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Anfragebeantwortung

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Anfrage NEOS – eingelangt: 13.6.2018 – Zahl: 29.01.402 Anfrage der Abgeordneten Dr. Sabine Scheffknecht PhD und Mag. Daniel Matt, NEOS

Herrn Landeshauptmann Mag. Markus Wallner Landhaus 6900 Bregenz Bregenz, 13.06.2018

Anfrage gem. § 54 der GO des Vorarlberger Landtages: Sind Kinder und Jugendliche in den einzelnen Bundesländern wirklich so anders, dass es unterschiedliche Schutzbestimmungen braucht(e)?

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann,

Jugendschutz ist Ländersache. So gab es in den neun Bundesländern viel zu lange teils sehr unterschiedliche Schutzbestimmungen für Kinder und Jugendliche. Eine sachliche Begründung dafür, dass Jugendliche in Tirol bis zu ihrem 14. Lebensjahr um 22 Uhr zuhause sein mussten, Jugendliche im gleichen Alter in Vorarlberg aber erst eine Stunde später, suchte man vergebens. In St. Anton am Arlberg durften 12-Jährige unbeaufsichtigt bis 22 Uhr ausbleiben, während diese in Lech erst um 23 Uhr zuhause sein mussten. Obwohl sich acht von neun Bundesländern kürzlich dazu durchringen konnten, ihre Jugendschutzgesetze in wesentlichen Bereichen zu harmonisieren, gibt es immer noch keine bundesweit einheitlichen Schutzbestimmungen, die für Kinder bzw. Jugendliche in Vorarlberg genauso gelten, wie im Rest von Österreich.

Diese Absurdität wurde auch beim letzten Versuch, die Regelungen anzugleichen, wieder offensichtlich. Dennoch stellt sich Oberösterreich nach wie vor gegen eine Angleichung der Ausgehzeiten an die der anderen Bundesländer. Im Zuge der angestrebten Harmonisierung aller Landesgesetze ist für die erstgenannten beiden Altersgruppen eine Ausweitung von 22 auf 23 und von 24 auf 1 Uhr beabsichtigt. Außerdem soll festgelegt werden, dass nun in ganz Österreich erst ab 18 Jahren geraucht und hochprozentiger Alkohol konsumiert werden darf.

Dass sich die Länder bei einer Jugendreferentenkonferenz in Hall in Tirol bis auf die Ausgehzeiten nach jahrzehntelangen Diskussionen auf einheitliche Regeln geeinigt haben, wird von der aktuellen Regierung als "historischer Erfolg" gefeiert. Dennoch bleibt kritisch zu hinterfragen, wie zeitgemäß die unterschiedlichen Jugendschutzgesetze der einzelnen Bundesländer überhaupt noch sind. 1


Anfrage NEOS – eingelangt: 13.6.2018 – Zahl: 29.01.402

Angesichts der anhaltenden Diskussionen rund um dieses Thema stellt sich zudem die Frage, wie oft die geltenden Jugendschutzbestimmungen überhaupt exekutiert werden, bzw. wie viele Anzeigen, Verurteilungen und Strafen es aufgrund von Verstößen gegen Jugendschutzbestimmungen in den letzten Jahren in Vorarlberg gegeben hat.

Aufgrund der gegebenen Umstände erlauben wir uns an Sie als für Jugend zuständiges Regierungsmitglied folgende Anfrage 1. Wie viele Verdachtsfälle einer Übertretung nach dem Vorarlberger Kinder- und Jugendgesetz von unter 18-Jährigen gab es seit 2010? Wir ersuchen jeweils um Auflistung ab 2010 nach Kalenderjahr, Alter, Geschlecht und Bezirk. a. Wie viele davon waren Verstöße gegen Ausgehzeiten? b. Wie viele davon waren wegen unerlaubtem Konsum von Tabak und/oder Alkohol? c. Wie viele davon waren wegen Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachens von kinder- und jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen? d. Wie viele davon waren wegen des verbotenen Aufenthalts in bestimmten Lokalen und Betriebsräumen? e. Wie viele davon waren wegen des Konsums von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen? f.

Wie viele waren wegen des Verstoßes gegen die Regelungen bezüglich des Autostoppens?

2. Wie viele Verdachtsfälle einer Übertretung nach dem Vorarlberger Kinder- und Jugendgesetz von Erwachsenen (über 18 Jahre) gab es seit 2010? Wir ersuchen jeweils um Auflistung ab 2010 nach Kalenderjahr, Alter, Geschlecht und Bezirk. a. Wie viele davon wegen Verletzung der Aufsichtspflicht? b. Wie viele davon wegen Anbietens oder Weitergebens von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Jugendliche, die sie lt. Jugendschutzgesetz nicht erwerben dürfen?

2


Anfrage NEOS – eingelangt: 13.6.2018 – Zahl: 29.01.402 c. Wie viele davon waren wegen Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachens von kinder- und jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen? d. Wie viele davon aufgrund des Anbietens oder Weitergebens von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen an Jugendliche? e. Wie viele aufgrund des Verstoßes gegen die Regelungen bezüglich des Autostoppens?

3. Wie viele unter 18-Jährige wurden wegen Übertretungen nach dem Vorarlberger Kinder- und Jugendgesetz bestraft? Wir ersuchen jeweils um Auflistung ab 2010 nach Kalenderjahr, Alter, Geschlecht und Bezirk. a. ...wegen Verstößen gegen Ausgehzeiten? b. ...wegen Konsum von Tabak und/oder Alkohol? c. ...wegen Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachens von kinder- und jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen? d. ...wegen des verbotenen Aufenthalts in bestimmten Lokalen und Betriebsräumen? e. ...wegen Konsum von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen? f.

...wegen des Verstoßes gegen die Regelungen bezüglich des Autostoppens?

4. Wie viele Erwachsene (über 18 Jahre) wurden wegen Übertretungen nach dem Vorarlberger Kinder- und Jugendgesetz bestraft? Wir ersuchen jeweils um Auflistung ab 2010 nach Kalenderjahr und Bezirk. a. ...wegen Verletzung der Aufsichtspflicht? b. ...wegen Anbietens oder Weitergebens von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Jugendliche, die diese lt. Jugendschutzgesetz nicht erwerben dürfen? c. ...wegen Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachens von kinder- und jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen? d. ...wegen Anbietens oder Weitergebens von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen an Jugendliche? e. ...wegen Verstoß gegen die Regelungen bezüglich des Autostoppens?

3


Anfrage NEOS – eingelangt: 13.6.2018 – Zahl: 29.01.402 5. Wie viele UnternehmerInnen wurden wegen Übertretungen nach dem Vorarlberger Kinder- und Jugendgesetz bestraft? Wir ersuchen jeweils um Auflistung ab 2010 nach Kalenderjahr und Bezirk. a. ...wegen Anbietens oder Weitergebens von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Jugendliche, die diese lt. Jugendschutzgesetz nicht erwerben dürfen? b. ...wegen Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachen von kinder- und jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen? c. ...wegen Anbietens oder Weitergebens von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen an Jugendliche?

6. Wie viele Verdachtsfälle und wie viele Bestrafungen bezogen auf Kinder und Jugendliche gab es im Land wegen Verletzung des Suchtmittelgesetzes? Wir ersuchen jeweils um Auflistung nach Verdachtsfällen und tatsächlichen Bestrafungen ab 2010 nach Kalenderjahr, Alter, Geschlecht und Bezirk.

Für die fristgerechte Beantwortung dieser Anfrage bedanken wir uns im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen

LAbg. Dr. Sabine Scheffknecht PhD

LAbg. Mag. Daniel Matt

Transparenzhinweis: Diese Anfrage ist in Zusammenarbeit mit dem Jugendsprecher des NEOSNationalratsklubs, Abg.z.NR Douglas Hoyos, entstanden.

4


Beantwortet: 2.7.2018 – Zahl: 29.01.402

Bregenz, am 2. Juli 2018

Frau LAbg. Dr. Sabine Scheffknecht, PhD, und Herrn LAbg. Mag. Daniel Matt Landtagsfraktion – NEOS Vorarlberg Landhaus 6901 Bregenz im Wege der Landtagsdirektion

Betrifft: Sind Kinder und Jugendliche in den einzelnen Bundesländern wirklich so anders, dass es unterschiedliche Schutzbestimmungen braucht(e)? Bezug: Ihre Anfrage vom 13. Juni 2018, Zl. 29.01.402

Sehr geehrte Frau LAbg. Dr. Scheffknecht, sehr geehrter Herr LAbg. Mag. Matt,

Ihre Anfrage gemäß § 54 der Geschäftsordnung des Vorarlberger Landtages betrifft u.a. Angelegenheiten des Gesundheitswesens, welche in Gesetzgebung und Vollziehung Bundessache sind. Ich nehme daher zu Ihren Fragen, hinsichtlich der Frage 6. außerparlamentarisch, wie folgt Stellung: 1.

Wie viele Verdachtsfälle einer Übertretung nach dem Vorarlberger Kinder- und Jugendgesetz von unter 18-Jährigen gab es seit 2010? Wir ersuchen jeweils um Auflistung ab 2010 nach Kalenderjahr, Alter, Geschlecht und Bezirk. Laut Mitteilung der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung ist auf Grundlage der Rechenschaftsberichte 2010 bis 2017 eine Unterscheidung zwischen Verdachtsfällen und Bestrafungen nach dem Kinder- und Jugendgesetz nicht möglich. Weiters kann nur die Anzahl der durchgeführten Verfahren, unabhängig davon, ob das Verfahren schlussendlich eingestellt wurde oder es zur einer Ermahnung oder

Amt der Vorarlberger Landesregierung Landhaus, Römerstraße 15, 6901 Bregenz, Österreich | www.vorarlberg.at | DVR 0058751 christian.gantner@vorarlberg.at | T +43 5574 511 25000 | F +43 5574 511 925095


-2Bestrafung kam, angegeben werden. Bezüglich der Jahre 2010 bis 2014 ist lediglich eine Bekanntgabe der insgesamt geführten Verfahren nach dem Kinder- und Jugendgesetz möglich. Die Unterscheidung in Alter und Geschlecht kann für die Verwaltungsstrafverfahren nicht vorgenommen werden. Über die insgesamt nach dem Kinder- und Jugendgesetz 2010-2017 geführten Strafverfahren, gegliedert nach Bezirken, gibt die nachstehende Übersicht Auskunft: Jahr

Bludenz

Bregenz

Dornbirn

Feldkirch

2010

287

354

220

223

2011

168

166

106

164

2012

152

353

186

184

2013

86

326

189

104

2014

83

216

116

105

2015

84

162

96

87

2016

58

104

167

96

2017

31

54

35

44

a. Wie viele davon waren Verstöße gegen Ausgehzeiten? Laut Information der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung stellen sich die Strafverfahren nach dem Kinder- und Jugendgesetz in den Jahren 2010-2014 wegen Verstößen gegen die Ausgehzeiten wie folgt dar: Jahr 2010 2011 2012 2013 2014

Anzahl an Strafverfahren keine Daten vorliegend 221 330 252 143

Die Strafverfahren nach dem Kinder- und Jugendgesetz in den Jahren 2015-2017 wegen Verstößen gegen die Ausgehzeiten, gegliedert nach Bezirken, sind nachstehender Übersicht zu entnehmen: Jahr

Bludenz

Bregenz

Dornbirn

Feldkirch

2015

17

59

36

14

2016

21

32

31

20

2017

1

17

3

10

b. Wie viele davon waren wegen unerlaubtem Konsum von Tabak und/oder Alkohol?


-3Laut Auskunft der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung stellen sich die Strafverfahren nach dem Kinder- und Jugendgesetz in den Jahren 2010-2014 im Zusammenhang mit verbotenem Alkohol- und Nikotinkonsum wie folgt dar: Jahr 2010 2011 2012 2013 2014

Anzahl an Strafverfahren keine Daten vorliegend 279 391 328 227

Die Strafverfahren nach dem Kinder- und Jugendgesetz in den Jahren 2015-2017 im Zusammenhang mit verbotenem Alkohol- und Nikotinkonsum, gegliedert nach Bezirken, sind nachstehender Übersicht zu entnehmen: Jahr

Bludenz

Bregenz

Dornbirn

Feldkirch

2015

53

65

16

30

2016

19

47

25

45

2017

17

22

8

30

c. Wie viele davon waren wegen Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachens von kinder- und jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen? d. Wie viele davon waren wegen des verbotenen Aufenthalts in bestimmten Lokalen und Betriebsräumen? f. Wie viele waren wegen des Verstoßes gegen die Regelungen bezüglich des Autostoppens? Laut Mitteilung der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung liegen hinsichtlich des Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachens von kinder- und jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen, des verbotenen Aufenthalts in bestimmten Lokalen und Betriebsräumen sowie des verbotenen Autostoppens keine Daten vor. e. Wie viele davon waren wegen des Konsums von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen? Laut Information der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung ist der Konsums von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen kein Tatbestand des Kinder- und Jugendgesetzes, sodass diesbezüglich keine Angaben gemacht werden können.


-42.

Wie viele Verdachtsfälle einer Übertretung nach dem Vorarlberger Kinder- und Jugendgesetz von Erwachsenen (über 18 Jahre) gab es seit 2010? Wir ersuchen jeweils um Auflistung ab 2010 nach Kalenderjahr, Alter, Geschlecht und Bezirk. Laut Mitteilung der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung ist auf Grundlage der Rechenschaftsberichte 2010 bis 2017 eine Unterscheidung zwischen Verdachtsfällen und Bestrafungen nach dem Kinder- und Jugendgesetz nicht möglich. Weiters kann nur die Anzahl der durchgeführten Verfahren, unabhängig davon, ob das Verfahren schlussendlich eingestellt wurde oder es zur einer Ermahnung oder Bestrafung kam, angegeben werden. Bezüglich der Jahre 2010 bis 2014 ist lediglich eine Bekanntgabe der insgesamt geführten Verfahren nach dem Kinder- und Jugendgesetz möglich. Die Unterscheidung in Alter und Geschlecht kann für die Verwaltungsstrafverfahren nicht vorgenommen werden. a. Wie viele davon wegen Verletzung der Aufsichtspflicht? Laut Information der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung stellen sich die Strafverfahren nach dem Kinder- und Jugendgesetz in den Jahren 2010-2014 wegen Verletzung der Aufsichtspflicht wie folgt dar: Jahr 2010 2011 2012 2013 2014

Anzahl an Strafverfahren keine Daten vorliegend keine Daten vorliegend keine Daten vorliegend 5 9

Die Strafverfahren nach dem Kinder- und Jugendgesetz in den Jahren 2015-2017 wegen Verletzung der Aufsichtspflicht, gegliedert nach Bezirken, sind nachstehender Übersicht zu entnehmen: Jahr

Bludenz

Bregenz

Dornbirn

Feldkirch

2015

0

2

9

3

2016

2

1

8

8

2017

0

0

1

0

b. Wie viele davon wegen Anbietens oder Weitergebens von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Jugendliche, die sie lt. Jugendschutzgesetz nicht erwerben dürfen? c. Wie viele davon waren wegen Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachens von kinder- und jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen? e. Wie viele aufgrund des Verstoßes gegen die Regelungen bezüglich des Autostoppens?


-5Laut Mitteilung der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung liegen hinsichtlich des Anbietens oder Weitergebens von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Jugendliche, des Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachens von kinder- und jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen sowie des verbotenen Autostoppens keine Daten vor. d. Wie viele davon aufgrund des Anbietens oder Weitergebens von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen an Jugendliche? Laut Information der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung ist das Anbieten oder Weitergeben von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen kein Tatbestand des Kinder- und Jugendgesetzes, sodass diesbezüglich keine Angaben gemacht werden können. 3.

Wie viele unter 18-Jährige wurden wegen Übertretungen nach dem Vorarlberger Kinder- und Jugendgesetz bestraft? Wir ersuchen jeweils um Auflistung ab 2010 nach Kalenderjahr, Alter, Geschlecht und Bezirk. a. wegen Verstößen gegen Ausgehzeiten? b. wegen Konsum von Tabak und/oder Alkohol? c. wegen Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachens von kinderund jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen? d. wegen des verbotenen Aufenthalts in bestimmten Lokalen und Betriebsräumen? e. wegen Konsum von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen? f. wegen des Verstoßes gegen die Regelungen bezüglich des Autostoppens? Laut Auskunft der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung ist hinsichtlich der angeführten Strafverfahren nach dem Kinder- und Jugendgesetz auf die Antwort zur Frage 1. zu verweisen, da eine Unterscheidung zwischen Verdachtsfällen und Bestrafungen nach dem Kinder- und Jugendgesetz nicht möglich ist.

4.

Wie viele Erwachsene (über 18 Jahre) wurden wegen Übertretungen nach dem Vorarlberger Kinder- und Jugendgesetz bestraft? Wir ersuchen jeweils um Auflistung ab 2010 nach Kalenderjahr und Bezirk. a. wegen Verletzung der Aufsichtspflicht? Laut Mitteilung der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung ist hinsichtlich der Strafverfahren nach dem Kinder- und Jugendgesetz wegen Verletzung der Aufsichtspflicht auf die Antwort zur Frage 2 lit.a zu verweisen, da eine Unterscheidung zwischen Verdachtsfällen und Bestrafungen nach dem Kinder- und Jugendgesetz nicht möglich ist. b. wegen Anbietens oder Weitergebens von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Jugendliche, die diese lt. Jugendschutzgesetz nicht erwerben dürfen? c. wegen Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachens von kinderund jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen?


-6e. wegen Verstoß gegen die Regelungen bezüglich des Autostoppens? Laut Auskunft der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung liegen hinsichtlich des Anbietens oder Weitergebens von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Jugendliche, des Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachens von kinder- und jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen sowie des verbotenen Autostoppens keine Daten vor. d. wegen Anbietens oder Weitergebens von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen an Jugendliche? Laut Information der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung ist das Anbieten oder Weitergeben von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen kein Tatbestand des Kinder- und Jugendgesetzes, sodass diesbezüglich keine Angaben gemacht werden können. 5.

Wie viele UnternehmerInnen wurden wegen Übertretungen nach dem Vorarlberger Kinder- und Jugendgesetz bestraft? Wir ersuchen jeweils um Auflistung ab 2010 nach Kalenderjahr und Bezirk. Laut Mitteilung der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung kann auf Grundlage der Rechenschaftsberichte 2010 bis 2017 nur die Anzahl der durchgeführten Verfahren, unabhängig davon, ob das Verfahren schlussendlich eingestellt wurde oder es zur einer Ermahnung oder Bestrafung kam, angegeben werden. Bezüglich der Jahre 2010 bis 2014 ist lediglich eine Bekanntgabe der insgesamt geführten Verfahren nach dem Kinder- und Jugendgesetz möglich. Die Unterscheidung in Alter und Geschlecht kann für die Verwaltungsstrafverfahren nicht vorgenommen werden. a. wegen Anbietens oder Weitergebens von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Jugendliche, die diese lt. Jugendschutzgesetz nicht erwerben dürfen? Laut Information der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung stellen sich die Strafverfahren im Zusammenhang mit Übertretungen der Gewerbeordnung durch Gewerbetreibende in den Jahren 2010-2014 wegen des Anbietens oder Weitergebens von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Jugendliche nach dem Kinder- und Jugendgesetz wie folgt dar: Jahr 2010 2011 2012 2013 2014

Anzahl an Strafverfahren keine Daten vorliegend 25 7 13 11


-7Die Strafverfahren in den Jahren 2015-2017 im Zusammenhang mit Übertretungen der Gewerbeordnung durch Gewerbetreibende wegen des Anbietens oder Weitergebens von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Jugendliche nach dem Kinder- und Jugendgesetz, gegliedert nach Bezirken, sind nachstehender Übersicht zu entnehmen: Jahr

Bludenz

Bregenz

Dornbirn

Feldkirch

2015

0

2

0

4

2016

3

1

0

3

2017

0

1

0

0

b. wegen Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachen von kinderund jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen? Laut Auskunft der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung liegen hinsichtlich des Anbietens, Vorführens, Weitergebens oder Zugänglichmachens von kinder- und jugendgefährdenden Medien, Gegenständen oder Dienstleistungen nach dem Kinder- und Jugendgesetz durch Gewerbetreibende keine Daten vor. c. wegen Anbietens oder Weitergebens von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen an Jugendliche? Laut Mitteilung der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung ist das Anbieten oder Weitergeben von Drogen und Suchtmittelersatzstoffen durch Gewerbetreibende an Jugendliche kein Tatbestand des Kinder- und Jugendgesetzes, sodass diesbezüglich keine Angaben gemacht werden können. 6.

Wie viele Verdachtsfälle und wie viele Bestrafungen bezogen auf Kinder und Jugendliche gab es im Land wegen Verletzung des Suchtmittelgesetzes? Wir ersuchen jeweils um Auflistung nach Verdachtsfällen und tatsächlichen Bestrafungen ab 2010 nach Kalenderjahr, Alter, Geschlecht und Bezirk. Laut Information der Abteilung Inneres und Sicherheit im Amt der Landesregierung ist nach Mitteilung der Landespolizeidirektion Vorarlberg eine Unterscheidung zwischen Verdachtsfällen und Bestrafungen nach dem Suchtmittelgesetz nicht möglich. Die justiziellen Strafverfahren bezogen auf Kinder und Jugendliche in den Jahren 2010-2017 wegen Übertretung des Suchtmittelgesetzes, gegliedert nach Bezirken, Alter und Geschlecht, stellt sich wie folgt dar:


-8Bezirk Dornbirn: Männlich

davon 17-

davon 16-

davon 15-

davon 14-

davon 13-

gesamt

jährig

jährig

jährig

jährig

jährig

2010

35

13

11

8

3

0

2011

42

14

12

8

5

3

2012

82

36

17

16

11

2

2013

43

20

12

9

1

1

2014

72

24

22

18

8

0

2015

28

15

7

4

2

0

2016

57

28

20

7

2

0

2017

56

30

17

8

0

1

Weiblich

davon 17-

davon 16-

davon 15-

davon 14-

davon 13-

gesamt

jährig

jährig

jährig

jährig

jährig

2010

8

2

2

4

0

0

2011

8

5

0

1

1

1

2012

17

5

9

3

0

0

2013

9

6

1

1

1

0

2014

16

3

9

3

1

0

2015

0

0

0

0

0

0

2016

22

7

5

7

0

3

2017

9

5

3

0

1

0

Männlich

davon 17-

davon 16-

davon 15-

davon 14-

davon 13-

gesamt

jährig

jährig

jährig

jährig

jährig

2010

54

17

21

13

2

1

2011

52

25

10

12

4

1

2012

69

35

16

10

7

1

2013

36

19

9

7

1

0

2014

51

19

17

7

6

2

2015

56

23

20

6

6

1

2016

50

25

14

5

4

2

2017

59

33

15

8

2

1

Jahr

Jahr

Bezirk Bregenz:

Jahr


-9-

Weiblich

davon 17-

davon 16-

davon 15-

davon 14-

davon 13-

gesamt

jährig

jährig

jährig

jährig

jährig

2010

10

5

1

3

1

2011

18

7

4

6

1

2012

23

10

4

6

1

2

2013

18

9

3

2

2

2

2014

12

5

1

3

2

1

2015

8

3

4

2016

13

4

5

2

2

2017

20

11

5

3

1

Männlich

davon 17-

davon 16-

davon 15-

davon 14-

davon 13-

gesamt

jährig

jährig

jährig

jährig

jährig

2010

27

14

7

5

1

0

2011

21

14

4

0

3

0

2012

9

8

1

0

0

0

2013

26

13

7

5

1

0

2014

22

5

11

5

1

0

2015

30

11

11

5

3

0

2016

35

14

14

4

3

0

2017

41

19

13

7

2

0

Weiblich

davon 17-

davon 16-

davon 15-

davon 14-

davon 13-

gesamt

jährig

jährig

jährig

jährig

jährig

2010

3

2

0

1

0

0

2011

5

3

1

0

0

1

2012

2

1

1

0

0

0

2013

5

2

1

2

0

0

2014

0

0

0

0

0

0

2015

4

0

1

1

2

0

2016

3

1

0

2

0

0

2017

7

1

2

2

2

0

Jahr

1

Bezirk Bludenz:

Jahr

Jahr


- 10 Bezirk Feldkirch: Männlich

davon 17-

davon 16-

davon 15-

davon 14-

davon 13-

gesamt

jährig

jährig

jährig

jährig

jährig

2010

60

20

25

6

8

1

2011

59

22

14

18

4

1

2012

30

15

9

5

1

0

2013

23

8

9

2

4

0

2014

27

9

14

3

1

0

2015

33

15

11

3

4

0

2016

72

33

25

9

5

0

2017

44

19

21

3

1

0

Weiblich

davon 17-

davon 16-

davon 15-

davon 14-

davon 13-

gesamt

jährig

jährig

jährig

jährig

jährig

2010

7

2

3

2

0

0

2011

19

4

7

5

2

1

2012

5

1

2

0

2

0

2013

6

1

1

3

1

0

2014

5

4

1

0

0

0

2015

14

5

1

6

2

0

2016

19

4

6

6

3

0

2017

12

8

0

3

1

0

Jahr

Jahr

Mit freundlichen Grüßen

Landesrat Christian Gantner


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