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25 MARIA GEBURT 25 Seit 25 Jahren bin ich Pfarrer in Maria Geburt Aschaffenburg Das war für mich Anlass ein kleines Fest zu feiern Statt einer Laudatio lud ich die Gemeinde ein uns allen ein HIGH LIGHT zu schreiben das sie in diesen Jahren in Maria Geburt erlebt haben und siehe da, viele schreiben Die gesammelten Werke können sie auf den folgenden Seiten lesen Sie sind persönliche Lebens- und Glaubenszeugnisse die schon allein beim Lesen zu leuchten beginnen Ein ganz herzliches DANKE-SCHÖN jedem Einzelnen der sein Licht zur Freude von uns allen leuchten lässt Herzlich Markus Krauth


… wie eine Offenbarung … Meine erstes Kennenlernen von Maria Geburt und damit meine erste Begegnung mit „Pfarrer Krauth“ ist mir so präsent, wie wenn es heute geschehen ist. Zusammen mit einer Familie fuhren wir auf deren Anregung hin eines schönen Sonntags zum Gottesdienst in Maria Geburt. Beim Eintritt in die Kirche war ich wie gebannt. Die Helligkeit des Raumes, das Weiß der Wände, die schlichte figürliche Ausstattung, die Stuhlstellung nahmen mich in Beschlag. Ich war fortan ganz Auge und ganz Ohr. Wohltuend: Kein Rosenkranzgemurmel bis kurz vor Gottesdienstbeginn ! Und dann der Einzug des liturgischen Dienstes und die sich anschließende Inzens. Mir war in diesem Moment klar: So muss es sein! Die versammelte Gemeinde als verantwortliche Trägerin des Gottesdienstes wird gleich zu Beginn der sonntäglichen Feier beweihräuchert. Das war schaubare Theologie. Und dann die Verkündigung. Ich meinte,


meinen Ohren nicht trauen zu dürfen über das, was Pfarrer Krauth predigte. Und dann die Gabenbereitung mit wirklichem Tischdecken und die Gabenprozession. Und dann der Kommunionempfang. Genau diese Form, die ich von früher kannte und für die im Oberen Kahlgrund nicht die Spur von Verständnis vorhanden war. Nach dem zweiten Gottesdienst in Schweinheim hielt es mich nicht mehr. Schnurstracks ging ich in die Sakristei. Ich stellte mich Pfarrer Krauth kurz vor und legte los: „Muten Sie Ihrer Gemeinde immer solche anspruchsvollen Ansprachen zu?“ Große Augen schauten mich: „Ich weiß gar nicht, was Sie wollen!“ „Danke“, Markus, für die noch vielen Begegnungen, die folgen sollten, und für die schönsten Gottesdienste …


Vor drei Jahren hat mich der „Zufall“ zu Maria Geburt geführt. Maria Geburt – Ein Raum für persönliche Begegnungen und Gespräche sowie für bereichernde Sonntags- und Gesprächsgottesdienste, die für mich wichtige Impulsgeber für neue Denkanstösse sind. Besonders berührt hat mich der Gesprächskreis – Credo – in dem wir gemeinsam das Meister Eckhart Buch – Vom Wunder der Seele – gelesen haben. In einem sehr inspirierenden und reflektierenden Austausch von Gedanken und einem Hören sind wir in Themen – zur wahren Freiheit des Geistes, die mit Gott ein Geist ist – eingetaucht. In diesem „Freiraum“ haben sich für mich ganz wichtige persönliche Gottes- und Lebenserkenntnisse erschlossen und dabei habe ich Gott neu entdeckt. Besonders wurde ich mir der Gnade Gottes bewusst, die nach Eckhart in die Seele eines jeden Menschen einfließt – bedingungslos – wenn der Mensch sich selbst vergisst und sich dieser Gnade hinzugeben vermag. Gott ist überall – Gott ist drinnen, wir sind draußen – dass die Seele sich weit mache, auf dass sie viel empfange und er ihr viel geben könne. Danke!


25 Jahre Maria Geburt Da sind einige Situationen und Begegnungen, die mir sehr wertvoll sind. Mit 28 Jahren bin ich aus der Kirche ausgetreten. Maria Geburt fand ich mit 48. Kein Jahr verging und ich war entschieden, hier wieder in die Kirche einzutreten. Über diesen ungewöhnlichen Werdegang staune ich immer wieder. Es fanden mehrere Gespräche statt, die mich den Wiedereintritt ernsthaft prüfen ließen. Die Vorbereitung und das Geschehen der Tauferneuerung in der Osternacht haben mich in Verbindung mit dem gebracht, was wirklich in mir lebendig ist. Und ich bin heute ganz gewiss: Es ist ein großes Glück, ja, es ist Gnade, ChristSein (er)leben zu dürfen. Diesen Schatz konnte die Amtskirche bisher – meiner Ansicht nach – nicht ausreichend heben. Es könnte sein, dass Maria Geburt nicht nur dem Namen nach, eine Pionierrolle zukommt. Trotz vielerlei Widerstände wagen es Menschen hier, wagt es eine Gemeinde hier seit Jahren, das Evangelium zuhören, es beim Wort zu nehmen und es in den Mittelpunkt zu stellen.


Nicht nur feiertags, sondern auch im Alltag. Das spricht an und ist anspruchsvoll. Mal gelingt es und ist dann wunderbar, manchmal ist es einfach nur unbequem und verlangt, immer wieder wach zu sein und gedachte Grenzen zu überwinden. "Hinfallen, wieder Aufstehen, Krönchen richten und weitergehen" – das braucht und schenkt Mut, ernste Aufrichtigkeit, Barmherzigkeit und auch Humor. Danke, dass ich all das hier in Maria Geburt erleben darf.


Eine kleine Geschichte zur 25-jährigen Eingemeindung von Herrn Pfarrer Krauth in Schweinheim: Unsere Tochter spielte als Gast in der Kirche Orgel. Wir als Eltern waren anwesend und hörten andächtig zu. Plötzlich kam Herr Pfarrer Krauth ebenfalls in die Kirche und kam auf uns zu. Er sagte freundlich und verständnisvoll lächelnd zu uns: „Aha, die Fangemeinde ist heute ja auch da.“ Ich glaube, dass er damit meinen Mann meinte, der sich sehr selten im Gotteshaus blicken lässt. Für mich war es eine nette Geste unseres Herrn Pfarrers. Aber nicht nur diese Geschichte ist für mich ein Grund, in die Sonntagsgottesdienste zu gehen, sondern auch die immer wieder spannende Frage: Wie wird unser Pfarrer wohl heute die Messe gestalten? Um nur ein Beispiel von vielen zu nennen: .... der Gottesdienst an Pfingsten, als „feurige Zungen“ auf die Gemeinde herab fielen. Lieber Herr Pfarrer, bleiben Sie unserer Gemeinde weiterhin treu, denn mit Ihnen sind wir etwas ganz Besonderes.


Ich komme zwar erst seit ca. 10 Jahren nach Maria Geburt, inzwischen freue ich mich jeden Sonntag auf den Gottesdienst und die verschiedenen Begegnungen. Warum? Weil ich hier eine warmherzige Gemeinde ganz im Sinne Jesu erlebe: keine/r wird ausgegrenzt, keine/r gefragt, ob er/sie gleichgeschlechtlich liebt oder geschieden ist. Ich bekomme in den Predigten und den Gesprächen, z.B. beim Kirchencafé oder beim Meister Eckhart-Gesprächskreis, wertvolle Impulse für mein spirituelles Leben. Einige Sätze, die mir in diesen Gesprächen begegnet sind und die mir im Augenblick gut tun: Alles, was geschieht, ist gut für mich. Religion ist der größte Ausdruck von Freiheit, den es gibt.


Die größte Freiheit besteht im Gehorsam gegenüber Gott. Ja, für mich die befreiendste Bitte im Vater Unser: Dein Wille geschehe. Und mit Paulus möchte ich sprechen können: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.

Ein beeindruckendes Erlebnis war die Taufe unserer Enkeltochter am 2. Weihnachtsfeiertag im Jahre 2000. Die Eltern (Mutter Mitglied in Maria Geburt und Vater Engländer) kamen mit Täufling aus den USA angereist. Es war ihnen wichtig, deutsche und englische Tradition in die Taufzeremonie einfließen zu lassen. Durch ihre Weltoffenheit, sehr geehrter Herr Pfarrer, und das Einbeziehen des Taufschals von Emma’s Vater wurde der englischen Familientradition Respekt gezollt. Somit fühlten sich auch die englischen Großeltern mit unserer Gemeinde Maria Geburt verbunden. Danke!


Meine letzten 25 Jahre in Maria Geburt Von: Aus dieser Kirche trete ich aus! Bis: Ich kann mich nicht mehr entziehen! Kurz vor Markus Krauth: Mit dieser Kirche bin ich fertig! Für mich sind die Gottesdienste ein lebloses Ritual. Wo bitte ist die sogenannte „Frohe Botschaft“? Ich erkenne keine Schnittmenge zwischen meinem Leben und dem Inhalt der Predigten! Ich habe schon viele Pfarrer kennengelernt, inhaltlich sind die alle gleich. Ich trete aus dieser Kirche aus!

Markus Krauth beginnt in Maria Geburt. „Schau und hör dir den Neuen doch mal an! Das lohnt sich.“ War die Antwort, als ich meine oben genannten Argumente in einem Gespräch zur Kirche voller Überzeugung zum Besten gab. Ich fragte mich, ob das noch was bringen kann. Widerwillig, ja etwas trotzig besuchte ich, das „letzte Mal“ einen Gottesdienst, um sagen zu können, dass ich mir den „Neuen“ angehört habe.


Im ersten Gottesdienst Oje, der redet über meine Anliegen. Woher kennt er meine Gedanken? Scheinbar dreht sich der ganze Gottesdienst nur um mich. Ich war gepackt. Das war neu. Ich fühle mich seit dieser Zeit von dem, was in Maria Geburt geschieht, sehr stark angezogen. Die Gottesdienste und die Begegnungen im Gemeindeleben bringen mir Klarheit und Kraft. An den Botschaften der Predigten rieb und reibt sich häufig mein eitles Ego. Es protestiert widerborstig. Wir sprechen im Familien- und Freundeskreis über die Botschaften. Plötzlich wird vieles klarer, leichter und schöner. Der Gottesdienst ist mir sehr wichtig geworden. Er endet nicht mit dem Amen in der Kirche. Die Begegnungen in der Gemeinde bereichern mein Leben. Was hat das alles mit Markus Krauth zu tun? Alles Danke


Die Frage heißt: Was hat dich bewegt in 25 Jahren? Die Antwort heißt: Bewegung. So habe ich Gedanken gesammelt, was mich in Maria Geburt und mit unserem Pfarrer Krauth bewegt hat: aufeinander zugehen, sich in die Augen schauen, lächeln, veränderte Sitzordnungen, Einstiegehilfen (Hörplatz) . Beim Gottesdienst kreisen, tanzen auf allen Wegen gehen um die Stühle herum. Der gute Weihrauch – und wie oft Eucharistie mit Brot und Wein Gut ausgesuchte Lieder Erfreuen an ausgezeichneten Gewändern Vermeiden von kitschiger Dekoration in der Kirche Vieles ausprobieren: Lesungen, Gebete, Musik... Sich getrauen, die aufgeschriebene Reihenfolge im Messformular an aktuelle Bezüge anzupassen. Es gibt bewegende „Verrückung“, dass man sich angesprochen fühlt, während des Gottesdienstes selbst „bei der Sache“ zu sein, mitzuspielen, fragen, antworten, weinen, lachen.


Mir ist wichtig, in Maria Geburt den Ort gefunden zu haben der mir geistlich-geistige und kรถrperliche Heimat gibt und gleichzeitig Impulse zu neuem Aufbruch


Zufall oder Gnade? Zufall war es, als ich das erste Mal den Gottesdienst in Maria Geburt besuchte in meiner gewohnten Kirche fiel der Gottesdienst aus, mein Navi suchte eine Alternative. Zufall war es, dass ich mich in der Asche unter dem Altar wiederfand in der Asche las ich das Wort ICH Und als ich aus der Kirche ging, da las ich ´Schön` und ich fühlte WUNDERSchön. Zufall? Wer würde heute, 4 Jahre später, dies noch einen Zufall nennen?


Maria Geburt ist längst mein Zuhause und war mir Stütze in schwere Zeiten, Krankheit und Ängste zu überstehen. Alles schleppte ich hierher, ja und manchmal auch mich, wenn die Therapien wieder Kräfte raubten. Es war nie umsonst. Ich werde immer beschenkt. Früher stellte ich mir vor, vor dem Altar stehe ein Korb, der alle Sorgen und Nöte aufnimmt, die ich hineinlege. Lassen, einfach loslassen. Da sein dürfen, dabei sein können, Einsein – für mich ist das spürbares Glück. Für mich war und ist der Gottesdienst ein Highlight meiner Woche. Ich liebe meinen Dienst und ich liebe es in Maria Geburt zu sein. Meine Tochter sagte einmal: „Meine Mama kommt aus dem Gottesdienst wie andere von einer schönen Party." Ein schöneres Kompliment an Maria Geburt hätte sie nicht machen können.


HIGHLIGHT Erst seit einem halben Jahr wohne ich in Schweinheim, bin evangelisch – was kann ich also beitragen? Meine erste Begegnung mit Maria Geburt war eine Führung von Eva durch das neue GemeindeHaus und die Kirche. Ich kam in den Kirchenraum und war erst einmal sprachlos. Diese Einfachheit und Stille lässt einen sofort ganz ruhig werden – Zeit zur Meditation. Neugierig geworden, besuchte ich einen Gottesdienst und erlebte viel Offenheit, in der Gemeinde und in der Predigt. Wie bereichernd sind doch die Dinge vor unserer Haustür. Danke!


So wahr das ist, das Gott Mensch geworden ist, so wahr ist der Mensch Gott geworden.

Meister Eckhart

in Dankbarkeit blicke ich auf die letzten 25 Jahre zur端ck. Ich bin sehr froh, dass wir uns begegnet sind. Durch dich habe ich die Eigenverantwortlichkeit kennengelernt, verbunden mit der Freiheit die ich im Glauben leben darf. Mit der Hilfe Gottes kann ich so mein Christsein leben in Liebe und Demut. F端r mich ein echtes Geschenk! Ich freue mich auf weitere Begegnungen mit dir.


.... ein Ereignis in den letzten 25 Jahren, das mich berührt hat? Da kann ich mich an viele erinnern! Eines ist mir jedoch immer noch in allen Einzelheiten präsent. Der Kreativ-Gottesdienst zu dem Lied „Regenbogen, buntes Licht, deine Farben sind das Leben“, den ich mit drei Freunden und natürlich mit Deinen Ideen gestaltete. Es war das erste Mal vor ca. 12, 13 Jahren, dass wir die Stühle zur Seite räumten. Wir tanzten frei zur Musik des Klezmer-Klarinettisten Giora Feidmann. Wir suchten uns dazu Chiffon-Tücher in den Farben des Regenbogens aus. Du wähltest grün zum Liedtext „wachsen und werden möchte ich“ (und hast Dir das Tuch über den Kopf gehängt), ich wählte orange zu „wach sein und leben möchte ich“. Wir hatten Farbstationen (ich glaube Blumen) vor den farblich passenden Kirchenfenstern aufgebaut, wo man seine Gedanken dazu aufschreiben konnte. Dann legten wir die Tücher quer über den Raum auf den Boden in der Form und den Farben des Regenbogens, stellten brennende Teelichter hinzu und die oben genannten Textschleifen. Wir haben noch gesungen und Texte gehört. Zum Schluß hattest Du noch vorgeschlagen, „shalom chaverim“ im Kanon zu singen und uns in zwei Gruppen von vorn nach hinten und umgekehrt entgegen zu laufen und die Seiten zu wechseln.


25 Jahre Schweinheim! In meinem schon etwas fortgeschrittenen Alter habe ich vier Pfarrer mit den unterschiedlichsten Eigenschaften in Schweinheim erlebt. Karl Umenhofer, der volksnahe Vinzenz Buhleier, der geradlinige Friedrich Kastl. der bescheidene Markus Krauth, der fortschrittliche. Sie haben in den 25 Jahren die Gemeinde Maria Geburt geprägt. Die ersten Jahre waren sicher sowohl für Sie, als auch für die Gemeinde schwierig. Die neuen Ideen und auch Ihr Führungsstil waren für die, vor allem älteren Gemeindemitglieder gewöhnungsbedürftig. Der Unterschied zu ihrem Vorgänger war groß. Sie haben uns an eine neue zeitgemäße Liturgie herangeführt. Es entsteht beim Gottesdienst nie der Eindruck von routinemäßigen Abläufen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich dafür bedanken, wie Sie die Ökumene praktizieren. Dass Sie den evangelischen Teil meiner Familie (meinen Mann und die evangelischen Enkelkinder) respektieren, so dass die sich eingeladen fühlen.....


Vor 25 Jahren, einem viertel Jahrhundert fürwahr, da warst du plötzlich da. Viele Erwartungen wurden in den jungen Pfarrer gesetzt, doch was nach einiger Zeit kam, hat so manchen entsetzt. Mit der Kirchenrenovierung gingen viele weg von unserem frommen Ort. Ich blieb, denn mir gefällt unser gemeinsamer Versammlungsort. Der Raum ist so schön leer, nichts lenkt die Gedanken ab, man kommt zur Ruhe trifft aber auch Gemeinschaft dort. Mir gefallen die lebendigen Gottesdienste, schöne Gebete, die liturgische Handlung mit Andacht und Würde, sehr, deshalb kommen sicher auch viele Fremde her. Lange war der Ambo fort, endlich steht er wieder am richtigen Ort. Die Tanzeinlagen an hohen Festen, die lässt man von mir aus weg am Besten. Voll Spannung hör ich die Predigten an, doch manchmal sind sie mir zu lang. Die Kantoren bewundere ich für ihren Mut und den Kommunionkreis finde ich besonders gut. In unseren Gottesdiensten geht es so vielfältig zu, man singt schöne Lieder, kommt aber auch zu Ruh’. Danke Markus für all Dein Tun. Es ist schön, dass Du da bist, das sage ich nun. Bleib bis zum Ruhestand unser Pfarrer vor Ort und gehe bitte nicht vorher fort.


So verschlug es mich 1969 durch Heirat nach Schweinheim. 1991 im Februar begrüßte ich zusammen mit der Gemeinde „Maria Geburt“ den neuen Pfarrer Markus Krauth. In der Karwoche nahm er mir die Osterbeichte ab und fragte am Schluss: „Möchten Sie in der Gemeinde mitarbeiten?“ – „Oh je!“ antwortete ich, „ich bin gerade schwanger und möchte erst diese Aufgabe bewältigen. Danach ja.“ Im September / Oktober 1991 wurde ich Mitglied im Liturgieausschuss, später im Pfarrgemeinderat, im Bauauschuss und habe die Turbulenzen um die Kirchenrenovierung hautnah miterlebt. Jetzt 2016, nach 25 Jahren hat die Gemeinde „Maria Geburt“ mit Gottes Hilfe und unserem Pfarrer, Herrn Markus Krauth, alle anstehenden Aufgaben bravourös gelöst. Und ich, ich bleibe meinem sonntäglichen Kirchgang treu, egal welche Probleme das Leben noch für uns bereithält.


Im Wandel der Zeit! Die Käisch, ja moi Käisch, das schützende Haus, wie oft ging ich als Kind hier ein und aus. Die Fensterbilder vorne, herrlich und schön, hab geglaubt und gedacht in den Himmel zu seh’n. Mir eine Welt aufgebaut, wie es wär, wie es ist, während daheim Müh und Arbeit, der Vater vermisst. Hab oft gebetet bei Kerzenschein: Muttergottes, schick doch unsern Papa heim. Die Trauer vergeht, die Zeit verrinnt, das Leben geht weiter, ist nicht zum Ruhen bestimmt. Und plötzlich weg, aus und vorbei, der Traum aus Kindertagen geplatzt und entzwei. Das hat mich berührt, ich muss es gestehn, weil die schönen Fenster ich kommt nimmer seh’n. Ich vergleichs mit den Generationen, ich seh es jo oi, moi Fenster würden nit passe, ins Gesamtbild mehr noi. Würden stören, kein schätzender Blick ging hinauf, aber im Herzen tief, heb moin Kindertraum ich auf. Es hat sich vieles getan in vergangener Zeit, gab manchen Kummer und Herzeleid. Doch das Haus steht aufrecht, auf festem Grund, gibt Kraft, und macht manch krankes Herz gesund. Ganz mächtig und erhaben, ruhig und schön, ist unsere Kirche von Weitem zu seh’n. Moi Käisch, bleibt moi Käisch, als sicherer Pol, hier leb ich, hier bleib ich, hier fühl ich mich wohl.


Wechselnde Pfade An meinem 30. Geburtstag wurde der neue Pfarrer in Schweinheim eingeführt. Es interessierte mich wenig, weil mir die Kirche zu altmodisch war; so blieb ich weg. Jahre später sollte ich mich mit Kind und Kegel zur Kommunionvorbereitung beim Pfarrer vorstellen; die Kirche war wegen Renovierung geschlossen, die Gottesdienste fanden im Gemeindezentrum statt. Die eindrucksvolle Zeit der Kommunionvorbereitung in der Gemeinde und die ausdrucksstarke Kommunionfeier in der neu renovierten Kirche waren für mich die „liturgisch sensible Phase“. Im Liturgie- und Lektorenkreis, in der Buchprojektgruppe, in GIS, in der Fastengruppe lebte Spiritualität mit vielen netten Menschen auf; es bildete sich die Paramenten- und Brotbackgruppe: Alles high-lights. Persönliche Umstände warfen Schatten ins Licht. Alles ist Gnade, fürchte dich nicht!


Meine Wandlung Am frühen Nachmittag des Fastnachtssonntags 2009 betrete ich zum ersten mal die Kirche Maria Geburt. Vor 20 Stunden wusste ich noch nicht, dass es diese Kirche gibt. Virtuell war es möglich, auf der Homepage der Pfarrei schon ein wenig in diesen Raum hineinschauen und konnte es kaum erwarten, endlich auch real dort zu sein. Ich betrete den Raum und bin fast allein. In der Nähe der Marienstatue sitzt ein Mann und betet. Der Raum wirkt hell, freundlich, einladend, gepflegt, übersichtlich, offen und klar. Ich spüre sofort: Das ist der Raum, den ich immer gesucht habe. Hier ist nichts zu viel und nichts zu wenig. Hier ist einfach Raum. Raum für Gott, Raum für den Mensch. Heiliger Raum. Und Stille. Heilige Stille. Romano Guardini sagte einst über die in Aachen erbaute Fronleichnamskirche: Das ist keine Leere, das ist Stille. Und in der Stille wohnt Gott. Das gleiche kann ich auf Anhieb über die Kirche Maria Geburt sagen. Ich gehe durch diesen wunderschönen Raum, setze mich immer wieder auf die schönen Stühle und schaue einfach hin. Ich stehe auf, gehe weiter, setze mich wieder. Ich schaue und schaue und kann mich nicht satt sehen. Ich stehe auf und gehe weiter, nein, ich wandle weiter, wandle, wandle, lasse mich wandeln. Die einfachen Formen von Altar und Ambo, einfach, aber nicht banal, kein Schnörkel, kein Kitsch, keine Attrappe. Hier stimmt alles. Hier ist Raum für das Wahre, Raum für den Wahren, wahrer Gott und wahrer Mensch,


wahrlich ein Raum für Gott und Mensch. In diesem Raum, den ich nach über einer Stunde verlasse, möchte ich gerne die Liturgie erleben, Liturgie feiern. Mir geht es durch den Kopf: die Liturgie hier muss besonders sein, besonders schön, besonders feierlich. Wenn schon auf diesen Raum soviel Sorgfalt verwendet wird, dann bestimmt auch auf die Liturgie. Wie schade, dass ich nicht schon heute morgen hier die Messe mitfeiern konnte. Voller Erwartung bin ich auf den Gottesdienst am Aschermittwoch. Schon die Ankündigung „Liturgie der Asche“ macht mich neugierig. Die Liturgie beginnt: Aus der Sakristei kommen langsam nacheinander Ministranten und schließlich der Pfarrer. Eine Klangschale ertönt, die Ministranten stehen still. Sie gehen einige Schritte weiter, wieder ertönt die Klangschale, alle stehen still. Die Prozession setzt sich durch den den ganzen Raum fort, im Wechsel von Gehen, Klang und Stille. Ich bin sehr ergriffen. Nach der Wortverkündigung und -auslegung folgt das Aschenritual: Der Priester hält das Rauchfaß still über der Asche auf dem Altar. Die Austeilung der Asche beginnt: Nicht das übliche Aschenkreuz auf der Stirn, sondern zu einem unter die Haut gehenden Spruch wird die Asche aufs Haupt gestreut.


Eine in sich stimmige Liturgie, schlicht, aber feierlich, einfach, aber nicht banal, kein eiliges, sondern heiliges Spiel. Sofort nehme ich mir vor, am nächsten Sonntag wieder nach Maria Geburt zu kommen. Ich bin wieder in diesem wunderschönen Raum, aber erfahre erst jetzt, dass der Pfarrer mit einer Fastengruppe ein Wochenende im Kloster verbringt und die Messe daher von einem fremden Priester zelebriert wird. Die Liturgie ist rite et recte, spricht mich aber nicht besonders an. Am nächsten Sonntag bin ich wieder in Maria Geburt. Meine erste Sonntagsmesse mit Pfarrer Markus Krauth. Schon vor Beginn der Liturgie genieße ich wieder diesen herrlichen Raum. Die Liturgie beginnt. Mir fällt auf, dass der Pfarrer immer „Der Herr ist mit euch“ spricht. Dass es nach den Schrifttexten keine Akklamation der Gemeinde gibt, keinen Fürbittruf und kein Gabengebet, entgeht mir natürlich nicht. Seit ungefähr meinem neunten Lebensjahr gehe ich regelmäßig zum Gottesdienst, war mehr als zehn Jahre Ministrant, bin Lektor, Kommunionspender, kenne die liturgischen Vorschriften bestens. Schließlich habe ich auch noch Theologie studiert. Ich denke für mich: so ein schöner Raum, der schönste Raum, den ich bisher erlebt habe, aber warum hält sich der Pfarrer nicht genau an das Messbuch? Das wäre doch besser, wenn er das täte. Andererseits empfinde ich sehr deutlich:


die Liturgie spricht mich an, hier ist einfach eine große Feierlichkeit, keine Routine, ich bin so aufmerksam wie schon lange nicht. Was ich hier erlebe, habe ich in den letzten 30 Jahren nicht erlebt. Ich bin fasziniert vom Decken des Altares, vom echten Brot und von der Form des Kommunionempfangs und natürlich von der Predigt. Hier ist Geist. Ich bin begeistert, lasse mich begeistern. Für mich ist klar: Ich muss wiederkommen. Heute ist erst der dritte oder vierte Gottesdienst mit Pfarrer Krauth und ich fühle mich schon in Maria Geburt richtig heimisch. Die Gemeinde ist sehr offen und herzlich und ich komme nach dem Gottesdienst mit den Menschen ins Gespräch. Die Liturgie hat immer eine große Feierlichkeit und Würde, alles stimmt fast immer bis ins Detail, weil Gott im Detail steckt. Mir ist klar: Diese Form der Liturgie hat Zukunft. Es ist nicht entscheidend, ob alle liturgischen Vorschriften beachtet werden. Das ist kein Kriterium für eine gute Liturgie. Liturgie darf nicht in Vorschriften erstarren, Spielräume müssen genutzt werden, manches muss sich fortentwickeln.


Mehr als 30 Jahre habe ich in meiner Wohnsitzpfarrei Liturgie erlebt, die mich in den letzten Jahren immer weniger angesprochen hat, weil sie routiniert und wenig durchdacht ist. Von Feier und Würde war wenig zu spüren. Deshalb habe ich dort, wo ich wohne, zumindest darauf geachtet, dass alle liturgischen Vorschriften eingehalten werden, damit wenigstens etwas stimmt. In Maria Geburt, dem Raum für Gott und Mensch, habe ich bis heute schätzungsweise über 400 Gottesdienste mitgefeiert. Hier habe ich vor sieben Jahren meine große Wandlung erfahren, mich wandeln lassen und diese Wandlung setzt sich Sonntag für Sonntag bei mir fort. Das liturgische Spiel ist Gott und Mensch angemessen, von großer Feierlichkeit und Würde, hier ist spirituelle Kreativität und kreative Spiritualität. Spiritus creator est.


Unsere Hochzeit in der Kirche Maria Geburt. Die Geburten und Taufen, die Kommunionen und Firmungen meiner Töchter. Die bereichernden Gottesdienste. Die Erfahrungen und schönen Begegnungen mit tollen Menschen, die ich im Rahmen von Gemeindeleben kennenlernen durfte. Die Gründung vom Familienkreis 2 und GIS mit den intensiven Freiwilligenabenden und den offenen Menschen und anschließenden schönen Schoppen, die Aufgaben im Johannis-Zweigverein mit all seinen Facetten. Das intensive Fasten hat mir viel gegeben. Die Interpretation des Evangeliums von Dir bedeutet mir noch heute sehr viel. Ganz ausschlaggebend dabei ist, dass Du eine Frohe Botschaft verkündest und hilfst, Ängste zu überwinden, bzw. sie erst gar nicht aufkommen zu lassen. Wichtig dabei ist mir auch das Prüfen geworden. Du und der Liturgiekreis gestalten den Gottesdienst achtsam und würdig und mit viel Tiefe – für mich ist es – einfach schön. Jeder ist eingeladen, Danke, mir macht es große Freude. Der letzte Pfingstgottesdienst war so bereichernd, dass ich ihn nicht missen möchte. Es berührt mich auch die Zukunft unserer Gemeinde und ich freue mich schon auf viele bereichernde Gottesdienste und schöne Begegnungen


und ich bin gespannt, ob und wo mein nächstes Betätigungsfeld in der Gemeinde sein wird. Dir ein herzliches Dankeschön Du warst in den letzten ca. 21 Jahren sehr wichtig für mich.

Es ist mir nicht möglich 25 Jahre in meinem Leben in wenige Worte zu fassen. Deshalb nach der alten Weisheit "weniger ist mehr", schreibe ich Dir drei Worte, die die Zeit und alle Ereignisse wunderbar beschreibt: SCHÖN

DANKE

JETZT

Ich freue mich auf die kommende Zeit!


ich habe immer wieder schÜne erlebnisse in maria geburt. ein immer wieder kehrendes mÜchte ich jetzt und hier benennen. immer wieder gelingt es mir, mich von meinem terminkalender zu befreien und mir einfach so, eine halbe stunde zeit zu schenken. in dieser halben stunde setze ich mich in die kirche maria geburt. der raum gibt mir raum gott ganz intensiv zu erfahren. nichts lenkt mich ab, es tut gut solche räume zu haben. und manchmal treffe ich menschen in diesem raum. wir tauschen uns aus und ganz unbewusst entsteht hier eine begegnung, die in mir nachklingt. das geschieht, wenn man gott in sich raum gibt. Besonders.


Orgelspiel. Chöre. Neue Musik. Konzerte. Kastenflöten PLENUM. Die eigene Stimme. Vor – ich kann nicht singen danach.

Akustik. Verrückt. Einmal im Jahr gehe ich in ein Konzert. 3 Minuten. Anfangs wollte ich ihm mit Muskelkraft zu Leibe rücken. Zuviel Widerstand. Darf ich in der Apsis eine motorbetriebene Sägekette benutzen? .... ich darf alles .... Anfangs gehemmt, Krach, Gestank. Mit den Jahren neues Bewusstsein. Selbst unter Gehörschutz bietet die Motorsäge in der Apsis einen irren Sound. Nachhall. Formel 1 in der Kirche. Christbaumfällung wie im Rausch. 3 Minuten. Ich fiebere dem nächsten Baum entgegen.


Eine Erfahrung, die bei mir Glückseligkeit ausgelöst hat: Es war an einem Gründonnerstag, welches Jahr weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall war es in der Anfangszeit meiner Mitgliedschaft im Liturgiekreis, der den Gründonnerstagsgottesdienst mit gestaltete. Damals wurde die Agape noch im Kirchenraum gefeiert. Die Tische standen im Karree und waren feierlich mit weißen Tischdecken, Kerzen und Blumen dekoriert. Alle Gottesdienstbesucher nahmen dort ihren Platz ein, um am Ende gemeinsam Agape zu feiern. Die Aufgabe des Liturgiekreises war es, u.a. die Olivenbrötchen – aufgetürmt in großen Holzschalen – nach vorne zum Altar zu bringen und dort in richtiger Position abzustellen, damit Markus Sie segnen könnte. da war es wichtig, sich an seinem Nebenmann/frau zu orientieren, gemeinsam nach vorne zu gehen, und die Schalen gleichzeitig dort abzustellen. Ich war dabei so aufgeregt, so dass mir beinahe sogar die Olivenbrötchen herunter purzelten.


Als ich dann zusammen mit meinen duftenden Olivenbrötchen durch den Kirchraum lief, spürte ich die feierliche Atmosphäre sowie die Freude auf die gemeinsame Agape bei den Gottesdienstteilnehmern. Meine Aufregung löste sich plötzlich auf, mir wurde es ganz warm und ein Glücksgefühl durchdrang bzw. umrahmte mich. Ja, ich schwebte fast schon durch den Kirchenraum, hin zum Altar. Magie lag in der Luft. Für mich war es eine wunderbare Erfahrung, auch wenn es nur ein kleines Teilchen war, etwas für den Gottesdienst und die Mitfeiernden beigetragen zu haben.


Es zeigt mir aber auch, dass durch kleine Taten etwas "Großes" entstehen kann. Als Neuzugang des Liturgiekreises wirkte ich das erste Mal bei der Gestaltung eines Gottesdienst mit: „Der Rosengottesdienst“ Jeder Besucher brachte eine Rose in die Kirche mit. Im Laufe des Gottesdienst wurden die Teilnehmer gebeten, ihre Rose in den von der Apsis herunterhängenden Kranz zu stecken. Zu beobachten, wie jede einzelne Rose sich zu einem großen Ganzen gebildet hat, war für mich sehr bewegend. Denn ist nicht jeder ein Teil des „großen Ganzen“? Des weiteren wurde der Gottesdienst durch den Vierzeiler von Angelus Silesius geprägt: Die Rose ist ohne Warum. Sie blühet, weil sie blühet. Sie achtet nicht ihrer selbst. Fragt nicht, ob man sie siehet. Dieser Text wurde als Predigt dargelegt und in Form eines kleinen Kärtchens an die Besucher verteilt. Dieses steht heute noch in meinem Bücherregal in Augenhöhe. Jedes Mal, wenn ich diesen Text lese, denke ich gerne an diesen besonderen Gottesdienst zurück.


Liturgiefeier Wort Bin ich unvorbereitet, rauschen Lesung und Evangelium gerade so durch Wir haben Hammer Texte Beispiel WEISHEIT 1,13 Denn Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden Predigt Neue Sichtweisen Ich gehe gerne damit nach Hause Ich gehe gerne damit ins KirchenCafe


Oft bin ich mit Menschen in der Kirche oder im KirchenCafe beim Du Irgendwann sp채ter erfahre ich zuf채llig deren Nachnamen

Vor der Liturgiefeier Er setzt sich neben mich Sagt, er wolle mal einen neuen Platz probieren Ich erwidere Das n채chste mal setzen wir uns auf das Altarpodest Er Das machen wir gleich Neue Perspektive


Der Kuss – Atem Gottes In den 16 Jahren, die ich jetzt in Maria-Geburt dabei bin, durfte ich schon viele tief berührende Augenblicke erleben. Dafür bin ich sehr dankbar. Einer davon war bei der Predigt vor einigen Jahren „Der Kuss – Atem Gottes“. Inhaltlich ging es bei der Predigt, was mir noch in Erinnerung geblieben ist, um folgendes: Ohne den Geist – Atem Gottes gibt es kein Leben. Es beseelt uns. Im Mutterleib wird uns dieses Leben eingehaucht und mit dem letzten Atemzug verlässt es den menschlichen Körper wieder. Jeder Atemzug, jedes gesprochene Wort erinnert uns daran, aus was wir wirklich leben. Wenn wir uns auf den Mund küssen, fließt der Atem zusammen. Es verschmilzt, was eh schon immer eins ist. Aus diesem Bewusstsein heraus ermutigte Markus die Gemeinde, den Sitznachbar zu küssen. Ohne Scham in einem Geiste. Dieser Kuss berührte mich zutiefst.


Begonnen in 1994 – Angst vor der Institution Kirche – resultierend aus privater Trennung – Richtungswechsel – neugierig – zurückhaltend – alter voll gestellter Kirchenraum – viele Lieder - viel Gesang – wohltuend – Angst verlierend – lange Gespräche mit dem Seelsorger - Beauftragung zur Taufkatechetin – neue Menschen – klein gefühlt - viele haben Kinder – ich habe keine Gottesdienst der Taufkatechetinnen mit Aspergil - die Menschen bekreuzigen sich – Staunen – dann Leere im alten Kirchenraum – letzter Gottesdienst vor Renovierung – Neugestaltung - Tränen des Pfarrers - eigene Tränen - Kommunion ohne Musik - ohne Worte – neue Möglichkeiten entdecken – Weihe des Altars Weite – Helligkeit – Taufgottesdienst – Einladung zum neuen Taufbecken – Matthias nimmt die Einladung an – überspringt Stufen – Befreiung – die Perle finden - Matthäus 13,46 – noch nicht so weit – alles noch festhalten – an der Schwelle der Mut zum Loslassen – eingemeindet werden – in der Gemeinde aufgenommen sein – neues Denkmuster – Freude kommt auf – Freundschaften pflegen – dazu gehören – Gespräche – alles auf den Tisch legen – Schmerz empfinden – Erneuerung kann entstehen – Fragen beantworten – an Grenzen stoßen – Freiheit – Schmerz vertreibend – Jubel – Lesen von Bibeltexten – mich auf Spuren begeben - Neuland – Fasten – immer wieder eintauchen – ins Leben – spüren – ich bin – jede Taufe bringt ein Stück weiter – die Gespräche mit Eltern – vorher – auch hier kommt Schmerzliches – wiederkehrend – Reflexion meines Lebens - das Erleben im Taufakt – Freude – Lachen wechseln sich ab – neue Spur – der Wandel macht es aus das Leben – Texte – Staunen – Fragen – Gottesdienste vielseitig – Pfingsten – ich spüre den Geist – oft – immer wieder – BeGeisterung – Kunst und Kirche – Fragmente – neues Wagen – immer wieder aufs eigene Leben anwenden – Kein Muss – alles darf sein – Psalmen lesen – neue Texte – Brücken schlagen nach Frankfurt – Staunen über andere Kunst – offen werden für Neues – den alten Kram ausmisten – das Zuhause neu gestalten – befreiend – auch kritisch – nicht alles passt für mich – doch immer wieder prüfend – die Herausforderung annehmen – nicht stehen bleiben


in den alten Schuhen – Gewänder, die eine Geschichte erzählen – passend zum Leben – direkt im Leben – vor der Nase alles haben – Augen weit aufmachen – mit den Händen greifen können – das Göttliche – und immer wieder spüren welche Freude das ist mitten drin zu sein – Mut zu Neuem – Ja und Nein sagen zu dürfen – doch Mensch zu sein – klein – erschrecken – dann wieder hinaus aus dem Schneckenhaus – neues privates Glück zu finden – Staunen über Gottes Fügung – ich habe nichts dazu getan – die Sicht wandelt sich – die Augen sehen neu – entdecken – Staunen – Freuen – Jubel – Kirchenfenster – Lichteinfall – Wetterlage – Umgehen mit schwierigen Situationen – sie können gelöst werden – werden entschärft – gehören zum Leben – und wieder ein Gottesdienst mit Selbsterkenntnis – Mut zur Offenbarung – ich darf sein – das Tuch vom Kopf reißend das Alte lassen – sehend werden – neu Musik hören – lauschen – fasziniert sein – Schön – Liturgie in vielfacher Form und Art – Genuss pur - hier werde ich achtsam – alles ist wichtig – Routine kommt gar nicht erst auf – alle sind wichtig – Gemeinsamkeit ist angesagt – immer und immer wieder – auch im neuen Haus neben der Kirche – ein zweites Gotteshaus – die Möglichkeiten sind vielfältig – neue Menschen kommen – es fallen Schranken und Barrieren – auch Privat - Feste feiern – Feier des Lebens – in 2016 – heute – jetzt – neugierig voller Spannung was kommt noch…. Worte – nichts als Worte? – aber Worte mit Tiefgang und Geschichte – Dankbar! Danke Markus


Es ist schon ein Glück, dich als Pfarrer zu haben. Die letzten 25 Jahre waren für mich prägend. Angefangen von den Predigten, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie für mich geschrieben sind. Eine Sache will ich erzählen. Am Tage deines Einführung ging ich nach dem Stehempfang mit einem mir neuen Gefühl nach Hause. In mir brannte etwas und ich wusste nicht, was es ist. Das hielt solange an, bis mein Mann mir die Anfrage mitteilte, ob ich Kommunionhelfer werden möchte und er im selben Atemzug sagte: „Das ist doch eine Ehre!“ Das verstand ich als Ruf, mich in die Kirche einzubringen. Dir wünsche ich nun noch weitere schöne Jahre mit vielen Herausforderungen.


Fließendes Licht im Raum der Kirche Maria Geburt in Schweinheim. Ich saß an einem Sonntagnachmittag in einer der hinteren Reihen der Kirche Maria Geburt. Es war still im Raum, niemand sonst war anwesend. Vor mir das tiefe changierende Blau der Lanzetten im Chorraum. Im Ohr das Wort eines mit dem Geist der Gotik vertrauten und in ihn eingeweihten Paters: „Die gotischen Fenster sind wie betende Hände. Sie sind ein einziges Aufatmen in das Himmlische hinein.“ Dabei lud er mich ein, im Einatmen und Ausatmen den romanischen Rundbogen mit dem gotischen Spitzbogen zu vergleichen Während beim romanischen Bogen der Atem gleichförmig von der Erde zur Höhe und wieder zur Erde zurückfloss, verweilte der Atem bei der Lanzette oben an der Spitze, wo sich die beiden sich stetig zuneigenden Seitenteile vereinten. Ich hatte einen Hauch vom Geist der noch sehr erdhaft gebundenen Romanik verstanden, aus dem heraus sich die Gotik mit ihrer Sehnsucht nach Überwindung allen Irdischen ins Geistige hinein dominierte und mehr und mehr den Himmel eroberte. Wiederum ereignete sich das Phänomen, das ich vor Malewitschs Ikone wahrgenommen hatte. Je länger ich saß und je intensiver sich meine Augen mit dem Blau der fünf Lanzetten füllte, desto mehr trat das Blau als Farbe zurück, um sich für ein paar Augenblick in helles fließendes Licht zu verwandeln: Der einzelne Lichtbogen nahm wie selbstverständlich die Form des Steinfensters an und leuchtete mir nun in seiner Immaterialität entgegen. In unserer Geschöpflichkeit liegen offensichtlich Kräfte, die uns ein ganz anderes Wahrnehmen über unsere Sinne erlauben. Dazu bedarf es der Offenheit, der Stille, der Konzentration und des geduldigen Verweilens, kurz des Innehaltens, um diese andere Seite gewandelt geschenkt zu bekommen.


Zufälliges Treffen im Haus Maria Geburt Er Morgen feiere ich hier im Saal meinen Geburtstag Komm mal mit ich möcht dir etwas zeigen Wir gehen in den Galaterraum. Genau hier stand das Haus in dem ich vor 80 Jahren geboren wurde Im Dachgeschoss Das dürfte das Höhenniveau dieses Raumes gewesen sein. Und das hier ist das Kunstobjekt? Ich mit meinem Elektronikerverstand sehe hier wenn ich genau hinschaue waagrechte Linien Mal unterbrochen mal stärker, mal schwächer Und senkrechte Und ja das Kunstobjekt besteht genau aus acht Flächen


wenn man überhaupt etwas herausheben kann waren für mich die bewegendsten Momente überwiegend bei den Feiern zu nachtschlafenen Zeiten Rorate Osternacht Christmette Ansonsten bin ich nach wie vor ein Fan des Kirchen-Cafés Hier entsteht immer etwas Schön, dass du nach Schweinheim gekommen bist !!


Es ist schön, dass wir uns nach 25 Jahren trotz mancher Meinungsverschiedenheiten und Kritik in gegenseitiger christlicher Wertschätzung begegnen können. Das weiß ich zu schätzen, da es trotz des II. Vatikanums in vielen Gemeinden wegen des nach wie vor hierarchischen Prinzips nicht selbstverständlich ist.


Es war wohl im Jahr 2001 oder 2002. Bei Gesprächen mit einer lieben Freundin über das Leben, Gott und die Welt fiel oft der Name „Markus“ und „Alpha“. Ich war sehr skeptisch, stellte mir unter „Alpha“ eine konspirative Gruppe vor und unter „Markus“ einen selbstgefälligen Guru, der etwas Katholisches vorbetet und alle plappern nach. Es wäre für mich schließlich der erste Priester, der über seinen heiligen Schatten steigt und mir etwas Brauchbares über das Leben – mein Leben – zu sagen hat... ...er war der Erste! Vorsichtiges Herantasten im Gottesdienst, bevor ich mich in diese Alpha-Gruppe wagte: Wow, der fährt ja freihändig! Ich spüre bei jedem Satz, bei jeder Geste, beim ganzen Gottesdienst diese Präsenz. Er reflektiert, was er sagt, was er tut, wie er es tut. Wachheit pur – das tut so gut, macht ihn glaubwürdig.


Es ist seine Haltung, die mich berührt, die gar nichts anderes zulässt, als mutig neue Wege zu gehen, heiligen Ballast über Bord zu werfen und dabei die Widerstände von oben und von unten zu überwinden. Wie viele Priester sind am Spannungsfeld zwischen Leben und Lehre schon zerbrochen? So ging ich voller Hoffnung zum Schnuppern in die Alpha-Gruppe – ich war begeistert! Wie in seinen Predigten bringt Markus die Dinge auf den Punkt. Und es sind immer Alltagsthemen, die mich sehr konkret ansprechen. Es sind sehr treffende Analysen und Spiegelungen, die meine Handlungen, mein Leben beeinflussen – jenseits von Himmel, Hölle und heiligem Geist. Das kann ich verstehen, anwenden und jetzt sogar die Bibel kapieren – na ja, zumindest in Teilen. Für mich ist es Gnade, lebendigen Menschen wie Markus zu begegnen. Menschen, die das Leben lieben, es dankbar annehmen, offen sind für seine Überraschungen. Menschen, die hellwach sind,


sich selbst reflektieren, sich leiten lassen von ihrer inneren Stimme. Menschen, die mir zuhören, mich ernst nehmen, mich annehmen – auch, wenn ich mal anders denke als sie. Eben Menschen, die den Glauben leben. Diese Haltung, dieser Geist hat sich auf die Gemeinde übertragen. Zumindest auf die Menschen, die offen sind und mündig. Das macht Maria-Geburt für mich zur Heimat. Hier fühle ich mich respektiert, geliebt, geborgen. Ich hab es nicht so mit dem Beten: DANKE, lieber Gott


Es gibt einen Sonntag, der ist der Heiligen Familie gewidmet. An diesem Sonntag gab es keine Predigt vom Pfarrer, sondern sogenannten "open space", Leerstelle. Wer sich berufen fühlte, durfte zum Ambo treten und sprechen. Eine von den vier Personen, die diese Leerstelle nutzen, war ich. Ich weiß es nicht genau: Da war keine vorherige Überlegung, auch kein schnell vorbereiteter Text parat. Da war nur diese Kraft, die mich Aufstehen und sprechen ließ. Ich hörte mich sprechen. Ich hörte mich frei sprechen. An diesem Tag durfte ich mich und meine Familie freisprechen. Endlich. Vielen Dank.


Die Idee war, einen Großteil der Flüchtlinge aus der Erbighalle zu einem Begegnungsfest einzuladen. Im Gemeindehaus sollte es ein Buffet, Getränke und später auch Gespräche geben. Über die Gruppierungen wurden die Gemeindemitglieder informiert und um Angabe der freiwilligen Buffetbeiträge gebeten. Der gemeldete Rücklauf bezüglich der Essensspenden war eher schleppend. So dass ich zwei Tage vor dem Fest überlegte, ob evtl. Pizza zu besorgen sei, wenn die Gäste satt werden sollen. Und dann kam alles ganz anders und viel besser: Das Büffet zur Begrüßung war überwältigend, es war reich und vielfältig. Hätte ich das zum Meldeschluss gewusst, hätte ich zwar ruhiger geschlafen, aber die Freude und das Staunen waren so viel wertvoller. Herzlichen Dank allen, die zu diesem wunderschönen Begegnungsfest beigetragen haben. Bei seinem Vortrag spricht Leo Zogmayer in der Kirche Maria Geburt über Farbe und Licht. Als dann das Licht selbst durch die Kirchenfenster den Raum warm und lebendig erstrahlen lässt, überlässt Leo Zogmayer dem Licht das Wort, tritt zurück schweigt… Vielleicht ist Demut der Mut zu dienen. Diesen Moment gemeinsam zu erleben ist Gnade und Segen.


Es gab für mich schon viele berührend Momente in den Gottesdiensten dieser Pfarrei. Der Berührendste all dieser Momente liegt schon 15 Jahre zurück. Mein drittes (ungetauftes) Kind wollte mit ihren Mitschülern zur Kommunion gehen und so fingen wir an, die Gottesdienste in Maria-Geburt zu besuchen. An einem Sonntag geschah Folgendes: Die großen Ministranten zogen langsam und würdevoll mit den Tischtüchern von hinten an mir vorüber und legten sie achtsam auf den Altar. Genau dieser Moment hat mich so ergriffen, dass mir die Tränen in die Augen stiegen. Ich wusste selbst nicht wie mir geschah, da ich der ganzen Sache damals noch sehr kritisch gegenüberstand. Dann hörte ich die Stimme von Markus: "Der Tisch ist gedeckt. Alle sind eingeladen." "Alle sind eingeladen!", hatte er gesagt. Also auch ich! Ich - die seit 20 Jahren mit der Kirche nichts mehr zu tun hatte! Ich - die etliche Jahre in völliger Gottferne gelebt hatte! Ich - die zweimal Geschiedene! Ich - die Mutter mit den drei ungetauften Kindern! Ich fühlte mich eingeladen!


Und ich ging mit allen anderen vor in den Kommunionkreis – etwas hatte mich gezogenund da stand ich immer noch mit Tränen in den Augen vorne am Altar, empfing die Kommunion und dachte die ganze Zeit: Hier gehöre ich dazu! Diese Erfahrung hat mein Leben stark verändert und viele wissen, wie es weiterging: Wiedereintritt in die Kirche Tauferneuerung und die Taufe meines dritten Kindes in der Osternacht Lektorendienst und viele kleine Verwandlungen in mir Ja! Ich gehöre dazu! Und dafür bin ich unendlich dankbar! DANKE MARKUS!


GIS beschäftigt mich seit über 10 Jahre, mal im Besuchsdienst, in den letzten Jahren in der Organisation. Eine Begegnung aus dem letzten Jahr hat mich sehr berührt. Anfang 2014 kam eine Anfrage an GIS , einen Gesprächspartner für einen alten Herrn zu finden. Schon beim Erstbesuch hat mich dieser alte Herr, der mich an meinen Vater erinnert hat, sehr berührt. Da habe ich mich spontan als Besucherin angeboten, obwohl ich eigentlich nur Organisation mache. Ein Jahr lang habe ich ihn alle 1- 2 Wochen besucht . Er hat mir viel aus seinem Leben erzählt . Wir haben uns über Bücher ausgetauscht, haben über erlebte Reisen gesprochen und waren auch einmal am Grab seiner Frau. Beim letzten Besuch letztes Jahr vor Ostern haben wir bei frühlingshaftem Wetter sogar einen kleinen Spaziergang mit Rollator gemacht, obwohl ihm das Laufen recht schwer gefallen ist. Leider ist er dann trotz Gebrechlichkeit unerwartet gestorben. Im Kopf war er topfit. Mein Weg in die Stadt führt mich oft an seiner ehemaligen Wohnung vorbei, manchmal gehe ich an sein Grab und denke dann an ihn. Der Austausch mit ihm, seine Ernsthaftigkeit, seine Traurigkeit, all das hat mich sehr berührt, hat mir viel gegeben und ich bin dankbar, ihn kennengelernt haben zu dürfen.


Am 27. April 2002 erhielt unsere Tochter Felicitas ihre Erstkommunion aus den Händen von Pfr. Markus Krauth. Felicitas ist geistig behindert, hat epileptische Anfälle und besuchte zu dieser Zeit die Körperbehinderten-Schule in Schweinheim. Wir freuten uns sehr auf diesen Tag und waren auch sehr angespannt, da wir nicht wussten, wie die Feier ablaufen würde bzgl. des gesundheitlichen Zustandes unseres Kindes. Aber es ging alles gut. Wir erlebten eine ergreifende Feier, denn insbesondere Felicitas freute sich sehr, am gemeinsamen Mahl teilnehmen zu dürfen, inmitten von Stuhlreihen, an Tischen, die zum Quadrat gestellt waren. Jedes Gebet und die mit Gesten begleiteten Lieder gingen unter die Haut. Felicitas saß neben Markus und unterhielt sich oft mit ihm. Sie kannte ihn schon vorher. So war es für sie ein Segen, in ihrer Heimatgemeinde die Kommunion empfangen zu dürfen. Danach wurden wir alle vom damaligen Familienkreis 2 im Pfarrzentrum begrüßt und bei einem Stehempfang bewirtet. Felicitas hatte sich in die Ecke zwischen Türe und Theke auf einen Stuhl gesetzt, nahm die Glückwünsche lachend in Empfang und strahlte über das ganze Gesicht.


F체r uns und unsere gesamte Familie war es ein besonderes Geschenk, dass die Feier der Erstkommunion in unserer Gemeinde Maria Geburt stattfinden konnte. Mehr, unserer Tochter angemessene, Integration konnte nicht stattfinden, da sowohl der Inhalt als auch der Ort f체r sie vertraut waren und ihren kognitiven F채higkeiten entsprach. Zudem waren viele liebe vertraute Menschen um sie. Nochmals ein von Herzen kommendes DANKE.


Du bist genau so lange in Maria Geburt, wie wir in unserem Haus wohnen. Eine Woche nach unserem Einzug wurdest Du "installiert" (vielleicht lag es an unserem Haus-Neubau, dass ich dieses Wort im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen Pfarrers immer etwas befremdlich fand), und als wir mit Freundin und Familie am 17. Februar 1991 zum Schlittenfahren gingen, standest Du grad vor dem Hauptportal der Kirche, umringt von den Kindergartenkindern. Seither hat sich in unserem Haus und in Maria Geburt viel ereignet – 25 Jahre - eine lange Zeit! Du hast um ein Highlight aus diesen 25 Jahren gebeten. Auf eines kann ich mich leider nicht beschränken... Mir fallen die "Kreativ-Gottesdienste" ein, als wir z.B. noch vor der Umgestaltung unserer Kirche den Platz in diesem Raum suchen sollten, der uns am meisten anspricht. Ich sehe uns vereinzelt auf den Kirchenbänken liegen und die Decke unserer Kirche betrachten, und weiß noch, wie wir dann ganz eng Schulter an Schulter um den Altar herumstanden, um die Gemeinschaft mit den anderen zu spüren. Oder der Kreativ-Gottesdienst, bei dem wir im Pfarrhausgarten eine große Leinwand bemalten... Unvergessen der Rosen-Gottesdienst, an dem alle Gottesdienstteilnehmer beim Einzug eine Rose erhielten, die sie dann im Laufe des Gottesdienstes in ein rundes Metallnetz an der Apsistreppe steckten.


Dieses Netz mit den verblühenden Rosen hing dann noch lange in der Kirche. Ein großes Highlight waren für mich immer die Gründonnerstags-Gottesdienste, die wir an einer großen, langen Tafel gefeiert haben mit anschließender Agape in der Kirche. Wunderschön! Der Weihnachtsfeiertag, an dem Du der gesamten Gemeinde im Laufe Deiner Predigt das christliche DU angeboten hast! Ich denke, dieser Schritt hat unsere Gemeinde wirklich positiv verändert! Auch das Alltägliche finde ich bemerkenswert, dass ich immer gerne am Sonntag zum Gottesdienst komme, gespannt bin auf neue Impulse, deine Predigt mich meistens noch eine Weile beschäftigt, und dass die Art und Weise, wie in Maria Geburt konzentriert und bewusst Gottesdienst gefeiert wird, für mich etwas Besonderes ist – für mich eine sehr prägende Zeit!


Wir wohnten damals in Dettingen und die Schlichtheit der Kirche Maria Geburt hat uns so berĂźhrt, dass wir uns unser Ja-Wort in Schweinheim gegeben haben. Gern erinnern wir uns an diesen Tag, aber auch an die vielen Gottesdienste, die wir mit Ihnen mitgefeiert haben. Immer haben wir etwas aus dem Gottesdienst fĂźr unseren Alltag mitnehmen kĂśnnen. Das tat gut und auch Ihre aktuelle Homepage zeugt davon, wie menschenzugewandt Sie sind und den von Gott geliebten Menschen in den Mittelpunkt stellen.


Tatort Nebenzimmer der Gaststätte „Zur Ratsstube“ in der Schweinheimer Fußgängerzone. So gegen 23 Uhr löste sich allmählich die Gesellschaft auf. Als dann zur fortgeschrittenen Stunde Kirchenchormitglied Thea Golombek nach Hause gehen wollte, und zum Kleiderständer ging um ihren Wintermantel (es war kalt an diesem Sonntag) zu holen, stellte sie fest: Ihr Wintermantel war nicht mehr da... Er war einfach weg. Es hing wohl noch ein Mantel an dem Kleiderständer, es war nicht ihr Mantel, sondern es war ein Herrenmantel. Demzufolge musste ein männliches Geschlecht Thea’s Damenmantel, ein anthrazit farbiger Mantel, angezogen haben und mit nach Hause gegangen sein. Nach der Anziehprobe musste Thea leider feststellen, dass der Mantel viel zu klein und zu schmal ist, den sie nicht einmal zuknöpfen konnte. Es muss also ein schmaler, schlanker Mann gewesen sein, dem dieser Mantel gehörte. Was tun, sprach Zeus.... Thea ging zur Wirtin und unterrichtete sie von diesem Vorfall. Sicherheitshalber hinterließ Thea ihre Telefonnummer bei der Wirtin, falls der reuige Sünder den Mantel zurück bringt, dass man sie verständigt. Was blieb Thea anderes übrig, als mit dem viel zu engen Herrenmantel vorlieb zu nehmen. Am nächsten Morgen schrillte bei der Frau Wirtin das Telefon. Es meldete sich der Herr, der mit dem vertauschten Damenmantel nach Hause gegangen war. Die Wirtin händigte ihm die ihr hinterlassende Telefonnummer von Thea aus. Er setzte sich sofort telefonisch mit ihr in Verbindung und entschuldigte sich für dieses unvorhergesehene Verwechslungs-Missgeschick.


das sind die festg채ste des mittagsmen체s, die 25 jahre ehrenamtlich t채tig sind!


Thea hat es fast die Sprache verschlagen, als sie hörte, wer denn der eigentliche Verwechslungskomödiant ist. Es war nämlich unser „Pfarrer Markus Krauth“. Als sich die Überraschung bei Thea so allmählich löste, fragte sie den Pfarrer, ob er nicht gefroren hätte, als er mit dem viel zu großen Damenmantel nach Hause ging. Herr Krauth meinte, er fror nicht, denn er merkte es auch nicht sofort, es war nur ein kurzer Katzensprung von der Ratsstube zum Pfarrhaus. Als er den Mantel auszog, stellte er fest, dass der Mantel gar kein Revier und Samtknöpfe hatte. Da merkte er erst, dass er einen falschen Mantel anhatte, der ihm gar nicht gehörte. Die Kuriosität an der ganzen Sache ist die: Bevor Pfarrer Krauth nach Hause ging, verabschiedete er sich noch von Frau Thea Golombek. Die Thea sah den Pfarrer dabei an und dachte sich: „mer määhnt graad, ..... de Parrer hot de gleische Mantel wie ich“ So löste sich die Mantel-Verwechslungs-Komödie ganz schnell wieder auf und jeder hat jetzt seinen eigenen Mantel.


und das ist mein highlight..............


Spirituelle Highlights  

aus der Gemeinde Maria Geburt Aschaffenburg

Spirituelle Highlights  

aus der Gemeinde Maria Geburt Aschaffenburg