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Architektur und Struktur Semesterprogramm Fr端hjahr 2013, Master of Arts in Architecture Semesterprogram Spring 2013 Master of Arts in Architecture


Inhalt Content Master in Architektur Master in Architecture Methode und Didaktik Method and Didactics Material Struktur Energie Material Structure Energy Forschung Research Architektur Werkstatt Architektur Werkstatt Internationale Partnerhochschulen International Partner Schools Architektur und Struktur Architecture and Structure Struktur - ein Denkmodell Structure - a working model Module Modules Fokus-Projekt Focus-Project Fokus-Vorlesungen Focus-Lectures Master Thesis Projekt Master Thesis Project Master Thesis Seminar Master Thesis Seminar Vertiefung In-depth Study Basisvorlesungen Basis Lectures Keynote Lectures Keynote Lectures Studienreise Studytrip Abteilungsvotr채ge Departmental Lectures Lehrende Lecturers Termin체bersicht Masterkurs Master Course Agenda

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Master of Arts in Architecture an der HSLU - T&A Im Zuge des Bologna-Prozesses wird gleichzeitig mit den neuen, an beiden Hochschulen angebotenen Studiengängen Bachelor in Architektur auch der Master in Architektur HSLU/FHNW in Kooperation der Hochschule Luzern - Technik & Architektur und der FHNW angeboten. Diese weiterführende Ausbildung ist dank der beiden komplementären Profile der Schulen sehr umfassend und dennoch fokussiert. Mit ihren jeweiligen Ausrichtungen - T&A: Technik und Architektur an der Hochschule Luzern und Architektur und Kontext an der FHNW - können Gegenstände der entwerferischen Praxis vertieft werden, ohne die weiteren, vielfältigen Themen der Architektur zu vernachlässigen. Im Zentrum steht als Untersuchungsgegenstand das Gebäude beziehungsweise das Haus. Von ihm aus wird das Gebäude als System anhand der Foki Material - Struktur - Energie in Luzern untersucht oder das Haus im Kontext anhand Haus - Siedlung - Landschaft in Basel betrachtet. Mit der Vorgabe eines Austauschsemesters an einer unserer

Master of Arts in Architecture at the HSLU - T&A In the course of the Bologna process Lucerne University of Applied Sciences and Arts (HSLU) and University of Applied Sciences Northwestern Switzerland (FHNW) are offering, in addition to their Bachelor degree courses in architecture, a Master of Architecture HSLU/FHNW in cooperation with the University of Lucerne and FHNW. As the profile of the two universities complement each other, this graduate degree offering is both broad and focused. With their particular specialisations T&A: Architecture and Technology at the University of Lucerne and architecture and context at FHNW - design projects can be dealt with in depth without neglecting further diverse topics of architecture. At centre stage is the building. In Lucerne the emphasis lies on the building as a system focussing on material - structure - energy; in Basel the building is examined within its context, regarding building - settlement - landscape. The obligatory exchange semester at one of our partner universities guarantees a comprehensive breadth in education. The universities‘ complementary specialisations are based upon a consolidated, mutually negotiated definition of architecture theory, which is


Partnerhochschulen kann eine umfassende Breite in der Ausbildung gewährleistet werden. Als Fundament dieser inhaltlich komplementären Ausrichtung dient ein gemeinsam definiertes Verständnis von Architekturlehre, das sich in den abgestimmten Semesterprogrammen wiederspiegelt. Es bietet ergänzend zum Studienführer und Modulkatalog ausführliche und konkrete Erläuterungen zu den Inhalten der jeweiligen Semesterkurse.

reflected in their tailored semester programmes. Along with the prospectus and catalogue of modules these programmes offer elaborate and detailed commentaries to the content of each semester course.

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Methode und Didaktik Die Architekturausbildung auf Masterstufe unterscheidet sich klar vom neuen Bachelor - Unterricht und von den bisherigen Diplomkursen. In ihrem Wesen verbindet sie die Idee eines fächerübergreifenden Projektunterrichts. Dieses Prinzip beruht darauf, dass Architektur unteilbar ist und immer interdisziplinär betrachtet, entwickelt und realisiert werden muss. Der Masterkurs kann - da die Grundlagenvermittlung weitgehend abgeschlossen ist - auf die Integration und Vertiefung der verschiedenen Themenbereiche abzielen. Im Kontaktstudium werden die Grundprinzipien wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt und in der Auseinandersetzung mit den Dozierenden im geführten Selbststudium trainiert. Es wird der notwendige Freiraum bereitgestellt, um selbständig Fragestellungen und Lösungen erarbeiten zu können, ohne auf Begleitung verzichten zu müssen. Die Studierenden werden befähigt, sich komplexen, vielschichtigen Aufgaben zu stellen und diese strukturiert und zielgerichtet alleine und im Team zu lösen.

Methodology and Didactics Architecture education at Master level is clearly different from the Bachelor degree course as well as previous diploma courses. Because architecture is indivisible and always developed and realized by and with various disciplines, the Master of Architecture is essentially an interdisciplinary project course. As students have previously acquired most fundamentals, the Master course can be geared towards the integration of and specialisation in various subject areas. During lecture hours students learn about the principles of research and practice them in discussions with lecturers. While students are provided the scope for development necessary to develop independent questions and solutions, there is guidance where and whenever required. The students are enabled to deal with complex, sophisticated assignments and to solve them in a structured and target-oriented way, either in a team or on their own. Seven extensive modules during the regular semester are tailored to the needs of the architectural profession; they require more intensive work on specific topics and call for the application of knowledge, methodological and social skills. An interdiscipli-


Sieben umfangreiche Module im Regelsemester sind entlang des Berufsbildes entwickelt, sie bedingen notwendige Vertiefungen in die eigentliche Materie und fragen verschiedene Kompetenzen zwischen fachlichen, methodischen und sozialen Fähigkeiten ab. Ein interdisziplinäres Lehrteam führt durch die unterschiedlichen Module. Eine kontinuierliche und intensive Auseinandersetzung über die Arbeiten und mit den Dozierenden entwickelt bei den Studierenden Urteilsfähigkeit, Durchsetzungskraft und die notwendige Gesprächskultur. Es werden nicht Rezepte vermittelt, sondern es wird das Verständnis für Prozesse in den Vordergrund gestellt. Das Handwerk des Entwerfens im Sinne einer umfassenden Planungsmethodik wird nicht einfach angewandt, sondern systematisch vermittelt und reflektiert. Durch die postulierte „Optik des Machens“ wird die Befähigung zur praktischen Umsetzung unter Einbezug eines hohen kulturellen Anspruchs trainiert.

nary team of lecturers guides the students through the various modules. Discussing assignments continuously and intensively among themselves and with the lecturers develops students’ critical thinking skills, self-assertion, and the culture of debate and dialogue characteristic of the profession. Understanding processes has priority, and the „craft of design“ - the department’s declared focus „Optik des Machens“ - is implemented as a comprehensive planning method and is systematically conveyed and reflected on. At the same time Master students are required to bring a broader cultural perspective into their work.

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Material Struktur Energie Im Zentrum der Hochschule Luzern - Technik & Architektur und somit auch in dem des Masterkurses steht der inhaltliche Schwerpunkt „Gebäude als System“. Der Mensch verbringt in unseren Breitengraden die Mehrheit seines Lebens in Gebäuden die ihm Schutz bieten und die täglichen und langfristigen Bedürfnisse beim Arbeiten, beim Lernen und beim Wohnen befriedigen. Gebäude beheimaten den Menschen in einem umfassenden Sinne und können sein körperliches, geistiges, seelisches und sinnliches Wachstum unterstützen. Um ein Gebäude bauen zu können und all diese Aufgaben, Bedürfnisse und Wünsche einzulösen, bedarf es des Materials, um es herzustellen, der Struktur, um es sinnvoll aufbauen und der Energie, um es bewohnbar zu machen. Auf Masterstufe geht dieses Verständnis der drei Foki Material - Struktur - Energie noch bedeutend weiter und definiert mit Material auch das Stoffliche, mit Struktur auch das Gedankliche und mit Energie das Atmosphärische der Architektur. Gemeinsam können alle drei Foki

Material Structure Energy The „Building as a System“ is both the signature area of the University of Lucerne and their Master of Architecture. People in our latitudes spend the majority of their lives inside buildings, which are designed to give shelter and to serve our every-day and long-term needs with regard to work, education and habitation. Buildings are home to people in an encompassing way and can facilitate their physical, spiritual, emotional and sensual growth. Constructing a building and fulfilling all of the abovementioned tasks, needs and wishes calls for material - to make it, a structure - to set it up in a reasonable way, and energy - to make it habitable. At Master level the significance of these three foci, material - structure - energy, with respect to architecture is expanded to comprise matter - notion - atmosphere. Together these foci can generate form and define identity. Today and in future buildings are embedded in a context, whether they are newly designed, rebuilt or converted from existing buildings. Given the cultural and technological complexity of accommodating this context, a coherent system can only


massgeblich Form generieren und Identität schaffen. Heute und in Zukunft sind neue Gebäude in einen Kontext eingebunden oder werden, bereits bestehend, umgebaut. Angesichts der kulturellen und technologischen Komplexität dieser Aufgabe, ist ein stimmiges Gesamtsystem nur als disziplinenübergreifende Zusammenarbeit zu verwirklichen. Das Gebäude muss funktional und technologisch in die Zukunft weisen, sich verantwortungsvoll in Beziehung zum Bestand setzen und als architektonisch inspiriertes Gebäude von einem poetischen Geist erfüllt sein, mit dem es den Menschen berührt.

be realised in interdisciplinary cooperation. A building must be visionary with regard to technology and function, interact responsibly with the status quo, and - as an architecturally inspired structure - be filled with a poetic spirit that touches people.

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CC Envelopes and Solar Energy Prof. Dr. Stephen Wittkopf Technikumstr. 21 6048 Horw +41 41 349 33 11 CC Typologie & Planung Prof. Dr. Peter Schwehr Technikumstr. 21 6048 Horw +41 41 349 33 48

Forschung Die Gebäudehülle als stoffliches, raumbildendes, komfortschaffendes und energetisch aktives Element der Architektur steht im Zentrum der Forschung im Kompetenzzentrum Envelopes and Solar Energy (CCEASE). Innovative Technologien und Materialen werden untersucht, sowie Konzepte und Methoden entwickelt zu deren Integration in den architektonischen Entwurf. In den Fachgruppen Architektur und Material wird das Stoffliche über Design, Konstruktion und Material behandelt. In der Fachgruppe Architektur und Energie sind es Themen rund um Ort, Klima und Komfort. In der Fachgruppe Photovoltaik und Licht werden innovative Lösungen zur architektonischen Integration von Photovoltaik und Tageslichtnutzung in internationaler und interdisziplinärer Zusammenarbeit entwickelt. Unsere Gebäude und Städte sind einem permanenten Anpassungsdruck ausgesetzt. Auf diese Ausgangslage angemessen zu reagieren ist eine verantwortungsvolle Aufgabe von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Ist-Zustände analy-

Research The building shell is a material, spatially formative, comfort-enhancing and energy-active element of architecture that is the focus of research at the Competence Centre Envelopes and Solar Energy (CCEASE). It studies innovative technology and materials, and develops methods to integrate them into the architectural design. In the fields of Materials and Energy, the focus of research work lies in material qualities, as well as climate and comfort issues. The field of Photovoltaics and Light develops innovative solutions for the architectural integration of photovoltaics and daylight use in international and interdisciplinary cooperation. Our buildings and cities are subjected to a constant pressure to adapt. Reacting to this initial situation appropriately is a responsible task with a great relevance to society. Analysing the status quo, developing concepts, producing solutions in collaboration with partners and implementing them in practice - thereby generating added value for people and the environment - is an exciting task.


sieren, Konzepte entwickeln, in Kooperation mit Partnern Lösungen erarbeiten und in der Praxis implementieren und damit Mehrwert für Menschen und Umwelt generieren, ist eine spannende Aufgabenstellung. Diese Herausforderung hat das Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP) zu seiner Mission gemacht. Dabei steht die Transformation von Gebäuden und Quartieren im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit. Das CCTP untersucht das Systemverhalten, die Leistungsfähigkeit und das Potenzial unterschiedlicher Gebäude- und Quartiertypen. Es erforscht mit interdisziplinärer Methodik und aus systemischer Perspektive die gebaute Umwelt im Kontext sich verändernder Anforderungen.

The Competence Centre Typology and Planning in Architecture (CCTP) has adopted this challenge as its mission. Research work focuses on transforming buildings and quarters. The CCTP studies system behaviour, performance and the potential of different buildings and quarter types. It uses interdisciplinary research methods from a systemic perspective to study the constructed environment in the context of changing requirements.

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Leiter Architektur Werkstatt Architecture Workshop Leader Yves Dusseiller yves.dusseiller@hslu.ch Assistent Assistant Appollonius Schwarz apollonius.schwarz@hslu.ch Öffnungszeiten Opening hours Architektur Werkstatt E407 Montag - Samstag 630 - 2130 Laser E408 Montag - Sonntag 24 Stunden Materialverkauf E405 Montag - Freitag 1245 - 1315 Gipsraum F-Geschoss Montag - Sonntag 24 Stunden Farbspritzraum A2b Montag - Freitag nach Absprache Architektur Werkstatt E407 Monday -Saturday 630 - 2130 laser E408 Monday - Sunday 24 hours Modelshop E405 Monday - Friday 1245 - 1315 Plasterroom F-level Monday - Sunday 24 hours Airbrushroom A2b Monday - Friday on appointment

Architektur Werkstatt Mit der Architektur Werkstatt soll räumlich plastisches Denken, das Entwerfen mit Modellen und ein Verständnis für Handwerk gefördert werden. Der Auseinandersetzung mit dem Massstab 1:1 kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Es stehen ein umfangreiches Sortiment an hochwertigen Handwerkzeugen, wie japanische Stemmeisen und Sägen, professionelle Präzisionsmaschinen für den Modellbau, Holzbearbeitung und Kunststoffbearbeitung, eine 3-Achs CNC-Fräse und ein CO2-Laser mit 900 x 600 mm Bearbeitungsfläche zur freien Benützung. Ein Gipsraum und Farbspritzraum stehen ebenfalls zur Verfügung. Im Materialverkauf neben der Architektur Werkstatt bieten wir ein grosses Sortiment an Modellbaumaterialien und Handwerkzeugen an. Für die Benützung der Architektur Werkstatt ist der Besuch eines Einführungskurses obligatorisch. Die Arbeit dort geschieht in eigener Verantwortung.

Architektur Werkstatt The Architektur Werkstatt aims to build up spatial plastic thinking, designing with models, and an understanding of craftsmanship. Engaging with the scale 1:1 is of special relevance. There is an extensive range of high-quality handtools available, such as Japanese chisels and saws, professional highprecision machines for model-making, woodworking and working with plastic materials, a 3-axis CNC milling machine and a CO2 laser with 900 x 600 mm surface, all free for personal use. A plaster and airbrush room are also available. In the modelshop next to the Architektur Werkstatt we offer a wide range of model-making materials and handtools. For the use of the Architektur Werkstatt an introduction course is obligatory. The work there is done at one‘s own risk.


Internationale Partnerhochschulen Ansprechpartner Internationales Contact Person International International Partner Schools Johannes Käferstein FHNW Fachhochschule Nordwestschweiz (Basel) johannes.kaeferstein@hslu.ch Universität Liechtenstein (Liechtenstein) Sekretariat Internationales Hochschule München (Deutschland Germany) International Office Sandra Sommer Technische Universität München (Deutschland Germany) sandra.sommer@hslu.ch Hafencity Universität (Hamburg, Deutschland Germany) Bauhaus Universität (Weimar, Deutschland Germany) Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW (Dresden, Deutschland Germany) Beuth Hochschule für Technik Berlin (Deutschland Germany) Technische Universität Darmstadt (Deutschland Germany) Ecole Nationale Supérieure d‘Architecture de Saint-Etienne (Frankreich France) Escola Tècnica Superior d‘ Arquitectura del Vallès (Barcelona, Spanien Spain) Universidade Catolica Portuguesa (Viseu, Portugal) Brno University of Technology (Tchechien Czech Republic) Royal Danish Academy of Fine Arts Schools of Architecture, Design and Conservation (Kopenhagen, Dänemark Denmark) Norwegian University of Science and Technology NTNU (Trondheim, Norwegen Norway) University of Oulu (Finnland Finland) Misr International University MIU (Kairo, Ägypten Egypt) Hanyang University (Seoul, Südkorea South Korea) Indian Institute of Technology IIT (Roorkee, Indien India) Central Academy of Fine Arts CAFA (Bejing, China China)

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Struktur - ein Denkmodell Structure - a working model

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Steinbruch, Fotografie von Petra Wunderlich — Stone quarrel, photography by Petra Wunderlich

Würfelmodell, Fritz Haller — Cube Model, Fritz Haller

Struktur - Ein Denkmodell Die Auseinandersetzung mit der Thematik der Struktur ist ein spannendes aber auch äusserst weitläufiges Terrain, welches wir durch unsere Entwurfsarbeit fokussiert erforschen wollen. Der Begriff Struktur findet seinen Ursprung im Lateinischen und wird von den Ausdrücken structura oder struere abgeleitet. Structura benennt Anordnung und Bau, während struere für schichten, neben- und oder übereinander legen, zusammenfügen, aufbauen und errichten steht. Die Struktur bezeichnet also das Miteinanderwirken der Einzelteile zu einer Einheit und den Aufbau der Bestandteile zu einer Gesamtheit. Struktur im architektonisch-räumlichen Sinne zu betrachten ist jedoch nur eine von vielen Möglichkeiten. Auch in der Gesellschaft, in musischen Disziplinen, der Sprache oder der Psychologie sind auf vielen Ebenen Strukturen auszumachen; nicht zu vergessen auch die Fülle und der Reichtum an Strukturen, die in der Natur anzutreffen sind. Struktur so scheint es, ist ein universelles

Structure – a working model Studying the theme of structure is a fascinating, yet extremely wide-ranging field, which we intend to investigate in a focused way through our design work. The term structure has its origins in Latin and is derived from the words structura or struere. Structura means order or building, while struere means layering, placing side-by-side or over each other, compiling, building up or erecting. So structure denotes the interaction of individual parts to create a unity, or a system of elements to produce a whole. Seeing structure in the architectural, spatial sense however is only one of many possibilities. Structures can be seen on many layers in society in general, in artistic fields, in languages or psychology; nor should the abundance and wealth of the structures found in nature be forgotten. It seems that structure is a universal principle that underlies our understanding of the world. So in our research work, instead of regarding structure per se as a material phenomenon, we wish to equally view it as a working model or tool that describes the relationship between things and the interaction of parts within an overall unity.


Prinzip, das unserem Verständnis der Dinge zu Grunde liegt. Struktur wollen wir bei unseren Recherchen also nicht per se als ein materielles Phänomen verstehen, sondern wir möchten Struktur eben so sehr als ein Denkmodell oder Werkzeug sehen, welches uns die Relation der Dinge untereinander bzw. das Verhältnis der Teile zum Ganzen beschreibt. Beschränken wir uns auf die Betrachtung des architektonischen Begriffs der Struktur, so stellen wir fest, dass auch hier Struktur zunächst als Denkmodell, Ordnungsprinzip oder Konzept verstanden werden kann. Begriffe wie Raumstruktur, Organisationsstruktur, Tragstruktur, Erschliessungsstruktur oder Oberflächenstruktur zeigen, dass Struktur im architektonischen Sinne in verschiedenen Feldern und unterschiedlichsten Masstäben verortbar ist. Versuchen wir den Begriff auf eine einfache Formel zu bringen, so könnte man wahrscheinlich am ehesten von der „inneren Gliederung“, der „inneren Ordnung“ oder im übertragenen Sinne vielleicht auch von der „DNA“ eines architektonischen Komplexes sprechen.

If we limit ourselves to studying the architectural term of structure, we discover that even there, structure can initially be understood as a working model, ordering principle or concept. Terms such as spatial structure, organisational structure, loadbearing structure, accessing structure or surface structure show that structure in the architectural sense can be located in a wide range of different fields and scales. If we try to turn the term into a simple formula, the simplest way of speaking about it would probably be with respect to the “inner organisation”, “inner order” or figuratively the “DNA” of an architectural complex. One central task of architecture is to translate that immaterial idea or the abstract concept of structure into a material and spatial form, whereby architecture can be regarded as a working model that has physically transformed into material. Mies van der Rohe for instance described the process of a congruent concept and materials in the following words: „Ich glaube, dass eine klare Struktur eine grosse Hilfe für die Architektur ist. Für mich ist Struktur so etwas wie Logik. Es ist keine spezielle Idee, wenn ich sage, dass

Strukturmodell Verwaltungsgebäude SNCF, Basel, Herzog & de Meuron 1990 — Structural model, Administration building SNCF, Basel, Herzog & de Meuron, 1990

Mies van der Rohe, Lake Shore Drive Appartments, Chicago, 1951 — Mies van der Rohe, Lake Shore Drive Appartments, Chicago, 1951

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Grosse Moschee Bagdad — Grand Mosque, Baghdad

Steinkreis Stonehenge, Grossbritannien, Grundriss — Stonehenge, Great Britain

Eine zentrale Aufgabe der Architektur ist es nun, diese immaterielle Idee oder die abstrakte Konzeption von Struktur in Materialität und Raum zu übersetzen, womit Architektur als ein physisch zu Material gewordenes Denkmodell verstanden werden kann. Mies van der Rohe etwa hat das zur Deckung bringen von Konzept und Material mit folgenden Worten beispielhaft umschrieben: „Ich glaube, dass eine klare Struktur eine grosse Hilfe für die Architektur ist. Für mich ist Struktur so etwas wie Logik. Es ist keine spezielle Idee, wenn ich sage, dass Architektur der Ausdruck von Struktur sein sollte.“ (Übers. Aus A.Placzek (Hrsg.) Four Great Makers of Modern Architecture, New York, NY 1970) Architektur und somit auch deren Struktur hat einer grossen Vielzahl von Anforderungen und Bedürfnissen gerecht zu werden: Funktional-pragmatische Forderungen, örtliche Gegebenheiten, gesetzliche Parameter aber auch emotionale oder psychologische Faktoren, Wünsche und Sehnsüchte der Nutzer und letztlich auch ökonomische Gesichtspunkte sind nur einige unter vielen Momenten,

Architektur der Ausdruck von Struktur sein sollte.“ (Übers. Aus A.Placzek (Hrsg.) Four Great Makers of Modern Architecture, New York, NY 1970) Architectures and therefore also their structure must fulfil a large number of demands and requirements: Functional, pragmatic demands, local conditions, legal parameters and also emotional and psychological factors, the users’ wishes and desires, and ultimately also economic considerations are only some of many factors that can influence an architectural design and its structure. The following is an attempt to use a series of thematic fields, which is naturally incomplete, to name structurally related themes and use them as potential for design. 1 Structure as an answer to questions of content Certain tasks neither have a direct connection to the location nor can a specific structural development be derived from the programme. Instead, an abstract, content-based question becomes the starting point for the design. The structure is therefore directly connected to ideal conceptions, which can lead to a universal typology.


die einen architektonischen Entwurf und dessen Struktur beeinflussen können. In der Folge soll versucht werden, anhand einer selbstverständlich nicht abgeschlossenen Reihe von Themenkreisen, mögliche strukturbezogene Themen zu nennen um diese als entwerferische Potentiale zu nutzen. 1. Struktur als Antwort auf inhaltliche Fragestellungen Gewisse Aufgabenstellungen haben weder einen direkten Zusammenhang mit dem Ort, noch lässt sich aus dem Programm zwingend die Entwicklung einer bestimmten Struktur ableiten. Vielmehr wird eine abstrakt-inhaltliche Fragestellung zum Ausgangspunkt des Entwurfs. Die Struktur steht somit in direktem Zusammenhang mit ideellen Vorstellungen, welche zu einer universellen Typologie führen können. 2 Struktur im Einfluss örtlicher Eigenheiten Landschaftliche oder städtebauliche Strukturen eines Ortes können unmittelbaren Einfluss auf ein Enwurfskonzept haben. Durch das Aufnehmen und Weiterentwickeln der gewachsenen Strukturen und die Transponierung der-

2 Structure and the influence of local peculiarities The landscape and urban planning structures of a location can have a direct influence on a design concept. A building can be anchored in its environment in an understandable way by picking up on and further developing such accumulated structures and transposing them into an architectural form. It is important however that the existing elements are not absorbed into the architecture in the form of visual imitation, and that instead a relationship of characteristics between the environment and the building is developed on the basis of a structural study. 3 Structure as a spatially creative framework Although the supporting framework has a decisive effect on almost all buildings, load-bearing physics are often not the only key factors for spatial effect. If the spatial structure and the supporting framework of a building are congruent, we can speak of a spatially creative supporting framework. The immediate and direct interaction between the supporting framework and the spatial effect unfolds an extremely powerful, almost archaic expression.

Schnitt und Grundriss Stufenbrunnen Ruda Baoli in Adalaj, Indien, 1502 — Section and plan, stepped wells Ruda Baoli in Adalaj, India, 1502

Affonso E.Reidy, Wohnkompex Sao Vincente, Rio, 1952 — Affonso E.Reidy, Housing complex Sao Vincente, Rio, 1952

Alvar Aalto, Wohnhochhaus Schönbühl, Luzern, 1968 — Alvar Aalto, Residential Complex, Schönbühl, Lucerne, 1968

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17 Struktur als Antwort auf inhaltliche Fragestellungen

Diwan-i-Am, Fatehpur Sikri, Indien, um 1570 — Diwan-i-Am, Fatehpur Sikri, India, around 1570

Mies van der Rohe, Modell des Bacardi Gebäudes, Kuba, 1957 — Mies van der Rohe, model for the Bacardi building, Cuba, 1957


Affonso E.Reidy, Wohnkompex Sao Vincente, Rio, 1952 — Affonso E.Reidy, Housing complex Sao Vincente, Rio, 1952

Marcel Breuer, Hotel Flaine, Frankreich, 1969 — Marcel Breuer, Hotel Flaine, France, 1969

Klosteranlage Meteora, Griechenland — Meteora Monastery, Greece

Struktur im Einfluss örtlicher Eigenheiten

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Livio Vacchini/G.Muttoni, Verwaltungszentrum Nizza, 2001 — Livio Vacchini/G.Muttoni, Distribution Center, Nizza, 2001

Ch.Kerez und J.Schwarz, Schule Leutschenbach, Zürich — Ch.Kerez and J.Schwarz, School Leutschenbach, Zürich

Valerio Olgiati, Wettbewerb Universität Luzern, 2003 — Valerio Olgiati, Competition University of Luzern, 2003

selben in eine architektonische Form kann ein Gebäude auf verständliche Weise in seinem Umfeld verankert werden. Wichtig ist dabei jedoch, dass das Vorgefundene nicht im Sinne einer bildlichen Nachahmung in der Architektur absorbiert wird, sondern auf Basis einer strukturellen Auseinandersetzung Wesensverwandtschaften zwischen Umfeld und Gebäude hergestellt werden. 3 Struktur als raumbildendes Tragwerk Auch wenn bei praktisch allen Bauwerken das Tragwerk die Gebäudestruktur wesentlich mitprägt, ist die Statik oft nicht allein massgebender Faktor für die räumliche Wirkung. Wenn die räumliche Struktur und das Tragwerk eines Gebäudes deckungsgleich sind, können wir von raumbildender Tragstruktur sprechen. Das unmittelbare und direkte Zusammenspiel von Tragstruktur und räumlicher Wirkung entfaltet dabei einen äusserst kraftvollen, beinahe archaischen Ausdruck. 4 Struktur als Mittel räumlicher Organisation Wo die Zweckbestimmung klare Prämissen formuliert, kann es spannend und sinnvoll sein, die Struktur

4 Structure as a means of spatial organisation Wherever the defined use formulates clear assumptions, it can be exciting to derive the structure directly from the programme and clearly define the spatial organisation in this way. That produces tailor-made solutions with a high degree of independence and identity. Naturally, it should be noted that the structure of a building can often not be ascribed to a single cause. Even when a theme may be very architecturally and structurally prominent, buildings and projects are always complexes consisting of layers of strategies and influences. Although we certainly seek clarity and stringency in our study of structure, it is important to permit apparently contradictory aspects and balance out seemingly incompatible elements. This is because the simultaneous absorption of several ambivalent moments gives the buildings a subtle tension that is the source of their underlying, unmistakeable radiance. We believe that in this way – not least by establishing succinct structures – buildings can be produced that avoid the purely visual study of architecture and are therefore more resistant to


unmittelbar aus dem Programm abzuleiten und dadurch die räumliche Organisation klar zu definieren. Dadurch entstehen massgeschneiderte Lösungen, von hoher Eigenständigkeit und Identität. Selbstredend sei hier darauf hingewiesen, dass die Struktur eines Gebäudes oft nicht auf eine einzige Ursache zurück zu führen ist. Auch wenn möglicherweise ein Thema architektonisch und strukturell besonders im Vordergrund steht, sind Bauten und Projekte immer auch eigentliche Komplexe aus einer Überlagerung unterschiedlichen Strategien und Einflüssen. Obwohl wir in unserer Auseinandersetzung mit der Thematik der Struktur durchaus Klarheit und Stringenz anstreben, ist es uns ein wichtiges Anliegen, scheinbar Widersprüchliches zuzulassen und unvereinbar scheinende Dinge in ein Gleichgewicht zu bringen. Denn gerade durch das gleichzeitige Absorbieren mehrerer, ambivalenter Momente werden die Gebäude in einen leisen Spannungszustand versetzt, der ihnen auf unterschwellige Weise eine unverwechselbare Ausstrahlung verleiht. Wir

any short-term zeitgeist or fashionable lifestyles. One significant influencing factor for the architectural-structural formulation of a building – which is central from our perspective – is ultimately also the designer or author himself, who undertakes a subjective weighting and evaluation of the task.

L.I.Kahn, Richards Medical Research Laboratories, Philadelphia, 1961 — L.I.Kahn, Richards Medical Research Laboratories, Philadelphia, 1961

Raj Reval, STC Office Building, New Delhi, 1967-89 — Raj Reval, STC Office Building, New Delhi, 1967-89

Arne Jacobsen, Grundriss Bürogebäude Hamburg, 1969 — Arne Jacobsen, Plan Office Building Hamburg, 1969 20


21 Struktur als raumbildendes Tragwerk

Mahindra Raj, Hall of Nations, Halle und Strukturdetail, New Delhi, 1972 — Mahindra Raj, Hall of Nations, Hall and detail of structure, New Delhi, 1972

Kuppel Moschee, Isfahan, 15 Jh. — Cuppola, Mosque, Isfahan 15th century

Innenraum Kraftwerk Lucendro, 1942-1946 — Interiour of a power plant in Lucendro, 1942-1946


L.I.Kahn, Richards Medical Research Laboratories, Philadelphia, 1961 — L.I.Kahn, Richards Medical Research Laboratories, Philadelphia, 1961

Kenzo Tange, Dentsu Headquarters, Tokyo ,1962 — Kenzo Tange, Dentsu Headquarters, Tokyo, 1962

Raj Reval, STC Office Building, New Delhi, 1967-89 — Raj Reval, STC Office Building, New Delhi, 1967-89 Struktur als Mittel räumlicher Organisation 22


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L.I. Kahn, Parlamentsgebäude Dhaka, Bangladesh, 1962-83 — L.I. Kahn, Parlament building, Dhaka, Bangladesh, 1962-83

denken, dass damit -und nicht zuletzt auch durch die Etablierung räumlich prägnanter Strukturen- Gebäude entstehen, die einer rein bildhaften Auseinandersetzung mit Architektur entgehen und so auch gegen kurzlebigen Zeitgeist oder modischen Lifestyle resistenter sind. Ein wesentlicher Einflussfaktor auf die architektonisch-strukturelle Formulierung eines Gebäudes–und das ist aus unserer Sicht zentral- ist letztlich aber auch der Entwerfer oder Autor selber, welcher eine subjektive Gewichtung und Wertung der Aufgabenstellung vornimmt, was wir in der spezifischen Übungsanlage dieses Semesters den auch gebührend mitberücksichtigen wollen.


Module Modules

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Georg Aerni, Hongkong Fotoserie Slopes & Houses, 1999-2000 — Georg Aerni, Hongkong Fotoseries Slopes & Houses, 1999-2000

Modulverantwortung Module Leader Niklaus Graber Christoph Steiger Experten Experts Mario Rinke Unterrichts-Assistenten Teaching Assistants Christian Koch, Bernhard Maurer Bewertung Assessment Benotete Projektarbeiten 12 ECTS Marked project work 12 ECTS

Fokus Projekt: Hotel im Steinbruch - eine Struktur des Übergangs Im Zentrum unserer architektonischen Recherche steht die profunde Auseinandersetzung mit der Thematik der Struktur als Denkmodell. Die konkrete Aufgabenstellung ist so angelegt, dass der Frage nach strukturbeeinflussenden Parametern auf unterschiedlichsten Ebenen vertieft nachgegangen werden kann. Aufgabenstellung: In einem stillgelegten Steinbruch direkt am Vierwaldstättersee soll auf dem Gemeindegebiet Ingenbohl ein Kur- und Seminarhotel projektiert werden. Diese brisante Aufgabe ist im Spannungsfeld unterschiedlicher gesellschaftspolitischer Themenkreise angesiedelt. Touristischer Standortwettbewerb, Erholung und Wellness, Weiterbildung und im besonderen Masse der sorgfältige Umgang mit sensiblen Naturräumen sind heute wichtige und nachhaltig diskutierte Themenbereiche. Die zu entwickelnden Projekte sollen sich die Potenziale dieser Felder zu nutze machen. Pragmatische und funktionale Forderungen sollen sorgsam mit räumlichen und

Focus-Project: Hotel in a stone quarry - a structure of transition A profound study of the theme of structure lies at the centre of our architectural research. The concrete task has been conceived to enable the in-depth investigation of the question of structurally influencing parameters on a wide range of levels. Task: In a disused quarry by Lake Lucerne, plans will be developed for a health spa and seminar hotel. This controversial task is placed in the midst of tension between many different socio-political themes. The competition for tourist locations, recreation and spas, further education and especially the gentle handling of the sensitive natural environment are all important themes that will continue to be discussed in future. The projects to be developed should use the potential of these fields to their advantage. Pragmatic and functional demands should be balanced out with spatial and atmospheric considerations to create a succinct architectural expression. That gives the design a high degree of autonomous radiance, while subtly anchoring it into the environment. Each student is required to develop a structural working model from the programme and location that


atmosphärischen Gesichtspunkten in Balance ge-bracht und zu einem prägnanten architektonischen Ausdruck verdichtet werden. Dadurch werden die Entwürfe eine hohe eigene Ausstrahlungskraft erhalten und sich subtil in ihrer Umgebung verankern. Jeder Student ist aufgefordert, aus dem Programm und dem Ort ein strukturelles Denkmodell zu entwickeln, welches sowohl räumlich, konstruktiv aber auch inhaltlich tragfähig ist und so jedem Entwick-lungsschritt des Entwurfs zu Grunde gelegt werden kann. Dadurch können inhaltliche, örtliche und konstruktive Bedingungen in ein stringentes architektonisches Projekt überführt werden. Der Entwurf soll dabei nicht nur auf einer rein analytischen Ableitung aufbauen, sondern vielmehr auch als persön-liches Statement des jeweiligen Verfassers verstanden werden. Programm: Die zu generierende Struktur des Hotels soll eine Antwort auf die inhaltliche Fragestellung der gestellten Aufgabe geben. Das Kur- und Seminarhotel dient der Erholung oder Rekonvaleszenz, des Rückzugs und der

is feasible in terms of the space, construction and content, which can thereby serve as the underlying basis for each of the design’s development stages. This allows the conditions in terms of content, location and construction to be integrated into a stringent architectural project. The design should not be based on a purely analytical deduction and should instead also be regarded as a personal statement by the relevant designer. Programme: The hotel structure requiring development should be an answer to the content considerations of the posed task. The health spa and seminar hotel is used for recreation or convalescence, as a retreat and as a place of reorientation for visitors, as well as for further training. Furthermore, it will become a lively public meeting place on the shores of Lake Lucerne. The spatial programme is deliberately heterogeneous, allowing the development of a spatial sequence consisting of different dimensions and scales, as well as contrasting conditions and requirements. The building thereby acquires its actual quality through the diversity and wealth of its spatial range. Public spaces such as the lobby or the library, seminar rooms, catering facilities, such as the grand dining hall and a smaller restaurant,

Raum Room Atelier und Nische F-Geschoss Studio and Alcove F-Level Veranstaltung Events Besprechungen Mittwoch ab 9.00 Uhr und Donnerstags nachmittag. Talks every Wednesday from 9 am and every Thursday afternoon.

Hotelbar - Ort der Begegnung, Filmstill aus „The Shining“ Stanley Kubrick, 1980 — Hotelbar - Place to meet, Filmstill aus „The Shining“ Stanley Kubrick, 1980

Hotelzimmer - Ort des Rückzugs, Filmstill aus „Lost in Translation“ Sofia Coppola, 2003 — Hotelroom - Place to retreat, Filmstill aus „Lost in Translation“ Sofia Coppola, 2003 26


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Hybrides Gebäude: Hans Kollhoff, Atlanpole, Nantes, 1988 — Hybride Building: Hans Kollhoff, Atlanpole, Nantes, 1988

John C. Portman, Mariott Marquis Hotel Atlanta, 1985 — John C. Portman, Mariott Marquis Hotel Atlanta, 1985

Neuorientierung der Besucher sowie der Weiterbildung. Darüber hinaus, soll es zu einem vitalen öffentlichen Treffpunkt am Vierwaldstättersee werden. Das Raumprogramm ist bewusst heterogen angelegt, womit ein Raumgefüge aus verschiedenen Dimensionen und Massstäben sowie unterschiedlichen Bedingungen und Anforderungen entwickelt wird. Das Gebäude erhält so aus der Vielfalt und dem Reichtum seines räumlichen Angebots seine eigentliche Qualität. Öffentliche Räume wie die Lobby oder die Bibliothek, Seminarräume, Gastronomieangebote, wie zum Beispiel ein grosser Esssaal und ein kleineres Restaurant, aber auch Bade- wie auch Fitnessräume, sowie Einzel- und Doppelzimmer und kleine Residenzwohnungen werden unter einem Dach vereint. Das Hotel wird so zur artifiziellen Oase, welche den angenehmen Komfort des urbanen Lebens bietet. Ort: Über das Programm hinaus, soll die Struktur im gleichen Masse im Einfluss örtlicher Eigenheiten stehen. Der Bauplatz ist nicht nur geografisch, topografisch und landschaftlich ein einmaliger Ort, sondern darf auch im

as well as bathing and fitness areas, single and double rooms and small residence apartments are combined under a single roof. The hotel therefore becomes an artificial oasis offering the agreeable comforts of urban life. Location: Going beyond the programme, the structure will equally be influenced by local peculiarities. The building site is not only geographically, topographically and scenically unique, but can also be regarded as highly attractive with respect to the history of tourism around Lake Lucerne. The landscape’s open wound of a disused quarry calls for a structural intervention. The man-made, fundamentally altered topography and the stone formations it reveals are both fascinating and inspiring. Its specific location makes the legibility of the location vary greatly depending on the viewpoint, especially since it is the subject of a special dynamism: Viewers from a relevant perceptive distance on land and water follow the shorelines and mountain faces. Be it from a greater distance from ships or from the direct vicinity on the lakeside road, the perspective on the bay, the landscape and the development site constantly changes. Approach: At the beginning of the semester, we will carry


Zusammenhang mit der Tourismusgeschichte rund um den Vierwaldstättersee als sehr reizvoll gesehen werden. Der stillgelegte Steinbruch lädt als offene Wunde im Landschaftsraum zu einer baulichen Intervention ein. Die von Menschenhand tiefgreifend veränderte Topografie und die damit sichtbargewordenen Gesteinsformation fasziniert und inspiriert. Durch die spezifische Lage fällt die Lesbarkeit des Ortes je nach Standpunkt sehr unterschiedlich aus, zumal er einer speziellen Dynamik unterworfen ist: In relevanter Wahrnehmungsdistanz folgt der Betrachter zu Land oder Wasser den Ufern und Bergflanken. Sei es aus grösserer Distanz vom Schiff aus oder aus unmittelbarer Nähe auf der Uferstrasse, stets ändert sich der Blickwinkel auf Bucht, Landschaft und Siedlungsraum. Annäherung: Zum Einstieg in das Semester werden wir zwei Kurzübungen zur gestellten Aufgabe durchführen. In einer ersten Annäherung wird eine inhaltliche Diskussion über das geplante Kur- und Seminarhotel geführt. Losgelöst vom Ort sollen im Programm angelegte Qualitäten und Potenziale aufgespürt und räumlich abgebildet

Hotel Morschach ob Brunnen (nicht mehr existierend) — Hotel Morschach above Brunnen (destroyed)

Hotel Rigi Kulm (nicht mehr existierend) — Hotel Rigi Kulm (destroyed)

out two short exercises on the given task. In a first approach, a content-based discussion will consider the planned health spa and seminar hotel. The aim is to investigate the qualities and potential of the programme and portray these regardless of the location. In a second step, we intend to use a targeted spatial intervention to gain insight into the local characteristics and the nature of the quarry. We are primarily interested in the structural peculiarities of the location. Throughout the semester, we will especially focus on spatially creative supporting frameworks. Each chosen system will be examined in terms of its spatially and formally creative potential, while equally taking the ordering force of spatial structures into account during our architectural studies. Our approach will be that of researchers who do not yet know the outcome of their work: experimental and filled with curiosity. To create an interdisciplinary connection to our work and open up other perspectives, we will hear from experts in other fields and also place our action in relation to the cultural and historical context of our field of study. 28


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Der Vierwaldstättersee mit Brunnen und dem markierten Steinbruch — The Vierwaldstätter-lake with the village of Brunnen and the stone quarry marked

Blick auf den Steinbruch und den Erschliessungstunnel, Fotografie Markus Käch — View inside the stone quarry towards the entrance tunnel, photography Markus Käch


Blick von der Uferstrasse auf den Steinbruch, Fotografie Markus Käch — View from the street along the lake towards the stone quarry, photography Markus Käch

Blick aus dem Steinbruch entlang des Vierwaldstättersees — View from the stone quarry along the Vierwaldstätter-lake 30


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Olafur Eliasson, Der umgekehrte Schattenturm, 2004 — Olafur Eliasson, The inverted shadow tower, 2004

Richard Serra, Shift, 1970-1972 — Richard Serra, Shift, 1970-1972

werden. In einem zweiten Schritt wollen wir durch eine gezielte, räumlichen Intervention Auskunft über örtliche Charakteristik und die Beschaffenheit des Steinbruchs erhalten. Dabei interessieren uns in erster Linie die strukturellen Eigenheiten dieses Ortes. Im weiteren Verlauf des Semesters werden wir den raumbildenden Tragstrukturen eine besonders hohe Beachtung schenken. So soll das jeweils gewählte System auf sein raum- und formgebendes Potenzial untersucht werden und im gleichen Masse soll die ordnende Kraft der Raumstrukturen im Zentrum unserer architektonischen Auseinandersetzungen liegen. Unser Vorgehen ist dabei, dasjeni-ge eines Forschers, der das Resultat nicht im Vorneherein kennt: experimentell und von Neugierde getrieben. Wir wollen aber auch strategisch vorgehen und dabei unterschiedlichste Ansätze überprüfen. Um unsere Arbeit interdisziplinär zu verknüpfen und unseren Blickwinkel zu öffnen ziehen wir Fachleute aus anderen Disziplinen bei und setzen schliesslich unser Tun zum kulturellen und geschichtlichen Kontext unseres Studienbereichs in Beziehung.


Bernhard Voita, Modellfotografien, 1997 — Bernhard Voita, Model photographies, 1997

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Modulverantwortung Module Leader Christoph Steiger Niklaus Graber Form Profile Vorlesungen Lectures Bewertung Assessment Modulendprüfung schriftlich Semesterprotokoll, 3 ECTS Written Examination Journal of Lectures, 3 ECTS Sprache Language Der Unterricht findet auf deutsch statt. The course will take place in German. Die Studierenden fertigen im Wechsel ein Protokoll aller Vorlesungen an, das dem Kurs zur Verfügung gestellt wird. Vorlesungen auf deutsch werden in englisch protokolliert und umgekehrt. The Students prepare by turns a journal of lectures during the semester, which will be availlable for the whole class. Lectures in German will be recorded in English and vice versa.

Fokus-Vorlesungen In den Fokus-Vorlesungen wird das weite Feld der Struktur in Theorie und Praxis umrissen. Zum Begriff Struktur, zum Städtebau, zu gebauten und geträumten Beispielen von hohen Häusern, zum Tragwerk aus Sicht des Architekten und des Bauingenieurs, zum Brandschutz usw. finden Vorlesungen von Dozierenden, Assistierenden und Gästen statt. Im Kaleidoskop von Haltungen und Meinungen sucht der Studierende die eigene Position und vertritt sie.

Focus-Lectures Focus lectures provide an outline of the broad field of structure in theory and practise. Lectures are presented by lecturers, assistants and guests and focus on the term „structure“ with respect to urban development, examples of high-rise buildings that have been built or imagined, load-bearing structures from the perspective of the architect and civil engineer, fire protection etc. Students investigate and present their own positions from the kaleidoscope of stances and opinions.


Termine Schedule 20. Februar 08:30 Niklaus Graber: Einführungsvorlesung (D)

Raum Room Atelier, Nische F-Geschoss Studio, F-level, alcove Veranstaltung Event Immer am Donnerstag ab 8:30 Uhr Every Thursday from 9 am

28. Februar 08:30 Daniel Bollinger: Geologie (D) 09:30 Nadja Iseli: Stein-Skulpturen (D) 06. März 08:30 Nico Roos: Modelle der Praxis (D) 09:30 Mario Rinke: Statik (D) 14. März: 08:30 Tina Unruh: Der Landschaftsbegriff (D) 09:30 Hanspeter Bürgi (E) 21. März 08:30 Peter Staub: Branding (E) 09:30 Peter Omachen: Hotelgeschichte (D) 25. April 08:30 Urs Meister: Excavated Structures (E) 09:30 Johannes Käferstein: Excavated Structures (E) 2. Mai 08:30 Dieter Geissbühler: Wunden/Wounds (E) 09:30 Christian Koch: Debris (E) 16. Mai 08:30 Uli Herres: Diversity (E) 09:30 Bernhard Maurer: Zufall (E) E...English D...German

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Modulverantwortung Module Leader Johannes K채ferstein Dozierende Lecturers Hanspeter B체rgi, Dieter Geissb체hler, Oliver Dufner, Natalie Plagaro Cowee, Johannes K채ferstein, Tina Unruh Unterrichts-Assistent Teaching Assistant Christian Koch Bernhard Maurer Raum Room Atelier und Nische F-Geschoss Studio and Alcove F-Level Betreuungen Tutorials In Absprache mit den Betreuern. Betreuungen sind Pflichttermine. In agreement with the tutors. Tutorials are obligatory.


Master Thesis Projekt Grundlage der Thesis bildet die Projektaufgabe „Hotel im Steinbruch - eine Struktur des Übergangs“ welche im Fokus Architektur und Struktur angeboten wird. Ein entwerferischer Ansatz und das Formulieren einer These beruht einerseits in der Zuspitzung eines Gedankengangs, welcher eng mit den Fokusthemen Material, Struktur und Energie verknüpft ist und dessen Artikulation zu einem architektonischen Konzept reift. Andererseits wird eine dezidierte Haltung im zeitgemässen Umgang mit den Themen der Nachhaltigkeit vorausgesetzt, welche der Trias - Material, Struktur, Energie - zur Darstellung eines ausgereiften Projekts verhilft. Die Master Thesis wird an wöchentlichen Tischgesprächen mit den begleitenden Dozierenden sowie in drei Thesisseminaren betreut. Ein Thesisbuch vervollständigt und fundiert die Masterthesis methodisch wie auch inhaltlich.

Master Thesis Projekt The thesis is based on the project task “Hotel in a quarry – a structure of transition”, which will be set in the Focus: Architecture and Structure. Developing a design approach and formulating a thesis are firstly based on sharpening a thought process, which is closely linked to the focus themes of material, structure and energy. Its articulation matures into an architectural concept. Secondly, a dedicated stance on the contemporary handling of themes of sustainability is required to allow the triad of material, structure and energy to present a mature project. The MA thesis is supervised in weekly round table discussions with accompanying lecturers and in three thesis seminars. A thesis book completes and consolidates the MA thesis both in terms of method and content.

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Modulverantwortung Thesis Seminare Module Leader Thesis Seminar Oliver Dufner Dozierende Lecturers Oliver Dufner, Natalie Plagaro Cowee, Tina Unruh, Caspar Schärer Form Profile Seminare in Begleitung der Master Thesis/Projektarbeit. Präsentationen, Kritik, Diskussion. Semiars accompanying the Master Thesis and project work. Presentations, critiques, discussions.

Master Thesis Seminar Im Rahmen der Erarbeitung des Thesisbuches sind die Studierenden zum Schluss Ihres Studiums an der HSLU T&A aufgefordert, eine schriftliche Arbeit zu verfassen, welche zugleich ihr Interesse wie auch ihre Haltung als entwerfende Architekten und Architektinnen schriftlich belegt. Dies geschieht mittels einer fundiert entwickelten These die auf der Basis einer Befragung und Anwendung vorhandener Theorien fusst. Durch die Verbindung von theoretischem Fundament und eigener entwerferischer Praxis entstehen Überlagerungen und Erkenntnisse die eine Reflexion über das eigene entwerferische Handeln ermöglichen. Die Grundlage für die Aufgabe bilden die in den Vertiefungsarbeiten des Masterkurses erlernten Methoden und das dabei erworbene Wissen. Die Argumentation erfolgt auf nachvollziehbare Art und Weise und soll zugleich den im Projekt entwickelten Gedankengang auf anregende Weise mit bereits vorhandenem Wissen unterlegen. Das Thesisbuch unterscheidet sich vom Prozessbuch

Master Thesis Seminar A series of seminars will accompany the thesis-project work during the semester. They will give the opportunity to diskuss the student’s projects with the experts and lecturers as well as among themselves. Waystage and final critiques are additional parts of the module Thesis-Seminar. The word “thesis” is originally Greek and means “placement”. Students graduating in an MA at the University of Luzcerne – T&A are required to undertake such a placement and clarify their stance. That includes reflecting upon one’s own actions and communicating one’s insight. The methodical foundation consists of consolidation work during the MA semesters. The themes are derived from and studied as a result of the project or individual interests. They must be introduced, analysed and critically discussed in a convincing way. One’s own project is an example that illustrates the study. The thesis book is therefore different from a process book, since it combines a valid discussion of theses with a personal design, documenting the result. The thesis book also includes the


indem es eine belegte These mit dem eigenen Entwurf verwebt. Nicht dessen Entstehung sondern das Ergebnis wird festgehalten. Neben der Erläuterung des architektonischen Projektes tragen Aussagen zu den Themen Material, Struktur und Energie zu einer vertieften Beschäftigung mit diesen Themen bei. Das Thesisbuch stellt in Ergänzung zur Projektabgabe ein eigenständiges Gefäss dar und synthetisiert das nutzbar gemachte theoretische Wissen mit der im Studium erworbenen entwerferischen Kompetenz.

Modulverantwortung Thesisbuch Module Leader Thesis book Oliver Dufner, Dozierende Lecturers Oliver Dufner, Natalie Plagaro Cowee, Caspar Schärer Form Profile individuelle Begleitung jedes/r Studenten/in und gemeinsame Workshops. Die Termine werden noch bekannt gegeben. Ergebnis: Thesisbuch, vier gebundene Exemplare sowie Text und PDF auf CD.

posed design task and its architectural implementation, as well as articles on all three focuses of materials, structure and energy in architecture. At the end of the 5-year course, in addition to the architectural study during the project, the thesis also offers the chance to refine one’s knowledge of one’s own actions and present it synergetically.

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Modulverantwortung Module Leader Oliver Dufner Dozierende Lecturers Oliver Dufner, Natalie Plagaro Cowee Form Profile Das Modul dient der Vermittlung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden und konzentrierten Denkens. Es soll die Möglichkeit bieten das eigene Handeln als entwerfender Architekt / entwerfende Architektin schriftlich zu reflektieren. Ziel ist es eine eigenständige themenrelevante Vertiefungsarbeit zu schreiben. 6 ETCS The module is aimed at teaching research methods and concentrated thought. It should provide designing architects with an opportunity to reflect on their work in writing. The aim is to write autonomous, in-depth work on relevant themes. 6 ECTS

Vertiefungsarbeit „Louis Kahn: Schreiben – Zeichnen – Bauen“: Das entwerferische Handeln von Architekten und Architektinnen wird neben der eigenen Intuition hauptsächlich durch die Beschäftigung mit dem bereits Vorhandenen, sei dies der Lektüre der gebauten Realität oder die Auseinandersetzung mit theoretischen Texten genährt. Dieser Sachverhalt dient zur Erweiterung des Wissens und vor allem dazu das eigene Handeln als Architekt kritisch zu reflektieren und die eigene Haltung zu verorten. Um die beschriebene Mechanik zu erlernen und das Repertoire an theoretischem Wissen zu erweitern, widmen wir uns anders als in vorher gegangenen Semestern einem eng gesteckten Themenfeld. Aufgrund der Bedeutung des Werkes und aus Anlass einer aktuell stattfindenden Retrospektive liegt der Fokus unseres Kurses auf dem Denken und Wirken des amerikanischen Architekten Louis I. Kahn (1901-74). Wir gliedern dabei das Semester in drei Abschnitte: In einem ersten Teil erarbeiten wir uns durch die Lektüre

In-Depth Study „Louis Kahn: Writing – Designing – Building“: Aside from their own intuition, the design activity of architects is mainly based on studying what already exists, be it reading the constructed reality or studying theoretical texts. This situation serves to expand one’s knowledge and especially to critically reflect upon one’s own actions as an architect and locate one’s own stance. To learn the described mechanics and extend the repertoire of theoretical knowledge, we will change the approach used in previous semesters and focus on a strictly defined thematic field. Due to the importance of his work and on the occasion of a current retrospective, the focus of this course will lie on the thoughts and work of the American architect Louis I. Kahn (1901-74). We will divide the semester into three sections: In the first part, we will read and hold joint discussions to develop a vocabulary with which to understand Kahn’s position, localise it within the cultural discourse and make it useful for our own argumentation. This knowledge is then used as a basis for independent study of specific aspects of Kahn’s thought and


und gemeinsame Diskussion von Texten verschiedener Autoren ein Vokabular um Kahns Position zu verstehen, innerhalb des kulturellen Diskurses zu lokalisieren und für unsere eigene Argumentation nutzbar zu machen. Im Anschluss wird dieses Wissen als Grundlage für eine eigenständige Auseinandersetzung mit spezifischen Aspekten zu Kahns Denken und Handeln genutzt und in Form von Vorträgen präsentiert. In einer dritten Phase werden die formulierten Thesen weiter verfeinert und als Textarbeit in eine verbindliche Form gebracht. Ziel des Kurses ist es, durch das gemeinsame Erschliessen einer der bedeutendsten Positionen der Modernen Architekturgeschichte nicht nur das Denken von Kahn zu verstehen, sondern dessen Haltung als Anregung für die eigene entwerferische Recherche zu nehmen. Auch in diesem Semester ist daher ein wechselseitiger Austausch mit dem Entwurf denkbar.

Raum Room C 400 Veranstaltungen Event Dienstags ab 9:00, ganztags Startveranstalt. Dienstag 19.2.2013, 9:00 Ende Kontaktstudium 28.05.2013 Layoutkritik 18.06.2013 Schlusskritik und Abgabe 24 / 25.06.2013 Sprachen Deutsch / Englisch Tuesdays from 9:00, all day Opening session Tuesday, February 19, 9:00 Concluding contact studies May 5th Layout critique June 24/25th 2013 Languages German/English

actions, and presented in the form of lectures. In a third phase, the formulated theses are further refined and transformed into a binding form as texts. The aim of the course is joint study of one of the most important positions in modern architectural history, not only to understand Kahn’s thought, but also to regard his stance as inspiration to one’s own design research. Therefore once again, mutual exchange with the design is conceivable.

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Modulverantwortung Module Leader Alberto Alessi Form Profile Vorlesungen, Modulendprüfung, Semesterprotokoll Lectures, Written Examination, record of the semester

Basisvorlesungen - Architektur und Raum z.B. ... schmal, hoch, lang, farbig, hell, dunkel, gemauert, verglast, gedeckt, intim, warm, langweilig, effizient, neutral, kollektiv, symbolisch,... Weg, Straße, Platz, Hof, Zimmer, Korridor, Saal, Keller, ... die Hagia Sofia in Istanbul, der San Carlino in Rom, die Villa Müller in Prag, die Kirche der Autobahn bei Florenz, The Cloud in Yverdon, das Rolex Center in Lausanne, die Carceri von Giovan Battista Piranesi, das Monumento Continuo von Superstudio, ... Was sind Räume? Was sind Räume in der Architektur? Wie entstehen sie? Wie sind sie gestaltet, welche Elemente charakterisieren sie? Was oder wem sollten sie dienen (entsprechen)? Welche Rolle spielen die Funktionen, der Zeitgeist, die Intentionen? Warum?... Auch wenn man meinen würde, Räume gibt es seit immer, setzt sich die Theorie der Architektur erst seit dem XIX Jahre mit dem Begriff Raum als Grundmaterial des Bauens kontinuierlich auseinander. Kritiker und Kunsthistoriker wie August Schmarsow, Erwin Panofsky, Henry

Basis Lectures - Architecture and Space ... narrow, tall, long, colourful, bright, dark, walled, glazed, covered, intimate, warm, boring, efficient, neutral, collective, symbolic... path, street, square, courtyard, room, corridor, hall, cellar… the Hagia Sofia in Istanbul, the San Carlino in Rome, the Villa Müller in Prague, the San Giovanni Battista near Florence, The Cloud in Yverdon, the Rolex Center in Lausanne, the Carceri by Giovan Battista Piranesi, the Monumento Continuo by Superstudio, ... What are spaces? What are spaces in architecture? How are they created? How are they designed and which elements characterise them? What or whom do they serve (conform to)? What role do the functions, the zeitgeist and the intentions play? Why?... Even though one may think that spaces have always existed, architectural theory has only continuously studied the term “space” as a basic material of construction since the 19th century. Critics and art historians such as August Schmarsow, Erwin Panofsky, Henry Lefebvre, Rudolph Arnheim and Bruno Zevi, and architects such as Luigi Moretti, Dom Hans Van Der


Lefebvre, Rudolph Arnheim oder Bruno Zevi und Architekten wie Luigi Moretti, Dom Hans Van Der Laan, Louis Kahn oder Steven Holl haben den Raum als zentrales Element ihrer Reflektion über das Wesen der Architektur gemacht. Die disziplinarischen Aspekte dieses Begriffes werden im Unterricht erforscht und vermittelt. Analogien und Widersprüche zwischen Theorien, Ideologien und Wissen, sowie auch Kontaktpunkte und Kontraste mit anderen Disziplinen (Bildende Kunst, Film, Soziologie, Philosophie, Wissenschaft) werden diskutiert und vertieft, um sie gleichzeitig mit mehreren Ebenen und Kenntnissen in Verbindung zu bringen. Die Architektur wird somit als Teil des gesamten kulturellen Diskurses erlebbar. Die durch Texte und Projekte präsentierten, unterschiedlichen Themen werden als mögliche „zeitlose“ Werkzeuge in den Händen entwerfender Architekten verstanden. Die Architekturtheorien sind keine reinen Abstraktionen, sie bewegen sich zwischen absoluten Positionen, und relativen Verhältnissen.

Raum Room Nische F-Geschoss F-level, alcove Veranstaltungen Lectures Montags ab 13:00 Mondays from 13:00 Studio

Laan, Louis Kahn and Steven Holl have made space the central element of their reflections on the nature of architecture. The disciplinary aspects of this term are researched and communicated in the course. Analogies and contradictions between theories and knowledge, as well as points of contact and contrasts with other fields (visual art, film, sociology, philosophy and science) are discussed in depth also in order to connect them with several levels and insights. Architecture thereby becomes tangible as part of the overall cultural discourse. The different themes introduced using texts and projects are regarded as possible “timeless” tools in the hands of designing architects. Architectural theories are not merely abstractions and instead move between absolute positions and relative relationships.

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Antonello da Messina, Der hl. Hieronymus im Gehäuse,1474 — Antonello da Messina, St. Jerome in His Study, 1474

Louis Kahn, Parlamentsgebäude Dhaka, aus: Raymond Meier, Louis Kahn Dhaka, Edition Dino Simonett, 2007 — Louis Khan, Parlament Building, from: Raymond Meier, Loouis Kahn Dhaka, Edition Dino Simonett 2007


Louis Kahn, Parlamentsgebäude Dhaka, aus: Raymond Meier, Louis Kahn Dhaka, Edition Dino Simonett, 2007 — Louis Khan, Parlament Building, from: Raymond Meier, Loouis Kahn Dhaka, Edition Dino Simonett 2007

Handschriftliche Notizen von Martin Luther — Handwritten notes from Martin Luther 44


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Keynote Lectures Die Keynote Lectures erweitern den Horizont über das fachliche hinaus. Jeweils ein Gast gibt Einblicke in ein spezifisches Thema. Die Form der Vermittlung ist offen (Vorträge, Workshops, Übungen). Die Pflichtveranstaltung findet für die Master Studenten der HSLU Luzern und der FHNW Basel statt. Die drei Keynote Lectures der HSLU stehen in diesem Semester unter dem Thema Struktur.

Keynote Lectures The Keynote Lectures, held by guests to a specific topic, are to broaden the students` horizon. The medium hereby is held open: it can be lectures, workshops, exercises. The required course is held jointly for the master students both of HSLU Lucerne and FHNW Basel.This semester‘s three keynote lectures organized by the HSLU - T&A focus on the topic of Structure.

Modulverantwortung Module Leader Christoph Steiger Niklaus Graber Form Profile Eintägige Workshops, die abwechselnd von der HSLU - T&A und von der FHNW in Basel organisiert werden. Sie werden von Master-Studierenden beider Hochschulen gemeinsam besucht. One-Day workshops, organized in turn by the HSLU - T&A and the FHNW in Basel. They are attended by master-students of both universities together.


Termine Schedule Nils Wogram „Klang und Raum“ Freitag, 01. März, 9:00-17:00 Tina Unruh „Sound and Space“ Friday, March 1st, 9:00-17:00 HSLU Technik & Architektur Technikumstrasse 21, Horw

Raum Room Nische F-Geschoss F-level, alcove

Marc Schwarz „Videomorphose“ Freitag, 12. April, 9:00-17:00 Marc Schwarz „Image and Space“ Friday, April 12th, 9:00-17:00 HSLU Technik & Architektur Technikumstrasse 21, Horw Dalibor Markovic „Wort und Raum“ Freitag, 03. Mai, 9:00-17:00 Dalibor Markovic „Word and Space“ Friday, May 3rd, 9:00-17:00 HSLU Technik & Architektur Technikumstrasse 21, Horw

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Nils Wogram Keynote Lecture 1.3.2013 8:30

Dalibor Markovic Keynote Lecture 3.5.2013 8:30

Nils Wogram, *1972, begann im Alter von 15 Jahren Posaune zu spielen. Dabei genoss er gleichzeitig eine klassische und jazz Ausbildung. Bereits im Alter von 16 Jahren war er Mitglied des Bundesjugendjazzorchesters, gründete eigene Bands und gewann preise bei Jugend musiziert. Von 1992 bis1994 studierte er in New York und schloss seine Ausbildung 1999 an der Musikhochschule Köln ab. Seit dieser Zeit hat Nils Wogram 21 Alben unter seinem Namen veröffentlicht. Mitlerweile betreibt er sein eigenes Label mit dem Namen nwog records. *1972, started playing the trombone at the age of 15. He started classical and jazz trombone simultaneously. He was a member in the national german youth big band, paricipated in classical competitions and formed his own bands at the age of 16.. Form 1992 to 1994 he studied in New York City and continued at Cologne university until 1999 when he graduated. Since then Nils has relased 21 albums as a bandleader.

Dalibor Markovic, als kleiner Junge schon die Fähigkeit entdeckt, Rhythmen mit Mund und Zunge nachzuahmen. Neudeutsch Beatbox. Mit Anfang zwanzig dann Texter und Sprecher in einem Musikprojekt. Modern übersetzt heißt das Rappen auf Beats. Mitte zwanzig dann die ersten Ausflüge ohne musikalische Untermalung. Auf kleinen Bühnen. Deutschlandweit. Stichwort Poetry Slam. Daraufhin Bruch mit der Musik und nur ausgedrückt ist das Spoken Word. Die Liebe zur Musik ist weiterhin in kleinen Dosen mittels Beatbox aber auch durch die rhytmisierte Art und Weise des Sprechens repräsentiert. Der Stil wird ausserdem auch durch die Verwendung von filmischen Mitteln und dialogischen Sequenzen mit imaginären Partnern ergänzt. Sogenannte Solologe. Inhaltlich gibt es keine klare Linie. Es ist eher ein Scharren mit Fuss und Hand im Bodensatz der Gesellschaft. Dabei bleibt mitunter ein klein wenig Schmutz im Schuh oder unter dem Fingernagel. Dieser Schmutz wird eingehend untersucht. Aber nicht ganz ohne Humor.


Marc Schwarz, *1967, Architekturstudium an der ETH Zürich und der TU Graz; 1995-1997 Lehrassistent, Architekturdepartement ETH Zürich, in „Raumwahrnehmung und Raumgestaltung mit Video“; ab 1996 unabhängiger Filmmacher; 2003-2003, Vorlesender an der ETH Zürich, Postgraduate Programm in Landschaftsarchitektur; 2002-2004 Partner bei VUES; 2004, Mitbegründer von schwarzpictures.com, Studio für Film Esssays über Architektur, Landschaftsarchitektur und Kunst. *1967, Architecture studies at ETH Zurich and TU in Graz; 1995–1997, Assistant Teacher, Department of Architecture ETH Zurich, in ‘Space Perception and Space Design with Video“; from 1996, independent filmmaker; 2003-2004, lecturer at ETH Zurich, Postgraduate Program in Landscape Architecture; 2002–2004, partner at VUES; 2004, co-founder of schwarzpictures.com, Studio for Film Essays about Architecture, Landscape Architecture and Art.

Marc Schwarz Keynote Lecture 12.4.2013 8:30

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Dalibor Markovic — Dalibor Markovic


Nils Wogram — Nils Wogram

Marc Schwarz — Marc Schwarz 50


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Zeitraum Schedule 15. - 21. April 2013 genaue Daten und Kosten werden noch bekanntgegeben exact dates and costs will be announced later Modulverantwortung Module Leader Christoph Steiger Niklaus Graber Assistenten Assistants Christian Koch Bernhard Maurer


Studienreise Zwischen dem weiten Horizont der adriatischen See und dem schroffen Karst des Festlandes erschliessen wir uns ein kulturgeschichtlich reiches Kroatien. Unter anderem entlang der fantastischen Küstenstrasse „Jadranska Magistrala“ besuchen wir Dubrovnik, Split, Rijeka und viele weitere interessante Orte. Im Spannungsfeld verschiedener Kulturen und Einflüssen der istrischen und dalmatischen Küste, öffnet sich uns ein vielfältiger Fundus europäischer Geschichte. Nebst den im Mittelalter unter römischen, venezianischen und später österreichisch-ungarischem Einfluss stehenden Architektur fokussieren wir uns auf unserem „Road Trip“ zudem auf die Ideologien, Bewegungen und Strömungen kroatischer Architektur des 20.Jahrhunderts im Bereich des Tourismus.

Study Trip Inbetween the wide horizon and the rough and rocky coastline we are going to discover a culturally and historically rich Croatia. Among other things we will travel along the fantastic coastal street „Jadranska Magistrala“ and visit places like Dubrovnik, Split, Rijeka and others. In the stress field between various cultures and influences in the Istrian and Dalmatian coast a filled pool of European history is waiting for us to be discovered. Aside the roman and venecian influences in medieval times and later the austro-hungarian influences on architecture we are going to focus on the ideologies and movements of croatian architecture in the 20th century in tourism.

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Playboy Umschlag — Playboy Cover

Hotel Haludovu — Hotel Haludovu


Hotel Haludovu, Daniele Ansidei — Hotel Haludovu, Daniele Ansidei

Hotel Marko Polo, Dubrovnik, 1970, Bernardo Bernardi — Hotel Marko Polo, Dubrovnik, 1970, Bernardo Bernardi

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Abteilungsvorträge Die Abteilungsvorträge sind integrierender Bestandteil des fünfjährigen Architekturstudiums. Im Herbstsemester werden relevante Positionen von allgemeinem Interesse zu Struktur beim Neubau und im Bestand sowie zur interdisziplinären Kooperation von Architekt und Bauingenieur vermittelt. Beim anschliessenden Apéro, welcher von den Studierenden organisiert wird, besteht jeweils die Möglichkeit sich über die Thematik und mit den Referentinnen und Referenten auszutauschen.

Departmental Lectures The departmental lectures are an integral element of the five-year Architecture course. During the autumn semester of 2012, they will present relevant positions of general interest on structure with respect to new and existing buildings, as well as on interdisciplinary cooperation between architects and civil engineers. The lectures are followed by an aperitif organised by the students as a chance to exchange ideas on the relevant theme with the lecturer.


Termine Schedule Pezo von Ellrichshausen „Normal inventory“ 12. April, 18:00 HSLU Mädersaal Ricardo Bak Gordon „Casa“ 23. Mai, 18:00 HSLU Mädersaal

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Ölfabrik, Herdado do Marmelo, Portugal 2011, Ricardo Bak Gordon Arquitectos — Oil processing plant, Herdado do Marmelo, Portugal, 2011, Ricardo Bak Gordon Arquitectos


Casa Cien, Concepcion, Chile, 2011, Pezo von Ellrichshausen — Casa Cien, Concepcion, Chile, 2011, Pezo von Ellrichshausen

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Lehrende Lecturers

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Christoph Steiger Dozent Fokusverantwortung Struktur christoph.steiger@hslu.ch +41 41 349 3 406

Prof. Hanspeter Bürgi Dozent Fokusverantwortung Energie hanspeter.buergi@hslu.ch +41 41 349 34 67 +41 31 340 35 40

Christoph Steiger, *1968 , dipl. Architekt ETH BSA SIA. Von 1988-1995 Architekturstudium an der ETH Zürich, Diplom bei Prof. H. Kollhoff. 1990-1991 Praktika im Büro H. Kollhoff, Berlin und im Büro Herzog & de Meuron, Basel. 1995 Mitarbeit im Büro Herzog & de Meuron, Basel. Seit 1995 Architekturbüro mit Niklaus Graber. 2008-2011 Lehrauftrag, seit 2013 hauptamtlicher Dozent an der HSLU - Technik & Architektur Luzern. *1968, dipl. Architect ETH SIA. From 1988-95 studies of architecture at ETH Zurich, diploma with Prof. H. Kollhoff. 1991-92 internships at Büro H. Kollhoff, Berlin and Herzog & de Meuron, Basel. 1995 architect at Herzog & de Meuron, Basel. Since 1995 architectural practice with Niklaus Graber. From 2008-2011 teaching assignment, since 2013 lectureship at the University for Applied Sciences and Arts in Luzern.

Hanspeter Bürgi, *1958, dipl. Architekt ETH SIA FSU. Architekturstudium Fachhochschule Burgdorf und ETH Zürich, Diplom 1986. Nachdiplomstudium Entwicklungsländer Nadel ETH Zürich. Arbeit in Bern (ARB Architekten) und Bhutan/Himalaya (Helvetas). Seit 1992 aktiv in Bern, heute Bürgi Schärer Architektur und Planung. Seit 2009 Dozent, seit 2011 Professor für Architektur mit dem Fokus Energie im Masterstudiengang der HSLU - T&A. *1958, dipl. Architect ETH SIA FSU. Studies of architecture at University of Applied Sciences in Burgdorf and ETH Zurich, diploma in 1986. Postgraduate degree Developing Countries at ETH Zurich. Work in Bern (arb Architekten) and Bhutan/Himalaya (Helvetas). Since 1992 active in Bern, today with Bürgi Schärer Architecture and Planning. Since 2009 lecturer, since 2011 professor of architecture and responsible for the focus Energy in the Master of architecture at HSLU - T&A.


Niklaus Graber, *1968, dipl. Architekt ETH BSA SIA. Von 19881995 Architekturstudium an der ETH Zürich und an der Columbia University New York, Diplom bei Prof. H. Kollhof. Praktika bei Herzog & de Meuron, Basel und Büro H. Kollhoff in Berlin. 1995 Mitarbeit im Büro Herzog & de Meuron, Basel. Seit 1995 Architekturbüro mit Christoph Steiger in Luzern. Von 2008-2011 Lehrauftrag, seit 2013 hauptamtlicher Dozent an der HSLU - Technik & Architektur Luzern. *1968, dipl. Architect ETH SIA. From 1988-95 studies of architecture at ETH Zurich, diploma with Prof. H. Kollhoff. 1991-92 internships at Büro H. Kollhoff, Berlin and Herzog & de Meuron, Basel. 1995 architect at Herzog & de Meuron, Basel. Since 1995 architectural practice with Christoph Steiger. From 2008-2011 teaching assignment, since 2013 lectureship at the University for Applied Sciences and Arts in Luzern.

Johannes Käferstein, *1965, dipl. Architekt ETH BSA SIA. Architekturstudium an der ETH Zürich; 1992 Diplom an der ETH Zürich; 1994 Architekt bei Tod Williams, Billie Tsien and Associates, New York; seit 1995 Käferstein & Meister Architekten, Zürich; 1996-1997 Tutor, AA London; 20002002 Unit Master, AA London; 2002-2008 Professor für Entwurf und Konstruktion sowie Studienleiter Master an der Hochschule Liechtenstein; seit 2008 Abteilungsleiter und Leitung Master-Studiengang HSLU - T&A.

Niklaus Graber Dozent Fokusverantwortung Struktur niklaus.graber@hslu.ch +41 41 349 3 406

Prof. Johannes Käferstein Abteilungsleiter Studiengangleiter Master in Architektur johannes.kaeferstein@hslu.ch +41 41 349 34 22

*1965, dipl. Architekt ETH BSA SIA. Studies of architecture at ETH Zurich; 1992 diploma at ETH Zurich; 1994 architect with Tod Williams, Billie Tsien and Associates, New York; since 1995 Käferstein & Meister Architects, Zurich; 19961997 Tutor, AA London; 2000-2002 Unit Master, AA London; 2002-2008 professor of design and construction and head of the Master programme at University of Lichtenstein; since 2008 head of the Master of architecture at the HSLU - T&A. 62


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Alberto Alessi Dozent Modulverantwortung Basismodul alberto.alessi@hslu.ch +41 43 817 28 08

Natalie Plagaro Cowee Dozentin Modulverantwortung Vertiefung natalie.plagaro@hslu.ch +41 349 34 31

Alberto Alessi, *1964, diplomiert in Architektur am Politecnico von Mailand. Weiterbildung in Architekturtheorie an der Ecole d’Architecture Paris-Villemin. 1994 eigenes Architekturatelier in Rom und Zürich. 1998-2004 Assistent für Entwurf und für Architekturtheorie an der ETH Zürich, 2004-2005 an der Accademia di Architettura in Mendrisio. 2006 Gastdozent an der Cornell University. Seit 2006 Dozent für Architekturtheorie an der HSLU – T&A Luzern und seit 2009 an der Universität Liechtenstein. *1964, diploma in architecture at Politecnico Milano. Postgraduate degree in theory of architecture at Ecole d’Architecture Paris-Villemin. From 1994 studio in Rome und Zurich. 1998-2004 assistant for design and theory of architecture at ETH Zurich, 2004-2005 at Accademia di Architettura in Mendrisio. 2006 visiting lecturer at Cornell University. Since 2006 Lecturer for theory of architecture at the HSLU – T&A Lucerne and since 2009 at the University of Liechtenstein.

Natalie Plagaro Cowee, *1971, 1989-1998 Madrid Polytechnic University (Spanien), der Oxford Polytechnic University (Grossbritannien) und dem Conservatoire Intenational Chaumont sur Loire (Frankreich). 1998-2001 Dominique Perrault, Paris. 2002-2009 Burckhardt+Partner, Zürich. Seit 2004 Philosophiestudium an der Universität Zürich. Eigenes Architekturbüro in Herrliberg, Zürich. Seit 2006 Mitarbeit an der HSLU - T&A, Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP) und Tätigkeit in der Lehre. *1971, 1989-1998 Madrid Polytechnic University (Spain), Oxford Polytechnic University (UK) and Conservatoire International Chaumont sur Loire(France). 1998-2001 Dominique Perrault, Paris. 2002-2009 Burckhardt+Partner, Zurich. Since 2004 studies of philosophy at the University of Zurich. Own architectural office in Herrliberg/Zurich. Since 2006 work at the HSLU - T&A in the CCTP and engagement in teaching.


Oliver Dufner, *1968, 1987-1993 Architekturstudium an der ETH Zürich, 1996-1998 Nachdiplomstudium in Geschichte und Theorie der Architektur am Institut gta der ETH Zürich. Von 2001 bis 2005 Forschungsassistenz an der SNF-Förderungsprofessur an der ETH Zürich, Promotion 2006. Seit 1994 als Architekt bei Burkard Meyer Architekten BSA in Baden tätig. Seit 2005 Mitglied der Geschäftsleitung und Mitinhaber. Seit 2012 hauptamtlicher Dozent an der HSLU - T&A Luzern. *1968, 1987-1993 studied Architecture at the ETH Zurich, 1996-1998 post-graduate studies in History and Architectural Theory at the Institut gta, ETH Zurich. 2001-2005 Research Assistant for the SNF-sponsored Professorship at the ETH Zurich, PhD in 2006. Since 1994, architectural work for Burkard Meyer Architekten BSA in Baden, since 2005 Member of the Management Board and Partner. Since 2012 full-time Lecturer at the HSLU - T&A Luzern.

Dieter Geissbühler, *1955, dipl. Architekt ETH SIA BSA. Architekturstudium ETH Zürich. 1989-2005 Architekturbüro mit Alexander Galliker, seit 2006 Architekturbüro mit Gerlinde Venschott. 1985-1994 Oberassistent an der ETH Zürich bei Flora Ruchat-Roncati, 1992-1993 Lehrauftrag an der ETH Zürich, seit 2000 Dozent an der HSLU - T&A in Luzern. Professor seit 2002 und Fokusverantwortlicher Material im Master Architektur seit 2005.

Oliver Dufner Dozent Modulverantwortung Vertiefung oliver.dufner@hslu.ch +41 43 817 28 08

Prof. Dieter Geissbühler Dozent Fokusverantwortung Material dieter.geissbuehler@hslu.ch +41 41 349 34 68

*1955, dipl. Architect ETH SIA BSA. Studies of Architecture at ETH Zurich. 1989-2005 own architectural office with Alexander Galliker, since 2006 with Gerlinde Venschott. 1985-1994 Oberassistent (leading assistant) at ETH Zurich with Flora Ruchat-Roncati. 1992-1993 Lecturer at the ETH Zurich, since 2000 Lecturer at the HSLU - T&A in Lucerne. Professor since 2002 and in charge of the focus material in the master in architecture since 2005. 64


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Yves Dusseiller Dozent Leitung Architektur Werkstatt yves.dusseiller@hslu.ch +41 41 349 34 40

Bernhard Maurer Assistent bernhard.maurer@hslu.ch +41 41 349 3 406

Yves Dusseiller, *1972, Architekturstudium an der ETH Zürich 1993 2001, Ausbildung als Zimmermann 2002 - 2004, autodidaktische Beschäftigung mit Bildhauerei. Mitarbeit bei Eric Owen Moss Architects, Los Angeles 1996, Mitarbeit im Museum für Gestaltung, Zürich 1998 - 2000 und Museum Bellerive, Zürich 2001. Seit 2006 selbstständige Tätigkeit mit Schwerpunkt Restauration. Seit 2009 als Dozent an der Hochschule Luzern T&A, Tätigkeit in der Lehre und Leitung der Architektur Werkstatt. *1972, studies of architecture at ETH Zürich 1993 2001, apprenticeship as a carpenter 2002 - 2004, autodidactic in sculptor. Employee of Eric Owen Moss Architects, Los Angeles 1996, employee of Museum für Gestaltung, Zürich 1998 2000 and Museum Bellerive, Zürich 2001. Since 2006 independent work with focus on restauration. Since 2009 lecturer at lucerne university of applied sciences and arts T&A, teaching and head of Architektur Werkstatt.

Bernhard Maurer, *1977, Dipl. Ing. Architektur. 1998-2006 Architekturstudium an der Technischen Universität Graz und der Arkitektskolan Århus. Mitarbeit bei Kjellander+Sjöberg Arkitekter in Stockholm, Pezo von Ellrichshausen Arquitectos in Concepcion und Bernath + Widmer Architekten in Zürich. Seit 2012 an der Hochschule Luzern - T&A Luzern als Unterrichtsassistent im Masterkurs. Bernhard Maurer, *1977, Dipl. Architect, Studies of Architecture at the Technical University of Graz and Arkitektskolan Århus from 1998-2006. Work with Kjellander + Sjöberg Arkitekter in Stockholm, Pezo von Ellrichshausen in Concepcion and Bernath + Widmer Architekten in Zurich. Since 2012 Teaching Assistant in the MA course at HSLU - T&A in Luzern.


Christian Koch, *1978, MSc Arch SIA. 1995-1999 Ausbildung zum Hochbauzeichner. 2003-2010 Architekturstudium an der Universität Liechtenstein und der FHNW Basel. Mitarbeit bei Thomas Schregenberger in Zürich und .fabric in Amsterdam. Von 2010-2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrassistent im MSc Arch Studio „Architectural Design Theory“ von Assoc. Prof. Peter Staub an der Universität Liechtenstein. Seit 2012 an der Hochschule Luzern - T&A Luzern als Unterrichtsassistent im Masterkurs. Born 1978, MSc Arch SIA. 1995-1999 trained as a Structural Engineering Draughtsman at the University of Liechtenstein and the FHNW Basel. Work for Thomas Schregenberger in Zurich and .fabric in Amsterdam. 2010-2012 Research Assistant and Teaching Assistant in the MSc Arch Studio “Architectural Design Theory” under Assoc. Prof. Peter Staub at the University of Liechtenstein. Since 2012 at the HSLU T&A Lucerne as a Teaching Assistant in the MA course.

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Termin端bersicht Master Master Course Agenda

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SEMESTERPLAN FS 2013 FOKUS STRUKTUR

VORABZUG 11.02.13

01. Woche 02. Woche KW 8 KW 9 Mo 18.2. 25.2. 08:30 Beginn Kontaktstudium 13:00 BV Einführung Begrüssung Studierende 14:00 Abteilungsleitung Konferenz 18:00 Infoabend Internationales

03. Woche KW 10 4.3. 13:00 BV

04. Woche KW 11 11.3. 13:00 BV

05. Woche KW 12 18.3. 13:00 BV

06. Woche KW 13 25.3. 13:00 BV Andri G "Räuml

Di

19.2. 09:00 VT Einführung Thematischer Einstieg 15:00 Präsentation Recherche

26.2. 09:00 VT Ausstellug Vitra Museum Louis Khan 08:30 Thesis Besuch und Einleitung

5.3. 09:00 VT Lektürenseminar "Law and Rule" 09:00 Vortrag Florian Sauter "painting the sky black"

12.3. 09:00 VT Lektürenseminar "Monumentality" 13:30 Themenbesprechung

19.3. 09:00 VT Lektürenseminar "Material and Tectonics" 14:00 Nathanial Khan "My Architect"

26.3. 09:00 VT Lektüre "Space a

Mi

20.2. 08:30 FV Christoph Graber Einleitung FP Ausgabe 1. Vorübung Besuch vor Ort 08:30 Thesis Besuch vor Ort 21.2.

27.2.

6.3. 08:30 FV Nico Ros Modelle der Praxis 09:30 FV Mario Rinke Statik

13.3.

20.3.

27.3. 08:30 FP Mario R Begleitu

7.3.

14.3. 08:30 FV Tina Unruh Landschaftsbegriff 09:30 FV Hanspeter Bürgi Titel 08:30 ZK Thesis Ort 18:00 AV Abteilungsvortrag

21.3. 08:30 FV Peter Staub Identität/Branding 09:30 FV Peter Omachen Hotelarchitektur

28.3. FT Osterfe

15.3. 09:00 KN Basel

22.3.

29.3.

Do

FP Kritik 1. Vorübung Ausgabe 2. Vorübung

28.2. 08:30 FV Daniel Bollinger Geologie 09:30 FV Nadia Iseli Bildhauerin

11:00

Fr

22.2.

1.3. 09:00 KN Nils Wogram Klang und Raum, Zürich

Besprechung Leitung

8.3.

FP Kritik 2. Vorübung Ausgabe Semesteraufgabe

10:30

Assistentensitzung

Sa So 12. Woche KW 19 Mo 6.5. 13:00 BV

13. Woche KW 20 13.5. 13:00 BV

14. Woche KW 21 20.5. FT Pfingstmontag

15. Woche KW 22 27.5.

16. Woche KW 23 3.6.

17. Woche KW 24 10.6.

7.5. 09:00 VT Vortrag Block 3

14.5. 09:00 VT Coaching Schreiben

21.5. 09:00 VT Coaching Schreiben

28.5. 09:00 VT Coaching Schreiben

4.6.

11.6.

Mi

8.5.

Tag der Exkursionen FP Mario Rinke Begleitung Bauing.

16:30 15.5.

5.6.

12.6.

Do

9.5.

FT Auffahrt

6.6.

13.6. 16:30

Di

09:00

Fr

10.5.

Thesis Textbesprechung Caspar Schärer

Assistentensitzung 22.5. 09:00 ZK Titel Ort GK Mario Rinke

09:00 18:00 29.5.

Thesis Workshop 2 Caspar Schärer Buchvernissage

16.5. 08:30 FV Uli Herres Titel 09:30 FV Bernhard Maurer Zufall

23.5. 18:00 AV Ricardo Bak Gordon Titel

30.5. FT Fronleichnam

17.5. 09:00 KN Basel

24.5. 09:00 ZK Titel Ort

31.5.

7.6.

08:30 ZK Thesis 1.6.

Sa So Thesis Master Seminarreise Veranstaltung

Feiertage Sonstiges CC etc

FV AV GK FT D

Fokusvorlesung Abteilungsvortrag Gastkritiker Feiertag Dokumentation

Ende Kontaktstudium

14.6.

Assisten


07. Woche KW 14 1.4.

08. Woche KW 15 8.4. 13:00 BV

09. Woche KW 16 15.4. SR Seminarreise

10. Woche KW 17 22.4. 13:00 BV

11. Woche KW 18 29.4. 13:00 BV

2.4.

9.4. 09:00 VT Coaching Vortrag 14:00 Tim Kammasch Input "Schreiben"

16.4. 09:00

23.4. 09:00 VT Vortrag Block 1

30.4. 09:00 VT Vortrag Block 2

24.4.

1.5.

Gerber liches Wissen"

FT Osterferien

enseminar and Perception"

Thesis Workshop 1 Caspar Schärer

3.4. 08:30 FP Mario Rinke Begleitung Bauing.

10.4. 08:30 ZK Zwischenkritik Ort GK GK

17.4.

Rinke ung Bauing.

erien

4.4.

11.4. 08:30 ZK Zwischenkritik Ort GK GK 08:30 ZK Thesis Ort

18.4.

25.4. 08:30 FV Urs Meister Excavated Structures 09:30 FV Johannes Käferstein Excavated Structures 11:00 Besprechung Leitung

2.5. 08:30 FV Dieter Geissbühler Wunden 09:30 FV Christian Koch Debris

5.4. 09:00 KN Basel

12.4. 09:00 KN Marc Schwarz Bild und Raum 18:00 AV Pezo von Ellrichshausen Normal Inventory

19.4.

26.4.

3.5. 09:00 KN Dalibor Markovic Sprache und Raum

18. Woche KW 25 17.6.

19. Woche KW 26 24.6. Beginn Modulprüfungen 09:00 VT Schlusspräsentation Florian Sauter Tim Kammasch

20. Woche KW 27 1.7. 13:00 BV Prüfung Ort

21. Woche KW 28 8.7.

22. Woche KW 29 15.7. FT Beginn Sommerferien

18.6. 09:00 VT Layoutkritik

25.6. 08:30 VT Schlusspräsentation Florian Sauter Tim Kammasch

2.7.

9.7.

16.7.

26.6.

3.7. 08:30 SK Schlusskritik

10.7.

18.7. 16:30

19:00 11:00 18:00 V

09:00

19.6.

Info Master Besprechung Leitung Meinrad Morger Ausstellungseröffnung

Thesis Textbesprechung Caspar Schärer

FP Mario Rinke Begleitung Bauing.

Assistentensitzung

GK Mario Rinke

20.6.

27.6.

21.6.

28.6. 08:30

ntensitzung

Thesis Buchabgabe

4.7. 08:30 SK Schlusskritik

11.7.

19.7.

5.7. Ende Modulprüfungen 08:30 SK Thesis Ort

12.7.

20.7.

18:00

Ausstellung Thesisarbeiten 13.7.

Diplomfeier

70

Semesterprogramm Frühjahr 2013 Hochschule Luzern  

Semesterprogramm Frühjahr 2013 Hochschule Luzern