Page 1

Spree-Neiße: Linke fordern Mandatsverzicht in Potsdam Seite 16

Spremberger Rundschau M ITTWO C H, 2. D EZEMB E R 20 0 9

13

Lausitzer Rundschau / Elbe-Elster-Rundschau

Schon Appetit auf Bloischdorfer Gänsebraten?

Stasi-Überprüfung der Stadtverordneten von Welzow fast komplett

DIE SCHNELLE LR

Spremberg

Welzow. 16 von 17 Anträgen zur

Überprüfung auf Stasi-Mitarbeit von Welzower Stadtverordneten hat die Birthler-Behörde bearbeitet. Die 16 Anträge liegen inzwischen vor. Dies hat Reinhard Franke (SPD) auf eine entsprechende Bürgeranfrage von Gerald Klemm auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung mitgeteilt. Wie Franke weiter erklärte, solle die Öffnung der Dokumente ein Thema der nächsten Stadtverordnetenversammlung sein. Franke gehört, wie die Abgeordneten Günter Jurischka (CDU), Hilmar Missbach (Stadtumbau Welzow) und Christian Seidlitz (Zukunft Welzow/Proschim), einem im März dieses Jahres gebildeten Sonderausschuss an. Dieser Ausschuss soll die Birthler-Post entgegen nehmen, aufbewahren und die Auswertung vorbereiten. Bis auf Dr. Günter Seifert (Stadtumbau Welzow) haben alle Abgeordneten eine Einverständniserklärung zur Überprüfung auf IM-Tätigkeit bei der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen (BStU) abgegeben. Dr. Seifert macht aus seiner Tätigkeit für die Stasi keinen Hehl. kg

Stadt hat keinen Vertrag mit Mc Donalds Spremberg. Im Stadtgebiet kursiert das Gerücht, dass zwischen der Stadt Spremberg und dem Betreiber des Mc Donalds-Restaurants in Spremberg vertragliche Regelungen zum Beispiel über Miete oder Pacht des entsprechenden Gebäudes bestehen würden. Dazu erklärt Stadtsprecher Alexander Adam: „Dem ist definitiv nicht so. Das Grundstück mit dem Gebäude, in dem sich das Mc Donalds-Restaurant befindet, gehört einem privaten Dritten, der gegebenenfalls. Miet- oder Pachtverträge mit dem jetzigen Betreiber des Mc Donalds-Restaurant abgeschlossen hat.“ Einzelheiten dazu seien der Stadt Spremberg nicht bekannt. kg

Bürgerberatung zu Stasi-Unterlagen Spremberg. Die nächste Bera-

tung für Bürger, die unter der SED-Diktatur gelitten haben und durch Maßnahmen des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit in ihren Rechten verletzt worden sind, findet morgen in Spremberg statt. Wie der Berliner Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen mitteilt, werde die Beratung von 11 bis 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses durchgeführt. Weitere Informationen unter Telefon 0331 8662398. kg

Radweg nach Welzow ist wieder durchgängig Seite 15

Spremberg Mehr Arbeitslose und weniger Stellenangebote Seite 15

Bohsdorf Ponyweihnacht mit Kakao „Unter Eechen” Seite 15

Spremberg Die Tischtennis-Sieger des Sakura-Sportcenters Seite 20 RUNDSCHAU DIREKT

Telefon: 0180 1 22 22 10

Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr Samstags 8 bis 12 Uhr Zum ersten Mal hält der Verein Niederlausitzer Sorbisches Dorfmuseum Bloischdorf 50 Gänse auf seinem Bauernhof. Bevor sie zum Weihnachtsfest in der Bratpfanne landen, dienten sie als lebende Rasenmäher. Fast fünf Kilogramm bringt so eine Gans auf die Waage.

Zweimal täglich übernahmen die Vereinsmitglieder die Fütterung der Tiere, überwiegend Körner. „Das Gelände bekamen wir von der LTS Groß Luja zur Verfügung gestellt und so hielten wir uns das Federvieh. Auf dem gleichen Gelände befindet sich auch eine alte

Schmiede, wo unsere Arbeitskräfte alte landwirtschaftliche Geräte aufarbeiten“, sagt Bärbel Müller, die stellvertretende Vereinsvorsitzende. Wer schon Appetit auf Gänsebraten habe, könne sich in der Museumsscheune, TeleFoto: Martina Arlt fon 03563 608999, melden.

Dorfumfahrung als guter Ausweg Schöne Heide wird geschont / Ortsrundgang am Freitag in Schönheide In dieser Woche ist die RUNDSCHAU zu Gast im Spremberger Ortsteil Schönheide. Vor dem Ortsrundgang am Freitag, 4. Dezember, Treffpunkt ist der Pavillon auf der Dorfaue, haben wir mit dem Führungsduo der kleinen Gemeinde an der Bundesstraße 156 gesprochen. Von Klaus Gentzsch

„Wir sind einsatzbereit“, sagt Tanja Belaschk (31), Wehrführerin der Freiwilligen Feuerwehr Schönheide und die rechte Hand von Ortsvorsteher Wil-

Wir in

Schönheide fried Noack (65). Beide kümmern sich um das schöne Dorf in der Heide, die es so eigentlich gar nicht mehr gibt. „Ich habe die Heide noch blühen sehen“, sagt Noack, doch jetzt seien viele Heideflächen vergrast. Das hält Radtouristen aber nicht davon ab, das Terrain zu erkunden. Denn der an der Bundesstraße entlang führende Radweg bindet Schönheide in das Radwegenetz des SpreeNeiße-Kreises ein und führt

Tanja Belaschk und Wilfried Fotos: Gentzsch Noack.

nach Reuthen und weiter. Schönheide ist seit dem 1. Januar 2003 eingemeindet. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Spremberg ist außerordentlich gut“, sagt Ortsvorsteher Noack und lobt insbesondere die Stadtbrigade. Erst am Montag war die Truppe wieder unterwegs, um das letzte Laub rund um das Herrenhaus und aus anderen Ecken abzutransportieren. „Auf die Leute ist Verlass“, sagt Noack und hofft auf deren Unterstützung bei seinem Rhododendron-Projekt. „Wir wollen in dem kleinen Wäldchen am Friedhof 30 Rhododendren setzen. Im Frühjahr soll’s losgehen.“ Dazu müssten im Winter aber noch Bäume und wildwachsende Sträucher entfernt werden. Ein anderes Projekt, in das die Stadt involviert sei, ist die Dorfumfahrung für die Landwirtschaftliche Dienstleistungs- und Technikgesell-

schaft (LTS) Groß Luja. „Die Maschinen werden immer größer und unsere Straßen immer schlechter“, hat der Ortsvorsteher festgestellt und einen Ausweg gefunden – die Umfahrung vom Reuthener Weg entlang des Waldesrandes. Wilfried Noack: „Was bisher geleistet worden ist, ist sehr gut. Bis zum Frühjahr soll der Weg fertig sein, dann kommen die Lujaer auf ihre Felder und die Schöne Heide wird geschont.“ Ärgerlich sei, dass die Mülldeponie Reuthen für Bauschutt geschlossen worden ist. Alternativen gebe es nur in Spremberg oder Forst. „Keine gute Lösung“, sagt Tanja Belaschk, denn einige Leute würden die weiten Wege scheuen und jetzt ihren Schutt und Müll in den Wäldern abladen. Sogar Sofas und Kühlschränke seien schon gesichtet worden. „So klein wie wir sind, bringen wir doch viel auf die Beine“, sagt Wilfried Noack und er zählt auf: Zampern, Osterfeuer, Maibaumstellen und –werfen, das Dorffest Ende August und

die Halloweeparty für die Kinder. Voraussichtlich am 12. Dezember soll es eine Kinderweihnachtsfeier in Schönheide geben. Im Internet: www.lr-online/mitmachen

Einsatz: Viktor Zimmer von der Stadtbrigade Spremberg.

Zeit für U(h)rmenschen

D

em Glücklichen schlägt keine Stunde, sagt der Volksmund. Von wegen! Ich gehöre jedenfalls nicht zu den Spezies, die sich ohne Zeit und Raum durch den Tag treiben lassen können. Ohne Uhr am Handgelenk, das fühlt sich so unvollkommen an. Am Wochenende gab mein Zeitmesser den Geist auf, wollte einfach nicht mehr funktionieren. Das soll ja auch bei Maschinen vorkommen. Doch ich brachte es einfach nicht fertig, die Uhr links liegen zu lassen. Gewohnheitsgemäß legte ich sie um, auch wenn mir einige Male am Tag erst nach dem obligatorischen Blick aufs Zifferblatt einfiel, dass es seit Samstagmorgen immer noch zehn nach Zehn war. Die Zeit war stehen geblieben, ein ganzes Wochenende lang. Wenn jetzt auch noch die anderen Uhren schlapp gemacht und die Stromleitung gekappt worden wäre – einfach nicht auszudenken! Wie sind die früher bloß zurechtgekommen, die richtigen Urmenschen? Ines Klut

DIE BESTEN FÜNF

Kuscheln: Katze Foxi im letzten Eichenlaub.

Z U M TH EM A

In Schönheide sind 118 Einwohner gemeldet. Am 13. November ist noch einer dazugekommen – Lou Colin. Seit mehr als 100 Jahren gibt es in Schönheide den Landgasthof „Dorfkrug“, außerdem gibt es eine Ortsgruppe der Volkssolidarität um Hertha Seifert und die freiwillige Feuerwehr mit 14 aktiven Mitgliedern.

Lebendiger Adventskalender im Spremberger Bürgerhaus eröffnet

쏆 ÜBRIGENS

Die Top-Artikel auf lr-online.de/spremberg Neues Schmuckstück in der Spremberger Innenstadt Verfahren gegen Welzower Hauptamtsleiter eingestellt Erstes Polytechniker-Treffen im Haus des Lernens Proschimer haben eine neue Adventstradition Kahnfahrt zu zwei Weihnachtsmärkten

Füchse im Spremberger Spree-Kino

Erstes Türchen geöffnet / Morgen im Café Bierholdt Spremberg. Vorfreude ist die

Das erste Adventstürchen hat sich am Dienstag pünktlich um 17 Uhr im Bürgerhaus geöffnet und Zauberer Bernd Franke (rechts) war Foto: Martina Arlt auch dabei. Sehr zur Freude der Kinder.

schönste Freude - nun öffnet sich bis zum 24. Dezember täglich ein Türchen im Rahmen des lebendigen Adventskalenders. Am Dienstag haben sich pünktlich um 17 Uhr Spremberger und ihre Gäste im Bürgerhaus am Marktplatz getroffen, wo kleine Überraschungen vorbereitet wurden. Jeder Tag steht unter dem 5Klang: Gesang, Geschichten, Gebäck, Gespräche, Gebasteltes. Landtagsabgeordnete Birgit Wöllert (Die Linke) hat zur Begrüßung aus der Weihnachtssatire „Das macht doch nichts, das merkt doch keiner“ gelesen. Der Spremberger Zauberer Bernd Franke war auch dabei und hatte

in seiner Trickkiste eine Häschenburg dabei. Zur Verblüffung und Begeisterung seiner Zuschauer hat Franke aus einer leeren Wunderkiste Schokolade gezaubert. Weihnachtszeit ist Bastelzeit und dafür zeichneten sich Anita Schreiber und Sebastian Nowotnick aus. Sie haben mit den Besuchern kleine Nikoläuse und Weihnachtsdekoration mit Walnüssen gebastelt. Wie jedes Jahr, hält Margita Schneider von der Stadtverwaltung alle Fäden in der Hand, damit sich an jedem Tag ein Türchen in einem Geschäft, einer Kirche oder Einrichtung öffnet. Heute ab 17 Uhr gibt es im Café Bierholdt eine weihnachtliche Überraschung. ma

Die Füchse und ihre Fans: von links Jens Heyer, Markus Lehnigk, Robert Bartlick, Mathias Kohl und dahinter Gudrun Peter, Trainer Dirk Rohrbach und Füchse-Fan Bettina Körner, die ihr fünftes Fotoalbum zum Signieren mitgebracht hatte. Fast die komplette Profimannschaft war gestern Abend zur Autogrammstunde und zum Entspannen gekommen. Zu sehen gab es den Weltuntergangs-Action-Streifen „2012“. Mit dem Fehlstart des Weißwasseraner Eishockeyteams habe Foto: Gentzsch das aber gar nichts zu tun, sagte Robert Bartlick.

Ortsporträt Schönheide  

Ortsporträt Schönheide

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you