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FIT & GESUND

Dienstag, 28. März 2017

| AKTION GESUNDHEITSWOCHEN

Die Signale des Körpers Deutsche Arztpraxen sind voll – oft muss man wochenlang auf einen Termin warten. So wichtig es auch ist, zum Arzt zu gehen – wenn der Körper schlapp macht, gilt es zu unterscheiden. Mit vielen Erkrankungen kommt unser Körper auch selbst gut klar.

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„Sprechstunde“ mit Ingo Froböse

Deftige Rezepte für starke Knochen

Plasmaspende – wie sie in Leipzig hilft Foto: Fotolia

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FIT & GESUND

DIENSTAG, 28. MÄRZ 2017

SPRECHSTUNDE VON INGO FROBÖSE

Spazierengehen hält gesund

Es geht auch ohne Pillen

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trammes Spazierengehen hat einen mit Jogging vergleichbaren gesundheitlichen Nutzen. Das hat eine wissenschaftliche Studie der Deutschen Sporthochschule Köln gezeigt. Erforderlich ist dabei eine Geschwindigkeit von etwa 4,5 bis 6 Kilometern pro Stunde. Insbesondere Sportanfänger profitieren von dieser Bewegungsform, weil es so viel weniger zu Überforderungen kommt und Gelenke und Knochenstrukturen optimal beansprucht werden. Spezielle Kleidung oder Geräte brauchen Sie dazu nicht. Nur ein gutes Paar Schuhe und wetterfeste Kleidung sind nötig, so können Sie unabhängig Ihre Runden drehen. Spazierengehen stärkt das Herz-Kreislauf-System, vergrößert die Lungenkapazität, senkt die Blutfettwerte und trägt vor allem zu einem deutlich größeren Wohlbefinden bei. 30 Minuten täglich abends stramm gegangen verbessern die Fitness und halten lange fit und gesund. Aber auch, wer den Tag über Meter und Schritte sammelt, macht schon sehr viel: Drei Einheiten über den Tag verteilt zu jeweils mindestens 10 bis 20 Minuten Dauer verbessern Herz und Kreislauf und beugen vielen Krankheiten vor. Dazu lässt sich auch die Mittagspause aktiv nutzen. Besonders Vielsitzer, wie Büroarbeiter, Auszubildende oder Studenten, sollten Spaziergänge zum Ausgleich der langen Sitzzeiten nutzen. Es kann auch der Weg zur Arbeit oder nach Hause genutzt werden. Steigen Sie früher aus der Bahn aus und laufen Sie die restliche Strecke. 10 000 Schritte pro Tag sind ideal für den Gesundheitsschutz. Schrittzähler motivieren – und helfen dabei, die „Laufzeiten“ zu kontrollieren. Um abzunehmen, sind allerdings schon höhere Beanspruchungen vonnöten. Denn die verbrannte Energie bei einer halben Stunde Spazieren entspricht etwa 200 Kilokalorien. Und das reicht nicht aus, um Pfunde schwinden zu lassen. Deshalb spricht man in diesem Zusammenhang auch von einem gesundheitsförderlichen Effekt, der aber nicht mit einer gesteigerten Fitness gleichzusetzen ist. Dazu müsste es schon ein wenig mehr sein.

Schon wieder krank! Doch nicht bei jedem Infekt ist gleich der Griff zu Medikamenten erforderlich. Oft reicht es, die Symptome des Körpers wahrzunehmen – und sich selbst eine Auszeit zu verordnen.

Dr. Ingo Froböse ist Leiter des Instituts  fürProf.Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln.

UNSERE LEICHTESTE ÜBUNG

Entlastete Schultern: Die stehende Vorwärtsbeuge In der stehenden Vorwärtsbeuge wird die Beinrückseite gedehnt und die Flexibilität der Wirbelsäule verbessert. Dadurch, dass das Gewicht des Kopfes abgegeben wird, lösen sich Verspannungen im Nacken. Anleitung: Mit parallelen, hüftbreit geöffneten Füßen auf die Matte stellen. Nun mit geradem Rücken nach unten beugen. Dabei die Arme verhaken: die rechte Hand liegt in der linken Ellenbogenbeuge und die linke Hand in der rechten Ellenbogenbeuge. Den Oberkörper hängen lassen, die Schultern sinken dabei ganz bewusst und schwer nach unten. Die Beine können leicht gebeugt sein, um im Rücken noch mehr loszulassen. Die Position so lange halten, wie sie angenehm ist, dabei gleichmäßig atmen. Dann wieder nach oben zum Stehen kommen.

Foto: iStock

VON BETTINA LEVECKE

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er die Schnupfenzeit unbeschadet übersteht, kann sich freuen. Denn irgendwann erwischt es jeden. Ob Husten, Schnupfen oder auch die Grippe – es gibt viele Beschwerden, die immer wieder dafür sorgen, dass die Wartezimmer in deutschen Arztpraxen gut gefüllt sind. Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) geht der Deutsche im Schnitt 17-mal im Jahr zum Arzt. Bei einer Grippe ist das durchaus zu empfehlen. Doch auch bei allen leichteren Infekten? „Aus rein gesundheitlicher Sicht wäre sicher nicht jeder Gang zum Arzt erforderlich“, sagt zum Beispiel Dr. Hans-Michael Mühlenfeld, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Bremen. Menschen, die keine chronischen Erkrankungen haben oder zu einer anderen Risikogruppe gehören, könnten leichtere Infekte oft

Immer mehr Menschen sind verunsichert und können die Symptome ihres Körpers nicht einordnen. Dr. Hans-Michael Mühlenfeld, Hausärzteverband

auch ohne ärztlichen Besuch auskurieren. „Aber immer mehr Menschen sind verunsichert, können die Symptome ihres Körpers selbst gar nicht einordnen und bekommen bei Schmerzen oder Fieber sofort Panik“, sagt Mühlenfeld, der in den vielen Arztbesuchen deshalb vor allem ein Zeitphänomen sieht. „Die Berichterstattung in den Medien, zum Beispiel über Epidemien oder Grippetote, macht vielen Menschen Angst. Dann geht man natürlich lieber einmal mehr zum Arzt.“

Fieber hilft dem Körper

Der Body-Mind-Ansatz Schulmedizin und Naturheilkunde stehen oft als scheinbar unvereinbar nebeneinander. Gleichzeitig wächst aber auf beiden Seiten die Erkenntnis, dass sie sich keinesfalls ausschließen müssen. Die sogenannte Integrative Medizin kombiniert beides miteinander, damit eine gemeinsame und wirksamere Behandlung möglich wird. Als „Mind-Body-Medizin“ stabilisiert sie die Selbstregulation des Menschen, um die medizinisch notwendige Behandlung positiv zu begleiten. Das Behandlungsspektrum ist breit und reicht von Schmerzsyndromen wie Migräne bis hin zu koronaren Herzerkrankungen.

Das ist sinnvoll, denn das Gespräch mit dem Arzt kann die belastenden Symptome klären und das Vertrauen in den Körper stärken. Das begünstigt den Heilungsprozess. Mühlenfeld erklärt: „Viele Menschen ängstigen sich, wenn sie Fieber bekommen und sind beruhigt, wenn ich ihnen erkläre, dass Fieber hilfreich ist und nicht grundsätzlich mit fiebersenkenden Mitteln behandelt werden muss.“ Fieber aktiviert die Produktion von Anti-

körpern und hilft dem Körper, Krankheitserreger loszuwerden. Auch ein schlappes Körpergefühl sei nicht gleich ein Grund zur Sorge, denn der Körper signalisiert damit, dass er Zeit für die Heilung braucht und Arbeit oder andere Verpflichtungen warten müssen. Genauso wie Übelkeit zeigt, dass Essen gerade nicht so wichtig ist. Ein Antibiotikum zu verschreiben, nur weil das Wochenende vor der Tür steht oder der Patient sich besser fühlen möchte – davon rät der Hausarzt ab. „Bei sehr vielen Erkrankungen sollte man ein paar Tage Geduld haben und schauen, wie die Krankheit verläuft, bevor man etwas verschreibt. Zudem entstehen Grippale Infekte meist durch Viren. Hier wirkt ein Antibiotikum nicht. Bei einem stärkeren Krankheitsverlauf können aber andere Medikamente zu hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder andere Symptome behandeln. „Ob diese benötigt werden, sollte dann mit dem Hausarzt besprochen werden“, sagt Mühlenfeld.

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Mandeln, Äpfel und Chicorée: Wer sich vitaminreich ernährt, braucht nicht mal Früchte aus Übersee DAS SAGT DER ARZT

Divertikulitis Ein plötzlich auftretender Schmerz im Darm, der oftmals auch in den Rücken ausstrahlt, verursacht durch sich entzündende Ausstülpungen der Darmschleimhaut.

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ine Grippe oder eine Erkältung – solche Infekte drohen vor allem im Winter. Wer dem vorbeugen will, sollte sich regelmäßig an der frischen Luft bewegen und sich häufig die Hände waschen. Genauso wichtig ist eine ausgewogene Ernährung. Damit die Abwehrkräfte stark sind, benötigt der Körper viel Vitamin C. Das heißt: Man sollte täglich mindestens drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst zu sich nehmen. Denn sie zählen zu den besten VitaminC-Lieferanten, wie Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sagt. Doch welche Nahrunsmittel empfehlen Ernährungsexperten besonders? ■ Brokkoli: Das grüne Gemüse ist sehr

■ Hätten Sie’s gewusst? Bei fast

jedem dritten Deutschen sinkt im Winter die Stimmung, wie eine Studie von Forsa und der Techniker Krankenkasse zeigt.

vitaminreich. „Roh verzehrt decken 100 Gramm Brokkoli schon etwa den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C in Höhe von 100 Milligramm“, erklärt Gabriele Graf von der Verbraucherzentrale NRW . Zudem enthält Brokkoli auch einige B-Vitamine sowie Eisen.

■ Apfelsinen: „In Apfelsine und Apfelsi-

nensaft sind nahezu identische Mengen an Vitamin C enthalten“, sagt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik. Mit einem 200-Milliliter-Glas Apfelsinensaft ist der tägliche Bedarf an Vitamin C schon gedeckt. „Man muss aber nicht jeden Tag Saft trinken“, sagt Graf. Besser sei es, auf Ausgewogenheit und Abwechslung zu setzen. „Vitamin C steckt beispielsweise auch in Paprika und Petersilie“, sagt die Ernährungsexpertin.

bioaktive Stoffe – das sind Substanzen, die keinen Nährstoffcharakter haben, aber als gesundheitsfördernd gelten. Knoblauch ist gut für Blut, Herz und Gefäße. Zu den bioaktiven Stoffen im Knoblauch zählt unter anderem Allicin. Der Stoff fängt freie Radikale ab und sorgt dafür, dass Zellmembranen im Körper keinen Schaden nehmen.

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Portionen Obst werden zur täglichen Gesundheitsvorsorge empfohlen

ne gehören zu den löslichen Ballaststoffen, die unter anderem satt machen und verdauungsfördernd wirken – auch wer für eine gute Verdauung sorgt, stärkt seine Abwehrkräfte. Äpfel enthalten etwa 12 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm. ■ Mandeln: In Mandeln sind wertvolle

Fette, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Auch sind sie reich an Vitamin B2 und E. Vitamin E bewahre den Organismus vor freien Radikalen. Pro 100 Gramm Mandeln sind 26 Milligramm Vitamin E enthalten.

■ Chicorée: Außer Vitamin C enthält Chi-

corée auch Mineralstoffe sowie Inulin, einen löslichen Ballaststoff, der bei der Vorbeugung gegen Darmerkrankungen eine Rolle spielt. Chicorée ist auch ein Carotin-Lieferant. Betacarotin, Vitamin C und Vitamin E sind sogenannte antioxidative Vitamine, die den Körper vor freien Radikalen schützen und somit das Immunsystem stärken. ■ Knoblauch: Die Knolle enthält wichtige

■ Äpfel: Die in Äpfeln befindlichen Pekti-

■ Was sonst noch wichtig ist: Gegen

Foto: Pixabay

Erkältungsviren hilft es laut Gahl wenig, Vitamin C und Zink als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. „Die Wirkung von solchen Präparaten zur Vorbeugung oder Heilung von Infekten ist wissenschaftlich nicht erwiesen.“ Früchte aus Übersee ebenso wenig: „Je länger Obst bis zum Verzehr liegt, umso geringer ist der Vitamingehalt.“


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ESSEN SIE SICH GESUND

Deftiges für starke Knochen

Heile dich selbst! Die drei Säulen der Gesundheitsprävention

Fotos: unsplash/Kyle Ryan, Fotolia

Psyche, Nerven- und Immunsystem hängen eng zusammen, besagt die Wissenschaft der Psychoneuroimmunologie. Professor Benno Brinkhaus erklärt die drei wichtigsten Grundlagen für einen gesunden Körper: ■ 1. Entspannung: Auf jeden Stress sollte

eine Erholungsphase folgen. Setzen Sie in Ihrem Alltag bewusst Gegenpole, zum Beispiel mit Meditation, Tai-Chi, Yoga oder anderen Entspannungsverfahren. ■ 2. Bewegung: Regelmäßige körperliche

Bewegung stärkt das Immunsystem. Als Faustformel gilt mindestens dreimal wöchentlich für 30 Minuten, besser wäre natürlich mehr. Die Bewegung sollte aus einer schweißtreibenden Ausdauersportart bestehen. ■ 3. Ernährung: Achten Sie auf eine

ausgewogene obst- und gemüsereiche Ernährung mit wenig Fleisch. Dazu mindestens zwei Liter pro Tag trinken.

Kleine Rinderklopse auf weißen Bohnen in Tomatensoße

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uch im Frühling gibt es noch genügend kalte Tage – genau passend für ein wärmendes, deftiges Gericht. Die Rinderklopse, kombiniert mit weißen Bohnen, sind zudem noch gesund und tun uns richtig gut . Denn Rindfleisch enthält viel Eiweiß und Kalzium. Außerdem liefert es das gesamte Vitamin-BSpektrum, Vitamin A, konjugierte Linolsäure und Omega-3sowie Omega-6Fettsäuren. Die Kombination sorgt für starke Knochen, ist gut für das menschliche Energielevel, Haut und Nägel. Es sorgt für eine gute Immunabwehr sowie einen stabilen Blutzucker. Zudem nehmen Menschen mit schwacher Verdauung tierisches Eiweiß besser als pflanzliches auf.

So geht’s

Damit es aber vielleicht überhaupt nicht so weit kommt, ist es wichtig, schon die ersten Warnsignale des Körpers zu verstehen und mit einem passenden Verhalten darauf zu reagieren, rät der Hausarzt zu einem achtsameren Umgang mit sich selbst.

Viele Menschen ignorieren Warnzeichen Doch genau hier liege ein großes Problem der modernen Leistungsgesellschaft, sagt Professor Benno Brinkhaus, Leiter des Projektbereichs Komplementäre und Integrative Medizin an der Charité-Universitätsmedizin Berlin: „Im Wunsch, immer zu funktionieren, ignorieren viele Menschen die Warnzeichen ihres Körpers.“ Sich schlapp fühlen, öfter unter Kopfschmerzen leiden oder immer müde sein: Der Körper zeige uns in der Regel deutlich, dass wir an unsere Grenzen kommen. „Besonders bei Menschen, die viel Belastung und Stress haben, kann sich dann die Krankheitsanfälligkeit verstär-

100 Milligram Vitamin C pro Tag sollten Erwachsene nach Expertenmeinung zu sich nehmen, um ihr Immunsystem zu stärken.

ken und ein Infekt auf den nächsten folgen.“ Die Forschung der sogenannten Psychoneuroimmunologie, die die Zusammenhänge von Psyche, Nerven- und auch Immunsystem untersucht, zeigt, dass die psychische Verfassung und der Lebensstil viel dazu beitragen, wie stark die Selbstheilungsfähigkeiten eines Menschen sind. Brinkhaus rät: „Wer zu Infekten neigt und immer wieder krank wird, sollte deshalb mit einem Arzt nach den wirklichen Ursachen suchen und mehr auf sich achtgeben.“ Vorbeugend sind zur Stärkung des Immunsystems vor allem Entspannung, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene obst- und gemüsereiche Ernährung (siehe Kasten) wichtig. „Das sind wichtige Grundlagen für einen gesunden Körper“, sagt Brinkhaus. Im Erkrankungsfall selbst ist die beste Medizin, dem Menschen Zeit für die Genesung zu geben. Dazu gehört vor allem: sich Ruhe gönnen, viel schlafen,

viel trinken und gesund essen. Mühlenfeld ist überzeugt: „Der Körper spricht mit uns, wir müssen nur lernen, wieder stärker auf ihn zu hören.“ Viele Menschen schwören gerade bei Erkältungsbeschwerden auf Hausmittel: Zwiebelsäckchen werden ans Ohr gelegt, Dampfbäder eingelassen, es wird gegurgelt oder Hühnersuppe getrunken. Heilen können diese Mittel die Virusinfektion nicht, dennoch raten Ärzte in der Regel nicht ab. Denn manche Beschwerden werden mithilfe dieser Hausmittel deutlich gelindert. Eines haben die vielen Hausmittel gemeinsam: Sie ersetzen die ausgeschwitzte Flüssigkeit und befeuchten zusätzlich die Schleimhäute, sodass sie sich gegen Eindringlinge schützen können. Und mit ihrer Wärme kurbeln sie die Durchblutung an. Das gilt auch für Tees – vor allem Lindenblütentee. Die Wärme erleichtert dem Körper, die Temperatur zu erhöhen, was den Kampf gegen die Viren unterstützt.

Weiße Bohnen enthalten Kalium, Folsäure und ideale Ballaststoffe mit darmschützenden Effekten. Flavonoide wirken gegen freie Radikale und senken das LDL-Cholesterin. Geringe Blutzuckerwirkung und Eiweißreichtum sind günstig, um das Idealgewicht zu halten.

gemüse anrichten und mit Kräutern dekorieren. Zutaten für zwei Portionen Klopse: 200 g Rindertatar, 100 g Zwiebeln, geschält und fein gewürfelt, 20 g Haferflocken, 20 g mittelscharfer feiner Senf, ein Ei (Größe M), 20 g Sesamsamen plus 10 g zum Bestreuen, Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, 1 EL Erdnussöl; Gemüse: 1 EL Erdnussöl, 100 g Zwiebeln gewürfelt, zwei Knoblauchzehen, grüner Keim entfernt, gehackt, 100 g Tomatenmark (doppelt konzentriert), ein Teelöffel Kräuter der Provence, Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, eine große Messerspitze Chiliflocken, 1 EL Honig, ein Glas weiße Bohnen (Abtropfgewicht 490 g), abgegossen, abgespült und abgetropft; außerdem: Kräuter für die Deko, gewaschen Das Rezept stammt aus dem Buch „Die 50  gesündesten 10-Minuten-Rezepte“ der Ernährungswissenschaftlerin Dr. Anne Fleck, Becker Joest Volk Verlag, 28 Euro.

Foto: Hubertus Schüler

Die Zutaten für die Klopse bis auf das Erdnussöl und den Sesam zum Bestreuen in die Rührschüssel einer Küchenmaschine geben und mit dem Flachrührer gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzig abschmecken. Aus der Fleischmasse mit feuchten Händen kleine Klopse formen. Das Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen und die Klopse darin von allen Seiten knusprig braun braten. In der Zwischenzeit das Erdnussöl für das Gemüse in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin anbraten, das Tomatenmark und die Kräuter der Provence zugeben, gut durchrühren, mit 250 Milliliter warmem Wasser auffüllen und aufkochen. Mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken und Honig würzen. Die Bohnen zugeben und eine Minute kräftig durchkochen. Den restlichen Sesam über die Klopse geben und gut vermengen. Die Klopse mit dem Bohnen-

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KLINIKEN DER REGION

Döbeln: Stark auch in der Ausbildung Das Klinikum Döbeln ist nicht nur der zweitgrößte Arbeitgeber in Döbeln sondern auch ein überregional anerkanntes medizinisches Zentrum. 94 Prozent beträgt die Auslastung des Klinikums (12 300 stationäre Patienten) – ein Spitzenwert. 5500 Mal wurde 2016 am Klinikum Döbeln in den fünf OP-Sälen operiert. Der private Krankenhausbetreiber und ärztliche Direktor, Dr. Ralf Lange, ist stolz auf seine Mitarbeiter, von der Krankenschwester bis zum Chefarzt. „Wir sind mit einem Durchschnittsalter des Personals von 40 Jahren eine junge Klinik.

Foto: Sven Bartsch

Jung und aktuell ist auch das Wissen, das bei uns angewendet und vermittelt wird. Schließlich werden an unserem Hause etwa 30 Studenten pro Jahr ausgebildet. Unsere Anerkennung als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig ist somit Chance und Verpflichtung zugleich“, so der Krankenhausbetreiber. Das 1881 eröffnete städtische Krankenhaus Döbeln wurde in den 1990erJahren privatisiert und an die Klinikgruppe Dr. Drogula verkauft. Der leitende Chefarzt Dr. Ralf Lange übernahm das mittlerweile hochmoderne Krankenhaus vor zehn Jahren, investierte weiter und ist heute geschäftsführender Gesellschafter des Klinikums Döbeln.

STECKBRIEF Betten: 196 | Mitarbeiter: 520 Internet: www.klinikum-doebeln.de Telefon: 03431 7220 Besonderheiten & Schwerpunkte: Internistische, chirurgische und orthopädische Klinik, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Gynäkologie und Urologie gibt es als Belegabteilungen. Das Klinikum Döbeln betreibt zudem ambulante medizinische Versorgungszentren in Döbeln, Wurzen, Riesa und Nossen sowie eine orthopädische Praxis in Dresden-Klotzsche.

Blutplasma und seine

Heilkraft

VON UWE NIEMANN

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in unglaublich langes Transportband durchzieht den menschlichen Körper. Es ist 100 000 Kilometer lang und arbeitet tagein und tagaus, indem es Sauerstoff in jede Ecke des Körpers befördert und auf dem Rückweg Kohlendioxid mitnimmt. Zudem werden Zucker, Fett, Vitamine und Spurenelemente im Körper verteilt, Endprodukte wie Harnstoff aufgesammelt, Eindringlinge bekämpft und Defekte selbstständig repariert – fünf bis sechs Liter Blut bilden dieses leistungsfähige Transportband. Und weil ohne Blut der Mensch nicht funktionieren würde, wird das Blut auch als Lebenssaft bezeichnet. In Deutschland werden jeden Tag immerhin 15 000 Blutspenden benötigt, damit Verletzten nach Unfall, Krankheit oder Operation geholfen werden kann. Schon ein Blutbestandteil, das Plasma, kann heilende Wirkung haben. Deshalb findet Blutplasma bei schweren Operationen und nach schweren Verbrennungen oder Schock Verwendung. Mit dem flüssigen Anteil des Blutes, und zwar durch dessen Austausch, kann auch Menschen mit seltenen chronischen Krankheiten geholfen werden. Martina Altherr aus Grimma wurde mit einer Plasmaaustauschtherapie vermutlich das Leben gerettet: Der 62-Jährigen ging es im Sommer letzten Jahres innerhalb kürzester Zeit immer schlechter, sie wurde schwach, kurzatmig, klagte über Schwindel und Sehstörungen. Am Leipziger Universitätsklinikum wurde die Diagnose gestellt: Thrombotisch-thrombozytopenischen Purpura (TTP) – eine seltene, lebensbedrohliche Krankheit, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Das Blutplasma der Patientin musste innerhalb von drei Monaten 59-mal ausgetauscht werden. Insgesamt erhielt sie während ihrer Behandlung 1.103 Beutel Spenderplasma, das entspricht einer Gesamtmenge von fast 221 Litern. Heute ist die Grimmaerin überglücklich: „Ich danke wie verrückt jedem, der Plasma spendet. Vor meiner Erkrankung

Patientin aus Grimma wurde an Leipziger Universitätsklinik das Leben gerettet. DHfK-Handballer nach Achillessehnenriss auf gutem Wege.

Ich danke wie verrückt jedem, der Plasma spendet. Jetzt erst kann ich es einordnen, was es heißt, dass man mit seiner Spende Leben rettet. Martina Altherr, Patientin aus Grimma

war ich selbst über viele Jahre Plasmaspender, habe das immer gern getan, doch eher ohne darüber nachzudenken. Jetzt erst kann ich es einordnen, was es heißt, dass man mit seiner Spende Leben rettet.“ „Je schwerer die Erkrankung, umso häufiger führen wir bei den Patienten einen Austausch durch, in einigen Fällen sogar zweimal täglich“, erläutert Oberärztin Dr. Elvira Edel, Transfusionsmedizinerin und derzeit kommissarische Direktorin am Institut für Transfusionsmedizin des UKL. Sie verweist dabei auf den enormen Bedarf an Blutplasma: „Vor zehn Jahren noch war diese hocheffiziente Plasmaaustausch-Therapie kaum zu realisieren, Patienten wie Martina Altherr konnte kaum geholfen werden. Insofern ist der heutige Wissensstand in Medizin und Technik sehr beeindruckend. Doch um diese Therapien jederzeit durchführen zu können, sind wird auf die Unterstützung zahlreicher Spender angewiesen, die regelmäßig Plasmaspenden bei uns leisten.“ In der letzten Zeit habe am UKL vor allem die Zunahme an therapeutischen Plasmaphere-

sen den Bedarf an Blutplasma stark ansteigen lassen. Mehr denn je zähle nun jede geleistete Plasmaspende, so die Oberärztin. Welche wunderbaren Möglichkeiten sich durch die Anwendung von Blutplasma ergeben, davon konnte auch der DHfK-Handballer Lucas Krzikalla profitieren. Seine Achillessehne war komplett gerissen, die Karriere des 23-Jährigen stand auf der Kippe – bis Prof. Dr. Pierre Hepp, Mannschaftsarzt der Leipziger Erstliga-Handballer und Bereichsleiter für Gelenkchirurgie und Sportverletzungen an der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig, per ACPTherapie die Heilkräfte des Körpers anfachte. Bei dieser Therapie wird dem Sportler Blut entnommen, das dann zentrifugiert wird. Das gewonnene Blutplasma wird dann unmittelbar in die verletzte Körperstelle gespritzt. Damit wird die Heilung beschleunigt; bei einem Muskelfaserriss beispielsweise kann die Heilungszeit auf bis zu 50 Prozent verkürzt werden. Auch hier zeigte sich also die Heilkraft des Blutplasmas.

Der Grimmaerin Martina Altherr wurde durch mehrfachen Plasmaaustausch – hier in der Blutbank der Leipziger Universitätsklinik mit dem Transfusionsmediziner Dr. Atheer Al-Nakkash – das Leben gerettet. Foto: privat

IMPRESSUM „Fit & Gesund“ ist ein Spezial der Zeitungen der Madsack Mediengruppe LVZ-Projektleitung: André Böhmer Verkaufsleitung: Arne Frank Redaktion: Simone Liss, Angelika Oswald, Annett Riedel, Frank Schmiedel Layout: Beatrice Kasel Grafik: Patrick Moye

Alle bereits erschienenen Teile der Gesundheitsserie plus weitere Infos und Tipps für Ihr Wohlbefinden finden Sie im Internet unter www.lvz.de/fit-gesund Anzeigen-Sonderveröffentlichung

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Ein perfekter Tag beginnt mit der Nacht. Guter Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung, um morgens frisch, erholt und leistungsfähig aufzuwachen. Lesen Sie hier sechs Fakten zum gesunden Schlaf. 1. Erwachsene brauchen im Schnitt sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht. Zu wenig Schlaf kann gereizt, unkonzentriert und sogar krank machen. Aber: Zu viel Schlaf ist auch nicht gesund.

2. Auch die Schlafqualität zählt. Nicht nur Stress, Schmerzen oder Medikamente, Helligkeit, Smartphones oder Schnarchen des Partners können die Nachtruhe stören. Auch eine falsche Matratze verschlechtert den Schlaf. 3. Zahlreiche wissenschaftliche Studien ergaben, dass die Wirbelsäule beim Liegen dieselbe Haltung einnehmen

sollte wie im Stehen. Der Körper muss in bestimmten Bereichen (Taille, Lendenwirbelsäule) unterstützt, in anderen entlastet werden (Fersen, Kreuzbein, Schulter) – und das Bettsystem muss zu dem Menschen passen, der darauf liegt. 4. Schutz vor einem Fehlkauf bietet eine ergonomische Matratzenberatung. Nach der digitalen Vermessung

JEDER KÖRPER IST ANDERS.

der Körperkonturen und der Abfrage der Schlafgewohnheiten werden Matratze und Lattenrost ausgewählt und feinjustiert. Die perfekte Kombination aus Ergonomie und Komfort: ein individuell abgestimmtes Bettsystem mit elektrisch verstellbarem Lattenrost. Foto: Dormabell

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UNSERE BERATUNG AUCH! G ES U N D SC H L A FE N – G ES U N D LE B E N

Fü r e i n e n g e s u n d e n R ü c ke n i s t d a s r i c h t i g e Ve r h a l t e n i m A l l t a g (s i t z e n , h e b e n e t c .) e b e n s o w i c h t i g w i e e t w a s Tr a i n i n g u n d Ausgleichsspor t. Aber: Auch das richtige B e t t s y s t e m u n t e r s t ü t z t d i e R ü c ke n g e s u n d h e i t – vo r a u s g e s e t z t , e s p a s s t z u I h r e m R ü c ke n , i h r e n Kö r p e r m a ß e n u n d S c h l a f g e w o h n h e i t e n . D e n n n u r we r ko m f o r t a b e l u n d e n t s p a n n t s c h l ä f t , k a n n per fekt regenerieren.

5. Wechselt man von einer schlechten oder alten auf eine ergonomisch optimal eingestellte Matratze, braucht der Körper einige Tage, um sich umzustellen. 6. Wer gerne ein bisschen schmökert, bevor er das Licht ausknipst, für den kann ein elektrisch verstellbarer Lattenrost eine lohnende Investition sein. Kopf- oder Fußteil lassen sich stufen-

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LVZ Fit & Gesund 2017 | Die Signale des Körpers  

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