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wege welt wissen zum

Herbst 2013 Fr端hjahr 2014

Ethik Recht Kunst Musik Politik Religion Literatur Geologie Wirtschaft Geschichte Astronomie Philosophie Psychologie

DIE BILDUNGSREIHE DER VORARLBERGER VOLKSHOCHSCHULEN


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„WEGE ZUM WELTWISSEN“ ein studium generale mit aktuellen Bezügen

Kann man letztendlich nicht doch alles „googeln?“ Gewiss, die Versuchung ist groß, den Wissenserwerb ganz einzustellen und, was immer einem an Fragen unter den Nägeln brennt, der großen Datenbank per Knopfdruck zu entlocken. Wenn das Schule machte, dann leerten sich allmählich die Bibliotheken, es bräuchte auch keine Verbünde mehr von Wissensdurstigen; nicht einmal Schulklassen. Die neue Einheit hieße: Der Mensch und sein Laptop. Es wäre das Ende jeder analogen Kommunikation. Aber so weit sind wir nicht. Im neunten Jahr ihres Bestandes präsentieren sich die „Wege zum Weltwissen“ neuer, facettenreicher, spannender als zuvor. Vorträge und Exkursionen ergänzen die Grundkurse. Wir haben überall – mit Verlaub – den „Schmied“ um Antworten ersucht und nicht das „Schmiedle“: Von Primar Reinhard Haller über Kurt Greussing bis zu Abt Anselm van der Linde, von Wilfried Siegele über Stephan Schmid bis zu Gerold Amann und viele mehr. Apropos: Der Vater der Wege zum Weltwissen, der diese Reihe der Vorarlberger Volkshochschulen vor neun Jahren ersann und sie bis jetzt mit großem Elan und Erfolg geführt hat, wendet sich neuen Aufgaben zu. Aber keine Sorge, Gerold Amann bleibt den „Wegen zum Weltwissen“ als Referent erhalten. Auch dafür sei ihm hier von Herzen gedankt. Ich habe die Leitung übernehmen dürfen und heiße Sie deshalb an dieser Stelle zum ersten Mal herzlich willkommen. Treten Sie ein, greifen Sie lustvoll zu, begleiten Sie uns auf den Wegen zum Weltwissen. Sie werden es nicht bereuen.

Thomas Matt Leiter der „Wege zum Weltwissen“ bei den Vorarlberger Volkshochschulen


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Inhalt Volkshochschule Götzis 4 Einführung in die Weltreligionen … Gerold Amann Vortrag: Von der Finanz- zur Wirtschaftskrise ohne große Konsequenzen? … David Stadelmann, Universität Bayreuth 5 Faszination Oper – eine lockere musikalische Reise 6 durch vier Jahrhunderte … Tony Heidegger Alles was Recht ist – Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und 7 Verfahrensgrundsätze vor den Gerichten … Wilfried Siegele Was ist der Mensch? Grundfragen der menschlichen Persönlichkeit aus dem Blickwinkel der Psychologie … Edeltraud Mathis 8 Vortrag: Die Schweiz - Fluch und Segen des wirtschaftlichen Erfolgs … Gerhard Schwarz, Office Avenir Suisse 9 Geologie Vorarlbergs, eine Einführung 10 für „Anfänger“ … Gerhard Wanner Das politische System Vorarlbergs 11 in Theorie und Praxis … Peter Bußjäger Islam: Religiöse Bewegungen und politische Weltbilder … Kurt Greussing 12 Vortrag: Narzissmus in der Wirtschaftswelt … Reinhard Haller, Maria Ebene 13 Volkshochschule Bregenz Vortrag: Was ist das Glück? Wo ist die Philosophie? Reflexionen zur Philosophie des Glücks … Peter Natter Grundkurs Philosophie … Stephan Schmid Ethik früher und heute … Gerold Amann Grundkurs Astronomie … Christian Weis Was ist moderne Kunst? … Aglaia Lang Monastisches Leben im Bodenseeraum … Abt Anselm van der Linde Volkshochschule Bludenz / Verein Villa Falkenhorst Geschichte Europas … Gerold Amann Industriegeschichte Vorarlbergs … Barbara Motter und Barbara Grabherr-Schneider Grundkurs Literatur … Roger Vorderegger Grundkurs Musik … Tony Heidegger Volkshochschule Hohenems Antisemitismus: Erzeugung und Veralltäglichung in Vorarlberg 1890-1940 … Kurt Greussing Wahr oder nicht – wie leicht man bei der Beschäftigung mit der Geschichte auf Irrwege gerät … Manfred Tschaikner Volkshochschule Rankweil Einführung in den Buddhismus … Helmut Gassner

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Gerold Amann

Einführung in die Weltreligionen Der Kurs stellt zunächst Grundfragen (Was ist Religion? Wozu Religion? Ist Ungläubigkeit defizitär?) zur Diskussion. Es folgt ein geschichtlicher Überblick (Entstehung der Religionen in der Wildbeutergesellschaft, Veränderungen infolge der Sesshaftwerdung, Ausbildung der großen Weltreligionen während der antiken Frühglobalisierung). Schließlich kommen die wichtigsten Strömungen zu Sprache: › abrahamische Religionen (Judentum, Christentum, Islam) › Religionen mit indischem Ursprung (hinduistische Strömungen, Buddhismus) › Weisheitsreligionen Ostasiens (Konfuzianismus, Daoismus) Mittwoch, 2.10., 9.10., 16.10, 23.10, 30.10 und 6.11.2013, 19.30 Uhr VHS Götzis, Am Garnmarkt 12 Anmeldung: 05523/55150 oder www.vhs-goetzis.at; € 110,-

Gerold Amann, Mag. Dr. Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Innsbruck und Wien; Postgraduate-Studium der Ethik in Innsbruck; unterrichtet am Bundesgymnasium Bregenz-Blumenstraße Geschichte, Deutsch und Ethik; Leiter des Ethik-Lehrganges (Lehramt an höheren Schulen) an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg in Feldkirch.


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Volkshochschule Götzis

Vortrag David Stadelmann

Von der Finanz- zur Wirtschaftskrise ohne große Konsequenzen? Seit den ersten Finanzturbulenzen der Jahre 2007/2008 scheint sich die Krise immer weiter fortzusetzen und dabei noch zu verschärfen. Mehrere Länder versuchen einen Staatsbankrott zu vermeiden und gleichzeitig die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Aber stehen wir Vorarlberger, Österreicher, Europäer denn wirklich im Vergleich zu anderen so schlecht da? Bieten sich nicht gerade jetzt Chancen, durch nachhaltige Politik zukünftigen Generationen noch hervorragendere Lebensbedingungen zu bieten?

Donnerstag, 10.10.2013, 19.00 Uhr VHS Götzis, Am Garnmarkt 12 Anmeldung: 05523/55150 oder www.vhs-goetzis.at; € 15,-

David Stadelmann, Univ.-Prof. Dr. MA/MSc, BA/BSc 2006 Masterabschluss in Volkswirtschaftslehre, 2008 Masterabschluss in Mathematik, 2009 Promotion zum Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften; von 2006 bis 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberassistent am Departement für Volkswirtschaftslehre an der Université de Fribourg (Schweiz); von 2007 bis 2009 Zusammenarbeit mit eBay International in Bern; seit 2010 Research Fellow bei CREMA (Center for Research in Economics, Management and the Arts); seit 2013 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth.

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Tony Heidegger

Faszination Oper – eine lockere musikalische Reise durch vier Jahrhunderte Der Kurs gibt eine umfassende Einführung, beinhaltet alles Wesentliche über die Oper (Gesang, Orchester, Aufführungspraxis usw.) und entführt Sie in einem Streifzug durch die mitreißende, über 400-jährige Geschichte dieser Musikgattung. Die beliebtesten Opern von der Barockzeit bis zur Gegenwart werden speziell behandelt und viele interessante Film- und Tondokumente runden das Ganze ab. So trägt der Kurs zu einem umfassenden Verständnis bei. Den krönenden Abschluss bildet als zusätzliches fakultatives Angebot eine organisierte Opernfahrt in eines der umliegenden Opernhäuser (z.B. Zürich) mit Besuch einer Oper, die vorher im Kurs ausführlich behandelt wird.

Mittwoch, 20.11., 27.11., 4.12. und 11.12.2013, 19.30 Uhr VHS Götzis, Am Garnmarkt 12 Anmeldung: 05523/55150 oder www.vhs-goetzis.at; € 69,-

Tony Heidegger Musikstudium an der Musikhochschule in Zürich; Jazzstudien in den USA; Unterrichtstätigkeit an verschiedenen höheren Schulen; rege Konzerttätigkeit in vielen Ländern.


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Volkshochschule Götzis

Wilfried Siegele

Alles was Recht ist – Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und Verfahrensgrundsätze vor den Gerichten Der Kurs bietet einen Überblick über den Aufbau der österreichischen Rechtsordnung und befasst sich mit folgenden Themen: › Stufenbau der Rechtsordnung › Abgrenzung öffentliches Recht und Privatrecht › Rechtsfähigkeit und Handlungsfähigkeit › Grenzen der Selbsthilfe und Notwehr › Verfahrensgrundsätze vor Straf- und Zivilgerichten Mittwoch, 27.11. und 11.12.2013, 19.30 Uhr VHS Götzis, Am Garnmarkt 12 Anmeldung: 05523/55150 oder www.vhs-goetzis.at; € 43,-

Wilfried Siegele, Dr. Jusstudium in Innsbruck, Richterausbildung von 1986 bis 1990 (u. a. auch an den Bezirksgerichten Montafon und Bludenz); 1990 bis 1991 Richter in Innsbruck, Landeck und Reutte; 1991 bis 2010 Staatsanwalt in Innsbruck; seit Oktober 2010 Leiter der Staatsanwaltschaft Feldkirch.

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Edeltraud Mathis

Was ist der Mensch? Grundfragen der menschlichen Persönlichkeit aus dem Blickwinkel der Psychologie Seit über 100 Jahren versucht die wissenschaftliche Psychologie Antworten auf Grundfragen nach dem menschlichen Erleben und Verhalten zu geben. Die Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit der menschlichen Persönlichkeit verbietet einfache und vorschnelle Antworten auf scheinbar einfache Fragen, und dem menschlichen Ich wird, so betrachtet, immer etwas Geheimnisvolles innewohnen. Aber psychologische Erkenntnisse können uns helfen, Phänomene, mit denen wir auch im Alltag immer wieder konfrontiert sind, etwas besser zu verstehen. Ausgehend vom theoretischen Denken wichtiger Persönlichkeiten in der wissenschaftlichen Psychologie (z.B. A. Watson, R. Spitz, S. Freud, E. Kandel) und von klassischen Experimenten werden wir uns mit einigen Grundthemen der Psychologie beschäftigen. Die Themen der einzelnen Abende: › Grundpositionen in der Psychologie › Emotionen › Lernen und Gedächtnis › Psychische Erkrankungen Donnerstag, 28.11., 5.12., 12.12. und 19.12.2013, 19.30 Uhr VHS Götzis, Am Garnmarkt 12 Anmeldung: 05523/55150 oder www.vhs-goetzis.at; € 69,-

Edeltraud Mathis, Mag. Studium (Psychologie, Philosophie, Germanistik) an der Universität Salzburg; psychotherapeutisches Propädeutikum (Schloss Hofen); Hochschullehrgang Ethik (PH Innsbruck); Ausbildung in Krisenintervention; unterrichtet am BRG Dornbirn-Schoren (Deutsch, PP, Ethik) und in der Erwachsenenbildung (Berufsreifeprüfung).


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Volkshochschule Götzis

Vortrag Gerhard Schwarz

Die Schweiz – Fluch und Segen des wirtschaftlichen Erfolgs Der Think-Tank Avenir Suisse, dessen Direktor Gerhard Schwarz ist, entwickelt Ideen für die Zukunft des Standorts Schweiz. Er wurde 2001 gegründet und wird von über 100 Unternehmen und Privatpersonen aus allen Regionen des Landes unterstützt. In der Wahl seiner Projekte ist er unabhängig, aber nicht neutral: Die Haltung ist konsequent marktwirtschaftlich und liberal. Dies verpflichtet zu klaren Positionen. Der Think-Tank will politischen Handlungsbedarf aufzeigen und mit Anstößen und Vorschlägen zur Lösung von Problemen beitragen. Dazu erarbeitet er auf wissenschaftlicher Grundlage Analysen, veranstaltet Tagungen und nimmt an öffentlichen Debatten teil.

Donnerstag, 20.02.2014, 19.00 Uhr VHS Götzis, Am Garnmarkt 12 Anmeldung: 05523/55150 oder www.vhs-goetzis.at; € 15,-

Gerhard Schwarz, Dr. geboren in Hard, heimatberechtigt in St. Gallen; Direktor der liberalen Denkfabrik Avenir Suisse, zuvor von 1981 bis 2010 Wirtschaftsredaktor der Neuen Zürcher Zeitung; Mitglied der Mont Pelerin Society, mehrerer Stiftungsräte – darunter der St. Galler Stiftung für Internationale Studien – und bis Sommer 2011 Vorsitzender der Friedrich A. von HayekGesellschaft; Vizepräsident der Progress Foundation, bis 2010 Vorstandsmitglied des Vereins zur Herausgabe der Schweizer Monatshefte, Verfasser zahlreicher Aufsätze hierfür.

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Gerhard Wanner

Geologie Vorarlbergs, eine Einführung für „Anfänger“ Vorarlberg gehört zu den interessantesten, aber auch kompliziertesten geologischen Räumen der Ostalpen an der Grenze zu den Westalpen. Hier ist nämlich der europäische Kontinent von den Ausläufern der weit aus dem Süden nach Norden geschobenen afrikanischen Platte überlagert. Anhand von Schaubildern werden die Entstehung, der Aufbau, die Bewegungsvorgänge und schließlich die heutigen Formen der alpinen Landschaft allgemeinverständlich erklärt, darüber hinaus auch die wichtigsten Gesteinsarten unserer Landschaft. In einem zweiten Abschnitt erfahren wir von den Auswirkungen der Eiszeiten, wie sie maßgebend zur Bildung der heutigen Oberflächenformen beitrugen. Das Seminar schließt mit den Einflüssen von Geologie und Geomorphologie auf die heutige Kultur und Geschichte Vorarlbergs.

Mittwoch, 5.3., 12.3., 19.3. und 26.3.2014, 19.30 Uhr VHS Götzis, Am Garnmarkt 12 Anmeldung: 05523/55150 oder www.vhs-goetzis.at; € 69,-

Gerhard Wanner, Dr. Studium der Geologie, Geographie, Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck; Lehrtätigkeiten an der russischen Universität Ekaterinburg und der Pädagogischen Hochschule Feldkirch; heute tätig an der Vorarlberger Fachhochschule Dornbirn, Universität Salzburg und Universität Pécs (Ungarn); Geschäftsführer der RheticusGesellschaft.


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Volkshochschule Götzis

Peter Bußjäger

Das politische System Vorarlbergs in Theorie und Praxis Im Herbst 2014 wählen die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger einen neuen Landtag. Nach dem Konzept der Landesverfassung repräsentiert der Landtag die Vorarlberger Bevölkerung. Seine Aufgaben sind die Beschlussfassung von Gesetzen, die Ausübung der Budgethoheit und die Kontrolle der Landesregierung. Aber welche Rolle spielt der Landtag im politischen Leben des Landes wirklich? Kann er seine Aufgaben in der ihm zugedachten Form wahrnehmen? Wie ist sein Verhältnis zu den anderen politischen Institutionen, insbesondere der Landesregierung und zum Landeshauptmann? Die Veranstaltungsreihe wird diesen Fragen nachgehen und sich dabei insbesondere mit der gelebten Praxis befassen. Selbstverständlich werden auch die Einbettung des Landes Vorarlberg in das politische System Österreichs, die Bedeutung des Föderalismus für das Land sowie sein Verhältnis zur Europäischen Union behandelt werden. Dabei werden auch die einen oder anderen Mythen und Klischeevorstellungen aufgedeckt.

Mittwoch, 2.4., 9.4., 16.4. und 23.4.2014, 19.30 Uhr VHS Götzis, Am Garnmarkt 12 Anmeldung: 05523/55150 oder www.vhs-goetzis.at; € 69,-

Peter Bußjäger, Univ.-Doz. Mag. Dr. Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck, dort auch Habilitation (2000); seit 2001 Direktor des Instituts für Föderalismus, Innsbruck; zwischen 1987 und 2012 verschiedene Funktionen im Landesdienst, darunter von 2003 - 2012 Direktor des Vorarlberger Landtags; seit 2013 Forschungsbeauftragter des Liechtenstein-Instituts in Bendern.

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Kurt Greussing

Islam: Religiöse Bewegungen und politische Weltbilder Seit der islamischen Revolution im Iran vor mehr als 30 Jahren beschäftigt die Auseinandersetzung mit dem Islam und mit dem politischen Handeln von Muslimen die westlichen Gesellschaften. Ist der Islam eine Religion des „Friedens“ und der „Hingabe (an Gott)“ – das sind mögliche Bedeutungen des Wortes –, oder beinhaltet er ein religiös-politisches Programm, das „westlichen“ Wertvorstellungen widerspricht oder gar mit ihnen unverträglich ist? Eine Beantwortung dieser Frage zwingt uns zum Nachdenken über den Gehalt eben dieser Werte, die angeblich für die westlichen Gesellschaften grundlegend sind, und zu einem genaueren Blick auf jene Positionen, die heute von Muslimen selbst (gerade auch jenen in Westeuropa) in ihren Auseinandersetzungen um die Grundsätze ihrer Religion vertreten werden. Welches sind die politischen Weltbilder, die Muslime heute aus den Deutungsangeboten der islamischen Quellen gewinnen können? Und welche Folgen hat das für das gesellschaftliche Handeln von Gläubigen? Antworten werden auch im direkten Gespräch mit Muslimen gesucht – durch den Besuch einer Moschee und einen Diskussionsabend mit Alevit/inn/en.

Dienstag, 8.4., 15.4., 22.4. und 6.5.2014, 19.30 Uhr VHS Götzis, Am Garnmarkt 12 Anmeldung: 05523/55150 oder www.vhs-goetzis.at; € 69,Kurt Greussing, Dr. Studium der Iranistik und der Politischen Wissenschaften an der Freien Universität Berlin; freischaffender Journalist und Sozialwissenschaftler; Tätigkeiten u. a. am Institut für Religionswissenschaft der Universität Bremen sowie 1993 bis 2003 als Manager von Entwicklungsprojekten im südlichen Afrika; Veröffentlichungen zur Sozial- und Religionsgeschichte des Iran, zu Themen der Arbeitsmigration und zur Vorarlberger Regionalgeschichte.


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Volkshochschule Götzis

Vortrag Reinhard Haller

Narzissmus in der Wirtschaftswelt Eine der wesentlichsten Ursachen von Finanz-, Banken- und Wirtschaftskrisen liegt in der zunehmenden narzisstischen Grundhaltung unserer Gesellschaft. Die Hauptelemente des Narzissmus wie Egozentrik, Gewinnstreben, Selbstdarstellung und Rücksichtslosigkeit können zwar wirtschaftliche Karrieren fördern und rasche Erfolge bringen, erweisen sich aber im Lauf der Zeit als Handicap und Hindernis. Mangelnde soziale Intelligenz, fehlende Empathie, ausufernde Gier und zunehmende Resistenz gegen jegliches Korrektiv führen zu Entsolidarisierung und Aufhebung des „Wir-Gefühls“, zu Isolation und oft zum jähen Absturz ganzer Unternehmen. Der Vortrag plädiert für eine neue Wettbewerbskultur und eine „antinarzisstische Grundhaltung“. Konkrete Möglichkeiten im Umgang mit narzisstischen Störungen bei sich selbst, im Team und in der Gesellschaft werden aufgezeigt.

Donnerstag, 10.04.2014, 19.30 Uhr VHS Götzis, Am Garnmarkt 12 Anmeldung: 05523/55150 oder www.vhs-goetzis.at; € 15,Reinhard Haller, Univ.-Prof. Dr. Facharzt für Psychiatrie und Neurologie; seit 20 Jahren ärztlicher Leiter des Vorarlberger Behandlungszentrums für Suchtkranke und Drogenbeauftragter der Vorarlberger Landesregierung; seit 1983 gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger; gilt als internationaler Experte für Kriminalpsychiatrie; Forschungsschwerpunkte: Sucht und Suizid, Forensische Psychiatrie und Kriminologie; 2003 zum Universitätsprofessor ernannt; Publikation von über 250 wissenschaftlichen Arbeiten und mehreren Büchern, darunter dem SachbuchBestseller „Die Seele des Verbrechers“.

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www.vhs-goetzis.at

MEHR PLATZ FÜR IHRE W UNSER NEUES HAUS IN G Die Volkshochschule Götzis – seit 23 Jahren ein Ort zeitgemäßer und professioneller Weiterbildung. Eine junge Institution – und doch reich an Erfahrung, an bewältigten Herausforderungen, an genutzten Chancen. Ein paar Meilensteine unseres Bildungsangebots, mit dem wir jährlich in über 700 Kursen und Seminaren über 8.000 Menschen erreichen: n

Aufbau eines eigenen Seminarzentrums mit Fremdsprachenmediathek

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Entwicklung zu Vorarlbergs Marktführer im Zweiten Bildungsweg (mit Hauptschulabschluss, Abendgymnasium und Berufsreifprüfung)

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Übernahme und Führung der Gemeindebibliothek Götzis

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Entwicklung der landesweiten erfolgreichen Seminarreihe „Wege zum Weltwissen“

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Organisation der Vorarlberger Jägerschule

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Vorbereitungslehrgänge für die Polizeischule – ein österreichweit einzigartiges Angebot

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u.v.a.m.


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E WEITERBILDUNG N GÖTZIS „AM GARNMARKT“

INFORMATION UND ANMELDUNG Volkshochschule Götzis, Am Garnmarkt 12 A 6840 Götzis, Tel 05523 55150-0, Fax DW 9 info@vhs-goetzis.at, www.vhs-goetzis.at

GEFÖRDERT AUS MITTELN DES EUROPÄISCHEN SOZIALFONDS, AUS MITTELN DES BUNDESMINISTERIUMS FÜR UNTERRICHT, KUNST UND KULTUR UND AUS MITTELN DES LANDES VORARLBERG


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Vortrag Peter Natter

Was ist das Glück? Wo ist die Philosophie? Reflexionen zur Philosophie des Glücks Das Glück sucht man nicht, man findet es. Zumindest sucht man es nicht ungestraft. Davon wissen alte Märchen ebenso zu berichten wie große Opern. Und haben tut es sowieso der Dumme. Beste Voraussetzungen also für den Philosophen, der ihm nachspürt, dem Glück. Dass es zudem noch schwerer auszuhalten, zu managen ist als das Unglück, macht die ganze Angelegenheit wirklich delikat. Wenn dann in den geläufigen Glücksdiskursen das Glücklichsein – angeblich unser aller höchstes Ziel! – noch dazu mit Phänomenen und Fähigkeiten wie Demut und adäquatem Gebrauch der Vernunft, mit Charakter und Verstand in Zusammenhang gebracht wird, hilft wahrscheinlich wirklich nur noch eine gründliche, philosophische Reflexion. La voilà! Einführungsvortrag zum Grundkurs Philosophie

Dienstag, 15.10.2013, 19.30 Uhr Bregenz, Vortragssaal des vorarlberg museums Anmeldung: VHS Bregenz, 05574/525240 oder www.vhs-bregenz.at; € 15,-

Peter Natter, Dr. Universitäts- und autodidaktisches Studium der Philosophie und Romanistik; u.a. Unterricht an der HLW Marienberg in Bregenz; Tätigkeit als Erwachsenenbildner; seit 2005 Philosoph in eigener Praxis und Autor von Kriminalromanen.


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Volkshochschule Bregenz

Stephan Schmid

Grundkurs Philosophie Der Grundkurs Philosophie nähert sich dem Fach, indem er die vier berühmten Grundfragen Kants aus heutiger Sicht noch einmal stellt und von daher die wichtigsten Teilgebiete der Philosophie umreißt: › › › ›

Was kann ich wissen? - Erkenntnistheorie Was darf ich hoffen? - Religion, Religionskritik Was sollen wir tun? - Ethik, Moral Was ist der Mensch? - Anthropologie

Darauf folgt ein themenzentrierter historischer Dreischritt: › Der Beginn der Philosophie mit der Kritik des Mythos, mit Sokrates, der erstmals die großen Fragen aufwirft, und mit Platon (Höhlengleichnis) als erstem Höhepunkt › Kants „Kritik der reinen Vernunft“ und deren Folgen, sein Brückenschlag zwischen Empirismus und Rationalismus › Die gegenwärtige Auseinandersetzung zwischen den Fachwissenschaften und der kritischen Philosophie. Schließlich sollen aktuelle Fragen der Ethik zur Sprache kommen, u.a. die Frage, was man mit menschlichem „Material“ alles tun darf und ob es Unterschiede zwischen organischen Materialien gibt. Dies führt am Ende noch einmal auf die anthropologische Frage zurück: Was ist das, ein Mensch?

Donnerstag, 17.10., 24.10., 7.11., 14.11., 21.11. und 28.11.2013, 19.00 Uhr Bregenz, Vortragssaal des vorarlberg museums Anmeldung: VHS Bregenz, 05574/525240 oder www.vhs-bregenz.at; € 110,-

Stephan Schmid, Mag. Studium der Philosophie und Germanistik an der Universität Salzburg; unterrichtet am Bundesgymnasium Bregenz-Blumenstraße die Fächer Philosophie und Deutsch; nebenberufliche Tätigkeit als Kurs- und Bereichsleiter der VHS Bregenz.

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Gerold Amann

Ethik früher und heute Während die antike Ethik hauptsächlich den Weg zum Glück des Einzelnen suchte (Strebensethik, Ethik als Lebensform), dominierte in der Neuzeit für lange Zeit die Moraldebatte, es ging also primär um gesellschaftliche Normen (Sollensethik). In letzter Zeit ist allerdings eine Aristoteles-Renaissance festzustellen. „Glück macht Schule“, vereinzelt sogar im wörtlichen Sinn als Unterrichtsgegenstand. Der Kurs versucht eine Klärung der verschiedenen Strömungen, indem er die geschichtliche Entwicklung nachzeichnet. Außerdem zeigt er die ethischen Positionen wichtiger Weltreligionen auf und geht am Ende auf aktuelle ethische Herausforderungen ein (Sterbehilfe, Gentechnik, Ökologie).

Montag, 20.1., 27.1., 3.2. und 17.2.2014; 19.00 Uhr Bregenz, Gymnasium Blumenstraße Anmeldung: VHS Bregenz, 05574/525240 oder www.vhs-bregenz.at; € 69,-

Gerold Amann, Mag. Dr. Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Innsbruck und Wien; Postgraduate-Studium der Ethik in Innsbruck; unterrichtet am Bundesgymnasium Bregenz-Blumenstraße Geschichte, Deutsch und Ethik; Leiter des Ethik-Lehrganges (Lehramt an höheren Schulen) an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg in Feldkirch.


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Volkshochschule Bregenz

Christian Weis

Grundkurs Astronomie Der Kurs richtet sich an alle, die sich nicht nur ein solides Basiswissen im Bereich der ältesten Wissenschaft aneignen, sondern auch eigene Beobachtungen durchführen möchten. Bei geeignetem Wetter wird es im Anschluss an den Kurs eine Himmelsführung geben, wobei Sternbilder gezeigt und Objekte im Teleskop beobachtet werden. › Sonne, Mond und Erde (Entstehung der Jahreszeiten, Kalender, gebundene Rotation des Mondes, Sonnen- und Mondfinsternisse) › Das Sonnensystem (Sonne, Planeten, Zwergplaneten, Asteroiden, Kometen) › Astronomische Koordinatensysteme (Horizontsystem, Ekliptiksystem, Äquatorsystem, Galaktiksystem) › Deep Sky – Objekte außerhalb des Sonnensystems (Sterne und Sternhaufen, galaktische und planetarische Nebel, Galaxien, Kataloge) › Leitfaden zur eigenen Beobachtung (Orientierung am Himmel, drehbare Sternkarten, Sternatlanten, nützliche PC-Programme) › Teleskope (Refraktoren, Reflektoren, Montierungen, wichtige optische Kenngrößen, Okulare, Filter) › Messmethoden der Astronomen (Licht als Informationsquelle, Triangulation, Dopplereffekt, „Standardkerzen“) › Einführung in die Kosmologie (Entstehung und Expansion des Universums, Dunkle Materie/Dunkle Energie)

Donnerstag, 20.2., 27.2., 6.3., 13.3., 20.3., 27.3., 3.4. und 10.4.2014, 19.30 Uhr Bregenz, Gymnasium Blumenstraße Anmeldung: VHS Bregenz, 05574/525240 oder www.vhs-bregenz.at; € 148,Christian Weis, Dipl.-Ing. (FH) Diplomstudium der Mikrotechnik/Optronik an der Fachhochschule Gießen-Friedberg (D); Diplomarbeit auf dem Gebiet der Messtechnik; Masterstudium in Optischer Systemtechnik in D und CH, Masterthesis auf dem Gebiet der Wellenfrontsimulation in Arizona; arbeitet als Konstrukteur bei Leica Geosystems in Heerbrugg (CH).

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Aglaia Lang

Was ist moderne Kunst? Einführung in die Klassische Moderne Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts entstanden neue Kunstrichtungen, die sich völlig von allem bis dahin Gewesenen unterschieden. Die Kunst wurde revolutionär und aufmüpfig, Künstler gründeten Gemeinschaften, schrieben Manifeste und versuchten die Welt ganz neu zu betrachten. Heute spricht man von der Klassischen Moderne, doch was bedeuten Expressionismus, Surrealismus, Kubismus, Futurismus und Dadaismus? Welche Wurzeln haben diese Richtungen und wie waren ihre Auswirkungen auf die nachfolgende Kunst? Wie ist es möglich, dass ein Pissoir als Kunstwerk bezeichnet wird, und warum malen Künstler Bilder, die aussehen, als wären sie von Kindern gemacht? Warum entstehen Bilder, auf denen Uhren zerfließen, Kühe gelb sind oder Menschen wie zerstückelte Masken aussehen?

Dienstag, 8.4., 15.4., 22.4. und 29.4.2014, 19.30 Uhr Vortragssaal des vorarlberg museums Anmeldung: VHS Bregenz, 05574/525240 oder www.vhs-bregenz.at; € 69,-

Aglaia Lang, Mag. Bühnenbild-Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz; von 1983 bis 1996 Tätigkeit als Kostümbildnerin in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz; Kunsterzieherin am Gymnasium Bregenz-Blumenstraße.


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Volkshochschule Bregenz

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Abt Anselm van der Linde

Monastisches Leben im Bodenseeraum Klöster haben den Bodenseeraum wesentlich mitgestaltet. Schon vor mehr als 1000 Jahren waren sie Träger des Wissens und kultivierten das Land; von der Reichenau bis zur Mehrerau. Wie leben Mönche heute? Was bedeuten Begriffe wie Kontemplation, Klausur, ora et labora? Was verbirgt sich hinter einem Kapitelsaal? Welche Schätze bergen die Klosterbibliotheken und wie werden sie heute genutzt. Wie modern ist die Regel des Heiligen Benedikt von Nursia? Die Teilnehmer des Kurses werfen einen Blick in die Geschichte der monastischen Kultur am See am Beispiel der Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau und sie erleben klösterliches Leben inklusive der besonderen Chorgebete an Gründonnerstag und Karfreitag. Donnerstag, 17.4. und Freitag, 18.4.2014, 09.00 bis 17.00 Uhr Kloster Mehrerau VHS Bregenz, 05574/525240 oder www.vhs-bregenz.at; € 120,-

Abt Anselm van der Linde, Dr. Studium der Politikwissenschaften an der Uni Pretoria; Mitarbeiter im Außenministerium der Rep. Südafrika; Konvertierung vom Calvinismus zum Katholizismus; 1994 Eintritt in die Bregenzer Abtei Mehrerau; Philosophiestudent im Schweizer Kloster Einsiedeln, dann Theologiestudium am „Angelicum“ in Rom; 1999 zum Priester geweiht; erwarb 2005 das Lizenziat in Kirchenrecht; Ernennung zum Kirchenanwalt der Diözese Feldkirch; 2009 zum 53. Abt von Wettingen und 10. Prior der Mehrerau gewählt; Mitglied der Österreichischen Bischofskonferenz. Kassian Lauterer, Dr. trat 1951 während seiner Schulzeit am Gymnasium der Abtei Mehrerau in das Noviziat des Zisterzienserorden ein; Studium der Kath. Theologie und Philosophie an der theologischen Lehranstalt der Abtei, seit 1955 in Fribourg, Schweiz; nach der Priesterweihe 1957 Lehrer für Philosophie und Religion und Präfekt im Internat; 1968 zum Abt von Wettingen und Prior der Mehrerau gewählt.


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Gerold Amann

Geschichte Europas In dem Kurs geht es darum, die Position Europas aus historischer Perspektive zu bestimmen. Dabei stehen fünf entscheidende Phasen der Identitätsbildung im Zentrum der Reflexion: › Festlegung westlicher Vorstellungsmuster in der griechischrömischen Antike › Ausbildung verbindlicher Handlungsmuster als Folge der Christianisierung im Mittelalter und in der frühen Neuzeit › Auflösung des kirchlichen Wissensmonopols und Herausbildung des wissenschaftlichen Weltbildes (Aufklärung) › Zerstörung aufklärerischer Muster im Nationalsozialismus › Neupositionierung Europas nach 1945 (Geschichte der EU) Dienstag, 5.11., 12.11., 19.11., 26.11., 3.12. und 10.12.2013, 19.30 Uhr Villa Falkenhorst, Thüringen Anmeldung: VHS Bludenz, 05552/65205 oder www.vhs-bludenz.at; € 110,-

Gerold Amann, Mag. Dr. Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Innsbruck und Wien; Postgraduate-Studium der Ethik in Innsbruck; unterrichtet am Bundesgymnasium Bregenz-Blumenstraße Geschichte, Deutsch und Ethik; Leiter des Ethik-Lehrganges (Lehramt an höheren Schulen) an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg in Feldkirch.


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Volkshochschule Bludenz Verein Villa Falkenhorst

Barbara Motter und Barbara Grabherr-Schneider

Industriegeschichte Vorarlbergs Im 19. Jahrhundert rollte die Welle der industriellen Revolution über den Kontinent hinweg und erfasste auch die Region um den Bodensee. Sie veränderte nicht nur das Leben der Menschen, sondern insbesondere auch die Landschafts- und Siedlungsstruktur in Vorarlberg. In der Retrospektive wird der immer schneller werdende Wandel in der Industrie deutlich. In Anbetracht der globalen Entwicklungen beleuchtet der Kurs anhand von ausgewählten Beispielen, wie und wo sich die Industrie in Vorarlberg bis zum Beginn des ersten Weltkriegs entwickelt hat. Mit dem Blick auf die ursprüngliche Nutzung wie auch die heutige Neu- und Umnutzung wird aber auch die oft nicht wahrgenommene Vergänglichkeit deutlich. Den Abschluss des Kurses bildet eine Exkursion zu Meilensteinen der Industriearchitektur, an Orte ehemaligen „produktiven Schaffens“ in Vorarlberg. Donnerstag, 24.4., 8.5. und 15.5.2014, 19.30 Uhr Villa Falkenhorst, Thüringen VHS Bludenz, 05552/65205 oder www.vhs-bludenz.at; € 78,-

Barbara Motter, Mag. Studium Geschichte und Fächerkombination in Wien, Schwerpunkt Wirtschaftsund Sozialgeschichte des 19./20. Jahrhunderts; seit 2006 u.a. als Koordinatorin des Projekts „Museumsdokumentation Vorarlberg“ tätig, Mitarbeit bei verschiedenen Ausstellungen und Buchprojekten.

Barbara Grabherr-Schneider, Mag. Studium der Kunstgeschichte in Salzburg; Diplomarbeit mit Schwerpunkt Architektur; anschließend als Bautechnikerin tätig – speziell im Bereich Althaussanierung; seit 2006 Kurse im Rahmen von „Wege zum Weltwissen“; seit 2009 beim Bundesdenkmalamt.

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Roger Vorderegger

Grundkurs Literatur Der Grundkurs Literatur sucht, ausgehend von kürzeren Texten vorwiegend der deutschsprachigen Literatur vom 18. Jh. bis zur Gegenwart, einerseits einen Überblick über literarische Entwicklungslinien zu vermitteln, andererseits bestimmte Epochencharakteristiken (Klassik, Romantik, Realismus etc.) kurz darzustellen sowie mit einzelnen Texten konkret zu vermitteln. Dabei soll die grundsätzliche Problematik literarischer Epochenbildungen ebenso diskutiert werden wie die literaturgeschichtlicher Abgrenzungskriterien und die verbindliche Auswahl zentraler Texte, also die Frage des literarischen Kanons. Literaturgeschichte soll dabei als Problem deutlich sowie lebendig vermittelt werden. Im Zentrum des Kurses sollen aber nicht literaturgeschichtliche Theorien oder fertige Konzepte stehen, sondern die literarischen Texte selbst, von Goethe bis Ingeborg Bachmann – und natürlich von vielen anderen mehr.

Dienstag, 28.1., 4.2., 18.2., 25.2., 11.3. und 18.3.2014, 19.30 Uhr Villa Falkenhorst, Thüringen Anmeldung: VHS Bludenz, 05552/65205 oder www.vhs-bludenz.at; € 110,-

Roger Vorderegger, Dr. Studium der Germanistik, Philosophie und Psychologie; Mitarbeiter am Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck sowie Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Vorarlberg; von 2003 bis 2007 Kurator der Literaturzeitschrift „V“ von Literatur Vorarlberg; zahlreiche wissenschaftliche, literarische und journalistische Publikationen; letzte Buchpublikation (als Hg.): Bonjour Autriche. Literatur und Kunst in Tirol und Vorarlberg 1945-1955.


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Volkshochschule Bludenz Verein Villa Falkenhorst

Tony Heidegger

Grundkurs Musik Ausgehend von der Wirkung der Musik auf uns Menschen wird anhand vieler Hörbeispiele die musikalische Praxis, aber auch die Rezeption von Musik in unterschiedlichen Epochen genauer betrachtet. Durch die Berücksichtigung des gesellschaftlichen und kulturhistorischen Kontexts soll ein erster Zugang zu wesentlichen Werken der europäischen Musikgeschichte ermöglicht werden. Beginnend bei der antiken Musikpraxis, über die mittelalterliche Musiktradition und die entstehende Mehrstimmigkeit der Renaissance bis zur Musik des Barock werden die noch heute gültigen musikalischen Gattungen besprochen. Weitere Schwerpunkte bilden die Werke großer Meister der Wiener Klassik, der Romantik und der Musik des 20. Jahrhunderts, wobei auch die Jazz- und Popularmusik zur Sprache kommen. Vergleichend wird zudem auf außereuropäische Musikkulturen verwiesen. Ziel des Kurses ist es, die Musik als Spiegel der Zeit und der Kultur zu verstehen und dadurch den Genuss des musikalischen Erlebens zu steigern.

Mittwoch, 8.1., 15.1., 22.1., 29.1., 5.2., 19.2., 26.2. und 5.3.2014, 19.30 Uhr Villa Falkenhorst, Thüringen Anmeldung: VHS Bludenz, 05552/65205 oder www.vhs-bludenz.at; € 148,-

Tony Heidegger Musikstudium an der Musikhochschule in Zürich; Jazzstudien in den USA; Unterrichtstätigkeit an verschiedenen höheren Schulen; rege Konzerttätigkeit in vielen Ländern.

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Kurt Greussing

Antisemitismus: Erzeugung und Veralltäglichung in Vorarlberg 1890-1940 Vor etwas mehr als einem Jahrhundert, in den 1890er Jahren, begann in Vorarlberg durch Zeitungen und durch Vorträge in Vereinen eine massive Verbreitung antisemitischer Vorurteile. Sie wurden zu einem Teil des Alltagsbewusstseins vieler Menschen. Der ursprünglich religiös geprägte Antisemitismus bedurfte bald keiner besonderen Begründungen mehr: Es genügten Schlagwörter wie „orientalisch“ und „galizianisch“ oder die Nennung von Namen wie „Samuel“, um Menschen zu brandmarken und Gefühle der Ablehnung und des Hasses zu erzeugen. Diese Veralltäglichung des Vorurteils war ein beabsichtigter politischer Vorgang. Er lässt sich in Vorarlberger Zeitungen jener Jahre plastisch verfolgen. Wie dieser Prozess bis zum Beginn der NS-Herrschaft in Vorarlberg funktionierte und welche Konsequenzen man daraus für heute ziehen kann, ist Thema zweier Abende.

Dienstag, 29.10 und 5.11.2013, 19.30 Uhr Landgasthof Schiffle Anmeldung: VHS Hohenems, 05576/73383 oder www.vhs-hohenems.at; € 43,-

Kurt Greussing, Dr. Studium der Iranistik und der Politischen Wissenschaften an der Freien Universität Berlin; freischaffender Journalist und Sozialwissenschaftler; Tätigkeiten u. a. am Institut für Religionswissenschaft der Universität Bremen sowie 1993 bis 2003 als Manager von Entwicklungsprojekten im südlichen Afrika; Veröffentlichungen zur Sozial- und Religionsgeschichte des Iran, zu Themen der Arbeitsmigration und zur Vorarlberger Regionalgeschichte.


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Volkshochschule Hohenems

Manfred Tschaikner

Wahr oder nicht – wie leicht man bei der Beschäftigung mit der Geschichte auf Irrwege gerät Während in den Naturwissenschaften grundlegende Fachkenntnisse als Voraussetzung für die Beschäftigung damit als selbstverständlich gelten, glaubt man bei der Geschichte oft ohne eine entsprechende Vorbildung auszukommen, da schließlich jeder Mensch selbst auf ein Stück Vergangenheit zurückblicken kann. Dabei müssten aber eigentlich schon die verschiedenen Sichtweisen auf private Ereignisse zu denken geben. Anhand von Beispielen aus der regionalen Geschichte sollen an zwei Abenden die Bedeutung der Methodik für die Beschäftigung mit der Vergangenheit und die vielfältigen Möglichkeiten, dabei auf Irrwege zu geraten, veranschaulicht werden.

Donnerstag, 6.2. und 13.2.2014, 19.30 Uhr Landgasthof Schiffle Anmeldung: VHS Hohenems, 05576/73383 oder www.vhs-hohenems.at; € 43,-

Manfred Tschaikner, Univ.-Doz. Mag. Dr Von 1982 bis 2002 Lehrer an allgemeinund berufsbildenden höheren Schulen in Tirol und Vorarlberg; seit 2002 wissenschaftlicher Archivar am Vorarlberger Landesarchiv; 2008 Habilitation an der Universität Wien.

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Volkshochschule Rankweil

Helmut Gassner

Einführung in den Buddhismus Das ganztägige Seminar bietet eine Einführung in den Buddhismus und in die Meditation. Viel Platz ist für Diskussion und Fragen. Zu Mittag gibt es tibetische Momos (Teigtaschen). Am Nachmittag wird eine Mediationstechnik auf der Grundlage des Mediationsmeisters Geshe Rabten eingeübt. Auch einer Beschreibung von Leben und Wiedergeburt dieses Meisters wird Platz eingeräumt.

Samstag, 10.05.2014, 09.00 bis 17.00 Uhr Buddhistisches Kloster Letzehof, Frastanz Anmeldung: VHS Rankweil, 05522/46562 oder www.schlosserhus.at; € 70,- (inkl. Mittagessen)

Helmut Gassner hörte während seines Studiums der Elektrotechnik an der TH Zürich erstmals vom tibetischen Lama Geshe Rabten, dem philosophischen Assistenten des Dalai Lama; lernte ihn 1975 im Kloster Rikon (CH) persönlich kennen; nach Abschluss des Technikstudiums Umzug nach Rikon, um Tibetisch zu lernen und unter Geshes Anleitung buddhistische Philosophie, Debatte und Meditation zu studieren; lange Jahre Übersetzer des Dalai Lama; profunder Kenner der tibetischen Sprache und des tibetischen Buddhismus sowie der inneren Angelegenheiten der Exiltibeter.

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Die Vorarlberger Volkshochschulen

Volkshochschule Götzis Am Garnmarkt 12 | A-6840 Götzis Tel 0 55 23-55 1 50-0 info@vhs-goetzis.at www.vhs-goetzis.at

Volkshochschule Bregenz Römerstraße 14 A-6900 Bregenz Tel 0 55 74-52 52 40 direktion@vhs-bregenz.at www.vhs-bregenz.at

Volkshochschule Bludenz

Volkshochschule Bludenz Zürcherstraße 48 A-6700 Bludenz Tel 0 55 52-65 2 05 info@vhs-bludenz.at www.vhs-bludenz.at

Volkshochschule Hohenems Michael-Felder-Straße 6 A-6845 Hohenems Tel 0 55 76-73383 vhs@ems.vol.at www.vhs-hohenems.at

Volkshochschule Rankweil Schlosser-Ammann-Haus Dr. Griß-Straße 5 A-6830 Rankweil Tel 0 55 22-46 5 62 info@schlosserhus.at www.schlosserhus.at

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wege welt wissen zum

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ein studium generale mit aktuellen Bez端gen

In Zusammenarbeit mit den Vorarlberger Nachrichten


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