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Jesus.ch-Print Nr. 59

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Erfolgreich

Der Ruhm brachte ihn an den Rand seiner KrĂ€fte. In einem Kloster fand er zu sich und zu Gott – und spricht heute gern ĂŒber seinen Glauben: Michael Patrick Kelly (45). Seite 6

Ehrlich

Sie verlor Söhnchen Micha nur 30 Stunden nach dessen Geburt. Von ihrem Umgang mit Trauer und Schmerz berichten Stefanie Giger (44) und ihr Mann Markus auf Seite 9.

Schoon spricht offen ĂŒber ihre turbulente Vergangenheit.

GefĂŒhle leben

Engagiert

Mit seinem gelben MOTZmobil lÀdt der Paderborner Dompfarrer, Nils Petrat (42), auf Pro7 Menschen ein, «abzuladen». Zur Sprache kommen Alltags- und Lebensthemen. Seite 8

Micha Sager: «Gott hat die grössere Schaufel»

Sagen und erzĂ€hlen kann Micha Sager (24) viel, mehr noch fĂŒhlen und sehen. Der selbststĂ€ndige Webdesigner aus DĂŒbendorf hat Einblick in die unsichtbare Welt. Seiten 4–5

Nr. 59
Influencerin Merle
20 Wikipedia
Seite
zVg. Michael Patrick Kelly www.mittenimsturm.ch Stefanie Giger Nils Petrat Sabrina Voss / Erzbistum Paderborn Bernhard Stegmayer

Impressum

erscheint als ErgĂ€nzung zur Internet-Plattform www.jesus.ch und wird von Livenet herausgegeben. Livenet ist ein ĂŒberkonfessioneller und politisch unabhĂ€ngiger Verein. Er wird ideell von der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) mitgetragen.

Verlag:

Livenet Parkterrasse 10 3012 Bern print@jesus.ch Tel. 0848 77 77 00

Auflage: 50'000

Abo: www.jesus.ch/print

Redaktion: Manuela Herzog (mhe.) Florian WĂŒthrich (fw.)

Layout: Andrina Mosimann (am.)

Online: www.jesus.ch, www.livenet.ch, facebook.com/www.jesus.ch, instagram.com/jesus.ch

Spendenkonto: zugunsten der Verteilung von Jesus.ch-Print: PC 60-136885-1

IBAN: CH85 0900 0000 3047 0985 7

Twint:

Glauben entdecken Seiten 12–17. Himmel-Stimmung

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Ratgeber Seiten 10–11. TrĂŒmmer sortieren nach dem Erdbeben

Erlebt Seite 6. Jugendpastor Michael Dufner zVg.
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Livenet
WhatsApp: +41 (0)79 807 79 33 2
Inhalt

GefĂŒhlsregal Ganz oben im

Ein Neugeborenes, das uns anlĂ€chelt, das druckfrische Diplom am Ende der Ausbildung, aber auch geliebte Menschen, die wir verlieren, ein heftiger Streit mit dem besten Freund... Positive und negative GefĂŒhle gehören zum Leben. Auch bei Entscheidungen schwingen sie mit, mögen diese noch so rational scheinen.

Es ist hilfreich, dass wir unsere GefĂŒhle wahrnehmen, sie nicht verdrĂ€ngen, sondern annehmen und uns damit auseinandersetzen. Wie geht es momentan meiner Seele? Was könnte hinter diesem GefĂŒhl stecken? Nicht immer ist es gut, unsere GefĂŒhle auszuleben. Manchmal sind wir besser beraten, sie zu beobachten und wie Wolken vorĂŒberziehen zu lassen. Wenn die GefĂŒhle in GesprĂ€chen hochgehen, tut man gut daran, ruhig zuzuhören und zu warten, bis sich der erste Staub gesetzt hat. So findet man

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meistens einen besseren und friedlicheren Weg. Diesen Entscheid und Umgang mit GefĂŒhlen können wir bewusst treffen und trainieren. Gott möchte uns dabei helfen.


 steht die Liebe Freude, EnttĂ€uschung, Ärger, Reue, MitgefĂŒhl 
 Auch Gott hat GefĂŒhle, davon zeugen Berichte in der Bibel. Ganz oben in «Gottes GefĂŒhlsregal» steht die Liebe. Seine Sehnsucht nach uns sprengt jede Vorstellungskraft. Er, der uns erschaffen hat, weiss,

wie wir gestrickt sind und was wir benötigen. Gott begleitet uns jeden Moment, vom ersten bis zum letzten Atemzug kennt er unsere GefĂŒhlslage. Ihm bleibt auch nicht verborgen, wenn wir traurig sind. Nein, er möchte uns trösten. Das haben Markus und Melanie Giger erlebt. Sie verloren ein Kind, nur 30 Stunden nach dessen Geburt (Seite 9).

Aktuell blicken viele Menschen mit Angst und Sorge in die Zukunft. Wie steht es um Ihre aktuelle GefĂŒhlslage? Ich ermutige Sie, mit Gott ĂŒber Ihre GefĂŒhle und Gedanken ins GesprĂ€ch zu kommen. Das funktioniert am besten, wenn Sie zuerst Ihre Beziehung mit Gott gut aufgleisen (s. Rubrik «Basics» ab Seite 12).

Ich wĂŒnsche Ihnen viel Freude bei der LektĂŒre dieser Zeitung –und dass Sie negative Emotionen aus Ihrem «GefĂŒhlsregal» mit vielen positiven ersetzen können!

Leitgedanke Verlagsleiter

Beat Baumann (52) ist GrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Livenet. Er ist verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Töchtern und lebt in Interlaken BE.

Editorial 3
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4 Thema: GefĂŒhle leben

hat die grössere «Gott Schaufel»

Sagen und erzĂ€hlen kann Micha Sager (24) viel, mehr noch fĂŒhlen und sehen. Der selbststĂ€ndige Webdesigner aus DĂŒbendorf hat Einblick in die unsichtbare Welt. VierjĂ€hrig erlebt er seine erste Vision, die ihn bis heute prĂ€gt.

Micha Sager
TĂ€glich neue Berichte von Menschen, die Gott erlebt haben: www.jesus.ch/erlebt
Bernhard Stegmayer

Ein kleiner Monitor im modernen Lift verkĂŒndet das Wetter. Ob es oben, im 24. Stock (!), umgeschlagen haben wird? Als Micha Sager die WG-WohnungstĂŒre öffnet, duftet es verfĂŒhrerisch nach frischem GebĂ€ck. Die noch warmen Schokolade-Amaretti sind eine Wucht, von der Aussicht ganz zu schweigen. Hier lĂ€sst es sich leben – und arbeiten! Der gelernte Informatik Systemtechniker hat sich 2022 mit drei Freunden im Bereich Webdesign selbststĂ€ndig gemacht. «Nach dem Zivildienst Ende 2021 hatte ich das GefĂŒhl, ich solle keine Stelle suchen. Gott wies mich in die SelbststĂ€ndigkeit. Von ihm allein als mein Chef sollte ich abhĂ€ngig sein, auch damit ich intensiv Beziehung mit ihm pflegen kann.»

Kinder in Einerkolonne

Mit Gott auf du ist Micha, seit er denken kann. Seine Eltern leben ihm und seinen Geschwistern den christlichen Glauben vor, singen und beten vor dem Essen und Zubettgehen mit ihnen. Knapp vierjĂ€hrig erlebt Micha seine erste Vision, sie wird zum roten Faden in seinem Leben: «Ich sah in den Himmel, eine Einerkolonne Kinder mit RucksĂ€cken und mich mittendrin, vorne stand Jesus. Als ich an die Reihe kam, fragte er mich, was ich in meinem Leben erreichen möchte. Ich antwortete, dass ich immer ihm gehören und ganz fĂŒr ihn leben wolle. Er hakte nach, sah mich voller Liebe an und sagte, das wĂŒrde auf der Erde nicht einfach werden. Dann packte er einige Dinge in meinen Rucksack ...»

Wesen einer Parallelwelt

Eine enge Freundschaft zwischen Jesus und Micha beginnt. Sie hilft ihm, Erlebnisse in seinem Umfeld zu verarbeiten. Micha nimmt mehr wahr und empfindet stĂ€rker als viele andere Menschen. Er spĂŒrt, was sie spĂŒren. Oft weiss er auch, weshalb – denn er sieht, was sie nicht sehen und was sie umgibt 
 Ausser in Visionen und TrĂ€umen, sieht Micha die Wesen aus der Parallelwelt manchmal auch im Wachzustand. «Ich habe viele Dinge in der geistlichen Welt gesehen», resĂŒmiert er ruhig. Etwas spĂ€ter erzĂ€hlt er auch von Kampfund Gewaltszenen.

Tiefe Traurigkeit

Die KindergĂ€rtnerin kann mit Michas hoher SensitivitĂ€t nicht umgehen. «Ich fĂŒhlte mich hĂ€ufig zu Unrecht beschuldigt, musste viel weinen und wollte nicht mehr leben», erinnert er sich und fĂŒgt an: «Mehrmals haben mich Engel nach Hause getragen.»

Michas besonderes GespĂŒr (fĂŒr andere) hat eine tiefe Traurigkeit zur Folge. Die Trennung seiner Eltern verstĂ€rkt diese. Was auf dem 9-JĂ€hrigen lastet, kann er kaum tragen. GesprĂ€che mit einem Therapeuten helfen Micha damals sehr: «Zu erfahren, ich bin nicht schuld, ich bin nicht verantwortlich, das war eine grosse Erleichterung. Auch Gott hat mich nicht im Stich gelassen – noch nie! Ich stehe regelmĂ€ssig im Austausch mit ihm, ebenso mit meinen Freunden. Dass ich mich auch auf sie verlassen, mit ihnen lachen und weinen kann, ist fĂŒr mich ungemein wertvoll.»

Neue Freude!

FrĂŒh entdeckt er Instagram und die sozialen Medien, entwickelt ein Faible fĂŒr Sportwagen, postet Fotos und Filme davon. «Es hat mich schon immer interessiert, wie die Medien funktionieren und wie man Menschen erreicht», sagt der Ingenieurssohn. Seine Lehre als Informatik Systemtechniker absolviert er in einer Kirche, verbringt die Sonntage jedoch meist zuhause. «Meine Freundschaft mit Jesus war mir bis dahin genug», erklĂ€rt Micha.

weitere Freunde, Farbe und neue Visionen kommen in sein Leben. Gott lÀsst ihn auch wissen, mit wem er wohnen und was er arbeiten soll.

sel. Das fordert mich immer wieder heraus.»

Menschen ermutigen

Nach der Lehre spĂŒrt er, dass er die Gottesdienste besuchen und sich Freunde suchen soll, die wie er ihr Leben auf Jesus setzen. «Jesus hat mir dabei geholfen und mir gezeigt, wie ich Menschen dienen kann. Konkret trug er mir etwa auf, ein Auto zu kaufen, um einem jungen Mann Fahrdienste zu leisten.» Aus diesen gemeinsamen GesprĂ€chen wĂ€chst eine enge Freundschaft. «Auch meine Beziehung mit Jesus wurde gestĂ€rkt», ergĂ€nzt Micha. Er gewinnt

Alles gehört Gott Gott als Chef zu haben, abhĂ€ngig von seiner Versorgung zu sein, das ist ein Abenteuer; Micha weiss manches zu erzĂ€hlen. Er berichtet von Geldnoten in seinem Briefkasten oder abgehobenen, aber nicht belasteten BetrĂ€gen. EindrĂŒcklich ist dies: «Ich habe schon immer gern getradet, zuletzt mit Bitcoins, mit meinen GeschĂ€ftspartnern. Gott verhalf uns zu einem stolzen Betrag und wir unterstĂŒtzten viele Leute in Geldnot. Auch meine Freunde haben Zugang zu diesem Konto. Mehrfach fragte ich Gott, was mein Anteil sei; jedes Mal war die Antwort: ‚Null!‘ Bis er mir sagte: ‚Ich kĂŒmmere mich um deine Miete, dein Essen und was du zum Leben brauchst!‘ Da begriff ich: Alles gehört Gott. Auch laor.ch, unsere Firma, ist Mittel zum Zweck, der Ertrag soll Menschen dienen. Gott sorgt fĂŒr mich. Ich komme nicht zu kurz. Ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Vertrauen und Dankbarkeit sind die SchlĂŒs-

Seine SensitivitĂ€t und EmpfĂ€nglichkeit fĂŒr das ÜbernatĂŒrliche versteht und nutzt Micha heute als Werkzeug, um anderen Menschen zu helfen, um sie zu ermutigen und ihnen Gottes Sichtweise fĂŒr ihr Leben aufzuzeigen. Sein eigenes Lebensmotto lautet: «God has the bigger shovel», Gott hat die grössere Schaufel. Micha prĂ€zisiert: «Ich kann so viel geben wie ich will, aber nie ĂŒberbieten, was Gott gibt!» Zum Schluss kommt er auf das sich Sorgen zurĂŒck, steht auf, holt seine Bibel und liest daraus vor. Er hat die Passage pink markiert, sie findet sich im MatthĂ€us-Evangelium, Kapitel 6, Verse 25–34 und sei allen zur LektĂŒre empfohlen. *

Die Amaretti sind lĂ€ngst abgekĂŒhlt, deren feiner Duft und das inspirierende GesprĂ€ch bleiben noch lang haften. Im Lift nach unten ist es, als wĂ€re ein StĂŒck Himmel auf die Erde gefallen. (mhe.)

Übrigens: Micha Sager fĂŒhrt auf YouTube den Podcast «About a heart», auf dem er (mit Freunden) Herz, Glauben und Erleben teilt.

Thema: GefĂŒhle leben
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« Ich kann so viel geben wie ich will, aber nie ĂŒberbieten, was Gott mir gibt.»
Dankbar richtet Micha Sager seinen Blick nach oben.
«Gott sorgt fĂŒr mich. Ich komme nicht zu kurz.»
Bernhard Stegmayer

Thema: GefĂŒhle leben

Menschen ĂŒber Jesus:

« In Jesus habe ich ErfĂŒllung gefunden. In ihm habe ich jemanden, dem ich danken kann und den ich um Rat fragen kann. Meine innere Leere ist verschwunden. Im christlichen Glauben habe ich eine Heimat gefunden. »

« Der Glaube schenkt mir innerlich Ruhe, Kraft und Hoffnung – auch Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. »

Irisch-amerikanischer SĂ€nger

« Ich versuche ein wahrer, authentischer Mensch sein, als Musiker und Christ. Ich bete tĂ€glich, danke Gott am Morgen fĂŒr den neuen Tag und lese in der Bibel. »

«Wir hatten alles, wovon viele trÀumen, ... ... trotzdem war da eine grosse Leere», bekennt SÀnger und Songwriter Michael Patrick Kelly in der SRF-Sendung «Sternstunde Religion». Ahmad Milad Karimi entlockt ihm weitere, starke SÀtze zu seinem Glauben: authentisch, offen, klar!

Videobeitrag in «Sternstunde Religion». Hier geht’s zum SRF-Interview:

YouTuberin (hallo.gott) und Theologiestudentin

« Wenn sich negative GefĂŒhle in mir aufstauen, dann schreibe ich Jesus einen Brief. Wenn ich mit ihm kommuniziere, lĂ€sst er mich wissen, was ich tun soll. Und meine Mitmenschen nehmen wahr, dass er an mir arbeitet. »

« Ich bin angekommen. Auf meinen Reisen bin ich lauter suchenden Menschen begegnet. Ich hoffe von Herzen, dass all jene Rastlosen mutig sind und sich selbst auf die spannende Suche nach Gott begeben. »

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zVg.
klibyundcaroline.ch
Wikipedia zVg.
Salomen Pfammatter
zVg.
Urs Kliby Bauchredner Jane Fonda US-Filmschauspielerin und Fitnesstrainerin Michael Patrick Kelly Michael Dufner Jugendpastor
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8 Magazin «MOTZmobil»: Im Taxi Dampf ablassen

Samstags um 11.15 Uhr, wenn sich langsam der Hunger meldet, serviert Pfarrer Nils Petrat (42) mit seinem «MOTZmobil» auf Pro7 ein HĂ€ppchen Hoffnung. Unter dem Motto «Motz mit!» dĂŒrfen ihm Passanten und Passantinnen zuvor zu einem aktuellen Thema ihre Meinung geigen.

Taxifahrer sieht man meistens nur einmal im Leben. Wohl deshalb bekommen sie von ihren FahrgĂ€sten immer wieder ungefiltert die Meinung, mitunter auch sehr Persönliches zu hören. Dies macht sich der TV-Sender Pro7 zu Nutze. Seit fĂŒnf Jahren kurvt der katholische Theologe, Nils Petrat, mit seinem gelben Taxi, dem «MOTZmobil», durchs Land und lĂ€dt Leute ein, Ihre Meinung kundzutun.

Kurz und klar

Alltags- und Lebensthemen wie

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Drogen, Einsamkeit, digitales Fasten, Hoffnung, Verantwortung kommen zur Sprache. Grosse Lebensbeichten oder «Kropfleerete» sind (vor der Kamera) aber nicht zu erwarten, dauert der gesamte Beitrag doch lediglich 90 Sekunden. Dies inklusive der abschliessenden, besinnlichen Gedanken des Gottesmanns. Bei aller KĂŒrze spricht Petrat Klartext. Er ist Dompastor und Studierendenpfarrer im Erzbistum Paderborn und moderiert das MOTZmobil im monatlichen Wechsel

mit der evangelischen Pastorin Teelke Wischtukat.

Gelb und Schwarz Nicht nur das gelbe Taxi löst bei den Menschen die Zunge, auch die Gegenwart des Pfarrers mit dem schwarzen Kollarhemd. Oft erfahre Petrat von Sorgen und auch Vorurteilen oder Zweifeln dem christlichen Glauben gegenĂŒber. Dann begegne er den Leuten mit VerstĂ€ndnis, denn: «Glauben ist fĂŒr mich eine Sache des Vertrauens und Vertrauen muss erst einmal entstehen.»

Vertrauend und geborgen In der Sendung «Das GesprÀch»

auf Bibel TV fĂŒhrt Nils Petrat seine Gedanken zum Thema Vertrauen und wie er selbst zum Glauben fand weiter aus: «In der Bibel, gerade im Neuen Testament, springt mich viel Vertrauen an. Jesus ist ein tief Vertrauender, der geborgen ist in Gott, in einer anderen Wirklichkeit. Das hat mich fasziniert und ich dachte, das möchte ich auch erfahren. Jetzt lĂ€sst du dich mal auf diesen Jesus ein, er ist die BrĂŒcke zum Vater.» (mhe.) Quelle: ERF Medien

Zum Beitrag auf Bibel TV:

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«Instant-Trauern geht nicht»

Melanie und Markus Giger aus Matzingen TG haben drei Kinder; das Dritte erlag 2012 einem Organversagen – nur 30 Stunden nach der Geburt. Über ihr Trauern schrieben die Pflegefachfrau und der Theologe und Coach ein Buch und sprachen im Livenet-Talk darĂŒber. Wir haben ihre Worte zusammengefasst.

«Der Tod von Micha hat unser Leben in ein â€čVorherâ€ș und â€čNachherâ€ș geteilt. Wir brauchten rund sieben Jahre, um das Geschehen zu verarbeiten, um vom Funktionieren und Überleben zurĂŒck ins Leben zu finden. Unsere unterschiedliche Art zu trauern war eine grosse Zerreissprobe. Noch im Spital hatten wir uns entschlossen, aneinander und an unserer Ehe festzuhalten. Dazu gehörte auch, den anderen und seine Art zu trauern, stehenzulassen – und auszuhalten!

«Noch im Spital hatten wir uns entschlossen, aneinander und an unserer Ehe festzuhalten.»

Lautstarke Klage

Ich (Melanie) hatte ein starkes GefĂŒhlschaos und brauchte viel Austausch. Oft weinte und trauerte ich an Michas Grab, hatte zahlreiche Fragen, war verzweifelt. Gut zwei Jahre lang litt auch mein Glaube, ich fĂŒhlte mich von

Gott verlassen. Da verstummt man. Oder man wird schonungslos ehrlich. Ich stellte Gott auf die Probe, schmetterte ihm meinen ganzen Schmerz, die Zweifel und Fragen entgegen. Lautstark klagte ich ihm mein Leid – derart heftig, dass mich andere ermahnten, so dĂŒrfe ich mit Gott nicht umspringen 
 Aber Gott hielt allem stand, er hat breite Schultern. Mehr als meine SchwĂ€che und Zerbrochenheit hatte ich ihm nicht bringen können. In seiner endlosen Vaterliebe nahm Gott mich an, gab mir die Gewissheit, dass ich genĂŒgte. Das hat mein Vertrauen und meine Liebe zu ihm wachsen lassen und stark gemacht.

Dunkle Steine

Ich (Markus) durchlebte meine Trauerzeit mehr mit mir selbst und mit Gott in der Stille. Daneben halfen mir symbolische Handlungen wie Feuermachen. Ich schrieb meine Sorgen auf und warf die Zettel in die Flammen. Auch begann ich mit dem Golfen, beförderte meine BÀlle mit voller Wucht in den Himmel. Besonders

heilsam war die Islandreise 2015. Wir liefen vom Meer – fĂŒr mich stand es fĂŒr das TrĂ€nenmeer â€“ĂŒber mehrere PĂ€sse und Vulkangestein ins Landesinnere. Mit den heissen Quellen als Ziel sah ich Neuland vor mir liegen, neue Perspektiven. Mein Gottesbild, als Mosaik betrachtet, hat Steine dazugewonnen, auch dunkle.

Solche Steine/Seiten an Gott zu entdecken, ist eng mit der eigenen Geschichte verwoben. Ich habe damit gerungen, Gott monateund jahrelang schweigend, fern und verborgen zu erleben. Dennoch hielt ich an ihm fest – und er an mir! Mein Glaube ist dadurch tiefer geworden.

Hilfe fĂŒr Leidtragende Heute, nach zehn Jahren, sind wir beide dankbar fĂŒr einige we-

nige Menschen an unserer Seite, die uns zugehört, ausgehalten und unterstĂŒtzt haben. Wir hĂ€tten uns mehr Support gewĂŒnscht, vor allem praktischen. Leider war ein Grossteil unseres bisherigen Umfelds mit der Situation ĂŒberfordert, viele zogen sich zurĂŒck. Auch deshalb haben wir unser Buch «Mitten im Sturm» geschrieben. Es lĂ€sst kein Thema aus, das betroffene Familien und Paare durchmachen. Zudem helfen wir selbst praktisch, finanziell und durch GesprĂ€che Menschen, die in irgendeiner Form Leid erleben oder miterleben. Dazu haben wir vor kurzem die â€čStiftung Wegbegleiterâ€ș gegrĂŒndet. Trauern ist ein Weg, ein Prozess, der sich nicht abkĂŒrzen lĂ€sst. Unsere Gesellschaft ist gewohnt, alles sofort zu bekommen, aber Instant-Trauern geht nicht!» (mhe.)

Infos zum Buch und zur Stiftung: www.stiftungwegbegleiter.ch

Hier geht's zum Livenet-Talk:

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«Mein Glaube ist dadurch tiefer geworden»
Magazin
Melanie und Markus Giger Livenet

TrĂŒmmer sortieren nach dem Erdbeben

Nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen sieht sich eine betroffene Person nicht selten vor einem TrĂŒmmerhaufen. Es entsteht der Eindruck, als wĂ€re einem der Boden unter den FĂŒssen weggebrochen. Um Menschen zu helfen, in ihrer Trauer neuen Mut zu schöpfen, hat das Alterszentrum Sumiswald im Emmental ein «TrauerCafé» eingerichtet.

Die GrĂŒndung des TrauerCafĂ©s sei auf die Initiative von Maria Weber erfolgt, stellt der Trachselwalder Pfarrer Peter Schwab gleich zu Beginn des GesprĂ€chs klar. TatsĂ€chlich wĂ€re das Pionierprojekt ohne deren Impulse und die Offenheit der GeschĂ€ftsleitung kaum zustandegekommen. Ursprung dafĂŒr sind Verlusterfahrungen im persönlichen und beruflichen Umfeld der Initiantin. In einem kleinen Kreis wurde praktiziert, was als Hauptanliegen nachher im TrauerCafĂ© umgesetzt werden konnte: In einem geschĂŒtzten Rahmen gemeinsam GefĂŒhlen,

Erfahrungen, Erinnerungen und Fragen Raum und Zeit schenken und nach Antworten suchen.

Braucht es ein TrauerCafé?

2019 fiel der offizielle Startschuss fĂŒr das TrauerCafĂ©. Einmal pro Monat treffen sich seither Menschen zum GesprĂ€ch unter dem Motto «Gemeinsam aushalten, was fast nicht auszuhalten ist».

Im Durchschnitt besuchen zwölf Personen das TrauerCafé. Schon beim ersten Treffen entwickelte sich ein reger Gedankenaustausch. Dabei stehe nicht im Vordergrund, Hoffnung zu ver-

mitteln, wirft Peter Schwab ein. «Ein Verlust weckt intensive GefĂŒhle, Fragen, Unsicherheiten, ZukunftsĂ€ngste, welche bewusst wahrgenommen, angesprochen und hinterfragt werden wollen. AllfĂ€llige Antworten und Erkenntnisse können eine neue Perspektive eröffnen und im besten Fall erste Hoffnungsstrahlen vermitteln.»

Betroffenheit vereinfacht Zugang

Bei der Begleitung von Menschen, die einen Verlust zu verkraften haben, helfen Maria Weber auch ihre eigenen Erfahrungen. Vor Jahren verlor sie ihren da -

mals 15-jĂ€hrigen Sohn nach einem Arbeitsunfall wĂ€hrend einer Schnupperwoche. Diese persönlich durchlebte Verlusterfahrung war fĂŒr sie ein zusĂ€tzlicher Antrieb, sich in diesem Bereich weiterzubilden und zu engagieren. Ihr Mann und sie wurden in der Folge sogar Mitglieder des Care Teams. Nicht selten erhalte sie

zu anderen Herzen und wirken wie ein TĂŒröffner.»

von Teilnehmenden im TrauerCafĂ© die RĂŒckmeldung, dass sie wohl eine eigene Geschichte habe. Darauf sagt sie: «Eigene Erfahrungen schaffen Zugang zu anderen Herzen und wirken wie ein TĂŒröffner.»

10 Ratgeber
Livenet
«Eigene Erfahrungen schaffen Zugang

Sechs Fragen

an die Emmentaler Trauerbegleiter Weber und Schwab

Was sage ich jemandem, der am Trauern ist? Oft fehlen uns die richtigen Worte, um mit einer Person in Kontakt zu treten, die einen schweren Verlust erlebt hat. Hilflosigkeit macht sich breit. Was empfehlen die Trauerbegleiter?

Welches sind die richtigen Worte, um eine trauernde Person anzusprechen?

Maria Weber: Zum Einstieg frage ich die Person meistens, wie sie zurechtkommt, wie sie den Tag durchstehen kann. Eine Frage könnte sein: «Wie kannst du es im Moment aushalten?» Verzichten wĂŒrde ich eher auf die allgemeine Frage «Wie geht es dir?»

Peter Schwab: Und bitte unbedingt auf Vertröstungen verzichten Ă  la «Ja ja, das kommt dann schon gut, es kommen wieder andere Zeiten. Zeit heilt Wunden ...» Solche ZusprĂŒche sind zwar gut gemeint, verfehlen aber meistens die Wirkung. Im Gegenteil: Sie sind eher kontraproduktiv.

Wie kann man mit den ganzen GefĂŒhlen umgehen?

Peter Schwab: Es gilt, die GefĂŒhle auszuhalten. Wichtig ist, dass die Trauer zugelassen wird, sonst kann das massive gesundheitliche und psychische Konsequenzen haben. Vielleicht erst Jahre spĂ€ter, wenn die Verlusterfahrung bereits lĂ€ngere Zeit zurĂŒckliegt.

Maria Weber : Eine trauernde Person braucht keine RatschlÀge, sondern jemanden, der zuhört. Der Verlust eines geliebten Menschen ist wie ein grösseres

oder kleineres Erdbeben, das diese Person selbst erlebt. Da stehen wir vor einem TrĂŒmmerhaufen. Bevor wir wieder ein Lebenshaus aufbauen können, mĂŒssen wir zuerst die TrĂŒmmer wegrĂ€umen. Als Trauerbegleiter helfen wir den Menschen, TrĂŒmmer zu sortieren.

Inwiefern kann der Glaube eine Ressource bei der Verarbeitung eines Verlusts sein?

Peter Schwab: Der Glaube kann mit Sicherheit nicht schnell trösten. Eine Betroffene bekannte nach einem Verlust, der Glaube sei ihr abhandengekommen. Wenn sich das Herz einsam und traurig fĂŒhlt, bringt es nichts, sich mit «der liebe Gott weiss schon, was er macht» oder Ă€hnlichen SĂ€tzen zu beruhigen. Man sollte keine falsche AbkĂŒrzung nehmen, sondern das Klagen zulassen. Der Glaube bietet uns in diesem Fall aber ganz klar Ressourcen.

Wie kann eine Person nach dem Verlust praktische Schritte in dieser neuen RealitÀt gehen?

Maria Weber: Wichtig ist, genau hinzuschauen und hinzuhören und auch GefĂŒhle wie Anklage, Wut, SchuldgefĂŒhle, Scham usw. zuzulassen. Dann geht es auch darum, sich mit der neuen Rollenfindung auseinanderzusetzen. Jeder Verlust verlangt, dass ich mich

neu organisiere, Fertigkeiten erwerbe und in die neue Rolle hineinwachse.

Das Trauern einer Person beeinflusst auch ihr ganzes Umfeld. Welche Spannungsfelder zeigen sich hier?

Peter Schwab: Von Trauer betroffene Menschen haben in unserem System einen schweren Stand. Wir sind es nicht gewohnt, mit Trauernden umzugehen. Man will lieber sonnige Tage, aber wehe es kommt ein Gewitter. Unsere Gesellschaft trimmt uns darauf, immer zu funktionieren. Gerade die MĂ€nner haben gelernt, immer stark zu sein und fĂŒhlen sich besonders hilflos bei Verlusterfahrungen. Ich habe schon erlebt, wie MĂ€nner aufgrund ihrer Hilflosigkeit auf den Besuch der todkranken Mutter im Spital verzichteten. Das ist tragisch. Oft wĂŒrde es nur schon genĂŒgen, einfach da zu sein und die Person in den Arm zu nehmen.

Zum Schluss: Wer hat bisher vor allem an den TrauerCafés teilgenommen?

Maria Weber: Grösstenteils sind es Frauen zwischen 40 und 80 Jahren, die den Verlust ihres Partners, der Gesundheit oder auch ihres Jobs zu beklagen hatten. Geografisch haben wir GÀste aus der ganzen Region Emmental/Oberaargau. (fw.)

Wie lÀuft ein typischer Abend im «TrauerCafé»

ab?

Empfang der GĂ€ste im Foyer. Der Weg zum Raum ist mit Hinweisen auf das Abendthema gespickt, ein geschmĂŒckter Torbogen markiert den Eingang. Im Zentrum des Sitzkreises ist eine themenspezifische Raumdekoration gestaltet. Erste Vermutungen zum Thema werden ausgesprochen. Die Teilnehmenden werden ins Thema hineingefĂŒhrt. Nach der BegrĂŒssung im Plenum erfolgt eine kurze Vorstellungsrunde und wir rufen uns wichtige GrundsĂ€tze in Erinnerung: Vertraulichkeit, Schweigepflicht, keine Wertungen und RatschlĂ€ge.

Ein fachlicher Input liefert Hintergrundinformationen und Orientierung zu spezifischen Themen der Trauer wie zum Beispiel: Loslassen, TrĂ€nen, Abschied, EnttĂ€uschung, Wut, SchuldgefĂŒhle, besondere AnlĂ€sse wie Fest- und Gedenktage oder Ähnliches.

Der Hauptteil des Abends besteht aus einem Erfahrungsaustausch in Gruppen. Mit einem Ritual finden Gedanken, Worte und GefĂŒhle einen kreativen Ausdruck.

Gemeinsames Kaffeetrinken rundet den Abend ab.

Das sagt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Patrik Walther zum Angebot «TrauerCafé»:

«Das Durchschnittsalter unserer Bewohnerinnen und Bewohner betrĂ€gt fast 87 Jahre. Alle Menschen blicken auf eine lange Lebensgeschichte zurĂŒck, die sehr oft geprĂ€gt ist vom Abschiednehmen von eng vertrauten Personen. Ich erachte es als selbstverstĂ€ndliche Pflicht, dass wir nebst einer sehr guten medizinisch/pflegerischen Betreuung auch dafĂŒr sorgen, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner bei Bedarf die nötige seelische und geistige UnterstĂŒtzung erhalten.»

Ratgeber 11
zVg.

12 Glauben entdecken

Himmel-Stimmung

Unser GefĂŒhlsleben gleicht dem Wetter. Mal hĂ€ngen die Wolken tief, mal ist der Himmel heiter. Zum Leben braucht es beides, Sonne und Regen. Zwischenmenschlich ist das herausfordernd. Gut, gibt es einen, der sich nicht stĂ€ndig Ă€ndert wie das Wetter. Er ist uns immer zugewandt und freundlich gestimmt.

Gewitter sind etwas Wunderbares, wenn man sie von sicherer Warte aus beobachten kann. Faszinierend das Spiel am Himmel zwischen hellen und dunklen

Wolken, grellen Blitzen und gewaltigen DonnerschlÀgen. Auch was in uns brodelt, an Schönem und Schweren, konkret unsere

Gewitter können heilsam sein, danach ist der Himmel wieder klar und die Luft frisch.

GefĂŒhle, mĂŒssen sich entladen, wenn wir gesund bleiben wollen. Gewitter können heilsam

sein, danach ist der Himmel wieder klar und die Luft frisch. FĂŒr unsere Mitmenschen und uns selbst ist es meist angenehmer, wenn sich «Seelenschrott» gar nicht erst ansammelt, wenn wir ihn regelmĂ€ssig abladen.

Emotional reif

Das ist leichter gesagt als getan. Manche Wunde sitzt tief, wir fĂŒhlen uns in unserem Stolz oder unserer WĂŒrde verletzt, schaffen es nicht, ĂŒber unseren Schatten zu springen und aufeinander zuzugehen. Authentisch und ehrlich sein, sagen was Sache ist, was man denkt und fĂŒhlt, ohne den Respekt zu verlieren vor seinem GegenĂŒber und vor sich selbst – das zeichnet emotional reife Menschen aus. Wie kann

uns dies gelingen? Der Weg fĂŒhrt ĂŒber und direkt in unser Herz!

UnverschÀmt ehrlich «Mehr als auf alles gib acht auf dein Herz, denn aus ihm strömt das Leben», empfiehlt die Bibel in den Psalmen (Psalm 4, Vers 23). UnverschÀmt ehrlich was

lich festgehalten, in Liedern und Gedichten. EnttĂ€uschung und Todesangst, Freude und Begeisterung wechseln sich ab. Wie ein Kind tobt sich David aus – und kommt dann zur Ruhe. Er findet Frieden, wenn er Gott, seinem Schöpfer, sein Vertrauen ausspricht und ĂŒber dessen Grösse, Macht und Liebe staunt.

«Mehr als auf alles gib acht auf dein Herz, denn aus ihm strömt das Leben», Weshalb auch Sie sich mit all Ihren GefĂŒhlen Gott anvertrauen können und wie Sie Frieden finden, das erfahren Sie auf der nĂ€chsten Seite.

Freude und Leid anbelangt war David, ein König zu biblischen Zeiten. Ebenfalls in den Psalmen ist sein GefĂŒhlsleben eindrĂŒck-

Es gibt die Geschichte einer alten und kaputten Turmuhr. Niemandem gelang es, sie wieder zum Laufen zu bringen. Irgendwann meldete sich ein alter, heruntergekommener Mann und sagte, er könne die Uhr reparieren. UnglĂ€ubig schauten ihn die Leute an: «Wie kannst du so etwas behaupten? Die grössten Spezialisten haben sich daran versucht!» Der Mann lĂ€chelte und antwortete: «Ich habe sie gebaut  »

Aus dem Takt geraten Gott allein weiss, wie wir Menschen ticken. Aus Liebe hat er uns erschaffen. Nur er kennt unsere BedĂŒrfnisse und tiefsten SehnsĂŒchte und sehnt sich seinerseits nach uns. Aller-

dings: Liebe lĂ€sst sich nicht erzwingen. Wir Menschen glaubten schon immer, wir wĂŒssten es besser als Gott. Diese Eigen -

Gott allein weiss, wie wir Menschen ticken. Aus Liebe hat er uns erschaffen.

sucht trennt uns von ihm, unser Uhrwerk ist aus dem Takt geraten. Damit wir nicht kaputt-, sprich verlorengehen, kam Gott als Mensch zu uns, in der Person seines Sohns Jesus Christus. Dieser opferte sein Leben, um unseres wiederherzustellen. Nach drei Tagen holte ihn Gott

zurĂŒck ins Leben. Er schenkte seinem Sohn – und allen Menschen, die an ihn glauben – den Sieg ĂŒber den Tod.

Wieder «in Takt» gebracht Wer sich auf Jesus einlĂ€sst, der gehört zu Gottes Familie und darf im Himmel einmal ewig mit ihm leben, ohne Sorgen, Krankheit, Hass und Streit. Bei Jesus finden wir Vergebung, Frieden mit Gott – und ganzheitliche Heilung! Er weiss um unsere Ängste in der Unsicherheit dieser Zeit. Wir können uns ihm mit all unseren GefĂŒhlen anvertrauen und in enger Beziehung mit ihm leben. Er schenkt uns Geborgenheit, Hoffnung und Freude. Jesus möchte unser Herz wieder «in Takt» brin -

gen. Er verurteilt uns nicht. Das gibt uns die Kraft, friedfertig mit unseren Mitmenschen zu leben, weise zu reden und zu handeln. Liebevoll und geduldig fĂŒhrt Jesus alle, die ihm vertrauen, in die Freiheit – Schritt fĂŒr Schritt.

Bei Jesus finden wir Vergebung, Frieden mit Gott und Heilung unserer GefĂŒhle.

Möchten Sie Jesus in Ihr Leben einladen? Dann kann Ihnen das Gebet auf der folgenden Seite eine Hilfe sein.

Jesus persönlich kennenlernen 13
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Glauben entdecken

Gottes grosse Familie

Möchten Sie Gott als Vater erleben und sich seiner grossen Familie anschliessen? Bei ihm finden Sie Hoffnung, Frieden und ewiges Leben. All dies ist ein Geschenk. Sie dĂŒrfen es dankbar annehmen. Mit einem simplen, aufrichtigen Gebet können Sie dies jetzt tun.

Lieber Gott

Ich glaube, dass du mich kennst und liebst, weil du mich geschaffen hast. Es tut mir leid, dass ich dir den RĂŒcken zugekehrt und auch Menschen verletzt habe. Danke, dass dein Sohn Jesus dafĂŒr bezahlt hat. Jesus, ich möchte ein Kind Gottes werden und lade dich in mein Leben ein. Danke fĂŒr deine Liebe, dass ich dir vertrauen kann und du mein Innenleben heilen möchtest. AMEN

Wie geht es jetzt weiter?

Gratulation! Sie sind jetzt Gottes Kind. Die Freundschaft mit Gott braucht Pflege, um zu gedeihen.

Wie Sie in Ihre neue IdentitÀt als Gottes Kind hineinfinden können, erfahren Sie auf der folgenden Seite sowie unter www.jesus.ch/entdecken

14 Glauben entdecken

Im Glauben wachsen

Mit Gott reden

Beten hat Kraft und tut gut. Wir sprechen mit unserem Schöpfer, der uns bis ins Innerste kennt und liebt. Beten Sie regelmĂ€ssig und erleben Sie, wie Gott ihnen Ruhe schenkt. Gern beten wir auch fĂŒr Sie und Ihre persönlichen Nöte und Anliegen. Schreiben Sie uns unter www.jesus.ch/gebet

Gleichgesinnte suchen

Gott hat uns nicht als EinzelkÀmpfer erschaffen. Schliessen Sie sich einer lebendigen christlichen Kirche oder Freikirche an und erleben Sie, wie gut die Gemeinschaft mit anderen auch Ihrem Glauben tut. Unter folgendem Link entdecken Sie bestimmt eine Gemeinde in Ihrer NÀhe: www.jesus.ch/kirchefinden

Die Bibel erforschen

Durch die Bibel möchte Gott zu Ihnen sprechen. Sie werden ihn immer besser kennenlernen und verstehen. Beginnen Sie am besten mit einem der Evangelien im Neuen Testament, z. B. dem Lukas-Evangelium. Wir schenken Ihnen gern eine Bibel und Bibellesehilfe. Oder besuchen Sie direkt einen Glaubenskurs. www.jesus.ch/bibel

«Untertauchen»

Wer sich taufen lÀsst, bekennt, dass er an den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus glaubt und der christlichen Familie angehören will. Dazu erhÀlt er Kraft durch den Heiligen Geist, der Gewissheit und Hoffnung schenkt. Möchten Sie sich taufen lassen? Dann wenden Sie sich an einen Pastor. www.jesus.ch/taufe (mhe.) Unsplash

In Kontakt treten:

Gerne können Sie uns fĂŒr Glaubensfragen oder Lebenshilfe via E-Mail, Telefon, SMS, WhatsApp, Facebook oder Instagram bei uns melden:

E-Mail

E-Mail: meinefrage@jesus.ch

Chatte mit uns

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SMS: +41 (0)79 807 79 33

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Die Bibel mal anders

Das Markus-Evangelium ist ein Teil des Neuen Testaments der Bibel. Diese Ausgabe richtet sich an Menschen, die Gottes Wort vertieft und kreativ verstehen und erkunden möchten.

Wenn Du wissen willst, wer Du bist und wer Gott ist, dann gibt es nur eins: Die Bibel. Vor Dir liegt ein Teil davon, nĂ€mlich das Neue Testament. In diesem Buch sind Gottes Botschaften an alle Menschen im Originalton festgehalten. Vielleicht ist es im Moment noch ein Buch mit sieben Siegeln fĂŒr Dich. Aber das kann sich schnell Ă€ndern.

Dieses Booklet erzĂ€hlt die Liebesgeschichte, die Gott seit der Schöpfung mit uns Menschen schreibt. Welche Rolle spiele ich darin? Welche Rolle spielt Jesus? Hol dir das Booklet von Werner Nachtigal und finde mehr heraus ĂŒber die «grösste Geschichte aller Zeiten».

16 Basics

Der Schreiber des Markus-Evangeliums hat damals mit Sorgfalt Dinge erklĂ€rt und HintergrĂŒnde beleuchtet, die nur religiöse Leute ohne ErklĂ€rung verstanden. Vielleicht versteht man trotz der ErlĂ€uterungen im Bibeltext heute vieles nicht mehr. In dieser Spezialausgabe sind zentrale Passagen am Rand mit Infos und Fragen zum Nachdenken versehen. Ausserdem ist Platz fĂŒr eigene Notizen.

Basics 17 Hier
bestellen! www.jesus.ch/bestellen
kostenlos

Medientipps

Buch-Tipp:

GefĂŒhle brauchen frische Luft

Einen neuen, bejahenden Umgang mit unseren GefĂŒhlen entdecken – und innere Freiheit erleben! Psychotherapeutin Angelika Heinen zeigt die Bedeutung und den positiven Wert unserer GefĂŒhle auf und ermutigt dazu, sie ernstzunehmen und auszudrĂŒcken – denn Gott heisst uns mit all unseren GefĂŒhlen willkommen. Er kennt unser Herz und lĂ€dt uns ein, vor ihm schonungslos echt zu sein.

Angelika Heinen, SCM HĂ€nssler, 240 Seiten, CHF 25.70

Bestellen: shop.livenet.ch

Magazin: Joyce

JOYCE «Was mir Hoffnung gibt»

Im neuen JOYCE-Special teilen bekannte JOYCE-Autorinnen und Sinnfluencerinnen persönliche Einblicke, wobei ihre Seele auftanken kann. Diese wunderschön gestaltete JOYCE-Sonderausgabe schenkt Frauen mitten in den Herausforderungen ihres Alltags neue Ermutigung. Perfekt zum Verschenken!

Sonderausgabe, ab CHF 2.40 www.joyce.ch/hoffnung

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im Wert von CHF 500.– * (*keine Barauszahlung) Berghof Montpelon www.montpelon.ch

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im Wert von CHF 25.–www.shop.livenet.ch

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Teilnahme unter: www.jesus.ch/print

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«Mental gesund»

In der FrĂŒhjahrsausgabe Jesus.ch-Print 2022 wollten wir von Ihnen wissen:

«Was hÀlt Sie mental gesund?» 26 Personen haben sich an der Online-Umfrage beteiligt. Wir picken heraus, was ins Auge sticht.

FĂŒr die meisten der Teilnehmenden steht das GesprĂ€ch an erster Stelle: mit Gott, im Gebet (92 %) und mit anderen Menschen (86 %). Auch die Natur erscheint vielen als guter Ort, um aufzutanken. 76 % finden dort Ruhe. Die HĂ€lfte aller Befragten, glatte 50 %, engagiert sich auf irgendeine Weise sozial. Schlusslicht – mit rund 46 % aber immer noch weit oben – ist das Sporttreiben.

17 Personen haben zudem von der Gelegenheit Gebrauch gemacht, eigene Gedanken zur

mentalen Gesundheit zu schildern. GenĂŒgend zu schlafen, scheint dabei fĂŒr viele elementar. Auch in der Umfrage kreuzten ĂŒber 53 % diese Antwort an. Ebenso als hilfreich erachtet werden Humor, Musik und ein bewusster Medienkonsum. Folgende Antwort fasst den Tenor der meisten BeitrĂ€ge zusammen: «Ich setze alles daran, mit Gott, den Menschen und mit mir selbst im Reinen zu sein. HierfĂŒr lerne ich dankbarer zu werden, zu vergeben, Probleme aktiv anzusprechen und Versöhnung zu suchen.»

Herzlichen Dank allen, die mitgemacht haben!

18 Service
Auswertung Umfrage «Was hĂ€lt Sie mental gesund?» Ex-«Pussycat-Dolls»SĂ€ngerin Kaya Jones hat ihren Ego-Trip Konstruktiv Die heutegerresilient, BernerRegierungsrat und Gesundheitsdirektor PierreAlainSchnegg(59)underörtert mögliche GrĂŒnde. Seite Pierre Alain Schnegg Kompetent Was versteht man unter dem Gesundheit» erhalten? Antworten (36) auf den Therapeutin Hinsen Kraftvoll Musik-MultitalentSebastianCuth bert (44) spricht sein erstes Solo-Album «zweifellos». Seite Sebastian Cuthbert Fisch Mental gesund Regula Schink: «Eigentlich sollte ich lĂ€ngst tot sein» Jahren erhielt sie erstmals die Diagnose Seither hat die 52-JĂ€hrige so manche Operation ĂŒberlebt mehrfach um Haaresbreite. Seiten –5
Auswertung

Andreas Gafner, Nationalrat EDU BE

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Schon der Glaubensvater Abraham hat Silber als Tauschmittel verwendet Silber schwankt seit Jahrtausenden in grossen Zyklen um den Goldpreis Gemessen an der Historie ist Silber derzeit in Bezug auf Gold deutlich unterbewertet und zusÀtzlich physisch knapp

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«Ich betÀubte mich mit Sex»

Merle Schoon

Seit zehn Jahren postet Influencerin Merle Schoon (28) aus Hannover ihr Erleben rund um Fitness und Food. Über ihre dramatische Vergangenheit schweigt sie nicht (mehr) und teilt

21'300 Menschen folgen ihr auf Instagram, wenn sie auf ihrer Matte einen Katzenbuckel macht oder Körner und Quark fĂŒrs FrĂŒhstĂŒck zusammenmischt. In der gelernten Fitnesstrainerin und ErnĂ€hrungsberaterin steckt mehr. Merle Schoon hat den Bachelor und bald den Master in Theologie. Hauptberuflich ist sie Redaktions- und Projektleiterin fĂŒr den Bereich Social Media bei «Joyce Meyer Ministries» und schreibt begeistert ĂŒber Gott. Das war eine Entwicklung. Im Blog auf ihrer Website schildert Merle ihre Jugend: «Ich verlor mich in all den Dingen, die ein 16-jĂ€hriges MĂ€dchen interessant findet, wenn es den LĂŒgen plötzlich glaubt, dass es Dinge gebe, die einem Wert geben und glĂŒcklich machen: MĂ€nner, Alkohol, Partys, Körperkult. Es war eine AbwĂ€rtsspirale, die ich nicht mehr kontrollieren konnte. Ich wurde bulimiekrank. Ich war innerlich leer und zerrissen; betĂ€ubte mich mit Sex und dem ohnmĂ€chtigen GefĂŒhl von Selbstverletzung, Hungern und Erbrechen.»

GrÀber zu GÀrten

Seit einigen Jahren spricht Merle Schoon offen ĂŒber ihre Vergangenheit. Das hat ihre Posts authentisch und ehrlich werden lassen. Merle zeigt sich heute ohne Filter und auch mal ungeschminkt. In ihrem Blog berichtet sie weiter: «Den Scherbenhaufen, in dem ich lag, erkannte ich erst, als ich mich in einer Klinik fĂŒr Essstörungen wiederfand. Ich hörte die Worte Gottes so deutlich als ich auf dem Boden lag und aufgeben wollte: â€čMerle, ich sehe dich und hab mir so viel MĂŒhe gegeben, dich zu erschaffen. Da ist mehr fĂŒr dich vorbereitet!â€ș» Aus diesem Grund erzĂ€hlt die junge Frau ihre Geschichte: «um zu zeigen, dass Gott aus Asche Gold und GrĂ€ber zu GĂ€rten machen kann.» (mhe.)

Infos: merleschoon.de / @merleschoon

Gage Skidmore (commons.wikimedia.org/wiki/ Werbung 071 333 15 90 SANIEREN RENOVIEREN UMBAUEN www.kundenmaurer.ch
auch begeistert ihren Glauben.

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