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Münzgrabenstraße 84 b Messequartier | 8010 Graz

. . . Wein produzieren: Gallinas & Focas . . . sporteln: Special Olympics 2017 . . . lachen: Christof Spörks neues Programm

Das steirische Magazin für Reisen, Genuss, Kultur und Wirtschaft, Ausgabe 4/2016, VP € 4,50; P.b.b., 16Z040811 M


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PROLOG

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Was wir von Seehunden lernen können

linas & Focas, sozialem Wein, der nicht nur Konsumenten, sondern auch Produzenten etwas bringt: Menschlichkeit und Freude am Genuss (mehr dazu ab S. 28). Sehen wir es doch wie die Seehunde (was Focas übrigens übersetzt heißt). Was braucht man mehr als einen warmen Stein, von dem aus man in die Sonne blinzelt, träumt von Wünschen, die man nur selbst in die Tat umsetzen kann und das auch tun sollte. Wenn es dann so weit ist, dann applaudiert man als wohlerzogener Seehund. Wobei – es ist ja auch logisch, dass die Seehunde das so sehen. Schließlich haben sie gar keine Ellbogen.

Foto: Gallinas & Focas

Nina Wessely kann nicht genug bekommen von Leuten, die mit Leidenschaft das tun, was sie tun. Darüber schreibt sie dann, und das mit Leidenschaft.

Die Ellbogen sind unser wichtigster Körperteil? Weil wir damit am besten austeilen können, andere vom Erfolg abhalten und den Ruhm selbst einsackeln? Jemand hat einmal gesagt: „Es gibt zwei Arten von Menschen: die einen, die träumen, und die anderen, die darauf aus sind, diese Träume zu zerstören.“ Zum Glück ist die erste Gruppe viel größer. Es ist auch lustiger in dieser Gruppe. Ganz bestimmt. Und noch viel mehr. Diese Menschen nutzen nicht ihre Ellbogen, sondern ihre Hände. Um zusammenzugreifen und mit gemeinsamer Kraft Dinge zu schaffen, die man als Einzelner niemals fertigbrächte. So wie im Projekt von Gal-

www.MagazinVIA.at

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Editorial

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Harald Kopeter

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T R AV E L 8 SONNENBAD Winter unter Palmen

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chlägt man in der Früh die

10 REISE nach Bethlehem

Zeitung auf oder zappt abends Foto: Samuel Colombo

durch die TV-Programme, hat man mitunter das Gefühl, die Welt kippe

gerade ein wenig aus den Fugen. Terror hier, Klimakatastrophen da, die Politik auf verlorenem Posten. Wenn sich die negativen Schlagzeilen mal wieder überschlagen, hilft

18 PISTENFLITZER Die Top-Skigebiete 22 TRANSATLANTIK Nach Rio per Schiff

TA S T E 28 SOZIALER WEIN Gallinas & Focas

manchmal nur der geordnete Rückzug in die schöne, heile Welt. Sie mögen das vielleicht biedermeierlich nennen, aber mir tut das gut. Freunde treffen, Zeit mit der Familie verbringen, gemeinsam

32 ESS-KULTUR à la Habibi und Hawara 36 ELITE-TALK Was macht die Top-Gastronomie?

Foto: Special Olympics 2017

40 KÄRNTNER WEIN Die Verkostung

einfach für ein paar Stunden die Welt um ums herum vergessen. Gemeinsam – so auch der Titel der VIA-Ausgabe, die Sie gerade in Händen halten. Denn gerade jetzt im Winter ist eine perfekte Zeit, um gemeinsam die schönen Seiten des Lebens zu genießen. Ein inspirierender Wochenendtrip nach Barcelona (S. 14), ein gutes

TOUCH 48 SPECIAL OLYMPICS Sportler zu Gast 54 WINTERFREUDEN in der Steiermark 62 HUND UND MENSCH Verwandte Seelen?

Foto: Lilli-Marleen, made with LOVE

MOVE

Glas Kärntner Wein (S. 40) oder mit einem lauten „Juchaza”einen frisch angeschneiten Pulverschneehang hinunterwedeln (S. 18). Denn bei allen Turbulenzen, die das Leben manchmal auf Lager hat, tut es der Seele hin und wieder gut, sich einfach aus allem auszuklinken.

66 KABARETT-STÜCKE mit Christof Spörk 68 JAZZ IM KELLER Eine Legende erzählt 70 LESEZEIT Buchtipps für den Winter

TRADE 74 LILLI MARLEEN Accessoires für Ihr Baby 78 COWORKING SPACES Arbeiten 2.0

VIA-AIRPORTJOURNAL GRAZ, das Magazin für Reisen, Genuss, Kultur und Wirtschaft Herausgegeben mit Bewilligung der Flughafen Graz GmbH, A-8073 Feldkirchen MEDIENINHABER: Corporate Media Service GmbH, Münzgrabenstraße 84b/Messequartier, 8010 Graz,T: 0 316/90 75 15, office@cm-service.at HERAUSGEBER/GESCHÄFTSFÜHRER: Harald Kopeter, harald.kopeter@cm-service.at CHEFREDAKTION: Claudia Piller-Kornherr, BA, claudia.via@cm-service.at, Nina Wessely, MA, nina.via@cm-service.at, MITARBEITER/-INNEN DIESER AUSGABE: Mag. Susanne Krejci, Mag. Dr. Günter Spreitzhofer, Mag. Anja Fuchs, Lektorat: Mag. Irene Mihatsch PRODUKTION: Styria Media Design – m4! Mediendienstleistungs GmbH & Co KG, www.styria.com/mediadesign, Art Direction: Brigitte Figura

Foto: Jimmy Lunghammer

Herzlichst Ihr Harald Kopeter, Herausgeber VIA

Backstage

14 ENERGIEBÜNDEL Barcelona

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o sieht ein guter Tisch aus”, meint Gastronom Gottfried Bachler nach der Verkostung der Kärntner Weine im Restaurant Bachler in Althofen. Sommelière

verkosten, die Winzer der Region zu Wort kommen zu lassen und vielleicht auch einen Blick in die Zukunft zu wagen. Wohin geht die Reise der Wein-Exoten, die immer mehr

Ingrid und Koch Gottfried Bachler haben fünf Mittelkärntner Winzern und VIA ihren Weinkeller zur Verfügung gestellt. Um den Weinen aus dem südlichen Bundesland, die immer mehr von sich reden machen, eine Bühne zu geben. Kärntner Terroir zu

Leute begeistern? Was macht Kärntner Wein aus? Diese Fragen haben wir uns ab Seite 40 gestellt. Dass Wildragout à la Gottfried Bachler mit Kärntner Pinot noir ganz hervorragend harmoniert – diesen Beweis durften wir zum Glück gleich selbst antreten.


küche

winter

Klappbett

8010 Graz | Conrad-von-Hötzendorf-Straße 63/neben Stadthalle | T +43 316 831183 1010 Wien | Schellinggasse 1/Ecke Weihburggasse | T +43 1 698 14 40


air po r t

Wo ein Rad in das andere greift Der Flughafen Graz ist viel mehr als nur Check-in und Terminal. Eine Menge an verschiedenen Unternehmen und verwandten Teilbereichen sorgt dafür, dass alles reibungslos funktioniert. Werfen Sie mit dem VIA Airportjournal einen Blick hinter die Kulissen. Von Nina Wessely 1

ter mit der APCOA, die APG (Airport Parking Graz), gewährt unkompliziertes Parken am Gelände. Für die FGB und Töchter arbeiten bereits mehr als 325 Personen. So weit also einmal der Anfang. Denn dazu kommen noch Autovermieter, Shops, Banken, Transportdienste, die Grenzpolizeidirektion des Flughafen Graz, das Zollamt, der ÖAMTC, die BP-Tankstelle, ohne die die fliegenden Riesen 2 ohne Treibstoff bleiben würden, Frachtunternehmen und Flugverbände sowie Reinigungsfirmen, die alles am Flughafen blitzblank halten. Ja, und würden diese Rädchen nicht derart perfekt ineinandergreifen, wären Fo An- und Abreise am Grato :O l i ve zer Flughafen weit weniger z r Wo l f / F l u g h a fe n G r a angenehm, als sie es sind.

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Denkt man ans Losfliegen, dann fallen einem schnell einmal Check-in, Gepäckaufgabe und vielleicht auch noch ein kleiner Shopping-Abstecher im Duty-free-Bereich ein. Dass aber weit mehr dahintersteckt, damit man als Reisender gut in die Welt und wieder nach Hause zurückkommt, wissen wenige. Maßgeblichste Firma am Gelände ist natürlich die Flughafen Graz Betriebs GmbH (FGB), die die Verwaltung, Be- und Entladung der Flugzeuge sowie viele weitere Aufgaben rund um das Flugzeug, von der Schneeräumung bis hin zur Werkstatt, übernimmt. Die FGB hat mit starken Partnern mehrere Tochterunternehmen. Die erste Tochter ist zum einen die FGS (Flughafen Graz Bodenservices): Das sind die Damen und Herren, die in erster Linie für die Passagierbetreuung zuständig sind. Die FGSG (Flughafen Graz Sicherheitsdienste), eine gemeinsame Tochter mit der Securitas, regelt die Personenund Gepäcksicherheitskontrolle. Die Swissport Cargo Services Graz GmbH ist eine gemeinsame Tochter mit Swissport Cargo. Sie kümmert sich um das Frachtzentrum am Flughafen Graz. Die gemeinsame Toch-

www.flughafen-graz.at

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1/7 Neben der eigenen tochter, der Swissport Cargo, sind auch weitere verschiedene Cargo-Unternehmen am Gelände situiert. Nämlich Berger Logistik GmbH, Cargomind Speditions GmbH, Ceva Freight austria, Dachser austria air & Sea GmbH, DHL Global Forwarding austria GmbH, Lufthansa Cargo aG, panalpina Welttransporte GmbH und die road & Sea Logistics Multiair.

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auch für den adäquaten reiseproviant will in Graz gesorgt sein.

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an der informationsstelle helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Flughafen Graz reisenden und Besuchern bei Fragen und problemen.

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Die Damen und Herren am Check-in geben dem Flughafen Graz sein Gesicht.

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reiseanbieter, reisebüros und autovermieter finden sich ebenso am Grazer Flughafen.

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Das terminal sowie alle anderen Bereiche des Flughafens werden von reinigungsfirmen rund um die Uhr blitzblank gehalten.

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Mehr als 300 angestellte der Flughafen Graz Betriebs GmbH sorgen für einen reibungslosen reiseverkehr.

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Flughafen Graz ist ausgezeichnet

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Der Flughafen Graz durfte sich in der jüngsten Vergangenheit über zwei sehr verschiedene, aber gleichsam wichtige Auszeichnungen freuen. Um was handelt es sich genau? Widmann: Zum einen konnten wir durch unser Projekt Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Rezertifizierung des Bundesministeriums für Familie und Jugend für die Jahre 2016 bis 2019 erreichen. Es handelt sich dabei um ein staatliches Gütezeichen für Unternehmen, die eine familienbewusste Personalpolitik nachhaltig umsetzen.

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Die zweite Auszeichnung ist betriebswirtschaftlicher Art. Widmann: Wir durften zum zweiten Mal eine Auszeichnung als eine der Austrias Leading Companies in der Steiermark entgegennehmen. Wir haben den 3. Platz in der Kategorie Goldener Mittelbau (Umsatz 10 bis 50 Millionen Euro) erreicht.

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Wie schafft man das? Widmann: Auszeichnungen wie diese erreicht man nur durch ein gemeinsames Ziel und ein gelebtes Miteinander. Es ist vor allem eine Auszeichnung für alle Mitarbeiter, die zeigt, dass wir am Flughafen Graz eine, im wahrsten Sinne des Wortes, ausgezeichnete Arbeit leisten, die unser Unternehmen – und davon bin ich überzeugt – gut in die Zukunft führen wird!

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Foto: KK

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Foto: istock.com/artvea

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Um was handelt es sich dabei genau, was sagt der Preis aus? Widmann: Es handelt sich dabei um einen österreichischen Wirtschaftswettbewerb, der jährlich von „Die Presse“, Pricewaterhouse Coopers und dem Kreditschutzverband von 1870 durchgeführt wird. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die nachhaltig wirtschaftlich agieren.


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Winter unter Palmen

Gehe einmal im Jahr irgendwohin, wo du noch nie warst.

Im Wetterbericht fallen Begriffe wie Graupelschauer, Frühnebel und Eisregen. Das einzige Eis, von dem wir träumen, ist das in unserem Cocktail an der Poolbar. Vier Top-Destinationen für die Flucht in warme Gefilde.

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Foto: The Residence

BarFUSS. Weißer Strand, türkis­ farbenes Meer: auf der mosam­ bikanischen Insel Benguerra ist das Programm. Im luxu­ riösen azura resort genießen die Gäste „Barefoot luxury”. www.azura­retreats.com

Foto: andBeyond

aBeNteUer aM FlUSS. elefanten als Frühstücks­ gäste, ein Fitnessstudio mit Blick auf den Sambesi und geradlinige Suiten, vor deren Fenstern Zebra­ herden vorbeiziehen – Gäste der neu eröffneten &Beyond Matetsi river lodge in Simbabwe erleben Wildnis hautnah. Die victoriafälle sind nur einen Steinwurf entfernt. www.andBeyond.com


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Blüte im Ozean Falhumaafushi, das bedeutet „einzige Blüte im Ozean”. Auf der winzigen Malediven-Insel logieren die Gäste in einer der 94 strohgedeckten Villen des The Residence Maldives – mit Butler-Service und atemberaubenden Sonnenuntergängen. www.theresidence.com/maldives

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Foto: Cape View Clifton

CAPE VIEW CLIFTON. Hoch im Felshang, in einem der exklusivsten Stadtviertel Kapstadts, verteilen sich auf fünf Etagen die Suiten eines gediegenen Gästehauses. Beim Rundum-Atlantikblick vom Cape View Clifton bleibt einem erst mal die Spucke weg. Südafrika de luxe! www.capeviewclifton.co.za


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Bethlehem – Panzer, Pauken und ein paar Trompeten Umzüge in Uniform, dazu Pauken und Party mit Trommeln und Trompeten: Wenn der lateinische Patriarch von Jerusalem zu Weihnachten zur Geburtskirche Jesu zieht, feiern Christen, Juden und Palästinenser traditionell zusammen. Von Günter Spreitzhofer

Kultstätte und touristenmagnet: Über eine Million Menschen zieht es alljährlich in die Geburtsstadt Jesu Christi.

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Foto: istock.com/efesenko

travel

Das ist nicht immer so. Und hinzukommen, war für Josef und Maria vielleicht sogar simpler als für die Pilger aus aller Welt heute. Denn Bethlehem, für über zwei Milliarden Christen weltweit der Geburtsort von Jesus Christus, liegt zwar eigentlich im Staate Israel, aber zugleich in Palästinas Westjordanland. Deren unerfreuliche Beziehung zueinander ist bekannt, christliche Nächstenliebe ist es jedenfalls keine. Umkämpft ist die Stadt seit 2000 Jahren und mehr: Hinein kommt heute fast jeder, sofern er nicht orthodoxer Jude ist und laut genug hupt. Die Araber sagen „Haus des Fleisches“ dazu, die Israelis „Haus des Brotes“: Die Stadt lebt mittlerweile gut von Herbergen und Souvenirs, die über 25 Prozent der Bevölkerung Arbeit und ein recht gutes Leben ermöglichen. Bethlehem ist die reichste Siedlung des Westjordanlandes geworden. Die engen Gassen mittendrin vibrieren vor

Foto: iStock/rrodrickbeiler

Foto: iStock/Joel Carille

Leben, sind voller Geräusche und Gerüche des Orients. Weihrauch liegt nur mehr selten in der Luft und Myrrhe lässt sich auch bröckchenweise erstehen. Dazu Gewürze, Juwelen und klebrige Baklava, religiöse Perlmutterornamente, Statuen und Schatullen aus Olivenholz. In den engen Gassen hinunter zum Hebron-Highway brutzeln Shawarmas und faustgroße Falafels, das Fast Food des Nahen Ostens. Und wer heiligen Wein will, begibt sich ins Klosterweingut Cremisan, wo seit 1885 Wein angebaut wird – seit Kurzem ist das Gelände an der neuen großen Mauer in einen israelischen und einen palästinensischen Abschnitt geteilt. „Sie gönnen uns nicht einmal den Wein“, grummelt Rashid, geboren als Russe, der in der Milchgrotte ältliche Ansichtskarten mit Briefmarken der Palästinensischen Autonomiebehörde verkauft.

Bethlehem ist eine spannende Stadt: ein wenig mehr Frieden könnte nicht schaden.

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Geschäftiges treiben auch außerhalb der vorweihnachtszeit: Die Souks der Stadt im Westjordanland bieten nicht nur Souvenirs an.

Fotos: Günter Spreitzhofer

Religion Religiöse Riten finden in Bethlehem dreifach statt: Der 25. 12. ist der traditionelle Tag für Umzüge der römischkatholischen und protestantischen Glaubensrichtung; Griechen, Kopten und syrisch-orthodoxe Christen feiern am 6. 1. und armenisch-orthodoxe Christen am 19. 1. Römisch-katholische Messen finden in der Franziskanerkirche der hl. Katharina statt, Protestanten feiern auf den „Shepherds’ Fields” bei Beit Sahour, einem Vorort von Bethlehem. In der Geburtskirche befindet sich heute die Geburtsgrotte mit dem 14-zackigen Silberstern. Insgesamt 15 Lampen über dem Stern repräsentieren verschiedene christliche Konfessionen. Nach der Kreuzfahrerzeit gingen die einzelnen Gebäudeteile in den Besitz der griechisch-orthodoxen, der armenischorthodoxen und der römisch-katholischen Gemeinschaften über, die sich jeden Meter und jedem Kerzenständer in der mehrschiffigen Kirche vertraglich zusichern ließen – inklusive der lukrativen Kerzenvertriebsstellen, wo 15 cm Kerze schon ab 2 Euro gehandelt werden.

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Foto: iStock/efesenko

Nicht die einzige Rarität hier: Die Spielzeugläden in den Souks führen jedenfalls sehr viele Plastik-Maschinengewehre und grün-weiße Kunststoffpanzerfahrzeuge, mit oder ohne Krach, wie Abu Nassers Sohn erklärt, der auch in der Abenddämmerung seine Sonnenbrille nicht abnehmen will. Ein paar Kindertrommeln und Kindertröten gibt es auch, wer sich an den Umzügen zu Weihnachten beteiligen will. „Intifada“, sagt er lapidar und lächelt nicht besonders fröhlich. Wie die israelischen Soldaten an den Checkpoints stadtauswärts auf schwarz-weiß karierte Palästinensertücher und Wasserspritzpistolen Marke PLO reagieren würden, sollen besser andere ausprobieren und als Geschenk zu Hause unter den Christbaum legen. Den wird man hier nicht finden. Bethlehem ist im Norden wie im Westen von israelischen Siedlungsblöcken umschlossen, ein idyllisches Hirtendorf sieht anders aus. Das Licht ist grell hier, dunstig oft nicht nur die Stimmung. Von blauem Himmel ist tagsüber wenig zu sehen. Vorbei am israelischen Sperrwall, einer fast zehn Meter hohen Mauer beim Checkpoint Bethlehem 300, gleich hinter Rachels Grab, führt derzeit eher die Nebenroute in die Stadt. Bis zu den Mittelmeerküsten von Gaza westwärts

und den Stränden am Toten Meer ostwärts sind es nicht einmal 70 Kilometer. Doch des Badens wegen kommt ohnedies keiner her, frag nach bei Kaspar, Melchior und Balthasar.

Andrang an der Geburtskirche

Der „Stern von Bethlehem“ ist ein Fotoshop in der Papst-Paul-VI-Straße, die jeder bergan gehen muss, der mit dem Linienbus aus Jerusalem kommt und in die Altstadt von Bethlehem will. Bus 21 fährt alle 15 Minuten vom Damaskus-Tor und nimmt einen langen Umweg durch die grauen, baumlosen Hügel rund um das alte Zentrum, das in den Hügeln des Judäischen Gebirges liegt. Endstation ist Bab Zukah am Hebron Highway, meist voll mit buntem Volk, unterwegs nach Hebron oder zu einer der beiden Universitäten von Bethlehem oder schlicht zum Shopping. „In Palästina ist alles billiger als in Israel“, sagt Omar, der im Palestinian Heritage Center von Bethlehem bestickte Stoffe verkauft und zugleich auch in den Souks von Jerusalem Geschäfte macht. Wer die Grotte unter der Geburtskirche besuchen will, über der vor mehr als 2000 Jahren der Stern von Bethlehem geleuchtet haben soll, braucht jedenfalls Zeit. Viel Zeit, denn Dutzende Pilgergruppen sam-


TRAVEL

meln sich auch außerhalb der Festtage frühmorgens im Seitenflügel der Kirche, die nur in gebückter Haltung durch ein niedriges Steintor, die Demutspforte, zu betreten ist. Viele Pilger haben keine Augen für das politische Rundum und besingen recht entrückt den „süßen Knaben“. Ob der so ausgesehen hat wie die Jesus-Puppen in den Wühlkörben der arabischen Shoppingcenter am Stadtrand, ist nicht bekannt. Die sind in Flaggen Palästinas eingehüllt und hören den ganzen Tag Palästina-Pop. Von stiller Nacht ist in Bethlehem jedenfalls wenig zu bemerken, und zwar ganzjährig. „Wer Weihnachten in Andacht verbringen will, ist hier fehl am Platz“, sagt Massimo, der im Franziskaner-Hospiz gleich am Manger-Platz bei der Geburtskirche seit drei Jahren Eis verkauft. „Der Fasching beginnt bei uns schon jetzt.“

Winter in Bethlehem: keine Weihnachtsbäume, keine Maroni, keine Bratkartoffeln – dafür Falafels und Olivenkrippen.

Anreise Zahlreiche Fluglinien (www.flyniki.com u.a.) bedienen Tel Aviv (Airport Ben Gurion), regelmäßige Busverbindungen nach Jerusalem (60 km), von dort weiter per Bus oder Taxi nach Bethlehem (10 km). Kein Visum erforderlich, derzeit auch keine Einreisestempel im Reisepass. Je nach politischer Lage zumindest ein Checkpoint bei der Einreise nach Palästina, der sich für europäische (EU-)Staatsbürger in der Regel auf Passkontrollen beschränkt.

Information vor Ort Tourist Information Center: vic.info.palestine@gmail.com Palästinensisches Infocenter: www.peacecenter.org

Essen und Schlafen Casanova Orient Palace (www.casanovapalace.com), unmittelbar neben der Geburtskirche gelegen Dar Annadwa (www.diyar.ps), lutheranisches Gästehaus

HOTEL STEINER: IM HERZEN DER ALPENWELT Bei Familie Steiner in Obertauern ist immer etwas los: Winterspaß auf TopNiveau, aber auch spannende Seminare.

PROMOTION, Foto: Hotel Steiner

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uf 1752 Meter Seehöhe begrüßen Familie Steiner und ihr Team in Obertauern ihre Gäste. Man startet seinen Skitag hier also sozusagen schon On-Top, denn vom Skistall geht es ohne Umwege auf die Piste. Dort warten mehr als 1000 Pistenkilometer darauf, erkundet zu werden. Und ins Ortszentrum sind es vom Hotel Steiner aus auch nur fünf Minuten zu Fuß. Das Auto kann also den gesamten Urlaub über geparkt bleiben. Die perfekte Lage direkt am Winterspaß ist aber nur ein Grund, um dem Hotel Steiner und seinen Gastgebern einen Besuch abzustatten. Schließlich stehen maximaler Familienkomfort mit Kinderspielraum und Jugendlounge sowie Babybadewanne und Babyservice für die ganz Kleinen ganz oben auf der Prioritätenliste. Da können sich die Großen auch ganz entspannt im mehr als 1000 Quadratmeter großen Wellnessbereich zurücklehnen. Beispielsweise im Hallenbad mit Panoramablick oder in der Bergkristallgrotte. Aber

Das Hotel Steiner in Obertauern bietet auf 1752 Meter Seehöhe alles, was das Winterliebhaber-Herz begehrt: eine direkte Verbindung zur Piste sowie spannende Seminare zum Freeriden im Gelände.

auch was Weiterbildung und Seminare betrifft, ist im Hotel Steiner immer etwas los. Vom 2. bis 4. Dezember findet beispielsweise das „Ready4Peaks – safety winter camp“ statt. Der staatlich geprüfte Skitrainer Manfred Hammerschmid zeigt den Teilnehmern dabei alles, was Schneeund Lawinenkunde betrifft – in Theorie und Praxis. Dazu gibt es wertvolle Tipps zur Skitouren- und Freeride-Planung für ungebremsten und sicheren Spaß im Schnee.

Hotel Steiner**** Obertauern Römerstraße 45 5562 Obertauern Tel. +43 (0) 6456/7306 Fax +43 (0) 6456/747045 info@hotel-steiner.at www.hotel-steiner.at


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Die Casa Milà von antonio Gaudí wurde 1984 von der UNeSCO als erstes Gebäude des 20. Jahrhunderts zum Weltkulturerbe ernannt. Die aussicht von hier oben ist ebenso weltklasse.

Barcelona: Stadt der Lebensfreude Die Stadt vibriert, die Bar- und Restaurantszene brodelt: In der katalanischen Metropole kann man gar nicht anders, als genussvoll in dieses bunte Treiben einzutauchen. Erlebt von Edith und Harald Kopeter | aufgezeichnet von: Nina Wessely

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Wir sind schon recht früh da. Irgendetwas sagt mir, dass das eine gute Idee ist. Wir stehen am MontjuÏc, dem Berg, der über die Stadt ragt, nach einem Abstecher zum Olympiastadion auf selbigem, und warten auf die Seilbahn, die eigentlich zur Weltausstellung 1929 fertig sein sollte. Es aber erst mit zweijähriger Verspätung wurde, 1931. Was vielleicht aber auch der Grund ist, warum sie heute noch funktioniert, und in dem Moment langsam auf uns zugondelt. Wir sind die Einzigen, die um 10 Uhr Vormittag auf einen kurzen Trip hinunter ins BarcelonetaViertel warten. Wo Strandpromenade und Flaniermeile schon auf uns warten. Die Aussicht über die Stadt ist berauschend. Da sieht man erst, welche Ausmaße diese Metropole am Mittelmeer annimmt. Nichts, was es nicht gibt in Barcelona. Und das mit einer Energie und Lebensfreude, die hoch ansteckend ist. In Barceloneta stärken wir uns mit Paella und Fisch im Ganzen frittiert – also die mediterrane Diät der Extra-


Foto: Fotolia/Sergii Figurnyi Foto: Shutterstock/ KPG_Payless

Höhenluft und Meeresbrise: Vom Berg Montjuïc nach Barceloneta an den Strand. Und das in der Gondel. Im Parc Guëll in Barcelona die Sonne aufgehen sehen, ist ein Erlebnis, das in die eigene Lebensgeschichte eingeht.

klasse im „La Barraca“, einem legeren, feinen Restaurant direkt am Strand. Mit Omega-3-Power in den Beinen spazieren wir weiter in Richtung Ramblas. Der Klassiker Barcelonas. Der uns aber nicht weiter beeindruckt. Ganz anders verhält es sich mit dem Mercat de Sant Josep – in einer kleinen Seitengasse der Ramblas gelegen. Auch ein Klassiker, bei dem es sich aber definitiv auszahlt, vorbeizuschauen. Von hier sind es nur wenige Gehminuten zur Plaça de Catalunya, dem Platz im Zentrum, an dem es mitunter am meisten wuselt. Cafés, Boutiquen und so ziemlich jede U-Bahn-Linie Barcelonas kommen hier zusammen. Daher fahren wir auch von der Plaça aus unterirdisch zu unserer nächsten Station, der Sagrada Família. Die Kirche Gaudís, von der man jetzt sagt, dass sie tatsächlich in absehbarer Zeit fertig sein soll. Wir sehen uns jedenfalls, die Version an, die schon als unfertige in Staunen versetzt. Und wieder freuen wir uns über eine kleine Eingebung, die www.MagazinVIA.at

Foto: istock.com/ Jose Antonio Santiso FernA!ndez

Foto: Edith Kopeter

„Gott hat keine Eile”, das soll Antoni Gaudí auf die Frage geantwortet haben, wann denn die Sagrada Familia fertig sei.

By the way Tolle Appartments in Barcelona: www.youstylish.com Weitere Infos: barcelonaturisme.com


unten: Ein Fisch namens Gehry: Der Fisch des Stararchitekten wacht über die Wasserratten am Barceloneta-Beach.

Kopeter Foto: Edith

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rechts: In seiner Sagrada Familia hat Antoni Gaudí Menschen und Tiere verewigt. Den Eingang bewachen zwei Schildkröten, sowie an diesem schönen Herbsttag auch Laurenz Kopeter.

Flughafen Graz

Buslinien 630/631 ö Graz Jakominiplatz (Stadtzentrum)

bis zu 32 Verbindungen pro Tag, Abfahrt vor dem Flughafen-Gebäude Fahrzeit: ca. 20 Minuten

Foto: Shutterstock/Prometheus72

S-Bahn S5 ö Graz Hauptbahnhof

bis zu 64 Verbindungen pro Tag, 500 Meter Fußweg zur Bahnstation (witterungsgeschützt) Fahrzeit: 13 Minuten

1-Stunden-Karte € 2,20 24-Stunden-Karte € 5,00 jeweils inkl. Stadtverkehr Graz

steiermark.oebb.at | www.postbus.at | www.verbundlinie.at

„Ich sage immer, man kann nicht wissen, was in der Zukunft passiert. Aber wäre es an mir zu entscheiden – ich würde in Barcelona bleiben.” Lionel Messi

ich schon zu Hause hatte. Denn wir besitzen Tickets für einen der Türme. Vor Ort nicht käuflich. Und so dürfen wir in Gaudís Gemäuern mit einem Lift hinauffahren um dann wieder einen Augenblick voll schönster Ausicht reicher, hinabzusteigen. Stufe für Stufe. Unvergesslich, die Fantasie des Architekten der Stadt so hautnah zu erleben. Sein Wirken ist noch heute an zahlreichen Orten unverkennbar zu sehen. Wie im Parc Guëll sowie an der Casa Milà, einem Haus, das nicht nur außen, sondern auch innen ganz Gaudí ist. Am Passeig de Gràcia. Wo auch wir wohnen. Auch für den Aufenthalt kein Hotelzimmer, sondern ein

Appartement gebucht zu haben, gehört zu den Ideen, über die wir uns diese Tage freuen. So geht alle Energie in die Entdeckung der Stadt. Mit kulinarischen Highlights, wie dem Restaurant „dos palillos“ im Partyviertel Raval oder auch dem Restaurant „Disfrutar“, das von ehemaligen Chefköchen des berühmten elBulli-Restaurants betrieben wird. Das gibt Kraft zum Jubeln mit mehr als 80.000 Fans, wenn der FC Barcelona in einem Heimspiel wieder einmal brilliert. Noch mal unvergesslich. Meine Söhne und ich werden nie wieder ein Fußballspiel in diesem Stadion mit denselben Augen sehen. Auch wenn wir bei der Übertragung zu Hause auf der Couch sitzen. Abgesehen von diesen Highlights hatten wir das Glück, über eine fantastische Manga-Convention zu stolpern und sind uns nach den Tagen in Barcelona sicher: Um diese grandiose Stadt ganz zu erleben, braucht man Monate, ja Jahre. Wie gut, dass einer meiner Söhne zumindest mit dem Gedanken spielt, hier zu studieren.


travel-lounge

Wer der Meinung ist, dass man im Herbst oder Winter nicht an den Wörthersee fahren kann, der hat sich aber schwer getäuscht. Denn im Seepark Hotel – mitten in der Lendlagune – kann man es zu jeder Jahreszeit aushalten und das auch noch richtig gut. Relaxt wird im SPA-Bereich, geschlemmt im Restaurant Laguna, gechillt und oft auch gefeiert in der Gig-Bar. Zum Ausruhen verschwindet man am besten in einem der 142 Zimmer im außergewöhnlichen Design. Egal welches Sie buchen, schön sind sie alle. Ankommen, wohlfühlen und genießen ist das Motto des WinterWellness-Angebots – genießen Sie zwei Nächte inklusive Schlemmerfrühstück vom Buffet, Eintritt in den SPA-Bereich und an einem Abend ein Candle-Light-Fondue im Restaurant Laguna. Außerdem mit im Paket: Gratis-WLAN im ganzen Haus, Ortstaxe, kostenfreier Parkplatz direkt vor dem Hotel (nach Verfügbarkeit) und eine Badetasche mit flauschigem Bademantel für die Dauer des Aufenthalts. Und das alles gibt es schon ab € 160,– pro Person im Standard-Doppelzimmer. Schnell Termin checken!

Foto: Seepark Hotel

WINTERWELLNESS AM WÖRTHERSEE

Seepark Hotel Congress & SPA Universitätsstraße 104, 9020 Klagenfurt Tel.: +43 (0) 463/20 44 99-0, info@seeparkhotel.at

www.seeparkhotel.at

Gültig bis 31. März 2017 – auf Anfrage und nach Verfügbarkeit.

ENDLICH ANGEKOMMEN, ENDLICH DAHEIM!

Foto: Flash Up Fotostudio SBG

Im ****Superior Hotel Ebner’s Waldhof am See lässt sich der Winter in all seinen Facetten erleben. Idyllisch am Ufer des Fuschlsees gelegen wartet das geschmackvolle Hide-away mit

einer fantastischen Aussicht auf. Die regionale Gourmetküche des Hauses sucht ihresgleichen. Im 4.000 Quadratmeter großen Spa- und Wellnessbereich mit eigener Wasser- und Saunaweltsowie exklusiven Private Spas, lässt es sich wunderbar relaxen. Kräutergeschichten und alpine Wellness. Beim Wandern mit den Gästen wissen die Kräuterpädagoginnen Helga und Johanna interessante Wildkräuter-Geschichten zu berichten. 1001 Wintererlebnisse. Ob Schneeschuhwandern in der romantisch verschneiten Landschaft, Langlaufen, Snowbiken, Rodeln oder Skifahren, den Outdoor-Möglichkeiten sind hier keine Grenzen gesetzt. Mit der Postalm und der Skischaukel Hintersee warten zwei erstklassige Skigebiete auf die Wintersportfans. „Im Ebners Waldhof am See fühlen wir uns ganz einfach daheim“, schwärmen die Stammgäste. ****Superior Hotel ebner’s Waldhof am See Seestraße 30, 5330 Fuschl am See, Tel. +43 (0) 6226/8264, info@ebners-waldhof.at, www.ebners-waldhof.at

MALERWINKL: GENUSS TRIFFT KUNST! augenschmaus und gaumenfreude im À-la-Carte restaurant.

Genießen Sie im Restaurant Malerwinkl das kreative Slowfood von Peter Troißinger. Hausherrn sorgen in den zehn Künstlerzimmern und vier Ferienlofts für fantasievolles Ambiente.

Foto: Rudi Ferder

Die Kunst des genießens. Die Kunstwerke des

Der genuss der Kunst. In der EAT + ART Vinothek erwartet Sie

eine große Auswahl an steirischen Weinen und Schmankerln.

MALERWINKL Restaurant + Kunsthotel + Vinothek Hatzendorf 152, 8361 Fehring, Tel. +43 (0) 3155/2253 Mail: office@malerwinkl.com Öffnungszeiten Restaurant: Di.–Fr. ab 14 Uhr, Sa., So. und Feiertag ganztägig, Mo. Ruhetag

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Grenzenloses Wintervergnügen Ischgl in Tirol und Kronplatz in Südtirol nahe Brixen warten in der heurigen Wintersaison mit einer Menge Highlights auf, die man sich als Schneetiger nicht entgehen lassen sollte.

Skiiiifoan! Wenn Wolfgang Ambros schon langsam beginnt, einem ins innerliche Ohr zu singen, und die Wadeln ein seltsames Zucken durchzieht, dann ist es wieder so weit: Pulvrige Pisten, schneebedeckte Landschaften und Bergkuppen warten nur noch darauf, dass auf ihnen hinabgewedelt wird. Auch die fleißigen Hände, die im Hintergrund an der Attraktivität einer Winterdestination mitarbeiten, waren nicht untätig.

Info Tourismusverband Paznaun – Ischgl Dorfstraße 43, 6561Ischgl Tel. +43 (0) 50990/100 info@ischgl.com www.ischgl.com

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So findet zum Beispiel im Skigebiet Kronplatz in Südtirol 2017 erstmals ein Weltcuprennen der Damen in der Disziplin Riesentorlauf statt. Mit einer maximalen Neigung von 61 Prozent wird den Damen dabei auf der Piste alles abverlangt. Und daher braucht es natürlich auch viele Jubler, die die Profis anspornen. Um tags darauf vielleicht selbst die Piste hinabzudüsen. Oder die heuer erstmals befahrbare Piste Hinter-

Foto: TVB Paznaun/Igschl

Neue FIS-Ski-Alpin-Weltcupdestination


Info Tourismusverband Kronplatz Michael-Pacher-Straße 11/A I-39031 Bruneck/Brunico, Tel. +39 (0) 474/553348 info@kronplatz.com www.kronplatz.com

Foio: Harald Wisthaler/Kronplatz

TRAVEL

Foto: TVB Paznaun/Igschl

Unendliche Pistenweiten und das atemberaubende Panorama des Weltnaturerbes Dolomiten machen Kronplatz zu einem ganz besonders schönen Fleckchen Erde.

berg. Vom Gipfel geht es dabei knappe drei Kilometer talwärts. Rundum das überwältigende Szenario des Weltnaturerbes der Dolomiten. Doch damit noch lange nicht genug: 2017 tut sich in Kronplatz so einiges. Eine VIP-Gondel, mit der alle (weil hier alle VIPs sind), die in Kronplatz dem Winter frönen, befördert werden. Edle Stoffe und eine Aussicht, die sich gewaschen hat, für das gewisse Extra. Die Restyling-Sesselumlaufbahn Plateau präsentiert sich im neuen Look und dazu noch familienfreundlicher. Ein Highlight jagt das andere in Kronplatz, und das obwohl, die Bergwelt der Dolomiten mit dem italienischen Flair im Tal und der dazu passenden Gastronomie in Kombination mit Wellness und Co. doch ohnehin schon fast unmöglich zu toppen ist. Es verwundert also nicht weiter, dass Kronplatz immer wieder bei internationalen Touristenumfragen zum besten Skigebiet Italiens gekürt wird.

Überflieger Ischgl

Ein paar Kilometer weiter, über der österreichischen Grenze, darf man sich in Ischgl auf viele Top-Highlights freuen. Da wäre zum einen einmal das legendäre Skiopening (diesmal am 26. November), das heuer mit der Band PUR den fulminanten Auftakt für heiße Wintermonate voller Pulverschnee und Pistengaudi hinlegt. Neu in einem der beliebtesten Wintersportorte des Globus ist diese Saison die spektakuläre Alternative zur regulären Talabfahrt. Besuchern steht es ab jetzt nämlich offen, ob sie auf den Skiern ins Tal hinabgleiten, oder sich doch lieber an den Flying Fox hängen. „Ischgl Skyfly“ heißt der Flying Fox, der einen mit 84 Stundenkilometern rasant ins Tal bringt. Etwas weniger schnell, dafür umso komfortabler geht es mit der neuen Flimjochbahn den Berg hinauf anstatt hinab. Der bestehende 4er-Sessellift wurde durch eine moderne 8er-Sesselbahn ersetzt. Weltweit

Schneesicherheit von Ende November bis Anfang Mai, riesige Funparks, grandiose Pisten und kaum Wartezeiten dank dem hochmodernen Liftund Seilbahnsystem: Auf all das dürfen sich Winterfreunde in Ischgl freuen.

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Foto: Harald Wisthaler/Kronplatz

einzigartig: Die Flimjochbahn teilt sich eine Stütze mit einem anderen Sessellift und ist somit ein technisches Meisterwerk, bei dem erstmals zwei 8er-Sesselbahnen über diesselbe Stütze laufen. Und sogar der Geschichte als Grenzregion und damit beliebter Übergang für Schmugg-ler wird heuer Rechnung getragen. Mit einer Ski-App, bei der es darum geht, Pistenkilometer mit GPS-Tracking zu sammeln und danach an der täglichen Verlosung von tollen Preisen teilzunehmen. Das alles ganz abgesehen davon, dass im Winter im 1500-Seelen-Dorf sowieso niemand die Füße stillhält. Viel zu viele Pistenkilometer in einem der größten zusammenhängenden Skigebiete Tirols mit 238 Pistenkilometern gibt es zu befahren. Die Menge an bombastischen Livekonzerten mitten im Skigebiet will sich auch keiner entgehen lassen. Ebenso wenig wie Kulinarik, Shopping und Entertainment, die im Tal warten. Schließlich heißt es in Ischgl nicht umsonst: „Relax if you can . . .“ Denn hier kommt jeder Winterfan auf seine Kosten.

Im Skigebiet Kronplatz in Südtirol haben Groß und Klein gleichermaßen Spaß an feinst präparierten Pistenkilometern und italienischem Flair im tal.

Inmitten des Ennstals, liegt ein kleines Schlösschen, das mit 1000-jähriger Geschichte und Erholung pur aufwartet.

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s ist wieder einmal Zeit, ein Vakuum vom Alltag aufzusuchen? Um Gedanken zu sortieren, sich wieder mehr zu spüren und mit neuer Energie voll durchzustarten? Dann ab ins Romantik Schloss Pichlarn, im malerischen Ennstal inmitten der alpinen Bergwelt gelegen. Schon die Natur an sich setzt alles wieder in Relation. In einem von 96 Zimmern lässt es sich zudem herrlich ausschlafen, um dann in Zirbenstube und Co. fein zu tafeln. Gut gestärkt, geht es dann hinaus in die Natur – zum Wandern oder in eines der nahe gelegenen Skigebiete. Wobei auch der 4500 Quadratmeter große Wellnessbereich und SPA mit Outdoor- und Indoor-Pool zum absoluten Relaxen einladen. Im Ayurvedabereich entspannen alle Sinne und so ein Duftbad oder auch eine Beautybehandlung, bevor es zum feierlichen Dinner in der Zirbenstube geht (die positive Wirkung von Zirbenholz auf den Menschen ist ja bekannt), kann man sich durchaus gefallen lassen. Doch nicht nur zum Entspannen bietet das Romantik Hotel Schloss Pichlarn Raum. Auch topausgestattete Denkräume sind genügend vorhanden. In sechs Eventräumen finden bis zu 200 Personen Platz und auch so manches verliebte Paar hat die atemberaubende Bergkulisse in Kombination mit dem Flair und Service des Schlosses schon zum Ort seiner feierlichen Hochzeit auserkoren. Romantik Hotel Schloss Pichlarn Zur Linde 1, 8943 Aigen im Ennstal Tel. +43 (0) 3682/24 440-0 romantikhotel@schlosspichlarn.at www.schlosspichlarn.at

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Auf nach Rio – per Schiff Mit kleinem Gepäck und großer Hoffnung gingen anfangs des vorigen Jahrhunderts viele Menschen an Bord eines Transatlantikliners. Aber auch heutzutage hat eine Schiffsreise über den Atlantik noch immer ein ganz besonderes Flair. Von Susanne Krejci

Braucht es mit dem Flugzeug nur einige Stunden, um die südamerikanische Metropole Rio de Janeiro zu erreichen, sind es mit dem Schiff knappe drei Wochen. Die eigentliche Atlantikpassage dauert fünf Tage. Davor und danach ermöglichen es zahlreiche Stopps, sowohl die Alte als auch die Neue Welt zu entdecken. Unsere Reise führt uns von Savona entlang der spanischen Küste über Marokko und Teneriffa nach Brasilien. Aufenthalte in den Städten Recife, Maceió und Salvador de Bahia geben uns einen Eindruck von der Vielfältigkeit des fünftgrößten Staates der Erde, bevor wir in unserem Zielhafen in Rio de Janeiro einlaufen. „Der Atlantik ist doch sicher sehr bewegt, wird man da nicht seekrank?“ – Fünf Tage durchgehend auf See sind ein Abenteuer. Aber kein gefährliches. Je näher am Äquator man reist, umso freundlicher zeigt sich der Atlantik. Die modernen Kreuzfahrtschiffe gleiten friedlich und sanft auf den leichten Wellen dahin. Ein angenehmes Wiegen, begleitet von „fliegenden“ Fischen, manchmal sogar Walen und Delfinen, das auch die vielen Kreuzfahrtneulinge an Bord in vollen Zügen genießen.

Foto: Johan Sjolander

Auf ins offene Meer

Nach einem Aufenthalt auf Teneriffa, der von der Besatzung noch einmal zum Auffüllen der Vorräte genützt wird, steuert das Schiff der untergehenden Sonne entgegen aufs offene Meer hinaus. Fünf Tage umgeben nur von den verschiedensten Blautönen, die uns die Dimensionen unserer Erde bewusst werden lassen. Ob man einfach diese endlosen Weiten des Meeres genießt oder sich dem umfangreichen Unterhaltungs-


travel

eine kurze Seilbahnfahrt bringt reisende bequem auf den 395 Meter hohen Zuckerhut. FĂźr Sportler gibt es auch zahlreiche Kletterrouten auf den markanten Felsen.

www.MagazinVIA.at


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Foto: Susanne Krejci (3)

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2 1 an Bord lassen sich stimmungsvolle Sonnenuntergänge wunderbar für die Daheimgebliebenen mit der Kamera einfangen.

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programm anschließt, bleibt jedem selbst überlassen. Die Zeit vergeht wie im Flug. Auf keinen Fall verpassen sollte man jedoch die „Äquator-Feier“. Mit drei Signaltönen vermeldet der Kapitän die Überquerung des Äquators. Am Pool-Deck wird mit farbenfrohen Kostümen auf diesen Moment angestoßen und den Meeresgöttern gedankt. Am Nachmittag des letzten Seetages kommt unerwarteter Besuch. Zahlreiche neugierige Seevögel umfliegen plötzlich das Schiff. Land in Sicht? Ja, aber vorerst nur in Form der brasilianischen Inselgruppe Fernando de Noronha. Der abgeschiedene Archipel liegt 350 Kilometer vom brasilianischen Festland entfernt. Am nächsten Morgen betreten wir nach über 2.500 Seemeilen (das entspricht in etwa 4.600 Kilometern) in Recife wieder festen Boden. Eine große Krippe und kitschig geschmückte Autobusse erinnern hier an das bevorstehende Weihnachtsfest. Zwei große Handwerksmärkte, einer davon in einem ehemaligen Gefängnis, bieten gleich die Gelegenheit, originelle Geschenke zu kaufen. Nach erfolgreichem Shopping stärkt man sich am besten mit dem Saft aus einer frisch aufgeschlagenen Kokosnuss, die hier überall erhältlich ist. Zwar gibt es bereits bei Recife wunderbare Bademöglichkeiten, die Strände rund um Maceió erfüllen jedoch unsere Vorstellung von einem mit Palmen gesäumten kilometerlangen weißen Sandstrand perfekt. 24

Foto: istock.com/marchello74

2 Die Basílica de Nossa Senhora do Carmo im Zentrum von recife ist ein typisches Beispiel für den Kolonialstil im land. am vorplatz der Kirche verkaufen Straßenhändler frische Kokosnüsse. 3 Zahlreiche Souvenirshops, aber auch Galerien angesagter brasilianischer Künstler prägen das Stadtbild der altstadt in Salvador da Bahia. 4 In rio steppt der Bär: Da kann man mitmachen oder es sich ganz gemütlich vom Strand aus ansehen. 5 Sonnenuntergangsblick vom südwestlichen Stadtteil Barra da tijuca in richtung Stadtzentrum von rio de Janeiro. 6 Die kleinen Geschäfte in den engen Straßen des Zentrums von rio verkaufen neben artikeln des täglichen Bedarfs auch alles Notwendige für den Karneval.

Daher nutzen wir diesen Stopp für ein Bad im Atlantik am Strand Praia do Francês. Eine geballte Ladung Lebensfreude erwartet uns im afrobrasilianischen Salvador de Bahia. Percussionbands, Capoeiragruppen und Frauen in farbenprächtigen afrikanischen Trachten begleiten uns auf dem Spaziergang durch die höhergelegene Altstadt Pelourinho. In den kolonialen Gebäuden haben sich in den letzten Jahren neben Souvenirshops auch immer mehr Restaurants und Galerien angesiedelt, die zum Verweilen einladen. Zu erreichen ist die Altstadt ganz einfach mit dem Aufzug gleich in der Nähe des Kreuzfahrtterminals.

Endlich Rio de Janeiro

Am letzten Tag der Reise heißt es früh aufstehen. Gegen 6.00 Uhr – rechtzeitig zum Sonnenaufgang – beginnt die Einfahrt in die Baia de Guanabara, die Bucht von Rio de Janeiro. Die Lichter entlang der Copacabana werden langsam vom ersten Tageslicht abgelöst. Ganz leise gleitet der Ozeanriese am Pão de Açúcar, besser bekannt als Zuckerhut, vorbei. Im Hintergrund wacht die berühmte Christusstatue über die Stadt. Obwohl nur mehr die sechsthöchste, ist der „Cristo Redentor“ am Gipfel des Corcovado wohl die berühmteste Statue ihrer Art und absolutes Highlight einer Stadtbesichtigung von Rio. Um sich lästiges Anstel-


len und Vorreservieren zu ersparen, schließt man sich am besten einer organisierten Tour an. Bevor es wieder zurück nach Hause geht, empfiehlt es sich, noch ein bis zwei Tage in Rio zu bleiben, um alle Facetten dieser pulsierenden Metropole zu erleben: die Seilbahnfahrt auf den Zuckerhut, eine Jeep-Tour durch den größten innerstädtischen Regenwald und natürlich ein Abstecher zu den legendären Stränden. Was wäre schließlich ein besserer Abschluss einer langen Seereise als ein Bad an der Copacabana, dem wohl berühmtesten Strand der Welt?

Info Für die Einreise nach Brasilien ist als EU-Bürger lediglich ein gültiger Reisepass notwendig. Impfungen sind keine vorgeschrieben. Sonnenschutz nicht vergessen. Vor allem in Salvador sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen. Kreditkarten werden fast überall akzeptiert. Ende November starten die Transatlantik-Kreuzfahrten in Richtung Südamerika, Ende März zurück nach Europa. Die beliebten Reedereien Costa Kreuzfahrten und MSC fahren in Savona bzw. Venedig ab. Meist sind die Kreuzfahrten auch als Gesamtpaket mit Flug und Transfers buchbar. www.costakreuzfahrten.at, www.msckreuzfahrten.at

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Foto: photocase/Fred Pinheiro

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Foto: Susanne Krejci

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„Eine Party ohne Kuchen ist nur ein Meeting.“

Foto: © Rainer Mirau

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Eine runde Sache Schälchenparade in Gold, Bronze oder Silber. Oder auch im 3er-Set. Mit einem Durchmesser von acht Zentimetern und vier Zentimeter Höhe. Hergestellt in Knittelfeld, aus Beton.Und erhältlich im HerzlichLaden am Mariahilferplatz. jaw.or.at/ shop-verkauf/herzlich-laden

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Foto: David Strongman

3-STERNE-STIMMUNG IN WIEN. Kommt ein 3-SterneKoch nach Wien und erzählt von Grana Padana und Prosciutto di San Daniele ... Das klingt zu gut, um wahr zu sein? Ja. Und trotzdem ist es wahr. Denn Heinz Beck aus dem 3-Sterne-Restaurant Pergola in Rom kam, um die Produkte seiner Wahlheimat vorzustellen. Und alle drei hinterließen sie einen formidablen, unvergesslichen Eindruck.

MODEDRINK. Four Fox Saké soll die Art, wie wir über Sake denken, verändern. Nach den Füchsen hinter diesem HighEnd-Drink soll Sake ein Go-to-Drink sein. Sprich einer, der an jeder Bar, in jedem Restaurant nachgefragt wird. Four Fox Saké hilft es dabei bestimmt, dass er nur aus hochwertigsten Zutaten hergestellt wird und nur an den besten Adressen des Globus, wie beispielsweise im Mandarin Oriental Hong Kong, erhältlich ist.


TAS T E Foto: Ursula Kothgasser

IN A NUTSHELL. Diese Schale aus Nussholz ist der perfekte Aufbewahrungsort für schöne Erinnerungsstücke. Mit Olivenöl eingelassen und in Deutschlandsberg gefertigt. Erhältlich für 15 Euro im Herzlich-Laden am Mariahilferplatz.

Foto: Ursula Kothgasser

Foto: Ursula Kothgasser

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WENN ES HEISS WIRD. Eine gute Unterlage ist immer wichtig. Noch viel besser ist es, wenn sie aus heimischem Nussholz und mit Olivenöl eingelassen ist. Ein Stück von www.handkraft-shop.at um 17,50 Euro.

LICHT UND GLÜCK IN SICHT. 2-in-1-Glücksbringer in der Steiermark gefertigt und auf www.handkraft-shop.at für 25 Euro zu haben.

Tischlein, deck dich

AUSSEN OHNE. Mit „Das Gramm” hat in Graz der erste verpackungsfreie Lebensmittelladen eröffnet. Einfach selbst Behälter mitnehmen und mit Maß und Ziel nachhaltig und regional einkaufen. Und wer dann doch lieber isst, als kocht: Mittagsmenü gibt es auch im „Das Gramm”. Herrlich. www.dasgramm.at www.MagazinVIA.at

Foto: bytinksi/das Gramm

In der kalten Jahreszeit zieht es uns zurück in unsere Stuben, zum heißen Tee nach dem Spaziergang. Die kleinen Dinge sind es, über die wir uns dann freuen. Und noch viel mehr, wenn wir das gemeinsam tun können.

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Hühner sind witzig . . . . . . und die Seelöwen applaudieren. So heißt der Wein aus Mallorca von 4 Kilos Vinícola und Amadip Esment übersetzt: Gallinas & Focas. Ein Wein, der nicht nur mit seinem Namen gute Laune verbreitet, sondern vor allem am Gaumen. Von Nina Wessely

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Am schönsten ist es doch, wenn man zusammengreift und Gutes dabei rauskommt. Und in diesem Fall Gutes, das man gut, nein, sehr gut trinken kann. Weil samtig am Gaumen und in seiner rotbeerigen Frucht im Zusammenspiel mit mediterranen Kräutern ein Ausdruck von Lebensfreude im Glas: Gallinas & Focas. Gallinas & Focas ist ein gemeinsames Liebkind vom mallorquinischen Weingut 4 Kilos Vinícola und Amadip Esment, einer Organisation, die geistig gehandicapten Menschen hilft, ihre Lebensqualität zu verbessern, und ihnen dieselben Chancen ermöglichen möchte wie allen anderen auch. Also auch die Chance, Wein zu machen. Schließlich gehört der doch zu einem glücklichen Leben dazu, oder nicht? Der Meinung sind auf jeden Fall Francesc Grimalt, Winzer von 4 Kilos, und Lluisa Buades, von Amadip Esment. Daher fi el auch 2009 der Beschluss, und zwar ganz leicht, Kräfte zu bündeln. In Fässern, Stahltanks und im Weingarten, am Gelände von Amadip Esment, im Süden der Baleareninsel, wo wir uns gerade befinden. Die Erde ist trocken, die Sonne strahlt vom Himmel und angenehme, für uns sommerliche Temperaturen wärmen den Rücken. Voraussetzungen für ein entspanntes Szenario, wenn nicht gerade Erntezeit wäre.


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Die etiketten für den Wein Gallinas & Focas werden jedes Jahr neu von den Mitarbeitern von amadip esment gestaltet.

Fotos: Gallinas & Focas (3)

Die Pigeage, eine technik des traubenumrührens aus dem Burgund, damit Farbe und aromen besser und schonend herausgearbeitet werden, zählt bei Gallinas & Focas zu den beliebtesten tätigkeiten der Weinbereitung.

Mitarbeiter von Amadip Esment wuseln durch die Rebzeilen. Borja ist dafür verantwortlich, dass das Traubengut so unbeschadet wie möglich in den Keller kommt. Pep überwacht den Rebler und Ramón kehrt unaufhörlich über den Hof, damit auch alles seine Ordnung hat. „Gallinas & Focas” ist ein stolzes Produkt“, sagt Winzer Francesc Grimalt und bückt sich um eine Traube Mantonegro zu pflücken, eine autochthone, also nur hier heimische Rebsorte. 90 Prozent des Weins bestehen aus Mantonegro. Der Rest ist Syrah. „Wir wollten einen Wein machen, der Spaß macht.“ Und das ist gelungen. Einen, der sowohl Weineinsteiger als auch Menschen, die mehr vom Wein erwarten, begeistert. Sogar Weinpapst Robert Parker meinte zu Gallinas & Focas 2012: „Mantonegro ist eine Traube mit wenig Farbe. In die Flasche übersetzt zeigt sich der Wein mit feinen Kräuternoten, Leder und einem Mix aus roter und dunkler Beerenfrucht mit einem erdigen Touch. Die Textur ist elegant und frisch. Eine Mischung aus Côte de Nuits (Anm. Region im Burgund, Frankreich) und einem Wein aus Syrah von der nördlichen Rhône.“

Ein Wein mit Hand und Fuß

Und darum sei es bei diesem Projekt von Anfang an gegangen. Um die Herstellung eines Qualitätsprodukts. In www.MagazinVIA.at

das die Menschen von Amadip Esment aber vom ersten Moment voll eingebunden sind. „Einfach einen Tank in unserer Bodega Gallinas & Focas taufen und fertig, das stand nie zur Diskussion“, so Grimalt. Und zwar aus einem einfachen Grund. „Es klingt zwar ein bisschen hippie, und ich bin kein Hippie, aber es ist dasselbe Prinzip wie mit der Suppe.“ Wie? „Eine Suppe von jemandem in einer Küche zubereitet, in der er nur getriezt und nicht bezahlt wird, und nicht weiß, ob er seinen Job morgen noch hat, wird nie gleich schmecken wie dieselbe Suppe von der Mutter mit Liebe zubereitet.“ Und auch Gallinas & Focas ist ein solches Produkt. Professionell, aber mit Freude erarbeitet. „Die Leute stecken so viel rein und geben so viel zurück“, meint Lluisa Buades, die das Projekt vor Ort betreut. „Borja hat zum Beispiel ein eigenes Fass im Keller, über das er die Hauptverantwortung hat.“ Daher also die vielen Namen auf den Fässern. Und der Name auf dem Etikett? Wie kommt es dazu? Hühner und Seelöwen? Auch hier hat gemeinsames Brainstorming und Kreativität zum Ziel geführt. „Wir hatten auch so Vorschläge wie Marqués de San Messi – also zu Ehren von Lionel Messi“, lacht Grimalt. Aber sie wollten den Wein schließlich auch in Madrid verkaufen. Wobei der Vorschlag 29


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„Eine Suppe ohne Liebe zubereitet, wird niemals so gut schmecken, wie eine mit Liebe.“ Francesc Grimalt, Winzer 4 Kilos Vinícola

Info Fundació Amadip Esment Avinguda del Cid, 07198 Son Ferriol Tel. +34 (0) 971/ 717 773 gallinasyfocas@gallinasyfocas.com www.gallinasyfocas.com Weine in Österreich erhältlich bei: www.wagners-weinshop.com Videos: Wie der Wein zu seinem Namen kam: vimeo.com/29321154 Die Herstellung von Gallinas & Focas: vimeo.com/29775254

alle trauben werden per Hand gelesen, um diese nicht zu beschädigen und somit die Voraussetzung zu schaffen, auch im nächsten Jahr mit einem filigran-fröhlichen, würzigfruchtigen Gallinas & Focas zu begeistern.

Gallinas & Focas das ganze Team von Anfang an am meisten begeistert habe. In der Fragerunde zum passenden Namen zum Wein meldet sich plötzlich Antonia zu Wort und sagt: „Gallinas & Focas (also Hühner und Seehunde).“ „Warum?“ „Weil Hühner lustig sind und die Seehunde applaudieren.“ Doch ganz logisch, oder? Und so füllen Amadip Esment und 4 Kilos Vinícola heute 20.000 Flaschen Fröhlichkeit ab, die bis nach Japan und Amerika gehen. Die Botschaft der Stärke von Gemeinsamkeit und Passión durch eine autochthone Traube, Mantonegro und einen Hint Syrah vermittelt. Grimalt: „Ich lasse die Leute den Wein immer zuerst kosten und erzähle ihnen erst dann die Geschichte dahinter.“ Ein gutes Produkt herstellen und ein gutes Produkt verkaufen. Einen weiten Bogen um die Mitleidsschiene machend. Das ist Gallinas & Focas. „Hier gibt es keine Armen. Wenn ein Wein gut ist, ist er gut, wenn er schlecht ist, ist er schlecht“, so der Winzer. Da gibt es keinen Spielraum.

Am Boden geblieben

Und dabei spielen natürlich auch das Klima sowie der Boden eine wichtige Rolle. Im Weingarten wird daher Wert 30

auf so geringe Intervention wie möglich gelegt. Heißt also: Man lässt die Natur machen. Heimische Kräuter und Pflanzen zwischen den Rebzeilen sorgen für die nötige Konkurrenz mit dem Weinstock und helfen, die höheren Niederschläge im Herbst zu kompensieren. Ausschließliche Handlese ist eine weitere wichtige Komponente für gesundes Traubengut. Nach dem Ausbau in großem und kleinem Holz für 18 Monate, kommt der Wein schließlich in die Flaschen mit den bunten Etiketten, die ebenso jedes Jahr von Mitarbeitern von Amadip Esment gestaltet werden. Auf den ersten Blick fragt man sich also vielleicht: Warum dieses Etikett, warum dieser Name. Und für Grimalt ist es immer noch lustig, wenn er sich vorstellt, wie ein sehr klassischer, um nicht zu sagen steifer Sommelier in selbigem Restaurant den Gast fragt: „Darf ich Ihnen ein Glas Hühner und Seelöwen einschenken?“ Wobei, auch für Josep Roca in einem der besten Restaurants der Welt, dem el Celler den Can Roca, ist das kein Problem. Schließlich stellt der Wein mit seinem Auftreten von Anfang an klar, was er will: und zwar zum Lächeln bringen und Freude bereiten. Der erste Schluck liefert sofort die Probe aufs Exempel.


Jedem seine Villa Kunterbunt …

© Markus Kaiser, Graz | www.markus-kaiser.at

Fotos: Gallinas & Focas (2)

Begonnen hat das Projekt 2009 mit dem Ziel von Amadip Esment und 4 Kilos Vinícola, guten Wein zu produzieren. Das ist gelungen und geht heute in 20.000-facher Ausführung rund um den Globus.

Antikes Flucher GmbH Dorfstraße 80 . 8430 Tillmitsch 03452/84425 . www.antikes-flucher.at


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Geschmack ohne Grenzen Bei Habibi & Hawara kochen Geflüchtete für Österreicher wunderbare Cross-over-Küche. Und werden dabei fair bezahlt in den Arbeitsmarkt integriert. Von Claudia Piller-Kornherr

Der Name ist Programm bei Habibi & Hawara. Habibi kommt aus dem Arabischen und bedeutet sinngemäß Freund. Dasselbe wie Hawara. Freunde kochen also hier mit Freunden. So einfach geht das manchmal mit der Integration. Seit vergangenem Mai betreibt der Unternehmer Martin Rohla gemeinsam mit dem Gastronomen David Kreytenberg und der PR-Expertin Katharina Schinkinger in der Wiener Innenstadt das Habibi & Hawara, ein Restaurant mit mehrheitlich Geflüchteten als Mitarbeitern. „Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems. Wir haben uns für Ersteres entschieden“, bringt Rohla auf den Punkt, was ihn und sein Team motiviert hat, das ungewöhnliche Projekt an den Start zu bringen. Europa steht angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise vor einer seiner größten Herausforderung. Tausende Menschen lassen Heimat, Familie und ihr bisheriges Leben hinter sich, um in ihrem Ankunftsland Sicherheit und ein neues Zuhause zu finden. Die Hoffnung auf ein neues, selbstbestimmtes Leben zerschlägt sich derzeit nicht nur auf den Balkanrouten, sondern oft auch im Ankunftsland selbst. Gelandet 32

in einer Warteschleife und vor verschlossenen Türen der Erwerbstätigkeit. „Habibi & Hawara möchte Türen öffnen und Menschen die Möglichkeit geben, von Bittstellern zu fair bezahlten Angestellten und im weiteren Schritt zu selbstständigen Unternehmern zu werden.“

Wiener Schmäh und arabische Gastfreundschaft

Arabische Gastfreundschaft trifft im Habibi & Hawara auf Wiener Schmäh, orientalische Küche auf österreichische Kulinarik. Auf den Tisch kommen etwa „Schech al Mahsi“, gefüllte Zucchini mit Lammfleisch, Bulgur oder Joghurtsauce und ein traumhaftes Schawarma vom Huhn.

„Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems. Wir haben uns für Ersteres entschieden.“


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Foto: © Samuel Colombo | Optical Engineers (3)

Zwölf talentierte neue Mitbürger arbeiten seit Mai 2016 nach einer ausbildung in Küche und service. Die teams von WOODsÅW & Yes Us waren für die adaptierung und Neugestaltung der Räumlichkeiten verantwortlich.

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Martin Rohla Wirtschaften mit sozialer Verantwortung ist für den erfolgreichen Berater Martin Rohla auch in seinem Unternehmen Goodshares die einzig mögliche Variante, langfristig Erfolg zu haben. „Sozial – sei ein netter Mensch und gut zu anderen, ökologisch – tu nichts, was die nächste Generation bereuen könnte ökonomisch – mach Gewinn damit, denn sonst kann deine Unternehmung nicht langfristig überleben, und ist darum auch nicht nachhaltig.”

Foto: © Samuel Colombo | Optical Engineers (2)

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Orientalisch-österreichische Fusionsküche in Perfektion. Das schmeckt sowohl Habibi als auch Hawara.

Die Geschichte von Habibi & Hawara

Habibi & Hawara Wipplingerstraße 29, 1010 Wien Tel. 01/ 535 06 75 Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 11.30 bis 14.30 Uhr und 18 bis 22 Uhr www.habibi.at

Begonnen hat alles im Juli 2015. Damals rief die Stadflucht Bergmühle, ein Verein für Kochen und Muße im Grünen die Aktion „Hostenstattposten“ ins Leben. Vereinsmitglieder und Freunde bereiteten am Vereinsareal in Kronberg bei Wien als Gastgeber ein paar entspannende Stunden im Grünen inklusive Mitagessen und gemeinsamen Spiels mit den Kindern. Innerhalb von drei Monaten lernten fast 300 „Hosts“ mehr als 1.300 Gäste aus umkämpften Krisengebieten wie Syrien, Afghanistan und dem Irak kennen. In zahlreichen Gesprächen zeigte sich, dass viele der Flüchtlinge auf erfolgreiche Karrieren, Ausbildungen oder Fähigkeiten zurückblicken und nahezu jede oder jeder möglichst rasch wieder auf eigenen Beinen stehen will. Die Idee von Habibi & Hawara war ge-

PLAYGR PLAY PLAYGROUND AYGROU GROUND Sitzen, liegen, entspannen. Patentierte, flexible Rückenstützen machen das Playground Sofa von Eilersen zum vielseitig einsetzbaren Sitzmöbel.

boren. Seit Mai 2016 arbeiten zwölf talentierte neue Mitbürger in Küche und Service des Restaurants. Die österreichischen Initiatoren übernehmen dabei die Aufgabe der Finanzierung, der strategischen Planung und Bewältigung aller rechtlichen Hürden. Die Idee gewann schnell prominente Unterstützer – Persönlichkeiten wie Ex-Raiffeisenboss und Flüchtlingskoordinator Christian Konrad, Motto-Chef Bernd Schlacher und Winzer Matthias Krön waren rasch bereit, dem Projekt auf die Beine zu helfen. Unter operativer österreichischer Leitung sollen Habibi & Hawaras talentierteste MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund weitere Habibi & Hawaras eröffnen und leiten. Habibi 2 sei bereits in Planung, verrät uns Martin Rohla: „Ein Würstelstand mit Oriental-Austrian Fusionsküche.“

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Gruß aus der Spitzen-Küche

Was macht die Top-Gastronomie heute eigentlich so? Alle Welt redet immer noch von der Molekularküche und dabei war diese doch schon in den 90ern. Heute schweben kreative Köpfe in ganz anderen Sphären. Von Nina Wessely

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Foto: BiBo Madrid, Grupo Dani García

Der andalusische 2-Sterne-Koch Dani García hat seine Homebase mit Restaurant und dem legeren BiBo gleich angrenzend zwar in Marbella. Das hält ihn aber nicht davon ab, seine BiBo-Philosophie seit August 2016 auch in Madrid zu Teller zu bringen.


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Spanien ist weltweit führend, was Innovation in der Gastronomie betrifft. Andoni Luis Aduriz in seinem Restaurant Mugaritz im Baskenland gilt als einer der Vordenker seiner Zeit. Daniel Humm (re.) lässt dafür mit seinem Eleven Madison Park in New York keinen kulinarischen Stein auf dem anderen.

Foto: nerua, Josean Alija (2)

Foto: BiBo Madrid, Grupo Dani García

Foto: Ele ven Ma diso

Sphären und Schäumchen waren gestern. Nein, eigentlich vorgestern. Dass der berühmte Ferran Adrià die Küche von seinem Restaurant elBulli in Roses in der Nähe von Barcelona revolutionierte, auf den Kopf stellte, dekonstruierte – das hat schon in den 90er-Jahren seinen Beginn genommen. Seitdem sind Siphon und kurz danach auch Sous-vide (Anm.: Garen im Vakuum) aus den meisten Küchen nicht mehr wegzudenken. Aber was hat sich seitdem getan in der Spitzengastronomie? Die Köche werden sich doch nicht 20 Jahre auf ihren Lorbeeren ausgeruht haben? Nein, haben sie auch nicht. Sondern sie haben neben Sous-vide auch noch die Extraktion von Aromen für sich entdeckt. Mittels Rotationsverdampfer. Ein Gerät, das vom Labor- zur Küchentechnik wurde. Damit destillieren Spitzenköche heute Blüten und Kräuter, aber auch Erde zum Beispiel. Und so kann es sein, dass das Tröpfchen Walderdenessenz die aromatische Vollendung eines Gerichtes verkörpert. Das klingt freakig? Ist es auch. Und stellt gleichzeitig nur den Anfang der Fahnenstange von Zentrifuge über Fermentation und bis hin zum Gefriertrocknungsgerät dar.

Kochen mit Gefühl

Doch nicht nur die Technik hat weltweit einen Satz nach vorne gemacht. www.MagazinVIA.at

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Auch in der Art und Weise, wie Gastronomie wahrgenommen werden will und was sie vermitteln möchte, hat sich einiges geändert. Der Koch möchte heute seine Region mit lokalen Produkten repräsentieren. Er möchte aber auch bewegen. Erinnerungen schaffen. Andoni Luis Aduriz, 2-Sterne-Koch aus dem Restaurant Mugaritz, meint dazu: „Wir sind Erinnerung. Alles, was wir wissen, was wir kennen, ist auf eine Erinnerung zurückzuführen.“ Und daher möchte er seine Gäste um solche bereichern. Auch wenn manche, sogar wenn es kulinarisch zart passiert, gar nicht gerne aus der Komfortzone des eigenen Horizonts geschubst werden, auch wenn es schmeckt. Zum Glück ist die Welt der Gastronomie inzwischen so reich und mannigfaltig, dass wirklich für jeden Ess-Typen etwas dabei ist. Legerer geht es jetzt in den meisten Läden zu. Und auch das Produkt in den Vordergrund zu stellen und so wenig wie möglich zu verfälschen, diesen Anspruch wird man in vielen Küchen finden. Ihrer sozialen Verantwortung werden sich ebenso immer mehr Top-Köche bewusst. Und arbeiten zusamman in Projekten, wie beispielsweise „Cocina conciencia“ – eine Vereinigung, die Ju g e n d l i ch e n ohne Papieren in Spanien hilft, Praktikumsplätze in Restaurants

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„Wir sind Erinnerung. Und damit wollen wir im Restaurant arbeiten.“ andoni Luis aduriz, Restaurant Mugaritz

zu ergattern und so im Umkehrschluss zu Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung zu gelangen. Um nur ein Beispiel von vielen zu nennen. Auch dass der Ozean nicht ewig befischt werden kann, hat sich inzwischen herumgesprochen. Daher achten Gastronomen immer mehr darauf, woher ihre Produkte kommen, und setzen sich für den Schutz von gefährdeten Tieren ein. Rückbesinnung auf das Wissen vorangehender Generationen ist eine weitere Komponente der Spitzengastronomie, die an Wert zulegt. Warum hat man Zwiebel früher auf diese Art und Weise eingelegt? Und kann man das, neu interpretiert, vielleicht für ein Gericht nutzen? Wie sieht es aus, wenn man die Zwiebel zuerst

einlegt und dann destilliert? Der Forscherdrang der Köche kennt keine Grenzen, und daher richten sich auch immer mehr Spitzenküchen ganze Forschungs- und Entwicklungslabors ein, in denen sich die Köche nur auf die Entwicklung neuer Ideen konzentrieren. Manche gehen sogar so weit und sagen, dass das nicht einmal zwingend Gerichte sein müssen. Auch andere Möglichkeiten, Erinnerungen, Emotionen zu schaffen, bringen die Gastronomie weiter. „Dass da einmal etwas nicht wirklich Essbares oder Sinnvolles rauskommt, ist auch klar“, lacht Grant Achatz, 3-Sterne-Koch im Restaurant Alinea in Chicago. „Kreativität ist harte Arbeit. Nur ein kleiner Anteil Talent.“ „Man muss immer, zu jeder Zeit, rund um die Uhr kreativ sein“, sagt Llorenç Sagarra aus dem Entwicklungsteam des Mugaritz. Und dass sich das auszahlt, dürfen wir beim Sammeln unserer kulinarischen Erinnerungen zum Glück immer öfter miterleben.

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er gilt als die 3-sterne-Hoffnung des südens spaniens: angel León mit seinem Restaurant aponiente. seine Meeresküche im Dialog mit dem Meer ist legendär.Viele sind sich sicher: es ist nur eine Frage der Zeit, bis León den ersten 3-sterne-Koch andalusiens verkörpert.

Foto: Mugaritz/Jose-Luis-Lopez de Zubiria, Celler de Can Roca, Aponiente

Joan Roca und seine Brüder Josep und Jordi betreiben den el Celler de Can Roca in Girona. eine der besten adressen des Globus. Das Zusammenspiel ist hochprofessionell, bescheiden, raffiniert und unvergesslich zugleich.


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ESSIG UND SENF – WEIHNACHTLICH ERLEBEN! Die „Erlebniswelt Essig und Senf “ der Familie Fischerauer bietet während der Weihnachtszeit eine große Auswahl an köstlichen Geschenken. Der kulinarische

Adventmarkt am Sonntag, 11. Dezember, der im „Essigzentrum Fischerauer“ stattfindet, ist der Höhepunkt der vorweihnachtlichen Genusssaison.

Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein: Von Apfelbalsamessig bis Zwiebel-Kräuter-Senf reicht die Palette und so wird, wer das Gute sucht, sicher fündig! Familie Fischerauer berät Sie gerne und hilft Ihnen bei der Auswahl köstlicher Geschenke, die garantiert einen guten Nachgeschmack hinterlassen!

Foto: www.lexpix.at

Kulinarisch kunsthandwerklicher Adventmarkt: Sonntag, 11. Dezember 2016, 10 bis 17 Uhr. Erlebniswelt Essig und Senf Fischerauer 8212 Pischelsdorf 156 www.essig.at

Fotos: Fandler

FANDLER BIO-CHIAÖL – ALLESKÖNNER MIT INDIANISCHEN WURZELN Der mexikanische Salbei schenkt uns mit seinen winzigen schwarzweißen Samenpünktchen nicht nur die Basis für das feinnussige Öl, sondern auch die Weisheit der Azteken, jede Menge Proteine, Vitamine, Antioxidantien, Mineralstoffe und wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Farblos, mit zartem Eigengeschmack und Duft ist das allergenfreie Chiaöl ein wahrer Verwandlungskünstler und unterstreicht den Geschmack verschiedenster Zutaten und Ge-

richte. So passt es wunderbar zur leichten Sommerküche, in fruchtige Smoothies und kernige Müslis, zu knackiger Rohkost, aber auch in Suppen und Aufstriche. Nur erhitzt sollte es nicht zu stark werden, damit seine kostbaren Inhaltsstoffe auch vollends erhalten bleiben. Wie Leinöl zählt das Fandler Bio-Chiaöl zu den vielseitigen Basisölen, ist 100 % vegan und sollte in keiner Küche fehlen. www.fandler.at

MODERNE TRIFFT TRADITION, UND DAS VOR DEN TOREN VON GRAZ! Lokale Küche – neu interpretiert in Verbindung mit Wein aus eigener Produktion, und das wenige Kilometer außerhalb von Graz, in Weinitzen. Aufbauend auf dem Erlernten, spiegelt sich die Verbindung gemeinsamer Interessen in der neuen Vinothek als Erweiterung vom Genusstreffpunkt Höfer wider. Barbara Höfer und Manuel Schwarze präsentieren in modernem Ambiente regionale Spezialitäten, heimischen Qualitätswein und Schmankerln aus der eigenen Küche. Nach beruflichen Stationen im In- und Ausland übernahm Barbara Höfer nach www.MagazinVIA.at

ihrer Rückkehr in die Heimat den elterlichen Betrieb. Manuel Schwarze war unter anderem als Sous Chef im Schlossbergrestaurant Graz tätig und hat bei Stefan Potzinger nach dem Weinbaukolleg Silberberg, das er mit Auszeichnung bestand, sein Praktikum erfolgreich absolviert. Die Eröffnung der Vinothek stellt den bisherigen Höhepunkt in beider beruflicher Laufbahn dar. Mit der neuen Vinothek als Erweiterung des Traditionslandhauses Höfer möchten sie neue Zielgruppen

Foto: www.derferder.at

erreichen und bieten das ideale Ambiente für Hochzeiten am Weingarten, Taufen, Familienfeiern, Seminare und Workshops. www.genusstreffpunkt.at 39


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Weingüter Weingut Taggenbrunn Taggenbrunn 11 9300 St. Veit an der Glan www.taggenbrunn.at Trippelgut Hubertusweg 4 9560 Feldkirchen www.trippelgut Weingut Georgium Längseestraße 9 9313 St. Georgen www.georgium.at Vinum Virunum Altglandorf 23, 9300 St. Veit/Glan www.vinumvirunum.at Weingut Karnburg Leiten 6, 9063 Klagenfurt www.weingut-karnburg.eu

Gastgeber Restaurant Bachler Silberegger Straße 1 9330 Althofen www.bachler.co.at

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Die Gastronomen Ingrid und Gottfried Bachler zählen seit Jahren in ihrem Restaurant Bachler in althofen zu den herzlichsten Gastgebern des Landes. Für das Mittelkärntner Weingeflüster haben die beiden in ihr Restaurant eingeladen.

Wein-Land in Sicht

Seit einigen Jahren färbt sich ein weißer Fleck auf der vinophilen Landkarte Österreichs rot und weiß – in den verschiedensten Facetten. Kärnten sprudelt, und das sollte man als Weinfreund nicht verpassen. Von Nina Wessely Fotos: Jimmy Lunghammer

www.MagazinVIA.at

In Bachlers Weinkeller ist schon vieles passiert. Man weiß es nicht – ist es der viele Wein, den Ingrid Bachler in Jahrzehnten als Top-Sommelière zusammengetragen hat, der einen hier umgibt, die freundliche und herzliche Art der Gastgeber Ingrid und Gottfried oder das Gefühl im Restaurant Bachler in Althofen irgendwie zu Hause zu sein. Vielleicht alles zusammen. Jedenfalls hat dieser Keller schon so manchem einige Geheimnisse entlockt. An diesem Morgen sitzen wir hier zusammen, um mit dem Kärntner Wein auf Tuchfühlung zu gehen. Ein Exot in der österreichischen Weinwelt, der seit einiger Zeit von sich reden macht. „Das Klima und auch der Boden hier bei uns in Mittelkärnten sind nahezu perfekt für den Weinbau“, ist sich Ingrid Bachler sicher. Dabei ist der gemeinsame Tenor eindeutig: Die Kärntner Winzer wollen Kärntner Wein machen. Wein, der ihre Region widerspiegelt und kein Abklatsch von steirischen Sauvignon blancs oder Ähnlichem ist. Und das sind die Weine auch nicht. Keiner von ihnen. Den Anfang von fünf Winzern, die hier im Weinkeller des Restaurants ein Exempel für den Kärntner Wein statuieren, macht Andrea Riedel vom Weingut Taggen-

brunn. Bereits in den 90er-Jahren baute das Unternehmerpaar rund um die Burg Taggenbrunn Wein an. Heute sind es bereits 70 Hektar Sauvignon blanc, Chardonnay, Muskateller, Zweigelt und Pinot noir, die das Paar bewirtschaftet. Andrea Riedel: „Irgendwann waren wir an dem Punkt angelangt, an dem wir uns entscheiden mussten – betreiben wir das als Hobby weiter oder gehen wir es professionell an.“ Zum Glück fiel die Entscheidung für Zweiteres und so ist das Weingut Taggenbrunn heute wichtige Säule im Unternehmen der beiden: Jacques Lemans. Taste of Time steht passenderweise auf den Flaschen und auch dass ein Jacques Paagnier in unseren Gläsern sprudelt, macht somit Sinn. Und schmeckt. Feine Perlage, rote Früchte, ein Touch Zitrus. Fein. Der nächste im Winzer-Bunde ist Nikolaus Trippel vom Weingut Trippelgut. 2010 hat er mit dem Weinbau begonnen, nachdem Niko sich im Ausland und als Mitarbeiter auf österreichischen Weingütern die Sporen verdient hatte. Zurück in der Heimat war klar: Ein Weingarten muss her. Abgesehen vom Wein-Gut kann man am Trippelgut auch noch herrlich nächtigen, feiern und tagen. Gerade bei Hochzeiten sei der 41


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„Wir geben unseren Weinen Zeit zu reifen, damit sie ihr volles Potenzial entwickeln.“ UTA SLAMANIG, GEORGIUM

„Ich freue mich, wenn Leute meinen, meine Weine haben Charakter.“ NIKO TRIPPEL, TRIPPELGUT

„Aus Leidenschaft zum Wein ist unser Weingut entstanden.“ ALEXANDRA CANDUSSI, VINUM VIRUNUM

„Ich bin froh, dass wir den Schritt vom Hobby zum Beruf gewagt haben.“

„Links und rechts bellen die Hunde, die Karawane zieht weiter.“

„Ohren zurück und durch!“

ANDREA RIEDEL TAGGENBRUNN

SEM KEGLEY WEINGUT KARNBURG

GEORG LEXER WEINGUT KARNBURG

„Nur mit Wissen und Respekt vor den Produkten kommt etwas Feines heraus.“ GOTTFRIED BACHLER

Muskateller sehr beliebt. Obwohl das Trippelgut mit seinen 7,5 Hektar Anbaufläche wohl mit Piwi-Sorten und Co. die breiteste Palette an verschiedenen Rebsorten in Kärnten anbietet. In der Frizzante-Version ist der Muskateller das einzige nicht-trockene Zugeständnis des Winzers, der eigentlich nur trockene Weine liebt. Der Muskateller Kreuzfeld, trocken, zeigt auch, warum das bei Niko so ist: Pfefferminze, Holler und Pfeffer in der Nase, würzig und salzig am Gaumen. Trocken und straff. Kein Schmeichler, sondern ein Charakterwein. Uta Slamanig repräsentiert das Weingut Georgium, in dem sie und Winzer Marcus Gruze auf drei Hektar am Längsee ausschließlich Burgunderrebsorten anbauen. Und dann so unverfälscht wie möglich – also meist ungeschwefelt und unfiltriert – abfüllen. Ihr Chardonnay M 2012 lag 21 Tage auf der Maische und kommt daher mit ordentlich Körper daher. Trotzdem ein filigraner, eleganter Wein, der mit Teearomen und samtiger Textur veführt. Dazu der Pinot noir des Weinguts: lebendige Säure und ewiger Abgang. Die perfekte Begleitung zum Ragout von Hirsch und Gams mit Semmelstoppelpilz- und Eierschwammerl-Ravioli, mit dem Gottfried gerade um die Ecke gebogen kommt. Ja, in Mittelkärnten wird Gastfreundschaft gelebt. Das geht bis zum Ra42

„Wenn sich die Richtigen treffen, kommt etwas Gutes raus!“ INGRID BACHLER

gout im Weinkeller und dem Öffnen der Türen am Ruhetag, um die Verkostung in Ruhe durchzuführen. Alexandra Candussis Sauvignon blanc 2015 vom Weingut Vinum Virunum weckt die Gaumen nach Gulasch und Co. wieder auf. Drei Hektar bewirtschaften die Quereinsteiger – in der Runde ist Nikolaus Trippel der einzig gelernte Winzer, wie wir später feststellen – mit zwei Drittel Weißwein wie Chardonnay, Sauvignon und Traminer sowie mit einem Drittel Zweigelt, Blaufränkisch, Merlot und Pinot noir. Ihr Cuvée 2014 aus Zweigelt, Blaufränkisch und Merlot punktet zu einem späteren Zeitpunkt mit Fülle und purer Frucht. Doch davor kommen noch zwei Sauvignon blancs, Jahrgang 2014 und 2013. Von zweien, die es genau wissen wollen und im Trial-and-ErrorVerfahren 6,5 Hektar Reben im Klagenfurter Stadtgebiet bewirtschaften. Sem Kegley und Georg Lexer vom Weingut Karnberg. Neben Chardonnay, Pinot Grigio, Sauvignon blanc, Zweigelt und Pinot Noir destilliert das Duo aus Musikwissenschaftler Sem und studiertem Wirtschaftsinformatiker Georg auch Tresterbrand, der zwei Jahre im Glasballon reift. „Zu Anbeginn haben wir auch unsere Weine im Glasballon ausgebaut. Bis wir keine Damigiana, wie sie in Italien üblich sind, mehr bekommen konnten. Da sind wir dann doch auf Fässer umgestiegen“, lacht Georg

„Toll zu erleben, welches Potenzial die Kärntner Weine in sich bergen.“ HARALD KOPETER

Lexer. Die Weine, Abbilder der Jahrgänge, lebendig und ausdrucksstark. Der Sauvignon 2014 straff, grün-grasig, wie das Jahr war. 2013 kommt mit reifer gelber Frucht und voluminöserem Körper daher. Aktuell in der Trial-Error-Schleife des rastlosen Duos: Schweine, die am Kastanienhang schmausen, und Eigenproduktion von Rosinen. Schließlich läuft das Cider-Geschäft in Zusammenarbeit mit Niko Trippel schon lange auf Schiene. Ein Wein vom Trippelgut markiert auch den fulminanten Abschluss der Verkostung: Merlot 2014. Röstige Noten, Kakao und Kaffee

Lustige Weinrunde in Mittelkärnten: sem Kegley, Nikolaus trippel, Gastronom Gottfried Bachler, Uta slamanig, andrea Riedel (untere Reihe, v. li. n. re.) und Georg Lexer mit alexandra Candussi, Gastronomin Ingrid Bachler und VIaHerausgeber Harald Kopeter. (obere Reihe, v. re. n. li.)


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Die Kärntner Winzer wollen mit ihren Weinen vor allem eines: ihre Region im Wein widerspiegeln. Und das gelingt vom Sauvignon blanc bis hin zum Pinot noir.

mit dunklen Beeren. Gottfried Bachler packt noch ein paar feine Vertreter aus seiner Käse-Schatzkammer auf die Teller und mit einer Beerenauslese 2010 vom Weingut Karnburg gehen wir in die Verlängerung. Ingrid Bachler: „Ich kann mich noch so gut erinnern, wie Sem über diesen Wein gesagt hat: ‚Diese Scheiß-Botrytis ist gekommen. Dann machen wir eben Süßwein.‘“ Ein Sinnspruch für die Mittelkärntner Winzer, die sich weder ein Blatt vor den Mund nehmen noch zögern, neue Ansichten gelten zu lassen. Sie erkennen ihre Region und passen sich den Gegebenheiten an. Und das schmeckt man.

Initiatoren der neuen Medieninitiative: Angelika Kresch (WKO Steiermark) und Georg Knill (IV Steiermark).

DIE ZUKUNFTS­ MACHER Menschen in der Industrie über die Schulter schauen

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as Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der steirischen Industrie tun, erleichtert unmittelbar unseren Alltag, auch wenn wir es gar nicht wissen. Sie erwecken mit ihrem Know-how und in Handarbeit Smartphones zum Leben, bringen Bewegung in Schreibtische, schaffen die Grundlage dafür, dass wir in der Apotheke die richtigen Medikamente rasch bekommen, oder sorgen für den richtigen Sound aus Sportwägen. Im Rahmen einer großen Medieninitiative werden diese beeindruckenden Leistungen in der nächsten Zeit verstärkt dargestellt. Motto: den „Zukunftsmachern“, wie man die Menschen, die in der Industrie arbeiten, mit Fug und Recht bezeichnen kann, über die Schulter zu schauen. „Es wird spannende Einblicke in die Vielfalt der steirischen Industrie geben“, versprechen Angelika Kresch, Spartenobfrau Industrie in der WKO Steiermark und der Präsident der Industriellenvereinigung Steiermark, Georg Knill. Die beiden verraten weiter: „Die Zuseher lernen die Menschen in der Industrie und die Produkte kennen, die aus ihren Händen kommen.“ Mit dabei sind Philipp Lehner und Franz Hergan von der ams AG, Helmut Mixner und Robert Reinprecht (Remus Innovation GmbH) sowie Dieter Hochörtler gemeinsam mit Johannes Hutter von Knapp. Und viele andere. Denn jeder zweite steirische Arbeitsplatz in der Steiermark hat direkt oder indirekt mit der Industrie zu tun.


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MONDÄNES MÜNCHEN. Slips nennt sich der Designerhimmel am Gärtnerplatz. Zum Träumen schön ist der Bett- und Wäscheladen Sunday in Bed. Die Musikhandlung Shirokko muss man erlebt haben – allein schon wegen der Auswahl an Vinyl. Fußball-Fans kommen am Bayern-München-Fanshop nicht vorbei.

Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen. Oscar Wilde

Foto: iStock/RudiBalasko

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d Städtetrip un Ein perfekter htsac hn ei W alle dabei gleich esen digen? In di einkäufe erle sst sich lä n le po Metro vier coolen n. ar verbinde das wunderb

GENUSSVOLLES TRIEST. Wer Düfte liebt, sollte bei ’antro del profumo, der ältesten Parfümerie in Triest vorbeischauen. Für Schuhe ist Remy eine der Topadressen. Punkto Designerware ist man bei Serli bestens sortiert. Unser Hoteltipp: das traditionsreiche Duchi d’Aosta direkt an der Piazza dell’Unità d’Italia.

Foto: ©RZPR (2)

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Shopping de Luxe in Zürich

Foto: Fotolia/Jiri Hera

Schicke Uhren kauft man bei Beyer Chronometrie, dem ältesten Uhrengeschäft der Schweiz. Designerklamotten finden wir im Edelkaufhaus Grieder Bongénie. Für die Schokoholics lassen wir uns in der Confisserie Teuscher herrliche „Champagner Truffes” einpacken.

Foto: iStock/Flavio Vallenari

Foto: iStock/Ho

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BUNTES BERLIN. Junge Labels und Second-Hand-Läden reihen sich rund um den Hackeschen Markt aneinander. Bikini Berlin heißt eine hippe Concept Mall, in der man alles findet – nur nichts von der Stange. Im KaDeWe lohnt ein Stopp in der Feinkostabteilung – hier gibt es zur Currywurst Champagner.

Foto: iStock/Jacek Spotnicki

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Foto: shutterstock/Miroslava Hlavacova

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Tipps

fürs

Christkind Gerade zu Weihnachten gilt: Zeit ist wohl das schönste Geschenk. Wer seinen Liebsten auch noch das eine oder andere Packerl unter den Christbaum legen mag, findet hier bestimmt das Richtige. Von Claudia Piller-Kornherr EDLER ZEITMESSER Die mechanischen Uhren der deutschen Manufaktur MeisterSinger haben nur einen Zeiger – ein Geschenk für Menschen, die sich nicht von jeder Sekunde jagen lasssen. Die exklusive Österreich-Edition „Ostarrichi 2016” gibt es jetzt bei ausgewählten Juwelieren.

Foto: MeisterSinger

KULTURGENUSS IM ABO

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„Tristan und Isolde”, „Norma”, „Peer Gynt” und viele andere – auch 2017 wartet die Oper Graz wieder mit fantastischen Produktionen auf. Da wird man doch gerne zum Dauergast! Infos unter www.oper-graz.com/ihr-besuch/abonnement


GESCHENKE

ENTSPANNUNG SCHENKEN Mit dem RELAX TAG der Parktherme Bad Radkersburg. Foto: shutterstock/Miroslava Hlavacova

Der Alles-inklusive-Tag für dich oder für zwei mit Tageseintritt, Saunadorf, Mittagsmenü, Vitalgetränk, Kaffee und Kuchen um nur 46,– (1 Pers.) bzw. 84,– (2 Personen). Bestellungen unter Tel: (+43) 3476/2677-0 oder im neuen Onlineshop unter

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Die Destillerie Weutz in St. Nikolai im Sausal steht voll und ganz im Zeichen der Individualität. Passend dazu wurde 2003 von Michael Weutz der erste steirische Whisky ins Leben gerufen. Der umtriebige Produzent verarbeitet dabei vorwiegend Gerstenmalz zu Single Malt und setzt damit die Linie ausgezeichneter Destillate fort. Ein idealer Geschenk-Tipp für Genuss-Liebhaber! EINKAUFEN IM ADVENT:

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„Lasst mich gewinnen! Aber wenn ich nicht gewinnen kann, dann lasst es mich mutig versuchen.“ (Special-olympics-Eid)

Benvenuto in Voitsberg Im Rahmen eines Host-Town-Programms gemeinsam mit den österreischischen Rotary Clubs lernen Sportler und Betreuer der Special Olympics 2017 die schönsten Seiten unseres Landes kennen. Von Claudia Piller-Kornherr | Fotos: Special Olympics 2017

Es wird ein Gänsehautmoment, wenn am 18. März 2017 Sportlerinnen und Sportler aus 110 Nationen ins Schladminger Planai-Stadion einziehen und das olympische Feuer feierlich enztündet wird. „Heartbeat for the World“ – unter diesem Motto finden vom 14. bis 25. März 2017 die 11. Special Olympics World Winter Games 2017 für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung statt. Rund 3000 Athleten werden bei diesem

weltweit größten Sport- und Sozialevent dabei sein. An den Austragungsorten Graz, Schladming und Ramsau am Dachstein werden Bewerbe in insgesamt neun Sportarten durchgeführt: Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Floor Hockey, Floorball, Stocksport, Ski Alpin, Snowboard, Ski Langlauf und Schneeschuhlauf. Bevor die Athletinnen und Athleten in den Wettkämpfen um Medaillen

Freude an Bewegung, teamgeist und gelebte Inklusion ist die Vision der Special olympics 2017 in Schladming, Ramsau und Graz. Mit dem host-town-Programm werden die Delegationen schon im Vorfeld herzlich willkommen geheißen. www.MagazinVIA.at

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Prominente Botschafter wie Arnold Schwarzenegger tragen dazu bei, den Gedanken der Spiele in die Welt zu tragen.

Facts Wie bei den traditionellen Olympischen Spielen werden auch bei den Special Olympics alle zwei Jahre – alternierend zwischen Sommer und Winter – Weltspiele ausgetragen. Austragungsstätten der letzten Jahre: 2015 Los Angeles, USA 2013 Pyeongchang, Südkorea 2011 Athen, Griechenland 2009 Boise, USA 2007 Shanghai, China 2005 Nagano, Japan 2003 Dublin, Irland 50

rittern, heißt sie Österreich auf ganz besonders herzliche Weise willkommen. Im Rahmen eines Host Town Programms von 14. bis 16. März 2017 werden rund 4.000 Sportler und Betreuer die Möglichkeit haben, ihr Gastgeberland von seiner schönsten Seite kennenzulernen. Federführend bei der Planung und Durchführung des Host-TownProgramms sind Rotary Clubs aus dem ganzen Land. Ins Leben gerufen wurde die beispielhafte Initiative von Laurenz Maresch vom Rotary Club Voitsberg-Köflach. „Respekt, Ehrlichkeit und freundschaftliches Miteinander sind Werte, die sowohl bei den Rotarieren als auch bei den Sportlern der Special Olympics hochgehalten werden. Das verbindet“, so Maresch über seine Motivation, das Host-Town-Programm zu unterstützen.

Die riesige Resonanz in den eigenen Reihen habe ihn dann dennoch überrascht: “Ich habe mit 10 bis 15 Rotary Clubs in ganz Österreich gerechnet, die mitmachen wollen. Mittlerweile stehen wir alleine in der Steiermark bei 23 Clubs, die 450 Sportler aus Ländern von Italien über Kirgisistan bis Trinidad und Tobago beherbergen.“ Österreichweit haben bereits 80 Clubs aus allen neun Bundesländern Gefallen an der Idee gefunden und bereiten sich schon seit Wochen auf die Übernahme von circa 2000 Menschen im März 2017 vor. Von Bregenz über Salzburg und Weitra, von Wien bis Fürstenfeld und Bad Kleinkirchheim kommen die ortsansässigen Clubs dem rotarischen Grundsatz des selbstlosen Dienens nach und werden in ihren Städten und Gemeinden stolz die Special-Olympics-Fahne hissen.


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23 steirische Rotary Clubs nehmen am Host-Town-Programm teil und betreuen folgende Delegationen: RC Ausseerland (Belgien) RC Bruck/Mur (Bosnien) RC Deutschlandsberg (Costa Rica) RC Feldbach (Mexiko) RC Fürstenfeld (Niederlande) RC Gleisdorf (Argentinien) RC Graz-Schlossberg (Aserbaidschan) RC Graz-Burg (Turkmenistan) RC Graz-Kunsthaus (Turkmenistan) RC Graz-Zeughaus (Slowakei) RC Graz-Süd (Marokko) RC Graz-Umgebung-Nord (Slowenien) RC Graz (Betreung vor Ort) RC Graz-Neutor, (Betreung vor Ort)

Gemeinde Hart bei Graz (Kroatien) RC Leibnitz (Ukraine) RC Leoben (Trinidad und Tobago) RC Liezen-Rottenmann (Moldawien) RC Mürzzuschlag-Semmering (Tunesien) RC Oberes Murtal (Iran) RC Radkersburg (Kenia) RC Schladming (Betreuung vor Ort) Gemeinde Seiersberg (Liechtenstein) RC Voitsberg-Köflach (Italien) RC Weiz (Kirgisistan).

Drei Tage lang werden die Gäste aus aller Herren Länder Kultur, Tradition und österreichische Gastfreundschaft erfahren und unvergessliche Eindrücke in ihren Herzen mit nach Hause nehmen. Der Rotary Club Voitsberg-Köflach, quasi die rotarische Heimat von Laurenz Maresch, wird 50 Sportler und Begleiter aus Italien betreuen. Für das Rahmenprogramm seiner Gäste, die standesgemäß in der Therme Nova in Köflach untergebracht werden, hat man sich einiges einfallen lassen: Neben einem offiziellen Empfang der Delegation beim Bürgermeister der Gemeinde Voitsberg, Ernst Meixner, ist eine gemeinsame Besichtigung des Lipizzanergestüts in Piber geplant, als geselliges Highlight verbringen die italienischen Gäste einen steirischen Abend mit Musik und Schmankerln in der Buschenschank.

Den Menschen zu dienen, das haben sich die Rotarier auf die Fahnen geschrieben. Bei den Special olympics 2017 kommen sie diesem Motto auf ganz besondere Weise nach: als herzliche Gastgeber für die zahlreichen Athleten und ihre Betreuer.

„Ihr seid die wertvollsten Vertreter der Menschlichkeit. Ihr macht uns verständlich, dass alle Hindernisse im Leben überwunden werden können.“ Nelson Mandela

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host-town-Initiator Laurenz Maresch im sportlichen Wettkampf mit Special-olympicsteilnehmerin Johanna Pramstaller.

© GEPA pictures/ Special Olympics

Seit der Gründung 1968 verfolgen die Special olympics das Ziel, Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in alle Bereiche der Gesellschaft zu integrieren.

Lara und Luis begleiten die Special olympics World Winter Games.

Inklusion und Toleranz

Links www.specialolympics.at www.austria2017.org 52

„Wir sind sehr glücklich, wenn die Athleten und ihre Betreuerstab bei uns in Österreich eine gute Zeit haben“, so Laurenz Maresch. Über all dem stehe jedoch ein höheres Ziel, nämlich die Vision von Eunice Kennedy Shriver, der Begründerin der Special Olympics. Die 2009 verstorbene Vordenkern hatte das Ziel, durch die Kraft des Sports, durch Inklusion, Toleranz und Empathie die Lebensqualität von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung zu verbessern. Diese Vision habe sich auch Rotary auf die Fahnen geschrieben: „Wir hoffen, dass wir mit unse-

rem Engagement die Welt ein kleines Stück besser machen können.“

Die Special Olympics 2017 in Zahlen 2.850 Athleten aus 110 Nationen 1.050 Trainer und 200 Begleiter 3.000 freiwillige Helfer 5.000 Familienmitglieder u. Freunde 1.000 Kongressteilnehmer 1.000 Medienvertreter


ADVENT IN DER GENUSSHAUPTSTADT GRAZ Vom 18. November bis 24. Dezember 2016 legt sich wieder vorweihnachtlicher Zauber über die steirische Landeshauptstadt.

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dvent in Graz – das bedeutet ankommen in einer magischen Welt aus romantischen Märkten, glitzernden Gässchen und einer bezaubernden vorweihnachtlichen Atmosphäre. Insgesamt 14 Advent- und Weihnachtsmärkte ziehen Jung und Alt in ihren Bann. Etwa der große Christkindlmarkt am Hauptplatz, der mit seinem weihnachtlichen Dorf inmitten der Stadt alles bietet, was Gaumen, Herz und Seele erfreut.

PROMOTION, FOTO: Graz Tourismus/Tom Lamm

Tradition, Handwerk und Design

Echte Adventklassiker sind die zahlreichen Kunsthandwerksmärkte, etwa am Färberplatz, am Glockenspielplatz oder am Tummelplatz. Letzterer bringt seit 20 Jahren Lebenskünstler, Weltenbummler und Kunsthandwerker aus aller Herren Länder nach Graz. Der Charity-Markt am Eisernen Tor verbindet vorweihnachtliche Stimmung mit einem wohltätigen Zweck. Steirischen Genuss und ländliche Traditionen rückt der Altgrazer Christkindlmarkt im Franziskanerviertel als ältester Weih-

nachtsmarkt der Stadt ins Zentrum. Die Marktstände im Joanneumsviertel warten mit spannendem Design auf, im Leslieund im Lesehof findet das Christkind beim Markt der „STIKH – Steirische Initiative Kunsthandwerk“ das eine oder andere nicht-alltägliche Geschenk. Über der Mur schmecken in der Steirerhütte Schmankerl und Glühwein. Chillige Adventstimmung herrscht im „WonderLend“ auf der Mariahilferstraße. Am Schloßberg sorgt der Aufsteirern-Weihnachtsmarkt für Stimmung über den Dächern der Stadt.

Leuchtende Kinderaugen

Kleine Gäste freuen sich am Kinder-Adventmarkt in der Kleinen Neutorgasse über Nostalgie-Riesenrad, Karussell und Märchenzug oder flitzen mit Mama und Papa in der Kinderwinterwelt am Karmeliterplatz über die 700 Quadratmeter große Eisfläche. Danach geht‘s zum Keksebacken und Basteln ins Kinderzelt. Wenn die Beine dann doch einmal schwer werden, bringt der Adventzug Groß und Klein durch die Altstadt.

Graz Tourismus Information Tel.: 0316 80 75-0, Fax.: 0316 80 75-15, info@graztourismus.at www.graztourismus.at www.adventingraz.at

» ADVENT IN GRAZ « Der Grazer Advent taucht die Innenstadt in vorweihnachtliches Licht, verwandelt das Rathaus in einen Adventkalender, verzaubert mit seiner faszinierenden Eiskrippe und lädt ab 18. November 2016 zum Weihnachtseinkauf auf den idyllischen Adventmärkten. INFORMATION: T 0316/ 80 75-0, www.adventingraz.at

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Färbt sich die Grüne Mark langsam wieder weiß, wird es Zeit für Action im Schnee und auf den Bergen – inklusive heimeligen Hüttenzauber und wohlverdienten Verwöhnprogramms. Ein Blick ins Winter­ wunderland Steiermark. Von Anja Fuchs

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Pistenzauber de luxe – so weit das Auge reicht. Skifahrer haben in der Steiermark wahrlich Grund zur Freude!

Foto: Steiermark Tourismus / ikarus.cc

Hurra, der Winter ist da!


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Foto: Steiermark Tourismus / ikarus.cc

Wintersport gehört zu Österreich wie Surfen zu Kalifornien. Sobald die Bergspitzen mit Schnee bedeckt sind, werden die Brettln und Boards pistentauglich gemacht. Rund drei Millionen Österreicher waren in der letzten Saison mit Ski oder Snowboard unterwegs. Bei all den herrlichen, schneesicheren Skibergen aber auch kein Wunder! Deshalb ergibt sich auch immer die Qual der Wahl: Welches Wintersportgebiet wird’s diesmal werden? Werfen wir einmal einen Blick in die schöne Steiermark. Hier findet man zwar nicht die höchsten Berge Österreichs, dafür aber unzählige schnell und unkompliziert erreichbare Skiregionen für jeden Geschmack – vom Einzellift bis hin zum großen Resort, von einfachen Übungspisten bis zu knackigen Steilhängen für Könner. Eine Tatsache, die die Grüne Mark auch in puncto Wintertourismus zum Place to be macht, wie aktuelle Statistiken zeigen. Mit rund 1,65 Millionen Gästen verzeichnete die Steiermark im Winterhalbjahr 2015/16 einen neuen Rekordwert. 5,7 Prozent mehr Österreicher als im Jahr davor haben ihren Winterurlaub in der Steiermark verbracht. Bei den Gästen aus dem Ausland konnte der bisherige Höchstwert aus der vorangegangenen Saison sogar um 7,4 Prozent übertroffen werden (Quelle: Landesstatistik Steiermark 2016).

Einen Teil der beliebten steirischen Skigebiete findet man in der Region Murtal. Im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen etwa kommt jeder Wintersportler auf seine Kosten! Während die Kleinen die ersten Bogerln am Übungshang machen, genießen die Großen die zahlreichen verschneiten Hänge. Skifahrer und Snowboarder, die das Carven auf breiten Pisten lieben, werden auf der Grebenzen glücklich werden, und Freestyler können sich im Funpark am Kreischberg so richtig austoben. Auch für Nicht-Skifahrer bietet das Murtal ordentlich Action – zum Beispiel am Red-Bull-Ring in Spielberg, beim Biathlon, Skidoo-Fahren oder einem Rennen mit dem KTM X-Bow. Danach bietet sich ein Besuch in einem der Top-Gastronomiebetriebe rund um den Ring an. All jene, die es nobel und gediegen mögen, werden sich im Steirerschlössl wohlfühlen. Wer hingegen in stylishem Ambiente einen Mega-Ausblick übers Aichfeld genießen will, ist im Wasserturm richtig. Zum Entspannen danach bietet sich ein Besuch in der nahe gelegenen Therme Aqualux an. Ommm . . . Aber wieder zurück zur Action: Dass Freeriden immer populärer wird, ist selbstverständlich auch an den steirischen Skigebieten nicht spurlos vorbeigegangen. So gibt es zum Beispiel auf der Riesneralm in Donnersbachwald eine

Mehr Infos Steirische Tourismus GmbH Tel. +43 (0 )316/4003-0 info@steiermark.com www.steiermark.com

123 Pistenkilometer non-stop! www.4berge.at

DAS GRÜNE HERZ ÖSTERREICHS

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Pflichtbesuch: Als Langläufer muss man einfach einmal die Loipen des Langlauf-Eldorados Ramsau-Dachstein beehrt haben.

Foto: Steiermark Tourismus / ikarus.cc

Stadt der vielen Gesichter.

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eigens ausgewiesene Freeridezone. Ebenso werden hier aber auch die kleinen Skifahrer belohnt – nämlich mit der ersten Kinder-Skischaukel Österreichs – inklusive Ganztagesbetreuung, fünf verschiedener Abfahrten, Wellenbahn und Spielhaus. Einen atemberaubenden Panoramablick auf die Berggipfel der Alpen genießt man am besten von der Hochsitz-Skihütte. Gaumenfreuden und edle Tropfen gibt’s im Restaurant Bienenstöckl, in dessen Après-Ski-Bar danach gleich weitergefeiert werden kann. Auf der Riesneralm gibt es übrigens auch regelmäßige Live-Konzerte, und das die ganze Saison über. Wer beim Skifahren auf Abwechslung steht, sollte der Vier-Berge-Skischaukel rund um Schladming einen Besuch abstatten. 123 Pistenkilometer wollen erst einmal erkundet werden! Das Gebiet rund um den Dachstein ist aber nicht nur für Skifans attraktiv – Langläufer beispielsweise sollten sich die Loipen des nordischen Mekkas Ramsau nicht entgehen lassen. Auch hier hat man an die jungen Nachwuchssportler gedacht – nämlich mit einem eigenen Kinder-Langlaufpark. Diejenigen, die lieber ohne Ski unterwegs sind, können sich auf den unzähligen Winterwanderwegen auf Entdeckungsreise begeben. Und abends geht’s dann noch auf eine rasante Rodeltour, bevor man in eine der urigen Hütten – 98 davon gibt es in der Region – einkehrt und sich bei einer deftigen Jause oder einem duftenden Germknödel stärkt. Und wenn man gar nicht auf Wintersport aus ist, sondern einfach nur relaxen möchte? Auch kein Problem – dann ab ins Thermenland! Gut essen gehen, die romantischen Adventmärkte – z. B. in Fürstenfeld oder Bad Radkersburg – erkunden und dann die wohlige Wärme des Thermalwassers genießen. So lässt es sich leben!


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Foto: Steiermark Tourismus / pixelmaker.at

Kleine Pause gefällig? Ein hüttenEinkehrschwung mit süßer Stärkung am Sonnenplatzerl tut immer gut (o.). oder man gönnt sich seine Portion Winter-Wellness bei einem entspannenden thermentag (re.).

Foto: Steiermark Tourismus / ikarus.cc

Qualität und Ausbau stehen auf der Riesneralm an erster Stelle. Daher ist sie im internationalen Skiareatest mehrfach ausgezeichnet und trägt heuer bereits zum zweiten Mal den Titel „Führendes Skigebiet bis 30 km“. Den Nimbus als „Geheimtipp“ hat sie trotzdem nicht verloren. Auf 30 Kilometer langen Pisten für jede Könnerklasse mit vier Talabfahrten, der einzigartigen „1. österr. Kinder-Skischaukel“ oder dem Freeridegelände wird Wintersport hier zum Spaßfaktor. Schließlich heißt es auf der Riesneralm: „Mehr Skifahren, weniger Liftfahren.“ Mit der zusätzlichen Anschaffung von 15 leistungsstarken

Foto: Riesneralm

SKI RIESNERALM – MEHR SKIFAHREN, WENIGER LIFTFAHREN

Schneekanonen wird Frau Holle bestmöglich unterstützt. Und zwar bis Ostern (17. 4. 2017). Zudem darf man sich heuer erstmals auf einer neuen Eventbühne auf viele LiveMusikgruppen freuen. Auch die E-Mobilität hat die Riesneralm erreicht. Mit vier Elektro-Tankstellflächen

der Energie Steiermark zum Gratistanken. Saisonstart ist am 2. Dezember. Riesneralm Bergbahnen GmbH & Co KG A-8953 Donnersbachwald 89 Tel. 03680/606-0, info@riesneralm.at

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Wenn die ersten Schneeflocken fallen, wird das Murtal zum Wintererlebnisland. Ob Genuss-Carver, Boarder, Freestyler oder Anfänger – der Pistenspaß auf den Murtaler Skibergen ist garantiert. Dank Schneesicherheit, perfekt präparierter Pisten, selektiver Hänge, modernster Liftanlagen und toller Kindererlebniswelten – auch in den kleinen Skigebieten. Die ersten Schwünge im Schnee werden begleitet von topausgebildeten SkilehrerInnen in den Murtaler Skischulen. Abenteuer im Schnee versprechen der „Zauberteppich“, der Figurenpark oder das BERGaufRODELN. Hat man einmal genug vom Schnee, bieten sich der „Sternenturm“, Europas höchs-

tes Planetarium in Judenburg, die Therme Aqualux in Fohnsdorf oder die Gesundheitstherme Wildbad in Dürnstein an. Unvergessliche Adrenalinkicks sind bei winterlichen Fahrerlebnissen am Red Bull Ring garantiert! Greifbare Nähe zur Natur findet man bei Schneeschuh- und Winterwanderungen, Loipenrunden oder Skitouren. Danach sind die Murtaler Gaumenfreuden, wie der Murtaler Steirerkas mit einem Stamperl Zirbenschnaps, wohl verdient. Urlaubsregion Murtal Burggasse 69, 8750 Judenburg Tel.: +43 (0) 3572/44249, urlaub@murtal.at

Foto: Tom Lamm

„BERGEWEISE“ WINTERSPASS

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WEIHNACHTEN WIE DAMALS

Von Claudia Piller-Kornherr

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Gemeinsames Adventkranzbinden

Der Duft des Tannenreisigs erfüllt den Raum beim traditionellen Adventkranzbinden in vielen Orten der Steiermark. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich im evangelischen Norden Deutschlands der Brauch durch, jeden Adventsonntag mit der Andacht von kranzförmig aufgestellten Kerzen zu feiern. Nach dem Ersten Weltkrieg verbreitete sich dieser Brauch in Form eines gebundenen Kranzes mit vier Kerzen immer

weiter in Richtung Süden, wo er schließlich auch den Alpenraum erreichte. Das Entzünden der Kerzen steht symbolhaft für die Erhellung der dunklen Winterabende bis zum lichtvollen Weihnachtsfest. Über dem Brunnen des Mariazeller Hauptplatzes hängt der weltweit größte hängende Adventkranz mit stattlichen zwölf Meter Durchmesser und sechs Tonnen Gesamtgewicht.

Das Fest der heiligen Barbara

Gemäß der Legende erinnert das Brauchtum mit den Barbarazweigen, die am 4. Dezember abgeschnitten und ins Wasser gestellt werden, an die Gefangenschaft der heiligen Barbara. Demnach hatte sie einen verdorrten Kirschbaumzweig mit Tropfen aus ihrem Trinknapf benetzt und in den letzten Lebenstagen – im Bewusstsein ihres Todesurteils – zum Blühen gebracht. Als Schutzpatronin der Bergleute wird ihr am Barbaratag ein Licht im Stollen angezündet.

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Es sind die vielen kleinen Rituale und Symbole, die uns im Advent die Zeit des Wartens verkürzen. Besonders die Steiermark ist reich an Traditionen und Brauchtum rund um das Weihnachtsfest.

urchs Haus zieht ein Duft von Weihnachtsgebäck. Im warmen Licht der Kerzen wird fleißig an kleinen Geschenken gewerkt und gebastelt. Die Kinder tüfteln bereits an ihren Briefen für das Christkind. Und auch außerhalb der eigenen vier Wände stimmt sich jetzt alles ein auf die stillste Zeit im Jahr. So bunt und vielfältig wie die Landschaft ist auch das althergebrachte Weihnachtsbrauchtum in der Steiermark.


Fotos: Volkskultur Steiermark

Foto: Fred Lindmoser

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Foto: Roland Marx

ungeduldig sehnen vor allem die Kleinsten schon Wochen zuvor das christkind herbei. Gut, dass das fröhliche treiben im Advent die Wartezeit bis zum heiligen Abend ein wenig verkürzt.

„Ein bisschen mehr Freude und weniger Streit, ein bisschen mehr Güte und weniger Neid, ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass, ein bisschen mehr Wahrheit, das wär doch was!“ Peter Rosegger

Bald ist Nikolausabend da . . .

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Der heilige Nikolaus kommt oft schon am Vorabend (5. Dezember) – manchmal begleitet vom Krampus – zu den Kindern nach Hause. Wer seinen Teller zuvor vor die Tür gestellt hat, darf sich Hoffnungen auf kleine Geschenke machen. Seine Funktion als Gabenbringer erklärt sich aus den zahlreichen Legenden des mildtätigen Heiligen als Retter der ungerecht Verurteilten und Gefangenen.

Zur Krippe her kommet . . .

Die Eiskrippe im Grazer Landhaushof ist längst ein Publikumsmagnet. In diesem Jahr wird der renommierte Eiskünstler Kimmo

Frosti mit seinem Team aus rund 50 Tonnen kristallklarem Eis ein ebenso einzigartiges wie vergängliches Kunstwerk zaubern. In Mariazell zeigt die lebende Krippe Ochs und Esel, Schaf und Kuh „live“ und führt zurück zum Grund des Weihnachtsfestes, denn die leere Krippe symbolisiert unser Warten auf das Christuskind. Während Krippen anfänglich nur im sakralen Bereich der Kirche aufgestellt waren, führte sie ihr Weg über Königs- und Fürstenhäuser schließlich in die Privathaushalte.

Oh Tannenbaum!

Der Brauch, am Heiligen Abend einen geschmückten Christbaum aufzustellen, ist –

im Vergleich zur Krippentradition – nicht einmal 200 Jahre alt. Denn erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts werden die ersten Christbäume in den Städten Wien und Graz aufgestellt. Anfänglich in den evangelischen Haushalten vertreten, wird dieser Brauch auch von den Katholiken übernommen. Übrigens: Die sogenannte „Weihnachtstanne“ – so sprechen die Verkaufszahlen – ist meist eine Fichte! In Graz erstrahlen alljährlich am großen Christbaum am Hauptplatz 25.000 Lichter. Die 60 Jahre alte Fichte, die in diesem Jahr den Platz vor dem Rathaus schmückt, kommt aus der Region Schladming.

Advent- und Weihnachtsmärkte

Landauf, landab erfreuen sich Adventund Weihnachtsmärkte im Steirerland immer größerer Beliebtheit. So möchte man meinen, das Christkind komme aus Anger, wenn man einmal den Angerer Bratapfelzauber erleben und einen köstlichen Bratapfel kosten durfte, fühlt man 59


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Mit viel Sorgfalt und Bedacht wird in der Steiermark der ursprüngliche Gedanke von Weihnachten gelebt.

Fotos: Volkskultur Steiermark

sich doch zurückversetzt in die wohlige Geborgenheit der Kindertage. 17. Dezember 2016, ab 15 Uhr, Hauptplatz Anger, www.bratapfelzauber.at

Vor der feierlichen Kulisse der großen Basilika erstrahlt an den Wochenenden vor Weihnachten der Mariazeller Advent. Laternenwanderungen, Lichterlumzüge und wärmende Feuerstellen verbreiten vorweihnachtlichen Zauber. Traditionelles Kunsthandwerk und Mariazeller Spezialitäten werden an den vielen dekorierten Marktständen am Adventmarkt und in den erleuchteten Geschäften rund um den Hauptplatz angeboten. Die Kleinsten bestaunen das riesige Lebkuchenhaus und hinterlassen beim Engerlpostamt ihre sehnsüchtigsten Wünsche an das Christkind. So duftet der Advent: Beim Bratapfelzauber in Anger werden Erinnerungen an die eigene Kindheit wach.

19. November bis 18. Dezember 2016, www.mariazeller-advent.at

Beim Adventmarkt im Naturparkzentrum Grottenhof werden Brauchtum und Handwerk, Kulinarik und Musik zu einem harmonischen Ganzen verbunden. Und nicht nur der Nikolaus schaut bei diesem stimmungsvollem Adventmarkt vorbei, sondern auch der Kasperl – mit dem Stück Kasperl und Sepperl feiern Weihnachten“. 26./27. Nov. und 3./4., 10./11. und 17./18. Dez., Sa. ab 14 Uhr, So. ab 13 Uhr, www.naturparkzentrum-grottenhof.at

Ein geheimnisvoller Zauber macht sich beim Bad Gleichenberger Adventmarkt „Wia’s früher wor“ breit. Bei den Adventhütten rund um die überlebensgroße, handgeschnitzte Krippe unterm Mammutbaum findet man Kunsthandwerk, Handarbeiten, Selbstgebasteltes oder Eingemachtes. 27. November bis 18. Dezember 2016 (14 bis 18 Uhr) www.bad-gleichenberg.at

Foto: Melbinger

Volkskultur Steiermark Sporgasse 23, 8010 Graz Tel. +43 (0) 316/90 85 35 office@volkskultur.steiermark.at www.volkskultur.steiermark.at 60

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Seelenverwandter auf vier Pfoten Hund und Mensch sind einander seit Tausenden Jahren in treuer Partnerschaft verbunden. Der größten Liebesgeschichte der Evolution auf der Spur. Von Claudia Piller-Kornherr

In einer Wiener Volksschulklasse startete im Jahr 2000 ein ungewöhnliches Versuchsprojekt: Über mehrere Wochen bekamen die 24 Kinder einen Hund an die Seite gestellt, der permanent im Klassenraum anwesend war. Das Verhalten der Kinder während dieser Zeit wurde auf Video festgehalten. Der Verhaltensforscher Dr. Kurt Kotrschal begleitete das Projekt von wissenschaftlicher Seite und war zunächst skeptisch: „Welche Wunderwirkungen waren von einem in der Klasse lediglich anwesenden Hund schon zu erwarten?“

Kinder profitieren von Hunden

Das Ergebnis fiel überraschend aus: Die Kinder hatten während der Zeit mit ihrem vierbeinigen Klassenkameraden massive Fortschritte in der Persönlichkeitsentwicklung gemacht, ihr soziales Miteinander hatte sich verbessert,

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Kurt Kotrschal widmet der Erforschung der Hundeseele fast sein gesamtes Berufsleben. Er ist Professor an der Uni Wien, leitet die Konrad-LorenzForschungsstelle Grünau und ist Mitbegründer des Wolfsforschungszentrums in Ernstbrunn. Auch nach Dienstschluss begleitet ihn sein Lebensthema: Seine Hündin Bolita weicht kaum von seiner Seite.

Foto: djakob.at

Über den Autor Hund & Mensch Das Geheimnis unserer Seelenverwandtschaft Brandstätter-Verlag Gebundene Ausgabe, 272 Seiten Preis: € 24,90

USE IT OR LOSE IT Dieses Sprichwort kennt wohl jeder. Aber was passiert, wenn wir uns nicht adäquat bewegen?

W © Ingo Pertramer

Foto: Rooobert Bayer/Brandstätter Verlag

ja sogar Kinder, die zuvor durch Aggressivität aufgefallen waren, zeigten sich jetzt friedlicher. In seinem neuen Buch „Hund & Mensch“ veranschaulicht der Verhaltensforscher, warum Kinder, die mit Hunden aufwachsen, massiv in ihrer körperlichen, emotionalen und sozialen Entwicklung profitieren. profi tieren. Und nicht nur das, Hundehalter seien insgesamt glücklicher, gesünder und emotional stabiler. Hunde schützen uns sogar vor Altersdepression und Vereinsamung. Das sei durch eine Reihe von repräsentativen Studien gut belegt, so Kotrschal im VIA-Interview.

Hunde erden und stabilisieren

So seien Hundehalter in Deutschland, Australien und China gesünder als vergleichbare nicht-Hundehalter und müssten um zehn bis 18 Prozent seltener den Arzt aufsuchen. „Hunde können gute Puffer gegen Alltagsstress sein, sie erden und stabilisieren Menschen und sie halten sozial auch mit anderen Menschen verbunden. Sie tragen damit wesentlich zur emotionalen Balance bei – der wichtigste Faktor für ein langes, gesundes und gelungenes Leben, wie wir heute wis-

Kinder, die mit Hunden aufwachsen, profitieren massiv.

sen.“ Kotrschal geht sogar so weit, von Seelenverwandtschaft zu sprechen. Was dürfen wir uns darunter vorstellen? Ist der Hund gewissermaßen das „Alter Ego“ des Menschen? Ja, sagt der Verhaltensforscher. Die soziale Passung sei bereits zwischen Wolf und Mensch erheblich. In 35.000 Jahren Anpassung an ein Leben mit uns entstanden aus den Wölfen die heutigen Hunde. „Wir sind also tatsächlich seelenverwandt, da es kein anderes nicht-menschliches Tier gibt, das uns ähnlicher ist als der Hund. Eine Art Hybridwesen, ein wenig Mensch auf vier Beinen, gewissermaßen.“ Gerade in unserer schnelllebigen Zeit seien Hunde ein Regulativ, das uns zwingt, ab und zu innezuhalten. „Hunde verweigern sich der digitalen Kommunikation, sie zwingen uns daher zu direktem Umgang.“

ird ein Muskel nicht „gebraucht“, wird er dünn und schlaff, die Kraft nimmt ab, der Muskel wird mehr und mehr von Fett überlagert. Mit der Zeit kann es zu Verspannungen, Rücken- und Gelenkbeschwerden kommen, langfristig auch zu Gewichtsproblemen. Das effektivste Gegenmittel: regelmäßiges Muskeltraining, mindestens 1 x pro Woche. Gesunde Muskulatur hat auf nahezu alle physischen und psychischen Prozesse im Körper einen positiven Einfluss:  Sie verbrennt 24 Stunden am Tag Kalorien  Sie unterstützt unsere Gedächtnisleistung und wirkt Demenzerkrankungen entgegen.  Sie beugt Osteoporose und Bluthochdruck vor Auch unterwegs, z. B. im Flugzeug, können Sie etwas für Ihre Muskulatur tun: Setzen Sie sich bequem hin und spannen Sie nacheinander die unterschiedlichsten Bereiche Ihres Körpers bewusst an, halten Sie die Spannung kurz, um danach wieder bewusst zu entspannen. Beginnen Sie bei der rechten Faust und arbeiten Sie sich bis zum linken Fuß vor. Sie werden entspannt an Ihrem Reiseziel ankommen. Bleiben Sie fit und gesund! Ihr Uwe Maninger, CEO INJOYmed Graz

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MOVE

Foto: FRida & FreD, Hannes Loske

TÜFTELGENIES. Wann gab es das erste Rad, wann das erste Auto? Wer hat das erste Fernrohr gebaut und wie hat es funktioniert? In der Mitmach-Ausstellung werden den Kindern Erfindungen spielerisch nähergebracht. Noch bis 26. Februar 2017 im Grazer Kindermuseum FRida & FreD. www.fridaundfred.at

Winterzauber

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Foto: KK

GOTT UND SÖHNE. Schreiben wir die Geschichte unseres Lebens? Oder schreibt uns das Leben unsere Geschichte? Das fragen sich die beiden Kabarettisten Thomas Stipsits und Manuel Rubey in ihrem neuen Programm. 17. Februar 2017, Steinhalle Lannach

Foto: Juhani

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Zebra


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Foto: Lupi

Spuma

CYRANO DE BERGERAC. 80 Jahre Kasemattenbühne auf dem Schloßerg: Zum Jubiläum 2017 wird auf der schönsten Bühne von Graz eine der bewegendsten Romanzen der Dramenliteratur aufgeführt. Wir freuen uns jetzt schon darauf! Premiere: 10. Juni 2017

Ich bereue nichts was ich im Leben, außer das, nicht getan habe. Coco Chanel

Cirque Noël

THE ORIGINAL USA GOSPEL SINGERS & BAND. Eine Show voll Energie und Emotionen. Das afroamerikanische Ensemble bringt das ursprüngliche Gefühl der schwarzen Gospelkultur authentisch nahe. Da bleibt kein Zuschauer auf seinem Platz sitzen. 23. Dezember 2016, Stefaniensaal, Graz

Foto: Patrick Lazic

Das Rad der Zeit beginnt sich zu drehen und mit ihm die Körper der Artisten – atemberaubender Tanz mit dem Cyr Wheel zieht das Publikum in den Bann. Auf Stangen, dem Schleuderbrett und jonglierend wird der Himmel erobert. Das ist Zirkus auf Weltniveau. 21. Dezember 2016 bis 4. Jänner 2017, Helmut-List-Halle, Graz

Foto: Show Fa ctory

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Erste Szene Personen: Christof Spörk, Kabarettist und Musikant; Kathrin Löffel, Kabarettbegeisterte ort der Handlung: Ecktisch im Theatercafé Graz, Kulturinstitution, am späten Abend, nach der Premierenvorstellung

Am Ende des Tages Ein Kabarettstück von Christof Spörk in zwei Akten. Pointiert, musikalisch und lustig. Wie gewohnt. Nur noch besser. Von Nina Wessely

Foto: Wolfgang Hummer

Hier die persönliche Zugabe des Kabarettisten nach dem Auftritt. Mit Schwarzbrottoast und Volkswirtschaftler Rudi Dujmovits. Ein Einakter.

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Spörk: Das mit dem Smartphone und dem Aufnehmen ist eine super Sache. Die Brexit-Idee habe ich sofort aufgenommen. Da bin ich gerade mit dem Auto von Stuttgart retour gekommen. (Nach einer kurzen Pause) Aber du musst schon auch etwas fragen. Der Schwarzbrottoast kommt. Spörk beißt genüsslich hinein. Spörk: Ach, das ist schon ein super Team hier im Theatercafé. Wir haben als Studenten mit der Landstreich hier angefangen. Das Bild da oben – da glaube ich immer, das bin ich. Dabei bin ich es gar nicht. (lacht) Also, was interessiert eure Leser so? Was wollen sie wissen? Warum ich so erfolgreich bin? (beißt vom Toast ab und lacht) Löffel: Naja, wie du als Mensch so bist, wollen wir wissen, und was die Leute nach deinem Programm mitnehmen sollen. Ich finde ja, du riskierst oft auch ernstere Themen, über die sich nicht alle trauen. Spörk: So wie Gutmensch. Das ist mir aber wichtig. Ich glaube, manche verstehen das Kabarett als „Ich habe gut gelacht und dann war es gut“. Und ich glaube auch, dass das wirklich wichtig ist. Lachen ist die Essenz. Aber (Anm.: „Aber“ ist auch der Titel eines der neuen Lieder von Spörk) das Kabarett ist wie ein Flieger. Es geht nicht nur ums Fliegen, sondern es geht auch um den Zweck. Darum, dass die Leute, die zuhören, auch wohin kommen, und zwar von A nach B. Sie sollen auf ungewohnte und unterhaltsame Weise Denkanstöße bekommen. Ich glaube, der Kabarettist ist jemand, der vielleicht Kanäle bedient, die nicht geschlossen sind. Und so die Leute erreicht. (Beugt sich in Richtung Smartphone) So ein schöner Sager aber auch.


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Info Christof Spörk Aktuelles Programm: Am Ende des Tages Das nächste Mal in Graz: 13. Jänner und 7. bis 9. Februar 2017 Alle Termine unter: www.christofspoerk.at

Zweite Szene Personen: dieselben + Rudolf Dujmovits, Volkswirtschaftslehrender ort der Handlung: immer noch der Ecktisch, mit Blick auf das Waschbecken und die Bühne

Spörk: Oh, das ist der Rudi, ein Nachbar, kann man sagen. Aus dem Burgenland. (Rudi Dujmovits setzt sich zum Tisch) Das war auf dem Weg zu dir, zum Essen, wie mir die Idee mit dem Erich-KästnerZitat und dem Brexit-Gedicht eingefallen ist. Dujmovits: Mir scheint, wir fördern deine Kreativität. Dann müssen wir dich öfter zum Essen einladen. Spörk: Hat dir das Programm gefallen? Dujmovits: Ja, natürlich. Dabei habe ich nur eine Stunde geschlafen. Ich habe mir die Wahl angeschaut (Anm.: US-Präsidentschaftswahl). Spörk (lacht): Na, dann war mein Programm für deine Intelligenz und übermüdet ja genau richtig. Dujmovits: Ich habe nicht alles verstanden (lacht). Wobei das mit dem Verfassungsbogen wirklich schön erklärt war. Das werde ich mir merken für die Lehrveranstaltung: „Wo ist die Mitte?“ (Anm.: politisch betrachtet) Spörk: Ja, siehst. Und das ist mir schon wichtig, dass die Botschaft rüberkommt. Dieser Satz mit „Wir sind die neue Mitte“ in der Politik. Da habe ich mir schon gedacht: „Wissts ihr eigentlich, wo ihr steht?“ Es ist nicht normal, dass die Leute heute rassistisch, homophob und sonst was sind. Dujmovits: Die Politiker sind aber nicht die Trottel. Es gibt keine optimalen Wahlregelungen. Spörk: Die Rechtspopulisten schimpfen auf die bösen Politiker. Dabei sind sie ja selbst welche. Es gibt keine Bescheidenheit mehr, dass das vielleicht wirklich ein schwerer Beruf ist. Dujmovits: So erkläre ich das meinen Studenten auch immer und frage: „Wie www.MagazinVIA.at

sieht es in eurer WG aus? Oder bei Partnerschaften?“ Da versteht man sich auch nicht immer. Dabei sind das im Vergleich noch kleine Meinungsverschiedenheiten. Spörk: Ich glaube, es ist dieses Vereinfachen. Dieses Nicht-die-Komplexität-des-Lebens-anerkennen-Wollen. Es ist nun einmal mehr als schwarz und weiß. Der Schwarzbrottoast ist inzwischen Geschichte. Immer wieder kommen Leute näher, verabschieden sich und gratulieren Spörk zum Programm. Löffel: Also ohne Politik könntest du wohl nie ein Programm machen? Spörk: Nein, das geht nicht. Ich glaube, ich habe nicht eine Nummer drin, die nicht politisch ist. Ich möchte die Leute erreichen, auch wenn sie anders denken. Dujmovits bestellt sich noch ein Achterl rote Cuvée. Dujmovits: Das BIP („Bruttoinlandsprodukt“ – auch ein Lied von Spörk) hast Du super erklärt. Hast du da einen Podcast? (lacht) Dann spiele ich das einmal in der Vorlesung vor. Spörk: Ich wollte einfach diesen Irrsinn aufzeigen. Wir reden nur vom BIP und das macht schlechte Stimmung, weil es heißt, die Wirtschaft wächst nicht. Dabei ist das BIP auch nur Statistik und für unser Wohlbefinden irrelevant. Wir sind in Europa, Japan und den USA in einer Phase, in der wir eigentlich qualitätsmäßig wachsen sollten und nicht quantitativ. Ein Mensch wächst ja auch nicht ewig. Irgendwann wächst man nur noch innerlich. Das BIP misst nur die Quantität. Und wenn wir uns am BIP festhalten, dann werden wir depressiv. Dujmovits: Das sagt ja schon John Maynard Keynes, der das BIP definiert hat. Es ist kein Wohlstandsmaß. Rudi erklärt das BIP und STS trällert „Fürstenfeld“ aus den Lautsprechern. Löffel: Hey, das ist ja fast eure Heimat. Spörk (lacht): Stimmt. Meine Kinder gehen auch in Fürstenfeld zur Schule. Das ist wie Harvard für uns im Burgenland. Das „Bip Bip Bap Bap“-Lied habe ich zum Beispiel meinen Kleinen zu verdanken

(Anm.: BIP ist in Spörks Fall eine Mischung aus Bruttoinlandsprodukt-Erklärung und Kinderlied). Löffel: Und man lernt nicht nur über das BIP, sondern auch, dass man sich nach dem Klo-gehen die Hände waschen soll. Spörk: (laut) Es stimmt ja wirklich. Da waschen sich bestimmt auch nicht alle die Hände (den Arm in Richtung Waschbecken deutend). Löffel: (lacht) Und haben sich im Programm auch sicher ertappt gefühlt. Deine drei Säulen der Inspiration sind also Politik, Familie und – ohne Musik geht es auch nicht, oder? Spörk zu Dujmovits: (der Blick auf das aufnehmende Handy am Tisch gerichtet) Das klingt jetzt blöd, aber wir machen hier ein Interview. Und ja: Ohne Musik geht es nicht. Wäre ich als Kind ein bisschen fleißiger gewesen, dann wäre es sich vielleicht ausgegangen und ich hätte das Kabarett ausgelassen. Dujmovits: Aber du bist ja Musiker (Anm. Global Kryner, Die Landstreich) und hast dich dann für das Kabarett entschieden. Spörk: Ich bin Musikant. Nicht jeder Musiker ist ein Musikant. Aber ein Musiker kann auch ein Musikant sein. Lenny Kravitz übernimmt das Ruder von STS in den Lautsprechern. Das Ende des Tages im Theatercafé rückt näher. Spörk: Ein Musiker ist Techniker seines Instruments. Man sagt ja, Musiker sind gute Mathematiker. Das stimmt auch. Musikant ist mehr die spielerische Variante. Löffel: Mehr mit Gefühl und Emotion? Spörk: Es ist emotional, aber auch als Kommunikationsmittel ist Musik hier viel stärker. Ich war in Bars, da wurde nicht geredet, sondern nur musiziert, und so kommuniziert. Ein Erlebnis, diese Abende. Ich sage immer, das ist Musikunterricht. Aus den Lautsprechern kommt keine Musik mehr. Was will uns das Theatercafé damit sagen? Spörk zahlt seinen Schwarzbrottoast, Dujmovits sein Achterl und die Runde verlässt die Bühne – den Raum. VORHANG 67


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Herrn Burschis Gespür für Jazz Der legendäre Royal Garden Jazz Club feiert in diesem Jahr sein 35-jähriges Jubiläum. Zu Besuch in einer Grazer Kellerinstitution. Text: Claudia Piller-Kornherr | Fotos: Royal Garden Jazz Club

„Servus, ich bin der Burschi!“ Die Begrüßung ist ebenso herzlich wie die jugendliche Ausstrahlung meines Gegenübers, das in der Grazer Jazzszene so etwas wie eine Legende ist. Wir haben uns im Royal Garden Jazz Club in der Bürgergasse verabredet, denn die Grazer Institution feiert in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen. Von der bewegten Geschichte des Lokals zeugen vergilbte Fotos und alte Autogramme, die hier überall an den Wänden hängen. Eine verbeulte Blechtrompete wird gewissermaßen zum Sinnbild für die guten alten Zeiten des Jazz. Der Club ist Wirkungsstätte und Lebenswerk von Burschi Wachsmann, der eigentlich Diethard heißt. „Aber seit ich denken kann, sagt jeder Burschi zu mir“, lacht der 76-Jährige spitzbübisch.

Ein Leben voller Jazz

Kontakt Royal Garden Jazz Club Bürgergasse 4 8010 Graz www.royalgarden.at

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Sein ganzes Leben habe sich bei ihm um den Jazz gedreht, erzählt er mir. „Seit 1955 bewege ich mich von einem Konzert zum anderen, war immer in der Szene.“ Aus einer Musikerfamilie kommend spielt er selbst Chello im Schülerorchester, später steht er mit der steirischen Jazz-Formation Murwater Ramblers auf der Bühne. In den Siebzigerjahren legt Burschi Wachsmann gleich nebenan in der Bürgergasse 8 als Jazz-DJ im ehemaligen „Jazz bei Freddy“ auf, organisiert Konzerte, holt Jazzmusiker nach Graz.

Volles Haus in der Bürgergasse

Zu dieser Zeit ist gerade die Royal Garden Jazz Band auf der Suche nach einem Probelokal. Der leer stehende Partykeller des Akademischen Turnvereins unter dem Gasthaus Stainzerbauer scheint dafür perfekt geeignet. Doch es soll nicht beim Proben bleiben: Immer öfter kommen Freunde und Bekannte, um den Darbietungen der jungen Musiker zu lauschen. Beim ersten großen Auftritt ist der Keller mit 300 Leuten bis auf den letzten Stehplatz besetzt. „Man hätte damals nicht einmal mehr eine Wurstsemmel zwischen den Zuhörern durchschieben können, so überfüllt war der Keller.“ Der große Zustrom bestärkt Wachsmann und seine Kommilitonen, aus dem Probenkeller einen richtigen Jazzclub zu machen. „Am 11. Dezember 1981 ist der Bescheid ergangen, dass der Royal Garden Jazz Club als Verein existiert.“ Der Rest ist Geschichte.

Jazzlegenden und feine Menschen

In den darauf folgenden Jahrzehnten holt Burschi Wachsmann das Who-is-Who der internationalen Jazzszene an die Mur. Jazzgrößen wie Joe Pass, Mark Murphy oder die weltberühmten Jazztrompeter Clark Terry und Bill Perry stehen auf der Bühne des kleinen Clubs. „Alles nicht nur begnadete Musiker, sondern wunderbare, feine Menschen“, schwärmt Wachsmann. Immer wieder – in unterschiedlicher Besetzung – on stage: die Hausband des Clubs, die Royal Garden Jazz Band. Besondere Verbundenheit empfindet Wachsmann noch heute für den 2011 verstorbenen kroatischen Jazzmusiker und -veranstalter Boško Petrović. Selbst Betreiber eines Jazzclubs in Zagreb brachte Petrović viele namhafte Künstler nach Graz. Mit den Anekdoten aus der Jazzwelt könne


TOUCH

Jazz vom Feinsten – und das seit 35 Jahren. Begonnen hat alles als Probenkeller für die legendäre Royal Garden Jazz Band (Links im Bild im Jahr 1981).

Wachsmann locker ein Buch füllen, schmunzelt er und erzählt etwa von einem Tennismatch gegen den russischen Startrompeter Valery Ponomarev, der seinen Sieg lapidar mit den Worten „You’re playing Tennis like a motherfucker!“ kommentiert hatte – in Jazzkreisen durchaus ein Kompliment. Um 35 Jahre lang einen Jazzclub zu betreiben, brauche man eine gute Portion Idea-

lismus, so Burschi Wachsmann abschließend. Außer den Musikern arbeiten alle hier ehrenamtlich, mit den Förderungen sei es nicht weit her. Immerhin: Das Grazer Publikum bleibt dem Royal Garden Jazz Club treu. Immer noch kämen Freitag für Freitag Stammgäste, die seit den Anfangstagen dabei sind. Fast jeden, der hier über die Schwelle tritt, kennt er persönlich. „Wir sind wie eine große Familie.“

Sport und Kultur vor der Bürotür

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Winterzeit ist Lesezeit

Wenn es draußen kalt, neblig und ungemütlich wird, machen wir es uns mit einer dampfenden Tasse Tee und einem guten Buch so richtig gemütlich. Fünf Neuerscheinungen ganz nach dem Geschmack der VIA-Redaktion. Von Claudia Piller-Kornherr

Christian Hlade

Wandern wirkt Mit 15 schrieb Christian Hlade in sein Tagebuch: „Ich möchte einmal von meinen Träumen leben können und mit meinen Hobbys Geld verdienen.” Er setzte seine Vision um und gründete das Unternehmen „Weltweitwandern”. Mit seinem Buch will der passionierte Weltenbummler Menschen inspirieren, ihren eigenen Lebensweg zu gehen und ihre Träume wahr zu machen. www.weltweitwandern.at

Christine Nöstlinger

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Jennifer B. Wind

Als der Teufel erwachte

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Ich verstehe dich Nur wer rücksichtsvoll und klar ausdrücken kann, was er möchte, kann langfristig harmonische Verbindungen aufbauen. Der Psychologe Georg Fraberger und der Hundecoach Roland Raske zeigen Möglichkeiten der Kommunikation auf, die uns davor bewahren, zu Marionetten von Missverständnissen zu werden. www.ueberreuter-sachbuch.at

Die Folgen von Terror, Flucht und Vertreibung sind in den heutigen Tagen greifbar wie nie. Die Flüchtlingskrise hält einen ganzen Kontinent in Atem. Behutsam gelingt es der gebürtigen Steirerin Jennifer B. Wind, Lebenslinien und Schicksale nachzuzeichnen. Ein hochspannender Thriller über das schmutzige Geschäft mit der Hoffnung, den man nicht verpassen darf. www.jennifer-b-wind.com

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T R A DE AMG Performance Center feiert 5-jähriges Bestehen. Das AMG Performance Center Graz feierte seinen fünften Geburtstag. Vor 200 Top-Kunden präsentierte AMG-Botschafter Karl Wendlinger den neuen Mercedes-AMG GT R als ÖsterreichPremiere. Seit 2011 hat das zur Vertretung Wittwar zählende AMG-Performance Center 250 AMG Sportwagen und -SUV verkauft und ist bezogen auf das Einzugsgebiet das beste Performance Center der Alpenrepublik. WittwarGeschäftsführer Andreas Oberbichler konnte u.a. das Top-Management des neuen MercedesBenz-Pkw-Clusters Zentraleuropa begrüßen: Marc Boderke (CEO), Ronald Ballhaus (Vertrieb) und Pawel Miszkowski (Marketing).

Wir bauen aus Die steirische Wirtschaft wächst – und zwar vor allem qualitativ. Ein Riesenpool an Ideen und Innovation ist vorhanden, die findige Firmenführer in die Tat umsetzen. Hier ein paar beeindruckende Beispiele.

MONDLANDUNG IN GRAZ. Er kam im freien Fall: der 20.000-$-Diamantmond SPIRIT, der bei seiner Globus-Umrundung drei Jahre lang die ganze Welt verzauberte und nun punktgenau vor 100 Gästen im Österreichischen Skulpturenpark landete. Mehr zum Projekt, das mit dem Marketing Preis Steiermark ausgezeichnet wurde: www.aworldwidefriendship.com KNAPP ERWEITERT STANDORT. Bald werden noch mehr Ideen in Dobl sprühen. Denn nach erfolgreichen drei Jahren legt KNAPP mit dem Ausbau den Grundstein für weiteres Wachstum. Am Campus für Innovationen wird in Zukunft eine Menge neue Technologien und Produkte ihren Ursprung finden. www.knapp.com

„Wenn Sie nicht hin und wieder scheitern, ist es ein Zeichen dafür, dass Sie nichts Innovatives versuchen.“ Woody Allen

VOM INDUSTRIEGEBIET ZUM LEBENSRAUM. Das Projekt „Westsicht” bildet den baulichen Abschluss der zehnjährigen Gesamtentwicklung am GKB-Center Graz. Hier entstehen bis 2018 neue Wohn- und Büroeinheiten direkt an der historischen Verbindungsachse des Grazer Stadtzentrums zum Schloss Eggenberg, wie auch am Grazer Bahnhof. www.westsicht.at

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GRAZIÖS: GLANZ UND GLORIA IM PALAZZOSPIEGELPALAST IN GRAZ

Tickets Vom 25. November 2016 bis 26. Februar 2017. Ab November liegt in Graz zum allerersten Mal ein ganz besonderer Zauber über Österreichs Genusshauptstadt – jener der aufregenden Dinnershow PALAZZO.

Fotos: www.palazzo.org

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rei Monate lang, vom 25. November 2016 bis 26. Februar 2017, entführen einzigartige Illusionisten, Artisten, Akrobaten und Musiker das Publikum von PALAZZO in eine magische Welt voller Glamour, während ein fantastisches 4-Gänge-Menü von Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann für kulinarischen Zauber sorgt. Tickets für die brandneue PALAZZO-Show „Graziös“, vom 25. November 2016 bis 26. Februar 2017 im Messepark in Graz, sind bereits unter www.palazzo.org oder telefonisch erhältlich. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – das gilt natürlich und ganz besonders für PALAZZO. Im Mittelpunkt der Show stehen zwei außergewöhnliche Zauberkünstler, die einer völlig neuen Generation von Illusionisten entspringen. Mit ihrer eigenen Mischung aus Charme und Chaos öffnen Zahir Circo alias Kike Aguilera und Luciano Martin die Herzen ihrer Gäste, während talentierte Artisten und Musiker aller Kulturen, anmutige Tänzerinnen und eine berauschende Sängerin einen Ort voller Magie schaffen. Sie alle tragen dem Showtitel GRAZIÖS – Glanz und Gloria in Graz aufs Trefflichste Rechnung. Unter anderem erwarten das Publikum der zweifache Jo-Jo-Weltmeister Naoto aus Japan sowie Li Wei aus China,

Tickets und weitere Infos unter www.palazzo.org oder unter der kostenlosen Service-Hotline 0800/01 77 66. Eckart Witzigmann PALAZZO „Graziös”, 25. 11. 2016 bis 26. 02. 2017 Messepark Messeplatz 1, 8010 Graz www.palazzo.org

der auf seinem Schlappseil Tricks wie Handstand, Spagat und Radschlag vollführt.

Genuss mit allen Sinnen

Zwischen den Showacts lässt der kulinarische Gastgeber von PALAZZO Graz, Eckart Witzigmann, ein fabelhaftes 4-Gänge-Menü servieren. Als Vorspeise erwartet die Gäste Eckart Witzigmanns Trilogie „Das Beste vom Lachs“ an Gurkenspaghetti und Wasabi-Mayonnaise. Danach wird ein Thai-Schaumsüppchen vom HokkaidoKürbis mit Garnelen-Croustillant serviert. Als Hauptgang präsentiert der Jahrhundertkoch ein rosa gebratenes Kalbsfilet im Brotteig an Rahmwirsing und Kräuterseitlingen. Zum Schluss versüßt noch eine Träne von Valrhona-Schokolade und Orange an Tonkabohnen-Eis den kulinarischen Abend. Für all jene, die lieber auf Fleisch und Fisch verzichten möchten, hat Eckart Witzigmann natürlich auch eine vegetarische Variante seines Menüs kreiert. Auch Menschen mit Allergien und Unverträglichkeiten kommen bei PALAZZO keinesfalls zu kurz. Auf Wunsch kann bei der Zubereitung aller Speisen selbstverständlich auf Getreide, Meeresfrüchte und -fische, Nüsse, Soja, Honig, rohes Obst etc. verzichtet werden.

„GRAZIÖS”, so heißt die brandneue PALAZZO-Show, die ab 25. November für drei Monate in Graz gastiert. Mit kulinarischen Highlights, ob mit Fleisch oder auch vegetarisch, von Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann.

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Handgemacht – mit ganz viel Liebe Ein altes Bauernhaus südlich von Graz ist die Schaltzentrale des bezaubernden Kinder-AccessoireLabels Lilli-Marleen, made with LOVE. Von Claudia Piller-Kornherr

Tina-Marie Efferl ist wohl das, was man langläufig eine Powerfrau nennt. Ihre Geheimwaffen: Nadel und Faden. Vor einem knappen Jahr brachte die gebürtige Münchnerin ihre eigene Kollektion für Kinder- und Baby-Accessoires an den Start. Unter dem Label Lilli-Marleen, made with LOVE entstehen in liebevoller Handarbeit Babydecken, Lätzchen, Mobiles oder Kissen aus Baumwolle und weichem Vlies. „Alles wird zu Hause von mir im Kämmerchen genäht, bestickt, gebügelt und liebevoll verpackt“, erzählt sie uns. Sämtliche Produkte sind bis ins Detail aufeinander abgestimmt, sodass sie in Kombination eine liebevolle Gesamtheit ergeben. Und jedes ihrer Werke ist ein Unikat. Selbst hinter den putzigen Tiermotiven, die sie appliziert, steckt eine liebevolle Philosophie: „Bei meinen Hauptmotiven hab ich mich bewusst für zwei ganz besonders starke Baby-Symbole entschieden: den Elefanten und den Hasen.“ Seit Jahrtausenden gilt der Elefant als Symbol für Glück, Weisheit und Treue. Seine Stärke und Kraft beschützen jeden, der ihm nahesteht. Den Hasen habe sie gewählt, weil er ein Symbol für Fruchtbarkeit und neues 74

Leben ist. Und so entstanden die heimlichen Stars der Kollektion: die Elefanten-Kinder Emil & Lotta sowie die Hasen Leo & Leni. Diese Detailverliebtheit schätzt auch die wachsende Fangemeinde des jungen Labels. Mittlerweile versendet die Jungunternehmerin ihre Pakete nach Österreich, Deutschland, in die Schweiz und sogar nach Spanien. „Ich bin mit meinem Unternehmen am 1. Jänner 2016 erstmals online gegangen und seitdem ging alles sehr schnell“, erzählt sie stolz. Die hohe Nachfrage und die Begeisterung für die handgemachten Herzstücke, wie sie ihre Accessoires nennt, ließen das Sortiment innerhalb des letzten halben Jahres enorm wachsen und die typischen Lilli-Marleen-Motive haben sich mittlerweile einen Namen gemacht. Mit mehreren Tausend Followern auf Instagram ist ihre tägliche Reichweite enorm, viele ihrer internationalen Kunden kommen über Social Media. Die Wünsche junger Mamis kennt Tina Efferl nicht von ungefähr: Zusammen mit ihren „zwei kleinen wilden Kids – Lilli-Marleen und Lorenz Constantin“, ihrem Mann und Zwergrauhaardackel Anton Benjamin Blümchen

Lilli-Marleen. made with LOVE www.lilli-marleen.com Instagram: lillimarleen_madewithlove


Fotos: Lilli-Marleen made with LOVE

TRA DE

Für jedes ihrer sorgsam kreierten Herzstücke nimmt sich Tina-Marie Efferl viel Zeit. Jedem noch so kleinen Detail wird große Aufmerksamkeit gewidmet.

www.MagazinVIA.at

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TR AD E

lebt die 33-Jährige in einem alten steirischen Bauernhaus südlich von Graz. „Ich liebe es, meine Familie und mich mit schönen Dingen zu umgeben, und deswegen dreht sich die meiste Zeit in meinem Kopf auch alles um Mode, Malen, Interieur, Dekorieren und Nähen.“ Die Nähleidenschaft wurde ihr wohl in die Wiege gelegt, bereits ihre Oma habe Stofftiere genäht und diese auf dem Markt verkauft. „Nach der Geburt meiner Tochter Lilli-Marleen wurde meine Liebe zu Nadel und Zwirn aber erst so richtig geweckt.“ Der Gedanke, dass bei ihrem Baby vom Lätzchen bis zur Wickeltasche alles perfekt zusammenpasst, brachte sie zur Nähmaschine und von da an nicht mehr weg. Nach anfänglichen Spielereien und immer größer werdender Nachfrage habe sie der Wunsch nach einer eigenen Kollektion für Kinder- und Baby-Accessoires nicht mehr losgelassen. Ihre Herzstücke vertreibt sie nicht nur online, auch ein erster Concept Store in Wien bietet eine kleine, feine Auswahl ihrer Kreationen an, weitere Kooperationen mit Shops in Deutschland laufen.

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Zu jeder Hasen- oder Elefanten-Decke gibt es eine personalisierte Gute-NachtGeschichte für das Baby dazu, die individuell für den neuen Erdenbürger geschrieben und mit einer liebevollen Karte dazugelegt wird.

28.10.2016 16:49:11

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Flexible Shuttle-Technologie von KNAPP für Pankl Racing.

Industrie 4.0-Lösungen by KNAPP

Pankl Racing Systems setzt auf flexible KNAPP-Shuttles Im Zuge der Errichtung eines neuen Werkes für Antriebskomponenten im steirischen Kapfenberg entschied sich Pankl für die flexible Shuttle-Technologie von KNAPP zur Automatisierung des Kleinteilelagers mit Arbeitsplatzversorgung. Pankl entwickelt, erzeugt und vertreibt Motor- und Antriebssysteme sowie Fahrwerksteile für den Rennsport, für High-Performance-Autos und die Luftfahrtindustrie. Der neue Produktionsstandort für Hochleistungs-Motorradgetriebe inklusive des neuen Lagersystems wird 2017 in Betrieb gehen. „Wir haben uns für das Konzept von KNAPP Industry Solutions entschieden, weil die Kernkomponenten des Systems durchdacht und technisch ausgereift wirken. Ein weiterer entscheidender Faktor war die extrem produktive Zusammenarbeit während der Konzeptphase. Die Projektingenieure und Produktmanager haben sehr rasch unsere spezifischen Anforderungen verstanden und in weiterer Folge sehr gute Lösungen entwickelt“, so Stefan Zinner, Produktionsleiter Serie bei Pankl.

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Skalierbares Shuttle-System Die neue Lösung gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit und besteht aus einem automatisierten, beliebig skalierbaren YLOG-Shuttle-System mit direkter Arbeitsplatzanbindung. Auf 4.300 Stellplätzen werden zunächst Zahnräder und Wellen eingelagert und später im Ware-zur-Person Prinzip an den Montagearbeitsplätzen bereitgestellt. Rückverfolgbarkeit und Sicherheit An den ergonomischen, eigens für Pankl adaptierten Arbeitsplätzen der Pick-it-Easy Serie erfolgt die Sicherheitskontrolle im Dreistufen-Verfahren, um jedes Bauteil im Bedarfsfall rückverfolgen zu können. Die einzelnen Teile werden den Arbeitsplätzen in der richtigen Reihenfolge zugeführt und den Mitarbeitern wird via Pick-to-Light angewiesen, die richtigen Artikel zu entnehmen. Mittels Bilderkennungstechnologie wird die Seriennummer erfasst und so die Identität des entnommenen Teils festgestellt. Zusätzlich wird der Montageprozess durch

Bildmustererkennung, einer Technologie der KNAPP-Tochter ivii GmbH, auf Richtigkeit geprüft. Stefan Zinner setzt hohe Erwartungen in die neue Technik: „Das KNAPPSystem ist für uns eine zukunftsweisende Lösung in Richtung Industrie 4.0, die weit über die klassischen Anforderungen an Lagerlogistik hinausgeht. Es geht um eine wertschöpfende Interaktion von Mensch und Maschine. Die Mitarbeiter machen Montagetätigkeiten, die viel handwerkliches Geschick erfordern und werden dabei von einem Bildverarbeitungssystem unterstützt.“

KNAPP Industry Solutions GmbH

Ein Unternehmen der KNAPP-Gruppe

8143 Dobl, Österreich kin.office@knapp.com www.knapp.com

21.10.2016 12:21:12


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Coworking Spaces

Kollegen zur Miete Foto: Aula X Space/Wolfgang Hummer

Die Arbeitswelt 2.0 schafft sich ihre eigenen Strukturen. In Coworking Spaces finden Büronomaden eine neue Heimat. Ein Lokalaugenschein. Von Claudia Piller-Kornherr

In ihr Gespräch vertieft lehnen zwei junge Frauen an der langen Theke. Ein Typ mit Hipster-Bart lässt sich gerade an der verchromten Kaffeemaschine einen Espresso herunter. Auf der quietschgelben Couch hämmert ein junger Mann mit kariertem Hemd in sein Notebook. Kunstfotografien im XXL-Format hängen ringsherum an den nackten Betonwänden. Die Kulisse erinnert an eines dieser angesagten Szenecafés. Doch Fehlanzeige – hier wird richtig gearbeitet. Wir sind im Aula x Space, einem Coworking Space im Grazer Bezirk Eggenberg. „Viele junge, gut ausgebildete und ideengetriebene Leute wollen abseits der 08/15-Büroroutine neue Arbeitsformen ausprobieren“, erklärt uns Rene Gradwohl. Der 31-Jährige ist hier Geschäftsführer und irgendwie auch Mädchen für alles. Coworking zeichnet sich schon seit einigen Jahren als Trend für neue Arbeitsmodelle ab, auch in Wien, Ber78

lin oder München schießen Coworking Spaces wie die Pilze aus dem Boden. An die 30 solcher Coworking Spaces gibt es derzeit in Graz – von der klassischen Bürogemeinschaft, wie sie der Full-Service-Provider Corporate Media beim Messequartier anbietet, bis hin zu flexiblen Containerlösungen wie die des Lager- und Officeanbieters „MeinBüro“ in Raaba südlich von Graz. Mikrobüros können hier monats-, tage- oder sogar stundenweise angemietet werden. Der Bauherr und „ewige Jungunternehmer“ Karl Schwarzl bietet mit seiner Flexbox eine ähnliche Lösung an. Auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern entsteht derzeit im Grazer Bezirk Puntigam eine zweistöckige Halle, in der sich unter anderem Startups in Containerbüros einquartieren können. Die Spacer, so nennen sich die Leute, die Seite an Seite im Aula x Space arbeiten, seien zum größten Teil Freelancer aus dem Kreativbereich, erzählt Rene Gradwohl. Texter, Grafiker, Fotografen, Programmierer oder Übersetzer. Eine Spacerin schreibe gerade ihre Masterarbeit in Publizistik. 275 Euro kostet der Coworking-Arbeitsplatz pro Monat, die Stadt Graz schießt beinahe die Hälfte davon zu. Wer nur gelegentlich kommt, löst einzelne Tagestickets. Die Infrastruktur hier können alle mitnutzen: Schreibtisch, WLAN, Drucker, Besprechungsräume, sogar ein Fotostudio steht den Spacern zur Verfügung.


Wer möchte ab sofort Teil unserer Bürogemeinschaft werden?

„Und eine Dusche, falls jemand zwischendurch beim Joggen das Hirn auslüften mag.“ Denn der Aula x Space liegt mitten im Grünen, der Eggenberger Schlosspark gleich nebenan. Das eigentliche Asset sei jedoch der Netzwerk-Charakter, die kreative Stimmung, das Miteinander. „Die Leute, die hier sitzen, tun es, weil sie es wollen, nicht weil sie es müssen. Das überträgt sich.“ In gewisser Weise mietet man also die Kollegen gleich mit. Das Arbeiten im Coworking Space verkörpert ein gewisses Lebensgefühl, eröffnet zwanglos neue Kontakte und Netzwerke. „Jeder hilft hier jedem. Kommunikation ist ausdrücklich erwünscht. Der Fotograf lichtet die Dolmetscherin für ihre Website ab. Der Grafiker unterstützt den Autor

Info Mein Büro Graz | www.meinbuero-graz.at Bürogemeinschaft bei Corporate Media www.fresh-content.at/buerogemeinschaft

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Auch so geht Arbeiten 2.0: im flexiblen Container-Office, wie hier bei MeinBüro in Graz.

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bei der Illlustration seines Buches.“ Beim Caffé Latte oder dem Feierabendbier kommt man ins Gespräch und so manches gemeinsame Projekt ins Rollen. Und oft ist es der Input von fachfremden Leuten, der den entscheidenden Ausschlag gibt. Viele der Spacer haben zuvor im Home-Office gearbeitet – und tun das zum Teil auch weiterhin. Nur gibt es eben Tage, an denen einem allein am heimischen Schreibtisch die Decke auf den Kopf fällt, man soziale Kontakte und eine gewisse Struktur im Arbeitsalltag braucht. Und örtliche Distanz zu Familie, Fernseher und Schmutzwäsche.

Österreichweit bieten derzeit ein paar Hundert Coworking Spaces Arbeitsplätze zur Miete an – Tendenz steigend. Das Angebot für die Arbeitsplatzmieter wird dabei immer umfassender, stark im Kommen sind Coworking Spaces mit Kinderbetreuung, die Eltern die Möglichkeit geben, produktiv zu sein und gleichzeitig die Kinder in der Nähe zu haben. Rene Gradwohl sieht im Modell Coworking Space eine große Chance für die Arbeit der Zukunft: „Es geht darum, Menschen wieder in den Mittelpunkt zu rücken, sinnvolle Netzwerke zu knüpfen und gleichzeitig Beruf und Privatleben in Balance zu halten.“

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Seit 1. 1. 2016 gilt für die erneute Inan-

spruchnahme der Förderung nicht mehr die 15-jährige Wartefrist, sondern nur mehr eine 5-jährige; d. h. dass bereits 5 Jahre nach Betriebsbeendigung für die neuerliche Eröffnung eines gleichen oder gleichartigen Betriebs die Befreiungen nach NeuFÖG wiederum beantragt werden können. Die Befreiungen umfassen neben Gebührenbefreiungen in der Gründungsphase (z.B. Stempelgebühren, Firmenbuchgebühren, Grunderwerbsteuer) auch Befreiungen von bestimmten lohnabhängigen Abgaben für die ersten drei Jahre nach Gründung. Um diese Befreiung zu erlangen, ist die Vorlage eines amtlichen Formulars notwendig, welches für Gewerbetreibende von der Wirtschaftskammer ausgefüllt und bestätigt werden muss.


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General Aviation Center

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VIP-Raum | VIP-Lounge

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Sicherheitskontrolle | Security Control

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Passkontrolle | Passport Control

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Abflug | Departure Schengen

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Sicherheitskontrolle | Security Control

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Abflug | Departure Non-Schengen

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Bankomat | Cash Dispenser

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Verkehrsabfertigung Traffic Handling

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ANKUNFT | ARRIVALS

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Ankunft | Arrival Schengen

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Steiermärkische Sparkasse | Bank

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Kinderspielplatz | Playground

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Serviceschalter | Service Counter

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Dienstleistungen | Services

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Aussichtsterrasse | Viewing Platform

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Passkontrolle | Passport Control

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Restaurant Globetrotter

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Zoll | Customs

Reisebüros, Veranstalter | Travel Agencies, Tour Operators

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Galerie | Gallery

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Café

www.flughafen-graz.at

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SPAR Supermarkt | Supermarket

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Fluggesellschaften, Ticket-Counter | Airlines

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Heinemann Duty Free

Konferenzräume | Conference Rooms 1/2/3/4

Internet-Terminals Stiegenaufgang | Staircase to First Floor Lift | Elevator


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Das Magazin für Reisen, Genuss, Kultur und Wirtschaft

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