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Wasserrechtliche Genehmigung für Kraftwerk Illspitz liegt vor Freudentag für Feldkirch, das vor wenigen Tagen mit fünf „eeeee“ ausgezeichnet wurde und sich als derzeit gemäß dem e5 Programm als energieeffizienteste Stadt Österreichs bezeichnen darf: Bei den Stadtwerken ist zum Projekt Kraftwerk Illspitz der positive Bescheid gemäß dem Wasserrechtsgesetz eingelangt. Damit liegen jetzt alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen für den Bau des Kraftwerks auf dem Tisch. Bei den Planungen zum Kraftwerk Illspitz forderte Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold von Anfang an eine entsprechende Berücksichtigung der ökologischen Bedürfnisse. Die Erwartungshaltung war, dass es unter Berücksichtigung der Kompensationsmaßnahmen insgesamt zu keinen Verschlechterungen und im Einzellfall sogar zu Verbesserungen der Umweltsituation an der Rheinmündung kommt. Dementsprechend umsichtig wurden dann seitens der Stadtwerke in Abstimmung mit Experten aus den unterschiedlichen Fachrichtungen die Planungsschritte umgesetzt. Diese vorausschauende Vorgangsweise hat sich ganz offensichtlich bewährt: Nachdem bereits im Oktober die Bewilligungen gemäß den Bestimmungen des Naturschutzes und des Forstrechtes erteilt worden sind, ist heute auch ein positiver Wasserrechtsbescheid zugestellt worden. Die wasserrechtliche Bewilligung wurde erteilt, weil es auch aus der Sicht der Behörde im Fall der Realisierung des Projekts zu keinen Verschlechterungen beim Grundwasserhaushalt, bei der Hochwassersicherheit sowie beim Geschiebetrieb kommen würde. Zahlreiche im Bewilligungsbescheid vorgeschriebene Auflagen stellen das auch sicher und sorgen unter anderem auch für eine lückenlose Beweissicherung.

„Die Nutzung der erneuerbaren Energiequelle Wasserkraft ist ein Beitrag zum Klimaschutz und damit ein Gebot der Stunde“, stellt Bürgermeister Berchtold fest. Das dürfe aber nicht als Freibrief für die schonungslose Ausbeutung der Wasserkraft verstanden werden. Bei der vorliegenden Kraftwerksplanung habe man zugunsten der Natur bewusst auf eine Maximierung des Ertrages verzichtet. „Das Kraftwerk wird dennoch über mehr als hundert Jahre sauberen Strom liefern“, sieht Bürgermeister Berchtold den langfristigen Nutzen im Vordergrund.


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Mit den Bauarbeiten kann voraussichtlich im Herbst 2012 begonnen werden. Das neue Kraftwerk wird jährlich rund 25,5 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom liefern. Das entspricht dem Bedarf von rund 6.300 Haushalten. „Wir können mit dem Kraftwerk Illspitz die Eigenerzeugung fast verdoppeln“, freut sich Stadtwerke-Referent StR Rainer Keckeis. Die Investitionskosten werden auf ca. 28 Millionen Euro geschätzt.

Kraftwerk  

http://cdn1.vol.at/2010/12/Kraftwerk.pdf

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