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ScHIGEBIETE-cHEcK – ScHLADMING – BAD KLEINKIRcHHEIM – TARVIS – HAUBENLOKALE IN SLOWENIEN UND ISTRIEN – ScHITOUREN – WINTERFREUDEN

P.b.b. Verlagsort 9020 Klagenfurt Plus.Zeitung 12Z039161 P Erscheinungsort Klagenfurt Nr. 15, Winter 2012 Foto: Franz Gerdl_Kärnten Werbung

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Schladming WM-Ort im Porträt tarvis

Essen, Markt & Wintersport Großer Kärntner Schigebiete-Check

tolle Schitouren Glühwein, Hot Aperol & Co.

die besten Aufheizer Vorzüglich essen:

Haubenlokale in

Slowenien & istrien Pisten, Thermen und die besten Adressen

Bad Kleinkirchheim Winter 2012

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WINTERFREUDEN

KURZURLAUBSTIPPS

WINTERTRENDS

BESONDERE

HOTELS


LEBENSFREUDE AUF ZWEI RÄDERN

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alpe adria magazin

momento

Un momento,

per favore. Wir plauderten mit acht Wirt(inn)en besonderer Kärntner Schihütten über ihr Angebot, das Schigebiet und ihre Spezialtipps. Unser Tipp: Diese acht Hütten sind Spitze! HEINZ GRÖTSCHNIG TEXT KK FOTOS

Bettina Pilgram, Huabahittn, Gerlitzen,

Karin Kerschhaggl, Schneeflockerl,

Christoph Hinteregger, ­Ainkehr (bei Talstation Aineckbahn), Adlerhorst (Berg­ station Aineckbahn), Stamperl (beim Gams­ kogellift): Untertags ist die Ainkehr der sonnige Logenplatz an der Piste, mittags um 12.12 Uhr gibt‘s Hendln vom Open-Air-Grill, abends Fondue, Flambiertes, Ox-Steaks. Im Adlerhorst steht Oma‘s Suppentopf und die großartige Aussicht im Vordergrund, im Stamperl setzen wir auf Pizza, Pasta und ­Burger. Ein Katschberger Spezialtipp: Beim Afenbauer am Sonnalmlift kann man den besten Speck jausnen.

Johann Hohenwarter, Jokl Stubn,

Ilse Krenn, Unterwirthütte, Kleinkirch­ heim, Maibrunnabfahrt: Vieles, was wir in der Hütte anbieten, kommt aus eigener Landwirtschaft: Rindfleisch, Milch, Butter, natürlich sind Gulasch, Käsnudel, Dampfnudel, Reindling hausgemacht. Die Hütte ist mit altem Holz mit viel Liebe eingerichtet, sie liegt direkt an der Piste. Bad Kleinkirchheim ist ein schönes Familiengebiet mit vorbildlicher Pistenpflege. Mein Spezialtipp: Vom Ort zu uns wandern oder mit unserem Traktortaxi herauffahren, sich ordentlich stärken und dann zünftig runterrodeln.

Leopold Gruber, Weltcup-Poldl-Hütte, St. Oswald, Brunnachbahn, Spitzeckabfahrt : Wir sind eine urige Hütte für alle, vom Komiker bis zum Akademiker. Es gibt Blunzengröstl, Ripperl, Kaspressknödel, Hit ist die 3erlei Knödelsuppe. Bei den Getränken steht Flaschenwein im Vordergrund, wir haben auch Champagner eingekühlt und selbst gemachten Zirbenschnaps. St. Oswald hat super präparierte Pisten und sehr viel Sonne. Mein Tipp für das Apres Ski: In die Pizzeria Sportalm – die betreibt der Sohn, dort trifft sich alles.

Peter Pertl, Almstube, Turrach, an der

Karin Leeb, Almzeit-Hütte, Turrach, an der Bergstation Nocky Flitzer: Wir wollen uns vom Allgemeinangebot abheben, mit hochwertiger Einrichtung, Stil und einer besonders gemütlichen Holzterrasse. Kulinarisch sind die Reindln die Spezialität, Burgerund Schnitzelreindl sowie die großen Suppentöpfe sind die Renner. Glühwein vom Winzer und selbst angerührter Kakao kommen auch sehr gut an. Als Schigebiet ist die Turrach klein, fein, modern und schneesicher. Mein Spezialtipp: Die Fahrt mit der Rodel „Nocky Flitzer“ ist auch im Winter ein Riesenspaß.

Klösterleabfahrt: Bei uns hilft die ganze Familie zusammen, es gibt viele Produkte aus unserer Landwirtschaft in Arriach: Rind- und Schweinefleisch, Käse, Butter, der Topfen für die Käsnudeln, Most für den Glühmost. Besonders beliebt sind der mit eigener Milch gemachte Kakao, die hausgemachten Germknödeln, die Jausen, der Schweinsbraten. Die Gerlitzen liegt sehr zentral und hat viel Sonne. Spezialtipp: Nach dem Schilauf zum Essen nach Arriach, zur „Alten Point“ oder zum „Grabnerwirt.“

Kornockbahn: Die Turrach ist ein kompaktes Schigebiet, sehr schneesicher und so gut wie nie überlastet. Unsere Hütte liegt mittendrin, sie ist auch Restaurant und Hotelpension. Abends holen wir Essensgäste mit dem SchiDoo beim Parkplatz ab. Bekannt sind wir für Nockfleischspezialitäten, das T-Bonesteak ist ein Klassiker. Mittags ist das alpine Bauernpfandl beliebt, abends gibt‘s Menüs und Buffets. Etwas Besonderes ist unsere exzellente Schnapsauswahl. Mein Zusatztipp: Das Gourmetrestaurant „Philipp“ im Seewirt.

Katschberg, Tscharneckabfahrt: Unsere Hütte ist klein und gemütlich. Es gibt selbst gebackenes Brot, Lungauer Kasknödel, Käsund Fleischnudel, super Kaiserschmarren. Getränkespezialität ist das Schneeflockerl – heißer Eierlikör mit einem Schuss Rum und Schlag. Der Katschberg ist als Schigebiet sehr familiär, da wird viel für die Kinderbetreuung getan. Mein Tipp: Eine geführte Schitour zur Pritzhütte, danach mit dem mit Pferden betriebenen Bio-Lift zurück zum Katschberg. Sehr romantisch! Nassfeld an der Talabfahrt: Wir haben einen landwirtschaftlichen Betrieb, da produzieren wir Fleisch, Speck, Hauswürstl, Salami. Die Hütte ist mit viel Holz eingerichtet, die Küche ist bodenständig, von Kässpätzle bis Wiener Schnitzel. Renner sind Hüttenrösti im Pfandl und der Jokl Alpentequila – Obstler mit einer mit Kren gefüllten Speckrolle drauf. Das Nassfeld hat die meisten Pistenkilometer Kärntens. Die „Berghex-Bar“ am Gartnerkofel ist mein Spezialtipp, das ist das Après-SkiHighlight.


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inhalt

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Von der Piste in die Therme – und umgekehrt: Bad Kleinkirchheim ist Weltcuport und bei den Italienern besonders beliebt.

20

Piste, wo biste? Alles über Kärntens größte Schigebiete – die aktuellen Liftpreise, Pistenlängen. Plus Tipps für die gute Einkehr.

28

Worauf wir uns diesen Winter freuen? Das erfahren Sie in dieser Geschichte. 55 Mal, von A wie Adventmarkt bis Z wie Zirbenduft.

3 Momento!

38 Immer mit Golfschläger

6 Molto buono

40 Aufstiegsglück . . .

Acht Kärntner Hüttenwirte plaudern über Spezialitäten und ihr Schigebiet Kaufenswerte Produkte zum Essen, Trinken, Reisen. Plus Tipps für interessante Urlaubslektüre.

10 Bei den Schneemachern

Von der Piste in die Therme – und umgekehrt: Bad Kleinkirchheim im großen Ortsporträt.

20 Steiler, schneller, länger

Der große Kärntner Schigebiete-Check. Plus einige Alpe-Adria-Pistentipps

und Pulverfreuden. Reportage übers Schitourengehen, natürlich inklusive Tourentipps von Spezialisten

58

Woran denken Sie bei Tarvis? An den Markt? An gute Pasta und Pizza? Nun, Tarvis ist auch ein schneesicherer Wintersportort.

68 So ist das Körberl!

Großer Alpe-Adria-Vergleich: Was in den Lokalen als Brotkorb auf die Tische kommt.

72 Frostschutzmittel

Von Grog über Glühwein bis Hot Aperol: Die besten Aufwärmer, mit Rezepten.

48 Ready for snow

76 Das ist los!

50 Pulver-Pisten-Paradies

78 Kurzurlaubstipps

Wintersport und die (beantwortete) Frage: Was gibt es Neues am Markt? Alles über den WM-Ort Schladming. Natürlich mit den besten Adressen zum Essen und Wohnen.

58 Grenzenloser Winter

32 Besonderswinter

64 Kulinarische Pioniere

Silvia Trippolt-Maderbacher verrät Winterziele, so genannte Sideaways, mit dem gewissen Extra

Franz Klammer, Golfer, Schilegende (aktueller Beruf: Franz Klammer), Kärntenwerber, beantwortet unsere 25 Reisefragen.

Abfahrtslegende Franz Klammer beantwortet unsere 25 Reisefragen

28 Wir freuen uns auf . . .

Worauf wir uns diesen Winter freuen: 55 Ideen der Redaktion, von A wie Adventmarkt bis Z wie Zirbenduft

38

Tarvis im Porträt: Italiens nördlichste Stadt punktet mit Markt, guten Lokalen und einem ansprechenden Schigebiet. Der Gault Millau setzt Köchen auch in Slowenien und Kroatien Hauben: Alles über die besten Restaurants bei unseren Nachbarn.

Adventmärkte, Schiopenings, Events, Kultur. Die Termine des Winters Besondere Ideen für ein paar erholsame, abwechslungsreiche Tage.

82 Pepe Roncino

Der Pepe philosophiert diesmal über den Menüzwang in der gehobenen Gastronomie.


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alpe adria magazin

editorial

„Das AAM ist ein nachhaltiges Magazin: man hebt es auf und hat Tipps für viele Jahre “

Reise(ver)führer Nr. 3 64

Gault Millau setzt Hauben nicht nur in Österreich auf: Wir stellen die ausgezeichneten Lokale in Slowenien und Kroatien vor.

72

Winterzeit ist Glühweinzeit. Und Grogzeit. Und Glühmostzeit. Und Hot-AperolZeit. Eine kleine Wintergetränkekunde. Mit Rezepten.

Nächstes Alpe-Adria-Magazin: Anfang Mai 2013

Bestellen Sie unseren Newsletter – dann schicken wir Ihnen einige Tage vor Erscheinen das Inhaltsverzeichnis des neuen Magazins.

Hefte 1–14 im Internet

Unser Superservice: Die bisherigen „Alpe-Adria-Magazine“ finden Sie komplett im Internet. Noch besser: Das Magazin abonnieren: www.alpe-adria-magazin.at Abohotline: (0 46 3) 47 858

IMPRESSUM

EIGENTÜMER UND VERLEGER: Kärntner Monat Zeitungs Ges.m.b.H., Eiskellerstraße 3/II, 9020 Klagenfurt, Telefon: 0463/47 8 58, E-Mail: alpe-adriamagazin@monat.at (Sekretariat), alpe-adria-magazin@aon.at (Redaktion), Internet: www.alpe-adria-magazin.at. HERAUSGEBER: Mag. Norbert Sternad GESCHÄFTSFÜHRUNG: Mag. Norbert Sternad, Margit Striedner, Mag. Andreas Eisendle. CHEFREDAKTEUR: Heinz Grötschnig. REDAKTION DIESER AUSGABE: Elisabeth Tschernitz-Berger, Jutta Kalian, Silvia Trippolt-Maderbacher, Werner Ringhofer, Birgit Sacherer. FOTOS: ART, Heinz Grötschnig, Kärnten Werbung, Ernst P. Prokop, Werner Ringhofer, Urlaub am Bauernhof Kärnten. SEKRETARIAT: Denise Bernot, Stephanie Fritz. GESCHÄFTSZEITEN: 8.15 – 12 Uhr und 12.45 – 17 Uhr. INSERTIONSANNAHME: Telefon 0463/47 8 58, Fax 0463/47 8 58-15. MARKETING: Dr. Otto Wogatai. ANZEIGENLEITUNG: Alexander Suppantschitsch, Telefon: 0463/47 8 58-18. ANZEIGEN: Oliver Pucher. ANZEIGEN ITALIEN: Umberto Tognoni, Telefon: +39/348/22 93 200. ANZEIGEN SLOWENIEN & KROATIEN: Andraæ Rebolj, +386/41897722. LAYOUT: Werk1 SATZ, LITHO: Werk1, Siriusstr. 3, 9020 Klagenfurt. DRUCK: Styria. VERTRIEB: Morawa Pressevertrieb, 1140 Wien ABOVERSAND: Österreichische Post AG INTERNET: www.alpe-adria-magazin.at REICHWEITE: 191.000 Leser laut „Cawi Print 2011“ (Gfk)

A

ller guten Dinge sind drei, deshalb gibt’s „uns“ nun auch im Winter: Das ist das erste vollwertige Winterheft des Alpe-AdriaMagazin (AAM) und somit unser drittes Magazin dieses Jahres. Warum es auch eine Nr. 3 gibt, ist schnell erklärt: Leser haben angefragt, warum das AAM denn nur zweimal im Jahr erscheine (manche wünschten sich sogar explizit ein monatliches AAM, aber das ist bei unserem Rechercheaufwand leider nicht drin). Und auch Inserenten haben mehrfach angeklopft, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, in unserem Reise(ver)führer auch für den Winter zu werben. Die Entscheidung fiel dann relativ schnell und spontan. Wir haben die Ärmel aufgekrempelt (danke, Silvia Trippolt, Werner Ringhofer und Jutta Kalian) und 84 bunte, prall mit Geschichten und guten Infos gefüllte Seiten produziert. Das ist noch nicht ganz der Umfang eines Sommer- oder Herbstheftes (je 108 Seiten), deshalb ist die Winterausgabe diesmal mit 3,80 Euro auch etwas günstiger. In Zukunft wird das Winter-AAM eine fixe Angelegenheit. Deshalb wird auch unser Aboangebot erweitert – um drei Euro mehr (nun: 17,80 Euro) kommen drei AAM per Anno und der handliche AlpeAdria-Guide bequem per Post ins Haus. Gleich zum Erscheinungstermin, so hat’s die Post zumindest versprochen. Worum geht’s nun im Winterheft? Natürlich um Wintersportorte. Dem Thermen-Pisten-Ort Bad Kleinkirchheim, dem WM-Treff Schladming und der nördlichsten Stadt Italiens, Tarvisio, sind ausführliche Porträts gewidmet. Mit den besten Adressen und vielen (Geheim)Tipps, für deren Verlässlichkeit das AAM bekannt ist. Verlässliche Tipps sind ja unsere Trademark geworden. Deshalb wandern die meisten Magazine nach der Lektüre auch nicht in den Papiercontainer, sondern ins Archiv (in die Bibliothek). Und sie werden bei Reisebedarf wieder herausgeholt. Die Tipps (und damit auch die Inserate) halten ja lange bis fast ewig. Da wir meistens über „g’standene“ (Familien)Betriebe schreiben, gehört auch ein fünf Jahre altes AAM noch längst nicht zum alten Eisen. Geschätzte 80 bis 90 Prozent der Tipps sind auch nach fünf Jahren noch aktuell, nur die Preise haben sich dann wohl ein wenig nach oben verändert. Jedes AAM ist also eine Investition in die eigene Reisezukunft. Und Sie müssen nur ein wenig Zeit in die Lektüre investieren. Viel Vergnügen mit dieser Leseinvestition wünscht auch beim Winterheft Heinz Grötschnig, Chefredakteur PS: Kritik, Anregungen, Lob, Termine etc. bitte wie immer an alpe-adria-magazin@aon.at oder www.facebook.com/alpeadriamagazin


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molto buono

PrODUCTSCOUT: HEINZ GRÖTSCHNIG

 Sagenhaft

 (Un)Verfroren

Kalte Hände können uns den Winter ganz schön verleiden. Muss nicht sein, bei proidee gibt’s die Heizung für den Handschuh, da wird einem um 129 Euro ganz schön unverfroren um die Finger. PS: Für Ganzkörperverfrorene hat proidee sogar eine infrarotbeheizte Fleece-Weste im Winterprogramm. www.proidee.at

Wilhelm Kuehs ist Sagenspezialist, er kennt sich aus mit den Saligen zwischen Alpen und Adria. Sein neues Buch „Sagen aus Kärnten, Friaul und Slowenien“ (styria regional, 19,99 Euro) ist eine zauberhafte Sammlung von Sagen aus dem Alpe-Adria-Raum. Für steirische Sagen ist Peter Stelzl zuständig: „Sagen aus der Steiermark“ (styria regional, 19,99 Euro) erzählt von Grundlsee-Wassermännern, von Trud, Habergoaß, Schratl, Törin und Schöckelhexen. Kann mitunter ganz schön gruselig werden!

ƒ Neue Nase

Dürfen wir schon vom Sommer träumen? Aber ja: Eben erreicht uns die Nachricht, dass der MX-5, der Lässigroadster von Mazda, 2013 eine neue, knautschigere Nase (mit besserem Fußgängerschutz) erhält. Okay, so sieht er also aus, der Oben-ohneCharmeur, spätestens im April werden wir damit Istrien erkunden. Oder doch die italienische Adria? Den Großglockner? Die Nockalmstraße? Sie merken schon, so ein MX-5 ist eine Sommertraumfabrik . . . Info: 126 oder 160 PS, ab 23.990,Euro. www.mazda.at


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molto buono

ƒ Blumen essen

„Il fiore che si mangia – die Blume, die man isst“, lesen wir am Glas mit Radicchio Trevigiano sott'olio. In Öl eingelegt lässt sich Radicchio ganzjährig genießen – die zartbittere Spezialität gibt’s in Feinkostshops in und um Treviso, also ein Grund mehr, im Winter einmal hinzufahren.

 Schnapsjumbo

Bleibt Schnaps in der Magnumflasche länger frisch? Nicht unbedingt, aber der Jumbo macht in der Bar mächtig was her. Und die Inhalte vom Kärntner Edelbrenner „Pfau“ sind Beeren- und Früchtearomen vom Feinsten. Preis? Ab 145 Euro, www.pfau.at

‚ Salzaccessoires

Die Saline von Seœovlje bei Portoroæ überrascht immer wieder mit neuen, netten Salz-Accessoires. Dieses Salzschalerl mit Holzdeckel gibt’s in den Salzshops in Ljubljana und Piran, in Kärnten bei Edelgreißler Herwig Ertl in Kötschach. Zum An­füllen gleich Solni Cvet (Fleur de Sel vulgo Fior di Sale) dazukaufen!

 Außerordentlichwein

Er ist nicht extrabillig, aber zweifellos Kärntens außerordentlichster Wein: Vom „Georgium“ von Marcus Gruze am Längsee gibt’s jetzt auch den Pinot Noir, er ist total Bio, unfiltriert, elegant und dicht und kostet wie der Weiße 28 Euro. Kaufen? Vinothek Bachler, www.bachler.co.at

TEST

Nr. 5 Belebt die Sinne

IPhone belebt die Sinne: Bei jedem neuen diskutiert die Fachwelt, ob es um ein paar Pixel zu wenig habe und was das eine Samsung, LG oder Nokia denn besser könne. So auch beim iPhone 5. Es ist etwas größer und leichter geworden und noch immer das eleganteste, am klarsten designte Smartphone mit der logischsten Bedienung. Die (schon beim 4S gute) Kamera hat qualitativ weiter zugelegt, für normale Ansprüche hat man eine gute Urlaubskamera. Besonders gut: HD-Video. Auch Siri, die Sprachassistenz, wurde verbessert – man kann problemlos Nachrichten, Mails, Notizen diktieren oder Anrufe aufrufen, das funk­ tioniert meist fehlerfrei. Wichtig: Deutlich sprechen, happig wird’s nur im Dialekt oder bei seltenen Ausdrücken. Top ist auch das Surf-Tempo, obwohl bei uns LTE nicht verfügbar ist. In der 64 GB Variante ist Platz für megaviel Musik, die ja auch (fast) jedes Autoradio abspielt. Weniger top: Die neuen Ohrhörer sitzen zu locker, fallen leicht heraus. Und die Apple-eigene Kartenfunktion kann die von Google Maps bei weitem (noch) nicht ersetzen. Unser Tipp: Tomtom Europa App kaufen (99 Euro), damit wird das iPhone5 zum perfekten Navigator für den Alpe-Adria-Raum (bei proidee gibt’s übrigens die güns­ tige, praktische Autohalterung, siehe Foto rechts). Fazit: Nr. 5 ist best iPhone aller Zeiten. Und welchen Tarif nehmen? Für den Alpe-Adria-Raum hat „Orange“ zwei ideale: Bei „Supernet Europa“ (23,20 Euro) gibt’s zu 1000 Minuten in Österreich 300 Roamingminuten in der gesamten EU, bei „Einer für Europa“ (12,-) sind 100 Roamingminuten dabei.  HG


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URLAUBSE R Ü T K E L

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molto buono

 Sommer essen

 Süße Küche

Ideal für Süßschnäbel: „Süße Küche – die 100 besten Rezepte aus Kärnten, Friaul und Slowenien“ ist gut gefüllt mit Alpe-Adria-Desserts, Willi Tschemernjak hat mit Hilfe von Werner Ringhofer Gibanica, Ricottatorte, Bleder Cremeschnitten, Sauerrahmschmarren, Apfelknödeln und viele andere Verführer so aufbereitet, dass man sie problemlos nachkochen kann. Pichler Verlag, 24,99 Euro.

Kann man im Winter den Sommer essen? Ja, sagen wir, diese kroatische Feigenmarmelade schmeckt herrlich sommerlich. Zu kaufen in Zadar, wir haben sie im ausgezeichneten SlowfoodRestaurant „Pet Bunara“ entdeckt, sie wird von der Schwester des Besitzers eingekocht. www.babac.hr

ƒ Genussfestspieler

Herwig Ertl ist einer der letzten Edelgreißler Mitteleuropas, er treibt in Kötschach in Kärnten sein köstliches (Un)Wesen. Und er veranstaltet sehr erfolgreiche Genussfestspiele, bei denen es – erraten – ums Verkosten vieler Genüsse geht. 2013 im Wohlfühlrestaurant Kulmer in Birkfeld, Steiermark (4. Mai), in der trüffelhältigen Casa la Parenzana in Istrien (8. Juni), bei CarniaKöchin Sissy Sonnleitner im Kärntner Mauthen (24. August) und in Mooslechners Bürgerhaus in Rust (19. Oktober). Genusstermine im Genusskalender vormerken! www.kaeseschokolade.at Foto: Ferdinand neumüller

Peter Handkes wunderbare Sprache in einem wunderbaren Büchlein: „Versuch über den Stillen Ort“ erzählt liebe- und gefühlvoll von Unaussprechlichkeiten, die bei Handke aber ausgesprochen aussprechlich werden (Suhrkamp, 109 Seiten, 17,95 Euro). Max Goldt, Meister sprachlicher Kunstgriffe, Verfasser von Sexualgrotesken, Splittercollagen, humorigen Nonsenstexten und surrealen Titeln („Am Strand der Birnenwechsler“), entzückt mit neuer Textsammlung: „Die Chefin verzichtet“ (Rowohlt , 18,50 Euro) Dominique Manotti schreibt fesselnde, unheimlich dichte Kriminalromane. „Das schwarze Korps“ (ariadne, 18,50 Euro) spielt im von den Nazis besetzen Paris der 40er Jahre, Hauptprotagonist ist ein Inspecteur des gaullistischen Widerstands. Spannung pur! Ngugi wa Thiong’o ist Kenianer, er schrieb mit „Der Herr der Krähen“ (A1 Verlag, 29,90 Euro) in bester afrikanischer Erzähltradition eine großartige Satire über die erfundene Republik Aburiria, in der Diktatur, Korruption und Zauberei die Hauptrollen spielen. 940 Seiten Lesevergnügen. Stefan Maiwald ist Deutscher, der Journalist und Autor lebt in Grado und startete dort „Meine Suche nach der besten Pasta der Welt“ (Goldmann, 9,30 Euro). Eine sehr, sehr vergnüglich aufgezeichnete kulinarische Italienrundreise, mit der Extraportion Nudel-Know-how.

Palmanova Outlet Village 90 Geschäfte für Bekleidung, Mode­ accessoires und Artikel für die Heim­ ausstattung, mit bis zu 70 % Preis­ reduzierungen auf den Originalpreis, das ganze Jahr über, sowie zahlreiche Dienstleistungen hoher Qualität. Das ist das Bild des Palmanova Outlet Village, des friulanischen Einkaufs­ dorfes. Galliano, Pollini, Adidas, Guess by Marciano, Marina Militare, United Colors of Benetton, Gap, Calvin Klein Jeans, Salewa, um nur einige der internationalen Marken­ namen zu nennen, die in den Schau­ fenstern des Palmanova Outlet Village zu sehen sind. Das Einkaufs­ village ist auch der richtige Ort, um die schmackhaften einheimischen Gerichte zu kosten, und zwar im

Restaurant Dok Dall’Ava, welches bekannt ist für seine Rezepte mit San Daniele Schinken, oder um sich eine kleine Pause mit den köstlichen Lindt­ Pralinen zu gönnen. Dank seiner günstigen Lage zieht das Palmanova Outlet Village Besucher aus ganz Norditalien, aber auch aus Österreich, Slowenien, Kroatien und Serbien an. Außerdem ist das friula­ nische Einkaufsvillage ein optimaler Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung, um Orte wie Palmanova, Aquileia, Udine, Grado und Triest zu entdecken, die reich an Geschichte und Kunstwerken sind, aber auch zu den alpinen Schiorte wie Monte Zoncolan und Tarvisio.

Palmanova Outlet Village Provinzstraße 126 (km 1.6) Ort: Joannis Aiello del Friuli (UD) Auto: Autobahn A4 – die Ausfahrt Palmanova ist 1 km vom Village entfernt. Bahn: Der Bahnhof Cervignano del Friuli ist 8 km vom Village entfernt. Flugzeug: Der Flughafen von Trieste ist 15 km vom Village entfernt. Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr Infopoint: Tel. 0039 0432 837810 info@palmanovaoutlet.it www.palmanovaoutlet.it

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mehr als nur Einkaufen in Friaul-Julisch Venetien.


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molto buono

 Magenberuhiger

Winter ist Radicchio-Zeit und dieses zartbittere Gewächs aus Treviso lässt sich auch flüssig genießen: Im „Amaro Trevisano“ aus der Destillerie Negroni wirkt Radicchio als magenberuhigender Digestivo. Geschmack? Weniger bitter als der Fernet, charmanter als Underberg. www.venegazzu.com

 Weinrebengesang

„Trta“ (zu Deutsch: Weinrebe) heißt ein Kärntner slowenischer Chor aus Sittersdorf/Æitara Vas, der eine wunderbare neue CD aufgenommen hat: Trta pella steht für A-cappella-Gesang – Pop, Evergreens und eigene Kompositionen – vom Feinsten. Die CD mit dem markanten Cover kostet 15 Euro, zu bestellen auf www.facebook.com/drustvo.trta

 Rote Perle

Lambrusco, das klingt brandgefährlich nach pickigem, süßem Allerweltsmassentropfen. Nun, bei manchen Lambruscos müssen wir wohl umdenken: Etwa beim „Otello – Nero di Lambrusco“ aus der Kantine „Ceci“ – trocken, kräftig, perlend, passt perfekt zu rotem Fleisch oder als Aperitif. Mit zwei Gläsern im Gambero Rosso ausgezeichnet. Preis? Knapp 8 Euro, www.lambrusco.it

 Mit-Herz-Führer

Der etwas andere Führer: „Slow Food – Gasthäuser in Österreich“ führt zu Wirten mit Herz für regionale Produkte und ehrlicher, heimischer Küche. Neu, in der 2013er Edition: Lokaltipps für Slowenien. Brandstätter Verlag, 22,50 Euro.

AUF GUT DÄUTSCH … … haben wir es hier also mit der Gattung „Nobel fisch“ zu tun (den man wohl per Nobelpreis bezahlt?). Aber wer, bitte, ist Rosi? Die Köchin? Die Fischerin? Keine Ahnung. Und ein paar Zeilen später rettet das „v“ in Wolfvarsch die Speisenkarte. Denn ohne wär’s schon etwas happig … (entdeckt in einem Restaurant in Kroatien)

Das Beste liegt so nah s s The 5-Star SPA in Bad Kleinkirchheim The 5-Star SPA in Bad Kleinkirchheim Thermenhotel Ronacher


足足足足10

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Bei den Schneemachern

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bad kleinkirchheim

Winter in Bad Kleinkirchheim und Doaswald, das bedeutet Schifahren auf Genusspisten, Wandern unter schneeschweren Zirben und Lärchen, Langlaufen und (Nacht)Rodeln. Und natürlich Plantschen wie die Götter – im wohlig heißen Thermalwasser. ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER TEXT TOURISMUS BKK, HOTELS FOTOS

B

ad Kleinkirchheim strotzt vor Winterlust“, sagen die einen. „Es ist ein lang gezogenes Straßendorf“, sagen die anderen. Kaum ein anderes Schigebiet ist so vielfältig. Hundert sanfte Pistenkilometer, Hütten zum Einkehren, mondäne Wellnesshotels, zwei Thermen zum Abtauchen nach einem Schitag und ein Flair, das vor allem durch die Liebenswürdigkeit der Menschen geprägt ist. Kein Arlberg kann so viel Gemütlichkeit bieten. Nur eine Frage stellt sich: Bad Kleinkirchheim oder St.Oswald? In Wirklichkeit gehören beide Schigebiete aber eh zusammen wie siamesische Zwillinge. Das wissen sie oft nur nicht, die Gäste schon. Die Doaswalder trauen sich was. Schnappte doch das Dorf St. Oswald, das sich so uneitel in den Nockbergen verschanzt, den Bad Kleinkirchheimern glatt das WinterOpening weg. „Doaswald ist der alte Name für St. Oswald“, sagt Hotelier Wolfgang Schneeweiß. Die Alten nennen es noch so und immer öfter die Jungen. Der Zusammenschluss aller touristischen Betriebe garantiert mit den Holle-Days Anfang Dezember offene Häuser und ein umfangreiches Rahmenprogramm: 429 Euro für drei Tage, 699 Euro für sieben Tage, inklusive geschenkter, nagelneuer Schier und Liftkarte. Zum Trinken gibt’s in Hirt gebrautes Doaswalder Bier. Schneeweiß hat vor zwei Jahren die Rogner-Dörfer Unter- und Oberkirchleitn vom deutschen Tourismusriesen TUI abgekauft. Mit viel Geld und Liebe zum Detail wurden sie hergerichtet und sind jetzt mit gemütlichen Stuben, Kachelofen zum Selberheizen und bodenständiger Kulinarik ein Renner.

Das „Italiener-Dorf“ Wenn in Montegrotto die Nebel hängen – und das tun sie in den Euganäischen Hügeln gerne – setzen sich Francesco und Loretta ins Auto und düsen nach Bad. Das Wort Bad Kleinkirchheim ist für Italiener eine phonetische Herausforderung. Francesco ist einer von etwa 600 Italienern, die sich in Bad niedergelassen haben. „Die frische Winterluft, das gute Essen und die Therme“, bringt der Italiener die Pluspunkte auf eine Kurzformel. Schifahren muss nicht sein. Dass den Italienern die Ferienwohnungen und Häuser in der Vergangenheit fast „nachgeworfen“ worden

sind, wird dezent verschwiegen. Heute stehen geschätzte 130 Wohnungen leer. Im kleinen Dorf mit der malerischen Postkarten-Kirche hat sich eine Enklave der „Zuagrasten“ – Wiener, Deutsche, Kärntner, Italiener – angesiedelt, die eine verschworene Gesellschaft bilden. „So etwas gibt es nirgends in Kärnten“, ist SportalmWirtin Uschi Gruber überzeugt. „Nur 58 Prozent unserer Gäste schnallen sich die Schier an“, erklärt die Sprecherin der Bergbahnen Bad Kleinkirchheim, Eike Reutler, in waschechtem Berlinerisch. Nach Berlin will sie nicht mehr zurück. „Ich verlasse doch nicht freiwillig das Paradies“.Man trifft sie in ihrem gelben Schidress, wenn sie das Wlan in der „Blog-Hütte“ beim Schartenlift kontrolliert. Dort hocken Schifahrer gerne in den Liegestühlen und zwitschern mit ihren Handys Schneeerlebnisse in die Welt. Dass die Nockberge selten in Schneemassen versinken, hat auch positive Seiten: In Bad Kleinkirchheim (BKK) sind die besten Schneemacher zu Hause. 97 Prozent der Pisten werden mit moderner Technik beschneit. Das Team um Peter Unterweger und Hans Michenthaler hält 800 Schneelanzen und 25 Propellerkanonen in Schwung. Wenn die Temperaturen passen, schon um drei Uhr früh. „Unsere Schneemänner sind es gewohnt, aus wenig Schnee viel zu machen. Es gibt keine besseren Pistenpräparierer“, zollt ihnen Hüttenwirt Poldl Gruber Hochachtung. Ohne ihre „Schneikunst“ könnte er an manchen Tagen seine Hütte „Zum Weltcup Poldl“ zusperren. „Sie haben den Riecher und die Erfahrung, wo der Schnee hingehört.“ Und tatsächlich, als im Vorjahr Frau Holle in Streik getreten war, gab es auf den insgesamt hundert Kilometer langen Pisten Schnee vom Feinsten. „Das ist oft unser Problem“, sagt Eike Reutler, „dass sich die Leute im aperen Tal nicht vorstellen können, dass man bei uns so gut Schifahren kann.“ Nicht von ungefähr tragen die überbreiten und langen Schiabfahrten das internationale Pistengütesiegel für perfekte Pistenqualität. Die Sonne macht den Mangel an Schneemassen mehr als wett. Um 35 Prozent mehr Sonnentage zählen die Meteorologen auf der Südseite der Alpen.

Was für ein Panorama: Bad Kleinkirchheim und seine Umgebung (großes Foto links). Und was für ein Ort: vielseitig, aufregend, badeg’spaßig und wintersportlich


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bad kleinkirchheim Unplanbarer Weltcup Schnee hin oder her, BKK ist ein Weltcup-Ort. Olympiasieger Franz Klammer stand Pate für die anspruchsvolle Piste, auf der alle zwei Jahre im Jänner Damen-Welt­ cuprennen stattfinden. Das große Geschäft ist es ja nicht und die Kosten gehen in die Millionen, dennoch sind alle froh, dass der Ort damit sein hochalpines Schi-Image polieren kann. Wenn Schi-Beauty Lindsey Vonn vor Millionenpublikum von den gemütlichen Hütten schwärmt, ist das schon was wert. „Der Werbeeffekt ist unbezahlbar. Wir können damit unsere Schi-Kompetenz beweisen“, sagt Tourismusmanager Stefan Heinisch. Das Dilemma: Dieser Damen-Weltcup ist nicht planbar, weil er nicht fix im FIS-Kalender aufscheint. Sei’s drum: Auf der anspruchsvollen Franz-Klammer-Strecke können auch Hinz und Kunz zu Tal schwingen. An manchen Tagen sogar mit dem Schi-Idol, den man oft bei Sepp Pulverer auf der Kaiserburg oder in der Poldl-Hütte treffen kann. Eine permanente Rennstrecke steht übrigens für jedermann zur Verfügung. Eine Speedstrecke, der größte europäische Snowpark (für Insider: Label QPark) machen das Schigebiet für junge Sportler attraktiv. Und für Familien mit Kindern. Für sie gilt heuer eine neue Währung: Der Familie-Euro. „Bei einem Aufenthalt von einer Woche kostet der Schipass für Kinder bis zu zwölf Jahren einen Euro pro Tag“, erklärt Bergbahnen-Chef Rudolf Egger. Die sanfte Seite von BKK sieht so aus: 60 km Winterwanderwege durch verschneite Täler, Pferdeschlittenfahrten unter dem klingenden Spiel der Glocken oder Schneeschuhwandern durch die Winterlandschaft. Eine zwölf Kilometer Langlaufloipe im Tal und eine auf der Nockalm sind die winterliche Alternative zum Nordic Walken. Auch Rodeln steht ganz oben auf der Hitliste. Einmal pro Woche macht die Kaiserburgbahn fürs Nacht­

Weltcup-Fan: BKKs Tourismus­manager Stefan Heinisch

Kulinarik und Wein am Berg Es ist eine Ironie des Schicksals, dass Nocken, jene sanft gerundeten Berge, ans Essen erinnern: Kasnocken, Farfalan, Nockalan, Specknockn (der Italiener sagt „­ Gnocchi“), da rinnt einem schon beim Hinhören das Wasser im Mund zusammen. 23 Hütten – so viele, wie in keinem anderen Kärntner Schigebiet – laden zum Einkehrschwung. Urige, gemütliche, elegante, knorrige, ­moderne, kleine, große, idyllische, coole, versteckte, zentrale. Eines haben alle gemeinsam: Es wird noch richtig gekocht. Beim „Weltcup-Poldl“ in St. Oswald trifft sich die Prominenz zum Ripperlessen und zu feinen Rot­ weinen. „Warum soll man auf einer Hütte schlechten Wein trinken?“, fragt Hüttenwirt Poldl Gruber, das St. Oswalder Original. Fünf Weltcuppunkte hat er in seiner Schifahrerkarriere Anfang der 70er Jahre gesammelt. Wem das wenig erscheint, den belehrt er eines Besseren: „Eine Milliarde Chinesen haben überhaupt keinen Weltcup-Punkt.“ So kann man’s auch betrachten.

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4 Lilien

rodeln sogar Überstunden. Anders in St. Oswald, da muss man zu Fuß zur Poldlhütte, zum Hinteregger oder zur Lärchenhütte stapfen. „Von den Fackelwanderungen mit Pferden durch den Winterwald werden unsere Gäste ganz melancholisch“, erzählt Jakob Forstnig, Trattlerhof-­ Juniorchef, der auch zu Punsch am offenen Feuer mit Jazzmusik in der „Einkehr“ lädt. Ein Vergnügen auf leisen Hundesohlen garantieren Sassy und Lena. Die beiden Huskys sind die Zugnummern eines außergewöhnlichen Tages in den Nockbergen, an dem man den Winter intensiv, urtümlich und romantisch erleben kann. Hundegebell statt Löwengebrüll bei der Schisafari mit den Schlittenhunden in der SchneeWüste auf der Kaiserburg, uriges Frigga-Essen inklusive.

Familie Ronacher 9546 Bad Kleinkirchheim Thermenhotel Ronacher Thermenstraße 3 Kärnten/Austria Familie Ronacher 9546 Bad Kleinkirchheim Thermenstraße 3 +43 (0) 40 282 Fax-606 Kärnten/Austria 9546 Bad42 Kleinkirchheim thermenhotel@ronacher.com Kärnten/Austria +43 (0) 42 40 282 Fax - 606 www.ronacher.com thermenhotel@ronacher.com +43 (0) 42 40 282 Fax - 606 www.ronacher.com thermenhotel@ronacher.com

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Zauberhafter Gen u

Die Ronacher Therme ist nach den jüngsten Tests auch 2013 wieder

Höchste Wellnesswertung

s Höchste Hotelklassifizierung 1 Haube Gault Millau Restaurant- & Halbpensionsküche 5 Sterne 


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bad kleinkirchheim Mit der Panorama-Hütte hat sich der Kärntner Ver­ sicherungsmanager Klaus Pekarek den Traum vom Hüttenwirt in den Nockbergen erfüllt. Sein Kalkül: „Wenn die neue Seilbahn vom Pridröf Richtung Kaning gebaut wird, rückt die Panorama-Hütte ins Zentrum.“ Ein gutes Beispiel alpiner Architektur ist die wertige UnterwirtHütte an der Maibrunn-Abfahrt, die mit hellem Holz und Schneebar lockt.

BKKs heiße Seite Schneefall. Während das Römerbad vor allem dem ­Genuss frönt, ist die Kathreintherme im Ortsteil Bach ein Therapiezentrum und für Schwimmer reserviert. Es wird demnächst umgebaut.

Viele Wohlfühlangebote

BKKS schöne Seiten: In den Hütten wird herzhaft gegessen, in Tophotels (hier: Ronacher) gibt’s exklusiven Thermalbadeluxus

16 Hotel-Hallenbäder und rund 50 Saunen runden das Wohlfühl-Angebot des Ortes ab. Aber was wäre Bad Kleinkirchheim ohne seine Nobelhotels, dem Thermenhotel Pulverer mit fünf Sternen und dem Thermenhotel Ronacher – Fünfsternesuperior, vier Wellness-Lilien und einer Haube für die Hotelküche. Das Ronacher gehört zu den 50 besten Wellness-Hotels der Welt. 4500 Quadratmeter Wellnesslandschaft, eine Toskana-Therme und ein privat buchbares 1001-Nacht-Spa verführen in die Welt des Wohlfühlens. Einen Tempel voller Leckereien hat Simone Ronacher kürzlich eröffnet: Im Genuss-Shop erwirbt man selbst gemachte Risotti mit Pilzen, getrocknete Paradiesfrüchte, Cantuccini mit Lavendel, pfeffriges Kalahari-Gewürzsalz oder orientalisches Liebeskonfekt. „Um ein Stück

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Jetzt ist Zeit, von der kalten auf die heiße Seite zu wechseln. Es sind nämlich auch die Thermen, die BKKs Ruhm ausmachen. Der erste Badegast im Jahr 1055 war Pfalzgraf Aribone Botho aus Bayern, der seinen Durst an der Quelle stillte und zufällig Heilung von seinen Leiden fand. Ein instinktiver Badegast war auch der Hausbernhardiner des Hotels Pulverer, der sich täglich am Rinnsal der Quelle labte und ein methusalemisches Alter erlebte. „Täglich erzählen mir Gäste, wie gut ihnen Thermalwasser tut“, sagt Hotelierin Siegrun Pulverer. Es waren die visionären Hoteliersfamilien Ronacher und Pulverer, die den Wert des „heißen Goldes“ erkannt und die Akratho-Quellen gefasst haben. Damit wurde vor mehr als 50 Jahren der Aufstieg des unbedeutenden Dorfes zu einem der bekanntesten Tourismuszentren Österreichs begründet und ­Tourismusmanager können stolz den Slogan „Von den Pisten in die Thermen“ verkünden. Tatsächlich gibt es nur wenige Wintersportorte, wo man nach einem Schitag genüsslich im warmen Wasser plantschen kann. „Baden wie die Götter“ heißt die Devise im Römerbad. Im ersten Stock entsteigt man wie die „Schaumgeborene“ dem schaumgefüllten Thermalbecken. In eine weiße ­Toga gehüllt wandelt man von einer der 13 Saunen zur anderen und göttlich ist auch das heiße Freibecken bei

Das Beste liegt so nah zum Kennenlernen

2 Tage / 1 Nacht in Österreichs bester Therme INKLUSIVE

– 2 x Frühstücken wie ein Kaiser*) – 2 Tage 4.500 m² Thermen-, Saunaund Wohlfühlwelten bis 21 Uhr*) – 2 x Nachmittags-Sweety*) – 1 Gala-Abend 5-Gang Haubenmenü – Begrüßungs-Champagner – Garagenplatz in Autoresidenz ab

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Wellness Oscar für „Das beste Gesamtpaket“

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GUTSCHEIN Frühstücken wie ein Kaiser und 4.500 m² Thermenwelt am Anreisetag INKLUSIVE s

s The 5-Star SPA in Bad Kleinkirchheim

Nicht in bar ablösbar.

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The 5-Star S


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Relax, relax: Wellnesslandschaft im fünf sternigen Hotel Pulverer. Das Schigebiet au der Vogelperspek­ tive (rechts)

­ onacher immer genussbereit zu haben“, sagt die HotelieR rin mit Leib und Seele und obendrein ist sie ein PR-Genie. Der Genussladen hat auch den Münchner GeschmacksDoyen Gert Käfer überzeugt, er verkauft Ronachers Köstlichkeiten in seinem Münchner Gourmet-Tempel. Obwohl die beiden Top-Thermenhotels Ronacher und Pulverer so nah beieinander liegen, sprechen sie doch ­andere Sprachen der Gastlichkeit. Pulverer-Stammgäste lieben die Tradition und die Wärme des Hauses. Da kann es schon vorkommen, dass zum „Kärntner SchmankerlBuffet“ der Pulverer Viergesang mit Wirt und Wirtin auftritt und Kärntner Lieder singt. Die großzügige Thermenwelt ist eine gemütliche Wellness-Oase mit angenehmer Beauty- und Therapieabteilung. „Wir sind als öffentliche Therapiestation anerkannt“, sagt Siegrun Pulverer.

­ emeindearzt Eckart Waidmann hält täglich SprechstunG den ab und Physiaotherapeut Vladi führt aus, was Waidmann verordnet. Im Thermenhotel Pulverer ist die höchste Auszeichnung ein großes Herz, es steht für die besondere Atmos­ phäre des Traditionsbetriebes. Besonderen Wert legen Siegrun und Gustav Pulverer auf heimische Produkte in der Hotel-Küche sowie im rustikalen Restaurant LoyStubn. In der eigenen Landwirtschaft werden Wild, ­Rinder, Schweine gezüchtet und Kräuter angebaut. Mit Buffets aus Kärnten, Slowenien und Friaul wird auch der Alpe Adria-Gedanke großgeschrieben. Und hier schließt sich wieder der Kreis zum Ort, der ja – neben Deutschen und Österreichern – besonders viele aus Italien, Slowenien und Kroatien zu seinen Stammgästen zählt. ■

mochoritsch –

This is Kärntens bekannteste Suppenschüssel

gut essen zu fairen preisen Herzhafte Salate, natürlich von eigenen Feldern

Was ist im Flachmann? Hausgebrannter, eh klar Legendär: Wiener, stets suuuuperknusprig

Mochoritsch-Speck. Der mit dem Buchenholzaroma

Für Leichteresser: Wok mit knackigem Gemüse

Gibanica. Bewertung: ein dreifaches Mmmmh!

Lässig im Mochoritsch-Eck: Prosecco-Gedeck

Kostalan-Teller. Hoch lebe die eigene Landwirtschaft

Gut gefüllt, mit Köstlichem aus dem Bauernmarkt

3 x in kärnten mochoritsch-griffen-rast

A2, an der Ausfahrt Griffen. Riesiger Kinderspielplatz! Menü ab 8,70 Euro. Ganztägig Küche, kein Ruhetag! T 04233 25353

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Wohlfühlgasthaus in Rückersdorf bei St. Primus, Region Klopeiner See. Holzkohlengrill, Livekonzerte, Chorabende. Mai bis September täglich von 11 bis 23 Uhr. T 04237 2212

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Coole Drinks, feine Imbisse in Seelach am Klopeiner See. Sprizz, Tapas, lässiges Ambiente. Mai bis September täglich von 10 bis 24 Uhr. www.mochoritsch.at


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Info Der Ort

Bad Kleinkirchheim (BKK) hat ca. 2000 Einwohner und liegt im Bezirk Spittal, eingebettet in die Region Nockberge. Es ist ein langgezogenes Straßendorf, das sich von Zirkitzen bis Bach etwa drei Kilometer hinzieht. Mit dem Ausbau der Thermen und des Schigebietes hat sich Ende der 60er Jahre ein prosperierender Tourismus entwickelt. Heute hat BKK etwa 5000 Betten, vom Fünfsternehotel bis zum Urlaub am Bauernhof. Zwei der fünf Fünfsterne-Luxusbetriebe Kärntens, die Thermenhotels Ronacher und ­Pulverer, sind hier beheimatet. Seit 1983 ist Bad Kleinkirchheim als Heilbad anerkannt.

Das Schigebiet

Das Schigebiet (1100 – 2055 m Seehöhe) teilt sich in Bad Kleinkirchheim und in das fünf Kilometer entfernte

Sankt Oswald. Beide Schigebiete sind per Sessellift verbunden. 25 Liftanlagen, vier Kabinenbahnen, sechs Sessellifte, 15 Schlepplifte. Über 100 Pistenkilometer, 77 km mittelschwere,18 km leichte, 8 km schwere Abfahrten. 97 Prozent der Pisten künstlich beschneit. Extras: Permanente Rennstrecke, Speedstrecke, Funpark beim ­Panoramalift.

Service

■ Gratis Pistenrettung bis zum Abtransport ■ Gratis Schibus ■ Gratis Parkplätze ■ Ermäßigter Thermeneintritt in Kombination mit Schipass ■ Gratis Liegestühle an sonnigen Plätzen

■R  ömer Loungen zum Verweilen an schönen Aussichtspunkten ■ Zauberschlittenfahrten für Schizwerge ■E  inmal wochentlich Nachtrodeln mit gratis Bergfahrt ■G  ratis Schibus von Bad Kleinkirchheim nach St. Oswald

Nahe Schigebiete

Turracher Höhe, Entfernung 21 km, Tel. (0 42 75) 82 52, www.turracherhohe.at Familienschigebiet Falkert, ­Entfernung 16 km, (0 42 75) 72 22, www.heidialm.at

Preise 2012/2013

Tageskarte. 42 Euro, ab 11 Uhr 38 Euro Familien-Euro. Beim Kauf eines Erwachsenen-Schipass ab sechs Tagen, zahlt jedes Kind von 6 bis 12 Jahren nur 1 Euro pro Tag (von 12. Jänner bis 8. März)

• HAUSEIGENE Heiltherme – 2.100 m2 Thermal- und Badelandschaft Hallenbad (8 x 16 m, 32°) und Freibad (8 x 12 m, 27°), beides mit Thermalwasser! • Erlebnis-Saunalandschaft mit 10 verschiedenen Saunen • Vital-Oase für Massage und Kosmetik (biologisch, energetisch und medizinisch) • NEU: Gesundheitszentrum mit Sportarzt und Physiotherapeut • tägliches Aktiv- und Entspannungsprogramm A-9546 Bad Kleinkirchheim Mailto: hotel@pulverer.at

Homepage: www.pulverer.at NEU: www.loystubn.at Tel. 0043 / (0)4240 / 744

• 3x/Woche Pistentest mit Skibegleiter, 2x/Woche Langlaufen oder Schneeschuh-Wandern unter fachkundiger Anleitung • a-la-carte-Restaurant LOY-Stub’n – Kärntner Genusswirt + 1 Haube/Gault Millau • Eigener Bauernhof mit Damwild-Gehege!

Berge und Schnee, so weit das Auge reicht: Bad Kleinkirchheim inmitten der sanften Nocken

PAUSCHALEN

für Therme, Wellness, Gesundheit, und Ski auf unserer website www.pulverer.at!

Traumtage

4 Wohlfühl-Nächte mit 5-Gang-Wahl-Dinner, 3-Tg.Skipass, 2 Teilmassagen, hauseigene Therme uvm. ab 536,– pro Person


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Früh übt sich, was ein KirchheimStammgast werden will

Schi-Thermen-Wahlkarte. Jeder Mehrtages-Schipass ab zwei Tagen berechtigt wahlweise zu einem Tag Schifahren (Tageskarte) oder zu einem Thermeneintritt von 9 bis 16 Uhr. Wellnesswochen. 12. Jänner bis 1. Februar. Ab sechs Aufenthaltstagen sind drei Thermeneintritte frei. Schi-Thermen-Wochen. Ab 9. März bis 1. April. Schipass ist im Zimmerpreis inkludiert. 50 Prozent Nachlass auf den zu diesem Zeitpunkt gültigen Thermeneintritt. Tageskarte für die Therme. 34 Euro Nacktbaden. Donnerstag von 17 bis 21 Uhr sind die gesamte Therme und die Saunawelt Nacktbadebereich. www.vondenpistenindiethermen.at www.badkleinkirchheim.at

Schischulen

Qualitätsschischule Brunner. Dorfstraße 72, (0 42 40) 85 87 Ski und Snowboardschule Krainer. Maibrunnweg 11, (04240) 710 Ski- und Sportschulen KrainerWulschnig. Schneerosenweg 3, (04240) 20602 Skischule St. Oswald – Nockalm. St. Oswald, Rosennockstraße 48, (04240) 555

Sportgeräte-Verleih

Mehrere Verleihstationen in diversen Sportgeschäften.

Winter aktiv

1 8 km gespurte Langlaufloipen mit Anschluss an die Römerloipe mit 42 Kilometern. Höhenloipe auf der Nockalm 2 km 2 Pferdeschlittenfahrten, Reservierung beim Moosbauerhof Gotthard Thamer, Dorfstraße 80, (0 42 40) 374 moosbauer@gmx.at Eisstockschießen bei Trattlers Einkehr Eislaufen auf dem Eislaufplatz neben der Tennishalle oder am nahen Brennsee und in Feld am See

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3 Vier Rodelbahnen á 4 km, Kaiserburg, Falkerthaus, Poltlhütte, Unterwirthütte 4 Geführte Schneeschuhwanderungen, buchbar in Sportschule Krainer-Wulschnig (0 42 40) 710 oder Schischule Brunner (0 67 6) 43 03 603

Urige Hütten

5 Zum Weltcup Poldl. Almspezialitäten, wie Kaiserschmarrn und Gröstl. Hoher Promifaktor. Franz Klammer und Werner Grissmann sind Stammgäste. Auf Bestellung köstliche Ripperln. Feine Flaschenweine. Nahe Spitzeck-Talstation im Schigebiet St. Oswald. T. (0 66 4) 18 44 353. www.members.aon.at/sportalm Brentlerhütte. Herzige, kleine Hütte mit phantastischer Jause. Produkte und Schnaps aus der eigenen Landwirtschaft. Spezialität: Kaspress- und Tiroler Knödel. Unterhalb der Nockalm Bergstation. (0 42 40) 262. www.huettenguide.net Panoramahütte. Von der gemütlichen Hütte Ausblick bis zu den Julischen Alpen. Spezialiät: Brettljause, Nudeln und Braten. Unter der Bergstation Pridröf. (0 69 9) 10 95 91 03 oder (0 67 6) 57 24 090 Gschwantlbodenhütte. Sehr nette, gemütliche Hütte mit großer Sonnenterrasse und vielen Liegestühlen. Spezialitäten: Kräftige Suppen, Würstl mit Kraut und Brettljause. Gegenüber der Talstation Pridröflift. (0 66 4) 25 59 654 Winkler-Hütte. Uriger geht’s nicht mehr. Von der Talstation des Schartenliftes muss man einige Meter hinaufklettern, dann sitzt man auf Holzbänken in der Sonne und genießt Hausmannskost, wie Krapfen, Nudeln und Kaspresssuppen. (0 66 4) 40 23 231 6 Unterwirt Hüttn. Schöne, neue Designerhütte im Alpinstil direkt an der Maibrunnabfahrt. Mit den Schiern geht’s direkt zur Bar oder auf die große Terrasse. Gemütliche Stubn. Spezialität gebratene Ripperln aus

dem Rohr, Germknödeln. (0 69 9) 17 19 85 08. www.unterwirt­bkk.at

Größere Hütten

NockIn. Gläsernes SB-Bergrestaurant neben Bergstation Brunnachhöhe (St. Oswald) mit grandioser Aussicht. Viel Platz zum Chillen, Liegestühle und Sofas auf der Sonnenterrasse bereit. (0 42 40) 82 82 510 Alpengasthof Brunnach. Uriges Gasthaus mitten auf der Skipiste nahe Spitzecklift. Beliebt bei Jugendgruppen, die mit dem Traktor hinauftransportiert werden. Hüttenschmankerln aus Biolandwirtschaft der Familie Hinteregger. St. Oswald, (0 42 40) 478 Nockalmhütte. Schöne, große und trotzdem gemütliche Holzhütte der Familie Pulverer neben Bergstation Nockalmbahn. Selbstbedienung, alles wird frisch gekocht. St. Oswald (0 42 40) 87 05 www.pulverer.at 7 Bergrestaurant Waldtratte. Auf 1370 Meter Seehöhe nahe der Nockalmbahn. Hausgemachte Spezialitäten, Ripperl-, Stelzen und Friggaschmaus. Kaiserburg, 04240 8469 Berg-Panorama-Restaurant Kaiserburg. Am höchsten Gipfel, an der Bergstation Kaiserburg. Mutet wie eine Trutzburg an, erweist sich aber als urgemütliches Almrestaurant mit hervorragender Küche. Mit Service und SB. Kärntner Nudeln, Kaiserschmarrn und Strudel sind ausgezeichnet. (0 42 40) 84 67, www.pulverer.at Maibrunnhütte. Neue Luxusterrasse an der Bergstation Maibrunnbahn. Bekannt für gute Küche und Gemütlichkeit. Legendäre überdachte Weltcupbar mit Bombenstimmung beim Après Ski. (0 42 40) 82 62 www.eschenhof.at

Restaurants

8 Thermenhotel Ronacher. Im Gault Millau top bewertete Hotelküche (1 Haube mit 14 Punkten). Nach Vorbestellung kann man die feinen Menüs auch am Abend genießen.


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Thermenstraße 3 (0 42 40) 282 www.ronacher.at 9 Loystubn/Thermenhotel Pulverer. Haubenkoch Markus Moser liebt es regional und kreativ. Wunderbar komponierte Wild-, Fisch- und Rindfleischgerichte, im Hintergrund klingen dezent Kärntnerlieder. Thermenstraße 4 (0 42 40) 277 www.pulverer.at ciketto. Italienische Küche in original Kärntner Stubn. Maibrunnenweg 5, (0 69 9) 12 03 79 93 www.ciketto.at

Traditionell essen

10 Einkehr. Im stilvollen HüttenRestaurant trifft man sich zum Après Ski bei dezenter Hintergrundmusik. Ideal zum Chillen. Eine der wenigen Hütten mit eigenem Sommelier. Teichstraße 7 (0 42 40) 81 72 www.trattlerhof.at Gasthof Sportalm. Legendär sind Backhenderln und die Gerichte aus Steinpilzen und Eierschwammerln, von Wirtin Uschi Gruber eigenhändig in den Wäldern von St. Oswald gesammelt. Gute Pizza. St. Oswald, Rosennockstr. 53, (0 66 4) 18 44 353, www.sportalm­gruber.at Gasthof Hinteregger. Uriges Gasthaus und Urlaub am Bauernhof am Talschluss von St. Oswald. Regionale Küche, Nudelspezialitäten, Kärntner Ritschert und köstliche Braten. Produkte großteils aus eigenem Bio-Betrieb. St. Oswald, Rosennockstraße 56, (0 42 40) 477, www.gasthof­hinteregger.at Restaurant Berghof. Gute, gehobene Küche mit Wildspezialitäten, geliefert von einheimischen Jägern. Die Forellen (blau oder gebraten) kommen aus dem nahen Gebirgsbach. St. Oswald, Rosennockstraße 55, (0 42 40) 479 www.berg­hof.at Landhausstüberl. Umfangreiche Speisekarte von Fisch bis Fleisch und viele regionale Spezialitäten, großes Salatbuffet und Vollwertküche. Dorfstraße 36, (0 42 40) 688, www.biokuchl.at/essen.htm

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Essen in der Umgebung.

Haslerwirt. Gute regionale Küche, große Weinauswahl. 9545 St. Peter ob Radenthein 10, (0 42 46) 2014, www.haslerwirt.at Gartenrast. Hendlspezialitäten in allen Variationen, sensationelle hausgemachte Cremeschnitten. 9545 Radenthein, Gartenraststraße 9, (0 42 46) 20 167, www.gartenrast.at Kirchenbauer. Junges, ambitioniertes Ehepaar tischt regionale Spezialitäten auf. Nettes Gasthaus Richtung Radenthein. St. Peter ob Radenthein 6, (0 67 6) 52 18 949 Metzgerwirt. Emanuel Stadler ist Spezialist für Heimisches, Nockschinken und kreative Küche. Radenthein, Hauptstraße 22, (0 42 46) 20 520, www.metzgerwirt.co.at

Buschenschenken

Aufegger. Knorrige Minihütte mit viel Platz zum Feiern. Käseplatte, Brettljause und Schnaps aus eigener Landwirtschaft. Schöner Spaziergang von St. Oswald zur Buschenschenke. (0 42 40) 82 54 Lärchenhütte. Unter dem Falkert gelegen.Herrlicher Kaiserschmarrn, frische Buttermilch, Knödelsuppen, Selch- und Bratwürste – alles selbst gemacht. Bei Heidi und Mathias kehrt man gerne ein, zumal man sich einen Rodel ausborgen und dann ins Tal sausen kann. (0 66 4) 17 26 585 Falkerthaus. Weniger Buschenschenke als Almgasthaus. Forellen aus dem eigenen Teich. Auf schönem Winterwanderweg von St. Oswald aus zu erreichen. (0 67 6) 54 47 763 Buschenschank Matl Sepp. Ausschank des mit Gold prämierten Apfelmosts im original Troadkastn. Neben zünftiger Brettljause auch Wild- und Räucherfischspezialitäten. Rottensteiner Weg, (0 42 40) 685 Hüblbauer. Inmitten einer biologischen Landwirtschaft auf der Sonnenseite mit herrlichem Blick über das Tal. 300 jährige Holzkeusche.

Gute Bio-Brettljause. BKK, Untertschernerweg 26, (0 42 40) 337

Cafés

Restaurant Konditorei café Hutter. Die saftig-süßen Torten und Kuchen sind legendär. Bacherweg 1, (0 42 40) 454 café Badewandl. Café mit Snacks in der Kathreintherme. Dorfstraße 47 café Weissensteiner. Mit angeschlossener Bäckerei. Dorfstraße 58

Diskos

Almstube. In-Treff mit Volksmusik, Schneerosenweg 6 Tanzbar Dalnig. Klassische Tanzmusik, Dorfstraße 84 Take Five Dancing club. Almdisco, Schneerosenweg 4

Einkaufen

Inside Fashion. Mode und Accessoires. Dorfstraße 68, www.insidefashion.at Alta Moda. Elegante Damenmode. Bacherweg1 Trachtenmode carinzia. Alpenmode und Geschenke, Dorfstraße 43 Intersport Gruber. Schicke Sportmode, Maibrunnenweg 2, www.sport­gruber.at Römermoden. Landhausmode und Tracht, Dorfstraße 91 Intersport Wulschnig. Trendige Sportmode und Schiverleih, St. Oswald, Rosennockstraße 48, www.intersport­wulschnig.at Handwerksmuseum Alte Schmiede. Antiquitäten, Schmiedweg 9 Kärntner Handwerksladen. Geschenke und Handwerk, Dorfstraße 49 alpin + art. Halbedelsteine und Schmuck, Dorfstraße 91, www.kranzelbinder.at 4Well. Wohnen, Leben und Genießen, Radenthein, Millstätter Straße 37, www.4well.at

Von der Autorin empfohlen – die Top 10 in und um Bad Kleinkirchheim. ■ SchlittenhundeSafari im Schnee auf 1800 Metern. Mega-romantisch. ■ Ein Wohlfühltag im Day-Spa des Hotel Ronacher, mit Wellness-Frühstück, Benützung der Therme und fachkundiger Massage. ■ Vom Berg ins Bad. 13-SaunenRallye im Römerbad und vom beheizten Pool auf der Terrasse die Schifahrer betrachten. ■ Mit dem Snowboard durch den Funpark auf der Pridröf-Abfahrt kurven. Nicht nur für junge Abenteurer. ■ Kaiserschmarrn auf der Poltl-Hütte schmausen und ehemalige Schistars treffen. ■ Genussvolles Abendessen bei Kärntnerlied Begleitung in der Pulverer Loy-Stubn bei besonders herzlicher Bedienung. ■ Glühmost bei Jazzmusik, eingewickelt in Schaffelle vor der offenen Feuerstelle, in Trattlers Einkehr trinken. ■ Pferdeschlittenfahrt durch die verschneite Winterlandschaft. ■ Panorama und Kärntner Schmankerln auf der Panorama-Hütte genießen. ■ Fotos mit WirelessLan von der Blogg-Hütte beim Schartenlift an Freunde verschicken.


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14 | Wo man sich gut bettet: Bad Kleinkirchheim überzeugt auch mit hoher Qualität in Gastronomie und Hotellerie

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Werkskaufhaus. Von der Wolle bis zu Schuhen, Radenthein, Millstätter Straße 6 Bauernladen Mallhof. Selbstgemachte Milch- und Fleischprodukte vom Bauernhof, Dorfstraße 29, 04240 8332 Genussladen. Selbst gemachte Köstlichkeiten im Thermenhotel Ronacher: Ginseng, Kaffee, orientalische Liebesfrüche, Konfitüren, exotische Salze, Lavendel Cantuccini. Thermenstraße 3, www.ronacher.com Wolfram Ortners Schnaps-Destillerie. Der vielfach prämierte Destillateur und Veranstalter von Schnapsmessen brennt edle Essenzen. WOB Wolfram Ortner Handmade goods for finer living. Untertscherner Weg 3, (0 42 40) 760, www.wob.at

Wohnen

11 Thermenhotel Pulverer. Fünfsterne-Luxus mit eigener Therme, hervorragender Wellness und ausgedehnter Badewelt. Thermenstraße 4, (0 42 40) 744, www.pulverer.at 12 Thermenhotel Ronacher. Fünf Sterne, vier Lilien im Relax Guide. Wunderschönes, stimmiges Hotel mit eigener Therme, Genuss und Kultur pur. Thermenstraße 3, (0 42 40) 282, www.ronacher.com Genusshotel Almrausch. Gemütliches Viersternehotel, neben Talstation Sonnwiesenbahn. Wasserfallweg 7, (0 42 40) 84 84, www.almrausch.co.at 13 Die Post. Neu renoviertes Vierstern-Familienhotel, alle Zimmer nach Süden ausgerichtet. Dorfstraße 64, (0 42 40) 212, www.diepost.com Hotel Trattlerhof. Zimmer im alpenländischen Stil, angeschlossener Pferdehof. Gegendtalweg 1, (0 42 40) 81 72, www.trattlerhof.at Harmonys Hotels. Drei Häuser (Kirchheimerhof, Hotel Prägant und Hotel Kärntnerhof) bilden das ViersterneHarmony-Resort). www.harmonys.at/kirchheimerhof,

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www.harmonys.at/praegant, www.harmonys.at/kaerntnerhof Feriendörfer Großwild und Kleinwild. Dörfer aus alten Bauernhäusern mit gemütlichen Appartements mit Kachelöfen und Kuschelecken. Großwild für Erwachsene, Kleinwild für Familien mit Kindern. St. Oswald, Rosennocksraße 13, (0 42 40) 82 44, www.kirchleitn.com Gutzingerhof. Urlaub am familienfreundlichen Bauernhof mit schönem Ausblick. St. Oswalder Straße 25, (0 42 40) 240, www.gutzingerhof.at Kinderbauernhof Gasthof Hinteregger. Kinderfreundlicher Betrieb direkt im Schigebiet St. Oswald, Rosennockstraße 56, (0 42 40) 477 www. urlaubambauernhof.at/Hinteregger Pension und Appartements Steinwender. Luxuriös eingerichtete sonnige Appartements. Koschatweg 7, (0 42 40) 267, www.pension­steinwender.at 14 Doaswald Bergdorf Resort. Neun Betriebe, von Viersternhotels bis zur Almhütte in St. Oswald, bilden das Doaswalder Bergdorf Resort. www.doaswald.at

Thermalbäder

Das Thermalwasser in BKK ist eine sogenannte Akrathotherme, die neben verschiedensten Mineralien Hydrogencarbonat enthält. Sie sprudelt mit 34 Grad aus der Erde. Das Wasser ist ideal bei Gelenks- und Rheumabeschwerden, wirkt lindernd nach Knochenoperationen und bei Bandscheibenleiden, sowie bei „Spatzn“ nach einem Schitag. 15 Therme St. Kathrein. Erlebnis-, Sportschwimmbad, Außenbecken und große Liegewiese, MedicalAbteilung, Dorfstraße 47, (0 42 40) 82 82-301 16 Thermalbad Römerbad. Thermalbad mit Innen- und Außenbecken, riesiger Saunalandschaft und BeautyAbteilung, Dorfstraße 74, (0 42 40) 82 82-201

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Anreise

Mit dem Flugzeug: Flughafen Klagenfurt, www.klagenfurt­airport.at Flughafen Laibach/Slowenien: www.lju­airport.si Flugverbindungen nach Deutschland: www.germanwings.com Flugverbindungen nach London Stansted drei Mal pro Woche: www.ryanair.com Flugverbindungen weltweit über Wien: www.aua.com Mit dem Zug: Von Wien via Bruck/ Mur nach Klagenfurt-Villach oder Spittal/Millstätter See Von Deutschland über MünchenSalzburg-Spittal/Millstätter See Ab Spittal oder Villach fahren regelmäßig Linienbusse nach Bad Kleinkirchheim (cirka 30 km Entfernung) www.oebb.at Bus oder Taxi: Reisebüro Bacher Touristik GmbH, (0 42 40) 227, www.bacher­reisen.at Taxi Mathias Krenn, (0 42 40) 500 Taxi Peter Ebeneder, (0 42 75) 68 10 Entfernungen: Von Wien ca. 315 km, Graz 190 km, Klagenfurt 65 Kilometer, 35 Kilometer

Veranstaltungen

17 „Wenn die Musi spielt“. Winter open Air mit Volksmusik-Lieblingen bei der Talstation Kaiserburg in Bad Kleinkirchheim am 12. Jänner 2013. 18 Husky Hundeschlitten-Erlebnisfahrt. Geführter Husky Parcours und Besuch einer urigen Almhütte. 15., 16., 29., 30. Jänner, 1., 2. und 3. März. World Schitest. Tests der neuesten Schimodelle für alle. 21. bis 23. Jänner


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Steiler, schneller, länger

Endlich! Pulver, Pistenspaß und Party haben wieder Saison. Auf Kärntens Bergen gibt’s viel Neues, coole Snowparks, interessante Schnäppchen und tolle Abfahrten – sogar eine “Kärntner Streif” wartet auf Downhillakrobaten. WERNER RINGHOFER Text SCHIGEBIETE Fotos


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enn Schnee die Schiberge überzuckert, packt uns wieder die Sehnsucht nach ­Wintersport. Zu den Logenplätzen für die schönsten Gipfel mit Schneeweißauflage ist es nicht weit: Kärnten hat die feinsten Pulverparadiese im Wunschkatalog. Und damit der Pistenspaß garantiert ist, investierten die Schigebiete kräftig. 15 Millionen Euro flossen heuer in neue Schneekanonen und Parkplätze. 80 Prozent der Pisten können jetzt mit Kunstschnee winterfit gemacht werden, damit hat Kärnten die höchste Beschneiungsdichte in Österreich. Investitionskaiser war die Gerlitzen mit 4,2 Millionen Euro, dahinter das Nassfeld mit 3,2 und Bad Kleinkirchheim mit 2,5 Millionen. Auf dem Goldeck wurde ganz frisch quasi ein neues Schigebiet hochgezogen. Die Pistenbauer erweiterten den Hausberg Spittals um ein weitläufiges Anfängergelände und

zwei neue Schlepplifte an der Bergstation Talbahn ­Goldeck. Edel wedeln auf bestens präparierten Schneeteppichen ist für viele das ultimative Urlaubserlebnis im Winter, ­immer mehr Brettartisten suchen allerdings neue Spuren auf Pisten mit dem ultimativen Kick. Anfänger haben auf schwarzen Pisten aber nichts ver­ loren, Helm ist angeraten. Klangvollen Namen wie ­Diabolo oder Harakiri eilt der Ruf voraus, dass es atemberaubend bergab gehe. Auch am Katschberg orientieren sich die Freaks auf der Direttissima-Piste eher an der ­Vertikale, Einheimische nennen die selektive Strecke ­daher ehrfürchtig die „Kärntner Streif“. Die Neigung ­beträgt zwischen 60 und 100 Prozent und mit 2500 ­Metern Länge gehört die Direttissima zu den anspruchsvollsten schwarzen Pisten Österreichs. Die Nordabfahrt

Schiberge in Kinoleinwand­ breite: das Nassfeld hat für Brettl-Fans Pistenkilometer und Aussichtspunkte im Überfluss


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Von allem alles: Entspanntes Gleiten auf der Katschberger Aineck-Piste oder Baden mit Schibergblick in der Therme Bad Kleinkirchheim.

am Goldeck ist nur etwas für Konditionsweltmeister, mit 8,5 km ist sie die längste schwarze Piste der Alpen. Steiler, schneller, länger ist das Mantra für die Saison. Warum sollte sich Schifahren also nur auf den Tag ­beschränken? Turrach und Katschberg haben Schifahren im Scheinwerferlicht auf dem Programm, auf dem ­Nassfeld kann man jeden Samstagabend (von 5. Jänner bis 2. März) im unteren Drittel der „Carnia“-Abfahrt auf 2,2 km seine Spuren in den Schnee ziehen. Wie die Schifahrer können sich auch die Rodler in der Früh Zeit lassen, am Katschberg, in Bad Kleinkirchheim und auf der Turrach öffnen die Bahnen gerade richtig für Nachtaktive. Und beim steirischen Nachbarn in ­Schladming warten gleich vier Bahnen, die von der Hochwurzen mit langen 7,5 Kilometern.

Perfekter Seitensprung

Lust auf Abwechslung vom Schialltag? Der perfekte ­Seitensprung gelingt im Blue Day Park am Nassfeld. Das NTC-Center auf der Tressdorfer Alm hält für hippe ­Typen mit dem „NTC Blue Day“ ein attraktives Start­ paket bereit. Zum Preis von 20 Euro können Jugendliche elf Trendsportgeräte im Schnee einen Tag lang ausprobieren. Einen Perspektivenwechsel etwa verspricht der Hammerhead, die Abfahrt erledigt man bäuchlings auf dem Sportgerät. Beim Snowtuben sitzt man in großen Reifen und düst eine Bahn ohne Bremsen hinunter. Auch die Snowboarder machen die weiße Szene bunter. Einfach nur runterbrettern ist aber nicht mehr angesagt, immer öfter bewegen sich die Schneesurfer auf neuem Terrain. Ein Snowpark nach dem anderen wächst aus


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dem Schnee und versammelt das Boardervolk mit einer Menge Herausforderungen. Am Nassfeld gibt es für Anfänger die Beginner Line mit Flat Box, Rainbow Box und Up & Down Box, wie es in der Fachsprache heißt. Geübtere Snowboarder erhöhen ihren Adrenalinspiegel auf der Public Line mit Obstacles wie einer drei Meter hohen Wallride XL oder einer sechs Meter langen Curved Box. Heuer neu ist auch der Snowpark in Bad Kleinkirchheim, die Gerlitzen erweiterte man um das Freeride-Area und den Freestyle-Park im Gipfelbereich Klösterle II mit XXL Kickern, Rails, einer Curved und Straight Box.

Sparen beim Fahren

Stimmt schon, Schifahren ist relativ teuer – spezielle ­Pauschalangebote machen den Winter aber etwas leist-

barer, vor allem in den Nebensaisonen. Das Nassfeld hat die 4=3-Aktion, vier Nächte plus drei Tage Schipass ­buchen und nur drei Nächte zahlen, das gibt‘s schon ab 166 Euro. Auf der Gerlitzen sind drei Nächte mit Schipass sogar schon ab 139 Euro zu haben. Am Katschberg ersparen sich Eltern mit zwei Kindern rund zehn Prozent vom ­Tagesticketpreis mit der Family Card. In Bad Kleinkirchheim sind vier Nächte inklusive Schioder Snowboardkurs ab 489 Euro zu haben. Kinder bis zehn Jahre werden am Nassfeld sogar eingeladen, sie schlafen gratis im Zimmer der Eltern und erhalten Schipass, Schikurs und Ausrüstung mit Helm ebenfalls umsonst. Dieses besondere Angebot gilt bis 22. Dezember und vom 16. März bis 7. April 2013. ■

Pisten mit Aussicht: auf dem Mölltaler Gletscher liegen dem Schifahrer über 30 DreitausenderBerge zu Füßen.

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Infos & Anmeldung auf: www.gerlitzen.com


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schigebiete

Best of Alpe Adria Slowenien

Kranjska Gora

Fakten 20 Lifte, 40 Pistenkilometer. ­Tageskarten: Erw.: E 30,–, Jugendliche/Senioren: E 26,–, Kinder: E 19,50. Extras Nacht-Schifahren, Schitouren, Rodeln, Eisklettern, Motorschlitten, 40 km Langlaufloipen Essen Penzion Lipa: ambitionierte mediterrane Küche, Koroška ulica 14, (00 38 64) 58 20 00, www.penzion-lipa.si Übernachten Hotel Larix, Borovška: 4 Sterne, direkt an der Piste, großer Aquapark. DZ ab E 115,–, Borovška cesta 99, (00 38 64) 588 41 00, www.hitholidays-kg.si Info www.kranjska-gora.si

Maribor-Pachern

Snowboarder kommen im Snowpark auf der Gerlitzen auf ihre Rechnung

Fakten 22 Lifte, 43 Pistenkilometer. Tageskarten: Erw.: E 29,50,– , Jugendliche/Senioren: E 26,–, Kinder: E 17,– Extras Nachtschifahren, 27 km Loipen, Zeitmessstrecke Essen Mak: Maribors beste Adresse, sehr gute Kreativ­ küche. Osojnikova ulica 20, (00 38 62) 620 00 53, www.restavracija-mak.si Übernachten Hotel Arena, an der Piste, DZ ab E 120,–, Pot k mlinu 57, (00 38 62) 614 09 50, www.pohorje.org, CityHotel: Designerhotel an der Drau. DZ ab E 130 Euro,–. ulica Kneza Koclja 22, (00 38 62) 621 25 00, www.cityhotel-mb.si Info www.pohorje.org

Kanin-Bovec/ Sella Nevea

Fakten 12 Lifte auf slowenischer Seite, jeweils 30 Pistenkilometer in Slowenien und Italien. Tageskarten: Erw.: E 28,–, Jugend­liche/Senioren: E 23,–, Kinder: E 18,– Extras Schneesicher (über 2000 m), slowenische Seite von Bovec mit dem italienischen Schigebiet von Kanin-Sella Nevea verbunden. Essen La Baita delle Alpi Giulie: Friulanische-slowenische Hausmannskost. Via Pesamosca 6, Localitá Sellá Nevea, 33010 Chiusa Forte, (00 39 04 33) 540 09, www.baitaalpigiulie.com Übernachten Hotel Kanin in Bovec, renoviert, im Grünen, DZ ab E 86,–, Ledina 6, 5230 Bovec, (00 38 65) 389 68 80, www.hotel-kanin.com Info www.boveckanin.si

Italien Tarvis

Fakten 12 Lifte, 32 Pistenkilometer, Tageskarten: Erw.: E 31,–, Jugendliche/Senioren: E 20,–, Kinder: E 20,– Extras Nachtschifahren auf 2 km, 60 km Loipen, viele Schitouren Essen Tschurwald: Klassiker, neu eröffnet. Feine Weine, kleine Speisekarte. Via Roma 8, 33018 Tarvis, (00 39 348) 821 33 81 Übernachten Hotel Valle Verde: Beliebtes Hotel im ­Grünen, renovierte, saubere Zimmer, direkt neben der Schipiste. DZ E 86,–, Via Priesnig 12, 33018 Tarvis, (00 39 04 28) 23 42, www.hotelvalleverde.com Info www.tarvisiano.org


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schigebiete

Weitere Schigebiete Kärnten und Steiermark Schigebiete Kärnten

Ankogel: www.ankogel-ski.at Bodental: www.bodental.at Emberger Alm: www.mok.at/embergeralm Falkert: www.heidialm.at Flattnitz: www.flattnitzer-lifte.at Goldeck: www.sportberg-goldeck.at Golzentipp-Lesachtal: www.obertilliacher-bergbahnen.com Heiligenblut/Großglockner: www.skiheiligenblut.at Hochrindl: www.hochrindl.at Innerkrems: www.innerkrems.at Klippitztörl: www.klippitz.at Koralm: www.koralpe.com Petzen: www.petzen.net St. Urban-Simonhöhe: www.simonhoehe.at Schleppe Alm: www.schleppe-alm.at Weinebene: www.weinebene.at Weissensee: www.weissensee.com/de/home-winter Weißbriach/Gitschtal: www.weissbriach.at

Schigebiete Steiermark

Hebalm: www.hebalm.at Hohentauern: www.skihohentauern.at Kreischberg: www.kreischberg.at Lachtal: www.lachtal.at Loser Altaussee: www.loser.at Mariazeller Bürgeralm: www.mariazell-buergeralpe.at Modriach: www.hoiswirt.at Planneralm: www.planneralm.at Präbichl: www.praebichl.at Riesneralm: www.riesneralm.at Seewiesen/Seeberg: www.wsv-au.at Stoderzinken: www.stoderzinken.at Stuhleck/Semmering: www.stuhleck.com Tauplitz: www.dietauplitz.com Wald am Schoberpass: www.sonnberglifte.at

Freerider genießen auf dem Mölltaler Gletscher volle Bewegungsfreiheit

Urlaub und Gaumenfreuden in Kärntens größtem Skigebiet Das Hotel Wulfenia von Doris und Arnold Pucher am Nassfeld in Kärnten ist der ideale Ort zum Ausspannen, zum die Seele baumeln lassen und Genießen. Die Zimmer bieten weit mehr als die Annehmlichkeiten eines 4-Sterne Hauses – Doris Pucher lässt sich immer wieder etwas Besonderes für ihre Gäste einfallen. Die Zimmer wurden in neuen Schwung gebracht und sind nun alle Nichtraucherzimmer. Im Bade- und Wellnessbereich ist genügend Platz, um die Ruhe richtig auf sich wirken zu lassen – am besten, wenn es draußen schneit. Skipiste und Lifte liegen direkt am Hotel, sodass sportliches Vergnügen und Relaxen ganz nah beieinander liegen. Eigentlicher Hit im Hotel Wulfenia ist das höchstgelegene 3-Haubenlokal Österreichs, das innovative Gaumenerlebnisse für Genie-

ßer bereithält. Auch wenn das Restaurant auf 1500 Meter liegt, im Geheimen ist es keineswegs geblieben. Die innovative Küche von Arnold Pucher wurde mit zwei Sternen im Guide Michelin 2010 und mit 93 Punkte im A la carte 2013 gewürdigt und mit 3 Hauben vom Gault Millau ausgezeichnet. Weiters fur „das Stüberl“ auf Anhieb mit 2 Hauben ausgezeichnet. Somit ist Arnold Pucher bei der Wertung alle Führer die Nr. 1 in Kärnten. In der Wintersaison, zwischen Advent und Ostern, zaubert Arnold Pucher mit seinem Team Menus, die besser zu genießen als zu beschreiben sind. Erstklassige Zutaten, ungewöhnliche Kombinationen und doch oft sehr überraschende Aggregatzu-stände sorgen für unglaublich intensive Geschmackserlebnisse. Zu Puchers wichtigsten Ingredienzien zählt hochwertiges

Olivenöl, speziell in diesem Bereich hat der Kärntner österreichische Pionierarbeit geleistet. Harmonisch begleitet werden die Menüs auf Wunsch von Weinen aus aller Welt, die aus einer mehr als 1000 Weine umfassenden Karte -gewählt werden können.

Kontakt

Hotel Wulfenia Familie Doris und Arnold Pucher Sonnenalpe Naßfeld 7 A-9620 Hermagor Tel. +43 (0)42 85/81 11 Fax: +43 (0)42 85/81 24 E-Mail: info@wulfenia.at www.wulfenia.at


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Schigebiete-Check Nassfeld

Adresse & Kontakt. Sonnenalpe Nassfeld 8, Hermagor, (0 42 85) 82 41, www.nassfeld.at Tageskarte. Erwachsene: E 39,–, Jugend/Senioren: E 32,–, Jugend: E 20,– Pisten. 110 Pistenkilometer (30 km blau, 69 km rot, 11 km schwarz) Lifte. 30 Liftanlagen: 5 Kabinenbahnen, 4 6er-Sessellifte, 4 4er-Sessellifte, 17 Schlepplifte Schi-/Snowboardverleih. Pro Tag ab E1 (2. bis 22.12.2012, 31.3. bis 7.4.2013) für Kinder bis 14,9 Jahre, ab E 10,– für Erw. Extras. Längste Flutlichtpiste der Alpen (2,2 km), 7,6 km lange ­Talabfahrt „Carnia“, MillenniumExpress: längste Kabinenbahn der Alpen, Snowboard- und ­Freeride-Area, Snowpark Events. Nassfeld-Trophy (12.1.2012): Treten Sie im längsten Rennen der Welt (25,6 km) gegen Armin Assingers Rekord an. Anmeldung: www.schlagdasass.at Abseits der Piste 80 km Loipen (leicht bis schwer), 55 km Winterwanderwege, 4 beleuchtete Rodelbahnen, Natureisfläche Pressegger See, Eislaufplätze, Eisstockbahnen, 2 Tennishallen, Nordic-Walking-Strecken, Pferdeschlittenfahrten Sparen. Kinder bis zehn Jahre schlafen gratis im Zimmer der Eltern/Großeltern (inkl. Verpflegung) und erhalten Schipass, Schikurs und Ausrüstung inkl. Helm ebenfalls umsonst, Kinder bis 14,9 Jahre zahlen die Hälfte. Angebot: 1.12. bis 22.12.2012, 16.3. bis 7.4.2013; Schihit: ab E 166,–, 3 Nächte, 2 Schipass, gratis Schidepot (01.12.– 22.12.2012, 05.01.–26.01.2013), www.nassfeld.at/de/winter/ urlaubsplanung/skihit-pauschalen News. Kantenschliff und -tuning plus Heißwachsen im Schi-Servicecenter an der Bergstation des Millennium-Express bis Weihnachten gratis. Après-Schi. 25 Schihütten und Restaurants: herzhaftes Hüttenessen (Watschiger Alm), Italienisch (Da Livio), Dreihaubenlokal Arnold Pucher im Hotel Wulfenia (www.wulfenia.at). Übernachten. Falkensteiner Hotel & Spa Carinzia: modern, angenehme Wellnesslandschaft, www.falkensteiner.com/de/hotel/ carinzia. DZ/HP, 30 Euro Spa-Gutschein ab E 198,–; Wulfenia: an der Piste, 3-Haubenküche, 7 Nächte/HP, ohne Schipass ab E 665,– p. P., www.wulfenia.at, Cube: Lässiges Designhotel für das Partyvolk. Angebot: 3 Nächte/HP im DZ, Schipass ab E 210,80, www.cube-nassfeld.at

Bad Kleinkirchheim

Adresse & Kontakt. Dorfstraße 30, Bad Kleinkirchheim, (0 42 40) 82 12, www.badkleinkirchheim.at Tageskarte. Erwachsene: E 42,– (Schi & Therme: E 55,–), Jugend/ Senioren: E 34,– (E 44,–), Jugend: E 21,– Pisten.103 Pistenkilometer (18 km blau, 77 km rot, 8 km schwarz) Lifte. 25 Liftanlagen, davon 4 Gondeln, 6 Sessellifte und 15 Schlepplifte Schi-/Snowboardverleih. Kinder: ab E 6,–/Tag, Erwachsene: ab E 16,–, Info: www.badkleinkirch­ heim.at/skiverleih-kaernten Extras. Weltcupabfahrt, permanente Rennstrecke, Geschwindigkeitsmessstrecke, Funpark, Zauberland für Kinder, Rodelbahn (inkl. Nachtrodeln), Römerloungen, Schlittenhundesafari Events. Winter-Musi, 12. Jänner 2013, Zielarena Weltcupabfahrt Franz Klammer, www.musi-openair.at, Franz Klammer Schitage: mit dem Olympia-Sieger Schi fahren. 2 Termine, Infos: info@ badkleinkirchheim.at; Schnee­ safari mit dem Schlittenhund: www.badkleinkirchheim.at/ schlittenhunde-safari Abseits der Piste. ThermalRömerbad im Ort mit 4000 m2, Loipen: 8 km im Ort, Anschluss an 45 km nach Gnesau, 5 km Höhenloipe. Sparen. Musi Winter Open AirWochenende: 3 Nächte, 1 Tagesschipass, Kombikarte für „Wenn die Musi spielt“ (12. Jänner 2013) und für die Generalprobe (11. Jänner 2013) ab E 164,– News. Beim Kauf eines Schipasses für Erwachsene ab 6 Tagen fährt ein Kind um 1 E /Tag: www.familien-euro.at; Neuer Snowpark: für alle Könnerstufen, erreichbar mit der Nockalmbahn Après-Ski. 22 Hütten, Tipp: Nock-Prosciutto in der Brentlerhütte oder Kirchheimer Bauernsuppe, Käsnudeln und Schweinsbraten in der Unterwirthütte (unterwirt-bkk.at). Restaurants: im Hotel Ronacher (www. ronacher.com), Loystub’n im Hotel Pulverer (www.pulverer.at). Übernachten. Siehe die große Bad Kleinkirchheim-Geschichte ab Seite 10.

Katschberg

Adresse & Kontakt. Katschberg 17, (0 47 34) 838 88, www.katschi.at Tageskarte. Erw.: E 40,–, Jugend: E 32,50, Senioren: E 36,–, Kinder: E 20,–. Pisten. 70 Pistenkilometer (10 km blau, 50 km rot, 10 km schwarz) Lifte. 16 Liftanlagen, davon 2 Gondeln, 6 Sessellifte, 8 Schlepplifte Schi-/Snowboardverleih. Kinder: ab E 7,60/Tag, Erwachsene: ab E 8,–, www.katschi.at/sportge­ schaefte.html Extras. Diretissima-Piste mit 100 % Gefälle, Nachtrodeln von der Gamskogelhütte (Flutlicht), Nachtschilauf (Königswiese), Schidepots Events. Katschi goes Gourmet: mit 7 Spitzenköchen (u.a. Hubert Wallner, Thomas Dorfer, Andreas Döllerer), 19. Jänner, E 120,– p. P. Abseits der Piste. 16 Loipenkilometer mit anspruchsvollen Steigungen und Abfahrten, Pferdeschlittenfahrten (www.pferde­ zentrum-katschberg.at) Sparen. Katschi’s Family Card: ein Schitag für Eltern mit einem Kind kostet E 91,00 (statt E 100,00–) News. 20 neue Schneekanonen, verstärkter Shuttledienst zwischen Parkplatz und Lift, Parkplatz mit zusätzlichen 380 Parkmöglichkeiten erweitert Après-Ski. Tipps: Lärchenstadl mit Livemusik (www.laerchen­ stadl.at) und die urige Wildereralm (Holzhütte, Kachelofen, Hausmannskost, www.wildereralm.at). Am besten zum Essen: Gams­ kogelhütte (hausgemachter Apfelstrudel, Jause, Fleisch­ nudeln, www.gamskogel.at) Übernachten. Hinteregger: Feines Familienhotel, 1500 m2 Wellnessbereich, Kinderanimation, DZ mit VP ab E 164,–, www.fami­ lienhotel-hinteregger.at, Falkensteiner Club Funimation: hauseigenen Schischule mit Schiverleih, Animationsprogramm, Kinderkletterwand und Indoor-Riesenwasserrutsche, 2000 m2 Spa, 3 Nächte mit VP ab E 237,– p. P., katschberg.falkensteiner.com, Falkensteiner Cristallo: Familienhotel, hauseigene Schischule, Kinder-Spa. DZ mit VP ab E 158,–, katschberg.falkensteiner.com

Turrach

Adresse & Kontakt. Turracher Höhe, (0 42 75) 82 52, www.turracherhoehe.at Tageskarte. Erw.: E 40,–, Jugend: E 32,–, Senioren: E 36,50, Kinder: E 20,–. Pisten. 38 Pistenkilometer (13 km blau, 22 km rot, 3 km schwarz) Lifte. 14 Liftanlagen: 1 KombiBahn (8-er Kabinen & 6-er Sessel), 3 6-er Sesselbahnen, 1 Doppel-Sessellift, 8 Schlepplifte, 1 Stricklift Schi-/Snowboardverleih. Ab E 5,– /Tag, Erwachsene: ab E 19,–, www.turracherhoehe.at/ de/winter/verleih Extras. Alpen-Achterbahn Nocky Flitzer (1,6 km), Nachtschilauf, ­Pistenbutler (serviert ein Glas Sekt und kleine Naschereien), GratisLiegestühle, Nachtrodeln bei der Sonnenbahn, Nachtschifahren (Übungswiesenlift ), geführte Schneeschuhwanderungen Events. 1.–16.12.12: Suppen­ festival, Turracher Gastronomen servieren Suppenspezialitäten, Info: 0 42 75/83 92; 26./27.1.2013: Snow- & Funpark Turracher Höhe, das Grand Opening, 7.–10.3.13: Österreichische Ice-Polo-Trophy, www.ice-polo.at, 15.–17.3.13: Schi-Frühlings-Kulinarium: Genuss-Safari mit sechs kulinarischen Stationen Abseits der Piste. 15 km Langlaufloipen, Eislaufen und Eisstockschießen auf dem Turracher See, Schneeschuhwanderungen, Schitouren, Pferdeschlittenfahrten, Rodeln News. Im Sommer eröffnete „philipp – das Restaurant“ und wurde als erster Betrieb auf der Turracher Höhe mit eine Haube von Gault Millau bewertet. Snow & Funpark: neu eröffnet auf der Turracher Höhe (1.500 m Länge) Après-Ski. Almstube (Picknick im Schnee mit Lachs, Jause, Prosecco, moderne, bunte DZ ab E 115 ,–, www.almstube.at), ­AlmZeit Hütte (Kärntner Nudeln, Brettljausen, Kirchtagssuppe, www.almzeithuette.at), Schirmbar N 1, Sonnalm (Di. & Do.: Raclette-Essen, Nachtrodeln mit Glühwein ab 20 Uhr, www.seehotel-jaegerwirt.at/de/ winter/sonnalm) Übernachten. Hochschober: Topwellnesshotel, ganzjähriges Seebad im Turracher See mit 30 °C, Hamam, Chinaturm mit Teehaus, ab E 139,50 p. P. mit VP, www.hochschober.at; Schlosshotel Seewirt: ab E 87,– p. P. mit VP, www.schlosshotel-seewirt. com; Almdorf Turrach: Moderne, gemütliche Holzhütten, Tagespreis für eine Hütte: E 192,– bis E 502,–, www.almdorf-turrach.at


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schigebiete-check Mölltaler Gletscher

Adresse & Kontakt. Innerfragant 46, 9831 Flattach, (0 47 85) 81 10, www.gletscher.co.at Tageskarte. Erw.: E 41,–, ­Senioren: E 41,–, Jugend (bis 18 Jahre): E 41,–. Pisten. 71 Pistenkilometer (24 km blau, 30,5 km rot, 16,5 km schwarz) Lifte. 9 Liftanlagen: 1 Standseilbahn, 1 Gondelbahn, 5 Sessellifte, 2 Schlepplifte Schi-/Snowboardverleih. Kinder: ab E 12,– (Schi), E 14,50 (Snowboard), Erwachsene: E 24,– (Schi), E 29,– (Snowboard), www.intersportheidler.at Extras. Anfängergelände, Schikurse für Kinder ab 4 Jahre in Bobo’s Kinder-Club in der Mittelstation mit Mittagsbetreuung, Schi- und Depotservice bei Intersport Heidler, Rodelbahnen im Tal (inkl. beleuchtete Rodelbahn), Gletscher Snow-Park mit Wellenbahnen, Steilkurven und Kicker (je nach Schneelage), lange ­Saison bis 12. Mai 2013 Events. Schi Hit Opening von 8.–11.12.: spezielle Opening­ menüs im Panoramarestaurant Eissee am Gletscher, Après-SkiParty am Samstag in Flattach Abseits der Piste. Langlaufloipe: Höhenloipe Stübele auf 2.200 m Seehöhe 2,5 km, Schneeschuhwandern, Eisklettern Sparen Snow Fit: 5.1.–2.2.2013, 3 Nächte mit Frühstück, 3-Tages­ skipass ab E 252,– p. P. News. Seit Herbst 2011 – 4erSesselbahn „Alteck“ mit ca. 40 % mehr Pisten. Après-Ski. Panoramarestaurant Eissee auf 2.800 Metern mit Blick auf 30 Dreitausender (nähe Bergstation), Duisburger Hütte (Mölltaler Gletscher, 0 664/445 33 53, www.skihuette.dav-duisburg.de), Weisseehaus (Panoramablick auf 2380 m, www.weisseehaus.at), Europabar (Schirmbar am ­Gletscher, 2200 m) Übernachten. Jugendhotel ­Eissee am Gletscher: Mehrbettzimmer 6, 8 oder 10 Betten, Jugendliche (VP): E 36,–, Erwachsene (VP): E 39,–, www.gletscher.co.at/de/das-ski­ gebiet/restaurant-eissee; ­Duisburgerhütte: schönes Steinhaus, kleine Zweibettzimmer mit HP: E 42,–, Matratzenlager mit HP: E 39,–, www.skihuette.dav-duisburg.de

Gerlitzen

Adresse & Kontakt. Kanzelplatz 2, Sattendorf, (0 42 48) 27 22, www.gerlitzen.com Tageskarte. Erwachsene: E 39,50, Senioren: E 34,00, Jugendliche: E 32,50, Kinder: E 19,50 Pisten. 60 km (11,3 km blau, 45,4 km rot, 3,3 km schwarz) Lifte. 15 Liftanlagen (1 4er-Kabinenbahn, 1 8er-Bahn, 3 4er-Bahnen, 3 2er-Bahnen, 3 Schlepplifte, 4 Übungslifte) Schi-/Snowboardverleih. Schiund Snowboardschule Gerlitzen, Kinder: ab E 10,–, Erwachsene: E 22,–, www.gerlitzen.org Extras. Die Gerlitzen Freeride-Area und der Freestyle-Park im Gipfelbereich der Klösterleabfahrt II mit Naturbahnen, Wechten, Curved Box, XXL-Kicker, Rails und Tiefschneeabfahrten. Tipp: Route 22 „Rock’n’Roll“ für alle Freerider unter dem Neugarten 8er Carvingjet. Gratis geführte Schneeschuhwanderungen, Bino-Bär-Show im Kind- und Schneebärenland, BullyRodeln mit gemütlichem FondueAbend & Abholung mit Pistengerät Events. 15. & 16.12.: Gratis Schitests Abseits der Piste. Langlaufen, 12 km: Klösterle-MittelpunktLoipe 4 km (leicht), Panorama Langlaufloipe 8 km (mittel), Waldloipe Kanzelhöhe 1,2 km (leicht) Sparen. 24.12.2012: Kinder gratis am Christkindl-Schitag; Schi-HitInklusive: 4 Nächte (3-Sterne Kategorie) mit HP, 3-Tage-Schipass, gratis Schibustransfer, ab E 246,p. P., gültig bis Saisonende 2013. Buchen und weitere Angebote: www.region-villach.at News. Aktuelle Schigebiets­ auslas­­tung und Wartezeiteninfo auf das Handy unter: www.mobil. gerlitzen.com; neues Parkdeck direkt bei der Talstation der Kanzel­bahn mit 150 zusätzlichen Parkplätzen und Bankomat; durchgehend gratis Shuttle-­ Service vom Parkplatz direkt zur Kanzelbahn und retour; gratis Schibus von der Therme Warmbad zur Gerlitzen-Kanzelbahn und retour. Après-Ski. 16 Hütten, Restaurants und Schneebars. Tipp: Kösterle Hütt’n mit herzhaften Gerichten, gepflegt essen in der Alten Point in Arriach (www.altepoint.at) Übernachten. Mountain Resort Feuerberg: an der Piste, wunderbarer Panoramablick, Top SpaWelt. Ab E 95,– p. P., www.hotelfeuerberg.at; Sonnenhotel Zaubek: herrliche Lage auf 1500 m, Blick auf den Ossiacher See, E 72,– bis E 156,– p. P., Treffen, www.sonnenhotel.com

Schladming-Dachstein

Adresse & Kontakt. Ramsauerstraße 756, Schladming, (0 36 87) 233 10, www.schladming-dachstein.at Tageskarte. Erwachsene: E 41,50, Jugend: E 32,–, Kinder: E 21,– Pisten. 232 km (85 km blau, 125 km rot, 22 km schwarz) Lifte. 98 Liftanlagen (11 Seilbahnen, 29 Sessellifte, 45 Schlepplifte, 13 Kinderlifte) Schi-/Snowboardverleih. 15 ­Firmen (1 Tag Schi +Stock + Schuhe für Erwachsene ab ca. E 23,–) Extras. Blue Tomato (größte Snowboardschule der Welt!), Nachtschilauf auf der Hochwurzen (3 km), Freeridingpisten, Snowtubing, Snowpark für Snowboarder auf dem Dachstein, Iglubau, Schneeschuhwandern, Schijöring, Strandkörbe (Planai Bergstation), 4 lange Rodelbahnen: Hochwurzen: 7 km (www.nachtrodeln.at), Galsterberg: 5 km, Reiteralm: 4,2 km, Planneralm: 1,5 km Events. 5./6.1.2013, Planai Classic (Winter-Ralley), 22.1.2013: Nacht der Ballone, Rohrmoos, 4. bis 17. Februar: Alpine Schi-WM Abseits der Piste. Langlaufen: 490 km Loipen und Skating­ strecken im gesamten Gebiet Sparen 7 Nächte mit Schipass und Schitest ab E 399,–, Alle Angebote: www.schladmingdachstein.at/de/angebote/ski News. Zwei neue Hotels: Hotel Planai***, www.hotel-planai.at, Falkensteiner****S, schladming. falkensteiner.com; WM-Park ­Planai: modernes Parkhaus mit E-Tankstellen und Starterboxen für batterieschwache Autos ­(Planai Talstation); Schi & Surf: 60 WLAN-Spots auf der Planai; Mit der neuen Schimovie-Anlage kann jeder sein eigenes SchiVideo downloaden Après-Ski. Gastronomie in 85 Schihütten direkt an den Schipisten. Top: Schafalm (Bergstation Planai auf ca. 1.800 m), Hohenhaus Tenne Schladming (größte Après-Ski-Hütte Europas auf 3 Etagen, www.tenne.com), Frienerhof, Ramsau (Bioprodukte, www.frienerhof.at) Übernachten. Almwelt Austria Reiteralm: Neues Blockhüttendorf, Preunegg 45, 8973 Pichl an der Enns. Hütte ab E 222,–, www.almwelt-austria.at; Hotel aqi (www.aqi-hotel.com): 3-Sterne-Life-Style-Hotel, gegenüber Planai-Zielstadion, DZ ab E 118,–; Arx Hotel: Familiär, ­Designerlook, DZ ab E 168 ,– inkl. ¾-Pension, www.arx-genusshotel.at


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Wir freuen uns auf …

55 Ideen: Worauf wir uns diesen Winter freuen. Von A wie Adventmarkt in Klagenfurt bis Z wie Zirbenduft am Turrachsee. HEINZ GRÖTSCHNIG, SILVIA TRIPPOLT-MADERBACHER, WERNER RINGHOFER FOTOS: GRÖTSCHNIG, KÄRNTEN-WERBUNG, STEIERMARK TOURISMUS, ANBIETER, KK

Heiß auf eis! Und danach vielleicht ein Glühweinderl oder trüffel aus istrien?

1 … Eislaufen am Weißensee. Der schönste Natureisplatz Europas und, im Gegensatz zu Arktis & Co., eisbärenfrei. 2 … Glühwein. Ist zwar für manchen Sommelier ein Fauxpas, aber er wärmt so schön von innen und macht so angenehm beschwipst. 3 … entspanntes Wintershopping in Udine. Essen? Fisch am besten im Ristorante „Vitello d’Oro“. Stehachterl? Im „Al Fagiano“, am Rande der Altstadt. 4 … beheizte Sessellifte. Macht das Schifahren schöner, weil man sich nicht mehr den A. abfriert. 5 … Molecche. So heißen die kleinen Lagunenkrebse nach der Häutung, man bekommt sie in vielen Lokalen in und um Venedig, wir empfehlen das Restaurant „Antiche Carampane“ nahe dem Rialto-Fischmarkt. 6 … Trüffelgerichte in der „Casa Parenzana“ nahe Buje in Istrien. Bei Guido Schwengersbauer gibt’s „ehrliche“, anständig portionierte Trüffel, istrische Hausmannskost und einfache, nette Zimmer.

7 … fernöstliche Wellness. Ganz fein im „Ronacher“ in Bad Kleinkirchheim. Dort gibt’s auch das beste Frühstück von überhaupt. 8 … das Knistern von Neuschnee unter den Füßen beim Spazieren oder beim Schneeschuhwandern. Besonders schön: im Lesachtal, wo sie auch das beste Brot backen. 9 … das winterliche Triest. Die Kombi Eiseskälte und Mittelmeer hat besondere Reize, aber bitte warm anziehen. Schlafen? Im Hotel Riviera mit sagenhaftem Meerblick, in Schloss-Miramare-Nähe. 10 … ein Gourmetmenü bei Arnold Pucher am Nassfeld, dem „höchstgelegenen“ 3-Hauben-Koch Österreichs. Er kocht ja leider nur im Winter. www.wulfenia.at 11 … eine Zeit ohne Gelsen. 12 … schöne Leseabende. Am besten in einem angenehmen Hotel. Tipp: das „Hochschober“ auf der Turrach hat eine wunderbare Bibliothek (und viele andere Feinheiten).


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13 … eine ausgiebige Langlaufrunde in die Saissera bei Tarvisio. Und danach auf Branzino im Salzteig im Ristorante Renzo in Valbruna.

19 … Langlaufen im Bodental (am Loiblpass). Und danach auf eine zünftige Jause zum Bodenbauer. Mit etwas Glück gibt’s ofenfrischen Schweinsbraten mit Knusperkruste.

14 … die roten Wangerln der Kinder, wenn sie Kekse backen, Christkindlbriefe zeichnen (schreiben geht noch nicht) und mit dem Aufkleben von Engelflügerl am Veldener Adventmarkt fertig sind.

20 … Schwimmen im Outdoor-Becken der Therme von Bad Kleinkirchheim, inklusive Pistenblick und Schneeeinreibung.

15 … stille(re) Tage in Venedig. Wir fahren erst nach dem Karneval hin, wohnen in der „Pension Wildner“ und essen im „Vini da Gigio“. 16 … eine Glühmostverkostung im Kärntner Lavanttal, einer der besten Mostgegenden Österreichs. 17 … Radfahren im frischen Pulverschnee. Klingt gefährlich, ist aber atemberaubend winterromantisch, wenn das Rad lautlos durch die Schneetuchent pflügt. 18 … Zirbenduft. Bei einem Spaziergang um den Turracher See. Oder über ihn, der friert ja verlässlich zu. Essenstipp: „Gourmetrestaurant Philipp“ im Seewirt.

21 … Schlemmereien in der urigen Gostilna Skaruœna bei Vodice vor Ljubljana. Hier braucht man viel Zeit zum Essen, und die haben wir an eingenebelten Wintertagen. 22 … auf das sanfte Knirschen unter den Eislaufkufen. Freiheit pur genießen wir am Neusiedler See mit 320 km2 Fläche – und zum nächsten Winzer ist es nie weit. 23 … den Christkindlmarkt in Klagenfurt. Viele, viele Hütten – und leicht zu finden: Immer dem Glühweinduft nach. 24 … Jogginganzug, Kuschelsocken, ein Glas Rotwein und ein wirklich gutes Buch, die ultimative Waffe gegen Winterblues.

ein ziemlich kulinarischer Fotostreifzug durch alpe-adriatische Winterfreuden


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31 | Ob Bad Blumau, Schladming, Sauna oder Piran: Wir kommen, wenn‘s sein muss, mit der Kutsche

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25 … das Vergnügen, leise rieselnden Schnee im wohlig heißen Außenpool zu genießen, zum Beispiel in der kunterbunten Hundertwasser-Therme in Blumau.

33 … adventliches Glockengebimmel von Dorfkirchen. Besonders schwungvoll von den Zimmern der „Villa Cigolotti“ in Vivaro aus zu hören.

26 … die Schi-WM. Schladming, wir kommen (zumindest vor das Fernsehgerät, versprochen).

34 … Tiefschneetage, wenn wir vor der Pistenraupe die Hänge runterwedeln. Besonders schön am Nassfeld auf der Gartnerkofelseite.

27 … die bäuerlichen Käsnudeln in der Huaba-Hittn auf der Gerlitzen. Große Klasse! 28 … bunte Augenblicke im supercoolen „Moroso“Design. Die Ausstellung „Metamorfosi“ ist im Civici Musei di Udine noch bis 7. Jänner zu sehen. 29 … Österreichs höchstgelegenen Christkindlmarkt. Liegt auf der Petzen in Südkärnten auf 1.700 Metern. Mit der Gondel schwebt man an den Adventsamstagen nach oben. Dort warten Glühwein, Handwerk, Adventmusik usw.

35 … Blutwurst, Maischerl & Co. Das sind köstliche Schlachtgerichte, den „Brunnwirt Kassl“ im Kärntner Guttaring und den „Liegl“ in St. Georgen am Längsee kann man da wärmstens empfehlen. 36 … die längsten Nächte. Wunderbar zum Ausschlafen (unter kuscheligen Daunendecken). 37 … die Torten beim „Hutter“, der legendären Konditorei in Bad Kleinkirchheim. Nassfeldschifahrer versüßen sich beim „Kandolph“ in Hermagor.

30 … ein Boreto in der Osteria „Agli Artisti“ in Grado. Im Winter ist der Adriaort so ungewohnt einheimisch und ein leerer Strand hat unwiderstehliche Spaziergangsreize.

38 … ein Entspannungswochenende im Grand Hotel Bernardin in Portoroæ: Tolle Wellness und nur ein paar Schritte bis Piran, da kommt gleich Frühlingsfeeling auf.

31 … winterliches Schwimmen im Wörthersee. Ist zwar nur beim Schloss Seefels möglich, dort dafür aber extra luxuriös.

39 … Eisblumen. Die sind so wunderbar pflegeleicht und müssen nach dem Verblühen nicht entsorgt werden.

32 … die Wärmeflasche. Klingt zwar altmodisch, aber das ist so was von egal, wenn‘s die Füße bacherlwarm haben.

40 … den Besuch im „Büro für Weihnachtslieder“ in Graz. Damit die zweite Strophe von „Süßer die Glocken nie klingen“ dieses Mal endlich klappt.


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41 … himmlische Stunden auf „Wolke 7“ – dem schönsten Ruheraum im Mountainresort Feuerberg auf der GerlitzenAlpe. Am Morgen gibt es zum 270-Grad-Panoramablick auch noch Beethovens Violinkonzert. 42 … auf das erste Aufspannen der Felle und auf das Knirschen des Schnees, wenn es mit den Tourenschi Richtung Zirbitzkogel-Schutzhaus geht. 43 … Sauna, Dampfbad & Co. Und danach mit frischem Schnee einreiben. Oder in einen See springen. 44 … sonnige Schneespaziergänge. Besonders aussichtsreich ist der gut präparierte Weg von der Dachstein-Bergstation Richtung Westen bis zum Dirndl. 45 … eine Kutschenfahrt durch eine (hoffentlich verschneite) Winterlandschaft. Zu buchen im Kärntner Reit-Eldorado in St. Veit an der Glan. www.reit-eldorado.at 46 … eine gaudige Rodelpartie. Von der gemütlichen Gamskogelhütte düst man 1,5 Kilometer auf die Katschberghöhe. 47 … Olivenöleinkauf in Istrien. Da gibt’s herrliche Öle – die besten findet man im Führer „Flos Olei“ von Marco Oreggia. Am Foto: Klaudio Ipπa. 48 … die Erlebnistherme Villach, denn dort ist das Wasser besonders warm (heißt ja auch so treffend: Warmbad).

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49 … auf ein Sonnenbad in der Winterlandschaft. Richtig nett faulenzt es sich auf der Terrasse der Galsterbergalm im WM-Gebiet Schladming. www.galsterbergalm.at 50 … das beste Hirsch-Carpaccio im Alpe-Adria-Raum. Gegessen auf der Bioalm Wassermann-Wirt am steirischen Reinischkogel. Inklusive Kachelofen-Atmosphäre und Blick aufs verschneite Wild-Gehege. 51 … klirrende Kälte. Ja, richtig gelesen! Wir wünschen uns so sehr, dass der Wörthersee in diesem Jahr zufriert. Denn Eislaufen am größten See Kärntens ist nur alle zehn Jahre möglich. Das letzte Mal war dies 2006 der Fall. 52 … Schneeballschlachten, die meistens 3:2 ausgehen. 53 … auf winterliche Strandspaziergänge in Caorle. Klingt verrückt, ist aber herrlich. Der Wind bläst die Alltagsgedanken fort und nachher schmeckt die Pizza im „Al Postiglione“ umso besser. www.alpostiglione.com 54 … frisch gebratene Kastanien. Da duftet die ganze Wohnung. Wichtig: Die richtige Sorte kaufen, bei Unschälbaren ärgert man sich grün & blau. 55 … Kripperlsuchen. Im kleinen Bergdorf Poffabro im Colvera-Tal gleich hinter Maniago gibt es hunderte verschiedene Krippen zu entdecken. PS … das Pläneschmieden für den Sommerurlaub. Und aufs nächste Alpe-Adria-Magazin. Kommt Anfang Mai!

die Schneeballschlacht endete 3:2. Und die Kastanien waren wunderbar aromatisch


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Besonderswinter Romantischer Adventzauber, gemütliche Almhütten, verschneite Berge, rasante Pisten-Abfahrten, moderne Wellnessoasen. Diese ausgesuchten Hideaways erwärmen Urlauberherzen in der kalten Jahreszeit. SILVIA TRIPPOLT-MADERBACHER TEXT, ANBIETER, HELGE BAUER, ART-REDAKTIONSTEAM, KÄRNTEN TOURISMUS FOTOS

Schloss Thannegg in Moosheim bei Gröbming/ Steiermark

Bei den Schlossgeistern

Der erste Eindruck zählt. Und der ist hier unglaublich gut. Ein Märchenschloss zwischen Dachstein und Tauern, tief verschneit, mitten in einem kleinen Bergdorf, direkt am Waldrand, weit weg von Menschenmassen, mit sehr persönlicher Betreuung. Bei jedem Aufenthalt nimmt man auf Schloss Thannegg an der über 850 Jahre alten Geschichte teil. Dafür ­sorgen die netten Gastgeber, Familie Schrempf, sowie die vielen guten Schlossgeister. Die Kinder bekommen bei Anreise ein Geister-Leih­ kostüm überreicht, damit sie im Schloss spuken können. Unterschlupf finden die 45 Gäste in 18 Klausen, Gemächern und Kemenaten. Schiurlaub? Der gratis Shuttlebus bringt Wintersportler in zehn Minuten zum WM-Schigebiet Amadè, Einstieg Hauser-Kaibling/Planai. Schlossweg 1, 8962 Gröbming-­ Moosheim, (+43 36 85) 23 210, www.schloss-thannegg.at

Almhütten Moselebauer am Klippitztörl/Kärnten

Schnee vor der Hütte

Auf der Sonnenterrasse entspannen, bei Glühwein oder Lumumba, solange es einem gut tut. Wenn’s stürmt und schneit wärmen wir uns so richtig kommod in der Hütte am Kachelofen auf. Mit der Nase immer Richtung Herd. Denn dort dampfen die heißen Töpfe, der knusprige Schweinsbraten duftet aus dem Ofen, superflauschiger Kaiserschmarrn wird in der Pfanne gewendet. Zuschauen? Ausdrücklich erwünscht. Nur einen Schneeballwurf von der „Sonnenhütte Moselebauer“ entfernt: die fünf Almhütten zum Übernachten, direkt an der Piste auf dem Lavanttaler Klippitztörl. Die Zahlen: drei Etagen, fünf Doppelzimmer und ein Dreibettzimmer sowie zwei Bäder und vier Toiletten. In jeder Hütte. Plus finnischer Sauna. Damit die ganze ­Familie Platz findet. Oder die Freunde. Oder die Kollegen. Bei der Anreise wird man vom Hüttenwirt Gerhard Pirker mit dem Schneemobil abgeholt. Ab 1428 Euro pro Hütte und Woche. Kliening 241, Klippitztörl, (+43 50) 8104, www.moselebauerhuette.at


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Hotel Adler Dolomiti in St. Ulrich im Grödnertal/Südtirol

Ladys, der Berg ruft!

So sieht zeitgemäße Erholung aus: aktives Leben – sanfte Erholung. Wie im Fünf-Sterne-Hotel „Adler Dolomiti“ in St. Ulrich im Grödnertal. Inklusive ganzheitlicher Wellness: Wie ein Murmeltier schlafen, sich zarte Streicheleinheiten gönnen, Fitness vom Feinsten erleben und Südtiroler Köstlichkeiten genießen. Im Winter führt eine Rolltreppe direkt vom Schiraum zur Gondel- und Seilbahn auf die Seceda. Von dort aus geht es ins gigantische Schikarussell „Dolomiti Superski“ mit 450 Liften und 1200 Kilometern Piste. Pakettipp: „Desperate Housewives“, vom 6. bis 20. Jänner 2013. Drei Nächte, Antistress-Massage, Lady-Cocktail, Eintritt in die Salzgrotte, Lady-Bereich mit Sauna und Rosenbad: ab 772 Euro pro Dame. Str. Rezia 7, 39046 St. Ulrich-Gröden, (+39 0471) 77500, www.adler-dolomiti.com

Alpenhotel Pacheiner auf der Gerlitzen Alpe/Kärnten

Sternderlschaun

Zugegeben: Pool und Massage hat jedes Hotel. Wie wäre es einmal mit einem eigenen Modellflugzentrum? Oder gar mit einer eigenen Sternwarte? Das brandneue Vier-Sterne-Alpenhotel Pacheiner befindet sich im Gipfelbereich der Gerlitzen Alpe und da ist man dem Himmel ein Stückchen näher. Also ist nachts „Sternderlschauen“ angesagt, am Tag kann man mit leistungsstarken Fernrohren Sonne und Natur beobachten. Dazu kommen ein wunderschöner Panorama-Wellnessbereich und ein beheizter Natur-Schwimmteich. Perfekt im Winter: Die Schi schnallt man bereits vor der Haustüre an und ab geht es! Kennenlern-Package: ab 594 Euro pro Person für 7 Nächte mit ganz vielen Extras. Buchbar 6.-18. Jänner und 16.-23. März 2013. Pölling 20, Gerlitzen (+43 42 48) 28 88, www.pacheiner.at


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hideaways

Nebesa bei Kobarid/Slowenien

Himmlische Ruhe

„Nebesa“ bedeutet Himmel und wenn man sich die Landschaft mit den dicht verschneiten Julischen Alpen anschaut, weiß man auch warum gerade hier Katja und Bojan Ros ihr Luxus-Refugium erschaffen haben. Die vier modernen Cottages aus Holz thronen über dem ehrwürdigen Soœatal, mit einer verglasten Wand und einer großen Terrasse. Auf dem Winterprogramm stehen Ruhe, Stille, Almfrieden. Von künstlicher

Bespaßung hält das Gastgeber-Ehepaar nichts. Viel mehr von einem grandioses Essen im nahen Gourmetrestaurant „Hisa Franko“. Für Grenzgänger: die italienische Kleinstadt Cividale ist nur 23 Minuten von den Cottages entfernt. Shopping in Udine? 40 Autominuten. Haus für zwei Personen ab 200 Euro. Livek 39, 5222 Kobarid, (+38 65) 384 46 20, www.nebesa.si

Voltan Haus und Graz TrojarHaus in Sappada/Venetien

Schmuckstücke

Wenn die Freundinnen Margherita Piller und Loredana Graz in Sappada, zu deutsch „Plodn“, ihre Ärmel hochkrempeln, dann geht was weiter! So haben sie in diesem Jahr das gesamte Bergdorf in eine historische Volksausstellung verwandelt. Unter dem Namen „Aniche Case Sappadine“ präsentieren die engagierten Damen ihre schmucken Bauernhäuser als einzigartige Frühstücks­ pensionen. Das Voltan Haus von Margherita gibt es seit 1750 und ist ein besonders ent­ zückender Agriturismo. Seit kurzem gibt es in der Nachbarschaft ein zweites original renoviertes Haus. Das Graz Trojar-Haus von Loredana. Ebenso B&B, ebenso entzückend und vollgestopft mit Erbstücken der Generationen. Die Übernachtung mit Frühstück kostet in jedem der Häuser 40 Euro pro Person im DZ. Agriturismo Voltan Haus, Via Cima 65, 32047 Sappada. W(+39 0435) 66 168, B&B Graz Trojar Haus, Via Cima 73, 32047 Sappada. (+39 0435) 46 9704, www.antichecasesappada.com, www.sapadadolomiti.com


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hideaways

Gannerhof in Innervillgraten/ Osttirol

2-HaubenHerberge

Keine Schilifte, keine Schneekanonen, keine Hotels. Im Osttiroler Innervillgraten läuft es ein bisserl anders: mit einer Kulisse wie im ­Heimatfilm, den Dolomiten vor der Haustüre, historischen Bauernhöfen wie im Freilicht­ museum, mit steilen Hängen, kantigen Felsen, zugefrorenen Bächen, geheimnisvollen Tierspuren und knirschendem Schnee. Und weil man so liegt, wie man sich bettet, schläft man im rustikalen „Gannerhof“ angenehm auf Villgratener Schafwolle. Der ehrwürdige Hof der Familie Mühlmann tarnt sich zwar als Bauernhaus, offenbart sich jedoch als 2-Hauben-­ Herberge. Mit köstlichem Lamm, Schlipf­ nudeln, Hirsch-Tartar usw. Ab 105 Euro p.P. im DZ mit 2-Hauben-HP. 9932 Innervillgraten 93, (+43 4843) 5240, www.gannerhof.at

St. Martins Therme und Lodge Hotel in Frauenkirchen/Burgenland

S(p)afari

Lust auf eine Entdeckungsreise im Winter? Mit den St. Martins-Rangern geht es durch die Steppenlandschaft im Nationalpark Neusiedler See. Tierspuren finden, Tierrufen lauschen, Tiere beobachten, die nicht grad Winterschlaf halten. Ausgangspunkt ist die St. Martins Therme & Lodge im Seewinkel mit ihrem einzigartigen Konzept aus Wellnesshotel und Naturabenteuer. Selbst das Spa ist von der Natur- und Steppenland-

schaft geprägt. So kann man zwischen Salzgras- und SteppenkräuterDampfbad, Schilfrohrsauna, Kieselsauna und der Pannonia-Sauna ­wählen. Paket „Winter mit Weitblick“: 2 Nächte plus HP, SeewinkelSafari usw. Ab 249 Euro pro Person im DZ. Im Seewinkel 1, 7132 Frauenkirchen, (+43 2172) 20500, www.stmartins.at


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10 | Winter und weg! relaxen im Alpe-Adria-Gebiet. im Ayurveda-Hotel, im designhotel, im bezaubernden Almdorf, im herrschaftlichen landgut, im Schihotel an der Piste usw. Prädikat: sehr entspannend

Info Kärnten

1 Feriendörfer Kirchleitn. Bergadvent in alten Kärntner Bauernhäusern in St. Oswald/Bad Kleinkirchheim. Witziges Angebot: 7 Tage übernachten und man kriegt Völkl-Ski im Wert von 449 Euro inkl. Bindung und Montage geschenkt. Allerdings nur von 1.-22. Dezember. Preis: 699 Euro. www.kirchleitn.com 2 Landgut Lindenhof. Wunderbares Refugium am Ossiacher See, der Lindenhof der Familie Ott. Ein Gemütliches Wellnesshotel, fünf Minuten vom Schigebiet Gerlitzen Alpe entfernt. Bezaubernd: der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt. BauernhofSuite ab 95 Euro pro Person Nacht/ Frühstück. www.ferienidyll­lindenhof.at 3 Lesachtal. Schneeschuhwandern in einem der schönsten Täler Kärntens. Zwischen Lienzer Dolomiten und Karnischen Alpen. Der Familienwanderhof Eggeler als idealer Ausgangspunkt und Winterquartier für Schneeschuhwandern. Mit Schneeschuhund Stöckeverleih, Trockenraum, Wanderkarten, Kaffeejause, Tourentee, Lunchpaket und Tourenführer. www.familienwanderhof.at, www.lesachtal.com

Steiermark

4 Wellness-Hotel Höflehner. Gemütliches Natur- und Wellnesshotel in der Obersteiermark direkt an der Piste des Hauser Kaiblings. Paket „Winterwunderland“: 7 Nächte, Schipass,

Schitag mit dem Chef, Glühwein, Gesichtsbehandlung, Massage – ab 946 Euro pro Person. www.hoeflehner.com 5 Almhüttendorf Turracher Höhe. Bezauberndes Almdorf mit zwei „Ortsteilen“ (Almdorf Turrach, Almdorf Sonnleitn) auf der Turracher Höhe. Top: Jede Selbstversorgerhütte ist mit einer finnischen Sauna ausgestattet. Die Chalets besitzen außerdem einen Whirlpool, die Lodges gar eine Panorama-Außensauna. Hütte Sonnleitn: Woche ab 659 Euro. www.almdorf­turrach.at

Burgenland

6 Wohnothek am Ratschen. Zehn moderne Wohnboxen hat der Burgenländer Winzer und Gastronom Josef Wiesler mitten in den Weinbergen von Deutsch-Schützen im Südburgenland aufstellen lassen. Ab 48 Euro pro Person mit Frühstück. www.wohnothek.at 7 Hotel-Therme Spa Larimar. Ayurvedafans aufgepasst! Im Winter sind Ayurvedameister aus Indien zu Besuch im Vier-Sterne-Superior-Hotel Larimar im burgenländischen Stegersbach. Paket ab 504 Euro für drei Nächte, inkl. Arztbesuch, AyurvedaBehandlungen. www.larimarhotel.at

Slowenien

8 Vander Hotel. Für einen perfekten Städtetrip im Winter. Das Vander Urbani Resort ist derzeit die trendigste Adresse in Ljubljana und noch dazu mitten in der Altstadt. Ziemlich

extravagant und stylisch die 16 Zimmer im Designhotel. Ab 145 Euro pro DZ. www.vanderhotel.com 9 Hotel Larix. Schifahren im slowenischen Weltcuport Kranjska Gora: 30 km Piste. Wohnen? Im Vier-SterneHotel Larix direkt an der Schipiste. Fünf Nächte ab 445 Euro pro Person im DZ. www.hitholidays­kg.si

Südtirol

Dolomiten Wellness Residenz Mirabell. Familiäres Fünf-SterneHotel in Olang im Pustertal, unweit von Bruneck. Im Winter lockt der Kronplatz, eines der schönsten Schigebiete Südtirols mit 100 km Piste. Übernachtung im DZ Morgentau ab 104 Euro pro Person, www.mirabell.it

Friaul

Hotel coppe. Shopping, Espresso schlürfen, Kaffee-Röstereien besuchen oder sich neue Ausstellungen ansehen. Triest im Winter – unbedingt! Tipp: das topmoderne VierSterne-Hotel „Coppe“, nur fünf Minuten von der Piazza d’Unità entfernt. Preis pro Person im DZ: 95 Euro, www.hotelcoppetrieste.it

Istrien

10 San Rocco. Istrien im Winter? Warum nicht? Das familiäre BoutiqueHotel „San Rocco“ in Brtonigla hat das ganze Jahr über geöffnet. Tolle Küche, bestens bestückter Weinkeller, eigenes Olivenöl, jede Menge Trüffel am Teller. Classic-DZ ab 119 Euro, www.san­rocco.hr


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Immer mit Golfschläger

Franz Klammer liebt Boutique-Hotels und Golfplätze, er mag keine Sturzflüge, würde nie eine Gondel kaufen und beantwortet hier unsere “25 Reisefragen”. HEINZ GRÖTSCHNIG Interview KÄRNTEN WERBUNG Fotos

An welche Reise erinnern Sie sich am liebsten? An mei-

ne erste. Ich war 14, wir fuhren nach Bulgarien, durch Belgrad, Sofia, es kam mir wie eine Weltreise vor. An welche am wenigsten gerne? An einen Flug nach Chile, da sind wir mit dem Flugzeug von 10.000 auf 1000 Meter heruntergefallen, das möchte ich nicht noch einmal erleben. Welches Hotel möchten Sie unbedingt noch einmal besuchen? Das Oriental Mandarin in New York hat

ein tolles Ambiente, auch das fast einen Kilometer lange Emirates Palace in Abu Dhabi ist toll. Am liebsten sind mir aber kleine Boutique-Hotels. Welches Hotel besuchen Sie nie mehr? Ich mag keine großen, unpersönlichen Kästen. Was taugt als Souvenir? Bei mir meistens ein Golfball Welches würden Sie nie kaufen? Offensichtliches – ­einen Eiffelturm in Paris, eine Gondel in Venedig Woran erkennt man den Massentouristen? An der

e­ igenartigen Kleidung und dass meistens einer mit Tafel oder Schirm vorangeht. Was nervt am Massentouristen? Dass es so viele sind – und dass man wegen ihnen oft warten muss. Welchen Geheimtipp im Alpe-Adria-Raum verraten Sie unseren Lesern? Das Almdorf „Seinerzeit“ am

­ alkert, die Villa Condulmer, ein romantisches F ­Hotel in Mogliano Veneto Drei Dinge, die das ideale Reiseziel auszeichnen. Es ist interessant, nicht leicht zu erreichen und stimmig. Für mich sollte es auch einen Golfplatz haben. Das beste Reiseziel für Schifahrer? Eines, wo es Schnee gibt. Welchen Nutzen ziehen Sie aus Reisen? Sachen ­kennen lernen, die fremd sind. In der Kultur, beim Essen. Ich fahr nicht nach Japan, um dort Wiener Schnitzel zu essen. Das ideale Reiseauto? Der Mercedes E-Klasse ­Kombi. Hat viel Platz, für Hund und Katz.

hotel12 – Art of life Aus einem ehemaligen Berggasthof auf der Gerlitzen Alpe ist mit hotel12 ein modernes “Kunst- und Lifestylehotel” entstanden: Ein einzigartiges Ambiente für Sportliche, Ruhesuchende und Genießer.

Während der Blick über die umliegenden Skipisten, den Ossiacher See und die Gerlitzer Bergkuppe schweift, verschwindet die Sonne hinter den Wolken und weicht einem klaren Sternenhimmel… Ein Szenario wie aus dem Bilderbuch, erlebbar auf der Gerlitzen Alpe auf 1.750 Metern Höhe im hotel12. 12 – in mehrfacher Bedeutung. Das außergewöhnliche „Kunst- und Lifestylehotel“ liegt an der 12. Kehre der Gerlitzen Alpenstraße, bietet seinen Gästen 12 Zimmer und Suiten, die von 12 internationalen Künstlern individuell gestaltet wurden. Jede Zimmertür trägt statt der üblichen Zimmernummer das Symbol eines der 12 chinesischen Tierkreiszeichen. Das einzigartige Ambiente vereint Kunst, Design und Industrie Chic – und Gemütlichkeit.

SPA, Genuss und Sport. Zum spektakulären Rundblick aus den Zimmern gesellt sich die köstliche alpenländische Küche des restaurant12. Entspannen lässt es sich im hoteleigenen SPA-Bereich mit finnischer Panoramasauna, Massageraum und Frischluftterrasse. Am Abend kann man herrlich in der Zigarrenund Weinlounge die Seele baumeln lassen. In der Umgebung des hotel12 lassen sich alle denklichen und unerdenklichen Sportarten ausüben: Im Winter von der Hotelterrasse direkt auf die Piste, im Sommer loswandern oder sich mit den hauseigenen Mountainbikes auspowern – bis hin zu Wassersport oder Paragleiten und Flugsegeln. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Reservierungen unter +43 4248 29621, online unter

www.hotel12.at oder per Email unter reservierung@hotel12.at Ski/SPA & Wine/Dine Arrangement: 4 Tage/ 3 Übernachtungen inklusive Frühstück und Abendessen, Panoramasauna/SPA, Massage, 2-Tages-Schipass und weiteren Annehmlichkeiten um 950 Euro für 2 Personen.

Kontakt

hotel12 management gmbh Gerlitzenstraße 55 A–9551 Bodensdorf phone: +43 4248 29621 info@hotel12.at www.hotel12.at


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25 reisefragen

Was hören Sie im Auto am liebsten? Je nach Laune: Manchmal Volkstümliches, auch Klassik. Die ­Musik sollte flott und aufmunternd sein. Die ideale Reiselektüre? Ein spannendes Buch. Das kann eines über den Zielort sein oder ein Roman, Krimi. Das wichtigste Reiseaccessoire? Der Golfschläger Computer – mitnehmen oder daheim lassen? Computer nehme ich keinen mit, es reicht das iPad. Wo kann der Wintersportler im Alpe-Adria-Raum am meisten sehen, lernen? Vom Großglockner aus hat man

welche Gegend? Schon eine moderne Zeit – mit

dem Orient Express in den Orient

Wohin geht die nächste Reise? In die USA, zum Schi-

fahren und Golfen. Ich verbinde gerne Job und ­Urlaub, kann aber nicht lange bleiben. 14 Tage an einem Ort, das halt’ ich nicht aus.

Letzte Frage: Sie können nicht wegfahren, haben aber Reisefieber. Was hilft dagegen? Aufs Radl setzen und

treten wie ein Narrischer. Oder eine Schitour ­machen, da kommt man auch herum. ■

den besten Überblick. Viel lernen kann man beim Pendeln zwischen den Alpe-Adria-Regionen, die Unterschiede sind das Interessante.

Sie sind Kärntner. Warum soll man nach Kärnten reisen?

Weil es dort am schönsten ist. Und weil es so ideal liegt, mit der Nähe zu Slowenien und Italien. Und warum nicht? Es gibt keinen Grund, nicht nach Kärnten zu fahren. Die Tagespolitik schalte ich als Urlauber ja weg. Das beste Essen in Kärnten? Bei den Trippolts in Bad St. Leonhard. Und meine Schwägerin im Gasthaus Klammer in Mooswald macht die besten Kasnudel. Welchen berühmten Menschen hätten Sie gerne als ­Reisebegleiter? Christoph Kolumbus Wenn es Zeitreisen gäbe – welche Zeit sollte es sein und

An der Quelle gesunden Lebens Wohlfühlen im 5 Sterne Ambiente

Entspannen Sie im Thermen-Vitalcenter auf 1800qm mit Innen- & Außenpools, Saunawelt, Laconium, Osmanischem Dampfbad, Whirlpool, Ruhezone und Parklandschaft. Im vibe Beautycenter und in der hoteleigenen Therapieabteilung werden Sie sich so richtig wohlfühlen: bei Massagen, Physiotherapie und Kosmetikanwendungen.

Das kostenfreie Bewegungs- und Aktivprogramm reicht von Qigong, Pilates, Walking, Yoga, Stretching bis hin zu Unterwassergymnastik und Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur. Eine Oase der Ruhe finden Sie im Park. Und abends verwöhnen wir Sie mit Köstlichkeiten aus unserer HaubenKüche. Das klingt doch gut, oder? Einzigartig: Baden am Ursprung

Eine der größten Warmbader Quellen strömt in das Thermal-Urquellenbecken und erneuert sich alle drei Stunden. Das ist einzigartig. Ein perlendes Erlebnis ist das Schwimmen über der Quelle und einzigartig wirksam zur Linderung von Beschwerden des Stütz- & Bewegungsapparates.

Zur Person Franz Klammer, Jahrgang 1953, ist von Beruf – Franz Klammer. Der Schiabfahrts-Seriensieger und Olympiasieger (1976) genießt ungebremste Beliebtheit, er ist Konsulent und wirbt u. a. für seine Heimat Kärnten. Klammer lebt mit seiner Familie in Wien.

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Die Quelle gesunden Lebens


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schitouren

Aufstiegsglück und Pulverfreuden

Powder, Firn, Bruchharsch, Frühlingssulz: Der Schnee hat viele Gesichter. Schitourengeher kennen sie alle. Bei kaum einer Wintersportart erlebt man die Natur so intensiv wie beim Tourengehen. JUTTA KALIAN TEXT CHARLY LAMPRECHT, CHRISTIAN WUTTE, GERALD SAGMEISTER FOTOS

D

er Schnee knirscht unter den Schiern, während man Schritt für Schritt den Berg hinaufsteigt. Still breitet sich die winterliche Landschaft vor einem aus – weit weg der lärmende Trubel, den man auf präparierten Pisten in Kauf nehmen muss. Weit weg auch ein Lift, der einen bequem in die Höhe bringt. Aber darauf kommt es Schitourengehern ohnehin nicht an: Ohne schweißtreibenden Aufstieg wäre das Gefühl, es aus eigener Kraft auf den Gipfel geschafft zu haben, nur halb so gut. Für viele ist das Oben-Ankommen der Höhepunkt, sie genießen vielleicht die mitgebrachte Gipfeljause oder versinken in den Ausblick auf die umliegenden Bergkuppen, für andere kommt der beste Teil erst: Die Abfahrt Schwung für Schwung durch den unberührten, glitzernden Schnee, bei der man die Welt rundherum schon mal vergisst.

Das ist der Stoff, aus dem die winterlichen Träume von 700.000 Österreichern sind: So viele Schitourengeher sind nach Schätzungen des Alpenvereins in den Bergen unterwegs – ganz klar, von einem elitären Sport kann schon längst nicht mehr die Rede sein. Nicht alle jedoch zieht es ins freie Gelände, etwa 80.000 sogenannte Pistengeher gehen ihre Routen auf oder in der Nähe von präparierten Pisten – vor allem in Schigebieten in der Nähe von Ballungszentren. Schitouren im ungesicherten Gelände sind Ausdauersport für Naturliebhaber inklusive Abenteuer: Denn zu 100 Prozent lässt sich eine Tour nie vorhersehen. Hat man das Gelände, Hanglage und Steilheit richtig eingeschätzt? Hält das Wetter, wie groß ist die Lawinengefahr? Jeder Tourengeher ist Risikomanager und Sportler in


Buchtipps

Skialpinismus in den Julischen Alpen West. 100 Skitouren. Montasio, Wischberg, Kanin, Mangart, Paul Ganitzer, ­Christian Wutte und Robert Zink, ­Versante Sud, 2012, 32 Euro. Skitouren, Aus­ rüstung – Technik – Sicherheit, Markus Stadler, Rother Bergverlag, 2012, 20,90 Euro. Skitouren Steiermark, Die 70 schönsten Ski­ touren mit GPS Daten und Aufstiegsprofilen, Paul und Peter Sodamin, Styria Regional, 2012, 29,99 Euro. Kärnten Süd: Julische Alpen Karawanken – ­Steiner Alpen. 50 Skitouren, ­ erald Sagmeister G und Christian Wutte, Rother Bergverlag, 2011, 13,50 Euro. Skitourengehen, Bernd Ritschel und Christian Schneeweiß, Bruckmann Verlag, 2011, 20,60 Euro.

einem. „Es ist ein gut beherrschbares Risiko,“, sagt Gerald Sagmeister, Berg- und Schiführer und Geschäftsführer der High life Alpinschule in Klagenfurt. „Man muss die ­Lawinengefahr berücksichtigen und darauf achten, in ­keine zu steilen Hänge einzufahren“, rät Sagmeister, der aus jahrzehntelanger Bergerfahrung spricht. Gute Vor­ bereitung ist ohnehin Pflicht, bevor man sich Schier und Felle anschnallt. Auch die persönlichen Voraussetzungen müssen stimmen: Blutige Schianfänger haben auf Schitouren genauso wenig verloren wie Sportmuffel: „Für die Abfahrt im Tiefschnee sollte man zumindest einen Parallelschwung auf der Piste beherrschen“, sagt Sagmeister. Grundvoraussetzung ist auch ein Mindestmaß an Kondition – schließlich handelt es sich bei Schitouren um Ausdauersport: Bei Ein-

steigertouren muss man mit etwa zwei bis drei Stunden Aufstiegszeit rechnen, für die Abfahrt sollten dann noch Kraftreserven übrig sein – „wenn jemand ein bisschen Sport betreibt, ist das aber zu schaffen“, beruhigt der erfahrene Schiführer. Von den Radstädter Tauern bis zu den Julischen Alpen, von den Lienzer Dolomiten bis zu den Seetaler Alpen kann man in herrliche Alpinlandschaften eintauchen – abseits von hippen Alpen-Hotspots, Massenschifahren und programmierter Hüttengaudi. Und spätestens wenn man wie schwerelos seine Spuren durch den schneeweißen, unberührten Powder zieht, haben präparierte Pisten ihre Anziehungskraft verloren. Die Felle anschnallen, so ahnt man, wird man noch oft. ■

Kärnten West: Radstädter Tauern bis Karnischer Hauptkamm – 50 Ski­ touren, Gerald Sagmeister und Christian Wutte, Rother ­Bergverlag, 2010, 13,50 Euro. Skitouren in den Südalpen II: 80 Traumrouten zwischen Laserzwand und Hochalmspitze, Robert Zink und ­Martin Assam, ­Carinthia Verlag, 2009, 29,90 Euro. Skitouren in den Südalpen: 80 Traumrouten in Kärnten, Slowenien und Friaul mit Tourenführer, Robert Zink, Carinthia Verlag, 2007, 29,90 Euro.


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Alpe-Adria-Schitouren

Cima Bella, Kosiak oder Reiterkarspitz: Klingende Namen aus dem AlpeAdria-Raum. Und vor allem herrliche Schitouren, von denen jede ihren ganz speziellen Reiz hat. Wir haben drei Experten nach ihren Tipps für die schönsten Schitouren im Alpe-Adria-Raum befragt:

Charly Lamprecht

Der gebürtige Osttiroler charly Lamprecht hat schon im Alter von 4 Jahren seine erste Wand erklettert, seine BergLeidenschaft hat er seither als Berg- und Schiführer und Geschäftsführer des Alpincenters Kötschach-Mauthen an zahlreiche Menschen weitervermittelt.

Kellerscharte. 2.522 Meter. Karnische Alpen (Italien)

Herrliche Tour in ein schönes Kar, umrahmt von den Felswänden der Kellerspitzen und der Kellerwarte. Sehr sonnig – mit etwas Wetter­ glück sieht man bis zur Adria. Ausgangspunkt: Vom Gailtal (A2-Ausfahrt Hermagor) über den Plöckenpass Richtung Timau bis zur Abzweigung der Forststraße ins Val Grande (1.107 Meter). Parkplatz. 8 Kehren ab Passhöhe. Route: Vom Ausgangspunkt folgt man kurz der Forststraße bis rechts der Sommerweg zur Collina-Alm abzweigt. Auf 1.300 Metern Höhe erreicht man wieder den Forstweg und kurz darauf freies Gelände. Nun immer Richtung Westen aufwärts ins Tal hinein, die Val. Collina-Alm befindet sich rechts (südlich). Auf etwa 1.400 Metern erreicht man die Abzweigung ins schmale Tal, in nordwestlicher Richtung zwischen Felsen aufsteigend bis in den sogenannten Keller. Jetzt eindrucksvoll zwischen steil abfallenden Felsen recht flach bis in den hinteren Keller (2.400 Meter). Je nach Schneeverhältnissen und Können wird im letzten, sehr steilen Aufschwung das Schidepot gemacht und meist mit Steigeisen bis zur Kellerscharte aufgestiegen. Abfahrt wie der Aufstieg, ab 1.300 Höhenmetern über die Forststraße zurück zum Ausgangspunkt (eine Schiabfahrt von der Scharte ist wohl nur sehr guten Schifahrern bei besten Verhältnissen vorbehalten). Schwierigkeit: Bis unter die Scharte: mittel; Aufstieg in die Scharte: schwer Höhenunterschied: 1.415 Meter Gehzeit: 4 bis 5 Stunden Kartenmaterial: Tabacco Blatt 09

Rauchkofel. 2.460 Meter. Gailtal (Kärnten)

Landschaftlich großartige Schitour in freiem, nicht allzu steilem Gelände im Angesicht der höchsten und wildesten Karnischen Gipfel. Ausgangspunkt: Von Kötschach-Mauthen Auffahrt Richtung Plöckenpass bis zur Abzweigung Valentinalm (1.050 Meter), dort befinden sich Schranken und ein Parkplatz. Route: Der Forststraße folgend über die Brücke, dann links abbiegen über den Sommerweg und die Rodelbahn zur unteren Valentinalm (1.200 Meter). Von dort entlang des Sommerweges, die Serpentinen des Forstweges abkürzend, bis kurz vor die Stelle, wo die Straße den Valentinbach überquert. Nun rechts weiter der Sommermarkierung folgend, immer rechts vom Bach zur oberen Valentinalm. Dann im freien Gelände westlich aufwärts ins Tal zwischen Hoher Warte und Rauchkofel bis zum Valentintörl (2.138 Meter). Vom Törl Richtung Norden durch eine steile Rinne zum herrlichen Südhang und über diesen zum Gipfel. Abfahrt wie der Aufstieg zur oberen Valentinalm. Von hier leicht rechts haltend zuerst über schöne freie Hänge schwingend talwärts und über die Forststraße zurück zum Ausgangspunkt. Schwierigkeit: mittel Höhenunterschied: Ca. 1.410 Meter Gehzeit: 4 Stunden Kartenmaterial: Tabacco Blatt 09

Reiterkarspitz. 2.422 Meter. Osttirol

Sicherlich eine der lohnendsten und schöns­ ten Schitouren im Tiroler Gailtal. Bereits Ende November findet man hier oft schon sehr gute Schneeverhältnisse vor. Speziell um den Jahreswechsel herum ist dieses Gebiet ein heißer Tipp für gute Schneeverhältnisse. Ausgangspunkt: Von Sillian über Kartitsch nach Obertilliach bis zum Ortsteil UntertilliachWinkl, etwa 3 Kilometer von Obertilliach entfernt. Dort bei Hopfgarten nach Süden abzweigen und zu den Soldhäusern, Hinweisschild „Tilliacher Hof“, bis zum Parkplatz. Route: Direkt an den alten Holzhäusern vorbei geht es auf einem Fahrweg entlang des Winkler Baches ins Winkler Tal – Markierung Nummer 456 Richtung „Hochspitz“. Der Fahrweg ist häufig durch Motorschlitten gut präpariert, nach gut 3 Kilometern erreicht man die Gartlhütte (1.565 Meter). Hinter der Gartlhütte kommt man zum Talschluss des Winkler Tales, darüber erheben sich rechts (westlich) die weiten, unbewaldeten Osthänge der Reiterkarspitze, über die man bis zum Gipfel der Reiterkarspitze aufsteigt. Abfahrt wie Aufstieg. Schwierigkeit: mittel Höhenunterschied: Ca. 1.200 Meter Gehzeit: 3,5 Stunden Kartenmaterial: Kompass WK 47


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Christian Wutte

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christian Wutte lebt in Feistritz im Rosental am Fuße der Karawanken, die schon in seinen Jugendjahren eine Anziehungskraft auf ihn hatten. Seitdem lebt er seine Passion vor allem beim Schitourengehen und Alpinklettern aus – und als co-Autor mehrerer Tourenbücher.

schitouren

Zirbitzkogel. 2.396 Meter. Seetaler Alpen (Steiermark)

Schöne Aussichtslage und gemütliche Hütte gleich unter dem Gipfel des Zirbitzkogels, der auch viele Schitourengeher aus Kärnten anzieht. Ausgangspunkt: Von Klagenfurt über St. Veit und Friesach auf der B85 bis kurz vor Neumarkt, dort rechts auf der B92 bis Mühlen. Von Mühlen über eine großteils asphaltierte Bergstraße zur Tonnerhütte (Schilift) auf 1.594 Metern. Route: Vom Parkplatz bei der Tonnerhütte quert man auf die rechte Seite des kleinen Schlepplifts und folgt vorerst der Piste in nordwestlicher Richtung. Nach 200 Höhenmetern erreicht man die Hohe Halt auf 1.800 Metern, ein flacher Almboden mit Wegkreuz und einem Stuhl aus einem Baumstamm gebaut. Weiter dem gekennzeichneten Wanderweg folgend auf einem schwach ausgeprägten Rücken bis auf eine Höhe von 2.000 Metern und dann den Hang in einer Rechtsschleife Richtung Südwest aufsteigen bis der Kamm (2.200 Meter) erreicht wird. Jetzt dem Kamm folgend Richtung Norden auf den Gipfel. Schwierigkeit: leicht bis mittel Höhenunterschied: 802 Meter Gehzeit: 2 Stunden Kartenmaterial: Freytag & Berndt WK 212

Malerische Ruhe

Bad Blumau FTOTOS: TOURISMUSVERBAND BAD BLUMAU / ANZEIGE

Eintauchen in die Ruhe und Kraft der Natur.

F

riedensreich Hundertwasser gestaltete in der Steiermark mit dem Rogner Bad Blumau das größte bewohnbare Gesamtkunstwerk und ein Vorzeigeprojekt im Einklang mit der Natur. Lassen Sie bunte Farben und Wärme in die graue Winterzeit. Erleben Sie die 8.500 m² große Thermallandschaft mit zahlreichen Außen- und Innenbecken, Vulkania Heilquelle mit Heilsee und Unterwassermusik im Rogner Bad Blumau. Beim Thermeneintritt weiters inklusive großzügige Saunalandschaft, Fitnessraum und Räucherrituale, 1 Leihbademantel und 2 Leihbadetücher.

• 3 Nächtigungen mit regionalem Frühstück bzw. Frühstücksbuffet • 2 Tageseintritte in die Thermen Rogner Bad Blumau (9-23 Uhr) • 1 Konsumationsgutschein für die Thermengemeinde Bad Blumau Preis pro Person ab € 132,-

Zweisamkeit

• 3 Nächtigungen mit regionalem Frühstück bzw. Frühstücksbuffet • 1 reservierte Kuschelliege für Zwei • 1 Essen bei Kerzenschein beim „Der Dorfwirt“ Bad Blumau (4 Gänge) Preis pro Person ab € 154,Info und Buchung: Tourismusverband Bad Blumau Hauptstraße 113 · 8283 Bad Blumau Tel.: 0043 3383 2377 · info@bad-blumau.com www.bad-blumau.com


Forca de la Val (Cregnedul Scharte). 2.352 Meter. Julische Alpen (Italien)

Schneesicherheit, südseitig und daher mit Quasi­Sonnengarantie und dramatische Einrah­ mung von der wilden Felslandschaft der Juli­ schen Gipfel – kein Wunder, dass die Cregnedul Scharte zu den beliebtesten Schitouren zählt. Ausgangspunkt: Von Villach über die Autobahn bis Tarvisio, weiter über Bundesstraße südlich nach Cave del Predil und zum Lago di Predil. Dort Richtung West abzweigen nach Sella Nevea (1.190 Meter), beim Schlepplift knapp nach dem Sattel gibt es nördlich der Straße mehrere Parkmöglichkeiten. Route: Vom Parkplatz folgt man über den ersten Aufschwung dem Schilift und quert danach auf circa 1.300 Metern in einer Kehre auf die Forststraße. Der Forststraße am besten nur 500 Meter folgen, um dann über den links abzweigenden Wanderweg abzukürzen. Kurz

Kosiak (Geißberg). 2.024 Meter. Karawanken (Kärnten) Gern besuchter Schigipfel mit wunderbarer Aussicht auf das Rosental, die Karawanken­ kette und die Julischen Alpen. Die Westschul­ ter bietet den gesamten Winter meist sichere und gute Schneeverhältnisse. Ausgangspunkt: Von Klagenfurt oder der Karawankenautobahn (Abfahrt St. Jakob ) kommend nach Feistritz im Rosental. In Feistritz der Straße ins Bärental folgen und über die asphaltierte Bergstraße weiter bis zur Stouhütte auf 960 Metern (Winterausrüstung bzw. Ketten unter Umständen erforderlich). Route: Vom Parkplatz entlang der markierten Forststraße bis zur Johannsenruhe (1200 Meter). Hier verlässt man in beibehaltener Richtung rechts die Forststraße (oder etwas länger auf der Forststraße bleibend) und erreicht auf der rechten Seite des Grabens

unter der Alm auf 1.420 Metern stößt man in einer Kehre erneut auf den Forstweg, der knapp nach der Kehre wieder abgekürzt werden kann. Im freier werdenden Gelände erreicht man die schöne Alm Casera Cregnedul di sopra auf 1.515 Metern. Rechts an den Almhütten vorbei über vorerst noch leicht bewaldetes Gelände zu schönen Almböden. Von hier kann man schon den Sattel zwischen Modeon del Buinz und Monte Cregnedul erkennen. Ab der Karmulde auf etwa 1.800 Metern am besten in einer Rechts-Links-Schleife bis auf einen Rücken aufsteigen und dann steiler werdend in Spitzkehren bis zu den Felsen knapp unter dem Sattel. Direkt an der Felswand ist ein schöner Rastplatz bzw. Schidepot für den weniger versierten Tourengeher, denn die letzten Meter zum Sattel sind sehr steil. Schwierigkeit: mittel Höhenunterschied: 1.162 Meter Gehzeit: 3 Stunden Kartenmaterial: Kompass WK 064

nach circa 10 Minuten das Hochstuhlkar. Weiter in gleicher Richtung leicht ansteigend bis zum Fuß des Ölbergs (1360 Meter). Hier scharf links abbiegen und nach ein paar Höhenmetern immer steiler werdend, wobei man die Forststraße zur Klagenfurter Hütte quert, über eine freie Waldlichtung auf die Matschacher Alm. Von den Almhütten erreicht man direkt die Westschulter. Entlang des Westrückens geht es immer steiler in Spitzkehren zum Gipfel. Die Abfahrt folgt der Aufstiegsroute – oder bei günstigen Verhältnissen (Firn) direkt über die Südflanke. Von der Alm kurvt man über den Ölberg bis in das Hochstuhlkar, über das man die Forststraße erreicht, die zurück zum Parkplatz führt. Schwierigkeit: Anstieg leicht; Gipfelanstieg ab Matschacher Alm mittel Höhenunterschied: 1100 Meter Gehzeit: 3,5 Stunden Kartenmaterial: Freytag & Berndt WK 234, 233

Gerald Sagmeister

Die Berge sind für Gerald Sagmeister seit Jahrzehnten Lebens- und Arbeitsplatz – vom Yosemite Valley bis zur Eigernordwand. Der Berg- und Schiführer ist außerdem Geschäftsführer der Alpinschule High Life in Klagenfurt und co-Autor mehrerer Schitouren-Bücher.

Königstuhl. 2.336 Meter. Nockberge (Kärnten) Ideale Schitour für Einsteiger mit wunderschönem Ausblick in die Karawanken und Julischen Alpen und sogar über die Hohen Tauern bis zu den Nordalpen. Ausgangspunkt: Von der Tauernautobahn (A10) die Abfahrt Gmünd nehmen über Kremsbrücke nach Innerkrems. Von dort weiter über die asphaltierte Bergstraße ins Schönfeld (Winterausrüstung, ev. sogar Ketten, erforderlich). Bei Dr.-Josef-Mehrl-Hütte Parkplatz (1.730 Meter). Route: Über die Straße vom Parkplatz bei der Dr.-Josef-MehrlHütte und entlang der Langlaufloipe Richtung Süden ins Rosanintal. Danach über die Esslalm und die Rosaninalm in den Talschluss, Richtung Südwesten bis zum Rosaninsee. Es geht weiter über den anschließenden Steilhang und mit einigen Spitzkehren in die Königstuhlscharte. Von dort gemütlich über den Nordwestrücken zum Gipfel. Die Abfahrt gleich wie die Aufstiegsroute bis aufs Plateau beim Rosaninsee, welches man in Richtung Nordosten quert (links von der Aufstiegsspur), dann schwingt man bis zur Langlaufloipe und zurück zum Parkplatz. Schwierigkeit: leicht bis zur Königstuhlscharte, danach mittel Höhenunterschied: 610 Meter Gehzeit: 2 Stunden Kartenmaterial: Freytag & Berndt WK 202


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Aignerhöhe. 2.105 Meter. Radstädter Tauern (Salzburg)

Wenn die Schneelage Touren in nicht so hoch gelegenen Gebieten nicht zulässt, emp­ fiehlt sich die Fahrt ins wetter­ technisch meist begünstigte Zederhaustal. Ausgangspunkt: Von Kärnten kommend über die Tauernautobahn (A10), nach dem Katschbergtunnel bei Mautstelle St. Michael abfahren, dann nach Zederhaus. Von Zederhaus Richtung Riedingtal bis nach Wald (1.340 Meter), wo man am Ende der Landstraße beim Tauerntunnel Südportal parken kann. Route: Auf der Fahrstraße ins Riedingtal, nach zwei Kurven Richtung Westen – bis ein Fahrweg nach rechts, zurück Richtung Osten abzweigt. Diesem folgt man ins Tal des Großen Kesselbachs bis zur Muhreralm (1.642 Meter). Bei den Hütten rechts haltend über einen Ziehweg aufwärts zur Aigneralm gehen, dann immer ziemlich genau Richtung Südosten, unter der Stromleitung durch Richtung Aignerhöhe. In großzügigen langen Schleifen lässt sich dann der Gipfel über freie Nordwesthänge erreichen. Abfahrt nahe der Aufstiegsspur. Schwierigkeit: leicht Höhenunterschied: 770 Meter Gehzeit: 3 Stunden Kartenmaterial: Freytag & Berndt WK 202

Cima Bella (Schönwipfel). 1.913 Meter. Karnische Alpen (Italien/Kärnten)

Unvergesslich brennt sich die Aussicht vom Schönwipfel ins Gedächtnis ein: Die Einsteiger­ tour ist aber nicht nur deshalb lohnend, sondern auch, weil der Berg den Hochwinter hindurch herrliche Pulverschnee-Erleb­ nisse garantiert. Ausgangspunkt: Über die Tauernautobahn (A10) nach Tarvis, von dort auf der Bundesstraße nach Ugovizza. In Ugovizza rechts ins Valle die Ugovizza einbiegen und entlang der Bergstraße (Winterausrüstung erforderlich, unter Umständen auch Ketten) bis zum Parkplatz der Osteria del Camoscio (1.130 Meter). Route: Vom Parkplatz des Gasthauses nimmt man den Forstweg in Richtung Westen, bis sich der Wald zu lichten beginnt. Dann geht es über freie Flächen in die Scharte (1.815 Meter) zwischen dem Monte Cocco und dem Schönwipfel. Von dort nach rechts Richtung Norden und in einer halben Stunde gemütlich bis zum Gipfel. Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsroute, wobei man im lichten Waldstück einige Varianten wählen kann. Schwierigkeit: leicht Höhenunterschied: 800 Meter Gehzeit: 2,5 Stunden Kartenmaterial: Kompass WK 60


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Info Schitouren Risiko minimieren

Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) empfiehlt, sich in Schitouren- und Lawinenkursen auf die alpinen Risiken vorzubereiten. Folgendes sollte man bei jeder Schitour beachten: Grundvoraussetzungen sind gute körperliche Verfassung und sorgfältige Vorbereitung. Informationen über Länge, Höhendifferenz, Schwierigkeit der Route holt man sich aus Karten, Führerliteratur, Internet und Experten wie Berg- und Schiführern. Mit besonderer Genauigkeit ist der Wetterbericht zu studieren: Bei starkem Wind und Nebel erhöht sich das Unfallrisiko, weil man dann das Gelände nicht mehr einschätzen kann. Eingehend ist der Lawinenlagebericht zu studieren – per Anruf beim regionalen Lawinenwarndienst oder Internet: Wie hoch ist die aktuelle Lawinenwarnstufe (Anfänger sollten nur bis Stufe drei auf den Berg gehen), wo sind Gefahrenstellen und Gefahrenquellen? Der nächste Check vor Tourbeginn gilt der Ausrüstung. Idealerweise geht man Schitouren in kleinen Gruppen: Damit ist das Lawinen-Auslöse-Risiko nicht so hoch und man kann sich gegenseitig helfen. Alleingeher sollten immer vertraute Personen über Ziel, Route und geplante Rückkehrzeit informieren. Am Berg regelmäßig Pausen einlegen (ideale Durstlöscher sind heiße, isotonische Getränke, Energie geben Müsliriegel, Trockenobst oder Kekse). Wichtig ist, ständig das Lawinenrisiko abzuwägen, indem man die Umgebung auf Gefahrenzeichen überprüft (lawinenkundliches Beurteilungsvermögen). Beim Aufstieg in Steilhänge (mehr als 30 Grad Hang­ neigung) 10 Meter Entlastungsabstand einhalten, bei der Abfahrt grundsätzlich im Abstand von 30

Metern fahren (bei sehr steilen Hängen einzeln fahren). Die häufigste Unfallursache sind laut ÖAV übrigens Stürze bei der Abfahrt: Daher Geschwindigkeit dem Können anpassen, Helm ­tragen. Last but not least: Weil Schitourengehen ein Naturerlebnis ist, sollte man diese auch respektvoll behandeln – keine Abfälle zurücklassen, Auffors­ tungsflächen und Schutz- und Sperrgebiete nicht betreten. ­Keinen Lärm machen, um Wildtiere nicht zu verschrecken.

Grund-Ausrüstung

Tourenschi: Der ideale Tourenschi ist ein Allrounder, d.h. er sollte beim Aufstieg leicht sein und bei der Abfahrt gute Fahr­ eigenschaften haben, um sich in allen möglichen Schneearten, von vereist bis Pulver, zu bewähren. Gerald Sagmeister und Chris­ tian Wutte empfehlen Carvingschi mit gemäßigter Taillierung. Der Trend geht zu mehr Breite und geringerem Gewicht: Durch die größere Auftriebsfläche liegt der Schi besser am Schnee auf und man bricht nicht so leicht ein. Im Tourenschi-Bereich greift die Rocker-Technologie immer mehr um sich: Dank ihrer Schi-Aufbiegung sind Rocker wendiger und gleiten besser durch den Tiefschnee. Steigfelle: Ein Steigfell muss an die Maße des Schis angepasst sein und richtig behandelt und gepflegt werden, ansonsten kämpft man beim Aufstieg mit sich ständig lösenden Fellen oder Stollenbildung. Dreck oder Baumnadeln am Kleber mit Pinzette entfernen (bei zu viel Schmutz Kleber erneuern). Felle nie ohne Schutzfolie zusammenlegen oder lagern, die Klebefläche darf nicht verschmutzen oder austrocknen. Nicht am Heizkörper trocknen, sondern langsam bei Zimmertemperatur. Regelmäßig mit

Imprägniermittel behandeln, um die Gleiteigenschaften zu erhalten. Schibindung: Eine Tourenbindung muss sich an der Ferse anheben lassen und sollte die Möglichkeit bieten, Harscheisen anzubringen (diese verhindern Abrutschen). Tourenschischuh: Ein Tourenschischuh muss leicht sein und stabil und im Unterschied zu herkömmlichen Schischuhen über eine griffige Profilsohle verfügen. Schistöcke: Herkömmliche Schistöcke kann man zwar verwenden, praktischer sind aber zweiteilige Schistöcke, die sich leicht im Rucksack verstauen lassen und deren Länge man je nach Situation einstellen kann.

Sicherheits-Ausrüstung Ein LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät) ist das Wichtigste, das immer mit auf Tour muss (mit neuen Batterien!), zusammen mit Lawinensonde und Lawinenschaufel zur Ortung und Bergung eines Verschütteten.

Rucksack

Ideal sind Rucksäcke mit Außenfächern für Lawinensonde und -schaufel, damit man diese im Notfall sofort griffbereit hat. Es gibt auch Modelle mit integrierten Rückenprotektoren, die bei Stürzen schützen. In den Rucksack gehören Erste-Hilfe-Packerl, Biwaksack, Sonnencreme, Jause und Getränk, Karte, Kompass, Höhenmesser, GPS-Gerät, Lampe, Handy.

Bekleidung

Bei der Bekleidung für Schitouren gilt dasselbe Prinzip wie bei ­anderen Bergsportarten: Es sollte nach dem Zwiebel- oder Schichtenprinzip vorgegangen werden – also die erste Schicht Funktionsunterwäsche, dann eine wärmeregulierende Fleece-Schicht und

darüber Tourenhose und -jacke. Blasen bekommt man übrigens meistens wegen schlecht sitzender Socken. Nicht vergessen: Sonnenbrille, Kopfbedeckung als Sonnenschutz. Zum Aufstieg empfiehlt es sich, dünne Handschuhe anzuziehen (mit denen man problemlos hantieren kann), am Gipfel und bei der Abfahrt sind dicke Handschuhe ideal.

Handy

Vorher prüfen, ob es voll aufge­ laden ist, bei Kälte am Körper ­tragen – aber nie in derselben Tasche wie das LVS-Gerät (Mindestabstand 30-40 cm), damit die Frequenz des LVS-Geräts nicht gestört wird. Die wichtigste Nummer: Euronotruf 112. In Schluchten oder engen Tälern kann es zu „Funkschatten“ kommen, d.h. der Empfang ist beeinträchtigt oder ganz weg, auch schlechtes Wetter (Nebel, Schnee, Regen) verschlechtert den Empfang. Wenn der Empfang über den aktuellen Handy-Anbieter schlecht ist, kann man Folgendes probieren: Handy abschalten, wieder einschalten, statt dem PIN-Code Notruf-Nummer 112 eingeben – dann sucht das Handy automatisch das ­stärkste Netz für den Notruf.

Internet

www.mountaininfo.eu/ski/ skitouren.html www.alpinesicherheit.at www.highlife.co.at www.bergfuehrer.at

Wetter:

Ö: www.zamg.ac.at, www.oeav.at/portal/wetter Slowenien: http://meteo.arso. gov.si/met/en/ Italien: www.osmer.fvg.it/EN

Lawinenwarndienste: Ö: www.lawine.at Europa: www.lawinen.org


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Ready for snow

Jetzt hat er uns (endlich oder leider?) wieder – der Winter. Mit welchem Untersatz Sie per pedes garantiert rutschfrei unterwegs sind oder welchen speziellen Handschuh Smartphone-User unbedingt erstehen sollten – das und viele andere Wintertrends erfahren Sie hier. BIRGIT SACHERER TEXT HERSTELLER FOTOS

ƒ Schluss mit „Durchzug“

FOTO: ODLO

Odlo hält was es verspricht. Nur, ob die „eingebaute“ Gesichtsmaske auch wirklich Peeling-tauglich ist, muss man(n) und frau selbst herausfinden. Die neue hochfunktionelle Sport-Unterwäsche bietet dank der weichen und aufgerauten Innenseite perfekte Wärmeisolation und optimalen Feuchtigkeitstransport. Der ergonomische Schnitt passt sich dem Körper an, die Flachnähte garantieren kein Zwicken mehr an den Druckstellen. Die integrierte Gesichtsmaske schützt vor Wind und Kälte und garantiert, dass vom Genick abwärts kein Lüfterl mehr einzieht. Für Ladies in Pink, Weiß und S<chwarz. Herren müssen sich mit „black is beautiful“ begnügen. Preis: € 69,99.

ƒ Outdoorhut, lebenslang

FOTO: CArInTHIA/GOLDECK

Und es muss ja nicht immer eine (Woll)Haube sein. Tilley Hats aus dem fernen Canada ist seit FOT mehr als 30 Jahren führender Huttrendsetter. Für O: T ILLE Y HE frostige Zeiten bietet er einen coolen Outdoorhut ATS – inklusive herausklappbaren Ohrwärmern. Der Hut besteht aus einer Mischung aus Wolle, Polyester und Polyurethan und ist wasserabweisend. Der Hersteller garantiert dank elf unterschiedlicher Konfektionsgrößen jedem die ideale Passform. Übrigens: wer einen solchen Hut kauft, muss rund 95 Euro hinblättern – aber wo sonst gibt’s lebenslange Garantie auf Hüte und welcher Hersteller versichert seine Produkte? Tilley Heats tuts – bei Verlust gibt’s einen Neuen zum halben Preis. Infos: www.tilley-hats.de

 WÄRMESPENDER

 Zebra, pfeilschnell

Tiefschneefans aufgepasst: Wer abseits der Pisten gerne nach jungfräulichen Hügeln Ausschau hält, sollte bei nächster Gelegenheit die Kultlatten von der Pfeilski Manufaktur testen. Die eine hört, da die Deckschicht aus Holzfurnier im Zebramuster besteht, auf den Namen Zebrano. Das andere Brettl heißt Pfeilschnell – und ist es auch. Produziert werden die Skier aus erstklassigem Eschenholz in Sandwich-Bauweise. Wer sich bereits diesen Winter eines der beiden Handwerksstücke „mit bayrischem Pass“ anschnallen möchte, muss Geduld haben. Denn produziert wird nur auf Anfrage und nach individueller persönlicher Beratung vor Ort. Lieferzeit: zirka acht Wochen,.Kosten? Ein Tausender. Mehr Infos auf www.pfeilski.com

Leicht, warm und gut isoliert. Als zweite Lage zwischen Funktionsunterwäsche und Schutzschicht bei winterlichen OutdoorAktivitäten eignet sich das G-Loft Ultra Jacket von Carinthia. In der Übergangszeit verwandelt sich diese in einen optimalen Begleiter für Trekking und Freizeit. Dank der ultraleichten Füllung aus feuchtigkeitsunempfindlichem Kunstfaservlies bringt das gute Stück aus dem Hause Goldeck Textilien aus Seeboden nur 385 Gramm auf die Waage und passt, wenn man diese besonders klein zusammenlegt, in jeden noch so kleinen Rucksack. Von Größe XS bis XXL ab 140 Euro erhältlich.


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ƒ Der Alle-Daten-Handschuh

FOTO: ALPInA

FOTO: KOCHALPIn

FO TO :Z An IEr

Wir hinterlassen Spuren, aber nicht nur im frischen Pulverschnee. Auch im WWW – wenn wir die Pisten hinunterflitzen. Während der Fahrt können Höhenmeter, Geschwindigkeit, Distanz, Dauer und weitere Daten der Tour angezeigt werden. Das GPS navigiert den Wintersportler bei jedem (Sau)Wetter sicher durch eine geplante Tour, Abfahrt oder zurück zum geparkten Auto. Am Computer können die Outdoor-Erlebnisse dokumentiert und im Web angezeigt werden. Das Display befindet sich am Daumen – so können auch während langsamer Fahrt Daten abgelesen werden. Die Laufzeit des GPS beträgt bis zu 20 Stunden. Der Handschuh mit Outdoor-Computer wird in edler Verpackung inklusive USB-Stick, USB-Kabel und integrierten Lithium-Ionen-Akkus als Limited Edition ausgeliefert. Den Handschuh für Technikverliebte, Modell X-Plore.XGX von Zanier, gibt es um € 229,95.

 Rutschfrei – auch bei Glatteis

Auch wenn die Prognose akutes Glatteis vorhersagt – mit Snowline Spikes von „Kochalpin“gibt’s garantiert keine Rutschpartie mehr. Die sind razfaz über jeden Winterschuh gezogen. Die Snowline Spikes bestehen aus 1 Zentimeter langen, gehärteten Edelstahlspitzen, dank des Metallbügels im Frontbereich ist ein Verrutschen ausgeschlossen. Erhältlich in guten Sportstores.

FOTO: UvEX

r nIE : ZA TO O F

 Durchblick mit Retrostyle

Die (Ski)Brille ist eines der wichtigsten Accessoires für Wintersportler und längst nicht nur mehr Schutz, sondern stylisches Ikon. So hat etwa Uvex das Modell Downhill 2000 aus den 70ern wiederaufstehen lassen. Modelle mit GPS-Funktion gibt’s auch. Das Modell M-TECH ist mit einem innovativen magnetischen Scheibenwechselsystem ausgestattet. Fogstop-Beschichtungen bei allen Modellen mittlerweile Standard. Erhältlich sind die Modelle beim Optiker (teilweise via Vororder) oder im gut sortierten Fachhandel.

‚ Langlauf: der Bessergleiter

Der neue Outdoor-Trend heißt OfftrackCruising. Was man dazu braucht? Ein bisserl Schnee, ein bisserl Zeit und den neuen Langlaufski Spider 62 von Fischer. Dem reichen schon ein paar Zentimeter der weißen Pracht fürs Langlaufvergnügen. Spider 62 erzielt mit leicht geöffneten Skispitzen einen AufschwimmEffekt in der Schaufel und ist dadurch mit weniger Kraftaufwand leichter und schneller zu drehen. Zudem sorgt er für perfektes Gleitverhalten bei weichen Bedingungen in unpräpariertem Gelände. Zum Schi (179 Euro) gibt’s auch passende Schuhe (Offtrack 5, ab € 129,95) die dank integriertem Schneeschutz und Wool Living die Füße auch bei längeren Touren kuschelwarm halten.

FOTO: HAnwAG

 TAKKU – Filz am Fuß

Hanwag schustert nun auch mit Filz. Der bayrische Bergschuster hat sein Portfolio um einen kuscheligen Schlapfen erweitert. Getauft auf den Namen TAKKU bietet das filzige unisex-Modell dank hoch geschnittener Fersenkappe ausgesprochen guten Halt. Dank der dünnen Gummisohle hat man auf rutschigem Boden gute Haftung und kann auch kurz ein paar Scheiter Holz im Zubau holen, ohne sich nasse Füße zu holen. Die zusätzliche Filz-Einlegesohle bietet großen Frostbeulen Paroli. TAKKU gibt es von Größe 36 bis 48 in den Farben erde und charocal –via OnlineShopping. www.hanwag.de

ƒ SMS-TipperHandschuhe

Es piepst im Hosensack. Soll ich oder soll ich nicht – die Handschuhe ausziehen? Bei zehn Grad Minus! Und wenn die Finger zittern, ist simsen eine Herausforderung. Ab sofort ist das Bedienen eines Smartphones oder Tabletts bei Außenfrost ein Leichtes. Vorausgesetzt man hat die richtigen Handschuhe an. Das Strickmodell E-Touch GTX von Zanier mit leitfähigem Material auf Zeigefinger und Daumen ermöglicht das Benutzen von Touchscreens. Gibt’s um 9,90 Euro im Fachhandel.

ƒ Aufblasbarer Kufentreter

Mit diesen Eishockeyschuhen ist man(n) seinen Gegnern garantiert eine Nasenlänge voraus: Der Reebok White K Pump bietet mehr Komfort, einen thermoverformten Kern und besten Halt. Dank der PUMP-Technologie, die Reebok bereits in den 90ern einsetzte, kann man(n) den Knöchelbereich per Knopfdruck mit Luft füllen – und jederzeit auch wieder „entleeren“. Leerräume am Knöchel werden „luftig“ geschlossen, das ergibt eine individuellere Passform. Die atmungsaktive Außensohle aus Glasfaserverbundstoff maximiert die Kraftübertragung. Preis ab € 249.-


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Pulver-Pisten-Paradies

Sehnsucht nach Tiefschnee, wirbelnden Flocken und Hütten-Gaude? Schladming hat alles. Der Schi-WM-Ort 2013 lockt mit hinreißenden Bergen, Hunderten Pistenkilometern, einem Langlaufparadies, neuen Restaurants und Après Ski. WERNER RINGHOFER Text Schladming-Dachstein/ikarus.cc, Österreich-Werbung/Steiner, Steiermark Tourismus/Raffalt, Himsl, photo-austria.at, ikarus.cc; art redaktionsteam, Ringhofer, Beigestellt Fotos

K

aum zu glauben, dass hier in wenigen Monaten ein paar waghalsige Typen auf zwei dünnen Kunststofflatten mit 100 km/h und mehr den Berg hinunter schneiden. Noch ziehen ein paar Kühe versonnen kauend ihre Runden. Ein paar Meter entfernt leuchtet auf der Terrasse der Holzhackerstube in Schladming die dampfende Rindsuppe mit Frittaten und Karotte um die Wette mit der Sonne. Einer der letzten Herbsttage, an denen man noch auf der Terrasse sitzen kann und die vergoldeten Gipfel des Dachstein-Massivs betrachtet.

Die Steiermark in Hochform Für ruhige Momente wie diesen ist bald keine Zeit mehr. Mit der Saisoneröffnung sind die Schladminger traditionell die Ersten in Österreich. Nur ein Vorgeschmack auf zwei Wochen Weltmeisterschaft im Februar, wenn 50.000 Fans pro Tag die Pisten und den Ort zum Brodeln bringen sollen. Der Weg bis zur neuerlichen WM-Reife nach 1982 war allerdings lang. „Die Anrainer rund um das Stadion haben einiges durchgemacht“, gibt Ex-Rennläufer und ORF-Kommentator Hans Knauß zu, „die Mehrheit steht aber voll hinter der WM.“ Überall im Ort drehten sich Kräne und neben der Planai-Talstation klaffte eine riesige Baugrube für die Tiefgarage. Nicht alle sind mit dem modernen Stil glücklich. „Aber womit verdienen die Schladminger ihr Geld, mit dem Tourismus oder mit dem Melken von Kühen?“. Ein futuristisches Parkhaus nimmt jetzt 1000 Autos auf, außen ästhetisch wie ein Designerbüro, innen lichtdurchflutet mit gelben Böden und Komfort wie Trinkwasserbrunnen, Umkleidekabinen, Starterboxen für batterieschwache Autos, E-Tankstellen und Wänden mit ­Malereien im Graffiti-Stil. In jede Etage des Parkhauses kann man mit den Schiern direkt von der Piste einfahren.

Planet Planai Daneben der Planet Planai, die neue Gondel-Talstation, mit den sanften Rundungen und spiegelnden Glasflächen könnte sie auch als Raumschiff durchgehen. Fast alles wird geboten: Hotelzimmerbuchung, Schiverleih, Ti-

ckets, Sportshop mit Schidepot und vieles mehr. Neu sind auch die Kläranlage, die sogenannte Athletic Area, das Falkensteiner Hotel und das Hotel Planai, die sanierten Straßen im Ort und die Planaistraße bis zum WM-Starthäuschen. Insgesamt 400 Millionen Euro flossen in die Infrastruktur. Eine nachhaltige Investition, wie eine Studie des Wirtschaftsministeriums bestätigt. Schon bisher gab es für die Region ein jährliches Nächtigungsplus von 2,7 %, durch die WM werden weitere 44.000 Nächtigungen pro Jahr dazukommen, rechnet Tourismus-Geschäftsführer Hermann Gruber vor. Im Zentrum steht natürlich der Pistenspaß. Jahr für Jahr wird daran gefeilt, die Ergebnisse sind Snowparks, eine Klangpiste mit Musikbeschallung, eine permanente Rennstrecke, Strandkörbe fürs Pistenpicknick, Schipisten und Rodelstrecken mit Nachtbeleuchtung, Loipen, Events, Hütten, Bars und Après-Ski. Das Schi-EKG zeichnet Herzfrequenz, zurückgelegte Höhenmeter und gefahrene Strecke auf. „Ein Qualitätsschub, der längst nötig war“, ist aqi-Hotel-Direktor Klaus Walcher überzeugt. Langweilig wird es nie. Die Region bietet 232 Pistenkilometer, 99 % davon beschneibar. Wenn man in der Früh auf die Reiteralm fährt und von dort aus die ganze 4-Berge-Schaukel bis zum Hauser Kaibling absolviert, fährt man keinen Lift zweimal. Und für jeden ist etwas dabei: Hochwurzen und Reiteralm sind ideal für Familien, anspruchsvoller wird es auf der Planai mit den steilen Pisten, interessant ist der neue Mitterhaus-Lift mit unberührten Abschnitten auf der Seite. Tiefschneefans fahren auch auf den Dachstein. Und die perfekte Winterlandschaft gibt es überall dazu. „Bei uns keine schöne Aussicht zu finden, ist schon eine Kunst“, meint Marina Steiner, Chefin des ehrwürdigen Posthotels am Hauptplatz von Schladming. Nur die manchmal milderen Temperaturen bringen die Schneemeister ins Schwitzen, meistens ist die mittlere ­Höhenlage aber ein Segen. „Das Schigebiet liegt außer am Dachstein nicht höher als die Baumgrenze. Das ist landschaftlich reizvoll und die Pisten sind vor Wind und Nebel geschützt“, erklärt Wolfgang Veith, Betreiber des renovierten Arx-Hotels. Mittelmäßigkeiten gibt es in Schladming kaum, nur richtiges Wetter. Sonne oder Schnee, selten dieses ­matschige Mousse, das die Winterdepression antreibt.

Ob Tiefschnee­ fahren, langlaufen, Schneeschuh­ wandern, Schitouring – immer ist der Pulverschnee der Zuckerguss des Genusses


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Beides gibt’s in Schladming: meditative Einsamkeit auf leuchtenden Prachtbergen oder Remmi-demmi. An Renntagen pilgern bis zu 50.000 Fans zur Strecke

Winterweltler Am besten holt man sich seine Portion Licht fürs Gemüt in der sonnenverwöhnten Ramsau. Dort begibt man sich auf Spurensuche, etwas abseits des bunten Treibens auf den Schipisten breitet sich ein Langläuferparadies auf drei Ebenen aus: auf dem Hochplateau, dem Almgebiet und dem Dachsteingletscher mit seinem Bergmassiv. Insgesamt 220 km Loipen, vorbei an malerischen Bauernhöfen, durch stille Wälder, dazu der Panorama-Ausblick auf die majestätische Dachstein-Südwand. Die neue Beschneiungsanlage im Ort Ramsau garantiert Schneesicherheit auf der 5 km langen Loipe ab Mitte November. Der ­Insider-Tipp von Langlauf-Weltmeister Alois Stadlober: „Die Loipe über die Märchenwiese.“ Besonders romantisch ist Langlaufen bei Mondschein in Rohrmoos-Untertal auf der glitzernden Kristall-Loipe. Wer es weniger schweißtreibend will, steigt in einen Pferdeschlitten und gleitet durch die Pulverschneelandschaft. Tiefschnee reizt auch Wanderer, sie kosten die Freiheit abseits der Pisten aus. Auf großem Fuß leben sie, um nicht einzusinken. Gefühlte Schuhgröße 140 haben die Riesenpatschen, mit denen neue Wege beschritten werden. Auf dem Laufsteg würden wir mit unserem Watschelstil aber wohl nicht bestehen. Ist auch egal, was zählt, ist aus-

schließlich die Natur – von der es hier in Vorberg in der Ramsau reichlich gibt. Die Einheimischen empfehlen auch die Route durch die Talbachklamm nach Schladming. Nicht alle mögen es so beschaulich. Freestyler und Snowboarder treiben sich lieber in sogenannten Snowparks herum. Normales Wedeln ist dort ziemlich uncool, stattdessen bezwingen die jungen Hüpfer auf einem oder zwei Brettern alle möglichen Hindernisse. Auf die Planai, die Planner- oder Reiteralm pilgern sie, das gelobte Schneeland ist aber vor allem der Superpark auf dem Dachstein. Fragt sich nur, wie man als Durchschnittsmensch von der Piste mit so einem Alternativtyp mit durchhängender Hose ins Gespräch kommt. „Und wieso kommst du hierher?“, könnte ein Beginn sein. „Starke Obstacles gibt es“, erklärt einer, „mit den Tubes, Steps, Boxes, Rails und Jibs kann man lässige Lines ziehen.“ Okay, den Snowboarder-Slang muss man nicht verstehen. Es ist ohnehin besser, wenn man den waghalsigen Sprüngen und Drehungen nur zuschaut.

Schnee und Schmäh Wenn die Berge ihr Winterfell anlegen, ist es in den Gasthäusern und Hütten besonders gemütlich. Ruhig gemüt-


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lich oder Remmi-Demmi fast rund um die Uhr, von beidem gibt es in Schladming ausreichend. Allein auf der Planai reiht sich ein Hüttenparadies an das andere, mit allem, was dazugehört: Hüttenhits, viel Jagatee und Hüttenwirte mit Schilehrer-Charme. Einer der Platzhirsche ist die Schafalm, eine Turbohütte mit riesiger Sonnenterrasse, zünftiger Stube, Schau-Schafstall und super Steaks. Kitzbühel-Atmosphäre herrscht in der Tenne bei der Talstation, Hüttendisco bieten Almrausch- und TauernalmHütte. Herzhafte Gerichte serviert man in der Quell­ bodenhütte oder in der Galsterbergalm. Schladming schmeckt. Das weiß kaum jemand, denn lange Zeit war die Region ein weißer Fleck auf der Genusslandkarte. Im Sog der WM-Euphorie durchbrechen aber immer mehr Gastronomen die Pizzeria-Monotonie. Bestes Beispiel ist Petra Brunner, eine sportlich, sympathische Heimkehrerin. Sie arbeitete bei Wolfgang Puck in L.A. und bei den berühmten Obauer-Brüdern in Werfen (Salzburger Land) als Chefpatissière, in Schladming zog sie nun mit ihrem Gasthaus am Hauptplatz ein. Das Innere behutsam modern, auf der Karte eine Mischung aus bodenständigen und vegetarischen Klassikern. So verstehen sich Blutwurst, Gulasch und Zwiebelrostbraten gut mit Miso und Seitanschnitzerl. „Ein schwieriger Weg, die Einheimischen haben das nicht so leicht angenommen,“ sagt die Wirtin.

Neu ist auch das Johann im Posthotel in Schladming. Ein stilisierter überlebensgroßer Designerhirsch mit grüner Spiegelbrille übernimmt den Job des Türstehers – und wurde zum begehrten Fotoobjekt. Die Küche setzt auf heimische Trümpfe wie Almochse, Lamm und Reh, oft garniert mit einem Schuss Pepp. Beispiel? Das Reinankenfilet passt zum Karotten-Lauch-Nest und Limettenrisotto. In Rohrmoos überzeugt das Restaurant Genusswerkstatt im Arx-Hotel mit ideenreicher Küche ohne Brimborium. Abseits von Hirschgeweih-Romantik werden Ildefonso von der Tomate oder vegetarische Canelloni mit Tofufülle mit geschmackvoller Leichtigkeit serviert. Ziemlich frisch auch die Tischlerei in Schladming. ­Stilsicher mit Holz und modernen Elementen designt, gut für ein g­ epflegtes Glas Wein oder ausgedehntes Menü mit angelgefangenen Meeresfischen bester Qualität. Bereits ein ­alter Hase ist Peter Pichlers Holzhackerstube, es ist eigentlich ein Gourmetgasthaus. Schließlich lernte der Hausherr bei Jahrhundertkoch Eckhart Witzigmann und Jahrtausendkoch Paul Bocuse. „Gasthäuser, Hütten, Lifte, Landschaft – so eine Vielfalt und Qualität wie in Schladming ist schon einzigartig für ein Schigebiet“, sagt Hans Knauß, „da kommen nicht einmal die Topresorts wie Wengen mit.“ ■

Glück des Lang­ läufers: Sonne, Blauhimmel, Glitzerschnee und eine Tour in der Ramsau. Die verbrauchten Kalorien werden in gemütlichen Hütten wieder aufgetankt


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1| Außerirdische talstation und irdische Wintersportfreuden

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Info Schladming 1 Planet Planai. Täglich von 8 bis 18 Uhr, (+43 36 87) 220 42-140 (Planai-Talstation) Tourismusbüro. Ramsauerstraße 756, 8970 Schladming, (0 36 87) 233 10, Infos und Prospekte zum Download: www.schladming­dachstein.at

Anreise

Auto: von München: Salzburg, Tauernautobahn, Ennstalbundesstraße B 320 (220 km); von Wien: Semmering, Leoben, Liezen, B 320 (290 km); von Graz: Pyhrnautobahn, Liezen, B 320 (170 km), von Klagenfurt: Villach, Rennweg, Radstadt, Schladming (180 km) Zug: von Graz (über Bruck/Mur, Leoben), Wien (über Mürzzuschlag, Leoben), Linz, Salzburg bis Schladming. Info: 05-1717, www.oebb.at Parken: 1000 Gratis-Parkplätze (für Schifahrer) im neuen WM-Park Planai neben dem Planet Planai (Talstation). Zentrum: 0,50 Euro pro halbe Stunde.

W-LAN

Gratis Breitbandversorgung, im gesamten Schigebiet befinden sich rund 350 W-LAN Hot Spots.

Schi

Die Region Schladming-Dachstein hat neun Schiberge, Herzstücke sind die 4-Berge-Schischaukel (Planai, Reiteralm, Hochwurzen, Hauser Kaibling, www.4berge.at) und der Dachsteingletscher (www.derdachstein.at). Die 4-Berge-Schaukel ist auch in der WMHochphase mit beinahe allen Pisten geöffnet. Die Region ist Partner von Ski amadé (Salzburg) und bietet mit einem Schipass das größte Pistenund Liftangebot Österreichs: 860 km Pisten, 270 Lifte. Infos über Kartenpreise etc. in der Reportage über die Schigebiete im Alpe-Adria-Raum ab Seite 26.

Langlaufen

Ramsau ist das Langlaufzentrum mit einem 220-km-Loipennetz in Höhenlagen von 1.100 bis 2.700 m. Tipps: Kristall-Loipe in Rohrmoos-Untertal und die Nachtloipe im Langlaufstadion in Ramsau Ort, täglich bis 21 Uhr beleuchtet. www.ramsau.com

Schitouren

12 Touren auf der Dachstein-Homepage (www.derdachstein.at), auf Winter und Schitouren klicken. Tourenkarten im Tourismusbüro.

Snowboard

Riesiger Snowpark am DachsteinGletscher, Snow-Park „Playground“ auf der Hochwurzen. PowderAbfahrten für Snowboarder am Hauser Kaibling und auf der Galsterbergalm.

Nachtrodeln

2 Großes Angebot an Strecken: Reiteralm (4,2 Kilometer), Galsterberg (5 km), Hochwurzen (7 km)

Wandern

Winterwanderweg. Mit der Gipfelbahn auf die Hochwurzen, dann bergab wandern – bis zum Gasthaus Winterer oder zur Gipfelbahn-Talstation. 7 km präparierter Schneewanderweg. Weitere Routen erfährt man im Tourismusbüro.

Hütten & Après-Ski

Almrausch. Après-Ski-Bar mit vielen Live-Auftritten. Planaistraße 29, 8971 Schladming, (0 66 4)14 02 446, www.almrausch­planai.at Frienerhof. Bio-Bauernhof, Hofterrasse, Produkte vom eigenen Hof, Jagatee und herzhafte Gerichte. Schöne DZ 90 Euro. Vorberg 33, 8972 Ramsau, (0 36 87) 818 35, www.frienerhof.at 3 Galsterbergalm-Hütte. Spezialitäten, darunter vom Hochlandrind, eigene Schnäpse, Steirerkrapfen, Kaiserschmarren. Zwei urige, bequeme Selbstversorgerhütten: 4 Nächte ab 740 Euro. Pruggerer Berg 124, 8965 Pruggern, (0 36 85) 237 97, www.galsterbergalm.at Hochwurzenalm-Hütte. Kleine, uriggemütliche Hütte, so gute Ripperl findet man (fast) nirgends. Beliebter Rodler-Treffpunkt. Hochwurzenstraße 86, 8971 Schladming-Rohrmoos, (0 36 87) 616 66, www.hochwurzen.at Kessleralm. Modernes SB-Restaurant, Panorama-Terrasse mit DachsteinBlick (Planai-Mittelstation). Planaistraße 56, 8970 Schladming, (0 36 87) 220 26, www.kessleralm.at

Quellbodenhütte. Uriger Stadl mit Kachelofen. Die Chefin serviert deftige Suppen, Krapfen mit Steirerkäse. Planaistraße 34, 8971 FastenbergSchladming, 0664/202 97 68 4 Schafalm. Zum Woll-fühlen, wie der Werbespruch lautet, im kleinen Schaustall tummeln sich Schafe. Urig, viel Remmi-demmi, deftige Hüttenköstlichkeiten, Tipp: Steaks. Planaistraße 104, 8971 SchladmingFastenberg, (0 36 87) 246 00, www.schafalm.at Tauernalm. Hüttendisco und Restaurant. Treffpunkt für Mondscheinrodler und Nachtschiläufer auf der Hochwurzen. Rohrmoosstraße 208, 8971 Rohrmoos, (0 36 87) 616 72, www.tauernalm.com Tenne. Kitzbühel-Atmosphäre in Europas angeblich größter Après-SkiHütte im Planai-Zielstadion. Disco, Bar und Live-Events auf fünf Etagen, neues Restaurant Hans-Johann. Täglich bis 4 Uhr früh. Coburgstraße 512, Schladming, (0 36 87) 221 00, www.tenne.com Waldhäuslalm. Gemütliche Holzhütte mit Jagdtrophäen und Kachelofen. Untertalstraße 100, 8971 RohrmoosUntertal, (0 36 87) 615 92 Onkel Willy’s Hütte. Drei Ebenen mit Kaminbar, drei Stüberln, Terrasse (nahe der Planai-Bergstation). Planaistraße 45, 8971 FastenbergSchladming, (0 36 87) 231 05, www.onkelwillyshuette.at

Restaurants & Gasthäuser

Arx Genusswerkstatt. Seit letztem Winter neu, gut akzentuierter Mix aus klassischen und mediterranen Aromen. Neuer Chefkoch: Haubenkoch Fritz Putz. Rohrmooser Straße 91, 8971 Rohrmoos, (0 36 87) 614 93, www.arx­genusshotel.at, tägl. abends geöffnet Braunhofer’s. Restaurant und Café, gutbürgerliche Küche mit Produkten aus eigener Landwirtschaft. Teichweg 35, 8971 Schladming-Rohrmoos, (0 36 87) 615 75, www.braunhofer.at, R.: Di. 5 Gasthof Brunner. Behutsam modernes Design, bodenständige


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7| Kreativität, ernährungsbewusst, auch asiatische Gerichte. Ganztägig warme Küche, Hauptplatz 14, Schladming, (0 36 87) 22 5 13, www.gasthaus­brunner.at, R.: So. Friesacher. Insidertipp für SteakFans. Vorstadtgasse 117, Schladming, 0664/220 09 87, www.landstueberl.friesacher.org Zur Gruberstube. Im Gruberhof wurde die TV-Serie „Bergwacht“ gedreht. In der jahrhundertealten Stube mit Panoramablick gibt’s Schmankerln, hausgemachte Mehlspeisen, Fondue-Abende. Urige Appartements ab 53 Euro. Gruberhof 51, 8972 Ramsau, (0 36 87) 817 59, www.gruberstube.at 6 Holzhackerstube. Restaurant und Hotel direkt neben der WM-Piste, exklusiver Dachsteinblick. Peter Pichler kocht nach Stationen wie Witzigmann und Bocuse avancierte Alpinküche. DZ ab 78 Euro. Harreiterweg 59, Schladming, (0 36 87) 234 63, www.holzhacker.net. Winter: täglich offen, warme Küche nach

8| Vereinbarung. 7 Johann. Seit Frühjahr neu. Stilvoll gestaltet. Klassiker, aber auch globale Ideen, z. B. Duett von Flusskrebs und Forelle auf Erbsen-Wasabicreme. Hauptplatz 10, Schladming, (0 36 87) 225 71, www.posthotel­schladming.at Kulmwirt. Gutbürgerliche Küche mit Produkten aus der Region. 8972 Ramsau 39, (0 36 87) 21 0 99, www.kulmwirt­ramsau.at 8 Gasthof Tetter. Gemütliche, uralte Stube. Ausgezeichnete Fisch- und Wildgerichte, Fleisch von Biorindern, selbst gebackenes Brot. Tipp: Kürbiskernparfait mit Zwetschgenmousse. DZ ab 108 Euro. Untertalstraße 24, Schladming-Rohrmoos, (0 36 87) 611 30, www.tetter.com 9 Die Tischlerei. Neues Restaurant im lässigen Design. Moderne Küche mit bodenständigen und mediterranen Elementen, vor allem mit Meeresfischen. Roseggerstraße 676, Schladming, (0 36 87) 221 92, www.dietischlerei.co.at

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Bars & Discos

cabalou. Café und chillige Bar. Hauptplatz 10, Schladming, täglich bis 2 Uhr. www.posthotel-schladming.at cultclub. Bar, Lounge, Tanzfläche, lässig gestylt. Salzburgerstraße 20, Schladming Beisl. Partyhits, DJ-Liveauftritte, junges Publikum. Hauptplatz 12, Schladming Hanglbar. Cocktails, Snacks, mittelaltes Publikum, Schlagermusik. Salzburger Straße 96, Schladming Maria’s Mexican. Steaks, Gegrilltes, Cocktails, beliebter Treffpunkt. Steirergasse 3, Schladming, www.mariasmexican.at Szenario. Anlaufstation, wenn um 3 Uhr bereits alles zu hat. Parkgasse 69, Schladming

Hotels

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Almdörfer

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Einkaufen

Loden Steiner. Loden- und Schladminger Produktion. Schwerpunkt Mode und Tracht. Hauptplatz 16, Schladming, (0 36 87) 232 55 Steiner1888/Shop Mandling: Schwerpunkt Klassik und Tracht. 8974 Mandling 90, ( 0 64 54) 72 03-76, www.loden­steiner.at Lodenwalke Ramsau: Schladminger & Co. – Erzeugung, Besichtigung und Shop. Rössing 122, 8972 Ramsau, (0 36 87) 819 30, www.lodenwalker.at Blue Tomato/Shop Schladming. Snowboard & Co. Ritter v. Gersdorffstraße 562, 8970 Schladming, www.blue­tomato.com

Sehen

15 Dachstein Skywalk. Spektakuläre Aussichtsplattform mit Glasboden über einer 250 Meter steil abfallenden Felswand. Sehenswert auch der große Eispalast im Inneren des Gletschers. Auffahrt mit DachsteinSeilbahn. 8972 Ramsau 79, (0 36 87) 220 42-800, www.planai.at/dachstein

Was ist los?

FIS-Weltcup, Nordische Kombination: 14. bis 16.12.2012, Ramsau Tour de Ramsau: Volkslanglauf, 11. bis 13.1.2013 Nacht der Ballone: 20.1.2013, Rohrmoos Schi-Legenden-Tag: mit Reinhard Tritscher u.a. Promis plus gratis Schitest, 20.2.2013, Ramsau Alpine Schi-WM: 4. bis 17.2.2013.

Urlaub am Bauernhof

Windbacherstube. Ehemalige Bauernhäuser zum Übernachten. Urig, gemütlich. Appartment ab 80 Euro. Obertalstraße 17, Rohrmoos, (0 36 87) 612 12, www.windbacherstube.at

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Grenzenloser Winter

Ein (fast) vergessener Mythos ist wieder Anziehungspunkt für Wintersportler: Tarvis. Dort, wo Italien zum Naturereignis wird. Mit majestätischer Bergkulisse, feinstem Pulverschnee und perfekter Schi-Wellness. WERNER RINGHOFER Text Archivio Turismo FVG/Costerni, Spaliviero, Beltrame; Ringhofer; zore Fotos

T

arvis war ein Mythos. Lebendiges Einkaufsparadies, Hafen für knusprige Pizza oder dampfende Teller mit herzhaftem Wildgulasch – und Außenposten für alle, die sich einfach eine schnelle Dosis Urlaub vom Alltag schenken wollten. Zuletzt ist es allerdings stiller um die Grenzregion geworden, vor allem seitdem sich die Autobahn mit monumentalen Pfeilern und Brücken ihren Weg durch die Bergmassive des wildromantischen Kanaltals bahnt. „Stimmt schon, sie sind weniger geworden.

Nur an den Wochenenden, da kommen die Österreicher noch immer“, sagt die Verkäuferin im Delikatessenladen Pro Nostro Gaudio am Ende der Via Roma. Wenn die schroffen Berge ihre weißen Schneehauben aufsetzen, feiert die Grenzregion wieder den dritten Frühling. Wintersportler haben Tarvis für sich entdeckt, ab Dezember wuselt es im Ort. Kaum ein Fortkommen mit dem Auto, wenn von allen Seiten das bunte Volk mit Schiern, Snowboard und Langlauflatten die engen


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S­ traßen erobert. Dieses seltsame Flair der Häuser mit ­ihrem alpinen Lottercharme hat genauso Anziehungskraft wie die grandiose Naturarena rundherum, die das Outdoor-Erlebnis auf die Spitze treibt. Naturschnee gibt es schließlich genügend, in diesem kühlen Wetterloch. Vom Meer kommen die Wolken, die an den Gipfeln im Kanaltal hängen bleiben und reichlich Schnee abladen, im Schnitt zehn Meter jährlich. So sind Schisaisonen bis ­Ende April möglich.

Alpiner Lottercharme Schifahren wurde zum grenzenlosen Spaß. Fünf Resorts gibt es im Umkreis, zwar nicht alle miteinander verbunden, aber die Wege sind kurz. Gleich beim Grenzübergang pilgern Schifans nach Tarvis mit 35 km Pisten. Auf der Abfahrt vom Monte Lussari zaubern häufig auch Weltcupflitzerinnen Kurven in den Schnee. Langläufer werden in dieser schneesicheren Region genauso glücklich, insgesamt 60 km Loipen dehnen sich über das Gebiet aus. Insider empfehlen vor allem die Strecke im landschaftlich reizvollen Saisera-Tal.

Einen Katzensprung entfernt liegt das slowenische Kranjska Gora (25 km Pisten), das Heimspiel feiern die Kärntner natürlich am Nassfeld mit seinem fantastischen Angebot (110 km Pisten). Ein paar Autominuten südlich von Tarvis wuchs ein weiteres Großresort: Sella NeveaBovec mit 60 Pistenkilometern. 20 Jahre haben die Schigebiete auf beiden Seiten des Monte Canin nur als Nachbarn nebeneinander existiert, bis 2010 endlich die Lifte auf der italienischen und der slowenischen Seite miteinander verbunden wurden. Ein Schneeparadies in epischer Breite mit Bergen, die sich bis auf knapp 2600 m in den Himmel recken. Ganz eintauchen in das monumentale Naturerlebnis kann man im Refugio Celso Gilberti, ein Steinhaus, das sich umgeben von fantastisch schönen ­Bergen an den Fels des Canin-Massivs anklammert. Sicher, die Krise ging auch an Tarvis nicht spurlos vor­ über. In einigen Geschäften in der Via Roma, der ­Lebensader der Stadt, hat sich Leere breit gemacht, die jungen Leute lassen sich dennoch nicht abschrecken. ­Einige kehren in ihre Heimat zurück und erwecken die Stadt zu neuem Leben. Laura Pecoraro etwa: Sie studierte Englisch und Deutsch in Udine, jetzt übernahm sie die

Zauberhafte Bergwelten: Das Abendlicht steht dem Monte Lussari (l.) besonders gut, die Traumhänge von Sella Nevea (u.) sind auch ein Tourentipp


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Schönheit in allen Höhen- und Lebenslagen: Malborghetto (o.) und die Fusine-Seen (u.), umrahmt von den majestätischen Bergen

Geschäftsführung im familieneigenen Hotel Adriatico. „Ein Leben in der Großstadt konnte ich mir nicht vorstellen, außerdem wollte ich die Tradition zu Hause in Tarvis fortsetzen.“ Auch im Tschurwald lebt man diese Philosophie wieder. Längere Zeit war diese spezielle Mischung aus Enoteca und Trattoria verwaist, seit Kurzem arbeitet Gianni Stefani, Sohn des legendären Fischkochs Renzo aus Valbruna, aber wieder daran, dass der beliebte Treffpunkt seinen alten Stellenwert bekommt.

Künstler-Gasthaus Vor ein paar Jahren schon hauchten die Künstlerin Marina Gioitti und ihr Mann Silvano Nicolavcich einem anderen Juwel neues Leben ein: der Casa Oberrichter in Malborghetto. Ein 600 Jahre alter Palazzo, der heute zum Gasthaus mutiert ist. „Als ich das erste Mal herkam, war es ein Desaster, trotzdem habe ich mich sofort in dieses Haus verliebt“, sagt Marina. Die alten Möbel, Figuren, Masken, Schallplatten und das Spielzeug – alles hat die Hausherrin renoviert, selbst hergestellt oder zusammengetragen. Auch die Wände sind von ihr gestaltet, die Farben mischte sie nach einem alten Rezept mit Ricotta, um die Haltbarkeit zu verlängern. „Da, schaut her!“ Der Hausherr wedelt mit einer Architekturzeitschrift in der Hand und zeigt uns die Reportage über die Casa Oberrichter. Gehobene Kreativgastronomie sucht man in diesem Tal vergeblich, es ist das Reich der deftigen Würste, würzigen Käse, des Wildgulaschs, der zarten Gnocchi und der knusprigen Pizza. Die Hotels servieren auch Fisch, aber alles „molto semplice“, sehr einfach, und gerade deshalb so gut. Wie im Ex-Posta in der Nähe des alten Grenzübergangs bei Thörl-Maglern. Dem Fisch hat Patrone Alcide

Cicuto abgeschworen, „ich habe einfach zu viele in meiner Karriere gebraten“. Stattdessen konzentriert er sich auf ­eine bodenständige Küche mit leichter Hand, dünn ­geschnittenes Spanferkel 24 Stunden bei 65° C gegart, ­Zucchini-Flan mit Karottensauce oder superzarte Topfengnocchi mit Salbeibutter. „Immer öfter kommen ­Österreicher zu uns. Angenehme Gäste, weil sie ein neues Bewusstsein für ehrliche Produkte entwickelt haben“, ­erzählt die gebürtige Oberösterreicherin Karin, Acides Partnerin und seit 30 Jahren in Italien zu Hause, Man würde es nicht vermuten, auch auf guten Wein muss man im Kanaltal nicht verzichten. Mit Tarvis hat der Wein eine enge Verbundenheit. „Ein Prosit“ im ­November etablierte sich als international geachtete ­Messe und einige Bars widmen sich schon seit Jahren enthusiastisch dem Wein. Für Weineinkäufe steuern viele Besucher gerne zwei Vinotheken an: die Enoteca Dawit, der auch ein helles, angenehmes Caffè angeschlossen ist. Und das Doni di Bacco mit 1500 Weinen und Grappe. Shoppen ist nach langer Umbauphase auch wieder im Markt möglich. Laura Pecoraro sagt zwar: „Eine andere Welt, Einheimische gehen dort nicht hin.“ Auf TarvisBesucher übt er aber nach wie vor eine ungebrochene ­Faszination aus. Lederjacken, Jeans, Schuhe, Taschen, Schals, dafür ist der Markt berühmt. „250 Euro kostet die Jacke? Zu viel!“ – „Okay, 220.“ So können die Verhandlungen noch lang hin- und hergehen, bis wir kaufen. ­Kostenersparnis gegenüber normalen Läden je nach ­Verhandlungsgeschick angeblich rund 50 Prozent. Und eine Portion Lebensphilosophie bekommen wir gleich ­dazu. „Wozu sparen?“, fragt Angelo, „gönn dir etwas. Das Paradies ist hier und jetzt.“ ■


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Info Info

Tourismusbüro Tarvis. Via Roma 14, 33018 Tarvis, (00 39 04 28) 21 35, www.tarvisiano.org Tourismusbüro Friaul. Agenzia Turismo FVG, (00 39 431) 38 71 30, info@turismo.fvg.it, www.turismofvg.it

Anreise

Anreise: Auto: Südautobahn A2 – Ausfahrt Tarvis; Zug: täglich ab 8.43 Uhr: Klagenfurt – Villach (umsteigen) – Tarvis, letzte Rückfahrt von Tarvis: 18.43 Uhr; Bus: kein Halt in Tarvis. Tarvis: Wien (360 km), Graz (200 km), Klagenfurt (65 km)

Parken

Im Zentrum entlang der Durchzugsstraße überall Parkmöglichkeiten: 0,50 Euro pro Stunde.

Schi

1 Tarvis: 35 km Schipiste (Tagesticket: 35 Euro), 60 km Langlaufoipen (Tagesticket: 6 Euro). In der Nähe: Sella Nevea-Bovec mit jeweils 30 km Pisten auf italienischer und slowenischer Seite des Monte Canin (www.sellanevea.net). Alternative: Schitouren und Schneeschuhwandern. Abseits der Pisten: Schlittenhundefahren: Kurse und Ausflüge, Scuola internazionale Mushingsleddog, Via Verdi 21, 33010 Fusine in Valromana, (00 39 348) 268 58 67, (00 39 348) 374 51 19, www.ararad.net

Essen

Restaurants

TARVIS 2 Adriatico. Laura Pecoraro hat neu übernommen und das Restaurant optisch aufgefrischt. Gute preiswerte Kanaltal-Küche, auch Fische, nettes Service. Im Caffè gibt es kleine Happen, z.B. Calamari fritti zum Mitnehmen um 4 Euro. Nette, renovierte Zimmer, DZ ab 55 Euro. Via Roma 51, (00 39 04 28) 26 37, www.albergoadriatico­tarvisio.it Tschurwald. Gianni Stefani, Sohn des „Renzo“ in Valbruna, hat das traditionelle Gasthaus im Zentrum wieder-

belebt – mit Küche a la Renzo (Fisch!) und guten Weinen. Via Roma 8, 33018 Tarvis, (00 39 348) 821 33 81 Al buon Arrivo. Fischlokal – am besten, man lässt Anna Ferrauti draufloskochen. Via Stazione 8, (00 39 04 28) 22 19, R.: So., Mo. Ristorante Golf club. Auch im Winter geöffnet und glänzt durch raffinierte Fischküche. Salva via Priesnig 5, (00 39 04 28) 64 50 30, www.ristorantegolfclub.com Trattoria Al Lepre. Herzhafte Küche mit Klassikern: Risotto mit Salsiccia, Frico, Tagliatelle mit Steinpilzen, Wild, auch Jausen. Parkplatz im Hof. Via Dante 116, (00 39 04 28) 20 44, R.: So. 3 Ristorantino. Frische Atmosphäre, fast neues Lokal mit Holztramen an der Decke. Gehobene Fischküche, z. B. Crespelle mit Meeresspinne. Via Valcanale 6 (ca. 5 km außerhalb des Zentrums Richtung Udine), (00 39 34 02) 48 49 81, R.: Mo. COCCAU 4 Ex-Posta. Stimmige Osteria an der alten Grenze. Meisterhafte, bodenständig-karnische Küche zu fairen Preisen. Tipp: das Menü mit fünf bis acht kleinen Gängen zu ca. 25 Euro. Fünf Zimmer im Landhausstil: 80 Euro. Via Friuli 53, 33018 Coccau­ Tarvis, (00 39 04 28) 64 40 55, R. Mi., So.abend, www.exposta.it MALBORGHETTO 5 casa Oberrichter. Fantasievoll renovierter Palazzo aus dem 15. Jh., mit einer Fülle an netten Einrichtungsdetails. Feine Antipasti und kreative Varianten wie Wildschwein in Mandarinensauce. DZ 95 Euro. Via Superiore 4, (00 39 04 28) 418 88, www. casaoberrichter.com, R.: Di., Mi. Antica Trattoria da Giusi. Einfach, aber gut: Slowfood-Regionalküche, zartschmelzende Gnocchi. Via Bambergo 19, (00 39 04 28) 600 14, www.dagiusi.it, R.: Mo., Di. UGOVIZZA 6 Rio Argento. Roastbeef, Tris di Pasta, Forelle aus eigenem Teich, Risotto, Brathuhn – alles hervor-

ragend gekocht. Sehr gemütlich, superfreundlich. Via Pontebbana 2, (0039 04 28) 600 38, voraussichtlich Mitte Februar wieder offen. VALBRUNA Renzo. Einer der Veteranen im Kanaltal. Tipps: Wildspezialitäten, Fisch in der Salzkruste. Einfache Zimmer mit Ausblick auf die Wischberggruppe. DZ ab 90 Euro. Via Saisera, (00 39 04 28) 601 23, www.hotelrenzo.com, R.: Mo.

Pizza

7 Raibl. Bekannt für Pizza, Pasta und Fleischgerichte. Via IV Novembre 12, 33018 Tarvis, (00 39 04 28) 22 47, www.albergoraibl.com Ristorante 2000. Sehr gute Pizza mit knusprigem Teig. Via Parini 4, 33018 Tarvis, (00 39 04 28) 64 42 23 Da Giannino. Alte Holzbänke wie vor 30 Jahren, Pizzaofen in der Gaststube, gute Pizza, nur die Bedienung ist unfreundlich. Via Dante 30, 33018 Tarvis, (00 39 019) 627 203 04

Hütten

Alte Hütte. Holzstube mit rustikaler, angenehmer Atmosphäre. Sehr gute typische Gerichte wie Frico, Orzo e fagioli oder Polenta mit Pilzen. Via Lussari 1, 33018 Camporosso, (39 04 28) 65 35 15 8 Al vecchio Skilift. Schönes, gemütliches Holzhaus. Traditionelle Küche, aber auch die Meeresfische sind bei den Gästen beliebt. Via Alpi Giulie, 33018 Camporosso, (00 39 347) 323 16 29 La Tana del Lupo. Après-Schi-Klassiker: Gegrilltes, Polenta mit Käse, Suppen, hausgemachte Mehlspeisen, Bier, Grappa, Glühwein. An der Rückseite des Restaurants La Baita delle Alpi Giulie. Erreichbar per Schi über die rote Poviz-Piste oder über die Straße. Via Pesamosca 6, Localitá Sellá Nevea, 33010 Chiusa Forte, (00 39 04 33) 540 09, www.baitaalpigiulie.com Malga Montasio. Urige Hütte, wo der Montasio erzeugt wird. Wein in Pappbechern, Prosciutto und natürlich Montasio. Anfahrt: Tarvisio, Cave del

ein fotografischer tarvis-Spaziergang: die Gastronomie ist hier – typisch italienisch – besonders engagiert


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14 | Shoppen, essen und Natur genießen: tarvis hat ein kunterbuntes Angeot

Predil, Sella Nevea, Altipiani del Montasio. Im Winter wegen Öffnungszeiten anfragen. (00 39 334) 628 02 90, malgamontasio@aafvg.it

Bar & Caffè

Vizi & Sfizi. Einfache Greißlerei und Bar, die Einheimischen treffen sich gerne auf Kaffee oder Wein. Via Val Canale 67–69, 33018 Camporosso, tägl. offen caffè Tante Mitzi. EinheimischenTreff: Caffè, Strudel, Kuchen. Via Casarenza 1 B, Camporosso Tizio e caio. Etwas abgewohntes Ambiente, aber neuer Bar-Insidertreff. Jeden Samstagabend: ein Apertif plus eine Gratis-Miniportion Pasta. Via Roma 53, 33018 Tarvis

Vinotheken

9 Enoteca Dawit. Weine aus allen wichtigen italienischen Weinbauregionen, große Grappa-Auswahl. Heller, schöner Sitzbereich, aus den Vitrinen sucht man Mehlspeisen aus, oder Käse und Schinken für die Jause. Via Alpi Giulie 30, www.dawit.it, R.: So., Mo. Doni di Bacco. Ein Paradies für Weinfreaks. 1500 verschiedene Weine (auch Spitzenwinzer wie Gravner, Radikon oder Due Terre), 100 Sorten Grappa, Öle und Aceto Balsamico. Via Roma 101

Schlafen

Hotel Bellavista. Klassische Küche mit Blick auf den Monte Lussari, Spezialität sind Steaks vom Holzkohlegrill. DZ ab 90 Euro. Via Sella 61, 33010 Camporosso, (00 39 04 28) 65 39 01, www.sporthotelbellavista.com, R.: Mo. Hotel Edelhof. Stilvolle Zimmer mit Holzdecke, Himmelbett, teils historischen Möbeln und Wandgemälden. Moderner Wellnessbereich. Alpengasthof-Atmosphäre im Restaurant mit verlässlicher Landküche. Angebot: 2 Nächte, Wellness, Abendessen 370 Euro für 2Personen. Via Armandi Diaz 13, 33018 Tarvis, (00 39 04 28) 64 40 25, www.hoteledelhof.it 10 Hotel La Baita. Cecilia ist eine reizende Gastgeberin. Tipp: Nehmen Sie nur eines der netten, großen Zimmer im neuen Gebäude. Restaurant mit sehr guter Pizza, auch einfache karnische Küche. DZ ab 75

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Euro. Via del Forte 4, 33010 Malbor­ ghetto, (00 39 04 28) 419 59, www.hotel­labaita.com, R.: Mo. Albergo Edelweiss. Ruhige Lage an den Fusine-Seen, traditionelles Haus mit Holzverkleidung. Einfache, nette Zimmer, Restaurant. DZ 90 Euro. Via dei Laghi 6, 33018 Tarvis, (00 39 04 28) 610 50, www.albergo­edelweiss.com Hotel Valle Verde. Beliebtes Hotel im Grünen, renovierte, saubere Zimmer, direkt neben der Schipiste. Via Priesnig 12, 33018 Tarvis, (00 39 04 28) 23 42, www.hotelvalleverde.com Rifugio celso Gilberti. Steinhaus neben der Seilbahnstation auf den Monte Canin, tolle Lage in 1800 m Höhe, DZ 50 Euro. (00 39 04 33) 540 15, (00 39 333) 693 02 82 Adriatico, Renzo, casa Oberrichter siehe „Restaurants“

Shoppen

11 Markt in Tarvis. Lederwaren, Jeans, Schuhe, Taschen etc., Herunterhandelfaktor bis 50 %. G & c Petrucci. Handtaschenparadies. Via Vittorio Veneto 246, Tarvis. 12 cooperativa Agricoltori Valcanale. Große Auswahl an regionalen Käsen: Frischkäse, Räucherricotta, Kletzenkäse, Montasio. Via Ponteb­ bana 24, Ugovizza chalet. Schöner Einrichtungsshop im alpinen Stil: Haushaltsartikel, Antiquitäten, Geschirr, Accessoires. Via Valcanale 76, Camporosso, www.chalet­decor.com, auch So. offen 13 Il Vecchio Atelier. Exklusive Taschen und Schuhe, freundliche Bedienung. Via Roma 36, 33018 Tarvis Panificio Il Fornaio. Neu eröffnet. Brot, Würste, Schinken, Käse, Weine vom Fass. Via Roma 6, 33018 Tarvis Pro Nostro Gaudio. Guter Spezialitätenladen: Pasta, Marmeladen, Sughi, Grappa, Liköre, Weine. Via Roma 113, 33018 Tarvis

Sehen

Monte Lussari. Erreichbar mit der Gondel von Camporosso aus, traumhafter Rundumblick. Einige Bars und Osterias, die beste: Da Jure/ Locanda al Convento. Regionale Spezialitäten wie Hirschgulasch, Frico und Polenta. Monte Lussari 184, 33010 Camporosso, (00 39 04 28) 631 84 14 Fusine-Seen. Zwei tiefblaue Seen, an denen zwei Langlaufloipen vorbeiführen, südöstlich von Tarvis an der slowenischen Grenze.

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5 Kenner-Tipps

Italien-Kenner und Buchautor Hans Messner verrät seine fünf Lieblingsadressen in und um Tarvis. Gasthaus Tschurwald. Qualität hat hier wieder Einzug gehalten. Dem beliebten Treffpunkt im Zentrum von Tarvis haucht Gianni Stefani neues Leben ein. Freundlichkeit, feine Weine und eine kleine Speisekarte. Via Roma 8, 33018 Tarvis, (00 39 348) 821 33 81 Rifugio Gortani. In Podrauna auf der Ugovizza-Alm verwöhnt Cristina della Mea Wanderer und Tourengeher mit Jause, Wild und hausgemachten Mehlspeisen. So manches kommt vom Hof der Mama Renate Tributsch. Die Straße führt bis zur Hütte. Località Podrauna, 33010 Alpe di Ugovizza, (00 39 348) 692 57 28 Saisera-Hütte. Ein Stück außerhalb von Valbruna auf dem Weg zur Saisera liegt der große Parkplatz, daneben steht diese schöne Hütte. Nicht nur Langläufer kehren bei Christina Tonazzi ein. Kanaltaler Küche und Friauler Weine. Via Saisera, 33010 33010 Valbruna Ristorante Al vecchio Keil. Gemütliche Atmosphäre wird im Hotel Valbruna Inn und dem internen Ristorante Al vecchio Keil geboten. Der Name Keil steht in Valbruna schon lange für gute Gastlichkeit. Typische Bergküche. DZ ab 60 Euro. Via Alpi Giulie 2, 33010 Valbruna, (00 39 04 28) 66 05 54, www.valbrunainn.com I Dolci di Irma. Wenn man in der Kanaltaler Gastronomie auf gute hausgemachte Mehlspeisen trifft, dann sind die meist von Mama Irma und Tochter Monika. Sie backen in Valbruna gezogene Strudel, Crostata mit Früchten, Putiza, Schartl, Buchteln und Krapfen. Via Alpi Giulie 7, 33010 Valbruna, (00 39 04 28) 602 62 Tipp: das aktuelle Buch von Hans Messner: Reise durch das Land des Prosecco, Carinthia, 19,95 Euro


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Kulinarische Pioniere Der Gault Millau setzt seine begehrten Hauben auch in benachbarten Alpe-Adria-Regionen auf: In Slowenien stehen vier Köche “ante portas„ dreier Hauben, in Istrien gab es heuer ein kleines “Blutbad„. HEINZ GRÖTSCHNIG Text & Fotos

Janez Bratovæ vom „JB“ ist Laibachs Bester, das Großbild zeigt sein Können. Im „Monte“ in Rovinj wird dreihaubig aufgekocht


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Vesna Œarman aus ∏kofja Loka hält im Gault Millau bei 16 Punkten, das Wildschwein mit superzarten Struklji schmeckte auch so

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anez Bratovæ ist natürlich stolz. Zwei Hauben und 16 Punkte im Gault Millau, das ist schon eine feine Wertung. Aber dann schränkt der Laibacher ­Spitzenkoch und Wirt des „JB“ doch etwas ein: „Wenn die vier slowenischen Lokale mit 16 Punkten in Öster­ reich wären, hätten sie alle drei Hauben.“ Wie er darauf kommt? „Das Ego vieler Köche ist ein großes. Viele Gastronomen – auch in Österreich – würden sich weit höher bewerten, als das unsere Tester tun“, sagt Martina Hohenlohe, Chefredakteurin des Gault ­Millau. Seit zwei Jahren sind ihre Profigaumen nun auch in Slowenien aktiv: „Es ist ein spannendes Land und von den internationalen Führern noch unentdeckt. Da

sind und sich ärgern, dass sie beim Gault Millau keinen Einfluss haben. Jeder Kritiker in Slowenien hat so seine bevorzugten Lokale, und wenn die anderswo nicht wie gewohnt abschneiden, ist man vielleicht beleidigt“, vermutet ein Gastronomieinsider. Ein Vorteil des Gault Millau gegenüber der einheimischen Kritik sind die österreichischen Tester, die in Slowenien niemand kennt. Das garantiert Anonymität, die bei allseits im Land bekannten Gourmetjournalisten eher schwer möglich ist. Und klarerweise strengen sich Köche besonders an, wenn ein ihnen bekannter Kritiker dem ­Lokal seine Aufwartung macht. Mögliche Beispiele: Das „Sophia“ im Hotel Kempinski

Ein Vorteil des Gault Millau gegenüber der einheimischen Kritik sind Tester, die in Slowenien niemand kennt. Das garantiert Anonymität, die bei allseits bekannten Gourmetjournalisten schwer möglich ist.

k­ önnen wir Pionierarbeit leisten, wie wir das ja auch in Kroatien, vor allem in Istrien gemacht haben.“ Hohenlohe arbeitet in beiden Ländern mit ihrer ­bewährten österreichischen Truppe. „Wir wollen vergleichbare Wertungen haben, die unserem Standard entsprechen. Später wollen wir auch Slowenen in dieses Team integrieren, weil Leute vor Ort eher up to date sind, was Trends und neue Lokale betrifft. Außerdem muss man auch an die Kosten denken, die langen Anfahrten gehen ins Geld.“

Kritische Kritiker Tomaz Srπen, der selbst zwei slowenische Restaurantführer produziert hat und für sein slowenisches Magazin „Dolce Vita“ essentestet, geht mit den Wertungen des Gault Millau großteils d’acors: „Einige Lokale sind für meinen Geschmack um einen Punkt zu niedrig bewertet, aber im Prinzip passt es.“ Srπen war früher bei der großen Zeitung „Nedelo“, sein Nachfolger dort ist Uroπ Mencinger, der kürzlich ebenfalls einen kulinarischen Slowenienführer herausgebracht hat. Mencinger hat die Gault-Millau-Wertungen und auch die Lokalauswahl in einem Artikel kritisiert. „Es könnte auch sein, dass einige unserer Journalisten auf die ausländische Konkurrenz eifersüchtig

in Portoroæ kam in der 2012er Ausgabe des Gault Millau auf (für diese Kategorie) magere 12,5 Punkte – die Tester fragten sich sogar, „ob der Chefkoch nicht da gewesen sei“. Im Gault Millau 2013 hat sich das „Sophia“ immerhin auf 14 Punkte gesteigert. Auch das „As“, lange Zeit ein Liebling slowenischer Lokalkritik, kommt im Gault Millau zwar auf eine 13-Punkte-Haube, aber mit sarkastischem Text: „Gehoben ist hier lediglich die Sitzposition.“ Die gut bewerteten Restaurants tragen die Auszeichnung mit Stolz, fast in jedem hängen die Gault-MillauUrkunden im Blickfeld der Gäste. Auch bei „Pri Danilu“ in Reteœe, einem der vier 16-Punkte-Zweihauber: „Für uns ist es toll, dass die Bewertung von einem internationalen Führer kommt, dass es eine unbeeinflusste Sicht von außen ist. Das beflügelt und zeigt einem, dass man sich am richtigen Weg befindet“, sagt Gaπper Œarman, Pri-­ Danilu-Juniorchef und Vinothekar in Ljubljana. Und: „Der Gault Millau bringt uns neben der Anerkennung auch viele Österreicher – das sind besonders gute Gäste, die Freude am Essen und Trinken haben.“ Und wann darf sich der erste Slowene über eine dritte Haube freuen? „Keine Ahnung, es gibt ja vier Köche mit 16 Punkten, aber es hängt immer von den Kochleistungen ab. Der Sprung von 16 auf 17 Punkte ist viel, viel weiter als der von 13 auf 14“, sagt Martina Hohenlohe.

Gault Millau 2013: Im Buchhandel, 33 Euro www.gaultmillau.at


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Top in Istrien: Wine-Vault-Gericht und Fischprofi Damir (ganz oben) Top in Slowenien: Rizibizi Portoroæ, zwei Teller aus dem „Pri Lojzetu“ (Mitte). Unterste Reihe von links: Fischvor­ speise und Wirt im Batelina, Pula, Morgan in Brtonigla, Mare e Monti in Umag

„Blutbad“ in Istrien Dass Sprünge im Gault Millau auch abwärts gehen, mussten in der Edition 2013 einige Restaurants in Istrien erfahren: „Istrien ist derzeit ein wunder Punkt, da gab es ein kleines Blutbad an Abwertungen. Das könnte an der Wirtschaftslage liegen,“ vermutet Hohenlohe. Dabei

wohl das „Milan“ in Pula (zwei Hauben). Das ­„Valsabbion“ in Pula hat sein Restaurant geschlossen, Gourmetküche ist in Sparzeiten auch in Kroatien schwerer zu verkaufen. Slowenien und Istrien sind also die Alpe-Adria-­ Regionen des Gault Millau. Und was ist mit Oberitalien, das dieser Haubenguide ja früher auch getestet hat?

Foto: Mangione

Martina Hohenlohe: „Ich hoffe, dass wir uns Italien bald wieder leisten können. Das Leserinteresse wäre da.“

Gault-Millau-Chefin Martina Hohenlohe

­ ätte sie einige Lokale mehrfach testen lassen, um den h ­unerklärlichen Leistungsabfall abzuklären. Etwa das „Le Mandraœ“ in Opatija, das einmal drei Hauben trug und bei dem die Wertung nun ausgesetzt wurde, weil „die Leistung zwischen Enttäuschung und zwei Hauben pendelt“ (Anmerkung: Auch wir haben hier Enttäuschungen erlebt und uns über frühereTraumbewertungen gewundert). Top sind nach wie vor das „Monte“ in Rovinj mit drei Hauben und Rohfischkünstler „Damir e Ornela“ in ­Novigrad mit 16-Punkten, die seriöseste Fischadresse ist

„Das war eine finanzielle Entscheidung. Wir können es uns derzeit einfach nicht leisten, weil wir mindestens 60 Lokale testen müssten, um einen Überblick zu geben. Ich hoffe, dass Italien wieder ins Buch kommt, das Leserinteresse wäre da“, sagt Martina Hohenlohe. Kommen sollen auch eigene Ausgaben für Slowenien und Kroatien in den Landessprachen. Der Markt wäre wohl da, denn internationale Kritik ist überall gefragt und für Michelin sind diese Märkte wohl eher uninteressant. Für die Sterne­ verteiler war ja sogar Österreich zu klein. ■


eine Haube in istrien: das „San rocco“ in Brtonigla. Ana roπ und Valter Kramar von der Hiπa Franko in Kobarid tragen zwei Hauben.

Hauben istrien

Muta

Zgornja Kungota

ITALIEN

3 Hauben (17 Punkte) Dravograd Maribor A5 KÄRNTEN Selnica Monte, Rovinj Kranjska Gora Jesenice Loibl A4 Ptuj 2 Hauben (16 Punkte) Bled Luče A1 Podvin Damir e Ornella, Novigrad A2 Kobarid Kranj Komenda Celje 2 Hauben (15 Punkte) A1 Škofja Loka Podčetrtek Johnson, Moπœeniœka Draga Olimia A2 SLOWENIEN Ljubljana Laurus, Opatija Idrija Nova Goriza Milan, Pula A1 A2 A2 Šmarješke Dvorec Zemono Wine Vault, Rovinj Toplice Komen Vipava Postojna 1 Haube (14 Punkte) Šeæana A3 Morgan, Brtonigla Divača Osp San Rocco, Brtonigla Izola Kukuriku, Kastav (Kvarner) Portoroæ KROATIEN Zigante, Livade Draga di Lovrana, Lovran Œok, Novigrad Hauben Bevanda, Opatija Slowenien Konoba Batelina, 2 Hauben (16 Punkte) Banjole-Pula JB, Ljubljana Mediterraneo, Rovinj Maxim, Ljubljana Mare e Monti, Umag Pri Danilu, Reteœe bei ∏kofja Loka 1 Haube (13 Punkte) Pri Lojzetu, Dvorec Zemono Toklarija, bei Buzet 2 Hauben Stari Podrum, Most bei Momjan (15 Punkte) Marina, Novigrad Pri Poku, Ljubljana Amfiteatar, Pula Hiπa Franko, Kobarid L, Rovinj 1 Haube (14 Punkte) Marina, Izola SLOWENIEN Manna, Ljubljana Momjan Umag Smrekarjev hram, Ljubljana Buzet Brtonigla Sushimama, Ljubljana ˇ Groznjan Livade Opatija Valvas’or, Ljubljana Novigrad Lovran Rizibizi, Portoroæ Nova Vas ISTRIEN Pazin ˇ Porec Sophia, Portoroæ ´ Pican Mošœeniœka ˇ Sv. Lovrec Peœ, Sp. Selnica Draga 1 Haube (13 Punkte) Svetvinˇcenat Labin 1906, Bled Rovinj Rabac Majda, Osp Za Gradom, Koper Vodnjan Marcana ˇ As, Ljubljana Faˇ zana Brioni Most, Ljubljana Pula Pri Æabarju, Ljubljana Banjole Neptun, Piran

Selo U N G A R N Moravske Toplice Jeruzalem

emanuele Scarello und seine Schwester Michela freuen sich in Godia über Stern Nr. 2, die Crew des Campiello in San Giovanni ist im „Gambero rosso“ im Spitzenfeld

Friaul 2013 Erstmals zwei Sterne!

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ault Millau gibt’s in Italien zwar keinen – dafür aber den Guide Michelin: Und der hat für 2013 im Norden eine kleine Sensation aufgetischt: Nun hat auch Friuli einen Zwei-Sterner. Das „Agli Amici“ in Godia bei Udine ist mit dem zweiten Stern alleine an der Spitze, Michele Scarello ist zweifellos Friauls modernster und mutigster Koch. Ansonsten ist im Michelin bei den Sternen alles gleich geblieben (bis aufs „Bibendum“, das sperren musste). Je einen Stern tragen: „La Primula“ in San Quirino „La Taverna“ in Colloredo „Osteria Altran“ in Ruda „La Subida“ in Cormons „Aquila d’Oro“ in Dolegna del Collio „Il Cecchini“ in Pasiano di Pordenone. Im „Gambero Rosso“ ist ebenfalls das „Agli Amici“ an der Spitze, allerdings sind die 88 Punkte nicht so ein großer Vorsprung wie der zweite Stern im Michelin. Die „Top 5“ im Gambero Rosso 2013: Agli Amici, Godia 88 Punkte La Primula, San Quirino, 87 Punkte Aquila d’Oro, Dolegna, 86 Punkte Campiello, San Giovanni al N., 86 Punkte Osteria Altran, Ruda, 84 Punkte


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Bergbrot: Volkzeinerhütte, Osttirol

Vorzeigebrotauswahl: Steirereck, Wien

Hellbrotkorb: Aenea, Reifnitz

Weich und kross: Androna, Grado

Runde Sache: Anfora, Padua

Romantico: Angelo Rasi, Padua

Classico: Osteria Arman, Treviso

Schnell geleert: Augustin, Klagenfurt

Kugel, kugel: Bibendum, Udine

Panino, Pane: Alla Borsa, Grado

Lauwarm serviert: Boskinaœ, Insel Pag

Brotarchitektur: Campiello, S. Giovanni

Klare Vielfalt: Caramé, Velden

Besesamt: Corte Sconta, Venedig

Grissini, so dünn! Dolce Vita, Klagenfurt

Bedeckt: Draga di Lovrana, Lovran

In Reih und Glied: Haberl & Fink‘s, Ilz

Miniweckerl: Kreuzwirt, Pössnitzberg

Best Salzstangerl: Georgium, Längsee

Sehr brotig: Vinzenz Gruber, bei Graz

Dynamisch: Da Guido, Jesolo

Honey Mohn: Hiπa Franko, Kobarid

Zwei Schifferl? Kotlar, Kobarid

Wandererstärkung: Karlhütte, Turrach

Exklusiv-Trio: La Primula, San Quirino

Opulent: La Torre, St. Veit

Mit zwei Extras: Lagana, Villach

Immer mit Hauswurst: Liegl, St. Georgen


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Black & white: La Torre, Numana

Born with korn: Gostilna Majda, Osp (Slo)

Brote zum Fisch: Milan, Pula

Gut gehäuft: Montalbana, Petrarca

Molto semplice: Montasio-Alm

Habt Acht: Nerodiseppia, Padua

Vom Brotgrafiker? Nicolo, Casale sul Sile

Inkl. Schüttelbrot: Oberraut, Amaten

Krossissimo: Da Omar, Jesolo

Weckerln! Osteria Sta. Marina, Venedig

Ideal zum Brodet-Tunken: Ovidio, Grado

Voll istrianisch: La Parenzana, Buje

So ist das Körberl!

Gastronomische Brotkörberlkultur im Alpe-Adria-Raum: Ein Fotostreifzug durch Lokale in Kärnten, Steiermark, Italien, Slowenien, Istrien. HEINZ GRÖTSCHNIG Text GRÖTSCHNIG, KK (1) Fotos

Brot nouvelle: Pepenero, Novigrad

Rustikal: Pet Bunara, Zadar

Supersaftig: Pri Danilu, ∏kofja Loka

Bierlokalig: Pumpe, Klagenfurt

Reduziert: Quadri, Venedig

Alpenitalienisch: Renzo, Valbruna

Sehr klassisch: San Gallo, Moggio

Dreihaubig: Schlossstern, Velden

Superpanini: Da Paeto, Pianiga (Ve)

Stückwerke: Grad Socerb, Œrni Kal

Monobrotsortig: Stari Podrum, Istrien

Fatto in casa: La Subida, Cormons


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Hausgemachte Focaccia: super g‘schmackig und im „Dolce Vita“ in Klagenfurt täglich frisch, Wirt-Koch Stephan Vadnjal bäckt auch ganz fein, dünne Grissini

So wird das Körberl! Das ist ein Diskurs über krosse und feuchte Salzstangerl, Aufbacksemmeln, ölsaftige Weißbrote und engagierte Köche, die ihren Arbeitstag mit Brotbacken beginnen. „Brot“, sagt Stephan Vadnjal, „ist meine Visitenkarte. Da will ich dem Gast etwas Unverwechselbares bieten.“ Sagt’s und holt so köstlich nach Rosmarin duftende Focaccia aus dem Ofen, dass man sich an ihr nimmersatt essen könnte. Vadnjal, Koch und Wirt des „Dolce Vita“ in Klagenfurt, bäckt jeden Tag: Focaccia und hauchdünne, ­sardische Brotfladen, das Pane Carasau (am Ende a-u gesprochen, nicht au). Zweimal wöchentlich bäckt er auch dünnlange Grissini, mit etwas Polentamehl, das macht sie krosser. Und mit Parmesan im Teig, für die spezielle Würze. Das klassische Weiß- und Schwarzbrot kauft er bei einem guten Bäcker: „Sonst müsste ich einen weiteren Koch anstellen.“ Sepp Trippolt, Dreihaubenkoch im Kärntner Bad St. Leonhard, rührt täglich vier Sauerteige. „Ich habe noch nie mit Halbfertigware von „Resch & frisch“ gearbeitet. Diese Teiglinge sind doch eingefroren, das aufgebackene Gebäck wird sehr schnell hart. Anfangs hatten wir noch Jourgebäck vom Bäcker, das war mir aber zu trocken. Es geht nichts über selbst gebackenes Brot, auch auf Reisen. Ich liebe die saftigen Weißbrote im Süden.“ Brotselberbacken ist in der gehobenen Gastronomie

Usus, in der Großgastronomie ist es zeitlich nicht drin. „Bis Mittag arbeiten wir mit Gebäck aus der Bäckerei Taumberger, fürs Abendgeschäft backen wir auf. Semmeln von „Resch & frisch“, die Brez’n von „Schöller“, das sind die saftigsten“, sagt Peter Haas, der mit „Augustin“ und „Landhaushof“ zwei erfolgreiche Klagenfurter Lokale betreibt. Gebäck ist für ihn „kein Geschäft. Wir müssen da leider jeden Abend einiges wegwerfen.“ Auch Christian Fischer vom Bier- und Esslokal „Pumpe“ in Klagenfurt setzt auf den Mix aus Semmeln aus der Bäckerei („Walter“) und tiefgekühlter Aufbackware, mit der man als Wirt flexibel bleibt.

Ang‘soffene Salzstangerln In vielen österreichischen Wirtshäusern steht das Körberl ganztags am Tisch – was zwar zum Knabbern verführt, aber auch Probleme bereitet. Semmeln und vor allem Salzstangerl, Brezen „saufen“ sich gern mit Luftfeuchtigkeit an, da vergeht einem dann der Appetit. In Italien dagegen gibt’s das Körberl nur zum Essen und man muss Gebäck nicht stückweise, sondern pauschal als Coperto


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bezahlen. Egal, wie viel man isst. Je nach Klasse des Lokals ist das Gebäck hausgemacht – oder in Plastik abgepackt. Selbst gebackene Brotspezialitäten sind auch in Italien nur in der Topgastronomie zu finden, ansonsten ist das Italokörberl meist mit Fertiggrissini, viel Krossem (hält ewig) und mit Panini oder Weißbrot von einem nahen Bäcker gefüllt. Die italienischen Standard-Panini sind trockener als Austrosemmeln. „Unsere italienischen Gäste lieben deshalb österreichisches Gebäck und vor allem das Schwarzbrot,“ weiß Gastronom Haas. Slowenien und Kroatien stehen für (oft hausgemachte) saftige Weißbrote, die sich wunderbar zum Tunken von Soßen eignen. Oft sind diese Brote mit Oliven oder Nüssen angereichert – das lässt sich dann fast mit einem Kuchen vergleichen. Von der Brotkultur zur Brotunkultur ist’s leider nicht weit: Statt knuspriger Weißbrote oder Baguettes werden in der sich gehoben fühlenden Gastronomie oft einfach Semmeln aufgeschnitten. Das ist aber ein No-go – und eine ziemlich inadäquate Visitenkarte des Lokales. Bei manchen Broten, die dem Gast für gutes Geld geboten werden, beschleicht einen das Gefühl, dass es sich um Supermarkt-Billigware handelt. Ganz zu schweigen von dem, was unter der irreführenden Bezeichnung Toast oft auf die Teller kommt. Luftbrot ohne Geschmack – wer weiß, wie herrlich Toastbrot vom guten Bäcker schmecken kann, ist entsetzt. Bei vielen Gebäck- und Brotwaren scheint nur der Einkaufspreis entscheidend zu sein. Oft hat man das Gefühl, dass Wirte gar nicht kosten, was sie ihren Gästen vorsetzen. Dabei wäre es so einfach: Sie müssten nur mit guten Bäckern kooperieren, um die Brotkultur zu steigern.

„Gebleichte“ Panini Hubert-Josef Taumberger ist so ein guter Bäcker. „Brotkultur existiert in unserer Gastronomie kaum mehr, zu 90 Prozent wird in der Stadt tiefgekühlte Aufbackware verwendet. Am Land findet man vielleicht noch eher Bäckerware“, sagt der Klagenfurter, der in seinen Geschäften bis zu 160 verschiedene Backwaren anbietet. „Ohne jede Chemie, ohne jede E-Nummer.“ Brotkultur ist für den leidenschaftlichen Bäcker Roggen, und den gibt’s nur in Mitteleuropa, zwischen dem 40. und 60. Breitengrad. „Die Italiener spielen nur mit Weizen, arbeiten aber auch mit Chlor gebleichtem. Das sieht man an diesen schneeweißen Panini.“ Die Zeit der Grissini ist für Taumberger „eigentlich vorbei, die aus dem Packerl kann man sowieso vergessen. Von Hand kann man aber schon extrem gute machen.“ Taumberger liebt das patzige istrische und slowenische Weißbrot: „Wenn ich das aber bei uns so anbiete, kritisieren die Leute, es sei nicht durchgebacken. Die gleichen Leute, die das im Süden liebend gerne essen.“ Wie das Brot so patzig wird? Durch die Beigabe von reichlich Olivenöl. Und wo gibt’s das beste Weißbrot? „In Mittelfrankreich – diese perfekten Baguettes aus einem speziell dafür gezüchteten Weizen. Leider bekommen wir den nicht, weil die ganze Produktion im eigenen Land benötigt wird. In Italien ist das Brot zwischen dem Apennin und Neapel am besten“, sagt Taumberger. Und wie schaut das ideale Körberl für ihn aus? „Es besteht zur Hälfte aus Weizen-, zur anderen Hälfte aus Roggen- und Vollkornprodukten. Aber das tut sich kaum ein normaler Wirt mehr an.“ Leider. Gutes Brot bleibt meistens den Gästen von Haubenlokalen vorbehalten. ■

Hubert-Josef Taumberger (mit Laib) plädiert für Brotkultur, Sepp Trippolt (mit Backblech) bäckt täglich, im Landhaushof (ganz oben) wird auch aufgebacken


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Frostschutzmittel

Echt heiß! Mit so einem Becher Glühmost kann einem die Winterkälte gar nichts anhaben.

Foto: Mit bestem Dank an Steiermark Tourismus. Die schönsten winter-Steiermark-Urlaube finden Sie auf www.steiermark.com

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winterdrinks

Weinkenner Günther Jordan rät von Billigweinen für Glühwein ab (links). Servieren tolle Winterdrinks: Ursula und Franz Pirker vom Almdorf Moselebauer am Lavanttaler Klippitztörl (rechts)

Da glüht uns was – heiße Drinks für kalte Tage, die dem Winter so richtig einheizen. Im Trend: Mit Liebe zubereiteter Glühwein, “Hot Aperol„, “Glühsecco„ und “Glühbier„. SILVIA TRIPPOLT-MADERBACHER TEXT Steiermark Tourismus ikarus.cc, Silvia Trippolt-Maderbacher, Oliver Wolf, Goldegg Verlag, Südwest Verlag, Thorbecke Verlag, Gräfe&Unzer, KK FOTOS

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lühende Fans von Weihnachtsmärkten und Après-Ski-Partys reiben sich schon ihre ­kalten Hände: Zeit für heiße Getränke! Denn Glühwein, Punsch, Jagatee & Co gehören einfach zum Winter, wärmen Körper, Gemüt und klamme ­Finger. ­Außerdem sorgt der Duft der Gewürze für Weihnachtsstimmung und Wohlbefinden. „Glühwein hat absolut seine Berechtigung“, sagt Weinkenner Günther Jordan von der Weinagentur Jordan in Himmelberg. Dass sich in den dampfenden Henkelbechern mit Zimt und Nelken keine „Blume“ oder gar ein „Bouquet“ entwickeln können, stören den Profi nicht: „Darum geht es beim Glühwein nicht. Er steht für die Geselligkeit. Ein Christkindlmarkt oder eine Schihütte ohne Glühwein? Undenkbar!“

Vorsicht bei den Gewürzen! Trotzdem gilt: Qualität vor Quantität. Ein guter Glühwein muss laut Günther Jordan so schmecken: „Kräftig, elegant und nicht zu süß.“ Außerdem sollte man die Basis nicht zu sehr verändern. „Damit der Weingeschmack im Vordergrund steht.“ Vorsicht also bei den Gewürzen: ­Weniger ist da mehr. Wenn der Glühwein nach einem eigenen Rezept kreiert und nicht als Fertigprodukt einfach nur aufgewärmt wird, ist er ein Genuss – Schluck für Schluck. Der Griff in das billigste Weinregal darf aber nicht sein. Jordan: „Es muss ja keine Liebhaberflasche sein. Ein ­schöner Qualitätswein, ein Zweigelt oder ein Blaufränkischer, ergibt einen ordentlichen Glühwein.“ Woran man ein billiges Grundprodukt erkennt? „Spätestens beim Brummschädel am nächsten Morgen.“ Klassisch wird der Glühwein mit rotem Wein her­ gestellt, allerdings eigne sich Weißwein mitunter sogar besser, meint Jordan. „Denn Weißwein hat eine andere Säurestruktur, daher schmeckt er fruchtiger.“ Spannend ist, dass die Idee des Glühweins eine historische ist. Schon die Griechen und Römer machten ihren Wein mit den heutigen, typischen Glühwein-Gewürzen

trinkbar und haltbar. Auch im Mittelalter wurden gewürzte Weine getrunken. Kalt. Danach waren die teuren, weit gereisten Kostbarkeiten eine Sache der Oberschicht. Nur Fürsten und Könige konnten es sich leisten, Zimt und Nelken in ihren Wein zu schütten. Ein armer Bauer zupfte grad mal ein Minzblättchen aus dem Garten und hängte es ins Glas.

Der neueste Trend: Glühsecco Wer Wasser in den Topf gibt, um Glühwein zu machen – stopp! „Einen originalen Glühwein verwässert man nicht“, betont Hüttenwirt Franz Pirker von der Moselebauerhütte am Klippitztörl. Lieber ein Glaserl weniger trinken. „Glühwein darf man am Herd nicht aufkochen lassen und schon gar vor sich hin kochen lassen, sondern nur leicht erhitzen.“ Auf maximal 75 Grad. Mit der richtigen Temperatur steht und fällt nämlich die Qualität. „Sonst verflüchtigt sich nämlich der Alkohol.“ Und mitunter auch das Aroma. Die Gewürze gibt man immer als ein Ganzes in den Topf. Sonst wird das Getränk trüb. ­Neben den klassischen Zimtstangen und Nelken sorgen auch Muskatnuss, Sternanis und Vanille für einen harmonischen Geschmack. Exotisch: Mit Pfeffer, Ingwer oder Kakaoschalen experimentieren. Aber: Es muss nicht immer Glühwein sein. Der flüssige Trend in diesem Winter: „Hot Aperol“, „Glühbier“ oder „Glühsecco“. Das heiße, fruchtig-bittere Aperol-Getränk will den Winter zum Sommer machen und der Glühsecco zeigt sich als „edlere“ Variante des Glühweins. Da wird der Glühwein zum Schluss einfach mit eiskaltem Prosecco aufgegossen. Das prickelt. Die Trend-Drinks schlürft man übrigens nicht aus dickwandigen Henkelbechern, sondern mit Stil aus ­schönen Stielgläsern. Wie bitte? Sie sind eigentlich ein passionierter Biertrinker? Kein Problem, auch für Bierfreaks gibt es ein heißes In-Getränk. Nennt sich Glühbier und besteht hauptsächlich aus dunklem Bier mit Kirschsaft. Dazu kommen die klassischen Gewürze wie Zimt, Nelken usw. Als Frostschutzmittel gegen die Kälte. ■

Buchtipps

„Heiße Getränke für kalte Tage“, Saskia Banasch, Thorbecke, 62 Seiten, 8,90 Euro.

„Heiße Drinks. Rezeptideen mit und ohne Alkohol“, Franz Brandl, Südwest Verlag. 116 Seiten, 7,20 Euro.

„Punsch und Glühwein im Advent. Köstliche Rezepte für die Stille Zeit“, Nina Musey, Goldegg, 87 Seiten, 12,80 Euro.

„Weihnachten: Plätzchen, Stollen, Glühwein und alles, was den Advent schöner macht“, Christina Kempe, Christa Schmedes, Gräfe & Unzer, 160 Seiten, 17,50 Euro.


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Rezepte (jeweils für ca. 4 Drinks)

Glühwein

Zutaten: 1 l Wein, Blaufränkisch, Zweigelt 1 Zimtstange 4-5 Nelken 2-3 Orangenscheiben, Rum und Zucker nach Belieben

Zubereitung: Wein, Zimt und Nelken erhitzen, Orangen­ scheiben hinzufügen, ein paar Tropfen für einen harmonischen Geschmack hineinträufeln, nach Belieben mit Zucker süßen. Gewürze und Orangen abseihen und heiß servieren.

Ingwertrunk, alkoholfrei

Zutaten: 4 TL frischen, geriebenen oder gehackten Ingwer 400 ml Wasser Honig nach Belieben frisch gepresste Zitrone

Zubereitung: Ingwer im Wasser erhitzen und köcheln lassen. Nach zehn Minuten ist der Aufguss fertig. Süßen Sie nach Geschmack mit Honig. Besonders erfrischend wird der Ingwertrunk durch die Zugabe von frisch gepresstem Zitronensaft.

Beerenpunsch

Zutaten: 1 l Früchtetee 4 cl Rum 150 g gemischte Beeren: Brombeeren, Himbeeren, Weichseln, Schwarzbeeren ½ Zimtstange 3 Nelken 2 ausgepresste Orangen Zucker nach Belieben 1 EL Honig 1 Prise Lebkuchengewürz

Zubereitung: Früchtetee, Rum, Zimtstange, Nelken, Orangensaft, Zucker, Honig sowie Lebkuchen­ gewürz schwach aufkochen lassen. Beeren untermischen und kurz ziehen lassen. Punsch warm servieren.

Paulas Punsch

Zutaten: 40 cl roter Traubensaft 40 cl Apfelsaft 4 cl Zitronensaft 8 cl Orangensaft 1 Zimtstange 1 Vanillestange 4 Gewürznelken 4 längliche Stücke Orangenschalen

Zubereitung: Die Zutaten – ohne Orangenschalen – in einen Topf geben und erhitzen, aber nicht kochen. Etwa 5 Minuten heiß halten, damit die Gewürze ziehen können. Die Gewürze entfernen und den Punsch eventuell nochmals erhitzen. Den Drink in feuerfeste Gläser abgießen und nach Gusto je ein längliches Stück Orangenschale und Vanillestange dazugeben.

Hot Aperol

Zutaten: 12 cl Aperol 40 cl Weißwein 20 cl Apfelsaft 4 cl Mangosirup

Zubereitung: Aperol, Wein und Säfte in einen Topf geben und langsam erhitzen. Den Mix in ein Glas geben, mit einer Zitronen­ scheibe dekorieren und heiß servieren.

Winterapfel, alkoholfrei Zutaten: 1 l Apfelsaft 4 Nelken 2 TL Honig 2 Prisen geriebene Orangenschale ½ Apfel, Zucker

Zubereitung: Den Apfel reiben und mit etwas Zucker und Wasser in der Pfanne weich dünsten. Anschließend alle Zutaten erhitzen und kurz, ca. zehn Minuten ziehen lassen. Mit Honig abschmecken und genießen.

Feuerzangenbowle (für 15 Drinks)

Zutaten: 2 Orangen 1 Zitrone 3 Flaschen Rotwein 2-3 Zimtstangen 6-8 Gewürznelken 1 Zuckerhut 1 Flasche (0,75 l) brauner Rum mit etwa 70 % Alkohol

Zubereitung: Eine Orange und die Zitrone schälen. Den Saft von allen Früchten auspressen. In einem Kupferkessel den Wein, die Zitrus­ schalen, die Zitrussäfte, die Zimtstangen und Gewürznelken geben. Die Mischung erhitzen (aber nicht kochen) und auf einen Rechaud bei geringer bis mittlerer Wärmezufuhr heiß halten. Eine Feuerzange über den Kessel legen, den Zuckerhut darauf legen und mit Rum tränken. Den mit Rum durchtränkten Zuckerhut anzünden. Dann ständig Rum auf den Zuckerhut nachgießen (Achtung: nur mit Hilfe einer Kelle und nicht direkt aus der Flasche), bis der Zucker abgeschmolzen und in die Weinmischung getropft ist. Zitrusschalen und Gewürze entfernen. Die Feuerzangenbowle mit einer Kelle in Henkeltassen füllen.


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winterdrinks FOTO: ARCHIV STADT KLAGENFURT/PUCH

Heiße Winterdrinks Die Klassiker & Trends

Zitruspunsch

Zutaten: 4 mittelgroße Orangen 2 Grapefruits 1 Zitrone etwa 100 g Zucker 1 Zimtstange 2 Gewürznelken 1 Flasche Weißwein, 0,75 l 40 cl brauner Rum mit etwa 40 % vol

Zubereitung: Von den Orangen lange Spiralen abschälen und diese in vier geeignete Gläser hängen. Orangen, Grapefruits und Zitrone auspressen und die Säfte in einen Topf geben. Den Zucker, die Gewürze und den Wein dazugeben. Diese Mischung erhitzen (aber nicht kochen) und etwas ziehen lassen. Den Rum dazugeben und den Drink nochmals erhitzen. Die Zimtstange und die Nelken herausnehmen und den Punsch in die vorbe­ reiteten Gläser abgießen.

Glühwein. Besteht überwiegend aus Wein, der mit Gewürzen wie Zimt, Nelken, Sternanis und ­Kardamom sowie Zitrusfrüchten aromatisiert wird. Glühmost. Gewürze wie beim Glühwein, nur die Basis ist Apfeloder Birnenmost. Punsch. Alkoholisches Heißgetränk, das in der Grundvariante aus Rotwein, Rum, Orangen und Gewürzen, wie z.B. Anis und Zimt zubereitet wird. Feuerzangenbowle. Ist eine Variante des Punsches, aber keine Bowle (trotz ihres Namens). Sie ist nach der Zange über dem Getränk benannt, auf die der ­brennende, rumgetränkte Zucker gelegt wird. Grog. Rum und heißes Wasser. In den zahlreichen Variationen werden statt des Rums auch Arrak, Weinbrand, Whiskey, Rotwein oder Tequila verwendet Glögg. Skandinavischer Glühwein aus Rotwein und Korn oder Wodka sowie Gewürze wie Zimt, Kardamom, Ingwer und Nelken. Dazu werden Rosinen und geschälte Mandeln serviert, den man in den warmen Glögg gibt. Jagatee. Heißgetränk aus Schwarztee und Inländer-Rum. Laut EU-Richtlinie muss InländerRum ein Bestandteil davon sein. Lumumba. Heißer Kakao mit einem Schuss Rum und Sahne. Heiße Zwetschke oder Heiße Witwe. Zwetschkenlikör, ­Schlagsahne und Zimt. Alpenglüher. Punsch aus Rum, Zimt, Kirschsaft mit einem ­Sahnehauberl oben drauf. Schneeflocke. Eierlikör mit heißer Milch und Sahne. Schneewittchen oder Heiße Oma. Cremiges Hüttengetränk aus Milch, Vanillepudding, Eier­ likör, Zucker, Sahne, Zimt. Hot Aperol. Das knallorange Trendgetränk in diesem Winter. Fruchtig-frisch. Glühsecco. Trendversion des Glühweines mit Prosecco. ­Glühwein wird mit prickelndem ­Frizzante aufgegossen und in Stielgläsern serviert. Glühbier. Für Bierfreaks! Weihnachtsgewürze schmecken auch im Bier. Prädikat süffig, aromatisch und nicht zu süß.

Klagenfurter Weihnachtszauber In Klagenfurt am Wörthersee kehrt weihnachtliche Stimmung ein, wenn der Christkindlmarkt am Neuen Platz und am Domplatz die Besucher mit Kunsthandwerk, Kulinarik und Brauchtum begeistert. Ein buntes Programm auf der Brauchtumsbühne mit besinnlichen Konzerten, Rock und Pop stimmt auf den Heiligen Abend ein. Die „Internationalen Weihnachten“ am 15. Dezember mit hochkarätigen Interpreten aus den EU-Ländern oder der Abend mit Topstar Sandra Pires am 21. Dezember sind nur zwei der zahlreichen musikalischen Höhepunkte.

Adventbroschüre Alle Infos rund um den Christkindlmarkt finden Sie in der Broschüre „Advent in Klagenfurt am Wörthersee“. Sie ist kostenlos im Tourismusbüro im Rathaus erhältlich und steht unter www.klagenfurt-tourismus.at zum Download bereit.

Klagenfurt Tourismus Neuer Platz 1 9010 Klagenfurt am Wörthersee Tel.: +43/(0)463/537-2223 tourismus@klagenfurt.at www.klagenfurt-tourismus.at

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Das ist los! alpe adria magazin

Adventmärkte, Schi- und andere Sport-Events, Kultur-Termine, Winter-Feste. Hier eine Auswahl interessanter Termine in Kärnten, der Steiermark, Oberitalien, Slowenien und Istrien. GESAMMELT vOn SILVIA TRIPPOLT-MADERBACHER FOTOS ANBIETER, KK, VERANSTALTER, TOURISMUSZENTRALEN

DEZEMBER

15. 12.: Advent-Fackel-„Lachwandern“

3.-9. 12.: „Animateka 2012“:

im Alpe-AdriaGebiet ist immer was los. Hier die event- und Kultur-Highlights von dezember bis März

Festival des Animationsfilm in Ljubljana, 10.-16. 12. Udarnik Maribor. www.animateka.si 1 | 7.-9. 12.: „University of snow“. Größtes Schiopening für Studenten in Europa am Nassfeld. www.uniofsnow.at 7.-9. 12.: Schokoladenfestival in Opatija, www.opatija­tourism.hr 2 | 8., 15., 22. 12.: Europas höchstgelegener christkindlmarkt auf der Kärntner Petzen, via Gondel geht es hinauf, www.petzen.net 3 | 8.-9. 12.: „Natale in cantina“ Weihnachten im Weinkeller: Tage der offenen Kellertüren in ganz Friaul, www.turismofvg.it 4 | 13. 12.: Premiere der Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß, Premiere am Klagenfurter Stadttheater, www.stadttheater­klagenfurt.at 13. 12.-24. 2.: Franz Steinkellner. Eine Werkschau. Museum für moderne Kunst, Klagenfurt. www.mmkk.at 14.-16. 12.: country christmas in Pordenone. Mit der größten Tanzfläche Europas und CowboyShow. www.countrychristmas.it 5 | 14.-16. 12.: Weltcup Nordische Kombination. Ramsau am Dachstein, www.ramsausport.com

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zur Grünangerhütte auf der Koralpe, www.lachwandern.at 15. 12.: Johann Wolfgang von Goethe: „Faust“, Premiere am Grazer Schauspielhaus, www.schauspielhaus­graz.com 6 | 15. 12.-7. 4.: Giambattista Tiepolo, Villa Manin, in Codroipo bei Udine, www.villamanin­eventi.it 21. 12.: Konzert „Die Toten Hosen“, Stadthalle Graz, www.mcg.at bis 23. 12.: Veldener Advent, „Engelstadt am Wörthersee“, an den Advent-Wochenenden, www.veldener­advent.at 7 | bis 24. 12.: Grazer Advent. Die Top-Locations. Joanneumviertel: urbanes Glühwein-Schlürfen mit Live DJs (23. 11.-22. 12.), „AufsteirernWeihnachtsmarkt“ am Schlossberg (Adventwochenenden), Altgrazer Christkindlmarkt am Franziskanerplatz (23. 11.-23. 12.), www.graztourismus.at 8 | bis 23. 12.: Mariazeller Advent, www.mariazeller­advent.at bis 24. 12.: Klagenfurter Advent am Neuen Platz, www.klagenfurt­tourismus.at bis 24. 12.: Villacher Advent, „Die Stadt im Licht“, www.villacheradvent.at 28., 29. 12.: Fis Weltcup-Slalom und Riesenslalom der Damen am Semmering, www.wsv­semmering.at

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31. 12.: Silvesterpfad Maltschacher See, ab 18 Uhr „GlückwunschSpaziergang“ für die ganze Familie, www.maltschachersee.at 31. 12.: Traditioneller Silvesterkarneval in der Klagenfurter Altstadt, www.klagenfurt­tourismus.at

JÄNNER

4. 1.: Premierensitzung des

„Villacher Faschings“ im Congress-Center Villach. www.villacher­fasching.at 4. und 6. 1.: Fis Weltcup-Slalom der Damen und Herren in Zagreb, www.snowqueentrophy.com 5. 1.: Traditioneller Glöcklerlauf in Gröbming und Wildalpen, www.groebmingerland.at, www.wildalpen.at 5.-6. 1.: Planai classics. Rallye für klassische Automobile und Skilegenden. www.planai­classic.at 9 | 5.-6. 1.: Eisklettern: österreichische Meisterschaften in Kötschach-Mauthen, www.oeav­obergailtal.at 6. 1.: „Sauris ciaspola“: Schneeschuhrennen in Sauris di Sopra, www.sauris.org 10. 1.: Premiere am Grazer Schauspielhaus: „Der einsame Weg“ von Arthur Schnitzler, www.schauspielhaus­graz.com

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10. 1.: Premiere der „Komödie im Dunkeln“ von Peter Shaffer, Stadttheater Klagenfurt, www.stadttheater­klagenfurt.at 10 | 12. 1.: „Schlag den Ass“ – die Armin Assinger Nassfeld Trophy, das längste Schirennen der Welt, www.schlagdasass.at 11 | 12. 1.: „Wenn die Musi spielt“. Großes Winter-Open-Air in Bad Kleinkirchheim. www.musi­open­air.at 12 | 17. 1.-13. 2.: Karneval in Rijeka, eine der buntesten Faschingsveranstaltungen. Parade am 10. 2. mit 10.000 Masken, www.ri­karneval.com.hr 17.-23. 1.: „Trieste Film Festival“, Schwerpunkt : europäische Filme, www.triestefilmfestival.it 18. 1.: „Tschick“, Theater-Road Trip im Jugendtheater Next Liberty in Graz, ab 12 Jahre, www.nextliberty.com bis 20. 1.: „Raffaello verso Picasso“. Ausstellung in der Basilica Palladiana in Vicenca. www.lineadombra.it 13 | 22. 1.-2. 2.: „Alternative 11-Städte-Tour“ am Weißensee, 200km Eisschnellmarathon, www.natureislauf.at 24.-27.1.: Alpen-Adria-Urlaubsund Freizeitmesse in Ljubljana. www.alpeadria­tourismshow.com 26. 1.: Grazer Opernredoute. www.opernredoute.com 26.-27. 1.: Fis Weltcup-Slalom und Riesenslalom der Damen in Maribor, www.goldenfox.org 14 | 26. 1.-12. 2.: Der legendäre „carnevale di Venezia“ – Karneval in Venedig, www.carnevale.venezia.it

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FEBRUAR

1. 2.: Premiere Oper „carmen“ von

George Bizet im Opernhaus Maribor, www.sng­mb.si 1. 2.: „Ante Pante“ Kirchleintragen, Bad Eisenkappel, Lichterprozession, www.bad­eisenkappel.info 3. 2.: „Steiralauf“, Volkslanglauf in Bad Mitterndorf, www.steiralauf.at 15 | 4.-17. 2.: Wichtigstes SchiSpektakel in diesem Winter: „Fis Alpine-Ski-WM“ in Schladming, www.schladming2013.at 7. 2.: Premiere „Idomeneo“. Musik von Wolfgang Amadeus Mozart. Stadttheater Klagenfurt. www.stadttheater­klagenfurt.at 7.-9. 2.: Internationales Eisgolfturnier, Weißensee. Das einzige Turnier auf Eis in Österreich, www.weissensee.com 9. 2.: „Ballo di casanova“ im Grazer congress, opulenter venezianischer Maskenball, Eintritt nur mit Maske, www.ilballodicasanova.at 9. 2.: Großer Faschingsumzug in Villach, www.villacher­fasching.at 16 | 11.-12. 2.: Legendärer Flinserlund Trommelweiber-Umzug in Aussee. www.ausseerland.at 14. 2.: „Der Untergeher“: Premiere am Grazer Schauspielhaus, nach einem Roman von Thomas Bernhard, www.schauspielhaus­graz.com 17 | 23. 2.: „Tuntenball“ in der Grazer Stadthalle, www.tuntenball.at 28. 2.: Premiere der Operette „Gasparone“ im Opernhaus, www.oper­graz.com

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MÄRZ

1.-4. 3.: Olio capitale. 5. OlivenölMesse mit bereits 257 Produzenten. Triest, Messegelände. www.oliocapitale.it 7. 3.: Premiere „Die versunkene Kathedrale“ von Gert Jonke, Klagenfurt Stadttheater, www.stadttheater­klagenfurt.at 7.-10. 3.: Ice Polo Trophy auf der Turracher Höhe, www. turracherhoehe.com 8. 3.: Premiere „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart im Opernhaus Maribor, www.sng­mb.si 8.-10. 3.: Iron Sleddog Man, internationales Hundeschlittenrennen in der Innerkrems, www.familiental.com 9. , 10. 3.: „52nd Pokal Vitranc 2013“: Weltcup der Herren, Kranjska Gora, www.kranjska­gora.si, www.pokal­vitranc.com 15. 3.: Premiere „Klytaimnestra“ im Grazer Schauspielhaus, www.schauspielhaus­graz.com 18 | 12.-17. 3.: „Diagonale“. Festival des österr. Films in Graz. www.diagonale.at 19 | 21.-24. 3.: Skiflug-WM im slowenischen Planica, www.planica.si 24. 3.: „Festa de cuba“, Salsa meets snow am Nassfeld, www.nassfeld.at 28. 3.: Premiere Musical „Sunset Boulevard“, von Andrew Lloyd Webber. Stadttheater Klagenfurt. www.stadttheater­klagenfurt.at bis 28. 4.: Maria Lassnig, Retrospektive, Neue Galerie Graz, www.museum­joanneum.at

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Kultur, Kulinarik und Sport haben im Winter Hochsaison. Hier unsere feine Auswahl an interessanten terminen für Kärnten, die Steiermark, Slowenien, istrien und Oberitalien

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Foto: Tourismusverband Bad Blumau

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Auszeitideen!

Lust auf Kurzurlaub? Ein paar Tage frei? Oh, da hätten wir doch glatt ein paar nette Ideen, was man aus diesen freien Tagen machen könnte. JUTTA KALIAN, SILVIA TRIPPOLT-MADERBACHER, WERNER RINGHOFER TEXT KK, ANBIETER FOTOS

erstes Kurzurlaubsgebot: du sollst den Stress vergessen und es dir gut gehen lassen

1 VERWÖHNPROGRAMM Nach dem Carpe-Diem-Special im Warmbaderhof in Villach hat man nicht nur ein neues Körpergefühl, sondern quasi einen neuen Körper. Das Verwöhnprogramm beginnt mit einer Breuss-Massage, bei der sich dank warmem Johanniskrautöl alle Anspannungen lösen. Weiter geht’s mit Ganzkörperpeeling mit Hanf- & Leinöl und Bergkristallsalz. Nach Solegrotte, osmanischem Dampfbad und Laconium schaltet auch der Kopf spielend leicht ab … Und die Haubenküche trägt auch Köstliches dazu bei, dass sich das alles anfühlt wie Luxusurlaub. Paket „Carpe Diem“: 3 Übernachtungen mit Gourmet-Halbpension, Massage, Gesichtsbehandlung etc. um 466 Euro pro Person. Info: Tel.: (+43 42 42) 30 01­10, www.warmbad.com 2 WINTERLICHE ZWEISAMKEIT Pastinaken-Apfelsuppe, Schweinefilet im Käferbohnenmantel, Salat mit Steirischem Kürbiskernöl und mit Bad Blumauer Wildkräutern verfeinertem Weinessig: Was im Dorfwirt in Bad Blumau auf den Teller kommt, klingt nicht nur wie ein Gedicht, sondern vereint auch das Beste aus dem oststeirischen Hügelwiesenland und den Genussregionen. Zum 4-tägigen „Zweisamkeit“-Paket gehört neben

Candlelight-Dinner auch Eintauchen in die zauberhafte Wasserlandschaft der Hundertwassertherme Rogner Bad Blumau: Im Wasser schweben und auf der Kuschelliege gemeinsam Luftschlösser bauen... So lässt sich der Winter genießen! Zu buchen beim Tourismusverband Bad Blumau als Package „Zweisamkeit“ (3 Nächtigungen) ab 154 Euro pro Person. Info: Tel. (+43 33 83)23 77, www.bad­blumau.com 3 ART AND THE CITY Klagenfurt und Kultur? Richtig gelesen. Dass die sonst eher beschauliche Stadt am Wörthersee auch in Sachen Kunst und Kultur gut drauf ist, wird einem beim 4-tägigen WinterSpecial eindrucksvoll bewiesen. Klagenfurts kulturelle Stärke lernt man u. a. bei einer geführten Altstadtwanderung und Besuchen von Stadtgalerie und Museum Moderner Kunst kennen. Dort wird heimische Kunst von Kiki Kogelnik bis Hermann Nitsch oder spanische Pop-Art gezeigt. Kulinarischer Höhepunkt: Ein 4-Gänge-Dinner. Zu buchen im Winter-Special samt 3 Übernachtungen, Freikarten für die beiden Museen und Dinner ab 115 Euro pro Person. Info: Tel. (+43 463) 537 22 23, www.klagenfurt­tourismus.at

4 KITZ RELOADED Hahnenkamm und Streif: Legenden, die von furchtlosen Schirennläufern erzählen. Wenn nicht gerade ein Rennen stattfindet, sind die Pisten oberhalb von Kitzbühel allerdings ein großartiges Schigebiet für jede Altersund Mutklasse. Wer seinen Pistenspaß gerne mit Wellness kombiniert, ist im Best Western Premier Kaiserhof an der richtigen – und exklusiven – Adresse. Das Hotel liegt gleich neben der Talstation Hahnenkammbahn und bietet mit liebevoll gestalteten Zimmern, Saunalandschaft, Panoramapool und Haubenküche die besten Voraussetzungen, um wieder fit für die Piste zu werden. Paket „Winterstart” bzw. „Schispaßtage“: 3 Nächte, 2-TagesSchipass, Massage, Frühstück und Gourmet-Abendmenü ab 470 Euro pro Person. Info: Tel.: (+43 53 56) 75 503, www.hotel­kaiserhof.at 5 IM 7. SCHI-HIMMEL Auf die Schiregion Katschberg-Aineck können sich Schianfänger, FunBoarder und Profi-Wintersportler einigen: Wer noch mehr Abwechslung sucht, für den wird auf 25 km Langlauf-Loipen, der 1,5 km langen Rodelbahn oder beim Schneeschuhwandern oder Pferdeschlitten-


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fahren die Zeit wie im Flug vergehen. Praktisch, dass der Katschberghof direkt am Schigebiet liegt – so schafft man es bequem vom Hotel direkt auf die Piste. Da will man aber vielleicht ohnehin gar nicht mehr hin, wenn man in die 1.000 m² große hoteleigene Wellnessoase eintaucht. Package „Berge-Wellness-Wintergenuss“ 3 oder 4 Nächte ab 229 Euro pro Person (gültig Nebensaison Winter 2012/13) inklusive Halbpension und 10-Euro-Massagebon. Info: Tel: (+43 47 34) 266, www.katschberghof.at 6 AUSZEIT & NEUSTART Wie oft schon sind die guten Vorsätze im neuen Jahr sang- und klanglos im Alltag wieder untergegangen… Um einiges leichter fällt ein Neustart, wenn man sich dafür eine bewusste Auszeit nimmt. Die idealen Voraussetzungen dafür bietet die Rogner Therme Bad Blumau: In der außergewöhnlichen Thermen- und Saunalandschaft wird es einem besonders leicht gemacht, äußere und innere Ruhe zu finden und Energie zu sammeln. Extra: Schwebend in die Tiefenentspannung in der AlphaSphere, oder der Gesundheit mit Salz aus dem Toten Meer in der Salzgrotte auf die Sprünge helfen. Package „Bewusster Neustart 2013“ mit 3 Übernachtungen

inklusive Langschläferfrühstück und Abendbuffet und Thermen-Eintritt ab 336 Euro pro Person. Info: Tel. (+43 33 83) 51 00­0, www.blumau.com 7 WAU-URLAUB Ein paar Tage Winterurlaub und wohin mit dem vierbeinigen Liebling? Welche Frage – mitnehmen natürlich! Hunde zählen im Sonnenhotel Zaubek auf der Gerlitzen als vollwertige Familienmitglieder und werden dementsprechend behandelt. So gibt es für Wuffi eine eigene Hunde-Gourmetspeisekarte (mit Rex-Wurstsemmel) und die eigens kreierte Hundefutterlinie „Alfi’s Best“. Außerdem: Gassi-Geh-Service, eigene Sitz- bzw. Platzmöglichkeiten im Restaurant und einen eingezäunten Hundeplatz zum Toben. Perfekt für den Winterspaziergang: 25 km Wanderwege werden für Herrchen/Frauchen und Liebling geräumt. Außerdem wohnen die Vierbeiner im Hotel kostenlos. Wau! Paket „Weiße Wochen“, buchbar von 5.-22. Jänner. 7 Tage Verwöhn- und ¾-Pension inkl. 6-Tage-Schipass, ab 756 Euro pro Person. Info: Tel. (+43 42 48) 27 13, www.sonnenhotel.com 8 ALLES CHALET Almurlaub. Nix mit Matratzenlager

und Plumpsklo. Wie wäre es mit acht neuen Luxus-Chalets in der Almwelt Austria auf der Reiteralm bei Schladming? Superschön, direkt an der Schipiste. Am 20. Dezember werden die 4-Sterne-Hütten für zwei bis zehn Personen eröffnet. Mit voll eingerichteter Küche, Bauernstube, Kachelofen, Zirbenbett usw. Und damit man nach dem Pistenspaß so richtig alle Viere von sich strecken kann, findet man in jeder Hütte einen kleinen Wellnessbereich mit Whirlpool und Zirbensauna. Inklusive DachsteinBlick. Keine Lust, selber zu kochen? Frühstück und Halbpension gibt es gleich nebenan im Restaurant Schnepf’n im Almhotel Jagdhaus. Almhütte pro Tag ab 222 Euro inkl. Brennholz für den Kachelofen. Info: Almwelt Austria, Preunegg 45, 8973 Pichl/Schladming. (+43 64 54) 72 577, www.almwelt­austria.at 9 WINTER-SCHATZSUCHE Willkommen im Club! Hier kann man alles, muss aber nichts. Das macht das Funimation-Clubfeeling am Katschberg eigentlich aus. Neben dem Pistenvergnügen auf 66 Kilometern wird der Winter in diesem Jahr zur Schatzsuch-Zeit. Mit GPS ausgerüstet, sucht man in der verschneiten Landschaft nach Schätzen,

Zweites Kurzurlaubsgebot: es gibt so viele schöne Plätze auf dieser Welt – und fast jeder hat etwas entspannendes. du musst es nur nützen!


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10 | drittes Kurzurlaubsgebot: Zu zweit ist es besonders schön. Aber auch ein Alleinurlaub hat seine schönen Seiten …

so genannten „Caches“. Das sind Boxen, die mit kleinen Geschenken gefüllt sind. Im Falkyland, im FalkyKinderSPA und in der Falky-AcquaWorld geht der Familien-Spaß dann in die Verlängerung. Drei Nächte „Schnee schnuppern“ im Falkensteiner Club Funimation Katschberg ab 237 Euro. Info: (+43 47 34) 63 10, www.funimation.falkensteiner.com 10 SCHRITT FÜR SCHRITT Schneeschuhwandern. Heute Trend, früher für Bauern die einzige Möglichkeit, zu entlegenen Stellen im Wald zu kommen. Also hingen die „Schnee-

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teller“ im Winter griffbereit in der „Labm“ – dem Vorraum des Hofes. Im Familienbauernhof Mesner im Kärntner Lesachtal ist das heute noch Brauch. Hier führt der Chef des Hauses als staatlich geprüfter Wanderführer seine Gäste mit den Schneeschuhen durch die verschneite Bilderbuchlandschaft. Schritt für Schritt geht es gemächlich dahin im Watschelgang. Wenn man Glück hat, läuft einem sogar ein kleiner Schneehase über den Weg. Auch für das „AprèsSchneeschuh“ ist gesorgt: Mit Kärntner Glühmost und heißem Hollersaft in der gemütlichen Stube. Schneeschuhwochen mit 5 Touren, Verpfle-

gung usw. ab 490 Euro pro Person. Info: (+43 47 16) 435, www.urlaubambauernhof.at/Mesner 11 WINTERSCHLAF Was wir für einen erholsamen Winterschlaf brauchen? Ein luftiges Kissen. Zeit zum Aufatmen. Eine flauschige Tuchent. Ein Ambiente zum Wohlfühlen. Ein Langschläfer-Frühstück. Eine beheizte Stube. Eine gemütliche Kaffeejause mit Kuchen. Zuvor eine Laternen- und Fackelwanderung in der verschneiten Winter-Welt. So sieht nämlich das Winterschlaf-Angebot von Urlaub am Bauernhof in der Steiermark aus. Inklusive Rote-Wangen-Garantie.

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Der Preis pro Person für zwei Nächtigungen am Bauernhof: 55 Euro. Gültig bis März. Die 14 Betriebe finden Sie auf www.urlaubambauernhof.at/ bundesverband/steiermark­winter 12 LESEFERIEN Keine Lust auf Hüttenhits und MarathonSchitouren? Die Seevilla am Altausseer See bietet die Antithese für Murmeltiere, die gerne mit guten Büchern Winterruhe genießen. Im Literaturhotel liegt auch genügend Urlaubslektüre schon bereit. Natürlich konzentriert sich das Angebot auf Künstler mit Bezug zum Ausseerland. Drei Literaturtruhen warten, prall gefüllt mit Werken

von Barbara Frischmuth, Friedrich Torberg und Jakob Wassermann. Die Atmosphäre passt zu den Mußestunden, das Haus mit exklusiver Wellness ist im mondänen Landhausstil angelegt. Und wer doch Lust aufs Schifahren bekommt, hat mit Tauplitz und Loser zwei Schigebiete vor der Haustür. Preis: DZ mit HP ab 170 Euro. Info: Tel. (0 36 22) 713 02, www.seevilla.at 13 WINTER BEIM WEIN Zur Weihnachtszeit wird das südsteirische Weinland zum Geheimtipp. Die Touristenmassen machen Pause und übers verschneite Rebenland legt

Viertes Kurzurlaubsgebot: lass dich verwöhnen! lass dir nichts abgehen! lass locker! lass dich fallen!

sich angenehme Ruhe. Gerade richtig für ein entspanntes Wochenende im Loisium. Das Spa Hotel in Ehrenhausen präsentiert sich mit klaren Linien, viel Glas und Holzlamellen. Die Zimmer sind hell und luxuriös, die Wellnesslandschaft mit ganzjährig beheiztem Außenpool dehnt sich auf 1400 m² aus. Auch im Angebot: Langlaufen in der verschneiten Südsteiermark, romantische Fackelwanderung durch die Weingärten oder Ausflüge zu den Winzern. 2 Nächte im DesignZimmer mit Abendessen ab Euro 199 pro Person. Info: Tel. (0 34 53) 288 00, www.loisium­suedsteiermark.at

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Heinz Grötschnig

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in & out

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Schihelme. Wer was im Kopf hat,

schützt ihn auch beim Schifahren. Ein blöder Sturz auf den Kopf kann das Leben verändern (oder sogar beenden). Deshalb: Nur mit Helm auf die Piste.

Kunstschnee. Ist zwar künstlerisch weniger wertvoll (und deshalb selten in Galerien zu sehen), aber was wäre der Schilauf ohne Kunstschnee? In vielen Wintern eine ziemlich schneemagere Sache … Thermalwechselbäder. Das Was-

ser wohlig warm, der Schnee eiskalt. Thermalbaden ist im Winter besonders reizvoll. Der Hit: Mit Schnee einreiben, und dann ins heiße Nass. Kribbelkribbel!

Molecche. So heißen die kleinen Krebserl, die sich im Winter häuten. In der Lagune von Venedig werden sie gefangen und dann frittiert. Man isst sie mit Haut und Haaren, ähm, mit Körper und Scheren – und sie schmecken köstlich! Handschuhwärmer. Warum im

Winter frieren, wenn‘s auch anders geht?

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out

Steinige Pisten. Sie kennen doch

dieses nervtötende Geräusch, wenn sich ein Stein von unten an den Schi heranmacht? Bei den heutigen Liftpreisen kann man von der Pistenpflege schon erwarten, dass Schi nicht gesteinigt werden.

Handys am Lift. Kaum hat man am

Sessel (oder in der Gondel) Platz genommen, geht es los mit der Telefonitis. Der eine ruft die Freundin an, der andere die Oma. Auf der Strecke bleiben die Mitfahrer, die sich entspannen wollen. Schluss mit der Geplapperbelästigung!

Wartezeitenwerbung. Alle Schigebiete werben mit „keine Wartezeiten“. Die Realität schaut, vor allem an Sonntagen, leider anders aus. Das lässt sich schwer ändern, aber die leeren Werbeversprechen sollte man abstellen. Karnevalsgeschiebe.

Venedig im Karneval, ein einziges Gedränge und Geschiebe. Connaisseure erleben die Lagunenstadt nach dem bunten Treiben, da lässt sich Venezia viel besser und ruhiger erkunden.

Zwangsmenüs

Menüs nur tischweise? Bitte nicht! Macht endlich Schluss mit dieser unlockeren Gästebevormundung.

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ls Kinder durften wir bei Tisch erst aufstehen, wenn alles bis zum letzten Bissen weggeputzt war. Egal, ob es einem schmeckte, oder nicht. Diese Form von Essenszwang hat vielen Menschen das eine oder andere Gericht auf ewig verleidet (etwa Spinat, Ritschert vulgo Gersteneintopf, in meinem Fall den Milchreis und Milchgrieß). Doch mit der Erwachsenwerdung ist die Sache mit dem Essenszwang ja gegessen. Man isst so viel man will – und vor allem, was man will. Wirklich? Nun, es gibt Ausnahmen, und die betreffen vor allem die Topgastronomie: ­„Menüs nur tischweise,“ heißt es auf diversen Speisekarten, auf einigen mit Zusatz „Wir ­danken fürs Verständnis“. Ja, dafür braucht es viel Verständnis, liebe Gastronomen. Da bezahle ich, sagen wir, 100 bis 200 Euro für ein Menü – und wenn meine Begleitung unbedingt Menü 1 haben will, muss auch ich in diesen Menü-1-Apfel beißen (und umgekehrt). Wenn der Wirt sehr gnädig ist, darf ich vielleicht ein bis zwei Gerichte austauschen, aber, wie gesagt: Das ist eine Ausnahme, lieber Gast. Danke, für die Gnade, lieber Wirt. Noch lustiger wird’s, wenn man zu viert oder sechst an einem Tisch sitzt: Menüs nur tischweise, da ist ja jede Hochzeitstafel besser dran, die hat meist mehr Wahlmöglichkeiten. Natürlich kann ich verstehen, dass ein Koch an einem Tisch vielleicht nicht vier oder gar sechs verschiedene hochkarätige Menüs (sofern er sie überhaupt anbietet, meistens sind es zwei oder drei) kochen will, aber zumindest zwei — unterschiedliche Menüs müssten küchentechnisch doch drin sein, oder? Diesbezüglich verfolge ich nun einen ausgeklügelten Plan: Wenn ich nächstens in so ein Muss-Menü-Lokal gehe, könnten meine Frau und ich ja zwei Einzeltische reservieren. Da nehmen wir dann getrennt Platz, jeder bestellt

sein Wunschmenü – und hernach setzen wir uns („ach, du auch da? Wie schön“) zusammen. Bei mehr Leuten? Ist doch kein Problem: Zu viert nehmen wir halt zwei Zweiertische, zu sechst drei. So umkurvt man elegant und legal die Menübevormundung. Strengen Restaurateuren ist es natürlich zuzutrauen, dass sie einen nicht zusammensetzen ließen (es sei denn, man macht die frechen Bestellungen rückgängig und bestellt geeint das vorgeschriebene Tischeinheitsmenü). Auf die Frage, warum verschiedene Menüs an einem Tisch nicht funktionieren sollten, bekommt man meist fadenscheinige Ausflüchte serviert. Ich lasse keine einzige gelten, da die Menüvielfalt ja möglich wäre, wenn man an getrennten Tischen säße. Und wenn einer sagt, er könnte küchentechnisch nicht jeden Gang gleichzeitig servieren, winke ich ab: Das soll nicht Ihr Problem sein, lieber Gastronom – das ist meines. Und ich will es so. Es ist mir Blunzen, wenn ich meine ­Jakobsmuschel um fünf Minuten später ­bekomme als die Gattin ihre Gänseleber. Mir geht es um Geschmacksvielfalt, nicht um Gleichzeitigkeiten beim Kauvorgang. Oder warum soll der Partner nicht den einen oder anderen Gang weniger essen? Auch das macht noble Häuser bisweilen ganz ­unrund. „Ja, was wird die Dame denn dann machen, wenn Sie essen?“ – ­Keine Sorge, sie weiß sich zu beschäftigen. Und sie ist oft sogar glücklich, wenn sie mit weniger ­Gängen „davonkommt.“ Nein, noch einmal: Schluss mit dieser unsinnigen Menü-­ Bevormundung. So wird Essen doch zum un­ lockeren Erlebnis. Ich gehe ja nicht in ein gutes Restaurant, um viel dafür zu bezahlen, dass ich mich letztlich ärgere: Über all die feinen ­Sachen, die ich nicht essen durfte, nur weil andere an meinem Tisch andere Geschmäcker hatten. Sogar in der Betriebskantine darf man frei wählen, was man gerne essen möchte. ■


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Alpe Adria Magazin Nr. 15 Winter