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Verlagspostamt 4600 Wels P.b.b., Zul.-Nr. 13Z039831 M

Foto: Heinz © Petro Stephan Domenigg/FILMSTILLS.AT Tesarek Photographer

FEBRUAR MÄRZ 2014 | 1. Jg. | Nr. 2 1 | € 4,00

Gitta Liska

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Michael Mendl DER SCHAUSPIELER IM INTERVIEW

Nina Blum Schlaflose Nächte


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Haben auch Sie eine Lieblingskomposition? Ein MusikstĂźck, welches Sie fĂźr kurze Zeit in eine andere Welt entfĂźhrt, Sie glĂźcklich stimmt. Meine ist Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie. Nicht weil sie eine Zäsur in der Musikgeschichte darstellt, sondern weil sie Themen der Freude zum Inhalt hat. Und weil mein Herz beim letzten Satz „Seid umschlungen, Millionen!“ stĂźrmisch zu rasen beginnt. Bis zu diesem aufregenden Maestoso schafft Beethoven aber immer wieder Platz fĂźr Neues, präsentiert sein musikalisches Leitthema immer wieder anders, wechselt Tempi und setzt Pausen. Aus der Feder Beethovens stammt aber auch die NĂ– Landeshymne „Oh Heimat,

Impressum DIE NIEDERĂ–STERREICHERIN Das Gesellschaftsmagazin fĂźr NiederĂśsterreich Die Informationen zur Offenlegung gemäĂ&#x; § 25 MedienG kĂśnnen unter der URL http://www.dieniederĂśsterreicherin.at/de/impressum/651.html abgerufen werden. Herausgeber: Josef Rumer Medieninhaber und Hersteller: Neu-Media GmbH Bahnhofplatz 2, 4600 Wels E-Mail: office@neu-media.at, Tel.: 07242 / 9396 8100, Fax: 07242 / 9396 8110

dich zu lieben ...“, ein StĂźck mit gleichmäĂ&#x;iger Viertelbewegung, die der Melodie WĂźrde und Feierlichkeit verleiht, das Herz beruhigt. Beide StĂźcke sind ein Zeichen fĂźr Vielfalt, die Sinfonie aufregend, die Kantaten-Melodie entspannend.

Geschwindigkeit zurßckkehren, Pausen gÜnnen – wie die Musik.

sich

Kompositionen, das perfekte Zusammenfßgen verschiedener Geschwindigkeiten, spielen in vielen Bereichen eine wichtige Rolle, erzeugen besondere Stimmungen. In unserer zweiten Ausgabe stellen wir Ihnen Personen vor, die ihr Leben immer wieder ein Stßck neu komponieren: Cover-Lady Nina Blum, die drei Berufe zu einem harmonischen Ganzen vereint, Gitta Liska, deren ModeDestination sie ßber Fendi in Rom nach Klosterneuburg fßhrte, den Jung-Designer Emanuel Burger, der gerade den Grat zwischen Militärkluft und Haute Couture beschreitet, ohne eine Disharmonie zu erzeugen, und den charismatischen Schauspieler Michael Mendl in der Vielfalt seiner Rollen. Sie alle haben gemeinsam, dass sie nach ihren Spitzenleistungen wieder zu einer angemessenen

Pausen haben eine gliedernde Funktion, sie strukturieren und erzeugen Spannung. Wartet der Dirigent zu lange, reiĂ&#x;t die Spannung. Wartet er zu kurz, verschenkt er einen Teil – wie im Leben. „Eine Partitur mit zu wenig Pausen ist eine schlechte. Die Pause ist die Basis fĂźr das Leben“, sagte mir einmal der groĂ&#x;e Maestro Gustav Kuhn.

Geschäftsfßhrung: Josef Rumer, Mag. Andreas Eisendle Assistentin der Geschäftsfßhrung: Astrid Zellinger, E-Mail: astrid.zellinger@neu-media.at Bßroorganisation: Kerstin Starzengruber E-Mail: office@neu-media.at Redaktionsleitung: Mag. Dr. Angelica Pral-Haidbauer, E-Mail: angelica@neu-media.at, Tel.: +43 (0)664 25 25 325 Redaktion: Mag. Ulli Wright, Nicole Madlmayr, Wolfram Heidenberger, Tina Ornezeder, Bakk. Komm. BA, Sieglinde Preidl, Sabine Simmetsberger, Dr. Maria Russ Anzeigenleitung: Josef Rumer, E-Mail: anzeigen@neu-media.at

Anzeigen: Maria SchĂźtzeneder, Mag. Dietlinde Wegerer, Lisa Becker, Mag. Irene Hertl, MBA, Andrea Jachs, Petra MĂźller, Andrea Hametner,0. E-Mail: anzeigen@neu-media.at Grafik: Juliane Brunhuemer, Karin Rosenberger, Ing. Anja Gubo, E-Mail: juliane@neu-media.at Fotos: Heli Mayr, Ing. Anja Gubo, Fotolia, Shutterstock, Cityfoto, Andreas Maringer, Mathias Lauringer, Ing. Mag. Richard Haidinger, Andreas RĂśbl, Wolfram Heidenberger Verlags- und Herstellungsort: Bahnhofplatz 2, 4600 Wels Druck: Styria GmbH, 8042 Graz Vertrieb: Morawa Pressevertrieb Ges.m.b.H., 1011 Wien

GĂśnnen Sie sich also eine Pause, genieĂ&#x;en Sie diese Ausgabe, komponieren Sie Ihr eigenes Tempo. Die Musik hat als Tempo Ordinario unseren Pulsschlag: 60 bis 80 Schläge in der Minute. Ein Allegro ist doppelt so schnell, ein Largo halb so schnell ... Herzlichst, Ihre Angelica Pral-Haidbauer

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ls ich die fĂźnf sympathischen Musiker des SMS-Quintetts in HĂśrersdorf besuchte, faszinierte mich die Tatsache, wie die gemeinsame Leidenschaft zur Musik das Leben dieser jungen KĂźnstler strukturiert, welche Vielfalt an klassischen Werken sie bereits im Programm oder sogar selbst komponiert haben.

Foto: Monique Wernbacher

Zwischen Allegro und Largo

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COVER: Total blond: Das sind Kärntens Vorzeige-Blondinen C Hotels unter 100 Euro: Die besten Häuser für die kleine BrieftascheC Die Akte Anna: Wie Designerin Anna Kos nach privaten Troubles neu durchstarten willC Oliver Markoutz: Jungfußballer lebt seinen Traum beim FC Bayern München C Krise? In der Kärntner Topgastronomie rumort es gewaltig

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*Quelle: CAWI Print 2013, Erhebungszeitraum 1. März - 28. Juni 2013, Reichweite in Leser pro Ausgabe (in der Altersgruppe von 14-65 Jahren), in Gesamtösterreich, max. Schwankungsbreite +/- 0,8%

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Inhalt 8

Nina Blum Ihr brandneues Kabarett-Programm

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Mode Das bringt der Frühling

Nina Blum

Foto: Julia Wesely

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Gitta Liska Die Mode-Destinationen der Designerin

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Küchentrends Hier kocht das Leben

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Klaudia Tanner Direktorin des NÖ Bauernbunds

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Sabine Lahnsteiner

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13 Mode

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Hilfe bei Eisenmangel

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Zypern Wo die Götter Urlaub machen

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Toni Mörwald Süße Fische fangfrisch aufgetischt

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Michael Mendl

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Zypern

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Foto: Shutterstock

Der Schauspieler ganz persönlich

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Manfred Deix Das Fest zum 65. Geburtstag

Die nächste Ausgabe des Magazins DIE NIEDERÖSTERREICHERIN erscheint am 28. März 2014.

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| Coverstory

Die wichtigsten Säulen einer Beziehung sind Sex und Reden. Das war gestern. Jetzt ist der Baby-Wahnsinn angesagt – und eine Paartherapie. Ein Talk mit der Schauspielerin Nina Blum über ihr neues Kabarettprogramm „Schlaflose Nächte“.

Foto: Julia Wesely

SCHLAFLOSE NÄCHTE

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Coverstory |

Foto: Julia Wesely

Nina, vor zwei Jahren hatten wir gemeinsam mit deinem kongenialen Bühnenpartner Martin Oberhauser ein Gespräch zu eurem ersten Erfolg „Sex und Reden“. Damals hieß es: „Frauen täuschen ihren Orgasmus vor, Männer ganze Beziehungen“ oder „Das Glück liegt im Moment“. Nun steht ihr sozusagen mit der Fortsetzung auf der Bühne ... „Sex und Reden“ ist zwei Jahre sehr erfolgreich gelaufen, jetzt war es für uns ein künstlerischer Ansporn, diese beiden Figuren Bernd und Marie in einem neuen Stück weiterlaufen zu lassen. Während es im ersten Teil um das Paar und seine Beziehungsprobleme ging, wollten wir nun zeigen, was es für die beiden heißt, wenn ein Kind dazu kommt. Da ich selbst in einem Alter bin, wo meine Freundinnen kleine Kinder haben, erlebe ich, welche Veränderungen ein Kind mit sich bringt. Wenn es heißt „als Paar sind wir nur mehr im Elternmodus und unsere Beziehung ist auf Stand-by“, dann glaube ich schon, dass es eine große Herausforderung ist, die Paarbeziehung lebendig bleiben zu lassen, sich nicht nur als

Trio und in der Fürsorgerolle zu erleben. Die Entwicklung des neuen Buches hat nun ein Jahr gedauert. Michaela RiedlSchlosser schrieb wieder einen wunderbaren roten Faden, aber viele Ideen und Szenen stammen auch von uns und unserem Regisseur Marcus Ganser, die witzigen Liedtexte einmal mehr von Caroline Athanasiadis. Während sich der erste Akt um Windeln & Co dreht, gibt es nach der Pause eine Rückkehr auf die Therapeuten-Couch ... Nach dem Wahnsinn des Paares, auf einer Kindergeburtstagsparty Gleichgesinnte zu finden, dachten wir, der zweite Teil muss wieder auf der Couch stattfinden. Ich bin ja in meinem anderen Beruf Psychologin und war selber mit meinem Ex-Freund in einer Paartherapie, wie auch Martin Oberhauser mit seiner ExPartnerin. Diesmal sind wir auf der Bühne in Gruppentherapie, und wir beziehen das Publikum ein, was wunderbar funktioniert! Enden alle Beziehungen irgendwann auf der Couch? Nein, nicht jede Paarbeziehung braucht

eine Therapie, aber es gibt keine Beziehung, die nicht auch schwierige Themen hat. Die Frage ist dann: Wie genau wollen beide hinschauen? Mein Mann und ich sind Gruppen-Dynamiker und arbeiten beide in der Beratung. Deshalb sind wir tiefschürfender, was es uns nicht leichter macht, aber wir schauen uns unsere Themen an. Für mich hat Paartherapie nichts Bedrohliches, ich sehe sie eher als Luxus, wo man sich Themen in einer neutralen Umgebung mit einem unabhängigen Dritten anschauen kann. Ich weiß auch, dass viele eine Therapie als Anfang vom Ende sehen, aber jede Beziehung hat Phasen der Entfremdung und der Annäherung. Du hast vor eineinhalb Jahren Martin Halder geheiratet, dann ging‘s auf Hochzeitsreise nach Burma. Wie war die erste eheliche Wanderung? Burma war für uns ganz besonders, denn jedes Paar hat eine Gegend, wo es gemeinsam hingehört. Für uns sind es die Berge. Dort geht es uns gut. Wenn wir unrund sind, gehen wir in die Natur, um uns wiederzufinden. Martin ist ja auch ein ausgebildeter Bergführer, und ich φ Die Niederösterreicherin | 9

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| Coverstory

Er ist also Mr. Right? Absolut! Es wäre ja auch traurig, wenn ich nach eineinhalb Jahren Ehe ein anderes Gefühl hätte. Ich denke darüber gar nicht nach, und das ist für mich das beste Zeichen ... Dein Mann hat ja drei Teenager-Kids mit in die Ehe gebracht. Wie läuft‘s? Ja, sie sind jetzt schon 15, 17 und 19 Jahre alt und leben in Graz. Aber Wien wird jetzt langsam attraktiv für sie, sie kommen übers Wochenende, das funktioniert sehr gut. Im Text sagst du: „Ich bin reif für die Windel.“ Gibt es den Traum vom eigenen Kind? Ja, schon. Aber an erster Stelle stand für mich immer der Wunsch, zuerst den passenden Mann zu finden, mit dem ich ein

Kind haben möchte. Manche sagen mit 35, jetzt will ich ein Kind – bei mir ist das anders. Ich hab spät, erst mit 37, meinen Mr. Right getroffen, und jetzt erst kann ich mir das gut vorstellen. Das Leben wird das Richtige für uns bringen, das ist meine Lebensphilosophie. Wenn wir ein Kind kriegen, dann soll es so sein, wenn nicht, wird es auch einen Sinn haben. Hat es Vorteile, die Zweierbeziehung zu leben und den Elternmodus nicht kennenzulernen? Also rein auf die Paarbeziehung bezogen, ist es, glaub ich, leichter ohne Kinder. Mit einem Kind ist es eine deutlich größere Herausforderung, eine lebendige Partnerschaft zu leben. Wenn Martin und ich uns jetzt sehen, dann ist es etwas Besonderes, wir können spontan sein und viel reisen. Ein Kind würde unser Leben verändern ... Was ist dir wichtig im Theater? Das Spannende am Theater ist für mich die Unmittelbarkeit mit dem Publikum. Wenn ich Theater oder Kabarett spiele, bin ich ganz im Moment. Anders funktioniert das auch nicht. Da lasse ich mich ganz auf meine Rolle ein. In den meisten Stücken

Tipp Haben Sie Lust auf „Schlaflose Nächte“? Bingo! „Vögeln auf Eisprung“ war schließlich doch erfolgreich und Marie und Bernd erwarten ihr erstes Kind. Im Baby-Wahnsinn unternehmen sie in einer Gruppentherapie den verzweifelten Versuch, neben Baby-Yoga, Windelwechseln und Dauerstillen, sich als Paar wiederzufinden. Ein Kabarett-Abend zum Herzerwärmen! Alle Termine in Niederösterreich und Wien unter www.blumoberhauser.at

geht es um Beziehungen in irgendeiner Form – auch für mich sind Beziehungen das Spannendste im Leben. In eurem Stück heißt es: „Schwiegermütter sind wie eine Tageszeitung, sie erscheinen täglich“ ... (Lacht) Nein, also ich habe eine sehr liebe Schwiegermutter, aber ich sehe sie leider viel zu selten.

Foto: Bettina Frenzel

fühle mich sehr gut aufgehoben bei ihm. Ich finde es an Männern sehr sexy, wenn sie eine natürliche Kraft haben. Auch wenn‘s kitschig klingt, das Gefühl, mein Mann führt mich über die Klippen, bringt mich über den Grat und wenn ich falle, dann fängt er mich auf – das ist einfach wunderschön!

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Coverstory |

Info

Foto: Bettina Frenzel

Die Tochter des Alt-Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel und der Psychologin Gigi Schüssel studierte in Wien und Barcelona Psychologie, bevor sie eine Schauspielausbildung an der Schauspielschule Krauss absolvierte und unter ihrem Künstlernamen Nina Blum im Film und auf der Bühne eine erfolgreiche Karriere hinlegte. 2006 gründete sie „Märchensommer Niederösterreich“ und ist dort Intendantin und Regisseurin. Seit 2012 ist sie mit dem Unternehmensberater und Bergführer Martin Halder verheiratet.

Auch das Thema Bildung greift ihr im Stück auf. In einem hitzigen Schlagabtausch über die Zukunft eures noch nicht geborenen Kindes entwerft ihr bereits seine Schulkarriere. Während die alternative Marie die Waldorfschule bevorzugt, sucht der Kinderarzt Bernd bereits einen Studienplatz in Oxford und Harvard ...

Beim Thema Bildung bin ich für Vielfalt, für unterschiedliche Angebote, die möglichst für alle zugänglich sein sollten. Allein wenn ich meinen Bruder und mich hernehme: Wir waren und sind so verschieden, für uns hätte nie das gleiche Bildungssystem gepasst. Ich war zuerst in einem „normalen“ Kindergarten, war todunglücklich und bin dann in einen Waldorfkindergarten gewechselt, der für mich heilsam war. Später habe ich ein ganz klassisches Gymnasium besucht, während mein Bruder erst mit 14 Jahren in die Waldorfschule gewechselt hat. Er ist Tontechniker und Musiker geworden. Wir wollten also im Stück dieses Spannungsfeld zwischen den leistungsorientierten und den alternativen Schulen und Lebensstilen aufzeigen. In beiden Kabarettprogrammen sprecht ihr sehr klare Worte: „Vögeln auf Eisprung“ oder als Liedtext „Sag mir quando, sag mir, wann mich dein Schwanz befruchten kann“ ... Ich weiß nicht, wie du das in der Vorstellung empfunden hast, aber ich glaube, dass es uns gelingt, dabei nicht derb zu

sein. Weil weder der Martin Oberhauser noch ich als Menschen vulgär sind, können wir uns leisten, die Dinge in der alltäglichen Sprache zwischen Mann und Frau zu benennen. Bei „Vögeln auf Eisprung“ weiß doch jeder, worum es geht, ich kenn das aus meinem Freundeskreis. Keine sagt zum Partner „Penis“, man sagt halt „Schwanz“. Ich empfinde es daher nicht als mutig, wir wollten nur das Paarleben in seiner Normalität darstellen, damit sich jeder identifizieren kann. Also verwenden wir auch Alltagssprache. Trotzdem sind wir aber nie „tief“ oder derb, und schon gar nicht in irgendeiner Weise denunzierend. Wenn, dann machen wir uns über uns selbst lustig. Im Text sagt Marie: „Wir haben die tollsten Kurse besucht, z. B. ‚Suche Dein inneres Kind, damit du dein eigenes verstehen kannst‘.“ Wenn man sich deine Projekte anschaut, geht es viel um Kinderwelten ... Ja, offenbar habe ich eine Affinität zu Traumwelten. Ich liebe es, phantastische Welten zu kreieren. Schon als Kind habe ich mich gerne verkleidet, bin einge- φ Die Niederösterreicherin | 11

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Foto: Martin Hesz, privat

| Coverstory

Nina Blum und Martin Halder auf Hochzeitsreise in Burma

taucht in Rollenspiele. Ein Freund hat zu mir einmal gesagt, ich sei ein Elfenwesen. Wäre ich ein Fabelwesen, wäre ich wohl wirklich eine Elfe – luftig, aber mit viel Power. Also Märchen? Ja, ich liebe Märchen, weil sie archaische Themen haben: die Suche nach der Liebe, nach dem Glück, nach der Erkenntnis, nach dem Sinn ... Der Held geht auf eine Reise, muss Hindernisse überwinden, um sich selbst zu finden, das Glück oder die Liebe. Und darum geht es im Leben! Wir möchten einen Partner finden, eine sinnvolle Aufgabe haben, und dann vielleicht noch etwas Gutes tun. In keiner Erzählform ist dieser Inhalt so präsent wie im Märchen. Daher also der Märchensommer? Ich ärgere mich oft, dass das Kindertheater irgendwie belächelt wird – nach dem Motto „pädagogisch wichtig und wertvoll“, aber kulturpolitisch zweite Klasse. Wenn man es ernst nimmt, ist es viel schwieriger, als Theater für Erwachsene zu machen, denn Kinder sind viel kritischer. Eine gute Kindertheater-Produk-

tion kostet genauso viel wie ein Erwachsenen-Theater. Aber das ist ein anderes Thema ... Was erwartet uns heuer im Märchensommer? Wie immer eine Uraufführung, doch heuer wollen wir erstmals einen bekannten Stoff bringen: „Alice im Wunderland – neu erträumt“ wird unser Stück heißen. Alice wird aber durch die Pilze, die sie isst, nicht größer oder kleiner, sondern sie verdreifacht sich. Denn wir haben ja als Wandertheater drei Stationen in diesem verwunschenen Schlosspark, also auch drei Alice-Figuren, die gegen die Herzkönigen kämpfen, die dem Hutmacher, dem Kaninchen und vielen anderen Bewohnern aus dem Wunderland begegnen und Abenteuer bestehen.

Wir spielen vom 3. Juli bis zum 24. August immer Freitag bis Sonntag. Ich werde wieder Regie führen und freu mich schon sehr darauf! www.maerchensommer.at Angelica Pral-Haidbauer

Kurz und bündig Es war einmal ... ein kleines Mädchen, das wusste meistens, dass das Leben es gut mit ihr meint ...

Glücklich macht mich, ... in den Armen meines Mannes auf einem Berggipfel zu stehen.

Traurig machen mich ... Lieblosigkeit, Sprachlosigkeit und Falschheit.

Unter anderem müssen sie die Katze der Alice retten, weil die Herzkönigin Katzen zum Fressen gern hat. Michaela RiedlSchlosser hat wieder einen traumhaften Text geschrieben, Andreas Radovan aus St. Pölten macht die Musik.

Ich träume von ... einer Weltreise mit meinem Mann und ...

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Mode Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben!

Fotos: Andy Gotts

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Start in den Modefrühling Von 28. bis 30. März präsentiert der MODEPALAST Wien 2014 in der neuen Location im Künstlerhaus rund 100 nationale und internationale Designer.

M

it einem früheren Termin von 28. bis 30. März wechselt der MODEPALAST heuer die Location und bespielt 2014 das Künstlerhaus Wien mit den neuesten Kollektionen von rund 100 nationalen und internationalen Designern. Mit seiner pulsierenden und kreativen Atmosphäre ist der MODEPALAST Treffpunkt und Inspiration für Ästheten und Designliebhaber und zieht jährlich in Wien und in Linz 10.000 Besucherinnen und Besucher in seinen Bann.

Täglich finden beim Modepalast im Künstlerhaus Fashion-Shows statt.

Rund 100 Designer laden zum Gustieren und Probieren ein.

Foto: Robert Fritz

Mode, Schmuck und Accessoires Drei Tage lang dreht sich im Palast alles um das Thema Design, das im direkten Austausch mit den Designern, bei einer der täglichen Fashion-Shows, oder ganz einfach beim Probieren und Erstehen der neuesten Mode-, Schmuck- und Accessoire-Kollektionen hautnah erlebt werden kann. Neben zahlreichen Designern aus ganz Europa werden beim MODEPALAST Wien insgesamt zehn Designer aus Finnland präsentiert. Auch für Männer gibt es dieses Jahr wieder ein verstärktes Angebot, und die NEWCOMER bringen frischen Wind in den Palast. Der etablierte Schwerpunkt GREEN, bei dem Designer ihre öko- und sozialfairen Kollektionen präsentieren, bleibt ebenfalls weiterhin bestehen.

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Info MODEPALAST Wien 28. bis 30. März 2014 Künstlerhaus Wien

Öffnungszeiten:

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Freitag, 28. März: 14 bis 22 Uhr Samstag, 29. März: 11 bis 21 Uhr Sonntag, 30. März: 11 bis 18 Uhr

Eintrittspreise: Kartenverkauf vor Ort Tagesticket: 10 Euro

Tagesticket ermäßigt für Schüler und Studenten: 8 Euro MODEPALAST Linz 4. bis 6. April 2014 OÖ Kulturquartier

www.modepalast.com facebook.com/MODEPALASTbrandnewexpo

DIE NIEDERÖSTERREICHERIN verlost 20 x 2 Eintrittskarten für den Modepalast in Wien. Das Gewinnspiel finden Sie unter www.dieniederösterreicherin. at. Teilnahmeschluss ist der 12. März 2014.

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Die neuen Jacken Knallige Rot- und Grüntöne, sanftes Beige und zarte Nudetöne oder klassisch in Blau – die Jackentrends zeigen sich im Frühjahr vielseitig. Die heißesten Teile finden Sie hier. Bunte Sonnenbrille von Dolce & Gabbana um € 191, gesehen bei Forster United Optics

Roter Blazer von Marc Cain

Sonnenbrille von Lacoste in Rot, um € 89, gesehen bei Forster United Optics

Jacke von Only um € 29,90

Jacke Sommerdaune von JOTT um € 150

Shopper von George Gina & Luci um € 119,90

Wedges „Waterbay“ von Louis Vuitton um € 805

Herren-Sonnenbrille von Police um € 149, gesehen bei Forster United Optics 16 | Die Niederösterreicherin

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mode | Sonnenbrille von Jil Sander um € 259, gesehen bei Forster United Optics

Lederjacke von Jones um € 399,90

Lederjacke von Betty Barclay um € 379,95

Tasche von Chloé um € 1500

Lacoste-Sonnenpbrille in trendigem Grün, um € 89, gesehen bei Forster United Optics

Stiefelette von We are bei Salamander um € 199,90 Outdoor-Jacke von Escada um € 599

Gürtel „Franco“ von Luis Trenker um € 119

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Be Lovely Be a Petite Coquette! Burlesque-Künstlerin Dita Von Teese stimmt uns mit edlen Dessous auf den Frühling ein.

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n einem der besonders exklusiven Lingerie-Sets aus der neuen Frühjahrskollektion von Dita Von Teese wird frau zur bezaubernden Thallo, der griechischen Göttin des Frühlings. Eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn unsere Kleidung mit den ersten Sonnentagen wieder transparenter wird ... Die Kollektion ist übrigens bis Körbchengröße E erhältlich! STAR LIFT BH EUR 59,90, String EUR 29,90, Suspender EUR 49,90

Kleid EUR 199,90

BH “Over“ EUR 69,90

Quarter Cup Bra EUR 59,90

Exklusives für drunter: gesehen bei La Petite Coquette am Lugeck im 1. Bezirk in Wien 18 | Die Niederösterreicherin

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www.wichtlstube.at Fotos unserer aktuellen Modeschau finden Sie auf unserer Homepage!

Das Trachtenfachgeschäft mit der größten Auswahl Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 9 - 12 u. 14 - 18 h t Sa. 9 - 12 u. 14 - 17 h t Tel. 07245 28833 19 Wichtlstube Inserat.indd 1

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Foto: Gitta Liska

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Modedesignerin Mag.art. Gitta Liska

Destination Mode Ein Lebensweg für die Mode. Von Wien nach Klosterneuburg – via Rom. Als Assistentin von Karl Lagerfeld bei Fendi. Ein Gespräch mit einer außergewöhnlichen Frau.

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Frau Liska, Sie sind nach Ihrem Studium an der Universität Wien als FreelanceDesignerin nach Rom zu Fendi gegangen. Karl Lagerfeld wurde bereits 1965 von den Fendi-Schwestern für ihr Pelz- und Modeunternehmen als Designer verpflichtet. Er war damals bereits international bekannt und entwarf auch das Doppel-F-Symbol als Fendi-Logo. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit mit Ihnen? Ja, schon damals war Karl Lagerfeld ein absoluter Star. Es klingt wie im Märchen, aber er hat mich nach meinem ModeDiplom auf der Universität für Angewandte Kunst einfach nach Rom mitgenommen. In Wien war Karl Lagerfeld für ein Jahr unser Professor gewesen. Er hat mir Mut gemacht, meine Talente richtig einzusetzen. Wie haben Sie den damals noch sehr gewichtigen Karl Lagerfeld erlebt? Er war und ist eine faszinierende und auch provokante Persönlichkeit, die die Zusammenhänge versteht und den Zeitgeist erfasst. Lagerfeld hat gesagt, er mache sich nie große Gedanken über seine Entwürfe, sie flössen einfach so aus seiner Hand. War das wirklich so? Das Gefühl für gesellschaftliche Strömungen kann man nicht lernen, aber ihm gelingen mit Kreativität und großer

Professionalität im richtigen Augenblick die richtigen Entwürfe und er findet immer hervorragende Assistenten. Ab den 1990er-Jahren kam es zu einem politischen Umdenken im Tragen von echten Pelzen, zudem wurde durch Fälschungen das Image von Fendi arg beschädigt. Naomi Campbell verlor damals ihre Position als Sprecherin von PETA, nachdem sie sich auf einer Fendi-Modenschau in Pelz gezeigt hatte. Wie beurteilen Sie diese damalige Krisen-Zeit? Pelz war jahrhundertelang der Inbegriff von Reichtum. Fendi ist ein Traditionshaus in Rom mit handwerklicher Perfektion für Leder und Pelz. In der Verarbeitung und im Design wurden damals neue Wege beschritten, daher war es wirklich eine ganz spezielle Ehre für mich, in dieser Zeit dabei sein zu dürfen. Gleichzeitig hat sich auch die große Stoffindustrie mit Alternativen beschäftigt und neue Techniken der Verarbeitung auf den Markt gebracht – ein Kampf der Industrien, denn eigentlich wollte jeder einen Pelz tragen, ob echt oder fake. Ich persönlich kann beide Seiten gut verstehen, aber heute hat ja jeder die freie Wahl, Pelz zu tragen – oder eben nicht. Können Sie sich an besonders prominente Kunden oder an eine Anekdote erinnern?

Sehr viele internationale Filmstars und Persönlichkeiten der Society waren und sind Kundinnen. Bei Ihrer Frage muss ich schmunzeln, denn ich kann mich erinnern, dass es zuerst um meine Italienisch-Kenntnisse ganz schlecht bestellt war. Bei einem wichtigen Termin für eine exklusive Mantelbestellung – die persönliche Betreuung der Kunden steht immer an erster Stelle – habe ich „struzzo“ (Vogel Strauß) und „stronzo“ (Scheißkerl) verwechselt. Fatal! Aber letztendlich war es ein großer Lacherfolg, ein Versprecher, der alle sehr amüsiert hat. Sie waren auch mitverantwortlich für die Mailänder Modewochen, wo sich die Crème de la Crème der internationalen Designer präsentiert, denn Mailand gehört zu den „Big Four“ der Modewelt. Was hat Sie beeindruckt? Die unglaubliche Leichtigkeit, die endlose Begeisterung und der starke Wille, gemeinsam Ideen zu präsentieren und den Weltmarkt mit dieser elektrisierenden Energie zu überzeugen. Das ist sehr beeindruckend. Da ist die italienische Mentalität einfach Weltmeister – bis zum letzten Moment wird im Team an den Projekten gearbeitet. Da könnten wir uns etwas abschauen ... Auch für andere namhafte italienische φ Marken und Konzerne wie Romeo Die Niederösterreicherin | 21

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| mode Gigli, Callaghan, Michel Hardy, Marzotto haben Sie designt. Viel Stress statt Strass? Viel Stress, aber natürlich auch viele positive Momente, die eindeutig sehr bereichernd sind. Als Ihr Sohn Victor zur Welt kam, haben Sie Italien verlassen und sind nach Klosterneuburg zurückgekehrt. Warum? Im Fashion-Business ist totaler Einsatz absolut notwendig, um erfolgreich zu sein. Ich habe eine Lebensentscheidung getroffen und bin sehr glücklich, diese auch leben zu können. Klosterneuburg ist eine wunderbare Stadt mit einzigartiger Natur und liebenswerten Menschen. Meine Karriere als Designerin, Geschäftsfrau und Mutter hätte nicht schöner verlaufen können!

Foto: Shutterstock, Gitta Liska

Im Zentrum von Klosterneuburg führen Sie eine eigene kleine, aber umso feinere Boutique für Fashion und Tradition. Warum diese Verbindung von Mode und Tracht? Die kleine Boutique ist sehr natürlich gewachsen. GITTA LISKA Fashion gibt es schon seit 1992, allerdings hat meine Mutter bereits viele Jahre davor auch schon feinste Bademode und Dessous verkauft. Internationale Marken waren

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Hinten v.l.n.r.: Peter Moizi, Friedrich Stickler, Michael Konsel; vorne v.l.n.r.: Andrea Schmuckenschlager & Lia Schwarz- Herder, Annely Peebo, Maria Ramberger in der Klosterneuburger Tracht

bei uns immer vertreten. Sie hat den Namen bei unseren Kunden bereits bestens eingeführt. Wir führen jetzt Damenmode im Erdgeschoss und die Klosterneuburger Tracht im ersten Stock. Mit viel Freude stehen wir unseren treuen Kunden beratend zur Seite und teilen unsere Leidenschaft für Style. Von der französisch-italienischen Modedesignerin Elsa Schiaparelli, geboren 1890, stammt folgendes Zitat: „Frauen ziehen sich überall auf der Welt gleich an, um andere Frauen zu ärgern.“ Ist da noch was dran? Ich denke, wir Frauen stehen da heute schon drüber, denn wir sind schon ein paar Schritte weitergegangen ... Gemeinsam mit Gexi Tostmann haben Sie nun die Klosterneuburger Tracht entworfen ... Eine wunderbare Aufgabe! Klosterneuburgs Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager hat den mutigen Schritt gesetzt und mit der Klosterneuburger Tracht in puncto Traditionspflege einen historischen Meilenstein geschrieben. Uns sind die Papageien des Markgrafenornats nahezu zugeflogen. Das Papageienmotiv aus dem 14. Jahrhundert hat auf mich eine magische Ausstrahlung. Diese Goldstickerei veredelt unsere Klosterneuburger Tracht und macht sie einzigartig.

Maria Ramberger

Und: Eine wichtigere Persönlichkeit als Gexi Tostmann, die ihr enormes Wissen mit eingebracht hat, kann es nicht geben. Ein absoluter Glücksfall, dass die Grande Dame der Trachten die Zustimmung gegeben hat, mit uns zu arbeiten. Ich kann das nicht oft genug sagen. In meinen kühnsten Träumen hätte ich nicht gedacht, dass sich Tradition so perfekt mit neuem Design verbinden lässt. Das Stift Klosterneuburg feiert 2014 die Grundsteinlegung vor 900 Jahren. Zu diesem Fest wird die Klosterneuburger Tracht von der Bevölkerung groß ausgeführt werden – und Sie werden sehen, wie schön Tradition sein kann. Sie sind auch Organisatorin von Modeschauen und großen Events mit internationalem Niveau, wobei Sie alle Veranstaltungen einem CharityGedanken widmen. Was möchten Sie an Lebenshaltung weitergeben? Veranstalter zu sein, ist sehr beflügelnd. In meinen Augen kann ich nur Veranstaltungen organisieren, die einen CharityHintergrund haben. Gerne gebe ich dem Rotary Club Klosterneuburg, Zuki mit Claudia Stöckl und Lions Club Klosterneuburg eine Plattform, um den Gästen die Arbeit der Charity-Organisationen näher zu bringen. Die „1. Klosterneuburger Weißwurstparty“ und die „1000 Eimer Party“ waren ein großer Erfolg.

Andrea Schmuckenschlager

Ihr Sohn Victor studiert an der Universität für Bodenkultur, unterstützt Sie aber bereits bei Ihrer Arbeit ... Ja, er studiert Landschaftsarchitektur. Victor ist mit meinen verrückten Ideen und meinem unermüdlichen Arbeitsdrang aufgewachsen. Er sieht, wie Ideen umgesetzt werden können. Natürlich freut es mich, wenn er diese Freude teilt, sie unterstützt und mir mit Tat und Rat zur Seite steht. Angelica Pral-Haidbauer

Kurz und bündig La dolce vita ... esiste veramente

Ossobuco ... ho imperato di godere

Strass ... belebt

Froschgoscherl ... selbst an mein Dirndl genäht

Papageien ... ein schönes Symbol für Freiheit, das höchste Gut für unser Zusammenleben, genau das Richtige für die Klosterneuburger Tracht Die Niederösterreicherin | 23

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„Military meets Haute Couture“ Einmal mehr begeisterte Jung-Designer Emanuel Burger mit einer bemerkenswerten Show. Selbst Meister La Hong zollte dem 20-Jährigen seinen Respekt. 24 | Die Niederösterreicherin

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ereits bei der Leistungsschau des Bundesheeres am Wiener Heldenplatz ersetzte Emanuel Nikolaus Burger das „heerliche“ Tarngrau der Militärkluft mit grau-grüner Haute Couture und schickte zehn Rekruten und fünf Models, diese in streng geschnürten Korsetts, über den Laufsteg der Bundesheer-Modenschau vor geschätzten 140.000 Besuchern. Auch mit seiner Fashion & Art-Show als Charity-Veranstaltung für „Wings for Life“ im Palais Kaufmännischer Verein in Linz erntete Emanuel Burger großen Applaus. Mit der Gala „be my valentine“ in Kooperation mit dem AUTINT (Austrian Armed Forces International Center) stellte sich der Designer nun wieder in den Dienst einer guten Sache, diesmal für die österreichische Kinderkrebshilfe. In der Kaserne Wallenstein in Götzendorf/Leitha präsentierte er im Zuge der Kulturreihe „Kunst im Einsatz“, die zum 21. Mal stattfand, seine „Military Couture Kollektion“, wie auch Modelle der „Haute Couture Collection“. Begeistert waren nicht nur die anwesenden Damen, sondern auch die hohen Vertreter des Heeres – und Star-Designer Nhut La Hong. „Beeindruckend“, meinte er. Und wenn man La Hong kennt, weiß man, dass diese Aussage wörtlich zu nehmen ist.

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Angelica Pral-Haidbauer

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Fotograf: Ideenwerk und Christina Kapl Visagisten: Eva Hauswirt, Milva Spina und Corinna Baumgartner 1 Robe aus schwarzem Samt, handbestickt mit über 500 Süßwasserperlen 2 Klassische Uniformjacke im K&K Stil 3 Kostüm im Army-Look mit Rangabzeichen 4 Corsage mit Stilelementen klassischer Uniformen 5 Kurzmantel in Oliv mit Applikationen des österreichischen Bundesheeres 6 Sandfarbene Military-Jacke mit Stilelementen der U.S. Army 7 Military Kimono mit Kontrastschleife 8 Jäckchen mit tief dekoltiertem und mit Süßwasserperlen veredeltem Rücken 9 Kurzmantel im Asia-Style mit U.S. Army Abzeichen 10 Emanuel Burger

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11 Brokatkleid mit OrigamiElementen. 12 Rock aus Wolle und Perlen. 13 Business-KostĂźm mit stark betonter Schulter und Kragen. 14 Emanuel Burger & La Hong 15 Abendrobe aus bestickter Seide mit barocken Stilelementen.

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DAS GEHEIMNIS VON PRACHTVOLLEM

HAAR SIE TRÄUMEN VON SPÜRBAR DICKEREM HAAR MIT MEHR GRIFFIGKEIT?

DIE NIEDERÖSTERREICHERIN & L’ORÉAL PARIS SUCHEN SIE!

JETZT EXKLUSIV TESTEN!

Als DIE NIEDERÖSTERREICHERIN-Leserin haben Sie nun die einmalige Gelegenheit, als eine von 15 Personen die neue Haarpflegelinie von L’Oréal Paris exklusiv zu testen. Alles, was Sie dafür tun müssen, ist, sich via E-Mail bei uns zu bewerben und uns nach dem Test Ihre Eindrücke zu schildern.

Foto: L’Oréal

BEWERBUNG AN: TEST@DIENIEDEROESTERREICHERIN.AT

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Trend-Frisuren 2014 Neben den neuesten Modetrends werden auf den internationalen Fashion-Weeks auch immer die trendigsten Hairstyles gezeigt. Wir haben für Sie zwei Must-have-Frisuren zum Nachstylen parat.

Trend 1: Sporty Smooth

Gemeinsam mit dem StarStylisten Anthony Turner kreierte L’Oréal Professionnel als offizieller Haarpartner der Pariser Fashion-Week einen ganz speziellen Look für die Show von Anthony Vaccarello. Das Styling „Sporty Smooth“ zeigt nach hinten gegeltes Haar mit Volumen-Effekten. Für den schlichten und einfach anmutenden Look braucht man Tonnen an Volume-Mousse und eine geschickte Hand. Hebt den Haaran-

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Volumen-Mousse in das gesamte Haar einarbeiten, den Haaransatz anheben und mit Haartrockner und Rundbürste trocken föhnen.

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Am Haaransatz eine kleine Menge Haarpuder auftragen, um so Griffigkeit zu erzeugen. Dann das Haar mit einer Bürste nach hinten kämmen.

Als glänzendes Finish Haaröl auf dem Haar verteilen und es mit den Fingern in den Haarlängen verteilen.

Einfach glänzend: „Mythic Oil“ von L’Oréal Professionnel, fettendes Haaröl

Foto: ©Thibaut de Saint-Chamas / Firstview – L’Oréal Professsionnel

satz: Mattierendes und unsichtbares Mineral-Puder von „tecni.art“ L’Oréal Professionnel

Volumen pur: Styling Schaum „tecni. art“ von L’Oréal Professionnel

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Bringt Glanz: Wella Professional „Sculpt Force“ Gel

Trend 2: Tiefsitzender Knoten: Schlichte Frisuren mit Mittel- oder Seitenscheitel und gesteckten Knoten im Nackenbereich stehen im Frühling und Sommer hoch im Kurs. Man sieht damit topfrisiert aus und erhält einen absolut hitzetauglichen Look. Eugene Souleiman Global Creative Director, Wella Professionals, Care & Styling zauberte Backstage auf der Milan Fashion Week für die Show von „Ports 1961“ eine Frisur, bei der jede einzelne Haarsträhne perfekt sitzt.

1 Langer Halt: Wella Professional „Stay Styled“ Hairspray

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Foto: Ports 1961/ Eugene Souleiman Wella Profsessionals

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Geschmeidig: SP „Luxe Oil Keratin Boost Essence“

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Das Haar glätten und bis zur Kopfmitte einen tiefen Seitenscheitel ziehen. Dann das Haar mittig am Hinterkopf zu einem strengen Pferdeschwanz binden. Mit Haarspray fixieren.

Das Haar zum Chignon eindrehen und mit Haarklammern unsichtbar fixieren.

Auf den Haarknoten Gel auftragen und als Finish Wella „Shimmer Delight Shine Spray“ auftragen. Die Niederösterreicherin | 29

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Das Beste für Ihre Augen

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odern, großzügig und hell präsentiert sich die Filiale von FORSTER UNITED OPTICS in Melk. Auf zwei Etagen finden die Kunden neben einem umfassenden Sortiment an Top-Markenbrillen, Kontaktlinsen und Hörgeräten einen absoluten Wohlfühlfaktor vor. FORSTER UNITED OPTICS betreibt in Niederösterreich acht Filialen und eine Filiale in Oberösterreich. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 70

bestens ausgebildete Mitarbeiter und kombiniert die Vorteile des lokalen Fachoptikers mit den Möglichkeiten eines großen einkaufsstarken Netzwerkes. Preisvorteile durch Zusammenschluss UNITED OPTICS ist der Zusammenschluss führender österreichischer Fachoptiker mit mehr als 70 Filialen in ganz Österreich. Durch den gemeinsamen Einkauf entstehen Preisvorteile, die direkt an

die Kunden weitergegeben werden. Auch Werbemaßnahmen und interne Fortbildungen der Mitarbeiter lassen sich innerhalb der Kette effektiver umsetzen. „Unsere Kunden genießen neben einem sensationellen Preisgefüge die gewohnte persönliche Betreuung und die bewährte fachliche Top-Kompetenz des lokalen Fachoptikers“, erklärt Geschäftsführer Hannes Forster. Aber auch in Sachen Mode ist FORSTER UNITED OPTICS

Foto: Andreas Röbl

FORSTER UNITED OPTICS ist lokaler Fachoptiker und große Kette in einem. Ein Konzept, das für die Kunden des niederösterreichischen Marktführers einzigartige Vorteile mit sich bringt.

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immer am Laufenden. Im großen Sortiment befinden sich die aktuellsten Kollektionen führender internationaler Designer. Zweimal im Jahr bietet das UNITED OPTICS-Kundenmagazin „LOOK“ einen Ausblick auf die Trends und ist in der Optikbranche Vorbild für Brillenjournale. Drei-Säulen-Prinzip: Die Dachmarke UNITED OPTICS konzentriert sich auf drei Säulen: 1. Gemeinsames flächendeckendes Marketing. 2. Preiskompetenz: Die Preise werden auf Augenhöhe mit anderen Kunden gestaltet. 3. Beibehaltung der Stärken und Kompetenzen des lokalen Fachoptikers. Durch dieses Drei-Säulen-Prinzip können

höchste Qualität und bestes Service vom Fachoptiker mit dem Preisniveau einer großen Kette kombiniert werden. Firmenphilosophie „Wir stellen Kundenzufriedenheit über alles und empfehlen unseren Kunden jene Produkte, die für ihre Augen und ihr Aussehen am besten sind. Wir sorgen dafür, dass es identische Produkte und gleiche Qualität nirgends günstiger gibt“, fasst Hannes Forster seine Firmenphilosophie zusammen. FORSTER UNITED OPTICS bietet den Kunden die besten Produkte der modernen Augenoptik. „Enorm wichtig ist auch unser Ausbildungsauftrag, mit dem wir jungen Menschen die Chance geben, unseren schönen Beruf zu lernen. Aktuell beschäftigen wir 16 Lehrlinge“, so Hannes Forster.

Info Kontakt: Optiker Forster GmbH Augenoptik Rathausplatz 6 3390 Melk Tel.: 02752/528660 E-Mail: zentrale@forster-optik.at www.forster-optik.at Weitere Filialen von FORSTER UNITED OPTICS: St. Pölten, Wiener Straße 11-13 Amstetten, Hauptplatz 25 Melk, Am Löwenpark 1 Scheibbs, Hauptstraße 21 Waidhofen, Unterer Stadtplatz 32 Weyer, Marktplatz 15 Wieselburg, Hauptplatz 12 Ybbs, Bahnhofstraße 11

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Wann hat sich die Firma Forster der Fachoptiker-Gruppe UNITED OPTICS angeschlossen? UNITED OPTICS wurde vor 20 Jahren von rund 20 Branchenführern mit mehr als 70 Geschäften als österreichweite Dachmarke gegründet. Wir sind von Beginn an mit vollster Überzeugung bei diesem erfolgreichen Geschäftsmodell dabei.

Ihr BRILLEanter Optiker FORSTER UNITED OPTICS ist der größte Fachoptiker in Niederösterreich. Im Interview erzählt Geschäftsführer Hannes Forster, worauf es beim Brillenkauf ankommt.

Ihr Vater Leopold hat 1953 in Gmünd den ersten Standort eröffnet, weitere Filialen folgten. War es für Sie immer schon klar, dass Sie in seine Fußstapfen treten werden? Eigentlich nicht. Während meiner Schulzeit wollte ich Fotograf werden. FORSTER UNITED OPTICS hat acht Filialen in NÖ und eine Filiale in OÖ. Planen Sie noch weitere Filialen?

Foto: Andreas Röbl

FORSTER UNITED OPTICS-Geschäftsführer Hannes Forster

Warum haben Sie sich der Gruppe angeschlossen? Zu Beginn stand der Gedankenaustausch mit Kollegen aus allen Bundesländern im Vordergrund. Bald entwickelte sich die Idee eines gemeinsamen Marketings, damit wir auch fl ächendeckend unter der Dachmarke UNITED OPTICS unsere eigenen Geschäfte bewerben können. Durch die Konzentration auf die wichtigsten Lieferanten können wir den günstigeren Einkaufspreis an unsere Kunden weitergeben. Dadurch sind wir preislich auf Augenhöhe mit sogenannten Diskontern, sofern diese überhaupt vergleichbare Produkte anbieten. Wir bieten etwa Brillen mit Markengläsern zum Komplettpreis um 49 Euro an. Auch bei den Gleitsichtgläsern bieten wir Preise, die bis zu 40 Prozent unterhalb des empfohlenen Verkaufspreises liegen. Nicht umsonst lautet unser Kernsatz: Höchste Qualität, größtmögliche Auswahl, bestens geschulte und motivierte Mitarbeiter zu Preisen einer großen Kette.

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Ich habe in den vergangenen zwölf Jahren alle Geschäfte umgebaut, teilweise Standorte gewechselt und im Jahr 2012 in St. Pölten den vorläufig letzten Standort eröffnet, der sich sehr schnell gut entwickelt hat. Als der größte Fachoptiker in NÖ möchte man natürlich noch weiter in die Zukunft blicken. Ihre Filiale in Melk ist top-modern ausgestattet. Wie wichtig ist Design für die Kunden? Alle Filialen haben einen architektonisch hohen Standard, wobei ich bei der Gestaltung spezielle Gegebenheiten bzw. unterschiedliche Lagen mitberücksichtigt habe. Es ist mir wichtig, dass ein so persönlich maßgeschneidertes und ästhetisches Produkt wie eine Brille und eine hochwertige Dienstleistung in einem attraktiven Ambiente präsentiert werden. Der Auftritt soll ambitioniert sein, aber nicht abgehoben. Er muss zu uns passen. Kunden und Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen.

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Was erwarten sich die Kunden beim Brillenkauf? Kompetente, freundliche Beratung steht an oberster Stelle gefolgt von Angebotsvielfalt und dem besten Preis-/Leistungsverhältnis. Kunden möchten Sicherheit beim Brillenkauf haben: Die Sicherheit gut zu sehen aber natürlich auch gut auszusehen. Und sie wollen ein RundumService auf hohem Standard, vor allem auch nach dem Brillenkauf. Was sind die Must-haves bei Brillen im Jahr 2014? Sonnenbrillen und trendige Korrektionsfassungen sind das absolute FashionStatement 2014. Glamour ist die oberste Maxime. Die Fassungen werden noch größer, die Formen noch ausgefallener und die dekorativen Highlights noch extravaganter. Nike wirft heuer mit bunten „Cruiser“-Sonnenbrillen pure Lebenslust

auf den Markt. Diesel-Sonnenbrillen spielen mit auffallenden Formen und Farbkontrasten. Fassungen von Dolce & Gabbana verführen mit Candy Colours und matten Oberflächen. Haben Sie neue Marken im Sortiment? Wir haben seit Anfang des Jahres die junge Linie von Diesel im Sortiment. Auch hier haben wir ein Top-Angebot: Sie erhalten bei uns jede Diesel-Brille mit superentspiegelten, gehärteten Markengläsern zum Komplettpreis von 249 Euro. Und die modische Kollektion von Dolce & Gabbana mit Markengläsern inklusive der besten Lotusschicht um 299 Euro. Weitere neue Labels sind Salvatore Ferragamo und Carolina Herrera, beides topmodische Marken. Gibt es eine absolute Neuheit am Brillensektor? Natürlich gibt es wieder neue, wunderschöne Kollektionen. Aber als wirkliche Neuigkeit würde ich unser neues Beratungskonzept bezeichnen. Unser Ziel ist es, jeden Kunden bei der Brillenwahl nach speziellen Kriterien zu beraten. Das ist neu, weil viel persönlicher und spezieller auf persönliche Merkmale eingegangen wird. Damit gewinnt der Kunde die Sicherheit, warum gerade eine spezielle Brillenform, Materialstruktur oder Farbe mit seinem Aussehen in harmonischen Einklang steht. Gibt es ein „Zuckerl“ für Stammkunden? Abgesehen von einem lebenslangen kostenlosen Brillenservice, das auch Kleinteile beinhaltet, haben wir eine Vielzahl von Garantien. So verlängern wir zum Beispiel die übliche Qualitätsgarantie bei Brillen auf drei Jahre. Sollten Kunden eine idente Brille woanders innerhalb von zehn Tagen günstiger sehen, erstatten wir ihnen den Differenzbetrag aufgrund der Preisgarantie zurück. Eine weitere Garantie ist die Zufriedenheits-

garantie. Hier bieten wir volles Umtauschrecht, wenn der Kunde mit dem Sehkomfort oder dem Brillenlook nicht zufrieden ist. Worauf legen Sie bei Ihrem Team wert? Authentizität und ein respektvoller Umgang untereinander sowie ein freudvolles und offenes Betriebsklima sind der Motor für die Zufriedenheit aller. Auch Lehrlinge und neue Mitarbeiter werden von Beginn an integriert und haben bereits Mitgestaltungsmöglichkeiten. Sie sind Augenoptikermeister, Kontaktlinsenoptiker und Hörgeräteakustikmeister. Was mögen Sie an Ihrem Beruf besonders gern? Man hat mit Kunden zu tun, bei denen es letztendlich immer um ihre Sinne geht, nämlich ums Hören und Sehen, also um Wesentliches in unserer täglichen Wahrnehmung, und um Verständigung. Der Seh- oder Hörerfolg tritt beim Kunden normalerweise immer sehr schnell ein, das verschafft dann auch uns Erfolgserlebnisse. Besondere Freude macht mir die Ausbildung junger Menschen. Wir sind in unserer Branche einer der größten Lehrlingsausbilder. Was ist Ihre Lieblingsbrille? Eine Originalbrille von Zeiss aus den 70er-Jahren, die ich im Vorjahr bei einem kleinen alteingesessenen Optiker in Neapel erstanden habe. Die trage ich zu ganz besonderen Anlässen. Verraten Sie uns, was Sie in Ihrer Freizeit gerne machen? Ich habe einen Sohn im Volksschulalter und verbringe viel Zeit mit meiner Familie. Meine Leidenschaft ist das Endurofahren. Das beschränkt sich allerdings nur auf einige Tage im Jahr. Ulli Wright

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ÖSTERREICHS GRÖSSTE TEMPORÄRE BOUTIQUE

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Wohnen Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.

Foto: TENNE

Jean Anouilh

Chalet-Charme fürs Bad Das Durchschnittsbad der Österreicher hat Klinik-Appeal. TENNE setzt auf individuelles Design. Wände, Badewanne und Waschbecken müssen nicht immer weiß sein: Wer sein Badezimmer wohnlicher gestalten möchte, kann das Waschbecken beispielsweise in eine rustikale Kommode einlassen oder Wände und Böden mit warmen Fliesen in Holzoptik verkleiden. Das steirische Familienunternehmen TENNE ermöglicht durch seine Direktimporte attraktive Preise bei den internationalen Top-Marken: Die Badezimmer-Designs stammen u. a. von italienischen Designern. Durch die ständige Weiterentwicklung ist TENNE heu-

te führend in den Bereichen Home-Wellness und Sanitär. Firmenchef Mag. Matthias Birkner: „Der Trend geht eindeutig in Richtung Komplettbadkonzepte. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Designerbäder auf höchstem Niveau auch leistbar zu machen. Wir wollen nicht nur Maßstäbe bei Bad und Fliesen setzen, sondern auch in der Unternehmenskultur. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren die bekannteste Marke für Fliesen und Badezimmer in Österreich zu werden.“ Gesehen bei TENNE in Vösendorf, www.tenne.at

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Hier kocht das

Leben Zeitung lesen, Kaffee trinken, Hausaufgaben machen, arbeiten ... schon längst wird in der Küche nicht mehr ausschließlich gekocht.

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ie Kochwerkstatt hat sich in den letzten Jahren zum Kommunikationszentrum und Wohlfühlraum entwickelt. Umfragen haben ergeben, dass die Küche für jeden Dritten der wichtigste und beliebteste Raum im Haus oder in einer Wohnung ist. Kein Wunder also, dass auf die Einrichtung und Ausstattung der Küche besonderer Wert gelegt wird. Neben den Standards wie Geschirrspüler, Mikrowellenherd oder Kühlschrank wird eine Sonderausstattung mit Dampfgarer oder ein Backofen

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mit Selbstreinigungsautomatik immer wichtiger. Bei der Küchenplanung selbst sollte man auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer achten. Eine Küche muss vor allem gelebt werden. Dennoch: Die Küche übernimmt nun auch eine repräsentative Funktion und wird immer mehr zum Hightech-Produkt. Alles neu: Farbentrends Neben dem Klassiker Holz – sowohl helle Eiche als auch dunkle Rauchkastanie sind gerne gesehen – sind 2014 klare Farben

wie Weiß oder Grau im Trend. Neu ist jedoch, dass klassisches Weiß nun mit farbigen Regalbrettern kombiniert wird. Knallige Farben (z. B. Bild 1) wie Orange, Gelb oder Grün rücken in diesen Fällen in den Fokus. Oberflächen: kratzfest und unsichtbar Schwerer Stein, Sichtbeton, Glas: Glatte, bündige Oberflächen sind absolut im Trend. Mittels neuer Technologien werden die Arbeitsflächen noch robuster und vor allem kratzfester.

Neu ist, dass nun die Möglichkeit besteht, Kochfelder aus Glas perfekt an die Arbeitsflächen anzupassen und damit fast unsichtbar zu machen. Das gleiche Glas wird dann beispielsweise für Kochfeld und Arbeitsplatte verwendet. Edelstahl wird ebenfalls gerne verarbeitet: Kennt man Arbeitsplatten aus diesem Material eigentlich nur aus Großküchen, nimmt seine Bedeutung nun auch in Privathaushalten immer mehr zu. Robustheit und Langlebigkeit φ stehen im Vordergrund. Die Niederösterreicherin | 37

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Fotos: DAN, Valcucine, Mayrhofer – Der Einrichter, ewe, Neff, HAKA, SieMatic, Keno, steininger.designers gmbh / Catherine Roider

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Gut verstaut: Kaffeemodul Innovationen bieten die diesjährigen Küchentrends nicht nur in Bezug auf Aussehen, sondern auch in Bezug auf die Nützlichkeit. Ganz neu ist das Kaffee-Modul von ewe (Bild 3). Dieses Nischenmodul ist vor allem für Küchenmaschinen geeignet, wie die Espressomaschine, den Toaster, Entsafter und vieles andere mehr. So sind die Geräte nicht nur untergebracht, sondern auch noch stylisch und vor allem griffbereit verstaut.

Tipp „Die besten Küchen“ von Kristina Raderschad, Callwey-Verlag, ISBN: 978-3-7667-1736-8; 49,95 Euro

Blitzschnell aufgeräumt: Zubehörkanal Alles zur Hand und blitzschnell aufgeräumt ... ja, das wünscht sich ein jeder Koch. Weil sich Küchenhersteller an den Bedürfnissen der Endverbraucher orientieren, präsentiert zum Beispiel Valcucine, erhältlich bei Mayrhofer – Der Einrichter, nun einen innovativen Zubehörkanal (Bild 2): Dieses Küchenelement nimmt alles in sich auf, was man in der Küche benötigt – und bei Bedarf rasch verbergen will: Tellerabtropfgestell, Waage, kleine Elektrogeräte, herausnehmbare Behälter, Flaschenhalter, Steckdosen, Papierrollenhalter, Armaturen, Aufhängungen für Schöpflöffel und sogar die Dunstabzugshaube. Alleskönner: alle Zeichen auf Dampf Waren Dampfgarer in Küchen früher absolute Luxusgegenstände, gehören diese

heute zur Standardausrüstung einer Küche. Die gesundheitlichen Vorteile – beim Dampfgaren bleiben Vitamine, Mineralstoffe und Mineralsalze weitgehend erhalten – sind allseits bekannt. Daneben spart der Alleskönner Energie und verdrängt die beliebte Mikrowelle, die immer wieder Diskussionen auslöst, allmählich. Bei Neff stehen daher in diesem Jahr alle Zeichen auf Dampf: Die neuen Backöfen sind mit Dampfunterstützung ausgestattet und unterstützen den Koch nicht nur beim Dampfgaren, sondern auch beim Backen, Braten, Grillen oder Pizzamachen. Exklusiv: Die neuen Öfen – zu sehen in Bild 4 – sind mit einer Türe, die beim Öffnen unter dem Backofen verschwindet, ausgestattet. Zentrale in der Küche: Hightech Ein Leben ohne Smartphone und Tablet

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Checkliste für die Küchenplanung Nutzung: Viele Küchenmodelle sind schön – keine Frage. Dennoch sollte man sich vorab die Frage stellen, welche Bedürfnisse die Kochwerkstatt erfüllen soll. Wie viele Personen leben in einem Haushalt? Wer nutzt die Küche? Für wie viele Personen und wie oft wird gekocht? Arbeiten mitunter mehrere Menschen gleichzeitig in der Küche? Grundriss: Für die Planung ist der Grundriss natürlich von enormer Wichtigkeit. Zu beachten sind unter anderem die Fragen: Wie viele Quadratmeter sind vorhanden? Welchen Stellenwert soll die Küche erhalten? Gibt es Räume, die direkt an die Küche angebunden sind? Gegebenheiten: Nicht jeder Raum ist gleich und daher als Küche geeignet. Wichtig bei der Planung ist, ob Bereiche der Küche am Fenster liegen oder am Tageslicht orientiert sein sollen. Außerdem: Wie kann die Entlüftung nach außen geregelt werden? Kochlabor vs. Allzweckraum: Je nach Platz und eigener Vorliebe muss bedacht werden, ob man die Küche lediglich zum Kochen verwenden möchte oder doch eher mit einer großen Esstafel ausstatten möchte.

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ist heute undenkbar. Gut, dass diese Geräte jetzt auch in der Küche eingesetzt werden können: Angeschlossen an eine Dockingstation (Bild 5) ersetzen die elektronischen Helferlein mittlerweile das Kochbuch. Rezepte und Informationen sind schnell zur Hand und begleiten den Alltag. Eingesetzt wird diese Zentrale in der Küche zum Beispiel bei DAN. Innere Werte: neu definiert Auf die inneren Werte kommt es an! Das kann man auch auf die Küche ummünzen: Denn beim Innenleben der Schubkasten- und Auszugssysteme werden neue Maßstäbe gesetzt. Dämpfungssysteme von HAKA, die die Laden leise und sanft schließen, gehören genauso zum heutigen Standard wie die Innenausstattung aus Edelhölzern: Für eine perfekte Ordnung sorgen speziell auf das Design

angepasste Inneneinrichtungssysteme, wodurch die Lade und das Innenleben zu einer Einheit verschmelzen. Neu von SieMatic sind beflockte Einlegematten, auf denen sich Einsätze und andere Elemente vollkommen rutschfest platzieren lassen. Ein Küchenleben lang Erfrischend anders sind sie, die Kücheninnovationen in diesem Jahr. Neben technischen Neuerungen wird vor allem Wert auf ein besonderes Innenleben und praktische Zusatzfunktionen von elektronischen Geräten gelegt. Eine Komplexität der Einfachheit gepaart mit Designharmonie wird angestrebt und auch erreicht. Steht man am Ende in seiner nagelneuen Kochwerkstatt, ist eines sicher: Küche gut – alles gut. Tina Ornezeder

Stauraum: Zusätzliche Töpfe, Pfannen und andere Küchenutensilien sammeln sich im Laufe der Zeit an. Daher: Gleich einen Schrank zusätzlich einplanen. Ebenfalls sollte genügend Stauraum für Lebensmittel mitbedacht werden. Oberflächenbeschaffenheit: Holz, Hochglanz, Stein, Glas, Edelstahl oder Beton ... Arbeitsplatten und Küchenfronten müssen viel aushalten. Ist die Küche ein offener Wohnraum, kann die Materialität durchaus mit dem angrenzenden Wohnbereich verbunden werden. So fügt sich optisch alles zu einem harmonischen Ganzen. Budget: Dieser Punkt ist natürlich beinahe der wichtigste. Wer bei einer neuen Küche sparen möchte, kann überlegen, ob es eventuell Geräte gibt, die man aus der alten Küche integrieren könnte. Auch haben verschiedene Aspekte je nach Anwender Priorität: Ist mir eine edle Front wichtiger als hochwertige Küchengeräte?

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Küchen-Kompetenzen Würze des Lebens: Gewürze verfeinern ein jedes Gericht. Gewürzsieb von Tchibo um 6 Euro, ab 19. März erhältlich

Blümchenzeit: Duftende Blumen zieren die heimischen Esstische. Mundgeblasene Glasvase auf Holz, gesehen bei Sia Homefashion um 99 Euro. www.siahomefashion.com

Farbenfrohe Laune: Die Klassiker Pfeffer und Salz werden in einer farbenfrohen Mühle untergebracht. ZEST von Peugeot, je Mühle 35 Euro

Tropfsicher: Essig- und Ölflasche, Set um ca. 9 Euro, ab 19. März bei Tchibo

Kult ums Pult: Platzsparend und dennoch gemütlich ist das Pult von RiesPro Design aus Leonding, www.ries-prodesign.com

Knusper, knusper: Frischen, knusprigen und vor allem herrlich warmen Toast erhält man mit dem KENWOOD kMix Toaster um 69,99 Euro

Le Petit Chef: Auch die Kleinsten kochen fleißig mit. Kindersichere Küchenmesser von Opinel, Preis pro Box 35 Euro, www.cjherbertz.de

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Fotos: IPOR

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Ein Parfum namens „Mitzi“ 8[_cIj$LWb[dj_d[hD[k`W^hi[cf\Wd]mkhZ[ZWi DWjkhfWh\kcØC_jp_Çleh][ij[bbj$

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unktgenau am Valentinstag wurde im Rahmen des Neujahrsempfanges von Bürgermeisterin Kerstin Suchan in der CNH-Präsentationshalle in St. Valentin das Naturparfum „Mitzi“ vorgestellt. „Mitzi“ wurde von Aromatherapeutin Mag. Andrea Hoyer-Schaljo aus der Nibelungen-Apotheke in St. Valentin kreiert und heimste als Valentinspräsent ei-

nen großen Erfolg ein. „Das Parfum trägt den Namen Mitzi, weil Maria der meist verwendete Frauenvorname in St. Valentin ist“, erklärt Mag. Andrea HoyerSchaljo. „Mitzi“ ist ein Naturparfum aus 100 Prozent reinen natürlichen Bioduftstoffen. Das Naturparfum riecht anfänglich nach sonnengereiften Orangen und spritzigen Grapefruits, die gute Laune

verströmen. Dann taucht man ein in ein Blumenbeet aus Geranien, Jasmin und Rosen, die das Herz öffnen. Vanille und balsamischer Styrax runden das Naturparfum langanhaltend ab und wecken vielleicht die Erinnerung an die letzte Liebesnacht? „Mitzi“ ist in Hoyers St. Valentinus und Hoyers Nibelungen-Apotheke in St. Valentin erhältlich.

Foto: Privat

„Mitzi“-Erfinderin, Mag. Andrea Hoyer-Schaljo

Gesund durch Energie-Medizin Sie fühlen sich antriebslos, demotiviert und ausgebrannt? Unterschied zur westlichen Medizin, die einen körperlichen Ansatz bietet, und zur Psychotherapie, die mit dem menschlichen Geist arbeitet, steht bei den PranaVita®Methoden die Ganzheitlichkeit in der Arbeit am Energiekörper im Mittelpunkt. Ein wichtiger Leitsatz dieser Methode lautet daher: „Wie innen so außen“ – nur ein gesundes Energiefeld kann Körper, Geist und Seele eines Menschen auch positiv beeinflussen und schafft dadurch die richtigen Voraussetzungen für Gesundheit, Harmonie und Wohlbefinden im eigenen Körper und mehr Lebensfreude und Schwung im Alltag! Isabella Runge bietet im WIFI Burgenland PranaVita-Kurse an.

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Foto: beigestellt

ie wünschen sich mehr Lebensfreude, Selbstsicherheit und die Kraft, Ihre Ziele zu verwirklichen? Sie wollen Krankheiten nicht einfach nur mehr passiv erdulden? Dann ist PranaVita® für Sie die ideale Lösung! Im Zentrum von PranaVita® steht der Mensch in seiner Ganzheit. Diverse Krankheiten werden dabei als Störung des Energieflusses durch Blockaden verstanden. PranaVita®-Techniken haben das Ziel, die Gesamtenergie des Menschen wieder frei fließen zu lassen. So soll die ganzheitliche Gesundheit einer Person ermöglicht werden. PranaVita® richtet sich daher sowohl an Personen in Heil- und Pflegeberufen und Therapeuten sowie an alle Menschen, die ihre eigenen harmonisierenden Kräfte erkennen und diese auch im täglichen Leben für sich und ihre Mitmenschen nutzen wollen. Im

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Männer Zwischen mir und dem Rest der Welt steht eine Glaswand.

Foto: italia independent & Karl Lagerfeld Collection

Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld x Italia Independent Wenn sich zwei Könner zusammentun, sieht Mann klarer. In seinen Interviews erklärt er uns meist seine Sicht auf die Welt. Nun sorgt er dafür, dass wir seine neuesten Innovationen klarer sehen können – und das gleich mal sechs! Der Look, ein neuer Fetisch. Zuletzt entwarf er eine streng limitierte Uhrenkollektion für Rolex, ein Dirndl, das karl-süße Tokidoki-Püppchen und stattete Cate Blanchett in Woody Allens neuem Film „Blue Jasmine“ aus. Nun brachte der Designer zusammen mit Italia Independent-Gründer Lapo Elkann eine gemeinsame Capsule Collection an Son-

nen- und Korrekturbrillen auf den Markt, bestehend aus drei Sonnenbrillen und drei Korrekturbrillen als UnisexModelle. Die modischen Fassungen präsentieren sich im für Italia Independent typischen Mattfinish sowie den mit Samt überzogenen Rahmen. „Ich liebe die Idee, zwei unglaublich kreative Persönlichkeiten und zugleich Stil-Ikonen wie Lapo und Karl zusammenzubringen und als Ergebnis fantastische Produkte zu erhalten“, freute sich Pier Paolo Righi, CEO Karl Lagerfeld, über die Kollaboration.

Die Brillenkollektion gibt es ab sofort überall zu kaufen. Die Preise – auf Anfrage ... Die Niederösterreicherin | 43

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Foto: shutterstock, Andreas Röbl, privat

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Sportwissenschaftler Oliver Drachta

Trainingsgerät Körper Zwickt Ihre Anzughose? Könnte das Polo-Shirt um den Bauch herum etwas lockerer sitzen? Alle, die trotzdem nicht ins Fitnessstudio gehen wollen, können auch zu Hause wieder fit werden und ihren Body trainieren. Der Linzer Sportwissenschaftler Oliver Drachta hat Übungen zusammengestellt, in denen der eigene Körper zum Trainingsgerät wird. Einfach und effektiv!

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ie Feiertage sind zwar längst vorüber, doch die Fettpölster an Bauch, Hüften & Co. halten sich hartnäckig. Die Kleidung spannt und zwickt, das Wohlbefinden war schon mal ein besseres. Und trotzdem ist die Couch weitaus verlockender als das Fitnessstudio. Doch man(n) kann auch zu Hause fit werden und seinen Body trainieren. Und zwar indem er seinen eigenen Körper zum Trainingsgerät macht. „Das ist einfach und effektiv“, erklärt der Linzer Sportwissenschaftler Oliver Drachta (www.shape4you.at). „Man braucht keine besonderen Trainingsutensilien oder Geräte, der eigene Körper

reicht vollkommen aus. Und man kann die Übungen überall durchführen – im Wohnzimmer vor dem Fernseher, im Park und sogar im Büro. Ausreden gelten also nicht mehr!“ Langsam beginnen und steigern Die einzelnen Übungen kräftigen verschiedene Muskelgruppen, wie Bauch, Schultern und Rücken. Jede Übung wird zu Beginn zwölf bis 14 Mal wiederholt, zwei Serien auf jeder Seite. Aufwärmen ist laut dem Experten nicht notwendig. Einsteiger sollten zwei Mal die Woche trainieren. „Wer es übertreibt und täglich trainiert“, sagt Drachta, „bekommt Mus-

kelkater. Das tut weh und nimmt einem die Motivation.“ Besser ist es, langsam zu beginnen und sukzessive zu steigern. Alles, was man(n) dafür braucht, ist ein Thera-Band (gibt es im Sportfachhandel um ca. 15 Euro) und eine Portion Motivation, um das Projekt „Bodyfit“ zu starten – und auch durchzuhalten. Die Kräftigungsübungen lassen sich übrigens super mit Ausdauersportarten, wie Laufen, Schwimmen oder Radeln auf dem Ergometer kombinieren. Für noch mehr Effekt und Fitness! Nicole Madlmayr

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Übung 1: Bird dogs

Bankstellung (Unterarmstütz) einnehmen. Das Becken sollte in einer Linie zum restlichen Körper gehalten werden. Dann abwechselnd das linke und rechte Bein gestreckt nach oben heben. Variante: diagonales Heben von Bein und Arm (wenn möglich gestreckt). šAh\j_]jZ[d]Wdp[dAhf[h

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Übung 2: Crunch mit Band

Auf den Rücken legen, Beine sind im rechten Winkel angehoben. Über die Schienbeine wird das Band gelegt, die Arme halten das Band seitlich schön auf Spannung! Beim Abheben des Oberkörpers ziehen die Arme das Band gestreckt nach unten. šJhW_d_[hjZ[dI_nfWYa

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Übung 3: Situps

Situp-Ausgangsposition, die Arme sind verschränkt am Oberkörper, Beine werden im rechten Winkel angehoben. Nun die Beine langsam strecken und absenken. Kein Hohlkreuz machen! šJhW_d_[hjZ_[8WkY^ckia[bd

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Schulterbreit hinstellen, Knie leicht gebeugt. Das Thera-Band um ein Tischbein oder Ähnliches spannen. Wer es ganz professionell mag, besorgt sich einen Türanker (um etwa 7 Euro im Sportfachhandel). Damit lässt sich das Thera-Band in beliebiger Höhe in der Tür einklemmen. Das Band auf Spannung bringen (Hände seitlich vom Körper zusammenhalten). In die Kniebeuge gehen und gleichzeitig das Band zur Brust ziehen. Darauf achten, dass der Rücken gerade ist und die Knie nicht mittig zueinander wandern! šAh\j_]j8[_d["H”Ya[dkdZ IY^kbj[hd A

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Bauchlage, Arme über dem Kopf strecken. Das Band vorne wieder befestigen. Den Oberkörper und die Unterschenkel leicht anheben. Dann die Arme von der gestreckten Position in den rechten Winkel ziehen. šAh\j_]jX[iedZ[hiZ_[kdj[h[dH”Ya[dckia[bd8b[_X[dZ_[8[_d[Wc8eZ[d"m_hZl[hijhajZ[heX[h[H”Ya[djhW_d_[hj$

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Seitstütz-Position einnehmen (auf gestrecktem Arm oder Unterarm). Darauf achten, dass die Körpermitte nicht durchhängt! Freier Arm und freies Bein werden gleichzeitig gestreckt vom Körper abgespreizt. šIjhajZ[d][iWcj[d8eZo 46 | Die Niederösterreicherin

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So viel Mode, Mann! Der Winter ist bei uns heuer zwar sehr kommod ausgefallen, trotzdem ist auch die Vorfreude auf den Frühling wieder groß. Die Mode bei den Männern wird farbenfroh und richtig smart. Ein kleiner Vorgeschmack gefällig? Bitte sehr! Kurz und knackig: lässige Blousons aus coolem Leder von McNeal (259 Euro) Hawaii on top: Kappe von Review (19,95 Euro)

Spruchreif: lässiges Shirt mit Frontdruck (Review um 9,95 Euro)

Aussagekräftig: T-Shirt mit Spruch-Print (von McNeal um 19,95 Euro)

Das kommt:

Gelb macht Laune! Polo-Shirt von Paul Rosen (49,95 Euro)

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Fotos: Shutterstock

Mein neuer JOB!

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Wirtschaft Höher, schneller, weiter.

Foto: www.multiversum-schwechat.at

Olympisches Motto

Multiversum Österreichs modernste Multifunktionshalle in Schwechat ermöglicht einzigartige Events. In den vergangenen Monaten konnte das Multiversum mit einer Reihe von einzigartigen Veranstaltungen seine Vielseitigkeit, auch im internationalen Umfeld, unter Beweis stellen. Seit der Eröffnung im Jahr 2001 zählt man gemeinsam mit der Werner Schlager Academy, dem Restaurant Trabitsch und dem Gesundheits- und Bewegungszentrum MultiMed/MultiTraining mehr als 450.000 Gäste bei mehr als 600 Veranstaltungen. Sport ist und bleibt die Kernkompetenz. Neben den diversen Ballsportarten, von Tischtennis über

Volleyball bis hin zu Basketball und Handball, bietet die „Halle für alle“ auch für andere Disziplinen wie Tanzen und Boxen optimale Rahmenbedingungen für nationale und internationale Bewerbe. Im Mai 2014 wird das Multiversum Schwechat mit der Europameisterschaft im Sportaerobic ein weiteres Mal zur Arena für sportliche Höchstleistungen. Aber auch für beste Unterhaltung wird gesorgt: Am 21. März 2014 steht ein Live-Konzert des Nockalm Quintetts auf dem Programm ...

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V.l.n.r.: Prof. Christoph Madl, MAS, Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung, Regina Waldherr, Gerti und Robert Geidel, Tourismuslandesrätin Dr. Petra Bohuslav, Ulli Amon-Jell, Obfrau der Niederösterreichischen Wirtshauskultur

Die Top-Wirte 2014 Herzklopfen, Spannung und dann Begeisterung – das waren die Zutaten zum „Fest der Wirte“ auf Schloss Grafenegg, bei dem die Niederösterreichische Wirtshauskultur bereits zum 16. Mal die Top-Wirte des Jahres kürte. tiven Getränkeangebot verwöhnt. „Mein Mann steht ja in der Küche, und ich kümmere mich am liebsten um die Gäste. Dass wir nun diese Auszeichnung bekommen haben, freut uns aus ganzem Herzen“, sagt die Lindenwirtin. „Bei uns soll sicher jeder Gast wie ein Kaiser fühlen und sich von der Lindenküche verführen lassen.

Außen Kaisergelb, innen historische Holzdecken und edle Stoffe – kein Wunder, dass sich hier in der idyllischen Lage mitten im Wienerwald schon Franz Joseph I. bei seinem Besuch 1895 wohlgefühlt hat. Im Jahr 2000 hat Gerti Geidel mit ihrem Ehemann Robert die „Linde“ übernommen, sehr behutsam renoviert und sie zu dem gemacht, wie sie sich heute präsentiert: ein beliebter Treffpunkt für Genießer.

Zum 200-jährigen Jubiläum wollen wir unsere Gäste mit modernen wie klassisch fantasievollen Speisen verwöhnen und ihnen kaiserliche Schmankerln kredenzen. Ständig entwickeln wir neue kulinarische Erlebnisse, damit wir unsere Gäste

Das charmante Haus bietet modernen Komfort gepaart mit rustikalem Wohlfühl-Ambiente. Im gemütlichen, stilvollen Restaurant werden die Gäste mit ländlich-regionaler Küche und traditionellen Spezialitäten wie auch einem krea-

immer genussvoll, abwechslungsreich und verführerisch verwöhnen können.“ Und verwöhnt werden die Besucher auch bei einem Abend im bestsortierten Weinkeller, mit spannender Lektüre in der Linden-Bibliothek und in den romantischen Kuschelzimmern. Stunden im traumhaften Garten zeigen auch, dass der Naturgedanke im Vordergrund steht. Positive Schwingungen erzeugen und die Gäste in Einklang mit der Natur bringen – das rundet das Angebot des nun preisgekrönten Hauses ab.

Foto: Roman Seidl, shutterstockw

Die Siegerin kocht im Wienerwald „Verführung ist die Kraft, die alle bewegt“, so lautet das Motto von Gerti Geidel, Top-Wirtin des Jahres 2014. Mit ihrem „Landgasthof zur Linde“ in Laaben, Bezirk St. Pölten-Land, konnte die leidenschaftliche Gastronomin bei umfangreichen, unabhängigen und anonymen Tests der Fachjury überzeugen.

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wirtschaft | Einsteiger des Jahres 2014 „Man soll dem Leib etwas Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu leben“, so das Zitat von Winston Churchill, welches sich die sympathischen Wirtsleut als ihr Motto ausgesucht haben. Ein Klosterneuburger und eine Kärntnerin – so sieht das erfolgreiche Duo aus, das sich als „Einsteiger des Jahres 2014“ präsentiert, also unter den erstmals getesteten Betrieben die meisten Punkte erringen konnte.

Michael und Dagmar Galler, Wirtshaus Blumenstöckl, Klosterneuburg

Aufsteiger des Jahres 2014 Meine Frau und ich haben tolle Jobs in Wien hinter uns gelassen, um uns als geborene Waldviertler in Gmünd gastronomisch niederzulassen“, berichtet Josef Hag. Und nun haben die beiden einen wahren Höhenflug an Punkten hingelegt und damit den Titel „Aufsteiger des Jahres 2014“ verdient – jener Betrieb, der sich seit dem letzten Test am meisten steigern konnte, das „Stadtwirtshaus Hopferl“ der begeisterten Wirtsleute, die vor 21 Jahren mit dem kleinen Bierbeisl “Hopferl und Schmalz“ begonnen hatten. „Die vermutlich größte Stammgästeschar, die ein Gastro-Betrieb nur haben kann, hat uns zu einem mutigen Schritt bewogen. Wir haben das seit 1200 bestehende Haus mitten in der Altstadt zu einem Edel-Wirtshaus umgebaut.

Es ist ein historisches Gasthaus, dessen Geschichte bis ins Jahr 1863 zurückreicht und das Michael und Dagmar Galler im August 2012 übernommen haben. Heute zeigt sich das „Wirtshaus Blumenstöckl“ in Klosterneuburg in neuem, sehr nostalgischem Glanz mit geflämmter Holztäfelung und liebevollen Details.

Am 9. September 2009 konnten wir das “Stadtwirtshaus Hopferl” dann feierlich neu eröffnen. Wir wollten der gastronomische Hotspot in der Bezirkshauptstadt Gmünd werden.“ Mit ihrer delikaten und regionalen Küche, welche zeitgemäß und kreativ interpretiert wird, haben sie bereits eine Erwähnung im GaultMillau wie auch im Falstaff-Restaurantführer erkocht. „Damit wurden wir selber überrascht, denn wir sind keine Werbe-Profis, aber bei uns gibt‘s noch die Herzlichkeit und Bodenständigkeit, die einen Waldviertler Familienbetrieb ausmacht. Die Auszeichnung zum “Aufsteiger des Jahres” ist aber für uns die bisher größte berufliche Anerkennung, die uns die Bestätigung für den bisherigen gemeinsamen Einsatz gibt“, freut sich das Ehepaar.

Die Küche setzt auf traditionelle Altwiener und Altösterreichische Speisen, Innereien und Fisch, und die köstlichen Desserts schmecken wie bei Oma und werden mit viel Liebe serviert. „Wir verwenden fast ausschließlich regionale und frische Zutaten, die wir von heimischen Lieferanten beziehen. Unsere Speisekarte ist sehr stark von saisonaler Verfügbarkeit der Zutaten beeinflusst, denn nur das Beste und Frischeste schafft es in unsere Töpfe.“ Eine Philosophie, die sich bewährt hat ...

Monika und Josef Hag, Stadtwirtshaus Hopferl, Gmünd

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Mag. Klaudia Tanner

Mit einem Blick nach vorne Klaudia Tanner ist Juristin mit abgeschlossener Gerichtspraxis, war Rechts- und Sozialreferentin beim NÖ Bauernbund, Mitarbeiterin im Innenministerium, bei der Kapsch BusinessCom AG in Wien langjährig im Bereich „Cooperation Management“ tätig und ist seit 1. Jänner 2011 Direktorin des NÖ Bauernbunds. Die gebürtige Scheibbserin ist verheiratet und Mutter einer Tochter.

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Sie stehen als erste Frau an der Spitze des Bauernbunds. Was hat Sie dazu bewogen, diese Aufgabe zu übernehmen? Wenn man wie ich seine Wurzeln im bäuerlichen Bereich hat und die erste Station nach dem Studium die einer Rechtsund Sozialreferentin beim NÖ Bauernbund war, dann ist es eine große Ehre, gefragt zu werden, erstmalig als Frau diese Funktion zu übernehmen. Es war aber auch eine Herausforderung, an die Spitze einer Organisation zu gehen, für die bereits Generationen vor mir gearbeitet haben, und diese in ein neues Zeitalter zu führen.

bekannt zu machen, ist unsere Aufgabe. Dafür nutzen wir auch neue Medien und dürfen uns über 16.000 Likes auf Facebook und einer Reichweite von 135.000 Usern im Monat freuen. Immerhin sagen 93 Prozent der NiederösterreicherInnen, dass sie gerne in unserem Land leben, dass sie die hiesige Lebensqualität schätzen. Wir sind stolz auf unser gesundes Essen und auf guten Wein und Most. Die Grundlage dafür schaffen aber die vier Prozent Bäuerinnen und Bauern, die letztlich die Lebensgrundlage aller mit wertvollen Lebensmitteln sichern. Natürlich basiert auch der Tourismus auf dieser Leistung.

Wie haben Ihre Mitarbeiter reagiert? Ich war ja die erste weibliche Bauernbund-Direktorin im gesamten Bundesgebiet. Die Umstellung war aber dadurch vereinfacht, dass mich die Mitarbeiter schon aus meiner vorigen Funktion gekannt haben – alles andere muss man sich erarbeiten.

2014 ist das Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe. Wie wichtig ist Familie in der Landwirtschaft und wie werden kleine Betriebe angesichts von Preis- und Produktionsdruck überleben können? Es ist immer schön davon zu reden, dass vier Prozent unserer Bauern die Lebensmittelsicherheit von 100 Prozent der Bevölkerung garantieren, aber um das leisten zu können, muss auch der wirtschaftliche Erfolg der bäuerlichen Unternehmen sichergestellt werden. Das geht eben nur über Ausgleichszahlungen der EU, des Landes und des Bundes. Mit der Umsetzung der EU-Agrarpolitik bis 2020 und der nationalen Ko-Finanzierung kann der Fortbestand der bäuerlichen Familienbetriebe gesichert werden. Wünschenswert wäre es aber, wenn den Konsumenten bewusst würde, dass Lebensmittel etwas WERT sind! Das ist der Kern dessen, worum es uns geht. Über teures Wohnen und teure Energie wird öffentlich nicht so viel diskutiert wie über teure Lebensmittel. Wir haben ausreichend Lebensmittel in hervorragender Qualität, aber für die Bauern, welche uns diese produzieren, bleibt zu wenig. BilligAktionen, wie z. B. Fleisch aus dem Ausland, verleiten die Konsumenten dazu,

Für welche Werte will der Bauernbund stehen? Unsere Werte sind seit der Gründung auch unser Erfolgsgeheimnis: sich als politische Interessensvertretung für die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern, aber darüber hinaus für alle Anliegen des ländlichen Raumes, der ja mittlerweile sehr viel mehr ist als nur die Landwirtschaft, einzusetzen. Neben unserem Kernthema Familie gilt es, Traditionen zu bewahren und das, was nicht mehr zeitgemäß ist, zu modernisieren und mit einem Blick nach vorne in neue Zeiten zu gehen. Als Direktorin wissen Sie um die Leistungskraft, aber auch um die Sorgen und Nöte der heimischen Landwirtschaft. Inwieweit sind diese der Öffentlichkeit bekannt? Diese Leistungen tagtäglich noch mehr

mehr zu kaufen, als sie brauchen. Daraus resultiert die ethisch äußerst bedenkliche Tatsache, dass in Österreich jährlich 157.000 Tonnen genießbarer Lebensmittel weggeworfen werden, was pro Kopf zwölf Kilogramm im Jahr ausmacht. Muss uns das nicht alle nachdenklich stimmen? Rasch steigende Lebensmittelpreise belasten die Konsumenten. Wo liegen die Ursachen dafür, wenn gleichzeitig die Einkommen der Bauern sinken? Die Bauern als Preistreiber zu bezeichnen, ist nicht nur unfair, sondern falsch. Wenn man sich nämlich anschaut, was zuletzt bei den Bäuerinnen und Bauern überbleibt, dann sieht man dazwischen eine Spanne, die offensichtlich jemand anderer einsteckt. Nur als Beispiel: Für ein Kilo Schweinefleisch bekommt der Bauer heute denselben Preis wie vor 15 Jahren, nämlich 1,78 Euro. Dem gegenüber sind jedoch die Konsumentenpreise um mehrere Prozent gestiegen. Für einen Liter Milch erlöst der Landwirt derzeit um zwei Cent weniger als 1993, die Verbraucher zahlen jedoch um 30 Cent mehr. Für das Kilo Brotgetreide erhalten die Bauern um acht Cent weniger als vor 20 Jahren, das Brot im Geschäft kostet aber um einen Euro mehr. Und dann müssen unsere Bauern vom Preis her noch mit Mitkonkurrenten aus der Lebensmittelindustrie konkurrieren. Die Gesellschaft wird sich also entscheiden müssen, was sie letztendlich haben will: eine Landwirtschaft, die strukturiert ist wie die unsere und im Familienverband stattfindet, oder ob der billigste Preis alleine entscheidet. 45 Prozent der bäuerlichen Betriebe Niederösterreichs werden von Frauen geführt. Wie sehen Sie die Rolle der Frau in der Landwirtschaft? Unsere Verantwortung als Interessensvertretung ist es, dass sich diese Leistung φ Die Niederösterreicherin | 53

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auch in der Besetzung der Funktionen widerspiegelt. Denn die Frauen, die diese Arbeit machen, sollen auch in den entscheidenden Gremien mitreden dürfen und auch wollen. Dafür haben wir noch einiges zu tun, aber wir können auch schon Erfolge aufweisen. Jene Gruppe der Männer, die damit noch Schwierigkeiten hat, muss es zulassen oder sich sogar darüber freuen. In St. Pölten haben wir mit Doris Schmidl bei der Landtagswahl eine Frau aufgestellt, die aus eigener Kraft und mit der Unterstützung des Bauernbundes Vorzugsstimmen geholt hat, in den Landtag eingezogen ist, und dort jetzt hervorragende Arbeit leistet. Es ist auch schön zu sehen, dass es nach mir jetzt auch in Oberösterreich eine Bauernbund-Direktorin gibt. Welche Bedeutung kommt der Jugend im Bauernbund zu? Jede Organisation hat nur dann Zukunft, wenn sie darauf hört, was die Jungen wollen. Die, die den Hof übernehmen, haben das Recht, oftmals gänzlich andere Ansätze zu haben als die vorige Generation gehabt hat oder hat. Das unterstützt auch der Landeshauptmann, der ein ganz besonderes Ohr für die Landjugend hat, wie auch unser Agrar-Landesrat Stephan Pernkopf, der besonders die Jungen fördert, Gruppen einsetzt, die Vorschläge erarbeiten und dann auch umsetzen. Auf Landesebene möchte ich anmerken, dass in 573 Gemeinden unsere Bauernbündler mehr als nur eine Interessensvertretung für die Bauern darstellen, sie

bringen sich auch ehrenamtlich in den vordersten Reihen der Gemeinden ein, stellen 261 Bürgermeister und 200 Vizebürgermeister und setzen sich für die gesamte Bevölkerung des Landes ein. Und in Richtung Stadt ist zu sagen, dass alles, was man dort genießen kann, seinen Ursprung in den bäuerlichen Betrieben hat. In manchen Gegenden ist eine Abwanderung zu beobachten, dörfliche Strukturen scheinen sich aufzulösen. Was kann Ihre Institution dagegen tun? Wir bemühen uns, das Leben im Dorf lebenswert zu erhalten. Als Beispiel dazu möchte ich NAbg. Georg Strasser nennen, den Bürgermeister von Nöchling im Bezirk Melk, der federführend dafür sorgt, dass leistbarer Wohnraum UND Arbeitsplätze geschaffen werden. Denn Arbeit ist überhaupt die Voraussetzung. Darüber hinaus muss den jungen Familien ein Gesamtpaket angeboten werden: von der Nachmittagsbetreuung für Kinder bis zu kulturellen Ereignissen wie traditionelle Feste, aber auch moderne Unterhaltungsmöglichkeiten. Seit elf Jahren initiieren wir z. B. den Literaturpreis unter dem Jury-Vorsitz von Alfred Komarek, veröffentlichen im Anschluss ein Buch mit den Texten, veranstalten Kultur-Kulinarien und vieles mehr. Das alles, zusammen mit den Initiativen, die unser Landeshauptmann gesetzt hat, schafft eine Atmosphäre, in der sich Familien wohlfühlen und die zum Bleiben veranlasst.

Stichwort Sehnsucht nach der Natur. Gaukeln die „Ja, natürlichSchweinderl“-Spots aus der Feder von Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky den Konsumenten eine romantisierte Vorstellung von Landwirtschaft vor? Werbung und Marketing haben die Aufgabe, Dinge zu überzeichnen. Das hat zugegebenermaßen in den letzten Jahren dazu geführt, dass Städter meinen, die Kuh sei lila und die Schweinderl könnten reden. Unsere Verantwortung ist es, die Landwirtschaft zu zeigen, wie sie ist. Das machen wir über die Filme, die wir auf Facebook oder auf unserer Internetseite vorstellen. Dort kann man sehen, wie eine bäuerliche Familie funktioniert. Wir haben nämlich die Gesellschaft nicht mitgenommen auf den Weg, wie sich unsere Landwirtschaft entwickelt hat. Aber um das zu zeigen, brauchen wir dem Bauern nicht wieder den Pflug in die Hand zu geben – und den Weg zurück gehen ... Angelica Pral-Haidbauer

Kurz und bündig Mein Erfolgsgeheimnis ist ... Traditionelles zu bewahren und Nicht-mehrZeitgemäßes zu modernisieren

Meine größte Herausforderung ... Zeitmanagement, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen

Stolz bin ich ... auf meine ehrenamtlichen FunktionärInnnen und die vielen Mitglieder, die wir nach wie vor haben

Mein Ausgleich zum Job ... Zeit mit meiner Familie zu verbringen

Was mir sonst noch wichtig ist ... dass die Wertschätzung der Bäuerinnen und Bauern in der Gesellschaft und in der Politik eine größere wird

Info www.niederoesterreichs-bauern.at www.facebook.com/niederoesterreichsbauern

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Leben Das Wasser hat Kinder, das Feuer nicht.

Foto: ecoduna

Von den Fulbe

Algen, die grüne Hoffnung Die ewig wuchernde Meerespflanze ist eine wichtige Grundlage unseres Lebens. Algen sind überall zu finden, im Wasser sowie am Land, und haben überaus wertvolle Eigenschaften: Sie bilden Sauerstoff, reinigen Wasser und wachsen enorm schnell. Durch ihren Reichtum an Eiweiß und Vitaminen sollen sie auch helfen, den Hunger auf der Welt mit zu bekämpfen. Wissenschaftler und die Wirtschaft schwärmen von der vielseitigen Einsetzbarkeit der Algen als Omega-3-Fettsäuren in der Lebensmittelergänzung, in der Herstellung von Kosmetika sowie von Biotreibstoffen und hochwertigen Schmiermitteln. Mediziner sehen in den Algen sogar das KrebsMedikament der Zukunft, an dem bereits breit geforscht wird. Im Bereich der Kieferchirurgie wird das Algen-Skelett bereits als Knochenersatz verwendet.

In Niederösterreich blüht ein Algengarten Die innovative Firma ecoduna mit Sitz in Bruck an der Leitha entwickelte mit ihrer Technologie der „Hängenden Gärten“ ein weltweit einzigartiges Verfahren zur kontinuierlichen Mikroalgen-Produktion, welches bereits in zwei Forschungsanlagen in Deutschland und Dänemark eingesetzt wird. Derzeit wird die Errichtung einer Produktionsanlage in Niederösterreich geplant. „Unser TechnologieKnowhow ist derzeit in Asien und dem arabischen Raum sehr gefragt“, freut sich Johann Mörwald, Chief Executive Officer der ecoduna produktions-GmbH. Nun wurde ecoduna mit dem begehrten Energy Globe Award in der Kategorie „Feuer“ ausgezeichnet. Die Niederösterreicherin | 55

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Sex-Supermarkt Internet Wo fast alles erlaubt ist, verliert es irgendwann an Reiz. Kaum ein Ort ist so unerotisch wie der Sex-Supermarkt im Internet!

herrscht und in denen zudem die Grenzen zwischen sexuellen und sozialen Nutzungsmotiven stark verschwimmen. Pornografie gehört zu den qualitativ umfangreichsten Aspekten im Internet. Das Netz bietet pornografische Bilder und Filme an, die man entweder direkt ansehen oder bestellen kann. Bemerkenswert sind in dieser Hinsicht die ohne Bezahlung zugänglichen, über Werbung finanzierten Portale, in die Laien von ihnen produzierte Videoclips einstellen, die alle denkbaren sexuellen Praktiken zeigen, und in denen gleichzeitig Pornostudios

Kurzversionen ihrer Produkte anbieten. Sexsurfer Für einen durchaus beträchtlichen Teil der Bevölkerung gehört der mehr oder weniger regelmäßige Gang in die Chatund Dating-Portale inzwischen zum Alltag. Für einen relevanten Teil von Jugendlichen und Erwachsenen lässt sich wohl sagen, dass die Internetsexualität bereits zu einer neuen Sexualform geworden ist. Das heißt freilich nicht, dass die Sexualität im Internet die traditionelle Sexualität abgelöst hat. Für den weitaus überwiegenden

Foto: shutterstock

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as Internet ist zweifellos das größte Warenhaus der Sexualität, das je auf der Welt existiert hat. Sein Sortiment ist breit und tief gestaltet. Es bietet pornografische Bilder, Filme und Webcam-Portale mit unterschiedlichen sexuellen Präsentationen von Frauen und Männern, Paaren und Gruppen. Es bietet aber auch (und das ist der ganz substanzielle Unterschied des neuen Mediums Internet gegenüber früheren audiovisuellen Kanälen) Chatund Dating-Portale, in denen generell eine sexuell aufgeladene Kommunikation 56 | Die Niederösterreicherin

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In Zeiten des „alles geht“ will keiner mehr.

Teil der „Sexsurfer“ ist der Sex im Netz eine mit traditionellen Formen der Sexualität einhergehende Form der Sexualität. Die Frage ist jedoch, inwieweit die sexuellen Erfahrungen im Netz auch die traditionellen Formen der Sexualität verändern. Pornografie kann positiv wirken und Lust ohne Verpflichtung erregen. Als Pornografie in den 70er-Jahren weitgehend legalisiert wurde, feierten sie progressive Gruppen als unverzichtbares Mittel für sexuelle Befreiung. Vermutlich ist sie für Menschen ohne Partner eine Hilfe bei der Selbstbefriedigung und übernimmt ein Art Ventilfunktion. Darüber hinaus kann Pornografie dabei helfen, sexuelle Hemmungen zu überwinden und nicht zuletzt das eigene Liebesrepertoire zu erweitern. Viele Paare genießen sie als Stimulanz in der Partnerschaft. Olympische Spiele der Sexulität Für unerfahrene Erwachsene kann Pornografie bis zu einer gewissen Grenze eine Lernfunktion erfüllen. Allerdings birgt sie auch Risiken. Sie kann mit bestimmten Darstellungen falsche Erwartungen wecken und unrealistische Ziele vorgeben. Pralle Brüste, Waschbrettbauch, aufgespritzte Lippen, nach Norm operierte Geschlechtsteile – Pornografie kann vor allem Unerfahrene negativ beeinflussen. Interpretieren sie diese Olympischen Spiele der Sexualität – für die wie beim Sport gedopt wird und vieles nicht echt ist – als Realität, müssen sie im Vergleich dazu kläglich versagen. Extreme Spielarten und Stellungen, künstlich veränderte Körper erzeugen enormen Druck auf Männer wie Frauen. Viele Menschen befürchten, dass der Konsum von Pornos süchtig macht. Erst wenn Partnerschaft und Job darunter leiden, der Betroffene seinen Pflichten nicht mehr nachkommen kann, weil ihm Pornos wichtiger sind, spricht man jedoch von Sucht. Betroffene Menschen weisen meist

eine besondere Persönlichkeitsproblematik auf. Ob dann Henne oder Ei, also die Suchtpersönlichkeit oder die Pornosucht, zuerst da waren, ist nicht geklärt. Und wären Pornos nicht frei im Internet verfügbar, würde dieser Mensch wahrscheinlich ein anderes Ziel der Begierde finden, etwa Spiel oder Alkohol. Internet und Pornofizierung haben unseren Umgang mit sexuellen Möglichkeiten verändert. Zum einen scheint Sex immer verfügbar zu sein. Das ist für uns Menschen deswegen problematisch, weil wir ständig unseren Trieb hemmen müssen. Als soziale Wesen dürfen wir unserer Lust nicht im falschen Moment nachgeben. Wir filtern Reize im Alltag weg. Durch das ständige Reizbombardement muss unser Hemmungssystem ununterbrochen arbeiten. Zum anderen scheitern viele an den sexuellen Mythen unserer Gesellschaft. Überreizung und Überforderung führen zu Leistungsdruck – und in der Folge Leistungsverweigerung. In Zeiten des „alles geht“ will keiner mehr. Die Zahl der „Low-Sex“ und „No-Sex“Paare steigt.

Susa Haberfellner Dipl. Sexual- und Lebensberaterin Mitarbeiterin im Österreichischen Institut für Sexualpädagogik in Wien Mitarbeiterin im Frauengesundheitszentrum Wels und in eigener Praxis Kaiser-Josef-Platz 52, 4600 Wels Tel.: 0664/3951194

Bindungsangst nimmt zu Auch die Bindungsangst nimmt durch die Virtualisierung unserer Beziehungen zu. Wie und warum sollten wir uns in dieser wunderbaren Welt der Möglichkeiten auf einen Partner festlegen? Und dem noch dazu treu bleiben? Die Herausforderung ist, wie wir mit unserer Freiheit umgehen. Ob wir wissen, wann wir genug haben. Dabei ist eine Beziehung der beste Ort für ein erfülltes Liebesleben. Ehrliches und liebevolles Feedback ist wesentlich für guten Sex. Der über Internet gelebte Sex macht freizügig, aber nicht frei. Die Erwartung, dass guter Sex immer aufregend zu sein habe, sollten erwachsene Menschen als Mythos entlarven. Und sich dann entspannt dem Partner widmen. Die Niederösterreicherin | 57

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Wenn‘s am Eisen mangelt ...

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ch besuche die Ärztin für Allgemeinmedizin, Arbeits- und Notfallmedizin in ihrer Ordination in Amstetten. Die lichtdurchfluteten Räume sind mit Möbeln und Bildern in verschiedenen Grüntönen gestaltet und vermitteln der Farbenlehre nach das Unproblematische, das Positive. Grün steht für Vorgänge, die funktionieren. Und dies beansprucht die sympathische Mutter zweier Söhne für die Behandlung ihrer Patienten. Seit vier Jahren hat sie sich einem besonderen, oft nicht erkannten Problem verschrieben, welches die Ursache von verschiedensten Beschwerden ist, und mit banalen Infusionen behandelt werden kann: dem Eisenmangel. Frau Doktor, warum haben Sie sich mit Eisenmangel beschäftigt?

Ich bin durch eine Freundin, die in der Eisenmangel, doch die Schulmedizin Schweiz lebt, auf dieses Thema aufmerk- schaut weg, solange kein Blutmangel vorsam geworden. Bereits 1957 wurde das liegt. Sie interpretiert die Symptome als Eisenmangelsyndrom IDS (Iron Defi- Überlastungszeichen oder sogar als psydiency Syndrome) durch Dr. Leibetseder chisch bedingt und behandelt diese nur von der Universitätsklinik Innsbruck be- medikamentös oder überhaupt nicht. Ich kannt. 1988 wurde diese Problematik habe dann in der Schweiz die Infusionsdann vom Schweizer Arzt Dr. Beat therapie gegen Eisenmangel kennengeSchaub wieder lernt und sie aufgenomerstmals in Mein ganzes Leben dachte ich, ich sei ein VW, meiner Ordimen, der nach j a h r e l a n g e r doch seit ich Eisen-Infusionen bekomme, weiß ich, nation eingedass ich ein Ferrari bin. Kon z eptentsetzt. In der Eine Patientin wicklung dann Schweiz gibt es im Jahr 1995 heute 71 Eiein Netzwerk spezialisierter Eisenzen- senzentren, ich gründete 2010 das erste in tren gründete. Eisenmangel macht näm- Österreich. Gott sei Dank gibt es nun lich krank. Die Hälfte der Menschheit schon mehrere ... leidet unter Symptomen aufgrund von

Foto: Dr. Sabine Lahnsteiner, Shutterstock

... dann ist rasche Hilfe Goldes wert, denn Eisen ist für die Menschen so wichtig wie Wasser für die Pflanzen. Wir befragten Dr. Sabine Lahnsteiner, die sich als erste Ärztin Österreichs des Eisenmangel-Syndroms (IDS) annahm.

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leben | Wer ist betroffen? Das sogenannte IDS betrifft 80 % der Frauen, die starke Menstruationsblutungen haben, weil der Verlust von Blut, und damit von Eisen, größer ist als die Zufuhr über die Nahrung. Wenn sich dann durch den Eisenmangel sogar eine Anämie entwickelt (eine Blutarmut besteht bei einem Hb unter 12) kommen Symptome wie Atemnot und Herzrasen dazu. Leider wissen die Frauen aber nicht, dass ihre Symptome mit Eisenmangel in Verbindung zu bringen sind. Ihre Beschwerden werden dann oft in die Schiene der Überlastung geschoben und die betroffenen Frauen bekommen nach unzähligen Untersuchungen, die keine Diagnose bringen, ein Antidepressivum. Aber auch schwangere Frauen brauchen mehr Eisen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft soll man das BB und auch nochmals den Eisenspeicher kontrollieren, um dem bevorstehenden Blutverlust entgegenzuwirken. Denn eine Geburt ist eine geplante Operation mit starkem Blutverlust. Mit Auffüllen der Eisenspeicher kann man der Frau helfen und die eventuelle Notwendigkeit einer Blutkonserve vermeiden. Ja, und auch die Sportler können eine optimale Leistung nur mit einer bestmöglichen Sauerstoffversorgung erzielen, die auch nur durch genügend Eisen im Blut möglich ist. Wird die Behandlung von der Kasse bezahlt? Ja, wenn Ihr Arzt Kassenarzt ist, kann mit der Begründung einer Eisenmangelanämie (Blutarmut) oder bei leerem Eisenspeicher (Ferritin unter 20) und Tabletten, die nicht vertragen werden, eine intravenöse Therapie verabreicht werden. Durch die Infusionen fallen die unangenehmen Nebenwirkungen der oralen Gabe in Form von Tabletten, wie Übelkeit und Verstopfung, weg. Und die Infusionen tun heute nicht mehr weh! Wie nehmen wir Eisen in der Nahrung auf? Eisen findet sich in tierischen und pflanzlichen Nahrungsmittelen. Die tierischen werden jedoch besser vom Körper aufge-

Dr. Sabine Lahnsteiner

nommen als pflanzliche. Viel Eisen hat dunkles Fleisch, Leber, Blutwurst, Dinkel, Tofu, Nüsse, rote Rüben und alle dunklen Säfte. Haben Sie persönliche Erfahrung mit der Eisenmangel-Therapie? Wer über gefüllte Eisenspeicher (Ferritin nicht unter 100) verfügt, hat mehr Energie, mehr Kraft, mehr Lebensqualität und meistert Stress besser. Für mich und meine Familie hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen seit wir volle Eisenspeicher haben. Eisenmangel muss nicht sein! Daher möchte ich jeder Frau diese Hilfe anbieten. Angelica Pral-Haidbauer

Tipp In Vorträgen und bei Fachtagungen macht die Ärztin auf die Eisenproblematik aufmerksam.

Wenn Sie sich persönlich bei Frau Dr. Lahnsteiner informieren wollen: Am 19. März 2014 steht sie unseren Leserinnen und betroffenen Frauen von 9 bis 12 Uhr in ihrer Ordination in Amstetten mit Rat zur Verfügung! www.sabine-lahnsteiner.at

Symptome Erschöpfungszustände Konzentrationsstörungen Psychische Labilität Depressionen Schlafstörungen Nackenverspannungen Kopfschmerzen Schwindel Haarausfall Nägelbrüchigkeit

Die richtige Diagnose Ein rotes Blutbild Eisen im Serum Transferrin Transferrin Sättigung Ferritin Weiter hilfreich für Differentialdiagnosen: Weißes BB, LFP, SD-Werte, Nierenwerte, Folsäure, VIT B12, CRP

Die richtige Behandlung In der Regel sind etwa drei Arztbesuche innerhalb von zwei bis vier Wochen notwendig. Zwei Wochen nach der letzten Infusion sollte der Ferritin-Wert erneut gemessen werden, drei Monate später nochmals. So kann man ersehen, wie viel Eisen in dieser Zeit verloren wurde und der Arzt kann die individuelle Erhaltungsdosis für eine gesündere Zukunft berechnen. Ist das Eisendepot einmal voll, reichen meist zwei bis drei Behandlungen im Jahr.

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Wir sindWiens Kindergartenpädagogen

Der Beruf des Kindergartenpädagogen erfreut sich auch bei Männern zunehmender Beliebtheit.

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NÖin: Was spricht für diesen Beruf? M. G.: Er ist sehr abwechslungsreich und man kann seine Kraft in die Zukunft investieren. Außerdem kann man sich Schwerpunkte aussuchen, die den eigenen Talenten entsprechen. NÖin: Wie ist es, als Mann als Kindergartenpädagoge zu arbeiten? M. G.: Immer noch eher exotisch! Mein Eindruck ist, dass die Quote ziemlich gleich geblieben ist. NÖin: Woran könnte das liegen? M. G.: Viele Männer trauen sich diesen Beruf nicht zu oder gehen von falschen Vorstellungen aus – z. B. dass man nur spielt und rumsitzt. Es ist aber ein Beruf mit vielfältigen Tätigkeiten, wie Vorbereitungen, Teamsitzungen, Bewegung, Beobachtung, Beziehungsarbeit u. v. m. NÖin: Ihr schönstes Erlebnis? M. G.: Die Waldwochen im Sommer! Da genießen die Kinder die Natur in vollen Zügen und können völlig unbeschwert sein.

Ausbildungsoffensive „Change“. Gegenwärtig sind zwar nur 10 Prozent der KindergartenpädagogInnen in Ausbildung Männer, das könnte sich aber durchaus ändern. Das BAKIP-Kolleg „CHANGE“ an der bakip21 ist auch für Quereinsteiger eine attraktive Möglichkeit, diesen Beruf zu erlernen. „Change“ richtet sich an kommunikative Frauen und Männer, Berufstätige mit Veränderungswunsch ebenso wie Maturanten, Wiedereinsteigerinnen, Arbeitsuchende und Personen mit Sprachenvielfalt. Das 5-semestrige Kolleg wird im ersten Jahr vom AMS unterstützt. Ab

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Martin Gaider, 37

ch möchte keine Sekunde der vergangenen 25 Jahre missen“, meint Wolfgang Richter, einer der Pioniere männlicher Kindergartenpädagogen in Wien. Er hat als Quereinsteiger begonnen und viele Stationen öffentlicher und privater Einrichtungen durchlaufen. „Ich komme aus einer Familie mit technischen Berufen, für die es eine höhere Wertschätzung gegeben hat“, meint der Pädagoge. „Kindergärtner wurden eher abqualifiziert mit der Vorstellung: Die spielen und basteln halt nur mit den Kindern. Der Stellenwert des Pädagogen ist in den vergangenen Jahren sehr gestiegen und die Bedingungen sind heute wesentlich besser“, ist Richter überzeugt. Heute ist er Leiter einer privaten Kindergarten- und Horteinrichtung.

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Benjamin Seegert, 28 Jahre NÖin: Was kommt in Ihrem Arbeitsalltag als Hortpädagoge alles vor? B.S.: Neben den täglichen Aufgaben wie Hausaufgaben betreuen, Spiele vorbereiten etc. gibt es auch viele Feste vorzubereiten: das Kürbisfest, die Weihnachtsfeiern, das Sommerfest und Highlights wie das Fußballturnier. NÖin: Was ist Ihre größte Leidenschaft? B.S.: Sport, v. a. Fußball und Basketball. Wir versuchen so oft wie möglich draußen zu sein und spielen Fußball im Garten. Auch Mädchen lassen sich dafür begeistern. Manche meinen, dass sie niemals spielen werden, trauen sich und haben dann viel Spaß daran. Zwei spielen bereits fix im Fußballverein. NÖin: Was ist Ihnen in diesem Beruf wichtig? B.S.: Zeit zu haben, die Kinder aufzufangen und ihnen zuzuhören. Dabei hört man viele interessante Geschichten und kann herausfinden, wie es den Kindern an diesem Tag geht.

dem 3. Semester können die Studierenden bereits bei der MA 10 als „KindergartenpädagogInnen in Ausbildung“ mitarbeiten. Außerdem winkt nach dem positiven Abschluss der Ausbildung ein sicherer Arbeitsplatz mit einem Einstiegsgehalt von mindestens 2000 Euro brutto. Info-Tag 7. März Am Info-Tag, dem 7. März, können sich alle Interessentinnen und Interessenten zwischen 15 und 19 Uhr über die Möglichkeiten und Bedingungen der Ausbildung, die im September startet, informieren. Ort: bakip21, Patrizigasse 2, 1210 Wien Nähere Info: www.paedagogika.at Text: Birgit Ziegler Foto: Stefan Joham, Ludwig Schedl

BAKIP- Kolleg „Change“

„Change“ ist eine neue, 5-semestrige Ausbildung zum Kindergartenpädagogen bzw. zur Kindergartenpädagogin an der bakip21, der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik der Stadt Wien. Die Ausbildung richtet sich an kommunikative Frauen und Männer mit dem Wunsch, kreativ Bildungsprozesse mit Kindern zu gestalten. Anmeldung: Direkt am Infotag von 15 bis 19 Uhr, oder 10. März bis 4, April, je Montag bis Freitag von 07.30 bis 12 Uhr Ausbildungsstart: September 2014 INFO-TAG: 7. März 2014, 15–19 Uhr Wo: bakip21, Patrizigasse 2, 1210 Wien Tel.: +43/1/4000-90950 E-Mail: bakip@ma10.wien.gv.at www.paedagogika.at

Wolfgang Richter, 44 NÖin: Was hat Sie zur Kindergartenpädagogik gebracht? W.R.: Ich bin nach der Matura als Quereinsteiger zu diesem Beruf gekommen und wollte immer schon im sozialen Bereich arbeiten. NÖin: Wie ist es als Mann als Kinderpädagoge zu arbeiten? W.R.: Pädagogik hat nichts mit Geschlecht zu tun, den Kindern ist es ziemlich egal, ob sie von einem Mann oder einer Frau betreut

werden. Da geht es um Bezugspersonen. Der Unterschied wird erst später, wenn die Kinder unterschiedliche Interessen entwickeln, wichtig. NÖin: Ihre Argumente für diesen Beruf? W.R.: Es gibt nichts Schöneres, als Menschen zu begleiten und einen gemeinsamen Weg zu gehen. Hier kann ich auch meine Vorlieben einbringen: Musik, Kunst, Sport.

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TerraPro®: Die Wunder der Natur wieder spüren „TerraPro® ist meine beste Freundin geworden“, sagt Irmgard Schuster. Die junge Frau war nach einem schweren Verkehrsunfall Schmerzpatientin. Seit sie auf der Auflage schläft, hat sie keine Schmerzen mehr. Klingt wie ein Wunder, ist es aber nicht, wie TerraPro®-Geschäftsführer Bernd Fuchs erklärt: „Es ist vollkommen natürlich!“

Endlich wieder Lebensqualität Eine Entscheidung, die ihr Leben grundlegend verändern sollte. Denn seither ist Irmgard Schuster wieder schmerzfrei.

Ihre Brüche spürt sie nur noch, wenn das Wetter umschlägt. Sogar im Sommerurlaub auf Kos hatte sie ihre TerraPro®Auflage mit. „Allerdings konnte ich sie in unserem Hotelzimmer nicht ordentlich erden. Damit fehlte ein wichtiges Glied in der Wirkungskette“, sagt die 32-Jährige. „Und das habe ich schon nach wenigen Tagen gespürt, weil ich wieder Schmerzen hatte.“ Ihre TerraPro®-Auflage würde Irmgard Schuster nicht mehr hergeben. „Sie ist meine beste Freundin geworden“, verrät sie lachend. „Meine Lebensqualität hat sich komplett zum Guten gewendet. TerraPro® hat mir ein ganz neues Leben geschenkt.“ Störungsfrei mit Natur verbinden Doch wie kann so etwas sein? Wie kann eine Schmerzpatientin im Schlaf wieder schmerzfrei werden? Bernd Fuchs, Mastermind von TerraPro®, beschäftigt sich seit fast 14 Jahren mit den natürlichen Heilkräften und erklärt: „Es ist im Grunde ganz einfach. Die Urvölker oder unsere Alten waren sich über die Bedeutung von Mutter Natur noch bewusst. Sie ist

der Informationsträger der natürlichen Grundordnung allen Lebens. Durch die Umweltveränderungen der vergangenen Jahrzehnte distanziert sich der zivilisierte Mensch allerdings von dieser lebenswichtigen Kraft- und Energiequelle. Und kaum eine Therapie berücksichtigt diese fatale Entwicklung. Deshalb entstehen immer mehr rätselhafte Erkrankungen, die nicht mehr therapierbar sind.“ Mit TerraPro® ist Fuchs den natürlichen Weg gegangen. Es ist das einzige Schlafsystem, das die Menschen wieder störungsfrei mit den Wundern der Natur verbindet. „Wir haben uns in einer Studie mit 120 Kleinkindern sehr erfolgreich der öffentlichen Bewertung gestellt und bieten langfristige Rückgabe-Garantien“, erläutert Fuchs. „Das bedeutet, man investiert einmalig ohne Risiko in seine Gesundheit und erspart sich viele Kosten, die durch etwaige Krankheiten entstehen und aus eigener Tasche bezahlt werden müssen.“ www.terrapro.eu Blog: www.lebenskraft-der-erde.eu

Foto: Fotolia

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rmgard Schuster (32) aus Oberwang hatte vor zehn Jahren einen schweren Verkehrsunfall. Ihre Hüfte war drei Mal gebrochen, sämtliche Rippen ebenfalls. Eine davon steckte in der Lunge. Dass sie überlebt hat, grenzt an ein Wunder. Seitdem gab es keinen Tag ohne Schmerzen. „Ich habe versucht, die Schmerzen zu verdrängen“, erzählt sie. „Im Nachhinein weiß ich, dass ich in dieser Zeit nur noch existiert und dahinvegetiert habe.“ Anfang vorigen Jahres stößt sie durch eine Freundin auf TerraPro®, das Schlafsystem, das die Zellen im Körper ins Gleichgewicht bringt und wieder störungsfrei mit der Natur rückverbindet. Ihre Skepsis war groß. „Ich habe ja bislang nichts mit naturheilkundlichen Dingen anfangen können“, erinnert sich die junge Frau. „Andererseits wollte ich es ausprobieren, weil ich nichts zu verlieren hatte.“

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Freizeit Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.

Foto: Gut-weissenbach

Johann Wolfgang von Goethe

Im Land der Genießer In Niederösterreichs Genießerzimmern hat jeder Gast drei Wünsche frei! Ein Glas Sekt zum Frühstück, ein kleines Präsent am Nachtkasterl, ein frisch beschickter Obstteller, ein Blumenstrauß – das ist die Extraportion an Regionalität und persönlichem Service, das den besonderen Charme der niederösterreichischen Genießerzimmer auszeichnet. Dem Gast das Gefühl zu geben, umhegt und zu Hause zu sein, sei es mit einem Aufenthalt im De-Luxe-Zimmer mit Donaublick oder in einer urigen Almhütte mit Ötscher-Panorama, sei es das SPA im Designer-Hotel, oder das Herrenzimmer im Schloss oder der AbtResidenz – Gutscheine für das vielfäl-

tige Genießerzimmer-Angebot gibt es online unter www.geniesserzimmer.at zu buchen. Nun hat die Initiative ihr 100. Mitglied bekommen: Das 200 Jahre alte Gut Weißenbach liegt am Ausgang eines kleinen Tales bei Waidhofen an der Ybbs. In den ehrwürdigen Mauern des alten Hammerherrenhauses warten fünf gemütliche, mit natürlichen Materialien ausgestattete Genießerzimmer auf Gäste, die sich rundum verwöhnen lassen wollen. www.gut-weissenbach.at

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Der berĂźhmte Aphrodite-Felsen in Zypern

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Wo die Götter Urlaub machen Die Region um Paphos im Südwesten von Zypern ist ein absoluter Geheimtipp für Reisende, die Erholung, sportliche Aktivität, Kultur und Genuss suchen. Wir waren für Sie unterwegs.

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s ist Mitte November, nach einem rund dreistündigen Flug vom Flughafen Wien-Schwechat erreichen wir Larnaca. Bei 27 Grad Außentemperatur freuen wir uns auf den Trip in den Südwesten der Mittelmeerinsel Zypern. Neben einem Modeshooting steht für unser achtköpfiges Team auch Sightseeing am Programm. Mit einem Kleinbus bringt uns unser Chauffeur nach Paphos, wo wir die nächsten Tage und Nächte im 4-Sterne-Hotel Athena Beach verbringen werden. Insel der Aphrodite Kurz vor Paphos machen wir aber noch Halt in Petra tou Romiou, am sagenumwobenen Geburtsort von Göttin Aphrodite. Die griechische Mythologie besagt,

dass die Göttin der Schönheit an dieser Stelle dem Meer entstieg. Übrigens nennen die Einwohner Zyperns ihre Insel aufgrund dieser Geschichte stolz die „Insel der Aphrodite“. Von Einheimischen haben wir erfahren, dass man um zehn Jahre jünger wird, wenn man den Felsen drei Mal umschwimmt. Aber Vorsicht: Schwimmt man in die falsche Richtung, wird man zehn Jahre älter. Wir haben es nicht ausprobiert. Entspannung im Athena Beach Hotel Nach einem kurzen Spaziergang am Strand beim sogenannten „Aphrodite Felsen“, wo wir übrigens viele Steine in Herzform gefunden haben, geht es nun ins Athena Beach Hotel in der Hafenstadt Paphos. Das elegante Resort bietet,

eingebettet zwischen einer blühenden Gartenanlage und der endlosen Weite des Mittelmeers, Erholung und Entspannung an. Von den großzügigen Gästezimmern aus hat man einen wunderbaren Blick aufs Meer. Ein Highlight ist der hauseigene Elixir SPA direkt neben dem Hotelhallenbad. Nach dem Genuss eines traditionellen Vier-Gänge-Menüs geht es für uns am Abend noch in die Hotelbar, in der es neben Livemusik viele verschiedene Cocktails gibt. Kulturelles Paphos Die Stadt Paphos hat viel zu bieten. Sie ist nach Nikosia, Limassol und Larnaca die viertgrößte Stadt Zyperns. Wichtigstes Wahrzeichen ist das mittelalterliche Kastell direkt am Hafen, das mit kleinen φ

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Fotos: Shutterstock, Columbia Beach Resort Pissouri, Josef Rumer

Das Kastell im Hafen von Paphos

Promenade in Limassol

Fischerbooten, Strandbars und Cafés südländisches Flair vermittelt. Die Ruinen zahlreicher Tempel und Säulenhallen sowie Opferstätten bezeugen, dass Paphos seit fast 900 Jahren beständig als Wallfahrtsort gilt. Neben den Ruinen der öffentlichen Gebäude sind die zahlreichen Bodenmosaike besonders sehenswert. Am bekanntesten ist der Mosaikzyklus im Haus des Aion. Zu den klassischen Sehenswürdigkeiten gehören auch die Fränkische Kirche mit der Pau-

Die Altstadt von Nicosia ist einen Besuch wert.

lussäule und das Neophytos-Kloster. Der Legende nach soll der Apostel Paulus auf seiner Missionsreise nach Zypern an die Säule gefesselt und gegeißelt worden sein. Zu den interessantesten archäologischen Ausgrabungen gehören die Königsgräber. Sie wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Kulinarische Tavernentour Dass die Region um Paphos auch kulinarisch einiges zu bieten hat, davon konn-

ten wir uns an Ort und Stelle überzeugen. Zwischen den Shootings stärkten wir uns in der „Perciles Taverne“ in Nata Village und im „Laledes Restaurant“ in Kouklia. Vor allem „Meze“ hat es uns angetan. Die zypriotische Spezialität besteht aus gesunden Häppchen, die auf Gemüse, Salat, Brot, Olivenöl und ein wenig Fleisch basieren. Sie sind den spanischen Tapas ähnlich. In den ländlichen Tavernen wird man mit großer Gastfreundschaft und herrlichem zypriotischen Wein begrüßt.

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freizeit |

Infos zur Region um Paphos: Klima: Paphos hat tropischsubmediterranes Klima. Niederschlag gibt es nur zwischen Mitte November bis März. Im Sommer gibt es praktisch keinen Niederschlag. Bereits ab April klettert das Thermometer auf mehr als 20 Grad. Und auch im November kann man noch Meer und Sonne genießen. Mobilität: Auf Zypern gilt Linksverkehr. Mietwagen gibt es bei den großen Vermietern (Europcar, Avis, Sixt, Alamo usw.). Taxis sind ausreichend vorhanden. Die Preise sind auf europäischem Niveau.

Der Lagunenpool im Columbia Beach Resort Pissouri

Die großzügige und gepflegte Anlage vom Athena Beach Hotel

Sprache: Die offiziellen Amtssprachen Zyperns sind Griechisch und Türkisch, praktisch wird aber im griechischen Süden fast immer Griechisch verwendet. Gesprochen wird meist der lokale griechisch-zypriotische Dialekt. Mit Englisch kommt man super durch. Währung: Seit dem 1. Januar 2008 ist der Euro die offizielle Währung der Republik Zypern.

Wellness auf hohem Niveau im SPA vom Columbia Beach Resort Pissouri

Die zypriotische Spezialität „Meze“, ähnlich den spanischen Tapas

Anreise: Ab Wien gibt es mehrmals wöchentlich Direktflüge nach Larnaca. Unterkünfte: Columbia Beachhotel Pissouri, www.columbia-hotels.com Constantino Atheana Beach Hotel, Paphos, www.cbh-layaltyclub.com Infos unter: www.visitcyprus.com

Unbedingt probieren sollte man auch „Zivana“, ein sehr traditioneller Schnaps aus Trauben. Zypern für Aktiv-Urlauber Aber der Südwesten Zyperns hat noch viel mehr anzubieten; nicht umsonst wird Zypern als „Insel, wo die Götter Urlaub machen“ beworben. Das Hinterland eignet sich aufgrund der abwechslungsreichen Landschaft und der klimatischen Bedingungen für eine Vielzahl von

Panorama Executive Suite im Columbia Beach Resort Pissouri

sportlichen Aktivitäten wie Wandern, Radfahren, Reiten und Golfen. Mit vier 18-Loch-Golfplätzen ist Zypern eine interessante Golfdestination. Wasserratten können im Mittelmeer bis November baden oder Wassersport betreiben. Luxus im Columbia Beach Resort Wer es gerne exklusiv hat, sollte seinen Urlaub fernab vom Massentourismus im Columbia Beach Resort Pissouri verbringen. Das elegante Resort mit Privat-

Selina und Julia mit dem Wirt von der „Perciles Taverne“ in Nata Village

strand, Lagunenpool, großzügigen und top ausgestatteten Zimmern sowie einem SPA- und Wellnessbereich bietet Luxus, ohne überladen zu wirken. Feinschmecker kommen in zwei Restaurants voll auf ihre Kosten. Das Columbia Beach Resort ist rund eine halbe Autostunde von Limassol entfernt. Dort findet man mondäne Boutiquen und trendige Bars genauso wie traditionelle Tavernen. Ulli Wright

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Foto: Die Oberösterreicherin

Exklusives Wohnzimmer Wenn Sie der Star an jeder Tankstelle sind, wenn sich wildfremde Männer auf der Straße nach Ihnen umdrehen (ohne dafür von ihren Frauen gerügt zu werden), wenn Freunde der Reihe nach anrufen und fragen, ob Sie mal eine Runde mitfahren dürfen – dann fahren Sie den neuen Range Rover Sport.

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er neue Range Rover Sport ist ein Paradebeispiel dafür, dass wahre Schönheit von innen und außen kommt. Der Wagen ist – für eine Frau wie mich – riesig, wirkt dabei aber nie bullig. Die cremefarbenen Sitze aus feinstem Leder bilden einen schönen Kontrast zur Wagenfarbe „Mariana Black“, das in der Sonne dunkelblau schimmert. Ehrfurcht steigt mit mir ein und nimmt am Beifahrersitz Platz, als ich mich mit dem Cockpit vertraut mache. Die wichtigsten Funktionen sind rasch gefunden, das meiste lässt sich intuitiv bedienen. Mein erster Gedanke, als ich mich in den fließenden Verkehr einfädle: Sitzt man in diesem Auto hoch oben! Die überdimensionalen Maße bestätigen sich, als ich an der Ampel auf den neben mir stehenden X5-Fahrer hinuntersehen kann ... „Ich steige nicht mehr aus!“ Der Range Rover Sport verbindet Fahrkomfort auf höchstem Niveau mit absoluter Geländetauglichkeit. Der 258 PS starke Dieselmotor ist im Wageninneren kaum zu hören. Außer die Fahrerin tritt beherzter aufs Gaspedal, aber diesen Sound

will man dann ja auch hören. Nach den ersten Testkilometern mag man gar nicht mehr aussteigen und fühlt sich wie in einem exklusiven Wohnzimmer (Kann man seinen Meldezettel in einem Auto abgeben?). Die Ehrfurcht ist auch weg, vermutlich an der letzten Ampel ausgestiegen. Gewappnet ist man damit übrigens für jede Lebenslage und jedes Terrain. Das neue Terrain Response 2-System erkennt automatisch den Untergrund und stimmt alle Systeme entsprechend darauf ab. Wer will, kann mit dem Sport auch durch Wasser fahren. Einzig in der Tiefgarage strapaziert der Range Rover Sport jene Nerven, die er sonst so sehr schont. Trotz

Daten&Fakten Range Rover Sport 3,0 TDV6 HSE, 258 PS/190 kW, Normverbrauch (Stadt & Land kombiniert): 7,3 l/100 km, Testverbrauch: 9,3 l/100 km, Testmodell: 97.491 Euro. Den Range Rover Sport gibt es wahlweise mit 258 PS (ab 68.700 Euro), 292 PS (ab 80.100 Euro), 340 PS (ab 94.600 Euro), 339 PS (ab 98.400 Euro) oder als V8 mit 510 PS ab 114.000 Euro.

Rückfahrkamera und Kollisions-Warnsystem ist das Ein- und Ausparken mit einem Wagen dieses Ausmaßes ein Geduldspiel. Noch dazu wird man von allen Seiten beäugt – aber daran haben wir uns mittlerweile ja schon gewöhnt! Nicole Madlmayr

Frauen-Check Flirtfaktor: Sensationell! Selten haben sich so viele Leute nach mir (und natürlich dem Wagen) umgedreht. Familienfreundlichkeit: Viel Platz in der ersten und zweiten Reihe. Wenn Sie wollen, dass Ihr Kind vor Vergnügen quietscht: Lassen Sie es fernsehen – Dual-View macht’s möglich! Shoppingtauglichkeit: Ideal! Großer Kofferraum ohne Ladekante. Einzig die Parkplatzsuche könnte schwierig werden. Das gefällt uns zum Range Rover Sport: lässige Stiefel von Airstep (289 Euro bei Salamander).

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Genuss Deine Nahrungsmittel seien deine Heilmittel. Hippokrates, griechischer Arzt

Wildes Obst Zwei neue Früchte der GenussRegionen kommen aus dem Waldviertel: die Kriecherl und das Bio-Waldstaudekorn. Durch einen genetischen Zufall entstand vor etwa 6000 Jahren in Österreich die Wildobstart „Kriecherl“. Sie zählt somit zu den ältesten mitteleuropäischen Kulturpflanzen. Der besondere Geschmack der Frucht erinnert an Zwetschken mit einer Zitrusnote. Aus der grün-gelben Frucht werden z. B. Destillat, Sirup, Nektar, Marmelade, Essig, Schokolade, aber auch Chutney und sogar Seife hergestellt. Beim Waldviertler Bio-Waldstaudekorn handelt es sich um eine sehr alte Roggen-

sorte aus dem 15. Jahrhundert, die sich durch geringe Korngröße und hohen Nährstoff- bzw. Geschmackstoffgehalt auszeichnet. Die Produkte aus Kriecherln und Waldstaudekorn ergänzen die „So schmeckt Niederösterreich“-Familie perfekt. Durch die Vermarktung von traditionellen Spezialitäten werden regionale landwirtschaftliche Strukturen erhalten und darüber hinaus die touristische Wertschöpfung in der Region erhöht.

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| genuss

V.l.n.r.: Antonia, Eva, Johanna, Toni und Theresia Mörwald, Nichte Paula Pregesbauer

Die private Welt des Toni M. Die Marke Toni M. steht für unsere Region. Toni Mörwald bekennt sich zu seinen Wurzeln und setzt auf österreichische Spitzenprodukte anstatt auf Molekularküche. Aber was kommt bei ihm zu Hause auf den Tisch? Und wo schmeckt‘s ihm am besten? Ein kleiner Einblick in die private Welt des Sternekochs. Herr Mörwald, Sie sind längst im Olymp der Kochkunst angekommen. Was macht einen guten Koch aus? Kochen ist Beziehungsmanagement, zum einen natürlich mit den Produkten, den Lebensmitteln, zum anderen mit dem Team um dich, die Köche, der Service und auch die Bekochten. Wenn du hier eine gute Balance schaffen kannst und dann noch das Handwerk beherrschst, bist du ein guter Koch. Wenn man sich die Speisekarten der Gourmetrestaurants ansieht, so könnte man glauben, es sei bereits alles „erkocht“. Woher nehmen Sie die Ideen zu immer wieder neuen Kreationen und Zubereitungsformen? Das scheint wohl so und doch gibt es immer wieder Neuheiten und Trends, sei es bei den Produkten, bei Kochtechniken oder in der Küchentechnik.

Inspirationen findet man immer und überall: am Markt, auf Reisen, beim Lesen, vor allem aber beim Kochen selber, im Gespräch mit meinen Kochschülern oder bei der Arbeit mit meinem Team ... Es ist ähnlich wie in der Mode: Es gibt kaum etwas, was wir noch nicht getragen haben und doch kommt jedes Jahr was Neues. Der Beruf eines Kochs ist ein sehr stressiger, denn es muss sozusagen jedes Gericht zeitlich fein abgestimmt auf den Teller kommen, nicht zu reden von den Arbeitszeiten. Nicht wenige Köche greifen zu Tabletten oder anderen Suchtmitteln, um die Belastungen auszuhalten. Wie gehen Sie mit dem Stress um? Stress hab ich noch nicht kennengelernt, warum, kann ich auch nicht sagen. Tabletten und Suchtmittel nehm ich grundsätzlich nicht. Ein gesunder Lebensstil

für Geist, Seele und Körper hilft durch turbulentere Zeiten mehr als irgendwelche Substanzen. Sie sind weit gereist, haben in Gourmet-Tempeln bis China gekocht. Nun haben fremde Länder auch andere Kochtraditionen. Gibt es Zutaten, die Sie verweigern würden zu verarbeiten?

Tipp Hier kocht der Patron: Mörwalds Stammhaus „Zur Traube“ Restaurant „Schloss Grafenegg“ Relais & Châteaux Gourmetrestaurant Toni M. Mörwald Atelier im Kochamt

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genuss | Schlange und Katze – weil‘s mir davor graust. Hund und Pferd – weil ich mir‘s mit meinen Damen nicht verscherzen will.

Diabetes-Rate steigt rapid. Was raten Sie? Richtige Ernährung ist ausschließlich eine Frage der Dosierung und der Abwechslung. Ist ein Kind zu dick, dann isst es zu viel Schokolade und zu wenig Apfel und bewegt sich zu wenig. Einen anderen Grund dafür gibt es nicht. Dieses Missverhältnis zu korrigieren, ist eine der ganz großen Aufgaben der Eltern.

Auch junge Leute begeistern sich mehr und mehr für das Kochen. Sich selbst und Freunde zu verwöhnen, ist angesagt, das gemeinsame Essen als Ausdruck von Lebenskultur wird als Gegenpol zum Fastfood-Konsum wieder zelebriert. Nicht zuletzt ist dies Die Kids müssen von Beginn an lernen, mit dem enormen Überangebot klar zu ein Grund, dass Kochkurse bei einem Patron ein äußerst beliebtes Geschenk kommen – kein leichtes Unterfangen, zugegebenermaßen, aber es lohnt sich. Die sind. Ihre Kochschule in Feuersbrunn Verantwortung dafür liegt im Elternhaus ist seit 22 Jahren die erfolgreichste und kann sonst niemandem umgehängt Österreichs. Was kann man in so werden, nicht dem Kindergarten, nicht kurzer Zeit lernen? Natürlich kann man an einem Abend der Schule, nicht dem Lebensmittelhannicht von A bis Z kochen lernen. Eine del und nicht der amerikanischen Fastfundierte Kochausbildung dauert mehr food-Kette. Ich glaube, dass die Ursachen vieler als drei Jahre, Ernä hdas kommt ja Und auch wenn‘s jetzt klischeehaft klingt, niemand r u n g s nicht von ungemacht‘s wie‘s die Mama gemacht hat. p r o fähr. Die meiToni Mörwald bleme sten meiner g a n z Schüler können sehr gut kochen bzw. sind sehr kochin- tief in den kleinen Kinderseelen zu suteressiert. Viele kommen zu einer ganzen chen sind und ich sehe eine große ÜberSerie von Kursen, je nachdem welches forderung unserer Gesellschaft damit. Es gibt eine Studie, die besagt, dass heutige Thema sie interessiert. amerikanische Kinder erstmals seit Also zum Beispiel, wenn jemand unsi- Menschengedenken eine niedrigere Lecher im Umgang mit Wild ist, ist er mit benserwartung als deren Eltern haben, einem Wildkurs gut beraten und dann wegen der Fettleibigkeit schon ab dem bekommt er jede Menge Tipps und Tricks Kindesalter an. Das ist echt krass, oder? und Knowhow im Umgang mit dem Pro- Wir wollen nur das Beste für unsere Kindukt, aber natürlich auch jede Menge der und lernen Ihnen nicht, richtig zu Ideen für neue Gerichte. Inspirationen essen. einfach. Jeder hat so sein Gebiet, wo er sich vielleicht nicht ganz drübertraut, Haben Sie eine persönliche Leibspeise und es benötigt nur einen Kick, um auch – und bei wem schmeckt‘s Ihnen am diesen Bereich der Kulinarik zu erschlie- Besten? ßen. Aber auch Kocheinsteiger sind herz- Das ist eine ganz schwierige Frage. Meine lich willkommen, es sind keine Vor- Leidenschaft zum Essen ist viel zu groß, kenntnisse notwendig. Allein die als dass ich hier nur ein Gericht aussugemeinsame Arbeit und die Plauderei chen könnte. Stellvertretend für meine mit den Kollegen bringt viel Leidenschaft Top-100.000-Speisen möchte ich „Naturschnitzel mit Reis und grünem Salat“ und Spaß an der Sache. nennen, dazu ein alter Grüner Veltliner vom Heiligenstein. Essen ist nicht nur Genuss, eine gesunde Ernährung gehört zu den Mit Antonia, Johanna und Theresia sind wichtigsten Themen unseres Lebens. Sie und Ihre Eva glückliche Eltern eines Viele Kinder sind zu dick, die

„Dreimäderl-Hauses“. Was kommt bei Ihnen Zuhause auf den Tisch? Bei uns zu Hause wird immer gekocht, und alles nach unseren Richtlinien „Dosierung und Abwechslung“. Je nachdem, wer Zeit und Lust hat. Johanna ist mehr fürs Backen, wir anderen eher fürs Pikante. Sie gelten als sehr heimatverbunden und setzen auf regionale Produkte. Zur Zeit erleben Strudel, Sterz und Schmankerl ein wundersames Revival. Die gute alte Hausmannskost wird wieder entdeckt. Wohin bewegt sich unsere Küche? Hausmannskost ist ein einzigartiges Kulturgut, welches wirklich schützenswert ist. Für die moderne Ernährung ist auch hier die Dosierung von großem Wert. Jeden Tag Brat‘l und Strudel kann ins Auge gehen. Wir haben eine Auswahl an Lebensmitteln zur Verfügung wie nie zuvor. Nutzen wir diese – dann bewegt sich unsere Küche in die richtige Richtung. Angelica Pral-Haidbauer

Info Seine beruflichen Stationen in Gourmet-Tempeln auf der ganzen Welt sind beeindruckend, und dennoch hat sich Toni Mörwald nach viel internationaler Erfahrung entschlossen, in die Heimat zurückzukehren und das elterliche Wirtshaus „Zur Traube“ in Feuersbrunn zu übernehmen. Der Erfolg gab ihm recht. Bereits nach einem Jahr in seinem Gourmet-Stüberl wurde er mit der ersten Gault Millau-Haube für seine kulinarischen Leistungen zum jüngsten Haubenkoch Österreichs gekrönt. Der Rest ist Koch-Geschichte: Mörwald erkocht die erste Gault Millau-Haube für Schloss Grafenegg, wird 2004 Gastronom und Wirt des Jahres, 2006 die Aufnahme in die Liste der „Grande Chef de Cuisine Europe“. 2012 dann sieben Hauben für die Restaurants der Mörwald Gruppe. All sein Können und berufliches Engagement kann in wenigen Worten zusammengefasst werden: die Welt des Toni Mörwald!

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Tonis süße Fische Fangfrisch aufgetischt sind Fische aus unseren Seen und Flüssen eine Delikatesse. Starkoch Toni Mörwald kreierte für unsere LeserInnen ein feines Fischmenü. Die zarten Süßwasser-Stars sind Wildsaibling, Stör und Lachsforelle. Eine Gaumenfreude.

Rollmops vom Mariazeller Wildsaibling mit Chardonnay.Kraut & Honig.Senf.Sauce Zutaten für 6 Personen

Zubereitung

300 g Filet vom frischen Mariazeller Wildsaibling 1 Zitrone, grüner Pfeffer, Olivenöl, weisser Pfeffer aus der Mühle Eventuell 6 China-Stäbchen oder Zahnstocher 2 EL Butter 1 Flasche Chardonnay Brut 1 Junges Frühlingskraut Öl, Salz, Zucker, Balsamico, Olivenöl, Sherryessig & Basilikum

Das Frühlingskraut fein schneiden, salzen und marinieren. Etwas beizen und mit Chardonnay Sekt Brut marinieren. Das feine Kraut mit Olivenöl, Balsamico und Kräutern fein abschmecken. Das Wildsaiblingsfilet in feine Scheiben schneiden, auflegen und mit dem Chardonnaykraut füllen und rollen. Die China-Stäbchen durchstechen und leicht kühl stellen.

Frische Frühlingsalate

Die Frühlingssalate putzen, waschen und gut abtropfen lassen, marinieren mit Nussöl, Balsamico, Sherryessig, Salz, Vanillezucker und weißem Pfeffer aus der Mühle.

Süße Fische aus Seen und Flüssen ISBN 9783701731855 Toni Mörwald/ Herbert Hacker/ David Ruehm (Fotograf); Residenz Verlag

Foto: David Ruehm

Für die Honig.Senf.Sauce 2 EL Dijon-Senf, 2 EL Honig, 1/8 lt Sauerrahm

Für die Senf-Honigsauce den Dijon-Senf, Honig und Sauerrahm glattrühren und mit Salz und weißem Pfeffer aus der Info Mühle würzen.

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Karotten.Suppe mit Ingwer & Stör Zutaten für 6 Personen Die Suppe 1 Zwiebel, 6 Karotten, 30 g eingelegter Ingwer, Salz, Pfeffer, 1 Knoblauchzehe, 100 g Butter, 1-2 EL Rahm, Gemüsefond, ¼ l Obers Der Stör 200 g Störfilets, Salz, Pfeffer, 1 Chilischote, Olivenöl zum Braten

Zubereitung Die Zwiebel klein geschnitten in etwas Butter anschwitzen, geriebene, geschälte Karotten dazugeben und mitdünsten. Ingwer beigeben und mit gepresstem Knoblauch verfeinern. Dann den Gemüsefond dazufügen. Im Mixgerät mit einem Löffel Rahm, Salz, Obers und Pfeffer mixen und passieren. Noch einmal aufkochen lassen und evt. nochmals abschmecken. Die Störfilets in mundgerechte Stücke portionieren und mit Salz und Pfeffer würzen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Fischstücke mit der Hautseite nach unten einlegen. Die Chilischote mitbraten. Die Niederösterreicherin | 75

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Lachsforellen.Spinatstrudel mit Graupen.Gemüse Zutaten für 6 Personen

Zubereitung

Der Strudel 2 Strudelteigblätter 600 g Lachsforellenfilet 150 g Blattspinat 50 g Senfkörner ¼ l Weißwein 30 g schwarzer Sesam 1 Ei Dijon-Senf

Die Senfkörner im Weißwein weichkochen.

Für das Graupen.Gemüse die Graupen in ein Sieb geben und gründlich waschen, bis das Wasser klar bleibt. Anschließend in der Rindssuppe 5 min. kochen, dann den geschlossenen Topf von der Platte schieben und die Graupen 50 min. quellen lassen. Danach wieder in ein Sieb geben und unter laufendem Wasser mehrmals gründlich abspülen. Gemüsewürfel eine Minute in kochendem Salzwasser blanchieren, eiskalt abschrecken und gut abtropfen lassen. In einer Pfanne 1 EL Butter schmelzen, die Graupen und das Gemüse hineingeben und gründlich vermischen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Foto: David Ruehm

Das Gemüse. 100 g Graupen 50 g fein gewürfelter Lauch 50 g fein gewürfelte Karotten ½ l Rindssuppe

Spinatblätter auf den Strudelteig legen mit Backpulver bestreuen und mit Pfeffer würzen. Lachsforellenfilet mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Dijon-Senf und Senfkörnern einstreichen und auf die Spinatblätter legen. Eng zusammenrollen, mit Ei bestreichen und mit schwarzem Sesam bestreuen. Für 12 min. bei 140 °C im Rohr backen.

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Schokoladen Ravioli Zutaten für 6 Personen Der Teig 350 g Mehl 4 Eier 30 g Staubzucker

Foto: Michael Eckstein

Die Fülle 270 g Zartbitterkuvertüre 250 g Obers 10 cl Grand Marnier Saft einer Orange Salzwasser zum Kochen Vanillezucker Der Sabayon 4 Dotter 3 EL Zucker 9 cl Muskateller 6 cl Chardonnay Sekt

Zubereitung Für die Fülle die Kuvertüre zerkleinern. Das Obers aufkochen, Kuvertüre einrühren und vom Herd nehmen. Mit dem Mixstab Grand Marnier und Orangensaft einmixen und weitermixen, homogenisieren. Danach für 1 Stunde kühl stellen. Für den Teig Mehl mit Eiern und Zucker zu einem glatten Teig kneten. In Folie wickeln und 30 min. rasten lassen. Den Teig mit der Nudelmaschine ausrollen. Quadrate oder Kreise ausstechen, die Füllung aufdressieren. Die Teigränder mit verschlagenem Eiklar bestreichen und zusammenklappen. Die Ränder fest zusammendrücken. Salzwasser mit etwas Vanillezucker zum Kochen bringen. Die Ravioli einlegen und für 5 min. leicht köcheln lassen. Für den Sabayon alle Zutaten miteinander verschlagen, danach auf ein Wasserbad setzen und solange schlagen, bis der Sabayon schön luftig aufgeschlagen ist. Info Die Ravioli aus dem Wasser heben und abtropfen lassen. Den Sabayon auf den Teller geben. Einen Schokoladenraviolo daraufsetzen. Mit Schokoladenspänen und Minze ausgarnieren. Mit einer Kugel Schokoladeneis servieren.

Austro Pasta ISBN 978-3-70662472-5 Toni Mörwald/ Christoph Wagner/Jörg Wörther; loewenzahn

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Hotelchef Alexander Schwabl und Sushi-Meister Kristian Elbo

Die Zubereitung von Western Style Sushi

Mit dem Sushi-Meister im Hotel Alpin Juwel Im Rahmen einer Gourmetwoche verwöhnten heimische Haubenköche und ein Sushi-Meister aus Dänemark die Gäste im Hotel Alpin Juwel in Saalbach Hinterglemm.

Was sind die Grundzutaten für Sushi? Der spezielle Sushi-Reis und die SushiWürze bestehend aus Zucker, Reisessig und Salz, um den Reis klebrig zu halten, sind extrem wichtig, genauso wie absolut frischer Fisch oder Meeresfrüchte und das hauchdünne geröstete Algenblatt/Nori – das sind die Hauptzutaten! Um die Sushis aufregender im Geschmack zu machen, benötigen wir Gemüse, Gewürze sowie jede Menge Saucen (z. B. Teriyaki-Sauce, Chili-Mayo, Champagner-Safran-Creme, Wasabi, Limetten-Dressing). Kann man Western Style Sushi auch in Österreich genießen? Ja, jeden Freitag gibt es im Hotal Alpin

Juwel Sushi, das Alex und Tamara nach meinem Originalrezept zubereiten. Bei Vorbestellung bis 16 Uhr gibt es auch einen Sushi-Take away!

Tipp

Auch abseits der zweimal im Jahr stattfindenden Gourmetwochen ist das Hotel Alpin Juwel ein absoluter Geheimtipp für Ihren anspruchsvollen Urlaub.

Hotel ALPIN JUWEL Familie Wolf-Schwabl Haidweg 357, 5754 Saalbach-Hinterglemm Tel.: +43 (0)6541/7226 E-Mail: info@alpinjuwel.at www.alpinjuwel.at

Fotos: privat, Hotel Alpin Juwel

Ihre Spezialität ist „Western Style Sushi“. Können Sie diese Art von Sushi genauer beschreiben? Das sind Inside Out Rolls, die mit gebackenen Scampi, Thunfisch, Lachs oder Jakobsmuscheln belegt werden. Zusätzlich werden sie mit Toppings wie Algen, Fischeiern, geheimen Saucen und Zutaten verfeinert. Damit sie einen speziellen Geschmack bekommen, werden sie flambiert.

Wie kommen Sie als Däne zur großen Leidenschaft für Western Style Sushi? Sushi war schon als Kind mein Lieblingsessen. Als ich älter wurde, reiste ich quer durch Europa, in die USA, und ich probierte überall Sushi, Saucen und Toppings. Dabei entdeckte ich Western Style Sushi.

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ourmetherzen schlugen im Jänner im 4-Sterne-Superior-Hotel Alpin Juwel in Saalbach-Hinterglemm höher, als im Rahmen der Gourmetwoche österreichische Haubenköche wie Franz Meilinger, Chris Sauer und ein Sushi-Meister aus Dänemark die Gaumen der Gäste verwöhnten. Im Hinblick auf Aschermittwoch und die bevorstehende Fastenzeit hat Dietlinde Wegerer vom Magazin Die Oberösterreicherin interessante Tipps von Sushi-Meister Kristian Elbo, der in Kopenhagen das Restaurant „Sushi Lovers“ betreibt, eingeholt.

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ierkracherl: Gösser sorgt mit dem ersten alkoholfreien Bierkracherl für Erwachsene für frischen Wind am Getränkemarkt. Der fruchtige Zitronengeschmack macht das Bierkracherl zum Durstlöscher.

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ür Naschkatzen: Seit Februar bringt „Milka Choco Mix & Jelly“ Abwechslung mit einer bunten Mischung aus Milka Toffees, Schokoladentalern aus Milka Alpenmilch Schokolade mit Karamell-Füllung und Fruchtgummis.

So weit muss Bio gehen. NAC HH ALT IG BES SER

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Wie du mir, so ich Tier. Im Umgang mit den Tieren zeigt sich die Qualität unseres Handelns – und die Zurück zum Ursprung-Bauern haben eine besonders respektvolle Beziehung zu ihren Tieren. Sie geben ihnen alles, was sie brauchen: heimisches Bio-Futter und umsichtige Pflege. Das fördert das Wohlergehen und die Lebensfreude der Tiere und sichert uns den größten Genuss allerbester, ursprünglicher Lebensmittel. Mehr unter www.zurueckzumursprung.at

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Foto Shutterstock

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Weißwurstparty Nicht nur beim Stanglwirt in Going, auch in der Buschenschank Nierscher in Klosterneuburg-Weidling werden jetzt Weißwürste gezuzelt.

Eine herzige Idee Die besten Brezeln und bayrische Weiß-

würstl, kühles Bier und süffiger Veltliner ließen die lustigen Leut der schönen Gegend zu einem zünftigen Abend mit vielen unterhaltsamen Attraktionen zusammenkommen. Die Alpenrocker Meissnitzer Band und Herbert Fritz mit den Happy Men geigten mit den besten Songs auf und versetzten die Gäste in Höchststimmung. Unter strenger Jury wurden gegen Mitter-

nacht die strammsten Wadln und die feschesten Dirndln gekürt. Beim Fingerhackln und Dosenschießen durften dann die Burschen in der Krachledernen so richtig angefeuert werden. Die Einnahmen des bezaubernden Abends wurden dem Rotary Club Klosterneuburg, Zuki, dem Verein „Zukunft für Kinder“, und dem Lions Club Klosterneuburg gespendet.

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1 Bürgermeister Schmuckenschlager, EventOrganisatorin Gitta Liska, Susi Nierscher 2 Claudia Stöckl und Franz Nierscher

3 Das Zuki-Team mit Claudia Stöckl 4 Elisabeth Haider und Victor Liska 5 Party pur

6 Tina Braunstein und Birgit Ruzowitzky 7 Tina und Michael Konsel 8 Werner Brix und Oliver Stamm

Foto: caro strasnik/photography

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as als fixer Höhepunkt zum Hahnenkamm-Wochenende in Kitzbühel bereits zur unverzichtbaren Tradition geworden ist, soll nun auch ein Höhepunkt im Weinviertler Society-Event-Kalender werden.

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Kultur An artist is somebody who produces things that people don’t need to have.

Foto: Andy Warhol

Andy Warhol, Begründer der Pop Art

Zurück in die Zukunft Die Kunst der Linie von Tiepolo bis Warhol. Die Sammlung Klüser. Im Mittelpunkt stehen die rund 260 erstmals in Österreich präsentierten Papierarbeiten der Sammlung Bernd und Verena Klüser, die außergewöhnliche Einblicke in die Zeichenkunst vom 16. bis ins 21. Jahrhundert bieten. Herausragende Meister der Spätrenaissance und des Barocks bilden den Ausgangspunkt der Schau, die ihren Bogen zu deutschen und französischen Werken des 19. Jahrhunderts bis zur klassischen Moderne spannt. Ihre Vertreter sind u. a.: Parmigianino, Giovanni Battista Tiepolo, Anthonys van Dyck, Caspar David

Friedrich, Eugène Delacroix, Paul Cézanne, Henri Matisse, Alberto Giacometti. Der Kunst nach 1945 wird mit bedeutenden Werkblöcken von Joseph Beuys, Blinky Palermo sowie Andy Warhol ein besonderer Schwerpunkt eingeräumt. Zeichnungen von Cy Twombly sowie Tony Cragg, Olaf Metzel und Jorinde Voigt bilden den Übergang zur jüngsten Gegenwart. Die Ausstellung wird am 15. März 2014 eröffnet und wird bis 29. Juni 2014 in der Kunsthalle Krems gezeigt. www.kunsthallekrems.at

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Cornelia Reim, Johannes Beranek, Tanja Beranek, Marlies Lehner, Peter Hofmann, Clarissa Bauernfeind

Feine Töne Aus einem musikalischen Experiment des Hornisten und Musiklehrers Peter Hofmann ging im Weinviertel ein junges klassisches Holzbläserquintett hervor, das seinesgleichen sucht.

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n den Familien von Marlies, Tanja, Cornelia, Clarissa und Johannes liegt die Musik sprichwörtlich in der Luft. „Unsere Eltern haben uns von Anfang an vermittelt, dass Musik etwas Schönes ist. Wir alle begannen im Rahmen der musikalischen Früherziehung mit Blockflöte, bald schon kam der Klavierunterricht dazu. Als ich zehn war, besuchte ich mit unseren Eltern ein Konzert und hörte ein Mädchen Oboe spielen. Da wusste ich, dass dies mein Instrument werden würde“, erzählt mir die bald achtzehnjährige Tanja, als ich die jungen Musiker zu Hause besuche. „Als ich dann das erste Mal eine Oboe in der Hand hielt, habe ich mich verliebt, auch wenn das kitschig klingt.“ Und Bruder Johannes fand am

Tag der offenen Tür in der Musikschule auch „sein“ Instrument, das Horn. „Nach seiner ersten Unterrichtsstunde kam er nach Hause, hat das Horn ausgepackt und bis zum Abend gespielt“, erinnert sich Tanja. Cornelia kam durch ihren Vater, welcher ebenfalls Hobbymusiker ist, zur Klarinette. Clarissa fand ihre Liebe zum Fagott, Marlies zur Flöte. Diese Instrumente bestimmen, neben dem Klavier, seither das Leben der jungen Künstler. In der Musikschule Staatz/ Poysdorf haben sie Lehrer und Musikerkollegen gefunden, mit denen „die Chemie einfach stimmt“. „Wir spielen dort weiter in den Kapellen und sind mit unseren Wurzeln immer verbunden geblieben.“

Das Experiment Die eigentliche Erfolgsgeschichte des Quintetts beginnt jedoch vorerst mit einem Experiment. „Unsere Lehrer in Staatz spielen in einem Holzbläser-Quintett, und kamen auf die Idee, es doch einmal mit ihren g‘schickten Schülern zu versuchen. Wir waren damals 13 und 11 Jahre und haben diese Herausforderung einfach angenommen.“ Das war 2009, und bereits ein Jahr später gewannen sie beim Niederösterreichischen Landeswettbewerb „Prima la musica“ den 1. Preis, mit der Berechtigung, am Bundeswettbewerb teilzunehmen. Viele weitere Siege auf Landes- und Bundesebene folgten, ein besonderer Auftritt im Rahmen des „Prima la musica-Preisträger-

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kultur | Konzertes“ im Festspielhaus St. Pölten wurde auch im Radio NÖ übertragen. „Wir waren so nervös, noch so schüchtern und nicht so gefestigt wie heute“, lächeln sie. Heute kann das junge Ensemble bereits viele große Auftritte, wie zum Beispiel die musikalische Umrahmung im Rathaus von Wien bei der feierlichen Verleihung des Dr. Karl Renner Publizistik-Preises, der höchsten Auszeichnung des österreichischen Journalismus, verbuchen. „Wir haben dort mehrere Stücke gespielt und viele bekannte Menschen getroffen“, erzählt Tanja mit dem umwerfenden Charme eines jungen Mädchens. Die Ausbildung Dass für diesen Erfolg auch viel geleistet werden muss, ringt mir allein beim Zuhören den größten Respekt ab. Vier Stunden am Tag nimmt allein der Schulweg in Anspruch, denn Clarissa, Tanja und Johannes besuchen das Musikgymnasium in der Wiener Neustiftgasse. Clarissa und Tanja studieren nachmittags bereits an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Einig sind sich die fünf jungen Musiker, wenn es um ihre Lehrerinnen und Lehrer geht: „Sie haben uns immer die Freude und den Spaß an unseren Instrumenten vermittelt und uns nachhaltig geprägt.“ Der Mentor Ins Schwärmen geraten die jungen Musiker, wenn sie von ihrem Ensembleleiter Peter Hofmann, der Johannes im Horn unterrichtet, erzählen. „Er ist das Idealbild von einem Lehrer, der für seine Schüler lebt. Nach den Proben geht er mit uns manches Mal Eis essen oder zum Mexikaner. Er ist unser großes Vorbild und hat uns irgendwie zu einer Familie gemacht. Gerade war er in Japan auf einer Tournee, und hat uns täglich Fotos gemailt. Er ist einfach immer für uns da“, zeigen sie sich begeistert von ihrem Quintett-Leiter. „Seine Schüler stehen bei ihm immer an erster Stelle“, erzählen sie stolz, „und Angelika, seine Lebenspartnerin, hat uns allen die ersten Noten beigebracht.“

Eigene Schritte Aber nicht nur die fast wöchentlichen Konzerte im Ensemble, auch die SolistenAuftritte der Künstler gehören koordiniert. Schwierig gestalten sich daher bei den vielseitig beschäftigten Jung-Musikern die Probentermine, die in der Whats App-Gruppe „Probenversuche“ mit Peter Hofmann abzustimmen sind. In ihrer knapp bemessenen Freizeit hört das Ensemble breit gefächerte Musik, von Klassik über Musical bis Ö3, während Johannes der absolute Opern-Fan ist. Für Freizeit bleibt neben der Musik nur wenig Zeit. Tanja spielt Theater, Cornelia kocht, Marlies und Clarissa spielen Fußball und Johannes hilft dem Vater bei der Arbeit im Wald, aber am liebsten komponiert er. „Vor zwei Jahren hab ich die Suite ‚Elementa’ für Streichorchester komponiert – eine viersätzige Suite über die vier Elemente, die von den Weinviertler Philharmonikern uraufgeführt wurde. Ebenso habe ich ein Stück für symphonische Blasorchester komponiert, welches die Jugendkapelle Staatz unter der Leitung von Daniel Muck vertonte“, führt der junge Hornist bescheiden aus. Ein besonderes Stück für Klavier und Oboe hat er seiner Schwester gewidmet, aber auch ein Stück für Klavier und Saxophon stammt aus seiner Feder. Beide wurden bereits bei „Prima la musica“ gespielt. Im September wird das Quintett beim internationalen Kammermusikwettbewerb U19 Chamber Music teilnehmen. „Wir

fünf haben sehr jung begonnen, Johannes war erst elf Jahre alt. Gemeinsam haben wir die Pubertät durchlebt, uns haben diese fünf Jahre und unsere Liebe zur Musik enorm zusammengeschweißt. Die Musik war immer das Wichtigste für uns; das Musizieren und die vielen gemeinsamen Erlebnisse machen uns glücklich.“ Aber bei all ihren Erfolgen wissen die fünf Jung-Musiker, dass sie diesen Weg vor allem ihren Eltern zu verdanken haben. Tausende Kilometer haben sie ihre Kinder quer durch Österreich bis nach Südtirol zu den Konzerten gefahren, ihnen Unterricht ermöglicht und sie unterstützt. Gepaart mit ihrem eigenen Fleiß und der unendlichen Freude an der Musik werden wir vom SMSQuintett sicher noch viel hören! Angelica Pral-Haidbauer

Info SMS-Quintett ... wie ständiges SMS-Piepsen bei den Proben, wie „Spielen Macht Spaß“ oder wie „Staatzer Musik-Schule“ – die Bedeutung des Namens bleibt offen ... Flöte: Marlies Lehner Oboe: Tanja Beranek Klarinette: Cornelia Reim Horn: Johannes Beranek Fagott: Clarissa Bauernfeind Wir sind buchbar: tanja.beranek@aon.at Man findet uns auch auf Facebook!

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Michael Mendl Sein Imperativ zur Toleranz

Nun, nach 20-jähriger Theaterabstinenz, kehrte er mit dem Thomas BernhardStück „Vor dem Ruhestand“ in der Rolle des ehemaligen SS-Offiziers und Gerichtspräsidenten Rudolf Höller auf die Bühne zurück: drei Stunden Michael Mendl, in denen einem die Banalität des Bösen so alltäglich daherkommend unter die Haut kriecht und er uns mitnimmt

auf einen Höllentrip in das Gedankengut vergangener Zeit. Stunden sitzen wir nach der Vorstellung in der Kantine zusammen, diskutieren mit Nicole Heesters und Sona MacDonald über das Stück, albern sogar herum. Aber da ist kein Schalter, den man abdrehen kann. Sätze wie „Solche wie du hätten wir vergast“, bleiben im Kopf, kommen nicht mehr banal daher, sondern werden monströs, beeinflussen so nachhaltig, dass wir uns für den nächsten Tag zum Interview verabreden – in Michael Mendls neuer, heller Wohnung, über dem „Freiwilligen Durchgang“ in der Lange Gasse. Endlich weg aus der kleinen Theaterwohnung der Josefstadt, wo Mendl sich im völlig abgedunkelten Raum in die Rolle des Rudolf Höller hineinarbeitete, in der

er als Gerichtspräsident, der gemeinsam mit seinen beiden Schwestern alljährlich am 7. Oktober den Geburtstag des SSReichsführers Heinrich Himmler feiert und wie jedes Jahr von den „Judenbuben“ am Nachhauseweg angerempelt wird, sagt: „In jedem steckt ein Verbrecher, man muss ihn nur aufrufen.“ Rudolf Höller war ein Mann, der als junger Bruder in den Krieg zog, der stolz war, die Uniform zu tragen, der als Monster zurück kam und sich danach zehn Jahre im Keller versteckte. Was blieb, war die unverschämte Liebe zu seiner Schwester, eine inzestuöse. Bernhard nannte den Untertitel des Stückes: „Eine Komödie von deutscher Seele“.

Foto: Frank P. Wartenberg/glampool

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r war Willy Brandt, Goethe, Papst Wojtyla, spielte Liebhaber, Mörder und Triebtäter, in „Der Untergang“ den General Weidling. Sein markantes Gesicht ist aus der deutschen wie internationalen Filmwelt nicht wegzudenken, sein Charisma in den verschiedensten Rollen feinnervig packend. 90 Minuten Michael Mendl bis zum Abspann.

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Nach der Vorstellung: Nicole Heesters, Michael Mendl, Sona MacDonald

Bühne Gemütlich bei Tee sitze ich endlich dem Michael Mendl gegenüber, den ich kenne: sensibel, zurückhaltend und respektvoll im Zuhören, empathisch und reflektierend in seinen Antworten. Ein Mann in der Rolle seines Lebens. Michael, vor 47 Jahren hast du hier in Wien studiert. Nun kehrst du gerade hier auf die Theaterbühne zurück. Wie erlebst du die Stadt heute? Damals als 22-Jähriger war Wien für mich ein Albtraum. Als Rheinländer kam ich mit dem Schmäh der Wiener vorerst gar nicht klar, obwohl ich ja durch die Adoption von Herrn Mendl, der Wiener ist, ein Beute-Österreicher bin. Ich habe hier in Wien studiert, wollte ans Reinhard-Seminar, wo man mich aber nicht genommen hatte. Wien war eine graue Stadt, die Leute wirkten verhärmt, und als Preuße war ich ja auch nicht gut angesehen. Es war also für mich keine gute Zeit. Heute entdecke ich eine völlig neue Stadt, hell und offen. Vielleicht liegt es auch an mir, weil ich älter geworden bin und auf vieles einen anderen Blickwinkel habe. Kulturell wird heute wie damals unendlich viel geboten. Man hat ja

immer gesagt, jede Putzfrau weiß, was gerade in der Staatsoper gespielt wird. Und die Wiener verehren ihre Künstler, was natürlich für uns ein großer Rückhalt ist. Ich bin wahnsinnig gern hier und muss meine Meinung von damals total revidieren. Gemeinsam mit deinen guten Freundinnen Nicole Heesters und Sona MacDonald habt ihr euch nach dem Lesen des Drehbuches des BernhardStückes entschlossen, es vorerst nicht zu machen ... Das liegt natürlich in der Natur des Stückes. Die Menschen sind massiv bissig, böse, vielleicht mit einem ironischen Augenzwinkern gemein. Benjamin Henrichs hat gesagt, es sei das beste Stück von Thomas Bernhard. Ich habe das Gefühl, dass er seinen ganzen Hass auf die Menschen in diese drei Personen hineingepackt hat. Sie sind so vielschichtig, marode, kaputt und monströs, dass Nicole und ich uns vorerst gefragt haben, ob wir uns das antun wollen. Sollten wir uns mit so viel menschlichem Schlamm belasten? Denn das streifst du nicht ab, du kannst keinen Kleppermantel anziehen, damit es an dir abperlt. Man muss schon sehr aufpassen, dass die eigene Seele nicht da

runter leidet. Also haben Nicole und ich in ihrer Wohnung in Hamburg die Strichfassung gelesen und danach jeder für sich im stillen Kämmerlein entschieden. Für mich persönlich kamen einige Komponenten zusammen, es letztlich doch zu machen: Erstens, dass ich die beiden Kolleginnen sehr schätze, was ein wichtiger Baustein ist, um auf der Bühne mit dem Text radikal umgehen zu können, ohne dabei die Seele des anderen zu verletzen. Zweitens wurde im letzten Jahr das 20-jährige Aufführungsverbot des Stückes in Österreich aufgehoben. Ich selber hatte 20 Jahre lang kein Theater gespielt, und Elmar Goerden hatte zehn Jahre an mir herumgebaggert, ob ich mit ihm einmal wieder mal am Theater zusammenarbeite. Ausschlaggebend war aber dann, es hier in der kulturellen Hochburg Wien machen zu können. Wie kann man solche Rollen spielen, ohne selber Schaden zu nehmen? Das ist schwer zu beantworten. Ich sagte immer, du darfst nicht in die Rolle hineinschlüpfen, du musst sie inhalieren. Dann ist sie in meinen Blutgefäßen, in der Lunge, in meinem Atmen, in meinem Körper. Wenn der aber dann darin wohnt, dann hab ich Angst davor. Also φ Die Niederösterreicherin | 85

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Szenenfoto „Vor dem Ruhestand“

sprichst, dann sage ich mit Bernhard, das Böse wohnt in den Menschen, man muss es nur aufrufen. Die Kirche nennt es Erbsünde. Der Kain hat den Abel erschlagen, das Böse ist in uns. Es ist eine Frage deiner sozialen Umgebung, der Gesellschaft und der Zeit, die politisch geprägt ist, wo man sich charakterlich entscheiden kann, mitzumachen oder auch nicht.

Als ich also nicht wusste, ob ich diesen Höller spielen will, hat mir Nicole gesagt: „Diese Figur, die du da spielst, die musst du nicht lieben, du musst nur wahnsinnige Lust darauf haben, dieses Monster zu zeigen.“

Wenn du das Glück hast, in einer geschützten Umgebung aufzuwachsen, kannst du dir das Beste daraus zu eigen machen und dich erziehen. Denn wir werden nicht erzogen, wir erziehen uns selbst. Aber, weil du sagst „banal“: Dafür hat man die Hannah ja auch sehr angegriffen, dass sie das so genannt hat, denn das Böse ist eigentlich nicht banal, aber überall vorhanden.

Die Philosophin Hannah Arendt nennt ihre Zusammenfassung über den Eichmann-Prozess „Die Banalität des Bösen“. Wie banal kann das Böse sein? Ich habe den Eichmann gespielt, und ein Jahr lang die Rampe von Ausschwitz aus meinen Albträumen nicht rausgekriegt. Die Rampe, die Öfen, die unfassbare Zahl von Toten – sie haben mich immer eingeholt, es war grauenhaft. Das wollte ich mir nie mehr antun. Aber über diesen Umweg, den mir Nicole geraten hat, eine verdammte Lust daran zu haben, dieses Monster zu zeigen, schaffe ich es. Und wenn du von der Banalität

Neben diesem Bernhard-Stück wird an der Josefstadt auch Felix Mitterers „Jägerstätter“ gespielt. Was kann Theater zur Bewältigung dieser traumatischen Vergangenheit unseres Volkes leisten? Es gibt ja den klugen Satz „Wehret den Anfängen!“. Deshalb bedaure ich, dass wenig Jugend in dieses Stück hineingeht. Ich würde die Schulklassen verpflichten, sich das anzuschauen, um dann entschei-

den zu können, welche Fehler man an diesen drei Personen erkennen kann. Das wäre ein intellektueller Vorgang, um sich vor solchen Gedanken schützen zu können. Die älteren Besucher wissen um dieses Gedankengut, aber die werden nicht mehr sehr viel verändern können, außer diesen abstrusen politischen Vorgang der NS-Zeit zumindest ihren Enkeln zu erzählen bzw. sie aufzuklären. Und Aufklärerisch kann das Theater immer sein.

Leben Es heißt, die Bühne, auf die man geboren wird, könne man sich nicht aussuchen, sehr wohl aber die Rolle, die man darauf spielt ... Da habe ich ein unheimliches Glück gehabt, 68 Jahre Frieden. Man erzieht sich selbst, sucht sich ein Ziel, fragt sich, wer man sein will, um mit sich selber zufrieden zu sein und andere zufrieden stellen zu können und gut in Gemeinschaft leben zu können. Daran müssen wir arbeiten, und wir müssen hoffen, dass wir dabei gute Freunde um uns haben, die gleichgesinnt sind. Das ist dann die Rolle, die wir im Leben spielen.

Foto: Frank P. Wartenberg/glampool, Michael Spiegl, Erich Reismann

hab ich mir schon vor 40 Jahren eine goldene Schere im Kopf zurechtgelegt, mit der schneide ich am Ende der Vorstellung die Rolle ab, und wenn ich zum Applaus vor den Vorhang trete, hat diese Figur nichts mehr mit mir zu tun. Das kann ich jetzt. Trotzdem aber lebe ich mit dieser Figur die gesamte Spielzeit; bereits morgens beim Zähneputzen ist sie da.

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Du hast einmal gesagt, dein Lebensmotto stammt von Bertold Brecht: „Drum wolltet nicht den Zorn verfallen, denn alle Kreatur braucht Hilf von allen“. Ein Hohelied auf die Liebe? Ja, das ist es und wird es auch bleiben, weil es meine Grundeinstellung ist. Und wenn es nicht die Liebe ist, dann eine ganz große Zuneigung den Menschen gegenüber. Und was ich noch viel mehr finde: Es ist der Imperativ zur Toleranz! Ohne Vorurteile durchs Leben zu gehen, Menschen nicht nur oberflächlich zu betrachten und behandeln, sondern reinzuschauen, um dann die Zuneigung und Liebe zu empfinden und hilfreich zu sein. Liegt in dieser Empathie zu deinen Mitmenschen auch der Grund, dass du dich für mehrere soziale Projekte und den Regenwald engagierst? Seit 2008 bist du Schirmherr des Vereins „Gegen NOMA“, einer schrecklichen Krankheit, die auch das „Gesicht der Armut“ genannt wird, bist Botschafter der SOS Kinderdörfer ... Ja, aber was mir ganz wichtig ist: Ich bin auch deutscher Schirmherr in einem von der SPD angeregten Verein „Lieber Daheim als im Heim“. Das ist ein Projekt,

welches versucht, dass Menschen zu Hause sterben können und nicht wahnsinnig viel Geld in Heime investiert wird, wo die Menschen kaserniert sind, um dort ihren Lebensabend zu verbringen, was ich ganz furchtbar finde. Gelder sollten in private Haushalte fließen, um es den Kindern zu ermöglichen, ihre Eltern zu betreuen. Darüber hinaus war ich im Oktober auf Borneo, wo gerade an einem Dokumentarfilm gearbeitet wird. Vor zehn Jahren haben wir in Französisch-Guayana den intakten Regenwald gezeigt, jetzt auf Borneo erlebten wir eine verwüstete, zerstörte Insel. Vor 30 Jahren lebten dort nur die Dayaks, Nachfahren der Kopfjäger, mittlerweile ist die Insel vor allem von Java aus besiedelt worden, und die haben die Insel kaputtgemacht. Spürst du da Ohnmacht? Ja, total. Da bleiben dir die Tränen im Hals stecken, wenn du eine Landschaft siehst, die nur qualmt und brandgerodet wird, unterirdisch die Torfflöße brennen, den Tieren der letzte Lebensraum genommen wird. Es ist zum Knochenkotzen! Ich habe dort Holz-Lastwägen angehalten, bin auf Caterpillas gestiegen und habe versucht, mit den Leuten zu reden, aber die kapieren nicht, dass sie den eigenen Ast absägen, auf dem sie sitzen.

Liebe In der von Helmut Dietl und Patrick Süskind komödiantisch interpretierten Orpheussage „Vom Suchen und Finden der Liebe“ fragen sich die Protagonisten Venus und Mimi „Wohin geht die Liebe, wenn sie geht?“ ... Sie bleibt, sie geht sicher nicht weg. Aber wenn sie nicht gelebt werden kann, wandelt sie sich vielleicht in Sehnsucht um. Denn die Liebe ist ein Teil der Seele und kann daher nur sterben, wenn auch die Seele gestorben ist. Wenn man ein Mensch ist, der lieben kann, wenn man zur Liebe erzogen worden ist, dann hat man sie als ein Grundgefühl in sich, wohnt in uns. Nur das Defizit einer nicht auslebbaren Liebe erzeugt die Sehnsucht. Es war Silvester 2002 in Salzburg, als gemeinsame Freunde bei mir kochten, eure Kinder Joana und Marlon noch klein waren, und wir dich als unglaublich glücklichen Familienvater erleben konnten – und dann 2009 das Ende deiner Beziehung mit Carolin Fink ... Deswegen bedaure ich es ja, dass ich von meinen noch so jungen Kindern weg bin, vor allem von Marlon. Er ist jetzt 13. Immer wenn ich in München bin und ihn φ Die Niederösterreicherin | 87

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Aber auch zu Adrian und Joana hast du eine enge Beziehung. Was wünscht du ihnen? Adrian aus meiner ersten Ehe ist 45, glücklich verheiratet und hat seinen Weg schon längst gefunden. Ich wünsche ihm, dass er gesund bleibt. Meinen anderen beiden Kindern wünsche ich, dass sie Möglichkeiten finden, um in der Gesellschaft existieren zu können. Es ist so schwer geworden, weil die Anforderungen an die Jugend sehr früh gestellt werden und massiv sind. Mit einer Abiturquote von 1,8 sind meiner Tochter schon sehr viele Studienzweige verwehrt, denn sie müsste 1,2 haben. Marlon geht auf die internationale Schule, weil ich weiß, dass er dort, im Gegensatz zur deutschen Schule, zur Eigenständigkeit und Selbstständigkeit erzogen wird. Und er ist mit vielen Männern zusammen, das ist mir wichtig. Ich hoffe, dass wir es finanziell hinkriegen, dass er an dieser Schule bleiben kann. Dein leiblicher Vater war katholischer Priester, du bist ihm nie begegnet. Dann hast du Kardinal Hudal und Papst Johannes Paul II. gespielt? Welche Gefühle schwingen da mit? Verbitterung, Versöhnung? Da spielen gar keine Gefühle mit. Ich habe mit diesem Herren, der mich erzeugt hat, nichts zu tun, bin ihm auch nicht böse. Er war ein Frauenheld, der meiner Mutter, die damals Medizinstudentin war, die Heirat versprochen hatte und das Priesteramt aufzugeben. Später hat er eine andere Frau geheiratet, sich nie um mich gekümmert. Dass er katholischer Geistlicher war, ist ein Zufall. Dieser Mensch interessiert mich nicht. Deswegen hadere ich nicht mit dem Papst

oder mit dem lieben Gott. Meine Mutter ist damals zum Bischof von Köln gegangen, weil sie keinerlei Unterstützung bekam, und der hat sie rausgeschmissen und eine Hure genannt, die einen katholischen Priester verführt hat. Soviel dazu. Es ist mir egal. Mittlerweile habe ich mehrere Male einen Priester gespielt, im Salzburger Land auch einen knöchernen, der nicht der beste Seelsorger war. Aber ich denke dabei nicht an meinen Erzeugervater.

Alter Der amerikanische Autor Philip Roth schrieb, 73-jährig, in seinem Roman „Jedermann“, das Alter sei ein Massaker ... Dass die Alten, die hoch verehrten Weisen sind, an denen man sich orientiert, das gibt‘s, glaub ich, nur mehr in Naturvölkern. In unserer Gesellschaft zählt der alte Mensch nicht viel. Nur von der Gesellschaft Auserkorene, die ganz oben stehen, und noch immer etwas zu sagen haben, die medial für das Publikum da sind, da kann man sich noch etwas abholen. Ansonsten gilt das Alter leider gar nix. Das geht mit dem Schimpfwort „alter Sack“ los; das Wort „alt“ hat keine positive Bedeutung in unserer Gesellschaft. Ich empfinde es jedenfalls so. Wie empfindest du das Alter, so kurz vor deinem 70. Geburtstag im April? Ich bin in der glücklichen Lage, von Menschen umgeben zu sein, die mich schätzen und ehren, und mich nicht in den Papierkorb werfen. Aber an mir selber merke ich schon, dass das Alter ein Defizit ist. Man kann nicht mehr alles tun, es wird weniger. Aber etwas anderes kommt hinzu: Man wird geduldiger, langsamer, hat mehr Zeit, über Dinge nachzudenken. Man muss nicht mehr gleich aufbrausen, wird überlegter, und damit auch überlegener. Auch die Toleranzgrenze wird noch größer, als sie bei mir ohnedies war. Ich höre mehr zu, versuche meinen Standpunkt zu reflektieren, bevor ich darüber diskutiere. Diese Dinge schenkt einem das Alter.

Michael Mendl und Angelica Pral-Haidbauer

Was macht dir Angst? Ich fürchte mich davor, dass ich eines Tages nicht mehr handlungsfähig sein könnte – rein körperlich, biologisch – und damit für die Gesellschaft wertlos wäre. Eine Handleserin hat mir prophezeit, 90 Jahre alt zu werden – obwohl ich gerne rauche. Aber wenn ich handlungsunfähig würde, möchte ich meinen Tod selbst bestimmen. Die Patientenverfügung ist immer noch ein schwieriges, kompliziertes Thema, aber man kann auch in die Schweiz fahren und einen Becher kaufen ... Angelica Pral- Haidbauer

Info Wordrap Paradies: ein Märchen Glaube: eine konstruktive Kraft Liebe: das höchste Gut Hoffnung: ein Katalysator Tod: der Anfang von etwas Neuem

Lesen Sie das vollständige Interview auf unserer Homepage!

Foto: Michael Spiegl

treffe, sagt er – und das sagen Söhne ganz selten zu ihren Vätern – „Ich liebe dich, Papa“. Da kommen mir die Tränen. Ja, es ist schade, dass es so gekommen ist, aber es lag nicht allein in meiner Gewalt. Die Entscheidung hat Carolin getroffen. Ich glaube, die Vaterfigur ist wichtig. Frauen, die bewusst keinen Mann für ihre Kinder haben wollen, unterschätzen das.

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1000 Eimer Party Im Binderstadl des Stiftes Klosterneuburg feierte die Haute-Volée in Dirndl und Lederhose ein zünftiges Trachtenfest.

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or dem Jahr 1871 war ein Eimer ein österreichisches Volumenmaß: 1Eimer = 40 Maß = 160 Seidel = 56.589 Liter. Das berühmte 1000-Eimer-Fass aus dem Binderstadl gab nun einem außergewöhnlichen Fest seinen Namen. Die Meissnitzer Band spielte heißen Alpenrock und heizte gemeinsam mit der Stadtkapelle Kloster-

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1 Trachtenpaare vor den Türmen des Stiftes Klosterneuburg 2 Gitta Liska mit ihren Models nach der Show 3 Fesche Dirndln 4 Im Charity Rotary Zelt beim Baumsägen:

neuburg und dem Jodlduo Fuchs den 400 Gästen so richtig ein. Wie immer bei einer Gitta Liska-Party begeisterte auch eine tolle Trachten-Modeschau. Traditionelle Spiele wie Eimerschießen, Holzsägen und Nageln forderten die Besucher in den eigens vorgesehenen Hütten vor dem Stift heraus. Damit auch ja alles mit rechten Dingen zuging, leitete Rotary-Präsi-

dent DI Hans Kordina die Spiele persönlich an. Für das leibliche Wohl sorgte ein Mini-Spezialitätenmarkt von „So schmeckt Niederösterreich“. Bis spät nach Mitternacht zauberte DJ Face2Face mit Newcomerin Sabrina einen coolen Sound zum Abtanzen. Der Reinerlös kam dem Rotary Club Klosterneuburg zugute.

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Hans Mazukato 5 First Couple Andrea und Stefan Schmuckenslager 6 Annely Peebo, Birgit Indra, Caro Strasnik 7 Alles Tracht

8 Kommerzialrat Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und IT der WKO 9 Viktor Rhomberg und Ulli Lambert

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Alles Tracht! In den schönsten Trachten des Landes feierten 2000 fröhlich gestimmte Besucher auf Schloss Grafenegg einen glanzvollen Abend: den 3. Niederösterreichischen Trachtenball!

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ine Fanfare, ein Tusch, ein Marsch – und die einziehenden Tanzpaare aus den Bezirken des Landes stimmten die staunenden Besucher zu den Klängen der Weinviertler Kirtagsmusik auf kommende Höhepunkte dieser Ballnacht ein. Das prachtvoll dekorierte Auditorium sowie die alte Reitschule umrahmten stilvoll das glanzvolle Fest. Kulinarisch verwöhnt wurden die Ballgäste von Haubenkoch Toni Mörwald. „Es freut uns sehr, dass sich der Ball bereits als ein Höhepunkt in der niederösterreichischen Ballsaison etablieren konnte. Dem Motto ‚Wir tragen Niederösterreich’ folgend, bietet der Ball das Beste aus unserem Bundesland: Musik, das landesübliche Gwandl und die regionale Küche.“, freute sich Dorli Draxler, Ballorganisatorin und Geschäftsführerin der Volkskultur Niederösterreich über den ausverkauften Ball.

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Auf’tanzt wird! Dem gute Ratschlag des Landeshauptmanns Erwin Pröll am Ende seiner launigen Eröffnungsrede: „Vergessen Sie Niederösterreich nicht und vergessen Sie Ihren Partner nicht!“ folgten die Gäste mit Begeisterung. Zur „liabsten Weis“ von Franz Posch & seinen Innbrügglern, den mitreißenden Stück’ln des Salonorchesters der Weinviertler Kirtagsmusik und zu den swingenden Melodien des Tanzorchesters der Militärmusik Niederösterreich wurde eifrig das Tanzbein geschwungen. In den Heurigen lockte das Duo Gradinger-Koschelu und zu den heißen Jazzrhythmen des Ensembles AB3 ließ es sich stilvoll an einem Cocktail oder Milkshake nippen. In der Schmankerlreigen-Bar wurde ein spezieller Charity-Most der Landjugend ausgeschenkt. Der Erlös kam der Organisation „Hilfe im eigenen Land“ zugute, worüber sich Präsidentin Sissi Pröll herzlich freuen konnte. Zu den ersten Tönen der traditionellen Mitternachtsquadrille strömte man dann wieder eilig zurück in den Ballsaal des Auditoriums.

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Jedem Ballgast seine NIEDERÖSTERREICHERIN Sie waren eine einzige Augenweide, die Frauen und Mädeln in ihren reizenden und aufwändig gearbeiteten Dirndln und Festtagstrachten. Auch der Landeshauptmann und Botschafter der Tracht, konnte sich diesem Reiz nicht entziehen: „Meine Frau hat eine Dirndl-Figur. Was gibt es Schöneres? Ihrer Fantasie sind jetzt keine Grenzen gesetzt!“ Und diese wurde ausgelebt, in einer fantastischen Ballnacht. Als es zu später Stunde ans Abschiednehmen ging, erinnerte man sich gerne an das Versprechen einer ob ihres Ball-Erfolges glücklichen Dorli Draxler: „Alle haben sich eingebracht, damit wir Ihnen beim Nachhause gehen eine tolle Ballspende mitgeben können. Ein Kochbuch, Volksmusik, Die neue NIEDERÖSTERREICHERIN und weitere Überraschungen!“ Und so nahm man gerne das „Gute Geschenk“ für den Heimweg in Empfang: Für den „Guten Morgen danach“ den Kuchen von Eva & Toni Mörwald, und schließlich auch die erste Ausgabe der NIEDERÖSTERREICHERIN – für eine gute Zeit mit uns! Angelica Pral-Haidbauer

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12 1 Auftanz der Regionen 2 EVN Vorstandssprecher DI Dr. Peter Layr mit Ehefrau 3 Landeshauptmann Erwin Pröll, Anja Kruse, Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky 4 Drei Botschafter der Tracht: Anja Kruse, Erwin Pröll, Christiane Underberg 5 GL Raiffeisen Holding Wien NÖ Mag. Veronika Haslinger, Präsident österr. Weinbauverband Johannes Schmuckenschlager, NÖ Bauernbunddirektorin Mag. Klaudia Tanner 6 Fröhliches Tanzpärchen 7 Mag. Anna Tostmann, Gexi Tostmann, Generaldirektor NÖ Versicherung Dr Hubert Schultes, Anja Kruse, Dorli Draxler, Kultur.Region.Niederösterreich GF Dr. Edgar Niemeczek. 8 Der Bürgermeister von Klosterneuburg Mag. Stefan Schmuckenschlager mit seiner Ehefrau Dr. Andrea Schmuckenschlager 9 Mag (FH) Florian Grosser, Fürst Tassilo Metternich-Sandor, Dr. Gexi Tostmann, ORF NÖ-Landesdirektor Prof. Norbert Gollinger 10 Die Produktköniginnen Mohnprinzessin Christina Steindl, Nussprinzessin Carina Hackner, Mohnprinzessin Verena Hut 11 Franz Posch & seine Innbrüggler 12 Sissi Pröll, Präsidentin von „Hilfe im eigenen Land“ und Landeshauptmann Erwin Pröll beim Eröffnungswalzer 13 NV Vorstandsdirektor Bernhard Lackner, Dorli Draxler, Justiz minister Dr. Wolfgang Brandstetter, Gexi Tostmann, Anja Kruse, Landeshauptmann Erwin Pröll

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Typisch Manfred Deix!

Selbstverletzungen in der Wachstube

Die neuen Steuern – eine einzige Zumutung

Für immer Deix! Im Karikaturmuseum Krems feierte das Enfant terrible der österreichischen Satiriker seinen 65. Geburtstag. Tabulos hirnerfrischend!

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in Politiker, der in der Karikatur nicht vorkommt, ist zu vergessen“, sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in seiner launigen Ansprache. „Obwohl – mit ihm befreundet zu sein, ist schon eine ordentliche Strafverschärfung“. „Ich verdanke ihm die peinlichsten Momente meines Lebens“, erinnert sich Gottfried Helnwein, der gemeinsam mit Manfred Deix an der Höheren Grafischen in Wien studierte, und beides klingt wie eine Adelung des Zeichners, der wie kein zweiter in den Wunden der österreichischen Seele bohrt und zu ihrer karikierten Menschwerdung die Deixfiguren erfand. So schonungslos Deix aber sämtliche Tabus bricht, so weichherzig und harmoniesüchtig wird er, wenn es, neben seiner Ehefrau Marietta, um die Beach Boys geht, dessen größter Fan er ist. „Eines Nachts hab ich bei Antenne Wien „Surf in the USA“ aufgelegt, da kam plötzlich ein Fax von Manfred Deix, der an mich schrieb: „Sie haben mir mit der Musik so eine Freude gemacht, dass mir die Tränen auf meine Zeichnung geflossen sind und das Zumpferl hinweg geschwemmt haben“, erzählte, noch heute gerührt, Moderator Roman Danksagmüller. So reihte sich aus den Erinnerungen sei-

ner Weggefährten Lukas Resetarits und Gottfried Helnwein Anekdote an Anekdote, mal herzerwärmend, viel öfter aber die Schamesröte ins Gesicht treibend. Ein echtes Deix-Fest. Bleibt mir also nur zu fragen, was ihm seine Freunde zum Geburtstag wünschen? „Sehr fantasievoll, alles Gute“, sagt Lukas Resetarits, „weil alles Gute so nebenher gesagt is a Scha..., aber wenn man’s ernst meint, ist es der beste Wunsch der Wünsche“. Und der Malerfürst Helnwein? „Das, was er sich wünscht. Dass er von vielen hässlichen und fetten Menschen umgeben ist, denn dann ist er im Glück. Ich vergönn‘ es ihm vom Herzen – und auch dass er noch lange lebt, um das zu genießen.“ Angelica Pral-Haidbauer

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gesellschaft |

Die Ausstellung FÜR IMMER DEIX! im Karikaturmuseum Krems bis zum 9.9 2015

Gottfried Helnwein, Lukas Resetaris, Manfred Deix

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Foto: Christian Redtenbacher

12 1 Manfred Deix signiert die Gitarre für Beach Boy Brian Wilson 2 Das Geburtstagsständchen a capella von den Delaytanten (Kult Band aus Oberösterreich) : „Surf in the USA“ 4 „Feinhirn“ Thomas Gschwandtner, Michael Frödrich, Direktor Arte Hotel Krems, „Feinhirn“ Otto Kainz 5 Timna Brauer und Sohn Jonathan 6 Gottfried Helnwein, Angelica Pral-Haid-

13 bauer (Chefredaktion Die Niederösterreicherin) und Manfred Deix 7 LH Dr. Erwin Pröll und Manfred Deix 8 Gottfried Helnwein 9 Roman Danksagmüller, Gottfried Gusenbauer, Direktor Karikaturmuseum Krems, Mag. Peter Grundmann, GF Hearonymus 10 Mag. Hermann Dikowitsch, Leiter Kulturabteilung NÖ, Barbara Stöckl, Timna

Brauer, DI Paul Gessl, GF NÖ Kulturwirtschaft 11 Manfred und Marietta Deix 12 Regisseur, Schriftsteller Rupert Henning 13 Die Künstler und Dir. Gottfried Gusenbauer mit den Studenten der Medientechnologie: Christina Niederer, David Mayerhuber, Stefanie Größbacher, Sabrina Rockenschaub

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| horoskop

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Weide (1.3. – 10.3.)

Linde (11.3. – 20.3.)

Kurzcharakteristik: vielseitig, genau, einfühlsam, dynamisch, naturverbunden, idealistisch, intuitiv

Kurzcharakteristik: sanft, gutmütig, nachgiebig, klug, vielseitig begabt, liebenswürdig, nimmt das Leben gelassen

Motto: „Ich suche nach der Wahrheit.“

Motto: „Das Gute steckt in jedem Menschen.“

Stärken: Weidenbaumgeborene sind absolute Menschenfreunde. Sie sind tolerant, sensibel und intuitiv. Dabei sind sie aber keine Träumer. Dieser Baum hat einen großen Zugang zum Mystischen und Unterbewussten, ist präzise im Denken und zäh in seinem Tun.

Stärken: Lindenbaumgeborene sind sensibel und mitfühlend. Sie schützen ihre Mitmenschen und helfen ihnen. Dabei ist dieser Baum fähig, zu verstehen und zu vergeben. Er strebt nach Friedfertigkeit und nach einer lebenswerten Zukunft.

Die Liebe: Die Weiden sind liebevoll und so auch gefühlvolle und tolerante Partner. Obwohl sie in der Beziehung natürliche Autorität zeigen, haben sie nie Machtansprüche. Die Weidenbaumgeborenen suchen nach Einigkeit und Harmonie. Der Partner muss diesem Baum Halt und Antrieb, Geborgenheit, Wärme und Nähe geben. Berühmte Weiden: Sandro Botticelli, Oscar Straus, Eva Herzigova, Olivia Wilde, Umberto Tozzi, Jessica Biel, Ronald Delany

Die Liebe: Die Linde ist zu tiefen Gefühlen fähig und strebt nach ehelicher oder familiärer Harmonie. Die Lindegeborenen vereinigen Verständnis und Güte, suchen nach Gleichklang mit dem Partner. Wenn sie sich an egoistische Menschen binden, so leiden sie. Der Partner darf die Linde nicht beherrschen, sonst geht sie zugrunde. Berühmte Linden: Matthias Schweighöfer, Nina Hagen, Eva Longoria, H.P. Baxxter, Bernardo Bertolucci, Christoph Ransmayr, Bruce Willis

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Eiche (21.3.)

Haselnuss (22.3. – 31.3.)

Kurzcharakteristik: lebensfroh, stark, unbeugsames Wesen, verantwortungsbewusst, optimistisch, mit beiden Beinen am Boden

Kurzcharakteristik: kämpferisch, erreicht seine Ziele, zäh, egoistisch, erfolgreich, persönlicher Charme, energisch Motto: „Ich gehe bis an meine Grenzen.“

Motto: „Ich möchte alles.“ Stärken: Eichenbaumgeborene sind positiv denkend, kaum unterzukriegen und haben einen bezaubernden Charme. Dieser Baum sammelt aus einem herben Rückschlag noch mehr Kraft. Er ist temperamentvoll, hat einen hohen Tatendrang und lebt voll und ganz im Hier und Jetzt. Die Liebe: Eichen sind feurig, wenn es um Sex und Erotik geht. Sie brauchen Partner, die tolerant und bodenständig sind und weil dieser Baum gerne den Ton angibt, ist er empfindlich, was jede Art von Bevormundung betrifft. Bewundert man ihn jedoch gebührend, ist das Herz schon gewonnen. Wenn man die Eiche aber reizt, muss man damit rechnen, dass sie explosiv reagiert. Berühmte Eichen: Jean Paul, Ronaldinho, Kevin Federline, Steffen Krauß, Lothar Matthäus, Marlies Göhr, Mandy Capristo

Stärken: Haselnussgeborene sind typische Pioniere! Sie sind dynamisch, haben einen starken Willen und können außergewöhnliche Leistungen erbringen. Dabei liebt dieser Baum die Vielfalt des Lebens, braucht Konfrontation und Herausforderung. Eigene Interessen wollen durchgesetzt werden. Die Liebe: Dieser Baum hat hohe Vorstellungen von seinem Partner. Er muss beeindruckend sein, sodass die Haselnuss stolz auf ihn sein kann. Haselnussgeborene brauchen starke erotische Reize – sonst wird es ihnen zu langweilig. Dieser Baum ist lustvoll, leidenschaftlich, doch Eifersucht kann ihn schlichtweg rasend machen. Berühmte Haselnüsse: Reese Witherspoon, Wayne Carpendale, José Manuel Durão Barroso, Bettina Zimmermann, Al Gore, Chaka Khan, Pola Kinski

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| buchtipps

Buchtipps

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Mick Jagger

Malavita

Tsukuru verlässt seine Heimatstadt, um in Tokio zu studieren. Der Freundschaft mit seiner Clique tut das jedoch keinen Abbruch. Doch dann schneiden ihn seine Freunde: Erfolglos versucht Tsukuru wieder und wieder, sie zu erreichen, bis er schließlich einen Anruf erhält. Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, lautet die Botschaft, er wisse schon, warum …

Dies ist die Biografie der Rocklegende Mick Jagger. Auch fünfzig Jahre nach der Gründung der Rolling Stones bringt der Sänger mit der röhrenden Stimme immer noch Stadien zum Kochen. Songs wie Satisfaction, Jumpin’ Jack Flash und Street Fighting Man sind Hymnen – voller Sex und Rebellion. Philip Norman zeichnet ein Porträt des Mannes, der mit seiner Musik die Welt veränderte.

Eine amerikanische Familie lässt sich in der Normandie nieder. Fred Blake schreibt ein Buch über die Landung der Alliierten, seine Frau Maggie engagiert sich bei Wohltätigkeitsveranstaltungen, Belle, ihre Tochter, verdreht allen Männern den Kopf und Sohn Warren wird zum Rächer des Schulhofs. Eine ganz normale Familie also? Nein, denn Fred war einer der ganz großen MafiaBosse in den USA …

Haruki Murakami Dumont, € 22,99 ISBN: 978-3-8321-9748-3

Philip Norman Droemer, € 24,99 ISBN: 978-3-426-27542-9

Tonino Benacquista carl’s books, € 15,50 ISBN: 978-3-570-58528-3

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buchtipps |

Leben was du fühlst

Florenz

Kreative Spiele für Babys

Dieses Buch erzählt von der Freiheit, glücklich zu sein: Wie kann man sich von belastenden Erfahrungen der Vergangenheit befreien? Wie gelingt es, dass man wieder mehr lebt? Autor Walter Kohl zeigt, wie man dafür die Kraft der Versöhnung nutzen kann. Es ist ein Weg, um das Leben leichter und erfüllter zu machen.

Florenz: Die Stadt von Dante und Boccaccio, Michelangelo und Donatello oder die Heimat der Medici. In dieser Stadt am Arno wurden über Jahrhunderte Meisterwerke geschaffen. Die reich bebilderte Publikation zeichnet das Porträt der Stadt über eine Zeitspanne von fast 700 Jahren nach: Mit diesem Kunstband kann man dem Mythos der Renaissance-Metropole nachspüren.

Besonders beim ersten Kind ist man oft unsicher, ob man sein Baby über- oder unterfordert. In diesem Buch zeigt Dr. Miriam Stoppard, wie sich die motorische und geistige Entwicklung von Babys optimal fördern lässt. 48 abwechslungsreiche Spiele werden vorgestellt, die ideal für die geistig-emotionale Entwicklung, Bewegung, Koordination und das soziale Verhalten sind.

Walter Kohl Scorpio Verlag, € 17,50 ISBN: 978-3-943416-00-8

Bundeskunsthalle (Hg.) Hirmer, € 49,90 ISBN: 978-3-7774-2089-9

Dr. Miriam Stoppard Dorling Kindersley, € 10,30 ISBN: 978-3-8310-2467-4

Das Ungeheuer Flora Kopp, die Ehefrau von Darius ist nicht einfach nur gestorben, sie hat sich das Leben genommen. Seitdem weiß Darius nicht mehr, wie er weiter existieren soll. Schließlich reist er in Floras Heimat Ungarn, liest in ihrem Tagebuch und erfährt, wie ungeheuer gefährdet Floras Leben immer war – und dass er von alldem nicht das Geringste mitbekommen hatte. Terézia Mora Luchterhand, € 23,70 ISBN: 978-3-630-87365-7

Im Himmel ist die Hölle los „Im Himmel ist die Hölle los“ ist eine fun-tastische Geschichte für die gesamte Familie: Die Zwillinge Laurenz und Leander geraten kurz vor ihrem dritten Geburtstag gemeinsam mit ihrer Mutter Svenja nach einem Autounfall versehentlich in die Hölle. Allerdings sind die Antipoden-Aufzüge ausgefallen, daher ist die Fahrt in den Himmel auf unbestimmte Zeit verschoben … Astrid Oberhammer Books on Demand, € 10,20 ISBN: 978-3-7322-8854-0

Ein Schritt zurück in die Zukunft Loel Zwecker begibt sich auf die Suche nach historischen Antworten auf aktuelle Fragen. Dabei werden vor allem fünf große Themenkomplexe in den Blick genommen, die das Leben der Menschen in der griechischen Antike genauso bestimmt haben wie das unsrige: Ehe und Partnerschaft, Arbeit, Bildung und Erziehung, Sport und – ach ja, die leidigen Steuern. Loel Zwecker Pantheon, € 18,50 ISBN: 978-3-570-55181-3

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Für Lese-Löwen

Nero Corleone kehrt zurück

Fossilien

Kater Nero fehlt Isolde so sehr, dass sie in das kleine italienische Dorf fährt, wo sie ihn vermutet. Doch als sie ihn nicht findet, macht sich ein neuer Kater in Isoldes Leben breit. Und dann taucht er, Signore Nero Corleone, doch noch auf …

Wie entsteht ein Fossil eigentlich genau? Was sagen uns Fossilien über frühere Lebewesen? Und wo kann man selbst interessante Fossilien finden? Diese Fragen werden in Band 47 der Wissensreihe memo beantwortet.

Ab 8 Jahren Elke Heidenreich, Quint Buchholz dtv, € 9,20 ISBN: 978-3-423-62571-5

Ab 8 Jahren Paul D. Taylor Dorling Kindersley, € 10,30 ISBN: 978-3-8310-1881-9

Ein Vogel wollte Hochzeit machen Amsel und Drossel werden heiraten und das Hochzeitsfest wird geplant. Alle Vögel sind schon aufgeregt und schlagen dem Brautpaar verschiedene Kompositionen vor. Schließlich entscheidet das Paar, gemeinsam mit seinen Gästen zu singen. Ab 5 Jahren Irmgard Harrer, Karin Oertel, Marco Annau annette betz, € 20,60 ISBN: 978-3-219-11599-4

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Schnupperkletternachmittag Klettern gilt als eine der gesündesten Sportarten. Kinder und Erwachsene, die das Klettern schon immer einmal ausprobieren wollten, können Einblicke nehmen und sich vom Klettern faszinieren lassen. Wann? Samstag, 15. März, von 14 bis 17 Uhr Ort: Kletterhalle Sportpark Walding Anmeldung erforderlich. Nähere Infos: EKIZ TiPi Walding, Tel.: 07234/83 444 oder E-Mail an: ekiz.tipi@kinderfreunde.cc

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