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Gesundheitskompass

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“ICH MUSSTE LERNEN, MEINEM KÖRPER WIRKLICH ZUZUHÖREN.“ 05

Influencerin Kiki spricht offen über Reizdarm, Scham und darüber, warum ehrliche Gespräche Betroffenen helfen.

EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

Lesen Sie mehr auf www.gesunder-koerper.info

GESUNDHEITS KOMPASS

“MEHR ALS EIN DRITTEL DER MENSCHEN IN DEUTSCHLAND BETRIFFT EINE ÄRZTLICH DIAGNOSTIZIERTE ALLERGIE.“ 06

Dr. Eckart von Hirschhausen erklärt, weshalb Allergien zunehmen, was Klima und Umwelt damit zu tun haben und was wirklich hilft.

VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT DIESER AUSGABE MÄRZ 2026

SARRA GLÄSING Viele Beschwerden werden noch immer unterschätzt oder tabuisiert. Gemeinsam mit Experten und Betroffenen zeigen wir, wie wichtig Aufklärung, Prävention und ein offener Umgang mit gesundheitlichen Herausforderungen sind.

GULAIM STEINRÖTTER Gesundheit ist keine Selbstverständlichkeit. Das wird einem oft erst bewusst, wenn sie fehlt. Schon mit etwas Selbstfürsorge und Aufmerksamkeit für den eigenen Körper lässt sich viel bewirken, denn Lebensqualität zeigt sich in den kleinen Momenten des Alltags.

NATHALIE FIRCH Unser Ziel mit dieser Ausgabe ist es, Wissen zugänglich zu machen und Orientierung zu geben. Wir möchten informieren, sensibilisieren und Mut machen, sich aktiv mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen.

MESSETIPP

Gesund leben

18. – 19. April 2026, Kongress Palais Kassel www.gesundleben-messe.de/kassel

Gulaim Steinrötter (Industry Development Manager Healthcare) Sarra Gläsing (Strategic Account Manager) Nathalie Firch (Project Manager) Henriette Schröder (Managing Director), Philipp Colaço (Director Business Development), Lea Hartmann (Head of Design), Cover: Kiki (Philip Rösler) und Eckart von Hirschhausen (Dominik Butzmann)

Mediaplanet-Kontakt: de.redaktion@mediaplanet.com

Alle Artikel, die mit “In Zusammenarbeit mit“ gekennzeichnet sind, sind keine neutrale Redaktion der Mediaplanet Verlag Deutschland GmbH. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

VERANTWORTUNG für die eigene Gesundheit BRINGT LEBENSQUALITÄT

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Gesundheit beginnt nicht erst in der Arztpraxis. Sie beginnt zu Hause, am Küchentisch, beim Einkauf, bei der Frage, wie wir schlafen, essen, uns bewegen — und wie gut wir unseren eigenen Körper verstehen. Genau darum geht es in dieser Gesundheitskampagne: nicht um erhobene Zeigefinger, sondern um Wissen, das stärkt.

Die moderne Medizin kann heute Erstaunliches leisten. Viele Erkrankungen, die früher ein schweres Schicksal bedeu teten, lassen sich heute behandeln, kontrollieren oder sogar heilen. Gleichzeitig zeigt sich jedoch immer deutlicher: Die beste Therapie ist oft die, die gar nicht erst notwendig wird. Prävention bedeutet nicht Verzicht, sondern Selbst bestimmung. Wer versteht, wie Krankheiten entstehen, kann aktiv Einfluss nehmen.

Bewegung, Ernährung, Stressregulation und ein besseres Verständnis der eigenen Belastungsgrenzen können entscheidend dazu beitragen, Beschwerden zu reduzieren oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

Diese Kampagne möchte deshalb Mut machen: Gesundheit ist kein Zufall und auch kein exklusives Expertenwissen. Jeder Mensch kann lernen, Warnsignale seines Körpers ernst zu nehmen, Zusammenhänge zu verstehen und gute Entscheidungen für sich selbst zu treffen.

Unsere Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle. Der Darm etwa ist weit mehr als ein Verdauungsorgan – er ist Kommunikationszentrale unseres Immunsystems und beeinflusst Wohlbefinden, Energie und sogar Schmerzen. Beschwerden wie ein Reizdarmsyndrom zeigen, wie sensibel dieses Zusammenspiel ist. Auch Allergien nehmen seit Jahren zu und werfen die Frage auf, wie Umwelt, Lebensstil und individuelle Veranlagung zusammenwirken.

Ähnlich verhält es sich mit chronischen Erkrankungen der Atemwege wie COPD und anderen schweren Lungenerkrankungen bis hin zum Lungenkrebs. Natürlich verfügt die Schulmedizin über hochentwickelte Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Doch ebenso wichtig ist das frühzeitige Erkennen von Risiken: Rauchen, Luftqualität, Bewegung und Entzündungsprozesse im Körper spielen eine größere Rolle als vielen bewusst ist.

Auch beim Thema Schmerz zeigt sich ein Wandel. Heute wissen wir, dass nachhaltige Schmerzlinderung häufig mehr braucht als Medikamente allein.

“Prävention bedeutet nicht Verzicht, sondern Selbstbestimmung. Wer versteht, wie Krankheiten entstehen, kann aktiv Einfluss nehmen.“

Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser Kardiologe und Pneumologe

Ärztinnen und Ärzte bleiben dabei wichtige Partner — doch der erste Schritt beginnt bei uns selbst. Denn wer Verantwortung für die eigene Gesundheit übernimmt, gewinnt vor allem eines: Lebensqualität.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Instagramprofil: docesser

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der apetito

Wenn Essen zur Gefahr wird

Wie angepasste Ernährung bei Schluckproblemen helfen und Mangelernährung vorbeugen kann

Text Dr. Volker Runge (Klinischer Linguist und Logopäde) und Gesa Dannemann (Diplom-Ökotrophologin)

Für die meisten Menschen ist Essen selbstverständlich: ein Stück Brot, ein Schluck Wasser, eine warme Mahlzeit. Doch für manche wird genau das zur Herausforderung. Wenn das Schlucken schwerfällt, kann jede Mahlzeit zur Belastung werden –und im schlimmsten Fall sogar zur Gefahr. Schluckprobleme, auch Dysphagien genannt, treten häu figer auf, als viele vermuten. Derzeit leiden in Deutschland mehr als 5 Millionen Menschen unter einer Dysphagie (Ten denz steigend aufgrund des demografischen Wandels). Sie können zum Beispiel nach einem Schlaganfall ent stehen. Auch bei weiteren neurologischen Erkrankungen (wie z.B. Demenz, Parkinson, Multiple Sklerose, etc.) oder im höheren Alter (Presbyphagie) können Schluckstörun gen auftreten. Nicht zu vergessen sind Schluckstörungen im onkologischen Bereich; insbesondere bei Kopf- und Halstumoren.

Die Folgen gehen oft über das eigentliche Schlucken hinaus. So kann die Nahrung in die Lunge geraten und zu einer Lungenentzündung führen (Aspirations pneumonie). Aus Angst sich zu verschlucken oder vor Hustenanfällen, essen und trinken Betroffene häufig zu wenig. Mahlzeiten dauern länger, sind anstrengend oder verlieren ihren Genuss.

Mit der Zeit kann es passieren, dass der Körper nicht mehr ausreichend mit Energie und wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Kalorien- und Eiweißzufuhr zu legen, um das Risiko einer Mangelernährung zu minimieren. Wichtig zu wissen ist, dass Mangelernährung zu

• Flüssigkeitsmangel (Dehydration) > akuter Verwirrt heit

• Schwächung der Muskulatur (Sarkopenie) > Stürzen, Frakturen, Gebrechlichkeit Herz-, Wundheilungs- und Immunproblemen

• Höherem Sterblichkeitsrisiko (Mortalität) führen kann.

Gerade deshalb spielt die richtige Ernährung eine wich tige Rolle. Angepasste Kost kann dabei helfen, das Essen sicherer und angenehmer zu machen. Dabei werden Speisen so zubereitet, dass sie eine weichere oder feinere Konsistenz haben. Manche Lebensmittel werden püriert, zerkleinert oder besonders cremig und weich zubereitet. Auch Getränke müssen häufig angedickt werden, damit sie sich besser kontrolliert schlucken lassen. Die Fließge schwindigkeit wird herabgesetzt. Eine Orientierung hierzu bietet das internationale Konsistenzstufenmodell IDDSI, welches sich auch in Deutschland zunehmend etabliert (www.iddsi.org).

Neben der passenden Konsistenz ist auch die Nährstoffdichte entscheidend. Wenn nur kleinere Mengen gegessen werden können, sollte jede Mahlzeit möglichst viele wichtige Nährstoffe liefern. Besonders Kalorien und Eiweiß in den Lebensmitteln können helfen, das Gewicht zu halten, dem Verlust der Muskulatur entgegenzuwirken und die Teilhabe an der Therapie zu ermöglichen.

Für Betroffene und Angehörige ist es wichtig zu wissen: Schluckprobleme müssen nicht bedeuten, dass Essen

Quellen:

und Trinken dauerhaft schwierig oder gefährlich bleibt. Mit der richtigen Unterstützung und einer angepassten

Wirth, R., & Dziewas, R. (2019). Dysphagie: von der Pathophysiologie zur Therapie. BD 44, S. 46.57). Dziewas, R. (2021). Schluckstörungen im Alter verstehen – Ursachen, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten. Baikens, L. et al. (2016). Oropharyngeale Dysphagie in Pflegeeinrichtungen. In: Forum Logopädie, 38(3). Ulbricht, K. (2019). Schluckstörungen im Alter – Presby(dys)phagie. Arzneimitteltherapie AKdÄ (Vorabversion). P flug, C., Nienstedt, J. C., & Rösler, A. (2022). Oropharyngeale Dysphagie im Alter. HNO Nachrichten, 52, 30–35. Schröder, J. B., Warnecke, T., & Dziewas, R. (2019). Diagnostik der neurogenen Dysphagie. InFo Neurologie & Psychiatrie, 21, 36–47. Berger, R., & Heide Schröter, A. (Jahr unbekannt). Einführung von Schluckkoststufen zur Optimierung der Ernährung von Dysphagiepatienten. Deutscher Bundesverband für Logopädie (dbl). Löser, C. (2010). Unter- und Mangelernährung im Krankenhaus: Klinische Folgen, moderne Therapiestrategien, Budgetrelevanz. Deutsches Ärzteblatt International, 107(51–52), 911–917. Löser, C. (2011). Unter-/Mangelernährung im Krankenhaus. Aktuelle Ernährungsmedizin, 36(1), 57–75.

© The International Dysphagia Diet Standardisation Initiative 2019 @ https://iddsi.org/ Licensed under the CreativeCommons Attribution Sharealike 4.0 License https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode. Derivative works extending beyond language translation are NOT PERMITTED.

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Foto: Dr. Volker Runge (Klinischer Linguist und Logopäde, rechts auf dem Bild) und Gesa Dannemann (Diplom-Ökotrophologin, links)
“ICH

musste lernen, MEINEM KÖRPER WIRKLICH ZUZUHÖREN.“

Bauchschmerzen, Durchfall, Scham – und oft kein Befund. Influencerin Kiki spricht im Interview ehrlich darüber, wie es ist, mit Reizdarm zu leben und warum eine offene Kommunikation so wichtig ist.

Text Christine Thaler

Kiki, wann hast du zum ersten Mal gemerkt, dass dein Bauch dir sagen will, dass etwas nicht in Ordnung ist?

Die ersten Beschwerden traten auf als ich etwa 15 oder 16 Jahre alt war - während meines Auslandsjahres in den USA. Anfangs habe ich alles auf den Stress geschoben: neue Sprache, neue Umgebung, eine fremde Familie.

Ich war damals in einer Gastfamilie, in der ich mich sehr unwohl gefühlt habe, und mein Körper stand konstant unter Spannung. Nach einigen Monaten habe ich den Mut gefasst, einen Familienwechsel anzusprechen. Ich kam in eine liebevolle Familie, habe mich sicher gefühlt – und genau in diesem Moment wurden meine körperlichen Symptome deutlich schlimmer.

Das war paradox, aber auch ein Wendepunkt. Mir wurde klar: Das ist nicht nur psychisch, mein Körper hat ein eigenes Thema. Ab da begann die medizinische Odyssee mit vielen Untersuchungen, Tests und Arztterminen. Viele Betroffene mit Reizdarm fühlen sich lange nicht ernst genommen. Welche Situationen oder Sätze haben dich besonders geprägt – und was hättest du dir stattdessen gewünscht? Was mich am meisten geprägt hat, war dieses ständige Gefühl, nicht wirklich gesehen zu werden. Reizdarm ist eine Ausschlussdiagnose, das heißt: Wenn nichts „Schlimmes“ gefunden wird, gilt man schnell als gesund.

Aber gesund habe ich mich nie gefühlt. Ein Satz einer Ärztin hat sich besonders eingebrannt: Sie sagte, sie würde mich nicht weiter krankschreiben, ich müsse lernen, damit zu leben. Ich war damals 16 Jahre alt, hatte massive Beschwerden, war körperlich geschwächt und mental völlig am Ende.

In solchen Momenten wünscht man sich Verständnis, Zeit und Empathie – stattdessen fühlt man sich abgestempelt. Auch im privaten Umfeld kamen oft gut gemeinte, aber verletzende Kommentare wie „Das hat doch jeder mal“ oder „Das ist bestimmt stressbedingt“.

Umso wichtiger war meine Familie. Meine Eltern haben mich immer unterstützt, meine Mama war bei jedem Arzttermin dabei. Ohne sie hätte ich diese Zeit nicht so überstanden.

Auf Instagram sprichst du sehr offen über dein Leben mit Reizdarm. Was war der Auslöser dafür – und was hat sich dadurch für dich verändert?

Der Wunsch nach Austausch ist während der Corona-Zeit sehr stark geworden. Ich habe gemerkt, wie isolierend chronische Erkrankungen sein können – vor allem, wenn man darüber nicht spricht.

„Scham ist eines der größten Probleme bei dieser Erkrankung, dabei ist sie völlig unbegründet.“

Kiki Influencerin

Zuerst habe ich über meine Angststörung gesprochen und schnell kamen Nachrichten von Menschen, die sich wiedererkannt haben. Irgendwann habe ich angefangen, auch über meinen Reizdarm zu sprechen.

Die Resonanz war überwältigend. Plötzlich war da eine Community, in der man ehrlich über Symptome sprechen konnte, ohne sich erklären oder rechtfertigen zu müssen. Für mich persönlich war das unglaublich befreiend. Es hat mir gezeigt, dass Offenheit nicht schwach macht, sondern verbindet.

Bei Magen-Darm-Beschwerden gibt es widersprüchliche Informationen. Wie gehst du damit um? Ich habe gelernt, nicht alles ungefiltert an mich heranzulassen. Gerade online bekommt man ständig neue Tipps, Diäten oder Wundermittel vorgeschlagen. Das kann schnell überfordern und verunsichern. Für mich ist es wichtig, neue Ansätze kritisch zu prüfen und sie mit medizinischem Fachpersonal zu besprechen. Ich habe das Glück, dass meine Schwägerin auf Reizdarm spezialisiert ist und mir hilft, Informationen einzuordnen. Trotzdem sehe ich auch, wie groß die Lücken im Gesundheitssystem sind – besonders bei chronischen Erkrankungen. Man braucht Geduld, Eigeninitiative und oft auch Durchhaltevermögen.

Was sind deine drei wichtigsten Learnings für ein gutes Bauchgefühl – körperlich wie mental?

Erstens: Lass dich gründlich untersuchen und gib nicht auf, wenn du dich nicht ernst genommen fühlst. Ein Arztwechsel ist kein Scheitern.

Zweitens: Du wirst zwangsläufig Expert:in für deinen eigenen Körper – und das ist etwas Gutes. Man darf Fragen stellen und Entscheidungen hinterfragen.

Und drittens: Akzeptanz. Der Reizdarm ist nicht meine Identität, aber er ist Teil meines Lebens. Je weniger ich mich mit gesunden Menschen vergleiche, desto leichter wird es mental. Das war ein langer Lernprozess, aber ein sehr wichtiger.

Was würdest du jemandem sagen, der sich gerade erst mit der Diagnose Reizdarm konfrontiert sieht?

Du bist nicht allein – auch wenn es sich oft so anfühlt. Scham ist eines der größten Probleme bei dieser Erkrankung, dabei ist sie völlig unbegründet. Austausch kann unglaublich entlastend sein, egal ob online oder im privaten Umfeld. Man muss da nicht allein durch.

Was hilft dir konkret im Alltag?

Gegen die akuten Beschwerden habe ich leider kein Wundermittel. Was mir aber sehr hilft, sind kleine Anpassungen im Alltag, die mir Sicherheit geben. Wir haben zum Beispiel ein Auto mit einer Campingtoilette - das gibt mir Freiheit und nimmt mir viel Angst. Vor allem aber hilft mir Offenheit. Mein Umfeld weiß Bescheid– das nimmt Druck. Auch wenn Schamgefühle manchmal noch da sind, bin ich heute viel milder mit mir selbst. Menschen mit chronischen Erkrankungen sind unglaublich stark – auch wenn sie sich selbst oft gar nicht so wahrnehmen.

Mehr Einblicke und weitere Informationen finden Sie auf dem Instagramprofil von Kiki! kikidoyouloveme

Die Reizdarmtherapie als App auf Rezept

Reizdarm ist eine komplexe Erkrankung – eine Standardtherapie, die allen hilft, gibt es nicht. Eine erfolgreiche Behandlung kombiniert deshalb unterschiedliche Ansätze ganz individuell. Genau hier setzt Cara Care für Reizdarm an: Die medizinisch geprüfte App ist eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) und unterstützt Patient*innen dabei, ihre Symptome besser zu verstehen und sie aktiv und auf den ganz eigenen Bedarf hin zu regulieren.

Das 12-wöchige Therapieprogramm kombiniert bis zu drei Module:

Basiswissen zum Reizdarmsyndrom

Ernährung: Schritt-für-Schritt-Anleitung der Low-FODMAP-Diät mit über 100 Rezepten

Gefühle und Verhalten: Strategien aus der kognitiven Verhaltenstherapie und Entspannungstechniken Audio geführte, darmgerichtete Hypnose

Studien zeigen: 70 % der Nutzer*innen berichten über eine spürbare Linderung der Beschwerden und eine verbesserte Lebensqualität.

Die Cara Care Reizdarm-App wird wie ein Medikament vom Haus- oder Facharzt verordnet und die Kosten werden von allen gesetzlichen und den meisten privaten Krankenkassen übernommen.

Starten Sie jetzt Ihre kostenfreie Therapie – Schritt für Schritt zu weniger Reizdarmbeschwerden.

Mehr Informationen

Website: cara.care

Weniger vom Reizdarm. Mehr vom Leben.

WAS SAGEN SIE, WENN jemand in ihrer Umgebung

NIESEN MUSS?

Es gilt inzwischen als unhöflich, „Gesundheit“ zu wünschen, weil man damit jemanden mit einer dauerhaften Allergie zu Unrecht in einen Topf mit vorübergehend Erkälteten wirft. Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland betrifft eine ärztlich diagnostizierte Allergie. Hinzu kommen viele, die davon ausgehen, eine Allergie zu haben. Am häufigsten nach wie vor die Pollenallergie. Viele müssen nur eine Birke sehen und zack läuft die Nase –ganz harmlos, oder?

Viele „doktorn“ eigenmächtig an den Symptomen, ohne die Ursache genau zu kennen. Das ist gefährlich – und teuer! Es sterben jedes Jahr weltweit etwa 400.000 Asthmatiker. So viel zum Missverständnis der Harmlosigkeit. Schätzungen zeigen, dass in Europa Kosten von bis zu 150 Milliarden Euro jährlich durch unzureichend behandelte Allergien entstehen. Menschen mit Allergien fehlen am Arbeitsplatz, allergische Schüler schreiben schlechtere Noten in der Pollensaison, brauchen Arzttermine, Diagnostik, Medikamente und Krankenhausaufenthalten. Wer einmal ein Kind mit einem nächtlichen Asthmaanfall erlebt und begleitet hat, kennt die Dramen und Todesängste, wenn ein geliebter Mensch plötzlich buchstäblich keine Luft bekommt. Dann ist der nächste Tag für alle Beteiligten gelaufen.

Warum haben so viele junge und ältere Menschen die Nase voll von der „Natur“?

Durch die steigenden Temperaturen werden die Winter milder, die Natur ist aus dem Takt. Uns fliegen die ersten Haselpollen schon im Dezember entgegen. Gleichzeitig verlängert sich die Pollensaison, Allergiker haben kaum noch eine Verschnaufpause. Viele Betroffene bleiben aus Vorsicht lieber zu Hause, statt etwas zu unternehmen. Sie verzichten damit auf Bewegung, soziale Kontakte und positive Gemeinschaftserlebnisse, was für die körperliche wie auch die seelische Gesundheit abträglich ist. Aus dem Niesreiz oder tränenden und juckenden Augen kann sich die Allergie mit dem „Etagenwechsel“ auf die unteren Atemwege ausweiteten, bis zum Asthma. Besonders gefährlich sind Pollen in Kombination mit Gewitter. Die Pollen platzen durch die elektrostatische Aufladung und gelangen in kleineren Bruchstücken viel tiefer in die Lunge, wodurch die Immunreaktion umso heftiger losgetreten wird. Warum sprechen wir bei der Energie- und Verkehrswende nicht viel mehr über die großen Gesundheitsvorteile, die mit sauberer Luft einhergeht? An Tagen mit hoher Feinstaubkonzentration steigt die Zahl von Krankenhauseinweisungen für HerzKreislauf- und Atemwegserkrankungen deutlich an. Vorerkrankte haben ein signifikant erhöhtes Risiko in den Tagen danach zu versterben. Denn wenn sich die Pollen mit Ruß- oder Feinstaubpartikel paaren, reizen sie das Immunsystem doppelt und dreifach. Und eine durch Luftschadstoffe vorgeschädigte Lunge reagiert auch schneller mit Allergie. Klar, es gibt es für Allergien eine erbliche Komponente, aber unsere genetische Ausstattung hat sich die letzten Jahrtausende nicht groß geändert. Was sich geändert hat: die Umweltbedingungen, das Exposom. Sprich: chemische Stoffe aus Luft, Wasser, Nahrung und Konsumgütern, genau wie das Klima, Strahlung, Lärm, Mikroorganismen und sogar psychosoziale Faktoren wie Stress oder Lebensstil.

Eine der besten Expertinnen für diese Zusammenhänge ist Claudia Traidl-Hoffmann. Sie ist Chefärztin für Umweltmedizin am Universitätsklinikum Augsburg sowie Direktorin der Umweltmedizin am Universitätsklinikum Augsburg und Helmholtz Zentrum München. In ihrem neuen Buch „Die Medizin der Zukunft“ zeigt sie verständlich und fundiert zugleich, warum Allergien so rasant zunehmen: „Altbekannte Leiden treten nun früher, stärker, andersartig auf, Pollenallergien beginnen schon im Januar, bei hoher Luftbelastung flammt die Neurodermitis auf, die Kombination aus Hitze und Luftschadstoffen nimmt meinen Patienten die Luft zum Atmen, sie vertragen bestimmte Lebensmittel nicht mehr. Wir spüren diesen Wandel am eigenen Leib, daher bringt es nichts, ihn zu verdrängen oder kleinzureden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat den Klimawandel nicht ohne Grund zu einer der größten Gefahren für die Gesundheit der Menschen in kommenden Jahrzehnten erklärt“, so Traidl-Hoffmann.

Geh doch mal an die frische Luft – dieser Universalratschlag gilt eben nur, solange die Luft auch frisch ist. So enthalten Birkenpollen an viel befahrenen Straßen deutlich mehr Allergene als Birkenpollen auf dem Land. Vermutlich versuchen sich die Bäume so gegen den Dreck zu wehren.

“Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland betrifft eine ärztlich diagnostizierte Allergie.“

Dr. Eckart von Hirschhausen

Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung „Gesunde Erde – Gesunde Menschen“

Dann geh doch in die Natur! Schade, dort lauern die sogenannten invasiven Arten, wie die harmlos wirkende Asthma-Pflanze, Ambrosia artemisiifolia. Diese Pflanze breitet sich unter den neuen klimatischen Bedingungen enorm aus. Es reichen bereits fünf Pollen aus, um eine allergische Reaktion hervorzurufen. Beim Kauf von Vogelfutter unbedingt auf „Ambrosia-kontrolliert“ achten, denn einmal in freier Wildbahn ist es kaum zu kontrollieren.

Wo die Gefahr wächst, wächst das Rettende auch. Hoffentlich. Was noch schneller wächst ist der Markt für Müll, für falsche Versprechungen und dubiose Methoden, von Nahrungsmittelergänzung bis zur Bioresonanz. Das Netz ist voll von Deepfakes und Desinformation, auch mit meinem Gesicht und Stimme. Ärzte dürfen gar keine Medikamente bewerben – alles Betrug, bitte Finger weg von Wundermitteln aus dem Internet. Dabei hat die echte Therapie große Fortschritte gemacht, wie Traidl-Hoffmann beschreibt: „Neue Biologika als Spritzen oder in Tablettenform, blockieren die zentralen Schaltstellen der Botenstoffproduktion und wirken bei vielen extrem gut und schnell. Rechnet man den hohen Leidensgrad dagegen, die vielen schlaflosen Nächte, den Schul- oder Arbeitsausfall, die unzähligen Arztbesuche,

relativieren sich die Kosten. Doch zu meinem Unverständnis, gibt es gravierende Unter- und Fehlversorgung von Betroffenen mit Neurodermitis.“

Und was tut sich in der Prävention?

Nach der „Dschungelhypothese“ sind Kinder später gesünder, die auch mal im Kuhstall waren oder im Heu übernachtet haben. Städter verbringen im Schnitt 23 Stunden des Tages in Innenräumen. Wenn wir nicht alle Großstadtkinder in den Dschungel bringen können, wie bekommen wir mehr Dschungel zu den Kindern? „Die Zukunft der Medizin ist Prävention“, betont Claudia Traidl-Hoffmann.

Ein Beispiel: Durch meine Honorarprofessur an der Universität Marburg lernte ich Harald Renz und seine Arbeit kennen. In einer Kontrollstudie wurden Spielplätze in Finnland „renaturiert“, sprich der Boden unter den Klettergeräten enthielt für die eine Studiengruppe viele gesunden Bakterien. Die Vergleichsgruppe bekam dieselbe Menge an Humus – dem diese natürlichen Lebensgemeinschaften fehlten. Meine Großmutter hatte mir schon beigebracht „Dreck reinigt den Magen“. Präziser gesagt: Die Renaturierung von Spielplätzen, führte zu einem Anstieg der T-reg-Zellen und entzündungshemmenden Zytokinen. Die Bakterien aus dem Boden landeten in der Lebensgemeinschaft im Darm, Kinder, die auf renaturierten Spielplätzen spielten, wiesen eine geringere Anzahl potenzieller Krankheitserreger und eine höhere Vielfalt an gutartigen Mitbewohnern im Speichel und auf der Haut auf. Es wird spannend zu beobachten, wie sich diese Kinder über die Zeit weiterentwickeln, und wie hoffentlich durch so eine einfache Intervention das Risiko für immunvermittelte Erkrankungen langfristig gesenkt werden kann.

Worauf ich allergisch reagiere? Auf Apathie! Denn bei alledem ist nicht die „Natur“ schuld, sondern die menschengemachte Klimaerwärmung, der Verlust an Artenreichtum um uns und in uns, und die fossile Luftverschmutzung. Wer kann daran was ändern? Richtig. Nur wir Menschen. Wir brauchen saubere Luft, rasche Senkung der Treibhausgasemissionen und können im besten Sinne Boden wieder gut machen - für Mensch, Tier und Pflanzen. Denn eigentlich wünschen wir uns, und jedem, inklusive Mutter Erde auch ohne niesen vor allem: „Gesundheit!“

„Es ist schwer, ehrenamtlich die Welt zu retten, wenn andere sie hauptberuflich zerstören.“ Deshalb hat Dr. Eckart von Hirschhausen die Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen gegründet. Sie mobilisiert Gesundheitswesen, Politik und Gesellschaft für den Schutz der Planetaren Gesundheit und eine enkeltaugliche Zukunft. Mit Kommunikation, die Kopf und Herz erreicht. Denn: Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde.

Bitte helfen Sie uns jetzt mit Ihrer Spende. stiftung-gegm.de/spenden

Text Dr. Eckart von Hirschhausen

KONTAKTALLERGIEN:

Wenn aus Alltag Auslöser werden

Kontaktallergien gehören zu den häufigsten Ursachen für entzündliche Hautreaktionen, sogenannten Ekzemen. Etwa 20 % der Bevölkerung sind gegen mindestens ein Kontaktallergen sensibilisiert (positiver Hauttest) – also etwa jeder Fünfte der Menschen in Deutschland. Laut epidemiologischen Schätzungen sind das über 10 Millionen Menschen, die sensibilisiert sind. Bei ungefähr 6 Millionen zeigen sich auch tatsächliche Beschwerden, also z. B. ein allergisches Kontaktekzem.

Typisch sind Rötung, Juckreiz, Spannungsgefühl, Bläschen und schmerzhafte Risse – meist genau dort, wo die Haut mit dem Auslöser in Berührung kam. Charakteristisch ist außerdem der Spättyp:

Die Beschwerden treten oft erst Stun den - bis zu drei Tage nach dem Kontakt auf, was die Spurensuche erschwert. Eine Kontaktallergie gilt als nicht heilbar; entscheidend ist daher, den Auslöser zu identifizieren und konsequent zu meiden.

allergische Reaktion verursachen. Der Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK) nennt als häufige Kontaktallergene u. a. Nickel, Duftstoff-Mix, Konservierungsstoffe (z.B. Methylisothiazolinon (MI) oder MCI/MI) oder Bestandteile von Schuhen (z.B. Chromate).

“Typisch sind Rötung, Juckreiz, Spannungsgefühl, Bläschen und schmerzhafte Risse.“

Was löst Kontaktallergien aus?

Auslöser sind meist kleine Moleküle (Haptene), die allein noch keine Allergie auslösen können – aber wenn sie sich an körpereigene Proteine (Eiweiße) binden, werden sie für das Immunsystem „sichtbar“ und können dann eine

Insgesamt sind über 4.000 Substanzen als Auslöser allergischer Hautreaktionen beschrieben. Nicht selten trifft es Menschen mit bereits gereizter oder geschädigter Hautbarriere: Was für viele gut verträglich ist, kann dann zum Problem werden.

Diagnostik: Der Epikutantest ist zentral Ob eine Kontaktallergie vorliegt, klärt die Dermatologie mit dem Epikutantest (Pflastertest): definierte Allergene werden auf den Rücken aufgebracht und nach standardisierten Zeitpunkten abgelesen – weil Reaktionen verzögert auftreten können.

Der wichtigste Punkt, bei der Interpretation der Ergebnisse: Handelt es sich um eine Sensibilisierung (nur positiver Hauttest – ohne klinische Relevanz), eine klinisch relevante Reaktion oder „nur“ um eine irritative Reizung? Davon hängen Beratung, Vermeidung und ggf. Therapie ab.

Behandlung und Alltag: Meiden – aber richtig Akute Ekzeme werden ärztlich behandelt (z. B. entzündungshemmend), langfristig zählt vor allem: Allergen konsequent vermeiden und die Hautbarriere stabilisieren.

Der DAAB betont, dass kompletter Verzicht auf Pflegeprodukte keine Lösung ist – gereizte Haut braucht gut verträgliche Pflege, um ihre Schutzfunktion wieder aufzubauen. Praktisch heißt das: Auslöser identifizieren, Inhaltsstofflisten (INCI-Listen) auf den Produkten verstehen, Alternativen finden – und bei wiederkehrenden oder schweren Verläufen frühzeitig fachärztlich abklären lassen.

Das DAAB-Logo für Kosmetika, Pflege-, Wasch- und Reinigungsprodukte kennzeichnet Produkte, die nach strengen allergologischen Kriterien geprüft wurden. Es bietet Verbraucherinnen und Verbrauchern mit empfindlicher oder allergiegefährdeter Haut eine verlässliche Orientierung bei der Produktauswahl. Das Siegel steht für Transparenz, unabhängige Bewertung und das Ziel, das Risiko für Kontaktallergien möglichst gering zu halten. Die Produkte sind frei von den häufigsten Allergieauslösern.

Eine Liste kann kostenfrei beim DAAB angefordert werden: info@daab.de

dalli MED Universalwaschmittel:

Fasertiefe Reinigung mit reduziertem Allergierisiko

Für Allergikerinnen und Allergiker – und für Menschen mit sensibler Haut – ist der Alltag oft ein Balanceakt. Die Haut kann jucken, spannen oder mit Rötungen reagieren. Besonders tückisch sind dabei Reizstoffe, die wir gar nicht direkt wahrnehmen. Denn nicht nur Pollen oder Hausstaub können Beschwerden auslösen, sondern auch Rückstände in unserer Kleidung. Genau hier setzt ein oft unterschätzter Hebel an: das richtige Waschmittel.

Wenn Wäsche zur Reizquelle wird Kleidung liegt Tag und Nacht auf unserer Haut. Was wir waschen, tragen wir buchstäblich am Körper. Duftstoffe, Konservierungsmittel oder bestimmte Enzyme in herkömmlichen Waschmitteln können bei empfindlichen Personen Irritationen begünstigen. Bleiben nach dem Waschgang Rückstände in den Fasern zurück, kann das Hautreaktionen verstärken – besonders bei Neurodermitis, Kontaktallergien oder sehr trockener Haut. Spezielle Waschmittel für Allergiker sind deshalb mehr als nur eine Nischenlösung. Sie sind ein wichtiges Tool, um Reizfaktoren im Alltag konsequent zu reduzieren.

Speziell entwickelt für empfindliche Haut Genau hier kommt dalli MED Universalwaschmittel ins Spiel. Es wurde speziell für die Bedürfnisse empfindlicher Haut entwickelt und verzichtet auf unnötige Zusatzstoffe wie Duft- und Farbstoffe. Die Rezeptur ist darauf ausgelegt, Textilien gründlich zu reinigen und gleichzeitig möglichst haut-

schonend zu sein. Denn saubere Wäsche ist wichtig – aber sie sollte die Haut nicht zusätzlich belasten.

Was dalli MED besonders macht, ist die Kombination aus Wirksamkeit und Verträglichkeit. Auch bei niedrigen Temperaturen entfernt das Waschmittel zuverlässig Schmutz und sorgt für hygienische Sauberkeit – ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, Allergene wie Pollen oder Hausstaubmilben aus Textilien auszuwaschen.

Gleichzeitig wurde die Hautverträglichkeit dermatologisch getestet. Besonders vertrauenswürdig: Die Empfehlung durch den Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB). Diese Auszeichnung erhalten nur Produkte, die strenge Kriterien erfüllen und für Allergiker geeignet sind.

Für viele Betroffene bedeutet das ein Stück mehr Sicherheit im Alltag. Die Lieblingsbluse, das Bettlaken oder die Kinderkleidung – alles kann mit gutem Gefühl gewaschen werden. Gerade für Familien mit kleinen Kindern oder Menschen mit chronischen Hauterkrankungen ist das beruhigend. Denn wer empfindliche Haut hat, weiß: Jede vermiedene Reizung zählt.

Vielseitig einsetzbar und alltagstauglich

Ein weiterer Vorteil: dalli MED Universalwaschmittel ist vielseitig einsetzbar. Ob Baumwolle, Mischgewebe oder synthetische Fasern – es eignet sich

Hier findest Du das passende Produkt! www.mydalli.de

für die tägliche Wäsche und ersetzt damit mehrere Spezialprodukte. Das spart nicht nur Platz im Haushalt, sondern vereinfacht auch die Routine. Weniger Produkte, weniger Unsicherheit – mehr Klarheit. Allergikerfreundliche Waschmittel sind kein Luxus, sondern Teil eines bewussten Lebensstils. Sie helfen dabei, die eigenen vier Wände zu einem geschützten Raum zu machen. Ein Raum, in dem man durchatmen kann. In dem Kleidung Geborgenheit schenkt statt Juckreiz auslöst. Kleine Entscheidungen wie die Wahl des richtigen Waschmittels können also einen großen Unterschied machen.

dalli MED Universalwaschmittel steht genau für dieses Versprechen: verlässliche Reinheit, geprüfte Verträglichkeit und das gute Gefühl, der eigenen Haut etwas Gutes zu tun.

Denn manchmal beginnt Wohlbefinden mit einem ganz einfachen Schritt –beim nächsten Waschgang.

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Text Sonja Lämmel

ATOPISCHE ERKRANKUNGEN Wenn das Immunsystem überreagiert

Atopische Erkrankungen gehören zu den häufigsten chronischen Krankheiten in Deutschland. Dazu zählen vor allem die Neurodermitis (atopische Dermatitis), allergisches Asthma bronchiale, Heuschnupfen (allergische Rhinitis) sowie Nahrungsmittelallergien. Gemeinsam ist ihnen eine Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber eigentlich harmlosen Umweltstoffen wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaaren oder bestimmten Nahrungsmitteln. Betroffene reagieren oft schon auf geringe Mengen dieser Auslöser mit Beschwerden, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen können.

Typisch für atopische Erkrankungen ist eine genetische Veranlagung. Das bedeutet: Wer Eltern oder Geschwister mit atopischen Erkrankungen hat, trägt ein erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken. Allerdings gilt das nicht ausschließlich. Zusätzlich spielen auch Umweltfaktoren eine große Rolle. Luftverschmutzung, Tabakrauch, veränderte Lebensgewohnheiten, einseitige Verzehrsgewohnheiten und ein zunehmend „steriles“ Umfeld können dazu beitragen, dass sich das Immunsystem ungünstig entwickelt.

Der atopische Marsch – wenn Allergien sich weiterentwickeln

Viele atopische Erkrankungen treten nicht isoliert auf, sondern entwickeln sich im Laufe der Zeit in einer bestimmten Reihenfolge. Dieses Phänomen wird als „atopischer Marsch“ bezeichnet. Häufig beginnt er im Säuglingsalter mit Neurodermitis, später folgen Nahrungsmittelallergien, dann Heuschnupfen und schließlich Asthma. Nicht jeder Verlauf ist gleich, aber das Wissen darüber kann helfen, frühzeitig gegenzusteuern.

Die Beschwerden sind je nach Erkrankung unterschiedlich: Neurodermitis äußert sich durch trockene, juckende und entzündete Haut. Heuschnupfen führt zu Niesreiz, laufender oder verstopfter Nase und juckenden Augen. Asthma zeigt sich unter anderem durch Husten, pfeifende Atmung und Atemnot. Bei Nahrungsmittelallergien können verschiedene Organsysteme beteiligt sein in schweren Fällen sogar lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktionen auftreten.

Behandlung und Prävention: Auslöser erkennen, Beschwerden lindern

Eine zentrale Rolle in der Behandlung spielt die Vermeidung individueller Auslöser – soweit diese eindeutig identifiziert wurden. Ergänzend kommen moderne Medikamente zum Einsatz. Bei bestimmten Allergien kann zudem eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) helfen, die Ursache langfristig zu behandeln. Wichtig ist außerdem eine gute Aufklärung und Selbsthilfe: Wer seine Erkrankung versteht, kann Symptome besser einordnen, früh reagieren und den Alltag sicherer gestalten. Vorbeugend können im Säuglingsalter so genannte Präventionsmaßnahmen das Risiko der Entstehung von atopischen Erkrankungen senken. Hierzu gehört zum Beispiel eine rauchfreie Umgebung für das Kind, eine abwechslungsreiche, vielfältige Ernährung des Säuglings und auf keinen Fall strikte Diäten für Mutter und Kind.

Atopische Erkrankungen sind zwar meist nicht heilbar, aber heute gut behandelbar. Mit einer passenden Therapie, ärztlicher Begleitung und einem bewussten Umgang mit Auslösern ist für viele Betroffene ein aktives, stabiles Leben möglich.

ÜBER DEN DAAB

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) ist der älteste (seit 1897) und größte Patienten- und Verbraucherschutzverband für Kinder und Erwachsene mit Allergien, Asthma, COPD, Urtikaria und Neurodermitis. Zu unserem Engagement gehört auch die individuelle Beratung und der unabhängige, unbürokratische Einsatz für Mitglieder und Ratsuchende. Zu Ernährungsthemen halten wir ebenso wie zu vielen weiteren Allergie-, Atemwegsthemen und Hautthemen umfangreiche Informationen und Tipps bereit.

Aktueller Terminhinweis:

Online-Allergietag 05. Mai 2026

Jetzt registrieren unter www.allergietag-online.de

Kontakt

Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V. - DAAB; Email: info@daab.de

Kostenfrei Beratungs-Hotline: 02166/6478888

Informieren Sie sich regelmäßig über neue Erkenntnisse zu Allergien & Asthma unter: www.daab.de

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Text Sonja Lämmel

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Eine wichtige, häufig nicht genutzte Behandlungsmöglichkeit bei chronischen Lungenkrankheiten
Text Prof. Dr. Heinrich Worth

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Patienten mit dauerhaft bestehenden (chronischen) Lungenkrankheiten wie Asthma und COPD leiden häufig unter Atemnot bei körperlicher Belastung. Die Meidung körperlicher Aktivitäten, der Verlust an Muskelkraft und Kondition sind die Folge. Zunehmender Bewegungsmangel beeinträchtigt die Lebensqualität, z. B. dadurch, dass der betroffene Patient wegen Atemnot nicht mehr die Treppe zu seinem Nachbarn oder die Wegstrecke zum Supermarkt bewältigt – ein erheblicher Verlust an Lebensqualität, der auch zu sozialer Isolation und Depression beitragen kann.

gefolgt von einer Phase des Abkühlens, so dass die Gesamtdauer einer Lungensporteinheit bei circa zwei Stunden liegt. Trainiert werden Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit anhand verschiedener, dem Trainingszustand der Teilnehmer angepasster Übungen.

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Lungensport gilt neben einer für den Patienten und seine Krankheit individuell angepassten medikamentösen Therapie als wichtiger Baustein eines optimalen Krankheitsmanagements. Der ambulante Lungensport ist eine gezielte und dosierte, der Krankheit und ihrer Schwere angepasste Bewegungstherapie.

“Durch Lungensport lassen sich die Lebensqualität der lungenkranken Patienten bessern und ihr Selbstbewusstsein stärken.“

Für Patienten mit COPD ab mittlerem Schweregrad sowie für Patienten mit Asthma und dauerhaft eingeschränkter Lungenfunktion sind eine Verbesserung von Muskelkraft und Ausdauer sowie der Belastbarkeit belegt. Hierdurch nimmt die Angst vor Atemnot ab, das Leistungsvermögen wird gesteigert, so dass insbesondere auch Alltagsbelastungen besser oder wieder bewältigt werden können.

Foto:M arcus G l o g e r M e d oC m KU nnoB

Durch Lungensport lassen sich somit die Lebensqualität der lungenkranken Patienten bessern und ihr Selbstbewusstsein stärken. Insbesondere durch die Ausübung des Lungensports in kleinen Gruppen gleichartig Erkrankter lassen sich gemeinsame Wege zu einer besseren Beweglichkeit und einem leichteren Leben mit der chronischen Lungenkrankheit finden.

Häufig pflegen die Teilnehmer von Lungensportgruppen auch außerhalb der wöchentlichen Sportstunden gemeinsame Aktivitäten. Auch dies trägt zu einem besseren Leben mit der chronischen Lungenkrankheit bei. Lungensport sollte daher viel häufiger als bisher vom behandelnden Arzt verordnet und von chronisch lungenkranken Patienten genutzt werden.

Prof. Dr. Heinrich Worth

Facharztforum Fürth, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e. V.

Angegliedert an Sportvereine wird er meist ein Mal pro Woche von speziell ausgebildeten Übungsleitern für Gruppen von acht bis 15 Patienten mit chronischen Lungenkrankheiten wie COPD, Asthma, aber auch Lungenfibrose und Lungenkrebs angeboten. Voraussetzungen zur Teilnahme sind eine gewisse Mindestbelastbarkeit der Teilnehmer, Infektfreiheit und eine stabile Phase der Erkrankung. Nach einer etwa 30-minütigen Aufwärmphase mit Dehnübungen folgt eine Phase mit Kraft- und/ oder Ausdauertraining über etwa 60 Minuten, in der auch Spiele durchgeführt werden können,

Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD fällt das Atmen zunehmend schwer aufgrund der fortschreitenden Entzündung der Atemwege. Die Bronchien verengen sich und bilden vermehrt Schleim. Dadurch kann die Luft schlechter ausgeatmet werden, was zu Luftnot führen kann. Typische Symptome sind chronischer Husten, Auswurf und Atemnot (erst bei Belastung, später auch in Ruhe).

Weitere Informationen finden Sie unter: www.lungensport.org

Zeigen Sie HALTUNG!

Wer in jeder Beziehung aufrecht durch den Alltag geht, lebt gesünder, wirkt positiver und strahlt Vitalität aus. Übrigens das beste Präventionsprogramm für den Rücken.

„Steh doch mal gerade!“ – „Lass dich nicht so hängen!“ –„Brust raus, Bauch rein!“ Diese Ermahnungen unserer Eltern haben wir noch im Ohr. Damals haben sie genervt. Heute wissen wir: Unsere Eltern hatten so recht. Nicht nur weil eine gute Haltung besser aussieht, sondern auch weil sie uns gesünder macht.

Jeder vierte Deutsche klagt über Rückenschmerzen. In Deutschland nehmen pro Woche sechs Millionen Menschen, also jeder zehnte Erwachsene, Schmerzmittel zu sich, weil sie verspannt sind. Zudem steigt die Zahl der Rückenoperationen – leider oft überflüssig. Denn in rund 80 Prozent der Fälle sind nur geschwächte Muskeln und eine überlastete Wirbelsäule schuld. Die Muskeln, die das Rückgrat stützen, verkümmern, die Bandscheiben trocknen aus und schrumpfen. Die Faszien, die die Muskeln zusammenhalten, werden starr, die Gelenkknorpel verkalken. All das führt zu Verspannungen und Schmerzen. Sichtbare Zeichen sind dann ein schiefer oder gebeugter Gang und eine krumme Haltung.

Das Gegenmittel: sich stark machen. Mit Bewegung und gezielten Übungen. Gute Haltung ist Teamwork: Viele Muskeln stützen das Skelett. So sind die Beine mit dem Oberkörper über die Muskelschichten des Beckenbodens verbunden. Eine gute Oberschenkelmuskulatur wiederum wirkt Fehlhaltungen entgegen. Die Stabilität des Rückens hängt sehr mit trainierten Bauchmuskeln zusammen.

Ausgleichssport sorgt dafür, dass wir beweglich bleiben und Körperteile trainieren, die im Alltag vernachlässigt werden. Sehr gut für Koordination, Flexibilität und Lösung von Blockaden sind Yoga, Pilates und Tai-Chi. Denn erst die Nichtnutzung der Gelenke führt zu Verschleiß und Arthrose – und vorzeitigem Altern. Die beste Voraussetzung für einen gesunden Rücken im Büro schafft ein flexibler Arbeitsplatz, an dem Sie auch im Stehen arbeiten können. Gegen den Handynacken das Smartphone lieber näher vors Gesicht halten, die Augen senken statt den Kopf.

Außerdem: beim Zähneputzen oder Kaffeekochen einfach mal auf einem Bein stehen, weil das die Koordinationsmuskulatur trainiert. Oder – ein bisschen schwieriger –aus dem Sitzen mit nur einem Bein aufstehen. Das ist gut für die Oberschenkel- und Bauchmuskulatur. Wenn es

schlimmer wird, können leichte Schmerzmittel eingesetzt werden, aber bitte immer nur nach Rücksprache mit dem Arzt. Grundsätzlich aber rate ich: Lauschen Sie in sich hinein, hören Sie auf Ihr Gefühl und Ihren Körper!

Ein wichtiger Faktor für Rückenprobleme ist aber seelisch bedingt. Dass die Haltung so prompt auf die Ausstrahlung wirkt, hat nämlich einen Grund: In ihr drücken sich unsere Lebenseinstellung und unsere Befindlichkeit aus. Emotionen lassen uns oft erstarren.

“Jeder vierte Deutsche klagt über Rückenschmerzen.“

Um körperliche oder seelische Schmerzen zu vermeiden, ziehen wir Brustkorb und Bauch ein oder halten Kopf und Nacken verkrampft gerade. Deshalb hilft eine Änderung der inneren Haltung auch enorm beim Heilungsprozess. Lauschen Sie also in sich hinein, hören Sie auf Ihr Gefühl und Ihren Körper! Das hält nicht nur Ihren Rücken fit.

Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer ist einer der bekanntesten Ärzte Deutschlands und gilt als ausgewiesener Rückenexperte. Er lebt und arbeitet in Bochum/Wattenscheid. 1997 gründete er das Grönemeyer Institut für Mikrotherapie in Bochum, später auch in weiteren Städten. Er ist auch Autor zahlreicher Bestseller. Seine Bücher wurden in rund 20 Sprachen übersetzt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.dietrich-groenemeyer.com

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Caritas Gesundheit Berlin gGmbH entstanden.

Starke Haltung: Wie Robotik die Wirbelsäulenchirurgie präziser und sicherer macht

Wenn Rückenschmerzen den Alltag dauerhaft beeinträchtigen und konservative Therapien keine ausreichende Linderung mehr bringen, sind präzise und möglichst schonende operative Verfahren gefragt. In der Caritas-Klinik Dominikus in Berlin-Reinickendorf setzen die Wirbelsäulenspezialisten auf modernste und einzigartige Technik: ein hochmoderner Wirbelsäulenroboter unterstützt operative Eingriffe und ermöglicht besonders schonende und präzise Behandlungen.

Warum ist Präzision bei Wirbelsäulenoperationen so entscheidend?

HAUPTSTADTKONGRESS

MEDIZIN & GESUNDHEIT 2026

REFORMEN IM REALITÄTSCHECK

Vom 23. bis 25. Juni 2026 findet der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im hub27 der Messe Berlin statt – zu einem Zeitpunkt, an dem zentrale gesundheitspolitische Weichenstellungen anstehen. Die Ergebnisse der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Pflege sowie der GKV-Finanzkommission werden dann vorliegen und maßgeblich in die Gesetzgebung einfließen.

Der Hauptstadtkongress bietet die erste große Plattform, um diese Reformvorhaben einem fundierten Realitätscheck zu unterziehen – im Austausch mit rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen Bereichen des Gesundheitswesens.

Erwartet wird unter anderem Nina Warken, Bundesministerin für Gesundheit, ebenso wie zahlreiche weitere hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Bund und Ländern. Hinzu kommen führende Persönlichkeiten aus Gesundheitswirtschaft, Medizin und Pflege, Wissenschaft und Forschung sowie aus dem Kreis der Kostenträger und Versicherungen.Damit bringt der Hauptstadtkongress erneut die maßgeblichen Akteure des Gesundheitssystems in Berlin zusammen.

Im Mittelpunkt der drei Kongresstage stehen insbesondere: die Weiterentwicklung der Krankenhausreform

• die nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems

• die Stärkung des Gesundheitswirtschaftsstandortes Deutschland die Krisenresilienz unseres Gesundheitssystems

• die Neuordnung der primärärztlichen Versorgung

• KI, Digitalisierung und Innovationen – und ihr konkreter Nutzen für die medizinische Praxis

• internationale Systemvergleiche, mit besonderem Blick auf die Niederlande sowie neue Kompetenzbereiche und Perspektiven für die Pflege

Der Hauptstadtkongress 2026 versteht sich dabei als Dialogforum, Standortbestimmung und Impulsgeber zugleich – für alle, die die Zukunft des Gesundheitswesens aktiv mitgestalten.

Guido Pschollkowski Geschäftsführer WISO S.E. Consulting GmbH, Veranstalterin des Hauptstadtkongresses

Weitere Informationen unter: www.hauptstadtkongress.de

Welche Vorteile spüren Patient:innen konkret?

Tim Rumler-von Rüden: Durch die hohe Präzision sind minimalinvasivere Eingriffe möglich. Das kann zu weniger postoperativen Schmerzen, einem geringeren Komplikationsrisiko und einer schnelleren Mobilisation führen. Viele Patient:innen sind früher wieder beweglich und gewinnen schneller Lebensqualität zurück.

Ersetzt der Roboter die ärztliche Erfahrung?

Dr. Kamran Yawari: Nein. Der Roboter ist ein Assistenzsystem. Die medizinische Verantwortung liegt jederzeit beim Operationsteam. Die Technologie unterstützt unsere Erfahrung – sie ersetzt sie nicht.

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Dr. Kamran Yawari: Die Wirbelsäule ist ein hochsen sibler Bereich, in unmittelbarer Nähe zu unseren Nervenstrukturen. Schon kleinste Abweichungen können nicht gewünschte Auswirkungen haben. Der Wirbelsäulenroboter unterstützt uns dabei, Implantate mit nahezu 100-prozentiger Genauigkeit zu platzieren. Das erhöht die Sicherheit erheblich und schont umliegendes Gewebe.

Wie selten ist diese Technologie in Deutschland?

Tim Rumler-von Rüden: Derzeit arbeiten bundesweit nur drei weitere Kliniken mit einem solchen Wirbelsäulenroboter. Unsere Einrichtung ist die einzige im Raum

Berlin-Brandenburg, die diese Technologie einsetzt. Für Patient:innen bedeutet das, den Zugang zu modernster Wirbel säulenchirurgie ohne lange Wege.

Für welche Patient:innen kommt der Wirbelsäulenroboter infrage?

Dr. Kamran Yawari: Vor allem bei stabilisierenden Eingriffen, etwa bei Verschleißerkrankungen, Wirbelgleiten, Frakturen oder bestimmten Fehlstellungen. Ob diese Methode geeignet ist, prüfen wir immer individuell – auf Basis gründlicher Diagnostik und persönlicher Beratung.

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Was ist Ihnen im Caritas Wirbelsäulenzentrum besonders wichtig?

Tim Rumler-von Rüden: Neben medizinischer Exzellenz vor allem Vertrauen, Zeit und eine verständliche Aufklärung. Eine Operation an der Wirbelsäule ist für viele Menschen ein großer Schritt. Unser Anspruch ist es, Hightech-Medizin mit Menschlichkeit zu verbinden – in der Caritas-Klinik Dominikus in Berlin-Reinickendorf.

Bild 1: Dr. (Univ. Kermanshah) Kamran Yawari, Team-Chefarzt Wirbelsäulenzentrum, Facharzt für Neurochirurgie || Bild 2: Tim Rumler-von Rüden, TeamChefarzt Wirbelsäulenzentrum, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

QR-Code scannen um mehr zu erfahren oder einen Termin anfragen. www.caritas-gesundheit.de

Text Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer
Text Katharina Lassmann

ÜBER GRENZEN HINWEG

ir von GAiN bringen Hilfsgüter direkt in den Gazastreifen. Unsere Mitarbeitenden verteilen vor allem Lebensmittel in Khan Younis und Umgebung. Mit jeder Spende hilfst du einer verzweifelten Familie zu überleben. Gemeinsam überwinden wir Grenzen. SPENDE

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Stichwort: 261Gaza

WEITERE INFOS www.GAiN-Germany.org/gaza

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