Unser Salzkammergut Winter 2021

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Besinnlich und schön

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er Winter steht in den Startlöchern und Weihnachten steht vor der Tür. In dieser besinnlichen und familiären Zeit hat das Salzkammergut vieles zu bieten. Begleiten Sie uns in dieser Ausgabe von „Unser Salzkammergut“ ab Seite 20 ins vorweihnachtliche Gmunden. In der schönen Stadt am Traunsee finden Sie garantiert alles, was Ihr Herz begehrt. Gerade im Advent kann man sich bei einem Spaziergang durch das weihnachtlich geschmückte Gmunden inspirieren lassen. Aber auch auf den Adventmärkten im Salzkammergut haben wir uns umgesehen und informieren Sie darüber, wo Sie traditionelles Handwerk, Brauchtum und kulinarische Schmankerl erleben können. Einen wunderschönen Einblick in die Berge des Salzkammerguts gibt uns Heli Putz. Der Berg- und Skiführer ist nicht nur weitgereist, er gilt auch als Pionier für viele Klettersteige und Klet-

terrouten in der gesamten Region. Am Fuße des Dachsteins aufgewachsen, kennt er die Bergwelt im Salzkammergut wie kaum ein anderer und bietet Skitourenkurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Auch Angelika Niedetzky war wieder für uns unterwegs. Von der Skitour am Krippenstein über Eislaufen am Taferlklaussee bis hin zum Wellnessen am Traunsee und einer Schlittenfahrt mit Tarek Leitner – die Schauspielerin und Kabarettistin zeigt uns ab Seite 44, was das winterliche Salzkammergut alles zu bieten hat. Advent und Weihnachten bedeuten jedes Jahr aufs Neue kulinarische Hochgenüsse. Mit dem Salzburger Spitzenkoch Roland Essl haben wir ein Weihnachtsmenü zum Nachkochen aus der alpenländischen Küche zusammengestellt, Bestsellerautorin und Bäuerin Christina Bauer hat uns Tipps für Geschenke zum Selbermachen verraten. Und da ja Skifahren bekanntlich das

„Leiwandste“ ist, haben wir ab Seite 132 die schönsten Skigebiete im Salzkammergut vom Feuerkogel bis zur Tauplitz für Sie recherchiert. Ich wünsche Ihnen eine ruhige und erholsame Adventzeit und viel Freude beim Lesen des aktuellen Magazins „Unser Salzkammergut“. Ihr Josef Rumer Herausgeber

Schreiben Sie mir unter: unser.salzkammergut@neu-media.at

Die nächste Ausgabe von UNSER SALZKAMMERGUT erscheint am 15. April 2022. Besuchen Sie uns auch auf www.unsersalzkammergut.at

UNSER SALZKAMMERGUT Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter der URL http://www.dieoberoesterreicherin.at/de/ impressum/651.html abgerufen werden. Herausgeber: Josef Rumer Medieninhaber und Hersteller: Neu-Media GmbH Bahnhofplatz 2, 4600 Wels E-Mail: office@neu-media.at, Tel.: 07242 / 9396 8100, Fax: 07242 / 9396 8110

Geschäftsführung: Josef Rumer, Mag. Andreas Eisendle Prokuristin: Astrid Gruber Assistentin der Geschäftsführung: Kerstin Artmayr Büroorganisation: Slavica Haminger Lehrling: Anna Eder Redaktionsleitung: Mag. Ulli Wright E-Mail: redaktion@neu-media.at Redaktion: Zivana de Kozierowski, Nicole Madlmayr, Mag. Petra Kinzl, Laura Zapletal BA, Linnéa Harringer BA, Dr. Maria Russ Praktikum Redaktion: Simone Meyr Lektorat: Mag. Christa Schneider Anzeigenleitung: Josef Rumer,

E-Mail: anzeigen@neu-media.at Anzeigen: Mag. Dietlinde Wegerer, Lisa Becker, Victoria Felice, Ing. Mag. Richard Haidinger Grafik: Karin Rosenberger, Ana Mrvelj, Thom Trauner, E-Mail: grafik@neu-media.at Fotos: Monika Löff, Shutterstock Verlags- und Herstellungsort: Bahnhofplatz 2, 4600 Wels Druck: Bauer Medien, Wien Vertrieb: PGV Austria Trunk GmbH, 5412 Puch

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Impressum

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Foto: Stadtgemeinde

Foto: Werbegams

20 Gmundner Adventbummel

Inhalt 10

HELI PUTZ

38 Räuchern mit der Kräuterhexe

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Meine Werkstatt ist das Salzkammergut

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GMUNDNER ADVENTBUMMEL RÄUCHERN MIT DER KRÄUTERHEXE Silke Antensteiner über das mystische Ritual

UNTERWEGS IM ADVENT Die schönsten Weihnachtsmärkte der Region

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Die Seestadt in der Vorweihnachtszeit

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Foto: Oberösterreich Tourismus/Martin Fickert

10 Heli Putz

DIE NIEDETZKY IM SALZKAMMERGUT Winterliches Sportvergnügen mit der Kabarettistin

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DEM GENUSS AUF DER SPUR Skitouren mit Einkehrschwung

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Foto: Nadja Hodovernik

Foto: Monika Löff

48 Die Niedetzky im Salzkammergut

106 Beim fidelen Fidelbauer

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WEIHNACHTEN MIT CHRISTINA Originelle Geschenke zum Selbermachen

100 DIE MIT DEM GLAS TANZT Besuch in der Glaswerkstatt von Verena Schatz

106 BEIM FIDELEN FIDELBAUER Instrumentenbauer Arnold Lobisser

Foto: Oberösterreich Tourismus/Martin Fickert

Foto: Karin Lohberger

Foto: Roland Essl

78 Weihnachten mit Christina

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90 Alpenkulinarik Coverfoto: Shutterstock

VILLA ROSENTAL Florian Huemer über seine Villa für die Bildung

132 WINTERSPORT IM SCHNEE Unsere Top 5-Skigebiete im Salzkammergut

142 FROSCHKÖNIG & CO. Die Handschrift der Gebrüder Grimm

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Meine Werkstatt

IST DAS SALZKAMMERGUT

Extremsportler, Bergsteiger, Kletterer, Geschäftsführer seiner eigenen Firma „Outdoor Leadership“, Veranstalter der Red Bull PlayStreets, Berg- und Skiführer, Fotograf, Filmemacher, Vater einer Tochter – um Heli Putz und sein aufregendes Leben zu beschreiben, könnte man wahrscheinlich mehr als nur ein Buch füllen. Viele Österreicher kennen den 57-Jährigen sicher noch aus der Sendung „Expedition Österreich“.

Text: Ulli Wright, Simone Meyr

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WELTWEIT UNTERWEGS. Heli Putz führt eine Gruppe Skitourengeher auf den Mount Elbrus im russischen Nordkaukasus.

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it 20 Jahren war Heli Putz ausgebildeter „Internationaler Bergführer und Skiführer”, anschließend war er acht Jahre als Ausbilder tätig. Kaum ein anderer kennt die Berge im Salzkammergut, allen voran den Dachstein, so gut wie er. Wir haben den charismatischen Naturbursch in seinem Zuhause in Bad Goisern besucht und mit ihm unter anderem über das Skitourengehen gesprochen. Vom Schnupperkurs bis hin zu Skitouren für Fortgeschrittene im vergletscherten Gebirge – Gäste auf Berge, Kletterrouten und im Tiefschnee zu führen, ist die Leidenschaft von Heli Putz und seinem Team. Überwiegend jedoch sind es Seminare zu den Themen Team, Kommunikation, Sicherheit und Risiko, die Heli Putz für Führungskräfte anbietet.

Herr Putz, vor mehr als 30 Jahren haben Sie Ihr Unternehmen „Outdoor Leadership“ in Bad Goisern eröffnet, davor waren Sie als Extremsportler in den Alpen und in Amerika unterwegs. Was hat Sie dazu bewogen, wieder in die Heimat zurückzukehren? Heli Putz: Nachdem ich soviel international unterwegs war, habe ich gemerkt, wie cool es zu Hause eigentlich ist. Ich hatte zwei Möglichkeiten, entweder gehe ich ganz weg oder ich baue mir in der Heimat etwas auf. Ich habe mich für Zweiteres entschieden. Ende der 80erund 90er-Jahre gab es bei uns im Salzkammergut keine einzige Kletterroute, keinen Klettersteig, keine Varianten und kommerziellen Skitouren. Und da habe ich angesetzt, wobei mir mein erlernter Beruf als Tischler sicher zugutegekommen ist. Inspiriert hat mich auch mein

Onkel Toni Rosifka. Er hatte 34 Jahre lang die Simonyhütte gepachtet und ist als Bergführer auch international viel herumgekommen und meinte: „Die Amerikaner, die Franzosen, die Schweizer – alle machen etwas, dabei haben wir bei uns viel mehr.“ Also haben Sie das in Angriff genommen? Ja genau, frei nach dem Motto „Meine Werkstatt ist das Salzkammergut“ habe ich nach und nach über Tausend Kletterrouten eingerichtet und mehr als 30 Klettersteige gebaut, darunter auch jenen auf der Drachenwand oder am Donnerkogel. Ich wollte die Berge für jedermann zugänglich machen. Zusätzlich habe ich auch damit begonnen, Schneestangen zu setzen und Skitouren zu markieren, damit auch ich mich als Bergführer leichter zurechtfinde.

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Heli Putz

Das war Ihnen aber anscheinend rasch zu wenig. Von den Red Bull PlayStreets in Bad Gastein bis hin zum Atomic Waymaker haben Sie megacoole Events auf die Beine gestellt, die weit und breit bekannt sind. Wie ist es dazugekommen? Wir Kletterer und Freerider wollten in den 1990er-Jahren eigene Bewerbe und Events machen. Da es damals nichts Vergleichbares gab, mussten wir diese Extremsport-Events selber kreieren und umsetzen. Ich hatte das Glück, bei Red Bull von Beginn an dabei zu sein, und habe mit Unterstützung des Unternehmens die Möglichkeit bekommen, weltweit Events aufzubauen. Das Netzwerk ist in diesem Bereich sehr eng, auch international. Schließlich hat mich Atomic bei der Entwicklung von Skiern und auch für die Planung von Events wie den Atomic Waymaker eingesetzt. Bei diesem Team-Skitouren-Wettkampf ist es mir darum gegangen, die Kriterien, die für eine Skitour notwendig sind, zusammenzubringen. Welche Kriterien sind das? Man braucht einen Ausdauersportler für die Leistungskriterien, einen Bergführer bezüglich Sicherheit und einen Alpinisten, der die harten Seillängen vorausklettert. Heute ist der Skitourenlauf stark auf die Piste abgedriftet. Dieser Boom hat

Apropos Skitour, Sie führten mit „Red Bull Der lange Weg“ auch die längste Skitour der Welt von der Rax in Niederösterreich bis nach Nizza in Frankreich. Warum genau diese Route? Diese Route haben Robert Kittl, ein Ausdauertrainer beim Bundesheer, und drei weitere Alpinisten im Jahr 1971 bestritten. Sie wählten dabei nicht die kürzeste, sondern die anspruchsvollste Route und bestiegen Gipfel wie den Großglockner, den Piz Palü, die Dufourspitze und den Mont Blanc. Sie haben vom Schnee und vom Wetter ein ausgesprochen gutes Jahr erwischt und waren nach 40 Tagen am Ziel. Diese extreme alpine Expedi-

tion mit insgesamt 1.917 Kilometern Distanz und über 85.000 Höhenmeter im Aufstieg wurde nie wieder in einem Durchgang wiederholt. Als ich Red Bull vorgeschlagen habe, etwas für den Tourenbereich zu machen, bekam ich das Go, dieses Projekt anzugehen und unter dem Titel „Red Bull Der Lange Weg“ auch einen Film über die längste Skitour der Welt zu machen. Fünf internationale Expeditions- und Alpinbergsteiger haben die herausfordernde Alpenüberquerung in 38 Tagen absolviert. Wir haben die Bergsteiger mit 14 Campingfahrzeugen und zu Fuß begleitet, gefilmt und Medienarbeit geleistet. Dabei haben wir auch gesehen, dass es mit dem Auto oft viel weiter ist als mit den Skiern oder zu Fuß. Die Planung, Eventlogistik und Gesamtverantwortung lag ausschließlich bei mir. So etwas mache ich nie wieder. Auf eine solche Art der Social-MediaWelt ausgeliefert zu sein, ist unerträglich. © Werbegams

Nachdem ich soviel international unterwegs war, habe ich gemerkt, wie cool es zu Hause eigentlich ist.

sich in den vergangenen Jahren entwickelt und durch Corona noch weiter verstärkt. Das ist aber meiner Ansicht nach keine echte Skitour. Die echte Skitour ist dort, wo die Pisten nicht präpariert sind und man den gesicherten Raum verlässt.

JUBEL AM GROSSGLOCKNER. Heli Putz war Initiator und Organisator von „Red Bull Der Lange Weg“, der längsten Skitour der Alpen. Das Team war von der Rax in NÖ bis nach Nizza 38 Tage unterwegs und hat es nur knapp geschafft, den Rekord von 1971 schlagen. Unser Salzkammergut | 13

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Im Element Off-Piste muss man über Wind, Wetter, Schnee und Schneeschichten Bescheid wissen. Heli Putz

© Dominik Hartmann

EXTREMSPORTLER. Heli Putz fährt voller Freude in Hänge, wo noch nie ein Mensch war. Hier in Kirgistan an der Seidenstrasse.

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Lässt sich am Dachstein in Sachen Skitourengehen vom Anfänger bis hin zum Profi etwas finden? Ja natürlich, wir arbeiten hauptsächlich mit Anfängern. Für den „Dachstein Waymaker“ braucht man eine gute Ausdauer, da man am Tag circa fünf Stunden unterwegs ist. Welchen Rat haben Sie für Anfänger, die sich im Skitourengehen probieren möchten? Viele Beginner machen bei uns einen ein- oder zweitägigen Kurs. Es gibt beim Skitourengehen gute Faustregeln über Neigung und Exposition beim Schnee. Das sind ganz einfache Mittel, dazu muss man kein Schneespezialist sein. Mittlerweile findet man auch schon im Internet sehr gute Informationen betreffend Lawinengefahrenskala und Windverhältnisse. Und ganz wichtig: Man muss auch das Umdrehen lernen. Man muss spüren können, was machbar ist und was nicht. Eine gute Einführung mit einem Bergführer ist das Um und Auf. Denn was man einmal richtig gelernt hat, das sitzt. Etwas Falsches umzulernen, ist schwierig, daher lieber gleich gescheit machen (lacht).

der Pisten zu führen, diese findet man auf den Webseiten der Bergführer. Ideal ist auch, wenn es in der Nähe eine gute Alpinschule bzw. Bergsteigerschule gibt. Wie gut sollte man fürs Skitourengehen grundsätzlich Ski fahren können, gibt es da Grenzen? Nein, wir haben viele Menschen in unseren Kursen, die nicht sehr gut Ski fahren können. In so einem Fall muss man eine Tour wählen, wo man im Schneepflug mit den Tourenskiern den Berg runterfahren kann. Ein Beispiel ist diesbezüglich die zweistündige Skitour von Bad Goisern zur Hütteneckalm. Man muss sich einfach beim Runterfahren Zeit lassen, weil das Fahren mit Tourenski eine andere Technik als jene im alpinen Bereich erfordert. Aber die Schuhe und Skier sind mittlerweile so gut, dass es für jeden möglich gemacht wird. Worauf muss man sicherheitstechnisch beim Skitourengehen aufpassen? Im Element Off-Piste muss man über Wind, Wetter, Schnee und Schneeschichten Bescheid wissen. Das kann man nur mit fundierten Kursen mit einem Trainer lernen. Man hat eine Checkliste in Buchform, wo man alles vor dem Start nochmal durchgeht. Seit 43 Jahren gibt es die Lawinen-Pieps, das sind Suchgeräte, um Verschüttete zu finden, mit einer Schaufel, um diese im Worst Case auch ausgraben zu können. Es ist wichtig, dass man gut ausgerüstet ist und sich auskennt, NATURBURSCH. Für Heli Putz gibt es nichts Schöneres, als in der Natur unterwegs zu sein. Der Spaß an der Bewegung ist die Motivation für den 57-jährigen Bad Goiserer.

denn Off-Piste trägt man für sich selbst die Verantwortung. Aber ist es nicht gefährlich, die Routen zu verlassen? Man hört ja immer wieder von Unfällen und Bergungen. Das hängt sicher mit dem Sicherheitsbewusstsein der Menschen zusammen, was ja an und für sich gut ist. Aber es spielen viel mehr Faktoren eine Rolle. Viele Menschen wollen nicht zu früh aufstehen, frühstücken um 8 Uhr im Hotel und gehen mittags auf den Donnerkogel. Um drei Uhr werden sie müde, weil sie gelaufen sind und keinen Rhythmus mehr finden. Wenn sie erschöpft sind und nicht mehr können, lassen sie sich ausfliegen. Das sehen wir auch bei den Klettersteigen. Heuer hatten wir von all den Rettungen auf Klettersteigen nur einen wirklichen Unfall, alles andere waren Taxiflüge, weil Menschen nicht mehr weiterkonnten. Angesichts der enormen Zahl an Touristen auf Klettersteigen passiert wirklich sehr wenig, aber wenn etwas passiert, dann wird es in den Medien gehypt. Überschätzen sich viele Menschen da? Ja, ich denke viele Menschen haben keinen Maßstab mehr. Durch wenig Bewegung im Alltag und den Drang nach etwas Großem, können sie sich selber und den Partner nicht mehr einschätzen. Sie haben verlernt, auf sich und ihr Gefühl zu hören und vertrauen nur mehr den technischen Geräten wie einem Handy oder einer Pulsuhr. © Sandra Birklbauer

War diese längste Skitour für Sie auch der Motivator, den „Dachstein Waymaker“, eine zweitägige, 25 Kilometer lange Tour entlang des Dachsteinmassivs, die man auch direkt bei Outdoor Leadership buchen kann, ins Leben zu rufen? Zum „Dachstein Waymaker“ hat mich die „Haute Route“, also die hochalpine mehrtägige Wander- und Skidurchquerung, die durch die Walliser Alpen von Zermatt in der Schweiz nach Chamonix in Frankreich führt, inspiriert. Die haben auch wir im Programm. Durchquerungen boomen übrigens weltweit enorm, ich denke da nur an die Trails in Amerika. Da war es für mich mehr als selbstverständlich, eine Längsüberschreitung am Dachstein zu machen (lacht).

Das Angebot ist groß, wie findet man den richtigen Ansprechpartner? Es gibt nur die staatlich geprüften Skiführer, die dazu berechtigt sind, Gäste abseits

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LEIDENSCHAFT. Heli Putz beim Eisklettern am Schwemmereis Krippenstein.

Gletscher aufgewachsen. Ich komme zwar viel auf der Welt herum, aber mein Herz ist hier. Was ist das Besondere am Dachstein, warum ist er so beliebt? Der Dachstein hat verstanden, was ein Gebirge ausmacht, nämlich dass ein Teil des Berges auch den Menschen zugänglich gemacht werden muss. Das verstehen viele Außenstehende oder Kritiker nicht, die sich ärgern, wenn irgendwo eine Seilbahn oder ein Tunnel auf einen Berg geht. Aber wenn man zum Beispiel

© Klaus Krumboeck

Sie sind mit dem Dachstein aufgewachsen und haben ihm in mehreren TV-Dokus ein Denkmal gesetzt, kennen Sie den Dachstein in- und auswendig? Ja, und ich kenne ihn auch innen in- und auswendig (lacht). Mit 110 Kilometern gibt es im Berg die längste Höhle überhaupt. Für einen Film habe ich insgesamt fast 20 Tage im Inneren des Berges gedreht. Ich fliege viel mit dem Gleitschirm und kenne die versteckten Winkel auch vom Eisklettern. Auch die meisten Erstbegehungen um den Dachstein sind von mir. Immerhin bin ich am Fuß vom

mit der Bahn durch die Eiger Nordwand bis zur Jungfrau fährt und oben sieht, wie Kinder, ältere Menschen oder Rollstuhlfahrer von den letzten Gletscherwelten begeistert sind, dann geht einem das Herz auf. Es ist wichtig, dass man so etwas live erleben kann und nicht nur aus dem Lehrbuch kennt. Man darf nicht egoistisch sein und sagen, das gehört nur den Bergsteigern. Ich sehe das nicht touristisch, oder um Geld zu machen, mir geht es darum, dass die Menschen die Bergwelt spüren können. Der Dachstein hat auf der Nordseite in den 1960er-Jahren mit der Krippensteinseilbahn eine minimale Erschließung erlebt. Ein paar Jahre später wurde dann vom Gipfel herunter eine primitive Piste gemacht. Wenn man das in Relation zur gesamten Fläche sieht, ist der Impact gering, da handelt es sich um eine Piste, die 15 Meter breit ist. Der Eingriff auf der Südseite des Dachsteins ist dagegen schon wesentlich mächtiger, denn da wird auch der Gletscher bespielt. Das ist eine Kunstwelt, die nicht mehr der Berg ist, sondern die Bahn, Plattformen, Eispaläste, Zirkus und Lifte. Das ist ein Eingriff, wo ich sage, das geht nicht mehr. Das passt nicht in unsere Zeit, da macht man viel kaputt und dennoch erlaubt der Dachstein, wenn man aus diesem touristischen Radius hinauskommt, dass man komplett einsam ist. Es gibt sogar Gegenden, wo man keinen Handyempfang hat. Also ist die touristische Erschließung gar nicht so schlimm? Der Aktionsradius der Menschen ist sehr gering geworden, das erleben auch die Amerikaner in den Nationalparks. In der Nachkriegszeit haben die Menschen mehr ausgehalten, sie waren hungrig darauf, viel zu erleben. Wir leben in einer Zeit, in der sich niemand mehr schinden kann oder mag. Nach 30 Jahren Bergführen weiß ich, wovon ich rede. Zu Fuß kommt man mit den Menschen kaum noch wohin. Der Unterschied zu früher ist gigantisch. Bei unseren Kursen erleben wir, dass Jugendliche nach fünf Minuten glauben, nicht mehr zu können, weil sie zu schwitzen beginnen. Für die Natur ist diese Entwicklung extrem gut, weil die Menschen nirgendwo mehr hinkommen.

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Also wäre in dieser Gegend touristisch noch mehr drin? Der Tourismus hat sich gewandelt und verändert. Man muss im Ausland keine Werbung mehr machen, sondern nur noch schauen, dass sich der Gast, wenn er einmal hier ist, wohlfühlt und länger bleibt. Weg von der „Ich verkaufe schnell viele Schnitzel“-Mentalität hin zur Qualität. Die Leiter, die ich am Klettersteig des Donnerkogels vor zwei Jahren errichtet habe, haben rund 10 Millionen Menschen aus aller Welt im Netz gesehen. Da braucht es kein großes Marketing mehr. Auch im Bereich der Skitouren muss das eine runde Sache sein. Es gibt vom Verleih über den Kauf, die Einschulung bis hin zu hochalpinen Touren am Dachstein alles, was es für einen Urlaub braucht. Das ist die Qualität vom Dachstein.

Der Dachstein hat verstanden, was ein Gebirge ausmacht, nämlich dass ein Teil des Gebirges den Menschen zugänglich gemacht werden muss. Heli Putz

Was macht den Dachstein für Sie so besonders? Der Hallstätter See liegt auf 500 Meter und wenn man von dort auf den Dachstein schaut, hat man einen Vertical Drop auf 2.500 Meter, das hat man nicht einmal in Chamonix, wenn man auf den Mont Blanc schaut. Wenn man in der Krippenstein-Lodge ist, sieht man den Dachstein als fetten alpinen Berg in einer lieblichen Landschaft. Er bietet für jedes Alter und jede Könnergruppe eine Spielwiese. In Chamonix fährt man vom Tal mit der Gondel auf den Berg, dazwischen kann man nichts tun. Am Dachstein kann man von allen Richtungen etwas machen. Auf der Nordseite haben wir den guten Schnee, da sind wir viel privilegierter als die Menschen auf der Südseite. Die sind allerdings viel schlauer, weil sie einen guten Tourismus haben und mit der Ramsau auch Dienstleister gefunden haben, die eine super Hotellerie für Familien bieten. Hier müssen wir uns noch sehr bemühen. Ja, ich denke, wir haben noch viel zu lernen. Verraten Sie uns Ihre Lieblingsskitour? Meine Frau liebt den Rumpler (lacht) und sie wünscht sich einmal im Winter, dass ich mit ihr diese Route gehe. Ich mag aber keine Markierungen, ich hasse Markierungen. Meine Lieblingsskitour ist da, wo ich noch nie war – etwas Neues. Ich habe so eine große Neugier. Mit Ihrer Firma „Outdoor Leadership“ bieten Sie auch sehr erfolgreich Führungskräftelehrgänge für Unternehmen an. Sehen Sie sich mehr als Athlet oder als Manager? Ich glaube, es kann beides sein und halte es wie mein Mentor Alois Saurugg, der meint: „Führen setzt voraus, dass man selber auch führen kann.“ Ich bin kein Weltklasseathlet mehr, aber ich glaube, dass ich auch heute noch durchschnittlich gut in allen Disziplinen am Berg bin. Ich will die Menschen fordern, ich will sie wohin bringen, wo sie nicht gedacht hätten hinzukommen, ich möchte sie zum Staunen bringen. Egal, ob es sich um einen Manager, einen Schüler, ein Kind oder einen Weltklasseathleten

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Früher haben sich die Menschen über das gesamte Dachsteinplateau verteilt, das war selbstverständlich – ohne Kommunikationsmittel und Karte –, man ist seinem Gefühl nachgegangen. Darum glaube ich, ist der Bereich Skitour auf der Piste angestiegen. Da fühlen sich die Menschen sicher. Da gehen sie die Bereiche, wo die Kugeln grün sind, denn wo sie rot sind, haben sie Angst.

PIONIER. Heli Putz errichtete ca. 30 Klettersteige und über 600 Kletterrouten im Salzkammergut. Am Foto der Bau des Klettersteiges am Krippenstein.

handelt. Egal, wo die Spitzenleistung ist, mit dem Älterwerden ist man verpflichtet, das auch weiterzugeben. Wo, ist völlig wurscht, bei der eigenen Tochter ist es allerdings am schwierigsten (lacht). Tritt Ihre Tochter in Ihre Fußstapfen? Nein, sie studiert in Riga Medizin. Früher war ich oft surfen in Hawaii oder in Amerika, da ist sie immer mitgekommen und war natürlich schon als Kleinkind am Klettern und Tiefschneefahren. Meine Frau ist ins Unternehmen eingestiegen, sie hat zuvor als Krankenschwester gearbeitet. Die letzten 30 Jahre haben Sie quasi nur entwickelt, Sie arbeiteten als Stuntman für einen James-Bond-Film und waren als Extrembergsteiger und -kletterer von Oman über Hawaii bis nach Kanada unterwegs, in den vergangenen Jahren auch immer öfter als Filmemacher, wo geht die Reise in der Zukunft hin? Ich klettere viel und habe einige tolle Projekte mit Red Bull. Ich bin schon in meiner Zukunft, nach einigen schönen Bergfilmen, die ich für Bergwelten ServusTV machen durfte, denke ich, dass ich auch diesbezüglich die nächsten Jahren genug zu tun haben werde. Solange ich eben kreativ bin und Menschen auch an dem Gefallen finden, was ich mache. Unser Salzkammergut | 17

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Text: Zivana de Kozierowski

Fotos: Monika Löff

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e r h a J e l l A ieder! w Wenn beim Gmundner Rathaus die bunten Hütten stehen und einem am „Genussplatzl“ am Marktplatz der Duft von Stanglfisch‘ in die Nase steigt, ist er da: der Advent in Gmunden! In der Seestadt macht sich eine bezaubernde Stimmung breit – ja, Vorfreude auf die Weihnachtszeit liegt in der Luft …

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b 19. November ist es soweit! Der Gmundner Adventbummel findet heuer an fünf Wochenenden und am 8. Dezember an vier Plätzen statt. Für Entspannung, Abwechslung und besonders viel Romantik sorgt diesen Advent ein Kutschen- sowie Schiffshuttle zwischen dem Toscanapark und der Innenstadt. Wie wär‘s also mit einer kleinen „Adventroas“, bei der edle Weine verkostet werden und heißer Punsch der Seele gut tut? Spätestens beim Anblick süßer Schokospieße und köstlicher, hausgemachter Weihnachtsbäckerei werden Sie Ihre guten Vorsätze ohnehin auf das neue Jahr verschieben müssen ...

1, 2, 3, 4 Adventplatzl! Im Innenhof des historischen Seeschloss Ort wartet ein kleiner, feiner Standlmarkt, der Rinnholzplatz hat sich stimmungsvoll herausgeputzt und verführt zum Bummeln mit verheißungsvollem Maroniduft, der Marktplatz bietet neben winterlichem Altstadtflair Kulinarisches und auf dem Rathausplatz begeistert die einzigartige Seekulisse mit bunten, weihnachtlich geschmückten Adventmarktständen! Vorweihnachtlicher Zauber trifft auf Handwerkskunst Und während Sie durch die schmucken Gassen der Altstadt spazieren oder die

romantische Stimmung rund um den winterlichen See genießen und Ihrem leiblichen Wohl etwas Gutes tun, kommen auch die kleinen Besucher auf ihre Rechnung: Hochwertiges Spielzeug aus Holz oder ein Sackerl Maroni lässt Herzen höherschlagen und begeistert nicht nur Kinder. Das weihnachtliche Gmundner Flair ist etwas ganz Besonderes und verzaubert Groß und Klein. Und was wäre der Advent ohne die allerfeinsten Honigprodukte vom heimischen Imker? Oder edles Kunsthandwerk aus der Region?

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Lyriker Erich Josef Langwiesner in der Einleitung zum kunstvollen Gmundner Adventkalender, der aus 24 Postkarten besteht. Wobei sich die Motive bzw. Bildausschnitte zu „Puzzles“ von vier neoimpressionistischen Gemälden Obermayrs zusammensetzen lassen.

Der besondere Tipp: Am letzten Adventwochenende finden im historischen Gmundner Stadttheater weihnachtliche Aufführungen statt und am Nachmittag des letzten Adventsamstags wird ein Hirtenspiel am Marktplatz aufgeführt. Für große Vorfreude der Kleinen aufs Christkind ist garantiert gesorgt. Backe, backe (Leb-)Kuchen! Die Backstube der Bäckerei Reingruber am Marktplatz verwandelt sich in der Adventzeit in eine Weihnachtsbäckerei, wo kleine „Engerl“ helfen dürfen. Dabei zaubern die „Bäckerlehrlinge“ kreativ

Es gibt viele gute Gründe und vier wunderschöne Plätze, um sich gemeinsam auf einen stimmungs- und vor allem stilvollen Advent in Gmunden zu freuen: Seeschloss Ort – Rathausplatz – Marktplatz – Rinnholzplatz Gmundner Adventkalender – eine wunderbare Geschenkidee: Poesie und Malerei auf 24 Postkarten Die beiden Gmundner Künstler Erich Josef Langwiesner und Dieter Obermayr haben einen etwas anderen Adventkalender „komponiert“. Mit dem Verkaufserlös unterstützen die beiden karitative Projekte. „Katastrophale Situationen haben ja manchmal auch etwas durchaus Seltsames, ja fast Erhebendes im Schlepptau“, schreibt der Gmundner Schauspieler, Regisseur und

Untermalt von Langwiesners Verszeilen in Form von knappen und mitunter kritisch-sperrigen Gedanken, die sich oft erst beim zweiten Mal lesen erschließen. Weisheiten und Tröstungen „für Herumirrende, Unzählbare“, meint der Autor in Anspielung auf das nach Bethlehem aufgebrochene Heilige Paar und die aktuelle Krise. Der große Gmundner Adventkalender besteht aus 24 Bild-Postkarten plus Umschlag und ist um 12,95 Euro hier erhältlich: Bürgerservicestelle Am Graben, K-Hof und im Gmundner Keramikladen sowie am Gmundner Advent.

© Stadtgemeinde, Gottfried H. Sager

Hoch im (Kuschel-)Kurs bei Kindern stehen natürlich die geführten Alpakarundgänge durch die Gmundner Innenstadt. Vielleicht vorher noch eine Nikolausfahrt mit der Traunseetram? Für historisch Interessierte lockt die Stadtführung mit allerlei Geschichten und Geschichte sowie die abendlichen Führungen im stimmungsvollen Seeschloss Ort. Da ist für jeden etwas dabei.

verzierte und köstliche Kekse, die selbstverständlich anschließend vernascht werden dürfen.

Öffnungszeiten Adventmarkt: Ab 19.11. jeden Freitag 13 – 20 Uhr, Samstag 10 – 20 Uhr, Sonntag 11 – 18 Uhr und Feiertag, 8.12., 11 – 18 Uhr Detaillierte Informationen und Termine zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie bitte unter gmunden.at oder facebook.com/schwanenbussis

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Romantiker, bitte einsteigen! An allen fünf Wochenenden vor Weihnachten und am Feiertag, dem 8. Dezember, finden sowohl Kutschen- wie auch Schifffahrten statt. Die beste Gelegenheit also, um händchenhaltend diese besondere Adventstimmung an den verschiedenen Plätzen in Gmunden zu genießen! Feurig heiß geht es am Marktplatz her, wo ein Kunstschmied diesem alten Handwerk neues Leben einhaucht.

Kutsche Bild?

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„Ein Adventbummel durch die Gassen von Gmunden“

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Über die Familie und den Hof Unser glückliches „Shopping Date“ ist ein junges Ehepaar aus Ohlsdorf. Carina und Roland Pühringer haben zwei entzückende Buben mit zwei und vier Jahren. Sie führen einen kleinen Hof mit 40 Wagyu Rindern, die ausschließlich auf den eigenen Weiden grasen. Die Zucht dieser besonderen Rinderrasse ist ein Mutterkuhbetrieb – die natürlichen Bedürfnisse der Tiere bekommen ganz besonders viel Aufmerksamkeit. Das Fleisch des Wagyu Beef besticht optisch durch die starke Marmorierung und ist aufgrund seines besonderen Geschmackes sehr beliebt. Ob Festtagsbraten und Filetsteaks vom Wagyu Rind

© Sabine Nägele

Lassen Sie sich verführen zu einem Einkaufserlebnis der ganz besonderen Art und begleiten Sie ein Ehepaar aus der Region beim Shopping in der Gmundner Adventzeit. Stellen Sie sich vor, die beiden führen einen kleinen Bauernhof in dritter Generation, sie arbeiten viel und haben deshalb nicht oft die Gelegenheit, das vielfältige Angebote der Geschäfte und Shops von Gmunden so richtig ausgiebig zu nutzen. Aber wenn, dann genießen Carina und Roland Pühringer dieses Erlebnis umso mehr. Kommen Sie mit und sehen Sie selbst …

oder hausgemachtes Sugo in der feinen, kleinen Geschenkbox – erhältlich sind diese Produkte höchster Qualität vom Hof der Pühringers unter anderem am Adventmarkt am Rinnholzplatz in Gmunden. www.putz-wagyu.at

Was macht einen Adventbummel wie diesen für euch zu etwas Besonderem? Carina: Ich schätze vor allem die Qualität und die ausgewählten Dinge sehr, die man in Gmunden bekommt. Außerdem ist alles zu Fuß erreichbar und man kann von einem Geschäft zum anderen schlendern! Wo sonst kann man einen Einkaufsbummel mit einem Spaziergang am See kombinieren? Das ist wirklich etwas Besonderes. Roland: Besonders ist auch das Verwinkelte in der Altstadt von Gmunden. Jede Gasse hat da ihren Reiz und ist es wert, entdeckt zu werden.

Ab ins Vergnügen! Die Kinder von Carina und Roland sind heute versorgt (zuerst im Kindergarten, dann bei der Oma), einem ausgedehnten Weihnachtsbummel steht also nichts mehr im Wege. Ein paar Dinge haben die beiden schon ins Auge gefasst, die sind auf ihrer Liste ganz oben: Unser Salzkammergut | 23

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„Komm, wir schauen zum Atelier am Markt, da finden wir bestimmt ein besonderes Geschenk für die Schwiegereltern“, sagt Roland zu seiner Carina. Das Atelier liegt nur ein paar Meter weiter im Herzen Gmundens, am malerischen Marktplatz. Das Besondere an dieser Galerie ist, dass man Künstlern bei der Arbeit zusehen kann. Während man in kreativer Atmosphäre die ausgestellten Objekte betrachtet, kann man etwa die Bildhauerin Claudia Eichenauer, die Malerin Christine Pahl oder die Restauratorin Renate Obermayr-Aigner antreffen. Schön, dass es einen Ort wie diesen gibt, wo man zwanglos zwischen Bildern, Skulpturen und antiken Gegenständen ein bisschen schmökern kann. Schließlich wird ein passendes Geschenk gefunden.

Ein Geschäft, an dem die beiden auf gar keinen Fall vorbeigehen können ist Mein Style am Gmundner Graben. Ein Highlight hier im Geschäft sind definitiv die Handmacher-Schuhe – für Damen wie für Herren. Doch das Ehepaar hat dieses Geschäft nicht ohne Grund aufgesucht: Carina muss unbedingt dieses wunderschöne, grüne Kleid probieren! Und die graue Jacke mit Fellbesatz! Man sieht den Stücken an, dass sie bei namhaften Herstellern in Italien persönlich ausgesucht werden. „So schöne Stücke wie hier findet man nicht oft“, sagt Carina zu ihrem Mann. Bevor sie ihren Einkaufsbummel fortsetzen, werfen sie noch einen Blick auf die umfangreiche Funktions- und Jagdbekleidung.

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Weit kommt unser Paar jedoch nicht. Nach nur ein paar Schritten entdeckt Roland bei Optik-Schmuck Kahofer nämlich die X-Kross Sportsonnenbrille, die ihm von der letzten Skitour mit einem Freund in Erinnerung geblieben ist. Während er sich ständig über beschlagene Brillen geärgert hat, schwärmte ihm sein Freund vor, dass es diese beschlagfreien Funktionsscheiben der Brille für jede Sportart und jede Jahreszeit gebe und sie somit anpassungsfähig für alle Sichtverhältnisse seien. Zudem wären die Panoramascheiben blitzschnell austauschbar und es gäbe noch einen optisch verglasbaren Innenclip für Brillenträger. Die will Roland jetzt auch. Doch: „Nicht so voreilig,“ meint Carina, „wir sagen‘s einfach dem Christkind weiter“, zwinkert sie ihm zu und gibt ihm einen Kuss auf die Wange.

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Unser Paar schlendert weiter und gustiert bei Reingruber – Tracht mit Stil im Schaufenster. Zwei Minuten später ist Carina überzeugt, dass der Mantel in der Auslage von „Daddy‘s Daughters“ nicht nur sehr elegant rüberkommt, sondern auch sehr angenehm zu tragen ist. Verständlich, immerhin hat der Salzburger Hersteller das gute Stück aus Lana Cotta (gekochte Wolle) gefertigt. Und während Carina noch von dem Mantel ganz begeistert ist und dann auch noch passende Accessoires dazu findet, probiert Roland schon eine Jacke von Luis Trenker. „So ein fesches Paar“, denkt sich Maria Reingruber und schenkt den beiden ein Gläschen Prosecco ein. „Wir kommen wieder“, verabschiedet sich Roland und muss seine Gattin sanft dazu überreden, mitzukommen. Denn es steht noch einiges am Programm.

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Kein Wunder, dass sie sich nur ungern wieder davon trennt, aber als sie nur ein paar Meter weiter ein kleines Atelier in der Theatergasse entdeckt, das den Namen SchürzenLiebe trägt, kommt sie gleich auf andere Gedanken. Im Geschäft zeigt die Designerin Sabine Linke dem Paar, wie sie individuell handgefertigte Schürzen bemalt. Jede davon ein kunstvolles Unikat. Roland und Carina sind Feuer und Flamme für diese handgefertigten Stücke und Carina macht gleich einen Termin für die nächsten Tage aus. Ihr Plan ist, mit dem Dirndl, das sie schon eine gefühlte Ewigkeit hat, vorbeizukommen. Eine Schürze wie diese würde dem Kleid einen neuen Schliff verleihen.

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Von Rolands Idee, seiner Frau einen Vorsteckring zu kaufen, weiß Carina natürlich noch nichts. Sonst wäre das Ganze ja keine Weihnachtsüberraschung. Die Eheringe hat das Paar vor sechs Jahren bei Juwelier Eckmann gekauft, der Ring, den Roland jetzt im Visier hat, ist ein Prachtstück. Ein Unikat aus der eigenen Goldschmiede Eckmanns, aus 18 Karat Palladium-Weißgold, besetzt mit einem Tsavorit, ein seltener grüner Granat sowie Brillanten. Der Ring gefällt Carina sofort und passt wie angegossen.

Apropos Ewigkeit. Wenn die beiden in Gmunden sind, schauen sie fast immer bei Schuhmode Kürmayr vorbei. Denn das Schuhgeschäft ist nach 20 Jahren im Salzkammergut mittlerweile eine Institution. Die komplett mit Lammfell gefütterten Winterschuhe von Panama Jack stechen Roland wie Carina sofort ins Auge. Die sind perfekt für kalte Wintertage, funktional und sehen zudem lässig aus. Am liebsten würden sie die neuen Schuhe gleich anlassen. „Auch kein Problem“, meint die Verkäuferin. „Denn Lammfell reguliert die Wärme und überhitzt auch nicht, wenn man sich damit einmal drinnen aufhält.“ „Perfekt, komm, schauen wir weiter!“

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Carina nimmt ihren Mann an der Hand und meint: „Jetzt wird’s aber Zeit für ein paar schöne Weihnachtskarten und Geschenkpapier.“ Und sie flanieren kurzerhand in die Schwanthaler Galerie. Hier finden die beiden nicht nur die schönsten Weihnachtsbillets sowie handgeschöpfte Papiere, sondern auch außergewöhnlich schöne Designerstücke von Smeg, Alessi, Räder, Eva Solo, Faber-Castell u. v. m. sowie kleine, feine Weihnachtsmitbringsel.

Dabei werden die beiden von der weihnachtlichen Atmosphäre im Geschäft ganz und gar verzaubert. Auch hier wird ein besonderes Geschenk für einen besonderen Menschen gefunden: ein Schreibgerät von Graf von FaberCastell für einen Freund, der besonders schöne Dinge mit bleibendem Wert schätzt. Und wieder können die beiden auf ihrer Liste ein „Hakerl“ machen! Unser Salzkammergut | 27

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Dann stellt Carina mit Schrecken fest: „Wir haben ja noch nichts für die Kinder!“ Und Roland meint entspannt: „Kein Problem, wir schauen zum Rinnhölzl …“ Und tatsächlich, beim Rinnhölz‘l gibt es eine „Kinderecke“ mit kuscheligen Decken von David Fussenegger und so manch Ausgewähltes für Kind und Baby. „Das ist genau das Richtige für Rafael und Elias“, meint Carina gerührt. „Da werden sich unsere beiden ‚Zwerge‘ aber freuen“, erwidert Roland. Zufrieden mit ihrer Auswahl stöbern die Eltern noch weiter und finden neben stilvoller Weihnachtsdekoration noch eine wunderschöne Leinentischwäsche und ein edles Windlicht, das bestimmt eine besondere Weihnachtsatmosphäre zaubern wird. Während die Verkäuferin die Geschenke verpackt, entdeckt Carina noch das eine oder andere Küchenaccessoire und meint: „Wer soll denn das alles tragen?“ Worauf Roland scherzt: „Das nächste Mal kommen wir mit einem Packesel!“

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Unverhofft kommt oft: Am Rückweg sieht Roland bei Leder Paschinger eine Ledersteppjacke in der Auslage, von der er schon seit Langem träumt. Diese „Long Jacket“ von Wellington of Bilmore erinnert an Jacken, die von englischen Gutsbesitzern auf der langen Fahrt in die Stadt getragen wurden. Doch diese moderne Variante besticht durch edle Details, wofür Roland ein besonderes Faible hat. Kaum hat er die Jacke anprobiert und die ansprechende Innenausstattung mit vielen Extras entdeckt, ist für ihn klar: Das ist sie! Doch Moment, was macht Carina? Ja, dieser Lammfellmantel steht seiner Frau ausnehmend gut. Dieser Schnitt mit leichter Taillierung und breitem Kragen aus Toskana-Lammfell in hochaktuellem Dunkelbraun … „Welche sollen wir denn jetzt nehmen?“ „Die Herren- oder die Damenjacke“, fragt Roland. „Schau, wie gut wir zueinander passen,“ meint Carina. „Nehmen wir doch beide“, entscheidet Roland, „ist ja bald Weihnachten ….“

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Vollbepackt, aber zufrieden schlendert das Paar weiter zu Stögmüller Mode. Ein Geschäft, das sie immer wieder gerne aufsuchen, da es genau ihren Ansprüchen von sportiv-elegantem Look entspricht. Carina und Roland stehen auf besondere Materialien und sie lieben die Marken „Max Mara WEEKEND“, „JOOP! Jeans“ oder etwa „Tiger of Sweden“. Ein Teil nach dem anderen wird anprobiert, alle hätten das Potenzial neue Lieblingsstücke zu werden. Ja, bei Mode Stögmüller weiß man, wie man sie festhält – diese ganz speziellen Momente, die das Leben so schön machen. „Mit unserer Mode werden solche Momente zum #stögmüllermoment“, flüstert die Verkäuferin in die Umkleidekabine und alle genießen die weihnachtliche Stimmung im Geschäft und die Vorfreude auf Weihnachten.

Schön langsam wird Roland müde vom Einkaufsbummel. Nun ist „die“ Gelegenheit für Carina, ihrem Roland zu zeigen, wie entspannt es im Schlafstudio von Wolfgang Reingruber ist. Denn ganz oben auf der Wunschliste stehen: neue kuschelige Kissen – man soll nämlich guten, gesunden Schlaf nicht unterschätzen. Noch dazu, wo die beiden ja täglich so früh aus den Federn müssen. Bei Reingruber gesund schlafen werden auch gleich die Daunendecken von Carina „probegekuschelt“, denn man weiß ja nie: Vielleicht bringt das Christkind die ja noch vorbei. Auch die wundervolle Bettwäsche könnte sie zumindest auf die Wunschliste setzen. Nachdem der Chef des Hauses noch ein paar Schlaftipps zur herrlichen Matratzenauswahl gibt, meint Roland: „Jetzt weiß ich, was wir den Schwiegereltern schenken: einen Schlaf-Gutschein!“ „Eine Traum-Idee“, meint Carina. Unser Salzkammergut | 29

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© Gottfried H. Sager

Zu guter Letzt genießt unser Paar die weihnachtliche Stimmung am See. Und wo lässt sich diese besser einfangen als an der „SchwanaBussiPunsch-Bar“ des Hotel Schwan, direkt am See? Ja, so schön kann der „Schwan’dvent“ sein … Ein besonderer Tipp für Ihre stimmungsvolle Firmenweihnachtsfeier: ob à la carte, als Menü oder vom Buffet – das Hotel Schwan bietet hier eine individuelle Küche, die keine Wünsche offenlässt. Davor ein heißer Punsch auf der Seeterrasse. Und danach? Einfach unbekümmert reinfallen lassen … in eines der 60 Betten in den 33 gemütlichen Zimmern. Öffnungszeiten „SchwanaBussiPunsch-Bar“ vom 19. November bis Anfang Jänner: Fr. bis So. von 16 – 23 Uhr

Weihnachtstipp vom Backhaus Hinterwirth: TRADITIONELLES FRÜCHTEBROT ganz einfach selbst gemacht. (nach dem Originalrezept von Konditormeister Gerhart Hinterwirth)

© Mona Lorenz

Zutaten Fruchtfülle (am Vortag ansetzen): 200 g Rosinen, 100 g Feigen, 50 g Datteln, 150 g Kletzen, 100 g Pflaumen, 35 g Aranzini, 100 g gehackte Haselnüsse, 70 g Powidlmarmelade, 3 g Zimt, 4 g Lebkuchengewürz, 15 cl Rum 38 % Zutaten Teighülle: 400 g Weizenmehl glatt, 120 g Butter, 10 cl Milch, 2 Dotter, 1 Prise Salz, 40 g Feinkristallzucker, 1 Pkg. Trockenhefe Für die Fruchtfülle alle Zutaten (bis auf Rosinen) kleinwürfelig schneiden. Mit den Nüssen und den Gewürzen in einer großen Schüssel vermengen und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag 3 bis 5 längliche Striezel formen. Für die Teighülle alle Zutaten ca. 7 Minuten gut durchkneten und 1 – 2 Std. im Kühlschrank rasten lassen. Auf bemehlter Arbeitsfläche Teighüllen ausrollen (angepasst an die Striezel). Teighüllen noch mit Eidotter einstreichen und Striezel darauf einschlagen. Oberseite mit einer Gabel mehrmals einstechen und nochmals mit Ei bestreichen. Im vorgeheizten Backrohr bei ca. 175 °C (Ober- und Unterhitze) 25 – 30 Minuten backen. Ein Weihnachtsgebäck, welches zu den Festtagen nicht fehlen darf.

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Zum Verzieren: Halbe Mandeln

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STILVOLL SCHENKEN

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1. SCHAFTSTIEFEL sind das „Must-have“ des Winters und diese Saison werden sie durch derbe Sohlen zum richtigen Hingucker! Preis € 139,95, www.stoegmueller.at 2. Alle, die einen außerordentlich bequemen Begleiter für kältere Tage suchen, sind bei unseren Jacken von RRD genau richtig. Die Styles sind zusätzlich wasserabweisend und atmungsaktiv. Preis € 425, www.stoegmueller.at 3. HEINZENDORFF OHRRINGE Wechselsystem, Creole € 122, Einhänger eckig € 70, Einhänger in Tropfenform € 48, gesehen bei Optik-Schmuck Kahofer, Gmunden, www.gmunden-stilvollshoppen.at 4. ALESSI THE FIVE SEASONS „Duft-Blattdiffusor“, gesehen um € 68, www.schwanthaler-galerie.at 5. GRAF von FABER-CASTELL Füllfederhalter Classic Ebenholz, 18 Karat Gold, gesehen um € 540, www.schwanthaler-galerie.at 6. HANDMACHER-SCHUHE in der modischen „Trendleiste“ mit der Herbstfarbe Olivmoosgrün mit passendem Gürtel, € 300 / € 89, www.mein-style.at 7. UNIKAT aus der eigenen Werkstatt, 18 Karat Weißgold, Anhänger mit Tsavorit 2,68 ct. und Brillant 0,15 ct., schloss-ort.com 8. KUNSTVOLL und individuell bemalt und designt – das sind die Dirndlschürzen von SchürzenLIEBE! T-Shirts werden z. B. ebenfalls bemalt und für ein gemütliches Zuhause gibt es die SchürzenLiebe Home Collection. Dirndlschürze ab € 380, T-Shirt ab € 90, Dirndl ab € 800, www.dekorativ-art.com 9. BETTWÄSCHE von Covers & Co „Leave me alone“ aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle, Garnitur 140x200/70x90cm € 59,90, gesehen bei reingruber gesund-schlafen, Gmunden, www.gesund-schlafen.at 10. WEIHNACHTSSCHMUCK aus Papier, faltbar, in traditionellem Nordic Design, gesehen im Rinnhölz‘l Gmunden. ca. € 6,50/Stück, www.rinnhoelzl.at Unser Salzkammergut | 31

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Ab ins Vergnügen!

Die Produkte des Weihnachtsbummels von Roland und Carina Pühringer finden Sie bei:

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1 ATELIER AM MARKT Marktplatz 19 Di., Fr., Sa. 10 – 12 Uhr An den Adventwochenenden zusätzlich Fr. und Sa. von 14:30 – 18 Uhr Private Shopping – nach Vereinbarung Tel.: 0699/111 66 147 www.atelierammarkt.at

2 OPTIK-SCHMUCK KAHOFER Marktplatz 1 Mo. bis Fr. 9 – 12.30 und 14 – 18 Uhr Samstag von 9 – 17 Uhr 8. Dezember 10 – 17 Uhr E-Mail: optik.kahofer@firstoptiker.at Tel.: 07612/648 61 Onlineshop: www.gmunden-stilvollshoppen.at

3 MEIN STYLE Am Graben 12 Mo. bis Fr. 9 – 12.30 Uhr, 14 – 18 Uhr Sa. 9 – 17 Uhr 8. Dezember 10 – 17 Uhr Private Shopping: nach Vereinbarung, Tel.: 0660/13 1 13 90 www.mein-style.at

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Franz-Schubert-Platz

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TRACHTEN REINGRUBER Schiffslände 1, An der Traunbrücke Mo. bis Fr. 10 – 18 Uhr, Sa. 10 – 16 Uhr 8. Dezember 10 – 16 Uhr www.reingruber.at

5 GOLDSCHMIEDE WILLY ECKMANN Theatergasse 9 Mo., Di., Do., Fr. 9 – 12 und 15 – 18 Uhr, Sa. 9 – 12:30 Uhr Adventsamstage 9 – 17 Uhr 8. Dezember 10 – 17 Uhr Ansonsten: mittwochs geschlossen Online shoppen: www.schloss-ort.com

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SCHUHMODE TASCHEN KÜRMAYR Kirchengasse 7 Mo., Di., Mi. 9 – 12:30, 14 – 18 Uhr Do., Fr. 9 – 18 Uhr durchgehend Sa. 9 – 17 Uhr durchgehend 8. Dezember 10 – 17 Uhr Weihnachtssamstage bis 18 Uhr Onlineshop: www.kuermayr.shop www.kuermayr.at

8 SCHWANTHALER GALERIE Thomas Schwanthalergasse 1-3, Ecke Rinnholzplatz Mo. bis Fr. 9 – 18, Sa. 9 – 17 Uhr An den Adventwochenenden Freitag und Samstag bis 20 Uhr durchgehend geöffnet. Persönliche Hauszustellung im Raum Gmunden. Private Shopping – Terminvereinbarung unter 0664/348 63 28 Online stöbern und shoppen: www.designshop24.at www.schwanthaler-galerie.at

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RINNHÖLZ’L wohnen&schenken Rinnholzplatz 5-6 geöffnet im Advent: Mo. bis Fr. 9 – 13, 14 – 18 Uhr, Sa. 9 – 18 Uhr 8. Dezember 10 – 17 Uhr Unsere Adventhütte am Rinnholzplatz ist auch sonntags geöffnet. www.rinnhoelzl.at

11 stögmüller mode Bahnhofstraße 11 großzügiger Kundenparkplatz Mo. bis Sa. 9 – 18 Uhr Inspiration sammeln auf Instagram @stoegmuellermode und Facebook @stögmüller mode Bestellung von weihnachtlich verpackten Gutscheinen unter www.stoegmueller.at/gutschein Weihnachtlicher Einpackservice www.stoegmueller.at

12 REINGRUBER gesund-schlafen Georgstrasse 12 Mo., Di., Do., Fr. 9 – 13, 14 – 18 Uhr Mi., Sa. 9 – 13 Uhr 8. Dezember 10 – 13 Uhr Onlineshop: www.gesund-schlafen.at www.betten-reingruber.at

13 SCHWAN’DVENT Rathausplatz Bussi Schwana Bussi Punschhütte Ab 19. November bis Anfang Jänner 2022, Fr. bis So. von 16 – 23 Uhr (ausgenommen bei starkem Sturm und Regen)

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6 SCHÜRZENLIEBE Theatergasse 14 Di., Mi., Fr. 9 – 17 Uhr 8. Dezember 10 – 17 Uhr Mo., Sa. und außerhalb der Geschäftszeiten Private Shopping und Designbesprechung – nach Terminvereinbarung Tel.: 0660/12 10 973 E-Mail: sabine@schuerzenliebe.at www.schürzenliebe.at

9 LEDER PASCHINGER Mo. bis Fr. 9 – 12 und 14.30 – 18 Uhr 8. Dezember 10 – 17 Uhr Adventsamstage 9 – 12 und 13 – 17 Uhr www.leder-paschinger.at

BACKHAUS HINTERWIRTH Rinnholzplatz 7 (Nr. 14) Klosterplatz 10 (Nr. 15) Mo. bis Fr. 6.30 – 18 Uhr, Sa. 6.30 – 12.30 Uhr www.backhaus-hinterwirth.at 8. Dezember im SEP von 9 – 17 Uhr geöffnet

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leich nach dem ersten JA beim Heiratsantrag beginnt für das künftige Brautpaar eine aufregende Zeit: die Planung der Traumhochzeit. Ob die Wahl der Location oder das Bestellen der Torte – auf das Paar warten zahlreiche Entscheidungen. Hier den Überblick zu bewahren, ist wahrlich nicht einfach. Um die vielfältigen Aufgaben am Weg zum Altar zu erleichtern, hat sich deshalb im Salzkammergut eine engagierte Gruppe von regionalen Anbietern und Dienstleistern zusammengeschlossen. sagJA-im-Salzkammergut. Ihre Mission: dem Brautpaar den schönsten Tag in ihrem Leben zu bereiten. Dafür unterstützt das Team von über 60 ausgewählten Hochzeitsexperten das Paar in allen Phasen der Hochzeitsvorbereitung und geht maßgeschneidert auf die Wünsche der Kunden ein. Zur Auswahl stehen facettenreiche Locations, die in die traumhafte Berg- und Seenkulisse

locken, großartige Fotografen und Videoteams, die die schönsten Momente für die Ewigkeit festhalten, renommierte Backstuben, die nur die feinsten regionalen Zutaten zu süßen Gaumenfreuden verarbeiten und vieles mehr. Die wichtigsten Zutaten für eine Traumhochzeit. „Die sagJA-Hochzeitsprofis liefern Input für die neuesten Trends und sind gleichzeitig Ideengeber für außergewöhnliche Highlights am Hochzeitstag, wie zum Beispiel einer funkelnden Feuershow oder Gastgeschenken aus dem Salzkammergut. Mit diesen und vielen weiteren einzigartigen Ideen wird die Hochzeit zu einem großartigen Fest, das dem Brautpaar, aber auch den Gästen noch lange in Erinnerung bleibt“, so Gabi Socher, erfahrene Hochzeitsplanerin und Initiatorin der Hochzeitsgemeinschaft. Mehr Infos finden Sie unter www.sagJA-im-Salzkammergut.at und bei allen Partnern direkt!

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Herbst in der Trachten Wichtlstube Wer in Dirndl, Lederhose, Trachtenkostüm oder festlichem Anzug glänzen möchte, ist in der Trachten Wichtlstube in Edt bei Lambach genau richtig. In Österreichs größtem Fachgeschäft für Dirndl & Co. ist nicht nur die Auswahl grenzenlos, sondern auch der Service. Ein höchst kompetentes Team geschmackvolle Accessoires, liebevolle Details bis hin zur Mode für den schönsten Tag im Leben, machen Familie Holzberger und ihre Mitarbeiter zur Top-Adresse für Kunden von 0 bis 100. Hier ist Einkaufen ein Erlebnis!

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Räuchern

MIT DER KRÄUTERHEXE In den Raunächten vom 25. Dezember bis zum 6. Jänner duftet es am Ferienhof von Silke Antensteiner in Zamsegg nach Beifuß, Thymian und Fichtenharz. Die ausgebildete Kräuterpädagogin lebt damit eine lange Tradition – das Räuchern. Das mystische Ritual soll Glück und positive Energie im neuen Jahr verbreiten. Gerne gibt sie ihr Wissen weiter.

Fotos: Oberösterreich Tourismus/Martin Fickert

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Fast meditativ steigen in der alten Bauernstube in Zamsegg blaugraue Rauchschwaden auf. Man inhaliert die Kräuter förmlich. Unser Salzkammergut | 39 38-43_Räuchern.indd 39

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Die Kräuter findet Silke Antensteiner vor der Haustüre. Auf ihrem Bauernhof bietet die dreifache Mutter auch spezielle Kräuterwochenenden an.

I

ch bin eine echte Kräuterhexe“, sagt Silke Antensteiner, lächelt dabei und zündet mit einem Holzspan getrocknete Kräuter aus dem hauseigenen Garten und der Natur in einer Räucherschale an. Sie sitzt dabei in der alten Bauernstube, trinkt einen Schluck Tee aus selbst gepflückten Kräutern und fügt gleich hinzu: „Für mich ist Kräuterhexe kein Schimpfwort, vielmehr eine Berufsbezeichnung.“ Überall am Hof sieht man große Glasgefäße mit getrockneten

Blüten, Kräutern und Stauden. „Zu den Grundkräutern beim Räuchern zählt jedenfalls der Beifuß, der leicht brennbar ist. Auch Johanniskraut und Rosenblätter sowie Lavendel sind beliebte Räucherzutaten“, erzählt Silke Antensteiner fachkundig und atmet tief ein. Die ganze Stube hat mittlerweile einen bittersüßen und zugleich schweren Duft. Fast meditativ steigen blaugraue Rauchschwaden auf und tänzeln zur rustikalen Holzdecke hinauf. Man inhaliert die Kräuter förmlich.

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WANN SIND DIE RAUNÄCHTE?

Sinnesreize und Emotionen Bereits die Kelten räucherten mit Beifuß. Damals war man der Meinung, so böse Geister vertreiben zu können. Wem das nun zu wenig wissenschaftlich erscheint, dem sei an dieser Stelle gesagt: Die feinen Räucherdüfte können nachweislich die Stimmung aufbessern und zaubern weihnachtliche Atmosphäre ins ganze Haus. Denn: Räucherrituale wirken nicht allein über den Geruchssinn auf das Wohlbefinden, sondern über das limbische System, in dem das Gehirn Emotionen und Sinnesreize verarbeitet, sogar auf das Langzeitgedächtnis. Durch das Verbrennen gelangen die Wirkstoffe der Pflanzen aber auch in die Luft, werden eingeatmet und gelangen somit in den Blutkreislauf. Laut Überlieferung ist besonders das Lüften im Anschluss an eine Räucherzeremonie besonders wichtig, damit auch symbo lisch das Negative das Haus verlässt.

Vermutlich gehen die Raunächte auf den germanischen Mondkalender zurück. Denn ein Mondjahr umfasst 354 Tage, unser Sonnenjahr besteht aber aus 365/366 Tagen. So entsteht eine Differenz von elf bzw. zwölf Tagen. Je nach Region unterscheidet sich die Anzahl der Raunächte. Diese besonderen Tage werden „die Nächte zwischen den Jahren“ genannt und einem Mythos zufolge sind an diesen Tagen die Kräfte der Natur außer Kraft gesetzt und die Tore zu einer anderen Welt stehen offen.

DIE VIER WICHTIGSTEN RAUNÄCHTE SIND: • die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember. Sie wird auch Thomasnacht genannt. • der Heilige Abend vom 24. auf den 25. Dezember • die Neujahrsnacht vom 31. Dezember auf den 1. Jänner • die Nacht vom 5. auf den 6. Jänner In diesen vier Raunächten werden Haus und Hof geräuchert, um Schutz für die darin lebenden Menschen und Tiere zu bringen.

„Kräuterhexe ist für mich kein Schimpfwort, vielmehr eine Berufsbezeichnung.“ Silke Antensteiner

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WAS IN DER RÄUCHERSCHALE LANDET BEIFUSS: wirkt anregend, reinigend und soll Schutz geben JOHANNISKRAUT UND KÖNIGSKERZE: stimmungsaufhellend THYMIAN: gut für die Atemwege und die Nerven ROSENBLÄTTER: Herzenskraft WACHOLDER: desinfiziert und wirkt aufbauend, heilend und reinigend LAVENDEL: reinigt, desinfiziert und beruhigt BALDRIANWURZEL: schafft Harmonie und beruhigt SALBEI: reinigend, erfrischend, gedächtnisstärkend und aufbauend

Silke Antensteiner ist gebürtige Linzerin und hat einige Zeit in Salzburg gelebt. Die Bäuerin und Mutter dreier erwachsener Kinder hat die Liebe zur Landwirtschaft aber relativ bald entdeckt. „Das Leben hier am Hof ist nicht langsamer, aber erfüllter – sowohl mit Arbeit als auch mit Natur.“ Das schätzen die Gäste. Denn neben Milchwirtschaft, Lämmerzucht und Almwirtschaft bietet Antensteiner auch Urlaub am Bauernhof an und weiht ihre Besucher bei speziellen Kräuterwochenenden in die Kräuterkunde ein – mit Blick auf das Tote Gebirge versteht sich. Dazu gibt es hausgemachten Lindenblütensaft und natürlich Kräuterweckerl mit selbst gemachter Kräuterbutter. Die Landwirtin wandert mit ihren Gästen durch die Natur, sammelt Blüten und Blätter und stellt damit auch Liköre oder Lippenbalsame her.

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RÄUCHERN – EINE ANLEITUNG WAS MAN BRAUCHT: RÄUCHERPFANDL (kann theoretisch auch ein altes Metallpfännchen sein) RÄUCHERKOHLE FRISCHE ODER GETROCKNETE KRÄUTER nach Lust und Laune, auch Tannenreisig ist möglich EVENTUELL HARZE Räucherkohle anzünden. Sobald die Glut gut glimmt, Kräuter, Tannennadeln oder Harze darauf legen, bis ein fein duftender Rauch aufsteigt. Anschließend von Raum zu Raum gehen und den Rauch in alle Räume einziehen lassen. Auf Höfen werden auch die Ställe geräuchert. Wichtig ist, nach dem Räuchern die Fenster zu öffnen, damit Rauch und böse Geister Haus und Hof verlassen.

Als spiritueller Mensch schöpft Silke Antensteiner aber natürlich nicht nur Kraft aus den Kräutern, sondern vor allem aus der Natur rund um sie herum. Wenn die Zeit es erlaubt, so verbringt sie gerne ihre Nachmittage am Pießling-Ursprung, einer der größten Karstquellen Europas, und lauscht dem Getöse der mächtigen Wassermassen. Oder sie lässt ihre Gedanken beim Stoderer Weitblick in die Ferne schweifen. „Wir leben hier, wo andere Urlaub machen. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Als spiritueller Mensch schöpft Silke Antensteiner Kraft aus der Natur rund um sie herum.

Echte Begegnungen wie jene mit Silke Antensteiner finden Sie im Onlinemagazin von Oberösterreich Tourismus: oberoesterreich.at/magazin. Angebote für Ihren Urlaub am Bauernhof gibt es unter urlaubambauernhof.at/oberoesterreich.

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Kapelle in Faistenau/Fuschlseeregion

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Advent

IM SALZKAMMERGUT

Vom berühmten Wallfahrtsort St. Wolfgang bis ins romantische Bergdorf Pürgg: wo uns Christkindlmärkte, Schmankerl, Kutschen und Kripperl in diesem Jahr auf die besinnliche Zeit einstimmen.

Text: Petra Kinzl, Linnéa Harringer

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Fotos: SalzburgerLand

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Mondsee Nachdem der Advent 2020 in Mondsee sehr ruhig war, verwandelt sich heuer der Marktplatz vor der Basilika wieder in eine Märchenlandschaft mit Glühwein, Kunst und guter Musik. Öffnungszeiten & Highlights: • 19. November bis 19. Dezember jeweils von Fr. bis So. • Weihnachtsmarkt im gotischen Kreuzgang • Gastronomie vor der Basilika www.mondsee.at/advent

Bad Ischl Die dekorierten Geschäfte und Schaufenster, die Stände der Ischler Handwerker und der Eislaufplatz machen in der Kaiserstadt so richtig Lust auf Weihnachten. Öffnungszeiten & Highlights: • Christkindlmarkt der Ischler Handwerker: 19. November bis 21. Dezember • Eislaufplatz: 19. November – 30. Januar • Schmankerldorf: 19. November – 9. Januar www.badischl.at

© TVB MondSeeLand, Wolfgang Weinhäupl

Gmunden Funkelnde Sterne, leuchtende Kerzen: Die Gmundner Innenstadt und das Schloss Ort laden an allen fünf Adventwochenenden und am Feiertag (8. 12.) zum Flanieren und Bummeln ein. Öffnungszeiten & Highlights: • 19. November bis 19. Dezember jeweils Fr. 13 – 20 Uhr, Sa. 10 – 20 Uhr, So. 11 – 18 Uhr sowie am Feiertag, 8. 12., von 11 – 18 Uhr • Schiffshuttle zum stimmungsvollen Advent im Innenhof Schloss Ort (Abfahrt Rathausplatz) am Sa. und So. • Kutschenfahrten, Alpakawanderungen durch die Innenstadt • Hackenschmiede in der Innenstadt • Nikolausfahrt auf der Traunseetram am 4. 12. • Stadtführung & Schifffahrt jeweils Sa. und So. um 11 Uhr und 14 Uhr (Teilnahme nur mit Anmeldung! Tel. 07612/74451 oder online auf traunsee-almtal.salzkammergut.at) • Kostenlose Abendführung beim Seeschloss Ort: jeden Fr. 16:30 Uhr (Teilnahme nur mit Anmeldung! Tel. 07612/74451 oder online auf traunsee-almtal.salzkammergut.at) gmunden.at, facebook.com/schwanenbussis

Fuschlsee Beim „Advent der Dörfer“ in Faistenau, Hof bei Salzburg, Koppl und Ebenau wartet Traditionelles und viel Interessantes auf die Besucher. Öffnungszeiten & Highlights: • 27. November bis 19. Dezember • Adventmarkt im Schloss Fuschl, Hirtenspiele, Perchten- und Krampusläufe, Pferdeschlittenfahrten • Handwerksvorführungen, Stubenmusik und Lesungen, Feuerzangenbowle und Turmbläser www.adventderdoerfer.at

Wolfgangseer Advent Beim Wolfgangseer Advent in St. Wolfgang, St. Gilgen und Strobl bezaubert ein vielfältiges Rahmenprogramm. Öffnungszeiten & Highlights: • 19. November bis 19. Dezember, 26. Dezember bis 31. Dezember, Mi. bis So. (Mi. nur teilweise geöffnet) • Die 16 Meter hohe schwimmende Laterne im Wolfgangsee ist das einzigartige Symbol des Wolfgangseer Advents. • Per Schifffahrt ist ein Besuch der drei Orte auf dem Seeweg möglich. www.wolfgangseer-advent.at

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Advent auf der Pürgg

Als traditionsreicher Krippenort im Salzkammergut lädt Ebensee seine Gäste ein, diese Kulturschätze bei einem gemütlichen Spaziergang zu besichtigen. Öffnungszeiten & Highlights: • 25. Dezember bis 3. Januar • Hauskrippen mit Erklärungen der Hausbesitzer • Glöcklerlauf am 5. 1. 2022, 18 – 19 Uhr www.ebensee.at

An den ersten zwei Adventwochenenden verwandelt sich der romantische Ort Pürgg wieder in ein weihnachtliches „Kripperl“. Wann: • 27./28. November und 4./5. Dezember • Am 4. 12. laufen die Stainacher Glöckler durch die Gassen. www.pürgg.at

© STMG/Stadler

Kripperlroas in Ebensee

Hallstatt Krippenausstellung im historischen Keller Wann: • 28. November 2021, 10 — 20 Uhr (Dachsteinsport Janu)

Nikolaus ahoi in Obertraun

Ohne Krampus, dafür mit vielen Geschenken, heißen Getränken und einem musikalischen Rahmenprogramm kommt der Nikolaus über den See. Wann: • 28. November, 16:30 – 19 Uhr • Beim Strandbad Obertraun: Nikolaus-Markt ab 14 Uhr, Ankunft des Nikolaus ab circa 16:30 Uhr www.dachstein.salzkammergut.at

Grundlsee Wie jedes Jahr leitet die Kulturelle Arbeitsgemeinschaft Grundlsee die Adventszeit mit einem ganz besonderen Bauern- und Handwerksmarkt im Kaiserlichen Stall ein. Wann: • 27. November und 28. November, 10 – 17 Uhr

Attersee – Attergau Mundartliche Hirtenspiele und Einstimmung abseits vom Trubel Wann: • Mundartliches Hirtenspiel in Nußdorf am 19. Dezember, 17 Uhr und 19 Uhr • Adventmarkt in Freudenthal am 5. Dezember, ab 12 Uhr: ganz abseits des Trubels, umgeben vom Wald, lassen sich Pofesen, Glühmost und Punsch genießen. www.attersee-attergau.salzkammergut.at

Stadt Salzburg • Adventmarkt im Franziskischlössl • Hellbrunner Adventzauber • Salzburger Christkindlmarkt beim Dom • Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz • Adventmarkt St. Leonhard • Salzburger Festungsadvent • Bauernadventmarkt Glanegg www.salzburg.info Die Veranstaltungen werden nach den COVID-19-Bestimmungen durchgeführt. Bitte informieren Sie sich über die aktuell geltenden Bestimmungen. Kurzfristige Terminänderungen vorbehalten.

REISETIPP: • 2 Übernachtungen •W interliche Führung durch die Innenstadt •W interliche Schifffahrt am Traunsee •B esuch Wildpark Grünau oder K-Hof Gmunden • Punschgutschein •O ptional: Winterliche Abendführung durch das Seeschloss Ort kostenlos • Reisezeitraum: 19. 11. bis 19. 12. 2021 Kontakt: Tourismusverband Traunsee-Almtal Tel.: 07612/744 51, E-Mail: info@traunsee-almtal.at

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Die Niedetzky IM SALZKAMMERGUT

Berg- und Talfahrten auf allen Linien hat Angelika Niedetzky bei ihrem Besuch im winterlichen Salzkammergut erlebt. Gemeinsam mit Fotografin Monika Löff und ihrer Hündin Maia hat sich die Schauspielerin und Kabarettistin mit Tourenski ins Gebirge gewagt, am zugefrorenen Taferlklaussee Pirouetten gedreht, ZIB-Anchorman Tarek Leitner besucht, Wellness und Tapas genossen. Aber lesen Sie selbst.

Text: Angelika Niedetzky

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Fotos: Monika Löff

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L

iebe Leserinnen und Leser, für die letzte Ausgabe in diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, möglichst aktiv zu sein und den Winter im Salzkammergut von seiner glitzerndsten Seite zu präsentieren. In meiner Fantasie würden Monika Löff und ich einfach auf schönes Wetter warten, die Tourenski anschnallen und drauflos marschieren. Etwas naiv gedacht! Was heißen soll, dass Wetterberichte einfach nie stimmen, zumindest dann, wenn ich dringend einen brauche. Steht in der einen App Schneefall, sagt die andere Website Sonne mit Wolken, zu 50 Prozent am Nachmittag mehr Sonne, kann aber auch bewölkt bleiben oder sogar regnen, denn ein Föhn wird erwartet, weswegen es auch bis auf 1.000 Meter tauen kann, außer dieser lauwarme Wind verschiebt sich noch um einen Tag, was mir weder Website noch App in irgendeiner Weise garantieren können. Bravo. Was also tun? Handeln. Allerdings hat jede von uns beiden einen straffen Wochenplan. Also beschlossen wir, an einem Tag den Kasberg zu besteigen, an dem eigentlich

keine allzu tollen Wetterverhältnisse prophezeit waren, aber wir hatten eben gut Zeit. Schon nach den ersten paar Metern war ich richtig grantig. Es war so neblig, dass ich den Schistecken vor Augen kaum sehen konnte. Meine Hündin Maia hing an der langen Leine, und da ich ihr – wie bei einem Reh – leuchtendes Hinterteil nicht ausfindig machen konnte, wollte ich wieder umkehren. Ging aber nicht, schließlich brauchten wir gute Fotos. Also quälte ich mich Schritt für Schritt den Berg hinauf, und – wie man auf Bildern gut erkennen kann – es hat sich jeder Höhenmeter ausgezahlt. Jede Nebelschwade war für eine einzigartige Stimmung gut, die ich so noch nie erlebt hatte. Die Sonne hatte sich kurz vor unserem Ziel durchgekämpft und wir sahen plötzlich unendlich weit in die schneebedeckten umliegenden Berge. Voll mit Adrenalin, Endorphinen und einer ordentlichen Gipfeljause planten wir, oben angekommen, bereits die nächste Tour. Diese sollte uns auf den Krippenstein führen.

SKITOUR AUF DEN KASBERG. Hündin Maia ist als vierbeiniger Gipfelstürmer auch im Winter immer mit von der Partie.

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Kurz vor dem Ziel hat sich die Sonne am Kasberg durch die Wolken gekämpft.

„Jede Nebelschwade war für eine einzigartige Stimmung gut.”

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SCHNEEVERLIEBT AM KRIPPENSTEIN

WINTERSPORT AT ITS BEST. Traumhaftes Wetter, unverspurte Hänge, eine glückliche Maia – Herz, was willst du mehr? 52 | Unser Salzkammergut 48-60_Niedetzky_Winter_neu.indd 52

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WEITSICHT. Alle Strapazen waren vergessen, als Monika Löff (l.) und Angelika Niedetzky die traumhafte Weitsicht genießen konnten.

Wenn man mit der Gondel von Obertraun auf den Krippenstein fährt, wird man augenblicklich mit einem sensationellen Panorama belohnt. Dieses Mal war ich weder grantig, noch war es neblig, allerdings sollte etwas ganz anderes meine Stimmung trüben, was mir natürlich zu Beginn der Skitour in keinster Weise bewusst war. Aufgrund der Schneemassen – oder war es einfach unsere Schlampigkeit, gelbe Tafeln richtig zu deuten – landeten wir auf einer Route, die wir nie einschlagen wollten, aber sie gefiel uns immer besser. Weiße Mondlandschaft. Man schreitet so gemächlich dahin, mal rauf, mal runter, fast wie durch eine Mondlandschaft. Ab und zu gab es Hänge, die noch völlig unverspurt waren – ein Magnet für mich. Wir plauderten, knipsten, staunten, lachten, vergaßen irgendwie Zeit und Raum. Bis zu dem Zeitpunkt, wo wir schon mehr als zwei Stunden in eine Richtung unterwegs waren und uns endlich zwei Menschen begegneten, die uns darauf aufmerksam machten, dass es schon etwas spät sei und wir die gesamte „Rumplerrunde“ wegen der Schneeverhältnisse sowieso nicht weitergehen könnten. Wie? Was? Wen? Ich verstummte kurz. Mir wurde klar, dass wir noch lange nicht die Felle von den Skiern abziehen und abwärts fahren werden können, wir mussten nämlich

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die gesamte Strecke wieder zurückgehen. Eine Kralle Maias war offen und hinterließ bei jedem Schritt einen Blutfleck im Schnee. Das war mein „Faden der Ariadne“, der mir zeigte, dass wir auf jeden Fall wieder zurückfinden würden. Wasser hatte ich keines mehr, ins Gras beißen würde ich auch nicht, aber wohl in den Schnee. Etwa vier Stunden später hatten wir nur

mehr die Abfahrt von lächerlichen zehn Kilometern vor uns und mein Hunderucksack kam voll zum Einsatz. Maia mag ihn. Sie hängt drin wie ein Mehlsack und genießt es richtig, getragen zu werden. Mit weichen Knien und einzigartigen Fotos im Kasten kamen wir im Tal an und checkten unwesentlich später im Seehotel „Das Traunsee“ in Traunkirchen ein.

BESONDERER SERVICE. Maia genießt es, im Hunderucksack getragen zu werden.

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WELLNESS MIT BLICK AUF DEN TRAUNSEE

GIPFEL DER GEMÜTLICHKEIT. Im Seehotel „Das Traunsee“ genoss Angelika Niedetzky ein Schaumbad mit Blick auf den Traunstein.

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AUFGUSS DELUXE. Nach der herausfordernden Skitour machte es sich die Kabarettistin in der Panoramasauna gemütlich.

Monika und Wolfgang Gröller betreiben das schmucke Hotel mit viel Leidenschaft und Herzblut. Das Seehotel „Das Traunsee“ ist eine wahre Perle direkt am See und meiner Meinung nach gibt es nichts Vergleichbares in der Nähe. Die Zimmer, von denen einige gerade neu renoviert wurden, sind modern und sehr geschmackvoll eingerichtet, der Blick aus der Badewanne direkt auf den Traunstein spricht für sich.

Aus der Wanne wollte ich übrigens gar nicht mehr raus, ich fühlte mich wie vor 35 Jahren, wo ich Schaumbäder und dazugehöriges Blödeln geliebt habe, es seitdem aber auch nie wieder gemacht habe. Das Kind in mir hab‘ ich mir definitiv bewahrt. Und genau das lebte ich am Taferlklaussee nach langer Zeit wieder einmal so richtig aus.

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P I RO U E T T E N   A M   TA F E R L K L AU S S E E

Im Alter von sieben bis 16 Jahren war ich Eiskunstläuferin mit allem, was dazugehört. Russische Trainer, fünf Mal die Woche Training in der Eishalle, Wettkämpfe – zweifelsohne ein harter Sport, aber das Kufen hat für mich immer auch etwas Befreiendes gehabt. Erst recht, wenn man an einem sonnigen, klirrend kalten Tag auf einem See dahingleiten kann. Meine alten Eislaufschuhe von damals habe ich heute noch und sie sitzen wie angegossen. Nur

mein Doppelrittberger sitzt mittlerweile eher am Hintern. Auch die Pirouetten sind ein bisschen eingerostet – also wie Radfahren ist das nicht, aber nach ein paar Versuchen blitzte das frühere Können doch wieder ein bisschen durch. Chefredakteurin Ulli Wright zögerte nicht lange und drehte auch ein paar flotte Runden mit mir. Ich erinnerte mich kurz daran, dass ich vor 30 Jahren auf einem zugefrorenen See eingebrochen war. Ich war komplett unter Was-

ser, schlug beim Auftauchen mit dem Kopf ans Eis schlug und habe es damals irgendwie geschafft, ans Ufer zu gelangen. Mit angesoffener Daunenjacke schleppte ich mich nach Hause, kramte die Eislaufschuhe hervor und wollte sofort wieder aufs Eis. Meine Eltern waren, no na, strikt dagegen. Aber wenn ich auf Schiene oder Kufe bin, hält mich so schnell nichts mehr. Mit den Worten: „Ich ess noch eine Packerl Maiskörner, so wird meine Einäscherung – falls

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„Zweifelsohne ein harter Sport, aber das Kufen hat für mich auch immer etwas Befreiendes gehabt.” ZU ZWEIT AM EIS. Angelika Niedetzky und Chefredakteurin Ulli Wright drehten am glänzenden Eis ein paar flotte Runden.

EISKUNSTLÄUFERIN. Am Taferlklaussee bewies Angelika ihr Können am Eis, das sie in ihrer Kindheit und Jugend perfektioniert hat.

ich sterbe – ein bisserl interessanter“, verabschiedete ich mich und es funktionierte. Nicht die Popcorngeschichte, aber ich hatte nie wieder Angst, auf einen zugefrorenen See zu gehen, auch wenn er noch so knarzende Geräusche von sich gibt. Als uns allen ein bisschen kalt in den Zehen wurde, freute ich mich bereits sehr auf einen Besuch bei meinem Freund und Kollegen Tarek Leitner in Bad Goisern.

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SCHLITTENFAHRT MIT TAREK

Tarek Leitner und ich haben uns im Jahr 2007 bei einem Drehtag für ein ORF-Format kennengelernt. Ich musste damals für einen Überraschungsgast kochen, als ich Tarek in der Tür stehen sah. Er hatte panische Angst vor Hunden und war ein bisschen verhalten, als er meine damalige Hündin Rosa schnarchend auf der Couch sah. Zehn Jahre sollte es dauern, bis er in diesem Punkt keine Scheu mehr zeig-

te. So nüchtern Tarek als ZIB-Anchorman naturgemäß rüberkommen mag, so humoristisch und unterhaltsam ist jede einzelne Begegnung, die ich seit vielen Jahren mit ihm und seiner Familie oder anderen Freunden habe. Bereichernd ist sein Sarkasmus, geschliffen seine Sprache, das bestätigen auch die vier Bücher, die er herausgebracht hat, von denen eines den Titel „Mut zur Schönheit“ trägt. Und Mut zur Schön-

heit beweist er mit dem gelungenen Umbau des uralten Wochenendhäuschens am Rehkogel einwandfrei. Der alte Kachelofen schmiegt sich an eine moderne Küche, über schmale Holztreppen gelangt man in die oberen Etagen, bückt sich beim Eintreten in das eine oder andere Zimmer, das Vogelkäfige, Geweihe und sonstige traditionelle Gegenstände zieren. Und wie immer kam auch dieses Mal

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ENTDECKUNGSREISE. Ausgestopfte Vögel, Vogelkäfige und Geweihe – der ZIB-Anchorman hat viele Schätze in seinem Haus im Salzkammergut.

der Spaß nicht zu kurz. Es ist nicht wie bei manch anderen Zeitgenossen, die sich in meiner Gegenwart bemüßigt fühlen, lustig zu sein, weil sie mit einer Kabarettistin sprechen – Tarek ist es einfach. Und auch mit ihm machte ich etwas, das ich sicher 20 Jahre nicht mehr gemacht habe: Wir schnappten uns zwei Schlitten und zogen los. Allerdings hat es zwei Tage zuvor ziemlich getaut und wir fanden nur mit Müh und Not ein paar Flecken Schnee, was die Sache umso lustiger machte, da wir maximal 20 Meter weit fahren konnten. Wir wollten es aber unbedingt wissen, hatten das Schlittenfahren schon Wochen zuvor geplant, darum peitschten wir dieses Vorhaben mit Gatsch und Grasbüscheln an den Schuhen durch. SCHNAPPSCHUSS. Nach der Schlittenfahrt gab es in Tarek Leitners schmuckem Wochenendhäuschen am Rehkogel eine deftige Jause.

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TAPAS IN BAD ISCHL

GESCHMACKSEXPLOSION. Beim Essen der Tapas im Restaurant Weinhaus Attwenger kam der Spaß nicht zu kurz.

Was verbinden Sie mit Bad Ischl? Zaunerstollen, Salz, Kuraufenthalte oder Operettenbesuche? Ich, Tapas. Meine letzte Station für diese Winterausgabe führte mich ins Restaurant Weinhaus Attwenger, ein gemütliches Gasthaus, das ich besonders schätze, denn dort gibt es das, was ich in Österreich so vermisse. Kleine, feine Speisen, die man nach Belieben mischen kann – Tapas eben! In Spanien an jeder Ecke zu kriegen, muss man bei uns eben zu Nadine und Tobias gehen. Die entzückenden Wirtsleute aus unserem Nachbarland

bieten ein richtig heimisches Ambiente und großartige Tapas aus regionalen Produkten. Außerdem ist es in Zeiten wie diesen immer noch ein Hochgenuss für mich, wieder mit Menschen ohne Maske zusammensitzen zu können, denn die lauwarme Gulaschfahne eines Tischnachbarn im Gasthaus hat mir wirklich gefehlt! Nichts gegen die Masken, sie werden uns wohl noch eine Zeit lang begleiten, aber seitdem wir alle den Lappen im Gesicht tragen, hat der Begriff Fetzenschädel schon nochmal eine ganz andere Bedeutung bekommen.

„Die lauwarme Gulaschfahne eines Tischnachbarn im Gasthaus hat mir wirklich gefehlt.”

ES LEBE DIE ERINNERUNG Mit angenehm gefülltem Bauch begab ich mich letztendlich auf die Heimreise, ließ nochmal alle Abenteuer Revue passieren und freue mich jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, über die Vielfalt der Möglichkeiten, die das Salzkammergut für jedermann bereitstellt. Egal, ob es stürmt, schneit, der Nebel alles Schöne und Hässliche (Tankstellen, Einkaufszentren etc.) verhüllt, die Sonne uns wieder fröhlicher stimmt – im Salzkammergut hat jede Witterung

ihren Reiz und Monika Löff und ich haben wirklich viel ausgekostet. Das eigentlich Schwierige ist immer wieder, aus den vielen Fotos eine Auswahl zu treffen. Einfach ist es hingegen, die Erinnerungen im Gedächtnis zu behalten und sich so oft wie möglich ins Salzkammergut zu bewegen, um zu sporteln, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen oder zu relaxen – alles ist an diesem schönen Fleckchen Erde in hoher Qualität und unvergleichlich schöner Natur möglich.

Dieses Jahr neigt sich dem Ende zu, mir hat es riesengroßen Spaß gemacht, Ihnen meine persönlichen Highlights des Salzkammergutes in jeder der vier Ausgaben von „Unser Salzkammergut“ zu präsentieren. Ich freue mich, wenn wir uns eventuell einmal auf dem einen oder anderen Berg, See, in einer Gondel, am Wirtshaustisch oder beim Shoppen treffen. All das werde ich hier weiterhin betreiben, egal zu welcher Jahreszeit.

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Unsere Tipps für Sie:

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Jeweils Samstag und Sonntag von 11-19 Uhr. Mehr Infos auf Facebook oder unter +43 6229 2253-0

27. NOV

• Eröffnungszeremonie mit Elisabeth „Lizz“ Görgl • Zillenfahrt mit Heißgetränk (Anmeldung vor Ort) • Wechselndes Musikprogramm • Einmaliges Kinderprogramm in der Schloss Remise

Erleben Sie endlich wieder den traditionellen Adventmarkt auf dem atemberaubenden Gelände des Schloss Fuschl! Entdecken Sie Hütte für Hütte Handarbeiten regionaler Aussteller, genießen Sie bei einer Tasse Glühwein den wundervollen Blick auf den winterlichen Fuschlsee und stärken Sie sich mit deftigen Schmankerln, feinem Fisch aus der Schloss Fischerei sowie Süßem aus der hauseigenen Backstube.

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Schloss Fuschl, A Luxury Collection Resort & Spa • Schloss Straße 19 • 5322 Hof bei Salzburg E-Mail: info@schlossfuschl.com • Tel.: 06229 2253-0

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Kaiserliche Genussmomente im Bad Ischler Advent Zur Adventzeit taucht die Stadt in ein weihnachtliches Kleid, pompös und doch passend – kaiserlich! Die einzigartige Weihnachtsbeleuchtung verleiht der Einkaufsstadt einen ganz besonderen Glanz.

I

Fotos: Lenzenweger, Leitner Daniel, Stadler Wolfgang

m Winter übt die Kaiserstadt eine ganz besondere Faszination auf Erholungssuchende aus, für die man sich Zeit nehmen sollte. Denn es geht nicht darum, die Zeit effizient zu nutzen, sondern einfach nur den Moment zu genießen und auszukosten. In Bad Ischl ist die Kultur zu Hause und man kann gemütlich flanieren sowie ehrliche Handwerksprodukte bei familiengeführten Handelsbetrieben im Stadtzentrum einkaufen. Ein Highlight ist das EurothermenResort, der richtige Ort, um Entspannung, Wohlbefinden und Ruhe zu verbinden. Oder man schnallt sich die Schneeschuhe an und wandert in den umliegenden Bergen und auf naturbelassenen Almen. Nicht zuletzt bietet die Stadt genug Abwechslung, weil sie sich ihr echtes Brauchtum noch bewahrt hat. In den Mittelpunkt des Advents rückt sich die Trinkhalle im Zentrum der

Stadt. Denn sie beherbergt den wunderbaren Christkindlmarkt der Ischler Handwerker, der alle Jahre wieder original Handg’machtes in stimmungsvollem Ambiente präsentiert. Am Vorplatz wird vorweihnachtliche Gemütlichkeit im Schmankerldorf und beim idyllischen Eislaufplatz spürbar. Bis weit über die Grenzen des Salzkammerguts hinaus sind die Ischler Handwerker für ihre Meisterschaft bekannt, das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden. Genau das ist es nämlich, was

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man in der Kaiserstadt unter Handwerkskunst versteht. Was die Besucher am Christkindlmarkt erwartet, ist ein sinnliches Gesamterlebnis aus Sehen, Riechen, Schmecken und Hören. Gesamterlebnis bedeutet, dass es Hüte, Kleider, Keramik, Schönes aus Holz, Blumengestecke, Kulinarisches und vieles mehr, nicht nur als fertige Produkte zu bestaunen und probieren gibt. Womit sich auch der Ruf des Marktes als unerschöpfliche Quelle für einzigartige Weihnachtsgeschenke erklärt.

E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G

Bad Ischl floriert durch bleibende Werte und beständige Schönheit. Kaiserlich, ohne erhaben zu sein, bietet die Stadt eine farbenfrohe Mischung aus Lebensfreude und gelebter Tradition. Dieser große Glanz findet auch in einer eigenen Einkaufswährung seine Entsprechung – dem Ischler Gulden. Die goldene Einkaufsmünze ist das ideale Geschenk für jeden Anlass, ganz besonders zu Weihnachten. Öffnungszeiten Christkindlmarkt der Ischler Handwerker 19. November bis 19. Dezember, Mittwoch – Sonntag von 10 bis 18 Uhr sowie am 6. und 7. Dezember 2021

VERANSTALTUNGSHIGHLIGHTS 26.11. Krippenausstellung, bis 2. Februar 2022, Museum der Stadt 3.12. 19 Uhr: Nikolauskonzert des Rotary Clubs Bad Ischl 4.12. 20 Uhr: Klassisches Adventkonzert im Rahmen des 60-jährigen Jubiläums des Lehár Festivals Bad Ischl, Stadtpfarrkirche 5.12. 10 Uhr: Weihnachten im Museum, bis 8. Dezember, Museum der Stadt 11.12. 16.30 Uhr: Klassische Weihnacht, Evangelische Pfarrkirche 30.12. 16 Uhr: Salzkammergut Brauchtumsweihnacht, Kongress & TheaterHaus 31.12. 12 Uhr: Sternschießen der Prangerschützen, bis 13 Uhr, Bad Ischl 14 Uhr: Altjahresschießen der Prangerschützen, Esplanade 1.1. 16.00 & 19.30 Uhr: Neujahrskonzert, Kongress & TheaterHaus 5.1. 17 Uhr: Ritt der Hl. Drei Könige, Hirtenkinder und Glöcklerlauf, Stadtzentrum 11. – 13.2. Internationales Winter Varieté Bad Ischl, Kongress & TheaterHaus

KONTAKT

Tourismusverband Bad Ischl Trinkhalle/Auböckplatz 5 4820 Bad Ischl Tel.: 06132/27757-0 office@badischl.at www.badischl.at/advent

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3+1-Aktion

Ab einer Buchung von 3 Nächten eine Nacht extra geschenkt! Gültig bis inkl. Juni 2022

UNSER SALZKAMMERGUT-Geheimtipp:

Heritage Boutique Apartments Bad Ischl ****S

Der schönste COUNTDOWN des Jahres ...

Begeben Sie sich auf eine Zeitreise und genießen Sie das historische Ambiente der Kaiserstadt, ohne dabei auf modernen Komfort zu verzichten. Die prachtvolle Stadtvilla aus der Jahrhundertwende wurde 2020 liebevoll restauriert und jedes Apartment individuell eingerichtet. Unsere nachhaltigen Boutique Apartments liegen so zentral, dass Sie auch ohne Auto Ihren Urlaub genießen können – und das zu jeder Jahreszeit.

... ist der Klimtpralinen-Adventkalender!

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oll man den feinen original Klimtpralinen-Adventkalender heuer tatsächlich verschenken oder sich selber damit verwöhnen? Kein Problem, einfach dem Christkind rechtzeitig Bescheid geben – es arbeitet eng mit den kreativen Zuckerbäckerinnen und Zuckerbäckern der Schokoladenstube der Konditorei zusammen.

www.heritagebadischl.at

Liebgewonnen. Aus einer originellen Idee wurde Tradition: Der Adventkalender mit original Klimtpralinen ist heiß ersehnt und ab sofort erhältlich im Geschäft oder jetzt auch im ONLINESHOP shop.konditor.at. Mittlerweile gehört er unbedingt zur Vorweihnachtszeit – täglich eine der 24 feinen Köstlichkeiten und schon ist das Christkind da.

Restaurant Weinhaus Attwenger

Weihnachten – Fest der Liebe und Besinnlichkeit

www.restaurant-attwenger.at

KONDITOREI OTTET © Konditorei Ottet

Besuchen Sie das Weinhaus Attwenger, das älteste Wirtshaus in Bad Ischl, mit über 400 Jahren Gastfreundschaft! Erleben Sie besinnliche Stunden und schwelgen im Genuss feiner Speisen und Wein oder machen eine virtuelle Runde durchs Wirtshaus – wir freuen uns auf Sie!

KONTAKT

Karl & Waltraud Ottet Marktplatz 6, 4861 Schörfling am Attersee Tel.: 07662/646 40 E-Mail: ottet@konditor.at, www.konditor.at

E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G E N

Pralinen als Geschenk. Ob kunstvoll verziert, mit Nougat, Ganache, Nüssen und Marzipan oder verfeinert mit edlem Hochprozentigen – die Konditorei Ottet bietet eine große Auswahl an Pralinenkreationen aus hauseigener Manufaktur. Stück für Stück wird in liebevoller Handarbeit gefertigt und macht jede Praline zu einem kleinen Meisterwerk, über das sich jeder Beschenkte unter dem Christbaum freut.

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Logenplatz mit Lifestyle

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„Es war einmal“… so beginnen viele Geschichten und Märchen

s ist wie in einem Märchen ... kann man von einem Aufenthalt im Viersternehotel Seevilla am Ufer des Altausseer Sees behaupten. Besonders in der Winterzeit fühlt man sich im familiengeführten Hotel wie in einem Winterwunderland zwischen Tradition und Moderne.

E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G

© Karl Steinegger

Um seine eigene (Urlaubs-)Geschichte zu schreiben, findet man hier reichlich Inspiration. Das Hier und Jetzt sowie die Ruhe der Natur genießt man am besten am See. Stellen Sie sich vor, Sie spazieren durch die idyllische Winterlandschaft am Ufer entlang. Kleine Eiszapfen hän-

gen von den Bäumen und man spürt das Knirschen des Schnees unter den Füßen. Schnell neigt man dazu, sich in Tagträume zu verlieren und die Zeit scheint still zu stehen. Der eigene warme Atem verbindet sich mit der frischen Altausseer Luft und man wird eins mit der Natur.

Wenn man die ehrliche und regionalauthentische Küche mit Blick auf die massive Bergwelt erlebt, ist man auch kulinarisch an der Spitze angekommen. Im Restaurant kann man sich unter anderem auf frischen Fisch vom See, saisonale Spezialitäten aus der direkten Umgebung und edle Tropfen von nah und fern freuen. Abgerundet werden die Seevilla-Momente mit einem wohltuenden Aufenthalt im Wellnessbereich. Die Tasse Tee tut besonders nach einer Spa-Behandlung – veredelt mit Alpensalz und natürlichem Zirbenholz – oder einem wärmenden Saunaaufenthalt gut.

Den Altausseern mag man ab und zu eine gewisse Rauheit nachsagen, aber wenn man selbst die Herzlichkeit und Gastfreundschaft in der Seevilla hautnah erlebt, weiß man, dass man einen besonderen Ort gefunden hat. Einen Sehnsuchtsort, den man schnell lieben lernt und zu dem man immer wieder gerne zurückkehrt.

TIPP A LTA U S S E E R   W I N T E R Z A U B E R : 3 Nächte inkl. Pferdekutschenfahrt und Seevilla-Inklusivleistungen, ab EUR 428 p.P. KONTAKT

Romantik Hotel Seevilla Maislinger-Gulewicz GmbH & Co KG Fischerndorf 60, 8992 Altaussee Tel.: 03622/207 10 www.seevilla.at

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Die Welt von Ser vus

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Den Winter genießen

© Gerhard Spengler

In Ebensee am Traunsee lässt sich die Wintersaison besonders abwechslungsreich erleben.

© Traunsee Touristik, Hörmandinger

FAMILIENZEIT. Das Feuerkogel-Plateau ist ein echter Geheimtipp.

© Gerhard Spengler

E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G

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bensee, die familiäre Marktgemeinde am Südufer des Traunsees im Herzen des Salzkammerguts, kann im Winter mit einer Fülle an Freizeitmöglichkeiten und unglaublich schönen Naturimpressionen aufwarten. Ein Geheimtipp bei Wintersportlern und Naturliebhabern ist das rund 1.600 Meter hohe Familienskigebiet Feuerkogel. Bestens präparierte Pisten, grandiose Panoramablicke, Ski- und Snowboardkurse samt Ausrüstungsverleih, vier Berggasthöfe, Outdooraktivitäten mit „Capricorn Adventures“ und vieles mehr zeichnen das Gebiet aus. Besonders beliebt ist das Feuerkogel-Plateau bei Fami-

NATURERLEBNIS. Rund um Ebensee ist eine Winterwanderung ein Genuss.

lien mit Kindern. Schneeschuhwanderer genießen die Weitläufigkeit des Feuerkogel-Plateaus mit seinen sechs markierten und gespurten Trails, Tourengeher können das Höllengebirge mit seiner unberührten Landschaft erkunden. Auf Wanderer warten entlang der traumhaften Naturschutzgebiete Offensee und Langbathseen erholsame Winterspaziergänge, Langläufer genießen die schöne Winterlandschaft mit der herrlichen Bergkulisse auf der 12 Kilometer gespurten Loipe entlang der beiden Langbathseen. Vom 2. Februar bis 30. März 2022 können Gäste jeden Mittwoch an einer geführten Erlebnis-Schneeschuhwanderung am Feuerkogel teilnehmen. Oder, wie wäre ein Besuch der drei Museen, das Betrachten der einzigartigen Ebenseer Landschaftskrippen im Rahmen der „Ebenseer Kripperlroas“? Wie wären ein paar Runden in der Indoor-Karthalle, erholsame Stunden im

Hallenbad oder eine Ausfahrt mit dem Husky-Schlitten? Wichtiger Hinweis: Zum Schutz der Gäste und Bevölkerung werden bei allen Aktivitäten die gültigen Covid19-Bestimmungen eingehalten! Gastliche Unterkünfte im Tal oder am Berg – in Ebensee am Traunsee sind Sie immer gut untergebracht. Auf Wunsch erhalten Sie gerne kostenloses Prospektmaterial übermittelt, auch zu den Pauschalangeboten. KONTAKT

TOURISMUSBÜRO EBENSEE Hauptstraße 34 4802 Ebensee am Traunsee Tel.: 06133 / 80 16 E-Mail: info@ebensee.com www.ebensee.com

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Dem Genuss auf der Spur

Als Skitourengeher hat er schon so manche Höhenmeter gesammelt. Nun hat Flo Scheimpflug seine Leidenschaft in ein Buch verpackt. In „Dem Genuss auf der Spur“ präsentiert der gebürtige Wiener 50 Skitouren quer durch die österreichischen Alpen und verrät, wo die Berge besonders gut schmecken. Wir haben ihn ein Stück seines Weges begleitet und zeigen Ihnen auf den nachfolgenden Seiten malerische Touren durch Oberösterreichs Berge. Legen Sie mit uns die Tourenski an! Text: Laura Zapletal

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Großer Höllkogel 1.862 m

AUSGANGSPUNKT Talstation Feuerkogel LAGE Höllengebirge ANFAHRT A1 bis Ausfahrt Regau, danach auf der B 145 bis Ebensee fahren und an der Talstation der Feuerkogel-Seilbahn parken. AUFSTIEG UND ABFAHRT Von der Bergstation der Feuerkogel-Seilbahn vorbei an Berggasthöfen bis zum letzten Lift. Den Osthang des Heumahdgupfs queren und auf dem Weg Nr. 820 ins Edltal. Über kupiertes Gelände weiter in Richtung Riederhütte. An einer beschilderten Gabelung beim Totengrabengupf links Richtung Spitzalm und weiter auf den Gipfel des Großen Höllkogels. Wer die Riederhütte noch mitnehmen will, fellt nach kurzer Abfahrt wieder auf und steigt in 15 Minuten zur gut sichtbaren Riederhütte auf. Abfahrt von dort aus entlang der Aufstiegsspur. Von der FeuerkogelBergstation bei ausreichender Schneelage über die Piste ins Tal. ANFORDERUNG IM AUFSTIEG circa 400 Höhenmeter, 2 Stunden EINKEHR Riederhütte (1.765 m)

Kondition Technik Gesamt

© Lena Widmann

WEITERE TOUR IN DER UMGEBUNG Brunnkogel (1.779 m)

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Simonyhütte 2.203 m

AUSGANGSPUNKT Parkplatz Talstation Krippenstein LAGE Dachsteingebirge ANFAHRT Von Westen kommend über die Tauernautobahn A 10, Abfahrt bei Golling und weiter über Abtenau auf der B 166 Richtung Gosau, Hallstatt und schließlich nach Obertraun zur Talstation der Dachstein-Krippenstein-Seilbahn. Von Osten kommend über die Westautobahn A 1 (Wien-Salzburg), Abfahrt Regau und weiter über Gmunden, Bad Ischl, Bad Goisern, Hallstatt nach Obertraun. AUFSTIEG UND ABFAHRT Zuerst mit der Gondel zur Bergstation Krippenstein. Abfahrt zur Talstation der Seilbahn 3. Von dort aus zur Gjaidalm abfahren und dann auf der gut ausgeschilderten Ratracspur zur Simonyhütte aufsteigen. Abfahrt entlang der Aufstiegsspur. Bei der Gjaidalm angekommen, kurzer Gegenanstieg und von dort Abfahrt über die Piste zurück zur Talstation. ANFORDERUNG IM AUFSTIEG 612 Höhenmeter, 3 Stunden EINKEHR UND ZIEL Simonyhütte (2.203 m) WEITERE TOUR IN DER UMGEBUNG Rumplerrunde auf den Hohen Dachstein (2.995 m)

© Lena Widmann

Wiesberghaus (1.884 m) Dachsteinüberquerung von der Bergstation Dachstein Hunerkogel (2.700 m) nach Obertraun (2.317 Höhenmeter Abfahrt bei 240 Höhenmeter Gegenanstieg) Kondition Technik Gesamt

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Empfang via Satellit, Kabel oder Internet

Foto: TV1

Frank Tschautscher TV1-Redakteur

MIT TV1 UNTERWEGS IM SALZKAMMERGUT Der Sender mit den Themen, über die ganz Oberösterreich spricht. TV1 Salzkammergut liefert Ihnen Informationen, Unterhaltung und interessante Tipps für Arbeit, Freizeit und Zuhause. Und bringt Ihnen die Seen und Berge einer wunderschönen Region auch in Ihr Wohnzimmer.

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Empfang via Satellit, Kabel oder Internet

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Rote Wand 1.872 m

AUSGANGSPUNKT Wurzeralm, Spital am Pyhrn LAGE Warscheneckgruppe ANFAHRT Über die A9 Pyhrnautobahn zur Ausfahrt Spital am Pyhrn und auf der B 138 weiter zum Skigebiet Wurzeralm. Von Süden auch direkt über Liezen und den Pyhrnpass möglich. Achtung: Auch Skitourengeher müssen für den Parkplatz und die Pistenbenutzung zahlen. Nach Roßleithen über die A9 Ausfahrt Windischgarsten/Roßleithen. AUFSTIEG UND ABFAHRT Mit der Standseilbahn oder auf der Skitourenspur auf die Wurzeralm (1.420 m). Im Skigebiet kurz bergab auf den Teichlboden (circa 1.350 m) und rechts haltend zu den Hütten der Filzmoosalm. Von hier im Graben in nordöstlicher Richtung über den Sommerweg bis zum Halssattel (1.600 m) folgen. Von hier erreicht man in nördliche Richtung erst ab- und dann aufwärts in einer halben Stunde die Dümlerhütte. Für den Gipfel vom Hals südlich über eine kleine Steilstufe auf den flachen Rücken des Mitterbergs und nach Südwesten queren. Durch Wald und später Latschen zum flachen Gipfelhang. Achtung, der Gipfel fällt nach Südwesten steil ab! Vom Gipfel kurz etwas steiler in den Rote-Wand-Sattel und in nordöstlicher Richtung hinab zur Dümlerhütte. ALTERNATIVE ROUTE Geübte Tourengeher können vom Teichlboden über den Brunnsteinersee direkt unter der imposanten Roten Wand in den Sattel aufsteigen. Von dort in einer Viertelstunde auf den Gipfel. Mit Liftunterstützung von der Wurzeralm spart man sich 600 Höhenmeter (1,5 Stunden). ANFORDERUNG IM AUFSTIEG 1.400 Höhenmeter, 5,5 Stunden

© Hochzwei Media

EINKEHR Dümlerhütte (1.495 m) für eine Kaspressknödelsuppe, Käsespätzle und einen Apfelstrudel WEITERE TOUR IN DER UMGEBUNG Warscheneck (2.388 m) Kondition Technik Gesamt

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Gipfel-Talk H mit Autor Flo Scheimpflug

© Flo Scheimpflug, Markus Frühmann

err Scheimpflug, in Ihrem neuen Buch machen Sie uns das Skitourengehen mit seiner facettenreichen Magie schmackhaft. Wie sind Sie ursprünglich zum Skitourengehen gekommen? Schon seit ich drei Jahre alt bin, stehe ich auf den Skiern. Irgendwann habe ich über den Pistenrand geschaut und habe sofort Gefallen an dem unpräparierten Gelände gefunden. So wurde ich zum Freerider und aus den kleinen Aufstiegen heraus hat sich dann das

Tourengehen entwickelt. Mittlerweile bin ich fast nur mehr im Aufstieg unterwegs. Sowohl das Gesamterlebnis als auch die Möglichkeiten sind bei den Touren einfach viel reichhaltiger.

Was hat Sie zum Buch inspiriert? Für mich ist die Skitour nur ein Teil eines gelungenen Tages. Der andere Teil besteht für mich aus einem guten Essen an einem gemütlichen Ort, wo man den Tag Revue passieren lassen kann. Aus dieser Idee entstand das Buch, das im Gegensatz zum klassischen Tourenführer nicht nur Informationen auflistet, sondern auch mit guten Fotos, lesbaren Texten und einer angenehmen Haptik aufwartet.

Zu Beginn des Buches klären Sie Skitourenanfänger über die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen auf. Wo haben Sie sich dieses umfangreiche Wissen angeeignet? Einen großen Teil dieses Wissens habe ich mir im Laufe der Bergführerausbildung angeeignet. Um ein Grundwissen in puncto Lawinen zu bekommen, kann ich nur jedem einen Lawinenkurs empfehlen. Gleichzeitig ist es natürlich

wichtig, viel und vor allem mit offenen Augen im Gelände unterwegs zu sein. Was wird nach wie vor am meisten beim Skitourengehen unterschätzt? Ich denke, die Lawinensituation und die Gefahrenstellen vor Ort. Beide muss man zu beurteilen wissen. Einfach nur aktuelle Warnstufen zu kennen, ist zu wenig, um sicher unterwegs zu sein. Ebenso sollte man sein eigenes Leistungsvermögen kennen. Vorbei ist eine Tour letztendlich erst dann, wenn man sicher unten im Tal angekommen ist.

BUCHTIPP Dem Genuss auf der Spur 50 Skitouren in den österreichischen Alpen Flo Scheimpflug; Bergwelten Verlag, ISBN 978-3-7112-0035-8, € 28

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© TVB-Attersee-Attergau-Moritz-Ablinger

Genusstage am Attersee

Vom 22. November bis 13. Dezember finden heuer erstmals die „Attersee Kulinarium Genusstage“ statt. Tische können ab sofort reserviert werden.

Fünf Betriebe auf kulinarischer Mission Mit Veranstaltungen wie dem „Sommer Opening“ haben die namhaften Restaurants bereits mehr als einmal bewiesen, dass ihnen die Kulinarik im Blut liegt. Nun wird im Rahmen der „Attersee Kulinarium Genusstage“ eine weitere Jah-

reszeit genussvoll untermalt. „Wir haben schon länger überlegt, wie wir gemeinsam den Herbst für unsere Gäste kulinarisch verfeinern können“, so Christian Rutschetschin vom Langostinos. „Bei den ‚Attersee Kulinarium Genusstagen‘ setzen wir gemeinsam auf den Überraschungseffekt und die Lust, einmal etwas Neues zu probieren!“ Großer Genuss zum kleinen Preis So dürfen sich Feinschmecker vom 22. November bis 13. Dezember in jedem der fünf Betriebe auf unterschiedliche 3-Gänge-Spitzenmenüs samt Aperitif freuen. Die kreativen Küchenkünste reichen von Wild über Fisch bis hin zur süßen Überraschung. Der Preis von 38 Euro pro Person bleibt dabei in jedem

© DasBräu

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b das Restaurant Langostinos in Schörfling, das Gasthaus Wachtberg in Weyregg, das Restaurant Bootshaus in Seewalchen, Das Bräu im Hotel Aichinger oder das 1er Beisl im Lexenhof in Nußdorf: Wenn die fünf KulinariumAttersee-Wirte zu feinster Kulinarik und edlen Tropfen laden, lassen sich Gourmetliebhaber nicht zwei Mal bitten.

Lokal gleich. Tische können ab sofort reserviert werden. Mehr Infos finden Sie unter www.attersee-kulinarium.at sowie unter www.attersee-attergau.at Unser Salzkammergut | 77

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Weihnachten MIT CHRISTINA

In ihrem mittlerweile fünften Buch mit dem Titel „Weihnachten mit Christina“ hat Bestsellerautorin, Bäuerin und Bloggerin Christina Bauer aus dem Lungau einmal mehr eine wahre Inspirationsquelle auf den Markt gebracht. Uns hat die zweifache Mutter Geschenktipps zum Selbermachen verraten.

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er an Weihnachten denkt, der hat sofort gewisse Gerüche in der Nase: den Duft von Tannennadeln, Tee und … ofenfrischem Gebäck. Weil zur schönsten Zeit des Jahres niemand auf selbstgebackene Leckereien verzichten sollte, teilt Christina Bauer in „Weihnachten mit Christina“ nun ihre liebsten Festtagsrezepte mit ihren Lesern. Wer hier aber lediglich mit Keksen rechnet, der wird

Text: Ulli Wright

schon vor der Bescherung freudig überrascht sein: Christina zeigt nicht nur wie der Allerheiligenstriezel, weihnachtliche Torten und Kuchen garantiert gelingen, sondern hat auch kreative Bastel- und Geschenktipps parat. Vom selbstgebundenen Adventkranz über wunderschöne Weihnachtskarten, Adventskalender für Klein und Groß, selbstgemachter Schokolade bis hin zum Eierlikör und Schokolöffel. Lassen Sie sich auf den nächsten Seiten inspirieren.

Fotos: Nadja Hudovernik Unser Salzkammergut | 79

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Schokolöffel Zauberstab zum Rühren ZUTATEN für 15 Schokolöffel: 100 g Kuvertüre nach Wunsch Zum Bestreuen und Verzieren: gehackte Nüsse gehackte Trockenfrüchte Schokolade (z. B. Himbeerschokolade) 15 Holzlöffel

ZUBEREITUNG Die Kuvertüre über einem Wasserbad schmelzen. Die Holzlöffel in die Kuvertüre tauchen bzw. damit befüllen. Mit gehackten Nüssen oder Früchten bestreuen oder mit Schokolade verzieren.

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Eierlikör Herrlich vanillig ZUTATEN für 1 Liter Eierlikör: 1 Vanilleschote 6 Eigelb 250 g Puderzucker 350 g Schlagsahne 250 g weißer Rum Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

ZUBEREITUNG Die Vanilleschote längs einschneiden und das Mark herauskratzen. Eigelbe und Puderzucker mit einem Mixer für mindestens 5 Minuten gut verrühren. Schlagsahne und weißen Rum unterrühren. Die Masse anschließend über einem heißen Wasserbad 6 bis 8 Minuten aufschlagen, bis sie dick und heiß ist. Sie darf aber nicht kochen. Den Eierlikör in schöne Fläschchen füllen und sofort gut verschließen.

TIPP Im Kühlschrank aufbewahrt hält Eierlikör ca. 4 Wochen.

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Gebrannte Mandeln Wie auf dem Weihnachtsmarkt ZUTATEN 200 g Zucker 1 Pkg. Vanillezucker 1/2 TL Zimt 100 g Wasser 200 g Mandeln Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

ZUBEREITUNG Zucker, Vanillezucker und Zimt in einer Pfanne erhitzen, das Wasser dazugeben und zum Kochen bringen. Die Mandeln hinzufügen und unter ständigem Rühren weiterkochen lassen, bis der Zucker eingetrocknet ist. Die Temperatur dann reduzieren und so lange weiterrühren, bis der Zucker leicht schmilzt und die Mandeln etwas glänzen. Die Mandeln auf ein Backblech stürzen und auskühlen lassen.

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Nikolaus Lustig, lustig, tralalalala ZUTATEN für 1 Nikolaus: 250 g lauwarme Milch 1 Ei 625 g Weizenmehl 700 (D: 550) 1 Würfel Hefe 7 g Salz 100 g Zucker 100 g zimmerwarme Butter Zum Verzieren: 1 verquirltes Ei Hagelzucker Rosinen

ZUBEREITUNG Die Milch mit dem Ei vermischen. Anschließend das Mehl dazugeben. Die Hefe direkt auf das Mehl bröseln. Zum Schluss Salz, Zucker und Butter hinzufügen. Alles zu einem feinen, glatten Teig verarbeiten. Den Teig ca. 30 Minuten zugedeckt gehen lassen und in folgenden Schritten verarbeiten. 1 Den Teig ausrollen und mit einem Messer eine Nikolausform ausschneiden. 2 Aus den Teigresten Stab, Hutkrempe, Nase, Bart und sonstige Verzierungen formen und an der Nikolausform befestigen. 3 Den Nikolaus mit dem Ei bestreichen und nach Belieben mit Hagelzucker bestreuen. 4 Zwei kleine Stückchen von einer Rosine abschneiden und als Augen anbringen. 5 Im vorgeheizten Backofen 170 °C Heißluft ca. 25 Minuten lang backen.

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Selbstgemachte Schokotafeln Für die beste Freundin

ZUTATEN

ZUBEREITUNG

Verschiedene Schokoladensorten (hell und dunkel) Trockenfrüchte und Nüsse nach Wunsch

Die Schokolade bei 60 °C im Backofen schmelzen. Die Masse danach auf einem Backpapier verteilen und gleichmäßig verstreichen. Im Anschluss Früchte und Nüsse darauf verteilen und trocknen lassen. Zum Verschenken die Schokolade je nach Bedarf in unterschiedlich große Teile brechen und mit einem schönen Papier oder einer Folie verpacken.

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Geschenkanhänger Mit Liebe eingepackt Geschenkanhänger aus Salzteig: Sie sind schnell gemacht und schauen wunderschön weihnachtlich aus. „Ich steche immer Sterne, Herzen, Weihnachtsmänner und Buchstaben aus. So bekommt jedes Geschenk seine ganz persönliche Note“, verrät Christina. Und Spaß macht das Arbeiten mit Salzteig obendrein.

ZUTATEN 2 Tassen Mehl 1 Tasse Salz 1 Tasse Wasser 1 TL Pflanzenöl

ZUBEREITUNG Vermische Mehl und Salz in einer Schüssel. Gib dann das Wasser und das Öl dazu und knete alles gut durch. Rolle den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus. Dann kannst du ganz nach Belieben Formen, Buchstaben oder Anhänger ausstechen. Backe den Salzteig entweder bei 120 °C Heißluft für ca. 45 Minuten oder lasse ihn an der Luft aushärten.

TIPP Ist der Salzteig zu klebrig, kannst du etwas Mehl hinzufügen. Wenn der Salzteig zu trocken ist und beim Formen einreißt, hilft etwas Öl.

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Geschenke Schön verpackt Auch in Sachen Geschenkverpackungen beweist Christina absolute Kreativität. Am liebsten verpackt sie Weihnachtsgeschenke ganz einfach mit Backpapier, Garn oder Schnüren und selbstgemachten Anhängern (siehe Seite 85). Zum Dekorieren kommen dann kleine Keksausstecher, Buchstaben für die Namen aus Holz oder sattgrüne Fichtenzweige zum Einsatz. Damit wird jedes Päckchen zum Unikat. Wir wünschen „gutes Gelingen“!

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Weihnachtskarten Selbstgebastelt Christina bastelt ihre Weihnachtskarten am liebsten selbst. Dafür braucht es nur Tonpapier in weihnachtlichen Farben, Bastelfilz, Schnüre, Geschenkbänder und Stempel. Je nach Wunsch kleine Bäume oder Sterne ausschneiden, Weihnachtsbäume aus Dekoband falten oder einfach nur einen Weihnachtsgruß auf die Karte stempeln und darunter ein schönes Band falten. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und macht auch Kindern Riesenspaß.

BUCHTIPP „Weihnachten mit Christina“ Über 70 Rezepte für Kekse, Brote, Stollen & Striezel Löwenzahn Verlag, ISBN 978-3-7066-2696-5, 240 Seiten, € 26,90 88 | Unser Salzkammergut 78-88_WeihnachtenChristina.indd 88

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Weihnachten

wie damals

Weihnachten bedeutet neben Familie, Freunde, Christbaum und Geschenke vor allem auch essen, trinken und genießen. Für unser Weihnachtsmenü lassen wir uns heuer von Roland Essl und seinem neuen Buch „Alpenkulinarik: Geschichten und Rezepte der alpenländischen Küche“ (Pustet Verlag) inspirieren. Text: Ulli Wright

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tinkerknödel, Herrgottsbscheisserl, Saumoasn, Katzengschroa – wer Roland Essl kennt, weiß, dass der Spitzenkoch aus Salzburg ein Faible für die besonderen Rezepte der alpinen Küche hat. Seit vielen Jahren widmet sich der Gastrosoph der Erforschung der bäuerlichen Speisen im historischen Zusammenhang. Im Gegensatz zur klösterlichen, adeligen und bürgerlichen Küche, deren Rezepte schon bald nach der Erfindung des Buchdrucks vervielfältigt wurden, hat man die Rezepte im bäu-

Rezeptfotos: Roland Essl

Autorenfoto: Marco Riebler

erlichen Umfeld noch lange Zeit meist nur mündlich an die nächste Generation weitergegeben. Und in jedem Tal wurde anders gekocht, weil die verschiedenen alpinen Regionen auch unterschiedliche Voraussetzungen für den Anbau und die Erzeugung von Nahrungsmitteln mit sich brachten. Das führte aber umgekehrt zu einer immensen Vielfalt an Gerichten. Obwohl mit vielen guten Rezepten bestückt, ist „Alpenkulinarik“ kein Kochbuch im herkömmlichen Sinn. Neben den Rezepten, die einfach zum Nach-

kochen sind, informiert Roland Essl auch über die Herkunft vieler Gerichte und ihre Ausbreitung im Alpenraum. Auf den folgenden Seiten haben wir ein Weihnachtsmenü mit Krebsensuppe, Rote Rüben-Knödel, Rehbraten und Lebkuchennockerl zusammengestellt. Ob Fleischtiger oder Vegetarier, es ist für jeden etwas dabei. Sollten Sie dennoch Lust auf Originalität am Teller haben und Ihre Gäste mit Gerichten wie Hergottsbscheisserl oder Katzengschroa überraschen wollen, legen wir Ihnen das Buch „Alpenkulinarik“ ans Herz, es ist in jedem Fall sehr sehensund lesenswert. Unser Salzkammergut | 91

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Krebsensuppe 4 PORTIONEN

ZUTATEN 400 ml Krebsenfond (Rezept Seite 52) 50 ml Schlagobers 60 g Butter Dill Olivenöl zum Braten 8 Krebsen- oder Garnelenschwänze Prise Salz

ZUBEREITUNG 1. Krebsenfond mit Schlagobers aufkochen und leicht salzen. 2. Mit einem Pürierstab oder Standmixer die Butter einmixen und mit fein geschnittenem Dill würzen. 3. Die Krebsen- oder Garnelenschwänze in Olivenöl anrösten, salzen und als Suppeneinlage servieren.

ROLAND ESSL – KOCH UND GASTROSOPH Der Wirtssohn aus Salzburg kochte im K+K am Waagplatz in Salzburg und im Restaurant „Korso“ in Wien. 13 Jahre lang hat er den Gasthof Weiserhof in Salzburg betrieben. Heute leitet er eine Kochschule in Fuschl am See. Die Rezepte des Kenners der bäuerlichen und alpinen Küche findet man in seinen Büchern „Geschmackssache“ und „Alpenkulinarik“ (Verlag Anton Pustet).

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Rote-Rüben-Knödel mit Ziegenkäse 4 PORTIONEN

ZUTATEN 250 g rote Rübe Kümmel 150 g Zwiebel 150 g Butter 40 g Knoblauch 200 g Knödelbrot 4 Eidotter Salz Kümmel, gemahlen Koriander, gemahlen Ziegenkäsewürfel zum Füllen Zum Garnieren: etwas gehobelter Parmesan eventuell frische Salbeiblätter Butter

ZUBEREITUNG 1. Die Rote Rübe in gesalzenem Wasser mit ordentlich Kümmel weichkochen, anschließend mit einem Messer die Haut abschaben, klein schneiden und im Standmixer fein pürieren. 2. Die Zwiebel feinwürfelig schneiden und in Butter glasig anschwitzen, Knoblauch hacken, dazugeben und ebenfalls ohne Farbe anschwitzen. 3. Bis auf den Ziegenkäse aus sämtlichen Zutaten eine Knödelmasse bereiten und etwa eine Stunde ziehen lassen. 4. Kleine Knödel formen und mit einem Ziegenkäsewürfel füllen. 5. In Wasser grauen die Knödel aus. Um die schöne rote Farbe zu erhalten, kochen Sie die Knödel im Dampf. Wenn kein Dampfgarer zur Verfügung steht, legen Sie die Knödel in einen geeigneten Topf mit Siebeinsatz und 2 – 3 cm Wasser und dämpfen Sie sie gut verschlossen etwa 12 Minuten. 6. Die Knödel anrichten und mit aufgeschäumter Butter, Parmesan und Schnittlauch servieren. TIPP Da die Rote Rübe süß ist, sollte man mit den Gewürzen ordentlich dagegenhalten. Sehr gut passt auch frischer Salbei zu diesem Gericht. Schneiden Sie hierfür Salbei etwas kleiner und schäumen diesen mit der Butter auf.

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Rehbraten mit Blaukraut und Böhmischen Knödeln 4 PORTIONEN

ZUTATEN Rehbraten: 500 g Rehschlögel Pfefferkörner Wacholderbeeren Salz 2 Karotten 1/4 Sellerie 1 Zwiebel Bratöl 2 EL Tomatenmark 250 ml Rotwein Wasser Lorbeerblätter frischer Rosmarin Thymian 5 EL Preiselbeerkompott Suppenwürze 1 TL Maisstärke Blaukraut: 500 g Blaukraut, fein geschnitten 10 g Salz Prise Pfeffer Prise Zimt, gemahlen Prise Kümmel, gemahlen 2 Nelken 1 Apfel 3 EL Preiselbeermarmelade 1/8 l Rotwein Saft einer 1/2 Zitrone 1 EL Butterschmalz oder 20 ml Öl 1 kleine Zwiebel 25 g Kristallzucker kleiner Spritzer Apfelessig 50 ml Wasser 3 g Maißstärke

ZUBEREITUNG Rehbraten 1. P fefferkörner und Wacholderbeeren im Mörser zerreiben. 2. Den Rehschlögel mit Salz, Wacholder und Pfeffer einreiben. 3. K arotten, Sellerie und Zwiebel schälen und grob schneiden. 4. In einem Topf etwas Öl erhitzen, den Rehschlögel einlegen und rundherum anbraten. Danach das Fleisch aus dem Topf nehmen, das Gemüse zugeben und anbraten. 5. Nun das Tomatenmark einarbeiten und ebenfalls anrösten. 6. Mit Rotwein ablöschen, Wasser auffüllen und mit den Gewürzen sowie dem Preiselbeerkompott aromatisieren. 7. D as Fleisch dazugeben und ca. 1 1/4 Std. weich dünsten. 8. D ie Sauce passieren, mit Maisstärke binden und abschmecken. Blaukraut 1. Das Blaukraut mit Salz, Pfeffer, Zimt, Kümmel und Nelken würzen, gut verkneten und anschließend etwa 20 Minuten rasten lassen. 2. Den Apfel schälen, fein reiben und mit Preiselbeermarmelade, Rotwein und Zitronensaft unter das Kraut mischen. An einem kühlen Ort mindestens 6 Stunden ziehen lassen. 3. Zwiebel in Butterschmalz hell anschwitzen, den Zucker dazugeben und so lange rösten, bis der Zucker zu einer hellbraunen Farbe karamellisiert. 4. Mit einem kleinen Spritzer Essig und Wasser ablöschen, das marinierte Blaukraut samt Saft dazugeben und zugedeckt leicht köchelnd weich dünsten (gegebenenfalls etwas Wasser zugießen, die Flüssigkeit sollte aber fast zur Gänze verkocht sein). 5. Maisstärke mit etwas kaltem Wasser anrühren und das Blaukraut damit binden. Abschmecken und eventuell etwas nachzuckern. Den Rehbraten mit dem Blaukraut sowie in Butter angebratenen Böhmischen Knödeln (Rezept im Buch S. 218) servieren.

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Lebkuchennockerl 5 PORTIONEN

ZUTATEN 80 g Lebkuchen 1 g Lebkuchengewürz 50 g Kochschokolade 2 Stk. Blattgelatine 1 Ei 2 Eidotter 40 g Kristallzucker 10 ml Mandellikör 200 ml Schlagobers Zum Garnieren: Schlagobers Schokoladenspäne

BUCHTIPP

Roland Essl Alpenkulinarik Geschichten und Rezepte der alpenländischen Küche Verlag Anton Pustet ISBN 978-3-7025-1024-4 320 Seiten, Hardcover, € 32

ZUBEREITUNG 1. Lebkuchen in feine Würfel schneiden, mit Lebkuchengewürz mischen. 2. Schokolade in einer Schüssel im Backrohr bei 60 °C erwärmen. 3. Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen. 4. Einen Topf mit zweifingerhohem Wasser zum Kochen bringen. 5. Ei, Eidotter und Zucker in einer Schüssel über dem Wasserdampf mit einem Schneebesen cremig warm aufschlagen. Anschließend vom Topf nehmen und kalt schlagen. 6. Die aufgeweichte Gelatine aus dem Wasser nehmen und mit dem Mandellikör erwärmen. 7. Die in Mandellikör aufgelöste Gelatine in die Eiermasse einrühren, ebenfalls die flüssige Schokolade. 8. Das Schlagobers fast steif schlagen und unter die Masse heben, ebenso die Lebkuchenwürfel. 9. Im Kühlschrank mindestens 5 Stunden anziehen lassen. 10. Mit einem heißen Löffel Nockerl ausstechen, anrichten und mit Schlagobers und Schokoladenspänen garnieren.

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t i m e i D s a l G   m de … t tanz Die von Verena Schatz mundgeblasenen Glasobjekte verbinden klares Design mit perfekter Funktionalität. Obwohl jedem Entwurf eine Skizze vorausgeht, gibt die Künstlerin dem Material den Spielraum, den es braucht. Deshalb gleicht hier kein Stück dem anderen. Zu Besuch in der Glaswerkstatt.

Text: Zivana de Kozierowski

Fotos: Monika Löff Unser Salzkammergut | 101

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an könnte es fast übersehen: Nur ein kleines Schild deutet auf die Werkstatt „Glass Maker Space“ in St. Konrad hin, das Atelier, in dem die Künstlerin Verena Schatz erst seit einigen Monaten ihre Glasobjekte fertigt. Kaum haben wir die Halle betreten, sind wir auch schon mitten drin in der Materie. Eine heiße Sache: Das Feuer in einem Ofen bullert laut vor sich hin, davor die Künstlerin mit Schutzbrille im Gesicht und einem Metallstab – der sogenannten Glasmacherpfeife – in der Hand, auf dem gerade ein noch zähflüssiger Glasklumpen bearbeitet wird.

Mit meinen Arbeiten bewege ich mich an der Schnittstelle zwischen Kunst, Handwerk und Design.

Der Weg zum Glas Es wirkt fast wie ein Tanz, wie eine durchkomponierte Choreografie, wenn Verena Schatz zwischen Ofen und Glasbläserwerkzeugen hin und her jongliert. Dabei dreht sie die Glasmacherpfeife mit Glasobjekt gekonnt und fast grazil – schnelle Abläufe und akkurate Bewegungen. Dazwischen führt sie die Pfeife immer wieder zum Mund und bläst hinein, nachdem das Material im Ofen erhitzt wird. Das Glasobjekt bekommt Struktur und der vorher noch etwas unförmige Klumpen wird immer mehr als Glasobjekt mit einer ganz bestimmten Form erkennbar.

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Was die Künstlerin hier in knapp sieben Minuten demonstriert, hat sie über Jahre hinweg erlernt. Sechs Jahre dauert es in der Regel, bis ein Glasmacher seine Kunst beherrscht. Dabei erzählt Verena Schatz auch, dass sie im Rahmen ihrer Ausbildung an der Royal Danish Academy of Design in Dänemark auf der Insel Bornholm einen Bachelor Degree in Glaskunst erworben hat. „Ursprünglich wollte ich dorthin nur eine Studienreise machen, aber dann habe ich im wahrsten Sinne des Wortes Feuer gefangen.“ Während sie so ihren Werdegang schildert, klingt bei Verena Schatz immer wieder der Tiroler Dialekt durch. Von Tirol in die weite Welt In Tirol ist die Designerin nicht nur aufgewachsen, dort hatte sie auch ihre ersten Berührungspunkte mit dem Material Glas. In Kramsach besuchte sie die renommierte Glasfachschule und arbeitete schließlich fünf Jahre als Glastechnikerin. 2008 kehrte die Tirolerin zum Werkstoff Glas als kreativem Medium zurück. Nach einem Prakti-

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kum im Corning Museum of Glass in den USA studierte Schatz ein Semester Glass Design an der Kalmar University in Schweden. Dann folgte ihr Bachelorstudium auf der Insel Bornholm. Zwischen 2013 und 2015 besuchte Verena Schatz das Institut für Künstlerische Keramik und Glas an der Hochschule Koblenz, welches sie im Juli 2015 mit dem Master of Fine Arts abschloss. Bis 2017 war sie dort als Dozentin für Glasbearbeitungstechniken und Werkstattleiterin tätig. Seither lebt und arbeitet die Glasmacherin im idyllischen St. Konrad – zwischen Gmunden und Scharnstein gelegen – und betreibt dort seit einem halben Jahr ihr Atelier „Glass Maker Space“. Hier will Verena Schatz künftig ihr Wissen rund um das Glasmachen an Interessierte weitergeben. Glasparadies Skandinavien Während der Woche wird vorrangig die Feinarbeit erledigt. Das Zeitaufwendigste, so Verena Schatz, sei das Schneiden und Schleifen der Glasob-

Ich beginne immer mit einer Skizze und zeichne die Form, welche ich mir vorstelle. Doch ich mag es genauso, die Dinge dem Zufall zu überlassen. Verena Schatz

jekte. Ihre Zeit investiert die Künstlerin aber auch in die Suche nach Kooperationen mit anderen Künstlern oder in die Organisation von Ausstellungen, wie zuletzt in der Galerie Brunnhofer in Linz.

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Auch Projekte wie „Artists-in-Residence“ stünden immer wieder auf dem Programm. Diese Themen liegen der Glasmacherin besonders am Herzen. In Österreich, so meint sie, gebe es nämlich keine „Glasszene“ wie etwa beispielsweise in Dänemark. Das führe auch zu einem ganz anderen Bewusstsein im Zusammenhang mit diesem Material. „Die Menschen sollten wieder ein Gefühl, eine Wertschätzung dafür bekommen, was hinter dieser Arbeit steckt“, so Schatz. In Skandinavien hat dieses Kunsthandwerk einen ganz anderen

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Stellenwert. Es hat ein viel höheres Image, es gibt eine regelrechte Szene mit vielen kleinen Glasstudios und Künstlern, die mit Glas arbeiten. In Österreich sei Glaskunst oft mit einem Image behaftet, das eher altmodisch und verstaubt ist. Formschönes Design sei das Schlagwort. Nur damit könne man Glasobjekte aus dieser Ecke holen und wieder mehr ins Bewusstsein rücken, so die Glasmacherin. Wunderschönes Farbenspiel Auf einmal scheint die Herbstsonne in flachem Winkel durch das Werkstattfenster. Und ganz so, als ob jemand ei-

nen Lichtschalter betätigt hätte, fangen die Glasobjekte im Raum plötzlich an zu leuchten und werfen dabei farbige Schatten auf den Untergrund. Ein zauberhaftes, stilles Spektakel sondergleichen. Denn nicht nur Farben wie Bernstein, Stahlblau oder Cyan bekommen jetzt eine besondere Intensität, auch die unterschiedlichsten Oberflächenstrukturen zeichnen sich in ihrem Schattenwurf ab und „erzählen“ so von ihrem Fertigungsprozess. Die besonders feinen Kraklee-Strukturen entstehen übrigens, wenn das noch heiße Glas zum Teil in kaltes Wasser getaucht

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Die größte Faszination birgt für mich nach wie vor der flüssige und formbare Zustand von Glas. Dieser weiche und formbare Zustand ist in vielen meiner Arbeiten, trotz physikalischer Starrheit, formal noch präsent. Verena Schatz

wird. „Was die Färbung und die Formgebung betrifft, gibt es unzählige Möglichkeiten“, so Verena Schatz. Nicht zuletzt durch das Farbpulver, dem sogenannten „Glaskrösel“, das beigemischt wird, um bestimmte Farbeffekte im Glas zu erzielen.

herrschen hat schon viele Jahre gedauert. Man sagt nicht umsonst, dass das Glashandwerk eines jener Handwerke ist, die am schwierigsten zu erlernen sind …“ Nähere Infos unter: www.glassmaker.space

Was es ist, was Verena Schatz an dieser Materie so besonders fasziniert? „Das Fließende, das Formbare würde ich sagen. Und die Abläufe in der Produktion. Diese haben für mich tatsächlich etwas fast Magisches, etwas Tänzerisches. Dabei bin ich dann wie in einer Art Trance, einem Ausnahmezustand. Das ist es, was mich von Anfang an fasziniert hat. Man muss auch wirklich eins werden mit dem Werkzeug, weil man ja das heiße Glas selbst nicht angreifen kann. Das zu beUnser Salzkammergut | 105

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Beim fidelen

Fidelbauer Hier wird gefeilt und gehobelt, getüftelt und gesägt: Wenn Instrumentenbauer Arnold Lobisser mit seiner Kollegin und ehemaligen Schülerin Simone Zopf an Geigen, Gitarren oder Flöten arbeitet, dann philosophieren die zwei über alte Handwerkskunst, das Geheimnis der Stradivari und das Salzkammergut an sich. Eine Stippvisite bei den Innergebirglern in Österreichs zehntem Bundesland, dem Salzkammergut. Fotos: Oberösterreich Tourismus/Martin Fickert

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Die Instrumentenbauer Arnold Lobisser und seine ehemalige Schülerin Simone Zopf fachsimpeln gerne in der urigen Werkstatt in Hallstatt.

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ngefangen hat eigentlich alles mit Maria Theresia“, sagt Arnold Lobisser. Der betagte Tischlermeister und ehemalige Lehrer zieht an seiner Pfeife und streichelt dabei Katzendame Viola. „In einem Erlass hielt die Monarchin einst fest: ‚Jeder, der in einer Saline arbeiten möchte, muss eine abgeschlossene Ausbildung haben. Zur Sicherheit, falls die Saline irgendwann ausgeschöpft ist.‘“ Und so wurden in Hallstatt, Hallein und Ebensee Holzbaufachschulen gegründet, die eine lange Tradition einleiteten: Ob Kripperlschnitzer, Maskenschnitzer oder moderne Spielzeugmanufakturen – die Tradition des Holzbaues lebt auch im 21. Jahrhundert im Salzkammergut. Aus Mexiko, Litauen und Korea kommen heute Menschen in die Region, um einen ganz speziellen Teil des Holzbaues zu erlernen, jenen des Instrumentenbaues. Ein Schulfach, das Arnold Lobisser vor 35 Jahren in der Region etabliert hat und das in dieser Form europaweit einzigartig ist.

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„See hamma, Berg hamma. Bei uns in Hallstatt ist es sogar schen, wenns schiach is. Weil schen schiach is a schen!“ Arnold Lobisser (Geigenbauer)

Hier wird selbst aus dem kleinsten Stück Holz noch ein Kunstwerk.

Mehr als drei Jahre muss das Holz einer Geigendecke rasten, bis es richtig ausgehärtet ist. Geigenbauer arbeiten meist im Bausatzsystem und fertigen mehrere Decken, Stege und Hälse gleichzeitig an, um diese später zusammenzubauen.

Vom Baumstamm zum Instrument 150 Arbeitsstunden, „husige“, also fleißige Finger und eine mild gewachsene Haselfichte braucht es, bis eine Geige von Hand gefertigt ist. Die wahren Geheimzutaten sind aber natürlich jahrelange Erfahrung und ganz viel Liebe. „Die Haselfichte ist ein speziell klingendes Holz. Aus einer Obststeige kann man halt keine Geige bauen“, schmunzelt Lobisser. An seine erste selbst gebaute Fidel erinnert er sich heute noch: „Darauf war ich so stolz, dass ich sie neben mir aufs Nachtkastl gelegt hab‘. Da ist man ergriffen, wenn der erste Ton rauskommt. Des macht schon mehr Wetter, als wenn man einen Tisch baut ...“. Mehr als drei Jahre muss das Holz einer Geigendecke rasten, bis es richtig ausgehärtet ist. Geigenbauer arbeiten meist im Bausatzsystem und fertigen mehrere Decken, Stege und Hälse gleichzeitig an, um diese später zusammenzubauen. Man muss mit den Bäumen reden Gerade die Qualität des Holzes ist beim Instrumentenbau entscheidend. Zopf und Lobisser verwenden daher nur Hölzer der Region. Mindestens 150 Jahre alt müssen die Bäume sein, gleichmäßig gewachsen, am besten auf 1.300 Metern Höhe und das ohne gröbere äußere Einflüsse wie Wind oder Hagel. Unser Salzkammergut | 109

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Die Werkstatt im zweiten Stock des Hallstätter Bräu-Gasthofes kann gegen Voranmeldung besichtigt werden.

Fichten, Tannen oder Haselfichten eignen sich besonders für Geigen. „Mit so einem Baum muss man reden, bevor man ihn fällt“, mahnt Arnold Lobisser. „Ich sag dann immer: ,Entschuldige lieber Baum. Ich fälle dich jetzt. Aber ich verspreche dir, ich mach‘ was Schönes aus dir!‘“ Schönes mag der Lobisser Arnold generell gerne. Ob es Instrumente, Frauen oder die Aussicht aus seiner urigen Werkstatt sind. Die befindet sich im zweiten Stockwerk des Hallstätter Bräu-Gasthofes und kann gegen Voranmeldung von Interessierten auch besichtigt werden. Da erzählt der betagte Mann dann Anekdoten von jedem noch so kleinen Holzstückerl, das in seiner Werkstatt herumliegt. Denn selbst aus den noch so kleinen Resten schnitzt er Dekodöschen oder Holzfigürchen. „Aus

Zündhölzern hab ich Vogelhäuschen gebaut“, sagt er und der Spitzbub lacht keck aus seinen Augen. Wissen hat Arnold Lobisser immer gerne geteilt. Etwa mit Simone Zopf, einer ehemaligen Schülerin. Die studierte Musikwissenschafterin und Instrumentenbauerin ist sogar in Lobissers Fußstapfen getreten und lehrt nun auch an der HTL. „Der Arnold ist immer unkonventionelle Wege gegangen. Nur so kann man Neues lernen, Dinge entdecken und sich auch weiterentwickeln.“ Und Simone Zopf steht ihrem alten Lehrmeister um nichts nach. Als Frau in einer Männerdomäne war es nicht immer einfach. Erst kürzlich gelang ihr dann ein – nicht nur in der Fachwelt hoch angesehener – bahnbrechender Coup: Zopf hat das Geheimnis der legendären Stradivarigeigen enthüllt.

Wenns dunkel wird in der Lobisserschen Werkstatt, das Licht zu gedämpft ist, um konzentriert an einem Instrument zu feilen, dann packen Arnold Lobisser und Simone Zopf gerne ihre Instrumente aus. Und dann musizieren die beiden gemeinsam bei einem Bierchen oder zwei. Wie einst die Salinenarbeiter, die den Instrumentenbau in der Region erst heimisch machten.

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DAS GEHEIMNIS DER STRADIVARI Simone Zopf hat 2016 vermutlich das Geheimnis der Stradivarigeigen gelüftet. Die magische Zahl 18,66 soll den besonderen Klang der Kultgeigen erklären. 18,66 ist eine Maßeinheit, die Forscher schon in den 1980er-Jahren bei der Durchsicht von Linealen aus dem Atelier Stradivaris entdeckt hatten. Aber niemand wusste bisher, inwiefern das der Schlüssel zur Konstruktion der Stradivarigeigen sein könnte. Schließlich enthüllte Simone Zopf mit ihren Schülern das Geheimnis: Das Maß wird über konzentrische Kreise verwendet. Von der Mitte der Geige aus zieht man Kreise im Abstand von 18,66 Millimetern. Auf diesen Kreisen finden sich alle Punkte, die man braucht, um den Umriss der Geige zu konstruieren.

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Eine Villa

für die Bildung Fachwerkhäuser aus rotem Backstein bringt man mit vielen historischen Städten in Europa in Verbindung. Für das Salzkammergut ist diese Bauweise jedoch eher unüblich. In Laakirchen gibt es eine Ausnahme: Die „Villa Rosental“, eingebettet in einen prachtvollen Garten und von wildem Wein umrankt, ist ein erfolgreiches Bildungsinstitut. Florian Huemer hat das Familienunternehmen vor zweieinhalb Jahren übernommen … Text: Zivana de Kozierowski

Fotos: Monika Löff

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lorian Huemer ist erst 27 Jahre alt und leitet bereits ein erfolgreiches Unternehmen, in dem Lehrgänge für Erwachsene zum Lebens- und Sozialberater angeboten werden. Seit einigen Jahren ist die Villa Rosental auch als einziges Institut im Salzkammergut dazu berechtigt, einen Masterlehrgang in Kooperation mit der Universität Graz anzubieten. Der heuer im September gestartete dritte Lehrgang in dieser Form war sogar mit 20 Plätzen überbucht. Florian Huemer macht selbst eine Ausbildung zum psychosozialen Berater, die zweieinhalb Jahre Zeit in Anspruch nehmen wird. Bis vor drei Jahren war dem Sohn des Gründers des Bildungshauses Villa Rosental noch gar nicht bewusst, welche Möglichkeiten ihm sein im Juni verstorbener Vater, Gottfried Huemer, mit diesem innovativen Unternehmen eröffnen würde. Seit 1. April 2019 ist der junge Absolvent der Wirtschaftsuniversität Wien nun für die Unser Salzkammergut | 113

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betriebswirtschaftliche Seite und die organisatorischen Belange des Unternehmens zuständig. Er ist überzeugt, dass nicht nur sein Vater, sondern vor allem auch das wunderschöne, historische Fachwerkhaus den Weg zum Erfolg maßgeblich mitbestimmt haben … Herr Huemer, fangen wir ganz vorne an. Die Villa Rosental ist ja ein sehr außergewöhnliches Haus für diese Gegend. Was wissen Sie über den Ursprung des Gebäudes? Obwohl mein Vater schon einiges an Wissen über das Haus gesammelt hatte, habe ich noch einmal akribisch nachrecherchiert. Der Erbauer war ein gewisser Emil Neumann von Spallart, Nachkomme einer aus Mähren, dem heutigen Tschechien, stammenden Adelsfamilie. Er gründete in Oberweis eine Ton- und Keramikfabrik, kaufte 1890 den Grund hier und ließ darauf dieses Haus im Fachwerkstil erbauen.

„Mein Vater hatte schon früh die Vision, ein Haus zu kaufen, in dem sich Menschen wohlfühlen sollten.“ Florian Huemer BSc Institutsleiter Bildungshaus Villa Rosental

Ein sogenannter Skelettbau, wie dieser aus Holz, war bis ins 19. Jahrhundert eine beliebte Bauweise in Mitteleuropa, auch in Tschechien. Interessanterweise ist es hier in der Gegend das einzige Fachwerkhaus weit und breit, das in diesem Stil gebaut wurde. Die Villa war damals unter dem Namen „Villa Neumann“ bekannt. Mein Vater hat sich sehr intensiv mit der Geschichte des Hauses befasst. Wie und wann kam Ihr Vater zu diesem Haus? Sie waren ja noch ein Kind … Da muss ich jetzt etwas weiter ausholen. Mein Vater hatte schon früh die Vision, ein Haus zu kaufen, in dem sich Menschen wohlfühlen sollten. Man muss dazu wissen, dass mein Vater die Ausbildung zum psychosozialen Berater gemacht hat, als er bereits über 40 Jahre alt war und eine Karriere als erfolgreicher Autohändler hinter sich hatte. Aufgrund eines Burn-outs änderte er sein Leben grundlegend, orientierte sich neu und in ihm reifte der Plan, Führungskräften, die ein ähnliches Schicksal wie er hatten, zu helfen. 114 | Unser Salzkammergut 112-118_Villa Rosenthal.indd 114

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Dieses Haus gefiel ihm besonders, denn es war ganz in unserer Nähe und war sehr renovierungsbedürftig (lacht). Mein Vater liebte es nämlich, sich mit alter Bausubstanz zu beschäftigen. Er hatte einen guten Sinn für das, was möglich war und konnte sich ziemlich genau vorstellen, was man aus einem alten, baufälligen Haus alles herausholen kann. Gekauft hat er die Villa übrigens im Jahr 2003. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit? Ich erinnere mich, dass ich mitgeholfen habe, die Böden zu verlegen, ich muss acht oder neun Jahre alt gewesen sein. Zudem erinnere ich mich an die Vorbesitzerin, eine alte Dame aus Deutschland, Frau Dr. Beck. Sie kam von einem Tag auf den anderen ins Altersheim, viele ihrer Sachen, ihr gesamtes Mobiliar zum Beispiel, blieb zurück.

Institutsleiter Florian Huemer

Mit dem Kauf der Villa hat Ihr Vater Mut bewiesen … Ja, und zwar in zweierlei Hinsicht. Einerseits war das Gebäude damals in einem wirklich desolaten Zustand. Ein großer Teil der Holzverstrebungen im Gemäuer waren morsch und mussten im Erdgeschoss großteils erneuert werden. Andererseits war es auch mutig, eine für ihn völlig neue berufliche Laufbahn einzuschlagen. Denn am Anfang war die finanzielle Seite dieses Neubeginns eine einzige Katastrophe. Die Kosten, die das Haus verursachte und die Einnahmen, die mein Vater als Lebensberater verbuchte, deckten sich in keinster Weise. Zu Beginn hielt mein Vater Workshops oder Seminare mit manchmal nur ein bis zwei Teilnehmern. Meine Mutter hat ihn dabei unterstützt und auch eine Kollegin, die nun seit mittlerweile 20 Jahren für uns Seminare anbietet. Eine sehr lange Zeit war der Lebenstraum meines Vaters also nicht sehr lukrativ. Das Besondere an der Sache ist aber, dass wir es letztendlich dann doch geUnser Salzkammergut | 115

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Während der Sommermonate bietet der Garten viele kleine Plätze für Gespräche.

„Einer der Gründe, warum die Leute unsere Lehrgänge so gerne besuchen, ist, weil es bei uns sehr familiär ist.“ Florian Huemer BSc Institutsleiter Bildungshaus Villa Rosental 116 | Unser Salzkammergut 112-118_Villa Rosenthal.indd 116

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schafft haben, uns als privates Erwachsenenbildungsinstitut in Oberösterreich einen Namen zu machen. Wir haben uns auf Ausbildungen im psychosozialen Bereich spezialisiert. Ab wann stellte sich ein erster Erfolg ein? Seit gut acht Jahren läuft das Bildungsinstitut erfolgreich. Der Wendepunkt war, als mein Vater sich davon verabschiedete, ausschließlich Seminare und Workshops anzubieten und sich entschloss, als Ausbildungsinstitut Fuß zu fassen. Ein großer Schritt zum Erfolg war dabei die Zusammenarbeit mit der Universität Graz, die uns als einziges Institut im Salzkammergut dazu berechtigt, einen Masterlehrgang anzubieten. Mein Vater hat den ersten Durchgang dieser Ausbildung selbst noch abgewi-

ckelt. Als er die Kooperation mit Graz zustande gebracht hat, war er zugleich selbst einer der ersten Teilnehmer des Lehrgangs und hat den Abschluss „Master of Science“ gemacht, das war ein Jahr vor seinem Tod. Wie ist das Bildungshaus strukturiert? Im Grunde sind wir ein sehr kleines und familiäres Team. Dazu gehört etwa die Kollegin, die schon seit 20 Jahren für uns arbeitet, sie hat das Bildungsinstitut gemeinsam mit meinem Vater aufgebaut. Auch meine Mutter ist im Unternehmen, sie ist die gute Seele des Hauses und kümmert sich um den Garten,

bäckt für die Kursteilnehmer Kuchen oder macht Brotaufstriche mit Kräutern aus dem kleinen Bauerngarten. Lange Zeit hat auch meine Schwester für uns gearbeitet, ebenso wie eine Freundin neben ihrem Studium. Für die Inhalte der Lehrgänge gibt es zudem 30 bis 40 Trainer und Trainerinnen, die ebenfalls seit Jahren bei uns sind. Viele dieser Trainer haben neben dieser Lehrtätigkeit eine eigene Praxis. Und die Kursräume? Sind diese hier im Fachwerkhaus untergebracht? Ja, ein Großteil der Kurse findet hier im Hauptgebäude statt. Ich glaube eiUnser Salzkammergut | 117

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ner der Gründe, warum die Leute unsere Lehrgänge so gerne besuchen, ist, weil es bei uns sehr familiär ist. Alles spielt sich in kleinen, sehr persönlichen Räumen ab und der einzelne Teilnehmer steht bei uns im Vordergrund. Die Kurse teilen sich in kleinere Gruppen in unseren Gruppenräumen auf. Auch der ausgebaute Dachboden bietet Platz für Meditation, Entspannungsübungen oder etwa Yoga. Zudem gibt es zwei Nebengebäude: ein kleines Häuschen – ein ehemaliges „Sacherl“, jetzt mit einer gemütlichen Zirbenstube eingerichtet – und das Gartenhaus, ein Containerbau, der noch von meinem Vater errichtet wurde. Der größte Lehrgangsraum besteht aus vier zusammengelegten Containern und ist innen sehr wohnlich ausgestattet mit einer großzügigen Holzterrasse davor. So können wir mehrere Lehrgänge parallel abhalten oder Spezialisierungen anbieten wie Supervision, Stressmanagement, Aufstellungsarbeit oder eben auch die erwähnte Masterausbildung. Besonders zur warmen Jahreszeit eignet sich auch der Garten als Unterrichtsraum. Da gibt es viele kleine, nette Plätze, wo man gut Gespräche führen kann. Diese Plätze eignen sich auch für Gruppenübungen und vieles mehr. Übernachtungen werden in der Umgebung gebucht, da gibt es eine große Auswahl, das funktioniert tadellos und wird auch sehr gut angenommen. Was hat Sie dazu bewogen, in das Unternehmen Ihres Vaters einzusteigen? Mein Vater hat mich immer ein wenig in diese Richtung gedrängt, ich wollte jedoch sehr lange mit Lebensberatung gar nichts zu tun haben. Wahrscheinlich deshalb, weil ich gesehen habe, wie schwierig der Berufswechsel für meinen Vater gewesen ist und mit welchen Problemen er dabei zu kämpfen hatte. Erst als ich älter wurde, merkte ich, was für ein interessantes Aufgabengebiet das

Die „Dankeschön-Kapelle“ im Garten ließ der Vater als Denkmal errichten: ein Zeichen für die geglückte Übernahme.

eigentlich ist und welche Möglichkeiten mir mein Vater hier anbietet: anderen Menschen helfen. Das ist doch eine äußerst sinnvolle Arbeit. Mittlerweile kann ich sagen, dass es für mich nichts Schöneres gibt, als in diesem Bereich tätig zu sein. Eine der wichtigsten Erfahrungen in meinen Leben war, als ich zwei Monate in einem Kindergarten in Namibia gearbeitet habe. Ich glaube, das war so etwas wie ein Schlüsselerlebnis und Wendepunkt für mich. Da habe ich zum ersten Mal mein soziales Interesse erkannt und ich habe festgestellt, wie sinnvoll und beglückend diese Arbeit ist.

Sie haben Wirtschaft studiert, werden Sie auch eine psychosoziale Ausbildung absolvieren? Ja, im November starte ich sozusagen in der Doppelfunktion als Chef und Teilnehmer die Ausbildung zum psychosozialen Berater. Nicht nur, weil ich dann „mitreden“ kann bzw. eine Ahnung von den Inhalten habe, die wir anbieten. Auch weil ich dann vielleicht die Ereignisse der letzten Jahre, den Tod meines Vaters und die schnelle Übernahme des Unternehmens, überschattet von den Schwierigkeiten der Coronapandemie, besser verstehen und verarbeiten kann. Näheres unter: www.instituthuemer.at

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Wer blickt hinter die Kulissen? Wirtschaftsberichterstattung ist immer nur so gut w ie die Menschen dahinter. Hanna Kordik ist dort zu finden, wo es menschelt. Bestens vernetzt begibt sie sich mit viel Gespür auf die zw ischenmenschliche Ebene der Wirtschaft und geht den Motivationen von Entscheidungen auf den Grund. Von ihr gesetzte Worte sind w ie Pinselstriche, die Ihnen ein k lares Bild der großen und k leinen Zusammenhänge zeichnen.

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Tolle Tipps für den Winter!

Venedig inside: ein Blick hinter die Kulissen der Traumstadt

Österreichs tollste Skihütten - kulinarisch und im Design

Porträt: Laibach im Winter

Kitzbühel - etwas abseits der Massen

Italiens schönste Kaffeehäuser

Der Winter kann kommen: Das neue Alpe Adria Magazin hat wieder jede Menge Tipps für köstliche Reisen, Ausflüge, Auszeiten. Plus Lokaltests, Kurzurlaubstipps, Produkttrends. Das neue Magazin gibt‘s jetzt im Zeitschriftenhandel.

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Bildungshaus

Villa Rosental

Fachwerk für Stressprävention, Familien- und Erwachsenenbildung

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Villa Rosental

as Bildungshaus Villa Rosental liegt im schönen Salzkammergut und hat sich in den letzten 15 Jahren als bundesweit anerkannte Erwachsenenbildungseinrichtung profiliert. Der Schwerpunkt des Hauses besteht in erster Linie in der Aus- und Weiterbildung von und für Personen im psychosozialen Bereich. Auch für das Jahr 2022 hat das Bildungshaus gemeinsam mit dem Zentrum für Aufstellungsarbeit und Urich Coaching ein abwechslungsreiches Ausbildungsprogramm für Interessierte im psychosozialen Bereich zusammengestellt. Diplomlehrgang Lebens- und Sozialberatung Psychologische Beratung ist in Österreich gewerberechtlich geregelt. Nach erfolgreicher Absolvierung der Ausbildung verfügen die TeilnehmerInnen über die Qualifikation, Menschen in Problem- und Entscheidungssituationen lösungsorientiert zu beraten. 5 Semester im Zeitraum vom 11. März 2022 bis 1. Juli 2024

Masterupgrade für psychosoziale Beratung (MSc) Der zweisemestrige Masterlehrgang in Zusammenarbeit mit der UNI for LIFE Graz bietet ein qualifiziertes Upgrade in Bezug auf die Ausübung der psychosozialen Beratung, ist wissenschaftsgeleitet und praxisorientiert konzipiert. 2 Semester im Zeitraum von September 2022 bis September 2023 Fortbildungslehrgang Stress- & Burnoutprävention Neben dem theoretischen Teil erhalten TeilnehmerInnen fundierte Methoden, um die Ursachen von Stress zu erkennen, Personen bei stressbedingten Situationen professionell zu coachen und Unternehmen gezielt bei stressrelevanten Themen zu begleiten. 4 Module im Zeitraum vom 7. Februar bis 29. Juni 2022 Praxislehrgang Aufstellungsleiter Konflikte und Blockaden in der Partnerschaft, in der Familie oder im Beruf sitzen oft tiefer als gedacht. Professionell durchgeführte Aufstellungsarbeit verhilft zu

Verständnis und Klarheit. Eingefahrene Verhaltensmuster können aufgelöst werden und neue Handlungsoptionen entstehen. Martin Fuhrberg leitet den Lehrgang und gibt seine fundierten Erfahrungen weiter. 6 Module im Zeitraum vom 1. April 2022 bis 22. Jänner 2023 Fragen sind das Salz in der Beratung Durch kreatives Fragen wie beispielsweise „Worüber schweigen Sie gerade?“ kommen Menschen in Verbindung mit sich selbst und somit mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen. Werden Fragetechniken geschickt eingesetzt, werden Reflexionsprozesse in der Beratung in Gang gesetzt. 16 EH am 6. und 7. Juli 2022 KONTAKT

Institut Huemer e.U. Fachwerk für Stressprävention, Familien- und Erwachsenenbildung Lindacherstraße 10, 4663 Laakirchen Tel.: 07613/45000 E-Mail: office@instituthuemer.at www.instituthuemer.at

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für Seite,

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für Blatt, ... Das alte Handwerk des Buchbindens wird im Hand.Werk.Haus Salzkammergut in Bad Goisern wieder lebendig gemacht. Durch den Ankauf des Inventars einer alten Buchbinderei können hier Interessierte künftig selbst Hand anlegen und sich mit Materialien und Werkzeugen der Buchbindertechnik auseinandersetzen. Ein Gespräch über Gegenwart und Zukunft dieser Tradition. Text: Zivana de Kozierowski

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Fotos: Monika Löff

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ad Goisern ist drauf und dran, sich als „der“ Ort zu etablieren, der untrennbar mit Handwerk in Verbindung steht. Das Hand.Werk.Haus Salzkammergut, seit 2009 untergebracht im wunderschönen Ensemble des Schlosses Neuwildenstein in Goisern, hat nun in einem Gemeinschaftsprojekt mit OTELO Goisern und dem LEADER-Projekt „Handwerk schafft Zukunft“ eine besondere Rarität – wortwörtlich – ans Tageslicht geholt.

Michael Körner, Betreiber des MedienAtelier Salzkammergut sowie Projektbetreuer der Buchbinderei im Hand.Werk.Haus.

Die seit 1890 bis ins Jahr 2015 in Goisern geführte Buchbinderei Fettinger wurde mit all ihren Gerätschaften, Maschinen und historisch wertvollen Erzeugnissen aus den ehemaligen Kellerräumen in der Marktstraße abgetragen und im Hand.Werk.Haus wiederaufgebaut. Ab November steht nicht nur das Inventar Interessierten zur Verfügung, um das eine oder andere „Meisterstück“ zu fertigen, auch Ansprechpartner wird es geben, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ein Gespräch mit Mag. Barbara Kern, Historikerin und seit zwölf Jahren ständige Mitarbeiterin des Vereins Hand.Werk.Haus Salzkammergut, die seit ihrer Kindheit den Buchbinder im Ort kannte, und mit Michael Körner, Betreiber des MedienAtelier Salzkammergut. Er half bei der Instandsetzung der Werkstatt mit und wird bei der Projektbetreuung eine maßgebliche Rolle übernehmen. Frau Kern, wie kommt es, dass das Hand.Werk.Haus nun das Werkstattinventar einer ehemaligen Buchbinderei beherbergt? Barbara Kern: Die Buchbinderei Fettinger hat es hier im Ort gegeben, seit ich denken kann. Bereits als Kind bin ich dort mit meinen Eltern ein- und ausgegangen. Ich erinnere mich an knarzende Holzstiegen und an ein In-

terieur, welches ein ganzes Jahrhundert widerspiegelt. 2015 ist Burkhard Fettinger mit 80 Jahren verstorben. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich bei ihm nicht nur alles Mögliche fertigen lassen, er war für mich auch als Historikerin eine Anlaufstelle, da er vieles über Goisern wusste. Es gab keine Nachfolge für die Buchbinderei und ich wollte den großartigen Werkstattbestand und die damit verbundene(n) Geschichte(n) in Goisern erhalten. Das Besondere war ja, dass da von 1890 weg bis 2015 nicht nur die Originalausstattung der Werk-

statt vorhanden war, sondern alles im Zusammenhang damit, wie dieses Handwerk in dieser Zeitspanne ausgeübt wurde. Historisch gesehen ein unschätzbarer Wert. 2016 besprach ich die Situation mit unserem jetzigen Obmann und wir beschlossen, die Werkstatt in Bausch und Bogen anzukaufen, in der Hoffnung, diese eines Tages wieder einer Nutzung zuzuführen. Unser Wunsch war immer, sie nicht „museal“ nur zum Ansehen, sondern sie wieder sichtbar und lebendig werden zu lassen. Nun haben wir im Hand.Werk.Haus hierfür Platz gefunden.

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„Wir verstehen uns als Zentrum für handwerkliche Gegenwartskultur. Das Schöne ist, wenn man merkt, dass das alles nicht nur zum Anschauen da ist. Man darf auch selbst Hand anlegen.“ Mag. Barbara Kern

Herr Körner, wie sind Sie zu diesem Projekt dazugekommen? Michael Körner: Seit Kurzem bin ich Mitglied im Hand.Werk.Haus Salzkammergut. Es sind nun knapp über 30 Meisterbetriebe, die hinter diesem Verein stehen, um das Thema Handwerk wieder salonfähig zu machen. Ich betreibe das MedienAtelier Salzkammergut hier in Goisern und bin spezialisiert auf Fine-Art-Bilderdruck, daher war das Buchbinden für mich ein relevantes Thema. So kam ich ins Spiel, denn es liegt in der Natur meines Arbeitsfeldes, ein „Nutzer“ der Werkstatt zu sein, ein „Garant“ ihrer Lebendigkeit, wenn man so will.

Mag. Barbara Kern, Historikerin und ständige Mitarbeiterin im Hand.Werk.Haus.

Haben Sie das Buchbinderhandwerk erlernt? Nein, ich bin gerade dabei, mir das Wissen anzueignen, auch mit Unterstützung der renommierten Buchbinderei Fuchs aus Saalfelden, die uns beim Aufbau und mit ihrem Wissen tatkräftig unterstützt hat. Was wird Ihre Aufgabe hier sein? Ich werde nicht nur bei den Workshops dabei sein, die künftig hier gehalten werden, ich kann diese Einrichtung auch für mein MedienAtelier nutzen. So soll ein offenes Atelier entstehen, wo Interessierte vorbeikommen und diese Einrichtung ebenso nutzen können. Es soll also ein reger Austausch stattfinden. Was war der Bestand der Buchbinderei? Von alten, gusseisernen Handpressen, einer manuell bedienbaren Schneide- und Prägemaschine bis hin zu Geräten und Werkzeug zum Rillen, Prägen und Kleben war alles da. Unmengen an kleinem Zubehör, welches das letzte Jahrhundert überdauert hat. Und Papiere, die wie ein Wunder bis zu 100 Jahre einwandfrei überstanden haben. Materialien wie „Elefantenhaut“ in verschiedenen Farben, die bei dem

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einen oder anderen eine Kindheitserinnerung auslösen, marmorierte und handgeschöpfte Papiere, Tonpapiere, Vorsatzpapiere mit Struktur, Spinnenpapier etc. Wenn jemand also ein Buch im Retrostil herstellen will, der ist hier genau richtig … Gibt es in unserer digitalen Welt überhaupt noch ein Bewusstsein und eine Zielgruppe für diese Materie? Barbara Kern: Ich glaube, es geht wieder darum, Kunde zu sein und nicht Verbraucher. Wir werden heute immer mehr darauf reduziert, nur Konsumenten zu sein. Es wird dafür gesorgt, dass die Wirtschaft wächst, indem wir „verbrauchen“. Dabei bleibt der Mensch eigentlich mit seinen Bedürfnissen und Wünschen auf der Strecke. Wir möchten hier ein Angebot für eine wachsende Gruppe von Menschen schaffen, die sich wieder ein Stück Lebensqualität, Zeit und sinnstiftendes „Selbst-HandAnlegen“ zurückholen möchte. Michael Körner: Wenn man sich das große Angebot im Internet vor Augen führt, ist der Einzelne damit oft überfordert und freut sich über einen An-

„Im Grunde geht es darum, die manuelle Intelligenz wieder salonfähig zu machen.“ Mag. Barbara Kern

Michael Körner und Mag. Barbara Kern planen in der Buchbinderei u. a. Workshops sowie ein offenes Atelier.

sprechpartner. Genau das ist ja heute unerschwinglich geworden, denn Arbeitszeit kostet viel Geld. Das Ziel von Hand.Werk.Haus ist, hier wieder Ansprechpartner zu sein. Und wir suchen da gerade nach Möglichkeiten, nach leistbaren Wegen, um für Interessierte da zu sein. Was ist geplant? Michael Körner: Der erste Tagesworkshop läuft jetzt im November, da kann man sein eigenes Buch binden – aus handgeschöpftem Papier und mit selbst gefertigtem Buchdeckel. Auch die Zusammenarbeit mit Buchbindern und das Reparieren von Büchern wird ein Thema sein. Außerdem gibt es eine Fotocommunity, die nur darauf wartet, ihre eigenen Fotobücher hier selbst binden zu können. Man gibt dem Ganzen sozusagen den letzten Schliff, wenn man ein selbst gedrucktes Werk auch noch selbst bindet. Es hat sich also schon herumgesprochen, dass es im Hand.Werk.Haus in Bad Goisern etwas wirklich Neues gibt … Nähere Infos unter: www.handwerkhaus.at

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„Unser Ziel ist es, hier eine Art Kompetenzzentrum zu schaffen, wenn man etwas zum Selbstfertigen hat und einen Ansprechpartner braucht. Ich denke, das Hand.Werk.Haus ist der ideale Platz dafür.“ Michael Körner

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EINER WIE KEINER Die fünfte Generation des Range Rover wurde von Grund auf neu entwickelt und ist ab 2022 auch als Plug-in-Hybrid erhältlich. Was gleichgeblieben ist: Der Luxusgeländewagen vereint wie kein anderer modernen Luxus, hochwertiges Design, Alltagstauglichkeit und herausragende Fähigkeiten auf jedem Untergrund. Fotos: Land Rover

E

r wurde auf der ganzen Welt unter harten Bedingungen getestet. Er musste sich in 45 Grad Wüstenhitze ebenso bewähren wie bei minus 30 Grad in der Arktis. Selbstredend, dass er diese Tests mit Bravour bestanden hat – der neue Range Rover. Es ist die mittlerweile fünfte Generation, denn vor mehr als 50 Jahren wurde

das Segment der luxuriösen Geländewagen gegründet. Und wie kein anderer vereint der Range Rover noch immer modernen Luxus, hochwertiges Design, Alltagstauglichkeit und herausragende Fähigkeiten auf jedem Untergrund. Bei den Antrieben hat man die Qual der Wahl, denn ab Jänner gibt es auch effiziente Plug-in-Hybride – wahlweise mit

440 oder 510 PS. Rein elektrisch können sie nach der Norm bis zu 100 Kilometer fahren, was etwa 80 Kilometern in der Praxis entspricht. Damit kann der typische Range Rover Kunde laut Hersteller rund Dreiviertel seiner Fahrten ausschließlich elektrisch zurücklegen. Ab 2024 fährt der britische Luxusgeländewagen übrigens auch in einer rein elektrisch angetriebenen Variante vor.

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Optisch ist der von Grund auf neu entwickelte Range Rover atemberaubend schön wie immer. Besonders markant ist das neue „Boat Tail“-Heck mit der geteilten Heckklappe, die sich seit Jahrzehnten bewährt hat. Eine ausgeprägte Liebe zum Detail wird den britischen Ingenieuren seit jeher nachgesagt. Diese zeigt sich zum Beispiel auch an den gerundeten Kanten der Türen, die mit einem einfachen und klaren Finish in der Verglasung übergehen – dank eines geschickt konstruierten,

Der neue Range Rover kann als Vier-, Fünf- oder Siebensitzer bestellt werden. Das Modell SE ist ab 140.301 Euro erhältlich.

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Ein Clubtisch lässt sich elektrisch aus der über die gesamte Länge reichenden Mittelkonsole ausfahren.

„Cabin Air Purification Pro“ zur Reinigung der Innenraumluft. Damit wird die Kabinenluft bedeutend verbessert und von Gerüchen, Bakterien und Viren weitgehend gereinigt.

verborgenen Abschlusses. Details, die den neuen Range Rover wie aus einem Block gefräst erscheinen lassen. Luxus und Modernität prägen auch das Interieur und schaffen eine angenehme Atmosphäre für alle Passagiere. Das gilt ohne jede Einschränkung sogar für jene, die in der dritten Sitzreihe Platz nehmen. Erstmals ist der Range Rover nämlich als Siebensitzer zu haben. Als Mitfahrer darf man sich über unzäh-

lige Annehmlichkeiten freuen – unter anderem ein neu entwickeltes Entertainment-System, zu dem zwei verstellbare 11,4-Zoll-HD-Touchscreens an den Rückseiten der Vorsitzlehnen gehören. In Verbindung mit den Executive-Rücksitzen steht in der hinteren Mittelarmlehne eine 8-Zoll-Touchscreen-Steuerung bereit, über die sich die beiden Sitze schnell und intuitiv steuern und in die perfekte Position bringen lassen. Eine weitere Innovation ist das System

Der neue Range Rover rollt übrigens ausschließlich im Land Rover Stammwerk Solihull von den Produktionsbändern. Er nutzt dabei moderne Fertigungseinrichtungen in einer Halle, in der vor mehr als 70 Jahren bereits die ersten Land Rover Modelle entstanden sind. Das historische Gebäude ist somit die geistige Heimat von Land Rover. Sie wurde nun als ultramodernes Produktionszentrum des neuen Range Rovers erfunden – sozusagen als Sinnbild, wie das Traditionsunternehmen sein Erbe bewahrt und weiterentwickelt.

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LUXURIÖSES COCKPIT. Der gebogene 13,1-Zoll-Bildschirm scheint über dem Armaturenbrett zu schweben.

MARKANT. Das neue „Boat Tail“-Heck.

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t r , o e p e s n r e h t c n mS i W i

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© Tom Lamm

Spaß am Ski und auf Lieblingsloipen. Winterwandern und Rodeln. Schneeschuhwandern und Genuss mit traumhaftem Ausblick. Spür‘ den Schnee im Salzkammergut! Unsere „Top 5“ jeweils im Überblick.

Text: Petra Kinzl, Linnéa Harringer Unser Salzkammergut | 133

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Die Top-Skigebiete für kleine und große Talente

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ehr als 300 Pistenkilometer. So viele lassen das Skifahrerherz im gesamten Salzkammergut höherschlagen. Über die Bundesländer Oberösterreich, Salzburg und Steiermark erstreckt sich der Schneespaß. Elegante Carving-Schwünge. Wilde Freeride-Sprünge. Oder erstes Herantasten im „Pizza“-Pflug. Auf Anfänger, Fortgeschrittene oder Wie-

dereinsteiger warten auf jedem Level die besten Bedingungen. Die Skigebiete begeistern mit präparierten Abfahrten, Pulverschneehängen und Ausblicken auf unzählige Gipfel. Die Top-Skigebiete mit den längsten Familienabfahrten, den sonnigsten Hängen und jenen Pisten, wo Skilegenden wie Marcel Hirscher einst ihre ersten Schwünge machten, holen wir an dieser Stelle vor den Vorhang.

EIN HIT FÜR SKIFAHRER IST DIE „MARCEL-HIRSCHER-RENNSTRECKE“ IM SKIGEBIET DACHSTEIN WEST. 134 | Unser Salzkammergut 132-141_Wintersport.indd 134

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1DACHSTEIN WEST

2LOSER-ALTAUSSEE

4DIE POSTALM

Die Skiregion Dachstein West, Gosau, Russbach, Annaberg ist das größte Skigebiet im Salzkammergut. Auf 160 Kilometern perfekt präparierten Pisten gibt es mehr als genug Platz zum Austoben. Es warten herrliche Ausblicke auf Dachsteingletscher, Bischofsmütze, Gosaukamm und Gosauseen sowie das Tennengebirge. Wer hier unterwegs ist, schnuppert gleichzeitig den Duft der großen weiten Welt. Denn AnnabergLungötz ist die Heimatgemeinde der lebenden Skilegende Marcel Hirscher. Tipp: Persönliche Rekorde lassen sich auf der Marcel-Hirscher-Rennstrecke aufstellen. Lifte: 70 Seilbahnen und Liftanlagen. www.dachstein.at

Der Erlebnisberg Loser bietet nicht nur wunderschöne Panoramablicke ins Ausseerland bis hin zum Dachsteingletscher, sondern sorgt auch für brennende Wadeln. Die sieben Kilometer lange Panoramastraße dient im Winter als längste Familienabfahrt der Steiermark und ist damit eine der längsten Österreichs. Insgesamt erstreckt sich der Pistenspaß im Skigebiet auf 34 Pistenkilometern von 800 bis 1.800 Meter Seehöhe. Das Familien-Skiresort gilt als besonders schneesicher und nebelfrei. Lifte: vier Sessellifte, vier Schlepplifte. www.loser.at

Sie ist das größte zusammenhängende Almgebiet Österreichs und das zweitgrößte Hochplateau Europas: die Postalm. Für viele Kinder nimmt hier das Skiabenteuer seinen Anfang. Der Winterpark Postalm bei Strobl am Wolfgangsee gilt als absolut lawinensicher und ist vor allem bei Familien beliebt. Insgesamt stehen zwölf Kilometer an präparierten Pisten zur Verfügung. Die zahlreichen Hütten auf der Alm sind die perfekte Anlaufstelle für eine kurze Verschnaufpause oder eine kleine Stärkung zwischendurch. Lifte: ein Sessellift, drei Schlepplifte, ein Tellerlift, ein Zauberteppich. www.postalm.ski

Auf den Spuren von Marcel Hirscher

Die längste Familienabfahrt

Am größten Almplateau

3DIE TAUPLITZ

Die sonnigsten Hänge

© Feuerkogel/Leo Himsl

5KRIPPENSTEIN

Die Freeride-Hochburg

„Auf der Sunnseit‘n“: Die Tauplitz im steirischen Bad Mitterndorf zählt mit ihrer sonnigen Terrassenlage und vielen Südhängen, großteils oberhalb der Baumgrenze, zu den sonnenverwöhntesten Bergen. 43 Pistenkilometer finden sich auf dem Mitterstein, Lawinenstein, Schneiderkogel und der sie verbindenden Tauplitzalm. Moderne Beschneiungsanlagen machen die Wintersaison erfreulich lang. Mit beeindruckenden Panoramablicken auf Hunderte Berggipfel, auf extrabreiten Pisten und mit der komfortablen, neuen 8er-Gondelbahn von Bad Mitterndorf aus lässt sich hier großes Naturkino erleben. Lifte: 17 Liftanlagen (Gondel, Sessellifte, Schlepplifte, Zauberteppich) www.dietauplitz.com

Die Freesports Arena Dachstein Krippenstein ist der Hotspot der Freeriderszene im Salzkammergut. 30 Kilometer Off-Piste-Varianten und die Schneesicherheit des Dachsteingebietes machen Lust auf Pulverschnee und fette Bretter. Egal ob Ski oder Board, die zahlreichen Varianten der Freesports Arena Dachstein Krippenstein begeistern jeden Powderfreak. Schönberg, Imisl und Eisgrube bieten roughe Felskämme, abwechslungsreiche Hänge und selektive Waldstrecken. 1.500 Höhenmeter pro Ride erfordern Kondition und Konzentration, sind aber an Spaß kaum zu überbieten. Lifte: drei Seilbahnen, ein Vierersessellift, drei Schlepplifte. www.dachstein-salzkammergut.com

INFO

Alle Salzkammergut-Skigebiete im Überblick: www.salzkammergut.at/aktivitaeten/winter/skifahren-und-snowboarden.html

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Ran an die Bretter und rein in die Spur!

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© Schladming-Dachstein/Peter Burgstaller

anglaufen macht Spaß und ist gesund. Durch die verschiedenen Bewegungsabläufe werden beinahe alle Muskelgruppen des Körpers beansprucht. Wenn dann auch noch die Loipe und Umgebung stimmen, ist das LanglaufGlück perfekt! Und diese stimmen im Salzkammergut definitiv: perfekte Loipen, unglaubliche Aussichten auf die Berge- und Seenwelt des Salzkammerguts und viel, viel frische Luft! Wir haben unsere fünf Lieblingsloipen der Region zusammengestellt.

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1DACHSTEIN KRIPPENSTEIN

4GOSAU

Die Loipe in 1.700 Meter Höhe am Dachstein Krippenstein ist 1,2 Kilometer lang und hervorragend für Skater und klassische Langläufer geeignet. Der höchste Punkt liegt auf 1.740 Meter und der niedrigste auf 1.706 Meter – ein absoluter Geheimtipp also, wenn es um Schneesicherheit geht! Stärken kann man sich in der wunderschönen Gjaid Alm. www.dachstein.salzkammergut.at

Die Sonnenloipe verläuft relativ flach auf der linken Seite des Gosaubaches in Richtung Mittertal. Auf dieser vier Kilometer langen Loipe mit mittelschweren Anstiegen und Abfahrten kann man sich beim Langlaufen die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Auf der Strecke befinden sich einige Einkehrmöglichkeiten. www.salzkammergut.at

2OBERTRAUN

5POSTALM

Langlaufgenuss vom Feinsten gibt es auf insgesamt 20 Kilometer in Obertraun. Davon führen sechs Kilometer durch das wunderschöne Naturschutzgebiet Koppenwinkl und dabei auch über den ausgetrockneten Koppenwinklsee. Es gibt mehrere Einstiegsstellen mit Parkplätzen zur Loipe, auch vis-à-vis vom Bahnhof Obertraun Dachsteinhöhlen. Die Loipe führt unmittelbar an Gasthäusern vorbei, die zur Stärkung einladen. www.dachstein.salzkammergut.at

Auf dem größten Almgebiet und Hochplateau Österreichs befinden sich ab 1.200 Meter Seehöhe 22 Kilometer der schönsten Langlaufloipen des Salzkammergutes. Auf der zwölf Kilometer langen Panoramaloipe erwarten einen bestens gepflegte und sowohl für den klassischen Langlaufstil als auch für den moderneren Skatingstil gespurte Loipen mit wundervollem Ausblick auf das Winterwonderland Postalm. www.postalm.ski

Die Schneesichere

Die Genussvolle

Die Sonnige

Die Aussichtsreiche

3RETTENBACHALM, BAD ISCHL Die Idyllische

Das Langlaufparadies Rettenbachalm besticht durch das traumhafte Ambiente der einst größten Niederalm des Salzkammergutes. Zehn Kilometer Langlaufvergnügen auf hervorragend präparierten Klassik- und Skatingloipen erwartet den Wintersportler nur acht Kilometer vom Zentrum Bad Ischls entfernt. Das Gasthaus Rettenbachalm lädt zur Stärkung ein. www.badischl.salzkammergut.at

WINTER IM SALZKAMMERGUT, UNZÄHLIGE WINTERWANDERWEGE, 700 KM LANGLAUFLOIPEN, 300 KM SKIPISTEN, 8 SKIGEBIETE Unser Salzkammergut | 137 132-141_Wintersport.indd 137

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Fünf Abenteuer für Winterfreunde

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er mit Skilauf nicht so viel am Hut hat, kann sich auf andere Art am Winter erfreuen. Schneeschuhwandern, Winterwandern und Rodeln sind angesagter denn je, um sich körperlich zu ertüchtigen und sich an frischer Alpinluft zu laben. Diese fünf Abenteuer für Winterfreunde können wir wärmstens empfehlen – allesamt auf gut erreichbaren Almen und glitzernden Gipfeln im Seengebiet.

1BAD MITTERNDORF

Nachtrodeln auf der Tauplitzalm

Das einmalige Erlebnis im Salzkammergut wartet mit Schlepplift und 75 Leihrodeln auf Abenteurer. Die Rodeln sind darauf ausgelegt, dass Kleinkinder bequem und sicher vorne mitgenommen werden können. Nachtschwärmer aufgepasst: Flutlichtrodeln auf der Grafenwiese in Tauplitz mit Geschwindigkeitsmessung sorgt für den besonderen Kick! Die Nachtrodelbahn Grafenwiese hat jeden Dienstag und Samstag von 17 bis 19:30 Uhr geöffnet, in den Weihnachtsferien und im Februar zusätzlich auch an jedem Donnerstag. Verbunden mit einer zünftigen Hütteneinkehr in der Skihütte Grafenwiese erwartet die Gäste ein stimmungsvolles und abenteuerliches Erlebnis. www.dietauplitz.com

2TRAUNKIRCHEN

Naturrodeln auf der Hochsteinalm

Vom Mühlbachberg den Forstweg entlang wandert man in ca. 50 Minuten hinauf auf die Hochsteinalm. Der Weg ist als Naturrodelbahn präpariert, somit für die ganze Familie leicht begehbar und eignet sich ideal für eine flotte Abfahrt mit der Rodel. Schlittenverleih beim Almgasthof Hochsteinalm gegen eine kleine Gebühr. www.hochsteinalm.at

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3ST. GILGEN

4GUGGENTHAL BEI SALZBURG

Diese ca. 1,5 Stunden lange Winterwanderung mit Traumpanorama in den Salzkammergut-Bergen in der Gemeinde Faistenau beginnt bei der Bergstation der Zwölferhorn Seilbahn. Wer in dieser beeindruckenden Berglandschaft schon Lust auf eine kleine Stärkung hat, kann in Franzl‘s Hütte einkehren und sich aufwärmen. Macht man sich wieder auf den Weg, bietet diese Winterwanderung laufend traumhafte Ausblicke auf die umliegenden Almen und Berggipfel. Zum Gipfelkreuz um den Pillstein herum und mit herrlichem Blick ins Wolfgangseebecken geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt. www.wolfgangsee.salzkammergut.at

Eine gute Stunde dauert der Aufstieg auf den Nockstein. Im Winter ist es am schönsten, wenn es am Vortag geschneit hat und am Tag des Aufstieges die Sonne scheint. Dann glitzern die schneebedeckten Felsen im Sonnenschein. Am Nocksteingipfel kann man bei mitgebrachtem Tee entspannen und das Panorama genießen. Am letzten Tag des Jahres werden hier oben sogar von manchen Wanderern Würstel gegrillt und mit Sekt auf das alte Jahr angestoßen. www.salzkammergut.at

Panoramawanderung am Zwölferhorn

Winterwanderung auf den Nockstein

5ABTENAU

Schneeschuhwandern auf der Postalm

© Martin Huber

Schneeschuhwandern im Salzkammergut geht am allerbesten auf der sonnigen Postalm. Traumhafte Ausblicke auf die schneesichere, winterweiße Berglandschaft zwischen Wolfgangsee und Lammertal und viele Sonnenstunden locken auf das Hochplateau in Abtenau. Egal ob gemütlich oder sportlich ambitioniert: Die Postalm bietet für jeden Schneeschuhwanderer genau das Richtige! Bequeme Schneeschuhpfade entlang der gespurten Loipen oder abenteuerliche Querfeldeintouren bis auf die Gipfel der umliegenden Berge warten darauf, entdeckt zu werden. Tipp: die Tour zur Labenbergalm. Genuss-Schneeschuhwanderer gehen weiter zur Pitschenbergalm, Sportliche stürmen den Gipfel des Labenbergs. Eine Anstrengung, die mit einem sensationellen Panoramablick belohnt wird! www.postalm.abtenau-info.at

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Genuss mit Ausblick

H

eimeliges Holz, wärmende Kachelöfen, ein Duft wie aus Omas Küche: Für Wintersportler ist die Hütteneinkehr so wichtig wie das Holz für das Feuer. Eine gemütliche Stube ist seit jeher ein beliebter Treffpunkt für Ski- und Schneeliebhaber. Ein phänomenaler Panoramablick auf die umliegende Bergwelt setzt dem Aufenthalt schlicht die Krone auf. Deshalb sollte man die folgenden Hütten und Berggasthöfe mit grandiosem Ausblick unbedingt kennen.

1GRÜNAU IM ALMTAL Sonnalm am Jagerspitz

2ZWIESELALM IN GOSAU Ausblick 1.580 m

Auf 1.580 Meter Seehöhe bietet diese Hütte im Ski- und Wandergebiet „Dachstein West Zwieselalm“ im wahrsten Sinne eine herrliche Aussicht auf den Dachsteingletscher und die umliegende Bergwelt – bei wolkenlosem Wetter sogar bis zum Großglockner. Die Alm liegt nur 15 Gehminuten von der Bergstation der Gosaukammbahn und im Winter nur ein paar Skischwünge von der Bergstation „Panoramajet“ entfernt. Gastgeber: Markus und Heidi Wenko www.ausblick.me

© Schladming-Dachstein/pixelmaker.at

Eine urige Skihütte mit Bedienung und einzigartigem Flair. Spektakulär ist seine Historie. Das einstige Jagdschloss wurde in Tirol abgetragen und am KasbergJagerspitz originalgetreu wiederaufgebaut. Tourenskigeher sind genauso willkommen wie Skifahrer. Die Sonnalm an der Bergstation der 8er-Einseilumlaufbahn verfügt über 180 Innensitzplätze und 300 Außensitzplätze auf der Sonnenterrasse. Der Weinkeller bzw. die Bar mit Gewölbe kann auf Anfrage für Geburtstags-, Firmen- oder sonstige Feiern gemietet werden. Gastgeber: Petra Auinger & Renaldo Lipp www.sonnalm-kasberg.com 140 | Unser Salzkammergut 132-141_Wintersport.indd 140

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3OBERTRAUN AM HALLSTÄTTERSEE Lodge am Krippenstein

Die Lodge am Krippenstein auf 2.064 Höhenmeter bietet ein herrliches Panorama auf den Dachstein. Die Speisekarte lockt mit Käsespätzle im Pfandl, Schweinebraten aus dem Holzofen oder Rindsgulasch vom Almrind. Auf Mehlspeistiger wartet hausgemachter Apfel- oder Topfenstrudel. Die Lodge verfügt über 120 Sitzplätze in zwei Gaststuben und 150 Plätze auf der großen Sonnenterrasse, umrahmt vom Dachstein Welterbe. Wer dort die Nacht verbringt, wählt zwischen aussichtsreicher Panoramasuite mit eigener Zirbensauna, komfortablen Zimmern oder einer einfachen Schlafkoje. Gastgeber: Familie Rosifka/Unterdechler www.lodge.at

DEFTIGES SCHWEINSBRAT’L MIT STÖCKLKRAUT, HERZHAFTE KASSPATZN ODER MEHLSPEISEN AUS OMAS BACKSTUBE

4AM ZWÖLFERHORN IN ST. GILGEN Das Zwölfer

Ob nach Skitour, Schneeschuhwandern oder einfach Zum-Aussicht-Genießen: das „Hörndl“, wie es liebevoll genannt wird, zählt zu den schönsten Aussichtsbergen des Salzkammergutes. Das neue Panoramarestaurant „Das Zwölfer“ in der Bergstation der Zwölferhornbahn glänzt mit einzigartigen Sonnenplätzen und modern verglastem Wintergarten. Gereicht werden wärmende Getränke, Kaffee und feine Gerichte nach der Devise „frisch, saisonal und typisch“. Skipisten gibt es keine, aber eine bequeme Auffahrt ist in den neuen 8er-Gondeln zu jeder Jahreszeit gesichert. Gastgeber: Gerhard und Robert Niederbrucker www.daszwoelfer.at

5EBENSEE

Hüttendorf am Feuerkogel

Hoch über dem Traunsee, eingebettet in die Berggipfel des Höllengebirges, bietet das Hüttendorf am Feuerkogel eine atemberaubende Aussicht auf das Salzkammergut. Gleichsam beliebt ist der 1.592 Meter hohe Berg bei Skifahrern, Schneeschuhwanderern und Winterwanderern. Der Berggasthof Edelweiß, das Feuerkogelhaus, die Kranabethhütte und die Riederhütte, diese liegt zwei Stunden von der Bergstation entfernt, heißen ihre Gäste willkommen. Ob deftiges Schweinsbrat’l mit Stöcklkraut, herzhafte Kasspatzn oder Mehlspeisen aus Omas Backstube: Gerne tischen die Wirte der gemütlichen Berggasthöfe regionale Köstlichkeiten und Schmankerl aus der Traunseeregion und dem Salzkammergut auf. Unser Salzkammergut | 141 132-141_Wintersport.indd 141

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Die Handschrift der

G

ebrüder rimm

Das erste handschriftliche Manuskript der berühmten Märchensammler Jacob und Wilhelm Grimm ist ein Juwel. Jetzt wird es zum ersten Mal publiziert und zeigt Froschkönig & Co. in ihrer ursprünglichen Fassung rund um 1810. Fotos: SP Verlag

„U

nd als der Vollmond aufging, nahm Hänsel seine Schwester an der Hand und er folgte den kleinen Kieselsteinen, die wie brandneue Silbermünzen leuchteten und ihnen den Weg wiesen“ (Hänsel und Gretel). Wer liebt sie nicht, die Märchen der Gebrüder Grimm? Bis heute wecken sie Kindheitserinnerungen, lassen das Gute über das Böse siegen und helfen als Gutenachtgeschichte beim Einschlafen. Dass das erste Manuskript überdauerte und in die heutige Zeit gerettet werden konnte, gleicht einem kleinen Wunder. Und das kam so.

Wie alles begann Es war einmal … ein Brüderpaar. Jacob und Wilhelm Grimm traten 1802 in die Universität Marburg ein. Einer ihrer Lehrer brachte sie in Kontakt mit Clemens Brentano und Achim von Arnim, zwei berühmten Schriftstellern auf der Suche nach alten Gedichten, um ihre Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“ zu vervollständigen. Wenige Jahre später, am 25. Oktober 1810, schickten die Grimms die Früchte ihrer Sammlung: das Manuskript, das der Leser nun in Händen hält (erschienen im SP Verlag). Es gilt als die älteste handschriftliche Fassung der Kinder- und Hausmärchen. Andere Schriften zerstörten

Jacob und Wilhelm Grimm sammelten, transkribierten und veröffentlichten eine Reihe von Erzählungen, ausgehend vom Jahr 1810.

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Ikonische Illustrationen von Arthur Rackham (1867-1939) untermalen diese einzigartige handschriftliche Sammlung.

Dass das erste Manuskript bis in die heutige Zeit gerettet werden konnte, gleicht einem kleinen Wunder.

„Wer liebt sie nicht, die Märchen der Gebrüder Grimm? Bis heute wecken sie Kindheitserinnerungen, lassen das Gute über das Böse siegen und helfen als Gutenachtgeschichte beim Einschlafen.“ die Gebrüder Grimm entschlossen. Allerdings war der literarische Weg noch nicht zu Ende und es war vor allem Wilhelm, der an den Texten bis zur endgültigen Fassung von 1857 feilte. 200 Jahre überdauert … Über zweihundert Jahre trennen uns heute von den Erzählungen, die 1810 von den Brüdern Grimm gesammelt, transkribiert und veröffentlicht wurden. Zum ersten Mal publiziert der SP Verlag nun das handschriftliche Manuskript in limitierter Edition und zeigt auch auf interessante Weise, wie sich die damaligen Erzählungen von heutigen Fassungen unterscheiden. Denn es vermischten sich mehrere Schriften und es entstanden aufeinanderfolgende Versionen, die die Geschichten verwandelten, um sie an ein junges Publikum anzupassen.

45 Märchen und eine Legende Die neu aufgelegte Reproduktion enthält 45 Märchen und eine Legende. 25 Geschichten stammen aus der Feder Jakobs, 14 sind von Wilhelm und sieben gehen auf andere Autoren zurück. Der Leser wird auf vertraute Charaktere und Welten treffen, wie Dornröschen, Schneewittchen, Froschkönig oder Rumpelstilzchen. Er wird an verschiedenen Stellen Inschriften in französischer Sprache entdecken, die das Werk der Gebrüder Grimm direkt mit dem von Charles Perrault (Le Petit Poucet, Les Fées) verbindet, mehr als ein Jahrhundert vor ihnen. So lebt es noch bis heute Wie aber überdauerte die Originalfassung letztendlich bis heute? Unter Brentano verschwand das Manuskript im Archiv, das er bei seinem Tod Abt Ephrem van der Meulen hinterließ, der es 1884 wiederum dem Trappistenkloster Oelenberg im Elsass vermachte. Es dauerte bis zum folgenden Jahrhundert, bis es zum Verkauf angeboten wurde. Nun schlug die Stunde von Mary A. Benjamin, einer renommierten amerikanischen Spezialistin, die oft nur „The Autograph Lady“ genannt wurde. Sie erstand das Manuskript im Jahre 1953 für die Martin Bodmer Stiftung. Ach wie gut, dass es in die Hände der Lady gelangte. So lebt das Manuskript noch bis heute!

Die Märchen der Gebrüder Grimm –

Das Manuskript • Limitierte Edition 1-1000, publiziert von Martin Bodmer Stiftung und SP Verlag.

• Dreisprachige Ausgabe in Deutsch, Englisch, Französisch. • Vorwort von Pr. Jean-Paul Sermain, Spezialist des achtzehnten Jahrhunderts. • Mit circa dreißig Illustrationen von Arthur Rackham.

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STAR MOVIE KINOTIPPS

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Drama mit Til Schweiger, Bettina Lamprecht

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LAST NIGHT IN SOHO

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ie behütete Eloise (Thomasin McKenzie) und die geheimnisvolle Sandy (Anya Taylor-Joy) suchen beide ihr Glück in London. Die eine im Jahr 2019 als Modedesignerin, die andere in den Swinging Sixties als Sängerin. Eine mysteriöse Verbindung hinweg über Raum und Zeit, eine Fassade des Glamours, die langsam zerbricht – in Edgar Wrights Psychothriller „Last Night in Soho“ ist nichts so, wie es scheint. Als Eloise vom Land nach London zieht, läuft es alles andere als wie erträumt, doch ihre Verbindung zu Sandy bietet ihr den ersehnten Glamour: Mode von Mary Quant, Sean Connery als James Bond im Kino und der berühmte Nachtclub „Café de Paris“ in West End. Aber was sind die Absichten des attraktiven, jedoch undurchsichtigen Mannes an Sandys Seite? Als ein Mord geschieht, wird aus dem wahr gewordenen Traum ein Albtraum, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.

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adikale Stimmungsumschwünge machen es Paul schwer, seiner Depression zu entkommen. Als eine depressive Episode in einem Selbstmordversuch endet, muss ihn sein alleinerziehender Vater Hardy in ein Therapiezentrum für psychisch kranke Jugendliche einweisen. In der Klinik trifft Paul auf Jugendliche, die ebenfalls mit psychischen Problemen zu kämpfen haben. Unter ihnen ist auch Toni, die ein Trauma bewältigen muss, nachdem sie von ihrem Onkel missbraucht wurde. Als Paul davon erfährt, stürmen die beiden in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus der Klinik und geben Vollgas. Paul und Toni verbringen miteinander den glücklichsten Tag ihres Lebens. Doch der nächste Morgen zeigt, dass eine psychische Erkrankung auf Glück keine Rücksicht nimmt. Pauls Depression kommt mit voller Wucht zurück. Er muss sich entscheiden: Läuft er weiterhin vor seiner Krankheit davon oder nimmt er Hilfe an? Paul entscheidet sich für die Liebe und für die Erkenntnis, dass man eine psychische Erkrankung nicht alleine durchstehen muss. Denn das, was uns wirklich trägt, ist der Mut, unsere Schwächen zu zeigen und uns von denen helfen zu lassen, die wir lieben.

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HOUSE OF GUCCI

Drama mit Lady Gaga, Adam Driver

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s war ein Fall, der nicht nur die Modewelt in Aufruhr versetzte: Die Ermordung des Gucci-Erben Maurizio Gucci (Adam Driver) sorgt 1995 für Schlagzeilen. Schnell scheint die Polizei eine Verdächtige ins Visier zu nehmen, die auf das Opfer nicht gut zu sprechen war. Maurizios Ex-Frau Patrizia Reggiani (Lady Gaga) wird des Mordes beschuldigt. Während sie sich mit allen Mitteln gegen die Vorwürfe wehrt und auf ihrer Unschuld beharrt, kommen jedoch immer neue Details ans Tageslicht. Eine geheime Affäre ihres Mannes, die Gier nach Rache und die finanzielle Abhängigkeit formen ein Bild von Patrizia, das in der Öffentlichkeit für Aufsehen sorgt. AKTUELLES Es kommt zu einem Prozess, an desFILMPROGRAMM, sen Ende die Wahrheit ans Tageslicht BEGINNZEITEN UND kommt: Sie heuerte einen Profikiller RESERVIERUNG an, um ihren Mann zu ermorden.

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Stefan Lang baut in den besten Lagen des Kamptals Wein an.

Winzer

mit Leib und Seele

Kamptal und Wolfgangsee Die besten Lagen des Kamptals, die ehemalige Schlossgärtnerei von Grafenegg und zwei historische Weinkeller in Gobelsburg, die aufwendig saniert und ausgebaut wurden, machen den Betrieb

im Kern aus. Die Sehnsucht nach der Heimat stillt Lang mit einem Weingarten am Wolfgangsee. Mit Leib und Seele bewirtschaftet der Spätberufene fünf Hektar Weingärten und produziert Nektar von 100 Marillenbäumen in Grafenegg. Gefragt nach seinem Erfolgsgeheimnis nennt der passionierte Winzer „gute Energie und Durchhaltevermögen“. Diese Faktoren haben ihn weit gebracht, denn mittlerweile finden die Weine seiner WeinGärtnerei erfolgreich ihren Weg zu den Kunden im Inund Ausland – und natürlich auch ins Salzkammergut.

kommenes Geschenk. Steht er doch für ehrliches Handwerk, Lebenslust und Geselligkeit. Erhältlich sind verschiedene Pakete mit Spezialitäten wie Wein, Zirben-Gin, Hirschrohschinken, Marillennektar, Gosecco, Spritzer Rosé oder Rosé Traubensaft. Alles wird sorgfältig ausgewählt und liebevoll verpackt. Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall!

Geschenkboxen für Weihnachten Eifrig wird in der WeinGärtnerei auch schon an der Vorbereitung von Geschenkboxen für Weihnachten gearbeitet. Denn Wein ist immer ein will-

Kellergasse 32-34, 3550 Gobelsburg Tel.: 02735/36401

KONTAKT

WEINGÄRTNEREI STEFAN LANG E-Mail: office@tufelixaustria.at www.weingaertnereistefanlang.at

E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G

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ie Leidenschaft für den Wein, die Liebe zur Natur und zwei Weinkeller, die ihre Geschichte mit heutiger Technik vereinen: Diese Bausteine pflastern den Erfolgsweg von Stefan Lang und seiner Weingärtnerei. Obwohl der studierte Betriebswirt vor zehn Jahren mit der Marke „Tu Felix Austria“ ins Trachtenmode-Business einstieg, fand der gebürtige Salzburger seine wahre Passion im Weinbau und erfüllte sich so einen Kindheitstraum.

Seit gut zwei Jahren baut Stefan Lang mit seinem Jugendfreund Matthäus Eisl auch in Strobl am Wolfgangsee Wein an.

© Weingärtnerei Stefan Lang, Leopold Kaserer, Emmerich Mädl

Einer, der auszog, um im niederösterreichischen Kamptal erfolgreicher Weinbauer zu werden und gleichzeitig seinen Wurzeln im Salzkammergut treu blieb: Stefan Lang.

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Schmilzt der Käse, schmilzt das Herz.

Raclette-Zeit in Österreich! Traditionell zur kalten Winterzeit bringt der beliebte Gmundner Milch „Traunkirchner Raclette“ Käse mit seinem kräftig-würzigen Aroma unser Herz zum Schmelzen.

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