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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

NR. 30 | 22. JULI 2013

www.migrosmagazin.ch

TBEWERB I 13 SOMMERWET

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LAMPEN, CDS, FLASCHEN I 9

So recyceln Sie richtig

Bild: Thomas Habl체tzel

PHILIPP RIEDERLE I 22

Der Jungautor weiss, wie seine Generation tickt

Jott wie Jazz

Jeden Sommer holt Christian Jott Jenny legend채re Jazzmusiker ins Engadin: Der Direktor des Festival da Jazz in St. Moritz steht aber auch selber auf der B체hne. I 86

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01 E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch


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DIESE WOCHE

migros-magazin | NR. 30, 22. JULI 2013 |

inhalt | 5

editorial

22 | MENSCHEN Jungautor Philipp Riederle gilt als Stimme der heutigen Jugend. Und der grösste Wunsch dieser global vernetzten und schnell lebenden Jugend ist – ein Haus mit Garten und Hund.

Hans Schneeberger, Chefredaktor

Weniger Abfall: Alle sind gefordert Vielleicht erinnern Sie sich: Ich hatte mich vor drei Wochen in meinem Editorial etwas «echauffiert». An einem der schönsten Punkte meiner sams- oder sonntäglichen Joggingrunde hatten Feiernde am Vorabend sämtlichen Müll einfach liegen lassen — notabene mit drei Abfallkübeln fast in Armlänge. Flaschen in der Gegend herumgeschmissen, Büchsen weit ins Gras hinausgeworfen, den Dreck auf dem ganzen Platz zerstreut. Offenbar bin ich nicht der Einzige, dem solche Sauereien auf den Kübel gehen. Ich habe noch selten derart viele Mails auf ein Editorial erhalten. Allenthalben ist man sich einig: Langsam reichts. Ich wurde in den Zuschriften auch aufgefordert, mich bei der Migros dafür starkzumachen, dass sie sich hier engagiert.

Bilder: Cira Moro/Laif, Keystone

Tut sie schon lange. Sie stellt in allen Filialen grosse Abfallbehälter hin. Sie bewirtschaftet sogar öffentliche Kübel in der Umgebung von Supermärkten. Sie unterhält das grösste Recyclingsystem der Schweiz für Verpackungen. Sie nimmt 90 Prozent des Volumens verkaufter PET-Flaschen wieder zurück. Sie versucht aber auch, mit diversen Initiativen den Verbrauch von Verpackungsmaterial zu reduzieren. Ein Beispiel: Wer in den Take-Aways der Genossenschaft Migros Zürich einen Kaffee kauft und seinen eigenen Mehrwegbecher mitbringt, zahlt 50 Rappen weniger und produziert gleichzeitig weniger Abfall. In den Migros-Take-Aways an der Marktgasse und beim Hauptbahnhof in Bern wiederum erhält jede elfte Mahlzeit gratis, wer ein sauberes Mehrweggeschirr mitbringt. Doch mit solchen Aktionen allein ist der Kampf gegen Littering nicht zu gewinnen. Es braucht die Initiative jedes Einzelnen. Als Vorbild, als Motivator — und ja, auch als Bürger mit der Zivilcourage, auch mal «Hallo, Sie haben da was fallen lassen!» zu sagen.

migros-woChe 6 | Aktuelles

generation m

9 | Der Recycling-Knigge Was die Migros zurücknimmt und was damit geschieht.

online

13 | Grosser Sommerwettbewerb

mensChen

14 | Porträt Airbnb — Ferien bei Privaten boomt. 19 | Auf ein Wort 21 | Kolumne: Der Hausmann. 22 | Interview Der 18-jährige Buchautor Philipp Riederle sagt, was die Jungen heute wollen.

aktuell

26 | Zu Besuch bei Chocolat Frey 30 | Ideen gegen den Abfallberg

sChauFenster

32 | Happy Birthday, Schweiz Köstlichkeiten für das Brunchbuffet 37 | Ganz wild auf Lachs 39 | Olivenbaguette — der Süden im Brot 40 | Für Wurstfreunde und Wirbelwinde 51 | Salate und Dips von Anna’s Best 53 | Picknickeier aus der Region

saisonküChe

54 | Bartenderin Laura Schacht Apérotipps von der Weltklasse-Mixerin.

ihre region

59 | Neues aus Ihrer Genossenschaft

leben

65 | Mix 68 | Reisen Inselhüpfen im Archipel von Åland. 73 | Multimedia 75 | Auto

meine welt

86 | Christian Jott Jenny Der Direktor des Festival da Jazz in St. Moritz hautnah.

rubriken

11 | Leserbriefe 79 | Rätsel & Impressum 84 | Cumulus

glüCksgriFF

77 | Gewinnen Sie vier Tage New York und erleben Sie Popstar Beyoncé live an einem ihrer exklusiven Konzerte.

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/m-infoline; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus hans.schneeberger@migrosmedien.ch

Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch; * Normaltarif

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MIGROS-wOchE 6 |

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AKTUELLES

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REGION AARE

FRISch IN DER MIGROS

Exotische Schönheit

ZAhL DER wOchE

30,3 Mrd.

So viele Franken Kundengelder lagern zurzeit auf den Konten der Migros Bank. Im ersten Halbjahr 2013 knackte die Bank erstmals die 30-MilliardenMarke.

NR. 30, 22. JULI 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

Die Himbeere ist da!

Die Phalaenopsis gehört zur Familie der Orchideen. Ihr Name setzt sich aus den griechischen Wörtern Phalaina (Nachtfalter) und opsis (ähnlich) zusammen. Der Entdecker gab ihr diesen Namen, weil ihn die Blüten an herumflatternde Nachtfalter erinnerten. Ihre Blüten sind wahre Kunstwerke und verzaubern ihre Betrachter. Die Migros Aare hat die exotischen Schönheiten, die halbschattige Standorte ohne zu starke Sonnenbestrahlung bevorzugen, das ganze Jahr über im Sortiment. Vom 23. bis zum 29. Juli gibts die Phalaenopsis mit einer Rispe zum Aktionspreis.

PREISBAROMETER

Ob im Müesli, in Salaten, Milchshakes oder gar im Mojito – Himbeeren sind neben Erdbeeren die beliebtesten Sommerbeeren. Jetzt ist die Schweizer Ernte in vollem Gang, und die Migros-Regale sind voll mit den prallen Früchtchen. Wer den Sommergeschmack konservieren möchte, verarbeitet Himbeeren zu fruchtiger Konfitüre. Rezepte: www.saison.ch

Erfreuliche Neuigkeit für alle Schleckmäuler: Die Migros senkt die Preise diverser MidorBiskuits im Beutel ab sofort und dauerhaft um durchschnittlich zehn Prozent. Einige Beispiele: Artikel Bärentatzen, 380 g Butter-Sablés, 280 g Kokos-Makrönli, 310 g Schümli, 145 g Nuss-Stengeli, 500 g Choco-Schümli, 175 g

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migros-woche

MIGROS-MAGAZIN | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

AKTUELLES | 7

Gestürzter König: Im neuen Werbespot zeigt Kilian Wenger vollen Körpereinsatz.

Vom Muni gebodigt

E

s ist ein Kampf der Giganten: Nachdem Kilian Wenger alle Gegner im Sägemehlring bezwungen hat, bekommt er als Trophäe einen prächtigen Muni. Doch das kolossale Tier macht sich selbständig, weil es eine schöne Kuh erspäht hat. Der liebestolle Muni schleift im Galopp den Schwingerkönig quer über eine Wiese. Im neuen Migros-Werbespot läuft die Siegerehrung nach einem Schwinget auf dem Beatenberg kräftig aus dem Ruder.

Nebenbei zeigt der witzige Kurzfilm das 1.-August-Sortiment der Migros — von der Bratwurst bis zum Feuerwerk. Für Wenger war es «eine Ehre», zum zweiten Mal für einen Migros-Spot vor der Kamera zu stehen. Der Schwingerkönig bewährte sich sogar als Stuntman und liess sich von einer Zugmaschine übers Gras schleifen. Den neuen Werbespot finden Sie unter: www.migros.ch/youtube

Bilder: Bild: bab.ch/Stockfood

im neusten migros-werbespot nimmt es Kilian wenger mit einem gegner auf, dem nicht einmal er gewachsen ist: dem siegermuni. Bei den Dreharbeiten bewährte sich der schwingerkönig als stuntman.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

GENERATION M REcYcLING | 9

Richtig recyceln

Die Migros installiert in ihren Filialen neue Recyclingstellen im Look von Generation M und nimmt künftig alle Plastikflaschen zurück. Was bedeutet das für die Kundinnen und Kunden? Das Migros-Magazin beantwortet die wichtigsten Fragen.

Welche Plastikflaschen kann ich in die Migros zurückbringen? Die Migros nimmt neben PET-Getränkeflaschen und Milchflaschen aus PE neu folgende Plastikflaschen zurück: ! Wasch- und Reinigungsmittel ! Shampoo, Duschgels, Seifen, Lotionen, Cremes, Babyprodukte ! Essig, Öl, Saucen ! Weitere Flaschen von Lebensmitteln ! Düngerflaschen Nicht in diese Sammlung gehören Plastikflaschen aus dem Heimwerker-, Auto- und Gartenbereich. Worauf muss ich beim Einwurf von Plastikflaschen achten? Bitte nur leere Plastikflaschen mit Deckel einwerfen. Halbvolle Flaschen, insbesondere von Produkten mit Gefahrensymbol, müssen am Kundendienst zurückgegeben werden. Sie gelten als Sonderabfälle und dürfen weder über den Kehricht noch über die Kanalisation entsorgt werden. Zusätzlich gilt: «Luft raus, Deckel drauf». Damit kann Platz gespart und können unnötige Transporte vermieden werden. Ab wann kann ich in meiner Filiale Plastikflaschen zurückbringen?

Recycling-Vielfalt: Die Migros sammelt zahlreiche leere Verpackungen und ausgediente Produkte. An den Recyclingstationen sind sie mit obigen Symbolen gekennzeichnet.

Die Filialen erhalten nach und nach die neuen Recyclingstationen im Look von Generation M. Leider können keine Termine genannt werden, wann die einzelnen Filialen umgerüstet sind. Spätestens bis Ende Jahr können aber in allen Filialen die Plastikflaschen zurückgegeben werden. In welches Loch in der Recyclingstation soll ich die Plastikflaschen einwerfen? Praktisch alle Plastikflaschen gehören in das Loch, wo auch die Milchflaschen eingeworfen werden. Das gilt sogar für Öl- und Essigflaschen aus PET. Nur die PET-Getränkeflaschen gehören in ihre eigene Öffnung.Die reine PET-Getränkeflaschensammlung ist Voraussetzung für einen geschlossenen Materialkreislauf: Aus alten PET-Getränkeflaschen werden wieder neue Flaschen hergestellt. Rückstände von beispielsweise Öl und Milch sowie andere Materialien würden das Rezyklat verunreinigen. Kann ich auch Joghurtbecher, Tiegel, Beutel und Schalen aus Kunststoff zurückbringen? Nein, die erweiterte Sammlung beschränkt sich auf wiederverschliessbare

Plastikflaschen. Wiederverschliessbare Verpackungen wie Tuben, Nachfüllbeutel oder Tiegel werden nicht zurückgenommen. Diese bestehen meist aus verschiedenen Kunststoffarten, sogenannten Verbundmaterialien, die das Recycling erschweren. Offene Behälter wie Joghurtbecher nimmt die Migros aus hygienischen Gründen nicht zurück: Speisereste riechen schlecht und ziehen Ungeziefer an. Kann ich nebst meinen CDs auch die CD-Hüllen zurückgeben? Nein, nur die CD selbst besteht aus dem wertvollen Rohstoff Polycarbonat. Dieser wird beispielsweise bei der Herstellung von Motorradhelmen verwendet. Kann ich in der Migros auch alte Energiesparlampen entsorgen? Die Migros nimmt schon lange LED- und Energiesparlampen sowie Leuchtstoffröhren zurück. Neu wird für LED- und Energiesparlampen — wo möglich — ein Einwurfloch zur Verfügung stehen. Leuchtstoffröhren müssen wie bisher am Kundendienst abgegeben werden. Lesen Sie mehr zum Thema Recycling und Abfallvermeidung ab Seite 30.

Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. Dazu zählt auch, dass sie immer mehr Verpackungen wie Plastikflaschen sowie auch CDs und DVDs von ihren Kundinnen und Kunden zurücknimmt.


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forum

Migros-Magazin | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

leserbriefe | 11

mm 29: «Tolle Tollen und süsse Petticoats», Artikel über 50er- und 60er-Jahre-fans.

Im falschen Film gesessen ! Ich sass damals wohl im falschen Film. Nach meiner Erinnerung (Jahrgang 1947) waren jene Zeiten eng und spiessig. Girls mit sexy Styling und süssen Petticoats gab es vielleicht in Hollywood-Streifen, in der Realität wären sie wohl als Huren beschimpft worden. Denn Sex war Sünde. Es gab mittelalterlich anmutende Kleidervorschriften: An manchen Schulen war Mädchen das Tragen von Hosen verboten. Elvis-Tollen, Jeans und Rock ’n’Roll standen natürlich auch auf dem Index der verbotenen Früchte. Kirchliche und weltliche Moralapostel bekämpften sie

heldenhaft. Und die von einem weiblichen Fan hochgelobten 50er-Jahre-Gentlemen lehnten 1959 das Frauenstimmrecht wuchtig ab. Erst der wachsende Wohlstand und die Verbreitung der Pille

führten in den 60er-Jahren zu einer Öffnung und Entkrampfung der Gesellschaft. Die ollen Fuffziger möchte ich lieber nicht wiederaufleben lassen. Howard Dubois 3098 Köniz

BurlesqueTänzerin Daisy Lovelace näht ihre 50erJahre-Kleider oft selbst.

mm 29: «Ich halte nicht viel von untergangspropheten», Interview mit Europa-Analyst Hugo Brady.

schreiben sie uns Wir freuen uns über Briefe und E-Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die redaktion gekürzt werden. Per Post an redaktion Migros-Magazin, leserbriefe, limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per E-Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch und vergessen Sie bitte nicht, ihre Adresse und ihre Telefonnummer anzugeben.

«Ich halte nicht viel von EU-Propheten» ! Ich halte nicht viel von den EU-Propheten aus Brüssel. Sie haben in den vergangenen Jahren Mist gebaut und geschlafen, als die Südstaaten über ihre Verhältnisse lebten.

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Die Begegnungen mit anderen Kulturen gehören für Gastgeber Roland Rosset zu den Höhepunkten.

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Nr. 30, 22. Juli 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

Roland Rosset und Claudia Tolusso, Wilen OW

Wenn Saudis im Pyjama in der eigenen Küche stehen

Roland Rosset (56) und seine Freundin Claudia Tolusso (42) leben in einem Sieben-Zimmer-Einfamilienhaus am Sarnersee. Rosset, einst Mitglied der Ruder-Nationalmannschaft und heute Marktforscher, liess das Traumhaus mit viel Umschwung vor fünf Jahren mit seiner damaligen Frau bauen. Dann kam es zur Scheidung und einem neuen Job. «Eines Tages sah ich auf Facebook eine Anzeige, man könne im Schlaf Geld verdienen. So wurde ich auf Airbnb aufmerksam», sagt er. Innerhalb einer Stunde lud er das Profil seines Hauses bei Airbnb hoch, und «schon zwei Wo-

Roland Rosset und Claudia Tolusso leben in einem Sieben-ZimmerEinfamilienhaus am Sarnersee.

Die Welt zu Gast bei

Bei Airbnb ist es, als besuche man gute Freunde irgendwo auf der Welt. Man logiert in einem Zimmer oder Gästehaus und isst gemeinsam mit dem Vermieter. Das Übernachten bei Privaten boomt, das Angebot nimmt stetig zu. Allein in der Schweiz gibt es rund 4000 Gastgeber. Zum Beispiel Roland Rosset aus Sarnen oder Jeremie Maret aus Zürich.


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MIGROS-MAGAZIN | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

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chen später, in der ersten Augustwoche 2011, hatten wir einen Amerikaner mit seiner chinesischen Freundin zu Besuch». Die zweiten Gäste waren eine fünfköpfige Familie aus Pakistan. Sie schätzten die zentrale Lage zwischen Interlaken und Zürich. Claudia Tolusso, freischaffende Bühnenbildnerin und neue Partnerin von Roland Rosset, erzählt begeistert von den Erfahrungen mit den Besuchern aus aller Welt: «Ich lebte vier Jahre in Neuseeland und finde es toll, so viele Nationen erleben zu dürfen.» Einmal erhielt das Paar eine Anfrage von fünf Saudi-Arabern aus Paris. Tolusso sagte, sie könne aus beruflichen Gründen erst morgens um 1 Uhr im Haus sein. Die Saudis holten den Hausschlüssel bei den Nachbarn ab, und als Claudia Tolusso nach Hause kam, traf sie in der Küche auf die Gäste. Sie standen mit langen Bärten

und noch viel längeren Pyjamas in ihrer Küche. «Wir begegneten uns mit beidseitiger Offenheit», sagt sie. Immer wieder komme es zudem vor, dass sie von Gästen in ihrer eigenen Küche zum Nachtessen eingeladen werde. «Dank unserer Preise ziehen wir interessante und kultivierte Leute an», ergänzt Roland Rosset. 150 bis 250 Franken kostet die Nacht für zwei Personen, je nach Saison und ohne Frühstück. Allerdings gebe es hin und wieder Besucher, die Abfall herumliegen liessen, weil sie glaubten, Bedienstete würden diesen aufräumen. Nach zwei Jahren und rund 70 AirbnbBuchungen zieht das Paar trotzdem eine positive Bilanz: «Wenn wir auf Reisen sind, bewohnt jemand unser Haus. Das bietet uns grössere Freiheit und Sicherheit. Zudem kommt der finanzielle Zustupf gelegen.»

Schlafen mit Sicht auf den Sarnersee: Die Idylle und die zentrale Lage kommt bei den Gästen gut an.

Freunden

Auf Wunsch blasen Lenny Staples und Jeremie Maret die Plastikpuppe «Too Fat To Fail», die in der Galerie steht, auf.

Lenny Staples und Jeremie Maret, Zürich

Mit den Einnahmen werden Ausstellungen finanziert

Ein Peugeot J7 mit Jahrgang 1977 oder eine Galerie: Wer bei den Jugendfreunden Lenny Staples und Jeremie Maret (beide 30) im Zürcher Stadtkreis Wiedikon übernachtet, staunt. Ihre originellen Wohnungseinheiten, die sie «The Proposal: Residence in Art» nennen, befinden sich in einem Hinterhof. Jeremie erklärt: «Wir sind eine Kunstgalerie und vermitteln Kunst auf eine andere Art.» Das fängt damit an, dass die Gäste in der Galerie übernachten. Auf Wunsch wird eine beige Plastikpuppe aufgeblasen, die Manuel Uribe, den schwersten Menschen der Welt, darstellt. «Too Fat To Fail» heisst sie. «Alle Gäste, die übernachten, sind so gleichzeitig Besucher. Es

kommt zu einem Austausch zwischen Touristen und Galeriebesuchern», sagt Jeremie. Der in Basel geborene Künstler, der die Zürcher Hochschule der Künste besucht hat, mietet das Atelier seit fünf Jahren und schläft dort, wenn keine Buchungen

Jeremie Maret (links) und Lenny Staples vor ihrer einen Unterkunft, einem alten Peugeot.


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Schlafen in der Galerie kostet 100 Franken pro Nacht und Person.

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vorliegen. Übernachten Gäste, schläft er bei Freunden. 80 Prozent der Kunden von Lenny und Jeremie reisen aus dem Ausland an. Mit den Einnahmen aus den Buchungen finanzieren die beiden Männer Ausstellungen; Ende August steht eine neue an. Lenny ist in Freiburg geboren und aufgewachsen und nach der Internationalen Schule für Touristik in Zürich «vor acht Jahren ins Hotelgeschäft gerutscht», wie er sagt. Nachdem er ein Jahr lang ein Bed&Breakfast in New York geleitet hat und danach im Zürcher Hotel Europe die Rezeption, ist er heute Betriebsleiter des Hotels Rothaus an der Langstrasse. Entsprechend kümmert er sich auch um die Buchungen der Galerie und das Frühstück der Gäste. 200 Franken kostet die Übernachtung für zwei Personen. Lenny und Jeremie bieten ihren Gästen viele Extras: Einmal unternahmen sie mit einer jungen Frau aus Hongkong eine Schlauchboottour auf der Limmat bis nach Dietikon ZH. Mit einem Paar aus Malaysia, das seine Flitterwochen in Europa verbrachte, gingen sie an ein Festival mit alternativer Musik. Jeremie sagt: «Wir profitieren von interessanten Gesprächen mit jungen Leuten, die wissen wollen, wie man als Künstler lebt.» Je länger die Gäste bei ihnen wohnen würden, desto offener seien sie. «Anfangs sind die Besucher scheu, und am Schluss werden wir bei der Verabschiedung umarmt. Das ist das schönste.»

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Nr. 30, 22. Juli 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

Isabelle und Jay Wallace in ihrem Haus in Brooklyn. Sie sind seit Oktober 2012 bei Airbnb dabei und froh, dass die zu vermietenden Zimmer durch eine Haftpflichtversicherung geschützt sind.

Isabelle und Jay Wallace, Brooklyn/New York

Den New Yorker Hotels ist Airbnb ein Dorn im Auge

Isabelle Wallace (38) wechselte zwischen den Kontinenten. Geboren wurde sie in Dallas. Sie lebte schon in London, Genf, Frankreich, und seit 1998 ist New York ihr Zuhause. Die Rechtsanwältin wohnte zuerst in Manhattans East Village, dann in der Upper West Side und nunmehr seit neun Jahren im nördlichsten Brooklyner Stadtteil

Greenpoint. Dort hat sie zusammen mit ihrem Mann Jay (39), Gitarrist und RockFolk-Sänger, ein Haus gekauft. Das Ehepaar vermietet auf zwei Stockwerken drei Schlafzimmer mit einem grossen Wohn- und Esszimmer. Isabelle Wallace lebt bewusst in einem grossen Haus, um Platz zu haben, wenn Verwandte oder Bekannte zu Besuch kommen. Letzten Sommer hat sie erstmals Touristen einquartiert. «Airbnb ist wunderbar, weil wir in der Zeit zwischen den Besuchen die Zimmer an Fremde vermieten können.» Allerdings ist die Online-Plattform nun in New York unter Druck ge-

Die Französin Claire Billard buchte über Airbnb ein Zimmer im zweiten Stock des Hauses von Isabelle Wallace.

raten, weil die dortige Hotellobby erwirkt hat, dass das Verbot von privater Untervermietung verschärft wird, wobei das schwer zu kontrollieren ist. Wallace hat Glück: Als Hausbesitzerin betrifft sie das ohnehin nicht. «Unter den Airbnb-Gästen habe ich viele interessante Menschen kennengelernt», sagt sie. Sie helfe den Touristen, das Gepäck hochzutragen, und händige ihnen eine Adressliste aus für Bagels, Restaurants, Einkaufszentren, Apotheken, Buchläden, Tätowierungsstudios oder Bioläden. Nachdem der Hurrikan Sandy Ende Oktober 2012 über New York getobt und einen Teil des Dachs des Wallace-Anwesens mitgerissen hatte, beherbergte das Paar gratis Helfer, die sich um die Obdachlosen kümmerten. «So haben wir dazu beigetragen, dass sich der New Yorker Alltag schneller normalisiert», sagt Isabelle, die vor einem Jahr Mutter geworden ist. Familie Wallace reist jedes Jahr in die Schweiz und geniesst die Ruhe — in der Stadt Genf. Texte: Reto E. Wild Bilder: Katja Heinemann (2) und Franca Pedrazzetti (6)


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

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ALTERNATIvEN ZUM hOTEL

Online: Airbnb oder doch lieber Haustauschferien? Auf www.migrosmagazin.ch erfahren Sie, weshalb Alicia Mourgue d’Algue in Manhattan auf Airbnb gekommen ist und welche Erfahrungen die Familien Landaal/Scheffer aus St. Gallen und Claudia Bertino Grossniklaus aus Otelfingen ZH mit Haustauschferien gemacht haben. Auf www.airbnb.ch sind Unterkünfte in über 34 000 Städten in 192 Ländern

aufgeführt. Als Gast entscheidet man, ob man ein Zimmer in einer Wohnung oder in einem Haus, ein ganzes Appartement oder ein Haus für sich allein mietet oder, was selten ist, ein Zimmer teilt. Airbnb-Unterkünfte sind meist preiswerter als Mittelklasshotels. Die drei Gründer sind um die 30 (wie die meisten Vermieter) und stammen aus San Francisco. Weil alles mit einer Luft-

matratze begann, nannten sie den Online-Marktplatz Airbnb, von Airbed und Breakfast. 2012 reisten drei Millionen mit Airbnb. Noch günstiger wird es, wenn man über www.haustauschferien.com bucht. Der Marktleader führt rund 46 000 Angebote in 150 Ländern auf. Um das eigene Haus für eine vereinbarte Zeit mit jemandem zu tauschen, muss man

Mitglied sein (Jahresgebühr 83 Euro). Die Mitgliederzahl aus der Schweiz ist von 210 (2007) auf über 1500 angestiegen. Alternative Anbieter sind www.couchsurfing.com (für Jüngere), www.homelink.ch (13 500 Angebote) oder www.intervac.ch (30 000 Mitglieder, 1953 durch befreundete Lehrer aus der Schweiz und den Niederlanden gegründet).

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Menschen

Migros-Magazin | NR. 30, 22. JULI 2013 |

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auf ein wort | 19

frau der woche

Edi Scherrer, der «Blick» schreibt, dass immer mehr Jugendliche nach der obligatorischen Schulzeit ihre berufliche Karriere als Praktikanten und nicht als Lehrlinge starten. Wie gross ist die Zunahme?

Engagiert

Diese Behauptung kann ich so nicht stehen lassen. Die Zahl derjenigen, die sich nach der Schule für eine Zwischenlösung entscheidet, be­ wegt sich seit Jahren zwischen 20 und 30 Prozent. Das ist ein hoher Anteil. Inzwischen weiss man von Fällen, wo Junge ein einjähriges CoiffeurPraktikum absolviert und dabei 200 Franken pro Monat verdient haben. Wird da der Nachwuchs nicht als billige Arbeitskraft missbraucht?

Ich gebe Ihnen recht. So, wie Sie das schildern, ist ein Praktikum nicht nötig. Ähn­ lich verhält es sich bei Kleinkinder­ erzieherinnen. Die brauchen kein ein­ jähriges Prakti­ kum. Wenn eine Krippe nicht si­ cher ist, ob ein Mädchen für den Job geeignet ist, kann sie es für eine Woche zum Schnuppern einla­ den und danach entscheiden.

start ins BerufsleBen

«Das Praktikum ist ein alter Zopf» Fast ein Drittel aller Jugendlichen entscheidet sich nach Abschluss der Schule für eine Zwischenlösung — oft für ein Praktikum. Viele von ihnen werden dabei als billige Arbeitskräfte missbraucht, weiss Edi Scherrer vom Laufbahnzentrum der Stadt Zürich. feure, die behaupten, sie würden eine Topausbil­ dung garantieren und deshalb brauche es ein Praktikum. Das sind Pri­ vatlösungen, die nicht vom Staat anerkannt sind. Edi Scherrer (64) ist Berufs- und Studienberater beim Laufbahnzentrum in Zürich.

Bilder: Christian Schnur, Keystone

Ein Mädchen will ein einjähriges Praktikum absolvieren. Was machen Sie?

Verhindern kann ich das nicht. Ich kann einzig beraten. Bei gewissen Studien braucht es ein Vorprakti­ kum, aber vor einer Berufslehre ist es nicht nötig. Es ist ein alter Zopf, der abgeschnitten gehört. Ich rate den Eltern, mit den Firmen zu reden, die meinen, es brauche ein einjähriges Praktikum. In der Schweiz werden die Jugendlichen mit der Lehre ja sowieso gut auf das Berufsleben vorbereitet.

Das ist so. Praktika sind heikel, vor allem wenn die Initiative von priva­ ten Firmen kommt. So gibt es Coif­

Wann ist ein Praktikum angebracht?

Wenn Jugendliche Schu­ len oder die berufliche Ausbildung verpasst ha­ ben, ist eine einjährige Zwischenlösung sinn­ voller, als irgendwo herumzuhän­ gen. Ein Zwischenjahr mit einer schulischen Förderung hilft, die berufliche Fortsetzung zu planen. Angezeigt ist das beispielsweise bei Jugendlichen nach Schulabschluss, mit einer abgebrochenen Berufs­ lehre oder nach einem Rauswurf aus der Mittelschule. Dafür haben wir Job plus kreiert. Was ist Job plus?

Damit richten wir uns an Junge mit abgeschlossener Schulpflicht. Ziel des einjährigen Praktikums ist, eine Lehrstelle zu finden und sich auf eine Berufsausbildung optimal vorzubereiten. Ein Beispiel: Ein

Junge bricht im November oder Fe­ bruar die Berufslehre ab. Zu diesem Zeitpunkt beginnen keine alter­ nativen Ausbildungen. Job plus steht jedoch mit vielen Firmen in Kontakt, die bereit sind, einen Ju­ gendlichen vier Tage pro Woche zu betreuen und zu beschäftigen — bei einem weiteren Tag Schule.

In den Sommerferien haben Zwangsheiraten Hochsaison. Anu Sivaganesan (25) kämpft seit 2005 dagegen an. Die junge Tamilin, die als Zwölfjährige aus Sri Lanka in die Schweiz kam, ist Leiterin der Organisation Zwangsheirat.ch. Auch dank ihrer Lobbyarbeit hat der Bund per 1. Juli 2013 strengere Regeln gegen Zwangsheiraten eingeführt. «Die Massnahmen gehen in die richtige Richtung», sagt die junge Frau. «Es gibt aber noch viele Baustellen.»

Mann der woche

Kommunikativ

Worauf muss man bei einem Praktikum achten?

Man sollte schauen, ob es auch eine schulische Komponente ent­ hält. Und selbstverständlich muss man vor der Wahl analysieren, was die Jugendlichen lernen wollen. Was sollen Jugendliche tun, die keine Lehrstelle finden?

Am 12. September führen wir die Veranstaltung Last Call durch. Sie richtet sich an Schulabgänger ohne Lehrstelle, die in Zürich woh­ nen, und bietet Zwischenlösungen an. Dies gibt es auch in Winterthur, Uster und Kloten. Die anderen Kantone haben teilweise ähnliche Modelle für Jugendliche ohne Jobs. Es lohnt sich, im Wohnkanton bei den Informationszentren nachzu­ fragen. Interview: Reto E. Wild www.laufbahnzentrum.ch

Die Pannenserie im Zürcher S-Bahn-Netz vom letzten Mittwoch bedeutete für Alain Briggeler (21) aus Brig viel Mehrarbeit. Er ist eines von neun Mitgliedern des SocialMedia-Teams der SBB, die seit Anfang Juni auch via Twitter kommunizieren. Der Walliser und seine Kollegen haben letzte Woche innerhalb von zwei Tagen 70 Nachrichten verfasst. Inzwischen verfolgen rund 8000 Personen die Nachrichten von Briggeler und dem SBB-RailService.


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MIGROS-MAGAZIN | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

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DER hAUSMANN

Ungeklärte Fragen Bänz Friedli fährt meist rückwärts.

Die Frage wäre noch zu klären, wer im Supermarkt die Warentrennleiste aufs Rollband legen muss: der vorangehende oder der nächste Kunde? Sie! Über so was wird im Internet debattiert, dadurch lernte ich den Ausdruck erst kennen: Warentrennleiste. Schon verrückt, es gibt Dinge, die hält man fast täglich in der Hand und weiss doch nicht, wie sie heissen. Hat man beim Einkaufen ein Kind dabei, sagt man einfach: «Reichst du mir noch das Dings?» Fragen gibt es! Eine befreundete Familie ist gerade im Zank darob, ob die Mutter den Hanf des halbwüchsigen Sohns giessen muss, derweil dieser im Landdienst weilt. Sie weigert sich, der Sohn schimpft, Papi verhält sich neutral. Womit der Wasserbedarf des Hanfs aber nicht gestillt ist. Fragen gibts. Ist es peinlich, wenn die Alten dieselbe Musik cool finden wie die Kinder? Tendenziell ja, aber diesen Rapper Macklemore, den mit «Thrift Shop», finde ich ziemlich originell. Natürlich versuche ich, mir dies nicht allzu sehr anmerken zu lassen. Denn dann erschiene er den Kindern nur noch halb so cool. Wir hattens ja unlängst von altem Zeugs, das plötzlich wieder angesagt ist. Yolande, eine Leserin aus dem Freiburgischen, berichtete mir von den Vorwürfen, die ihr Ältester ihr und ihrem Mann gemacht habe, weil sie ihre alten Vespas und den VW-Bus nicht behalten hätten.

deren Revival nicht auskosten. (Ja, klar, hab ich ihm welche gekauft!)

«Und wer legt das Dings hin?» «Aber man kann nicht alles behalten!», befand sie. «Wer garantierte einem, dass Adidas-Rom-Turnschuhe und NabholzTrainer dereinst wieder ‹in› sein würden? Man hätte dann alles behalten müssen, auch Schrott wie Flippers-LPs und Bonanza-Hefte, Sarah-Kay-Kissen, Pril-Aufkleber, Heini-Hemmi-Autogrammkarten und weiss der Gugger was alles. Wir hätten Hangare anmieten müssen.» Und was hat ihr Erstgeborener getan, kaum war er alt genug? Sich einen alten VW-Bus gekauft. Aber, und dies ist die Frage: Hätte er auch von einem VW-Bus geträumt, wenn Mutter und Vater den ihren einst behalten hätten? Vermutlich nicht. Der Reiz wäre weg gewesen. Folglich war es richtig, dass ich meine ersten Air-Max-Schuhe damals nicht behielt. Hans könnte sonst

Und warum, fragte einst Mani Matter, sitzen in der Eisenbahn die einen so, «dass sii alles, was chunnt, scho zum Voruus gseh cho», die anderen aber mit dem Rücken zur Fahrtrichtung, «dass sii lang no chöi gseh, wo dr Zug scho isch gsy …»? Erraten, ich gehöre zu Letzteren. Sind wir en famille unterwegs, fahren Hans und ich rück-, meine Liebste und Anna Luna vorwärts. Was uns zur Frage führt, ob es richtig ist, wenn sich Väter und Söhne noch immer gentlemanlike verhalten, nämlich nach althergebrachter Kavaliersmanier den Damen die bequemen Plätze überlassen? Wo wir doch Gleichberechtigung leben und auf alte Rollenbilder verzichten wollen! Die Antwort ist banal: Ich fahre gern rückwärts. Weil ich Vergangenem nachhänge und schlecht loslassen kann. Das Fussballturnier im Bernbiet, das ich vor 33 Jahren gegründet habe und noch immer organisiere, wenngleich ich seit 18 Jahren nicht mehr dort wohne? Undenkbar, es nicht mehr stattfinden zu lassen. Eben, die Warentrennleiste. Keine Frage, der vordere Kunde muss sie aufs Band legen. Mach ich immer. Nur schon, weil ich die strafenden Blicke der Grosis hinter mir in der Reihe fürchte. Bänz Friedli (48) lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Zürich.

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INTERvIEw

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Nr. 30, 22. Juli 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

«Wir Jungen haben ein grosses Bedürfnis nach Sinn» Wer wissen will, wie die junge Generation tickt, der fragt Philipp Riederle. Der 18­jährige Deutsche fordert in seinem Buch «Wer wir sind und was wir wollen» einen Umbau des Bildungssystems und der Arbeitswelt. Philipp Riederle, Sie haben kürzlich das Abitur hinter sich gebracht. Wie liefs?

Ich kann mich nicht beklagen. Zwar war ich ziemlich nervös, aber mit dem Notenschnitt von 1,9 bin ich zufrieden. War es hart, den Schulalltag und Ihre anderen Verpflichtungen als Autor, Podcaster und Un­ ternehmer unter einen Hut zu bringen?

Mein Podcast hat ja als Kinderzimmerprojekt 2008 angefangen, alles andere ist nach und nach hinzugekommen. Als die ersten Anfragen für Auftritte bei Firmen und Medien kamen, habe ich die Schulleitung gefragt, ob ich ausnahmsweise einen Tag freibekommen könne. Die haben das erlaubt und waren auch später immer flexibel. Ich muss mir meine Tage gut einteilen, aber mir ist wichtig, dass auch Zeit für Freunde und Freundin bleibt, ich sage dann halt lieber einen Termin ab. Haben Sie Ihr Buch «Wer wir sind und was wir wollen» ganz alleine geschrieben?

Schon, aber ich habe natürlich im Vorfeld viel recherchiert, mit Leuten geredet und zusammengearbeitet. Das Formulieren hat etwa ein halbes Jahr gedauert, die Vorarbeit ein Jahr. Das Grundgerüst waren die Vorträge, die ich schon seit einer Weile bei Firmen halte. So ein Buch ist eine ziemlich altmodische Sache. Weshalb gerade dieses Medium?

Nach den Auftritten bei Unternehmen bekam ich oft das Feedback von den Leuten, dass sie dank meiner Ausführungen nun auch ihre eigenen Kinder besser verstehen. Die Zielgruppe meines Buchs ist also nicht meine Generation, sondern die ältere. Und die hat ein viel selbstverständlicheres Verhältnis zum Medium Buch als wir. Ausserdem erreicht man damit noch immer eine sehr breite Öffentlichkeit. Ich persönlich lese E-Books, ist halt einfach praktischer.

Ist es für die Erwachsenen wirklich so schwie­ rig, die Welt der Jugend zu verstehen?

In meinen Vorträgen habe ich ab und zu erlebt, wie mich das Publikum angeschaut hat, als käme ich von einem anderen Planeten. Wo besteht der grösste Erklärungsbedarf?

Bei den Firmen am meisten gefragt ist das Thema Arbeitsleben. In meiner Generation ist das Bedürfnis nach Sinn sehr ausgeprägt, wir wollen einen Job, den wir als sinnvoll empfinden. Bei der Generation meiner Eltern war es wichtiger, gutes Geld zu verdienen und einen prestigeträchtigen Job zu haben. Beides ist meiner Generation ausgesprochen unwichtig. Und je flexibler die Arbeitszeiten, desto besser. Einen solchen sinnvollen Job zu finden, dürfte aber nicht so leicht sein.

Es sollte etwas sein, für das man brennt, etwas, das einem ein Funkeln in die Augen zaubert, wenn man es tut. Und das ist für jeden etwas anderes. In Deutschland haben wir das Glück, dass es für Junge viele Jobs gibt, wir eher sogar einen Fachkräftemangel haben. Die Herausforderung für die Unternehmen ist, uns Jungen die Arbeitsbedingungen zu bieten, mit denen wir uns wohlfühlen. Ich höre von vielen grossen Unternehmen, dass die Jungen nach der Ausbildung wieder gehen, weil sie sich zu sehr in einem Hamsterrad gefangen fühlen. Kleine Familienunternehmen sind da oft flexibler und bieten hoch spannende Jobs, aber haben es schwerer, auf den Radar der Jungen zu kommen. Welche sind für Sie die grössten Reibungs­ flächen zwischen Jungen und Erwachsenen?

Die Interpretation unserer Nutzung von digitalen Medien und Geräten. Der grosse Vorwurf lautet immer, wir würden damit in eine virtuelle Welt

eintauchen, uns quasi abkapseln. Aber das ist Unsinn. Ein Smartphone oder Tablet ist ein Instrument, um unsere Freundschaften zu pflegen und Informationen auszutauschen, so wie das alle anderen Generationen vor uns auch schon gemacht haben — einfach auf anderen Kanälen. Es geht also um Kommunikation nicht ums Abkapseln. Aber mit den neuen Instrumenten entstehen ganz neue Möglichkeiten, und entsprechend wünschen wir uns auch eine andere Organisation von zum Beispiel Arbeit oder Bildung. Da hinken die Schulen und die Arbeitgeber allerdings mächtig hinterher. Sie sprechen von einem eigentlichen Epo­ chenwechsel, der durch Internet, Smartpho­ nes und Social Media eingeleitet wurde.

Absolut. Nicht nur können wir heute theoretisch ständig mit fast jedem anderen auf der Welt kommunizieren, wir haben auch pausenlos Zugang zu einer überwältigend grossen Menge von Wissen, und jeder von uns kann jederzeit selbst Informationen publizieren. Und für uns ist das alles ganz selbstverständlich, schliesslich sind wir damit aufgewachsen. Der nächste Schritt allerdings wird auch für uns neu sein: das Internet der Dinge. Da bestellt dann der Kühlschrank beim Supermarkt automatisch Lebensmittel nach, die langsam ausgehen, und die Toilette analysiert nebenbei gleich noch unseren Gesundheitszustand. Ein bisschen beängstigend finde ich die Vorstellung, dass man mit seiner Google-Brille zu einem Date geht und auf dem Bildschirm vor dem Auge Hinweise kriegt, wie das Gegenüber aufs Gespräch reagiert und was jetzt zu tun ist, um es rumzukriegen. Halten Sie sich eigentlich für repräsentativ für «die Jugend»?

Nein, das geht ja auch gar nicht. Neben


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MIGROS-MAGAZIN | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

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Autor und Jungunternehmer Philipp Riederle (18) hat gerade mal das Abitur hinter sich, ist aber bereits Jungunternehmer, Gast in Talkshows und Buchautor. in «Wer wir sind und was wir wollen» erklärt der junge Deutsche, wie seine Generation tickt und welche Folgen das für die Gesellschaft haben wird. riederle hat schon als 13-Jähriger mit seinem Podcast «Mein iPhone und ich» Furore gemacht und berät als Digital Native heute unternehmen. Er wohnt bei seinen Eltern im bayrischen Burgau. Philipp Riederle: «Wer wir sind und was wir wollen», Knaur 2013; bei Ex Libris erhältlich für 15.60 Franken.

zu erwachsen. Gilt das wirklich für Ihre gesamte Generation?

Die Ausprägung dieser Eigenschaft ist natürlich eine individuelle Charakterfrage. Ich bin aber überzeugt, dass dieses Verhalten in meiner Generation weit verbreitet ist, denn jeder von uns ist ja, seit er denken kann, mit all diesen unzähligen Möglichkeiten konfrontiert. Wir hatten schon immer 150 Kanäle im Fernsehen und später auch noch Millionen von Webseiten auf dem Computerbildschirm zur Auswahl. Wir mussten immer und immer wieder entscheiden, was wir uns näher ansehen und was wir ignorieren. Das heisst aber auch, dass für uns alles sehr viel offener ist. Eine Jugendstudie kam 2010 zum Schluss, dass meine Generation keinen vorgegebenen Lebensverlauf mehr hat, was zu einem erhöhten Bewährungsdruck und einem eng durchgetakteten Lebensstil führt. Früher war es das Privileg der Jugend, wenigstens eine Weile ziellos rumzuhängen. Geht das heute gar nicht mehr?

Wenn Philipp Riederle Vorträge vor Managern hält, schauen die ihn manchmal an, als käme er von einem anderen Planeten.

«Die Schulen und die Arbeitgeber hinken mächtig hinterher.»

Ich gebe mir jetzt nach dem Abitur ein Jahr, um etwas Freiheit zu haben … eigenen Erfahrungen beziehe ich mich im Buch auf Erkenntnisse aus Studien und Statistiken über meine Generation. Ich bin anfänglich eher so in die Rolle reingerutscht, eine Stimme der heutigen Jugend zu sein — und um diesen Anspruch erfüllen zu können, habe ich mich mit den verschiedenen Facetten des Themas auseinandergesetzt. Klar trifft nicht jedes Detail, über das ich schreibe, auf jeden Jugendlichen der westlichen Welt zu. Ihre Generation ist es gewohnt, Relevantes zu selektieren, was dazu führt, sehr effizient zu denken und zu handeln, schreiben Sie. Im Buch klingen Sie manchmal beinahe schon

… und ein bisschen ziellos rumzuhängen?

Ähm … doch, ein bisschen auch das. Zeit mit Freunden und fürs Theater werde ich sicher haben, ich bin ein grosser Theaterfan. Ich gehe aber auch ins Ausland, Ende Juli halte ich zum Beispiel bei der National Speakers Association in Philadelphia meinen ersten Vortrag auf Englisch, was mich schon jetzt nervös macht. Und ich will ein paar Praktika machen und mich orientieren, wie es danach weitergehen soll. Vermutlich ein Studium, aber ich weiss noch nicht, was. Das klingt nicht nach viel freier Zeit.

Schon, aber meine Eltern sind ein bisschen entsetzt, dass ich noch fast gar


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MIGROS-MAGAZIN | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

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nichts konkret organisiert habe für dieses Jahr. Ich will das ein bisschen auf mich zukommen lassen. Und mal ehrlich: Ein paar Tage nur am See rumliegen ist doch auch ganz schön. Man kann sich allerdings schon fragen, ob es dieses Freiheitsprivileg der Jugend, wie man es sich so romantisch vorstellt, überhaupt noch gibt. Es fängt ja schon damit an, dass man früh viel lernen muss, um es ans Gymnasium zu schaffen, und dann weiterarbeiten, um sich dort zu halten und möglichst schnell was zu studieren. Klingt ziemlich anstrengend, jung zu sein.

Irgendwie schon, zumindest, was den Teil der Verpflichtungen betrifft. Die Freiräume muss man sich bewusst schaffen. Da sind wir dann wieder bei der Effizienz, zu der wir fast schon gezwungen sind. In Ihrem Buch schreiben Sie, der grösste Traum Ihrer Generation sei, dereinst ein Haus, einen Garten und einen Hund zu haben. Gilt das auch für Sie?

LESEN SIE ONLINE Der Vortrag von Philipp riederle zur Kommunikation der Generation Y und weitere stilbildende Jungblogger.

Auch da berufe ich mich auf existierende Studien. Das, was bei früheren Generationen als spiessig galt, ist heute der grosse Traum. Es geht um Heimat und um persönliche Bindungen — Werte, die für meine Generation enorm wichtig sind. Die Erklärung ist wohl, dass wir uns angesichts unserer vielen Möglichkeiten und Optionen nach einer Konstante im Leben sehnen, einem ruhenden Pol. Ob das auch für mich gilt, wird sich noch zeigen. Was ich mir für die nächsten Jahre wünsche, ist, weiter dieFreiheit zu haben, mich mit den Dingen zu beschäftigen, die meine Augen zum Funkeln bringen. Text: Ralf Kaminski Bilder: Cira Moro

www.philippriederle.de

Riederle ist zwar viel beschäftigt, sagt aber lieber einen Termin ab, als zu wenig Zeit für Freunde und Freundin zu haben.

«Werte wie Heimat sind für meine Generation extrem wichtig.»

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neues aus der migros

Die M-Industrie gehört mit 18 Unternehmen im Inland und 3 Betrieben im Ausland zur Migros-Gruppe. Sie stellt mehr als 20 000 Produkte her: von der Konfitüre bis zum Waschmittel. Mit über 11 000 Mitarbeitenden — darunter 415 Lernende in mehr als 20 Berufen — ist die M-Industrie eine der bedeutendsten Arbeitgeberinnen der

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Schweiz und zählt weltweit zu den grössten Produzentinnen von Eigenmarken. Sie beliefert nicht nur die Migros, sondern exportiert Schweizer Qualitätsprodukte in mehr als 50 Länder. In einer losen Serie porträtiert das Migros-Magazin verschiedene Unternehmen der M-Industrie. Informationen unter: www.mindustry.com

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Chocolat Frey AG — der grösste Schokoladeproduzent auf dem Schweizer Markt.

Besuch im Schlaraffenland S

o stellt man sich das Schlaraffenland vor. Wo sonst gibt es einen «Schokoladenfall», der ohne Unterlass herrlich duftende Schokolade in die Tiefe tropfen lässt? Aber eben, hier in der Schokoladefabrik Chocolat Frey in Buchs AG kann man sich nicht darunterlegen, sondern ist dazu verurteilt zuzusehen, wie die verführerische Schoggiwelle in einen breiten Trichter fliesst und zu den beliebten Branches verarbeitet wird. Aber das ist auch keine schlechte Alternative. «Bevor die Schokolade in den Trichter fällt, wird sie auf dem Förderband gekühlt», erklärt Dominik Zinsstag (32), Teamleiter Branches-Produktion. «Ist sie zu warm, fliesst sie davon.» Warum die Masse etwas fester sein muss, wird am anderen Ende des Auffangbehälters

klar. Zwei Walzen drücken sie durch 22 Düsen, heraus kommen endlose Stängelibahnen, wiederum auf einem gekühlten Förderband. Die Schokolade stellt Chocolat Frey in Buchs selber her, und zwar aus Kakaobohnen, die zum grössten Teil aus UTZ-zertifiziertem nachhaltigem Anbau stammen. «Wir haben keine eigenen Plantagen», hält Dominik Zinsstag fest. «In Ghana und der Elfenbeinküste zum Beispiel setzen wir auf Kooperativen, die ihre Lieferungen von Kleinbetrieben mit ein bis zwei Hektaren und nachhaltiger Produktion beziehen.»

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Bis zu 24 stunden lang wird die Couverture gerührt Über den Seeweg via Amsterdam gelangen die getrockneten Bohnen in die

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AKtuEll

Migros-Magazin | NR. 30, 22. JULI 2013 |

neues aus der Migros | 27 BerufsBilder

«Ich habe einen Schoggi-Job» Früher hat Yvonne Wacker (51) im Büro gearbeitet, nach der Familiengründung war sie dann eine Weile als Hausfrau und Mutter tätig. «Mit 31 Jahren musste ich wieder einen Job finden. Das war nicht einfach», erinnert sie sich. Sie fing bei der Chocolat Frey als Packfrau an, doch schon bald wurde klar, dass sie «brauchbar» ist, wie Frau Wacker mit einem Lächeln sagt. Sie wurde zur Gruppenleiterin bei der Branches-Abteilung, dann stellvertretende Teamleiterin und schliesslich Anlageführerin. «Wir arbeiten in einem Drei-SchichtBetrieb», sagt sie. Persönlich liegt ihr die Nachtschicht von 22.50 Uhr bis 5 in der Früh am besten. «Dann habe ich Zeit, mit meinen Hunden spazieren zu gehen. Und: Ich habe keine Probleme mit Schlafen», erklärt Yvonne Wacker. Ihr Ziel ist es, ein optimales Produkt herzustellen, und über die Jahre habe sie eine Art siebten Sinn entwickelt: «Wenn ich durch die Halle gehe, arbeiten meine Ohren mit. Ich

1) Schokolade tropft vom gekühlten Band in einen Trichter. 2) Walzen drücken endlose Stängelibahnen auf ein ebenfalls kühles Förderband. 3) Anlageführerin Yvonne Wacker schmilzt im sogenannten Stefanmixer Bruchstücke für die Herstellung ein. 4) Das Herz eines Branches ist rund 10 Zentimeter lang. 5) Die flüssige Couverture dient als Kleber …

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6) … für die darübergestreuten Haselnusssplitter.

6 Schweiz, wo sie keimfrei gemacht, gebrochen und geschält werden. Die sogenannten Nibs werden von Spezialisten bei 100 bis 140 Grad geröstet und anschliessend zu Kakaomasse vermahlen. Mit der braunen Masse werden Milchpulver und Zucker vermischt. Diese Mischung wird auf Walzen verfeinert. In den Conchen, riesigen Kesseln, wird das Walzgut unter ständigem Rühren auf bis

kenne meine Maschinen», sagt die dreifache Mutter mit dem «Gschpüri» für Störungen: «So habe ich schon Gröberes verhindert.» Nicht alle Produkte sind so einfach herzustellen wie die Branches. «Das Risoletto etwa ist aufwendiger, für das muss Caramel gekocht und noch viel von Hand gemacht werden», erklärt die Anlageführerin. Ihre 19-jährige Tochter Jasmin war bis im Juni ebenfalls in der Chocolat Frey tätig und hat ihre Ausbildung zur Lebensmittelpraktikerin mit Bravour abgeschlossen. Doch nicht nur das erfüllt Yvonne Wacker mit Stolz: «Wenn ich die Branches und Riegel in der Migros sehe, so freut mich das. Ich habe da auch mitgewirkt.» Wie gut sie schmecken, weiss Frau Wacker aus Erfahrung: «Stichproben zur Überprüfung des Formats, des Gewichts, aber auch des Geschmacks gehören zu meiner Arbeit. Die Resultate trage ich in ein Protokollbuch ein. Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes einen Schoggi-Job.»

zu 80 Grad erhitzt. Durch das stetige Rühren verflüssigt sich die Masse und wird zur zart schmelzenden Couverture. Beim Conchieren, das bis zu 24 Stunden dauern kann, verflüchtigen sich Feuchtigkeit, aber auch unerwünschte Geruchs- und Geschmacksstoffe. Der Schokolademasse, die vom Conche-Saal in zwei 1000 Kilogramm fassende Zwischentanks mit imposanten Rührwerken fliesst, werden noch geröstete und geriebene Haselnüsse beigefügt. «Nüsse sind Geschmacksträger», erklärt Dominik Zinsstag, «aber als solche in der Grundmasse, die über Leitungen aus dem Conche-Saal zu uns geführt wird, nicht mehr spürbar.» Bei Chocolat Frey verarbeitet man Haselnüsse und Mandeln auf getrennten Anlagen. Auf die Herstellung von Riegeln und anderen Produkten mit Erdnüssen wird auf Grund der verbreiteten Neigung zu Allergien seit einigen Jahren ganz verzichtet. Anlageführerin Yvonne Wacker (51, siehe Berufsbild oben) steuert aus einem Rührwerk gleich neben der BranchesProduktionsstrasse zu den 800 Kilogramm Schokolade aus dem ConcheSaal weitere 100 Kilogramm bei. «Wir stellen gut 500 000 Stängeli pro Tag her. Bei solchen Stückzahlen kommen nicht


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NEUES AUS DER MIGROS

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7) Die fertigen Branches kühlen in einem Zwischenlager vollständig aus. 8) Nach der Kurve gehts in die Zielgerade zur Verpackung.

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alle ganz optimal ans Ziel. Im sogenannten Stefanmixer werden diese Bruchstücke eingeschmolzen und verrührt», erklärt Yvonne Wacker.

Es regnet Nüsse aus dem Streuer

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Die Chocolat Frey, mit einem Jahresbruttoumsatz von 385 Millionen Franken

WUSSTEN SIE SCHON, DASS …

… es drei Hauptsorten Kakao gibt? — Forastero, Trinitario und Criollo. … Chocolat Frey 2014 ein Besucherzentrum eröffnen wird? … Chocolat Frey der grösste Schokoladeproduzent auf dem Schweizer Markt ist? … Chocolat Frey als einziges Schweizer Unternehmen Kaugummi herstellt?

(2012) der grösste Schokoladehersteller der Schweiz, produziert rund 2700 Produkte für den Schweizer Markt, den Export sowie den Industrie- und Food-Bereich. Nebst den zu 100 Prozent Swiss made-Schokoladeprodukten stellt der Betrieb in Buchs als einziges Schweizer Unternehmen auch Kaugummis her. Knapp zwei Drittel der Chewing Gums wird im Ausland genossen, allen ist gemein, dass sie zuckerfrei sind. Was sich von den beliebten Branches nicht sagen lässt, aber das ist in Ordnung so. Die endlosen Schokoladebahnen werden nach einer weiteren Kühlstrecke in zehn Zentimeter grosse Stücke geteilt, die Herzen der Branches. Diese erhalten wenig später eine Schokodusche: «Die erste Couverture-Schicht dient als eine Art Kleber für die gerösteten Haselnusssplitter, die dem Branche die typische Oberflächenstruktur geben», sagt Dominik Zinsstag und weist auf den Streuer hin, aus dem es Splitter regnet. Ein wunderbarer — wen wunderts — nussiger Duft mit einer feinen Röstnote gesellt sich zum inzwischen dezenten Schokoladearoma. Die frisch überzogenen Stängeli ziehen auf einem Gitterband weiter. Die losen Haselnusssplitter fallen auf ein weiteres Förderband, das sie zurück zum Ausgangspunkt führt, von wo sie auf die frisch überzogenen Branches rieseln. Hier wird nichts verschwendet.

Die Verpackungsanlage umhüllt 500 Branches pro Minute Teamleiter Dominik Zinsstag kennt jeden Abschnitt der Branchli-Produktion von Chocolat Frey.

«Bis zu diesem Schritt sind sich alle Classic-Branches gleich», erklärt Teamchef Zinsstag, der seit acht Jahren für die Migros tätig ist. «Erst die letzte Schicht


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MIGROS-MAGAZIN | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

9) Folienbahnen legen sich um die frischen Stängeli. 10) Fünf Branches gehören in eine Verpackung. 11) Ein letztes Mal werden die Beutel geprüft, bevor sie in Schachteln verpackt werden.

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Bilder: Nik Hunger

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3 FRAGEN AN

Hans-Ruedi Christen, CEO von Chocolat Frey.

«Das Wachstumspotenzial liegt im Ausland»

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gibt dem Schoggistängeli seine Farbe und den typischen Geschmack.» In unserem Fall sind es Branches Noir. Nachdem die zweite, dieses Mal dunkle CouvertureSchicht aufgetragen ist, wechseln die Branches vom Gitter- auf ein strukturiertes Stoffband, das ihnen das bekannte Muster auf dem Boden gibt. Yvonne Wacker schnappt sich ein fast fertiges Stängeli und legt es in eine Schublehre. «Wir machen laufend Stichproben, bei denen wir Masse und Gewicht, aber auch den Geschmack überprüfen», sagt die Anlageführerin. Im Durchschnitt sind die Branches zu schwer. Vom Band gelangen die Dutzenden von Schoggistängeli in einen Zwischenspeicher, wo sie, auf Blechen gesammelt, eine Runde Lift fahren und auskühlen. Die Konstruktion in dem hohen Glaskasten erinnert an einen Paternosterlift, denn die Lage der Transportfläche bleibt immer flach, sonst würde es Stängeli hageln. Nach dieser Ruhepause gibt es kein Bremsen mehr. Die Verpackungsanlage umhüllt 500 Branches pro Minute! Trotz des Tempos werden die Classic-Stängeli vorgängig auf Metallteile untersucht und solche, die auf dem Rücken ihre Reise antreten, blitzschnell gewendet. Eine Fotozelle überprüft die Branches auf andere Abweichungen. Erst wenn alles okay ist, werden sie von der aus den Migros-Läden bekannten Folie umhüllt, mit Datum und Produktionscode versehen und schliesslich in Fünfereinheiten eingepackt. Noch ein letztes Mal wird das Gewicht geprüft, auch hier bestätigt sich das durchschnittliche Übergewicht — gegen das für einmal niemand etwas hat. Text: Marc Bodmer

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Hans-Ruedi Christen, was macht Chocolat Frey einzigartig?

Wir sind die Nummer 1 im Schweizer Schokolademarkt, in dem notabene jährlich am meisten Schokolade weltweit verkauft und gegessen wird. Diese Marktstellung seit über 30 Jahren zeugt von unserer hervorragenden Qualität, zu 100 Prozent hergestellt in der Schweiz. Wo liegt Ihre grösste Herausforderung?

Auf der einen Seite geht es uns darum, die Migros mit unseren Produkten und der Marke Frey weiter zu stärken. Auf der anderen Seite liegt das Wachstumspotenzial für Chocolat Frey vor allem im Ausland. Mit Innovationen, unserem Schweizer Qualitätsverständnis und einer Nachhaltigkeitsstrategie entlang der Wertschöpfungskette stellen wir uns diesen Herausforderungen. Wo sehen Sie Chocolat Frey in zehnJahren?

Wir werden unsere Position als Nummer 1 in der Schweiz weiter gefestigt haben und das Thema Nachhaltigkeit im Schweizer Schokolademarkt prägen. Gleichzeitig haben wir die Ambition, im Ausland einen grossen Schritt zu machen und mittelfristig mehr als 50 Prozent des Umsatzes im Exportgeschäft zu generieren.

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neues aus der migros

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Nr. 30, 22. Juli 2013 | migros-magazin |

Mit Köpfchen gegen Abfall

Achtlos weggeworfener Abfall ist eines der grossen Ärgernisse unserer Zeit. Die Massnahmen der Migros gegen das sogenannte Littering sind vielfältig. Sie reichen von Innovationen im Bereich Produkteverpackungen bis zur Abgabe von Mehrweggeschirr in Take-Aways.

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er Migros-Take-Away an der Berner Marktgasse liegt zwischen Zytglogge- und Käfigturm; ganz in der Nähe glänzen die drei Kuppeln des Bundeshauses in der Mittagssonne. Zwar werden in der Gasse gerade mit viel Getöse die Tramgeleise erneuert; sonst aber sieht die Altstadt rund um das Lokal so hübsch aus wie eine dreidimensionale Ansichtskarte. An der Take-Away-Theke gibts heute als Menü Rindsragout mit Tagliatelle und für Vegetarier Gemüseschnitzel mit Reis und hausgemachter Tomatensauce. Trotz Ferienzeit herrscht Hochbetrieb. Manche der Kunden lassen sich das dampfende Essen in verschliessbare Schalen aus doppelwandigem Kunststoff schöpfen. «Darin bleibt die Mahlzeit warm und wird unterwegs garantiert nicht verschüttet», erklärt Holger Glück, Leiter des Lokals. Wer den Behälter abwäscht und wieder mitbringt, bekommt jeweils beim elften Mal eine Mahlzeit oder ein Sandwich gratis.

kunden schätzen das robuste mehrweggeschirr Im letzten Sommer haben die MigrosTake-Aways an der Marktgasse und im Hauptbahnhof Bern den Pilotversuch mit dem Mehrweggeschirr gestartet. Tausend der in der Schweiz hergestell-

Recyclingwand in einer MigrosFiliale: Im letzten Jahr nahm die Detailhändlerin über 13 000 Tonnen verwertbare Abfälle zurück.

ten Schalen wurden an Stammkunden verteilt. Die bunt bedruckten Behälter fassen jeweils 1,25 Liter; sie sind sogar für Mikrowellenöfen und Spülmaschinen geeignet. «Die Kunden haben auf den Versuch sehr positiv reagiert», meint Glück. «Nach einem Jahr sind noch immer viele der Boxen in Gebrauch.» Darum wird die Genossenschaft Migros Aare die Schalen von weiteren Take-Away-Lokalen testen lassen. Der Versuch mit dem neuartigen Mehrweggeschirr soll die Umwelt entlasten und besonders dem Littering entgegenwirken. So nennt man das achtlose Wegwerfen von Verpackungen, das besonders in den Städten zum Ärgernis geworden ist. «Die Ursache liegt in veränderten Lebens- und Essgewohnheiten», erklärt Christine WiederkehrLuther, Leiterin Ökologie beim MigrosGenossenschafts-Bund. «Viele Leute verpflegen sich heute nicht mehr zu Hause oder in der Kantine, sondern unterwegs. Dabei fällt automatisch mehr Verpackungsmaterial an.» Die Migros bekämpft das Littering gleich an mehreren Fronten. Am augenfälligsten sind die grossen Behälter, die sich beim Eingang fast jedes Supermarktes befinden und die es den Kunden leicht machen, Verpackungsmaterial gleich wieder loszuwerden. In den Städ-

ten Basel und Luzern bewirtschaften Migros-Mitarbeiter vereinzelt sogar öffentliche Abfallkübel in der Nähe von Filialen.

die rückgabequote bei den Pet-Flaschen beträgt 90 Prozent Vor allem aber tut die Migros viel dafür, die Abfallmenge von vornherein einzudämmen. Die Detailhändlerin ist nämlich nicht nur ein Verkaufs-, sondern auch ein Recyclingriese. Sie unterhält ein aufwendiges System für die Rücknahme von leeren Verpackungen und ausgedienten Produkten. Schon bisher konnten Migros-Kunden in den Filialen Pet-Flaschen, Milchflaschen, Batterien, LED- und Energiesparlampen sowie teilweise Wasserfilterkartuschen und Rahmbläserkapseln zurückgeben. Im Lauf des Jahres wird das Recyclingsystem erweitert: Die Konsumenten können künftig auch Shampoo-, Putzund Waschmittelflaschen, CDs und DVDs zurückbringen. Leuchtend grüne Wände mit Öffnungen für die wiederverwertbaren Abfälle machen in den Filialen auf das Angebot aufmerksam. Im letzten Jahr nahm die Migros über 13 000 Tonnen rezyklierbare Abfälle zurück. Vor allem die Wiederverwertung von Pet-Flaschen ist eine Erfolgsgeschichte: 240 Millionen Stück haben

Das tut die Migros gegen Littering ! Entsorgung von Abfall: Fast jede Migros-Filiale verfügt über grosse Abfallbehälter. Punktuell bewirtschaften Migros-Mitarbeiter sogar öffentliche Mülleimer in der Nähe von Supermärkten. ! Recycling: Die Migros unterhält im Schweizer Detailhandel das grösste rücknahmesystem für Verpackungen und ausgediente Produkte. Die rückgabequote ist sehr hoch – bei Migros-Pet-Flaschen zum Beispiel rund 90 Prozent. ! Weniger Verpackungsmaterial: Durch lösungen wie Mehrwegverpackungen oder kürzere Verschlüsse bei Pet-Flaschen reduziert die Migros die Menge an Material, das später entsorgt werden muss. ! Öffentlichkeitsarbeit: Zusammen mit anderen Detailhändlern und den Schweizer recyclingorganisationen unterstützt die Migros Kampagnen gegen littering.


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Migros-Magazin | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

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neues aus der Migros | 31

Gegen Littering: Holger Glück und der Migros-Take Away Marktgasse wollen mit Mehrweggeschirr dazu beitragen, dass die Berner Altstadt sauber bleibt.

die Migros-Kunden 2012 zurückgebracht, das entspricht einer stolzen Rückgabequote von etwa 90 Prozent. Aus dem rezyklierten Pet entstehen neue Flaschen, aber auch Folien, Verpackungsbänder, Rucksäcke und Outdoor-Kleider. Aber auch clever gestaltete Verpackungen helfen mit, die Abfallberge in der Schweiz schrumpfen zu lassen. Ein Beispiel dafür sind neuartige Pet-Flaschen mit kürzerem Schraubgewinde. Allein mit diesen sogenannten ShortyVerschlüssen konnte die Migros 2012 Material im Gesamtgewicht von 181 Tonnen einsparen. Bei Fertigsalaten des M-Industriebetriebs Bischofszell AG wurde der Plastikdeckel durch Folien ersetzt. So lassen sich jährlich 52 Tonnen Plastik einsparen. Bei solchen Neuerungen sind vorher stets Verpackungsingenieure gefordert: Sie müssen die Hülle eines Produkts so reduzieren, dass der Schutz des Inhalts und die Hygiene noch immer garantiert sind.

im Bereich Verpackungsmaterial zahlt sich innovation aus Bisweilen erhalten die Migros-Verpackungstüftler für ihre umweltfreundlichen Lösungen sogar Preise: Für einen neuartigen Creme-Nachfülltiegel bekam der M-Industriebetrieb Mibelle den «Swiss Star Award» und den «WorldStar», die Oscars der Verpackungsbranche. So unterschiedlich all diese Anti-Littering-Massnahmen der Migros auch sein mögen, dahinter steht sets die gleiche Philosophie: «Mit cleveren Lösungen vermindern wir die Menge des Abfalls und halten ihn von der Umwelt fern», fasst Christine WiederkehrLuther zusammen. «Wir setzen dabei auf Freiwilligkeit und auf das Umweltbewusstsein unserer Kundinnen und Kunden.» So trägt die Detailhändlerin dazu bei, dass die Berner Altstadt ebenso wie andere schöne Orte von Abfall verschont bleiben. Text: Michael West Bild: Marco Zanoni


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Die Schweiz feiert ihren Geburtstag

Am 1. August setzen sich die Schweizerinnen und Schweizer an den Brunchtisch. Eine genaue Planung garantiert einen stressfreien Nationalfeiertag – mit mannigfaltigen Köstlichkeiten vom Buffet.

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er traditionelle 1.-August-Brunch ist beliebt undgehörtzumSchweizer Nationalfeiertag einfach dazu. Gemeinsam mit der Familie und Freunden zu brunchen, ist pure Lebensfreude. Damit es für alle Beteiligten entspannt abläuft, ist eine genaue Planung von Vorteil. Warum alles selber machen? Teilen Sie auf, wer was mitbringen kann. Die Fleischplatte bringt der Nachbar, das Birchermüesli die Schwester, und die Grossmutter kommt mit dem Zopf. Die Auswahl an gluschtigen Speisen auf dem Buffet ist so vielfältig wie die Geschmäcker. Die einen mögen es deftig mit gebratenem Speck, Bohnen und Würstchen. Die anderen lieben es süss. Hier könnte man ein Waffeleisen auf den Tisch

stellen, daneben den selbst gemachten Waffelteig. So backt sich jeder, der Lust hat, seine Waffel selber. Frisch, unkompliziert und unterhaltsam.

Mischung aus Frühstück und Mittagessen Ein Schinken im Teig, ein frischer Ofenfleischkäse mit lauwarmem Kartoffelsalat oder eine feine Rösti runden das Buffet ab. Das Wort Brunch kommt übrigens aus dem Angelsächsischen und setzt sich aus den englischen Bezeichnungen Breakfast für Frühstück und Lunch für Mittagessen zusammen. Ein Brunch ist also eine Mischung aus Frühstück und Mittagessen. So darf ruhig auch etwas deftigere Kost auf dem Buffet Platz nehmen.

Bio Butterzopf, 500 g, Fr. 4.20

Text: Heidi Bacchilega

1.-August-Pastete, 500 g, Schweiz, Fr. 9.90* statt 17.– *40% vom 23. bis 29. 7.

Valflora Vorzugsbutter, 200 g, Fr. 2.60

Kartoffeln, festkochend, Schweiz, 2,5 kg, aktueller Tagespreis


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

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Rösti mit pikanter Salsa und Käse

Hauptgericht für 4 Personen

Rösti nach Grundrezept braten. Beim Wenden 125 g in Scheiben geschnittenen Weichkäse auf gebratener Rösti verteilen, Rösti fertig braten. Inzwischen 1 Peperoncino in Ringe schneiden und nach Belieben entkernen. 200 g Cocktailtomaten sechsteln. 1 gelbe Peperoni halbieren, entkernen, in Würfelchen schneiden. ½ Bund glattblättrige Petersilie hacken. 6 Radieschen in Scheiben schneiden. Alles mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Rösti mit Salsa servieren.

Bild: Jorma Müller, Styling: Mirjam Käser

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Rispentomaten, Schweiz, per kg, aktueller Tagespreis

Peperoni, gelb, Holland, per kg, aktueller Tagespreis

Grundrezept Rösti: 1,4 kg festkochende Kartoffeln, 4 EL Bratbutter, Salz, Pfeffer Am Vortag Kartoffeln in der Schale im Siebeinsatz im Dampf ca. 40 Minuten knapp weich kochen. Noch heiss schälen. Auskühlen lassen. Kartoffeln an der Röstiraffel in eine Schüssel reiben. Mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Gusseisen- oder in einer beschichteten Bratpfanne Bratbutter erhitzen. Kartoffeln hineingeben. Am Rand mit einer Holzkelle leicht zusammenschieben, sodass ein schöner Kuchen entsteht. Bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten braten. Rösti wenden. Weitere 10 Minuten fertig braten.

Die Schweiz ist überall: Fahnenkette Schweizerkreuz*, 5 m, Fr. 8.90 Schweizerfahne*, 30 x 30 cm, Fr. 2.90 Zahnstocher-Fähnchen Schweizerkreuz*, 40 Stück, Fr. 2.– Streudeko Schweizerkreuz, Fr. 1.90* * in grösseren Filialen erhältlich

Petersilie, glatt, 30 g, aktueller Tagespreis

Radieschen, Schweiz, Bund oder Beutel, aktueller Tagespreis


SCHAUFENSTER 34 |

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1. AUGUST

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Nr. 30, 22. Juli 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

Zum traditionellen 1.-August-Brunch gehört viel Dekoration, am liebsten in den Farben Weiss und Rot. Schweizer Ballone, 20 Stück, Fr. 6.50

Rösti mit Salbeiblättern, Speck, Zwiebel und Ei Rösti nach Grundrezept braten und anrichten. 2 rote Zwiebeln in Ringe schneiden. 100 g Speckwürfeli anbraten. Zwiebeln und einige Salbeiblätter ca. 3 Minuten mitbraten. Aus der Pfanne heben. In derselben Pfanne 4 Spiegeleier braten. Salbei, Speck, Zwiebeln und Eier auf der Rösti anrichten.

Schweizer Eier Freilandhaltung, 6 Stück, 53 g+, Fr. 3.60

TerraSuisse Bratspeck, per 100 g, Fr. 2.25

Salbei, Schweiz, 20 g, aktueller Tagespreis

Fenchel, Schweiz, per kg, aktueller Tagespreis


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

Auserlesene Käseplatte – ein Muss für jeden Brunchtisch. ! Bio Le Gruyère surchoix in Scheiben*, 140 g, Fr. 4.60 ! Heidi Blütenkäse*, per 100 g, Fr. 2.80 ! Heidi Bündner Rahmkäse, per 100 g, Fr. 2.40 ! Heimatliebe classic, 210 g, Fr. 4.50 ! Heimatliebe rezent*, 210 g, Fr. 5.20 ! Höhlengold*, Montagne, per 100 g, Fr. 2.85 ! Emmentaler, mild, per 100 g, Fr. 1.35 * in grösseren Filialen erhältlich

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1. AUGUST | 35

Rösti mit Fenchel, Räucherfisch und Kräuter-Crème-fraîche 1 Fenchel in ca. 4 mm dicke Scheiben schneiden. Etwas Bratbutter erhitzen. Fenchelscheiben in die Pfanne legen und mit den geriebenen Kartoffeln bedecken. Rösti nach Grundrezept braten. ½ Bund Kräuter (z.B. Schnittlauch, Dill, Basilikum) hacken. Wenig beiseitestellen. Rest mit 200 g Crème fraîche mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Rösti mit 4 geräucherten Forellenfilets, Kräuter-Crème-fraîche, beiseitegestellten Kräutern und einigen essbaren Blüten (z.B. Schnittlauch) anrichten. Rezepte

Ein frischer Zopf und eine reichhaltige Fleischplatte runden das Angebot ab. ! TerraSuisse Fleischkäse, hauchdünn, per 100 g, Fr. 2.– ! Bündner Rohschinken, 97 g, Fr. 5.20 ! Heidi Wildheuersalsiz, 70 g, Fr. 3.90 ! TerraSuisse Hinterschinken, per 100 g, Fr. 3.– ! Bündnerfleisch, 110 g, Fr. 8.35

Basilikum, Schweiz, 20 g, aktueller Tagespreis

Schnittlauch, Schweiz, 10 g, aktueller Tagespreis

Verlosung Machen Sie mit bei unserem grossen SchweizQuiz, bei dem es täglich Schweizer Orte zu erraten gilt. Zu gewinnen gibt es attraktive Preise im Gesamtwert von über 11 000 Franken. Mehr unter: www.migros.ch/1.august

Bio Forellenfilet geräuchert, Zucht aus Dänemark, 100 g, Fr. 5.90

Valflora Crème fraîche nature, 200 g, Fr. 2.65


DAMIT DIE SCHULE SPASS MACHT.

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Nike Rucksack* erhältlich in diversen Farben

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2be Rucksack* erhältlich in Blau, Pink, Anthrazit oder Grün

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Frixion Ball inkl. Textmarker 7 Stück + 1 Textmarker

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Wiro Boys Notizbuch A5

* Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.

3.90

Boys Ringbuch A4


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

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WILDLACHS | 37

Glasig gebratenes Lachsfilet mit Himalayasalz Hauptgericht für 4 Personen

Bild: Saisonküche

ZUTATEN ½ Bio-Zitrone 20 g Kresse 5 EL Olivenöl 2 Karotten 4 Tranchen Lachsfilet à 150 g 1 EL Bratbutter Himalayasalz Blumenpfeffer ZUBEREITUNG 1. Von der Zitrone Zesten abziehen, Zitrone auspressen. Die Hälfte der Kresse fein schneiden. Alles mit dem Öl mischen. Karotten in feinste Würfelchen schneiden. 2. Lachs in der Bratbutter bei mittlerer Hitze beidseitig je ca. 2 Minuten braten. Beim Wenden die Karottenwürfelchen beigeben und mitbraten. Lachs und Karotten auf Tellern anrichten. Mit Kresse-ZitronenÖl beträufeln, Salz darübermahlen. Mit Pfeffer abschmecken. Restliche Kresse darüberstreuen. Dazu passt roter Reis.

Das Fleisch des Wildlachses ist besonders mager, mild im Geschmack und reich an Omega-3-Fettsäuren.

Wild und deliziös

In den Sommermonaten hat der Alaska-Wildlachs Saison: Die frischen Silber- und Rotlachse sind die wilden Brüder des Zuchtlachses. Ihr Fleisch ist eine Delikatesse.

K

aum ein anderes Nahrungsmittel bringt so viele wertvolle Nährstoffe auf den Tisch wie Alaska-Wildlachs. Er bietet hochwertiges, leicht verdauliches Eiweiss mit allen essenziellen Aminosäuren. Vor allem ist er eine hervorragende Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Die Fangsaison für den delikaten

Fisch aus Alaska dauert von Mai bis September. Auch punkto Artenschutz spricht nichts gegen den Verzehr von pazifischem Wildlachs: Gemäss dem WWF Schweiz ist sein Bestand nicht gefährdet, und die Fangmethoden sind unproblematisch. Text: Nicole Ochsenbein

ZUBEREITUNGSZEIT 25 Minuten Pro Person 28 g Eiweiss 25 g Fett 4 g Kohlenhydrate 1450 kcal/350 kJ Rezepte

Alaska Wildlachsfilet mit Haut, per 100 g, aktueller Tagespreis


Alle Angebote gültig vom 23.7. bis 5.8.2013, solange Vorrat.

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In folgenden Filialen erhältlich: Aargau Brugg – City Galerie; Buchs – Wynecenter Basel Basel – Dreispitz Bern Bern – Marktgasse; Bern Brünnen – Westside; Brügg – Centre; Schönbühl – Shoppyland; Thun – Zentrum Oberland Genève Carouge – MParc La Praille Luzern Ebikon – MParc Neuchâtel Marin-Epagnier – MarinCentre St. Gallen Abtwil – Säntispark; Mels – Pizolpark Thurgau Amriswil – Amriville Stadtmarkt Oberthurgau Waadt Crissier – Centre Commercial; Aigle – Chablais Centre Zug Steinhausen – Zugerland Zürich Wallisellen – Glattzentrum; Zürich – Brunaupark

www.sportxx.ch

239.–


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

Pain Création Olivenbaguette, 380 g, Fr. 3.90

Bild und Styling: Ruth Küng

Das Olivenbaguette passt auch ideal zu mediterranen Salaten.

Der Geschmack des Südens

Das neue Olivenbaguette der Premium-Brotlinie Pain Création steht für Genuss, Frische und feinstes Bäckerhandwerk.

M

editerran ist in — auch beim Brot. Die Migros-Bäckerei Jowa hat mit dem neu kreierten Olivenbaguette der Premium-Brotlinie Pain Création diesen Trend früh erkannt. Das feine Baguette passt zum Beispiel sehr gut zu mediterranen Salaten und sollte bei keinem Picknick oder Grillplausch fehlen. Es hat einen Anteil

von 20 Prozent an hochwertigen grünen Hojiblanca-Oliven aus Andalusien. Diese Olivensorte ist besonders intensiv im Geschmack. Für das neue Baguette werden grosse Olivenstücke verarbeitet. Zudem ruht der Brotteig vor dem Backen 24 Stunden, was ihn sehr aromatisch macht. Das Olivenbaguette ergänzt das bestehende Sortiment der Linie Pain

Création ideal. Sie wird stets in Topqualität angeboten und überzeugt in Optik, Aroma und Frischhaltung. In Migros-Filialen mit eigener Hausbäckerei wird das Brot direkt vor Ort hergestellt. Auch wenn der Sommer mit Sonne geizt — mit einem Olivenbaguette von Pain Création holen Sie sich den Süden ins Haus. Text: Anette Wolffram

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PAIN CRÉATION | 39


SCHAUFENSTER 40 |

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FOOD

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NR. 30, 22. JULI 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

GUT & GÜNSTIG

Caramelcreme mit Himbeeren für circa Fr. 10.55

Dessert für 4 Personen ■ Die geschlossene Kondensmilchtube in eine Pfanne mit Wasser geben und ca. 45 Minuten köcheln lassen. So wird aus der gezuckerten Kondensmilch eine herrliche Caramelcreme. Tube erkalten lassen und den Inhalt in eine Schüssel drücken. Circa Fr. 2.95 ■ Pinienkerne (ca. 20 g) hacken und der Creme beigeben. Circa Fr. 1.30 ■ 250 ml Rahm steif schlagen und locker daruntermischen. Circa Fr. 2.50 ■ Frische Himbeeren (ca. 300 g) unterziehen, und fertig ist ein zuckersüsses Dessert. Circa Fr. 3.80 TIPP Die Creme schmeckt ohne Himbeeren auch als Brotaufstrich oder als Füllung für Torten.

Kondensmilch, Vollrahm und Himbeeren für eine süsse Versuchung.

Im Nu erspäht Damit Fleischtiger ihre Beute im Regaldschungel schneller finden: Neu sind alle BioFrischfleischprodukte sowie diejenigen von TerraSuisse und M-Classic mit entsprechendem Farbbalken inklusive Piktogramm des Tiers versehen. TerraSuisse Schweinskotelett, aktueller Tagespreis

Manche mögens schärfer Ob in Currys, Saucen oder Grillmarinaden – die Paste aus geröstetem Chilli eignet sich zum schnellen Nachschärfen von vielerlei Speisen. Wie scharf mögen Sie es? Die Dosierung liegt ganz in Ihrer Hand. Thai Kitchen Chillipaste*, 90 g, Fr. 2.90

Ausgenommen sind die Genossenschaften Luzern, Basel, Tessin

Für Wirbelwinde Die neuen Trivelli-Teigwaren erinnern mit ihrer speziellen Form an kleine Wirbelstürme. Und das Beste am neuen Pastadesign ist, dass daran viel Sauce hängen bleibt. Die 5-EierNudeln wurden auf Migipedia zur Nummer 1 gekürt und sind jetzt im Laden erhältlich. M-Classic 5 Eier Trivelli, 500 g, Fr. 2.60

* in grösseren Filialen

TIPPS FÜR GRILLFREUNDE

Schützenwurst Knusperspass Die tiefgefrorenen Butterfly-Crevetten lassen sich neu nicht nur in der Fritteuse, sondern auch ganz ohne Fett im Ofen zubereiten. Dazu passt eine feine Cocktailsauce. Costa Crevetten Butterfly*, tiefgekühlt, 250 g, Fr. 8.90

Man behauptet, dass die Schützenwurst der noblere Cousin des beliebten Cervelats sei. Denn ihr Innenleben besteht aus Rind- und Schweinefleisch sowie Schulterspeck vom Schwein. Dem Wurstsalat gibt sie den nötigen Pepp, und auch auf dem Grill ist die Schützenwurst eine Delikatesse. Unser Grilliertipp: Schützenwurst häuten, dreimal schräg einschneiden und Knoblauchfrischkäse in die Einschnitte streichen. Die Brühwurst in Alufolie verpacken und rund 15–20 Minuten grillieren. M-Classic Schützenwurst, 260 g, Fr. 4.70


NOCH MEHR SPAR

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Alle Ferrero Kinder Schokoladenart ikel beim Kauf ab 2 Produk ten, jedes –.3 0 günst iger z.B. Kinder Riegel, 10 Stück

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Alle TerraSuisse Frischback-Art ikel ungekühlt 25% günst iger z.B. Pane Passione, 350 g

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Alle Heidi Birchermüesli –.3 0 günst iger z.B. Cereal, 200 g

Alle M- Classic Reis im 1-kg-Beutel beim Kauf ab 2 Stück, jeder –.6 0 günst iger z.B. Carolina Parboiled Reis

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Alle Rüebli-Patisserieproduk te 20% günst iger z.B. Rüeblitor te, 520 g

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M- Classic Salatsaucen im Duo-Pack 25% günst iger z.B. Italian Dressing, 2 x 700 ml

M- Classic Magdalenas im 3er-Pack Nature oder Marmor, z.B. Nature, 3 x 225 g

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Bramata, TerraSuisse 20% günst iger 500 g

33% Exelia Weichspüler im Duo-Pack Nachfüllbeutel und Flasche, z.B. Florence, 2 x 1,5 Liter

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Alle Aproz im 6er-Pack z.B. Mineralwasser Classic, 6 x 1,5 Liter

30% Calgon Profitpack z.B. Pulver, 1,8 kg

M- Classic Hamburger im 12er-Pack tiefgekühlt, 12 x 90 g

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Twist Style Haushalt papier in der Mehrfachpackung, FSC 8 Rollen

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Alle Wasserfilterkar tuschen in Mehrfachpackungen (ohne Fachmark tSortiment), z.B. Cucina & Tavola Duomax, 3 x 3 Kartuschen


SPARFÜCHSE AUFGEPASST. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 23.7. BIS 29.7.2013, SOLANGE VORRAT

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Gesamtes Damen und Herren Bademodesor timent z.B. Damen Badeanzug, Gr. 38– 50 Gültig bis 5.8.

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Total Waschmittel ab 1 Liter/1 kg, z.B. Aloe Vera, 3 x 2 Liter Gültig bis 5.8.

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Mio Star Staubsauger VAC 75 Leistung 1800 W, elek tr. Saugkraftregulierung, inkl. Textil- und Fugendüse, HEPA-Filter Gültig bis 5.8.

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SPARZETTEL ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 23.7. BIS 29.7.2013, SOLANGE VORRAT

FRÜCHTE & GEMÜSE Cherrytomaten am Zweig, Schweiz, Schale à 500 g 4.20 Avocados, Peru/Südafrika, pro Stück –.90 statt 1.30 30% Anna’s Best 1. August Salat, 450 g 4.15 statt 5.20 20% Eisbergsalat, «Aus der Region.», pro Stück 1.10 statt 1.70 33% Gurken-Snack, Schweiz/Spanien, Schale à 250 g 3.50 Eierschwämme, Polen/Litauen, Korb à 400 g 8.90 statt 14.40 33% Aprikosen, Schweiz/Frankreich, per kg 5.80 statt 7.80 25% Kirschen Premium, Schweiz, per kg 11.25 statt 15.– 25% Kirschen Premium, Schweiz, Schale à 500 g 6.35 statt 8.50 25%

Alter Schweizer, per 100 g 1.75 statt 2.15

Bramata, TerraSuisse, 500 g 1.40 statt 1.80 20%

Heidi Gstaader Bergkäse, per 100 g 1.90 statt 2.40 20%

Alle M-Classic Reis im 1-kg-Beutel, beim Kauf ab 2 Stück, jeder –.60 günstiger, z.B. Carolina Parboiled Reis 1.60 statt 2.20

Mozzarella im Duo-Pack, Bio, 2 x 150 g 3.60 statt 4.50

BLUMEN & PFLANZEN Minirosen, Fairtrade, Bund à 20 Stück 10.80 statt 12.80

Zierahorn, im 23-cm-Topf, pro Pflanze 29.80 statt 42.80 30%

Heidelbeeren, Bio, Frankreich, Schale à 250 g 4.70 statt 5.90 20%

Chrysantheme Harlekino, «Aus der Region.», im 12-cm-Topf, pro Pflanze 3.90 statt 4.90 20%

Pouletschenkel gewürzt, TerraSuisse, 2 Stück, per kg 11.40 statt 19.– 40% Schweinsbraten gebraten, geschnitten, Schweiz, per 100 g 3.90 statt 4.90 20% 1. August Tessiner Grillplatte, Schweizer Fleisch, per 100 g 1.60 statt 2.25 25% Fackelspiess, Schweizer Fleisch, per 100 g 2.20 statt 3.20 30% Optigal Poulet-Minifilets, Schweiz, per 100 g 3.10 statt 3.65 Pangasiusfilets, Vietnam/Zucht, per 100 g 2.20 statt 2.60 Wildlachsfilet, Wildfang aus Alaska, per 100 g 3.50 statt 5.– 30%

BROT UND MILCHPRODUKTE Die Butter –.20 günstiger, Mödeli à 250 g 2.90 statt 3.10 Alle Heidi Birchermüesli –.30 günstiger, z.B. Cereal, 200 g 1.50 statt 1.80 Heidi Gruyère, per 100 g 1.70 statt 2.15 20%

Ellen Amber Lifestyle Slip Mini oder Slip Maxi im 3er-Pack oder Bustier im Duo-Pack, z.B. Slip Mini im 3er-Pack 9.90

Alle Aproz im 6er-Pack, z.B. Mineralwasser Classic, 6 x 1,5 Liter 3.80 statt 5.70 33%

Johannisbeeren, Schweiz, Schale à 500 g 4.90

1. August Platte, Schweiz, per 100 g 3.60 statt 4.80 25%

Alle alkoholfreien Biere, z.B. Eichhof, 10 x 33 cl 6.90 statt 10.30 33%

Käse in Bedienung: Berner Käse, «Aus der Region.», per 100 g 1.90 statt 2.35

Phalaenopsis, 1 Rispe, im 12-cm-Topf, pro Pflanze 8.70 statt 12.50 30%

1. August Pastete mit Kalbfleisch, Schweiz, 500 g 9.90 statt 17.– 40%

Ellen Amber Lifestyle Top im DuoPack oder Slip Mini im 3er-Pack, z.B. Slip Mini im 3er-Pack 9.90

Alle Apéro-Getränke und Perldor, z.B. Tonic Water, 6 x 50 cl 4.80 statt 6.– 20%

Wassermelone, Italien, per kg 1.15 statt 1.70 30%

Kalbsbratwurst, TerraSuisse, 840 g 9.– statt 15.– 40%

M-Classic Hamburger im 12er-Pack, tiefgekühlt, 12 x 90 g 7.35 statt 14.70 50%

Käse in Bedienung: Ueli’s Tröimli, «Aus der Region.», per 100 g 2.30 statt 2.90

Sonnenblumen, Bund à 5 Stück 8.90

Schweinssteaks vom Nierstück, TerraSuisse, per 100 g 2.10 statt 4.20 50%

Für Ihren Einkauf hier ausschneiden.

Raccard Tradition Block und Scheiben, z.B. Raccard Block Maxi, per 100 g 1.70 statt 2.15 20%

Netzmelone, Italien, pro Stück 3.50 statt 4.20

FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL

Tilsiter mild, ohne Maxi, ca. 450 g, per 100 g –.85 statt 1.25 30%

Basilikum, «Aus der Region.», im 14-cm-Topf, pro Pflanze 3.90 statt 4.90 20%

WEITERE LEBENSMITTEL Alle Frey Schokoladen-Riegel im 12er-Pack, z.B. Tourist Schokoladenriegel, 12 x 35 g 7.20 statt 9.– 20% Alle Ferrero Kinder Schokoladenartikel, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.30 günstiger, z.B. Kinder Riegel, 10 Stück 2.30 statt 2.60 Rocky Mountain Mega Marshmallows oder Marshmallows Chocolate BBQ Fondue, z.B. Mega Marshmallows, 340 g 5.50 Petit Beurre Chocolat au Lait oder Chocolat Noir im 3er-Pack, 3 x 150 g 4.60 statt 6.90 33% M-Classic Magdalenas im 3er-Pack, Nature oder Marmor, z.B. Nature, 3 x 225 g 4.60 statt 6.90 33% Alle Konfitüren und Gelées in Gläsern und Beuteln 185–500 g, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.50 günstiger, z.B. Extra Aprikosenkonfitüre, 500 g 2.20 statt 2.70 Gesamtes Kellogg’s CerealienSortiment, beim Kauf ab 2 Packungen, jede 1.– günstiger, z.B. Special K Classic, 500 g 3.95 statt 4.95 Casa Giuliana Mini-Pizze Mozzarella oder Prosciutto im Duo-Pack, tiefgekühlt, z.B. Prosciutto, 2 x 270 g 6.90 statt 9.90 30% Fun Cornets Vanille und Erdbeer im 12er-Pack, 12 Stück, 1740 ml 8.50 statt 12.20 30%

M-Classic Salatsaucen im Duo-Pack, z.B. Italian Dressing, 2 x 700 ml 4.65 statt 6.20 25% Alle Senfe, Fit-Onnaisen und Mayonnaisen (ohne Thomy), z.B. M-Classic Senf mild, 200 g –.75 statt –.95 20% Zweifel Graneo und Corn Chips Original im Grossbeutel, z.B. Graneo Original, 225 g 5.30 statt 6.60 Party Apérogebäck im Duo-Pack, z.B. Turtles, 2 x 150 g 4.15 statt 5.20 20% Alle TerraSuisse Frischback-Artikel ungekühlt, z.B. Pane Passione, 350 g 2.60 statt 3.50 25% Alle Minitörtli, z.B. Linzertörtli, 4 Stück, 300 g 3.90 statt 5.20 25% Alle Rüebli-Patisserieprodukte, z.B. Rüeblitorte, 520 g 6.20 statt 7.80 20% Alle Frifrench Salatsaucen 25 cl, 50 cl und 1 Liter, z.B. French, 5 dl 4.05 statt 5.10 20% M-Classic Cappelletti und Ravioli im 3er-Pack, z.B. Käse-Pesto, 3 x 250 g 9.– statt 12.90 30% Cornatur im Duo-Pack, z.B. PfefferSteak, 2 x 200 g 8.80 statt 11.– 20% Starbucks Doubleshot im 4er-Pack, 4 x 200 ml 6.05 statt 7.60 20% Bienenstich, 300 g 3.60 statt 5.40 33%

Ellen Amber Shorty oder Nachthemd im Duo-Pack, z.B. Shorty, Gr. S–XXL 17.90 Herren Shorts gemustert im 3er-Pack 14.90 Nick Tyler Herren Shorts im 3er-Pack 14.90 Herren Shorts mit gemustertem Bund im 3er-Pack 14.90 Nick Taylor Herren Shorts im 3er-Pack 14.90 Herren Short uni im 3er-Pack 14.90 Herren Jersey Boxershorts im 3er-Pack 19.90 Herren Pyjama gestreift, Gr. S–XL 19.90 Herren Shorty V-Neck, Bio, Gr. S–XL 14.90 Milette Baby Feuchttücher im 4er-Pack, z.B. Ultra Soft & Care Quattro, 4 x 72 Stück 9.80 statt 12.40 Mädchen Bluse Swissness, Gr. 68–128 14.90 Total Waschmittel, ab 1 Liter/1 kg, z.B. Aloe Vera, 3 x 2 Liter 31.80 statt 47.70 3 für 2 ** Elan Waschmittel, z.B. Spring Time, 2 Liter 6.95 statt 13.90 50% Calgon Profitpack, z.B. Pulver, 1,8 kg 16.90 statt 21.80 Vanish, z.B. Oxi Action Pulver Hygiene, 1,41 kg 19.90 statt 29.85 Exelia Weichspüler im Duo-Pack, Nachfüllbeutel und Flasche, z.B. Florence, 2 x 1,5 Liter 8.70 statt 13.– 33% Twist Style Haushaltpapier in der Mehrfachpackung, FSC, 8 Rollen 5.85 statt 8.40 30%

Alle Playboy Düfte, Female und Male, z.B. Female Play it sexy Edition, 30 ml 15.90 statt 19.90 20% **

Alle Wasserfilterkartuschen in Mehrfachpackungen (ohne Fachmarkt-Sortiment), z.B. Cucina & Tavola Duomax, 3 x 3 Kartuschen 33.– statt 49.50 3 für 2

Pantene Pro-V Kraft & Glanz Shampoo oder Pflegespülung, z.B. Kraft & Glanz Shampoo, 250 ml 4.65 NEU *,**

Mio Star Staubsauger VAC 75 Leistung 1800 W, elektr. Saugkraftregulierung, inkl. Textil- und Fugendüse, HEPA-Filter 69.80 statt 99.80 **

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Belherbal und I am Haarpflege- und Styling-Produkte in Mehrfachpackungen, z.B. Belherbal MandelShampoo im 3er-Pack, 3 x 250 ml 7.70 statt 11.55 Candida Zahnpflegeprodukte in Mehrfachpackungen, z.B. Fresh Gel im 3er-Pack, 3 x 125 ml 5.90 statt 8.85 Rexona Deodorants in Mehrfachpackungen, z.B. Deo Roll-on Cotton im Duo-Pack, 2 x 50 ml 5.– statt 5.90

Dexford Wetterstation WSRC 3000 48.90 statt 69.90 Gesamtes Damen und Herren Bademodesortiment, z.B. Damen Badeanzug, Gr. 38–50 34.85 statt 49.80 30% ** Alle offenhängenden Damen Leggings und Strumpfhosen (Linien Fashion und Competence, ohne DIM), z.B. Damen Legging 3/4, khaki 9.80 ** 20x PUNKTE 20x

Genossenschaft Migros Aare *Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 5.8. Genauere Informationen zu Preisen, Produkten und Rabatten entnehmen Sie bitte den Preiszetteln der jeweiligen Produkte in diesem Flyer.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

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Ursula Haller (64) ist seit 1999 für den Kanton Bern im Nationalrat. Die Vizefraktionspräsidentin der BDP ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

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Migros-Magazin | NR. 30, 22. JULI 2013 |

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Annas Beilagen für den Grill

Grilliert wird meist draussen in unkompliziertem Rahmen. Damit die Vorbereitungen genauso locker von der Hand gehen, darf ruhig ein wenig nachgeholfen werden: mit den Salaten, Dips und Grillsaucen von Anna’s Best.

D

en Launen des Sommers kann man kaum ausweichen. Deshalb organisiert man den Grillplausch am besten spontan. Weils dann schnell gehen muss, darf man ruhig auf Annas Hilfe zählen: Zu den Fleischgrilladen passen die zahlreichen Fertigsalate wie etwa der bunte 1.-AugustSalat. Und weil auch die Zeit zum Fleischmarinieren fehlt, reichen Sie zum Beispiel eine der beliebten Anna’s-BestGrillsaucen wie Café de Paris. Auch die Dipsaucen haben ihren Reiz, zum Fleisch oder als Dip für Gemüsestängeli. Mögen Sie lieber Tartare, Cocktail oder Curry? Anna hat für jeden Geschmack etwas im Köcher. Text: Anna-Katharina Ris

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

SCHAUFENSTER

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AUS DER REGION. FÜR DIE REGION. | 53

Bild: Jorma Müller

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Die Ulmanns wissen alles über Eier. So sind die Eier immer perfekt gekocht.

REGIONENWETTBEWERB: WALLIS

Rote Schale, weicher Kern Wer glaubt, es sei einfach, ein Ei zu kochen, sollte einmal den Brüdern Ulmann und ihrem Vater Jean zuhören. Damit die Picknickeier später perfekt im Migros-Regal liegen, ist viel Sorgfalt notwendig.

W

enn Daniel Ulmann im Familienbetrieb Cocorico in Aproz VS die Legehennen besucht, klopft er vorher an die Stalltür. «Die Hühner erschrecken dann nicht», hat er festgestellt. Seine Hühner sind in der Tat weniger scheu, als man denkt. Die Familie Ulmann hat den Wettbewerb «Aus der Region. Für die Region.» von Migros und Migros-Magazin gewonnen. Die Picknickeier stammen sowohl aus dem eigenen Stall als auch von anderen Produzenten aus der Region. Damit die Schale beim Kochen nicht platzt, werden nur speziell sortierte Eier einer besonderen Grösse genommen. «Ein Ei

enthält immer zwei Gramm Kalzium — egal ob gross oder klein», sagt Ulmann. Sehr grosse Eier eignen sich deshalb weniger zum Kochen in der Schale. Das Färben der Eier ist neben der hübschen Farbe aus einem weiteren Grund sinnvoll, wie der Eierfachmann weiss: «Die Lebensmittelfarbe versiegelt die Poren in der Schale, und das gekochte Ei ist länger haltbar.» Text: Claudia Schmidt

Mehr im Video Ein Tag bei der Familie Ulmann: www.migrosmagazin.ch/ausderregion

Versprechen «Von hier statt von dort» ist keine Floskel, sondern ein Versprechen der Migros, die mit ihrem Label «Aus der Region. Für die Region.» das Lokale stärkt und dazu beiträgt, dass regionale Produzenten ihre Produkte in ihrer Heimat besser verkaufen. Was vor über einem Jahrzehnt in der Migros Luzern als Vision begann, hat sich durchgesetzt und zu einer beispiellosen Erfolgsgeschichte entwickelt mit über 8000 Produkten in der Migros.


SAISONKÜCHE 54 |

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LAURA SCHACHT

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NR. 30, 22. JULI 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

Von Meisterhand geschüttelt

An der Weltmeisterschaft der Barmixer Anfang Juli vertrat Laura Schacht als beste Bartenderin die Schweiz. Auf Weltklasseniveau mixte sie nur wenige Tage später zwei erfrischende Sommerdrinks für das Migros-Magazin.

S

chwupp! Mit Daumen und Mittelfinger zieht sie traumwandlerisch sicher aus einer von 30 herumstehenden Flaschen die richtige hoch. Und zack! Blitzschnell wirft sie die Flasche in die Luft, fängt sie mit der gleichen Hand wieder auf, um in einer eleganten Bewegung die benötigte Menge Flüssigkeit ins Glas zu giessen. «Man weiss genau, wo welche Flasche steht», erklärt die Jongleurin die Aktion. «Hier rechts sind die Zutaten, die man am häufigsten braucht.» Für Bartenderin Laura Schacht ist es an diesem Nachmittag im «Clouds», Zürichs höchstgelegener Bar im Prime Tower, noch reichlich früh. Normaler Dienstschluss ist für die 24-jährige Studentin immer erst gegen drei Uhr nachts. Langes Ausschlafen ist Pflicht.

Bereits als Teenager begann Laura Schacht in der Gastronomie zu arbeiten. Erst im Service, doch bald nahmen sie Kollegen mit ins «Le Lion» in Hamburg, ein Mekka für Liebhaber gepflegter Drinks. Von da an war sie fasziniert vom Mixen. Für das Migros-Magazin mixt die professionelle Nachteule etwas Unkom-

vertrat die Bartenderin aus dem «Clouds» in Zürich die Schweiz bei den World-Class-Meisterschaften, die auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff während einer Tour ums Mittelmeer ausgetragen wurden. Unter den Teilnehmern aus über 40 Ländern sicherte sich Laura Schacht einen Platz unter den ersten acht.

Schon als Teenager faszinierte sie das Mixen Draussen hat die Temperatur den Jahreshöchststand erreicht. Da serviert Laura Schacht gerne etwas Erfrischendes. «Alkoholfreie Drinks sind besonders nachmittags beliebt», weiss die Bartenderin, für die während der Arbeitszeit selbstverständlich striktes Alkoholverbot gilt. Wenn Laura Schacht selbst einen Lieblingsdrink benennen dürfte, wäre es — ganz zeitlos und unabhängig von der Jahreszeit — Schaumwein, gern auch ein guter Champagner. Aber eben nur in der Freizeit.

pliziertes. «Damit man den Drink auch zu Hause zubereiten kann», wie sie sagt. Holunderblütensirup, Zitronensaft, Thymian, Gurkenscheiben und Süssmost gehören in «Driver’s Lemonade», einen Softdrink für Autofahrer. Nicht geschüttelt, nur ein wenig gerührt. «Damit die Aromen sich besser vermischen. Schütteln

! Was haben Sie auf Vorrat? Gemüse und Obst.

AUFGETISCHT

Laura Schacht, Bartenderin Laura Schacht (24) ist Studentin der Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Zürich. Doch das zweite Herz in ihrer Brust schlägt für das Kreieren raffinierter Drinks hinter der Bar. Als Beste der Schweiz

! Wie oft kochen Sie pro Woche? Ein Mal. ! Kochen ist für Sie … … Entspannung. ! Was würden Sie nie essen? Keine lebenden Tiere, wie sie in anderen Ländern verspeist werden. ! Mit wem würden Sie gern mal essen gehen? Mit Charlie Chaplin.


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MIGROS-MAGAZIN | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

SAISoNKüChE

LAURA SchAchT | 55

Kiss her ZUTATEN 5 cl Gin, 1 cl Rosensirup aus dem Delikatessgeschäft, 0,5 cl roter Portwein, 2 cl frischer Grapefruitsaft, 1 cl frischer Zitronensaft, 1 Eiweiss, einige Eiswürfel, Rosé-Schaumwein oder Champagner Rosé zum Auffüllen Für 1 Glas à ca. 2 dl Gin, Sirup, Portwein, Grapefruit-, Zitronensaft und das Eiweiss in einen Mixbecher geben und gut schütteln. Eiswürfel beigeben und kurz schütteln. in ein Champagnerglas absieben. Mit Schaumwein oder Champagner auffüllen. TIPP Wer kein Barmass zum Abmessen der Flüssigkeiten hat, kann löffel verwenden: 1 Teelöffel entspricht ca. 0,5 cl, 1 Esslöffel ca. 1,5 cl.

Profi Laura Schacht zeigt, wie man richtig schüttelt. Dabei kommt Luft in den Drink, und die Aromen entfalten sich optimal.


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SAISONKÜCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013

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LAURA SCHACHT | 57

Driver’s Lemonade

ist aber nicht notwendig», erklärt der Profi. Muss man als Mixologin auch Tresenakrobatik à la Tom Cruise im 80er-Jahre-Film «Cocktail» beherrschen? «Nein», lautet die kurze Antwort. «Wir betreiben Working Flair. Das bedeutet, dass keine unnötigen Handgriffe ausgeführt werden sollen.» Das Einschenken in ein Glas, welches die Bartenderin weit entfernt vom Shaker hält, nennt sich Airing. Damit bringt man zusätzlich Luft in den Drink und beeinflusst so seinen Geschmack. «Das könnte man James Bond für seinen Martini vorschlagen. Vielleicht besteht er dann nicht mehr aufs Schütteln», meint Laura Schacht und grinst. Aber auch das Schütteln bringe Luft in den Drink. Schnell und ohne grosse Kunstgriffe ist die «Driver’s Lemonade» fertig und sieht noch umwerfend aus.

ZUTATEN 1,5 cl Holunderblütensirup, 2,5 cl frischer Zitronensaft, 4–6 Eiswürfel, 4 dünne Scheiben Salatgurke, 1 Sträusschen Thymian, Süssmost mit Kohlensäure zum Auffüllen Für 1 Glas à ca. 3 dl Holunderblütensirup und Zitronensaft in ein hohes Glas geben. Eiswürfel dazugeben. Gurkenscheiben am Rand auf einen langen Spiess stecken, längs anordnen. In das Glas geben. Mit Thymian garnieren und mit Süssmost auffüllen.

«Wermut gehört immer in den Kühlschrank» Ein alkoholischer Drink, den sie für die World-Class-Bartender 2013 kreierte, ist der «Kiss her», bei dem die Teilnehmer einen Drink für eine Filmlegende erfinden sollten. «Ich fühlte mich an ‹Hausboot› mit Sophia Loren erinnert. Welcher Mann hätte sie nicht gern geküsst?», fragt Laura Schacht schmunzelnd. Ein wenig habe sie herumprobiert, bis der gewünschte Drink mit dem ermunternden Namen vor ihr stand. Tipps für das Mixen daheim hat die 24-Jährige sofort parat: Je ein roter und weisser Wermut gehöre in jede gut bestückte Hausbar. «Ganz wichtig: Wermut immer in den Kühlschrank. Das machen viele falsch. Zum Wermut sollten sich Spirituosen gesellen, die man selbst gern mag, ausserdem ein paar Sirups», so Laura Schacht. Unverzichtbar sind auch frische Zitronen und Limetten. Die machen zur Not auch Nachteulen morgens wieder fit. Text: Claudia Schmidt Bilder: Corinne Kramer www.clouds.ch

Apéro-Nussmischung ZUTATEN 0,5 dl Wasser 50 g Zucker 100 g Mandeln 100 g Cashewkerne 1 TL Fleur de sel ½ TL scharfes Paprikapulver ¼ TL Korianderpulver

ZUBEREITUNG 1. Backofen auf 175 ºC vorheizen. 2. Wasser mit Zucker aufkochen. Bei mittlerer Hitze 5 Minuten kochen. Etwas abkühlen lassen. 3. Mandeln und Cashewkerne im Sirup circa 5 Minuten ziehen lassen. Nüsse abgiessen. Gut abtropfen lassen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und mit Salz, Paprika und Koriander würzen. Gut mischen. Nüsse in der Ofenmitte 10–12 Minuten rösten, bis sie schön gebräunt sind. Nach der Hälfte der Zeit 1 Mal mischen. Zum Servieren auskühlen lassen. Apéro für 4 Personen Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten + 10–12 Minuten backen Pro Portion ca. 10 g Eiweiss, 25 g Fett, 15 g Kohlenhydrate, 1450 kJ/350 kcal

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

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Brotgenuss für Allergiker in der Migros-Gastronomie

Nach der Einführung der neuen Rezepturen der glutenfreien Frischbackbrote im Mai bietet die Migros neu in ausgewählten Restaurants und Take-aways drei Sorten derartiger Brötchen an.

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augenbrötchen, Cubetto oder Ciabatta rustica: Ab sofort können Menschen, die an Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit leiden, rasch und unkompliziert glutenfreie Brötchen geniessen. Diese liegen genussbereit mit einer Infobroschüre in den mit dem aha!Siegel gekennzeichneten Körbchen. Um die Sicherheit der Produkte zu garantieren, sind sie in backfester Spezialfolie verpackt. So sind die Brötchen von der Herstellung bis zum Verzehr vor möglicher Kontamination geschützt. Die Brötchen sind sowohl glutenfrei als auch frei von Laktose, Weizen und Nüssen.

Genuss aus dem glutenfreien Zentrum der Jowa in Huttwil Dank der neuen Rezepturen schmecken diese Brötchen noch frischer und gluschtiger. In einer jüngst durchgeführten Vergleichsdegustation schnitten die Brötchen signifikant besser ab als vergleichbare auf dem Markt erhältliche Produkte. Hergestellt werden die Brötchen von der Jowa AG, der Bäckerei der Migros, in ihrem Zentrum für glutenfreie Produktion im Emmentalischen Huttwil. Die glutenfreien Brötchen sind in folgenden Migros-Restaurants und Takeaways erhältlich: Marktgasse Bern, Migros Take-away Bahnhof Bern, Shoppyland Schönbühl, Olten-Sälipark, Migros Take-away Baden, Tivoli Spreitenbach, Brügg, Oberland Thun und Neumarkt Brugg. Text: Heike Zimmermann

Drei neue Sorten: Glutenfreie Brötchen mit aha!-Siegel.


IhRE REGION 60 |

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MIGROS AARE

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Nr. 30, 22. Juli 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

Im Sommer beliebt: Bootsfahrten auf der Aare.

Ab auf die Aare!

Der Sommer ist da und mit ihm die Lust zum Bootsfahren. SportXX bietet für jeden die passende und auch sichere Ausrüstung für Ausflüge auf der Aare.

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ie Temperaturen steigen und machen Lust auf eine Abkühlung im Wasser. Viele Kenner und frisch Begeisterte planen eine Bootsfahrt auf der Aare und freuen sich die ganze Woche über aufs kommende Wochenende. Die entsprechende Ausrüstung sorgt dafür, dass bei diesem Vorhaben weder die Laune noch die Mitfahrer oder

Wertsachen ins Wasser fallen. Von der modischen Badehose bis zum Schlauchboot – im Sortiment von SportXX finden Wasserratten und Hobby-Böötler die ideale Ausrüstung für eine rundum gelungene Fahrt auf der Aare. Ob im Alleingang, zu zweit oder mit Freunden – bei der grossen SportXXAuswahl an Booten in verschiedenen

Ausführungen und Preislagen ist für jeden Anspruch und Ausflug das Richtige dabei. Dank kompetenter Beratung ist rasch das geeignete Boot gefunden. Zu den Booten gibts die passenden Paddel und mit einer praktischen Luftpumpe kann die Fahrt im Nu losgehen. Sich auf der Aare treiben zu lassen, kann aber auch seine Tücken haben. Für

Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS AARE, 3321 Schönbühl, Tel. 058 565 84 01.


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IHRE REGION

MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

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InterMezzo Der Schreiber dieser Kolumne wähnte sich kürzlich in der griechischen Mythologie, bei Odysseus und dessen Irrfahrt: Pfadis aus Wil gehen in ein Lager nach Horw (das ist dort, wo die Erdachse zweimal wöchentlich geschmiert und gerichtet wird) und dafür möchten sie einen Zustupf an die Lagerkasse, weshalb sie der Migros-Filiale eben in Horw schreiben. Weil die Vergabungen – wie bei der Migros Aare in Schönbühl – auch bei der Migros Luzern zentral von der Zentrale aus (war das soeben Pleo-

nasmus?) beantwortet werden, geht der Brief nach Ebikon, die die Anfrage irrtümlicherweise nach Schönbühl weiterleitet, statt nach Wil (weil jeweils der Standort der Briefeschreiber massgebend ist). Um «Odysseus» nicht weiter Zeit verlieren zu lassen, geht der Brief um Unterstützung nicht per A-Post ins Sankt Gallische zur Erledigung (die Post ist nämlich auch nicht mehr das, was sie einmal war), sondern – zack, sicher ist sicher! – per Mail.

Einmal Handwerker, bitte

Bei OBI gibts zum Bodenbelag und zur Steckdose den Fachmann, der sich um Verarbeitung und Einbau kümmert. Die Partnerschaft mit Renovero machts möglich.

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er OBI Bau- und Heimwerkermarkt ist ein Paradies für alle, die Haus und Garten gerne umgestalten, optimieren und sich regelmässig um die Instandhaltung kümmern. Mit Werkzeug und Baumaterialien aus dem vielseitigen Sortiment wechselt man lockere Schrauben im Handumdrehen aus, verpasst seinem Alltag einen neuen Anstrich und dem Rasen einen Kurzhaarschnitt. Was aber, wenn man zwei linke Hände und keinen grünen Daumen hat oder sich zu Heimwerken und Gartenarbeit einfach nicht berufen fühlt? Auch dafür hat OBI eine massgeschneiderte Lösung.

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In Zusammenarbeit mit renovero.ch kann OBI seinen Kunden mit der Vermittlung von Handwerkern unter die Arme greifen. Nach dem Aussuchen von Verbundsteinen, Parkett, der passenden Badewanne oder der Halogenspots kümmern sich die OBI-Verkaufsberater nach Wunsch um die weiteren Schritte in Richtung Bauoder Renovierungsvorhaben. Gemeinsam wird ein Handwerkerauftrag bei der Online-Plattform von Renovero eingegeben. Wenige Tage später erhalten die OBI-Kunden verschiedene unverbindliche Offerten, die sie vergleichen können. Sie entscheiden frei, ob und wem der Auftrag erteilt wird. Die Datenbank von Renovero verfügt über rund 6000 Einträge von qualifizierten Fachleuten aus den verschiedenen Bereichen der Baubranche. Die Qualität der einzelnen Dienstleister wird durch ein Bewertungssystem sichergestellt.

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LEBEN

Migros-Magazin | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

MiX | 65

wilds welt

Die zehn schönsten Strände der Welt

Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild

Die Stimme der Eltern verliert an Gewicht: Gratis-Messenger wie WhatsApp machen es Jugendlichen noch einfacher, ständig mit Kollegen in Kontakt zu sein, wo sie sich Rat bei Nöten und Problemen holen.

Kollegen statt Eltern

Chat mit Kollegen statt Ratschläge von den Eltern. Der Austausch mit der Peergroup verstärkt sich dank Messengern wie WhatsApp. Die Eltern verlieren an Einfluss.

Bild: Getty images

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ank Smartphone und Gratis-Messenger sind viele Jugendliche ständig in Kontakt mit Kollegen — der Einfluss der Eltern sinkt. «Vor dem Handyzeitalter war es so: nach der Schule ging man nach Hause, kontaktierte die Freunde via Festnetz und traf sie nachher», sagt Urs Kiener (55), Kinder- und Jugendpsychologe bei Pro Juventute Schweiz. «Das Elternhaus hat seine Rolle als Dreh- und Angelpunkt für die Teenager verloren.» Und damit fällt auch die Kontrolle durch die Eltern weg. «Das weckt Ängste», sagt Urs Kiener. «Den häufigen Austausch mit der Peergroup gab es aber schon immer.» In der Pubertät nabeln sich die Kinder von den Eltern ab. Diese sind keine Kumpel oder Ratgeber mehr, die Kinder wollen vieles nicht mehr mit ihnen besprechen — ausser vielleicht die Höhe des Sackgeldes.

«Die Jugendlichen suchen Geborgenheit und Anerkennung bei Gleichaltrigen», sagt Urs Kiener. Die Eltern sind aber immer noch wichtig: «Themen wie Schule und Ausbildung sollten sie ansprechen und mit ihren Kindern bereden.» Sie müssen auch aufmerksam sein: Obwohl als Berater im Alltag nicht mehr gefragt, sind sie zuständig, wenn es um ernsthafte Probleme wie Cybermobbing oder Sexting geht. «Jugendliche schämen sich oft, diese Dinge mit Gleichaltrigen zu besprechen», sagt Kiener. Gefährlich kann der Einfluss einer Peergroup nur sein, wenn sie der einzige Ort ist, wo man sich soziale Anerkennung verschafft. Das gilt besonders für Jugendliche die sonst kaum gesellschaftliche Anerkennung erhalten. Neue Kommunikationsmöglichkeiten pauschal zu verurteilen, bringt aber nichts. Tun Eltern dies, werden sie von den Kindern nicht ernst genommen, da sie sich als nicht medienkompetent offenbaren. Da ist Tatendrang der Eltern gefragt: sie müssen sich die Kompetenz aneignen, bei Handy, Smartphone und Chatten wieder mitzukommen — um bei ihrem Nachwuchs etwas zu sagen zu haben. Text: Claudia Langenegger

www.migrosmagazin.ch

online-aBstiMMung Was tun Sie, wenn Kinder und Teenager zuerst untereinander und über WhatsApp oder Facebook Wichtiges austauschen? Stimmen Sie ab.

Was einen Strand zum Traumstrand macht, ist letztlich Geschmackssache. Meine ganz persönliche Top Ten sieht folgendermassen aus: 1. Ngapali Beach, Burma (Bild): Kokosnusspalmen, kristallklares Wasser, weisser, kilometerlanger Sandstrand, kaum Touristen, ein paar Fischer. 2. Baros, Malediven: Mitten im NordMalé-Atoll, Strand wie im Bilderbuch. 3. Costa Smeralda, Sardinien: Sandbuchten mit Granitfelsen, die Farbe des Meers erinnert an die Südsee. 4. White Beach, Insel Borocay/Philippinen: Vier Kilometer Strand, Sand wie Puderzucker, kristallklares Wasser, flach abfallend. 5. Tulum, Yucatán/Mexiko: Mayaruinen und azurblaues Wasser. 6. Spiekeroog, Deutschland: Nordseeinsel mit 15 Kilometer feinem Sandstrand, starke Brandung, hohe Dünen. 7. Bay of Fires, Tasmanien/Australien: 30 Kilometer Küstenstreifen mit weissen, menschenleeren Stränden, Granitfelsen. 8. Insel Nagu, Finnland: Von 3000 Schären und Klippen umgeben, erreichbar ab Turku auf der Schärenstrassse. 9. Tortuga Bay, Galapagos: Schwimmen mit Meeresschildkröten, Seehunden, Leguanen, Pelikanen und Tölpeln. 10. Koh Adang, Südthailand: Robinson-Crusoe-Gefühl, kurze, weisse Strände, erreichbar mit Boot ab Lipe. Wo übernachten an den Traumstränden? Die Adressen auf: www.migrosmagazin.ch/wildswelt


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

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Charmeoffensive: Die 54-jährige Gorilladame Goma hat von Tierarzt Christian Wenker eine Glace erhalten, die sie nun geniesst.

Der Besuch bei der alten Dame

Kommt der Tierarzt, geraten die Gorillas aus dem Häuschen, auch wenn gar keine Behandlung ansteht. Mit wöchentlichen Freundschaftsbesuchen wollen die Zolli-Ärzte ein Vertrauensverhältnis aufbauen.

Bilder: Zoo Basel

Zolli-Tierarzt Christian Wenker (45) berichtet regelmässig aus dem Zoo Basel.

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Der Silberrücken-Mann Kisoro stellt sofort die Haare, brüllt und trommelt auf die Brust: Alarm bei den Gorillas, der Zolli-Tierarzt kommt! Allerdings ist heute ein reiner Freundschaftsbesuch angesagt. Nachdem sich Kisoro und Schwarzrücken-Mann Zungu sowie Zungus Mutter Joas etwas beruhigt haben, verteile ich einen Leckerbissen an die Tiere. Tierpfleger Bernhard Wörner hat Stücke von Gartenschläuchen zugeschnitten, die mit Joghurt gefüllt und tiefgefroren wurden. Diese Glace schlecken und klopfen die Tiere nun gerne heraus. Kollege Stefan Hoby und ich besuchen die Menschenaffen wöchentlich,

ohne jegliche tierärztliche Absichten und auf ausdrücklichen Wunsch der Tierpfleger. Damit hoffen wir, die Tiere in einer entspannten Atmosphäre besuchen und behandeln zu können, wenn sie krank sein sollten. Unser Besuch hat eine etwas ruppige Begrüssung ausgelöst, ich werde misstrauisch beäugt. Ich weiche den Gorillablicken aus, da Anstarren von den Tieren als bedrohlich wahrgenommen werden könnte. Ebenso gebe ich tiefe Grummellaute von mir, welche die Tiere untereinander zur Beruhigung verwenden. Einzig aus einer entfernten Ecke des Geheges wird mein Grummeln erwidert. Da jetzt alle ranghohen Tiere mit ihrer

Glace beschäftigt sind, kann ich mich dorthin begeben. Goma, unsere alte Gorilladame, erwartet sehnlichst ihren Leckerbissen. Sie war 1959 der erste in einem europäischen Zoo geborene Gorilla. Die Filmauftritte ihrer Handaufzucht gleich zu Beginn des Fernsehzeitalters machten sie weit über Basel hinaus berühmt. Das bald 54-jährige Gorillaweibchen erfreut sich guter Gesundheit, und trotz ihres gekrümmten Rückens und der fehlenden Zähne scheint sie das Geschenk zu geniessen. Aufgrund ihrer Lebenserfahrung kann sie den Glacebesuch sehr wohl von einer tierärztlichen Intervention unterscheiden.

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STARK & SCHÖN

Go ahead, Wollmaus, make my day! Herr Rossi erklärt die Männerwelt.

Männer und Putzen — ein Kapitel voller Missverständnisse. Das Klischee besagt: Geht nicht. Herr Rossi sagt: Stimmt nicht. Nur in der Form, wie das Putzen praktiziert wird, gehts nun wirklich nicht. Wir helfen sehr wohl im Haushalt mit, wenn die Bedingungen stimmen: Rasenmähen, Laub blasen, Sitzplatz kärchern — ist das nichts? Was es braucht,

damit wir gerne Staub saugen? Ganz einfach: Der Mann braucht schweres Gerät, das rohrt und siracht. Wir wollen Gras nicht schneiden, wir wollen es niedermetzeln. Wir wollen Laub nicht wegrechen, wir wollen es ins Jenseits pusten. Und: Wir wollen Staub nicht mit dem Lumpen höflich bitten zu gehen, wir wollen ihn terminieren. Was wir brau-

chen, sind nicht angenehm leise Staubsauger. Wir brauchen ohrenbetäubenden Düsenlärm, wir wollen Helm und Gehörschutz tragen, Saugrohre in Form von Gewehrläufen, Geschütztürme. Wir wollen wie Dirty Harry mit dem Saugrohr auf Dreck zeigen und «Go ahead, Wollmaus, make my day!» sagen. So ist das mit uns. Wir können nichts dafür.


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eit einer Stunde hängt die Sonne gelb leuchtend weit unten am Horizont und spiegelt sich gold­ orange an der Meeresoberfläche. Es ist schon halb elf abends, doch sie will ein­ fach nicht untergehen. Wir sind auf der Insel Bärö im finnischen Åland, auf etwa 60 Grad nördlicher Breite. Es ist Ende Juni. Um diese Jahreszeit beginnen die Tage zwei Stunden nach Mitternacht und enden kurz davor. Lässt man den Blick über das Meer schweifen, trifft er überall auf mit dichtem Grün überwach­ sene Inseln. Die meisten sind klein, sehr klein. Auch Bärö hat man in einem stün­ digen Spaziergang umrundet. Belebt ist Bärö nur von Juni bis Ende August, wenn das «Glada Laxen» geöff­ net ist, unsere Unterkunft mit Restau­ rant, schwimmender Sauna, Souvenir­ laden, Bootsanlegestelle und dem Patron Henrik Beckman, der sich um jeden Wunsch seiner Gäste persönlich küm­ mert. Auch um unsere: Er begleitet uns nach Engklinge, wo wir im einstigen Bauernweiler in die Vergangenheit des hiesigen Landlebens eintauchen. Er fährt uns mit dem Boot nach Kumlinge, die mit 212 Einwohnern belebteste Insel. Dieser abgelegene Ort war einst ein wichtiger Schauplatz der Weltgeschichte: 1808 eroberten die Russen den Archipel, der damals noch zum schwedischen Königreich gehörte, und machten ihn zu einem wichtigen Stützpunkt des Zarenreichs.

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Nr. 30, 22. Juli 2013 | Migros-Magazin |

Hotelier Henrik Beckman ist mit seinem Boot auf dem Weg, um neue Gäste abzuholen und Nachschub für die Küche zu besorgen.

Fabienne Fricker vor dem historischen Grosssegler «Pommern» in Mariehamn. Der über 110-jährige Viermaster – er ist heute ein Museum – segelte einst als Frachtschiff über die Weltmeere.

Man lebt gut in einer von der Welt abgeschiedenen region Heute ist die Inselwelt Teil von Finnland und hat als autonome Region eine von der Weltpolitik abgeschiedene, aber gute Existenz. Es gibt hier 27 000 Einwohner und fast so viele Inseln. Wenn im Sep­ tember Kälte und Dunkelheit kommen, verlässt Henrik seine Pension Glada Laxen auf Bärö und geht nach Hause zurück auf die grösste Insel im Westen, wo der Grossteil der Ålander lebt und auch der Hauptort Mariehamn liegt. Hier treffen wir die Basel­Land­ schäftlerin Fabienne Fricker (35) aus Frenkendorf. Vor 15 Jahren kam sie als Au­pair hierher. «Nach der Lehre als Lageristin wollte ich aus Basel wegkom­ men und etwas Neues erleben.» Für die leidenschaftliche Unihockeyspielerin war damals nur eines wichtig: dass sie ihren Sport ausüben kann. Sie kannte einige Spielerinnen aus Mariehamn, es gab hier eine gute, ambitionierte Mann­ schaft — der perfekte Ort für sie. Fa­ bienne war damals 20 und wollte ein Jahr bleiben. Doch schon bald hatte sie sich

Åland – Årchipel des Friedens Eine Sonne, die einfach nicht untergehen will, verlassene Landschaften, unzählige Schiffswracks und gastfreundliche Menschen: Wer einmal die Inselwelt Åland in Südwestfinnland besucht hat, kommt nur noch schwer von ihr weg.


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MIGROS-MAGAZIN | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

in diesen Flecken Erde im Norden Europas verliebt, in diese Welt, wo alles ein bisschen anders tickt, die Natur weit und wild ist, das Leben gemütlich, die Menschen gastfreundlich und unkompliziert. «Ich fühlte mich von Anfang an zu Hause.» Sie blieb. Wenn Fabienne erzählt, liegt der gemütliche Singsang des

Schwedischen in ihren Worten. Sie spricht die Sprache perfekt — das muss sie auch. Denn sie arbeitet als Pflegerin in einem Altersheim und hat vor, sich in absehbarer Zukunft zur Krankenschwester weiterzubilden. Vor fünf Jahren hat sie sich einen Traum verwirklicht: ein Stück Land und

Vor der Unterkunft Glada Laxen: Das absolute Freizeitvergnügen ist die Sauna (links im Bild).

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ein eigenes Haus in Kroklund, rund 20 Kilometer nördlich von Mariehamn. Hier wohnt sie mit ihrer Freundin. Ihr Holzhaus sieht aus wie viele hier: gelb bemalte Fassade, weisse Fenster- und Türrahmen. Ringsum hat es viel Grün, der Strand liegt in unmittelbarer Nähe, Nachbarn sind rar. Wenn sie nach Ma-


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Der Weg durch den finnischen Archipel war einst eine wichtige Handelsroute. Auf dem Meeresgrund liegen Hunderte Schiffswracks.

Velotouren sind auf den Schären beliebt: Eine Gruppe Ausflügler wartet auf die nächste Fähre von Kumlinge nach Vårdö.

riehamn geht, sagt sie: «Ich fahre in die Stadt. Sind Schweizer Freunde auf Besuch, lachen sie immer.» Zu Recht: Nur 10 000 Einwohner leben in Mariehamn, jeder kennt jeden.«Aber obwohl alle alles wissen, wirst du in Ruhe gelassen. Die Menschen hier sind Individualisten», erzählt Fabienne Fricker. Nur etwas hat ihr am Anfang Mühe bereitet: «Hier duzen sich alle. Ich fand es unhöflich, auch ältere Leute mit Du anzusprechen.»

Hauptverkehrsmittel zwischen den Inseln des Archipels: Die Fähre «Kumlinge» öffnet ihren Bauch wie ein grosses Maul. www.migrosmagazin.ch

lesen und sehen sie online

auf den inseln ist man sehr direkt – seemannssprache halt Mittlerweile hat sie sich daran gewöhnt, viele Leute schätzen die Höflichkeit der Schweizerin. Oft sind sich die Ålander anderes gewohnt: «Man ist hier direkt, manchmal aber auch etwas schroff und ruppig.» — Seemannssprache halt. Fabienne Fricker macht es nichts aus, dass es hier kein Kino gibt, kein grosses Einkaufszentrum und dass sie für grössere Anschaffungen per Fähre nach Stockholm oder Helsinki fahren muss. Fragt man sie, ob ihr manchmal etwas fehlt, überlegt sie lange. «Schweizer Käse, Basler Brot, Kalbsbratwurst», ist ihre Antwort. Und: «Im Winterhalbjahr manchmal die Sonne.» Nur ein Mal hat sie die insulare Abgeschiedenheit und das Meer verwünscht; als sie für ein Spiel mit ihrer Unihockeymannschaft nach Helsinki gefahren ist: Es war Winter, das Wetter stürmisch. Die Fahrt ging über Nacht, dauerte über zehn Stunden. Bevor sie und ihre Mann-

Damit man vor lauter Inseln das Meer noch sieht Die Bilder und nützliche Tipps zur Provinz Åland mit ihren über 6750 Inseln, Häfen, Museen und anderen Sehenswürdigkeiten.

schaftskolleginnen ins Bett gingen, schauten sie zusammen «Titanic» — ausgerechnet. Ein Fehler! Ihre Kabine lag unterhalb der Wasserlinie, die Eisschollen schlugen die ganze Zeit an die Schiffswand, dröhnten, es schaukelte ununterbrochen, und die Wellen waren so hoch, dass sie mehrmals beinahe aus dem Bett fiel. «Ich habe kein Auge zugetan», sagt Fabienne heute lachend. Ihre Erleichterung war unbeschreiblich gross, als sie am nächsten Morgen heil Helsinki erreichten.

Ähnlich muss es den zahlreichen Seefahrern ergangen sein, die in den vergangenen Jahrhunderten den Archipel durchquert haben. Nicht wenige Schiffe haben in dieser unberechenbaren See Schiffbruch erlitten: Auf dem Meeresgrund liegen heute schätzungsweise 1800 Wracks, deren 600 sind bekannt. Die einstigen Katastrophen sind das Glück heutiger Schatzsucher — Åland ist ein Paradies für Wracktaucher. Einer, der dieses Hobby mit Leidenschaft betreibt, ist Christian Ekström (34). Vor drei Jahren hat er einen Jahrhundertfund gemacht: Zusammen mit seinen Taucherfreunden ist er auf ein Schiff gestossen, das mit Bier und Champagner beladen war. Als sie die erste Flasche des französischen Schaumweins öffneten, war die Überraschung riesig. Der Champagner schmeckte richtig gut: 200 Jahre bei 5 Grad in 50 Meter Meerestiefe — die perfekte Lagerung für die edlen Tropfen. Eine einzige Flasche ist mehrere 1000 Franken wert. Doch Christian wurde nicht reich damit — die Fundstücke sind älter als 100 Jahre und gehören somit dem Staat. Sein Geld verdient Christian nach wie vor mit seiner Bierbrauerei in Stallhagen, die er vor elf Jahren gegründet hat. Heute braut er 18 verschiedene Sorten und ist ständig daran, die Geschmacksrichtungen weiterzuentwickeln. Mittlerweile produziert er fast eine halbe Million Liter Bier pro Jahr, Tendenz steigend. Er ist einer der wenigen, die sich mit lokaler


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S Fin N

Mariehamn EST

RUS

Finnlands Schärengarten

LV LT

In der nördlichen Ostsee, am Eingang zum Bottnischen Meerbusen, erstreckt sich die zerklüftete Inselwelt von Åland. Das Gebiet gehört politisch zu Finnland, gesprochen wird Schwedisch.

Brändö

ÅLAND Geta

Eckerö

Finström Hammarland

Sund Vårdö

8 Tage / 7 Nächte Entdecken Sie die traumhafte Inselwelt auf der Schifffahrt zwischen den Schären hindurch nach Åland, auf einer Velotour an kleinen Buchten entlang oder auf der Fahrt mit der Fähre, vorbei an einsam gelegenen Inseln.

Bärö Kumlinge Sottunga

Mariehamn

20 km

Lebensmittelproduktion ihr Leben verdienen. War früher fast jeder Bewohner Fischer oder Bauer, arbeiten heute viele Ålander im Tourismus oder für die Fähren, die täglich zweimal nach Stockholm und Helsinki fahren.

Ein stolzer Viermaster erzählt im Hafen von der grossen alten Zeit Heute erinnern nur noch Überbleibsel an die weltgeschichtliche Bedeutung von Åland als Handelsstützpunkt und Schiffsbaunation. Im Hafen von Mariehamn ankert der stolzer Viermaster «Pommern», der Reisen um den halben

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Globus durchgeführt hat und heute als Museum von der alten Zeit erzählt. Fabienne Fricker liebt dieses Schiff: «Ich komme immer wieder hierher», sagt sie. Mit Besuch aus der Schweiz oder einfach so bei schönem Wetter. Vielleicht das nächste Mal sogar auf dem Wasserweg. Denn sie hat vor, sich einen weiteren Traum zu verwirklichen: ein eigenes Motorboot. Text: Claudia Langenegger Bilder: Jorma Müller

Die Recherche wurden unterstützt von Visit Finland, www.visitfinland.com

Wracktaucher Christian Ekström fand ein Wrack voller Champagner. Er selber bevorzugt Bier: In seiner Brauerei braut er 18 Sorten.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

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«Den Fisch fast an der Angel»

Sandro Müller (38), Küchenchef, M-Restaurant, Dierikon LU Praktisch: Mit Laptop, Tablet oder Smartphone Filme im Zug zu Ende schauen.

App in die Videothek Mit Video on Demand holt man sich Spielfilme per Knopfdruck auf den Fernseher. Neu lassen sich Filme mit Apps wie Hollystar oder Viewster auch auf Tablets und Smartphones mieten.

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ideo On Demand — also Spielfilme direkt am Fernseher mieten — gibt es beispielsweise bei den Digital-TV-Angeboten von Swisscom, Cablecom oder Sunrise, bei iTunes, aber auch direkt per TV-App bei internetfähigen Fernsehern. Neuerdings braucht es dazu nicht einmal mehr einen Fernseher: Mit der App von Hollystar etwa landen gemietete Filme direkt auf Smartphone oder Tablet, sofern eine schnelle Internetverbindung besteht. Filme, die man zu Hause begonnen hat, lassen sich damit auf dem Mobilgerät unterwegs zu Ende schauen. Die App ist erhältlich für iPhone, iPad und Android-Geräte. Auch über die App Viewster lassen sich Filme auf Mobilgeräten mieten und kaufen. Die App gibt es für iOS und Android, die Filme

können auch im Web-Browser oder mit TV-App geschaut werden. Filme sind zudem über iTunes erhältlich, und zwar am Computer, über Apple TV oder via iTunes App (nur für iOS). Bei Cablecom schaut man Filme per App (derzeit nur für iOS) via W-Lan-Netz, bei Swisscom TV auf Abruf am PC oder Notebook.

Die verpasste TV-Sendung ist via Stream abrufbar Anders als Spielfilme lassen sich viele TV-Sendungen jederzeit kostenlos von den Websites der TV-Stationen streamen oder als Podcast abonnieren, sodass sie automatisch auf den Computer oder das Mobilgerät geladen werden. Und man kann sie — wie auch gekaufte Filme — offline geniessen. Texte: Felix Raymann

DAS DING

! Ihr liebster Radiosender? Radio Sunshine — der Sender meiner Region trifft voll meinen Geschmack. ! Mein Lieblingsmusik ist … … «Bis ans Ende der Welt» von Santiano. Das Album der deutschen Band war 2012 an der Spitze der Album-Charts. ! Welche Musik holt Sie aus der Krise? Besonders Musik, die Seemannsstimmung verbreitet. ! Bei welchem Film weinen Sie? Bei «King Kong», es ist einfach ungerecht, was ihm passiert. ! Mit welchem Gerät surfen Sie am liebsten im Internet? Mit dem MacBook Pro, superschnell! ! Ihre Lieblings-App? Bank Apps — so habe ich den Kontostand stehts zur Hand und kann einfach Zahlungen machen. ! Mit welchem Game haben Sie bis jetzt am meisten Zeit verbracht? Mit Company of Heroes, sehr viele Stunden. ! Ihre Lieblings-Website? Mit Fischerportal.ch und Petri-heil.ch habe ich den Fisch fast an der Angel. ! Mein Lieblingsbuch heisst … … «Der Herr der Ringe». Das hat mir ein Kollege ans Herz gelegt. Nachher schaute ich gleich auch die Filme. ! Wo holen Sie sich Ihre News? Im «Boten der Urschweiz», den lese ich immer während der Arbeitspausen.

Aufgezeichnet von: Daniel Schifferle

Ferienkamera Die Canon Powershot SX280 HS ist ein optimaler Reisebegleiter: Sie bietet 20-fachen Zoom und die Möglichkeit, Fotos per W-Lan zu versenden. Zusätzlich lassen sich die Bilder dank GPS-Modul ihrem Aufnahmeort zuweisen. Die

12-Megapixel-Kamera hat in jedem Reisegepäck Platz, sie misst 11 x 6 x 3 Zentimeter und ist mit 233 Gramm relativ leicht. Videos macht sie in Full-HDAuflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Preis bei Digitec: ab 319 Franken.

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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

1. Erfordert die zunehmende Elektromobilität nicht wieder Atomkraft?

Nein, denn der Strombedarf von E-Autos ist geringer als vermutet. 100 000 E-Autos würden 0,35 Prozent unseres Gesamtstrombedarfs ausmachen; liefe ein Drittel der Autos elektrisch, bräuchte es nicht einmal sechs Prozent mehr Strom.

2. Sind E-Motoren wirklich sauberer als Verbrennungsmotoren?

Fünf Fragen zur Elektromobilität

Zum Thema Elektromobilität tauchen bei den Leserinnen und Lesern des Migros-Magazins immer wieder Fragen auf. Höchste Zeit, die fünf am häufigsten gestellten zu beantworten.

Der Wirkungsgrad von E-Motoren wie jenem des Tesla S ist mehr als doppelt so gross wie der von Verbrennungsmotoren.

Je nach Stromquelle, doch grundsätzlich ja: Ab wann genau ein E-Auto inklusive CO2-Ausstoss der Stromproduktion im Vorteil ist, bleibt strittig. Sicher ist aber: Mit Strom aus einem Kohlekraftwerk ist die E-Auto-Bilanz schlechter. Ist der Strommix jedoch wie bei uns relativ «sauber», fahren E-Autos ganz deutlich CO2-günstiger.

3. Wieso gelten Elektroautos als Lösung für die Zukunft?

Weil Energie effizienter genutzt wird: Der Wirkungsgrad von E-Motoren liegt bei rund 95, der von Verbrennungsmotoren bei maximal 45 Prozent.

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AutO | 75

4. Wieso nennt das Migros-Magazin beim CO2-Wert von E-Autos nur direkte Emissionen («0 g/km CO2»), nicht auch indirekte (der Stromerzeugung)?

Weil auch bei Verbrennungsmotoren nur direkte Emissionen (Verbrauch) in den CO2-Wert eingehen — und nicht die indirekten zur Spritherstellung. Zudem kann man ein E-Auto auch bewusst mit Ökostrom laden (etwa über die Zertifikate der Migros-Elektromobilitäts-Tochter M-way) — und fährt dann garantiert nachhaltig.

5. Trüben die Akkus und deren Entsorgung nicht die Umweltbilanz?

Weniger als befürchtet — zumal am Recycling intensiv gearbeitet wird. Die Eidgenössische Materialprüfungsanstalt, Empa, bilanziert, der Einfluss der Lithium-Ionen-Akkus auf die Ökobilanz von Herstellung bis Entsorgung sei gering. Selbst ein E-Auto mit CO2ungünstigerem EU-Mixstrom entspreche in der Ökobilanz einem Benziner, der nur drei bis vier Liter verbrauche. Text: Timothy Pfannkuchen

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

GLÜCKSGRIFF KONZERT-TICKETS | 77

Mitmachen und gewinnen Pepsi verlost exklusiv im Migros-Magazin 2 Tickets für Beyoncés Konzert in New York am 19. Dezember 2013. Inbegriffen sind der Flug von Zürich nach New York sowie drei Übernachtungen im 4-SterneHotel inklusive Halbpension im GesamtGesamtwert von 8000 Franken.

Beyoncé ist bekannt für ihre eindrucksvolle Bühnenshow. Wer das Konzert in Zürich verpasst hat, sieht sie mit etwas Glück bald live in New York.

Wettbewerbsfrage: Wie heisst Beyoncés Tochter?

Beyoncé live in New York sehen!

Pepsi verlost exklusiv im Migros-Magazin zwei Tickets für das Konzert von R&B-Superstar Beyoncé am 19. Dezember in New York – inklusive Flug und drei Übernachtungen im 4-Sterne-Hotel.

B

eyoncé, die 1981 in Houston geborene R&B- und Soul-Sängerin, geniesst Kultstatus. Seit April ist sie unterwegs auf ihrer «The Mrs. Carter Show World Tour». Wer im Mai Beyoncés Konzert in Zürich verpasst hat, hat nun die Chance, sie am 19. Dezember in New York zu erleben. An ihren Konzerten begeistert sie mit einer fantastischen Bühnenshow und ausgefallenen Kostümen des italienischen Modehauses Emilio Pucci. Auf der Tour wird Superstar Beyoncé von der Band The Mamas sowie von neun Tänzerinnen und zwei Streetdancern unterstützt. Neben der Hauptbühne findet die Show zusätzlich auf einer zweiten Bühne im hinteren Drittel der Stehplätze statt. Auf diese wird die Sängerin während der Show mithilfe eines Seils schweben. Da die Tickets oft in

kürzester Zeit ausverkauft sind, gibt die Künstlerin zusätzliche Konzerte in den USA und in Südamerika.

Superstar, Schauspielerin, Designerin, Model und Mutter Doch Beyoncé ist nicht nur Sängerin: Die umtriebige Texanerin spielte bereits in mehreren Filmen mit, arbeitet als Model und führt mit ihrer Mutter ein Modehaus, das verschiedene Labels produziert. Zudem stellt sich die Mutter der 17 Monate alten Blue Ivy und Frau des Rappers Jay-Z auch für Werbeauftritte zur Verfügung. So besteht seit gut zehn Jahren eine Partnerschaft mit dem Getränkehersteller Pepsi. Das Herzstück der aktuellen Kampagne ist der 60-Sekunden-Werbespot, der die eindrucksvollsten Momente aus Beyoncés Musikkarriere festhält.

! Teilnahme per Telefon: Wählen

Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf ab Festnetz)

und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse.

! Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt ! Online: Gratis auf www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff ! Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Pepsi», Postfach, 8099 Zürich ! Einsendeschluss: Sonntag, 28. Juli 2013.

Wettbewerbsbedingungen: Teilnahme ab 18 Jahren. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die für die Einreise in die USA nötigen Visa und Pässe müssen von der Gewinnerin/dem Gewinner selbst und rechtzeitig organisiert werden. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien, von Pepsi und Aproz sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wird der Preis nicht vom 17. bis 20. Dezember 2013 eingelöst, verfällt er ersatzlos.


Die Hauptgewinn-Geschichte vom Aromat Gewinnspiel im 13. Migros Magazin ist:

AUCH ZIEGEN MÖGEN AROMAT! Vielen Dank für die zahlreichen lustigen und interessanten Beiträge. Wir wünschen Euch weitere schöne Erlebnisse mit Aromat!

Ich bin 72 Jahre alt und kenne AROMAT schon von Anfang an, denn schon meine Mutter verwendete es als Streuwürze zum Essen; und so auch ich als Allgemein-Würze. Am besten schmecken mir die Eier, gekocht oder als Spiegeleier, mit AROMAT gewürzt und sooo fängt auch meine Geschichte mit AROMAT an. Früher, als mein Mann noch lebte, gingen wir viel wandern in die Alpen. Als wir wieder einmal auf einer Wanderung im Bündnerland waren, machten wir auf einer Alpweide eine Picknickpause, natürlich mit Eiern und AROMAT unter anderem. In der Nähe weideten ein paar Ziegen und ich machte meinen Mann darauf aufmerksam, dass er die Streuwürze AROMAT nacher sofort wieder in den Rucksack legen soll, eben wegen der Ziegen. Er sagte mir danach: „Nur keine Aufregung, die Ziegen schlecken gerne Salz, aber nicht AROMAT“. Kaum hatte er das gesagt, kam schon eine gesprungen. Ich habe mich vom Picknickplatz entfernt, weil immer mehr Ziegen herankamen und meinen Mann mit dem AROMAT belagerten. Die Ziegen kamen ihm sooo nahe und stiessen ihn an, dass er, überrascht vom „Überfall“ den AROMAT-Deckel öffnete, den Inhalt auf die Wiese kippte und dann das„Weite“ suchte und zu mir her rannte. Die Moral von der Geschicht’: Auch Ziegen mögen AROMAT!

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rätsel & spiele

Migros-Magazin | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

UnterhaltUng | 79

KREUZWORTRÄTSEL: GESAMTWERT 750 FRANKEN

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Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

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So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 28.7.2013, 24 Uhr Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

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Auflösung Nr. 29: MUSIKER Gewinner Nr. 28: Eugen Perino, Zürich ZH; Willi Schmid, Bischofszell TG; Hans Lüthy, Reiden LU; Brigitte Hubmann, Frauenfeld TG; Heidi Rohrer, Buchs SG; Elisabeth Fioriti, Thun BE; Fritz Helfenstein, Zürich ZH; Karin Amstutz, Belp BE; Anne-Marie Rauber, Allmendingen b. Bern BE; Bruno Blaser, Brunnen SZ Gewinner «Zusatz» Nr. 28: Beat Metzger, Marthalen ZH; Marlis Straub, St. Gallen SG; Fabienne Lanz, Wattenwil BE; Lilly Bützberger, Bottmingen BL; Fabienne Zahner, Cham ZG


rätsel & spiele 80 |

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UnterhaltUng

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Nr. 30, 22. Juli 2013 | Migros-Magazin |

QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Auf welchen Berg fährt eine doppelstöckige Schwebebahn? M Stanserhorn

A Säntis

R Niesen

So nehmen Sie teil

2. Eine schlechte Nachricht nennt man auch …? E

Bonmots

O Hiobsbotschaft

L

Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

Bittschrift

3. Das Volksfest «Badenfahrt» in Baden wird alle … gefeiert. I

zwei Jahre

M fünf Jahre

N zehn Jahre

4. Wann wurde das Freilichtmuseum Ballenberg eingeweiht? O 1978

T

1989

A 1998

5. Welcher dieser Vögel hat am meisten Federn? L

Schwan

H Ente

N Möwe

Teilnahmeschluss: Sonntag, 28.7.2013, 24 Uhr

6. Was entsteht, wenn ein Blitz in Sand einschlägt? O Gold

A Marmor

I

Glas

T

Sissy

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

7. In welcher Operette spielt das Morsezeichen · − · · eine wichtige Rolle? S Wiener Blut

C Blaubart

8. Wo befindet sich ein Stacheldraht-Museum? H USA

E

Kuba

Auflösung Nr. 29: NEBENAMT

R China

Gewinner Nr. 27: Esther Bohrer, Dulliken SO Michael Grimmer, Dietlikon ZH Evelyn Kraus, Strengelbach AG

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

A

3

1 5 2 4

AARGAUER ANNAEHEN ARABER I N GABR I E L A HALBAF FE KATALANE MA T E R I A L NEG I EREN SAKR I LEG STOEBERN

1

2

3

4

So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 AHESR Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

5

Auflösung Nr. 29: TEEEI Gewinner Nr. 28: Marianne Rémy, Grenchen SO Rita Huber-Schwarb, Gipf-Oberfrick AG Martin Waag, Steffisburg BE

Teilnahmeschluss: Sonntag, 28.7.2013, 24 Uhr Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.


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rätsel & spiele

Migros-Magazin | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

UnterhaltUng | 81

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BIMARU

BRÜCKEN

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü3 6 2 cken und Verbindungen mit mehr 3 3 als 2 Linien sind nicht erlaubt. 2 2 4 www.raetsel.ch/bruecken

4 1 2

4

6 0 1

Auflösung Nr. 29:

2

4 4

2 1 1 2

1

2

2

2

2

2

1

4

2

2

KINDEREGGE

1 2

2 3 2 4

2 3 1

2

3

3 2

4 3

5

4

2

1 3

1 3

2

Auflösung Nr. 29:

4

3

3

4

2

1

4 2

3

1 2

3

3 1 4 3 3

4 1 4

1

2 3 1

2

5

4

1

4

2

3

3

1 2

2 6 3 2 1

BIST DU REIF FÜR DIE SCHWEIZ?

RÄTSELSPASS

Tobi weiss: Gemüse und Obst aus der Schweiz ist besonders gesund, weil es geerntet wird, wenn es reif ist. Doch wann wächst was in der Schweiz? Tobi will die unterschiedlichsten Sorten in seinen Jahreszeitenkalender eintragen, damit er je nach Saison das beste Gemüse und Obst isst. Kannst du ihm dabei helfen?

HUGOS GLACE-QUIZ

Hugo hat für den Sommer eine ganz tolle neue Maschine gebaut: eine Glacemaschine. Findest du heraus, aus welchen Zutaten welche Glacekugeln entstehen? Verbinde sie mit einer Linie. 2

1 4

5

WINTER

FRÜHLING

SOMMER

HERBST

Himbeeren

3

Gurke

6

Kürbis Rosenkohl Rhabarber Apfel

Lösung: Winter: Rosenkohl / Frühling: Rhabarber / Sommer: Gurke, Himbeeren / Herbst: Kürbis, Apfel

A

B

C

D

E

F

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rätsel & spiele

Migros-Magazin | Nr. 30, 22. Juli 2013 |

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UnterhaltUng | 83

SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

5

6 2 9

3

8 6 4 6 7 3

2 3 6

4 9 6 1 2 5 3 8

8 6 9

3 8 5 3

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.

So nehmen Sie teil

Auflösung Nr. 29: 162 3 5 6 2 1 4 9 8 7 Gewinner Nr. 28: 2 9 1 7 3 8 4 5 6 Josiane Taverney, 7 4 8 6 9 5 2 3 1 6 1 9 8 4 3 7 2 5 Lausanne VD; 5 3 7 1 6 2 8 9 4 Elisabeth Stillhard, 4 8 2 5 7 9 6 1 3 9 6 5 4 2 1 3 7 8 Frauenfeld TG; 8 7 3 9 5 6 1 4 2 Kurt Grossen, 1 2 4 3 8 7 5 6 9 Bad Zurzach AG; Frieda Ricklin, Teilnahmeschluss: Sonntag, 28.7.2013, 24 Uhr Niederrohrdorf AG; Beat Burkhalter, Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Schlatt ZH Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

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Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (leitung), Jean-Sébastien Clément, Béatrice Eigenmann, Andreas Dürrenberger, Christoph Petermann, Anna Meister, Michael West

Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (leitung), Philipp Jordan (Chef vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Bettina Bucher (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine lüthi (leitung),

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Layout: Daniel Eggspühler (Art Director), Marlyse Flückiger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Petra Hennek, Gabriela Masciadri, Tatiana Vergara Lithografie: rené Feller, reto Mainetti Prepress: Peter Bleichenbacher, Marcel Gerber, Felicitas Hering

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meine welt 86 |

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Christian jott jenny

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NR. 30, 22. JULI 2013 | migros-magazin |

Name: Christian Jott Jenny (34) Sternzeichen: Löwe Wohnorte: Engadin, Zürich, Berlin

mein Vorbild

«Gottlieb Duttweiler. Er war ein grossartiger Mensch, unerreicht in seinem Engagement für die Menschen und gesegnet mit einem unerschöpflichen Unternehmergeist. Bewundernswert.»

«Musik versöhnt die Menschen»

Fünf Wochen Musik, 50 Konzerte, Dutzende Weltstars: Das ist das sechste Festival da Jazz in St. Moritz. Für Direktor Christian Jott Jenny heisst das organisieren, planen, rumweibeln. Hie und da stiehlt er sich für eine Genussstunde davon, meist an den See. mein lieblingsprodukt

«Die beste Erfindung Gottlieb Duttweilers. Es hat auch mich in meinen Anfängen unterstützt.»

Wieso leben Sie im Engadin, in Zürich und in Berlin? Das weiss ich nicht. Fragen Sie mein Schicksal. Aber es ist ganz gut dort! Wo würden Sie gerne leben? Auf dem Mond. Oder in der Dutti-Villa im Park «Im Grüene» in Rüschlikon ZH. Ich war als Kind oft da, ich bin quasi da aufgewachsen. Beruf und Lebenslauf: Musisches Gymnasium Unterstrass, Zürich. Ausbildung zum klassischen Opernsänger (Tenor) an der renommierten Hochschule für Musik Hanns Eisler zu Berlin. Amtsvorsteher des Amtes für Ideen. Gründer und künstlerischer Generaldirektor des Festival da Jazz in St. Moritz. Unterwegs auch als Gesellschaftstenor unter dem Namen «Leo Wundergut». Mein Ziel: Ein schönes, einfaches Grabmal mit der Inschrift: «Hier liegt ein guter Mensch.»

Mein Motto: Es muess eifach luschtig sii! Was ich mag: Harmonie. In der Musik und im Leben. Was ich nicht mag: Sozialneid, Griesgrämigkeit, Pessimismus. Was ich an mir mag: Meine Spontaneität und mein Improvisationstalent. Was ich an mir nicht mag: Meine Unentschlossenheit. Mein bester Entscheid: Dass ich nach Berlin ausgewandert bin. Mein schlimmster Moment: Als Leo Wundergut auf der Bühne: Wenn die Lacher nicht kommen. Oder wenn das Publikum nicht berührt ist. Meine Schwäche: Meine Harmoniesucht. Mein Lebenseinstellung: Es kann immer noch perfekter sein. Text: Yvette Hettinger Bilder: Thomas Hablützel

www.festivaldajazz.ch

mein bündner domizil

«Dieses winzige Häuschen miete ich seit fünf Jahren. Es liegt im Wald und nahe am See und hat etwa die Grösse und Ausstattung eines Wohnwagens. Abseits vom St. Moritzer Trubel finde ich hier Stille und Erholung.»


MEINE WELT

MIGROS-MAGAZIN | NR. 30, 22. JULI 2013 |

CHRISTIAN JOTT JENNY | 87

MEIN VERGNÜGEN

«Tontaubenschiessen kenne ich aus einem James-Bond-Film. Ich fand es grotesk. Jetzt bin ich regelmässig im St. Moritzer Wurftaubenclub anzutreffen. Macht Spass!»

MEIN FLUCHTORT

«Ein morgendliches Bad im Stazersee, und ich fühle mich fit für den Tag. 17 Grad Wassertemperatur genügen dafür.»

MEINFAHRZEUG «Mit meinem Bikeboard flitze ich in ganz St. Moritz herum – bei Bedarf auch über den Albula.»

Bild: Keystone

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MEINE KUNSTFIGUR

«Als Leo Wundergut bin ich seit fünf Jahren unterwegs. Die Rolle erlaubt es mir, zu singen und Dinge loszuwerden, die sich Christian Jott Jenny nie zu sagen trauen würde.»

MEIN FESTIVAL

«Die meisten Künstler betreue ich persönlich. Auf einige wie Dee Dee Bridgewater (Bild) freue ich mich echt. Andere sind anstrengend, manchmal gibt es auch Knatsch. Aber dank der Konzerte finden wir uns wieder. Musik versöhnt die Menschen.»

MEIN DING

«Das museumsreife Handy von Nokia ist etwa 17 Jahre alt. Damit kann ich weder mailen noch im Internet surfen. Das find ich toll, denn wer nicht kann, muss auch nicht.»


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Migros magazin 30 2013 d aa