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Das MAGAZIN zu www.melle-stadtjournal.de

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Ausgabe NR. 3 I APRIL 2013

MELLE

... außerdem zu gewinnen: Tankgutscheine u. Bücher

Seite 46


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Liebe Leserinnen und Leser, endlich scheint es Frühling zu werden! Fast einen Monat nach dem kalendarischen Frühjahrsbeginn hat der scheinbar nicht enden wollende Winter endlich aufgegeben! Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber für mich war der letzte Winter der schlimmste, den ich je erlebt habe. Nicht, weil er besonders hart war, sondern weil er einfach nicht zu Ende gehen wollte. Aber alles Schlechte hat auch sein Gutes, und so können wir uns jetzt mehr denn je auf die sonnige und warme Jahreszeit freuen! In der letzten Ausgabe vom »Melle Stadt Journal« hatten wir Sie aufgefordert, uns Ihre Erlebnisse zum Thema Flucht und Vertreibung mitzuteilen. Dabei erfuhren wir, dass Maria Breeck aus Gesmold dazu ein 170-seitiges Buch geschrieben hat, das in Kürze erscheinen wird. Auszüge aus diesem bewegenden Buch können Sie vorab auf den Seiten 16 und 17 lesen. Dazu haben wir wieder einen hoffentlich interessanten Mix aus Neuigkeiten und Wissenswertem

aus dem Grönegau für Sie zusammengestellt. Anfang Juni startet mit den 21. Gerry Weber Open im benachbarten Halle die einzige Veranstaltung von Weltrang in unserer Region. Der unglaubliche Erfolg dieses Tennisturnieres ist neben dem Weltklassetennis, das dort live zu erleben ist, sicher auch dem hochklassigen Rahmenprogramm zu verdanken. Mehr dazu und eine Kartenverlosung finden Sie auf Seite 34. In diesem Jahr werden wir zum ersten Mal mit einem Kamerateam vor Ort sein und in bewegten Bildern von diesem Event berichten. Unsere Pläne, in Melle ein Regionalfernsehen aufzubauen, stoßen überall auf große Begeisterung. Damit wir mit »groenegauTV« möglichst bald auf Sendung gehen können, suchen wir noch jede Menge Mitstreiter, die Spaß daran haben, vor oder hinter der Kamera zu agieren. Für alle Heimatkundigen haben wir auf der Seite 46 zwei Bilder-

rätsel erstellt, bei denen schöne Preise zu gewinnen sind. Ich wünsche Ihnen nun gute Unterhaltung auf den nächsten 50 Seiten und einen wunderschönen Frühling. Ihr

Uwe Strachau (Herausgeber)

LUST auf Fernsehen ? Für den Aufbau eines Regionalfernsehens in Melle suchen wir:

• Redakteure (m/w) • Darsteller (m/w) für Werbespots

Bewerbung und / oder Bewerbungs-Video bitte an:

info@melle-stadtportal.de

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Inhalt

Aus dem

APRIL

2013

8+9

Gala »Mensch Melle 2013« Giesela Grieger und Dr. Ulrich Schröder wurden im Rahmen einer festlichen Gala ausgezeichnet......................... 8+9

26 - 29

Frühjahrsschau in Gerden Große Gewerbeschau im Industriegebiet..........26-28

..........................RUBRIKEN

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Anton, der Bärenjäger

Apps & Co.

Kleiner Dackel ganz groß.........32

Legendäre Sportwagen

Smartphone (III).....................18 Ferrari365 GT/4 BB ................. 24

Buchtipps 34

Neuerscheinungen ...................31

Tennis trifft Entertainment

Meller Geschichte(n)

Hansestadt Melle..................... 43

GERRY WEBER OPEN in Halle..............34

Gesundheit

LOSUNG

Ozon-Therapie.........................44

VER

TEN Mit KAR

Frank Wilde

Pass auf, was du denkst...................45

Impressum.....................................50

Verbraucher-Tipps MSJ I 04-2013

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Veranstaltungen

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Kultur

und und und..................


Unser Bedürfnis nach traditionellen Werten wird umso stärker, je mehr wir den Belastungen des modernen Alltags ausgesetzt sind. Dabei ist uns bewusst, dass wir den größten Teil unseres Lebens wachend oder schlafend zu Hause verbringen. Und wir erkennen, dass Lebensqualität hier ihren Ursprung hat. Mit einem landschaftstypischen »Deutschen Landhaus Klassiker« bewahren Sie die kulturelle Identität der heimatlichen Umgebung und wohnen im Einklang mit Natur und Kultur.

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eit 1998 entstanden mehr als 100 neue DLK-Eichenholz-Fachwerkhäuser in ganz Deutschland. Für den Hausbau eignet sich Eichenholz ganz besonders - feuchtes, wechselhaftes Klima überfordert Nadelholz. Eichenholz ist gegen Pilze und Insekten beständig ohne Holzschutz oder Farbanstriche. Aus deutscher Eiche hergestellte Fachwerkbalken und Bohlen bieten Haltbarkeit und Sicherheit über Generationen, ohne chemische Imprägnierungen. Ein weiterer Vorteil neben der Langlebigkeit von Eichenfachwerk ist die Pflege. Eichenholz muss nicht gestrichen werden, es bekommt mit der Zeit die »typi-

sche Patina«. Selbstverständlich ist es möglich, Fachwerk farbig zu lasieren. Aus diesem Grund wurde das Konzept des DEUTSCHEN LANDHAUS KLASSIKERS von uns entwickelt. Aus Fachwerk lässt sich so gut wie alles bauen: Einfamilienund Doppelhäuser, Hotelbauten, Ferienhäuser, Appartementanlagen, Gastronomiegebäude, Remisen, Carports, Wintergärten u.v.m.. Die DEUTSCHE LANDHAUS KLASSIKER GmbH bietet Ihnen in diesen und weiteren Bereichen ein großes Maß an Erfahrung und Wissen, sodass Ihren Wünschen fast keine Grenzen gesetzt sind.

Nur noch zwei freie Grundstücke im Wohnpark am Suhrenhof!

Am Rande des kleinen, romantischen Dorfes Nemden, einem Ortsteil der Gemeinde Bissendorf, entsteht ein kleines »Fachwerk-Dorf«. Wir bieten Ihnen hier die einmalige Gelegenheit, im Außenbereich zu bauen. Genießen auch Sie unverbaubare Ausblicke in die Landschaft und ländliche Idylle. Nutzen Sie die Chance und sichern sich eines der letzten beiden Grundstücke in dieser einmaligen Lage. Die letzten zwei Grundstücke haben eine Größe von jeweils ca. 710m² bzw. 840m². Interessiert? Rufen Sie uns an: 0 52 26 / 59 12 01 oder informieren sich auf unserer Internetseite: www.dlk-melle.

DEUTSCHE LANDHAUS KLASSIKER GmbH Lehmweg 37 49328 Melle-Riemsloh Telefon 0 52 26 / 59 12 01 Telefax 0 52 26 / 59 12 04 dlk@dlk-melle.de www.dlk-melle.de


06 l special

Jetzt beginnt sie wieder: Mit einigen Wochen Verspätung hat sie jetzt endlich begonnen: die Spargelzeit! Wohl bei keinem Gemüse wird die Erntezeit so herbeigesehnt wie bei den köstlichen weißen und grünen Stangen. Das »Königliche Gemüse« ist ja auch einfach zu lecker! Ob solo oder als Beilage, Spargelstangen machen jedes Gericht zum Festessen.

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pargel schmeckt wie jedes Gemüse am besten, wenn er frisch und schonend verarbeitet wird. Deshalb hier ein paar grundsätzliche Tipps, die ohne viel Aufwand zum perfekten Spargelgenuss führen. Allgemeines: Spargel ist kalorienarm, denn er besteht zu etwa 90% aus Wasser; 100 g haben nur ca. 20 Kalorien. Pro Person rechnet man 500 g Spargel als Hauptgang und 250 g als Beilage. Kauf: Frischen Spargel erkennt man daran, dass die Spitzen geschlossen und die Enden nicht ausgetrocknet sind (Letzteres ist allerdings keine hundertprozentige Garantie, denn manche Händler und schneiden die Enden nachträglich einfach noch einmal ab). Die Stangen sollten fest und von

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gleichmäßiger Dicke sein. Verarbeitung: von der Spitze zum Ende hin schälen, Enden ca. 1 cm dick anschneiden. Geschälten Spargel so schnell wie möglich weiterverarbeiten. Kochen: im Topf. Einen ausreichend großen Topf mit Wasser füllen, wenig Salz sowie eine kleine Nuss Butter zugeben und zum Kochen bringen. Spargel hineingeben und ca. 15-20 Minuten, je nach Dicke der Stangen, garen lassen. Manche Köche geben Zucker zu, um eventuelle Bitterstoffe zu neutralisieren. Dies ist aber nicht nötig, denn Spargel schmeckt nur bitter, wenn er zu nah an der Wurzel gestochen wird. Dann hilft jedoch auch Zucker nicht wirklich. Es gibt spezielle Spargeltöpfe, in die man die Stangen auf-

recht stellt, zu 2/3 mit Wasser bedeckt und bei geschlossenem Deckel gart. Durch den zirkulierenden Dampf werden die empfindlichen Spitzen schonender gar, als in einem normalen Topf. Ich bin seit Jahren glückliche Besitzerin eines mobilen Dampfgarers und bereite den Spargel nur darin zu. Ich lege die Spargelstangen ohne Zucker, Gewürze oder Butter in die Lochschale und stelle eine Auffangschale darunter. Bei 100 °C, je nach Dicke der Stangen, 15-18 Minuten dämpfen und danach entsprechend weiter verarbeiten. Den erhaltenen Sud kann ich für Salat oder Suppe weiter verarbeiten. Wenn ich Biospargel finde, gare ich auch die Schalen und Abschnitte mit, das gibt einen besonders intensiven Geschmack.


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die Spargelzeit Rezept

Rindergeschnetzeltes mit Spargel und Walnüssen

Zubereitung:

Zutaten (2 Portionen): 250g Rinderfilet 50ml trockener Weißwein Pfeffer, Salz, 1 Prise Zucker 1 Eiweiß 1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe 500g Spargel (weiß u. grün oder nur weiß)

1 EL Butterschmalz 2 TL Butter 2 TL Mehl 125 ml Hühnerbrühe 2 EL Crème fraiche light 20g grob gehackte Walnusskerne

Das Rinderfilet in dünne Scheiben schneiden. Schalotte und Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Eiweiß, Weißwein, Pfeffer und eine Prise Zucker in einer Schüssel gut verrühren, Knoblauch- und Schalottenwürfel hinzugeben. Fleisch hineinlegen und zugedeckt im Kühlschrank eine Stunde marinieren lassen. Den weißen Spargel schälen, holzige Enden abschneiden. Den grünen Spargel nur waschen und holzige Enden abschneiden. Spargel in ca. 5 cm lange Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser 12 bis 15 Minuten garen. Herausnehmen und abtropfen lassen. Derweil das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Das Fleisch aus der Marinade nehmen, etwas abtropfen lassen und im heißen Butterschmalz unter Rühren 2 Minuten anbraten. Salzen und pfeffern und das Fleisch aus der Pfanne nehmen. Zum Bratfett die Butter hinzugeben, dann das Mehl unterrühren und goldbraun anschwitzen. Hühnerbrühe hinzugeben und 2-3 Minuten einköcheln lassen. Dann die Crème fraiche unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Spargel und Fleisch zur Soße geben, erhitzen lassen und gegebenenfalls noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Rindergeschnetzeltes mit Spargel anrichten und vor dem Servieren mit den gehackten Walnüssen bestreuen - fertig. Wir wünschen guten Appetit!

Wein zum Spargel Was ist der richtige Wein zum Spargel? Grundsätzlich sollte es ein Weißwein oder Rosé sein, wie z.B. ein Grauburgunder, Silvaner, Sauvignon blanc, Chardonnay, Veltliner, Soave oder Portugieser Weißherbst. Doch mit der richtigen Rebsorte ist noch nicht der richtige Wein gefunden. Unser Tipp: Wer zum Spargel den passenden Wein sucht oder seinen Spargel filigran zubereitet mag, etwa mit fein angerichtetem Fisch, sollte den nächstgelegenen Weinhändler aufsuchen. In der Regel sind die Weine dort nur wenig teurer als im Supermarkt oder beim Discounter, aber von ganz erheblich besserer Qualität. Mehr Auswahl gibt’s obendrein, und dazu oft einen Schluck zur Probe. So steht dem Spargelgenuss nichts mehr im Weg!

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Mensch Melle Gala 2013 Giesela Grieger und Ulrich Schröder wurden im Forum ausgezeichnet Melle. Zum dritten Mal wurde am 2. Februar der „Mensch Melle“ im Rahmen eines festlichen Galaabends ausgezeichnet. Genau genommen handelt es sich beim „Mensch Melle“ um ein Paar, denn es werden jeweils eine Frau und ein Mann geehrt, die sich durch besonderes Engagement für das Gemeinwohl oder durch außergewöhnliche Leistungen hervorgetan haben. Gewählt wird ein „Mensch Melle“ von den Lesern des Meller Kreisblatts und der Osnabrücker Nachrichten, der andere vom Verein „Semper Melle – Bürger für unsere Stadt e. V.“. Der 2010 von honorigen Meller Bürgern gegründete Verein versteht sich als „Denkschmiede, dessen Ziel es ist, bei re­gelmäßigen Zusammenkünften Strategien zu entwickeln und die gewonne­nen Erkenntnisse und Einsichten den Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nahezubringen. Die Semper-Mitglieder setzen sich für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft in und für Melle ein.“ Empfangen wurden die Gäste ab 18.30 Uhr im Foyer des Forum Melle mit festlicher Musik und einem Begrüßungscocktail. Um 19.00 Uhr öffneten sich dann die Türen zum festlich geschmückten und dezent ausgeleuchteten großen Festsaal. Die von Ilka Brauers meisterlich gestalteten Tischgestecke sorgten nicht nur bei den weiblichen Gästen für nachhaltigen Eindruck. Moderiert wurde die Gala von Ina Bergmann, bekannt als Moderatorin der ZDF-Nachrichtensendung „heute Nacht“.


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Ganz nach dem Vorbild anderer Preisverleihungen, wie z.B. dem „Oscar“, wurden zunächst die fünf Nominierten der Leserwahl kurz auf der Großbildleinwand portraitiert und von Ina Bergmann vorgestellt. Dann ergriff der Laudator Carl-Ludwig Thiele (kl. Foto), Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bank, das Wort und würdigte die neue Preisträgerin. Spätestens, als er das Wort „Bananenkiste“ in den Mund nahm, ahnte Gisela Grieger wohl schon, dass sie von den Lesern zum „Mensch Melle 2013“ gewählt worden war. Von Enkelin Nele wurde sie auf die Bühne geführt, um die von dem Meller Künstler Lothar Maier gestaltete Skulptur und das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro in Empfang zu nehmen. Seit 1981 engagiert sich Giesela Grieger in der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands der St.-Marien-Gemeinde in Buer. Von ihr stammte auch die Idee zur Unterstützung der Armenküche in Kaliningrad. Zusammen mit den 15 anderen kFD-Frauen sammelt sie dafür Hilfsgüter und Spenden. Von 1997 bis heute kam so die stolze Summe von fast 15.000 Euro für das Hilfsprojekt zusammen. Der zweite Preisträger des Abends zeigte sich von Giesela Griegers Engagement derart beeindruckt, dass er ihr spontan seine 1.000 Euro Preisgeld stiftete. Der vom Semper-Verein zum „Mensch Melle 2013“ gekürte Dr. Ulrich Schröder ist Vorstandsvorsitzender der KFW-Bank und stammt aus Gesmold. In seiner launigen Dankesrede blickte er zurück auf seine Kindheit und Jugend in Melle und gab die eine oder andere Anekdote zum Besten. Im Anschluss an die Ehrungen und das 3-Gänge-Menü hatte dann Comedian Sabine Bulthaup alias »Anneliese« aus dem ffnFrühstyxradio die Lacher auf ihrer Seite, bevor dann zu den Partyrhythmen der Band »Sunrise« das Tanzbein geschwungen wurde.

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10 l umwelt

Themen im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz Melle. Anja Niewöhner vom Planungsbüro Graw aus Osnabrück informierte jetzt den Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Melle über die Ziele der Treibhausgasreduzierung. Bis 2020 soll das Gas um 40 % und bis 2050 um 80 – 95 % reduziert werden. Der Wert wird auf den Ausstoß des Jahres 1990 bezogen. Leisten müssen das zum größten Teil erneuerbare Energien. Den Ausschussmitgliedern wurde von ihr die neueste Co2-Bilanz vorgestellt, basierend auf dem Jahr 2010. Bei der Stromproduktion stieg der Anteil aus erneuerbaren Energien in Melle von 2008 bis 2010 von 18 % auf 26 %. Hier haben die Biogasanlagen erheblich zu den guten Werten beigetragen. Die Windenergie konnte während der Zeit weniger dazu beitragen, hier müssten die technischen Anlagen effizienter werden. Die Wasserkraftanlagen, in Melle speisen zwei Anlagen in das Stromnetz eine doch eher geringe Leistung in das Netz ein, können in unseren Breiten wenig zur Energieversorgung beitragen. Die Lösung zur Besserung der Energiebilanz dürfte die Reduzierung des

Energieverbrauchs sein. Hier können uns die fortschrittliche Technik und die Dämmung helfen.

Thema: Förderprogramm Grün in die Stadt Der Ausschuss Umwelt und Klimaschutz beschloss ein Förderprogramm: Klimawandel zum Anfassen, Grün in die Stadt. Dafür steht Geld aus dem RWE-Fördertopf Umweltschutz zur Verfügung. Das Unternehmen RWE hat der Stadt Melle verteilt auf fünf Jahre 10.000 Euro gegeben. Dazu hat Bürgermeister André Berghegger im letzten Jahr angekündigt, dass das Geld nicht im städtischen Haushalt ver-

Ein Ahornbaum wäre ein Baum, den man sich gut in Melle vorstellen kann. schwindet, sondern den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz zur freien Verfügung gestellt wird. Das ist einmalig, so kompetente Aussagen. Bürger haben die Möglichkeit, fünf verschiedene Baumarten auf ihrem Grundstück aufzunehmen. Das Pflanzloch könnte vom Bürger erstellt werden, die Pflanzaktion übernimmt ein Fachunternehmen vor Ort.

Thema: Konzept für den Umgang mit Straßenbegleitgrün

Die Martmühle an der Warmenau erzeugt in guten Jahren etwa 100.000 KWh Strom.

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Die Stadt Melle tut sich schwer, Fragen und Unklarheiten in Bezug auf kranke, verkehrsgefährdende oder zu große Bäume zu beantworten. Hier treten oft unterschiedliche Ansichten der Bürger zu Tage. Eine offizielle Baumschutzsatzung ist zurzeit nicht in Planung. Helfen soll hier eine Konzeptliste: Ist der Baum z.B. krank, beeinträchtigt oder verkehrsgefährdend, so kann er dann gefällt werden, wenn er nach einer festgelegten Größe möglichst an gleicher Stelle wieder neu gepflanzt wird.


news l 11

Unternehmer aus Melle erwarb Schlecker-Komplex in Gerden Melle-Gerden. Ein Unternehmer aus Melle, der namentlich nicht genannt werden möchte, hat den Schlecker-Komplex an der Anton-Schlecker Straße in Gerden käuflich erworben. Das hat der Mediensprecher der Stadt Melle, Jürgen Krämer, am Dienstagnachmittag bestätigt, nachdem zuvor bereits die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über den Verkauf berichtet hatte. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Jetzt soll das Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Hand und Fuß. Wir können das nur begrüßen.“ Das Logistikzentrum soll im April an den neuen Eigentümer übergeben werden und im Sommer einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Wer Interesse daran hat, den Gebäudekomplex oder Teilbereiche davon anzumieten, kann sich an den Wirtschaftsförderer der Stadt Melle, Hartwig Grobe, TeleDas ehemalige Logistikzentrum, risches Engagement bekannt sei. fon 05422/965-454, wenden. das im Jahre 1999 mit einem Ge- Dr. Berghegger wörtlich: „Was Sie samtkostenaufwand in Höhe von in die Hand nehmen, hat immer 14 Millionen DM erstellt worden war, befindet sich auf einem rund 30.000 Quadratmeter großen Grundstück und besitzt eine Nutzfläche von insgesamt 13.000 Quadratmetern. „Der neue Eigentümer hat ein Interesse daran, das Objekt zeitnah für die nächsten fünf bis zehn Jahre zu vermieten“, berichtete Hartwig Grobe, Referent für Wirtschaftsförderung der Stadt Melle. Der Standort im Gewerbegebiet Gerden – nahe der Bundesautobahn A 30 gelegen – sei „ein äußerst attraktiver Standort für einen Logistiker“. Bürgermeister Dr. André Berghegger zeigte sich erfreut darüber, dass es dem Unternehmer in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Melle gelungen sei, das Objekt vom Schlecker-Insolvenzverwalter zu erstehen. „Ich finde es beeindruckend, wenn sich Akteure aus Melle so für unsere Stadt engagieren“, lobte der Bürgermeister den Einsatz des Investors, der seit langem für sein erfolgreiches unternehme04-2013 I MSJ


12 l natur

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Der Mäusebussard Wohl jeder von uns hat ihn schon einmal als Kind beobachtet und, auf dem Rücken im Gras liegend, seinen majestätischen Flug bewundert, wenn er hoch oben am Himmel in großen Kreisen seine Bahn zog: der Mäusebussard. Er ist der mit Abstand häufigste heimische Greifvogel, und besonders in Westhoyel kann man an manchen Tagen mehrere Exemplare dieses schönen Greifs gleichzeitig auf einem frisch bestellten Acker beobachten.

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m Frühjahr finden die beeindruckenden Balzflüge der Bussarde statt, und man hört über ihrem Revier jetzt oft den typischen Bussardschrei. Sein Ruf ist ein lautes »bijä« oder ein leises »mijau«. Wegen seinem Ruf nennt man den Mäusebussard auch Katzenadler. Er ist 51-56 cm lang und hat eine Flügelspannweite von 117-137 cm. Die Weibchen sind (wie bei den meisten Greifvögeln) etwas größer als die Männchen. Mäusebussarde können ganz unterschiedliche Farben haben, von fast weiß bis fast schwarz gibt es die verschiedensten Muster. Am häufigsten sind Bussarde oben bräunlich und an der Unterseite etwas heller mit braunen Flecken. Der Mäusebussard brütet meistens im Wald oder auf Bäumen in kleinen Gehölzen an Feldern und Wiesen. Seine Beute sucht er oft im freien Feld. Man sieht ihn häufigstundenlang über Wiesen und Äcker kreisen. Wenn er ein Beutetier auf dem Boden gesehen hat, versucht er, es im Sturzflug zu fangen. Um fliegende Beute zu fangen, ist er meistens zu langsam. Seine

Dieser Bussard mit der auffälligen Flügelmarkierung wurde an der Herforder Straße in Hoyel fotografiert.

Fotos: Eckhard Lietzow

Lieblingsnahrung sind Feldmäuse. Häufig sitzen Mäusebussarde auch auf Zäunen oder freistehenden Bäumen, auch auf Masten von Stromleitungen. Von dort fängt er seine Beute ebenso wie aus dem Suchflug. Man sieht viele Mäusebussarde in der Nähe von Straßen. Sie suchen an den gemähten Straßenrändern Mäuse oder fressen die toten Tiere, die auf der Straße verunglückt sind. Aas (tote Tiere) macht einen großen Teil seiner Nahrung aus.

Der Mäusebussard baut auf Bäumen ein Nest aus großen Stöcken und Zweigen. Er legt meist 2-3 helle Eier mit braunen Flecken im Abstand von jeweils 2-3 Tagen. Die Eier sind ca. 56 mm lang und etwas dicker als Hühnereier. Hauptsächlich das Weibchen brütet 33-35 Tage. Weil es schon beim ersten Ei anfängt, dauert die Brut für das ganze Gelege bis zu 42 Tage. Sie bleiben dann als Nesthocker noch einmal mehr als 40 Tage im Nest und werden von beiden Eltern gemeinsam gefüttert.

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14 l news

Energiekonzept in Föckinghausen für Jedermann Melle-Föckinghausen. Die Bürger in Melle Föckinghausen haben es geschafft. Nach über zweijähriger Betriebsphase können Sie sagen, dass die Energieversorgung vor Ort ein Modell ist, was sich rechnet und Zukunft hat. Eine gute Vorbereitung, Unternehmen, die etwas davon verstehen und eine Siedlungsstruktur, die das Neue, das Andere zulässt, sind gute Voraussetzungen.

ren abschauen und in diesem Fall auch nachmachen können. Natürlich ist es gut, wenn die Nachbarschaft passt, man also zusammen arbeitet und den Erfolg auch gemeinsam genießt, sei es mit einem Gläschen Bier und einer Grillwurst oder mit dem Erfolg, dass nach einer Wintersaison der Blick in das Portemonnaie wieder den Erfolg krönt. Geld sparen wollen wir alle, wenn gleichzeitig etwas für die Umwelt getan ist, macht es uns zu zufriedenen Leuten. Was hat man in Föckinghausen geleistet?

Am Blatenweg in Föckinghausen steht dieses Gebäude zur Nahwärmeversorgung. Eine Installationsfirma, hier die ortsansässige Firma Rasper, Leute mit Sachkenntnis wie das Ehepaar Dagmar Rasper und Andreas Gerhardy, ein Elektroinstallateur, hier die Firma Rüdiger Lehmann, ein Bauunternehmen

wie die Firma Loek und ein Multiplikator mit Zugang zur Politik wie das Ratsmitglied Georg Trenkler und seine Frau Felicitas Kaller, haben zusammen mit den Bürgern und ihren Ideen und Taten etwas geschaffen, wovon ande-

Man gründete die Firma »Energiekonzept Blatenweg GmbH«, machte die Nachbarn soweit wie gewünscht zu Genossen, baute ein kleines Blockheizkraftwerk mit Biomasse-Heizkesseln, gespeist mit Holzhackschnitzeln und Industriepellets, richtete auf dem Dach eine Photovoltaikanlage ein, legte Wärmeleitungen in die Bürgersteige, erstellte 28 Hausanschlüsse, installierte ebenso viele Wärmetauscher und Pufferspeicher in den Häusern und installierte zwei Mikro-BHKW’s zur ganzjährigen Strom- und Wärmeabgabe. Das Ehepaar Rasper / Gerhardy, beides Leute vom Fach, planen und bauen derartige Anlagen. Mit ihrem Unternehmen Eberhard Rasper GmbH stellen sie und die anderen beteiligten Firmen etwas auf die Beine, was Zukunft hat und sicherlich für verschiedene andere Siedlungen nachahmenswert ist. Hier in diesem Artikel haben wir diverse Themen aufgegriffen, möchten aber in den nächsten Ausgaben des »Melle Stadt Journal« näher auf die Anlagen und deren Wirtschaftlichkeit eingehen.

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TIPP: Reagieren Sie jetzt auf niedrige Zinsen Anleger haben seit etwa zwei Jahren ein unterschätztes Problem: Über rund 50 Jahre hinweg hat die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stets die jeweilige Inflationsrate in Deutschland übertroffen. Dies ist jetzt anders. Derzeit sind die Zinsen für Geldanlagen in verzinslichen Anlageformen wie Tagesgeld, Spareinlagen oder Bundesanleihen deutlich niedriger als die Inflationsrate. Damit ist die reale Verzinsung, d. h. Zinsen abzüglich Inflation, negativ. Das angelegte Geld verliert also stetig an Kaufkraft.

Ziel eines jeden Sparers ist aber, dass das angelegte Geld an Kaufkraft gewinnt. Für die kommenden Jahre ist in Deutschland mit einer durchschnittlichen jährlichen Inflationsrate von 2,5% zu rechnen (Quelle: DekaBank). Setzt man für die Durchschnittsverzinsung sicher angelegter Gelder etwa 1,5% pro Jahr an, so verliert das angelegte Geld Jahr für Jahr 1% Kaufkraft. Bei kurzfristigen Anlagen ist das überschaubar und noch zu verkraften. Doch gerade bei langfristigen Geldanlagen wird dies im Lauf der Zeit schmerzhaft. Ein heute angelegter Betrag von 10.000 Euro ist in diesem Fall inflationsbereinigt (und niedrig verzinst) nach 20 Jahren in Bezug auf die Kaufkraft nur noch rund 8.000 Euro wert. Das Geld vermehrt sich nicht, sondern wird in realer Rechnung zusehends weniger. Diese Niedrigzinsphase dürfte so lange andauern, wie die Staatsschuldenkrise noch schwelt – das kann aus Sicht

der DekaBank durchaus noch einige Jahre anhalten. Konkret bedeutet das, dass auch die nächsten Jahre der „Preis der Sicherheit“ in realer Vermögensvernichtung besteht. Die Anleger können sich mit dem Schicksal abfinden, dass sie mit ihrem Vermögen den Abbau der hohen Staatsschulden mitfinanzieren. Sie können aber auch Alternativen suchen. Die Alternativen liegen in Sachwertanlagen! Höhere Renditen gibt es in den kommenden Jahren dort, wo eng an der realen Wirtschaft investiert wird, also beispielsweise in Aktien von börsennotierten Unternehmen. Mittel- und langfristig orientierten Anlegern bieten sich mit der bevorstehenden Dividendensaison neue Einstiegsgelegenheiten. Allein die Dividendenrendite reicht aktuell aus, um eine Quelle laufender Einnahmen zu haben, die wesentlich attraktiver ist als bei verzinslichen Anlagen. Als weitere Sachwertanlage bieten sich Immobilien an.

Dabei muss es nicht der Direkterwerb einer Immobilie sein. Selbst mit kleinen Geldbeträgen ist eine Immobilienanlage durch die Investition in einen Investmentfonds möglich. Damit kann der Anleger im Vergleich zum Direkterwerb eine Risikostreuung durch Beteiligung an verschiedenen Immobilien mit Investition in verschiedenen Objektarten (z. B. Büro, Logistik, Hotel usw.) an Standorten weltweit erreichen. Die Anlage in Aktien und Immobilienfonds sind Sachwerte in Wertpapierform. Wertpapiere lassen den Anleger teilhaben am Erfolg realwirtschaftlicher Unternehmungen. Sie verbriefen reale Gegenwerte bzw. die Erträge aus diesen. Warum werden die Unternehmen weiterhin steigende Erträge erwirtschaften? Weil die Weltwirtschaft wächst – die Industrieländer mit moderatem Tempo, die aufstrebenden Volkswirtschaften (Emerging Markets) mit höherer Dynamik. Denn sie haben einen enormen Aufholbedarf bei zunehmender politischer und ökonomischer Stabilität. Grundsätzlich gilt bei allen Wertpapieren: Sie bergen große Chancen; kapitalmarktbedingte Wertschwankungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Andreas Drescher, Vermögensbetreuer der Kreissparkasse Melle, empfiehlt die Beimischung von Fremdwährungen und Edelmetallen als zusätzliche Risikiodiversifizierung. 04-2013 I MSJ


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»Irrwege meiner Flucht« Auszüge aus dem neuen Buch von Maria Breeck In der Februarausgabe hatten wir unsere Leserinnen und Leser aufgefordert, uns ihre Erfahrungen und Erlebnisse zum Thema »Flucht und Vertreibung« mitzuteilen. Dabei erfuhren wir, dass Maria Breeck aus Gesmold dazu ein 170-seitiges Buch geschrieben hat, das in Kürze erscheinen wird. Die folgenden Ausführungen sind Ausschnitte aus ihrem Buch über die Irrwege der Flucht und Vertreibung der Familie Klötzel von Schlesien nach Gesmold. Drei Mal wurde die Heimat verlassen, Entsetzliches erlebte man auf der Flucht, die Mutter starb unterwegs, der Vater verkraftete die Geschehnisse nicht. Maria Breeck, geborene Klötzel, konnte in Gesmold eine neue Heimat finden und ist dankbar dafür. Vorspann: Im Jahr 1990/91 entschloss ich mich, meine Fluchterlebnisse nach dem Zweiten Weltkrieg aufzuschreiben. Ein Arzt in der Reha-Klinik, der mich nach einer Operation behandelte, hatte mir gut zugeredet, meine Erlebnisse in Notizen zu fassen. Ich merkte schnell, dass das nur sinnvoll wäre, wenn das Erlebte in einer chronologischen Reihenfolge aufgeschrieben würde. Es war in diesem Winter wieder sehr kalt geworden. Meine Gedanken gingen wie so oft an die Zeit von 1945 zurück, als im Januar auch 20 Grad Kälte in Schlesien vorherrschten. Dazu lag noch 30 cm Schnee.

ten, dass uns der Pfarrer etwas anderes sagen würde. Doch es sprach das aus, was wir alle befürchteten. Er gab uns gute Ratschläge, wie und was wir packen sollten und dass wir alle Papiere und Wertsachen nicht aus der Hand geben sollten. Er verabschiedete sich von seiner Gemein-

de mit den Worten: Dieses wird wohl die letzte Weihnacht sein, die wir in der Heimat feiern können. Es ging ein lautes Weinen durch die Kirche. Die Partei redete uns ein, falls wir von Zuhause fort müssten, wäre es nur für eine kurze Zeit. Höchstens sechs Wochen, dann wären wir wieder zu Hause. Wenn die Deutsche Wehrmacht erst einmal zum Gegenschlag ausholte, dann wäre der Krieg gewonnen.

Dreimal sind wir geflohen: Am 19. Januar 1945 kam vom Bürgermeister der Befehl, unser Dorf innerhalb einer Stunde zu verlassen. Meine Mutter und ich nahmen unsere voll bepackten Fahrräder und reihten uns in die Treckkolonne ein. Die ganze Dorfstraße entlang reihte sich Wagen an Wagen. Wir hatten leider kein Pferd, nur ein Kuhgespann, und mussten uns deshalb mit dem Fahrrad als Transportmittel begnügen.

Vorbereitung zur Flucht: In der Christmette 1944 kauerten die Menschen verschreckt zusammen und warteten auf die Worte des Pfarrers. Es ging seit einiger Zeit das Gerücht, wir müssten unsere Heimat (Waldkirch bei Breslau in Schlesien) verlassen. Doch keiner wollte es so recht glauben. Wir hoff-

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Maria Breeck, geborene Klötzel, hat die Erlebnisse ihrer Flucht aufgeschrieben. Ihr Buch »Irrwege meiner Flucht« wird in Kürze erscheinen.


serie l 17 Meinen Vater hatten sie im letzten Augenblich noch zum Wehrdienst verpflichtet, wir wussten nicht, wo er war.

Auf dem Weg: Die Straßen waren von Schnee und Eis so stark aufgewühlt, dass schwache Gespanne aus dem Treck ausscheren mussten. Sie blieben am Straßenrand liegen. Nach drei Wochen kamen wir in dem Ort an, wo wir uns gegebenenfalls mit unserem Vater treffen wollten. War das eine Freude, wieder zusammen zu sein. Mein Vater war vom Volkssturm geflüchtet. Der Kampf gegen die russische Front war aussichtslos. Auf der Flucht hatte er sich tagsüber versteckt und war nachts gelaufen. Die Pferde waren immer wieder so sehr geschwächt, sie glitten auf den eisglatten Straßen aus. Viele hatten durch die Stürze die Knie bis auf die Knochen durchgeschlagen, dann setzte sich noch der Frost in die Wunden. Viele Flüchtlinge mussten ihre Tiere am Straßenrand töten.

Erlebtes: Am 6. Mai 1945 weckte mich meine Mutter morgens um 6 Uhr. Die Russen sind da, sagte sie, also hatten sie uns eingeholt. Ich sah aus dem Fenster unserer Unterkunft, als mehrere Russen drei SS Männer gefangen genommen hatten und nebeneinander aufstellten. Einer schoss auf die Drei, sie brachen tot zusammen und fielen rückwärts in den Schützengraben. Der Sommer 1945 war sehr heiß. Unterwegs auf unserem Fluchtweg lagen tote Pferde und Kühe auf der Straße. Niemand kümmerte sich um die verwesenden Kadaver. Der Gestank war entsetzlich. Wenn wir von weiten einen schwarzen Haufen an der Straße sahen, hielten wir schon ein Tuch vor die Nase. Meine Mutter war schon länger schwer krank. Weihnachten 1945 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand von Stunde zu Stunde.

Mir erschien es unmöglich, dass sie sterben würde. Was sollte werden? Mein Vater erkannte wohl, dass sich ihr Leben dem Ende zuneigte. Er weinte auch still vor sich hin. Ihr Gedächtnis war für ihren Zustand bis zum Ende bemerkenswert klar. Sie bat uns noch, wenn sie nicht mehr ist, alle zu grüßen. Sie öffnete noch einmal die Augen und bat mich, bei meinem Vater zu bleiben und ihn nicht zu verlassen. Mein Vater war nicht mehr ansprechbar, er hatte seine Heimat, seinen Besitz und nun auch noch seine Frau verloren. Mit uns im Treck waren die Müllers. Der gesundheitliche Zustand von Frau Müller machte uns auch große Sorgen. Meine Mutter war zum Skelett abgemagert. Frau Müller dagegen konnte sich nicht mehr aufrichten, weil ihr Körper wie ein Wassersack mit Flüssigkeit angefüllt war. Sie ist dann auch gestorben. Oftmals habe ich mich verkrochen und mich ausgeweint. Meinem Vater durfte ich nicht zeigen, wie mir zu Mute war. Er hatte Angst vor der Zukunft.

Die Ankunft in Gesmold: Am späten Nachmittag des 9. Juni 1946 kamen wir nach eineinhalb Jahren mit dem Zug in Melle an. Am Bahnhof standen wir nun mit unseren Päckchen. Keiner war da, der sich um uns kümmerte. Nach einer Stunde kam ein Flüchtlingsbetreuer und sagte, dass wir diese Nacht auf dem Bahnsteig verbringen müssten. Er wisse nicht, wo er uns unterbringen solle. Er ging weg und kam dann doch mit einem LKW wieder. Er glaubte, dass er uns in Gesmold unterbringen könne Es war Pfingstsamstag. Voller Spannung fuhren wir Gesmold entgegen. Es sah hier alles so friedlich aus. Auf dem Hof Stoltmann wurden wir ausgeladen. Zum ersten Mal sah ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Haus mit dem Namen Breeck. Ich ahnte noch nicht, dass dieses Haus Breeck einmal meine zweite Heimat werden würde. Doch vorerst ging der Irrweg weiter. Dazu aber mehr im Buch.

Irrwege meiner Flucht Von Schlesien nach Melle Erlebtes von Maria Breeck

Das Buch mit 170 Seiten wird voraussichtlich im Mai 2013 im Verlag24 erscheinen und dann überall im Buchhandel erhältlich sein.

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18 l apps & co.

facebook, apps & co. Das »Smartphone« (Teil III) Im letzten Teil unserer »Smartphone-Trilogie« geht es um die unterschiedlichen Betriebssysteme. Ähnlich wie beim PC (Windows, Macintosh, Linux) verfügt auch ein Smartphone über ein Betriebssystem. Dieses Betriebssystem ist die Plattform, die Basis, auf der die Programme des Smartphones installiert sind. Die beiden Betriebssysteme von Google („Android“) und Apple („IOS“) beherrschen mit über 90 Prozent eindeutig den Smartphone-Markt. Wobei auch innerhalb der beiden „Großen“ die Marktanteile deutlich unterschiedlich sind. Das GoogleBetriebssystem „Android“ ist auf rund 75% aller Smartphones installiert, das „IOS“- Betriebssystem von Apple auf etwa 15 Prozent. Apples Betriebssystem „IOS“ ist ein eher „geschlossenes“ System, bei dem grundlegende Eingriffe nur schwer möglich sind. (Man kann nicht soviel falsch machen, hat dafür aber auch eingeschränktere Gestaltungsmöglichkeiten) Programme für IOS können nur vom Apple-Store iTunes heruntergeladen und installiert werden. Programme für „Android“ hingegen gibt es von dem „systemeigenen“ Markt Google Play, aber auch von vielen anderen Quellen. Vorteil bei IOS: Da Programme NUR über iTunes heruntergeldaden werden können, besteht eine bessere Kontrolle vor Software, die evtl. Viren oder andere Schädlinge enthalten können. Bei Android ist das Betriebssystem so eingestellt, dass Sie dort nur Programme von Google Play herunterladen können. Es ist jedoch möglich, durch eine

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entsprechende Änderung im Betriebssystem (durch Setzen eines Häkchens) auch fremde Software von anderen Anbietern aus dem Internet auf ihrem Smartphone zu installieren. Zum Starten der Programme reicht eine kurze Berührung der Icons mit dem Finger. Auf der Bedienoberfläche von IOS gibt es Icons (kleine Symbole) für Programme, die durch Berührung mit dem Finger gestartet werden Diese Icons können auf der Bedienoberfläche beliebig angeordnet werden. Außerdem können sie (wie beim PC) Ordner anlegen, um darin Bilder, Musik oder auch Programme abzulegen. Eben, wie man es vom Computer zuhause auch kennt. Die Bedieneroberfläche (Desktop) von Android funktioniert im Prinzip ähnlich. Einen Unterschied stellen bei Android allerdings die sogenannten „Widgets“ dar. Dabei handelt es sich um kleine Programme, die auf der Bedienoberfläche direkt abgerufen werden und auch dort schon funktionieren. Smartphones mit dem Betriebssystem IOS gibt es ausschließlich von Apple. Derzeit auf dem Markt sind in erster Linie das iPhone 4S und das neue iPhone 5 (oft auch in Verbindung mit einem Laufzeitvertrag bei einem Telefonanbieter). Älte-

re Apple iPhones (iPhone 3 und iPhone 4) sind ebenfalls noch (hauptsächlich im Internet) erhältlich. Während die Produktpalette der Apple-Geräte sich eher auf wenige Geräte (iPhone-Generationen) beschränkt, reicht das Angebot an Android-Geräten vom günstigen „Einsteigermodell“ bis hin zum teuren Luxussmartphone. Auch die Bandbreite der Hersteller ist wesentlich größer. Sie können unter mehreren Elektronikmarken wählen, wie zum Beispiel Samsung, HTC, Motorola, Sony-Ericsson, LG etc. Vielleicht ist gerade die große Auswahl an Marken und Modellen ein Argument für „Smartphone-Einsteiger“, da man auch ab 200€ Geräte bekommen kann, die durchaus gut geeignet sind zum InternetSurfen, Mails abfragen, Fotos knipsen, Videos aufnehmen, Navigieren etc.. In der nächsten Ausgabe starten wir eine neue Serie zum Thema »facebook«.


news l 19

Die Waldbühne Melle präsentiert:

„Das Dschungelbuch“ Melle. In diesem Sommer verwandelt sich die Waldbühne in den Meller Bergen in einen Dschungel, der von Geiern, Affen, Elefanten und, und, und ... bewohnt wird.

Mitten unter ihnen lebt - von einer Wolfsfamilie aufgezogen- das kleine Menschenkind Mogli. Von Baloo, dem liebenswerten Bären, und Bagheera, dem lebensklugen Panther, lernt er die Geheimnisse und Gesetze des Dschungels. Aber die Idylle trügt, denn es gibt ja auch noch Schlangen und Tiger! Seit rund 100 Jahren lassen sich kleine und auch »große« Kinder gern in den Bann der Geschichte von Mogli und seinen Freunden ziehen. Premiere dieses abenteuerlichen Kinderstücks ist am Sonntag, 26. Mai, um 16.00 Uhr. Gespielt wird dann jeden Sonntag um 16.00 Uhr bis zum 01. September sowie am 24. und 25. Juni um 10.00 Uhr.

Karten gibt es unter 05422-42442, in der Geschäftsstelle der Waldbühne Melle, Mühlenstr. 23, im Internet unter www.waldbuehne-melle.de sowie an der Tageskasse. Spielort ist die Waldbühne, Bergstr. 19 in Melle. 04-2013 I MSJ


20 l umwelt

Abfall oder Recycling - die Abfallgeschichte Melle-Gesmold. Bauschutt fällt auf einer Baustelle beim Neubau, Ausbau und beim Abbruch an. Bauschutt besteht aus Baumaterialien wie zum Beispiel Beton, Backsteine, Klinkersteine und Mörtelreste. Entsorgungsbetriebe unterscheiden oft zwischen Bauschutt und Baumischabfall. Die Entsorgungskosten für Baumischabfall sind sehr viel höher als die für Bauschutt. Deshalb werden die beiden seit etwa 1990 auf den meisten Baustellen sorgfältig getrennt und deshalb betreibt man seitdem Rückbau: man entfernt vor dem eigentlichen Abriss möglichst viele der Stoffe, die nicht zum Bauschutt gehören; erst dann wird das Gebäude niedergerissen. Auf der Baustelle in Gesmold ist das am Haus der Familie Winkelmann an der Ortsdurchfahrt gut demonstriert worden. Die Firma Wesseler sortierte vor Ort Bauschutt von Holz, Metall, organischen Resten und sonstigen Abfällen. Der Bauschutt wurde sofort zu den firmeneigenen Brechanlagen im Gewerbegebiet gefahren. Doch zu jedem Fortschritt gehört auch die Geschichte. Schon im antiken Rom wurden die Exkremente eingesammelt und den Bauern im Umland verkauft. In größeren Städten waren Kloaken üblich. Später waren es Lumpensammler und Händler, die sich um das Einsammeln, Sortieren und Weiterleiten von Abfällen kümmerten. Im

Mittelalter verfiel diese Organisation größtenteils - Exkremente und Abfälle wurden teilweise einfach nur auf die Straße gekippt und von Haustieren verwertet. Auch Leonardo da Vinci erkannte die Notwendigkeit einer sauberen Stadt und organisierte in Mailand eine Müllabfuhr und ließ Kanäle für Transportkähne zur Abfallbeseitigung bauen. Vor der Industrialisierung bestand der Müll hauptsächlich aus den Exkrementen von Menschen und Tieren, aus Lebensmittelabfällen, Tonoder Glasscherben und wahrscheinlich auch Asche von den Feuerstellen. Die „Wegwerf-Mentalität“ der Industriezeit existierte aufgrund des Mangels an Gütern wie leeren Flaschen, gebrauchten

Ende Februar wurde mitten in Gesmold dieses Haus von der Fa. Wesseler abgerissen. Man sieht deutlich die Trennung von Holz, Steinmaterial, Eisen und anderen Stoffen.

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Holz- oder Metallgegenständen und Ähnlichem nicht. Es war selbstverständlich, diese Gegenstände weiter zu verwerten. Aus Lebensmittelabfall wurde Haustierfutter, aus Knochen und Haaren wurden nützliche Dinge und aus Lumpen wurde Papier hergestellt. Holz- und Papierabfälle verheizte man und Metallteile wurden sowieso eingeschmolzen oder umgeschmiedet. Mit der Industrialisierung veränderten sich auch Menge und Zusammenstellung des Mülls, so dass in London erste „Kehrichtöfen“ entstanden, später auch die ersten Deponien. Als die Menschen nach den Weltkriegen zu immer mehr Wohlstand gelangten und sich auch Luxusgüter leisten konnten, zu denen auch eine aufwändigere Verpackung gehörte (Flaschen, Alufolie, Frischhaltebeutel, Blechdosen, Kunststoffflaschen), standen die Industrieländer vor einem akuten Müllnotstand. Ein normaler Haushalt, der vor 150 Jahren mit etwa 150 Dingen auskam, verwendete nun mehr als 20.000 Gegenstände, vom Zahnstocher bis zum Haarfestiger, vom Kleiderschrank bis zur Heftzwecke, und produzierte in der Bundesrepublik in den 1970er Jahren im Durchschnitt eine Hausmüllmenge von 4,7 kg pro Einwohner und Woche, das sind 244 kg pro Einwohner und Jahr. Die Müllmenge steigerte sich dann auf über 1000 kg pro Jahr. Recyclinghöfe setzten dann die Konzepte zur Wiederverwendung des Mülls um. Interessant ist dabei eine Zielvorgabe des BUND für Müllmengen nach Einwohnergrößen der Kommunen. Ländlich strukturierte Kommunen bis 25.000 Einwohnern produzieren 50- 75 kg Haus- und Sperrmüll pro Einwohner und Jahr, Städte mit über 100.000 Einwohnern produzieren 100 – 175 kg pro Einwohner und Städte ab 500.000 Einwohner über 200 kg pro Einwohner und Jahr.


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Für die alten Hasen:

Motorrad mit Klasse 3 fahren Wer seinen Führerschein Klasse 3 vor dem 01. April 1980 erhalten hat, kann seit dem 01. April 2013 relativ große Motorräder fahren. Bedingung ist, dass nur eine praktische Prüfung (Dauer 40 Minuten) absolviert wird. Eine theoretische Prüfung ist nicht erforderlich. Die Fahrschule darf Sie jedoch erst zur praktischen Prüfung vorstellen, wenn sich der Fahrlehrer davon überzeugt hat, dass Sie die dafür erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen. Nach bestandener Prüfung dürfen dann Motorräder bis 35 KW, das sind 48 PS, gefahren werden. Der neue Führerschein erhält die Bezeichnung »A2«.

14,90 Motorräder mit 48 PS, wie die abgebildete »Aprilia Shiver«, sind relativ schnelle, schwere Maschinen, die Fahrpraxis erfordern. Als Einsteiger sollte man also zur eigenen Sicherheit noch einige Fahrstunden nehmen, bevor man sich zur Prüfung anmeldet.

Es ist aber wahrscheinlich der Traum mancher jung Gebliebenen, die bislang nicht dazu gekommen sind, den alten Führerschein Klasse 1 jetzt endlich nachzuholen. 04-2013 I MSJ


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Aus dem Automuseum Melle ... Geschichte auf Rädern

Heute: Kunststoff-Karosserie für Autos Das Automuseum Melle widmet seine neue Sonderausstellung diesem Thema. Jede Serie wird in mindestens einem Beispiel gezeigt. Ein Chassis zeigt die faszinierende Technik. Die Ausstellung läuft über den ganzen Monat April. Heiner Rössler

In der nächsten Stadt-Journal-Ausgabe widmen wir uns einem weiteren spannenden Auto-Thema. Vor 60 Jahren gab es eine Revolution im Automobilbau: Die Corvette kam auf den Markt. Erstmalig wurde für den Karosserie-Aufbau statt des bisher üblichen, rostgefährdeten Blechs Kunststoff verwendet. Dazu gehörte bei General Motors viel Mut. Wie immer bei neuen Entwicklungen waren die Käufer zunächst gar nicht überzeugt: Man misstraute dem neuen

Material, selbst heute noch halten einige die Kunststoff-Karosserie für eine billige Ersatzlösung. Davon kann natürlich gar keine Rede sein. Im Gegenteil: Die größten Widerstände kamen von den Verkaufs-Strategen, denen es ganz recht war, dass der Rost immer wieder für neue Verkäufe sorgte. Und tatsächlich: Von allen jemals gebauten Corvetten laufen heute noch zwischen 80 und 87% !! Nach einem sehr zögerlichen Verkaufsbeginn war man vom »Einzigen amerikanischen Sportwagen« begeistert. Die Stückzahlen stiegen, Straßenlage und Fahrleistungen wurden so gut, dass sogar Vergleichstests gegen etablierte europäische Marken wie Porsche oder Ferrari gewonnen werden konnten.

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14. Deutsche Dampf Automobil Tour

28. April bis 1. Mai 2013 Für die Fahrer von Dampf-Automobilen beginnt das Jahr im Automuseum Melle „Geschichte auf Rädern“. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es weltweit mehr Dampf- als Benzinautos. Das ist lange vorbei. Jahrzehntelang galt das Dampfauto hierzulande als ausgestorben, Besucher im Automuseum verwechseln es regelmäßig mit der in Kriegszeiten verbreiteten Notlösung der so genannten „Holzvergaser“. Heiner Rössler vom Automuseum gründete das „Dampf Automobil Register“ um die versprengten Dampf Automobil Fahrer in Europa zusammenzuführen und zum Erfahrungsaustausch anzuregen. Heute hat sich daraus eine lebendige Szene entwickelt. Zentrum dafür ist Melle, die wichtigste Veranstaltung die viertägige Deutsche Dampf Automobil Tour. Das alles kann man täglich von Sonntag bis Mittwoch zwischen 9.3o bis 10.3o Uhr im Museum erleben. Ab nachmittags ca. 16.ooh treffen die Dampfer nach ihrer Ausfahrt wieder im Museum ein. Dabei sind unter Anderen ein Stanley Mountain Wagon (Foto) - das

einzige Fahrzeug, das die enormen Steigungen der Rocky Mountains bewältigen konnte. Mehr zur Dampf Automobil Tour im nächsten »Stadt Journal«.


24 l mobil

Liebe Leserinnen und Leser,

Legendäre Sportwagen

Ferrari 365 GT/4 BB E in Auto muss man erst träumen. Dieser Satz von Enzo Ferrari zieht sich wie ein Leitmotiv durch das automobile Schaffen des »Commendatore«, der sich nie als Erfinder sah, sondern als denjenigen, der Dinge bewegt und sie am Laufen hält. Was in Maranello begann, wurde weltweit zu einem Mythos. Kaum eine Marke bereicherte die Welt des Automobils mit derart abwechslungsreichem Design wie Ferrari. Einer dieser richtungsweisenden Männerträume in Rot war der Fer-

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rari 365 GT/4 Berlinetta Boxer. Er kam 1973 auf den Markt und löste den Ferrari 365 Daytona als das Topmodell der Marke ab. Zugleich war der Ferrari 365 GT/4 Berlinetta Boxer, im Gegensatz zu den anderen 365er-Modellen mit einem Mittelmotor, der letzte Ferrari mit der wundersamen Zahlenkombination 365.

tor, wie bei Porsche, war er dennoch nicht. Mit 302 km/h Höchstgeschwindigkeit war er das schnellste 365-Modell. 1977 wurde der Hubraum in diesem Ferrari auf fast 5.0 Liter erhöht, was zum einen die Geschwindigkeit des Sportwagens steigerte, ihm zum anderen aber auch einen neuen Namen gab: Ferrari 512 BB.

Der 365 GT/4 BB hatte einen komplett neu entwickelten Zwölfzylindermotor im Heck, der einen Zylinderbankwinkel von 180 Grad aufwies. Ein klassischer Boxermo-

Pfeilartige Konturen, extrem flache Karosserie und ein hochleistender V12-Motor in neuartiger Kompaktbauweise, mit diesen gestalterischen und technischen


im Profil betrachtet jedoch eher etwas schlanker und ranker als jene Filmperson, über die man beim Auftauchen dieser Initialen unwillkürlich - ebenfalls mit ästhetischem Interesse - in Gedanken den Blick streifen lässt.« Mit dem Ferrari BB Berlinetta Boxer hatten die Stylisten von Pininfarina ein gerütteltes Maß neuer Ideen in die Tat umgesetzt. So dienten die versenkbaren Scheinwerfer gleichzeitig als Fernlicht und als Nebellampen; die Umstellung erfolgte elektromagnetisch und war ein Patent von Pininfarina-Siem. Das Wasser der Scheibenwaschanlage wurde automatisch aufgeheizt bevor es durch die Düsen ausgespritzt wurde.

Innovationen präsentierte Ferrari Anfang der 1970er Jahre seine erste Studie des Berlinetta Boxer. Kurz darauf ging der GT/4 BB in Serie und gab ab dem Jahr 1973 die Richtung für die topmotorisierten Sportcoupés aus Maranello vor. Bis zum Auslaufen der Produktion des Ferrari Testarossa Mitte der 1990er Jahre blieben die Italiener den gut zwanzig Jahre zuvor entwickelten Prinzipien in vielerlei Hinsicht treu. Die Automobil Revue schrieb seinerzeit über den BB: »Der Ferrari BB ist von bestechender Eleganz,

Der neue Sportwagen sollte für den Alltagsgebrauch tauglich sein, unnötige Kompromisse in Richtung Rennfahrzeug waren zu vermeiden. Dies gelang den Herren

Bellei und de Angelis denn auch vorzüglich. Die Kompromisse, die die Mittelmotorbauweise und die Ausrichtung auf höchste Fahrleistungen erforderten, waren mehr als akzeptabel. Gert Hack zum Beispiel erwähnte in seinem Test im AMSApril-Heft 1976: »Besonders erstaunlich ist in diesem Zusammanhang, dass dieses zum Schnellfahren gemachte Auto einen brauchbaren Federungskomfort bereithält, der allein durch eine beträchtliche Abrollhärte - vor allem auf KopfsteinPassagen - gemindert wird«. Zum Schluss noch eine Anekdote zur Herkunft des berühmten schwarzen Ferraripferdes im Wappen: Eine Doktorandin aus Enger will jetzt herausgefunden haben, dass es sich bei dem schwarzen Ross um das Pferd des Sachsenherzogs Widukind handelt, welches auch der Kreis Herford in seinem Wappen trägt.


Am 21. April 2013 im Industriegebiet Melle-Gerden Am 21. April heißt es in Melle-Gerden: Türen auf für den Frühling! An diesem Sonntag findet wieder die traditionelle Frühjahrsschau statt und verbindet Gewerbeschau mit verkaufsoffenem Sonntag. Die ansässigen Firmen stellen ihre Angebote vor und präsentieren sich den Besuchern auf der großen Messe von 11.00 bis 18.00 Uhr. Ab 13.00 Uhr ist verkaufsoffen. Attraktionen der einzelnen Unternehmen und die beliebten Schlemmereien schaffen eine Straßenfestatmosphäre, die gut zum hoffentlich schönen Wetter passt.

Fahrrad Schwan Qualitäts- und Markenprodukte, erstklassiger Werkstattservice und kompetente Beratung - das ist die Geschäftsphilosophie von Fahrrad Schwan! Diese lässt sich durch die Zugehörigkeit zum Dachverbund, der ZEG Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG (Europas größte Einkaufs-Gemeinschaft) konsequent umsetzen. Ob Sport-, Freizeit-, oder E-Bike, Fahrradkleidung oder Zubehör, Fahrrad Schwan gibt seine Kompetenz gern an Sie weiter. Überzeugen Sie sich von dem guten Werkstattservice, der breit gefächerten Produktpalette im Fahrrad-, Zubehör- und Teilebereich sowie vom umfangreichen Bekleidungssortiment! Zur Frühjahrsschau lohnt sich ein Besuch bei Fahrrad Schwan doppelt, denn es gibt viele Aktionen, wie z.B. 10% Rabatt auf alle Fahrradhelme!

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Stavermann - Technik rund ums Grün Ob Kommunal- und Gartentechnik oder Land- und Forsttechnik, ob Reinigungstechnik oder Zweiräder und Spezialfahrzeuge: In den sieben Standorten des Familienbetriebs Stavermann finden Kunden wirklich alles »rund ums Grün«. Bei dem auch als »Rasenmäherparadies« bekannten Unternehmen werden Kundenfreundlichkeit und Service großgeschrieben. Bereits im Jahr 1875 in Wallenhorst-Rulle gegründet, blickt das Familienunternehmen auf eine über 135-jährige Tradition zurück – und schaut zugleich motiviert in Richtung Zukunft: für besten Service rund ums Grün, von Beratung und Verkauf bis hin zu Wartungs- und Leasingangeboten oder Gerätevorführungen beim Kunden.

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BAUKING - Naturstein

Hochwertiger Baustoff aus der Natur Die Arbeit mit natürlichen Materialien ist uns bei BAUKING am liebsten. Deshalb ist der qualifizierte Handel mit Natursteinen seit langem eine unserer herausragenden Spezialitäten. Für Traumgärten und ein lebendiges landschaftliches Umfeld führen wir die komplette Auswahl an Steinarten in unterschiedlichsten Farben, Formen und Verarbeitungsmöglichkeiten. In unserem umfassenden Lagersortiment begegnen Ihnen einzigartige Pflastersteine, Bodenplatten und Terrassenplatten, Treppen- und Befestigungselemente, Kies und vieles mehr. Ob Groß-, Klein- oder Mosaikpflaster – die Möglichkeiten, mit Steinen das Leben zu bereichern, sind fast unendlich. Wege, Terrassen, Treppen, Hangbefestigungen, Mauern oder Wasseranlagen – den gesamten Außenbereich – können Sie damit unverwechselbar gestalten und dabei immer sicher sein, dass Sie ein sehr hochwertiges Material verarbeiten, welches an Beständigkeit und Widerstandskraft seinesgleichen sucht. Da passt eins zum anderen: In unserem umfassenden Sortiment halten wir natürlich auch alles für perfekte Abschlüsse und Übergänge bereit. Passende Bord- und Bindersteine ebenso wie Stufen- und Treppenelemente gehören einfach zu einer harmonischen Gesamtgestaltung. Ob strukturgebend, als Übergang oder Trennung zu Beet- sowie Grünflächen, zur Überbrückung von Steigungen oder Gefälle – NatursteinElemente prägen den lebendigen Gesamteindruck einer Anlage und zeigen Perfektion und Individualität bis ins Detail. Sandstein, Schiefer oder Granit sind natürlich nur die Standards. Über unser Lagersortiment hinaus bieten wir Ihnen alles Erdenkliche an erstklassigen Steinen aus verschiedensten Ländern der Welt. Selbstverständlich besorgen wir Ihnen gern auch Außergewöhnliches oder Altes mit dem unverwechselbaren Charme der Vergangenheit.


news l 29 Lichtmacher macht von Mitte Mai bis Ende August »Sommerpause« Melle. Stadttore für Melle? Stadtgräben für die Sicherheit? Wachen an den Stadttoren? Mauern als Schutz rund um Melle? Nachtwächter im Dienst? Der Lichtmacher als Herr der Öllampen? Das gab es in Melle! Auf der Tour mit dem Lichtmacher werden die Straßennamen erklärt, gewinnt man Eindrücke, wie die Meller in den verschiedenen Jahrhunderten gelebt haben. War es wirklich die gute alte Zeit, ohne Handy und Internet? Nehmt Eindrücke mit und lernt Melle als alte Stadt kennen. Als Gruppe kann man sich für 60 Euro, als Einzelperson für 3 Euro anmelden. Infos auch im Internet und bei der Stadt Melle - Telefon 965311.

Neu in Melle-Riemsloh:

Frisiersalon »Haarlounge« Melle-Riemsloh. Nach zwei Jahren in Melle-St. ist Anja Salmon am 2. April mit ihrem Frisiersalon »Haarlounge« nach Melle-Riemsloh umgezogen. Im Haus Alt Riemsloh 24 bietet die Friseurmeisterin, die eine über 25-jährige Berufserfahrung mitbringt, zusammen mit Sabrina Schmidt und Jennifer Willuweit pfiffige Schnitte für jedes Alter. Ob Jung oder Alt, Frau, Mann oder Kind, jeder Kunde erhält in der »Haarlounge« seine ganz individuelle Wunschfrisur. Und das zu »arbeitnehmerfreundlichen« Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 14:30 bis 18.30 Uhr sowie Samstag von 8.00 bis 12.00 Uhr. Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind gerne nach Vereinbarung möglich. Treue Kunden belohnt Anja Salmon mit den beliebten Bonuskarten, durch die man bei jedem 10. Haarschnitt 5,00 Euro sparen kann. Jeden Dienstag ist »Herrentag« - dann zahlen die männlichen Kunden nur 10,00 Euro. In der »Haarlounge« findet man neben schönen Frisuren auch Kosmetikartikel von Alcina sowie Schmuck. Demnächst werden auch Schminkabende mit Stil- und Typberatung angeboten.

Übrigens, von Mitte Mai bis Ende August wird eine Pause eingelegt, es wird abends zu spät dunkel. Das »Haarlounge«-Team: Sabrina Schmidt, Anja Salmon und Jennifer Willuweit.

Anja Salmons besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Unternehmen Elektro Wilken, Rudel & Teichert, Kruse, Dierksheide und Hammer für die Unterstützung bei der Einrichtung ihres neuen Salons sowie der Familie Bonhaus für die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten.

Lichtmacher Bernd Meyer macht von Mitte Mai bis Ende August »Sommerpause«. 04-2013 I MSJ


30 l kreativ

Die Zwerge sind los! Neues Buch von Christina Wiesmann »April! April! Der weiß nicht, was er will…« Das erkannte schon Heinrich Seidel in seinem Gedicht »April«. Dass der April tatsächlich ein äußerst launischer Monat sein kann, bemerken wir in diesem Jahr recht deutlich. Denn der Frühling lässt noch immer auf sich warten und alle Annehmlichkeiten, die er so mit sich bringt, scheinen verschollen im Nirgendwo. Doch wer steckt überhaupt hinter diesen unentschlossenen und durchweg launischen Wetterkapriolen? Dieses Geheimnis lüftet Christina Wiesmann in ihrem neuen Gedichtband »Zwölf Zwerge poltern durch das Jahr«. Die meisten von uns kennen sie nur allzu gut: Die wohlgemeinten Vorsätze, die wir uns für ein neues Jahr vornehmen, und an deren positiver Umsetzung es oftmals kläglich scheitert. Der Januarzwerg hat damit jedoch keine Probleme, hat er doch einen pfiffigen Trick entwickelt, dem Zwang der guten Vorsätze auf elegante Weise zu entgehen. Mit dem Januarzwerg beginnt der Gedichtband »Zwölf Zwerge poltern durch das JahrStimmungsvolle Monatsgedichte für große & kleine Leute« der Meller Autorin Christina Wiesmann, welcher seit Anfang März erhältlich ist. Und wie der Zufall es will, ist der Januarzwerg nicht allein unterwegs durch das Jahr. Ihm zur Seite stehen elf weitere Zwerge, die Monat für Monat ihr Bestes geben und die gemeinsam mit dem Januarzwerg herumpoltern.

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Mal etwas lauter, mal ganz still und leise wuseln die zwölf kleinen Wichtel herum. Du kennst sie noch nicht? Na dann komm mit auf eine Reise durch die verschiedenen Monate! Lerne zum Beispiel den Februarzwerg kennen und erfahre, warum er so gerne das Tanzbein schwingt. Amüsier‘ Dich im Sommer mit dem Julizwerg auf Urlaubsfahrt und begegne im Herbst dem Oktoberzwerg, der schrecklich gerne malt - aber was benutzt er dabei bloß als Leinwand? Ach ja, um noch einmal auf den April zurückzukommen: Auch da ist es natürlich ein Zwerg, der am Wetter herumwerkelt und sich nicht entscheiden kann. Schnee hat er dieses Jahr gebracht, eisigen Wind und dicke Wolken. Fast kann man meinen, seine Laune ist 2013 besonders grau und miesepetrig.

Christina Wiesmann aus Melle-Westerhausen schreibt über die Dinge des Lebens - immer mit einem Augenzwinkern - und regt mit ihren humor- und fantasievollen Gedichten zum Schmunzeln und Nachdenken an.

Ob das Wetter nun so bleibt, wissen wir natürlich nicht. Vielleicht bekommt der Aprilzwerg noch einmal bessere Laune und schickt ein paar warme Sonnenstrahlen vorbei. Falls das nicht der Fall sein sollte, können wir trotzdem beruhigt sein, denn in der Walpurgisnacht verabschiedet sich der unentschlossene Wetterkünstler und der Maizwerg übernimmt die Regie. Und der hat ganz bestimmt die Sonne im Gepäck! Das Buch ist über den örtlichen Buchhandel oder über das Internet zu bestellen. Die ISBN- Nummer dafür lautet: 978-3-7322-3164-5. Das Buch hat 56 Seiten und kostet 9,95 €. Wer mehr über die Autorin und ihre Arbeit erfahren möchte, kann sich gerne auf ihrer Internetseite umschauen: www.wort-salat.de


bücher l 31

Jojo Moyes

Robert & Edward Skidelsky

Eoin Colfer

Ein ganzes halbes Jahr

Wie viel ist genug?

Artemis Fowl. Das magische Tor

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ou ist 26, lebt in einer Kleinstadt bei ihren Eltern, hat einen Job als Kellnerin, den sie liebt und einen Freund, den sie eigentlich nicht liebt. Als sie entlassen wird, steht ihre Welt und vor allem die Finanzen der Familie erstmal Kopf. Kurzentschlossen nimmt sie eine Stelle als Pflegehilfe bei einem schwer kranken Mann an, nicht ahnend, dass das ihr Leben für immer verändern wird. Will ist ein lebenslustiger, agiler, erfolgreicher junger Mann – jedenfalls war er das, bis zu seinem Unfall. Seitdem ist er an den Rollstuhl gefesselt, schwer depressiv und vegetiert mehr, als das er lebt. Noch ahnt er nicht, dass Lou sein Leben völlig auf den Kopf stellen wird … Ein ganzes halbes Jahr ist eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will. Ein Roman, den man nicht so schnell vergessen wird: bewegend, traurig und herzzerreißend schön. rororo, broschiert, 512 Seiten, € 14,99

ROMAN

W

irtschaftswachstum ist das alte und neue Zauberwort, mit dem sich angeblich jede Krise lösen lässt. Doch Wachstum ist kein Selbstzweck, und Wirtschaft soll dem Menschen dienen. Wachstum wozu, muss deshalb die Frage lauten, und: Wie viel ist genug? Wir sind viermal reicher als vor 100 Jahren und doch abhängiger denn je von einem Wirtschaftssystem, in dem manche zu viel und viele nicht genug haben. Dabei waren sich doch Philosophen wie Ökonomen lange Zeit einig, dass technischer Fortschritt zu einer Befreiung des Menschen vom Joch der Arbeit und eine gerechte Einkommensverteilung zu mehr Muße und Glück für alle führen.

H« C U B H C A S die Grundfragen neu zu stel»Zeit,

len: Was macht ein gutes Leben aus, was droht uns im Wachstumsrausch verloren zu gehen? Robert und Edward Skidelsky zeigen auf, wie führende Denker von der Antike bis ins 21. Jahrhundert über Entstehung und Gebrauch des Reichtums, aber auch über ein erfülltes Leben jenseits der Arbeit nachgedacht haben. Sie benennen sieben »Basisgüter« wie Sicherheit, Respekt, Muße und Harmonie mit der Natur, auf denen eine Ökonomie des guten Lebens aufbauen muss. Vor allem aber machen sie Mut, Wirtschaft wieder neu zu denken: als moralisches Handeln von Menschen, die in Gemeinschaften leben. Kunstmann, 280 Seiten, € 19,95

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er große Showdown zwischen Artemis Fowl und Opal Koboi: Die bösartige Elfe will die Weltherrschaft an sich reißen. Dafür will sie das sagenumwobene magische Tor öffnen, das die gesamte Menschheit vernichten wird. Artemis hat natürlich einen Plan, wie er das verhindern kann. Doch diesmal handelt es sich um ein Selbstmordkommando. Holly Short ahnt, was Artemis vorhat. Und sie wird alles tun, um ihn von seinem sicheren Tod abzubringen. Aber auch das hat der geniale Meisterverbrecher einkalkuliert, und er täuscht Holly und seine Freunde mit einem brillanten Ablenkungsmanöver. Nach einem etwas schwächeren siebten Band ist Artemis Fowl nun wieder in seiner gesamten Genialität zurück. Mit einer unglaublichen Brillianz entführt uns Eoin Colfer in Artemis‘ finales Abenteuer und beweist einmal mehr sein ganzes Können und seinen überbordenden Ideenreichtum.

RBUCH DEAbenteuer INletzte KDieses von Ar-

temis Fowl sprüht vor Fantasie und ausgeklügelten und gut durchdachten Ideen, sowie einem voll ausgenutzten Potential, dass dieses Buch als würdigen und krönenden Abschluss erscheinen lässt. Altersempfehlung: 12-15 Jahre List, 336 Seiten, € 19,99

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32 l special

Anton, der Bärenjäger Eigentlich ist es sein Job, Füchse aus dem Bau zu treiben. Doch was da am 5.12.2012 nach gut einer Stunde Arbeit von Rauhhaarzwergdackel Anton aus dem von seinem Herrchen angelegten Kunstbau getrieben wurde, war kein Fuchs, sondern ein Waschbär! Und so wird Jörg Oberschorfheide als derjenige in die Redecker Jagd-Annalen eingehen, der den ersten Waschbären erlegt hat - und Anton darf sich fortan »Bärenjäger« nennen.

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nd auch Antons Wertschätzung in Jägerkreisen wird durch die erfolgreiche Bärenjagd sicher noch weiter steigen. Der dreijährige Teckel, der seit seinem ersten Einsatz im November 2010 ganze 31 Füchse, 4 Dachse, 3 Marder - und jetzt auch 1 Waschbären - zur Strecke gebracht hat, genießt im Jagdgebrauchshundeverband Osnabrück einen hervorragenden Ruf und wird immer wieder zu Einsätzen angefordert. »Anton ist sehr zuverlässig und ein hervorragender Teamplayer, was bei der Fuchsjagd besonders wichtig ist«, erklärt Jörg Oberschorfheide. Angefangen damit, Anton für die Fuchsjagd auszubilden hat der passionierte Jäger bereits, als der Dackel acht Wochen alt war. »Ich habe auf der Diele einen Parcours aus Röhren und Kisten aufgebaut, um Anton die Angst vor engen Durchlässen auf spielerische Art zu nehmen.« Antons Jagderfolge zeigen, dass diese unkonventionelle »Trainingsmethode« offensichtlich funktioniert hat.

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special l 33

Im frischen Gras und auf dem Holzschnitzelberg macht es sich Anton gern bequem.

Redeckes erster erlegter Waschbär bleibt der Nachwelt auf Oberschorfheides Diele erhalten.

Dicke Kumpels: Anton und Deutsch Langhaar Timmy.

Waschbären werden zur Plage

Anfangs ahnte noch keiner, welch großer Jäger in dem kleinen Welpen schlummert.

Er ist putzig anzusehen, macht vielen Menschen und Tieren aber großen Ärger. Die Rede ist vom Waschbär. Die Hessen haben schon lange mit ihnen zu kämpfen - denn am nordhessischen Edersee wurden die Tiere in den 1930er-Jahren angesiedelt. Nun machen die Waschbären sich auch immer mehr in Südniedersachsen breit. Wie viele Waschbären genau in Südniedersachsen leben, ist unklar. Deutschlandweit gibt es nach Schätzungen rund 500.000. Waschbären sind Allesfresser und sehr anpassungsfähig. Besonders gerne fressen sie Schnecken, und Jungvögel. Für einige Vogelarten sind sie daher eine regelrechte Bedrohung. Aber auch Mais steht auf dem Speiseplan der Waschbären - auf den Feldern richten sie große Schäden an. Für Menschen ist der Kontakt mit Waschbären nicht ohne Risiko. Im Landesjagdbericht wird ausdrücklich davor gewarnt. Denn die ursprünglich aus Nordamerika stammenden Tiere haben aus ihrer Heimat einen bis dahin in Mitteleuropa unbekannten Spulwurm eingeschleppt, „der in den USA für schwere Erkrankungen und Todesfälle bei Menschen, insbesondere bei Kinder und Jugendlichen, verantwortlich gemacht“ werde. Bis zu 70 Prozent der Tiere seien von dem Parasiten befallen.


34 l event

Tennis trifft Entertainment in Halle 21. Gerry Weber Open vom 08. bis 16. Juni 2013 HalleWestfalen. Auf den grünen Rasenplätzen gibt es Artistik, Kunst, Drama und Spannung auf Spitzenniveau. Doch auch abseits der Tenniscourts werden die GERRY WEBER OPEN wieder einmal ein Programm der Extraklasse liefern. Mit Superstars aus Musik, Show und Mode geht bei der 21. Auflage von Deutschlands einzigem ATP-Rasenturnier in HalleWestfalen das bewährte „Tennistainment“ an den Start. Los geht das hochklassige Rahmenprogramm bereits am Samstag, 8. Juni. Am „Tag der offenen Tür“ findet ein Prominenten-Doppel statt – frei nach dem Motto „Das Duell der Serienstars“. Dabei treten die „GZSZ“-Mimen Jascha Reus und Vincent Krüger gegen die „Unter uns“-Kombination Miloš Vuković und Eric Langner an. Bei der Champions Trophy dürfen sich die Fans auf zwei aktuelle erstklassige deutsche Spielerinnen und zwei ehemalige Wimbledon-Champions freuen – am Sonntag, 9. Juni, kommt es zum heißen Duell der Pärchen Angelique Kerber/Richard Krajicek und Andrea Petkovic/ Michael Stich. Am Montag, 10. Juni startet die Turnierwoche mit dem „Kids’ Day“ mit einer Talk- und Autogrammstunde mit Rebecca Mir und dem Live-Auftritt von „Glasperlenspiel“.

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Beim „German Sports Day“ am Dienstag, 11. Juni, kommen nicht nur eine Reihe von Topsportlern nach HalleWestfalen, der Mottotag wird auch schon unter dem Eindruck der Volleyball-Europameisterschaft der Frauen 2013 vom 06. bis 11. September im GERRY WEBER STADION stehen, bei der unter anderem die deutsche Nationalmannschaft ihre Vorrundenspiele in der ostwestfälischen Eventarena austragen wird.

THE BOSSHOSS

Multitalent Carol Campbell moderiert wird. Bei dem glamourösen Galaabend präsentiert die GERRY WEBER International AG die Herbst/Winterkollektion 2013/14, auf dem Laufsteg werden erneut Topmodels erwartet.

LENA

Am Mittwoch, 12. Juni, ist „Ladies’ Day“ mit einer Talkund Autogrammstunde mit „Bachelor“ Jan Kralitschka und Live-Auftritt von Johannes Oerding. Musikalisches Highlight am „Family Day“, Donnerstag, 13. Juni, ist der Auftritt von „Lena“. Der Freitag, 14. Juni („Fitness Day“), steht ganz im Zeichen von „The BossHoss“. Das gesellschaftliche Highlight auch der 21. GERRY WEBER OPEN ist die Fashion Night am Samstagabend, 15. Juni, die von

Am Finaltag steht vor den Endspielen noch ein Showmatch zwischen dem „Porsche Talent Team Deutschland“ und Bundestrainerin Barbara Rittner auf dem Programm und „The Voice of Germany“-Sieger Nick Howard präsentiert den offiziellen Turniersong „Unbreakable“.

KARTENVERLOSUNG Für den „German Sports Day“ am Dienstag, 11. Juni 2013, verlost das „Melle Stadt Journal“

3x2 Eintrittskarten. Einfach Postkarte mit dem Stichwort „Tennistainment“ an folgende Adresse: Melle Stadt Journal Wallenbrücker Str. 22 49328 Melle Einsendeschluss: 10. 05.2013


sport l 35

Gespräch mit Roger Federer (Teil II)

»Höchstleistungen sind auch ohne Doping möglich« Rotterdam/HalleWestfalen. Zu einer Legende schon zu Lebzeiten ist er geworden, der Künstler unter den Tennisstars, der Ästhet am Racket, der Mann, der ein einziger Superlativ auf zwei Beinen ist. Und seit dem Jahr 2000 dem ATP-Rasentennisturnier im ostwestfälischen Halle, welches in ihm immer heimatliche Gefühle weckte, eben jenen GERRY WEBER OPEN, ist Roger Federer seinen Fans und Turnierdirektor Ralf Weber über all die Jahre seiner Ausnahmekarriere treu geblieben. Auch zur bevorstehenden 21. Auflage von Deutschlands einzigem Rasentennis-Event ist der geniale Maestro am Start. Hier nun die Fortsetzung des Gesprächs mit Frank Hofen, dem Turnier-Pressesprecher der GERRY WEBER OPEN am Rande des ATP Tour-Events im niederländischen Rotterdam. Zu den vielen Höhepunkten seiner einzigartigen Karierre gehört ganz sicher auch die olympische Silbermedaille, die er in London holte. Damals, im etwas anderen Wimbledon im Zeichen der Ringe, verbot es sich Federer kategorisch, über den zweiten Platz enttäuscht zu sein. „Ich saß in meiner Kabine und wollte direkt nach dem Spiel allein sein, um über das Finale nachzudenken. Da habe ich mir dann gesagt: Du kannst glücklich sein mit dem, was du erreicht hast. Und das musst du der Welt auch zeigen. Du willst doch nicht vor der ganzen Welt als Enttäuschter auftreten.“ Und diese Haltung, sagt Federer auch, habe dazu geführt, „dass ich nie mit Reue oder Frustration auf diese Olympischen Spiele zurückgesehen habe.“: Roger Federer, der Publikumsliebling von HalleWestfalen und Topstar im 2013er Turnier, schließt keinesfalls aus, auch noch bei den Spielen von Rio im Jahr 2016 an den Start zu

gehen: „Ich traue mir das körperlich unbedingt zu.“ Schon jetzt hat er seine Vorplanungen bis zum Ende der Saison 2014 abgeschlossen, will bis dahin in jedem Fall mit seiner Familie noch über die Kontinente und durch die Zeitzonen jetten. „Wir haben uns alle gut eingelebt in diesem Tourleben, die Kinder,

Mirka und ich. Das ist ein großer Spaß für mich, die beiden Mädchen mit dabei zu haben. Ich wollte immer, dass sie ihren Vater noch auf dem Centre Court sehen – und das bewusst erleben.“ Federer freut sich auch auf ein Wiedersehen mit Rafael Nadal bei den GERRY WEBER OPEN. Im Gespräch mit Frank Hofen nahm Federer auch zu der aktuellen Debatte über Doping im Sport Stellung und plädierte für ein scharfes Kontrollregime: „Wir müssen alles dafür tun, möglicherweise auch die Preisgelder sperren, damit unser Sport sauber bleibt. Und dass Jeder auch die Gewissheit hat, dass er sauberen Sport sieht“, sagte der 31-jährige, „und für mich kann ich sagen: Ich weiß, dass es möglich ist, Höchstleistungen ohne solche verbotenen Hilfsmittel zu erreichen. Ich beweise es mir Tag für Tag selbst.“

Welche lebende Sportlegende kann das schon vorweisen: Roger Federer vor »seinem« Straßenschild der »Roger-Federer-Allee« in HalleWestfalen. 04-2013 I MSJ


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Am Ochsenweg wird ein Radweg gebaut Melle. Ein lang gehegter Wunsch soll schrittweise in die Tat umgesetzt werden. Die Rede ist vom Bau eines Radweges entlang des Ochsenweges zwischen den Einmündungsbereichen „Am Wulberg“ in Westerhausen und „Im Wieven“ in Föckinghausen.

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„Ausgehend von der Straße „Am Wulberg“ wird derzeit der erste Bauabschnitt realisiert“, erklärte der Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Melle, Thomas Große-Johannböcke, am Montag. Die Ausbaustrecke umfasse eine Länge von rund 1000 Metern und ende kurz hinter der scharfen Linkskurve. Die Ausführung erfolgt in Asphaltbauweise. Um einen ausreichenden Abstand von der vorhandenen Straße zu gewährleisten, erwiesen sich umfangreiche Rodungsarbeiten als erforderlich. Auf der Radwegeseite soll der Straßenrand mit Rasengittersteinen befestigt werden. In die Baumaßnahme investiert die Stadt Melle etwa 200.000 Euro. Mit dem Abschluss der Arbeiten, die von einem Fachunternehmen aus Bramsche ausgeführt werden, ist voraussichtlich im Mai zu rechnen. Wir führen eine Vielzahl an Baumaschinen und Mietgeräten, wie z.B.: Minibagger • Radlader • Minibagger inkl. Abbruchhammer • Rüttelplatten Stampfer • Stemmhammer • Naßschneider • Motorflex Steinknacker • Stromerzeuger Gartenbedarf Gartenfräse (65cm Arbeitsbreite) • Gartenhäcksler Vertikutierer (45 cm Arbeitsbreite) Freischneider (Motorsense) Neu im Mietpark: Holzspalter 5,3t Weitere Maschinen und Geräte auf Anfrage !

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news l 37

P O W E R D AY mit

Frank Wilde 05. Mai 2013 im Forum Melle ACHTUNG: Leser vom „Melle StadtJournal“ erhalten für den POWERDAY am 5. Mai im Forum Melle einen SONDERPREIS. Wer sich auf der Homepage www.frankwilde.de anmeldet und unter „empfohlen von“ „Melle StadtJournal“ einträgt, zahlt statt 99,- Euro nur 79,- Euro.

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38 l tipps

Für die Steuererklärung am PC lohnt sich oft eine kostenpflichtige Software Um Geld herauszubekommen, muss man manchmal erst Geld in die Hand nehmen. Was widersinnig klingt, ergibt bei der Steuererklärung Sinn. Denn Steuersoftware kostet meist etwas, kann den Nutzer aber auch sicher durch den Steuerdschungel führen. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick. Gibt es kostenlose Programme? Die Finanzverwaltung bietet die Software »Elster-Formular« kostenlos an. Hilfe beim Ausfüllen der Formulare bietet sie aber nur „im Umfang der amtlichen Anleitung“. Besonders Anfänger fahren daher oft besser mit einem Kaufprogramm oder Online-Erklärungen wie Steuerfuchs.de, dem InternetSparbuch von Wiso oder Taxango. de.

man damit meist viele Zusatzfunktionen, die gar nicht nötig sind. Abgespeckte Versionen, die wirklich nicht mehr als die Einkommenssteuererklärung beherrschen, gibt es oft schon für 15 Euro. Bei den Onlinediensten zahlen Nutzer pro abgegebener Erklärung, üblich sind zehn bis 30 Euro.

Laufzeitverträge: Wer sich mehrere Jahre an ein Programm bindet, bekommt einen Rabatt. Ist man mit seiner Steuersoftware zufrieden, kann das durchaus sinnvoll sein, nicht nur wegen der Ersparnis: Viele immer noch gültige Eckdaten werden automatisch aus dem Vorjahr übernommen.

Welche Software ist die beste? Die Zeitschrift „Computerbild“ hat sechs Programme der drei großen Hersteller getestet (Ausgabe 6/13). Je zwei Anwendungen von Buhl (Wiso Steuersparbuch 2013 und Tax 2013) und der Akademischen Arbeitsgemeinschaft (Steuer-SparErklärung 2013 und SteuerEasy Brauche ich jedes Jahr 2013) wurden mit „gut“ bewertet, ein neues Programm? Für jedes Steuerjahr gibt es neue zwei Lexware-Programme (TaxWieviel muss ich ausgeben? Programmversionen, deshalb muss man 2013 und Quicksteuer 2013) Vollprogramme kosten in der Re- auch jährlich eine neue Version schnitten mit „befriedigend“ ab. gel 30 bis 40 Euro. Allerdings kauft her. Viele Firmen bieten deshalb Einen Abend einplanen

Auch mit dem Programm ist die Steuererklärung nicht in einer Viertelstunde fertig. Ungefähr einen Abend sollten Steuerzahler dafür mindestens einplanen.

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13. Bifurkationstag am Sonntag, 5. Mai 2013 Umweltbildungsstandort zeigt sich von seiner besten Seite Melle-Gesmold. Ob Amsel, Eisvogel, Kleiber oder Rotkehlchen, ob Fuchs, Hase oder Igel: An der Bifurkation bei Gesmold erhalten Interessierte am Sonntag, 5. Mai, Gelegenheit, wild lebende Tiere aus allernächster Nähe betrachten. Obwohl es sich dabei ausschließlich um Präparate handelt, bekommen die Besucher des Umweltbildungsstandortes dennoch einen hervorragenden Eindruck davon, wie vielfältig die Fauna im heimischen Raum ist – dank der Biologischen Station Haseniederung und der Jägerschaft Melle, die während des 13. Bifurkationstages zahlreiche Tierpräparate präsentierten. Bifurkationstag 2013 – was gibt es da nicht alles zu sehen und zu erleben? Beispielsweise Frösche, Kröten und Molche, die am Krötenmobil buchstäblich „live“ erlebt werden können. Auch das Umweltmobil „Grashüpfer“ greift an diesem Tag mit ins Rad und bietet insbesondere den Mädchen und Jungen die Möglichkeit, in Hase und Else zu keschern und einen Flusskrebs im besten Sinne des Wortes „unter die Lupe zu nehmen“.

aus dem „Alten Stahlwerk“ mit Kindern kleine Schiffe, Flöße und Boote, während im Hochseilgarten Spannung, Spaß und Nervenkitzel angesagt sind. „Zu einem lustigen Knautschspaß verspricht das Befüllen von Spezial-Ballonen mit Quarzsand zu werden“, verrät Organisatorin Iris Schriever, die in diesem Zusammenhang auf weitere Höhepunkte im Programm hinweist – von der „Bubble City“ bis zur „Rätselhaften Saftbar“.

Nackensteaks, Kaffee und Kuchen und nicht zuletzt auch Kaltgetränke dürften erneut reißenden Absatz finden“, ist sich die Vorsitzende Maria Brunsmann sicher. Dass während der Veranstaltung auch das musikalische RahmenproFür Speisen und Getränke sor- gramm nicht zu kurz kommt, dafür Der Aktionstag wartet darüber gen an diesem Tag in bewährter zeichnet die Formation „Tres Elehinaus mit weiteren Mitmachange- Weise Mitglieder des Heimatver- gantes“ verantwortlich. boten auf. So basteln Jugendliche eins Gesmold. „Bratwürstchen,

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»Meller Naturführungen« in Wort und Bild - neue Infobroschüre Melle. Seit ihrer Premiere im Jahr 2007 verzeichneten die »Meller Naturführungen« insgesamt 3.344 Teilnehmer. »Eine beachtliche Zahl, an der deutlich wird, wie groß das Interesse an Natur und Umwelt ist«, wie Britta Itzek vom Umweltbüro der Stadt Melle feststellt. Um die Touren noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, wurde jetzt eine neue Informationsbroschüre aufgelegt, die weitaus mehr als eine reine Auflistung von Führungsterminen beinhaltet. War es in der Vergangenheit eine gefaltete Seite im DIN A 4-Format, auf dem die einzelnen Naturführungen präsentiert wurden, so umfasst die aktuelle Schrift insgesamt 40 Seiten in der handlichen Pocket-Größe. »Wir bieten dem Leser mit der

neuen Broschüre im Vergleich zu den bislang veröffentlichten Publikationen einen deutlichen inhaltlichen Mehrwert«, erklärte der Mediensprecher der Stadt Melle, Jürgen Krämer, der das Heft konzipierte. So erhält der Leser zum einen allgemeine Informationen

zum Thema »Naturführungen«. Zum anderen werden darüber hinaus alle in Melle tätigen Naturführer in Wort und Bild vorgestellt. Im dritten Teil der Broschüre findet sich eine ebenfalls illustrierte Aufstellung der nahezu 50 Naturführungen, die in diesem Jahr in Melle angeboten werden – verbunden mit Kurzbeschreibungen der einzelnen Touren sowie Angaben zu Treffpunkten und Uhrzeiten. Die neue Broschüre entstand in echter Teamarbeit, an der neben Jürgen Krämer und Britta Itzek auch Selena Möller als Bundesfreiwilligendienstleistende beteiligt war. Und auch die Naturführer selbst wurden in die redaktionelle Ausgestaltung der Schrift mit einbezogen – mit kurzen Statements zu ihren Themenschwerpunkten. Als Korrektor fungierte Jochen Kemming aus St. Annen. Die Publikation ist in einer Auflage von 2.500 Exemplaren erschienen, die ab sofort im Stadthaus am Schürenkamp und im Rathaus am Markt in Melle-Mitte sowie in den Bürgerbüros in den einzelnen Stadtteilen kostenlos erhältlich sind.

Freuten sich am Donnerstagabend bei der offiziellen Präsentation über die gelungene Informationsbroschüre: Die Naturführer Astrid Schmidtendorf, Franz Hülsmann, Irmgard Rösner, Heike Drosselmeier, Ulrich Kypke und Fritz Mithöfer, Britta Itzek vom Umweltbüro, Naturführer Rainer Kassuba, Korrektor Jochen Kemming, die Ulrike Leimbrock und Klaus Jurgelucks, Mediensprecher Jürgen Krämer sowie die Naturführer Stefan Grüttner, Karin Hilbrenner, Monika Schengber und Dr. Foto: Stadtverwaltung Melle Manfred Kloweit-Herrmann (von links). MSJ I 04-2013

Was aus Sicht der Stadt Melle besonders erfreulich ist: Für die Gestaltung und den Druck der Broschüre, die im Druckhaus Wurm in Wellingholzhausen erstellt wurde, entstanden der Kommune keinerlei Kosten. Die Finanzierung erfolgte über den Verkauf von Werbeanzeigen.


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Natursteinforum wird eröffnet Am 27. und 28. April in Melle-Riemsloh Melle-Riemsloh. Passend zum lang ersehnten Frühlingsbeginn lädt die Alois Wilken GmbH am 27. und 28. April in Melle-Riemsloh zur Eröffnung des neuen Natursteinforums ein. An diesem Wochenende können Gartenintenfreunde hier die Welt des Natursteins in verschiedenen Themengärten erleben. sich von der Leistungsfähigkeit der Partner aus dem GaLaBau live überzeugen. Vor den Augen der Zuschauer entstehen an diesem Wochenende verschiedene kleine Gärten mit Natursteinmauern, Wasserspielen, Gartenteichen und vielen anderen kreativen Gestaltungsmöglichkeiten. Am Eröffnungswochenende ist jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Ein buntes Rahmenprogramm mit Luftballonkunst, Carrera-Bahn und der Bluesband »Blue House« rundet die Veranstaltung ab. Zur Eröffnung des NatursteinfoOb romantisch verspielte Bauerngärten oder edle Formalgärten, die rums am 27./28. April kann man besonderen Wert auf Design und Eleganz legen - auf dem über 2.000 qm großen Schaugelände gibt es für jeden Geschmack zahlreiche Anregungen zur naturnahen Verwirklichung der eigenen Gartenträume. Hat man sich erst einmal für seinen persönlichen »Traumgarten« entschieden, können die eigenen Vorstellungen dank der Zusammenarbeit der Fa. Wilken mit den Partnerunternehmen aus dem Garten- und Landschaftsbau sowie einem umfassenden Natursteinlager schnell umgesetzt werden.

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»Meller Balkon« und Wanderweg bleiben erhalten Melle. Im Rahmen einer Ortsbegehung am 4. April wurde der lange schwelende Streit zwischen Bürgern und Politikern auf der einen und den privaten Investoren auf der anderen Seite endlich beigelgt. Das Ergebnis der beim Ortstermin geführten Diskussion stellte schließlich alle Beteiligten zufrieden. Ausgangspunkt des Disputs waren die Pläne, auf dem Gelände des ehemaligen Berghotels am Meller Berg drei neue Häuser zu bauen. Da diese terrassenartig vor den Steilhang gesetzt werden sollen (s. Foto), was wiederum eine

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Hangsicherung erforderlich macht, befürchteten die Kritiker, dass der oberhalb des Hanges verlaufende historische Wanderweg - und damit der herrliche Ausblick vom »Meller Balkon« auf die Stadt verloren gehen könnte. Doch bei der Ortsbegehung wurde klar, dass die Hangsicherung von Seiten der Stadt als derzeitigem Eigentümer des betroffenen Waldstückes ohnehin hätte durchgeführt werden müssen und auch vom neuen Eigentümer - bei einem eventuellen Grundstücktausch vorgenommen werden müsste.

Ausschlaggebend für für die Einigung der Streitparteien waren schließlich die Ausführungen der beiden Gutachter. Sie stellten klar, dass sowohl die Hangsicherung und die dadurch erforderliche Verlegung des Wanderwegs um einige Meter nach oben sowie die Neubepflanzung der Abbruchkante mit Niedriggehölzen unter Umweltgesichtspunkten die beste Alternative darstellten. Der Eigentümer des Baugrundstückes sicherte zu, auch bei einem eventuellen Grundstücktausch die Vorgaben der Gutachter umzusetzen. Ende gut - alles gut!


Meller Geschichte(n):

Hansestadt Melle

D

er Handel war und ist eine gute Möglichkeit, sein Geld zu verdienen. Gute Ideen sind gefragt. Das hat sich bis heute nicht geändert. Schon vor 1200 Jahren, zur Zeit der Karolinger, waren die Friesen die großen Händler. Als Küstenbewohner handelten sie mit den Waren aus dem Festland in fremde Küstengebiete. Gehandelt wurde mit Wolltüchern, Leinentüchern und anderen Stoffen, sogar bis in den Orient. Oft wurde gegen Seide, gegen Gewürze oder Edelmetalle getauscht. Da auch Melle etwas zu bieten hatte, hatte man schon Verbindungen nach Bremen, Hamburg und Lübeck geknüpft, die großen Hansestädte. Aber nicht nur der Handel mit diesen Städten ist gefragt gewesen, sondern Melle wurde 1554 auch als Hansestadt Melle bezeichnet. Aus dem Jahr 1557 ist bekannt, dass die Mitglieder der Hanse, die Städte Osnabrück und Lemgo in Melle getagt haben. Die hanseatischen Kaufleute haben den NaAn die neuen Ortsschilder müsste man men Melle immer sich wohl erst noch gewöhnen! wieder in die ferne Welt getragen. Das Tuchmacheramt gedieh in Melle auch noch im 16. und 17. Jahrhundert. Mit dem Beginn der Industriealisierung im 19. Jahrhundert konnte die Landbevölkerung in Handarbeit die Leinenherstellung nicht mehr gewinnbringend vermarkten. Die Hollandgängerei und die Auswanderbewegungen haben die Landbevölkerung dann teilweise halbiert. Der große Handel setzte aus. Hansestädte sind und waren die Städte, die sich dem mittelalterlichen Kaufmanns- und Städtebund der Hanse angeschlossen hatten. Der Verbund der Städte in der Hanse war sehr lose und wurde mit keinem Vertrag o.ä. beschlossen. Deswegen ist schwer zu sagen, welche Städte zu welcher Zeit zur Hanse gehörten, zumal dabei der Zeitpunkt der Betrachtung sehr entschei-

Könnten der Renner werden: die neuen Nummernschilder der »Hansestadt Melle«. dend ist. Beim letzten Hansetag 1669 in Lübeck waren nur noch neun Städte vertreten. Seit 1990 führen in Deutschland einige Hansestädte diesen Beinamen auch wieder offiziell zum Stadtnamen, sofern die Voraussetzungen des jeweiligen Landes hierfür gegeben sind. Melle ist in der Liste der Hansestädte bei den Städten zwischen Rhein und Weser aufgeführt. Die überwiegend westfälischen Städte können auf Nachweise ihrer Handelstätigkeit im Verbund der Hansestädte verweisen. Genau hier hat die Stadt Melle in einer internen Sitzung angesetzt, als sie beschlossen hat, das eigene Nummernschild für Melle wieder einzuführen. Da man im gesamten Landkreis Osnabrück nicht wieder eine Rückbesinnung auf die Zeiten vor 1972 will, kann man in Melle auf die Zugehörigkeit der Stadt Melle zur Hanse verweisen. Als Datum hat man die Neueinführung des eigenenständigen Nummernschildes auf den 1. April 2013 gelegt. Über die Buchstabenfolge auf dem Autoschild gibt es damit auch keine Diskussion mehr, die Hansestädte haben das „H“ vorne angesetzt. Somit darf man ab dem 1. April 2013 bei der Zulassungsstelle im Stadthaus Schlange stehen für die Kombination: HME-DD 998. Schauen wir mal, was da passiert, es ist spannend.

Bernd Meyer


44 l gesundheit

Der Heilpraktiker Viele kennen ihn, aber nur wenige kennen ihn genau! Was macht ein Heilpraktiker und was macht einen Heilpraktiker aus? In Deutschland muss, um die Heilpraktiker Erlaubnis zu bekommen, eine Prüfung bei einem Gesundheitsamt abgelegt werden. Diese besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Überprüfung. Inhalte sind die komplette Anatomie und auch die Pathologie. Praktische Inhalte sind die Injektionstechniken und Untersuchungstechniken sowie auch verschiedene Testverfahren (z.B. Bluttests und Urintests). Themen, die auch ein Arzt in seinem Studium lernt. Die Durchfallquote liegt im Durchschnitt bei 85 - 90%. Daher bieten viele HeilpraktikerSchulen Studiengänge an. In Vollzeit dauern diese ca. zwei Jahre. Nach bestandener Prüfung darf dann der Titel „Heilpraktiker“ getragen werden. Um den Patienten zu behandeln, müssen Kurse in verschiedenen Naturheilverfahren besucht werden. Eine bekannte Therapie ist z.B. die Chiropraktik. Um diese zu erlernen, besucht der Heilpraktiker Kurse bei Instituten oder Schulen, manchmal sogar viele Jahre, bis er die entspre-

chende Erlaubnis dazu erhält. Dies gilt für alle Naturheilverfahren und Diagnosetechniken. Der Heilpraktiker unterliegt einer Weiterbildungspflicht. Mit so einer fundierten Ausbildung ist der Heilpraktiker in der Lage, einen Patienten zu diagnostizieren und zu behandeln. Leider werden Heilpraktiker nicht so anerkannt wie Ärzte. Aber ein Sprichwort sagt, „wer heilt hat recht“! Von Gesetzes wegen hat der Heilpraktiker auch einige Einschränkungen. So darf er z.B. nur verschreibungsfreie Medikamente verordnen oder im Krankheitsfall keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen. Die Kosten für eine Behandlung bei Heilpraktikern muss der Patient selbst bezahlen. Die Abrechnung über die Krankenkasse kann nicht, wie bei Ärzten, erfolgen. Die Höhe richtet sich nach einer Gebührenordnung für Heilpraktiker. Diese ist von 1985. Es ist möglich, eine Zusatzversicherung abzuschließen, in der einige Kosten der Heilprakti-

kerrechnung übernommen werden. Und wie teuer wir es, wenn man zum Heilpraktiker geht? Das ist eine sehr oft gestellte Frage von Patienten. Da gibt es schon das NordSüd-Gefälle. Eine Therapie kann verschieden berechnet werden. So kann z.B. eine Hydro-Colon Therapie schon mal zwischen 60 und 90 Euro kosten. Das kommt aber auch darauf an, was genau gemacht wird und wie lange die Therapie dauert. Eine grobe Faustformel ist ein Euro pro Minute Heilpraktiker-Zeit. Eine weitere Frage, die immer wieder gestellt wird ist, kostet der erste Besuch immer gleich hundert Euro? NEIN! Es kommt darauf an, was der Patient braucht! Möchte er nur eine Massage oder eine Ozonauffrischung, bezahlt er auch nur diese. Braucht der Patient eine umfassende Anamnese mit verschiedenen Diagnoseverfahren und Therapien, was durchaus zwei Stunden dauern kann, kann es auch mal mehr sein. Aber es wird nur berechnet, was gemacht wird. Sollte es bei einem Therapeuten mal anders sein, wählt man einen anderen aus. Und Fragen kostet nichts! In meiner Praxis ist es möglich, ein kostenloses Infogespräch zu bekommen, in dem alle Einzelheiten besprochen werden. Die Natur hält eine Alternative bereit, den Heilpraktiker! Für Fragen rufen Sie mich gerne an unter Tel.: 05226/982499, schreiben mir eine Mail: post@salusbonum.de oder schauen auf meine Internetseite: www.salusbonum.de. Ihr Heilpraktiker Christoph Altrath

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frank wilde l 45

Pass auf, was du denkst ! Interview mit Frank Wilde - Im Frühling ist die Zeit für gute Vorsätze. Was nehmen sich die Leute Ihrer Erfahrung nach am häufigsten vor?

- Welche generellen Tipps und Tricks gibt es, den inneren Schweinehund in sich selbst kurz- und langfristig zu überlisten?

Abnehmen, mehr Sport treiben, sich im Urlaub mehr um die Familie kümmern und weniger zu rauchen. Immer den gleichen Schwachsinn, der bisher auch kaum oder garnicht funktioniert hat.

Es geht nicht darum, sich zu überlisten, oder sich zu belügen. Das muss ich ja auch nicht. Sonst mache ich ja genauso beknackt weiter wie bisher. Damit ein Mensch etwas ändert, muss es ihm an etwas fehlen. Es gibt einen Mangelzustand, den ohnehin jeder kennt. Ich muss mir selbst nur die richtigen Fragen stellen. Und das sind nur zwei kleine Worte: Woran fehlt‘s? Erst, wenn etwas fehlt, komme ich ins Handeln. Sonst niemals! Fangen wir mal an, das ein wenig einzukreisen und einfach und verständlich zu machen, ganz einfach, auch für jeden noch so Gescheiten. Wann schaut der Mensch nach einer neuen Kaffeemaschine? Wenn seine alte kaputt, runtergefallen oder verkalkt ist. Es fehlt morgens an gutem Kaffee, und nun sehe ich schnellstens zu, dass ich zügig an guten Kaffee in

- Woran scheitern sie? An sich selbst. Wenn es dann soweit ist läuft alles genauso wie bisher. Die guten Vorsätze sind dahin. So nach nach dem Motto. Es ging bisher so und so kann es auch ruhig weiter gehen. Meine Antwort darauf ist immer die gleiche: Wenn sie wüssten, was sie könnten, wenn sie wollten? Wenn im Leben etwas nicht wirklich funktioniert, hat es immer zwei Gründe: Kann ich nicht, oder will ich nicht? Die meisten wollen leider nicht!

Frank Wilde ist einer der ungewöhnlichsten und erfolgreichsten Mentaltrainer Deutschlands. In seiner unnachamlichen Art bringt er in seinen Seminaren die Menschen dazu, über sich und ihr Leben neu nachzudenken, hemmende negative Denkmuster abzulegen, Selbstvertrauen zu gewinnen und sich auf Erfolg zu programmieren. Bereits vier Mal war Frank Wilde im Forum Melle zu Gast und begeisterte das Publikum. Am 28. Oktober 2012 veranstaltete er hier erstmals einen POWERDAY. Zukünftig wird er sein Tagesseminar einmal jährlich in Melle abhalten. Der Termin für 2013 steht bereits fest: 5. Mai 2013. Exklusiv für das MELLE STADTJournal schreibt er regelmäßig die Kolumne »Pass auf, was du denkst!«

www.frankwilde.de

Form einer Kaffeemaschine komme. Wann orientiert sich der Mensch in der Partnerschaft um? Wenn es einen Mangel gibt. Keine Kommunikation, keine Zärtlichkeiten, ewiger Streit, Disharmonien oder fehlende Liebe. Die Beziehung ist kaputt und nun muss etwas Neues her, damit es wieder kribbelt. (Im Seminar meinte eine Frau: Oder wenn der Alte kaputt ist.) Gibt mir mein Job Erfüllung? Bin ich im Unternehmen beliebt und geachtet, oder werde ich gemieden? Fehlt‘s an Anerkennung und Unterstützung? Fehlt‘s an Lob und Gehalt? Gegen einen widerlichen Chef hilft letztlich nur eine Kündigung – entweder seine oder meine. Bin ich problemorientiert, oder bin ich zielorientiert? Denke ich nur an meine Probleme, oder habe ich ein Ziel welches ich erreichen will? Fehlt es mir an Gesundheit? (Wie werde ich wieder gesund, oder bleibe gesund?)Fehlt‘s am Geld? (Kohle geht immer)oder fehlt es am Sinn? (Was ist sinnvoll, was ist sinnlos?) Hier suche ich mir, den für mich wichtigsten Punkt aus. Und nun fange ich an, alles in meinen laufenden Kalender 2013 aufzuschreiben. Die schwächste Tinte ist besser als das stärkste Gehirn. Ich muss es selbst aufschreiben, am besten mit meiner Handschrift. Und diesen Punkt, der mich am meisten nervt, den ich unbedingt anders haben möchte, den lege ich mir jeden Tag auf Wiedervorlage. Also los lieber Sommer 2013. Bring‘s mir. Gib‘s mir. Dein Gehirn besorgt dir alles, was Du willst. Man muss nur die richtigen Fragen stellen. In diesem Sinne weiterhin viel Erfolg. Herzlichst Ihr Frank Wilde

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Wo wurde dieser Schnappschuss gemacht? Das Rätsel lösen und gewinnen!

Schloss Königsbrück

Ein Schnappschuss in Melle! Erkunden Sie mit dem Fahrrad oder dem Auto Ihre Heimat und stellen Sie fest, wo der Fotograf gestanden hat. Die ersten drei Anrufer, die am 1. Mai 2013 um 14.00 Uhr die Redaktion des Melle Journals (0 52 26 98 22 467) anrufen, erhalten die neue Dokumentation über das Schloss Königsbrück (s. rechts).

Historische Tankstellen in Melle Es gibt eine ganze Reihe historischer Tankstellen in Melle. In jeder Ausgabe des „Melle Stadt Journal“ werden wir ein Foto veröffentlichen und Sie können raten, wo die jeweilige Tanke stand. Zum heutigen Foto: Am Standort gab es von 1920 bis 1958 eine Tanksäule. Dr. Schönepauk war der erste Kunde, der ein Auto hatte. Ein 200 Liter Fass wurde dafür vorgehalten. Der nächste Kunde war Gärtner Gemke. Wo stand diese Tanksäule? Die ersten drei Anrufer, die am 1. Mai 2013 ab 14.30 Uhr unter 0 52 26 98 22 467 die richtige Lösung nennen, erhalten je einen Tankgutschein der Metank Tankstelle Melle im Wert von 15 Euro.

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Eine ganz neue Dokumentation über das Schloss Königsbrück in Melle Neuenkirchen von Leonhard Dingwerth ist jetzt erschienen. Es ist eine aufwändig und durchgehend farbig gestaltete Dokumentation über das Schloss Königsbrück. Sie ist 32 Seiten stark (DIN A 4), voller Geschichte und Geschichten, voller Bilder und Erinnerungen, voller Informationen und Wissenswertem. Es ist ein Bildband zum Lesen, Betrachten und Verschenken. Über 150 Bilder und gut verständliche Texte, die auch den unkundigen Leser in die Blütezeit des Schlosses mitnehmen, machen die Dokumentation zu einem wertvollen Heimatheft. Der Buchhandel in Melle und Neuenkirchen hält Exemplare zum Preis von 12,80 Euro für Sie bereit.


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Endlich geht es in den Garten!

Tipps für das Frühjahr

Nach dem langen Winter freuen sich alle Gartenbesitzer, dass es jetzt endlich Frühling wird. Mit den ansteigenden Temperaturen steigt jetzt die Notwendigkeit, im Garten einiges tun zu müssen. Auch der Rasen wacht langsam auf. Die erste Düngergabe für den Rasen kann bereits jetzt erfolgen. Vorher besser den Rasen zu vertikutieren und Moos zu entfernen. Mit dem Mähen kann man noch etwas warten. Bevor man den Dünger ausbringt, sollte der Rasen einmal gründlich abgeharkt werden, um verfilztes Gras, Moos und Laub zu entfernen. Im Haus können jetzt die meisten Pflanzen ausgesät werden. Tomaten, Paprika, und viele andere Gemüsesorten, Sommerblumen, einige Stauden, aber auch schon einjährige Sommerblumen wie Tagetes, Sonnenblumen, Schwarzäugige Susanne, Glockenrebe u.v.a. Die beste Saatzeit kann man (zumindest bei gekauften Samen) auf der Rückseite der Samenpackung ablesen, hat man selbst gesammelte Samen, so kann man im Internet in den vielen Gartenforen Informationen zur Aussaat erhalten. Auch in den Gemüsegarten kommt langsam Leben. Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Radieschen, Spinat, Salat, Kresse, Zwiebeln, aber auch Dicke Bohnen können ausgesät werden. Vor der Aussaat sollte man sich jedoch davon überzeugen, dass die Erde ausreichend abgetrocknet ist. Bei den frühen Aussaaten besser die Beete mit Vlies abdecken. Das Vlies schützt die Saat vor Austrocknen, Sonne (lässt aber Licht und Wärme durch) und Wind. Bei Beerensträucher und Obstbäume können bereits jetzt gepflanzt werden. Stützpfähle nicht vergessen. Auch Obstbäume und Beerensträucher müssen nach dem Einpflanzen kräftig gewässert werden.

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Veranstaltungen

APRIL 2013

Freitag, 19.04.

Freitag, 26.04.

14.00 Uhr : »Wir stellen selber Blumenkübel her« Veranstaltung des Landfrauenvereins Buer bei Albersmann in Melle–Buer/Bulsten

18.00 Uhr: Meller Naturführung »Vogelexkursion« mit Monika Schengber und Ulrike Drosselmeier; Start am Pendlerparkplatz an der BAB Auffahrt Westerhausener Str. in Melle-Gesmold

»Auf Pirsch – Ansitzen mit heimischen Jägern auf dem Hochsitz« und anschl. Treffen ab 18.00 Uhr im Fachwerk 1775, Am Ring 40 in Melle–Wellingh. 19.30 Uhr: Aufführung der Boulevardtkomödie »Funny Money« mit der Theaterbande Phoenix in der Haferstr. 27 (ehem. Video Aring); Karten unter 0 54 22 – 38 74 oder www.theaterbande-phoenix.de

TIPP!

Samstag, 20.04. 13.00 Uhr: Internationales Kinderfest des Arbeitskreises »Buer integrativ« der Lindenschule Buer und des Netzwerkes Jugendhaus Buer auf dem Schulhof bzw. in der Pausenhalle der Lindenschule in Melle–Buer »Grönegau tanzt« - Tanzturnier des Tanzclubs Grönegau im Forum Melle, Mühlenstr. 39 a

20.00 Uhr: »Tribute zu Johnny Cash« mit Gunter Gabriel in der Martinikirche in Melle-Buer

Samstag, 27.04.

20.00 Uhr: »P-Moll – Deutsch-Rock im Fachwerk« im Fachwerk 1775, Am Ring 40 in Melle–Wellingh.

20.00 Uhr: »P-Moll Deutsch-Rock« im Fachwerk 1775, Am Ring 40 in Melle–Wellingholzhausen

Workshop »Holzbildhauen« mit Bernd Obernüfemann, Sa. u. So. jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Fachwerk 1775, Am Ring 40 in Melle–Wellingh.

Sonntag, 27.04.

»Da Capo« – eine Tanzshow unter der Leitung von Miriam Brauers im Festsaal Melle, Sa. u. So. Schürenkamp 14 in Melle–Mitte

Sonntag, 21.04. 8.00 Uhr: Wandertag des Heimatvereins Gesmold; Start am Heimathaus in Melle–Gesmold

TIPP! Frühjahrsschau in Melle–Gerden

17.00 Uhr: Chorkonzert mit »Vokalconsort Osnabrück« unter der Leitung von Stephan Lutermann in der St. Matthäuskirche in Melle–Mitte 18.30 Uhr: Meller Naturführung »Frühling am Oberlauf der Hase« mit Fritz Mithöfer und Franz Hülsmann; Start ab Rechenbergstraße, Einmündung Haseweg zwischen Melle–Wellingh. und Dissen

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11.00 Uhr: Meller Puppenspielserie »Der kleine Drache Kokosnuss« in der Feierhalle Grönenburg; Vorverkauf bei Kopie und Druck, Plettenberger Str. 13 in Melle–Mitte, Tel. 0 54 22 - 93 01 20 11.00 bis 16.00 Uhr: »Mahl- und Backtag« mit Vorstellung von Schmiede- und Korbmacherarbeiten sowie Präsentation selbstgemachter Marmeladen an der Westhoyeler Windmühle 17.00 Uhr: Haydn-Oratorium »Die Jahreszeiten« für Soli, Chor und Orchester mit Hanna Zumsande, Sopran; Max Ciolek, Tenor; Thilo Dahlmann, Bass; dem Kammerchor »Cantus firmus« aus Georgsmarienhütte und dem Orchester »pro musica« aus Osnabrück unter der Leitung von Stefan Bruhn in der St. Petrikirche in Melle–Mitte »Dampf in Melle« – Deutsche Dampfautomobiltour des Automuseums Melle »Geschichte auf Rädern«, Pestelstr. 38 in Melle–Mitte (bis Mittwoch, 01.05.)


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Veranstaltungen

MAI 2013

Mittwoch, 01.05.

Sonntag, 12.05.

Maikonzert der Heimatkapelle Wellingholzhausen im Ortskern von Melle–Wellingholzhausen

„Kunsthandwerkermarkt“ in der Kirchhofsburg in Melle–Buer

„Dampf in Melle“ – letzter Tag der Deutschen Dampfautomobiltour des Automuseums Melle „Geschichte auf Rädern“, Pestelstr. 38 in Melle–Mitte

Montag, 13.05.

Mittwoch, 01.05. Maikäfertreffen für MotorradKlassiker der 50er bis 80er Jahre des AMC Hoyel an der Westhoyeler Windmühle

Samstag, 04.05. Deutsche Meisterschaften im Break Dance der Tanzschule Hull im Forum Melle 19.00 Uhr: Kulturabend des Heimatvereins Neuenkirchen im Heimathaus in der Kirchenburg in Melle–Neuenkirchen Sparkassen Beachvolleyball Cup des SV Viktoria Gesmold auf dem Beachvolleyballplatz des Vereins in Melle–Gesmold ( und Sonntag, 05.05.)

Sonntag, 05.05. 11.00 Uhr: „Bifurkationstag“ an der Bifurkation in Melle-Gesmold 11.00 Uhr: Meller Sommer 2013 - „Literatur am Sonntagmorgen“ – Eberhard Straub liest aus seinem neuen Werk „Wagner und Verdi – Zwei große Musiker im 19. Jahrhundert“ im Bio Café im Orangenhaus auf Schloss Gesmold in Melle–Gesmold

Donnerstag, 09.05.

9.00 Uhr: Reitertag des RuF Bruchmühlen in der Mehrzweckhalle in Melle–Bruchmühlen

Freitag, 10.05. 20.00 Uhr: Konzert mit dem König des Dudelsacks und des Celtic Folk Carlos Núnes in der Martinikirche in Melle–Buer

Samstag, 11.05. „33. Meller Geranienmarkt“ ab 9.00 Uhr in der Innenstadt mit 4. Meller Klimaschutzmeile sowie Open-Air-Party am Rathaus ab 20.00 Uhr - die Geschäfte sind bis 19.00 Uhr geöffnet

15.30 Uhr: Bilderbuchkino „Pia Plappermaul“ in der Stadtbibliothek Melle, Weststr. 2 in Melle–Mitte, Eintritt frei, Anmeldung unter 0 54 22 – 95 94 74 notwendig

Sonntag, 19.05.

TIPP!

Pfingstfest der Dorfgemeinschaft Groß Aschen mit Treckerkorso um 14.00 Uhr ab Feuerwehrhaus, buntem Nachmittag auf dem Hof Rahe sowie Open-Air-Konzert am Abend mit den „Dollies“

Montag, 20.05. „Mahl- und Backtag“ mit ökum. Gottesdienst ab 10.30 Uhr und anschl. buntem Treiben bis 18.00 Uhr sowie Konzert der „Lipper Spottdrosseln“ um 14.00 Uhr an der Westhoyeler Windmühle

Samstag, 25.05. „2. Alt-Opel-Treffen“ im Automuseum Melle „Geschichte auf Rädern“ - mit Autokorso gegen 13.30 Uhr zum Rathaus in Melle Mitte

Sonntag, 26.05. 11.00 Uhr: Meller Puppenspielserie „Frau Meier die Amsel“ in der Feierhalle Grönenburg; Vorverkauf bei Kopie und Druck, Plettenberger Str. 13 in Melle – Mitte, Tel. 0 54 22 - 93 01 20 16.00 Uhr: Premiere des Kinderstückes „Das Dschungelbuch“ der Waldbühne Melle auf der Waldbühne Melle, Bergstr. 19 in Melle–Bakum --- Karten unter www.waldbuehne-melle.de 17.13 Uhr: Konzert „Orgel trifft... – Klingendes Blech“ im Rahmen des Jubiläums „300 Jahre Klausing-Orgel“ mit „Brass in Black“ und Stephan Lutermann (Orgel) in der St. Matthäuskirche in Melle–Mitte

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Der Maizwerg Der Zwerg im schönen Monat Mai eilt in der Walpurgisnacht herbei. Hat alle Hände voll zu tun Und keine Zeit, sich auszuruhn. Denn den Bäumen schenkt er ihr frisches Grün, die Pfingstrosen lässt er gar prächtig erblühn. Und sogar das Vergissmeinnicht streckt sich in Richtung Sonnenlicht. Nach getaner Arbeit spaziert er dann hinunter in die Erde zum Maulwurfsmann. Und spitzt man die Ohren, lauscht am Maulwurfshaufen, hört man den kleinen Troll unter Tage laufen. So vergehen die Stunden, die Tage, die Wochen, der Maizwerg, er schuftet - ununterbrochen, hegt und pflegt im Garten ein jedes Gewächs, wird bald abgelöst vom Zwerglein Nummer Sechs.

Christina Wiesmann


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