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Die Zeitschrift der Südtiroler Krebshilfe

September 2009

Poste Italiane SpA – Versand im Postabonnement – ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 2, CNS Bozen Erscheinung: 4 Mal im Jahr, Einschreibung ins Bozner Landesgericht Nr.3/2003

7. Jhg, 3. Ausgabe

[ Ferienaufenthalt in Saló am Gardasee ]

Entspannung und angenehme Gesellschaft… . . . bei strahlender Sonne und tiefblauem Himmel. So lassen sich die zwei Wochen zusammenfassen, die eine Gruppe der Südtiroler Krebshilfe von Ende Mai bis Anfang Juni in Saló am Folgt Gardasee verbracht hat.

Fachinformation

Prostatakrebs

[ Patientenschule ]

[ Die Selbsthilfegruppen in Meran und Brixen ]

Wissen ist (meine) Chance

Sich selbst und anderen helfen

ist ein eigenartiger Tumor

Dr. Josef Gallmetzer Primar der Urologie, Krankenhaus Brixen

Auf Seite 10

Auf Seite 13

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Thema

Ferienaufenthalt in Saló am Gardasee

Mit frischen Kräften und gut erholt für die Rückkehr in den Alltag

Zwei Wochen voll Relax, schönem Beisammensein und schlichtem Wohlfühlen. Zwei Wochen, die wie alles Schöne leider viel zu schnell vergangen sind.

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ier Tische für 22 Personen im freundlichen Speisesaal und für mich ein Platz am „VIP“-Tisch, wie mir die muntere Gesellschaft augenzwinkernd erklärt. VIP deshalb, weil die Verantwortliche der Gruppe, Antonia Zanoni und

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die Vorsitzende des Bezirks Meran, Margit Drabek Thies hier sitzen. Sie haben einen der drei (!) Männer als Tischnachbarn. Carlo Manfrini ist anzusehen, dass er die Rolle als Hahn im Korb sichtlich genießt. Patrizia Bellini, Ida Garbarbi, Lidia Ferrari und

Maria Zanolini vervollständigen die Tischgesellschaft, die seit drei Jahren in dieser Zusammenstellung ihre Ferien am Gardasee verbringt. Nur Antonia ist neu in der Runde, die pensionierte Krankenschwester (sie war Oberschwester der Kardiologie), ist


Ferienaufenthalt in Saló am Gardasee

Thema

Nie langweilig: Die Promenade nach Saló.

das erste Mal von der Krebshilfe als Reisebegleiterin engagiert worden. Die Stimmung am Tisch ist exemplarisch für die gesamte Gruppe. Man scherzt und lacht, ist guter Dinge und freut sich des schönen Wetters, des guten Essens und des Dolce-far-Niente.

Berg und am Gardasee. Im Juni bin ich die Gruppe am Gardasee besuchen gegangen und habe mit Ihnen einen halben Tag verbracht. Das Hotel Conca D'Oro liegt nur wenige Schritte vom Seeufer entfernt, wo der Panoramaweg ins nahe gelegene Zentrum des malerischen Städtchens beginnt.

Der Panoramaweg ins Städtchen startet vor dem Hotel

Die Teilnehmer der Gruppe suchen vor allem Erholung und Abschalten vom nicht immer leicht zu bewältigenden Alltag. Und dafür ist das Hotel . . . der ideale Platz. Familiäres Ambiente, schöne, ruhige und saubere Zimmer, gute Küche, etwas abseits

Jedes Jahr veranstaltet die Südtiroler Krebshilfe verschiedene Ferienaufenthalte für die Mitglieder am Meer, auf dem

Hahn im Korb

vom Trubel gelegen und eine schöne große Terrasse, die zum Plaudern und Verweilen einlädt. Und sogar einen Friseurdienst gibt es direkt im Hotel. Der Tag ist strukturiert, aber jeder kann tun, was er will und vor allem, was in seinen Möglichkeiten steht. Am Morgen kann man zu Fuß oder mit dem Bus in die Stadt fahren. Auch nach zwei Wochen ist ein Spaziergang entlang der Mole nie langweilig. Geschäfte laden zum Schaufensterbummel ein, regelmäßig legen die Dampfer an, die Saló mit Sirmione und anderen Orten am

Aperitiv auf der Terrasse

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Thema

Ferienaufenthalt in Saló am Gardasee

Der Strand: nur zwei Schritte vom Hotel entfernt

Gardasee verbinden. Die Stimmung im Ort ist international. Viele Japaner, deutsche Urlauber, ab und zu kann man auch einen englischen oder französischen Gesprächsfetzen aufschnappen. Zahlreiche Straßencafés laden zum Verweilen ein.

Dolce far Niente: Schaufensterbummel, Eis und Entenfüttern Ein absolutes Muss ist die kleine Eisdiele neben dem Dom. Die Reiseteilnehmer

Das beste Eis von Saló

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sind sich einig: hier gibt es da beste Eis weit und breit. Und ich kann das nur bestätigen! Um 12 Uhr gibt es Mittagessen und um 19 Uhr Abendessen. Wie man den Rest des Tages verbringt, steht jedem frei. Nach dem Stadtbummel laufen viele die ca. 1,5 km zum Hotel zurück. Immer am See entlang. Brot in der Tasche darf übrigens nie fehlen, zahlreiche Enten und auch ein Paar Schwäne warten jeden Tag ungeduldig darauf, gefüttert zu werden.

Warten auf Brot

Das Reiseprogramm sah außerdem einen Ausflug nach Sirmione und nach Gardone in den botanischen Garten vor. Und das reicht auch schon, „Wir suchen alle einen ruhigen Urlaub und genießen die kleinen Freuden der späteren Jahre“, bringt es Margit Drabek Thies auf den Punkt. Nach dem Abendessen genießen viele noch einen kleinen Spaziergang am Seeufer oder treffen sich auf einen letzten Ratscher auf der Terrasse. Um 21 Uhr sind die meisten schon im Zimmer. Die Seeluft fördert einen erholsamen und tiefen Schlaf.

Ein schönes Lächeln für die Presse


Ferienaufenthalt in Saló am Gardasee

Rosamaria und Rosmarie

Eine zusammengewachsene Gemeinschaft Als angenehm empfinden die Teilnehmer dieser Reise, dass man sich untereinander kennt. Nur drei Personen sind in diesem Jahr neu hinzugekommen. Die anderen kennen sich alle schon seit mehreren Jahren und treffen sich auch unter dem Jahr bei verschiedenen Veranstaltungen der Krebshilfe wie der Jahresversammlung, der Wallfahrt oder dem Törggelen. Wie immer und doch anders. Der SalóAufenthalt 2009 wird vielen in besonderer Erinnerung bleiben. „Die Stimmung war dieses Jahr irgendwie besonders. Zum ersten Mal gab es keinen Unterschied zwischen deutschsprachigen und italienischsprachigen Teilnehmern, alle haben miteinander harmonisiert.“ Die Gruppe ist

Mit so einem Dampfer gings nach Sirmione

Thema

Antonia Zanoni und Margit Drabek Thies

zusammengewachsen und auch wenn es am nächsten Morgen Abschied nehmen heißt: Nächstes Jahr kommt bestimmt!

Zum allerersten Mal dabei: Rosmarie und Rosamaria (Fast) den gleichen Namen, ein ähnliches Schicksal und Zimmergenossinnen. Rosamaria Obertegger und Rosmarie Leitner haben sich beide das erste Mal für den Ferienaufenthalt am Gardasee entschieden und sind sich sicher: Es war der erste von vielen. Und garantiert wieder in der gleichen Kombination, denn sie sind blendend ausgekommen miteinander. Rosmarie Leitner war überhaupt das erste Mal mit der Krebshilfe unterwegs. „Ich bin vorher nie mitgefahren, weil ich dumm war“, erklärt sie lachend. „Ich habe mich in

Carlo Manfrini

meinem dunklen Loch verkrochen. Aber jetzt, wo ich gesehen habe, wie nett alle sind und wie schön es ist, komme ich wieder!“ Rosamaria kann das nur bestätigen: „Mit einer schönen Gruppe lebt man auf und sammelt Kraft für den Alltag.“

Hahn im Korb Sie fühlen sich keinesfalls unterlegen oder von der Mehrzahl der Frauen erdrückt. Im Gegenteil. Beide genießen es, Hahn im Korb zu sein. Carlo Manfrini: „Solange meine Tischdamen an dieser Reise teilnehmen, werde auch ich immer wieder kommen. Meine Frau fragt mich jeden Abend am Telefon, „Und wie geht es mit deinen Frauen?“ Willy Berger weiß, was die Frauen an ihm schätzen: „Ich bin net schön“, scherzt der Pustertaler Fotograf, „aber dafür unsympa-

Willy Berger

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Thema

Ferienaufenthalt in Saló am Gardasee

Aufbruch zu einem letzten Spaziergang am Seestrand

thisch.“ Dass das nicht stimmt, zeigt die Reaktion seiner Reisegefährtinnen . . .

Ferien vom Ich „Diese zwei Wochen waren Balsam für die Seele. Sie haben uns geholfen, zu vergessen und uns wohl zu fühlen.“ Ida Garbarbi und Lidia Ferrari haben keinen Zweifel: Nächstes Jahr sind sie wieder mit von der Partie. Der Ferienaufenthalt am Gardasee ist ein Höhepunkt des Jahres!

Margit Drabek Thies

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Seeklima wirkt Wunder

und die Gewissheit, mit seinen Problemen nicht alleine zu sein.“

Am See schläft sich´s besser. Im Gegensatz zum Meer wirkt sich das Klima beruhigend aus und wenn das Wetter noch so mitspielt, wie in diesem Jahr, was will man mehr? Maria Zanolini und Irene Giacomuzzi haben ihren Urlaub in vollen Zügen genossen und fühlen sich bereit, den Alltag zuhause wieder aufzunehmen. Wenn sie am Abend Koffer für den nächsten Tag packen, kommt auch das hinein: „Mehr Kraft, einen guten Vorrat an guter Laune

Patrizia Bellini

Der gute Engel Sie darf nächstes Jahr nicht fehlen, da sind sich alle Teilnehmer des Ferienaufenthalts am Gardasee einig. Die Reisebegleiterin Antonia Zanoni wurde von allen als ein großer Gewinn betrachtet. Und wer weiß, wenn die Stimmung in der Gruppe in diesem Jahr so außerordentlich harmonisch war, so ist das mit großer Sicherheit ihr

Giancarla Gesti


Ferienaufenthalt in Saló am Gardasee

Verdienst. Antonia hat ein offenes Lachen, eine burschikose Art und weiß sich überall einzufügen. Vor Beginn der Reise hatte sie einige Bedenken, nicht nur wegen der Verantwortung, sondern auch, wie sie wohl in dieser zum Großteil schon festgefügten Gruppe aufgenommen werden würde. Aber alles hat sich in Wohlgefallen aufgelöst. „Alle haben mich unterstützt und mir geholfen, von Tag zu Tag sicherer zu werden.“ Probleme, auch gesundheitlicher Art gab es keine. Die Gruppe ist begeistert

von Antonia. Dass sie lange Jahre als Krankenschwester und als Stationsschwester gearbeitet hat, merkt man ihr an. Sie hat große Erfahrung, kann auf Menschen eingehen und hat sich aber gleichzeitig ihre Natürlichkeit bewahrt. Danke Antonia und auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr!

Die schönste Reise . . . Sie ist eine Veteranin, was die Ferienaufenthalte der Krebshilfe anbelangt. Seit

Thema

1989 war Margit Drabek Thies, langjährige Vorsitzende des Bezirks Meran, jedes Jahr mit dabei, in den verschiedenen Orten am Meer und seit drei Jahren am Gardasee. Was alle diese Aufenthalte gemeinsam haben? „Es war und ist nach wie vor ein Anlass, um Mut zu schöpfen. Mit einer schönen Gruppe lebt man einfach auf.“ Und in diesem Jahr, dessen ist sie sich sicher, war es eine ganz besonders harmonische Gruppe. „Vielleicht sogar die schönste Reise n überhaupt!“

Impressionen aus Saló

Wir über uns Liebe Leserinnen, liebe Leser! Der Sommer ist für viele nur noch eine Erinnerung. Der gewohnte Alltag hat uns wieder. Auch die Südtiroler Krebshilfe hat alle ihre Aktivitäten wieder aufgenommen, die Kurse und Gesprächsrunden haben wieder begonnen. In der letzten Ausgabe haben wir unseren neuen Rechtsberatungsdienst vorgestellt und ich bin hoch erfreut, dass er in kurzer Zeit schon regen Zuspruch gefunden hat. Ein Zeichen auch, dass wir erkannt haben, wo Not am Mann war! Am 17. Oktober wird zum zweiten Mal der Südtiroler Freiwilligentag veranstaltet. Eine Gelegenheit auch für unsere Vereinigung, sich vorzustellen und neue ehrenamtliche Mitarbeiter, die für unsere Arbeit so unentbehrlich sind, zu finden. Das Projekt der Südtiroler Krebshilfe heißt: „Ein gesundes Frühstück macht´s“. Ein weiteres Projekt, das mir sehr am Herzen liegt, ist die Prostatakrebswoche im September.

Und in diesem Zusammenhang richte ich einen eindringlichen Appell an alle Männer: Lasst´s Euch rechtzeitig untersuchen! Dem Thema Prostatakrebs ist übrigens auch das Fachthema in dieser Ausgabe der Chance gewidmet. Im Sommer sind uns einige Personalwechsel ins Haus gestanden. Die Therapeutin Janine Leichnitz hat ihre Mitarbeit bereits Ende Juli aus privaten Gründen beendet. Wir danken ihr für ihre einfühlsame und professionelle Arbeitsweise und wünschen ihr alles Gute für ihren weiteren Lebensweg. Die Therapeutinnen Tanja Rainer und Monika Pircher sind hingegen aus dem Mutterschaftsurlaub zurück und haben mit viel Schwung und Elan ihre Arbeit wieder aufgenommen. Zum Abschluss möchte ich einen ganz besonderen Dank an unseren freiberuflichen Mitarbeiter Bellino Masiero richten, der in den vergangenen

Renate Daporta Jöchler Präsidentin

Monaten in Schlanders die Lymphdrainage vorgenommen hat. Er hat einen eindringlichen Abschiedsbrief geschrieben, ein anrührendes Zeugnis über das gegenseitiges Geben und Nehmen in unserer Vereinigung. Ich möchte Ihnen diesen Brief nicht vorenthalten, Sie können ihn auf Seite 17 nachlesen. So und nun bleibt mir nichts mehr, als Ihnen allen einen schönen Herbst zu wünschen und dass Sie auch weiterhin in der Krebshilfe einen wertvollen Partner und Stütze finden können Ihre Renate Daporta Jöchler Präsidentin

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Fachinformation

Prostatakrebs ist ein eigenartiger Tumor

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Von 100.000 Männern sind in Südtirol ca. 100 betroffen. Dieser Tumor verursacht in den ersten acht bis zehn Jahren in der Regel keine Beschwerden; sein Wachstum verläuft sehr langsam. Doktor Josef Gallmetzer

Primar der Urologie, Kra

nkenhaus Brixen

B

ei Früherkennung ist dieser Tumor heilbar. Der Prostatakrebs kann bei verspäteter Erkennung Metastasen in den Lymphknoten oder den Knochen verursachen. Männer ab 50 (ab 45 bei weiteren Fällen in der Familie) sollten sich alle zwei bis drei Jahre einer Vorsorgeuntersuchung, die aus Blutprobe (PSA-Wert) und klinischer Untersuchung besteht, unterziehen. Ein Gespräch mit Doktor Josef Gallmetzer, Primar der Urologie am Krankenhaus Brixen. Der Prostatakrebs ist laut Dr. Gallmetzer ein „eigenartiger Tumor“. Er verläuft sehr langsam und ist über Jahre hinweg beschwerdefrei. Beschwerden beim Wasserlassen sind meist durch gutartige Prostatavergrößerungen verursacht. Die operative und radiologische Behandlung des Prostatakarzinoms ist aufgrund der möglichen Nebenwirkungen (Erektionsprobleme und Inkontinenz) vor allem für jüngere Männer sehr invasiv. Gerade deshalb und da relativ wenige Prostatakarzinome gemessen

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an der Häufigkeit lebensbedrohlich sind, bedarf es einer großen Sorgfalt seitens des Arztes um nicht sogenannte „indolente“ Karzinome zu diagnostizieren und zu behandeln. Bereits bei der Untersuchung der Prostata (PSA und Tastbefund) stellt sich die Frage, ob ein weiterer Schritt in Richtung Gewebsabnahme (Biopsie) durchgeführt werden soll oder nicht, da die eventuelle Feststellung eines Krebses notgedrungenerweise zum Handeln zwingt.

PSA-Wert bedarf Interpretation Eine Erhöhung des PSA-Wertes (PSA ist die Abkürzung für ein Enzym, das der Verdünnung des Spermas dient) deutet möglicherweise auf einen bösartigen Prozess der Prostata hin. Aber eben nur möglicherweise. Gallmetzer: „Eine harmlose Entzündung oder die gutartige Prostatavergrößerung können eine PSA-Erhöhung verursachen; auch Geschlechtsverkehr oder Radfahren können zu einem kurzfristigen und geringen Anstieg des PSA führen; zu beachten

ist auch der stetige Anstieg des Enzyms mit dem Alter. So werden eventuell gesunde Männer der belastenden Suche nach einem Krebs unterzogen, die gar keinen haben. Und selbst wenn sie einen haben: Sie werden unter Umständen behandelt, obschon der Tumor so langsam wächst, dass sie nie Beschwerden hätten und an


Fachinformation anderen Dingen sterben. Dieses Dilemma ist zur Zeit nicht sicher lösbar. „Aus diesem Grunde“, erklärt Dr. Gallmetzer, „ist ein allgemeines Screening nicht unproblematisch.“ Jüngere Männer - wobei jünger für einen Urologen bis zu einem Alter von 65 bis 70 heißt – werden im Allgemeinen operiert oder mittels Radiotherapie behandelt. „Ab einem Alter von etwa 75 Jahren raten wir bei beschwerdefreien Personen generell von einer Prostatavorsorgeuntersuchung ab“, erklärt Dr. Gallmetzer. „Tritt der Prostatakrebs so spät auf, stirbt der Patient meist mit dem Krebs und nicht am Krebs.“ Die operative Entfernung der Prostata ist ein bedeutender Einschnitt in das Leben eines Mannes. Eingriff und Strahlenbehandlung können vorübergehen oder auch auf Dauer (je nachdem ob die Erektionsnerven beschädigt werden oder nicht) die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen. „Es

erkrankung geraten werden, um so die Behandlung auf jene Fälle zu beschränken, bei denen eine Verschlechterung zu erkennen ist. Hierbei spielt laut Dr. Josef Gallmetzer die psychologische Verfassung des Patienten eine große Rolle. „Wer eher ängstlich ist, sollte sich operieren lassen, anderen Patienten können wir zum Abwarten raten.“ Die Ärzte nennen dies Krebsmanagement. „Man muss sich aber bewusst sein, dass es sich um ein Spiel mit dem Feuer handelt, man darf den richtigen Zeitpunkt zum Eingreifen nicht verpassen“, erklärt Gallmetzer. Die operative Therapie von Prostatakrebs besteht aus der Entfernung der Vorsteherdrüse (je nach Dafürhalten des Arztes durch einen Unterbauchschnitt oder einen Dammschnitt). Mittlerweile, so Gallmetzer, „wird die Prostata auch bereits auf laparoskopischem Weg, d. h. mit einer durch einen kleinen Schnitt in den Bauch eingeführten Sonde entfernt. Eine weitere Behandlungsart stellt die Bestrahlung der Prostata dar. Gelegentlich und zwar abhängig von der Ausbreitung des Tumors wird der Patient sicherheitshalber anschließend an die Operation einer Strahlenbehandlung unterzogen.

Lebensstil und Ernährung können vorbeugen

Prostata klinische Untersuchung

gibt heute Medikamente in Form von Tabletten oder auch von Injektionen gegen dieses Problem“, räumt der Primar ein, „aber für einen Mann sind dieses Nebenwirkungen natürlich sehr einschneidend.“ Eine weitere Nebenwirkung ist eine mehr oder weniger starke Harninkontinenz, die gegebenenfalls auch operativ behandelt werden kann.

Arzt und Patient: Gemeinsames Krebsmanagement Wenn der PSA-Wert im Blut erhöht ist und der Tastbefund eine verdächtige Veränderung (Verhärtung) der Prostata ergibt, besteht die Indikation zur Durchführung einer Gewebsentnahme (Biopsie). Wird dann ein Krebs festgestellt, muss der Arzt gemeinsam mit dem Patienten über das weitere Vorgehen entscheiden. Nicht immer muss eine Therapie eingeleitet werden. Bei einem als weniger gefährlich eingestuften Prostatakrebs kann auch lediglich eine Überwachung der Tumor-

Die Prostata-Vorsorgeuntersuchung hilft übrigens auch bei der Früherkennung anderer Krebsarten oder Krankheiten, da Nieren, Blase und Hoden mit untersucht werden. „Das Massenscreening hat sich bisher in Italien noch nicht durchgesetzt, auch wenn wir Urologen überzeugt sind, dass es sinnvoll ist“, erklärt Dr. Gallmetzer. „Einer kürzlich erschienen europäischen Studie zufolge, konnte Europaweit damit die Sterblichkeit durch Prostatakrebs um 20 Prozent gesenkt werden.“

Die Vorsorge gegen Prostatakrebs setzt allerdings schon weit vor den klinischen Untersuchungen ein. Und hier ist jeder Mann von Jugend an gefordert. Eine gesunde Ernährung (fettarm, wenig Fleisch, viel Gemüse) und ausreichende Bewegung schützen den Organismus vor Krebs, ebenso wird Tomaten und Sojaprodukten eine n vorbeugende Wirkung nachgesagt.

PSA-Prostata spezifisches Antigen Das PSA – Prostata-spezifisches Antigen – ist ein Eiweiß, das von den Prostatadrüsen gebildet wird. Nach dem Samenerguss gelangt es mit dem Prostatasekret in den Samen und verflüssigt ihn. Es handelt sich dabei um eine normale biochemische Reaktion – das PSA ist ein physiologischerweise vorhandenes Enzym des gesunden Mannes. Entzündungen, gutartige Wucherungen, Geschlechtsverkehr, Radfahren oder eben ein bösartiger Tumor können zu einer Erhöhung dieses Wertes im Blut führen.

Die Prostata oder Vorsteherdrüse Die Prostata oder Vorsteherdrüse liegt als Teil der männlichen Geschlechtsorgane unterhalb der Harnblase direkt neben dem Enddarm. Die Harnröhre verläuft in 1 bis 2 cm Länge genau mittig hindurch und teilt die Prostata in einen linken und rechten Lappen. Die gesunde Prostata eines erwachsenen Mannes ist so groß wie eine Walnuss. Die Drüsengänge münden direkt neben den Enden der beiden Samenwege in die Harnröhre. Die Prostata steuert den Großteil des flüssigen Volumens des Ejakulats beim Samenerguss bei.

Doktor Josef Gallmetzer Dr. Josef Gallmetzer ist seit zehn Jahren Primar der Urologie am Krankenhaus Brixen, wo er bereits seit 16 Jahren arbeitet. Vorher war Dr. Gallmetzer am Krankenhaus in Meran tätig. Der Urologe hat sein Medizinstudium und seine Fachausbildung in Padua absolviert und hat mehrere Monate im Ausland verbracht, u. a. in den USA, in Deutschland und in Österreich.

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Thema

Wissen ist (meine) Chance

Mehr wissen. Fachexperten informieren PatientInnen

W

Die Konkurrenz für den Vortrag von Dr. Herbert Heidegger, Primar der Gynäkologie in Meran, am 27. Mai war groß: wunderschönes Frühsommerwetter und ein internationales Fußballspiel. Dennoch war der Vortrag im Rahmen der Patientenschulung zum Thema „Nebenwirkungen während und nach der Therapie“ gut besucht.

issen ist (meine) Chance – unter dieses Motto hatte Primar Heidegger, der schon viele Vorträge dieser Art gehalten hat, seine Ausführungen gestellt. Das Publikum, zum Großteil Frauen aber auch vereinzelte Männer, die ihre Partnerin begleitet haben oder für ihre Partnerin gekommen waren, war mit konkreten Erwartungen zum Vortrag gekommen. Erwartungen, die sich auch erfüllten. Nämlich konkrete Informationen, Ratschläge, Erklärungen und das alles in einer allgemeinverständlichen Sprache. Der Vortrag zum Thema Nebenwirkungen war der dritte seit Anfang des Jahres und der letzte vor der Sommerpause. Im Herbst geht die Patientenschulung, organisiert von der Südtiroler Krebshilfe in Zusammenarbeit mit dem Brustgesundheitszentrum BrixenMeran, weiter. Die Nebenwirkungen in der Krebstherapie sind zahlreich. Sie treten während der Therapie aber auch im Anschluss auf. Dr. Heidegger wollte in seinem Vortrag informieren und nichts beschönigen. Das Empfinden der Nebenwirkungen ist sehr subjektiv und hängt von Patient zu Patient und von verschiedenen Faktoren ab. Einfluss auf Art und Stärke der Nebenwirkungen haben u. a. das Alter, das Geschlecht, die Tatsache, ob jemand raucht oder nicht, andere Erkrankungen, der Verlauf und die Art der Operation.

Kommunikation Arzt Patient ist von größter Bedeutung „Jeder kann selbst mithelfen“, so Dr. Heidegger, „die Nebenwirkungen wirksam zu bekämpfen und zu überwinden. Voraussetzung für diese aktive Patientenhaltung ist die Kommunikation mit dem behandelnden Arzt. „Wir Ärzte“ führte Heidegger aus, „haben oft einen ganz anderen Blickwinkel.“ So sind beispielsweise für den Arzt die durch die Nebenwirkungen bedingten Schmerzen von größerer Bedeutung

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Primar Dr. Herbert Heidegger

und Schwere als das sogenannte FatigueSyndrom, das in Depression ausarten kann. Während die Patienten eben dieses psychologische Unwohlsein als weitaus beeinträchtigender empfinden. Und sich auch vom Arzt Hilfe gegen diese Probleme erwarten. „Hier braucht es ein Umdenken auch von unserer Seite“, räumte Heidegger ein.

Die Bewertung der Patienten, so Heidegger, hat sich geändert. Noch vor 20 Jahren litten die Patienten am meisten unter der Übelkeit, dem Durchfall oder den durch die Hormontherapie herbeigeführten Wechseljahren.“ Heute ist das anders. Die Patienten können mit Medikamenten oder natürlichen Mitteln wie Ingwertee oder Akupunktur Übelkeit und Durchfall


Thema

oder Verstopfung überwinden. Womit sie sich schwertun, ist das sogenannte Fatigue-Syndrom.

Fatigue und Depression akzeptieren. Man hat Grund dazu! Bei der Chemotherapie sind rund 80 Prozent der Patienten davon betroffen, aber nur 50 % sprechen das an, die anderen verschweigen es. Aus falscher Scham. Dr. Heidegger: „Ein Krebspatient muss die Antriebslosigkeit, die chronische Müdigkeit, im schlimmsten Fall die Depression akzeptieren. Man hat schließlich Grund dazu!“ Die Komplementärmedizin, Homöopathie, Akupunktur, psychologische Betreuung können hier von großer Hilfe sein und sollten von den Patienten entsprechend genutzt werden. Mit großem Interesse verfolgte das Publikum auch die Ausführungen von Valentina Vecellio. Die frühere Leistungssportlerin bezeichnet sich selbst als mündige Patientin und berichtete über ihre eigenen Erfahrungen mit der Krankheit (siehe eigenen Bericht).

Über 80 % der Patienten werden wieder gesund Im Anschluss gab es wie immer Gelegenheit zu Fragen. Eine Patientin wollte z. B. wissen, ob es stimme, dass ein sofor-

tiges, gutes Ansprechen auf die Chemotherapie bedeute, dass der Tumor danach nur noch stärker werde. Bedenken, die Heidegger ausräumen konnte. Eine andere Patientin wollte wissen, wann man sich wieder die Haare färben könne und eine weitere Frage galt der Wirksamkeit der Schüssler Salze. „Ich weiß nicht ob sie wirken, aber schaden tun sie sicher nicht“, antwortete Heidegger sibyllinisch. „Ich mache gerne Nachsorgeuntersuchungen“, gab der Mediziner zu. „Schließlich werden 80 % meiner Patienten gesund.

In den meisten Fällen, so Heidegger werde die Tumorerkrankung zur chronischen Erkrankung, die zwar zeitlebens behandelt werden müsse, aber nicht mehr zu einer Verkürzung des Lebens führe. Einen Rat, den der Primar allen Anwesenden ans Herz legte: „Laufen sie nicht jedem Symptom nach, forschen sie nicht zu sehr nach, wenn irgendetwas auch nur geringfügig von der Norm abweicht. In den meisten Fällen ist die Sorge völlig unbegründet und macht nur unnötigen Stress.“

Infoabende zum Thema Brustkrebs Saal Regensburg, forum Brixen

Reha-Saal im Krankenhaus Meran Schmerzen wirksam bekämpfen

Do 24.09.09 Dr. Thomas Lanthaler

Do 17.09.09 Dr. Thomas Lanthaler

Prävention des Brustkrebses / Nachsorge aus medizinischer Sicht Mi 28.10.09 Primar Dr. Arthur Scherer

Mi 14.10.09 Dr. Irmgard Himmel

Das Leben wiedergewinnen: Die psychologische Nachsorge Do 12.11.09 Dr. Clara Astner

Mi 25.11.09 Dr. Norbert Längerer

Sie sind zum Vortrag gekommen, weil . . . Die Chance hat mit einigen Besuchern, die den Vortrag von Dr. Heidegger angehört hatten, gesprochen. Der Tenor: Wer informiert ist, kann besser mit der Krankheit umgehen. Renate: „Ich bin wegen meiner Mutter hier, die vor knapp zwei Monaten operiert wurde und jetzt die Chemotherapie macht. Ich bin vor allem deshalb gekommen, um im Anschluss noch persönliche Fragen an Dr. Heidegger richten zu können.“ Giorgio Weber: Ich bin für meine Frau hier. Es ist schon der dritte Vortrag dieser Art, den ich mir angehört habe. Diese Initiative wiederspiegelt die einzelnen Therapiephasen und hilft auch mir, die einzelnen Erfahrungen nachzuvollziehen. Meine Frau leidet unter verschiedenen Nebenwirkungen. Zu wissen, dass sie nicht allein damit ist, was es für Möglichkeiten

Giorgio Weber

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Thema

Karin Elliscaasis, Judith Münich und Christine Klotzner

dagegen gibt und dass es eben ganz subjektiv ist, wie ein Patient empfindet, das ist meiner Meinung nach auch schon eine große Hilfe.“ Karin Elliscaasis, Judith Münich und Christine Klotzner: Wir waren bei allen

Vorträgen. Sie sind sehr informativ. Es ist einfach wichtig, für die Patienten zu wissen. Man ist irgendwie immer auf der Suche nach neuen Informationen. Will einfach verstehen, was in einem vorgeht. Wissen hilft, die Krankheit anzunehmen und das Beste daraus zu, machen!“

Dorothea Mair

Dorothea Mair: „Ich kann einfach nicht genug Informationen bekommen. Ich weiß schon sehr viel, aber es reicht mir nie. Ich will noch mehr wissen. Dr. Heidegger hat mich operiert und ich habe ihn schon andere Male reden hören. Er kann gut auf den Patienten eingehen.“

„Erfahrungsbericht einer mündigen Patientin“ Unter diesen Titel hat Valentina Vecellio ihr Referat im Anschluss an den Vortrag von Dr. Heidegger gestellt. Die ehemalige Leistungssportlerin sieht ihre Krankheit heute als eine Lebensphase des Zugewinns und möchte ihre positive Erfahrung mit der Krankheit an andere weitergeben. Mit der Diagnose brach für sie zunächst „eine Eiszeit“ ein. Sie, die Sportlerin mit dem durchtrainierten Körper, der zeitlebens gesunden Ernährung und nun das. „Aber schließlich wurde das, was mich zunächst schreckte, zu einem ganz wichtigen Lebenszyklus, in dem ich Weichen neu stellte und mich selbst neu erfinden musste, ohne deshalb meine Identität zu wechseln.“ Die Krankheit als Schlüsselerlebnis und Startpunkt für ein neues, intensives Leben. Als Sportlerin war sie es schon immer gewöhnt, auf ihren Körper zu hören. Und das machte sie auch während der Krankheit. „Ich ging auf Tuchfühlung mit meinem Körper und nahm die Krankheit mit dem Geist eines Ausdauersportlers an. Sicher, es ist leichter zu leiden, als zu handeln.“ Valentina entschied sich fürs Handeln, frei nach Plato. Willst du den Körper heilen, musst du zunächst die Seele heilen.

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Die einzelnen Phasen der Krankheit und der Heilung teilte sie in Jahreszeiten ein. Die Therapie z. B. war für sie Herbst. „Eine Jahreszeit mit Schatten, aber auch mit ganz besonderem Licht.“ Die Zeit nach Therapieende setzt sie mit dem Frühjahr gleich, Neuanfang und Reinigung. „Und das, obwohl zu diesem Zeitpunkt die Nebenwirkungen eigentlich am stärksten waren.“ Und heute befindet sie sich im Sommer. Lebt einen intensiven Kontakt mit den Elementen und spürt ihre volle Lebensenergie. Zu Beginn der Krankheit hat Valentina sich einen Hund gekauft, der auf den vielsagenden Namen Anubis hört. „Es verging kein Tag, an dem ich nicht mindestens 30 Minuten spazieren gegangen bin. Anubis war eine gute Motivation zu gehen, auch wenn ich mich vielleicht nicht danach fühlte.“ Bewegung und Sport sind für Valentina Vecellio ganz wichtige Elemente in der Krebstherapie, „Sport senkt die Krebssterblichkeit, deshalb soll man mit Sport auch nach der Diagnose gleich weitermachen Und: Es ist nachgewiesen, dass Sport das Rezidiv-Risiko senkt.“ Valentina ist heute nicht nur aktives Mitglied bei Mamazone und versucht mit ihren Vorträgen anderen

Frauen durch ihren positiven Erfahrungsbericht Mut zu machen, sie setzt sich auch aktiv für die Gründung der ersten Krebssportgruppe in Italien ein. In Deutschland, erzählt sie, gab es 1983 davon 22, heute sind es 780. „Der Sport hilft uns, ausdauernd und beharrlich zu sein. Und das sind die besten Voraussetzungen, um die Krankn heit zu überwinden.“

Valentina Vecellio


Thema

Sich selbst und anderen helfen

Erfahrungsbericht: Die Selbsthilfegruppen in Meran und Brixen Selbsthilfegruppen sind selbstorganisierte Zusammenschlüsse von Menschen, die ein gleiches Problem oder Anliegen haben und gemeinsam etwas dagegen bzw. dafür unternehmen möchten.

T

ypische Probleme sind etwa der Umgang mit chronischen oder seltenen Krankheiten, mit Lebenskrisen und/ oder belastenden sozialen Situationen. Selbsthilfegruppen dienen im Wesentlichen dem Informations- und Erfahrungsaustausch von Betroffenen und Angehörigen, der praktischen Lebenshilfe sowie der gegenseitigen emotionalen Unterstützung und Motivation . . .“ . . . soweit die Definition von Selbsthilfegruppen aus dem Internetlexikon Wikipedia. Die Diagnose Krebs ist für jeden Menschen ein Wendepunkt im Leben, ein Gang über einen schmalen Grat, ein Sprung ins Eiswasser. Vielleicht nicht gleich. Denn in den ersten Momenten nach der Diagnose sind die meisten Betroffenen so geschockt und geraten in einen Strudel von fremdbestimmten Aktivitäten, dass zunächst keine Zeit bleibt, um in sich hineinzuhorchen und sich bewusst zu werden. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, nach den ersten Chemotherapie- oder Bestrahlungszyklen kommt für viele der Moment, in dem sie sich alleine fühlen und in das famose schwarze Loch stürzen, das alle Betroffenen nur zu gut kennen. In dieser Situation können Menschen, die das Gleiche erleben, denen man nicht erst lange seine Befindlichkeiten erklären muss, oft mehr helfen, als der Partner, Familienangehörige oder Freunde. Das gleiche Schicksal, die gleichen Probleme und Ängste helfen, die Tore zur Seele ohne Angst weit zu öffnen. Helfen das Unaussprechliche in Worte zu kleiden. Helfen aus dem Kreislauf von Verdrängung und Fatalismus herauszufinden. In Südtirol gibt es mehrere von der Krebshilfe organisierte und unterstützte Selbsthilfegruppen. Die Chance hat mit den Leiterinnen und den Teilnehmern von zwei Selbsthilfegruppen gesprochen. Eine in Meran und eine in Brixen. Zwei Gruppen – zwei

Sie fühlen sich wohl in ihrer Lebensoase, die Mitglieder der Selbsthilfegruppe Brixen

Ansätze. In Meran von der theoretischen Seite, in Brixen durch persönlichen Kontakt.

„ganz normal“ sind. Ulli Mazza. „Ganz normal, nur eben mit einem Problem.“

Meran – fünf Frauen und ein Mann

Für Ulli Mazza ist die Arbeit mit einer Selbsthilfegruppe Ressourcenarbeit. Seine eigenen Ressourcen (wieder- bzw. neu)entdecken, sich selbst und seine Beziehungen zur Umwelt neu definieren. „Am Anfang geht es vor allem darum, Vertrauen zu schaffen. Gerade die Tatsache, dass man die anderen nicht kennt, gibt den Teilnehmern die totale Freiheit, so zu sein, sich so zu geben, wie man ist.“ Es kommt zu einem unbelasteten Austausch, der befreiend wirkt.

Der Selbsthilfegruppe in Meran, die sich im Herbst 2008 gegründet hat, gehören fünf Frauen und ein Mann an. Betroffene, die bereits seit längerem erkrankt sind, chronisch Kranke. Die Leiterin, Ulli Mazza, ist selbst nicht betroffen, hat aber große Erfahrung im Umgang mit Menschen in Krisen- und Randsituationen. Gemäß ihrer Erfahrung suchen Krebskranke Hilfe in einer Selbsthilfegruppe, weil sie Lust und Bedürfnis nach Austausch mit Gleichgesinnten haben. Von der „gesunden“ Umwelt erleben sie sich oft als todkrank abgestempelt. Wohlmeinender Ratschläge und gut gemeinter „es wird schon wieder“ sind sie längst überdrüssig, ebenso wie der Tatsache, dass sie als „anders“ betrachtet werden, obwohl sie doch

Die Aufgabe der Gesprächsleiterin ist delikat. Sie muss vor allem spüren, was gerade anliegt. „Direkt vorbereiten kann man sich deshalb auf diese Treffen nicht. Sicher man kann gruppendynamische Spiele vorsehen, informative Themen vorplanen, aber dann muss man einfach hören und darauf eingehen, was aus der

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Thema

Christine Hofer, Betroffene und Gesprächsleiterin der Selbsthilfegruppe Brixen

Gruppe kommt, der Eigendynamik ihren Lauf lassen.“ Die Gruppe trifft sich alle drei Wochen. Es ist zwar eine offene Gruppe, aber die Zusammenstellung ist seit Anfang so geblieben. Der Mann in der Frauenrunde wird von allen als Bereicherung empfunden. „Was mir auch sehr wichtig ist“, erklärt Ulli Mazza, „ist, dass es keine Bewertungsskala gibt, was wichtig oder weniger wichtig ist. Ebensowenig gibt es falsch oder richtig. Es zählt das, was anliegt.“ Eines der Ziele dieser Gruppentreffen ist aufzuzeigen, dass die Krankheit nicht nur negativ ist, sondern neue Perspektiven öffnet. „Mazza: „Ein Leben ohne Schwierigkeiten gibt es nicht. Es geht darum, auch aus negativen Erfahrungen das Beste zu machen.“

Zu Gast in der Lebensoase in Brixen Die Gruppe aus Brixen besteht aus fünf Frauen, die Gruppenleiterin Christine Hofer, ausgebildete Lebensberaterin und Sozialarbeiterin, ist selbst Betroffene. Marie,

Ulli Mazza, Leiterin der Selbsthilfegruppe Meran

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Heike und Johanna

Emma, Johanna und Heike sind Frauen, die in verschiedenen Lebensaltern stehen, aber eine Erfahrung teilen: den Krebs. Sie haben sich zwischen Januar und Juni elf Mal getroffen. Im Anschluss an das letzte Treffen vor der Sommerpause haben sie ein kleines Abendessen vorbereitet und mich dazu eingeladen. Meine Angst als Fremdkörper zu stören war unbegründet. Die Runde hat mich nicht nur herzlich aufgenommen, sondern auch in aller Offenheit über ihre Selbsthilfegruppe und die Abläufe in der Gruppe geredet. Was auffällt, jede Frau in der Gruppe hat ihre Rolle. Johanna wird von allen als Fels in der Brandung bezeichnet. Heike ist das von allen umhegte Küken. Marie der kreative Teil, Emma die feine Stimme aus dem Hintergrund. Christine hat die Doppelrolle als Leiterin, aber gleichzeitig ist sie Teil der Gruppe. Gleiche unter Gleichen. Christine hat vor den Treffen immer ein Thema im Hinterkopf. Etwas, das aufgearbeitet werden sollte, ein Input, um Dinge, die in der Tiefe vorliegen an die Oberfläche zu fördern. „Aber Aktuelles hat absoluten Vorrang. Wir sammeln immer Themen am Anfang, worüber wir dann sprechen, was wir machen, ergibt sich von selbst.“ Eines der wichtigen Themen der letzten Monate, das immer wieder zur Sprache kam, dessen sind sich die fünf Mitglieder der Lebensoase einig, war „Grenzen“ und die Frage: Warum ich?.. Marie: „Die Krankheit ist immer noch ein Tabu. Krebs und Tod sind immer noch zwei Begriffe, die miteinander verbunden sind. Krebs ist eben Krebs.“ Jede Frau hat ihre ganz persönliche Lebensgeschichte, ihren Alltag, der sich von dem der anderen unterscheidet. Marie hat gerade eine Prüfung bestanden. Emma hat, ohne sich dessen bewusst zu sein, eine Stütze gesucht. Einen Ort, wo

Marie

sie ungehindert reden, alles raus lassen kann, nachdem ihr privates Umfeld, wie sie es so schön sagt, „satt“ war. In die Selbsthilfegruppe ist sie allerdings durch einen Zufall gekommen: sie hatte den Termin mit der Bastelgruppe verwechselt. Und ist geblieben! Schicksal! Johanna ist die Resolutheit in Person. Sie hat ihre Krankheit von Anfang an gut bewältigt, immer darüber geredet. Sie als Probe verstanden, die es zu überwinden galt. „Ich habe für mich keine Hilfe gebraucht, aber ich wollte wissen, wie es anderen geht und ihnen vielleicht helfen.“ Heike ist die jüngste der Gruppe und bereits seit zehn Jahren krank. Sie war überrascht, was alles aus ihr raus kam. „Wie viel Unausgesprochenes sich in all diesen Jahren in mir angesammelt hat und wie gut der Halt in einer Gruppe tun kann.“ Gerade diese Verschiedenheit ist die Bereicherung in der Gruppe und hilft, alle Spektren anzusprechen, alle Facetten zu erkennen und das Unausgesprochene zu benennen. Christine in ihrer Doppelfunktion als Gesprächsleiterin und Betroffene , nimmt für sich mit nach Hause, dass sie sich, seit die Lebensoase besteht – den Namen haben sich die Frauen selbst ausgesucht – nie alleine fühlt. „Das ist für mich ganz wichtig. Einer der wichtigsten Aspekte.“ Ein weiteres Hauptthema ist der absolute Wunsch nach Normalität. Marie: „Du stehst da, dein Leben hat sich geändert, Dein Körper hat sich verändert, Deine Seele hat sich verändert und eigentlich willst Du nur, dass das Leben wieder normal wird.“ Rückblickend haben die Treffen mit der Gruppe jeder einzelnen geholfen, sich mit Thematiken auseinanderzusetzen, die jede für sich gerne abgeschlossen hätte. Und die Gruppe hat gezeigt, dass jede auf ihre Weise auch helfen kann. Jetzt heißt es nur warten, bis der Sommer vorbei ist und die Treffen wieder aufgenommen werden. n


Thema

Der 2. Südtiroler Freiwilligentag Samstag, 17. Oktober 2009

Südtirol verfügt im sozialen Bereich über zahlreiche und vor allem gut funktionierende, von der öffentlichen Hand getragenen Dienste, aber ohne die wertvolle Hilfe von Freiwilligen könnte unmöglich alles abgedeckt werden. Auch die Arbeit der Südtiroler Krebshilfe käme ohne die Hilfe der zahlreichen Freiwilligen nicht aus.

Am 17.Oktober wird zum zweiten Mal der Südtiroler Freiwilligentag veranstaltet. Dieser Tag soll soziales Engagement nicht nur sichtbar machen, sondern durch positive Erfahrung auch fördern. Am ersten Südtiroler Freiwilligentag am 20. Oktober 2007 hatten sich über 180 Personen, mehrheitlich Frauen, in über 41 auf das ganze Land verteilten Projekten beteiligt. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 39 Jahre. Für zwei Drittel der Beteiligten war es die erste Erfahrung in diesem Bereich. Das erfreuliche Ergebnis: für viele war dieser Schnuppertag nur ein Auftakt.

Für viele war der Schnuppertag nur ein Auftakt Die ehrenamtlichen Helfer konnten unter zahlreichen Projekten wählen. Das Spektrum reichte von Arbeit mit Behinderten, Senioren oder Kindern über Freizeitbetreuung und –gestaltung bis hin zu Essensverteilung, manuellen Arbeiten wie Weihnachtsbasteln und Apfelsaftherstellung, einfach Gesellschaft leisten oder der Vorbereitung eines interkulturellen Festes. Auch in diesem Jahr können die freiwilligen Helfer für einen Tag unter rund 50 verschiedenen Projekten auswählen. Alle Bürgerinnen und Bürger in Südtirol - Einzelpersonen, Gruppen, Firmen - sind am 17. Oktober dazu eingeladen, sich unentgeltlich und freiwillig in verschiedenen Mitmachaktionen für eine gute Sache zu engagieren.

Gesundes Frühstück zubereiten mit der Krebshilfe Veranstalter des Freiwilligentages sind die Caritas und die Landesabteilung für Sozialwesen. Kooperationspartner ist der Dachverband der Sozialverbände, sowie der Verband der Altenheime.

Die Südtiroler Krebshilfe ist in diesem Jahr mit einem besonders originellen Projekt vertreten. In allen Landesbezirken können die freiwilligen Helfer für einen Tag unter der fachgerechten Anleitung von Köchen lernen, ein gesundes Frühstück zuzubereiten, nach dem Motto, „Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann!“

Und zum Abschluss wird gemeinsam gefeiert Den Abschluss des Freiwilligentags bildet wie vor zwei Jahren ein Fest mit Buffet und musikalischen Einlagen im Kolpinghaus in Bozen zu dem alle Teilnehmer ab n 19 Uhr herzlich eingeladen sind.

Fit und munter in den Tag starten Workshop Gesundes Frühstück zum Freiwilligentag

2009

freiwilligentag anschließend in lockerer Atmosphäre verzehrt. giornogemeinsam di volontariato In Brixen leitet den Workshop der bekannte Koch und Buchautor Helmut dè dl volontariati Bachmann.Im Rahmen dieser Aktion

„Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann“, wer kennt es nicht dieses Sprichwort. Wie viel Wahres im Volksmund steckt, zeigen zahlreiche Köche auf, die im Rahmen des 2. Südtiroler Freiwilligentages am 17. Oktober in allen Bezirken des Landes Workshops zum Thema „Gesund Frühstücken“ veranstalten. Gemeinsam mit Krebspatienten können die Teilnehmer am Freiwilligentag unter Anleitung eines Kochs ein gesundes Frühstück, bzw. eine gesunde Jause zubereiten und damit auch einen aktiven Beitrag für ihre eigene Gesundheit leisten. Frühstück und Jause werden

stellt die Südtiroler Krebshilfe sich und ihre Tätigkeiten vor, außerdem wird darauf aufmerksam gemacht, wie ungemein wichtig das unentgeltliche Engagement der zahlreichen Freiwilligen für die Arbeit Krebshilfe ist. An jedem Workshop können sich ca. 20 Teilnehmer einschreiben.

Anmeldungen unter Fax 0471 304394 oder info@freiwilligentag.it. Infos unter www.freiwilligentag.it

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Thema

Wer sind wir?

Die Mitarbeiter des Bezirks Bozen Salten Schlern

In der Septemberausgabe der Chance stellen wir Ihnen die festangestellten Mitarbeiter des Bezirks Bozen Salten Schlern vor, die Sekretärin und zwei Therapeutinnen. Wie in den anderen Bezirken auch, handelt es sich um ein Team, das nicht nur bestens zusammenarbeitet, sondern auch seine Arbeit mit größtem Einsatz versieht.

S

ie bezeichnet sich selbst als historisches Gedächtnis der Krebshilfe. Seit 1990 arbeitet die Therapeutin Maria Teresa Zanoni für die Vereinigung. „Ich habe in dieser Zeit viele Kollegen, Direktoren und Vorstandsmitglieder kommen und gehen sehen.“ Sie kennt alle Bezirke, weil sie in den vergangenen 19 Jahren auch als Jolly in allen Teilen des Landes ausgeholfen hat. Wenn sie von ihrer Arbeit spricht, beginnen ihre Augen zu leuchten. „Ich liebe diese Arbeit über alles, sie hat mir in all diesen Jahren unwahrscheinlich viel gegeben und ich habe auch das Gefühl, dass ich viel geben kann.“ Maria Teresa studierte bevor sie angefangen hat zu arbeiten, vier Jahre Psychologie. „Das hat mir ungemein geholfen. Bei unserer Arbeit ist der manuelle Aspekt eigentlich fast nebensächlich. Wir müssen uns in die Patienten einfühlen und sie stützen.“ Außerdem ist Maria Teresa sehr sportlich, Wasser ist ihr Element und solange die Krebshilfe noch selbst die Wassergymnastik organisieren konnte, hielt Maria Teresa auch die Gymnastikkurse ab. Rückblickend stellt sie fest, dass die Arbeit heute insgesamt leichter ist. Die Krebsforschung hat in den vergangenen

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Jahren enorme Fortschritte gemacht und außerdem wird die Lymphdrainage heute sowohl von den Krankenhäusern als auch von anderen Stellen angeboten. „Vor 19 Jahren“, so Maria Teresa, „gab es diesen Dienst nur bei der Krebshilfe.“ Silvia Premier arbeitet schon seit 1997 bei der Krebshilfe. Bis vor einem Jahr allerdings im Zentralbüro, einen Stock höher. In Bozen in der Dreiheiligengasse 1 sind sowohl das Zentralbüro als auch der Bezirk Bozen Salten Schlern im selben Gebäude untergebracht. In der Zentrale der Krebshilfe hatte es Silvia mehr mit Kontrolltätigkeiten zu tun. Bei dem Bezirk hingegen geht es hauptsächlich um Organisation, Empfang und Telefondienst. „Hier bin ich wesentlich mehr im direkten Kontakt mit den Mitgliedern“, erzählt Silvia. Und es gefällt ihr. „Es ist schöner hier zu arbeiten“, stellt sie fest. „Ich schätze den menschlichen Kontakt. Es braucht Sensibilität; man muss das Vertrauen der Menschen gewinnen.“ Viele Mitglieder, die in den Bezirk kommen, um Informationen einzuholen, verweilen ein wenig, erzählen ihre Geschichte. Silvia ist eine gute Sekretärin,

aber ebenso wichtig ist für ihre Arbeit das gewinnende Wesen und die Fähigkeit zuzuhören. Silvia: „Ich liebe jedenfalls meine Arbeit.“ Silvia Premier ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Sonia Janeva ist seit zwei Jahren ganztags als Therapeutin für den Bezirk Bozen Salten Schlern tätig. Vor elf Jahren ist sie mit ihrer Familie, Mann und zwei Kindern von Mazedonien, wo sie ihre Ausbildung abgeschlossen hat, nach Bozen gekommen. Sie spricht deutsch und italienisch und legt bei ihrer Arbeit großen Wert auf die Sprache. „Mit den Patienten sprechen, Verständnis für ihre Probleme haben, ist mindestens ebenso wichtig wie die manuelle Arbeit, wie die eigentliche Lymphdrainage.“ Davon ist Sonia, die auf den ersten Blick Vertrauen einflößt und der man ihr offenes Wesen auf den ersten Blick ansieht, überzeugt. Und wenn man sieht, wie sie ihre Patienten verabschiedet und empfängt, dann versteht man, was sie damit meint. Sie hat zu jedem ein ganz besonderes Verhältnis. Die Patienten schätzen neben ihrer Kompetenz ihre warme und offene Art und ihre gute Laune.


Thema

Ein eindringliches Zeugnis Brief von Bellino Masiero

Die Arbeit für die Krebshilfe ist keine Arbeit wie jede andere. Dies gilt sowohl für die festen Mitarbeiter wie für die zahlreichen freiwilligen Helfer, die sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit für die gute Sache einsetzen. Dieser Brief von Bellino Masiero, der für einige Monate als Physiotherapeut in Schlanders für die Krebshilfe gearbeitet hat, ist ein eindringliches Zeugnis dafür.

M

ein Name ist Bellino Masiero, ich bin Physiotherapeut von Beruf und habe bis vor kurzem für ein Jahr in Schlanders als Mutterschaftsvertretung für die Südtiroler Krebshilfe gearbeitet. Diese Tätigkeit war für mich wie ein Zurückkehren auf die Schulbank und hat mich tief im Innersten berührt. Deshalb möchte ich auf diese Weise Zeugnis ablegen. Ich war von jeher davon überzeugt, dass ein Therapeut diesen Beruf wählt, weil er sich selbst heilen muss, in dem er anderen Menschen bei ihrer Heilung hilft. In diesem letzten Jahr hatte ich wie nie zuvor das Gefühl, den Weg zu meiner eigenen Heilung gefunden zu haben. Ich muss zugeben, dass ich mich nach vielen Jahren, in denen ich diesen Beruf ausübe, zunächst fast überfordert gefühlt habe. Ich hatte noch nie in so weniger Zeit, bzw. gleichzeitig mit so vielen schwierigen Fällen auf einmal zu tun. Ich fühlte mich einerseits bereit dazu. Den, nennen wir es mechanischen Teil, meiner Arbeit beherrschte ich mehr als gut, aber ich hatte nur eine theoretische Vorstellung davon, was es braucht, um sich dieser Krankheit auch mit der richtigen mentalen Einstellung zu nähern. Ich habe mich aber ohne Zögern auf diese Herausforderung eingelassen. Nach mehr als 40 Jahren Berufserfahrung, glaubte ich mich vor nichts fürchten zu müssen. Welch ein Irrtum! Und es war nicht etwa die Schwierigkeit der Sprache. Meine Lebensgefährtin Annemarie improvisierte sich als Übersetzerin. Es waren nicht die besonderen Handgriffe, die mir fehlten. Es war die Gewissheit, dass die Menschen, die zu mir kamen, sich wenn auch unbewusst,

mehr als nur eine Massage, mehr als reine Handgriffe von mir erwarteten. Ich glaube Therapeut sein, heißt, die Kranken begleiten, sich des Warums ihrer Krankheit bewusst zu werden. Heißt, ihnen dabei zu helfen, das Signal, das ihnen ihr Körper durch diese Krankheit schickt, aufzunehmen und zu begreifen. Therapeut sein heißt, dazu fähig sein, gemeinsam mit dem Patienten einen Weg, der zur Heilung führt, einzuschlagen. Und das geht weit über die Schulmedizin heraus. Um dies machen zu können, muss man dazu bereit sein, sich jeden Tag aufs Neue in Frage zu stellen, um den anderen begleiten zu können. Dieser Weg ist schwierig, er ist lang und nicht ohne Sackgassen . . . Für mich persönlich bedeutete diese Erfahrung, mir selbst einzugestehen, dass es Grenzen gibt. Denn jemanden begleiten, heißt nicht, den Weg für ihn zu gehen. Man muss in der Lage sein, neutral zu bleiben, sich nicht zu sehr einbeziehen zu lassen und gleichzeitig als Spiegel für den anderen dienen, damit er sich in diesem Spiegelbild selbst erkennen kann. Ich musste lernen, dass die manuelle Therapie nur an zweiter Stelle kam. Die Lymphdrainage ist oberflächlich gesehen, immer gleich, bei jedem Patienten. Ich war überrascht, wie gut und mit welcher Offenheit mich die Patientinnen, denn es waren fast ausnahmslos Frauen, aufgenommen und angenommen haben. Für mich war diese totale Offenheit und Präsenz, die sie auch von mir verlangten, eine Probe. Die Tatsache sich Tag für Tag, Stunde für Stunde mit deinem ganzen Ich einzubringen und alles zu geben, was

man in sich trägt, erfordert eine konstante Selbsterkenntnis. Jede Stunde war für mich wie eine Prüfung, jede Patientin eine Lehrerin. Ich danke den 25 Personen, die sich mir im Laufe dieses Jahres angenähert haben. Nur einige Namen stellvertretend für alle: Rosa Mayr und Anton Wellenzohn. Die Patientinnen, die nur einige Male gekommen sind ebenso wie diejenigen, die Woche für Woche zweimal bei waren wie z. B. Thea Blasius oder Marianne Trauner. Diesen Patienten und allen anderen, die bereit waren, mich zu lehren, möchte ich mein herzlichstes Dankeschön ausdrücken und ich möchte ihnen allen sagen, dass ich sie für immer bei mir tragen und nie vergessen werde. Ein ganz besonderes Gedenken geht auch an all diejenigen, die ich kennenlernen durfte und die für immer von uns gegangen sind. Ich werde mich für immer von ihnen geleitet fühlen. Und ich trage all diejenigen in meinem Herzen, die gerade jetzt einen ganz besonders schwierigen Weg beschreiten. Ich frage mich natürlich auch, was genau mich all diese Menschen, die ich in diesem Jahr behandelt habe, gelehrt haben? Jeder hat mir auf seine ganz persönliche Weise eine Antwort gegeben und mich auf ganz persönliche Weise an seinem inneren Weg teilhaben lassen. All diesen Antworten ist eine Botschaft gemein: Das bedingungslose Sich-Gegenseitig-Annehmen ist die wirksamste, wenn nicht die einzigste Weise, um alle Schwierigkeiten, die das Leben n bereit halten kann, zu überwinden.“ Bellino Masiero

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„Was Was ist los in den Bezirken“ Krebshilfe Zentralvorstand

Besichtigung des Tiroler Krebsfoschungszentrums in Innsbruck von den SVP - Frauen und Mitgliedern des Zentralvorstandes der Südtiroler Krebshilfe

Unterpustertal

pe bringt 600 Euro für die

Suppensonntag: Gute Sup

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Krebshilfe

Mortadella unter der Guillotin e: der Club die “Sfigati” hat wie jedes Jahr mit Erfolg Mortadellabrote am Graben in Bruneck verkauft.


„Was Was ist los in den Bezirken“ OBERpustertal

06. Juni 2009. und helfen in Toblach am Benefizlauf 2009: Laufen luden der Luchsverein u daz , ranken Menschen helfen bsk kre wieit dam und fen Lau Samstag im Juni ein und ilfe Oberpustertal am 1. le an diesem Ma n x-te r Toblach und die Krebsh ode ten ers beteiligten sich zum derum kamen viele und Sache. e gut e ein für f lau Benefiz

Unter dem Motto „Kinder lauf en für kranke Kinder“ beteiligt en sich heuer auch elf Kinder am Benefizlauf , vom Weiler Rienz bis ins Dor Schon am Start legten sie los fzentrum. wie die Feuerwehr und liefe n die ca. 2 km lange Strecke in kürzester Zeit. Dur ch eine Spende von ihrem Tasc hengeld zeigten auch sie Solidarität und leist eten einen Beitrag für krebskra nke Kinder.

1. Juli ging es gemeinsam irks Oberpustertal: Am Bez des n effe ntr Freude am ppe Gru Monatliches gbegleiter gute Laune und ndwiesen in Sexten. We wa Rot zur erg uzb Kre vom Zusammensein.

ltete der Am Sonntag, den 12. Juli veransta s zum vierten Mal Gsie tin Mar St. von lub ell-C Vers der Krebshilfe einen Frühschoppen zu Gunsten erbrachte einen g ltun Hochpustertal. Die Veransta s Dankeschön liche herz Ein . Euro 0 4.00 Erlös von ern! allen freiwilligen Helf

Wie jedes Jahr ein großer Erfolg: der

shilfe.

Blumenverkauf zugunsten der Kreb

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„Was Was ist los in den Bezirken“ Meran - Burggrafenamt

Am 16. Februar fei erten die Mitglied er im Restaurant Sie Thurm die diesjähri ge Faschingsfeier. gler im Mit fröhlicher Mu Leckereien und an sik, kleinen deren Köstlichkeite n verbrachten die Teilnehmer einen zahlreichen angenehmen und unterhaltsamen Na chmittag. Am 14. Mai brach eine große Mitgliefahrt derzahl zur traditionellen Frühlings berg auf die Regole di Malosco am Nons icher fröhl und er Wett m gute auf. Bei Stimmung, mit einem mehr als köst), lichen Mittagessen (im Bild unten r Natu nen schö der an alle erfreuten sich . Am und den Wander- und Spazierwegen Nachmittag wurde auf dem Heimweg noch kurz im Wallfahrtsort Unsere liebe s Frau im Walde gehalten und ein kurze en. roch gesp ttes ergo Mutt Gebet bei der

Im Bezirk Mer an Burggrafen tion, wie imm amt fand die er zwischen O alljährliche Ro stern und Pfing senakzahlreichen Bl sten statt. Dabe umen zum Er i wurden w er b Aktion können angeboten. M wir unseren be it dem Erlös au troffenen Mitg s dieser unbürokratisc liedern wiede h Hilfe leisten r gezielt und . Die Vorsitzen möchte allen de Frau Thies Helfern und He Margit Drabek lferinnen sehr und die Mitarb herzlich für ih eit danken. Eb ren Einsatz enso bedankt die durch den sie sich bei de Erwerb der Ro n Käufern, sen zum Gelin haben. gen der Aktio n beigetragen

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Riccione rienaufenthalt in Teilnehmer am Fe en. bt rle ve b lau Gruppenfoto der Ur en r einen erholsam de lie tg Mi die 2009, wo


„Was Was ist los in den Bezirken“ Überetsch – UNterland Glücklich und zufrieden nach dem zur Cislon Alpe

Ausflug

für Die gute Küche ist eines der Motive Auch . berg rfenn Unte den Aufenthalt am der in diesem Jahr genoss eine Gruppe Woche eine rland Unte ks Bezir des r Mitgliede en zubelang die von Edda, Laura und Carm schon reiteten Köstlichkeiten. Jetzt werden Jahr! sten näch zum bis die Tage gezählt

Bei Lucaneca, Kraut und Polenta ließen es sich die Mitglieder des Bezirks Unterland gut gehen!

Einfach lecker und auch noch schön anzusehen

Einen wunderschönen Sommertag haben Kranke, Angehörige und Freiwillige des Bezirks Unte rland – insgesamt 85 Personen - im Naturpark Hornspitz e auf der Cislon Alpe verbracht. Nach der hl. Messe, zeleb riert von Hochwürden Johann Tasser, Pfarrer von Truden, gab es Mittagessen mit Lucaneca, Kraut und Polenta. Der Nach mittag verging bei Musik mit Giuseppe und Franz, Karte nspielen und Spaziergängen wie im Flug. Wie jedes Jahr spendierte Hüttenwirt Luis einen Apfelstrudel.

Mittsommerfest im Erholungszentrum Schwarzenbach in Auer: Die Köchinnen und die Köche an der Arbeit. Die Freiwilligen des Bezirks Unterland haben zum traditionellen Mittsommerfest wieder ihr Bestes gegeben. Begleitet wurde das gesellige Beisammensein von der Musik des Castelfeder Duos und des Duo Forever.

Eisacktal

l: Essen

Ausflug nach Schloss Tiro

Ausflug nach Sc

hloss Tirol: Wat

ten

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„Was Was ist los in den Bezirken“ Vinschgau

Grillfest Spondinig-

Prad

Reichts wohl noch für ein Glasl Wein?

Nach dem guten Essen wäre es eigentlich an der Zeit für ein Karterle . . .

´Zufriedene und frö hliche Gesichter für ein Grillfest ge wie es sich hört!

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„Was Was ist los in den Bezirken“ Vinschgau

Ausflug Sarntal

Was für einen sch

önen Tag!

Ihre schönsten Sommerfotos

Erst im Jänner habe ich mich der Chemotherapie in der Hämatologie im Krankenhaus Bozen unterzogen. Zu Ostern war ich 10 Tage lang in Ischia. Dies zeigt mich auf der Inselschiffrundfahrt. Margit Schwarz - Villanders

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veranstaltungen Veranstaltungen [ Eisacktal ] Krebsnachsorgeturnen im Wasser Brixen - Acquarena 16.09.09 - 15.11.09, jeden Mittwoch von 14.00 - 15.00 Uhr Leitung: Schwimmtrainer des SSV Brixen Mitzubringen: Badesachen Erforderlich: ärztliches Eignungszeugnis bzw. Selbsterklärung Kostenbeitrag: € 20,00 Anmeldung: ab 31. August 2009 im Bezirksbüro Brixen, Tel. 0472 832 448 Turn- und Entspannungsübungen Brixen - Fitnessraum in der Acquarena Altenmarktgasse 28/b 17. 09.09 - 17.12.09 jeden Donnerstag um 9.30 Uhr Leitung: Saro Scaggiante, Brixen Mitzubringen: Turnsachen Erforderlich: ärztliches Eignungszeugnis bzw. Selbsterklärung Kostenbeitrag: € 20,00 Krebsnachsorgeturnen Gröden - Turnhalle Grundschule St. Ulrich ab 23.09.09, jeden Mittwoch von 14.00 - 15.00 Uhr Leitung: Elisabeth Tappeiner Dellago St. Ulrich, Tel. 0471 796 739 Mitzubringen: Turnsachen Erforderlich: ärztliches Eignungszeugnis bzw. Selbsterklärung Kostenbeitrag: € 20,00 Kreistänze Brixen - Jugendhaus Kassianeum Seminarraum 6, Brunogasse 2 Montag, 28.09., 05.10., 19.10., 26.10., 09.11., 16.11., 23.11., 30.11. und 14.12., jeweils um 15.30 - 17.00 Uhr Leitung: Dr. Helene Leitgeb, Brixen Mitzubringen: bequeme Kleidung Erforderlich: ärztliches Eignungszeugnis bzw. Selbsterklärung Kostenbeitrag: € 20,00 Seminar: Zukunft zulassen (wird nur in deutscher Sprache angeboten) Mittwoch, 09.12.09 - 14.00 Uhr und 12.12.09 um 12.00 Uhr Referentinnen: Christina Hofer, Brixen, Sozialpädagogin, Lebens- und Sozialberaterin, Rio Abierto Trainerin und Betroffene; Brunhilde Kerschbaumer, Feldthurns, Mitarbeiterin für Integration, Ausbildung in Body Mind Centering, Rio Abierto Trainerin Veranstaler: Haus der Familie“, Lichtenstern Ritten in Kooperation mit der Südtiroler Krebshilfe, Bezirk Eisacktal Anmeldung: „Haus der Familie“, www.hdf.it - Tel. 0471 345 172 Begleitetes Ausdruckmalen Schnuppermalen zum Kennenlernen Freitag, 18.09 09 Malkurs in 8 Einheiten: Freitag, 2., 9., 16., 23., 30.10.09, und 6., 13., 20.11.

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jeweils von 14.30 - 17.00 Uhr Bezirkssitz der Vereinigung, Brixen, Brennerstraße 1 Kostenbeitrag: € 20,00 Leiterin: Magdalena Kofler, Mal- und Kunsttherapeutin, langjährige Erfahrung im sozialpädagogischen Bereich Törggelen Samstag, 24.10.09, ca. 12.30 Uhr Gasthof Knappenhof, St. Jakob/Pfitsch Beitrag: € 12,00 für ordentliche Mitglieder, € 20,00 für Begleitpersonen (Getränke inkl.) Anmeldeschluss und Einzahlung: im Bezirksbüro bis 16.10.2009 Zubringerdienst: Bus von Klausen, Brixen und Sterzing nach St. Jakob Pfitsch Zusteigmöglichkeiten: in Klausen - Parkplatz Hotel Brunnerhof um ca. 10.30 Uhr, in Brixen - Bushaltestelle Villa Adele, Bahnhofstraße um ca. 11 Uhr, in Sterzing - Untertorplatz um ca. 11.45 Uhr Rückfahrt: um ca. 18.00 Uhr Patientenbibliothek Am Freitag, 25.09.09 findet um 17.00 Uhr die offizielle Eröffnung der Patientenbibliothek mit einer kleinen Feier und Lesungen von Dott. Walter Legnani statt. Öffnungszeiten der Bibliothek: jeden 2. Montag im Monat (12.10.2009, 09.11.2009 und 14.12.2009) jeweils von 15.00 bis 17.00 Uhr Ein gesundes Frühstück macht’s…. „Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler!“ Fast jeder kennt das Sprichwort. Tatsächlich ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages, denn ein ausgewogenes Frühstück macht munter, fit und konzentrationsfähig. In einem Workshop, den der bekannte Koch und Buchautor Helmut Bachmann leitet, bereiten Sie gemeinsam mit Krebspatienten ein gesundes Frühstück bzw. eine gesunde Jause zu, welches Sie dann anschließend in lockerer Atmosphäre verzehren werden. max. Teilnehmerzahl: 20 Personen Flohmarkt Die Pfarrcaritas Vahrn veranstaltet jeden 1. Samstag im Monat im ehemaligen Kindergartengebäude in Vahrn einen Flohmarkt. Mit dem Erlös werden bedürftige Einzelpersonen oder Vereinigungen unterstützt. Aus diesem Grund hat der Bezirksvorstand beschlossen, keinen Flohmarkt mehr durchzuführen, sondern jenen der Pfarrcaritas Vahrn zu unterstützen. Sachspenden können bei der Pfarrcaritas Vahrn direkt (Kontaktperson Anni Öttl 328 7365162) abgegeben werden. Wir basteln mit Pia Pedevilla Termine: Dienstag, 6., und 13.10. von 14.30 - 17.30 Uhr Bezirkssitz der Vereinigung, Brixen, Brennerstraße, 1

Leitung: Pia Pedevilla, Bruneck, Designerin und Buchautorin von über 80 Bastelbüchern max. Teilnehmerzahl: 8 Personen Wir basteln für den Weihnachtsmarkt Dienstag, 27. Oktober und 10. November 2009 von 14.30 bis 17.00 Uhr Bezirkssitz der Vereinigung, Brixen, Brennerstraße 1 Leitung: Elfriede Burger Scapin (Brixen) Hanni Gorfer Gafriller (Barbian) Wir backen Kekse für den Weihnachtsmarkt Ort: Berghotel Ratschings, Innerratschings Telefonische Anmeldung bei Ruth Daporta, 0472 659 013 (abends) Stricken, häkeln oder sticken für den Weihnachtsmarkt In den vergangenen Jahren haben wir uns mit den angebotenen Waren auf unserem Weihnachtsmarkt einen sehr guten Namen gemacht. Um das Niveau zu halten, sind wir ständig auf der Suchenach Personen, die gerne bereit wären, eine Handarbeit für unseren Weihnachtsmarkt anzufertigen. Das Material wie Lätzchen, Babyhandtücher, Stickgarne, Häkelgarne, Wolle, Vorlagen, usw. wird von der Vereinigung gestellt. Interessierte können sich bei der Bezirksvorsitzenden, Frau Renate Daporta Jöchler, melden (335 12 11 392, abends). Eröffnung des Weihnachtsmarktes Am 25.11.09 findet um 17 Uhr die offizielle Eröffnung des Weihnachtsmarktes mit einer kleinen, besinnlichen Feier statt. Sitz der Vereinigung Brixen, Brennerstraße 1 Verkauf: 26.11.09 bis einschl. 08.12.09, jeweils von 09.00 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 18.30 Uhr Samstag, Sonntag und feiertags durchgehend von 09.00 bis 18.30 Uhr Selbsthilfegruppen Brixen

Offene Gesprächsgruppe für betroffene Frauen, die sich in der Nachsorge befinden (für deutschsprachige Mitglieder) Termin: 06.10.09, 17.00 Uhr (Die Treffen finden dann im Zwei-Wochen-Rhythmus statt) Bezirkssitz der Vereinigung, Brixen, Brennerstraße 1 Leitung: Christina Hofer Kasslatter, Lebens- und Sozialberaterin, Brixen

Geschlossene Gesprächsgruppe für Betroffene, die sich noch in der akuten Therapiephase befinden (für deutschsprachige Mitglieder) Termin: Donnerstag, 15. und 29.10., 12.11. 17.00 - 19.00 Uhr (3 Treffen) Bezirkssitz der Vereinigung, Brixen, Brennerstraße 1


veranstaltungen Veranstaltungen Leitung: Dr. Brigitte Greif, Psychologin, Brixen Wichtig: Anmeldung unbedingt erforderlich!

Gesprächsgruppe Primavera

(in italienischer Sprache) 21. September 2009, 16.30 Uhr Bezirksbüro, Brixen Brennerstraße 1 Leitung: Marina Bruccoleri, Brixen Gröden

Selbsthilfegruppe „fidanza“

Termin: ab 23.09.09, jeden Mittwoch von 15.00 - 16.00 Uhr Cafè Terrazza, St. Ulrich Kontaktperson: Maria Demetz Schmalzl, St. Ulrich, Tel. 0471 796 706 Leitung: Betroffene

[ bozen - Salten - Schlern ] Krebsnachsorgeturnen im Wasser Schwimmbad Haus St. Benedikt Grieserplatz, 19 - BZ Kostenbeitrag € 20,00 Donnerstag 01.10.2009 - 03.12.2009 1. Gruppe, 14.00 - 15.00 Uhr 2. Gruppe, 15.00 - 16.00 Uhr 3. Gruppe, 16.00 - 17.00 Uhr Freitag 02.10.2009 - 04.12.2009 4. Gruppe, 19.00 - 20.00 Uhr Donnerstag 04.02.2010 - 22.04.2010 1. Gruppe, 14.00 - 15.00 Uhr 2. Gruppe, 15.00 - 16.00 Uhr 3. Gruppe, 16.00 - 17.00 Uhr Freitag 05.02.2010 - 23.04.2010 4. Gruppe, 19.00 - 20.00 Uhr Krebsnachsoregeturnen SSV Roen Str. 12, Bozen Kostenbeitrag € 20,00 Montag 05.10.09 - 07.12.09, 16.00 - 17.00 Uhr Dienstag 06.10.09 - 15.12.09, 16.00 - 17.00 Uhr Montag 01.02.10 - 19.04.10, 16.00 - 17.00 Uhr Dienstag 02.02.10 - 20.04.10, 16.00 - 17.00 Uhr “Feldenkreis” Gymnastik SSV Roen Str. 12 - Bozen Donnerstag 01.10.09 - 03.12.09, 9.00 - 10.00 Uhr Freitag 02.10.09 - 04.12.09, 8.30 - 9.30 Uhr Donnerstag 04.02.10 - 22.04.10, 9.00 - 10.00 Uhr Freitag 05.02.10 - 23.04.10, 8.30 - 9.30 Uhr Maltherapie Montag 05.10.09 – 07.12.09 Dienstag 06.10.09 – 15.12.09 9,00 – 11,00 Uhr Sitz 1° Stock, Drei Heiligen Gasse, 1 - BZ Kursleiter: Rauzi Mara Kostenbeitrag:15,00 € Törggelen Gasthof Adler, Tisens, Samstag 24.10.2009 Abfahrt um 10,00 Uhr vor dem Hotel Alpi in der Südtirolerstrasse 1 - Bozen. Kostenbeitrag: Ordentliche Mitglieder 18,00 € Fördernde Mitglieder 28,00 € im Beitrag inbegriffen: Fahrt und Mittagessen samt Getränke Anmeldung und Bezahlung innerhalb 03.10.2009.

Weihnachtliches Treffen Samstag 12. Dezember 2009 Heilige Messe in der Domenikaner Pfarrkirche Domenikanerplatz in Bozen Beginn um 9,30 Uhr Anschließend findet im Kolpinghaus Bozen (Stube) eine Weichnachtsfeier mit einem kleinen Umtrunk statt Kostenbeitrag: Ordentliche Mitglieder 5,00 € Fördernde Mitglieder 15,00 €

[ Meran-Burggrafenamt ] Krebsnachsorgeturnen im Wasser Kurs 1: 10 - 11 Uhr Kurs 2: 11 - 12 Uhr Kostenbeitrag: € 20,00 Eigenerklärung oder ärztliches Zeugnis erforderlich Weitere Informationen vom Bezirksbüro Meran mittels Rundschreiben Krebsnachsorgeturnen Kostenbeitrag: € 20,00 Eigenerklärung oder ärztliches Zeugnis erforderlich Weitere Informationen vom Bezirksbüro Meran mittels Rundschreiben Tanztherapie Informationen vom Bezirksbüro Meran mittels Rundschreiben Selbsthilfegruppen Gruppe A:

Gesprächsgruppe für Betroffene, die sich in oder nach der ersten Therapiephase befinden Gruppe B:

Gesprächsgruppe für Betroffene, die sich noch weiteren Therapien unterziehen müssen Beide Gruppen treffen sich monatlich im Bezirkssitz unter der Leitung von Frau Ulrike Mazza. Weitere Informationen im Bezirksbüro Meran Wichtig: Neueinsteiger werden nach einem einführenden Einzelgespräch mit der Gruppenleiterin Frau Mazza in die Gruppen integriert. Beide Gruppen werden bei Bedarf auch in italienischer Sprache angeboten. Törggelen Oktober 2009 Genaue Informationen vom Bezirksbüro Meran mittels Rundschreiben Wichtig für alle angebotenen Aktivitäten: Wer sich nicht im Bezirksbüro Meran anmeldet (telefonisch oder persönlich) hat kein Anrecht auf die Teilnahme!

[ Überetsch - Unterland ] Krebsnachsorgeturnen jeweils montags ab 28.09.09; 17 bis 18 Uhr; im Bezirkssitz Neumarkt, Cesare Battisti Str. 6 Krebsnachsorgeturnen im Wasser jeweils donnerstags ab 01.10.09; erster Turnus von 15 bis 16 Uhr zweiter Turnus von 16 bis 17 Uhr im Hallenbad des Hotel Goldenhof, Palainstraße 1, Auer Unkostenbeitrag für beide Kurse, jeweils zehn Treffen 20,00 Euro; Anmeldung und Eigenerklärung im Bezirkssitz in Neumarkt. Kurse werden ab Januar fortgesetzt (Neueinschreibungen). Farbentherapie sieben Treffen ab 14. Oktober, jeweils um 15.30 Uhr im Bezirkssitz Neumarkt. Mit Hannelore; Auch für Anfänger. Einschreibungen ab sofort im Büro oder per Telefon, 0471 820466. Basteln Die Gruppe trifft sich wieder ab Herbst. Interessenten bitte im Bezirksbüro melden. Weimerball Am 28. November sind alle zum traditionellen Weimerball im Haus Unterland in Neumarkt eingeladen. Ab 20 Uhr. Unkostenbeitrag 15 Euro (Portion Spaghetti inbegriffen). Anmeldungen von 8 – 13 Uhr unter Telefon 0471 820466 Marathon Sonntag 4. Oktober 2009 startet um 9.15 Uhr der Solidaritätsmarathon über 400 m durch die Lauben von Neumarkt. Teilnahmebeitrag 5 Euro; alle Teilnehmer erhalten ein T-Shirt. Einschreibungen ab 8.30 Uhr am Dorfplatz. Kaffee- und Kuchenverkauf. Der Erlös geht zugunsten des Bezirks. Törggelen Mittwoch, 21. Oktoberab 12 Uhr im "Bürgerhaus” Tramin (Rundschreiben folgt). Weihnachten Weihnachtsfeier des Bezirks am 16. Dezember im "Bürgerhaus” Tramin (Rundschreiben folgt). Das Büro bleibt vom 26.10.09 – 31.10.09 geschlossen

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veranstaltungen Veranstaltungen [ PUSTERTAL ] S ektio n u nterp u sterta l

Krebsnachsorgeturnen im Wasser 1. Gruppe: Donnerstag von 15.00 bis 16.00 Uhr 2. Gruppe: Dienstag von 08.00 bis 09.00 Uhr Schwimmbad im Sozialzentrum „Trayah“ 39031 Bruneck, Ferraristraße 18/c Leitung: noch zu bestimmen Beginn: Donnerstag 08.10.2009 bzw. Dienstag 06.10.2009 Kostenbeitrag: € 20 Anmeldung unter Tel. Nr. 0474 551327 Krebsnachsorgeturnen Zeit: Dienstag von 15.00 – 16.30 Uhr Ort: Turnhalle im Sozialzentrum „Trayah“, Bruneck Leitung: Scaggiante Saro Beginn: 06.10.2009 Mitbringen: Warme Socken und eine Decke Kostenbeitrag: € 20 für Betroffene Anmeldung unter Tel. Nr. 0474 551327

Gesprächsgruppe „Mein 2. Leben“ Montag von 14.15 – 17.15 Uhr, alle 3 Wochen Seminarraum im Sozialzentrum „Trayah“, 39031 Bruneck, Ferraristraße 18/c Leitung: Dr. Anton Huber (Psychoonkologe) Beginn: 14.09.2009 Anmeldung bei Dr. Anton Huber Tel. 0474 581805 Schreibwerkstatt Zeit: zu bestimmen Ort: Büro der Südtiroler Krebshilfe, Bruder Willram-Str.11 Beginn: Oktober 2009 Leitung: Falkensteiner Michaela und Dr. Anton Huber Anmeldung bei Dr. Anton Huber Tel. 0474 581805 Malgruppe Zeit: Donnerstag ab 14 Uhr „Pro artes“, Delago-Straße, Bruneck (neben Kindergarten) - Leitung: Luis Seiwald Beginn: Oktober 2009, laufender Einstieg möglich

Wallfahrt nach Aufkirchen 07.10.2009 Treffpunkt: 13.30 Uhr beim Krebshilfebüro in Toblach Anmeldung unter Tel. Nr. 0474 551327 Freiwilligentag 2009 Zeit: 17.10.2009 von 9 bis 11 Uhr Im Büro der Südtiroler Krebshilfe wird bei einer gesunden Jause ein Einblick in unsere Tätigkeit geboten. Törggelen (mit Sektion Oberpustertal) Zeit: Mittwoch 28. Oktober 2009 um 17 Uhr Ort: Hotel Lanerhof Montal, St. Lorenzen Anmeldung: bis 23.10.2009 im Büro Tel. 0474 551327

"Ein Tag für uns" Am 7. November 2009 sind alle Vorstandsmitglieder der Südtiroler Krebshilfe von 9 bis 16 Uhr zu einem Treffen der ganz besonderen Art auf der Haselburg eingeladen. „Ein Tag für uns“, so das Motto dieses Tages in dessen Mittelpunkt diejenigen stehen, die aus der Krebshilfe das machen, was sie ist. Das Thema des Treffens ist: Traditionen erneuern - Innovationen verankern (Dankender Blick zurück - Engagierter Blick nach vorn).

Ziele dieser Veranstaltung sind: • aufzeigen, was geleistet wurde und Danke sagen! • die Visionen der Gründer sichtbar machen - der Funke soll überspringen! • den Zusammenhalt untereinander fördern - Wir-Gefühl stärken • einen Tag für uns gestalten, zum Kraft tanken • die bessere Verteilung von Verantwortung und Aufgaben diskutieren • neue Gesichter für unsere Arbeit begeistern • zur Mitarbeit in den Vorständen motivieren • Zukunft anpacken.

bezirksbüros [

BO ZEN - S ALTEN -S CHLERN ] Sitz u. Ambulatorium: Drei-Heiligen-Gasse 1 - Tel. 0471 283 719 bozen-salten-schlern@krebshilfe.it [ Mera n ] Sitz: Rennweg 27 - Tel. 0473 445 757 Ambulatorium: Romstr. 3 - Tel. 0473 496 715 meran-burggrafenamt@krebshilfe.it [ Toblach ] Sitz u. Ambulatorium: Gustav-Mahlerstr. 3 Tel. 0474 972 800 - oberpustertal@krebshilfe.it [ Sch landers ] Sitz: Krankenhausstr. 13 - Tel. 0473 621 721 Ambulatorium: Hauptstr. 134 Tel. 0473 736 640 - vinschgau@krebshilfe.it

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IMPRESSUM:

[ N e uma r kt ] Sitz u. Ambulatorium: C.-Battisti-Ring 6 - Tel. 0471 820 466 Ambulatorium: Leifers Tel. 0471 820 466 ueberetsch-unterland@krebshilfe.it [ B ri x e n ] Sitz u. Ambulatorium: Brennerstr. 1 - Tel. 0472 832 448 Ambulatorium: Sterzing - Tel. 0472 765 206 eisacktal@krebshilfe.it [ B rune c k ] Sitz: Bruder-Willram-Str. - Tel. 0474 551 327 Ambulatorium: A.Hofer Str. 52 Tel. 0474 550 320 unterpustertal@krebshilfe.it

DIE CHANCE: Kostenlose Zeitschrift für die Mitglieder der Südtiroler Krebshilfe. Herausgeber: Südtiroler Krebshilfe, Dreiheiligengasse 1, 39100 Bozen Tel: 0471 28 33 48, Fax: 0471 28 82 82 e-mail: info@krebshilfe.it In das Landesverzeichnis der ehrenamtlich eingetragen Dek. Nr. 199/1.1-28.10.1997 Einschreibung ins Bozner Landesgericht Nr. 3/2003 Verantwortliche Direktorin: Dr. M. Bernard Munter Sekretariat: Südtiroler Krebshilfe Redaktion: Dr. Nicole Dominique Steiner Grafik und Layout: Studio Mediamacs, Bozen Druck: Athesia Druck GmbH, Bozen Nächste Ausgabe: Dezember 2009

Die Chance 2009-3  

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