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LI LIEBLINGSGESCHENKE 10

Bei Mamas altem Holzzug schlägt auch Jakobs Herz höher Nr. 52, 21. Dezember 2009

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JUNGES KOCHTALENT 28

Lauras Rezept

Ihre Kreativität überzeugte alle. Die Jury kürte die erst 15-jährige Laura Haensler zur Gewinnerin des SélectionKochwettbewerbs. Probieren Sie das Siegermenü aus!

Bilder René Ruis, Nik Hunger

EIN GANZ SÜSSER 44

Rolf Mürner verwandelt Zucker in Kunstwerke. MIGROS-KULTURPROZENT 50

Schweizer Künstler wären ohne die Migros ärmer dran.

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4 | Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

EDITORIAL Hans Schneeberger, Chefredaktor

Weihnachten neu entdecken «Sie ist ein Naturtalent», meinte unser Food-Redaktor Martin

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). m-infoline@migros.ch; www.migros.ch M-CUMULUS: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). m-cumulus@migros.ch; www.m-cumulus.ch Redaktion Migros-Magazin: Postfach 1751, 8031 Zürich, Tel. 044 447 37 37, Fax 044 447 36 01 osmagazin.ch; redaktion@migrosmagazin.ch; gazin.ch; www.migrosmagazin.ch; * Normaltarif

Jenni begeistert. Trotz ihres jungen Alters habe sie an der Seite von Starköchin Käthi Fässler nie ihre jugendliche Unbeschwertheit verloren. Sie gehe mit Messer und Dekomaterial gleichermassen souverän um. Die Neugier am Enttdecken, die Freude am Kochen seien fast physisch spürbar.

Süss! 44 Patissier Rolf Mürner schenkt Ihnen ein himmlisches Rezept.

Die Gymnasiastin, von der hier die Rede ist, heisst Laura Haensler,

und sie hat den grossen Sélection-Kochwettbewerb gewonnen. Sie können sich vielleicht erinnern: Wir hatten Sie aufgefordert, aus Sélection-Produkten ein dreigängiges Menü zu kochen, zu fotografieren und uns Bilder und Rezepte einzuschicken. Eine Jury bewertete die Vorschläge. Die Gewinnerin durfte ihr Menü mit der «Köchin des Jahres 2009» unter professionellen Bedingungen als offizielles MM-Weihnachtsmenü kochen. Und das tat Laura Haensler mit viel Lust und Begeisterung (siehe Seite 28). Wäre es nicht schön, wenn wir einen Teil dieser jugendlichen

Freude am Ausprobieren, diese Lust, etwas zu lernen, etwas zu ggestalten, auch wieder öfter spüren würden? Uns wied wieder mal mit Begeisterung auf etwas stürzen, statt es routini routiniert abzuarbeiten? Mit unverschleiertem Blick und offene offenem Geist uns auf etwas Neues einlassen würd würden, statt es nur zu erdulden? Wenn wir zum Be Beispiel Weihnachten wieder einmal bar jeder Ro Routine und mit kindlicher Offenheit ganz neu en entdecken könnten. Das gemeinsame Kochen, da das – meist nur gesummte – «Stille Nacht», die netten Wünsche an Nachbarn und Freunde. Versuchen Sie es, es lohnt sich.

Die guten Seiten des Orkans 18 Vor zehn Jahren fegte «Lothar» mit zerstörerischer Wucht übers Emmental. Darüber ist Revierförster Hans Gfeller heute glücklich.

Liebe Leserin, lieber Leser, ich wünsche Ihnen

wunderbare, neu entdeckte Weihnachten.

Religion heute 24 hans.schneeberger@migrosmagazin.ch

Der Wissenschafter Norbert Bolz sagt, dass Religiosität immer mehr ausserhalb von Kirchen stattfindet. Zum Beispiel in Shopping-Tempeln.

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DIESE WOCHE

|5

Ab auf die Insel 62

Auf Madeira in Portugal kommt der Wandervogel voll auf die Rechnung.

MENSCHEN In bester Erinnerung

IHRE REGION 10

Migros-Magazin-Mitarbeiter zeigen ihre liebsten Weihnachtsgeschenke aus den Jugendjahren.

Zehn Jahre nach Lothar

18

Der Zürcher Daniel Düsentrieb

22

Ein Besuch im Emmental zeigt: Dem Wald gehts heute besser als vor dem verheerenden Sturm. Halb Philosoph, halb Erfinder: Ein Besuch bei Jürg Nigg.

INTERVIEW

Migros macht Stars 50 Lunik-Frontfrau Jaël hat den Schweizer Musikmarkt erobert. Mit der Unterstützung des Migros-Kulturprozents schafften und schaffen es auch andere Künstler an die Spitze.

Bilder Keystone, Lucas Peters, David Zehnder, Siggi Bucher, Pénélope Henriod

Norbert Bolz

24

Der bekannte deutsche Professor für Medienwissenschaft über neue Ausdrucksformen der Religion.

DAS BESTE Sélection-Kochwettbewerb

28

Die 15-jährige Laura Haensler gewinnt mit ihren raffinierten Rezepten.

Fenchel-Orangen-Salat

38

SAISONKÜCHE Süsse Rezepte vom Meister

44

Rolf Mürner zeigt im Johann-JacobsMuseum in Zürich, wie Sie an Weihnachten mit Patisserie punkten.

Milch-Variationen

48

NEUES AUS DER MIGROS Migros-Erfolgsprozent

50

Neues aus Ihrer Genossenschaft 55

BESSER LEBEN Frischzellenkur

61

Reisen: Madeira im Januar

62

In Form: Tricks gegen Stress

71

Garten: Tännchen im Topf

73

Wer regelmässig Sport treibt, hält seine Körperzellen jung. Das portugiesische Naturparadies begeistert auch zur Winterszeit. Mit Selbstmassagen kommen Sie stressfrei durch die Festtage. Ein lebendiger Weihnachtsbaum bereichert die Festtage.

RUBRIKEN Migros-Woche Leserbriefe Auf ein Wort Kolumne: Der Hausmann Glücksgriff Rätsel/Impressum

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78


6 | Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

Die Bauern im

NEWS

Spitzenpreis Der grosse Wettbewerb von Aproz ist seit Ende November zu Ende — und war ein sensationeller Erfolg. Insgesamt kämpften sage und schreibe 326 396 Teilnehmer um den Hauptpreis: Chalet-Ferien im Wallis im Wert von 30 000 Franken. Der glückliche Gewinner kann nun bald die winterliche Nebelsuppe hinter sich lassen und zwischen winterlich verschneiten Bergspitzen Sonne tanken.

Der Fotowettbewerb «faszination@ landwirtschaft.ch» des Migros-Magazins und der Schweizer Bauern geht in die letzte Runde.

Klassik-Nachwuchs

Rührendes Sujet: Marcus Gyger sandte dieses wunderbare Winterbild ein.

Ende November fand der Instrumental-musikwettbewerb 2009 des Migros-Kulturprozents mit Beteiligung der Ernst-Göhner-Stiftung statt. Insgesamt waren 66 Kandidatinnen zugelassen. 20 talentierte Nachwuchsmusiker überzeugten mit ihrem Können die internationale Jury und wurden mit einem Studienpreis in der Höhe von 14 400 Franken ausgezeichnet.

TV-Spot für die Ski-Helden

ZAHL DER WOCHE

Die Zeitschrift «GastroJournal» hat eine Liste der 35 grössten Gastronomiegruppen der Schweiz erstellt. Die Migros führt die Bewertung klar an. Sie ist nach wie vor der grösste Restaurateur der Schweiz. Die Detailhändlerin erzielte laut Schätzungen im laufenden Jahr mit 193 Betrieben einen Umsatz von rund 670 Millionen Franken und liegt damit vor dem Fast-Food-Riesen McDonald’s.

Bilder BAB Stockfood, Marcus Gyger

1.

Seit neun Jahren unterstützt die Migros den Grand Prix Migros, Europas grösstes Skirennen für Jugendliche zwischen 8 und 15 Jahren. Um dieses Engagement bekannt zu machen, wurde ein TV-Spot realisiert, der ab 18. Dezember ausgestrahlt wird. Der Spot zum Grand Prix Migros wird zwischen dem 18. Dezember und dem 31. Januar auf den Sendern der SRG in den Werbeblöcken der Ski-Weltcup-Rennen und auf diversen lokalen TV-Stationen zu sehen sein.

Auf Youtube gibts den Spot unter den Stichworten «Migros Grand Prix» zu sehen.

Kleiner Star vor der Linse: Dreharbeiten


MIGROSWOCHE

Fokus M

itmachen ist ganz einfach: digital fotografieren, auf www.foto.landwirtschaft. ch anmelden und die Bilder hochladen. Die Fotos werden den Kategorien Tiere, Pflanzen, Erlebnis, Landschaft oder Technik zugeordnet. Alle Teilnehmer erhalten einen Mitmachpreis und haben die Chance, einen der zahlreichen Preise im Gesamtwert von 25 000 Franken zu gewinnen. Grund genug, um in diesem Winter das Land, die Landschaft und die Landwirtschaft zu beobachten und fotografisch festzuhalten. Die Aktion dauert noch bis Ende Januar 2010. Der Fotowettbewerb stösst auf reges Interesse: Bereits haben sich über 2200 Fotografen mit mehr als 6000 Bildern angemeldet. Impressionen unter www.foto.landwirtschaft.ch

von morgen

|7

Wenn Leser schreiben «Schreiben Sie uns Ihre Adventsgeschichte» – so lautete der Aufruf auf www.migros.ch. Das Feedback war der Knaller: über 500 Leute haben Besinnliches, Lustiges und Rührendes eingesandt. Das Online-Abstimmungsergebnis war dann deutlich: 35,9 Prozent fanden die Geschichte von Deborah Aliberti am schönsten. Die bezaubernde Story um einen kochenden Wichtel ist aber auch wirklich herzig. Schon die ersten Zeilen machen richtig neugierig: «Es war eine

bitterkalte, klare Nacht, die Luft roch nach Natur, und Sankt Nikolaus war mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt …» Lust auf mehr? Online können Sie die Geschichte fertig lesen.

www.migros.ch Deborah Aliberti (34) aus Giubiasco TI, die strahlende Gewinnerin.

Deborah Alibertis Geschichte unter www.migros.ch/ geschichtenwettbewerb.

FRISCH IN DER MIGROS

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Darfs was Leichtes sein? Zwischen Braten und Fondue ist eine leichte Unterbrechung üppiger Weihnachtsvöllereien genau das Richtige. Und Miesmuscheln haben Saison. Zwar längst nicht mehr nur in Monaten mit «r», wie oft kolportiert, sondern das ganze Jahr. Das liegt am mittlerweile perfekt gekühlten Transport. Frisch in die Migros eben. zum Grand-Prix-Spot.


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LESERBRIEFE

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

|9

«Leider bleibt kaum Zeit für Gespräche»

Ich bin nun seit zehn Jahren in dem Bereich tätig und finde es traurig, mitansehen zu müssen, wie Pflegeempfänger und Pflegende wegen Personal- und Zeitmangels an ihre Grenzen stossen. Leider ist in vielen Heimen der Tagesablauf für Bewohner und Pflegende so genau durchstrukturiert, dass nur selten Zeit für Gespräche, Spaziergänge oder Ähnliches bleibt. Sehr viele Pflegende sind ausgebrannt und leiden darunter, dass sie den alten Menschen nicht gerecht werden können.

N.I., per Mail

MM 50 Leserbriefe zur Gesundheitsserie, Teil 1: «Sorgenkind Alterspflege».

Pflegen mit Herz und Verstand

Ich bin der Meinung, dass sich Pensionäre viel mehr beteiligen müssten. Aber ich höre bereits das entrüstete «Das gibt ein Chaos», «Der Ruf unseres Altersheims leidet». Der Haken: In unseren Altersheimen scheint die Perfektion viel wichtiger zu sein, als dass es jemandem wirklich wohl ist.

F. Sch., 4123 Allschwil

Bild Mara Truog

Ein wunderbarer Bericht, der die positiven Seiten von Altersheim und Pflege darstellt. Ich habe im Spital oft mit älteren Menschen zu tun. Sie sind so dankbar für die Hilfe von uns Jungen. Sie sind so erfreut, wenn man mit ihnen spricht, witzelt, sie ein wenig aufheitert oder tröstet. Es ist eine Bereicherung, als Mutter und Hausfrau anderthalb Tage pro Woche im eigenen Job zu wirken und dabei etwas Wärme zu spenden. Viele würden gern wieder im Pflegeberuf arbeiten, aber die Voraussetzungen sind wirklich erbärmlich. Und jetzt lese ich von Frau Silvia Schenker und Doris Leuthard! Super!

Margaretha Zurfluh (Mitte) im. geniesst das Leben im Altershe

Endlich dreht sich das Ganze in die richtige Richtung. Ich bin begeistert! Weiter so, liebe Frauen an der Macht!

T. Santagapita-Lüber, per Mail

Sie suggerieren, dass Krankenpfleger ein Beruf für Schulabgänger mit tiefem Bildungsniveau sei. Solche Pauschalaussagen zeigen, dass die Realität in der Pflege verkannt wird. Kompetente Pflege verlangt medizinisches und pflegerisches Fachwissen, professionelle Vernetzung und Umsetzung dieser Kenntnisse, hohe Sozialkompetenz und ethische Entscheidungen. Es ist zu wünschen, dass die Medien die Leistungen der Pflegenden nicht weiter herabmindern.

Stella Landtwing, 6005 Luzern

«In den Heimen

scheint Perfektion wichtiger, als dass es jemandem wohl ist.»

F. Sch. 4123 Allschwil

Die kurze Verweildauer im Beruf hat viele Ursachen. Vor allem sind es die schlechten Rahmenbedingungen in Spitälern und Heimen. Dazu kommen wenig Ferien, nicht leistungsgerechte Löhne und Weiterbildungen, die selbst finanziert werden müssen. Wenn sich die Politik somit Gedanken macht, sollte sie zuerst die Arbeitsbedingungen für Pflegende verbessern.

Christoph Reichert, per Mail

Weihnachten – ein Fest der Wünsche

Im Bus wurde ich kürzlich Zeugin eines berührenden Gesprächs. Ausgelöst durch eine Migros-Tasche. «Ein Fest der Wünsche …», sagte eine alte Dame und lächelte eine andere ältere Frau an. Wegen der dicken Brillengläser konnte diese ihre Augen nur mühsam offen halten. Sie sass zusammengekauert im Sitz. «Bitte?» Die angesprochene ältere Frau, aufgeschreckt aus den Gedanken, rückte den Kopf ein wenig nach vorn in Richtung der anderen Dame. «Ein Fest der Wünsche, lese ich auf Ihrer Papiertasche», sagte die Dame etwas lauter und wackelte mit dem Kopf. «Ach so … ja … ein Fest der unerfüllten Wünsche

wohl eher», erwiderte die ältere Frau und blickte erneut aus dem Fenster. Stille. «Ja. Viele Wünsche sind illusorisch … werden nie erfüllt», fügte sie an und schaute weiterhin zum Fenster hinaus, als wäre sie mit ihren Gedanken ganz woanders. Stille. «Ja. Wünsche hat man immer … im Alter aber immer weniger.» Der Kopf der alten Dame wackelte hin und her, währenddem sie den Dialog aufrechtzuerhalten versuchte. Stille. «Die Sonne im Herzen, das wünscht man sich …», fuhr sie fort. «Bitte?» Die ältere Frau mit der Tasche wurde wieder aus ihren Gedanken gerissen. «Ich meine, die Sonne im Herzen, das wünscht man sich.» Über das Gesicht der älteren Dame breitete sich ein sanftes Lächeln aus. «Ja. Im Alter wünscht man sich, dass einem vieles erspart bleibt», seufzte sie. Stille. «Oder Frieden auf Erden?», erwiderte die ältere Frau mit der Tasche. «Ja, wissen Sie: Ich meine einen persönlichen Wunsch», sagte die Dame. «Es ist nicht einfach im Alter …». Ihr Kopf wackelte hin und her. Stille. Der Bus hielt. Ich stieg aus, vertieft in Gedanken über unerfüllte Wünsche, Illusionen, über das Alter und das Altern.

Claudia Raschick, per Mail

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Postfach 1751, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.


10 | Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

Mein allerliebstes Weihnachtsgeschenk

Ja, es gibt sie noch, die Geschenke, die uns ein Leben lang begleiten oder uns gar überleben werden. Neun Mitarbeiter des Migros-Magazins haben die Schatztruhe ihrer Kindheit geöffnet.

E

in Geschenk für die Ewigkeit, etwas, das bleibt und auch noch 50 Jahre später Kinderaugen erstrahlen lässt, ist wie ein Schatz, den man gut behüten sollte. Wir haben in der Redaktion nachgefragt und wollten wissen, welche Weihnachtsgeschenke aus der Kindheit heute noch existieren. «Alles weggeworfen» oder «beim letzten Umzug entsorgt», kam mehrheitlich als Antwort. Bei ein paar Kollegen sind wir dann zum Glück doch noch fündig geworden. Wenn Weihnachtsgeschenke Generationen überleben, wie die Holzeisenbahn unserer Kollegin Almut Berger, mit der heute ihr Sohn Jakob spielt, ist das nicht nur nachhaltig, sondern es weckt auch Erinnerungen an Weihnachtsfeste der eigenen Kindheit. Und damit Emotionen aus einer längst vergangenen Zeit. Viele Geschenke sind für ein paar Jahrzehnte auf dem Estrich gelandet – und werden dann wiederentdeckt. Wie der Skihelm unseres Fotoredaktors Olivier Paky, der ihm heute als Vespahelm dient. Oder die Klarinette von Redaktorin Heidi Bacchilega-Schätti, deren beide Söhne das Instrument in Beschlag nehmen. Anette Wolffram Eugste Eugster ter te

Ein Holzzug für die Ewigkeit Almut Berger (42) und Sohn Jakob (3) Reportage-Redaktorin

«An meinem dritten Weihnachtsfest schenkten mir meine Eltern diesen Holzzug. Als ich zu alt dafür war, habe ich mir die Eisenbahnwagen als Rollschuhe unter die Füsse gebunden und mit meinem Bruder gespielt. Einmal gings wild zu und her, deshalb fehlt heute am ersten Waggon das Dach. Meine Eltern haben viele Spielsachen meiner Kindheit behalten und in einer grossen Schachtel auf meinem Estrich gelagert. Das hat mich manchmal ein wenig genervt und ein, zwei Mal stand ich kurz davor, die ganzen Sachen zu verschenken. Zum Glück habe ichs nicht getan. 35 Jahre nachdem ich den Holzzug bekommen habe, hat sich mein Sohn Jakob die Eisenbahn geschnappt. Er spielte begeistert damit. Inzwischen ist er auf Duplo-Züge umgestiegen, und die Holzeisenbahn ist wieder auf dem Estrich gelandet und wartet auf die nächste Generation.»


MENSCHEN ERINNERUNGEN

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«Kornplatz ist Ehrensache» Cinzia Venafro (22) Reportage-Volontärin

«Das Monopoly bekam ich mit zirka zehn Jahren von meinen Eltern. Ich hatte es mir gewünscht, weil es das einzige Spiel war, bei dem ich regelmässig gewann. Für alle anderen Brettspiele wie ‹Eile mit Weile› hatte ich keine Geduld, nur bei Monopoly war ich der King. Ich spielte es nie mit meinen Eltern, sondern mit Freunden, oft nächtelang. Das hat wiederum meine Eltern manchmal genervt. Ich komme aus dem wunderschönen Städtli Chur, und der Kornplatz in Chur ist bei Monopoly das billigste Feld mit dem geringsten Gewinn. Trotzdem war es für mich immer Ehrensache, dass ich Besitzer des Kornplatzes werde. Wenn ich dann noch den Paradeplatz in Zürich kaufen konnte und die Elektrizitäts- und Wasserwerke, hatte ich schon so gut wie gewonnen.»


12 | Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

Wann ist wieder Tea-Time? Jacqueline Jane Bartels (43) Shopping-Ressortleiterin

«Mit elf Jahren bekam ich von meinem Vater einen Samowar geschenkt und dazu ein chinesisches Teeservice. Beides hat er für mich an Heiligabend beim LastMinute-Shopping in Hamburg erstanden. Für mich war das Geschenk keine grosse Überraschung, weil ich immer damit beauftragt war, alle Geschenke für die Familie einzupacken, darunter natürlich auch die, welche für mich bestimmt waren. Ich war damals eine leidenschaftliche Teetrinkerin und genoss drei bis fünf Liter Tee am Tag. Zum Samovar gabs einen Kirschblütentee, nach dem ich süchtig wurde. Als sich schliesslich vom Teetrinken meine Zähne verfärbten, stieg ich auf Kaffee um. Während der Samowar meine 43 Umzüge überlebt hat, ging das chinesische Teeservice bei Umzug Nummer 22 zu Bruch. Mein Samovar ist heute nur hin und wieder in Gebrauch und wenn, dann finden es meine Freunde immer urgemütlich. Wenn die Tage kälter werden, fragen schon immer alle: Wann ist wieder Tea-Time?»


MENSCHEN ERINNERUNGEN

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Tickets ins Fantasieland Ticket

Reto Wild Wil (41) Reportage-Redaktor Reportag

«Ich wollte als kleiner Bub immer Märchen- und Kasperlischallplatten haben; sie regten meine Fantasie an. Meine Wünsche hatte ich stets zuvor auf einem Zettel fürs Christkind auf dem Fenstersims deponiert. Märchenplatten mit Trudi Gerster haben mich fasziniert, weil die Märlitante über ein unglaubliches Repertoire an Stimmen verfügte. Als Zehnjähriger fand ich die Platten mit Winnetou und Old Shatterhand spannend. Ich hatte damals einen ganz alten Plattenspieler in meinem Kinderzimmer. Da musste ich noch den Hebel selbst hin- und herbewegen, damit sich der Teller in Bewegung setzt. Die Plattensammlung hat bis heute bei meinen Eltern überlebt. Wenn ich keine eigenen Kinder haben sollte, wird sie wohl auf dem Flohmarkt landen.»

Ein goldener Elefant für Generationen

Ursula Bickel (43) Shopping-Redaktorin

«Eigentlich hätte ich immer viel lieber die Geschenke meines Bruders gehabt, denn Rennautos fand ich viel cooler als Puppen. Als ich 2½ Jahre alt war, schenkten mir meine Eltern diese Goldkette mit dem Elefantenanhänger, die ich als Kind nur zu besonderen Anlässen und am Sonntag tragen durfte. Als ich ins Teenageralter kam, mochte ich keinen Goldschmuck mehr tragen. Ich fand, dass mir Silberschmuck viel besser steht, und trage auch heute keinen Goldschmuck mehr. Damals legte ich meine Kette in ein Kästchen mit dem Hintergedanken, dass ich sie irgendwann mal an mein Kind weitergeben werde. 35 Jahre nachdem ich die Kette bekommen habe, schenkte ich sie wiederum meiner Tochter Denise. Auch sie hat sie dann nur ein paar Jahre getragen. Jetzt wartet die Kette darauf, von der nächsten Generation getragen zu werden. Der Gedanke, dass irgendwann mein Enkelkind damit rumlaufen wird, macht mich froh. Wobei ich hoffe, dass das noch ein paar Jahre dauern wird. Auch wenn ich die Kette heute nicht mehr selbst trage, bedeutet mir dieses Weihnachtsgeschenk meiner Kindheit sehr viel, weil es ein Geschenk meiner Eltern war und von Herzen kam.»


14 | Migros-Magazin Migros Mig ros-Magaz gazin 52, 21.. Dezember gaz Deze ezembe eze mber 2009 mbe 009

Die Söhne treffen die Töne Heidi Bacchilega-Schätti (42) Shopping-Redaktorin

«Eigentlich hatte ich mir als Teenager nichts sehnlicher gewünscht als ein Saxofon. Aber mein Vater, ein bekennender Ländlerfan, schenkte mir an Weihnachten eine Klarinette, dazu Noten von Ländlerkapellen. Als damals Elfjährige habe ich mich nicht besonders darüber gefreut, zumal daran noch drei Jahre Klarinettenunterricht gekoppelt waren, den ich mit wenig Motivation besuchte. Als ich sie vor ein paar Wochen aus dem Keller holte, stürzten sich meine Söhne Loris (7) und Marlon (5) auf das Instrument. Ich habe es für sie zusammengesteckt und war ganz erstaunt. Sie haben tatsächlich Töne rausgebracht. Vielleicht erfülllt einer von ihnen den Traum meines bereits verstorbenen Vaters und wird eines Tages Mitglied einer lüpfigen Ländlerkapelle.»

Tick, tack, tick, tack

Bilder Nik Hunger, Styling Caroline Busch

Charly Bieler (61) Reportage-Redaktor

«Mein Grossonkel besuchte uns Mitte der Fünfzigerjahre hie und da grosskotzig mit seinem Mercedes. Einmal schenkte er mir zu Weihnachten diese Uhr. Das Gehäuse ist, so viel ich weiss, aus Zinn, denn Stahl war damals rar. Auf der einen Seite fehlte der Steg fürs Armband. Deshalb formte mein Grossvater, ein Schuhmacher, aus Leder eine Hülle, woran er ein Armband


MENSCHEN ERINNERUNGEN

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Mit Bär auf Weltreise

Cony Kappeler (34) Sachbearbeiterin

«Das Puppenbett bekam ich mit zwei Jahren an Weihnachten von meinen Eltern geschenkt. Wir lebten damals in Johannesburg. Unser Gärtner, der handwerklich begabt war, hat es für mich gebaut. Ich kann mich wirklich noch daran er erinnern, wie ich mich erst einmal selbst in das Pu Puppenbett setzte und die Arme vor Freude au ausstrecke. Die Puppe, die es dazu gab, fiel le leider vor zwei Jahren einem Wasserschaden zu zum Opfer. Dafür konnte ich den Teddy aus me meiner Kindheit retten. Ich bekam ihn mit vier be meinem ersten Weihnachtsfest in der bei Sc Schweiz. Den Bär habe ich überallhin mitgesc schleppt, er begleitete mich später sogar auf me meiner dreijährigen Weltreise und diente mir al Kopfkissen. Mit dem Bett und dem Teddy als sp heute meine dreijährige Tochter Jana.» spielt

nähte. Ich war ungefähr sechs Jahre alt, als ich die Uhr erhalten habe, und war mächtig stolz darauf, obwohl sie mit der Lederhülle im damaligen Sprachgebrauch nicht besonders ‹tschent› aussah. Dafür war ich allerdings einer der wenigen in meinem Alter, die überhaupt eine Armbanduhr besassen. Seither bin ich ein bisschen uhrenverrückt.»

Endlich passt er En Oliv Olivier Paky (33) Bild Bildredaktor

«Der Franz-Carl-Weber-Katalog diente mir und meinen zwei Schwestern immer als Grundlage für unsere Wunschliste. Diese Spielsachen haben wir jedoch nie bekommen, dafür nützliche Dinge wie diesen quitschgelben Skihelm. Ich war vier, als ich ihn von meinem Onkel erhalten habe. Er war mir damals viel zu gross, eigentlich wollten wir ihn umtauschen, aber das coole Modell war bereits vergriffen. So musste ich viele Jahre dicke Mützen drunter tragen, damit der Kopfschutz einigermassen passte. Damals waren die Helmvorschriften noch nicht so streng. Das Teil kam irgendwann ganz aus der Mode und landete schliesslich auf dem Estrich meiner Eltern. Vor ein paar Jahren habe ich ihn dort wiederentdeckt. Seither dient er mir als Vespahelm.»

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AUF EIN WORT

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

FRAU DER WOCHE

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WEIHNACHTSBELEUCHTUNG

«Für viele ist Beleuchtung eine Kompensation» Nicht mit mir!

In der ganzen Schweiz treiben Trickbetrüger ihr Unwesen. Nur in Konolfingen BE haben sie kein Glück. Denn dort wohnt die 75-jährige Ruth Felix. Und mit der ist nicht gut Kirschen essen. Iranische Betrüger wollten der Rentnerin 5000 Franken abknöpfen. Doch die rüstige Frau liess sich nicht täuschen und vertröstete die Gauner auf den nächsten Tag. Als sie wieder kamen, wartete die Polizei.

MANN DER WOCHE

Markenberater Jürgen Häusler H (54) ist einer der wenigen Freunde der umstrittenen Zürcher Weihnachtsbeleuchtung. Seiner Meinung nach ist eine moderne Beleuchtung ein wohltuender Kontrast zum übrigen Weihnachtskitsch. Auch zu Hause mag er es schlicht: Er zündet bloss ein paar Kerzen an. Wie sieht die Weihnachtsbeleuchtung in Ihrem Zuhause in Zürich aus?

Meine Frau und ich haben keine spezielle Weihnachtsbeleuchtung und einzig ein paar Kerzen aufgestellt. Zu Ritualen haben wir ein sehr entspanntes Verhältnis.

Bilder Alessandro Della Bella/Keystone, Telebärn, Sandro Bross

Die moderne Weihnachtsbeleuchtung an der Zürcher Bahnhofstrasse «ist ein wichtiger Kontrast zum übrigen Kitsch», schreiben Sie. Welche Möglichkeiten bieten sich einer Stadt bei der Beleuchtung?

Ganz schön arm

Marmor, Stein und Eisen bricht, aber Mister Ostschweiz nicht. Seit 2008 heisst der schönste Ostschweizer Diego Menzi. Natürlich gibt es in dieser Region noch andere aparte männliche Wesen. Leider fehlt dem Veranstalter aber das Geld für Neuwahlen. Und so bleibt der 24-Jährige auch 2010 im Amt — sozusagen still gewählt. Es gibt sicher Schlimmeres für die Ostschweizer Damenwelt.

Es gibt drei Arten: Erstens die traditionelle, die das schöne Weihnachtsgefühl vermittelt. Zweitens kann man sich überlegen, ob das Beleuchten von Strassen und damit das Verschwenden von Energie angebracht ist. Ich frage mich, wie sinnvoll es ist, einmal im Jahr während vier Wochen diesen Weihnachtsrausch zu erzeugen. Weniger ist mehr: Es kann auch ein Übermass an Weihnachtsbeleuchtung geben. Und die dritte Art ist der Versuch, die traditionellen Lösungen innovativ weiterzuentwickeln.

Momentan reden alle vom Umweltschutz. Das passt schlecht zu den Beleuchtungsorgien.

Ich bin nicht per se ein Grüner. Aber wir sollten uns unserer Verantwortung bewusst sein. Wer sich dieser Verantwortung nicht stellt, denkt nicht weit genug. Trotz Klimaschutz ist offenbar die heimelige, kitschige Art am gefragtesten.

Klar, die Mehrheit sehnt sich nach einer gemütlichen, traditionellen Weihnachtsbeleuchtung. Dagegen kann man nichts einwenden. Aber eine Stadt wie Zürich hat auch die Aufgabe, ihre Einwohner mit neuen Ideen weiterzubringen. Deshalb ist es eine verkürzte Diskussion zu sagen, die Mehrheit wolle keine moderne Beleuchtung, also weg damit. Würden wir so denken, gäbe es keine Form mehr von moderner Kunst. So gesehen gehört der künstlerische und provozierende Gesichtspunkt zu einer gesunden städtischen Gesellschaft.

Wenn Sie diese Frage oft und laut genug stellen, wird sie dazu führen, dass die Beleuchtung bis Ende Januar eingesetzt wird. Vielleicht haben Sie jetzt eine Marktlücke gefunden. Weshalb weckt die Beleuchtung beim Menschen Wohlbefinden?

Der Hang zur traditionellen Weihnachtsbeleuchtung ist eine Kompensation dafür, dass die Welt gegenteilig funktioniert. Sie wird immer schneller, hektischer,

«In der Krise sucht man nach Heimat und Tradition.»

Wie wichtig ist die Beleuchtung als Vorteil gegenüber anderen Städtereisezielen?

Das Stadtbild ist relevant für den Standortwettbewerb. Da wirkt eine entsprechende Beleuchtung anziehend und verleitet zum Kaufen. Sie ist eines der am meisten unterschätzten Elemente, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, wie wir das von Düften oder Musik kennen. Weshalb verschwindet dann die Beleuchtung ab Mitte Januar?

virtueller und globalisierter. So ist das kuschelige Empfinden eine Wohltat. Nur darf man nicht vergessen, dass Weihnachten heute doch auch eine kommerziell gesteuerte Veranstaltung ist. Und jedes Jahr leuchten mehr Sterne, Samichläuse und Engel.

Das entspricht der Logik des Marketings. Diese immer massiver werdende Berieselung ist eine Spirale, die irgendwann mal abstösst. Wir sollten uns beispielsweise überlegen, wieder vermehrt Naturbeleuchtung einzusetzen. Aber die Wirtschaftskrise verstärkt die Sehnsucht nach Geborgenheit.

Das ist logisch. Und man muss Verständnis dafür haben, dass man in der Krisensituation heimatliche Gefühle und traditionelle Werte sucht. Interview Reto E. Wild


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Die Bilanz des Orkans Der Orkan Lothar verursachte in der Schweiz am Stephanstag 1999 zwischen 10 und 12.30 Uhr eine riesige Zerstörung. Insgesamt entstanden direkte und indirekte Schäden in der Höhe von rund 1,8 Milliarden Franken. Der Sturm überquerte vom Jura her kommend nacheinander das Mittelland, die Zentralschweiz und die Nordostschweiz. Das Alpeninnere und die Süd- und Südostschweiz blieben verschont. Lothar erreichte durchschnittliche Windspitzen von 140 Kilometer pro Stunde (Delémont 170 km/h; Brienz 181 km/h). Auf dem Üetliberg wurden 191 km/h gemessen, auf dem Säntis 230 km/h und auf dem Jungfraujoch 249 km/h. 14 Menschen starben unmittelbar während des Orkans, 15 weitere während Aufräumarbeiten im Wald. Insgesamt 12,5 Millionen Kubikmeter Holz fielen «Lothar» zum Opfer. Das sind rund drei Prozent des schweizerischen Holzvorrats. Die Schadenbilanz in Franken: Holz 760 Millionen, Gebäudeschäden 600 Millionen, Schäden an Fahrzeugen 125 Millionen, Schäden im Strassenverkehr 60 Millionen, Bahnschäden und 86 Streckenunterbrüche 14 Millionen, Ausfälle von Bergbahnen 39 Millionen, Reparatur von Stromleitungen 56 Millionen. Neben diesen gut bezifferbaren Schäden kam es in der Schweiz zu vielen indirekten Ertragsausfällen. Diese Betriebsunterbrüche und unfreiwilligen Pausen sind jedoch nur schwer zu beziffern und in den 1,8 Milliarden Franken wohl nur ungenügend eingerechnet.

Quelle: Eidgenössische Forschungsanstalt WSL

VOR 10 JAHREN Sumiswald, das Einzugsgebiet von Förster Hans Gfeller: Nach dem Abtransport der umgeworfenen Bäume blieben hässliche Löcher im Wald zurück. Auch zehn Jahre nach Lothar sind die Lücken unübersehbar. Doch die Natur hilft sich selber und lässt wieder junge Hölzer nachwachsen. Durch den Orkan hat sich der Wald um etwa 30 Jahre verjüngt.

HEUTE

Jahrhundertsturm

Vor zehn Jahren legte der Sturm Lothar grosse Teile des Schweizer Waldes flach. Hans Gfeller, Revierförster von Sumiswald im Emmental, denkt mit Schaudern an den Orkan zurück, der die Gemeinde in ein nie dagewesenes Chaos stürzte. Doch heute ist Gfeller überzeugt: Die Katastrophe hat dem Wald mehr genützt als geschadet.

W

enn Förster Hans Gfeller mit seinem Jack Russell Terrier Cliff durch die Wälder streift und die zahlreichen Schneisen aufsucht, die der Orkan Lothar damals innert weniger

Stunden in den Wald gerissen hat, dann erfüllt ihn der Anblick mit Freude und Genugtuung. Wo vor zehn Jahren noch die blanke Zerstörung herrschte und die Bäume nach allen Seiten geknickt, zer-

splittert, verdreht, übereinandergeschichtet und verkeilt wie nach einem Bombenangriff durcheinanderlagen, dort stehen heute junge Tannen. Schon meterhoch, überwachsen Weiden, Birken und


MENSCHEN LOTHAR

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Revierförster Hans Gfeller aus Sumiswald kann wieder lachen. «Sein Wald» hat sich gut erholt.

Holunder – im Fachjargon Pionierarten – die einst verwüsteten Stellen. «Die Natur hat wunderbare Kräfte», sagt Gfeller, die Schreckensbilder noch immer unvergessen vor sich. Kaum ein halbes Jahr war Hans Gfeller als Revierförster von Sumiswald und Trachselwald im Amt, als am 26. Dezember 1999 die Katastrophe über ihn und die Bewohner der Gemeinden hereinbrach. «Ich hatte vom herannahenden Sturmtief am 20.Dezember erfahren und beobachtete seine Entwicklung laufend auf dem Satellitenbild. Dass es aber so heftig kommen würde, hat niemand vorausgeahnt», erinnert er sich. Die Winde wurden immer stärker. Am

frühen Morgen des Katastrophentags stürmte es bereits so heftig, dass es für Gfeller zu gefährlich geworden war, im Wald nach dem Rechten zu sehen. Gegen Mittag wagte er sich doch auf eine unbewaldete Anhöhe. «Von weit her kamen Äste angeflogen.» Auf den bewaldeten Hügeln bogen sich die Tannen so stark, wie er es zuvor noch nie gesehen hatte. Und sie brachen gleich reihenweise ein, wie Dominosteine. «Weltuntergang», schoss es ihm durch den Kopf.

«Lothar» fällte in Sumiswald jeden sechsten Baum

Tatenlos musste Gfeller zusehen, wie der Sturm mit Leichtigkeit Schneise um Schneise in «seinen»

Wald mähte. «Ich fühlte mich wie der Kapitän auf der ‹Titanic›.» An diesem Katastrophentag fällte der Orkan Lothar, der im Kanton Bern am heftigsten wütete, rund 12,5 Millionen Kubikmeter Holz. Vielerorts waren die Landschaften nicht wiederzuerkennen, weil der Sturm ganze Hügelkuppen leergefegt hatte. Allein im Bernbiet fielen innert Stunden so viele Bäume, wie normalerweise in fünf Jahren gefällt werden. Sumiswald gilt zusammen mit dem angrenzenden Trachselwald als die am stärksten betroffene Region. Der Orkan fällte praktisch jeden sechsten Baum. Am Morgen danach war die Welt eine andere. Überall waren

die Strassen durch umgestürzte Bäume blockiert, Häuser beschädigt, die abgelegenen Gehöfte von der Aussenwelt abgeschnitten, der Strom war ausgefallen. «Es war das totale Chaos», erinnert sich Gfeller. Glücklicherweise war am Katastrophentag vor Ort niemand ums Leben gekommen, weil sich kaum jemand in den Sturm hinauswagte. Ein Automobilist, dem ein Baum auf das Auto gekracht war, konnte sich selber befreien und blieb unverletzt. Ein Jogger rannte im Zickzack um sein Leben, wich den umstürzenden Bäumen aus und blieb unversehrt. Zivilschutz, Feuerwehr und viele Helfer arbeiteten Tag und Nacht, doch allen war


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MENSCHEN LOTHAR

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«Wir haben Lothar in seiner ganzen Wucht zu spät erkannt»

Thomas Bucheli (48), Chef-Meteorologe des Schweizer Fernsehens blickt auf die ereignisreichen Katastrophenstunden zurück. Thomas Bucheli, was passierte am 26. Dezember 1999 aus meteorologischer Sicht?

Der lichte Wald ist für die Tiere ein Paradies. Die Weisstannen stehen ohne menschliches Zutun schon meterhoch.

klar, dass die Region mit den Folgen der Katastrophe noch lange Jahre zu kämpfen haben würde. Allmählich wurde auch den Waldbesitzern das Ausmass ihres finanziellen Desasters bewusst. Einer von ihnen hatte vier Tage vor der Katastrophe noch für 80 000 Franken ein vier Hektaren grosses Waldstück gekauft. Der Orkan legte praktisch all seine Bäume um. «Doch er hat nicht aufgegeben. Mit Geduld ist auch das zu schaffen», sagt der Revierförster.

Plötzlich musste Gfeller eine Sprechstunde einführen

Die rund 25 Quadratkilometer Wald, die Hans Gfeller betreut, gehören nur zu 15 Prozent der Gemeinde, der Burgergemeinde und dem Kanton. Den Rest teilen sich gegen 300 private Waldbesitzer. Sie läuteten bei Hans Gfeller Sturm, jeder mit einem anderen Problem. Überall fehlte es an Fachwissen und an Maschinen, um mit den riesigen Mengen Holz fertig zu werden. «Ich kam mir vor, wie ein Doktor während der Sprechstunde.» Gfeller rekrutierte so viele Leute, wie er konnte, und legte sich eine Strategie zurecht, bei der nach der Sicherheit der Leute die Schadensbegrenzung im Vordergrund stand. Ein weiteres Problem war der Borkenkäfer, der es besonders auf die Fichten abgesehen hatte. Doch in Gfellers Gebiet stellen sie nur einen Viertel des Bestandes. Zwei Drittel sind Weisstannen, der Rest Laubhölzer. Deshalb wurde der Käferbefall nie dramatisch. Nachdem der Wald und seine Besitzer einigermassen versorgt waren, hatte Hans Gfeller keine

Kraft mehr. «Ich war ausgebrannt, musste in Spitalpflege und eine Auszeit nehmen.» Er habe sich wieder vermehrt im gesunden Wald aufhalten müssen, um endlich von der Katastrophe loszukommen.

Der heftige Orkan — ein Segen für den Wald

Lothar hat die Beziehung von Hans Gfeller zum Wald verändert. Er hat heute mehr Vertrauen in die Natur und glaubt, dass sie Probleme auch selbst lösen kann. «Ich renne nicht mehr wie früher wegen jedes umgestürzten Baums.» Auch die Gemeinde glaubt an die Kräfte der Natur und hat nach dem Sturm 20 Hektaren Wald zu unberührbarem Naturschutzgebiet erklärt. Der Orkan hat den Wald mase, schätzt sch chät siv verjüngt. Um 30 Jahre, Hans Gfeller. Seit Lothar harr haben ha habe ha ben n sich wieder mehr Spechte chte ch te in in den den Wäldern angesiedelt, und nd die die lichlic ichhten Flächen sind für das as Wild Wil ildd ei ein n deale Wald wahres Paradies. Der ideale besteht aus verschieden hohen Bäumen und Büschen und ist lichtdurchflutet. Die Natur soll selber wachsen lassen, was ihr beliebt. Nur hie und da hat die Geemeinde aufgeforstet und Bäume gepflanzt. Doch och damit liess man sich fünf ünf eit Jahre Zeit, um die Arbeit der Natur zu beobachten. n. «Die Katastrophe hat at n, uns alle tief getroffen, doch dem Wald hat siee nur genützt», zieht Revierförster erförster Hans Gfeller Bilanz. Text René ené Worni avid Zehnder Bilder David

Wir befanden uns damals im Bereich einer ausgeprägten Frontalzone mit markanten Temperaturunterschieden zwischen Mittelund Nordeuropa. Eine Situation, die starke Winde begünstigt. Bereits am Vortag hatten wir Windspitzen von 110 km/h im Flachland und 250 km/h auf den höchsten Gipfeln. In der Nacht auf den 26. Dezember bildete sich dann über dem Atlantik zusätzlich ein kleines Tief, das sich explosionsartig verstärkte und mit unglaublicher Geschwindigkeit über die Bretagne, Deutschland und die Schweiz hinwegfegte. Dieses kleine Tief hiess Lothar. Konnte man die Wucht des Orkans vorhersehen?

Man hatte das Orkantief Lothar mit seiner ganzen Wucht zu spät erkannt. Im Lauf des Vortags zeigte zwar ein einzelnes Wettermodell Signale, dass da am nächsten Morgen etwas auf uns zukommen könnte. Die Indizien waren jedoch viel zu schwach, als dass man deshalb Warnungen ausgegeben hätte. Zudem zeigte es Windgeschwindigkeiten, die damals noch ausserhalb unserer bisherigen Erfahrung lagen. Skepsis und Abwarten war angesagt. Erst gegen 3 Uhr morgens meldeten nordfranzösische Messstationen extreme Werte. Am Morgen früh meldete MeteoSchweiz dann, dass etwas Heftiges im Anzug ist. Und dann gings los. Was lief falsch?

Im Fall von «Lothar» waren die Eingangsdaten für die Modellberechnungen zum Teil fehlerhaft. Auch hat man den Satellitenbildern zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Seit «Lothar» wird die Atmosphäre systematisch nach sogenannten Hotspots abgesucht und diese gegebenenfalls mit Flugzeugen und Sonden speziell vermessen, so wie das die Amerikaner mit den Hurricanes machen ma en. Man Ma is heut ut besser gewappnet. machen. ist he heute Wie Wi e informieren info in form rmie ie Sie die Bevölkerung?

Wenn wir Wenn wir eeine in gefährliche Wetterentwicklung erkennen, schalten scha sc halt lten en wir wir auf unserer Website sfmeteo.ch den sogenannten We WeatherWatch auf, eine Vorwarnung mit ersten Informationen zum möglichen Ereignis. Verdichten Informat sich ddie Indizien, geht es los mit der eigentlichen Warnung. Man kann sich die Warnungen auch Warn per SMS aufs Handy abonnieren. Und wir informieren in unseren Sendungen am TV und am mier Radio über die aufziehende Gefahr. Radi Wie wahrscheinlich ist es, dass sich ein neuer ne Orkan in dieser Stärke bildet?

Man fand heraus, dass «Lothar» ein Ereignis ist, das alle 44 Jahre stattfindet. Aufgrund der Statistik ist ein deratiger Orkan bei uns da eher selten. daher

Thomas Bucheli und andere Meteorologen wurden v von «Lothar» überrascht.


DER HAUSMANN

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

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Aufs Maul hocken, unbedingt! «Und seht, was in dieser hochheiligen Nacht der Vater im Himmel für Fräulein uns Bänz Friedli findet sich macht!» Sorry, nicht dick. Oder nur den musste ich bitzli. noch bringen. Vreni Matter sang es einst als Kindergärtlerin mit Inbrunst. Und Marianne Gafner mailt, ihre Mutter hätte sich als kleines Mädchen beim selben Lied gefragt, was es mit diesen redlichen Hirten auf sich habe. Bis sie – um 1941 muss es gewesen sein – zum ersten Mal Menschen auf Rollschuhen sah. Flugs war ihr klar: Die «rädlichen» Hirten sausten zur Krippe in Bethlehems Stall. Übrigens, die drei aus der SRG-Sammelbox, Mario Torriani, Judith Wernli und Nik Hartmann, stammen im Fall alle aus dem Appenzell; das war dem 4-jährigen Simon sofort klar, es hiess doch immer: «Jeder R-Appenzell-t»! Aber lassen wir das. Wichtiger ist, dass wir alle, egal ob Mann oder Frau, jetzt tapfer sind. In diesen Tagen der Festmähler, Familienschläuche und feierlichen Gelage, da man gern einige Guetsli zu viel isst und an Silvester dann einen, zwei oder drei über den Durst trinkt, gilt es, sich die eine Frage abzuschminken: «Scha-a-a-tz, findest du mich dick?», ebenso die Variationen «Findest du, ich hätte zugenommen?» und «…

ich sollte abnehmen?». Als ich unlängst mit Leserinnen in Muttenz (die allesamt, wie sollichsagen,eineordentlicheFigurhatten) darüber diskutierte, weshalb ich Löli mein jüngstes Buch so getauft hätte, kamen wir zum Schluss, «Findest du mich dick?» sei eine Unfrage, sie zu stellen töricht. Was soll der Partner, die Partnerin darauf schon antworten? Gleiches gilt für: «Findest du meine Brüste zu klein?» oder wahlweise «… zu gross?» Und für Männer: «Findest du, ich habe, ähm, einen … öhm … zu kurzen, ääh …?»

Allein schon die Frage verrät die Wahrheit. Soll der Schatz ehrlich sein? Dann ist der Abend im Eimer. Soll er Nein sagen? Das wäre geheuchelt, sprich: gelogen. Redlich wäre, die Liebsten gar nicht erst in die Situation einer Höflichkeitslüge zu bringen. Wird man doch gefragt, muss man sofort und mit Bestimmtheit «Nein!» sagen. Ein Zögern ist schon verräterisch. «Hmm … dick, du? Chabis, nein, sicher nicht!», Überschwang genauso: «Aber nein doch, wo denkst du hin, Chräbeli? Üüüü-ber-haupt nicht!» Und am schlimmsten ist: «Du bist doch gerade richtig, Schatz!» Hier sagt der Subtext: Ich mag dich, obschon du «feiss» bist. Natürlich gibts Finessen: «Aso, Bützli, für das änge

Liibli bisch no birebitzli z fescht, aber nur birebietzli …» Das «no» bezieht sich auf ihre Bemühungen im Rückbildungsturnen. Fies auch: «Hey, für vier Geburten siehst du doch super aus!» Und unbedingt zu vermeiden: «Heute in der Badi warst du doch von all den Mamis noch die schlankste!» Verletzend das gönnerhafte «Aber das macht doch nichts!», verheerend «Kein Gramm zu viel, Rehli!» und vernichtend die gut

«Findest du, ich habe einen … ähm ... zu kurzen …?» gemeinte Bemerkung eines Baselbieter Gatten: «Liebs, du bisch nümmi zwanzig!» Die entscheidende Frage ist aber nicht, wie man die Frage beantworten soll, sondern: Man darf sie – Christstollen hin, Neujahrsbesäufnis her – nicht stellen, Punkt. Wobei, dann passiert das Schlimmste – frau wirft in der Erlebnisparkhallenbadgarderobe auch nur einen verstohlenen Blick auf den Spiegel, schon bemerkt er es und sagt ungefragt: «Du bist nicht dick, Schatz.» Bänz Friedli (44) lebt mit seiner Frau und den Kindern in Zürich.

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22 | Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

Er hats erfunden: Niggs Adapter zu den Energiesparlampen.

Der Dani Düsentrieb vom Chreis föif Ohne den Erfindergeist des Zürchers Jürg Nigg gäbe es wohl noch keine Energiesparlampen. Der Tausendsassa hat den Adapter dazu entwickelt. Er besitzt über 70 weitere Patente.

G

enauso muss ein Tüftler aussehen: lange weisse Haare à la Albert Einstein, Koteletten bis fast zum Kinn und listige Äuglein. Und genauso muss es beim Tüftler aussehen: ein heilloses Durcheinander von Kabeln, Spulen, Sensoren, Lampen, Generatoren, Schaltuhren – Daniel Düsentrieb lässt grüssen. In einem Hinterhof im Zürcher Kreis 5 rauchen bei Jürg Niggs Firma Arcotronic AG die Köpfe. Ein Team von fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geht ihm bei seinen Tüfteleien zur Hand. Der Firmenchef (76) besitzt mehrere Patente auf seinen Erfindungen. «Ungefähr 70, nehme ich an», sagt er bescheiden, «so genau weiss ich es nicht, denn manche Patente sind abgelaufen.»

Autodidaktisch fortgebildet und selbständig gemacht

Er habe Produkte auf dem Gebiet der Elektro-, Foto- und Farbenindustrie entwickelt und schützen lassen. «Dabei», betont er, «habe ich mir alles autodidaktisch angeeignet.» Technik habe ihn nebst Philosophie schon immer fasziniert, und so habe er im Alter von 35 Jahren als selbständiger Konstrukteur angefangen, «mit einem Bleistift und einem Schrauben zieher.» Seither sei kein Tag ver-

gangen, ohne dass er nicht morgens zwischen vier und sechs Uhr etwas Technisches lese oder Latein lerne. Jürg Nigg ist trotz allem nicht Multimillionär geworden. Aber er kann von seiner Tätigkeit immerhin so gut leben, dass es auch noch für seine private Entwicklungshilfe in Sri Lanka und zu einem Ferienhäuschen reicht. «Manchmal wurde eine meiner Ideen durch Weltkonzerne geklaut. Um dagegen anzukämpfen hätte ich Millionen aufwenden müssen, doch dieses Geld hatte ich natürlich nicht. Ein KMU kann ein Patent gegen Grossunternehmen nur verteidigen, wenn es genügend Geld hat», sagt er, aber ohne klagenden Unterton. Denn wie alles nimmt er auch Rückschläge mit Humor. Auf die Frage, wie viel Mal er übers Ohr gehauen worden sei, antwortet er: «1,8 Millionen Franken Mal.» «Meine erste wichtige Erfindung war eine Lampe für Dunkelkammern. Mit Leuchten, die so hell sind, dass man dabei lesen kann, das Fotopapier aber keinen Schaden nimmt», sagt Nigg. Solche Beleuchtungskörper habe er für zwei Millionen Franken absetzen können. Weiter hat er TageslichtScheinwerfer entwickelt, die in Fernsehstudios zum Einsatz ka-

men. Zurzeit ist Jürg Nigg öfters in Strassentunnels anzutreffen. Für diese hat er die riesigen, hinter farbigem Plexiglas montierten Sicherheitseinrichtungen erfunden, Leuchttafeln, die beispielsweise Fluchtwege oder SOS-Posten markieren.

Erfinder Nigg fühlt sich im Chaos am Wohlsten

Das dreistöckige Werkstatt- und Laborgebäude in Zürich ist vom Keller bis zum Dachboden vollgestopft mit Papieren und Ordnern, aber vor allem mit viel Technik: mit Kathodenstrahloszillografen, Voltmetern, Frequenzgeneratoren, Relais und dergleichen. «Das hier ist mein Urwald», bemerkt der Chef trocken. «Chaotische Chefs sind die besten», behauptet ein Zettel an einer Tür der Arcotronic AG. Kein Wunder, müssen Niggs treueste Mitarbeiterinnen, seine Frau Attie und die Sekretärin Sonja Mohl, im ganzen Durcheinander eine Weile suchen, bis sie die internationale Patentschrift für das Energiesparlampenzubehör im Chaos gefunden haben. Im Dossier 15 055 heisst es technisch trocken: «Verfahren zum lösbaren Anschliessen elektrischer Beleuchtungskörper, Adapter bzw. Vorschaltgerät sowie

Schaltungsanordnung mit einem Hochfrequenzerzeuger.» Wer bei Wikipedia den Begriff «Sparlampe» eingibt, stösst auf folgenden Eintrag: «Das erste elektronische Vorschaltgerät (EVG) mit/für Glühlampenfassung wurde als Patentschrift veröffentlicht am 9. April 1984 von Jürg Nigg, Zürich. Diese Sparlampenadapter werden bis heute gebaut. Eine Ökobilanz der ETH Zürich belegt, dass sie noch Rohstoff-sparsamer sind als Einwegsparlampen mit integriertem EVG.»

Ein Beinbruch half beim Erfinden

Die Idee für den wichtigen Bestandteil der Energiesparer entstand nach einem Unfall: 1981 brach sich Nigg beim Tennisspiel ein Bein. So hirnte er im Limmatspital weiter und entwickelte den Adapter. Mit einem Schmunzeln im Gesicht sagt er: «Philips und Osram haben das verschlafen.» Manchmal wendet sich der Tausendsassa anderen Gebieten als der Elektrotechnik zu. So sagt er, ganz Schalk, während er seinen Retriever-Rüden Charly streichelt: «Ich bin dabei, einen bruchsicheren Reissverschluss für teure Luxustaschen zu entwickeln.» Text Carl Bieler Bilder Gian-Marco Castelberg


MENSCHEN ERFINDER

Ein Erfinder wie aus dem Bilderbuch: Der 76-j채hrige J체rg Nigg in seiner Werkstatt.

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24 | Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

«In Nike-Towns wird nicht geshoppt, man vollzieht ein Ritual»

Die Religion feiert eine Renaissance, allerdings meist als Ersatzreligion. Ausgelebt wird sie zum Beispiel in Konsumtempeln. So lautet die provokative These des Berliner Medienprofessors Norbert Bolz. Norbert Bolz, in Ihrem Buch über das Wissen der Religion schreiben Sie: «Gott ist das grösste Abenteuer, auf das sich der moderne Mensch einlassen kann.» Wie weit haben Sie sich selbst darauf eingelassen?

Ich gehöre nicht zu denen, die einen Gott haben, aber ich bewundere Menschen, die einen haben. Sie haben viele Probleme des modernen Lebens gelöst. Sie selbst bezeichnen sich als «religiös unmusikalisch». Was meinen Sie damit?

Ich habe Interesse an der Religion und auch die Einsicht, dass der Glaube notwendig ist. Doch man kann sich nicht entschliessen zu glauben. Sind Sie neidisch auf Menschen, die einen Gott haben?

Auf eine gewisse Art schon. Dabei kann ich ohne Eitelkeit behaupten, dass ich mich in Sachen Religion besser auskenne als die meisten anderen Menschen, auch die Gläubigen. Aber selbst wenn ich weiss, was in den Briefen von Paulus steht, macht mich das noch nicht zu jemandem, der den Glauben auch hat. Mit anderen Worten: Wissen kann verhindern, dass man glaubt?

Das ist mir zu romantisch gedacht. Ich glaube nicht, dass das Wissen um die Religion den Glauben blockiert. Es bleibt letztlich ein Geheimnis, ob man glaubt oder nicht. Schliessen sich Intelligenz und Glauben gegenseitig aus?

Um Himmels willen, nein.

Gerade das sagt aber beispielsweise der Biologe und bekennende Atheist Richard Dawkins, dessen Bücher die Bestsellerlisten stürmen.

Diese These ist Wasser auf die Mühlen der Religion. Es ist ja gerade die Erfahrung des Naturwissenschafters, dass es einen entscheidenden unauflösbaren Rest gibt.

Bedeutender Vordenker Norbert Bolz (56) ist Professor für Medienwissenschaft an der Technischen Universität Berlin. Der Deutsche zählt zu den wichtigsten Vordenkern und Analytikern unserer kulturellen Entwicklung. Bolz ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Leute wie Dawkins betonen, das sei naiver Unfug. Die Welt sei nicht von einem Gott designt, sondern durch die Evolution zufällig geschaffen worden.

Wie die Welt geschaffen wurde, ist gar nicht so wichtig. Die alte Frontstellung Glauben gegen Wissen funktioniert nicht mehr. Selbst der Papst stimmt den modernen Naturwissenschaften vollständig zu. Aber das berührt ja nicht die entscheidende Frage: Warum ist überhaupt etwas geschaffen worden? Auf diese Frage kann die Wissenschaft niemals eine Antwort geben. Gerade, weil die Wissenschaft diese Sinnfrage nicht beantworten kann, erlebt die Religion in der modernen Gesellschaft eine Renaissance. Religiös sind Sie unmusikalisch. Wie viel Musikgehör haben Sie für die Wissenschaft?

Ich bin selbst Wissenschafter. Darauf bin ich stolz. Ich will teilnehmen am unaufhaltsamen Fortschritt der Wissenschaften. Religion und Wissenschaft werden oft als Gegensatz gesehen, etwa in der Frage des Schwangerschaftsabbruchs.

Kein Wissenschafter kann ihnen als Wissenschafter etwas zu diesem Thema sagen. Die Probleme, die durch die modernen Wissen-

«Wie die Welt geschaffen wurde, ist


INTERVIEW NORBERT BOLZ «Moderne Schauplätze des Religiösen sind ausserhalb der Kirchen zu finden.»

schaften entstanden sind, können nicht von den Wissenschaftern selbst gelöst werden. Es ist wie mit der Atomenergie: Die Wissenschaft kann sie entwickeln, aber die Frage, ob wir das auch wollen, müssen wir selbst beantworten. Es ist eine ethische oder eine politische Frage. Die zu beantworten ist jede Bürgerin und jeder Bürger ebenso qualifiziert wie Wissenschafter. Sie sagen: Die Religion ist wieder auf dem Vormarsch. Eine überraschende These. Die Kirchen werden doch immer leerer.

Die modernen Schauplätze des Religiösen sind ausserhalb der Kirchen zu finden. Ich meine damit Ersatzreligionen. Nicht Sekten, sondern Bereiche der Gesellschaft, die nicht als religiös betrachtet werden, aber religiöse Züge aufweisen. Beispielsweise moderne Einkaufszentren, die nicht zufällig auch Konsumtempel genannt werden.

Das ist wortwörtlich zu nehmen. Der Sportartikelhersteller Nike beispielsweise baut sogenannte Nike-Towns – das sind eigentliche Tempel: Die Hohepriester sind Statuen grosser Sportler, es gibt Fetische, Schuhe berühmter Spieler, die in einer Art Schrein ausgestellt werden. In diesen Läden wird nicht mehr geshoppt, man vollzieht ein Ritual. Empfinden Sie das als positive Entwicklung?

Wie ich das empfinde, ist gleichgültig. Aber wenn Sie Wert darauf legen: Ich finde es schrecklich. Es hat aber auch eine gute Seite: Die Alternative zum Konsum ist der religiöse Fundamentalismus. Das ist noch schrecklicher. gar nicht so wichtig»: Uni-Professor Norbert Bolz.

Heisst das auch, dass heute im Einkaufszentrum religiöse

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Bedürfnisse besser befriedigt werden als in der Kirche?

Auf jeden Fall. Das hängt damit zusammen, dass die Befriedigung im Einkaufszentrum handfest ist. Sie kriegen ihren Fetisch. Vor allem für Jugendliche ist das ein überzeugendes Argument.

Sie gehen aber weiter und sagen: Auch der umweltbewusste Ökokonsum ist eine Ersatzreligion.

Ja, das ist eine Form des Konsumismus. Man könnte auch sagen, er sei das Gegenteil, nämlich der Verzicht auf Konsum.

Bio ist der Massenkonsum schlechthin geworden. In Deutschland will jeder ein Öko sein. Das übersteigt meine Intelligenz. Umweltbewusste Menschen wollen weniger konsumieren, vor allem weniger Energie verbrauchen. Das ist doch genau das Gegenteil des planlosen Shoppens.

Das Problem liegt darin, dass Menschen wie Sie von Konsumismus sprechen, wenn 14-Jährige Turnschuhe kaufen, aber nicht einsehen wollen, dass Sie dasselbe tun, wenn Sie im Bioladen einkaufen. Denn Bioläden sind mittlerweile auch zu einem gigantischen Markt geworden. Sie sind ebenfalls Konsumtempel. Doch sie unterscheiden sich darin, dass die Leute, die dort einkaufen, das nicht als Konsum empfinden, sondern als Rettung der Welt. Umweltbewusstsein ist eine Ersatzreligion geworden?

Ja, denn gerade in der Umweltbewegung hat sich, wie bei religiösen Gemeinschaften, ein klarer Lebensstil herausgebildet. Auch bei sozialen Bewegungen sprechen Sie von Ersatzreligionen. Weshalb?


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liche Satz –, dass es keine gerechte Gesellschaft gibt. Es liegt in der Dynamik der modernen Gesellschaft, dass sie immer ungerechter wird. Das ist unser Schicksal. Was bedeutet das für Ihre politische Einstellung?

Ich bin ganz zufrieden mit der «Sozialdemokratie des Herzens», wie wir sie in Deutschland haben. Doch das ist keine Wahrheit, sondern ein pragmatischer Umgang mit einem eigentlich unlösbaren Problem. «Es gibt keine gerechte Gesellschaft.»

Das ist viel einfacher zu erklären: Ich nenne es die Sozialoffenbarung. Historisch gesehen waren religiöse Sektierer immer revolutionär, die Kirche immer konservativ. Die Sekten behaupten stets, dass in der Offenbarung auch ein Auftrag zur Revolution steckt. Es gibt zahlreiche Zitate in der Bibel, die das unterstreichen, beispielsweise die Sache mit den Reichen und dem Nadelöhr. Wer vollkommen sein will, muss arm sein. Doch der normal gläubige Christ ist bekanntlich ein Sünder. Ein gläubiger Christ hat damit keine soziale Verantwortung?

Das stimmt grundsätzlich. Es gibt keinen biblischen Hinweis auf soziale Gerechtigkeit. Jesus sagt, man soll dem Kaiser geben, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Und Martin Luther hat dies explizit bestätigt. Wenn einem das nicht passt – und wem passt das schon? –, dann braucht man eine Ersatzreligion. Diese nenne ich Sozialoffenbarung.

Religion hat doch stets etwas mit Gerechtigkeit zu tun?

Eben nicht. Das Problem besteht darin, dass niemand sagen kann, was sozial ist und was Gerechtigkeit bedeutet. Das liegt daran – und jetzt kommt der schreck-

Feiert ein religiös Unmusikalischer auch Weihnachten, Ostern und so weiter?

Ja. Man vermeidet die Ersatzreligionen am besten, indem man sich in die Kulte und Rituale der Kirche begibt. Oder wie es der sehr intelligente neue Papst sagt: Man kann Hoffnung auch trainieren. Kann man das besser als Protestant oder als Katholik?

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Gehen Sie selbst regelmässig in die Kirche?

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Ein bisschen religiös musikalisch sind Sie schon geworden.

Ich bin in die Vorhallen dieser Musik eingedrungen, einfach dadurch, dass ich sie mir oft genug angehört habe. Das Schöne an der christlichen Religion ist, dass sie letztlich auch denen alles verspricht, die sich bemühen.

Interview Philipp Löpfe Bilder Siggi Bucher

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Eigentlich besser als Katholik. Katholiken haben ein viel unbefangeneres Verhältnis zu Kulten und Ritualen. Ich bin allerdings Protestant.

Ja, und ich schäme mich deswegen nicht mehr.

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28 | Migros-Magazin Migros Mig ros-Ma ros -Magaz -Ma gazin gaz in 52, 21. 21. Deze D Dezember ezembe eze mberr 2009 mbe 2009

Sélection-Kochwettbewerb ction-Kochwettbewerb

Im MM 45 suchten wir Hobbyköche, die aus Sélection-Produkten ein dreigängiges Menü kochen und rezeptieren. Aus den eingereichten 88 Vorschlägen kamen sechs in den Final (siehe Box rechts).

Ein echtes Naturtalent Der Sélection-Kochwettbewerb ist entschieden. Käthi Fässler, die Gault-MillauKöchin des Jahres 2009, hat ihre Favoritin auserkoren — und alle überrascht. Vor allem die erst 15-jährige Siegerin Laura Haensler.

D

ie Freude war auf der einen Seite riesig, das Staunen auf der anderen Seite nicht minder gross, und die fragenden Blicke der Wettbewerbsjury nicht zu übersehen. Auch Endjurorin Käthi Fässler fragte auf der Redaktion nach, ob das Alter denn stimme. Für alle Zweifler sei gesagt: Ja, es stimmt. Unsere Gewinnerin ist erst 15 Jahre alt. Und nein, das Ganze ist weder inszeniert, noch wurde im Vorfeld geschummelt. Auch genoss die Gewinnerin bei der Jury keinen Jugendbonus. Warum wir dies alles wissen? Das Migros-Magazin hat Laura Haensler einen Nachmittag lang kochen gesehen, bei und mit Spitzenköchin K��thi Fässler in deren Profiküche. Wer so kocht,

schummelt nicht, sondern ist ein Naturtalent. Laura kocht, seit sie elfjährig ist. Begonnen hat alles mit Wienerli im Schlafrock. Heute sind es raffinierte Menüs, die sie ihren Eltern, der Verwandtschaft und ihren Freunden kocht. Ob sie eine Kochlehre antritt, weiss sie noch nicht. Zuerst wird das Gymnasium zu Ende gebracht. Übrigens, das Kochtalent hat Laura von Papa Urs, der gerne kocht, wenn er nicht als Zahnarzt in der Praxis oder als Rockgitarrist auf der Bühne steht. Deshalb hat er tatsächlich den Spitzenauftritt seiner Tochter Laura in der Küche verpasst. Wir nicht. Text Martin Jenni Bilder Réne Ruis Rezepte Laura Haensler

Kochtalent und Siegerin Laura Haensler (rechts) und GaultMillau-Köchin des Jahres 2009, Käthi Fässler, haben das Gewinnermenü des SélectionKochwettbewerbs gekocht. Als Team harmonierten die beiden schon fast perfekt.


DAS BESTE AUS DER MIGROS

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Ränge 2 bis 6:

Fünf weitere Menüs und ihre talentierten Köche haben es ebenfalls in die Endrunde geschafft. Im Bild deren Vorspeisen.

2. Platz: Camille Grisel aus Icogne im Wallis mit Mousse de saumon fumé et crabe.

3. Platz: Caroline Sonderer aus Appenzell mit Spicy Red Prawn.

4. Platz: Denise Pfammatter aus Bern mit KrabbenLachs-Tatar mit Crevetten.

5. Platz: Emm Brandenberger aus Mollis im Glarnerland mit Lachs-Crêpetörtli.

6. Platz: Susanne Graf aus Biel mit Lachs im Glas mit Crevetten Tail-on.


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Dreierlei aus dem Wasser

Knusperkrone 50 g Strudelteig, 10 g Ingwer, ½ Limette, 2 Stängel Zitronengras, 3 EL Öl, Öl zum Frittieren, Meersalz. Den Strudelteig in Streifen schneiden. Ingwer fein reiben, von der Limette Schale abreiben, Saft auspressen. Vom Zitronengras äussere Blätter entfernen, Innenteil fein hacken. Öl mit Zitronengras, Ingwer, Limettensaft und -schale mischen. Teigstreifen darin wenden und im heissen Öl goldgelb frittieren. Auf Haushaltpapier abtropfen. Mit Meersalz würzen. Crevetten 4 Crevetten, Tail-On, ½ Chilischote, 10 g Ingwer, 1 EL Öl, 2 EL Weisswein, 10 g Butter, Salz, Pfeffer. Crevetten nicht ganz bis zum Schwanz einschneiden. Chili entkernen. Mit dem Ingwer fein hacken. Öl erhitzen, Crevetten anbraten, Chili, Ingwer mitbraten.

Mit Weisswein ablöschen. Butter dazugeben. Mit Salz, Pfeffer würzen. Apfelchutney 1 Apfel, 1 Schalotte, 1 EL Öl, 2 EL Weisswein, 1 TL weisser Balsamico, 1 TL Rohzucker, Kardamompulver. Apfel schälen und fein würfeln. Schalotte fein hacken. Beides in Öl dünsten. Mit Weisswein und Balsamico ablöschen. Mit Zucker und Kardamom würzen. 5 Minuten köcheln.

Apfelreduktion 3 EL Apfelsaft, 1 dl Aceto Balsamico di Modena, 1 EL Honig. Alle Zutaten mischen und dickflüssig einkochen. Lachstatar 100 g Rauchlachs Kings Salmon, 1 Frühlingszwiebel, 1 Limette, wenig Schnittlauch, 1 TL Senf, 1 EL Mayonnaise, 1 EL Aceto Balsamico bianco, Goldmelissenpfeffersalz. Lachs in Würfel schneiden. Zwiebel hacken. Von der Limette Schale abreiben, Saft auspressen. Schnittlauch hacken. Alles mit Senf, Mayonnaise, Balsamico mischen. Mit Goldmelissenpfeffersalz würzen.

Lauwarmer Tomatensalat 200 g Cocktailtomaten, 2 EL Olivenöl, 1 EL Aceto Balsamico bianco, 1 EL Aceto Balsamico di Modena 1 Frühlingszwiebel, Basilikum, Salz, Pfeffer. Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Hälfte der Tomaten auf ein Blech geben. Ca. 10 Minuten backen. Alle Tomaten grob hacken. Zwiebel und Basilikum fein hacken. Alles mit Olivenöl und Balsamico mischen. Mit Salz, Pfeffer würzen. Blätterteighaube 1 ausgewallter Blätterteig, Olivenöl, Meersalz. Blätterteig in 4 cm grosse Rondellen ausstechen. Mit Olivenöl bestreichen, mit Meersalz würzen. Im 200 °C heissen Backofen 10 Minuten backen. Meerrettichmousse ½ Limette, 50 g Mascarpone, 50 g geschlagener Halbrahm, wenig Meerrettich nach Belieben, 2 TL Crème fraîche, Salz, Pfeffer. Von der Limette Schale abreiben, Saft auspressen. Mit Mascarpone und Rahm mischen. Meerrettich dazureiben. Crème fraîche dazugeben. Mit Salz, Pfeffer würzen. Kartoffelschaumsuppe 200 g Kartoffeln, 1 Schalotte, 1 EL Öl, 1 EL Weisswein, 4 dl Gemüsebouillon, ½ dl Vollrahm, Salz, Pfeffer.


DAS BESTE AUS DER MIGROS

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Aus den vorgegebenen VorspeiseIngredienzen hat Laura Haensler folgende Sélection-Produkte ausgewählt:

❷ ❸

❹ Der Schnittlauch steht im Meerrettichmousse wie die Fahnenstange im Wind. Das Dreierlei ist arrangiert.

❻ 1. Goldmelissenpfeffersalz, 46 g, Fr. 7.50 2. Olivenöl aus Italien, 2,5 dl, Fr. 19.— 3. Krabbenfleisch gekocht, tiefgekühlt, 200 g, Fr. 12.80

100 g gekochtes Krabbenfleisch. 10 Ka Kartoffeln schälen und fein würfeln. Sc Schalotte hacken. Beides in Öl dü dünsten. Mit Weisswein und Bouillon ab ablöschen. Während 10 Minuten weich ko kochen. Pürieren und mit Rahm verfe feinern. Mit Salz, Pfeffer würzen. Kr Krabbenfleisch in Gläser verteilen. Mi Mit der heissen Suppe auffüllen. An Anrichten La Lachstatar mit Servierring anrichten, mi mit Blätterteighaube bedecken, Meerre rettichschaum und Tomatensalat dazu se servieren. Crevetten auf Apfelchutney st stellen, mit Knusperkrone dekorieren. Su Suppe dazureichen und mit Apfelre reduktion dekorieren.

4. Crevettes Tail-On, per 100 g, Fr. 6.20 5. Cocktailtomaten, 200 g, Fr. 3.50 6. Rauchlachs Kings Salmon, 100 g, Fr. 13.90

Die Feinarbeit, der letzte Schliff beim Anrichten der Vorspeisentriologie: Die Espressotasse wird in letzter Sekunde glänzend poliert, die Crevette steht und hält auf dem Apfelchutney, und der Lachstatarturm ist perfekt platziert (v.l.).


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Maispoularde im Honigmantel

Maispoularde 4 Maispoulardenbrüste, Salz, Tellicherrypfeffer, 2 EL Butter, 1 EL Thymianhonig. Backofen auf 80 °C vorheizen. Brüste mit Salz und Pfeffer würzen. In 1 EL Butter goldgelb anbraten. Honig und restliche Butter zusammen erhitzen. Fleisch bestreichen. Im Backofen während 15—20 Minuten garen. Sauce 3 EL Portwein, 2 EL Aceto Balsamico di Modena, 2,5 dl Hühnerbouillon, 1 EL Thymianhonig, 10 g kalte Butter. Portwein, Balsamico, Bouillon und Honig aufkochen und etwas einkochen lassen. Butter mit einem Schwingbesen unterrühren.

Blumenkohl und Broccoli Je 4 Röschen Blumenkohl und Broccoli, Salz, 4 EL Kürbiskerne, Kardamompulver, 2 TL Zucker, Walnussöl, Griechisches Olivenöl Koroneiki. Blumenkohl und Broccoli in siedendem Salzwasser weich kochen. Kürbiskerne in Pfanne rösten. Mit Kardamom würzen. Zucker dazustreuen und wenig caramelisieren. Mit Salz würzen. Kohlröschen mit wenigen Tropfen Walnuss- und Olivenöl und Kürbiskernen mischen. Polentaküchlein 125 g 2-Minuten-Polenta, 0,5 l Wasser, 50 g Riesling x Sylvaner

Leicht und raffiniert: Die Käsepolenta, die Maispoularde in der Honigsauce und das klassische Gemüse.

Weichkäse, Muskatnuss, Salz, Pfeffer, 25 g Butter. Polenta ins kochende Wasser streuen. Zirka 2 Minuten kochen und umrühren. Käse in Stücken unterheben. Mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen. Polenta auf dem Blech ausstreichen und auskühlen lassen. Mit Förmchen ausstechen. In der Bratpfanne im Butter goldbraun braten. Vom Käserest kleine Stücke schneiden und auf die Küchlein legen.


DAS BESTE AUS DER MIGROS

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Für ihre Maispoularde im Honigmantel hat Laura Haensler folgende SélectionProdukte ausgewählt:

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❸ ❹ ❺ ❻

1. Aceto Balsamico di Modena, 2,5 dl, Fr. 23.— 2. Griechisches Olivenöl Koroneiki, 2,5 dl, Fr. 16.80 3. Thymian-Honig, 250 g, Fr. 5.40* 4. Tellicherry Pfeffer, 45 g, Fr. 5.20

So geht das! Spitzenköchin Käthi Fässler verrät Naturtalent Laura Haensler Tricks aus der Profiküche. Tipps für den perfekten Fleischschnitt und die Saucenlöffelführung inklusive.

Die restlichen Zutaten: Für ihre drei Gänge benötigt Laura Haensler noch diverse andere Produkte, wie zweierlei Essige, Blumenkohl, Broccoli, Frühlingszwiebeln, Äpfel, Kartoffeln, Schnittlauch, Kardamom, Limetten, Ingwer und mehr.

5. Riesling & Sylvaner Weichkäse, 125 g, Fr. 4.20 6. Schweizer Maispoulardenbrust, per 100 g, Fr. 5.90 * Nur in grösseren Filialen erhältlich.


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Das Finale: Süsse Versuchung

Tarte tatin 2 Äpfel, 2 dl Cabernet, 2 TL Zitronensaft, 130 g Zucker, 10 g Butter, 1 ausgewallter Blätterteig. Ofen auf 200 °C vorheizen. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, Äpfel in kleine Scheiben schneiden. In Cabernet und Zitronensaft 10 Minuten marinieren. Zucker in einer Pfanne schmelzen und ohne zu rühren leicht caramelisieren. Butter dazugeben. Zuckermischung in Gratinförmchen verteilen. Apfelscheiben auf dem Caramel verteilen. Vom Blätterteig Rondellen in der Grösse der Förmchen ausstechen. Förmchen damit bedecken. Während 20 Minuten goldbraun backen. Vorsichtig stürzen.

Prost! Gabi und Laura Haensler, Käthi Fässler und Anna Dai (v.l.) geniessen das Festdessert. Glace Fior di Latte 120 g Rohzucker, 8 Apfelringe, Glace Fior di Latte, Blumenpfeffer, Blütenkandiszucker. Zucker in einer Pfanne ohne Rühren caramelisieren. Apfelringe darin wenden und auskühlen lassen. Fior di Latte zu Glacekugeln formen und auf den Apfelringen anrichten. Mit Blumenpfeffer und Blütenkandiszucker bestreuen.

www.migrosmagazin.ch Die Menüvorschläge der Wettbewerbsgewinner und die Bilder zu allen Gängen.

Moscatoespuma 2 dl Moscato, 3 dl Vollrahm, Blumenpfeffer, Blütenkandiszucker. Moscato und Rahm in Rahmbläser füllen. Mit 1—2 Patronen laden und gut schütteln. In Gläser füllen. Mit Blumenpfeffer und Blütenkandiszucker bestreuen. Zeitaufwand Für das dreigängige Menü sind 3½ Stunden Zubereitungszeit einzuplanen. Im Detail: Vorspeise: 2 Stunden Hauptgang: 45 Minuten Dessert: 45 Minuten


DAS BESTE AUS DER MIGROS

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Für ihre «Süsse Versuchung» hat Laura Haensler aus den Dessert-Zutaten folgende Sélection-Produkte ausgewählt:

❹ ❸

1. Moscato, alkoholfrei, 75 cl, Fr. 6.90 2. Cabernet, alkoholfrei, 75 cl, Fr. 6.90 3. Apfelringe, 130 g, Fr. 8.20 4. Glace Fior die Latte, 450 ml, Fr. 8.80

Käthi Fässler

Tüftel, Tüftel. Der letzte Schliff an der Tarte tatin (l.) mit dem kleinen Minzenblatt, und die süsse Versuchung ist angerichtet. Das Siegerdessert sieht nicht nur gut aus, es schmeckt auch so.

Seit 13 Jahren verwöhnt Käthi Fässler gemeinsam mit ihrer motivierten Kochcrew die Gäste im Hof Weissbad bei Appenzell auf hohem Niveau. Das ist dem Gourmetführer Gault Millau nicht entgangen, der die quirlige Appenzellerin zur Köchin des Jahres 2009 gekürt hat. Käthi Fässler liebt ihre Arbeit, schätzt den Teamgeist im Hof Weissbad und steht — natürlich — auf Appenzeller Käse. www.hofweissbad.ch

5. Blumenpfeffer, 35 g, Fr. 5.90 6. Blütenkandiszucker, 50 g, Fr. 5.90


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DAS BESTE AUS DER MIGROS

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

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In München im sogenannten In-Club Baby. Den finde ich nämlich gar nicht in. In Zürich im Oxa.

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DAS BESTE AUS DER MIGROS

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

Das Bisschen mehr

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Vier neue Produkte erweitern das Max-Havelaar-Sortiment der Migros. Der Parfümreis passt mit seinem blumigen Bouquet besonders gut zur Thaiküche. Die drei Schokoladen mit Cranberries, Bananencreme- oder Kaffeefüllung stammen zudem aus biologischer Produktion. Das Max-Havelaar-Gütesiegel bringt den Produzenten einen Mindestpreis und sorgt so für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Die Fair-TradePrämie wird in soziale Projekte wie Schulen investiert. Milchschokolade Banane oder Café, Zartbitterschokolade mit Cranberry, Max Havelaar, Bio, 100 g, je Fr. 2.40 Parfümreis, Max Havelaar, 1 kg, Fr. 3.50

FenchelOrangenSalat Für 4 Personen

➔ 400 g Fenchel fein hobeln und kurz in kochendem Salzwasser blanchieren. Kalt abschrecken. Ca. Fr. 2.10

NEU IN DER MIGROS

2 Orangen schälen. Nach Belieben filetieren und in kleine Stücke schneiden. Ca. Fr. 1.70 2 EL Aceto Balsamico bianco, 2 EL Olivenöl, wenig WasabiPaste, Salz und Pfeffer zu einer Salatsauce mischen und über den Salat giessen. Ca. Fr. —.50

Für Haut und Haar

NEU IN DER MIGROS

Für schönes Haar und gesunde Haut benötigt der Körper ausreichend Nährstoffe. Doppelherz Hirse Plus dient der täglichen Nahrungsergänzung. Die Kapseln enthalten Hirseextrakt, Zink, Weizenkeimöl sowie die Vitamine B6, C, Biotin und Pantothensäure. Doppelherz Hirse Plus, 30 Kapseln, Fr. 9.90* * Nur in grösseren Filialen erhältlich.

Indisch inspiriert

Knapp 7,5 Liter Glace verputzt ein Schweizer jährlich. Da will doch der verwöhnte Gaumen immer wieder mit neuen Kreationen hofiert werden. Indien ist in diesem Winter bei Crème d’or die Inspirationsquelle für zwei neue saisonale Sorten. Mango-Lassi ist eine fruchtig-frische Rahm- und Joghurtglace, verfeinert mit einer würzigen Kardamomsauce. Beim Chutney, einer Pfirsichrahmglace mit Fruchtstückchen, setzen Zimt, Sternanis und Nelken interessante Akkorde. Die Schlussnote bildet eine pikante Chilisauce. Crème d’or Chutney* oder Mango-Lassi, 1000 ml, je Fr. 10.80 * Nur in grösseren Filialen erhältlich.

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Tipp: Gehackte Petersilie und Schnittlauch darüberstreuen.

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44 | Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

MÜRNERS KRUMME. Die Bananen

rollt der Berner Patissier sachte in das Schokoladenbiskuit ein. VIEL SWING. Der Schwingbesen ist für die Mango-PassionsfruchtGlace Pflicht. DER SÜSSPROFI. Hexenmeister Rolf Mürner in seinem Element. FÜRS AUGE. Mit raffinierten Dekorelementen verwöhnt das Dessert nicht nur den Gaumen, sondern als Kunstwerk auch das Auge.

Süsse Geheimnisse vom

Rolf Mürner hat leichtes Spiel: Nicht nur Frauen, auch Männer liegen ihm zu Füssen. Nein, Mürner In der Ausstellung im Johann-Jacobs-Musuem in Zürich über Bündner Zuckerbäcker verriet er dem


SAISONKÜCHE Nachgefragt bei Rolf Mürner

at? e immer auf Vorr ➔ Was haben Si ce und natürlich Pasta, Tomatensau Käse. ein wunderbarer die Belper Knolle, oche? o Sie selbst pr W ➔ Wie oft kochen , bin er er Arbeitgeb Seit ich mein eigen t mich. au Cornelia bekoch Fr nie mehr. Meine Sie … ➔ Kochen ist für es den Desser ts sieht i Be ig. … zweitrang r me im ch mi d für anders aus. Die sin ung. nde Herausforder ne an sp e ein wieder sen? es e nie im Leben ➔ Was würden Si tlich en eig ht, obwohl ich «Nie» kenne ich nic e. ch ma n grossen Boge um Muscheln einen al nm ei n Sie gern ➔ Mit wem würde essen gehen? erin rnelia und der Säng Mit meiner Frau Co Tisch. em ein an en lle Frau Anastacia. Zwei to ? Was will man mehr

I

m Johann-Jacobs-Museum in Zürich wird den Bündner Zuckerbäckern in der aktuellen Ausstellung ein Kränzchen gewunden. Bündner Zuckerbäcker? Noch nie gehört? Klar, deren Blütezeit ist ja auch Geschichte. Aber ein Denkmal haben sie verdient, so viel ist sicher. Sage und schreibe 9917 Bündner Zuckerbäcker waren im 19. Jahrhundert in 1054 Städten der Welt zugegen, um mit ihrer Kunst den Menschen den Alltag zu versüssen. Nicht nur als Arbeitnehmer, sondern vorwiegend als innovative Unternehmer. Sie wirkten in Städten wie Toulouse, St. Petersburg und Moskau, und in Berlin gründeten und führten

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gleich vier Bündner aus Sils, Bever und Ftan das traumhafte Café Josty, das damals als eines der vornehmsten Kaffeehäuser der Stadt galt und Weltruhm erlangte. «Das war eine beeindruckende Epoche von Schweizern im Ausland», bringt es Museumskuratorin Monika Imboden auf den Punkt.

Zwischen Hochzeitstorte und Cordon bleu

Zurück in die Gegenwart zu Rolf Mürner, dem nicht minder beMü rühmten Zuckerbäcker. Er ist zwar rü kein Bündner, dafür Berner und ke ei ein wahrer Hexenmeister seiner Zunft. Seit der Patissier WeltmeisZu ter und Olympiadritter in Sachen te süsse Kreationen wurde, hetzt er sü von einem Termin zum anderen. vo Alle wollen den Süssprofi engagieAl ren. Für ihre Dessertbuffets, für verführerische Kurse, für Hochzeitstorten, kurz: für spezielle süsse Momente im Alltag. Nach seinem Lieblingsdessert gefragt, winkt Rolf Mürner ab: «Eine Belper Knolle, ein würziger Käse oder ein Cordon bleu ist mir da um einiges lieber», lacht er verschmitzt. Irgendwie verständlich. Dem Migros-Magazin verrät Rolf Mürner aber nicht sein Cordon-bleu-Rezept, sondern drei verführerische Desserts zu Weihnachten. Für zwölf Personen. Also für die ganze Verwandtschaft. Nur Mut. Text Martin Jenni Bilder Lucas Peters

www.johann-jacobs-museum.ch www.swisspastrydesign.ch

Lesen Sie weiter auf Seite 47

Kochen mit Rolf Mürner Mü

Meister

ist kein Rockstar. Viel besser. Er ist Patissier. Migros-Magazin drei himmlische Desserts.

Monika Imboden, die Kuratorin des Johann-Jacobs-Musems, und Rolf Mürner, Patissier-Weltmeister 2007, fachsimpeln über süsse Verheissungen.


46 | Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

Gewinnen Sie etwas Berliner Luft

H

aben Sie Lust auf Luftveränderung? Weg von Langlaufloipe und Bernhardiner Barry, hin zu Kurfürstendamm und Eisbär Knut? Mitten hinein in eine pulsierende Weltstadt? Das gerade mal eine gute Stunde von Zürich entfernt? Ja? Dann packen Sie Ihre Reisetasche.

Unsere Gewinnerfrage Alles, was Sie tun müssen: Ihr Glück beanspruchen und unsere Frage beantworten. Wie hiess in Berlin das berühmte Kaffeehaus, das vier Bündner Zuckerbäcker aus Sils, Bever und Ftan gegründet haben? Das ist es dann auch schon. Was Sie erwartet? Voilà: ➔ 2 Flugticktes von Air Berlin für die Strecke Zürich—Berlin—Zürich ➔ 2 Übernachtungen im Designerhotel

Hotel Otto: Modern, komfortabel. Kurz: Das Designerhotel Berlins. Otto im Comfort-Doppelzimmer mit Frühstück ➔ Leihgabe von zwei iPods mit AudioGuide-Rundgang durch Berlin ➔ Geschenk-CD mit Audio-GuideRundgang inklusive Karte ➔ 48-Stunden-Welcome-Card Berlin, BVG-Ticket für den Bereich AB

➔ Gutschein im Wert von 20 Euro für die Feinkostabteilung KaDeWe ➔ Candle-Light-Dinner für 2 Personen im französischen Restaurant Belmondo.

Mitmachen und mit M GGlück gewinnen Teilnahme per Telefon: Wählen Sie 0901 591 912 (1 Franken pro Anruf) und nennen Sie die richtige Antwort, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Keyword «Glück», der richtigen Antwort und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Franken pro SMS). Beispiel: Glück, Lösung, Hans Beispiel, Beispielgasse 1, 9999 Musterdorf. Via Internet: www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Per Postkarte: Migros-Magazin, «Berlin», Postfach, 8099 Zürich. Einsendeschluss: 3. Januar 2010. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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SAISON KÜCHE

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Bananenlolly mit Ananascocktail und Mango-Passionsfrucht-Glace Dessert für 12 Personen Zubereitung ca. 3 Std. + 12 Min. backen + 3 Std. gefrieren + 5 Std. auskühlen lassen. Pro Person: ca. 4 g Eiweiss, 13 g Fett, 35 g Kohlenhydrate, 1150 kJ/270 kcal

ZUTATEN

Bananenlolly ➔ Schokoladenbiskuit 2 Eier, 50 g feinster Zucker 30 g Weissmehl 1 gehäufter EL Kakaopulver 1 EL Puderzucker ➔ Vanillecreme 0,8 dl Milch, 3 EL Zucker 1 EL Cremepulver Vanille 1 Eigelb, 65 g Butter (Zimmertemperatur) ➔ Zum Fertigstellen 2 Bananen, 2 EL Limettensaft 100 g dunkle Kuchenglasur Mango-PassionsfruchtGlace 1 Mango, 8 Passionsfrüchte 45 g feinster Zucker 50 g Saurer Halbrahm Ananascocktail mit Joghurtschaum 1 Baby-Ananas 3 Passionsfrüchte 2 Sternanise 60 g gemahlener Rohzucker 2 EL Limettensaft 40 g Puderzucker 0,4 dl Vollrahm 150 g Joghurt nature

ZUBEREITUNG

1 Bananenlolly: Für das Biskuit Backofen auf 160 °C vorheizen. Eier und Zucker mit dem Handrührgerät 5 Minuten schaumig schlagen. Mehl und Kakaopulver dazusieben und unter die Eicreme ziehen. Teig auf Backpapier 5 mm dick ausstreichen. In der Ofenmitte 10—12 Minuten backen. Herausnehmen und mit Puderzucker bestäuben. Biskuit auf ein zweites Backpapier stürzen. Oberes Papier sorgfältig abziehen. Biskuit mit dem Blech zudecken. Auskühlen lassen. So bleibt das Biskuit weich und lässt sich gut aufrollen. 2 Für die Creme Milch und die Hälfte des Zuckers aufkochen. Cremepulver, Eigelb und restlichen Zucker gut verrühren. Milch zur Eimasse rühren. Alles zurück in die Pfanne geben. Unter Rühren langsam bis knapp unter den Siedepunkt erwärmen, bis die Creme bindet. Unter ständigem Rühren auf Zimmertemperatur auskühlen lassen. Creme löffelweise unter ständigem Rühren zur schaumig gerührten Butter geben. Creme und Butter müssen die gleiche Temperatur haben, sonst kann die Creme gerinnen. 3 Schokoladenbiskuit vom Papier lösen und mit Vanillecreme bestreichen. Bananen mit Limettensaft bestreichen und auf das Biskuit legen. Mit Hilfe des Backpapiers aufrollen. Über Nacht kühl stellen. Roulade auf ein Kuchengitter legen. Lolly- oder Holzstäbchen einstechen. Kuchenglasur schmelzen, Bananenroulade damit bestreichen. Glasur fest werden lassen. Zum Servieren Bananenroulade mit einem erwärmten Messer zwischen den Stäbchen in Stücke schneiden.

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4 Glace: Mango schälen, Fruchtfleisch vom Kern schneiden und im Cutter pürieren. Passionsfrüchte halbieren, Kerne und Saft herauslösen, durch ein Sieb streichen. Saft auffangen. Mangopüree, Passionsfruchtsaft und Zucker aufkochen. Auskühlen lassen. Sauren Halbrahm unterheben. Masse für ca. 3 Stunden in Chromstahlschüssel in den Tiefkühler stellen und alle 30 Minuten umrühren. Zum Servieren Kugeln formen. 5 Ananascocktail: Ananas schälen, Augen entfernen, Strunk wegschneiden. Ananas in Würfelchen schneiden. Passionsfrüchte halbieren, Kerne und Saft herauslösen, durch ein Sieb streichen, Saft auffangen. Ananas mit Passionsfruchtsaft, Sternanisen und Zucker aufkochen. Auskühlen lassen. Für den Joghurt-

schaum Limettensaft und Puderzucker verrühren. Rahm und Joghurt unterheben, Masse in einen Rahmbläser geben. Kapsel einsetzen. Rahmbläser kräftig schütteln und mindestens 5 Stunden kühl stellen. Zum Servieren Gläser halb mit Ananascocktail füllen, Joghurtschaum daraufspritzen. Tipp: Glace in einer Glacemaschine nach Anleitung gefrieren lassen.


48 | Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

KLEINE KÜCHENKUNDE

Auf der Milchstrasse Milch ist mehr als ein Getränk. Daraus lassen sich unterschiedliche Produkte herstellen. Was alles, verrät Andrea Pistorius, Köchin der «Saisonküche».

A

m Anfang war die Milch. Sie ist ein gesundes Lebensmittel. Sie liefert wertvolles Eiweiss, den Mineralstoff Kalzium und lebensnotwendige Vitamine. Ob Mutter-, Kuh-, Schafs-, Büffeloder Ziegenmilch – das weisse Gold dient schon seit Jahrtausenden als Nahrungsquelle. Was man sonst noch alles mit Milch anstellen kann, verraten wir auf dieser Doppelseite.

Ein Naturprodukt Milch ist und bleibt ein Naturprodukt, auch wenn sie aus Gründen der Hygiene und Haltbarkeit pasteurisiert, hochpasteurisiert oder uperisiert wird. Die Homogenisation verhindert zusätzlich ein Aufrahmen der Milch, und das teilweise oder vollständige Entrahmen schenkt uns nicht nur den beliebten Rahm, sondern versorgt uns gleichzeitig mit leichteren Milchsorten. Bei all diesen Verfahren bleibt der hohe Nährwert der Milch weitgehend erhalten.

Schwer verträglich? Die Laktase ist ein Enzym, das den Milchzucker, die Laktose, in Galaktose (Schleimzucker) und Glukose (Traubenzucker) spaltet. Laktase wird beim Menschen im Verdauungstrakt produziert. So werden Milch und Milchprodukte verträglich. Fehlt dieses körpereigene Enzym oder ist es nur teilweise vorhanden, kann der Milchzucker nicht zerlegt und somit vom Körper nicht verwertet werden. In diesem Fall spricht man von Laktose-Intoleranz, also von einer Milchzuckerunverträglichkeit. In Asien und Afrika fehlt

Joghurt

Das Kühle. Beim Joghurt wird der Milchzucker der Milch durch Beigabe von Bakterien in Milchsäure umgewandelt. Da Joghurt leicht gerinnt, wird er nie mitgekocht, sondern den Speisen erst nach dem Kochen beigegeben.

einem Grossteil der Bevölkerung dieses Enzym. Tipp: Für alle, die an einer Laktose-Intoleranz leiden, bietet die Migros laktosefreie Aha-Produkte wie Milch, Joghurt und Quark an. Aber zurück zum Thema, was man mit Milch alles anstellen kann.

Süsser Käsekuchen Eine Springform mit Butter ausfetten, mit Mürbeteig auslegen. Teig mit einer Gabel gut einstechen. 4 Eigelbe mit 200 g Zucker schaumig schlagen. 500 g Rahmquarkportionenweiseunterheben. 500 g Sauerrahm, 2 EL Maisstärke, 2 TL Vanillemark, 2 TL abgeriebene Zitronenschale sowie 1 EL Zitronensaft und 100 g Sultaninen unterheben. 4 Eiweisse steif schlagen und vorsichtig unterheben. Masse auf dem Teig verteilen. Backofen auf 200 ˚C vorheizen. Den Kuchen eine Stunde backen und vor dem Servieren im Frigo fünf Stunden kühl stellen.

Chantilly-Rahm Chantilly ist ein mit Zucker, Vanille und Weinbrand aromatisierter Rahm. Er wird für verschiedene Desserts verwendet. So etwa als Füllung für Vacherins, Baiser-Desserts, Bayerische Creme und mehr. Das Rezept geht so: 250 ml Vollrahm steif schlagen. 2 EL Puderzucker und 1 Beutel Bourbon-Vanillezucker sowie 1 TL Weinbrand dazugeben und weiterschlagen, bis der Rahm wieder steif ist. Zum Auflockern kann 1 steif geschlagenes Eiweiss untergehoben werden. Mit dem Eiweiss muss der Rahm binnen zweier Stunden verarbeitet werden, weil er sonst in sich zusammenfällt.

Quark

Der Frische. Bei der Herstellung von Quark wird entrahmte Milch durch Zugabe von Milchsäurebakterien fermentiert. Sobald diese gerinnt, trennt man die festen von den flüssigen Bestandteilen. Der Frischkäse schmeckt am besten als Brotaufstrich.

DER ERSATZ

Sojamilch

Die Pflanze. Als pflanzlicher Ersatz für Kuhmilch dient vor allem Sojamilch, die aus Sojabohnen und Wasser erzeugt wird. Vor allem Kuhmilchallergiker können auf die Sojamilch zurückgreifen und damit die meisten Gerichte kochen, wobei der Geschmack von Milch oder Rahm natürlich fehlt. Auch zum Kochen von normalen Gerichten wird diese pflanzliche Alternative gern als Milchersatz verwendet.


SAISONKÜCHE Rahm

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AUFGEGABELT

Der Schlagbare. Schlagrahm lässt sich bis auf das Doppelte seines Volumens aufschlagen. Es geht besser, wenn man zuvor nicht nur den Rahm, sondern auch die Schüssel und den Schwingbesen vorkühlt. Je höher der Fettgehalt, desto besser lässt Rahm sich schlagen.

Martin Jenni, Food-Redaktor

Hallo Süsse

Crème fraîche

Bilder Fotolia (4), iStockphotos (1); Gian Vaitl

Die Nachbarin. Wenn man unpasteurisierten Rahm mit Milchsäurebakterien anreichert und fermentiert, entwickelt er einen säuerlichen Geschmack, der mit der Zeit ausgeprägter und weicher wird. So entsteht Crème fraîche. Crème fraîche kann in Suppen und Saucen mitgekocht werden, da sie nicht gerinnt.

Nein. Ein Dessertfreak bin ich nicht. Ein Stück Käse mit Birnenbrot und einem Glas Vin Jaune sind mir lieber. Schokolade? Na ja. Ab und zu ein Stück Bitterschokolade mit einem Glas Port oder einem rauchigen Whisky. Warum nicht? Aber sonst? Gut. Als Kind, was heisst als Kind, leuchteten meine Augen, wenn es ein «Schoggistängeli im Schlumbi» gab. Eine Kombination, der ich bis heute treu geblieben bin. Nur in Zürich wissen sie nicht, was ein «Schlumbi» ist. Also halte ich mich an das Migros-Bäcker-Meisterstück, das Gesellenbrot. Echt gut. In das drücke ich dann mein Branchli. Fertig ist meine Süsse. Auch wenn ich zu Hause einlade, gibt es oft kein Dessert. Nur wenn ich zwei süsse Schleckmäuler zu Gast habe, wage ich mich an eine Amaretticreme. Und die geht so: Ich zerbreche acht weiche Amaretti in eine Schüssel und gebe Rahm, Mascarpone und hausgemachte Vanillecreme hinzu. Mit etwas Limettensaft und einem Gutsch Cognac schmecke ich ab, rühre um und stelle die Chose eine Stunde kühl. Fertig. Vielleicht etwas banal, aber im Geschmack überzeugend und schnell gemacht. Fröhliche Weihnachten.


50 | Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

«Tolle Kulturförderung»

Micha Lewinsky (36) schrieb das Drehbuch zum Kinohit «Sternenberg» und inszenierte den tragikomischen Film «Der Freund», der vom Migros-Kulturprozent unterstützt wurde. «Vor elf Jahren baute ich in Zürich im Auftrag des Kulturprozents das Kulturbüro auf», erinnert sich der Filmemacher. «Ein Ort, der massgeschneidert auf die Bedürfnisse junger Künstler passt, denn sie haben dort günstigen Zugang zu Computern, Kopierern und anderen wichtigen Hilfsmitteln.» Der Zürcher lobt die Migros für ihre Treue zur eigenen Tradition: «Sie blieb auch in den Jahren der entfesselten Börsen eine Genossenschaft und konnte so an ihrer tollen Kulturförderung festhalten.»

«Grosse Hilfe» Die Frontfrau der Berner Band Lunik, Jaël Krebs (30), begeistert seit mehr als zehn Jahren mit Trip-Hop, Rock und Pop. Den Durchbruch brachte einst der Titelsong zum Trickfilm «Globi». «Das Migros-Kulturprozent hat Lunik von Anfang an stark geholfen», betont die Leadsängerin, «sowohl bei der Produktion einer frühen CD als auch auf Tournee. Die Leute vom Kulturprozent haben verstanden, dass auch Rock- und Popmusik zur Kultur gehören.»

«Studienpreis rettete mich»

Hanspeter Müller-Drossaart (54) stammt aus einer Obwaldner Handwerkerfamilie. «Mein Vater hatte kein Geld für meine Ausbildung an der Zürcher Schauspielschule. Der Studienpreis rettete mich über zwei von vier Ausbildungsjahren.» Der Schauspieler («Grounding») hält das Migros-Kulturprozent für «eine weltweit einmalige Errungenschaft, die man erfinden müsste, wenn es sie nicht schon gäbe».

Startrampe für künftige

Seit 40 Jahren gibts die Studienpreise des Migros-Kulturprozents. Viele angehende Künstler haben

H

anspeter Müller-Drossaart ist ein echtes Urgestein der Schweizer Filmszene. Der 54-jährige Obwaldner überzeugt immer wieder als behäbiger, unerschütterlicher Typ – sei es als sturer Dorfpfarrer im Filmhit «Die Herbstzeitlosen» oder als grummeliger Polizist im MysteryStreifen «Vollmond».

Die Zürcher Operndiva Noëmi Nadelmann hat auf den ersten Blick nicht das Geringste mit dem stämmigen Kino- und Theatermann zu tun. Die elfenhaft wirkende Sängerin begeistert mit ihrer Sopranstimme ein internationales Publikum, sie glänzt auf Bühnen in Berlin, Chicago, Hongkong und Tokio. Und doch

gibt es etwas, das die grundverschiedenen Stars miteinander verbindet: Als sie noch völlig unbekannte Jungtalente waren, erhielten beide Studienpreise des Migros-Kulturprozents. Dank der Stipendien konnten sie ihre Ausbildungen abschliessen und so den Grundstein für ihre glanzvollen Karrieren legen. Seit 1969 gibt es

die Studienpreise, Millionen flossen seither in gezielte Talentförderung (siehe Box). Doch das Migros-Kulturprozent leistet begabten Künstlerinnen und Künstlern auch andere Arten von Starthilfe. Defizitgarantien ermöglichen zum Beispiel Popmusikern oder auch Kabarettisten erste Auftritte. Förder-


NEUES AUS DER MIGROS

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«Vernünftige Ticketpreise»

Wer in der Schweiz an Rockmusik denkt, kommt an Bern nicht vorbei und in Bern nicht an der Band Züri West. Die wohl bekannteste Mundart-Combo erhielt 1999 einen Förderbeitrag des Migros-Kulturprozents für die «Super 8»-Tour. So wurde eine damals neuartige Lichtshow mit Projektionen möglich. «Der Förderbeitrag ermöglichte es uns, eine technisch ausgereiftere, qualitativ bessere Sound- sowie Lichtanlage einzusetzen und trotzdem die Ticketpreise in einem vernünftigen Rahmen zu halten», erinnert sich Züri-West-Sänger Kuno Lauener (47). In der Band herrsche einhellig die Meinung, dass es heutzutage für junge Musiker noch schwieriger geworden sei, sich durch Tonträgerverkäufe und Konzerte zu finanzieren. Umso wichtiger sei es, dass hier Anschub geleistet werde. «Sehr sympathisch finden wir es deshalb, dass die Förderbeiträge des Migros-Kulturprozents im Gegensatz zum knallharten Sponsoringgeschäft eher den Charakter von Mäzenatentum und Künstlerförderung haben.» Der Migros sprach Züri West im Jahr 1999 versteckt ihren Dank aus: «In den Credits zur CD «Super 8» haben wir die tiefgefrorenen Migros-Aufbackgipfeli gerühmt. Und die finden wir immer noch gut», sagt Band-Leader Lauener.

Kulturgrössen

davon profitiert, und manche der Talente sind heute berühmt. beiträge helfen mit, dass Filme gedreht und CDs aufgenommen werden. Unsere Umfrage unter Schweizer Kulturgrössen zeigt: Das Migros-Kulturprozent hat oft tatkräftig dazu beigetragen, dass Talente schliesslich zu Stars wurden. Texte Michael West Angela Weibel, Daniel Sägesser

35 Millionen Franken für Talentförderung

Seit 1969 vergibt das Migros-Kulturprozent seine Studienpreise und hilft so angehenden Künstlern, aus ihrer Berufung einen Beruf zu machen. 2700 Stipendien im Gesamtwert von rund 35 Millionen Franken sind seither in die Talentförderung geflossen. Die Preise gibts in den Sparten Instrumentalmusik, Kammermusik, Gesang, Tanz, Schauspiel und Bewegungstheater. In Zukunft wird diese finanzielle Hilfe durch zusätzliche Leistungen ergänzt: So können besonders begabte Musiker an der Konzertreihe «MigrosKulturprozent-Classics» als Solisten auftreten. Weitere Infos unter: www.kulturprozent.ch/talentwettbewerbe


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Grosis Chuchi ist die beste!

Ihre Lieblingsgerichte vom Grosi gibt’s jetzt in der Migros.

Sie geniessen währschaftes Essen und liebten es, von Ihrem Grosi bekocht zu werden? Jetzt kommen ausgewählte klassische Schweizer Gerichte wieder öfter auf den Tisch – und das ganz schnell und einfach: mit den fixfertigen «Grand-maman»-Menus von Anna’s Best. Wenn es aus der Küche nach Pot-au-feu, Kartoffelstock, Erbsli oder suure Mocke duftet, werden Kindheitserinnerungen wach. Damals wie heute gibt es kaum etwas Besseres als ein feines Menu frisch von Grosis Herd. Beim Versuch, die traditionellen Gerichte nachzukochen, gelingen sie selten so gut wie beim Grosi: Oft fehlt das richtige Rezeptbuch oder die Zeit – beispielsweisefüreinensaftigenSchwiinsbrate stundenlang am Herd zu stehen. Altbewährtes zeitgemäss Urchiges aus der Heimat liegt im Trend: Spezialitäten aus längst vergangenen Tagen sind beliebt bei Jung und Alt, nur die Zubereitung ist vielen zu aufwändig. Allein schon eine gute Sauce herzustellen, ist eine Kunst für sich. Nur wenige haben heutzutage Musse und Zeit, die Rezepte der Schweizer Urchuchi zu studieren, Zutaten dafür einzukaufen, sie zu rüsten und dann zu kochen. Doch in der Migros gibt es jetzt einen schnellen und leichten Weg zu Gerichten wie vom Grosi. Sonntägliches täglich Mit der neuen Linie von Anna’s Best haben Sie Ihre Lieblingsgerichte aus Grosis

Küche blitzschnell zubereitet – die tischfertigen Menus einfach erwärmen und geniessen. Natürlich sind alle Gerichte von «Grand-maman» nach Originalrezepten aus Grosis Zeiten hergestellt. Anna’s Best – mehr Zeit zum Leben.

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Auf jeder Packung verrät «Grandmaman» ihr Geheimrezept. Wie zum Beispiel das Spicken von Fleisch mit Zwetschgen: eine bewähr te Methode, um Fleisch, das beim Braten trocken werden könnte, saftig zu halten. Die eingear beiteten Zwetschgen geben dem Braten ausserdem eine feine süssliche Note. Hier erfahren Sie nächste Woche mehr über «Grand-maman»!


NEUES AUS DER MIGROS

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

Starthilfe für Talente «Migros ist wie eine Mama»

Seit zwanzig Jahren beobachtet Massimo Rocchi (52) den Schweizer Alltag durch den Blick des italienischen Einwanderers und schlägt daraus komisches Kapital. «Mein allererstes Schweizer Bühnenprogramm konnte ich 1989 in Bern nur dank einer Defizitgarantie des Kulturprozents zeigen», erinnert sich der Kabarettist. «Die Migros kümmert sich um die Schweiz wie eine italienische Mama um ihre Grossfamilie: Die Supermärkte sorgen mit ihren Lebensmitteln für den Leib, das Kulturprozent für die Seele.»

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«International die Türen geöffnet»

Für die gefeierte Sopranistin Noëmi Nadelmann (47) war der Studienpreis des MigrosKulturprozents einst ein Rettungsring. «Ich studierte in Amerika an der Indiana University», erinnert sich die Zürcherin. «Doch mein Geld reichte nur für ein Studienjahr. Deshalb setzte ich alles auf eine Karte, nahm mein letztes Geld, flog damit nach Zürich, um 1984 am Gesangswettbewerb des Kulturprozents zeilzunehmen.» Sie gewann und konnte ihre Studien in den USA abschliessen. «Dieser Gewinn hat mich gerettet und mir international die Türen geöffnet.»

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IHRE REGION MIGROS NE/FR

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

AGENDA

La Décharge, neue satirische Revue

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Mitreissendes Musical im Théâtre du Passage

Eine amüsante Vorstellung: «Et si on allait à l’opéra?». Ideal, um die Weihnachtsfeiertage gut gelaunt zu verbringen.

Die Tänzer und Sänger der Neuenburger Revue. ➔ Die 12 Schauspieler, Tänzer und Sänger der Neuenburger Revue 2008 steigen wieder auf die Bühne, um das Jahr 2009 mit den Texten aus der Feder von Roger Alain, Jérôme Mouttet und Gérard William mit Humor nochmals aufleben zu lassen: «Grund zum Jubeln!»

Bilder: Guillaume Perret, Eric Vandel

➔ Couchepin tritt ab, Burkhalter kommt: Grund zum Jubeln! ➔ La Chaux-de-Fonds, Le Locle auf der Liste des Weltkulturerbes: Grund zum Jubeln! ➔ In Berlin wird der 20. Jahrestag des Mauerfalls gefeiert. 40 Jahre sind vergangen seit der Mondlandung. 90 Jahre HCC, 100 Jahre Neuenburger Uni, 200 Jahre Darwin: Grund zum Jubeln! ➔ Dazu noch die letzte Tournee von Johnny Hallyday. Die Schweinegrippe. Grosse Erfolge unserer Sportler. Michael. Das Transrun-Projekt. Unsere Nationalräte in einer mittelalterlichen Version. ➔ Und immer wieder Kat et Hortense, die frechen Marionetten von der Décharge! ➔ 27. Dezember 2009 bis 17. Januar 2010 Festsaal La Fontenelle in Cernier Infos: www.decharge.ch Reservation: 032 853 62 63

M

an muss kein Opernfan zu sein, um diese von Künstlern aus der Schweiz, Paris und New York wunderbar interpretierte Vorstellung zu mögen. Der Titel des originellen Musicals lautet: «Et si on allait à l’opéra?». Eine Überraschung jagt die andere! Es beginnt schon an der Kasse, wo einem überraschend mitgeteilt wird, dass man das Stück mit dieser Karte nicht von vorne sehen dürfe. So erhält man Einblick in den verborgenen Teil der gesamten Vorstellung. Man darf hinter die

Kulissen schauen, wo unter anderem eifersüchtige Diven zu sehen sind, die sich kurz nach dem Fallen des Vorhangs die Augen auskratzen. Ausserdem gibt es da vom Stück verzauberte, äusserst sensible Regisseure sowie sicherheitsbesessene Feuerwehrleute. Organisiert wird der Anlass von Evaprod («Touwongka», «Pirates», «Oliver Twist») und dem Unterrichtsbereich Jazz des Neuenburger Konservatoriums. Für die Regie zeichnet Jacint Margarit verantwortlich. Die Musik ist von Floriane Iseli, die Texte der

Songs von Adrien Gygax. Arrangement und musikalische Leitung obliegen Carlos Baumann. Für die Choreografie ist Elena Manes verantwortlich. Zu sehen und zu hören sind neun Schauspieler, sieben Musiker und dreissig Choristen. Ein absolutes Muss! SC

Théâtre du Passage, Neuchâtel 26., 27., 28., 29. Dez. um 20 Uhr. 30. Dez. um 18 und 20.45 Uhr. Reservation: 032 717 79 07. www.theatredupassage.ch

«Et si on allait à l’opéra?» — dies ist garantiert der Event dieser Weihnachtsfeiertage!


IHRE REGION MIGROS NE/FR

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

AGENDA

Austern-Saison

Austern werden offen und in Körben verkauft.

Bilder: Monique Jüni, Thierry Chaboudez

Austern haben jetzt Hochsaison. Die Weihnachtsfeiertage nähern sich, und Austern passen wunderbar zu einem Mahl mit der Familie oder mit Freunden. Bei der Migros gibt es in der Selbstbedienung die klassischen Sorten Marenne d’Oléron und Creuse de Vendée. Man findet ebenfalls Belon-Austern, die aber nur offen in den Fischabteilungen mit traditioneller Bedienung verkauft werden. Austern sind einfach zuzubereiten. Man braucht sie nur zu öffnen, das erste Wasser abzugiessen, sie je nach Wunsch mit Zitronensaft oder rotem Schalotten-Weinessig zu beträufeln und dann zu verzehren. Die Auster ist reich an Mineralstoffen und Jod. Einfach ein S.F. Genuss!

Austern werden vor allem in den Monaten verzehrt, die ein r im Namen aufweisen.

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Zwei Klubschulen und ein Musical

Die Klubschulen von La Chaux-de-Fonds und Evaprod schliessen sich zum Entzücken der 7- bis 16-Jährigen zusammen. Auf spielerische Weise lernen die Jungen singen, tanzen und Theater spielen.

Bei den Musical-Kursen ist Spass beim Üben garantiert (oben). Die Initianten Floriane Iseli und Jacint Margarit (r.).

E

vaprod ist nicht nur eine Schule, sondern auch ein Verein, der in der Umgebung von Neuenburg Musicals aufführt. An seiner Spitze stehen Floriane Iseli (Sängerin, Schauspielerin, Komponistin) und Jacint Margarit (Regisseur und Schauspieler), ein Paar auf der Bühne sowie im richtigen Leben. Stationen ihrer Karriere sind die Schweiz und Paris. Sie haben Tausende von Zuschauern mit Musicals wie «Touwongka», «Ratpsody», «Pirates» und «Oliver Twist» begeistert. Am Ende dieses Jahres steht «Et si on allait à l’opéra?» auf dem Programm des Théâtre du Passage in Neuenburg.

Bei ihrer Rückkehr in n die Berge von La Chaux-de-Fonds haben sie sich zwecks einer Zusammenarbeit an die Klubschule gewandt, um Musical-Kurse für Kinder von 7 bis 16 Jahren zu organisieren. Auf dem Programm stehen 50 Minuten bis drei Stunden Tanz, Gesang und Theater. Floriane Iseli und Jacint Margarit geben ihr Wissen gerne weiter mit dem gemeinsamen Wunsch, den Kindern einen Freiraum zu geben. Das Lernen erfolgt über Spass und Spiel und doch mit einem Quali-

tätsziel. Derzeit nutzen nicht weniger als 70 Kinder diese Kurse, die ihnen Spass machen und die sie, weit weg von Komplexen und dem Druck unserer Gesellschaft, über sich selbst hinauswachsen lassen. Die Klubschulen und Evaprod freuen sich, der nachwachsenden Generation eine Freude zu bereiten. Monique Jüni

Adressen der Klubschulen: Neuenburg: rue du Musée 3, 2001 Neuenburg, Tel. 058 568 83 50. Freiburg: rue Hans-Fries 4, 1700 Freiburg, Tel. 058 568 82 75. La Chaux-de-Fonds: rue Jaquet-Droz 12, 2300 La Chaux-de-Fonds, Tel. 058 568 84 00. Bulle: rue de Toula 20, 1630 Bulle, Tel. 058 568 83 25. Kurse im Val-de-Travers: Tel. 058 568 84 75. Kurse im Val-de-Ruz: Tel. 058 568 84 75. Internet: www.ecole-club.ch


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IHRE REGION MIGROS NE/FR

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

Fritz Bongni trainiert seine Bassstimme in einem gemischten Chor, was ihm in seiner Rolle als Samiklaus und Weihnachtsmann hilft.

Einblicke in Ihre Genossenschaft

Ein Weihnachtsmann, der mit einer Bassstimme singt.

instantsdevie@gmnefr.migros.ch

diese Rolle zuerst für meine beiden Kinder und dann für meine Nachbarn gespielt.» Auch mit 57 Jahren besucht er an Heiligabend noch vereinzelt Familien. Was fasziniert ihn so daran? «Weihnachten erinnert mich an meine eigene Kindheit, an meinen Vater, der Bauer war. Ich bin sozial eingestellt und helfe gerne.» Wie zum Beweis haben Fritz Bongni und seine Ehefrau jahrelang über die internationale Hilfsorganisation Kovive jeden Sommer einen Monat lang zwei benachteiligte junge Deutsche aufgenommen. «Weshalb sollten wir unser grosses Haus nicht mit wirklich Armen teilen? Warum nicht Kindern, die nichts besitzen, ein wenig Glück bringen?» Für das ehemalige Exekutivmitglied seiner Gemeinde war

dies eine ganz normale soziale Tat: «Denn mit anderen teilen macht glücklich». Seine gute Laune verbreitet er seit 40 Jahren in der Genossenschaft von Marin. Seine persönliche Methode für gute

Laune? «Ich gehe gern mit meinem jungen braunen LabradorHund durch den Wald oder schneide mit Genehmigung des Försters Holz.» FGi

Diese Woche Fritz Bongni, Mitarbeiter der Logistikabteilung in der Zentrale von Marin, ist kein normaler Weihnachtsmann. Am Telefon, auf den Fluren oder im Wald klingt seine tiefe Bassstimme wie Musik.

Fritz Bongni: «Ich setze mich gerne für andere ein, damit alles rund läuft!»

Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg

Nächster Einblick: Jahresauftakt zum Klang der Panflöte.

Bilder: Pierre William Henry

Z

wei wichtige Termine hat Fritz Bongni im Dezember: Sankt Nikolaus und Weihnachten. Der erste Termin ist ein Treffen mit Kindern im Wald von Galmiz. Bei Einbruch der Dunkelheit besucht der Samiklaus, ausgerüstet mit Glocke und Laterne, die rund um ein Feuer versammelten Kinder und verteilt Erdnüsse und Schokolade. Seine in einem gemischten Chor trainierte Bassstimme verleiht dem Fest etwas Zauberhaftes. «Ich mag Kinder und bin immer ein freundlicher Samiklaus», verrät der Freiburger. «Aber wenn es einem der Kleinen an Respekt vor dem Samiklaus mangelt, benutze ich meine tiefe Stimme.» Den zweiten Termin hat dieser aussergewöhnliche Weihnachtsmann im engeren Kreis. «Ich habe


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Einst lebten mehr als 300 000 Blauwale in unseren Ozeanen. Weniger als 5000 haben überlebt. Auch die Bestände vieler Grossfische wie Thunfisch und Schwertfisch sind besorgniserregend geschrumpft. Unterstützen Sie uns dabei, 40% der Ozeane unter Schutz zu stellen, damit sich die Bestände erholen können. Stoppen wir die Plünderung der Meere! Werden Sie Mitglied: www.greenpeace.ch


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Ausflug nach Kutna Hora, der berühmten UNESCOWeltkulturerbestadt mit grosser Silbertradition.* Abendunterhaltung an Bord. 7. Tag Brandys – Nelahozeves/Mühlhausen – Prag Am Morgen Fahrt nach Melnik. Ausflug nach Nelahozeves.* Besuch des Geburtshauses von Antonin Dvorak und des für seine berühmten Gemälde (u.a. Rubens) bekannte Schloss, auch «kleiner Louvre von Tschechien» genannt. 8. Tag Prag Ganzer Tag in Prag zur freien Verfügung. Mittag- und Nachtessen ist nicht mehr inbegriffen, damit Sie auch das kulinarische Prag erkunden können. 9. Tag Prag – Schweiz Nach dem Frühstück Ausschiffung und Bustransfer zurück in die Schweiz. Ankunft in St. Margrethen ca. 16.00 Uhr. Individuelle Rückreise per Bahn oder Privatwagen zu Ihrem Wohnort. * Ausflug im Ausflugspaket enthalten, vorab buchbar. Programmänderungen vorbehalten. MS Florentina*** Das gemütliche Mittelklasseschiff MS Florentina wurde im Jahr 1980 erbaut und ab Frühjahr 2008 laufend sanft renoviert. Es bietet 80 Gästen in 54 Kabinen bequem Platz. Alle Kabinen liegen aussen und verfügen über TV, Dusche/WC und Klimaanlage. Auf dem Oberdeck sind die Kabinen mit zu öffnenden Klappfenstern ausgestattet. Im Restaurant mit Bar werden lokale und internationale Speisen serviert. Kleiner Aufenthaltsraum bei der Rezeption vorhanden. Das grosse Sonnendeck mit Stühlen und Liegen bietet Erholung und Entspannung während der eindrücklichen Fahrt entlang der Moldau und der Elbe. Dreimal Abendunterhaltung an Bord. Nichtraucherschiff.

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Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

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Ein einsames Fest ist traurig, aber leicht zu verhindern.

FESTTAGE

Bilder Getty Images, KNA-Bild, Keystone, Quelle Focus

Weihnachten allein muss nicht sein Alleinstehenden wird über die Feiertage einiges geboten. Fast jede Kirchgemeinde führt ein Weihnachtsfest durch. In Chur beispielsweise gibts am 24. Dezember in der Comanderkirche eine gemeinsame Feier inklusive Nachtessen. Auch die Caritas ist eine gute Adresse, wenn man das Fest der Liebe im Kreise von netten Menschen verbringen will. Wers fetziger mag, stürzt sich ins Nachtleben. Zum Beispiel an eine Gratisparty in einem der drei MadWallstreet-Clubs in Basel, Bern oder Luzern. Und wer jemanden zum Reden braucht, kann dies unter der Telefonnummer 143 tun. Mehr Infos: www.caritas.ch www.madwallstreet.ch www.offenekirche.ch

Bewegung bremst die Zellalterung.

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Natürliches Anti-Aging S

port ist Mord, sagt der Volksmund und täuscht sich gewaltig. Denn wer in seinem Leben viel Sport getrieben hat, profitiert im Alter davon. Grund dafür ist die Steuerung der Zellalterung durch die Telomere. Diese funktionieren als eine Art Schutzkappe an den Enden der Chromosomen, welche die Erbinformationen enthalten. Bei jeder Zellteilung werden die Telo-

mere ein Stück kürzer. Sobald sie eine bestimmte Länge unterschreiten, stirbt die Zelle ab. Wissenschafter der Universität Homburg im deutschen Saarland konnten jetzt nachweisen, dass regelmässige Bewegung diesen Prozess verzögert. Sie hatten Hobbysportler untersucht, die über Jahre hinweg regelmässig Sport trieben. Der Befund: Der Verlust der Telomere wurde

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Ba hat auch die weibliche Welt eine Wahlmöglichkeit mehr im Leben: Bald Nach Na dem blauen Wunder für den Mann steht offenbar eine rosa Sexpille fü für die Frau kurz vor der Zulassung. Das wurde auf dem 12. Kongress der Eu Europäischen Sexualmediziner im französischen Lyon verkündet. Sexuelle Er Erregung fängt im Gehirn an, darin sind sich die Experten einig. Und genau da setzt das «Viagra für die Frau» an. Durch den neuen Wirkstoff Flibanse serin sollen Gefühlsblockaden gelöst werden, denn er wirkt enthemmend. Da Das Medikament könnte bereits 2011 auf den Markt kommen.

bei diesen Testpersonen gebremst, der Abbau der Zellen verlangsamte sich deutlich. Sport ist also ein natürliches Anti-Aging-Mittel, das nicht nur die Beweglichkeit und die Fitness verbessert, sondern auch die Körperzellen jünger hält. So gesehen müsste der Volksmund eigentlich sagen: Wer keinen Sport betreibt, ist ein Beihelfer zum Mord. Daniel Schifferle

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62 | Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

Die Insel der drei Jahreszeiten

Tausend Kilometer südlich von Lissabon liegt die portugiesische Insel Madeira. Ein Flecken Natur, wo Wanderfans Frühling, Sommer und Herbst innert weniger Stunden durchlaufen können. Selbst im Januar.

T

ragen Sie gute Schuhe? Wenn nicht, nehme ich Sie nicht mit!» Emanuel Andrade steigt aus seinem Geländewagen und grinst breit. Die Wandergruppe blickt skeptisch zu Boden. Doch Emanuel ist zufrieden, die Ausrüstung stimmt bis ins kleinste Detail. Seit 37 Jahren führt der klein gewachsene Portugiese Touristen über die Insel. Und nicht selten gibt es Gäste, die ihm in Flipflops durch die Berge folgen wollen. Solange er denken kann, erkundet Emanuel seine naturgewaltige Heimat. Der 57-Jährige wurde auf der Insel geboren und ist hier aufgewachsen. Er ist so etwas wie das personifizierte Madeira, ein wandelndes Lexikon – und erst noch ein mehrsprachiges. Keine Frage, die er nicht beantworten könnte, keine Blume, keinen Strauch, dessen botanischen Namen er nicht kennen würde, auf Deutsch, auf Englisch und sogar auf Finnisch. «Die Schule habe ich grad mal vier Jahre lang von innen gesehen», sagt er. Fürs Leben gelernt habe er später – von der Natur.

Eine Landschaft wie im Märchen

Endlich kann es losgehen, zu den 25 Quellen, den «Levadas das 25 Frontes», entlang der jahrhundertealten Bewässerungskanäle. Gestartet wird auf 1460 Meter über Meer. Der Nebel hängt nur ein Meter tief über der Hochebene, von der aus die Gruppe zur Wanderung aufbricht. Die Stimmung hat etwas Mystisches. Die Landschaft von Paul da Serra,

dem kargen Hochmoor im Westen der Insel, erinnert mit ihrem weichen Grün und den beinahe wild lebenden Kühen und Ziegen an ein Märchen. Sonnenstrahlen dringen zart durch die Nebelschwaden. Eine Kuh steht allein und verlassen auf der kurvigen Strasse. Der Wind bläst, es nieselt. Plötzlich scheint kraftvoll die Sonne, und es wird warm. «Kann sich das Wetter heute auch mal entscheiden?», fragt sich ein Wanderer.

Sommer an der Küste, Spätherbst in den Bergen

«Auf Madeira erlebst du drei Jahreszeiten an einem Tag», erklärt Emanuel Andrade. Seine Gäste stehen da, die Kapuzen ihrer wasserdichten Windjacken eng um den Kopf gezurrt. Eine Stunde zuvor noch lagen sie bei blauem Himmel nahe der Küste in der Sonne. Schuld daran ist der Passatwind aus dem Norden des Landes. Er beschert Madeira verschiedene Mikroklimata. Der Gebirgskamm im Inselinnern wirkt als Wetterscheide, er teilt die Insel in eine niederschlagsreiche und oft wolkenverhangene Nordseite und in eine trockenere sonnigere Südseite. So kann an der Südküste Sommer herrschen, in den Bergen hingegen ist Spätherbst. Und den Frühling erlebt man auf der Strecke in Richtung Hochebene. Emanuel geht gemächlich voraus, zupft alle paar Meter an einer Pflanze und hält das Gepflückte seinen Gästen unter die Nase: «Riechen Sie: Das ist Eukalyptus, Lavendel, hier eine Erica.»

Madeira-Experte Emanuel Andrade kennt die Pflanzen der Insel wie kein anderer.

Der Erzählstoff geht ihm nie aus. Emanuels Zuhause ist eine Vulkaninsel, deren Erde sehr nährstoffreich ist. Zudem zeigt das Thermometer im Sommer selten mehr als 25 Grad an, im Winter sinkt es fast nie unter 15 Grad. Perfekte Verhältnisse also, um die Insel das ganze Jahr über mit Wanderschuhen zu entdecken. Und gleichzeitig ideal für die Pflanzenwelt. Dies dachten sich wohl auch die britischen Kolonialherren im 18. Jahrhundert, als sie Sträucher und Blumen aus aller Welt auf Madeira anpflanzten. Sie überboten sich gegenseitig mit immer noch bunteren, noch exotischeren Gärten. Blumengärten sind ein Statussymbol auf Madeira, früher wie heute. Auch Emanuel hat aus seinem Garten daheim ein Paradies geschaffen. «Ich nehme während der Arbeit immer


BESSER LEBEN REISEN

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Bäume fürs Öko-Gewissen

Das Naturschauspiel der 25 Quellen: Madeira entdeckt man am besten zu Fuss.

Madeira muss seine Wälder mittels Baumschulen aufforsten. Dies können auch Touristen: Unter Anleitung der lokalen Forstverwaltung haben sie im letzten Jahr über 3700 Bäume neu gepflanzt und so ihr ökologisches Gewissen ein wenig beruhigt. Schliesslich reisen die meisten mit dem Flugzeug an. Die Baumpflanzaktion wird einmal pro Woche vom Viersternehotel Jardim Atlantico organisiert (siehe Box «Preishit Madeira»).

Die Jungbäume müssen vor Kaninchen geschützt werden.

Unverzichtbar ➔ Die lokale Spezialität Espetada probieren. Dabei wird in Salz, Lorbeerblättern und Rinde mariniertes Rindfleisch auf einen Lorbeerast aufgespiest und Köstlich: Das Fleisch stammt wegen grosser über dem offenen Nachfrage nur an Festtagen von der lnsel. Feuer gebraten. Am besten einen der öffentlichen Grillplätze aufsuchen: Dort wird die Spezialität teilweise von Einheimischen angeboten. Das Hotelpersonal weiss Bescheid. ➔ Gute Schuhe mit Profil tragen, am besten knöchelhoch. ➔ Eine wasserfeste Windjacke gehört zur Grundausstattung. ➔ Einen Wanderführer engagieren: Sonst läuft man Gefahr, stundenlang wieder an den Ausgangspunkt zurückwandern zu müssen. Zudem sind charismatische Guides wie Emanuel eine wahre Bereicherung. ➔ Bei längerem Aufenthalt ein Auto mieten. Madeira verfügt zwar über ein funktionierendes, Abrupter Wetterwechsel: In den aber nicht sehr effizientes Bergen gehts nicht ohne Jacke. ÖV-Netz.

Nicht zu empfehlen ➔ Den Bauernmarkt «Mercado dos Lavradores» in Funchal nicht erst am Nachmittag besuchen. Früh aufzustehen lohnt sich: Ab 7 Uhr morgens feilschen dort Fischhändler um die besten Preise: ein Schauspiel, das man sich nicht entgehen lassen sollte. ➔ «Espetada» im Restaurant essen. Dort wird es auf Metallspiessen serviert und in der Pfanne gebraten: kein Vergleich zum Original.


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die Samen der schönsten Blumen und Pflanzen für meinen Garten mit.» Die Wandergruppe taucht immer tiefer in das satte Grün ein. Ein Meer aus Eukalyptus breitet sich vor ihren Augen aus. Immer wieder ragen dicke, tief im Erdreich verwurzelte Bäumstämme quer über den Trampelpfad.

1000 Meter Dunkelheit

Die Insel macht ihrem Namen alle Ehre: Madeira bedeutet auf Der Weg führt entlang einer Levada, eines Deutsch Holz. Ur- jahrhundertealten Bewässerungskanals. sprünglich wurden die Pfade entlang der Levadas als Arbeitswege angelegt. Ins- einige Unfälle miterleben müssen. gesamt bilden sie ein über 2000 Die Luft wird immer feuchter. Der Kilometer langes Netz über die schmale Pfad führt zwischen zwei ganze Insel. Doch bloss etwa die grünen Hügeln in eine Schlucht. Hälfte davon ist für Wanderer er- Wie aus dem Nichts türmt sich schlossen. Dies bekommt auch plötzlich eine 125 Meter hohe FelsEmanuels Gruppe zu spüren. wand auf, der 25 Quellen entRechts die Levada, links ein steiler springen. Sie bilden einen BergAbhang. Der Boden des schmalen bach, der sich seinen Weg tosend Pfades dazwischen ist von Wur- in Richtung Küste erkämpft. Weiter gehts Richtung Süden, zeln überwachsen: Spätestens jetzt ist jeder froh um die knöchel- vorbei an Grillstellen, an denen hohen Wanderschuhe. Espetada, eine einheimische Spe«Schaut euch diesen Zaun an», zialität aus Rindfleisch, zubereitet ruft da Emanuel. «Ich habe mich wird (siehe Seite 63). Emanuel dafür eingesetzt, dass er gebaut kramt Taschenlampen hervor. Die wird.» Der Portugiese hat schon Wanderer rasten vor einem drei

BESSER LEBEN REISEN Meter hohen Tunnel, der schier unendlich in den Fels hineinzureichen scheint. Im Gänsemarsch geht es hinein, links ein dickes Wasserrohr, rechts das kalte, nasse Felsmassiv. Es tropft, es hallt, es ist stockdunkel: ein Gefühl wie in einem Horrorfilm. Selbst die Taschenlampen kommen nicht gegen diese Dunkelheit an. Ihr Licht verliert sich im Nichts. Dann plötzlich grelles Sonnenlicht. Das Ende des über ein Kilometer langen Tunnels ist erreicht. Emanuel kneift die Augen zusammen und zieht sofort die Jacke aus. Denn auf der Südseite herrscht wieder Sommer. Kein Wölkchen zeugt von den Verhältnissen auf der anderen Seite des Tunnels. Vor einem die immergrünen Hügel, dahinter das tiefe Blau des Atlantiks. Und Wasser, so weit das Auge reicht. Erschöpft lassen sich die Wanderer in die Sitze von Emanuels Geländewagen fallen. Mit Karacho gehts talwärts in Richtung Küste. Endlich: Zeit, die Wanderschuhe auszuziehen. Text Cinzia Venafro Bilder Pénélope Henriod

www.migrosmagazin.ch Mehr als Ausgangspunkt für Ausflüge: Die Tipps und Bilder zur Hauptstadt Funchal.

MADEIRA AUF EINEN BLICK Anreise: Tap Airlines Portugal fliegt täglich von Zürich über Lissabon nach Zürich. Air Berlin fliegt jeden Donnerstag direkt von Zürich nach Madeira. Reisezeit: Dank des milden Klimas ganzjährig. (Wassertemperatur im September maximal 23 Grad, im Januar zwischen 15 und 17 Grad.) Essen: Restaurant Almirante in der Hauptstadt Funchal. Fünf Minuten vom Bauernmarkt «Mercado dos Lavradores» entfernt. Getestet und als gut befunden: Immergrüne Hügel, tiefblauer Atlantik: Die portugiesische Insel der Degenfisch Espada sowie die Pasta Madeira zeigt sich von ihrer besten Seite. mit Meeresfrüchten. Reservation: +351 291 224 252 Trinken: Im Pipa Velha Wine Shop am Bauernmarkt in Funchal gibts die besten Madeira-Weine und Spirituosen. Inselstars: Der Fussballer Cristiano Ronaldo wuchs auf Madeira auf; der Schweizer Nati-Torhüter Diego Benaglio spielte von 2005 bis 2008 beim einheimischen Club CD Nacional Madeira. Weitere Infos rund um Madeira: www.visitportugal.com

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Preishit Madeira

➔ Hotel Jardim Atlântico ***(*) Ein ökologisch geführtes Hotel in Prazeres. ➔ Angebot: Wanderbegeisterte Gäste finden hier die richtige Mischung zwischen körperlicher Aktivität und totaler Entspannung. Das hoteleigene Vitalcenter bietet Whirlpool, türkisches Bad und diverse Massagen. ➔ Lage: Direkt an der Steilküste, hoch über dem Meer, mit traumhaftem Blick auf den Atlantik. ➔ Preise pro Person: ab 965 Franken für Ankünfte vom 6.1.10—24.2.10; Direktflüge am Donnerstag ab Zürich nach Funchal. ➔ Inbegriffen: • 7 Übernachtungen im Studio mit Meersicht, Halbpension, • Flug Zürich—Funchal retour mit Air Berlin inkl. Taxen • 1 geführter Rundgang «Botanik & Kultur» • 1 Wanderung auf dem Barfussweg • 1 Diavortrag über die Vielfalt der Wandermöglichkeiten und den Naturschutzpark im Westen Madeiras ➔ Nicht inbegriffen: • Obligatorisches KombiVersicherungspaket • Evtl. Bearbeitungsgebühren ➔ Wir empfehlen: • Begleitete Wanderausflüge mit professionellem Bergführer ab 49 Franken pro Tag • Mietwagen Avis, beispielsweise Kat. A ab Fr. 276.— pro Woche inklusive Versicherung ➔ Für Auskünfte, Kataloge und Reservationen: Sierramar, MTCH AG, Sägereistrasse 20, 8152 Glattbrugg, Tel. 043 211 71 33, sierramar@sierramar.ch. Montag—Freitag 8.30—18 Uhr, Samstag, 9—12.30 Uhr. Den Sierramar-Katalog erhalten Sie auch in Ihrem Reisebüro oder unter www.sierramar.ch


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Huckepack über den Atlantik

Spektakuläres Manöver im Hafen von Rotterdam: Zwei Flusskreuzfahrtschiffe, eines davon aus der Schweiz, werden auf einen Frachter geladen und nach Marseille verschifft.

G

anze 23 Zentimeter trennen die «Excellence», die unter Schweizer Flagge fährt, von der «Viking Neptune»: Die beiden Flusskreuzfahrtschiffe sind auf den halbtauchfähigen Riesenfrachter «Dockwise Explorer» geladen, der sich über eine Länge von 160 Meter und eine Breite von 31 Meter erstreckt. Nach der gelungenen Operation kann die Mannschaft der «Excellence» aufatmen. Die Schiffe im Laderaum sind beidseitig fest vertaut, um den zwölf Meter hohen Wellen zu trotzen, mit denen man auf der Fahrt nach Marseille im Atlantik rechnen muss. Eine Woche haben Kapitän Peter Titz und seine drei Maate Attila, Cipson und Dan auf dieses Ergebnis hingearbeitet. Nachdem die «Excellence» drei Jahre lang auf dem Rhein unterwegs war, wird sie nun die Rhone befahren, mit Schweizer Passagieren an Bord. Nur: Mit ihrer Länge von 130 Metern (bei 11,4 Meter Breite) passt sie nicht in den RheinRhone-Kanal. Deshalb steht der Umweg über den Atlantik an. Den Stürmen, die vor Portugals Küste toben, hält die «Excellence» jedoch nicht stand.

Sogar die Blumentöpfe wurden festgebunden

Die Entscheidung fiel am Sitz von Twerenbold in Baden AG. Der Inhaber beschloss, das Schiff in Rotterdam, dem grössten Hafen Europas, auf einen Frachter zu verladen. Und nachdem dasselbe Los ein zweites Kreuzfahrtschiff traf, beschlossen die beiden Unternehmen, sich die Kosten und

den Frachtraum zu teilen. Es galt nun, in den Innenräumen der Schiffe jeden einzelnen Gegenstand zu befestigen, der in den atlantischen Gewässern in die Brüche gehen könnte, also fast alles. Unzählige Laufmeter Seilstrang, Unmengen Klebeband, kiloweise Kartonschachteln und

viel Schweiss waren nötig, um die Aufgabe zu bewältigen. «Es ist kaum zu glauben, wie viele kleine Gegenstände es in den Kabinen gibt. Wir haben alles unter der Matratze festgezurrt, damit es keinen Schaden nimmt», berichtet Peter Titz. Das Schiff sieht aus wie der «Fliegende Hollän-

der»: gespenstisch. Selbst die Blumentöpfe wurden eingepackt und festgebunden. Für die vier Seeleute geht eine Epoche zu Ende. Sie verlassen das Schiff, auf dem sie monatelang gelebt haben, wo sie die Kabine teilten, zusammen am Tisch sassen, gemeinsam den Stress bewältigten.


REISEN SCHIFFSTRANSPORT

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Käpitän Peter Titz (rechts) muss seine «Excellence» verlassen. In Marseille übernimmt ein neuer Schiffsführer das Ruder.

Exzellente Kreuzfahrten mit vier Sternen

Sehr, sehr lange und grazil wie ein Schilfgras. So könnte man die MS Excellence beschreiben. Sie ist 110 Meter lang, 11,4 Meter breit, hat einen Tiefgang von 1,6 Meter und wiegt 1400 Tonnen. Sie fasst 142 Passagiere in ihren 71 Kabinen auf drei Stockwerken. Im hinteren Schiffsteil sind zwei Kabinen mit Balkon und Badewanne ausgestattet, als Einzige auf dem Schiff. Auf den Kreuzfahrten umfasst das Hotelpersonal (Köche, Zimmermädchen, Kellner, Rezeptionistinnen etc.) 30, die Schiffsmannschaft 6 Personen.

Es gilt, das Schiff, das für gewöhnlich 1400 Tonnen wiegt, für den Transport nach Marseille von Gewicht zu befreien. Jedes einzelne Kilogramm zählt. Das Restaurant ist leer. Tische und Stühle sind in einer Ecke ineinander verkeilt. In einer anderen Ecke gucken Pfannen, Geschirr und di-

Ein Frachtschiff mit Ladung: Bloss 23 Zentimeter trennen die «Excellence» (oben rechts) von der «Viking Neptune». Rechts: Für die Atlantikreise wird alles festgezurrt.

Zwei Motoren mit je 1000 PS treiben das Schiff an. 25 Kilometer pro Stunde beträgt die Kreuzfahrtgeschwindigkeit (bei einer Bremsdistanz von immerhin 150 Metern). Maximal erreicht das Schiff 36 Kilometer pro Stunde. Mit Ausnahme der Hafenumgebung gibt es auf den Flüssen keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Die Treibstofftanks fassen 100 000 Liter, der Wassertank 240 000 Liter. An Bord vertreibt man sich die Zeit mit Tanz zum Nachmittagstee, Quizabenden oder einem erfrischenden Drink an der Bar zwischendurch. Der Kapitän ist verantwortlich für alles, was sich auf dem Schiff abspielt. An seine Adresse gehen Bussen für Geschwindigkeitsübertretungen, er verantwortet Drogen an Bord, und muss für jede Übertretung von Sicherheitsvorschriften den Kopf hinhalten.


REISEN SCHIFFSTRANSPORT

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

verse Gerätschaften aus den Kartons. An der Bar kann man zwischen den Sofas ein Klavier ausmachen. Vor einem Projektionsschirm sind Sessel aufgereiht. Die Mannschaft verbringt hier ihre Abende, auch wenn alles eingepackt wird. So wurde die Bar kurzerhand zum Heimkino umfunktioniert, samt Grossmonitor, Aktivboxen und Popcorn. Auch im Mannschaftsbereich wird zusammengeräumt. Kartonschachteln, Abfallsäcke und bauchig grosse Koffer werden in Windeseile gefüllt. «Mein ganzes Leben ist in diese Kartonkiste verpackt», seufzt Peter Titz.

Es müssen französische Feuerlöscher sein

Nun ist der grosse Tag da. Die «Excellence» verlässt den Obsthafen, wo sie anlegte, weil woanders kein Platz war. Dies ist die letzte Ausfahrt, Ziel ist der Hafenplatz der Grossfrachter. Der Chef der Flotte, Nico van den Boom, und der Generaldirektor Ernst Felder sind für das Schiffsmanöver eingetroffen. Die «Dockwise Explorer» lädt Boote aus Marseille aus, die in Rotterdam instand gestellt werden sollen. Das Transportschiff hat an das Schweizer Boot angedockt. Die Mannschaften tauschen die Feuerlöscher aus, denn für die Navigation auf der Rhone muss sich

Rotterdam — viertgrösster Hafen der Welt

Rotterdam ist ein ganz besonderer Hafen. Nur schon wegen seiner Grösse: Er breitet sich über rund 40 Quadratkilometer aus, was ihn zum viertgrössten Hafen der Welt macht (nach Schanghai und Zhoushan/Ningbo in China und Singapur). Spektakulär ist auch der jährliche Warenumschlag: 421,1 Millionen Tonnen bewältigt der Hafen. Agrarrohstoffe, Kohle, Öl und chemische Produkte werden hier ein- und ausgeladen. Der Hafen kennt keine Pausen. Der Betrieb läuft 24 Stunden, sieben Tage pro Woche. Drei offizielle Sprachen werden gesprochen: Niederländisch, Englisch und Deutsch. Auch die Schweizer Unternehmer nutzen dieses Eingangstor nach Europa. SBB-Cargo bringt Tag für Tag Warentransporte her (der Bahnhof liegt gleich neben dem Anlegeplatz, die Container werden direkt vom Schiff auf die Schiene verladen). Im Vergleich mit Rotterdam erscheinen die anderen europäischen Häfen wie Zwerge, obwohl auch sie imposant sind: Im belgischen Antwerpen werden jährlich 189,5 Millionen Tonnen umgesetzt, in Hamburg 140,4 Millionen Tonnen und in Marseille 96 Millionen Tonnen.

die «Excellence» mit Feuerlöschern ausrüsten, die den französischen Vorschriften genügen. Die Ehre, als erstes Boot in den Frachter eingelassen zu werden und somit den gesamten Raum zur Verfügung zu haben, kommt der «Viking Neptune» zu. Die Seeleute ziehen das Schiff so nah wie

möglich an die Kante, um die 23 Zentimeter Raum zu gewährleisten, die der «Excellence» zum Manövrieren bleiben wird. Dann folgt das Schweizer Schiff und gleitet in den Bauch des Frachters. Eine falsche Bewegung könnte verheerende Folgen haben. Die Schiffsjungen der «Viking Neptu-

ne» halten die Stellung auf ihrem Boot. Mit besorgtem Blick verfolgen sie das Vordringen der «Excellence» ins Transportschiff. Endlich verschwindet das Heck im Frachtraum, und der Steg schliesst sich. Nun muss die «Excellence» festgemacht werden, damit sie sich nicht verschieben kann. Holzscheite werden zwischen die Schiffe gelegt, damit sie im Wellengang nicht aneinanderprallen. Erst jetzt entspannen sich die Gesichter zum ersten Mal an diesem Tag: Die Aufgabe ist geschafft! Während die Mannschaft feiert, wird das Wasser abgepumpt. In ein paar Tagen wird die «Dockwise Explorer» die Taue lösen und mit Ziel Marseille ablegen. Ungefähr zwei Wochen wird die Reise dauern. Im kommenden März ändert die «Excellence» ihren Namen in «Excellence-Rhône». Bereits jetzt ausgebucht ist ihre Jungfernkreuzfahrt zwischen Avignon und Chalon-sur-Saône. Auf Attila, Cipson, Dan und Peter warten nur ein paar Meter entfernt ein anderes Schiff und andere Reisen. Doch zunächst werden sie ein paar Ferientage antreten: In einer Woche fahren sie zum Urlaub nach Hause. Text Mélanie Haab Übersetzung Syntax Bilder Pierre-Yves Massot/arkive.ch

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BESSER LEBEN IN FORM

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

| 71

Selbstmassagen vertreiben den Stress

Die Festtage stehen vor der Tür, und 1000 Dinge sind noch zu erledigen. Für lange Pausen bleibt keine Zeit. Eine Selbstmassage verhilft zu neuer Energie und wappnet gegen den Stress.

S

ich selbst zu massieren braucht wenig Zeit, ist überall möglich und trotzdem sehr effektvoll. «Besonders wohltuend ist eine Ohrmassage», weiss die medizinische Masseurin Tamara Läubli. «Dabei knetet man beide Ohren von innen nach aussen und von oben nach unten und zieht sie lang.» Um den Kopf zu leeren, hilft eine Massage der Finger mit dem sogenannten Korkenziehergriff. Dabei jeden Finger einzeln in die andere Hand legen, fest umschliessen und mit einer leichten, kurzen Drehbewegung vom Ansatz zur

Spitze hin massieren. Wer seine Finger so knetet, tut dem ganzen Kopf Gutes, also auch Grosshirn, Kleinhirn, Ohren, Mund und Augen. Eine wohltuende Wirkung erreicht man auch, indem man die beiden Handflächen aneinanderdrückt und anschliessend die Handballen ablöst. Das dehnt und lockert den Nackenbereich. Stressbefreiend wirkt eine Handgelenksmassage: die Handgelenke mit den Fingern umfassen und kräftig hin und her drehen. Sehr wohltuend sind Berührungen am Kopf: die Zeigefinger auf die kleine

STIMMTS?

Delle vor den Ohren legen. Die Handinnenflächen liegen an den Wangen. Für eine Minute in dieser Position bleiben ohne Druck auszuüben. «Danach mit den Handballen zur Schläfe rutschen, die Finger an den Oberkopf legen. Wieder eine Minute lang halten. Dann eine Hand sanft auf den Kopf legen und 60 Sekunden in dieser Haltung bleiben», empfiehlt die Expertin. Wer sich so Entspannung verschafft und sich ab und zu eine Massage bei Profis gönnt, geht leichter durch den Alltag. Karin Zahner

Den Körper in den Händen Gemäss der Theorie der Reflexzonenmassage finden sich an den Ohren, den Händen und den Füssen alle Organe und Muskelgruppen des Körpers gespiegelt. Wer also beispielsweise die Handwurzeln gegeneinander drückt, wirkt auf den Nacken ein, wer das Ohr massiert, behandelt seinen ganzen Körper.

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Muttermilch ist immer gleich

Mehr als Nahrung: Muttermilch regt an oder fördert den Schlaf.

Stimmt nicht! Spanische Wissenschafter haben herausgefunden, dass die Muttermilch je nach Tageszeit unterschiedlich zusammengesetzt ist. Tagsüber produzierte Milch wirkt eher anregend, während nachts gebildete Milch mehr schlaffördernde Inhaltsstoffe enthält. Deshalb empfehlen Wissenschafter, abgepumpte Muttermilch einem Baby zu derjenigen Tageszeit zu geben, zu welcher der Körper sie produziert hat. Deshalb gilt: Datum und Uhrzeit auf die Packungen schreiben.

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BESSER LEBEN GARTEN & TIER

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

Mehrweg-Tanne

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Gast auf Zeit: Das Tännchen im Topf wächst später draussen weiter.

Ein Christbaum, der immer weiterwächst: Das Tännchen im Topf lässt keine Nadeln und kann auch im nächsten Jahr wieder leuchten.

E

in Christbaum aus der Baumschule, der in der Grünabfuhr landet, kaum hat er seinen Dienst getan – das passt immer mehr Menschen nicht mehr. Sie entscheiden sich deshalb für ein Tännchen im Topf. Soll die Pflanze Weihnachten überleben, im nächsten Jahr wieder festlich geschmückt für ein paar Tage im Wohnzimmer stehen oder im Sommer im Garten wachsen, muss man sie sorgsam auswählen. Gute Chancen, draussen anzuwachsen, haben diejenigen Nadelbäume, die im Topf aufgezogen und nicht im Freiland gestochen und dann umgepflanzt wurden. Den Unterschied kann man gut erkennen: Zieht man das

Bäumchen leicht aus dem Topf, stellt man auf einen Blick fest, ob es einen festen Wurzelballen hat. Das ist dann der Baum der Wahl.

Für maximal zehn Tage in die Wärme holen

Bedenken muss man auch, dass Pflanzen im Winter eine Ruhepause beim Wachstum einlegen. Wird der Baum in die Wärme geholt, «erwacht» er für ein paar Tage. Das bedeutet für die Pflanze Stress. Mildern kann man diesen, wenn man den Topf, bevor und nachdem er in der Stube steht, ein paar Tage in einer kühlen Garage oder im Keller auf den Temperaturwechsel vorbereitet. Bevor man das Bäumchen ins Haus holt, sollte es tüchtig gegossen werden. Zudem sollte

man den Baum nicht allzu lange im Wohnzimmer halten. Zwei bis drei Tage sind ideal, mehr als zehn Tage sollte er nicht drinnen sein. Mit dem Auspflanzen in den Garten kann man sich allerdings bis in den Frühling Zeit lassen.

Die Christbäume gedeihen auch im Pflanzkübel über längere Zeit gut. Manchmal sogar über Jahre, wenn sie regelmässig gegossen und vor tiefen Minustemperaturen geschützt werden. Haia Müller

DREI FREUNDE

«Es gibt genug Käse bei den Theologen, aber meiner ist der echte»

Ernst Sieber hat ein grosses Herz für Mensch und Tier. Von den Tieren sind dem Pfarrer und gelernten Landwirt vor allem die beiden Geissen Flöckli und Brüneli lieb geworden.

Bilder Getty Images, Kurt Reichenbach/SI/RDB

Warum fühlen Sie sich mit den Geissen so sehr verbunden? Wir haben schon einiges miteinander durchgestanden.

Unterwegs mit seinen treuen Geissen: Pfarrer Ernst Sieber.

Zum Beispiel? Als ich spät nachts mit den beiden im Maderanertal auf die Alp ging, kam eine Kuhherde auf uns zu. Ich band Flöckli und Brüneli aus Sicherheitsgründen zusammen. Doch ich stolperte, sie rissen sich los und rannten davon. Im strömenden Regen habe ich sie gesucht und gesucht. Noch nie betete ich so laut zu Gott wie in diesem

Moment. Schliesslich gab ich die Suche auf. Aber als ich zur Hütte kam, standen die beiden dort. Was geben Ihnen Ihre Geissen? Sie erinnern mich an meine Bauernzeit, und sie sind beide grandiose Milchgeissen. Wegen ihnen habe ich auch zu chäsen gelernt. Es gibt genug Käse bei den Theologen, aber meiner ist der echte. Wenn man mit ihnen nachsichtig ist und sie Geissen sein lässt, geben sie einem viel Zuneigung, selbst wenn sie Hörner haben.

Kommen sie auch ins Haus? Selbstverständlich, wenn die Türe offen ist. Sie sind auch schon ins Postauto gestiegen und waren kaum herauszubringen. Wenn sie etwas im Kopf haben, lassen sie sich nicht leicht davon abbringen. Zu guter Letzt ein Geissenwitz? Eine Geiss und eine Schnecke machen ein Wettrennen zum Stadthaus. Wer gewinnt? Natürlich die Schnecke. Die Schnecke sagt zur Geiss: Hier kommst du mit Kriechen weiter als mit Meckern.

Interview Dagmar Steinemann


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GLÜCKSGRIFF

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

| 75

Auge in Auge mit den Monstern

Am 17. Dezember startet das fantasievolle Kinospektakel «Wo die wilden Kerle wohnen». Das Migros-Magazin verlost 200 Tickets für die gelungene Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Maurice Sendak.

Mitmachen M und u mit Glück gewinnen g Bei unserer Verlosung gibts 100 Mal zwei Kinotickets für den Film «Wo die wilden Kerle wohnen» zu gewinnen. Teilnahme per Telefon: Rufen Sie 0901 560 039 (1 Franken pro Anruf) an und nennen Sie Ihren Namen und Ihre Adresse.

Max, gespielt von Max Records, ist mutig. So mutig, dass er das Blickduell mit dem Ungeheuer gewinnt.

Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Franken pro SMS). Beispiel: GEWINNEN, Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt Per Internet: www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Mit Postkarte: Migros-Magazin, «Wilde Kerle», Postfach, 8099 Zürich Einsendeschluss: Sonntag, 27. Dezember, 2009

© 2009 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved

Max schliesst mit den Monstern Freundschaft.

D

er kleine Max kann einfach nicht brav sein. Er hüllt sich in ein zotteliges Wolfsfell, rennt brüllend durchs Haus, erschreckt den Hund und droht seiner Mutter, er werde sie auffressen. Zur Strafe muss der Bengel ohne Nachtessen ins Bett. In seinen Träumen reist er in ein fernes Land, wo haarige Monster mit gelben Kulleraugen wohnen. Weil Max Mut beweist

Ist das grosse Abenteuer doch nur ein Traum?

und das Obermonster in einem Blickduell niederstarrt, gewinnt er den Respekt der garstigen Kreaturen. Die ungewöhnliche Kindergeschichte erschien 1963 unter dem Titel «Wo die wilden Kerle wohnen», geschrieben und illustriert vom genialen New Yorker Zeichner Maurice Sendak. Das Buch wurde zum Klassiker, weil es gegen Tabus der Kinderlitera-

tur verstiess. Es erzählt von einem rebellischen Buben, der ein grusliges Abenteuer erlebt. Regisseur Spike Jonze («Being John Malkovich») hat das Buch nun perfekt verfilmt. Ihm ist das Kunststück gelungen, Sendaks unverwechselbaren Zeichenstil in bewegte Bilder umzusetzen. Auch auf der Kinoleinwand wirken die Monster zugleich gruslig und liebenswert. Michael West

Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlung, Rechtsweg ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Weitere Infos zum Film unter www.wherethewildthingsare.ch


76 |

FREIZEIT

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

DIE SPIELSEITE DES MIGROS-MAGAZINS

Knobeln Sie mit

Finden Sie das Lösungswort und gewinnen Sie eine Migros-Geschenkkarte im Wert von Fr. 100.—.

Kreuzworträtsel Nummer 52 Waagrecht 1 schweizerische Presseagentur 3 Teilstrecke 8 französisch Tag 9 bestimmter Artikel 10 orientalisch Wollstoff 12 Deutung 14 Neigung in eine bestimmte Richtung 16 europäische Freihandelszone (Abk.) 17 Vorname des Sängers Roussos 20 englisch lernen 22 Geruchsorgan 23 Landschaft im Kanton Bern 25 Jagdgewehr 27 Sprengstoff (Abkürzung) 28 Nutztier der Lappen 29 Ackergerät 30 Frauenname 31 französische Verneinung

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So machen Sie mit

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Auflösung des Rätsels

Mit Postkarte (A-Post):

Freizeit, Verlag Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8099 Zürich. Per Telefon: Wählen Sie 0901 59 19 41 (Fr. 1.— pro Anruf, ohne Vorwahl) und sprechen Sie das Lösungswort und Ihre Adresse aufs Band. Mit SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text FREIZEIT und Ihre Lösung und Adresse an die Nummer 920 (Fr. 1.—/SMS). Muster: Freizeit Sonnenschirm Michi Muster, Exempelstrasse 5, 8000 Zürich. Termin: Ihr Lösungswort muss bis spätestens Sonntag, 27. Dezember 2009, 18 Uhr, bei uns eingetroffen sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Senkrecht: 1 Spachtelwerkzeug 2 Fundort indischer Höhlenkunst 3 nachtaktiver Vogel 4 Moderichtung 5 schweizerische Partei 6 Widerstandskämpfer 7 französisch Osten 11 strikt anordnen 13 einzelner Theaterauftritt 15 Umstandswort 18 Bergwiesen 19 nicht häufig, rar 21 schweizerisches Mobilfunknetz 24 schweizerische Rettungsflugwacht 25 italienischer Klosterbruder (Kurzwort) 26 Abkürzung Ingenieur

Diese Woche können Sie eine Migros-Geschenkkarte im Wert von 100 Franken gewinnen.

Die Auflösung dieses Rätsels finden Sie ab Montag der nächsten Woche in der Internetausgabe des Migros-Magazins unter der Adresse www.migrosmagazin.ch/ raetsel

GENAU HINSEHEN

Rätsel Bromundt

Schauen Sie sich die beiden Bilder gut an und finden Sie die elf Fehler, die sich eingeschlichen haben.


GEWINNRÄTSEL

Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

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Der Preis

Gewinnen Sie eine von fünf MigrosGeschenkkarten im Wert von je Fr. 100.—.

So machen Sie mit Mit Postkarte (A-Post): Verlag Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8957 Spreitenbach Per Internet: www.migrosmagazin.ch/raetsel Per SMS: Senden Sie MMD und das Lösungswort an die Nummer 919 (Fr. 1.—/SMS) Per Telefon: Wählen Sie 0901 56 06 56 (Fr. 1.— pro Anruf, ohne Vorwahl) und sprechen Sie das Lösungswort und Ihre Adresse aufs Band. Termin: Ihr Lösungswort muss bis spätestens Sonntag, 27. Dezember 2009, 18 Uhr, bei uns eingetroffen sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Lösung Rätsel Nummer 51,

Lösungswort: Gewinner

Sitzlifte PlattformTreppenlifte Senkrechtaufzüge

www.liftech.ch Telefon 041 854 78 80

Gewinner Rätsel Nr. 50:

Eine von fünf MigrosGeschenkkarten (Wert Fr. 100.—) gewinnen Gregor Stritt, 6045 Meggen; Ruth Baudenbach, 3600 Thun; Fränzi Keller, 8038 Zürich; Josef Müller, 6130 Willisau; Berty Felder, 8624 Grüt.

IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Beglaubigte Auflage: 1 568 210 Exemplare (WEMF Oktober 2009) Leser: 2 344 000 (WEMF, MACH Basic 2009-2) Adresse Redaktion und Verlag: Postfach 1751, 8031 Zürich Telefon: 044 447 37 37 Fax: 044 447 36 01 redaktion@migrosmagazin.ch

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Geschäftsleiter Limmatdruck AG: Jean-Pierre Pfister Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Projektleitung: Ursula Käser Chefredaktor: Hans Schneeberger (HS) Stellvertreterin des Chefredaktors: Barbara Siegrist (BS) Stv. Chefredaktorin: Jacqueline Jane Bartels (jjb) Produzent: Beat A. Stephan (BAS) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (SBL, Leitung),

Almut Berger (ALB), Carl A. Bieler (CB), Mathias Haehl (hae), Yvette Hettinger (YH), Daniel Schifferle (dse, verantwortlich Besser Leben), Cinzia Venafro (CV), Reto E. Wild (rw), Anette Wolffram (A.W.) Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (si, Leitung), Béatrice Eigenmann (be), Jonas Hänggi (JH), Florianne Munier (FM), Christoph Petermann (cp), Daniel Sägesser (ds), Michael West (M.W.) Ressort Shopping & Food: Jacqueline Jane Bartels (jjb, Leitung), Eveline Schmid (ES, stv. Leitung),

Heidi Bacchilega (HB), Ursula Bickel (UB), Anna Bürgin (AB), Ruth Gassmann (RG), Tina Gut (TG), Dora Horvath (DH), Martin Jenni (MJ), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein (NO), Anna-Katharina Ris (AKR), Layout: Daniel Eggspühler (Leitung), Diana Casartelli, Marlyse Flückiger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Bruno Hildbrand, Gabriela Masciadri, Tatiana Vergara Lithographie: René Feller, Martin Frank, Reto Mainetti Prepress: Peter Bleichenbacher, Marcel Gerber, Felicitas Hering Bildredaktion: Tobias Gysi (Leitung), Anton J. Erni,

Franziska Ming, Susanne Oberli, Olivier Paky, David Zehnder Korrektorat: Heinz Stocker Online: Reto Meisser Sekretariat: Jana Correnti (Leitung), Imelda Catovic, Cornelia Kappeler, Sylvia Steiner (Honorarwesen)

Hans Reusser, Patrick Rohner, Eliane Rosenast, Kurt Schmid, Jasmine Steinmann, Nicole Thalmann anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 37 50 Fax: 044 447 37 47

Geschäftsbereich Verlag: Bernt Maulaz (Leitung), Simone Saner verlag@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 37 70 Fax: 044 447 37 34 Marketing: Jrene Shirazi (Leitung) Anzeigen: Reto Feurer (Leitung), Nicole Costa, Verena De Franco, Silvia Frick, Yves Golaz, Janine Meyer, Janina Prosperati,

Abonnemente: Sonja Frick (Leitung) abo@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 36 00 Fax: 044 447 36 24

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78 | Migros-Magazin 52, 21. Dezember 2009

Philipp Meier Er serviert den schönsten Kaffee der Schweiz. Philipp Meier ist «Schweizer Barista Meister 2009». Für seinen Erfolg bei der Barista-Meisterschaft lieferte ihm die Dessert Crème Marron von Sélection der Migros die Grundlage. Name: Philipp Meier (23) Sternzeichen: Zwilling Wohnort: Bern Wieso leben Sie hier? Ich begann 2006 mein Studium der Islamwissenschaften in Bern. Obwohl man dies noch in zwei weiteren deutschsprachigen Städten studieren kann, zog es mich von Hallau SH hierher. Wo würden Sie gerne leben? Ich bin so zufrieden hier, dass ich momentan nirgendwo anders hin will. Vielleicht einmal in einem Haus in Asila, an der Westküste Marokkos. Gemeinsam mit einem ehemaligen Mitbewohner ersteigerte ich vor ein paar Jahren einen VW-Bus, und wir fuhren zusammen von Hallau nach Marokko. Beruf und Lebenslauf: Ich habe dieses Jahr mein Bachelor-Studium in Islamwissenschaften und Kunstgeschichte abgeschlossen. Mein Ziel: Egal, was ich mache, ich muss es mit geradem Rücken tun können. Was ich mag: Samstagmorgenschichten im Kaffee, Käse mit Honig und Trutenbrust, den Drink Dubonnet Highball. Was ich nicht mag: Unanständige Kunden, zu heisser Kaffee (optimal ist übrigens 92 bis 94 Grad Celsius), Espresso ohne Crema. Was ich an mir mag: Meinen Perfektionismus in Bezug auf die Zubereitung von Kaffee, aber auch sonst. Mein bester Entscheid: Nach Bern zu ziehen – Städte bringen einem entweder Glück oder nicht. Hier hatte ich schon etliche glückliche Momente. Text Beat Matter Bilder Gerry Nitsch

MEIN ZUHAUSE UND MEIN FLUCHTORT «Meine kleine Wohnung ist schlicht eingerichtet und noch sehr kahl. Ich lebe erst seit Mai hier und kam noch nicht dazu, mich gross um Pflanzen zu kümmern. Immerhin gibts aussen rum viel Natur.»

MEIN TICK

«Ich schaue mir wöchentlich auf YouTube Dutzende von Filmchen an, wie ich noch schönere LatteArt machen könnte. Das ist die einfachste und schnellste Art, Inspiration zu finden.»

MEIN LIEBSTER

«Laszlo Körmendy ist mein liebster Cocktailmixer. Er macht mir den besten Dubonnet Highball und ist, wie ich meine, allgemein die Verkörperung des klassischen Barkeepers: immer cool und nie um einen Spruch verlegen.»


MEINE WELT

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MEIN LEBENSGEFÜHL UND MEINE SUCHT

«Kaffee spielt nicht nur eine grosse Rolle in meinem Leben — im Moment ist Kaffee mein Leben. Ich mache viel Kaffee, lese darüber, informiere mich. Ob Bohnen oder Pulver: Kaffee interessiert mich immer!»

MEIN DING

«Derzeit stehe ich voll auf die Pressstempelkanne. Man nennt sie auch French Press. Manche sagen, bei einer konventionellen Kaffeemaschine werde der Kaffee geradezu vergewaltigt. Die French Press hingegen geht sorgsam mit ihm um — so wie ich es mag.»

MEINE SAMMLUNG

«Ich liebe Fotorahmen. Was eingerahmt ist, spielt mir dabei keine Rolle. Ich hatte in meinem Zimmer in Hallau eine ganze Wand mit Rahmen tapeziert. Beim Umzug räumte ich im grossen Stil auf. Jetzt fange ich wieder von vorne an.»

MEINE BAR «In der ShishaBar in Thun arbeite ich Teilzeit im Service. Die Philosophie des Unternehmens sagt mir sehr zu. Und es gibt hier ein paar Produkte, die man in der Region Bern sonst lange suchen muss.»

MEIN LIEBLINGSORT «In 20 Minuten bin ich mit dem Velo von daheim am Wohlensee. Es ist der totale Kontrast zum Stadtleben und für mich Erholung pur.»


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Migros Magazin 52 2009 d NE