Praktische Informationen zu den Familienprogrammen
Wer sind die AFS Gastschülerinnen und Gastschüler? Sie sind zwischen 15 und 18 Jahre alt und kommen für ein Jahr, ein Semester oder drei Monate aus aller Welt nach Österreich. Sie kommen nicht als Gäste oder Touristen. Sie wollen als richtiges Familienmitglied in einer Familie aufgenommen werden . Sie wollen den österreichischen Alltag kennen lernen und gewähren dafür Einblicke in die Kultur ihres Heimatlandes.
Wie kommt die Familie zu einem Gastschüler, einer Gastschülerin? Wenn sich die Jugendlichen bei AFS bewerben, werden viele Informationen gesammelt , die dabei helfen sollen, ein möglichst akkurates Persönlichkeitsbild zu erstellen. Auch die Gastfamilien werden ersucht, ihr Familienleben und ihre Vorstellungen betreffend das Gastkind zu beschreiben. Die Daten werden bei der Familiensuche herangezogen um Familien und Jugendliche zusammenzubringen, deren Wünsche und Eigenschaften zusammen passen .
Betreuung durch AFS Sowohl mit den Jugendlichen, als auch mit den Gastfamilien werden vor dem interkulturellen Austauscherlebnis persönliche Gespräche geführt. Dabei können in Ruhe Fragen beantwortet und etwaige Sorgen angesprochen werden. Nach ihrer Ankunft erhalten die Gastschülerinnen und Gastschüler auf einer Orientierungsveranstaltung von österreichischen Freiwilligen nützliche Tipps für einen guten Start mit ihrer Gastfamilie. Für die Familien gibt es vor der Ankunft der Jugendlichen einen Informationsnachmittag an dem offene Fragen geklärt werden und ehemalige Gastfamilien ihre Erfahrung teilen. Gastfamilien und deren Gastkinder werden sowohl von den AFS Freiwilligen, als auch vom AFS Büro betreut. AFS lässt die Familie nicht im Stich, wenn es kompliziert wird – treten Fragen oder Probleme auf, steht die persönliche Betreuerin bzw. der persönliche Betreuer als erste Ansprechperson zur Verfügung. Während des Programms organisieren AFS Freiwillige regionale Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten für „ihre“ Gastfamilien und deren neue Familienmitglieder. Familien, die selber etwas auf die Beine stellen möchten, werden gerne in ihrem Vorhaben unterstützt.
Der Schulbesuch Die Gastfamilien melden ihr Gastkind bei einer Schule in ihrer Nähe an. Oft handelt es sich dabei um dieselbe Schule, die auch ihre leiblichen Kinder besuchen oder besucht haben. AFS unterstützt die Familien dabei gerne. Für die AFS erinnen und AFS er ist der Schulbesuch verpflichtend . Die Schule ist für sie ein wichtiger Ort, um Gleichaltrige kennen lernen und soziale Kontakte zu knüpfen. Die Jugendlichen besuchen grundsätzlich alle Unterrichtsfächer und werden unter Berücksichtigung ihrer sprachlichen und fachlichen Vorkenntnisse beurteilt. Verantwortung und Regeln Die AFS Gastfamilie bestimmt die Rahmenbedingungen innerhalb der Familie (Ausgehzeiten, Mithilfe im Haushalt usw.) wie bei eigenen Kindern. Die Verantwortung für die Jugendlichen liegt grundsätzlich bei AFS . Es gibt einige wichtige Regeln, die allen Beteiligten erklärt werden und an die sich die Austauschschülerinnen und Austauschschüler unbedingt halten müssen. Diese Regeln betreffen unter anderem den verpflichtenden Schulbesuch und die Genehmigungspflicht von Reisen. Finanzielles Die AFS Familien übernehmen die Kosten für Unterbringung und Verpflegung der Jugendlichen und erhalten dafür keinen Kostenersatz . Nur so kann AFS ausschließen, das die Austauschschülerinnen und Austauschschüler aus finanziellen Motiven aufgenommen werden. AFS übernimmt während der Programmdauer medizinische Behandlungskosten, Kosten für die tägliche Schulfahrt und Schulbücher , sowie die Kosten für AFS Veranstaltungen inklusive Fahrtkosten. Das Taschengeld (für Porto, Ferngespräche, Freizeit oder Schulveranstaltungen wie Schikurse) bringen die Jugendlichen von zu Hause mit.
Wer kann Gastfamilie werden?
AFS-Familien sind ... Ehepaare oder Lebensgemeinschaften mit oder ohne Kinder
Familien mit nur einem Elternteil Familien, deren Kinder bereits erwachsen und schon „ausgeflogen“ sind Familien, in denen beide Elternteile arbeiten AFS-Familien haben Freude daran ... neue Menschen kennen zu lernen anderen mit Verständnis und Humor zu begegnen einem neuen Familienmitglied ein freies Bett und einen Platz am Tisch zu bieten ihr Leben eine Zeit lang mit einem jungen Menschen aus einem anderen Kulturkreis zu teilen Die Familienmitglieder sind die wichtigsten Ansprechpartner und Vertrauenspersonen der AFS Gastschüler und Gastschülerinnen. Daher bestimmen auch die Gasteltern die Rahmenbedingungen für das Zusammenleben innerhalb der Familie: sie legen - wie bei eigenen Kindern - alle Rechte und Pflichten fest. Unter Kontakt kann kostenlos und unverbindlich Informationsmaterial zum AFS-Familienprogramm angefordert werden. Das AFS-Büroteam und die AFS-Freiwilligen beraten interessierte Familien selbstverständlich auch gerne persönlich.