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Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung Sektion Vorarlberg

Geschichte des Bizauerbaches – Verbauungszustand Gebietsbauleitung Bregenz Gerhard Prenner / Gerald Jäger


Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung Sektion Vorarlberg

Inhalt • Einleitung - Gebietsbeschreibung • Ereignisdokumentation

• Verbauungsgeschichte • Variante 1975 • Verbauungsablauf • Statistik – Kosten


Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung Sektion Vorarlberg

Der Bizauerbach-Ulvenbach Gemeinde Bizau / Reuthe Bezirk Bregenz / Vlbg. Seehöhe: 641 – 1834 m.ü.A. EZG: 14,1 km² (21,7 km²) Lauflänge: 9,5 km Neigung: OL (3-18%) - UL (0,5-3%)

Geologie:

Helveticum/Kreide/Moräne Sandstein und Mergel


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Der Bizauerbach-Seitenzubringer


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Ereignisdokumentation Geschichte der Hochwässer des Bizauerbaches, die laut Aufzeichnungen große Schäden in den Ortschaften Bizau und Reuthe anrichteten: 1570, mehrmals Anfang 17. Jhdt., 1798, 1809, 1826, 1852, 1867, 1880, 1897, 1901, 1910, 1935, 1967, 1990, 1995, 1999, 2000, 2005


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Verbauungsgeschichte ¾ 1903-1911: Unterlaufverbauung mit Künetten und Sohlschwellen, Rutschhangverbauung und Steinkastenbau für Ufersicherungen ¾ 1906: Talsperre hm 45,36 ¾ 1913-1956: Rekonstruktionsarbeiten, Grundschwellen, Ufermauern für Ufersicherungen und Aufforstungen ¾ 1967: Geschiebestausperre hm 59,47 ¾ 1968: Bachräumungen der rechtsufrigen Zubringer d. Bizauerbaches (Tutscha-, Sauegg-, Sifratshüttengräben)


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Verbauungsgeschichte 他 1977-1983: Geschiebestausperre hm 38,00; Verbauung der rechtsufrigen Zubringer d. Bizauerbaches; Sortierwerk hm 60,82; Sohlgurte und Leitwerke, Vorbau der Geschiebestausperre 1967 1897: erste Idee, den Bach gegen die Ulve hin abzuleiten 他 1984-2001: Verbauung des Bizauerbaches zwischen hm 14,00 - Gef辰lle von nur 0,4% - Verschotterungen des Bodens und 87,50 mit Sohlgurten, Leitwerken und Rutschsanierungen neuerliches Variantenstudium: Variante 1980 zum Projekt 1975 Verbauung der rechtsufrigen Zubringer d. Bizauerbaches


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Variante 1980 zum Projekt 1975 Einzige Alternative der Unterlaufregulierung im Hangkanal ist die Ableitung des Bizauerbaches in den Ulvenbach! VORTEILE: Verringerung des Gefahrenbereiches für Bizau; günstigere Trassenführung; verbauungstechnische Vorteile; Bauland NACHTEILE: Einbuße in ortsgestalterischer Hinsicht; wirtschaftliche Nachteile; neues Ableitungsgerinne zerreißt Besitzverhältnisse im Kulturland; Schäden an landwirtschaftlichen Gründen; Schäden in naturschützerischer Hinsicht; Flache Gefälle in der Ulve – Auflandungen im Unterlauf


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Variante 1980 zum Projekt 1975


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Verbauung von hm 14,0 – 38,0 Bauzeit: 1984-2001 •Wasserbausteine in Beton verlegt •Bewehrungseisen •glattes Verfugen •54 Sohlgurte und Zwischensohlgurte


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Felsgleitung 20.02.1987 Am 20.02.1987 ereignete sich um 10.45 Uhr im rechtsufrigen Hangbereich zwischen hm 17,66 und hm 17,87 eine Felsgleitung. Bei diesem tragischen Arbeitsunfall wurden der Partieführer, sowie 4 Arbeiter von den Erd- und Gesteinsmassen verschüttet und getötet. Aus diesem Grund wurde von der Gebietsbauleitung Bregenz das Projekt dahingehend modifiziert (ähnliche Gefährdungssituationen zwischen hm 18,0-29,0), dass die erforderlichen Querschnittsverbreiterungen ausschließlich talseitig im Dammbereich ausgeführt werden.


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Verbauung von hm 1,0 – 2,0 Wasserbausteine in Beton verlegt

Bauzeit: 2005-2008


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Verbauung von hm 2,0 – 14,0 vorher

nachher


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Probleme während der Arbeiten • Temperatur


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Probleme während der Arbeiten • Schneeschmelze


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Verbauung von Seitengr채ben w채hrend der Hochwasserkatastrophe von 2005 ereignete sich ein Hangrutsch oberhalb der Alpe F체tzental


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Verbauung F체tzental

8 doppelwandige Steink채sten


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Daten – Statistik Verbauungsprojekt 2002 – Verbrauch auf 1,2 km Länge: Arbeitszeit: Baggerstunden:

20.000 h 7.000 h

Wasserbausteine: 18.700 to

4-Achser Lkw – 18 to/Fuhre rund 3100 Fuhren Steine

rund 31 km LKW-LÄNGE

gerechnet auf die gesamte Bachlänge (3,6 km): Arbeitszeit:

60.000 h

Baggerstunden:

21.000 h

Wasserbausteine: 56.100 to

rund 7 Jahre rund 2,4 Jahre 1 Jahr – 8760 h


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Kosten der VerbauungsmaĂ&#x;nahmen 1903-1911: 307.976 Kronen

1913-1956: 8.627 Kronen

1913-1956: 514.014 Altschilling 1956-2008 151,4 Mio. Schilling


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Geschichte_Bizauerbach_2005