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KV.info DRK KREISVERBAND GÜSTROW NEWS

AUSGABE 1/2018

Unsere Themen Alaaf und helau: Faschingszeit Unsere Einrichtungen: Kinder- und Jugendheim Lalendorf Interview: Anja Seyfert, Kreisauskunftsbüro Unser neues Gesicht: Peggy Reimer (Projekt "Patenschaften")


Impressum Herausgeber

Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Güstrow e.V. Hagemeisterstraße 5 18273 Güstrow

Redaktion und Anzeigen

Manuela Hamann

Foto- und Bildnachweis

DRK-Kreisverband Güstrow e. V.

Autoren

DRK Facebook Redaktionsteam

Ausgabe

01/2018


Inhalt 4

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UNSERE EINRICHTUNGEN Heute: Jugendhilfezentrum Friedrichshagen

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Ehrenamt: Interview mit Anja Seyfert (KAB)

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Sportnachmitag in Tessin

8. Lehrstellenmesse in Zehna Glückwunsch Sozialstation Teterow

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Fremdes Land - neue Heimat

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Ein Dankesbrief: DRK-Kita "Piporello" Wellnessfrühstück in Teterow

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Blutspendetermine Geburtstage & Jubiläen

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Dit & Dat

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Blätterrascheln: Wir in der Presse

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Warum, warum ist die Banane krumm? Projekt "Gesunde Ernährung" bei den Piporellos Helau und Alaaf Faschingszeit

Neue Projektmitarbeiterin für das Projekt "Patenschaften"

Anmerkungen, Kritik, Vorschläge, Ideen, Texte und Fotos an Manuela Hamann, m.hamann@drkguestrow.de


KV.INFO

Warum, warum ist die Banane krumm?

Projekt "Gesunde Ernährung", Teil I DRK Kita "Piporello", Bützow Nachdem wir am Montag darüber gesprochen haben, welches Obst und Gemüse den Kindern bereits bekannt ist, wurde heute der Geschmackssinn getestet und beansprucht. Die Kinder haben in den meisten Fällen richtig erkannt, um welches Obst oder Gemüse es sich in ihrem Mund handelt. Das war gar nicht so einfach, denn die Augen der Kinder waren dabei verbunden und sie konnten nicht sehen, was sie gerade zu schmecken bekamen.

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KV.INFO

Das Thema „gesunden Ernährung“ geht in die nächste Runde...

Projekt "Gesunde Ernährung", Teil II DRK Kita "Piporello", Bützow „Warum ist die Banane krumm“ - das Thema „gesunde Ernährung“ in der Kita ist immer aktuell. Doch was ist gesund, was nicht? Wissen wir, was wir täglich zu uns nehmen? In der heutigen Zeit leiden viele Kinder in ganz Deutschland an Übergewicht. Die meisten Kalorien werden über das Trinken aufgenommen und genau damit haben sich die Vorschulkinder heute ganz genau auseinander gesetzt... was am Anfang eher lustig erschien, hat zum Ende hin doch zum Nachdenken angeregt (auch bei den Eltern und Erzieherinnen) ...

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KV.INFO

Helau und alaaf - Faschingzeit "Piporello.... HELAU!!!!„ Heute war es ziemlich bunt und laut in der DRK Kita "Piporello"! Der Grund dafür war unser Faschingsfest! Um acht Uhr haben sich alle bunt gekleideten Kinder und Erzieher standesgemäß im Zirkuszelt getroffen, um die Party zu eröffnen! Zu sehen waren in einer großen Runde u.a. Prinzessinnen, Teufel, Ninjas und Polizisten. Nach der Begrüßung gab es ein großes Frühstücksbüffet für alle Kinder. Es wurde so viel gegessen und getrunken, dass es nun an der Zeit war, sich zu bewegen. Gesagt getan. Die Party wurde dann im Zirkuszelt laut gefeiert. Auch die Krippenkinder haben uns unterstützt und mitgefeiert. Es war ein rundum gelungener Vormittag.

DRK- Tagespflege Teterow Teterow Helau! - De Lütten mank de Grooten (Fasching in der DRK-Tagespflege Teterow mit der KiTa 6 Nordlichter)


8. Lehrstellenmesse Zehna Cathrin Hübbe ist stolz: Nunmehr zum 8. Mal ist es ihr gelungen, Ausbildungsbetriebe nach Zehna zur Ausbildungsmesse zu locken. Insgesamt 22 Austeller konnte sie für diese Messe gewinnen. Neben Gewerbebetrieben wie Gerüstbau Manck stellten auch Zoll, Polizei, die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Polizei, die Bahn und die AOK ihre Ausbildungmöglichkeiten vor. Viele junge Leute nutzten die Möglichkeit, um sich über die verschiedenen Berufe zu informieren und mit zukünftigen Arbeitgebern in Kontakt zu kommen. Auch der DRK Rettungsdienst warb um Nachwuchs: Sie stellten den Beruf "Notfallsanitäter" vor..

Super MDK-Prüfung! Herzlichen Glückwunsch! SST Teterow Diesen Post widmen wir heute unseren geschätzten Kollegen der SST Güstrow. Wir gratulieren euch herzlichst zu Eurer tollen MDK Benotung. Super gemacht. Weiter so!!!

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KV.INFO

Ein Dankesbrief: DRK-Kita "Piporello", Bützow  Unsere Kollegen Andrea und Daniela aus der Krippe waren heute den Tränen nah, als sie diesen tollen Brief bekamen. In diesem Schreiben bedankt sich unsere nun Kindergarten - Hilla bei ihren beiden Erzieherinnen für die vielen, schönen Stunden. Auch wenn der Job des Erziehers sehr umfangreich und manchmal auch stressig sein kann, ist es genau DAS, warum wir jeden Tag mit Freude zur Arbeit kommen! Vielen Dank an Hilla und Eltern für diese Wertschätzung!

Liebe Andrea- Liebe Daniela,

Kaum zu glauben aber wahr nun heißt es für uns: Abschied nehmen! Ich bin jetzt tatsächlich alt genug für den Kindergarten. Seit zwei Jahren bin ich täglich zu euch gekommen und ihr habt mich in dieser Zeit ( immerhin 2/3 meines bisherigen Lebens) kennengelernt und bei allen meinen Entwicklungsschritten begleitet. Sicher wart ihr genauso froh wie ich, als ich endlich sprechen konnte- denn wie sich schnell zeigte, trägt das häufig zur Belustigung aller Anwesenden bei! Ich weiß - nein, nicht ich aber meine Eltern (!) dass es mit mir nicht immer ganz einfach ist. Meine Tonlage ist manchmal schon grenzwertig und trotzen kann ich obendrein auch sehr gut... und ach ja- das Thema mit

��.

dem Sauber werden lass‘ ich jetzt mal lieber

Aber ich habe mit euch so viel gelernt und möchte mich von

dafür bedanken. ... dass ihr mir mit Geduld und Vertrauen Raum gelassen habt für meine grenzenlose Phantasie , für meine Sturheit, meine einzigartige Sicht auf die Welt und mein ganz individuelles Tempo DANKE! Ihr habt die Samen gepflanzt, die mein Leben lang weiter wachsen werden!

Hilla Hildegard

Wellnessfrühstück in Teterow Wiederum fand unser beliebtes Wellnessfrühstück statt . Dabei hielt Dr. Jörgensen, leitender Oberarzt der Orthopädie & Unfallchirugie aus dem KH Teterow, einen Vortrag über künstliche Gelenke. Bei Interesse an einer Teilnahme melden Sie sich bitte bei unserer Sozialstation in Teterow.

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DIT & DAT DRK Tagespflege Krakow Draußen wird es kalt. Das erste Mal in diesem Winter haben wir die Minusgrade erreicht und Mütze, Schal und Handschuhe gehören nicht mehr in den Kleiderschrank, sondern wollen angezogen werden. Dieses Wetter nutzen wir und stellen gemeinsam Vogelringe her. Diese müssen nun trocknen und morgen können wir zusammen mit unseren Tagesgästen diese an die Bäume hängen und beobachten, ob unser Snack ankommt. Wir hoffen auf reges Treiben.

Kreative Runde in der DRK-Tagespflege Teterow Heute wurde wieder fleißig gearbeitet in der DRK-Tagespflege Teterow. Die einen nähten eifrig an bunten Frühblühern, die anderen bastelten noch an einem dekorativen Schneemann. Und wer sich nicht für so kreativ hielt, amüsierte sich einfach beim Kutscherspiel.

DRK-Tagespflege Laage Die DRK- Tagespflege Laage wünscht allen noch ein frohes und gesundes Jahr 2018. Die letzten Tage des alten Jahres ließen wir feierlich mit einem Unterhaltungskünstler ausklingen. Alle hatte eine Menge Spaß. Aber auch ins neue Jahr starteten wir mit viel Freude. Wir gingen gemeinsam Kaffee trinken in unserer Bäckerei des Vertrauens. Außerdem haben wir uns den Start ins Jahr mit selbstgebackenen Waffeln versüßt. "Musik schwebt in der Luft" der DRK-Tagespflege Teterow Heute probierten die DRK-Tagesgäste aus Teterow mal wieder etwas Neues aus: das Musik-Puzzle. Es wurden Liedtexte studiert und Melodien angestimmt, um jeweils einem bekannten Hit seinem Künstler zu zuordnen.


:Â JUGENDHILFEZENTRUM FRIEDRICHSHAGEN


UNSERE EINRICHTUNGEN: JUGENDHILFEZENTRUM FRIEDRICHSHAGEN Eine unserer neueren Einrichtungen ist das Jugendhilfezentrum in Friedrichshagen. In dem ehemaligen Gutshaus wohnen zur Zeit 16 Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 18 Jahren. Zwei Kinder- und Jugendgruppen gibt es derzeit, eine dritte ist geplant. Unter dem Dach wohnen die fast schon Volljährigen - sie proben, wie das Alleinwohnen so geht. "Dazu gehört alles, Wäsche waschen, einkaufen, kochen, putzen ...", betont Gunnar Quaas, Leiter der DRK-Kinderund Jugendhilfe. Aber er ist optimistisch: Seine Eleven machen sich gut. Die Bewohner werden von einem neunköpfigen Pädagogenteam, bestehend aus Erziehern, Sozialpädagogen und Lehrern, betreut. Hauswirtschafter und Hausmeister, insgesamt fünf an der Zahl, komplettieren das Team. Zugegeben: Das Haus liegt etwas abgeschieden. Aber die Bewohner werden durch eine riesige Freifläche von ca. 11.000 qm entschädigt. Hier ist alles möglich: Bolzen, Grillen, die Sonne genießen, spielen, entdecken. Zugleich ist die Grünfläche Wohnbereich der "Außenwohngruppe", bestehend aus Schafen, Ziegen und Kaninchen. "Wir bauen auch Gemüse und Obst an", betont der Leiter der Kinder- und Jugendhilfe. Obstbäume fanden sie schon vor, diese stehen verteilt über das ganze Gelände.

Das Jugendzentrum wird nach einem erlebnispädagogischen Ansatz geführt, systemische Arbeit hat ebenfalls einen festen Platz. Besonders stolz ist Gunnar Quaas auf sein multiprofessionelles und internationales Betreuerteam. Und der Ansatz - tolles Team, geräumiges Haus und viel Natur, die zum Entdecken einlädt, scheint zu funktionieren: Die Kinder und Jugendlichen fühlen sich allesamt wohl in ihrem "Friedrichshagen".

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EHRENAMT: INTERVIEW MIT ANJA SEYFERT Anja ist ein wahrer Tausendsassa: Sie leitet den DRK-Hort "Stelzenvilla", ist oft auf dem Volleyballfeld zu sehen, zieht ihren kleinen Sohn auf, schloss unlängst ein Studium ab ... Und ehrenamtlich unterwegs ist sie auch noch. Sie unterstützt das Kreisauskunftsbüro, kurz KAB genannt. Anja war so lieb, unsere Fragen zum Thema "Ehrenamt" zu beantworten:

Wie bist Du zum Ehrenamt gekommen? Eine Freundin, die bereits beim DRK ehrenamtlich tätig war, hat davon erzählt und mich abgeworben. Was hat Dich bewogen, dieses Ehrenamt anzunehmen? In erster Linie gefällt mir die Regelmäßigkeit und Planbarkeit: Wir treffen uns einmal im Monat, das kann ich gut in meinem Zeitplan unterbringen. Was gefällt Dir ganz besonders an Deiner ehrenamtlichen Tätigkeit? Mit gefällt meine Tätigkeit sehr, da ich vor Ort helfen kann. Und ich habe das Gefühl, gebraucht zu werden. Außerdem kann ich einmal etwas ganz anderes als während meiner Arbeitszeit machen. Worüber ich auch sehr glücklich bin: Wir haben endlich wieder einen Kreisbereitschaftsleiter. Was gefällt Dir nicht? Die ständig wechselnden Strukturen mag ich nicht. Dadurch wirkt alles so schwammig. Ich finde ja auch, dass es zu wenig Ehrenamtliche gibt. Da wünschte ich mir mehr Unterstützung bei der Gewinnung von ehrenamtlichen Mitstreitern. Würdest du das Ehrenamt bzw. Deine Tätigkeit beim KAB weiterempfehlen? Ja, auf jeden Fall. Ich habe auch schon geworben und Ehrenamtliche gewonnen. Welche Qualifikationen/Eigenschaften sollte ein Ehrenamtlicher mitbringen? Keine, alle werden gebraucht. Für jeden findet sich ein Einsatzgebiet, und wenn es Kaffee kochen ist. Wichtig ist: Man sollte Lust auf ein Ehrenamt haben. Ein paar Randkenntnisse (PC) sind aber immer gut Wie kommuniziert ihr untereinander? Einmal jährlich findet ein Leitertag KAB in Teterow statt. Da findet dann ein Erfahrungsaustausch statt. Das finde ich sehr gut. Sonst sind wir eher nicht vernetzt - dazu sind die Wege zu weit.

INTERESSE?

FON:08000 365 000 12


SPORTNACHMITTAG IN TESSIN Am 26.01.2018 haben sich auf Eigeninitiative Eltern, Kinder und Betreuer der Wasserwachtjugend aus dem Altkreis Güstrow zusammengefunden, um einen anderen „besonderen“ Sportnachmittag zu erleben. Das vollkommen private Engagement unter der Fahne des DRK hat uns diesen Tag nach Tessin in die „Alte Zuckerfabrik“ geführt. 19 Kinder und drei Betreuer haben von 16.30 Uhr bis 20.00 Uhr einen Sportnachmittag, für Rettungsschwimmer untypisch, mit Klettern an der Kletterwand, Rutschen auf der Riesenrutsche, Trampolin springen und Eislaufen verbracht. Wie auf den Bildern zu erkennen, wurde alles ausprobiert und/oder neu erlernt. Die Kinder und auch Eltern nutzten die gemeinsame sportliche Zeit und bewegten sich was das Zeug hält. Herr Schmidt, als leitender Betreuer, Lea und Dominik als Rettungsschwimmer sicherten die Kinder beim Klettern, gaben Tipps und Ratschläge, wie die Wand am Besten zu erklimmen war. Als gemeinsame Stärkung freuten sich alle zum Abschluss auf leckere Pommes mit Nuggets. Alle Kinder hatten viel Spaß, waren am Ende zufrieden und K.O. Bedanken möchte ich mich für die Organisation und Koordination bei meiner CO-Trainerin Frau Rüter, bei allen Helfern und Begleitpersonen und den vielen Eltern, die den Transport mit übernommen haben.

Volker Schmidt Stellv. KL WaWa

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FREMDES LAND – NEUE HEIMAT

Neue Projektmitarbeiterin für das Projekt „Patenschaften für geflüchtete Menschen“ „Und auf einmal war alles anders.“, so kann man die Erfahrungen der Geflüchteten zusammenfassen. Das Land ist neu und unbekannt, ebenso die Sprache, die Menschen, die Gesetze, die Sitten und Gebräuche, alles. In dieser Situation benötigt man einen Wegweiser, einen Menschen, der dieses Deutschland erklärt. Und wer könnte das besser als die Menschen, die hier vor Ort leben? Wir als DRK-Kreisverband Güstrow e. V. konnten in der Vergangenheit schon viele Erfahrungen, sei es in den Notunterkünften, sei es in der dezentralen Betreuung, sammeln. Daher liegt der Gedanke nahe, diese Erfahrungen zu teilen. Nun konnten wir Peggy Reimer gewinnen, das Projekt „Patenschaften für geflüchtete Menschen“ weiterzuführen. Vielen ist Peggy bereits bekannt: Mit viel Elan setzte sie sich für die Belange der Bewohner in den DRK-Gemeinschaftsunterkünften ein. Kein Wunder, dass sie inzwischen schon viele Menschen mit Fluchterfahrung um sich geschart hat. Egal, wo man Peggy auch trifft: Immer hat sie ein oder zwei Hilfebedürftige im „Schlepptau“. Oder ist gerade auf dem Weg zu ihren Familien … Auf Ihre neue Tätigkeit freut sie sich. Für das Projekt hat sie schon viele Ideen und Pläne. So bietet sie jeden ersten Mittwoch im Monat von 9.00 - 15.00 Uhr eine Sprechstunde für Paten und Patenkinder an. „Wir möchten daher all denen, die bereits eine Patenschaft für einen Flüchtling oder eine Flüchtlingsfamilie übernommen haben oder mit dem Gedanken spielen, Pate zu werden, eine Plattform anbieten.“, fasst sie zusammen. Und fügt hinzu, dass jeder, der Zeit und Lust hat, mitmachen kann. Hierzu zählt sie kleinere Hilfeleistungen, wie Unterstützung bei den NEU: Jeden ersten Mittwoch Hausaufgaben sowie auch anspruchsvolle Aufgaben. Peggy Reimer freut sich auf im Monat von 9.00 - 15.00 zahlreiche Interessenten unter unserer kostenlosen DRK-Servicenummer 08000 365 000 bzw. der E-Mail 08000-365-000@drk-guestrow.de. Uhr findet unsere SprechWeitere Veranstaltungen zum Thema „Patenschaften für geflüchtete Menschen“ stunde für Paten und sind in Planung. Natürlich geben wir diesen Termin rechtzeitig bekannt. Patenkinder statt!

Ort: DRK Haus der Familie Friedrich - Engels - Straße 25 18273 Güstrow

Fragen und Antworten Wer kann Pate werden? Im Prinzip kann jeder Pate werden. Voraussetzungen sind das vollendete 18. Lebensjahr, Interesse und etwas Zeit. Wer wird mein "Patenkind"? Wir haben hier Kinder, Jugendliche, junge Frauen und Männer, gestandene Herren mittleren Alters, ältere Damen - die ganze Bandbreite halt. Woher kommen sie? Sie kommen aus Syrien, aus Afghanistan, dem Iran, aus der Ukraine, aus Somalia und vielen anderen Ländern. Wie viel Zeit muss, darf, soll man investieren? Das ist deine Entscheidung. Ihr könnt Euch einmal wöchentlich treffen oder einmal monatlich, für einen begrenzten Zeitraum oder auf unbestimmte Zeit. Und welche Aktivitäten unternehme ich mit meinem Patenkind? Auch hier könnt ihr frei entscheiden: Gemeinsam kochen und backen, zusammen musizieren oder im Chor singen, miteinander Fußball spielen, das Patenkind bei Behördengängen begleiten, Kinder bei den Hausaufgaben unterstützen, Ponyausritte organisieren die Liste ist unendlich lang und beliebig erweiterbar. Ich habe Interesse. Wie weiter? Einfach anrufen oder eine Mail schreiben: PEGGY REIMER, P.REIMER@DRK-GUESTROW.DE, HANDY: 0172 6279692

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Herzlichen Glückwunsch!

GEBURTSTAGE UND JUBILÄEN Geburtstage Christine Brüggmann Brunhilde Rughöft Melanie Schlusinske Astrid Lierck

02.02.1978 07.02.1958 22.02.1978 26.02.1958

40 60 40 60

Vereinsarbeit Kita Biene Maja TP Krakow Kinderheim

Jubiläen May Carolin Richter Dörte Neumann Lothar Roggensack Christel

05.02.2013 08.02.2008 18.02.2013 25.02.2008

05.02.2018 08.02.2018 18.02.2018 25.02.2018

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Blätterrascheln Wir in der Presse Neuer Treff wünscht sich noch mehr Resonanz SVZ, 16. Januar 2018 „DRK-Begegnungsstätte West“ im Güstrower Bärstämmweg lädt zu Sport, Spiel und Unterhaltung Güstrow Die „DRK-Begegnungsstätte West“ im Güstrower Bärstämmweg soll mehr genutzt werden. Dieser Wunsch der Verantwortlichen soll in diesem Jahr Wirklichkeit werden. „Wir haben vieles versucht, Flyer in Briefkästen verteilt und über die Kinder der Einrichtung die Eltern und Großeltern eingeladen“, sagt Karin Jarchow, Leiterin der Seniorenbetreuung. Doch es dauere seine Zeit, bis der vergangenes Jahr geschaffene Treffpunkt für alle Generationen auch wirklich angenommen werde. Vergangene Woche kamen vier Frauen zum Seniorensport, die sich im Anschluss noch zu einer Tasse Kaffee und Kuchen einladen ließen. „Ich bin zum ersten Mal dabei und es hat mir gut gefallen. Für unsere Generation ist das gerade richtig“, sagte Helga Leu. Auch Marieluise Burmeister freut sich. „Es gibt viele ältere und einsame Menschen in diesem Teil der Stadt“, ist sie sich sicher. Wünschenswert für sie wären auch Angebote wie Lesungen oder ähnliches. Der Anfang in der Begegnungsstätte ist gemacht. Montags um 10 Uhr ist gemeinsames Singen mit Kindern und Senioren angesetzt. Dazu sollten sich Interessierte aber vorher in der Kindertagesstätte unter Telefon 0 38 43/68 20 42 anmelden. Seniorensport gibt es immer dienstags ab 8.30 Uhr und ein Eltern-Kind-Kursus findet gleich im Anschluss mit Beate Wüst statt. Anmeldungen für diese beiden Angebote sind in der Familienbildung unter 0 38 43/277 99 833 möglich. Wer am Montag- oder Mittwochnachmittag Interesse an einem Spiel- und Kaffeenachmittag hat, der kann sich bei Karin Jarchow melden. Sie gibt auch gern Auskunft über weitere Möglichkeiten. Beispielsweise ist der Raum auch für Familienfeiern oder Teamsitzungen zu mieten. Unter Telefon 0 38 43/ 277 99 827 ist sie erreichbar. Im Jahr 2017 wurde die Begegnungsstätte eingeweiht, doch sie soll eben noch viel mehr genutzt werden. „Alle Interessen sind möglich. Es können sich auch Menschen zum Stricken oder Karten spielen hier treffen“, erklärt Karin Jarchow. Auch zum Seniorensport dürfen gern weitere Interessierte kommen, damit die Begegnungsstätte auch gut genutzt wird. Sieglinde Seidel

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Weiter Schwimmspaß für Senioren

Neue Vereinbarung zwischen DRK und Güstrower Freizeitbad „Oase“ / Eintritt gestiegen / Senioren kritisieren neue Regelung

Güstrow, 25. Januar 2018 Die rund 30 Schwimmer, die seit der Eröffnung der Güstrower „Oase“ im Jahr 2000 jeden Freitag von 8 bis 9.30 Uhr von der DRK-Wasserwacht betreut werden, haben ein Problem. Die „Oase“ hat aus ihrer Sicht den Eintritt auf 6,50 Euro erhöht. Bisher wurden nach Aussagen der Senioren 3,50 Euro für das Schwimmen gefordert. Wollte einer noch in die Therme, mussten 4,50 Euro gezahlt werden. Da liegt für Ruth Bartsch, Sprecherin der Schwimm-Gruppe, das Problem. „6,50 Euro sind für viele zu viel Geld. Außerdem ist das der Preis für Senioren während der normalen Öffnungszeit für zwei Stunden. Wir haben also keinen Vorteil, müssen für anderthalb Stunden sogar mehr bezahlen und können nicht alles nutzen, denn das Außenbecken ist wegen des folgenden Babyschwimmens morgens geschlossen. Wir müssten außen herum gehen.“ Durch diese Preiserhöhung, vermutet Ruth Bartsch, werden Senioren der Gruppe aus Kostengründen das Schwimmen aufgeben. „Das ist sehr schade, denn für viele ist es die einzige Möglichkeit in einer vertrauten Runde Sport zu treiben und sich über dieses und jenes zu unterhalten“, bemerkt sie. „Wir haben aus Gründen der Sicherheit und der Kontrolle dieses Schwimmen neu regeln müssen. Dazu haben wir mit dem DRK-Kreisverband im Dezember eine neue Vereinbarung unterschrieben. In der haben beide Seiten auch einen neuen Eintritt für diese Zeit von 5,50 Euro vereinbart“, erklärt „Oase“-Geschäftsführer Holger Schneider die Sachlage. Das sei ein sehr gutes Angebot und stelle gleichzeitig eine klare Preisregelung dar, die es vorher so nicht gegeben habe, weil sie nicht zu kontrollieren gewesen sei, so Schneider. Der Geschäftsführer betont weiter: „Ich bin sehr froh, dass die Senioren zum Schwimmen in die ,Oase’ kommen und es genießen. Das soll auch so bleiben.“ Neue Schwimmer immer willkommen Manuela Hamann, Sprecherin des DRK-Kreisverbandes, bestätigt, dass eine neue Vereinbarung einvernehmlich mit der „Oase“ abgeschlossen wurde. Das sei Anfang Dezember den Senioren mitgeteilt worden, so Hamann. Demnach bezahlen die Senioren jetzt generell 6,50 Euro, von denen 5,50 Euro an die Oase und ein Euro an das DRK geht. Dafür können die Rentner Schwimmbecken, Therme und eine „Attraktion“, wie z.B. das Sprudelbad, nutzen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, AquaFitness für 25 Euro für 30 Minuten zu buchen. „Bei 25 Teilnehmern wäre das für jeden ein Euro mehr“, so Hamann. Das DRK trägt den neuen Preis, der im Vergleich durchschnittlich um 50 Cent höher liegt, mit. Manuela Hamann betont, dass das DRK weiterhin alles unternehmen werde, das Senioren-Schwimmen zu erhalten und zu erweitern, denn neue Schwimmer sind freitags ab 8 Uhr immer willkommen. Dazu passt eine neue Form sich zu treffen. Manuela Hamann: „Am 7. Februar um 15 Uhr laden wir die Senioren-Schwimmer und

alle, die es werden wollen, erstmals zu einem KaffeeNachmittag ins Haus der Familie in die Friedrich-Engels-Straße in Güstrow ein.“ Wie ernst es dem DRK ist, dieses Schwimmen weiter stattfinden zu lassen, zeigt diese Überlegung: „Sollte ein Teilnehmer trotzdem Probleme haben, den Eintritt zu bezahlen, sieht das DRK Möglichkeiten, Spenden einzuwerben und die Rentner zu unterstützen“, sagt Manuela Hamann. Hans-Jürgen Kowalzik

Foto: SVZ; Hans-Jürgen Kowalzik

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Den ersten Toten vergisst Du nie Notfallsanitäter haben emotional herausfordernden Job / DRK-Rettungswache Güstrow fährt bis zu 6500 Einsätze im Jahr * *  *  *  * Güstrow, 29. Januar 2018 Gerade erst hat Nino Orseszki seine Ausbildung zum Notfallsanitäter abgeschlossen. Doch der 20-jährige Güstrower hat schon mehr als 300 Einsätze mit dem Rettungswagen hinter sich. Es ist ein Beruf der Extreme. Glücksmomente als Lebensretter und tiefempfundenes Leid stehen hier unmittelbar nebeneinander. „Die Einsätze können durchaus emotional belastend sein“, sagt Nino Orseszki. „Mein schlimmster Moment war , als ein drei Monate altes Baby am plötzlichen Kindstod gestorben ist. Da musste ich schlucken“, gibt er zu. „Deinen ersten Toten vergisst du nie.“ Alexander Henkel vom Deutschen Roten Kreuz Güstrow weiß um die psychischen Belastungen im Rettungsdienst. „Wir sind bei fast jedem Toten dabei“, sagt der Rettungswachen-Bereichsleiter Güstrow. „Nicht nur, wenn jemand friedlich im Bett eingeschlafen ist, sondern auch bei schweren Verkehrsunfällen.“ 6417 Einsätze mit dem Rettungswagen musste die Rettungswache Güstrow im vergangenen Jahr fahren. „Wir haben ein leicht steigendes Einsatzaufkommen“, sagt der 38-Jährige aus Laage. „Das ist manchmal emotional nicht leicht. Es greift die Leute an, die einen mehr, die anderen weniger“, sagt Henkel. Die Notfallseelsorge des DRK Güstrow stehe dann immer bereit. 53 Leute arbeiten in der Rettungswache Güstrow. Davon sind 33 Notfallsanitäter. Diesen Beruf gibt es erst seit 2014. Es handelt sich um die derzeit höchste nichtärztliche medizinische Ausbildung, die es in Deutschland gibt. Einsatzgebiet ist die Notfallmedizin im Rettungswagen oder Rettungshubschrauber. Beim DRK Güstrow absolvieren aktuell sieben Frauen und Männer die Ausbildung zum Notfallsanitäter. „Aber wir brauchen mehr Leute, vor allem aus der Region“, sagt Henkel. „Wir wollen unseren Nachwuchs selber ausbilden.“ Für die Rettungswache Güstrow sucht Henkel drei, für die in Bützow einen und für die DRK-Wache in Teterow zwei neue Azubis. „Wir müssen vorbauen, weil wir eine hohe Altersstruktur haben. In den nächsten Jahren gehen Mitarbeiter verstärkt in Rente.“ Bei einem Tag der offenen Tür auf dem DRKStützpunkt in der Hagemeisterstraße in Güstrow warben Henkel und seine Kollegen am Sonnabend um Nachwuchsretter. Vom angeknacksten Fuß bis zum Herz-Kreislauf-Stillstand – das Einsatzspektrum der Notfallsanitäter ist groß. Neben der Konfrontation mit dem Tod stehen Glücksgefühle, wenn man helfen kann, wo Hilfe dringend benötigt wird. „Es ist ein durchaus attraktiver Beruf. Wir haben tarifliche Regelungen der Arbeitszeit sowie eine tarifliche Vergütung“, wirbt Henkel. „Aber man muss ein Faible für den Job haben“, schiebt er hinterher. Den hat Nino Orseszki. „Ich habe viele Momente erlebt, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, sagt er. „Man ist eben ein Lebensretter.“ Jens Griesbach

Foto: SVZ Jens Griesbach

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Im Fokus: Ausbildung zum Notfallsanitäter Tag der offenen Tür beim Güstrower DRK-Rettungsdienst am 27. Januar Güstrow * *  *  *  * Güstrow, 23. Januar 2018 Der DRK-Rettungsdienst Güstrow lädt am Sonnabend, dem 27. Januar, von 10 bis 12 Uhr zu einem Tag der offenen Tür in die Hagemeister Straße 5 ein. „Wir möchten vor allem die Ausbildung zum Notfallsanitäter vorstellen“, sagt der Rettungswachen-Bereichsleiter, Alexander Henkel. In den Lehrrettungswachen werden interessierten jungen Menschen alle Fragen rund um den noch recht neuen Ausbildungsberuf beantwortet. Gleichzeitig öffnen auch die Wachen in Bützow, Am Ausfall, und in Teterow, Goethestraße, ihre Türen, um Jugendliche zu informieren. Im vergangenen Jahr hatte der Rettungsdienst seine Türen bereits für Interessierte geöffnet und gute Erfahrungen gemacht. Alexander Henkel: „Wir hatten große Resonanz.“ Gern möchte er Jugendlichen aus der Region die Möglichkeit geben, diese Ausbildung zu absolvieren. Viele Bewerbungen bekäme er auch aus Süd- und Westdeutschland auf den Tisch. „Aber wir möchten natürlich auch die, die wir ausbilden, dann hier weiter beschäftigen.“ Gern soll die Personaldecke von eigenen Auszubildenden gestellt werden. Allein im Güstrower Bereich sind 53 Mitarbeiter inklusive Azubis tätig. Zwei Rettungswachen in Güstrow, in der Südstadt und der Hagemeisterstraße, eine weitere in Krakow am See und ein Notarztstützpunkt am Krankenhaus gehören dazu. Insgesamt sollen in den drei Rettungswachen des Landkreises fünf Auszubildende eingestellt werden. Mindestens einen Realschulabschluss oder einen Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung sollten künftige Auszubildende mitbringen. Außerdem sind Teamfähigkeit und Offenheit wichtige Voraussetzungen sowie die Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen. Darum können sich Jugendliche am Sonnabend gern über diesen Beruf schon einmal genauer informieren. Sieglinde Seidel

Alexander Henkel wünscht sich viele Interessierte zum Tag der offenen Tür. Foto: Sieglinde Seidel

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Bewegen und gesund essen „Vital & Fit“-Woche in DRK-Tagespflege in Güstrow / Mehr Fisch und Gedünstetes auf dem Plan * *  *  *  * Güstrow, 18. Januar 2018 Sport gehört natürlich regelmäßig zum Wochenplan in der DRK-Tagespflege in der Langen Straße in Güstrow. Doch in dieser Woche gibt es einen Intensivkursus in Sachen Bewegung, gesundes Essen und Gesundheitsvorsorge. Unter dem Motto „Vital & Fit“ stehen zahlreiche Aktivitäten dazu im Fokus. Am Dienstagvormittag gab es eine gute Viertelstunde Fitnessprogramm und anschließend waren die Tagesgäste eingeladen, das Gemüse für das gesunde Mittagessen zu schneiden. „Wir wollten mal eine besondere Woche gestalten, um das Thema komprimiert an unsere Gäste weiter zu geben“, sagt Pflegedienstleiterin Nicole Krumm. „Das wir ein gutes Gemüse, sogar mit Porree“, sagt Christa Heidecker, die emsig Möhren, Porree und weitere Zutaten klein schnitt. Sie habe immer für die Familie kochen müssen, erzählt sie. Jetzt sei sie dankbar, hier in der Tagespflege zu sein. „Es ist ein sehr nettes Team“, betont sie. Das Team um Nicole Krumm und Stellvertreterin Juliane Roob hat in dieser Woche noch einiges mehr geplant. So wurde gestern über spezielle Kräuter informiert, wofür sie gut sind. „Nicht immer muss gleich eine Tablette eingenommen werden“, ist Nicole Krumm sicher. Auch Smoothies sollen in dieser Woche gemeinsam hergestellt und verköstigt werden. Beim Mittag wird eher Fisch und gedämpftes Essen auf dem Tisch stehen. „Am Ende der Woche soll jeder seine Fitness-Check-Karte bekommen und darf unsere Angebote alle selbst bewerten“, sagt Nicole Krumm. Heinz Runge beteiligte sich beim Sport und hatte Spaß beim Gemüse schneiden. Auch wenn er diese Arbeit zu Hause nicht übernommen hat, hier in der Gemeinschaft machte es ihm Freude. Sieglinde Seidel

Die Senioren waren begeistert beim Schneiden des Gemüses dabei, auch Heinz Runge (l.). Foto: Sieglinde Seidel

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Was braucht ein Azubi zum Leben? Auf der 8. Lehrstellenmesse in der Regionalen Schule Zehna vergleicht ein Schüler die Gehälter für Azubis – was ist sein Fazit? * *  *  *  * Zehna, 20. Januar 2018 Tim Krüger steht hinter einem geöffneten Rettungswagen. Vor ihm drei Notfallsanitäter des DRK Güstrow. Tim zögert nicht lange und stellt die harten Fragen. „Was verdient man denn bei euch im ersten Lehrjahr“, fragt der 16-Jährige die Männer. Einige Sekunden herrscht Schweigen, Blicke werden ausgetauscht. „Sag du“, meint einer zum anderen. 1000 Euro brutto ist die Antwort. „Nach Steuern ist das natürlich etwas weniger. Aber du kannst nach der Ausbildung in Güstrow und bundesweit arbeiten. Sanitäter werden extrem gesucht“, sagt ein DRKMitarbeiter. Es ist die Gretchenfrage für angehende Azubis aus der Region. Hierbleiben oder Weggehen? Nur am Geld orientieren oder auch am Spaß bei der Arbeit? Firmen werben um Auszubildende Tim geht entspannter als andere Jugendliche in die 8. Lehrstellenmesse in der Regionalen Schule Zehna. Er hat bereits eine Zusage für seine Traumlehre als Kfz-Mechatroniker in Güstrow. „Das wollte ich schon als Kind werden“, sagt er. Trotzdem will der Noch-Schüler aus Zehna wissen, was die anderen Firmen anbieten, auch für seine Freunde, die noch auf der Suche sind. Er kennt das Thema Abwanderung aus seiner Familie. Seine Schwester ist bereits weggezogen. „Sie hat hier nichts gefunden“, sagt er. Tim geht durch den Eingang der Turnhalle. An der Glastür kleben Fahrpläne. Das Busunternehmen hat auch einen Stand in der Halle. Es geht regional zu, auch um die Schüler im Landkreis zu halten. Drinnen kann Tim zwischen Gerüstbauern, einer Drogerie, der Debeka-Versicherung oder der Landesforst MV wählen, die auf grünen Teppichen ihre Tische aufgestellt haben. Auch größere Arbeitgeber sind von weiter her ins kleine Zehna angereist. Der Hafenlogistiker Europort aus Rostock, das Hauptzollamt Stralsund, die Bundespolizei und die Bundeswehr sind hier. 24 Aussteller insgesamt. Tim setzt sich an den Tisch der MV Werften Wismar. Das Unternehmen sucht Anlagenmechaniker-Azubis. „Und was verdient man bei euch“, fragt Tim. 1004 Euro beträgt die Ausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr. Nach dem kurzen Gespräch sagt er: „Ich schaue nicht nur auf den Lohn. Wenn ich viel Geld verdienen würde, aber jeden Tag deprimiert wäre, bringt mir das ja auch nichts.“ Doch beim nächsten Stand kommt er ins Grübeln. Im Rostocker Hafen sucht ein Logistiker Auszubildende, die als Lagerarbeiter, StaplerFahrer oder Kranfahrer arbeiten sollen. Der Mitarbeiter gibt sich Mühe und beantwortet Tims Fragen. Nachtschicht? Nicht für Azubis. Später aber schon. Gibt es auch Kolleginnen? Der Hafen sei eine Männerdomäne. Und das Gehalt im ersten Lehrjahr? „560 Euro“, ist die Antwort. „Gibt es dazu einen Wohnheimplatz?“, fragt Tim. Nein. Tim grübelt. Er zählt Miete, Lebensmittel und andere Kosten auf. „Könnte eng werden“, stellt er fest. Aber Tim ist ein Optimist, versucht das Gute zu sehen. Man müsse eben flexibel sein und Glück haben, dass Eltern oder Freunde in Rostock leben, bei denen man unterkommen könnte. Dann könnten Azubis auch mit 500 Euro Gehalt auskommen. Trotzdem sei er froh, nicht mehr bangen zu müssen. Er hat eine sichere Lehrstelle. „Und ich werde auch deutlich mehr als 560 Euro verdienen“, sagt Tim. Armin Kung

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Happy Birthday, Christine Büchner! Geburtstag unserer Personalleiterin Im Januar beging unsere Personalleiterin, Christine Büchner, ihren 60. Geburtstag. Am 22. Januar bereiteten die MitarbeiterInnen in aller Heimlichkeit ein kleines Überraschungsfrühstück vor. Peter Struve, unserem Vorstandsvorsitzenden, oblag die Aufgabe, Christine Büchner unauffällig aus ihrem Büro herauszulotsen und sie ins Palais 4+ zu bringen. Etwas verwundert schaute sie um die Ecke, als die zahlreichen Gäste sie mit einem Geburtstagslied empfingen. Peter Struve und weitere Gäste würdigten ihre bisherigen Verdienste. Silvia Brinkmann, Mitglied des Vorstandes des DRK Landesverbandes M-V, schloss sich den Glückwünschen an. Mit einem Augenzwinkern wies sie darauf hin, dass der Arbeitsvertrag natürlich auch über das 65ste Lebensjahr hinaus verlängert werden könne. Für Kurzweil sorgten unsere Kita-Leiterinnen, die ein Geburtstagslied kurzerhand umgedichtet hatten und dieses der Jubilarin vortrugen. Zum Schluss stießen alle Gäste auf das Wohl der Personalleiterin an und wünschten ihr für die kommenden Jahre viel Erfolg und Gesundheit.

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Notfallhelfer in Bützow gefragt Tag der offenen Tür in der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuz Am Ausfall rege besucht * *  *  *  * Bützow, 29. Januar 2018 Er ist seit über 30 Jahren im Rettungsdienst tätig. Doch es gibt immer noch Augenblicke, in denen auch er tief durchatmen muss, gesteht Thomas Bornier. Natürlich komme nach so langer Zeit auch die Erfahrung, die hilft, Dinge zu verarbeiten. Und in Bützow gibt es ein starkes Team, in dem Grenzerfahrungen gemeinsam ausgewertet werden. Das alles erfuhren Besucher am Sonnabend in der DRK-Rettungswache Am Ausfall in Bützow. Einmal mehr hatte die Hilfsorganisation zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, um den Beruf des Notfallsanitäters vorzustellen und Fragen von möglichen Bewerbern zu beantworten. Und die Frauen und Männer um Karin Rhein, Leiterin der Rettungswache, waren gefragte Gesprächspartner. Da ging es um die Bewerbungen, um den Eignungstest und die Chance, nach erfolgreicher Ausbildung auch einen Job zu bekommen. Die 15-jährige Annalena Rahn aus Wismar zum Beispiel war mit ihren Eltern nach Bützow gekommen. Die Schülerin der 9. Klasse möchte gerne diesen Beruf erlernen. Sie sei Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und hofft im kommenden Jahr, nach Abschluss der 10. Klasse, dann vielleicht die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter beginnen zu können. Nachdem sie sich alles angeschaut und Antworten auf viele Fragen bekommen hatte, stand ihr kurzen knappes Fazit fest: „Einfach cool.“ Mutter Bianca Rahn sieht wie ihre Tochter nicht nur die interessante und vielseitige Tätigkeit, sondern auch die Möglichkeit für ihre Tochter, gutes Geld zu verdienen und so später auch auf eigenen Füßen zu stehen. Und wenn Annalena dann auch beruflich in der Region bleiben könnte, würden sich die Eltern noch mehr freuen. „Es ist schließlich unsere einzige Tochter“, sagt Bianca Rahn und lacht. Karin Rhein ist davon überzeugt, dass der Beruf des Notfallsanitäters nicht nur ein attraktiver ist, sondern vor allem auch gute Chancen bietet, überall in Deutschland Arbeit zu bekommen. „Den Beruf als solches gibt es ja erst seit vier Jahren“, sagt die Chefin der Rettungswache. Und mit den modernen Ausbildungsbedingungen in Bützow, Güstrow und Teterow sei das DRK Güstrow, zu dem die drei Wachen gehören, vielen anderen Regionen voraus. Wie groß die Chance ist, nach der Ausbildung auch hier in der Region zu bleiben, hänge von vielen Faktoren ab. „Gehen Kollegen in den Ruhestand, werden Aufgaben neu verteilt oder erweitert? Das spielt alles eine Rolle“, erklärt Karin Rhein. Jedoch von den fünf Auszubildenden seit 2014 seien vier hier übernommen worden. Die Form des Eignungstests, wie dieser hier im Vorfeld praktiziert werde, gefällt Nils Pehl aus Rostock. Der Abiturient, der derzeit als Bundesfreiwilligerdienstler an der Uni-Klinik in Rostock tätig ist, ist deshalb extra nach Bützow gekommen, um darüber mehr zu erfahren. Denn bevor ein Bewerber ausgewählt wird, gibt es die Möglichkeit, ein paar Tage auf Probe mit den Teams mitzufahren. „Wir können so zum Beispiel sehen, wie die Bewerber in bestimmten Situationen reagieren“, erklärt Thomas Bornier. Der Beruf sei einerseits sehr vielseitig und abwechslungsreich, verlange andererseits aber auch viel ab, auch körperlich müsse man fit sein. Angst müsse aber keiner haben, sagt der erfahrene Praxisanleiter. Wer die Ausbildung beginnt, werde Stück für Stück an den Beruf herangeführt. Insbesondere bei schwierigen Einsätzen entscheiden die Praxisanleiter vor Ort, inwieweit der Auszubildende in die Rettungsmaßnahmen eingebunden wird. „Wichtig ist, dass man am Ende des Tages mit einem guten Gefühl rausgeht“, sagt Tomas Bornier. Und das gelte nicht nur für Auszubildende. Deshalb sei das Team wichtig, dass Einsätze gemeinsam auswertet. Ralf Badenschier

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KV.info Januar 2018  

Unsere neue KV.info ist da. Viel Spaß beim Lesen! #DRKGüstrow #KV.info #SetzeEinZeichen

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