10 S. marfa @Orpheus 06/20

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Foto: manhhai; https://www.flickr.com/photos/13476480@N07/23876895359 licensed under a Creative Commons license: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

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Es ist mit ihr fast ebenso hochkomplex wie mit der Frage nach dem Huhn und dem Ei – die menschliche Stimme stellt uns nicht nur vor philosophische Fragen: Was prägt wen mehr – die Stimme die Persönlichkeit oder die Persönlichkeit die Stimme? Mitunter ist sie auch rein mechanisch ein Problem und lässt uns gänzlich im Stich. Man verstummt ...

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Foto: Joi Ito; https://www.flickr.com/photos/joi/8411796456 licensed under a Creative Commons license: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Jedem seine Stimme

Voiceover ... voice over! Nichts geht mehr? Heiserkeit? Stimmversagen? Ein Horrorszenario nicht nur für Sängerinnen und Sänger. Die Stimme als Ausdruck einer eigenen Persönlichkeit – mal aus dem Off als textliche Erklärung bewegter Bilder, dem sogenannten Voiceover, mal als stimmliche Störung aufgrund von Stimmlippenveränderungen oder Problemen mit der Atmung. Dann heißt es tatsächlich: Voice over! Nichts geht mehr. Um diesen Problemen zu begegnen, gibt es einen eigenen Forschungs- und Behandlungsbereich an ausgewählten Kliniken in Deutschland, die sich mit dem Phänomen der menschlichen Stimme und dem damit in direktem Zusammenhang stehenden menschlichen Gehör intensiv auseinandersetzen.


Es steht außer Frage, dass die Corona-Zeit unsere Stimme und unseren Ausdruck beeinträchtigt: Wir leben in einer Zeit massiver Einschränkungen bei einem höchst geringen Maß an Einsicht. Regelungen, Verbote, Reisewarnungen, Maskenpflicht … vieles nehmen wir einfach hin, einiges wird beispielsweise durch die Reduzierung des Mund-Nasen-Schutzes auf den Bereich des Kinns geflissentlich und wissentlich umgangen, anderes ist aufgrund überfüllter Züge, Strände und Restaurants gar nicht umsetzbar. Während für viele der Eindruck entsteht, die eigene Meinung würde unterdrückt, die eigene Stimme im Keim erstickt, stellt sich für andere die Frage, was ich mit meiner Stimme in eben dieser Zwangspause mache. Einige singen einfach weiter – daheim, vor der Webcam, für ein nicht existentes oder ein eher marginales Publikum. Andere jammern lauthals und unentwegt in jeder sich auch nur in Ansätzen bietenden Situation. Sie küren sich auf diese Weise selbst zur Stimme der eigenen Zunft und damit zu stimmgewaltigen Meinungsvertretern von dazu nie befragten Kolleginnen und Kollegen. Nur wenige setzen sich im wahrsten Sinne des Wortes für eine gesunde Stimme ein und nutzen die vorherrschenden Bedingungen höchst sinnvoll für sich und andere. Einer von ihnen ist Philipp Mathmann – Arzt und Countertenor im Sopranfach.

Phoniatrie, Foniatrie, die Lehre von den krankhaften Erscheinungen bei der Sprach- und Stimmbildung als Teilgebiet der Medizin

Pädaudiologie, die 1. Wissenschaft vom Hören und von den Hörstörungen im Kindesalter 2. Hörerziehung des Kindes


Voice Mechanics ist eine Reihe von kinetischen Skulpturen, die Stimme machen, mit mechanischen Strukturen, nicht mit Elektronik ...

Foto: www.maywadenki.com

Philipp Mathmann ist studierter und praktizierender Arzt. Mit der Musik aufgewachsen – er begann das Klavierspiel bereits mit zwei Jahren – entdeckte er neben der Liebe zur Medizin auch die Besonderheit seiner eigenen Stimme. Er ist nicht nur Countertenor, sondern auch noch ein sehr hoher Sopran, den man unter anderem auf seinem gerade erst im Oktober erschienenen Album „Tormenti d’Amore“ (Label: Querstand) eindringlich bewundern kann. Fast schon passend zu seinem außergewöhnlichen Stimmfach ist Mathmann auch kein einfacher Allgemeinarzt, sondern Arzt in der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie der Universitätsklinik Münster. Phoniatrie ist die ärztliche Stimmheilkunde, die Pädaudiologie ist die Lehre um die kindlichen Hörstörungen. Dabei geht es durchaus nicht nur darum, besser oder schlechter hören zu können, erläutert Mathmann: „Eine Hörstörung hat Einfluss auf viele Bereiche wie die Kontrolle der Stimme, Sprachstörungen, allgemeine kognitive Entwicklungen etc. Man muss beispielsweise unterscheiden, ob ein Kind nur schlecht hören kann oder ob z.B. eine geistige Behinderung vorliegt. Wir sind ein interdisziplinäres Team aus Psycholog*innen, Logopäd*innen, Heilpädagog*innen, Audiometrist*innen, Ärzt*innen und haben sogar einen Physiker an Bord, wenn es beispielsweise um die Rekonstruktion und Wiederherstellung eines Innenohrs durch Implantate und die anschließende Hörrehabilitation geht. Nur so ist es möglich, auch bei Problemen immer über den Tellerrand des Symptoms hinauszuschauen und eine bestmögliche Versorgung von Stimm-, Hörstörungen und deren Kombination sicherzustellen.“ In der Phoniatrie – da ist man als Sänger dann noch näher dran – geht es aber noch tiefer sowohl um die Stimme als auch um die Atmung und das Schlucken, also um alle Funktionen des Kehlkopfes: „In unserer Klinik sehen wir alles von Schlaganfall-Patient*innen mit schweren Schluckstörungen über jede Form der Stimmstörungen und Sprach- und Sprechstörungen. Natürlich liegt hier auch ein besonderer Schwerpunkt bei der Gesundheit professioneller Stimmberufler*innen.“ Und das sind bei weitem nicht nur Sänger*innen, sondern auch Lehrer*innen, Schauspieler*innen, Journalist*innen, Priester, eben alle, die beruflich auf ihre Stimme angewiesen sind. Während an vielen Kliniken der Bereich der Phoniatrie und Pädaudiologie, was in Deutschland ein eigenständiger Facharzt unabhängig von der HNO ist, mehr und mehr eingespart wird, gibt es in Ulm, Düsseldorf, Berlin und Münster letzte eigenständige Kliniken bzw. Lehrstühle für Phoniatrie und Pädaudiologie. Mathmann ist nun ans Klinikum Münster, wo er Humanmedizin studiert hat, zurückgekehrt, um anderen u.a. bei Stimmproblemen zu helfen. Und das trotz einer zuletzt überaus erfolgreichen Gesangskarriere zuletzt. Aber die CoronaPandemie macht es möglich. „Für mich war immer klar, dass ich Arzt werde. Ich habe zwar während des Studiums begonnen, öffentlich solistisch zu singen, und während dieser Zeit mein CountertenorRegister entdeckt, aber das war eher zum Spaß mit Freundinnen und Freunden aus dem Studium.“ Nach dem Studium verschlug es ihn zunächst nach Köln an die HNO-Uniklinik, zwei Jahre später an die Klinik für Audiologie und Phoniatrie der Berliner Charité. „Durch meine immer stärker ausgeprägte Konzerttätigkeit wurde die Wiener Agentur Parnassus Arts Productions auf mich aufmerksam, die mich aufnahm und im internationalen Konzert- und Opernbetrieb deutlich breiter aufstellte. Vor zwei Jahren habe ich dann aufgehört als Arzt zu arbeiten, da ich so viele Engagements hatte, dass das Singen zum Hauptberuf wurde.“ Dann kam die Corona-Welle – und der Kalender war von heute auf morgen praktisch leer. „Es gab noch ein paar Kleinigkeiten, aber die großen Produktionen am Aalto-Musiktheater Essen oder an der Semperoper Dresden wurden schlagartig gestrichen.“


Foto: www.maywadenki.com

Philipp Mathmann neigt nicht zur Langeweile und es war schnell klar, dass es galt, die vermeintlich verlorene Zeit sinnvoll zu füllen: „So habe ich mich auf die Suche nach einer Stelle begeben. In Münster hörte man, dass ich verfügbar wäre – und so hatte ich innerhalb von zehn Tagen wieder eine feste Stelle.“ Der Beratungsbedarf dürfte gerade im Bereich der Stimmpflege in Zeiten von Corona insofern besonders hoch sein, da vielen eine Zwangspause auferlegt wurde, aus der man nun erst einmal wieder herauskommen muss. Es ist eben doch ein Unterschied, ob man daheim in den eigenen vier Wänden singt oder ob man ein Haus wie die Semperoper mit seiner Stimme füllen muss. „Wir sehen einige Sänger*innen, die nun zu uns kommen, um sich Rat zu holen, weil sie nach der längeren Pause doch angesichts der Tatsache, dass sie ihre Stimme so lange nicht öffentlich genutzt haben, etwas unsicher sind. Vor den ersten Auftritten oder Aufnahmen stellen sie / www.maywadenki.com // sich gerne bei uns vor, um ihre Stimmlippen und ihre allgemeine Stimmgesundheit untersuchen zu lassen. Dies gibt ihnen häufig die nötige Sicherheit, dass die Stimme wirklich wieder oder weiterhin uneingeschränkt einsatzbereit ist.“ Die Angst ist groß, die eigene Stimme durch eine Überanstrengung bei einem plötzlichen Kaltstart nach langer Pause zu beschädigen. „In Münster haben wir zusätzlich eine spezialisierte musikermedizinische Sprechstunde, die jetzt weiter ausgebaut werden und interdisziplinär aufgestellt werden soll, um auch beispielsweise mit Neurologen, Psychosomatikern und anderen Fachbereichen enger zusammenzuarbeiten.“ Philipp Mathmann selbst sieht in der Pause aber auch eine Chance für viele Stimmen, da für einige die Erholung von häufig zu vielen angenommenen Engagements auch guttun kann und die Regeneration fördert. „Die Stimmgebung basiert auf dem Zusammenspiel aus im Wesentlichen Schleimhautfunktion und neuromuskulärer Funktion. Diese braucht natürlich auch ab und an eine Pause. Auf der anderen Seite ist sie aber auch auf ein regelmäßiges Training angewiesen. Die Corona-Zeit ist vielleicht die Zeit, in der viele sich das individuelle Optimum dieser Balance mal ohne den Druck von Vorsingen, Vorstellungen oder Aufnahmen suchen können. Es geht in dieser Zeit vielleicht mal nicht um die Kunst, sondern um die Künstler. Natürlich wiegt diese Sichtweise nicht den finanziellen Schaden der Künstler*innen oder den allgemeinen Schaden am Kunst- und Kulturbetrieb auf.“ Natürlich brauche man nach einer längeren Pause doch etwas Anlaufzeit, um wieder „reinzukommen“. Häufig habe man diese Zeit im laufenden Betrieb aber eben nicht Dieses Projekt begann und kann sich daher gar nicht erst die Pause leisten. „Mir persönlich hat es ganz gutgetan, mal einen ursprünglich, indem es Monat nicht zu singen. Danach habe ich wieder sich auf interessante begonnen zu üben und gemerkt, dass die Stimme viel frischer und ausgeruhter war“, gesteht Aspekte der Mathmann. Dessen ungeachtet singt man aber als „Funktionalität“ und Arzt offenbar nicht anders: „Singen ist etwas hoch Intuitives. Es passiert schnell und reflektorisch. Man „Magie“ der „Stimme“ kann auch als Arzt die Stimme nicht austricksen. konzentrierte. Man kann nur die richtigen Voraussetzungen schaffen und nur dabei kann es vielleicht helfen, Arzt zu sein.


// www.philippmathmann.com /

Foto: www.maywadenki.com

Auf diese Weise Entwickelte Maschinen werden als Sänger auf der Bühne präsentiert,

Auf der Bühne geht alles so schnell, dass man rein intuitiv handelt.“ Da wisse man dann höchstens im Nachhinein, was man falsch gemacht hat. „Aber in der Vorstellung kann man sich nur auf die Gesangstechnik, die Musik und die Szene, nicht auf die Details der Stimmphysiologie konzentrieren.“ Das Phänomen des musikalischen Arztes ist kein seltenes, wird aber nur in den wenigsten Fällen auf beiden Seiten hoch professionell bespielt wie bei Philipp Mathmann. Sir Jeffrey Tate studierte zunächst Medizin, bevor er Dirigent wurde – aus Dankbarkeit an seine Ärzte, die ihm das Leben retteten. Die Intendantin der Oper Köln, Birgit Meyer, ist ebenfalls Ärztin, die zunächst am Münchner Klinikum rechts der Isar praktizierte, um dann nebenbei noch Theaterwissenschaften mit Schwerpunkt Musiktheater zu studieren. Es stellt sich die Frage, ob Ärzte die besseren Musiker sind – und somit mehr Musiker Ärzte sein sollten. „Ich weiß nicht, ob das zielführend wäre, aber ich weiß, dass viele Ärzte Musiker sind. Es ist schon so, dass Ärzte einen besonders ausgeprägten Hang vor allem zur klassischen Musik haben und selbst ein Instrument spielen.“ Das spräche dafür, dass sich die musikalische Ausbildung und das Musizieren positiv auf die kognitive Entwicklung auswirke. „Es gibt da ja auch viele Studien dazu, dass Musik die Kognition fördert. Und daher glaube ich schon, dass die Musik und die Medizin als hoch kognitiver Beruf eine direkte Verbindung zueinander haben.“

das Know-how auch auf industrielle Massenprodukte wie das „Otamatone“ Bei aller Liebe zur Medizin behält also dann doch die Musik die angewendet. alles beherrschende Vormachtstellung in unserem Leben.

Dementsprechend liefert das 1993 gegründete japanische Künstlerkollektiv Maywa Denki die ultimative, nicht ganz ernst gemeinte Antwort auf die Diagnose „Voice over – nichts geht mehr!“ in Form einer Klangmaschine mit künstlichen Stimmbändern. Als Teil der Voice Mechanics Serie kreiert die Stimmmaschine Geräusche auf der Basis von computergesteuerten Gummistimmbändern, die immerhin Tonhöhen erzeugen, aber dann doch weit entfernt von einer artikulierten Sprache liegen. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Nonsense-Maschinen und Instrumenten wie demjenigen, das der Paarung eines Xylophons mit einem Hubschrauber ähnelt, oder dem Gitarrenroboter, erzeugt die Künstlergruppe überraschenderweise überaus ausgefallene und mitreißende Musik, die 1997 sogar für ein Sony-Album aufgenommen wurde. Es lebe die Musik – und mit ihr die prägende Wirkung auf medizinische Professionalisierung!


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Holen sie sich den Sommer in ihr winterliches Haus – mit den haltbaren Rosen von Mila! In einem speziellen und streng gehüteten Verfahren werden echte Rosen für mindestens ein bis sieben Jahre haltbar gemacht.

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Foto: Rocky Sun; https://www.flickr.com/photos/harlequin_colors/4986869985 licensed under a Creative Commons license: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ Fashion Fotos: MBFW January 2020, Irene Luft

Monooper Musik I Francis Poulenc Libretto I Jean Cocteau Literarische Vorlage I Gleichnamiges TheaterstĂźck von Jean Cocteau


Elle in Signalrot mit Verzweiflung vermittelndem Ausschnitt, der nahtlos in den Schlitz des Rockes übergeht. Der Trauerflor, mit dem sie ihre Beziehung zu Grabe trägt, gewährt tiefe Einblicke ...

Im Schlafzimmer. Eine Frau (Elle) liegt unbeweglich auf dem Boden. Plötzlich rührt sie sich, wechselt langsam ihre Position – bevor sie sich schließlich aufrichtet. Als sie sich dazu entschließt, den Raum zu verlassen, klingelt das Telefon. Nach zwei falschen Verbindungen ist ihr Ex-Mann am Apparat. Sie lügt ihn an und behauptet, in der Nacht zuvor mit ihrer Freundin Marthe ausgegangen zu sein. Das Paar spricht über ihre frühere Beziehung, Elle gibt sich selbst die alleinige Schuld für ihre gemeinsamen Probleme. Während des gesamten Gesprächs kommt es zu zahlreichen Verbindungsproblemen. Schließlich bricht die Verbindung ganz ab. Als Elle das Haustelefon ihres Liebhabers anruft, stellt sie fest, dass er nicht daheim ist. Sie vermutet, dass er sie von einem Restaurant anruft. Er ruft sie zurück, und Elle enthüllt, dass sie während des Gesprächs gelogen habe. Anstatt mit Marthe in der Nacht zuvor auszugehen, habe sie bei einem Selbstmordversuch zwölf Schlaftabletten genommen. Daraufhin rief Marthe sie an, die mit einem Arzt kam, um sie zu retten. Elle hört plötzlich Musik im Hintergrund und mutmaßt, dass ihr Geliebter bei seiner neuen Freundin zu Hause ist. Sie wiederholt ihren Verdacht mehrmals, er gibt aber nie seinen wahren Aufenthaltsort zu erkennen. Die Verbindung bricht erneut ab, Elle gerät in Panik. Ihr Geliebter ruft sie noch einmal zurück, und sie teilt ihm mit, dass sie das Telefonkabel jetzt um ihren Hals gewickelt habe. Sie sagt ihm immer wieder, dass sie ihn liebt, sinkt in ihr Bett und lässt den Hörer fallen, wobei sie sich möglicherweise mit der Schnur erdrosselt.

Die menschliche Stimme Uraufführung I 6. Februar 1959 Opéra Comique Paris Spieldauer I ca. 40 Minuten Ort und Zeit I Im Hier und Jetzt


auch immer geartete Mutation ein Mensch mit der Fähigkeit auf die Welt kommt, unter Wasser und ohne jegliche Schleimhautorgane zu atmen. Das Todesurteil für jede durch Tröpfchen-Infektion übertragene Virusinfektion und Pandemie? Wir werden sehen ... Der einzige Nachteil bei dieser Anpassung ist tatsächlich, dass wir dann auch nicht mehr in den Hochgenuss klassischer Musik kämen, wie wir sie heute noch kennen. Denn deren Übertragungsgrundlage durch Schallwellen in der Luft ist im Wasser nicht mehr gegeben. Da helfen uns dann auch die zu großen Schalltrichtern mutierten Ohren nicht, mit denen wir theoretisch viel, viel besser hören könnten. Egal … Daumen hoch!

Foto: ~jar{}; https://www.flickr.com/photos/jariceiii/49871197707 licensed under a Creative Commons license: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

OPER‘n‘OUT_V

LAST CALL

Ein Ende ist nicht abzusehen – und trotzdem fragt man sich schon: Was bleibt? Eine Befürchtung überschattet dabei alle noch so grausamen Szenarien. Werden wir aufgrund der vorgeschriebenen Masken alle Segelohren bekommen? Führt die permanente Zugspannung auf unsere Ohrmuscheln von hinten nach vorne durch die Halterungsgummis der unterschiedlichen Mund-Nasen-Schutze zu einer dauerhaften Veränderung der eigenen Anatomie? Werden wir jetzt alle zu Dumbos? Die Natur ist da knallhart. Darwin und seine Theorie von denjenigen, die nur überleben, wenn sie sich der eigenen Umwelt und ihren Veränderungen entsprechend anpassen, sprechen da für sich. Es gibt ja auch tatsächlich Theorien, die besagen, dass der Daumen von heutigen Jugendlichen länger ist als noch vor 20 Jahren, weil das mit diesem dauerhaft zu bearbeitende Display auf unseren Smartphones und somit die Dauer der täglichen Überstreckung des Daumens immer größer wird. Bleibt tatsächlich zu befürchten, dass durch eine wie