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KV.info DRK KREISVERBAND GÜSTROW NEWS

AUSGABE 11/2017

UNSERE THEMEN

KITA "BÄRENHAUS" SPIELPLATZ ERÖFFNET Unser Ehrenamt: Interview mit Christian Möller "Wir sind die Neuen" - neue Mitarbeiter stellen sich vor


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Impressum Herausgeber

Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Güstrow e.V. Hagemeisterstraße 5 18273 Güstrow

Redaktion und Anzeigen

Manuela Hamann

Foto- und Bildnachweis

DRK-Kreisverband Güstrow e. V.

Autoren

DRK Facebook Redaktionsteam

Ausgabe

11/2017


Inhalt 4 5

Sechs auf einen Streich DRK-Sozialstation neu eröffnet

Der Bär ist los SPIELPLATZ IN DER DRK-KITA "BÄRENHAUS" ERÖFFNET

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Wir sind die Neuen: DRK-Mitarbeiter stellen sich vor: Juliane Harbord

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Modenschau in Laage Laternenumzug in Bützow Babybörse Teterow Zeitreise in die Vergangenheit Dit & Dat Social Media News/ Aus den Einrichtungen Blutspendetermine Dezember Ferienzeit - Erlebniszeit Unser Ehrenamt: Christian Möller

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Blätterrascheln: Wir in der Presse

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Kreisverband:

KREISVERSAMMLUNG Prävention von Kriminalität gegen Senioren Herbstfest im Lichterglanz Jolinchen-Kids

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Anmerkungen, Kritik, Vorschläge, Ideen, Texte und Fotos an Manuela Hamann, m.hamann@drk-guestrow.de


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Sechs auf einen Streich

DRK-Sozialstation neu eröffnet Am 8. November 2017 wurde die Sozialstation Bützow neu eröffnet. Peter Struve, Vorstandsvorsitzender, freute sich: „Die Mitarbeiterinnen sind unsere Vorhut für unser neues Seniorenzentrum“. Dieses soll mit Betreutem Wohnen, Tagesstätte, Senioren-WG und Begegnungsstätte demnächst Vor dem Rühner Tor entstehen. Mit der neuen Sozialstation in Bützow ist der DRK-Kreisverband Güstrow e. V. nunmehr an sechs Standorten präsent. „Wir fahren in den hintersten Winkel“, betont Cornelia Bäumer, Leiterin der Sozialstationen. Man wolle es den Senioren ermöglichen, so lange wie möglich in den vertrauten vier Wänden zu wohnen. Fünf neue Mitarbeiterinnen sind angetreten, um diesen Plan in die Tat umzusetzen. Sie können von den bereits gemachten Erfahrungen in anderen DRK-Sozialstationen profitieren. So war Anja Behlke, die neue Pflegedienstleiterin der DRK-Sozialstation Bützow, maßgeblich am Aufbau der Sozialstation in Gnoien beteiligt. Die dort gesammelten Erfahrungen möchte sie nun in ihrer neuen Wirkungsstätte umsetzen. Mit ihr zieht gleichzeitig die neue Technik ein: Die Büroorganisation wird nahezu papierlos ablaufen. Pflegedokumentation, Personalplanung – alles wird digital erfasst.

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Der Bär ist los Spielplatz in der DRK-Kita „Bärenhaus“ eröffnet Von den Kindern und auch von den Erzieherinnen herbeigesehnt, wurde am 8. November 2017 der Spielplatz neu eröffnet. Aber nicht irgendein Spielplatz! „Mit diesem Spielplatz setzen wir Maßstäbe“, freute Peter Struve, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes. Arno Schuldt, Bürgermeister von Güstrow, verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass viele dem Beispiel folgen mögen. Das Ingenieurbüro Pulkenat gewann seinerzeit die Ausschreibung. Sie hatten die Idee, den vorhandenen Raum in verschiedene Spielinseln aufzuteilen. Die Kinder können toben, experimentieren, den Gleichgewichtssinn schulen oder einfach eine ruhige Ecke aufsuchen. Die Kinder fanden ihren neuen Spielplatz auf jeden Fall ganz wunderbar – viele ließen sich nur ungern überreden, den Nachhauseweg anzutreten.


Kreisversammlung des DRK-Kreisverband Güstrow e. V. K V . I N F O Auch in diesem Herbst fand die Kreisversammlung des DRK Kreisverbandes-Güstrow statt. Am 1.11.2017 versammelten sich Delegierte der Ortsvereine, Delegierte der Gemeinschaften, Delegierte, die keinem Ortsverein angehören, Präsidiums- und Vorstandsmitglieder, ein kooperatives Mitglied (Rettungsdienst gGmbH) sowie die Gäste im Palais 4+. Auf der Tagesordnung standen folgende Punkte: 1. vorläufiger Tätigkeitsbericht 2017 des Präsidiums und des Vorstandes 2. Vorstellung und Beschlussfassung zum Wirtschaftsplan 2018 3. Wahl des Abschlussprüfers. Reinhard Frankenstein, Präsidiumspräsident des DRK Kreisverbandes, würdigte die einzelnen Tätigkeitsfelder Vereinsarbeit, Wohlfahrt und Jugendarbeit. Drei Mitglieder der Wasserwacht, Dieter Böder, Marvin Rohde und Benedikt Leidecker, wurden für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet. Peter Struve, Vorstandsvorsitzender, blickte auf die Aktivitäten des Kreisverbandes im Geschäftsjahr 2017 zurück und stellte zugleich geplante Projekte vor. Des Weiteren erwähnte er das aktuelle Strategiemanagement, das in diversen Arbeitsgruppen von den Leitern und dem Vorstand intensiv bearbeitet wird. Im Rahmen der Kreisversammlung wurden auh Kathrin Pingel (Kita „Bärenhaus“) und Monika Heppenheimer (Kita „Bärenhaus“) für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet. Anschließend stellte Martina Glaser, Vorstandsmitglied, den Wirtschaftsplan 2018 vor. Der Wirtschaftsplan wurde in dieser Form einstimmig von der Kreisversammlung beschlossen. Überdies erging der Beschluss, die Baltic Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH mit der Wirtschaftsprüfung des Geschäftsjahres 2017 des Kreisverbandes zu beauftragen.

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Prävention von Kriminalität gegen Senioren

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Teterow Heute trafen sich die DRK-Tagesgäste und die Bewohner des Betreuten Wohnens zum gemeinschaftlichen Kaffeetrinken in der Cafeteria des DRK-Seniorenzentrums. Dies hatte aber nicht nur den Zweck des gemütlichen Beisammenseins, sondern galt es auch dem Schutz unserer Senioren. Denn Frau Asmus (Hausdame des Betreuten Wohnens) hatte zu diesem Termin auch Frau Johannsen von der Polizeiinspektion Güstrow geladen. Diese erklärte den aufmerksamen Zuhörern so manch Wissenswertes zum Thema Enkeltrick, Handtaschendiebstahl oder Einbruch. Auch zahlreiche Prospekte stießen auf großes Interesse bei den anwesenden Senioren, welche sich nach dieser Informationsveranstaltung schon um Einiges sicherer fühlten.

Herbstfest im Lichterglanz Güstrow Am 01.11.2017 feierte die DRK Kita "Biene Maja" ein kleines Fest für die ganze Familie. Passend zum momentanen Projektthema führten die Erzieher das Schattenspiel "Die kleine Raupe Nimmersatt" auf, welches Jung und Alt viel Freude bereitete. Bunt geschmückt mit leuchtenden Luftballons, Lichterketten und Laternen erstrahlte der Hof im Anbruch der Dunkelheit. Wer noch keine Laterne hatte, konnte diese ganz kreativ und fantasievoll gemeinsamt mit seinen Eltern basteln. In gruselige Gestalten konnten sich die Kinder am Schminkstand verwandeln lassen. Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt. Es gab Kürbissuppe, Bratwurst und Knüppelkuchen. Ein Dank geht an den Elternrat, der sich wieder einmal toll engagiert hat.

DRK-Kita "Märchenland" Gnoien Seit diesem Jahr nimmt unsere Kita am AOKProgramm: „JolinchenKids: Fit und gesund in der Kita“ teil. Dieses Programm dient zur Förderung der Gesundheit von Kindern bis 6 Jahre. Im Fokus stehen die Themen Ernährung, Bewegung und seelisches Wohlbefinden. Für die Kita-Kinder nutzt JolinchenKids die Sprach- und Bilderwelt zur Entdeckungsreise. Begleitet werden die Kinder von der Handpuppe Jolinchen. Gemeinsam reisen sie mit dem Drachenkind durch verschiedene Länder. Unsere ABC-Löwen befinden sich gerade im Gesund-und-lecker-Land auf Abenteuerreise und entdecken gesundes Essen, was lecker schmeckt.

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Wir sind die Neuen DRK-Mitarbeiter stellen sich vor Juliane Habord unterstützt seit einem halben Jahr die Personalabteilung. Sie ist für das Personalrecruitung zuständig. Aber lassen wir sie doch selbst zu Wort kommen: Jule, magst Du Dich kurz vorstellen? Eckdaten, Hobbies? Ich bin  Juliane Harbord, 27 Jahre alt, gebürtige Rüganerin und lebe seit über 20 Jahren in Rostock. Vor allem an den Wochenenden verbringe ich meine freie Zeit gern mit meinen Freunden, meiner Familie oder bei sportlichen Aktivitäten. Ich bin gern unterwegs und liebe es, mich neuen Dingen zu stellen - sei es eine mir unbekannte Stadt zu erkunden oder auf dem Street Food Festival mich kulinarisch zu bilden :-). Ich esse sehr gerne! Im Übrigen lebe ich mit einem Meerschweinpärchen zusammen - Tiere sind einfach toll!  Erzähl uns doch etwas über Deinen beruflichen Werdegang! Meine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation startete ich 2007 bei der Firma Transcom, einem weltweiten Anbieter für Customer-Relationship-Management. Neben der allgemeinen Büroorganisation sammelte ich bereits viele Eindrücke im Personalbereich. Nach Beendigung meiner Ausbildung im Jahr 2010 wurde ich von meinem Ausbildungsbetrieb übernommen und absolvierte 2015 meine Meisterausbildung zur Personalfachkauffrau.  Mein damaliger Ausbildungsbetrieb setzte mich zunächst im administrativen Bereich ein, wo ich unter anderem die Anwesenheiten der Mitarbeiter verwaltete. Nach kurzer Zeit wurde ich an die Rezeption versetzt, die ich größenteils selbständig vertrat. Nach etwa einem Jahr erhielt ich dann die Chance, mich in der Personalabteilung zu beweisen. Dort war ich zunächst für die Lohn- und Gehaltsabrechnung zuständig. Nach einigen Umstrukturierungen und einer Neuorganisation der Personalabteilung übernahm ich schließlich das Thema Recruiting. Die Organisation und Durchführung von Assessmentcentern war ein großer Part des Bewerbermanagements. Vor allem der Kontakt zu und mit potenziellen Mitarbeitern hat 

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mir stets Freude bereitet. Nach fast 10 Jahren Transcom habe ich den Entschluss gefasst, mich nach einer neuen Herausforderung umzuschauen. Wichtig war mir vor allem, eine neue Branche näher kennenzulernen und meine Kenntnisse und Fähigkeiten weiter auszubauen um schließlich auch an ihnen zu wachsen. Das DRK hatte genau das richtige Angebot für mich. DRK - das ist das Stichwort. Welche Aufgaben hast Du hier übernommen? Ursprünglich eingestellt für die Personalbeschaffung, ist mein Aufgabenfeld nun doch etwas umfangreicher, was keinesfall negativ ist. Beispielsweise unterstütze ich meine Kollegen beim Vertragsmanagement, vertrete die Personalabteilung in vielen AG´s, unterstütze als Qualitätsbeauftragte meine Personalleiterin bei der Gestaltung der Handbücher, kümmere mich um das Bewerbermanagement und schreibe auch unsere vakanten Stellen intern aus. Ich bin stets offen für Themen, die unseren Bereich einfacher und effizienter für uns als auch unsere für "Kunden" machen - ich bin einfach ein Fan von schlanken Prozessen. Und welche Ziele hast Du Dir gestellt? Wie bereits genannt, möchte ich gern dazu beitragen Prozesse schlanker und effizienter zu gestalten. Je nachdem, wohin sich mein Aufgabenfeld noch ausweitet, hoffe ich, dass ich unseren Kreisverband dabei unterstützen kann, ein attraktiver, spannender und zukünftig noch besserer Arbeitgeber für unsere aktuellen sowie zukünftigen Mitarbeiter zu sein. Und hier ist noch etwas Platz für eigene Anmerkungen ... Nach nun fast einem halben Jahr beim DRK bin ich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Ich lerne jeden Tag mehr, bekomme stets neue Eindrücke aus den unterschiedlichsten Bereichen und freue mich nach wie vor über all die lieben und tollen Kollegen. Ich habe die Herausforderung gefunden, die ich gesucht habe und hoffe, dass ich doch eine ganze Weile dem KV erhalten bleibe. 

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MODENSCHAU IN LAAGE DRK-Tagespflege Laage

Wieder ist eine neue Woche am Laufen. Am Dienstag war es endlich soweit und unsere geplante Modenschau ging über die Bühne. Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, um diesen Tag unvergesslich zu machen. Extra aus Hollywood wurden unsere Models eingeflogen und präsentierten uns aufregende Mode. Unsere Tagesgäste waren begeistert und es wurde ordentlich Beifall gespendet. Alle waren sich einig: So etwas müssen wir öfter machen. Außerdem bastelten wir in dieser Woche die ersten Weihnachtskarten. Geplant sind noch ein Spielenachmittag und natürlich werden wir auch unser Gedächtnis noch etwas trainieren. Am Freitag ist noch ein Besuch auf dem Markt geplant und dann ist auch diese schöne Woche schon wieder vorbei. Bis zum nächsten Mal! Euer Team von der Tagespflege Laage Auch bei den Piporellos hieß es heute : „.... hell wie Mond und Sterne, leuchtet die Laterne...!“ Am 03.11.17 fand das traditionelle Laternenfest auf unserem Spielplatz statt. Es gab ein buntes Programm, einige Spiele, Brote mit selbstgemachten Aufstrichen, Tee und Kaffee, sowie ein Verkaufsstand von selbstgebastelten Artikeln. Um 17:00 Uhr haben wir uns versammelt und sind unsere Runde durch das Wohngebiet gegangen.


BABYBÖRSE IN TETEROW

Im November fand unsere letzte Babybörse dieses Jahres statt. Wir erfreuten uns an vielen fleißigen Helfern und Verkäufern sowie an vielen Besuchern, die bei den günstigen Preisen und tollen Sachen zuschlugen . Wir hoffen auch nächstes Jahr wieder auf eine rege Teilnahme ....

ZEITREISE IN DIE VERGANGENHEIT

Drei Tage lang stand für die Bewohner im DRK Seniorenheim Teterow die DDR im Mittelpunkt. Die Reise in eine Zeit, die einen Großteil ihres Lebens ausmachte, berührte unsere Bewohner sehr. Wie in einem Museum wurden viele Sachen zusammengetragen und ausgestellt. Selbst ein großes Bild von Erich Honecker schmückte den Saal. Der Höhepunkt in diesen Tagen war sicher unser „Betriebsfest“. Bekannte Schlager wurden textsicher unterstützt und auch das Tanzbein wurde geschwungen.

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SOCIAL MEDIA - NEWS Neu im Kreisverband: Wir sind jetzt auch auf Twitter und Instagram vertreten. Nach und nach füllen wir diese Kanäle mit Inhalten. Wer also Interesse hat, kann gern mal reinschnuppern: Instagram: https://www.instagram.com/drkguestrow/ Twitter: https://twitter.com/DRKGuestrow Und der Vollständigkeit halber: Auf Facebook und google+ sind wir auch zu finden: Facebook: https://www.facebook.com/DRKguestrow/ google+: https://plus.google.com/u/0/b/111495662255976817008/

OH, ES RIECHT GUT, OH, ES RIECHT FEIN

Am 27.11. und 28.11.2017 fand unser Adventsbacken gemeinsam mit der Küche und der Vorschule der DRK-Kita „Südlichter“ statt. Unser Küchenleiter Bastian Steinbeck organisierte an beiden Tagen mit der Vorschule in gemütlicher Atmosphäre und bei schöner Weihnachtsmusik das Plätzchenbacken. Die Kinder haben Teig geknetet und anschließend ihre ganz individuellen Plätzen dekoriert, die sie anschließend auch mit nach Hause nehmen konnten. Der Backnachwuchs war sehr kreativ und mit großem Spaß dabei. Auch die Eltern konnten sich an den kleinen KeksKunstwerken ihrer Kinder erfreuen.

KREATIV UND LECKER Damit die Beweglichkeit der Finger und der Spaß am kreativen Gestalten erhalten bleiben, haben wir lustige Knetbälle gebastelt, die dann die Gäste mit nach Hause nehmen durften. Dabei hatten alle viel Spaß und freuten sich über das Ergebnis. Die Tagesgäste wünschten sich einmal einen Döner zu essen. Heute war es soweit, es wurden die Döner von der "Dönertankstelle" geholt. Mit voller Erwartung wurden sie dann in Empfang genommen und alle ließen es sich schmecken.

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E H R E N A M T K V . I N F O

I M

D R K - K R E I S V E R B A N D

G Ü S T R O W

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V .

Interview mit Christian Möller

Christian Möller ist hier im DRK Kreisverband Güstrow e. V. ein Begriff. Seit 1968 ist er Mitglied im Deutschen Roten Kreuz in Güstrow. Von 2005 bis März 2014 war er Kreisleiter der DRK-Wasserwacht, vertrat seit 2005 als ehrenamtliches Präsidiumsmitglied die Interessen der Kameradinnen und Kameraden der Wasserwacht des Kreisverbandes Güstrow. Ab Mitte Mai sieht man ihn fast täglich am Inselsee – dort sichert er mit anderen DRK-Wasserwächtlern den Badebetrieb ab. Der 76jährige ist verheiratet und hat zwei Söhne. Zu den wohl bekanntesten Projekten, die er initiiert und umgesetzt hat, gehören das DRK-Seniorenschwimmen und das Projekt „Schwimmen lernen im Kindergarten“. Sein Engagement blieb nicht unbemerkt – der Güstrower konnte so schon eine Reihe von Auszeichnungen und Ehrungen entgegennehmen. Hier seien nur einige Beispiele angeführt: Er erhielt die Ehrennadel des Wasserrettungsdienstes der DDR in Bronze, Silber und Gold, das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes sowie das Ehrenamts-Diplom des Landes Mecklenburg-Vorpommern „Engagiert in MV“. Kürzlich trafen wir uns zu einem Gespräch: Herr Möller, woher stammt Ihr Interesse gerade an diesem Ehrenamt? Wie sind Sie dazu gekommen? Wann? Im Jahr 1952 kam Günter Jacob aus der Kriegsgefangenschaft zurück und begann gemeinsam mit Herbert Karschewski unmittelbar nach der Wiederzulassung des DRK in der DDR mit dem Aufbau einer Wasserrettungsdienst – Gemeinschaft im DRK Kreisverband Güstrow. Später bot Günter Jacob mehreren damals aktiven Schwimmern wie z. B. den Mitgliedern Hans-Jürgen Kammin, Burkhard Passehl, Wolfgang Ranis und auch mir ein weiteres Betätigungsfeld als Mitglieder im Wasserrettungsdienst an. Wir hatten die sportlichen Voraussetzungen und theoretischen Kenntnisse, um als stärkste Gemeinschaft im Bezirk Schwerin an den DDR Meisterschaften im Wasserrettungsdienst stets starten zu dürfen. Durch seine Führungsstärke formte Günter Jacob mit uns ein erfolgreiches und gut eingespieltes Team. Diese Gemeinschaft war die Grundlage für mein weiteres Engagement beim DRK und der Wasserwacht. Die Wende war ein großer Einschnitt. Wie ging es weiter? Was ist neu entstanden? Nach der Wende fand dank einer starken Führung in unserer Gemeinschaft keine Auflösung statt. Jetzt als Wasserwacht gelang es uns wieder gemeinsam in jeder Saison die Badestelle Inselsee mit qualifizierten Rettungsschwimmern zu besetzen. Es gelang uns zusammen mit der Seniorenbetreuung des Kreisverbandes das Seniorenschwimmen in Laage und später in der „OASE“ in Güstrow zu etablieren. Bis heute nehmen Woche für Woche etwa 40 Senioren das Angebot wahr. In all den Jahren fiel das Seniorenschwimmen nicht ein einziges Mal aus, da sich stets ein Rettungsschwimmer für die Aufsicht anbot. Ein wichtiges Projekt war das Kinderschwimmen. Wie kam es dazu? Im Jahr 2005 entwickelte ich mit Unterstützung unseres heutigen Vorsitzenden des Vorstandes, Peter Struve, das Projekt „Kita Kinder lernen Schwimmen“. Die Klagen über zu viele übergewichtige Kinder, einhergehend mit deren Bewegungsmangel und geringem  Koordinierungsvermögen, wurden lauter. Sie veranlassten uns, dieses Angebot an alle Vorschulkinder unseres Kreisverbandes zu richten. Kostenfrei und folglich ohne soziale Barrieren. Dank der Unterstützung durch die Erzieher und Schwimmlehrer aus den Kindertagesstätten ist die Erfolgsquote erfreulich hoch. Mit besonderem Stolz erfüllt mich, dass wir bisher alle Sachkosten und auch einen Teil der Fahrkosten, die mit diesem Projekt anfallen, aus Spendenmitteln begleichen konnten. Die Gewinnung und Ausbildung von Schwimmlehrern ist ein Schwerpunkt, um den Schwimmunterricht auch künftig durchführen zu können. Aus den Reihen der Erzieher haben wir Mitstreiter gefunden und besondere Unterstützung erfahre ich aus der Kita Bärenhaus. Im „Beruflichen Bildungszentrum“ Güstrow -Bockhorst bilden wir zukünftige Erzieher zu Rettungsschwimmern mit der Perspektive Lehrberechtigung Schwimmen aus. Initiativen, die nach meinem Ausscheiden das Projekt am Leben halten sollen. Das schönste Erlebnis? Welches Erlebnis hat Sie am meisten bewegt? Schon seit mehreren Jahren begleite ich in den Sommerferien Kinder aus dem Hort „Stelzenvilla“ in die Badeanstalt Krakow am See. Gemeinsam mit Erziehern und dem Kameraden Hilmar Fischer gestalten wir diesen Tag für viele Kinder zu dem Höhepunkt ihrer Ferien. Besonders hat mich beeindruckt und auch nachdenklich gestimmt, als eines meiner früheren Schwimmkinder zu mir sagte „Christian, das war der schönste Tag in meinen Ferien“. Was schätzen Sie an Ihrer Tätigkeit? Mir bereitet meine ehrenamtliche Tätigkeit Freude und innere Zufriedenheit. Zu Kindern habe ich einen besonderen Draht. Am Inselsee genieße ich die Anerkennung unserer Arbeit und habe Freude an dem Lob der Einheimischen und Touristen über die gepflegte Badestelle. Sie erkennen an, dass wir einen gehörigen Anteil an Ihrem Wohlbefinden haben. Im Binnenland sind kaum noch Badestellen bewacht und dass wir es ohne Unterbrechung  bereits mehr als 60 Jahre mit der Aufsicht hinbekommen haben, macht mich auf eine Art auch zufrieden. Was schätzen Sie weniger?

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Die Wertigkeit im Ehrenamt wird von den lokalen Verantwortungsträgern sehr unterschiedlich dargestellt und dementsprechend unterstützt. Ganz oben in der Hierarchie die Feuerwehr und in ihrem Schatten irgendwo die Wasserwacht, die ihre Mitglieder sogar für die eigene Ausbildung extra zur Kasse bitten muss. Bei dieser Wahrnehmung helfen alle warmen Worte über die Wichtigkeit der Ehrenämter wenig. Sie sollen Ehrenamtliche gewinnen. Wie überzeugen Sie diese? Das machen wir ohnehin! Wir sprechen die Leute an! Ich würde sagen: „Gutes tun bereitet Freude!“ Es ist eine befriedigende Freizeitgestaltung. Und die Menschen sind dankbar. Sie haben einen Zauberstab und können sich drei Veränderungen wünschen. Was wäre das? Mehr junge Leute sollten sich ehrenamtlich einbringen und ihren Einsatz für das Gemeinwohl entsprechend würdigen. Die Ehrenamtsstiftung MV sehe ich kritisch und würde sie auch nicht in Anspruch nehmen wollen. Auch wenn ich mich in der Gemeinschaft Wasserwacht aus Altersgründen zurückgenommen habe, ist meine Meinung und auch mein Rat gefragt. Das erfüllt mich mit einer gewissen Freude. Herr Möller, kleiner Themenschwenk: Erzählen Sie uns doch etwas über Ihr Berufsleben! Ich arbeitete anfangs als Fernmeldemonteur und später im technischen Dienst beim Fernmeldeamt Güstrow. Die Wendezeit, einhergehend mit dem Aufbau eines neuen Nachrichtennetzes hat auch mich außerordentlich gefordert. Drei Jahre ständig an der Leistungsgrenze hatten meine Gesundheit zeitweise angegriffen. Plötzlich waren alle Anforderungen für ein neues Netz erfüllt und mit 60 Jahren ging ich in den Vorruhestand. Ich hatte ein erfülltes Berufsleben und fühlte mich unter meinen Kolleginnen und Kollegen sehr wohl. Wenn Sie heute noch einmal vor der Wahl stünden: Welche Berufsausbildung, welchen Studiengang würden Sie wählen? Ich würde wieder diesen Beruf wählen. Ich hatte ein sehr gutes Berufsleben. Wir waren wie eine Familie. Ich hatte einen guten Posten. Ehrenamt und Beruf – wie ging das? Das passte schon. Als ich in den Vorruhestand ging, hatte ich genügend Zeit. Was würden Sie heute Ihrem jüngeren Selbst empfehlen? Man sollte beruflich fest im Leben stehen. Soziale Absicherung ist wichtig. Und man sollte sich in die Gesellschaft einbringen, etwas für die Gesellschaft tun. Egal, ob Tanzen, Fußball oder andere Aktivitäten. Unabhängig von der gerade herrschenden Politik. Politik hat nichts damit zu tun.   Aber zu Hause muss es auch stimmen. Man muss das Gleichgewicht wahren. Wenn Sie das Wort „erfolgreich“ hören, wer kommt Ihnen da in den Sinn? Erfolg ist durchaus erstrebenswert, aber nicht alles. Man muss die Grenzen erkennen. Fanatismus zum Beispiel ist nicht erstrebenswert. Vielleicht so: Erfolg ist viel, aber nicht alles. Ich verachte Menschen, die für ihren Erfolg über alles gehen. Wenn früher Anzeigen bei der Stasi gemacht worden sind und die Familie geopfert wurde – nur für den Erfolg. Das missfällt mir sehr. Was können Sie nur mit Humor ertragen? Vieles ist nur mit Humor zu ertragen. Aber ich bin nachtragend. Es dauert lange, bevor ich Unrecht oder vermeintliches Unrecht, das mir angetan wurde, vergesse. Wer darf Ihnen sagen, dass Sie falsch liegen? Alle. Damit habe ich kein Problem. Wem wären Sie lieber nie begegnet? Da gibt es nur wenige Ausnahmen. Wenn Sie eine berühmte Persönlichkeit – egal ob lebendig oder tot – treffen dürften: Wer wäre es und warum? Michael Gorbatschow und Bill Gates. Jeder von ihnen hat auf seine Art die Welt zum Guten verändert. Michael Gorbatschows Einsatz für Glasnost erweckte viele Hoffnungen. Nicht alle Hoffnungen konnten erfüllt werden. Dennoch profitieren heute viele Menschen von Gorbatschows Wirken. Vielen ist das wohl in seiner ganzen Bandbreite gar nicht bewusst. Bill Gates hat aus einer genialen Idee ein weltumspannendes Imperium geschaffen. Seinen daraus resultierenden riesigen Gewinn hat er zu einem großen Teil an seine humanitäre Stiftung übertragen.   Sie laden Freunde oder Familie zum Essen ein. Was kommt auf den Tisch? Ich bin kein Gourmet. Normale norddeutsche Küche. Drei Wochen auf einer einsamen Insel: Sie können drei Personen und drei Dinge mitnehmen. Wer darf mit? Was darf mit? Die Enkelin. Zeitschriften, Bücher, Literatur. Aber brauche ich eigentlich nicht. Die Enkelin und ich – wir haben uns immer etwas zu erzählen. Was haben Sie zuletzt gegoogelt? Gar nicht. Ich habe erst jetzt ein Smartphone bekommen. Wünsche für die Zukunft? Die Wasserwacht sollte noch sehr sehr lange für das Wohl der Bürger der Stadt Güstrow und ihrer Gäste da sein. Wenn auch später die Kinder noch sagen: „Ich möchte, wenn ich groß bin, Rettungsschwimmer werden“, haben meine Nachfolger viel richtig gemacht.

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Blätterrascheln Wir in der Presse Gemeinsam aktiv für Familien in Barlachstadt SVZ, 5.11.17 GÜSTROW Ein buntes Treiben herrschte gestern in der Sporthalle im Tolstoiweg. Dorthin hatten Arbeiterwohlfahrt (Awo), Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Bilse-Institut Güstrow erstmals zu einem gemeinsamen Familien-Aktionstag eingeladen. Bei Spiel, Spaß und Gesprächen wurde es für Groß und Klein ein unterhaltsamer Nachmittag. Während am Stand des Bilse-Instituts Frühstücksbretter bemalt werden konnten, ließen sich Kinder am Stand des DRK schminken. Mandalas ausmalen und verschiedene Bewegungsspiele hatten Mitarbeiter der Awo vorbereitet. Dazu kam noch die Wasserbar der Stadtwerke, die für das Durstlöschen zuständig war. „Das ist richtig schön hier“, freute sich Sabine Ochs, die mit ihrer dreijährigen Enkelin Mia Jane gekommen war. Sie wollte immer wieder auf der kleinen Rutsche zeigen was sie kann. Ob Hüpfburg, kleine Fahrzeuge oder Ring-Weitwurf – die Kinder entdeckten immer wieder etwas, was ihnen Spaß machte. Osama Al Tawil hat einen Baum auf einem Frühstücksbrettchen ausgemalt. Die Bretter sind während eines Berufsorientierungsprojektes im BilseInstitut entstanden. Ältere Besucher konnten zudem ihr Persönlichkeitsprofil oder ein Bewerbungsfoto erstellen lassen. Alle drei Organisatoren zeigten sich zufrieden. „Es ist eine gute Stimmung, die Stände sind gut frequentiert und alles wird gut angenommen“, freute sich Andrea Buchholz, Sektionsleiterin im Bilse-Institut. Es habe sich gezeigt, dass so eine gemeinsame Aktion sehr gut funktioniere. „Jeder Träger bringt etwas von seinem Bereich mit ein“, ist sich Ilona Hänsel von der Awo sicher. „Ja, wir haben schon darüber nachgedacht, was man beim nächsten Mal anders machen könnte“, sagte Beate Wüst vom DRK. Das aber werde erst im kommenden Jahr sein. sise

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Immer für den Ernstfall gewappnet vom 21. Oktober 2017 Start der neuen Reihe der Bützower Zeitung – Teil 1: Notfallsanitäter Um sieben Uhr morgens beginnt die Schicht von Marvin Rohde in der Rettungswache des DRK in Bützow. Genauer gesagt um 6.45 Uhr, denn er muss eine Viertelstunde vor Arbeitsbeginn da sein, um sämtliche Ausrüstung und die Einsatzwagen zu überprüfen. Davon, ob sie einsatzbereit sind, können im Verlauf des Tages Menschenleben abhängen. Anschließend hält er sich mit seinen Kollegen für den Ernstfall in der Wache bereit. Marvin Rohde ist 18, kommt aus Güstrow. Er ist auszubildender Notfallsanitäter im ersten Lehrjahr. Schon beim Schwimmtraining der Wasserwacht des DRK beim Sanitätszug Güstrow entwickelte er eine Leidenschaft für sein Tätigkeitsfeld. „Es ist einfach die Arbeit im Team, die mir Spaß macht. Bei uns herrscht ein ganz anderer Umgang unter Kollegen als in anderen Berufen. Es ist gemeinschaftlicher“, sagt der Azubi. „Aber auch der Umgang mit den Patienten interessiert mich.“ Insgesamt gibt es in der Rettungswache Bützow zwei Einsatzfahrzeuge, ein Mehrzweckfahrzeug und einen Rettungstransportwagen. Marvin Rohde fährt derzeit als Auszubildender und dritter Mann im Mehrzweckwagen mit, der meistens für den Krankentransport genutzt wird. Später soll er aber auch beim Rettungswagen mitfahren. Dessen Ausrüstung ist auf die Herstellung und Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit von Notfallpatienten vor und während des Transports spezialisiert. Jeden Montag steht die Inspektion und Reinigung der Einsatzwagen an. „Die Ausrüstung muss desinfiziert werden und die Medikamente werden auf ihren Verfall geprüft. So lerne ich die ganzen Mittel auch nebenbei kennen“, sagt der angehende Notfallsanitäter. Somit gehört also nicht nur Leben-Retten zum Alltag seiner Ausbildung. Ebenso sind es die Reinigung und Überprüfung der Ausrüstung und das pflichtbewusste Dokumentieren der Einsätze nach dem Ausrücken. Sollte es dann doch zu einem Notfall kommen, ist Marvin Rohde darauf vorbereitet. „Die Angst, dass ein Rettungsversuch mal vergebens ist, begleitet einen natürlich immer. Aber auf so einen Fall bin ich eingestellt“, sagt er. „Ich denke, dann ist es besonders wichtig, darüber mit seinen Kollegen zu sprechen.“

Marvin Rohde aus Güstrow ist auszubildender Notfallsanitäter im ersten Lehrjahr bei der DRKRettungswache in Bützow.

Neben seiner Arbeit in der Rettungswache erwartet Marvin Rohde auch noch ein Praktikum in einem Krankenhaus. In 720 Stunden wird er dort lernen, wie ein EKG aufgezeichnet wird, oder welche Werte er beim Monitoring im Blick behalten muss. Auch der Umgang mit den Patienten steht während des Praktikums im besonderen Fokus. Eng mit der Praxis verflochten ist auch der schulische Teil seiner Ausbildung, die er im DRK Bildungszentrum Teterow absolviert. Dort stehen Fächer wie Anatomie, Krankheitsbilder, Qualitätsmanagement aber auch Kommunikation auf dem Stundenplan. Nach Meinung der Leiterin der Rettungswache Bützow, Karin Rhein, sei dies einer der wichtigsten Aspekte des Berufes. „Ein Notfallsanitäter sollte nicht nur teamfähig und wissbegierig, sondern auch empathisch sein. Die Kommunikation mit Patienten ist das A und O“, sagt sie. In weiteren Praxisaufgaben lernt Marvin Rohde außerdem, seine Arbeit in der Rettungswache zu reflektieren und sein medizinisches Wissen zu ergänzen. Noch hat er zwar meistens gegen 18 Uhr Dienstschluss, doch ab dem dritten Lehrjahr erwarten auch ihn 24-Stunden-Schichten. Sein Plan für die Zukunft ist es, die Ausbildung so gut wie möglich abzuschließen und anschließend hier in der Umgebung eine Anstellung zu finden. Lennart Stahlberg – Quelle: https://www.svz.de/18425211 ©2017

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BETREUTES WOHNEN:Start für DRK-Wohnanlage später Grundstück am Bützower See ist vorbereitet / Hochbau beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2018

vom 25. November 2017 Aus der Redaktion der Bützower Zeitung Die vielen Leitungen und Rohre für Strom, Wasser, Abwasser, Telefon, Fernwärme und weitere Versorgungsträger sind verlegt. Nun herrscht wieder Ruhe auf der Baustelle auf dem ehemaligen Möbelwerksgelände an der Straße Vor dem Rühner Tor. Und an diesem Zustand wird sich in diesem Jahr auch nichts mehr ändern. Die Pläne des DRK-Kreisverbandes Güstrow, noch in diesem Jahr mit den ersten Hochbauarbeiten einer Wohnanlage für betreutes Wohnen zu beginnen, mussten zu den Akten gelegt werden, sagt Carolin Mai, Projektmanagerin beim DRK. Auf mehreren Informationsveranstaltungen wurden jetzt Bewerber auf die Wohnungen in landschaftlich reizvoller Lage über den Stand der Dinge in Kenntnis gesetzt. Eine Frage war da auch immer wieder die nach den künftigen Mietpreisen. Genau das sei gegenwärtig das Problem, erläuterte die Projektmanagerin. Die Situation auf dem Baumarkt sei schwieriger geworden. Die Auftragsbücher der meisten Unternehmen sind voll. Deshalb komme es darauf an, die Ausschreibungsunterlagen genau vorzubereiten und das Verfahren so durchzuführen, dass die Kosten im vertretbaren Rahmen bleiben. „Über eines müssen sich alle klar sein. Mietpreise von um die 6 Euro sind heute bei einem Neubau nicht mehr zu erzielen“, sagt Carolin Mai. Angestrebt werde beziehungsweise ein Wunsch wäre ein Preis von um die 8 Euro. Doch ob das zu realisieren ist, auch dass könne sie zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt noch nicht sagen. Mehr Klarheit bestehe da schon über den ersten Bauabschnitt. Der beinhaltet zunächst die Errichtung der Seniorenbegegnungsstätte und der 37 Häuser im Bungalowstil für das betreute Wohnen. Geplant seien Häuser sowohl mit Flach- als auch mit Spitzdach. Alle Wohnungen sind ebenerdig und wenn gewünscht mit einem Notrufsystem ausgestattet. Die Begegnungsstätte soll zum Zentrum der Wohnanlage werden. „Wir möchten ja nicht, dass die Menschen vereinsamen, sondern miteinander auch in Kontakt kommen, sich treffen“, sagt Karin Jarchow vom DRK-Kreisverband. Dieses Konzept habe sich auch schon in anderen Wohnanlagen bewährt, die der Kreisverband unter anderem in Güstrow, Laage und Krakow am See in den zurückliegenden Jahren errichtet hat. Für die Wohnanlage werde es eine Hausdame geben, die sich unter anderem darum kümmert, dass es verschiedene Veranstaltungen in der Gemeinschaftseinrichtung gibt, aber sich zugleich auch individuellen Wünschen der Bewohner annimmt. Das alles kann natürlich erst zum Tragen kommen, wenn die Wohnanlage steht. Das DRK plant mit dem Baustart im Frühjahr 2018. Gegenwärtig werde dann mit einer Bauzeit von einem Jahr gerechnet. Ralf Badenschier

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Eröffnungsfeier in der Bützower Schloßstraße Pflegekräfte betreuen bereits Patienten im Amtsbereich SVZ, 9.11.2017 BÜTZOW Erst wenige Wochen gibt es die Sozialstation des DRK und doch haben die Pflegekräfte schon einiges zu tun. „Wir versorgen schon Patienten im medizinischen Bereich“, berichtete Pflegedienstleiterin Anja Behlke gestern bei der offiziellen Eröffnung des Büros in der Schloßstraße. Viele Bützower und Kollegen aus anderen Sozialstationen waren vorbeigekommen, um dem Team gutes Gelingen für seine Arbeit in Bützow und Umgebung zu wünschen. Das Kernanliegen der Sozialstation: Die Menschen sollen so lange wie möglich in der Häuslichkeit betreut werden. Dazu fahren die Pflegekräfte bis in die hintersten Winkel der Region. So betreut Anja Behlke bereits jemanden in Klein Sien. Für die Zukunft hofft sie, dass noch viele weitere Patienten hinzukommen, die von den insgesamt fünf Mitarbeitern betreut werden können. Die Beratungsgespräche, die derzeit schon geführt werden, zeigen zumindest, dass der Bedarf da ist. Von der Bützower Innenstadt aus soll der Grundstein gelegt werden für die Arbeit, die später vom Gebäudekomplex Vor dem Rühner Tor aus organisiert wird, der sich noch im Bau befindet. Lange waren dort keine Fortschritte zu verzeichnen, aber jetzt geht es auch da voran. Für die Interessenten für die altersgerechten Mietobjekte – mehr als 100 seien aufgelistet, sagt Cornelia Bäumer, Leiterin der DRK-Sozialstationen – wird es jetzt also konkret. Für den 16. und 23. November sind Informationsversammlungen angesetzt, bei denen alle Fragen geklärt werden. Bis der Komplex fertig ist und die Sozialstation dorthin umzieht, haben Anja Behlke und Co. noch jede Menge Zeit, in der Warnowstadt Fuß zu fassen. Dabei gehen sie auch organisatorisch den modernsten Weg. Denn die Dokumentation der Patienteninformationen wird ausschließlich digital gehändelt. In dieser Hinsicht ist die Bützower Sozialstation bislang einmalig. „Das ist ein schönes Pilotprojekt, das wir dann auch auf die anderen Sozialstationen übertragen wollen“, sagt Cornelia Bäumer. Auch wenn sie schon vor einer Weile ihre Arbeit in Bützow aufgenommen haben, ist die gestrige Eröffnung für Anja Behlke und Co. nichts Alltägliches gewesen. „Ich bin sehr aufgeregt. Jetzt geht es richtig los“, sagte die Pflegedienstleiterin. Dominant ist aber die Freude auf das, was nun folgt. Für die Pflegekräfte ist klar, sie wollen ihre Arbeit so gut wie möglich machen und ihrem Anspruch gerecht werden. „Ich möchte nicht nur hingehen, kurz versorgen und dann gleich nach getaner Arbeit wieder gehen. Wir wollen die Menschen ja auch darin unterstützen, ihren Alltag noch ein Stückchen lebenswerter zu gestalten“, betonte Anja Behlke. Christina Milbrandt

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DRK-Beratungszentrum organisiert mit zentraler Rufnummer Hilfe für das ganze Land SVZ, 18.11.2017 GÜSTROW Als Pilotprojekt in Mecklenburg-Vorpommern war es gestartet, jetzt nach zehn Jahren ist das DRK-Beratungszentrum Güstrow nicht mehr wegzudenken. Mit zentraler Rufnummer bietet es Hilfe für das ganze Land. Erreichbar ist das Beratungszentrum von null bis 24 Uhr unter der Hotline 08000 365 000. „Bearbeitet werden über die kostenlose Rufnummer rund 10 000 Anrufe im Jahr“, berichtet Rüdiger Gag , Leiter des DRK-Beratungszentrums in Güstrow. Von der Barlachstadt aus werden alle Fragen an das DRK für das gesamte Land beantwortet sowie sämtliche Hausnotrufkunden des DRK in MV betreut. „Über 4000 Hausnotrufteilnehmer bekommen Hilfe per Knopfdruck“, betont Rüdiger Gag. Dabei gehe es um pflegerische Angelegenheiten, um eine Information an die Angehörigen oder die Notwendigkeit, einen Rettungsdienst zu informieren, nennt der Leiter des Beratungszentrums Beispiele. Weitere 4500 Anrufe würden über die Rufnummer 08000 356 000 kommen. Zunehmend würden Anrufe aus dem Mobilfunknetz bundesweit zu Fragen zum Deutschen Roten Kreuz kommen, berichtet Rüdiger Gag weiter und beziffert sie mit rund 1000 im Jahr. Gestartet war das Beratungszentrum vor zehn Jahren mit fünf Mitarbeitern. Inzwischen sind es neun. „Die Bevölkerung wird immer älter und sucht verstärkt nach Hilfsangeboten“, erklärt Rüdiger Gag die Entwicklung. Gefragt werde u.a. nach Angeboten der häuslichen Pflege, der Funktion eines Hausnotrufes, nach Kindergartenplätzen oder Kursen für Ersthelfer und Führerscheinneulinge in MV. Rund 2000 davon habe man schon gebucht, erzählt der Leiter des Beratungszentrums. rmai

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DRK-Wasserwacht Güstrow bringt seit elf Jahren Kindern das Schwimmen bei SVZ, 23.11.2017 GÜSTROW An der im August in Waren durchgeführten Laufveranstaltung „Run for Charity“ nahmen auch zwei Laufgruppen aus dem KMG-Klinikum Güstrow erfolgreich teil. Die ausgelobten großzügigen Geldzuwendungen eines Hamburger Sponsors gaben die Läufer zweckgebunden an die DRK-Wasserwacht Güstrow für ihr Projekt „Kita-Kinder lernen Schwimmen“ weiter. Bereits im elften Jahr bietet die Wasserwacht in Zusammenarbeit mit den vom Deutschen Roten Kreuz getragenen Kindertagesstätten im Kreisverband Güstrow allen Vorschulkindern kostenfreien Schwimmunterricht im Freizeitbad „Oase“ an. Dabei unterrichten die Schwimmlehrer ehrenamtlich und kostenfrei. „Dennoch fallen natürlich erhebliche Sach- und Fahrkosten sowie die Hallenmiete an. Dank dieser neuen Geldzuwendung können wieder etwa 130 Kinder in diesem Vorschuljahr Schwimmunterricht bekommen“, berichtet Christian Möller von der DRK-Wasserwacht Güstrow. Um die 90 Prozent dieser Kinder können nach 13 Unterrichtsstunden schwimmen und kurz vor den Sommerferien 2018 am großen Schwimmfest der Kindertagesstätten teilnehmen.


Seniorenheim setzt auf DDR-Erinnerungen – samt Hymne und Kittelschürze

SVZ, 25.11.2017 TETEROW „Die Kittelschürze zieh ich immer über“, erklärt Hildegard Wolter. Die 92-jährige Frau sitzt mit der blauen Schürze und 14 Frauen und Männern im Saal des DRK-Seniorenheimes in Teterow. DDR-Fahnen hängen an der Wand, es gibt eine „FDJ-Ecke“, DDR-Schallplatten, -Bücher und viele Utensilien aus dem Sozialismus. Ab und zu werden Lieder aus dem ehemaligen „Arbeiter- und Bauernstaat“ gesungen. Das Ganze hat aber nicht mit Nostalgie, sondern eher mit Gesundheitspflege zu tun, wie Heimleiter Ronald Hinkelmann erläutert. „Wir nennen das“ biografiebezogene Erinnerungsarbeit“, sagt Ergotherapeutin Carmen Renzel, die zu den Initiatoren der ungewöhnlichen Vormittage gehört. Vor allem bei Senioren mit leichter Demenz werden die „grauen Zellen“ durch Gespräche über die Erinnerungen und das Liedersingen quasi aufgefrischt – wozu auch die DDR-Hymne „Auferstanden aus Ruinen“ gehört. „Die Leute erinnern sich gern daran, wie sie gelebt und was sie in ihrer Freizeit gemacht haben“, sagt der 47 Jahre alte Heimleiter. Die „Museumstage“, wie sie genannt werden, sollen an Betriebsfeste erinnern, wie sie damals üblich waren. Angefangen hat alles mit dem Trabant-Jubiläum Anfang November. „Die Männer erzählten uns bei einem Ausflug in ein Museum und ein Autohaus, wo Oldtimer besichtigt wurden, ihre Trabant-Geschichten“, erläutert Pflegedienstleiterin Michaela Hinz. Daraus wurde die Idee geboren, eine Art DDR-Tag zu gestalten. Mitarbeiter brachten alte Radios, Schallplatten, Küchengeräte, Bücher und Embleme mit. „Und als wir merkten, wie die Atmosphäre wirkte, haben wir Lieder gesungen“, berichtet Hinkelmann. Aus einem geplanten Tag wurden drei Tage mit je mehr als 30 Senioren. Wie Wolter kommen auch Lilly Ogrzewalla und Agnes Engel ins Schwatzen. „Damals gab es nur zwei Wochen Urlaub, aber auch immer einen Haushaltstag, wenn man verheiratet war oder Kinder hatte“, sagt Ogrzewallas Nachbarin. „Ich hatte das nicht, in der privaten Landwirtschaft gab es sowas nicht“, sagt die 87-jährige Ogrzewalla. „Diese Treffen sind für unsere Bewohner genauso wichtig, wie die täglichen Zeitungsschauen, Orientierungs- und Gleichgewichtstraining oder die Ausflüge“, erläutert Renzer. Wie andere findet Rentnerin Wolter, dass sich Teterow baulich gut entwickelt hat. Nur Geschäfte habe es damals mehr gegeben. „Teterow hatte viele private Bäcker und Fleischer“, sagt eine der Frauen. „Und auch viele Kneipen“, ergänzt ein Nachbar und alle lachen. Am Ende legt Renzel eine der DDR-Platten auf. Zuerst wird ein plattdeutsches Lied gesungen. Dann erklingt das Mecklenburg-Lied, in dem es heißt „Das ist meine Heimat, Mecklenburger Land.“ Als beim ersten Mal die alte DDR-Hymne erklang, weil die Teilnehmer das so wollten und darüber berichtet wurde, haben die Frauen um Heimleiter Hinkelmann auch Kritik einstecken müssen. „Per Facebook wurde uns vorgeworfen, dass wir den Schießbefehl vergessen hätten“, erklärt Hinkelmann. Darum gehe es aber gar nicht. Wichtig sei, wie sich die Leute an ihre Zeit erinnern. Trotzdem ließ man das Porträt des damaligen DDR-Staatschefs Erich Honecker bei der Neuauflage des Museumstages dann doch weg. „Das ist keine politische Veranstaltung“, stellt der Leiter klar. Es gehe eher darum, wer hat wo gearbeitet, an welche Läden oder Betriebe in der Region kann man sich erinnern. Nun kommt erstmal die Adventszeit. Da soll es einen Weihnachtsmarkt im Haus geben. Dazu könnte auch wieder etwas DDR-Musik erklingen: „Weihnachten in Familie“ von der damaligen Vorzeigefamilie Aurora Lacasa und Frank Schöbel mit Kindern war die erfolgreichste Schallplatte des damaligen Labels amiga. Winfried Wagner

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Güstrower holten Deutschen Meisterschaften in Hamburg zahlreiche Medaillen SVZ,15.11.2017 HAMBURG/GÜSTROW Hauptberufliche Bäderangestellte und ehrenamtliche Wasserretter trafen sich jetzt zu ihren 43. Deutschen Meisterschaften im Retten und Schwimmen in Hamburg. Vier Aktive von der DRK-Wasserwacht im Kreisverband Güstrow nahmen an dem Leistungsvergleich zahlreicher ehemaliger Größen des deutschen Schwimmsportes teil – mit Erfolg. Die Güstrower „Oase“-Mitarbeiterin Susanne Wienholz gewann über 100 Meter Lagen die Silbermedaille und jeweils Bronze über 50 Meter Brust und Schmetterling. Einen 3. Platz erkämpfte sich Mark Loeschke im Rettungsdreikampf. Rony Heiligers, ehemals Auswahlschwimmer im DDR-Jugendbereich, wurde Deutscher Meister im Rettungsdreikampf, der anspruchsvollsten Disziplin. Zweimal Silber und eine Bronzemedaille rundeten diese Erfolgsbilanz ab. In seiner Paradedisziplin, den 50 Meter Freistil, wurde René Eckermann Deutscher Meister. Dass das ehemalige Mitglied der DDR-Schwimmnationalmannschaft – mit 17 Jahren war Eckermann DDR- Meister über 100 Meter Freistil – noch über ein erhebliches Leistungspotenzial verfügt, zeigte er mit dem Gewinn weiterer fünf Silbermedaillen. Christian Möller von der DRK-Wasserwacht Güstrow: „Meisterschaften bilden zwar die Höhepunkte der ehrenamtlichen Arbeit in der DRK-Wasserwacht, aber das Hauptaugenmerk liegt auf einer fundierten, praxisbezogenen Aus- und Weiterbildung möglichst vieler Rettungsschwimmer.“. „Dabei handelt es sich um Aktive, die in unserem Bundesland nicht nur in Bäderbetrieben und an Badestellen Wachdienst leisten, sondern auch Veranstaltungen an und auf Gewässern absichern.“

Angehende Erzieher erfüllten gestrigen bundesweiten Vorlesetag in Kindertagesstätte in Güstrow mit Leben SVZ,18.11.2017 GÜSTROW Das Märchen von Frau Holle passt genau in die Zeit, meinten Odette Webel und Lisa Krull, wählten ein wunderschön illustriertes Märchenbuch aus und bereiteten den Kindern und sich selbst einen schönen Vormittag in der DRK-Kindertagesstätte„Zwergenhaus“ in der Güstrower Hafenstraße. Gestern war bundesweiter Vorlesetag. Auszubildende der Erzieherklassen an der Beruflichen Schule des Landkreises in GüstrowBockhorst beteiligten sich daran und lasen in verschiedenen Kindertagesstätten im Landkreis vor. Regina Mai

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Spielplatz feierlich eingeweiht SVZ, 09.11.2017 GÜSTROW Der neu gebaute Spielplatz der Güstrower Kita „Bärenhaus“ wurde gestern feierlich eingeweiht. Das war die Feuertaufe für den Spielplatz mit Wasserspielplatz, Schaukeln, Klettermöglichkeiten und Wegen. Anschließend wurde ein Laternen- und Lichterfest gefeiert. „Die Kinder haben schon alle Spielinseln für sich entdeckt“, sagt Leiterin Kathrin Lüdecke. Sie freut sich über die vielfältigen Möglichkeiten, die sich den Kindern auf dem neuen Platz bieten. Sie können nicht nur verschiedene Ballsportarten auf dem kleinen Spielfeld ausprobieren, sondern auch auf ihrem Roller die Wege entlang fahren, klettern und beim Balancieren ihre Geschicklichkeit austesten. Gestern vor Ort war auch Stefan Pulkenat, der den Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Platzes gewonnen hatte. So ist letztlich ein Spielplatz daraus geworden, der nach den Ideen und Wünschen der Kinder entstand. Zum Fest war der Elternrat sehr aktiv. Kuchen wurde angeboten, die Kinder konnten basteln, sich schminken lassen. Erstmals wurde auch die Feuerstelle ausprobiert, um es sich am Lagerfeuer gemütlich zu machen. sise

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KV.info November 2017  
KV.info November 2017  

News vom DRK-Kreisverband Güstrow e. V.: Interviews mit Ehrenamtlichen, Informationen aus den Bereichen und vieles mehr.

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