTIEREN

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Taufe, Hochzeit, Beerdigung – Berührungspunkte mit der Kirche gibt es ein ganzes Leben lang. Was bedeutet es, Menschen zu begleiten? Im Gespräch mit Jugendarbeiterin Heidi Liegel und Pfarrer Elmar Simma.

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Was heißt für Euch Seelsorge? Seelsorge heißt Sorge um den Menschen. Das heißt auch, dass ich auf Menschen zugehe und sie besuche oder nachfrage. Und dass sie merken: „Da ist jemand, der sich für mich interessiert. Für das, was ich bin und was ich tue.“

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/ HEIDI LIEGEL /

Für mich ist Seelsorge Beziehungsarbeit, sich einlassen auf Menschen. Ich verstehe sie als „nachgehende Seelsorge” – also den Leuten nachgehen und Hausbesuche machen. Jeder, der in der Seelsorge arbeitet, sollte mindestens einen

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/ ELMAR SIMMA /

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Hausbesuch pro Tag machen. Mit den heutigen Strukturen ist leider immer weniger Zeit da, um zu den Leuten zu gehen. Wir sind sehr am Verwalten und Erhalten von Dingen, die sich so entwickelt haben. Wir versorgen ganz viele Menschen mit religiösen Angeboten. Manches müsste nicht unbedingt ein Priester machen, aber wir sind so in diesen Rädchen drinnen. Doch wir sind alle in der Verantwortung, nicht nur die Priester. Die Seelsorge muss sich einfach auf / HL /

Gottesdienst ist wie Urlaub für die Seele. Heidi Liegel

mehrere Schultern verteilen. Lebendige Gemeinde – das hängt an allen, die hier mittun. Wir können zusammenkommen, Gemeinschaft feiern und Gottesdienste gestalten. Ob Wortgottesfeier oder Eucharistie – beides ist wertvoll.


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Der Glaube ist kein Staffelholz, das man weitergibt. „Gebt Rechenschaft über eure Hoffnung“, heißt es in der Bibel. Ich muss Gott nicht importieren. Er ist da, schon lange vor mir. Aber ich helfe aufzudecken, damit Leute etwas erahnen: Wenn ein Kind auf die Welt kommt - dass hinter dem Ja der Eltern noch ein größeres Ja steht. Oder beim Sterben, wo du dich fragst: Ist das jetzt alles gewesen? Ich versuche zu deuten, was schon da ist. Und sensibel zu machen für das Größere dahinter. / ES /

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Mir gefällt das Da-Sein für die Leute - verbunden mit der Spiritualität. Ich habe letztens ein Buch aufgemacht, das ich von einer Trauerfamilie bekommen habe. Sie haben sich bedankt für die Worte und für das, was ich gemacht habe. Schön, diese Resonanz. Oder einmal habe ich zusammen mit Rainer Büchel

/ ES /

/ H L / Ich kann den Glauben nicht weitergeben. Das ist etwas, das jeder Mensch selber für sich finden muss. Wir können es nur vorleben und sagen: Es ist eine super Botschaft, die wir haben. Das Evangelium möchte den Menschen zur Freiheit führen und nicht in irgendwelche Zwänge.

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Wenn ich die Beheimatung verliere, dann muss ich auch fragen, was kann ich einbringen, damit es für mich wieder Heimat wird. Wenn mir die Pfarrgemeinde ein Anliegen ist, dann schaue ich, dass ich hineinkomme. Ich zum Beispiel wohne in Altach und unterstütze dort Dinge ehrenamtlich. / HL /

Was gibt euch Kraft für eure Arbeit?

Ihr begleitet Menschen. Geht es dabei auch darum, etwas weiterzugeben, zum Beispiel den Glauben?

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Man muss die Leute mögen, dann fließt auch viel zurück an Wertschätzung und Dankbarkeit. Es ist immer wieder erstaunlich. Energie kommt auch durch den Glauben – Beten, Bibel, jeder Gottesdienst. Für mich ist es ein Geschenk, mit den Leuten Gottesdienst feiern zu können und das Gefühl zu haben: Da ist etwas rübergekommen, da hat sich etwas bewegt.

individueller auf die Menschen einzugehen. Das ist herausfordernd und manchmal auch anstrengend.

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Mein Idealbild von Gemeinde ist: Eine sozial überschaubare Größe, wo Leute miteinander leben und glauben und feiern und Schicksalsschläge durchtragen. Und wenn es keinen Pfarrer gibt, dann gibt es genug Frauen und Männer, die eine Gemeinde leiten könnten. Es muss jemand da sein als Bezugsperson. Wenn mich Leute fragen „Würdest du nicht ein Kind taufen?“, „Würdest du nicht beerdigen, verheiraten, … ?“, antworte ich: „Geht zu eurem Pfarrer“. Dann höre ich Sätze wie: „Ich habe keinen Bezug“ oder „Ich bin nicht mehr zuhause in der Pfarre”. / ES /

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← Heidi Liegel (43) arbeitete viele Jahre als Pastoralassistentin, war bei der Caritas tätig und ist derzeit Jugendleiterin in der Katholischen Kirche in Dornbirn. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Altach.

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← Elmar Simma (79) war Jugendseelsorger, Pfarrer in Göfis und Caritas-Seelsorger. Er ist Referent und Autor mehrerer Bücher. Der pensionierte Priester lebt heute in Rankweil.

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/ ES /

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Das unterstreiche ich voll. Früher gab es gewisse Regeln im Dorf oder in der Pfarre - das tut man bei der Taufe, das bei der Beerdigung, das bei der Hochzeit. Heute geht es darum, immer

Was trägt, ist der Glaube. Wenn ich einen Gottesdienst mitfeiere, dann ist das wie Urlaub für die Seele. Ich denke, manche zahlen ganz viel, um irgendwo zu entspannen. Am Sonntag in der Kirche hast du eigentlich das gleiche. Da hast du Zeit für dich, in der Gemeinschaft. Das trägt mich. Das ist Boden.

Die individuellen Wünsche werden mehr - bei Begräbnissen oder Taufen - immer zugeschnitten auf die Einzelpersonen.

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(Pfarrer von Götzis, Anm.) die Hochzeit einer ehemaligen Jungscharleiterin gestalten dürfen– wunderschön!

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Haben sich die Ansprüche der Menschen verändert?

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KIRCHE IST FÜR SIE DA

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1 2443 Kinder wurden 2017 durch das Sakrament der Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Begle (2) 2 Die Feier der Erstkommunion ist ein Fest der Gemeinschaft – mit Menschen und mit Gott. Petras 3 2017 haben sich 504 Paare in Vorarlberg das Ja-Wort gegeben – vor Gott und der Welt. Eugster 4 Menschen begleiten – auf dem letzten Wegstück – auch das ist Aufgabe der Seelsorger und Seelsorgerinnen.

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Wo und in welchen Augenblicken ist die Kirche für die Menschen da? Sicher, in den Gottesdiensten, in der Seelsorge, im Einsatz für den Nächsten, im Leben einer Pfarrgemeinde. Besonders nahe ist sie den Menschen auch an den Knotenpunkten und während wichtiger Abschnitte des Lebens. Etwa bei der Taufe nach der Geburt, bei der Firmung im jugendlichen Alter, bei der Hochzeit, wenn zwei Menschen sich das Ja-Wort geben, durch die Krankensalbung in schweren Zeiten oder beim letzten Gang. Kurz: Die Kirche ist für die Menschen ein Leben lang da – von der Wiege bis zur Bahre.

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Land ein besonderer Anlass. Die Diözese wirkt

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Jahrhundert Bestand feiert, ist das auch für das

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Wenn die Diözese Feldkirch heuer ein halbes

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Zum Jubiläum gratuliere ich sehr herzlich.

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amtlich Engagierten danke ich für den Einsatz.

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kirchlichen Mitarbeitenden und tausenden ehren-

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bereich. Den Priestern, Ordensleuten, Diakonen,

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Vorarlberg. Ein gutes Beispiel ist der Bildungs-

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sehr positiv auf das gesellschaftliche Leben in

Mag. Markus Wallner, Landeshauptmann

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WIE VIELE WEGE GIBT ES ZU GOTT?

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Wie viele Wege gibt es zu Gott? „Genauso viele, wie es Menschen gibt“, antwortete einmal ein Theologe, der später übrigens Papst wurde. Wir haben bei vier Vorarlberger/innen nachgefragt: Warum sie an Gott glauben, was ihnen im Glauben Kraft gibt und welche Orte ihnen besonders viel bedeuten.

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Elisabeth Röthlin (51) ist Lehrerin und Mutter von vier Kindern. Gemeinsam mit ihrem Mann engagiert sie sich bei „KISI - God’s singing kids“. Ganze Wochenenden lang proben sie mit vielen Kindern für die Aufführung christlicher Musicals. Warum sie das macht? „Kinder und Jugendliche brauchen Orte, wo sie Gott erfahren können. Gott erfahrbar machen ist das Hauptziel meiner Arbeit“, sagt Röthlin. Über ihren Glauben zu reden, damit hat die engagierte Christin kein Problem: „Ich glaube an Gott, weil ich ihn liebe. Ich glaube, dass er mich durch und durch kennt und mit mir durch dick und dünn geht.“ Jesus nennt sie ihren festen Grund und ihre Hoffnung. Und sie glaubt an die Kraft des Heiligen Geistes, „der wirklich alles in allem bewirkt“.

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Steinmair

Auch Paul Burtscher (63), Pfarrer in Schwarzach und Maria Bildstein, beschreibt seine persönliche Beziehung zu Gott: „Ich glaube an Gott wegen der Erfahrung, dass ich von ihm gehalten bin und er mein Leben bestimmt. Ich sehe mein Leben als Geschenk, das ich an Gott zurückgebe.“

Der Funke Gottes Brigitte Knünz (46) hat durch Berufung und Beruf mit dem Glauben zu tun. Sie ist Leiterin des Werks der Frohbotschaft. „Ich glaube an einen Gott, der auf der Seite der Schwachen steht“, sagt sie und betont, dass es eine größere Gerechtigkeit gibt, als Menschen sie je schaffen können. „Und ich glaube daran, dass der Heilige Geist uns Menschen unterstützt, die Welt so zu gestalten, wie sie vom Anfang her gedacht und gemacht war: nämlich sehr gut.“ Kann jeder glauben? Thomas Netzer-Krautsieder (53), Seelsorger am Krankenhaus Maria Ebene, ist überzeugt, dass der „Funke Gottes in jedem Menschen innewohnt“. Im innersten Kern jedes Menschen gibt es diesen Punkt, der immer schon da ist, der zwar zugedeckt, aber niemals ausgelöscht werden kann. Eine große Aussage. „Der ‚Name Gottes‘ ist sozusagen in unser innerstes Wesen geschrieben“, formuliert es Netzer-Krautsieder.


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Da bin ich daheim, da will ich hin

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Was ist es, wonach sich Menschen heute am meisten sehnen? Elisabeth Röthlin hat drei Worte dafür: „Heimat, Heimat, Heimat. Die Menschen sehnen sich nach einem Ort, wo sie sicher sind, nichts beweisen müssen, angenommen sind und ehrliche Zuwendung erfahren.“ Dabei sind sie auch auf der Suche nach sich selbst, sagt Paul Burtscher.

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Ein spiritueller Kraftort ist für Paul Burtscher die Wallfahrtskirche Maria Bildstein. Aber auch die Sitzmatte, auf der er meditiert. Kraft erfährt er unterwegs,

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Wer glaubt, braucht Quellen, aus denen er schöpft, sowie Orte, an denen er Kraft tankt. Für Röthlin sind solche Quellen das tägliche Gebet und der innere Dialog, also Gott anschauen und sich von ihm anschauen lassen. „Herz-zu-Herz-Gebet“ nennt sie das. Das tägliche, persönliche Gebet in Stille ist auch für Pfarrer Paul Burtscher wichtig. Ebenso wichtig ist für alle vier Gesprächspartner/innen das Wort Gottes, das Evangelium.

Daneben ist für ihn in den letzten Jahren auch das Laufen zur spirituellen Quelle geworden. „Das Trailrunning auf den Wegen in der Umgebung meines Wohnortes ist für mich einfach eine andere, bewegte Form der Ausrichtung auf die Gegenwart hin.“

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Von Herz zu Herz

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↑ Paul Burtscher, Wallfahrtspfarrer und Jakobspilger. Kees

↑ Elisabeth Röthlin, Lehrerin und Musical-Organisatorin. Steinmair

↑ Thomas Netzer-Krautsieder, Seelsorger und Trailrunner. Krautsieder

↑ Brigitte Knünz. Frohbotin und Fan des Evangeliums. Knünz

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P fa r re r Pa u l B u r t s c h e r

„Sie suchen innere Erfüllung und eine universelle Geborgenheit. Sie suchen das, was wir ‚Gott‘ nennen, auch wenn sie es gar nicht genau definieren, weil das tiefe Geheimnis des Glücks unaussprechlich und unbegreiflich ist.“

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Ich sehe mein Leben als Geschenk, das ich an Gott zurückgebe.

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Unser letztes Ziel. Für den, der glaubt, ist das Leben mit dem Tod nicht zu Ende. Das letzte Ziel, das ist das Weiterleben nach dem Tod, das Leben bei Gott.

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Brigitte Knünz fällt als Kraftort spontan der Wald ein. „Hier fühle ich mich inmitten von Gottes Schöpfung geborgen.“ Zweimal im Jahr zieht sich die Frohbotin nach Baumkirchen in Tirol zurück. Dort liegt das Exerzitienhaus Wohlgemutsheim der Don Bosco Schwestern. „Das Haus und die Landschaft rundherum sind für mich die ideale Kombination, zu sich und zu Gott zu kommen“, sagt sie. Zu Thomas Netzer-Krautsieders liebsten Kraftorten gehört die Kapelle des Bildungshauses Batschuns. In dieser „schwarz ausgemalten, lichtdurchfluteten, großen und bergenden Höhle“ kann er im Gebet in die Gegenwart Gottes kommen.

In seiner Arbeit mit Suchtkranken in Maria Ebene macht Thomas Netzer-Krautsieder immer wieder die Erfahrung, dass Menschen sich wünschen, geheilt zu werden, heil zu sein. Natürlich möchten dabei manche den eigenen, schwierigen Themen lieber ausweichen. Aber „der Wunsch verschont zu bleiben, taugt nicht“, zitiert der Seelsorger die Autorin Hilde Domin. „Das erleben wir immer wieder schmerzhaft. Aber manchmal ist es auch möglich zu erfahren, dass wir – wie Hilde Domin sagt – ‚immer versehrter und immer heiler‘ zugleich auf unser letztes Ziel hin wachsen.“

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beim Wandern und Pilgern. Als besonderen „Kraftweg“ hat der Pfarrer darum auch den Jakobsweg nach Santiago de Compostela empfunden.

Es ist: der Himmel.

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Zum Jubiläum „50 Jahre Diözese Feldkirch“ gehört auch die Initiative „Dialog für alle“. Was das bedeutet? Dorthin gehen, wo die Menschen leben, wohnen, einkaufen und Spaß haben. Die Kirche sucht damit aktiv die Begegnung und das Gespräch – besonders mit jenen Menschen, die sich am kirchlichen Leben nicht (mehr) beteiligen.

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WIR MÜSSEN REDEN

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↑ Beim W´ortwechsel ist Platz für das ganze Leben. Frank Andres

↑ Pfarrer Peter Mathei (rechts im Bild) isst jeden Tag bei einer anderen Familie seiner Pfarre zu Mittag. Peter Mathei

↑ Diözesane Mitarbeiter im stilechten „alta Häs“ beim Dornbirner Martinimarkt. Atessa Sonntag

Über Gott und die Welt

Stammgast im Ortscafé

Im „alta Häs“ auf dem Markt

„W´ortwechsel“ heißt: Im Wohnzimmer mit bekannten Personen über Gott und die Welt reden. Kirche ist dort, wo die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger leben und sich bewegen. Über 150 solcher guter „W’ortwechsel“ haben seit 2016 bereits stattgefunden. Mussten die Teilnehmer/innen dabei über Gott oder ihren Glauben reden? Nein. Niemand musste, alle durften. In diesem Gesprächsformat kommt das auf den Tisch, was Gastgeber/ innen und Gäste interessiert. Es geht um Themen, die bewegen – und das aus unterschiedlichsten Perspektiven. Hier darf gelacht und geweint werden. Es ist Platz für das ganze Leben.

Der Pfarrer von Alberschwende, Peter Mathei, besucht jeden Tag eine andere Familie in seinem Pfarrgebiet, um dort Mittag zu essen und um mit den Dorf-Bewohner/innen über Kinder, Familie, Beruf und Politik ins Gespräch zu kommen. Oft sind seine Gastgeber/innen nicht die typischen Kirchgänger/ innen. Oder sie klingeln nur für Taufe, Hochzeit oder Begräbnis beim Pfarrhaus. Außerdem ist der Landpfarrer mit dem Hang zum Philosophieren Stammgast im Café Cäsar‘s im Ortszentrum von Alberschwende. Dort bleibt die Zeitung aber oft ungelesen, weil häufig jemand vorbeikommt, um sich mit Pfarrer Mathei zu unterhalten.

Auf dem traditionsreichen Dornbirner Martinimarkt haben auch die Mitarbeiter/innen der Katholischen Kirche Vorarlberg einen eigenen Stand. Im vergangenen November präsentierten sie dort im „alta Häs“ – der auf dem Markt üblichen Kleidung - Wissenswertes und Überraschendes über den heiligen Martin. Eine Broschüre zum 1700-Jahr-Jubiläum des Heiligen machte den Gesprächseinstieg leicht. Und das kam ausnahmslos gut an, wie sich die Organisatorin Birgit Huber vom Pastoralamt freute. Denn die Dialoginitiativen zum 50. Geburtstag der Diözese Feldkirch stehen unter dem Motto: „Dorthin gehen, wo die Menschen leben, wohnen, einkaufen und Spaß haben.“


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Thomas Stubler KIT, bitte kommen

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Warum ich das mache, was ich mache? Weil es Sinn macht. Ich kann für Menschen in Not- und Ausnahmesituationen da sein und mit Menschen arbeiten. Das erfüllt und bereichert mich und mein Leben. Wenn wir zu einem Einsatz fahren, dann kommen wir in der Regel in Situationen, an denen nichts mehr heil ist. Das zeigt mir, wie zerbrechlich unser eigenes Glück oft ist.

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umfassend zu helfen, vor Wohnungslosigkeit zu bewahren oder vorübergehend ein stabilisierendes Zuhause oder einen Arbeitsplatz anzubieten. Das professionelle Mitarbeiterteam ist wertschätzend Y M C B

↑ Thomas Stubler, Koordinator des Kriseninterventionsteams, wechselte 2014 aus dem Medienbereich zum Sozialen. Fehle

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↑ Cornelia Matt war in Politik, Privatwirtschaft und Non-Profit-Organisationen tätig, bevor sie 2016 zu den Kaplan Bonetti Sozialwerken wechselte. Petra Rainer

Und es zeigt, wie wichtig es ist zu helfen. Mittlerweile bin ich seit vier Jahren in diesem Job tätig und ich habe noch nicht eine Sekunde darüber nachdenken müssen, ob die Entscheidung für diesen beruflichen Richtungswechsel richtig war. Ich weiß, dass es richtig war und dass ich heute Dinge mache, hinter denen ich zu 100 Prozent stehen kann.

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Nun, erstens gehörte ich schon immer zu unserer Kirche – trotz mancher schwierigen Position und Person. Zweitens merke ich, wie stark sich christlich verankerte Menschen für andere engagieren. Drittens: Arbogast! Ein Ort mit weltoffenem, innovativem Geist. Und viertens, das Wichtigste: Unsere Gewissheit, dass die Finsternis nicht das letzte Wort hat. Es macht Sinn, den Menschen diese christliche Erkenntnis mitzugeben.

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Sind Sie ein Mann der Kirche? Was für eine Frage eines Journalisten, als ich nach Arbogast wechselte. Ausgerechnet ich, der sich ein kritisches Bürgertum wünscht? Der jeder nicht demokratisch legitimierten Obrigkeit skeptisch gegenübersteht – erst recht, wenn es nur Männer sein dürfen?

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Daniel Mutschlechner Ausgerechnet ich?

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Die Kirche bietet viele und abwechslungsreiche Aufgaben

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WARUM GERADE KIRCHE?

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↑ 16 Jahre lang war Daniel Mutschlechner bei der Messe Dornbirn und wechselte 2016 von der dortigen Leitungsebene in die Leitung des Jugend- und Bildungshauses St. Arbogast. Mutschlechner

Armut, Flucht und Ausgrenzung haben mich schon immer sehr bewegt. Mein Mitgefühl gehört diesen Menschen in Notsituationen, für sie möchte ich mich einsetzen und dafür kämpfen, dass die Solidarität mit Menschen in Not in der Gesellschaft erhalten bleibt. Mir gefällt das christlich geprägte Leitbild bei Kaplan Bonetti Sozialwerke, Menschen in Not schnell, vorurteilsfrei, wirkungsvoll, individuell und

und respektvoll gegenüber Klient/ innen und setzt sich jeden Tag dafür ein, das Leben jedes Betreuten ein Stück weit lebenswerter zu machen. Einen Beitrag dazu zu leisten, gibt meiner Arbeit Sinn.

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Cornelia Matt Schnell und vorurteilsfrei

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Bilder: ?

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WENN, DANN GEMEINSAM

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Es macht etwas mit einem Ort, wenn plötzlich die „Fremden“ da sind. Lingenau ist so ein Ort mit Neuen, Alteingesessenen und vielen Initiativen.

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2015 waren sie plötzlich da: die Geflüchteten. Die Pfarre hatte das alte Kaplanhaus als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung gestellt und die Caritas nahm dankend an. „Ich weiß noch, ich habe mir damals vorgestellt, dass dort Familien einziehen. Und dann kamen zehn Männer“, erzählt Ruth BergerHolzknecht, die eine der vielen in Lingenau ist, die sich für das Zusammenleben unter neuen Vorzeichen einsetzten. Statt Kinderlachen also zehn junge Männer. Nach Europa kamen sie als Geflüchtete, nach Österreich als Illegale und jetzt waren sie in Lingenau gelandet.

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Dort war allen klar, wenn das funktionieren soll, dann nur miteinander. „Es haben sich auch gleich einige Leute aus dem Dorf zusammengefunden und jede/r hat geholfen, wie und wo er konnte. Ich habe zum

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Beispiel übernommen, Deutschbegleitung anzubieten“, erinnert sich Berger-Holzknecht, die bis heute mit bis zu 15 Menschen jeden Montag Deutsch lernt.

dann, wenn sich die Fortschritte oft nur in sehr kleinen Zwischenetappen messen ließen. „Manchmal ist es auch nur das Lächeln eines sonst völlig verschlossenen Kindes.“

„Später kamen dann auch Frauen und Männer zu uns, die schon in anderen Unterkünften oder in großen Sammellagern waren. Jede Gruppe war anders, hatte andere Fragen, Probleme, Bedürfnisse.“ Nein, Routine wurde das alles nie und auch keine Ein-Mann- oder Ein-Frau-Show. Vielmehr wuchs das Netzwerk an Helfer/innen weiter an.

Überhaupt, Ruth Berger-Holzknecht habe es bis jetzt nicht eine Sekunde lang bereut, dass sie sich für die einsetzt, die aus ihren Dörfern flüchten mussten. Nein,und es mag klischeehaft klingen, aber es ist doch wahr: „Ich bin dankbar für alle Erfahrungen, die ich gemeinsam mit den Menschen, die zu uns kommen, mache.“

Ruth Berger-Holzknecht unterrichtet übrigens auch an der Mittelschule in Lingenau. Und auch dort wurde das Klassenbild bunter. Das ist nicht immer leicht. Das sei aber, so Berger-Holzknecht, auch unglaublich bereichernd. Selbst

15 Frauen und Männer sind es, die sich in Lingenau kontinuierlich für die Geflüchteten einsetzen. Das heißt schon was bei 1350 Einwohner/innen. Hat sich Lingenau durch die, die „nicht von hier“ sind, verändert? Sicherlich – und in Lingenau lässt es sich immer noch gut leben – oder vielleicht auch gerade deshalb.


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Beziehungen und Respekt vor Mensch

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mit natĂźrlichen Ressourcen, nachhaltige

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Ein verantwortungsvoller Umgang

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Vorarlbergs zu gestalten.

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unserer Strategien, die Energiezukunft

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unseres unternehmerischen Handelns und

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und Umwelt. Das sind die Eckpfeiler

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Dr. Christof Germann und Dipl.-Ing. Helmut Mennel Vorstand illwerke vkw

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W’ORTWECHSEL

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PARKSTUDIO

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INIGÜXLA 50-JAHR-MARKT

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CARITAS CAFÉ

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FAHRRADBUNKER & KINDERWAGEN ABSTELLPLATZ

HAU DEN LUKAS

PAVILLON 50 HÜPFKIRCHE

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KINDER SPIELEFEST

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GLÜCKSBÜX

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Essen, Trinken, Musik, Unterhaltung für Junge und Junggebliebene, Live-Musik und Gottesdienste – für ein spannendes Programm ist bereits gesorgt. Das Wichtigste, das es jetzt für ein „Fest für alle“ noch braucht, sind viele interessierte Besucher/innen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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HÖHEPUNKTE

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26. MAI 2018, 10 – 22 UHR FESTSPIELHAUS BREGENZ

11 UHR ERÖFFNUNGSFEIER „50 JAHRE FÜR ALLE“ WERKSTATTBÜHNE

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Wortgottesdienst mit Bischof Benno Elbs

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13:30 UHR CHARITYAKTION „WE LIKE TO MOVE IT” WERKSTATTBÜHNE

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Hunderte Ministrant/innen tanzen für den guten Zweck. Für jede/n Tänzer/in spendet die Diözese zehn Euro an ein Jugendprojekt in Kenia.

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13 – 15 UHR KAFFEE & KABARETT WERKSTATTBÜHNE /

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DAS FEST AM SEE FINDET BEI JEDEM WETTER STATT.

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Kabarett, Kurzinterviews, Musik und Unterhaltung mit Gabi Fleisch und Markus Linder

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KL. BÜHNE

Spielen, Basteln und Spaß haben mit der Katholischen Jugend und Jungschar an über 20 Stationen: Kinderschminken, Dosenwerfen, Schiffe basteln, Riesenseifenblasen, Luftballontiere, Fallschirmspiele, Hüpfkirche…

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SEITENBÜHNE (WERKSTATTBÜHNE)

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14:30 – 17 UHR GROSSES SPIELEFEST

HAUPTBÜHNE

17 UHR FAMILIENMUSICAL „FUTURE STARS” WERKSTATTBÜHNE

Ein Musical mit KISI - God‘s singing kids über Herausforderungen, Hoffnung, Vertrauen und neuen Mut. Y

19 UHR GOSPELMESSE

mit Bischof Benno Elbs und Generalvikar Rudolf Bischof. Musik: Markus Linder, Gail Anderson und Kurt Wackernell

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20:10 UHR „HÄNDEL FÜR ALLE“ SEESTUDIO

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Militärmusik Vorarlberg & Chorsänger/innen aus dem ganzen Land

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20:20 – 22 UHR STIMMUNG MIT DEN „TEQUILA SHARKS“ SEESTUDIO

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12 – 21 UHR STRASSENKÜCHE MIT KULINARISCHEN KÖSTLICHKEITEN SEESTUDIO

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Ort bei Schönwetter Ort bei Schlechtwetter

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→ Viermal im Jahr werden Hilfsgüter wie Öl, Seife oder Schulhefte an die Waisenfamilien verteilt, 4500 Menschen werden unterstützt.

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→ Gloria Filipatali koordiniert das Waisenunterstützungsprogramm. Eine Welt Gruppe (2)

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ERFOLGSGESCHICHTEN Berufsschule gut fürs Leben vorbereitet – neben landwirtschaftlichen Grundkenntnissen, die allen vermittelt werden, haben sie die Möglichkeit zur Handwerksausbildung: Tischler, Näherin, Köchin, Metalloder Elektrotechniker.

Die „Eine Weltgruppe Schlins | Röns“ hat im südlichen Hochland Tansanias vor 15 Jahren ein Projekt ins Leben gerufen, das die landwirtschaftliche Entwicklung fördert. Heute umfasst die Unterstützung vieles mehr, sodass junge Menschen gute Perspektiven vor Ort haben. Gloria Filipatali ist eine von ihnen.

Wertvolle Unterstützung

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Gloria sitzt auf dem hölzernen Stuhl, rundherum stehen Kinder und warten. Die junge Afrikanerin schaut mit ruhigem Blick in die Runde. „Ihr müsst hart arbeiten“, sagt Gloria mit fester Stimme. „Damit ihr einen guten Job bekommt.“ Gloria ist Koordinatorin für Waisenfamilien bei der RDO (Rural Development Organization), einer Organisation für ländliche Entwicklung. Heute werden Rationen verteilt – Seife, Öl zum Kochen und andere lebenswichtige Dinge. Die jungen Menschen werden in der Schule bzw.

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Kirche ist Weltkirche. So unterstützen zahlreiche Pfarren Projekte in benachteiligten Ländern. Eines davon schlägt eine Brücke von Vorarlberg nach Tansania.

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Entstanden sind die Projekte in enger Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort. Viel Energie wurde in den Aufbau von basisdemokratischen Strukturen gesteckt, heute handeln die Menschen eigenverantwortlich. Finanziell unterstützt werden sie von Privatpersonen, Firmen sowie durch die Aktionen, die die „Eine Weltgruppe“ übers Jahr hindurch setzt: von Suppensonntagen über Vorträge und Konzerte bis hin zum Benefizpreisjassen und dem Verkauf von Selbstgenähtem. Aber nicht nur Geld, sondern auch Know-How wird in den Süden gebracht. Zahlreiche Freiwillige aus Vorarlberg legten in Kurzeinsätzen selbst Hand an: Handwerker/innen, Architekt/ innen, Landwirte, Techniker. So wurden Häuser renoviert, Wasserleitungen gelegt, Solaranlagen aufgebaut uvm.

Weltweites Kirchliches Netzwerk Vielfach sind es Ordensfrauen und -männer, die weltweit in Projekten tätig sind, die von Vorarlberger Pfarren unterstützt werden. Zudem arbeiten kirchliche Organisationen im „Netzwerk Welthaus“ zusammen: Dazu gehören Bruder und Schwester in Not, plan:g (ehemals Aussätzigen Hilfswerk), die Auslandshilfe der Caritas, die Dreikönigsaktion, der Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung, das Werk der Frohbotschaft sowie Missio.

Erfolgsgeschichten „Das RDO hat mein Leben verändert“, weiß Gloria. Nach dem Tod ihres Vaters hätte ihre Mutter es sich nicht leisten können, sie zur Schule zu schicken. „Vermutlich wäre ich ohne jede Ausbildung schon früh verheiratet worden“, erklärt die 24-Jährige. Aber durch das Waisenunterstützungsprogramm, dem mittlerweile 1000 Waisenhaushalte in 50 Dörfern zugehören, konnte sie ihre Ausbildung mit einem Universitätsabschluss beenden. Selbstbestimmung und Nachhaltigkeit waren von Anfang an Ziele der Projekte. So können sie auch weitergeführt werden, wenn keine Unterstützung mehr aus dem Ausland kommt. Und die Menschen können in ihren Heimatdörfern bleiben.


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R u d ol f B i s c h of, G e n e ra l v i ka r C B

Walter Buder, Gedenkgruppe Bregenz

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Auf den Bodenseekirchentag 2002 folgend entstand auf Initiative von Andreas Eder und mir der „Bregenzer Gedenkweg“, der an Bregenzer/innen erinnert, die in der Zeit des Nationalsozialismus Widerstand geleistet haben. Ein Jahr später bildete sich die „Gedenkgruppe Bregenz“. Jedes Jahr organisiert diese ökumenisch zusammengesetzte Gruppe eine Gedenkveranstaltung im Bewusstsein, dass kontinuierliche Erinnerungsarbeit wesentlich zur Tragfähigkeit gesellschaftlicher Zukunft beiträgt.

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↙Das Carl Lampert Forum hält seit 2012 das Gedenken an Carl Lampert und seinen Widerstand in Kirche und Gesellschaft unter dem Motto „erinnern – leben – gestalten“ wach.

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← Buchtipp: Michael Fliri „Mission Vorarlberg – Geschichte des Christentums zwischen Bodensee und Arlberg“, Innsbruck (Tyrolia) – erscheint im Oktober 2018. Fehle (2)

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Die Summe unserer Erfahrungen und Erlebnisse beeinflusst auch unser Handeln. Archive werden oft als Gedächtnisspeicher von Institutionen bezeichnet. Sie dokumentieren Ideen und Initiativen, aber auch den trockenen Alltag. Jubiläen sind oft Anlass, Vergangenes aus dem Vergessen zu heben. Mit dem Blick auf Geschichte(n) wird Rückschau gehalten, um Rückhalt für die Zukunft zu schaffen. Im Jubiläumsjahr tun wir dies anhand der Geschichte des Christentums in unserer Region.

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Michael Fliri, Archivar der Diözese Feldkirch

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Carl Lampert wollte als Christ hier kein Zahnrädchen sein. Er war nicht gleichgültig gegenüber dem Unrecht, das er sah und benannte. Er hat „Stopp“ gesagt. Carl Lampert lebte und starb dafür, „dass Menschen wieder Menschen werden“. Dafür wurde er 2011 seliggesprochen.

Kirchen sind Orte der Andacht, des Gebets und der Gotteserfahrung. Sie sind Kraftorte mitten im Alltag. Es sind Räume, in denen wir Gott mitten in unserem Leben feiern. Die Kirchen und Kapellen in unserer Diözese sind Kulturgüter und Träger der Geschichte. Wir pflegen und erhalten sie und bauen so an der Geschichte weiter.

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Um die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist es auch wichtig, die Irrwege zu kennen, die in der Vergangenheit begangen wurden. Irrwege, die falsche Propheten wie Hitler verführerisch anpriesen und die für Millionen den Tod brachten.

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Bernhard Loss, Carl Lampert Forum

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Das Erbe der Kirche ist zweifach: geistig und materiell.

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TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS

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← Walter Buder ist neben Andreas Eder, Werner Schelling und Herbert Pruner Mitglied der Gedenkgruppe Bregenz. Buder

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Drei Fragen an den Kirchenmusiker Wolfgang Schwendinger. Er leitet die Kirchenchöre in Bregenz Herz Jesu und Hohenems St. Karl.

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↑ Für Wolfgang Schwendinger ist Kirchenmusik „kostenlose“ Therapie für Körper und Seele. Bregenzer Festspiele / Dietmar Mathis

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WER SINGT, BETET DOPPELT

Warum ist Kirchenmusik heute so populär?

Was hat Chorarbeit mit Spiritualität zu tun?

Ich denke, weil sie so vielseitig ist. Und weil sie - mehr als Worte es können – das nachempfindet, was große Meister aller Kulturen uns spüren lassen: Wie sie in schweren und schönen Situationen Gottesnähe erleben. Musik ist sozusagen der Blick in den Himmel.

Musik und speziell das Singen hilft dabei, Gefühle zu ordnen. Chorarbeit ist Teamwork mit spirituellem Training, „kostenlose“ Therapie für Körper und Seele sozusagen. Durch gemeinsames Singen wird der positive Glaube – der Glaube an das Gute – gefördert.

/ WOLFGANG SCHWENDINGER /

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Wie hängen für Sie Gebet und Gesang zusammen?

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/ W S / Um es mit einem Sprichwort zu sagen: „Singen ist doppeltes Beten.“ Wenn ich mich da hineinfallen lasse, werden die guten Gedanken in meinem Körper bzw. in der Seele durch das Singen und das Spüren der Musik verstärkt. Und man könnte sagen: Das Gebet wird vervielfacht.

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↑ Einer von vielen (Jugend-)Chören in Vorarlberg: Der Chor “Joy” entstand vor zwanzig Jahren als Jugendchor in der Pfarre Hohenems. Chor Joy

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Kirchenmusik im Ländle In Vorarlberg gibt es 119 (Kirchen-) Chöre, davon 48 Jugend- und Kinderchöre, mit insgesamt rund 3.000 Sänger/innen. An den Vorarlberger Orgeln sind derzeit rund 350 Organist/innen tätig. Derzeit befinden sich rund 60 junge Organist/innen in Ausbildung.


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Diese Frage gaben Antonette Schwärzler und Doris Stutz – Religionslehrerinnen an den Sonderpädagogischen Zentren in Dornbirn und Götzis – an ihre Schüler/innen weiter. Und hier sind die Antworten:

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WIE STELLST DU DIR GOTT VOR?

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Das ist Jesus, von dem die Strahlen ausgehen. Gott ist die Strahlen von Jesus.

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Elias, 13 Jahre

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Elias, 10 Jahre

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Gulia, 8 Jahre

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Ich habe Ohren um Gott zu hören. Gott macht mich stark. Gott schenkt mir ein liebendes Herz.

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Gott beschützt mein Haus und alle, die darin wohnen.

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KRAFTORTE IN VORARLBERG

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GOTTESHÄUSER – Die Kapelle Salgenreute bei Krumbach. Bereuter KERZEN – Orte für die persönlichen Fürbitten und Gebete. Begle MARIA – Gnadenkapelle in der Basilika Rankweil. Fehle MUSIK – Gibt Gottesdiensten die besondere Note. Mathis KLÖSTER – Orte der Gastfreundschaft und des Gebets. Hier die Propstei St. Gerold. Fehle NATUR – Bergmesse mit Bischof Benno Elbs am Hochhäderich bei Hittisau. Nowak

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↑ „Den Kindern geht es gut, wenn es ihren Müttern gut geht – und umgekehrt“, sagt Doris Müller. Auf den kleinen Liam trifft das zu. Schrimpff (2)

Bevor es zu spät ist

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Auf den Tag genau zwei Wochen ist Liam* alt. Wie in Zeitlupe reckt er ein Ärmchen in die Luft, bewegt sich auf dem Arm seiner Mama verschlafen hin und her, bevor er wieder in seine Träume abdriftet – das winzige, noch leicht zerknautschte Gesicht ruhig und entspannt. Verena*, seine Mutter, zupft sein Leibchen zurecht und lächelt. Der kleine Kerl ist ihr sechstes Kind und sie ist sichtlich stolz, dass es ihm so gut geht – und ihr selber auch.

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FAMILIE LEBEN LERNEN

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Ohne das „MuKi“, wie das Haus Mutter & Kind der Caritas auch genannt wird, wäre das nicht so, da ist sie sich sicher. Während der Schwangerschaft sei sie an einen Punkt gekommen, an dem ihr alles über den Kopf zu wachsen drohte:

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Seit den 1950er-Jahren bietet das „Haus Mutter&Kind“ jungen Müttern und ihren Kindern Unterstützung auf dem Weg in ein gemeinsames Leben, seit den 1990ern in Trägerschaft der Caritas. Die Nachfrage: riesig. Der Nutzen: auch.

↑ Doris Müller leitet das MuKi seit 2011

Die Verantwortung für den ungeborenen Liam und seine Geschwister, der Kampf gegen die eigene Essstörung, die langen Schatten einer nicht unproblematischen Vergangenheit im Nacken. „Bei manchen Menschen gilt man als Versagerin, wenn man es als Mutter alleine nicht schafft“, erzählt sie und streichelt gedankenverloren ihren Sohn. „Dabei kostet es echt Kraft, um Hilfe zu bitten – und zwar bevor es zu spät ist.“

Zu spät, das heißt: Wenn die Frage im Raum schwebt, ob eine Mutter überhaupt in der Lage ist, sich um ihr Kind zu kümmern – oder ob man von „offizieller Seite“ her intervenieren muss. Für manche Frauen, erzählt Stellenleiterin Doris Müller, sei das MuKi die letzte Möglichkeit zu beweisen, dass sie es doch können: Gut für ihren Nachwuchs sorgen, ohne sich selbst und den Rest des Alltags dabei aus den Augen zu verlieren. Auch in „gesicherten“ Verhältnissen und mit der Unterstützung von Großeltern, Tanten und Onkeln sei das mitunter ein Kraftakt – allerdings fehle ausgerechnet dieses soziale Netz den meisten Frauen im Haus in Feldkirch. „Viele von ihnen haben als Kinder selbst nur wenig Zuwendung und Geborgenheit erfahren“,


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„Das Angebot hier ist ein Geschenk“, findet Verena: „Hier werden mir als Mutter nicht noch mehr Steine in den Weg gelegt, sondern geholfen, diese Steine aus dem Weg zu räumen.“ Wenn sie sich etwas wünschen könnte, wären das viele weitere MuKis fürs Land. Müller lächelt. Dagegen hätte auch sie nichts. Aber ein besseres Verständnis für das, was Mütter leisten – ob aus „schwierigen“ Verhältnissen oder nicht – würde es für den Anfang schon tun.

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*Namen von der Redaktion geändert.

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Bis zu einem Jahr haben die jungen Familien Zeit, sich im geschützten Rahmen in der Nähe des Landeskrankenhauses zu sortieren. „Wir geben Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt Müller das Konzept: Jede Mutter legt bei Einzug ins MuKi Ziele fest, die es während des Aufenthalts zu erreichen gilt. „Das können alltagspraktische Dinge sein wie, ‚Wie schaffe ich eine gute Tagesstruktur

Die Nachfrage nach dieser Starthilfe ist enorm: Im vergangenen Jahr habe man nur einem Viertel der Anfragen gerecht werden können, erzählt Müller. Insgesamt stehen im Haus Mutter & Kind sieben Zimmer zur Verfügung – dazu kommen vier Plätze in der nächsthöheren Etage, wo das Projekt „start.wohnen“ noch konkreter auf das Leben „draußen“ vorbereitet, sowie drei Übergangswohnungen.

Haus Mutter & Kind 35 Frauen mit 46 Kindern haben 2017 die verschiedenen Angebote des MuKi genutzt, durchschnittlich sechs Monate lang. Rund 60 Prozent der Kinder waren nicht älter als ein Jahr alt. Einmal in der Woche bieten Freiwillige den Müttern an, sie für zwei Stunden bei der Kinderbetreuung zu entlasten. Das Angebot des MuKi kann auch durch Spenden unterstützt werden. Kontakt und Infos unter T 05522 200-1800 und haus.muki@caritas.at

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Familie leben lernen

für mich und mein Kind‘ oder Zukunftsfragen – zum Beispiel der nach einer Wohnung für die Zeit nach dem MuKi.“

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erklärt Müller. Das MuKi biete die Chance, diesen Kreislauf zu durchbrechen. „Unsere eigentlichen ‚Klienten‘ sind die Kinder“, ergänzt Müller –„Sicherung des Kindeswohls“ heißt das auf Beamtisch. „Aber: Denen geht es gut, wenn es ihren Müttern gut geht – und umgekehrt.“

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Telefon/ Email 25

www.kirchenblatt.at

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E kirchenblatt@kath-kirche-vorarlberg.at

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T 05522/3485-125

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WER IST DA, WENN ICH STERBE?

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Eine gute Portion Eigennutz habe sie damals veranlasst, die Ausbildung als Hospizbegleiter/in zu absolvieren, erklärt Anita Lins. Und erzählt, warum sie dieses Ehrenamt jedem empfehlen würde und was Humor damit zu tun hat. Der Besuchsdienst ist nur ein Teil ihrer Arbeit als Hospizbegleiterin der Caritas. Seit eineinhalb Jahren begleitet sie auch eine rund 60jährige Schlaganfallpatientin, die sie alle zwei Wochen zu Hause besucht. Und mehrmals pro Monat steht sie im Rahmen des „Bereitschaftsdienstes“ auf Abruf bereit. Ihr Weg führt Lins dann oft ins Krankenhaus oder zu jemandem nach Hause.

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Lachen und Hospizbegleitung sind zwei Begriffe, die für die meisten Menschen nicht so richtig zusammenpassen wollen. Begleitet man Anita Lins auf ihrem Weg durch das Sozialzentrum Satteins, bekommt man eine Ahnung, wie das doch gehen kann. Einmal pro Woche besucht sie dort die Bewohner/innen, geht mit ihnen spazieren, hilft beim Essen oder spricht und lacht mit ihnen.

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↑ 245 Frauen und Männer sind in allen Regionen Vorarlbergs ehrenamtlich als Hospizbegleiter/innen tätig. Pro Jahr stehen sie so über 25.000 Stunden im Einsatz. Rinner

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„Natürlich kann es sein, dass du zunächst nicht wirklich willkommen bist, aber die Praxis zeigt, dass es oft sehr berührend ist“, spricht sie aus Erfahrung.

Sterbe ich jetzt? Viele Patient/innen würden auf das Hospiz-Namensschild mit der Frage reagieren, ob sie jetzt sterben müssen, erklärt die gelernte Buchhalterin. „Aber Hospiz hat nicht zwangsläufig mit dem Tod zu tun. Es ist eine Begleitung, auch in schweren Krankheiten, und eine Entlastung für die Angehörigen“, stellt sie klar. Ein Ehrenamt, dessen Handwerkszeug in einer Ausbildung erlernt wird, die aus Theorieblöcken und 40 Praktikumsstunden besteht. Die Auseinandersetzung mit vielen verschiedenen Menschen und Situationen entwickle die eigene Persönlichkeit, erklärt Lins ihre Beweggründe für dieses „sinnvolle Ehrenamt“, bei dem Verschwiegenheit und Supervision eine große Rolle spielen. „Die Patientinnen und Patienten spüren, ob man da ist oder nicht“, erzählt Lins, und manchmal gehe es auch „nur“ darum, „da zu sein“ - etwa wenn ein Sterbender nicht mehr auf seine Umwelt reagieren kann. Oder darum, sich mit Demenzkranken zu unterhalten, die zum Abschied auch gerne mal sagen: „Pfüate, dankschön, kum wid‘r, denn lüg i di was anderes ah.“


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BILDUNG VOR ORT

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Madeleine Messmer

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Das Katholische Bildungswerk Vorarlberg (KBW) ist einer der großen Anbieter von Bildungsveranstaltungen im Land - von der Eltern- bis zur Glaubensbildung, von der Bibliothekenarbeit bis zu den Alt.Jung.SeinKursen. Neben den örtlichen Bildungswerken auf Pfarrebene gibt es aber auch vier kirchliche Bildungshäuser in Vorarlberg. Eines davon ist St. Arbogast.

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St. Arbogast / Claudia Henzler

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Dornbirn-Oberdorf und Hohenems. Purzelbaum-Gruppen sind ElternKind-Gruppen für Mütter bzw. Väter mit Kindern bis vier Jahre. Ein Kurs geht über zehn Treffen zu je zwei Stunden. In einem ersten Teil singen, spielen, basteln oder tanzen die Kinder gemeinsam mit den Eltern und Sutterlüty-Sampl. Danach bespricht die Kursleiterin mit den Müttern und Vätern Themen wie Ernährung, Erziehung oder Erste Hilfe. Eine Helferin betreut währenddessen die Kinder. Dann gibt es eine gemeinsame Jause. Monika Sutterlüty-Sampl beschließt jedes Treffen

Die Gruppe in Dornbirn-Oberdorf ist interkulturell: Auch drei afghanische Mütter nehmen teil. Insgesamt bietet das KBW diese Eltern-Kind-Gruppen an 18 Orten in Vorarlberg an. Denn die Nachfrage ist sehr groß. „Wir erhalten immer wieder von Familien Anfragen, wo und wann gestartet wird“, freut sich Sutterlüty-Sampl. Sie hält es für eine echte Win-Win-Situation, dass Eltern mit „Gleichgesinnten“ gemeinsame Zeit verbringen können. Die Purzelbaum-GruppenLeiterin ergänzt: „Für die Kinder ist es oftmals der erste soziale Kontakt zu Gleichaltrigen. Und auch für die (neu zugezogenen) Eltern ist es eine tolle Anlaufstelle, um andere junge Familien kennenzulernen. Mitunter ergeben sich daraus sogar Freundschaften für viele Jahre.“

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Purzelbaum-Gruppen Ein besonderes Angebot der Elternbildung sind die PurzelbaumGruppen. Monika Sutterlüty-Sampl (45) leitet gleich zwei von ihnen, in

mit einem gemeinsamen Teil für Eltern und Kinder, etwa einem Lied oder einem Fingerspiel.

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Begegnung und Bildung sind Kernanliegen des Jugend- und Bildungshauses St. Arbogast. Getragen von einem christlichen Menschenbild und geprägt von einer weltoffenen, lebendigen Gastfreundschaft, vermittelt das Haus positive Zugänge zu Spiritualität und Glaube. Auch das Bildungshaus Batschuns ist ein Ort der Begegnung und des Dialogs, setzt Schwerpunkte in der Bibelarbeit und bietet international anerkannte Lehrgänge an. In der Benediktiner-Propstei St. Gerold wiederum finden Kunst und Kontemplation zu einer wohltuenden Einheit. Das Gästehaus „Im Kloster Bezau“ bietet verschiedenste Kurse – vom Frühlingserwachen rund ums Haus bis zu speziellen Angeboten für Kinder.

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WIDER DEN WEGWERFWAHN Wir möchten den Leuten zeigen, dass man mit kleinen, ‚schmerzlosen‘ Veränderungen im Alltag ganz viel erreichen kann

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Die Kirche und der Schutz von Natur und Ressourcen gehören zusammen. Carla-Möbel sind hier ebenso bekannt wie die Altkleider-Sammlung. Auch in der Pfarre Nenzing arbeiten seit zehn Jahren Menschen an einer besseren (Um-)Welt. Harald Mark gehört zu den Gründungsmitgliedern – und hat ein absolutes Lieblingsprojekt: das pfarreigene Repair-Café.

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Mitstreiter/innen beim Wettbewerb „Ideenkanal“ und sicherten sich als eines von sechs Siegerprojekten ein Budget in Höhe von 1.000 Euro. Mit diesem Geld und der Unterstützung durch zahlreiche weitere Partner und Sponsoren wird seitdem Café um Café realisiert – wie in Feldkirch und Riefensberg und hoffentlich bald auch in Innerbraz, Göfis und Bregenz.

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↑ Harald Mark engagiert sich seit seiner Jugend für den Umweltschutz: Staubsauger gehören zu den klassischen „Patienten“ des Repair-Cafés. Erfolgsquote: hoch. Mark

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„Das macht wirklich am meisten Spaß“, erzählt Harald Mark und strahlt. Einmal im Monat öffnet eine kleine Selbsthilfe-Reparatur-Werkstatt in der Gaisstraße 5 in Nenzing ihre Pforten. Von Mai (26.5.) bis Oktober (13.10.) kann zwischen 14 und 17 Uhr (fast) alles vorbeigebracht werden, das nicht mehr tut, was es soll. In der Regel sind das Kaffeemaschinen, Bügeleisen und Staubsauger, aber auch Spielzeuge, Werkzeuge, Gartengeräte oder kleinere Möbel.

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79 Prozent kriegen die Freiwilligen gemeinsam mit den Besitzern wieder hin – eine Quote, auf die man stolz ist. Die Idee zum Café – ja, Kaffee und Kuchen gibt es auch – existierte schon lange in den Köpfen der „Schöpfungsverantwortlichen“ der Pfarre in Nenzing. Bis zur Auszeichnung mit dem HYPOUmwelt-Förderpreis 2013 fehlte es allerdings am nötigen Kleingeld. Seit der Ersteröffnung im Juni 2014 ist viel passiert: Ein Jahr später bewarben sich Mark und seine

„Wir möchten den Leuten zeigen, dass man mit kleinen, ‚schmerzlosen‘ Veränderungen im Alltag ganz viel erreichen kann“, erklärt Mark die Motivation des Arbeitskreises. Sie organisieren neben dem RepairCafé darum auch Vorträge, Filmvorführungen und Workshops rund um die Themen Klimaschutz, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Ethik. Dazu kommen regelmäßige Artikel im Pfarrblatt und die Pflege einer Online-Nahversorgerliste, die vor allem Zugezogenen hilft zu wissen: „Ah, bei dieser Bäuerin kriege ich Kartoffeln, dort bekomme ich Filzpantoffeln und selbst gebackenes Brot.“


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Vorarlberger Landes-Versicherung V.a.G. (VLV) ist

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für alle Vorarlbergerinnen und Vorarlberger. Die

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Fünfzig Jahre Diözese Feldkirch – ein Jubiläum

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wünschen allen ein spannendes Jubiläumsjahr mit

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wir der Diözese zu ihrem 50-jährigen Bestehen und

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auch miteinander feiern. In diesem Sinne gratulieren

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Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und

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Gelebte Partnerschaft heißt einander wertschätzen,

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seit mehreren Jahren Partner der Diözese Feldkirch.

zahlreichen wertvollen Begegnungen. Dir. Robert Sturn und Dir. Mag. Klaus Himmelreich Vorstand Vorarlberger Landes-Versicherung V.a.G. Y M C B Y M C B Y M C B Y M C B Y M C


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Mensch werden Kirche werden

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Fragen hören, die bedrängen Zeit haben, wo sie niemand hat Worte suchen, die noch halten Hände reichen, die nicht fallen lassen Türen öffnen für das Fremde die Angst verlieren in dem Raum der Hoffnung den Grenzen eine Mitte geben Lieder singen und den Melodien lauschen Freundschaft leben und einander trauen dem Heimweh ein Zuhause schenken der Trauer einen Trost zusprechen Urlaub für die Seele schaffen Frieden schenken und erleben lassen in der Asche Glut entfachen ein Haus der Zukunft bauen den Geist entdecken, der uns leben lässt Zeichen feiern, die wie Brot sind und noch mehr den Himmel fassen auf der Erde im Sterben auferstehen

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„Kirche“ ist ein Tun-Wort

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Generalvikar Rudolf Bischof

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Mäser


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ermutigen, Ziele zu haben und diese

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#glaubandich – Wir wollen Kunden

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Glauben bedeutet, zu vertrauen.

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wahr zu machen.

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Sparkasse Feldkirch – für die Vorarlberger Sparkassen

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Vorstandsdirektor Mag. Anton Steinberger

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Wir danken unseren Hauptsponsoren und Medienpartnern:

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und den weiteren Unterstützern:

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• Als Fahrschein gilt das „Online Gratis Ticket“ – sowohl in ausgedruckter Form als auch am Handy

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• Tickets zum Herunterladen ab 5. Mai unter www.vmobil.at (VVV Bus & Bahn > Veranstaltertickets)

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DAS FEST AM SEE FINDET BEI JEDEM WETTER STATT.

• Oder einfach den QR-Code scannen und das Ticket direkt aufs Smartphone laden (ohne Ausdruck).

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Die Katholische Kirche Vorarlberg und der Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) machen es möglich: Am 26. Mai sind Sie unser Gast und reisen gratis zum Fest am See an:

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26. MAI 2018 10 BIS 22 UHR FESTSPIELHAUS BREGENZ

FÜNFZIG JAHRE DIÖZESE FELDKIRCH FÜR ALLE

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