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www.convenienceshop.de

DR.OETKER STARK ALS GETRÄNKEHÄNDLER

TEO UND TYPY Automatisierte C-Stores starten durch

INTERVIEW Mundorf-Pächter Dederichs plant seine Zukunft

TABAKWAREN Werbeverbot bringt dem Handel auch Chancen


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NING OS TU P T I SSEN M RE SÜ H I N E ER STEH R IN D IMME ! REIHE N E T S ER

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EDITORIAL

Danke für Ihre Unterstützung! Ursprünglich dachte ich, in diesem Jahr würde uns vor allem das 25jährige Jubiläum von Convenience Shop beschäftigen. Darüber muss ich heute etwas schmunzeln, auch wenn die Zeit ansonsten wenig Grund zur Heiterkeit bietet. Gerade deshalb bin ich sehr dankbar, dass so viele unserer Partner, Kunden und Weggefährten uns in diesem Jahr begleitet haben. Vielen Dank dafür! Natürlich hätten wir uns ohnehin keinesfalls nur selbst gefeiert, sondern wie immer darauf konzentriert, die Branche in ihrer Tagesarbeit zu unterstützen. Das haben wir nun auch in dieser schwierigen Zeit gemacht und werden es weiterhin tun. Dem ist auch unsere Auszeichnung Convenience Best verpflichtet, die wir wieder, dank des exklusiven Rankings von Lekkerland, in dieser Ausgabe (ab Seite 22) vergeben können. Gerade jetzt zeigt sich, dass es immer wieder Sinn macht, sich mit Produkt-Innovationen zu beschäftigen, denn es gibt Anzeichen dafür, dass die Kunden in der Covid-Krise besonders gerne zu den Newcomern gegriffen haben und weiter greifen werden. Bis zur nächsten Print-Ausgabe von CS im Jahr 2021 halten wir Sie unter www.convenienceshop.de auf dem Laufenden. Bleiben Sie gesund! Hans Jürgen Krone hansjuergen.krone@lp-verlag.de

Fotos: Wolt, GeoConsult, Kochlöffel, The Retail Marketeers

brandaktuell

Wolt und Burger King

QSL liefert an Kochlöffel

Geo-Standortanalyse

Der Lieferservice Wolt und Burger King kooperieren in Berlin. Begonnen wird in Prenzlauer Berg und Friedrichshain. Eine Ausweitung in weitere Bezirke ist geplant.

Meyer Quick Service Logistics, QSL, steuert auch in den nächsten sechs Jahren den operativen Einkauf, die Bündelung sowie Lagerung und Anlieferung des gesamten Verkaufssortiments für das Familienunternehmen Kochlöffel. Der Vertrag gilt bis 2026.

Eine Standortanalyse für Tankstellen haben Christian Warning mit The Retail Marketeers und Weischer.GeoConsult erstellt: „Standortreport Tankstellen“.

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1,3 Millionen Pferdesportbegeisterte suchen Rat: In Ihrem Regal!

Reiter Revue International ist DER PERSÖNLICHE BEGLEITER für gutes Reiten und gesunde Pferde. www.reiterrevue.de


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INHALT

CON 8 VENI ENCE SHOP

2020

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NEWS 06 Valora Umsatz leidet unter Covid-Pandemie 07 Rohlik E-Food-Shop Knuspr startet 2021 08 MCS Gewinner- und Verlierer-Sortimente in der Convenience-Branche

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22

09 World of Convenience

HANDEL C-Shops 10 Automatisierte C-Stores Teguts Teo, Typy und andere Newcomer 14 Interview Die Mundorf-Tankstellen-Pächter Günter und Timo Dederichs im Gespräch 17

Shell Deutschland Kooperation mit Lieferando im Testlauf

18 Casualfood BER-Start und die Krise 20 Flaschenpost Dr. Oetker übernimmt

Fotos: Redbull Markus Berger; Red Bull Content Pool, Flaschenpost,

TITELSTORY 22 Convenience Best Rikus Kolster, Lekkerland Deutschland, und Reiner Graul, Bormann & Gordon, blicken auf die Siegerprodukte

INDUSTRIE

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42 Tabakwaren Der Handel wird stärker 46 Energydrinks Gute Geschäfte in den Shops 48 Neue Produkte 50 Fleischlose Snacks Die neuen Alternativen

STANDARDS 03 Editorial 51 Impressum convenienceshop 8/20

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NEWS

2020

Angesichts der erneuten Verschärfung der Restriktionen, rechnet Valora auch für 2021 mit weniger Umsatz an seinen Standorten.

Valora verliert in diesem Jahr deutlich an Umsatz Valora verzeichnet im dritten Quartal 2020 eine Umsatzerholung gegenüber dem ersten Halbjahr 2020. Das „Foodvenience“-Geschäft bleibe unverändert attraktiv. Kumuliert lag der Außenumsatz 2020, nach drei Quartalen, minus 16.3 Prozent unter Vorjahr. Die Division Retail habe im dritten Quartal 2020 einen Umsatzrückgang von minus 10.5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode verzeichnet und sich damit seit 6

dem ersten Halbjahr 2020 um 2.9 ProzentPunkte verbessert. Beim Foodservice sei der Umsatzrückgang im dritten Quartal 2020 mit minus 24 Prozent weiterhin stärker ausgeprägt als bei Retail. Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet Valora mit einem positiven Ergebnis von bis zu knapp 13,9 Millionen Euro. Aufgrund des Rückgangs der Kundenfrequenzen hatte Valora zum Höhepunkt des Lockdowns rund 40

Prozent ihrer Verkaufsstellen mit reduzierten Öffnungszeiten betrieben und etwa 20 Prozent waren geschlossen. Nach wie vor sei Valora bezüglich seiner Mieten im Dialog mit ihren Vermietern. Angesichts der erneuten Verschärfung der Restriktionen rechnet das Unternehmen auch für das kommende Jahr mit einem um zehn bis 15 Prozent tieferen Umsatz im Vergleich zum Vorkrisen-Niveau von 2019.

Die Corona-Pandemie sorgt für eine Verdreifachung des Gewinns beim Online-Player Hellofresh.

Hellofresh: Fast 20 Millionen Bestellungen eingegangen Der Kochboxenversender Hellofresh hat im abgelaufenen Quartal, dank des starken Wachstums in der Corona-Pandemie, seinen Gewinn mehr als verdreifacht. Unter dem Strich erwirtschaftete das Unternehmen zwischen Juli und Ende September 74,4 Millionen Euro, wie Hellofresh mitteilte. Vor einem Jahr hatten die Berliner 22,8 Millionen Euro verdient. Hellofresh profitiert davon, dass Kunden verstärkt zu Hause bleiben und selbst kochen oder auch davon, dass die Gastronomie, wie aktuell wieder, geschlossen ist. Das Unternehmen hatte bereits Eckdaten mitgeteilt. Die Box-Bestellungen stiegen mit 19,49 Millionen Stück auf mehr als das Doppelte, was den Umsatz um 120 Prozent auf 970,2 Millionen Euro springen ließ, weil auch der Bestellwert etwas anstieg. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vervielfachte sich im dritten Quartal von 15,5 auf 114,7 Millionen Euro. Die Mitte Oktober erhöhte Prognose bestätigte das Management.

Gastro-Star: Diesmal keine Auszeichnung von CS Die Auszeichnung Gastro Star, von Convenience Shop und Lebensmittel Praxis wird in diesem Jahr nur von der LP für den Lebensmittel-Einzelhandel vergeben. Zu gering Bei der Premiere 2019 konnte war die Zahl der Bewerber sich die Westfalen AG über die aus der C-Branche, die Auszeichnung freuen. sich während der Pandemie beteiligen wollten oder konnten, um der Jury eine seriöse Auswahl zu ermöglichen. „Darauf legen wir aber größten Wert und nur das macht für alle Beteiligten Sinn“, sagt CS-Chefredakteur Hans Jürgen Krone. „Ich danke jenen ganz besonders herzlich, die sich beworben haben und auch all denen, die sich bei mir gemeldet und erklärt haben, warum sie in diesem Jahr einfach nicht dabei sein können“, so Krone weiter. Convenience Shop steigt 2021 natürlich wieder mit voller Kraft in das Thema ein, genauso wie hoffentlich die Gastronomie ins Geschäft. convenienceshop 8/20

Fotos: Peter Eilers, Hellofresh, Valora

BRAN CHEN NEWS

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people Catharina Averes bekleidet seit kurzem die neu geschaffene Funktion des Key Account Managers in Norddeutschland bei Kloster Kitchen. Sie war bereits für einige Big Player im Getränkemarkt tätig. So arbeitete sie als Key Account Manager bei Bacardi und als Gebietsverkaufsleiterin Handel bei Coca-Cola.

Dieter Baur ist neuer Vorsitzender der Geschäftsführung des Foodservice-Spezialisten Frischpack. Mit Horst Luchtefeld und Stefan Welter führt er das Unternehmen. Baur bringt Expertise im kaufmännischen Bereich und im Supply Chain-Management mit und hat fundierte Kenntnisse des B2B-Geschäftes und der FMCG-Branche.

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Rohlik startet E-FoodShop Knuspr 2021 Im deutschen E-Food-Markt schickt sich der Online-Lebensmittelhändler Rohlik an, den Markt zu beleben. Nach Erfolgen in Tschechien und Ungarn will das Unternehmen mit der Marke Knuspr im zweiten Quartal 2021 zunächst in München starten. Als weitere Standorte seien beispielsweise Frankfurt, Stuttgart, Hamburg und Köln geplant. Bereits im Dezember will das Unternehmen mit der Marke „Gurkerl“ in Österreich einen Online-Shop eröffnen. Man trete an, „um auch

in Deutschland die Nummer eins im E-Food Business zu werden“, teilt Rohlik mit. Das Versprechen des Unternehmens: „Knuspr liefert frische und hochwertige Lebensmittel innerhalb von drei Stunden direkt nach Hause“. Neben der schnellen Lieferung, will sich Knuspr insbesondere durch die Sortimentsauswahl vom Wettbewerb abheben: Das Portfolio, vereine anfänglich rund 8.000 Artikel. Mit Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Milchprodukten und Backwaren stün-

den dabei jene Produkte im Zentrum, die die Kundenzufriedenheit insgesamt am meisten beeinflussten. Mehr als 95 Prozent des Sortiments beziehe man direkt von Herstellern und Landwirten, nicht von Groß- oder Zwischenhändlern. Mehr als 30 Prozent des gesamten Sortiments komme von lokalen Anbietern, wie Metzgereien und Bäckereien. Erich Comor, CEO Knuspr, will den Wunsch nach hochwertigen Produkten „schnell und unkompliziert“ bedienen.

Knuspr will sich vom Wettbewerb abheben, insbesondere durch die Sortimente, die ihre Autos künftig auch in Deutschland liefern sollen,

Barbara Körner Mitglied der Geschäftsführung bei der Coca Cola GmbH, ist von der Mitgliederversammlung der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, Wafg, zur neuen Präsidentin gewählt worden. Sie folgt Patrick Kammerer. Neues Mitglied des Präsidiums ist zudem Roel Annega, Chef von Gerolsteiner Brunnen.

Fotos: Rohlik, Getnow, Kloster Kitchen, Coca-Cola GmbH,Fischpack

Getnow geht in die Insolvenz Der Lebensmittel-Onlinehändler Getnow hat Insolvenz angemeldet. Der Antrag wurde beim Münchner Amtsgericht gestellt. Schon seit einigen Wochen sind die Webseiten des E-Food-Anbieters nicht mehr zu erreichen. Dort informierte das Unternehmen seine Kunden über angebliche „Wartungsarbeiten und technische Probleme“. Der convenienceshop 8/20

Lebensmittel-Onlinehändler hat damit offenbar seine Geschäftstätigkeit zumindest zeitweise eingestellt. Partner von Getnow waren bisher der Großhändler Metro mit seinen Cash & Carry-Märkten und auch die Globus-Gruppe. Gerade jetzt in der Corona-Krise, in der der Lebensmittelhandel auch im OnlineSektor wächst, kam Getnow nicht mehr aus

den roten Zahlen. Der Lieferdienst hatte nach Medienberichten schon seit längerem Probleme mit seinen Gesellschaftern. Das Unternehmen sucht nun offenbar nach neuen Geldgebern. Auch ein mit Wirecard verbundener großer Anteilseigner, die Firma IMS Capital Partners GmbH, soll bereits vor zwei Monaten Insolvenz angemeldet haben.

Partner von Getnow war bisher beispielsweise der Großhändler Metro mit seinen Cash & Carry-Märkten.

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NEWS

Gewinner und Verlierer im Shop Welche Sortimente in der Corona-Krise im Shop-Sortiment der Tankstellen Gewinner und Verlierer waren, wurde im Rahmen des Convenience Campus Virtuell des Großhändlers MCS bekannt. Als Beispiel herangezogen wurde ein Vergleich der Umsätze in einzelnen Sortimenten gegenüber Vorjahr in Tankstellen-Shops (Quelle: Nielsen Tankstellen Scanning, zwölf Wochen bis zum 28. Juni 2020 ). Demnach waren Feinschnitt (plus 26 Prozent), RTD Spirituosen Mix (plus 24 Prozent), Zigaretten (plus 17 Prozent) und Energy Drinks (plus 17 Prozent) die Top-Gewinner in dieser Zeit. Am stärksten Umsatz verloren hätten dagegen dort zeitweise Kaugummi (minus 27 Prozent) Wasser und Wasserplus in Kleinflaschen (minus 23 Prozent), Schokoriegel (minus 16 Prozent) und Fruchtgummi (minus 12 Prozent).

Rügenwalder Mühle kooperiert mit Shell. Jetzt gibt es an Shell-Stationen mit Deli2Go-Theke Baguettes, mit dem veganen Schinken Spicker mit Grillgemüse der Rügenwalder Mühle. Das Aktionsangebot ist bis Ende Dezember bundesweit an rund 900 Tankstellen erhältlich. Die Hamburg Messe und Congress GmbH hat sich dazu entschieden, die Internorga 2021 als Präsenzveranstaltung abzusagen. Man prüfe jedoch die Realisierbarkeit einer digitalen Internorga, teilt die Messegesellschaft mit. Total Deutschland setzt weiterhin auf die Stromversorgung mit Solarenergie an seinen Stationen. Bereits an 280 Tankstellen hat das Unternehmen Photovoltaikmodule auf den Tankstellendächern installiert. Somit wurden 50 Prozent des geplanten Vorhabens erreicht. Bis 2023 sollen bundesweit 560 Stationen Solaranlagen erhalten Der Bahnhofsbuchhandel sieht sich durch die Corona Auswirkungen in seiner Existenz gefährdet. Ohne rasche Zugeständnisse der Vermieter, drohe schon in Kürze das Aus für etliche Geschäfte, so der Verband

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Deutscher Bahnhofsbuchhändler. Mit den Flughäfen seien inzwischen Erleichterungen vereinbart worden. Bei dem wichtigsten Vermieter des Bahnhofsbuchhandels, der DB Station & Service, sei das bisher noch nicht gelungen. Die nach Aussage der Veranstalter „weltweit größte Digitalmesse der Tabakindustrie“ Intersmoke fand Ende November 2020 statt. Mit an Bord als Aussteller war beispielsweise BAT. T Veranstalter der erstmalig durchgeführten B2B-Show war Intertrade Digital. Das süddeutsche Unternehmen positioniert sich somit nach eigenen Angaben als erste deutsche Online-Messegesellschaft und betritt mit der Durchführung der Intersmoke Neuland. Der bekannte PennyMarkt auf der Hamburger Reeperbahn hat wieder seine Pforten geöffnet. Während der Schließung wurden sowohl das Marktkonzept auf neusten Stand gebracht als auch dem Markt ein unverwechselbares Kiez-Ambiente gegeben, teilen die Verantwortlichen mit. Stefan Magel, CEO Penny, Olivia Jones und Claus-Dieter Ziemann, Leiter Penny Region Nord, weihten den Markt ein.

ZTG liefert interessante Jahresbilanz Eine erste Bilanz der Performance der Tankstellen-Branche in der Corona-Krise legte der Zentralverband der Tankstellengewerbe (ZTG) mit dem Jahresbericht 2019/2020 vor. Erfreut zeigen sie die Verantwortlichen über den kollegialen Austausch zwischen den Mitgliedern, der es dem Verband ermöglicht habe, die Mitglieder früher als manche Gesellschaft mit BestPractice-Informationen zu versorgen. Nicht zufrieden ist der Verband dagegen damit, dass nur wenige Gesellschaften die Situation ihrer Betreiber zum Anlass genommen hätten, „substantielle allgemeine Unterstützung“ zu leisten, die der ZTG eingefordert

hatte. Stattdessen sei oft auf „individuelle Unterstützung“ verwiesen worden. Nur zwei Gesellschaften hätten hier schnell gehandelt. Vielen Tankstellenbetreiber seien „aufgrund der Besonderheiten der Förderbedingungen“ staatliche Unterstützungsleistungen, auf die auch einige Gesellschaften verwiesen hätten, nicht gewährt worden. Kurzarbeit habe nicht angeordnet werden können, „ohne das gleichzeitig eine Reduzierung der Öffnungszeiten mit den Mineralölgesellschaften vereinbart wurde. Hierzu waren die meisten Gesellschaften jedoch bei der überwiegenden Anzahl der Betriebe nicht bereit“, bilanziert der Verband.

Der ZTG fordert in der Covid-Krise mehr „substanzielle allgemeine“ Unterstützung durch die Mögs für die Betreiber.

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Fotos: MCS, ZTG

shortnews

Eine erste Bilanz, welche ShopSortimente in der Covid-Krise gut gelaufen und bei welchen Verluste zu beklagen sind, zog in diesen Tagen die MCS.


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WORLD of Convenience

1 MEXIKO

MEXIKO CITY In Mexiko gibt es eine Gesetzesinitiative, die dafür sorgen will, dass Mitarbeiter in Convenience Stores etwa den selben Lohn bekommen, wie die Kassierer in Banken. Das berichtet Mexiconewsdaily. Grund dafür soll die Tatsache sein, dass die dortigen C-Store-Ketten, wie beispielsweise Oxxo, inzwischen einen großen Teil der Bankservices übernehmen. Die Mitarbeiter in den Stores würden täglich zahllose Bank-Transaktionen abwickeln, seien aber deutlich schlechter bezahlt als die Kassierer in Banken. Diese verdienten im Durchschnitt etwa 14,000 Pesos (670 USDollar) und damit circa 300 Prozent mehr als normale C-Store-Mitarbeiter.

3 5

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WORLD D of CONVENIENCE

Fotos: The Tosti Club, Getty Images, Foodpanda, Oxxo

KURZ BERICHTET VON INTERNATIONALEN CONVENIENCE-MÄRKTEN

2 USA

3 DÄNEMARK

TRENTON

ALBERTSLUND

Im US-Bundesstaat New Jersey ist es Convenience Stores künftig verboten, Einweg-Papier und -Plastiktüten sowie Styropor-Schaumbehälter auszugeben. Das Gesetz soll im Mai 2022 in Kraft treten und gilt als eines der schärfsten seiner Art in den USA. Die Verbote gelten dann nicht nur für C-Stores, sondern auch für Restaurants, Food-Trucks und Kinos. Betroffen ist auch der LEH, ab einer Mindestgröße von 233 Quadratmetern. Ausnahmen für kleine Unternehmen, oder wegen fehlender praktischer Alternativen, gibt es nicht.

Einen neuen Onlineshop hat Coop Danmark eröffnet. Der über Crowdfunding finanzierte Store bietet kleinen dänischen Lebensmittelherstellern die Möglichkeit, dort ihre Produkte landesweit anzubieten. So können sie direkt an die Konsumenten verkaufen. Bereits mit Beginn der Pandemie startete der dänische Lebensmittel-Einzelhändler einen temporären Webshop, um kleine Hersteller zu unterstützen. Von April bis Juli nutzten rund hundert Unternehmen den Shop. Nun wird daraus ein permanenter Marktplatz.

5 NIEDERLANDE

AMSTERDAM Spar in den Niederlanden hat eine Mehrheitsbeteiligung an The Tosti Club erworben, einer Premium-Sandwichkette mit elf Filialen im Nachbarland. Der Tosti Club ist bereits in den Spar-Filialen an Standorten in Arnhem und Zwolle präsent. Mit dieser Akquisition baut Spar seinen Marktanteil in der niederländischen Foodservice-Branche erheblich aus. John van der Ent, CEO von SPAR Netherlands, erklärt: „Die Übernahme ist ein logischer Schritt, um unser ConvenienceAngebot zu verbessern.“ Spar macht dort ohnehin bereits viele Frühstücks- und Dinner-Angebote.

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4 ASIEN

GURUGRAM Foodpanda, die führende Lieferplattform im asiatisch-pazifischen Raum, nimmt mehr als 2.500 7-Eleven-Store in ihre App auf. Damit können Konsumenten bei der bedeutende ConvenienceStore-Kette in Singapur, Taiwan, Malaysia und den Philippinen bestellen. Foodpanda bringt auf diese Weise innerhalb einer durchschnittlichen Lieferzeit von 20 Minuten aus einem Sortiment von über 1.000 7-Eleven-Artikeln verzehrfertige Mahlzeiten, Snacks und Getränke sowie Handykarten zu den Kunden.

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HANDEL Automatisierte C-Stores

TEO, TYPY UND DIE AUTOMATEN Tegut ist der erste große deutsche Lebensmittelhändler, der unter der Marke Teo einen automatisierten C-Store an den Start bringt. Doch es gibt Vergleichbares hier zu Lande: Typy in Düsseldorf, oder die Automatenshops von Selecta und Livello. TEXT MARTIN HEIERMANN

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„Unsere vollautomatisierten Stores sind wie kleine Supermärkte. Nur besser.“ Dieser Satz stammt nicht von den Projektmanagern des Lebensmittel-Einzelhändlers Tegut. Mit großem Medienecho haben sie jetzt das neue Kleinformat des Unternehmens, den kassenlosen und fast ohne Personal funktionierenden Convenience-Shop namens Teo aus der Taufe gehoben haben. Das Zitat jedoch kommt von den Gründern von Typy. Auch dieser kleinformatige Store ist rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche zugänglich, öffnet sich für den potenziellen Käufer durch eine convenienceshop 8/20


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Aktuell gibt es rund 70 verschiedene Standorte, die einen Einkauf mit Livello-Automaten ermöglichen. Weitere sind in der Planung.

Fotos: Tegut, Livello

geriewaren. Hinter der Neugründung steht offenbar der ehemalige Tank & Rast-Manager Carlo Caldi, der das Typy-Konzept weiter ausrollen will: „Wir schaffen auf kleinster Fläche ein schnelles, flexibles und angenehmes Einkaufserlebnis“, versprechen die Gründer und liegen damit ganz nahe bei den Schöpfern von Teguts Teo.

zuvor heruntergeladene App, mit der auch bezahlt wird. Mit Hilfe automatisierter Robotik hat der Kunde Zugriff auf ein umfangreiches Sortiment, das viel Frische bieten soll. Im Angebot sind Sandwiches, Salate, Bowls, Wraps und noch mehr Fresh Food, die täglich von einem lokalen Caterer geliefert werden, so die Gründer. Beim Düsseldorfer Shop im Medienhafen kooperiert Broich Premium Catering mit dem Startup und betreibt dort auch wohl den Store. Weiter Sortimente im Shop sind Coffee-to-go und andere Kaffespezialitäten, gekühlte Getränke, Bier und Wein, sowie Obst und Gemüse bis hin zu Droconvenienceshop 8/20

Teo verfügt über eine Verkaufsfläche von 50 Quadratmetern und ein Vollsortiment von 950 Artikeln,

„Bis Mitte 2021 sind fünf bis sieben weitere Teos in der Planung.“ THOMAS STÄB VERTRIEBSLEITER CONVENIENCEMÄRKTE TEGUT

Kontaktlos und convenient Die Zeit scheint also reif, für kleine automatisierte Shops, die einen kontaktlosen und convenienten Einkauf versprechen und kein Personal für den eigentlichen Verkaufprozess benötigen. Typy setzt dabei seinen Schwerpunkt vor allem auf den Sofort- und Unterwegsverzehr. Die Teo-Macher sind stärker am Tegut-Sortiment orientiert. In Fulda, in Nordhessen, eröffnete der Lebensmittel-Einzelhändler nun den ersten Standort der neuen Vertriebsform. Zuvor wurde das Formt auf eigenem Gelände getestet, Convenience Shop berichtete. Der Teo Shop Nummer eins des neuen Formats befindet sich in der Fuldaer Innenstad,t zwischen drei Hotels, Schulen, dem Bahnhof und Wohnvierteln mit studentischer Bevölkerung. Er verfügt über eine Verkaufsfläche von 50 Quadratmetern und ein Vollsortiment von 950 Artikeln – von Frische, über Molkereiprodukte, Fleisch- und Wurstwaren bis hin zu einem Trocken- und Drogeriesortiment. Auch Bio-Produkte sollen, so die Ankündigung von Projekt-

leiter Sören Gatzweiler, hier eine bedeutende Rolle spielen. Zusätzlich werden Dienstleistungen wie E-Ladestationen für Fahrräder, Bücherschränke oder Packstationen an der Außenhülle installiert. Teo wird, ähnlich wie Typy, fast ohne Personal – dies wird nur zur Sortimentspflege eingesetzt – betrieben. Wie der Düsseldorfer Pilotshop, ist Teo 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Allerdings werden die Teo-Filialen nicht auf vorhandenen Verkaufsflächen platziert, sondern neu errichtet. Sie haben eine eigenentwickelte Außenhülle, die nachhaltig gestaltet ist, so beispielsweise ist das begrünte Dach. „Über eine spezielle App oder auch EC- und Kreditkarte ist der Zugang zum Teo-Shop möglich. Bezahlt werden kann in Selbstbedienung über die App oder durch Nutzung der Self-CheckoutKassen“, erläutert Projektleiter Gatzweiler die Vorgehensweise. Über 300 Teo-Stores möglich Nach Angaben von Thomas Stäb, Vertriebsleiter Convenience Märkte bei Tegut, gibt es erste Gespräche, vor allem mit der Stadt Fuld, über weitere Standorte in der Kommune. Bis Mitte 2021 seien fünf bis sieben weitere Teos in der Planung. Langfristig seien über 300 Stores möglich. Stäb und sein Team wollen keine 1A-Standorte akquirieren, sondern solche in so genannten „urbanen Zwischenräumen“. Damit benennt er Frequenz-Standor11


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HANDEL Automatisierte C-Stores

te, Flächen in öffentliche Einrichtungen, Neubaugebieten oder auch auf Firmengeländen. Zurzeit befinde man sich in der Testphase, betont Stäb. Die Sortimente würden entsprechend an die unterschiedlichen Standorte angepasst. Man setze auf ein Vollsortiment, das zu Supermarktpreisen angeboten werde. „Es wird keine Tankstellen-Preise geben“, versprach Stäb. Man wolle ein Einkaufserlebnis für die Kunden. Foodie’s Micro Market Aktuell sei genau die richtige Zeit für automatisierte oder Automaten Sto-

res. „Deshalb haben wir ein Shop-Format wie Foodie’s Micro Market gestartet“, sagt auch Michael Kieppe, Geschäftsführer von Selecta, gegenüber unserem Magazin. Vor allem auf dem Gelände oder im Umfeld von Unternehmen meint er die geeigneten Standorte finden zu können. „Was wir zur Zeit wissen ist, dass viele Unternehmen im Sparmodus sind und zum Überleben notwendige Kosteneinsparungen vorgenommen werden müssen. So werden vor allem Kantinen geschlossen. Genau hier soll Foodie‘s seinen Platz finden. Mitarbeiter könnten Zeit sparen, da die Essenszu-

„Wir schaffen auf kleinster Fläche ein schnelles, flexibles und angenehmes Einkaufserlebnis.“ CARLO CALDI TYPY-GRÜNDER

bereitung oder die externe Versorgung entfällt. Der Shop sei 24 Stunden die gesamte Woche verfügbar. Selecta ist derzeit mit einigen Interessenten im Frankfurter Raum in Kontakt und hat diverse Anfragen von

„Eine komplette Eigenentwicklung“ Anbieter von Automaten-Shops registrieren derzeit eine steigende Nachfrage. Wir sprachen darüber mit Alexander Eissing, Gründer und Chef von Livello. INTERVIEW MARTIN HEIERMANN

Herr Eissing, ist gerade jetzt, in dieser schwierigen Situation, die richtige Zeit für Ihr Shop-Format Livello Micro Market gekommen?

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Das Livello-System ist eine komplette Eigenentwicklung mitsamt Hardware, Elektronik, Software, Apps und eigener Cloud-Lösung, die ein Verwaltungssystem für die gesamten Geschäftsprozesse bietet und Einblicke in den Warenfluss liefert. Mit unserem System können wir jeden Schrank und jedes Regal intelli-

Fotos: Livello

Alexander Eissing Wir betreiben dieses Geschäft jetzt seit rund fünf Jahren und die Nachfrage nimmt stetig zu. Anfangs waren wir exklusive Betreiber, haben uns aber dazu entschlossen, die Technologie auch anderen zur Verfügung zu stellen, in Form einer White-Label-Lösung. Livello Smart-Kiosks gibt es aktuell an 70 verschiedenen Standorten, primär in Büros in Nordrhein-Westfalen. Wir haben aber auch schon die ersten nach Österreich, Belgien, Holland und in die Schweiz geliefert. Besonders jetzt zu Corona-Zeiten ist der Bedarf für kontaktloses Bezahlen stark gestiegen. Wir bieten die Möglichkeit, Lebensmittel rund um die Uhr kundennah anzubieten. Unbemannte Läden, wo man nicht Schlange stehen muss und die Infektionsgefahr reduzieren kann, sind gefragt.

Ist der Automaten-Shop, den sie jetzt im Allgäu eröffnet haben, eine Eigenentwicklung?

„An den Start gehen in diesem oder im nächsten Jahr Shops größerer Einzelhändler, FoodMarken und Tankstellen, die mit uns eine Pilotphase starten.“ ALEXANDER EISSING GRÜNDER UND CHEF VON LIVELLO

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Unternehmen erhalten. Kieppe geht davon aus, im Großraum Frankfurt in den nächsten Monaten weitere Micro Markets installieren zu können. Ein Showroom entsteht „In unserer neuen Zentrale in Kelsterbach bei Frankfurt entsteht in diesen Tagen unser neuer Showroom, in dem wir auch einen Foodie‘s installieren werden“, kündigt er an. So könne man Foodies im Live-Betrieb zeigen. Gleichzeitig schaffe Selecta damit eine gute Versor-

gent gestalten, egal für welche Produkte und Use-Cases. Unseren Kunden, wie dem StoreBetreiber im Allgäu, ermöglichen wir damit neue Geschäftsmodelle . Ist Livello auch der Betreiber der Shops?

Nein, wir betreiben zwar unsere eigenen Smart-Kiosks in einigen Büros in NordrheinWestfalen, fokussieren uns aber mehr darauf, Händler, Restaurants, Hotels, Lebensmittelproduzenten, Caterer und Food-Service-Anbieter zu befähigen, ihre eigenen innovativen Geschäfte mit unserer Technologie zu etablieren. Micro-Markets im Container-Format kann man überall dort aufstellen, wo Platz ist, wo Menschen wohnen, arbeiten oder unterwegs sind. Ihnen kann man so eine 24/7 Versorgung bieten mit den wichtigsten Produkten des täglichen Bedarfs. Wer liefert das LebensmittelSortiment und wie setzt sich dieses zusammen?

Wir haben ein Netzwerk aus Betreibern, Lebensmittelherstellern und Logistikern. Jeder Betreiber entscheidet individuell, was er in den Geräten verkaufen will. Der Trend und

gungsmöglichkeit für seine eigenen Mitarbeiter. Foodie‘s Mirco Market ist ein modulares, auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden maßgeschneidertes Konzept. Der Kunde hat die Möglichkeit, je nach Bedarf, zwischen unterschiedlichen Modulen zu wählen. Die Module reichen vom Regal über einen Kühlschrank bis hin zu einem Mikrowellen-Modul, oder einem Müllentsorgungsmodul. Ziel sei es, den Großteil aller Bedürfnisse im Foodservice-Bereich abdecken zu können.

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Wir gratulieren den Gewinnern!

die größte Chance liegt im Fresh-Food-Bereich. Beispielsweise bei frischen und gesunden „Ready-to-Eat” Gerichten, Mahlzeiten, Salaten, Wraps, Sandwiches, Sushi, Snacks, Suppen, Smoothies und anderen Getränken. Wir groß ist das Interesse an Ihren Shop-Formaten?

Wir haben eine Warteliste mit Kunden, die wir aktuell noch nicht nennen dürfen. Die gehen dieses und nächstes Jahr bereits an den Start und werden mit verschiedenen bunten Formaten ausgestattet. Darunter sind größere Einzelhändler, Food-Marken und Tankstellen, die mit uns eine Pilotphase starten. Sind für den Shop weitere Größenvarianten denkbar?

Ein kompletter Supermarkt kann mit unseren smarten Regalen und Kameras ausgestattet werden. Wir fokussieren uns aktuell aber zunächst auf kleinere ‚Convenience‘-Formate, wo es wichtige Produkte des täglichen Bedarfs gibt. Wie hoch liegt das Investitionsvolumen für einen Shop?

Die Preise für einen Shop im Container-Format liegen zwischen 6.500 und 50.000 Euro.

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„Hier wird investiert“ Günter Dederichs, seit 22 Jahren Betreiber einer Tankstelle des Mittelständlers Mundorf in Spich war immer ein wichtiger Gesprächspartner für Convenience Shop. Jetzt haben wir ihn mit seinem Sohn und Nachfolger Timo Dederichs noch einmal interviewt. INTERVIEW HANS JÜRGEN KRONE

Backshop beschäftigt. Als sie das nicht mehr machen konnte, haben wir zunächst überlegt, dies anders zu organisieren. Dann kam Subway zu uns und wollte die Fläche, immerhin 40 Quadratmeter, pachten. Das haben wir dann als erstes Shop-in ShopSystem für Subway in Deutschland gemacht und nie bereut. Auch mein Steuerberater sagt immer: ‚Das war eine Jahrhundertentscheidung‘! Timo Dederichs Natürlich haben wir auch bei den Mundorf-Stationen noch einige Backshops, die beispielsweise unser Kollege Kinan Moukhmalji, Pächter von drei Stationen, betreibt. Er sagt, dass dieses Angebot standortbezogen als Dienstleistung schon wichtig sein kann. Bei uns war und ist das aber nicht der Fall. Dennoch musste Subway hier ungewöhnlicherweise auch ein Frühstücksgeschäft anbieten?

Timo Dederichs Wir haben das ursprünglich in die Verträge aufnehmen lassen. Das war natürlich immer ein CI-Problem für Subway. Das ist gelöst. Brötchen wird man bei uns nicht mehr bekommen, weil es für uns wirtschaftlich nicht mehr funktioniert.

Herr Dederichs, nach Gründung von CS sind wir schnell mit Ihnen in Kontakt gekommen. Auf unserem ersten Anuga-

in Bonn gewechselt war und entsprechende Erfahrung hatte.

Sie haben damals auch mit Ihrem großen Backshop für Gesprächsstoff gesorgt?

Die Industrie hat Sie als Partner

Kongress 1995 traten sie dann als Sprachrohr der Praktiker auf. Wie haben Sie das erlebt?

früh entdeckt. Wie kam das?

Günter Dederichs Ja, das waren noch Zeiten, in denen die Bäcker sonntags nicht geöffnet hatten. Damals haben wir dann tausende von Brötchen verkauft und die Kunden standen Schlange. Zu dem Thema sind wir oft von den Medien befragt worden, das war ein ziemlicher Rummel.

Günter Dederichs Das war eine ganz neue Welt und jedenfalls nicht einfach. Im Vorfeld habe ich eine ganze Reihe von Leuten gefragt, wie man Convenience definiert. Jeder hatte eine andere Meinung. Ich konnte natürlich aus meinen Erlebnissen berichten, weil ich bereits 1992 von einer kleinen Esso-Station in eine Tankstelle mit großem Esso-Shop 14

Günter Dederichs Es war ein ganz schöner Branchentourismus an meiner Station. Bei mir wurden auch viele Produkt-Tests gemacht. So von Unternehmen wie Coca-Coca, aber auch für exotische Produkte wie finnisches Wasser. Ich vergesse nie, dass der Rennfahrer Keke Rossberg für dieses Produkt mal an meiner Tankstelle war. Organisiert hat solche Warentests häufig Gerald Wiegner von Wiegner & Weber.

Später allerdings haben Sie den Backshop dann weitgehend abgeschafft. Wie kam das?

Günter Dederichs Ursprünglich hat sich meine Frau mit dem

Günter Dederichs Das haben wir sehr oft diskutiert, aber die Frage ist ja, wo wir dann Umsatz und Ertrag generieren sollen. Timo Dederichs Das System, alles outzusourcen, wäre am Ende zu einfach. Ich bin auch nicht unbedingt ein Freund des Rewe To GoSystems. Das funktioniert sicherlich in einigen Shops. Das Problem dort ist die Preiskalkulation. Die Gesellschaften versuchen, immer alles über einen Kamm zu scheren, wie eben auch im Geschäft mit den Backshops. Das aber klappt nicht und schon gar nicht vom Schreibtisch aus. Mundorf hat in dieser Region 17 Stationen und Sie haben immer betont, dass man bei einem

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Fotos Hans Jürgen Krone, Archiv, Dederichs

Timo Dederichs (l.) ist in einer Tankstellen-Familie aufgewachsen und hat folgerichtig das Geschäft vor einigen Jahren von seinem Vater Günter übernommen. Ab Ende 2020 kann er mit einem neu gestalteten Shop arbeiten.

Haben Sie nie daran gedacht, auch den Shop im System eines Partners zu betreiben?


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solchen Partner unternehmerisch sehr gut aufgehoben ist. Wo liegt denn der Unterschied?

Timo Dederichs Im Gegensatz zu aktuellen Verträgen bei großen Mineralöl-Konzernen sind wir unternehmerisch weitestgehend selbstverantwortlich. Klar arbeiten wir auch bei Mundorf zusammen, beispielsweise beim Einkauf. Manchmal ist man als Einzelkämpfer besser dran und manchmal auch nicht. Bei Mundorf haben wir gute Standorte, eine kleine aber feine Kette. Und hier wird eben auch 2020 investiert. Im Dezember wird unsere Shop umgebaut. Die Pläne habe ich gerade vorliegen. Das ist eine ordentliche Aufgabe, denn der Shop hat, ohne den Subway, immerhin etwa 200 Quadratmeter.

Viel Platz für Produkte gibt es auch bisher schon im Mundorf-Shop von Timo Dederichs. Bald wird dieses Angebot aber zeitgemäßer inszeniert.

Timo Dederichs Beispielsweise das Geschäft mit den Volumentabaken. Da gibt es jede Menge großer Gebinde, die nachgefragt werden und gezeigt werden müssen. Natürlich erwarten wir, da wir bei Tabak schon sehr stark sind, keine riesigen Wachstumsraten, aber es wird sich lohnen.

Timo Dederichs Das ist im Prinzip Sache von Mundorf. Aber wir sitzen natürlich zusammen und besprechen alles sehr ausführlich und direkt.

Timo Dederichs Wir wollen, dass

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der Shop wieder cool aussieht, aber auch effektiv läuft und wirtschaftlich Sinn ergibt. Wirtschaftlich gesehen, investieren wir mit voller Kraft in das Thema Getränke. Wir bekommen noch einmal acht Meter zusätzliche Kühlung. Die beiden vergangenen Jahre haben uns noch einmal eindrucksvoll gezeigt, dass man, besonders im Sommer, die Kühlung gar nicht so schnell nachfüllen kann, wie die Kunden die Getränke herausnehmen. Dann verbreitern wir unser Tabak-Regal um mehr als einen Meter. Das ist nach wie vor ein eminent wichtiges Geschäft für die Tankstellen. Was wird künftig in den neuen Tabakregalen stärker platziert und forciert?

Wie sind die Verantwortlichkeiten bei dem bevorstehenden Umbau im Unternehmen verteilt?

Was sind denn die größten Herausforderungen beim Umbau?

hp - 25.11.2020 09:51

Vor 22 Jahren: CS-Chefredakteur Hans Jürgen Krone (l.) mit Günter Dederichs bei der Eröffnung seiner Mundorf-Station in Spich.

Bei der Größe Ihres Shops haben Sie natürlich auch viel Raum, mal Dinge anzupacken, für die

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Ein erster schneller Blick in den Plan, der im Dezember 2020 in Spich umgesetzt werden soll.

andere gar keinen Platz haben. Tut sich da auch etwas beim Nahversorger-Sortimen?

Timo Dederichs Das hatten wir ja eigentlich immer schon platziert. Aber man muss auch mal ehrlich sagen, dass unser Lieferant Lekkerland dieses Feld längere Zeit gar nicht richtig bearbeitet hat. Viele Produkte gab es einfach nicht mehr. Deshalb haben wir nach dem Zusammenschluss von Lekkerland und Rewe auch gesagt: ‚Hoffentlich stellt Ihr Euch breiter auf, was die Sortimentsvielfalt angeht.‘ Das hat Lekkerland gemacht und die Line ‚Jeden Tag‘ lanciert. Da gibt es eben Konserven, Zucker, Süßstoff und all diese Dinge auch für uns zu einem vernünftigen Einkaufspreis, sodass wir die Produkte immer noch einigermaßen günstig verkaufen können. Ich habe direkt alles eingelistet, was sinnvoll war und das Programm hergibt. Worauf kommt es Ihnen in diesem Zusammenhang als Nahversorger besonders an?

Timo Dederichs Es gibt bei Lekkerland wieder sehr viel Frische, vor allem auch für das Snack-To-Go-Geschäft. Das werden wir testen. Dafür haben wir in normalen Zeiten ein passendes Umfeld, mit Büros und anderen Unternehmen. Alles in allem muss man aber sagen, dass der Lebensmittelverkauf bei uns immer noch so etwas wie ein Notverkauf geblieben ist. Das hat sich auch unter Corona-Bedingungen nicht besonders verändert.

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das Angebot ergänzt. Ich finde diese Entweder-Oder-Diskussion falsch. E-Loading und anderes wird einfach ein weiteres Angebot an der Tankstelle werden. Timo Dederichs Die Entwicklung bei der Elektromobilität wird sicher auf uns zukommen. Wir haben schon vor zehn Jahren in Kooperation mit den Stadtwerken Troisdorf hier Ladesäulen aufgestellt. Aber ich bezweifele, dass es im Volumen schnell so kommt, wie uns bestimmte Industrien

Schon in einer der ersten Ausgabe von CS, im Jahr 1995, berichteten wir über die Aktivitäten von Günter Dederichs.

glauben machen wollen. Aber ich will das an dieser Stelle gar nicht abschließend bewerten. Natürlich sind die Tankstellen in Sachen Infrastruktur für dieses Geschäft von vorne herein gut aufgestellt und da passiert ja auch viel. Allerdings müssen die Stromversorger auch drumherum die entsprechende Leistung zu Spitzenzeiten zur Verfügung stellen. Wird es aus Ihrer Sicht in absehbarer Zeit dazu kommen, dass traditionelle Kraftstoffarten verdrängen werden?

Timo Dederichs Jenseits des derzeitigen Hypes, glaube ich nicht, dass die klassischen Kraftstoffe so schnell ersetzt werden. Ich bin sicher, dass es dieses Geschäft mit den Säulen auch noch in 20 Jah-

ren geben wird. Vielleicht verändert sich das, was aus den Zapfpistolen herauskommt. Wer ein Elektroauto hat und in der Stadt in einer Mietwohnung wohnt, der kann den Wagen nicht auf seinem Hof aufladen und ist auf die Tankstellen-Infrastruktur angewiesen. In aller Munde ist auch das Thema Digitalisierung und soziale Netzwerke. Warum sind Sie da eher zurückhaltend?

Timo Dederichs Wir machen in dieser Hinsicht noch relativ wenig, aber natürlich gibt es Kollegen, die das sehr aktiv betreiben. Das ist viel Arbeit. Wir konzentrieren uns bisher auf die 2.500 bis 3.000 Kunden, die täglich ohnehin an unsere Station komme. Man muss bei OnlineMarketing am Ball bleiben und das Thema das ganze Jahr über täglich spielen. Aber wir sind ja eigentlich kein Händler, der jeden Tag neue tolle Angebote machen kann. Die Kraftstoffpreise kennt ja heute jeder durch das Internet. Die Masse der Kunden kommt immer noch vor allem deshalb an unsere Tankstelle, weil der Spritpreis, der bei uns draußen dran steht, ein Vernünftiger ist.

Günter Dederichs, Sie haben schon vor 25 Jahren gesagt, dass das Angebot an Tankstellen, ‚ganzheitlich‘ aufgestellt sein muss. Wie bewerten Sie heute das Thema ‚Mobility Hub‘?

Günter Dederichs Als ich 1969 angefangen habe, gab es nur die Kraftstoffe Super und Normal. Dann kamen die anderen Dinge nach und nach hinzu und haben 16

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Lieferando HANDEL

Shell testet Lieferservice Über den Wettbewerb, den E-Food-Anbieter auch C-Shops künftig machen könnten, hat CS schon mehrfach berichtet. Jetzt testet die Shell ein erstes Liefer-Kooperationsmodell in Hamburg. TEXT HANS JÜRGEN KRONE

Fotos: Shell Deutschland

Bis vor kurzem kamen Nachrichten, dass Convenience-Shops auch im Bereich Lebensmittel-Lieferungen künftig eine Rolle spielen könnten, nur aus dem europäischen Ausland oder aus Übersee. Höchstwahrscheinlich haben die Covid-Krise und die sich daraus ergebenden Chancen für E-Food Lieferanten dafür gesorgt, dass solche Konzepte jetzt schneller in den deutschen Markt übertragen werden als gedacht. „Shell Deutschland Oil GmbH macht es ihren Kunden noch einfacher, sich im Shop zu versorgen,“ heißt die Schlagzeile, mit der das Unternehmen seinen ersten konkreten Test in diese Richtung ankündigte. An einer Station am Winterhuder Weg in Hamburg wurde jetzt eine Kooperation mit Lieferando.de gestartet. Kooperation mit Lieferando „Unter dem Motto Go Well arbeiten wir kontinuierlich daran, unser Angebot für den Kunden weiter zu verbessern. Kunden möchten qualitativ hochwertige Produkte bequem und einfach kaufen können. Das gilt für Kraft- und Schmierstoffe ebenso wie für Getränke und Snacks. Der Boom der Lieferdienste hat uns auf die Idee gebracht, dass auch wir Kunden die Möglichkeit bieten möchten, sich die Produkte bei ihrer Tankstelle um die Ecke zu bestellen und nach Hause liefern zu lassen“, sagt der Verantwortliche für das Shell Tankstellen-Geschäftes in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Jan Toschka. Funktionieren soll das Ganze so, wie es das Unternehmen jetzt auf Anfrage von Convenience Shop beschriebt: „Der Kunde bestellt über convenienceshop 8/20

Positive Erwartungen Nicht nur die Mineralölgesellschaft, sondern auch die Partner haben positive Erwartungen an die Kooperation: „Durch die Zusammenarbeit mit Shell ist es uns möglich, Konsumenten auf Lieferando.de ein noch breiteres und vielfältiges Sortiment zu bieten, das sich deutlich von dem bisherigen Angebot auf unserer Plattform unterscheidet”, sagt Katharina Hauke, Managing Director von yd. yourdelivery, dem Betreiber der Website von Lieferando.de. Nicht nur Shell darf gespannt sein, ob die Kunden das Angebot annehmen, sondern die gesamte Convenience-Branche sollte sich damit beschäftigen.

Aus diesem Tankstellen-Shop der Shell in Hamburg heraus beliefert Lieferando jetzt Kunden in der Umgebung mit Shop-Produkten.

die Lieferando-Plattform via App oder Website und bezahlt online. Die Bestellung geht über die sogenannte Takeaway-Box bei der Tankstelle ein. Diese Box stellt die Schnittstelle zwischen Shell und Lieferando dar. Der Tankstellen Mitarbeiter nimmt die Bestellung an und kann auf dem Display der Takeaway-Box die Bestelldaten – darunter auch die bestellten Artikel – einsehen. Durch die Annahme der Bestellung wird der Lieferando-

Fahrer informiert und macht sich auf den Weg zur Tankstelle. Im nächsten Schritt stellt der Tankstellen-Mitarbeiter die bestellten Artikel zusammen. Sobald der Lieferando Fahrer eintrifft, wird die Identität des Fahrers anhand der Bestellnummer überprüft und die Ware zur Auslieferung übergeben.“ Bestellt werden können beispielsweise abgepackte Snacks, wie verschiedene Süßwaren und salzige Snacks, alkoholische und nicht-alkoholische Getränke, ausgewählte Hygieneartikel, Brötchen und süße und salzige Backwaren aus dem Shell Deli2go Backshop

Per Handy können die Kunden bei dem Shell-Shop unkompliziert Produkte ordern.

NACS fürchtet Disruption Nicht umsonst sprach in diesen Tagen der Convenience-Verband NACS in den USA über die Gefahr der Disruption durch Lieferdienste. Laut Wikipedia ist das „ein Prozess, bei dem ein bestehendes Geschäftsmodell oder ein gesamter Markt durch eine stark wachsende Innovation abgelöst wird“. Dies vor allem, weil Lieferdienste auf der „letzten Meile“, auf dem Weg zu den Kunden, einen immer besseren Job machen. Die USBranche arbeitet daran, Konzepte zu erstellen, mit denen C-Stores in diesem Geschäft mitmischen können. 17


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hp - 25.11.2020 11:50

HANDEL Flughafen Berlin

JENSEITS VON NORMAL Casualfood ist am Flughafen BER als größter Gastro-Anbieter an den Start gegangen. Allerdings könnte die Herausforderung, angesichts der Pandemie, kaum größer sein. Wir befragten Michael Schorm, Leiter Gastronomie bei Casualfood, dazu. INTERVIEW HANS JÜRGEN KRONE

„Basta“ gehört zu den bereits eingeführten Konzepten, mit denen sich Casualfood am BER präsentiert.

Mitarbeiter werden regelmäßig geschult, und wir prüfen natürlich auch vor Ort, dass alle Maßnahmen nach den aktuellen Vorgaben umgesetzt werden. Darüber hinaus gilt bei uns wie auch in anderen Gastronomien natürlich die Maskenpflicht für unsere Mitarbeiter. Und es gibt digitale Speisekarten, Hygienesäulen, Getränkekarten per QR Code, Plexiglasscheiben zur Abtrennung der Sitzbereiche, so wie ein Desinfektionskonzept für Tische und Karten. Die Bezahlung kann darüber hinaus kontaktlos erfolgen. Wie waren aus Ihrer Sicht die Reaktionen Ihrer Kunden in den Läden in diesen Krisenzeiten und wie haben sich die Reaktionen im Laufe der Monate verändert?

Aktuell kommt es auf den Restart in Flughäfen an. Erhoffen Sie sich vom BER Signalwirkung ?

Schorm: Wir haben bereits vor neun Jahren den Grundstein für unsere 18

Expansion am BER gelegt. Nun sind wir stolz und glücklich darüber, dass wir die ersten Konzepte eröffnet haben. Sicher haben wir uns einen anderen Start gewünscht als unter Lockdown-Regelungen und deutlich reduziertem Passagieraufkommen. Dennoch sehen wir es für uns und insbesondere für unsere Mitarbeiter als positives Zeichen, denn es geht weiter voran. Selbst in diesen schwierigen Zeiten eröffnen wir neue, eigens für den BER entworfene, Gastronomiekonzepte und investieren damit ganz entscheidend in die Zukunft von Casualfood. Wie haben Sie die unterschiedlichen Bereiche des Unternehmens fit gemacht für die neue Zeit?

Wir haben umfangreiche Sicherheits- und Hygienekonzepte für unsere Stores entwickelt. Unsere

Wie war und ist aus Ihrer Sicht die Zusammenarbeit mit Partnern, Vermietern und Mitarbeitern? Welche Erfahrungen waren eher positiv, welche negativ?

“Die Normalisierung des Geschäftsfeldes wird einige Jahre in Anspruch nehmen.“ MICHAEL SCHORM CASUALFOOD

Mit unseren Partnern und Mitarbeitern lief und läuft die Zusammenarbeit wie gewohnt sehr partnerschaftlich, auch während der Corona Pandemie. Gemeinsam haben wir neue Wege entwickelt, um mit dieser herausfordernden Situation umzugehen. Wir halten engen Kontakt und besprechen die sich schnell verändernden aktuellen Situationen. Mit einigen Vermietern war der Kontakt zu Beginn der Pandemie zugegebenermaßen noch etwas holprig – die Dauer und auch die convenienceshop 8/20

Fotos: Casualfood

Casualfood, das einst mit wenigen mobilen Brezelständen sein Geschäft begann und sich dann schnell zum Gastronomen und Retailer entwickelte, ist am neuen Flughafen Berlin Brandenburg (BER) der größte Gastro-Betreiber. Das Unternehmen ist mit zwölf festen und mehreren mobilen Standorten in den Terminals eins, zwei und fünf vertreten. Mit dabei ist das ConvenienceKonzept Quicker’s. Extra für Berlin neu entwickelt wurde die GastroMarken East Side Berlin, der Berlin Pub und die dazugehörigen Deli Berlin Mobile. Antworten von Michael Schorm, Leiter Gastronomie.

Die Kunden sind mit aufgesetzten Masken sehr zielstrebig auf die Sitzplatzbereiche zugegangen und haben hier konsumiert. Sicher auch vor dem Hintergrund hier die Maske absetzen zu können. Insgesamt stellen wir fest, dass die Verweildauer in den Restaurants länger ist. Ein Thema, das häufig zu Diskussionen führt, ist leider das Ausfüllen der Meldeformulare. Insbesondere ausländische Gäste kennen dieses Vorgehen nicht und sind oft nicht bereit, es einfach zu akzeptieren.


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Ausmaße und Folgen waren zu diesem Zeitpunkt noch vollkommen unklar. Zwischenzeitlich ist jedoch jedem bewusst geworden, dass die Pandemie weit reichende Folgen und Schäden verursacht, die nur gemeinsam und lösungsorientiert behoben werden können. Schließlich sind wir in der Reisegastronomie tätig – in diesem Wort stecken die wohl am meisten betroffenen Branchen. In der Krise haben sich die GastroStandorte an Bahnhöfen und Flughäfen als kritisch erwiesen. Werden Sie Ihr Geschäft künftig, was die Standorte angeht, stärker differenzieren?

wahrzunehmen. Fest steht, dass die Normalisierung dieses Geschäftsfeldes einige Jahre in Anspruch nehmen wird.

Casualfood ist Spezialist in der Reisegastronomie, und dies wird aus heutiger Sicht unsere Kernkompetenz bleiben. Wir werden darüber hinaus unsere Augen offenhalten, um neue Chancen zu erkennen und

Wie sehen Sie die offiziellen Konzepte und Förderprogramme, die derzeit angeboten werden? Kommen diese auch Ihrem Geschäft zu Gute, oder müsste mehr passieren?

Lecker essen am Flughafen: Das soll bald wieder für vielen Menschen eine Option sein.

&+"01/("/1+"/0 %ƞ braucht nicht immer einen Handschlag. Wir bedanken uns bei unseren Handelspartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und freuen uns auf ein erfolgreiches neues Jahr.

Rauchen ist tödlich

Der Lockdown hat die gesamte Branche zum wiederholten Male extrem hart getroffen. Es ist ein erster Schritt, dass Gastronomen bis zu 75 Prozent ihres durchschnittlich wöchentlichen Umsatzes vom November 2019 erhalten sollen und Einnahmen aus dem Außer-HausVerkauf nicht abgezogen werden. Allerdings sind wir als Reisegastronomen doppelt getroffen – zum einen haben wir an Flughäfen aufgrund der ausbleibenden Passagiere horrende Umsatzeinbußen, zum anderen befinden sich die meisten unserer Outlets hinter der Sicherheitskontrolle, so dass es uns unmöglich ist, andere Zielgruppen anzusprechen. Leider müssen wir davon ausgehen, dass uns die Pandemie und vor allem auch ihre Folgen noch sehr lange beschäftigen werden. Ob es eine langfristige Unterstützung der Branche geben wird und wie diese aussieht, bleibt abzuwarten.


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hp - 25.11.2020 09:52

HANDEL HANDEL Flaschenpost.de Aichinger

EIN GROSSER SCHLUCK AUS DER FLASCHE Der Dr. Oetker Konzern stärkt sich mit der Übernahme des Getränke-Onlinehändlers Flaschenpost. Schon jetzt gehören Radeberger, Team Beverage oder Durstexpress ganz oder teilweise zum Unternehmen. TEXT MARTIN HEIERMANN

Stark im Convenience-Markt Auch für den Convenience-Markt gewinnt die Gruppe weiter an Bedeutung. Das wird nicht nur durch den Kauf von Flaschenpost, wachsender Wettbewerber der C-Stores im Bereich der Sortimente Bier, Softdrinks oder Wasser in Mehrweg-Gebinden, deutlich, sondern auch durch eine zweite aktuelle Meldung offenbart: Danach versorgt Team Beverage, Handelsplattform für den Getränkefachgroßhandel, den endsprechenden Einzelhandel und die Gastronomie, künftig mit ihrer Convenience-Abteilung auch die Jet-Tankstellen hier zu Lande mit Mehrweg-Gebinden. Damit gewinnt 20

der Getränke-Dienstleister einen weiteren Kunden im Convenience-Markt: Die meisten Tankstellen-Gesellschaften und viele Convenience-Player arbeiten bereits mit der Plattform zusammen. Die Meldung ist deshalb interessant, weil die Oetker-Gruppe auch an Team Beverage maßgeblich beteiligt ist. Zudem hat sie über die Plattform Zugriff auf den kooperierenden Getränkefachgroßhandel. Mit der Flaschenpost-Übernahme baut der Oetker-Konzern seine Position entlang der Wertschöpfungskette im Getränkemarkt in Deutschland also unverkennbar aus. Und das nicht nur im Einzelhandel, wo das Unternehmen bereits mit dem nach glei-

Die Oetker-Gruppe fügt ihren Aktivitäten im Getränkemarkt, im Einzel- und Großhandel, unter Leitung von CEO Albert Christmann einen weiteren Baustein hinzu.

chem Geschäftsmodell arbeitenden Startup Durstexpress.de und mit rund 450 Filialen der Marke Getränke Hoffmann vertreten ist. Auch als Hersteller von Marken wie Radeberger, Jever, Schöfferhofer oder Clausthaler sowie mit dem Sekt- und Wein-Spezialisten Henkell-Freixenet ist die Gruppe aktiv. Hinzu kommt Team-Beverage. Zugriff auf umfangreiche Daten Alles dies ermöglicht dem Konzern den Zugriff auf umfangreiche Daten von Einzel- und Großhandelskunden auch derjenigen Händler, die mit Team Beverage kooperieren. Denn die Plattform nutzt offenbar die IT-Expertise von Software-Anbietern, die ebenfalls mit der Radeberger-Gruppe verbunden sind, wie es in Branchenkreisen heißt. Entsprechend hat der nun angekündigte Kauf viele Insider nicht wirklich überrascht. Hinter den Kulissen soll es aber noch weitere Interessenten für Flaschenpost gegeben haben. Von Coca-Cola oder Anheuser-Busch Inbev ist die Rede. Vielleicht war der Kaufpreis entscheidend, der convenienceshop 8/20

Fotos: Flaschenpost, Oetker/Bernd Thissen

Albert Christmann und Guido Mockel werden zufrieden sein. Dem Chef und persönlich haftenden Gesellschafter der Dr. Oetker-Gruppe und dem Nachfolger von Niels Lorenz an der Spitze der Radeberger-Gruppe, – einer Oetker-Tochter – gelang ein Coup, der Aufsehen erregte: Die seit längerem angepeilte Übernahme des Online-Getränkelieferdienstes Flaschenpost aus Münster ging jetzt über die Bühne. Damit fügt die OetkerGruppe ihren Getränkemarkt-Aktivitäten, im Einzel- und Großhandel einen weiteren Baustein hinzu.


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Zuhause in NRW Das in Münster ansässige Startup Flaschenpost ist 2016 von Dieter Büchl gegründet worden und verfügt derzeit über 23 Standorte in Deutschland, vor allem in Nordrhein Westfalen. Der

Oetker den Zuschlag brachte. Er soll Brancheninformationen zufolge bei knapp einer Milliarde Euro liegen. Dr. Oetker teilte dazu Convenience Shop

Flaschenpost stärkt die Oetker-Vertikalisierung und experimentiert schon mal mit einem E-Food-Angebot.

Onlinehändler beschäftigt mittlerweile rund 8.000 Mitarbeiter und wird von Stephan Weich geführt, der die Geschäftsführung 2018 übernahm. Büchl zog sich aus dem operativen Geschäft in den Auf-

mit, Durstexpress und Flaschenpost ergänzten sich mit Blick auf ihre Liefernetze perfekt, so dass der geplante Zusammenschluss ein logischer Schritt sei. „Bis zur Freigabe durch die Kartellbehörde arbeiten beide Unternehmen getrennt weiter“, so das Unternehmen. Geleitet werden soll das erweiterte Unternehmen von einem Vorstand, der sich aus Mitgliedern des Vorstands von Flaschenpost sowie der Geschäftsführung von Durstexpress zusammensetzt. Dieser soll dann an einen neu aufgestellten Aufsichtsrat berichten. Der Online-Getränkelieferdienst werde also künftig – wohl bis auf weiteres – aus zwei zentralen Verwaltungen in Berlin und Münster gelenkt. Gemeinsam mit Oetker und Durstexpress dürfte aber wohl die Expansion von Flaschenpost zusätzlich Fahrt aufnehmen. Denn nicht nur die finanzielle Kraft des Konzerns und seine Vertikalisierung entlang der

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Gerade in diesen besonderen Zeiten bedanken wir uns ganz herzlich für Ihr Vertrauen und die Zusammenarbeit. Und freuen uns auf ein gemeinsames, hoffentlich gesundes neues Jahr mit unseren Klassikern. www.de.bicworld.com

sichtsrat zurück. Das Unternehmen verspricht, innerhalb von zwei Stunden zu liefern. In den meisten Fällen soll die Lieferung durch die rund 3.000 firmeneigenen Fahrzeuge kostenlos sein.

Wertschöpfungskette sprechen dafür. Auch die steigende Nachfrage im Onlinehandel weist in diese Richtung, ebenfalls im E-Food-Segment, beschleunigt durch Covid 19. Lebensmittel im Angebot Und auch der Ausbau des Sortiments durch die Hinzunahme eines FoodAngebots scheint möglich. Zumindest hat Flaschenpost im Sommer damit schon einmal experimentiert. Im Liefergebiet Münster offerierte der Onlinehändler neben Getränken auch Obst und Gemüse, Frischwaren und Tiefkühlprodukte. Rund 2.000 Artikel waren im Onlineshop zu finden. Wie es damit weitergeht, will sich die Konzernleitung noch offen halten. Es sei „noch zu früh“, dazu etwas zu sagen. Flaschenpost konnte erste aber Erfahrungen sammeln, „die wir zu gegebener Zeit auswerten werden und dann entscheiden“, so das Unternehmen.


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Foto: Lekkerland, Getty Images

TITELSTORY Convenience Best

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Die Besten für die Shop-Regale Die Sieger stehen fest: In 13 Warengruppen zeichnen Convenience Shop und Lekkerland erneut die erfolgreichsten Newcomer aus. Die Ergebnisse von Convenience Best unter Covid 19 Bedingungen und die Situation bei Lekkerland kommentiert Rikus Kolster, Deutschland-Chef des Großhändlers. INTERVIEW MARTIN HEIERMANN

Mit seinen Produkt-Platzierungen, die auf Rankings des Convenience-Großhändlers Lekkerland beruhen, hat Convenience Best eine Alleinstellung unter den Auszeichnungen für neue Produkte. Der Award bietet „harte Währung“. Mit getragen wird der Wettbewerb und die Kooperation von Beginn an von Rikus Kolster, Chef von Lekkerland Deutschland. Convenience Shop hat ihn zum Thema neue Produkte, aber aktuell auch zum Umgang von Lekkerland mit der Covid 19-Pandemie befragt.

haben wir diesmal kein Ranking vorgenommen. Aber: Für alle gerankten Produkte gilt, dass sie die Verbraucher überzeugt haben und im Markt sehr gut angekommen sind. Trotz oder gerade wegen des schwierigen Umfelds. Rikus Kolster ist Geschäftsführer von Lekkerland Deutschland und steuert das Unternehmen durch die Corona-Krise.

Haben die Kunden der C-Stores diesmal anders eingekauft?

Die Verbraucher haben in Folge der Pandemie ihre Einkaufsgewohnhei-

ten geändert. Einkäufe wurden und werden geplanter und gezielter durchgeführt. Im LEH wurde beobachtet, dass die Einkaufshäufigkeit ab-, die Bonsumme hingegen zunimmt. In C-Stores ist das Bild gemischt. Das Shop-Geschäft an stark frequentierten Standorten wie Bahnhöfen und Flughäfen lebt davon, dass sich eine große Zahl an Verbrauchern unterwegs etwas mitnimmt oder vor Ort Snacks und Getränke verzehrt. Dies ist seit Beginn der Pandemie nicht gegeben. Die Menschen fahren weniger zur Arbeit und reisen auch in der Freizeit weniger. Seit Beginn der Pandemie ist daher besonders die Nachfrage nach Food- und Foodservice-Produkten an bisherigen Hochfrequenzstandorten negativ beeinträchtigt. Wie sieht es in den TankstellenShops damit aus?

Auch an Tankstellen gestaltet sich ein Bistro-Betrieb aufgrund der Maßnahmen wie Registrierung der Gäste und reduzierte Zahl von Sitzplätzen oftmals schwierig. C-Stores, die aufgrund ihrer Lage auch eine Nahversorgerfunktion haben, konnten in der Regel profitieren, gerade wenn sie selbst haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel im Sortiment

Herr Kolster, die Convenience Branche hat anspruchsvolle Monate hinter sich– sowohl Hersteller als auch Handel. Sind die Ergebnisse von Convenience Best nach Ihrer Einschätzung durch die KrisenSituation beeinflusst?

Rikus Kolster Die Corona-Pandemie ist eine einzigartige Herausforderung für die Gesellschaft. Die Auswirkungen hat auch der Unterwegskonsum in den vergangenen Monaten deutlich zu spüren bekommen. Auf die Ergebnisse hatte die Pandemie insofern Auswirkungen, dass einige Produktinnovationen verschoben wurden, beispielsweise ins nächste Jahr. Das Kandidatenfeld hatte sich dadurch in diesem Jahr in einigen Kategorien reduziert. In der von der Pandemie besonders betroffenen Produktkategorie Foodservice convenienceshop 8/20

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TITELSTORY Convenience Best

hatten. Auch die Nachfrage nach Prepaid-Produkten nahm zu, da mehr im Internet gespielt und eingekauft wird. Haben sich starke Marken auch in der Krisen-Situation bewährt?

Starke Marken haben grundsätzlich den Vorteil, dass sie fest im Kopf der Verbraucher verankert sind und Vertrauen in sie gesetzt wird, besonders in Krisenzeiten. Auf der anderen Seite haben die Impulskäufe in der Pandemie etwas abgenommen und Verbraucher suchen angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit nach günstigen Produkten. Eine pauschale Aussage fällt daher schwer. Welche Veränderungen gab es bei Verpackungen und deren Größen?

Hygiene hat seit Ausbruch der Pandemie für viele Konsumenten höchste Priorität. Darum greifen viele Verbraucher zu verpackten Lebensmitteln und Mahlzeiten, auch im Unterwegskonsum. Für unsere Kunden haben wir daher auch frühzeitig weitere Verpackungsmaterialien ins Sortiment genommen, damit sie den Verbrauchern frisch zubereitete Snacks wie belegte Brötchen und Backwaren bereits verpackt präsentieren oder einfach überreichen können. Auch einzeln verpackte Produkte erleben derzeit eine Renaissance. Wie bereitet sich Lekkerland auf die kommenden PandemieMonate vor?

Wir haben frühzeitig zu Beginn der Corona-Pandemie unsere Geschäftsabläufe und Prozesse angepasst. Die oberste Priorität haben dabei die Sicherheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Beispielsweise haben wir mittels einer Kundenkarte die Möglichkeit geschaffen, dass Kunden ihre Lieferung kontaktlos quittieren können. Auf diese Weise senken wird das Ansteckungsrisiko für Kunden und Fahrer. Für die Mitarbeiter, bei denen es möglich ist, bleibt das Arbeiten im Homeoffice ein wichtiges Instrument. Wir sind heute gut aufgestellt und werden auch agil und flexibel mit der Situation umgehen. Dies mit dem Ziel, alles dafür zu tun, in dieser herausfor24

dernden Zeit weiterhin ein verlässlicher Partner zu sein. Welche Empfehlungen geben Sie Ihren Partnern?

Vertrauen ist entscheidend. Wichtig ist daher, dass Shop-Betreiber ihren Kunden so viel Sicherheit wie möglich vermitteln und die Kunden sicher sein können, dass die Maßnahmen und Hygienevorschriften eingehalten werden. Mit Blick auf das Sortiment sollten Shop-Betreiber auf verpackte Produkte setzen und auch immer genügend Verpackungsmaterial für frisch zubereitete Snacks bereithalten, um diese dem Kunden bereits verpackt präsentieren zu können. Auch die Aufnahme von Nahversorgungs-Artikeln ins eigene Sortiment kann zusätzliche Umsätze generieren. Den Verbrauchern ist derzeit noch wichtiger als sonst, Einkäufe schnell erledigen zu können. Sie bedienen sich lieber selbst, als sich in eine Schlange zu stellen, um beispielsweise einen Snack oder einen Kaffee zum Mitnehmen zu erhalten. Es ist daher hilfreich, wenn diese Produkte auch in Selbstbedienung angeboten werden. Auch die Preissensibilität der Verbraucher ist zu berücksichtigen. Zusammen mit der Rewe Group plant Lekkerland Investitionen in ein „Logistiknetzwerk der Zukunft“. Was heißt das konkret?

Das Zielbild bezieht sich darauf, wie wir die Lekkerland-Logistik bis zum Jahr 2030 neu aufstellen möchten. Unsere Kunden können wir heute mit unserer deutschlandweiten Logistikstruktur optimal versorgen. Um den sich verändernden Anforderungen und Bedürfnissen der Endverbraucher auch künftig gerecht werden, planen wir im Zuge des Logistiknetzwerk der Zukunft langfristige Investitionen. Wir möchten zum Beispiel unsere Kapazität und Leistungsfähigkeit für frische und ultrafrische Sortimente deutlich ausbauen, da diese Sortimente aus unserer Sicht weiterwachsen und sich diversifizieren werden. An welchen Standorten und in welche Technologie investieren Sie?

Auch künftig werden alle Lekker-

„Für alle gerankten Produkte gilt, dass sie die Verbraucher überzeugt haben und im Markt angekommen sind.“ RIKUS KOLSTER LEKKERLAND

land Logistikstandorte eigenständig bleiben. Neben Neubauten sind auch An- und Umbauten sowie Standortverlagerungen vorgesehen. Derzeit befinden wir uns aber noch weitestgehend in den Planungen. Die Umsetzung erfolgt in den meisten Fällen erst in einigen Jahren. Bereits beschlossen sind der Neubau eines Zentrallagers in Hannover sowie Investitionen in den Standort Köln. In beiden Fällen ist eine Umsetzung bis Ende 2022 geplant.

„Verschiedene Abteilungen, die auf Seiten der Rewe Group für das Convenience Konzept ReweTo-Go zuständig sind, wurden in den vergangenen Monaten in die LekkerlandOrganisation integriert.“ RIKUS KOLSTER

Die Rewe- und die Lekkerland-Kompetenzen in Sachen Convenience werden gebündelt. Heißt das, bei Lekkerland verbleibt die logistische Kompetenz, während Rewe Convenience die Verantwortung für Kategorien, Sortimente, Shop-Konzepte und Strategie übernimmt?

Lekkerland bildet jetzt die Convenience Sparte der Rewe Group. Ziel des Zusammenschlusses beider Unternehmen war es, einen neuen strategischen Geschäftsbereich „Convenience“ innerhalb der Rewe Group zu gründen. Verschiedene Abteilungen, die auf Seiten der Rewe Group für das Convenience Konzept ReweTo Go zuständig sind, wurden in den vergangenen Monaten in die Lekkerland Organisation integriert. Unsere bestehende Kompetenz im Bereich Category Management für Unterwegsversorgung wird durch die neuen Kollegen ergänzt. Wir arbeiten nun gemeinsam daran, unseren Kunden optimale Lösungen in Bezug auf Sortiment, Konzepte und Belieferung anbieten zu können. Ziel ist es, weiterhin alles aus einer Hand bieten zu können und damit ‚Your most convenient partner‘, ihr bester Partner, zu sein. convenienceshop 8/20


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Sicher und nachhaltig Wie werden Sieger gemacht? Dazu hat uns Reiner Graul von Bormann & Gordon einige Fragen beantwortet. INTERVIEW MARTIN HEIERMANN

Reiner Graul unterstützt mit der Expertise seines Beratungs-Unternehmens Bormann & Gordon von Anfang an die Auszeichnung Convenience Best. Der Berater hat in diesem Jahr erneut ermittelt, wie die Shopper die Gewinner-Produkte jeder Kategorie beurteilen und was daraus folgt. CS hat nachgefragt, welche Aussagekraft diese Bewertungen für die Produkte haben. Herr Graul, die Bekanntheit der Sieger-Produkte ist unterschiedlich. Sie liegt maximal bei 46 Prozent . Wie bewerten Sie dies?

Reiner Graul Verglichen mit der Markenbekanntheit von großen Brands mit langer Historie, ist selbst bei 46 Prozent noch ‚viel Luft nach oben‘. Wenn man bedenkt, dass es um die Bekanntheit des jeweiligen Produktes geht und diese häufig recht neu im Markt sind, sind die Werte jedoch absolut positiv zu sehen. Treiber für höhere Werte sind nach meiner Einschätzung oft die bekannten Dachmarken, die als Absender „mitwirken“ und für Vertrauen bei den Shoppern sorgen.

Reiner Graul ist Geschäftsführer von Bormann & Gordon. Er begleitet Convenience Best seit Jahren.

finde ich Nuii Salted Hazelnut & Tanzanian Coffee, welches den höchsten Innovationsgrad aufweist und mit der neuen ‚GeschmacksIdee‘ süß-salzig und der Verpackung punktet. Leider spiegelt die Bekanntheit diese Innovationsstärke noch nicht wider. Hier könnte man mehr Awareness schaffen und damit für mehr Umsätze sorgen. Das Design der Verpackungen spielt laut Umfrage eine unterschiedliche Rolle. Bei den Tabakwaren hat eher die Größe Bedeutung. Wie wichtig ist die Verpackung?

Die Verpackung ist bei vielen Siegern ein wesentliches Merkmal. Das gilt für den Innovationssieger Nuii genauso wie für die auf Platz zwei befindliche Innovation Fisherman’s Friend Pro Fresh Blueberry-Verpackung. Sie vermittelt neben der tollen Optik auch ein gesünderes Produkt. Was in den nächsten Jahren sicherlich noch stärker Beachtung finden wird, ist das Thema nachhaltige Verpackung. Erwarten Sie einen Einfluss der Pandemie-Situation auf die Convenience Best Ergebnisse 2021?

Die Frage ist schwer zu beantworten. Sicherlich gibt es einerseits den Wunsch nach Produktsicherheit. Auf der anderen Seite sind sich alle Experten einig, dass das Trendthema Nachhaltigkeit gewinnt. Im aktuellen B&G Shopper Monitor Tankstelle haben wir Trends aus Shoppersicht bewerten lassen, unter anderem Regionalität, Bio, Gesunde Ernährung etc. Die höchste Zustimmung hat der Wunsch nach nachhaltigen Verpackungen, zum Beispiel aus Papier, erreicht – und das mitten in der Corona-Pandemie in diesem Sommer.

Fotos: Bormann & Gordon

Welche Faktoren sind wichtig für einen Erfolg bei Convenience Best?

Die positive Shopperbewertung der Sieger-Produkte ist immer ein Mix aus Faktoren wie Bekanntheit aber auch Innovation und Neuheitsgrad. Vielfach nennen die Shopper die ansprechende Optik und heben die Eignung für den Unterwegsverzehr hervor. Letzteres ist natürlich für einen Convenience-Sieger ein Muss! Der Innovationsgrad schwankt bei den Gewinnern. Das ist meines Erachtens sehr gut verständlich, da nicht alle Neuheiten Revolutionen darstellen. Besonders interessant convenienceshop 8/20

Shopper Studie Die Kundenbefragung zu den Sieger-Produkten von Convenience Best wurde von der Unternehmensberatung Bormann & Gordon durchgeführt. Angesprochen wurden Tankstellenkäufer

verschiedener Gesellschaften am POS Tankstelle. Die Interviews dauerten rund fünf bis zehn Minuten. Befragt wurden Personen, die in der vergangenen zwölf Monaten

mindestens ein Produkt aus den vorgegebenen Kategorien in einem Tankstellen- oder Convenience-Store gekauft haben. Die Befragung fand zwischen dem 22. und 27. September statt.

CONVENIENCE BEST DIE GEWINNER AUS 13 KATEGORIEN

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INDUSTRIE Convenience Best

KATEGORIE

1

ALKOHOLHALTIGE GETRÄNKE Brown Forman 0,33 l Dose Jack Daniels Berry

Beam Suntory Jim Beam Festival

Feiern mit Cola und Ice Tea Mix Mit limitierten Aktionsdosen der Sorten Jim Beam & Cola und Ice Tea verloste der Hersteller eine Vielzahl an Sommer-Paketen sowie Festival-Tickets. Letztere behalten wegen der Corona-Lage ihre Gültigkeit natürlich auch für das nächste Jahr. Das bescherte dem Produkt den zweiten Platz in der Kategorie. Die User können schon jetzt davon träumen, wieder gemeinsam zu guter Musik zu tanzen und dazu gemixte Drinks zu genießen.

MBG Effect Vodka Energy

Bereits vor rund zehn Jahren feierte Jack Daniels Berry, auch als Jack & Berry bekannt, als Longdrink auf dem Rock im Park-Festival in Nürnberg seine Premiere. Das Produkt kombiniert die Note des Jack Daniels Old No.7 mit dem Geschmack beeriger Limonade. Heute sei der Geschmack Kult, meint der Hersteller – gewissermaßen „born in Germany, rooted in Tennessee“. Deshalb gibt es die Innovation Jack & Berry jetzt ganzjährig. Zudem feiert sie Erfolge und gewinnt Gold. Laut Shopper Studie erreicht sie einen überdurchschnittlichen Bekanntheitsgrad und überzeugt die Konsumenten mit ihrer neuen Geschmacksrichtung als Longdrink für unterwegs. Der Mix mit Beeren ergänze, so die Befragungs-Ergebnisse, besonders gut die klassischen Sorten der Range.

Design inspiriert Wachstum Der Vodka & Energy Premix von Effect legte unter den alkoholischen Markenmixes ohne Cola besonders stark zu. Grund dafür war auch, dass Effect das Design aufwertete und die Marke deutlich in den Fokus rückte. Der Relaunch beschert dem Produkt nicht nur steigende Verkaufszahlen, sondern auch den dritten Platz in dieser Kategorie. Beispielsweise wuchs der Umsatz in drei Monaten im vergangenen Jahr um 42 Prozent.

WAS GEFÄLLT DARAN?

>> Design der Dose >> Neue Geschmacksrichtung >> Mix mit Beeren INNOVATIONSMERKMALE

>> Longdrink für unterwegs >> Ergänzt die bisher klassischen Sorten >> Modern 26

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KATEGORIE

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Monster Mango Loco

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ALKOHOLFREIE GETRÄNKE

Fruchtige Energie aus den Tropen

Red Bull 0,25 Liter Dose Red Bull Watermelon Mit dem Geschmack der Wassermelone konnte Hersteller Red Bull in diesem Jahr den ersten Platz in der Kategorie der Alkoholfreien Getränke für sich erobern: Red Bull Watermelon holt Gold. Die Edition enthält die gleichen hochwertigen Inhaltsstoffe wie der Red Bull-Klassiker und konnte auch von der überdurchschnittlichen Bekanntheit der Marke profitieren, wie die Convenience Best ShopperStudie von Bormann & Gordon aufzeigt. Sowohl der Bekanntheitsgrad (38 Prozent) als auch die Kaufrate (17 Prozent) des prämierten Produktes erzielen die zweithöchsten Werte in der Befragung.

WAS GEFÄLLT DARAN?

INNOVATIONSMERKMALE

>> Farbige Gestaltung der Dose >> Neue Geschmacksrichtung >> Geschmack

>> Neue Geschmacksrichtung >> Kombination von Energy und Wassermelone (Obst)

Mit Mango Loco konnte der Energy DrinkHersteller Monster in diesem Jahr einen besonderen Erfolg im deutschen Markt feiern: Die Innovation holt Silber bei unserem Wettbewerb Convenience Best und bestätigt damit ihre Bestsellerqualitäten, die sie auch schon in den USA, in England und in Schweden unter Beweis gestellt hat. Der Drink ist ein Mix aus exotischen Säften und besonders für lange Partys geeignet. Monster Mango Loco Energy Juice ist eine Kombination aus den tropischen Früchten Mango, Guave und Ananas. Den Drink gibt es in der 0,5-Liter-Dose.


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INDUSTRIE Convenience Best

KATEGORIE

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BIER/BIER MIX Anheuser Busch Inbev 0,33-Liter-Dose Corona Extra

Asahi Brands Europe Tyskie Radler

Internationales Pils mit Zitrone Tyskie ist eine der erfolgreichsten internationalen Marken in Deutschland. Bisher war ausschließlich das Pils hier zu Lande erhältlich. Jetzt hat die Marke den Markt für BierMixgetränke in Bewegung gebracht. Das erfrischende Biermischgetränk Tyskie Radler in der 0,5-Liter-Dose belegt den zweiten Platz in der Warengruppe. Es besteht aus Tyskie-Pils mit Zitronenlimonade und erweitert die Sortenvielfalt des Segments.

Anheuser Busch Inbev Beck’s Lemon Brew

Mit gebrauter Zitronenlimo

Auf besondere Weise konnte der Gold-Gewinner dieser Kategorie auch von der Covid-19-Pandemie profitieren – zumindest in den Convenience Shops. Die zufällige Namensgleichheit mit dem Erregervirus steigerte die Markenbekanntheit und auch die Nachfrage in den Stores. Zudem förderte der wachsender Markt internationaler Biere den Erfolg von Corona Extra und führte zum Sieg. Und nicht zuletzt hat das Kleingebinde, also die 0,33 Liter-Dose als Treiber, im Markt seine Wirkung gezeigt. Nach Angaben der Shopper Studie, überzeugt die Konsumenten die Dose durch ihr schlichtes, edles aber auch ansprechendes Design. Doch nicht nur die Optik verschafft dem Produkt Pluspunkte bei den Kunden , sondern auch das praktische Handling des Gebindes.

WAS GEFÄLLT DARAN?

>> Schlichtes, aber ansprechendes Design der Dose >> Marke Corona ist ein Klassiker >> Praktisch in der Dose INNOVATIONSMERKMALE

>> Edles Design >> Dose statt Flasche 28

Beck’s Lemon Brew ist das erste Biermischgetränk mit gebrauter Zitronenlimonade. Das überzeugt auch in der Convenience-Branche: Die Innovation holt Silber. Die Neuheit in der 0,5-Liter-Dose besteht je zur Hälfte aus Beck’s und aus gebrauter Zitronenlimonade. Das Brauverfahren verleiht der Limonade ein besonderes Geschmacksprofil von Zitronensaft: Das Ergebnis ist weniger süß mit feinen, fermentierten Noten.

Anheuser Busch Inbev Spaten Hell

Ein Klassiker wird trendig Im Wachstumssegment der Hell-, Landund Kellerbiere profitiert auch der Klassiker Spaten Hell, der bereits seit 1924 auf dem Markt vertreten ist. Das Produkt in der 0,5-Liter-Dose platziert sich auf dem dritten Platz und damit holt Bronze in dieser Warengruppe. Mit dem bewährten Werbespruch ,,Lass Dir raten – trinke Spaten,“ feierte die helle Sorte schon einige Erfolge. Nun hat sie diesen Siegeszug in den Convenience-Shops fortgesetzt. convenienceshop 8/20


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Bitburger Apfel Cider

4

ALKOHOLHALTIGE / WEINHALTIGE GETRÄNKE Rotkäppchen-Mumm Blanchet Jolie, Blanc de Blanc Blanchet erweiterte im April die Auswahl um zwei neue Sorten. Mit dabei war, unter dem Namen Blanchet Jolie, auch die Variante Blanc de Blancs Lieblich. Geschmacklich überzeugt die Innovation mit fruchtigen Noten. Besonders punktet der Blanc de Blanc mit seinem frischen Design der Flasche und erringt Gold in dieser Kategorie. Das Outfitt unterscheidet sich vor allem durch die geschwungene Handschrift, dem JolieSchriftzug unterhalb des Blanchet-Logos und einem kleinen Herzsymbol von den bestehenden Blanchet-Weinen. Es wirkt modern und freundlich.

WAS GEFÄLLT DARAN?

INNOVATIONSMERKMALE

>> Geschmacksrichtung „lieblich“ >> Frisches, freundliches Etikett

>> Moderne Aufmachung der Flasche >> „lieblicher“ Weißwein

Fruchtiges unter starkem Dach Die Bitburger Braugruppe erringt mit ihrem Apfel Cider unter der Dachmarke Bitburger den zweiten Platz in der Kategorie. Entwickelt wurde das Produkt gemeinsam mit der Kelterei Heil aus dem Taunus. Vor allem die Dachmarke Bitburger hat die Verbraucher offenbar nach genau diesem Cider greifen lassen. Hinzu kommt noch das conveniente Gebinde. Die Getränke-Innovation ist in der 0,5-Liter-Einwegdose erhältlich und wird in Bitburg abgefüllt.

JACK & BERRY GEWINNER CONVENIENCE BEST GOLD AWARD 2020

Der gut gekühlt zu genießende Mix aus original JACK DANIEL’S Tennessee Whiskey und Beerenlimonade ist direkt durchgestartet und auf Anhieb zur erfolgreichsten Innovation innerhalb der Kategorie Spirituosen Mix gewählt worden. In der handlichen 0,33l Dose für unterwegs oder zum Chillen mit Freunden zu Hause erfreut JACK & BERRY seine Fans mit überraschendem Geschmacksprofil in zuverlässig gemixter Qualität und bereichert das erfolgreiche JACK DANIEL’S PMLD Portfolio. SETZEN SIE AUF JACK & BERRY – DAS ERFOLGSPRODUKT DES MARKTFÜHRERS TOP NEWCOMER IM WETTBEWERB JACK & BERRY ist bereits nach 10 Monaten im Regal die erfolgreichste Produktinnovation ingsesamt aus den letzten 3 Jahren.* AUF ANHIEB AUFS TREPPCHEN JACK & BERRY ist nach nicht einmal einem Jahr auf dem Markt die Nr. 3 der Non-Cola PMLD.* DER MARKTFÜHRER IM BEREICH PMLD JACK DANIEL’S PMLD stehen für mehr als jeden 3. EURO Umsatz der Kategorie Premixed Longdrinks.*

ALKOHOL

* Quelle: Nielsen MarketTrack, RTD Cola-Mix-Getränke & RTD restliche Mixgetränke (exkl. Eigenmarke), Umsatz in EUR, Deutschland LEH + DM + TS + Top GAM, MAT KW44/2018, MAT KW44/2019, MAT KW 44/2020

KATEGORIE

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KEIN SICHERER

BEIFAHRER

BITTE GENIESSE JACK DANIEL’S VERANTWORTUNGSBEWUSST.

JACK DANIEL’S und OLD NO.7 sind eingetragene Marken. ©2020


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INDUSTRIE Convenience Best

KATEGORIE

5

IMPULSEIS Froneri Schöller Nuii Salted Hazelnut & Tanzanian Coffee

Unilever Deutschland Magnum Vegan Almond

Eisgenuss mit Erbsenprotein Der Marktführer hat den veganen Trend aufgegriffen und öffnet die Chance zu bewussterem individualisiertem Genuss – auch beim Impulseis. Mit der Impulseisvariante Magnum Vegan Almond belegt Unilever den zweiten Platz in der Kategorie. Das Silberprodukt basiert dabei auf Erbsenprotein und bietet veganes Vanillespeiseeis, umhüllt von Schokoladenkuvertüre und gerösteten Mandelstiften am Stiel.

Lotus Bakeries Lotus Biscoff Eiscreme Mit dem Thema Ostafrika punktet die neue Eiscreme Marke Nuii auch bei Convenience Best. Mit Nuii Salted Hazelnut & Tanzanian Coffee gewinnt sie Gold und bringt die fünfte Sorte in die Tiefkühltruhen. Der Markteintritt von Nuii im Jahr 2019 war so überraschend wie mutig. Die Innovation hat dem Impulseis das Abenteuer und die Exotik zurückgebracht. Der gut getimte Werbedruck lässt auf eine auf kontinuierliches Wachstum ausgelegte Strategie schließen. Das spiegelt sich auch auf Verbraucherseite wieder. In der Shopper Studie betonen die Befragten, dass die Geschmacksrichtung und Komposition des Goldproduktes sehr interessant sei. Vor allem die süß und salzige Kombination finden demnach Beachtung, neben dem Verpackungsdesign.

WAS GEFÄLLT DARAN?

Ein belgischer Newcomer Ein Newcomer im Impulseismarkt konnte sich auf Anhieb den dritten Platz des Convenience Best Awards in dieser Kategorie sichern: Lotus Biscoff Eiscreme ist ein klassisches Eis am Stiel in passender Größe für den Genuss zwischendurch. Hergestellt wird die Innovation nach Vorbild und mit dem original Karamellgebäck sowie mit Brotaufstrich des belgischen Herstellers. Ummantelt ist das Produkt mit echt belgischer Schokolade.

>> Ansprechende Verpackung/Design >> Geschmacksrichtung/Komposition ist interessant >> Geschmack INNOVATIONSMERKMALE

>> Geschmacksrichtung/Kombination >> Süß und salzig >> Aufwendiges Verpackungsdesign 30

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KATEGORIE

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HERZHAFTE SNACKS LSI–Germany Jack Links Beef Bar Original

Ospelt Herbert Anstalt Conower Sticks Original / Paprika

Sticks für viele Anlässe Er ist Appetithappen, oder stillt den Heißhunger: der würzige Snack Conower Snacks Party Sticks in den Geschmacksrichtungen Original oder Paprika. Das Produkt bietet den schnellen Zugriff auf herzhafte Snacks und ist für unterschiedliche Anlässe geeignet. Auch das bringt ihm den zweiten Platz des Convenience Best Awards in diese Warengruppe. Die Salami-Sticks im 40 Gramm Beutel sind fest im Biss und machen natürlich unterwegs, aber sogar auch auf dem kalten Buffet eine gute Figur.

Als innovationsstark beurteilen die Verbraucher den Jack Links Beef Bar Original laut Shopper Studie von Bormann & Gordon und sehen in ihm eine gute Verpackungsgröße auch zum Probieren. Das bringt dem Produkt den ersten Platz in dieser Kategorie und die Auszeichnung in Gold. Der Beef Bar Original ist ein proteinreicher, herzhafter Snack für unterwegs. Er besteht zu 100 Prozent aus Beef, also Rindfleisch, und bietet mit nur 64 Kilokalorien pro Riegel eine überschaubare, hochwertige Energiemenge. Sowohl die farblich gestaltete Verpackung, als auch das Produkt als solches, das heißt der „Fleischriegel“ macht Konsumenten neugierig und führt zum Verkaufserfolg. Obwohl die Marke in der Bekanntheit noch zulegen könnte, ist die Verkaufsrate gut.

WAS GEFÄLLT DARAN?

>> Farbliche Gestaltung der Verpackung >> Gute Verpackungsgröße, auch zum Probieren

INNOVATIONSMERKMALE

>> Verpackungsgröße >> Produkt an sich, Fleischriegel ist neu convenienceshop 8/20

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INDUSTRIE Convenience Best

KATEGORIE

7

NEXT GENERATION PRODUCTS British American Tobacco Neo Sticks für Glo Tabakerhitzer

Reemtsma Myblu Starter freebase

Starter Pack mit Topsellern Das Myblu Starter Pack soll neuen Konsumenten einen gelungenen Einstieg in diese Kategorie ermöglichen. Das war die Absicht von Reemtsma. Der Hersteller offerierte zuvor das Starter Pack als Aktionsware. Insgesamt war das ein Erfolg und holt auch deshalb bei Convenience Best Silber. Das kombinierte Produkt enthält ein Vape Device, ein Micro-USB-Ladekabel sowie vier verschiedene Aromen, die bereits Top Seller sind.

Philip Morris Heets Teak und Russet Selection

Mit kräftig gereiftem Geschmack Nach Corona-bedingter Verzögerung brachte BAT seinen Tabakerhitzer Glo in diesem Jahr samt passender Neo-Tabaksticks auf den Markt und landete einen Erfolg: Das Produkt belegt den ersten Platz in dieser Warengruppe. Es bietet erwachsenen Konsumenten eine rauchfreie Alternative. Glo erhitzt die Neo-Sticks auf bis zu 270 Grad Celsius. Das dabei entstehende Aerosol inhaliert der Konsument durch den Filter des Tabaksticks. Zum Start standen vier Neo-Varianten zur Verfügung. Vor allem auch die Verpackung hat es den Konsumenten angetan. Das Verpackungsdesign sei ansprechend und die Verpackung handlich, berichtet die Shopper Studie aus dem Hause Bormann und Gordon. Der Trend zu Next Generation Products wird Glo voranbringen.

Sie lösten eine bedeutende Nachfrage aus: die beiden Heets-Varianten Teak Selection und Terra Selection. Deshalb belegen sie den dritten Platz in unserem Ranking. Allerdings heißt Terra seit November Russet Selection. Doch sonst bleibt alles gleich: Die Produkte stehen mit ihrem gerösteten Tabakgeschmack für eine kräftige Geschmacksnote. Auch bei der Variante Teak werden Farbe, Marke und Aroma unverändert bleiben.

WAS GEFÄLLT DARAN?

>> Verpackungsdesign >> Verpackungsgröße/handlich INNOVATIONSMERKMALE

>> Ersatz für den direkten Tabakkonsum >> Neuheit 32

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DAS SOMMERHOCH FÜRS GANZE JAHR.

BULL EDITION WINTER EDITION DIEDIE REDNEUE BULL RED SUMMER WIRD ZURSPEKULATIUS-KIRSCH. RED BULL RED EDITION.

JETZT E NZ DAS GA JAHR

Der Geschmack von Wassermelone mit der Funktionalität von Red Bull – so präsentiert sich die neue Red Bull Red Edition seit September 2020. Unser Neuzugang in der mattroten Dose wurde im Sommer als Red Bull Summer Edition schnell zur beliebtesten Red Bull Edition der letzten Jahre und setzt jetzt

als neue Red Bull Red Edition auch über den Sommer hinaus frische Akzente in Sachen Umsatz. Eisgekühlt und gut sichtbar platziert hat also auch unser Neuankömmling beste Aussichten, für kräftigen Absatz zu sorgen. Oder wie wir auch gerne ganzjährig sagen: Red Bull verleiht Flüüügel®.

RED BULL RED EDITION WASSERMELONE, 250 ML, TRAY ARTIKELNUMMER RB234521

EAN-CODE EINZELDOSE 9043 5973

EAN-CODE TRAY 9002 4902 4627 3


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INDUSTRIE Convenience Best

KATEGORIE

8

SALZIGE SNACKS Mondelez Deutschland Tuc Original 21-Gramm

Mondelez Deutschland Tuc Crisp Paprika

Cracker auf Kartoffelbasis Auch auf den zweiten Platz hat es ein Produkt der Marke Tuc geschafft: Crisp Paprika ist ein neues Crackerprodukt auf Kartoffelbasis, mit leicht pikanter Paprika-Würzung. Die knusprig-dünnen Cracker Crisps sind im Ofen gebacken. Das neue Format gibt es nicht nur in der Geschmacksrichtung Paprika, sondern auch in der anderen umsatzstarken Variante Meersalz. Profitiert hat die Innovation sicherlich durch die Marke Tuc.

Intersnack Funny Frisch Kichererbsen Joghurt Gurke

Erneut konnte mit Tuc ein etabliertes Original begeistern. Der Klassiker sicherte sich den ersten Platz bei den salzigen Snacks. Denn den leichten Knabbergenuss gibt es nun auch im handlichen 21-Gramm Format für unterwegs. Die kultigen Cracker sind schonend im Ofen gebacken, locker und knusprig. Das wissen auch die Verbraucher. Sie bestätigen dem Produkt in der Shopper Studie einen überdurchschnittlichen Bekanntheitsgrad. Allerdings ist die Kaufrate durchschnittlich, bietet also noch Luft nach oben. Überzeugen lassen sich die Verbraucher durch die gute Relation zwischen Größe und Inhalt der Verpackung, vor allem aber auch durch die starke Marke, auf die die Konsumenten in Shops bereits zuvor vertraut haben.

Gebacken, nicht frittiert Jeder zweite Verbraucher greift gern zu zucker- oder fettreduzierten Produkten. Darüber hinaus sind Hülsenfrüchte ein Trend. Beides vereint Funny-Frisch Kichererbsen Chips in der Geschmacksrichtung Joghurt Gurken Style. Das Produkt holt Bronze. Es spricht ernährungsbewusste Konsumenten an, denn die Chips begeistern mit 50 Prozent weniger Fett. Grund dafür ist, dass sie gebacken statt frittiert werden. Sie sind auch in der Geschmacksvariante Paprika erhältlich.

WAS GEFÄLLT DARAN?

>> Praktische Verpackung >> Größe/Inhalt der Verpackung >> Marke Tuc INNOVATIONSMERKMALE

>> Form der Verpackung praktisch für Unterwegs >> Geringe Menge 34

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Hergestellt von der Kelterei Heil im Taunus fĂźr die Bitburger Privatbrauerei.


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INDUSTRIE Convenience Best

KATEGORIE

9

SCHOKORIEGEL Ferrero Deutschland Hanuta Riegel

Mars Wrigley Snickers White

Der Klassiker unter den Sondereditionen Die Limited Edition Snickers White ist auf dem Schokoriegelmarkt mittlerweile zu einem beliebten Klassiker avanciert. Dass die Sonderedition jetzt zum fünften Mal in die Regale Einzug hält, unterstreicht ihren Erfolg beim Konsumenten. Das bringt ihr aber auch den zweiten Platz in der Warengruppe. Das Silber-Produkt zeigt seine Stärken in der Kombination aus weißer Schokolade und dem beliebten Snickers-Geschmack.

Storck Deutschland Knoppers Nussriegel Erdnuss

Der Hanuta Riegel hat es auf Platz eins in dieser Kategorie geschafft und holt Gold. Die Innovation besteht aus drei Waffelschichten, die von Milchschokolade umhüllt sind. Dazwischen verbergen sich zwei Creme-Schichten, die mit Milch- und Haselnussgeschmack punkten wollen. Haselnusssplitter sorgen für noch mehr Biss. Und natürlich lässt sich der Riegel überallhin mitnehmen. Das betonen auch die befragten Verbraucher in der Shopper-Studie, die anmerken, dass sich das Produkt gut für den Unterwegsverzehr eigne, auch weil es wenig krümele. Weitere Vorteile sehen die Befragten in der handlichen Verpackung und praktischen Form sowie in der starken Marke, die sich im höchsten Bekanntheitsgrad und in der besten Kaufrate zeigt.

Auch zum Frühstück beliebt Eine der erfolgreichsten Neueinführungen seit langem ist der Knoppers Nussriegel. Seine Geschmacksrichtung Erdnuss belegt in diesem Jahr bei Convenience Best den dritten Platz bei den Schokoriegeln. Hier kombiniert Knoppers Erdnüsse mit Vollmilchschokolade. Der Knoppers Nussriegel ist bei den Verbrauchern nicht nur zum zweiten Frühstück beliebt, sondern immer dann wenn sie Lust auf einen Snack haben. Es gibt ihn auch in den Varianten Kokos und Haselnuss.

WAS GEFÄLLT DARAN?

>> Verpackung optisch ansprechend >> Marke Hanuta >> Praktische Form INNOVATIONSMERKMALE

>> Verpackungsformat >> Eignet sich gut für Unterwegsverzehr >> Wenig Krümel 36

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KATEGORIE 10

OTP

Die Erfolgsreise aus 2020 …

Reemtsma West Yellow Volume Tobacco 450-Gramm Box Der Zuwachs im West Yellow-Sortiment hat Reemtsma den ersten Platz in dieser Warengruppe beschert. Der 450-Gramm Bucket im Bereich Volumentabake holt Gold. Die Groß-Box liegt dabei unbestritten im Trend, weil großformatige Einheiten sich nach wie vor zunehmender Beliebtheit erfreuen: Mehr als jede vierte gestopfte Zigarette stammt aktuell aus einem Bucket, vor zwei Jahren war es nur jede Neunte, so die aktuellen Zahlen von Nielsen. Der Erfolg kommt sicherlich auch durch ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis und die seit 30 Jahren im Markt bekannte und bewährte Marke, so der Hersteller. Insgesamt bietet das Segment weiteren Spielraum für künftiges Wachstum, das sicher auch der West Yellow Big-Box zu Gute kommen wird.

1

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DARK CHOCOLATE &

NORDIC BERRY

WAS GEFÄLLT DARAN?

INNOVATIONSMERKMALE

>> Vorrat mit viel

>> Verpackungs-

Volumen

WHITE CHOCOLATE &

SCANDINAVIAN

MOUNTAIN CRANBERRIES

… geht in 2021 weiter! NEU

größe

ab januar 2021

Heintz van Landewyck Elixyr+ und Hülsen

Menthol-Geschmack durch Filter-Hülsen Elixyr+ Cigarette Tobacco in Kombination mit den Elixyr+ Menthol Hülsen ermöglicht dem Raucher, weiterhin selbstgestopfte Mentholzigaretten zu konsumieren. Das bringt der Range die Auszeichnung in Silber. Die neuen Zusatzprodukte, die Elixyr+ Filterhülsen zum Stopfen, jetzt unter der Bezeichnung Energy zu haben, verwenden das ursprüngliche Elixyr Green-Flavour. Deshalb ist Elixyr+, jetzt also Energy, weiterhin geschmacklich eine runde Sache.

1) Quelle: Lebensmittelpraxis, LP Nr. 19/2020, Warengruppe Eiskrem, Nuii Salted Hazelnut & Tanzanian Coffee. 2) Quelle: Convenience Shop Nr. 8/2020, Warengruppe Impulseis, Nuii Salted Hazelnut & Tanzanian Coffee. Nuii ® Reg. Trademark of Froneri International Ltd

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INDUSTRIE Convenience Best

KATEGORIE

11

SÜßGEBÄCK Ferrero Deutschland Kinder Cards 2er Pack

Ferrero Deutschland Nutella B-ready

Das Frühstück ist fertig Nutella B-ready, das zweitplatzierte Siegerprodukt, kann auch als schnelles zweites „Frühstück“ funktionieren. Denn beim Silberprodukt ist das „Brötchen“ schon fertig geschmiert. Die krossen Waffeln, in Form eines Mini-Baguettes, sind gefüllt mit Nutella Haselnuss-Brotaufstrich und Weizencrispies. Wenn sich zwischendurch Hunger meldet, können Verbraucher zugreifen – morgens zu Hause, im Büro oder einfach unterwegs.

Mondelez Deutschland Mikado Milchschokolade

Die Kinder Cards sollen für reichlich Genuss sorgen. In die Kekswaffel aus knusprigem Kakao ist ein Duo aus Milchcreme und schokoladiger Kakaocreme eingebettet. Verschlossen wird die köstliche Kombination mit einer hellen Waffeldecke. Diese Kreation eroberte den ersten Platz in der Warengruppe der Süßgebäcke. Denn die kleinen Portionen im Doppelpack sind ideal für unterwegs und können damit das ganze Jahr über für handlichen Genuss sorgen. Die Verbraucher greifen laut Shopper Studie hier zu, weil die Verpackung Aufmerksamkeit erweckt und etwas anderes bietet als einen Riegel. Ansprechend ist also die Größe, die für alle Zielgruppen, so auch für Kinder, völlig ausreichend ist und sich gut aufteilen lässt.

Knabbern aus kleiner Verpackung Die Kekssticks Mikado Milchschokolade gehören zu den Rennern im Keksregal und kommen in diesem Jahr als Dritte über die Zielgrade. Der mit Milchschokolade überzogene Keks-Stick ist gut zum Knabbern geeignet. Durch die Variante Mikado&Go Milchschokolade erleben Konsumenten, wie einfach es ist, die Kekssticks unterwegs zu genießen. Die kleine, attraktive und praktische Verpackung ist mit 39 Gramm Sticks befüllt.

WAS GEFÄLLT DARAN?

>> Verpackung weckt Interesse >> Gute Größe >> Mal etwas anderes als ein Schokoriegel INNOVATIONSMERKMALE

>> Kleine Verpackungseinheit >> Handlich und praktisch für unterwegs >> Inhalt reicht für Kinder völlig aus 38

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hp - 24.11.2020 12:37

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INDUSTRIE Convenience Best

KATEGORIE 12

JT International Germany Winston Red Big Pack 6XL 55 Stück

ZIGARETTEN Reemtsma Gauloises Blond Rot & Blau 49 Stück

Größter unter den Big Packs Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Großpackungen hat JTI den Winston Red Big Pack 6XL, in einer Variante mit 55 Stück, auf den Markt gebracht. Bisher war dies die einzige Großpackung mit mehr als 50 Stück und wurde gut angenommen. Sie wird mit dem silbernen Award ausgezeichnet. Die Innovation ist mit einem Schließmechanismus ausgestattet, genannt Click Lock, der dem ungewollten Öffnen der Schachtel und dem Herausfallen von Zigaretten vorbeugt.

Heintz van Landewyck Elixyr+ Cigarette und Menthol Filter Tips

Ein abgestimmtes Raucherlebnis Die Nachfrage nach Großformaten, auch in der Warengruppe der Zigaretten, steigt stetig. Davon profitieren auch bekannte Marken wie Gauloises Blond, wenn sie Geschmack und Qualität im Großformat bieten. Die Varianten Rot und Blau innerhalb der Range hatten damit Erfolg und erobern den ersten Platz in der Kategorie. Reemtsma rundet darüber hinaus sein Gauloises Blondes-Portfolio ab. Zusätzlich kann die Marke, laut Shopper Studie, mit einem überdurchschnittlichen Bekanntheitsgrad punkten und die Verbraucher sehen laut Befragung auch durchaus die Vorteile eines Vorratskaufs. Dieses Plus wird jetzt noch weiter betont, indem der Hersteller die Stückzahl in diesem Großformat von 49 auf 50 Zigaretten erweitern wird.

Vom Verkaufsverbot für Mentholzigaretten profitiert Elixyr+ Cigarette mit einem Hohlfilter. Passgenau lassen sich die Elixyr+ Menthol Filter Tips, die nun auf den Namen Energy hören, dort einsetzen und sorgen anschließend sofort für ein mentholfrisches Geschmackserlebnis. Das soll ein angenehm abgestimmtes Raucherlebnis garantieren. Diese kreative Produktneuheit bringt dem Newcomer durch ihre innovative Kraft den dritten Platz in dieser Kategorie.

WAS GEFÄLLT DARAN?

>> Große Schachtel mit Vorrat >> Marke Gauloises INNOVATIONSMERKMALE

>> Größe der Verpackung 40

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KATEGORIE 13

ZUCKERWAREN CFP Brands Fisherman‘s Friend Pro Fresh Blueberry

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Ferrero Deutschland Tic Tac X-Fresh Cherry Menthol

Kristalle für den Frische-Kick Sie haben eine Platzierungsempfehlung für die Kassenzone erhalten, was bei der dortigen Platzknappheit schon für sich spricht. Auch bei Convenience Best konnten sie überzeugen: Tic Tax X-Fresh Cherry Menthol. Die größeren, zuckerfreien Dragees belegen den zweiten Platz. Die Minzpastillen wurden mit einem Hauch von Kirschgeschmack verfeinert. Mentholkristalle im Kern verleihen den Frische-Kick. Der praktische Spender passt in jede Hosentasche.

Mars Wrigley 5 Gum Cubes Wassermelone

Mit einer fruchtigen Brise überzeugt Fisherman‘s Friend Pro Fresh Blueberry. Die erfrischenden und fruchtigen Minzpastillen sorgen nicht nur für einen langanhaltend frischen Atem, sondern sind auch sonst überzeugend für Convenience-Kunden. Dank zuckerfreier Rezeptur, sind sie besonders schonend zu den Zähnen. Das Produkt erringt den ersten Platz in der Kategorie. Der aromatische Geschmack von süßen Heidelbeeren harmoniert mit einer milden Minznote. Ein Hauch von grünem Tee rundet die Bonbons ab. Laut Umfrage unter den Shoppern, punktet die Sorte vor allem mit diesem Geschmack. Aber auch die Verpackung trägt mit zum Erfolg bei. Sie ist praktisch sowie wiederverschließbar und vor allem für den Konsum „On-the-Go“ geeignet.

Ein Kauerlebnis immer zur Hand Für Wrigleys 5 Gum Cubes Wassermelone hat sich die Umstellung auf die Dosen gelohnt. Das Produkt erringt in diesem Jahr Bronze. Unter der knackigen Schale der zuckerfreien Kaugummi-Dragees verbirgt sich der Geschmack von fruchtiger Wassermelone. Die praktische Dose lässt sich im Rucksack, in der Handtasche oder im Handschuhfach im Auto verstauen. Auf diese Weise ist ein leckeres Kauerlebnis immer zur Hand.

WAS GEFÄLLT DARAN?

>> Der Geschmack (allgemein) >> Eine neue Geschmacksrichtung >> Verpackungsdesign wirkt gesünder INNOVATIONSMERKMALE

>> Moderne Verpackungsgestaltung >> Geschmacksrichtung convenienceshop 8/20

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INDUSTRIE Tabakwaren

DER HANDEL WIRD STÄRKER Das erweiterte Tabakwerbeverbot trifft die Hersteller unterschiedlich. Weniger eingeschränkt sehen sich Zigarren-Anbieter. Besonders tangiert sind Zigaretten-Produzenten. Gestärkt wird die Bedeutung des Fachhandels und wohl auch der Convenience-Shops. TEXT MARTIN HEIERMANN

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Eine wachsende Bedeutung des Fachhandels sieht Reemtsma in diesem Zusammenhang. Doreen Neuendorf, Sprecherin des Unternehmens, sieht eine zunehmend stärkere Rolle des Handels insbesondere des Fachhandels. „Diese Rolle wird sicherlich mit dem schrittweisen Inkrafttreten der beschlossenen umfassenden Werbeverbote für klassische Tabakwaren und neuartige Produkte künftig noch zunehmen.“ Im Kern gehe es um Produkt- und Kategorie-Kenntnis, Konsumenten-Information und -aufklärung sowie eine zuverlässige Kaufberatung. Deshalb prüfe Reemtsma, wie sich das Unternehmen gemeinsam mit dem Handel auf die neue Herausforderung einstellen könne. Den Konsumenten sollen trotz der neuen Situation bestmöglich Produkteigenschaften und -unterschiede aufzeigt werden. Maßgeschneiderte Aktionen Das der Handel eine größere Rolle als bisher spielen wird, bestätigt auch Pöschl Tabak. Sprecher Alexander Dalli weist darauf hin, dass die Shops einer der letzten Plätze überhaupt seien, wo Hersteller auf ihre Produkte hinweisen können. „Daher werden wir unseren Handelspartnern auch in Zukunft immer wiedermaßgeschneiderte Aktionen vorstellen, diverse

„Das Gesetz ist ein vorsichtiger erster Schritt im Sinne einer risikobasierten Regulierung von Tabakprodukten.“ ANDRÉ SORGE PHILIP MORRIS

Aktionsmaterialien über alle von uns vertriebenen Produktgruppen und Informationsveranstaltungen wie Händlerschulungen anbieten“, so Dalli weiter. Im übrigen sei es ein falsches Signal der Politik, ein legales sowie in Deutschland hergestelltes Produkt quasi mit einem Werbeverbot zu belegen. Gelassenheit klingt beim Hersteller Heintz van Landewyck an: „Wir sind es durchaus gewohnt, mit Veränderungen zu leben“, sagt Stefan Morandini, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation. Das zeichne die Branche aus. Landewyck vermarkte seine Produkte gewissenhaft und arbeite in diesem Kontext weiterhin eng und vertrauensvoll mit den Handelspartnern im zusammen. Ähnlich unaufgeregt reagiert Hersteller Ar-

nold Andre: Das Verbot treffe den Zigarrenhersteller nicht so stark. Außen- und Kinowerbung habe nie im Fokus gestanden. Ein Wermutstropfen sei die Schließung der Clubmaster Movie Lounge. „Das Erfolgskonzept war einmalig in Deutschlands Kinolandschaft“, so das Unternehmen. Der Bundesverband Tabakwaren Einzelhandel erwartet, vom neuen Marketingmix der Hersteller profitieren zu können, so Geschäftsführer Steffen Kahnt. Darüber hinaus hält der Verband das Werbeverbot für Verdampfer und Erhitzer gesundheitspolitisch für einen „Treppenwitz“. Allerdings werde das Recht des Fachhandels, für seine Produkte im Geschäft und im Schaufenster zu werben, nicht angegriffen. convenienceshop 8/20

Fotos: Peter Eilers

Seit einigen Jahren vollzieht sich im Tabakmarkt ein grundlegender Wandel: E-Zigaretten und Tabakerhitzer bieten den Rauchern eine schadstoffreduzierte Alternative zur konventionellen Zigarette. Doch auch diese neue Produktkategorie ist vom erweiterten Werbeverbot betroffen. Dennoch kann André Sorge, Geschäftsführer Sales bei Philip Morris, der neuen Gesetzeslage auch positives abgewinnen: „Das Gesetz ist ein vorsichtiger erster Schritt im Sinne einer risikobasierten Regulierung von Tabakprodukten, da die Einführung von Werbeverboten differenziert und zeitlich gestaffelt wird. Das wird richtigerweise mit der unterschiedlichen Schädlichkeit der Produkte begründet.“ Erstmals werde somit anhand des unterschiedlichen Risikos zwischen konventionellen Zigaretten einerseits und weniger schädlichen Tabakerhitzern und E-Zigaretten andererseits unterschieden. Am Ende werde aber für jedes Produkt Außenwerbung verboten sein. „Das darf aber nicht dazu führen“, meint Sorge, „dass keine Aufklärung zu schadstoffreduzierten Alternativen zur Zigarette mehr möglich ist. Das würde erste positive gesundheitspolitische Entwicklungen durch den Umstieg von Rauchern auf diese Produkte unnötig gefährden.


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„Ein herber Schlag“ Corona und das erweiterte Werbeverbot: Auch der E-Zigaretten Absatz litt darunter. Dazu Dustin Dahlmann von Innocigs. INTERVIEW MARTIN HEIERMANN

Herr Dahlmann, in welcher Weise waren Sie von den Corona-Einschränkungen betroffen?

Dahlmann Die Einschränkungen haben hauptsächlich unsere Aktivitäten als Großhändler berührt. Unsere Partner mit Laden durften ihre Shops nicht öffnen und mussten im Anschluss mit einem geringeren Kundenstrom umgehen. Hier machen sich vor allem fehlende Testmöglichkeiten der Liquid-Bars bemerkbar. Viele Dampfer haben aus diesem Grund online bestellt.

Foto: Innocigs

Hat sich dadurch Ihr Online-Shop besser entwickelt?

Die Ladenschließungen haben die Nachfrage etwas verlagert und den Online-Handel gestärkt. Ein Trend war jedoch ebenfalls zu beobachten: Raucher gehen für den Umstieg nach wie vor in die Geschäfte. Zudem wurde die Nachfrage in den

Convenience-Shops stärker, da es mittlerweile hervorragende Geräte gibt, die keine Beratung erfordern. Der Fachhandel ist für viele Umsteiger und Dampfer aber nach wie vor eine wichtige Instanz bei der Beratung und der Produktauswahl.

Wie beurteilen Sie das erweiterte Tabakwaren-Werbeverbot?

Für die E-Zigaretten-Branche ist das Werbeverbot ein herber Schlag. Nach außen suggeriert es eine Gleichsetzung mit dem Tabak, faktisch ist die E-Zigarette aber kein Tabak-Produkt. Raucher können dadurch nicht über eine Alternative zur Tabakzigarette informiert werden. Es muss aber auch gesagt werden, dass es nicht unbedingt auf massive und groß angelegte Werbung ankommt. Hier muss mit kundenfreundlichen Produkten und einem seriösen Service gepunktet werden. Damit einhergehend ist eine auf Fakten beruhende Berichterstattung notwendig.

Wie reagieren die stationären Händler auf Ihre Online-Aktivitäten?

Wie werden Sie reagieren?

Wegen des Shutdowns haben wir unsere Dropshipping-Lösung für die stationären Geschäfte angepasst. Für diese haben wir es ermöglicht, dass sie weiterhin der direkte Ansprechpartner beim Kunden bleiben und trotzdem auf Warenversand umstellen konnten. Dafür mussten die Händler uns lediglich die Wunschprodukte ihrer Kunden weitergeben. Diese Bestellungen haben wir dann im Namen des stationären Händlers kontaktlos direkt an den Kunden zugestellt.

Als Hersteller, Großhändler und Verband halten wir uns an die geltende Gesetzeslage. Dennoch halten wir an dem Anspruch fest Anspruch, die Öffentlichkeit über die weniger schädliche Alternative zum Rauchen informieren zu können. Aus diesem Grund arbeiten wir weiter an einer Anerkennung des Harm-Reduction Potentials der E-Zigarette. Wir setzen auf fachliche Aufklärung für erwachsene Raucher und klare Jugendschutz-Vorgaben.

Dustin Dahlmann ist Gründer und CFO von Innocigs und Vorsitzender des Bündnisses für Tabakfreien Genuss.

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INDUSTRIE Pizza Tiefkühlkost

Nie war sie beliebter als heute: die Tiefkühl-Pizza. Vor allem während der Corona-Pandemie greifen die Deutschen gerne noch häufiger auf die Spezialität mit italienischen Wurzeln zurück. TEXT SILKE HOYER

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr als eine Milliarde Tiefkühl-Pizzen verbraucht – das waren etwa 360.000 Tonnen. Ein Liebling aus der Tiefkühltruhe wird in diesem Jahr 50 Jahr alt: die Tiefkühlpizza. Und ihre Erfolgsgeschichte reißt nicht ab. Ganz im Gegenteil: Die Tiefkühlindustrie erwartet im Corona-Jahr einen Rekordumsatz. Bereits im ersten Halbjahr 2020 stieg der Umsatz mit TK-Pizzen um sieben Prozent. Die Gründe dafür liegen laut Tiefkühlinstitut darin, dass sich die Deutschen seit der Corona-Krise, die Ende Februar begann, stärker mit TKLebensmitteln, und dabei vor allem 44

13 Pizzen verzehrt laut Angaben des Deutschen Tiefkühlinstituts jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr.

mit TK-Pizzen, versorgen: für den sofortigen Verzehr und zur Bevorratung. Davon konnten über lange Phasen auch Convenience-Shops, Tankstellen und Kioske profitieren. „Grundsätzlich beobachten wir für Tiefkühlkost seit Beginn der Pandemie eine gesteigerte Nachfrage. In der Hochphase des ersten Lockdowns wurde TK-Pizza verstärkt auch in der Tankstelle zur Bevorratung gekauft. Nach dem Frühjahrs-Lockdown ging jedoch die Nachfrage – zum Beispiel durch die Tendenz zu mehr Arbeit im Homeoffice – wieder zurück“, stellt Judith Petit fest, für das Trademarketing und die Handelskommunikation von Nestlé Wagner verantwortlich. Der Einkauf der TK-Produkte habe sich seitdem wieder verstärkt in die klassischen Vertriebskanäle verlagert, also vor allem in den Lebensmittel-Einzelhandel. Convenience-Shops in oder an Verkehrsknotenpunkten wie Flug-

Die Qualität muss stimmen Was jedoch sicher ist: Wenn schon häufiger Pizza, dann wollen Verbraucher diese auch in entsprechender Qualität: „Die hohen Ansprüche an Themen wie Authentizität, Produktqualität, nachhaltige Verpackungen, Nährwerte und Nährwertkennzeichnung müssen erfüllt werden, um erfolgreich im Markt zu agieren“, so Petit weiter. Deshalb arbeiteten die PizzaHersteller ständig an der Verbesserung ihres Angebotes und hätten die Ernährungstrends vor allem jetzt auch im Blick. „Bei der Entwicklung neuer PizzaVarianten oder der Überarbeitung bestehender Produkte spielt das Thema gesunde Ernährung gerade in dieser Krisenzeit eine große Rolle“, sagt Matthias Hanigk, Mitarbeiter der Kommunikations- und Marketing-Abteilung von Dr. August Oetker Nahrungsmittel. Salzgehalte würden kontinuierlich reduziert, Zusatzstoffe möglichst aus den Rezepturen gestrichen und Angebote für Verbraucher, die sich laktose-, glutenfrei oder vegetarisch ernähren, berücksichtigt. Gut ein Drittel der Dr. Oetker-Pizzen sind für Vegetarier geeignet – und regelmäßig kommen neue Varianten hinzu, macht Hanigk deutlich. So wurde das Intermezzo-Sortiment in diesem Jahr um die Sorte „Drei Käse mit Frühlingszwiebeln und Sauerrahm“ ergänzt. Die neue Dr. Oetker All American Pizza beinhaltet mit der Varian-

Die All American Pizza bietet auch die Veggie-Variante Cheesy Spinach.

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Fotos: Dr. Oetker, Nestlé Wagner

Mit 50 Jahren in Bestform

häfen waren und sind natürlich von der mangelnden Passagierfrequenz betroffen, sodass sie – sofern sie überhaupt geöffnet haben – massiv an den Auswirkungen der Pandemie leiden. Wie sich der momentane Lockdown auf den Verkauf in den C-Stores auswirken wird, bleibe noch abzuwarten. Noch liegen keine aktuellen Zahlen zu den vergangenen Wochen vor.


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te Cheesy Spinach ebenfalls ein vegetarisches Angebot. Auch der PizzaSpezialist Wagner hat eine Vielzahl von fleischlosen Pizzen im Angebot, das er weiter ausbaut. Seit 2019 hat der Hersteller mit Garden Gourmet auch vegane Pizza im Sortiment. Pizzagenuss wie beim Italiener Authentizität und Optik spielen in der Krise eine große Rolle: Wenn man schon nicht zum Italiener um die Ecke gehen kann, soll der Pizzagenuss zuhause authentisch sein und das Pizza-Handwerk widerspiegeln. Diesem Wunsch ist Wagner Anfang diesen Jahres nachgekommen und hat die Original Wagner Steinofen Pizza neu aufgestellt. „Seit Februar präsentiert sich unser Klassiker mit einer frischen Rezeptur und einer deutlich handwerklicheren Optik. Und ganz aktuell haben wir mit Ernst Wagners Bella Napoli eine neue Pizza eingeführt, die nicht nur so schmeckt, son-

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dern auch so aussieht wie eine Pizza in der italienischen Pizzeria“, sagt Judith Petit von Wagner. Dr. Oetker wiederum hat mit der La Mia Grande eine TK-Pizza im Angebot, die mit ungleichmäßiger Formgebung zum Unikat werden soll. Ein weiterer Trend, der durch die Krise verstärkt wurde, ist das Snacking. Groß wie eine halbe Pizza, will Dr. Oetker mit dem Sortiment Intermezzo diesem Zeitgeist folgen. Die Bistro Baguettes bieten zwei belegten Hälften in jeder Packung. Das Sortiment umfasst derzeit zehn verschiedene Varianten und hat seinen Stammplatz in den Truhen der C-Stores. Auch Wagner bietet Produkte für zwischendurch. „Wir haben, von den Snack-Portionen der Rustipani und Pizzies bis zur Fingerfood-Größe der Piccolinis, für jeden die passende Portionsgröße im Programm“, sagt Judith Petit. Bis die Restaurants wieder öffnen, ist also für jeden gesorgt.

Ein zweigeteilter Markt Des einen Freud ist des anderen Leid, so lässt sich die Lage in dem wachstumsverwöhnten Segment ganz gut beschreiben. Denn während im LEH und bei den TK-Heimdiensten im Vergleich zum Vorjahr deutliche Zuwächse beim Tiefkühlumsatz und -absatz zu verzeichnen sind, leiden die Tiefkühlhersteller und -händler, die auf den Außer-HausMarkt spezialisiert sind. Für diesen Markt, der einen

Anteil von über 50 Prozent am Gesamtmarkt in ausmacht, sei eine Prognose für 2020 nur schwer möglich, so das Tiefkühlinstitut. Auch die Trends für das TK-Sortiment sind durch die Pandemie geprägt. Die Verbraucher bevorzugen Produkte mit einer langen Haltbarkeit, die für den Vorratskauf geeignet sind. Hinzu kommt der Wunsch nach Arbeits- und Zeitersparnis beim Einkauf sowie

beim Kochen. Gerade Menschen, die derzeit im Homeoffice arbeiten und sich sowie weitere Haushaltsmitglieder versorgen müssen, benötigen schnelle, leckere, einfache aber auch gesunde Lösungen für ihre tägliche Ernährung.

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INDUSTRIE Energydrinks

NOCH MEHR POWER FÜR DIE SHOPS Trotz der Einschränkungen in der Mobilität ist das Geschäft mit den Energydrinks an Tankstellen gut gelaufen. Die Hersteller setzen jetzt auch verstärkt auf die Shops als Nahversorger. TEXT HA NS JÜRGEN K RONE

Wachstum in der Kategorie Auch Monster stellt gegenüber CS fest: „Die Kategorie erlebt einen regelrechten Boost. Dies gilt sowohl für den Gesamtmarkt als beispielsweise 46

auch für die Tankstelle, die noch viel mehr zum Nahversorger avanciert“. Allerdings sind laut Coca-Cola „auch das Wachstum und die Bedeutung von Energydrinks schon seit längerem in Convenience-Shops zu beobachten, merkbar früher als im klassischen Handel“. Energy-Segement wächst Wie das Nielsen-Reporting bis zur 26. Kalenderwoche dieses Jahres ausweist, wächst das Energy Drink-Segment mit rund 17 Prozent weiter. Der Markt umfasst nun ein Absatzvolumen von mehr als 2,78 Millionen Hektoliter Off-Trade. Im Vorjahr waren es noch knapp 2,39 Millionen

Dass man derzeit meist auf den geselligen Genuss verzichten muss, hält die Fans nicht von ihrem Lieblingsgetränk ab.

Ob Coca-Cola Energy (o.) oder Effect (u.): Auch im Homeoffice geschätzt.

Hektoliter. Laut Marktforscher AC Nielsen konnten die TankstellenShops trotz der Einschränkungen mit einer positiven Umsatzentwicklung von neun Prozent bis einschließlich Kalenderwoche 39 im Jahr 2020, ein gutes Wachstum im Bereich Energydrinks verzeichnen. Energy stark „On the go“ Bei Red Bull unterstreicht man: „Der Vertriebskanal der ConvenienceShops ist auch im Jahr 2020 einer der wichtigsten Absatzkanäle und in gewissen Segmenten auch stark wachsend“. Das bestätigt man auch bei Coca-Cola, „Convenience-Shops spielen bei all unseren Produkten eine wesentliche Rolle, denn viele Konsumenten nutzen sie für den direkten Konsum“, so das Unternehmen. Und auch die Verantwortlichen bei Monster ergänzen: „Wir sind der Meinung, dass sich die positive Entwicklung von Energydrinks in Convenience-Shops fortsetzen wird“. Das sieht man auch bei Effect so. Für die Marke wurden in der CoronaZeit einige Aktionen in den Tankstellen-Shops von HEM und Shell gefahren, offenbar mit Erfolg. „Für Effect sind Convenience-Shops und Tankstellen perfekte Absatzstätten“, sagt convenienceshop 8/20

Fotos: Markus Berger; Red Bull Content Pool, Effect, Coca-Cola, Monster

Das Getränke-Geschäft in Tankstellen-Shops gehört zu den Gewinner-Sortimenten des Jahres 2020. Das lag wohl einerseits an den langen Schönwetterperioden, andererseits auch an den Lockdown-Situationen in der Pandemie. In dieser Lage kauften die Konsumenten die Getränke eben für zu Hause ein. Vor diesem Hintergrund haben es die Tankstellen-Shops offensichtlich geschafft, auch ihr Geschäft mit Energydrinks, das bisher meist auf den Sofortverzehr ausgerichtet war, auszuweiten. „Die Kategorie der Energydrinks ist im ‚On-the-Go‘-Konsum die mit Abstand umsatzstärkste und stark wachstumstreibende Subkategorie bei den alkoholfreien Getränken“, sagt Fabian Holzleitner, Commercial Strategie und Insights Specialist bei Red Bull. „Gerade in den vergangenen Monaten hat sich im ConvenienceKanal gezeigt, dass auch hier mehr und mehr Bevorratungskäufe für Zuhause stattfinden“, so Holzleitner weiter. Damit sei hier das Nahversorgungs-Thema zusätzlich gestärkt worden. Das Unternehmen regt deshalb für die weitere Zeit an: „Ein konkurrenzfähiger Nahversorger sollte auch nach Zeiten der Pandemie eine ganzjährige Multibuy-Promotion über das komplette Red Bull Sortiment anbieten. Dadurch könnten im ShopGeschäft künftig weitere Impulskäufe generiert werden“.

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„Im Convenience-Kanal hat sich gezeigt, dass auch hier mehr und mehr Bevorratungskäufe für Zuhause stattfinden.“ FABIAN HOLZLEITNER RED BULL

Red Bull eine erste Bilanz. Bei Flying Horse stellt man fest: „Corona hat uns im ersten Lockdown im März und April 2020 schon massiv getroffen. Durch die eingeschränkte Mobilität unserer Kunden blieben leider einige Flying Horse-Dosen auf der Strecke beziehungsweise in der Tankstelle“. Aktuell habe sich der Rest des Jahres aber wieder positiv gegenüber dem Vorjahr entwickelt. das Unternehmen. Und das auch, weil die Produkte hier vor allem bereits gekühlt verkauft würden. Noch besser könnte das Ergebnis der Convenience-Branche in Sachen Energydrinks wohl sein, wenn der Travel-Retail in der Corona-Krise nicht solche Probleme gehabt hätte. „Im laufenden Geschäftsjahr muss man den Convenience-Kanal differenziert betrachten. Corona bedingt sind die Entwicklungen im Travel Retail und den Shop-Geschäften an den Bundesautobahnen nicht ganz so positiv wie im Vorjahr“, zieht man bei

Monster setzt neben dem Klassiker weiterhin auf vielfältige und neue Geschmackserlebnisse, um die Kunden zu begeistern.

Spannend ist, was kommt Beste Voraussetzungen also für die Hersteller, auf dieser Grundlage das Geschäft weiter zu forcieren. Red Bull beobachtet derzeit besonders zwei wichtige Trends: ein starkes Absatzwachstum bei den Energydrinks ohne Zucker und ein stetiges Wachstum bei den Flavoured Energydrinks. Monster bringt 2021 ins Segment der zucker- und kalorienfreien Energydrinks das Produkt „Ultra Fiesta“ mit Mango Geschmack, angelehnt an Mango Loco, in die Shops. Außerdem will die Marke ihre starke Position bei

den Juiced Energy Drinks mit dem Launch von „Papillon“ ausbauen. Die Vielfalt der Energy-Marke „Reign Total Body Fuel“ will Monster mit „Orange Dreamsicle“, inspiriert von dem bekannten Orangen-Stileis, stärken. Dazu kommt noch „Peach Fizz“, mit frischen Pfirsich-Geschmack und „einem Hauch Zitrone für ein prickelndes Finish“, beschreibt das Unternehmen das Geschmackserlebnis. Columbus Drinks führt die englische Energy-Marke Grenade hier zu Lande ein, die dort auch im Tankstellen-Geschäft erfolgreich ist. Die Marke hält darüber hinaus auch noch Proteinriegel und Proteinshakes bereit. „Ein Convenience-Schwergewicht“, wie das Unternehmen betont. Bei Siva-Trends, Hersteller von Flying Horse, hat man sich gegen weitere Geschmacksvarianten und für die Einführung einer neue „Powerliwonade“ namens Liwo entschieden. Sie enthält Saft und natürliche Inhaltsstoffe. Als Energie Lieferant soll dabei grüner Tee dienen.

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NEWS Products

1.

TRÜBER NEWCOMER Im Februar kommenden Jahres bringt Beck’s das neue Unfiltered in die Regale der Shops. Wie beim ursprünglichen Brauvorgang von Beck’s im Gründungsjahr 1873, entsteht mit Beck’s Unfiltered ein unfiltriertes Bier, genauer gesagt ein naturtrübes, feinperliges Pils. Es kommt mit einem ausgewogenen Geschmack daher: samtig und erfrischend sowie weniger bitter. Zu bekommen sein wird der Newcomerunter der bewährten Dachmarke in der 0,33-Liter Mehrwegflasche und im Sixpack. Die Produkteinführung wird im kommenden Jahr mit einer reichweitenstarken nationalen Mediakampagne unterstützt.

Mars Wrigley

Der Hersteller bringt Snickers Crisp zu Beginn des neuen Jahres in die Tiefkühlregale und verspricht Zusatzumsätze. Der neue Eisriegel mit knusprigem Reis und dem Snickers Geschmack wird dauerhaft auf dem Markt eingeführt. Ab Mitte Januar des kommenden Jahres soll der Crisp Eisriegel als Single-Riegel in den Shops zu finden sein, bevor er in den LEH kommt.

2.

Eichbaum

Karamalz Sprint ist eine sportliche Ergänzung der Karamalz-Familie und ein isotonischer Durstlöscher mit 0,0 Prozent Alkohol. Der Geschmack ist malzig, dabei jedoch weniger süß. Auf diese Weise werden 34 Prozent de der Kalorien gegenüber der Klassik-Variante eingespart, so der Hersteller. Die Neuheit ist im 6 x 0,33 Liter Mehrweg Sixpack erhältlich. Für das Frühjahr 2021 ist ein Mischdisplay mit den Sorten Classic und Cola im Wachstumsgebinde der 0,33-Liter Dose geplant.

3.

Wasa

Das neue Wasa Sandwich Sour Creme & Onion ist convenient, vegan und gut geeignet für das Snackgeschäft. Mit seiner neuen Geschmacksrichtung will es einen Lifestyle-Trend aufgreifen. Der Newcomer enthält in einer handlichen Verpackung zwei Knäckebrotriegel mit cremiger Füllung. Die neue Variante ging aus einem Konsumententest als eindeutiger Sieger hervor.

4.

Gerolsteiner

Im Januar 2021 führt der Hersteller die neue Subbrand Gerolsteiner Leichte Schorle ein und erweitert damit sein Portfolio an kalorienarmen Erfrischungsgetränken. Die beiden Varianten Apfel und Apfel-Kirsche enthalten 40 Prozent weniger Zucker als handelsübliche Apfelschorlen und werden ohne Zuckerzusatz oder andere Süßungsmittel hergestellt. Gebinde ist die

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Gerolsteiner 0,75-Liter-PETEinwegflasche, die auch unterwegs ideal ist.

5.

4 BRO

Der Hersteller ergänzt sein Produktportfolio um ein Snack-Sortiment aus Broji Balls. An den Start geht die Range mit vier Geschmacksrichtungen. Die kleinen Maisbällchen gibt es in den Varianten Sucuk, Bubble Gum, Salsa und Cheese sowie Jalapeno. Die ausgefallenen Flavours wurden in Absprache mit der eigenen Community kreiert. Sie bieten Würze, Schärfe, Süße, Puffreis oder Knoblauch-Geschmack in der 75-Gramm Tüte.

6. JTI Bei den Winston ZipBags steht für Konsumenten eine Veränderung an: Die Beutel des Volumentabaks kommen ab sofort mit einem neuen Verschluss auf den Markt. Der so genannte „Soundzipper“ gibt beim Öffnen und Verschließen ein Geräusch von sich. Auf diese Neuerung werden Verbraucher durch den Hinweis „Mit neuem Verschluss“ aufmerksam gemacht. Vier Wochen lang wird die Information auf den Verpackungen zu sehen sein. Die Winston Zip-Bags sind in drei Formaten erhältlich: Winston Volume Red Zip-Bag XXL, 135 Gramm, Blue Zip-Bag XXL 135 Gramm, und Red Zip-Bag XXXL Nachfüllpack, 200 Gramm.

7.

Coca-Cola

Auch in diesem Jahr bringt der Hersteller wieder die limitierte Sorte Coca-Cola Zimt ohne Zucker in die C-Store Regale. Das Saisonprodukt kommt in der 0,5-, der 1,25- sowie der 1,5-Liter Einwegflasche in den Handel. Zudem präsentiert das Unternehmen zur Weihnachtszeit die Dosen, Flaschen und Multipacks von Coca-Cola, Zero Sugar und Light Taste in festlichem Gewand und erhöht mit 550 Millionen Packungen auch die Frequenz im Markt.

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Ab Januar erweitert Mangaroca Batida sein Portfolio um eine weitere exotische Geschmacksrichtung: Die neue Sorte Mangaroca Batida Pineapple mit Ananasgeschmack. Der Ready-to-Drink-Markt in Deutschland wächst seit Jahren stetig. Spirituosen mit Ananasgeschmack liegen dabei mit dreistelligen Wachstumszahlen voll im Trend. Die neue Ready-toDrink-Sorte Mangaroca Batida kombiniert den exotischen Geschmack der Kokosnuss mit Ananas und eignet sich dank ihrer handlichen 0,25-Liter-Dose besonders gut für unterwegs.

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Henkell Freixenet

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Lotus

Das Unternehmen bringt ab sofort drei Sorten seines neuen Biscoff Doppelkeks in den Handel. Er wird auf Basis des original Lotus Biscoff Karamellgebäcks hergestellt. Außen besteht er aus zwei runden Karamellkeksen. Innen gibt es eine Füllung, wahlweise mit dem Lotus Biscoff Brotaufstrich Vanille, oder mit Schokoladengeschmack. Der neue Doppelkeks eignet sich als Snack für zwischendurch und unterwegs. Von dem Produkt angesprochen werden, sollen überproportional junge Erwachsene.

10.Gizeh

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Das meistverkaufte Blättchen der Marke Gizeh kommt jetzt auch als 50er Heftchen im Black Jubiläumslook in den Handel. Bisher gab es diese Design-Version nur als Doppelbüchel mit 100 Blättchen. Ab Herbst dieses Jahres wird das Produkt auch in der kleinen Version erhältlich sein. Es will mit Papier aus 100 Prozent Flachs beziehungsweise Hanf überzeugen. Damit können Kunden jetzt erstmals zwischen zwei verschiedenen Packungsgrößen im Design der Gizeh Black Range wählen.

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INDUSTRIE Fleischlose Snacks

STICK, NEST UND BURGER AUS GEMÜSE Vegetarische und vegane Lebensmittel werden in Deutschland immer beliebter. Das gilt auch für Snacks. Darauf reagieren die Hersteller. Hier einige Neuheiten. TEXT MARTIN HEIERMANN

„Free From“ im Trend Für viele Snack-Hersteller, die den Außer-Haus-Markt und die Convenience-Branche beliefern, hat das Folgen für ihre Produktentwicklung. So hat Frostkrone die neue Free-from-Food-Range „Green Date“ gelauncht. Alle Produkte seien rein pflanzlich und ohne Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker sowie Konservierungsstoffe. „Die Idee der neuen Range ist es, Gemüse im Snack- und Burgerformat zu bieten“, erläutert Frédéric Dervieux, CEO der Frostkrone Food Group. Die natürlichen Zutaten soll man sehen und schmecken können. Zudem sind die einzelnen Green-Date-Produkte unterschiedlich komponiert. Sie sind mit „Coating“ oder „naked“, fruchtig-leicht mit Curry, „herb und bodenständig“ mit Grünkohl und Süßkartoffeln, oder im „BBQ-Style“ mit Kidneybohnen und roten Zwiebeln, zu bekommen. Hergestellt werden sie auf Basis der Erdmandel und sind damit 50

bisher sehr positiv ausgefallen“, teilt Christopher Klotz, Marketing Manager Campofrio Food Group Deutschland, mit. „Zum Launch der Gemüse-Sticks haben wir zusätzlich einen Online-Test bei My test.de durchgeführt“, erläutert er. Das Ergebnis zeige, dass Campofrio mit der Snack-Alternative den Geschmack vieler Verbraucher getroffen habe. „Darüber hinaus konnten wir bei einem quantitativen Test mit 240 Konsumenten festhalten, dass die Kaufbereitschaft bei über 80 Prozent liegt und damit hoch ist“, stellt Klotz fest.

Die Délifrance Feel GoodRange wurde um drei vegane Snack-Nester erweitert.

Drei neue Produkte kreierte Vantastic Foods jetzt auf pflanzlicher Basis.

Aoste Gemüse-Sticks gibt es auch in den Sorten Rote Beete und Karotte.

auch für Konsumenten interessant, die gern mal auf Fleisch verzichten. Es gibt sie unter den Bezeichnungen: Curry Kiss, Beet Affair, Kale Crush, Smoky Touch, Garden Quickie und Sunset Flirt. Gemüsesticks online getestet Unter der Dachmarke Aoste, bisher für Salami-Sticks bekannt, launcht Hersteller Campofrio seine erste vegetarische Produktrange. Sie umfasst die Aoste Gemüse-Sticks in den drei Sorten Rote Beete, Tomate-Paprika und Karotte. „Das erste Feedback zu den Knabbereien ist

Christopher Klotz von der Campofrio Food Group glaubt an den Erfolg der Aoste Gemüse Sticks.

Gutes Gefühl vermitteln Vegane Produkte für den AußerHaus-Markt kreiert auch Délifrance und hat seine Feel Good-Range um drei vegane Snack-Nester erweitert. Sie sollen mit ihrer Zutatenliste überzeugen, und gut schmecken. Das macht Sinn, da 98 Prozent der im Ernährungsreport 2020 Befragten Verbraucher sagten, Geschmack sei entscheidend. Jedes Snack-Nest besteht aus einer Füllung mit Gemüse und Hülsenfrüchten und einem Teig nach trendiger Rezeptur. Es gibt die Varianten Orient, India und Mediterran. Auf pflanzlicher Basis kreierte auch Vantastic Foods jetzt drei neue Produkte: Schnitzel Classic als Alternative zum Original der deutschen Küche; schnell zubereitende Vantastic Nuggets; dazu die Vantastic Burger, die mit ihrer Saftigkeit überzeugen sollen. Einfach zuzubereiten, sollen sie das gleiche Geschmackserlebnis bieten, wie die tiefgekühlten Varianten. convenienceshop 8/20

Fotos: Frostkrone, Campofrio, Délifrance, Vantastic Foods

Seit Jahren steigt der Anteil der Menschen, die häufiger auf Fleisch verzichten, kontinuierlich. Experten gehen davon aus, dass der Trend zu qualitativer und nachhaltiger Ernährung weiter zulegt. Tierwohl spielt dabei ebenfalls eine Rolle. So hat eine repräsentative Studie, die im Auftrag von Veganz, einer Marke für pflanzliche Lebensmittel, ergeben, dass mehr als 27 Prozent der Verbraucher in Europa, die bisher nicht auf Fleischkonsum verzichtet haben, sich vorstellen können, zu vegetarischen Alternativen zu greifen.


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DIE HIGHLIGHTS, JENSEITS DER ALLTÄGLICHEN ARBEIT, HIER IM ÜBERBLICK.

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IMPRESSUM www.convenienceshop.de LPV GMBH Amtsgericht Münster, HRB 16530 Hülsebrockstr. 2-8, 48165 Münster Rechnungseingang bitte per E-mail: rechnungseingang@lp-verlag.de Redaktionsadresse: Hülsebrockstr. 2-8, 48165 Münster Verlagsstandort Neuwied: Niederbieberer Straße 124, 56567 Neuwied Telefon: 02631/ 879–0, Telefax: 02631/ 879–205

REDAKTION Hans Jürgen Krone, Chefredakteur, Objektleiter, hansjuergen.krone@lp-verlag.de, 0152 22576375 Martin Heiermann, martin.heiermann@lp-verlag.de, 0152 22576371

LAYOUT

Für das Klima Coca-Cola Deutschland wird Mitglied im #ForumRezyklat. Das Bündnis möchte die Kreislaufwirtschaft fördern, um Ressourcen zu schonen. Dabei geht es um recyclebare Verpackungen. Mit dabei sind unter anderem der Grüne Punkt und auch Werner & Mertz.

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VERLAG Geschäftsführung: Dr. Thorsten Weiland Leiter Media & Sales: Torsten Zelleröhr -144 Mediaberatung: Birgit Schuld -143, Judith Schuhmacher -210, Irene Schaible -208, Anzeigenverwaltung: Christiane Bock -133, Dorothe Scherer -146 Online: Regina Kofler -194 Marketing-Leitung: Marcus Schmidt -216 Vertrieb: LV-Service-Center, Telefon: 025 01/ 801–4482, vertrieb@lp-verlag.de

ANZEIGENVERTRETUNGEN Nielsen 1, 5, 6, 7, Dänemark: Volker Geuer Verlagsvertretung, Röpckes Mühle 2, 25436 Uetersen, Telefon: 0 41 22/ 9 99 79-11 Nielsen 2, Niederlande: Holger Grossmann c/o RegioSales Solutions Graf-Recke-Str. 18, 40239 Düsseldorf Telefon: 02 11/ 55 85 60, Mobil: 01 75/ 63 30 782 Nielsen 3 a: adwork GmbH Günter Scheffel, Straßheimer Weg 49, 61191 Rosbach, Telefon: 0 60 03/ 82 901 80 Nielsen 3 b, 4: mediavertretung,annette weller Carl-Orff-Weg 3, 82008 Unterhaching, Telefon: 089/ 54 84 35 04 Schweiz, Österreich: Cornelia Tahotny, Telefon: 02 02/ 76 90 26 04

Für Schulinfrastruktur Bananen-Hersteller Chiquita will sich für Kinder einsetzen und erinnert an den Weltkindertag. Zudem unterstützt das Unternehmen im Rahmen seiner Initiative „Being a Good Neighbour das Engagement für die Gemeinschaften, in denen Chiquita-Mitarbeiter leben. Im Fokus dabei: die Bildung der Kinder der Mitarbeiter. Chiquita investiere in die Schulinfrastruktur und biete Schulpakete.

Gültiger Anzeigentarif vom 01.01.2020

Bezugspreis: Einzelheft 3,80 EUR Jahresabo Inland: 31,20 EUR; Ausland: 39,40 EUR Kein Anspruch auf Rückgabe des Bezugsgeldes bei Ausfall der Lieferung durch höhere Gewalt. Nachdruck, auch von Auszügen, nur mit Genehmigung des Verlages.

GESAMTHERSTELLUNG

Fotos: Coca-Cola, Chiquita

Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel

VORSCHAU HEFT 1-21

Der Gesamtauflage dieser Ausgabe liegt eine Beilage vom

Süßwaren

Nutzfahrzeuge

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Süßwaren und salzige Snacks gehören zu den unverzichtbaren Sortimenten in C-Stores. Innovationen, auf die wir schauen, werden normalerweise auf der SüßwarenMesse ISM in Köln gezeigt. Bei Redaktionsschluss war diese als hybrider Event geplant.

Nicht nur die Corona-, sondern auch die Klimakrise ist nach wie vor aktuell. Mittelfristig gilt daher auch für die Shop-Betreiber, ihren Energieverbrauch zu reduzieren und in Sachen Mobilität auch auf den Service für E-Fahrzeuge zu setzen.

BUNDESVERBAND DER DEUTSCHEN VENDING-AUTOMATENWIRTSCHAFT E.V.

Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE), Berlin, bei. Wir bitten um Beachtung.

G13952

ISSN 0948-8855

Titelfoto: Getty Images Titelgestaltung: Frank Majer

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ConvenienceShop/8/2020/CS_2020_08 - Seite 52

hp - 23.11.2020 10:20

Convenience Best 2020 Vielen Dank!

Einzigartiges Design: Im mexikanischen „Dia de los Muertos“-Stil

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Convenience Shop 08 2020  

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