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INTERVIEW 34

Schauspielerin Emma Watson über ihr Leben nach «Harry Potter».

Ausgabe Aare, AZA 3321 Schönbühl-Shoppyland. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

www.migrosmagazin.ch, vormals WIR BRÜCKENBAUER

Nr. 47, 22. November 2010

Voll im Budget

Bilder Bil der René Ruis, Keystone/AP

Die Migros-Kunden haben entschieden: Michael Weyrichs WG wohnt ein Jahr lang gratis. SEITE 38 ADVENTSZEIT, FAMILIENZEIT 48

Bis Weihnachten heisst es: Abwarten, Tee trinken, Guetsli essen. Adressänderungen am Postschalter melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01 E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch


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4 | Mig Migros-Magazin Migros-Magaz Migros ros gaz 47, 22. November ovembe ove mbe 2010 010

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Wilder Wild Wi lder ld er Winterspass Wint Wi nter nt ersp er spas sp asss 10 as

EDITORIAL DITORIAL

Mehr Me hr a als ls 1130 30 Sachen Sach Sa chen ch en m macht acht ac ht Ursi Ur sin si n Ta Tann nner nn er a uf Ursin Tanner auf sein se inem in em A irbo ir boar bo ard. ar d. seinem Airboard. Sech Se chs ch s Wi Wint nter nt er-er Sechs Wintertren tr ends en ds zzum um trends Ab halt ha lt und nd Abschalten Ausflippen.

Hans Schneeberger, Chefredaktor

Der Milliarden-Seller

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Ich muss gestehen: Auch ich bin dem Zauber von Harry,

Hermine und Ron erlegen. Beim Erscheinen des letzten Bands stand ich in den Ferien in Südfrankreich extra um sechs Uhr morgens auf, um die letzten Seiten im Sonnenaufgang zu geniessen. Eine unvergleichliche Erfahrung!

MENSCHEN

Auch finanziell sprengte die Serie um den Jungen auf der

Wilder Winterspass Herr der Latten

10 18

Grütters Entgleisung

20

Vollberuflich Mutter

28

Zauberschule sämtliche Dimensionen. Das Buch machte die mittellose Autorin Joanne K. Rowling zur Milliardärin, der Film trug dem Filmverleiher Warner Bros. Umsätze in der Grössenordnung von sechs Milliarden Dollar ein. Und dabei ist der letzte Film noch nicht einmal in den Kinos. Zwar soll der vorletzte, der eben anlief, eher was zum Durchbeissen sein. Auf das grosse Finale im kommenden Juli freuen wir Potter-Fans uns dafür umso mehr! Ein Interview mit Emma Charlotte Duerre Watson (Hermine Granger) lesen Sie auf Seite 34.

hans.schneeberger@migrosmagazin.ch

Bilder Limmatdruck AG, Ruben Wyttenbach, Daniel Rihs

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). m-infoline@migros.ch; www.migros.ch M-CUMULUS: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). m-cumulus@migros.ch; www.m-cumulus.ch Redaktion Migros-Magazin: Postfach 1751, 8031 Zürich, Tel. 044 447 37 37, Fax 044 447 36 01 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch;

Der Junge ist ein Phänomen. Wohl noch nie in der Geschichte des globalisierten Entertainments haben eine Buch- und eine Filmserie so für Furore gesorgt wie «Harry Potter». Jahre fieberten Millionen dem neusten Band entgegen, standen Schlange vor Buchläden, zogen sich spitze Hüte über und schwangen die Zauberstäbe. Und vor der Publikation des letzten Bandes nahm die Verzückung fast hysterische Züge an.

Daniel Müller restauriert und sammelt historische Skimodelle. Er lebte 16 Jahre lang nur für die Eisenbahn. Dann wurde er entlassen, und sein Leben geriet aus den Fugen. Eigentlich wollte Patrizia Huber keine Kinder. Heute ist sie Vollzeitmami.

INTERVIEW Emma Watson

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34

Zehn Jahre lang spielte die Engländerin Emma Watson Harry Potters Freundin Hermine. Nun endet das Märchen.


DIESE WOCHE

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Kochen mit Polo 88 Höllisch scharf wird es, wenn Mundartsänger Polo Hofer Flusskrebspastete vom Mississippidelta kocht.

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Wie ein Käser und ein Milchbauer in Süddeutschland mit Thurgauer Joghurt für Furore sorgen.

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Die Migros zieht sich aus dem Versicherungsbereich zurück.

Das historische Migros-Bild

44

Tipps für selber gebastelte Geschenke für Mami und Gotti.

53 58 77 79 80

Burgundertrauben machen schön 85

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MEINE WELT

RUBRIKEN

Migros-Woche Leserbriefe

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6 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Ein Motorrad unter Strom Bei der Eröffnung des M-way-Shops in Zürich Ende Oktober konnten die Besucher an einem Wettbewerb teilnehmen. Gewinnerin des ährige Elektromotorrads Elmoto ist die 75-jährige Trudi Steiner aus Zürich. «Als ich den Gewinnerbrief zu Hause öffnete, war ich so überal rascht, dass ich die Adresse noch einmal ann kontrolliert habe.» Sie und ihr Ehemann hter Walter schenken das Elmoto ihrer Tochter way-Shop Priska, die in Frankreich lebt. Der M-way-Shop as eine ist das weltweit erste Fachgeschäft, das ilität umfassende Beratung zur Elektromobilität hiedanbietet. Kunden können hier unterschieden, liche Vehikel kaufen, leasen oder mieten, darunter auch das Elektroauto Think City.

FRISCH IN DER MIGROS

Süss und herbstlich

Sie ist honigsüss, saftig und schmeckt wie eine Mischung aus Birne, Aprikose und Quitte: Die Kakifrucht. In ihrer Heimat China und Japan steht sie für den Geschmack des Herbstes. Denn erst zwischen Mitte Oktober und Ende November, wenn der Baum die Blätter verliert, sind die Früchte reif. In Europa werden Kakis heute vor allem in Italien und Spanien angebaut. Die weichen Früchte kann man aus der Schale löffeln, die harten Sorten wie Kaki Persimon oder Vanille Kaki isst man wie einen Apfel.

Glückliche Gewinnerin: Trudi Steiner mit Ehemann Walter und dem Elmoto.

Schweizer Kinder wissen jetzt mehr über Ozeane. In den vergangenen Wochen sammelten und tauschten sie Bilder von exotischen Meeresbewohnern und klebten die Bilder in ein Sammelalbum. «Dank der Oceanmania haben die Kinder über alle möglichen Tiere gesprochen, die in den Meeren vorkommen. Gemeinsam mit dem WWF konnten wir zeigen, wie wichtig es ist, die farbenfrohe Welt unter Wasser zu schützen», sagt MigrosChef Herbert Bolliger. Positiver Nebeneffekt: Die Migros konnte dem WWF vergangene Woche einen Check von 527 000 Franken übergeben. Das Geld kam mit dem Verkauf der Sammelalben zusammen. Pro verkauftes Album ging ein


MIGROSWOCHE

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NEWS

Migros-Lehrtochter ist Schweizer Meisterin

Déborah Reynaud vom Migros-Unternehmen Jowa hat die diesjährigen Schweizer Meisterschaften der Bäcker und Konditoren gewonnen. Unter Anwesenheit namhafter Branchenvertreter nahm die 19-jährige Waadtländerin am Mittwoch die Goldmedaille an der Fachschule Richemont in Luzern entgegen. Gleichzeitig wurde Benoît Potéreau von der Jowa zum besten Lehrmeister gekürt.

Begehrtes Brot

Pain Création geht weg wie warme Weggli. Die handgefertigten Delikatessen aus den Hausbäckereien sind so beliebt, dass es beim Halbweissbrot Le Grain bereits zu Lieferengpässen bei den Rohstoffen kommt. Die gute Nachricht: Ab dem 6. Dezember liegt Le Grain wieder frisch gebacken in Ihrer Migros.

AUS DER REGION MIGROS BASEL

Bijou der Vorfasnacht

Die Oceanmania war ein voller Erfolg. Migros-Chef Herbert Bolliger überreichte dem WWF einen Check für den Schutz der Ozeane. Franken an den WWF. Und was passiert nun mit dem Geld? WWF-Chef Hans-Peter Fricker: «Wir werden das Geld ausschliesslich für den Schutz und zum Er-

halt der Meere einsetzen. Zum Beispiel im riesigen Korallendreieck in Südostasien, einem der artenreichsten Lebensräume unserer Erde.» Christoph Petermann

WETTBEWERB Bilder bab.ch/StockFood, Jürgen Freund/WWF-Canon, Keiko Saile

527 000 Franken für das Meer

Caroline und Claude Rasser, die zusammen das Kleintheater Fauteuil in Basel leiten, sind stolz auf ihr «Pfyfferli». Seit Jahren gelingt es den beiden, die besten Bänggler, Pfeifer und Tambouren für ihr Bijou der Basler Vorfasnacht zu engagieren. Gute Texte und ein hervorragend disponiertes Ensemble werden auch 2011 das Publikum begeistern. Sie wechseln sich ab mit Topschnitzelbängg und erstklassigen Pfeifer- und Tambourenvorträgen. Karten gibt es ab dem 29. November. Mehr zu diesem Anlass auf den Regionalseiten der nächsten Woche, auf www.fauteuil.ch und www.migrosbasel.ch.

Namen für Chocolates Küken

Chocolate, das Starhuhn aus der Migros-Werbung, ist Mami von vier Küken geworden. Nun sind die Leserinnen und Leser des Migros-Magazins aufgefordert, dem gefiederten Nachwuchs auf www.facebook.com/migros.huhn passende Namen zu geben. Dort erfährt man alles über den Wettbewerb. Mitmachen lohnt sich: Als Hauptpreis gibt es eine Reise zusammen mit drei Begleitern zum Hof von Tiertrainerin Tatjana Zimek, der Heimat von Chocolate. Reise und Verpflegung übernimmt die Migros. Des Weiteren lassen sich beim Wettbewerb Migros-Einkaufsgutscheine im Wert von 1000 Franken gewinnen.


8 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

MM 45: Solidaritäts-Extra «Angst haben wir alle manchmal». Interview mit IKRK-Präsident Jakob Kellenberger zum Thema Solidarität.

«Weshalb darbt in Haiti das Volk noch immer?» Da sitze ich nun und halte das Migros-Magazin in den Händen, dessen Beiträge fast immer für spannende Lesemomente sorgen. Die Schweizer haben Angst vor einer unsolidarischen Schweiz, so steht es schwarz auf weiss. Da frage ich mich natürlich, wie es dann so weit kommt, dass bei Abstimmungen das Volk, also wir alle, es zulassen, dass sozial Schwache, Behinderte und

Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

IV-Bezüger immer weniger Geld für ein menschenwürdiges Leben erhalten. Dafür lassen wir es zu, dass die Reichen bei den Sozialabgaben begünstigt und dabei immer reicher werden. Wie kommt es, dass ich mit 58 keine neue Arbeitsstelle finde, obwohl ich dringend auf Arbeit angewiesen bin, weil mein Chef in Pension geht und ich für meinen Lebensunterhalt aufkom-

men muss? Zu alt? Zu teuer? Wo sind denn all die sozial eingestellten Menschen? Ich hoffe, dass es in unserer Schweiz wieder etwas menschlicher wird.

Karin Rothenberger, per Mail

Weshalb darbt in Haiti trotz der über 40 Millionen Spendengelder die Bevölkerung noch immer notdürftig in Zelten. Weshalb erreichte nur ein Bruchteil der

Spenden tatsächlich Haiti? Weshalb ist das Wasser noch immer verschmutzt, und weshalb brach deswegen eine Choleraepidemie aus? Spenden wurden angeblich gesammelt für sauberes Trinkwasser und den Wiederaufbau. Wenn laut Roland Jeanneret die Spendengelder für verschiedene Projekte genutzt werden, dann sollte auch nicht mehr katastrophenspezifisch

MM 46: «Bei aller Wut: Mit Signalpolitik erreichen wir nichts», Simonetta Sommaruga zur Ausschaffungsinitiative.

«Initiative erinnert an eine Bauruine» Willkürlich, tendenziös und nicht zu Ende gedacht. Würde die SVP-Ausschaffungsinitiative durchkommen, würde sie nicht nur internationales Recht verletzen, sondern auch sehr willkürlich Ausschaffungen vornehmen. Wirtschaftsdelikte etwa werden im Initiativtext gar nicht erwähnt. Dafür sollen Ausländer bereits wegen Bagatellen ausgewiesen werden. Die Ausschaffungsinitiative ist tendenziös, willkürlich und erinnert irgendwie an eine Bauruine. Wer tatsächlich an einer vernünftigen Lösung interessiert ist, der unterstützt den Gegenvorschlag.

Pascal Merz, 6210 Sursee

Ich finde es unfair, dass Sie dem Bundesrat einseitig die Möglichkeit einräumen,

unwidersprochen Unwahrheiten zu verbreiten. Sie hätten auch einen Initiativbefürworter zu Wort kommen lassen sollen. Wir haben schon jahrzehntelang auf so eine Abstimmung gewartet. Immer wieder haben meine Eltern und ich uns gefragt, warum denn die Schweizer diesen oder jenen Verbrecher nicht endlich ausweisen? In unserem Bekanntenkreis war der Fall klar: Solche Leute schaden unserem guten Ruf. Überhaupt verstehe ich die Verteidigung von gutmenschlicher Seite nicht. Wieso sollen wir uns mit Kriminellen herumschlagen, wenn wir einen Teil von ihnen ausschaffen können? Es bleiben ja noch genügend Schweizer Kriminelle hier. Ali Tunali,

4402 Frenkendorf

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Postfach 1751, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.


LESERBRIEFE

IKRK-Präsident Jakob Kellenberger glaubt an die Solidarität.

gesammelt werden. Wenn ich für Haiti spende, möchte ich, dass diese Spenden vollumfänglich Haiti zugutekommen. Beim

MM 46 Migros-Woche: «Fleisch? Käse? Wurst!», frischer Migros-Fleischkäse.

«In der Strasse roch es nach Leberkäse»

In meiner Jugend gab es den Leberkäse. In den Metzgereien wurde er an bestimmten Tagen angeboten, wahrscheinlich wenn frisch geschlachtet worden war. Die Verkaufstage und Verkaufszeiten waren bekannt. Bereits am Morgen der Herstellung roch es in der Strasse nach frischem Leberkäse, ähnlich wie in der Strasse beim Bäcker. Ich habe den Geruch noch heute in der Nase. Bereits eine Stunde vorher bildete sich eine Schlange vor dem Laden, damit sicher jeder ein Stück bekommen würde. Das war das Mittagessen. Er wurde im Laden noch heiss aufgeschnitten und manchmal konnten wir Kinder auf dem Heimweg nicht widerstehen, einen Abdruck unserer Zähne zu hinterlassen. Es wurde uns dann zur Strafe ein kleineres Stück zugeteilt.

Helga Rudolph, 5430 Wettingen

MM 46: «Sackgasse Adresse», wie in Bühler AR über die Hausnummern gestritten wird.

Tsunami wurde ebenfalls nur ein Bruchteil für die Tsunami-Opfer aufgewendet. Ruth Jeker, 4106 Therwil

Auf diesem Weg möchten wir uns bei Nachbar Bruno bedanken. Wir sind ein Frauenhaushalt und haben beim Online-Flohmarkt Ricardo ein Ledersofa ersteigert. Nun mussten wir uns erst einmal einen starken Mann suchen. Das Sofa passte leider nicht in unseren Lift, sodass wir es in den dritten Stock tragen mussten. Unser 72-jähriger Nachbar kam gerade von einem Fussballspiel und half uns beim Tragen. Auf Grund des Alters hatten wir schon ein schlechtes Gewissen, aber unser Nachbar ist stärker als mancher Jüngling.

Birgit Jungblut, per Mail

«Wir konnten nicht widerstehen, einen Abdruck unserer Zähne im Leberkäse zu hinterlassen.

Helga Rudolph, 5430 Wettingen

«Viele Freiwillige werden vergrault»

Sehr bedauerlich, dass gerade die, welche sich nie für die Bevölkerung in einem Amt engagieren und ihr ganzes Leben lang mit allen überall streiten, immer wieder eine Plattform erhalten. Der Schaden, der durch diese Gruppe mit ihrem ewigen Streiten angerichtet wird, lässt sich kaum beschreiben. Bereits haben die ersten Gemeinderäte das Handtuch geworfen, haben genug von beleidigenden Angriffen. Genau so vergrault man die vielen Freiwilligen, die in unzähligen Arbeitsstunden eine Gesellschaft tragen.

Stefan Freund, 9055 Bühler

MM 46: «Ein Leben wie im Märchen», Artikel über Schweizer Schlossherren.

«Affront gegenüber seinen Gläubigern»

Den Bericht über die Schlossherren finde ich gut und lehrreich, gibt es doch viele grössere und kleinere Schlösser in der Schweiz. Eins hat mich aber sehr gestört, und zwar: Schlossbesitzer Rolf Erb von Salenstein. Hatte er doch damals den Konkurs am Hals und just sein ganzes Anwesen seinen minderjährigen Zwillingen vermacht, um so als armer Mann dazustehen, damit sein Besitz nicht in die Konkursmasse fällt. Schlau, schlau, und heute noch läuft das Gerichtsverfahren gegen ihn. Ein Affront gegenüber seinen Gläubigern.

Irene Eberle, 8280 Kreuzlingen

Eigentlich finde ich es echt pervers, über unsere Wohlstandsmilliardäre zu berichten, in der Zeit, in der es in unserer ach so heilen Schweiz immer noch Familien gibt, die mit ihrem Einkommen gerade so über die Runden kommen. Schwachsinn.

Pietro Tonini, per Mail

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Ich habe das Vertrauen in die solidarische Schweiz verloren. Offensichtlich Kranke erhalten keine IV-Rente mehr, weil die IV sparen muss. Menschen, die jahrelang arbeiteten und infolge Krankheit oder Arbeitsplatzverlust bei der Sozialhilfe landen, versucht man abzuwimmeln. Arbeitnehmern, die jahrelang für ein Unternehmen tätig waren, wird bei der ersten längeren Krankheit gekündigt. Ist das Solidarität? Heute herrscht der Gedanke vor, jeder ist seines Glückes Schmid. Wer auf der Strecke bleibt, hat eben versagt.

Ruth Fathallah, 8305 Dietlikon

MM 46 Besser Leben: Warum Kinder die Schule schwänzen.

«Null Bock auf Schule»

Ich komme aus einem gut gebildeten Elternhaus. Es sind nicht immer die Eltern schuld am Benehmen der Kinder. Ich schwänzte einmal die Schule, um zu schauen, ob jemand überhaupt etwas merke. In der Oberstufe schwänzte ich, wenn die Themen mich langweilten und die Lehrer nicht fähig waren, die Themen interessant zu gestalten. Ein wichtiger Grund fürs Schwänzen für mich war das unangebrachte Verhalten eines Lehrers, der sehr zuzüglich war. Zurzeit beobachte ich, dass es pädagogisch unfähige Lehrpersonen gibt. Haben die Kinder Schwierigkeiten in der Schule, dürfen wir nebst den normalen Hausaufgaben noch Zusatzaufgaben mit den Kindern pauken. Zu Hause gehen die Aufgaben meistens problemlos, während es in der Schule hapert. Laut Aussagen der Kinder sei es unruhig in der Klasse. Kinder sind schon in der Unterstufe nicht mehr motiviert, die Schule zu besuchen.

Marianne Haag, 1717 St. Ursen


10 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Flitzen, liegen, glätten

Mit dem Luftkissen die Piste hinunterrasen, zu zweit im Iglu übernachten, mit dem Pistenfahrzeug über den Schnee rattern: Das sind nur drei von vielen neuen Möglichkeiten, im Neuschnee Spass zu haben.

Texte Mathias Haehl, Bilder Ruben Wyttenbach


MENSCHEN WILDER WINTER

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Airboarden: Mit 150 Sachen unterwegs ins Tal

Ursin Tanner und Graziella Bättig hatten genug vom Ski-Schleppen. Jetzt fahren sie Luftschlitten.

Graziella Bättig (29) und Ursin Tanner (31) werfen sich auf ihre Airboards und jagen kopfvoran ins Tal. Mit ihren 15 Zentimeter dicken Luftkissenschlitten sind sie abseits der Piste unterwegs, die Bäuche nur knapp über dem Schnee. Ordentlich durchgeschüttelt wird Ursin Tanner, wenn er wieder einmal zu einem neuen Geschwindigkeitsrekord ansetzt: 2005 war er mit 133 Kilometer pro Stunde der schnellste Airboarder an einem Hang mit 89 Prozent Neigung. Inzwischen war jemand schneller, doch Tanner will sich den Rekord zurückerobern. 150 Sachen will er diesen Winter

schaffen. «Ich pumpe gerne Adrenalin im Temporausch», sagt er. «Das Airboard ist ein gutmütiges Gerät», sagt Tanner. Wenn er mit Füssen und Armen die Fahrtrichtung korrigiere, gehorche ihm der Schlitten stets verlässlich. Tanner findet den Rutsch auf dem Plastikteil spektakulärer als jede Serpentine mit dem Töff. Und Graziella Bättig schwärmt vom «ultimativen Bauchgefühl», das anhalte, fast wie frisch verliebt. Für die Luzerner Grosskundenbetreuerin einer Telefongesellschaft fuhr der Luftschlitten denn auch tatsächlich ins Liebesglück.

Beim Airboarden lernte sie ihre Liebe kennen, den Churer Primarlehrer Ursin Tanner, einer der Schweizer Pioniere der zehn Jahre jungen Sportart. Er begleitet sie neuerdings wann immer möglich in die Berge. Skier und Snowboard rühren beide schon lange nicht mehr an, «weil wir das ganze Geschleppe nicht mehr mögen». Diesen Winter sieht man sie wieder in Overall und Helm auf ihren Airboards. «So ist Hochgenuss im Glitzerschnee garantiert», so Tanner. Ein Tag Airboarden inklusive Miete von Board und Helm kostet etwa Fr. 40.—. Infos: www.airboard.ch/flash.htm


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MENSCHEN WILDER WINTER

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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Heisse Herzen im Engelberger Iglu-Dorf: Jan Instenberg hält um die Hand seiner Silvia an. Die wärmende Hochzeitsreise führt nach Dubai.

Iglu-Dorf: Sei meine Schneekönigin, Geliebte! Ausgerechnet im Iglu wandte sich Jan Instenberg (28) mit einer flammenden Botschaft an seine Liebste, Silvia. Der Servicetechniker aus dem deutschen Biberach hatte den Heiratsantrag ins Eis meisseln lassen. Die Strategie war wohlüberlegt: «Einen Heiratsantrag im Igludorf wird wohl keine

Frau vergessen. Aber für die Hochzeitsnacht ists im Doppelschlafsack wohl zu unbequem.» Der Abend in der Engelberger Iglustadt auf 1760 Meter über Meer gelang voll und ganz. Erst hielt Instenberg beim Fondueplausch um die Hand der 23-jährigen Krankenschwester an. Nach

dem Jawort flog das glückliche Paar auf Schneeschuhen förmlich durch die eisige Nacht und verschlafene Winterlandschaft. Zweimal wärmten sie sich um Mitternacht im heissen Whirlpool auf. «Alles war traumhaft romantisch!», sagt Silvia Koch. «Wir sassen bei Minustemperaturen im 39 Grad warmen Wasser, und über uns funkelte der freie Sternenhimmel.» Während andere Gäste in der kalten Bar tanzten, träumten die beiden Verliebten bereits von der gemeinsamen Zukunft,

flankiert von Eisschwänen an der Igluwand. «Zur Hochzeitsreise geht es dann aber ab in die Wüste von Dubai», erklären die beiden. Moderne Iglubewohner lieben schliesslich das Wechselbad von kalt und heiss. Eine Nacht in Halbpension (Apéro, Fondue, Morgenessen inklusive Tee, Kaffee und Wasser) kostet in Engelberg pro Person ab 149 Franken. Im Alpenraum von Andorra bis Vorarlberg gibt es sieben Igludörfer, sie sind von Weihnachten bis Ende April in Betrieb. Info: www.iglu-dorf.com


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«Wir haben uns immer gewünscht, einmal im Ratrac mitzufahren», sagt Rainer Schraner aus Deutschland.

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14 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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Niemand macht mehr Schweizer glücklich.

Ratrac-Fahren: Unterwegs mit den Helden der Nacht Seit der letzten Saison macht dem Schwyzer Markus Pfyl (30) der Job mehr Spass. Früher war das Präparieren der Skipisten für den Ratracfahrer eine einsame Sache. Doch nun darf er neu Touristen mitnehmen und ihnen zeigen, wie sein 380-PS-Pistenbully die Hänge planiert. Oft erfährt Pfyl von seinen Co-Piloten deren halbes Leben. Mit Rainer Schraner (41), Produktmanager aus Frick AG, und dessen Schwiegervater Hanspeter Stieger (63), selbständiger Unternehmer, verstand er sich besonders gut. «Wir sind begeisterte

Skifahrer und haben uns immer gewünscht, einmal mit einem dieser imposanten roten Pistenbullys rumzukurven», sagt Schraner. In Sattel-Hochstuckli wurde ihr Wunsch erfüllt. Beim Blick auf die Alpen empfanden die beiden Touristen im komfortablen Cockpit Erhabenheit. Sie staunten über die ausgeklügelte Technik, als die neun Tonnen schweren Fahrzeuge in steilen Hängen an die Seilwinde genommen wurden. Die beiden Co-Piloten waren voller Bewunderung für die Bullyfahrer, ihre neu-


MENSCHEN WILDER WINTER

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FÜR SCHNEEPROFIS

Iceskating: Auf der Skateline in Savognin

Wer Schlittschuh laufen kann und das ewige Rundendrehen satt hat, der versuche es einmal auf einer sanft abfallenden Bahn im Savognin. Aber Achtung: Glatteisgefahr! Infos: www.albula.ch/en/page.cfm/ FamilienWinter/Eislaufen

Snowkiten: Surfen im Simplongebiet

en Helden der Nacht. Sie schätzten deren Ursprünglichkeit, auch als sie im Restaurant «Herrenboden» zum Essen einkehrten. Auf 1181 Meter über Meer genossen sie das Abendmenu «S git, was es git», bestehend aus Schweinsplätzli mit Pommes frites, Resteessen aus der Mittagsküche. «Wer da draussen in der Kälte rumfährt, dem schmeckt jedes Gericht wie ein Königsmahl», sagt das zufriedene Männerduo. Es ist um eine eindrückliche Erfahrung reicher: «Jetzt schätzen wir es ungleich mehr, wenn wir morgens über präparierte Hänge carven.» Eine Nacht im Pistenbully mit Nachtessen kostet in Sattel-Hochstuckli 150 Franken. Der Ratraceinsatz dauert von 17 bis 24 Uhr. Info: www.sattel-hochstuckli.ch

Surfer und Kitesurfer haben nicht nur gerne Wasser in der Nase, sondern auch Schnee um die Ohren. Die erste SnowKite-Schule befindet sich auf dem Simplonpass im Wallis. Infos: www.snowkiting.ch

Mountaingolf im Schnee

Abseits der bekannten Golfplätze dieser Welt können Bergfreunde neuerdings auch auf teilweise bis 3000 Meter über Meer einputten. Ohne Handycap, aber mit Stil wird für einmal im Schnee gespielt, natürlich auch auf 18-Loch-Courses. Infos: www.lostcanyon.ch

«Wer draussen in der Kälte rumfährt, dem schmeckt jedes Gericht wie ein Königsmahl», sagt Hanspeter Stieger.

www.migrosmagazin.ch Genug von Ski und Board? Viele alternative Schneesportarten locken auf die Piste.


16 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Mister Nostalski

Wenn die Skisaison beginnt, steigt Daniel Müller nicht auf die Bretter, sondern in den Keller. Dort restauriert er alte Holzskier. Der Polier sammelt Ausrüstungen aus über 100 Jahren Wintersport. Besonders stolz ist er auf die Skier einer österreichischen Kaiserin.

N

ostalgie Love Forever, steht auf der Holztafel, die Daniel Müller vor seine schönsten Exemplare gestellt hat. Ein Eggenberger Ski, ein Blaukantenski, ein Modell Marke Säntis – alle hat er sorgfältig beschriftet. «Auf die Idee, Skier zu sammeln, kam ich vor acht Jahren an einem Nostalgierennen. Dort sieht man die ganzen alten Ausrüstungen», erzählt der 52-jährige begeisterte Hobbyskifahrer. «Mich interessierte, wie sich der Sport und das Material entwickelt haben. Und wenn du mal mit Sammeln anfängst, willst du immer neue Modelle, die du noch nicht hast.»

Alte Pistole gegen ein paar wertvolle Skier getauscht

Heute sind zwei Räume seines Hauses im kleinen Bündner Weiler Schauenberg voll mit Utensilien: Skier, Schuhe, Stöcke, Kleider, Brillen, Plakate und Postkarten erzählen aus der Geschichte des Skisports. Woher er das alles hat? «Man muss halt suchen», meint Müller und grinst schelmisch. Er wolle doch seine Quellen nicht an die «Konkurrenz» verraten. Schliesslich sickert durch, dass er im Bekanntenkreis herumfragt und die Augen offen hat, wenn irgendwo ein Haus geräumt wird.

Gezielt sucht er in Sportgeschäften und via Medien. So fand er auch sein wertvollstes Stück: «Auf meine Radiodurchsage meldete sich ein Mann, er habe etwas für mich. Es waren Eggenberger Ski von 1896. Dieser Nachbau der allerersten Schweizer Skimarke ist für mich etwas vom Grössten.» Zum Abkaufen wäre das teuer geworden. So habe er dem Mann eine Pistole zum Tausch angeboten, worauf dieser sagte: «Das trifft sich gut, ich bin Waffensammler.» Der Handel war perfekt. Alte Gegenstände machen Daniel Müller Freude, seien es nun Skier, Schränke, Lampen – oder Pistolen. Zeit für sein Hobby hat der Polier vor allem im Winter. Wenn in den höheren Lagen die Bauwirtschaft pausieren muss, hat er lange Ferien und kann seine Überstunden kompensieren. Holzskier zu präparieren verlangt viel handwerkliches Geschick. Nach Jahrzehnten auf einem Estrich müssen die Latten sorgfältig gereinigt, neue Lederriemen an den Bindungen befestigt und die Kanten geschliffen werden. Die Geschichte der Skiherstellung fasziniert Müller. Er ist fast zum wandelnden Lexikon geworden. Daniel Müller weiss

viel zu erzählen: Wie früher die Skier aus dem geschmeidigen Holz der Berg-Esche geschreinert und die Spitzen mit Hilfe von Dampf gebogen wurden oder wie sich die Bindungen von einfachen Ziegenlederriemen über das verstellbare legendäre Modell Attenhofer bis zur Kandahar-Kabelbindung entwickelten, die heutige Generationen noch erlebt haben. Entscheidend war schliesslich das Aufkommen der Stahlkante um 1930, ohne die sich auf harten Pisten nicht fahren lässt. Wer hats erfunden? Natürlich die … Österreicher. Zumindest waren sie schneller mit Patentieren als die Eidgenossen. Deshalb trägt die erste bekannte Kante den Namen eines Österreichers, Lettner. Zu Ende ging die Epoche des Holzskis in den Fünfzigerjahren, als die ersten metallenen Modelle aus den USA eingeführt wurden.

Skier der letzten Habsburger Regentin

Nicht zuletzt ist es das Gefühl der «guten alten Zeit», das Müller zum Sammeln anregt. Von seinen 70 Skipaaren hat eines sogar «blaues Blut». Es stammt von Kaiserin Zita von Bourbon-Parma. Die Gemahlin von Karl I. war zwischen 1916 und 1918 die letzte


MENSCHEN SAMMLER

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Daniel Müller sammelt alles, was mit Wintersport zu tun hat. Dazu gehört auch ein Paar alte Schneeschuhe.

Kaiserin Österreichs. Nach Ende des Ersten Weltkriegs flüchtete sie ins Schweizer Exil, wo sie 1989 starb. Müller hat die noblen Latten in einem Schloss am Bodensee aufgestöbert. Stolz ist er auch auf die Kuriositäten seiner Kollektion, etwa ein Paar Klappski: «Die lassen sich in der Mitte halbieren und so bequem den Hang hinauftragen, eine super Erfindung!» Nützlich war das vor allem für die Bergbevölkerung, welche die Bretter schon im 19. Jahrhundert für den Weg zur Jagd oder zu abgelegenen Ställen nutzte.

Ziel ist der Auftritt an einer grossen Messe

Als Freizeitvergnügen kam der Schneesport in den Zwanzigerjahren auf, am Anfang vor allem für die oberen Gesellschaftsschichten. «In der Saison 1928/29 verdiente ein Bündner Skilehrer 35 Franken am Tag, etwa fünfmal so viel wie ein Arbeiter.» Mit der Zeit wurde das Skifahren zur allgemeinen Familienaktivität. Mit seiner «Nostalski», wie er sie nennt, ist Daniel Müller nicht allein: «Es gibt einen eigentlichen Nostalgieboom.» Boutiquen entdecken Kinderskier als charmante Schaufensterdekoration. In einer Autobahnraststätte durfte Müller eine Ausstellung gestalten, und demnächst ist er an einer Wintersportmesse in München mit einem Stand präsent. Einmal hätte der Sammler sogar beinahe in Dubai ausstellen können. Das wäre vielleicht ein Ding gewesen! So hat er seinen Traum noch: einmal an einer grossen internationalen Messe dabei zu sein. Text Daniel Bütler Bild Tanja Demarmels

Weitere Infos: www.holzski.biz


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AUF EIN WORT

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

FRAU DER WOCHE

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MEISTERDICHTER

Gute Seele

Irene Marty (52) aus Wangen ZH hat youisme.com gegründet. Auf der Internetplattform stellen sich unbekannte Organisationen vor und zeigen auf, wie man helfen kann. «Momentan sind rund 60 Projekte mit Schwerpunkt Afrika und Asien registriert», sagt die Filmemacherin, die seit 20 Jahren für das Schweizer Fernsehen Dokumentarfilme realisiert. Besonders am Herzen liegt ihr Burma, das sie erstmals er 1981 besuchbe te.

«Trudi Gerster hat mich sehr geprägt» Der Basler Laurin Buser (19) gehört zu den neuen Helden der Slam-Poetry-Szene. An den deutschsprachigen Meisterschaften in Bochum stach der kleine Schweizer die grossen deutschen Sprachakrobaten aus und gewann den Meistertitel der Unter-20-Jährigen. Laurin Buser, worum geht es in Ihren Gedichten?

MANN DER WOCHE

Himmlischer Koch

Bilder Markus Forte, Daniel Winkler

Der Bündner Starkoch Andreas Caminada (33) erhält drei Michelin-Sterne. Das Schloss Schauenstein in Fürstenau GR ist das erste Restaurant in der Deutschschweiz, das mit dem Maximum bewertet wurde. In Caminadas Gourmetschloss einzukehren ist allerdings nicht einfach: Die Freitag- und Samstagabende sind bis im Sommer 2011 ausgebucht.

Um die Schnelligkeit, zum Beispiel. Alles muss heute immer gleich und sofort da sein. Wir werden mit Medieneinflüssen vollgestopft. Jede Sozialkritik in meinen Texten ist aber gleichzeitig auch eine Selbstkritik, denn ich mache es auch nicht besser. Ihre Texte tragen Sie meist auf Hochdeutsch vor. Haben Sie einen Nachteil als Schweizer unter so vielen Deutschen und Österreichern?

Nein, gar nicht. Beim Poetry Slam geht es ums Wort, um die Poesie. Alles andere ist Nebensache. Und im Finale der U-20 waren wir zwei Basler. Ihr Hochdeutsch klingt sehr geschliffen, woher kommt das?

Richtig Hochdeutsch zu sprechen habe ich beim Theater spielen gelernt. Zudem hilft der Umgang mit Deutschen, die Aussprache zu verbessern. Sie schreiben aber auch Texte auf Baseldeutsch.

Ja, das kommt dann einfach aus dem Bauch. Ich habe etwa einen Text über ein kleines Wassertröpfchen, der musste auf Baseldeutsch sein. Der Text hat einen

Märchencharakter, das funktioniert nur auf Dialekt. Da hat mich Trudi Gerster sehr geprägt.

wäre Zeit für Stift und Papier vorhanden? Jetzt schreibt mir einfach jeder per Mail, er habe keine Zeit für einen Brief.

Sie sind derzeit mit Ihrem ersten Soloprogramm auf Tournee in der Schweiz. Was erwartet den Zuschauer?

Was raten Sie Anfängern?

Auf der Bühne verbinde ich meine drei Leidenschaften, den Poetry Slam, das Theaterspielen und die Musik. Mit dabei ist auch der Musiker Sascha F., mit dem ich auch schon bei «Giacobbo/Müller» aufgetreten bin. Ist Ihre Leidenschaft für die Poesie schon in der Schulzeit entflammt?

Ich habe schon geschrieben, bevor ich meine Freude an der Poesie entdeckt habe. Damals waren es Rap-Texte und Kurzgeschichten. Dazu habe ich Theater gespielt. Da meine Eltern Schauspieler sind, lernte ich diese Welt früh kennen. Vor vier Jahren bin ich dann zum ersten Mal mit einem Slam-Text aufgetreten – und war sofort davon abhängig. Wie etabliert sind Poetry-Slammer in der Kulturszene?

Mittlerweile sehr. Als Kulturinteressierter kommt man nicht mehr an unserer Poesie vorbei, und im Publikum hat es auch immer mehr ältere Leute. Auf Ihrer Homepage schreiben Sie: «Wer Stil hat, der möge mir einen Brief schreiben.»

Ich kriege jeden Tag Mails, aber fast nie einen Brief. Mit diesem Satz möchte ich die Leute provozieren: Muss die Botschaft wirklich sofort bei mir sein? Oder

Einfach loslegen, ausprobieren. Die Schweizer Szene ist mittlerweile gross, da gibt es sehr viele Anlässe, wo man auch als Anfänger nicht gleich verrissen wird. Auf einer Bühne seinen eigenen Text vorzutragen, bringt einen persönlich weiter. Jedes Wort wird direkt vom Publikum quittiert. Es bringt einem Standhaftigkeit und Sicherheit, für das ganze Leben.

«Slam Poetry bringt einem Standhaftigkeit fürs Leben.» Kann man denn davon leben?

An den Slams gewinnt man eine Flasche Whisky, davon allein kann man schlecht leben. Aber das Soloprogramm spielt schon was ein. Ich plane aber höchstens drei Monate im Voraus. Interview Cinzia Venafro

www.migrosmagazin.ch Eine Auswahl von Laurin Busers Auftritten sowie sein Text «Wassertröpfli».


20 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Grütters Entgleisung

Die Bahn war für Rangierer Otto Grütter das Grösste — bis sie ihn entliess. Da kehrte er ihr den Rücken und fand eine neue Liebe: seine Therese.

H

err Grütter (34) sitzt am Tisch, eine Tasse Kaffee vor sich, und sagt aus heissem Gesicht, sein Traum sei jetzt die Post und nicht mehr die Bahn, sein Ziel sei jetzt die Post, noch 30 schöne Jahre lang – «im Übrigen», sagt Otto Grütter*, falle ihm auf die Frage nichts ein. Und irgendwann Kinder? «Wer weiss», sagt Otto Grütter und blickt zu Therese (23). Therese Grütter*, neben ihrem Mann, legt den Kopf auf seine Schulter und gurrt. «Alles zu seiner Zeit», haucht er. «Oder?», fragt er. «Beide haben wir ja blaue Augen», sagt die Frau, «du noch blauere als ich.» Herr Grütter schiebt eine Hand unter die andere, Hände wie Schaufeln, Trauer unter den Nägeln. «Fragen Sie nur!», sagt Otto Grütter. «Was ist das Beste in Ihrem Leben?» «Das Beste in meinem Leben?» Er fährt die Unterlippe aus und schweigt. Im Schrank glänzt ein Stück Eisenbahnschiene, Modelllokomotiven stehen daneben, rote, grüne. Grütter hat 56 davon. An der Wand eine Uhr, das Zifferblatt aus Linde. Otto Grütter, eine Ewigkeit her, versah es einst * Namen geändert

mit zarten schwarzen Zahlen, seine letzte Arbeit als Schüler der Sonderschule Willisau LU im Schweizer Durchschnittsland, Grütters Meisterwerk, bevor er, gemacht fürs Handfeste, zur Bahn ging am 5. August 1991, Montag, Grütter war 16. «Das Beste im Leben?», sagt er «fällt mir grad nicht ein». «Ihre Hochzeit vielleicht?» «Nicht unbedingt», sagt er und dreht sich zur Frau. «Nicht unbedingt», sagt die Frau und kichert. An der Hochzeit, im vergangenen Juli, sei abverreckt, was nur habe abverrecken können, die Blumen faul, der Champagner warm, die Fotos verwackelt, die Bahn auf den Üetliberg überfüllt, gepresst wie Sardinen habe man darin stehen müssen, Therese im weiten weissen Brautkleid, begafft von chinesischen Touristen, an unserer Hochzeit ist abverreckt, was nur abverrecken konnte. Herr Grütter sucht zu lächeln. «Und das Schlechteste?» Otto Grütter stand am Fenster, 28. Dezember 2006, und sah hinab auf die Gleise. Fast die Hälfte seiner Jahre war er bei der Bahn gewesen, Rangierer aus Leidenschaft, hatte Güterwagen zu neuen Kompositionen geformt und sorgsam von Gleis zu Gleis geschoben, zuerst für die Vereinigten Huttwil-Bahnen, dann für die Regionalverkehr Mittelland AG, schliesslich für die BLS, Bern-LötschbergSimplon, immer hatte die Grössere die Kleinere übernommen, Grütter hielt aus. Seit einem Jahr, ein seltenes Glück, wohnte er nun im Bahnhof des Dorfes M., Schwellenhöhe 599,33 m ü. M., und konnte den Zügen nicht näher sein, er hörte sie kommen und bremsen, am Tag und in der Nacht, er erkannte


MENSCHEN SCHICKSAL

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Der Mann und die Bahn

Otto Grütter, ehemaliger Rangierarbeiter, hatte sein Leben der Bahn verschrieben. Das ging so weit, dass er eine Wohnung über den Geleisen bezog. Heute gehört der erste Platz in seinem Herzen seiner Frau Therese.

sie an ihrem Rauschen und ihren Loken, ein RBDe, auch NPZ genannt, klingt einfach anders als ein GTW, eine Ae 6/6 macht anders als eine Re 4/4, genannt Bobo. Otto Grütter stand am Fenster, 28. Dezember 2006, arbeitslos seit 28 Tagen, entlassen, weggespart. 15 Jahre war er bei der Bahn gewesen, am Morgen der Erste, am Abend der Letzte, bei Sonne, Regen, Schnee. Einmal, 1994, war ihm die Tür eines Güterwagens an den Kopf geknallt, Grütter erwachte im Spital zu Wolhusen LU, Hirntrauma, nach zwei Wochen durfte er nach Hause, sollte liegen und warten, Otto Grütter aber, jenseits der Geduld, setzte sich in den Zug und reiste durch die Schweiz, tat, was er auf all seinen Reisen tat, fotografierte Lokomotiven, notierte ihre Nummern. «Namen, Wappen, wie eine grosse lange Liebe ist das, tausend Lokomotiven gibt es in der Schweiz, jede habe ich schon gesehen, es gibt keinen Meter Gleis in der Schweiz, über den ich nicht schon rollte, von Genf bis St. Gallen, von Basel bis Chiasso.» «Seine Uniform», lobt Therese Grütter, «hängt noch im Schrank.» Er stand am Fenster, ohne Hunger und Trost seit 28 Tagen, Weihnachten hatte er allein verbracht, Grütter war nicht wie die Jahre zuvor bei den Eltern gewesen, er zitterte und wusste nicht, weshalb − dachte an die fünf

Kesselwagen, die er gestern, als er in seinem Auto grundlos durch die Hügel fuhr, neben dem Spanplattenwerk gesehen hatte, fünf Wagen der VTG Hamburg, Vereinigte Tankwagengesellschaft, darin Leim aus Ludwigshafen, BASF, Leim für die Spanplattenfabrik, Gleis 113, 80 Tonnen in jedem Kessel, 5 mal 80 = 400 Tonnen. «Und seit 28 Tagen tun Deutsche die Arbeit, die mir gehört − ich sah hinab auf die Gleise, ich dachte, wenn die mich nicht mehr wollen …» «Sogar auf dem Zivilstandsamt trug er seine Uniform», erzählt Therese lachend. «Vielleicht», sagt jetzt Otto Grütter am Wohnzimmertisch, «gab es noch Schlechteres in meinem Leben.» «Wenn der Vater besoffen nach Hause kam», sagt er leise. «Wenn er wieder auf die Mutter losging und sie schlug. Bis ich eines Tages tapfer genug war, um mich gegen ihn zu stellen. Und den Vater an die Wand drückte. Das war vielleicht», flüstert Herr Grütter, «noch schlimmer als die Entgleisung.» Therese legt den Kopf auf die Schulter ihres Mannes. «Bist ein Lieber», seufzt sie. «Wie haben Sie sich kennengelernt?» «Bei Partner-Winner, Chat 609», sagt Otto


22 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

«Ich dachte, nun hassen mich alle Bähnler der Schweiz, weil ich das getan habe.»

Grütter, «und zwei Wochen später, am 30. April 2007, besuchte ich sie zum ersten Mal.» «Der Otti blieb die ganze Nacht», sagt sie, weitet froh die Augen und lacht mit heller Stimme. «Aber was der Otti angestellt hatte, hier in M., das erzählte er mir erst vor der Heirat.» «Und dann», sagt Herr Grütter, «dann sagtest du: Das hätte ich an deiner Stelle auch getan. Bravo, Otti!» Er habe sich, traurig am Fenster stehend, irgendwie leer, irgendwie wütend, ohne Hunger seit Wochen, durch die vielen Alben geblättert, acht oder neun Fotoalben, darin die Bilder aller Schweizer Lokomotiven, jede mit ihrer Nummer, mit ihrem Wappen, er habe sich, um sich abzulenken, hingesetzt, um nicht mehr aus dem Fenster zu schauen, hinab auf die Gleise. Auch Bahnunfälle habe er fotografiert, sei manchmal, wenn er frei hatte, sofort an den Unfallort gefahren und habe fotografiert, hier, zum Beispiel, Rangierunfall in Zell, 18.11.2002, 23.15 Uhr, oder hier, Zürich-Oerlikon, 24.10.2003, 17.40 Uhr, der Schnellzug Zürich–Schaffhausen stiess mit dem RegioExpress Konstanz–Zürich zusammen, 1 Toter und 32 Verletzte, Re 4/4, Jahrgang 1967, Nummer 1113, zum zweiten Mal revidiert am 5.2.2003, oder hier, Speisewagenbrand in Aigle, Streifkollision in Dietlikon. «Aber das macht er jetzt nicht mehr», sagt Frau Grütter. «Korrekt», sagt Herr Grütter, «Unfälle fotografiere ich nicht mehr». «Nur noch Lokomotiven?» «Das kann man mir nicht nehmen», knurrt er und giesst Kaffee in die hohen Tassen nach. Kurz nach sieben Uhr abends verliess Otto Grütter, im 32. Jahr seines Lebens, verstossen von seiner ersten und grossen Liebe, der Bahn, die Wohnung im Bahnhof von M., Schwellenhöhe 599,33 m ü. M., 28. Dezember 2006, er setzte sich in sein Auto und fuhr zur Spanplattenfabrik, wo die fünf Leimwagen standen, es war kalt und dunkel. «Nervös war ich nicht.» Er stellte das Auto ab, wartete, stieg aus und schlich zu Gleis 113, löste zuerst am dritten Wagen die Handbremse, prüfte dann, ob alle Wagen miteinander verbunden waren, entfernte beim fünften Wagen den roten Hemmschuh. Da sei ihm, sagt Grütter, plötzlich eingefallen, dass noch ein Regionalzug ausstehe, Abfahrt in M. um 19.21, Ankunft in Willisau um 19.27, also habe er gewartet, bis der passierte, habe dann an allen fünf Kesselwagen die Luftbehälter entleert, sei schliesslich auf den ersten Wagen gestiegen, um die Handbremse zu lösen, ja, und dann begann der Zug halt zu rollen, 400 Tonnen Leim, der Zug wurde immer schneller, er sprang ab, rannte einige Meter neben ihm her, hetzte dann auf einen kleinen Hügel. Grütter sah den Zug in der Dunkelheit verschwinden, er hörte die Komposition singen und zirpen − dann hörte er nichts mehr, und «es ging mir saugut, irgendwie, es ging mir besser als zuvor, schon lange war es mir nicht mehr so gut gegangen. Und ich zitterte nicht mehr.» Therese Grütter: «Hätte er das nicht getan, wäre er jetzt kaputt.» Sie legt ihre Hand auf seinen Arm und schaut zum Fenster. «Hätte er das nicht getan, hätten wir uns nie gefunden, gell?»

«Dann wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, eine Frau zu suchen, irgendwie», sagt Otto Grütter. Er sitzt am Tisch im Bahnhof von M. und spielt mit den Fingern: «Ich dachte halt, der Zug käme in der Wiese zu stehen, ich dachte nicht, dass der kippt, schon gar nicht dort, wo der kippte, ausgerechnet beim Bahnübergang, Scheissdreck!, eine Viertelmillion Schaden.» Er ging zu seinem Auto, war leicht und floh. An die Kamera, die über dem Parkplatz der Fabrik hing, hatte Otto Grütter nicht gedacht. «Fragen Sie nur!», sagt er aus frohem Gesicht. «Bereuen Sie?» «Ich bin entgleist», haucht er. «Dafür kann er jetzt hier wieder aus dem Fenster schauen», sagt Therese, «und es tut ihm nicht weh». «Exakt!», sagt er. «Es tut nicht mehr weh, wenn ich hier aus dem Fenster schaue und die Gleise sehe, die Güterzüge mit Holz, Leim, Spanplatten. Ich kenne ja jeden Meter Schiene hier, jede Schwelle, jede Schraube.» Einmal, vor Jahren, einmal und nie wieder sei er mit Bahnkollegen im Nachtzug nach Berlin gereist, aber viel gesehen habe er nicht, es sei Nacht gewesen, und in Berlin, na ja, er sei halt, als die Kollegen abends in diverse Kneipen ausschwärmten, im Hotel geblieben, allein in seinem Zimmer, er sei, sagt Grütter, nicht so der Nachttyp, schon gar nicht im Ausland. «Ich bin», sagt er, «ich bin halt, wie sagt man, ich bin halt nicht so, jetzt fällt mir das Wort nicht ein, ich bin halt nicht so fürs Ausland gemacht». «In M. ist Ihnen wohl?» «Exakt», sagt Otto Grütter. «Jetzt hat er ja mich», sagt Therese und streichelt sein rotes Gesicht. Grütter floh Richtung Willisau, wo er Kind gewesen war, Hügel links, Hügel rechts, und drehte sein Auto auf halber Strecke, fuhr nach M. zurück. Polizisten standen neben dem Zug, zwei Wagen waren gekippt, drei entgleist, die Barriere zerstört. Grütter fragte, was geschehen sei, er sah den Polizisten zu, fragte schliesslich, ob er fotografieren dürfe. Er fuhr nach Hause zum Bahnhof von M., erster Stock, holte den Fotoapparat. «Hier», sagt Grütter und schiebt ein gelbes Album über den Tisch. «Hier der Kran, wie er die zwei Wagen lupft, 33857932223-5 und 33807933573-7, hier sieht man, wie der Leim abgepumpt wird, stell dir vor, der Leim wäre ausgelaufen.» Otto Grütter, um nichts zu verpassen, blieb und fotografierte, bis es hell war. Am Morgen des 9. Januar 2007 standen zwei Polizisten vor der Tür, Grütter öffnete, «ich gestand sofort, ich log nicht, sie nahmen mich mit und sagten, ich dürfe am Abend wieder nach Hause, aber dann brachten sie mich nach Luzern in den Grosshof, und dann hiess es plötzlich, ich müsste bleiben, Verdunkelungsgefahr, und dann, ich weiss nicht wieso, dann musste ich plötzlich heulen, einfach nur heulen». Zwar, sagt Otto Grütter, habe es ihm im Gefängnis nicht schlecht gefallen, er habe, sagt er und grinst, einen eigenen Schlüssel zur Zelle gehabt, er habe die Zelle verlassen können, wann immer er wollte, mit Kollegen habe er sich in der Mensa getroffen, sein Frühstück, tatsachwahr, habe er neben dem Bankräuber von Nottwil gegessen, kein Unmensch, ein Holländer, alles habe er dort


MENSCHEN SCHICKSAL

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Ein wenig Bahn wird immer bleiben

Otto Grütter hat zu Hause 56 Modelllokomotiven und Tausende von Eisenbahnfotos. Die Bilder hat er fein säuberlich in Alben eingeklebt.

gesehen, Bankräuber, Drogenhändler, andere Räuber. Der Haft entkommen, am Vormittag des 30. Januar 2007, nahm er den Zug nach M. und betete, dass niemand ihn erkenne. Otto Grütter sperrte sich in seinen Bahnhof, erster Stock, sah, vom Vorhang geschützt, auf die Gleise hinab, «ich dachte, nun hassen die mich, alle Bähnler der Schweiz hassen mich, weil ich das getan habe, diesen Scheissdreck da unten bei der Spanplattenfabrik, aber es ist nicht so, dass man mich hasst, im Gegenteil, auch heute noch, wenn ich mit dem Zug unterwegs bin, laden die Lokomotivführer mich in den Führerstand ein, ‹komm›, sagen die, ‹Otti, komm ein bisschen zu uns›, niemand hasst mich», glaube ich. «Ich liebe dich», sagt Therese und legt ihren Kopf auf Grütters Schulter. «Ich dich auch», flüstert er. «Ehrlich?», fragt sie. «Ehrlicher als ehrlich!» Weil er jetzt diese seine liebe Therese habe, sagt Otto Grütter, und weil er nun bei der Paketpost sei, wo er Pakete sortiere, 54 Poststellen, den ganzen Kanton Luzern, den ganzen Kanton Uri und noch Teile des Kantons Zug, deshalb seien die Richter vernünftig gewesen. Das Kriminalgericht des Kantons Luzern verbot Otto Grütter, gewesener Rangierer, am 26. September 2008 die Freiheit für die Dauer von fünfzehn Monaten, bedingt vollziehbar

bei einer Probezeit von zwei Jahren. Otto Grütter sei der qualifizierten Sachbeschädigung nach Artikel 144, Absatz 3 des Strafgesetzbuches schuldig sowie der Störung des Eisenbahnverkehrs nach Artikel 238, Absatz 1. Grütters Schuldfähigkeit, vermuteten die drei Richter, sei im mittleren Grade vermindert. «Irgendetwas wollte ich noch sagen», murrt er. «Dann sag es mir, Schatz», sagt Frau Grütter. «Es fällt mir nicht mehr ein.» Grütter, Hände wie Schaufeln, Trauer unter den Nägeln, stapelt die Alben, das kleine gelbe zuoberst, darin die Bilder seiner Befreiung. «Jetzt weiss ich es wieder», sagt er und klopft auf den Tisch. «Sie wollten doch wissen, was das Beste ist, das wollen Sie doch wissen?» Herr Grütter holt Luft. «Das Beste ist, dass ich jetzt, wie soll ich sagen, dass ich keine Schienen mehr brauche.» «Das verstehe ich nicht», sagt Therese. «Dass ich nun, irgendwie, weil ich entgleist bin, kein Gleis mehr brauche.» «Verstehe ich noch immer nicht», sagt Therese und küsst Otto auf den feuchten Mund.

Text Erwin Koch Bilder Véronique Hoegger

«Das Beste ist, dass ich jetzt, wie soll ich sagen, dass ich keine Schienen mehr brauche.»


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BILD DER WOCHE

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

LEISE RIESELT DER ERSTE SCHNEE

Frau Holle hat der Schweiz letzte Woche den ersten Schnee geschickt. Wie Puderzucker legte er sich sanft über die Hänge am See von Seelisberg UR. Das nährt die Hoffnung auf weisse Weihnachten. Aber Vorsicht! Wie sagte schon der Muotathaler Wetterschmöcker Benny «Gaissdädi» Wagner? «Das Wetter kommt so, wie es kommt.» Und der muss es schliesslich wissen.

FRAGE DER WOCHE

Bilder Urs Flüeler/Keystone, Laurent Gillieron/Keystone

Was tun gegen die Winterdepression?

Im Herbst fallen die Blätter, und die Stimmung im Lande verfinstert sich. Während der kalten Monate leiden viele an depressiven Verstimmungen. Kurz: Der Lichtmangel macht uns fertig. Denn durch die Dunkelheit gerät der Serotonin-Haushalt im Gehirn durcheinander; wir fühlen uns müde und antriebslos. Dagegen hilft neben Bewegung an der frischen Luft vor allem eines: Farbe. Eine rote Wand erhellt das Gemüt. Für weniger Radikale: bunte Kleidung. Gegen den Winterblues nützt auch eine Lichttherapie, bei der Kunstlicht übers Auge aufgenommen wird. Dass aber ein Solariumbesuch hilft, ist ein Mythos. Das Lichtdefizit wird so nicht ausgeglichen.

ZITAT DER WOCHE

«Wir sind nicht Sotschi, wo der Staatspräsident Olympische Spiele von oben verordnen kann.» Jörg Schild (64), Präsident von Swiss Olympic, auf DRS 1 zur möglichen Schweizer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2022. Schild betont, dass die Idee nur dann realistisch ist, wenn sie vom Volk getragen wird. In Russland (Sotschi 2014) gelten andere Spielregeln.

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CHUR Steinbockstr. 8, 7001 Chur Tel. 058/576 26 50 Mo.-Do. 9-18.30, Fr. 9-21, Sa. 9-17

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28 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Vollberuflich Mutter Es gibt sie noch immer, die Vollzeitm체tter. Wie Patrizia Huber aus Schinznach-Dorf. Eigentlich wollte sie keine Kinder, heute will sie nichts anderes mehr.

Ob Kaffeekr채nzchen mit der Nachbarin oder Bubentreffen im Wald, bei den Hubers ist immer etwas los.


MENSCHEN HAUSFRAU

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S

chinznach-Dorf AG, Donnerstagnachmittag. Patrizia Huber (40) schleppt vier Einkaufssäcke, gefüllt mit dem Wochenendeinkauf für ihre fünfköpfige Familie, vom Auto ins Haus. «Heute ist Cumulustag, doppelte Punktzahl, macht bei uns gut 50 Franken im Monat aus», sagt die dreifache Mutter und Hausfrau. Deshalb tätigt sie ihren Grosseinkauf immer am Donnerstag. Während sie die Sachen versorgt, klingelt das Telefon. Jemand möchte ihr ein Tageszeitungsabonnement verkaufen. «Nein, danke. Wir möchten keine Tageszeitung», sagt sie höflich. «Dass diese Telefonverkäufer immer kurz vor zwölf Uhr anrufen, wenn wir Frauen mit dem Mittagessen beschäftigt sind». Sie schaut auf die Uhr: In 20 Minuten kommen ihre Söhne Cyrill (10), Fabrice (8) und Ramon (6) sowie ihr Mann Daniel (43) nach Hause. Spätestens dann sollte das Essen parat sein. Eins, zwei, fix rollt sie den Fertigpizzateig aus und belegt ihn mit Tomaten, Gemüse, Schinken, Pilzen und Käse. «Wenn es schnell gehen soll, kann es schon vorkommen, dass wir auch mal Fast Food essen», sagt sie. Aber sonst kommt bei Familie Huber hauptsächlich selbst Gekochtes auf den Tisch, ab und zu auch Bioprodukte. «Leider ist Bio immer noch zu teuer, sonst würde ich es öfter kaufen.»

Kein Kinderwunsch und jetzt Mutter von drei Buben

Vater Daniel Huber, ein Servicetechniker bei einer Liftfirma, verdient so viel, dass es für eine fünfköpfige Familie reicht. «Dass ich nicht arbeiten muss und ganz für die Kinder da sein kann, ist schon

Mittagstisch: Patrizia Huber freut sich, wenn ihr Mann mittags nach Hause kommt.

ein Privileg», sagt Patrizia Huber. Aber auch sie muss so Haushalten, dass es für alle reicht. Teure Hobbys liegen bei Hubers nicht drin. Als 18-Jährige hat Patrizia Huber ihren Mann kennengelernt. Lange Zeit wollte sie keine Kinder. Denn von Müttern hörte sie oft, wie stressig das Familienleben sei. «Und lange glaubte ich, dass eine Existenz mit Kindern nur anstrengend sei.» Aber mit Ende 20 verspürte das Paar dann doch den Wunsch, sein bisher glückliches Leben mit Kindern zu teilen. «Während einer Australienreise beschlossen wir, eine Familie zu gründen. Das war die beste Entscheidung unseres Lebens.» Die

gelernte Krankenschwester hatte bis zur Geburt des zweiten Kindes einen Tag pro Woche gearbeitet. Nach der dritten Niederkunft beschloss sie, ihren Beruf aufzugeben. Eine Entscheidung, die sie bewusst zum Wohl ihrer Kinder getroffen hat. «Ich finde es wichtig, dass meine Kinder immer einen Ansprechpartner haben.» Frauen wie Patrizia Huber gibt es immer weniger. Vor allem in den letzten zwanzig Jahren ist der Anteil an Frauen, die sich hauptberuflich der Hausarbeit widmen, stark zurückgegangen. Laut dem Bundesamt für Statistik (BfS) waren 1992 noch 40 Prozent aller Mütter Vollzeitmütter, 2009

So arbeiten Schweizer Mütter Je älter die Kinder, desto grösser das Arbeitspensum 0—6 Jahre

7—14 Jahre

12%

15%

26%

31%

29% 31%

Nicht erwerbstätig

Teilzeit <50%

15—24 Jahre

19%

19%

37%

33%

Teilzeit 50—89%

19% 29%

Vollzeit 90—100%

Die Grafik zeigt die Erwerbssituation von Müttern mit Partner 2009. Die Altersangaben beziehen sich auf das Alter des Quelle BfS jüngsten Kindes.

waren es nur noch 23 Prozent. Entsprechend mehr Mütter arbeiteten Teilzeit. Und etwas mehr Männer auch, allerdings nicht viele: Während 2009 noch knapp 90 Prozent einer 100-ProzentArbeit nachgingen, waren es 1992 noch rund 94 Prozent.

Statistisch erwiesen: Hausarbeit ist Frauenarbeit

Auch ihr Mann helfe, wenn es viel zu tun gäbe, betont Patricia Huber. «Gerade als die Kinder noch klein waren, wusste ich manchmal nicht, in welcher Reihenfolge ich die anstehenden Arbeiten anpacken soll.» Daniel halte sich zwar normalerweise aus der Hausarbeit heraus. Aber in Notsituationen sei er sich nicht zu schade, den Staubsauger in die Hand zu nehmen oder auch mal das Bad zu putzen, sagt Patrizia Huber. Und wenn Daniel schon am Putzen ist, dann kann er auch gleich die Fenster reinigen. Denn beides liegt seiner Frau nicht besonders. Auch Sachen flickt sie ungern. Am liebsten erledigt die Hausfrau Arbeiten wie Kochen, Bügeln oder Staubsaugen. Dass Hausarbeit vor allem Frauenarbeit ist, belegt die Statistik des BfS: Rund acht von zehn Frauen, die in Paarhaushalten mit Kindern unter 15


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Migros-Magazin 47, 22. November 2010

MENSCHEN HAUSFRAU

Jahren leben, tragen die Hauptverantwortung für die Hausarbeit. Patrizia Huber hört in letzter Zeit in ihrem Umfeld immer häufiger die Frage, ob sie nicht langsam wieder arbeiten gehen wolle, jetzt, wo die Kinder zur Schule gehen. Und jedesmal sagt sie mit Nachdruck: «Nein, ich bin gern Mutter und Hausfrau. Ich geniesse es, ganz für meine Söhne da zu sein.» Patrizia Huber ist total überzeugt, dass berufstätige Mütter etwas verpassen.

mit den Schulbehörden oder Shuttle-Service ins Sporttraining, zur Pfadi und zu Freunden gehören zum Alltag. Trotz eines vollen Terminkalenders schaut Patrizia Huber, dass auch sie nicht zu kurz kommt. Die 40-Jährige findet ihren Ausgleich im Sport, geht einmal in der Woche joggen und zweimal pro Woche ins Fitnesscenter. Die Zeit dafür nimmt sie sich. Das kann sie, denn: «Ich bin meine eigene Chefin und kann mir die Arbeit selbst einteilen.»

Die Bedürfnisse der Kinder sind heute viel wichtiger

Das Berufsbild der Hausfrau hat sich in den letzten Jahrzehnten wesentlich verändert. Während die körperliche Beanspruchung stark gesunken ist, setzen sich Mütter heute viel stärker mit ihren Kindern und deren Bedürfnissen auseinander. Hausaufgabenbetreuung, Kommunikation

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Text Anette Wolffram Eugster Bilder Tina Steinauer

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Sport ist für Patrizia Huber ein guter Ausgleich zum Familienleben.

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DER HAUSMANN

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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Zeit der Scherzengel Himmel, ich kann

doch hier nicht mit den Kinderversprechern aufhören, ehe die Bänz Friedli hört schon Grossmütter zu wieder nicht recht. Wort gekommen sind! Wunderbare Müsterli über sich verhörende und verhaspelnde Enkelinnen und Enkel wurden mir zugetragen. «Ich gehe jetzt in die Drogenübung», beschied klein Ana ihrer Grossmama, was diese leise beunruhigte. Früh übt sich?! Es stellte sich heraus, dass Schlittschuhläuferin Ana ihre Sprünge und Pirouetten jeweils zunächst abseits des Eisfelds trainieren muss: in der Trockenübung. Während der Ferien bei Grossmuttern habe der

fünfjährige Jean-Claude Heimweh gehabt, schreibt Frau Hofer aus Erlinsbach. Sie habe ihn mit einer Nascherei zu trösten versucht: Studentenfutter. Der Bub, entsetzt: «Enten essen keine Nüsse!» Grossmutter klärt auf: «Studenten sind Leute, die viel lernen müssen und sich mit wenig Geld etwas Gesundes kaufen wollen. Daher der Name Studentenfutter.» Am nächsten Tag treffen sie auf eine ältere Dame, die nach einer Adresse fragt; sie habe studiert und studiert, aber der Name der Strasse wolle ihr nicht mehr einfallen. Der Kleine glotzt die Frau mit offenem Mund an. Als sie weg ist, will er wissen: «War das nun so eine Frau, die Entenfutter isst?» Anzeige

Annelies Gerber berichtet von Enkel Alex, der un-

längst meinte: «Gäu, jetz bini de glii halbi sächsi.» Obgleich Kinder stets gern schon grösser wären, machte er sich unfreiwillig jünger – «halbi sächsi» würde «fünfeinhalb» bedeuten, Alex aber war schon sechseinhalb. Das mit dem Alter ist halt Glückssache. Eine Mutter erklärte ihrer vierjährigen Tochter: «Jetzt feiern wir dann Weihnachten und danach den Geburtstag deines Bruders.» Der Bub wurde am 26. Dezember zwei. Das Mädchen überlegte und kam zum Schluss: «Dann ist der Bruder ja fast gleich alt wie Jesus, wenn er nur einen Tag später Geburtstag hat!» Nun, da die stille, heilige Nacht bald naht, dürfen

wir Leandra aus Bern nicht vergessen. Sie sang stets voller Inbrunst: «Alles schläft, ein Sam wacht …» Schliesslich ging sie mit einem Sam in die Klasse. Und wieder werde ich, wenn ich dieser Tage die Krippenfiguren aus dem Keller hole (nicht edel handgeschnitzt, sorry, sondern diejenigen von Playmobil …), mit Wonne die Hirten Betrach und Tenesfro neben Ochs und Esel platzieren. (Sie wissen schon, mein Lieblingsverhörer: Der Bub aus Basel, der felsenfest überzeugt war, so hiessen die Hir-

ten. «Im Lied wird doch aufgezählt: Maria und Josef, Betrach, Tenesfro …») Ohnehin scheint der Advent die hohe Zeit des Verhörens zu sein! Eine Leserin aus der Innerschweiz ging schon gegen 44, als sie checkte, dass das «Ofestäggi» im «Santinigginäggi»Vers nicht irgendein Kämmerchen oder

«Alles schläft, ein Sam wacht.» Treppchen ist, sondern dass es heisst: «… hinter dem Ofen steck ich.» Eine Mutter berichtet, die Tochter probe mit ihrer Klasse fürs Krippenspiel. Aufgeregt sei sie nach Hause gekommen: «Mami, der Lukas spielt den Josef und Vera die Josefa. Und Lara … Lara spielt einen Scherzengel!» Halt! Einen hab ich noch. Wie eine Familie im

Bernbiet letztes Jahr kurz vor Weihnachten ins feierlich geschmückte Schulhaus trat, muss ich erzählen, und vom Tannast über dem Eingang rieselten Nadeln zu Boden. Sohn Ruedi: «Gäll, Mueti, drum heisst es ‹nadelbringende Weihnachtszeit›!» Bänz Friedli (45) lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Zürich.


34 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

«Es waren Hermines Haare, Emma Watson, die Engländer sind von Ihrer Eleganz so bezaubert, dass sie Sie am liebsten mit einem ihrer Prinzen verkuppeln würden …

Oje, ich habe und hatte nie Ambitionen, eine Prinzessin zu werden. Ich war zwar immer ein grosser Fan von Lady Di, sie war so bezaubernd schön und warmherzig. Aber mir reichen die tollen Premierenabende einmal im Jahr, wo ich mir wie Cinderella auf dem Ball vorkommen kann. Wie empfanden Sie Ihren Auftritt an der Potter-Premiere?

Für mich war die Premiere in London tatsächlich ein besonders grosser Abend: Es war das erste Mal, dass ich der Welt offiziell meine Kurzhaarfrisur präsentierte. Und ja, ich bin jetzt 20 Jahre alt. Also kein Kind mehr. Ausserdem ist dieser Film sehr wichtig für mich. Wichtiger als die vorigen Potter-Filme. Inwiefern?

Es ist das erste Mal seit Alfonso Cuaróns drittem Film, dass mir ein Regisseur wirklich die Chance gegeben hat, zu zeigen, was ich

kann. David Yates hat mich bei «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» auf seine sanfte Art mehr gefordert als alle Regisseure zuvor. Ich musste die Szenen so lange wiederholen, bis er mir meine Rolle wirklich abnahm. Er kann Künstlichkeit nicht ausstehen. Wie haben Sie den letzten Drehtag erlebt?

Man hatte schon so lange davon gesprochen, dass ich eigentlich dachte, der Tag würde gar nie kommen. Als er dann doch da war, erschien mir zuerst alles total surreal: Rupert Grint fuhr seinen Eiscreme-Truck vor, der am Schluss total mit Glace bekleckert war, wir haben eine solche Sauerei veranstaltet! Als mir bewusst wurde, dass es jetzt wirklich vorbei sein würde, wurde ich schon traurig. Ich bin schliesslich in den Potter-Studios und mit der Crew aufgewachsen. Es ist das Ende einer Ära. Aber ich bin jetzt auch bereit, ein neues Kapitel in meinem Leben anzufangen. Deshalb auch Ihre neue Frisur?

Also die Kurzhaarfrisur ist eigentlich das Markenzeichen meiner Mutter, seit sie etwa 16 Jahre alt war. Ich fand kurze Haare wie die von Mia Farrow in «Rosemary’s Baby» oder Jean Seberg in «A bout de souffle» aber auch immer cool. Und ja, ich habe die Haare jetzt zehn Jahre lang gleich getragen – es waren Hermines Haare, nicht mehr meine. Ich musste wieder Emma werden und die Veränderung irgendwie markieren. Ich brauchte etwas, das nur Emma gehört und ausdrückt: Jetzt fängt eine neue Phase an – auch wenn der zweite Teil von «Heiligtümer des Todes» uns nächstes Jahr nochmals in die Potter-Welt zurückholen wird. Inzwischen studieren Sie Geschichte an der Elite-Universität Brown in den USA. Wie haben Sie sich dort eingelebt?

Am Anfang war es etwas schwierig. Einige Studenten kapierten nicht, dass ich wirklich zum Studieren da war. Ich hätte dauernd Autogramme schreiben können. Ich musste klarmachen, dass ich vier Jahre lang da sein würde, und dass sich später auch noch Gele-

Bilder Keystone/AP Photo/Joel Ryan, Keystone (3), Mirrorpix, Testino/Burberry

Nie wieder wird Emma Watson die Rolle von Harry Potters Freundin Hermine Granger spielen. Die beiden Abschlussfilme des Zaubermärchens sind abgedreht, für die 20-Jährige beginnt ein neues Leben. Doch die Trennung von der Filmfigur fällt ihr nicht immer leicht.

Bild 1: Als Emma Watson 2000 für die Rolle der Hermine Granger vorgestellt wird, ist sie süsse zehn. Bild 2: Zwei Jahre später auf Promotour für «Harry «Harry Potter» Daniel Radcliffe und «Ron Wesley» Rupert Grint. Bild 4: 2007 als 17-Jährige in «Orden des Phönix». Bild 5: 2009 modelt die 19-Jährige für


INTERVIEW EMMA WATSON

nicht mehr meine» Emma Watson: «Ein bisschen weniger berühmt zu sein, wäre mir durchaus recht.»

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genheit geben würde für gemeinsame Fotos. Das hat gewirkt, und jetzt führe ich auf dem Campus ein ganz normales Leben. Die Brown-Studentenschaft bildet inzwischen sogar so etwas wie einen Schutzwall um mich gegen den Rest der Welt. Haben Sie bereits Freundschaften geschlossen?

Ja, aber auch das dauerte, weil sie sich zuerst distanzierten, damit ich nicht denke, sie wollten nur mit mir zusammen sein, weil ich berühmt bin. Schade. Wir hätten die Anlaufzeit erheblich verkürzen können. Glauben Sie, dass die Freundschaft zu den Potter-Kollegen Daniel Radcliffe und Rupert Grint weiterbestehen wird?

Sicher. Wenn ich mich unsicher oder nervös fühlte, dann war Dan immer meine Anlaufstelle. Er kann gut reden und hat viel Energie. Rupert ist das Gegenteil: Er hat eine sehr ruhige Art, ihn kann nichts aus der Fassung bringen. Zu ihm gehe ich, wenn ich einfach nur rumhängen und Spass haben will. Seine Garderobe war immer ein Kindertraum – er hatte da jedes Spiel und jede Süssigkeit, die man sich vorstellen konnte.

Wie gehen Sie mit der neu gewonnenen Freiheit um, nun da Ihre Tage und

Ein Leben als Hermine Granger

Potter und die Kammer des Schreckens. Bild 3: Der Kinderstar mit die edle englische Kleidermarke Burberry.

Emma Charlotte Duerre Watson wurde am 15. April 1990 in Paris geboren, wo die Eltern als Anwälte arbeiteten. Nach der Scheidung zog die Mutter mit Emma und dem kleinen Bruder Alex nach Oxfordshire, England. Emma hatte bereits Hauptrollen am Schultheater hinter sich, als ihr Lehrer sie ermunterte, für die Rolle der Hermine in «Harry Potter und der Stein der Weisen» vorzusprechen. Nach acht

Castingrunden bekam sie die Rolle. Sie war noch keine zehn Jahre alt. Wie Hermine war Emma Watson stets eine fleissige Schülerin und besuchte neben den Dreharbeiten eine private Mädchenschule. Heute studiert sie Geschichte in den USA. Letztes Jahr modelte Watson für Burberry und entwarf Mode für die Unicef. Ihr erster Film nach der Potter-Ära heisst «My Week with Marilyn».


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Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Wochen nicht mehr mit Harry-Potter-Dreharbeiten ausgefüllt sind?

Es war sehr schwierig für mich, mein Leben selber zu strukturieren. Ich gerate relativ schnell in Panik und tendiere deshalb dazu, jede Sekunde zu verplanen, damit ich keine Zeit habe, ins Grübeln zu kommen. Aber es wird jetzt langsam besser. Ich lerne, meinen Tagesablauf zu gestalten, ein geregeltes Studentenleben zu führen. Sie sagten einmal, dass Sie sich zu Beginn des Studiums wie in einem amerikanischen TeenieFilm vorkamen. Haben Sie noch mehr Überraschungen erlebt?

Die gibt es ab und zu. Ob Sie es glauben oder nicht: Meistens hat es etwas mit Verständigungsproblemen zu tun. Nicht jedes englische Wort bedeutet dasselbe auf beiden Seiten des Atlantiks.

Bild Warner Bros., Jaap Buitendijk

Wieso haben Sie eigentlich eine Uni in den USA gewählt? Sie hätten ja auch nach Oxford oder Cambridge gehen können.

Ich erhoffte mir von den Vereinigten Staaten etwas mehr Anonymität als zu Hause in England. Ein bisschen weniger berühmt zu sein, wäre mir durchaus recht. Aber der Hauptgrund für meine Uni-Wahl war das Fachangebot. Der Lehrplan an der Universität Brown ist sehr offen, ich kann da auch Kurse in Sprache und Literatur besuchen und muss mich nicht das ganze Studium lang auf Geschichte beschränken. Und was wollen Sie mit dem Geschichtsstudium einmal anfangen?

Ich könnte mir so einiges vorstellen. Ich möchte eine RenaissanceFrau sein. Ein bisschen von allem und nichts so richtig. Das würde

Düstere Welten, verklemmte Romantik: «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes».

Sie haben Ihre ersten fünf Lebensjahre in Paris verbracht. Können Sie sich eine Karriere wie jene von Schauspielerin Charlotte Rampling vorstellen, die sich im englisch- wie französisch sprachigen Film wohlfühlt?

Ein Ende mit Schrecken Das Ende naht. Zumindest der Anfang davon: J. K. Rowlings 736 Seiten schwerer Schluss der Potter-Saga war zu viel für einen Film. Deshalb folgt das endgültige Finale erst nächsten Sommer. Der erste der beiden Schlussfilme ist der bisher düsterste und für Kinder wenig geeignet: Es wird gefoltert, getötet und gestorben. Voldemort hat das Ministerium der Magie besetzt. Er will eine reinrassige Zaubergesellschaft und alle Halbblüter ausmerzen. Auf der Suche nach Horkruxen, Voldemorts Unsterblichkeitsspendern rennen Harry, Hermine und Ron durch eisige Landschaften — und kämpfen beim Zelten gegen aufkeimende Teenagerliebe.

mir passen (lacht). Eigentlich wollte ich Englische Literatur studieren, denn ich würde später neben der Schauspielerei gerne auch schreiben. Aber mir gefallen Texte eigentlich erst dann, wenn ich mehr über die Zeit und das Umfeld weiss, in der sie entstanden sind. Mich fasziniert vor allem moderne Geschichte. Letztes Jahr

«Ich hätte ‹Harry Potter› auch ohne Gage gemacht.»

studierte ich die moderne Geschichte des Nahen Ostens – ich konnte eine direkte Verbindung zu Artikeln in der Zeitung herstellen. Das macht es natürlich doppelt interessant. Sie haben mit Harry Potter Millionen verdient, müssten eigentlich gar nicht arbeiten …

Meine Eltern haben mich gelehrt, nicht bei allem zuerst aufs Geld zu schauen. Ich hätte «Harry Potter» auch ohne Gage gemacht, es war eine so lehrreiche Erfahrung. Geld ist aber natürlich eine nette Nebenerscheinung: Ich habe mir einen Laptop und einen Toyota Prius gekauft. In London mietete ich eine Wohnung, die ich mit antiken französischen Möbeln eingerichtet habe.

Das wäre schön, aber mein Französisch ist vermutlich nicht gut genug. Ich müsste wieder in Frankreich leben. Meine französischen Wurzeln gehen zwei Generationen zurück, zur Familie meiner Grossmutter. Ich würde gerne einmal auf Französisch singen. Das würde sicher Spass machen.

Sie sind jung ins Showbusiness eingestiegen. Was waren die besten Ratschläge, die Sie von Kollegen mit auf den Weg bekommen haben?

Unsere vielen erfahrenen Co-Stars haben uns eigentlich nie ihre Ratschläge aufgedrängt. Aber man lernt durchs Beobachten. Emma Thompson hat beispielsweise einen wunderbaren Umgang mit der Crew. Sie erinnert sich an alle Namen und ist immer nett, locker und höflich. So möchte ich auch sein, denn die Crew orientiert sich an den Hauptdarstellern. Es gehört zu unserem Job, dass das Filmteam motiviert und inspiriert bleibt.

Die letzte «Harry Potter»-Klappe ist gefallen. Was werden Sie am meisten vermissen?

Am meisten werde ich es vermissen, in eine andere Haut schlüpfen zu können. Hermines Leben ist ja so interessant und verrückt! Sie hat so viel Herz, unglaublich viel Mut und Grips. Ich glaube kaum, dass ich in Zukunft je eine Rolle spielen werde, die mir so ans Herz wächst, wie mir Hermine ans Herz gewachsen ist. Marlène von Arx

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38 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Die WG der offenen Türen Mit einer Strassenaktion hat die Zürcher Wohngemeinschaft 331 den M-BudgetWettbewerb auf Facebook gewonnen. Nun zahlt ihr die Migros ein Jahr lang die Miete. Die WG aber will das Geld spenden.

D

ie Passanten in der Zürcher Bahnhofstrasse wussten nicht, wie ihnen geschah: Eine Horde junger Menschen in weissen Overalls stürmte die Einkaufsmeile. Die Verkleideten trugen überdimensionierte Sonnenbrillen und hielten orange-farbene Einkaufskörbe in den Händen. Überfallartig klebten sie M-Budget-Produkte an die Hausfassaden, Ladentheken, einen Bus sowie verdutzte Fussgänger. Die überrumpelten Frauen und Männer reagierten meist freundlich. Denn das weiss gekleidete Team ging äusserst charmant vor: Einer Dame überreichte es die M-Budget-Haushaltpapierrollen sogar auf den Knien, so als gehe es um einen Heiratsantrag. Anderen wurde ein GratisZahnputzservice angeboten – selbstverständlich mit M-BudgetZahnpasta. Die Aktion der Wohngemeinschaft 331 nannte sich «Zürich m-budgetieren». Eine der teuersten Städte der Welt sollte kurzfristig in eine Tiefpreiszone verwandelt werden. Die WG hielt ihr Spektakel in einem Video fest. Dieser Kurzfilm brachte die Entscheidung: Die Zürcher Gruppe mit Wohnsitz am Hönggerberg gewann den grossen M-BudgetWettbewerb auf Facebook, an dem sich über 300 WGs aus der ganzen Schweiz beteiligt hatten. 30 000 Facebook-User gaben ihre Stimmen im Lauf des Auswahlverfahrens ab. Der Hauptgewinn: Die

Migros übernimmt ein Jahr lang Miete und Einkaufskosten der ganzen WG, auch eine grosse Party wird gesponsert.

Im Garten bauen sie Gemüse an

Wie sieht der Wohnalltag der WG 331 überhaupt aus? Wer nur das rasant geschnittene und mit Technomusik unterlegte Video über die M-Budgetierung Zürichs gesehen hat, der könnte eine futuristisch gestylte Stadtwohnung erwarten. Weit gefehlt: Etwas abseits einer viel befahrenen Strasse stehen Besucher plötzlich vor einem urchigen Winzerhaus, dessen Grundmauern über 400 Jahre alt sind. Das Gebäude erinnert daran, dass dieser Hang einst ein Rebberg war, bevor er von der Stadt verschluckt wurde. Eine Birke bewegt sich im kühlen Herbstwind und streut feine, goldgelbe Blätter auf die Zufahrt. Hinter dem Haus mit der Nummer 331 liegt ein riesiger Garten. Hier bauen die WG-Mitglieder unter anderem Tomaten, Peperoni, Feigen und Kiwis an, mit denen sie oft auch ihre Nachbarn beschenken. «Wir haben unser eigenes Aus-der-Regionfür-die-Region-Programm», sagt Raphael Siegenthaler lachend. Der 29-jährige Landschaftsgärtner und seine Frau, die 30-jährige Kindergärtnerin Andrea, bilden zusammen mit ihren Kindern Jelias (3) und Jaël

WG-Wettkampf: Die besten Ideen Beim grossen WG-Wettbewerb der Migros wurde die ultimative M-Budget-Wohngemeinschaft gesucht. 300 Wohnkollektive aus der ganzen Schweiz präsentierten sich auf Facebook mit originellen Beiträgen. Die Facebook-Community wählte die Sieger-WG, der die Migros eine Party sowie ein Jahr lang Miete und Einkäufe bezahlt. Hinter der hier porträtierten WG 331 folgte auf Platz zwei «Runway 08 – the Energy WG» aus Dättwil AG, die mit Energydrink-Weitwurf brillierte. Auf Platz drei kam die «WG Schloss» aus Russikon ZH, die virtuell M-Budget-Produkte auf allen Kontinenten verteilte. Alles über den WG-Wettkampf auf www.facebook.com/mbudget.


NEUES AUS DER MIGROS

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In diesem Haus muss niemand alleine essen: Tim Seefeld brutzelt Rösti für Andrea Siegenthaler, den kleinen Jelias, Michael Weyrich, die kleine Jaël und Raphael Siegenthaler (von links nach rechts). Zu den beliebtesten WG-Treffpunkten zählt die Feuerstelle im Garten (unten).


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NEUES AUS DER MIGROS

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

(1) den Kern der Gemeinschaft. Als Untermieter der Familie leben sieben weitere Leute im Alter von 20 bis 31 Jahren im Haus. Wer an WG-Klischees glaubt, denkt an ein Haus voller Durcheinander und an ausufernde Debatten über Hausarbeit und Zuständigkeiten.

In der WG hat ha jeder de sein Ämtli: Tobias Fluck nimmt gerade den Boden auf (links), Samuel Gass poliert die Badewanne, und Tim Seefeld packt die Einkäufe aus — natürlich M-BudgetProdukte.

Hier wird geputzt und aufgeräumt

Doch auch hier ist die Realität ganz anders: Im 331-Wohnsitz ist es überall aufgeräumt und peinlich sauber. Selbst die vielen Skateboards der betont sportlichen WG sind in Reih und Glied parkiert. Raphael Siegenthaler, der manchmal scherzhaft «Hauspapi» genannt wird, zeigt ein grasgrünes Blatt Papier, das die vielen Ämtli im Elf-Zimmer-Haus detailliert regelt. Aus der Beschreibung geht zum Beispiel hervor, dass Sozialarbeiter Michael Weyrich (25) in einer der beiden Küchen für die «Reinigung von Boden, Herd, Arbeitsflächen, Gestellen» zuständig ist. Die WG funktioniert in dieser Hinsicht wie ein Uhrwerk, obwohl sie im Alltag eher an eine erweiterte Familie erinnert. Die vielen Türen im Haus sind fast immer offen. Übt der Cellist Emanuel Plamada (28) auf seinem Instrument, so hat er oft die beiden Kinder als Publikum. Wenn sich der Jugendarbeiter Tim Seefeld (31) eine Rösti brät, sind alle zum Mitessen eingeladen.

Der Glaube eint die Wohngemeinschaft

«Wir wohnen nicht nur zusammen, um gemeinsam Miete zu zahlen, sondern weil wir unser Leben teilen wollen», bringt Raphael Siegenthaler den Lebensstil der WG auf den Punkt. So war auch die Teilnahme am M-BudgetWettbewerb ein Gemeinschaftswerk, in das jeder Hausbewohner seine Talente einbrachte. Die Entscheidung zum Mitmachen fiel auch deshalb leicht, weil die Gemeinschaft regelmässig mit M-Budget-Produkten kocht und manche der WG-Mitglieder erklärte Migros-Kinder sind. So etwa Andrea Siegenthaler, die noch starke Erinnerungen an den

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Migros-Verkaufswagen hat, der früher regelmässig in ihrem Dorf Bonstetten ZH haltmachte. Am meisten sagt es wohl über den Geist der WG aus, wie sie nun mit dem Wettbewerbspreis umgeht. Die eingesparten Jahresmietkosten von 36 000 Franken sollten erst an alle Bewohner verteilt werden. Doch kam es in der Gruppe, die aus überzeugten Christen besteht, zu einem Sinneswandel. Einstimmig beschlossen sie: Die stattliche Summe soll für einen gemeinnützigen Zweck gespendet werden, den es noch zu bestimmen gilt. «Ich habe ausgerechnet, dass man damit zum Beispiel 500 Kinder in Afrika während eines Jahres ernähren und auch für ihren Schulbesuch aufkommen könnte», sagt Raphael Siegenthaler. Die WG 331 hat nicht nur Humor, sondern auch Idealismus.

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NEUES AUS DER MIGROS

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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Von der Strasse ins Filmstudio

Dank der neuen Werbespots der Migros wird ein kleiner Hund zum Fernsehstar. Trainerin Heidi Lemp hat den Rüden auf den Auftritt vorbereitet.

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ie siebenjährige Anna kann Weihnachten kaum erwarten. Am liebsten würde sie die Wochen bis Heiligabend einfach überspringen. Schon Anfang Dezember trägt das Mädchen ein Engelskostüm. Als es an der Türe klopft, glaubt Anna, es sei schon das Christkind. Doch es ist nur Bruder Luca mit Familienhund Hot Dog. Der Hund trägt ein gebasteltes Geweih auf dem Kopf und wird so zum kleinsten Rentier der Welt. Das ist einer der neuen Werbespots der Migros. Er handelt von einer typischen Schweizer Familie, die einen schönen, aber hektischen Advent erlebt. Ebenso wichtig wie die Menschen ist in den Kurzfilmen der drollige Hot Dog, ein siebenjähriger Rüde, der im wirklichen Leben Max heisst. Für diese Rolle sollte Hundetrainerin Heidi Lemp (51) aus Langenthal BE das richtige Tier finden. Die Spezialistin war in der halben Schweiz unterwegs, fotografierte auf der Strasse rund 50 Hunde und notierte sich die Adressen der Besitzer. Heidi Lemp suchte keinen hochgezüchteten Rassehund, sondern einen ganz normalen Mischling. Ein Tier, das Sympathien weckt und freundlich auf Kinder reagiert.

Intensive Dreharbeiten mit einem Rentiergeweih

In Roggliswil LU wurde die Trainerin fündig. Max lebt dort bei Martha Bowles, einer 48-jährigen Qualitätsmanagerin, die aus England stammt. Bevor der Rüde sein Debüt gab, musste Heidi Lemp sein Vertrauen gewinnen. Sie

Heidi Lemp hat vor den Dreharbeiten viel mit Max gearbeitet. Das Resultat in den neuen Migros-Spots (oben) kann sich sehen lassen.

spielte mit Max, stellte ihm kleine Aufgaben, gewöhnte das Tier an ihre Gegenwart. Bei den Dreharbeiten für die Werbespots war die Trainerin von Anfang an präsent. Das beruhigte das Tier. Denn das Umfeld zwischen Beleuchtern, Kameraleuten und Tonoperateuren war für Max ungewohnt. Das zierliche Rentiergeweih, das für eine Szene am Halsband des Hundes befestigt wurde, war ein federleichtes Gebilde aus Draht und Stoff. Dennoch musste sich der Rüde erst daran gewöhnen. Heidi Lemp spielte wieder und wieder mit ihm, während er das Geweih bereits trug. Die Trainerin nahm in Kauf, dass das Requisit beim Spiel verbogen wurde und anschliessend repariert wer-

den musste. «Es war wichtiger, dass sich Max bei den Dreharbeiten jede Minute wohlfühlte», sagt die Hundetrainerin. Zu den Darstellern der Familie hatte der Hund auf Anhieb ein gutes Verhältnis. «Max ist ein freundlicher Hund», sagt Heidi Lemp.

Besitzerin seit Jahren so gut hat, konnten seine seelischen Wunden heilen. Dass Max jetzt sogar Star einer Werbekampagne ist, spricht für Martha Bowles’ gutes Gespür für Tiere. Es ist ihr gelungen, dem Hund die Scheu vor Menschen zu nehmen. Text Michael West

Das Leben von Max war früher schwierig

www.grenzenlose-hundehilfe.de

Dass der Rüde ein so ausgeglichenes Wesen hat, ist nicht selbstverständlich. Er wurde auf einem französischen Bauernhof an einer Kette gehalten. Später schoben ihn die Besitzer in ein Elsässer Tierheim ab. Martha Bowles entdeckte den Hund auf der deutschen Internet-Site «Grenzenlose Hundehilfe» und adoptierte ihn. Weil es Max bei seiner neuen

Bild Paco Carrascosa

www.migros.ch/weihnachten Sehen Sie die Werbespots mit Hund Max und seiner Familie online.


44 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Deutsche lieben Thurgauer Joghurt

Darauf haben unsere nördlichen Nachbarn gerade gewartet: frisches Schweizer Joghurt, hergestellt im Familienbetrieb. Im Thurgau haben sich ein Milchbauer und ein Käser zusammengetan, um Deutschland mit dem begehrten Gut zu versorgen.

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ie Deutschen mögen neben Schokolade-, Himbeer- und Mokkajoghurt auch die Apfel-Brombeer-Mischung, die in der Schweiz auf weniger Begeisterung stösst», sagt der Käser Peter Egger von der Mooser-Chäsi in Istighofen im Thurgau. Er stellt pro Woche rund 3000 Gläser Joghurt her, die nach Süddeutschland exportiert werden. Die Nachbarn jenseits der Grenze schätzen an den Joghurts, dass sie auf natürliche Weise produziert werden und ein fruchtiges, mildes Aroma haben. So sind sie denn auch bereit, für die Schweizer Qualitätsprodukte rund 90 Cent pro Joghurt auszugeben.

Bereicherung fürs Frühstücksbuffet

Mit einer Haube auf dem Kopf, einem Schutzanzug und sauberen Schuhen hört die Journalistin Peter Egger zu, der erklärt, wie in den grossen Kanistern die Milch kurz erhitzt wird. Anschliessend lässt der Käser das Eiweiss in der Milch aufquellen, sodass sie verdickt. Dieser Joghurt-Milch werden nachher Milchsäurebakterien hinzugefügt, die im warmen Umfeld einige Stunden wirken und Milchzucker in Säure umwandeln. Nach einem Tag Reifung werden den Naturjoghurts echte Fruchtstückchen beigemengt. Schliesslich werden die 25 verschiedenen Joghurtsorten in Gläser abgefüllt und mit einer Etikette versehen, die Kuh, Schweizerkreuz, Bergwelt und die jeweilige Frucht zeigt. Jeden Freitag früh

sind die Thurgauer Qualitätsjoghurts bereit für den Weg nach Konstanz, um das Frühstücksbuffet unserer Nachbarn aufs Wochenende hin zu bereichern. «Je milder das Joghurt – also je weniger sauer – desto schneller verdirbt es», weiss Peter Egger. Der Thurgauer Käser hat nach einigem Pröbeln und Tüfteln ein Verfahren entwickelt, das Joghurts natürlich konserviert und insgesamt 25 Tage haltbar macht. «Nur so macht der Export des empfindlichen Milchprodukts Sinn», sagt Roland Werner. Er ist derjenige, der das Exportprojekt initiiert und vorangetrieben hat. Der Bauer, dessen Milch in der MooserChäsi zu Joghurt verarbeitet wird, amtet auch als Präsident der Produzentenorganisation Thur Milch Ring AG und erzählt, wie vor rund drei Jahren alles mit einem Zufall begann.

Dem Käse die Schau gestohlen

Eigentlich stellte Urs Schwizer, Geschäftsführer der Thur Milch Ring AG, beim Wochenmarkt in Konstanz Schweizer Käse vor. Zufällig hatte er aber auch ein paar Joghurts dabei, die dem Käse die Schau stahlen und grosse Begeisterung auslösten. Nun ging Bauer

SERIE — TEIL 8

Innovative Landwirtschaft Ob feinste Käse und Würste, urige Gemüsesorten, erlesene Weine, überraschende Produktionsweisen oder besondere Dienstleistungen: Schweizer Bauern sind innovativer, als man denkt. Und eine wettbewerbsfähige, zukunftsgerichtete Landwirtschaft ist eine ideale Partnerin für die Migros. Das Migros-Magazin zeigt in einer Serie, wie Kulinarisches von Feld und Stall auf unsere Teller gelangt und wie sich Landwirte mit pfiffigen Ideen weitere Standbeine schaffen.

Roland Werner mit ausgeprägter Ausdauer und Hartnäckigkeit ans Werk. Das musste sein, denn: «Es ist für Deutsche wegen der Zollbestimmungen einfacher, aus Ungarn zu importieren, als aus dem gleich nebenan liegenden Thurgau.» Werner arbeitete sich durch unzählige Papierberge hindurch und überwand alle Hürden, bis einer erfolgreichen Zusammen-

«Je milder das Joghurt, also je weniger sauer, desto schneller verdirbt es.»

arbeit mit dem süddeutschen Partner nichts mehr im Weg stand. Seither erfreuen sich die Schweizer Joghurts bei unseren Nachbarn anhaltender Beliebtheit. «Gewisse deutsche Konsumentinnen und Konsumenten sind eben nicht mehr bereit, sich mit künstlichen Billigjoghurts abspeisen zu lassen», sagt Bauer Werner. Aber warum stellen denn die Deutschen nicht selber leckere Joghurts her? In Deutschland gebe es keine gewerblichen Strukturen mehr, sind sich Werner und Egger einig. Sprich: Joghurts werden in Deutschland nur noch in Massenproduktion möglichst billig hergestellt. Im Gegensatz dazu steht


NEUES AUS DER MIGROS

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Schon sein Grossvater hat nach Konstanz geliefert: Milchbauer Roland Werner.

der Thurgauer Käser Peter Egger mit seinem Konterfei auf der Verpackung für Schweizer Qualität und einen sorgfältig geführten Familienbetrieb ein. Zweifellos handelt es sich bei Roland Werner und Peter Egger um besonders umtriebige und findige Persönlichkeiten. Doch Werner verweist auf seinen Grossvater, der vor dem Krieg ganz selbstverständlich seine Lebensmittel nach Konstanz gebracht und dort verkauft hat. Insofern sieht er den Joghurtexport als eine «Innovation mit Vergangenheit»: «Wir führen eine Tradition weiter, die durch den Krieg unterbrochen worden ist», so Roland Werner. Die Deutschen mögen die Apfel-Brombeer-Mischung, die in der Schweiz nicht läuft: Käser Peter Egger.

Text Salomé Zimmermann Bilder Keiko Saile


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Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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MIGROS-ZEITREISE

hiv: Genossenschafter fahren gratis an die Landesausstellungg (1964)) Perlen aus dem Bildarchiv:

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er Künstler Jean Tinguely (1925–1991) war zugleich ein Schöpfer und ein Zerstörer. Legendär ist seine sich selber vernichtende Maschine «Homage to New York». Diesem Werk ist zurzeit im Museum Jean Tinguely in Basel eine spektakuläre Schau gewidmet. Dass Tinguelys Werke aber auch beständig und praktisch unverwüstlich sein können, zeigt dieses Bild aus dem Jahr 1964: Zur Landesausstellung erschuf Jean Tinguely die Skulptur «Heureka», die heute noch am Zürichhorn steht. Dank der Migros konnten damals 328 000 Genossenschafter gratis die Expo besuchen. Zudem druckte das Unternehmen 135 000 Expo-Erinnerungsbroschüren. So bestaunten dank der Migros zahlreiche Menschen Tinguelys Monumentalskulptur. Michael West

Bild bab.ch/mauritius images

Günstig surfen mit M-Budget-Mobile

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft lanciert M-BudgetMobile ein Abo für alle, die mit dem Handy auch im Internet surfen wollen. Der Preis für das ab sofort bei Melectronics, Mobilezone und in allen Swisscom-Shops erhältliche Abo «Option Plus» beträgt Fr. 19.80 pro Monat, inklusive 100 MB für den Datenverkehr. «Option Plus» ist das erste Schweizer Surf-Abo, das weniger als 20 Franken monatlich kostet. Bei einem Vertragsabschluss von 12 respektive 24 Monaten erhalten Kundinnen und Kunden zudem gratis ein passendes Smartphone dazu. Gleichzeitig mit dem neuen Abo senkt M-Budget-Mobile den Minutenpreis von 35 auf 28 Rappen. Dieser Tarif gilt ab sofort für alle Netze in der Schweiz sowie für 55 Länder in Europa si und Übersee.

Migros-Kunden bleiben gut versichert

Die Migros zieht sich aus dem Versicherungsgeschäft zurück. Weil Partner die Policen übernehmen, bleibt für die Kunden alles gleich.

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etroffen sind die Migros-Assistance-Produkte Pannendienst, Rechtsschutz sowie Reiseschutz. Die Produkte werden aber zu gleichen Konditionen von den bisherigen Partnern – Allianz Suisse, ihrer Tochtergesellschaft CAP Rechtsschutzversicherung und Mondial Assistance Suisse – weitergeführt.

Bewährte Partner übernehmen

Wer auf die Migros gesetzt hat, bleibt auch in Zukunft versichert.

Die Migros hatte 2007 unter dem Namen «Migros Assistance» als erstes Produkt die sehr günstige «Pannenhilfe Schweiz» lanciert.

Es folgten die Versicherungsprodukte Reiseschutz und Rechtsschutz. Nun hat die Migros entschieden, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren und per Ende Jahr aus dem Assistance-Geschäft auszusteigen. Die Partner haben sich verpflichtet, die bestehenden Policen vollumfänglich zu übernehmen und weiterzuführen. «Für die Kunden ändert sich nichts, für sie gelten auch weiterhin dieselben Konditionen», sagt Jörg Fohringer, der Leiter Kundenmarketing bei der Migros. Christoph Petermann


48 | Migros-Magazin 47, 22. November ovember ovembe ove mbe 2010 010

MM 44 Backen ➔ MM 45 Dekorieren ➔ MM 46 Basteln ➔ MM 4 Im Advent macht es sich Familie Felix gerne in der Stube gemütlich, und Mama Eveline liest aus dem Buch mit den Weihnachtsgeschichten vor.

Wenns draussen schneit, wärmt eine schöne Tasse Tee bei Kerzenschein. Dazu gehören natürlich Chräbeli, Zimtsterne, Brunsli und Co. Oder ein herzhafter Russenzopf. In der Migros gibts eine grosse Auswahl an weihnächtlichen Leckereien.

Adventszeit ist Familienzeit Lieder singen, Geschichten erzählen und Weihnachtsguetsli stibitzen: In den Wochen vor Weihnachten verbringt man gerne Zeit im Kreis seiner Liebsten. So auch die Familie Felix.


DAS BESTE AUS DER MIGROS

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47 Familientraditionen ➔ MM 48 Samichlaus ➔ MM 49 Geschenke Teil 1 ➔ MM 50 Geschenke Teil 2 ➔ MM 51 Festmenü ➔ MM 52 Silvester

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ür Familie Felix ist die Adventszeit weit mehr als die Vorbereitung auf die heilige «Gschänklischlacht». Eveline (40) und Peter (45) gestalten diese besinnliche Zeit mit vielen liebevollen Traditionen. Eine Prise Magie gehört einfach in die Wochen vor Weihnachten. Anna (7) freut sich jeden Abend aufs Liedersingen. Und auf

die Weihnachtsgeschichten, die Mama vorliest. Während seine kleine Schwester gebannt lauscht, knabbert Luca (15) feine Weihnachtsguetsli zum wärmenden Tee. Papa Peter freut sich über das innige Zusammensein bei Kerzenschein – und schmunzelt über die fantasievollen Kommentare seiner Tochter, die ganz und gar in den

mystischen Geschichten aufgeht. Was die Fantasie angeht, hält er es mit Albert Einstein: «Es gibt nichts Schöneres als das Mysteriöse. Aus ihm entspringt alle wahre Kunst und Wissenschaft.» Kunstvoll ist denn auch Annas Wunschzettel, reich verziert mit Glitzersternchen und Tannenbäumchen. Vielleicht bringt das Christkindli ja dieses

Jahr ein rosa Velo. Oder das lang ersehnte Pony? Sind die Kinder im Bett, packt Peter seine Frau charmant im Vorbeigehen. Ein Kuss unterm Mistelzweig verspricht schliesslich ewige Liebe. Die Misteln über dem Hauseingang sollen zudem böse Geister fernhalten. Auch Erwachsene lieben den Adventszauber. Tina Gut


Bilder Daniel Winkler, Styling Monica Keller, Basteln Anita Oeschger, Assistenz Caroline Busch

50 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Die Grossen und die Kleinen w端nschen sich was: Ewige Liebe f端r Eveline und Peter. Ein Pony oder rosa Velo f端r Anna. Die Siebenj辰hrige strahlt mit den Sternen auf ihrem Wunschzettel um die Wette.

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Nachhaltiger Genuss: Utz-zertifizierten Kaffee kann man nicht nur trinken.

K

eine Idee, was für ein Dessert Sie an Weihnachten servieren sollen? Wie wärs mit «Tres Leches» aus Lateinamerika. «Leche» heisst Milch auf Spanisch. Und davon hats gleich drei Sorten drin: Kondensmilch, Kaffeerahm und Rahm. Ein Schuss Utz-zertifizierter Kaffee gibt dem Kuchen die feine Note – und dies nicht nur geschmacklich. Utz Certified ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation. Mit ihrem Programm unterstützt sie Produzenten weltweit, damit diese die Qualität ihrer Produkte steigern und sie so zu einem besseren Preis vermarkten können. Die Utz-zertifizierten Betriebe halten soziale, wirtschaftliche und ökologische Kriterien ein und produzieren nachhaltig für Mensch und Umwelt. Eine gute Sache. Darum hat die Migros ihr Basis-Kaffeesortiment auch auf Utz Certified umgestellt. TG

Exotische Nachspeise: Blechkuchen «Tres Leches» Für eine rechteckige Form à 27 x 18 cm

ZUTATEN

Etwas Butter, 5 Eier, 4 EL Wasser, 90 g Zucker, 120 g Mehl, 1 TL Backpulver, 1 dl gesüsste Kondensmilch, ½ dl Kaffeerahm, ½ dl Espresso, 3 EL Rum, 1,5 dl Rahm, 1 Beutel Vanillezucker, Schokoladenpulver zum Bestreuen.

Boncampo Bohnen, 500 g, Fr. 4.10, Espresso classico Bohnen, 500 g, Fr. 6.40

Bild Lotti Bebie

Das Utz-Label wird nur Kaffee verliehen, der aus sozial- und umweltverträglicher Produktion stammt.

ZUBEREITUNG

Form mit etwas Butter ausstreichen. Die Eier trennen. Eiweiss steif schlagen. Eigelb, Wasser und Zucker schaumig schlagen. Mehl, Backpulver und Eiweiss dazumischen. In die Form giessen. Im auf 180 °C vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen. Kuchen in der Form auskühlen lassen. Mit einer Gabel einstechen. Kondensmilch, Kaffeerahm, Espresso und Rum verrühren, Kuchen damit begiessen, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Rahm mit Vanillezucker steif schlagen. Den Kuchen damit bestreichen. Mit Schokoladenpulver bestreuen.


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DAS BESTE AUS DER MIGROS

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

| 55

Das Plus von Anna’s Best

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Vitaminreiche Winterblume Er ähnelt einer Rose, wenn er geerntet wird. Deshalb wird er auch Winterblume genannt. Der Castelfrancosalat macht aber auch geschnitten einiges her. Seine gesprenkelten Blätter bekommt er dank intensiver Pflege: Nach dem ersten Frost wird er auf dem Feld stehen gelassen und mit Folie abgedeckt, um die Blätter aufzuhellen. Abgedunkelte Lagerräume verhelfen ihm nach der Ernte vollends zu seinem bleichen Äusseren und dem zartbitteren Aroma. Von Anna’s Best gibt es den grossblättrigen Salat saisonal im Kühlregal. Anna’s Best CastelfrancoSalat, 100 g, Fr. 3.30

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DAS BESTE AUS DER MIGROS

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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Randensuppe mit Kokosmilch

Die Pouletschnitzel nach Wiener Art von Don Pollo sind hauchdünn vom Stück geschnitten und mit knusprigen Semmelbröseln paniert. Sie sind in der Bratpfanne oder im Ofen in acht bis zehn Minuten zubereitet. Wers klassisch mag, isst dazu einen lauwarmen Kartoffelsalat oder Pommes frites. Kalorienarmer wirds mit einem Salat dazu. Don Pollo Schnitzel Wiener Art, tiefgekühlt, 3 St., Fr. 9.45*

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Japanisch

Mit dem Sushi-Kit ist es kinderleicht, selber Sushi zuzubereiten. Die Packung enthält eine Anleitung, Sushi-Reis, Soja-Sauce, grüne Nori-Blätter, Reisessig, eingelegten Ingwer, Wasabi-Paste sowie eine Bambusmatte zum Rollen und Essstäbchen. Einzig die frischen Zutaten muss man dazukaufen. Was und wie viel steht auch auf der Packung. Saitaku Sushi Kit, 361 g, 2—4 Portionen, Fr. 11.90*

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Schweizerisch

Zusammen mit Salat sind sie ein kleiner Snack, mit Gemüse eine vegetarische Hauptmahlzeit. Die neuen Röstitaschen sind mit würzigem Kräuterfrischkäse gefüllt. Einzeln eingefroren, sind sie leicht portionierbar. Röstitaschen mit Kräuterfrischkäse, tiefgekühlt, 600 g,

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Prophylaktisch

Schon im Mittelalter war der Storchschnabel (Geranium sanguineum) für seine schützenden Eigenschaften bekannt. Diese Erkenntnisse werden beim ImmunPro-Infektblocker von Actilife eingesetzt. Die Gerbstoffe des Storchschnabelextrakts können sich wie ein Schutzschild über Mund- und Rachenschleimhaut legen und so helfen, die Erkältungsviren abzuwehren. Actilife ImmunPro, Medizinprodukt, 30 Lutschtabletten,

Fr. 8.90

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➔ 1 Packung vorgekochte Randen (500 g) in kleine Stücke schneiden und mit einer fein geschnittenen Zwiebel kurz andünsten. Mit einem halben Liter Gemüsebouillon aufgiessen und etwa ½ Stunde köcheln lassen, bis die Randen schön weich sind. Zirka Fr. 2.— ➔ Die Suppe mit dem Stabmixer pürieren und mit etwas Muskatnuss, Cayennepfeffer und Kräutersalz abschmecken. Zirka Fr. —.50 ➔ Vor dem Servieren 250 ml Kokosmilch beigeben und nochmals 5 Minuten köcheln lassen. Zirka Fr. 2.50

+ +


58 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Migros Premium — «Das gönn ich mir …»

Hochwertige Produkte für den täglichen Bedarf — das ist Migros Premium. Die neue Linie strafft die Verpackungsvielfalt und sorgt für mehr Transparenz und Orientierung im Regal. Und Gründe, sich was Feines zu gönnen, gibt es reihenweise.

A

b und zu sollte man sich etwas Gutes gönnen, auch wenn es nichts Grosses zu feiern gibt. Carsten Regli (39) aus Zürich ist alleinerziehender Vater eines Achtjährigen. «Wir lieben

Fondue chinoise – mit vielen feinen Saucen. Natürlich wäre es schöner zu Dritt. Aber man kann halt nicht alles in der Migros kaufen.» Ina-Melena Zumstein (25) kommt vor lauter Arbeit nicht

wirklich zum Kochen. Da passt das Schinkli von Migros Premium hervorragend. Und Zauberer Walter Diamond (47) zaubert für seine Gäste ein Fisch-Fondue. Simsalabim! Heidi Bacchilega

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BROT & MILCHPRODUKTE Le Gruyère mild (ohne Maxi), per 100 g 1.35 statt 1.70 20% Raccard Tradition, Block à ca. 750 g, Schweizer Halbhartkäse, vorverpackt, per 100 g 1.65 statt 2.– Freiburger Vacherin Surchoix, Schweizer Halbhartkäse, vorverpackt, per 100 g 1.80 statt 2.30 Alle Cantadou im Duo-Pack –.90 günstiger Valflora Vollrahm UHT im DuoPack, 2 x 500 ml 4.– statt 6.80 40% Energy Drink, Trio-Pack à 3 x 330 ml 2.60 statt 3.90 Alle Flan im 6er-Pack 20%

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M-Classic oder Forestière Pastetenfüllung im 4er-Pack 40% Gesamtes Bon Chef BouillonSortiment 20%

NEAR-/NON-FOOD Gesamtes M-Classic Tiernahrungs-Sortiment und Einstreu 20% Stumpen-Kerzen rot, 4 Stück 7.50 statt 12.90 Gesamtes Migros topline Sortiment 50% Gültig bis 6.12. Verschiedene Duschprodukte im 4er-Pack 4 für 2 Linsoft Taschentücher JumboPack, 42 x 10 Stück 4.80 Soft Comfort Feuchtes Toilettenpapier, 3 x 50 Stück 3 für 2 Alle Handymatic Geschirrspülmittel (ohne Regeneriersalz) beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 1.20 günstiger Gültig bis 6.12. Alle Handy und Manella Abwaschmittel beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.60 günstiger Gültig bis 6.12. Alle Migros Fresh Lufterfrischer 20% Gültig bis 6.12. Elan Waschmittel und Exelia Gewebeveredler 20% Gültig bis 6.12. Alle Twist Bodenreinigungsund Nano-Produkte 20% Gültig bis 6.12. Freizeitbekleidung für die ganze Familie Gültig bis 6.12. Malkoffer, 153-teilig 29.50 statt 59.– 50% Play-Doh Bundle-Pack (Softeismaschine mit Knetwerk) 39.90 statt 57.90 Gültig bis 6.12. Weihnachtskarten 10er-Set, 10 verschiedene Motive pro Packung 2.90 statt 5.80 50%

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Genossenschaft Migros Basel Genauere Informationen zu Preisen, Produkten und Rabatten entnehmen Sie bitte den Preiszetteln der jeweiligen Produkte in diesem Flyer.


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DAS BESTE AUS DER MIGROS

| 71

«… weil ich die Zeit mit meinem Sohn geniesse und wir gerne etwas Feines auf dem Tisch haben.»

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Carsten Regli (39) aus Zürich, Altenpfleger


72 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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DAS BESTE AUS DER MIGROS

| 73

«… weil ich mich nach einem anstrengenden Arbeitstag gerne verwöhne — mit gutem Essen und einem guten Buch.» Ina-Melena Zumstein (25) aus Zürich, Geschäftsführerin The Gloss


74 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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DAS BESTE AUS DER MIGROS

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«… weil ich meine Gäste verzaubern und überraschen möchte.»

Walter Diamond (47) aus Langnau am Albis, Zauberer und Keyboarder


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DAS BESTE AUS DER MIGROS

Migros-Magazin Migros Mig ros-Ma ros -Magaz -Ma gaz 47, 22.. Nove November ovembe ove mberr 2010 mbe 2010

| 77

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Vier Schweizer mit Geschmack

Biologisch angebaute Alpenkräuter, Holunderblüten, Pfefferminze und Birnen bilden die Grundlage für die neuen Sirupe, die in der Küche überraschend vielseitig einsetzbar sind.

Bild Lotti Bebie

S

irupe animieren nicht nur Kinder zum Trinken. Auch so manchem Erwachsenen rinnt das Wasser aromatisiert leichter durch die Kehle. Umso besser, wenn der Sirup aus biologisch angebauten Ingredienzen hergestellt wird. Die Alpenkräuter, Holunder-

blüten, Pfefferminze und Birnen für diese feinen Kreationen werden auf Schweizer Bio-Bauernhöfen angepflanzt, gepflegt und sorgfältig geerntet. Duft und Aroma der Kräuter, Blüten und Früchte gehen im Herstellungsprozess in den Sirup über. Das Resultat: bes-

te Schweizer Natur in der Flasche. Damit lassen sich auch Tee, Weisswein, Prosecco oder Speisen parfümieren. Griessbrei oder Vanilleglace schenkt der Holunderblütensirup eine herb-frische Note, Fruchtsalat erhält dank Alpenkräuter- oder Pfefferminzsirup

eine geheimnisvolle Komponente. Frische Birnen schmecken gedämpft in Birnensirup samt Zimtstange köstlich, wie auch ein in Sirup eingelegter Dörrfruchtsalat. Ganz genau: Sirup gehört eben nicht nur ins Kinderglas. RG


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DAS BESTE AUS DER MIGROS

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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Leichte Winterspezialitäten

Vergessen Sie die vorweihnachtliche Hektik, gönnen Sie sich ein Mittagessen in ruhiger Atmosphäre im Migros-Restaurant. Mit Délifit geniessen Sie zudem leicht und ausgewogen.

K

Bild Gerry Nitsch, Styling Monica Keller

abis, Grünkohl, Schwarzwurzeln, Orangen, Mandarinen und viele andere attraktive Wintergemüse und -früchte haben jetzt Saison in den Migros-Restaurants. Lassen Sie sich überraschen, zu welch fei-

nen winterlichen Kreationen sich die Küchenchefs haben inspirieren lassen. Mit den fantasievoll komponierten Délifit-Gerichten kann man sich in der kalten Jahreszeit leicht, ausgewogen und sättigend ernähren. Am bes-

ten orientiert man sich am grossen Salat- oder am warmen Büffet am grünen Délifit-Logo. In allen grösseren Migros-Restaurants werden auch warme DélifitTellergerichte angeboten. Die leichten und geschmackvollen

Speisen werden mit wenig Fett zubereitet und enthalten nur 600 Kalorien pro Menü. DH


80 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Selbst gemacht ist fabelhaft

Eine Kleenex-Box fürs Gotti? Teelichter fürs Mami? Bei Do it + Garden Migros gibt es viele tolle Geschenkideen zum Selbermachen. verzieren wir Kerzen», erzählt Oma Carmen. Sie rollt die Bienenwachsplatten gekonnt zusammen und sticht mit einem Guetsliförmchen ein Herz aus, um damit die Kerze zu dekorieren. Lynn probiert den Wärmestab aus und klebt schöne Serviettensujets auf die selbst gegossenen Kerzen: «Die schönste Kerze bekommt dann mein Mami.» Anna Bürgin

Kleenex-Box

Ein Tränchen hier, verwischter Lippenstift da: Gotti greift öfters mal zu Kleenex. Das braucht es: Pappmaché-Hülle für Kosmetiktücher,

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Bilder Bernd Emmerling, Styling Eva Müller-Emmerling

A

uch wenn man beim Basteln mit Kindern etwas Geduld braucht ¬ gemeinsam Kerzen giessen, bekleben und bemalen macht Spass. Und die beschenkte Person freut sich über ein handgefertigtes Kunstwerk besonders. Das Omi der achtjährigen Lynn organisiert jedes Jahr zwei bis drei Bastelnachmittage für ihre Enkelin. «Dieses Jahr giessen und


DAS BESTE AUS DER MIGROS

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Porzellan bemalen

Fehlt Papa eine Lieblingstasse für den morgendlichen Kaffee? Dann nichts wie ran an den Pinsel. Für Vorsichtige gibts auch Malvorlagen. Das braucht es: Porzellantassen oder Gläser, Glas Design New Art Farben, diverse Farben, je Fr. 8.95*

Weihnachtsstrumpf

Damit der Samichlaus nicht alle Nüssli und Schöggeli selber isst, sollte jedes Schleckmaul am 6. Dezember einen Weihnachtsstrumpf ans Fenster hängen. Das braucht es: Filzplatte A3 rot, Fr. 5.95*, Kordeln, diverse Farben, je Fr. 2.95*

Holz-Teelichter verzieren

Ist Mama eine Romantikerin? Dann wird sie sich über diese Kerzen freuen. Das braucht es: Muscheln, Steine oder Verziermaterial nach Belieben, Holzteelicht 4er, Fr. 11.90*, Decoupaste fein,

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DAS BESTE AUS DER MIGROS

Migros-Magazin Migros Mig ros-Ma ros -Magaz -Ma gaz 47, 22.. November Nove ovembe ove mberr 2010 mbe 2010

Biologisch

1,4 Millionen Katzen, die in der Schweiz leben, sind in Sachen Fressen anspruchsvolle Gäste. Wenn sie wählen könnten, würden sie nur noch Terrinen aus biologisch zertifiziertem Anbau fressen. Die feinen Bio-Terrinen gibts in den Varianten Fisch, Rind und Huhn. Katzennahrung Terrine, Bio, mit Fisch, Rind und Huhn, 100 g, je Fr. 1.10

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Herzensgut

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Auch Katzen mögens frisch: Die neuen Exelcat-Sticks mit saftigem Fleisch oder köstlichem Fisch sind einzeln verpackt, sodass die Frische erhalten bleibt. Auch für die Gesundheit ist gesorgt: Die Katzennahrung enthält extra Vitamine und Taurin für ein gesundes Herz. Exelcat Sticks, Geflügel oder Fisch, 3 Stück, Fr. 1.35

Blütenreich

Kaum eine Pflanze kann in den Wintermonaten mit der Amaryllis konkurrieren: Die farbenfrohen Trichterblüten sind ein Blickfang auf jeder Fensterbank. Wenn Sie jetzt eine Pflanze kaufen, können Sie während der Weihnachtszeit die Blüte in voller Pracht geniessen. Sobald die Blütentriebe sichtbar werden, sollte man die Amaryllis ans Fenster stellen. Denn während der Wachstumszeit braucht sie einen hellen Platz. Amaryllis Hippeastrum, Fr. 17.90*

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RAPPENSPALTE

Patrick Rohr (42) war 15 Jahre lang Moderator und Redaktor bei SF, 2007 hat er seine eigene Kommunikationsfirma gegründet. Patrick Rohr, wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Als Achtjähriger produzierte ich auf dem Umdrucker meines Grossvaters regelmässig Hefte mit Interviews, Comics und Berichten, die ich an Bekannte und Verwandte verkaufte. Das nächste Geld verdiente ich mit 14 als freier Mitarbeiter der «Glarner Nachrichten». Wofür würden Sie nie Geld ausgeben?

Für teure Clubmitgliedschaften. Was geben Sie auch für viel Geld nicht her?

Meine Fotosammlung, alles Erinnerungen an mein Leben.

Wo trifft man Sie abends?

Öfters mal auf eine Pizza im La Casa oder Da Amici, etwas edler im Tizziani oder im Tre Fratelli. Auf einen Absacker auch gerne in der Pigalle-Bar im Zürcher Niederdorf. Sind Sie gerne prominent?

Wenn ich darunter leiden würde, hätte ich einen anderen Weg gewählt. Will ich ungestört arbeiten, flüchte ich an meinen Zweitwohnsitz Amsterdam. Eugen Baumgartner


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Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Traubenkraft

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D

ie Quelle der ewigen Jugend ist noch nicht gefunden. Aber bevor die Frau ab 30 über plastische Chirurgie nachdenkt, kommt Zoé Effect PhytoCellTec Vitis Vinifera ins Spiel. Der neue Wirkstoff basiert auf einer besonders UV-Strahlen resistenten Burgunder Traubensorte und schützt die Hautstammzellen vor lichtund stressbedingter Hautalterung. Die neue Linie umfasst eine Tagesund Nachtcreme sowie eine Augenpflege. Alle Produkte sind

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88 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Tabasco im Topf und Blues im Blut

Mundartsänger Polo Hofer liebt den Rock ’n’ Roll und die Region, aus der diese Musik stammt: das Mississippidelta im Süden der USA. Auch die dortige Esskultur hat es ihm angetan. Mit der «Saisonküche» kocht er Crawfish Pie, eine Flusskrebspastete mit Tabasco. Viel Tabasco.

W

enn man es kann, ist es keine Kunst, wenn man es nicht kann, ist es auch keine Kunst!» Shakespeare, Schiller oder Goethe? – Weder noch. Polo Hofer! Noch ein Zitat gefällig? «Auch Fleischfresser beissen irgendwann mal ins Gras.» «Polosofie» nennt sich das. Wer noch mehr Zitate lesen will, besucht die Website des 65-jährigen Schweizer Mundart-Rockers. Dort wird er in die «Polosofie» eingeführt. Und wer Polos Bonmots hören will, besucht im Dezember sein Konzert in Zürich. Live ist immer besser. Taufrisch tritt er auf und wohl noch lange nicht ab – ein Entertainer im vierten Frühling. Bevor er aber heute im Luzerner Stadtkeller auftritt, steht er mit «Saisonküche»-Köchin Andrea Pistorius in der Küche des Restaurants am Herd. Ohne Scheinwerfer. «Polo Hofer ist witzig, schlagfertig, überraschend. Und würzen kann er. Erst recht mit Tabasco», sagt die Köchin. Polo kontrolliert derweil die Schärfe der Pastetenmasse, nippt an seinem Glas Prosecco, erzählt und philosophiert. «Wer in die Fremde reist, muss die 50 wichtigsten

Wörter der Landessprache kennen, täglich testen, was die lokale Küche und der Zapfhahn hergeben, und er muss sich ‹uf dr Gass› in das musikalische Schaffen des Landes hineinhören. Dann lernt er Land und Leute kennen und verstehen.» Noch mehr «Polosofie»? «Nein, eine Weisheit des amerikanischen Jazzmusikers Quincy Jones. Auch so ein Philosoph. Daher meine Vorliebe zur Cajun-Küche, die ich während meiner mehrmonatigen USAReise durchs Mississippidelta ausgiebig schätzen gelernt habe. Übrigens dort, wo Chili und Erdöl

herkommen. Nur die vor einem halben Jahr erfolgte Ölkatastrophe hat die Region für das nächste Vierteljahrhundert ruiniert», ärgert er sich. «Enfin! Vor Louisiana gibt es eine Insel, die heisst Tabasco. Na ja, nicht ganz. Avery Island ist ihr offizieller Name, aber das Ganze ist eine einzige Chiliplantage. Kurz, eine heisse Sache und zugleich das Domizil der Firma McIlhenny Co., die hier seit 1868 ihre berühmte Tabascosauce produziert.» Heiss ist es aber auch in der Küche, und heiss haben es an diesem Tag die Orga-

Kochen mit der «Saisonküch «Saisonküche» he» Ob Sänger, «liäbe Siech», Maler, Dichter, Denker oder kreativer Koch — Polo National hat viele Talente und alles im Griff. Auch das Messer und «Saisonküche»-Köchin Andrea Pistorius.


SAISONKÜCHE

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Nachgefragt bei

Polo Hofer

e immer auf ➔ Was haben Si Vorrat? ke, Eier, Chäs, Birchermüesli, An ecco. Tabasco und Pros Sie pro Woche? en ch ➔ Wie oft ko une. Ich führe Nach Lust und La lan. keinen Kochterminp e… Si r fü t is en ➔ Koch rs formulier t die … Kunst! Oder ande bensmitteln. Veredelung von Le e nie im Leben Si ➔ Was würden essen? hel muss ich Bei Leber und Fenc passen. n Sie gern mal ➔ Mit wem würde essen gehen? französischen Mit der lebenden Bocuse. Kochlegende Paul

FINAL: Tröpfchenweise wirds mit Polo und Tabasco schärfer. POLO NATIONAL: Die Kochuniform mit eingesticktem Namen ist ein Geschenk der Crew des Luzerner Stadtkellers. INTERNATIONAL: Im Crawfish Pie schmeckt man den Süden der USA. PHÄNOMENAL: Der Flusskrebs im Tatarschnitt.


SAISONKÜCHE

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

nisatoren, die das Dreifache an Eintritten für Polos Konzert im Luzerner Stadtkeller verkaufen könnten. In der Küche schäumen unterdessen der Prosecco und die Butter. «Anke heisst das», korrigiert Polo die Köchin.

Freibier, krachende Tische und zerbrochene Gläser

Polo Hofer hat im Luzerner Stadtkeller an 160 Konzerten während 30 Jahren vor rund 50 000 Besuchern gesungen. Eine beachtliche Leistung, eingebettet in zahlreiche Anekdoten. «Uf d Tisch», hat er an einem Konzert die Fans bei seiner letzten Zugabe aufgefordert. «Ich hätte besser nichts gesagt. Ausziehtische sind nicht sehr stabil. Ui, war der damalige Gastgeber Walter Vollmeier böse auf mich. Und erst die Scherben – was für ein Fiasko, und was haben wir gegrinst. Natürlich hatten wir nachher ein schlechtes Gewissen», erzählt Polo. «Ein anderes Mal offerierte ich allen Konzertbesuchern eine Stange Bier, was Walter Vollmeier zum Weissbier und zur Weissglut trieb und mir die Gage raubte. Das Bier war im Nu ausverkauft, die Spülmaschine rauchte, und die Mitarbeiter waren damit beschäftigt, neue Bierfässer und Gläser aufzutreiben. Ja, sie lieben mich im Stadtkeller. Darum haben sie mir auch so eine schön bestickte Kochbluse geschenkt», resümiert Polo.

Polos jüngster Streich: ein altes Lied, neu gesungen

Aus dem Backofen duftet die Flusskrebspastete. Zeit, sich an den Tisch zu setzen. Zeit, sich mit Polo über seine neue CD «Rimix» und über seine Version von «E gschänkte Tag» zu sprechen. Übrigens im Original ein Jodlerlied des legendären Dichters und Jodlers Adolf Stähli. Dazu Polo: «Das Ganze ist eine gemeinsame CD von Schweizer Musikern die altes Schweizer Liedgut zum 100-Jahr-Jubiläum von ‹Ramseier› neu interpretieren. Proscht, mit Moscht!». Voilà. Das perfekte Schlusswort. Text Martin Jenni Bilder Daniel Rihs

www.polohofer.ch

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Crawfish Pie — Krebsschwanzpastete Für 12 Förmchen à 9 cm Durchmesser Zubereitung ca. 45 Minuten + ca. 30 Minuten backen Pro Stück ca. 14 g Eiweiss, 22 g Fett, 38 g Kohlenhydrate, 1700 kJ/410 kcal

ZUTATEN

100 g Reis, Salz 3 Zwiebeln, 1 rote Peperoni 2 Stangen Sellerie 550 g Flusskrebsschwänze 1 Frühlingszwiebel 1 Bund Petersilie 130 g Butter, 110 g Mehl 6 dl Wasser, Pfeffer einige Tropfen Tabasco 5 cl trockener Wermuth, z. B. Noilly Prat 2 EL Maisstärke 2 rechteckig ausgewallte Kuchenteige à 320 g

ZUBEREITUNG

1 Reis in Salzwasser weich kochen, abgiessen, auskühlen lassen. Zwiebeln hacken. Peperoni halbieren, entkernen. Mit dem Sellerie in kleine Würfel schneiden. Krebsfleisch, Petersilie und Frühlingszwiebel samt Grün hacken. 2 Butter schmelzen. Mehl beigeben und unter ständigem Rühren anschwitzen, bis es eine goldene Farbe annimmt. Zwiebeln, Peperoni und Stangensellerie dazugeben. Unter ständigem Rühren langsam Wasser dazugiessen und 5 Minuten köcheln. Krebsfleisch, Petersilie und Frühlingszwiebel dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Tabasco würzen. Bei kleiner Hitze unter ständigem Rühren 20 Minuten köcheln. Maisstärke und Wermuth verrühren, beigeben. Reis dazumischen, Masse etwas abkühlen lassen. 3 Backofen auf 200 °C vorheizen. Teige samt Backpapier in jeweils 6 Quadrate schneiden. Jedes Käseküchleinförmchen mit Kuchenteig auslegen und mit einer Gabel dicht einstechen. Pastetchenmasse einfüllen und Teigecken auf die Masse umschlagen. Auf der untersten Rille rund 30 Minuten goldbraun backen. Tipp Mit einem gemischten Salat sind die Küchlein ein original kreolisches Mahl. Statt im Kuchenteig backen, die gekochte Krebsmasse in Pastetli füllen.

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KLEINE KÜCHENKUNDE

Für Panzerknacker

Was Sie schon immer über Schalentiere wie Crevetten, Black Tiger und Prawns wissen wollten, sagt Ihnen Food-Redaktorin Sonja Leissing.

E

s gibt eine grosse Auswahl bei den gepanzerten Krustentieren. Dazu zählen wir Garnelen, Krabben und verschiedene Arten von Krebsen. Sie werden in Salzwasser- und Süsswassergarnelen, Warmwasser- und Kaltwassergarnelen eingeteilt. Je kälter und tiefer das Wasser, in dem die Garnelen leben, desto besser ist deren Qualität und Geschmack. Im Handel gibt es sie frisch, gekocht, in Salzlake eingelegt, geschält, vakuumiert oder tiefgefroren angeboten. Zu den Delikatessen mit Scheren hingegen gehören Hummer, Langusten oder Langustini und die wesentlich kleineren Scampi. Sie sind mit schlanken, langen Scheren ausgestattet, und man findet sie in den atlantischen Küstengewässern von Nordafrika bis Skandinavien.

Die Garnele ist auch eine Crevette

Bei der häufigsten Krabbenart, den kleinen, rosa Garnelen, herrscht jedoch die grösste Verwirrung. Wer weiss schon, dass Garnele der Überbegriff ist für alle Krustentiere ohne Scheren? Und, dass sie einfach je nach Herkunftsland unterschiedlich heissen? In England nennt man sie Shrimps oder Prawns. In Frankreich bestellt man Crevettes und in Spanien Camarones. Wir Schweizer nennen die kleinen geschälten oder in Lake eingelegten schlicht Crevetten. Auch King Prawns, Black Tiger oder Gambas sind genaugenommen Garnelen. Der Unterschied macht hier nur die Grösse der Meerestiere aus. Sie werden nämlich bis zu zwanzig Zentimeter

gross. Die schmackhaften Krustentiere überzeugen alle durch einen hohen Gesundheitswert. Sie enthalten hochwertiges Eiweiss, wenig Fett, die Vitamine B6, B12 und E, Kalium, Kalzium, Zink, Eisen, und sie sättigen sehr gut. Doch aufgepasst: In der Regel enthalten alle Krustentiere viel Cholesterin. Darum sollten Menschen mit einem erhöhten Blutfettwert diese Köstlichkeiten nur selten und in kleinen Portionen geniessen. Wegen des Puringehalts sollten auch Gichtpatienten zurückhaltend sein.

Crevetten in Lake In der Küche: Die feinen Kleinen schmecken köstlich als Salat oder an einer Cocktailsauce. Einer deftigen Kartoffelsuppe geben Crevetten den letzten Schliff. Aber bitte erst am Schluss beigeben und nur kurz erwärmen. Tipp: Selbstverständlich sind alle Crevetten in der Migros mit dem MSC-Label ausgezeichnet.

Flambiert, fritiert, gebraten oder im Salat

Die in Lake eingelegten Crevetten eignen sich besonders gut für einen Meeresfrüchtesalat, mit einer Cocktailsauce gemischt auf einer halben Avocado oder in einem gebratenen Reisgericht. Wunderbar sind sie auch in einer Kartoffelsuppe. Die Crevetten aber erst am Schluss zum Süppchen geben und kurz wärmen. Die rohen und geschälten Crevetten sind etwas grösser und schmecken mit Knoblauchscheiben in etwas Olivenöl gebraten einfach köstlich. Dazu ein frisches Baguette, und ein vollwertiges Nachtessen ist parat. Doch ebenso in einem Knuspermantel fritiert oder flambiert sind die Krabbenschwänzlein nicht nur bei Gourmets sehr beliebt. Und was wäre eine spanische Paella ohne Pazifik Prawns? Das weisse Fleisch schmeckt ein bisschen süsslich und wird sehr geschätzt. Manch ein Gourmet behauptet sogar, sie seien zarter und besser als Hummerfleisch.

Pazifik Prawns

In der Küche: Prawns — oder bei uns auch Riesencrevetten genannt — gehören in jede Paella. Mariniert und auf dem Grill gebraten oder in einer mediterranen Pastapfanne sind sie eine gelungene Abwechslung. Tipp: Prawns harmonieren auch sehr gut mit einer leichten Safransauce.


SAISONKÜCHE SEL Crevetten Tail-on

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AUFGEGABELT

In der Küche: Die grösseren, bereits gekochten und geschälten Crevetten eignen sich bestens in Olivenöl, mit Knoblauchscheiben und verschiedenen Kräutern gebraten.Tipp: Da alle Garnelen leicht verderblich sind, werden sie bereits auf den Fangschiffen in Meerwasser gekocht.

Martin Jenni, Food-Redaktor

Vitamine

In der Küche: Sie sind wie die hellen Pazifik Prawns gegrillt oder gratiniert, in einem Ragout verarbeitet oder kurz gebraten, mit einer Knoblauchsauce serviert ein absolutes Gedicht. Tipp: Entfernen Sie bei allen grossen Garnelen unbedingt den Darm (schwarzer Faden). Die Prawns auch immer gut mit Wasser abspülen und trocken tupfen.

Bilder Claudia Linsi, Gian Vaitl

Tiger Prawns

«Lebenswasser» heisst bei den Schotten das geflügelte Wort für Whisky. Im Winter wärmt es ihre Seele und hebt die Laune. Ihren Appetit stillen sie mit deftigen Eintöpfen, ihre opulenten Hummerfänge verkaufen sie weltweit an die besten Restaurants, da die heimische Delikatesse zu teuer für den eigenen Kochtopf ist. Auch mischen sie keine Cocktailsaucen, sondern kräftige Wintercocktails. Nur passen diese Rezepte nicht ins MigrosMagazin, da bei allen der Alkohol im Vordergrund steht. Na gut, ein Rezept gegen Husten wird doch wohl noch durchgehen: 4 cl Single Malt in ein Dram (Glas) giessen, 1 TL Zucker beifügen, der Saft einer halben Limette ausdrücken, die Schale abreiben, drei Gewürznelken hinzugeben und mit kochendem Wasser nach Belieben aufgiessen. Am nächsten Tag ist der Husten weg. Eine alkoholfreie Vitaminbombe gäbe es da auch noch. Allerdings ist es kein schottisches Rezept: Zwei Zitronen auspressen, geriebenen Ingwer, wenig Rohrzucker, Pfefferminzblätter hinzugeben, mit heissem Wasser aufgiessen, ziehen lassen und schlürfen. Die «ungesündere» Variante wäre mit – hüstel, hüstel …


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IHRE REGION MIGROS BASEL

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KULTURTIPPS ➔ Backstube für Kinder ab sechs Jahren Gundelitor Basel, bis Samstag, 27. November Montag bis Freitag: 14, 15 und 16 Uhr Samstag: 10.30, 12.30 und 13.30 Uhr Erfahrungsgemäss sind die Plätze schnell ausgebucht. Anmeldung: 058 575 54 18, nur zu Bürozeiten ➔ Basler Stadtlauf Samstag, 27. November, Basler Innenstadt Als neue Hauptsponsorin freut sich die Migros, auf den beliebten Volkslauf hinzuweisen, an dem an die 10 000 Personen teilnehmen. ➔ Vergünstigungen Förnbacher Theater Die Migros Basel unterstützt das Theater ideell und finanziell, indem es auf viele Wiederaufnahmen sowie auf alle Vorstellungen von «Sein oder Nicht sein» sowie «Mondlicht und Magnolien» vergünstigte Eintritte gewährt. Vergünstigung nur im M-Vorverkauf, siehe unten. Infos: www.foernbacher.ch. Reguläre Karten: 061 361 90 33 und E-Mail: info@foernbacher. ch

Migros-Vorverkauf In Basel ➔ Info-Schalter Migros Claramarkt, 1. Stock ➔ Kundendienst MParc Dreispitz, 1. Stock In Füllinsdorf ➔ Kundendienst Migros Schönthal In Allschwil ➔ Kundendienst Migros Paradies Genossenschafter/-innen und Inhaber/-innen der CumulusKarte erhalten einzelne Veranstaltungen vergünstigt. Erkundigen Sie sich vor Ort. Tickets können auch mit Kreditkarten bezahlt werden. Weitere Infos unter: www.migrosbasel.ch

Der Santiglaus besucht viele Zolli-Bewohner, darunter auch diese Lamas.

Der Santiglaus im Zolli

Beim 14. Zolli-Niggi-Näggi am 4. Dezember bezahlen Kinder keinen Eintritt und erhalten ein Geschenklein.

D

er Baslerstab, Radio Basilisk und die Migros Basel haben 1997 den Santiglaus erstmals in den Basler Zolli eingeladen. Grund für die Visite waren schon damals die Kinder. Sie lieben die Tiere im Zolli, und sie lieben den Santiglaus aus dem nahen Schwarzwald. Inzwischen sind diese schönen Besuche im Zolli zur Tradition und die damaligen grösseren Kinder zum Teil schon selber Eltern geworden. Und der Santiglaus hat in all den Jahren nicht einmal abgesagt. So wird er uns auch dieses Jahr keinen Korb geben, sondern pünktlich mit seinem Schmutzli und den Eseln erscheinen. Wir wetten jedenfalls, dass die kleine Gruppe schon bald nach Basel unterwegs ist. Wenn alles gut läuft, werden die beiden am Samstag vor dem

Namenstag des Heiligen Nikolaus im warmen Zolli-Restaurant Hunderte Kinder treffen. Die Kleineren unter ihnen werden etwas nervös ihre Verslein und Lieder vortragen, die Grösseren tun dies bereits viel couragierter. Zum Dank schenkt der rot gekleidete Mann mit Bart allen feine Nüsse, Mandarinen und Schoggi. Durch den Nachmittag führt eine freundliche Moderatorin von Radio Basilisk.

Wer den Santiglaus und den Schmutzli treffen und gleichzeitig den Zolli besuchen möchte, reserviert sich den ersten Samstag im Dezember. Die Kinder können diesen speziellen Nachmittag jeweils kaum erwarten. Eltern und Grosseltern freuen sich darüber, dass die Migros zum Zvieri heissen Kakao und feine Grättimanne zum Vorzugspreis serviert. Priska M. Thomas Braun

Bezaubernder Nachmittag

Der 14. Zolli-Niggi-Näggi findet am Samstag, 4. Dezember, von 14 bis 17 Uhr im Zolli-Restaurant statt. Ab 11 Uhr bezahlen Erwachsene 14 statt 18 Franken Eintritt. Für Kinder und Jugendliche bis 16

Jahre ist er an jenem Samstag gratis. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt. Der Eintritt ist nur durch die beiden Zolli-Eingänge und nicht durchs Restaurant möglich.


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Seit 80 Jahren jung

Die Migros Basel feiert Geburtstag und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

G

ottlieb Duttweiler hat 1925 in Zürich die Migros gegründet. Fünf Jahre später, im Februar 1930, eröffnete er an der Reinacherstrasse in Basel eine Zweigniederlassung. Obwohl inzwischen 80 Jahre vergangen sind, ist Dutti noch heute den meisten Erwachsenen in unserem Land ein Begriff. Sein Name steht noch immer für Innovation, Unternehmertum, Weitsicht und soziales Handeln. Die Migros startete in Basel mit einem Sortiment von sieben Artikeln, die auf zwei kleinen Ford-Lastwagen an verschiedenen Haltestellen direkt vom Chauffeur verkauft wurden. Den Basler Behörden war das damalige «Hausieren ohne Bewilligung unter Störung des Strassenverkehrs» ein Dorn im Auge. Sie reagierten mit polizeilichen Massnahmen. Erst nach grösseren Protestaktionen seitens der Bevölkerung anerkannte die Regierung schliesslich Duttweilers Unternehmenspolitik.

Erste einfache Verkaufsstellen

Danach stand einer Expansion, wie man dies heute nennen würde, nichts mehr im Weg. So wurden neben den fahrenden Läden die ersten einfachen Verkaufsstellen an der Sternengasse, der Vogesenstrasse und an der Sängergasse eingerichtet. Am 28. Januar 1941 schliesslich erfolgte die Umwandlung der Migros AG Basel in eine Genossenschaft. Heute zählen 60 Verkaufsstellen, sechs Migros-Restaurants und zehn Migros-Partner zur Genossenschaft Migros Basel, die gut

3300 Personen beschäftigt. Ihr Wirtschaftsgebiet umfasst die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura sowie eine Filiale in Moutier, Kanton Bern, und je eine in Dornach und in Breitenbach im Kanton Solothurn.

Im Bewusstsein der Bevölkerung verankert

Neben den unzähligen treuen Kundinnen und Kunden nehmen vor allem die über 170 000 Genossenschaftsmitglieder der Region regen Anteil an ihrer Migros Ω nicht zuletzt über das ihnen gratis zugestellte Migros-Magazin. Mit Interesse verfolgen sie die Entwicklung des in der Region fest verwurzelten Unternehmens, das seit 1995 auch in den süddeutschen Raum expandiert. Inzwischen erfreuen sich die vier deutschen Migros-Frische-Märkte einer wachsenden Beliebtheit. Einen findet man im grenznahen Lörrach, einen im Zentrum von Freiburg im Breisgau, einen in Reutlingen bei Stuttgart und, seit Ende September dieses Jahres, den jüngsten in Ludwigshafen am Rhein. Die Migros wäre aber nicht die Migros, wenn es ihr bloss um Gewinn und Expansion ginge. Ganz stark im Bewusstsein der Bevölkerung verankert sind sowohl der Genossenschaftsgedanke wie auch das Kulturprozent. Dank dieser freiwilligen Verpflichtung hilft die Migros Basel seit über fünfzig Jahren, Projekte in Kultur, Bildung, Freizeit und Wirtschaft zu fördern, zu unterstützen und zu unterhalten. Die Stiftung im Grünen in Münchenstein ist ein Beispiel für

80 Jahre liegen dazwischen: Die ersten Verkaufswagen auf dem Land und MParc Dreispitz in Basel.

dieses gemeinnützige Engagement. Der Park im Grünen ist 1980 aus der nationalen Gartenbauausstellung «Grün 80» hervorgegangen. Das jährliche Betriebsdefizit für den Unterhalt dieses prächtigen Naherholungsgebiets mit seinen Seen und Gärten wird seither vom Kulturpro-

zent der Migros getragen. Ein vierzig Meter grosses Modell eines Dinosauriers, eine Minigolfanlage, Spielwiesen, Grillplätze und ein Kinderspielplatz gehören ebenso wie das beliebte Restaurant Seegarten zu den Attraktionen des Parks. Priska M. Thomas Braun


IHRE REGION MIGROS BASEL

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Alte Liebe rostet nicht Marthy Rünzi ist der Migros seit ihrer Jugend treu geblieben.

Z

die Gourmessa-Theke im neuen

Happy Birthday, dear Migros

eit für ein Gespräch mit dem Migros-Magazin habe sie zwischen dem Sortieren der Post, was sie regelmässig am Vormittag erledige, und dem Mittagessen, sagt Marthy Rünzi am Telefon. Am Nachmittag sei sie an einer Sitzung des Heimrates, da ginge es terminlich nicht so gut. Wer nun denkt, Marthy Rünzi sei jung und berufstätig, täuscht sich. Die engagierte Frau, die Gottlieb Duttweiler mehrmals persönlich getroffen und grossen Respekt vor ihm hatte, ist 94 Jahre alt. Sie lebt seit knapp zehn Jahren im Generationenhaus Neubad in Basel. Neben dem Sortieren der Post zählt auch das Kuchenbacken für die im Haus integrierte Kindertagesstätte zu ihren Aufgaben. Ferner bespricht sie jeweils an den wöchentlichen Sitzungen zusammen mit acht anderen Mitgliedern des Heimrates und dem Chefkoch den Menü-Plan der kommenden Woche. Während sie vom Alltag im Generationenhaus erzählt, kommt sie aber immer wieder auf anno dazumal zu sprechen, als sie als Verkäuferin die Anfänge der Migros Basel hautnah miterlebte.

Unvergessliche Jahre der Pionierzeit

Zusammen mit der Kundschaft feiert die Migros Basel Ende Woche Geburtstag. Dabei wird sie ihre Kundinnen und Kunden in den Filialen mit vielen Attraktionen zum 80. Geburtstag überraschen. Gehen Sie am Freitag, 26. November, unbedingt in der Migros Basel einkaufen. Es lohnt sich! Viele Filialen haben bis um 22 Uhr geöffnet. Profitieren Sie davon!

Anno dazumal, das war ab 1935, als Marthy Rünzi als Verkäuferin in der ersten Filiale auf dem Dreispitz, danach in Sissach und später als Verantwortliche für Obst und Gemüse in der damaligen Migros am Steinenbachgässlein in Basel arbeitete. Schon als Schulmädchen in ihrem Heimatdorf Wenslingen kaufte Marthy, als jüngstes von vier Geschwistern und von den scheelen Blicken der Nachbarschaft verfolgt, am Migros-Wagen ein. Mit 16 ging sie für ein Jahr ins Welschland. Danach arbeitete sie

Marthy Rünzi, im alten Bild rechts: Eine der ersten Verkäuferinnen der Migros Basel 1935 auf dem Dreispitz und heute vor dem Generationenhaus Neubad.

bei einer Obst- und Gemüsehandlung in Bern. Zurück in Basel, bewarb sich die knapp 20-jährige bei der Migros: «Als ich mich beim damaligen Geschäftsleiter vorstellte, testete mich dieser spontan im Kopfrechnen», erinnert sich die Seniorin noch nach 75 Jahren. Diese für den Verkauf damals unabdingbare akkurate Akrobatik im Kopf sowie ihre Erfahrungen im Obst- und Gemüsehandel ermöglichten der jungen Frau den Einstieg in die ebenfalls noch junge Migros Basel. Es würde zu weit führen, all die Jahre detailliert zu schildern von der Hochzeit zum Kriegsbeginn

Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS BASEL, 4002 Basel, Tel. 058 - 575 55 44. E-Mail: Mitglieder.reg@migrosbasel.ch

über die Geburt des inzwischen 66 Jahre alten Sohnes bis zur Eisernen Hochzeit, die sie 2004, ein halbes Jahr vor dem Tod ihres Mannes, im Generationenhaus Neubad feierte. Wichtiger scheint in diesem Zusammenhang, dass die wunderbar vife Seniorin noch heute interessiert verfolgt, wie sich die Migros entwickelt. Es ist ihr daher wichtig, dass ihr eine Bekannte die Kleinigkeiten, die sie so braucht, wöchentlich bei der Migros besorgt. Alte Liebe rostet bekanntlich nicht. Dies gilt auch für Marthy Rünzi, die der Migros seit ihrer Kindheit treu ist. Priska M. Thomas Braun


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Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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IN FORM

Strom stimuliert Hirnleistung

Viele Väter bringen mehr Geschenke: Untreue schafft Vorteile im Amazonas.

Gib mir Saft, Doc: Stromstösse lassen uns besser rechnen.

Wer an einfachster Mathematik scheitert, kann sich mit Strom dopen. Werden bestimmte Hirnbereiche angeregt, dann verbessert sich das Zahlenverständnis. Dies bewiesen Forscher der britischen Universität Oxford. Sie setzten Probanden einer Gleichstromstimulation aus. Wurden dabei die richtigen Hirnareale angeregt, verbesserten sich die mathematischen Fähigkeiten. Der Effekt hielt sogar sechs Monate nach dem Experiment an. Laut Schätzungen leiden etwa 20 Prozent der Bevölkerung unter einer mittleren bis schweren Rechenschwäche, wobei Mädchen häufiger betroffen sind als Buben. Quelle: www.spiegel.de

ONLINE-UMFRAGE: PSYCHOLOGIE

Affären erwünscht A

usserehelicher Sex wird in manchen Amazonas-Kulturen offen praktiziert. Dies zeigt eine Studie der US-amerikanischen University of Missouri. Laut dem Forscherteam glauben bis zu 70 Prozent der Frauen, sich durch Verkehr mit vielen Sexualpartnern einen grösseren Genpool und so einen evolutionären Vorteil zu verschaffen. Sie profitieren

zudem davon, dass die vielen Väter ihren Kindern Geschenke machen und die Frauen bei der Aufzucht und Ernährung der Kinder unterstützen. Männer teilen ihre Frauen mit anderen Männern, dürfen aber selber auch Affären haben. Die Studie betrachtet 128 Gesellschaften im südamerikanischen Tiefland. Reto E. Wild Quelle: www.focus.de

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26 % 44 %

Nein, richtige Kerle tanzen nicht.

Ja, das törnt mich an.

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TIERE

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Die grössten Hoden der Welt

Bei den zwei bis drei Zentimeter langen Männchen der Südlichen Beissschrecke machen die Hoden satte 14 Prozent des Körpergewichts aus. Dies ist ein Weltrekord, wie Forscher in den «Biology Letters» der Royal Society von London berichten. Sie fanden heraus, dass vor allem diejenigen

Heuschreckenarten grosse Hoden aufweisen, bei denen die Weibchen sich mit mehreren Männchen paaren. Manche Laubheuschreckendamen bringen es in ihrem zwei Monate dauernden Erwachsenenleben auf bis zu 23 Sexualpartner. Quelle: royalsocietypublishing.org

We Weltrekord: Sü Südliche Be Beisssc schrecken tr tragen Ho Hoden, die 14 Prozent ih ihres Kö Körpergewi wichts au ausmachen.


102 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Fliegende Teppiche und Marrakesch ist eine der schönsten Städte Marokkos. Auch die Österreicherinnen Gertraud Rechnung. Sei es im Teppichgeschäft oder beim Genuss eines scharfen Huhngerichts.

E

s duftet nach Weih«Marokko ist ein tolerauch, süssem Minzrantes Land», sagt tee und frischen FeiHabib. «Wir haben gen Ω das Aroma von MarMoscheen,Synagogen rakesch ist allgegenwärtig. und daneben Tausende von Bars. Jeder kann Es ist früh am Morgen, die Veronika (links), Gertraud und Reiseleiter Habib gesich seinen eigenen Händler in der Altstadt öff- niessen die Sicht über die Dächer von Marrakesch. Weg suchen.» nen ihre Marktstände. Die Stadt erwacht. Mittendrin stehen seinen Worten. Mit ihren pech- Er selbst ist kein strenggläubiger die Freundinnen Veronika (38) schwarzen Haaren und den bern- Muslim, oder wie er es formuliert: und Gertraud (40) aus Graz und steinfarbenen Augen ginge die ein Pendler zwischen den Welten. folgen ihrem Reiseführer Habib Österreicherin auch als Marokka- Habib hat 19 Jahre in Deutschland (38). Gespannt lauscht Veronika nerin durch. gelebt. Jetzt arbeitet er als Reise-

führer in Marrakesch. Die beiden Touristinnen haben Habib für einen Tag über die Réception ihres Hotels gebucht. Inzwischen ist der 38-Jährige mit Veronika und Gertraud in der Koranschule Medressa Ben Jussef angekommen. Mitte des 14. Jahrhunderts von Sultan Abou el Hassan gegründet, war das Haus 600 Jahre lang ein Ort des Gebets und der Unterweisung, in der zeitweise 900 Schüler in 150 Kammern


BESSER LEBEN REISEN

ein Brathendl

und Veronika kommen in der Millionenmetropole voll auf ihre

den Koran lernten. Seit 1960 ist es ein Museum.

Zähes Handeln um wertvolle Teppiche

Es ist Mittag, die Sonne glüht. Habib lädt die beiden Österreicherinnen zum Essen in seine Wohnung ein. Sie befindet sich zwölf Kilometer ausserhalb der Stadtmauern, welche die Altstadt umgeben. Es gibt Huhn mit Kartoffeln und Gemüse in der Tajine,

einem aus Lehm geformten Topf mit kegelförmigem Deckel. «Meine Mutter hat gekocht. Greift zu!», fordert der Reiseführer seine Gäste auf. Man isst mit der rechten Hand, wie es in Marokko Tradition ist. Veronika und Gertraud bewundern Habibs kleines Reich, in dem überall Teppiche aus allen Regionen des Landes liegen. Teppiche interessieren die beiden Frauen, und so finden sie sich nach dem Mittagessen im «Chez

les Nomades». Im 480 Jahre alten Haus der Nomaden werden seit fünf Generationen Teppiche verkauft. Als die Freundinnen drei Stunden später das Haus verlassen, haben sie insgesamt sechs Teppiche für rund 7000 Franken bestellt. Ein wenig brummt ihnen der Kopf vom zähen Handeln. Trotzdem hat Gertraud noch nicht genug und verschwindet drei Ecken weiter erneut in einem Teppich-

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Farbiges Marrakesch: Warenlieferung in der Medina, Einkaufstour mit Chefkoch Assis (weisses Kleid), bunte Süssigkeiten und Schlangenbeschwörer am Djemaa el-Fna (von links).

laden. Eine halbe Stunde später taucht sie mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht wieder auf. Mit einem Teppich unter dem Arm. Kostenpunkt: rund 150 Franken. Sie habe den Verkäufer von 400 Franken heruntergehandelt, sagt die Österreicherin. Doch mit jedem Schritt schwindet der Stolz und weicht einer gewissen Ratlosigkeit. Eigentlich kann Gertraud gar keinen weiteren Teppich gebrauchen. Zu-


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rückbringen? Nein, lieber einen überflüssigen Kauf mit Würde tragen, als sich als naive Touristin outen. «Andere Frauen kaufen Schuhe, ich Teppiche», sagt sie zu ihrem Fehlkauf. Nach dem Shopping lassen sich die Frauen in das Geheimnis des Hamams, des traditionellen Dampfbads, einweihen. Reiseleiter Habib muss draussen bleiben. Der Hamam ist der einzige Ort, wo Frauen unter sich sein können. Geschrubbt, gerubbelt, gepeelt, massiert und völlig entspannt sind Veronika und Gertraud bereit für die nächste Begegnung.

Das Gold Marokkos für einen schönen Teint

Nur 50 Meter vom Hamam entfernt werden sie von Assia, einer Verkäuferin, in ein Geschäft gelotst. «Ich bin 45, und man sieht es mir nicht an», begrüsst sie ihre Kundinnen. Das Geheimnis ihres Jungbrunnens heisse Arganöl. Es werde aus Kernen des Arganbaums gewonnen, der nur im Südwesten Marokkos wächst. Arganöl beugt durch seine feuchtigkeitspendende Wirkung der Hautalterung vor. Habib nickt anerkennend als die Frauen wenig später den Laden mit einigen Flaschen des kostbaren Öls verlassen. «Seid ihr noch nicht müde?», fragt er die Frauen. Sie schütteln den Kopf. «Gut, dann zeige ich euch jetzt einen der schönsten Orte meiner Kindheit.» Per Taxi

Wie eine Wunderlampe erfüllt Marrakesch fast alle Wünsche: Wunderbares Essen, Teppiche für jedes Budget und luxuriöse Hotelzimmer wie jenes im Riad Enija.

Buntes, vielfältiges Marrakesch ➔ Einreisebestimmung: Bürger der Schweiz und der EU-Staaten müssen bei der Einreise einen noch sechs Monate gültigen Reisepass vorlegen. Der berechtigt zu einem Aufenthalt von drei Monaten. Für eine Reise nach Marokko sind keine Impfungen vorgeschrieben. ➔ Anreise: Edelweiss Air fliegt freitags von Zürich nach Marrakesch (Flugzeit zirka 3½ Stunden). Easyjet fliegt ab Basel und Genf. Die Zeitdifferenz beträgt minus

eine, in unserer Sommerzeit zwei minus Stunden. ➔ Übernachten: Riad Enija. (luxuriöses Vier-Sterne-Hotel, wenige Minuten vom Djemaa el-Fna entfernt, DZ ab 250 Euro pro Nacht, Schweizer Leitung). www.riadenija.com. Weitere Hotels unter www.hipmarrakech.com ➔ Essen: Das «Dar Essalam» diente schon als Kulisse für Szenen von Hitchcocks «Der Mann, der zu viel wusste». Das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert

ist sehenswert, das Menü aus Taubenpastilla, Tajine und Gebäck eher bescheidener. Im «Bô-Zin» gibts moderne marokkanische Küche (www.bo-zin.com). «Le Comptoir de Darna» ist die Bar der Stadt mit top DJs, Live-Musik, Bauchtanzshows (www.comptoir darna.com). An den Ständen des Nachtmarkts finden Sie eine riesige Auswahl an frisch zubereiteten Speisen. Täglich ab Dämmerung bis Mitternacht. ➔ Anschauen: Bahia-Palast (hier residiert König Mohammed VI).

Das ledendäre Luxushotel «La Mamounia» mit Blick auf das Atlasgebirge. www.mamounia.com. ➔ Einkaufen: Teppiche, Schmuck,Töpferwaren, orientalische Lampen gibts im «Berbere Shop», Znikt Rahba Biadine Nr. 42/9. Für Liebhaber designter Töpferkunst ausserhalb der Altstadt: Art Design Poterie, 41 Souk des tapis rahba kedima. ➔ Allgemeine Infos: www.marroko-urlaub.com www.31best-riad-marrakesh.com www.riadsmorocco.com


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Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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Berner Hoteliers: Ursula Haldimann mit Mann Björn Conerdings und Tochter Enija im Hof ihres Betriebs.

erreichen sie den Platz Djemaa el-Fna, überqueren die autofreie Zone zu Fuss, gehen vorbei an Gauklern und Schlangenbeschwörern, verschwinden in einer Seitengasse und stehen vor einer eher unscheinbaren Holztür. Habib klopft an. Die Tür öffnet sich Sekunden später. Dahinter befindet sich das Riad Enija, eines der schönsten Luxushotels der Stadt.

Luxuriöses Hotel unter Berner Führung

Das 2500 Quadratmeter grosse Herrschaftshaus liess ein Seidenhändler vor 280 Jahren für seine 47-köpfige Familie bauen. Vom Glanz der Anfangszeiten war wenig übrig geblieben, als das palastartige Gebäude vor 13 Jahren in den Besitz des Schweizer Ehepaars Ursula Haldimann (47) und Björn Conerdings (56) überging. Liebevoll bis ins kleinste Detail haben der Architekt und die ehemalige Zuckerbäckerin aus Bern aus der Ruine eine Oase des Wohlbefindens geschaffen. Die neun Suiten und sechs Zimmer haben sie mit Antiquitäten und Designermöbeln in den Farben des Orients perfekt in Szene gesetzt. Und im Innenhof sprudelt ein kleiner Springbrunnen. Speziell ist auch die Réception. Sie befindet sich in der Küche. Ungezwungen dürfen hier die

Gäste Chefkoch Assis (53) bei der Arbeit über die Schulter schauen. Oder noch besser: einen Kochkurs absolvieren. Auch Gertraud und Veronika möchten sich vom Zauber der marokkanischen Küche inspirieren lassen und besuchen mit Assis den Gewürz- und Gemüsemarkt, um die Zutaten fürs Abendessen einzukaufen. Assis ist der einzige männliche Angestellte im «Riad». Trotz diversen Abwerbungsversuchen von Spitzenrestaurants hält der Koch den Berner Besitzern die Treue. Vielleicht nicht zuletzt, weil man ihn in der Hotelküche nach Gespür kochen lässt. Das ist auch nötig, denn als Analphabet kann er nicht nach Rezept kochen. Da kann es schon sein, dass das Lamm immer wieder eine andere Geschmacksnote bekommt. Aber nicht zuletzt das macht Assis Küche aus. Auf den Geschmack gekommen sind auch die Prominenten. Unter ihnen gilt es heute als sehr schick, ein Haus in Marrakesch zu besitzen. Mick Jagger, Kate Moss und Sting besitzen hier Villen. Und seit die Stadt als Kulisse für Teile von «Sex and the City 2» diente, erlebt sie einen unglaublichen Boom. Das freut auch die Berner Hoteliers, die vom Touristenstrom profitieren können. Einst wurde Marrakesch für die Karawanen erbaut, die von

Timbuktu kommend die Sahara durchquerten und hier auf dem Weg zu den Mittelmeerhäfen haltmachten. Heute ist die Stadt ein Ort für luxusverwöhnte Orientliebhaber, aber auch für Leute mit kleinem Geldbeutel erschwinglich.

Abends pulsiert es auf dem zentralen Marktplatz

Wenn die Palmen im Wind zu rauschen beginnen und der Muezzin zum Abendgebet ruft, ist es Zeit, sich für das brodelnde Nachtleben bereit zu machen. Denn dann strömen die Massen, Einheimische wie Touristen gleichermassen, auf Marrakeschs zentralen Marktplatz, die Djemaa el-Fna. 2001 nahm ihn die Unesco in die Welterbe-Liste auf. Hier reiht sich eine Garküche an die andere. Genuss ist also garantiert. Veronika und Gertraud verschwinden mit Habib in den Dämpfen, die aus den Kochtöpfen aufsteigen. Text Anette Wolffram Bilder Daniel Rihs

www.migrosmagazin.ch Wenn Frauen nach Marrakesch verreisen: Die Verhaltens- und Sightseeing-Tipps.

Ihr Hotel: Nirgendwo in Marrakesch vereinen sich orientalisches Ambiente, klassische RiadArchitektur, modernes Interieur und die schlichte Eleganz ausgewählter Einrichtung so perfekt und harmonisch wie im Riad Enija. Das Riad liegt inmitten der Medina und Souks, nur wenige Gehminuten vom berühmten Platz Djemaa el-Fna entfernt. Im Preis inbegriffen: ➔ Flug Zürich—Marrakesch retour mit Edelweiss Air, inkl. Flughafentaxen ➔ 5 Übernachtungen im Doppelzimmer Patio mit Frühstück (weitere Kategorien gegen Aufpreis) ➔ Transfers vom Flughafen Marrakesch und zurück Nicht inbegriffen: ➔ Oblig. Kombi-Versicherungspaket ➔ Evtl. Bearbeitungsgebühren Wir empfehlen: ➔ Bereits im Voraus organisierte Stadtbesichtigungen ➔ Ausflüge ab Marrakesch, beispielsweise in den nahe gelegenen Hohen Atlas Für Auskünfte, Kataloge und Reservationen: Travelhouse Sierramar Tel. 044 268 22 00, sierramar@travelhouse.ch. Den Sierramar-Katalog erhalten Sie auch in Ihrem Reisebüro oder unter www.sierramar.ch.


108 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

Eine Frau packt zu

Magdalena Reichart hält den Weltrekord im Dauermassieren. MM-Redaktor Reto Wild hat die Kraft der Zürcherin am eigenen Leib erfahren.

E

in brauner Teppich, Wände und Vorhänge in Orange, ein Philodendron, Cremedosen und mitten im Raum ein Massagetisch, der mit einem grünen Frotteetuch überspannt ist: Hier arbeitet Wellness-Masseurin Magdalena Reichart (37). Kerzen erfüllen den Raum mit Limettenduft, und aus den Lautsprechern klingt Pianomusik von Aeoliah. Vor wenigen Wochen hat Magdalena Reichart in einer Halle in Oetwil am See ZH den Weltrekord im Dauermassieren aufgestellt: Die gebürtige Kroatin knetete 141 Rücken in 24 Stunden durch – gut zehn Minuten für jeden Rücken. «Ich mache keine Massenabfertigung und behandle nur alle zwei Stunden einen Kunden», sagt sie. Den Weltrekord widmete sie ihrem Vater, der am 25. September seinen 60. Geburtstag hätte feiern können. Seit dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien ist er jedoch spurlos verschwunden.

Als passionierter Langstreckenläufer will ich wissen, wie magisch die Hände von Magdalena Reichart sind. Massagen stehe ich, obwohl kurz vor den Ferien unter Dauerstress, kritisch gegenüber: Deshalb lag ich seit gut zehn Jahren nicht mehr auf dem Schragen. Ich erinnere mich an entzündete Haarwurzeln, an Ölflecken auf meinen Kleidern und an Touristen, die in Asien für wenig Geld eine Strandmassage kauften und im Spital landeten, weil zu viele Masseusen keine Ahnung vom Kneten haben.

Ganz entspannt nach kurzer Zeit

Trotzdem entkleide ich mich, lege mich auf den Rücken und lasse ein revitalisierendes Massageöl aus Jojoba und Aloe Vera zu. Damit massiert Magdalena Reichart Rücken und Arme. Das Öl verbreitet eine angenehme, besänftigende Wärme. Mit

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ARM- UND RÜCKENMASSAGE

Magdalena Reichart knetet den Stress aus meinem Körper.


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ENTSPANNT

Die Massage wirkt schon bald.

DIAGNOSE Magdalena Reichart ertastet die Verkrampfungen im Kรถrper.


110 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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jeder Handbewegung massiert die 37-Jährige den Stress aus meinem Körper. Ich fühle mich entspannt. Die Finger der Masseurin können lesen: Ich würde mich gesund ernähren, sei nicht übersäuert, trinke viel Wasser und treibe viel Sport. Meine Halsmuskulatur sei hingegen verspannt, der Ischias leicht verkrampft. Schon nach wenigen Minuten fallen mir die Augen zu. Im Halbschlaf realisiere ich, dass nun meine Beine massiert werden. Richtig wach werde ich erst wieder, als die Füsse an der Reihe sind. Das Kitzeln und die Druckpunkte während der Fussreflexzonenmassage sind schmerzhaft. Die Kombination reisst mich aus meinen Träumen. «Die Füsse sind der Spiegel unserer Seele», sagt die Weltrekordhalterin. «Gestern Abend und heute Morgen haben Sie kaum etwas gegessen. Sie sind ein Mensch, der sehr viel denkt.» Wie ein Stück Fleisch in der Pfanne werde ich jetzt gewendet und lande auf dem Rücken. Mit jeder Berührung von Magdalena Reichart fühle ich mich leichter, aber auch träger. Ein kleiner Schmerz durchbricht das Wohlgefühl, nachdem die Masseurin den Druckpunkt zwischen meinem Daumen und dem Zeigefinger findet und diesen bearbeitet. Shiatsu heisst diese in Japan entwickelte Form der Körpertherapie.

OHRENKERZE

Der erhitzte Bienenwachs erzeugt ein Vakuum, das dem Ohr Schmalz entzieht.

Ein überdimensionierter Joint im Ohr

Ungläubiges Staunen löst Magdalena Reichart bei mir aus, als sie einen Gegenstand in ihrer Hand hält, der wie ein überdimensionierter Joint aussieht. Sie steckt diese Ohrenkerze in mein Hörorgan und zündet sie an. Es knistert, als ob ich vor einem Kaminfeuer sässe. Die Hitze in der gerollten Bienenwachskerze sorgt für ein Vakuum. Das entzieht meinem Ohr einen zwei Zentimeter langen Ohrenschmalz. Ich fühle mich wie eine entkorkte Flasche. Und nach den Ohren nimmt sich die Masseurin meinen Kopf vor. Sie hat etwas in der Hand, das wie ein breiter Schwingbesen aussieht. Er ist besser als BokomaMassagegerät bekannt. Magdalena

FUSSREFLEXZONEN Starke Wirkung.

Reichart drückt es sanft auf meinen Kopf und massiert meine Kopfhaut. Die Bewegung löst ein entspanntes Kribbeln aus, das bis in meine Zehenspitzen reicht. Gänsehaut überzieht meinen ganzen Oberkörper. Ich fühle mich wie auf einer Wolke.


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BOKOMA Das Massagegerät löst ein angenehmes Kribbeln aus, das bis in die Zehenspitzen reicht.

Woher Massagen kommen

Massagen als körperliche Therapie stammen ursprünglich aus Afrika und Asien. Sie wirken vielfältig und heilend auf den menschlichen Körper ein. Beispielsweise fördern sie die Durchblutung, entspannen die Muskulatur, verbessern die Wundheilung, helfen Schmerzen zu lindern, verbessern die Verdauung und helfen dem Menschen, sich zu entspannen. Die klassische Massage besteht aus fünf Handgriffen, die in den verschiedenen Phasen zur Anwendung kommen: Effleurage (Streichung), Petrissage (Knetung), Friktion (Reibung), Tapotement (Klopfung) und Vibration (Erschütterung).

«Diese Behandlung am Kopf setzt Endorphine frei», sagt die Masseurin. Das sind die körpereigenen Stoffe, die für Glücksgefühle zuständig sind, wie man sie auch vom Marathonlauf her kennt. Gleich dreimal bin ich während

der dreistündigen Massage eingenickt. Und fühle mich nachher tatsächlich wie neu geboren, entschlackt wie nach einer einwöchigen Saftkur und voller Tatendrang. 85 Franken verlangt Magdalena Reichart für eine Massage von

60 Minuten. Das Geld ist gut investiert, denn meist überzieht die Masseurin massiv. Text Reto E. Wild, Bilder Christian Schnur

www.bodydream.ch

www.migrosmagazin.ch Fussreflexzonen-Massage oder Shiatsu: Worin unterscheiden sich die Techniken?


112 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

«Ein Porno ist kein Sexkochbuch» Pornografie ist heute massenweise im Internet verfügbar, auch für Jugendliche und Kinder. Schutzmassnahmen greifen kaum. Sexualpädagoge Thomas Hüni befürchtet, die Internetangebote könnten als Anleitung zum Sex missverstanden werden. Thomas Hüni, 88 Prozent der Buben und 38 Prozent der Mädchen unter 16 Jahren hatten bereits mindestens einmal Kontakt mit Pornografie. Das belegt eine neue Studie. Erstaunen Sie diese Zahlen?

Nein, die Neugier nach Bildern mit nackten Körpern und sexuellen Praktiken war schon immer da, nur haben sich die Medien verändert. Heute wird jeder Internetbenutzer mit pornografischen Bildern konfrontiert, auch wenn er gar nicht danach sucht. Wie wirkt sich der Pornokonsum auf die Sexualität der Jugendlichen aus?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Bildung,derGesprächsbereitschaft der Eltern oder vom Freundeskreis. Die meisten Jugendlichen können sehr wohl zwischen der medial gezeigten Sexualität und der gelebten Realität unterscheiden. Aber die Bilder im Kopf können Erwartungshaltungen wecken, die sich im realen Leben

Thomas Hüni

Thomas Hüni (56) arbeitet auf der Fachstelle für Sexualpädagogik Aarau/Brugg. Als Therapeut berät er Paare, die Fragen zur Sexualität haben oder mit der gelebten Sexualität nicht mehr zufrieden sind. Zudem gestaltet er Sexualkundelektionen. Als Sexualpädagoge besucht er Schulen, um mit Kindern und Jugendlichen die Themen Freundschaft, Liebe und Sexualität zu bearbeiten. Daneben hält er Vorträge für Eltern über Sexualerziehung bei kleinen Kindern und Pubertierenden. Thomas Hüni arbeitet seit 30 Jahren im Bereich Sexualität. Er hat eine Grundausbildung als Sozialarbeiter FH und liess sich in den Bereichen Paartherapie und Sexualpädagogik weiterbilden.

nicht realisieren lassen. Und eine kleine Gruppe Jugendlicher begibt sich mit den Pornobildern im Kopf in eine reale Beziehung, was dann unweigerlich zu Enttäuschungen und Verletzungen führt. Sie sprechen die Eltern an. Wo sind diese gefragt?

Die Eltern sind bereits bei Kleinkindern für den Medienkonsum verantwortlich und auch dafür, dass die Kinder erleben, dass ne-

ben der virtuellen noch eine reale Welt existiert. Gerade für Kinder wäre es wichtig mit Menschen Beziehungen und Erlebnisse in der Natur zu haben, die Welt mit allen Sinnen wahrzunehmen. Beim Medienkonsum müssen Grenzen gesetzt und muss über die Inhalte gesprochen werden. Wann sollten bei den Eltern die Alarmglocken läuten?

Wenn Jugendliche wenig Freunde

haben, wenig in Gruppen von Gleichaltrigen eingebunden sind und stundenlang am Computer sitzen. Sicherheitsmassnahmen wie Kinderschutz-Software fürs Internet nützen also wenig?

Ich glaube kaum, dass solche Massnahmen Kinder und Jugendliche davon abhalten, pornografische Inhalte zu konsumieren. Viele Jugendliche kennen sich zudem meist besser mit Computern aus als ihre Eltern und haben die Sicherheitsmassnahmen mit einem Click wieder ausgeschaltet.

Wer bei Google «Sex» eingibt, landet auf Hardcore-Seiten. Sind Hardcore-Praktiken heute an der Tagesordnung, oder wird damit vor allem geblufft?

Verlässlich kann ich das nicht sagen. Aber aus Gesprächen mit Jugendlichen weiss ich, dass die Lust, das auszuprobieren, was man gesehen hat, da ist. Gleichzeitig stelle ich aber auch viel Scham und Ekel fest.


BESSER LEBEN FAMILIE Thomas Hüni: «Die Lust, das auszuprobieren, was man gesehen hat, ist da. Aber ich stelle auch Scham und Ekel fest.»

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Eine Übersättigung ist vor allem bei den Erwachsenen festzustellen, wo der Pornosex zur Lustlosigkeit und Verweigerung bei den Frauen führt. Die gelebte Sexualität der Jugendlichen hat sich in den letzten zehn Jahren gar nicht so massiv verändert. Verliert Pornografie an Attraktivität, wenn sie thematisiert statt tabuisiert wird?

Das weiss ich nicht. Wenn das Thema jedoch tabuisiert wird, verschwindet deswegen die Pornografie nicht.

Studie «Pornografiekonsum von Jugendlichen» 52 Prozent der Schülerinnen und Schüler der 6. bis 9. Klasse sind bereits einmal mit Pornografie in Kontakt gekommen, die meisten via Internet. Dies stellt eine Lizenziatsarbeit der Universität Fribourg fest, die das Thema «Pornografiekonsum von Jugendlichen» unter die Lupe

Gemäss einer deutschen Studie betrachten sich gerade Mädchen viel kritischer und sind mit ihrem Aussehen, Körper und Gewicht weniger zufrieden als noch vor ein paar Jahren. Eine Folge des Pornofilmkonsums?

Das hat nach meiner Ansicht eher mit Castingshows und den Vorbildern aus der Musikszene zu tun. Aber die Pornosexualität kann Druck auf Mädchen machen. Es kommt vor, dass 15-jährige Mädchen fragen, ob sie Analsex machen müssen. Das gab es früher nicht.

Bild Getty Images

Und die Buben?

Der Pornokonsum öffnet eine Kluft zwischen dem Gesehenen und dem wirklich schon Erlebten. Das verunsichert Buben massiv, und sie möchten mit konkreten Anleitungen, einem «Sexkochbuch», diese Unsicherheit überbrücken. Dahinter steht aber auch der Wunsch, «es» möglichst gut zu machen, auch den Wünschen und Bedürfnissen einer Partnerin gerecht zu werden. Was wiederum auch gut sein kann.

nahm. Es wurden Schüler in der Schweiz im Alter von 11 bis 16 Jahren befragt. Eine Mehrzahl der Befragten gab an, bereits mindestens einmal erotische oder weiche pornografische Inhalte konsumiert zu haben. Deutlich weniger Jugendliche waren hingegen mit harten

pornografischen oder sadomasochistischen Inhalten in Kontakt gekommen. Interessant ist ein Unterschied zwischen den Geschlechtern: Buben erleben Pornografie häufiger als lustvoll, Mädchen berichteten häufiger von negativen Auswirkungen wie Angst und Verunsicherung.

Wie gross ist denn die Gefahr, dass Jugendlichen durch Pornos die eigene Fantasie fürs Liebesleben genommen wird?

Wir leben in einer Welt der Überangebote, das gilt auch in der Sexualität. Die Bilder regen einerseits die Fantasie an, machen andererseits aber auch Druck, der erschwerend sein kann, einen eigenen Zugang zum Sex zu finden. Man liest immer mehr auch über sexuelle Gewalt, die von Jugendlichen verübt wird.

Heute wird sicher mehr über sexuelle Übergriffe in den Medien

«Die Neugier auf nackte Körper war schon immer da.»

berichtet. Ich glaube aber nicht, dass diese zahlenmässig stark zugenommen haben. Es gibt mehr Anzeigen, und beim kleinsten Vorfall gibt es sofort eine polizeiliche Untersuchung. Die amerikanische Soziologin und Feministin Gail Dines schreibt in ihrem Buch «Pornoland», Pornografie sei Theorie, Vergewaltigung Praxis. Was halten Sie von dieser Aussage?

Solche Aussagen sind Ideologie. Es ist nicht klar, ob in Zeiten des Internets mehr Vergewaltigungen geschehen. Gerade in Japan, wo es viel Vergewaltigungspornografie gibt, sind die realen Vergewaltigungsraten tief. Die Jugendlichen können heute auf allen Kanälen Pornografie konsumieren. Kommt irgendwann der Punkt, an dem eine Übersättigung herrscht?

Pornografie und Sexualität wird für Menschen immer ein Thema sein. Bei Jugendlichen ist das Thema neu und deshalb interessant.

Die Schweizer Jungsozialisten sorgen mit einer Idee für rote Köpfe: Sie arbeiten an einem Positionspapier, das unter anderem beinhaltet, dass bereits Zehn- bis Zwölfjährige im Sexualkundeunterricht Pornos schauen sollen. Was halten Sie von dieser Idee?

Das Interesse an den Themen Liebe, Freundschaft,Sex,Schwangerschaft ist bei den Zehn- bis Zwölfjährigen sicher schon vorhanden. Ein guter Sexualunterricht entschärft das Thema merklich. Aber diesen Teenagern Pornos zu zeigen wäre laut Gesetz ein Straftatbestand. Zudem wäre es für beide Seiten peinlich: Die Jugendlichen wollen solche Bilder unter sich anschauen und nicht mit Erwachsenen. Trotz allem haben Teenager eine grosse Sehnsucht nach partnerschaftlichen Gefühlen und Nähe, wie Umfragen zeigen. Ist das nicht ein Widerspruch zu unserer übersexualisierten Welt?

Ich glaube, dass Teenager die gleichen Werte haben, die schon ihre Eltern hatten. Zudem ist der Trend in der globalisierten, individualisierten Welt auch bei den Erwachsenen derselbe: Man sucht wieder Heimat, Nähe, Geborgenheit. Interview Barbara Ryter

www.migrosmagazin.ch Wie stark überwachen Sie den Internet-Konsum Ihrer Kinder? Diskutieren Sie mit.


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BESSER LEBEN TIERE

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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Wenn Garfield Zucker hat

Auch Katzen und Hunde können Diabetes bekommen. Mit der richtigen Behandlung besteht jedoch die Chance, dass die Krankheit wieder verschwindet.

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in Tropfen Blut zur Kontrolle, eine Spritze unter die Haut: das tägliche Ritual vieler Diabetespatienten. Nicht viel anders ergeht es Hund und Katze. Claudia Reusch leitet die Klinik für Kleintiermedizin der Universität Zürich. Sie weiss: «Diabetes gehört zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen bei Katze und Hund. Vor allem bei der Katze haben wir eine Zunahme von Diabetes Typ 2, der mit der menschlichen Altersdiabetes vergleichbar ist» (siehe Box). Bei Hunden bleiben die Zahlen über die letzten Jahre zwar konstant, doch ist bei gewissen Rassen eine Häufung festzustellen.

Übergewicht und mangelnde Bewegung sind die Hauptursachen für Diabetes bei Katzen.

Hunde lassen sich leichter behandeln als Katzen

Wird ein Katzenbesitzer mit der Diagnose Diabetes konfrontiert, muss er die Hoffnung für sein geliebtes Haustier nicht aufgeben. Reusch: «Er lernt bei uns, Insulin zu spritzen. Und auch den Blutzuckertest haben die meisten bald im Griff.» Während der Hund die Prozedur meist geduldig über sich ergehen lässt, ist es bei der Katze manchmal ein bisschen schwieriger. Doch mit einem kleinen Pieks in die Ohrmuschel ist das Ganze schnell vorbei. Dass bei Katzen immer häufiger Diabetes diagnostiziert wird,

liegt vor allem am Übergewicht und mangelnder Bewegung. «Noch vor zehn Jahren lag das durchschnittliche Gewicht von Katzen bei vier Kilogramm, heute sind wir bei fünf», sagt die Expertin. Forschungen von Claudia Reusch und ihrem Team zeigen verblüffende Resultate. «Wir haben festgestellt, dass die Krankheit bei einer intensiven Behandlung bei etwa 50 Prozent der Katzen,

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«Während die meisten Tiere jetzt einen Gang hinunterschalten, geht für die Schlittenhunde langsam der Sommerschlaf zu Ende.»

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Bild von Kurt Benninger, 3314 Schalunen BE.

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die unter Diabetes vom Typ 2 leiden, verschwindet. Unsere Versuche, die Tiere noch intensiver zu behandeln, indem wir ihnen über eine gewisse Zeit während eines stationären Aufenthalts in der Klinik permanent Insulin geben, steigerten die Erfolgsrate auf siebzig Prozent.» Zahlen also, die für Tierbesitzer sehr ermutigend sind. Dagmar Steinemann

Was ist Diabetes? Wie beim Menschen gibt es auch bei Hund und Katze zwei Typen von Diabetes: Beim Typ 1 produziert die Bauchspeicheldrüse absolut zu wenig Insulin. Beim Typ 2 wird zwar noch Insulin produziert, der Körper kann es aber nicht verwenden. Insulin wird benötigt, um Glukose in die Zellen zu transportieren. Glukose ist der Hauptenergielieferant für unsere Zellen. Sie entsteht zum einen aus den Kohlenhydraten, die durch die Nahrung aufgenommen werden, zum anderen wird sie in der Leber produziert. Kann Glukose nicht in die Zellen überführt werden, sammelt sie sich im Blut an. Folge ist der Anstieg des Blutzuckerspiegels. Symptome: ➔ Grosser Durst ➔ Häufigeres Urinieren in grösserer Menge ➔ Immer hungrig bei konstant bleibendem oder abnehmendem Gewicht ➔ Dünne, stumpfe Haare ➔ Müdigkeit


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BESSER LEBEN AUTO

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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Der Kleine mit den Kulleraugen

Der Nissan Juke liegt gut in den Kurven, ist sparsam im Verbrauch und eignet sich bestens für Stadt wie Land. Und: Nach dem Cube lanciert Nissan erneut ein Auto mit speziellem Design.

Ü

ber Design lässt sich streiten. Ist das Gesicht des Juke eine ästhetische Zumutung oder derart abwegig, dass es gut aussieht? Gottlob Geschmackssache – Tabubrüche gehören zum Erfolgsrezept von Nissan. Nebst massengerechten Autos wie dem Qashqai erlaubt sich Nissan in Nischen polarisierende Autos wie den Cube oder den Juke. Was aussieht wie ein im Drogenrausch gezeichneter, wuchtiger Offroader, ist in Tat und Wahrheit ein 4,14 Meter kurzer Kleinwagen. Wie ein kleiner SUV bietet er die erhöhte Sitzposition. Ein Geländewagen ist er aber nicht – auch wenn optional Allrad- statt Frontantrieb zur Verfügung steht. Uns gefällt dieser Mut der Marke zum Anderssein. Nachbarn sind verblüfft über den bis ins Detail (man beachte als Peilhilfe nützliche Standlicht«Warzen» auf den Kotflügeln) durchgestylten Cityflitzer. Die Sicht nach hinten fällt der coupéhaften Linie zum Opfer, weshalb sich das Navigationssystem inklusive Rückfahrkamera (1100 Franken) empfiehlt. Ein klein wenig opfert der Juke dem Styling auch das Raumangebot. Der Platz im Fond fällt etwas kleiner aus als bei manchem Konkurrenten, aber zwei Erwachsene kommen gut unter. Das Cockpit trifft den schmalen Grat zwischen flippig und praxisgerecht. Alles erklärt sich wie von selbst. Dennoch gibt es lustige Details wie das Bedienfeld der Klimaautomatik: Auf Knopfdruck hin wechseln die Tasten die Beschriftung und werden zum «Dynamic Control System».

Kurvenfahren ist seine Spezialdisziplin

Mit diesem System lässt sich ab Ausstattung Acenta zwischen Fahrmodi (Normal, Sport, Eco) wählen. Eher Spielerei, denn bereits so brilliert der Juke mit enor-

Die Entwickler des Nissan Juke legen grossen Wert auf das Äussere ihres Kleinwagens.

STECKBRIEF

Nissan Juke 1.5 dCi 2WD

Für das flippige Styling opfert man gerne Platz. Motor/Antrieb: Vierzylinder-Turbodiesel, 1461 cm³, 110 PS. 6-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb. Fahrleistungen: 0—100 km/h in 11,3 s, Spitze 175 km/h. Abmessungen: L x B x H = 4,14 x 1,77 x 1,57 m, Kofferraum 251—830 l, Gewicht 1300 kg. Verbrauch: 5,1 l/100 km (Werksangabe), CO2-Ausstoss (Werksangabe) 134 g/ km. Energieeffizienz A. Preis: ab 26 400 Franken.

mer Kurvenfreude. Handlich fegt er durch die City und über Land. Der Komfort ist nicht überragend, aber allemal gut. Ebenso gut schlägt sich der sparsamste Motor der ab 23 900 Franken startenden Palette (alternativ Benziner mit 117 und 190 PS): Der 110-PS-Diesel ist nicht

unbedingt ein Leisetreter, aber im Alltag kultiviert und angenehm durchzugsstark. Schade, dass ihm ein Stopp-Start-System (noch) fehlt. Aber auch so sind rund fünf Liter nicht zu viel Durst für den talentierten Kleinwagen mit dem gewissen Etwas. Timothy Pfannkuchen

Nächstes Jahr stromert Nissan Bei Be Elektroautos macht Nissan Ni so viel Druck wie Partner Pa Renault: Im zweiten Qu Quartal 2011 startet der Le Der 4,45 Meter lange Leaf. St Stromer bietet fünf Pe Personen und 330 Liter an Ge Gepäck Platz, erreicht 144 km/h Spitze und kommt mit einer Batter Batterieladung bis zu 160 Kilometer weit. Der 109 PS starke E-Motor wird von einer LithiumIonen-Batterie gespeist. Geladen wird per Schnellladung zu 80 Prozent in einer halben Stunde oder «normal» in sechs bis acht Stunden an der Steckdose. Preis: ab 49 950 Franken.


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Hunger tötet. Jede Spende nährt. Hunger ist ein stilles Drama, das sich unbemerkt aufbaut und aus lauter banalen Kleinigkeiten besteht. In ihrer Summe jedoch töten diese Kleinigkeiten jedes dritte Kind, das in einem Entwicklungsland stirbt. UNICEF setzt sich weltweit dafür ein, dass Kinder ausreichend und ausgewogen genug ernährt werden. Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass Mütter gut informiert sind, Kinder in Krisengebieten notversorgt werden und dass die Wurzel von Hunger – Armut – nachhaltig bekämpft wird. www.unicef.ch Postkonto Spenden: 80-7211-9 Für Kinder bewegen wir Welten.


BITTE MELDE DICH

Migros-Magazin 47, 22. November 2010

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➔ An der Beerdigung von Robert Amsler am 31. Mai 2010 um 14.45 Uhr auf dem Friedhof Hörnli, Basel, hat ein Mann mit seiner Trompete so feierlich und ergreifend das Ave Maria gespielt. Ich wäre dem unbekannten Trompeter – vielleicht von der Postmusik – sehr dankbar, wenn ich dieses wunderbare Lied erhalten könnte. Konrad Amsler Wartweg 1, 5082 Kaisten Telefon 062 874 16 89 elsy.amsler@bluewin.ch

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Helen Giagonia, Hüseren 21a 9523 Züberwangen helen.giagonia@leunet.ch

➔ Ich suche Angaben zu einem Wanderfotografen J.Schmid, der in den Jahren 1954/55 im Kanton Aargau in den Bauerndörfern unterwegs war und Kinder fotografiert hat. Es wäre mir eine grosse

| 121

Freude, wenn ich die Möglichkeit erhalten würde, ihn oder seine Nachkommen zu kontaktieren und Fotos aus einem eventuell vorhandenen Archiv entwickeln zu können. Folgende Personen kommen dem Stadtarchiv nach in Frage: Franz Josef Schmid-

Neumann, Anwandstrasse 67, 8004 Zürich, Bürger von Zürich, geboren 12. August 1896; Jules Schmid, Werdstrasse 2, 8004 Zürich

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➔ Nach dem Schulabschluss 1960 in der Privatschule Robert Ruckli, Zürich, verlor ich meinen Schulfreund Fritz Müller (links) aus den Augen. Heute möchte ich gerne wissen, wie es dir, Fritz, in den letzten 50 Jahren ergangen ist. Vielleicht erinnerst du dich, dass ich nie turnen, keine Schulreise oder gar Bergwanderung mitmachen durfte. Rainer Frischknecht Grundstrasse 7 8126 Zumikon Telefon 044 918 27 21 rafrizu@bluewin.ch

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Naturgenuss und Training: Eine Schneeschuhtour bietet beides.

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ie eisigen Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau ragen in den Himmel. Vor dieser spektakulären Alpenkulisse ziehen die Teilnehmer der geführten Touren ihre Spuren durch verschneite Wälder, stille Bergtäler und weite Winterlandschaften. Auf Schneeschuhen wandern Sie durch ein weisses Paradies rund um das autofreie Wengen. Am

Abend erholen Sie sich in einem behaglichen Hotel und in einer wohltuenden Wellnessoase. Das Migros-Magazin und Baumeler Reisen laden Sie zu geführten Touren im Berner Oberland ein. Das Programm umfasst jeweils zwei Tage im Januar. Die Wanderungen dauern zwischen zwei und vier Stunden. Es werden nur moderate Höhen-

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Reisedaten: Dienstag/Mittwoch: 25. und 26. Januar 2011 Mittwoch/Donnerstag: 26. und 27. Januar 2011 Donnerstag/Freitag: 27. und 28. Januar 2011 Freitag/Samstag: 28. und 29. Januar 2011 Samstag/Sonntag: 29. und 30. Januar 2011 Buchungsadresse: Baumeler Reisen AG Telefon 041 418 65 65 Fax 041 418 65 96 Mail: info@baumeler.ch Bitte erwähnen Sie bei der Buchung das Stichwort «Migros-Magazin».


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IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Beglaubigte Auflage: 1 554 932 Exemplare (WEMF Oktober 2010) Leser: 2 315 000 (WEMF, MACH Basic 2010-2) Adresse Redaktion und Verlag: Postfach 1751, 8031 Zürich Telefon: 044 447 37 37 Fax: 044 447 36 01 redaktion@migrosmagazin.ch

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Geschäftsleiter Limmatdruck AG: Jean-Pierre Pfister Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Projekte und Events: Eve Baumann (Leitung), Denise Eyholzer Chefredaktor: Hans Schneeberger (HS) Stellvertreterin des Chefredaktors: Barbara Siegrist (BS) Stv. Chefredaktorin: Jacqueline Jane Bartels (jjb) Chef vom Dienst: Philipp Jordan (pj) Produzent: Andrej Abplanalp (AA)

Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (sbl, Leitung), Almut Berger (ALB), Mathias Haehl (hae), Yvette Hettinger (YH), Daniel Schifferle (dse, verantw. Besser Leben), Cinzia Venafro (CV, Volontärin), Reto E. Wild (rw), Ruth Brüderlin (brü), Anette Wolffram (A.W.) Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (si, Leitung), Béatrice Eigenmann (be), Andreas Dürrenberger (DÜ), Florianne Munier (FM), Christoph Petermann (cp), Daniel Sägesser (ds), Michael West (M.W.) Ressort Shopping & Food: Jacqueline Jane Bartels (jjb, Leitung), Eveline Schmid (ES, stv. Leitung), Heidi Bacchilega

(HB), Silke Bender (SB), Anna Bürgin (AB), Tina Gut (TG), Dora Horvath (DH), Martin Jenni (MJ), Sonja Leissing (SL), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein (NO), Anna-Katharina Ris (AKR) Layout: Daniel Eggspühler (Leitung), Marlyse Flückiger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Bruno Hildbrand, Gabriela Masciadri, Tatiana Vergara Lithografie: René Feller, Martin Frank, Reto Mainetti Prepress: Peter Bleichenbacher, Marcel Gerber, Felicitas Hering Bildredaktion: Tobias Gysi (Leitung), Cornelia Beutler, Anton J. Erni, Franziska Ming, Susanne Oberli, Olivier Paky, Mirko Ries

Korrektorat: Heinz Stocker Online: Reto Meisser Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Doris Fischer. Honorarwesen: Nadja Eppenberger, Sylvia Steiner Geschäftsbereich Verlag: Bernt Maulaz (Leitung), Nadia Falce verlag@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 37 70 Fax: 044 447 37 34 Lesermarkt: Alexander Oeschger (Leitung), Maya Bächtold, Simone Saner Anzeigen: Stephan Gartenmann (Leitung), Thomas Brügger, Nicole Costa, Yves Golaz, Hans Reusser, Kurt Schmid

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126 | Migros-Magazin 47, 22. November 2010

MEINE SAMMLUNG

«Es haben sich mittlerweile schon einige Pokale und Auszeichnungen von Zuchterfolgen angesammelt. Ich könnte sicher auch Wellensittiche züchten, ohne an Ausstellungen zu gehen. Mich reizt es allerdings, mich mit anderen zu messen.»

Name: Yanik Stampfli (13) Sternzeichen: Widder Wohnort: Wabern BE Wieso lebst du hier? Weil meine Familie und Freunde hier wohnen – und weil es schön ist. Wo würdest du gerne leben? In einem wunderschönen Haus in der Stadt Bern. Beruf und Lebenslauf: Ich gehe in die 7. Klasse in Wabern. Mein Ziel: Ich will der beste Vogelzüchter der Welt werden. Oder Architekt. Mein Lebensmotto: Mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen und immer wieder probieren, wenn etwas nicht gelingt. Was ich nicht mag: Die Schule mag ich nicht so. Was ich an mir mag: Dass ich viele Talente habe und mich für viele Dinge interessiere. Mein Ding: Mein Nokia X6. Ich habe es mit meinem Ersparten sowie Geburtstagsgeld gekauft. Ich wollte eins, mit dem ich gut Musik hören kann. Jetzt muss ich noch sparen, um damit telefonieren zu können. Meine Lieblingsmahlzeit: Lasagne. Mein bester Entscheid: Mit dem Züchten von Wellensittichen zu beginnen. Mein peinlichster Moment: Seltsamerweise lache ich manchmal grundlos, wenn ich müde bin. Das hat in der Schule schon zu peinlichen Situationen geführt.

Text Beat Matter Bilder Gerry Nitsch

Yanik Stampfli

Diesen Sommer verteidigte Yanik Stampfli an der Europa-Schau im deutschen Karlsruhe seinen Titel als bester Wellensittich-Jungzüchter Europas. Der 13-jährige Schüler hat jedoch weit mehr als einen Vogel. Rund 150 Wellensittiche betreut er gemeinsam einsam mit seinem Vater. Neben der Vogelzucht spielt Yanik leidenschaftlich gerne Fussball. EINER MEINER LIEBSTEN VÖGEL «Diese namenlose Wellensittichschönheit ist mit drei Monaten eine der jüngsten Tiere in meiner Zucht. Es ist ein Weibchen. Weil es so jung ist, lässt es sich relativ einfach aus der Voliere holen. Das ist bei älteren Wellensittichen fast unmöglich.»

MEIN SPORT

«Fussball ist nach den Wellensittichen ganz klar mein zweitliebstes Hobby. Ich spielte schon als Vierjähriger beim FC Wabern. Und natürlich bin ich ein grosser YB-Fan.»


MEINE WELT

| 127

MEINE LEKTÜRE «‹Harry Potter und der Stein der Weisen›. Mich interessiert die Zauberei. Und die kommt in dem Buch als spannende Geschichte daher. Eigentlich lese ich wenig. Weil aber alle über das Buch gesprochen haben, wollte ich es lesen.»

MEIN FLUCHTORT «Mein Zimmer ist zwar recht klein, aber immerhin mein ganz eigenes Reich. Wenn ich alleine sein will, gehe ich in mein Zimmer und höre Hip-Hop. Leider mögen es die Nachbarn nicht, wenn ich zu laut höre.»

MEIN MITZÜCHTER

«Mein Vater Roger ist mein ‹WellensittichLehrmeister›. Er ist seit Langem schon Züchter und Richter bei Ausstellungen. Lange habe ich ihm geholfen, bis ich irgendwann selbst zu züchten begann.»

MEIN VORBILD

«Der Deutsche Jo Mannes ist ein Profizüchter. Er beschäftigt sich seit 40 Jahren mit Wellensittichen. Als wir ihn im vergangenen Jahr besuchen konnten, war ich tief beeindruckt von seiner Arbeit. Ich halte ihn für den besten Züchter überhaupt.»

MEIN LIEBLINGSPRODUKT «Schoggi von der Migros. Am liebsten mag ich Eimalzin sowie die Milch- und Kochschokolade. Manchmal, wenn es mir gut geht, verdrücke ich in fünf Minuten eine ganze Tafel. Das kann aber auch vorkommen, wenn es mir nicht so gut geht.»

MEIN LIEBLINGSORT «Am liebsten bin ich bei den Vögeln. Derzeit sind es rund 150. Der Geräuschpegel in der Voliere ist sehr hoch, ich habe mich aber so sehr daran gewöhnt, dass ich das Gezwitscher fast nicht mehr höre. Mich interessiert der komplette Zuchtablauf, vor allem aber die Geburt. Der Ort, an dem dies geschieht, ist für mich ein sehr spezieller.»


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ZUTATEN: 250 g Blätterteig, Mehl zum Auswallen, 1 Ei, 1 EL KernenNuss-Mix, 200 g Mischgemüse tiefgekühlt, Salz, 1 Beutel Pastetenfüllung mit Champignons und Fleisch à 500 g, 1 dl Rahm. ZUBEREITUNG: Backofen auf 180 °C vorheizen. Blätterteig auf wenig Mehl 1 cm dick auswallen. Daraus 8–10 cm grosse Sterne ausstechen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Ei verquirlen, Sterne damit bestreichen. Mit Kernen-Mix bestreuen. Im Ofen ca. 20 Minuten backen. Gemüse in Salzwasser knapp weich kochen. Abgiessen. Pastetenfüllung erhitzen. Mit Gemüse mischen. Sauce mit Rahm verfeinern. Pasteten-Gemüse-Sauce mit Blätterteigsternen servieren.

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.

Farmer’s Best Gemüsemischung tiefgekühlt, 450 g 3.60

Bio Blätterteig* 320 g 2.50

Kernen-NussMix 250 g 4.20


Migros Magazin 47 2010 d BL