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50 Kรถpfe von morgen 16. Februar 2018


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Freitag, 16. Februar 2018 Anzeigen

Einsteigen, Bahn fahren und die Landschaft entspannt genießen

Vorarlberg ist besser als je zuvor an Salzburg, Oberösterreich und Ostösterreich angebunden. Tagsüber bieten die ÖBB täglich 31 Züge in beide Richtungen zwischen Vorarlberg und Tirol an – auch bei den Nachtzügen setzen die ÖBB auf Qualität. Alle zwei Stunden gibt es eine Railjet-Verbindung von Wien über Innsbruck und Feldkirch nach Zürich. In der jeweils anderen Stunde verkehrt ein Railjet von Wien über Innsbruck und Feldkirch bis nach Bregenz. Zwischen Innsbruck und Feldkirch verkehren die Züge somit im Stundentakt. Tagsüber bieten die ÖBB täg-

lich 31 Züge in beiden Richtungen zwischen Vorarlberg und Tirol an. Vorarlberg wird damit besser als je zuvor an Salzburg, Oberösterreich und Ostösterreich angebunden. Auch bei den Nachtzügen setzen die ÖBB auf Qualität. Moderne Waggons sind unter dem Namen Nightjet zwischen Bregenz und Wien bzw. Feldkirch und Graz unterwegs. Sehr erfreuliche Zahlen gibt es auch im Vorarlberger Nahverkehr. In den vergangenen 10 Jahren haben sich die Fahrgäste im Nahverkehr in Vorarl-

Foto: ÖBB/Kapferer

berg verdoppelt. Über 40.000 Kundinnen und Kunden sind täglich in den Vorarlberger Nahverkehrszügen unterwegs. Pro Tag stehen 217 Züge im Nahverkehr für die Vorarlberger Bahnkundinnen und Bahnkunden zur Verfügung. Nachhaltig auf Schiene Die Bahn ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel Österreichs. Die attraktiven Mobilitätsangebote der ÖBB sorgen jeden Tag dafür, dass Österreich ein Stück grüner wird. Mit der Bahn sind Reisen-

de 12-mal klimafreundlicher unterwegs als mit dem Pkw und 13-mal klimafreundlicher als mit dem Flugzeug. Triebfahrzeugführer und Postbuslenker wissen genau, wie man strom- bzw. spritsparend fährt. Diese Einsparung ist durch Effizienzsteigerungen, den Einsatz klimafreundlicher Techniken wie die Rückspeisebremse bei der Taurus-Lokomotive und beim Talent-Triebwagen sowie durch energie- bzw. spritsparende Fahrweise der ÖBB-Lokführer und der -Postbuslenker möglich. ANZEIGE

Mit den ÖBB klimafreundlich unterwegs.

Foto: ÖBB/Zumtobel

ÖBB-Nightjet: Moderne Waggons sind zwischen Bregenz und Foto: ÖBB/Wegscheider Wien bzw. Feldkirch und Graz unterwegs.

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50 Köpfe von morgen 3

Freitag, 16. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

Dies sind die Köpfe von morgen Die VN präsentieren Vorarlbergs Zukunft.

Sie sind jung. Sie sind engagiert. Sie sind ambitioniert. Und sie gehören zu Vorarlbergs 50 Köpfen von morgen! Bereits zum zwölften Mal küren die VN jene Vorarlberger unter 40 Jahren, welche die Zukunft des Landes maßgeblich mitgestalten werden. Darunter viele Sportler, Wirtschaftstreibende, Künstler, Ehrenamtliche, Mediziner ... eine abwechslungsreiche Liste hat die Jury der VN-Redaktion wieder zusammengestellt. Kennen sie zum Beispiel Andreas Lins aus Frastanz? Er ist erst 36 Jahre alt und bereits stellvertretender österreichischer Botschafter in Israel. Oder Katharina Liensberger aus Göfis? Wahrscheinlich schon, immerhin hat die 20-Jährige fast den Sprung zu den olympischen Spielen geschafft. Und haben Sie schon einmal etwas von Amadeus Witzemann aus Dornbirn gehört? Der 28-jährige AstroPhyisker forscht derzeit in Kapstadt in Südafrika. Und falls Sie mal auf der Suche nach gesundem und gutem Essen sind, schauen Sie doch auf den Blog der 31-jährigen Eva Fischer. Vom Verkaufs- über das Basketball- bis zum Kochtalent; die 50 Köpfe von morgen zeigen, was in den Vorarlbergern steckt. SCHWARZACH

Nationalteam und Landhaus Dass die 50 Köpfe von morgen nicht zufällig in der Liste aufscheinen, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Bei der Premiere im Jahr 2007 zum Beispiel fand sich in der Liste ein gewisser Arno Geiger, heute gefeierter Schriftsteller. Auch Fußballtorhüter Ramazan Ozcän galt 2007 noch als Kopf von morgen, Markus Wallner fand sich ebenfalls darunter. Er ist mittlerweile Landeshauptmann.

Editorial

Gerold Riedmann

Vorarlbergs Zukunft gestalten Seit zwölf Jahren wächst das Netzwerk der Talentierten, das Netzwerk der Begabten. Sie sind als Top-Sportler in aller Munde – von einer auf die andere Saison. Sie leiten Großbaustellen. Als Frau mit 21. Sie forschen,

„50 Köpfe, die bereits in naher Zukunft für Vorarlberg eine wichtige Rolle spielen könnten.“ international beachtet, zum Klimawandel. Und oft genug wirken sie nicht in Vorarlberg.

Jung, erfolgreich, dynamisch: Die 50 Köpfe von morgen.

Ein Blick ins Jahr 2010 zeigt Namen wie Georg Margreitter, Andrea Kaufmann, Matthias Brändle. Und in der jüngeren Vergangenheit, zum Beispiel im Jahr 2015, tauchen ebenfalls bekannte Gesichter auf: Lukas Jäger zum Beispiel, oder Samuel Feuerstein, Alexander Mathis ... die Liste ließe sich fortsetzen.

Kommunikation Die 50 Köpfe von morgen sind nicht nur eine Versammlung jener Menschen, die uns im Land zukünftig noch öfters unterkommen werden. Die 50 Köpfe vernetzen sich, wir bieten jedes Jahr die Plattform

dazu. Jedes Jahr treten andere interessante Vortragende auf, dieses Mal konnten die VN Leo Martin gewinnen. Er arbeitete zehn Jahre lang für den deutschen Geheimdienst und erzählt nun aus seinen Erfahrungen. Martin musste Kontakte zu sogenannten Verbindungsleuten (V-Leuten) knüpfen. Kommunikation ist also sein Spezialgebiet – und kommunizieren muss jeder. Als Belohnung gibt’s übrigens nicht nur die wohlverdiente Ehre, die ÖBB spendieren jedem der Köpfe einen Gutschein für eine Reise innerhalb Österreichs. Hin und retour, 1. Klasse natürlich.

50 Köpfe, die bereits in naher Zukunft für Vorarlberg eine wichtige Rolle spielen könnten. 50 Köpfe, die Sie vielleicht noch nicht vollständig auf dem Radar haben. 50 interessante, talentierte, junge Menschen möchten wir Ihnen heute vorstellen. Bei vielen müssen wir uns fragen: wie können wir diese Köpfe für Vorarlberg gewinnen? Sie dazu begeistern, die Zukunft Vorarlbergs mitzugestalten?

Der Ruf der großen weiten Welt kommt ohnehin. Sich aktiv dafür zu entscheiden, einen Beitrag in der Region leisten zu wollen, ist ein Bekenntnis, das man nicht hoch genug schätzen kann. Moderne Kommunikationsformen erlauben es jedoch längst, auch das Know-how derer, die nicht im Land weilen, anzuzapfen – jedenfalls ihre Meinung zu hören. Auch dafür ist „50 Köpfe“ der Vorarlberger Nachrichten eine exquisite Inspirationsquelle. Ich wünsche Ihnen, dass Sie in unserer heutigen Ausgabe viele spannende Menschen kennenlernen! Herzlichst, Ihr

GEROLD RIEDMANN gerold.riedmann@vn.at 05572 501-320 Twitter: @gerold_rie Gerold Riedmann ist Chefredakteur der Vorarlberger Nachrichten.

IMPRESSUM LEITUNG Michael Prock; GESTALTUNG Felix Holzer; REDAKTION Andreas Scalet, Mirijam Haller, Jakob Lorenzi, Ernest F. Enzelsberger, Gerhard Sohm, Hanna Reiner, Heidemarie Netzer, Heidi Rinke, Ingmar Jochum, Joachim Schwald, Klaus Hämmerle, Magdalena Raos, Marlies Mohr, Martina Kuster, Melanie Fetz, Michael Gasser, Monika Witwer, Peter Schuster, Raphaela Lechleitner, Christian Adam, Jochen Duenser, Heimo Kofler, Tanja Güfel, Tony Walser; FOTOS Roland Paulitsch, Philipp Steurer, Klaus Hartinger, Oliver Lerch, Privat, Archiv

VORWORT. Leo Martin, Ex-Geheimagent und Kriminalist, Gastredner bei den 50 Köpfen von morgen.

Man muss Menschen rühren, nicht schütteln Wissen Sie, was ein Opener ist? Ein guter Opener ist Gold wert! Es ist der erste Satz, mit dem ich in ein Gespräch einsteige. Wenn der Opener gut gesetzt ist, läuft alles Weitere wie von selbst. Wenn ich einen schwierigen Start habe, muss ich eventuell viel Energie investieren, um die Situation wieder einzufangen. Mein Name ist Martin, Leo Martin. Ich habe Kriminalwissenschaften studiert und war zehn Jahre lang für einen großen deutschen Geheimdienst im Einsatz. Meine Aufgabe war es, Kontaktleute, sogenannte V-Männer, im Milieu der organisierten Kriminalität anzuwerben. Das heißt, Vertrauen SCHWARZACH

ZUR PERSON LEO MARTIN GEBOREN 1976 in Augsburg, absolvierte eine klassische Polizeiausbildung bevor er ein Angebot für den Verfassungsschutz bekam. Er studierte Kriminalwissenschaften und deckte zehn Jahre lang Fälle der Organisierten Kriminalität auf. Sein Auftrag war das Anwerben und Führen von Informanten. SEINE BÜCHER „Ich krieg dich! Die Kunst, Menschen zu gewinnen“ und „Ich durchschau dich! Die Kunst, Menschen zu lesen“ wurden zum SpiegelBeststeller.

zu Typen aufzubauen, die an einem Kontakt mit mir überhaupt kein Interesse hatten. Deshalb kam es darauf an, von der ersten Sekunde an alles richtig zu machen. Von Anfang an ein sogenanntes YesSetting zu etablieren. Also eine positive, wohlwollende, konstruktive, unterstützende Grundstimmung, die den anderen dazu bringen wird, in mich zu investieren. Gelegentlich werde ich von Außendienstlern nach dem perfekten Opener gefragt. Gerade Leute, die im Vertrieb arbeiten oder Kundenaquise betreiben, spulen hier gerne Routinen ab. Oder sie machen sich lange Gedanken und planen im Vorfeld genau, wie sie ihr Gegenüber möglichst schnell an den Ball bekommen. Unsere Strategie ist hier eine andere. Unter Agenten gilt: Der Opener muss sich aus der aktuellen Situation ergeben! Wir kommentieren eine Sache, die gerade passiert, die Schlagzeile der Zeitung, die der andere gerade liest, oder das Verhalten von irgendjemandem: „Die Nachrichten waren auch schon mal besser ...“, „Ganz schön mutig der Kleine ...“, „Haben Sie das auch gerade

gehört? Ich glaube es ja nicht ...“. Das heißt im Umkehrschluss: Ich kann mich auf einen Opener nicht vorbereiten. Ich muss lediglich die Strategie kennen und die richtigen Chancen nutzen. Ein guter Opener hat oft gar nichts mit der Sache zu tun, um die es Ihnen eigentlich geht. Also vergessen Sie Ihre Absicht oder Ihr Produkt für diesen Moment. Zudem ist der perfekte Opener immer positiv. Bevor ein Geheimagent Ihnen die erste wirklich wichtige Frage stellt, sorgt er dafür, dass Sie wenigstens einmal mit ihm zusammen gelacht haben. Mindestens aber gegrinst oder geschmunzelt. Das macht alles was folgt ein Stück weit leichter. Wenn Sie andere für sich, für Ihre Projekte, Ihre Ziele oder Ihre Ideen gewinnen wollen, gilt: Man muss Menschen rühren, nicht schütteln. Das Tolle ist, überall wo Menschen mit Menschen zu tun haben, herrschen dieselben Gesetze. Und was beim Geheimdienst funktioniert, das funktioniert bei Ihnen erst recht. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg und vor allem sehr viel Spaß, Ihr Leo Martin.


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„Mit dem TraineeProgramm habe ich auf der KarriereLeiter mehrere Stufen auf einmal genommen.

Lisa R., Marktmanagerin Götzis

Der Startschuss für b’sundrige Talente!

4.000 „Köpfe von heute“ Als einer der größten Arbeitgeber in Vorarlberg sind wir nicht nur stolz darauf, rund 4.000 „Köpfe von heute“ zu unseren MitarbeiterInnen zu zählen, sondern suchen auch laufend „Köpfe von morgen“, die sich gemeinsam mit uns den großen Herausforderungen der Zukunft stellen. Ob in der Medizin, der Pflege, der IT, der Technik oder in der Administration - die Vorarlberger Landeskrankenhäuser bieten engagierten Persönlichkeiten vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und spannende Karrierechancen. >> Mehr Infos unter www.khbg.at/karriere

Führungskräfte von morgen werden heute

MARKTMANAGERTRAINEES (m/w) VOLLZEIT, IN VORARLBERG Die ersten Jahre Berufserfahrung in Gastronomie, Handel oder Wirtschaft haben Sie bereits gemacht. Jetzt schwebt Ihnen eine abwechslungsreiche Aufgabe mit Managementverantwortung vor, am liebsten in engem Zusammenhang mit dem, was Sie am liebsten mögen: b’sundrige Lebensmittel aus der Region, Teamgeist und eine spannende Herausforderung in einem Unternehmen mit starken Wurzeln. Dann stehen Ihnen mit unserer Trainee-Ausbildung nach oben alle Wege offen. Und das erwartet Sie: · ein intensives, 12-monatiges „Training on the Job“, bei dem Sie das gesamte Unternehmen von Grund auf kennenlernen · Mitarbeit in unterschiedlichen Ländlemärkten sowie in der Zentrale · Individuell auf Ihre Ausgangssituation zugeschnittene Workshops und Seminare · ein Auslands-Praktikum

· erste Verantwortung für Teilbereiche · fixe Übernahme und die Chance auf eine b’sundrige Karriere in unserem Familienunternehmen · fachliche und persönliche Unterstützung durch einen Mentor · überdurchschnittliche Sozialleistungen · Benefits wie: Mitarbeiteraktionen, Talente-Förderung, Weihnachtsbonus, etc.

Jetzt auf www.sutterluety.at und „Karriere“ informieren oder gleich bewerben: Sutterlüty Handels GmbH · Mühle 534 · 6863 Egg · +43 / (0)5512 / 22 66 - 0 Das tatsächliche Gehalt liegt weit über KV und orientiert sich an der individuellen Qualifikation und Erfahrung. Das gesetzlich vorgegebene KV-Mindestgrundgehalt liegt bei EUR 24.780,- brutto pro Jahr.

Russmedia sucht die besten Köpfe Ob Print, Digital oder Radio – Russmedia bietet als Arbeitgeber eine Vielfältigkeit, die in Europa einzigartig ist. Russmedia steht für modernste Medien und Kommunikationstechnologien. Die Kernkompetenzen des Schwarzacher Unternehmens sind die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von digitalen Medien sowie die Herausgabe und der Druck von Printmedien.

Vielfältige Arbeitsfelder Das „progressivste Multi-Nischen-Medienunternehmen in Europa“ bietet den besten Köpfen hochinteressante Arbeitsplätze in den Bereichen Redaktion, Verkauf, Vertrieb und Digital. Dabei hat das Familienunternehmen keine Angst davor, sich ständig neu zu erfinden und tradierte Dinge zu hinterfragen. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an neue Umfeldbedingungen sind wichtige Kompetenzen, die die Mitarbeiter mitbringen sollten.

Mitarbeiterförderung Um den Erfolgsfaktor Mitarbeiter kontinuierlich zu fördern, bietet beispielsweise die Russmedia-Akademie allen Mitarbeitern eine Plattform, ihr Know-how auszubauen. Unterschiedliche Ausbildungsprogramme wie das Redaktions-Trainee-Programm, das crossmediale Ausbildungsprogramm für Mediaberater/Verkäufer oder verschiedene Lehrausbildungen bieten einen ersten Karriereschritt in der Medienbranche.

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Unsere Leidenschaft ist, täglich mehr zu erreichen.

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Freitag, 16. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

Vorarlberger Dialekt in der Philharmonie FILIPPA GOJO, geb. 1988, lebt in Köln, Jazzsängerin mit internationalem Erfolg.

„Ich habe eigentlich immer schon gerne gesungen“, erzählt Filippa Gojo. Die 29-Jährige ist eine erfolgreiche Jazzsängerin. Im vergangenen Jahr erhielt die Bregenzerin für ihre Leistung die Fördergabe des Landes Vorarlberg und zuvor den „Neuen Deutschen Jazzpreis“ und das Förderstipendium der Stadt Köln. „Ich mag am Jazz vor allem die Improvisation“, erzählt Gojo. „So kann ich meine Musik selbst gestalten und immer wieder neue erfinden.“ Die Vorarlbergerin wirkt in einer Vielzahl an Musikprojekten mit. „Meine Band, das Filippa Gojo Quartett, ist mir aber am Wichtigsten“, ergänzt Gojo. „Aber eigentlich sind alle Projekte eine Herzensangelegenheit.“ Gojo wurde als Kind von Anika Kräutler an der Musikschule Bregenz und später von Wolfang Fauser und Alexandra Zischg im Jazzgesang unterrichtet. Im Mai wird die 29-Jährige in der Philharmonie in Köln auftreten und im Vorarlberger Dialekt singen.

Mit viel Liebe zum Kochen EVA FISCHER, geb. 1986, lebt in Wien, Autorin, Food-Bloggerin und Food-Fotografin.

Innovationsvorsprung ausbauen FRIEDRICH FAIGLE, geb. 1984, lebt und arbeitet in Hard.

Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor

Das Harder Unternehmen Faigle setzt in Sachen Kunststofftechnologie immer wieder neue Maßstäbe. Das unterstreichen die zahlreichen eigenen Patente. Ermöglicht wird dies durch Innovationsfreude und Pioniergeist, die auch gut 70 Jahre nach der Gründung so etwas wie die DNA der international erfolgreichen Firmengruppe mit rund 390 Mitarbeitern bilden. Mit Friedrich Faigle übernimmt ab Juli dieses Jahres die dritte Generation eine führende Rolle im Familienunternehmen. Der in Kürze 34-Jährige, der in St. Gallen und

JOHANNA KÖB, geboren am 1985 in Dornbirn, lebt und arbeitet in Zürich.

Johanna Köb macht bereits internationale Karriere. Sie wurde im September vom Global Capital Magazine zum „Most Impressive Green/SRI Investment Professional“ gewählt und somit zur besten Managerin im Bereich der nachhaltigen Veranlagung. „Es war mir immer wichtig, an Lösungsstrategien für eine nachhaltigere Welt zu arbeiten und andere auf diese Reise mitzunehmen. Genau dafür bei einem großen Investor zuständig zu sein, ist eine einzigartige Chance“, erläutert sie. Nach ihrer Rückkehr nach Europa 2012 war sie mit Nachhaltigkeits-Recherchen bei einem Pionier in diesem Bereich beschäftigt. Bei der Zürich Versicherung trat sie 2013 in ein neues Team ein. Dort verantwortet sie die globale Umsetzung der nachhaltigen Investmentstrategie. Ihre Ausbildung schloss sie an der HSG in St. Gallen und an der Fletcher School of Law and Diplomacy, Tufts University bei Boston jeweils mit einem Master ab.

London die School of Economics absolvierte, wird neuer Geschäftsführer bei faigle Industrieplast in Hard und faigle Igoplast in Au. Die Herausforderung für die Zukunft sieht er darin, den richtigen Fokus zu setzen und den Innovationsvorsprung weiter auszubauen. Das Erfolgsgeheimnis sieht er in den motivierten Mitarbeitern und dem Vertrauen in die eigene Stärke. Faigle-Produkte sind weltweit im Einsatz. So stammen 80 Prozent aller Rollen in Rolltreppen von Faigle. Die Firma ist Weltmarktführer. Die Philosophie, sich nicht selbst ins Rampenlicht zu stellen, sondern Qualität und Zuverlässigkeit sprechen zu lassen, setzt Friedrich Faigle nahtlos fort.

Als bei Eva Fischer im Alter von 21 Jahren eine Glutenunverträglichkeit diagnostiziert wurde, machte sie das Thema kurzerhand zu ihrer persönlichen Studie. Sie wechselte das Studium, absolvierte den Master in Gesundheitsmanagement und arbeitete anschließend zweieinhalb Jahre beim Start-up KochAbo als Rezeptentwicklerin. Im Dezember startete die gebürtige Dornbirnerin schließlich ihren eigenen Blog foodtastic. Es folgten eine Fotografie- sowie eine Ernährungscoach-Ausbildung. Seit knapp drei Jahren ist die heute 31-Jährige nunmehr als Bloggerin, Food-Fotografin und -Stylistin, Köchin und Beraterin für gesunde Ernährungs- und Gastrokonzepte selbstständig. Unlängst ist Eva Fischers drittes Kochbuch (Life Changing Food, Super Bowls, Pizza ohne Reue) erschienen. Außerdem ist sie Herausgeberin und Mitautorin von „mundART: Kochen mit Vorarlberger Foodbloggern“.

Den Ursprung des Universums im Blick AMADEUS WITZEMANN, geb. 1989, lebt in Kapstadt, Astrophysiker und Langstreckenläufer.

Zug um Zug zum Erfolg ALEXA NUSSBAUMER, geb. 2003, lebt in Hohemems, erfolgreiche Schachspielerin.

Mit dem weltgrößten Radioteleskop, das in ein paar Jahren in Südafrika in Betrieb gehen soll, wollen Physiker Strahlung messen, die fast so alt ist wie das Universum selbst. Die Vorarbeit zur Auswertung dieser Messdaten leistet der Dornbirner Astrophysiker Amadeus Witzemann, der zur Zeit in Kapstadt seine Doktorarbeit schreibt. Mit dem Doktortitel in der Tasche will der frisch verheiratete 28-Jährige danach eine Forschungskarriere in Europa anstreben. Nebenbei läuft Witzemann, der am BRG Schoren maturiert und in Zürich studiert hat, auch noch Ultra-Marathons, zuletzt gewann er einen 100-km-Berglauf in Südafrika. „Das Laufen gibt mir ein starkes Gefühl der Freiheit“, sagt er.

Würden viele Menschen oft konzentriert ihren Kopf einsetzen, als sich zum Spielball von Emotionen zu degradieren, ging’s der Welt wohl besser. Alexa Nussbaumer, erst 15 Jahre alt, hat sich durch Kopfarbeit einen Namen gemacht. Alexa spielt leidenschaftlich gerne Schach. Und das hervorragend. Sie ist in ihrer Altersklasse eine der besten in Österreich und durfte im vergangenen Jahr auf die WM nach Uruguay fahren. Warum Schachspielen grundsätzlich etwas Positives ist, begründet Alexa so: „Schach ist eine ideale Methode, Konzentration und logisches Denken zu lernen. Schach bringt aber auch Generationen zusammen. Kinder können mit ihren Großeltern spielen.“

Die Pferde sind ihr Lebensinhalt MELISSA HÄMMERLE, geb. 1994, lebt in Lusten­ au, ist als mobile Reitlehrerin und Bereiterin tätig.

Schildkröten, Skorpione, Geckos, Hasen, Meerschweinchen, Katzen, Hamster, Vogelspinnen: Mit diesen Tierarten ist Melissa Hämmerle (24) aufgewachsen. Als sie im Alter von sechs Jahren ihre erste Reitstunde absolvierte, war es um sie geschehen. Pferde wurden ihre Lieblingstiere und zudem ihr Lebensinhalt. Mit zehn bekam sie zwei Ponys und fühlte sich als glücklichstes Kind der Welt. Im Lauf der Jahre entwickelte sich Melissa zu einer sehr guten Reiterin und nahm als Dressur- und Springreiterin auch an Turnieren teil. Dann machte sie ihr Hobby zum Beruf. Nach der Ausbildung zur Pferdefachfrau, dem Schnuppern in verschiedenen Zuchtbetrieben und dem Job auf einer Pferderanch in Kalifornien als Oberbereiterin machte sich Melissa in Vorarlberg als mobile Reitlehrerin und Bereiterin selbstständig. „Ich bin gut gebucht“, informiert die junge Frau, für die ein Leben ohne Pferde unvorstellbar ist.

Karriere mit Lehre Bestens ausgebildete Fachkräfte sind Voraussetzung für eine gute wirtschaftliche Entwicklung des Landes. 1850 Betriebe bilden 7000 Lehrlinge aus – mit hervorragenden Zukunftsperspektiven.

Mehr dazu auf www.vorarlberg.at/wirtschaft Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg


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Freitag, 16. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

Kulinarische Kultur im Bregenzerwald etablieren PETER FETZ,geb. 1989, Hotelier Hotel Gasthof Hirschen in Schwarzenberg.

Im November 2017 übergab Franz Fetz den Hotellerie- und Gastronomiebetrieb an Sohn Peter. Damit ist nun die dritte Generation im traditionellen Familienunternehmen am Werken.  Für den Tourismusmananager war die Übernahme so etwas wie die Rückkehr zu seinen Wurzeln. Denn nach seiner Studienzeit, die ihn nach Wien, Paris, London und New York führte, unternahm der 28-Jährige kulinarische Reisen nach Skandinavien, Kolumbien oder Peru. Was

Einsatz für psychisch Kranke

er davon mitnahm? „Die Weltoffenheit der großen Städte und vor allem, welchen Stellenwert die Kulinarik in anderen Ländern besitzt.“ Fetz will dieses internationale Flair in den Bregenzerwald bringen. „Aber natürlich ist es wichtig, dass das Haus eine Identität besitzt. Der Name muss mit einer Vorstellung verbunden sein.“ In seiner jugendlichen Schaffenskraft hat der neue Chef des Hauses ehrgeizige Pläne. Geht es nach ihm, soll sich eine gewisse kulinarische Kultur etablieren. Er denkt dabei nicht nur an den Hirschen, sondern darüber hinaus. Erste Konzepte sind am Entstehen.

Hoteliersfrau liebt den Kontakt mit Menschen KATRIN SCHNEIDER-TSCHANUN, geb. 1983, lebt in Gaschurn, übernahm im Vorjahr das elterliche Hotel.

Ihre Eltern führten ein Hotel in Gaschurn. „Wir hatten viele Gäste, manche waren wie Freunde. Sie haben uns Kinder zum Wandern und Skifahren mitgenommen“, erinnert sich Katrin SchneiderTschanun an schöne Momente mit den Urlaubern. Freilich: war Manchmal sie auf die Gäste eifersüchtig, und zwar immer dann, wenn die Eltern keine Zeit für sie hatten. Nach dem Abschluss der Tourismusschule studierte SchneiderTschanun Musik. „Ich merkte aber

schnell, dass es nicht das Richtige für mich war. Ich hab’ dann Mama gefragt, ob ich zu Hause im Hotel mitarbeiten kann.“ Dort wurde die Älteste mit Handkuss aufgenommen. Denn insgeheim hofften ihre Eltern, dass sie das Apart-Hotel einmal übernimmt. Die Arbeit im Service und an der Rezeption machte ihr Spaß. „Das Schönste an meinem Beruf ist der Kontakt mit Menschen.“ Im Juli des Vorjahres ging der Traum der Eltern in Erfüllung. Die Tochter, die inzwischen ZweifachMama ist, übernahm das 60-Betten-Hotel und beschreitet mit der verstärkten Nutzung von Computern neue Wege.   

CORNELIA SCHNEIDTINGER, geb. 1979, lebt in Wien; FLORIAN WOSTRY, geb. 1983, lebt in Wien.

Sie kamen beide auf Umwegen zu dem, was sie heute machen. Florian Wostry arbeitete neun Jahre als Bautechniker, ehe er die psychiatrische Pflege für sich entdeckte. Cornelia Schneidtinger fand nach einem Jahr der sozialen Berufsorientierung dorthin. Beide absolvierten die Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Rankweil, und beide wurden unlängst für ihre Bachelor- bzw. Masterarbeit mit dem ElisabethSeidl-Pflegeförderpreis ausgezeichnet. Für Schneidtinger gab es gleich doppelten Grund zur Freude, denn nur zwei Monate, nachdem sie die Masterarbeit eingereicht hatte, kam Söhnchen

Das Board, das die Welt bedeutet

Theodor zur Welt. Während die junge Mutter schon weiß, was sie mit ihrem hochkarätigen Wissen anfangen möchte, nämlich Pflegepädagogik unterrichten, lässt Wostry die Richtung noch offen. Ziel des Feldkirchers, der aktuell auf der Akutpsychiatrie der Rudolfsstiftung in Wien arbeitet, ist aber ein Masterstudium. Mit seiner Bachelorarbeit, in der es um die Fixierung von Psychiatriepatienten ging, wollte Florian Wostry einen Denkanstoß in Richtung anderer Möglichkeiten setzen. Cornelia Schneidtinger, die sieben Jahre in Rankweil und danach im AKH Wien in der Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeitete, plant die Rückkehr nach Vorarlberg, dem „einzigen Bundesland mit guten Strukturen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie“, wie sie sagt.

Bei Wind und Wetter das Steuer in der Hand

LUCA HÄMMERLE, geb. 1996, lebt in Gaschurn, erfolgreicher Snowboardcrosser.

ANNE MÄHR, geb. 1994, lebt in Bregenz, Volksschullehrerin und Seglerin.

Mit elf Jahren entflammte Luca Hämmerles Leidenschaft fürs Snowboard. Und noch während er das Skigymnasium in Stams besucht, wird er in den ÖSV berufen (2013) und erzielt im selben Jahr den zweiten Platz bei den Europäischen Jugendspielen. Nach einer einjährigen Zwangspause (Knieverletzung) gewinnt er 2016 die Goldmedaille bei der JuniorenWM und fährt seit letzter Saison im Weltcup mit. Aktuell kann sich der 21-jährige Gaschurner über den zweiten Platz im Europacup freuen. „Die Gesamtwertung gewinnen und auch im nächsten Jahr wieder im Weltcup crossen“, lautet sein Ziel. Ein Vorhaben, das er unter dem Motto „Net lugg lo“ zielstrebig verfolgt. Schließlich hat er ein großes Vorbild, seinen älteren Bruder Izzi, ebenfalls Snowboardcrosser und im Einsatz bei Olympia in PyeongChang. Dort war auch Luca, dieses Mal noch als Riesenfan seines Bruders.

Der Segelsport wurde Anne Mähr praktisch in die Wiege gelegt. Knapp sechs Jahre alt war Anne, als sie die ersten Erfahrungen mit dem Optimisten, so heißt das kleinste Segelboot, machte. Trotz Teilnahmen an Weltund Europameisterschaften im Nachwuchs in verschiedenen Bootsklassen verfolgte die 23-Jährige nie das Ziel, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Der Kampf mit Wind und Wellen war und ist für die Absolventin der Pädagogischen Hochschule in Wien die schönste und faszinierenste Nebensache der Welt. Bisheriger Karrierehöhepunkt von Mähr war die Teilnahme als Steuerfrau beim Finale in der Sailing Champions League. Daneben versucht sie als Instruktorin in der Segel-Akademie Mehrerau, ihre Erfahrungen bei Regatten im In- und Ausland an heimische Talente weiterzugeben und damit einen Beitrag zur Förderung des Nachwuchses zu leisten.

Im Dienst der kreativen Sprache SOPHIA JUEN, geb. 1998, lebt in Batschuns, Berlin, Initiatorin U20-Poetry-Slam.

Poetry Slam ist in Vorarlberg seit Jahren auf Erfolgskurs. Jahrelang tingelten die besten Slammer des deutschsprachigen Raums nach Dornbirn, Mitstreiter aus Vorarlberg waren aber rar. Denn Events für den Nachwuchs waren selten. Dann kam Sophia Juen, und mit ihr eine Poetry-Slam-Veranstaltung für unter-20 Jährige, die sie im Vorjahr auf die Beine stellte. Bevor sie sich dem Slammen widmete, stand Sophia Juen bereits auf Theaterbühnen. Sieben Jahre lang schlüpfte sie am Saumarkt in verschiedene Rollen, bis sie vom SlamVirus infiziert wurde. Diese Leidenschaft gibt sie an Jugendliche weiter – zu denen sie eigentlich noch selbst gehört. Erst vor wenigen Tagen feierte sie ihren 20. Geburtstag. Juen hat sich schon während der Schulzeit bei Schauspielschulen beworben; und das mit Erfolg. Seit September 2017 studiert und lebt sie in Berlin.

Mit Instagram auf der Erfolgswelle SIMON MATHIS, geb. 1996, lebt in Hohenems, Influencer und Personal Trainer.

Über 175.000 Abonnenten auf Youtube, mehr als 350.000 Follower auf Instagram. Simon Mathis hat mit seinen 21 Jahren erreicht, wovon viele nur träumen können: Er verdient als Influencer sein Geld. Nach dem Sportgymnasium Dornbirn absolvierte der Hohenemser in Fernstudiengängen eine Ausbildung als Personal Trainer und Ernährungsberater, bevor er sich in die Selbstständigkeit wagte. Mit Erfolg. Dabei ist Mathis längst nicht „nur“ Blogger. Auch vor der TV-Kamera sammelte der 21-Jährige Erfahrung, so wurde unter anderem das Pro7-Lifestyle-Magazin „taff “ auf den Überflieger aufmerksam. Im Vorjahr veröffentlichte er mit „Shape of your Life - Mit Spaß zur Traumfigur“ sein erstes e-Book. Es sei ihm gelungen, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen, schildert der Social MediaProfi. „Aber zufrieden kann man natürlich nie sein.“ Keine Frage, Mathis hat noch viel vor.


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Freitag, 16. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

Disziplinierte Sportlerin mit Köpfchen

Dem Vorbild des Vaters gefolgt

FLORINE SCHEDLER, geb. 1999, aus Wolfurt, Silber und Bronze bei der Ringer-WM.

MARGARETE LANG-TSCHIRF, geb. 1982, lebt in Dornbirn, die Vierfach-Mama arbeitet als Notärztin.

Die Begeisterung für das Ringen wurde Florine Schedler schon in die Wiege gelegt. Nachdem bereits Vater und Onkel in dem Sport aktiv waren, gab schließlich der Bruder die Initialzündung. Besonders die Wettkämpfe weckten in der Wolfurterin die Faszination für den Sport. Bereits mit drei Jahren startete sie ihre ersten Gehversuche auf der Matte, im Kindertraining des URC Wolfurt. Das disziplinierte Training, fünf bis sechs Mal in der Woche, und viel Talent brachten der österreichischen Meisterin im Freistil Silber und Bronze bei der Ringer-WM auf Sand ein. Das Gefühl, alleine auf der Matte zu stehen ohne Hilfe oder Team im Rücken, spornt sie an. Bei dem Engagement für ihren Sport bleibt auch die Schule nicht auf der Strecke. Im Mai steht die Matura auf dem Programm. Im Anschluss geht es ans Heeresleistungszentrum in Salzburg. Ein Auszeitjahr, um im Sport weiterzukommen. Ein Studium soll folgen.

Manchmal durfte Margarete ihren Vater, einen Onkologen, ins Spital begleiten. Das gefiel dem Kind so gut, dass in ihm der Wunsch heranwuchs, ebenfalls Ärztin zu werden. Das Medizin-Studium absolvierte die Arzttochter, welche bereits mit 20 Mutter geworden war, in Innsbruck. Das letzte Studiumjahr verbrachte sie mit ihrem Sohn in den USA. „Ich studierte an der University of Washington.“ Am LKH Feldkirch ließ sie sich zur Allgemeinmedizinerin ausbilden. Lang-Tschirf, die inzwischen drei weiteren Söhnen das Leben geschenkt hat, möchte einmal als Hausärztin tätig sein, am liebsten in der eigenen Praxis. Weil sie der Meinung ist, dass ein praktischer Arzt auch Notfallsituationen beherrschen muss, arbeitete sie auch in der Notfallambulanz in Feldkirch. 2016 wechselte sie ans LKH Bregenz, wo sie als Notärztin tätig ist. Wenn sie mit tragischen Fällen konfrontiert wird, fängt die Familie sie auf. Mann und Kinder erden sie.

Preisgekrönte Harderin mit Freude am Text SARAH RINDERER, geb. am 1994, lebt in Linz, Gewinnerin des Literaturpreises 2017.

„Ich trage Ideen immer lange mit mir herum. Wenn sie dann eine Form angenommen haben, fange ich an, zu schreiben“, erklärt Sarah Rinderer. Die 23-Jährige gewann im vergangenen Jahr mit ihrem Text „Mutterschrauben“ den Literaturpreis des Landes Vorarlberg. „Als ich es erfahren habe, war ich damals gerade in Island,“, erzählt Rinderer. „Ich habe gar nicht damit gerechnet. Es ist aber ganz toll, eine große Motivation und Wertschätzung.“ Zu schreiben begann Rinderer schon in jungen Jahren: „Ich schrieb und las früher schon sehr viel.“ Ihr Deutschlehrer war es, welcher sie auf einen Workshop für Schreibinteressierte aufmerksam machte. „Seitdem arbeite ich auch wirklich an meinen Texten und melde mich auch für Wettbewerbe an.“ Derzeit studiert das 23-jährige Talent an der Universität Linz „Bildende Kunst – experimentelle Gestaltung“ und schreibt Prosa- und Lyriktexte.

Mit Familienbetrieb auf Erfolgskurs LAURENZ SAGMEISTER, geb. 1983, lebt in Bregenz, Geschäftsführer Breganzia Konserven.

„Breganzia Konserven GmBH.“ Unter diesem Namen firmiert der Familienbetrieb, in den Laurenz Sagmeister vor knapp sechs Jahren eingestiegen ist. Zuvor hatte der 34-Jährige an der Wirtschaftsuniversität in Wien ein Studium absolviert, bildete sich in San Diego in den USA weiter und war über zwei Jahre hinweg bei „Staud’s“, einem Traditionsbetrieb für die Produktion und den Vertrieb von Konfitüren und Sauergemüse in Wien, tätig. Ende 2015 übernahm Sagmeister bei Breganzia die Geschäftsführung. Dabei handelt es sich um einen Familienbetrieb mit 15 Mitarbeitern, der sich auf Füllungen im Fruchtbereich und Frischapfelprodukten zur Weiterverarbeitung sowie klassischen Konfitüren und Senfsaucen spezialisiert hat. In der Nahrungs- und Genussmittelindustrie ist Breganzia inzwischen ein Begriff, als Abnehmer scheinen sowohl Großbäckereien als auch private Labels und der Großhandel auf.

Der Überflieger und Zahlenkünstler ALEXANDER RAZEN, geb. 1984, lebt in Wien, promovierte sub auspiciis in Innsbruck.

Es gibt wohl kaum eine Hürde, die Alexander Razen nicht überwinden kann, und das nicht nur im übertragenen Sinne. Mit 4,36 Metern hält er nämlich den derzeitigen Vorarlberger Hallenrekord im Stabhochsprung. Daneben gewann Razen während seiner vor Kurzem beendeten Leichtathletikkarriere unter anderem 21 Medaillen bei österreichischen Staatsmeisterschaften im Mehrkampf und nahm vier Mal bei Europameisterschaften teil. Wer jetzt denkt, da bleibt nicht mehr viel Zeit für anderes, der irrt sich, zumindest im Fall des Feldkirchers. Drei Studien – Mathematik, BWL und VWL – hat er abgeschlossen, und das auch noch mit der Auszeichnung sub auspiciis. Das bedeutet, Razen hat alle Klassen der Oberstufe, die Matura, sein Studium sowie sein Doktoratsstudium in Economics mit sehr gutem Erfolg beziehungsweise mit Auszeichnung bewältigt. Ein Kunststück, das nur einem unter 1000 Studenten gelingt.

Eine, die ihre eigene Skigeschichte schreibt KATHARINA LIENSBERGER, geb. 1997, lebt in Göfis, Skirennläuferin im ÖSV B-Kader.

„Ich wollte schon immer ganz schnell sein, womöglich einmal zu den schnellsten Skifahrerinnen der Welt gehören“, erinnert sich die Skirennläuferin Katharina Liensberger an jene Zeit zurück, als ihre Mutter sie mit knapp drei Jahren erstmals auf Skier gestellt hatte. Dass es sich dabei nicht nur um Träumereien handelte, beweist die 20-Jährige gerade in der aktuellen Wintersaison. Erst kürzlich konnte sich das Ski-Ass für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang in der Disziplin Slalom qualifizieren, und auch im Riesenslalom sahnte sie heuer ihre ersten Weltcuppunkte mit einem 17. und 29. Rang ab. Nicht nur ihre Passion für die schnellen Schwünge im Schnee stammt aus der Kindheit, auch den Wettkampfgedanken entwickelte sie bereits früh. „Vor allem das Messen mit der Zeit hat sich schon bald als riesiger Spaß herausgestellt, somit war mein Ziel, die Rückstände bei Bezirks- und Vereinsrennen immer kleiner zu halten“, erzählt Liensberger. Daraufhin folgten Landesrennen, österreichische Meisterschaften und internationale Schülerrennen. In der Skihauptschule Schruns sowie im Skigymnasium Stams, das sie im Juni 2016 abschloss, eignete sich die ambitionierte Göfnerin die technischen Kniffe von der Pike auf an. Doch damit gibt sich Katharina Liensberger noch lange nicht zufrieden. Sie will ganz hoch hinaus: „Mit 100 Prozent Einsatz und Begeisterung zum Skirennsport möchte ich meine Skitechnik perfektionieren, um an die Weltspitze zu gelangen. Ich möchte so schnell wie möglich – und das mit einem Lächeln im Gesicht – vom Start ins Ziel fahren und somit irgendwann meine eigene Skigeschichte schreiben.“

Bildung bedeutet Zukunft Im Bildungsland Vorarlberg werden viele Maßnahmen gesetzt, um die bestmögliche Bildung und Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen sicherzustellen. Mit Investitionen in allen Bereichen – von der Frühpädagogik bis zur Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen – wird Bildung umfassend weiterentwickelt. www.vorarlberg.at/schule Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg


8 50 Köpfe von morgen

Freitag, 16. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

Von den Festspielen zur eigenen Hutwerkstatt

Leben retten und dazu noch ein Sport-Ass

LEA WIMMER, geb. 1984, lebt in Klaus, Inhaberin der Hutmacherinnenwerkstatt „Aurore & George“.

KATHARINA MAIER, geb. 2000, lebt in Lustenau, amtierende Staatsmeisterin im Rettungsschwimmen.

Lea Wimmer aus Klaus ist Modistin von Beruf, „das ist Hutmacherin, in Anführungszeichen“ erklärt die 33-Jährige. Eine Modistin ist sowohl für das Herstellen als auch das sogenannte Garnieren eines Hutes zuständig. Ihr eigenwilliger Weg dorthin nahm seinen Anfang am Theater, schon als 17-Jährige half Wimmer bei den Bregenzer Festspielen als Ankleiderin, ging nach dem HTL-Abschluss zum Studium der Theater-, Film und Medienwissenschaften nach Wien. Nach Regie- und Ausstattungsassistenzen, unter anderem am Theater Kosmos, nahm sie eine Festanstellung als Ausstattungsassistentin am Theater Magdeburg an, die sie nach einigen Jahren wieder kündigte, um sich an der Staatsoper in Hannover zur Modistin ausbilden zu lassen. Seit einigen Monaten betreibt sie nun ihre Hutmacherinnenwerkstatt „Aurore & George“ mitten im Jüdischen Viertel in Hohenems.

Wie kann man besser für eine Gemeinschaft tätig sein, als dann, wenn man Leben rettet? Genau diesen Anspruch stellt Katharina Maier aus Lustenau. Die 17-Jährige ist bei der Wasserrettung tätig und dort auch sportlich ein Ass. Im vergangenen Sommer holte sie den österreichischen Meistertitel für Rettungsschwimmerinnen in Salzburg. Ein großartiger Erfolg, und doch bezieht die HTL-Schülerin noch größere Freude aus etwas ganz anderem: „Ich bin glücklich, in einer Gemeinschaft wie den Wasserrettern zu sein. Es ist schön, dort gemeinsam mit anderen Nutzen für die Allgemeinheit zu stiften“, sagt Katharina und reicht ein überzeugendes Lächeln nach. All ihre Freunde sind ebenfalls bei der Wasserrettung – eine verschworene Truppe. Dahin gebracht hat sie als Zehnjährige ihr Opa Walter Baur, ehemaliger Präsident der Wasserrettung Vorarlberg.

Mediziner und Philosoph MATHIAS ZECH, geb. 1984, lebt in Bregenz, hat die Allgemeinmedizinerausbildung abgeschlossen.

Sowohl naturwisschenaftliche Fächer als auch bedeutende Denker haben Mathias Zech schon immer in den Bann gezogen. Aus diesem Grund entschied er, Medizin und Philosphie zu studieren. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Bereich Immunologie und schrieb ein komplexe Diplomarbeit in diesem Bereich. Zech befasste sich mit Tumorimmunologie und T-Immunzellen. „Es ging darum, wie diese Zellen wachsen, welche Mittel es zu deren Stärkung gibt und wie diese umtrainiert werden könnten, damit sie den Krebs angreifen“, erklärt der 33-Jährige. Vier Jahre lang war der Bregenzer am University College London. Danach kehrte er nach Bregenz zurück und wechselte von der wissenschaftlichen wieder in die medizinische Schiene. Soeben hat er die Ausbildung zum Allgemeinmediziner abgeschlossen. Die Philosophie sieht er als geistigen Rückzugsort.

Geschwisterpaar mit Musik im Blut

Von Brüssel über Los Angeles nach Tel Aviv ANDREAS LINS, geb. 1981, lebt in Tel Aviv, stellvertretender Leiter der Botschaft.

Eigentlich hätte Andreas Lins auch eine klassische rechtswissenschaftliche Karriere anstreben können, hat er doch in Innsbruck Jus studiert. Gekommen ist es für den Frastanzer aber anders. Nachdem Lins das Aufnahmeverfahren in den höheren auswärtigen Dienst gleich beim ersten Anlauf geschafft hatte, war er in der österreichischen Vertretung bei der Nato in Brüssel tätig, später ging es als stellvertretender Generalkonsul nach Los Angeles. Seit 2014 arbeitet Lins als stellvertretender Leiter der österreichischen Botschaft in Tel Aviv. „Jede Position im Ausland hat ihren Reiz“, schildert der Diplomat. „Aber Tel Aviv ist natürlich schon ein sehr spannender vielschichtiger Posten.“ Bald steht ein weiterer Ortswechsel auf dem Programm; nach vielen Jahren geht es wieder zurück nach Österreich: „Läuft alles nach Plan, komme ich heuer nach Wien.“

Hoffnung auf einen goldenen Saisonabschluss ist gegeben URSULA EHRHART, geb. 1995, lebt in Dornbirn und Graz, Volleyball-Ass und Studentin.

Trotz Erfolgen am Fließband bezeichnet Ursula Ehrhart den Volleyballsport als ernsthaftes Hobby und idealen Ausgleich zu ihrem Studium. Die 22-jährige Dornbirnerin strebt aktuell mit dem UVC Graz in Riesenschritten der erfolgreichsten Saison entgegen. Neben dem erstmaligen Aufstieg in die zweite Runde im CEV-Europacup haben die Murstädter in der nationalen Bundesliga den Grunddurchgang als Erste abgeschlossen und stehen dort im Halbfinale. Nächs-

ter Höhepunkt ist Anfang März das Final-Four-Turnier im ÖVV-Cup im eigenen Wohnzimmer. Nach dem Gewinn der Cupkrone im letzten Jahr will man mit Heimvorteil den Titel verteidigen. Großes Ziel in dieser Saison ist aber der historische erste Coup in der heimischen Eliteliga. Parallel bastelt Ehrhart an der beruflichen Zukunft. Im Sommer will sie das Bachelorstudium für Bauingenieurwesen an der TU Graz abschließen und den Masterlehrgang mit Schwerpunkt Infrastruktur beginnen. Ehrhart verfolgt klare Ziele, sowohl auf dem Volleyballparkett als auch im beruflichen Werdegang.

Die Liebe zur Heimat im ganz persönlichen Design LINDA MEIXNER, geb. 1989, lebt in Gargellen und ist für den „German Design Award“ nominiert.

NATALIA SAGMEISTER, geb. 1989, lebt in Wien; ALEX LADSTÄTTER, geb. 1983, lebt in Wien, Musiker.

Das musikalische Talent wurde dem Duo quasi in die Wiege gelegt: Großmutter und Onkel der beiden sind Künstler. „Dadurch hatte Musik immer einen hohen Stellenwert in unserer Familie“, erklärt Natalia Sagmeister. Schon früh begann die Violinstin gemeinsam mit ihrem Bruder, dem Klarinettisten, zu musizieren. „Sie hat eine genaue Vorstellung, wie etwas klingen soll. Um die Geige derart zu beherrschen, braucht man diesen perfektionistischen Ansatz“, sagt Alex Ladstätter über seine Schwester, die unter anderem bei Konzerten mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim auftrat. 2017 verzeichneten

die gebürtigen Bregenzer mit der Konzertreihe „Klassik Krumbach“, bei der sie unter dem Namen „Ensemble Pagon“ auftraten, den größten gemeinsamen Erfolg. „Musik ist für uns die schönste Art zu kommunizieren. Sie ist eine Sprache, die jeder versteht“, sagt Alex Ladstätter, der unter anderem bei Konzerten mit den Wiener und Berliner Philharmonikern mitwirkte sowie Soloauftritte beim Symphonieorchester Vorarlberg hatte. Als Geschwisterpaar zu musizieren hat Vorteile für die beiden: „Man kennt sich gut und kann sich blind vertrauen“ sagt Natalia Sagmeister. Leidenschaft, Emotionalität und Ehrlichkeit lautet ihr Konzept beim gemeinsamen Musizieren: „Wir wollen mit unserer Musik das Publikum berühren.“

Linda Meixner ist gestandene Montafonerin und derzeit vor allem auf eines stolz: Sie wurde für den „German Design Award“ (internationaler Premiumpreis des Rat für Formgebung) nominiert. Eine durchaus verdiente Anerkennung, hat sich die 28-Jährige doch durch kreative Projekte bereits einen Namen gemacht. Mit ihrem Pilotprojekt, der Designerlinie „Arwilda“, gelang es ihr, die Geschichte und Besonderheiten ihrer Montafoner Heimat auf eine ganz besondere

Weise unter die Leute zu bringen: Nämlich mit Produkten ihrer Marke „Muntavu“, wie etwa speziell kreiierten Mützen und T-Shirts, die die Flora und Fauna des Montafons zum Ausdruck bringen. Kommunikation, Marketing und Design sind die Säulen, auf denen die Vorarlbergerin ihre Zukunft aufbauen will. „Instagram Influencer“ steht dabei als Berufsprofil ganz oben. Studentin Die der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung in Konstanz (HTWG) ist unter anderem auch durch ihren Erfolg, zu dem sie so schnell gefunden habe, äußerst motiviert.


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Freitag, 16. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

Mit dem Gespür für den Käse TOBIAS SCHWEIZER, geb. 1993, lebt in Schwarzenberg, Zimmermann und Alpsenn.

Die Leidenschaft für das Sennerhandwerk hat Tobias Schweizer zwar erst vor knapp fünf Jahren bei sich entdeckt, die Liste seiner Erfolge kann sich aber bereits jetzt sehen lassen. 2016 heimste der Schwarzenberger bei der Käseprämierung in Schwarzenberg zwei Silbermedaillen ein. Kurz darauf räumte er bei der Internationalen Almkäseolympiade in Galtür, wo sich jährlich über 100 Produzenten aus Liechtenstein, Österreich, Italien und der Schweiz treffen, den Tagessieg und die goldene Sennerharfe in der Kategorie Hartkäse ab. Breits 2015 konnte er aus Galtür die Bronzemedaillen für seinen Jungkäse und 2017 die Silbermedaille mit nach Hause nehmen. „Wichtig ist es, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Das ist Gefühlssache“, sagt der junge Schwarzenberger, der im Winter als Zimmermann und im Sommer als Senn auf der Alpe Unterdiedams in Schoppernau arbeitet.

Der moderne Haubenkoch MARTIN SCHMID, geb. 1987, lebt und arbeitet in Wien, Spitzenkoch.

Nur das edelste Zeug im Haus BENEDIKT FLEISCH, geb. 1989, lebt in Götzis, Betreiber und Eigentümer Zeughaus.

Schritt für Schritt in den Weltcup

Wie der Vater, so der Sohn. Der Sparmarkt Fleisch in Götzis zählt seit Jahren zu den Vorarlberger Hotspots für Whisky-Liebhaber. Unternehmersohn Benedikt Fleisch hat sich nun das Spirituosen-Sortiment gekrallt und in dem denkmalgeschützten Zeughaus hinter dem Laden ein eigenes Feinschmeckerparadies eröffnet. Darin gibt es alles, was das Spirituosen-Herz begehrt: Gin, Rum und natürlich Whisky. Rund 1200 verschiedene Sorten verkauft der Jungunternehmer mittlerweile im Erdgeschoß des geschichtsträchtigen Gebäudes,

JOHANNES STROLZ, geb. 1992, lebt in Warth, Skirennläufer im ÖSV-B-Kader.

Die ersten Schritte im Ski-Weltcup sind getan. Johannes Strolz fuhr zwar schon vor knapp fünf Jahren erstmals in der Ski-Königsklasse mit, jetzt hat der 25-jährige Warther aber auch auf dem Punktekonto angeschrieben. Im Europacup kämpft der Sohn von KombinationsOlympiasieger Hubert um den Gesamtsieg mit. „Die Startnummern werden jetzt besser, das hilft. Ich möchte versuchen, über den Europacup einen Fixplatz für den Weltcup herauszufahren“, ist als erstes Ziel ausgegeben. Die Chancen stehen gut, dass sich der ehemalige „Student des Jahres“ im Skigymnasium in Stams sowohl im Slalom als auch im Riesentorlauf unter die Top drei der EC-Wertung fahren kann. Strolz geht es Schritt für Schritt an. In seiner bisherigen Karriere habe es vielleicht etwas an Lockerheit und Gelassenheit gefehlt, gibt er selbst zu. „Ich habe aber in diesem Bereich sehr viel dazugelernt.“

das 1870 erbaut wurde. Und wie sieht die ­Zukunft aus? Eine Expansion ist jedenfalls nicht geplant, betont Benedikt Fleisch: „Der Handel ist das Zeughaus. Und das Götzner Zeughaus gibt’s nur einmal, deswegen möchte ich mir kein riesiges Konstrukt aufbauen.“ Er hat aber einen Wunsch: „Ich möchte, dass jeder Vorarlberger weiß, wie er mit seiner Hausbar umzugehen hat. Dass bei Whisky nicht an Whisky-Cola gedacht wird. Bei Cocktails nicht an Orangensaft mit Alkohol. Und dass im Idealfall noch jeder sein Hausrezept für seinen eigenen Gin hat. Mein Handel soll sich zum Kompetenzzentrum schlechthin entwickeln.“

Martin Schmid zählt zu den interessantesten Köchen Österreichs, in Gourmet-Magazinen wird der gebürtige Bregenzerwälder sogar als einer der weltbesten gefeiert. Mittlerweile hat er die Küche des Wiener Weinbistros „Mast“ übernommen, wo er seine eigene Linie entwickelt – unter dem Motto „modern und befreit kochen“. Die Gerichte sollen dabei nicht in Vor- und Hauptspeisen unterteilt werden. „Wir bieten eher kleinere Portionen zu erschwinglichen Preisen an, damit sich die Gäste durch zwei, drei oder vier Gerichte durchkosten können“, erklärt Schmid. Auch hätten viele Freude damit, sich die Köstlichkeiten untereinander zu teilen. Bevor Schmid bei „Mast“ landete, war er bei Andreas Döllerer in Golling tätig und als dortiger Küchenchef für drei Hauben im Gault Millau mitverantwortlich. Auch im „Mast“ setzt er auf hochwertige Produkte. Butter und Bergkäse bezieht er aus dem Bregenzerwald.

Badezusätze für den chinesischen Markt ALEXANDER HELLER, geb. 1991, lebt in Feldkirch, Geschäftsführer, Helfe-Labor, Feldkirch.

Ausgezeichnetes Verkaufstalent JANA KRESSER, geb. am 1999, lebt in Götzis, Junior Sales Champion Gewinnerin 2017.

Im Helfe-Labor in Feldkirch werden seit über 90 Jahren pflanzliche Badezusätze und Pflegeprodukte hergestellt. Im Oktober 2016 stieg Alexander Heller in den zehn Mitarbeiter zählenden Familienbetrieb als Geschäftsführer und Marketing-Leiter ein und führt das Unternehmen damit in vierter Generation weiter. Der 26-Jährige hat in Barcelona, wo er zeitweise lebt, den Master für International Business & Management absolviert. Die Philosophie auf faire und natürliche Produkte zu setzen, führt Heller fort. Der Juniorchef plant die Marke in diesem Bereich stärker zu etablieren. Auch das Online-Marketing wird forciert. Immerhin wird China als Absatzmarkt für die Helfe-Produkte angepeilt.

Sie zählt zu einem der besten Lehrlinge des Landes, die 18-jährige Jana Kresser. Mit ihrer sympathischen Art überzeugt die Götznerin nicht nur die Kunden im XXXLutz Feldkirch, sondern auch die Jurys verschiedenster Lehrlingswettbewerbe. So wurde sie erst im vergangenen Frühjahr zum Junior Sales Champion gekürt und vertrat Vorarlberg beim Bundesfinale in Salzburg. „Der Umgang mit Menschen macht mir sehr viel Spaß, deshalb gefällt mir die Arbeit im Verkauf auch so gut“, erklärt das Verkaufstalent. Das nächste Ziel ist auch schon klar, der Lehrabschluss, der noch in diesem Jahr ansteht. Abseits der Arbeit schlägt Kresser als Mitglied der Götzner Lumpamusik gerne etwas lautere Töne an.

Pop-up als Erfolgsrezept HUBERT PETER, geb. 1988, Schwarzenberg, lebt seit fünf Jahren in Wien.

Mit seiner eigenen Barphilosophie machte sich der seit fünf Jahren in Wien lebende Wälder einen Namen. Die Idee, leerstehende Lokale für einen gewissen Zeitraum zu mieten und daraus einen Concept-Store mit einem speziellen Angebot zu machen, sorgt in der Gastronomiehochburg Wien für Aufsehen. Sein erstes Projekt war „Das Kussmaul“ im ersten Bezirk, für das er 2014 im renommierten Falstaff-Magazin zum „Rookie Bartender of the Year“ gekürt wurde. Statt auf Mainstream-Drinks zu setzen, kreiert er Selbstgemachtes – wie etwa seinen aus 100 Prozent Zweigelt bestehenden Wermut. Der gelernte Gastronome hat seine Lehrzeit im Hotel Post in Bezau absolviert und arbeitete danach im „Innauer“. Eigentlich wollte der 29-Jährige der Barman-Karriere schon den Rücken kehren und studieren beginnen. „Dann habe ich die Annonce für das Kussmaul gesehen und gedacht, probier’s einfach mal aus.“

Besser als Herumgoogeln! Ob Bücher und Zeitschriften, Musik und Film oder zigtausende E-Medien online im Volltext: Die Vorarlberger Landesbibliothek bietet zu allen Studienfächern und Interessensgebieten jene wertvollen Informationen, die nicht einfach kostenlos im Internet erhältlich sind.

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Freitag, 16. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

Sport und Flüchtlinge bestimmen die Motivation MATHIAS HÄNSLER, geb.1998, lebt in Mellau, holt derzeit die Matura in Innsbruck nach.

Der junge Mellauer machte sich 2017 als österreichischer Zivildiener des Jahres einen Namen. In seinem Focus standen dabei afghanische Flüchtlinge, die er im Haus des Institus für Sozialhilfe (ifs) in Lustenau nicht nur beim Lernen unterstützt hat, sondern auch dabei, sich in Vorarlberg richtig einzuleben. Beispielsweise begleitete er die jungen Flüchtlinge nicht nur zu Arztterminen oder zum Einkaufen, sondern spielte mit ihnen auch regelmäßig Fußball.

Wenn sich die Wege trennen

Und das aus gutem Grund. Schließlich ist Mathias Hänsler von einer großen Leidenschaft zum runden Leder geprägt, der er etwa in der Regionalliga in Schwaz frönt – während er in Innsbruck für die Berufsreifeprüfung büffelt. Und was sind die Pläne für danach? „Ich werde sehen, ob ich wieder für ein Jahr im ifs unterkomme“, sagt er, „um mich weiter für Flüchtlinge zu engagieren.“ Eine Karriere strebt Mathias im Sport an. Im Focus hat er dabei natürlich den Fußball. Er hofft, später in einer Art Fußball-College in Amerika seine Träume verwirklichen zu können.

Im Eiltempo zu medizinischer Kompetenz AGDALIYA MIKHALKOVA, geb. 1990, lebt in Feldkirch, ist bald eine der jüngsten Fachärztinnen für Neurochirurgie.

Agdaliya Mikhalkova ist keine Streberin, sondern einfach nur hochbegabt. Das merkten auch ihre Eltern und motivierten die lernbegierige Tochter, zwei Klassen zu überspringen. In dem Tempo ging es dann weiter. Die gebürtige Russin studierte Medizin in Moskau und Wien, und das jeweils mit Auszeichnung. Bereits mit jugendlichen 23 Jahren schaffte sie die Nostrifikation zum Doktor der Gesamtheilkunde. Vor drei Jahren führte sie der Weg über eine Jobmesse

nach Vorarlberg, wo Agdaliya Mikhalkova als Assistenzärztin in der Abteilung für Neurochirurgie im Landeskrankenhaus Feldkirch startete. Schon im übernächsten Jahr darf sie sich Fachärztin nennen und wird damit österreichweit eine der Jüngsten ihrer Zunft in diesem herausfordernden Metier sein. An der Neurochirurgie gefällt Mikhalkova die Verbindung von Chirurgie und der Behandlung von Störungen des zentralen Nervensystems. Die talentierte Ärztin kann sich durchaus vorstellen, in Vorarlberg zu bleiben. Was ihre Zukunft betrifft, denkt sie an Karriere ebenso wie an Familie.

LUKA BRAJKOVIC, geb. 1999, lebt in Feldkirch, im Basketball-Nationalteamkader; LORENZ GERSTENDÖRFER, geb. 1998, lebt, studiert und spielt in Wien.

19 Monate sind ins Land gezogen, seit Luka Brajkovic und Lorenz Gerstendörfer bei der U19-Basketball-EM spielten. Seither hat sich der sportliche Weg getrennt, wenngleich sie privat noch immer Kontakt pflegen. Der 2,06-m-große Brajkovic ist Stammspieler bei den Dornbirn Lions und steht nach bestandener Matura auf dem Sprung zu einem US-College-Team. Im Gespräch sind Stanford, Purdue oder Davidson. Darauf ausgerichtet ist sind auch seine täglichen ExtraTrainingseinheiten mit eigenem Athletiktrainer oder den Lions-Legionären. Mit den Vorschuss-

Hilfseinsatz für Straßenkinder

lorbeeren, seine Person betreffend, kann der 18-Jährige gut umgehen. „Es ist cool und motiviert. Aber ich bin vorsichtig, denn bislang habe ich noch gar nichts erreicht.“ Stimmt nicht ganz, denn im Februar ist er erstmals im Herren-Aufgebot für ein Trainingslager. Der Weg von Brajkovic weist also steil nach oben, jener von Gerstendörfer wurde jäh gestoppt. Eine Lungenentzündung beim Rankweiler wurde nicht erkannt, sodass die Krankheit Auswirkungen auf die Herzmuskulatur hatte. „Es war eine schwierige Zeit“, sagt der 20-Jährige heute. Er fühlte sich isoliert, hatte fünf Monate Sportverbot und verlor den Anschluss. Gerstendörfer ging nach Wien, studiert nun Wirtschaftsrecht und spielt in der Landesliga.

In die Weltspitze aufgestiegen

MATHIAS DÜR, geb. 1986, lebt auf der Philippinen-Insel Mindanao, wo er Straßenkinder betreut.

JOHANNES HOFHERR, geb. 2002, lebt Frastanz, größtes heimisches Talent im Sportklettern.

Sie leben auf der Straße. Sie sind Opfer von Gewalt. Sie „schnüffeln“. Dieser Kinder nimmt sich Mathias Dür an und ihrentwegen hat der 31-jährige Automatisierungstechniker aus Hard vor vier Jahren Österreich verlassen und ist nach Cagayan de Oro, eine Stadt auf der Philippinen-Insel Mindanao, gezogen. 2013 gründete Mathias den Verein „Just One Touch“, mit dem Hilfsprojekte für die Straßenkinder von Mindanao finanziert werden sollen. Mittlerweile hat Mathias mit Spendengeldern ein Heim gebaut, das zehn Schützlinge aufnehmen kann. Die Kinder werden von der Straße geholt und von der Drogensucht befreit. Zudem wird ihnen der Wiedereinstieg in die Schule ermöglicht. „Unsere Hauptaufgabe ist es, den Kindern Bildung und christliche Werte zu vermitteln“, sagt Mathias. Er hofft, das Heim demnächst erweitern zu können.

Der 15-jährige Johannes Hofherr ist ein Klettermax wie er im Buche steht. In seiner Altersklasse gehört der Frastanzer zu den besten Sportkletterern der Welt. Dies stellte der Sportgymnasiast im Vorjahr bei der JuniorenWM in Innsbruck eindrucksvoll unter Beweis. Mit Platz zehn im Lead konnte er seinen bisher größten Erfolg einfahren. Zum Klettern gekommen ist der sportbegeisterte Oberländer durch seinen Vater. „Er hat mich schon von klein auf mitgenommen“, sagt Hofherr. An die 25 Stunden pro Woche trainiert der Athlet des Alpenvereins Feldkirch, der Alexander Megos zu seinen Vorbildern zählt. Mit der Olympiateilnahme sowie dem Start im Weltcup hat sich der begeisterte Sportkletterer ehrgeizige Ziele gesetzt. Wenn er sich nicht von Bouldergriff zu Bouldergriff hantelt, ist der Frastanzer auch gerne mit den Skiern oder dem Mountainbike unterwegs.

Die virtuelle Zukunft schon heute im Auge ANDREAS FRANKL, geb. 1982, lebt in Altach, Software-Entwickler und IT-Projektleiter bei Blum.

Seit über zehn Jahren blickt Andreas Frankl als IT-Spezialist bei der Firma Blum weit in die virtuelle Zukunft. Der Altacher entwickelt Lösungen für die Verzahnung von industrieller Produktion mit moderner Informationsund Kommunikationstechnik. Seine Aufgabe ist es, alltagstaugliche Lösungen, wie z.B. die „Mixed-Reality-Brille“, zu entwickeln. Aktuell hat er mit seinen Kollegen ein Projekt im Bereich „Augmented Reality“ auf den Weg gebracht. Damit wird die Instandhaltung von Anlagen bei entfernten Blum-Tochtergesellschaften auf ganz neue Beine gestellt. Künftig erhalten Kollegen an Maschinen auf der ganzen Welt Unterstützung von Experten aus Österreich – ohne anzureisen, rein virtuell. Privat schlägt sein Herz für seine Familie, im Mai erwarten er und seine Frau ihr zweites Kind. Und als SCR-Altach-Fan findet er auch immer noch Zeit für seinen Lieblingsverein.

Klimawandel auf der Spur PETER PAUL PICHLER, geb. 1978, lebt in Berlin, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung.

Als Leitautor einer vielbeachteten Studie hat der Vorarlberger Wissenschaftler Peter Paul Pichler vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) im Vorjahr für Aufsehen gesorgt. Der Bregenzer hat mit einem Team der renommierten Forschungseinrichtung die Einflussmöglichkeiten von Städten und Regionen beim Klimawandel aufgezeigt. In einem neuen Projekt untersucht der 39-jährige den Einfluss des Klimawandels auf das Gesundheitssystem, das einerseits einen relevanten Anteil am Emissionsausstoß habe und gleichzeitig mit den Folgen wie Hitze und den damit verbundenen Krankheiten konfrontiert sei. Seine Laufbahn hat über den Umweg der künstlichen Intelligenz zur Nachhaltigkeitsforschung geführt. In Berlin fühlt sich Pichler wohl, bleibt aber auch offen für Neues. „Nach Vorarlberg komme ich dann wieder in der Pension zum Jassen“, scherzt er.


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Freitag, 16. Februar 2018 Vorarlberger Nachrichten

Mathe-Genie aus dem Oberland

Kreativ und innovativ unterwegs

MAXIMILIAN HOFER, geb. 1999, lebt in Frastanz, vertrat Österreich bei der Matheolympiade in Rio.

FLORIAN OBWEGESER, geb. 1982, lebt in Feldkirch, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Nach der erfolgreich bestandenen Matura im Vorjahr leistet Maximilian Hofer derzeit seinen Zivildienst im Sozialzentrum Frastanz. Was er danach machen wird, weiß der 18-Jährige bereits ganz genau. „Ich bin an der ETH Zürich aufgenommen worden. Ab diesem Herbst werden ich dort Physik studieren“, sagt der Frastanzer stolz. In Zukunft wolle er sich insbesondere der theoretischen Richtung widmen. Heißt für den Laien: weniger Experimente, dafür mehr mathematische Modelle. Mit schwierigen Matheaufgaben hat der Oberländer bereits positive Erfahrungen gemacht. Während seines Maturajahrs sicherte er sich den Sieg bei der österreichischen Mathematik-Olympiade, woraufhin er Teil des sechsköpfigen Nationalteams bei der internationalen Matheolympiade in Rio de Janeiro war. „Ein interessanter Austausch mit Gleichgesinnten aus aller Welt“, denkt er gerne an den letzten Sommer zurück.

Nach Stationen in Linz, Graz, Wien oder etwa zuletzt Berlin zog es den ambitionierten Mediziner Florian Obwegeser vor vier Jahren wieder zurück nach Vorarlberg. Seither ist der gebürtige Feldkircher als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im LKH Feldkirch tätig. Dabei spezialisiert er sich insbesondere auf die regenerative Orthopädie. Vor allem liebt er an diesem Metier die Vielfalt. „Es ist ein sehr kreativer Beruf, bei dem man täglich neu gefordert wird, schwierige Situationen in aussichtsreiche zu verwandeln“, meint Obwegeser, der bereits von klein auf den Berufswunsch eines Mediziners hegte. Der Grund für seine Rückkehr nach Vorarlberg trägt den Namen William. „Als unser Kleiner vor fünf Jahren geboren wurde, war es meiner Frau und mir wichtig, ihm dasselbe Umfeld zu bieten, in dem wir groß geworden sind“, meint der 35-Jährige, der mit seinem Sohn derzeit auf den heimischen Skipisten anzutreffen ist.

Junge Hoteliersfrau mit viel Ehrgeiz ELENA OBERHÖLLER, geb.1999, lebt in Feldkirch und tritt in die Fußstapfen ihrer Eltern.

Als Tourismusschülerin befindet sie sich längst auf Erfolgskurs. Elena Oberhöller, deren Eltern Dieter und Sabine Oberhöller das Hotel Montfort in Feldkirch betreiben, hatte bei den Wettbewerben der Vereinigung der europäischen Hotelfachschulen (AEHT) in Ostende die Innsbrucker Tourismusschule Villa Blanka vertreten und konnte sich in der Kategorie Restaurant-Service die Bronzemedaille sichern. Dass die angehende Maturantin mit einer gesunden Portion Ehrgeiz unterwegs ist und ihre Eltern nicht ohne Grund auf sie stolz sein dürfen, lässt sie recht deutlich durchblicken: „Ich freue mich sehr über den Podestplatz, aber nach oben hin gibt es immer noch Luft.“ In Sachen Ausbildung hat die junge Feldkircherin, die in ihrer Freizeit im elterlichen Hotelbetrieb mithilft, bereits ein weiteres Ziel vor Augen: Ab Herbst 2018 will sie am MCI in Innsbruck Tourismus und Freizeitwirtschaft studieren.

Ein Sprachrohr für Tausende Schüler Der Bregenzerwälder Daniel Bayer hat heuer ein dicht gedrängtes Programm. Einerseits steht für den Schüler der HAK Bezau bald die Matura an. Andererseits wurde er im Vorjahr nicht nur zum Landesschulsprecher, sondern auch zum Bereichssprecher der berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) in die Bundesschülervertretung gewählt. In den BMHS-Bereich fallen österreichweit 500 Schulen. Daniel Bayer hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Schülervertreter anderer Bundesländer besucht sowie an vielen Debatten, Seminaren und Sitzungen teilgenommen. Fast schon ein Vollzeitjob also. „Es gibt zwar einiges zu tun, aber ich bringe schon alles unter einen Hut“, sagt der junge Auer. Daniel Bayers Leben besteht aber natürlich nicht nur aus seinem Engagement als Schülervertreter. Wichtig sind für den 18-Jährigen vor allem seine Familie, die er als wichtigen Rückzugsort sieht, und seine Kollegen.

MARCO ROSSI, geb. 2001, lebt in Rankweil, Eishockeytalent.

Er ist seit Jahren eines der auffälligsten Eishockeytalente Europas. Marco Rossi, erst 16 Jahre alt, steht auf dem Notizblock eines jeden Scout aus der NHL, der besten Profiliga der Welt. In Übersee wird der Schüler der Handelsschule Feldkirch als der nächste Thomas Vanek gehandelt. Groß geworden ist der Stürmer bei der VEU Feldkirch, aktuell jagt er bei der Unter-20-Mannschaft der GCK Lions in Zürich dem Puck nach und empfiehlt sich immer mehr beim Erwachsenenteam der Küsnacht Lions für höhere Aufgaben. Bei der U-20-WM der Division 1A war er mit drei Toren und zwei Vorlagen der Topscorer. „Ich konzentriere mich auf meinen aktuellen Verein“, blendet der Filius von Ex-VEU-Verteidiger Michael Rossi alle Zukunftspläne aus. „Ich weiß, dass ich noch viel Arbeit vor mir habe.“ Im Jahr 2020, wenn die NHL-Teams wieder ihre Talente auswählen, wird Rossi als einer der besten zehn Spieler gezogen.

Starke Frau am Bau PATRICIA MÜLLER, geb. 1996, Hohenems, Bauleiterin bei Rhomberg Bau.

Von heute auf morgen wusste sie es: Patricia Müller wollte in die HTL gehen. „Das habe ich dann fünf Jahre durchgezogen.“ Danach spielte sie mit dem Gedanken zu studieren, doch weil sie irgendwann ihr eigenes Haus planen und bauen wollte, kam ihr die Stelle bei Rhombergbau gelegen. Bei der Bregenzer Firma ist die 21-Jährige seit September 2016 Bauleiterin: „Ich plane und koordiniere den Ablauf der Arbeiten, bestelle Baumaterial, rechne ab, nehme mit dem Polier Maße auf und behalte den Zeitraum und die Termine im Auge“, zählt die Hohenemserin auf. Was macht den Beruf für Patricia Müller so besonders? „Jeder Tag und jede Baustelle ist anders. Überall gibt es neue Herausforderungen“, sagt sie ohne lange überlegen zu müssen. Auch die Zusammenarbeit mit den Leuten macht ihr Spaß, auch wenn sie sich anfangs, besonders bei den Männern, beweisen musste: „Mittlerweile funktioniert es echt gut. Wenn nötig helfen sie mir sogar“, sagt die Bauleiterin, die derzeit mit dem Bau einer Wohnanlage in Koblach beschäftigt ist. Vergangenes Jahr war die 21-Jährige für die Großbaustelle Dornbirner Krankenhaus zuständig. Ab Oktober dieses Jahres läuft die zweite Bauetappe des Zu- und Umbaus des OP-Bereichs an: „Das Schwierige daran ist, dass die Bauarbeiten während des laufenden Betriebs stattfinden“, erklärt Patricia Müller. Nicht nur auf der Baustelle hat sie die Hosen an: In ihrer Freizeit spielt sie leidenschaftlich gerne Fußball. Sie ist Mitglied beim FC Vorderland. In Zukunft möchte sich die junge Bauleiterin einen Namen in ihrem Metier machen.

Studium und Wissenschaft Über 7400 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger studieren an Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen in Österreich. Das Land Vorarlberg unterstützt sie mit Stipendien, bei der Suche nach Heimplätzen und in ihrer wissenschaftlichen Karriere.

www.vorarlberg.at/wissenschaft

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DANIEL BAYER, geb. 1999, lebt in Au, der HAKSchüler vertritt die Interessen der BMHS-Schüler.

Auf den Spuren von Vanek

Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg


Vermögen anvertrauen heißt für uns das Agieren dem Reagieren vorziehen.

DIE BANK FÜR ANSPRUCHSVOLLE PRIVATKUNDEN Vernunft, Verantwortung und Ertrag. Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen. Unsere Eigenständigkeit, Expertise und Erfahrung haben aber auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vielfach ausgezeichnete Portfolios hervorgebracht und uns kerngesund erhalten. Unternehmerische Unabhängigkeit, verlässliche Werte und ein Betreuungsteam, das Ihre individuellen Bedürfnisse versteht: das macht die BTV zur idealen Veranlagungsbank für anspruchsvolle Privatkunden. Ihrem Vermögen verpflichtet. Unserem Weg verbunden. Seit 114 Jahren.

Mehr über unsere Auszeichnungen auf btv.at/auszeichnungen

btv.at/privatkunden Aus Auszeichnungen und Erfolgen in der Vergangenheit kann nicht auf zukünftige Erfolge oder Wertentwicklungen geschlossen werden. Mehr Infos zu den Auszeichnungen erhalten Sie unter: www.btv.at/auszeichnungen. Diese Marketingmitteilung/Werbemitteilung ist keine individuelle Anlageempfehlung, kein Angebot zur Zeichnung bzw. zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten.

2018 02 16 extra 50 köpfe  
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