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Die Zeitung des Ruhrgebiets

NR. 250 / 43. Woche

Dienstag, 26. Oktober 2010 · DO Mo.-Fr. 1,20 €; Sa. 1,40 €

WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE Ein Rolling Stone enthüllt sich Keith Richards’ Biografie: „Life“

DerWesten.de Unabhängig · Überparteilich

Gesellschaft

Heute streikt die Bahn

Morgen

11°

11°

Die Bahn streikt, das Auto auch, die Füße werden kalt, und den Schirm haben wir umsonst dabei.

DO RTM U N D

Ein neuer Anlauf für Industriegebiet Zusammenarbeit mit Lünen geplant 2. Bundesliga

Erzgebirge Aue RW Oberhausen

2:0

Fahren ohne Winterreifen kostet 40 Euro Düsseldorf. Das Fahren bei Schnee ohne spezielle Bereifung soll doppelt so teuer werden wie bisher und Pkw-Fahrern einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei einbringen. Das sieht der Entwurf der Bundesregierung vor, bestätigte das NRW-Verkehrsministerium der WAZ. Voraussichtlich am 5. November wird im Bundesrat darüber abgestimmt. Wer demnach seinen Pkw bei winterlichen Straßenverhältnissen ohne Allwetter-, M & S- oder Winterreifen bewegt, muss 40 statt wie bisher 20 Euro Bußgeld bezahlen. Bei einer Gefährdung anderer verdoppelt sich die Geldstrafe, es bleibt aber bei einem Punkt (gh) in Flensburg.

Brüderle lenkt im Kohlestreit ein Essen/Berlin. Im Vorfeld der heutigen Fraktionssitzungen von FDP und CDU/CSU zeichnet sich eine Einigung bei dem Koalitionsstreit um das Ende des Bergbaus in Deutschland ab. Nach Informationen der WAZ-Medien gruppe ist nun auch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) mit dem Beibehalt des Datums 2018 einverstanden. Zuvor hatte Brüderle wie die EU-Kommssion einen Ausstieg bereits im Jahr 2014 erBericht Wirtschaft wogen.

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Rhein-Ruhr

20043

Transnet und GDBA wollen mit Warnstreiks den Regionalverkehr lahm legen. Lange Staus erwartet

Düsseldorf. NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger (SPD) hat eine Debatte über Volksentscheide für industrielle Großprojekte ausgelöst. Als Beispiel nannte er die geplante KohlenmonoxidPipeline des Bayer-Konzerns, die bei Anwohnern am Niederrhein äußerst umstritten ist. „Industrieprojekte wie die CO-Pipeline lassen sich nur im frühzeitigen Dialog mit den Bürgern realisieren. Die Zeit der Basta-Politik ist vorbei“, sagte Voigtsberger dieser Zeitung. „Stockt der gesellschaftliche Dialog, sind Schlichtungsverfahren ein sinnvolles Instrument.“ Auch ein Bürgerentscheid sei am Ende einer Kette von Vermittlungen zwischen Politik, Bürgern und Industrie denkbar. Bei den NRW-Grünen lösten die Äußerungen Irritationen Kommentar Seite 2 aus.

Rolf Kiesendahl Angelika Wölk Ruhrgebiet. Starke Nerven brauchen heute morgen viele Berufspendler und Schüler im Ruhrgebiet. Weil die Bahngewerkschaften Transnet und GDBA zeitlich gestaffelt zwischen drei und elf Uhr morgens den Regionalverkehr lahm legen wollen, drohen viele Zugausfälle und Verspätungen. Im Ruhrgebiet, so hieß es gestern Abend aus Gewerkschaftskreisen, würde der gesamte Nahverkehr bestreikt. Auch die beiden privaten Konkurrenten der Bahn, Abellio und Eurobahn, seien betroffen, sagte ein Gewerkschafter dieser Zeitung. Im Fernverkehr wird es ebenfalls zu massiven Störungen kommen. Kämen die Verhandlungen nach den Streiks

»Am Montagmorgen gab es in Nordrhein-Westfalen über 200 km Stau« nicht in Bewegung, so die Gewerkschaften, seien weitere Aktionen denkbar. Bei der Deutschen Bahn bemühte man sich gestern, sich für die „diffusen Ankündigungen“ im Verlaufe des Tages (Bahnsprecher Udo Kampschulte) von Transnet und GDBA entsprechend zu rüsten. Mehrere hundert zusätzliche Mitarbeiter würden eingesetzt, um Unannehmlichkeiten für Reisende gering zu halten. Sie sollen vor allem das Service-Personal an den Bahnhöfen und die telefonischen Reiseinformationen verstärken. Auch die Betriebszentralen und Transportleitungen würden personell deutlich aufgestockt. Die Bahn empfiehlt den Reisenden, sich vor der Fahrt unter der kostenlosen Servicenummer 08000-99 66 33 zu in-

ONLINE Wo aktuell gestreikt

wird, erfahren Sie im Internet DerWesten.de bei

CO-Pipeline: Minister will Bürger fragen

Bericht Wirtschaft

Polizisten sollen fitter werden

Abellio fährt auf den Strecken von Essen nach Siegen und von Bochum nach Gelsenkirchen. Ob die Autobahn eine echte Alternative für Bahnfahrer ist, bezweifelt der ADAC. „Am Montagmorgen gab es in NRW bereits über 200 Kilometer Stau“, so Sprecherin GrüKommentar Seite 1 newald.

Düsseldorf. Die mehr als 40 000 Polizisten in NRW müssen künftig alle zwei Jahre das Deutsche Sportabzeichen ablegen oder einen Polizeileistungstest absolvieren, um ihre Fitness unter Beweis zu stellen. Außerdem können sie drei statt bisher zwei Stunden ihrer monatlichen Dienstzeit mit Training verbringen. Wer die Standards nicht sofort erfüllt, wird besonders gefördert. Die Bürger in NRW hätten Anspruch darauf, dass ihre Polizeibeamten bestens trainiert sind, sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD) bei der Vorstellung des Gesundheitskonzepts. Die Gewerkschaft der Polizei begrüßte das Programm, mit dem auch der „zu hohe Krankenstand“ gesenkt werden könne. Jährlich seien über 7500 Polizisten sechs Wochen oder länger krank. ts

Tagesthema Seite 2

Kommentar Seite 2

Harte Zeiten: Der Bahnstreik dürfte die Staus auf der A 40 noch vergrößern. formieren. Infos zur Lage gibt es auch im Internet unter www.bahn.de/aktuell. Beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr geht man ebenfalls von einem größeren Streik aus. „Unser Bereich ist stark betroffen“, sagte Sprecherin Sabine Tkatzik dieser Zeitung und empfahl als mögliche Alternative für bestimm-

te Strecken den Umstieg auf „lang laufende Stadtbahnen“ wie die U 79 von Duisburg nach Düsseldorf oder die „Kulturlinie 107“ von Gelsenkirchen nach Essen. Das private Bahnunternehmen Abellio kündigte an, im Streikfall Hinweise auf der Internetseite (abellio-railnrw.de) zu veröffentlichen.

Foto: Matthias Graben

SPD: Höhere Steuer für Raucher bringt nichts

DER KOMMENTAR

Nerven bewahren beim Streik Rolf Kiesendahl

K

eine Katastrophe bricht heute über uns herein, und auch keine Heimsuchung anderer Art. Das öffentliche Leben kommt nicht zum Erliegen. Und niemand muss hungern oder frieren. Es sei denn, er ist zu dünn angezogen. So gesehen bietet der Warnstreik der Eisenbahner kaum Erregungspotenzial. Hier übt eine Berufsgruppe ihr Streikrecht aus, das in der Verfassung verankert ist. Der hat gut schwätzen, werden viele denken, die heute morgen nur auf Umwegen zur Arbeit gelangen. Mit Bus- oder Bahnlinien, die sie bisher nur vom Hörensagen kannten. Oder die im Stau auf der Autobahn stehen, der wegen des Streiks noch ein paar Kilometer länger ausfällt. Manche werden sich als Geiseln der Eisenbahner wähnen, die natürlich mit ihren Maßnahmen den empfindlichsten Nerv unserer Arbeitswelt treffen. Andererseits: Deutsche Gewerkschaften gehen in der Regel sehr besonnen mit ihrer schärfsten Waffe um. Was also tun? Am besten früh genug starten, denn laut Gesetz rechtfertigt ein Warnstreik kein Zuspätkommen zur Arbeit. Und versuchen, mit Kollegen, Nachbarn und Freunden Fahrgemeinschaften zu bilden. Vielleicht entsteht daraus sogar eine Dauereinrichtung. Nicht zuletzt: Ruhe bewahren und nach Möglichkeit entspannt bleiben. Es gibt schließlich Schlimmeres als langes Warten auf die nächste Bahn. Auch wenn’s nervt.

ZITAT /

Mache dir selber Bahn! Johann Wolfgang von Goethe, (1749 - 1832), deutscher Dichter

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Zigarettenpreis soll pro Jahr um vier bis acht Cent pro Packung steigen. Eichel hatte 2004 geringere Einnahmen Daniel Freudenreich Berlin. Die Bundesregierung will die Tabaksteuer zwischen 2011 und 2014 in vier Stufen erhöhen. Pro Jahr soll die Schachtel Zigaretten um vier bis acht Cent teurer werden. Dies kündigte ein Sprecher des Finanzministeriums am Montag als Ergebnis des Koalitionsgipfels an. Auch beim Feinschnitt muss

der Raucher tiefer in die Tasche greifen. So soll die 40Gramm-Packung pro Jahr um 12 bis 14 Cent teurer werden. Unter dem Strich erhofft sich der Bund bis 2014 Zusatzeinnahmen von 2,2 Milliarden Euro von den Rauchern. Im Gegenzug will die Koalition die energieintensiven Betriebe bei der Ökosteuer um zunächst 550 Millionen Euro und ab 2012 um jährlich 580

Millionen Euro entlasten. Bis 2014 entgehen dem Staat auf diesem Wege 2,29 Milliarden Euro von der Wirtschaft. „Durch die Erhöhung einer Verbrauchssteuer macht die Regierung Klientelgeschenke“, sagte SPD-Fraktionsvize Elke Ferner dieser Zeitung. Zudem habe noch keine Regierung mit einer höheren Tabaksteuer am Ende das eingenommen, was sie zu Beginn

vorgesehen habe. Ähnlich äußerte sich der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Alexander Bonde, mit Blick auf die Tabaksteuererhöhung 2004 unter Rot-Grün. Der damalige Finanzminister Eichel (SPD) rechnete mit einer Milliarde Euro Mehreinnahmen. Am Ende kassierte der Fiskus mit 13,63 Milliarden Euro 464 Millionen Euro weniger als Kommentar Seite 2 2003.

Schalke, Bayern, Werder: Spitzenspiele im DFB-Pokal Die Begegnungen im Liveticker – ab 19 Uhr bei DerWesten

Es ging um Geld und Ehre: Ottfried Fischer Schauspieler siegt im Prozess um Sexvideo

Obama zwischen allen Stühlen Der US-Präsident vor den Wahlen

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Gesellschaft

Politik

Der Ratgeber am Dienstag

Heute in Ihrer Tageszeitung

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Heute

Tierheime plagen sich mit Katzen Plädoyer für Kastrationspflicht

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MEINUNG UND TAGESTHEMA

W02I2N NR.250

Dienstag, 26. Oktober 2010

Der Minister und die CO-Pipeline

WARNSTREIK BEI DER BAHN

Verwirrung gestiftet

Wenn nichts mehr geht

Tobias Blasius

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s hat mehrere Wochen gedauert, bis sich der neue nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger (SPD) ein laues Bekenntnis zu den beiden wichtigsten industriepolitischen Projekten des Landes – der CO-Pipeline am Niederrhein und dem Kohlekraftwerk Datteln – abringen konnte. Bei einer Veranstaltung der IG Bergbau Chemie Energie, eines lange Zeit einflussreichen Partners der Sozialdemokratie an Rhein und Ruhr, kam er nicht umhin. Doch anstatt sein wirtschaftspolitisches Profil zu schärfen, sorgte Voigtsberger mit einem Ruf nach mehr Bürgerbeteiligung im Streit um die KohlenmonoxidLeitung allenthalten für Verwirrung. Auf der einen Seite wundern sich die Grünen, weil es ihnen nicht um die Popularität der Pipeline geht, sondern um grundsätzliche politische und rechtliche Bedenken. Auf der anderen Seite zeigt sich der Bayer-Konzern irritiert, weil das Millionenprojekt doch schon vor Jahren ausreichend demokratisch legitimiert wurde. Seit „Stuttgart 21“ finden es Politiker offenbar ratsam, die Verantwortung für strittige Entscheidungen ängstlich an die Bürger zu delegierten. Wer sich so klein macht, gewinnt als Regierender kaum Autorität.

Zigaretten werden teurer

Gesunder Druck Hannes Koch

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as Sparpaket der Bundesregierung ist sozial unausgewogen. Die Koalition hat die Industrie bei der Ökosteuer im Vergleich zu den bisherigen Planungen entlastet, den Bürgern erhöht man die Tabaksteuer. Unter dem Strich haben die Verbraucher am Ende ein paar hundert Millionen weniger zur Verfügung als heute. Auf den zweiten Blick jedoch sollte das Urteil gegenüber der Regierung milder ausfallen. Denn es wird den Bürgern Anreiz gegeben, weniger zu rauchen. Und auch für Menschen mit geringem Einkommen ist es nicht falsch, an ihre Gesundheit zu denken. Ähnlich wie bei der jüngsten Hartz-IV-Reform, durch die Zigaretten- und Alkoholkonsum nicht mehr als Grundbedarf gelten, hat die Regierung wieder eine geschickte Lösung gefunden. Sie belastet die Verbraucher auf eine Art, die man ihr nicht vorwerfen kann. Für die kommenden Verhandlungen der Koalition aber ist Vorsicht geboten. Noch ist das Sparpaket nicht fest geschnürt. Infolge der geringeren Erhöhung der Ökosteuer muss die Regierung einen Fehlbetrag von mehreren hundert Millionen Euro jährlich decken, um ihr Einsparziel zu erreichen. Wenn dabei wieder die Unternehmen begünstigt und die Bürger belastet werden, darf man den Vorwurf der größeren sozialen Schieflage zu Recht erheben.

Polizisten sollen gesünder leben

Fitness im Dienst Theo Schumacher

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ast jeder hat schon einen Streifenwagen vor einem Burger-Imbiss stehen sehen, und es steht zu vermuten, dass die Polizisten drinnen nicht das Personal überprüft haben. Junkfood ist menschlich, das gilt auch für Beamte. Ernährungsberatung gehört deshalb zu dem Konzept, das trotz des etwas sperrigen Titels „Ganzheitliches Gesundheitsmanagement“ die Polizei in NRW fit genug für ihren täglichen Dienst halten soll. Das ist nicht so normal wie man glaubt. Riskante Einsätze, Schichtarbeit und mitunter starke psychische Belastungen fordern den Polizeibeamten viel ab. Eine Folge ist der hohe Krankenstand mit langen Ausfällen, der nicht nur die Polizei trifft, sondern auch die öffentlichen Kassen. Allein im Jahre 2008 kosteten Krankmeldungen über sechs Wochen und mehr den Steuerzahler in NRW 38 Millionen Euro. Die Bürger haben einen selbstverständlichen Anspruch auf durchtrainierte und geistig präsente Beamte, die ihnen Schutz und Sicherheit gewährleisten. Sie müssen sich systematisch fit halten, auch im Dienst. In fünf Jahren wird über die Hälfte der Polizisten in NRW zwischen 50 und 60 Jahre alt sein. Wenn sie trotz einer nahen Pensionsgrenze nicht in Form sind – wer dann?

DIE ANDEREN

Der Arbeitskampf wird vor allem in kleinen Bahnunternehmen geführt Wolfgang Mulke Berlin. Tausende Bahnfahrer im Ruhrgebiet müssen heute mit Zugausfällen und erheblichen Verspätungen rechnen. Die Gewerkschaften haben zu Warnstreiks bei der Bahn und bei ihren privaten Konkurrenten aufgerufen. Die WAZ beantwortet die wichtigsten Fragen zum Streik. Welche Züge sind vom Streik betroffen? Bei den Tarifverhandlungen geht es um einen einheitlichen Tarifvertrag für alle Bahnen, also auch die privaten Konkurrenten der Deutschen Bahn. Die kleinen Bahnunternehmen sind vor allem im Nahund Regionalverkehr aktiv. Dort wird der Streik deshalb vor allem geführt. Die Folgen werden allerdings auch im Fernverkehr zu spüren sein. Anschlusszüge dort werden womöglich nicht pünktlich erreicht. Auch könnten Streiks der für das Netz zuständigen Beschäftigten zu Behinderungen im Fernverkehr führen. Haben Fahrgäste Schadenersatzansprüche, wenn ihr Zug ausfällt oder zu spät ist? Nein, denn bei einem Streik gelten die sonst üblichen Regelungen der Fahrgastrechte nicht. Das bestätigt die zuständige Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr. Die Deutsche Bahn hat jedoch angekündigt, dass Reisende ihre Tickets in den Reisezentren kostenlos umtauschen oder sich den Fahrpreis erstatten lassen können. Die Zugbindung bei Sonderangeboten wird aufgehoben, wenn die geplante Fahrt nicht stattfindet. Dann können die Passagiere mit ihrem Fahrschein den nächsten Zug ans Ziel nehmen, auch wenn es statt der Regionalbahn ein ICE sein sollte. In den Verkehrsverbün-

Wieder sind Fahrgäste die Dummen, wie immer, wenn Tarifauseinandersetzungen im öffentlichen Dienst auf dem Rücken der Kundschaft ausgetragen werden.

Ostsee-Zeitung (Rostock)

Bei allem verständlichen Zorn der Pendler: Bundesweit einheitliche Tarife durchzusetzen, ist verständlich. Gleiche Löhne, ob für Mitarbeiter bei Deutscher Bahn oder Privatfirmen, ob in Rostock oder München, wären gerecht.

DIE LESER Zu „Das Rauchen wird ab 2011 teurer“

Da ist der Raucher in der Zwickmühle. Raucht er weiter, dann lädt er der Allgemeinheit die Folgekosten seiner Sucht auf. Hört er auf zu rauchen, gefährdet er tausende von Arbeitsplätzen bei den energieintensiven Unternehmen. Ich hoffe, er ist sich seiner VerantworKlaus Batkowski, E-Mail tung bewusst.

So könnte es heute auf vielen Bahnhöfen aussehen. den gelten die jeweiligen tariflichen Regelungen. Was ist, wenn ich meinen Flieger wegen des Streiks verpasse? Jeder Reisende ist grundsätzlich selbst dafür verantwortlich, pünktlich zum Flughafen zu kommen. Die Fluggesellschaften haften hier nicht. Zahlt die Bahn ein Taxi oder ein Hotel, wenn ich am Bahnhof festhänge? Auch hier beruft sich die Bahn auf höhere Gewalt und verpflichtet sich nicht zur Zahlung dieser Leistungen. Die Bahn entscheidet nach früheren Angaben aber jeweils konkret vor Ort, ob sie ein Hotel oder ein Taxi bezahlt. Dürfen Arbeitnehmer mit Berufung auf den Streik zu spät am Arbeitsplatz erscheinen?

Da die Streiks angekündigt wurden, können sich Arbeitnehmer rechtzeitig darum kümmern, mit dem Auto, Bus oder dem Fahrrad pünktlich zum Betrieb oder ins Büro zu kommen. Arbeitsrechtlich sind die Behinderungen im Regionalverkehr also keine Entschuldigung für ein verspätetes Erscheinen. Wo können sich Kunden informieren? Die Deutsche Bahn will einige hundert zusätzliche Mitarbeiter einsetzen, damit die Fahrgäste möglichst wenig unter dem Ausstand leiden müssen. Sie sollen die Fahrgäste an den Bahnhöfen oder per Telefon über Verspätungen oder Zugausfälle informieren. Seit gestern hat das Unternehmen unter der Telefonnummer 08000-99 66 33 eine kostenlose Servicenummer freigeschaltet. Auch informiert die Bahn

Foto:Gerd Lorenzen

auf ihrer Internetseite über aktuelle Entwicklungen. Worum geht es bei dem Arbeitskampf? Für rund 90 Prozent der über 130 000 Bahnbeschäftigten gilt ein Tarifvertrag, der ihnen das vergleichsweise hohe Lohnniveau der Deutschen Bahn sichert. Nun sollen auch die restlichen zehn Prozent der Beschäftigten durch einen branchenweiten Tarifvertrag an dieses Niveau herangeführt werden. Grundsätzlich sind die sechs großen Privatbahnen Abellio, Benex, Arriva, Veolia, Keolis sowie die Hessische Landesbahn dazu auch bereit. Ihr Angebot liegt nach Gewerkschaftsangaben aber dennoch um bis zu 20 Prozent unter dem Tarif der Deutschen Bahn. Nun wollen Transnet und die GDBA den Druck auf die kleinen Bahnen erhöhen, in dem sie streiken.

Im Internet können Fahrer und Mitfahrer zueinander finden. Bei Streiks steigen die Chancen Ruhrgebiet. Wer das StreikChaos im Nah- und Fernverkehr meiden und trotzdem günstig und schnell zur Arbeit kommen möchte, kann nach einer Fahrgemeinschaft suchen. Längst gibt es im Internet Portale, auf denen Fahrer und Mitfahrer zueinander finden können. Zwar besteht keine Garantie auf eine Mitfahr-

gelegenheit. „Aber gerade bei Streiks im Nahverkehr steigen die Chancen, da sich mehr Leute nach Ausweichmöglichkeiten umsehen“, so Stephan Soll von der NRW-Verbraucherzentrale. Er empfiehlt für NRW die Portale Mitpendler.de und NRW.Pendlernetz.de. „Das sind absolut seriöse Angebote“, sagt Soll. Hier wird für die Anmeldung keine Gebühr fäl-

lig. Und bei beiden Diensten sitzen Städte und Kreise in NRW mit im Boot. Von kostenpflichtigen Portalen rät der Verbraucherschützer ab. Mitpendler.de ist ein Projekt des Verkehrsverbunds RheinRuhr (VRR). Hier werden neben der Mitfahrgelegenheit auch Bus- und Bahn-Verbindungen ermittelt, falls der Fahrer nicht an der Haustür vorbeikommen kann.

Rechtlich entstehen für den Fahrer keine Probleme. „Die Kfz-Haftpflichtversicherung umfasst alle Insassen“, sagt Elke Hübner, Verbraucherschutz-Expertin beim Automobilclub ADAC Nordrhein. Sämtliche Kosten für die Fahrt werden gleichmäßig aufgeteilt. Pro Kilometer müsse man je nach Fahrzeugtyp mit 30 Cent bis zu einem Euro rechnen, sagt Hübner.

Raucher – die wahren Helden der Gesellschaft

DIE ZAHL DES TAGES

112 000 Kinder wurden im März dieses Jahres von Tagesmüttern betreut. Das waren rund 14 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die meisten waren unter drei Jahre alt.

Diese Regierung hat das ihre dazu beigetragen, Misstrauen statt Vertrauen zu wecken. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass FDP-Chef Guido Westerwelle und CSU-Chef Horst Seehofer sich bis jetzt nicht in die Regierung integrieren lassen. Beide polarisieren im politischen Überlebenskampf auf Kosten der Koalitionspartner, destabilisieren ein Bündnis, das ohnehin Mühe hat, Gemeinsinn zu entwickeln.

Handelsblatt (Düsseldorf) zu Streik

Fahrgemeinschaft als Alternative Melanie Bergs

Stuttgarter Zeitung zur Koalition

WAZ-Zeichnung: Heiko Sakurai

Zu „Fernseher oder nicht – alle zahlen“

Die Frage ist ja: Welche Zwangsabgabe kommt als nächste und wie sieht die aus? Von Sparen hat wohl noch keiner der VerantwortliWolfgang Becker, Bochum chen etwas gehört. Jetzt muss aber auch hinterfragt werden dürfen, ob ich nicht mehr Qualität verlangen kann als Pilawa und Co abliefern. Noch dazu steht deren Gehalt in keinem Verhältnis zu dem, Volker Finken, Duisburg was sie bieten. Nicht nur das Handwerk ist über die Regelung verärgert, sondern auch die 500 000 HaushalFriedel Geis, Duisburg te, die nur Radio hören.

DIE GLOSSE

Mehr Gebühren Ab 2013 sollen alle Menschen Rundfunkgebühren bezahlen, ob sie nun einen Fernseher haben oder nicht. Das ist nicht konsequent, nicht zu Ende gedacht. Es sollten auch alle Leute Kfz-Steuern bezahlen, und zwar unabhängig davon, ob sie ein Auto haben oder nicht. Schließlich profitiert jeder Bürger von unseren tollen Autobahnen und Straßen. Zudem sollten alle Kindergartengebühren bezahlen, auch kinderlose Paare. Von guter Erziehung und Bildung profitiert schließlich auch die Gemeinschaft. Deshalb sollten auch alle Menschen Studiengebühren entrichten, auch jene, die nie einen Hörsaal von innen sahen. Denn Ingenieure und Akademiker sichern unsere Zukunft. Eine Freibadabgabe für Nichtschwimmer wäre ebenso sinnvoll wie eine Museumsgebühr für Kulturbanausen oder eine Tabaksteuer für Nichtraucher. Auch eine Hotelabgabe für Camper sollte eingeführt werden. Eine Begründung dafür CHO wird der Politik schon einfallen. 2

WESTFÄLISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG Chefredakteur: Ulrich Reitz Stellvertreter: Wilhelm Klümper Leitende Redakteure: Thomas Kloß (Chef vom Dienst), Thomas Wels (Wirtschaft). VERANTWORTLICH: Desk: Lutz Heuken. Innenpolitik: Walter Bau. Außenpolitik: Gudrun Büscher. Nachrichten: Yvonne Szabo. Sport: Dirk Graalmann. Rhein-Ruhr/Vermischtes: Frank Preuß. Kultur/Wochenende: Jens Dirksen. Wissenschaft: Christopher Onkelbach. Berlin: Miguel Sanches, Dr. Julia Emmrich, Daniel Freudenreich, Dirk Hautkapp. Düsseldorf: Dr. Tobias Blasius, Theo Schumacher. London: Dr. Jasmin Fischer. Paris: Gerd Niewerth. Rom: Christa Langen-Peduto. Washington: Joachim Rogge. Reporter: Ralf Birkhan (Sport), Andreas Böhme, Annika Fischer, Lars Ludwig von der Gönna (Kultur), Rolf Kiesendahl (Rhein-Ruhr), Dr. Richard Kiessler (Außenpolitik), Hayke Lanwert, Ulf Meinke (Wirtschaft), Gudrun Norbisrath (Kulturhauptstadt 2010), Rolf Potthoff, Dietmar Seher (Politik), Hubert Wolf. Recherche: David Schraven. Technik: Konstanze Vollmer. Online: WAZ New Media GmbH & Co. KG. Chefredakteur: Ulrich Reitz Anschrift der Redaktion: Friedrichstraße 34-38, 45128 Essen. E-Mail: zentralredaktion@waz.de; Internet: DerWesten.de. .......................................................... Anzeigenleitung und Verantwortlich für Anzeigen: Oliver Nothelfer, Anschrift wie Anzeigen. Anzeigenpreisliste Nr. 35, WAZ Mediengruppe (WAZ + NRZ + WR + WP). Erfüllungsort und Gerichtsstand für das Mahnverfahren ist Essen. Anzeigen und Beilagen politischen Aussageinhaltes stellen allein die Meinung der dort erkennbaren Auftraggeber dar. Freitags mit rtv, TV-Magazin zur Tageszeitung. Anzeigen und Vertrieb: WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE Zeitungsverlagsgesellschaft E. Brost & J. Funke GmbH u. Co. KG, 45128 Essen, Friedrichstr. 34-38. Fax 0201 804-2418. Anzeigen: E-Mail: anzeigenzentrale@waz-mediengruppe.de. Vertrieb und Leserservice: 01802 404072*; Fax: 01802 404082* (*6 Cent pro Anruf aus dem dt. Festnetz / Mobilfunk max. 42 Cent/Minute); E-Mail: leserservice@waz.de. .......................................................... Ein Titel der WAZ Mediengruppe Verlag: ZEITUNGSVERLAG WESTFALEN GmbH & Co. KG EssenDortmund, 45123 Essen, Friedrichstr. 34-38, Telefon 0201 8040, Fax 0201 804-2841. 44047 Dortmund, Ostenhellweg 42-48, Sammel-Nr. 0231 9573-0. Geschäftsführer: Bodo Hombach, Christian Nienhaus. .......................................................... Verlagsleitung NRW: Dr. Markus Beermann. Druck: Druck- und Verlagszentrum GmbH & Co. KG, 58099 Hagen, Hohensyburgstr. 67. Für die Herstellung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung wird Recycling-Papier verwendet.


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RHEIN - RUHR

WRG_1 NR.250

Steuerberater bediente sich bei einer Sterbekasse Bernd Kiesewetter Bochum. Offenbar als Selbstbedienungsladen hat ein ehemaliger Steuerberater (61) eine Sterbekasse missbraucht. Der Bochumer gab gestern am Landgericht zu, über Jahre hinweg 1,35 Millionen Euro aus der 12 000 Mitglieder zählenden „Gerther Versicherungs-Gemeinschaft“ veruntreut zu haben. Bis 2009 hatte er die Kasse als ehrenamtlicher Vorstand geleitet. Er erklärte, mit der Beute Steuerschulden seiner Mandanten beglichen zu haben – in einem Fall satte 153 000 Euro. Die Begünstigten hätte er im Glauben gelassen, es gebe gar keine Nachforderung. Als Motiv gab er Angst davor an, den Klienten die schlechte Nachricht des Finanzamtes mitteilen zu müssen. „Ich habe mich nicht getraut, denen die Wahrheit zu sagen. Erst wenn das gelöst war, ging es mir besser.“ Er habe Depressionen gehabt. Bei einer Prüfung fiel der Skandal auf. Aber auch privat, gab der Familienvater zu, hatte er sich bedient. 325 000 Euro griff er für seine Ehescheidung ab, 50 000 Euro für seine spätere Frau. Ein Urteil könnte am 2. November folgen.

Warum Frauen schlecht parken Bochum. Frauen können nicht einparken, lautet ein Vorurteil. Das Resultat einer Studie der Uni Bochum: Frauen parken langsamer und ungenauer ein. Aber dabei spielt das negative Selbstbild eine große Rolle. Die Psychologen ließen 17 Fahranfänger sowie 48 erfahrene Autofahrer(innen) mit einem fremden Fahrzeug einparken und fragten räumliches Vorstellungsvermögen und Selbsteinschätzung ab. Männer kamen nicht nur schneller in die Lücke, sie trafen sie auch genauer, insbesondere beim seitlichen Parken lagen sie weit vorn. Es zeigte sich aber auch: Je besser sich eine Person einschätzte, desto besser parkte sie ein. „Abhilfe könnte ein Perspektivwechsel schaffen“, so Psychologin Claudia Wolf. Frauen sollten das Einparken nicht als Bedrohung sondern als Herausforderung sehen.

Herne sucht den Namensgeber Herne. Welchen Namen das Westfalia-Stadion in Herne zukünftig tragen wird, ist noch immer unklar. Tobias Holkenbrink, der sich am Sonntag gegen 1527 andere Losbesitzer durchsetzte, darf den Platz neu benennen. Doch der Münsteraner ist verschollen. „Wir erreichen ihn immer noch nicht“, sagte WestfaliaManager Ingo Finkenstein. Über die Eltern des Mannes habe man inzwischen immerhin erfahren, dass der Mann sein Handy-Ladegerät zu Hause liegengelassen habe und der Akku des Telefons leer sei.arpo

CROSS MEDIAL Die Schützen im Ruhrgebiet haben einen eigenen Kalender: 19 Schützenkönige ließen sich dafür fotografieren - zünftig mit Bergleuten auf Schacht Hugo in Gelsenkirchen. Wir waren mit der Kamera dabei: DerWesten.de/schuetzenfoto

@ rhein-ruhr@waz.de

Dienstag, 26. Oktober 2010

Plage auf vier Pfoten

KOPFNOTE

Halbwissen

Immer mehr wilde Katzen landen in längst überfüllten Heimen. Tierschützer fordern die Kastrationspflicht Monate ist und nach draußen geht, diese beim Tierarzt per Mikrochip oder Tätowierung kennzeichnen und kastrieren lassen. Katzenbesitzern, die gegen die Satzung verstoßen, droht Bußgeld von bis zu 1000 Euro – theoretisch. Praktisch „gestalten sich die Ahndungsmöglichkeiten kompliziert“, sagt Michael Grzeskowiak vom Oer-Erkenschwicker Ordnungsamt. „Unser Problem ist, dass die Katzenhalter nirgendwo registriert sind.“

Christiane Dase und Lokalredaktionen Ruhrgebiet. Zwei rotgetigerte Kätzchen drängen sich ängstlich im Käfig. Vor 14 Tagen hat Werner Schenkel die Wildkatzen gemeinsam mit ihrer Mutter und einem dritten Jungen auf seiner Terrasse entdeckt. Behalten will er sie nicht – „sonst habe ich im Frühjahr zwanzig Katzen vor meinem Haus herumlaufen.“ Mit Hilfe einer Katzenfalle ist es Werner Schenkel gelungen, zwei der Jungen einzufangen und sie ins Duisburger Tierschutzzentrum zu bringen. Dort weiß man schon nicht mehr, wohin mit den Fundkatzen. „Wir haben hier derzeit über zweihundert Katzen und täglich kommen zwei bis drei neue dazu“, sagt Monika Lange, Vorsitzende des Tierschutzzentrums. „So

Immense Kosten Ein Problem, das für Norbert Schulze-Schleithoff, Leiter des Gelsenkirchener Veterinäramtes, gegen eine Kastrationspflicht spricht, denn: „Ohne Registrierung ist die Pflicht nichts Halbes und nichts Ganzes. Doch die bedeutet immense Kosten für die Stadt.“ Und Verwaltungsaufwand. Auch in Duisburg sorgt die Forderung der Tierschützer offenbar für Zündstoff. Im Ordnungsamt will man sich zur Kastrationspflicht erst gar nicht äußern. „Sie ist rechtlich anfechtbar“, nennt Stadtsprecherin Anja Huntgeburth einen weiteren Kritikpunkt. Da es sich bei einer durch den Rat beschlossenen Kastrationsverordnung wie im Fall Oer-Erkenschwick um kein Gesetz handelt, ist fraglich, inwiefern diese im Klagefall vor Gericht Bestand hätte. Sowohl Duisburg als auch Gelsenkirchen und Gladbeck sind deshalb bis auf weiteres gegen eine verpflichtende Kastration. „Es wäre vernünftiger, an das Verantwortungsbewusstsein der Katzenhalter zu appellieren“, sagt Jürgen Hertling vom Gladbecker Ordnungsamt.

»Wahrscheinlich gibt es hier mehr Wild- als Hauskatzen« schlimm wie in diesem Jahr war es noch nie.“ Für Monika Lange liegt das Problem auf der Hand: „Viele Katzenbesitzer lassen ihre Tiere unkastriert draußen herumlaufen.“ Dort vermehren sie sich mit anderen Freigängern und wilden Katzen – doch den Nachwuchs will niemand haben. Vielfach landen diese Tiere dann im Duisburger Tierschutzzentrum. Die meisten sind verwahrlost, unterernährt, krank. „Das ist auch der Grund, warum wir mittlerweile Büroräume zur Quarantänestation umfunktionieren mussten“, sagt Monika Lange. Dort werden die Tiere aufgepäppelt, geimpft, kastriert und schließlich zur Vermittlung freigegeben. Denn vermisst werden die wenigsten.

Sonderpreis beim Arzt

Kein Unterschlupf mehr Auch in Gladbeck kennt man das Problem. Hier haben Tierschützer unzählige Katzen in einer verlassenen Wohnsiedlung gefunden. „Wahrscheinlich gibt es hier mehr Wild- als Hauskatzen“, sagt Jürgen Hertlin vom Ordnungsamt. Im Tierheim finden die Streuner keinen Unterschlupf mehr: Aufnahmestopp. Auch das Gelsenkirchener Tierheim ist mit 140 Katzen bereits überbelegt. „Eigentlich haben wir nur Kapazitäten für achtzig Katzen“, sagt Tierheimleiter Wolfgang Schlüter. Also suchen sich die Katzen ein anderes Zuhause, oftmals in Wohnsiedlungen, wo sie

Diese Katze fand ein neues Zuhause im Tierheim Duisburg-Neukamp. von wohlwollenden Anwohnern aus falscher Tierliebe gefüttert werden. Denn: „Futterstellen ziehen mehr und mehr herumstreunende Katzen an, die sich dort unkontrolliert vermehren“, beschreibt Schlü-

ter das Problem. Das einzige wirksame Mittel dagegen, sagen Tierschützer, sei die Kastration. Deshalb fordern sie Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen – jedenfalls für

Futter, Streu, Zubehör und tierärztliche Behandlung Auch wenn die Stadt Duisburg das Tierschutzzentrum mit einem monatlichen Beitrag unterstützt – „das Gros der Kosten bleibt an uns hängen“, so Monika Lange. Im vergange-

nen Jahr seien das monatlich rund 1560 Euro für Katzenfutter, knapp 880 Euro für Katzenstreu und Zubehör sowie etwa 8000 Euro für die tierärztliche Behandlung gewesen.

Angebliche Mujahedin fordern Freilassung von Sauerland-Terroristen Essen. Mit drei ins Internet eingestellten Videos fordern angebliche deutsche Mujahedin die Freilassung des im März zu zwölf Jahren Haft verurteilten Daniel Schneider, einem Mitglied der islamistischen Sauerland-Gruppe, die 2007 Sprengstoff-Anschläge auf US-Einrichtungen in Deutschland geplant hatte. Sollte Schneider bis Ende November nicht nach Afghanistan ausgeflogen werden, bereite man Bombenanschläge auf Deutschland vor. Das Landeskriminalamt (LKA) des Saarlands bestätigte gestern der WAZ, es überprüfe zur Zeit die Ernsthaftigkeit der Videos. Johannes Pausch, der Anwalt des vom Oberlandesgericht Düsseldorf

solche, die sich in menschlicher Obhut befinden. In Paderborn gibt es eine solche Regelung bereits. Und auch in Oer-Erkenschwick muss jeder Bürger, der eine Katze hält, die älter als sechs

KOSTEN SPRENGEN MÖGLICHKEITEN DER TIERHEIME

Dubiose Botschaft per Video Hayke Lanwert

Foto: Hayrettin Özcan

verurteilten Schneider, zeigte sich von den Filmen „unangenehm berührt“. Sein Mandant habe nicht im Sinn, sich freipressen zu lassen. Er bereite sich in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken gerade auf sein Abitur vor, wolle danach studieren.

Kapuzenmann droht mit Bombenanschlag Das erste der bei You Tube präsentierten Videos zeigt einen Kapuzenmann in einem kellerähnlichen Raum. Von ihm, dem Sprecher, ist lediglich eine dunkle Silhouette zu erkennen. „Das ist kein Spaß“, sagt er auf Deutsch. „Mehr als zehn deutsche Mujahedin haben Explosivstoffe hergestellt. Wenn Schneider nicht bis Ende November befreit

und nach Afghanistan geflogen wird, werden wir Bombenangriffe auf Deutschland verkünden.“ In dem zweiten Video wird ein ähnlich formulierter Text von einem Mann mit möglicherweise afrikanisch klingendem Akzent vorgetragen. „Wir haben bislang keine Informationen über die Personen und welchen Gruppierungen sie angehören“, sagt LKA-Sprecher Dieter Appel. Johannes Pausch, als Anwalt seit längerem mit der islamistischen Szene befasst, glaubt, dass die sprachlich schlechten Videos eher Einzelpersonen zuzuordnen seien. Der 24-jährige deutsche Konvertit Schneider sei immer noch streng gläubig, habe sich jedoch von „dem was gewesen ist, stark distanziert“.

Ein Ausbau der drei Katzenhäuser, in denen derzeit jeweils bis zu 40 Katzen zusammenleben, sei bei diesen Kosten kaum realisierbar, sagt die Leiterin des Tierheims.

Monika Lange vom Duisburger Tierschutzzentrum befürwortet die Kastrationspflicht, nennt aber auch andere Lösungen: „Es wäre ein Anfang, wenn man Tierärzte zu einem Sonderpreis für die Kastration wilder Katzen gewinnen könnte.“ In Oberhausen funktioniert die Kastration von Wildkatzen seit Jahren – dank engagierter Bürger, die dem Tierschutzverein wilde Populationen melden. Doch ein solches Verantwortungsbewusstsein ist nicht selbstverständlich. Die roten Katzenbabys wären sonst weder auf Werner Schenkels Terrasse, noch im Duisburger Tierschutzzentrum gelandet.

ONLINE Video: Verwahrloste

Katzen

DerWesten.de/katzen

Betrug mit gefälschten Abmahnungen Forderung kommt per E-Mail ins Haus Andreas Böhme Essen. Massenhaft versenden unbekannte Betrüger derzeit deutschlandweit E-Mails, in denen sie Schadensersatzansprüche für illegales Herunterladen von Porno-Filmen und Musik verlangen. Polizei und Verbraucherberatungen warnen: „Bloß nicht zahlen.” Absender der E-Mail ist angeblich der Rechtsanwalt Florian Giese. Den gibt es tatsächlich, doch mit den Abmahnungen hat er genau so wenig zu tun, wie sein in dem Schreiben genannter Auftraggeber, die Essener Firma Videorama. Das Unternehmen hat sich auf Hardcore- und Erotikfilme spezialisiert. Für viele ein Grund mehr, den Empfang einer solchen Mail

nicht an die große Glocke zu hängen. Kann ja sein, dass man doch mal. Versehentlich natürlich. Auch deshalb glaubt eine Sprecherin der Verbraucherzentrale, dass fünf bis zehn Prozent der E-Mail-Empfänger die von den Betrügern geforderten 100 Euro zahlen.

Immer als Brief Hinzu kommt, dass Filmund Musikindustrie das Land derzeit tatsächlich mit einer Abmahnwelle überziehen. Echte Abmahnungen jedoch kommen immer als Brief. Das überwiesene Geld ist jedenfalls weg. Denn die Betrüger wünschen Zahlung über die so genannte PaySafeCard. Die gibt nämlich keinen Hinweis auf den Empfänger.

Wenn es die Wissenschaft nicht gäbe: man müsste sie erfinden. Fanden Forscher doch jetzt heraus, dass sich so mancher (jeder zweite, um präzise zu sein!), durch die Handys seiner Mitmenschen belästigt fühlt. Aber: Während unsereins bislang dachte, es sei schlicht das dumme Gequassel anderer, das im Konzert/Kino/Theater/Bus nerve, ist die Wissenschaft natürlich auch hier präziser. Das unfreiwillige Mithören von Telefonaten, befanden die Forscher, zerre deshalb so sehr an unseren Nerven, weil wir nur die eine Hälfte des Gesprächs wahrnehmen. Das Gehirn wolle die Lücken füllen und versuche, sich zusammenzureimen, was der nicht zu hörende Gesprächspartner sagen könnte. Logisch, irgendwie. Wenn’s das nächste Mal klingelt, schalt ich auf Lautsprecher um. Versprochen. Man US stört doch nur ungern.

Mann erschießt vermeintlichen Freund der Frau Marc Pesch Dormagen. Ein 44-Jähriger hat in Dormagen den vermeintlich neuen Freund seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau erschossen. Entgegen ersten Angaben handelte es sich bei dem getöteten 23-Jährigen aber nicht um den Freund der 22 Jahre alten Frau. Das Opfer sei ein langjähriger Bekannter der Frau, so die Polizei am Montag. Staatsanwältin Britta Schreiber sagte, die 22-Jährige habe am Sonntag in ihrer Wohnung in Dormagen mit dem Mann auf der Couch gesessen, als ihr Ehemann die Tür eingetreten und den Mann getötet habe. Der 44-Jährige stellte sich später der Polizei und räumte die Tat ein. Es handele sich um einen erfolgreichen und vermögenden Kölner Firmenbesitzer, hieß es. Die Staatsanwaltschaft will einen Haftbefehl wegen Totdapd schlags beantragen.

Heroin in Bank sichergestellt Gelsenkirchen/Dortmund. Heroin im Wert von 100 000 Euro hat die Polizei jetzt in einigen Bankschließfächern in Dortmund sichergestellt. Die Drogen stammen von dem Gelsenkirchener Dealerring, den die Beamten vor sechs Wochen gesprengt hatten. Damals hatte die Polizei acht Personen festgenommen. Drei Frauen ( 54, 52, und 52 Jahre) hatten die Bande geführt und einen schwunghaften Handel mit Heroin im Bereich Gelsenkirchen betrieben.

FUSSNOTE

Katzenjammer Übel. Trifft auch Menschen. Im schlimmsten Fall sogar solche, die gar keine Katzen haben. Klassischer Katzenjammer (med.: crapula) ist an unschwer zu erkennen: an Brechreiz und Kopfweh; Gewissensbisse und Gemütsverstimmung sind typisch für die moralische Abart der Erkrankung. Im ersten Fall hilft Verzicht auf Alkohol, im zweiten „Haarauflegen“. Jedenfalls empfiehlt das Friedrich Schlögl, der dem K. ein eigenes Gedicht widmete („Aschermittwoch“). Ob es auch bei Löwenmähnen, Sauwetter, Bärenhunger oder im Schweinsgalopp funktioniert, verriet er nicht. US Eine Affenschande.


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RHEIN - RUHR

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Affen-Attacke mindert Urlaubsfreude KÜln. Wegen einer Affen-Attacke in einer Hotelanlage in Kenia hat ein Urlauber den KÜlner Reiseveranstalter auf Zahlung von Schmerzensgeld und Schadensersatz verklagt. Der Fall wird am heutigen Dienstag am KÜlner Amtsgericht verhandelt. Der Mann war in einer Hotelanlage von einem wilden Affen, der es auf eine Banane abgesehen hatte, angegriffen und in die Hand gebissen worden. Seine Urlaubsfreude sei danach erheblich gemindert gewesen, macht er geltend. Der Mann hatte das Obst vom Frßhstßck mitgenommen und war auf dem Weg zum Zimmer, als der Affe ihn attackierte. Nirgendwo habe sich ein Hinweis befunden, dass Lebensmittel nicht transportiert werden dßrften, so der Kläger. Der Reiseveranstalter dagegen beruft sich darauf, dass im Restaurant Schilder darauf hingewiesen hätten, dass kein Essen mitgenommen werden dßrfe.

Rentnerin randaliert im Treppenhaus KÜln. Eine randalierende, betrunkene Seniorin aus KÜln hat die Nacht zu ihrem 84. Geburtstag in einer Ausnßchterungszelle verbracht. Wie die Polizei mitteilte, hatte die Frau schreiend gegen die Tßr eines Nachbarn geschlagen und getreten. Danach habe die Rentnerin ein im Treppenhaus aufgestelltes Regal in den Keller geworfen. Der Mieter rief die Polizei. Grund fßr ihre aufgebrachte Stimmung , erklärte die Frau den Beamten, seien die ständig wechselnden Freundinnen des Nachbarn. Um eine weitere Eskalation zu verhindern, wurde sie in Polizeigewahrsam genommen.

Wieder mehr Nachtlandungen DĂźsseldorf. Die Zahl der Landungen nach 23 Uhr am DĂźsseldorfer Flughafen ist stark gestiegen. Das geht aus der offiziellen Statistik des NRWVerkehrsministeriums hervor. Sie zählte von Januar bis Juli 2010 1074 „ausnahmsweise“ Verspätungen. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum 581. Das bedeutet einen Anstieg von 84,9 Prozent. Am Airport verweist man auf die Auswirkungen der Aschewolke und den Streik in Frankreich. Die Initiative „BĂźrger gegen Fluglärm“ sieht die Schuld bei den Billigairlines. Und die Flugsicherung klagt Ăźber Personalmangel.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Tod im Kinderzimmer 31-Jähriger gesteht, seine Freundin (15) und deren Mutter mit Kissen erstickt zu haben. Im Prozess wirkt er Ăźberfordert Annika Fischer Wuppertal. Die Tat war brutal und ekelhaft, klingt eiskalt und durchtrieben. Der Täter aber, jedenfalls der, der alles zugibt, wirkt, als wisse er das nicht: Es sitzt kein Ungeheuer auf der Anklagebank des Landgerichts Wuppertal, kein kaltblĂźtiger Krimineller. Daniel Sandro B. erzählt, wie er ein Mädchen umgebracht hat und dessen Mutter, dass er das zwei Wochen lang vertuschte – und macht dabei den Eindruck, als wäre die Geschichte einfach so passiert. Ein dicklicher Typ mit zauseligem Haarkranz ist der 31Jährige, den Dieb wĂźrde man ihm abnehmen, als der er bereits auffiel – aber eine 15jährige Freundin? Denn älter wurde Franziska nicht. Sie starb an einem Tag im März, der nicht mehr genau zu datieren ist, in ihrem Kinderzimmer. Auf dem Bett, in dem sie gerade noch Sex gehabt hatte. Der Mann, der doppelt so alt war wie sie, deckte sie zu, setzte den Stoffhasen an ihre Seite und sagte still: „Da, wo du jetzt bist, hast du es besser.“

ÂťDa kam ich an einen Punkt, wo ich die Kontrolle verloren und sie erstickt habÂŤ Er hat sie mit einem Kissen erstickt, das er ihr geschenkt hatte, wie sonst die Rosen und das Handy. Streit hätten sie gehabt, es sei mal wieder um die Schule gegangen, in die „die Franzi“ nicht mehr gehen wollte. Er, Daniel, habe das nicht gut gefunden, aber dann erfahren, dass Franziskas Mutter ihm eine Mitschuld gab. Laut sei es geworden, Franziska habe ihn als „Versager“ beschimpft und geohrfeigt, wie so oft: „Da kam ich an einen Punkt, wo ich die Kont-

Kämmerer beantragt Verfahren gegen sich Werner Conrad

Ă„uĂ&#x;erlich lässig betrat Daniel Sandro B. (31) am Montag den Gerichtssaal in Wuppertal. rolle verloren hab und sie erstickt hab.“ Hass und DemĂźtigung habe er empfunden, sagt er später, und redet von „Rache“. Nur langsam kommt ans Licht, dass der Vater den Sohn frĂźher schlug, dass es Gewalt auch in frĂźheren Beziehungen gab – und angeblich stets einen wehrlosen Daniel, der „Angst“ hatte und „keinen Streit mag“. Das hilft den beiden Frauen im Saal nicht weiter, die durch seine Wut nicht nur die Schwester, sondern auch die Mutter verloren haben. „Das kann nicht die vollständige Erklärung sein“, sagt ihre Anwältin.

Mit dem Fleischklopfer Die Anklage geht von „Verdeckung einer Straftat“ aus. Denn als Franziska, die sich unbedingt ein Kind gewĂźnscht

hatte, mit leerem Blick liegen blieb, ging ihr Freund in das Zimmer der Mutter, griff auf dem Weg einen Fleischklopfer aus Metall, schlug ihn gegen den Kopf der 53-Jährigen und drĂźckte ebenfalls mit einem Kissen zu. Erst danach will Daniel B. begriffen haben, „was ich gemacht hab“. An dieser Stelle weint er. Doch was danach geschah, ist so schwer erklärlich, dass man an „Begreifen“ kaum glauben kann. Daniel B. – der die Wohnung gegenĂźber von Mutter und Tochter, gegenĂźber dem Polizeipräsidium, nach Jahren in Haft und betreuten Wohngruppen eben erst bezogen hatte – der floh nicht, beseitigte die Leichen nicht, stellte sich schon gar nicht. Er ging duschen – und wartete. „Ich wusste, dass sie mich irgendwann festneh-

men.“ Er sprĂźhte Raumspray gegen den Geruch, dichtete die TĂźr ab. Schrieb LĂźgenSMS, die Besucher fernhalten sollten. Und an einen Bekannten: Frau und Schwiegermut-

MORD UND TOTSCHL AG

Acht Prozesstage Die 5. GroĂ&#x;e Strafkammer des Landgerichts Wuppertal verhandelt gegen Daniel Sandro B. wegen Totschlags seiner Freundin Franziska (15) und Mordes an ihrer Mutter Monika (53). Am 31. März, etwa zwei Wochen nach dem vermutlichen Tattag, wurden die Leichen in dem Mietshaus, in dem die drei auf einer Etage wohnten, entdeckt. Verwandte hatten die Frauen vermisst gemeldet.

Foto: Matthias Graben

ter seien bei einem Unfall ums Leben gekommen. „Ich wäre fast Vater geworden.“ 14 Tage besuchte er die Nachbarwohnung, bis Polizisten die Frauen suchen kamen. Holte sich Andenken, nahm Mahlzeiten ein. Blätterte in einer TV-Zeitschrift. Ob er auch ferngesehen habe? „Das macht ja nicht unbedingt SpaĂ&#x; in einer Wohnung, wo zwei Leichen liegen.“ Er sagt das sehr ernsthaft, so wie er oft eifrig „das ist richtig“ sagt. So wie er behauptet, nur Franziskas Bestes gewollt zu haben: er, der selbst gerade wieder einen Job losgeworden war. „Ich habe sie behandelt wie eine erwachsene Person.“ Ein Gutachter hält B. fĂźr schuldfähig. Doch will das GefĂźhl nicht weichen, dass sich da einer einer Sache stellt, die er gar nicht Ăźberblickt.

Bochum. Bochums Stadtkämmerer Manfred Busch (Die GrĂźnen) hat ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst beantragt. Damit will er VorwĂźrfe gegen ihn sachlich und juristisch prĂźfen lassen,VorwĂźrfe, die auch OberbĂźrgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) erhoben hatte, und die Busch in seinem Brief an die Verwaltungschefin „unberechtigt und rufschädigend“ nennt. Bei der Auseinandersetzung geht es um die Frage, ob der Kämmerer die beiden Koalitionsfraktionen von SPD und GrĂźnen im September frĂźher Ăźber eine Beschlussvorlage mit weiteren millionenschweren KĂźrzungen fĂźr 2010 informiert habe als die anderen Fraktionen des Rates. Das bestreitet Busch. Er behauptet, das BĂźro fĂźr Ratsangelegenheiten habe die Unterlagen zu spät verschickt. OB Scholz hatte sich während des Urlaubs ihres Kämmerers bei den Fraktionen fĂźr die Ungleichbehandlung entschuldigt und eine Untersuchung angekĂźndigt. Diese Ă„uĂ&#x;erungen kritisiert Busch jetzt, weil die tatsächlichen Abläufe nicht rekonstruiert worden seien.

GEWINNQUOTEN Lotto am Samstag – Kl. 1: unbesetzt (Jackpot: 11 182 532,40 ₏); Kl. 2: 719 378,20 ₏; Kl. 3: 70 991,20 ₏; Kl. 4: 3750,70 ₏; Kl. 5: 229,60 ₏; Kl. 6: 48,30 ₏; Kl. 7: 32,70 ₏; Kl. 8: 10,80 ₏ / 13er-Wette – Kl. 1: 13 985,20 ₏; Kl. 2: 1146,30 ₏; Kl. 3: 72,10 ₏; Kl. 4: 9,60 ₏ / 6 aus 45 – Kl. 1: unbes. (Jackpot: 145 065,20 ₏); Kl. 2: unbes. (Jackpot: 12 463,90 ₏); Kl. 3: 736,70 ₏; Kl. 4: 23,40 ₏; Kl. 5: 14,80 ₏; Kl. 6: 2,80 ₏. (ohne Gewähr)

Glßckwunsch! Ulrich Reitz feierte seinen 50. Geburtstag Der Chefredakteur hat die WAZ Zug um Zug neu gestaltet. Geschäftsfßhrer Bodo Hombach verband seine Wßrdigung mit einem Bekenntnis zum Ruhrgebiet

Glßckwunsch! Ulrich Reitz (Mitte) mit den WAZ-Geschäftsfßhrern Christian Nienhaus (li.) und Bodo Hombach. Foto: Matthias Graben

Essen. GlĂźckwĂźnsche zuhauf: WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz feierte am Montag seinen 50. Geburtstag im Kreis von Redaktion, Vertretern der Gesellschafter und des Verlags. In MĂśnchengladbach geboren, arbeitete Reitz nach dem Studium der politischen Wissenschaft und Germanistik bei der „Welt“, wo er das Ressort Innenpolitik Ăźbernahm. Danach war er Leiter des ersten Bonner RedaktionsbĂźros des „Focus“, bevor er

1997 Chefredakteur der Rheinischen Post wurde. Seit 2005 ist er Chefredakteur der WAZ, die er inhaltlich und im Layout Zug um Zug neu gestaltete. Inzwischen gehĂśrt Reitz auch zum Verlagsmanagement. Ulrich Reitz verbinde „journalistisches KĂśnnen und Kontinuität mit Innovation und Neuanfang“, sagte Bodo Hombach, GeschäftsfĂźhrer der WAZ-Mediengruppe. Er verband Reitz’ WĂźrdigung mit einem Bekenntnis zum Ruhr-

gebiet. „Unsere Zeitungen gehĂśren zur Region. Sie sind aus ihr und fĂźr sie. Sie sollen nicht nur Chronisten, Beobachter und Kontrolleure, sondern auch Treiber fĂźr eine gute Entwicklung in den Städten und in der Region sein.“ „Sonntagsreden Ăźber Ruhrstadt“ erteilte Hombach eine Absage. Sie seien realitätsfern und stĂśrten „die Besinnung auf Kooperationskonzepte und reale Schritte zur Metropolenbildung“.

Die Zeitungen der Mediengruppe ergriffen Partei nicht fĂźr eine Partei, sondern fĂźr die Menschen: „Verwurzelt im Ruhrgebiet und den Nachbarregionen: So stellten sich schon die GrĂźnder ihre Zeitung vor“, sagte Hombach. Reitz sei „bei und in der WAZ angekommen“. Daraus wachse „die Energie fĂźr das nächste Kapitel: verstärkte Regionalisierung und Lokalisierung unserer Titel. Wir sind froh, Ulrich Reitz zu haben.“

E-Mail: kinder@waz.de, Telefon 0201 804-6515

Das Quiz des Tages                              !  "  # $     "      !  !    % %  LĂśsung von Montag: SchĂźlerlotse kann jeder werden, der zwĂślf Jahre alt ist. Richtig war Antwort b).

Der Witz des Tages Vor dem Schaufenster eines Haushaltswarengeschäfts: Zwei Hennen betrachten die Eierbecher. Sagt die eine zur anderen: „Ach Berta, jetzt schau dir mal diese wunderschĂśnen Kinderbetten an!“ Maik Moldenhauer (7), MĂźlheim

Geld

Frauen verdienen weniger

 Ein eigenes Konto, eigenes Geld: Davon konnten vor 50 Jahren viele Frauen nur träumen. Heute ist das anders. Die meisten Frauen erlernen einen Beruf oder studieren. Und gehen danach auch arbeiten. Viele mĂźssen das sogar, weil die Familie sonst nicht genug Geld fĂźr die Miete, fĂźrs Essen, fĂźr Urlaub und mehr hat. Allerdings verdienen Frauen oft weniger als Männer. Experten vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden in Hessen, haben es ausgerechnet: Eine Frau muss im Durchschnitt fast 80 Minuten arbeiten fĂźr das Geld, das ein Mann in nur 60 Minuten verdient. Das liegt zum Beispiel daran, dass nur wenige Frauen eine Firma leiten. Chefs kriegen deutlich mehr Geld als Angestellte, weil sie viel Verantwortung tragen. AuĂ&#x;erdem wählen Frauen oft Berufe, die schlechter bezahlt werden als andere. So verdient zum Beispiel eine Krankenschwester häufig

weniger Geld als ein Dachdecker. AuĂ&#x;erdem arbeiten viele Frauen in Teilzeit. Sie bleiben etwa wegen der Kinder einen Teil des Tages zu Hause und verdienen deshalb weniger Geld. Andere Frauen sind nicht so gut ausgebildet wie Männer. Oft aber haben Frauen und Männer den gleichen Job, aber nicht das gleiche Einkommen. Im Vergleich zu anderen Ländern Europas ist der Unterschied besonders groĂ&#x;. Schlechter ergeht es Frauen nur in Tschechien, Ă–sterreich und Estland.

Haare schneiden: eine Kunst, aber eine schlecht bezahlte. Foto: ddp

Betreuung

Das Foto des Tages

Dienstag, 26. Oktober 2010

Tierzucht

Tageseltern sind sehr beliebt

Zu viel Medizin wirkt nicht mehr

 Viele Kinder gehen in den Kindergarten, ein paar Stunden oder den ganzen Tag. Manche Kinder aber haben Tageseltern. Das sind Frauen und Männer, die mit den Kindern spielen, essen und rausgehen, während die echten Eltern arbeiten oder lernen. Immer mehr Kinder in Deutschland gehen zu Tagesmßttern oder Tagesvätern. Das haben die Leute vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden im Bundesland Hessen ausgerechnet. Sie zählen alles mÜgliche in Deutschland. Mehr als jedes zweite Kind, das Tageseltern besucht, ist jßnger als drei Jahre. Fßr diese Kleinen gibt zu wenig Plätze im Kindergarten. Zudem sind Tageseltern beliebt, weil sie im Durchschnitt nur zwei, drei oder vier Kinder betreuen. Ältere Kinder gehen oft nach der Schule oder dem Kindergarten zu Tageseltern. dapd

   Antibiotika sind eine wichtige Art von Medizin. Sie helfen Menschen und Tieren zum Beispiel bei Entzßndungen. Das Medikament wird immer häufiger ins Futter der Hähnchen gemischt, die wir essen. Experten sehen das mit Sorge. Der Radiosender NDR Info berichtet, dass viele Hähnchen zwei bis drei Mal in ihrem kurzen Leben Antibiotika erhalten. Jede Behandlung dauert mehrere Tage. Manche Experten glauben, dass dies noch viel häufiger passiert. Eine genaue Kontrolle gibt es nicht. Die Tiere futtern die Medizin vorsorglich, damit sie nicht krank werden und sterben. Denn die Ställe sind so vollgestopft mit Hßhnern, dass sie sich schnell anstecken. Antibiotika wirken gegen Bakterien. Gibt man sie zu oft, verliert die Medizin ihre Wirkung. Deshalb sollen Tiere wenig Antibiotika erhalten, sagen Experten. dapd

     & Die sind ab diesem Dienstag wieder ein Thema in ganz Deutschland. Wer heute morgen mit dem Zug zur Arbeit oder zur Schule fahren wollte, hat es auch bei uns gemerkt. Ab 5 Uhr frĂźh blieben viele ZĂźge im Bahnhof stehen. Mit dem Streik wollen die Gewerkschaften fĂźr Bahnmitarbeiter (sie heiĂ&#x;en Transnet und GDBA) erreichen, dass Angestellte mit gleichen Jobs auch gleich viel Geld dafĂźr bekommen. Heute verdienen Schaffner oder LokfĂźhrer bei der Deutschen Bahn mehr Geld als bei einer Privat-Bahn. Das darf nicht sein, sagen die Gewerkschaften. Foto: rtr


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POLITIK

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Bündnis fordert mehr Geld für arme Kinder

Enttäuscht von Obama Den Linken macht er zu wenig, den Rechten zu viel. Für den Präsidenten steht bei den Halbzeitwahlen einiges auf dem Spiel

Düsseldorf. Ein Aktionsbündnis aus Gewerkschaften und Sozialverbänden hat die Landesregierung zu größeren Anstrengungen bei der Bekämpfung von Kinderarmut aufgefordert. Die Initiative verlangt unter anderem kostenfreien Zugang zu Einrichtungen der Erziehung und Betreuung für alle Kinder. Außerdem brachte sie eine „Kindergrundsicherung von bis zu 502 Euro monatlich“ ins Gespräch. „Durch die Landesregierung muss ein rasches Voranschreiten präventiven Handelns gefördert werden“, erklärte der Chef der AwoLandesarbeitsgemeinschaft, Bodo Champignon. DGBLandeschef Andreas MeyerLauber forderte neue Bewegungsspielräume für überschuldete Städte zugunsten benachteiligter Kinder: „Armutsbekämpfung soll Pflichtaufgabe werden.“ Jedes vierte Kind in NRW wachse in Armut auf, so das Bündnis. tobi

Joachim Rogge Washington. Der alte Slogan zieht noch immer. „Die anderen sagen: Wir können es nicht. Aber ich sage: Yes, we can!“ Orkanartiger Beifall ist Barack Obama bei dieser Passage seiner Wahlkampfreden stets sicher. Doch der Applaus endet meist schnell. Anders als noch vor zwei Jahren pflanzt sich der Schlachtruf nicht mehr fort bis in die letzte Reihe der Hallen, die Obama im WahlkampfEndspurt füllt. „Heute hat es Obama mit Menschen zu tun, die abgrundtief desillusioniert sind“, sagt Wahlforscher Curtis Gans von der American University in Washington.

»Man kann nicht gewinnen, wenn man nur dorthin geht, wo man sich gut fühlt«

Wikileaks: USA in Erklärungsnot Riad. Die Enthüllungen von Dokumenten zum Irak-Krieg durch Wikileaks haben die USA in Erklärungsnot gebracht. Der Golfkooperationsrat forderte Washington auf, eine Untersuchung zu möglichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuleiten. Die USA seien für „alle Übergriffe und Verbrechen ihrer Soldaten im Irak verantwortlich“, erklärte der Generalsekretär des Golfkooperationsrates. Die chinesischen Staatsmedien schrieben, die Glaubwürdigkeit der US-Regierung als Verteidigerin der Menschenrechte sei befleckt. afp

LEUTE Autonome bekennen sich zu Anschlag

Barack Obama

Foto: afp

US -WAHLORDNUNG

Halbzeit-Wahlen im Kongress und Senat

Heino Vahldieck

Foto: ddp

Hamburg. Nach dem Farbanschlag auf das Wohnhaus des Hamburger Innensenators Heino Vahldieck (CDU) ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Autonome Gruppen bekannten, mit roter Farbe gefüllte Christbaumkugeln gegen das Haus von Vahldieck geworfen zu haben. Sie wollen auch für den Anschlag auf das Auto des Chefs der Gewerkschaft der Polizei, Freiberg, dapd verantwortlich sein.

Trauerfeier am 1. November

Loki Schmidt

Foto: dapd

Hamburg. Mit einer Trauerfeier im Michel wird Hamburg am 1. November Abschied von Hannelore „Loki“ Schmidt nehmen. Zum Staatsakt wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet. Als Redner stehen derzeit Hamburgs Bürgermeister Ahlhaus (CDU) und Ex-Bürgermeister Hennig Voscherau (SPD) sowie Altbischof Eduard Lohse fest, vormals EKD-Ratsvorsitzender aus Hannover. epd

Dienstag, 26. Oktober 2010

Bei den Halbzeitwahlen am 2. November wird zwei Jahre nach der Präsidentenwahl ein Teil des Kongresses neu gewählt. So müssen sich die 435 Mitglieder des Repräsentantenhauses generell alle zwei Jahre

zur Wahl stellen. Auch über ein Drittel der Senatoren wird abgestimmt. Jeder Bundesstaat hat im Senat zwei Sitze. Darüber hinaus stehen in 37 der 50 Bundesstaaten Gouverneurswahlen an.

Kreuz und quer hetzt der Präsident vor den Halbzeitwahlen durchs Land, um bedrängten Parteifreunden beizustehen. Doch ob es reicht, die eigene Basis zu mobilisieren, um die prophezeite Klatsche bei den Halbzeitwahlen in Grenzen zu halten? Das wird sich Anfang November zeigen, wenn Amerikas Wähler am „Super Tuesday“ ihre Vertreter für Washingtons Kongress, aber auch die Parlamente und die Spitzen ihrer Bundesstaaten bestimmen. Für Obama steht bei dieser Wahl viel auf dem Spiel. Gewinnen die Republikaner erwartungsgemäß die Mehrheit im Repräsentantenhaus und auch noch ein paar Sitze im 100-köpfigen Senat dazu, kann Obama sich alle Hoffnung abschminken, in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit noch vernehmbare politische Ausrufezeichen zu setzen. Das Haar so raspelkurz, dass man die zunehmend grauen Haare kaum sieht, ohne Jackett und mit aufgerollten Hemdsärmeln, die Stimme zunehmend heiser, legt sich Obama ins Zeug. Die Bilder aus dem Pazifikstaat Washington, aus Nevada und Kalifornien, aus Minnesota, Wisconsin oder Maryland, einer demokratischen Bastion an der US-Ostküste, ähneln sich. Stets ist Obama vor einer Kulisse aus jubelnden Anhängern zu sehen. Dabei ist die

Steinmeier kehrt zurück auf die politische Bühne Nach der Nierenspende für seine Frau benötigte er eine Auszeit Daniel Freudenreich Berlin. Mit stehenden Ovationen feierte der Fraktionsvorstand der SPD Frank-Walter Steinmeier, bevor er sich auf „seinen“ Platz am Kopf der Tischrunde setzte. Acht Wochen lang hat der SPDFraktionschef eine Auszeit von der Politik genommen, um seiner Frau Elke Büdenbender eine Niere zu spenden. Seit gestern ist der 54-Jährige wieder zurück in der Politik. Braun gebrannt, deutlich schlanker als zuvor und nach außen blendend gelaunt präsentierte sich Steinmeier fast so, als hätte er einen langen Erholungsurlaub hinter sich. „Mir geht es gut, was man hoffentlich sieht und meiner Frau ebenfalls“, sagte der Rückkehrer und sprach von einer Auszeit, die notwendig gewesen war. Steinmeiers Frau war seit längerem nierenkrank. Doch im Laufe dieses Jahres hatte sich ihr Zustand dermaßen

Joachim Poss begrüßt Frank-Walter Steinmeier (r.). Foto: ddp verschlechtert, dass eine Organspende unumgänglich wurde. Welch schwere Wochen hinter der Familie liegen, darüber verlor Steinmeier am Montag kein Wort. Stattdessen versuchte er, seiner Auszeit auch etwas Positives abzugewinnen. „Während meiner Abwesenheit ist eine sehr sachliche und notwendige Diskussion um die Organ-

spende in diesem Lande erneuert worden“, sagte der SPD-Politiker. Er hoffe, dass die Debatte nicht abbreche, sondern zu neuen Ergebnissen führe. Zugleich stellte Steinmeier klar, dass er einen Rückzug aus der Politik nicht erwogen hat. „Ich habe gewusst, dass es nur eine Unterbrechung sein würde in diesen acht Wochen.“ Mit der Abteilung Attacke auf die Bundesregierung hielt sich der Fraktionschef noch weitgehend zurück. „Sehr durchdacht scheint mir das nicht zu sein“, kommentierte er die geplante Tabaksteuererhöhung und die Erleichterungen für die Industrie bei der Ökosteuer. Am heutigen Dienstag dürfte Steinmeiers Ton weniger moderat ausfallen. Im Tandem mit SPD-Chef Sigmar Gabriel erfolgt sein erster großer öffentlicher Auftritt seit dem Sommer. Das Duo will mit einem Jahr schwarz-gelber Politik abrechnen.

Basis schmal geworden. Schwarze und Latinos, Städter, Gewerkschafter und sehr gut ausgebildete Weiße bilden heute Obamas Rückhalt. Viel Ansehen hat er verloren bei Frauen, Jungwählern und, weit dramatischer noch, vor allem in Amerikas Mittelschichtsfamilien. Im Mai 2008, als Obama noch nur ein Kandidat war, strömten 75 000 Menschen in Portland zusammen. Als Obama jetzt erneut in Oregons größter Stadt auftrat, waren nur noch 5000 Zuhörer im lokalen Convention Center. Eine Frau wurde abgeführt, als sie ihn mitten in der Veranstaltung lauthals „Lügner“ schalt. Den Linken hat der Präsident zu wenig gemacht, den Rechten viel zu viel. Und die Wechselwähler, die nach den Bush-Jahren auf ihn setzten, hat Barack Obama enttäuscht, weil Amerikas Wirtschaft nicht Tritt fasst und die Arbeitslosenquote für US-Verhältnisse mit knapp zehn Prozent dramatisch hoch bleibt. „Ich bin erschöpft, Sie immer verteidigen zu müssen.“ Velma Hart, dunkelhäutig wie Obama, hat ihrem Präsidenten diesen Satz in einer Fernsehdiskussion um die Ohren gehauen und damit der Enttäuschung vieler Oba-

ma-Wähler ein Gesicht gegeben. Mehr solcher Konfrontationen hatte sich längst nicht nur West Virginias Gouverneur Joe Manchin, ein Parteifreund Obamas, gewünscht, damit der Präsident spürt, wie es im Land brodelt. „Man kann nicht gewinnen, wenn man nur dorthin geht, wo man sich gut fühlt“, meinte Manchin unter Anspielung auf Obamas Städte-Touren in freundlich gesinnten Hallen.

Lektionen gelernt Bei rund 45 Prozent Zustimmung haben sich Obamas Werte eingependelt. Viel besser freilich standen weder Bill Clinton noch Ronald Reagan in der Mitte ihrer ersten Regierungshalbzeit da. Und beide wurden bei den „midterm elections“ kräftig abgestraft. Später wurden sie wiedergewählt. Ein paar Lektionen hat er, der anfängliche Neuling in Washington, gelernt. Es reicht nicht, davon überzeugt zu sein, das Richtige zu tun, wenn alle anderen das anders sehen. Dass man auch Überzeugungsarbeit leisten muss, ist ihm erst spät aufgegangen. In die Lücke sind dann andere gestoßen, allen voran die erzkonservative Tea Party und die rechte Populistin Sarah Palin.

Papke will nicht in Pinkwarts Spuren treten Tobias Blasius Düsseldorf. Im Rennen um die Nachfolge des scheidenden FDP-Landeschefs Andreas Pinkwart lichten sich die Reihen. Nach Generalsekretär Christian Lindner erklärte auch der Fraktionschef im NRW-Landtag, Gerhard Papke, seinen Verzicht auf eine Kandidatur. Er wolle sich auf seine Aufgaben im Parlament konzentrieren, so Papke. Der als marktliberaler Flügelmann geltende Fraktionschef plädierte dafür, die Verantwortung wie bisher „auf mehrere Schultern zu verteilen“. Am Abend trat der FDPLandesvorstand zusammen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Als mögliche Nachfolger für Pinkwart, der im Frühjahr 2011 zurück in seinen Beruf als Hochschulprofessor wechseln wird, gelten die Bundestagsabgeordnete Gisela Piltz, Gesundheitsstaatssekretär Daniel Bahr sowie der Europaabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff. Gerhard Papke lobte die Auswahl an „hervorragenden jungen Leuten“, mahnte zugleich aber ein zügiges Verfahren zur Klärung der Pinkwart-Nachfolge an.

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POLITIK

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Die Konservativen begehren auf

OB Baranowski warnt vor Hysterie Gelsenkirchen. Der Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) hat vor einer überzogenen Integrationsdebatte gewarnt. Die Diskussion sei inzwischen „fast schon hysterisch“, sagte Baranowski, der auch Chef der Ruhr-SPD ist. Jahrelang habe die Gesellschaft Menschen mit Migrationshintergrund vor verschlossenen Türen stehen lassen. Da könne es nicht verwundern, dass diese Zuwanderer „längst andere Identitätsangebote wahrgenommen haben“, so Baranowloc ski weiter.

IN KÜRZE Anschlag. Bei einem Bom-

benanschlag auf einen SufiSchrein in Ostpakistan sind am Montag mindestens sechs Menschen getötet worden. Der Sprengsatz war auf einem Motorrad vor einem Zugang zu dem Heiligtum der mystischen Islamströmung versteckt.

Luftangriff. Bei einem NatoLuftangriff sind in Südafghanistan der Allianz zufolge 15 Aufständische getötet worden. Zivile Opfer habe es bei der Attacke nicht gegeben, so ein Isaf-Sprecher. Geld aus Iran. Der afghani-

sche Präsident Hamid Karsai hat eingeräumt, dass sein Büro regelmäßig Barzahlungen aus Iran erhalten hat. Sein Stabschef Umar Daudsai habe „Taschen mit Geld“ vom Iran bekommen. Dies sei gängige Praxis befreundeter Länder, um dem afghanischen Präsidialamt zu helfen.

Dienstag, 26. Oktober 2010

CDU-Senioren-Union fordert in Recklinghausen Korrekturen am politischen Kurs. Guttenberg verteidigt die Reformen Dietmar Seher Recklinghausen. Die christdemokratische Senioren-Union ist ein wichtiges Forum für die Parteispitze. Fast jeder zweite, der bei der Bundestagswahl 2009 sein Kreuz bei der Union machte, war über 60. Unter den 57 000 Mitgliedern dieser Parteiorganisation gibt es Unmut über den Kurs. Man fordert, wie der NRW-Chef der Organisation, Leonhard Kuckart, strengere Maßstäbe für die Integration von Migranten: „Wem es nicht gefällt, der kann wieder gehen.“ Man will „Redefreiheit für Sarrazin“ und dass „das C im Namen der Partei wieder Inhalt der Politik wird“. In der Mitgliedschaft sind die „Christdemokraten für das Leben“ vertreten, die vor Jahren mit ihrem Kampf gegen Abtreibungen Schlagzeilen gemacht haben.

»Die Menschen erwarten, dass wir unserer Arbeit nachgehen« Wer also eine konservative Klientel sucht, findet es hier. Wer es überzeugen will, muss hier auftreten. Karl-Theodor zu Guttenberg und Angela Merkel sind deshalb in Recklinghausen im Festspielhaus dabei. Hier tagt derzeit der Bundeskongress der CDU-Senioren, der eine „Recklinghauser Erklärung“ mit konservativen Akzenten verabschieden will. Verteidigungsminister

geheißen wurde. In der Urfassung des Streifens wurde der Verteidigungsminister als der „populärste Politiker Deutschlands“ gefeiert. Den Satz hat die Senioren-Union gestrichen. Man wollte ihn, vor allem nach den wilden Berliner Spekulationen über eine mögliche eigene Kanzlerkandidatur des Ministers, Angela Merkel nicht zumuten. Aber in dieser Sache zog auch der Gast selbst einen dicken Strich: „Die Menschen erwarten, dass wir unserer Arbeit nachgehen und uns nicht in idiotischen Personaldebatten befinden.“

CDU UND INTEGR ATION

„Falsche Toleranz“ Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (r), steht im Festspielhaus in Recklinghausen neben dem Vorsitzenden der Jungen Union Philipp Mißfelder. Foto: Rainer Raffalski und Kanzlerin wollen drei Wochen vor dem Karlsruher Bundesparteitag an der Parteibasis den Kompass richten. Guttenberg tat es gestern. Merkel wird es, weil das Flugzeug in Berlin nicht starten konnte, erst heute machen. Der aktuelle Job des Verteidigungsministers sind die Verteidigung seiner Bundeswehrreform und die drastischen Korrekturen an der Wehrpflicht. Auch die Wehrpflicht ist so ein Mantra der Traditionellen. Die geplante zeitweise Aussetzung des Zwangsdienstes fällt der „Partei der Bundeswehr“ schwer. Es gibt Opposition. Der Minister brauchte einige Zeit, um seinen eigenen

Vorsitzenden, den CSU-Chef Horst Seehofer, ins Boot zu bekommen. Von einer „sperrigen und mühseligen Debatte“ redet zu Guttenberg, die aber nötig sei: „Das Fundament der Bundeswehr droht uns sonst unter den Füßen wegzubrechen.“ In Recklinghausen hat er ein drastisches Bild vom Zustand der Streitkräfte gezeichnet. „An allen Ecken und Enden“ knirsche es. Manche Strukturen seien „erbärmlich“. Die Ausrüstung sei überaltert. Jeder junge Mann könne heute diesen Dienst vermeiden: „Sie müssen nicht mal mehr Zahnpasta fressen, um nicht genommen zu werden.“ An der Redu-

zierung der Stärke von 252 000 auf 163 000 Köpfe komme niemand vorbei, sonst werde es das Verfassungsgericht sein, das die Abschaffung der Wehrpflicht anordne. „Das wollen wir nicht.“ Die Union habe sich diesen „Realitäten“ zu stellen. Guttenberg ist mit dem Eindruck nach Berlin zurückgereist, dass er überzeugt hat. Dennoch: Der 40-Jährige ist kein Mann der Senioren in der CDU. Er hat seine Fans eher unter den Mitgliedern der Jungen Union. Die hat, den Älteren freundschaftlich verbunden, den Videospot geliefert, mit dem Guttenberg in Recklinghausen willkommen

Die CDU will die Zuwanderung und die Integration stärker an deutschen Interessen ausrichten. Ein „starker Staat“ werde Integrationsverweigerern entschieden entgegentreten, heißt es in einem Leitantrag für den Parteitag im November. Und: „Wir haben die Integrationspolitik an unseren Interessen ausgerichtet und Schluss gemacht mit einer Politik falsch verstandener Toleranz.“ Ausdrücklich wird aber auch die positive Bedeutung der Zuwanderung unterstrichen. „Über eine halbe Million Unternehmerinnen und Unternehmer mit Zuwanderungsgeschichte schaffen Arbeitsplätze und leisten viel für die Wirtschaftskraft unseres Landes.“

Brüssel verstärkt Druck auf den Iran Martina Herzog Knut Pries Luxemburg. Die EU zieht dem Mullah-Regime in Teheran die wirtschaftlichen Daumenschrauben fester an: Nach einem Beschluss der EU-Außenminister werden Handel und Finanzgeschäfte weiter eingeschränkt. Damit soll die iranische Führung bewogen werden, nachweisbar auf den Aufbau einer militärisch nutzbaren Atom-Technik zu verzichten. Teheran bestreitet entsprechende Pläne, ist aber nach Ansicht der internationalen Gemeinschaft dabei, sich nukleare Fähigkeiten zu verschaffen, die nur militärisch sinnvoll sind. Mit den Sanktionen geht die EU über Beschlüsse des UNSicherheitsrates hinaus. „Wir verstärken den Druck“, sagte der britische Außenminister William Hague. Die EU will die bestehenden Sanktionen in mehreren Bereichen verschärfen. Güter, die auch militärisch einsetzbar sind, dürfen nicht mehr an iranische Abnehmer geliefert werden. Im Öl- und Gasgeschäft werden europäischen Unternehmen Erschließungshilfen, Investitionen und Technologietransfer untersagt. Der Handel bleibt erlaubt. Banken müssen Überweisungen über 10 000 Euro melden und über 40 000 Euro genehmigen lassen. Außerdem wird Iran-VIPs die Reisefreiheit in Europa weiter beschnitten.

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W

WIRTSCHAFT

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Kürzere Haft für Schelsky? Karlsruhe. Die Haftstrafe gegen den vom Industriekonzern Siemens geförderten Gründer der IG-Metall-Konkurrenzgewerkschaft AUB, Wilhelm Schelsky, wird wohl verkürzt. Der Bundesgerichtshof hob Schelskys Verurteilung wegen Beihilfe zur Untreue auf, erklärte aber die Verurteilung wegen Betrugs, Steuerhinterziehung und Beihilfe zur Steuerhinterziehung für rechtskräftig. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte Schelsky zu viereinhalb Jahren Gefängnis und Ex-Siemens-Vorstand Johannes Feldmayer zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt. Das Gericht muss das Strafmaß gegen Schelsky neu festsetzen. dapd

Steinkohle – Koalition bleibt bei 2018 Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP) dreht offenbar bei. Einladung an IG BCE zu einem Spitzengespräch Daniel Freudenreich Dirk Hautkapp Thomas Wels Berlin. Der koalitionsinterne Konflikt um den Zeitpunkt für das Ende des subventionierten Steinkohlebergbaus ist offenbar beigelegt. Aus Sicht der Bundesregierung bleibt es beim vertraglich festgelegten Subventionsende im Jahr 2018. Nach Informationen dieser Zeitung aus Regierungskreisen hat Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) dem Kanzleramt signalisiert, dass er nicht mehr an einem vorzeitigen Ausstieg

aus der Kohle 2014 festhält. Dieses Ausstiegsdatum verlangt die EU-Kommission. Heute sollen sich die Fraktionen von CDU/CSU und FDP abschließend mit der Frage beschäftigen. Das Wirtschaftsministerium wollte dazu keine Stellung nehmen. Auf ein Einlenken deutet auch hin, dass sich Brüderle am 4. November zu einem Spitzengespräch mit dem Chef der Industrie-Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, sowie der Spitze der RAGStiftung und des Steinkohleförderers RAG verabredet hat.

+++ TecDax 816,20 (+0,77 %) +++ SDax 4707,73 (+1,21 %) +++ Dow Jones (20.26 Uhr) 11200,79 (+0,61 %) +++ Euro Stoxx 50 2871,48 (–0,08 %) +++ Euro (in Dollar) EZB 1,4031 (+0,70 %) +++ Nordsee, Brent ($/Barrel) 82,91 (+2,27 %) +++ Dax

6639,21

6900 6600 6300 6000 5700

MDax

9363,62

9500 9000 8500 8000 7500 August

38 Tage-Verlauf

September

August

Oktober

+ 0,51%

200 Tage-Verlauf

38 Tage-Verlauf

September

200 Tage-Verlauf

Dax adidas Allianz SE vNA BASF NA Bayer Beiersdorf BMW St. Commerzbank Daimler NA Deutsche Bank NA Deutsche Börse NA Deutsche Post NA Deutsche Telekom NA E.ON NA Fresenius Med. Care St. Fresenius SE Vz. HeidelbergCement Henkel Vz. Infineon NA K+S Linde Lufthansa vNA MAN SE St. Merck Metro St. Münchener Rück vNA RWE St. SAP St. Siemens NA ThyssenKrupp Volkswagen Vz.

Dividende 0,35 4,10 1,70 1,40 0,70 0,30 0,68 2,10 0,60 0,78 1,50 0,61 0,76 0,12 0,53 0,20 1,80 0,25 1,00 1,18 5,75 3,50 0,50 1,60 0,30 1,66

25.10. 47,77 89,08 53,11 55,00 49,00 50,72 6,43 49,70 41,86 52,27 13,71 10,04 22,42 45,10 60,31 37,18 43,23 5,80 46,90 104,35 15,12 82,96 61,14 50,83 110,00 50,41 38,18 83,26 27,12 103,35

Gewinner & Verlierer aus dem HDax vom 25.10. (zum Vortag in %) VW Vz. +6,81 Singulus –1,68 Aixtron +4,88 centrotherm –1,57 Praktiker +3,92 Gerresheimer –1,53 Leoni +3,54 Utd.Internet NA –1,46 Conergy +3,25 SMA Solar Tech. –1,39

MDax

L-MDax: 9376,40

Dividende Aareal Bank Aurubis 0,65 Axel Springer NA 4,40 BayWa vNA 0,40 Bilfinger Berger 2,00 Brenntag Celesio 0,50 Continental Demag Cranes Deutsche Postbank NA Douglas Hold. 1,10 Dt. EuroShop NA 1,05 EADS ElringKlinger NA 0,20 Fielmann 2,00 Fraport 1,15 Fuchs Petrolub Vz. 1,70 GAGFAH 0,10 GEA Group 0,30 Gerresheimer Gildemeister 0,10 Hamburger Hafen 0,40 Hann. Rückvers. NA 2,10 Heidelberg. Druck. HOCHTIEF 1,50 Hugo Boss Vz. 0,97 IVG Immobilien Kabel Deutschland Klöckner & Co. SE NA Krones LANXESS 0,50 Leoni MTU Aero Engines 0,93 Praktiker 0,10 ProSiebenSat.1 Media 0,02 Puma 1,80 Rational 3,50 Rheinmetall 0,30 RHÖN-KLINIKUM 0,30 Salzgitter 0,25 SGL Carbon SE Sky Deutschland STADA vNA 0,55 Südzucker 0,45 Symrise 0,50 Tognum 0,35 TUI NA Vossloh 2,00 Wacker Chemie 1,20 WINCOR NIXDORF 1,85

25.10. % zum VT 17,19 + 0,76 39,33 + 2,68 108,55 + 0,09 30,00 + 0,54 54,42 ± 0,00 66,34 + 0,52 17,77 + 0,40 64,44 + 1,95 36,04 – 0,08 25,00 – 0,02 39,70 + 0,98 26,97 + 0,19 18,10 – 1,36 24,16 – 0,82 69,66 + 0,07 44,61 + 0,22 94,10 + 0,97 6,35 – 0,31 19,22 – 0,18 27,97 – 1,53 12,70 + 0,08 31,42 – 0,74 36,31 + 0,18 3,54 – 0,81 64,80 + 2,14 47,52 + 2,22 5,43 – 0,44 31,98 + 1,56 17,28 + 2,52 42,38 – 0,29 49,15 + 2,53 27,33 + 3,54 44,22 + 0,51 6,73 + 3,92 19,44 + 0,21 250,55 – 0,34 150,10 – 0,10 51,45 + 1,20 17,40 – 0,40 55,25 + 2,31 27,88 + 0,98 0,94 + 0,21 22,18 + 1,60 16,99 + 0,86 21,68 – 0,48 17,80 + 0,88 8,70 + 1,02 84,65 + 0,13 148,50 + 0,71 52,45 + 1,51

EuroStoxx 50 Dividende Air Liquide (FR) 2,11 Alstom (FR) 1,24 Anh.-Busch Inbev (BE) 0,38 ArcelorMittal (LU) 0,19 Ass. Generali (IT) 0,35 AXA (FR) 0,55 Banco Santander (ES) 0,14 BBVA (ES) 0,09 BNP Paribas (FR) 0,97 Carrefour (FR) 1,08 Crédit Agricole (FR) 0,45 CRH (IE) 0,19 Danone (FR) 1,20 Enel (IT) 0,15 ENI (IT) 0,50 France Télécom (FR) 0,60 GDF Suez (FR) 0,67 Iberdrola (ES) 0,14 ING Groep (NL) Intesa Sanpaolo (IT) 0,08 L’Oréal (FR) 1,50 LVMH (FR) 1,30

25.10. % zum VT 96,08 + 0,10 37,63 – 0,70 45,74 + 0,29 24,82 + 0,16 15,63 ± 0,00 13,38 + 0,60 9,46 – 1,83 9,60 – 1,24 52,81 – 0,92 38,85 + 0,25 11,87 – 1,70 12,63 – 1,10 45,50 – 0,40 4,05 + 0,12 16,14 – 0,37 16,74 + 0,78 28,14 – 0,39 5,94 + 0,59 8,12 + 1,01 2,60 – 2,15 86,69 + 0,93 116,00 + 2,51

Dienstag, 26. Oktober 2010

22.10. 46,88 89,43 52,77 54,90 47,76 50,03 6,46 49,31 42,10 52,07 13,56 10,06 22,33 45,29 60,28 36,62 42,73 5,66 46,33 104,00 15,15 83,68 60,69 50,08 109,60 50,33 38,04 83,48 26,52 96,76

+/– in % + 1,89 – 0,39 + 0,64 + 0,18 + 2,60 + 1,38 – 0,60 + 0,80 – 0,56 + 0,38 + 1,11 – 0,15 + 0,38 – 0,42 + 0,05 + 1,52 + 1,16 + 2,44 + 1,23 + 0,34 – 0,20 – 0,86 + 0,74 + 1,50 + 0,36 + 0,16 + 0,35 – 0,26 + 2,26 + 6,81

Oktober

+ 0,62% L-Dax: 6639,73 52W.-Hoch / Tief 48,00 31,35 95,99 75,16 53,39 35,00 56,71 43,27 49,03 40,84 52,15 28,28 7,84 5,33 50,05 29,93 55,25 38,61 60,17 45,45 14,70 11,01 10,64 8,51 29,75 20,86 46,00 31,83 61,39 39,16 52,20 30,86 44,38 30,57 5,83 2,91 47,72 34,64 104,95 71,03 15,45 10,19 84,89 47,82 72,53 56,85 51,14 37,02 123,55 98,38 69,29 47,65 38,50 29,82 84,50 59,86 28,24 19,68 103,50 51,23

Nokia (FI) 0,40 7,96 – 0,56 Philips Elec. (NL) 0,70 22,87 + 0,73 Repsol YPF (ES) 0,43 19,58 – 0,76 Sanofi-Aventis (FR) 2,40 49,93 + 0,45 Schneider Electr. (FR) 2,05 101,88 – 0,10 Soc. Générale (FR) 0,25 43,41 ± 0,00 St. Gobain (FR) 1,00 34,70 – 0,84 Telecom Italia (IT) 0,05 1,07 – 1,29 Telefónica (ES) 0,65 19,27 – 0,08 Total (FR) 1,14 39,01 – 0,17 Unibail-Rodamco (FR) 0,95 152,45 – 0,78 UniCredit Group (IT) 0,03 1,86 – 2,57 Unilever (NL) 0,21 21,65 + 0,49 VINCI (FR) 1,10 39,31 – 0,43 Vivendi (FR) 1,40 20,46 – 0,24 Die Tabelle ist ohne die Dax 30 Werte dargestellt.

TecDax

L-TecDax: 816,49 Dividende

ADVA Optical Net. Aixtron BB Biotech NA Bechtle Carl Zeiss Meditec centrotherm photov. Conergy Dialog Semic. Drägerwerk Vz. Drillisch EVOTEC freenet NA Jenoptik Kontron Manz Automation MorphoSys Nordex SE Pfeiffer Vacuum Phoenix Solar Q-CELLS SE QIAGEN QSC Roth & Rau Singulus SMA Solar Technol. Smartrac Software SolarWorld United Internet NA Wirecard

0,15 3,70 0,60 0,18

0,38 0,30 0,20 0,20

2,45 0,20

1,30 1,15 0,16 0,40 0,09

25.10. % zum VT 5,75 + 0,35 23,62 + 4,88 44,80 + 1,84 25,93 – 0,67 12,56 + 0,08 28,55 – 1,57 0,54 + 3,25 13,64 – 0,44 57,64 – 1,17 5,86 – 0,71 2,32 – 0,60 8,95 + 1,27 4,63 + 1,03 6,97 + 0,62 55,30 + 1,45 17,57 + 1,01 7,19 – 0,77 66,35 + 1,30 27,02 – 0,44 3,13 + 0,87 13,39 + 0,71 1,71 + 1,24 17,15 + 0,41 3,68 – 1,68 81,75 – 1,39 19,95 – 0,15 95,20 + 0,82 10,16 + 2,83 13,13 – 1,46 10,62 + 0,62

Internationale Aktien Dividende Aegon (NL) 0,30 Anglo American (GB) 0,25 AT & T Inc (USA) 0,42 Boeing (USA) 0,42 BP PLC (GB) 0,09 Cisco Systems (USA) Citigroup (USA) 0,01 Coca Cola (USA) 0,44 Disney Co. (USA) 0,35 Ericsson B (SW) 2,00 Esprit Hold. (BM) 0,74 Fiat St. (IT) 0,17 General Electric (USA) 0,12 Google (USA) IBM (USA) 0,65 Intel (USA) 0,16 McDonald’s (USA) 0,55 Microsoft (USA) 0,13 Motors Liquid. (USA) Oracle (USA) 0,05 Sony (JP) 12,50 Starbucks Corp. (USA) 0,13 Toshiba (JP) Vodafone Group (GB) 0,06 Wal-Mart Stores (USA) 0,30 Yahoo (USA)

25.10. % zum VT 4,65 + 0,41 33,43 + 1,66 20,20 – 0,86 51,24 + 0,47 4,84 + 0,87 16,98 + 1,25 2,99 + 1,39 43,96 – 0,83 24,84 – 0,08 8,02 – 0,56 4,08 + 0,81 12,07 – 1,27 11,60 + 0,04 442,73 + 0,69 100,40 – 0,12 14,29 + 0,78 56,56 + 0,14 18,09 – 0,71 0,21 – 10,21 20,85 + 0,34 24,13 + 0,73 20,45 + 1,04 3,60 ± 0,00 1,90 – 0,99 38,92 + 0,62 11,56 – 0,77

comdirect bank DIC Asset Easy Software EDOB Abwicklung Elmos Semicond. EMS New Media Energie Bd.-W. Gelsenwasser Gerry Weber Int. GfK SE Hamborner Reit Highlight Hornbach Vz. IDS Scheer Jungheinrich Kampa Kizoo Klöckner-Werke KOENIG & BAUER KSB St. KWS SAAT Leifheit Loewe Logwin MAN SE Vz. Mannheimer Masterflex Medigene NA Medion Metro Vz. MPC Nordwest Handel Pixelpark Porsche SE Vz. Pro DV Quanmax REpower Sys. RWE Vz. Sixt St. Strabag Ströer Out-of-Home Süss MicroTec Teles VDN Versatel Villeroy&Boch Vz. Vivacon Volkswagen St. vwd Westag St. WMF St. WMF Vz. Zapf Creation

0,41 0,30

1,53 17,74 0,85 0,30 0,36 0,17 1,34 0,24 0,12 1,00 12,00 1,80 3,00 0,25 0,25 0,04 0,20 1,30

0,05

3,50 0,20 1,04

0,50 1,60 0,04 0,94 1,20 1,20

7,04 7,46 3,20 0,45 7,99 0,04 36,50 529,95 33,20 31,61 7,08 3,86 74,50 16,10 27,50 0,19 8,80 14,83 13,56 542,03 124,01 19,43 6,78 1,25 49,74 3,97 3,55 1,86 10,87 36,00 3,20 9,28 0,23 38,22 0,41 2,36 120,80 47,66 27,79 200,70 23,28 6,15 0,61 0,05 4,99 4,62 0,58 89,95 2,75 17,90 28,80 24,52 1,08

– 0,18 + 0,54 + 1,75 + 2,50 + 6,38 – 9,09 + 0,05 – 0,01 + 1,41 + 1,18 + 0,57 – 2,25 – 0,20 ± 0,00 + 3,99 ± 0,00 + 0,02 + 2,77 – 1,63 + 2,17 – 0,08 + 1,41 – 0,99 + 10,52 – 0,53 + 4,47 + 2,90 + 2,71 + 0,32 ± 0,00 – 0,65 ± 0,00 – 4,13 + 1,25 + 8,95 + 1,29 + 0,67 + 0,57 + 0,82 – 0,15 – 0,45 + 4,57 – 1,45 + 64,52 + 7,29 + 1,32 – 0,85 + 5,76 – 0,04 + 1,99 + 1,77 + 3,33 – 2,43

Zinsen Umlaufrendite 1 Jahr Finanzschätze 2 Jahre Finanzschätze 6 Jahre Bundesschatzbrief A 7 Jahre Bundesschatzbrief B Tagesanleihe d. Bundes, Kurs Tagesanleihe d. Bundes, Zins

2,20 % 0,65 % 0,69 % 1,64 % 1,85 % 100,21 0,70 %

Sorten & Devisen 25.10. Sorten* Devisen 1 Euro = Ank. Verk. Geld Brief Australischer Dollar 1,31 1,52 1,4081 1,4087 Kanadischer Dollar 1,36 1,51 1,4249 1,4253 Schweizer Franken 1,32 1,40 1,3568 1,3573 Dänische Kronen 7,11 7,86 7,4580 7,4582 Britisches Pfund 0,86 0,93 0,8875 0,8877 Japanische Yen 107,47 121,47 112,90 112,93 Norwegische Kronen 7,69 8,69 8,0750 8,0825 Polnischer Zloty 3,43 4,81 3,9291 3,9341 Schwedische Kronen 8,76 9,91 9,1859 9,1893 Thailändischer Baht 34,55 52,55 41,4360 41,9860 US-Dollar 1,34 1,47 1,3986 1,3987 *die Preise hängen von den Konditionen der einzelnen Banken ab.

Metalle & Münzen 25.10. Edelmetalle in Euro Ankauf Goldbarren 1000 g 30483,06 Goldbarren 50 g 1518,15 Goldbarren 10 g 298,63 Silberbarren 1000 g 516,00 Platin 1 g, W.C. Heraeus

Verkauf 31172,89 1594,64 338,33 619,00* 40,97*

Dieses Gespräch im Bundeswirtschaftsministerium hatte die IG BCE mit Nachdruck eingefordert. Dem Vernehmen nach knüpft Brüderle sein Nachgeben an eine zügige Streichung der so genannten Revisionsklausel. In dem 2007 ausgehandelten Kohle-Kompromiss war festgelegt worden, dass dem Bundestag bis 2012 die Chance gegeben wird, das Ausstiegsdatum 2018 ergebnisoffen zu überdenken und gegebenenfalls einem Sockelbergbau für die Zeit nach 2018 den Weg zu ebnen. Brüderle will diese Prüfung nach Informationen aus RegierungsKreisen vorziehen, abschlägig bescheiden und so analog zu einem Vorschlag von EUEnergie-Kommissar Günther Oettinger (CDU) das verbindliche Signal geben: „2018 ist endgültig Schluss mit der staatlichen Kohle-Subventionierung in Deutschland.“ Sollten die Fraktionen von Union und FDP diesem Vorgehen heute zustimmen, hätte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein „belastbares Mandat“, um in Brüssel eine Mehrheit für einen sozialverträglichen Ausstieg 2018 zu organisieren, hieß es gestern aus Koalitionskreisen. Letzteres ist jedoch schon im Koali-

Um die Zukunft des Bergbaus wird gestritten. tionsvertrag hinterlegt. Weil sich Brüderle bis vor kurzem aber für einen vorzeitigen Ausstieg 2014 stark gemacht hatte, während Merkel an 2018 festhalten will, kam es zu erheblichen Irritationen. IG-BCEChef Vassiliadis hatte vehe-

REVISIONSKL AUSEL

Sockelbergbau NRW-Wirtschaftsminister Voigtsberger (SPD) hat ein Festhalten an der Revisionsklausel 2012 bis zuletzt für unverzichtbar erklärt. Ein Sockelbergbau sei angesichts möglicher WeltmarktKohlepreiserhöhungen und der Chancen für deutsche Bergbautechnik sinnvoll.

Foto: Ralf Rottmann

ment gefordert, dass der Bund vor Beginn der Verhandlungen mit der EU-Kommission „endlich mit einer Stimme spricht“. Auf der gestrigen internen Sitzung des IG-BCE-Beirats äußerte Vassiliadis erneut die Erwartung, dass es heute in diesem Sinne eine Einigung gebe. Ein Ausstieg vor dem Jahr 2018 werde wegen der sozialen Folgekosten erheblich teurer. Die RAG AG hatte eine Mehrbelastung von zwei Milliarden Euro für den Fall eines Bergbau-Endes 2014 errechnet. Eine endgültige Entscheidung zu den Kohlehilfen wird auf europäischer Ebene im „Wettbewerbsfähigkeitsrat“ am 10. Dezember erwartet oder auf dem EUGipfel am 16./17. Dezember.

25.10. % zum VT 5,00 – 0,60 2,21 + 5,14 0,40 – 2,44 1,73 + 0,17 17,09 + 2,21 2,58 + 6,57

Paris. Mehrere europäische Großkonzerne, darunter die deutschen Unternehmen Bayer und BASF, haben nach einem Bericht eines Umweltschutznetzwerks US-Senatoren finanziert, die sich gegen Klimaschutzgesetze einsetzen. Die „größten europäischen Umweltsünder“ hätten im Jahr 2010 mehr als 306 000 Dollar (rund 218 000 Euro) an Senatoren in den USA gezahlt, heißt es in dem Bericht der Climate Action Group Europe, der am Montag veröffentlicht wurde. Davon seien 240 000 Dollar an Senatoren gegangen, die den Klimawandel bestritten oder Klima-Gesetzgebung blockiert hätten. Laut den Konzernen handelt es sich aber um Spenden von Mitarbeitern afp und nicht der Firmen.

KORREKTUR Ab dem 1. November wird ein neuer Personalausweis eingeführt. Ein neuer alter kann noch bis Ende dieses Monats beantragt werden. Das dürfen alle – und nicht wie berichtet nur diejenigen, deren Ausweis noch 2010 ausläuft. Wessen Ausweis aber mehr als sechs Monate gültig ist, der zahlt für den alten Ausweis 13 statt der sonst fälligen acht Euro. Froh

Ausbildung kann man sich nicht einbilden.

*mit MwST.

Münzen in Euro Ankauf Verkauf Eagle/Nugget/Britannia/ Maple Leaf 1 Unze 932,00 1009,00 1/10 Unze 88,50 114,00 1 Krüger Rand 932,00 1009,00 20 Mark Wilhelm II 221,72 294,33 Dt. NE-Metalle in Euro/100kg Aluminium f. Leitzwecke 189,00 Blei in Kabeln 198,37 Kupfer (MK-Kupfer) 692,37 Zinn 99,9% 1924,00 Kupfer (DEL-Notiz) 612,62-620,33 Messing MS 58 I 520,00-524,00 Zinklegierung Z400/Z410 2375,00-2395,00

Kursaufbereitung vom 25.10.2010 um 20.26 Uhr.

Ausführliche Wirtschaftsinformationen finden Sie unter DerWesten.de/wirtschaft Aktien im DAX, MDax und TecDax sind auf Xetra-Basis, die übrigen Aktienwerte sind Kurse der Präsenzbörse Frankfurt/Düsseldorf. G/V = H-Dax, Xetra. Div. = letztbezahlte Dividende, bei Auslandsaktien in der jew. Landeswährung. Zinsen = Quelle Bundesbankstatistik, Metalle/Sorten = Dt. Bank, Hereaus. Alle Angaben ohne Gewähr. Quelle

Das große Themenspecial „Bildung“. Morgen in Ihrer Tageszeitung. Lesen Sie alles über Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten hier in der Region. Hören Sie, was Unternehmer zu sagen haben. Profitieren Sie von wertvollen Tipps für Ihre ganz persönliche Karriereplanung. Und auch als Entscheider werden Sie viele interessante Dinge zum Wert von Auszubildenden erfahren. Lesen Sie rein!

Wirtschaft vor Ort

Weitere Kurse Dividende Adesso 0,15 ARQUES Industries Beate Uhse Borussia Dortmund CENTROTEC Sust. CFC Industriebet.

Bayer und BASF spendeten an US-Senatoren

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DerWesten.de/wirtschaft

WIR_1 NR.250

Dienstag, 26. Oktober 2010

W I RT SC H AF T Strenge Auflagen für Street View

»Fiat könnte mehr erreichen, wenn man Italien rausrechnen würde«

Der US-Suchmaschinenanbieter Google muss in Italien strenge Auflagen für seinen umstrittenen Straßenbilderdienst Street View erfüllen. Die Datenschutzbehörde ordnete an, dass die Street-View-Autos deutlich gekennzeichnet und die Bürger vor den Fotoaufnahmen informiert werden müssen.

Für Fiat-Chef Sergio Marchionne stünde der Autobauer ohne die verlustträchtigen Werke in der italienischen Heimat besser da

Westfälische Rundschau

Hochtief arbeitet an Schutzwall Essen. Nach der Ankündigung eines Übernahmeangebots des spanischen Großeigners ACS sucht der Bauriese Hochtief Hilfe, um eigenständig zu bleiben. In Australien rief die Tochter Leighton den Übernahme-Ausschuss an, um Minderheitsaktionäre gegen den Kauf durch die Hintertür zu schützen. ACS soll zum Angebot auch für Leighton-Eigner gezwungen werden – so würde der Hochtief-Kauf teurer. rtr

Autozulieferer Honsel ist pleite Meschede. Der angeschlagene Autozulieferer Honsel ist zahlungsunfähig. Er begründete gestern den Insolvenzantrag damit, dass keine Einigung über einen neuen Firmenumbau möglich war. Haupteigner der 1908 gegründeten Firma mit weltweit 3800 Mitarbeitern ist der Finanzinvestor RHJ. Honsel hofft nun, sich in dem Insolvenzverfahren zu sanieren. Honsel fertigt Leichtmetallteile für Fahrzeuge. sbi

GEMISCHTWAREN 26 523 Fleischergeschäfte

In Deutschland gibt es 15 770 Fleischer-Fachgeschäfte und 10 753 Filialen – im Schnitt also 33 Fleisch-Verkaufsstellen für je 100 000 Einwohner.

Großfleischereien wachsen

Große Betriebe des Fleischerhandwerks (ab 1,5 Millionen Euro Jahresumsatz) steigerten ihre Umsätze im ersten Halbjahr um 2,5 Prozent. Kleinere Fleischerbetriebe (bis 500 000 Euro Umsatz) verloren im Jahresvergleich 2,9 Prozent.

Hausfrauen sollten Männer und Kinder zu Hause lassen, wenn sie sparsamer einkaufen wollen. Das empfiehlt der Bundesausschuss für volkswirtschaftliche Aufklärung. Herren und Kinder bekämen „spontane Kaufgelüste, die dem Geldbeutel mehr abverlangen als vorgesehen“.

UMSTRITTENE INDUSTRIEPROJEKTE

Frauenlöhne geringer auch bei gleicher Qualifikation Wiesbaden. Frauen verdienen auch bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit rund acht Prozent weniger als Männer. Das zeigt eine Analyse der Einkommen von Frauen und Männern von 2006, die das Statistische Bundesamt gestern vorstellte. Der Unterschied zwischen Männern und Frauen beim Brutto-Stundenverdienst beträgt seit Jahren im Schnitt etwa 23 Prozent – Männer verdienen also fast ein Viertel mehr als Frauen. Dabei spielen diverse Faktoren eine Rolle, darunter solche, die nichts mit der individuellen Bezahlung zu tun haben: Männer und Frauen haben oft unterschiedliche Berufe, Frauen haben seltener Führungsposten, sind tendenziell schlechter ausgebildet und öfter teilzeitbeschäftigt. Das wirkt sich auf den Durchschnitts-Stundenlohn aus, der bei Frauen daher insgesamt niedriger ist. Diese strukturellen Faktoren sind verantwortlich für rund zwei Drittel der Lohn-Lücke zwischen den Geschlechtern. Ein Drittel entfalle nicht auf arbeitsplatzrelevante Merkmale, sondern auf eine tatsächlich schlechtere Bezahlung bei gleicher Arbeit und Qualifikation. afp Kommentar

Heute vor 40 Jahren

KOMMENTAR

Minister erwägt Bürgerbeteiligung bei Pipeline NRW-Landesregierung will zwischen den Bürgern und dem Bayer-Konzern vermitteln. Die Grünen irritiert der Vorstoß Tobias Blasius Ulf Meinke Düsseldorf. NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger (SPD) fordert mehr Bürgerbeteiligung bei der Lösung des Konflikts um die Kohlenmonoxid-Pipeline des Bayer-Konzerns zwischen Dormagen und Krefeld. Damit hat er Irritationen beim grünen Koalitionspartner ausgelöst. Man halte weiterhin an der Vereinbarung mit der SPD fest, die gesetzlichen Grundlagen der CO-Leitung zu überprüfen und auszuwerten, erklärte Grünen-Chefin Monika Düker. Dabei gehe es vor al-

lem um die Frage, ob die sogenannte „gemeinwohlorientierte Enteignung“ von Anwohnern angemessen war. Voigtsbergers Vorstoß, die Bürger nachträglich über die CO-Pipeline mitentscheiden zu lassen, bezeichnete Düker gleichwohl als „interessante Idee“. Man unterstütze es, „die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen“. Anwohner zweifeln an der Sicherheit der Pipeline, die das giftige und geruchlose Kohlenmonoxid transportieren soll. Voigtsberger bekräftigte am Montag sein Anliegen, nach dem Vorbild von Stuttgart 21 zwischen dem Bayer-Konzern

Will vermitteln: Wirtschaftsminister Voigtsberger Foto: Kitschenberg und Anwohnern zu vermitteln. „Industrieprojekte wie die CO-Pipeline lassen sich nur im frühzeitigen Dialog mit den Bürgern realisieren. Die Zeit der Basta-Politik ist vorbei“, sagte der Minister dieser Zeitung. „Stockt der gesell-

schaftliche Dialog, sind Schlichtungsverfahren ein sinnvolles Instrument. Ein Bürgerentscheid steht aber erst am Ende einer Kette.“ Allerdings wäre laut der Initiative „Mehr Demokratie“ ein Bürgerentscheid über die COPipeline zurzeit nicht möglich. „Die Verlegung der Pipeline ist im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens zu entscheiden. Solche Angelegenheiten sind dem Zugriff der Bürger auf dem Weg der direkten Demokratie aber leider entzogen“, so der Landesgeschäftsführer Alexander Slonka. Zunächst müsse die Gemeindeordnung geändert werden.

Voigtsberger hatte sich auf einer Veranstaltung der Gewerkschaft IG BCE für ein Schlichtungsverfahren ausgesprochen und als letzte Variante einen Bürgerentscheid im Streit um die KohlenmonoxidLeitung nicht ausgeschlossen. Der Bayer-Konzern zeigte sich verwundert: „Der Planfeststellungsbeschluss kam in einem demokratischen Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung zustande, und der Landtag hat dem Projekt mehrfach zugestimmt.“ Anders als beim Hauptbahnhof-Projekt Stuttgart 21 seien die Baumaßnahmen bei der CO-Pipeline „so gut wie abgeschlossen“.

Volksentscheide – eine Gefahr? Bürgerproteste gegen Stuttgart 21 und viele andere Großprojekte werfen die Frage nach der blockierten Republik auf PRO

CONTR A

Wolfgang Mulke

Hannes Koch

D

D

ie Politik wird durch mehr Bürgerbeteiligung handlungsunfähig. Das ist schon seit geraumer Zeit immer öfter der Fall. Planungsverfahren ziehen sich bei Großprojekten leicht über Zeiträume von mehr als zehn Jahren hin. Doch heute ändern sich die Rahmenbedingungen für Unternehmen in schnellem Takt. Deshalb muss auch die Politik schnell reagieren können. Wer Angst vor der Gentechnik hat, muss wenigstens die dazugehörige Forschung akzeptieren. Sonst bestimmen schnell andere das Tempo der Veränderung. Ohne mehr Einsicht in Notwendigkeiten wird Politik tatsächlich handlungsunfähig.

ie Politik wird durch mehr Bürgerbeteiligung keineswegs handlungsunfähig. Langwierige, wirksame Bürgerproteste richten sich nur gegen wenige Vorhaben. Die meisten Neubauten von Fabriken, Autobahnen, ICE-Trassen und Hightech-Laboren verursachen keine allzu große Gegenwehr der Bürger. Selbst eine riesige Flugzeugwerft im Naturschutzgebiet – Airbus in Hamburg – ist möglich. Die Energiewende wird auch nicht von Berufsdemonstranten verhindert. Kommt es doch zu Protesten, sind diese Ausdruck einer gesellschaftlichen Debatte, die geführt werden muss. Die Regierung täte nicht gut daran, Entscheidungen durchzudrücken. Es wäre kontraproduktiv, Entscheidungen auf Biegen und Brechen durchzusetzen – selbst wenn dieses Vorgehen der Institutionen legal ist. Im Laufe eines umfangreichen Planungs- und Bauvorhabens kann es aus unterschiedlichsten Gründen vorkommen, dass Bürger die Legitimität infrage stellen. Die Politik muss massives Unwohlsein in jedem Falle ernst nehmen. Tut sie es nicht, riskiert sie einen Vertrauensverlust.

Die Regierungen müssen ihre Entscheidungen konsequenter umsetzen. Parlamente und Regierung werden gewählt, um stellvertretend für das Volk Entscheidungen zu treffen und eben auch durchzusetzen. Nur dem Volk aufs Maul zu schauen, ist keine Lösung und keine Basis für zukunftsorientierte, weitsichtige Politik. Die Politik muss den Mut haben, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen. Dazu braucht sie allerdings das Vertrauen der Wähler, das Politiker inzwischen weitgehend verspielt haben.

Wir brauchen keine beschleunigten Verfahren für Großprojekte. Es gibt eine gültige Regel: Wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat, und die unterschiedlichen Interessengruppen haben ein Recht auf die Vertretung ihrer Interessen. Dafür muss es verlässliche Verfahren geben. Welchen Sinn hat Demokratie, wenn man die Beteiligung der Bürger nur zulässt, wo es der Politik genehm ist und sie immer dann einschränkt, wenn es der Regierung nicht passt?

Wir brauchen schnellere Verfahren zur Umsetzung von Großprojekten. Vom kleinsten Schuppen bis hin zum Großflughafen regiert die Bürokratie bei Bauvorhaben mit unsinnigen Vorgaben und zeitraubenden Einspruchsrechten. Ein Teil davon kann ersetzt werden. Zum Beispiel kann man den Rechtsweg vereinfachen und auf eine Instanz beschränken, wie es beim Bau von Verkehrswegen und Stromnetzen bereits der Fall ist.

Wir brauchen mehr Volksentscheide, gerade bei regionalen Entscheidungen. In Zeiten der sogenannten Politikverdrossenheit können Plebiszite ein Mittel sein, um die Bindung zwischen Bürgern, Politik und Institutionen wieder zu stärken. Es ist ratsam, so der Aushöhlung der demokratischen Willensbildung zu begegnen. Im lokalen und regionalen Rahmen sind deshalb Bürgerentscheide durchaus ein gangbarer Weg.

Wir brauchen nicht mehr Volksentscheide, schon gar nicht regional. Wenn bei jeder Ansiedlung einer Müllkippe oder einer Industrieanlage die betroffenen Anwohner darüber entscheiden können, wird es in Deutschland kein Großprojekt mehr geben. Dann könnten wir ja gleich alle Bürger darüber abstimmen lassen, wie viele Steuern der einzelne bezahlen soll. Das Ergebnis wäre zweifellos die Staatspleite. Mehr Transparenz ist wichtig, aber irgendwann muss auch entschieden werden. Fehlende Transparenz erklärt einen guten Teil des bürgerlichen Protests. Die Politik muss von mit offenen Karten spielen, Planungsdaten, Verträge mit Unternehmen, Risiken und Chancen wahrheitsgemäß vermitteln und diskutieren. Wenn alle Informationen auf dem Tisch liegen, können Politik und Bürger auf Augenhöhe den besten Weg aushandeln. Das Ergebnis muss dann aber auch gelten.

Erfindungsreich wie hartnäckig wehren sich die Gegner von Stuttgart 21 gegen das Hauptbahnhof-Projekt der Bahn. Foto: Getty

Es geht den Bürgern um mehr als nur um mehr Transparenz. Sicher müssen die einer Entscheidung zugrunde liegenden Daten und Motive veröffentlicht werden. Dies darf aber nicht als Argument gegen die Bürgerbeteiligung und den Rechtsweg herhalten. Schließlich geht es oft um politische und moralische Wertungen. Damit diese im Sinne des gesellschaftlichen Friedens auch zur Geltung kommen können, bedarf es institutionalisierter Verfahren, die einfach Zeit brauchen.

Auch Frauen müssen fordern Sabine Brendel Das scheint eine gute Nachricht zu sein: Bei näherem Hinsehen ist der Lohnunterschied von Frauen und Männern längst nicht so groß wie bisher gedacht. Bei gleicher Ausbildung und Arbeit erhalten Frauen im Schnitt nur acht Prozent weniger als Männer. Moment – nur? Acht Prozent weniger Lohn bei gleichen Voraussetzungen und gleicher Tätigkeit sind immer noch ein viel zu großer Unterschied. Doch diese Ungerechtigkeit darf für Frauen kein Grund sein, mit dem Finger auf ihre (männlichen) Arbeitgeber zu zeigen und sich selbst von jeglicher Verantwortung für dieses Lohngefälle freizusprechen. Stattdessen sollten sich Frauen bewusst machen, welche Qualifikationen sie für eine Arbeit mitbringen und welche Potenziale in ihnen stecken. Dann sollten sie sich überlegen und nachforschen, was dies alles wert ist – auch anhand von Gehaltsvergleichen. So gerüstet sollten Frauen in Gehaltsverhandlungen gehen und ihre Vorstellungen verfolgen. Das ist kein überhebliches männermäßiges Verhalten, sondern ein gesundes Selbstbewusstsein. Und das ist unabdingbar dafür, um die ungerechte Lohnlücke zu schließen.

Nicht einmal jeder Zweite spart Bonn. Die Deutschen finden Sparen wichtig, aber nicht einmal jeder Zweite legt jeden Monat Geld auf die hohe Kante. 16 Prozent der Bundesbürger besitzen gar nichts, was sie auf die Seite legen könnten, wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage der Postbank ergab. Wer regelmäßig spart, tut das am liebsten mit einem Sparbuch, geht aus der Umfrage anlässlich des Weltspartages (29. Oktober) weiter hervor. Laut Umfrage ist für 86,7 Prozent aller Menschen in Deutschland Sparen wichtig. Dabei liegen die Ost- vor den Westdeutschen und die Fraudapd en vor den Männern.

IN KÜRZE BP. Der britische Ölkonzern

trennt sich von vier Ölfeldern im Golf von Mexiko und will mit den Einnahmen von 650 Millionen Dollar für die Kosten der dort verursachten Ölpest aufkommen. Das japanische Handelshaus Marubeni kauft die BP-Anteile.

Meyer-Werft. Die Werft aus

Papenburg baut für 1,2 Milliarden Euro zwei Kreuzfahrtschiffe für die US-Reederei „Norwegian Cruise Line“.

Eon Edis. Der Regionalversorger verzögert offenbar den Lieferantenwechsel von Stromkunden. Daher verhängte die Bundesnetzagentur jetzt ein Zwangsgeld von 1,3 Millionen Euro gegen die ostdeutsche Eon-Tochter.

@ wirtschaft@waz.de


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Dienstag, 26. Oktober 2010

SPO RT Verletzt

Versetzt

»Ich möchte diese Aufgabe mutig und entschlossen angehen«

Torhüter Frank Rost wird dem Fußball-Bundesligisten Hamburger SV vorerst nicht zur Verfügung stehen. Der 37Jährige zog sich am Freitag im Punktspiel gegen den FC Bayern (0:0) einen Teilriss des Außenbandes im rechten Knie zu. Eine Operation ist aber offenbar nicht notwendig.

Frank Schaefer hat bei seiner Vorstellung als neuer Trainer des 1. FC Köln Selbstbewusstsein gezeigt. „Ich will keine großen Parolen ausgeben, sondern inhaltliche Lösungen finden“, sagte der bisherige Amateur-Coach Schaefer vor seinem Profi-Debüt im DFB-Pokal gegen 1860 München.

Frank Schaefer, neuer Trainer des FußballBundesligisten 1. FC-Köln

Westfälische Rundschau

DFB-POKAL ZWEITE HAUPTRUNDE

DREI FR AGEN AN

EINWURF

Berlin, Berlin, wir hoffen auf Berlin

Wer feiern kann, der kann auch arbeiten Schalke-Trainer Felix Magath droht seinen Spielern nach dem nächtlichen Ausflug in Frankfurt mit Konsequenzen Ralf Wilhelm

Michael Meier

Der Kölner FC-Manager zur Entlassung von Trainer Soldo und seiner eigenen Situation

„Wie Senf nach der Mahlzeit“ Dirk Graalmann Herr Meier, der 1. FC Köln hat seinen Trainer Zvonimir Soldo beurlaubt. Bei einem Tabellenletzten eine durchaus übliche Reaktion, der Stil der Trennung aber wird kritisiert. Soldo leitete am Vormittag das Training, mittags wurde er sogar noch live in eine TV-Sendung geschaltet. Drei Stunden später war er den Job los. Nicht die feine Art… Michael Meier: Ich lasse Kritik gegen meine Person immer gelten, aber nicht in Fragen des Stils. Der Trainer wusste stets über unsere Schritte Bescheid. Und wenn wir gesagt hätten, er wird nicht live in den Sport 1-Doppelpass geschaltet, hätten doch die gleichen Journalisten gesagt: ‘Oh, der Soldo wird bestimmt gleich entlassen.’ Dabei war das zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht klar. Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht, alles genau abgewogen. Erst am Ende stand der Entschluss, sich zu trennen. Dennoch: Die Außendarstellung des Klubs ist „zum Weglaufen“, wie Sie selbst gesagt haben. Lukas Podolski hat den Klub in einem Interview frontal angegriffen, Torhüter Faryd Mondragon gab eine obskure Pressekonferenz, in der er sich mit Jesus verglich. Eine öffentliche Reaktion des Klubs blieb aus. Ständig sollen wir über Dinge reden, die in der Vergangenheit liegen. Das ist für mich wie Senf nach der Mahlzeit. Ich habe gesagt, dass unsere schlechte Außenwahrnehmung hausgemachte Ursachen hat. Deutlicher kann man sich auch selber nicht in die Pflicht nehmen. Was wollen Sie denn noch? Sie selbst stehen in Köln nun im Zentrum der Kritik. Wenig verklausuliert wird Ihr Rücktritt gefordert. Keine Frage, es ist schwer hier in Köln mit diesem unruhigen Umfeld. Was soll ich da ständig über meine Person reden? Ich habe hier ein Vertragsverhältnis. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Bailly erhält eine Denkpause Mönchengladbach. Torhüter Logan Bailly vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach erhält nach 27 Gegentoren in neun Spielen eine Denkpause. Im DFB-Pokalspiel am Mittwoch gegen Bayer Leverkusen wird Trainer Michael Frontzeck auf den Belgier verzichten. Christofer Heimeroth wird wohl das Tor hüten. sid

Gelsenkirchen. Felix Magath ist in der Liga nicht gerade als „Feier-Biest“ bekannt, dafür steht ein anderer. Und es sieht nicht so aus, als sollte Schalkes Chef in absehbarer Zukunft daran etwas ändern wollen. Am Sonntag hatte er den nächtlichen Ausflug von einem halben Dutzend seiner Spieler in den Frankfurter Sze-

ne-Club „Bristol Bar“ (wir berichteten) eher milde kommentiert: „Es gibt bei uns keine Vorschrift, um welche Zeit man wieder im Hotel sein muss und welche Getränke man auf einer Party trinken darf.“ Am Montag klang das mit Blick auf das heutige Pokalspiel beim Zweitligisten FSV Frankfurt (20.30 Uhr) schon ganz anders: „Ich erwarte nicht nur das Weiter-

kommen, sondern auch ein gutes Spiel meiner Mannschaft. Sonst wird es Konsequenzen geben.“ Nach der unmissverständlichen Drohgebärde schickte er gleich noch einen Gruß an die Nachtschwärmer um Torwart Manuel Neuer, Jermaine Jones und Stürmer Klaas-Jan Huntelaar hinterher: „Es braucht mir keiner zu kommen, er wäre müde, das werde ich nicht

akzeptieren.“ Getreu der Ruhrgebiets-Maxime: Wer feiern kann, der kann auch arbeiten. Es scheint fast so, als wäre der nächtliche Streifzug für den Trainer ein willkommenes Druckmittel, um den Spielern einen denkbaren DFB-PokalSchlendrian gegen einen unterklassigen Gegner gleich auszutreiben. Wozu nach Meinung Magaths gegen den

Dirk Graalmann

Sechsten der 2. Liga auch überhaupt kein Anlass bestünde: „Ich habe mir den FSV gegen Hertha BSC angeschaut, die Frankfurter waren ebenbürtig und haben am Ende unglücklich verloren.“ Mal ganz abgesehen davon, dass Schalke 04 die finanziellen Mehreinnahmen aus diesem Wettbewerb durchaus gelegen kommen. Noch ein Druckmittel.

Krise ist woanders Bayern München wirkt vor dem Pokalhit gegen Bremen wie in Mittelmaß betoniert. Aber die Vereinsbosse halten still

A

m Ende winken 2,5 Millionen Euro allein aus der Vermarktung der TVRechte. Der Gewinn des DFB-Pokals ist also eine durchaus lukrative Sache, ganz abgesehen vom Ruhm des Titels, der so manche Vereins-Briefköpfe doch arg aufhübschen würde. Doch der DFB-Pokal ist mehr. Es ist die ausgespielte Verneinung des Unentschiedens, Sieg oder Niederlage, Triumph oder Desaster in 90, 120 oder etwas mehr Minuten. Der DFB-Pokal ist der einzige Wettbewerb ohne Sicherung. Lange Jahre war es vor allem der Spruch von den vermeintlich eigenen Gesetzen des Pokals, den Klubs wie Vestenbergsgreuth, Weinheim oder Eppingen untermauerten. Doch das sind zumeist Geschichten aus der Vergangenheit, längst ist der DFBPokal auch für die etablierten Klubs von der lästigen Pflicht zur realen Chance geworden. Für Vereine wie Schalke, Stuttgart oder Wolfsburg bietet der Cup-Wettbewerb in dieser Spielzeit etwa die Chance, das in der Liga längst außer Sicht geratene Ziel des europäischen Wettbewerbs zu erreichen. Nur fünf läppische Siege zur rechten Zeit trennen diese Klubs davon, direkt in die Europa League aufzusteigen – allen Liga-Sorgen zum Trotz. Der Pokal sei „sicher der leichteste Weg nach Europa“, hat Schalke-Trainer Felix Magath treffend festgestellt. Für die Gelsenkirchener könnte es sogar der einzige sein.

Klopp muss das BVB-Team umbauen Es reicht zurzeit nicht ganz: Bayern-Kapitän Philipp Lahm rutscht am Ball vorbei. Klaus Wille Essen. So weit ist es also schon gekommen. Bis vor kurzem werden in München nur die Scouts einen Torwart namens Sebastian Mielitz gekannt haben. Und nun sagt der 21Jährige, dritter Keeper beim Liga-Konkurrenten Werder Bremen, solche Sätze: „Wir fahren mit breiter Brust nach München. Da können wir gewinnen.“ Ja, hat denn jeder den Respekt vor den Bayern verloren? Mielitz, der bei Werder Bremen für den verletzten Stammkeeper Tim Wiese einspringen musste, ist ganz bestimmt nicht verdächtig, große Töne zu spucken. Nach Werders 4:1 in Mönchengladbach fragte Mielitz schüchtern in die TVKameras, ob er jemanden grüßen dürfe. Er durfte, und Mama, Papa, Oma und die Freundin werden sich über die netten Worte gefreut haben. Wenn also schon ein Bundesliga-Neuling vor dem DFBPokalschlager der 2. Runde am Dienstag (20.30 Uhr/live

in der ARD) die Bayern aufs Korn nimmt, muss in München etwas passiert sein. Ist es ja auch. Im schnelllebigen Fußball ist das Berliner DFB-Pokalfinale vom Mai

»Das ganze Problem ist, dass Franck Ribery und Arjen Robben fehlen« längst Geschichte. Aber man muss noch einmal daran erinnern, mit welch breiter Brust die Bayern damals Werder Bremen auseinander genommen haben, 4:0 übrigens, ein Ergebnis, mit dem die Bremer ja noch gut bedient waren. Es war die Phase, vielleicht die erste in der Geschichte der Münchner, in der selbst eingefleischte Bayern-Kritiker ins Schwärmen gerieten, weil die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal mit dieser unbändigen Lust nach vorne spielte. Weil es Spaß machte, diesen Fußball anzuschauen. In fünf Monaten kann im Fußball viel passieren. Aber

dieser Verlust an bayrischer Dominanz? Der Meister steckt im Mittelfeld fest, fester geht es kaum. Wie einbetoniert in seine drei Siege, die drei Unentschieden und die drei Niederlagen. Acht zu acht Tore passen dazu. Zuletzt, beim 0:0 in Hamburg, hatte Bayern erstmals unter Louis van Gaal weniger Ballbesitz als der Gegner, 49 zu 51 Prozent zwar nur, aber immerhin: Vom spielerischen Glanz des Frühjahrs ist nur noch eine Ahnung geblieben. Das Überraschungsmoment, für das die Bayern vor ein paar Monaten gut waren, findet sich inzwischen nur noch neben dem Platz: Es ist bislang ausgesprochen ruhig in München. Das ist schon in Zeiten, in denen es läuft, ungewöhnlich. Aber derzeit überraschen die Bayern vor allem mit ihrer hartnäckigen Weigerung, die Krise zum Thema zu machen. Hinter verschlossenen Türen wird halbherzig genöhlt, das schon. Ansatzpunkte gibt es genug: Hat Louis van Gaal im Sommer

Foto: Fishing4

seinen ersten großen Fehler begangen, als er Zukäufe ablehnte? Hat der Coach die Belastungen durch die WM unterschätzt? Ist Bayern zu abhängig von Franck Ribery und Arjen Robben? Von einem Ribery, der im Vorjahr selten glänzen konnte, von einem Robben, dessen Anfälligkeit jeder kennt? Aber öffentlich gilt: Krise ist woanders. Das ganze Problem sei doch, hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß gesagt, „dass Franck Ribery und Arjen Robben fehlen“. Und einen inte-

ressanten Satz hat Hoeneß noch angefügt: „Man kann sicher sein, dass der FC Bayern im Winter keine Riesentransfers macht.“ Das ist, jedenfalls verbal, das Bekenntnis, van Gaals Kurs zu tragen. Es zeigt, welch immensen Kredit sich der Niederländer erworben hat. Nur: Gegen Sebastian Mielitz und seine Bremer sollten die Bayern trotzdem gewinnen. Ewig wird sich die gut gemeinte „Wir kommen schon noch in Fahrt“-Linie nicht durchhalten lassen.

DFB-POK AL

Spiele in der zweiten Runde Dienstag, 19 Uhr: 1. FC Köln - 1860 München TuS Koblenz - Hertha BSC Vict. Hamburg - VfL Wolfsburg Greuther Fürth - FC Augsburg Dienstag, 20.30 Uhr: FSV Frankfurt - FC Schalke 04 Bayern München - W. Bremen Energie Cottbus - SC Freiburg 1. FC K’lautern - A. Bielefeld

Mittwoch, 19 Uhr: Hallescher FC - MSV Duisburg E. Frankfurt - Hamburger SV Hoffenheim - FC Ingolstadt A. Aachen - FSV Mainz 05 Mittwoch, 20.30 Uhr: K. Offenbach - Bor. Dortmund M’gladbach - B. Leverkusen Elversberg - 1. FC Nürnberg Chemnitzer FC - VfB Stuttgart

Dortmund. Am Tag nach dem von Borussia Dortmund in der Nachspielzeit erreichten 1:1 gegen 1899 Hoffenheim erhielt die gute Laune von Jürgen Klopp einen Dämpfer: Der BVB-Trainer erfuhr, dass Jakub Blaszczykowski (Verdacht auf Muskelfaserriss) und Sven Bender (Muskelverhärtung) am Mittwoch in der zweiten DFB-Pokalrunde beim Drittliga-Tabellenführer Kickers Offenbach nicht eingesetzt werden können. Außerdem sind beim Bundesliga-Zweiten Nuri Sahin (muskuläre Probleme im Oberschenkel) und Marcel Schmelzer (Achillessehnenschmerzen) angeschlagen. Neben den vielen aktuellen Spielen plant der BVB auch langfristig: Er wirbt in Konkurrenz mit Bayer Leverkusen um das 17-jährige Top-Talent Moritz Leitner vom Zweitligisten 1860 München. Der Deutsch-Österreicher, der bereits der deutschen U-19Nationalmannschaft angehört, ist ein technisch versierter Mittelfeldspieler. Er steht bis 2012 bei den offenbar zum Verkauf bereiten Löwen unter PM Vertrag.


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SPORT

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Dienstag, 26. Oktober 2010

Stehaufmann

LINKSAUSSEN

Nach elf Jahren kehrt Ă–sterreichs Tennis-Legende Thomas Muster auf die ATP-Tour zurĂźck. Was also treibt ihn an?

Walter BrĂźhl ...Ăźber den perfekten Schuh. Was hatte ich nicht schon gesucht! Zugegeben: Ich hatte meine ganz festen Vorstellungen. Aber allzu extravagant waren die nun auch wieder nicht: Halbhoch sollten die neuen Schuhe sein, hellbraun, mit einem elastischen Einsatz an der Seite und einer Schlaufe hinten. So dass man sie mit einem Finger anziehen konnte. Praktisch und schĂśn. Hin und wieder habe ich sie gesehen. Nur: Nach ein paar Monaten aufmerksamer Suche bekam ich langsam, aber sicher das GefĂźhl, die Preise fĂźr mein Traumpaar wĂźrden bei 450 Euro anfangen. Von unten! Immerhin waren die meisten handgenäht. Und poliert. Wirklich sehr schĂśn. Leider nicht so richtig fĂźr den Etat eines durchschnittlich verdienenden Sportredakteurs geeignet. Bis ich kĂźrzlich mit der besten Reisebegleiterin der Welt ins niederländische Delft kam. Dort standen sie im Schaufenster eines Geschäfts in einem schnuckeligen Backstein-Stadthäuschen. Halbhoch, hellbraun, elastischer Einsatz an der Seite, Schlaufe hinten. Genau wie sie sein sollten. Und der Preis? 170 Euro – perfekt! Sogar die richtige GrĂśĂ&#x;e war da, der Sitz optimal. Nach Monaten vergeblicher Suche endlich am Ziel? Kurz vor dem Bezahlen sah ich mir die guten StĂźcke noch mal von allen Seiten an. Und dabei entdeckte ich es – es stand ganz unten, eingeprägt in die Ledersohle: „van Bommel“. Erschreckt stellte ich das Paar zurĂźck ins Regal. Schade. Wären so schĂśne Schuhe gewesen.

IN KĂœRZE FuĂ&#x;ball. Michel Platini lehnt

den Einsatz von TorlinienTechnologie strikt ab. „Dann hätten wir Playstation-Football“, sagte der Chef der Europäischen FuĂ&#x;ball-Union (Uefa). Der Franzose sprach sich erneut fĂźr den Einsatz von Torrichtern aus.

FuĂ&#x;ball. Die schweren Aus-

schreitungen beim Ost-Derby der Dritten Liga zwischen Dresden und Rostock (2:2) haben erste Konsequenzen. Rostock wird am 5. November ohne Fans zum Spiel in Sandhausen reisen. Beide Vereine wollen Strafanzeige gegen die Krawallmacher stellen. Christian Ziege bleibt vorerst Trainer des Zweitligisten Arminia Bielefeld. Er mßsse aber in den nächsten Spielen gegen Union Berlin, Augsburg und Osnabrßck sechs Punkte holen.

FuĂ&#x;ball.

Nationaltorwart Silvio Heinevetter liebäugelt mit einem Vereinswechsel. „Es gibt viele Optionen“, sagte der Keeper der FĂźchse Berlin.

Handball.

Radsport. Nachwuchsprofi Dominic Klemme wechselt zum neuen Luxemburger Radteam des Tour-Zweiten Andy Schleck. Der 23-Jährige aus Bielefeld soll die Klassikerfraktion des Stalls verstärken. FuĂ&#x;ball. Rosenborg Trondheim ist zum 22. Mal norwegischer Meister geworden.

Golfrangliste: Kaymer kann Erster werden KĂśln. Deutschlands zurzeit bester Golfprofi Martin Kaymer (Mettmann) hat sich in der Golf-Weltrangliste vom vierten auf den dritten Platz verbessert. Spitzenreiter ist weiterhin US-Superstar Tiger Woods, der seit 282 Wochen ununterbrochen auf Platz eins steht. Auf Rang zwei folgt der Brite Lee Westwood. Der Vorsprung von Woods, der mittlerweile auf insgesamt 623 Wochen als Nummer eins zurĂźckblicken kann, ist allerdings auf 0,06 Durchschnittspunkte zusammengeschrumpft. Da der 14-malige Grand-Slam-Gewinner in dieser Woche aber nicht spielen wird, Ăźbernimmt Westwood kampflos die Spitzenposition. Der Ryder-Cup-Gewinner legt allerdings ebenfalls eine Turnierpause ein. Damit erĂśffnet sich die groĂ&#x;e Chance fĂźr Martin Kaymer. Der 25-jährige hat am Wochenende beim Turnier im spanischen Valderrama die Chance, als zweiter Deutscher nach Bernhard Langer (1985) die Nummer eins der Golf-Welt zu werden. Dazu reicht dem viermaligen Saisonsieger wahrscheinlich sid bereits Platz zwei.

Oberhausen verliert 0:2 in Aue Immergrßn: Thomas Muster gibt in Wien sein Comeback auf der ATP-Tour. Matthias Wenten Essen. Immer und immer wieder drischt Thomas Muster die Bälle ßbers Netz. Laufen kann der Österreicher nicht: Sein linkes Bein steckt in einem dicken Spaltgips. Er sitzt in einem eigens angefertigten Stuhl – und schlägt und schlägt und schlägt. Stundenlang. Es gibt Bilder, die mehr aussagen ßber den Charakter eines Sportlers als tausend Worte. Im Falle von Thomas

ÂťThomas ist ein groĂ&#x;er Kämpfer und ein sehr extremer MenschÂŤ Muster sind das jene Aufnahmen aus dem April 1989, die den gerade operierten TennisNachwuchsspieler beim Training mit seinem Betreuer Ronnie Leitgeb zeigen. Zwei Wochen zuvor, in der Nacht vor dem Finale gegen Ivan Lendl beim ATP-Turnier in Key Biscayne, ist Muster von einem Betrunkenen angefahren worden. In seinem linken Knie ist alles gerissen, was reiĂ&#x;en kann; ob er seine Karriere fortsetzen kann, ist ungewiss. Ein schwerer Schlag fĂźr den aufstrebenden Sandplatzspezialisten. Viele Sportler hätten wohl resigniert und ans

AufhĂśren gedacht. Aber das Wort Aufgeben gibt es nicht in der Welt von Tennisprofi Thomas Muster. Egal, was passiert – der Comeback-KĂśnig steht wieder auf und kämpft sich zurĂźck. Spielerisch hat es wesentlich talentiertere Vertreter seiner Generation gegeben. Aber Musters Kämpfernatur und sein unbedingter Siegeswille haben ihn zur Legende werden lassen. Nicht nur in seiner Heimat Ă–sterreich. Sondern in der gesamten Tennisszene. In die kehrt Muster nun zurĂźck. Elf Jahre nach seinem letzten Profispiel, einer Erstrundenniederlage gegen Nicolas Lapentti bei den French Open 1999, hat die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste eine Wildcard fĂźr das ATPTurnier in Wien bekommen. Am Dienstag tritt er gegen den an Nummer fĂźnf gesetzten Ernests Gulbis an. Gulbis ist derzeit die Nummer 24 der Weltrangliste. Der Lette ist 22 Jahre alt, Thomas Muster 43. Muster kĂśnnte Gulbis’ Vater sein. Die Frage ist: Warum macht Muster das? Was treibt ihn an? Und warum nimmt er in Kauf, sich zu blamieren und sein eigenes Denkmal einzureiĂ&#x;en? Denn allen Verdiensten zum Trotz – Muster ist ein Profi aus einer anderen Zeit,

Alles kaputt im Knie: Thomas Muster im Jahr 1989. Foto: actionpress der sportlich längst nicht mehr mithalten kann. In diesem Sommer ist er bei sechs kleinen Challenger-Turnieren angetreten: Gegen zweitklassige Gegner kam er nur einmal ßber die erste Runde hinaus. Wenn alles normal läuft, wird sich das auch in Wien wiederholen. Wird Muster also als zweiter BjÜrn Borg in die Tennisgeschichte eingehen? Der Schwede war 1991 nach achtjähriger Abstinenz mit 34 Jahren in den Profizirkus zurßck gekehrt – und blamierte sich bis auf die Knochen. Doch die Angst vor einer Blamage ist Muster fremd: „Viele Leute werden sagen, was will der alte Depp – andere werden hof-

Nowitzki auf Titeljagd Der deutsche Basketball-Superstar will mit Dallas endlich Meister werden KĂśln. In Papierform hat Dirk Nowitzki die NBA-Trophäe schon seit Jahren im Spind, doch am Ende dieser Saison will der Star der Dallas Mavericks endlich den echten Pokal in Händen halten. Im 13. Anlauf soll es fĂźr den deutschen Basketball-Export in der nordamerikanischen Profiliga mit dem Titelgewinn klappen. Und mit dem Meisterring am Finger kĂśnnte Nowitzki zum ersten Mal ganz entspannt in der Kabine auf sein Poster blicken. „Es geht wirklich nur noch um diese Trophäe“, sagt der 32-Jährige und lässt keinen Zweifel daran, was ihn vor dem Auftakt der 65. NBA-Saison antreibt, die fĂźr Dallas am Mittwoch gegen die Charlotte

Zielgerichtet: Dirk Nowitzki will endlich den Titel holen. Foto: afp Bobcats beginnt. Um vier Jahre hat Nowitzki seinen Vertrag im Sommer verlängert – im festen Glauben, mit den Mavs vor seinem Karriere-Ende doch noch sein ersehntes Ziel erreichen zu kÜnnen. Mit jeweils mehr als 50 Siegen in der regulären Saison gehÜrte Dallas in den vergangenen zehn Jahren immer zu

den Top-Teams der Liga, der groĂ&#x;e Wurf blieb den Texanern aber verwehrt. „Wir haben keinen Ring – das ist das Einzige, was noch fehlt und was zählt“, sagt Nowitzki in dem Wissen, dass man sich fĂźr eine sehenswerte Saisonbilanz nichts kaufen kann. Nach dem Final-Einzug im Jahr 2006 scheiterte Dallas in den folgenden vier Jahren dreimal in der ersten Play-off-Runde. 2008/09 kam das Aus im Conference-Halbfinale. Erster Anwärter auf den Titel ist fĂźr Nowitzki aber erneut Meister Los Angeles. „Die Lakers sind definitiv das Team, das es zu schlagen gilt“, sagt Nowitzki und glaubt: „Dahinter ist alles eng beisamsid men.“

Foto: nordphoto

fentlich meine Leistung honorieren. Ich kämpfe wie zu besten Zeiten, werde fĂźr die Fans in Wien alles geben.“ Daran hat auch Eric Jelen keinen Zweifel: „Thomas ist ein groĂ&#x;er Kämpfer und ein sehr extremer Mensch. Vielleicht ist er deswegen so gut gewesen.“ Der 45-Jährige, der in der Tennis-Bundesliga lange fĂźr Etuf Essen gespielt und zwei Mal den Davis-Cup gewonnen hat, kennt Thomas Muster gut: Auf der ATP-Tour haben sie gegeneinander gespielt, in ihrem gemeinsamen Wohnort Monaco häufig miteinander trainiert. Dass Muster sich seinen Ruf kaputt machen kĂśnnte, glaubt Jelen nicht. „So schnell geht das nicht.“ Aber: „Thomas wird wissen, dass er kein ATPTurnier mehr gewinnen kann, deswegen kann man seine Entscheidung sportlich sicherlich kritisch hinterfragen.“ Warum er trotzdem zurĂźckkehrt? „Muster und Wien, das ist eine sehr spezielle Konstellation. Er ist ein Zugpferd, das die Leute sehen wollen.“ Das stimmt. Turnierdirektor Herwig Straka, der auch Musters Manager ist, sagt, dass die Verkaufszahlen weit Ăźber denen des Vorjahres liegen. Das Muster-Comeback hat weltweit ein groĂ&#x;es Medienecho ausgelĂśst und das Wiener

Turnier aus dem Schatten ins Rampenlicht geholt. Und so sind die wahren GrĂźnde fĂźr Musters RĂźckkehr auf die groĂ&#x;e BĂźhne wohl weniger sportlicher denn vermarktungsstrategischer Natur. Sollte er am Dienstag gewinnen, wäre das eine Riesen-Sensation. Sollte er verlieren, aber Gulbis ernsthaft fordern, wäre das immer noch eine Ăœberraschung. Sollte Muster jedoch – was am wahrscheinlichsten ist – chancenlos unterlegen sein und sich eine Klatsche abholen, werden die Bilder des dĂźpierten Tennis-Opas, der es noch mal wissen wollte, um die Welt gehen. Sie werden sich ins Gedächtnis einbrennen – so wie jene Aufnahmen aus dem April 1989.

MUSTERS COMEB ACK

Ein Sieg und Platz 988 Seit Juni hat Thomas Muster sich in sieben Challenger-Turnieren versucht. Erst im fĂźnften Anlauf nach seinem Comeback holte er im September seinen ersten Sieg. In Ljubljana besiegte Muster den Slowenen Borut Puc mit 6:3, 6:1. Muster holte damit sieben ATP-Punkte und liegt nun wieder auf Platz 988 der Weltrangliste.

ALLES WAS ZĂ„HLT FuĂ&#x;ball 2.Bundesliga fb00010      1.Hertha Berlin 9 7 2 0 17:5 23 2.MSV Duisburg 9 7 0 2 19:7 21 3.Erzgeb.Aue 9 6 2 1 12:6 20 4.Greuth.FĂźrth 9 6 1 2 14:7 19 5.Energ.Cottbus 9 5 1 3 19:15 16 6.FSV Frankfurt 9 5 0 4 10:9 15 7.RW Oberhausen 9 4 2 3 9:10 14 8.FC Augsburg 9 4 1 4 14:11 13 9.'60 MĂźnchen 9 4 3 2 11:8 13 10.Alem.Aachen 9 3 4 2 13:12 13 11.VfL Bochum 9 4 1 4 11:12 13 12.SC Paderborn 9 3 1 5 10:10 10 13.VfL OsnabrĂźck 9 3 1 5 15:18 10 14.Karlsruher SC 9 2 2 5 12:22 8 15.Union Berlin 9 1 3 5 9:15 6 16.F.DĂźsseldorf 9 2 0 7 6:16 6 17.FC Ingolstadt 9 1 1 7 8:16 4 18.Arm.Bielefeld 9 1 1 7 7:17 4

Tennis ATP-Turnier in Wien

Herren-Einzel, 1. Runde: Kohlschreiber (Augsburg) - Alejandro Falla (Kolumbien) 6:0, 6:3

ATP-Turnier in Montpellier

Herren-Einzel, 1. Runde: Gasquet (Frankreich) - Reister (Hamburg) 6:7 (8:10), 6:3, 6:3

Fifa und Uefa in Aufruhr FuĂ&#x;ball-Verbände bekämpfen KorruptionsvorwĂźrfe ZĂźrich/Nyon. Die Korruptionsaffäre beim FuĂ&#x;ball-Weltverband Fifa um die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 weitet sich aus, der europäische Verband Uefa plant wegen angeblicher Schmiergeldzahlungen vor der Vergabe der EM 2012 juristische Schritte gegen einen vermeintlichen Nestbeschmutzer. Am Montag herrschte in beiden Verbänden hektische Betriebsamkeit wegen angeblicher Bestechungen. Die Uefa hat dem zyprischen Funktionär Spyros Marangos ein 48-Stunden-Ultimatum gestellt: Er soll seinen Vorwurf der Bestechlichkeit von Uefa-Exekutivmitgliedern

Aue. Rot-WeiĂ&#x; Oberhausen war lange Zeit ein gleichwertiger Gegner, verlor aber dennoch das Zweitliga-Spiel am Montagabend bei Erzgebirge Aue mit 0:2. Der Aufsteiger, der im vierten Heimspiel den vierten Sieg feierte, verbesserte sich damit auf Platz drei. Thomas Paulus brachte Aue vor 7200 Zuschauern in der 59. Minute per Foulelfmeter in FĂźhrung, Oliver Petersch hatte Fabian MĂźller zu Fall gebracht. Enrico Kern erhĂśhte zehn Minuten später auf 2:0.

mit Fakten belegen, sonst werde er verklagt. Marangos will Beweise haben, die einen Verkauf des EM-Turniers 2012 an die Ukraine und Polen durch Vorstandsmitglieder der Uefa belegen kĂśnnten. FĂźr ZĂźndstoff bei der Fifa sorgen angebliche Aussagen ihres ehemaligen Generalsekretärs Michel Zen-Ruffinen. Danach sollen die Bewerber Spanien/Portugal fĂźr die WM 2018 und Katar fĂźr 2022 bereits je sieben Stimmen der 24 Exekutivmitglieder sicher haben. Dies berichtete die „Sunday Times“, doch ZenRuffinen kĂźndigte juristische Schritte gegen Journalisten des englischen Blattes an. sid

Weltrangliste

Stand 25. Oktober 2010: 1. (1.) Nadal (Spanien) 11.880, 2. (2.) Federer (Schweiz) 7495, 3. (3.) Djokovic (Serbien) 7145, 4. (4.) Murray (GroĂ&#x;britannien) 6125, 5. (5.) SĂśderling (Schweden) 4780, 6. (6.) Berdych (Tschechien) 3715, ... 35. (33.) Kohlschreiber (Augsburg) 1215, ... 40. (47.) Mayer (Bayreuth) 1128, ... 53. (52.) Berrer (Stuttgart) 915, 56. (57.) Petzschner (Bayreuth) 864, ... 57. (59.) Becker (Orscholz) 832, ... 72. (72.) Kamke (LĂźbeck) 695, ... 73. (73.) Brands (Deggendorf) 666

Golf ATP-Weltrangliste

Stand 25. Oktober 2010: 1. (1.) Woods (USA) 8,31 Durchschnittspunkte, 2. (2.) Westwood (England) 8,25, 3. (4.) Kaymer (Mettmann) 8,03, 4. (3.) Mickelson (USA) 7,98, 5. (5.) Stricker (USA) 7,33 ... 159. (152.) Cejka (MĂźnchen) 1,13, ... 233. (234.) Siem (Ratingen) 0,80.

TV-Tipps ARD 20.15-23.30 Uhr: Sportschau, FuĂ&#x;ballDFB-Pokal: Bayern MĂźnchen - Werder Bremen, ca. 22.40 Uhr: Berichte von den Spielen: Viktoria Hamburg - VfL Wolfsburg, FSV Frankfurt - FC Schalke 04, 1. FC Kaiserslautern - Arminia Bielefeld


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SPORT IN DORTMUND

WDOPA NR.250

Hopp sorgt immer noch für Gesprächsstoff BVB gegen Hoffenheim 1:1 – ein glücklicher Heimpunkt für unsere Borussia und ein unglücklicher Auftritt von Schiedsrichter Wolfgang Stark. Tribünengespräch war aber auch einmal mehr Dietmar Hopp.

Noch immer löst das Thema TSG Hoffenheim viel Unmut beim Fußballvolk aus, speziell in Dortmund. Denn Hoffenheims Mäzen Hopp hat sich zwar die Zugehörigkeit zur Eliteklasse erkauft, aber bis heute den Fußball nicht in seiner Gesamtheit verstanden.

ONLINE Die ganze Kolumne: DerWesten.de/bvb-kolumne

Ruderer in Neuseeland angekommen Weiter geht’s: Der Deutschland-Achter reiste mit dem gesamten DRV-Nationalteam vom Trainingslager in Sacramento/USA zur Ruder-WM nach Neuseeland und ist dort nach einem Zwölf-StundenFlug am Sonntag angekommen. In Neuseeland erwarten den Titelverteidiger DeutschlandAchter zehn Herausforderer: Australien, Kanada, China, Großbritannien, die Niederlande, Gastgeber Neuseeland, Polen, Russland, die Ukraine und die USA haben neben dem Welt- und Europameister gemeldet. „Ich hoffe, dass mit der Ankunft in Neuseeland auch die Spannung bei uns steigt. Das Relationsrennen gegen den Doppelvierer war in Ordnung und hat in jedem Fall Lust auf mehr gemacht“, sagte Kristof Wilke kurz vor dem Abflug.

FUSSBALLBÖRSE Fußball-Börse: Die nächste

Versammlung findet am Dienstag, 2. November, zur gewohnten Zeit statt.

BC Sportfreunde 06: Die Elternversammlung der Junioren findet am Samstag um 11 Uhr im Vereinsheim, Hahnenmühlenweg, statt.

BSV Fortuna: Für die AH wird

ein Heimgegner für Samstag, 16 Uhr gesucht. ꇴ 59 77 40.

PTSV Dortmund: Die AH

sucht Heimgegner für Samstag, 15.30 Uhr. ꇴ 0163/139 3393.

TuS Bövinghausen: Heim-

gegner für AH am Samstag, 16.45 Uhr. gesucht. Für A-Jugend wird ein Gegner für den 7. November gesucht. ꇴ 69 23 60.

Viktoria Kirchderne: Die AH sucht Heimgegner für Samstag. ꇴ 0177/24 69 831. VfL Kemminghausen: Die

AH trifft sich zum Spiel beim TuS Eving am Samstag um 15.30 Uhr im Eckeystadion.

SC Dorstfeld 09: Die AH

sucht Heimgegner für Samstag, 15.30 Uhr. ꇴ 0176/611 29698.

SF Sölderholz: Die AH sucht Gegner für Samstag, 30. Oktober. ꇴ 0163/33 14 621.

@ sportdortmund@waz.de

Dienstag, 26. Oktober 2010

Es brummt wieder am Bieberer Berg DFB-Pokalspiel in Offenbach: Zu kaum einem anderen Klub hat der BVB mehr Querverbindungen als zum OFC Thomas Stein Wenn der BVB am Mittwoch im DFB-Pokal bei den Offenbacher Kickers antritt, werden bei einigen ehemaligen Spielern viele Erinnerungen wach. Denn bei den Borussen bestehen zu kaum einem anderen Verein derart viele Querverbindungen wie zum OFC.

»Da haben wir jetzt gegen Dortmund wohl noch etwas gutzumachen« An erster Stelle wird aktuell der Name Andreas Möller fallen, der mit dem BVB nahezu alle Titel gewonnen hat und seit längerem am Bieberer Berg-Stadion als Manager arbeitet. „Gegen Dortmund haben wir wohl noch was gutzumachen,“ gesteht Möller, der sich nur ungern an den vergangenen Januar erinnert, als sein Team am Bieberer Berg gegen den BVB mit 1:2 verlor. Allerdings gegen den BVB 2,

der in dem betreffenden Drittligaspiel mit einer halben Jugend-Mannschaft im Hessenland angetreten war und einen nicht für möglich gehaltenen Triumph feierte. Doch der Name Möller ist nur einer von vielen: So brachte die Fußball-Legende Siegfried Held das Kunststück fertig, gleich zweimal für beide Vereine zu spielen: 1965 kam der heute 68-Jährige nach zwei Jahren in Offenbach zum BVB. 1971 kehrte der starke Siegfried ins Hessenland zurück, weil die Borussen damals finanziell fast abgebrannt waren. Held wechselte in die Regionalliga, die damals zweithöchste Klasse. Ein Jahr später meldete er sich dann mit dem OFC in der Bundesliga zurück. Intesessant: Wegen der Teilnahme an der Aufstiegsrunde mit Offenbach verzichtete Offensiv-Ass Held 1972 auf die Teilnahme an der Europameisterschaft, die damals von der DFB-Auswahl in Belgien gewonnen wurde. 1977 kehrte Held dann aber

BVB-Saisoneröffnung 1977: Trainer Otto Rehhagel, Sigi Held der ExDuisburgerder Werner Schneider, Amand Theis. Foto: imago

Planen die Rückkehr in die 2. Liga: Andreas Möller (links) und Trainer Wolfgang Wolf. zum BVB zurück. In jenen Jahren bestand fast die halbe Dortmunder Mannschaft aus ehemaligen Offenbachern: Horst Bertram, Amand Theis, Helmut Nerlinger, Erwin Kostedde, Herbert Meyer und eben Sigi Held, der allerdings unter dem ehemaligen Offenbacher Trainer Otto Rehhagel auch als Abwehrchef eingesetzt wurde. Schon zuvor tauchten im Borussen-Team weitere ehemalige Offenbacher auf: Ferdinand Heidkamp, der Verteidiger mit der Pagenfrisur aus den späten 60er Jahren. Oder Manfred Ritschel, der von 1970 bis 1972 in Dortmund spielte,

danach von den Hessen angeheuert wurde. 1983 sank der Stern des OFC allmählich. Folglich tauchten immer weniger Namen von Spielern auf, die das Trikot beider Klubs trugen: Thomas Kroth oder Manfred Binz bildeten da die Ausnahme. Später wechselten nur noch Spieler des BVB 2 zu den Hessen: Marc Heitmeier und Bastian Pinske, die nur Kennern der Szene noch ein Begriff sind. Last but not least: Ein ehemaliger Borussen-Spieler wurde 1970 als Trainer mit den Offenbacher Kickers als Zweitligist DFB-Pokalsieger:

Foto: Getty Image

Aki Schmidt, 1966 Europapokalsieger, setzt bis heute am Bieberer Berg Maßstäbe. Dass sich beide Vereine einst ein ganz entscheidendes Duell im Abstiegskampf der Bundesliga lieferten, wissen wohl nur noch Insider. 1969, drei Jahre nach dem Europapokatriumph, sicherte sich der BVB vor 42 000 Zuschauern im Stadion Rote Erde am letzten Spieltag der Saison durch einen 3:0-Sieg gegen Offenbach den Klassenverbleib. Der BVB blieb in der Bundesliga, Offenbach stiegt ab. Heute ist der OFC froh, wenn er am Ende der Saison wieder in der 2. Liga spielen darf.

BVB 2 geht trotz einer imposanten Serie selbstkritisch mit seiner eigenen Situation um - Sonntag geht es nach Bochum der Regionalliga-Tabelle vorgeschoben hat. Schneider hat jedoch trotz der erstaunlichen Erfolgsserie nicht mit Kritik gespart: „Die Mannschaft ist halt mitunter noch extremen Schwankungen ausgesetzt,“ so der 50-Jährige, dessen Team jedoch in den letzten Wochen insgesamt einen sehr erfreulichen Aufwärtstrend genommen hat. Prunkstück des aktuellen Teams ist der zentrale defensi-

ve Bereich: Hier verdienten sich auch gegen Schalke wieder die beiden Innenverteidiger Lasse Sobiech und Marc Hornschuh die Bestnoten. Nicht zu vergessen Kapitän Nedim Hasanbegovic, der im defensiven Mittelfeld zurzeit nicht zu ersetzen ist. Dieses „magische Dreieck“ des BVB 2 kann es jedoch nicht allein richten. Die Angriffsspitzen Damien Le Tallec und Daniel Ginczek müssen in Bochum

besonders zulegen. Torjäger Ginczek gehört übrigens zum Aufgebot der Profis im Pokalspiel in Offenbach. Vor allem die zuletzt in der Meisterschaft zuverlässigen Reservisten werden heute im Einlagespiel des BVB 2 in Brünninghausen auf Kunstrasen ab 19 Uhr gegen die Amateure aus Hombruch, Aplerbeck und Brünninghausen auflaufen. Gespielt wird 3x30 ts Minuten.

Torschütze und ansteigende Form: Marc Hornschuh. Foto: Bodo Goeke

Ausschreitungen nach Spielende schocken HSV Polizeieinsatz in Dröschede / Kalpakidis: „Sind derzeit nur Mittelmaß“ / Wickede bleibt trotz 1:0-Sieg auf dem Teppich Andreas Kuhlmann

Spätes Gegentor, Rauferei nach dem Spiel. Die Partie des HSV in Dröschede hatte es in sich. Foto: Albedyhl und Spielern der zweiten Mannschaft ausgegangen, so dass der HSV die Polizei gerufen habe. Darüber geriet die Tragik des erneuten späten Gegentores fast in Vergessenheit. „Es gibt ein altes Fußballgesetz: Wenn du deine Chancen nicht nutzt, kannst du auch nicht gewinnen“, sinniert der Trai-

ner. Der HSV hat den drittschlechtesten Angriff der Liga, eine ganz neue Situation, die am besten schon kommenden Wochenende beendet wird. Frust auch in Eving, wo der TuS schon seit Wochen seiner Form nachläuft. „Wir sind zurzeit nur schlechtes Mittelmaß“, ärgert sich Dimitrios Kalpakidis. „Ich frage mich, ob

jeder begriffen hat, worum es in dieser Liga eigentlich geht.“ Unter der Woche gibt es im Vorfeld des Derbys gegen Aplerbeck sicherlich einiges aufzuarbeiten. Stolz und Freude pur dagegen in Wickede nach dem überraschenden Sieg in Wattenscheid. Dennoch bleibt Marko Schott auf dem Tep-

Deutliche Größenvorteile, 15 Jahre mehr Erfahrung auf dem Buckel und der Trainingsausfall während der Herbstferien wegen gesperrter Halle. Das sind die Ursachen für die bereits zweite Tiebreak-Niederlage des Oberligisten TV Hörde beim TuS Iserlohn. Trainer Burkhard Schütte wollte jedoch nach dem ärgerlichen 2:3 (21:25, 25:17, 24:26, 25:23, 10:15) nicht verschweigen, dass ihn bei seinem Team zwei weitere Knackpunkte gewurmt haben. Die Hörder Annahme verbaggerte reihenweise den ersten Pass und machte ihrem Spielmacher Moritz Peters das Leben schwer. Zudem zeigten sich die Hörder mit verschlagenen Aufgaben als höfliche Gäste und schenkten dem TuS billige Punkte. Gegen die langen Kerls im TuS-Block konnte sich lediglich der quirlige Hörder Außenangreifer Dobromir Karkoszka durchsetzen. TVH: Bruns, Child, Frosting, Kjer, Karkoszka, Peters, Pfeiffer, Schroer, Stegemann, Staß.

Verbandsliga Die Zweitvertretung des TV Hörde rutschte nach der bereits dritten Niederlage in Serie in den Tabellenkeller der Verbandsliga und muss das Saisonziel nach unten korrigieren. „Wir trainieren zu wenig und müssen deshalb die Konsequenzen tragen“, nannte Kapitän Christian Bäker nach dem 1:3 (23:25, 25:21, 21:25, 23:25) des TVH beim Aufsteiger VG Lage selbstkritisch die Ursache für den Sturzflug. Ein Lob verdiente sich der erst 19-Jährige Hauptangreifer Marius Peters, der sich nach dem vorherigen Einsatz in der Dritten auf den Weg nach Ostwestfalen gemacht hatte und bei seinem Debüt überzeugen konnte. TVH 2: Bäker, Farwick, Hoffmann, Peters, Rack, Ramge, Werth, Wörmann

BLICKPUNKT FUßBALL-WESTFALENLIGA

Freude, aber auch Frust bei den Dortmunder Clubs in der Westfalenliga. Wickede und Aplerbeck freuen sich über drei wichtige Punkte, Eving hängt derzeit etwas durch, und Hombruch musste nicht nur einen späten Ausgleich einstecken, sondern wurde nach Spielschluss im Kabinengang des Dröscheder Stadions auch noch in Raufhändel verstrickt. So wird in einigen Presseberichten mit dem Finger auf zwei Hombrucher Spieler gezeigt, die angeblich zwei Dröscheder Spieler „direkt von hinten ins Gesicht“ geschlagen haben sollen, so dass „sofort eine Blutlache auf dem Boden“ gewesen sei. So wird Dröschedes Interimstrainer Andreas Friedberg zitiert. HSV-Trainer Samir Habibovic hat indes eine andere Sichtweise: „Ich habe mit beiden gesprochen, und sie haben mir versichert, niemanden geschlagen zu haben.“ Die Aggressionen, so Habibovic, seien auch von Zuschauern

TV Hörde verschenkt billige Punkte Oberliga

„Magisches Defensivdreieck“ als Erfolgsgarant Anscheinend waren Theo Schneider und seine Jungs sehr gut beraten, das Derby gegen den FC Schalke 04 als stinknormales Spiel zu betrachten. „Mit der gleichen Einstellung wie beim 2:0-Sieg im Stadion Rote Erde wollen wir auch am Sonntag in Bochum unsere Chance suchen,“ so der Trainer des BVB 2, der sich zusammen mit seinem Team nach fünf Siegen in Folge auf den zweiten Platz

VOLLEYBALL

pich: „Wir konnten natürlich mal wieder besser schlafen, aber es bleibt nach wie vor eine schwere Aufgabe.“ Denn immer noch ist Westfalia auf einem Abstiegsplatz, die personelle Situation bleibt angespannt. „Wir sind aber in Schlagweite, das muss bis zur Winterpause auch so bleiben.“ Beim ASC 09 läuft es im Moment so gut, dass Mark Elbracht auf einen Stammspieler wie Rafik Halim verzichten konnte und dennoch drei, wenn auch glückliche Punkte gegen Ennepetal heraussprangen. Beim Stande von 2:2 drohte gar die Gästeführung, denn der TuS machte viel Druck. Elbracht brachte dann Patrick Wedemann, um hinten einen kopfballstarken Spieler zu haben. Glück brachte Wedemann aber vorne, denn er brachte den ASC kurz vor Schluss per Kopf auf die Siegerstraße. So steht der ASC 09 jetzt allein an der Tabellenspitze, eine Situation, an der vor Saisonbeginn wahrscheinlich nur unverbesserliche Optimisten geglaubt hatten.

Für den TSC Eintracht wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Die Eintrachtler wurden bei ihrem Höhenflug abrupt vom neuen Tabellenführer Gütersloher TV mit 3:0 (25:11, 28:26, 25:16) gestoppt. Erst als die Hausherren ihren Respekt vor dem großgewachsenen und sprunggewaltigen Oberliga-Absteiger abgelegt hatten, waren sie ein gleichwertiger Gegner. „Da waren wir auf Augenhöhe, standen sicher und spielten fast fehlerfrei“, berichtete Spieltrainer Sebastian Zühlke von einer verspielten 10:5-Führung und vier vergebenen Satzbällen. TSC: Rabe, Neuendorf, Maxeiner, Eicher, Nelson, Austrup, Lang, Hinkamp, Zühlke

Frauen-Verbandsliga Die erst in diesem Jahr aufgestiegen Frauen des TV Hörde werden bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern müssen. „Wir werden jedoch mit jedem Spieltag an Erfahrung und Sicherheit gewinnen und uns langsam an das höhere Niveau anpassen“, ist Trainer Thomas Misikowski überzeugt. Beim 1:3 (25:15, 17:25, 21:25, 22:25) brillierten seine Schützlinge im Auftaktsatz mit druckvollem Spiel, um dann aber stark nachzulassen. TVH: Theresa Baldauf, Anika Bauer, Lena Klecha, Maren Lamschik, Lena Sauerländer, Kira Schäfer, Alina Selsen, Lara Werth.

Landesliga In der Landesliga konnte der TV Hörde 3 beim 1:3 (16:25, 17:25, 25:20, 19:25) nur im dritten Satz auf die routinierte TG Rote Erde Schwelm 2 KW Druck ausüben. TVH 3: Hester, Caliqi, Brode, Hoffmann, Peters, Mausolf, Lauersdorf, Gorba


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SPORT IN DORTMUND

WDOPB NR.250

HANDBALL

Erster Erfolg für Reserve des HC Süd Bezirksliga 4: DJK OespelKley – HTV Recklinghausen 24:26 (11:14). Es hat wieder nicht gereicht für die DJK: Gegen den Tabellenvierten aus Recklinghausen wurde das Spiel schon zu Beginn verloren. Die Anfangsphase wurde glatt verschlafen, die DJK lag 3:8 zurück. Bis zur Pause wurde der Rückstand auf drei Treffer verkürzt (11:14), in der zweiten Hälfte übernahm Oespel sogar die Führung (19:17). Doch die sollte nicht lange Bestand haben – in der Schlussphase unterliefen der DJK viele Fehler, so dass Recklinghausen die zwei Punkte mitnahm. Oespel-Kley: Domke, Metzger, Räder (3), Birkhahn (1), Posch (2), Klemm (1), Steinbach (6), Schürgels (1), B. Schröder (4), Lutz (1), Gebauer (2), Stambulachis, L. Schöner (3).

Bezirksliga 5: Westfalia Rhynern – TV Brechten 17:38 (11:18). Mit diesem Kantersieg bleiben die Brechtener als einzige Mannschaft in dieser Staffel ohne Punktverlust. Schnell gingen die Gäste mit 7:1 in Führung, zur Pause stand es bereits 18:11. Nach dem Seitenwechsel ließ die Konzentration beim TVB nicht nach – sehr zur Freude von Trainer Thomas Körber, der seinem Team eine gute Leistung bescheinigte. Am kommenden Wochenende wird’s vermutlich schwieriger, da empfangen die Brechtener Verfolger HSE Hamm II. TV Brechten: Ameler, Menge, Czarnetzki (4), Horsch (9/3), Jaschek (2), Pohl, Sinkevitch (4), Sander, Thiel (10), Westermann (1), Hoffmann (2), Brandes, Quatour (5).

Westfalia Hörde – TV Ennigerloh 24:23 (12:12). Nach Aussage von Hördes Trainer Klaus Rodenberg war es zwar kein gutes Spiel, dennoch freute er sich über die zwei gewonnenen Punkte. Nach 40 Minuten setzten sich die Hörder in einem bis dato ziemlich ausgeglichenen Spiel erstmals etwas deutlicher ab (19:16). Trotz einer zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung (22:17, 45.) blieb es bis in die Schlussminuten spannend. Westfalia Hörde: Mühlenschulte, Micke, Kinzel, Porrmann (1), Zobel (2), Kreutzberg (7), Schön (1), Wiegel (5), Sigge (5), Sieland (1), Niermann (1), Schimack (1).

HC Süd II – HSG Unna-Lünern 33:32 (16:18). Der erste für die Süd-Reserve, die sich auch durch einen schlechten Start nicht entmutigen ließ. Süd II machte den Erfolg im Endspurt perfekt: Vom 26:26 zogen die Spieler von Trainer Thomas Pixberg auf 33:30 davon – das sollte reichen, um die ersten beiden Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu sichern. Bei den Dortmundern spielte erstmals Neuzugang Krzysztof Wach, die in Zukunft die Landesligamannschaft verstärken soll, mit. Der Rückraumspieler erzielte acht Tore. HC Süd II: Schipp, Schulte, Stübe (2), Napirala (7), Albers (3), Schulte-Beerbühl (4), Hoheisel, C. Paukstadt (7/2), Rustemeyer (2), Wach (8).

Eintracht Dolberg – ÖSG Viktoria 27:20 (11:6). Die deftige Niederlage beim Tabellenletzten kommt nicht ganz unerwartet, durch Verletzungen und Ausfällen wegen beruflicher Verpflichtungen ist die ÖSG seit Wochen geschwächt. Den Rückstand zur Halbzeit (6:11) verkürzten die Östlichen zwar, beim Stande von 13:15 warfen die roten Karten gegen Hagedorn und Björn Kohlborn die Dortmunder aber wieder zurück. Mit fünf Toren in Folge und einer 20:13-Führung hatten die Dolberger die Partie endgültig zu ihren Gunsten entscheiden. CG ÖSG Viktoria: Clemens, Rapkay, Jannsen, Lüke (4), Rustemeyer (4/1), Rothenberg (3), Gonsior (3), Hagedorn, Björn Kohlborn (3/1), J. Albert (3), Danker.

Dienstag, 26. Oktober 2010

BLICKPUNKT FUßBALL-LANDESLIGA

KREISLIGA

Mengede bleibt auf Verfolgerkurs Martens Patrick Pöhl wieder im Training - FC Brünninghausen hält Vorsprung - Freddy Nolte findet langsam Anschluss Jürgen Klippert

Disziplin besonnen. Jetzt gelte es, so lange wie möglich oben zu bleiben. Paul Polok, der wegen Leistenproblemen nicht mitmachen konnte, wird sich zur Diagnostizierung der Beschwerden in dieser Woche einer ärztlichen Untersuchung unterziehen.

Das Fazit für die Landesligisten ist nach dem vergangenen Wochenende durchaus positiv. Der FC Brünninghausen bleibt Tabellenführer, Mengede 08/20 landete einen weiteren „Zu-Null-Erfolg“ und Arminia Marten darf hoffen, denn die Elf präsentierte sich nicht wie ein Absteiger.

Mengede 08/20

Arminia Marten Die Situation hat sich für Arminia Marten trotz der 1:2-Niederlage beim FC Brünninghausen nicht entscheidend verschlechtert. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt weiterhin drei Punkte. Und die gezeigte Leistung beim Tabellenführer macht Hoffnung, dass es in den nächsten Spielen aufwärts geht. „Wir erhoffen uns neun Punkte aus den letzten vier Hinrundenspielen“, so Trainer Jürgen Litzmanski, der vor allem mit Erfolgen gegen die unmittelbaren Konkurrenten WSV Bochum und VfB Günnigfeld spekuliert. Aber auch gegen Langenbochum und in Buer sieht er sein Team nicht chancenlos. Patrick Pöhl dürfte in Kürze wieder als Alternative zur Verfügung stehen, denn in dieser Woche steigt der Abwehrspieler wieder ins Mannschaftstraining ein.

Gute Leistung beim 3:0 gegen Habinghorst: Mengedes Robin Dieckmann (r.) setzt sich in dieser Szene gegen einen Gästeakteur durch. Foto: Knut Vahlensieck Auch Torhüter David Grochla nimmt das Training auf.

FC Brünninghausen Die wichtigste Erkenntnis nach dem Derbysieg gegen

Verletzungspech - dafür „leichten“ Pokalgegner SVD 49 in der 3. Pokalrunde gegen VFK Hagen Das große Verletzungspech der Regionalliga-Basketballer des SVD 49 Dortmund zum Saisonstart ist mit einer glücklichen Auslosung der dritten Runde im Wettbewerb um den Pokal des Westdeutschen Basketball-Verbandes vergolten worden. Das könnte man glauben, geht es doch lediglich gegen den Kreisligisten VFK Hagen. Doch weit gefehlt. So werden die 49ers unter anderen gegen Ex-Nationalspieler

Ralf Risse, Pokalsieger Adam Fiedler und mit Ingo Freyer, aktuell Trainer des Beko-Basketball-Bundesligisten Phoenix Hagen, sogar gegen einen Europapokalgewinner antreten. Mit im Team sind zudem noch Freyers Co-Trainer, der Amerikaner Steven Wriedt, sowie Phoenix-Manager und Ex-Bundesliga-Akteur Oliver Herkelmann. Die Spiele werden zwischen dem 15. und 21. Vol November ausgetragen.

Marten war für Brünninghausens Trainer Volker Rieske, dass die Mannschaft Siegeswillen gezeigt hat. „Die Mannschaft wollte die drei Punkte zu Hause behalten. Und das

hat man gemerkt“, so der Coach. Zwar sei man in der ersten Halbzeit nicht ins Tempo gekommen, habe sich dann aber nach dem Wechsel auf die Tugenden Konzentration und

Hut ab vor der Leistung von Mengede 08/20. Trotz der Mehrfachbelastung mit Meisterschaft und Verbands- und Kreispokal bot das Team immer wieder überzeugende Vorstellungen, auch wenn immer wieder wichtige Spieler passen mussten. So fehlten zuletzt Marius Breer in der Viererkette und Eddy Sprenger im Angriff. Beide wurden aber durch David Müller und Robin Schultze gut vertreten. Eddy Sprenger wird schon in dieser Woche wieder ins Lauftraining einsteigen und Marius Breer nimmt die Lauftraining auf. Freddy Nolte findet nach dem 12-Wochen-Ausfall immer mehr Anschluss und wurde am Sonntag wieder eingewechselt. „Jetzt können wir uns wieder voll und ganz auf die Meisterschaftsrunde konzentrieren“, freut sich Trainer Mario Plechaty, dass sein Team den Rhythmus wieder gefunden hat.

ASC hält Kontakt zur Spitze Frauen-Handball: Ewaldi trotzt der Grippewelle und siegt in Kaiserau mit 22:18 Verbandsliga: ASC 09 - Halden-Herbeck 29:25. Die Aplerbeckerinnen bleiben nach dem Erfolg gegen den Tabellensiebten auf Rang zwei und damit dem Spitzenreiter aus Drolshagen auf den Fersen. Landesliga Germania Kaiserau – Ewaldi Aplerbeck 18:22 (7:12). Zwar waren einige Aplerbecker Damen durch eine Grippe geschwächt, doch dank einer kämpferisch star-

ken Leistung wurden Punkte eingefahren.

die

Ewaldi: Schreich, Lakemper (2), Kombrink (3), Klein (4), Hirsch, Stollmeier, Meermeier (1), Gratschek, Jung (2), Seibt (2), Partington, Ißleib (6), Dickhut (2),

Bezirksliga HC Dortmund-Süd – DJK Oespel-Kley 19:22 (8:11) Im Lokalderby ein verdienter Sieg der Oespeler Damen. HC Süd: K. Ostermann, Bunge, Stange (2), Karau (1), Rufaut (3), Lampe, Dettmer. Taubald (5), Weischede, Jordan (1), L. Ostermann, Schäfer, Urland (7/2),

ATV Dorstfeld – TV Unna

II 23:18 (11:8). Als Aufsteiger haben sich die Dorstfelder Damen gut verkauft. ATV Dorstfeld: Hue, L. Holländer, Heusinger (2), Kuhlemann (1), Anderseck (2), Tegge (5/5), Fuß (5), Gühnemann (6), Budweg (1), Ciesiolka /2)

SC Huckarde/Rahm – Jahn Dellwig II 16:17 (9:10). Durch einen vergebenen Siebenmeter sieben Sekunden vor Ende wurde ein Punkt vergeben. SC Huckarde/Rahm: Rose, Grunewald, Munisteri (1), Gogolok (3), Jung (1), Mateos (1), Schmidt (3), Ridder (3), Radtke (1), Krejczy (1). Kopp (2).

Scharnhorst zeigt keine Schwäche Der TuS Scharnhorst bleibt nach dem 28:24-Erfolg bei der TSG Schüren weiterhin ungeschlagener Spitzenreiter in der Handball-Kreisliga. Die Höchstener Reserve (31:18-Sieg gegen Saxonia) und AnnenRüdinghausen (24:22-Erfolg gegen Huckarde-Rahm) sind derzeit die ärgsten Verfolger. Beide haben sich bislang eine Saisonniederlage erlaubt. Am Tabellenende wartet Eintracht Lütgendortmund noch immer auf den ersten doppelten CG Punktgewinn. OSC Dortmund II - Eint. Lütgendortmund 30:30 (15:16). OSC Dortmund: Ostrowski, Webelink (8), Jorczyk (2), Thurau, Josten (2/1), Moog, M. Klepatz (2), K. Klepatz (2), Schmitz (3), Schrull. DJK Saxonia - Borussia Höchsten II 18:31 (7:10). DJK Saxonia: C. Scholz, Geis, A. Heldner (2), D. Heldner (2), Wald (1), Jojart (8/2), Giele (3), Brand (2). Bor. Höchsten: Dickerhoff, Süssenguth (1), Nolte (6), Kühn (2), T. Weber, Roese (7/1), Ißleib (3), Dröge (1), M. Weber (5), Wagener (4), Rapp (2), Haug. HSG Annen-Rüdinghausen - SC Huckarde/Rahm 24:22 (12:6). SC Huckarde/ Rahm: Büttner, Brouwers, Hensel, C. Trippe (6/2), Huskotte (2), Zammarelli (1), Hilbrich (8/1), Erdmann (4), Grundmann (1), Pauke. DJK Oespel-Kley II – TV Mengede 25:28 (12:13). TV Mengede: Timm, Ocklenburg, Wilhelmi, M. Schlüter (3), Sascha Dietrichkeit (2), Stefan Dietrichkeit, Schoratti (2), Köhler (9), Larysch, Kremerskothen (10/1) Lange (2). Westfalia Hörde II – ATV Dorstfeld II 33:25 (17:10). Westfalia Hörde: Fornahl, Bräutigam (4), Eull (1), Röhl (1), Langwald (3), Schmolke (6), Quandt (7), Michel (4/1), Henkel, Kuhn. TSG Schüren – TuS Scharnhorst 24:28 (12:11). Schüren: Baumeister, L`hoest, Waffelschmidt (1), Wehrmann (3), M. Burkert, Klepping (1), Pitzschke (4), Jünnemann (2/1), Linne, Bank (5), Gorden, Stoltefuß (3), T. Burkert (4), Rohde. HC Süd III – Wittener TV 29:40 (12:20). HC Süd III: Axt, Borgmann (7/5), Behr (2), Schöberlein (5), Renkhold (5), Diehl, Scharf (1), Risse (2), Mack (1), Lohse (7).

SPORT IN KÜRZE Dortmunder

Rennverein:

Am Sonntag, 14. November, veranstaltet der Rennverein einen Zusatzrenntag mit Beginn um 12.30 Uhr (erster Start 13 Uhr).

ÖSG Viktoria: Am 31.Oktober ab 17.00 Uhr steigt die große Halloweenparty der ÖSG Viktoria am Sportplatz Lippstädterstr. Das gruseligste Köstüm wird durch eine Jury gewählt.

FC Nette nach 2:1 im Derby neuer Tabellenführer Die Fußball-Kreisliga B im Überblick: SV Brackel 2 in der Gruppe 4 an der Spitze - Hombrucher SV ganz souverän in der Gruppe 2 Gruppe 1 FC Merkur - VfR Kirchlinde 2:0.- Merkur: Wulff, Karaca, Weilandt, Töllner (33. Delikamov), Aytekin, Kaiser, Kara, Tekin (90. Brzezinka), Kusch, Aslan, Brüning.- Kirchlinde: O. Reinert, Mol, Redlingshöfer, Dettmar, Matveev, S. Reinert (46. Knöpke), Henkel, Ghaoui, Bodenhausen (58. Muhs), Berger, Walkowski.- Tore: 1:0 Aslan (4.), 2:0 Kaiser (78.FE). Urania Lütgendortmund II - Arminia Marten II 1:2.- Urania: Knopp, Esser (60. Yurttas), Mücke, Vette (30. Timm), Hermes, Wollust, Tenhaft, Gunkler (85. Kucklick), Schneider, Dörr, Wetzel.- Marten: Lipski, Schütz, Jander, Klaszczyk, M. Kinert, D. Kinert, Ehlenberger (85. Bankowsky), Nikiel, Dietrich, Thiem, Eike.- Tore: 0:1 Jander (32.FE), 1:1 Tenhaft (50.), 1:2 Thiem (75.). SG Lütgendort. II - GW Kley 1:2.- SGL: Scholz, Merkes, Ben Sassi (88. Beckmann), Niel, Plathe, Steffen, Dahlhaus, Leisse, Grieswald, Haag, Andreas.- Kley: Borgböhmer, Babic (75. Buse), Ledda, Brüggemann, Homburg, M. Schulte (75. J. Schulte), Schaufuß, Schafsteller (21. Jagnow), Jacobs, Ostrzyga, L. Brüggemann.Tore: 0:1 Schaufuß (52.), 1:1 Kivrak (65.), ,1:2 Homburg (71.). SV Westrich II - Türkspor Dortmund 0:7.Westrich: Reiß, Fietze (46. Rudzky), Hennig, Karmanski, Lonczyk, Albers, Mallon, Tuschen, Tewes, Teine (84. Lipowczyk), Leifeld.- Tore: 0:1 (15.), 0:2 (52.), 0:3 (55.), 0:4 (60.), 0:5 (65.), 0:6 (77.), 0:7 (81.). Mengede 08/20 III - TuS Deusen 2:1.Mengede: Lüschen, Toth, Krumnacker, Braun, Wittwer, Tänzer, Upimpilis, Momot, Schäfer (41. Surmann), Stellmach (81. Hamann), Schmidt (76. Mielenz).- Deusen: M. Niemeier, Geisel, Pree, Minnerup, Pautz, Radig, Menzel, Eigenwillig (46. Dzolic), Wolter, Kania (46. Di Simone), D. Niemeier.- Tore: 1:0 Schmidt (41.), 2:0 Krumnacker (48.), 2:1 D. Niemeier (68.).

TuS Bövinghausen - BW Huckarde II 1:1.- B’hausen: Pautz, Kutt, Palma, Weinsheimer, Remmert, Krüger, Hauff, M. Schmidt (70. Bruno), M. Schmidt, Kranich, Yilmaz (66. Montedoro).- Huckarde: Senk, Burbaum, Pagel, Peggau, Duft, Besancon, Dyllong (88. Kosar), Hoppe, ElAjachi, Grabbe, Varoglu.- Tore: 0:1 Hoppe (45.), 1:1 Krüger (77.). SF Nette - FC Nette 1:2.- Sportfreunde: Mop, Scheffel, Weil, Köller (74. Becker), Görl, Engelhardt, Rotärmel, Hintze, Miethke, Schäfer, Zänker (20. Rahn, 80. Dungs)).- Nette: Claus, Igel (85. Ledwon), S. Czarnetzki, Firlus, Bömecke, Müller (79, R. Brunzen), Stöber, P. Brunzen, Scheidler, Mülbrod, Backes (90. Klar).- Tore: 0:1 Mülbrod (25.), 0:2 Igel (68.), 1:2 Schäfer (89.).

Gruppe 2 Hombrucher SV III - FC Sarajevo Bosna 4:0. - HSV III: Rabe, Hohage-Radke, Mestermann, Uysal, Malinowski, Droese, Bienewald, Klose, Kuhnke (68. Salomo), Alamo (77. Haase), Zopf (46. Kampmann). Bosna: Aletic, Gavranovic, Majdanac, Dzelilovic, Sahbazovic (59. Mucoli), Jildic, Smriko, Zahirovic (68. Toth), Bravo (15. Jasarevic), Josic, Kosic. - Tore: 1:0 Bienewald (4.), 2:0 Kuhnke (60.), 3:0 Klose (78.), 4:0 Salomon (85.). ÖSG Viktoria II - FC Wellinghofen 5:3. ÖSG II: Langenberg, Schmidt, Orlowski, Dominik Heusner, Schwarz, Orth, El Allali, Dennis Heusler, Klotz, Beck, Muntau. - FC: Müller, Rehaimi, Jäger, Buse, Dingfeldt, Fronz, Grünstern Heidemann, Schneider, Bajrami, Schwentek. - Tore: 1:0 D. Heusner (5.), 1:1 (5.), 2:1 Orth (11.), 3:1 D. Heusner (34.), 4:1 Orth (55.), 4:2 (62.), 4:3 (72.), 5:3 Beck (90.). BSV Schüren II - RW Barop II 1:0. - BSV II: Borchardt, Gökcek, Dölling, Key (90. Elsholz), Koca, Müldür, Wessel, van Dorsten (58. Cicekci), Herzog (64. Potraz), Schnei-

der. Theodoridis. - RW II: Grunewald, Lotina, Pasterny, Soleta, Collisy, Malolepszy (62. Grasteit) , Bettmann, Hoffmann, Thiemann. - Tor: 1:0 Müldür (80.). SV Berghofen II - SuS Hörde 0:2. - SVB II: Scharf, Berisha, Kampa, Grizo, Renneke, Seeger, Letzel, Lindemann (46. Gass), Pawlowski, Dörsing, Mannstein. - SuS: Reher, Ringleb, Niederastroth, Biyikli (60. Bruch), Cekirdek, Oezdemir, El Fassi, Magnus, D. Bludau, Spitschan (46. Laubinger), T. Bludau. - Tore: 0:1 D. Bludau (17.), 0:2 T. Bludau (34.). DJK Saxonia - VfL Hörde II 0:1. - DJK: Schmitz, Schock, Hemeni, Vonhoegen, Benyoub, Galant, R. Kodraliu, Schmidt (56. Krell), A. Kodraliu, Manyas, Jannuzzi. - VfL II: Gehrmann, Büsse, Toslu, Pagel, Retkowietz, Junker, Becker (50. Guercio), Advent, Mazzei (67. Pauls). - Tor.: Retkowietz (89.). BSV Fortuna - Hörder SC III 4:0. - BSV: Rassmann, Küch, Bahr, Schneider, Kleinschmidt (64. Derenthal), Jost (62. Wethkamp), Pietschok (46. Müller), Ulrich, Marquardt, Orzegowski, Kramer. - HSC III: Siegl, Galle, Prohl, Fiorentino, Brill, Helm, Grams (55. Konstantinidis), Wachholz, Jerono, Zieren, Rehnert. - Tore: 1:0 Jost (32.), 2:0 Marquardt (64.), 3:0 Bahr (75.), 4:0 Kramer (88.). TuS Kruckel - Sportfreunde 06 2:1. - TuS: Pfänder, Pusch, Reber, Bille, Burda, Kühn, M.Berger, Wisotzki, Katscher, Calisir, J.Berger (62. Atas). - 06: Krell, Westhues (62. Ehlert), Flüchter, Schelkmann, Stiepermann, Schulz, Borchert, Witkowski, Kaiser (73. Küccükart), Hohfeld, Kramp. Tore: 1:0 M. Berger (61.), 2:0 J. Berger (62.), 2:1 (80.). Genclerbirligi Hörde - Post und Telekom SV 0:5. - Genclerbirligi: Avcilar, Yazgin, Yilmaz, Turan (57. Kilic), Erdogmus, M. Tanriöver, Akyüzlü, T.Tanriöver, Seker, Dilsiz, Durmus. - Post: Papke, Preckwinkel, Ziethoff, Mosbach (46. Brendel), Arnold, Schauf (25. Leonhardt), Bock, Dargel, Bedarf, Stelter, Faust (70. Roberts). - Tore.

0:1 Leonhardt (51. FE), 0:2 Leonhardt (56.), 0:3 Bock (59.), 0:4 Arnold (75.), 0:5 Bedarf (89.).

Gruppe 3 VFL Kemminghausen II - Viktoria Kirchderne 1:4.- K’hausen: Kaffenberger, Tober, Sayar, Neumann, Wichert, Schurgarcz, F. Hoffmann, Chaoubi, Fidos, Önal, Uhr (65. Nachtigall).- Kirchderne: S. Reinert (46. König), Teufer, Werner, Schmälzger (75. Lehmann), Smolinski, Pohle, Fetting, Wisotzki, Kirsch (75. Mause), Steinmann, Vogtmann.- Tore: 0:1 Steinmann (18.); 0:2 Kirsch (44.), 0:3 Vogtmann (60.), 0:4 Mause (77.), 1:4 Fidos (86.FE). Ay Yildiz Derne II - Westfalia Westholz 1:1.- Westholz: Färber, Z. Rugovac, Kalleja, Anigba, Hickel, Topschewski, Christopeit, Strugalla, Wittmann, Zeymel, Ziemann.- Tore: 1:0 (48.), 1:1 Wittmann (79.). VFB Lünen II - Eving Selimye Spor 2:3.Eving: S. Görgülü, Sözer, Dogru, Yildirim, Sehirli, Can (20. Ekin), Calis (70. B. Görgülü), Dede, Bingül, Bekur, Ilkban (60. A. Ünal).- Tore: 1:0 (5.), 1:1 Sözer (25.), 1:2 Calis (60.), 1:3 Bingül (72.), 2:3 (80.FE). Rote Karte: A. Ünal (65.). Phönix Eving II - BV Lünen II 6:2.- Eving: Lotties, Reinemann (73. Stadermann), Fritsche, Cosgun, Koka, Yigit, Windmüller (74. Jung), Lukas, Zeytünlü, Hannappel, Scharge (83. Schröder).- Tore: 1:0 Zeytünlü (27.), 1:1 (50.), 2:1 Hannappel (59.), 3:1 Lukas (66.), 3:2 (68.), 4:2 Lukas (79.), 5:2 Jung (84.), 6:2 Cosgun (87.). FC Roj - BV Brambauer 3:3.TV Brechten - SC Dortmund II 3:1.Brechten: Tscholitsch, Malaloglu, Krengel, Schäfer, Malha, Hermann, Bredehorn, Meng (73. Wachtel), Hansjürgens, Fiolka, Hoffmann.- SCD: Uhlig, Bourhaial, Mohamed, Ergüzel, Ektem, Sentürk, Turan, Lenz, Aktas, Hakar, Tasdemir.- Tore: 1:0 Meng (33.), 1:1 (60.), 2:1 Bredehorn (85.), 3:1 Hermann (88.). Gelb-Rote Karte: Schäfer

(80.). SC Husen-Kurl II - Sportunion 3:0.Husen-Kurl: Krauße, Grimaldi, Lechtermann, Ngwe, Timm, R. Birk, Protzek, Raifekerste, van den Borst, Arnold, Diecks.Tore: 1:0 Raifekerste (36.), 2:0 Arnold (44.), 3:0 Protzek (87.).

Gruppe 4 FV Scharnhorst II - TuRa Asseln II 7:2.Scharnhorst: Jiminez, Freitag, El-Yahyaoui, Ülger, Sknupietz, Ciuffreda, Stiane, Mitrovic, Yalcinkaya, Banamar, Comporek.Asseln: Beck, Rostowski, Neuenhaus, Babusch, Musielak, Kriedel, Leppmeier (46. Mehlmann), Klingenberg (54. Tasche), Pasli, Malek, Olszewski (72. Targon). Tore: 1:0 Mitrovic (8.), 1:1 Klingenberg (20.), 2:1 Yalcinkaya (30.), 3:1 Comporek (40.), 4:1 Mitrovic (48.), 5:1 Stiane (51.), 6:1 Yalcinkaya (65.), 7:1 Ülger (80.), 7:2 Kriedel (90.). Alem. Scharnhorst II - SF Brackel 3:5.Scharnhorst: Gillner, Affif, Seiffert, Respondek, Altmann, Rudi (60. Menkhoff), Pede (46. Guerrera), Grzeschik, Thiem, Swoboda, Waschwill.- Brackel: Gause, Gutounik, Köhler (55. Zöllner), Zabot, Klatt, Lube, Keller, Sunder (65. Gellert), Piwodda (46. Reinartz), Manuel, Schlensok.- Tore: 0:1 Keller (10.), 1:1 Waschwill (22.FE), 1:2 Lube (33.), 2:2 Waschwill (51.FE), 2:3 Keller (55.), 3:3 Thiem (77.), 3:4 Lube (79.), 3:5 Schlensok (81.). Gelb-Rot:: Waschwill (89.). BSV Fortuna II - Wambeler SV II 8:1.- Fortuna: Kähler, Lennatz, Cengiz, Turan, Hattenhauer, Schmitt, Walitza, Schlieper (60. Canlioglu), Prediger (35. Löffler), Kücükkayo, Knapp (60. Trojca).- Wambel: Reinatz, Redemund, Althoff, Berens, Vujanic, Laube, Herter, Wieland, Ahuja, Bedi. Tore: 1:0 Kücükkayo (5.), 2:0 Cengiz (11.), 3:0 Knapp (45.), 4:0 Kücükkayo (53.), 5:0 Schmitt (60.), 6:0 Löffler (66.), 6:1 Ahuja (73.FE), 7:1 Walitza (75.), 8:1 Walitza

(85.). TuS Neuasseln II - SuS Derne II 1:3.Neuasseln: Asholt, Stickel, Menzel (46. K. Zamattin), Hamo, Strauch, Lovison, Lohberg (58. Wiedemann), El-Hajjami, Sahm, Celik, Safaei (76. Seynsche).- Derne: Bernt, Wanek, Lucas (46. Meissler), Bosetti, Neumann, Windmann, Piel (46. Gohmann), Guth, Karrasch, Höfig, Zdolsek. - Tore: 1:0 Celik (34.), 1:1 Höfig (75.), 1:2 Windmann (79.), 1:3 Karrasch (90.). Gelb-Rote Karte: Celik (68.). SV Brackel 2 - PTSV 26 II 4:2.- Brackel: Krause, Kröger (72. Wulkowicz), Ferreira, Birnkraut, Pinkawa, Schulze, Kronwald, Lauer, Korditschke (54. Rollik), Enns (46. Elshoff), Tanger.- Post SV: Behrenberg, Exner, Wolff, Zinn (46. Schröder), Bonauer, Weidehoff (46. Stolpe), Gorichs, Brückner, Tyburski, Brückner, Braun, Kaul.- Tore: 0:1 Exner (1.), 1:1 Schulze (16.), 2:1 Korditschke (19.), 3:1 Pinkawa (47.), 3:2 Exner (55.), 4:2 Pinkawa (87.FE). Gelb-Rote Karte: Birnkraut (65.). NK Zagreb - Futebol St. Antonio 1:2.Zagreb: Norak, Kovac, Duspara, Kegal, Vukoja, Markic, Sesto, Propadalo, Kelan, Mihajlevic (38. Plazibat), Donvito (46. Grgic).- St. Antonio: Maciera, Moreira, Goncalves S., Fritz, Ribeiro, Osyka (73. Germinara), Mourao (70. Inosentio), Cordeiro, Cunha Lopes, Garcia (70. Oujdid), Hajati.- Tore: 0:1 Garcia (6.), 0:2 Hajati (72.), 1:2 Kelan (75.). FC Fortuna 66 - Ulu Camii Yamanspor 5:3.- Fortuna: Grallky, Jeyatharam, Suchardt, Horlitzki, Stefanidis, Hoffmann, Ntilios (46. Makris), Theodoroupolos (46. Safaras), Galvagno (46. Kesopoulos), Papadopolos, Vettas.- Tore: 1:0 Galvagno (1.), 2:0 Papadopoulos (10.), 2:1 (25.), 2:2 (44.), 2:3 (57.), 3:3 Safaras (75.FE), 4:3 Horlitzki (80.), 5:3 Safaras (85.).. RW Barop III - ASC 09 III 1:0.- Barop: Laganin, Szewczyk, Klüh, Königsfeld, P. Guercio, Raddatz, Yomba, Schöring (46. S. Ohler), Stojic (85. T. Ohler), Radszun, Meier.- Aplerbeck: .- Tor: 1:0 Meier (65.).


W

Dienstag, 26. Oktober 2010

WDS01 NR.250

DIE STADTTEIL-ZEITUNG APLERBECK ¡ HÖRDE ¡ HOMBRUCH

Auf den Spuren des Bergbaus

VOR ORT Stadtteilzeitung fĂźr den Dortmunder SĂźden ĂŻÂĽ  ïĀ Ă› ÿĀ âÞĂž ĂŻÂĽ   ĂœĂž ĂŁÂĽ ĂœÂŹ Ăž Ăœ ĂŁ ÿĀ ãÞĀ ç Ä€ Ă&#x; Ä€  Ăœ  ĂŁÂĽÄ€ è Ăž ĂŻ Ăż çĀ  Ăż ÏÿĀ ĂŚ Ā¼ Ăł

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E-Mail Redaktion: hoerde@waz.de Katrin Kroemer / Susanne Meyer Telefon: 95 73 - 3842 Telefax: 95 73 - 3844 Leserservice: 01802 40 40 72* Telefax: 01802 40 40 82* *6 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent pro Minute E-Mail: leserservice@waz.de

NEBENBEI BEMERKT . . . hat ein Koch im Radio gesagt, eine Pommesbude dĂźrfe nicht drei Kilometer gegen den Wind nach Pommesbude riechen. Ja, wonach denn sonst? Autohaus (Och nĂś!) oder Zeitungsredaktion (Bewahre!). Nein, da muss man als Hardcore-Fast-FoodJunkie hart bleiben. Bude stinkt nach altem Fett und eben nach Bude. Genauso wie Kneipe nach Qualm, Bier und Kneipe duften darf. Da lob man sich die BrĂźsseler. Hier darf man sich seine Pommes noch da abholen, wo es sogar fĂźnf Kilometer gegen den Wind danach riecht. Und dann darf man sogar eine Kneipe um die Bude herum aufsuchen und dort essen. Die Aromen, die sich dort mit dem Restsauerstoff verbinden, sollte man eigentlich in Dosen abfĂźllen und als Souwma venir mitnehmen.

KURZ NOTIERT CDU Syburg. Am Mittwoch (27.) trifft sich die Ortsunion Syburg/Buchholz um 19.30 Uhr in der Gaststätte Haus Hunke, Syburger StraĂ&#x;e 84. Gäste sind eingeladen.

Maria KÜnigin. Zu folgenden Terminen lädt die Katholische Kirchengemeinde Maria KÜnigin in Eichlinghofen, Baroper Str. 378/Ecke Stortsweg, ein: Am Dienstag (26.) hat die Caritasgruppe ihre nächste Konferenz um 19 Uhr im GemeindecafÊ. An Allerheiligen (1.) findet ab 15 Uhr in St. Franziskus-Xaverius eine Totengedächtnisandacht statt. LuthercafÊ. Die Evangelische

Gemeinde Dortmund-SĂźdwest lädt am Mittwoch (27.) zum LuthercafĂŠ ins Gemeindehaus, Stockumer StraĂ&#x;e 275 ein. Die Kolpingsfamilie Herz-Jesu in HĂśrde feiert am Dienstag (26.) ab 15 Uhr den Weltgebetstag des Internationalen Kolpingwerkes. Ort ist das Gemeindehaus Marcel Callo, Am Richterbusch 6.

Weltgebetstag.

Das nächste Treffen der MSAbendgruppe Dortmund-SĂźd findet heute (26.) ab 17.30 Uhr in der KGV „Im Justenkamp, NordkirchenstraĂ&#x;e 22 in HĂśrde, statt.

MS-Abendgruppe.

Vortrag fällt aus. Die Informationsveranstaltung Ăźber „Fragen und Antworten zur Hospitz- und Palliativarbeit“ am Mittwoch (27.) im Altenzentrum St. Ewaldi in Aplerbeck fällt aus. Der Referent ist erkrankt.

Tilo Cramm leitet FĂźhrungen durch die Bittermark - Jugendliche zeigen kaum Interesse an der Montangeschichte Julia Lenz Bittermark. In der Bittermark suchten jetzt 14 Interessierte nach Bergbauspuren und fanden unter anderem ein verbrochenes Stollenmundloch, Pingen und Halden. Begriffe, die vielen Dortmundern der jĂźngeren Generation nicht vertraut sind, den älteren dagegen noch immer in Fleisch und Blut sind. Damit dieser Teil der Geschichte des Ruhrgebiets erhalten bleibt, gibt es den FĂśrderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrgebiet e.V.. Tilo Cramm, eines der GrĂźndungsmitglieder des Vereins, bietet einen Rundgang durch die Bittermark an. Im nĂśrdlichen Teil der Bittermark finden sich bald erste Hinweise auf den Bergbau vergangener Tage: Zu sehen ist ein verbrochenes Stollenmundloch, der Eingang eines Stollens an der Tagesoberfläche. Dort tritt gelbliches Wasser aus - kein gewĂśhnlicher Schlamm. Thilo Cramm erklärt: „Das Wasser stammt aus Toneisensteingelagen im Nebengestein der KohlenflĂśze und ist durch den Rost gelb gefärbt.“ Von 1754 bis 1771 wurde dort die Zeche Gottfriedsbank betrieben. Auf Informationstafeln, die der Verein an den wichtigsten Bergbauspuren aufgestellt hat, kann man sich aus archäologisch-historischen Blickwinkeln der Vergangenheit nähern. „Toll, dass solche FĂźhrungen angeboten werden“, findet Hans-RĂźdiger VoĂ&#x;mann. Er und seine Frau sind aus Schwerte angereist, weil sie Bergbaugeschichte interessant finden: „Als Ruhrgebiets-

ÂťAuf dem kurvigen Weg verloren Wagen Kohlen, die die Kinder schnell auflasenÂŤ kind ist man dem Bergbau verbunden. Uns interessiert gerade die frĂźh- und vorindustrialisierte Phase des Bergbaus.“ Auf Nachfragen geht Tilo Cramm ein. Er erklärt, was es mit zwei Schluchten, die beiderseits des Wanderwegs und des Olpkebachs, liegen auf sich hat: „1840 wurde hier

HĂśrde. Das „Erste HĂśrder Medizinforum“ lädt interessierten BĂźrgerinnen und BĂźrgern im Herbst 2010 zu zwei weiteren informative Vortragsveranstaltungen zu medizinischen Schwerpunktthemen in den BĂźrgersaal der HĂśrder Bezirksvertretung, HĂśrder BahnhofstraĂ&#x;e 16, ein. Nächster Termin ist am Mittwoch, 27. Oktober. Um 18 Uhr steht das Thema „Frauenheilkunde in HĂśrde - Perspektiven“ im Mittelpunkt des Abends. Weiteres Thema ist die Beckenchirurgie am Mittwoch, 24. November, an selber Stelle.

Workshop in der Bibliothek HĂśrde HĂśrde. „Hexe dringend gesucht“ ist der Titel eines Workshops am Mittwoch, 27. Oktober, zwischen 15 und 16.30 Uhr in der Bibliothek HĂśrde, HermannstraĂ&#x;e 33. Im Fokus steht ein schwarzer Kater namens Herbert, der zwischen BĂźchern nach echten Hexen sucht. Kinder zwischen 5 und 10 Jahren kĂśnnen erleben, wie die Geschichte zu Ende geht.

Tilo Cramm weiĂ&#x;, wo frĂźher die Zentren des Bergbaus in der Bittermark waren. Abbau von Ruhrsandstein betrieben, die Pingen, also die trichterfĂśrmigen Vertiefungen, die durch Einsturz alter Gruben entstanden sind, und die Halden, HĂźgel von Gesteins- und Erdbrocken aus dem Abbau, weisen auch auf einen gleichzeitigen Kohlenabbau hin.“ Besonders wichtig wurde der Kohlenabbau nach Ende des Krieges, da ständiger Energiemangel herrschte. Wichtiger Kohlelieferant fĂźr die damaligen Krankenhäuser war die Kleinzeche Stadt Dortmund, auch Kleinzeche Olpketal oder im Volksmund „KĂśnig Ludwig“ genannt. „Der Name, entstand aus dem Nachnamen des Steigers ‘KĂśnig’ und dem BetriebsfĂźhrer, der Ludwig Osthoff hieĂ&#x;.“ Tilo Cramm berichtet, was ihm ein Zeitzeuge von der Kleinzeche erzählte: „Damals waren Kohlen Mangelware,

die Kinder der Bittermark versteckten sich im Wald, warteten bis die Lastwagen Kohlen aufgeladen hatten und wegfuhren. Auf dem kurvigen Weg verloren die Wagen oftmals Kohlen, die von den Kindern schnell aufgelesen und nach

Hause gebracht wurden.“ Marita Lakshmanan ist gekommen, weil sie besonders interessiert, wie sich die Landschaft durch die Industrie verändert. Besonders die Pingen machen Eindruck. Sie sehen den Bombenkratern, die im

Oft weisen heute nur noch Warnschilder auf die Stellen hin, wo frĂźher einmal die Bergleute malochten.

Fotos [2]: Anja Cord

Rombergpark und das in der Bittermark zu finden sind, ähnlich. Am Ehrenmal Bittermark finden sich solche Bombentrichter. Tilo Cramm berichtet Ăźber das Ereignis, das sich im April 1945 dort abspielte: „Die NS-Schergen brachten Gefangene durch Genickschuss um und verscharrten sie in den Bombentrichtern.“ Auch an dieses Ereignis mĂśchte Cramm erinnern, damit so ein Unrecht nie wieder passieren kann. Bei der Bergmannsspurensuche fällt auf, dass keine jungen Leute dabei sind. „Leider interessiert sich die Jugend nicht mehr so fĂźr die Bergbauhistorie ihrer Region, auch Schulklassen kommen nicht mehr“, sagt Tilo Cramm. Mit seinen 29 Jahren ist Philip Heldt auf dieser Tour der jĂźngste Teilnehmer. „Ich interessiere mich sehr fĂźr Bergbau und Mineralien.“

Gardenkamp-Anwohner bleiben kritisch VerbindungsstĂźck von Stockumer StraĂ&#x;e zum Campus Nord offiziell freigegeben - Schulweg soll noch sicherer werden ZUR SACHE

Wolfgang Maas Barop. Nach 15 Monaten Bauzeit und 30 Jahren zum Teil hitziger Diskussion ist die Verkehrsachse von der Stockumer StraĂ&#x;e Ăźber Am Gardenkamp und Vogelpothsweg bis zum Campus Nord fast fertig. Zwar lobte der Hombrucher BezirksbĂźrgermeister Hans Semmler (CDU) während der offiziellen ErĂśffnung die kurze Bauzeit und sicherte OberbĂźrgermeister Ullrich Sierau die „breite UnterstĂźtzung der BV“ fĂźr das Projekt zu. Doch Sierau wies gleichzeitig auf kleine, fĂźr die Anwohner aber umso ärgerlichere Details hin. „Es gibt eine Flaschenhalssituation“. Gemeint ist ein Engpass ab Hausnummer 299 in Richtung Stockumer StraĂ&#x;e. Hier sei ein GrundstĂźck noch nicht gekauft, eine kurzfristige Verbreiterung also nicht mĂśglich. Und so mischten sich-- wieder einmal Am Gardenkamp – kritische TĂśne unter das allgemeine Lob Ăźber eine breite Fahrbahn und lärmoptimierten

Medizinforum in HÜrde zu Gynäkologie

BUND kritisiert „ßberdimensioniertes Projekt“ Deutliche Kritik kommt vom Bund fĂźr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Das Projekt ist Ăźberdimensioniert, schafft neuen Verkehr, zerschneidet Biotope und gefährdet SchĂźler auf ihrem Schulweg“, sagt Thomas Quittek, Sprecher der BUND-Kreisgruppe Dortmund.

Anwohner nutzten die Gelegenheit, den zahlreich erschienenen Politiker Am Gardenkamp ihre Kritik zu vermitteln. Foto: Anja Cord Asphalt. Ein Anwohner unterstellte sogar lautstark, nicht die komplette Strecke sei mit dem im Volksmund „FlĂźsterasphalt“genannten Belag ausgestattet. Sein Argument war die Farbe der Fahrbahn, die mal dunkel, mal hell ist. Doch Sylvia Uehlendahl, Abteilungsleiterin StraĂ&#x;en- und Kanalbau, konterte: „Ein TeilstĂźck hat bereits einen Som-

mer hinter sich.“ Der Belag sei aber durchgängig derselbe. Weiterer Kritikpunkt: der Weg fĂźr Kinder zur nahen Ostenberggrundschule. Einige Eltern machten dem OberbĂźrgermeister unmissverständlich klar, dass sie den Engpass trotz Ampelanlagen fĂźr gefährlich halten. Bereits vorher räumte Sierau ein, dass die breite StraĂ&#x;e zum Schnellfah-

Der BUND fordere dagegen unter anderem den RĂźckbau der UniversitätsstraĂ&#x;e bis zum Meitnerweg sowie die Unterren animieren kĂśnnen. Wie zum Beweis bretterte ein Radfahrer das Gefälle herunter. Auch vor dem „Flaschenhals“ kĂśnnten Fahrer noch zu viel Tempo drauf haben, befĂźrchten Anwohner. Sierau sagte Hilfe in Form von farbigen Markierungen vor Hausnummer 299 zu, „vielleicht noch in dieser Woche oder Anfang November.“ Zudem wolle

brechung der Baroper StraĂ&#x;e im EinmĂźndungsbereich „Am Pass“ fĂźr den Verkehr. Scharf kritisiert Quittek ferner die Absicht von SPD und CDU, die „beschlossene Sperrung der OstenbergstraĂ&#x;e auszusetzen und die UniversitätsstraĂ&#x;e an den neuen StraĂ&#x;enzug anzubinden“. Dazu sagte OB Sierau, dass die Planung dazu noch nicht abgeschlossen sei. man Ăźber zusätzliche Blinklichter an den Ampeln nachdenken, die auf FuĂ&#x;gänger hinweisen. Insgesamt lieĂ&#x; der OberbĂźrgermeister Vergleiche zu Stuttgart 21 nicht gelten, sprach von einer „Streitkultur auf demogratischer Grundlage“. Auch, wenn es in den vergangenen zwei Jahren oft sehr hitzig wurde.

Fitness-Gymnastik in Hacheney Hacheney. Der Stadtsportbund Dortmund organisiert ab Freitag, 29. Oktober, bis zum 17. Dezember jeweils von 19.30 bis 20.30 Uhr einen Fitnessgymnastikkurs in der Gymnastikhalle des Paul-Ehrlich-Berufskolleg, Hacheneyer StraĂ&#x;e 185. Angeboten wird ein abwechslungsreiches Training bestehend aus Lauf-, Ausdauer-, Gymnastik-, Stretching und KraftĂźbungen. Kontakt: ꇴ 50 -1 11 06.

Volles Programm bei der AWo Bittermark Bittermark. Am Samstag, 30. Oktober, findet in den Räumen der AWo Bittermark, SichelstraĂ&#x;e 22, ab 20 Uhr die groĂ&#x;e Disconight statt. Zum Abrocken und zum Feten spielt Eickes Showservice. Eintritt: 5 Euro. Vorausschau: Am Samstag, 13. November, zieht St. Martin mit Pferd durch die Bittermark. Treffpunkt: 17 Uhr, Haus Bittermark. Nach dem Zug wird die Legende gespielt und man kann sich mit Kinderpunsch, Brezeln und GlĂźhwein stärken. Und am Donnerstag, 18. November, findet der groĂ&#x;e Kaffeenachmittag ab 15 Uhr statt. FĂźr den Weihnachtsmarkt am 27. November nimmt die AWo zudem noch Anmeldungen entgegen. Kontakt: ꇴ 73 49 82.

Theaternachmittag im Begegnungszentrum Berghofen. Das städtische Begegnungszentrum Berghofen, Am Oldendieck 6, lädt am Donnerstag, 28. Oktober, zu einem Theaternachmittag ein. Die Theatergruppe der Altenakademie Dortmund präsentiert eine Melange aus Sketchen, Rezitationen, Tanz und Gesang. Beginn ist um 15 Uhr, Einlass schon um 14 Uhr. Eintritt: 2,50 ₏.

Bistro Karibu der Georgs-Gemeinde Aplerbeck. Die Evangelische Georgs-Kirchengemeinde Ăśffnet am Freitag, 29. Oktober, ab 18 Uhr wieder ihr Bistro Karibu. Ort des Geschehens ist das Gemeindehaus an der RuinenstraĂ&#x;e 37.


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APLERBECK · HÖRDE · HOMBRUCH

WDS02 NR.250

NAMEN UND NOTIZEN

Seit 95 Jahren im Dienste der Frauen

Als „Mütterverein“ gegründet wurde am

31. Oktober 1915 die heutige Katholische Frauengemeinschaft der Herz-Jesu-Gemeinde. In den 20er und 30er Jahren erlebte die Vereinigung einen Boom, hatte zwischen

400 und 600 Mitglieder. Heute sind es noch 80. Und die sind sehr aktiv, unternehmen zum Beispiel im Mai eine Wallfahrt, gestalten eine Karnevalsfeier und organisieren Foto: Marcus Simaitis regelmäßig Vorträge.

Stahlgeister bei „b-schenkt“

„Musical-Melodien“ klingen bei St. Ewaldi

Musik, Musik, Musik – so klang das Motto des Abends beim Chor- und Solistenkonzert „Musical-Melodien“ im katholischen Gemeindehaus St. Ewaldi in Aplerbeck. Der Männergesangsverein Quartett 1851 aus

Schüren hatte eingeladen und unter der Leitung von Dr. Heiko Krabbe mit Michaela Günther (Mezzo-Sopran) Dr. Bernhard Schlüter (Klavier) auch erstklassige Solisten Foto: Marcus Simaitis im Programm.

Freunde und Förderer der DASA spenden

Dienstag, 26. Oktober 2010

Schlüsseldienst Artelt in Hörde wird 25 Jahre Hörde. Es passiert gar nicht so oft, wie man denken könnte: „Ausgesperrten wieder in ihre Wohnung helfen, ist nicht unser Hauptgeschäft“, sagt Günter Artelt über seinen Schlüsseldienst an der Schlanken Mathilde 1-3 in Hörde. Seit 25 Jahren ist das Familienunternehmen mit drei Mitarbeitern vor Ort im Geschäft. Und das besteht vor allem aus dem Anfertigen von Schlüsseln, Gravuren und Stempeln. Dazu sichert Artelt auch Türen und Fenster. Verändert hat sich in 25 Jahre vieles, vor allem aber die Kundenstruktur, sagt Günter Artelt. Heute habe man neben Privatleuten vor allem Wohnungsgesellschaften als Kunden. „Zum Glück“, sagt Artelt, denn die großen Stammkunden sind im Gegensatz zu seinem Schlüsseldienst längst Hörder Geschichte: Hoesch und die Stiftsbrauerei haben heute keinen Bedarf mehr an Schlüsseln und Schlössern.

Ritter verschenken einen Tag an Kinder

„Stahlgeister“ nennt Franz-Josef Oberkönig seine neuen Schöpfungen aus dem Bereich der Malerei. Ein Teil dieser Werke ist nun im Rahmen einer Ausstellung des Hörder Künstlers zu sehen, die seit dem 22. Oktober und noch bis zum 16 November im Geschäft „b-schenkt“ läuft. In der Hörder

Semerteichstraße 184 ist die Ausstellung montags bis freitags von 9 bis 18.30 Uhr und samstags zwischen 10 und 14 Uhr geöffnet. Viele Besucher nahmen auch die Möglichkeit wahr, die Bilder am Sonntag (24.), am „Tag der offenen Ateliers“, im Kulturquatier Foto: Anja Cord Hörde zu bewundern..

Treue Gewerkschafter aus Schüren

Langjährige Mitglieder zeichnete die IGBCE Schüren auf der turnusmäßigen Mitgliederversammlung des Ortsvereins Dortmund Süd-Ost aus. Der Vorsitzende Hermann Stock ehrte Kurt Dehmel und

Romann Schmölzer für ihre 50-jährige Mitgliedschaft. Friederich Eppmann und Dieter Petermann sind seit 40 Jahren dabei, Christel Jarkel seit 25 Jahren. Erich Dobieglewski ist bereits seit 60 Jahre Mitglied. Foto: Schmitz

Eine runde Summe sammelte der Verein „Freunde und Förderer der DASA“ bei seiner Mitgliederversammlung für die Werkstätten Gottessegen an der Kobbendelle. Für die 1200 Euro Spenden finanzierte der Verein zwei Hubeinrichtungen, die dabei helfen, dass die Belastungen, insbesondere der

Körperrumpfmuskulatur, bei den dort beschäftigten Menschen mit Behinderungen erheblich reduziert werden. Vorsitzender Harald Gröner übergab die neuen Geräte an Gruppenleiter Peter Hanz. Die Hubwagen wurden sofort für die Bearbeitung der Foto: Frei aktuellen Aufträge eingesetzt.

Zupfen auf Mandoline und Gitarre

Auf eine musikalische Zeitreise entführten die Mandolinen- und Gitarrenfreunde Sölde die Zuhörer bei ihrem Jubiläumskonzert. Von Konrad Wölki bis Michael Jackson zupften sich die Musiker durch ein abwechs-

lungsreiches Programm. Zusätzlich wirkten Thorsten Hannemann (Solo-Gitarre und Gesang) sowie die Kinder vom Noah Mäusechor unter Leitung von Sylvia Langenberg Foto: Michael Printz mit.

Höchstener Frauenchor serviert „Wiener Bonbons“ Konzert im „Haus Heimsoth“ komplett ausverkauft. Im Köchinnenkostüm präsentierten die Sängerinnen berühmte Operettenmelodien Berghofen. Bis auf den letzten Platz besetzt war der Saal um „Haus Heimsoth“ beim absolut überzeugenden Herbstkonzert des Frauenchores Höchsten, das unter dem Titel „Wiener Bonbons“, die Zuhörer begeisterte. Chorleiterin Nina Aristova hatte eine brillante Bearbeitung berühmter Operettenmelodien für ihren Chor geschaffen, die von den Zuhörern

begeistert aufgenommen wurden. Die erste Gruppe des Chores präsentierte im Hausfrauen- und Köchinnen-Outfit Melodien aus J. Strauß’ „Fledermaus“, bevor der gesamte Chor beschwingte Walzerklänge darbot – sei es aus „Wiener Blut“ oder den „Geschichten aus dem Wienerwald“. Nicht fehlen durften der beliebte „Kaiserwalzer“ und das fröhliche „nach

Wien“ aus dem „Zigeunerbaron“. Ganz bezaubernd gelang dem Chor „Sei nicht bös“ aus Carl Zellers „Der Obersteiger“ und das exzellente „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ aus dem „Vogelhändler“.

Begeistertes Publikum Musikalische Rasanz und sehr deutliche Aussprache zeichnete dann Millöckers

„Dunkelrote Rosen“ aus „Gasparone“ aus. Mit hübschen Trachten brachte die zweite Gruppe Melodien aus der „Lustigen Witwe“ und Lehárs rhythmisch exaktes „Im Salon zur blauen Pagode“. Nach der Pause präsentierten märchenhafte Figuren wie die Prinzessin, das Rotkäppchen und der Wolf aus Paul Linckes „Es war einmal“. Der Chor glänzte dann mit Robert

Stolz’ „Im Prater blühn wieder die Bäume“ und dem strahlenden „Wien wird bei Nacht erst schön“. Weitere Höhepunkte waren das beschwingte „Wien, Wien, nur du allein“ und Benatzkys „Goldene Liebe“. Nach Imre Kalmans rasantem „Komm mit nach Varasdin“ und Fred Raymonds ganz bezauberndem „In dir hab ich mein Glück gefunden“ und Kalmans mitreißendem

„Ganz ohne Weiber“ wurde mit dem mitreißendem „Karambolina“ aus „Das Veilchen vom Monmatre“ ein fabelhafter Schlusspunkt gesetzt. Es gab hochverdiente Beifallsstürme für ein exzellentes und mit über 30 Titeln reich bestücktes Operettenkonzert und mit der „Julischka aus Budapest“ eine gern gewährte kfm Zugabe.

Berghofen. Moderne Ritter tragen keine Schwerter und Rüstungen und reiten nicht auf Pferden, sondern fahren mit dem Rettungswagen. So trafen sich am vergangenen Sonntag die jüngeren Ritter der Subkommende Dortmund des Johanniterordens, um mit geistig behinderten Kindern des Kinderhauses Berghofen einen erlebnisreichen Tag im Dortmunder Süggelwald zu verbringen. Mit Unterstützung von Wilhelm Tappe (rollende Waldschule) der Kreisjägerschaft Dortmund und Förster a.D. Hubertus Lachmann wurde den Kindern anhand des im Süggelwald errichteten Waldlehrpfades anschaulich das Gleichgewicht zwischen Natur und Mensch aufgezeigt. Die Mitglieder des Johanniterordens sehen sich als Helfer und Erbringer von karitativen Leistungen für die Gesellschaft.

Weihnachtliche Spenden für Flohmarkt Hörde. Die Ev. Georgs-Kirchengemeinde Dortmund, Bezirk Mark, sucht für ihren Weihnachtströdelmarkt noch gut erhaltene Weihnachtsartikel. Vor allem Weihnachtskugeln, -Beleuchtung und -Tischdecken werden benötigt. Alles, was in die Advents- und Weihnachtszeit passt und noch verkauft werden kann, hilft weiter. Die Sachen können vom 29. Oktober bis zum 26. November jeweils freitags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr und samstags von 9.30 bis 12 Uhr an der Schwerter Straße 284 am Nebeneingang abgegeben werden. Der Erlös aus diesem Flohmarkt ist für die neuen Kirchsaalfenster in der Mark gedacht. Der Flohmarkt wird am Samstag, 27.Oktober in der Zeit von 9.30 bis 13 Uhr im alten Saal stattfinden. Information erteilten Cornelia und Reinhard Ohm unter ꇴ 45 57 29.

Ulla Burchardt bei Berghofer SPD Berghofen. Die SPD Berghofen lädt zur diesjährigen Ehrung ihrer Jubilare am Freitag (29.) um 19.00 Uhr in die Städtische Begegnungsstätte, Am Oldendieck 6 in Berghofen, ein. Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Parteivorstandes Ulla Burchardt wird die Festrede halten und anschließend die Ehrung vornehmen. Im Anschluss an die Ehrung sind alle Gäste eingeladen, noch einige Stunden gemütlich zusammenzubleiben.


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WDON1 NR.250

BRACKEL ¡ EVING ¡ KÖRNE ¡ SCHARNHORST

VOR ORT

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PhĂśnix Eving trauert um Josef Gerdes

Stolze Hähne und schÜne Hennen

Stadtteilzeitung fĂźr den Dortmunder Nordosten

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E-Mail Redaktion: brackel@waz.de Alexander Ebert Telefon: Telefax:

95 73 - 3881 95 73 - 3844

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IN KĂœRZE SPD Brackel/Wambel. Die

SPD Brackel/Wambel lädt ein zur nächsten Mitgliederversammlung fßr den heutigen Dienstag (26.) um 19 Uhr ins Gasthaus Pape. Als Referent zur Gast sein wird Dr. Matthias Albrecht, mit dem die SPD ihre Gesprächsreihe zur deutschen Gesundheitsversorgung fortsetzen mÜchte. Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

Offene Kirche. Am Donners-

tag (4.) wird die Johanneskirche in Wickede in der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr geĂśffnet sein. Zaungäste und treu Verbundene sind gleichermaĂ&#x;en herzlich willkommen.

Unterhaltung. Das Karola-

Zorwald-Seniorenzentrum, SendstraĂ&#x;e 67, lädt fĂźr Dienstag (9.) ab 15.30 Uhr zum musikalischen Unterhaltungsnachmittag ein. Die „Konzertgemeinschaft Kaiserau-Wickede“ spielt Volks-und Wanderlieder zum ZuhĂśren und Mitsingen. Interessierte MitbĂźrger sind herzlich willkommen.

Basar. Kleider- und Spielzeugbasar in Wambel: Am Samstag (6.) von 15 bis 18 Uhr veranstalten die Eltern-Kind-Gruppen der Apostel-Gemeinde Wambel, EichendorffstraĂ&#x;e 31, einen Kleider- und Spielzeugbasar. Angeboten werden gut erhaltene Baby- und Kinderkleidung, Umstandskleidung sowie Spielzeug. Kaffee, Kuchen, Waffeln und WĂźrstchen sorgen an dem Nachmittag fĂźr das leibliche Wohl. Weltgebetstag. Die Kolping-

familien Asseln und Wickede begehen gemeinsam den Weltgebetstag des Kolpingwerkes und laden fĂźr Mittwoch (27.) herzlich ein. Beginn ist um 19 Uhr mit der Heiligen Messe in der Pfarrkirche Vom GĂśttlichen Wort. AnschlieĂ&#x;end treffen sich die Mitglieder zum gemĂźtlichen Beisammensein im Dechant-Mehler-Haus. Gäste sind herzlich willkommen.

Sprechstunde. Evings BezirksbĂźrgermeister Helmut Adden bietet am Donnerstag (28.) zwischen 16.30 und 17.30 Uhr in der städtischen Bezirksverwaltungsstelle Eving, Stadtteilbibliothek, I Etage, Evinger Platz 2 - 4, seine regelmäĂ&#x;ige monatliche BĂźrgersprechstunde an. Plätze frei. Der Kindergarten

Mini-Club in Neuasseln, HaslindestraĂ&#x;e 44, hat noch Plätze im Musikschul-Unterricht frei fĂźr Kinder von 3 bis 6 Jahre. Näheres unter ꇴ 5686720.

Club 60 II. Die Damen des AWo-Clubs „60 II“ treffen sich am Dienstag (2.) um 18 Uhr im Asselner Restaurant „Schnitzel & Schampus“ am Asselner Hellweg zum Geburtstagsessen. Alle Club-Mitglieder sind eingeladen. ꇴ 9 25 68 89.

Rassige Tiere präsentierte der

GeflĂźgelrassezĂźchterverein Brackel 1902 am vergangenen Wochenende. GroĂ&#x;e HĂźhner der Rasse „Brahma“, kleines Federvieh namens

„Bantam“ - die Besucher konnten sich ein Bild der verschiedenen Gattungen machen. Auch Preisrichter Franz Gertz aus Bottrop war angetan; er vergab gleich siebenmal die Note

„hervorragend“, was die ZĂźchter sehr freute. Den besten Hahn zeigte Ăźbrigens die Gemeinschaft Bartosch bzw. Andreas Kurdziel mit ihrem Zwerg „Australorps“, Die beste Henne

stammt aus dem Stall von Nikolai Hesse (re; hier mit Klaus Glaesner) . Er bekam sogar den Landesverbandsehrenpreis. Es gab aber noch Foto: Jochen Linz mehr Preise.

Neue Gewerbeflächen „eine Chance“ Interessengemeinschaft Asseln begrĂźĂ&#x;t weitere Ausdehnung des Flughafenumfeldes und zieht den Vergleich mit Tedi Alexander Ebert Wickede/Asseln. Der Aufschrei war groĂ&#x;, den BezirksbĂźrgermeister Karl-Heinz Czierpka formulierte: „Stuttgart21“ drohe, wenn die Ă„cker am Flughafen zu Gewerbegebieten wĂźrden. Sollte es jemals einen Demonstrationszug gegen konkrete Pläne geben: Die Interessengemeinschaft Asseln (kurz: IGA) wird sich nicht einhaken. Warum, erklärt IGA-Sprecher Dirk Bauer im Dialog mit unserer Zeitung. Wie steht die Interessengemeinschaft Asseln zu den Plänen, weitere Gewerbegebiete im Umfeld des Flughafens Wickede zu schaffen? Dazu stehen wir positiv. Der Flughafen sollte Arbeitsplätze schaffen. Deshalb ist die Ansiedlung nur eine logische Konsequenz. Dazu braucht es Flächen. Wie schätzen Sie denn die

Vermarktungschancen fßr neue Flächen ein? Negativ. Die Gewerbesteuerhebesätze in Dortmund tragen nicht unbedingt zur Neuansiedlung von Gewerbe bei. Der Standort und die Nähe zum Flughafen kÜnnten aber positiv sein. Welche Auswirkungen sehen Sie fßr die aktuelle WohnbevÜlkerung? Einerseits positiv: Eventuell werden durch neue Flächen neue Arbeitsplätze geschaffen. Andererseits negativ: Durch neues Gewerbe entsteht auch mehr Verkehr. Welche Auswirkungen hätten die neuen Gebiete aus Ihrer Sicht auf die Lebensqualität in Wickede und Asseln? Die Lebensqualität in Asseln wßrde wahrscheinlich weder positiv noch negativ tangiert. Die Lebensqualität in Wickede wßrde fßr die direkt angrenzenden Anwohner

wahrscheinlich leiden. Eigenartig ist allerdings, dass Politiker, die in der Ansiedlung eines Tedi in Brackel mitten in einem Wohngebiet keine oder ausschlieĂ&#x;lich lĂśsbare Probleme gesehen haben, in Wickede auf Brachflächen aber plĂśtzlich Bedenken äuĂ&#x;ern. Das heiĂ&#x;t: Sie wĂźrden sich als IGA einem Widerstand a la „Stuttgart21“ nicht anschlieĂ&#x;en, den BezirksbĂźrgermeister Karl-Heinz Czierpka am Horizont sieht? Wir werden uns einem solchen Widerstand sicherlich nicht anschlieĂ&#x;en. Wir als IGA sehen unsere Aufgabe auf keinen Fall darin, die Ansiedlung von Gewerbe zu verhindern. Die Kommunalpolitik einschlieĂ&#x;lich der Bezirksvertreter im Dortmunder Osten sollte sich viel eher auf ein „Stuttgart 21“ bezĂźglich eines Ausbau und oder der Erweiterung der Start- und Landezeiten einstellen.

Dirk Bauer, Sprecher der IG Asseln: „Wir sehen unsere Aufgabe auf keinen Fall darin, die Ansiedlung zu verhindern.“ Foto: Jochen Linz

CDU mĂśchte das Areal an der EbbinghausstraĂ&#x;e mit altengerechten Wohnungen bebauen, SPD hat andere Vorstellungen

Um diese Brachfläche geht’s: SPD und CDU streiten ßber die Nutzung. November 2008. Suck: „Aus der Vorlage geht eindeutig hervor, dass die Verwaltung fßr die Fläche die Realisierbarkeit eines Üffentlichen Wegenetzes, eine Üffentliche Gastronomie, potentielle Bauflächen und kßnftige Wohnformen

und -nutzungen prĂźfen wollte. Dies sind alles Begriffe, die auch in dem nicht beschlossenen SPD-Antrag zur Sitzung vom 28. August vorgekommen sind.“ Die von der CDU in der Sitzung am 28. August beantragte ausschlieĂ&#x;liche Bebau-

Eving. PhĂśnix Eving trauert um seinen Ehrenvorsitzenden Josef Gerdes: Gerdes, der am 17. Oktober im Alter von 95 Jahren verstorben ist, fĂźhrte den Verein SG PhĂśnix Eving 13/58 in den Jahren 1958 – 1963. In Zusammenarbeit mit seinem Kassierer Emil HĂźlsmann und GeschäftsfĂźhrer Freddy BĂźrhaus war er immer bestrebt, alle Mitglieder gerecht zu behandeln, Ehrlichkeit war stets sein oberstes Gebot. Josef Gerdes war Träger der silbernen und goldenen Vereinsnadel. Freundschaftliche Verbindungen zum Schifferverein Datteln brachten PhĂśnix Eving in den frĂźhen 60er Jahren groĂ&#x;e Vorteile. Josef Gerdes Stärke war, am Ende jeder Veranstaltung das Wolgalied anzustimmen. Seine tiefe Stimme brachte alle zum Schweigen. Nach seiner Zeit als Vereinsvorsitzender nahm er weiter am Vereinsleben teil, zuletzt im Ă„ltestenrat. Der Verein ist stolz darauf, einen Ehrenvorsitzenden vom Schlage eines Josef Gerdes in seinen Reihen gehabt zu haben.

Krabbelcafe mit Stadtteilbibliothek Eving. Das FamilienbĂźro Eving lädt an jedem ersten Freitag im Monat Eltern mit Kleinkindern (bis ca. 3 Jahre) zu einem Treffen ein. Andere Eltern kennen lernen, gemeinsame Unternehmungen planen oder einfach nur mal reden steht im Mittelpunkt. Auf dem Infotisch liegen aktuelle Evinger Angebote aus. Auch die „Kleinen“ knĂźpfen erste Kontakte auf der Krabbeldecke oder dem Spielteppich. Am 5. November stellt eine Mitarbeiterin die Stadtteilbibliothek Eving und geeignete BilderbĂźcher vor. Alle Interessierten sind eingeladen am Freitag, 5. November, von 10 bis 12 Uhr ins Nachbarschaftshaus, HerrekestraĂ&#x;e 66, in Lindenhorst. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weiteres: ꇴ 50-27923.

Informationsabend fĂźr Eltern

Streit in Wickede um eine Brache geht weiter Wickede. SPD und CDU streiten weiter Ăźber die kĂźnftige Nutzung der Brache zwischen EbbinghausstraĂ&#x;e, KortschstraĂ&#x;e und Pleckbrink. Die CDU fĂźhlt sich zu Unrecht kritisiert vom Wickeder SPD-Ratsvertreter Friedhelm Sohn. Sie hält an ihrer Idee fest, das Areal unter dem Motto „Wohnen am Heimbach - familien- und altengerecht“ zu entwickeln. Jendrik Suck, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Brackel, meint: Sohns Kritik entzĂźnde sich insbesondere an dem CDU-Antrag in der Bezirksvertretungssitzung vom 28. August. Damals habe ein Antrag der SPD, der ebenfalls Planungsvorgaben fĂźr die Fläche enthielt, keine Mehrheit gefunden (ein Vertreter fehlte). Der jetzige Vorwurf, alleine der Antrag der CDU vom 28. August wurde seitens der Verwaltung auf Realisierbarkeit geprĂźft, weist die CDU zurĂźck mit Verweis auf eine Verwaltungsvorlage vom 4.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Foto: Jochen Linz

ung nur des sĂźdlichen Teils der Fläche werde in der Verwaltungsvorlage vom 4. November hingegen nicht erwähnt. „Vielmehr sollten diese Punkte in das weitere Planverfahren lediglich mit einflieĂ&#x;en, so Suck. Der Vorwurf von Fried-

helm Sohn, die CDU habe sich mit ihrem Antrag vom 28. August „ein Eigentor geschossen“ (wir berichteten) und unterliege einer „totalen Fehleinschätzung“ gehe daher an den Tatsachen vorbei. Die CDU sieht die laut Verwaltung aufgrund von EURecht zwingend notwendige Offenlegung des Heimbachs als Chance, die Fläche attraktiv zu machen. So zeige die renaturierte Emscher auch an vielen Stellen (z. B. demnächst im Aplerbecker Ortskern), dass Gewässerflächen Lebensqualität bieten kĂśnnen. Einen Zufluss zu gewährleisten sei sicher nicht unmĂśglich, so Suck. Die CDU mĂśchte auf der Fläche auch altengerechtes Wohnen ermĂśglichen. Eine ausschlieĂ&#x;liche Bebauung an der Nordseite der Fläche entlang der EbbinghausstraĂ&#x;e, „wie sie scheinbar von der SPD angedacht“ (Suck“), leht die CDU ab: „Wir wollen hier keine Riegelbebauung entstehen lassen.“

Brackel. Zu einem Informationsabend lädt die Augustinus-Grundschule alle Eltern ein, deren Kinder zum kommenden Schuljahr eingeschult werden. Der Abend findet statt am Mittwoch (27.) um 20 Uhr im Gemeinschaftsraum an der FlughafenstraĂ&#x;e 75. Die Schulleitung stellt die Schule vor und beantwortet Fragen.

VdK lädt seine Mitglieder ein Eving. Der Sozialverband VdK Eving/Obereving lädt zur nächsten Mitgliederversammlung ein. Diese findet statt am Mittwoch (27.) um 18.30 Uhr im Vereinshaus der Kleingartenanlage „GrĂźne Tanne“, Derner StraĂ&#x;e 210.

SĂźdlicher Jakobsweg in schĂśnen Bildern KĂśrne. Die KAB St. Liborius lädt zum nächsten Treffen ein. Am Mittwoch (27.) um 15 Uhr berichtet Fred Tauert Ăźber den Jakobsweg von Sevilla nach Santiago de Compostela“. Er wird Bilder ein faszinierenden Landschaft zeigen.

Laubenpieper fiebern Karneval entgegen Eving. „Die Laubenpieper“ feiern am 13. November ihren groĂ&#x;en Karnevalsauftakt - und zwar im Gartenverein Vorwärts, Bauernkamp 98, Eving. Einlass 19 Uhr, Beginn 20.11 Uhr. Eintritt frei.


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Neuwirth lebt seit 50 Jahren für den Sport

BRACKEL · EVING · KÖRNE · SCHARNHORST

Dauerstreit in Lindenhorst Bauunternehmer Manfred Andexer und Stadt Dortmund liegen seit Jahren im Clinch - Am meisten leiden die Anwohner Alexander Ebert

Geehrt für seine Treue: Karl Neuwirth. Foto: Helmut Matzanke Kemminghausen. Seit 50 Jahren ist Karl Neuwirth Mitglied der Turn- und Volleyball-Abteilung des VfL Kemminghausen. Am 1. Januar 1960 trat Neuwirth in den Verein ein und wurde 1964 zum Kassierer gewählt. Dieses Amt bekleidet der Senior des Vereins bis zum heutigen Tag. Karl Neuwirth war 1968 Mitbegründer der Schwimmabteilung und im Jahre 1972 auch Mitbegründer der Sparte Volleyball im VfL Kemminghausen. Im Jahre 1975 wurde Karl Neuwirth ins Präsidium des Vereins und zugleich auch zum Hauptgeschäftsführer des Gesamt-VfL gewählt. Auch dieses Amt bekleidet Karl Neuwirth bis zum heutigen Tag ohne Unterbrechung. Im Laufe seiner langjährigen Vereinstätigkeit wurden Karl Neuwirth zahlreiche Ehrungen zuteil. Darunter Ehrungen des Hellweg-MärkischenTurngaus, des Deutschen Turnerbundes, des Westdeutschen Volleyball-Verbandes sowie des Stadtsportbundes chm Dortmund.

Luther-Musical Asseln. Etwa 380 Besucher sahen am Sonntag (24.) in der Asselner Lutherkirche „Martin L. – das Musical“. Das Frankfurter Theaterensemble „Die Katakombe“ brachte die Reformationsgeschichte als musikalisches Drama auf die Bühne: Die „Höllenangst“ der Menschen im frühen 16. Jahrhundert, politische Intrigen, das Tauziehen um die Macht zwischen Papst und Kaiser und die Gewissensbisse des Reformators Martin Luther. Die Aufführung des Musicals war ein Beitrag der drei Hellweggemeinden Brackel, Asseln und Wickede im Jubiläumsjahr „450 Jahre Reformation am Hellweg“.

Schule informiert Körne. Kurz vor der Einschulungswoche – 8. bis 12. November – bietet die Hohwart-Grundschule, Winkelriedweg 2, interessierten Eltern die Gelegenheit, sich über die Schule zu informieren. Am Mittwoch, 3. November, können Kinder und ihre Eltern zwischen 8.15 und 10 Uhr am Unterricht teilnehmen. Lehrer und Schulleitung stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Außerdem findet am gleichen Tag um 19.30 Uhr ein Elterninformationsabend zur Einschulung in der Aula der Schule statt.

Lindenhorst. Seit Jahren schwelt ein Konflikt zwischen der Stadt und dem Bauunternehmer Manfred Andexer. Betroffen sind aber auch Anwohner am Karl-Klose-Weg und Börgerhoffweg in Lindenhorst. Andexer fühlt sich durch einen Vertrag mit der Stadt „arglistig getäuscht“, die Stadt wiederum weist alle Vorwürfe zurück und bezeichnet Andexers Darstellungen als „unverfroren“. Es geht um die Erschließungskosten, den Lärmschutz entlang der Bahnlinie und den Wertverlust von Grundstücken. Aber auch um Wohnqualität. Der Konflikt reicht offenbar in die 80er Jahre zurück. Seinerzeit hatte die „Eintracht Wohnungsbau“ von der Stadt mehrere Grundstücksflächen gekauft und für verschiedene Bauherren Wohnhäuser an der Lindenhorster Straße (234 bis 240) sowie an der Graf-KonradStraße 37 errichtet. Andexer sagt: Um die Erschließung zu sichern, wurden weitere Grundstücke im Hintergelände erworben, auf denen die „Eintracht Wohnungsbau“ Kanäle, Regenrückhaltebecken baute und 20 Einfamilienhäuser plante. Für die Erschließung seien 1983 ein Vertrag geschlossen und die notwendigen Flächen an die Stadt veräußert worden. Spätestens hier beginnt der Disput. Die Kosten für die Erschließung seien seinerzeit durch eine Bürgschaft der Sparkasse abgesichert worden. Allerdings ging die „Eintracht Wohnungsbau“ 1985 insolvent.

Unternehmer fühlt sich getäuscht Andexers Darstellung: Statt wie vereinbart die Bürgschaft zu nutzen und die Erschließung fertigzustellen, habe die Stadt die Bürgeschaft an die Sparkasse zurückgegeben mit der Folge, dass eine ungesicherte Erschließung für die geplanten Wohnhäuser und die Rücknahmen der Baugenehmigungen für die Reihenhäuser eine „erhebliche Wertminderung der Grundstücke“ darstellten. Die Stadt habe die Erschließungsflächen nicht übernommen, aber die bereits hergestellten Kanäle für die

So sieht’s im Karl-Klose-Weg aus - an dem Provisorium ändert sich vorerst wohl nichts. Wohnhäuser entlang der Lindenhorster Straße genutzt. „Dem Erschließungsträger wurden weder die Herstellungskosten für Kanal und Straße erstattet, noch die vereinnahmten Entwässerungsgebühren weitergegeben“, ärgert sich Andexer. Und der Konflikt ging weiter. In den 90er Jahren wurde der Bebauungsplan „verlegte Lindenhorster Straße“ entwickelt. Ende März 2000 sei dann der Erschließungsvertrag neu gefasst und abgeschlossen worden - eigentlich, um die Probleme aus der Welt zu schaffen und das Gebiet weiter zu vermarkten. An den Erschließungskosten sollten die Eigentümer der Wohnhäuser Lindenhorster Straße 234 bis 240 und Graf-Konrad-Straße 37 anteilig beteiligt werden, so Andexer, da sie die Erschließung für die Parkplätze benötigen und die Kanäle für die Entwässerung. „Die Satzung der Stadt Dortmund schließt jedoch eine Beteiligung fremder Anlieger aus. Darauf haben wir die Stadt aufmerksam gemacht; wir fühlten uns arglistig getäuscht und haben den Vertrag widerrufen bzw. ihn für rechtsunwirksam erklärt“, sagt Andexer. Alle

Foto: Jochen Linz

verpflichtet, das Baugebiet im Bereich der Graf-Konrad-Straße (Börgerhoffweg, Karl-Klose-Weg) zu erschließen. „Dieser Verpflichtung ist er bis heute aber nicht nachgekommen, obwohl er mehrfach und wiederholt - bedauerlicherweise erfolglos – hierzu aufgefordert wurde.

Einigungsversuche bisher gescheitert

Manfred Andexer hat noch Pläne für das Areal. Versuche, eine Lösung zu finden, die eine Abrechnung und Beteiligung aller Nutznießer der Erschließungsanlage zur Folge hat, scheiterten. Andexer sagt, gemäß den Vereinbarungen habe man mit dem Bau der Lärmschutzanlage westlich der Schiffstraße begonnen. Allerdings habe die Stadt die Trassenführung der Lindenhorster Straße verändert, „so dass sämtliche bis zu diesem Zeitpunkt durchgeführten Leistungen nutzlos waren.“ Nunmehr habe die Stadt Dortmund den Lärmschutzwall bis zur Bahnlinie

Goldenes Gewerkschaftsjubiläum

Foto: Jochen Linz

fertigstellt. Nach Andexers Darstellung habe der ehemalige Planungsdezernent Ullrich Sierau zugesagt, die Lärmschutzanlage bis zur Lindenhorster Straße fertigzustellen. Dies sei nunmehr in Frage gestellt. Ohne den Lärmschutz könnten die Hochbauten und die Erschließungsstraßen aber nicht fertiggestellt werden. Die Stadt sieht die Entwicklung völlig anders. Stadtsprecher Udo Bullerdieck: Mit Erschließungsvertrag vom 31. März 2000 habe sich der Erschließungsträger - eine Tochtergesellschaft der GEV -

Sämtliche Verhandlungen bzw. Einigungsversuche haben zu keinem Ergebnis geführt bzw. sind gescheitert.“ Die Stadt habe zwischenzeitlich - aufgrund wiederholter Anwohnerbeschwerden im Bereich des Börgerhoffweges die 1. Ausbaustufe des Straßenbaus inklusive Beleuchtung an Stelle des Erschließungsträgers selbst hergestellt. Auch habe die Stadt den Lärmschutzwall entlang der verlegten Lindenhorster Straße bis zur Bahnlinie zum Schutz der bereits vorhandenen neuen Bebauung errichtet. Fazit: Die Parteien sprechen zwar miteinander, ein Ende des Streits scheint aber vorerst nicht in Sicht. Zum Leidwesen der Anwohner.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Jahreskonzert der „Harmonie Sisters“ Asseln. Liebe, Love, Amore -Liebe gilt gemeinhin als die schönste Sprache der Welt – insbesondere, wenn sie gesungen wird. Deswegen präsentiert der Frauenchor „Harmony Sisters“ aus Asseln am Freitag, 5. November, um 20 Uhr sowie am Sonntag, 7. November, um 17 Uhr sein neues Jahreskonzert. Dabei dreht sich alles um das Thema Liebe: Das Publikum erwartet ein romantisches, freches und schwungvolles Programm, bei dem gesungen, getanzt und poetisch von der Liebe erzählt wird. Ob „très francais“ die „Zeit der Romantik“ oder „Italienische amore“ – die Chorleiterin Kirsten Wolke lässt ihre Harmony Sisters in unterschiedlichen Sprachen singen. Der Chor nimmt die Gäste mit auf eine Reise in verschiedene Epochen und Stilrichtungen – von Elvis über freche und fordernde Frauen aus berühmten Musicals bis zum deutschen Schlager. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Beginn des Konzertes im evangelischen Gemeindehaus Asseln, Asselner Hellweg 161. Es gibt ein Kuchenbuffett und eine Sektbar. Der Eintritt beträgt im Vorverkauf zehn Euro, an der Abendkasse kosten die Karten zwölf Euro. Der Kartenvorverkauf zu den beiden Konzerten hat bereits begonnen. Tickets gibt es beim Autohaus Neuhaus , Asselner Hellweg 107, ꇴ 279531 und im KulturInfo Shop, Katharinenstraße ꇴ 5027710 sowie bei allen Chormitgliedern.

Tag der offenen Tür Scharnhorst. Die KautskyGrundschule lädt am Donnerstag, 4. November, künftige Schulanfänger und deren Eltern zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Die Klassentüren aller Jahrgänge sollen an diesem Tag offenstehen, so dass Eltern und Kinder sich noch vor dem offiziellen Anmeldetermin einen Überblick über die Arbeit, die Angebote und die Räumlichkeiten der KautskyGrundschule, Kautsky-Straße 23 - 25, machen können. Auch die Kindertageseinrichtungen aus dem Stadtteil sind mit den Schulanfängern eingeladen.

Hohwart-Kleingärtner ehren Mitglieder

Lauftreff in Asseln Asseln. Seit beinahe zehn Jahren finden Sportbegeisterte im Dortmunder Osten im Lauftreff des TC Grüningsweg zusammen. Am Walking (klassisch und nordic) können auch Nichtmitglieder teilnehmen. Gestartet wird montags um 17. 15 Uhr vor dem Clubhaus des Tennisclubs Grüningsweg. Nach einer Aufwärmphase geht es auf die etwa sechs Kilometer lange Strecke. Anschließend gibt es Entspannungsübungen. Auskünfte erteilen die Übungsleiter Margot Bendisch ꇴ 529553 und Kuno Meißner ꇴ 279519.

Gemütlich ging es zu im Haus Buchbinder, als die IGBCE-Ortsgruppe Deilmann/ Haniel ihre langjährigen Mitglieder ehrte. Als Festredner nach Kurl kamen Ortsgruppenvorsitzender Dieter Arnold, der Gewerkschaftsfunktionär Hans Lelleck und Axel Wolf, stellvertretender IGBCE-Bezirksleiter Dortmund/Hagen. Im Mittelpunkt standen aber die Jubilare: Theodor Nittka ist seit 70 Jahren Gewerkschaftler. Zurückblicken auf

60-jährige Mitgliedschaft können Fritz Ullmann, Willi Seifert, Gerhard Hartwig und Egon Bobb. Das goldene Gewerkschaftsjubiläum feierten Lothar Kirsch und Helmut Brand. Seit 40 Jahren gehören Ulrich Wiemers, Seyfettin Topcu, Edmund Stammler, Karl-Heinz Richter, Wilhelm Merten, Rasit Meral, Hartmut Jundel, Elmar Drenker, Wilfried Betzinger und der Ortsvorsitzende Foto: Helmut Matzanke Dieter Arnold dazu.

Blumen und Urkunden sowie warme Wor-

te gab es für die langjährigen Mitglieder des Kleingartenvereins Hohwart in Körne. Für 50-jährige Treue wurden Rudi Hauck, mit 85 Jahren heute das älteste Mitglied, und Heinrich Holznagel, von 1980 bis 2006 Vorsitzender des Vereins und anschließend Ehrenmitglied, geehrt. Für ihre 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden zwei weitere Herren: Bernhard Schipke und

Manfred Hellmann. Beide waren in den 70er und 80er Jahren Obmann und Fachwart und sind dem Verein bis heute treu geblieben. Seit 35 Jahren bei den Kleingärtnern sind Werner Ullrich, Helmut Fuchtmann und Siegfried Schulze. Seit 25 Jahren engagiert sich Peter Schmidt, seit 1992 stellvertretender Vorsitzender und seit vielen Jahren Hüttenwart, im Kleingartenverein Foto: Marcus Simaitis Hohwart.


DORSTFELD ¡ HUCKARDE ¡ LĂœTGENDORTMUND ¡ MENGEDE

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Vortrag Ăźber Zechenbahnen in Dortmund

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Stadtteilzeitung fĂźr den Dortmunder Nordosten

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E-Mail Redaktion: brackel@waz.de Alexander Ebert Telefon: Telefax:

95 73 - 3881 95 73 - 3844

Leserservice: 01802 40 40 72* Telefax: 01802 40 40 82* *6 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent pro Minute E-Mail: leserservice@waz.de

Gelder fĂźr Kultur- und VereinsfĂśrderung Dorstfeld. „Seitens des Kämmerers wurden uns noch fĂźr das Haushaltsjahr 2010 Gelder fĂźr die Kultur- und VereinsfĂśrderung zugeteilt. Vereine aus dem Bezirk InnenstadtWest kĂśnnen, wenn sie gefĂśrdert werden wollen, bis zum Ende dieser Woche, 31. Oktober, einen Antrag stellen.“ Dies teilte Friedrich A. Roesner, BezirksbĂźrgermeister Innenstadt-West, mit. Der Antrag ist zu richten an die Geschäftsstelle der Bezirksvertretung: SĂźdwall 2-4, 44122 Dortmund – Telefon: 50-2 29 04 – Fax: 50-2 70 73.

Oldie-Nacht bei Blau-WeiĂ&#x; Huckarde Huckarde. Blau-WeiĂ&#x; Huckarde ruft auf zu seiner Oldie-Nacht. Die steigt am Samstag, 6. November, in der Aula der Gustav-HeinemannGesamtschule an der ParsevalstraĂ&#x;e 170 in Huckarde. „Birdie“ spielt ab 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr) live. Karten kosten im Vorverkauf 13, an der Abendkasse 14 Euro. Vorverkaufsstellen: Schuhhaus Ingenpass Huckarde, Creativ Hair Huckarde. Karten gibt es auch im Vereinsheim. Weitere Infos unter ꇴ 3119149.

BĂźrgerinformation zum Kanalbau Bodelschwingh. In der Bodelschwingher StraĂ&#x;e soll der Abwasserkanal erneuert werden. Diese BaumaĂ&#x;nahme wird in einem längeren Zeitraum erhebliche Beeinträchtigungen fĂźr die Anwohner mit sich bringen. Der SPD-Ortsverein Bodelschwingh lädt am Mittwoch (27.) um 19 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ein, in der Mitarbeiter der Stadtverwaltung Projekt und Rahmenbedingungen vorstellen. Ort ist das Vereinsheim des Bodelschwingher SchieĂ&#x;clubs, WenemarstraĂ&#x;e 5. Beginn: 19 Uhr.

Kunstgesang fĂźr Kinder Dorstfeld. Die Konzertsängerin und Pianistin Heike ProthKutlar bietet zusammen mit Pianisten Christoph Klein ein Konzertprogramm plus Workshop „Kunstgesang fĂźr Kinder“ in der Bibliothek Dorstfeld im Blauen Salon im Haus Schulte-Witten, Wittener StraĂ&#x;e 3, an. Das Programm besteht aus Liedern von Mozart, Schumann, Hugo Wolf, Verdi, Arien von Rossini, Humperdinck und Selman Ada. Die Sängerin wird die Fragen der Kinder beantworten, Ăźbt mit ihnen KĂśrperhaltung und AtemstĂźtze beim Singen und singt mit den Kindern. Kinder lernen sprechen und singen durch hĂśren. Hierzu eingeladen ist morgen (27.) und am Donnerstag (28.) um 10 Uhr jeweils ein 2. Schuljahr der Fine-Frau-Schule.

Gänsehaut kriegt man aus Angst

oder vor Kälte. Beides kombiniert, das gibt es am Freitag (29.) bei „Halloween – Horror on Ice“. Ein eiskalt serviertes SchockvergnĂźgen: Denn ab 18 Uhr startet die Eislaufhalle Wischlingen an diesem Tag in die neue Saison und veranstaltet

gleich zu Beginn einen MordsspaĂ&#x;. Dann heizen die DJ´s den Monstern, Hexen und Spinnen richtig ein – sodass es ihnen nicht nur heiĂ&#x; und kalt, sondern auch Angst und Bange wird. KostĂźme sind erwĂźnscht, aber kein Zwang. Vampire, Geister oder Zombies sind alle willkommen.

Doch so gruselig die neue Eislaufsaison beginnt, um so spannend geht es in den kommenden Wochen in Wischlingen weiter: die Single-Party „Love on Ice“, die Zeugnis-Party oder auch die „Singstar-Karaoke-Night“ warten auf zahlreiche Besucher auf Kufen. Insgesamt sind elf Partys und Spiel-

veranstaltungen geplant. Und wer noch schnell seine Eislaufkßnste auffrischen muss, fßr den gibt es zahlreiche Kurse. Ob Anfänger, Fortgeschrittene oder sogar eine Eltern-Kind-Krabbelgruppe on Ice – Informationen gibt es unter ꇴ Foto: Martin MÜller 91707170.

Frauenzentrum ist gut aufgestellt Huckarder Einrichtung feiert 30-Jähriges - Vorsitzende Christina Kaiser ßber Historie, Ziele und Arbeitsbereiche Norbert Jacobs

die Zukunft aufgestellt? Wir fßhlen uns recht gut positioniert. Die Vernetzung und der Austausch mit Fachkollegen bestätigt uns, dass wir als kompetente Partner geschätzt werden, viele Ideen haben und auch vor ungewÜhnlichen Wegen nicht zurßckschrecken. Wir haben immer Mut bewiesen und in

Huckarde. Das Frauenzentrum Huckarde (FZH) feiert in diesen Tagen sein 30-jähriges Bestehen. Die Stadtteil-Zeitung sprach anlässlich des runden Geburtstages mit der Vorsitzenden Christina Kaiser ßber Ziele und Arbeitsbereiche, Historie und Zukunft. Zunächst einmal Glßckwunsch zu drei Jahrzehnten Frauenzentrum Huckarde, Frau Kaiser. Wenn man ßber ihre Einrichtung spricht, ist stets die Rede von einem so genannten Dreiklang. Was genau steckt dahinter? Der Dreiklang bedeutet Beratung/Begleitung, Bildung und Arbeit. Das FZH hat sich zur Aufgabe gemacht durch diese Trias die „Einbahnstra-

ÂťWir wollen fĂźr Frauen und Männer sichere Arbeitsplätze schaffenÂŤ Ă&#x;e“ fĂźr Menschen die Rat suchen, in eine offene Kreuzung umzugestalten. Welche MĂśglichkeiten bringe ich mit, was muss nachgebessert werden, um fĂźr den Arbeitsmarkt

Christina Kaiser blickt auf 30 Jahre Frauenzentrum Huckarde zurßck. befähigt zu werden? Welche Ziele verfolgt das Frauenzentrum? Unser Ziel ist es, fßr Frauen und Männer sichere Arbeitsplätze zu schaffen. Wir tun es im eigenen Ausbildungsgang zum staatlichen Familienpfleger. Qualifizierung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sowie die Vernetzung mit mÜglichst vielen Trägern in der guten Dortmunder Landschaft ist uns ebenfalls sehr wichtig. Wie viele Arbeitsbereiche bietet das FZH? Wir haben fßnf Arbeitsbereiche: Ausbildung Familienpfle-

ge, Mobiler Sozialer Dienst Familienhilfe, Seniorenbegleitdienst, Haushaltsdienst und Arbeitslosenberatungsstelle Wendepunkt. Zusammengenommen arbeiten wir mit 123 Personen. Dies erfolgt in unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen. Bis auf wenige Ausnahmen sind es alles versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Zwei, drei Sätze zur Historie. Wie hat alles angefangen? Der Anfang war der Wunsch von Frauen - aus dem Stadtteil Huckarde - sich mit anderen Frauen zu treffen und LÜsungen fßr ihre Probleme gemeinsam zu finden. Es waren etwa

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Foto: Jochen Linz/PiLi

8-10 Frauen, die unter der „Leitung“ von Frau Wiechert, unserer damaligen Gemeindepfarrerin, an den Treffen teilnahmen. Die Themen hatten sehr oft mit den häuslichen Schwierigkeiten und dem Wunsch nach Selbstständigkeit und Arbeit zu tun. Der Wegfall von Arbeitsplätzen auf der Kokerei Hansa trug wesentlich dazu bei, dass Frauen erwerbstätig werden wollten und mussten. Die Frauenbewegung - geprägt vom Zeitgeist der 80er Jahre - hat damals das Pflänzchen gesät und nicht gewusst, wie rasch es wachsen wĂźrde. Wie ist ihre Institution fĂźr

Im November werden wir im Rathaus mit vielen Menschen feiern 30 Jahren den Mut fßr unser Tun nicht verloren. 30 Jahre Huckarder Frauenzentrum. Wird ordentlich gefeiert? Ja. Im November werden wir - hoffentlich mit vielen Menschen - im Dortmunder Rathaus feiern. Unser Motto fßr diesen besonderen Tag wird der Leitgedanke des Europäischen Jahres 2010 gegen Armut und Ausgrenzung sein. Dieser Gedanke motiviert uns täglich, Menschen, die Unterstßtzung brauchen, unsere Arbeitskraft und unsere Erfahrung entsprechend weiterzugeben.

BĂśvinghausen. Zechenbahnen, wie sie in den 1970-er und 1980-er Jahren bis zur Einstellung des Bergbaus in Dortmund noch aktiv waren, stellt Eduard Erdmann am kommenden Donnerstag (28.) im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern vor. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt um 19.30 Uhr zu diesem verkehrshistorischen Vortrag in sein Dortmunder Museum ein. Im zweiten Teil seines informativen Vortrags geht es neben den Bahnen der Zeche Gneisenau vor allem um das Hansa-Netz der GBAG samt Benzolreinigung Adolf von Hansemann und Gustav (Kraftwerk Knepper) sowie um die Strecke Mooskamp - Ellinghausen - Hardenberg - Minister Stein. Referent Eduard Erdmann präsentiert auch diesmal wieder einen bunten Lokomotivenpark, darunter eine Vielzahl von Dampflokomotiven. Das Museumsgelände ist am Abend ab 18 Uhr frei zugänglich, die Museumsgaststätte „Pferdestall“ ist darĂźber hinaus geĂśffnet. Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei.

Siedler fahren nach KĂślle zum Karneval Deusen. Die Siedlergemeinschaft Deusen fährt am 28. Januar 2011mit dem Reisebus zu einer Karnevalprunksitzung nach KĂśln. Silvia und Fritz (Vorstandsmitglieder des Karnevalvereins) hinterlegen 50 Eintrittskarten fĂźr die Siedlergemeinschaft. Wegen der groĂ&#x;en Kartennachfrage in KĂśln muss bis zum 10. November die Anzahl der Eintrittskarten angegeben werden. Auch Nichtmitglieder kĂśnnen an der Veranstaltung teilnehmen. Sollte der Bus nicht voll werden, wird sich der Fahrpreis erhĂśhen. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr. Ende ca. 1 Uhr. Abfahrt: Deusener StraĂ&#x;e/ Halmweg ca. 16 Uhr. Eintrittspreis: 37 Euro. Kosten der Busfahrt pro Person: 11 Euro. Anmeldeschluss ist der 10. November. Anmeldungen bei Reiner Schramowski ꇴ: 391658.

BV LĂźtgendortmund tagt heute LĂźtgendortmund. Mit der Zukunft des Martener Wochenmarktes beschäftigt sich heute Nachmittag die LĂźtgendortmunder Bezirksvertretung im Haus der sozialen Dienste an der Werner StraĂ&#x;e 10. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr mit einer Einwohnerfragestunde. Weiter auf der Tagesordnung: Die Einbringung des Haushaltsplanentwurfes 2011 sowie Vereins- und KulturfĂśrderung. Zudem hat die SPD einen Antrag zur Wiederherstellung der AuĂ&#x;enbeleuchtung an der BĂśll-Gesamtschule gestellt.

BĂśll-SchĂźler laufen fĂźr neues Lernzentrum In Räumen der Stadtteilbibliothek sollen Jugendliche ihre Medienkompetenz ausbauen - Bezirksregierung Ăźbernimmt 60 Prozent der Kosten LĂźtgendortmund. „Nicht fĂźr die Schule lernt der SchĂźler, sondern fĂźr das Leben“ – so sagt man. Generationen von Jugendlichen haben es bedauert, dass dieses Lernen fĂźrs Leben trotzdem meist in Schulgebäuden stattfand. Andere Wege will nun die Heinrich-BĂśll-Gesamtschule in LĂźtgendortmund gehen und ein „Lehrzentrum“ einrichten – nicht in der Schule, sondern in der Ăśrtlichen Stadtteilbibliothek. „Die Einrichtung von Lernzentren steht mit dem Ziel im Einklang, SchĂźler verstärkt zu selbst-

ständigem Lernen anzuleiten“, sagt Michael JĂźtte, didaktischer Leiter der Gesamtschule. In dem Lernzentrum sollen die SchĂźler eigenverantwortlich fachbezogene Materialien bearbeiten, Referate vorbereiten oder Recherchen im Internet, in BĂźchern oder in Lexika betreiben.

Raum fßr alle Bßrger Weil das Lernzentrum in der Stadtteilbibliothek eingerichtet werden soll, kÜnne es von allen Besuchern genutzt werden und käme damit „allen

LĂźtgendortmundern“ zugute, wirbt JĂźtte fĂźr das Konzept. Um die Einrichtung zu finanzieren, hat die HeinrichBĂśll-Gesamtschule am 8. Oktober einen Sponsorenlauf veranstaltet. Dabei liefen die teilnehmenden SchĂźler eine bestimmte Anzahl von Runden um die Schule und bekamen dafĂźr Geld von Sponsoren, die sie sich zuvor selbst gesucht hatten. Am gestrigen Montag ehrte die BĂśll-Schule die besten Einzelläufer unter den SchĂźlern und die Klassen, die am meisten Geld fĂźr das Projekt einlie-

Schnelle und gewinnbringende Läufer: Schulleiterin Mechthild Gith und ihre Klasse 7 II, die 925 Euro erlief. Foto: Jochen Linz/PiLi fen, mit Preisen. Beste Erwachsene war Schulleiterin Mechthild Gith mit mehr als 800 Euro. Insgesamt konnten

durch den Sponsorenlauf mehr als 6000 Euro fĂźr das neue Lernzentrum eingenommen werden.

Und diesen Betrag benĂśtigt die BĂśll-Gesamtschule auch: Den grĂśĂ&#x;ten Anteil der Kosten nimmt die Einrichtung von Computerarbeitsplätzen ein, denn dafĂźr mĂźssen Computer, Bildschirme, Drucker und Mobiliar angeschafft werden. Dazu gibt es Hilfe aus Arnsberg: Das Bibliothekskapitel der Bezirksregierung fĂśrdert die MaĂ&#x;nahmen rund um das Lernzentrum, um kompetente Mediennutzung von Jugendlichen zu entwickeln. Die Arnsberger Ăźbernehmen dabei rund 60 Prozent der anfallenden Kosten.


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DORSTFELD · HUCKARDE · LÜTGENDORTMUND · MENGEDE

KURZ NOTIERT SoVD Mengede-Nord. Eine Beratungsstunde für Mitglieder des SoVD Mengede-Nord steht am Donnerstag (28.) von 16 bis 17.45 Uhr in der städtischen Seniorenbegegnungsstätte an der Bürenstraße 1 in Mengede an. Karten für den Jahresabschluss 2010 sind ebenfalls dort erhältlich. Briefmarkenfreunde. Am Sonntag (31.) von 9 - 14 Uhr findet zum letzten Mal in diesem Jahr der Großtauschtag der Briefmarkenfreunde Dortmund-Huckarde im Forum der Gustav-Heinemann Gesamtschule an der Parsevalstraße 170 in Huckarde statt. Erwartet werden ca. 200 - 250 Besucher und Briefmarkenfreunde St. Laurentius. Die St. Laurentius Kirchengemeinde in Marten an der Lina Schäfer Straße 10 lädt am Samstag (30.) zu einem Weinfest ein. Beginn ist um 17.30 Uhr mit einer Familienmesse, die durch den Kindergarten mitgestalten wird. Anschließend wird im Pfarrzentrum Zwiebelkuchen und Federweißer angeboten. Alle Gemeindemitglieder sind eingeladen.

Ordination. Der Festgottesdienst anlässlich der Ordination von Pfarrerin Christina Ossenberg-Gentemann findet am Sonntag (31.) um 14 Uhr in der Katharinenkirche der Evangelischen Christus-Kirchengemeinde Dortmund, Provinzialstraße 410-412, statt. Kreativtag. Am Samstag, 13.

November, findet im MartinLuther-King-Haus auf HolteKreta, von 10 Uhr bis ca. 16 Uhr ein Kreativtag statt. Eingeladen sind insbesondere Menschen der mittleren Generation, die Lust haben, ihre Ideen/Bilder/Träume zum Thema „Engel“ zu malen. Leinwände, Acrylfarben, Pinsel werden gestellt. Pfarrerin Heike Bährle führt ins Thema ein, Hobbykünstlerin Karin Geiss gibt Tipps zur Bildgestaltung und Farbgebung. Der Unkostenbeitrag für Materialien, Getränke und Imbiss beträgt 15 €. Anmeldungen unter: 691-100 oder 632-416 oder 0175-4168452.

SPD Nette. Der SPD Ortsverein Nette lädt am Mittwoch (27.) zum Stammtisch in die Sportklause an der Wodanstraße 26 ein. Mitglieder und Gäste sind eingeladen. Monatswanderung. Der TV

Eintracht 1885 Bodelschwingh lädt am Sonntag (31.) zu seiner Monatswanderung ein. Teilnehmer wandern von Bodelschwingh in Richtung Mengede bis zum Ortsrand von Castrop-Rauxel. Die Strecke beträgt 14 Kilometer. Treffpunkt: 9 Uhr in Bodelschwingh am Parkplatz der Sparkasse. Infos: ꇴ 353742.

Glückstaler zum guten Schluss Volksbank und TV 1890 Mengede riefen zum 17. Wander- und Radwandertag in Mengede auf Mengede. Trotz des zeitweise mäßigen Wetters ließen es sich auch bei der 17. Ausgabe des Volksbank-Wandertages schätzungsweise 250 Freizeitsportler nicht nehmen, verschiedene Strecken per pedes, Fahrrad oder Nordic-Walking unter Anleitung zurückzulegen. Gemeinsam hatten diese neben Start und Zielpunkt bei der Volksbank in Mengede auch das Etappenziel „Hof Drees“. Zur Auswahl standen zwei Wanderwege, die mit 8,6 sowie 16,4 Kilometern zu Buche schlugen und einem Radweg der sich über ca. 29 Kilometer erstreckte.

250 Akteure unterwegs Favorisiert wurden hierbei traditionell das klassische Laufen, sowie die Radtour, auf die sich jeweils 100 Wanderwillige verteilten. „NordicWalking erfreut sich hier wachsender Beliebtheit“, erklärte Wilhelm Tackenberg, Vorsitzender des TV 1890 Mengede e.V., und außerdem stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der ortsansässigen Volksbank. Das Bindeglied zwischen den organisierenden Parteien zog im Gespräch mit der StadtteilZeitung Bilanz: „Vor zwei Jahren haben wir Nordic-Walking zum ersten Mal mit ins Programm genommen, da war die Teilnahme eher sparsam. Inzwischen ist die Resonanz überaus erfreulich.“ 50 Mitglieder zählt der Verein, der

Der 17. Wander- und Radwandertag von Volksbank Dortmund-Nordwest und TV 1890 Mengede zog erneut viele Sportler an. Zum guten Schluss gab es für alle Akteure den beliebten Glückstaler. Foto: Kevin Schrief mit 2000 Mitgliedern im Nordwesten Dortmunds der größte ist, inzwischen in der Abteilung für das Laufen mit Stöcken, wobei er sowohl Ausrüstung als auch Trainer für die Wanderungen gestellt hat. „Die Anleitung war vorzüglich und die Organisation lief reibungslos“, berichtete die nach mehr als 16 Kilometern sichtlich erschöpfte Nina Kasel, die dem Verein ab November zugehörig sein wird. „Vor

allen Dingen die Verpflegungsstationen kamen gut an.“ Gut angekommen sind auch Dorothea Föhrs und ihre beiden Söhne, die nach Anreise, Radtour und Heimfahrt nach Marten immerhin 50 Kilometer auf ihren Drahteseln zurückgelegt hatten. „Wir sind nun schon zum vierten Mal dabei. Die Organisation war immer gut“, erzählt sie. Und: „Die letzten Male waren wir komplett. Dieses

Mal musste mein Mann aber leider arbeiten und für unseren 7-jährigen Sohn wäre die Tour wohl zu lang gewesen.“ Eine Tour, die sowohl bei Alt und Jung ihren Reiz ausübte. Belohnt wurden die Mühen anschließend mit einem Imbiss, Unterhaltung durch Musik und Sport sowie einem Glückstaler der Volksbank. Solch einen haben sich auch Anja Blume und Andrea Redenius verdient, die zusammen

mit ihren Hunden die kürzere der beiden Wanderstrecken absolvierten. „Wir sind bereits das dritte Mal mitgelaufen. Es bietet sich an, den sonntäglichen Spaziergang mit Hund und Wandertag zu verbinden.“ erklären die Frauen. Einziger Wermutstropfen: „Für Hunde hatte die Organisatoren leider keine Näpfe aufgestellt.“ Die Freude auf nächstes Jahr ist dennoch tool ungebrochen.

NAMEN & NOTIZEN

Freudiges Wiedersehen

Weißt du noch? Die ehemaligen Hans-Schemm-Schüler in Westerfilde trafen sich wieder einmal zu einem geselligen Klassentreffen in der Gaststätte „Im schönen Wiesengrund“. Es war bereits das 24 Treffen der ehemaligen Schulkollegen. Die Schule wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört. Die ehemaligen Banknachbarn hatte sich erneut viele „Weißt-Du-noch-Geschichten“ zu Foto: Kevin Schrief erzählen.

Im Jahre 1950 begann für die ehemaligen

Schülerinnen und Schüler der GermaniaSchule mit dem Eintritt ins Berufsleben ein neuer Lebensabschnitt. Nun sind 60 Jahre ins Land gezogen und es ist Zeit, den letzten Tag des Schullebens noch einmal in Erinnerung zu rufen. So oblag es Friedrich Czekay, Arnold Schleuning und Wilhelm Müller, die

ehemaligen Klassenkameradinnen und -kameraden anzuschreiben und sie zum Treff ins Lokal „In der Meile“ einzuladen. Wohnt der größte Teil der Ehemaligen in Marten oder im näheren Umkreis, scheuten sich zwei ehemalige Mitschüler nicht, weite Wege aus Wiesbaden und dem Sauerland chm/Foto: Helmut Matzanke zurückzulegen.

Feier mit altem Lehrer

Haus Hördemann.Die AWo

Dorstfeld feiert am Donnerstag (28.) 25 Jahre Haus Hördemann. Um 14 Uhr beginnen in den Räumlichkeiten der Begegnungsstätte an der Thusneldastraße 20 bei Livemusik die Feierlichkeiten. Gäste sind eingeladen.

kfd St. Karl Borromäus. Die kfd St. Karl Borromäus lädt am Donnerstag (28.) zum Frauenfrühstück ein. Beginn ist um 9 Uhr mit der Messe. Anschließend ist im im Pfarrsaal ein Kaffeetrinken vorgesehen. Es folgt ein Vortrag des Gemeindereferenten Christian Brinkheetker. Das Begegnungszentrum Huckarde an der Parsevalstraße lädt am Mittwoch (27.) zu einem Bingo-Nachmittag ein. Beginn ist um 15 Uhr. Weitere Informationen unter ꇴ 394274.

Bingo-Nachmittag.

LESERBRIEFE / Siedlung nicht kaputtreden

Skandalöse Umstände In der Tat soll man eine Siedlung nicht kaputtreden, jedoch muss man die Dinge öffentlich ansprechen, die im Argen liegen und darf nichts schönreden. Hier geht es doch in erster Linie um Mieter verschiedener Wohnungsbaugesellschaften, die unter teilweise skandalösen Umständen in ihren Wohnungen aushalten müssen. Es handelt sich oft um ältere Menschen, die nicht aus ihrem sozialen Umfeld gerissen werden wollen und deshalb nicht ausziehen. Es kann nicht oft genug wiederholt werden, die Eigentümer dieser diversen Wohnanlagen im Jungferntal kommen ihren elementaren Verpflichtungen nicht nach, sie kassieren die Miete und Nebenkosten. Damit die Rendite stimmt, wird der Erhaltungsaufwand vernachlässigt, was kümmern da die Menschen! Da hilft auch wenig der Aufruf der Politik, dass es sich lohnt, im Jungferntal zu investieren. Hier müssen erst einmal durch das Land NRW die Rahmenbedingungen gesetzt werden, dass die Politik überhaupt eingreifen kann, ansonsten gibt es nur das Prinzip „Hoffnung“, dieses müsste eigentlich allen Politikern vor Ort klar sein. Sicherlich ist der Ansatz eines Vorkaufsrechts der richtige Weg, doch was nützt es, wenn die Stadt aufgrund der finanziell katastrophalen Haushaltslage gar nicht in der Lage ist, hier tatsächlich einzugreifen. Die örtliche Politik sollte also nichts schönreden, sondern verstärkten Druck auf die Immobilienfirmen ausüben. Lothar Meyer, DUW 2009, Zum Kniepacker 13

/ Mein Sohn ist unschuldig

60 Jahre nach der Schulzeit

Jahrzehntelange IGBCE-Treue

26.10.10

Im juristischen Regen O tempora, o mores! Auch die Polizei gerät unter Legitimationsdruck! Die steuerzahlenden Bürger lassen sich nicht mehr alles bieten. Möglicherweise hat der Stuttgarter Polizeieinsatz Langzeitwirkungen. Der Dortmunder Polizeisprecher Mandred Radecke kann sich bei dem „Kollegen“ Polizeipräsident von Stuttgart bedanken, dessen krude Rechtfertigung für nackte Polizeigewalt gegen die Bürger durch die Medien irrlichtern. In Fall des BBG scheint sich Frau Oberstaatsanwältin Ina Holzapfel zu sehr aus dem Fenster gelehnt zu haben, als sie den Schülern und Eltern Schadenersatz von den noch zu ermittelnden Tätern für die Kosten der ausgefallenen Klassenfahrten versprach. Theoretisch eine korrekte juristische Einschätzung. Doch in der Praxis setzt das voraus, dass man zum einen die Täter erst einmal dingfest machen muss sowie zum anderen diese auch solvent für den versprochenen Schadensersatz sein müssen. Das schließt bestimmte potentielle Tätergruppen a priori aus und so verwundert es nicht, dass sich die Polizei offenbar auf Verdächtige aus betuchtem Hause kapriziert. Sollte sich dieser Verdacht nicht erhärten, dürfte Frau Holznagel mit ihrem voreiligen Versprechen schnell im juristischen Regen stehen. Jürgen Gojny M.A., Am Dieckhof 2

KONTAKT „Wir sind Jubilare“ - unter diesem Motto ehrte die IG Bergbau, Chemie und Energie in Dorstfeld 25 Jubilare in der Kleingartenanlage „Glück-Auf“ treue Mitglieder. Heike Kaiser und Darius Szablewicz sind seit 25 Jahren Mitglied. Dervis Erol, Hans Janicz, Werner Mandel, Heinz Rath und Wolfgang Teichert seit 40 Jahren. Helmut Binder, Udo Breddermann, Karl Faecke, Dieter Gapsa,

Wilhelm Kout, Walter Sielaff und Friedrich Wellmann feierten 50-jährige Mitgliedschaft. 60 Jahre: Karl Crombach, Willi Jeske und Werner Wagener. 65 Jahre: Otto Marschinke, Hans Finger und Helmut Jungbluth, 70 Jahre: Artur Brenscheidt, Paul Kottlorz, Georg Lehnhoff und Fritz Vorschulze. Willi Bredebusch schaut auf 75-jährige Mitgliedschaft zurück. Foto: Kevin Schrief

Schulbankdrücken ade hieß es 1965 für die Schüler der

Huckarder Gildenschule. Nun fanden sich die Ehemaligen in einem fröhlichen Kreis ein, um den Tag der Schulentlassung zu feiern. Eingeschult wurden die Ehemaligen 1956 und mit Klassenlehrer Ludwig Loerwald, der aus dem Schwarzwald zum Treff kam. Als Gast konnten die Organisatoren Karin Wesnigk (geb. Hellmann) und Georg Kuschel auch Friedhelm Lewandowski begrüßen, der an chm/Foto: Helmut Matzanke der Gildenschule unterrichtete.

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DerWesten.de/dortmund

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Dienstag, 26. Oktober 2010

DORTMUND Warnzeichen, die Angst machen Die Spanierin Carmen Piñeiro verfolgt besorgt die Sarrazin-Diskussion. Seite 3 Westfälische Rundschau

GUTEN MORGEN „An apple a day“, sagt der Brite, „keeps the doctor away“. Ein Apfel am Tag – und schwupps: Sie sind so gesund, dass Sie sich den Arztbesuch sparen können. Dieses schlichte Hausrezept freut den Menschen – der Doktor an sich freut sich natürlich auch über den ein oder anderen Patienten. Und beim Arzt hintendran hängt der Apotheker, der durchaus davon lebt, das ein oder andere Pülverchen, die ein oder andere Pille gegen dieses oder jenes Wehwehchen zu verkaufen. Dass Letzterer lieber in den sauren Apfel beißt, als seine Kunden anders als fit und fröhlich zu erleben? Zeigt das Beispiel einer Apotheke im Kreuzviertel, wo der Kundin als Beigabe zum Einkauf weder Schietwettertee noch Tempotaschentücher aufs Auge gedrückt wurden. Seine positive Grundeinstellung zum goldenen Oktober statt zur erkältungsverdächtigen Jahreszeit servierte der Herr Apotheker in einem Korb, randvoll mit knackigen Vitaminen. Mit Äpfeln eben. Einen für jeden. Und zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie in diesem Fall

Florian

Bahngäste müssen mit Verspätungen rechnen Mit Ausfällen und Verspätungen von Zügen müssen Bahnreisende am heutigen Dienstag in Dortmund rechnen – nachdem die Gewerkschaften Transnet und GDBA zum Warnstreik für die Morgenstunden aufgerufen haben. Weder die Dauer noch die Intensität der Streikmaßnahmen ließ sich gestern abschätzen. Erstmals sind auch die Mitarbeiter der Privatbahnen – das sind in Dortmund die Eurobahn, die NordwestBahn und die Prignitzer Eisenbahn – zum Warnstreik aufgefordert. Die Lokführer, die zur Mehrheit bei der GdL (Gewerkschaft der Lokführer) organisiert sind, sind nicht zum Streik aufgerufen. „Es wird erhebliche Einschränkungen geben“, meint Jürgen Brügmann, Bundesvorstand der GDBA. „Pendler und Fernreisende müssen mit massiven Störungen rechnen.“

Und weiter geht’s mit dem Groppenbruch

Herrschaften mit neuem Heim

»Wir schrecken auch vor ungewöhnlichen Schritten nicht zurück« Christiane Kaiser, Vors. des Frauenzentrums, anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Huckarder Einrichtung

Spektakulärste Funde der Ausgrabungen aus Asseln im MKK. Seite 4

Der Herbst - zeitlos schön

Ziel der SPD: interkommunales Industriegebiet Klaus Buske Schritt für Schritt geht die SPD-Fraktion an die Vorbereitungen zur Umsetzung des „Masterplans Wirtschaftsflächen Dortmund 2010“. Der geplante Verkauf von rund 57 Hektar am Flughafen an die Stadtwerke (für Gewerbeansiedlung) und die Entwicklung des Gebiets Buddenacker, die zum Masterplan gehören, sorgen für anhaltende und heftige Diskussionen (die WAZ berichtete). Am heutigen Dienstag geht es in eine weitere Runde in Mengede. SPDFraktionsgeschäftsführer Dr. Andreas Paust hat zu einem Ortstermin am Gewerbegebiet Groppenbruch eingeladen. Aus dem Gewerbegebiet Groppenbruch soll ein Industriegebiet Groppenbruch werden. In einem Industriebetrieb sind Wohnbauten nicht erlaubt. In Industriegebieten kann rund um die Uhr produziert werden, und Schwerlasttransporte gehören zum erlaubten Alltag. Zusammen mit Mitgliedern der SPD-Fraktionen in Lünen und dem Kreis Unna sowie der Dortmunder Planungsverwaltung und der Wirtschaftsförderung wolle man sich „einen Überblick über die Fläche des interkommunalen Gewerbegebiets Groppenbruch verschaffen“, so Paust. Auch auf Lünener Seite bestehe ein großes Interesse an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderer. Es geht um rund 30 Hektar Flächen, jeweils zur Hälfte auf Dortmunder und Lünener Stadtgebiet. Seit Jahren ruhen die Bemühungen, dort ein „interkommunales Gewerbegebiet“ zu entwickeln. Die Grünen in Dortmund waren und sind eindeutig gegen das Projekt. Nachdem Rot-Grün im Rathaus ausgedient hat und der Rat der Stadt am 8. Juli die-

ses Jahres beschloss, die Planung eines interkommunalen Industriegebiets für die Fläche Groppenbruch vorzubereiten, werden alte Pläne wieder reaktiviert. CDU und FDP begrüßen dies. Die Linke ist dagegen. Inwieweit die neuen Pläne, die Zusammenarbeit von Rot-Grün in der Bezirksvertretung Mengede ernsthaft bedrohen, ist eine unbeantwortete Frage. Die heftige Debatte, die den Plan des Stadtkämmerers begleiten, in Flughafennähe 57 Hektar noch landwirtschaftlich genutzter Flächen für 20 Mio Euro an die Stadtwerke zu verkaufen, hat einen Vorgeschmack davon gegeben, wie Anlieger der Flächen gegen die Planungen zu Felde ziehen könnten. Nach Auflistung im „Masterplan Wirtschaftsflächen 2010“ stehen derzeit 87 Hektar Industriefläche in Dortmund zur Verfügung - davon allein 78 Hektar auf der Westfalenhütte, die Thyssen-Krupp gehört. 45 Hektar auf der Westfalenhütte sind an den Entwickler Garbe verkauft. 33 Hektar (ehemalige Sinteranlage) sollen verkauft werden, an einen Entwickler - dabei sind auch hier die Stadtwerke als Investor mit im Gespräch.

Kann aufatmen: SPD-Fraktionschef Ernst Prüsse. Foto: Rottmann Der Unbekannte, der SPDFraktionschef Ernst Prüsse in einem Anruf bedroht hat, scheint gefasst. Die Polizei hat einen 63-jährigen Dortmunder festgenommen und verhört. Was der Mann ausgesagt hat oder ob er zugegeben hat, Ernst Prüsse in einem Telefonat, das in der Leitstelle der Polizei einging, bedroht zu haben, dazu schwieg die Dortmunder Behörde gestern. Es hieß lediglich: „Die Ermittlungen dauern an“. Ein Unbekannter, der sich als Mitglied von „unabhängigen Patrioten“ ausgegeben hatte, hatte in einem Gespräch mit der Polizei gedroht: „Wir werden Sie in Ihrem trauten Heim besuchen“. Daraufhin hatte die Polizei den Politiker informiert. Aus Angst um seine Familie hatte er zugestimmt, dass die Polizei seine Wohnanschrift verstärkt im Auge behält. Der Anruf könnte im Zusammenhang mit dem Vorstoß von Prüsse stehen, in Sachen Flughafen einen Ratsbürgerentscheid herbeizuführen. Die Stimme des Unbekannten war von Mitarbeitern in der SPD-Fraktion wiederAWi erkannt worden.

INFO

Nur neun Hektar Rund neun Hektar Industrieflächen kann die Stadt Dortmund als Eigentümer derzeit Interessierten anbieten. 4,2 Hektar Platz bietet das Gebiet Union/Huckarder Straße, 1,4 Hektar der Gewerbepark Körne, 1,3 Hektar das Gebiet Wickede Süd, ein Hektar liegt am Alten Hellweg und 0,6 Hektar an der Lütge Heide-/Seilerstraße.

Für viele ist der Herbst die schönste der vier Jahreszeiten. Ob das auch für diesen Vierbeiner und sein Herrchen gilt, ist zwar unbekannt. Doch der Spaziergang durch das Stadewäldchen mit seinem Teppich aus dich-

tem Herbstlaub dürfte für beide gestern das reinste Vergnügen gewesen sein - zumal sich das Wetter trotz der knackig kühlen Temperaturen als überwiegend freundlich erwies. Foto: Horst Müller

DEW: Auch Ex-Kunden erhalten Gas-Geld Rückerstattung für 80.000 Kunden erfordert Zeit - Ehemalige weder bevorzugen noch benachteiligen Gerald Nill

쮿 Karten-Verlosung Bonaparte im FZW derwesten.de/bonaparte 쮿 Video Boxerin holt WM-Gürtel derwesten.de/hammer 쮿 Alle Angebote unter: derwesten.de/dortmund

@ redaktion.dortmund @waz.de

Drohanruf bei Ernst Prüsse: Polizei fasst Verdächtigen

Über die schleppende Bearbeitung der Gaspreisrückzahlung bei DEW21 beschwert sich Leser Heinz-Peter Thomas. Er glaubt, dass ehemalige Kunden bei der vereinbarten Rückzahlung benachteiligt werden. Das wird von DEW dementiert. „Ich bin einer der ehemaligen Kunden, habe zu DEW 21 immer unter Vorbehalt gezahlt, da ich die Preiserhöhungen der DEW 21 für ungerechtfertigt hielt, wie auch der Mieterverein“, berichtet Thomas. Der unzufriedene Kunde wechselte den Anbieter und verlangte im Sommer eine Gutschrift. „Ende Juli 2010 bekam ich dann ein Schreiben von der

Ex-Kunden von DEW müssen sich mit der Rückzahlung von Gaskosten noch etwas gedulden. Foto: Klaus Pollkläsener DEW 21, wo mir mitgeteilt wurde, dass ich für den bezeichneten Zeitraum die alten Abrechnungen zuschi-

cken sollte.“ Das tat der ExKunde, doch nichts passierte. „Seit dieser Zeit erfolgte keine Meldung der DEW 21

mehr, geschweige, dass ich eine Rückzahlung erhalten hätte“, so der Verbraucher. Im Callcenter habe es keine hinreichende Auskunft gegeben. DEW-Sprecherin Gabi Dobovisek dementiert, dass ehemalige Kunden bei der Rückzahlung schlechter gestellt würden. Sie dürften aber auch nicht bevorzugt werden. Mit den Mieter- und Vermieterverbänden sei nämlich vereinbart worden, dass die treuen Kunden die Gutschriften in zwei Abschlägen auf ihren Jahresrechnungen erstattet bekämen. Wie berichtet, war am runden Tisch ein Vergleich geschlossen worden, um juristische Auseinandersetzungen wegen der so genannten Preisgleitklausel zu vermeiden.

DEW21 bot den betroffenen Kunden („Erdgas.spezial“ und „Erdgas.online“) eine Rückerstattung in Form einer Gutschrift an. Für 24 Monate erhalten sie eine Reduzierung des Gaspreises in Höhe von 0,339 Cent/kWh brutto auf ihren Jahresverbrauch. Die Jahresrechnung für einen typischen Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh sinkt so zweimal um 67,80€. Das Angebot gilt auch für aktuelle Kunden der Tarife „Erdgas.pur“, „Erdgas.aktiv“ und „Erdgas maxi“, wenn diese einem Vertragswechsel für 24 Monate zustimmen. Ex-Kunden wie Heinz-Peter Thomas könnten Ende November mit einer Rückzahlung rechnen, so Dobovisek.

ABP-Chef hält Arbeitsplätze im Hafen jetzt für gesichert Klaus Brandt Ungeachtet der Kündigung durch den Vermieter Envio glaubt Dr. Wolfgang Andree, Chef der Firma ABP Induction Systems, an den Erhalt der 170 Arbeitsplätze an der Kanalstraße. Gestern sprach er von „ermutigenden Signalen“. Heute folgt eine offizielle Pressekonferenz. Wie berichtet, hatte EnvioChef Dr. Dirk Neupert seinem größten Untermieter die Kündigung geschickt und damit eine besorgniserregende Lage ausgelöst. Denn für die aus den USA gesteuerte ABPGruppe gilt der Standort Dortmund als alternativlos. „Ich halte ihn jetzt für absolut gesichert“, sagt Andree unter Berufung auf „Signale von Arbeitsminister Schneider, Regierungspräsident Bollermann und OB Sierau“. ABP wolle 1 Million Euro in den Standort investieren. Die zentrale Frage nun: „Wie viel ist er der Stadt wert?“ Er erwarte „ein sauberes Gelände, die Wiederherstellung des Zustandes vor dem Giftskandal“. Andree hatte die ABPBelegschaft gestern über die Hintergründe der Kündigung unterrichtet. Bericht Seite 2


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DORTMUND

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DREI FR AGEN AN

Dr. Gil Yaron

Nahostkorrespondent der WAZ

Vom Leben im Pulverfass Sven WesternstrÜer Kein anderer Teil der Erde hält die Welt so in Atem wie die Krisenregion Nahost. Fßr die WAZ ist Dr. Gil Yaron vor Ort im Einsatz und berichtet geistreich und einfßhlsam ßber die Menschen, die in Israel und Palästina leben. Am Donnerstag stellt Yaron in Dortmund sein Buch ßber Jerusalem vor. Fßr alle, die noch nie dort waren: Wie wßrden Sie Jerusalem beschreiben? Yaron: Die Stadt ist einzigartig! Ich lebe seit 17 Jahren

Burchardt will Bahn-Chef zur Rede stellen

Noch ein Dachschmuck mit U

dort – und noch immer kann ich Jerusalem nicht so recht begreifen. Die Stadt ist intensiv, man kann jeden Tag Neues erleben und dabei total interessante Menschen treffen. Selbst wer Jerusalem nur als Tourist besucht, wird schnell von dieser faszinierenden Stadt eingenommen. Haben die Menschen dort gelernt, mit der Angst vor Anschlägen umzugehen? Durchaus, sie haben sich mit der Gefahr arrangiert. Zwar steht in Jerusalem vor jedem CafÊ ein bewaffneter Wächter, und dennoch gehen die Menschen dort liebend gern Kaffee trinken – viel lieber und Üfter ßbrigens als die Deutschen. Was erwartet die Besucher Ihrer Buchvorstellung? Ich werde einen bebilderten Vortrag ßber Jerusalem und den uralten Konflikt in Nahost halten, der auch fßr Laien verständlich ist. Das wird hoffentlich kurzweilig und auch etwas humorvoll werden. Am Donnerstag, 28. Oktober, 19 Uhr, in der Stadtbibliothek am KÜnigswall 18 (Studio B).

5250 Anfänger im kommenden Schuljahr Anmeldungen vom 8. bis zum 12. November In der Woche vom 8. bis zum 12. November finden die Anmeldungen der Schulanfänger zum Schuljahr 2011/2012 in den 92 Grundschulen der Stadt statt. Eltern kĂśnnen die Grundschule fĂźr ihr Kind frei wählen. Ein Aufnahmeanspruch besteht aber nur fĂźr die nächstgelegene Grundschule im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten. Auch fĂźr die Beurteilung eines Anspruchs auf SchĂźlerfahrtkostenĂźbernahme ist nur der Weg zur nächstgelegenen Schule maĂ&#x;gebend. SchĂźlerfahrtkosten werden bis zur nächstgelegenen Grundschule Ăźbernommen, sofern der Schulweg in der einfachen Entfernung mehr als zwei Kilometer beträgt. Die Schulverwaltung erwartet zum neuen Schuljahr rund 5250 Schulanfänger. FĂźr das Schuljahr 2011/12 gilt: Alle Kinder, die im Zeitraum 2.

Dienstag, 26. Oktober 2010

September 2004 bis 1. Oktober 2005 geboren wurden, werden schulpflichtig. Auf Wunsch der Erziehungsberechtigten kÜnnen auch die Kinder, die nach dem 1. Oktober 2011 das sechste Lebensjahr vollenden (Geburt ab 2. Oktober 2005), vorzeitig eingeschult werden, wenn sie schulfähig sind. Darßber entscheidet die jeweilige Schulleitung unter Berßcksichtigung des schulärztlichen Gutachtens. Die Schule fßhrt im Rahmen der Anmeldung ein Schulspiel durch, um die Fähigkeiten des Kindes festzustellen. Auf Wunsch kÜnnen Erziehungsberechtigte Anmeldetermine mit den Grundschulen vereinbaren. Fragen zur Einschulung beantworten die Schulleitungen. Informationen zum Anmeldeverfahren gibt es beim Schulverwaltungsamt unter ꇴ 50-2 56 21.

Reich an Wahrzeichen ist Dortmund

ja schon jetzt: der Florian, das „U“. Nun kommt ein weiteres hinzu. Auf dem Dach des Mathe-Towers der Tech-

nischen Universität prangt seit einigen Tagen das grĂźne „TU“-Logo. Die beiden Buchstaben sind rund drei Meter hoch und leuchten nachts. Offiziell eingeweiht

wird der weithin sichtbare Dachschmuck am 3. November. Ăœber die Kosten und wer sie trägt, ist bisher Foto: Horst MĂźller nichts bekannt

„(K)ein Grund zum Feiern“ Am Gardenkamp: Sierau lobt Anbindung. BUND kritisiert Kehrtwende fĂźr UniversitätsstraĂ&#x;e Klaus Buske Es hätte schon sehr verwundert, wenn richtig Ruhe eingekehrt wäre im Uni-Umland nach drei Jahrzehnten Debatte. Gestern gab OberbĂźrgermeister Ullrich Sierau die neue „leistungsfähige Anbindung“ zwischen Stockumer StraĂ&#x;e Ăźber Am Gardenkamp und Vogelpothsweg zum Uni Campus Nord offiziell frei. Was Sierau als Grund zum Feiern und Ergebnis eines demokratischen Meinungsfindungsprozesses sah, kritisierte Thomas Quittek vom Bund fĂźr Umwelt und Naturschutz

(BUND) heftig: „Dieser Tag ist kein Grund zum Feiern. Das Projekt ist Ăźberdimensioniert, schafft neuen Verkehr, zerschneidet Biotope und gefährdet SchĂźler auf ihrem Schulweg.“ EmpĂśrt ist Quittek auch darĂźber, dass die bereits beschlossene Sperrung der OstenbergstraĂ&#x;e ausgesetzt werden und die UniversitätsstraĂ&#x;e wieder an den neuen StraĂ&#x;enzug angebunden werden soll. Die UniversitätsstraĂ&#x;e solle bis zum Meitnerweg zurĂźckgebaut werden, fordert der BUND weiterhin. Um die UniversitätsstraĂ&#x;e anbinden zu kĂśnnen, ist ein

planungsrechtliches Änderungsverfahren notwendig. Der gßltige Bebauungsplan hat die Anbindung gekappt. Während der Bauarbeiten Am

ÂťGroĂ&#x;-Barop mit seinen engen DorfstraĂ&#x;en wird entlastetÂŤ Gardenkamp wurde eine BaustraĂ&#x;e auf der Trasse der UniversitätsstraĂ&#x;e genutzt. Sierau unterstrich, dass der neue StraĂ&#x;enzug den Ortsteil GroĂ&#x;-Baop mit seinen engen DorfstraĂ&#x;en vom Durchgangs-

verkehr entlaste. FlĂźsterasphalt wurde aufgebracht. Noch sind einige Restarbeiten fĂźr die Uni-Anbindung zu leisten, unter anderem Amphibienschutz. Gebremst werden Autofahrer noch an einer Engstelle in Richtung Stockumer StraĂ&#x;e, wo die Stadt ein benĂśtigtes GrundstĂźck noch nicht kaufen konnte. Anwohner und vor allem Eltern von schulpflichtigen Kindern wiesen ausdrĂźcklich auf diese Gefahrenstelle hin - und eine Reihe von ihnen protestierte auch, dass hier eine neue „Rennstrecke“ gebaut worden Siehe Stadtteile sei.

Landesrektoren zu Gast

Dem Dialog mit den Anwohnern stellte sich OberbĂźrgermeister Ullrich Sierau gestern bei der offiziellen StraĂ&#x;enfreigabe.

Die Themen Finanzierungssicherheit fĂźr die NRW-Universitäten, die Frage des Ăœbergangs vom Bachelor in den Master sowie die Umsetzung des neuen Lehrerausbildungsgesetzes beschäftigte die Uni-Rektoren. TU-Rektorin Prof. Ursula Gather hatte als neue Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz die Chefs der 14 NRW-UniversitäFoto: TU ten zur Sitzung nach Dortmund eingeladen.

RUFEN SIE UNS AN Sie haben Anregungen fßr unsere lokale Berichterstattung? Sie haben sich geärgert und wollen Dampf ablassen? Sie haben einfach nur eine Frage? Dann sprechen Sie mit uns.

Redakteur Frank BuĂ&#x;mann 9573-1318

  

  

heute, 17.30 bis 18.30 Uhr     

Flott geht es nun auf der ausgebauten StraĂ&#x;e Am Gardenkamp voran. Fotos: Horst MĂźller

Selbsthilfe soll Weg aus PCB-Not weisen Gesundheitsamt und Selbsthilfe-Kontaktstelle planen Gesprächskreis – Infos am 4. November Klaus Brandt Leben mit dem Gift im KĂśrper – fĂźr viele Ex-Envio-Mitarbeiter, deren AngehĂśrige und Beschäftigte umliegender Firmen eine zu groĂ&#x;e Aufgabe. Eine PCB-Selbsthilfegruppe soll ihnen Wege aus der Krise aufzeigen. Es ist nicht nur das Krebsgift, das sie belastet. Es ist auch die Einsamkeit. „Viele sind auf sich allein gestellt“, weiĂ&#x; Dr. Annette DĂźsterhaus, Leiterin des Gesundheitsamtes. Physische und psychische, familiäre und berufliche Probleme häufen sich. DĂźsterhaus kennt

„sehr schwierige, sehr ergreifende Situationen“. In der Gruppe Mut schĂśpfen und lernen, „selbst das Heft des Lebens wieder in die Hand zu nehmen“ – Verena Meier von der Selbsthilfe-Kontaktstelle Dortmund will dabei assistieren. Sie hat groĂ&#x;e Erfahrung mit Selbsthilfegruppen. Doch mit der PCB-Mission betritt sie Neuland. „Viele Opfer sind der Resignation nah. Das Alltagsleben ist wie ein Kartenhaus zusammengefallen. Man steht vor dem Nichts“, beschreibt sie die Probleme der Betroffenen. Das Gift austreiben kĂśnne

auch eine Selbsthilfegruppe nicht. „Die Menschen kĂśnne nur lernen, damit zu leben.“ In diesem Sinne biete die Gruppe „ein Ventil fĂźr das Unerträgliche“. Der Eigenansatz jedes Gesprächsteilnehmers kĂśnne vital sein. „Was ich selber bewege, trägt durch ganz schwierige Lebenssituationen“, sagt Verena Meier. Sie bereitet die GrĂźndung der Gruppe mit vor, will auch zu einzelnen Treffen kommen, dort aber im Hintergrund bleiben. Die Informationsveranstaltung zum Aufbau der Gruppe findet am 4. November, 18 Uhr, im ehemaligen

Landesoberbergamt, GoebenstraĂ&#x;e 25, Raum 106, statt. 쎿 Geschätzte 30 000 Menschen sind stadtweit in Selbsthilfeprojekten engagiert. Kleine Gesprächszirkel zählen ein Dutzend Teilnehmer, die Dortmunder Rheumaliga bringt 1000 Mitglieder ein. 130 verschiedene Themen werden durch Selbsthilfegruppen abgedeckt. Rund 40 davon stellt allein der Kreuzbund. Das Thema PCB beschäftigt auch das Nachbarschaftsforum heute um 18 Uhr im QuartiersbĂźro Hafen, SchĂźtzenstraĂ&#x;e 42..

Mit der schleppenden Sanierung des Hauptbahnhofs will die Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Ulla Burchardt Bahn-Chef RĂźdiger Grube in einem persĂśnlichen Gespräch konfrontieren. Wie Burchardt ankĂźndigt, wollen die Sozialdemokraten der NRW-Landesgruppe den Vorstandsvorsitzenden der Bahn AG im Dezember treffen. Grube kĂśnnte einiges zu hĂśren bekommen. Bislang ist noch immer nicht klar, wann auf die ErtĂźchtigung der Empfangshalle der zweite Bauabschnitt folgen soll - die eigentliche Sanierung des Bahnhofs mit breiteren Tunneln, Bahnsteigen und AufzĂźgen, angeblich rund 100 Mio. Euro teuer. Die laufende Sanierung der Empfangshalle soll irgendwann zum Jahresende abgeschlossen sein. „Seit mehr als zehn Jahren geht das so“, schimpft SPD-Abgeordnete Burchardt. „Das ist ein unerträglicher Zustand.“ Es reiche nicht, Prestigeprojekte wie Stuttgart21 zu forcieren, andere GroĂ&#x;bahnhĂśfe aber verrotten zu lassen. „Das ist ein merkwĂźrdiges Verständnis von Kundennähe.“ Stinkende, schwer einsehbare UnterfĂźhrungen und schlechte Zugänglichkeit - fĂźr Schwerbehinderte oder Eltern mit Kinderwagen sei die Lage noch schlimmer. „Ohne FahrstĂźhle mĂźssen sie sehen, wo sie auf den Bahnsteigen bleibeus ben.“

IMPRESSUM DORTMUND Westdeutsches Tageblatt HĂśrder Volksblatt Lokalredaktion: Michael Kohlstadt Anschrift: Ostenhellweg 42-48, 44047 Dortmund Redaktion 0231 9573-1292 Fax 0231 9573-1299 E-Mail: redaktion.dortmund@waz.de sportdortmund@waz.de Anzeigen: Ostenhellweg 42-48, 44047 Dortmund E-Mail: anzeigen.dortmund@waz.de Geschäftskunden Telefon 0231 9573-1344 Fax 0231 9573-1212 Lokalredaktion, Sekretariat: Christa Kumpmann (ck) 9573-1292 Redaktion: Klaus Buske (bu) 9573-1363 Michael Kohlstadt (mko) 9573-1289 Rolf Maug (rm) 9573-1237 Kathrin Melliwa (K.M.) 9573-1368 Helmuth VoĂ&#x;graff (Foto) 9573-1236 Nadine Albach (na) 9573-1284 Dirk Berger (dib) 9573-1287 Gregor Beushausen (beus) 9573-1296 Klaus Brandt (bra) 9573-3840 Frank BuĂ&#x;mann (FB) 9573-1318 Alexander Ebert (ae) 9573-3881 Dr. Norbert Jacobs (noja) 9573-3841 Kathrin Kroemer (kroe) 9573-3842 Franz Luthe (FL) 9573-3803 Susanne Meyer (sam) 9573-3842 Gerald Nill (GN) 9573-1346 Peter Ring (psr) 9573-1338 Christina RĂśmer (rĂśm) 9573-1286 Ralf Rottmann (RR) 9573-3803 Anja SchrĂśder (cil) 9573-1246 Knut Vahlensieck (KV) 9573-3827 Andr. Winkelsträter (AWi) 9573-1243 Bärbel Segtrop (Sekret.) 9573-1283 Lokalsport: Udo Stark (USt) 9573-1288 Christian Menn (C.M.) 9573-1272 Peter Kehl (PKE) 9573-1210 Geschäftsstelle und Anzeigen: Ostenhellweg 42-48, 44047 Dortmund Druck: Druck- und Verlagszentrum GmbH & Co. KG HohensyburgstraĂ&#x;e 65-67, 58099 Hagen. Erscheint täglich auĂ&#x;er sonntags. FĂźr unverlangte Sendungen keine Gewähr. Bezugsänderungen sind nur zum Quartalsende mĂśglich. Die Bezugsänderung ist schriftlich bis zum 5. des letzten Quartalsmonats an den Verlag zu richten. Bei Nichtbelieferung im Falle hĂśherer Gewalt, bei StĂśrungen des Betriebsfriedens, Arbeitskampf (Streik, Aussperrung) bestehen keine AnsprĂźche gegen den Verlag. W

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DORTMUND

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Dienstag, 26. Oktober 2010

Warnzeichen, die Angst machen St. Reinoldi sucht junge Sänger Singt Ihr gerne? Hättet Ihr vielleicht Lust, zusammen mit anderen Kindern im Alter von sieben bis zehn Jahren zu singen? Dann könnte die Kinderkantorei St. Reinoldi etwas für Euch sein. Der Name Kantorei leitet sich übrigens von dem lateinischen Wort cantare (singen) ab. Eine Kantorei ist also eine Gruppe von Menschen, die zusammen singen. Geleitet wird die Gruppe von einem Kantor, den man auch als Chorleiter bezeichnen kann. Am heutigen Dienstag, 26. Oktober, starten Reinoldikantor Klaus Müller und Musikpädagogin Almuth Achilles mit der neuen Kinderkantorei. Die Proben finden immer dienstags von 16 bis 17 Uhr im Reinoldinum, Schwanenwall 34, statt. Ihr könnt mit Euren Eltern einfach am Dienstag vorbeischauen und Euch dann entscheiden, ob die Kinderkantorei etwas für Euch ist. Schon für die Adventszeit sind die ersten Auftritte geplant. Weitere Informationen findet Ihr unter E-Mail kantormueller@gmx.de oder ꇴ 58 44 228.

@ kinder@waz.de Protest gegen Sparpakete in Bund und Stadt

Protest gegen „Sparschweinereien“. Foto: Privat Mitglieder des „Bündnisses gegen Sparschweinereien“ haben am Samstag die Annahme des „Berliner Sparpakets“ der schwarz-gelben Koalition für Dortmund verweigert. Dieses Paket belastet nach Ansicht des Bündnisses einseitig die Schwachen in der Gesellschaft und „schont wie üblich die Reichen“. Die Folgen: Verfestigung von Kinderarmut, Absenkung des Mindestlohns, Betroffene landen schneller in Hartz IV. Das Bündnis wehrt sich nicht nur gegen Berliner, sondern auch Dortmunder „Sparschweinereien“, wie die geplanten Haushaltskürzungen.

Täter nach Spielhallenraub gefasst Wenige Stunden nach einem Überfall auf eine Spielhalle an der Hermannstraße (5.09.), bei dem zwei unbekannte und maskierte Täter einen vierstelligen Geldbetrag erbeuteten, erhielt die Polizei Hinweise auf einen Verdächtigen. Langwierige Ermittlungen sowie Zeugenvernehmungen führten zu einem Haftbefehl gegen einen 19-jährigen Dortmunder. Als die Polizei am Freitag an der Wohnungstür des Mannes klingelte, flüchteten zwei Männer aus dem Fenster über das Dach eines Mietshauses in Hörde. Ein nicht gesuchter 19Jähriger verletzte sich dabei. Ein Diensthundführer konnte den anderen Flüchtigen stellen. Das Duo soll auch einen Tag zuvor einen Supermarkt überfallen haben.

Carmen Piñeiro aus Spanien hat sich bewusst für Deutschland entschieden – Sarrazin-Diskussion verfolgt sie besorgt Katja Sponholz Eines war für ihre Eltern immer klar, schon als sie in den 1970er Jahren nach Deutschland zogen: Irgendwann würden sie mit ihrer Familie wieder zurück in ihre Heimat gehen. Deshalb ließen sie ihre Tochter Carmen auch die ersten drei Jahre noch bei der Oma in Spanien aufwachsen, deshalb redeten sie zu Hause immer in ihrer Muttersprache mit ihr und deshalb schickten sie sie später auf Schulen, in denen auch auf Spanisch unterrichtet wurde. Doch ihre Tochter ging einen anderen Weg: Sie blieb. Vielleicht, weil sie nicht solche Anfeindungen erleben musste, wie ihre Eltern einst als „Gastarbeiter”. Die darunter gelitten hatten, dass es bei unangenehmen Tätigkeiten an ihrem Arbeitsplatz bei Opel in Bochum hieß: „Lass das doch den Spanier machen.”

Miteinander

Nebeneinander Aneinander vorbei „Das war sehr schwierig für meine Eltern”, sagt Carmen Piñeiro. „Sie kamen sich vor wie Menschen zweiter Klasse.” Ein Gefühl, das die 37-Jährige selbst zum Glück nie kennengelernt hat. Seit 34 Jahren lebt sie in Deutschland, hat hier eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht und ein Studium als Diplom-Heilpädagogin abgeschlossen. Hat einen deutschen Mann geheiratet und zwei Kinder zur Welt gebracht. „Ich habe mich hier immer wohl gefühlt. Ausländerfeindlichkeit habe ich selbst nie erlebt”, sagt die Dortmunderin. Auf der anderen Seite spürt sie Ressentiments gegenüber anderen Ausländern, sogar mehr denn je. „Die Sarrazin-Diskussion ist ganz schlimm. Da ruft ein Polemiker ein paar Parolen aus, und

Carmen Piñeiro fühlt sich wohl in Deutschland – und pflegt ihre spanischen Wurzeln. plötzlich stehen alle dahinter. Für mich ist das ein Warnzeichen”, gibt sie zu. „Das macht schon ein bisschen Angst. Weil es zeigt, dass es unter der Oberfläche doch noch ganz schön brodelt.” Ausländerfeindlichkeit heute laufe ihrer Meinung nach subtiler ab. Etwa wenn Bemerkungen fielen wie „Die treten immer in Gruppen auf” oder „Kein Wunder, dass die immer Ärger kriegen”, sagt Piñeiro. Oder auch neulich, als eine Bekannte sagte: „Unsere Nachbarin ist Türkin. Aber sie macht trotzdem den Flur.” Und dann mit Blick auf Carmen hinzufügte: „Spanier meine ich nicht.” Kein Trost für die 37-Jährige. Im Gegenteil. „Das trifft mich schon. Ich möchte doch kein besserer Ausländer sein, nur weil ich zufällig aus Spanien komme.”

Aber eben weil sie nicht aus Deutschland stammt, sei sie bei dem Thema Ausgrenzung wohl sensibler. Und bemühe sich auch, es ihren beiden Söhnen (3 und 7) nahezubringen. „Ich nehme es bewusster

»Ich nehme es bewusster wahr, wenn Menschen diskriminiert werden« wahr, wenn Menschen diskriminiert werden – ob aufgrund ihrer Herkunft oder einer anderen Sache. Das ist sicher bei uns mehr Thema als in einer deutschen Familie. Und ich spreche immer wieder mit meinen Kindern darüber, dass Menschen nicht komisch sind, nur weil sie anders sprechen oder anders aussehen.” Wenn sie mit den beiden

Jungen redet, tut sie das übrigens auf Spanisch. „Ich finde es wichtig, weil das Spanische auch ihre Wurzel ist, weil es Teil unseres Lebens ist. Deshalb bemühe ich mich auch, ihnen Brauchtümer aus meinem Heimatland beizubringen. Damit es ihnen dort nicht so fremd vorkommt, wenn wir die Familie in Spanien besuchen.” Doch anders als ihre Eltern plant Carmen Piñeiro nicht schon für ihre Kinder viele Jahre im Voraus, wo sie einmal leben sollten. „Ich habe gelernt, dass so etwas keinen Sinn macht”, sagt sie. „Wer weiß, vielleicht führt die Liebe oder der Beruf sie irgendwann ganz woanders hin? Vielleicht nach Kanada? Oder sie bleiben hier. Das wird sich ergeben.” So, wie es sich für sie selbst

Foto: Ralf Rottmann

ergeben hat. Und doch weiß sie, dass auf ihr als Einzelkind eine besondere Bürde lastet, wenn ihre Eltern einmal alt sind und Hilfe brauchen. Ob sie sich verpflichtet fühlt, sich dann in ihrem Heimatland um sie zu kümmern? „Ich habe jetzt hier meine Familie, ich bin hier verwurzelt”, sagt die 37-Jährige. „Aber diese Zerrissenheit wird sich widerspiegeln. Man wird es nicht allen recht machen können.” Doch planen wird sie für die Zukunft nicht. „Solche Dinge kann man nicht komplett durchdenken”, sagt Carmen Piñeiro. „Man kann sich etwas vorstellen, und dann wird man vom Leben eingeholt.” Ganz egal, ob man in Deutschland lebt oder in Spanien.

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„Nichts hat mehr Sinn, mein Bruder ist tot“ Im Raubmord-Prozess um erschlagenen Juwelier sagte der einzige Augenzeuge aus – Erbitterter Kampf im Laden ,Italy Gold’ Kathrin Melliwa Er bemüht sich so sehr, sachlich zu sein, Ruhe zu bewahren. Doch immer wieder bricht aus Salvatore La Paglia ein unvorstellbarer Zorn, ja, Hass auf die vier Männer aus, die ihn und seinen Bruder in dem Juweliergeschäft „Italy Gold“ überfallen haben. „Warum sitzen die hier und sind nicht tot?“ ruft er verzweifelt. Tot ist sein Bruder Francesco. Zweiter Tag im RaubmordProzess. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft war es Angelica N. (31), der am 3. Dezember 2008 in der Riege der vier Räuber beim Kampf um den Schmuck zu einem schweren GoldschmiedeWerkzeug griff und Francesco La Paglia damit erschlug. Sei-

nem Komplizen wird Raub mit Todesfolge vorgeworfen, die anderen beiden sind bereits zu Haftstrafen verurteilt worden. Salvatore La Paglia, einziger Augenzeuge und selbst Opfer des Überfalls, hat Schreckliches erlebt – und muss sich zum zweiten Mal vor Gericht an jede Sekunde dieses grauenvollen Nachmittags erinnern. „Ich kann es Ihnen nicht ersparen, den Tathergang noch einmal mit uns durchzugehen. Für das Gericht kommt es darauf an, wer was im Einzelnen gemacht hat.“ Der Vorsitzende Richter Wolfgang Meyer zeigt Verständnis für die emotionalen Ausbrüche des Sizilianers, versteht es dabei geschickt, den wichtigsten Zeugen zu sachlichen Aussagen zu bewegen.

Raubmord wirft die Staatsanwaltschaft dem vorn sitzenden Angeklagten vor, seinem Komplizen Raub mit Todesfolge. Foto: Rottmann Und Salvatore La Paglia erinnert sich an viel: Daran, dass die jetzt angeklagten Männer ihm einen kaputten Ring brachten, und er damit in die Werkstatt ging. Daran,

dass es dann gleich wieder klingelte. Zwei Kunden, die sich schon am Vortag für ein Collier interessiert hatten. Doch diesmal waren sie nicht nett: „Der eine schlug sofort

mit der Faust zu.“ Sein Bruder kam von hinten aus der Werkstatt, erbittert verteidigten sie ihr Eigentum, ihre Existenz. Der Schmuck war nicht versichert. Die Beute des Quartetts an jenem Tag: 19 Schmuckrollen mit 3,6 Kilo Goldschmuck. Woran sich Salvatore La Paglia jedoch im Schwurgericht nicht erinnert: Dass einer der Männer einen Gegenstand in der Hand hielt. „Ich lag am Boden, die traten mir gegen den Kopf, bumm, bumm. Als ich wach wurde, lag da mein Bruder.“ Sechs Wochen später verlässt Salvatore La Paglia Dortmund, zieht nach Sizilien. „Dortmund war meine Stadt, ich habe mich hier wohl gefühlt. Aber nichts hat mehr einen Sinn. Mein Bruder ist tot.“

Polizei-Neubau bringt Blindgänger ans Licht Neue Leitstelle und ein Polizeigewahrsam sollen am Alten Mühlenweg entstehen – Behörde bereitet sich auf Evakuierung vor Andreas Winkelsträter Dortmunds Polizeipräsidium wird ausgebaut. Vermutlich im April 2011 beginnen die Baumaßnahmen zu einer neuen Leitstelle und einem PolizeiGewahrsam. „Die Baumaßnahme wird im Bereich Alter Mühlenweg durchgeführt, wo jetzt noch Parkplätze vorhanden sind“, erklärte Reinhard Daniel, stv. Niederlassungslei-

ter des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW in Dortmund. Das bisherige Gewahrsam entspreche nicht mehr den Richtlinien. Die Arbeitsplätze in der Leitstelle sollen von acht auf zehn aufgestockt werden. Auch das Gewahrsam wird größer. Derzeit bietet es Platz für 26 Zellen, künftig sollen es dann 40 sein. Probleme könnte es jedoch im Vorfeld geben. Denn bei

der routinemäßigen Auswertung von Luftbildern in diesem Bereich wurden zwei, drei Verdachtspunkte ausfindig gemacht. Hier könnten noch Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg unter der Erde liegen. „Sollte sich das bestätigen und wir das Polizeipräsidium räumen müssen, wäre das schon eine Herausforderung für die Behörde“, erklärte Polizeisprecher Manfred Radecke.

Noch jedoch stehe nicht hundertprozentig fest, ob es sich wirklich um explosive Kriegshinterlassenschaften handelt. Das muss mit Hilfe von Probebohrungen durch den Kampfmittelräumdienst in Arnsberg festgestellt werden. Wann diese durchgeführt werden, stehe noch nicht fest, so Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch. Derzeit bereite man sich im Präsidium schon für den „Fall

X“ vor, ein absolutes Novum in der Geschichte der Polizei Dortmund. Natürlich müsste man die Erreichbarkeit über den Notruf 110 sicherstellen. Da man auf anderen Wachen Funkplätze habe, könne man das alles regeln. „Nur ist das alles doch sehr aufwändig“, so Radecke. Zudem müsste man je nach Bombengröße auch erstmals das gesamte Präsidium räumen.

Achtung Baby! Mittermeier in Westfalenhalle Das neue Live-Programm von Michael Mittermeier widmet sich dem härtesten Thema der Welt: dem Baby! Und so heißt es am 15. November in der Westfalenhalle 1 auch: „Achtung Baby!“ Mittermeier ist selbst Papa-Mutant geworden, und muss nun beim Clash der Kulturen mit denen umgehen, die bis vor kurzem wie er waren: unwissend. Denn Kinder sind der ultimative Freundschaftstest.Die Welt aus den Augen eines Babys ist neu, die Welt aus den Augen eines Comedians ist absurd. Die Schwangerschaft selbst wirft für Männer weitere Fragen auf: Wer ist das Alien, das da gerade Mutter wird, und was hat sie mit meiner Frau gemacht? Wer plündert nachts die Gurkengläser? Warum darf man schwangeren Frauen nie widersprechen? Mittermeier quälen die berechtigten Ängste eines jeden Erzeugers: „Wird mein Kind ein Arschloch, und wenn ja, kann man AWi was dagegen tun?“ Tickets 21,80 bis 35 Euro

Comedian Michael Mittermeier kommt. Foto: Jakob Studnar / dapd

Taschenraub – Jetzt Foto von Betrügern Bereits im September haben Unbekannte einer 45-jährigen Frau in Voerde die Geldbörse mit Bargeld und persönlichen Papieren aus der Handtasche entwendet. Mit der in der Geldbörse aufgefundenen Scheckkarte hoben die bisher unbekannten Täter noch am selben Tag in Wesel an einem Automaten Geld ab. Hierbei wurden die Tatverdächtigen von einer Überwachungskamera erfasst. Die Diebe setzten die Karte noch bei Einkäufen in Dorsten, Bottrop und auch in Dortmund ein. Hinweise bitte an die Polizei in Wesel unter ꇴ 0281 / 107 0.

So sehen die unbekannten Betrüger aus. Foto: Polizei

Achtjährige bei Unfall schwer verletzt Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall, bei dem eine achtjährige Schülerin verletzt wurde, kam es gestern Morgen, 9.30 Uhr, in Kirchderne auf der Straße „Im Karrenberg“. Zur Unfallzeit befuhr eine 75jährige Dortmunderin mit einem Pkw Ford die Straße „Im Karrenberg“ in Richtung Süden. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand lief in Höhe des Hauses Nr. 95 das Mädchen hinter einem geparkten Auto hervor direkt auf die Fahrbahn. Trotz eines Ausweichmanövers erfasste der Pkw das Kind. Das Mädchen wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.


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DORTMUND

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Dienstag, 26. Oktober 2010

KULTURSPIEGEL

Ballettgala brachte Publikum zum Kreischen

Centre Pompidou am 18. Dezember Jetzt steht es fest: Die Kinoschau „Bild für Bild“ des Centre Pompidou und damit die erste große Sonderausstellung des Museum Ostwall im U startet am 18. Dezember. Wie die Stadt mitteilt, gaben die Kunstexperten des Pariser Museums nach einer Begehung der Räume im sechsten Stock ihr Einverständnis. Die Ausstellung soll ein Höhepunkt zum Kulturhauptstadtjahr sein und sie läuft bis zum 25. April 2011. Wie Museumsdirektor Prof. Kurt Wettengl erklärt, sei die Schau repräsentativ für die Sammlungen des Centre Pompidou. „Bild für Bild“ beleuchtet das Verhältnis zwischen Film und anderen Künsten von der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute. Ausstellungsbegleitend sind Filmvorführungen vorgesehen.

Karen Grass

Schubert Chor führt Requiem auf „Das deutsche Requiem“ von Johannes Brahms lassen der Dortmunder Schubert-Chor sowie der Musikverein Unna und die Neue Philharmonie Westfalen am Donnerstag, 28.Oktober, 19.30 Uhr in der Petri-Kirche erklingen. Der Schubert-Chor sucht regelmäßig Verstärkung: wer also Freude am Chorgesang hat, meldet sich bei Hildegard Richwien, ꇴ 0231-52 60 19.

Die Welt zu Gast im domicil Weltgewandt klingt das domicil heute und morgen: Latin und Flamenco sind die Spezialität von Megao heute ab 21 Uhr. Zum „World Music Meeting“ lädt Kurator Andreas Heuser spannende Gäste am Mittwoch, 27. Oktober, ab 21 Uhr. Eintritt jeweils frei.

Gelesenes Ticket ins Paradies Ein „Ticket ins Paradies“ löst Gaby Hauptmann zumindest dem Titel nach mit ihrem neuen Roman, den sie am Mittwoch, 27. Oktober, 20.15 Uhr in der Mayerschen Buchhandlung, Westenhellweg 37 - 41, vorstellt. Es geht um Clara, die mit ihrer Tochter ein neues Leben auf Mallorca starten will – und zwar mit dem Spanier Andrés. Doch der hat nur noch Augen für die Köchin. Karten: ꇴ 0231-809050.

Kammerkonzert im Orchesterzentrum Musik für Cello und Querflöte bestimmen das Kammerkonzert am Donnerstag, 28. Oktober, im Orchesterzentrum|NRW in der Brückstraße. Studierende interpretieren Stücke von Jacques Ibert, Lowell Liebermann, Luigi Legnani und Mario Castelnuovo sowie Beethoven und Johann Sebastian Bach sind zu hören. Eintritt frei.

Deutsch-türkische Lesung fällt aus Aus Krankheitsgründen fällt die Lesung mit Mario Levi heute in der Auslandsgesellschaft aus. Rückerstattung von Karten ab Donnerstag, 28. Oktober, in der Buchhandlung Dost Kitabevi, Münsterstraße 17, ꇴ 0231-8634941 oder info@ibz-essen.de.

Die frühmittelalterlichen „Herrschaften von Asseln“ haben eine neue Bleibe im MKK: Natalie Forster und Ursula Legeler schauen sich die Herrscherin an.

Herrschaften mit neuem Heim Spektakulärste Funde der Ausgrabungen aus Asseln 2004 sind dauerhaft im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Nadine Albach Der Fund war sensationell für die Region: 2004 wurde in Asseln ein Gräberfeld aus dem 6./7. Jahrhundert mit über 20 Bestatteten und reichen Grabbeigaben entdeckt und von der Stadtarchäologie sorgsam ausgegraben. Die „Herrschaften von Asseln“ haben jetzt im Museum für Kunst und Kulturgeschichte eine neue Dauerbleibe gefunden. Auch nach ihrem Tod waren die Herrschaften noch reiselustig: „Die archäologische Fachwelt hat erkannt, wie toll

hat die Dortmunder Kulturstiftung mit 10 000 Euro bezuschusst. Mit Erfolg: Die rekonstruierte, prunkvolle Grabkammer weist die Dame als Frau von Welt aus – die sie auch war. Wahrscheinlich stammte sie aus Böhmen oder Mähren, lernte ihren Zukünftigen in Norditalien kennen und folgte ihm nach Asseln, wie Heiner Deutmann, Leiter der Abteilung Archäologie, erklärt. Grundintention sei es gewesen, „die Exponate zum Sprechen zu bringen“. Die über der Frauenfigur schwebenden

Grabbeigaben wie bunte Perlen und eine fein gearbeitete Fibel erzählen von Wohlstand und einem guten Leben. Ihr Mann kommt etwas bodenständiger daher, passend zur westfälischen Tradition im Baumsarg und mit komplettem Waffenarsenal. Bei ihm ist es das damaszierte Schwert, das beeindruckt: „300 Arbeitsschritte für eine Klinge – das zeigt die Stellung des Trägers“, sagt Deutmann. Jenseits der Grabstätten sind auch in einer neuen Vitrine die bemerkenswertesten Fundstücke der Gräber zu

sehen: Von einem etwa zwölfjährigen Jungen erzählen noch Pfeilspitzen, Knochenkamm und Messer. Dass eine offenbar reiche Frau mit einer Pflugschar begraben wurde, könnte sogar damit zu tun haben, dass sie einst ihre Unschuld beweisen musste – eine Prüfung, wie sie die Heilige Kunigunde abgelegt haben soll. Insgesamt 100 Funde aus Gold, Silber und vielem mehr haben das Potenzial für solche und ähnliche Geschichten.

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Schauspiel bietet erneut Premierenwochenende mit „Die 39 Stufen“ und „Publikumsbeschimpfung“ Schauspieldirektor Kay Voges selbst spricht schon vom „Premierenwahnsinn“ – und der geht auch am kommenden Wochenende weiter: Mit Hitchcocks „39 Stufen“ am 30. und Peter Handkes „Publikumsbeschimpfung“ am 31. Oktober (ausverkauft) treffen Verwandlungskomödie und Theaterdiskurs aufeinander. Aber wenn im Museum Dix neben Beuys hängen könne, müsse eine solche Konfrontation auch im Theater möglich sein, findet Voges. Und hofft, mit seiner Inszenierung von „39 Stufen“ ähnlichen Erfolg zu haben, wie vor zwei Jahren in Kassel. Die aberwitzige Theaterfassung von John Buchan jedenfalls hat sowohl in London als auch (immer noch) am Broadway abge-

räumt: Die Geschichte von Richard Hannay, der eigentlich ein langweiliges Leben führt und plötzlich mit Spionage, Mord, Polizei, einer Flucht in die schottischen Highlands und allerlei skurrilen Gestalten konfrontiert wird, bewältigen in Dortmund gerade einmal vier Darsteller. Die müssen dann aber bis zu 18 Rollen spielen – selbst Morast, Felsspalte oder Fluss wollen dargestellt werden. Rasante Rollen-, Bühnen- und Kostümwechsel fordern ein 30köpfiges Team hinter den Kulissen. Ein „Theater für die ganze Familie“ mit viel Komik verspricht Voges – finanziell unterstützt von DEW 21, Sowohl die Kriminalkomödie als auch die Publikumsbeschimpfung fragen, was Thea-

terspiel eigentlich sein kann – allerdings auf extrem unterschiedliche Art und Weise. Handkes Text legt das Prinzip des Theaters radikal offen: Er wurde 1966 uraufgeführt zu einer bewegten Zeit, als viele

Theatermacher nach anderen Inszenierungen, anderen Formen suchten, wie Dramaturg Michael Eickhoff erklärt. Der Text teilt sich in eine lange Vorrede, die die Grundvoraussetzungen des Theaters reflek-

tiert – gefolgt von einer eher kurzen Beschimpfung. Die Schauspieler sprechen, sie spielen nicht. Regisseur Marcus Lobbes hat ein Spielprinzip entwickelt, nach dem sie an jedem Abend aufs Neue entscheiden, wer was spricht so dass keine Aufführung der anderen gleicht. Zudem sollten die Schauspieler im Text suchen, was sie anspricht - als Privatpersonen. „Die Radikalität steckt im Wort und in der Auseinandersetzung zwischen Zuschauern und Schauspielern“, sagt Kay Voges. Das Licht geht nicht aus, das Publikum sitzt mit auf der Bühne – Reaktionen offen. „Das Magische ist, dass der Zuschauer irgendwann zum na Spieler werden kann.“ Karten & Info: ꇴ 5027222

Kinder- und Jugendtelefon: ꇴ 0800 1110333. Kinderärztliche Notfallpraxis: ꇴ 0231 5029800. Zahnärztlicher Notfalldienst: ꇴ 0231 9766044. Ärztlicher Notfalldienst: ꇴ 0231 1 92 92.

Exorzismus: 19.30 Uhr, ab 16 Jahren. Die etwas anderen Cops: 14.45, 17.30, 20.15 und 22.45 Uhr, ab 12 Jahren. Die Legende der Wächter: 14.30 und 17.20 Uhr, ab 6 Jahren. Die Legende der Wächter 3D: 14 Uhr, ab 6 Jahren. Duell der Magier: 22 Uhr, ab 12 Jahren. Eat Pray Love: 16.50 und 20 Uhr. Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte: 23 Uhr, ab 12 Jahren. Goethe!: 17.30 und 20.15 Uhr, ab 6 Jahren. Gregs Tagebuch Von Idioten umzingelt!: 14.40 Uhr. Groupies bleiben nicht zum Frühstück: 14.20 Uhr. Hot Tub - Der Whirlpool... ist 'ne verdammte Zeitmaschine!: 23 Uhr, ab 16 Jahren. Ich - Einfach Unverbesserlich: 15, 17.15 und 22.50 Uhr. Ich - Einfach Unverbesserlich 3D: 14.20, 17 und 19.30 Uhr. Inception: 19.30 Uhr, ab 12 Jahren. Konfe-

renz der Tiere: 14.15 und 16.30 Uhr. Konferenz der Tiere 3D: 16.20 Uhr. Piranha 3D: 23.10 Uhr, ab 18 Jahren. Reine Fellsache Jetzt wird's haarig!: 15 Uhr. Resident Evil: Afterlife 3D: 22.20 Uhr, ab 16 Jahren. Schwesterherzen Ramonas wilde Welt: 15.15 Uhr. Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt: 17.15, 19.50 und 22.30 Uhr, ab 12 Jahren. So spielt das Leben: 14.30, 17.10, 19.50 und 22.30 Uhr, ab 6 Jahren. The American: 22.45 Uhr, ab 12 Jahren. The Social Network: 14.10, 17, 20.10 und 23 Uhr, ab 12 Jahren. The Town Stadt ohne Gnade: 20 und 22.30 Uhr, ab 16 Jahren. Twelve: 19.45 und 22.15 Uhr, ab 16 Jahren. Wall Street: Geld schläft nicht: 14, 17, 20 und 23 Uhr, ab 6 Jahren. Wie durch ein Wunder: 17.45 und 20.30 Uhr, ab 6 Jahren.

Stürzen sich in 39 Stufen in beinahe unendlich viele Rollen: Axel Holst, Uwe Rohbeck und Uta Holst-Ziegeler. Foto: Birgit Hupfeld

18 Nummern Mit 18 Nummern boten die Tänzer ein breites Spektrum, von Klassik wie Mozart-Quartetten, bis zu „Pulse“, modernem Ballett mit dem Fokus auf Rhythmik, bei dem die Dortmunder Solistin Jelena Ana Stupar auch schon mal an einer schwebenden Stange rotierte. Absoluter Höhepunkt war der Auftritt „einer der letzten großen Tänzerinnen dieser Welt“, wie Moderator Brock Lucia Lacarra vom Münchener Ensemble ankündigte. Jeder Spitzenstand, jede Pirouette passte perfekt auf Doug Adams atmosphärisches „light rain“. Die Stuttgarterin Bridget Breiner wagte mit ihrer Nummer „tué“ nach Marco Goecke eine choreographische Gratwanderung. Entgegen einiger internationaler Kritiker konnte das Dortmunder Publikum damit jedoch nicht viel anfangen. Steve McRae vom Royal Ballet London konnte mit seinen Wirbelsturm-Sequenzen seinen Stand als Liebling der Dortmunder festigen. Die Gala, unterstützt vom Förderverein Ballettfreunde, geriet einmal mehr zur Schau absoluter Körperbeherrschung.

FILMKLUB DORTMUND Berghofer Straße 229, „Schwerter Wald“, ꇴ 0231 23 65 93, Veranstaltungen des Filmclub Dortmund: 19.30 Uhr, BDFA-Umlaufprogramm - Filme aus dem Archiv des Bundesverbandes Deutscher Filmautoren. SCHAUBURG: Brückstraße 66, ꇴ 0231 9565606, Bergfest: 18.30 Uhr, ab 12 Jahren. Jud Süß - Film ohne Gewissen: 20.15 Uhr, ab 12 Jahren. Mammuth: 16.45 Uhr, ab 12 Jahren. Micmacs - Uns gehört Paris!: 18.45 Uhr, ab 12 Jahren. The American: 20.45 Uhr, ab 12 Jahren. Veronika beschließt zu sterben: 16.45 Uhr, ab 12 Jahren. SWEETSIXTEEN-KINO IM DEPOT: Immermannstr. 29, ꇴ 0231 9106623, New York memories: 19.30 Uhr, ab 12 Jahren. Princesas: 17 Uhr. Until the light takes us: 21.30 Uhr, ab 18 Jahren.

WAS, WANN, WOHIN IN DORTMUND Jazz, Blues, Soul, Folk

Schauspiel

Café Corso: Adlerstraße 83 Stadtteilzentrum, 20.30 Uhr Jazz Session zum Einsteigen. Sissikingkong: Landwehrstraße 17, 20 Uhr Christian Lauffs. Storckshof: Ostenbergstraße 111, 19.30 Uhr DIE.JAZZ: Maryland Jazzband of Cologne.

Kinder- und Jugendtheater: Sckellstraße 5-7, 11 Uhr Prinz Friedrich von Homburg.

Konzerthaus : Brückstraße 21, 20 Uhr 2. Philharmonisches Konzert.

www.derwesten.de/ veranstaltungskalender

und einzigartig der Fund war“, sagt Museumsdirektor Wolfgang E. Weick zu den Ausflügen nach Herne, Paderborn. Würzburg und Mettmann und in dortige Ausstellungen. Jetzt aber haben die historischen Botschafter eine neue Adresse – in der Abteilung für Ur- und Frühgeschichte des MKK. Um die Rekonstruktionen der beiden Gräber des Herrscherpaares aus der Merowingerzeit überhaupt unterbringen zu können, plante Ausstellungsarchitekt Gerhard Herr ein halbes Jahr. Die achtwöchigen Umbauarbeiten

Premierenwahnsinn mit Mut zur Kontroverse

Klassik

쮿 Kulturtermine für Dortmund gibt’s auch im Netz unter www.derwesten.de/doku 쮿 Mehr Veranstaltungen der Rubrik „Was, wann, wohin in Dortmund” unter

Foto: Franz Luthe

„Für so eine gigantische Unternehmung braucht man immer einen Plan A, B, C“, sagt Tobias Ehinger, Manager des Ballett Dortmund. Doch trotz einiger Ausfälle wirkte die 13. internationale Ballettgala keineswegs wie ein „Plan C“. Ballettdirektor Xin Peng Wang brachte das ausverkaufte Opernhaus mit seinem Aufgebot an Ballettströmungen aus aller Welt zum Kochen. Insgesamt drei der ausgewählten „Klassischen Traumpaare“ fielen wegen Verletzungen aus; dass Alina Lojocaru vom Royal Ballet London nicht tanzen würde, war schon vorab klar. Elza-LeimaneMartinova und Raimond Martinovs vom lettischen Nationalballett Riga bildeten die endgültige Spitze der Besetzungs-Odyssee. Das Publikum dankte ihnen die vorabendliche Spontanreise. Doch die Ballettgala wartete noch mit einigen anderen Überraschungen : Alicia Amatriain und Marijn Rademaker vom Stuttgarter Ballett präsentierten mit „Grand pas de deux“ nach Gioachino Rossini eine hinreißende Parodie auf das klassische Ballett und brachten das Publikum zum Kreischen. Die kontrollierten Fehltritte verlangten dem Paar alle technische Perfektion ab. Moderator Hannes Brock kommentierte das mit den Worten: „So muss eine Parodie sein- und nur so.“

Messen & Märkte Westfalenhallen: 19 Uhr DKM 2010.

Rock & Pop Westfalenhalle 1: 20.30 Uhr Linkin Park.

Apotheken Ärztlicher Notfalldienst: 1 92 92, 8.30 bis 8.30 Uhr, Apotheke an der Wasserburg, An der Wasserburg Bären-Apotheke, Castroper Str. 96 Hain-Apotheke, Märkische Str. 129 Olympia-Apotheke, Wambeler Hellweg 105. – 8.30 bis 21 Uhr: MarktApotheke, Bayrische Str. 69 - Merkur-Apotheke, Jasminstr. 5 - PetriApotheke, Westenhellweg 86/88.

Notruf Anwalt- und Notarverein Dortmund: ꇴ 0160 98 22 88 66. Diakonische Dienste: ꇴ 0800 1002125.

Kino CAMERA: Mallinckrodtstraße 209, ꇴ 0231 822738, Das Ende ist mein Anfang: 17 Uhr. Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte: 21 Uhr, ab 12 Jahren. Goethe!: 19 Uhr, ab 6 Jahren. CINESTAR: Steinstraße 44, ꇴ 0231 8405401, Beilight - Biss zum Abendbrot: 17.15 Uhr, ab 12 Jahren. Cehennem 3D - Hell (OmU): 18.50 und 21 Uhr. Das Sandmännchen - Abenteuer im Traumland: 15.10 Uhr. Der letzte


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Gruselkult in der Geisterstadt

Diskussionsabend zur „Sarrazin-Debatte“ Vom dummen Kopftuchmädchen bis zum Juden-Gen: Der ehemalige Bundesbanker Thilo Sarrazin hat mit seinen Äußerungen für Diskussionen gesorgt. Das Bündnis Dortmund gegen Rechts lädt zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Jörg Kronauer vom Antirassistischen Bildungsforum Rheinland. Was ist anders seit der „Sarrazin-Debatte“? Hat sie der extremen Rechten genutzt? Wird sich eine Partei rechts der CDU etablieren? Verwandelt sich der deutsche Party-Nationalismus jetzt in eine anhaltende RassistenParty mit fatalen Folgen für Menschen mit Migrationshintergrund? Die Veranstaltung beginnt am heutigen Dienstag, 26. Oktober, um 18 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus.

VHS erklärt die Überschuss-Rechnung Gewerbetreibende und die, die es werden wollen, können in einem Seminar der VHS umfassende Kenntnisse und Fertigkeiten zum Thema Gewinn-Überschuss-Rechnung erwerben. Sie erfahren wichtige Aspekte der Behandlung und Darstellung von Ausgaben und Einnahmen. Die Gewinn-Überschuss-Rechnung kann dann ohne Hinzuziehung eines Steuerberaters als Vorstufe für die jährliche Steuererklärung selbst erstellt werden. Der Lehrgang beginnt am heutigen Dienstag, 26. Oktober, 18 bis 21.15 Uhr, und läuft über drei Abende. Veranstaltungsort ist die VHS, Hansastraße 2-4. Die Teilnahme kostet 43,20 Euro. Info und Anmeldung: ꇴ 50-24708, www.vhs.dortmund.de.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Halloween: Kürbissuppe bis zum Abwinken und Mummenschanz total - Viele verdienen, andere wenden sich mit Grausen ab Frank Bußmann Spätestens 2012 soll es soweit sein: Dortmund plant den großen Coup. Der Rosenmontagszug bekommt im Herbst eine Tochter. Angesichts von 400 000 Halloween-Verkleidungen und einer Million Schminksets, die bundesweit jedes Jahr verkauft werden, sei es Zeit, dem Konsumenten-Willen mit einem Stadtfest gerecht zu werden. Es soll geistern in Dortmund. Und Halloween raus aus dem Privaten. Der Westenhellweg wird am Samstag

 zuvor zur Halloween-Shoppingzone. Von dem 200 Millionen Euro großen Umsatzkuchen, der bundesweit jedes Jahr durch den Verkauf von Glibbermasse, falschen Spinnweben und Totenköpfen anfällt, will man ein größeres Stück abknapsen. Branchenkenner sehen den Trend erst am Anfang. Eine Allianz wird in der neuen Dortmund-weiten „Fachgruppe Halloween“ geschmiedet: Schon mit Ende der Sommerferien werden die Leitungen der städtischen Kindergärten verpflichtet, in HalloweenBastelkursen die Fete vorzubereiten. Die Verträge mit den Caterern sehen vor, vor dem 31. Oktober mindestens dreimal in der Woche Kürbissuppe auf dem Speiseplan zu haben. Kurse für die Kleinen in Sachen Erpressung –

Diskussion zum unruhigen Ruhestand Wie lange werden wir in der Zukunft arbeiten müssen? Dieser Frage geht eine Veranstaltung am morgigen Mittwoch, 18 Uhr, im Wichern an der Stollenstraße 36 nach. Ausrichter sind der DGB, die Katholische Arbeitnehmerbewegung, Mieterverein, Seniorenbeirat, Sozialverband Dortmund VdK sowie das Arbeitslosenzentrum, die sich in dem „Netzwerk für eine Rente, die zum Leben reicht“ zusammengeschlossen haben. Folgende Fragen sollen im Mittelpunkt stehen: Hat die Bundesregierung Recht, wenn sie argumentiert, die Rente mit 67 sei notwendig, weil nur so das System der Rentenversicherung zu erhalten ist? Erzwingt der demografische Wandel eine solche Veränderung? Moderiert wird die Diskussion von Ina Hecht. Die Teilnahme ist kostenlos.

Stadt Dortmund setzt Bettensteuer um Es ist zum Gruseln mit Halloween: Ein US-Import macht Karriere, ob man will oder nicht. „Süßes oder Saures“ – oder ordnungsgemäßer Sachbeschädigung sind allerdings noch umstritten. Auch der Hotel- und Gaststättenverband signalisiert Unterstützung und plant entsprechende Menüs in den angeschlossenen Restaurants: KürbisSuppe, Kürbis-Mus, Kürbis süß-sauer. Anschließend grüner Wackelpudding und die Bäckereien liefern Gruselkekse, die auch so schmecken. Während die Kleinen den Kostümen in den Geschäften

hinterherjagen, stöbern die Eltern nach Kürbissen für die Deko. Väter brauchen das Material, um der Feldfrucht im VHS-Kurs die entsprechende Fratze verpassen zu können. Singles sollen bei Grusel-Partys mit Hochprozentigem ruhiggestellt werden. Süßes oder Saures lasse sich ja auch in Form von Likör und schlechtem Wein darreichen, heißt es. Und alle verdienen mit: Getränkehersteller, Lebensmittelbranche. Die Partygesellschaft freut

sich, und der Einzelhandel ist derartig Halloween-besoffen, dass er sich verpflichtet, drei Wochen vor Halloween mindestens 25 Prozent seiner Verkaufsfläche mit Spinnweben, Skelettkostümen und HexenMasken zu überziehen. Schminkpflicht der Verkäuferinnen inklusive. Da wird die Weihnachtsdeko vorübergehend zur Seite geräumt. Gruselkult überall. Kassenschlager Halloween. Nachdem sich das Ereignis nach und nach in den Feten-

Foto: Knut Vahlensieck

Kalender eingeschlichen hat, soll es nun richtig ausgeschlachtet werden. Das Schicksal anderer importierter Ereignisse ist warnendes Beispiel. Der Valentinstag ist nie die mögliche Konjunkturhilfe geworden, die man mit organisierten BlumensteckKursen, Valentins-Tanzkursen oder Kuschel-Wochenenden hätte aus ihm machen können. Damals waren wir vielleicht von allen guten Geistern verlassen – nicht aber bei Halloween.

Mit der Post von gestern haben Stadtkasse und Steueramt ein Infoschreiben an insgesamt 178 Betriebe geschickt, die nach Feststellungen des Amtes einen Beherbergungsbetrieb in Dortmund betreiben und somit von der Abgabe auf entgeltliche Beherbergungen betroffen sind. Es handelt sich hierbei um 60 Hotels/ Pensionen, 2 Jugendherbergen, 3 Campingplätze und 113 Privatvermietungen. Damit hat die Stadt Dortmund den ersten Schritt zur Umsetzung der sogenannten „Bettensteuer“ getan.

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DORTMUND

WDO_6 NR.250

IN KÜRZE Beratung. Die Wehrpflicht ist

noch nicht abgeschafft: Eine Beratung von Kriegsdienstverweigerern aus Gewissensgründen findet am Mittwoch, 27. Oktober, ab 19 Uhr statt – im Sitzungszimmer des Jugendrings Dortmund, Friedhof 6-8, nach vorheriger Anmeldung (ꇴ 02303-16610 oder 015156688728).

Schlaganfall. Für Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, findet am heutigen Dienstag, 26. Oktober, eine kostenlose Beratung im Wilhelm-Hansmann-Haus, Märkische Straße 21, statt. In der Zeit von 16.30 bis 17.30 Uhr steht Hans Holger Otto vom Verein für Schlaganfallbetroffene für Fragen und Informationen zur Verfügung. Mindestlohn. Die Einfüh-

rung eines gesetzlichen Mindestlohns wird auch in Kirche und Gewerkschaft intensiv thematisiert. Unter dem Aspekt, dass der Niedriglohnsektor immer größer wird, diskutiert der Arbeitskreis Evangelische Kirche und DGB-Gewerkschaften in der Veranstaltung „Mindestlohn vernichtet Arbeitsplätze?“. Referenten sind Thomas Gauger, Landesvorsitzender der Gewerkschaft NGG, und Anne Rabenschlag, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Dortmund und Mitglied der westfälischen Kirchenleitung. Der Diskussionsabend beginnt um 18.30 Uhr und findet heute, 26. Oktober, im ver.di-Haus, Königswall 36, statt.

Chancen für Jugendliche erhöhen Vereinbarung für Aufbau und Betrieb eines Kompetenzzentrums unterzeichnet - Modellprojekt bis zum 31. Juli 2013 Thilo Kortmann Jugendliche stehen nach dem Schulabschluss häufig vor der Frage: Ausbildung oder Studium? Und: Wo liegen eigentlich meine Stärken? Diese sollen Schüler ab demnächst in einem Jugendkompetenzzentrum herausfinden, für das OB Ullrich Sierau, ISB-Vorsitzender Andreas Koch und die EDG-Geschäftsführer Klaus Niesmann und Frank Hengstenberg gestern eine Kooperationsvereinigung zum Aufbau und Betrieb unterzeichneten. Der Fachbereich Schule und Regionales Bildungsbüro, die Interessengemeinschaft sozialgewerbliche Beschäftigungsinitiativen (ISB) und die EDG wollen somit Jugendlichen dauerhaft Unterstützung anbieten. Als Standort des Zentrums ist das leerstehende Bürogebäude der EDG im Sunderweg 86 vorgesehen. In sieben Räumen sollen schon bald Bewerbungsgespräche simuliert oder der Umgang mit dem PC geschult werden. Zielgruppe sind Schüler aller Schulformen ab Klasse 7 bis hin zur Aufnahme einer Ausbildung, beziehungsweise Arbeit. Das Regionale Bildungsbüro wird die Kommunikation mit den Schulen sicher stellen und beteiligt sich an der inhaltlichen wie organisatorischen Abwicklung. Der Träger des

Jugend, Kompetenz und Politik: Gestern wurde die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Kompetenzzentrums, die ISB, sorgt sich mit seinen Partnern um die Potenzialanalyse und Kompetenzförderung von bis zu 3500 Schülern jährlich. „Bis 2013 wollen wir rund 10.500 Schüler fördern“, erklärte Koch. „Kein Jugendlicher soll bei

der beruflichen Wahl auf der Strecke bleiben. Außerdem bin ich in dieser Hinsicht dafür, dass junge Leute gleich mehrere Chancen bekommen sollten. So lange, bis es passt“, betonte Sierau. Mit der EDG habe man einen Partner gefunden, der

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sich ganz im Sinne des Projekts „Zeitgewinn“ für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler stark machen werde. Und auch Klaus Niesmann sagte strahlend: „Wir freuen uns, dass es uns in sehr kurzer Zeit mit intensiven Gesprächen gelungen ist, konkrete

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Wie wurden die Nationalhelden im Ruhrgebiet verehrt? Um diese Frage dreht sich der Vortrag „Der Eiserne Reinoldus und der Schmied von Essen“, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am heutigen Dienstag, 26. Oktober, in sein Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund einlädt. Ab 19.30 Uhr wird Dr. Thomas Parent, stellvertretender LWLMuseumsdirektor, am Beispiel von Denkmälern über nationale Heldenkulte sprechen. Der Vortrag findet begleitend zur aktuellen Studio-Ausstellung auf der Zeche Zollern statt, die unter dem Titel „Alles Helden?“ Ansichtskarten aus dem 19. und 20. Jahrhundert mit Denkmälern im Revier vorstellt. „In mehreren Städten erinnern Skulpturen der Viktoria und der Germania an den siegreichen Reichseinigungskrieg von 1870/71. Für die Hohensyburg finanzierte die Großindustrie ein monumentales Kaiserdenkmal, um vaterländische Gefühle bei ihren Bergleuten und Stahlkochern zu erzeugen. Im Ersten Weltkrieg regten Nagelmänner wie der ,Eiserne Reinoldus’ und der ‚Schmied von Essen’ zu patriotischen Geldspenden an“, nennt Parent Beispiele. Im Vorfeld des Vortrags können Besucher ab 19 Uhr die Postkarten-Ausstellung besichtigen. Es wird kein Eintritt erhoben.

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Vortrag über Nationalhelden im Ruhrgebiet

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Dienstag, 26. Oktober 2010

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Nr. 250 · Dienstag, 26. Oktober 2010

Statt Karten

Niemals geht man so ganz, ein Teil von mir bleibt hier.

Wenn Ihr an micht denkt, seid nicht traurig. Erzählt lieber von mir und traut euch ruhig zu lachen. Lasst mir einen Platz zwischen euch, so wie ich ihn im Leben hatte.

In stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Oma und Uroma

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Oma, Tante und Cousine

Eleonore Weinert geb. Köhler H21.12.1919

Meine Zeit in deinen Händen

† 19.10.2010

Marianne Dirkes In Liebe und Dankbarkeit:

geb. Hölzemann H14.07.1933

Wolfgang und Vera Schulte geb. Weinert Frank und Sabine Rüdiger geb. Weinert Burkhard und Astrid Millner geb. Weinert Volker und Christa Weinert geb. Kemski und die Enkel und Urenkel Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Als die Kraft zu Ende ging, war's kein Sterben, war's Erlösung. In Liebe und Dankbarkeit nahmen wir Abschied von meiner geliebten Ehefrau, guten Mutter, Schwiegermutter, herzensguten Oma, Uroma, Schwester, Schwägerin und Tante

† 22.10.2010

In stiller Trauer:

Jürgen und Monika Hoffmann geb. Dirkes Gerd Dirkes Stefan Kohlmann 44379 Dortmund (Marten), Am Roten Haus 17 Die Trauerfeier zur Einäscherung ist am Donnerstag, dem 28. Oktober 2010, um 12 Uhr in der Trauerhalle des Bezirksfriedhofes Dortmund-Marten. Von Kranz- und Blumenspenden bitten wir Abstand zu nehmen.

Von guten Mächten wurderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Ein erfülltes, zauberhaftes Leben ging würdevoll zu Ende.

Teppichwäsche Azad DO/527010

„Ein Kind ohne Bildung ist ein Mensch ohne Zukunft.“ Horst Janson, Schauspieler

Rolf Bankner * 15. Januar 1925

† 23. Oktober 2010

In Dankbarkeit und Liebe verabschieden wir uns, auch im Namen jener, die ihn wertschätzten und ihn begleitet haben.

Johanna Bankner geb. Mause Falk Rolf Bankner Bestattungshaus Weber, Brackeler Hellweg 51, 44309 Dortmund, Telefon 02 31 / 92 50 500 Die Trauerfeier zur Einäscherung findet am Freitag, dem 29. Oktober 2010, um 11.00 Uhr in der Kapelle des evangelischen Gemeindefriedhofes in Dortmund-Brackel, Hörder Straße, statt.

Unterstützen Sie mit mir die Deutsche Welthungerhilfe, damit alle Kinder unserer Welt zur Schule gehen können. Weitere Informationen: www.welthungerhilfe.de

Anstelle freundlich zugedachter Kranz- und Blumengaben bitten wir im Sinne des Verstorbenen um eine Spende für „Unsere kleinen Brüder und Schwestern E. V.“, Konto-Nr. 12 000, Sozialbank Karlsruhe, BLZ 660 205 00, Stichwort: Beisetzung Rolf Bankner

Statt Karten

Meta Cziort

Sonstiger Einzelhandel

Sparkasse KölnBonn Konto 1115 BLZ 370 501 98

geb. Przystawik * 11.09.1925

Der Tod ist der Horizont unseres Lebens, doch der Horizont ist nur das Ende unserer Sicht.

† 20.10.2010

In stiller Trauer: Heinz Cziort Hannelore Stoffer geb. Cziort mit Ehemann Hans-Dieter Dieter Stoffer Susanne Paltian geb. Stoffer mit Ehemann Frank Nina, Kim und Jana sowie alle Anverwandte

Auf Wunsch unserer lieben Verstorbenen fand die Beisetzung im engsten Familienkreis statt. KOCH Bestattungen - Piepenstockstraße 8 - 44263 Dortmund - Tel.: 0231/41 22 16

Wir trauern um

Horst Hoppe Man stirbt nicht, wenn man in den Herzen der Menschen weiterlebt, die man verlässt.

* 24. 9. 1927

„Die Kinder im Kongo spielen in Zukunft mit!“ Jörg Pilawa

† 14. 10. 2010

Im Namen aller Angehörigen Jürgen und Ingrid Trunk geb. Hoppe

Ein Internet-Service der WAZ Mediengruppe 44388 Dortmund-Lütgendortmund

Themenbereiche des Trauerportals Die Beisetzung fand am 21. 10. 2010 im engsten Familienkreis statt.

An Stelle persönlicher Benachrichtigung

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Wenn die Kraft versiegt, die Sonne nicht mehr wärmt, der Schmerz das Lächeln einholt, dann ist der ewige Frieden eine Erlösung.

Nach kurzer Krankheit entschlief heute mein lieber Sohn, guter Vater, Schwiegervater, unser Opa und mein Lebensgefährte

Franz Hülsmann H 4. 4. 1948

† 23. 10. 2010

In Liebe und Dankbarkeit und stiller Trauer nehmen wir Abschied.

Grete Hülsmann Britta und Thorsten Hülsmann mit Rebecca und Hannah Edith Loffreda

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Eine wichtige Funktion von Trauer.de ist der Gedenkbereich. Hier können Freunde oder Bekannte ihr Mitgefühl und ihre Unterstützung ausdrücken. Wie war dieser Mensch, welche schönen Momente verbindet man mit ihm? Auch wer nicht persönlich an der Trauerfeier teilnehmen kann, hat im Kondolenzbuch von Trauer.de die Möglichkeit, den Angehörigen tröstende Worte zu übermitteln.

Als Service im Sterbefall für Vorsorge und Unterstützung. Hier findet man die kompetenten Dienstleister aus der Region zu den Themen Vorsorge, Bestattung, Grabpflege, etc.

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44289 Dortmund-Sölderholz, Dahlienstraße 22 Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 28. Oktober 2010, um 10.00 Uhr in der Trauerhalle des Bezirksfriedhofes Dortmund-Aplerbeck, Kortenstraße, statt. Anschließend erfolgt die Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis. Olheide Bestattungen, Dortmund-Sölde, Tel. 0231 / 40 15 39

Ein Mensch ist nicht mehr da, wo er war. Aber er ist überall, wo wir sind.

Bitte unterstützen Sie die Deutsche Welthungerhilfe, die durch Hilfe zur Selbsthilfe weltweit Kindern den Weg aus Hunger und Armut ermöglicht. Weitere Informationen: www.welthungerhilfe.de


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Nr. 250 · Dienstag, 26. Oktober 2010

Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.

Traurig nehmen wir Abschied von unserem guten Vater, Schwiegervater, Opa und Uropa

Karl-Heinz Klemp H 7. 4. 1922

Menschen, die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen.

Es gibt nichts, was die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann. Je schöner und voller die Erinnerung, desto härter die Trennung, aber die Dankbarkeit schenkt in der Trauer eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich. D. Bonhoeffer

Er war voller Hoffnung wieder gesund zu werden. So gerne hätte er noch gelebt.

Franz-Josef Netthöfel H5.8.1941

† 23. 10. 2010

In Liebe:

Ingeborg und Michel mit Alexia und Tiffany Gabriele und Bernd mit Patric

Wir vermissen ihn sehr:

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied und gedenken der Zeit, die wir mit ihr verbringen durften.

Margret Netthöfel geb. Tanski Martin und Rita Netthöfel mit Jannik und Hannah

Margarete Marquardt

Heinz und Elisabeth Weber geb. Netthöfel

geb. Köhler * 30. 11. 1928

Helmut und Waltraud Tanski

† 15. 10. 2010

sowie alle Angehörigen

und Angehörige Dortmund-Westerfilde

In stiller Trauer Traueranschrift: Gabriele Kansy 42897 Remscheid, Rudolf-Stosberg Straße 6 Die Trauerfeier zur anschließenden Beisetzung auf dem evangelischen Friedhof ist am Freitag, dem 29. Oktober 2010, um 11.00 Uhr in der Großen Kirche an der Märtmannstraße, Dortmund-Aplerbeck.

Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig, erzählt lieber von mir und traut euch ruhig zu lachen. Lasst mir einen Platz zwischen euch, so, wie ich ihn im Leben hatte.

Horst Kuhnt H8. April 1932 † 23. Oktober 2010 Du warst immer für uns da und lebst in unseren Herzen weiter.

† 22.10.2010

Die Trauerfeier zur anschließenden Beerdigung ist am Donnerstag, dem 28. Oktober 2010 um 11.00 Uhr in der Trauerhalle des Friedhofes Dortmund-Huckarde, Urbanusstraße.

Kinder und Enkelkinder

Huhn Bestattungen Dortmund, Telefon 93 10 400

Die Trauerfeier zur anschließenden Beisetzung ist am Mittwoch, dem 27. Oktober 2010 um 11.00 Uhr in der Trauerhalle des Bezirksfriedhofes DortmundMenglinghausen, Menglinghauser Straße.

Immer, wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.

Eines bestehet, nimmer vergehet, was du im Leben hast liebend getan.

Nach dem Willen unseres himmlischen Vaters wurde heute mein lieber Mann, herzensguter Vater, unser Bruder, Schwager und Onkel in die Ewigkeit abberufen

Unsere Herzen halten dich gefangen, so, als wärst du nie gegangen.

Unser lieber Holger hat uns im Alter von nur 39 Jahren für immer verlassen. Er wird immer in unseren Herzen bleiben.

Holger Schluckebier * 29. 3. 1971

† 20. 10. 2010

cht „Die Welt brahuten.“ gute Nachric

Rudolf Nußbaum H 17. April 1919

† 21. Oktober 2010

In der Gewissheit des ewigen Lebens, freuen wir uns auf ein baldiges Wiedersehen:

Werden te! auch Sie Pa Nähere Infos:

0ww4w.0plan-6-d1eu1tsch4lan0d.d0e

Erna Nußbaum Anke Fritz Nußbaum Hermann und Hildegard Nußbaum und Anverwandte

Wir sind unendlich traurig.

Deine Hiltrud Gabi und Thomas Sascha und Melanie und Anverwandte

Walter und Ursula Schluckebier

Steinfurtweg 29 - 44379 Dortmund

Lona Appel mit Fine

Die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung ist am Mittwoch, dem 27. Oktober 2010, um 12.00 Uhr in der Trauerhalle des Friedhofes Dortmund-Kirchlinde, Bockenfelder Straße. Von Beileidsbekundungen bitten wir abzusehen. Bestattungen Sprenger - Dortmund-Kirchlinde - Telefon 0231 - 67 25 46

Statt Karten

Carsten und Claudia

Die Beisetzung findet am Freitag, dem 29. Oktober 2010, um 12.00 Uhr auf dem Bezirksfriedhof Dortmund-Wischlingen, Wischlinger Weg 65, statt.

mit Frederik Britta und Marek

Der Trauergottesdienst ist am Donnerstag, dem 4. November 2010, um 18.00 Uhr in der Neuapostolischen Kirche Dortmund-Mengede (Ortsteil Nette), Dörwerstraße 40. Bestattungen Lass, Weserstraße 4, 44309 Dortmund, Tel. 0231 / 20 13 23

Die Trauerfeier ist am Freitag, dem 29. Oktober 2010, um 13.00 Uhr in der Trauerhalle des Bezirksfriedhofes Wellinghofen, Auf den Porten 29, 44265 Dortmund.

Anna Schubert geb. Hammie

H 27. 12. 1928 Heute entschlief nach einem erfüllten Leben meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter

† 23. 10. 2010

Sie entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit. In stiller Trauer:

Hildegard Lindemann geb. Nonnenmacher H 26. 8. 1926

† 24. 10. 2010

In stiller Trauer:

Willi Lindemann Klaus Lindemann Gerd Lindemann und Regina Andrä sowie alle Angehörigen Dortmund-Dorstfeld Die Beisetzung findet in aller Stille statt. Huhn Bestattungen, Dortmund, Telefon 93 10 400

Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Dietrich Bonhoeffer

Die Urnenbeisetzung schließt sich an.

Meine Kräfte sind zu Ende, nimm mich, Herr, in deine Hände. Mit dem Tod eines Menschen verliert man Vieles, niemals aber die mit ihm verbrachte Zeit.

44369 Dortmund, Mailoh 13

Wolfgang und Elisabeth Schubert mit Katharina Annette und Dr. Christian Guhl mit Teresa Tanja Schubert und Fred Meiser mit Till

Luzie Fischer geb. Martinecz * 21. 12. 1930

Traurig nehmen wir Abschied. Peter, Evelin, Sylvie und Katrin mit Lea Rolf, Anna, David Conny, Wolfgang, Leonie, Elisa Gaby, Sascha, Vincent Linda und Sebastian mit Henry Ruth Linné 44269 Dortmund-Berghofen, Neuflöz 10 Die Abschiedsfeier zur anschließenden Beisetzung findet Freitag, den 29. 10. 2010 um 13 Uhr in der Auferstehungskapelle des Evangelischen Friedhofes DortmundBerghofen, Schöner Pfad, statt. Lategahn Bestattungen Dortmund, Telefon 0231- 41 11 22

Geschwister und Anverwandte

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44289 Dortmund-Sölde, Hyazinthenstraße 8

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Kondolenzanschrift: 44289 Dortmund, Am Kapellenufer 91 Die Trauerfeier zur anschließenden Beisetzung findet am Freitag, dem 29. Oktober 2010 um 12.00 Uhr auf dem Bezirksfriedhof Dortmund-Aplerbeck, Kortenstraße, statt.

Olheide Bestattungen, Dortmund-Sölde, Tel. 0231 / 40 15 39

† 22. 10. 2010

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Nach der Zeit der Tränen und der tiefen Trauer bleibt die Erinnerung. Die Erinnerung ist unsterblich und gibt uns Trost und Kraft.

Die Traueranzeige in der Tageszeitung schließt alle mit ein, die den verstorbenen Menschen gekannt haben. Sie ist Ausdruck der Teilnahme und des Trostes.


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DerWesten.de/kultur

WKU_1 NR.250

Dienstag, 26. Oktober 2010

KU LTUR „Vielleicht ist Köln etwas wie Stuttgart 21 erspart geblieben“ Wie Intendantin Karin Beier das Schauspiel in die erste Theaterliga zurückführte. Kultur 2

»Genialer Schrott« Titel einer Ringvorlesung über das Phänomen Industriekultur. Sie findet im Saarland statt, im Völklinger Eisenwerk. Die Völklinger Hütte wurde 1994 als erstes Industriedenkmal „Weltkulturerbe“

Nach 30 Jahren ist der Walkman am Ende Sony stellt die Produktion des mobilen Kassettenrekorders ein. Gesellschaft

Westfälische Rundschau

Musik frei Haus

AUF EIN WORT

Im Ruhrgebiet öffnen Förderer ihre Räume fürs Konzertleben: Die Initiative „Musik in den Häusern der Stadt“ kommt

Kampf um den Hobbit-Film in Neuseeland Wellington. Neuseelands Städte wirkten am Montag, als würde hier die Schlacht um Mittelerde geschlagen: Tausende oftmals als Hobbits, Orks oder Gandalfs verkleidete Menschen demonstrierten für einen Verbleib der „Hobbit“-Verfilmung in ihrem Land. Wegen der entscheidenden Gespräche mit Warner Bros. fanden Kundgebungen im ganzen Land statt, denn Warner Bros. droht nach einem Streit mit Gewerkschaften abzuwandern. Im Kampf für einen Rahmenvertrag für die Schauspieler hatten die Gewerkschaften im September zum Boykott der „Hobbit“-Verfilmung aufgerufen. Seit der Drohung des Regisseurs Peter Jackson, den Dreh ins Ausland zu verlagern, bemühen sich die Gewerkschaften um Schadensbegrenzung. Am Sonntag versprachen sie, die Dreharbeiten des Millionenprojekts nicht zu behindern. afp

LEUTE Starkoch Vincent Klink als Aufklärer

Vincent Klink

Foto: Rowohlt Verlag

Essen. Gutes Essen braucht aufgeklärte Konsumenten: Deshalb ist Sternekoch Vincent Klink eingeladen, gemeinsam mit Literaturkritiker Denis Scheck im Rahmen der Reihe „Mehr Licht!“ aufzutreten. Am Sonntag, 31. Oktober, sind sie ab 20 Uhr in der Neuen Galerie Gladbeck zu Gast. Die Entscheidung zwischen „dem, was schmeckt und dem, was nicht schmeckt“, ist für Klink „ein kleines Stück Freiheit“.

Essen. Der klassische Konzertbesuch ist ein berechenbarer Dreiklang. Er besteht aus: Hingehen, zuhören, weggehen. Das macht diese Kultursparte nicht zum Spitzenreiter in Sachen Kommunikation. Eine Initiative ändert das seit geraumer Zeit recht erfolgreich. Jetzt kommt „Musik in den Häusern der Stadt“ erstmals ins Ruhrgebiet. Natürlich hat Ruhr.2010 den Ausschlag dafür gegeben, dass nicht länger Hamburg, Köln und Berlin die einzigen Aufführungsorte sind. Vom 3. bis 7. November werden zwischen Duisburg und Dortmund Flughäfen besungen, im

»Bitte nicht noch ein Stipendium, lieber einen richtig schönen Auftritt« Schalker Glückauf-Club saxophonisch zum „Crossover“ geblasen oder in der Maschinenhalle „Friedlicher Nachbar“ mit „Frau Höpker“ zum Gesang gebeten. Was ist das über den Gag hinaus? „Eine weitere Chance, aufzutreten, mit Hörern ins Gespräch zu kommen, der Musik ganz nah zu sein“, sagt Claudia Bousset von „Kunstsalon e.V.“ Claudia Bousset ist Festspielleiterin von „Musik in den Häusern der Stadt“. Diese Häuser können in der Stadt alles Mögliche sein – schicke Villen, wuchtige Fabrikgebäude, noble Lofts, lustige Läden, kunstsinnige Hinterhöfe, eine Arztpraxis oder (wie am 6. November, 18 Uhr, Friedrichstraße 47, Essen) die Zentralredaktion einer großen deutschen Tageszeitung. Es habe, sagt Claudia Bousset, so viele Musiker gegeben, die sich eine andere Unterstützung gewünscht hätten als die übliche. Übersetzt hieß das für den „Kunstsalon“: bitte nicht noch ein Stipendium, lieber Infos im Internet unter www.kunstsalon.de und täglich von 11 bis 14 Uhr unter Tel. 0221-93679530

Essen. Der Schriftsteller Peter Wawerzinek, der in diesem Jahr den Bachmann-Preis erhielt, ist im Düsseldorfer Heinrich-Heine-Haus in der Bolkerstraße zu Gast. Am Donnerstag, 28. Oktober, liest er ab 19.30 Uhr aus seinem Roman „Rabenliebe“. Darin erzählt der Schriftsteller von seiner Kindheit, die er in Kinderheimen der DDR verbrachte – und von seiner lebenslangen Sehnsucht nach der Mutter, die ihn verließ.

Gut klingen könnte es zum Beispiel...

Hausbesuch der wohlklingenden Art: Eine Initiative bringt „Musik in die Häuser der Stadt“. Foto: Studnar einen richtig schönen Auftritt. Den bekommen alle Jazzer und Weltmusiker, alle klassischen und die zeitgenössischen Künstler, die die Initiative für ihr Festival auswählt. Denn wer immer sein Haus zur Verfügung stellt, ist echter Gastgeber. Er lässt Fremde

(Zuhörer) in die eigenen vier Wände, er bestuhlt bequem, sorgt für einen Imbiss und freut sich über jeden, der nach dem letzten Takt noch ein bisschen bleibt, um sich auszutauschen über Chansons in einer ehemaligen Backstube (Mülheim, 6.11.) oder Groovejazz

(6.11.) im Alten Umspannwerk von Recklinghausen. Es werden ständig mehr, die sich am ungewöhnlichen Sponsoren-Modell beteiligen, das ja im Grunde eine Rückkehr zu den Anfängen des Mäzenatentums ist. Man empfängt den Künstler bei sich,

... zum Auftakt am Flughafen Essen/Mülheim, wo „Quadro Nevo“ als Gast von Fritz Pleitgen „Tango. Musette. Weltmusik“ spielen (3.11., 20 Uhr). ...bei einem Abend mit dem „Ulla van Daelen-Duo“ für Harfe mit Klassik, Folk und Jazz: 4.11., 19.30h, Rükontor Essen ... bei Beethoven und Brahms mitten in einer Bank mit dem Schnitzler-Quartett (4.11., 20h, Lindenallee 29, Essen) ...bei amüsanter „Fischmusik mit 3 Musikern“: Markus und Rochus Aust, Content Desk der WAZ-Mediengruppe: (6.11., 18 h, Friedrichstr. 47, Essen)

Der deutsche Regisseur Robert Schwentke setzt mit „R.E.D.“ dem Veteranenfilm ein neues Denkmal Arnold Hohmann

Foto: ddp

KONZERTE IN DER REGION

Rentner, extrem gefährlich

Peter Wawerzinek liest in Düsseldorf

Peter Wawerzinek

man begegnet ihm, man wird nicht selten seinen künftigen Weg aufmerksamer begleiten als bisher. Der Mut, seine vier Wände Unbekannten zu öffnen, gehört freilich dazu. Im Ruhrgebiet war das offenbar kein Problem. Neben Adressen von Banken, Architekten, Versicherungen findet sich im Programm vielfach der schlichte Zusatz „Privathaus“. 2010 werden es in allen vier beteiligten Regionen der Republik insgesamt 120 Konzerte an sechs Tagen sein. Gleich wer spielt, gleich wo : Immer beträgt der Eintrittspreis 18 Euro (ermäßigt 11), immer muss man sich vorher anmelden – damit die Musik nicht aus der Fuge gerät. Natürlich kostet die „Musik in den Häusern der Stadt“ mehr als sie über den Eintritt einspielt. Die öffentliche Hand wird allerdings nicht schützend darüber gehalten. Das Festival wird ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert. Die Gastgeber und zahlreichen Förderer stemmen das. Über den Mehrwert ist man sich einig: schlichtweg „Lebensfreude“ schaffe die „Bereicherung von Geber und Nehmer“.

Lars von der Gönna

Essen. Sei es im Bereich der Pop-Konzerte, sei es im Filmgeschäft: Veteranen sind derzeit mehr denn je die sichere Bank für solide Einnahmen. Vor allem auf der Leinwand fängt inzwischen jenseits der 60 der Spaß erst richtig an. Jemand wie die britische Nobel-Actrice Helen Mirren beispielsweise musste erst 65 Lenze zählen, bis sie sich nun voller Lust hinter ein Maschinengewehr klemmen darf, um die Gegner reihenweise zu dezimieren und danach im Tarnanzug zu entkommen. Die Szene entstammt dem Actionfilm „R.E.D“, eine bei der CIA gebräuchliche Abkür-

ONLINE Die Bilder zum Film unter

DerWesten.de/red

zung für „Retired, extremely dangerous“. Gemeint sind demnach pensionierte Agenten, die einst Geheimnisträger waren und auch im Alter die Flinte noch nicht ins Korn geworfen haben. Frank Moses (Bruce Willis, 55) ist so ein Aktenvorgang. Eigentlich will der Alleinstehende sich in der gepflegten Langeweile des Ruhestandes einrichten, sich nur noch mit Weihnachtsdeko vorm Haus beschäftigen und hin und wieder mit seiner Rentensachbearbeiterin Sarah (Mary-Louise Parker) am Telefon flirten. Aber dann wird ihm ausgerechnet von seinen eigenen Leuten das Reihenhaus zu Klump geschossen, und er selbst muss sich mit der Tatsache anfreunden, dass er auf der Abschussliste seines einstigen Arbeitgebers steht.

Moses sammelt nun alte Kombattanten um sich, etwa den schizophrenen Waffenfetischisten Marvin Boggs (John Malkovich, 56), den Altersheimbewohner Joe Matheson (Morgan Freeman, 73) sowie die einst sehr effiziente Killer-

Queen Victoria (Helen Mirren). Gemeinsam mit dem russischen KGB-Rentier Ivan (Brian Cox, 64) bildete sie einst das Traumpaar des Kalten Krieges. Ein Wiedersehen aber zeigt sofort, dass da noch genug Hitze überlebt hat.

Bruce Willis, John Malkovich, Helen Mirren in „R.E.D.“ Foto: Concorde

Inszeniert hat dieses explosive Gruppenspiel grauer Panther der Deutsche Robert Schwentke („Flightplan“). Er kann von Glück sagen, dass seine alten Hasen mit derartiger Spielfreude bei der Sache sind. Jedem ironischen Grinsen der betagten Profis möchte man applaudieren, dem Drehbuch eher weniger. Das gibt als Quelle die gleichnamige Graphic Novel von Warren Ellis und Cully Hamner an, musste dabei jedoch einen 66-seitigen Comic auf Spielfilmlänge dehnen. Aus dem Einzelkämpfer Moses wird deshalb nun ein Teamplayer, dessen Mitspieler zum Teil sehr umständlich und teilweise erst sehr spät eingeführt werden. Aber natürlich ist es letztendlich dieses Gruppenphänomen, das dem Film seinen Charme verleiht.

Der Lektor als Gentleman Man hat der Jungfer Jane Austen wilde Affären angedichtet, um ihr profundes Wissen über leidenschaftliche Liebe zu erklären – dabei waren ihre Heldinnen doch mehrheitlich vom Typ „Emma“: kühl kalkulierend, eher Verstand als Gefühl. Ihre stilistische Sicherheit jedoch wurde, im Gegensatz zur thematischen, nie in Frage gestellt. Nun aber ergaben Auswertungen unveröffentlichter Originale, dass die britische Romancieuse mitnichten die „perfekte Stilistin“ war, als die sie galt. Eine Studie der Universität Oxford kommt zum Schluss: „Sie brach die meisten Regeln für gutes Schrift-Englisch.“ Austens Lektor William Gifford soll verantwortlich sein für jenen Schliff, der Werke wie „Stolz und Vorurteil“ berühmt machte. Ein wahrhaftiger „Mr. Darcy“: edelmütig, hilfreich, bescheiden – verschwiegen. Jetzt wissen wir vielleicht, wen Austen bei der Entwicklung ihrer perfekten Romanhelhei den im Sinn hatte.

Scissor Sisters sagen Tournee ab Kopenhagen. Die New Yorker Popband Scissor Sisters hat ihre Konzerte in sieben europäischen Ländern wegen „Finanzproblemen“ überraschend abgesagt, darunter auch die Auftritte in Hamburg (31.10.), Köln (2.11.) und München (14.11.). „Es ist unmöglich geworden, dass die Tour finanziell funktioniert“, erklärte die Band dazu etwas nebulös. Einzelheiten wurden nicht genannt. Die Karten sollen zurückgegeben werden dapd können.

Universität Bonn im Goldrausch Bonn. Das Mineralogische Museum der Uni Bonn befasst sich in Kürze mit dem Edelmetall Gold. Ab dem 7. November werden in einer Ausstellung im Poppelsdorfer Schloss neben Goldmineralen und „Nuggets“ auch Verwendungszwecke im Verlauf der Geschichte erläutert – als Kultobjekt, Zahlungsmittel oder Schmuckstück. Infos: epd www3.uni-bonn.de

DAS GEDICHT

Hälfte des Lebens Friedrich Hölderlin (1770-1843) Mit gelben Birnen hänget Und voll mit wilden Rosen Das Land in den See, Ihr holden Schwäne, Und trunken von Küssen Tunkt ihr das Haupt Ins heilignüchterne Wasser. Weh mir, wo nehm ich, wenn Es Winter ist, die Blumen, und wo Den Sonnenschein, Und Schatten der Erde? Die Mauern stehn Sprachlos und kalt, im Winde Klirren die Fahnen.

@ kultur@waz.de


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KULTUR

WKU_2 NR.250

Dienstag, 26. Oktober 2010

Aufbauen, nicht abreißen

NAVIGATOR

Intendantin Karin Beier hat das Kölner Schauspielhaus in die erste Theaterliga zurückgeführt. Geschenkt hat man ihr wenig Martina Schürmann

Nabelschau „Schreiben heißt in sich selbst lesen” – bei diesem Satz zu Beginn des Buches kann man ahnen, wohin die Reise geht. Als der französische Hedonist Frédéric Beigbeder einst in sich selbst die Abgründe der Werbeindustrie erkannte, wurde er zum Star und sein witziges Buch „39,90” internationaler Bestseller. Heute moderiert Beigbeder Literatursendungen, hat einen eigenen Verlag und einen Gastauftritt im aktuellen Buch seine Kollegen Michel Houllebecq – als koksender Schriftsteller. Tatsächlich wurde Beigbeder im Januar 2008 auf offener Straße beim Drogenkonsum erwischt und verbrachte eine Nacht im Gefängnis. Mit diesem Skandälchen beginnt „Ein französischer Roman” (Piper, 320 S., 19,95 €). Denn die Nacht im Verlies offenbart: Beigbeder mangelt es an Kindheitserinnerungen. „Vielleicht war meine Kindheit nur eine lange Reihe langweiliger, öder, trüber Tage, eintönig wie die Wellen am Strand?” Ja – vielleicht. Der Reichtum der Familie aus Neuilly-sur-Seine taugt nicht für kämpferische Dramatik. Also schlägt Beigbeder den Bogen von Seitensprüngen seiner Eltern zur eigenen Scheidung, wirft französische Historie in den Topf sowie Schlaues aus fremden Federn. Man kann positiv vermerken, dass dies ein ehrliches Buch ist. Eitelkeit glänzt hier hei völlig unverstellt.

Mario Levi erkrankt Dortmund. Eigentlich sollte der türkische Romancier Mario Levie heute Abend in der Auslandsgesellschaft NRW über Istanbul als „Stadt der tausend Seelen, der tausend Schicksale, der tausend Sprachen“ sprechen. Doch der Autor ist erkrankt, er kann nicht anreisen. Die Lesung muss ausfallen.

R ÄTSEL

Auflösung vom 25. Oktober Füllen Sie das Raster mit den Zahlen von 1 bis 9. In jeder Zeile und in jeder Spalte darf jede Ziffer nur einmal vorkommen. Auch in jedem Unterquadrat darf jede Zahl nur einmal stehen. Sudoku-Rätsel in drei Schwierigkeitsstufen finden Sie auch täglich auf unserer Internetseite: DerWesten.de/sudoku

über die Zukunft der Studiobühne verhandelt. Noch sei es zu früh, „in Kampfposition zu gehen“, sagt Beier, die ihren Vertrag bis 2014 verlängert hat. Aber man glaubt der agilen Theaterfrau, die schon als Studentin ein Ensemble leitete, dass sie „kein Theater leiten muss, um glücklich zu sein. Ich könnte auch eine Weile auf Mallorca leben oder in Wien.“ Matthias Hartmann, einst Bochumer Intendant und nun Hausherr der Wiener Burg, hat gleich angerufen, als es mit dem Neubau-Ärger losging: „Du kannst immer kommen.“

Köln. Vermutlich ist das Büro von Karin Beier das einzige Intendanten-Büro der Republik, in dem eine Kinderschaukel hängt. Dispositionspläne und Espressomaschine sucht man vergebens, stattdessen gibt es großformatige Fotografien einer lachenden Vierjährigen. Momina ist allgegenwärtig im Arbeitsalltag ihrer Mutter. Auch wenn die Chefin des derzeit erfolgreichsten deutschen Theaters momentan im Probenstress steckt. Am Freitag eröffnet Beier die Spielzeit mit einem Dreiteiler von Elfriede Jelinek: „Das Werk/Im Bus/Ein Sturz“ beschäftigt sich unter anderem mit dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs. Ein gewaltiges Thema, ein gewaltiger Textbrocken, den die Regie führende Intendantin seit April mit „radikalem Zugriff“, aber auch mit „allergrößtem Vergnügen“ zu bändigen versucht.

Wie in der Bundesliga Doch derzeit fühlt sich Beier in Köln „wahnsinnig gut aufgehoben. Das Publikum schätzt ihren aufregenden, manchmal auch gewagten Spielplan. Der Erfolg habe aber auch seinen Preis. „Man muss konkurrenzfähig sein, um die guten Leute nach Köln zu holen. Das hat was mit Produktionsbedingungen zu tun. Wenn ein Regisseur eine Live-Band und einen Lichtdesigner braucht, und man nur abwinken kann, dann geht der eben nach Berlin, Hamburg oder Wien.“ Überhaupt sei das „LeuteFesthalten“ eine schwierige Intendanten-Disziplin. „Wenn wir Jungschauspieler zum Blühen bringen, kommen Thalia oder Burgtheater gleich mit dem Einkaufswagen vorbei. Wie in der Bundesliga.“ Sorgen, die der 1. FC sich kaum machen muss. Champions League spielt in Köln derzeit nur das Schauspielhaus.

»Vielleicht ist Köln etwas Ähnliches wie Stuttgart 21 erspart geblieben« Karin Beier beherrscht das Timing, nicht nur auf der Bühne. Um zehn geht’s auf die Probe, danach ins Büro. Die Zeit von 17 bis 21 Uhr gehört ihrer Tochter, danach wird zuhause weitergearbeitet. Und trotzdem hat Momina unlängst gemahnt: „Mama, du sollst nie wieder „mmm“ zu mir sagen.“ Dabei gab es für ein nachdenkliches „mmm“ zuletzt viele Gründe, trotz der enormen Erfolge des Vorjahres. Die Kritiker von „Theater heute“ kürten Köln zum „Theater des Jahres“. Gleich drei Produktionen wurden im Mai zum Berliner Theatertreffen eingeladen, dem Bestentreffen der Branche. Darunter Beiers hochgelobte TheaterAdaption des Ettore-ScolaFilms „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“, diese fast tonlose Unterschichten-Erkundung hinter Wohncontainerglas. Eigentlich könnte die 44Jährige sich mal zurücklehnen, doch die Zeit des Sanierungskampfes steckt ihr

Vereint Karriere und Kleinkind: Karin Beier, Intendantin des Kölner Schauspielhauses. immer noch in den Knochen. Monate haben die Kölner gegen den Abriss des Schauspielhauses protestiert und den Ratsbeschluss am Ende mithilfe eines Bürgerbegehrens gekippt. Die für Beier zuletzt „bis zur Sinnlosigkeit” abgespeckten Neubau-Pläne sind vom Tisch. Jelineks Dreiteiler, der vom visionären Bauen und von realen Katastrophen erzählt, von menschlicher Hybris und der Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, scheint das Stück der Stunde in einem Land, das gerade seine Protest-

kultur wiederentdeckt. „Als die Identifikation der Bürger mit dem Haus so groß wurde, konnten wir ja nicht mit „Maria Stuart“ eröffnen“, sagt Beier. „Man muss thematisch dran bleiben.“ Die gebürtige Kölnerin hat das zuletzt in die Mittelmäßigkeit abgedriftete Schauspielhaus nicht nur an die Spitze der deutschsprachigen Theater zurückgeführt. Mit ihr hat das Haus auch eine neue, kulturpolitische Bedeutung erlangt. Kein Wunder, dass Beier nach all den StadtratSchlachten in der nächsten

Foto: laif

Spielzeit über das Schwerpunktthema Demokratie nachdenkt. Letztlich, findet sie, könnte die Kölner Politik doch froh sein, dass der Theater-Abriss verhindert wurde. „Wenn die Bagger in diesen Tagen angerollt wären, dann wäre hier was losgewesen. Vielleicht ist der Stadt etwas Ähnliches wie Stuttgart 21 erspart geblieben.“ Aber richtig dankbar zeigt sich die Stadtpolitik nicht. Und trotz aller Erfolge rollt ihr auch keiner den roten Teppich aus, im Gegenteil. Der Etat wurde gekürzt, derzeit wird

ZUR PERSON

Start mit Shakespeare Karin Beier, Jahrgang ‘65, ist gebürtige Kölnerin. Schon während ihres Studiums machte sie mit radikal modernisierten ShakespeareInszenierungen von sich reden. Beier hat von Hamburg bis München, von Bochum bis Wien inszeniert. 2007 übernahm sie die Kölner Intendanz. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Schauspieler Michael Wittenborn, und Tochter Momina in Köln.

Ständchen für Stadtfeld, den frisch vermählten Klaus Albrecht Essen. Was für ein Privileg: ein Hochzeitsständchen von den Wiener Symphonikern! Martin Stadtfeld wurde diese Ehre zuteil. Vor fünf Jahren beeindruckte er in der Essener Philharmonie eine junge Zuhörerin auf ganz besondere Weise – und am vergangenen Wochenende haben die beiden geheiratet. Das war am Samstagabend zu erfahren, als Stadtfeld wieder im Alfried-KruppSaal auftrat, eben mit den Wienern unter der Leitung von Vladimir Fedoseyev. Vor Mendelssohns Hochzeitsmarsch stand Beethovens 3. Klavierkonzert. Der Pianist durchmaß den Solopart auf Zehenspitzen, perlte und tupfte virtuos und drucklos, spielte flächig, selten über ein mezzopiano hinausgehend. Da hätte

Martin Stadtfeld spielte jetzt Beethoven in Essen. Foto: ddp man sich streckenweise kräftigeres melodisches Relief wie auch eine glücklichere Balance zwischen Klavier und Symphonikern gewünscht. Denn zu Stadtfelds kammermusikalischem Stil passte schwerlich die orchestrale Großbesetzung (allein 6 Kontrabässe!). Den bravourösen Tastenlöwen ließ der Dreißigjährige dann in Prokofjews Toccata heraus – ein imposanter künstlerischer Gegenpol zu seinem viel gerühmten Bachspiel. Die Wiener Symphoniker schließlich konnten in der „Vierten“ von Brahms ihre Qualitäten aufs Schönste entfalten: die samtig glänzenden Streicher, die leuchtstarken Bläser. Das alles beließ Fedoseyev nicht bei Oberflächenglitzer, sondern bündelte es zu Schmelzklang, Ausdrucksintensität und strukturellem Bewusstsein. Eine schlicht beglückende Wiedergabe.

COMICS


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DerWesten.de/

WDOU1 NR.250

Zeus und Oscar Die besten eurer Artikel werden mit dem ZeusAward prämiert. Für solch eine tolle Leistung gibt’s natürlich auch coole Preise. Auf www.zeusteam.de findet ihr die Texte der letzten Zeus-Sieger.

„Die Zeitungen sind die Sekundenzeiger der Geschichte.“ Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph

Dienstag, 26. Oktober 2010

Zeus und Fußball Regelmäßig sind Zeus-Reporter rund um die Arena auf Schalke unterwegs. Dort erfahren sie Wissenswertes zum Beispiel über den blau-weißen Verein und Sponsoring. Mehr dazu lest ihr auf www.zeusteam.de.

Wir bringen Euch aufs Papier Ob Bericht, Reportage oder Interview: Als Zeus-Reporter sorgt Ihr nun dafür, dass bei uns die Leitungen glühen

Los geht’s, haut in die Tasten!

DESK-TOP Dortmund. Du bist Zeus-Reporter und möchtest Deinen Artikel schnell an die Redaktion schicken? Kein Problem, mit der Schreibmaske auf der Internetseite des Zeus-Projekts geht das ganz leicht: Moin moin, Ihr rasenden Reporter! Kennt Ihr den Doppelpass auf Sport1? BVB-Fans werden jetzt den Kopf nicken. Dabei analysieren Journalisten sonntagmorgens immer die Bundesliga-Spiele vom Vortag. Und genauso, wie Udo Lattek bei Doppelpass für seine Weisheiten Geld berappt, muss ich ins Phrasenschwein auf meinem Schreibtisch einzahlen. Mein Kollege neben mir und ich füttern es künftig jedes Mal mit 50 Cent, wenn wir Euch an dieser Stelle mit einer Phrase quälen. Ich sag’s Euch schon mal jetzt: Heute kann ich Euch nichts ersparen! Elf Freunde sollt Ihr sein! In den nächsten Wochen werden wir beste Kollegen sein. Das bekommen wir hin, oder? Schließlich seid Ihr es, die mir fleißig Artikel schreiben müsst. Damit ich dann das Internet und vor allem diese Zeitungsseiten füllen kann. Hier gebt Ihr Euren Senf dazu! Jawohl, denn das Schöne an Zeus: Ihr bestimmt, was Ihr morgens in Eurer Zeitung lesen wollt! Weil Ihr jetzt die Journalisten seid und über das Thema entscheidet, über welches Ihr schreiben wollt. Ihr kennt interessante Menschen? Irgendetwas regt Euch auf? Ihr habt ein Hobby, von dem Ihr anderen auch mal erzählen wollt? Dann ran an den Computer – ob Bericht, Interview, Reportage oder Kommentar: Ich will’s lesen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Logisch, kennt Ihr vom Bäcker in der Pause, wenn Ihr Euch ein Brötchen holt. Wer mir schnell seine Texte zukommen lässt, hat große Chancen, sich hier wiederzufinden. Da wir leider nicht jeden Eurer Beiträge auf Papier drucken können, solltet Ihr auch regelmäßig auf www.zeusteam.de nachschauen, ob Eure Zeilen schon im Netz sind. Wer kopiert, der bleibt! Im Internet recherchieren? Kein Problem, mache ich auch. Aber aus dem weltweiten Netz abschreiben? Ganz sicher nicht! Wer ganze Wikipedia-Einträge übernimmt, hat keine Chance, abgedruckt zu werden. Glaubt mir: Ich kontrolliere das. Wenn Ihr Fragen habt, ruft mich gerne an, ich helfe Euch dann weiter. So, die ersten zwei Euro sind schon mal im Phrasenschwein. Mal sehen, wie viele es noch werden. Bis dahin, Euer Andreas

T

rage Deine Kontaktdaten in die dafür vorgesehenen Felder ein und wähle Wohnort und Schule aus. Telefonnummer und E-Mail-Adresse werden nicht veröffentlicht, wir benötigen sie nur für Rückfragen. So können wir Dich schnell erreichen, wenn wir noch Fragen haben.

S

Wir bringen das Projekt ins Rollen: Ihr, die Zeus-Reporter, schreibt uns die Texte – und wir sorgen dafür, dass Ihr sie in Eurer Zeitung lesen könnt. Essen. Das Zeus-Projekt startet – und ab sofort huschen bei uns ganze Scharen von Computermäusen über den Tisch. Damit das nicht in Chaos und Kabelsalat endet, haben wir vom Zeus-Team einen neuen und wirklich großen Schreibtisch, an dem alle Fäden zusammenlaufen. Wir nennen ihn den ZeusDesk. Klein darf der nicht sein, weil bei uns viel passiert. Zum Beispiel landen in der Kommandozentrale alle Texte, die Ihr als Zeus-Reporter recherchieren und schreiben werdet. Das heißt, wenn uns jeder teilnehmende Schüler von Olpe im Sauerland über das Ruhrgebiet bis hinein in

das Rheinland nur einen Text schickt, laufen die Leitungen mit fast 28 000 Artikeln heiß. Aber natürlich dürft und sollt Ihr so viele Texte schreiben wie Ihr wollt.

Wer zuerst schreibt, liest sich zuerst In den kommenden sechs Wochen kann es daher am ZeusDesk schon einmal laut werden. Zum Beispiel dann, wenn mehr als 14 Zeus-Redakteure gleichzeitig in die Tasten hauen, um Eure E-Mails zu beantworten. Oder wenn Ihr mit uns telefoniert. Denn anrufen und Fragen stellen dürft Ihr jederzeit gerne: Dumme

Fragen gibt es im Gegensatz zu dummen Antworten nämlich nicht. Am meisten freuen wir uns auf Eure Berichte, Reportagen und Interviews, aus denen am ZeusDesk Eure Zeitungsseiten gebaut werden. Ihr solltet also gleich loslegen, um über Euren Verein zu berichten. Oder Dinge ansprechen, die Euch und vielleicht auch viele andere Schüler im Alltag nerven, stören oder freuen. Damit die Texte bei uns ankommen, benutzt Ihr im Internet die Zeus-Schreibmaske. Sie ist kinderleicht zu bedienen und auf der Startseite von www.zeusteam.de zu finden. Apropos Internet: Das

Worldwideweb und dessen Möglichkeiten sind für viele Leute enorm wichtig geworden. Und bei der Tageszeitung ist das nicht anders. Das heißt für Euch Zeus-Reporter, dass viele Eurer Texte im Netz unter www.zeusteam.de veröffentlicht werden und damit

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So erreicht Ihr uns Wenn Ihr Fragen oder Probleme habt, meldet Euch bei uns. Ihr erreicht Euer Zeusteam einfach per Mail unter dortmund@zeusteam.de oder unter 0201/804-6971.

Foto: Andreas Mangen

auch in Australien oder Südafrika gelesen werden können. Damit also fast überall auf diesem Erdball Menschen vom coolen Bühnen-Outfit der Schülerband aus Dortmund erfahren, müsst Ihr Zeus-Reporter viele Fotos schießen und kräftig in die Tasten hauen – und das möglichst bald. Denn es gilt: Wer zuerst schreibt, liest sich zuerst. Ob dabei Punkt und Komma immer an der richtigen Stelle stehen, ist erst einmal nicht ganz so wichtig. Schließlich müsst Ihr uns auch noch ein bisschen Arbeit übrig lassen. Hauptsache Ihr seid mit Begeisterung und Spaß dabei!

chreibe Deinen Artikel unten in das Textfeld, in die Spalte darüber die Artikelüberschrift. Kleiner Tipp: Wer seinen Text vorher in Word schreibt und erst das fertige Produkt in die Schreibmaske kopiert, geht auf Nummer sicher: Es kann immer mal passieren, dass die Verbindung zum Internet unterbrochen wird. Dann bleibt Euch wenigstens der Text in Word und Ihr müsst nicht von vorne anfangen.

F

otos zum Text müssen auf dem Computer als JPG-Datei gespeichert sein. Klicke dazu auf das Feld „Durchsuchen“. Wenn Du die Foto-Datei gefunden hast, klicke sie an und drücke dann den Knopf „Öffnen“. Achtung: Fotos dürfen nicht größer als 4 MB sein! Und bitte nicht vergessen: die Bildunterzeile ausfüllen.

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lle Felder ausgefüllt? Dann einfach auf „Vorschau“ klicken und anschließend den Artikel wegschicken.

ONLINE Hier der Link zur Schreibmaske: www.zeusteam.de

Cool mitreden – WAZ lesen Chefredakteur Ulrich Reitz freut sich auf Eure spannenden Geschichten Ulrich Reitz Dortmund. Zeitung ist cool, weil man mit ihr den Überblick bekommt – und behält. Wer Überblick hat, kann mitreden und wird ernstgenommen. Wer von Ihnen, liebe Schülerinnen und Schüler, noch nicht regelmäßig die WAZ liest, kann sich in den kommenden Wochen davon selbst überzeugen. Die Welt ist kompliziert. Politiker streiten über Geld, Renten, Gesundheit, Atomkraft, über Bildung, Studiengebühren, Arbeitsplätze und Lehrstellen. Manchmal abgehoben und oft für viele schwer verständlich. Die WAZ übersetzt die Politikersprache, sie hakt nach, erklärt die Hintergründe. Die zu kennen, ist

unverzichtbar, wenn man verstehen will, was unsere Gegenwart und schließlich unsere Zukunft beeinflusst. Denn was Politiker heute finanzieren oder eben nicht, was sie in die Zukunft planen, damit müssen Sie später leben. Es ist sicherlich interessant zu wissen, warum mal wieder das Schoko-Ticket teurer wird. Ob Hartz-IV-Jugendliche dazuverdienen dürfen. Welche Folgen die Schulpolitik in NRW für Sie ganz konkret hat. Kommt die Einheitsschule, was wird aus Gymnasium, Real- und Hauptschulen? Wer Zeitung liest, bekommt auch Entscheidungshilfe über die wichtige Frage: Soll ich studieren und wenn ja, was? Oder mache ich am besten eine Lehre? Welcher Beruf hat über-

WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz haupt Zukunft? Ein Blick in den Wirtschaftsteil hilft dabei. Aber auch Sonderbeilagen zum Thema Berufswahl, Bewerbung, Studium. Natürlich halten wir Sie auf

dem Laufenden über Quotenrenner wie „Deutschland sucht den Superstar“ und „Germany‘s next Topmodel“. Dabei schauen wir hinter die Kulissen, entdecken viel Überraschendes, auch Trauriges. Und wer spät abends sieht, wie die Bayern-Stars sich in der Champions League behaupten, kann beim Frühstück in der WAZ schon die ausführlichen Analysen zum Spiel nachlesen Im Lokalteil nehmen wir uns vor allem der Sorgen und Nöte unserer Leser an. Und da sind uns die Jugendlichen genauso wichtig wie die Älteren. Daher gehört es für uns zur Selbstverständlichkeit, auch über fehlende Proberäume für Bands und verdreckte Klos in Schulen zu berichten.

Und um zu wissen, wo der neueste Film läuft und wann ein Chart-Star in die Stadt kommt, ist ein Blick in die Zeitung zwingend. Das nennen wir Leserservice. Ganz erpicht aber sind wir auf Ihre eigenen Geschichten, von denen wir die besten in der WAZ veröffentlichen werden. Sie setzen die Themen, und das ist gut so. Wir Journalisten nehmen nämlich Abschied von dem Glauben, alles besser zu wissen. Der Leser wird als Informant und Schreiber bei uns online auf www.DerWesten.de und in der gedruckten WAZ immer wichtiger. Damit können Sie Trendsetter werden. Also, viel Spaß mit Ihrer täglichen WAZ. Cool mitreden. WAZ lesen.

DORTMUND Andreas Berten Tel. 0201 804-6971 E-Mail: dortmund@zeusteam.de Schülertexte nur über das Schreibtool auf: www.zeusteam.de Anschrift: Zeus - Zeitung und Schule Schederhoftsraße 55-57 45145 Essen Chef vom Dienst: Max Böttner, Dr. Andrea Dahms (Online) Redaktionsleitung: Harald Heuer (V.i.s.d.P.) Verlag: Westdeutsche Allgemeine Zeitungsverlagsgesellschaft, E. Brost & Funke GmbH & Co KG, Friedrichstr. 34-38, 45128 Essen Online: WAZ New Media GmbH & Co KG Druck: Druckhaus WAZ GmbH & Co KG, Friedrichstraße 24-38, 45128 Essen Druck- und Verlagszentrum GmbH & Co KG, Hohensyburger Str. 67, 58099 Hagen


w WTS0258 Geheimdienst bei Anschlag in Mumbai beteiligt Neu-Delhi. Der pakistanische Geheimdienst ISI war offenbar an der Planung des Terroranschlags 2008 im indischen Mumbai beteiligt. Mitglieder der in Pakistan ansässigen Untergrundorganisation Lashkar-e-Taiba hatten damals unter anderem das Luxushotel Taj Mahal sowie ein jüdisches Gemeindezentrum angegriffen und insgesamt 166 Menschen getötet. Der pakistanischstämmige US-Bürger David Headley bekannte sich im März vor einem US-Bundesgericht schuldig, den Angriff vorbereitet zu haben. Während mehrerer Vernehmungen im Juni berichtete er indischen Ermittlern von engen Verbindungen zwischen dem pakistanischen Geheimdienst und der Lashkar-e-Taiba. Das als vertraulich gekennzeichnete Protokoll der Vernehmung liegt der Nachrichtenagentur AP vor. Nach Angaben von Headley erhielten die Terroristen Anweisungen und finanzielle Mittel vom ISI. Indien hat dem pakistanischen Geheimdienst bereits in der Vergangenheit vorgeworfen, mit Terrorgruppen in Verbindung zu stehen. Ein pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter wies die Vorwürfe dapd zurück.

Presse ist nicht überall in Europa frei Berlin. Die Journalistenvereinigung „Reporter ohne Grenzen“ kritisiert zunehmende Einschränkungen der Pressefreiheit in einigen europäischen Ländern. Nach einer jetzt veröffentlichten Rangliste gehören zwar 13 der 27 EUMitgliedsstaaten zu den 20 Ländern mit der größten Pressefreiheit. Einige EU-Staaten befänden sich dagegen sehr weit hinten auf der Liste. Deutschland nimmt Platz 17 auf dem „World Press Freedom Index 2010“ ein und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr um einen Listenplatz. Italien hingegen hält weiterhin Platz 49, Rumänien Platz 52, und Griechenland liegt zusammen mit Bulgarien auf Platz 70. Besser als in manchen europäischen Ländern ist die Situation laut „Reporter ohne Grenzen“ etwa in afrikanischen Staaten wie Namibia (Platz 21), Ghana und Mali (beide 26). Besonders schlecht ist es um die Pressefreiheit in Jemen (170), China (171), Sudan (172), Syrien (173), Birma (174), Iran (175), Turkmenistan (176), Nordkorea (177) und dem Schlusslicht Eritrea epd (178) bestellt.

Weg frei für Prozess gegen Bemba Den Haag. Der Internationale Strafgerichtshof hat den Weg für einen Prozess gegen den früheren kongolesischen Milizführer und ehemaligen Vizepräsidenten Jean-Pierre Bemba freigemacht. Die Berufungskammer wies den Antrag Bembas auf eine Einstellung des Verfahrens zurück. Bemba ist wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Dabei geht es um Gräueltaten, die seine Miliz 2002 und 2003 in der Zentralafrikanischen Republik verübt dapd haben soll.

@ politik@waz.de

POLITIK EXTRA

2010

Im Kampf gegen den Hass

Landbesitz in Brasilien wird nicht begrenzt

Eine beunruhigende Serie rassistischer und neonazistischer Anschläge entsetzt das Elsass

Brasilia. Niederlage für Agrarreformer in Brasilien: Nur etwa eine halbe Million Unterzeichner haben sich in einer Unterschriftensammlung für eine Begrenzung von Landbesitz in dem größten Staat Südamerikas ausgesprochen. Damit ist das Volksbegehren des „Nationalen Forums für die Landreform und Gerechtigkeit auf dem Land“ gescheitert. Das Anfang September in ganz Brasilien durchgeführte Volksbegehren hätte für eine Gesetzesinitiative etwa 1,5 Millionen Unterschriften benötigt. Im Zentrum stand der Vorschlag, den Landbesitz auf 35 „Module“ pro Person zu begrenzen. Ein „Modul“ soll der Fläche entsprechen, die nötig ist, um eine Familie zu ernähren. Personen, die mehr als 35 „Module“ besitzen, sollten verpflichtet werden, Land an die Regierung abgeben. Diese sollte die freigewordenen Ackerflächen mittellosen kna Familien zusprechen.

Gerd Niewerth Straßburg. Wolfisheim ist malerisches Elsass vor den Toren Straßburgs: ein Bilderbuch-Dörfchen mit engen Gassen, viel Fachwerk, rotem Sandstein und akkuraten Vorgärten. Ein Idyll, das am 21. Juli jäh beschädigt wird, als unbekannte Randalierer den Jüdischen Friedhof heimsuchen und 28 Gräber schänden. „Das war für uns alle ein Schock“, kommentiert Jean Herrmann (63) die feige Tat. Der Mann mit der Kippa, der jüdischen Kopfbedeckung, verwaltet in seiner Synagogengemeinde den Friedhof. Das Schlimme: Wolfisheim ist kein Einzelfall, sondern offenbar nur ein Glied einer beängstigenden Anschlagserie. Vor knapp zehn Monaten fängt es an. Mit Hakenkreuz-Schmie-

»Von Assimilation halte ich gar nichts, wohl aber von Integration« rereien und dumpfen Parolen. Inzwischen wird die Schneise des Schreckens im Elsass immer unheimlicher, immer bedrohlicher. Faruk Günaltay, den Inhaber des „Odyssée“-Kinos, trifft es am 21. September. „Die Flammen schlugen schon gegen die Fenster, als Nachbarn uns gegen halb drei aus dem Schlaf rissen“, schildert der 61-Jährige die schlimmste Nacht seines Lebens. Als er und seine 19-jährige Tochter nach draußen blicken, müssen sie ohnmächtig mit ansehen, wie ihre im Hof geparkten

Getrübtes Idyll: Zerstörte Grabsteine auf dem Friedhof in Wolfisheim bei Straßburg. Autos in wenigen Minuten ein Raub der Flammen werden. Wer die Täter sind, haben alle schnell begriffen. An der Haustür prangen Hakenkreuze und die Zahl „88“ – in NeonaziKreisen heißt das „Heil Hitler“: H ist der 8. Buchstabe im Alphabet. Sein Filmtheater begreift der Linksintellektuelle, ein Franzose mit türkischen Wurzeln, nicht als profitablen Popcornverkauf mit angeschlossenem Blockbuster-Spektakel, sondern seit jeher als einen Ort der freien Aussprache. Er veranstaltet Lesungen, Kon-

zerte, Talkrunden und mischt sich selbst ein. „Von Assimilation halte ich gar nichts, wohl aber von Integration“, sagt er. Am 3. Oktober ist Israel Nisand an der Reihe. An die Wand seines Hauses in Schiltigheim sprühen sie Hakenkreuze, SS-Runen und die dumpfe Drohung „Mort à ZOG“. Die in der NeonaziSzene kursierende Abkürzung steht für „Zionist Occupied Government“ – „Zionistisch besetzte Regierung“. Der Medizinprofessor ist nicht der einzige in Schiltigheim, den sie tyrannisieren. Auch Nisands

Schneise des Schreckens Im Januar begannen die rassistischen Übergriffe im Elsass. Ein Ende ist nicht in Sicht 9./10. Januar: „Anti-Minarett“-Graffiti am Haus von Bürgermeister Roland Ries. 11./12. Januar: „Anti-Minarett“-Graffiti auf dem Pkw von Fouad Douai, dem Verwalter der Großen Moschee. 27. Januar: Schändung des Jüdischen Friedhofs in Straßburg. 3. März: Hakenkreuz-Schmierereien im Treppenflur eines Wohnhauses.

30. April: Angriff auf einen jungen Mann, einen Juden. 20. Mai: Brandstiftung in der ev. Kirche Hautepierre. 28. Mai: Plünderung des Altars in derselben Kirche. 28./29. Juni: Schändung muslimischer Gräber. 21. Juli: Schändung des Jüdischen Friedhofs Wolfisheim. 10./11. September: Graffiti mit rassistischem Inhalt auf dem Lieferwagen des

Geschäftsführers einer HalalMetzgerei. 20./21. September: Anschlag auf Faruk Günaltay. 24. September: Schändung muslimischer Gräber. 2./3. Oktober: Neonazistische Graffiti am Haus von Israel Nisand sowie bei Bürgermeister Raphael Nisand. 18. Oktober: Die Moschee in Hagenau wird durch Brandni stiftung beschädigt.

Foto: Getty

Bruder Raphael, der sozialistischen Bürgermeister der 30 000-Einwohner-Stadt, wird zur Zielscheibe. Monate lang hat Raphael Nisand öffentlich kein einziges Wort darüber verloren. Erst viel später erstattet er Anzeige. „Weil ich meine Stadt nicht an den Pranger stellen wollte. Wir sind heute in Schiltigheim nicht dort, wo Deutschland 1933 stand.“ Möglicherweise sei der Täter nicht einmal ein Neonazi, sondern ein „sehr fanatischer politischer Gegner“. Eine Theorie, der Faruk Günaltay vehement widerspricht. Umrahmt von Bücherstapeln, aufgetürmten Kinomagazinen und alten Filmplakaten zieht er an seiner Havanna. „Nein, nein“, sagt er, „das alles ist kein Zufall.“ Anders als Nisand zieht Günaltay sehr wohl Parallelen zwischen den rassistischen Übergriffen in seiner Nachbarschaft und dem jüngsten Rechtsruck in Paris. „Es reicht“, sagt Straßburgs Bürgermeister Roland Ries. „Es reicht“ – so ist auch der dramatische „Straßburger Aufruf“ überschrieben, den Ries kürzlich zur Verteidigung republikanischer Werte lan-

cierte. Darin heißt es: „Diese Akte zielen darauf ab, den sozialen und republikanischen Frieden in Straßburg und Umgebung zu zerstören.“ Fast 7000 Menschen haben den Aufruf auf strasbourg.eu inzwischen unterschrieben.

Vorbildlicher Dialog Warum ausgerechnet Straßburg? Die Stadt, die das EUParlament beherbergt, den Europarat und den Menschenrechts-Gerichtshof, die sich als leuchtendes Symbol der Völkerverständigung versteht. Auch in der Bürgerschaft stünden die Zeichen auf Toleranz, betont das Stadtoberhaupt immer wieder. Der Dialog, den die großen Religionen untereinander pflegten, sei geradezu vorbildlich. Im Elsass hoffen sie auf einen Fahndungserfolg der Polizei. So wie im Fall eines 30-Jährigen, der sich schon bald vor einem Gericht verantworten muss. Dem Mann wird vorgeworfen, ein Skandal-Video ins Internet gestellt zu haben, in dem er – „im Namen der Freiheit“ – einen Koran anzündet und darauf uriniert. Die Anklage lautet auf „Anstiftung zum Rassenhass“.

Ein sibirischer Salamander Der künftige Moskauer Bürgermeister Sobjanin ist ein knochenharter Bürokrat. Es ist fraglich, ob er die Korruption beseitigt Stefan Scholl Moskau. Seine Stimme ist leise. „Das sind sehr schwierige Aufgaben“, Vizepremier Sergej Sobjanin, 52, hat gerade erfahren, er werde Moskaus neuer Bürgermeister, „aber sie sind zu lösen.“ Seine leichten Hängebacken scheinen etwas zu zittern; Sobjanin ist keiner, der den Moskowitern auf den ersten Blick imponiert. Präsident Dmitri Medwedew hat Sobjanin dem Moskauer Stadtrat als Nachfolger des entlassenen Juri Luschkows vorgeschlagen. Niemand bezweifelt, dass der Stadtrat den Westsibirier zum Oberhaupt der 10,5 Millionen Einwohner-Stadt wählt. Aber es gibt durchaus Zweifel, ob Sobjanin, der aus dem Dörfchen Njaksimwol im nordwestsibirischen Chanti-Mansijsk kommt, in die Stiefel seines gerissenen und charismatischen Vorgängers Juri Luschkow passt. Als Kind ein Musterschüler, dann Schlosser in einer Röhrenfabrik im Ural, noch zu Sowjetzeiten Diplomingenieur und Jurist, später

Gebietsgouverneur der westsibirischen Öl- und Gasregion Tjumen – das ist eine zielstrebige Biografie. Aber auch nachdem Putin Sobjanin 2005 zum Chef seiner Präsidialverwaltung ernannte, gewann dieser kein rechtes Profil. „Ein Salamander mit ausdruckslosem, glattem, Gesicht,“ so die Zeitschrift Nowoe Wremja. Aber wie auch seinen Förderer Putin kann man diesen so blassen Bürokraten auf den ersten Blick gründlich unterschätzen. Im engeren Kreis gilt Sobjanin als Arbeitstier, schon

»Ich glaube nicht, dass ein Journalist seiner Bestimmung nach frei sein kann« als Gouverneur reichten ihm vier Stunden Schlaf auf einem Sofa, so ein Untergebener von damals. Antialkoholiker, Nichtraucher, Pedant, „ein Mensch wie ein Computer, der jede ihm gestellte Aufgabe lösen kann, ohne dabei in Skandale zu geraten“, schwärmt die kremlnahe Komsomolskaja Prawda.

kann nicht frei sein.“Ein knochenharter Vorgesetzter, aber auch ein hochbegabter Karrierist. Als einer der ersten Gouverneure trat er der der Kremlpartei „Einiges Russland“ bei, er war der erste, der Putins Idee, Bürgermeister zu ernennen, statt zu wählen, in die Praxis umsetzte.

Sibirier soll aufräumen

Sergej Sobjanin Sobjanin gilt als extrem vorsichtig. Obwohl er als Exgouverneur von Tjumen beste Beziehungen zu russischen Oligarchen hegen soll, wird er in der Öffentlichkeit nie mit ihnen gesehen. Mit einem Jahresgehalt von knapp 80 000 Euro gilt er als ärmster Toppolitiker Russlands. Interviews gibt er selten, aber der Londoner Times erklärte er: „Jede politische Karriere endet einmal“, und meinte Wladimir Putin. Viele Bekannte aus seiner westsibirischen Zeit glauben, der Skilangläufer berste innerlich vor Ehrgeiz.

Foto: imago

Wie der Moskauer Politologe Michail Maljutin erzählt, wurden zahlreiche Büros aber auch Wohnungen von Aktivisten, die bei den Gouverneurswahlen 2001 in Tjumen gegen Sobjanin arbeiteten, abgebrannt. Nach seinem Wahlsieg machte der neue Gouverneur alle oppositionellen Massenmedien dicht, „methodisch und ohne Sentimentalitäten“, so Nowoje Wremja. Sbojanin selbst erklärte auf einer Pressekonferenz: „Ich glaube nicht, dass ein Journalist seiner Bestimmung nach frei sein kann. Auch unsere Presse

Nun soll der Sibirier in Moskau aufräumen. Laut Medwedew vor allem mit Verkehrsstaus und der Korruption. Sobjanin hat durchaus das Zeug dazu, die Spitzenkorruptionäre der Luschkow-Mannschaft abzuschießen. Aber das muss keineswegs das Ende der Korruption in Moskau bedeuten. Sobjanin gilt als Freund des kremlnahen Oligarchen Roman Abramowitsch, der ihn schon 2001 bei seiner Wahl zum Gouverneur von Tjumen unterstützte. Und Abramowitsch soll schon seit Jahren die Entmachtung Luschkows betrieben haben. Gut möglich, dass die Moskauer Schmiergeldströme nur in andere Taschen fließen.

Sudan streitet über Volksabstimmung Kairo. Der sudanesische Verteidigungsminister Abdul Rahim Hussein hat vor einer Verzögerung des für Januar angesetzten Referendums über die Unabhängigkeit des Südens gewarnt. Sollten der Norden und der Süden nicht Streitfälle klären, darunter die Grenzziehung im Land und das Teilen der Erträge aus Ölverkäufen, könnte dies die pünktliche Durchführung des Volksentscheids verhindern. Der südsudanesische Präsident Salva Kiir erklärte hingegen, der Süden werde ungeachtet möglicher Verzögerungsversuche des Nordens dapd abstimmen.

Tschechien will zwei Reaktoren bauen Prag. Die tschechische Regierung will die Ausschreibung für den Bau von zwei neuen Kernreaktoren zügig vorantreiben. Die Auswahl eines Bieters für die Erweiterung des rund 80 Kilometer von der deutschen Grenze entfernten Atomkraftwerks Temelin soll nach Aussage von Premierminister Petr Necas bereits im Jahr 2013 abgeschlossen sein. Das staatlich kontrollierte Energie-Unternehmen CEZ hatte das Projekt 2009 erstmals öffentlich ausgeschrieben. Drei Interessenten haben ein Angebot eingereicht. dapd

Republikaner empfiehlt Mauer als Vorbild Washington. Ein Senatskandidat der US-Republikaner hat die Berliner Mauer als Vorbild für die Abwehr illegaler Einwanderer gelobt. „Ostdeutschland hat es sehr sehr gut geschafft, den Strom zu reduzieren“, sagte Joe Miller. Allerdings hatte die DDR die Mauer bekanntlich nicht gebaut, um den Zuzug von Flüchtlingen abzuwehren, sondern um die Flucht der eigenen Bürger afp zu verhindern.

Katholische Kirche gibt Beutekunst zurück Berlin. Das Erzbistum Paderborn hat dem Himmelfahrtskloster im serbischen Zica ein Stück Beutekunst der Nazis zurückgegeben. Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker überreichte ein vor 69 Jahren von deutschen Truppen entwendetes Standkreuz in der serbischen Botschaft in Berlin an einen Mönch von Zica. Becker sagte, das Kreuz solle „zum Symbol der Hoffkna nung“ werden.


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Nr. 250 · Dienstag, 26. Oktober 2010

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Wohnen & Einrichten

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Nr. 250 · Dienstag, 26. Oktober 2010

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Schnäppchen-Rubriken Haus & Garten o SH – GG Gartenmöbel und Geräte o SH – BM Baumaterial o SH – HE Heimwerken o SH – WE Werkzeuge o SH – HS Heizung und Sanitär o SH – KO Kamine und Öfen o SH – PB Pflanzen und Blumen o SH – VS Verschiedenes (nur Biete) Wohnen & Einrichten o SW – KL Kleinmöbel o SW – BS Badezimmer / Sanitärartikel o SW – JZ Jugendzim. / Kinderzimmer o SW – KM Küchenmöbel o SW – EM Esszimmermöbel o SW – SM Schlafzimmermöbel o SW – WM Wohnzimmermöbel o SW – BI Bilder o SW – GT Gardinen / Teppiche o SW – LS Lampen / Spiegel

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Wohnungsauflösung Verschiedenes (nur Biete)

Haushalt o SA – EG o SA – HE o SA – KS o SA – ST o SA – SP o SA – WM o SA – WT o SA – BE o SA – GP o SA – GS o SA – NS o SA – VS

Elektrogeräte Herde Kühlschränke Staubsauger Geschirrspüler Waschmaschinen Wäschetrockner Bestecke Glas / Porzellan / Keramik Gefrierschränke- / -truhen Näh- / Strickmaschinen Verschiedenes (nur Biete)

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Baby & Kind o SK – BA o SK – BK o SK – FF o SK – KK o SK – KW o SK – SP o SK – VS

Babyartikel Babykleidung Fahrräder / Fahrzeuge Kinderkleidung Kinderwagen Spielzeug Verschiedenes (nur Biete)

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o SU – VS Freizeit o SF – BA o SF – CA o SF – CH o SF – CS o SF – DF o SF – HF o SF – FO o SF – FZ o SF – KF o SF – LE o SF – MA o SF – MB o SF – MU o SF – SP o SF – SS o SF – VS Sammeln o SM – BM

Verschiedenes (nur Biete) Basteln / Handarbeiten Campingartikel Computer Hardware Computer Software Damenfahrräder Herrenfahrräder Foto und Optik Filmen und Zubehör Kfz-Teile / Zubehör Lesen Modelleisenbahnen / Autos Modellbau Musikinstrumente / Noten Spiele Sauna / Solarien Verschiedenes (nur Biete) Briefmarken

o SM – BS Blechspielzeug o SM – BU Bücher o SM – CM Comics und Magazine o SM – KA Kunst und Antiquitäten o SM – MU Münzen o SM – PS Puppen / Stofftiere o SM – VS Verschiedenes (nur Biete) o SV – 00 Vermischtes o SV – VE Zu verschenken (nur Biete) Die Rubrik VERSCHIEDENES wird unter SUCHE nicht veröffentlicht, wählen Sie die Rubrik Vermischtes. Für den Bereich SUCHE entfällt die Nennung der Oberrubriken. Bei fehlender oder unklarer Angabe von Rubrik, Ausgabe oder Erscheinungstermin entscheidet der Verlag nach bestem Ermessen über das Erscheinen des Inserates. Reklamationen zu diesen Angaben sind nicht möglich.


W

HÖREN UND SEHEN

WTV_1 NR.250

Blutende Madonnen und Schüsse

Ärztepreis für TV-Reportage des WDR

Ein ZDF-Dreiteiler widmet sich der „Macht der Wunder“ und der Frage, was der Vatikan davon hält

Köln. Die TV-Reportage „Schaltet mich ab! Patientenverfügung im Ärztealltag“ wird mit dem diesjährigen Film- und Fernsehpreis der Ärzteorganisation Hartmannbund ausgezeichnet. Das teilte der WDR in Köln mit, der den erstmals am 31. Januar in der ARD ausgestrahlten Beitrag von Renate Werner produziert hat. Der Film behandle das Thema Patientenverfügung völlig klischeefrei, heißt es zur Begründung. Er zeige anhand von persönlichen Konflikten der Ärzte, wie wenig ein Patienten-Testament in der Praxis tauge. Der Film aus der Reihe „tag 7-Reportage“ wirft einen Blick in die geriatrische Station des Kölner St. MarienHospitals und zeigt, wie schwierig die Entscheidung zwischen dem Leben und dem Sterben lassen trotz Patientenverfügung für den Arzt ist. Der Film- und Fernsehpreis des Hartmannbundes wurde 1966 als ideeller Preis gestiftet.

TV-HITS VOM SONNTAG

1. Tatort: Borowski..., ARD 2. Vater aus ... Himmel, ZDF 3. Schwiegertochter..., RTL 4. Harry Potter..., PRO7 5. Anne Will, ARD

8,51 6,13 5,89 5,14 4,85

Zuschauer bundesweit in Millionen TOP 5 ohne Nachrichtensendungen

ARD

Angelika Wölk Essen. Es sind Bilder, die auch heute noch, beinah 30 Jahre später, nichts von ihrer Dramatik eingebüßt haben. Und die Musik verstärkt das Gefühl noch: Es ist der 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz in Rom. Papst Johannes Paul II. fährt bei der Generalaudienz auf einem offenen Wagen stehend durch die Reihen, als plötzlich Schüsse das Jubeln der Menschen durchschneiden. Der Papst bricht zusammen. Später werden die Ärzte sagen, solche Schüsse seien – normalerweise – tödlich. Und sein Leben lang wird der Papst davon überzeugt sein, dass Maria die Kugeln abgefangen hat. Mehr noch: Dass das Attentat bereits in

GL AUBENSLEHRE

Penible Prüfung Im Vatikan prüft die Kongregation für die Glaubenslehre, früher Sitz der Heiligen Inquisition, alle Berichte über Wunder. Hunderte solcher Hinweise stapeln sich dort. Sie werden penibel geprüft. Schließlich will die Kirche sichergehen, keiner Fälschung aufgesessen zu sein.

ZDF

Fatima, dem Wallfahrtsort, vorhergesagt worden ist. In Fatima soll am 13. Mai 1917 drei Hirtenkindern die Jungfrau erschienen sein und zu ihnen gesprochen haben. Glaubte Johannes Paul II. an ein Wunder? Jedenfalls spielten Wunder in seinem Pontifikat eine größere Rolle, als bei seinem Nachfolger

Benedikt XVI.. Aber was sind Wunder? Wie geht der Vatikan damit um? Das ZDF geht in der dreiteiligen Dokumentation „Macht der Wunder – Die Geheimnisse des Vatikans“ einigen unerklärlichen Phänomenen unserer Tage nach. (Heute um 20.15 Uhr; 2. und 9. November 20.15) Und wie die Autoren Volker Schmidt-Sondermann und Peter Sydow mit ihrem Team diese Fragen beantworten, das ist spannend, hintergründig, informativ und durchaus auch unterhaltsam. Dazu trägt nicht zuletzt die Musik bei, die zu jeder Mysterie-Serie passen könnte. Hinzu kommt eine Kameraeinstellung, die auch auf imposante Großaufnah-

men setzt und zuweilen äußerst seltene Einblicke in die vatikanischen Räume bietet. Abgerundet wird das alles mit akribisch durchgeführten, aufwändigen Recherchen. Dabei stellen sich die Autoren nicht auf eine Seite, sondern lassen „Wunder-Anhänger“ genauso zu Wort kommen wie Skeptiker. Spitzenleute aus dem Vatikan wie der Chef der Glaubenskongregation, Kardinal Levada, stehen ihnen Rede und Antwort.

Auch bei diesem „Fall“: In Civitavecchia, 70 Kilometer nördlich von Rom, steht in einem Garten eine Madonnenstatue. An fünf Tagen hintereinander tritt 1995 Blut aus ihren Augen. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer, tausende Menschen wollen das „Wunder“ sehen. Doch der Vatikan reagiert unwirsch. Man glaubt an Betrug. Die Statue wird beschlagnahmt, gerichtsmedizinisch untersucht. Betrug lässt sich nicht

RTL

SAT.1

PRO 7

Schüsse haben Johannes Paul II. getroffen.

9.05 Volle Kanne – Service täglich U.a.: Top-Thema – Geoscoring 10.30 Lena – Liebe meines Lebens 11.15 Reich und Schön 12.00 Tagesschau 12.15 drehscheibe Deutschland 13.00 Mittagsmagazin

8.00 Unter uns 8.30 Gute Zeiten, schlechte Zeiten 9.00 Punkt 9 9.30 Mitten im Leben! 11.30 Unsere erste gemeinsame Wohnung 12.00 Punkt 12

5.05 5.30 10.00 11.00 12.00 13.00

14.00 Tagesschau 14.10 Rote Rosen Telenovela Mit Mona Klare 15.00 Tagesschau 15.10 Sturm der Liebe 16.00 Tagesschau 16.10 Land und lecker 17.00 Tagesschau 17.15 Brisant 18.00 Verbotene Liebe 18.25 Marienhof Daily Soap 18.50 Das Duell im Ersten 19.20 Tim Mälzer kocht! 20.00 Tagesschau 20.15 Sportschau live Fußball DFB-Pokal: FC Bayern München – Werder Bremen, 2. Hauptrunde / ca. 22.40 Berichte von den anderen Spielen. Live 23.30 Menschen bei Maischberger Karotten gegen Krebs, Fisch gegen Herzinfarkt: Essen – die beste Medizin? Zu Gast: Dr. Francoise Wilhelmi de Toledo, Dr. Gunter Frank, Sarah Wiener, Dr. Werner Bartens, Ralf Brosius 0.45 Nachtmagazin 1.05 Amadeus Drama, USA `84

14.00 14.15 15.05 16.00 16.15

14.00 Mitten im Leben! Doku-Soap 15.00 Verdachtsfälle Doku-Soap 16.00 Familien im Brennpunkt Doku-Soap 17.00 Die Schulermittler 17.30 Unter uns Daily Soap 18.00 Explosiv – Das Magazin 18.30 Exclusiv 18.45 RTL Aktuell 19.05 Alles was zählt 19.40 Gute Zeiten, schlechte Zeiten Daily Soap 20.15 CSI: Miami Tödliche Treffpunkte. Krimiserie Mit David Caruso 21.15 Dr. House Possenspiel mit Opossum. Arztserie Mit Hugh Laurie 22.15 Monk Mr. Monk ermittelt als Trauzeuge. Krimiserie Mit Tony Shalhoub 23.10 Law & Order Zum Teufel! Krimiserie 0.00 Nachtjournal 0.35 Dr. House Possenspiel mit Opossum. Arztserie 1.25 Monk Mr. Monk ermittelt als Trauzeuge. Krimiserie 2.20 Familien im Brennpunkt

14.00 Zwei bei Kallwass 15.00 Richterin Barbara Salesch Das Strafgericht 16.00 Richter Alexander Hold 17.00 Niedrig und Kuhnt 17.30 Das Sat.1-Magazin 18.00 Hand aufs Herz 18.30 Anna und die Liebe 19.00 Schicksale – und plötzlich ist alles anders Im Angesicht des Todes 19.30 K 11 – Kommissare im Einsatz 20.00 Sat.1 Nachrichten 20.15 Liebesticket nach Hause TV-Liebeskomödie, D 2008. Mit Wolke Hegenbarth, Oliver Bootz 22.15 Akte 2010 Vorsicht, AppFallen auf Ihrem Handy! Die neue Masche der Abo-Abzocker / Hilfe, meine Eltern sind Kaffeefahrtsüchtig: Sie müllen die Wohnung zu mit wertlosem Plunder / Die großen Internet-Irrtümer Teil 4: Wer Ihnen beim OnlineBezahlen ans Geld will 23.15 24 Stunden Ich lebe zweimal – mein geheimes Ich 0.15 24 Stunden

BR

21.00 21.15 21.45 23.15 23.25 0.50

Rundschau Mahlzeit Deutschland Regional Abendschau Rundschau Gesundheit! Dahoam is Dahoam Münchner Runde Der Aufschwung ist da – was haben wir davon? Zu Gast: Michael Adam, Georg Fahrenschon, Rof von Hohenhau, Petra Krafsig. Live Rundschau Vor Ort – die Reportage Tatort Sechs zum Essen TV-Kriminalfilm, D 2004 Rundschau Plastik über alles Dokumentarfilm, CDN 2008 Die Öko-Revolution

17.00 17.15 17.45 18.00 19.00 19.25 20.15 21.00

21.45 22.15 22.45 0.00 0.20

heute – in Deutschland Die Küchenschlacht Topfgeldjäger heute – in Europa Lena – Liebe meines Lebens Telenovela heute – Wetter hallo deutschland Leute heute SOKO Köln Bauerntod. Krimiserie heute Die Rosenheim-Cops Wer stört, stirbt Macht der Wunder Die Geheimnisse des Vatikans - Wenn Madonnen weinen Frontal 21 Post spart am Kundenservice / Protokoll eines schmutzigen Krieges – Die geheimen Irak-Dokumente / Die CSU und die Frauenquote heute-journal 37°: Ich bleibe immer positiv Starke Frauen mit HIV Markus Lanz heute nacht Das Zeichen des Mörders TV-Thriller, S 2005

NDR 16.00 16.10 17.10 18.00 18.15 18.45 19.30 20.00 20.15 21.00 21.45 22.30 23.15 23.45 0.30

Aktuell Mein Nachmittag Eisbär, Affe & Co. Regional Der Traum vom Paradies – Der Garten von Christiansberg DAS! Regional Tagesschau Visite U.a.: Die Gefahr rückt näher – das DengueFieber komm Land & Liebe Partnersuche auf dem Bauernhof Heimatgeschichten 45 Min Dokureihe Weltbilder Elfenbeinküste – Kindersklaven in der Schokoladenindustrie Schmutzige Schokolade Essen im Eimer

nachweisen. Dennoch: Der Vatikan lehnt eine Anerkennung ab. Oder die Geschichte des kleinen Kevin von der Karibikinsel St. Lucia: Es war am 7. Juli 1986. Johannes Paul II. legte nach einer SüdamerikaReise einen Zwischenstopp auf dem Eiland ein. Auch Marie Jeremie kommt mit ihrem schwerkranken 18 Monate alten Baby, um ihn zu begrüßen. Das Kind kann nicht sitzen und nicht krabbeln. Die Ärzte glauben nicht an eine Genesung. Der Papst geht in der Menschenmenge geradewegs auf die junge Mutter zu, segnet ihr Kind. Am folgenden Tag kann Kevin laufen. Heute ist er ein gesunder junger Mann.

»Wunder spielten für Johannes Paul II. ein größere Rolle als für Benedikt XVI.«

9.55 Wetter 10.03 Brisant 10.30 Der Schwarzwaldhof – Forellenquintett TV-Drama, D 2010 12.00 Tagesschau 12.15 ARD-Buffet U.a.: Die richtige Kinderernährung 13.00 Mittagsmagazin

16.45 17.00 17.30 18.00 18.45 19.00 19.45 20.15

Dienstag, 26. Oktober 2010

KIKA 12.05 12.30 12.55 13.20 13.40 14.10 15.00 15.50 16.25 17.15 17.40 18.00 18.20 18.40 18.50 19.00 19.25 19.50 20.00 20.15

Der kleine Nick Coco Pearlie Rocket & Ich Hier ist Ian Schloss Einstein – Seelitz Endlich Samstag! Die Mädchen-WG Marsupilami Caspers Gruselschule Jibber Jabber Roary Das Zauberkarussell Sesamstraße präsentiert: Eine Möhre für zwei Sandmann Der kleine Nick Wissen macht Ah! logo! Ki.Ka Live Dance Academy

K 11 Frühstücksfernsehen Zwei bei Kallwass Richterin Barbara Salesch Richter Alexander Hold Britt Multikulti: Wie viele Zuwanderer verträgt Deutschland noch?

3 SAT 15.30 Der ewige Dienstmann – Hans Moser im Porträt 16.20 Peter Rosegger – Waldbauernbub und Revolutionär 17.05 Heilige Wasser – Himmlische Höhen 17.50 Edelweiß, Star der Alpen 19.00 heute 19.20 Kulturzeit Österreichischer Nationalfeiertag 20.00 Tagesschau 20.15 Sisi TV-Melodram, A/D/I 2009 21.55 Wir sind Kaiser – Best of Zu Gast: Christoph Wagner-Trenkwitz, Thomas Muster, Renate Götschl 23.25 Revanche Thriller, A 2007 Mit Johannes Krisch 1.20 Opus – Tonight at the Opera Aufz. von 2009

Foto: Ullstein

6.20 7.10 8.10 9.15 10.10

Kyle XY How I Met Your Mother Malcolm mittendrin Scrubs – Die Anfänger Banditen! Actionkomödie, USA 2001 12.20 How I Met Your Mother 13.10 Malcolm mittendrin

14.05 Scrubs – Die Anfänger Mein modernes Wissen. Comedyserie Mit Zach Braff 14.30 Scrubs – Die Anfänger Seine Geschichte 15.00 We Are Family! So lebt Deutschland 17.00 taff Lina van de Mars – Tattoostudio 18.00 Newstime 18.10 Die Simpsons 18.40 Die Simpsons 19.10 Galileo 20.15 Die Simpsons Mörder, Zombies und Musik 20.45 Die Simpsons Der Tod kommt dreimal 21.15 Two and a Half Men 21.45 Two and a Half Men Alles einsteigen 22.10 Switch reloaded 22.45 Granaten wie wir Zu Gast: Mirja Boes, Culcha Candela 23.15 TV total Zu Gast: Johnny Knoxville, Jeff Tremaine, Christiane Paul, Christian Durstewitz. Comedyshow 0.15 Two and a Half

ARTE 14.00 Deutschlands Küsten 14.45 Marius und Jeannette Liebeskomödie, F 1996 16.25 Zu Tisch im ... Meraner Land Dokureihe 16.50 Frankreichs Paradiese 17.35 X:enius Geheimnisvolle Wolken 18.05 360° – Geo-Reportage 19.00 Arte Journal 19.30 Deutschlands Küsten Dokureihe 20.15 Kiriku und die Zauberin Zeichentrickfilm, F/B 1998 21.25 United States of Obama 22.20 Obama – Freund der Europäer? 22.50 Debatte 23.20 Sziget Festival: Eine Musikinsel Zu Gast: Nina Hagen, The Specials 0.50 La Nuit / Die Nacht

VORGESPULT

Frauenleben mit Kindern und HIV Jutta Bublies

Die Autoren lassen den Arzt von damals zu Wort kommen, blättern in der Krankenakte, befragen den Psychiater und Theologen Manfred Lütz. Eine Erklärung aber hat keiner. Für die Mutter jedoch, die die Geschichte vor der Kamera erzählt, ist es ein Wunder. Für die Familie ist es ein Wunder. Und Johannes Paul? Er habe verfügt, heißt es in dem Film, dass der Fall nicht bekannt wird.

67 000 Menschen in Deutschland sind HIV-positiv. Jedes Jahr stecken sich 3000 weitere mit der Immunschwächekrankheit an. Aids ist schon lange kein Randgruppen-Thema mehr, das nur die Homosexuellen-Szene etwas angeht. Trotzdem müssen Betroffene, wenn sie sich als Infizierte outen, immer noch Ausgrenzungen und Anfeindungen fürchten. „37°: Ich bleibe immer positiv“ (22.15 Uhr, ZDF) holt das Thema aus der Tabuzone und stellt Doreen (30), Patricia (30) und Louisa (39) vor. Alle drei sprechen offen über ihr Leben mit dem HIVirus. Drei Mutige, zwei von ihnen sind Mütter, die über Ängste und Sorgen reden, aber auch über ihre Lichtblicke und ihre Wünsche für die Zukunft. So träumt Single Doreen von Mann und Kindern. Patricia wird vom Kamerateam in ihrer Schwangerschaft begleitet. Eine nervliche Belastung sondergleichen für die Frankfurterin – bis Sohn Luca gesund zur Welt kommt. Und Louisa gesteht, dass sie ihre Infektion ihren Kindern verschweigt. Drei Geschichten, die tief berühren, ohne zu deprimieren.

WDR

NRW.TV

Der Arzt von damals

16.00 16.15 18.05 18.20 18.50 19.30 20.00 20.15 21.00

21.45 22.00 22.30 23.15 0.15 1.00

Aktuell daheim & unterwegs Hier u. Heute Servicezeit: Mobil Akt. Stunde Lokalzeit Tagesschau Räumkommando Riesenratte Quarks & Co. Wie frisch sind unsere Lebensmittel?: Wie frisch sind „Fresh cuts“? Aktuell Obama-Land ist abgebrannt? west.art Jazzline Tingvall Trio Ladies Night Domian Live

MDR 19.30 19.50 20.15 20.45 21.15 21.45 22.05 22.50 0.10

Aktuell Einfach genial! Exakt Dickes Deutschland: Übergewicht und die Folgen Barbarossa Aktuell Meine DDR Dokureihe Polizeiruf 110 In Erinnerung an ... TV-Kriminalfilm, D 1993 Der Staatsanwalt hat das Wort Ein reizender Abend TV-Kriminalfilm, DDR 1979

VOX 14.05 McLeods Töchter Blutsbande. Familienserie 15.00 Law & Order Blutrache / Club der trauernden Witwen 16.55 Menschen, Tiere & Doktoren 18.00 mieten, kaufen, wohnen 19.00 Das perfekte Dinner Tag 2: Bernhard/Pfalz 19.50 Prominent! 20.15 X Factor Showact: Sarah Connor / Jury: Sarah Connor, Till Brönner, George Glueck. Live 22.30 Daniela Katzenberger – natürlich blond 23.15 Spiegel TV Extra Airbus A380 – Take Off eines Megaliners (2/3) 0.10 vox nachrichten 0.30 CSI:NY

6.00 9.00 9.15 9.45 10.00 11.00 12.00 17.00 18.00 19.00 19.30 20.00 20.30 21.00 21.45 22.15 22.45 23.00 0.00

Guten Morgen NRW Fit bis ins hohe Alter Timo Dr. Krieg Live NRW Pressetreff Gesund im Alltag Gesund im Alltag Gesund im Alltag Lai Kan Ba – Die chinesische Stunde News Halbzeit Gaumenschmaus Kultur mit Uta Demo News Horné Live Gerwin trifft Russia Today Apps Night

RTL 2 14.20 Hot Wheels: Battle Force 5 14.50 Yu-Gi-Oh! 5D’s 15.20 Naruto Shippuden 16.05 Immer wieder Jim 17.05 Hinterm Sofa an der Front 18.00 King of Queens 19.00 X-Diaries 20.00 News 20.15 Zuhause im Glück 22.15 Die Kochprofis 23.15 exklusiv – die reportage 0.15 Der Knast – Schwerverbrecher am Limit

KABEL EINS 14.05 Eine schrecklich nette Familie 15.05 Rules Of Engagement 16.00 News 16.10 What’s up, Dad? 17.00 Two and a Half Men 18.00 Abenteuer Leben – täglich Wissen 18.45 Die Super-Heimwerker 19.15 Achtung Kontrolle! 20.15 Jumbos Würstchenmillionär 21.20 Abenteuer Leben XXL Jumbos Roadtrip durch die USA 22.10 K1 Magazin Gefahr aus dem Wasserhahn: Warum Energiesparen krank machen kann 23.15 Attila – König der Hunnen 0.25 Abenteuer Auto


W

GESELLSCHAFT

WLT_1 NR.250

Kachelmann: Seitenhieb gegen den ,Soziopathen’ Hayke Lanwert Essen. Bislang begnügte sie sich öffentlich mit spöttischem Lächeln in Richtung Kachelmann. Nun demonstrierte Simone D., das mutmaßliche Vergewaltigungs-Opfer des Wettermoderators, sehr eindeutig, was sie von ihm hält. Im Auto ihres Anwaltes sitzend, schützte sie gestern auf dem Weg zum Mannheimer Landgericht ihr Gesicht mit einem ganz besonderen Buch vor den Kameras. „Der Soziopath von nebenan. Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks“ lautete der Titel. Bereits an drei Verhandlungstagen ist Simone D. zu der mutmaßlichen Vergewaltigung nichtöffentlich befragt worden. Kachelmanns Anwältin Andrea Combé erklärte in einer Verhandlungspause, Simone D. halte an ihrer Aussage fest, nach elfjähriger Beziehung von Kachelmann im Februar vergewaltigt worden zu sein. Damit steht weiterhin Aussage gegen Aussage. Erneut zur Sprache kamen im Prozess Fotos von Hämatomen an ihren Oberschenkeln, die Simone D. ein Jahr vor der angeblichen Tat in ihren Commit dapd puter gestellt hatte.

Frachter Beluga ist wieder frei Berlin/Mogadischu. Britische Marineeinheiten haben den von Piraten im Indischen Ozean gekaperten deutschen Frachter „Beluga Fortune“ befreit. Alle 16 Besatzungsmitglieder seien wohlauf, teilte die Bremer Reederei Beluga Shipping am Montag mit. Die Mannschaft habe kurz vor dem Angriff der Freibeuter am Sonntag einen Notruf abgesetzt und sich in einem Sicherheitsraum verschanzt. Soldaten des internationalen Anti-Piraten-Einsatzes Atalanta hätten die Piraten in die Flucht geschlagen. Außenminister Guido Westerwelle zeigrtr te sich erleichtert.

Zuhälter entschuldigt sich Ottfried Fischer wohnte stumm „seinem“ Prozess im Münchner Amtsgericht bei. Geldstrafen für alle fünf Angeklagten München. Ob als „Bulle von Tölz“ oder als „Pfarrer Braun“: Stets war Ottfried Fischer in seinen Fernsehrollen auf der Seite der Aufklärer. Und immer hatte er dabei Oberwasser, war gewitzt genug, sich gegen allerlei Machenschaften zur Wehr zu setzen und dem Guten zum Durchbruch zu verhelfen. Gestern saß „Otti“ im Saal des Münchner Amtsgerichts in einer sehr viel schwereren Rolle. In einer, die das Leben geschrieben hat. Von seiner ParkinsonKrankheit gezeichnet, wohnte Fischer als Nebenkläger stumm „seinem“ Prozess bei. Ihm gegenüber vier Angeklagte aus dem Rotlichtmilieu sowie ein ehemaliger Mitarbeiter der „Bild“-Zeitung, alle mit mehreren Anwälten. Es ging um Treffen Fischers mit Prostituierten, um über 74 000 Euro, die von dessen Konto abgebucht worden waren und um einen vermeintlichen Versuch des BoulevardJournalisten, Fischer mit einem Film, der ihn beim Sex zeigen soll, genötigt oder erpresst zu haben.

nas-Gebiet sind in den vergangenen zehn Jahren nach Angaben der Umweltstiftung WWF über 1200 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt worden, darunter eine Flussdelfinart. „Das ist einerseits faszinierend, andererseits aber auch alarmierend, weil viele weitere unentdeckte Arten auszusterben drohen, bevor sie entdeckt werden“, erklärte der WWFExperte Roberto Maldonado.

CROSS MEDIAL „Bauer sucht Frau“, die öffentliche Balz der Landwirte im TV, startet in eine neue Staffel. Was hinter dem Siegeszug der quirligen Bauern steckt und welche ähnlichen Formate noch wünschenswert wären: DerWesten.de/bauernbalz

@ gesellschaft@waz.de

Journalist wegen Nötigung verurteilt Nach zehn Prozessstunden kam das Urteil des Amtsrichters: Die vier Angeklagten aus dem Rotlichtmilieu, die Geständnisse ablegten, erhielten Geldstrafen in unterschiedlicher Höhe – von 600 bis 12 000 Euro wegen einer „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs“ des Schauspielers „durch unbefugte Bildaufnahmen“. Der Journalist wurde außerdem wegen Nötigung verurteilt. Er muss 14 400 Euro (180 Tagessätze a 80 €) zahlen. Ottfried Fischer zeigte sich mit dem Urteil zufrieden. „Die Pressefreiheit darf nicht zur Erpressungsfreiheit führen“, sagte er nach dem Prozess am Abend.

Der Richter nahm sich viele Stunden Zeit Ottfried Fischer musste befürchten, dass ein offenbar heimlich gefilmtes Video über seine Sexkontakte an die Öffentlichkeit gelangen könnte. „Entschuldigung für das, was wir Ihnen angetan haben“, wandte sich der angeklagte Zuhälter kleinlaut an den Nebenkläger Fischer. Ein weiterer Mann der Branche entschuldigte sich auch – eine zuvor abgestimmte Linie der Verteidiger. Die Zuhälter warben auch um Verständnis für die Abbuchungen von Fischers Konto. Sie hätten die Prostituierten bezahlen müssen. Eine der Frauen saß in Schwarz gekleidet mit Sonnenbrille und Kapuze im Gericht. Viele Stunden nahm sich der Rich-

DIE AFFÄRE

Video im Papierkorb

Ottfried Fischer gestern im Amtsgericht München. Hinter ihm die Angeklagte Bianca F. . ter Zeit, um herauszufinden, was an den Gesprächen dran war, die eine PR-Agentin mit dem ehemaligen „Bild“-Mann führte. Ob er der Agentin zu verstehen gab, dass der Videofilm, den er von einem der Zuhälter zugeschickt bekam, eine Rolle in der Berichterstattung des Blatts spielen werde, wurde er gefragt. „Nicht ver-

wertbar“ sei der Streifen gewesen, so der Angeklagte. Er habe dem Zuhälter, der sich mit falschem Namen bei ihm gemeldet und angegeben habe, er wolle wegen Kreditkarten-Betrugs ermitteln, geglaubt. Darauf habe ein Treffen mit ihm stattgefunden. Während der Zuhälter aussagte, der Journalist habe von

Foto: ddp

einem Finanztopf von 50 000 bis 100 000 Euro gesprochen, der für Exklusiv-Geschichten zur Verfügung stehe, bestritt der Journalist diese Summe. Unbestritten ist, dass der Zuhälter nach Übergabe der CD mit dem Film 3500 Euro erhielt. Der Journalist gab an, er habe nach Erhalt der CD Kontakt zu Fischer gesucht.

Als 2009 bekannt wurde, dass Ottfried Fischer Kontakte zu Prostituierten pflegte, trennte sich nach 23 Jahren sein Agent von ihm. Die Rolle als „Pfarrer Braun“, seine Auftritte als Kabarettist, all das habe er davonschwimmen sehen, so Fischer. Die Anwälte des Ex-„Bild“-Mitarbeiters plädierten für ihren Mandaten auf Freispruch. Er sei mit dem kompromittierenden Video verantwortungsvoll umgegangen. Nach Angaben des Journalisten landete es zerbrochen im Papierkorb.

Sonys Walkman hat ausgespielt

Holland in Not: Keine Toiletten im Zug

Kompakter Kassettenspieler war Verkaufsschlager in den 80ern

Jetzt sollen die neuen Sprinter nachgerüstet werden

Nackt-Yoga ärgert Hindus.

1200 neue Arten. Im Amazo-

Da dieser nicht mit ihm habe sprechen wollen, sei die Agentin ins Spiel gekommen. Fischers Agentin erklärte, sie habe sich mit dem Redakteur verständigt, dass Fischer der „Bild“ ein Exklusiv-Interview geben werde. Die PRAgentin will Fischer geraten haben, auf die Zeitung zuzugehen, sonst gehe es schlimm für ihn aus. Sie betonte, sie sei davon überzeugt gewesen, dass Fischers Karriere sonst beendet sei.

Gabriele Rettner-Halder

IN KÜRZE Ein Angebot auf der Homepage des Magazins „Playboy“ sorgt für Ärger bei Hindus in den USA. Die angeblichen Yoga-Übungen des Nacktmodels Sara Jean Underwood verletzten die Gefühle der Gläubigen, erklärte der Präsident der Universal Society of Hinduism, Rajan Zed, in Nevada. Die Körperübungen seien Bestandteil der hinduistischen Weltanschauung und kein erotischer Zeitvertreib.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Andreas Böhme Essen. Sony hat bekannt gegeben, die Produktion des Walkman sei eingestellt worden. Es ist der Tod einer Legende. Aber auch das Ende eines langen Sterbens. Die großen Zeiten jedenfalls, sie sind lange vorbei. Begonnen hatten sie Ende der 70er-Jahre. Da will Sony-Mitbegründer Masaru Ibukas auch bei langen Flügen nicht auf seine klassische Musik verzichten, die er so liebt. „Baut mir einen Kassettenrecorder, den man überall mit hinnehmen kann”, weist er seine Ingenieure an. Die präsentieren angeblich schon nach wenigen Tagen ein 390 Gramm schweres Gerät aus Plastik. Den Walkman.

Doch selbst der japanische Konkurrent braucht damals einige Monate, um sich durchzusetzen. Dann aber ist der Walkman nicht nur ein neues Gerät, sondern die Geburt einer neuen Kultur. Überall auf der Welt tragen junge Leute plötzlich den kleinen Player am Gürtel und die mit Schaumstoff umhüllten BügelKopfhören auf den Ohren. Erstmals können sie einen Teil ihres Privatlebens, das Musikhören, problemlos in die Öffentlichkeit verlegen. In U-Bahnen, auf Jogging-Stre-

cken oder in Einkaufszentren. Das kompakte Kassettenabspielgerät ist „in”, ist „der letzte Schrei”. Allein Sony verkauft über 200 Millionen Exemplare. Und der Name Walkman wird zum Synonym für über 50 Geräte anderer Firmen. In den 90ern beginnt der Niedergang. Den tragbaren CD-Spielern kann der Walkman noch eine Zeit lang Paroli bieten, doch seit 2001 stecken die Stöpsel eines anderen Gerätes in allen Ohren: Da stellt Apple den ersten I-Pod vor.

Deutscher Vorläufer Das sei so schnell gegangen, weil man ein für Journalisten gedachtes Diktiergerät kurzerhand umgemodelt habe, heißt es. Sony habe sich weitgehend bei einer Erfindung des Aachener Forschers Andreas Pavel bedient, behaupten andere. Der Deutsche hatte 1977 etwas Ähnliches entwickelt. Ohne großen Erfolg. Könnte am Namen gelegen haben. „Körpergebundene Kleinanlage für die hochwertige Wiedergabe von Hörereignissen“ .

Stand mal für portablen Musikgenuss: Sonys Walkman.

Foto: afp

Helmut Hetzel Den Haag. Man stelle sich vor, man sitzt im Zug, man muss mal – und es gibt keine Toilette. Das kann dem Reisenden in den Niederlanden in vielen Zügen tatsächlich passieren. Denn inzwischen fahren 140 Züge über die niederländischen Gleise, in denen es keine stillen Örtchen gibt. Es geht dabei um die neuen Nahverkehrszüge namens „Sprinter“. Sie werden hauptsächlich auf Kurzstrecken eingesetzt. Daher dachte sich das niederländische Verkehrsministerium: Die brauchen keine Toilette. Wegen der eher kurzen Reisezeiten. Aber eigentlich wollte man nur Geld sparen. Diese Ignorierung menschlicher Bedürfnisse rächt sich jetzt. Denn in den neuen Sprinter-Zügen herrscht der totale sanitäre Notstand. Kinder und alte Leute machen sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose. Auch ans Personal hat man nicht gedacht. Männliche Zugführer und Schaffner kommen neuerdings mit leeren Flaschen zur Arbeit, in die sie ihren Urin abfüllen, wenn sie ihn während ihrer achtstündigen Dienstzeit im Sprinter nicht mehr halten können. So mancher Reisende, der dem Druck nicht mehr standhalten

kann, sucht sich im Zug sogar eine stille Ecke. Fest steht: Sie sind der neue holländische Horror, die toilettenlosen Sprinter-Züge. Von Hygiene keine Spur mehr. Nun haben auch Politiker erkannt: So geht’s nicht weiter. Ohne Toilette kann man im Zug nicht reisen. Ineke van den Gent, Abgeordnete der Grünen, macht Druck. Sie hat Verkehrsministerin Melanie Schultz van Haegen aufgefordert, die niederländischen Eisenbahnen dazu zu verpflichten, dass es in allen Zügen Toiletten geben muss.

Killer töten 13 Menschen in Drogenklinik Tijuana. Im mexikanischen Drogenkrieg hat ein Killerkommando erneut 13 Menschen regelrecht exekutiert. Nach Angaben der Polizei drangen die Männer am Sonntagabend in eine Drogenklinik der Grenzstadt Tijuana ein und ermordeten 13 Patienten. Kurz darauf drohten sie über gekaperte Frequenzen des Polizeifunks mit weiteren Morden. Laut Polizei gingen die Killer in der Klinik planmäßig vor, wählten 13 Opfer gezielt aus und zwangen diese, sich wie bei einer Hinrichtung an einer Mauer aufzustellen, bevor sie sie erschossen. „Das war erst der Anfang“, sagte einer der Täter kurz darauf via Funk. Es werde 135 Morde geben – offenbar eine Anspielung darauf, dass in der vergangenen Woche in Tijuana die Rekordmenge von 135 Tonnen Marihuana beschlagnahmt wurde. Ermittler vermuteten Rache als Motiv für die Bluttat in der Klinik. afp

Gehirnschaden durch Pflegerin London. Eine Krankenschwester hat in Großbritannien versehentlich die Beatmungsmaschine eines querschnittsgelähmten Mannes abgeschaltet und damit bei ihm Gehirnschäden verursacht. Der Fernsehsender BBC zeigte einen heimlich aufgenommenen Film, auf dem zu sehen ist, wie die Pflegerin vergeblich den 37-jährigen Jamie Merrett in seinem Haus im Südwesten Englands wiederzubeleben versucht. Erst nach 21 Minuten wurde die Beatmungsmaschine wieder angeschaltet, nachdem ein Notarzt Merrett wiederbelebt hatte. Der seit einem Autounfall vom Hals abwärts gelähmte Mann erlitt BBC zufolge Schäden am Gehirn. Wegen Zweifeln an seiner Behandlung hatte er eine Kamera in seiner Wohnung installieren lassen. Die Krankenschwester afp sei beurlaubt worden.

Über 250 Menschen starben an Cholera Port-au-Prince. Auf Haiti ist die Zahl der Cholera-Toten auf über 250 gestiegen. Der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Gabriel Thimoté, sprach von 253 Opfern und 3115 Infizierten in den Kliniken. Demnach nahm die Zahl der Toten und Erkrankten innerhalb eines Tages nur leicht zu. Außenministerin Marie Michèle Rey drückte die Hoffnung aus, dass es gelungen sein könnte, die gefährliche Infektionskrankheit einzudämmen. Die Hilfsorganisation Oxfam kündigte an, Seife und Medikamente an 25 000 Bewohner des verarmafp ten Landes zu verteilen.

100 Millionen für Klos

Die Handys anderer Menschen nerven

Nun müssen die 140 Sprinter-Züge nachgerüstet werden. Alle sollen sie ein stilles Örtchen erhalten. Kosten der Aktion: rund 100 Millionen Euro. Der nachträgliche Einbau wird einige Zeit dauern. Bis dahin könnte es wohl noch den ein oder anderen sanitären Unfall im Zug geben. Die Eisenbahngesellschaft Pro Rail teilte unterdessen mit, dass man ab 2013 in allen Zügen in den Niederlanden einen kostenlosen InternetZugang haben wird. Jetzt hoffen die Reisenden, dass es nicht ganz so lange dauern wird, bis man in allen Zügen auch aufs Klo gehen kann.

Berlin. Klingeltöne, Musik und Gespräche mit den Handys können andere Menschen nerven. Jeder Zweite fühlt sich durch andere Nutzer von Mobiltelefonen in der Öffentlichkeit belästigt, hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom ergeben. Demnach reagiert ein Viertel der Bundesbürger bereits auf das Klingeln eines Handys mit Unmut. Lautes Telefonieren stört 32 Prozent der Frauen und 30 Prozent der Männer. Ebenso viele Männer und 38 Prozent der Frauen mögen es nicht, wenn jemand öffentlich mit seinem Handy cid laut Musik hört.


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GESELLSCHAFT

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LEUTE

Das wilde Herz schlägt noch immer

Jean Pütz: Mit 74 Jahren noch einmal Papa

Keith Richards hat unterhaltsame Anekdoten über sein Leben mit den Rolling Stones aufgeschrieben Ulrich Schilling-Strack

Jean Pütz und Pina

London. Wer in den Sechzigern dabei war, kann sich an nichts erinnern, und das gilt natürlich auch für die Stones. Biographien der handelnden Personen sind folgerichtig sinnlos, aber nett zu lesen. Von Ron Woods Werk „Ronnie“ blieb beispielsweise in Erinnerung, dass er gerne malt und lange glaubte, dass er im Stones-Theater den „Brian Jones mit blonder Perücke“ gab. Bill Wyman ist ein Erbsenzähler, der einst sogar notierte, wer mit wieviel Groupies während einer Tournee schlief (Bill Wyman: 442; Charlie Watts: 1, die Ehefrau),

Foto: Lukas

Essen. Mit 74 Jahren ist ExWissenschaftsjournalist Jean Pütz („Hobbythek“ im WDR) noch einmal Vater geworden. Das Baby erblickte im Katholischen Krankenhaus Sankt Josef in Essen-Werden das Licht der Welt und soll Julie Josephine heißen. Pütz hat mit seiner italienischen Frau Pina (42) bereits einen elfjährigen Sohn – Jean. Der 74-Jährige zur Geburt seines Töchterchens: „Der emotionalste Moment meines Lebens.“ Aus seiner ersten Ehe hat Pütz einen 51-jährigen Sohn, der Professor in Straßburg ist.

»Am Ende zählt das alles nichts, wenn man sieht, wie lange wir zusammen sind« was aber in seinem Buch „Stone Alone“ dann doch nicht erschien. Mick Jagger begeistert sich seit längerem nur noch für Cricket und FestgeldKonten, was uns wiederum nicht so interessiert, und deshalb haben wir voller Spannung auf Keith Richards gewartet. Nun liegen sie endlich vor, die Memoiren, heißen schlicht „Life“, was aber in diesem speziellen Fall natürlich vielversprechend ist. Denn „Keith“ und „Leben“ führen ja nicht unbedingt eine harmonische Beziehung. Es galt als sicher, dass das wilde Herz der größten Rock-’n’-Roll-Band der Welt nach all den frühen Ausschweifungen spätestens mit 25 aufhört zu schlagen. Nun wird er demnächst 67, der „Keef“, wie wir Fans ihn zärtlich nennen, und erzählt, was ihm so passiert ist. Etwa die Gerichtsverhandlung in Arkansas, mit der das Buch beginnt, wegen Drogenbesitzes. Freispruch, übrigens. Der Richter konfiszierte sein

DSDS-Sängerin weiter in Lebensgefahr

Anna-Maria Zimmermann Foto: ddp Bielefeld/Altenbeken. Schlagersängerin Anna-Maria Zimmermann, die bei „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt wurde, schwebt immer noch in Lebensgefahr. Sie war am Wochenende bei einem Hubschrauber-Absturz im Kreis Paderborn schwer verletzt worden. Die 21-Jährige wurde nach Angaben der Ärzte in Bielefeld in ein künstliches Koma versetzt und mehrmals operiert. Ihr Zustand sei kritisch, aber stabil. Neben Zimmermann wurden der Pilot, der Manager und eine Assistentin verletzt. dapd

Stellt mit 66 Jahren seine Memoiren vor: Keith Richards. Foto: Getty Messer (es hängt angeblich noch immer an der Wand des Gerichtssaals) und ließ sich anschließend mit ihm fotogra-

fieren. Natürlich sind das Anekdoten, viele zum Schenkelklopfen, aber, und das ist das Interessante an diesem

Buch: die Aufzählung enthüllt viel über einen Musiker, der sich lange mit ungebärdigen Exzessen gegen den PopstarRuhm stemmte und erst spät eine Balance fand. Die Vorabmeldungen, mit denen die Markteinführung seit Wochen eingetrommelt wurde, konzentrierten sich natürlich auf die saftigen Stücke. Etwa das Feuer, das Keith gemeinsam mit dem StonesSaxofonisten Bobby Keys in der Toilette von Hugh Hefners Playboy Mansion legte. Oder die Tatsache, dass er wirklich zwei Jahre lang glaubte, Johnny Depp, der viel in seinem Haus herumlungerte, sei der Dealer seines Sohns Marlon. Und vor allem die Behauptung, Mick Jagger habe einen kleinen Penis, was von dessen Ex-Frau Jerry Hall aber umgehend dementiert wurde („Stimmt ja gar nicht!“). Alle Interviews, die Keith Richards in diesen Tagen gibt, gipfeln denn auch schnell in der Frage: Und was ist mit Mick? Was soll schon sein, nuschelt Keith. Man kennt sich seit einem halben Jahrhundert, streitet sich nach Herzenslust, und wer in der farbigen Historie der „Glimmer Twins“ nach Schulhof-Attacken fahndet, wird natürlich fündig. Von all den Schimpfworten, mit denen Mister Richards Mister Jagger belegt, eignet sich nur „Disco Boy“ für eine Familienzeitung. „Unerträglich“ sei der Herr, befindet Richards, der die Fehde mit dem Kollegen vor allem in den Achtzigern öffentlich ausfocht. „Life“ wurde Jagger dennoch vor dem Erscheinen vorgelegt. Was er davon hält, wissen wir nicht, aber gestrichen wurde laut Richards nichts. Wozu auch, am Ende „zählt das alles nichts, wenn man sieht, wie lange wir schon zusammen sind“. Und andere Weggefährten bekommen

natürlich auch was ab, außer Charlie Watts, an dessen coolem Gleichgewicht sich der schwankende Keef immer wieder festhalten durfte. Brian Jones? Kaltblütig, bösartig. Alan Ginsberg? Ein aufgeblasener Sack. Mick Taylor, der zunächst Brian Jones ersetzte? Hat seitdem nichts mehr zustande gebracht.

Von der Leiter gefallen Was wir noch von Keith Richards wissen: Er interessiert sich für Literatur, insbesondere Geschichtsromane, und hat sich mal den Arm gebrochen, als er in seiner Bibliothek (!) von der Leiter fiel. Den Fitness-Raum im Keller nutzt er regelmäßig. Bei Interviews steht eine Flasche vom guten Rebel-Yell-Bourbon auf dem Tisch, ein frecher Journalist, der heimlich nippte, behauptet aber, im Glas sei nur Tee gewesen. Und dass Keith immer noch Kette raucht, wird von den Reportern inzwischen auch bestritten. Auf dem Buchumschlag wird dennoch gequalmt, den Finger ziert der traditionelle Totenkopf-Ring, und die ganze Wahrheit werden wir sowieso erst erfahren, wenn Keef stirbt. Falls er stirbt.

DAS BUCH

Hilfe vom Freund „Life“ entstand in Zusammenarbeit mit dem Autoren James Fox, der seit vielen Jahren mit Keith Richards befreundet ist und die Zusammenarbeit wie folgt beschreibt: „Ich las Keith die Kapitel vor, und er hat sie bearbeitet – mit einem wundervollen Gefühl für Rhythmus und Stil.“ Die deutsche Ausgabe wurde von Willi Winkler, Ulrich Thiele und Wolfgang Müller bearbeitet und ist im Heyne-Verlag erschienen. 736 Seiten, 26,99 Euro.

Mit den Höhnern im Kölner Dom musizieren Köln. Die „Höhner“ treten am 2. Advent zum ersten Mal im Kölner Dom auf. Die Gruppe wird ein Adventmitspielkonzert am 5. Dezember leiten, so Dompropst Norbert Feldhoff. Das Konzert, das auf Wunsch des Kölner Kardinals Joachim Meisner stattfinde, habe „adventlichen und besinnlichen Charakter“ und verzichte auf die „Kaufhausweihnachtslieder“. Unter dem Motto „Nun seid uns willkommen“ werden am 5. Dezember rund 2500 Instrumentalisten sowie 500 Begleitpersonen im Dom erwartet. Vor allem Kinder und Jugendliche seien mit ihren Instrumenten willkommen, heißt es. Unter den 13 Stücken

Die „Höhner“

Foto: Gerd Wallhorn

sei alles vertreten, vom traditionellen „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ bis zum „Höhner“-Klassiker „Minsche wie mir“, so Dompropst Feldhoff. Auch der Kardinal habe sein Kommen zugesagt. „Wir freuen uns über alle Instrumente“, betonte „Höhner“-Schlagzeuger Janus Fröhlich. Dazu gehörten Flöten, Trompeten, Posaunen, Violinen, Keyboards und Gitarren. Nur Schlagzeuge müssten wegen der langen Nachhallzeit im Dom draußen bleiben. Einlass ist am 5. Dezember um 13.45 Uhr, das Adventskonzert beginnt um 14.30 Uhr. Wer sich am Adventskonzert beteiligen möchte, muss sich bis zum 28. November im Netz anmelden: www.adventmitspielkonzert.de.

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U N S E R W E T T E R : Wechselnd bewölkt und trocken, 11 Grad

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Satellitenbilder sind zusammen mit Messwerten von Satelliten und Wetterstationen die Datenbasis für Wetterberichte und Vorhersagen. Zur Erfassung der Wolkenverteilung werden der sichtbare und der infrarote Spektralbereich eingesetzt. Rom Stockholm Tel Aviv

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Südwesten: Überwiegend heiter und trocken, Temperaturen von -1 Grad am frühen Morgen auf Höchstwerte um 10 Grad am Nachmittag steigend, schwacher Wind aus nordöstlichen Richtungen. Alpengebiet: Zunehmend sonnig, morgens örtlich einzelne Schnee- oder Regenschauern, Temperaturen auf Höchstwerte zwischen 3 bis 8 Grad in den Tälern steigend, Minusgrade ab 1400 Meter Höhe, mäßiger Wind aus nördlichen Richtungen.

Bochum

Dortmund 2° 11 °

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Nordsee: Zu Beginn bewölkt mit leichtem Regen, am Vormittag überwiegend stärker bewölkt, aber meist trocken, am Nachmittag wieder bewölkt mit örtlichem Regen, Höchstwerte um 10 Grad. Ostsee: Tagsüber teils sonnig teils heiter, am Abend fast durchweg stark bewölkt, aber überwiegend trocken, Temperaturen auf Höchstwerte um 10 Grad steigend, zunächst schwacher bis mäßiger Wind aus Nordwest, später aus Süd.

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Wetterlage: Ein Tief über dem Atlantik sorgt derzeit über den Britischen Inseln für viel Regen. Ebenfalls häufige Regenfälle verursacht ein Tief im Mittelmeerraum. Lediglich über der Iberischen Halbinsel ist es heiter. Vorhersage: Es ist wechselnd bewölkt und trocken. Die Temperaturen steigen von morgendlichen 2 Grad auf maximal 11 Grad. Der Wind weht schwach aus Südwest. Aussichten: Morgen bringt der Tag trübes Wetter, aber es bleibt trocken bei 11 Grad. Der

Donnerstag zeigt sich wechselnd bewölkt bei 14 Grad. Auch am Freitag wechseln sich Sonne und Wolken ab bei 14 Grad. Biowetter: Stoffwechsel und Durchblutung arbeiten auf Hochtouren. Aber es gibt einige negative Begleiterscheinungen, etwa Kopfschmerzen oder Migräneattacken. Auch Gelenke und Muskeln schmerzen häufig. Vor einem Jahr in Essen: Stark bewölkt und zeitweise Regen, Tageshöchsttemperatur 13 Grad.


Verlagssonderveröffentlichung

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Dienstag, 26. Oktober 2010

Der Ratgeber am Dienstag

Edel und barriefrei: Tipps rund um das Generationenbad

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Happy Aging: Älterwerden macht Freude

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Verlagssonderveröffentlichung

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Meine besten Jahre

Dienstag, 26. Oktober 2010

HEIMUNTERBRINGUNG

Streit um die Noten

Was Sie über die Bewertungen wissen müssen OHNE STOLPERFALLEN

Im Bad der Zukunft

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Von wegen Anti-Aging Mit einem Augenzwinkern Richtung 100! EDLE TROPFEN

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Wie sich Anfänger dem Thema Wein nähern können IN NAH UND FERN

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Kontakt Anzeigen 0201 - 804 24 41 anzeigenzentrale@waz.de www.derwesten.de /www.westseller.de Gesamtleitung Produktmanagement Mirco Striewski Produktmanagement „Meine besten Jahre“ Sonja Biedebach 0231 - 95 73 38 50 Redaktion & Gestaltung Harald Gruber, Christiane Johag, Tobias Krell, Martin H. Müller, Dr. Ilse Preiss, Timo Wadenpohl, Anja Frühauf

Leseranfragen meinebestenjahre@waz.de Telefonnummer 0231 - 95 73 38 50 Druck Druckhaus WAZ GmbH & Co. Betriebs KG, 45128 Essen Friedrichstr. 34 - 38, Druck- und Verlagszentrum GmbH & Co. KG Hohensyburgstraße 67 58099 Hagen Druckauflage 1 Mio. Exemplare

Buchtipp Das Ruhrgebiet

Ein historisches Lesebuch  Von Klaus Tenfelde / Thomas Urban (Hg.)  2 Bd. im Schuber, 1106 Seiten, Hardcover, zahlr. Abb., 44,00 €, ISBN 978-3-8375-0286-2, überall im Buchhandel erhältlich!  Das Ruhrgebiet ist eine ganz besondere Geschichtslandschaft. Diese – nach London und Paris – größte Städteballung Europas ist nicht von Fürsten, sondern von Menschen gemacht worden, von Unternehmern und Arbeitern. Die Region entstand mit dem Aufstieg der Montanindustrie. Seit ihrem Niedergang sucht das Ruhrgebiet nach einer neuen Identität.  Das „Historische Lesebuch Ruhrgebiet“ erzählt die weit mehr als 200-jährige, zum Teil im Mittelalter wurzelnde Geschichte dieser Region erstmals und nahezu ausschließlich anhand von Quellen. Die Vielfalt der rund 600 ausgewählten Dokumente macht deutlich, dass die Region nicht nur von Arbeit, Schmutz und sozialem Elend geprägt war. Sie brachte auch kulturelle Leistungen hervor und formte Menschen, die sich hier, und nur hier, wohl fühlten und ihrer Heimat Gestalt gaben.  Das „Lesebuch“ richtet sich an Bewohner und Besucher des Ruhrgebiets. Es bietet die Möglichkeit, Geschichte unmittelbar nachzuerleben. Viel Neues lässt sich erfahren, manche skurrile Besonderheit sticht hervor. Zugleich werden langfristige Entwicklungen sichtbar, die unsere Gegenwart oftmals auf versteckte Weise beeinflussen.

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Meine besten Jahre

Dienstag, 26. Oktober 2010

Mitbewohner gesucht n Alternative Wohnformen bieten gute Voraussetzungen für ein möglichst selbstbestimmtes Leben im Alter.

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ohnen im Alter? Immer mehr Menschen haben dazu klare und individuelle Vorstellungen. Eines ist nahezu allen gemeinsam: der Wunsch nach einem möglichst selbstbestimmten Leben. Neue Wohnformen, wie zum Beispiel eine SeniorenWG, bieten hierzu die Möglichkeit. Das Hauptargument für eine Wohngemeinschaft liegt auf der Hand: Statt alleine in einem Haus oder in einer anonymen Wohnung zu leben, bevorzugen viele Senioren die Gesellschaft Gleichaltriger, ohne dabei

die Privatsphäre gänzlich einbüßen zu müssen. Gemeinsame Unternehmungen und gegenseitige Unterstützung sind genauso an der Tagesordnung wie die Möglichkeit des Rückzugs. Außerdem

Gemeinsame Aktivitäten und gegenseitige Hilfe spart das gemeinsame Leben Geld: So können etwa Waschmaschinen, Werkzeuge oder Pkw gemeinsam angeschafft und genutzt werden. Das Bundesgesundheitsministerium macht auf die ganz pragmatischen Vorteile eine solchen Wohnform auf-

merksam: Werden bzw. sind mehrere Bewohner pflegebedürftig, können sie seit der Pflegereform 2008 ihren Anspruch auf grundpflegerische Leistungen und hauswirtschaftliche Versorgung bündeln. Dadurch werden in vielen Fällen Zeit und damit Geld gespart, aus dem dann zusätzliche Betreuungsleistungen finanziert werden können, wie zum Beispiel gemeinsames Vorlesen. Dieses so genannte Poolen von Leistungen ist auch für Pflegebedürftige möglich, die beispielsweise im gleichen Wohnviertel wohnen.

Wer sich das Leben in einer Senioren-WG (oder einer ähnlichen alternativen Wohnform) vorstellen kann, sollte die folgenden Tipps von Gesundheitsministerium und Stiftung Warentest in seine Überlegungen einbeziehen: n Je früher man über eine alternative Wohnform nachdenkt, desto mehr Wahlmöglichkeiten hat man. Wichtig ist dabei eine gründliche und ehrliche Selbsteinschätzung: Was kommt für mich überhaupt in Frage? n Besonders wichtig ist eine altersgerechte, barrierefreie Wohnumgebung. Gut zu wissen: Größere Wohnungen sind auf den Quadratmeter bezogen oft günstiger als kleinere.

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Die Wohnlage muss stimmen. Dazu zählen die Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten in der Nähe genau so wie eine gute Infrastruktur. Ebenfalls wichtig: Hilfe zur Unterstützung im Alltag – etwa über Mobile Soziale Dienste oder ambulante Pflegedienste – sollte bei Bedarf verfügbar sein. n Bei der Suche nach den richtigen Mitbewohnern helfen zum Beispiel Zeitungsanzeigen oder ein Aushang im nahe gelegenen Seniorentreff. n Bei der Gestaltung des Mietvertrags gilt es auf klare Regelungen bezüglich Auszug und Miete zu achten, etwa wenn ein WG-Mitglied seinen Mietbeitrag nicht zahlen kann. Martin H. Müller

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Meine besten Jahre

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Dienstag, 26. Oktober 2010

Streit um die Pflegenoten

n Das Sozialgericht Münster erklärte die Transparenzberichte für „rechtswidrig“. Sozialverbände kritisieren den „Pflege-TÜV“. Der MDS wirbt weiter für die Benotung.

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fünf gibt es auch dann, wenn die Dokumentation nicht der Form entspricht, wie sie die Prüfer des Medizinischen Diensts verlangen. Überhaupt beschweren sich die Seniorenheime und Verbände darüber, dass die Dokumentation wichtiger für die Note sei als die konkrete Arbeit mit den Bewohnern.

ie sollten eine Hilfestellung sein bei der Suche nach guten Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen. Doch nun sind die noch von der Großen Koalition beschlossenen Pflegenoten in die Kritik geraten. Es ist nicht leicht, in der Diskussion um die Transparenzberichte den Überblick zu behalten. Das Sozialgericht Münster hat die Beurteilung für rechtswidrig erklärt. Geklagt hatte ein Altenheim in Borken, das die Veröffentlichung seiner Bewertung im Internet verhindern wollte.

„Die Berichte täuschen die Verbraucher“ Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig und es gilt als wahrscheinlich, dass es zu einer Sprungrevision vor dem Bundes-Sozialgericht kommt. Allerdings teilte die Kammer die von vielen Verbänden und Institutionen geäußerte Kri-

„Ein Schritt in die richtige Richtung“

Wohin geht der Weg? Es wird viel diskutiert über die Pflegenoten, die als Orientierung gedacht sind bei der Wahl eines Altenheimes oder einer Pflege-Einrichtung. Foto: Martin Oeser/ddp tik an den Pflegenoten: „Die Systematik ist verfehlt, die Ermittlung der Pflegenoten nicht nachvollziehbar.“ Die Richter gingen sogar noch weiter. „Die Transparenzberichte täuschen

die Verbraucher“, urteilten sie. Die Gewichtung der Kriterien – die Lesbarkeit des Speiseplans fällt genauso stark ins Gewicht wie die aus Patientensicht ohne jeden Zweifel un-

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gleich wichtigere Vermeidung von Druckgeschwüren – ist einer der Hauptkritikpunkte. Und auch die Bewertung ist undurchsichtig. So bedeutet ein „mangelhaft“ bei der Verabreichung von Medikamenten nach Vorgaben der behandelnden Ärzte nicht etwa zwingend, dass sich nicht an die Verordnung der Mediziner gehalten wird. Die Note

Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) warnt davor, die Pflegenoten nun insgesamt zu verteufeln. „Sie haben Bewegung in die Qualitätsdiskussion in der Pflege gebracht und Transparenz hergestellt, wo es vorher keine gab“, sagt der MDS-Geschäftsführer Dr. Peter Pick. Er ist nach wie vor davon überzeugt, dass der so genannte Pflege-TÜV ein Schritt in die richtige Richtung war. Allerdings räumt Pick auch Änderungsbedarf ein. „Wir haben bereits eine Reihen von Vorschlägen zur kurzfristigen Weiterentwicklung gemacht“, verrät er. Tobias Krell

INFO

n Beschlossen wurde die regelmäßige Überprüfung von Pflegeheimen und -diensten im Rahmen der Pflegereform, die mit den Stimmen der Großen Koalition verabschiedet wurde und zum 1. Juli .2008 in Kraft trat. Paragraph 115, Absatz 1a, des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes sieht vor, dass die von Pflegeeinrichtungen erbrachten Leistungen und ihre Qualität geprüft und veröffentlicht werden sollen. n Die ersten Kontrollen fanden im Juli 2009 statt. Ende des vergangenen Jahres (1. Dezember) konnten die ersten Ergebnisse eingesehen werden. n Durchgeführt werden die Kontrollen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). n Veröffentlicht werden die Ergebnisse im geprüften Pflegeheim oder Pflegedienst selbst und zusätzlich im Internet durch die Krankenkassen: www.aok-gesundheitsnavi.de www.bkk-pflege.de www.der-pflegekompass.de und www.pflegelotse.de n Verschiedene Gerichte mussten sich schon mit den Transparenzberichten befassen. Sie kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. n Das Bewertungssystem sieht eine Gesamtnote und vier Teilnoten vor, die sich aus ingesamt 82 Einzelbewertungen zusammensetzen.


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Meine besten Jahre

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Bestattungen Schmuckes Bad für die Zukunft: Gutes Design lässt sich mit Vorsorge (ebene Duschtasse, Sitzmöglichkeit, Haltegriffe, viel Platz) optimal kombinieren. Foto: Kaldewei

Das Bad der Zukunft schon heute genießen n Ein Badezimmer ohne Stolperfallen ist ein Bad für alle Generationen. Ein Experte gibt wertvolle Tipps für den barrierefreien Umbau.

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it einem Mal ist nichts mehr, wie es war. Plötzlich werden selbst kleine Stufen zum Problem und der Einstieg in die Badewanne oder die Dusche zur kaum zu bewältigenden Kraftanstrengung. Wer beim Badumbau jetzt schon an morgen denkt, ist vorbereitet für den Tag, an dem die Gesundheit nicht mehr wie gewünscht mitspielt.

Bequemer machen und Unfälle verhüten So lange es uns gut geht, neigen wir dazu, einen Bogen um das Thema Barrierefreiheit zu machen. Dabei kann das, was in Zukunft notwendig ist, auch schon in der Gegenwart für mehr Komfort und Sicherheit sorgen. „Genau genommen dreht es sich stets um die Frage, wie man ein Bad bequemer machen und Unfälle verhüten kann“, sagt Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Sanitärwirtschaft (VDS).

Aus seiner Sicht gibt es einige wichtige Punkte, die beim zukunftsweisenden Umbau eines Badezimmers beachtet werden sollten: n Im Bad sollte genügend Platz sein. Der kann, wo es bisher eng ist, unter Umständen auch durch Einbeziehen der Fläche eines Nachbarraums gewonnen werden. n Fliesen sollten auch nass rutschfest sein. n Der Waschtisch sollte nicht nur (mit einem Rollstuhl) unterfahrbar sein, sondern auch höhenverstellbar. n Halte-, Stütz- und Klappgriffe erleichtern das Aufstehen am WC oder in Dusche und Badewanne, wo Sitzelemente Komfort und Sicherheit bei Gebrechlichkeit bieten. n Eine bodengleiche Duschtasse und ebenerdige Badewanneneinstiege (hier dank einer Zugangstüre) sorgen für die Beseitigung gefährlicher Stolperfallen. Empfehlenswert sind auch Dusch-

türen, die sich nach außen öffnen. n An leicht erreichbare Ablagen für Waschlotion, Duschgel und Schwamm sollte gedacht werden.

Eine Heißwassersperre nutzt den Enkeln n

Mit Hilfe einer Thermostat-Armatur mit Heißwassersperre ist das Badezimmer nicht nur für die Zukunft der Benutzer bestens ausgerüstet, sondern zeichnet sich auch durch ein Plus an Sicherheit für den Besuch der Enkelkinder aus. „Ist es nicht paradox, dass wir ,kindgerecht‘ sofort in den Mund nehmen, ,altersgerecht‘ aber nur sehr zögerlich über die Lippen bringen“, fragt Wischmann. Er ist vom Erfolg moderner Generationenbäder überzeugt – zumal diese sich vom Krankenhaus-Image befreit haben. Sicherheit im Bad wird heute immer öfter mit Komfort und ansprechendem Design verbunden. tk

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Meine besten Jahre

Mit Messer und Gabel

F

acelift aus dem Kühlschrank“ heißt die These einer neuen Anti-Aging-Ernährung namens Perricone. Mit den richtigen Lebensmitteln wird ihrem Erfinder, dem Harvard-Professor Nicholas Perricone, zufolge die Haut glatter und straffer. Die Grundregel lautet: Zucker vermeiden. Denn dessen Moleküle verbinden sich mit den kollagenen Fasern, was zu Falten führt. Grünes Licht gibt er hingegen für fetten Fisch, mageres Geflügel, Gemüse, kaltgepresstes Olivenöl und frische Früchte, vor allem Beeren. Ob spezielle Anti-AgingDiäten wirklich den erwünschten Erfolg bringen,

sei dahingestellt. Ihre Grundidee ist in der Regel dennoch nicht falsch, so das Urteil von Ernährungswissenschaftlern. Tatsächlich sollten ältere Menschen ihre Ernährung dem sich verändernden Bedarf des Körpers anpassen. Etwa ab dem 50. Lebensjahr benötigt er weniger Energie – gleichzeitig jedoch mindestens genauso viele Vitamine und Mineralstoffe wie bisher. Gehen Sie also Einkaufen als wären Sie im Urlaub in Italien oder Griechenland und füllen Sie den Einkaufskorb mit viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch, ausreichend Fisch und Kohlenhydraten, die den Blutzuckerspiegel langsam. Das heißt beispielsweise: selten Weißbrot und dafür öfter Schwarz- und Vollkornbrot.

Eine wichtige Rolle bei der Happy-Aging-Ernährung spielen die sekundären Pflanzenstoffe. Manche Ernährungsexperten bezeichnen sie aufgrund ihrer Gesundheitswirkung sogar als Vitamine der Zukunft. Das war nicht immer so. Früher hielt man diese Stoffe für weitgehend uninteressant. Heute hat die Forschung erkannt: Was Pflanzen als Schutz vor Schädlingen dient, hilft auch dem Menschen. So können sekundäre Pflanzenstoffe das Immunsystem stärken, den Körper vor freien Radikalen schützen und vor chronischen Entzündungen bewahren – und helfen somit beim gesunden Altwerden.

Rotbarsch mit Mandeln und Rosmarin ZUTATEN

       

2 Rotbarschfilets Jodsalz Pfeffer, frisch gemahlen 1 TL kaltgepresstes Olivenöl 2 Zweige Rosmarin 25 g ungeschälte, gehackte Mandeln 1 kleine Knoblauchzehe 1/2 TL Rosmarinnadeln

ZUBEREITUNG  Filets gründlich abspülen, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer einreiben. Ein mit Backpapier abgedecktes Backblech mit Rosmarinzweigen auslegen und den Fisch darauf legen. Mandeln, gehackten Knoblauch und Rosmarinnadeln in heißem Öl anrösten.  Die Mischung auf den Filets anrichten, einen Rosmarinzweig drauflegen.  Die Fische im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Umluft 170 Grad, Gas Stufe 3) etwa 30 Minuten garen.

Aus dem Kochbuch: Prof. Dr. Schmitz-Dräger et al.: MännerKüche – Köstliche Anti-AgingRezepte für IHN, Preis: 14,90 Euro, ISBN: 978-3-932091-99-5

SCHLUCK FÜR SCHLUCK – UND MIT AUGENZWINKERN

 beautywater Q10 gibt den Zellen abgebautes Q10 wieder zurück, aktiviert damit die Energiegewinnung im Körper und schützt mit Vitamin E gleichzeitig vor freien Radikalen – der Gefahrenquelle Nummer 1 für vorzeitige Hautalterung.  Sole, Spirulina (Algen) und Flavonoide machen das Neuzeller Kloster-Bräu zum Anti-Aging-Bier. Sole soll den Blutdruck regulieren, die Flavonoide vor freien Radikalen schützen und Spirulina zählt mit über 100 Nährstoffen zu den vollständigsten Nahrungsmitteln überhaupt. Natürlich kommen auch Hopfen und Bierhefe zur Geltung.

Meine besten Jahre

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Von wegen Anti-Aging!

 Für immer jung bleiben? Nein! Gesund und glücklich älter werden lautet das Motto der neuen Happy-Aging-Formel. Und so geht‘s mit Lebenslust in Richtung 100!

Glücklich in den besten Jahren und auch noch danach! Auch wenn wir die Zeichen der Zeit nicht aufhalten können, geht die Happy-Aging-Forschung davon aus, dass wir schon mit kleinen Dingen im Alltag viel für ein gesundes Altern tun können. Foto: reka100/Fotolia

In Bewegung bleiben Wissenschaftlich ist unbestritten, dass sportliche Aktivitäten den Alterungsprozess verlangsamen können. Die Initiative „Richtig fit ab 50“ hat die positiven Effekte zusammengestellt:  Altersgemäß betriebener Sport aktiviert das HerzKreislauf-System. Ein gestärktes Herz kann effektiver arbeiten, was auch dem Stoffwechsel des Körpers zu Gute kommt.  Gymnastik und leichtes Krafttraining erhöhen den

Jungbrunnen in Tiegel und Tube  Falten einfach wegcremen? Wir stellen einige Wirkstoffe gegen die Zeichen der Hautalterung vor.

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ahrelang hat die AntiAging-Bewegung Mittel und Pülverchen gesucht, um den Zeichen der Zeit entgegenzusteuern. Aber: Älterwerden ist nun einmal unser biologisches Schicksal. Denn die Zeitschaltuhr in unseren Zellen lässt sich nicht zurückdrehen. Dennoch, das behauptet die Happy-Aging-Froschung, können wir so einiges tun, um am 90. Geburtstag noch genug Puste zum Kerzenausblasen zu haben. Untersuchungen auf Okinawa – der Insel der 100-Jährigen – und auf Kreta zeigen, dass die Menschen dort die Essensmenge reduzierten, sich auf hochwertige Nahrungsmittel beschränkten, kein Übergewicht hatten und Stress aus ihrem Leben verbannten. Sie machten zwar moderate Bewegung, vermieden aber Extremsport. Außerdem spazierten alle Über-100-Jährigen quasi mit einem Lächeln durchs Leben und waren immer bereit, Neues zu lernen. Probieren Sie es doch auch einmal aus – und entdecken Sie die neue Lust am Älterwerden. cj

Dienstag, 26. Oktober 2010

Mineralgehalt der Knochen. Das schiebt der Osteoporose einen Riegel vor. Außerdem wird der Halte- und Bewegungsapparat stabilisiert.  Regelmäßiges Training erhöht und erhält die Fähigkeit zur Koordination auch komplizierter Bewegungsabläufe. Das gilt auch für die allgemeine Reaktionsfähigkeit – ein Effekt, der Unfällen vorbeugt.  Sport mit Lust betrieben tut auch der Seele gut. Bei Aktivitäten, die den Herzschlag

beschleunigen, werden nachweislich mehr Glückshormone ausgeschüttet.  Den stärksten Effekt haben moderates Ausdauertraining und leichtes Krafttraining. Je mehr Wettkampf im Spiel ist, desto größer ist die Gefahr, dass sich die positiven Seiten ins Gegenteil verkehren. Das heißt natürlich nicht, dass man ab 50 komplett auf Wettkampf verzichten muss. Aber achten Sie darauf, sich nur mit Gleichaltrigen zu messen. Höchstleistungen

überlassen Sie lieber dem jungen Gemüse.  Nicht zuletzt sind körperlich aktive Menschen auch geistig oft beweglicher und leistungsfähiger als nichtaktive „Stubenhocker“. Das zeigt etwa die Studie „Be-

wegtes Alter“ der Jacobs University Bremen, nach der körperlich fitte Senioren Informationen schneller und genauer wahrnehmen und verarbeiten können als weniger fitte.

 Vitamin A, auch Retinol genannt, macht die untere Hautschicht fester und die obere feiner. Kleine Fältchen und Altersflecken werden so gemildert. Durch die Erhöhung des Kollagengehalts verbessert sich die Hautelastizität.  Vitamin C wirkt schädlichen Oxidationsprozessen in den Zellen entgegen,fördert die Vernetzung von Kollagenfasern und trägt so zur Festigung und Straffung des Bindegewebes bei.  Vitamin E, auch als Tocopherol bekannt, schützt die Haut gegen die schädlichen Auswirkungen der freien Radikale, die in erster Linie durch UV-Strahlung und Umweltverschmutzung gebildet werden. Außerdem verbessert Vitamin E die Wasserbindefähigkeit der Hornschicht.  Niacinamid, auch als Vitamin B3 gekennzeichnet, wird erst seit neuerer Zeit in der Kosmetik eingesetzt. Zum einen vermindert das Vitamin den Wasserverlust und erhöht die

Widerstandsfähigkeit der Haut gegenüber schädigenden Stoffen. Zum anderen fördert es die Bildung von Hautlipiden und Kollagen und beschleunigt die Hauterneuerung. Es ist außerdem in der Lage, auftretende Pigmentunregelmäßigkeiten zu beseitigen.  Coenzym Q10 ist eine körpereigene Substanz, die bei der Energiegewinnung in den Zellen eine wichtige Rolle spielt. Von außen aufgetragen, soll Q10 das Energiedefizit in alternden Zellen ausgleichen und so die Aufbauleistungen von Hautzellen aktivieren, die schließlich zu einer Reduzierung der Faltentiefe führen.  Hyaluronsäure ist die Wasserquelle unserer Haut. Einerseits verhindert sie, dass die Haut austrocknet. Andererseits unterstützt sie die Versorgung der Haut mit Nährstoffen und ist in der Lage, freie Radikale zu neutralisieren. Da der Gehalt an Hyaluronsäure in der Haut im Lauf des Lebens abnimmt, wird in Kosmetika Hyaluronsäure verwendet, die mit der körpereigenen Substanz identisch ist. Fotos: beautypress

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Meine besten Jahre

Zum Wohl sein n Noch nie war das Interesse am

Wein so groß wie heute. Wie sich auch Anfänger dem Thema nähern können.

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ie macht Spaß, sie ist leicht zu haben und sogar lehrreich: die Weinprobe zu Hause. Mit Freunden oder einfach mal so zu zweit. Was Sie dazu brauchen oder wissen müssen? Weniger, als Sie wahrscheinlich denken. Das Auge trinkt mit, heißt es hier. Vor dem ersten Schluck

gilt es Klarheit und Farbe des Weins zu betrachten. Je reifer etwa ein Weißwein ist, umso goldener schimmert er, bis hin zum dunklen Bernstein. Doch nicht nur das Auge wird durch das Schwenken auf den Genuss vorbereitet. Auch der Wein entfaltet an der Luft sein Aroma, sein Bukett. Diesen Duft einzufangen erfordert eine gewisse Übung. Was dabei hilft, ist der Vergleich mit vertrauten Düften. Erinnert der Wein an Äpfel, Beeren oder Pfirsiche? Hat er einen Hauch von Frühlingsblumen? Duftet er leicht nach Holz oder Vanille?

Gut kaufen, gut lüften und gut sortieren Der Geschmack eines Weines entfaltet sich an unterschiedlichen Stellen im Mund. Was dem Wein und den Geschmacksknospen hilft, ist zunächst einmal Luft. Das erklärt, warum manche Weingenießer den Wein schlurfen, Luft nachziehen und den Wein über die Zunge rollen lassen. Damit der Geschmackssinn während einer ausgiebigen Weinprobe nicht überfordert wird, empfehlen die Experten vom Deutschen Weininstitut, sich langsam zu steigern: leicht vor schwer, trocken vor lieblich, jung vor alt. Welche Weine Sie für eine Probe zusammenstellen, liegt ganz bei Ihnen. Wie wäre es mit einer Auswahl aus einem Anbaugebiet? Der Reiz ist, den gebietstypischen Geschmack zu entdecken. Oder Sie nehmen vergleichbare Weine einer Rebsorte, zum Beispiel Riesling, aus verschiedenen Anbaugebieten: Bei gleichem Jahrgang und gleicher Qualitätsstufe (wie Kabinett oder Spätlese) werden Sie erstaunliche Unterschiede erschmecken können. Weitere Ideen für eine Weinprobe: Qualitätsstufen-Weinprobe, JahrgangsWeinprobe oder auch eine Überraschungs-Weinprobe, bei der Ihre Gäste ihre Favoriten selbst mitbringen. cj


Verlagssonderveröffentlichung

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Meine besten Jahre

Dienstag, 26. Oktober 2010

Stufenloser Durchblick n Dank neuer Technologien können Gleitsichtgläser heute an die Sehgewohnheiten ihres Trägers angepasst werden.

A

b Mitte 40 merken es die meisten: Bei der Zeitungslektüre werden die Arme immer länger, das Lesen im Nahbereich wird immer anstrengender. Erste Lösung ist meist die Lesebrille. Ihr Nachteil: Man muss sie ständig auf- und absetzen. Wer wegen einer Kurzsichtigkeit ohnehin schon eine Brille trägt, der ist mit einer Gleitsichtbrille in der Regel besser bedient, so das Kurato-

rium Gutes Sehen (KGS). Sie ermöglicht im unteren Glasbereich problemloses Lesen und gleichzeitig im oberen Bereich scharfes Sehen in die Ferne. Der Übergang zwischen den beiden Sehzonen ist fließend. Moderne Gleitsichtbrillen werden vom Augenoptiker an die Ansprüche und Sehgewohnheiten ihrer Träger angepasst. Faktoren wie Augenabstand, Augenbewegungen,

individueller Leseabstand, Kopf- und Brillenform sowie persönliche Vorlieben bestimmen Größe und Anordnung der Sehzonen im Glas. Sogar unterschiedliche Pupillengrößen werden bei der Glasberechnung berücksichtigt, so dass auch bei schlechten Lichtverhältnissen ein uneingeschränktes Sehen gewährleistet ist. Und auch optisch können sich Gleitsichtbrillen sehen

Fließender Übergang: Gleitsichtbrillen sind die moderne Alternative zur zusätzlichen Lesebrille. Foto: Zeiss lassen. Brauchte man früher noch recht große Brillenfassungen, können die Gläser heute auch in kleine, dezentere Modelle eingefasst werden. Der Trend, so die Experten

vom KGS, geht dabei zu immer leichteren, Kunststoffgläsern. Gut für Outdoor-Fans: Auch Sonnen- und Sportbrillen können mit Gleitsichtgläsern ausgestattet werden. cj


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Meine besten Jahre

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Dienstag, 26. Oktober 2010

Kalt-warmes Wechselbad n Schwitzen ist gesund. Medizinische Untersuchungen zeigen, dass vor

allem Menschen in der Lebensmitte enorm von der Sauna profitieren können. Sparen

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Gesunde Erholung: Die Generation 50plus profitiert besonders vom regelmäßigen Gang in die Sauna. Und: Jetzt ist genau die richtige Zeit, es einfach mal auszuprobieren. Foto: Hollweger

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er zur Sauna laufen kann, der kann sie auch benutzen!“ Diese finnische Weisheit beherzigen hierzulande mittlerweile mehr als 30 Millionen Menschen regelmäßig. „Unter ihnen gehört die Generation 50plus zu den treuesten Saunagängern“, sagt Rolf-Andreas Pieper, Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bundes. Sie profitieren ganz besonders vom gesundheitlichen Nutzen des Schwitzbades. Denn: „Ab der Lebensmitte steigt das Risiko für Gesundheitsstörungen allmählich an. Saunabaden aber stärkt die Abwehrkräfte und kann sogar manchen Zivilisationskrankheiten vorbeugen“, bestätigt Dr. Rainer Brenke, Chefarzt der Akut-Abteilung Naturheilverfahren an der Hufeland-Klinik Bad Ems.

Das Erkältungsrisiko lässt sich senken

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Die vorbeugende Wirkung beruht vor allem auf dem Training der Blutgefäße. Durch den Wechsel von Warm und Kalt lernt der Körper, sich schnell an wechselnde Temperaturen anzupassen und wird widerstandsfähiger. Außer-

dem werden mehr Abwehrstoffe gebildet. Das Ergebnis: Die meisten Saunagäste bleiben fast oder völlig frei von Erkältungen, so der Deutsche Sauna-Bund. Wem als Saunagänger Husten, Schnupfen, und Heiserkeit trotzdem einmal zusetzen, der überwindet die Symptome nachweislich schneller. Darüber hinaus kann das Saunieren auch bei typischen Krankheiten der Generation 50plus wie Gelenkbeschwerden und Rheuma helfen. „Patienten mit Beschwerden am

Hilfe auch bei den typischen Zipperlein Bewegungsapparat haben oft eine herabgesetzte Schmerzschwelle. Durch das Saunabaden wird diese wieder erhöht“, erklärt Brenke. Die Wärme kann außerdem helfen, verspannte Muskeln zu lockern, so dass man sich anschließend schmerzfreier bewegen kann. Und auch Bluthochdruck hindert nicht am Gang in die Sauna. Im Gegenteil: Das Herz wird entlastet, weil die Blutgefäße durch die Saunawärme geweitet werden. Regelmäßiges Saunabaden trainiert diese Funktion.

Trotzdem sollten ältere Menschen, die noch nie in der Sauna waren, Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Gibt dieser grünes Licht, sollte man das erste Schwitzbad gemächlich

Vor dem ersten SaunaBad den Arzt fragen beginnen. Zehn Minuten auf der untersten Bank im Saunaraum reichen schon aus, um zu testen, wie der Körper reagiert. Für einen langsamen Einstieg stehen in vielen Saunalandschaften auch das Tepidarium mit geringen Temperaturen oder eine InfrarotSauna zur Verfügung. Bei allen Sauna-Formen wichtig: die Abkühlung. Auch hier ist weniger mehr. Also nicht direkt ins Tauchbad springen, sondern langsam herantasten und sich zum Beispiel mit dem Schlauch oder der Brause von den Armen und Beinen in die Körpermitte vorarbeiten. Apropos langsam: Bringen Sie ausreichend Zeit mit. Ein vollständiger Saunagang inklusive Abkühlung und Ruhephase dauert etwa zwei Stunden. Und neben der Gesundheit, soll ja auch die Entspannung nicht zu kurz kommen. cj


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Gesamtausgabe WAZ 2010  

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