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manufakt 02/2026

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manufakt

Fachzeitschrift für die Südtiroler Wirtschaft

Gesundheitsschutz als Betriebskultur

Prävention darf nicht dem Zufall überlassen werden.

Seite 14

Handwerk und Schule im Dialog

Zwischen Werkbank und Klassenzimmer.

Seite 18

Rekordhaushalt: Spielraum nutzen

Wie das Handwerk von der Rekordsumme profitiert.

Seite 34

Südtirols

Bau-Software

Nr. 1

Alles in einem System:

Angebote schreiben, Baustellen abrechnen, digitale Zeiterfassung per App und vieles mehr!

Liebe Handwerkerinnen, liebe Handwerker,

mit dem Haushaltsvoranschlag 2026 hat das Land den größten Haushalt seiner Geschichte beschlossen.

Aus Sicht des Handwerks ist dieser Haushalt ein wichtiges Signal. Nicht, weil er alles löst, sondern weil er Richtung vorgibt. Investitionen in Wohnen, Infrastruktur, Mobilität, Digitalisierung und Energieeffizienz sind keine abstrakten Kapitel, sondern Bereiche, in denen das Handwerk tagtäglich wirkt.

Dort, wo gebaut, saniert, modernisiert und erneuert wird, entstehen Aufträge, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung. Jede Entscheidung in diesen Feldern hat unmittelbare Auswirkungen auf unsere Betriebe.

Gleichzeitig zeigt der Haushalt, wie wichtig Planungssicherheit ist. Förderungen, klare Rahmenbedingungen und verlässliche Finanzierungsinstrumente sorgen dafür, dass Projekte nicht aufgeschoben werden. Für kleine und mittlere Betriebe ist das entscheidend: Sie brauchen keine kurzfristigen Ankündigungen, sondern verlässliche Perspektiven, um in Qualität, Innovation und Ausbildung zu investieren.

Ein Rekordbudget allein macht noch keine Zukunft. Entscheidend ist, ob die Mittel dort ankommen, wo sie Wirkung entfalten: in den Gemeinden, in den Betrieben, bei den Menschen. Genau hier kommt die Zusammenarbeit zwischen Handwerk und öffentlicher Hand ins Spiel. Gemeinden sind zentrale Partner, wenn es um Infrastruktur, Wohnbau und Standortentwicklung geht. Ebenso wichtig ist die gemeinsame Anstrengung, auch künftig ausreichend Flächen für Handwerksbetriebe zu schaffen. Nur wenn Arbeiten, Wohnen und Wirtschaft zusammen gedacht werden, bleibt das Handwerk im Dorf verankert – heute und für die nächsten Generationen.

Euer Präsident

GEMEINDEENTWICKLUNGSPROGRAMM: ZUKUNFT PLANEN

IMMER FÜR SIE DA!

lvh.apa

Wirtschaftsverband

Handwerk und Dienstleister

Impressum manufakt – Fachzeitschrift für die Südtiroler Wirtschaft

Auflage

10.000 Exemplare für 40.000 Leser/innen hgb. und Verwaltung

lvh.apa Bildung & Service Gen. mbH

Mitterweg 7

39100 Bozen

Tel. 0471 323 200 manufakt@lvh.it

Jährliche Abo-Gebühr

55 Euro (Inland)

65 Euro (Ausland)

Leitung:

Dr. Ramona Pranter, MBA

Redaktion: Leslie Wiss (lw)

Maria Vittoria Gambelli (mg)

Verantwortliche Werbung/Sponsoring

Themen in Bewegung, Im Blick:

Dr. Margareth M. Bernard (mb)

Lektorat: Julia Ranigler, MBA

Presserechtlich Verantwortlicher:

Dr. Bernhard Christanell, MA

Reg. Tribunal Bozen

Nr. 24 am 11. Mai 1948. ROC 9592

Grafik und Layout: Longo AG

Druck: Athesiadruck GmbH Bozen www.lvh.it

PRAXIS: 29. TAG DES HANDWERKS IN JENESIEN.

STARK: DER NEUJAHRSEMPFANG DER FRAUEN IM HANDWERK.

Inhalt

08 AUSGEZEICHNET

Zwei Vinschger Betriebe erhalten deutschen Nachhaltigkeitspreis.

FOKUS

10 GEMEINDEENTWICKLUNGSPLAN

Handwerk und Gemeinden planen gemeinsam die Zukunft.

BETRIEB

14 GESUNDHEIT IM JOB

Wenn Arbeit krank macht – und wie man gegensteuert.

WEITERBILDUNG

18 DIE BRÜCKE ZUR PRAXIS

Handwerk und Berufsschulen stärken gemeinsam die Ausbildung.

BRANCHEN & BEZIRKE

22 WIE AUS IDEEN RÄUME WERDEN

David Zimmerhofer über seinen Betrieb.

29 DER WERT VON BILDERN

Neues Gesetz würdigt die Arbeit.

FRAUEN & JUNGES HANDWERK

32 ENERGIEGELADEN

Die Junghandwerker/innen starten mit einer starken Klausur ins neue Jahr.

WIRTSCHAFT & POLITIK

37 LIEFERKETTEN MIT MASSSTAB EU passt das Lieferkettengesetz an –eine Entlastung mit Signalwirkung.

HANDWERK & GESELLSCHAFT

38 ZUKUNFT ZUM ANFASSEN „Tage der offenen Tür“: Was Handwerk spannend macht.

40 FÜR- & VORSORGE IM HANDWERK Eigenvorsorge als unternehmerische Notwendigkeit. THEMEN IN BEWEGUNG

IM BLICK

44 TRENDS & MÄRKTE sta – Südtiroler Transportstrukturen AG, Hypo Vorarlberg Leasing, Triviso GmbH

Impulse

07 KLARTEXT

Von Walter Pöhl

16 ZUKUNFTSTRENDS und Tipps

20 KURSE

Das Angebot des lvh

41 IM GESPRÄCH MIT... Rechtsanwalt

Paul Lintner

AKTUELLES IM ÜBERBLICK: Was bewegt die Welt des Handwerks und der Dienstleister in Südtirol?

v.l.: Hannes Mussak (lvh-Vizepräsident), Andreas Eccel (Vizepräsident Garfidi), Angelika Wiedmer (Präsidentin Garfidi), Martin, Haller (lvh-Präsident), Walter Pöhl (lvh-Direktor), Thomas Hager (lvh-Vizedirektor), Thomas Ghirotto (lvh.apa) © lvh.apa

Neue Kooperation für mehr Service

DER WIRTSCHAFTSVERBAND HANDWERK UND DIENSTLEISTER (LVH.APA) STARTET EINE NEUE ZUSAMMENARBEIT MIT DER GARFIDI.

Ab Februar 2026 profitieren lvh-Mitglieder von kostenlosen, monatlichen Sprechstunden zu Finanzierungs- und Garantiefragen. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde heute offiziell im lvh unterzeichnet.

Ziel der Kooperation ist es, Handwerksbetriebe bei finanziellen Entscheidungen noch gezielter zu unterstützen. In den Sprechstunden erhalten Mitglieder eine individuelle und vertrauliche Beratung zu zentralen Themen wie Garantien (unter anderem FCG, SACE und Garfidi), Finanzierungsstrukturen wie Krediten und Darlehen sowie zu wichtigen Finanzierungskennzahlen. Der lvh übernimmt die Organisation, während Garfidi zusätzliche, fachliche Expertise in der Finanzierungs- und Garantiewelt einbringt. Mit der neuen Kooperation stärkt der lvh seine Servicefunktion und bietet seinen Mitgliedern eine weitere konkrete Unterstützung, um Investitionen, Wachstumsschritte und betriebliche Entwicklungen fundiert und sicher zu planen.

Unser Post des Monats

@lvh.apa

Handwerk erlebender 29. Tag des Handwerks in Jenesien Kürzlich die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Jenesien wieder echte Handwerksluft schnuppern – direkt mit Profis aus ihrer Umgebung. Auch lvh-Präsident Martin Haller und Vizepräsident Hannes Mussak schauten vorbei. Das Handwerk begeistert – und Jenesien hat’s eindrucksvoll gezeigt!

Ein großes Danke an alle teilnehmenden Betriebe und das Organisationsteam. So macht Berufsorientierung wirklich Sinn und Spaß.

www.lvh.it

#wirsindhandwerk #handwerksüdtirol

Olympia 2026: Verkehr

VERKEHRSEINSCHRÄNKUNGEN IN MEHREREN AUSTRAGUNGSORTEN WÄHREND DER OLYMPISCHEN WINTERSPIELE 2026.

Während der Olympischen Winterspiele in Antholz und Cortina werden Zonen mit beschränktem Verkehr (ZTL) eingerichtet.

Im Antholzertal wird der Verkehr an den Wettkampftagen in drei Zonen geregelt. Die Einschränkungen gelten ausschließlich an den festgelegten Veranstaltungstagen im Februar 2026. Ähnliche Verkehrsregelungen gelten auch für den Austragungsort Cortina. Für Handwerksbetriebe, die während der Wettkämpfe Arbeiten innerhalb der gesperrten Zonen durchführen müssen, sind Sonderregelungen vorgesehen.

Weitere Informationen zu den Regelungen gibt es über die QR-Codes oben.

Förderungen 2026

ALLE NEUEN FÖRDERUNGEN, VOR ALLEM AUF LANDESEBENE, IN DER DIGITAL-AUSGABE DER MANUFAKT INFO!

Die „manufakt info“ erscheint digital und wird ständig bezüglich der neuesten Fördermaßnahmen aktualisiert. Für jede Förderkategorie werden detaillierte Informationen zu den Zielgruppen, den Fördersätzen, den Antragsverfahren und den Kontaktinformationen bereitgestellt. So sind lvh-Mitglieder stets darüber informiert, wen sie wo, zu welcher Förderung kontaktieren müssen.

Nutzen Sie diese umfangreichen Fördermöglichkeiten, um Ihr Unternehmen nachhaltig zu entwickeln, neue Geschäftsmodelle zu verfolgen oder Ihre Mitarbeiter/ innen zu schulen!

Hier gehts zu den aktuellen Förderungen

„Gemeindeentwicklung braucht das Handwerk.“

Südtirol plant seine Zukunft – und das ist gut so. Mit dem Gemeindeentwicklungsprogramm für Raum und Landschaft geben sich die Gemeinden ein Instrument, das weit über einzelne Bauvorhaben hinausgeht.

Für uns als lvh ist klar: Das Handwerk ist kein Randthema der Gemeindeentwicklung, sondern ein tragender Pfeiler. Es sichert Versorgung, erhält bestehende Strukturen, schafft Arbeitsplätze und hält Dörfer und Städte lebendig. Gemeindeentwicklung, die das Handwerk stärkt, stärkt automatisch auch die Lebensqualität vor Ort. Deshalb begleiten wir diesen Prozess aktiv. Wir bringen die Perspektive unserer Mitgliedsbetriebe ein, fördern den Austausch mit den Gemeinden und setzen uns dafür ein, dass das Gemeindeentwicklungsprogramm zu einer echten gemeinsamen Agenda wird.

Südtirols Gemeinden stehen vor großen Entscheidungen. Wenn sie diese gemeinsam mit dem Handwerk treffen, entsteht etwas Dauerhaftes: Entwicklung mit Substanz, getragen von Menschen, die hier leben, arbeiten und Verantwortung übernehmen.

Euer Direktor,

Infos zu Antholz Infos zu Cortina

Zwei Vinschger Betriebe setzen Maßstäbe

ZWEI UNTERNEHMEN AUS DEM VINSCHGAU – MORIGGL RISAN (GLURNS) UND SCHÖNTHALER BAUSTEINWERK (EYRS) – WURDEN IN DÜSSELDORF MIT DEM DEUTSCHEN NACHHALTIGKEITSPREIS GEEHRT – EINEM DER RENOMMIERTESTEN PREISE EUROPAS.

Wenn im europäischen Wettbewerb um nachhaltige Innovation zwei Betriebe aus dem Vinschgau an die Spitze kommen, ist das mehr als eine Auszeichnung – es ist ein Signal.

Moriggl Risan überzeugte die Jury mit einem Verfahren, das Trinkwasserrohre innen saniert, statt sie herauszureißen. Weniger Abfall, weniger Emissionen, weniger Eingriff in die Bausubstanz – und eine Technologie, die zeigt, wie Klimaschutz im Gebäudebestand praktisch funktionieren kann.

Laut Jury senkt das Verfahren CO2-Emissionen um bis zu 85 Prozent, Wasserverbrauch um 87 Prozent und Abfall um 99 Prozent. Eine Lösung, die nicht nur ressourcenschonend ist, sondern auch wirtschaftlich Sinn ergibt.

Schönthaler Bausteinwerk erhielt die Auszeichnung für „Hanf Akustikplatten“ im Transformationsfeld Ressourcen sowie die „Hanfsteine und vorgefertigten Wände aus Hanfkalk“ im Transformationsfeld Klima. Hanf ersetzt knappe Holzressourcen, speichert CO2 und eröffnet neue gestalterische Möglichkeiten. Die Jury lobte vor allem die Verbindung aus Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Designqualität sowie

Neue lvh-Startseite

WER DIE STARTSEITE DES LVH AUFRUFT, SIEHT SOFORT: HIER HAT SICH ETWAS GETAN.

Die Website des Wirtschaftsverbandes Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) präsentiert sich nach einer Überarbeitung klarer, strukturierter und näher an den Bedürfnissen der Mitgliedsbetriebe und interessierter Besucher/ innen. Wenige Klicks führen schneller zum Ziel – egal ob es um Beratung, Förderungen, Weiterbildung oder Interessenvertretung geht. Auch visuell zeigt sich die Startseite aufgeräumter und moderner.

Kurz: Die neue Startseite macht sichtbar, wofür der lvh steht – Service, Klarheit und Nähe zum Handwerk.

das Potenzial dieser Baustoffe für einen zirkulären Bausektor. Beide Unternehmen stehen für das, was modernes Handwerk auszeichnet: Innovationskraft, Verantwortung und ein Blick nach vorn.

Die neue lvh-Startseite © lvh.apa

Moriggl Risan (oben) und Schönthaler Bausteinwerk mit dem Nachhaltigkeitspreis © Moriggl Risan / Schönthaler Bausteinwerk

„FAST 40 JAHRE IM DIENST DES HANDWERKS UND MEIN WISSENSDURST IST NOCH LANGE NICHT GESTILLT.“

Ingrid Müller begann ihr Berufsleben 1987 am alten Sitz des lvh in der Bozner Freiheitsstraße, als Lohnbuchhalterin. 1996 wechselte sie in die lvh-Außenstelle nach Brixen. Hier ist sie Anlaufstelle für die vielen kleinen und größeren Anliegen der lvh-Mitglieder. Diese betreut sie mit viel Elan und Einfühlungsvermögen. Ihre Tür ist dabei immer offen – oft auch außerhalb der Arbeitszeiten. Genau das macht für sie ihre Arbeit im lvh aber interessant und spannend.

INGRID MÜLLER Buchhaltung Bezirksbüro Brixen

© Armin Huber

Schon gewusst?

WETTBEWERB 2026: FÖRDERUNG FÜR

BETRIEBLICHE INVESTITIONEN

Seit 1. Dezember 2025 ist der Wettbewerb für betriebliche Investitionen erneut eröffnet und bietet Kleinunternehmen konkrete Unterstützung bei der Modernisierung ihrer Betriebe.

Der Förderzeitraum läuft bis zum 31. März 2026 und richtet sich an Unternehmen, Freiberuflerinnen und Freiberufler sowie Selbstständige, die im Handelsregister der Handelskammer Bozen eingetragen sind. Die Rahmenbedingungen bleiben im Wesentlichen unverändert.

Gefördert werden Investitionen in Einrichtungsgegenstände, Maschinen, Geräte, Hardware, Software sowie Arbeits- und Sonderfahrzeuge, usw.:

• Mindestinvestition = 15.000 Euro

• Höchstinvestition = 500.000 Euro

• Beitragssatz = 20 Prozent

Die Vergabe erfolgt im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens mit Punktesystem, wodurch eine sorgfältige Vorbereitung der Anträge besonders wichtig ist. Für viele Betriebe ist der Wettbewerb ein zentrales Instrument, um technische Erneuerungen, digitale Prozesse oder notwendige Erweiterungen wirtschaftlich abzusichern.

Der lvh unterstützt seine Mitgliedsbetriebe dabei umfassend und übernimmt auf Wunsch die gesamte Abwicklung – von der Antragstellung bis zur Auszahlung des Beitrags.

Die zentrale Supportstelle für Förderungen und Finanzierungen steht für Informationen und Beratung zur Verfügung und begleitet die Betriebe durch den gesamten Prozess:

Tel.: +39 0471 323 267

E-Mail: kredit@lvh.it.

WILLKOMMEN IN DER GENERATION H

> Bergmeister Bau KG des Bergmeister Sieghard & Co. | Tischler/innen | Lajen

> Tribeholz des Gitzl Martin | Tischler/innen | Bozen

> Häuslerhof des Wiedenhofer Matthias | Maschinenbaumechaniker/innen und Werzeugmacher/innen | Ritten

> Autotrasporti Gavatta Damiano | Warentransporteure/Warentransporteurinnen | Bozen

> Emanuale Manuela | Schönheitspfleger/innen | Latsch

> Oberhöller Evelyn | Schönheitspfleger/innen | Vintl

> KFZ- Werkstatt des Carlini Manuel | KFZ-Mechatroniker/innen | Margreid

> Carrozzeria Bianchi Bruno S.N.C. & Co. | Karosserietechniker/innen | Neumarkt

> Werth KFZ GmbH | KFZ-Mechatroniker/innen | Brixen

> Anrather Heizungs + Sanitäranlagen OHG | Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker/innen | Margreid

> BW Elektro vGmbH | Elektrotechniker/innen | Naturns

> Salone Mara di Cacciani Mara | Friseure/Friseurinnen | Bozen

> Lunger Christian | Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker/innen | Steinegg/Karneid

> Sanni‘s Änderungsschneiderei der Gstrein Susanne | Massschneider/innen | Partschins

> Infratec GmbH | Tiefbauunternehmer/innen | Bozen

> Bauma GmbH | Holzbaumeister/innen und Zimmerer/innen | Kaltern

> Unterthurner Daniel | Maler/innen und Lackierer/innen | Meran

Weil Handwerk nicht nur Beruf, sondern Identität ist. Was ist deine? www.generation.h.net

Raumplan für die Zukunft

OB SÜDTIROLS HANDWERKSBETRIEBE IHRE ROLLE ALS RÜCKGRAT DER GEMEINDEN

WEITER ERFÜLLEN KÖNNEN ENTSCHEIDET DER GEMEINDEENTWICKLUNGSPLAN.

Das Gemeindeentwicklungsprogramm für Raum und Landschaft (GProRL) ist eines der zentralen strategischen Instrumente Südtirols.

Es bestimmt langfristig, wo gewohnt, gearbeitet und investiert werden darf, wie sich Ortskerne entwickeln und wie Infrastruktur, Mobilität und Freiräume zusammenspielen.

Für die Gemeinden ist es ein verbindlicher Rahmen, für das Handwerk eine entscheidende Weichenstellung. Denn Raumordnung ist kein abstraktes Planungsthema, sondern wirkt unmittelbar auf den betrieblichen Alltag: auf Erweiterungsmöglichkeiten, Erreichbarkeit, Logistik, Personalgewinnung und die Umsetzung öffentlicher Aufträge.

Gerade deshalb gewinnt das Gemeindeentwicklungsprogramm aktuell an Bedeutung. Südtirol steht unter wachsendem Druck: Flächen sind begrenzt, ökologische Anforderungen steigen, gleichzeitig nehmen der Bedarf an Wohnraum, an öffentlicher Infrastruktur und an funktionierenden Dienstleistungen zu.

Entwicklung muss gelenkt werden – nicht nur verwaltet. Das Programm soll genau hier ansetzen und klare Leitplanken schaffen, ohne die Gemeinden in ihrer Handlungsfähigkeit einzuschränken.

Aus Sicht des Handwerks ist dabei ein Grundprinzip entscheidend: Planung darf nicht nur den Ist-Zustand abbilden, sondern muss Entwicklung ermöglichen.

Betriebe brauchen Perspektiven, weil sich Märkte, Technologien und Arbeitsweisen schneller verändern als ein Planungszyklus. Gewerbe- und Mischgebiete müssen so gedacht werden, dass Erweiterungen möglich bleiben, ohne später teure Umwidmungen oder Ausnahmen erzwingen zu müssen. Ebenso zentral ist die Frage der Erreichbarkeit. Handwerk bedeutet Bewegung – Kundenverkehr, Lieferverkehr, Baustellen, Notdienste. Raumplanung, die diese Realität nicht berücksichtigt, erzeugt im Alltag Reibungsverluste, die Zeit, Geld und Nerven kosten. Hinzu kommt eine der größten Herausforderungen für Gemeinden wie Betriebe gleichermaßen: der Fachkräftemangel. Wenn junge Menschen für Ausbildung oder Studium abwandern und nicht zurückkehren, fehlen nicht nur Arbeitskräfte, sondern auch die Basis für eine funktionierende lokale Wirtschaft. Wohnraum, Mobilität, Lebensqualität und Infrastruktur sind daher keine Nebenthemen, sondern entscheidende Standortfaktoren – auch für das Handwerk.

PLANUNG MIT LANGZEITWIRKUNG

Das Gemeindeentwicklungsprogramm verfolgt einen integrativen Ansatz.

Es verbindet räumliche Planung mit sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Fragestellungen. Ziel ist es, Entwicklung zu steuern, ohne sie zu blockieren: Siedlungsgrenzen werden überprüft, Gewerbe- und Mischgebiete definiert, Mobilitätsachsen neu gedacht und der Umgang mit bestehendem Leerstand neu bewertet.

Für Handwerksbetriebe bedeutet das: Planungssicherheit – oder eben das Gegenteil. Werden Flächen zu eng gefasst, Erreichbarkeit nicht mitgedacht oder Nutzungen zu stark eingeschränkt, wirkt sich das unmittelbar auf Betriebe aus. Umgekehrt zeigt die Praxis: Dort, wo Handwerk früh eingebunden wird, entstehen tragfähige Lösungen.

VÖRAN: HANDWERK ALS RÜCKGRAT DES DORFES

In der Gemeinde Vöran wurde das Handwerk von Beginn an in den Entwicklungsprozess eingebunden.

Bereits in der Phase der Bestandsaufnahme suchte die Gemeindeverwaltung den direkten Austausch mit der Ortsgruppe und den Betrieben. Ziel war es, praktische Erfahrungen in Fragen der Erreichbarkeit, der Lage von Gewerbeflächen und der Nutzung von Mischgebieten einfließen zu lassen. Bürgermeisterin Daniela Mittelberger spricht offen über eine der größten Herausforderungen: „Der anhaltende Mangel an qualifizierten Fachkräften ist im dörflichen Raum kein vorübergehendes Phänomen, sondern ein strukturelles Problem mit langfristigen Folgen.“

Fehlen Lehrlinge und Gesellen, geraten nicht nur einzelne Betriebe unter Druck, sondern auch öffentliche Bauvorhaben, Instandhaltungen und kommunale Dienstleistungen. „Ohne ausreichend Fachpersonal geraten Bauprojekte, Qualität und Kosten aus dem Gleichgewicht“, so Mittelberger. Gerade deshalb sei es entscheidend, das Handwerk als

02|2026

zentralen Pfeiler der Dorfentwicklung zu verstehen. Handwerksbetriebe sichern die Nahversorgung, erhalten Infrastruktur und machen kommunale Maßnahmen überhaupt erst umsetzbar.

„Wenn lokale Aufträge vor Ort vergeben und umgesetzt werden, stärkt das Arbeitsplätze im Dorf und die wirtschaftliche Eigenständigkeit der Gemeinde“, betont die Bürgermeisterin.

Die Zusammenarbeit mit dem Handwerk sei daher keine punktuelle Maßnahme, sondern eine dauerhafte Aufgabe.

TOBLACH: ENTWICKLUNG ZULASSEN, OHNE DAS DORF ZU VERLIEREN

Auch in Toblach wurde das Gemeindeentwicklungsprogramm als Chance verstanden, frühzeitig Weichen zu stellen.

Thomas Mohr, lvh-Ortsobmann von Toblach, beschreibt den Ansatz so: „Die große Herausforderung für unser Handwerk liegt darin, den richtigen Weitblick zu haben – wohlwissend, dass sich die Rahmenbedingungen ständig verändern.“

Ziel müsse es sein, Entwicklung durch kommende Generationen zu ermöglichen, ohne sie durch heutige Entscheidungen einzuengen. Gleichzeitig gelte es, die Bedeutung des Handwerks im Dorf klar zu benennen und zu stärken. „Handwerk ist Teil der Identität und der täglichen Versorgung – das muss sich auch in der Planung widerspiegeln“, so Mohr.

Der frühe Dialog mit der Gemeindeverwaltung habe sich bewährt. Von Anfang an sei ein konstruktiver Austausch auf Augenhöhe entstanden, der Vertrauen schaffe. „Das stimmt uns zuversichtlich, dass Entscheidungen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Handwerks getroffen werden“, halten Mohr, der Vizeobmann Christian Peer und der Ortsausschuss fest.

Gerade in einer Gemeinde mit großen Infrastrukturprojekten ist das ein entscheidender Faktor.

EPPAN: STRUKTURIERTE BETEILIGUNG UND THEMATISCHE ARBEITSGRUPPEN

In Eppan setzt man beim Gemeindeentwicklungsprogramm auf eine breit angelegte Beteiligung. Thematische Arbeitsgruppen beschäftigen sich unter anderem mit Wirtschaft, Mobilität, Siedlungsentwicklung und Landschaft. Auch hier ist das Handwerk Teil des Prozesses.

Gemeindereferent und lvh-Präsident Martin Haller bringt es auf den Punkt: „Planung muss die Realität der Betriebe widerspiegeln – von Lieferwegen über Flächenbedarf bis hin zur Vereinbarkeit von Arbeiten und Wohnen. Nur so entsteht ein Entwicklungsprogramm, das nicht nur auf dem Papier funktioniert.“

Bürgermeisterin von Vöran und Handwerkerin
Daniela Mittelberger © Daniela Mittelberger
lvh-Ortsobmann von Toblach Thomas Mohr
© Alan Bianchi

Gemeindereferent von Eppan und lvh-Präsident Martin Haller © Harald Wisthaler

Ein zentrales Anliegen sei dabei auch der Blick nach vorne. „Wenn wir wollen, dass Handwerksbetriebe im Dorf bleiben und sich weiterentwickeln können, müssen wir heute schon daran arbeiten, auch künftig geeignete Flächen für sie zu sichern und neu zu schaffen“, betont Haller. Das betreffe bestehende Betriebe ebenso wie jene Generationen, die künftig Verantwortung übernehmen. Auch für den Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) ist dieser Ansatz zentral. lvh-Präsident Martin Haller betont: „Gemeindeentwicklungsprogramme entscheiden darüber, ob Handwerksbetriebe auch in zehn oder fünfzehn Jahren noch im Dorf arbeiten können – oder ob sie durch planerische Engpässe verdrängt werden.“

Aus Sicht des lvh sei es daher essenziell, dass Handwerk nicht erst am Ende gehört werde, sondern von Beginn an Teil der Planung sei. „Handwerksbetriebe denken in Generationen. Genau diese Perspektive braucht es auch in der Raumplanung“, so Haller.

HANDWERK ALS LEBENDIGER TEIL

DER GEMEINDEN

Die Beispiele aus Vöran, Toblach und Eppan zeigen: Das Gemeindeentwicklungsprogramm ist mehr als ein technisches Planungsinstrument. Es ist ein Aushandlungsprozess darüber, wie Gemeinden ihre Zukunft gestalten wollen – wirtschaftlich, sozial und räumlich. Es ist ein Schlüssel, um Lebensqualität, wirtschaftliche Stabilität und regionale Wertschöpfung miteinander zu verbinden.

Handwerk ist nicht nur Bauwirtschaft, sondern Teil der Nahversorgung, der Instandhaltung, der Energie- und Mobilitätsdienstleistungen – kurz: ein tragender Pfeiler funktionierender Gemeinden.

lvh-Präsident Martin Haller unterstreicht: „Regionale Entwicklung gelingt dort, wo Betriebe als Partner auf Augenhöhe eingebunden werden. Wer das Handwerk früh in Planungsprozesse integriert, plant realistischer, vermeidet spätere Konflikte und erhöht die Umsetzbarkeit öffentlicher Projekte.“

Gute Raumplanung entsteht nicht am Reißbrett allein, sondern im Dialog mit jenen, die sie täglich umsetzen. Das Gemeindeentwicklungsprogramm entscheidet darüber, ob Südtirols Gemeinden in zehn Jahren noch handlungsfähig sind – wirtschaftlich, sozial und infrastrukturell.

Wo Handwerk als Partner ernst genommen wird, entstehen somit realistische, tragfähige Lösungen. Wo es fehlt, drohen langfristige Fehlentwicklungen.

Für Südtirols Gemeinden gilt daher: Wer Lebensqualität sichern will, muss das Handwerk mitdenken. Nicht als Randthema, sondern als zentralen Bestandteil einer funktionierenden Gemeinde.

INFO

Konvention mit Rechtsanwalt

Rechtsanwalt Dr. Paul Lintner ist Partner der Bozner Anwaltskanzlei ADVOCAT. Im Verwaltungsrecht liegt sein Fokus vor allem auf Raumordnung, Bau- und Vergaberecht. Die Zusammenarbeit zwischen dem lvh und Dr. Paul Lintner wird um eine Leistung erweitert. Rechtsfragen aus den oben genannten Bereichen können von lvh-Mitgliedern in der Abteilung Rechts- und Wirtschaftspolitik des lvh deponiert und im Anschluss in einer kurzen Online-Besprechnung mit Dr. Lintner erörtert werden. Anfragen über E-Mail: legal@lvh.it

ERFOLGREICHE UNTERNEHMENSFÜHRUNG: Mit dem richtigen Know-how in Management, Produktion, Verkauf, Marketing und Organisation zum Erfolg.

Wenn der Job auf den Körper schlägt

HANDWERK LEBT VOM EINSATZ DES KÖRPERS – UMSO ENTSCHEIDENDER IST ES, GESUNDHEIT UND PRÄVENTION NICHT DEM ZUFALL ZU ÜBERLASSEN, SONDERN SIE BEWUSST ZUM BESTANDTEIL DES ARBEITSALLTAGS ZU MACHEN.

Handwerk, das ist in Südtirol nicht nur Tradition und Identität, sondern auch tägliche, körperliche Arbeit: Heben, tragen, bohren, schweißen, stemmen oder schneiden gehören zum Alltag von Zimmerer/innen, Spengler/ innen, Elektrotechniker/innen und vielen anderen Gewerken.

Doch dieser körperliche Einsatz hinterlässt Spuren –manchmal im wahrsten Sinne des Wortes. Berufskrankheiten zählen zu den stillen Begleiterscheinungen der Arbeitswelt, die oft übersehen werden, bis sie nicht mehr zu ignorieren sind. In Italien und damit auch in Südtirol gelten umfangreiche Vorschriften zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Die nationale Gesetzgebung (u. a. Legislative Decree 81/2008) verpflichtet Arbeitgeber zu präventiven Maßnahmen, Risikobewertungen und Schutz-Schulungen, um Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden. Doch Prävention ist mehr als ein Gesetzestext – sie ist Haltung und Alltagspraxis.

VOM RÜCKEN BIS INS OHR: WELCHE RISIKEN WIRKLICH ZÄHLEN

Berufskrankheiten entstehen nicht über Nacht: Lärminduziertes Hörverlieren, Schädigungen des Bewegungsapparats, Atemwegs-Belastungen durch Staub oder wie-

derholte Belastung einzelner Gelenke zählen zu den häufigsten arbeitsbedingten Erkrankungen in vielen handwerklichen Berufen. Muskel-Skelett-Erkrankungen (etwa Schulterschäden, Rückenprobleme oder Sehnenscheidenentzündungen) entstehen oft durch wiederkehrende, einseitige Belastungen, die jahrzehntelang kaum wahrgenommen werden, aber später spürbar den Alltag beeinflussen. Auch Lärmschwerhörigkeit gehört dort zu

Schutzausrüstung kann helfen langfristige Erkrankungen zu reduzieren © Shutterstock

Sicherheit in der Praxis: Beispiel für einen lvh-Sicherheitskurs

EIN

THEMA FÜR ALLE –AUCH FÜR KLEINE BETRIEBE

Gerade in Südtirol, wo mehr als ein Drittel der Handwerksbetriebe im Baugewerbe oder körperlich anspruchsvollen Gewerken tätig ist, zeigt sich: Prävention ist keine Luxusfrage für Großbetriebe, sondern Alltagspraxis für Kleinbetriebe.

Schon einfache Maßnahmen – von Gehörschutz über staubarme Arbeitsverfahren bis zu ergonomischem Heben – können langfristig Schlimmeres verhindern.

den Krankheiten, die sich schleichend entwickeln, ohne aktiv spürbare Warnsignale zu schicken.

Die Anerkennung einer Krankheit als beruflich verursacht – und damit als Berufskrankheit – bedeutet nicht nur medizinische Diagnose, sondern auch Zugang zu Leistungen und Unterstützung durch den Unfall- und Berufskrankheitenversicherungsträger. In Italien ist das oft die INAIL (Istituto Nazionale per l’Assicurazione contro gli Infortuni sul Lavoro).

GESUNDHEITSSCHUTZ

ALS BETRIEBSKULTUR

Für das Südtiroler Handwerk ist klar: Gesundheitsschutz darf kein nachrangiges Thema sein.

„Gesundheitsschutz und Prävention müssen dort beginnen, wo Arbeit geformt wird – in der Werkstatt, auf der Baustelle, im Tagesablauf des Betriebs. Sicherheit ist kein Zusatz, sondern Teil einer professionellen, verantwortungsbewussten Unternehmenskultur“, unterstreicht lvh-Präsident Martin Haller.

Auch Maßnahmen zur Sensibilisierung und Früherkennung gehören dazu. Regelmäßige arbeitsmedizinische Untersuchungen, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, technische Hilfsmittel oder Schulungen sind keine bloßen Formalitäten, sondern konkret wirksame Schritte gegen langfristige Belastungen.

„Wer Prävention ernst nimmt, schützt die Mitarbeitenden und sichert damit auch die Zukunft des eigenen Betriebs“, betont lvh-Direktor Walter Pöhl.

Europaweit wird Berufskrankheiten-Statistik genutzt, um politische und betriebliche Maßnahmen zu planen. Die EU-Statistik zeigt, dass arbeitsbedingte Muskel-Skelett-Erkrankungen zu den häufigsten anerkannten Berufskrankheiten zählen und dass die verbesserte Datenerfassung Teil einer strategischen Gesundheitspolitik ist.

„Wir sehen Prävention als Investition in unsere Mitarbeitenden – und damit in die Zukunft unserer Betriebe. Prävention zahlt sich aus: in Lebensqualität, in Gesundheit und in Wettbewerbsfähigkeit,“ erklärt lvh-Präsident

Martin Haller.

GESUNDHEIT: FUNDAMENT FÜR HANDWERKLICHE ZUKUNFT

Für Südtirols Handwerk stehen heute zwei Erkenntnisse fest: Erstens, Gesundheit gehört zur täglichen Arbeit. Zweitens, Prävention wirkt dort, wo sie Teil der Unternehmenskultur und nicht nur des Gesetzestextes ist.

Wenn Handwerk als Rückgrat der lokalen Wirtschaft bestehen soll – in Zeiten des Fachkräftemangels, des demografischen Wandels und wachsender technischer Anforderungen – dann muss Gesundheitsschutz genauso ernst genommen werden wie Qualität, Ausbildung und Innovation.

Denn wer seinen Körper schützt, sichert seine Zukunft – und die Zukunft des ganzen Südtiroler Handwerks.

Kurse zur Arbeitssicherheit

Wer vorbeugt, hat nicht das Nachsehen! Der lvh bietet viele verpflichtende und freiwillige Kurse zur Arbeitssicherheit an: Jetzt informieren: INFO

Symposium zur Generationsübergabe

DIE ÜBERGABE EINES FAMILIENUNTERNEHMENS IST KEIN FORMALER AKT, SONDERN EIN KOMPLEXER PROZESS, DER WEITSICHT, KOMMUNIKATION UND KLARE STRUKTUREN VERLANGT.

Dem sensiblen Thema Generationsübergabe widmet sich das Symposium „Brücken bauen – Generationsübergabe im Familienunternehmen“, das am 9.

März 2026 ab 9.00 Uhr in Lichtenstern am Ritten stattfindet.

Hauptreferent Prof. Dr. Heiko Kleve, Experte für Familienunternehmen und Nachfolgeplanung zeigt praxisnahe Strategien auf, wie Übergabeprozesse strukturiert, Konflikte frühzeitig erkannt und Generationen sinnvoll verbunden werden können.

Das Programm setzt bewusst auf Mehrwert für Unternehmerinnen und Unternehmer: Neben fachlichen Impulsen stehen Best-Practice-Erfahrungen auf dem Programm.

Mehr Infos und Anmeldung unter: www.hdf.it.

Die Generationenübergabe im Betrieb ist ein wichtiges Thema © shutterstock

DIGITALISIERUNG GEZIELT FÖRDERN: UNTERSTÜTZUNG FÜR KLEINSTBETRIEBE 2025

Die Digitalisierung ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor – gerade für Kleinstbetriebe. Um diesen Schritt zu erleichtern, unterstützt die Autonome Provinz Bozen auch 2026 gezielt Investitionen in digitale Technologien.

Gefördert werden unter anderem Schulungen und Beratungen, Maßnahmen im Bereich Social Media, der Erwerb und die Optimierung von Software sowie die Erstellung und Weiterentwicklung von Webseiten. Ziel ist es, Betriebe dabei zu unterstützen, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, Prozesse zu vereinfachen und neue Kundengruppen zu erreichen. Der

Förderrahmen ist klar definiert: Die Mindestinvestition beträgt 2.000 Euro, maximal können Investitionen bis zu 15.000 Euro berücksichtigt werden. Der Beitragssatz liegt bei attraktiven 60 Prozent – ein deutlicher Anreiz, digitale Projekte jetzt umzusetzen. Der lvh übernimmt für seine Mitgliedsbetriebe gerne die komplette Abwicklung – von der Antragstellung bis zur Auszahlung des Beitrags. Zentrale Supportstelle für Förderungen und Finanzierungen: Tel.: +39 0471 323 267 - E-Mail: kredit@lvh.it.

Innovation & neue Märkte: Tel.: 0471 323 245 / 225 / 490 - E-Mail: innovation@lvh.it.

SMARTES HANDWERK – PRAKTISCH UMGESETZT

Wie Kreislaufwirtschaft im Betrieb ankommt

FÜR VIELE BETRIEBE IST KREISLAUFWIRTSCHAFT ZUNÄCHST EIN ABSTRAKTER BEGRIFF. WENN SIE SICH JEDOCH GEZIELT DAMIT BESCHÄFTIGEN, ZEIGT SICH SCHNELL: KREISLAUFWIRTSCHAFT WIRD GREIFBAR UND ERÖFFNET KONKRETE ANSATZPUNKTE FÜR DEN EIGENEN BETRIEB.

In den vergangenen Monaten hat IDM Südtirol als Projektpartner das Coaching-Programm für das Interreg Projekt InnoCircile in Südtirol umgesetzt und Unternehmen dabei begleitet, erste konkrete Ansätze zur Kreislaufwirtschaft zu entwickeln – praxisnah und individuell.

Wie sich dabei der Blick verändert, beschreibt Ludovico Mery von der Firma Riwega: „Ein Produktionszyklus, der den Regeln der Kreislaufwirtschaft folgt, ist keine Option, sondern er muss die Regel sein.“ Auch Hans Duffek von Workplus

v.l.:Alessia Casturà (IDM), Verena Unterberger (Alema Bau), Werner Tomasi (Gristo) und David Senese (TipTop Fenster) © EURAC

betont den praktischen Zugang: „Neu bauen bedeutet einen großen Verbrauch von Ressourcen. Wir sind deshalb der Meinung, dass man Altes erhalten und weiter nutzen soll.“ Kreislaufwirtschaft bedeutet für Betriebe keinen radikalen Umbruch. Sie hilft, Abläufe zu hinterfragen, neue Ideen zu entwickeln und das Unternehmen langfristig gut aufzustellen. Auf der Projektseite von InnoCircle finden sich praktische Infos und ein kurzer Selbsttest zum Einstieg in die Kreislaufwirtschaft: https://innocircle.eu/de

NUTZFAHRZEUGE – Fiat 600 & Fiat Panda

WEITERBILDUNG

ERFOLGSFAKTOR BILDUNG: Kontinuierliche Aus- und Weiterbildung sowie die Stärkung des Meistertitels sind das Fundament für hochwertiges Südtiroler Handwerk.

Wo Ausbildung Zukunft formt

BERUFLICHE BILDUNG ENTSTEHT NICHT IM LEHRPLAN ALLEIN. SIE ENTSTEHT DORT, WO SCHULE UND HANDWERK EINANDER ZUHÖREN. GENAU HIER SETZT DIE VERANSTALTUNGSREIHE „TREFFPUNKT SCHULE“ DES LVH AN.

Der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh. apa) sucht gezielt den Austausch mit Berufsbildungszentren und Landesberufsschulen in Südtirol – nicht als formellen Besuch, sondern als Arbeitsgespräch auf Augenhöhe.

Im Mittelpunkt steht eine einfache, aber entscheidende Frage: Wie gelingt es, junge Menschen bestmöglich auf eine berufliche Zukunft im Handwerk vorzubereiten – in einer Zeit des Fachkräftemangels, des gesellschaftlichen Wandels und steigender Anforderungen an Ausbildung und Betriebe?

Isolde Moroder

Direktorin Berufsbildungszentrum „Dipl. Ing. Luis Zuegg“ Meran

Martin Rederlechner

Direktor Berufsbildungszentrum „Christian Josef Tschuggmall“ Brixen

BILDUNG BRAUCHT PARTNERSCHAFT

In den vergangenen Monaten war der lvh in mehreren Berufsbildungszentren und Landesberufsschulen zu Gast. Die Gespräche zeigten deutlich, wie zentral der Schulterschluss zwischen Schule und Handwerksbetrieben für die Berufsausbildung ist. Überall wurde betont: Ausbildung funktioniert nur dann nachhaltig, wenn Theorie und Praxis nicht nebeneinander, sondern miteinander arbeiten. Isolde Moroder, Direktorin des Berufsbildungszentrums „Dipl. Ing. Luis Zuegg“ in Meran, brachte diesen Anspruch auf den Punkt: „Es geht heute nicht mehr allein um Fachwissen, sondern darum, Jugendlichen Stabilität, Zuversicht und Perspektiven zu vermitteln. Darin sind wir als Schule uns mit dem Verband einig. Wenn wir uns als Partner der praktischen Ausbildung in Südtirol verstehen und an dieser Zusammenarbeit feilen, dann werden wir dieser Aufgabe gerecht. Davon bin ich überzeugt“, so die Direktorin.

Lukas Josef Spitaler

Direktor Landesberufsschule für Handwerk und Industrie Bozen

TREFFPUNKT SCHULE ALS LERNRAUM

Auch am Berufsbildungszentrum „Christian Josef Tschuggmall“ in Brixen stand der Gedanke der Begegnung im Zentrum. Direktor Martin Rederlechner ordnet „Treffpunkt Schule“ als konsequenten Baustein dieser Öffnung ein: „Berufliche Bildung muss reale Arbeitswelten sichtbar machen. Der regelmäßige Kontakt mit Betrieben, Personalverantwortlichen und Verbänden ist kein Zusatz, sondern Kernauftrag. „Treffpunkt Schule“ erweitere diesen Ansatz, indem er Orientierung schafft, Vielfalt aufzeigt und den Blick für mögliche Ausbildungswege schärft – für Schülerinnen und Schüler ebenso wie für Lehrpersonen.“

DUALE AUSBILDUNG ALS AUFTRAG

Besonders klar formulierte Lukas Josef Spitaler, Direktor der Landesberufsschule für Handwerk und Industrie Bozen, die Rolle des Handwerks: „Ohne engagierte Ausbildungsbetriebe könne berufliche Bildung ihre Wirkung nicht entfalten. Moderne Unterrichtskonzepte, zeitgemäße Ausstattung und praxisnahe Inhalte sind wichtig – entscheidend bleibt jedoch die Verantwortung der Betriebe, Ausbildung aktiv mitzugestalten. Der regelmäßige Austausch mit dem lvh ist deshalb kein formeller Akt, sondern Voraussetzung für Qualität.“

SCHULE UND WIRTSCHAFT ALS BRÜCKE

Auch in Bruneck wurde diese Haltung geteilt. Edith Hochgruber, Direktorin des Berufsbildungszentrums Bruneck, beschreibt „Treffpunkt Schule“ als wertvolle Gelegenheit, den Dialog mit dem lvh zu vertiefen und gemeinsam Perspektiven für die Fachkräfte von morgen zu entwickeln. „Das Berufsbildungszentrum versteht sich bewusst als Brücke zwischen Schule und Wirtschaft – ein Selbstverständnis, das durch den persönlichen Austausch gestärkt werde“, unterstrich die Direktorin.

HERAUSFORDERUNGEN ANSPRECHEN

Am Berufsbildungszentrum Schlanders wurde der Blick bewusst auf aktuelle Herausforderungen gelenkt. Direktorin Virginia Maria Tanzer hob hervor, wie wichtig ein offener Dialog über Themen wie Ausbildungsqualität, Lehrermangel, Prüfungskommissionen und demografische Entwicklungen sei. „Dass der lvh diese Fragen aktiv aufgreift und gemeinsam mit den Schulen an tragfähigen Lösungen arbeite, ist ein starkes Signal. Die Vereinbarung, den regelmäßigen Austausch fortzuführen, unterstreiche den gemeinsamen Anspruch, duale Ausbildung weiterzuentwickeln“, erklärte Tanzer.

BERUFE SICHTBAR MACHEN

Auch dort, wo die Berührungspunkte mit dem Handwerk traditionell geringer sind, erwies sich der Austausch als wertvoll. Edit Meraner, Direktorin der Landesberufsschule für Handel und Grafik „Johannes Gutenberg“ in Bozen, betont:

Edith Hochgruber

Direktorin Berufsbildungszentrum Bruneck

Virginia Maria Tanzer

Direktorin Berufsbildungszentrum Schlanders

Edit Meraner

Direktorin Landesberufsschule „Johannes Gutenberg“ Bozen

Hannes Mussak lvh-Vizepräsident

„Projekte wie die WorldSkills oder Initiativen des lvh machen das Potenzial beruflicher Ausbildung sichtbar. Gespräche über Praktika, Berufsattraktivität und Ausbildungspflicht sind ein wichtiger Impuls – gerade in einem Umfeld, das sich zunehmend verändert.“

EIN NETZWERK MIT WIRKUNG

„Treffpunkt Schule“ zeigt: Zukunftssicherung im Handwerk beginnt nicht erst im Betrieb, sondern im Dialog. Schule und Handwerk teilen dieselbe Verantwortung – für Qualität, Orientierung und Perspektiven. Der lvh versteht sich dabei als verbindendes Element zwischen Bildungseinrichtungen und Betrieben, als Übersetzer zwischen den Anforderungen der Praxis und dem pädagogischen Auftrag.

Auch lvh-Vizepräsident Hannes Mussak unterstreicht die strategische Bedeutung dieses Austauschs: „Wenn wir wollen, dass junge Menschen ihren Weg im Handwerk finden, müssen wir dort präsent sein, wo Orientierung entsteht. Treffpunkt Schule ist genau dieser Raum – ehrlich, direkt und auf Augenhöhe.“

Die Gespräche machen deutlich, wie viel Substanz in dieser Zusammenarbeit steckt – und wie groß das Potenzial ist, wenn sie konsequent weitergeführt wird. Denn wo Schule und Handwerk sich regelmäßig treffen, entsteht mehr als Austausch: Es entsteht Vertrauen. Und genau das ist die Grundlage für eine starke Berufsausbildung in Südtirol.

Praktikum im Handwerk

DER WEG INS HANDWERK BEGINNT OFT MIT EINEM ERSTEN BLICK ÜBER DIE SCHULTER –UND GENAU DAZU BIETEN DIE SOMMER- UND BETRIEBSPRAKTIKA IDEALE MÖGLICHKEITEN: JETZT CHANCEN FÜR DEN NACHWUCHS SCHAFFEN.

Ob schulbegleitetes Praktikum ab 14 Jahren oder Orientierungspraktikum in den Sommermonaten: Beide Modelle geben Jugendlichen realistische Einblicke in Berufe, die sie sonst kaum kennenlernen würden.

Dass diese Chance nicht nur jungen Menschen, sondern auch den Betrieben zugutekommt, zeigen die Fakten deutlich: „Praktika stärken das Image des Handwerks, bringen frische Impulse in den Betrieb und helfen, zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig zu erkennen“, erklärt lvh-Vizepräsident Hannes Mussak. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein unschätzbarer Vorteil.“

Die Rahmenbedingungen sind klar geregelt – von Versicherung, Aufsichtspflicht und Arbeitszeiten bis hin zur Rolle der Tutorinnen und Tutoren. Die Broschüre „Betriebspraktika ab 14 Jahren“ zeigt übersichtlich, wie die Zusammenarbeit zwischen Betrieb und Schule funktioniert.

Bei den Sommerpraktika wiederum steht der praktische Einstieg im Vordergrund: Jugendliche ab 15 Jahren können Berufe ausprobieren, Talente entdecken und Betriebe im Alltag unterstützen. Für den Nachwuchs ist das eine wertvolle Entscheidungshilfe – und für die Betriebe die Gelegenheit, potenzielle Lehrlinge direkt kennenzulernen.

Der lvh ruft seine Mitgliedsbetriebe daher auf, auch heuer

Der Weg ins Handwerk beginnt oft mit einem Praktikum © shutterstock

Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen.

„Jeder Betrieb, der mitmacht, leistet einen direkten Beitrag zur Fachkräftesicherung – und zeigt jungen Menschen, wie vielseitig und bedeutend das Handwerk ist“, unterstreicht Priska Reichhalter, Landesobfrau der Junghandwerker/innen im lvh.

Alle Informationen für Interessierte Betriebe sind unter: www.lvh.it/berufsbildung zu finden.

WER ANPACKT, WILL AUCH WEITERKOMMEN.

Im lvh-Kurskalender finden Sie neue Ideen, Praxiswissen und Anregungen für Ihren Berufsalltag. Jetzt entdecken: www.lvh.it/kurse oder direkt über diesen QR-Code:

ANDWERK TRIFFT SCHULE

Handwerk zum Anfassen –29. Tag des Handwerks in Jenesien

Schülerinnen und Schüler der Mittelschule

Jenesien trafen kürzlich auf Handwerkerinnen und Handwerker aus ihrer unmittelbaren Umgebung und konnten ausprobieren, fragen, staunen. Vom klassischen Bauhandwerk über Technik und Gestaltung bis hin zu Dienstleistung, Gastronomie und Schönheitspflege reichte die Bandbreite. Das Handwerk zeigte sich in seiner ganzen Vielfalt – und in seiner regionalen Stärke.

Organisiert wurde der 29. Tag von einem engagierten Organisationsteam der lvh-Ortsgruppe

Jenesien, unter der Leitung von Engelbert Rungger, in Zusammenarbeit mit zahlreichen Betrieben und der Mittelschule Jenesien, allen Voran Schulleiter Prof. Karl Mair. Unterstützt wurden diese von der HGV-Ortsgruppe Jenesien, den Elternvertretern und der Gemeinde Jenesien.

Für die Bereitschaft, die Zeit, das Know-how und die Begeisterung zu teilen, bedanken sich lvh-Ortsobmann

Thomas Oberkofler, Bürgermeister Paul Romen, Vizebürgermeister, sowie Referent für Schule und Kultur Gerhard

NICHTS MEHR VERPASSEN

v.l.: Lorenz Taber (Gemeindereferent), Engelbert Rungger (Hauptorganisator der lvh-Ortsgruppe Jenesien), Gerhard Hofer (Vizebürgermeister und Gemeindereferent), Thomas Oberkofler (lvh-Ortsobmann), Paul Romen (Bürgermeister), Hannes Mussak (lvh-Vizepräsident), Maria Magdalena Innerhofer (Schulstellenleiterin der MS Jenesien) und Karl Mair (Schulleiter der MS Jenesien) @ lvh.apa

Hofer und die Direktorin der Mittelschule Jenesien, Priska Neulichedl.

Jenesien hat eindrucksvoll vorgemacht, wie Berufsorientierung Sinn und Freude verbindet.

@lvh.apa / @generation.handwerk

Rentri, MUD, AEE, CONAI?

Klingt kompliziert.

Ist es auch – ausser mit uns.

Der lvh unterstützt dich – damit du dich auf das konzentrieren kannst, was du am besten kannst: dein Handwerk.

Informiere dich jetzt!

DIE VIELFALT DES HANDWERKS: Neuigkeiten, Trends, die Projekte der lvh-Berufsgemeinschaften und aktuelle Wirtschaftsthemen auf einen Blick.

BRANCHEN & BEZIRKE Handwerk, das Räume persönlich macht

TAPEZIERER/INNEN-RAUMAUSSTATTER/INNEN:

WER AHRO POLSTERMÖBEL KENNT, SPÜRT SCHNELL: HIER GEHT ES NICHT UM SERIENFERTIGUNG, SONDERN UM MENSCHEN, UM RÄUME, DIE PASSEN MÜSSEN. UND UM EIN HANDWERK, DAS ZUHÖRT, ENTWIRFT UND UMSETZT.

David Zimmerhofer führt den Betrieb heute gemeinsam mit seiner Schwester Noemi – und zwar mit jener Selbstverständlichkeit, die entsteht, wenn jemand von klein auf Teil eines Unternehmens ist.

„Ich bin im Betrieb aufgewachsen“, sagt Zimmerhofer. „Ich habe jede Position durchlaufen – von der Werkstatt bis zur Organisation.“ Dieses Durchlaufen ist bei AHRO keine Floskel, sondern gelebte Realität. Es erklärt, warum Entscheidungen praxisnah sind und warum der Betrieb weiß, wovon er redet, wenn er Maßarbeit verspricht.

RAUMAUSSTATTUNG ALS

KREATIVE TEAMARBEIT

Was Zimmerhofer an seinem Beruf besonders schätzt, ist der unmittelbare Kontakt mit Menschen.

„Raumausstattung ist eine kreative Geschichte. Man arbeitet nicht nur mit Materialien, sondern mit Ideen, Vorstellungen und Bedürfnissen“, sagt der Firmenchef. Ein Projekt beginnt oft mit einem Gespräch, manchmal mit einer Skizze – und endet mit einem Möbelstück, das exakt in einen Raum und zu den Menschen passt, die ihn nutzen.

„Mit den Kundinnen und Kunden ein richtig bäriges

David Zimmerhofer zeigt uns, dass Möbelgestaltung ein Prozess ist: Jeder Arbeitsschritt... © AHRO

...und präziser Handhabung © AHRO ...ist begleitet von sorgfältiger... ©

Projekt zu entwickeln und es dann auch verwirklicht zu sehen – das macht den Job spannend“, erklärt Zimmerhofer begeistert. Genau dieser Weg von der Idee bis zum fertigen Möbel ist es, der den Arbeitsalltag bei AHRO prägt.

ZWEI STANDORTE:

EIN GEMEINSAMER ANSPRUCH

Der Betrieb beschäftigt rund 20 Mitarbeitende, ein bewusst junges Team zwischen 20 und 35 Jahren. Gearbeitet wird an zwei Standorten: In St. Jakob im Ahrntal befinden sich Lager und Tischlerei, wo die Gestelle für die Polstermöbel gefertigt werden.

In Mühlen in Taufers ist die Tapeziererwerkstatt angesiedelt – dort arbeiten ausschließlich ausgebildete Tapeziererinnen und Tapezierer.

„Dass wir alles im eigenen Haus machen, ist ein großer Vorteil“, erklärt Zimmerhofer. „So können wir Qualität wirklich steuern und jedes Möbelstück individuell umsetzen.“

Personalisierte Polstermöbel sind bei AHRO kein Zusatzangebot, sondern der Kern des Geschäfts.

VERANTWORTUNG: SCHRITT FÜR SCHRITT

In den vergangenen Jahren hat sich auch die Unternehmensführung weiterentwickelt. Die Betriebsübernahme war dabei eine zentrale Etappe – herausfordernd, aber nicht überraschend. „Die Übernahme war in den letzten zwei Jahren sicher die größte Herausforderung“, sagt Zimmerhofer offen. „Aber sie hat sich über lange Zeit angebahnt.“ Heute führt er den Betrieb gemeinsam mit seiner Schwester – partnerschaftlich und mit klarer Rollenverteilung.

BODENSTÄNDIG, IN BEWEGUNG

Auch außerhalb des Betriebs spielt Bewegung eine große Rolle.

Sport ist für Zimmerhofer Ausgleich und Konstante: Fußball beim SSV Ahrntal in der Oberliga, im Winter Skifahren, im Sommer Radfahren.

Werden Sie mit einer E-Mail zum Betrieb des Monats: manufakt@lvh.it

Vielleicht ist es genau diese Mischung aus Erdung und Dynamik, die AHRO Polstermöbel prägt: ein Betrieb, der tief im Handwerk verwurzelt – und gleichzeitig offen für neue Ideen, neue Projekte und neue Räume ist.

AHRO

02|2026

Neues Kapitel für echte „Helden“

BAUMEISTER/INNEN UND MAURER/INNEN:

HANDWERK IST MEHR ALS NUR MAUERN UND MÖRTEL — ES IST IDENTITÄT, KÖNNEN UND ZUKUNFT. GENAU DAS WILL DIE KAMPAGNE „HELDEN DER BAUSTELLE“ WIEDER STÄRKER INS BEWUSSTSEIN RÜCKEN.

Die erfolgreiche Kampagne „Helden der Baustelle“ bekommt 2026 ein professionelles Update. Seit der ersten Auflage vor einigen Jahren hat sich viel verändert — und nun starten die Verantwortlichen mit dem Relaunch 2026 eine neue, professionellere Phase, um Handwerk neu zu präsentieren. Die Branche steht vor gewaltigen Herausforderungen: Fachkräftemangel, demografischer Wandel, steigende Qualitätsanforderungen. Zugleich verschiebt sich das Image „klassischer“ Handwerksberufe – zu Unrecht, wie viele meinen. Mit dem Relaunch zielt „Helden der Baustelle“ darauf ab, Handwerk als modernen und zukunftsorientierten Beruf zu zeigen. Dabei kommt es nicht nur auf starke Bilder an, sondern auf professionelle Begleitung: Social-Media-Kanäle, authentische Geschichten, Medienpräsenz und begleitende Ausbildungsevents.

Die neue Kampagne richtet sich nicht nur an Lehrlinge,

sondern an alle, die mit Handwerk ihre Zukunft bauen wollen — ob jung oder erfahren, lokal verwurzelt oder mit Migrationserfahrung. Ziel ist es, Stolz auf das Handwerk neu zu entfachen und dessen gesellschaftliche Bedeutung sichtbar zu machen.

“Helden der Baustelle“ © Hannes Niederkofler

Unter Wasser gedacht

TIEFBAUUNTERNEHMER/INNEN:

DERZEIT ENTSTEHT ZWISCHEN DÄNEMARK UND DEUTSCHLAND EINES DER AMBITIONIERTESTEN BAUPROJEKTE EUROPAS: DER FEHMARNBELT-TUNNEL.

SÜDTIROLS TIEFBAUUNTERNEHMER/INNEN SAHEN SICH DAS PROJEKT GENAUER AN.

Die Tiefbauunternehmer/innen im lvh machten sich auf den Weg nach Kopenhagen, um das Großprojekt Fehmarnbelt-Tunnel aus nächster Nähe zu studieren. Der rund 18 Kilometer lange Absenktunnel wird künftig Dänemark und Deutschland miteinander verbinden und gilt schon heute als das längste Bauwerk seiner Art weltweit. Entstehen wird er nicht klassisch durch Vortrieb, sondern aus vorgefertigten Betonelementen, die auf dem Meer transportiert, präzise abgesenkt und am Meeresboden miteinander

Die Gruppe in Kopenhagen © lvh.apa

verbunden werden. Eine Bauweise, die höchste Genauigkeit erfordert – und ein perfektes Zusammenspiel von Planung, Ausführung und Kontrolle.

Für Südtirols Tiefbauunternehmer/innen war der Besuch mehr als eine technische Exkursion. Er war ein Blick darauf, wie sich ihr eigenes Berufsbild weiterentwickelt. „Solche Projekte zeigen eindrucksvoll, welche Rolle der Tiefbau bei der Umsetzung großer Infrastrukturvorhaben spielt – und wie wichtig Fachkompetenz, Erfahrung und Innovationsbereitschaft sind“, betont die Berufsgemeinschaft.

Vor Ort wurde deutlich, dass der eigentliche Kraftakt weniger im einzelnen Bauteil liegt als im Zusammenspiel aller Komponenten: industrielle Vorfertigung, internationale Logistik, digitale Planung und ein eng getakteter Bauablauf. Tiefbau im Großmaßstab heißt hier vor allem, Komplexität beherrschbar zu machen – eine Herausforderung, die auch den Alltag vieler Südtiroler Tiefbauunternehmen prägt, wenn auch in kleinerem Maßstab.

Bauen wir Zukunft. Aus Holz.

HOLZBAUMEISTER/INNEN UND ZIMMERER/INNEN:

„NEUES BAUEN MIT HOLZ IM ÖFFENTLICHEN BEREICH“.

Holz ist längst mehr als ein traditioneller Baustoff. Es steht heute für Klimaschutz, Innovation und regionale Wertschöpfung – und gewinnt insbesondere im öffentlichen Bauen stark an Bedeutung. Genau diesem Thema widmet sich der Holzbaukongress 2026, der am Freitag, 24. April ab 8.00 Uhr im Forum Brixen stattfindet.

Unter dem Titel „Neues Bauen mit Holz im öffentlichen Bereich“ bringt der Kongress Fachleute aus Handwerk, Planung, Architektur, Ingenieurwesen, Forst- und Holzwirtschaft sowie Vertreter/innen aus Politik und Verwaltung zusammen. Natürlich sidn auch Privatleute herzliche willkommen. Ziel ist es, fundierte Einblicke zu geben, aktuelle Entwicklungen einzuordnen und den Holzbau als zukunftsfähige Lösung im öffentlichen Sektor weiter zu stärken. Die Tagung bietet ein dichtes und inhaltlich starkes Programm mit renommierten Referentinnen und Referenten. Sie setzen den Rahmen für

einen Kongress, der fachliche Qualität mit wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragestellungen verbindet. Der Holzbaukongress 2026 richtet sich an alle, die am öffentlichen Bauen beteiligt sind oder es künftig stärker mitgestalten wollen. Es handelt sich dabei nicht nur um eine Fachveranstaltung, sondern ein klares Signal: Die Zukunft des Bauens ist konstruktiv, nachhaltig – und aus Holz.

Südtirol als starke Stimme im europäischen Holzbau

HOLZBAUMEISTER/INNEN UND ZIMMERER/INNEN: BEI DER KÜRZLICH STATTGEFUNDEN GENERALVERSAMMLUNG DER TIMBER CONSTRUCTION EUROPE (TCE) WURDE DIE FÜHRUNG BESTÄTIGT UND KLARE SCHWERPUNKTE FÜR DIE ZUKUNFT GESETZT.

Der europäische Dachverband (TCE) vereint nationale Holzbau-Organisationen aus Italien, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Deutschland und vertritt damit die Interessen von über 22.000 Holzbaubetrieben in Europa. Im Mittelpunkt der Tagung standen der Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr sowie strategische Weichenstellungen für die Zukunft des Holzbaus – vor dem Hintergrund wachsender ökologischer Anforderungen und komplexer regulatorischer Rahmenbedingungen. Ein zentraler Punkt der Versammlung

Konrad Blaas, Vizepräsident TCE und Vizeobmann der Berufsgemeinschaft

© Gabriel Höllrigl

waren die Vorstandswahlen. Peter Aicher wurde dabei als Präsident von Timber Construction Europe bestätigt. Auch das Präsidium wurde neu bestellt. In diesem Gremium tragen die Vertreterinnen und Vertreter der nationalen Trägerverbände den Titel Vizepräsident

bzw. Vizepräsidentin. Konrad Blaas, Vertreter der Kooperation der Südtiroler Verbände und Inhaber von Holzbau Blaas in Laas, wurde erneut in dieses Präsidium gewählt. Damit bleibt Südtirol auch auf europäischer Ebene direkt in die strategische Arbeit des Holzbaus eingebunden. Neben den formellen Beschlüssen bot die versammlung auch Raum für fachlichen Austausch. Gemeinsam wollen die Mitgliedsverbände Normen, Regeln und Ausbildungswege weiterentwickeln, um den ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Bauwirtschaft aktiv zu begegnen. Für das Handwerk –auch in Südtirol – ist das ein wichtiges Signal: Der Holzbau wird europäisch gedacht, aber regional umgesetzt.

Eindruck vom Holzbaukongress 2025 © lvh.apa
„Mal

bunt – Mal weise – Mal du“

MALER/INNEN UND LACKIERER/INNEN: UNTER DEM SLOGAN „MAL BUNT – MAL WEISE – MAL DU“ RÜCKT EINE NEUE

IMAGEKAMPAGNE EIN HANDWERK INS LICHT, DAS OFT UNTERSCHÄTZT WIRD –OBWOHL ES ÜBERALL PRÄSENT IST: DIE MALER/INNEN UND LACKIERER/INNEN.

Manchmal reicht ein neuer Anstrich, um einen Raum zu verändern. Und manchmal braucht es eine neue Erzählung, um einen Beruf sichtbar zu machen. Genau hier setzt die mehrjährige Imagekampagne der Maler/innen und Lackierer/innen an. Sie will nicht erklären, sondern zeigen und neugierig machen. Die Kampagne spricht gezielt junge

Menschen und Quereinsteiger an – ohne Klischees, ohne verstaubte Bilder. Stattdessen: echte Gesichter aus der Praxis, klare Aussagen, starke Bilder. Authentische Testimonials zeigen, was den Beruf heute ausmacht: kreative Freiheit, fachliche Präzision, Verantwortung für Nachhaltigkeit und ein Arbeitsalltag, der sichtbar bleibt.

Verbreitet wird diese neue Erzählung dort, wo Aufmerksamkeit entsteht: auf Social Media und Printmedien in einer visuellen Sprache, die hängen bleibt. Die Imagekampagne macht deutlich, dass Maler/innen und Lackierer/innen längst mehr sind als Ausführende. Sie sind kreative Fachkräfte mit Zukunft, die Räume formen, Werte sichtbar machen und Lebensqualität schaffen. Oder anders gesagt: Sie bringen Farbe ins Leben – und Haltung ins Handwerk.

Über den QR-Code geht‘s zu den Videos der Malerkampagne © rotwild

Zwischen Tradition und Zukunft

HAFNER/INNEN:

EIN HANDWERK IM GESPRÄCH –EIN BERUF, DER WEISS, DASS SICHTBARKEIT KEIN ZUFALL IST.

Beim traditionellen Stammtisch der Hafner/innen im lvh wurde deutlich, wie lebendig ein Handwerk bleibt, wenn es sich selbst kritisch betrachtet. In geselliger Atmosphäre kamen Fachleute, Wegbegleiter und Interessierte zusammen, um über das zu sprechen, was den Beruf heute ausmacht – und was ihn morgen tragen soll. Im Zentrum des Abends stand das Imageprojekt Hafner. Vorgestellt wurde die neue Kampagne von einem Unternehmensberater, der aufzeigte, wie sich das Hafnerhandwerk zeitgemäß positionieren kann, ohne seine Wurzeln zu verlieren.

Es ging um Sichtbarkeit, um Sprache, um Bilder – und um die Frage, wie ein

Eindruck des Stammtisches © BG Hafner/innen

Genau diese Verbindung aus Tradition und Moderne soll die Imagekampagne nach außen tragen.

Der Hafner-Stammtisch zeigte: Image entsteht nicht durch Hochglanz allein, sondern durch Dialog. Und Zukunft entsteht dort, wo ein Beruf bereit ist, über sich selbst zu sprechen.

Beruf, der mit Feuer, Material und Präzision arbeitet, auch in der öffentlichen Wahrnehmung klar erkennbar bleibt. Die Diskussion machte schnell deutlich: Das Hafnerhandwerk ist weit mehr als ein nostalgisches Bild von Kachelöfen. Es steht für hohe technische Kompetenz, nachhaltige Heizlösungen und individuelle Gestaltung. Gleichzeitig lebt es von jahrhundertealtem Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Jetzt Meister/in werden!

BAU- UND GALANTERIESPENGLER/INNEN:

DER WEG IST FREI: DER NEUE MEISTERKURS FÜR BAU- UND GALANTERIESPENGLER/INNEN

STEHT KURZ VOR DEM ABSCHLUSS DER PLANUNGSPHASE UND SOLL AB 2027 ERSTMALS DIREKT IN SÜDTIROL STARTEN.

In Vorbereitung: Der Meisterkurs © shutterstock

Mit dem Start des Meisterkurses für Bau- und Galanteriespengler/innen wird eine langjährige Lücke geschlossen: Bisher mussten angehende Meister/innen ihre Ausbildung im Ausland absolvieren. Möglich wird dieser Schritt durch die enge Zusammenarbeit mit dem Amt für Lehrlings- und Meisterausbildung sowie durch den großen Einsatz des Berufsbeirats unter Obmann Andreas Plank, der das Projekt maßgeblich vorangetrieben hat.

Geplant ist eine praxisnahe Meisterausbildung mit rund 440 Unterrichtsstunden, die Theorie und Praxis eng verzahnt. Der Kursaufbau berücksichtigt sowohl die Anforderungen der Bau- als auch der Galanteriespenglerei und ist so konzipiert, dass er sich gut mit dem Berufsalltag vereinbaren lässt. Anfang Mai 2026 ein Informationstreffen für interessierte Kandidatinnen und Kandidaten vorgesehen, bei dem Inhalte, Ablauf und Voraussetzungen vorgestellt werden. Der geplante Kursstart 2027 in Südtirol ist ein starkes Signal für die Weiterentwicklung der Berufsgemeinschaft.

Qualifikation auf Höchstspannung

ELEKTROTECHNIKER/INNEN:

KÜRZLICH ZOGEN DIE VERANTWORTLICHEN DES LANDESAMTES FÜR LEHRLINGS- UND MEISTERAUSBILDUNG GEMEINSAM MIT DER PRÜFUNGSKOMMISSION UND MEHREREN KURSTEILNEHMERN BILANZ ÜBER DEN ABGESCHLOSSENEN VORBEREITUNGSLEHRGANG.

Mit der feierlichen Übergabe der Meisterdiplome im vergangnen November im NOI Techpark Bozen erreichte die aktuelle Meisterausbildung für Elektrotechnik einen sichtbaren Höhepunkt: Neun Elektrotechniker konnten nach zwei intensiven Ausbildungsjahren ihren Meistertitel entgegennehmen. Ein Abschluss, der nicht nur persönlicher

Ausbildung

Erfolg ist, sondern auch ein starkes Signal für die Qualität der beruflichen Ausbildung im Südtiroler Handwerk. Der Vorbereitungslehrgang umfasste insgesamt 750 Unterrichtsstunden, verteilt auf zwei Jahre. Inhaltlich zählt die Meisterausbildung in der Elektrotechnik zu den breitesten im Handwerk. Neben Elektronik und Digitaltechnik standen unter anderem Installationskunde, Klima- und Beleuchtungstechnik, Gebäudesystemtechnik sowie Steuerungs- und Regeltechnik auf dem Programm. Diese Vielfalt spiegelt die rasante technologische Entwicklung des Berufs wider – und die wachsenden Anforderungen an moderne Elektrotechnikerbetriebe.

Für die nächste Auflage der Meisterausbildung sind bereits Weiterentwicklungen geplant. Der Fokus soll noch stärker

auf zukunftsrelevanten Themen liegen, etwa Photovoltaik, Elektromobilität, Künstliche Intelligenz und technische Kommunikation mit entsprechender Software. Zudem ist vorgesehen, Expertenunterricht vermehrt direkt in Betrieben durchzuführen, um Theorie und Praxis noch enger miteinander zu verknüpfen.

Umso wichtiger ist hierbei die enge Zusammenarbeit mit den Elektrotechniker/innen im lvh, die auch künftig eine tragende Rolle spielen werden.

Der Blick nach vorne ist bereits gerichtet: Die nächste berufsspezifische Meisterausbildung für Elektrotechnik ist für das Jahr 2028 geplant. Sie soll erneut qualifizierte Fachkräfte hervorbringen, die das Südtiroler Handwerk stärken und die technische Entwicklung aktiv mitgestalten.

Stark durch Wissen und Prävention

KAMINKEHRER/INNEN:

DIE BERUFSGEMEINSCHAFT BLICKT

AUF EIN ARBEITSREICHES JAHR 2025 ZURÜCK.

Ein klarer Schwerpunkt der Kaminkehrer/innen im lvh lag auf der Aus- und Weiterbildung.

Der Meisterkurs für Kaminkehrer/innen, die Berufsschule, der Feuerungskontrolleurekurs sowie Pflicht- und Aufbaukurse sorgten für eine fundierte Qualifikation des Nachwuchses und für laufende Weiterbildung der Betriebe. Ergänzt wurde das Angebot durch berufsübergreifende Kurse, etwa für Installateure, die das Zusammenspiel der Gewerke stärken.

Mit der CO-Kampagne „Sicheres Heizen“ setzte die Berufsgemeinschaft gemeinsam mit Partnern ein starkes Zeichen für Prävention. Regelmäßige Kontrollen, fachgerechte Wartung und Aufklärung bleiben zentrale Inst-

Die Kaminkehrer/ innen im lvh blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück © lvh.apa

rumente, um Risiken zu minimieren. Der Pflichtkurs 2025, an dem rund 80 Kaminkehrer teilnahmen, vertiefte aktuelle technische und rechtliche Anforderungen in Zusammenarbeit mit dem Amt für Luft und Lärm. Auch die Nachwuchsarbeit kam nicht zu kurz. Bei „Abenteuer Handwerk“ in Meran präsentierten die Kaminkehrer/innen ihren Beruf praxisnah und verständlich. Zahlreiche Schülerinnen

Zwischen Jubiläum und Aufbruch

KÄLTE- UND KLIMATECHNIKER/INNEN:

und Schüler erhielten Einblicke in ein Handwerk, das Technik, Verantwortung und Umweltbewusstsein verbindet. Auch die Zusammenarbeit mit dem Amt für Brandverhütung stärkte die Sichtbarkeit des Berufs.

Die Kaminkehrer/innen im lvh setzen weiterhin auf Qualität, Ausbildung und Prävention – als Grundlage für ein sicheres und zukunftsfähiges Handwerk in Südtirol.

FÜR DIE KÄLTE- UND KLIMATECHNIKER WAR DAS VERGANGENE JAHR EINES, DAS ZEIGTE, WIE SICH EIN GEWERK ENTWICKELT, WENN ERFAHRUNG, AUSBILDUNG UND NEUGIER ZUSAMMENKOMMEN.

Bei der Jahreshauptversammlung in der Berufsschule Bozen feierte die Berufsgemeinschaft ihr 30-jähriges Bestehen. Drei Jahrzehnte, in denen sich die Branche technisch neu erfunden hat – ein schöner Moment, um gemeinsam zurückzublicken und nach vorne zu schauen.

Im Juni legten sechs angehende Fachkräfte erfolgreich ihre Gesellenprüfung ab. Gleichzeitig startete die neu strukturierte Ausbildung mit Modul 1 und 2. Theorie und Praxis greifen enger ineinander, Inhalte werden klarer gegliedert. Ein großes Lob gilt hier unserem engagierten Referenten und Beiratsmitglied Klaus Donà.

Im September besuchte eine Delegation des Berufsschulzentrums Lindau Südtirol. Ziel: eine nachhaltige Zusammenarbeit im Ausbildungsbereich aufzubauen. Den Schlusspunkt setzte die Landesmeisterschaft WorldSkills Italy in der Messe Bozen. Vom 18. bis 20. September traten drei junge Kälte- und Klimatechniker an und vertraten ihr Gewerk mit sichtbarem Ehrgeiz. Ein rundum gelungenes Jahr, das zeigt, wie engagiert und zukunftsorientiert die Kälte- und Klimatechniker/innen arbeiten.

Der Berufsbeirat der Kälte- und Klimatechniker/ innen © lvh.apa

Investition in Können und Zukunft

TAPEZIERER/INNEN-RAUMAUSSTATTER/INNEN:

IM MITTELPUNKT DER JAHRESVERSAMMLUNG DER BERUFSGEMEINSCHAFT STAND EIN

RÜCKBLICK AUF DAS JAHR 2025, VOR ALLEM JENE INITIATIVEN, MIT DENEN GEZIELT IN DIE AUSBILDUNG UND FÖRDERUNG DES NACHWUCHSES INVESTIERT WURDE.

Obmann Robert Egger betonte in seiner Begrüßungsrede, dass alle Aktivitäten des vergangenen Jahres konsequent darauf ausgerichtet waren, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern und ihnen Perspektiven zu eröffnen. „Ohne gut ausgebildeten Nachwuchs gibt es kein starkes Handwerk – deshalb investieren wir gezielt in Ausbildung und

Sichtbarkeit unseres Berufs“, unterstrich Egger. Er dankte dem Berufsbeirat für das große ehrenamtliche Engagement und die kontinuierliche fachliche Arbeit, die wesentlich zur Weiterentwicklung der Berufsgemeinschaft beiträgt. Besondere Impulse brachte der Austausch über die Landesgrenzen hinaus. Als Ehrengäste nahmen Josef Miller, Innungsmeister-Stv. der Maler/innen und Tapezierer/innen aus Tirol, sowie Trixi Bichler, Fachlehrerin aus Tirol, an der Versammlung teil. Ein weiterer Höhepunkt war die Prämierung der Gewinner/innen bei WorldSkills Italy 2025, die einmal mehr zeigten, wie wichtig dieser Wettbewerb für Motivation und Qualitätsentwicklung im Handwerk ist. Die Jahresversammlung machte deutlich: Die Tapezierer/ innen-Raumausstatter/innen im lvh setzen bewusst auf Nachwuchsförderung, fachlichen Austausch und starke Netzwerke.

v.l.: Simon Höller (Berufsbeirat), Robert Egger (Obmann), Emma Verdorfer Schuster (Gewinnerin Worldskills Italy), Esther Valentini (Teilnehmerin Bundeslehrlingswettbewerb) und Nico Leins (3. Worldskills Italy) © lvh.apa

Mehr Platz, mehr Transparenz, mehr Vertrauen

METZGER/INNEN: GEFLÜGEL AUS SÜDTIROL STEHT UNTER EINEM QUALITÄTSVERSPRECHEN: REGIONALE HERKUNFT, STRENGE TIERWOHLKRITERIEN UND LÜCKENLOSE NACHVOLLZIEHBARKEIT VOM HOF BIS ZUR SCHLACHTUNG – „QUALTITÄT SÜDTIROL“.

Südtirols Geflügel trägt das Gütesiegel „Qualität Südtirol“ – damit verbunden sind umfassende Standards. Alle Tiere müssen im Land gemästet und geschlachtet werden. Vorgeschrieben sind artgerechte Stallbedingungen mit Tageslicht, verpflichtender Auslauf, klar begrenzte Tierdichten und Mindestverweildauern im Betrieb. Neu sind auch festgelegte Mindestflächen für den Auslauf – ein klares Bekenntnis zum natürlichen Bewegungsdrang der Tiere. Antibiotika zur Vorbeugung, Hormone oder leistungssteigernde Substanzen sind ausgeschlossen, ebenso gentechnisch verändertes Futter. Stattdessen gehören freie Körnergabe, Grit für Verdauung und Knochenbildung sowie eine konsequent saubere Einstreu zum Standard. Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet das: Geflügelfleisch mit garantierter Herkunft, hoher Lebensmittelsicherheit und nachvollziehbarer Qualität. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Metzgereien als Schnittstelle zwischen Produktion und Konsum. „Für die Südtiroler

Metzgereien ist das Qualitätszeichen ein enormer Gewinn“, betont Klaus Kofler, Obmann der Metzger/innen im lvh. „Wir können unseren Kundinnen und Kunden nun Geflügelfleisch anbieten, das nicht nur geschmacklich überzeugt, sondern auch höchsten Tierwohl- und Herkunftsstandards entspricht. Diese Verlässlichkeit macht den Unterschied.“

Klaus Kofler © lvh.apa

02|2026

RENTRI: Klare Entlastung

KÖRPERPFLEGE:

GESETZLICHE NEUERUNG SORGT FÜR

SPÜRBARE ENTLASTUNG UND WENIGER

BÜROKRATIE IM BERUFSSEKTOR.

Eine seit Langem geforderte Vereinfachung ist Realität: Mit dem Haushaltsgesetz 2026 werden Friseurinnen und Friseure, Kosmetikstudios, sowie Tätowierer/innen von der Registrierungspflicht im nationalen elektronischen Abfallregister RENTRI ausgenommen. Nach laut unermüdlichem Einsatz der Confartigianato, setzt der Gesetzgeber ein deutliches Zeichen für mehr Verhältnismäßigkeit bei bürokratischen Vorgaben. Konkret wurde Artikel 188-bis des Einheitstextes für Umwelt angepasst. Tätigkeiten aus dem Wellness- und Schönheitssektor fallen damit nicht mehr unter die Pflicht zur Eintragung in das digitale Register zur Rückverfolgbarkeit von Abfällen. Eine Regelung, die eine langjährige Forderung der betroffenen Berufsgruppen aufgreift und nun gesetzlich verankert ist. Unverändert bleiben jedoch die grundlegenden Pflichten im Umgang mit Abfällen. Auch ohne RENTRI-Registrierung

müssen Friseurinnen und Friseure, Kosmetikstudios, sowie Tätowierer/innen weiterhin gefährliche Abfälle wie Nadeln, Einwegklingen oder kontaminierte Materialien ordnungsgemäß über zugelassene Entsorgungsunternehmen entsorgen. Die entsprechenden Abfallbegleitscheine sind in Papierform aufzubewahren, und die Entsorgung hat mindestens einmal jährlich zu erfolgen.

70 Jahre statt 20: Der Wert von Bildern

FOTOGRAFINNEN/FOTOGRAFEN UND FILMER/INNEN:

DAS GESETZ 182/2025 DEFINIERT

DEN WERT VON FOTOGRAFIEN NEU.

Bislang verloren, in Italien, sogenannte „einfache Fotografien“ – also Bilder ohne ausdrücklich anerkannten „kreativen Charakter“ – nach 20 Jahren ihren exklusiven Schutz. Ab dem 18. Dezember 2025 gilt etwas anderes: Der Schutz wird auf 70 Jahre ausgeweitet. Ein Zeitraum, der bislang nur „echten Werken“ vorbehalten war. Was bedeutet das? Vor allem eines: Der Gesetzgeber zweifelt daran, dass die alte Grenze zwischen „kreativ“ und „nicht kreativ“ noch zeitgemäß ist. Der Blick durch den Sucher, die Wahl des Moments, die Technik, die Nachbearbeitung – all das ist heute Teil eines kreativen Prozesses. Und wer einmal gesehen hat, wie viel Können in

professioneller Fotografie steckt, wird sich fragen, warum nur ein Teil davon urheberrechtlich als „Werk“ gelten soll. Harald Wisthaler, Obmann der Fotografinnen/Fotografen und Filmemacher/ innen im lvh, bringt diesen Wandel auf den Punkt: „In einer Zeit, in der Bilder massenhaft entstehen, wird oft übersehen, wie viel Handwerk und Erfahrung hinter professioneller Fotografie stehen.

Der verlängerte Schutz ist ein klares Signal: Unsere Arbeit hat Wert – und verdient langfristige Anerkennung.“

Die neue Regelung anerkennt den Wert einer Fotografie auch dann, wenn das Kreative nicht offiziell bestätigt ist. Die jetzige Reform ist also weniger Abschluss als Auftakt: Denn jedes Bild hat eine/n Urheber/in. Und jedes Bild hat einen Wert.

Die Betriebe des Sektors werden entlastet © Sophia Kobald
Harald Wisthaler © wisthaler.com

Das Handwerk hilft!

BEZIRK UNTERVINSCHGAU:

DIE LVH-ORTSGRUPPE LATSCH HAT EINE SPENDENAKTION INS LEBEN GERUFEN,

DIE DORT ANSETZT, WO HANDWERKLICHES DENKEN UND VERANTWORTUNG

ZUSAMMENTREFFEN: BEIM TRANSPORT VON HAGELNETZEN IN DIE UKRAINE.

In der Ukraine werden Hagelnetze dringend benötigt, um landwirtschaftliche Flächen zu schützen – ein stiller, aber entscheidender Beitrag zur Sicherung von Ernten unter schwierigen Bedingungen. Organisiert wird die Aktion von der lvh-Ortsgruppe Latsch in Zusammenarbeit mit den Freunden von SOS Ukraine in Košice (Slowakei). Gesammelt werden gezielt Spenden für die Logistik: für den Transport der Netze dorthin, wo sie ihren Zweck erfüllen können.

Für die Ortsgruppe ist die Initiative Ausdruck eines Selbstverständnisses, das über den eigenen Betrieb hinausgeht. „Handwerk bedeutet für uns nicht nur Qualität und Verlässlichkeit im Alltag, sondern auch Verantwortung zu übernehmen, wenn Hilfe konkret möglich ist“, betont die lvh-Ortsgruppe Latsch. Jeder Beitrag fließt direkt in die Organisation des Transports – sachlich, effizient und ohne Umwege. Die Aktion zeigt, was entsteht, wenn regionale Netzwerke schnell und pragmatisch handeln: kein abstraktes Solidaritätsbekenntnis, sondern ein klar definiertes Ziel mit messbarem Nutzen.

Flyer zum Spendenaufruf © lvh-OG Latsch

FRAUEN & JUNGES HANDWERK

DIE GRUPPEN IM LVH: Frauen und Junghandwerker/innen: Ihre Initiativen, Projekte, Unternehmungen und ihr Einsatz für das Handwerk.

Klausurtagung 2025: Voller Energie ins neue Jahr!

JUNGHANDWERKER/INNEN:

EIN INTENSIVER ARBEITSTAG, AN DEM EINE RICHTUNG DEFINIERT WURDE.

AUSTAUSCH, STRATEGIE UND TEAMGEIST STANDEN IM MITTELPUNKT – MIT

EINEM KLAREN ZIEL: 2026 AKTIV, SICHTBAR UND WIRKSAM ZU GESTALTEN.

Die Junghandwerker/innen sind offiziell im „2026-Modus“ angekommen. In Arbeitsrunden wurden neue Ideen entwickelt, bestehende Formate weitergedacht und konkrete Veranstaltungen vorbereitet. Ein Schwerpunkt lag

Die Junghandwerker/innen in Aktion während der Klausurtagung © lvh.apa

auf der Stärkung der Bezirksgruppen: Sie sollen künftig noch näher an den jungen Betrieben sein, regionale Themen aufgreifen und den Austausch unter Gleichgesinnten fördern. Ebenso intensiv diskutiert wurde die Zusammenarbeit mit den Landesberufsschulen – als zentrale Schnittstelle zwischen Ausbildung, Betrieb und Zukunftsperspektive im Handwerk.

Dass Engagement und Weiterentwicklung auch Inspiration brauchen, zeigte ein Programmpunkt abseits der klassischen Sitzungsformate: Die Führung durch die Brennerei Schwarz bot Einblicke in unternehmerische Konsequenz, Qualitätsdenken und den Mut, eigene Wege zu gehen. Ein Beispiel dafür, wie Handwerk Tradition, Innovation und Persönlichkeit verbinden kann.

Auch der gemeinsame Ausklang auf der Leadner Alm war mehr als nur ein geselliger Abschluss. Netzwerken, Gespräche auf Augenhöhe und das Gefühl, Teil eines starken Ganzen zu sein, gehören zur DNA der Junghandwerker/innen – ebenso wie das gemeinsame Arbeiten an Zukunftsthemen. Die Junghandwerker/innen sind bereit für 2026 – motiviert, gut vernetzt und voller Ideen.

Neujahrsempfang: Frauen gestalten Fortschritt

FRAUEN:

BEIM NEUJAHRSEMPFANG 2026 DER FRAUEN IM HANDWERK TRAFEN SICH ZAHLREICHE UNTERNEHMERINNEN, MITARBEITERINNEN UND PARTNERINNEN DES HANDWERKS UNTER DEM MOTTO „FRAUEN GESTALTEN FORTSCHRITT“.

Zahlreiche Gäste versammelten sich kürzlich im Haus des Handwerks zum traditionellen Neujahrsempfang der Frauen im Handwerk.

Durch den Abend führten Landesobfrau Petra Holzer gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Daniela Bortolon, die in ihren Beiträgen die Bedeutung von Austausch, Netzwerk und gegenseitiger Unterstützung betonte. In ihrer Ansprache hob Holzer hervor, dass Fortschritt im Handwerk weit über technische Innovationen hinausgehe: „Fortschritt entsteht dort, wo Verantwortung übernommen wird, wo Prozesse weitergedacht werden und wo der Mensch im Mittelpunkt steht. Frauen leisten genau hier tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag –sichtbar und oft auch im Hintergrund, aber immer mit großer Wirkung“.

FRAUEN. WANDEL. HANDWERK.

Ein besonderer Fokus lag auf den Themen Digitalisierung, Mitarbeiterführung und Nachhaltigkeit. Gerade in Zeiten des Wandels seien es vielfach Frauen, die digitale Abläufe in den Betrieben vorantreiben, für wertschätzende Führung sorgen und nachhaltige Entscheidungen mit

Weitblick treffen. Diese Fähigkeiten seien angesichts von Fachkräftemangel und gesellschaftlichen Veränderungen ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Handwerk.

Der Einladung zum Neujahrsempfang waren zahlreiche Frauen aus dem Handwerk gefolgt. Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem lvh-Präsident Martin Haller, lvh-Direktor Walter Pöhl, Parlamentarier Dieter Steger, Landesrätin Rosmarie Pamer, die Landtagsabgeordneten Waltraud Deeg und Elisabeth Rieder, Altlandeshauptmann Luis Durnwalder sowie Petra Erhart-Ruffer, Bezirksvorsitzende der Frau in der Wirtschaft Landeck. Höhepunkt des Abends war der inspirierende Vortrag von Karin Ausserhofer unter dem Titel „Gestalte, sonst wirst du gestaltet“. Mit klaren Impulsen und praxisnahen Denkanstößen ermutigte sie die Anwesenden, ihre Rolle aktiv wahrzunehmen und Veränderungen selbstbewusst mitzugestalten.

Den stimmungsvollen Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen in gemütlicher Atmosphäre, das Raum für persönliche Gespräche, Vernetzung und Austausch bot –ganz im Sinne des Mottos des Abends: Frauen gestalten Fortschritt, gemeinsam und nachhaltig.

Eine geballte Ladung Frauenpower im Haus des Handwerks © lvh.apa

02|2026

WIRTSCHAFT & POLITIK

HANDWERK BESTIMMT MIT: Auf lokaler, nationaler und auch internationaler politischer und wirtschaftlicher Ebene hat das Handwerk eine wichtige Stimme.

Ein Haushalt mit Gewicht –und Wirkung

8,8 MILLIARDEN EURO SIND MEHR ALS EINE ZAHL. SIE SIND EIN POLITISCHES STATEMENT. MIT DEM HAUSHALTSVORANSCHLAG 2026 HAT DER SÜDTIROLER LANDTAG DEN FINANZIELL UMFANGREICHSTEN LANDESHAUSHALT DER GESCHICHTE BESCHLOSSEN.

Landeshauptmann Arno Kompatscher sprach nach der Genehmigung von neuen Perspektiven für Familien, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie junge Menschen.

Der Anspruch ist klar formuliert: soziale Gerechtigkeit stärken, wirtschaftliche Stabilität sichern und gleichzeitig die Weichen für eine langfristig zukunftsfähige Entwicklung stellen.

Der Haushalt 2026 versteht sich nicht als reines Zahlenwerk, sondern als Instrument zur aktiven Gestaltung. Entscheidend ist jedoch weniger die Höhe als die Richtung, die dieser Haushalt vorgibt.

Aus Sicht der Wirtschaft ist dieser Haushalt ein klares Signal: Südtirol nutzt seinen finanziellen Spielraum, um Stabilität zu sichern und Zukunft zu ermöglichen.

Josef Tschöll, Vorsitzender der SVP-Wirtschaft, ordnet ein: „Dieser Haushalt ist das Ergebnis harter Arbeit und einer leistungsfähigen Wirtschaft. Er zeigt, dass Wachstum, soziale Verantwortung und Investitionen zusammen gedacht werden können und müssen.“

SOZIALE SICHERHEIT ALS FUNDAMENT

Die soziale Gerechtigkeit bleibt auch 2026 ein zentrales

Thema. Das Land investiert gezielt in Pflege, Inklusion und Unterstützungsmaßnahmen für besonders vulnerable Gruppen. Die Weiterentwicklung der Familienförderung – etwa durch höhere Leistungen und neue ISEE-Kategorien – zielt darauf ab, Unterstützung treffsicherer zu gestalten.

Auch im Gesundheitsbereich setzt der Haushalt auf langfristige Strukturen: wohnortnahe Versorgung, Gemeinschaftshäuser, eine stärkere Rolle der Allgemeinmedizin sowie Investitionen in Personal, Ausbildung und Arbeitsbedingungen.

Für Tschöll ist klar: „Soziale Sicherheit ist kein Kostenfaktor, sondern ein Standortfaktor. Wer Familien, Pflege und Gesundheit stärkt, schafft Verlässlichkeit – für Menschen und für Betriebe.“

WOHNEN, INFRASTRUKTUR, ZUKUNFT

Ein Schwerpunkt des Haushalts 2026 liegt auf dem Wohnen – einem der sensibelsten Themen für Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Wohnreform soll leistbares Wohnen fördern, unter anderem durch Maßnahmen gegen Kurzzeitvermietung, Verbesserungen beim Bausparen, günstigere Kredite

und neue Vorgaben für den gemeinnützigen Wohnbau. Gerade hier sieht das Handwerk große Hebelwirkungen.

Investitionen in Wohnbau, Sanierung und Infrastruktur wirken direkt auf regionale Wertschöpfungsketten.

lvh-Präsident Martin Haller bringt es auf den Punkt: „Jede Investition in leistbares Wohnen und Infrastruktur ist auch eine Investition in regionale Betriebe. Das Handwerk ist dort stark, wo gebaut, saniert und modernisiert wird.“

Parallel dazu investiert das Land in Mobilität, Digitalisierung, Innovation und nachhaltige Unternehmensentwicklung.

Energieeffizienzmaßnahmen und der Ausbau erneuerbarer Energien werden weitergeführt – Felder, in denen Handwerksbetriebe eine Schlüsselrolle spielen.

RÜCKENWIND FÜR DAS HANDWERK

Für den Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) ist der Haushalt 2026 insgesamt positiv zu bewerten.

lvh-Präsident Martin Haller verweist darauf, dass ein Budget dieser Größenordnung nicht vom Himmel fällt: „Es handelt sich um die höchste Gesamtsumme, die jemals als Landeshaushalt zur Verfügung stand. Möglich wird das vor allem durch den Einsatz und die Leistungsfähigkeit der Südtiroler Betriebe und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Besonders wichtig für das Handwerk sind jene Maßnahmen, die Investitionen begünstigen – von Förderungen über günstige Finanzierungen bis hin zu klaren Rahmenbedingungen. Sie schaffen Planungssicherheit und sorgen dafür, dass Projekte nicht aufgeschoben, sondern umgesetzt werden.

Auch Josef Tschöll unterstreicht diesen Zusammenhang: „Gezielte Förderungen und Investitionsanreize sind kein Selbstzweck. Sie sorgen dafür, dass Betriebe modernisieren, Arbeitsplätze sichern, ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern und regional Wertschöpfung schaffen können. Das Handwerk ist dabei ein tragender Pfeiler.“

REKORDBUDGET MIT VERANTWORTUNG

Der Haushalt 2026 ist kein Sparprogramm, aber auch kein kurzfristiges Konjunkturpaket. Er ist Ausdruck eines politischen Verständnisses, das wirtschaftliche Stärke, soziale Verantwortung und Zukunftsinvestitionen miteinander verbindet.

Für das Handwerk bedeutet das: bessere Rahmenbedingungen, mehr Planungssicherheit und reale Chancen, in Innovation und Qualität zu investieren. Oder, wie es Tschöll zusammenfasst: „Ein starker Haushalt ist dann erfolgreich, wenn er in den Betrieben ankommt. Der Haushaltsvoranschlag 2026 geht in diese Richtung.“

8,8 Milliarden Euro lösen nicht automatisch alle Probleme. Aber sie eröffnen Handlungsspielräume.

Wie gut diese genutzt werden, wird sich in den kommenden Jahren zeigen – im Handwerk, in den Betrieben und in der Lebensqualität im Land.

lvh-Präsident Martin Haller © Harald Wisthaler
Josef Tschöll, Vorsitzender der SVP-Wirtschaft © RST

Reden wir drüber!

TOBLACH: WIE SICH LOKALES HANDWERK UND GEMEINDE AUSTAUSCHEN UM GEMEINSAM ZUKUNFT ZU GESTALTEN.

Beim jüngsten Austausch zwischen dem lvh-Ortsausschuss Toblach und dem Gemeindeausschuss standen zentrale Weichenstellungen für die Entwicklung der Gemeinde im Mittelpunkt.

Ein zentrales Signal kam von Bürgermeister Martin Rienzner: Viele öffentliche Aufträge können weiterhin im Ort oder im unmittelbaren Umkreis vergeben werden. Der lvh regte an, dabei verstärkt den wettbewerblichen Dialog zu nutzen, um regionalen Betrieben frühzeitig Planungssicherheit zu geben. lvh-Direktor Walter Pöhl unterstrich die Rolle des Handwerks als Teil der Nahversorgung. Auch die Werbesteuer war Thema: Durch eine vom lvh angestoßene Gesetzesänderung in Rom besteht nun die Hoffnung auf eine einheitlichere Anwendung, was sowohl Gemeinden als auch Betrieben zugutekommen würde.

Ein sichtbares Zeichen der Zusammenarbeit setzte die lvh-Ortsgruppe mit der Übergabe eines handgefertigten Geschenks an den Bürgermeister: einer Holzskulptur im Stil der „Steinernen Mandln“, angelehnt an die Kunstinstallationen zu den Olympischen Winterspielen 2026. Das

lvh-Spitze und lvh-Ortsauschuss mit Bürgermeister Rienzer (mit Schürze und Skulptur) © lvh.apa

Werk steht sinnbildlich für das, was Sport und Handwerk verbindet – Präzision, Ausdauer und Teamgeist – und unterstreicht den Beitrag des Handwerks zur Identität und Zukunft der Gemeinde.

lvh-Ortsobmann Thomas Mohr betonte zudem die konstruktive Zusammenarbeit der lvh-Ortsgruppe mit Bürgermeister Rienzer und dem Ausschuss.

Die gemeinsame Botschaft des Treffens war klar: Weniger Bürokratie und mehr Spielraum für Betriebe sind entscheidend, um lokale Wertschöpfung zu sichern und Toblach zukunftsfähig zu gestalten.

Punkteführerschein auf Baustellen: Ausnahmen

SEIT DEM 1. OKTOBER 2024 GILT IN ITALIEN DER SOGENANNTE PUNKTEFÜHRERSCHEIN FÜR BAUSTELLEN. BETROFFEN SIND UNTERNEHMEN UND SELBSTSTÄNDIGE ARBEITER, DIE AUF TEMPORÄREN ODER MOBILEN BAUSTELLEN TÄTIG SIND.

Das System ist einfach aufgebaut: Jede betroffene Person oder jedes Unternehmen startet mit 30 Punkten. Bei Verstößen gegen Sicherheitsbestimmungen werden Punkte abgezogen. Sinkt das Punktekonto unter 15 Punkte, darf die Tätigkeit auf der Baustelle nicht mehr ausgeübt werden. Damit wird Sicherheit zu einem messbaren und kontrollierbaren Faktor im Baustellenalltag. Nicht alle Unternehmen und Selbstständigen unterliegen jedoch dieser Verpflichtung. Eine zentrale Ausnahme betrifft Betriebe mit einer SOA-Zertifizierung der Klasse III oder höher. Diese Zertifizierung bestätigt die technische, organisatorische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens und ersetzt den Punkteführerschein vollständig.

Ausgenommen sind außerdem Anbietende, die ausschließlich Lieferungen oder sogenannte intellektuelle

Dienstleistungen erbringen. Dazu zählen etwa Planungsbüros, Berater/innen oder Projektmanager/innen, die nicht physisch auf der Baustelle arbeiten. Auch Unternehmen oder Selbstständige, die lediglich Materialien anliefern, ohne in den Bauablauf eingebunden zu sein, benötigen keinen Punkteführerschein. Wichtig ist jedoch die klare Abgrenzung: Sobald Unternehmen oder Selbstständige physisch auf der Baustelle arbeiten, greift die Verpflichtung zum Punkteführerschein. Für Handwerksbetriebe ist es daher entscheidend, die eigene Tätigkeit genau einzuordnen und rechtzeitig zu prüfen, ob der Punkteführerschein erforderlich ist. Der lvh empfiehlt seinen Mitgliedern, sich frühzeitig zu informieren, um rechtliche Konsequenzen und Baustellenstillstände zu vermeidem. Mehr Informationen gibt der lvh, E-Mail: rechtsberatung@lvh.it.

Weniger Ketten, mehr Klarheit

Das Lieferkettengesetz der EU sieht vor, dass künftig nur noch Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von über 1,5 Milliarden Euro unter die verschärften Sorgfaltspflichten fallen. Für das Südtiroler Handwerk ist das eine wichtige Klarstellung. Aus Sicht des Wirtschaftsverbandes Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) bedeutet diese Entscheidung vor allem eines: mehr Verhältnismäßigkeit. Ursprünglich hätten bereits Betriebe mit 1.000 Mitarbeitenden und 450 Millionen Euro Umsatz umfangreiche Prüf- und Dokumentationspflichten entlang ihrer Lieferketten erfüllen müssen. Für kleinteilig strukturierte Wirtschaftsregionen wie Südtirol hätte das erhebliche indirekte Belastungen bedeutet. Das Ziel des Lieferkettengesetzes bleibt unbestritten richtig: Menschenrechte und Umweltstandards weltweit stärken, Zwangs- und Kinderarbeit bekämpfen, Verantwortung entlang globaler Wertschöpfungsketten verankern. Doch gerade aus Sicht des Handwerks gilt: Verantwortung entfaltet nur dann Wirkung, wenn sie umsetzbar bleibt. Ein Regelwerk, das pauschal Kontroll- und Dokumentationspflichten über mehrere Stufen hinweg vorsieht, hätte in der Praxis vor allem Bürokratie erzeugt, ohne reale Verbesserungen vor Ort sicherzustellen.

Die nun beschlossene Lockerung reduziert dieses Risiko deutlich. Klein- und Mittelbetriebe werden nicht länger durch indirekte Prüfpflichten in Haftungsketten gedrängt, die sie weder beeinflussen noch kontrollieren können.

Aus Sicht des lvh ist die Entscheidung deshalb ein Signal für mehr Augenmaß in der europäischen Gesetzgebung. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, Energie- und Kostenbelastungen braucht das Handwerk klare, verständliche und zielgerichtete Rahmenbedingungen – keine Regelwerke, die Ressourcen binden, ohne Mehrwert zu schaffen.

Bis 2028 müssen die Mitgliedsstaaten die neuen Vorgaben in nationales Recht überführen. Erst dann wird sich zeigen, wie konsequent die angekündigte Entlastung tatsächlich umgesetzt wird.

Im Gespräch mit...

Paul Lintner

Rechtsanwalt

01

Auf was ist beim Gemeindeentwicklungsprogramm zu achten?

Das Gemeindeentwicklungsprogramm hat eine gesetzliche Gültigkeit von mindestens zehn Jahren. Daher müssen bei seiner Ausarbeitung weitsichtige und realistische Überlegungen angestellt werden. Insbesondere ist die Siedlungsgrenze so zu definieren, dass die zukünftige Entwicklung einer Gemeinde nicht unnötig eingeschränkt wird und ausreichend Handlungsspielraum für Wohnen, Wirtschaft und Infrastruktur bleibt.

02

Was sind die Herausforderungen bei der Raumordnung?

Die Raumordnung legt die grundlegenden Regeln für das Bauen und die Entwicklung unseres Landes fest. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, diese Regeln klar, nachvollziehbar und rechtssicher zu formulieren.

Gleichzeitig müssen Bauwerber und Gemeinden genügend Flexibilität behalten, um Projekte sinnvoll, bedarfsgerecht und zukunftsorientiert umsetzen zu können.

03

Warum ist gute Raumplanung so wichtig?

Gute Raumplanung schafft Planungssicherheit für Bürgerinnen und Bürger, Betriebe und öffentliche Verwaltung.

Sie ermöglicht eine geordnete, nachhaltige Entwicklung und hilft dabei, Nutzungskonflikte frühzeitig zu erkennen und ausgewogen zu lösen.

HANDWERK & GESELLSCHAFT

ARBEIT ALLEIN BESTIMMT NICHT DAS LEBEN: Geselliges Beisammensein und gute Unterhaltung werden im Handwerk groß geschrieben.

Wo Zukunft greifbar wird

MEHR ALS 1.200 JUGENDLICHE HABEN IN DIESEN TAGEN ERLEBT, WIE KONKRET ZUKUNFT SEIN KANN – NICHT IN BROSCHÜREN ODER POWERPOINT-FOLIEN, SONDERN IN WERKSTÄTTEN, KLASSENZIMMERN UND GESPRÄCHEN AUF AUGENHÖHE.

Schüler und Eltern informierten sich © lvh.apa

Verena Gufler (2. v.l.) am lvh-Stand © lvh.apa

Die „Tage der offenen Tür“ an den Berufsbildungszentren in Bruneck, Brixen („Christian Josef Tschuggmall“), Meran („Dipl. Ing. Luis Zuegg“) und Schlanders sowie an den Landesberufsschulen für Handwerk und Industrie und für Handel und Grafik („Johannes Gutenberg“) in Bozen öffneten Räume, in denen Berufswahl plötzlich greifbar wurde. Im Mittelpunkt standen die Ausbildungsangebote der Berufsbildung – vielfältig, praxisnah und näher an der Realität, als es viele Jugendliche zuvor erwartet hatten. Genau hier setzte auch der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) an. Unter dem Leitspruch „Ausbildung mit Qualität. Dein Erfolg. Deine Zukunft im Handwerk!“ präsentierte die Abteilung Berufsbildung die gesamte Bandbreite der Handwerksberufe. Über 1.200 junge Menschen informierten sich am interaktiven Stand

© lvh.apa

v.l.: Walter Pöhl mit Tochter Sophia, Heidi Röhler und Herbert Kasal

des lvh, der bewusst auf Einheitlichkeit und Übersicht setzte: nicht überfordern, sondern Orientierung bieten. „Unser Ziel ist es, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern und ihnen die vielfältigen Zukunftschancen aufzuzeigen“, bringt lvh-Präsident Martin Haller den Anspruch auf den Punkt.

Dass Berufsorientierung nicht trocken sein muss, zeigte sich beim digitalen Handwerks-Quiz. Zehn Fragen, viele lachende Gesichter, ein spielerischer Wettlauf gegen die Zeit – Lernen ohne erhobenen Zeigefinger. „Ein unterhaltsames Spiel, das Wissen vermittelt und gleichzeitig Freude macht“, sagt lvh-Vizepräsident Hannes Mussak. Als kleine Anerkennung gab es eine süße Überraschung von Loacker. Ergänzend boten Postkarten einen kompakten Überblick über die Handwerksberufe – mit direkter Verlinkung zur Plattform Generation H.

Noch entscheidender war jedoch das, was jenseits von Bildschirmen und Quizfragen passierte. In den Werkstätten der Berufsbildungszentren konnten die Jugendlichen selbst Hand anlegen, Materialien spüren, Abläufe verstehen. „Diese Initiative zeigt einmal mehr die zukunftsweisende und wertschätzende Zusammenarbeit zwischen den Berufsbildungszentren und dem lvh“, betont lvh-Direktor Walter Pöhl.

Mit dabei waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Berufsgemeinschaften – darunter Verena Gufler, Obfrau der Schönheitspfleger/innen, Herbert Kasal, Obmann der Berufsgemeinschaft der Elektrotechniker/innen, Heidi Röhler, Obfrau der Kälte- und Klimatechniker/ innen, sowie Patrick Schwarz, Berufsbeiratsmitglied der Elektrotechniker/innen.

Was bleibt, ist mehr als ein gut besuchter Orientierungstag. Es ist das Bild eines Handwerks, das sich öffnet, erklärt und einlädt. Nicht laut, nicht belehrend – sondern so, wie Zukunft entstehen sollte: durch Begegnung, Erfahrung und die Möglichkeit, selbst auszuprobieren.

v.l.: Miriam Pellizzari (Vizedirektorin LBS Bozen), Linda Haller, Lukas Josef Spitaler, Martin Haller und Herbet Kasal © lvh.apa

Ineressierte Jugendliche und Eltern © lvh.apa

v.l.: Lukas Josef Spitaler und Hannes Mussak im Gespräch © lvh.apa

Das Handwerk begeistert © lvh.apa

THEMEN IN BEWEGUNG

GROSSE THEMEN: Wenn der Sozialstaat an Grenzen stößt, wird Eigenvorsorge zur Pflicht. Warum Unternehmer heute handeln müssen.

Neue Wege der Vorsorge

IN EINEM SOZIALSTAAT, DER AN SEINE GRENZEN GESTOSSEN IST, SCHEINT EIGENVERANTWORTUNG DIE BESTE ENTSCHEIDUNG FÜR EINE BASISABSICHERUNG SOWOHL IM BERUFSLEBEN ALS AUCH IM ALTER. LESEN SIE, WIE DAS HANDWERK AUFGESTELLT IST.

Ein Sozialstaat, der über Jahrzehnte Sicherheit garantiert hat, stößt zunehmend an strukturelle und finanzielle Grenzen. Demografischer Wandel, steigende Kosten und wachsende Anforderungen machen deutlich: Staatliche Systeme allein können die Absicherung in Zukunft nicht mehr im bisherigen Umfang gewährleisten. Eigenverantwortung wird damit zu einem zentralen Prinzip – nicht als Ersatz, sondern als notwendige Ergänzung des Sozialstaates.

SOZIALE AUSGEWOGENHEIT

FÜR DAS GESAMTE HANDWERK

Gerade für das Handwerk bedeutet dies ein Umdenken. Betriebe, Unternehmer/-innen und Mitarbeiter/-innen sind gefordert, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, die langfristige Sicherheit bieten. Bilaterale Körperschaften übernehmen dabei eine Schlüsselrolle: Sie verbinden Solidarität mit Nähe zur Praxis, kennen die spezifischen Bedürfnisse des Handwerks und ermöglichen maßgeschneiderte Vorsorgemodelle, die staatliche Leistungen sinnvoll ergänzen. Diese gemeinschaftlich getragenen Strukturen stehen für ein ganzheitliches Verständnis von Vorsorge – sozial ausgewogen, wirtschaftlich nachhaltig und nah an den Menschen. Wer heute auf bilaterale Lösungen setzt, stärkt nicht nur die eigene Zukunft, sondern auch die Stabilität des gesamten Handwerks.

Der Sozialstaat deckt Unternehmer/-innen nur begrenzt ab.

ITALIENS SOZIALSTAAT WACKELT

Bekanntlich ist der italienische Sozialstaat strukturell unterfinanziert. Drei Viertel der Steuerzahler/-innen erzielen Einkommen unter 29.000 Euro und können nur ein Viertel des gesamten Steueraufkommens tragen. Diese Mittel reichen nicht einmal aus, um die Gesundheits- und Sozialausgaben zu decken, die jährlich über 300 Milliarden Euro betragen. Trotz Wirtschafts- und

Beschäftigungswachstum bleibt die Zahl jener, die das System finanzieren, nahezu unverändert gering. Eine kleine Gruppe von rund zehn Millionen Steuerzahlerinnen und -zahlern trägt mehr als 75 Prozent der gesamten Einkommensteuer.

DIE ZUSATZABSICHERUNG

Für Unternehmer/-innen bedeutet das: Staatliche Sicherungssysteme werden künftig weniger leisten können, während die Abgabenlast steigt. Der Ausbau von betrieblicher Vorsorge und Zusatzabsicherung wird damit zur wirtschaftlichen Notwendigkeit. Eigenund Zusatzvorsorge entlasten nicht nur den Staat, sondern sichern Betriebe und Unternehmer/-innen gegen reale Risiken ab. Wer heute vorsorgt, schafft finanzielle Stabilität, Unabhängigkeit und unternehmerische Handlungsfreiheit für die Zukunft.

EIGENVERANTWORTUNG GEFRAGT

Wirtschaftspolitik und Sozialstaat lassen sich nicht mehr getrennt denken. Gerade im Handwerk ist diese Verbindung besonders deutlich. Viele Betriebe sind klein und mittel strukturiert, oft familiengeführt und stark regional verwurzelt. In einem Umfeld wie Südtirol, das von hoher Lebensqualität, aber auch von steigenden Lohn-, Sozial- und Energiekosten geprägt ist, wird Eigenverantwortung zu einem wirtschaftspolitischen Faktor. Vorsorge ist nicht nur soziale Absicherung, sondern Teil unternehmerischer Standortstrategie.

Zusatzvorsorge ist kein Nebenthema, sondern Teil guter Unternehmensführung.

BRÜCKENFUNKTION BILATERALE KÖRPERSCHAFTEN

Im Zentrum dieser Entwicklung stehen die bilateralen Körperschaften. Sie sind ein bewährtes Instrument der Sozialpartnerschaft und verbinden wirtschaftspolitische Verantwortung mit sozialer Absicherung. Getragen von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen, agieren sie dort, wo staatliche Systeme zunehmend an ihre Grenzen stoßen – praxisnah, zielgerichtet und branchenspezifisch. Gerade für Unternehmer/-innen

Warum persönliche Vorsorge für Unternehmer/-innen unverzichtbar ist

Zusatzvorsorge endet nicht beim Betrieb und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie beginnt beim Unternehmer selbst, denn unternehmerisches Risiko ist auch persönliches Risiko. Gerade im Handwerk ist die persönliche Absicherung oft eng mit dem Unternehmen verflochten. Der Sozialstaat deckt erfahrungsgemäß Unternehmer nur begrenzt ab. Selbstständige und Unternehmer/-innen profitieren deutlich weniger von staatlichen Absicherungssystemen als Arbeitnehmer/-innen. Pension, Krankheit oder Pflege sind Risiken, die oft unterschätzt werden – mit direkten finanziellen Folgen.

Viele Unternehmer/-innen rechnen implizit mit dem Unternehmen als Altersvorsorge. In der Praxis ist das riskant: Betriebsübergaben verzögern sich, Unternehmenswerte schwanken, Nachfolgen sind unsicher – Zusatzvorsorge schafft Unabhängigkeit vom Tagesgeschäft.

HANDLUNGSFREIHEIT IM ERNSTFALL

Wer privat vorgesorgt hat, kann Entscheidungen treffen, ohne unter Zeit- oder Existenzdruck zu stehen – sei es bei Krankheit, in einer Umbruchphase oder beim Rückzug aus dem Betrieb.

im Handwerk erfüllen bilaterale Instrumente mehrere Funktionen gleichzeitig:

> Stabilisierung der Betriebe: Bilaterale Körperschaften fangen Risiken ab, die einzelne Betriebe – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen – kaum alleine tragen könnten: Unterstützungsleistungen bei Krankheit, Arbeitsausfällen oder besonderen Belastungssituationen.

> Ergänzung des Sozialstaates: Sie ersetzen den Sozialstaat nicht, sondern ergänzen ihn sinnvoll. Leistungen werden dort erbracht, wo staatliche Instrumente finanziell eingeschränkt sind. Das bedeutet: soziale Absicherung ohne zusätzliche Bürokratie.

> Standort- und Wettbewerbsvorteil: Im internationalen und regionalen Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte werden Zusatzleistungen immer wichtiger. Betriebe, die in ein bilaterales System eingebunden sind, bieten ihren Mitarbeitenden mehr Sicherheit und Perspektive.

Im Kontext der Eigenvorsorge im Handwerk sind in Südtirol insbesondere folgende Körperschaften relevant:

DIE BILATERALE KÖRPERSCHAFT

FÜR DAS HANDWERK

In Südtirol unterstützt die Bilaterale Körperschaft Handwerksbetriebe und deren Mitarbeiter/-innen unter anderem bei finanziellen Leistungen in besonderen Lebens- und Arbeitssituationen, garantiert

Maßnahmen zur Qualifizierung und Weiterbildung und wirkt als Abfederung sozialer Risiken, die ansonsten direkt auf den Betrieb zurückfallen würden. Damit wird deutlich: Bilaterale Körperschaften sind nicht nur ein soziales Auffangnetz, sondern ein wirtschaftspolitisches Instrument. Sie stärken die Eigenverantwortung der Unternehmer/-innen, fördern Solidarität innerhalb der Branche und tragen zur langfristigen Stabilität des Handwerks bei.

BAUARBEITERKASSE (BAK)

Die Bauarbeiterkasse Südtirol ist eine zentrale bilaterale Einrichtung für das Bauhandwerk. Sie dient dazu, branchenspezifische Risiken kollektiv abzufedern und einzelne Betriebe zu entlasten. Sie kümmert sich um:

Unternehmer/-in ohne und mit Vorsorge

UNTERNEHMER/-IN OHNE ZUSATZVORSORGE

> vertraut primär auf staatliche Leistungen, deren Höhe und Stabilität ungewiss sind;

> rechnet implizit mit dem Betrieb als Alters- oder Sicherheitsreserve;

> trägt Krankheits-, Ausfalls- und Pensionsrisiken weitgehend alleine;

> muss im Ernstfall kurzfristig reagieren: Kosten aus der Betriebskasse, Entscheidungen unter Druck;

> ist bei Krankheit oder im Alter stärker von externen Faktoren abhängig.

Praxisfall

Ein längerer Ausfall oder ein schwächerer Geschäftsverlauf wirkt sich sofort auf Einkommen, Betrieb und private Sicherheit aus.

UNTERNEHMER/-IN MIT ZUSATZVORSORGE

> ergänzt staatliche Leistungen bewusst durch kollektive und planbare Modelle;

> baut parallel zur Unternehmensentwicklung eine persönliche Sicherheitsbasis auf;

> lagert Risiken (Alter, Krankheit, Versorgungslücken) in strukturierte Systeme aus;

> kann Entscheidungen ruhiger, strategischer und langfristiger treffen;

> bleibt auch in kritischen Phasen handlungsfähig.

Praxisfall

Der Betrieb bleibt stabil, private Verpflichtungen sind abgesichert, Übergaben oder Reduktionen der Arbeitsbelastung werden planbar.

Der Betrieb, kein automatisches Sicherheitsnetz © Adobe Stock

> Verwaltung und Auszahlung von Urlaubs- und Sonderleistungen;

> Absicherung bei saisonalen Unterbrechungen;

> Entlastung der Betriebe von administrativen und finanziellen Einzelrisiken.

SANIFONDS

Der Sanifonds ist der ergänzende Gesundheitsfonds für Beschäftigte im Handwerk. Er garantiert:

> Zusatzleistungen zur staatlichen Gesundheitsversorgung;

> Rückerstattungen für medizinische Behandlungen, Vorsorge und Therapien;

> Attraktivität der Betriebe als Arbeitgeber. Sanifonds verbindet soziale Verantwortung mit unternehmerischem Nutzen: Gesunde, abgesicherte Mitarbeiter/-innen bedeuten weniger Ausfälle, höhere Motivation und stärkere Bindung an den Betrieb.

PENSPLAN

Pensplan Centrum ist die zentrale Einrichtung für die ergänzende Altersvorsorge in Südtirol.

SÜDTIROLER SANITÄTSFONDS

Der Zusatz-Gesundheitsfonds für Handwerk und Bausektor

Seine zentralen Funktionen sind:

> betriebliche und individuelle Zusatzpension;

> Nutzung von Steuer- und Beitragsvorteilen;

> langfristige Absicherung jenseits der staatlichen Pension.

Für Unternehmer/-innen ist Pensplan ein strategisches Instrument: Altersvorsorge wird planbar, kollektiv organisiert und entlastet langfristig sowohl Betrieb als auch öffentliche Systeme.

ZUSATZVORSORGE: PRAKTISCH

UND WIRTSCHAFTLICH SINNVOLL

Für Unternehmer-/innen zählt vor allem eines: Was bringt es konkret im Alltag? Zusatzvorsorge ist kein abstraktes Sozialthema, sondern ein handfestes Instrument zur Risikominimierung, Kostenkontrolle und Mitarbeiterbindung. Wer sich heute ausschließlich auf staatliche Systeme verlässt, lagert zentrale unternehmerische Risiken aus – und verliert damit Handlungsspielraum. Gerade im Handwerk gilt: Vorsorge muss funktionieren, wenn es darauf ankommt.

IM BLICK

TRENDS: Marktneuheiten, Produktvorstellungen, Betriebsporträts, Public Relation, Werbung

KONTAKT

STA, Südtiroler Transportstrukturen AG

Gerbergasse 60 39100 Bozen mobilitymanagement@sta.bz.it www.sta.bz.it

Öffentliche Mobilität als wirtschaftliches Instrument

STA – SÜDTIROLER TRANSPORTSTRUKTUREN AG: MOBILITÄT IST FÜR SÜDTIROLS UNTERNEHMEN LÄNGST KEIN RANDTHEMA MEHR, SONDERN EIN RELEVANTER KOSTEN- UND STANDORTFAKTOR.

Die öffentliche Mobilität rückt zunehmend in den Fokus unternehmerischer Entscheidungen. Sie bietet Unternehmern nicht nur ökologische Entlastung, sondern messbare ökonomische Effekte, insbesondere dort, wo Verkehr zum Engpass wird. Unternehmen, die Mobilität im Auge haben, reduzieren Kosten, sind attraktive Arbeitgeber und unterstützen den Standort Südtirol.

Mobilität im Auge für moderne Arbeitgeber und Unternehmen mit Verantwortung © Sta

JAHRESABO FIX365

Das neue Jahresabo südtirolmobil Fix365 ermöglicht Betrieben, Mitarbeitenden einen attraktiven, unkomplizierten Mobilitätsbenefit anzubieten. Die teilweise oder vollständige Kostenübernahme ist nicht nur ein Benefit, sondern auch steuerlich effizient, denn Zuschüsse oder die Übernahme des Südtirolmobil-Passes sind steuer- und sozialabgabenfrei. Für Mitarbeitende bedeutet das einen direkten finanziellen Vorteil ohne Abzüge. Für Unternehmen sind die Rahmenbedingungen ebenso attraktiv. Bei betrieblicher Regelung sind ÖV-Kosten vollständig absetzbar.

ORIENTIERUNG UND AUSTAUSCH

Die STA – Südtiroler Transportstrukturen AG begleitet Unternehmen seit Jahren im Bereich betriebliches Mobilitätsmanagement. Die neue Broschüre „Öffentliche Mobilität in Südtirol: Chancen und Vorteile für Unternehmen“, die diesem Heft beigelegt ist, bietet eine vertiefende Entscheidungsgrundlage und zeigt konkrete Umsetzungsmodelle, steuerliche Rahmenbedingungen und Best-Practice-Beispiele auf.

Jetzt investieren, lohnt sich doppelt

HYPO VORARLBERG LEASING, BOZEN:

IM GESPRÄCH MIT CHRISTIAN FISCHNALLER

ÜBER DAS HAUSHALTSGESETZ 2026

Herr Fischnaller, das neue Haushaltsgesetz bringt die Hyperabschreibung zurück. Was bedeutet das für Südtiroler Handwerksbetriebe?

Christian Fischnaller: Das ist eine richtig gute Nachricht! Wer bis Ende September 2028 in neue Maschinen und Anlagen investiert, kann steuerlich deutlich mehr absetzen als tatsächlich ausgegeben wird. Konkret: Bei Investitionen bis 2,5 Millionen Euro erhöht sich der abschreibbare Wert um 180 Prozent. Ein Beispiel: Ein Maschinenbauer kauft oder least eine CNC-Fräse für 100.000 Euro, steuerlich kann er 280.000 Euro geltend machen. Das senkt die Steuerlast erheblich. Und das Beste: Diese Förderung gilt auch für Leasing, oft sogar mit schnelleren steuerlichen Effekten.

Warum sollte sich ein Handwerker für ein Leasing entscheiden, statt die Maschine zu kaufen?

Christian Fischnaller: Ganz einfach: Liquidität. Nicht alle Betriebe haben mal eben 100.000 Euro auf der hohen Kante. Beim Leasing zahlen Sie monatliche Raten aus dem laufenden Ertrag, die Maschine finanziert sich quasi selbst. Gleichzeitig bleibt Ihre Kreditlinie frei für andere Investitionen. Beim Leasing kommen die steuerlichen Vorteile der Hyper-Abschreibung in der Regel schneller zum Tragen, da sich die Abschreibungsdauer um die Hälfte verkürzt. Ein niedrigerer Restwert während der Laufzeit verstärkt zudem den steuerlichen Effekt.

Viele Handwerker klagen über strenge Bonitätskriterien bei Banken. Wie unterscheiden Sie sich?

Christian Fischnaller: Wir kennen den Südtiroler

© Hypo Vorarlberg Leasing

Markt seit über 30 Jahren, sind Leader in der Region. Jeder Kunde hat bei uns einen persönlichen Ansprechpartner. Wir entscheiden hier in Bozen, nicht in Mailand oder Rom und Zusagen gibt's oft innerhalb weniger Tage, das spart Zeit und Kosten.

Gibt es beim Leasing noch weitere Neuigkeiten, von denen Handwerksbetriebe profitieren?

Christian Fischnaller: Ja, besonders im Bereich Nachhaltigkeit tut sich viel. Eine wichtige Neuerung: Neben Immobilien und Maschinen finanzieren wir nun auch Photovoltaikanlagen für den Eigenbedarf. Viele Betriebe wollen unabhängiger von Strompreisschwankungen werden und mit Leasing können sie PV-Anlagen finanzieren, ohne große Summen auf einmal aufbringen zu müssen. Zusätzlich lassen sich oft regionale Zuschüsse kombinieren. Wir helfen unseren Kunden, diese Förderpuzzles zusammenzusetzen und die beste Lösung zu finden.

Was raten Sie Handwerkern, die jetzt über Investitionen nachdenken?

Christian Fischnaller: Nutzen Sie 2026! Die Rahmenbedingungen sind so gut wie selten: Hyperabschreibung, sinkende Zinsen, regionale Förderprogramme. Wer jetzt in Digitalisierung oder Nachhaltigkeit investiert, legt den Grundstein für die nächsten zehn Jahre. Mein Tipp: Reden Sie mit uns, bevor Sie entscheiden. Oft sehen wir Lösungen, an die Betriebe vorher nicht gedacht haben. Wichtig: Jede Situation muss individuell geprüft werden, das ist klar. Aber genau dafür sind wir da, als Partner, nicht nur als Finanzierer.

KONTAKT

Hypo Vorarlberg Leasing AG

G.-Galilei-Straße 10 H

30100 Bozen

Tel. 0471 060 500 info@hypovbg.it www.hypoleasing.it

KONTAKT

Triviso GmbH

Gilmplatz 2 39031 Bruneck Tel. 0474 646230 info@triviso.it www.triviso.it

Die neue Generation von Triviso ERP

TRIVISO GMBH, BRUNECK: TRIVISO ERP IST EINE AUF TISCHLER-, HOLZ- UND METALLBAUBETRIEBE ZUGESCHNITTENE SOFTWARE, DIE ALLE WESENTLICHEN GESCHÄFTSPROZESSE FÜR ALLE FIRMENGRÖSSEN ABDECKT.

Mit Triviso WEB beginnt die neue Generation der bewährten Branchenlösung Triviso ERP.

Als Ergänzung zum bestehenden Produkt Triviso On-Premises rückt Triviso WEB die Mobilität in den Vordergrund. Dabei besticht Triviso WEB durch eine vollständig Browser-basierte Plattform. Die innovative Lösung ermöglicht es Unternehmen, ihre Prozesse flexibler, sicherer und effizienter zu gestalten.

FUNKTIONSWEISE UND

VORTEILE VON TRIVISO WEB

Triviso WEB wird als „Software as a Service“ (SaaS) angeboten. Triviso ERP lässt sich mieten und ohne lokale Installation auf den Endgeräten nutzen. Die Implementierung als SaaS-Lösung bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich:

> Mobilität: Zugriff von überall und mit jedem Endgerät, unabhängig vom Betriebssystem. Ob Büro, Homeoffice oder unterwegs, es ist keine App-Installation nötig.

> Modernes Design: Eine überarbeitete Benutzeroberfläche sorgt für eine verbesserte User-Experience und Bedienung, während die vertraute Businesslogik erhalten bleibt.

> Effizienz: Vernetzte Prozesse und optimierte Arbeitsabläufe gewährleisten eine nahtlose Zusammenarbeit.

> Kein eigener Server nötig: Die Browser-basierte Nutzung spart die lokale IT-Infrastruktur und den ITUnterhalt.

> Plattformunabhängig: kompatibel mit Windows, macOS, Linux, Android und iOS.

> Zentrales Hosting: Der Betrieb in europäischen Rechenzentren garantiert hohe Verfügbarkeit, Flexibilität und Sicherheit.

> Neueste Technologie: Modernste Web-Technologien und innovative Datenbanklösungen sichern Performance, Zuverlässigkeit und Datensicherheit.

NEUES, INNOVATIVES LIZENZSYSTEM

Jede einzelne Person im Unternehmen erhält mit der Verwendung von Triviso WEB eine Lizenz und damit im Grundsatz vollen Zugriff auf Triviso ERP. In welchen Bereichen sich das Personal bewegen darf, ist individuell definierbar. Eigene Rollenmodelle entscheiden darüber, ob ein User mehrheitlich Serviceabreiten erledigt und die Regiestunden verrechnen kann oder doch eher die Wareneingänge zu kontrollieren sind. Je nach Tätigkeit des Personals ist somit das notwendige Einschränken und Freischalten der jeweiligen Module und Funktionen möglich. Triviso WEB vereint die bewährten Funktionen von Triviso ERP mit den Vorteilen einer modernen Cloud-Lösung. Unternehmen profitieren von flexiblen Lizenzmodellen, reduziertem IT-Aufwand und einer jederzeit verfügbaren, zukunftsfähigen Branchenlösung.

Triviso ERP optimiert Arbeitsabläufe entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Angebotserstellung über die Auftragsabwicklung bis hin zu Produktion, Logistik und Abrechnung.

© Triviso

Spezial

Für Eingeschriebene der Bauarbeiterkasse Bozen gibt es 127,00 €* Bonus pro Mitarbeiter!

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