Gstaad my Love 2020

Page 1

N°36 | 2020 THE OFFICIAL PUBLICATION
BOUTIQUE BREGUET – BAHNHOFSTRASSE 1 GSTAAD +41 33 744 30 88 – WWW.BREGUET.COM
Reine de Naples Collection in every woman is a queen

Liebe Freundinnen und Freunde der Destination

Liebe Leserinnen und Leser

Liebe Gäste aus nah und fern

Die grüne Welle schwappte bei den Nationalrats- und Ständeratswahlen über die Schweiz und erreichte indirekt auch das Saanenland. Zwar wählte die hiesige Bevölkerung nicht unbedingt grün und doch steht sie für Nachhaltigkeit. Sie gab ihre Stimme nämlich dem Bissener Nationalrat Erich von Siebenthal, und zwar bereits zum vierten Mal. Wie wir alle wissen, setzt er sich seit Jahr und Tag für den nachwachsenden Rohstoff Holz ein.

Dass die Region Gstaad-Saanenland für Nachhaltigkeit steht, beweisen diverse andere Projekte wie die Fernwärme Saanen-Gstaad, die Wasserkraftwerke Sanetsch, Arnensee und Louibach sowie auch die Hotellerie! Auf höchster Ebene diskutiert sie das Thema Food Waste und was sie dagegen unternehmen kann. Auch Auszeichnungen und Firmenlabels zeigen, dass das Saanenland klimafreundlich ist: Bauen mit Schweizer Holz ist selbstverständlich und die Solar- und Fotovoltaiktechnik ist weitverbreitet.

Damit unsere Kinder gute Perspektiven haben, braucht es aber mehr! Wir alle – Geschäftsinhaber, Politiker, Bauherren, Hoteliers und vor allem die Bevölkerung – können und müssen noch viel stärker für unser Klima einstehen. Wir müssen unsere Häuser mit Solar- oder Fotovoltaikanlagen aufrüsten, nach und nach auf E-Autos umsatteln sowie den öffentlichen Verkehr ausbauen und diesen dann auch nutzen. Nicht nur grosse Würfe sind gefragt, auch ein Umdenken im Alltag muss stattfinden. Wer das Velo statt das Auto nimmt oder sich mit einheimischem Fleisch, Fisch und Käse eindeckt, leistet bereits einen wertvollen Beitrag.

Ich bin überzeugt: Wenn wir uns gemeinsam und zielorientiert für die Natur einsetzen, dann nehmen wir direkten Einfluss auf eine gesunde Welt, die auch noch unseren Kindern einen lebenswerten Wohnort bietet. So leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum 13. Uno-Ziel der globalen Nachhaltigkeitsentwicklung – es steht für Klimaschutz. Wenn wir also einheimische Rohmaterialien verbauen, unsere Häuser nach höchstem Standard isolieren, lokal einkaufen, in erneuerbare Energie sowie in den ÖV investieren und den technischen Fortschritt konsequent umsetzen, peilen wir als Region eine wesent liche Verbesserung der CO2-Bilanz an. Gelingt uns dies innerhalb nützlicher Frist, dann neh men wir weltweit eine Vorreiterrolle ein. Gemeinsam fürs Klima, gemeinsam für unsere Zukunft.

Dear Friends of the Destination Dear Readers Dear Visitors from Near and Far

A green wave has washed over the National Council and Council of States elections throughout much of Switzerland and also indirectly reached the Saanenland. Although the local population didn’t necessarily vote for the Greens, they do support sustainability as evidenced by the fact that they gave their vote to the Bissen National Councillor, Erich von Siebenthal, and did so for the fourth time already. As we all know, he has been committed to promoting the use of the renewable raw material of wood for many years.

The fact that the Gstaad-Saanenland region is synonymous with sustainability is evidenced by various other projects like the Saanen-Gstaad district heating network, the Sanetsch, Arnensee and Louibach hydroelectric power stations as well as the hotel sector. At the highest levels of power, it discusses food waste and what it can do to minimise it. Various awards and company labels also show that the Saanenland is a climate-friendly region: building with Swiss wood is a matter of course for local construction workers, and there is widespread use of solar and photovoltaic technology.

However, more is required if our children are to have good future prospects. All of us – business owners, politicians, building owners, hoteliers and above all the local population – can and must commit themselves much more strongly to protecting our climate. We have to upgrade our houses by installing solar or photovoltaic systems, gradually switch to electric cars and expand public transport services and then actually use them. Big steps are called for, but it is also necessary for people to rethink their daily lives. Anyone who travels by bicycle instead of by car or stocks up with local meat, fish and cheese is already making a valuable contribution.

I am convinced that if we jointly commit ourselves to protecting nature in a targeted manner, we will have a direct impact on creating a healthy world which also offers our children a place worth living in. In so doing, we will make a significant contribution to achieving the UN’s Sustainable Development Goal 13 which is synonymous with climate protection. So if we use local raw materials in our building projects, insulate our houses in accordance with the highest standard, shop locally, invest in renewable energy and public transport and consistently implement technical advances, we will set our sights on significantly improving our region’s carbon footprint. If we succeed in doing so within a reasonable period, then we will be entitled to call ourselves a global pioneer. Working together for the climate and our future.

1 WILLKOMMEN
Frank Müller CEO | Inhaber | Verlagsleiter Müller Medien AG
www.adler.ch
Ildri

Chères lectrices, chers lecteurs,

Selon ses dires, il y a trente ans que Stephan Schmidheiny observe la dynamique qui va de pair avec le thème du changement climatique; à l’heure actuelle, il se rend compte qu’il l’a sous-évaluée de manière flagrante sur la durée. Aujourd’hui, l’«effet Greta», la soudaine peur émergente d’un effondrement écologique et des jeunes en colère font progresser les Verts. Déjà se dessinent des tendances à la radicalisation. D’entente avec Stephan et Viktoria, j’ai intitulé notre échange «Revenons à la raison». Ici avec un double sens, cher lecteur, comme vous le constaterez aisément (p.8).

Trente ans exactement après la chute du mur, l’académie suédoise de Stockholm a décerné, avec effet rétroactif, le prix Nobel de littérature pour l’année 2018 à l’écrivaine polonaise Olga Tokarczuk. Pour nous, ce qu’il y a de particulier à cela, c’est qu’Olga Tokarczuk, représentant une Pologne ouverte, est publiée depuis le début du siècle aux éditions Wydawnictwo Literackie de Cracovie, qui font partie du groupe Libella SA de Vera Michalski-Hoffmann. Je rencontre Vera Michalski-Hoffmann à la «Fondation Jan Michalski pour l’écriture et la littérature», au pied du Jura, à Montricher, juste avant la cérémonie de remise des prix du 10 décembre à Stockholm (p. 36).

Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch est une femme gracieuse et charmante, d’une grande intelligence. En tant que secrétaire d’Etat au Département fédéral de l’économie, elle accompagne nos magistrats dans leurs voyages auprès d’importants chefs d’Etat, comme récemment auprès du président des Etats-Unis Donald Trump, dans le Bureau ovale, et en Chine auprès du chef d’Etat et de parti Xi-Jinping. Régulièrement, elle vient se remettre du stress et des tensions de son quotidien professionnel chez nous au Saanenland (p. 96).

Je vous souhaite, chères lectrices, chers lecteurs, une bonne et heureuse

Geschätzte Leserinnen und Leser

Seit 30 Jahren – so sagt Stephan Schmidheiny – beobachte er die Dynamik rund um das Thema Climate Change. Aus heutiger Sicht habe er diese über eine lange Zeit krass unterschätzt und bis in die jüngste Vergangenheit sei es auch verpönt gewesen, mögliche Szenarien ungeschminkt und schonungslos darzustellen. Das Gespräch mit Stephan Schmidheiny und seiner Frau Viktoria findet in einem Moment statt, wo die politische Stimmung in der Schweiz und vielerorts in Europa zu kippen beginnt: «Greta-Effekt», plötzlich aufkommende Angst vor dem Klimakollaps und wütende Jugendliche schicken die Grünen gerade auf den politischen Vormarsch. Dabei zeigen sich bereits Tendenzen zur Radikalisierung. In Absprache mit Stephan und Viktoria Schmidheiny betitle ich das Gespräch in diesem Heft mit «Zurück zur Vernunft». Wie Sie, lieber Leser, unschwer feststellen werden, hier mit einer doppelten Bedeutung… (Seite 8).

Exakt 30 Jahre nach dem Mauerfall hat die Schwedische Akademie in Stockholm der polnischen Schriftstellerin Olga Tokarczuk den Nobelpreis für Literatur rückwirkend für das Jahr 2018 verliehen. Für uns das Besondere daran: Die für ein offenes Polen stehende Olga Tokarczuk erscheint seit Anfang dieses Jahrhunderts im Verlag Wydawnictwo Literackie Krakau von Vera Michalski-Hoffmann. Unmittelbar vor der Verleihungszeremonie am 10. Dezember in Stockholm, begegne ich der grossen Mäzenin und Verlegerin in ihrer «Fondation Jan Michalski pour l’écriture et la littérature» am Fusse des Waadtländer Jura in Montricher. Mich erwartet dort eine keineswegs überschwängliche, aber glückliche Mäzenin in einem epochalen Gebäude, welches sie im Jahre 2004 in Erinnerung an ihren früh verstorbenen Mann, Jan Michalski, errichten liess (Seite 36).

Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch ist eine zierliche, charmante Frau mit grossem Verstand. Im Gespräch erweist sie sich als eloquent, aufs äusserste fokussiert und erfrischt ab und zu mit einem Anflug von spontanem Humor. Als Staatssekretärin im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement begleitet sie unsere Magistraten auf Reisen zu wichtigen Staatslenkern, wie kürzlich zu US-Präsident Donald Trump ins Oval Office und zu Staats- und Parteichef Xi Jinping nach China. Bei uns im Saanenland erholt sie sich regelmässig und gerne von den Herausforderungen ihres beruflichen Alltags (Seite 96).

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein glückliches und gesundes 2020!

3 WILLKOMMEN
IN GSTAAD SINCE 50 YEARS. www.gerax.ch SALES | RENTALS | ADMINISTRATION Gschwendstrasse 2 | CH-3780 Gstaad Tel. +41 33 748 45 50 | info@gerax.ch
THE ADDRESS FOR YOUR HOME

“It does 0–60 in under three seconds”

5

ISSN 2296-777X

INHALT

8 Stephan & Viktoria Schmidheiny

16 Gstaad – Through the Eyes of the Falcon 20 Restaurant Sonnenhof

IMPRESSUM: «GSTAAD MY LOVE», N° 36/2020, DEZEMBER 2019, 18000 EX.

VERLAG Müller Medien, Frank Müller, Kirchstrasse 6, 3780 Gstaad, Tel. +41 (0)33 748 88 74, E-mail: frank.mueller@mmedien.ch |

REDAKTION Hans-Ueli Tschanz, Kultur-Engagement, Saanen-Gstaad, E-mail: tschanz@kultur-engagement.ch |

PUBLICITÉ Christine Baud, Tél. +41 (0)22 343 42 36, e-mail: baud.christine13@gmail.com | ÜBERSETZUNGEN Polylingua Château-d’Oex | GRAFIK Prisca Aegerter, Müller Medien, Gstaad | DRUCK: Stämpfli, Bern | UMSCHLAG Anoush Abrar (Vera Michalski); Raphaël Faux (übrige Portraits) |

PHOTO CREDIT Raphaël Faux, www.gstaadphotography.com; Gstaad Saanenland Tourismus; Gstaad Menuhin Festival & Academy; Sommets Musicaux de Gstaad; Hublot Polo Gold Cup Gstaad; Beach Volleyball Major Series – Gstaad Major; Swiss

| CARTOON © Oliver Preston | GSTAAD SAANENLAND TOURISMUS Tel. +41(0)33 748 81 81, Fax +41 (0)33 748 81 83, info@gstaad.ch, www.gstaad.ch | ® © Müller

7 INHALT
9 7 7 2 2 9 6 7 7 7 0 0 3
Open Gstaad
Medien AG, Gstaad
27 Gstaad News 29 Eggli 35 Bel-Air Fine Art 36 Vera Michalski-Hoffmann 42 Portfolio – Raphaël Faux 51 Wim Wenders 52 Olympia Scarry 54 Elevation 1049 56 Randonnées à Ski 58 Schlitteln 60 Olivier Berggruen 69 Julie Andrews 70 Manrico Iachia 77 Saanenland, eine Geschichte – eine Zukunft 78 Bruno Oehrli 85 Baden im Bergsee 86 Hotel de Rougemont & Spa 88 Living in Gstaad –Jaggi® Architektur & Innenarchitektur 96 Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch 102 Graff 104 Hôtel Le Grand Chalet 106 Mount10 113 Hanro Store Gstaad 114 Helidon Xhixha 116 Station Saanen 118 Gstaad – the path to becoming a world-famous resort 120 Beach Volleyball Major Series –Swatch Major Gstaad 123 Swiss Open Gstaad 127 Pierre Genecand 130 Country Night Gstaad 134 Gstaad Menuhin Festival & Academy 148 Pedro Lenz 153 Der Literarische Herbst Gstaad 156 Sommets Musicaux de Gstaad 160 Events PORTRAITS: RAPHAËL FAUX
OFFICIAL
THE
PUBLICATION

Zurück zur Vernunft!

Stephan und Viktoria Schmidheiny haben vor einigen Jahren das Saanenland entdeckt und lieben gelernt. Sie verbringen viel Zeit hier und unterstützen persönlich und über ihre AVINA Stiftung das Gstaad Menuhin Festival und dessen Talentförderungs-Programme für junge aufstrebende Musiker. Ihre zwischenzeitlich aufgebauten persönlichen Begegnungen und Freundschaften mit Einheimischen und mit Exponenten der hiesigen Landwirtschaft zeigen ihnen, dass im Saanenland vieles richtig gemacht wird und für die weltweite Debatte beispielgebend sein könnte. Der AVINA Stiftung, welche von Viktoria Schmidheiny präsidiert wird, haben sie kürzlich eine neue Ausrichtung gegeben: die Förderung nachhaltig produzierter und gesunder Ernährung. Im Gespräch erklären sie, dass Ernährung und Klima in einer Kausalität stehen und als unabdingbare Lebensgrundlagen nicht verhandelbar sind.

Der Philosoph Hans Jonas schreibt in seinem 1979 (!) erschienen Buch «Das Prinzip Verantwortung» unter dem Kapitel «Neue Dimensionen der Verantwortung» Folgendes: «Die moderne Technik hat Handlungen von so neuer Grössenordnung, mit so neuartigen Objekten und so neuartigen Folgen eingeführt, dass der Rahmen früherer Ethik sie nicht mehr fassen kann.» Können Sie diesen Satz unterschreiben?

Stephan Schmidheiny Ja, die klassischen Gebote der Ethik müssen heute um die allgemeine Verantwortung für die Umwelt für zukünftige Generationen erweitert werden. Es geht für unsere Kinder und Enkel um existenzielle Probleme, die nicht nur den heutigen verschwenderischen Lebensstil, sondern in grossen Gebieten der Erde das Überleben schlechthin infrage stellen werden.

Und um nochmals Hans Jonas zu zitieren, wäre es einfach die Klugheit, die gebietet, nicht die Gans zu schlachten, die die goldenen Eier legt?

Stephan Schmidheiny Die Frage ist eigentlich nur, warum weiterhin so viele Menschen die Gans essen wollen… Fakt ist: Das Global Footprint Network hat aufgrund seiner globalen Forschung – mit massgebender Unterstützung durch unsere Stiftung – überzeugend dargelegt, dass sich die Menschheit nur die Hälfte eines Jahres mit nachwachsenden Rohstoffen versorgen kann, d.h. wir verbrauchen mit der heutigen Wirtschaft und Ernährung das Doppelte an Ressourcen, welche uns die Erde zur Verfügung stellen kann.

9
STEPHAN UND VIKTORIA SCHMIDHEINY ZUM WELTKLIMA – EIN GESPRÄCH
GESPRÄCH UND TEXT: HANS-UELI TSCHANZ I BILDER: RAPHAEL FAUX
STEPHAN & VIKTORIA SCHMIDHEINY
TARMAK
GSTAAD SAANEN AIRPORT 27
XENON FOR BREGENZ, 2004 © 2004 JENNY HOLZER, MEMBER ARTISTS RIGHTS SOCIETY (ARS), NY, PHOTO: ATTILIO MARANZAN O
JENNY HOLZER EXHIBITION AT
22,
DECEMBER 2019 – 22 JANUARY 2020 PROJECTIONS ACROSS LOCATIONS IN GSTAAD FROM 27 DECEMBER 2019

Sie haben, wie Sie sagen, die Dynamik des Climate Change seit 1992 – Umweltkonferenz in Rio – aufmerksam beobachtet und offenbar auch lange unterschätzt?

Stephan Schmidheiny Ja, in Rio wurde 1992 von den Staaten eine Konvention zum Schutz des Klimas unterschrieben. Das Problem war also damals schon klar erkannt, aber kaum jemand hatte damals für möglich gehalten, was wir hier heute, kaum 30 Jahre später an konkreten Folgen der globalen Erwärmung erleben.

Aufgrund Ihrer persönlichen Erfahrung kann man sich nicht mehr mit den wahrscheinlichen Szenarien beruhigen und auf den «best case» hoffen. Auch der unlängst erschienene Sonderbericht des Weltklimarates macht dies deutlich. Wo sehen Sie den Grund dafür, dass das Thema Klimawandel plötzlich zuoberst auf der politischen Agenda steht?

Stephan & Viktoria Schmidheiny In der ersten Phase – bis vor einigen Jahren – wurden in erster Linie wissenschaftliche Fakten über den Klimawandel aufgrund von Computer-Modellen erarbeitet und kommuniziert. Obwohl diese immer eindringlicher klar und alarmierend waren, genügte diese Kampagne nicht, um die Menschheit wirklich aufzurütteln. Erst seit wir emotionale Botschaften erleben – Bilder und Videos von abschmelzenden Gletschern, von Grönland und vom Nordpol, von Hurrikans gewaltiger Stärke – erst jetzt geht das den Menschen wirklich unter die Haut und damit wächst nun rasch ein Bewusstsein, dass gehandelt werden muss.

Die Forderung nach einem bescheideneren und bewussteren Lebensstil hat in unserer konsumorientierten Gesellschaft einen schwierigen Stand. Und der Status quo hat immer noch eine grosse und potente Lobby, welche die politische Debatte steuert, allen voran die Ölindustrie. Dagegen stehen bescheidene Ressourcen und besorgte Bürger. Werden der Aufstand und die Problemwahrnehmung seitens der jungen Generation die Umkehr schaffen?

Stephan & Viktoria Schmidheiny Die Jungen haben einen längeren Zeithorizont im Blick auf ihr Leben als wir Alten, was es ihnen leichter macht, langfristig zu denken. Auch müssen sie sich nicht verteidigen für das, was in den vergangenen Jahrzehnten geschehen ist, was eine vorurteilslose Diskussion erleichtert. Die wahrhaft existenzielle Natur der Bedrohung des menschlichen Lebens durch den Klimawandel hat sich ja auch in den letzten Jahren von einer Möglichkeit zur Gewissheit herauskristallisiert. Es gilt nun, das Problembewusstsein der für einen Kurswechsel offenen Jugend zu schärfen und gemeinsam die vernünftig möglichen Handlungsoptionen zu erarbeiten, die dann zu einem politischen Programm werden müssen.

Es wird immer wieder auf die Trägheit des Systems verwiesen, verursacht durch die kumulativen Emissionen in der Vergangenheit. Zu Recht?

Stephan Schmidheiny Ja, ich glaube die Trägheit des Systems wird heute noch stark unterschätzt. Selbst wenn wir heute auf der ganzen Welt die CO2-Emissionen über Nacht

11 STEPHAN & VIKTORIA SCHMIDHEINY

stoppen könnten, würde die Atmosphäre weiterhin durch die Gase aufgewärmt, die über die vergangenen Jahrzehnte ausgestossen wurden. Dazu kommen die sogenannten Rückkoppelungseffekte wie z.B. das Auftauen von Permafrost oder die grössere Wärmeaufnahme durch eisfreie Polarmeere. Wer das in Ruhe beurteilt und abwägt, muss zum Schluss kommen, dass ein konsequentes Umsteuern nicht nur wichtig, sondern inzwischen auch sehr dringend ist!

Nun zu Ihrer AVINA Stiftung. Wie sind Sie auf die neue Ausrichtung auf dem Gebiet der Ernährung gekommen?

Stephan Schmidheiny (lacht) In der Küche! Mein Stiefsohn Laurenz Werner und ich haben gerne zusammen gekocht und immer wieder neue Nahrungsmittel und neue Rezepte ausprobiert. Dazu mussten wir viel lesen und lernen, und dabei ist uns bewusst geworden, welch entscheidenden Einfluss das heutige globale Ernährungssystem auf Umweltprobleme hat: Klima, Wasser, Biodiversität, Verarmung der Böden etc. Diese Problematik wurde bisher viel zu wenig ernst genommen und bearbeitet. Damit schien es mir ein Gebot der Stunde, dass unsere Stiftung, die sich seit Anbeginn für die Nachhaltigkeit eingesetzt hat, in der Ernährung einen neuen Schwerpunkt setzt. Diese strategische Entscheidung konnte ich noch begleiten, als ich vor 2 Jahren nach meinem siebzigsten Geburtstag das Präsidium an Viktoria übergab.

Sie sehen eine Kausalität zwischen emissionsarmer Landwirtschaft, gesünderer Ernährung, weniger Verschwendung von Lebensmitteln und dem Klimaschutz. Wie können wir Ernährung und Klima versöhnen?

Viktoria Schmidheiny Wir müssen Wege zurück zur Vernunft finden: weg von der hochindustrialisierten Landwirtschaft und Fleischproduktion in Massentierhaltung, mehr pflanzliches Eiweiss statt Fleisch konsumieren. Zur Erinnerung: Als wir Kinder waren, gab es in unserem gut situierten Elternhaus nur einmal pro Woche Fleisch, zumeist ein Huhn am

Sonntag. Wir müssen wieder lernen zu akzeptieren, dass nicht jederzeit und überall alle erdenklichen Nahrungsprodukte, die aus aller Welt hertransportiert werden, permanent verfügbar sind.

In Zeiten verschärfter Klimaschutzdebatten wollen viele ökologisch nachhaltig einkaufen. Da kommt es zu schwierigen Entscheidungen vor dem Supermarktregal. Es fehlen verlässliche Kennzeichnungen (Labels) für Produkte! Wäre dies ein Anliegen der AVINA Stiftung, nämlich die Erleichterung bei der Suche nach dem ökologisch und ethisch richtigen Produkt. Oder wo und wie können Sie etwas erwirken? Viktoria Schmidheiny Diese Frage berührt ein sehr wichtiges Thema: Die Nachfrage der Konsumenten wird oft erst durch ein Angebot stimuliert, das ihnen überzeugend bekanntgemacht wird. Wenn wir im Supermarkt schmackhafte Produkte aus nachhaltiger Produktion preiswert und gut dargeboten erhalten, sind wir viel eher bereit, liebgewordene, aber übermässig umweltbelastende Gewohnheiten abzulegen und im Erlebnis des Neuen eine Chance für uns und für den Planeten zu sehen. Die AVINA Stiftung unterstützt solche Bestrebungen in Projekten wie Bio-Label, neuartige Proteinprodukte auf pflanzlicher Basis, Forschung auf dem Gebiet ernährungsabhängiger Gesundheit, Nahrungsmittelproduktion auf der Basis traditioneller einheimischer Sorten.

Vor einigen Jahren haben Sie beide das Saanenland entdeckt und lieben gelernt. Auch und vor allem vor dem Hintergrund Ihrer geschilderten Überzeugung?

Ist da die Welt noch in Ordnung?

Stephan & Viktoria Schmidheiny Wir fühlen uns wohl im Saanenland. Wir lieben die Landschaft, wir fühlen uns gut aufgenommen von der einheimischen Bevölkerung, die in guter Harmonie mit der Natur lebt. Dabei ist uns allerdings klar, dass der gute Ist-Zustand keine Garantie für die Zukunft ist. Wir hoffen, dass gerade auf dem Gebiet des Tourismus

12
© ZUR VERFÜGUNG GESTELLT
STEPHAN & VIKTORIA SCHMIDHEINY
In der Küche mit seinem Stiefsohn Laurenz Werner hat Stephan Schmidheiny beschlossen, mit seiner AVINA Stiftung in Sachen Ernährung einen neuen Schwerpunkt zu setzen.

auch in Zukunft Qualität und Diversität vor Wachstum geht.

«More is better» ist für den hiesigen Tourismus keine zukunftsfähige Devise, der einmalige Erfolgsfaktor ist eine noch weitgehend authentische, in der eigenen Geschichte verwurzelte Kultur. Wir sehen mit Freude in unserer Nach-

barschaft, dass eine junge Generation von ihren Vätern die Bauernbetriebe übernimmt, es sind ermutigende Zeichen, dass Einheimische ihre Zukunft lieber in ihrer engeren Heimat sehen, als in den vom Massentourismus übervölkerten Städten.

STEPHAN ET VIKTORIA SCHMIDHEINY À PROPOS DU CLIMAT

Revenons à la raison! F

Il y a des années que Stephan et Viktoria Schmidheiny ont découvert le Saanenland et ont appris à l’aimer. Ils y passent beaucoup de temps et soutiennent personnellement, ainsi que par le biais de leur fondation AVINA, le Gstaad Menuhin Festival et son programme de promotion de jeunes talents musicaux émergents. Les rencontres personnelles et les amitiés, nouées pendant ce temps-là avec les habitants de la région et les représentants de l’agriculture locale, leur montrent qu’au Saanenland bon nombre de choses sont bien faites et pourraient servir d’exemple dans le débat mondial.

La fondation AVINA, présidée par Viktoria Schmidheiny, vient de prendre une nouvelle direction: la promotion d’une alimentation saine et durable. Le couple est convaincu qu’en tant que

moyens de subsistance, l’alimentation et le climat sont interdépendants et non négociables. Il souligne qu’actuellement l’humanité ne peut s’approvisionner en matières premières renouvelables que pendant six mois, ce qui signifie que pour notre économie et notre nourriture, nous consommons deux fois plus de ressources que la terre ne peut nous en fournir. Il s’agit maintenant de sensibiliser les jeunes, ouverts à un changement de cap, et d’élaborer, ensemble, les actions envisageables raisonnablement possibles, qui devront ensuite se muer en programme politique car, je cite: «Les jeunes ont une espérance de vie plus longue que nous, les personnes plus âgées, ce qui leur permet de penser plus facilement à long terme.»

13
STEPHAN & VIKTORIA SCHMIDHEINY
thealpinagstaad.ch BEYOND

Als Liebhaber klassischer Musik besuchen Sie im Sommer oft und gerne die Konzerte des Gstaad Menuhin Festivals und unterstützen als Mäzene die Academies zur Förderung junger Talente. Auch ein Grund, weshalb Sie viel Zeit im Sommer im Saanenland verbringen?

Stephan & Viktoria Schmidheiny Ja. Das hohe Niveau an Konzerten, die alljährlich im Sommer organisiert werden, ist auch für uns eine Bereicherung. Es ist beeindruckend, wie sich dieses Engagement in dieser Qualität über so viele Jahre

erhalten konnte. Am meisten lieben wir die Konzerte in den alten Kirchen, wo sich Tradition und historisches Kulturgut mit moderner Musikinterpretation optimal verbinden können. Sehr wichtig scheint uns auch die Förderung junger Nachwuchskünstler, die ihren festen Platz im Festivalprogramm hat. Aufgrund von Begegnungen rund um das Gstaader Festival haben wir auch persönliche Freundschaften mit Künstlern von Weltruf wie Cecilia Bartoli, Maxim Vengerov und Manfred Honeck gefunden.

Stephan and Viktoria Schmidheiny discovered the Saanenland and fell in love with it many years ago. They spend lots of time here and support the Gstaad Menuhin Festival and its talent promotion programmes for young up-and-coming musicians, both as individuals and through their AVINA Foundation. The personal encounters they have had and friendships established with locals and the local farming community show them that lots of things are being done the right way in the Saanenland and could set an example for the worldwide debate. They recently gave the AVINA Foundation, which is headed up by Viktoria Schmidheiny, a new strategic direction: promoting sustainably produced and healthy food. They are convinced that food and the climate are intrinsically linked and are non-

negotiable given the fact that they constitute necessities of life. They have also clearly shown that humanity can only supply itself with renewable resources for half a year, i.e. that with the current economic system and our diet, we produce twice the amount of resources which the Earth can supply us with. In their opinion, it is now time to raise awareness of this problem among young people, who are open to a change of course, and to work with them to devise feasible options for action which must then be translated into a political programme because quote: “Young people have a longer time horizon in terms of their life expectancy than we elder people do, which makes it easier for them to think in the long term.”

15
to common sense! E STEPHAN & VIKTORIA SCHMIDHEINY
STEPHAN AND VIKTORIA
SCHMIDHEINY ON THE WORLD’S CLIMATE Back

Gstaad Through the Eyes of the Falcon

The Saanenland is a region of breathtaking vistas that have been the subject of countless stunning photographs. But there is a little-known aspect to the area that few natives or visitors have ever seen. Fortunately, now anyone can explore these hidden views without donning hiking boots, from the comfort of a favorite armchair, with flames crackling in the fireplace and a glass of wine in hand.

This book’s title gives away the secret. The aerial view is a fresh new perspective that changes everything. For those who know the Saanenland well, some places and views in this book may be easily recognizable, even if you’ve never seen them from the air. Other pictures may provoke a sense of jamais-vu, that strange feeling of a familiar sight that mysteriously seems unfamiliar, until you place the locations. And some views will reveal new and utterly unknown worlds of beauty.

The peregrine falcon, Switzerland’s bird of the year in 2018, is your guide throughout this book. She soars higher than the highest peaks, swoops down into the valleys, and glides

gently over the chalets. She presents amazing panoramas and artistic landscapes with views that are often surprising, and always awe-inspiring. Gstaad Through the Eyes of the Falcon takes you on a remarkable journey, setting out the nine picturesque villages of the Saanenland from a perspective few have experienced.

The book covers the entire region, from the glaciers in the south to Abländschen in the north, and across all four seasons. The falcon begins her journey soaring over the ice fields of the glaciers in the Valais, then heads north to highlight each village’s unique character. This variety is what makes the Saanenland so rich in history, tradition, and culture.

GSTAAD – Trough the Eyes of the Falcon

Title: Gstaad Trough the Eyes of the Falcon: An Aerial Perspetive of the Saanenland and its Surrounding Valleys

Languages: English, German, French

ISBN: 978-0-692-18109-6, Price: Fr. 98.–www.mmedien.ch/falcon

Available in local bookshops, the tourism office and select hotels and outlets in the region.

16
AERIAL
AN
PERSPECTIVE OF THE SAANENLAND AND ITS SURROUNDING VALLEYS
TROUGH THE EYES OF THE FALCON
PICTURE: NICK WALLACE PICTURE: BENOIT THUMERELLE
17 TROUGH THE EYES OF THE FALCON PICTURE: NICK WALLACE PICTURE: NICK WALLACE
PICTURE: BENOIT THUMERELLE
© Eye Candy Publishing, www.eyecandypublishing.com,
PICTURE: CHRISTOPHER J. LADLEY
Christopher J. Ladley

18

Gaumenfreuden auf einen Blick

Die Destination Gstaad bietet Geniessern eine breite Palette an Gaumenfreuden. Mehr als 100 Restaurants, Wirtshäuser und Beizlis unterschiedlichster Ausrichtung sorgen für das Wohlergehen der Gäste. Die verschiedenen Kategorien auf einen Blick.

www.gstaad.ch

Gourmet Restaurants im Überblick (Quelle: Guide Gault&Millau 2020 & Guide Michelin 2019)

The Alpina Gstaad

«Sommet» | Martin Göschel

Tel. +41 33 888 98 88 | www.thealpinagstaad.ch

1 Guide Michelin star

16

Hotel Le Grand Chalet Gstaad

«La Bagatelle» | Pedro Ferreira und Steve Willié

Tel. +41 33 748 76 76 | www.grandchalet.ch

Restaurant Sonnenhof Saanen

Erich Baumer

Tel. +41 33 744 10 23 | www.restaurantsonnenhof.ch

The Alpina Gstaad

«Megu»

Tel. +41 33 888 98 88 | www.thealpinagstaad.ch

15

Gstaad Palace

«Le Grill» | Franz W. Faeh

Tel. +41 33 748 50 00 | www.palace.ch

Boutique-Hotel Alpenrose Schönried

«Azalée» | Michel von Siebenthal

Tel. +41 33 748 91 91 | www.hotelalpenrose.ch

14

Huus Hotel Saanen

«La Vue» | Giuseppe Colella

Tel. +41 33 748 04 04 | www.huusgstaad.com

Romantik Hotel Hornberg Saanenmöser

Michael Rindlisbacher

Tel. +41 33 748 66 88 | www.hotel-hornberg.ch

Rialto’s Bistro Bar Gstaad

Yvan Letzter und Manuel Stadelmann

Tel. +41 33 744 34 74 | www.rialto-gstaad.ch

16 Art Bar Restaurant Saanen

Nik & Simon Buchs

Tel. +41 33 748 16 16 | www.16eme.ch

NEU Hôtel de Rougemont & SPA

Philippe Bouteille

Tel. +41 26 921 01 01 | www.hotelderougemont.com

13

Hotel Bernerhof Gstaad

«Blun-Chi» | Kah Hing Loke

Tel. +41 33 748 88 44 | www.bernerhof-gstaad.ch

Hotel Bernerhof Gstaad

«La Gare» | Marcel Reist

Tel. +41 33 748 88 44 | www.bernerhof-gstaad.ch

NEU Hotel Gstaaderhof Gstaad

«Müli» | Elvedin Odobasic

Tel. +41 33 748 63 63 | www.gstaaderhof.ch

12

NEU Le Cerf Rougemont

Michaël Burri

Tel. +41 26 925 81 23 | www.lecerfrougemont.ch

Rating folgt im Winter 2019/2020

Chesery Gstaad

Marcus. G. Lindner

Tel. +41 33 744 24 51 | www.chesery.ch

19
KULINARIK KULINARIK
GAULT& MILLAU GAULT& MILLAU GAULT& MILLAU GAULT& MILLAU GAULT& MILLAU GAULT& MILLAU

«Nous bénéficions d’une fidèle clientèle d’habitués»

Durant l’été 1999, Erich et Louise Baumer ont repris le «Sonnenhof», sis sur les hauts de Saanen, dans le quartier d’Unterbort. Depuis vingt ans, leur élégant restaurant à la terrasse idyllique, à la vue imprenable sur les montagnes environnantes et le Saanenland jusqu’à Gstaad, est la botte secrète des gastronomes et des gourmets de la région et du monde entier. Le couple peut désormais compter sur bon nombre de fidèles habitués. Le «Sonnenhoft» a la capacité d’accueillir une huitantaine de personnes et est ouvert neuf mois par an.

Erich Baumer grandit à Gstaad. Il fit son apprentissage de cuisinier au Grand Hôtel Bellevue de Gstaad d’alors et termina meilleur apprenti cuisinier de l’Oberland bernois de sa volée. Il est issu d’une grande famille de huit enfants ; plus de trente ans durant, son père a travaillé comme concierge de l’Hôtel Bellevue de Gstaad. Après une activité temporaire de professeur de ski et de cuisinier privé, Erich accepta une place en Thurgovie, à Amriswil, où il tint le «Hirschen» (cerf) pendant neuf ans, dont sept avec son épouse Louise. Un jour, il apprit que la patronne du « Sonnenhof » de Saanen, Liliane Berchtold, désirait remettre son établissement. C’était l’occasion idéale pour Erich et Louise Baumer de revenir au Saanenland.

Après leur avoir loué en un premier temps le «Sonnenhof», sa propriétaire envisagea de le vendre. Durant ces quatre ans de bail, Erich et Louise Baumer s’étaient constitué un grand cercle d’amis et de connaissances, ainsi qu’une clientèle considérable d’habitués. Certains d’entre eux leur proposèrent aussitôt de soutenir leur projet de racheter le restaurant. Ce qui les amena à entrer en contact avec l’agent immobilier Marcel Bach de Gstaad, avec lequel ils trouvèrent une solution. La propriété put être achetée conjointement avec les agences Bach Immobilien AG et Matti Immobilien AG; Erich et Louise Baumer en sont propriétaires pour moitié. Le populaire « Sonnenhof » demeura ainsi en mains locales et resta le restaurant de sa fidèle clientèle. En 2005, dans le cadre des travaux de transformation et de rénovation, la route d’accès fut détournée. L’établissement put ainsi se développer. Actuellement, durant la haute saison, huit personnes secondent Erich Baumer en cuisine et six collaborateurs s’occupent du service et des clients aux côtés de Louise Baumer.

21 DEPUIS
VINGT ANS À LA TÊTE DU RESTAURANT SONNENHOF DE SAANEN
TEXTE: HANS-UELI TSCHANZ I PHOTOS: RAPHAEL FAUX
RESTAURANT SONNENHOF
23 RESTAURANT SONNENHOF

In the summer of 1999, Erich and Louise Baumer took over the “Sonnenhof”, which lies in Unterbort above the village of Saanen. This elegant, rustic restaurant with its idyllic terrace offering wonderful views of the mountains below and into the Saanenland as far as Gstaad, has been an insider tip for 20 years for connoisseurs of good cuisine and gastronomically demanding guests from both the local region and the whole world. Over the years, they have been able to count on the

loyalty of a large number of regular customers. The “Sonnenhof” can accommodate 80 guests and is very proud of its long opening times – nine months per year, half in summer and half in winter. “Our terrace with its magnificent views is very popular and much in demand in all seasons,” Erich and Louise Baumer point out. “Once a guest, always a guest is our motto and this is of great importance to us,” they add. “We run the business in person, so you will always find us here.”

ERICH UND LOUISE BAUMER SEIT 20 JAHREN IM RESTAURANT

Im Sommer 1999 haben Erich und Louise Baumer den Sonnenhof auf dem Unterbort, oberhalb von Saanen, übernommen. Mit dem rustikal-eleganten Restaurant und der idyllischen Terrasse mit traumhafter Aussicht auf die umliegenden Berge und ins Saanenland bis nach Gstaad sind sie seit 20 Jahren der Geheimtipp für Kenner der guten Küche und kulinarisch anspruchsvolle Gäste aus der weiteren Region und der ganzen Welt. Mittlerweile können sie auf eine grosse Anzahl von

treuen Stammgästen zählen. Der Sonnenhof bietet Platz für 80 Gäste und legt Wert auf lange Öffnungszeiten – neun Monate im Jahr – je zur Hälfte im Sommer und im Winter. «Unsere Aussichtsterrasse ist zu jeder Jahreszeit sehr gefragt und begehrt», betonen Erich und Louise Baumer. «Einmal Gast, immer Gast ist unser Motto und für uns von grosser Bedeutung», fügen sie hinzu. «Wir führen den Betrieb persönlich und sind daher auch stets hier anzutreffen.»

24 RESTAURANT SONNENHOF
SONNENHOF SAANEN
D
«Wir erfreuen uns einer treuen Stammkundschaft»
ERICH AND LOUISE BAUMER HAVE RUN THE RESTAURANT SONNENHOF IN SAANEN FOR 20 YEARS
“We are delighted to have such a loyal clientele”
E

«Nous gérons l’établissement nous-mêmes et sommes toujours présents ici», soulignent les hôtes.

«A l’ouverture, en juin 1999, nous avons repris certains des plats existants, comme par exemple la viande sur ardoise.» Nous avons bien entendu complété l’offre avec nos propres créations. Nous proposons une cuisine authentique, d’inspiration italo-franco-suisse.»

Le concept culinaire du «Sonnenhof» convient à tous les goûts: l’on y trouve les grands classiques, comme par exemple les raviolis maison, l’émincé, le foie de canard ou des plats braisés. Louise Baumer raconte, le sourire aux lèvres: «Nous avons des habitués qui commandent toujours leur plat préféré.» Lorsque je leur suggère d’essayer autre chose, c’est souvent en vain: non, cela doit absolument être le carpaccio de thon ou le bœuf Stroganov.»

Outre les classiques sont aussi particulièrement appréciées les suggestions du chef, tels le poisson sauvage, les crustacés, le gibier à plumes ou les mets aux truffes. «Il y a peu, nous avions du lagopède d’Ecosse. Les produits sont naturellement de saison et frais, en tout temps. Au printemps, nous proposons par exemple de l’agneau de lait des Pyrénées et, bien sûr, aussi des asperges et des morilles sous différentes formes», complète la charmante Louise Baumer.

Erich Baumer est responsable de la cuisine, mais aussi de tous les achats. La qualité est prioritaire, le prix secondaire, bien que l’on ne puisse se passer de calculer. La qualité a un prix.

Au «Sonnenhof», priorité est donnée à de longues périodes d’ouverture: neuf mois par an, pour moitié en été et pour moitié en hiver. «Notre terrasse panoramique est très convoitée et demandée quelle que soit la saison», souligne Louise Baumer. «Hôte un jour, hôte toujours, telle est notre devise; et elle a beaucoup de sens pour nous», ajoute-t-elle.

Leur fils, Tim, apprend le métier de cuisinier avec son père. Leur fille, Linn, était dans l’hôtellerie et travaille maintenant, depuis environ deux ans, dans le domaine du fitness, comme sa mère au début des années nonante. Reconnaissants, Erich et Louise Baumer, leur équipe et Christine von Siebenthal, active au «Sonnenhof» depuis les débuts, tirent un bilan positif de vingt ans remplis de succès.

RESTAURANT SONNENHOF
Schuhhaus Romang · Promenade 53 · 3780 Gstaad T 033 744 15 23 · www.schuhhaus-romang.ch Willkommen im Schuhhaus Romang. Entdecken Sie in unserem Geschäft ein umfangreiches Angebot an Winter- und Ganzjahresschuhen für die ganze Familie. Welcome in the Shoe Shop Romang. Come and see our latest choice of winter and casual shoes for the whole family in our traditional shoe shop.

Winternews 2019/2020

Die nächste neue Bahn am Eggli ist in den Startlöchern

Ab Dezember 2019 bietet die Destination Gstaad Schneesportbegeisterten und Naturliebhabern neue Panoramagondeln für die Fahrt auf den Hausberg Eggli. Die elegante Bahn im Porsche-Design bietet dank neuartigem Federungssystem und grosszügigem InterieurDesign einen einzigartigen Fahrkomfort. Die neue Transportanlage wird die erste ZehnerPanoramagondelbahn im «Design by Porsche Design Studio» sein. Die neuen Kabinen verbinden moderne Technik mit Stil und Komfort und unterscheiden sich optisch sowie technisch deutlich von herkömmlichen Kabinen.

Früh buchen lohnt sich neu für Skifahrer

Gstaad führt ein neues dynamisches Preissystem für Skipassangebote ein. Früh buchen lohnt sich ab sofort somit für Tages- oder Mehrtageskarten – diese können mit dem neuen Preissystem abhängig von der Buchungs- und Nutzungszeit zu attraktiven Preisen im Voraus gekauft werden. Wintersportler können somit beispielsweise ausserhalb der Hochsaison oder an bestimmten Wochentagen zu besonders verlockenden Konditionen buchen. Eine Tageskarte kostet im Vergleich zum bisherigen Fixpreis von 65 Franken künftig bis zu 25 Prozent weniger und maximal 14 Prozent mehr. Ein Erwachsener bezahlt für einen Tag Skifahren zwischen 49 bis 74 Franken.

Gstaader Gourmet Mobil bietet kulinarische Erlebnisse auf dem Eggli

Im Winter 2019/20 lädt das Gstaader Gourmet Mobil auf einer Pistenmaschine Gäste zum Geniessen in aussergewöhnlicher Atmosphäre ein. Das Pop-Up-Restaurant bei der Bergstation der neuen Eggli-Bahn bietet ein einzigartiges kulinarisches Erlebnis mit Panoramablick. Diverse Spitzenköche verzaubern an bestimmten Daten Wintersportler und Geniesser mit köstlichen Spezialitäten. Zum Verweilen und «Ahifahre» stehen zusätzlich die schön dekorierten Gondeli bereit.

Gstaad setzt auf junge Skistars aus der Region

Die Destination Gstaad hat zwei neue Markenbotschafter: die Ski-Nachwuchstalente Lars Rösti aus St. Stephan und Noel von Grünigen aus Schönried. Sie tragen die Skidestination und den Brand Gstaad künftig in die Welt hinaus. Lars Rösti (21) und Noel von Grünigen (24) passen perfekt zu den Werten wie Qualität und Dynamik, welche die Destination Gstaad verkörpern.

Neue Spielplätze – Alpenvielfalt für Familien

Mit den Sommerinszenierungen an der Wispile sowie am Rinderberg schafft die Destination neue Highlights – besonders in den Fokus gerückt werden diesmal die Kleineren unter den Gästen sowie Familien. Die neuen Spielplätze, welche direkt an die gemütlichen Bergrestaurants anschliessen, laden zum Entdecken, Spielen und Verweilen ein. Mit weiteren Ausbauten sollen zukünftig Erlebniswelten für Gross und Klein geschaffen werden.

Kunstausstellung «Elevation 1049: Frequencies»

«Elevation 1049: Frequencies» ist zurück in der Destination Gstaad und präsentiert «Mirage Gstaad», eine neue ortsspezifische Aussenskulptur des in Los Angeles lebenden Künstlers

Doug Aitken, die erstmalig länger in Gstaad zu besichtigen ist. Zwei Jahre lang werden darin die Gebirgslandschaft und die wechselnden Jahreszeiten reflektiert und mit ihnen interagiert. Die Skulptur steht auf dem Winterwanderweg zwischen Schönried und Gruben und ist ausschliesslich zu Fuss erreichbar.

27
GSTAAD NEWS

Vos RêVes – Nos TaleNTs

Als führendes Totalunternehmen für private Luxusimmobilien steht Chaletbau Matti seit 1941 für sorgenfreies Bauen aus einer Hand. Mit dem Wissen und der Erfahrung unserer qualifizierten Mitarbeiter bieten wir Ihnen ein umfassendes Angebot in den Bereichen Architektur, Design, Holzbau und Immobilien. Wir begleiten Sie vom ersten Konzept über die Planung bis zur Realisierung und lassen Ihre Träume wahr werden.

Rotlistrasse 1, 3780 Gstaad | Telefon +41 33 748 90 10 | Fax +41 33 748 90 11 | info@chaletbaumatti.ch | www.chaletbaumatti.ch

“A testimony to our members’ dedication and commitment to this unique region”

In December 2019, Gstaad’s newly built Porsche-designed Mt. Eggli cable car will be inaugurated. In the autumn of 2020, the complete new built Berghaus Eggli will open. The ground floor will be open to locals and visitors alike, and the first floor will house the Club de Luge. The new gondola lift and mountain restaurant could only be built thanks to the support of the Société pour la préservation de l’Eggli (SPE) and the Club de Luge. Excerpts from an interview, including interesting facts, clearly show what motivated Michael de Picciotto to initiate and pursue this milestone with his friends – in close cooperation with Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) and the commune of Saanen.

In November 2014, Michael de Picciotto heard for the first time about the serious difficulties the BDG (the company operating all the ski systems in the region) was facing and asked his friend Benjamin Worbs of Gerax Immobilien to introduce him to the commune of Saanen and to the head of the BDG to better understand their problems and challenges. This first encounter was the catalyst for the Eggli project.

The BDG was virtually bankrupt and needed over CHF 30 million in capital to finance its restructuring and various investments, in order to avoid the perennial losses that had been afflicting it for years.

In its restructuring and fundraising plan, there was no more lift from Gstaad to Mt. Eggli. The BDG’s intention was to extend the Saanen chairlift and to abandon the Eggli cabin, as its renewal would be too expensive.

29
HOW A GROUP OF FRIENDS TOOK ON THE TASK OF RESCUING THE EGGLI TEXT: HANS-UELI TSCHANZ
EGGLI

“A surprising decision that no one seemed to be aware of, very damaging to the residents of and visitors to Gstaad,” summarized Michael de Picciotto.

A few days later, he decided that something needed to be done and made five calls to close friends, suggesting the six of them commit the funds needed for the construction of a new cable car on Mt. Eggli – they all agreed: Philippe Amon, Ernesto Bertarelli, Alfonso Cortina, André Desmarais, Michael de Picciotto and Lawrence Stroll jointly founded the SPE and would later lay the foundations for the Club de Luge.

“During our first meeting in January 2015, we thought of asking the BDG for some facilities on the peak of Mt. Eggli; at that stage, the idea did not involve a club, but more of a ‘shack’ on the top of the mountain.”

Shortly after, the founders decided to enlarge the group and created the Co-Founders group. By July 2015, 16 Co-Found -

ers had joined, and with their respective families, the project had now attracted a total of 100 members. From there on, the negotiations with the BDG progressed rapidly. “Mani Raaflaub, at the time head of the BDG, proved to be an important partner to this end.”

The agreed donation by the SPE towards the new Eggli lift added a new dimension to the restructuring of the BDG, which was well on its way to raising the funds needed.

By then the group’s ambitions had grown and negotiations began with the BDG for the construction of a now substantial facility on the top of the mountain.

In January 2016, a Framework Agreement was signed between the SPE and the BDG comprising the donation for the cable car, the plans for the shared ownership of the land and the construction of a new building on the top of Mt. Eggli, for a new public restaurant and the Clubhouse.

En décembre 2019, la nouvelle télécabine de conception Porsche, reliant Gstaad à l’Eggli, sera mise en service. Peu après, à l’automne 2020 pour être plus précis, sera inauguré le restaurant de montagne de l’Eggli entièrement rénové: le rez-de-chaussée et la terrasse panoramique seront réservés aux habitants de la région et aux vacanciers; le premier étage aux membres du Club de Luge. Seul le soutien de la Société pour la préservation de l’Eggli (SPE) et le Club de Luge permet cette modernisation de la télécabine et du restaurant. Heinz Brand et Matthias in-Albon, qui ont récemment substantiellement contribué à améliorer les performances des BDG, ont quant à eux beaucoup soutenu ce projet et permis de développer de nouvelles infrastructures sur le domaine de l’Eggli.

David Archer et Julie Humphreys, enfin, basés à Londres, sont les architectes d’intérieur du bâtiment et travaillent en étroite collaboration avec Daniel Matti et son équipe de Chaletbau

Matti à Gstaad, responsables de la construction du nouveau restaurant de l’Eggli avec le concours de la maison Gruyeria. Le projet de la SPE culminera avec la création d’une piste de luge de pointe longue de 3,5 kilomètres, prévue sur l’Eggli pour 2023. Elle commencera au sommet de l’Eggli et se terminera à la station inférieure, sera entièrement éclairée et bénéficiera d’une installation d’enneigement afin de garantir son utilisation tout au long de la saison. Et l’initiateur, Michael de Picciotto, de conclure: «C’est une merveilleuse aventure qui a déjà duré cinq ans, demandé beaucoup d’énergie et d’importantes ressources financières. Rien de tout cela n’aurait été possible sans l’investissement corps et âme du comité, en particulier celui de Diana d’Hendecourt et d’Ernesto Bertarelli, ni sans le soutien et l’enthousiasme des Co-Fondateurs et des Bienfaiteurs. Cela témoigne du dévouement et de l’engagement de nos membres envers ce village unique.»

30 EGGLI
Comment quelques bons amis entreprirent de sauver l’Eggli F
CLUB DE LUGE

Having secured all the funding from the Founders and Co-Founders, and with the belief that the permit process, while complex, would ultimately be successful, the Board of the SPE decided in 2016 to create the important Benefactors group, which would further enhance the project.

The Board of the SPE and the Club de Luge comprises 12 members; in addition to the six original Founders, the Co-Founders group is represented by: Remy Best, Lucrecia Botin-Fierro and Diana d’Hendecourt. Emanuele Bonomi, Felicia Brocklebank and Andrea Dreesmann represent the Benefactors group.

Michael de Picciotto: “The project was gaining momentum as demonstrated by the strong demand from friends and their families wishing to join us.” By the end of 2018, the target of 128 benefactors was reached, two years ahead of schedule.

The project has also faced various challenges including some local opposition to the reconstruction of the cable car, which delayed the project by a good year.

It was only on 17 December 2018, four years after the start of the project, that the last signature was obtained – the construction of both the gondola lift and the building started in March 2019.

The inauguration of the Porsche-designed Cable Car system will take place this December and by the autumn of 2020, the new building on the top of the Eggli will be ready, the new Berghaus, providing the general public with a beautiful new restaurant and terrace, and the premises of the Club de Luge. The whole construction project has been lead by Daniel Matti and his team at Chaletbau Matti, with the support of Maison Gruyeria and with the interior design provided by David Archer and Julie Humphrey based

31 EGGLI
Diana d‘Hendecourt, Michael de Picciotto, Heinz Brand, Matthias In-Albon

…right next to the seventh heaven!

…right next to the seventh heaven!

…right next to the seventh heaven!

Geniesserhotel LE GRAND CHALET

Geniesserhotel LE GRAND CHALET

Neueretstrasse 43 | CH-3780 Gstaad | Tel. +41 33 748 76 76

Neueretstrasse 43 | CH-3780 Gstaad | Tel. +41 33 748 76 76

Geniesserhotel LE GRAND CHALET

hotel@grandchalet.ch | www.grandchalet.ch

hotel@grandchalet.ch | www.grandchalet.ch

Neueretstrasse 43 | CH-3780 Gstaad | Tel. +41 33 748 76 76

hotel@grandchalet.ch | www.grandchalet.ch

©RupertMühlbacher © Pierr Khim-Tit artPhoto Gstaad © Pierr Khim-Tit artPhoto Gstaad

in London. Heinz Brand and Matthias in-Albon, who have jointly presided over the recent outstanding improvement of the BDG’s performance, have also greatly supported the project and recently added various new infrastructure to the Mt. Eggli area.

The SPE project will culminate in the creation of a state-ofthe-art 3.5 km long Piste de Luge on Mt. Eggli, which is due to be completed in 2023. It will start at the top of Mt. Eggli, end at its base station, be fully illuminated and benefit from a snowmaking facility to guarantee its operation throughout the season.

Overall, the contribution of the SPE to the BDG and to the local community will have exceeded CHF 10 million.

Furthermore, in July 2019, 12 members established a new separate association to support the BDG’s last capital increase, contributing funds for a 7.5% ownership.

Michael de Picciotto concludes: “True to the raison d’être of the SPE, we are delighted that the community of the Saanenland and all visitors to Gstaad will be able to enjoy the Eggli mountain with a state-of-the-art cable car. This has been a wonderful adventure which has already taken five years, tremendous energy and financial resources. None of it would have been possible without the hard work of the Board Members and in particular that of Diana d’Hendecourt and Ernesto Bertarelli, but also thanks to the strong support and enthusiasm of the Co-Founders and the Benefactors. A testimony to our members’ dedication and commitment to this unique region.”

Im Dezember 2019 geht die neu gebaute Gstaader Bahn «Porsche designed Cable Car» auf das Eggli in Betrieb. Wenig später, d.h. bereits im Herbst 2020, wird das nagelneue Berghaus Eggli eröffnet, das eine Aussichtsterrasse für Einheimische und Gäste im Erdgeschoss und für Mitglieder des Club de Luge im ersten Stock bietet. Der Neubau der Gondelbahn und des Bergrestaurants kommt nur dank zweier Organisationen bestehend aus Gstaader Gästen zustande: der Société pour la préservation de l’Eggli (SPE) und des Club de Luge. Heinz Brand und Matthias In-Albon, denen die jüngste herausragende Performance-Steigerung der BDG zu verdanken ist, haben dieses Projekt ebenfalls stark unterstützt und dem Eggli-Gebiet zu verschiedenen neuen Infrastrukturen verholfen. David Archer und Julie Humphreys, beide in London ansässig, sind die Innenarchitekten des Gebäudes. Sie arbeiten eng mit Daniel Matti und seinem Team von Chaletbau Matti in Gstaad sowie dem

Maison Gruyeria zusammen, die für den Bau des neuen Eggli Berghauses verantwortlich sind. Das Projekt der SPE wird mit der Schaffung einer hochmodernen, 3,5 km langen Schlittelpiste auf dem Eggli im Jahr 2023 gekrönt. Sie startet auf dem Eggli-Gipfel und endet an der Talstation, ist voll beleuchtet und verfügt über eine Beschneiungsanlage, die ihren Betrieb über die gesamte Saison gewährleistet. Initiator Michael de Picciotto fasst zusammen: «Es war ein wunderbares Abenteuer, das bereits fünf Jahre sowie viel Energie und finanzielle Mittel gekostet hat. Nichts davon wäre ohne die harte Arbeit der Vorstandsmitglieder und insbesondere von Diana d’Hendecourt und Ernesto Bertarelli möglich gewesen, aber auch der Unterstützung und der Begeisterung der Mitbegründer und Sponsoren ist vieles zu verdanken. Ein Beweis für das Engagement und die Verbundenheit unserer Mitglieder mit diesem einzigartigen Dorf.»

33 EGGLI
Wie
D
CLUB DE LUGE
ein paar enge Freunde das Eggli wiederbelebten
© FABIAN WALKER

Arno Elias “I am not a trophy”

Arno Elias est un photographe français né en 1973 à Paris. Durant sa jeunesse, il a étudié l’art dans une école parisienne. Depuis 15 ans, l’artiste s’est installé aux Etats-Unis où il fait désormais partie des photographes les plus plébiscités par les personnalités publiques du monde entier.

Photographe depuis 20 ans, son travail tournait d’abord autour de la mode. Il y a plus de quatre ans, après des voyages, appareil photo à la main, au cœur des tribus indigènes en Afrique et au plus près des animaux tels que le lion, le tigre et l’éléphant, c’est la cause animale qui est devenue sa principale source d’inspiration. Arno Elias est toujours à l’affût de la photo parfaite du monde sauvage. Les animaux sont photographiés dans leur environnement naturel et dans leur vie quotidienne.

Lors du processus de création, l’artiste couvre les photographies de divers motifs et couleurs des tribus qui partagent le territoire avec eux. Chacune de ces pièces est donc une œuvre monotype à la signature unique.

Arno Elias is a French photographer, born in 1973 in Paris. During his youth, he studied art in a Parisian school. For over 15 years, the artist has moved to the United States where he is now recognized by public figures as one of the most popular photographers.

Photographer for 20 years, his work initially revolved around fashion. Then, after a few trips, camera in hand, going in the heart of indigenous tribes in Africa and getting closer to animals such as lions, tigers and elephants, he was striken by wild life protection, which became his main inspiration for over four years. Arno Elias is always looking for the perfect picture of the wild world. The animals are photographed in their natural environment and in their daily life.

During his creation process, the artist covers the photographs with various patterns and colors inspired from the tribes who share the territory with them. Each of these Fine Art pieces is a monotype work with a unique signature.

35 BEL-AIR FINE ART
BEL-AIR FINE ART GSTAAD PRESENTS
© ANOUSH ABRAR

GROSSE EHRE FÜR VERA MICHALSKI-HOFFMANN UND IHREN POLNISCHEN VERLAG: DER NOBELPREIS FÜR LITERATUR 2018 GEHT RÜCKWIRKEND AN OLGA TOKARCZUK

«Ich kenne Olga Tokarczuk seit den 90er-Jahren»

INTERVIEW: HANS-UELI TSCHANZ I BILDER: WIKTORIA BOSC

Exakt 30 Jahre nach dem Mauerfall erhält die 57-jährige polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk rückwirkend den Literaturnobelpreis 2018. Die Autorin steht mit ihren Texten und Büchern für ein offenes Polen. Das Spezielle daran: Olga Tokarczuk erscheint seit 20 Jahren im polnischen Verlag von Vera Michalski-Hoffmann, dem Wydawnictwo Literackie in Krakau. Die grosse Mäzenin, welche diesen polnischen Verlag in ihrer Libella SA Lausanne führt, wurde 2010 mit dem Herausgeberpreis «Lilas de l’éditrice» ausgezeichnet und erhielt verschiedene Verdienstorden in Polen. Im Kanton Waadt nahm Sie kürzlich die höchste kantonale Auszeichnung, den «Mérite Cantonal Vaudois» entgegen. Wir begegnen Vera Michalski-Hoffmann auf dem Areal ihrer Fondation Jan Michalski, einem epochalen Gebäudekomplex am Waadtländer Jura. Sie spricht über ihre Gefühle nach Bekanntwerden des Entscheides der Schwedischen Akademie, ihre langjährige Arbeit für die Literatur in Polen und Montricher und über die bevorstehende Verleihung des Literaturnobelpreises in Stockholm vom 10. Dezember 2019.

Vera Michalski-Hoffmann, wir befinden uns im Gebäude der «Fondation Jan Michalski pour l’écriture et la littérature». Wie ist es zu diesem Konstrukt gekommen?

Im Jahre 1983 habe ich mich mit meinem Mann, Jan Michalski, in Montricher niedergelassen. Hier, in einem ehemaligen Bauernhaus, sind auch unsere zwei Kinder geboren. Uns hat es hier sehr gut gefallen – man hat eine schöne Sicht auf die Gegend am Fusse des Waadtländer Juras. Als dann dieses Grundstück, auf dem jetzt die Fondation steht, zum Verkauf kam, haben wir das Haus – es war damals eine Ferienkolonie der katholischen Gemeinde in Lausanne – gekauft. Am Anfang war der Plan, das bestehende Haus umzugestalten, was sich aber als kompliziert herausstellte. Dann haben wir dieses Projekt hier entworfen. Die Gebäude sind heute am gleichen geografischen Ort, wo die ursprünglichen Gebäude waren. Da, wo wir jetzt sitzen, stand eine Kapelle. Das Grundstück hatten wir noch zu Lebzeiten meines Mannes gekauft. Gemeinsam haben wir uns dann überlegt, was wir hier machen könnten. Und als mein Mann im Jahr 2002 dann starb, habe ich mich entschieden, da etwas Grösseres zu realisieren, und zwar ganz für die Literatur. Einfach auch, damit die Leute nicht das Lesen aufgeben und um zu beweisen, dass Literatur nicht etwas Langweiliges sein muss. Deshalb organisieren wir heute auch diese Lesungen und versuchen, interessante Leute einzuladen, die man nicht jeden Tag sieht. Unsere Anlässe sind seit je immer ausverkauft. Dazu organisieren wir drei Ausstellungen pro Jahr. Immer im Zusammenhang mit Literatur. Zum Beispiel literarische Texte oder Kunstbücher, oft in Kombination mit Musik.

37
VERA MICHALSKI-HOFFMANN
G e d a n k e n s p a z i e r g ä n g e w e r d e n z u B a u t e n : w w w. t s c h a n z - a r c h i t e k t u r. c h

Wie kam es zu Ihrem speziellen Fokus auf das Land Polen und dessen Literatur?

Der Kontakt zu Polen kam über meinen Mann Jan Michalski. Dort haben wir diesen grossen Verlag Wydawnictwo Literackie in Krakau und einen kleineren in Warschau, welcher so etwas wie das Pendant zu unseren «Les Editions Noir sur Blanc» in Lausanne darstellt. Vor dem Mauerfall konnte man in Polen auf Polnisch sehr viele Texte nicht veröffentlichen, also haben wir einige Bücher auf Polnisch hier in der Schweiz gedruckt und in den polnischen Buchhandlungen auf der ganzen Welt verkauft. Damals gab es viele polnische Bürger im Exil. In Paris existierten drei polnische Buchhandlungen, in London zwei und in Wien eine. Einige Bücher haben wir damals sogar nach Polen hineingeschmuggelt.

Was hat dann die Wende 1990 für Sie, Ihre Verlage und die Literatur in Polen bewirkt?

1990 haben wir sofort ein Büro in Warschau eröffnet und angefangen, auch ausländische Literatur ins Polnische zu übersetzen. Zum Beispiel den Schweizer Nicolas Bouvier, Charles Bukowski, Paul Auster, Umberto Eco und andere.

Hat Ihr Mann nach der Wende noch mit dem Verlag Wydawnictwo Literackie in Krakau verhandelt?

Das haben wir dann zusammen gemacht. Es handelte sich vorerst um einen staatlichen Verlag, 1953 gegründet. Nach der Wende wurde er privatisiert, worauf wir erst angefangen haben zu verhandeln. Zuerst verlief alles sehr bürokratisch und alles hat lange gedauert. Die Fortschritte zeigten sich

erst nach dem Tod meines Mannes. 2003 dann haben mir verschiedene Mitarbeiter ihre Aktien verkauft und jetzt bin ich die alleinige Eigentümerin des Verlages.

Olga Tokarczuk gewinnt nun den Literaturnobelpreis rückwirkend für 2018 und erscheint in diesem Krakauer Verlag. Was bedeutet das für Wydawnictwo Literackie?

Olga erscheint seit 20 Jahren bei uns. Wir haben auch vier Bücher von ihr in französischer Sprache im Katalog und sind nun dabei, ein fünftes Buch zu verlegen. Die Leute stürzen sich jetzt auf ihre Bücher. Sie ist aber mittlerweile eine Freundin und mir gegenüber loyal. Ich kenne sie seit den 90er-Jahren. Sie war immer eine der weltoffensten Autoren, welche oft auf literarische Festivals ging, weil sie eben gerne reist und äusserst menschenfreundlich ist.

Haben Sie damit gerechnet, dass die Schwedische Akademie Olga Tokarczuk mit dem Literaturnobelpreis auszeichnet?

Viele Leute haben gedacht, sie sei noch zu jung. Mir war klar, dass sie eines Tages für den Literaturnobelpreis in Frage kommt, aber so früh habe ich es nicht erwartet. Komisch, ich hatte am 10. November den ganzen Vormittag so ein Gefühl im Magen, dass jetzt etwas passieren würde. Aber ich habe an einen anderen von unseren Autoren gedacht, den Rumänen Mircea Cartarescu. Um 12.30 Uhr rief die Schwedische Akademie bei uns an, weil sie die Handynummer von Olga Tokarczuk wollte.

39 VERA MICHALSKI-HOFFMANN
Olga Tokarczuk (2. von links) und Vera Michalski-Hoffmann (rechts) anlässlich der Verleihung des Prix Jan Michalski 2018

Was hat das alles plötzlich für Sie persönlich bedeutet?

Eine grosse Freude. Nachdem man so viele Jahre diesen Verlag getragen hat und nicht immer einen grossen Verkaufserfolg feiern konnte, weil es nicht eine leichte Literatur ist. Und dann plötzlich diese Ehre und Anerkennung!

Wie war die Reaktion von Olga?

Sie hat dann relativ rasch mit unserem Büro in Krakau Kontakt aufgenommen, weil plötzlich zahlreiche Anfragen auf sie zukamen. Wir haben ihr sofort einen jungen Mitarbeiter für die Presse an die Seite gestellt. Dieser hat sich ins Flugzeug gesetzt und ist nach Deutschland geflogen. Olga war zum Zeitpunkt der Nachricht auf der Autobahn in der Gegend von Bielefeld.

Werden Sie am 10. Dezember persönlich in Stockholm anwesend sein?

Ja, wir haben eine Einladung erhalten zur sogenannten «Nobel Week», das heisst vom 6. bis zum 11. Dezember 2019. Da wird man eingeladen ins gleiche Hotel wie alle Laureaten. Vorgesehen sind je an einem Abend ein Konzert, ein Empfang, dann die «Nobel Lectures». Darauf freue ich mich besonders, es wird ja auch ein Schweizer Nobelpreisträger für Physik dort sein. Am 10. Dezember dann die Preisverleihung, gefolgt von einem Nobelbankett im Rathaus von Stockholm.

Glauben Sie, dass der 30. Jahrestag des Mauerfalls den Entscheid für Olga Tokarczuk positiv beeinflusst hat? Das ist durchaus denkbar. Polen hat im Vorfeld und während der Wende eine wichtige Rolle gespielt.

40
VERA MICHALSKI-HOFFMANN
Die Gewinnerin des Nobelpreises für Literatur, Olga Tokarczuk, beim Signieren ihres Buches anlässlich der Verleihung Prix Jan Michalski

La Fondation Jan Michalski pour l’écriture et la littérature a été créée en 2004 à Montricher, au pied du Jura suisse, par Vera Michalski-Hoffmann en mémoire de son époux, afin de perpétuer leur engagement commun envers les acteurs de l’écrit. La mission de la Fondation Jan Michalski est ainsi de favoriser la création littéraire et d’encourager la pratique de la lecture à travers diverses actions et activités, parmi lesquelles l’organisation d’expositions et d’événements culturels en lien avec l’écriture et la littérature, la mise à disposition du public d’une grande bibliothèque multilingue, l’attribution d’un prix annuel de littérature mondiale, l’octroi de soutiens financiers et l’accueil d’écrivains en résidence.

Pensée comme une petite cité à l’abri d’une canopée, posée au cœur d’une nature inspirante, la Fondation Jan Michalski a ouvert ses premiers espaces en 2013 et offre un lieu de rencontres unique, tourné vers le monde, où se mêlent écrivains, artistes et public.

Accessible gratuitement à tous depuis janvier 2014, la bibliothèque de la Fondation Jan Michalski propose un vaste panorama de la littérature moderne et contemporaine. Ses collections multilingues et multiculturelles se donnent pour objectif de refléter l’ensemble des domaines de la création et du savoir littéraires. Sur cinq niveaux, se déploient aujourd’hui près de 65’000 ouvrages – 80’000 à terme –, dans leur langue d’origine – l’anglais, l’allemand, le français, l’espagnol, le portugais, l’italien, l’arabe, le russe, le polonais sont pour lors représentés – comme en traduction française.

Le 4 e et dernier étage, ouvert depuis janvier 2016, offre un lieu de convergence singulier entre l’écriture et d’autres formes d’expression artistique avec notamment un choix de livres d’artistes et d’ouvrages consacrés à la typographie, la calligraphie, la photolittérature. Une large sélection de revues littéraires en différentes langues, des dictionnaires et des encyclopédies complètent les collections. Et, sur le blog de la bibliothèque, l’équipe de bibliothécaires partage quelques lectures, comme une manière d’invitation.

Le Prix Jan Michalski de littérature est décerné chaque année depuis 2010 par la Fondation pour couronner une œuvre de la littérature mondiale. L’originalité du prix réside dans son aspect multiculturel. Ouvert aux écrivains du monde entier, il s’intéresse à tous les genres littéraires, de fiction ou de non-fiction, quelle que soit la langue d’écriture. Le Jury tournant, renouvelable tous les trois ans, est constitué d’écrivains reconnus pour leurs compétences linguistiques et leurs connaissances des divers genres littéraires. Un siège est également attribué à un artiste s’intéressant à la littérature. La curiosité et l’ouverture au monde sont par ailleurs deux critères prépondérants. Ont notamment compté parmi les membres du jury du Prix Jan Michalski lors des éditions précédentes : Isabel Hilton, Fabienne Verdier, Marek Bien´czyk, Nuruddin Farah, Yannick Haenel, Georges Nivat, Robert Menasse, Ugo Rondinone, ou encore Jorge Semprun.

Le Lauréat est honoré par une récompense de CHF 50’000.–, lui offrant la possibilité de se consacrer davantage à son travail d’écriture. Il reçoit également une œuvre d’art spécialement choisie à son intention.

La Fondation propose un ensemble original de sept modules d’habitation destinés à accueillir écrivains et traducteurs en résidence pour des séjours à durée variable. Suspendues à la canopée ajourée abritant la Fondation, ces habitations, appelées «cabanes», offrent les conditions idéales à toute personne souhaitant commencer, poursuivre ou finaliser un projet d’écriture. Délibérément ouvertes à tout type d’écriture, les résidences accueillent en priorité écrivains et traducteurs mais restent accessibles à d’autres disciplines où l’écriture serait au centre du projet. Les séjours peuvent être effectués individuellement ou en binôme.

Comme en 2019, un pourcentage des résidences sera réservé en 2020 au Nature Writing, une forme de fiction ou de non-fiction créative qui sensibilise à la nature, prépare à un mode de vie durable, et aide à comprendre de façon profonde les interconnections socio-environnementales et les conséquences des actions humaines sur la nature.

41 VERA MICHALSKI-HOFFMANN
© LEO FABRIZIO
Fondation Jan Michalski

PORTFOLIO RAPHAËL FAUX

RAPHAËL FAUX

Raphael Faux is French, born in Northern France and is a professional photographer.

He completed his apprenticeship at the renowned Magnum Photos in Paris, followed by a stint in fashion photography and then extensive reportage shootings in many other places including Indonesia, the Dominican Republic, Haiti, Egypte, Syria…

He has been living in the Saanenland region since 2005 and sees his landscape photography as a form of meditation.

Spending time in nature and sleeping in a refuge to get the best light, he claims, is a wonderful complimentary side to event shooting.

The fact that he lives here yearround allows him the perfect opportunity to wait for the best light and images throughout the different seasons. It’s also a way of being free from the restrictions of being directed by a certain style, or of a planned photo shoot.

For Raphael, the idea of never really being “a professional” is much more important, and he feels that looking through the lens as though he is a beginner can make for much more varied images. Sometimes the “accidental pictures” are the most interesting ones.

Raphael will hold an exhibition of his photography during the coming Winter season in Gstaad, at a Gallery space above the Berner Kantonalbank in Gstaad.

“I want to thanks all my private clients for the trust they have given me over the years when I could photograph their amazing parties, weddings, events, portraits and families, the Menuhin Festival, Gstaad My Love, particularly Hans Ueli Tschanz, the Eagle Ski Club, and many, many more. I feel very fortunate to live from my photography in this beautiful place.” www.gstaadphotography.com

43
46
47 PORTFOLIO RAPHAËL FAUX
Lesen Sie noch mehr auf: www.mmedien.ch/ publikationen/#gstaadmylove Interessiert, wieesweitergeht?

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Issuu converts static files into: digital portfolios, online yearbooks, online catalogs, digital photo albums and more. Sign up and create your flipbook.