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LINZ VERÄNDERT Tourismuskonzept

www.linz tour ismus.at

Erlebenswert echt. Oberösterreich.

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© Robert Josipovic

© Robert Josipovic


„Die Zukunft gehört denen, die sie kommen hören.“ David Bowie

Und los Wie über alles andere, kann man auch über folgende provokante These zu Corona diskutieren: Dass die Pandemie Veränderungen viel weniger bewirkt, als vielmehr bereits laufende Transformationsprozesse radikal beschleunigt. Auch im Tourismus hat ein Transformationsprozess begonnen, den wir seitens Tourismusverbandes Linz schon länger beobachten. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe unseres jährlichen Tourismuskonzeptes, wie wir diesen Wandel mit langfristiger Perspektive gestalten. So, dass unsere Stadt vorneweg aus der Coronakrise segeln wird. Die Routenplanung dafür finden Sie in diesem Heft. Dass die Krise mit Lockdowns für Hotellerie, Gastronomie und Handel auch die Linz Region massiv getroffen hat, ist unübersehbar. Der Höhenflug der letzten Jahre auch die Nächtigungszahlen betreffend, ist jäh unterbrochen. Dennoch sind wir voller Zuversicht: In den kommenden Jahren wird sich mehr denn je bezahlt machen, dass die touristische Positionierung von Linz schon lange auf den Menschen und Erlebnisse mit Tiefgang setzt.

Corona ist kein Grund, diesen Kurs zu ändern. Bloß ein Grund, noch härter am Wind zu segeln. Ein klares Zeichen setzen wir mit dem hier vorliegenden Tourismuskonzept 2021. Bewusst haben wir es von innen heraus überarbeitet und neu gestaltet, um es kompakter und kurzweiliger zu machen. Wenn Ihnen das positiv auffällt, freuen wir uns. Wir freuen uns aber auch, wenn Ihnen dazu etwas einfällt: Der Tourismusverband Linz soll in Zukunft noch stärker zum Think-Tank für die neue Tourismusregion Linz mit Kirchschlag und Ansfelden werden. Bringen Sie sich ein – und gestalten Sie den Wandel mit uns mit! Auf Ihre Anregungen freut sich

Prof. Georg Steiner Tourismusdirektor

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© Robert Josipovic

Tourismus ohne Touristen

Wer Bekanntschaft mit Georg Steiner gemacht hat, kennt den Tourismusdirektor von Linz und der Region als originellen und kenntnisreichen Denker mit einem Faible für Literatur, Geschichte und Philosophie. Statt für das Tourismuskonzept wie gewohnt selbst in die Computertasten zu greifen, hat er sich am Ende eines bewegten Jahres im Dezember 2020 für ein Perspektivengespräch mit unserem Texter Florian Sedmak zur Verfügung gestellt. Ein Dialog über die Zeit nach Corona und die Transformation zu einem intelligenten Tourismus ohne Touristen.

© Tom Mesic

Prof. Georg Steiner Tourismusdirektor

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Hat sich auch der Tourismus mit Corona angesteckt? Der Tourismus als solcher war schon vor Corona krank. Die Pandemie hat das nur schonungslos sichtbar gemacht. Inwiefern krank? In vielen Städten und Regionen ist ein ungesunder Dichtestress entstanden, der unter dem Schlagwort Overtourism ins Gerede gekommen ist. Fast überall haben sich die Touristiker mit ihren Programmen und Medien auf einige wenige Hotspots konzentriert, die dementsprechend überlaufen waren. Auch die Touristen selbst haben Lemmingen ähnlich in Massen nur diese Sehenswürdigkeiten angesteuert und das Ihre zur Überlastung beigetragen. Da reden wir aber nicht nur von einem Quantitätsproblem. Nein. So wie der Tourismus in seiner Beschränkung auf die populärsten Points of Interest zu oberflächlich geworden ist, haben sich auch die Angebote – mit dem Begriff „Programm“ habe ich persönlich ein Problem – zu wenig weiterentwickelt.

„Der Tourismus war schon vor Corona krank.“ Woran fehlt es da? Am meisten an einer Integration von Ort, Bevölkerung und Tourismus. An der hapert es aber nicht nur dort, wo es besagten Dichtestress gibt. Was touristisch angeboten wird, ist vielfach zu statisch und zu wenig mit Erlebnissen verbunden. Außerdem ist die Digitalisierung im Tourismus zwar im Marketing und in den Buchungssystemen angekommen, aber noch nicht in der Information an Ort und Stelle. Wir möchten auch gemeinsam mit den Guides die Stadtführungen noch mehr zu erlebnisorientierten Spaziergängen entwickeln. Ein Rundgang voller Daten, Fakten und Informationen, die auf Wikipedia nachzulesen sind, reicht für viele Gäste nicht mehr aus. Schon in den späten 1990er Jahren war viel von der Erlebnisgesellschaft die Rede. Kehrt sie in neuem Gewand wieder? Damals wie heute ging und geht es um andere – nämlich einladende – Zugänge zu Kultur, Wissen und Geschichte. Wir Menschen haben einen natürlichen Appetit auf Erlebnisse, ohne den die Menschheit im Übrigen auf viele Entdeckungen verzichten hätte müssen. Auch Sie wollen lieber unterhalten als gelangweilt werden. Die Erlebnisse, die ich meine, kommen dem Bedürfnis entgegen, berührt und auf intellektueller wie sinnlicher Ebene bereichert zu werden. Eindimensionales Entertainment, das die Aufmerksamkeitsspanne weiter verkürzt, hat für mich hingegen keinen Erlebnischarakter. Linz ist bislang noch keine von Massentourismus geplagte Destination, in der sich durch die Altstadt prozessierende Touristenscharen die Verachtung der Einheimischen zuziehen, weil sie ihrem Alltagsleben nicht mehr so nachgehen können, wie sie sich das wünschen. Demnach war der Tourismus in Linz auch

vor Corona kein Patient mit Diagnose Overtourism? In Linz kommen uns da mehrere Faktoren zu Gute. Topografisch haben wir den Vorteil, dass die Points of Interest breit über das Stadtgebiet gestreut sind – denken Sie nur an die Distanzen zwischen Hauptplatz, Pöstlingberg, Mural Harbor und voestalpine Stahlwelt. Außerdem zeigen wir Linz schon seit 2008 und davor als das, was die Stadt ihrem Wesen nach ist: Eine zeitgenössische, aufgeweckte Kulturstadt mit einer sauberen Industrie und außerordentlich viel Natur. Dieses „Wir“ meint nicht nur uns im Tourismusverband, in der Hotellerie und Gastronomie, sondern auch Akteure in der Kultur und in der Bildung, in der Wirtschaft, in der Politik und anderen Feldern. Stichwort „Linz verändert“? So ist es, und es gibt noch ein weiteres zentrales Stichwort, an dem wir seit Jahren festhalten. Es lautet „Menschsein“. In Verbindung mit „Linz verändert“ bedeutet es: In Linz kann ich mir Zeit nehmen, Mensch sein und mich wohlfühlen, mich aber auch – und das ist entscheidend – weiterentwickeln. Durch das, was ich in Linz an Begegnungen erleben, was ich entdecken und was ich dazulernen kann. Diese Philosophie geht auf die Jahre zurück, in denen sich Linz auf den Auftritt als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2009 vorbereitet hat. Ist sie auch in der Corona-Krise – neudeutsch gesprochen – das richtige Mindset für den Tourismus in Linz? Davon bin ich überzeugt. Wir brauchen uns mental und konzeptiv nicht groß verändern, um vorneweg aus der Krise zu segeln, was unser großes Ziel ist. Linz ist schon lange so positioniert, wie es der Tourismus nach Corona verlangen wird.

„Wer will überhaupt noch Tourist sein?“ Wie wird dieser Tourismus aussehen? Es wird ein Tourismus ohne Touristen sein. Denn wer will überhaupt noch Tourist sein? Der Tourist ist doch der unbedarfte Fremde, der sich kulturell wie sozial unangemessen verhält und dabei in Massen auftritt, die ein Programm absolvieren und auf einer fixen Route durch die Stadt geschleust werden. Man will doch viel lieber Gast sein, der für die Zeit des Aufenthalts freundlich in das Stadtleben mitaufgenommen wird und mit etwas Unterstützung von seinen Gastgebern eigeninitiativ Entdeckungen macht. Für Gäste aus China womöglich eine Herausforderung. Das bestreite ich gar nicht. Aber in den kommenden Jahren werden wir voraussichtlich nicht mehr so viele Gäste aus so entfernten Ländern begrüßen können. Der Tourismus der nächsten Jahre wird näher sein. In doppeltem Sinne: Er wird mehr in menschlichen Begegnungen bestehen, die 2021 und darüber hinaus unser großes Thema sein werden. Über diese menschliche Nähe hinaus, die paradoxerweise mit Corona-Sicherheitsabständen verbunden sein könnte, wird der Tou-

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rismus auch in einem geografischen Sinne näher: Fernreisen sind vermutlich noch für längere Zeit passé, und die überlaufenen Hot Spots von früher sucht man nur mehr auf, wenn das Menschenaufkommen dort überschaubar ist. Heißt was für die Linz Region? Früher haben wir für Linz ab der oberösterreichischen Landesgrenze geworben. Jetzt werben wir ab der Stadtgrenze. In einem Radius von gut 300 Kilometer, der München und Nürnberg einschließt, denn in Bayern haben wir so wie in Tschechien und den Nachbarbundesländern noch viel Potenzial. Potenzial haben wir aber auch in Oberösterreich: Viele interessieren sich jetzt für die Schätze vor der Haustür, und da gehört Linz als attraktive Stadt unbedingt dazu. Gäste aus dem Innviertel werden aber nur schwerlich auf die Nächtigungszahlen durchschlagen. Es wird die Kunst sein, so interessante Packages zu schnüren, dass auch Besucher aus dem Nahbereich der Landeshauptstadt über Nacht in Linz bleiben. Die Mehrheit unserer Gäste kommt übrigens jetzt schon aus Österreich. Welche Attraktionen gedenken Sie zu verpacken? Unsere Hoffnungen ruhen auf der Kulturszene. Ich habe großes Zutrauen in das Phantasievermögen und Können der Kulturschaffenden in Linz, zeitgemäße Formate zu entwickeln und mit spannenden Produktionen herauszukommen. Um kreative Ansätze zu entwickeln, wollen wir auch unsere finanziellen Möglichkeiten erweitern und um Förderprojekte bei Land, Bund und EU ansuchen. So können wir noch mehr aus den Geldern unserer Mitglieder machen. Sie sehen Linz gut für die Ära nach Corona gerüstet? Je nachdem. Ja, was den roten Faden und die große Erzählung der Stadt betrifft. Wo wir noch einiges zu tun haben, ist das Ermöglichen von Begegnungen zwischen den Besuchern als Gästen und den Einheimischen als Gastgebern. Auch bei der Digitalisierung haben wir noch einiges zu tun, und die neue Linz Region mit Ansfelden und Kirchschlag erfordert einige Nachjustierun-

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gen vor allem im Bereich der lokalen Mobilität unserer Gäste. Gleichzeitig eröffnet uns die Erweiterung um Kirchschlag und Ansfelden besondere Chancen. Wenn ich bei den Begegnungen einhaken darf: Was schwebt Ihnen da vor? Ein gemeinsames Beitischsein von Einheimischen und Gästen in den Lokalen der Stadt zum Beispiel, aber auch Führungen, auf denen man Menschen aus Linz kennenlernt. Etwa, indem man schnell auf einen Tee bei Madame Wu einkehrt, unterwegs ein Stehachterl serviert und einen Happen gereicht bekommt. Oder in ein ausgesuchtes Geschäft hineinschaut, um ein paar Worte mit den Inhabern zu wechseln. Dann bekommen die Führungen jenen Erlebnischarakter, den die Angebote der Zukunft ohnehin brauchen. Reicht das schon, um die Gäste ins Stadtleben einzubinden? Es ist ein Anfang und bleibt bestimmt als angenehmes und im besten Fall inspirierendes Erlebnis in Erinnerung. Aber wir wollen noch weit darüber hinausgehen. Eine der großen Zukunftsaufgaben von uns Touristikern wird sein, das von uns schon lange betriebene Vernetzen der Akteure im Stadtleben zu intensivieren. Es gibt viele hochspannende Initiativen und Veranstaltungen in Linz, die sich an ein Publikum aus der Stadt richten. Nehmen wir zum Beispiel eine hochkarätig besetzte Stadtentwicklungskonferenz wie „Supercity“ an der Kunstuniversität. Warum soll man die nicht für die Besucher von Linz öffnen können? Wir arbeiten daran, das Geschehen an den Universitäten und in anderen Häusern in den kommenden Jahren für Gäste erlebbar zu machen. Touristisch ein Paradigmenwechsel? Der Qualitätstourismus, wie wir ihn gestalten wollen, ist in einer Transformation: Wir sind mitten im Wandel vom Destinationsmanagement zum Lebensraummanagement. Das ist, wenn Sie so wollen, ein ganzheitliches und systemisches Denken von Tourismus. Schon der athenische Staatsmann Perikles hat vor zweieinhalbtausend Jahren postuliert, dass die Menschen und nicht die Häuser die Stadt ausmachen. Die Stadt ist der Lebensraum der Menschen – dauerhaft für die Einheimischen, temporär für die Besucher.


Die Kollateralschäden der Pandemie

Sie haben eine systemische Komponente ins Spiel gebracht. Wie verstehen Sie die? Das klingt jetzt vielleicht nach staubtrockener Theorie, ist aber ganz praktisch gedacht: Man kann sich den Tourismus oder besser das Gastgebersein der Zukunft als Metasystem vorstellen. Also als übergeordnetes Netzwerk, das viele verschiedene Systeme einer Stadt wie zum Beispiel die unterschiedlichen Szenen und Soziotope einer Stadt miteinander vernetzt und so erfahrbar macht. Für die Gäste, aber genauso gut für die Einheimischen. Schaut man sich die Tourismuskonzepte der letzten Jahre an, stößt man wiederholt auf den Begriff der In-Wert-Setzung. Hat der Tourismus, als Metasystem verstanden, die In-Wert-Setzung der ganzen Stadt im Blick? Das trifft es genau. Unser gesetzlicher Auftrag besteht in der „touristischen Vermarktung der Stadt Linz“ – bewusst unter Anführungszeichen, denn meinem Verständnis nach ist das noch die Sprache der alten Tourismusschule. Interessanterweise gibt es unter den zahllosen Definitionen von Marketing aber auch eine, die darin „exchange of value“ sieht, also ein Tauschgeschäft auf der Ebene der Werte. Wir verstehen unter InWert-Setzung, den Leistungen der verschiedenen Systeme in der Stadt zu der Wertschätzung zu verhelfen, die sie verdienen. Klarerweise hat In-Wert-Setzung eine volkswirtschaftliche Dimension. Doch es wäre fatal, „Wert“ nur mit „Geld“ gleichzusetzen. Auch Aufmerksamkeit, Zeit, Interesse, Offenheit und Empathie sind Werte, die wir als touristische Währung in Linz liebend gerne handeln.

Auch die Tourismuswirtschaft in Linz hat sich mit Covid-19 infiziert. Das gesundheitlich gebotene und gesetzlich verordnete Cocooning und die Lockdowns haben den Handels-, Gastronomieund Hotelbetrieben der Stadt schwer zugesetzt. Es steht zu befürchten, dass nicht alle von ihnen wirtschaftlich überleben werden. Zahlreiche Veranstaltungen – auch Kongresse – sind auf 2021 oder unbestimmte Zeit verschoben. Ob die projektierten neuen Hotels in Linz tatsächlich gebaut werden, steht in den Sternen. Dort steht auch die Zukunft der Flusskreuzfahrten, für die es 2020 „Maschine aus“ geheißen hat – mit auch in Linz deutlich spürbaren Frequenz- und Umsatzeinbußen entlang der Donau.

Tourismus nach Corona: Unsere Prognose Der Tourismus der nächsten Jahre wird menschlich und geografisch näher: Die Besucher kommen vor allem aus einem Radius von 300 Kilometern – und wollen nicht mehr Touristen sein. Sondern Gäste, die den Einheimischen als Gastgebern auf Augenhöhe begegnen. Die Angebote werden mehr Tiefe und mehr Erlebnischarakter bekommen. Nicht nur an der Rezeption, in der Information und im Service wird der Mensch im Zeitalter von Siri, Alexa und Co immer wichtiger. Gewinnen werden die Städte, die eine gute Integration von Einheimischen, Gästen und dem Lebensraum Stadt schaffen. Tourismus wird zum Lebensraummanagement. Dabei entwickelt sich der Tourismus zum übergeordneten Metasystem, das die verschiedenen Lebenssysteme der Stadt miteinander vernetzt und zugänglich macht.

„Unsere Landeshauptstadt hat herausragende Angebote für den Städte-, Kultur- und Businesstourismus in Oberösterreich. Die strategische Weiterentwicklung des Tourismus in Linz ist daher von wesentlicher Bedeutung für den gesamten Tourismusstandort Oberösterreich.“ Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner

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© Tom Son

Klaudia Kreslehner Kuratorin Nordico

Was erzählen wir? Unser Jahresthema 2021: Menschen Bekanntlich ist niemand eine Insel: Wir Menschen sind soziale Wesen, die den Kontakt zueinander suchen. Aus einem Bedürfnis nach Verbundenheit genauso wie aus dem Wunsch, von anderen zu lernen und Erfahrungen zu machen. Wenn das Zusammentreffen von Menschen Tiefe bekommt, wird aus dem Kontakt eine Begegnung. Dann entsteht Resonanz.

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Menschsein ist seit Jahren einer der drei roten Fäden, aus denen unsere touristische Positionierung gewoben ist („Neugier wecken“ und „Zusammenhänge erkennen“ sind die beiden anderen - online nachzulesen in unserem Markenmanual). Menschsein hat viele verschiedene Qualitäten. Der Wunsch, unterhalten zu werden gehört dazu, und die Fähigkeit zu staunen auch. Zusammenhänge zu entdecken und zu verstehen, den eigenen Horizont zu erweitern und Neues kennenzulernen: Das gehört zu den großen Freuden der menschlichen Existenz. Und weil wir Menschen diese Freuden am intensivsten in der Begegnung mit dem Unbekannten und noch nicht Vertrauten erleben, reisen wir so gerne.

Kommunikation jenseits des Professionellen Was macht Begegnungen aus? Die wechselseitige Bereitschaft, den Menschen im Anderen zu sehen, sich zu öffnen und sich selbst als Mensch zu zeigen. Wenn der Kontakt über die rein professionelle Kommunikation in der Berufsrolle als Rezeptionist, Servicekraft, Händler, Guide oder Hotelier hinausgeht, dann findet Begegnung statt. Dann entsteht Resonanz. Im Gegensatz zu trockenen Jahreszahlen haben Begegnungen das Zeug dazu, dauerhaft als schönes Erlebnis in Erinnerung zu bleiben – und, ganz im Sinne unseres Claims „Linz verändert“, als Inspiration lang und produktiv nachzuwirken. Daher arbeiten wir am Paradig-

In Linz tragen wir diesen menschlichen Bedürfnissen ganzheitlich Rechnung. Wir sehen im Gast nicht den Touristen und die wandelnde Kreditkarte, sondern einen Einheimischen auf Zeit – einen Menschen, der sich unserer Stadt öffnet. Der Zeit wie Energie aufwendet, um sich in ihr zu orientieren und hier ein Stück weit heimisch zu werden.

menwechsel vom Besichtigen zum Begegnen weiter. Indem wir trotz laufender Digitalisierung im Kontakt mit unseren Gästen auf die Empathie und die Fähigkeiten unseres Teams in der Tourist Information statt auf künstliche Intelligenz setzen. Indem wir im Dialog mit den Beherbergungsbetrieben in der Stadt daran arbeiten, die Rolle des Rezeptionisten wieder wie früher als Concièrge mit offenen Herz und offenen Ohr anzulegen. Indem die Austria Guides in Linz ihre Gäste auf Tour mit Einheimischen bekannt machen und eine subjektivere Erzählposition einnehmen. Weiters, indem wir den Shoppingbummel in unserer Stadt ins Licht der perfekten Gelegenheit rücken und dabei quasi zufällige Begegnungen mit passionierten Handwerkern oder engagierten Geschäftsleuten passieren. Und zuguterletzt, indem Einheimische im Restaurant mit einem Tischaufsteller ihre Bereitschaft bekunden, mit Besuchern von Linz ins Gespräch zu kommen und den Tisch mit ihnen zu teilen.

Sehnsucht nach Begegnung „Menschen“ war unser letzter dramaturgischer Schwerpunkt: Wir stellen Linz nicht als geschichtsträchtige Ansammlung historisch und anderweitig bedeutender Bauten dar. Stattdessen machen wir Linz als menschlich geschaffenen Lebensraum bekannt. Wir erzählen von den Menschen, die in Linz Ideen und Projekte vorangetrieben haben – mit besonderem Augenmerk auf die Gegenwart. Ohne vom Menschen als Mittelpunkt und Maß unserer touristischen Regiearbeit abzuweichen, gestalten wir in unserer Geschichte 2021 nun eine neue Episode. Wir wenden uns der Begegnung zu. Das wachsende Verlangen, als Reisender in der Fremde nicht mit einem Standardprogramm abgespeist, bespaßt und bewirtschaftet zu werden, schließt die Sehnsucht nach Begegnungen mit Menschen am Reiseziel ein.

Wir arbeiten am touristischen Paradigmenwechsel vom Besichtigen zum Begegnen.

„Die Entwicklung des Tourismus in Linz hat die Stadt positiv verändert. Das Zusammenspiel von Kultur und Tourismus wird in dieser herausfordernden Zeit immer wichtiger für die weitere Erfolgsgeschichte unserer zukunftsorientierten UNESCO City of Media Arts.“ Doris Lang-Mayerhofer, Stadträtin für Kultur, Tourismus und Kreativwirtschaft

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Von der Besichtigung zur Begegnung Information und Orientierung von Mensch zu Mensch als Ergänzung zu allen digitalen Hilfsmitteln Miteinander von Einheimischen und Gästen bei Tisch Shoppingbummel als Begegnung mit Meistern ihres Faches Auf Stadtführung persönlich Bekanntschaften mit Linzern machen

Weitere Szenen aus unserem Linz-Drehbuch Persönlichkeiten in und aus Linz: Von Astronom Johannes Kepler über den Komponisten Anton Bruckner, Dichter Adalbert Stifter, Philosoph Ludwig Wittgenstein und Dichter Rainer Maria Rilke zu Designer Herbert Bayer und Musiker Parov Stelar. Design und Architektur aus und in Linz Zeitgeschichte: ist und bleibt in Linz ein Thema Mythos und Lebensraum Donau: Die Nibelungen, die Römer, der Limes und das Wasserband Europas Barockes Linz Advent, Advent Medienkunst und Street Art vom Screen bis zur Unterführung: Ars Electronica, Street Art und die UNESCO City of Media Arts, real oder als neue digitale Version ihrer selbst Spielende Stadt Weiters: Fundierte Inhalte für die LGBT-Community und der Ausbau der Infos für beeinträchtigte Menschen Und zum Dessert: Die Linzer Torte

„Neben dem außergewöhnlichen Reichtum an qualitätsvollen Rohstoffen aus der Landwirtschaft und vielfach ausgezeichneten Produkten sind es die echten Begegnungen von Mensch zu Mensch, die künftig die Kulinarik-Destination Oberösterreich stärker erlebbar machen. Ob durch eine aufstrebende, kreative Spitzengastronomie, durch besondere Markt- und Einkaufserlebnisse oder kulinarische Stadtführungen – Linz bietet Genuss-Entdeckern, Gourmets und Kulturgästen hier zahlreiche Anlässe. Machen wir die Kulinarik gemeinsam zu einem wertvollen Reisemotiv für neue Gäste.“ Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer Oberösterreich Tourismus

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Weitere Themenfelder Zeitgeschichte Nicht nur als Jugendstadt von Adolf Hitler, der mit Linz Großes vorhatte, steht Linz in besonderer historischer Verantwortung. Unser Zeitgeschichte-Folder informiert über die Stadt im Nationalsozialismus und weist den Weg zu Gedenkstätten, Museen und Denkmälern.

Weltkulturerbe Limes 2021 wird die UNESCO den Limes voraussichtlich als befestigte Grenze des römischen Reichs in den Rang eines Weltkulturerbstücks erheben. Ein Grund mehr für uns, unsere Gäste mit Linz und der Donau zur Zeit von Kaiser Marc Aurel bekannt zu machen.

© Robert Josipovic

Bruckner-Jubiläum 2024 Ein Komponist vom Rang eines Anton Bruckner wirft immer einen langen Schatten. Erst recht, wenn ein Jubiläum naht: Nur mehr drei Jahre, und Bruckners Geburtstag jährt sich zum 200. Mal. Mit dem Brucknerhaus, dem Bruckner Orchester Linz, Fondazione Pro Musica e Arte Sacra, der Anton Bruckner Privatuniversität und etlichen anderen Institutionen mit geballter Bruckner-Kompetenz bereiten wir das ganzjährige Geburtstagsfest vor. Dabei soll Bruckner 2024 in dem geografischen Dreieck Graz, Bad Ischl als Kulturhauptstadt 2024 und Linz nationale Bedeutung gewinnen, wie einst das Mozart-Jahr oder der Schwerpunkt für das Stille-Nacht-Jubliäum.

© ms Fotogroup

Kulinarik Oberösterreich schmeckt. Und daher werden wir gemeinsam mit dem Oberösterreich Tourismus bestehende Gaumenfreuden erkunden und neue für unsere Gäste erforschen.

Die Linzer Torte Als interkontinental beliebter Mehlspeisklassiker gehört die Linzer Torte fix zu unserem bildsprachlichen Vokabular. Die Zuckerbäcker unserer Stadt backen sie und packen sie in Verbindung mit unserem Linz-Wochenende-Folder zum Versand anschließend gerne in jährlich kunstvoll gestaltete Linzer-Torten-Dosen. Die Edition 2021 hat der Künstler Lukas Aigner entworfen; für das Design der Ausgabe 2022 haben wir Susanne Purviance gewonnen.

„Bereits jetzt läutet die Bruckneruniversität den 200. Geburtstag Anton Bruckners im Jahr 2024 ein. Zahlreiche Kooperationen mit Kultureinrichtungen und dem Linz Tourismus bilden dabei die Säulen, um die Wirkungskraft des Komponisten bis zum Jubiläumsjahr zu beleuchten und einem breiten Publikum zu vermitteln.“ Thomas Kerbl, Vizerektor der Anton Bruckner Privatuniversität

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Wer braucht Tourismus? Eine gute Frage, auf die wir gerne antworten: Solange das Maß stimmt, letztlich alle in Linz. Denn eine vitale Innenstadt, in der immer etwas los ist, ist ein elementares Stück urbaner Lebensqualität.

Der Tourismus in Linz ist für die Stadt und ihr weites Einzugsgebiet mindestens so bedeutend wie die großen Weltunternehmen in der Landeshauptstadt (die in den letzten Jahren dankenswerter Weise viele Geschäftstouristen hierher gebracht haben). Tourismus sorgt – nicht allein, aber maßgeblich – für Frequenz, die den Unterschied zwischen einer lebendigen und einer komatösen Stadt macht: In den Hotels und Beherbergungsbetrieben, aber auch in den Restaurants, Kaffeehäusern und Bars. Ebenso in den Museen, Musikhäusern und Theatern, für die viele erst im Urlaub Zeit haben. Überall dort gilt, dass sich Frequenz in Umsatz ausdrückt. Viele Branchen, ein Gewinn Weil im wirtschaftlichen Netzwerk der Stadt – Stichwort Metasystem – alles mit allem verbunden ist, haben ebenso vermeintlich tourismusferne Branchen etwas vom Linzer Stadttourismus: All die Boutiquen, Buchhandlungen und Geschäfte, in denen Gäste beim Einkaufsbummel Station machen. Sowie all die Einrichter, Möbelhäuser plus Werbe- und Webagenturen und die anderen Servicebetriebe (Wäschereien!), die für die Hotel- und Gastronomiebetriebe im Raum Linz arbeiten. Nicht zu vergessen der Lebensmittelhandel mit allen, die bis hin zur Landwirtschaft daran hängen. Sie alle leben, mehr oder weniger exklusiv bzw. direkt oder indirekt von den Menschen, die Linz besuchen. Ob diese nun von Eferding aus einen Tagesausflug machen, aus Osaka zum Ars Electronica Festival fliegen oder von Bord eines Flusskreuzfahrtschiffs unter Schweizer Flagge in Linz an Land gehen.

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Key Performance Indicators: Wie misst man Erfolg? Erfolg gibt es letztlich nur, wenn man ihn auch messen kann. Zur Bezifferung touristischer Erfolge gibt es eine Reihe von Indikatoren (alias Key Performance Indicators), die noch ganz auf den klassischen Tourismus zugeschnitten sind: Nächtigungszahlen, Bettenauslastung, Klicks und dergleichen mehr – was sich eben leicht quantifizieren lässt. Darüber Bescheid zu wissen ist gut und wichtig. Doch wie bewertet man Qualität? Der Qualität auf der Spur Mit der Unterstützung von Terry Stevens – einer Koryphäe auf diesem Gebiet – arbeiten wir an der Entwicklung neuer Schlüsselindikatoren: Wie lässt sich Erlebnisqualität aus Gästeperspektive bewerten? Und wie die Lebensqualität der Gastgeber und der einheimischen Bevölkerung? Wie gut und befriedigend sind die Beziehungen und Interaktionen von Gastgebern und Gästen? Wieviele, auch im Sinn von Innovation, neue Produkte hat eine Tourismusregion in einem bestimmten Zeitraum auf den Gästemarkt gebracht? Big Data und das Marketing Wieviele Servicemitarbeiter haben von Schulungen und Weiterbildungen profitiert? Wie lässt sich feststellen, dass Gäste und Einheimische ihre Einstellung und Wahrnehmung in Sachen Tourismus ändern? Wie stark ist die Kreativwirtschaft in den Tourismus eingebunden bzw. mit ihm vernetzt? Und: Inwieweit fließen Big-DataAnalysen und das Geschehen in den sozialen Medien in das Marketing und die dazu geplanten Maßnahmen ein?


© Robert Josipovic

© Erich Goldmann

© Andreas Kepplinger

Tourismus macht Frequenz. Und Frequenz macht Umsatz.

„Linz bietet eine große Vielfalt an Kultur, Kulinarik und Einkaufserlebnis. Eine intensive Vernetzung dieser Angebote – in der Praxis und im Marketing – wird die Attraktivität unserer Stadt noch weiter steigern. Davon bin ich fest überzeugt.“ Klaus Pippig, Geschäftsführer Pippig United Optics

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Wozu hat der Tourismus einen Verband? Jede Stadt hat ihren Sound. Damit aus dem Sound eine Melodie mit Wiedererkennungswert wird, braucht es ein großes Ensemble, das die Partitur erarbeitet und das Stück performt. In Linz ist das der Tourismusverband.

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Quizfrage Der Tourismusverband Linz ist A

eine Körperschaft öffentlichen Rechts, die vom Oberösterreichischen Tourismusgesetz „zur touristischen Vermarktung der Stadt Linz“ verpflichtet ist.

B

die Standesvertretung der Linzer Tourismusbetriebe

C

eine Dienststelle des Magistrats der Stadt Linz

Auflösung: A

Im Tourismusverband Linz sind alle Mitglied, die direkt oder indirekt vom Tourismus leben. So will es das Oberösterreichische Tourismusgesetz, und so finden wir es auch gut. Denn so kann man am besten an einem Strang ziehen und sich auf eine gemeinsame Tourismusphilosophie, auf die Positionierung der Stadt und auf die richtigen Maßnahmen im Marketing und allen anderen Arbeitsbereichen verständigen. Je nach Branche und Umsatz tragen alle Mitglieder finanziell etwas bei. Verwirrenderweise wird dieser Beitrag – ebenfalls laut OÖ Tourismusgesetz – von der OÖ Tourismusbeitragsstelle eingehoben, die das Inkasso für alle Tourismusverbände im Lande macht. Weil die Mitgliedsbeiträge von der Beitragsstelle an uns weitergereicht werden, ist so manchem Mitglied seine Mitgliedschaft im Tourismusverband Linz nicht bewusst. Außer durch die Mitgliedsbeiträge finanzieren wir unser Budget durch Förderungen der Stadt Linz, des Landes Oberösterreich und der Europäischen Union. Sowie aus der landläufig als Ortstaxe bekannten Tourismusabgabe in der Höhe von zwei Euro pro Gast und Nacht. Was wir mit dem Geld alles machen: Genau das ist Gegenstand des Konzeptes, das Sie gerade lesen.


Gestatten? Wir von A wie Aigner bis Z wie Ziegerhofer Tanja Kiteko (Teilzeit): Marketing & Presse Nina Köttstorfer, MA: Tourist Information Monika Kosutova, BA: Tourist Information Kirsten Kugler (Teilzeit): Tourist Information Franziska Leinsmer (Teilzeit): Marketing & Presse Johanna Litzlbauer (Teilzeit): Tourist Information Susanna Macher: Sekretariat, Assistenz der Geschäftsleitung, Personal Julia Mandlmayr: Bildungskarenz Erna Miesenberger, BA: Marketing & Online Mag. Silvia Profanter (Teilzeit): Grafik Matthias Schmidhuber: Verkaufsförderung Tourismusdirektor Prof. Georg Steiner: Geschäftsführung Mag. (FH) Elisabeth Stephan: Marketing & Presse Stephan Zelenka: Verkaufsförderung Eva Maria Ziegerhofer, BA: Tourist Information

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Mag. (FH) Christa Aigner: Tourist Information Erich Balmer (Teilzeit): Tourist Information Sandra Blöchl, MA (derzeit in Karenz): Projektmanagement, Schwerpunkt Donau Luzia Bradt, MA (derzeit in Karenz): Veranstalterservice & Projektmanagement/MICE Mag. Barbara Eckl (derzeit in Karenz): Tourist Information Mag. Josef Fischerlehner: Veranstalterservice & Projektmanagement/MICE Isabell Glossauer (Teilzeit): Verkaufsförderung Mag. Gisela Gruber (Teilzeit): Projektmanagement, Schwerpunkt Donau Ing. Barbara Infanger, MAS, (Teilzeit): Veranstalterservice & Projektmanagement /MICE Sybille Kaindlstorfer: Buchhaltung, Controlling Evelyn Kern, BA MSc: Marketing & Presse, Kulturmarketing

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© Robert Josipovic

So sind wir aufgestellt

Organisation in Progress

In der Chefetage mit der Geschäftsführung rund um Tourismusdirektor Georg Steiner sind auch das Projektmanagement sowie Buchhaltung & Controlling angesiedelt. Ein Stockwerk tiefer sind Veranstalterservice, Verkaufsförderung, Marketing & Presse und die Tourist Information angesiedelt. Über allem drüber: der Aufsichtsrat, der kontrolliert und vieles ermöglicht.

So wie man in anderen nur entzünden kann, was in einem selber brennt, kann man die Dinge nur dann vorantreiben, wenn man sich selber weiterentwickelt. Wir tun dies eigeninitiativ in einem laufenden Organisationsentwicklungsprozess, in dem uns aktuell ein externer Partner begleitet. Dabei hinterfragen wir das Gemäßsein unseres Organigramms und suchen nach Wegen, das Potenzial der Menschen in unserem Team noch besser zur Entfaltung zu bringen, um bestmöglich den Herausforderungen der Zeit entgegentreten zu können. Unser Entwicklungsziel ist klar: Ein Netzwerk mit schnellen Reaktionszeiten, wenn es um Besprechungen, Entscheidungen und Innovationen geht.

Aus der Rätselecke Was verbindet Kommerzialrat Manfred Grubauer von der Messe Management Linz GmbH mit Geschäftsführer Anton Gallistl vom Pöstlingberg Schlössl der Gebrüder Gallistl GmbH? Was knüpft den Strang, an dem Petra Riffert von der Werbegemeinschaft Donau Oberösterreich Tourismus GmbH und Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer gemeinsam ziehen? Was stiftet die Beziehung von Klaus Pippig (Pippig United Optics) und Hoteldirektor Johann Kaiser von der Star Inn Hotelbetriebs GmbH? Was bringt Geschäftsführender Direktor Mag. Thomas Ziegler vom Design Center und Oberösterreich Tourismus-Geschäftsführer Mag. Andreas Winkelhofer zusammen? Lösung: Ihre Leidenschaft für den Tourismus. Und ihre engagierte Mitgliedschaft in unserem Aufsichtsrat.

Think-Tank statt Vollversammlung Als Körperschaft öffentlichen Rechts halten wir einmal im Jahr unsere Vollversammlung ab. Da wir dort allen gesetzlich-bürokratischen Auflagen wie Rechenschaftsberichten Genüge tun, ist sie nicht der geeignete Ort zum gemeinsamen Vordenken in die Linzer Tourismuszukunft. Daher entwickeln wir gerade lockerere Formate wie unsere Linz-Verändert-Academy weiter. Für alle, die die Tourismuspartitur unserer Stadt weiterkomponieren wollen, sollen Think-Tanks als neue Formate und Beteiligungstools entstehen.

„Der Linz Tourismus prägt nicht nur die Marke der Stadt und trägt ihr zukunftsorientiertes Image in die Welt, sodass Gäste kommen, sondern sieht sich auch als Netzwerker mit den Partnern in der Stadt. Für die konstruktive Zusammenarbeit bedanke ich mich bei unseren Mitgliedern, bei der Stadt Linz – und auch bei der Politik, die die gemeinsamen Ziele mitträgt.“ Manfred Grubauer, Aufsichtsratsvorsitzender Linz Tourismus

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© Tom Son

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Ansfelden + Kirchschlag + Linz = Linz Region Als Lieblingsort des Dichters Adalbert Stifter gehört Kirchschlag so wie Ansfelden als Geburtsort des Komponisten Anton Bruckner kulturell schon lange zu Linz. Nun wachsen die drei Kommunen touristisch zusammen: Seit 1. Jänner 2020 sind die beiden Tourismusgemeinden im Nahfeld der Stadt im Tourismusverband Linz mit von der Partie. Die logische Folge: Wer bis dato Mitglied in den Tourismusverbänden von Ansfelden und Kirchschlag war, ist es nun im Tourismusverband Linz. Durch diesen Zusammenschluss entsteht die neue Linz Region. Dahinter steckt, logisch, ein Kalkül des Landes Oberösterreich: Die vielen kleinen Tourismusverbände in Oberösterreich zu schlagkräftigeren Einheiten zu bündeln. Bis dato von 104 auf nur mehr 19 Tourismusverbände. Somit gibt es in der Tourismusregion Linz jetzt 1 Stifterhaus (Linz) und 1 Stiftervilla (Kirchschlag), 1 Brucknerhaus (Linz) und 1 Anton-Bruckner-Centrum (Ansfelden), 2 Brucknerstraßen (Ansfelden, Linz) und 3 Stifterstraßen (Ansfelden, Kirchschlag, Linz).

Der Freizeit-Hub Mit Ansfelden und Kirchschlag hat der Linzer Tourismusmotor nun mehr Hubraum. Das erzeugt Anpassungsbedarf für den Linz Tourismus als Freizeit-Hub für seine Gäste. In dieser Funktion hat Linz die gesamte Kette einer Reise in die oberösterreichische Landeshauptstadt bereits ziemlich detailgetreu abgebildet: Mit der Visit-Linz-App und der Linz-Card, die den Gästen freie Fahrt in den Garnituren der Linz Linien, freien Eintritt in die Museen und zahlreiche Vergünstigungen verschafft, ebenso mit der Linz-Kulturcard-365, die ein ganzes Jahr lang die Türen zu den Museen öffnet. Nun gilt es, all das auf die Linz Region auszudehnen. Eine Herausforderung, die wir im Laufe des Jahres bewältigen werden und wobei wir auch mit externen Experten zusammenarbeiten.

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Service, bitte! Der Tourismusverband Linz ist eine multiple Organisationspersönlichkeit. Als solche sind wir nicht nur das Labor zur Entwicklung der Tourismuszukunft, sondern auch ein Supportund Servicecenter – für unsere Mitglieder wie für unsere Gäste. Letztere unterstützen und informieren wir nach Kräften von der Anfrage bis zum Aufenthalt.

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Einen Gutteil unserer Servicearbeit leisten wir in unseren digitalen Kanälen. Aber auch in der analogen Kohlenstoffwelt sind wir so wie im Web rasch und unkompliziert erreichbar: Die Tourist Information im Alten Rathaus am Hauptplatz ist Anlaufstelle für unsere Gäste und der Servicestützpunkt für unsere Mitglieder. Die Öffnungszeiten richten sich nach den neuen Anforderungen, die Corona mit sich bringt. Wir servicieren Individualreisende Reisegruppen Kongress- Veranstalter Ganz persönlich: Dienst am Gast Unser Team in der Tourist Information weiß in vielen Sprachen Antwort auf Gästefragen, händigt Folder und Stadtpläne aus, hat Pöstlingeberg-Tickets sowie unsere Kulturcards, Linz-Cards plus Gutscheine zur Hand und kümmert sich speziell auch um Besucher, die mit dem Rad oder auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs sind. Wir verstehen! Englisch Französisch Spanisch Italienisch Slowakisch Tschechisch … und Deutsch natürlich auch.

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Wollte man alles auflisten, was wir im sogenannten Innenmarketing leisten: Das Ergebnis wäre eine lange Liste. Ganz oben darauf stehen unsere Informationsdienste und Schulungsveranstaltungen für unsere Partner, insbesondere die Hotels und die Austria Guides. Täglich jagen wir einen Newsletter mit den Veranstaltungen des Tages und einer Vorschau auf morgen und übermorgen hinaus. Laufend aktualisieren wir die Veranstaltungen und Gastronomiebetriebe in der touristischen Datenbank, der TourData. Diese Informationen werden für die User wunderbar übersichtlich in unserem Linz Heute, dem Online-Eventkalender und der Gastronomiesuche dargestellt. Alle zwei Monate bringen wir unser Poster mit dem Linzer Veranstaltungsprogramm für die nächsten acht Wochen heraus. Die wichtigsten Ausstellungen besuchen wir meist zusammen mit den Austria Guides. Man muss ja schließlich wissen, was man seinen Gästen empfehlen kann. Damit nicht genug, sorgen wir dafür, dass die richtigen Folder und Broschüren immer in ausreichender Menge am richtigen Ort aufliegen.

Volles Programm. Für Gruppen und Reiseveranstalter Einer unserer vielen Jobs besteht darin, gemeinschaftlich mit vielen Anbietern und Betrieben in Linz maßgeschneiderte Programme für die Linz-Besuche von Reisegruppen vorzubereiten. Unser unentgeltlicher Service richtet sich an eine bunte Klientel: Reiseveranstalter, Busunternehmen, Vereine, Schulen und Seniorengruppen. Um sie in unsere Stadt zu bringen, laden wir regelmäßig zu Studienreisen nach Linz ein und arbeiten eng mit Oberösterreich Tourismus sowie der Österreich Werbung zusammen. Wir zeigen uns auf Messen und zählen Reiseveranstalter mit Renommee wie OÖ Touristik, Donau Touristik, Eurotours, TUI, ÖBB Rail Tours und Railtour Suisse zu unseren Partnern. Mit dem Gruppenhandbuch und dem Schülerhandbuch bieten wir zwei umfassende Unterlagen für Programmplanungen nach persönlichem Gusto. Neu wollen wir außerdem eine Erlebnismanual konzipieren.

Wir, die Mitveranstalter Linz ist ein prima Tagungs- und Veranstaltungsort. Allen, die ihn nutzen, steht unser MICE-Team unentgeltlich als unabhängiger Organisationspartner zur Seite: Wir unterstützen bei der Ausrichtung, Umsetzung und Bewerbung von Veranstaltungen. Mit kostenloser Locationsuche, Termincheck, Angebotseinholung, Zimmerabfragen und

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(Rahmen-) Programmplanung. Wir entwickeln Ideen für neue Formate und geben werbliche Unterstützung, sind auch auf Messen unterwegs und machen Sales-Touren. Eines unserer wichtigsten Werkzeuge ist unsere freie und intelligente Locationsuchplattform. MICE 1. Mäuse (zool.). Plural von mouse (engl.) 2. Kürzel für Meetings, Incentives, Conventions, Exhibitions

Zusammenkommen und anstoßen Wie die besten Lehrer lebenslange Schüler bleiben, muss ein Tourismusverband als Gastgeber-Allianz selbst gut und gerne bewirten können. Dabei bieten wir, sinnbildlich gesprochen, über Brot und Wein hinaus auch Information und Inspiration. So bitten wir zum Tourismuscocktail um die Knoten im Linzer Netzwerk von Wirtschaft, Kultur, Politik, Tourismus und Partnern aus Oberösterreich nachzuziehen. Und um uns zusammen intensiv mit den inhaltlichen Fragen unserer Arbeit zu beschäftigen. Guides, Rezeptionisten, Taxifahrer und viele andere Menschen, die direkten Dienst am Gast leisten, laden wir drei- bis viermal jährlich in unsere Linz-verändert-Academy. In der lernen wir gemeinsam neue Ausstellungen, Attraktionen und Angebote in unserer Stadt kennen. Vier bis sechsmal im Jahr veranstalten wir Kundenevents – in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Businessnetzwerk XING. Einen Fixplatz in unserem Kalender haben auch die Treffen mit den Linzer Austria Guides, wobei ihnen Georg Steiner das neueste Story-Telling-Manual für Führungen in Linz präsentiert.

Tour d‘Hotel Etwa einmal im Quartal laden wir die Leiter der Linzer Beherbergungsbetriebe zur informellen Hoteliersbesprechung ein. Im Gegenzug gehen wir einmal im Jahr auf Hoteltour und besuchen alle Unterkunftsbetriebe. Als Gastgeschenk bringen wir die jeweils neuesten Broschüren mit, informieren über neue Angebote und erzählen von unserer Arbeit. Vor allem aber hören wir zu. Jeden ersten Montag im Monat sind dann wieder die Hotelmitarbeiter mit dem Zuhören dran: Bei unseren Rezeptionistenschulungen erfahren die Empfangsmitarbeiter das Neueste, um es an ihre Gäste weiterzugeben zu können. Ein ähnliches Naheverhältnis wie zu den Rezeptionisten der Stadt pflegen wir zu den „hotspots Linz“ mit rund 35 Mitgliedern die größte Hotel- und Gastronomiekooperation. Ihr Ziel: Junge Menschen für die Berufe in der Gastronomie und Hotellerie zu begeistern.

© Robert Josipovic

Vor unserer Haustür


© Robert Josipovic

© Robert Josipovic

© Erich Goldmann

„Wir versuchen, die Coronazeit mit Zuversicht durchzutauchen und wollen für die Gäste Sicherheit vermitteln. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden wöchentlich getestet. In den öffentlichen Bereichen werden die Oberflächen regelmäßig desinfiziert und wir halten Handdesinfektion bereit. Die Zimmer werden bei Abreise desinfiziert. Die Klimaanlage garantiert permanente Frischluftzufuhr.“ Johann Kaiser, Hoteldirektor Star Inn

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Das nehmen wir uns vor

die Beamer, Flipchart, Pinnwand und Co in einem vereint, wollen wir Seminarhotels unterstützen und technologisch anbinden. So schaffen wir das Upgrade zur UNESCO City of Media Arts Linz zur Hybrid Meeting City, die Gästen, Veranstaltern und Hotels einen neuen Mehrwert bietet und unserem Ruf als „Smart City“ gerecht wird.

Vom digitalen Spielen bis zur Stadtinszenierung Mit dem Ars Electronica Center haben wir die erste Fassung eines Konzepts für ein „Digitales Linz“ geschrieben. Dabei geht es weniger um ein Neuerfinden als vielmehr um ein Bündeln von Inhalten, die es schon gibt: Die vielen Onlineangebote unter anderem der vielen Kulturund Bildungsträger. Unser Vorhaben besteht in einem gemeinsamen digitalen Schaufenster für alle und alles, wie es einer UNESCO City of Media Arts würdig ist. Den Zugang ins digitale Linz wollen wir sowohl mit der klassischen Kombination von Fotos und Texten als auch mit Hilfe einer Stadtkarte schaffen. Was die darauf kartierte Stadt betrifft, halten wir an unser Vision von der “Spielenden Stadt“ fest: Eine mit künstlerischen Mitteln geschaffene spielerische Inszenierung des Zentrums, die sich an Kinder wie Erwachsene gleichermaßen wendet.

Begegnungszone Linz Wie wir uns die Stadtführungen der nahen Zukunft vorstellen, haben wir bereits anklingen lassen: Touren, die Stadtgeschichte in all ihren Facetten über ihre Protagonisten vermitteln und nicht nur Raum für kulinarischkommunikative Intermezzi bieten, sondern auch für spontane Begegnungen mit interessanten Charakteren aus Linz, die zufällig den Weg der Gruppe kreuzen.

Hybrid City

Draußen ist das neue Drinnen

Linz war ja schon immer hybrid. Bei uns bauen Kultur und Industrie miteinander Ausstellungen, die Technik löst spielerisch die Raumgrenzen auf. Corona schreit geradezu nach neuen Tagungs- und Veranstaltungsformaten wie Hybrid-Meetings, wo sich die reale und die digitale Sphäre zu einem einzigen hybriden Themenund Erlebnisraum verbindet. Gut, dass hier schon einige Locations aber auch Museen Erfahrung und Know-How haben. Mit dem Angebot einer Multitouch-Lösung,

Nicht nur der erste Lockdown im Frühling 2020 hat mehr Menschen denn je an die Qualitäten des Draußenseins erinnert: Im Sommer erwies sich der öffentliche Raum der Stadt als sichere Lebensbühne für Essen, Trinken und Zusammenkünfte sowie als Auslaufgelände. Mit der Neubeschilderung der Stadtwanderwege und der Promotion der Radrouten in, durch und um Linz verleihen wir der großen Renaissance des Draußenseins zusätzlichen Schwung.

„Ich bin eine Freundin des ,gemeinsamen Handelns‘. Zum einen werden so Kräfte gebündelt und Projekte realisiert, die man alleine niemals auf die Füße stellen könnte. Zum anderen ist der Erfahrungsaustausch mit Branchenkolleginnen und -kollegen wunderbar befruchtend. Das ist gerade jetzt in der Krise noch spürbarer.“ Anita Huber-Katzengruber, Initiatorin linzlabyrith und Geschäftseigentümerin

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Direkt auf linztourismus.at buchen

B2B Sales: Let‘s meet again!

Mit der Buchungsplattform Cube-Tech, die sich in ihrer Geschäftsgebarung wohltuend von den Quasi-Monopolisten der Branche unterscheidet, integrieren wir 2021 das Buchungssystem System4C in unsere Website. Mit einem wunderbaren Effekt: Alle Linz-Interessierten, die wir mit unseren Kampagnen dorthin gelotst haben, können dann unsere Packages wie das Linz-Wochenende

„We‘ll meet again“, heiß der schöne alte Schlager, den wir bei der Planung von zwei Convention Bureau Networking-Events in München und Wien im Ohr haben. Im Sinn haben wir dabei das persönliche Netzwerken mit mehreren Dutzend potenziellen Veranstaltungspartnern. Mit der Biz-up bestreiten eine gemeinsame NetworkingRoadshow Oberösterreich in den Vierteln Oberösterreichs. Dabei laden wir zum Business-Speed-Networking mit Veranstaltungsplanern aus der jeweiligen Region.

Tag der Einheimischen am Tag der offenen Tür Dass man, um einander zu verstehen, erst einmal ein paar Meilen in den Schuhen des anderen gehen sollte: Das gilt auch für die Beziehung von Einheimischen und Besuchern. Deshalb wollen wir uns an unserem Tag der offenen Tür – eine Premiere – nicht auf die Information über unsere Arbeit für Linz beschränken. Wir wollen möglichst vielen Linzern die Möglichkeit geben, ihre Stadt aus der Perspektive von Besuchern zu sehen: Als Stadtführungsteilnehmer, als Museumsbesucher, als Kiebitze hinter den Theaterkulissen und in den Zimmern der Linzer Hotels. mit Hotelaufenthalt direkt buchen. Ohne Umweg über eine weitere Website, ohne Medienbruch. Ein Quantensprung – auch für unsere Partner in Hotellerie, Gastronomie und Kulturleben, die System4C unabhängig von uns als Buchungstool einsetzen können. In einem zweiten Schritt prüfen wir die Anbindung der beiden Angebote Linz-Card und Linz-Kulturcard-365 über die CardLösung GEIOS Card - ein System, das alle Formen von Gästekarten (Umlage, Kauf- & Rabattkarten) beherrscht. Und noch etwas haben wir Hotels zu bieten: Wir möchten ein attraktives Kundenbindungsangebot entwickeln, das charmant zur Weiterempfehlung und zur Wiederkehr einlädt.

Derzeit geplante Veranstaltungen: 6. bis 8. Juni 2021 ÖHV-Kongress

10. Juni bis 13. Juni 2021 11. OÖ Radrundfahrt

1. bis 5. September 2021 World Rowing Master

Herbst 2021

Und da gibt‘s noch was nachzuholen

ZEIT Reisen Symposium

Die Corona-Pandemie hat 2020 viele Events vom Linzer Veranstaltungskalender gefegt. 2021 steht im Zeichen der Ersatztermine: Umfangreich vom Tourismusverband Linz unterstützt sind ins Programm die World Rowing Masters in Linz-Ottensheim, die Linz Tattoo Convention, die Convention Austria sowie der OHV-Kongress eingetragen. Letztere gelten als zentraler Restart der Tourismusbranche nach Corona. Macht in Summe tausende von Nächtigungen in Linz– sofern Corona keine neuerliche Planänderung erzwingt.

4. bis 7. Oktober 2021 Convention Austria

22. bis 23. Oktober 2021 Military Tattoo Polizeimusik

22. bis 24. November 2021 IKT Sicherheitskonferenz

„Seit mehr als 120 Jahren steht bei uns der Mensch im Mittelpunkt – und das gilt nicht zuletzt für Kongresse und Tagungen, bei denen es neben thematischen Vorträgen und Weiterbildungen vor allem auch um ein Stelldichein der jeweiligen Branche geht. Durch das vom Tourismusverband Linz kreierte Tagungsformat ‚Blue Meeting‘ wird dieser Gedanke intensiviert – Mensch, Ort und Programm rücken dicht aneinander.“ Ing. Rafael Hintersteiner, BArch, Betriebsleitung Palais Kaufmännischer Verein Linz

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Wie wir kommunizieren Die Linz-Geschichten, die wir schreiben, wollen auch erzählt sein. Ein Fall für unsere audiovisuelle und textliche Kommunikation, die wir bei uns im Haus gestalten und damit Online, Print und Public Relations abdecken. Imagekampagne: Klappe, Schnitt 2021 lancieren wir eine große Imagekampagne für Linz. In ihrem Mittelpunkt stehen die Menschen, die in der oberösterreichischen Landeshauptstadt leben und arbeiten. Wir zeigen, wie sie ihre Stadt sehen, was sie an ihr mögen und wo sie ihre Probleme liegen sehen. Kernstück der Kampagne ist ein Kurzfilm, in dem gestandene Linzer die Hauptrolle spielen. Die Konzeption haben wir bereits 2020 erledigt, gedreht wird im Frühjahr 2021. Nach Schnitt und Postproduktion soll ein ehrliches Bild der Stadt gezeichnet sein, das mit Humor und einer Prise Selbstironie auch die sympathischen Schwächen von Linz einräumt. Ausspielen wollen wir dieses kommunikative Ass vorwiegend online.

Linz verändert, seitenweise Weil man weder siegreiche Teams verändern noch einwandfrei Funktionierendes reparieren soll, bleiben wir beim bewährten Redaktionskonzept und Layout unseres Linz-verändert-Magazins. Eine kleine Abweichung vom Gewohnten gibt es doch: 2021 gestalten wir nur zwei statt drei Ausgaben, erweitern dafür aber um eine Oberösterreich-Ausgabe. Da wir – schon wieder Corona – vergangenes Jahr nicht so viele Gäste wie erwartet begrüßen durften, verfügen wir Ende 2020 noch über mehr Druckwerke als gewohnt. Die werden wir 2021 an den Mann und an die Frau bringen – mit Updates, wo sie notwendig sind.

Neue Printvorhaben gibt es dennoch: Ein Erlebnismanual, eine Imagebroschüre plus zwei Infopläne für Ansfelden und Kirchschlag. Und der Architekturfolder wird überarbeitet und erneut gedruckt.

Online auf Draht Viel Zeit verwenden wir darauf, die Reichweiten unserer Websites, unseres Visit-Linz-Blogs und unserer SocialMedia-Kanäle zu halten und womöglich noch auszubauen. Das geht nur mit Geschichten – Content –, in denen alles zusammenpasst: Texte und Fotos, Stil und Inhalt, Stadt und Story. Die zentrale Informationsplattform für unsere Gäste, woher auch immer sie kommen, ist und bleibt unsere Website linztourismus.at: Mit erweitertem englischen Content und bereits vollzogener Integration der neuen Linz-Region-Hotspots Ansfelden und Kirchschlag. 2021 digitalisieren wir unser Gruppenhandbuch und bilden es inhaltlich auf der Website ab. Weiterarbeiten werden wir auch an der Museumskooperation-Website museum-total.at, die wir neu launchen werden. Unser Blog visitlinz.at, 2020 runderneuert, ist unser Linzer Online-Geschichtenbuch mit Features und Reportagen von versierten Bloggern und Journalisten aus der Stadt. Stichwort Blogger Relations, manche laden wir nach Linz ein, damit sie auf ihren Kanälen von der Stadt erzählen. Vorausgesetzt, dass ihre Qualität und Reichweite stimmt.

„Der Linz Tourismus ist ein sehr anspruchsvoller Partner, stets mutig und offen für Neues, entscheidet sich eher für einen ausgefallenen Weg als eine herkömmliche „traditionelle“ Umsetzung von Projekten. Die Branche ist sehr vielseitig und oftmals mangelt es an gegenseitigem kreativen Verständnis und Mut, aber wir haben immer eine Partnerschaft auf Augenhöhe.“ Sinisa Vidovic, Filmemacher & Geschäftsführer Forafilm

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Ansehnliche Communities sind der Lohn unserer kontinuierlichen Kommunikationsarbeit auf Facebook, Instagram, YouTube, Xing und LinkedIn. Wir bespielen diese Formate mit selbst erarbeitetem Content wie auch mit anlassbezogenen Einschaltungen und Kampagnen. Apropos LinkedIn: Wir nutzen das rasante Wachstum um unsere Botschaften mit Fokus auf B2B im gesamten DA-CH-Raum zu erzählen, um Gruppen und Veranstalter nach Linz zu bringen.

© Steinkellner

Unsere Social-Media-Konten: Auf der Habenseite

Rumspielen an der Visit-Linz-App Die Visit-Linz-App ist uns in den vergangenen drei Jahren zu einem wesentlichen Kommunikationstool geworden. Gerade in der Pandemie ist sie ein wertvolles Medium für den Kontakt von Stadtbevölkerung und Besuchern, das obendrein bei der klugen Lenkung von Besucherströmen hilft. Sehr beliebt – und wirksam – ist der Spielebereich der App. Er bringt unseren Partnern aus Handel, Gastronomie, Hotellerie und Kultur Frequenz und damit Umsatz. Daher verstärken wir den Gamification-Ansatz und erweitern die Spielzone.

Presse und PR: Logisch Bevor Sie fragen, ob wir auch Pressearbeit und PR machen: Ja, und wie. Lokal, national und international. Wir pflegen Kontakte, texten Informationen und PR-Artikel, inserieren, gestalten Beilagen und gehen Medienpartnerschaften ein. Wir buchen und belegen City Lights, Infoscreens und Plakatflächen. Und wir produzieren Merchandise. Besonders beliebt sind Bleistifte, Soja-Snacks, Postkarten plus Plakate und Stoffrucksäcke. Nicht zu vergessen: vegane Knetmasse für einen freien Kopf.

„Die Visit-Linz-App ist aktuell führend in Europa und macht einen Besuch in Linz zu einem besonderen Erlebnis. Mit spielerischen Gamification-Elementen wie ,Fang die Linzer Augmented Reality-Torten‘, den zahlreichen Angeboten und der integrierten Linz-Card kann die Stadt neu entdeckt und erlebt werden.“ Harald Weinberger, Geschäftsführer mobile agreements

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Wohin wir uns weiterentwickeln wollen Im Tourismus ist vieles in Bewegung. Um auf Ballhöhe zu bleiben und das Kommende früh genug vorherzusehen, entwickeln auch wir uns weiter. Organisatorisch wie strukturell.

Marketing für die City Unsere These, dass der Tourismus der Zukunft – Stichwort Corona – näher sein wird, haben wir schon skizziert. Linz wird innerhalb Oberösterreichs als Ausflugs- und Reiseziel, davon sind wir überzeugt, noch interessanter. Das kann nicht folgenlos bleiben für das Marketing der Stadt, für das sich bisher noch niemand so richtig zuständig gefühlt hat: Bislang hat der City Ring vor allem in der Stadt für Linz geworben, um die Kaufkraft innerhalb der Stadtgrenzen zu halten. Wir haben unsere Marketingstärken außerhalb von Oberösterreich eingesetzt und ausgespielt. Mit dem Ergebnis, dass es zwischen den Stadt- und Landesgrenzen bis dato kein zentral geplantes strategisches Marketing für Linz gab. Das ändert sich nun: Durch eine in bereits in Gründung befindliche Marketinggesellschaft der Stadt als Hauptgesellschafterin und uns als weiteren Anteilshalter. Wir zahlen sowohl mit Knowhow und Kontakten als auch finanziell in das künftige Stadtmarketing ein. Die Aufgaben zwischen den Beteiligten - dem City Ring genauso wie andere Initiativen zur Förderung der Innenstadt - werden neu festzulegen sein, genauso wie die Konzeption der Printmedien. Nicht davon betroffen ist unser Linz-verändert-Magazin, das wir als überregionales Medium weiterführen.

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Die Stadt Linz und der Tourismusverband Linz gründen eine gemeinsame City Management Linz GmbH Marketinggesellschaft in Gründung Stadt als Hauptgesellschafterin Tourismusverband Linz als Beteiligter Der City Ring, die Hotspots, das Linz Labyrinth und weitere sind strategische Partner


Tourist Information: Zeit für was Neues Corona hat noch einmal verdeutlicht, was uns ohnehin schon klar war: Dass unsere Tourist Information im Alten Rathaus nicht mehr zeitgemäß ist. 2021 stellen wir mit externer Beratungsunterstützung alles auf den Prüfstand: Vom Standort über die Räumlichkeiten mit Interieur sowie Hard- und Software bis hin zu den Aufgaben unseres Teams dort.

die OÖ Tourismustechnologie GmbH lizensiert haben. Neben dem laufenden Realisieren von Verbesserungspotenzial besteht unser großes Jahresziel 2021 in der Definition neuer Kennzahlen, die auch im CRM abgebildet und gemessen werden können. Obendrein arbeiten wir daran, alte und neue Kennzahlen so wie alle anderen relevanten Daten möglichst unkompliziert zu erfassen und zu messen – um unsere Statistik noch einmal entscheidend zu verbessern und aussagekräftiger zu machen.

Linz Region: So machen wir das Seit Anfang 2020 sind Ansfelden und Kirchschlag, wie bereits erwähnt, Teil der neuen touristischen Linz Region. Covid-19 hat die Integration leider gebremst. Mit der Firma conos setzen setzen wir die Zusammenarbeit innerhalb der Region auf und organisieren die Betreuung des neuen Gebietes. Nicht nur bei den neuen Mitgliedsbetrieben stellen wir uns mitsamt unseren Leistungen mit einer poppigen Broschüre vor.

Was passt dem Gast? Sicherheit geht vor Verstärkt kümmern wir uns 2021 und danach auch um die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen: Eine Sicherheitsvertrauensperson aus unseren Reihen wird unsere Arbeitsplätze auf ihre Sicherheit evaluieren und über die Einhaltung aller sicherheitsrelevanten Vorgaben im Tourismusverband Linz wachen.

Um herauszufinden, wie sich Gäste dieser Tage für ein Reiseziel entscheiden und sich auf ihren Aufenthalt ebendort vorbereiten, nutzen wir vorhandene Informationen aus Studien und Online-Aufzeichnungen. Was uns ebenfalls sehr interessiert, ist das Buchungsverhalten: Reserviert man Unterkunft, Eintrittskarten und Aktivitäten schon vorab? Oder entscheidet man sich nach der Ankunft spontan für das, was einem im Angebot attraktiv erscheint? Wir sind gespannt.

Unser CRM-Projekt

Da gibt‘s noch Baustellen

Am 20. Mai 2020 ist unser CRM-System in Betrieb gegangen. Das ist durchaus ebenfalls sicherheitsrelevant, nämlich in Hinblick auf verstärkte Datensicherheit (die wir durch eine externe Datenschutzbeauftragte prüfen lassen). Seither verknüpfen und bilden wir mit dem System immer mehr Arbeitsabläufe ab. Der größte Teil der Arbeit ist geschafft. Nun befinden wir uns in Phase 2, in der Verbesserungen und die Berücksichtigung von Änderungswünschen anstehen. Das System wächst dabei mit seinen Usern, und das sind nicht nur wir: Neun oberösterreichische Destinationen nutzen derzeit die Software, die wir gemeinsam mit dem OÖ Tourismus über

Wie wir von unseren Gästen wissen, gibt es in Linz auf dem Weg zur perfekten Destination noch einige Lücken zu schließen. Konkret brauchen wir einen Radverleih für E-Bikes; dito einen Münzwaschsalon zumindest während der Radsaison. Weiters einen ganzjährig anlaufbaren Stellplatz für Wohnmobile – so zentrumsnah wie möglich. Luft nach oben gibt‘s auch bei der Mehrsprachigkeit in den Linzer Kultureinrichtungen, in der Gastronomie und in den Taxis (in denen man ausnahmslos mit Kreditkarte zahlen können sollte). Mehr geben könnte (und sollte) es auch an Restaurants mit Sonnund Feiertagsbetrieb.

Michael Nell, Hotelier Schwarzer Bär und hotspots „Linz verändert – dieses Motto trifft nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis zu. Es freut mich als Obmann der Hotspots - Oberösterreichs größter Hotellerie- und Gastronomievereinigung - besonders, dass unsere Schwerpunkte vom Jahreskonzept des TVL mitgetragen und unterstützt werden. Bereits seit der Gründung der Hotspots im Kulturhauptstadt Jahr 2009 wird die Kooperation gelebt und die Linzer Kulinarik, Barkultur und Hotellerie mit einem österreichweit einzigartigen Netzwerk stetig neu und innovativ in Szene gesetzt. Das Culinary Art Festival und der Liquid Market Linz zählen bereits heute zu bekannten klingenden Namen.“

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Wie wir uns vernetzen Vom Tourismus als Netzwerk der Netzwerke war bereits die Rede. Lassen Sie uns Ihnen nun zeigen, dass wir diesbezüglich schon ein ziemlich gutes Fundament haben. Linz: Kultur für Alle. Auch für die von auswärts.

Museen: Wenn alle an einem Strang ziehen, zieht jeder mehr Publikum

Weil wir uns gerne ehrgeizige Ziele setzen, haben wir uns Folgendes vorgenommen: Den Anteil der auswärtigen Besucher von Brucknerhaus und Co deutlich zu erhöhen. Mit „auswärtig“ meinen wir die Regionen außerhalb von Oberösterreich. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir mit Unterstützung des Landes Oberösterreich ein Projekt mit dem selbsterklärenden Namen „Kulturtourismus-Marketing“ aufgesetzt. Wegen Corona wurde die Laufzeit um ein halbes Jahr auf Ende 2022 verlängert. Die wichtigsten und reichweitenstärksten Linzer Kulturhäuser haben uns zugesagt, uns über alle besonders attraktiven Veranstaltungen ein Jahr im Voraus Bescheid zu geben. Diese Highlights sind Gegenstand von Printinseraten und Onlinekampagnen, die wir rund um Oberösterreich schalten. Das hat uns bereits ebenso Erfolg gebracht wie eine Medienkooperation mit ZEIT-Reisen. Auch 2021 erwarten wir Besucher, die mit ZEIT-LeserForum Themenreisen nach Linz unternehmen. Die ZEIT wirbt dafür mit einer eigenen Linz-Beilage in ihrer Gesamtauflage von rund einer halben Million. Darüber vernachlässigen wir aber die direkte Kommunikation von Mensch zu Mensch nicht. In Graz, Südbayern, Wien, Ungarn und Tschechien haben wir externe Mitarbeiter, die Linz verschiedenen Vereinen und Organisationen als Reiseziel nahelegen. 2021 sprechen sie verstärkt Kultur-Reiseveranstalter an. Mit dem Ziel, dauerhafte Partnerschaften zu etablieren – und mit einem Format à la „Erlebnistage“ ein anderes Linz-Kennenlernangebot zu machen als die klassische „Site Inspection“.

Für 2021 können wir sagen: Die salopp MUKO genannte Museumskooperation geht weiter. Den Vorsitz übernehmen die Museen der Stadt Linz, die mit uns über das Jahr verteilt mehrere Abstimmungssitzungen organisieren. Durch die Struktur der MUKO werden die kulturellen Aktivitäten von Land und Stadt gebündelt und auf einander abgestimmt. Durch gemeinsame Produkte, wie die LinzKulturcard-365 und die Linz-Cards, können verschiedene Formate angeboten und Aktivitäten geplant werden. An den Treffen des Steering Comittee nehmen auch Thomas Stelzer (Landeshauptmann und Kulturreferent), Doris Lang-Mayerhofer (Stadträtin für Kultur, Tourismus und Kreativwirtschaft), Landeskulturdirektorin Margot Nazzal und Julius Stieber als Kulturdirektor der Stadt Linz teil. Wir übernehmen die Planung, Konzeption und Koordination der Sitzungen sowie die Umsetzung eines Großteils der gemeinsam beschlossenen Maßnahmen. Das Budget dafür stammt unter anderem aus dem Verkauf der Linz-Kulturcard-365. Wir setzen es zur Attraktivierung des Angebots und zur Realisierung von neuen Kampagnen inner- und außerhalb der Landesgrenze ein. Für den Sommer haben wir eine Kulturkampagne in Wien mit Werbung auf den Infoscreen-Displays in den U-Bahnen sowie begleitende Inserate eingeplant, um mehr kulturinteressiertes Publikum donauaufwärts nach Linz zu bringen.

„Linz – Future City of Respect“ – So lautet die Vision, die die Markenstrategie der Stadt leitet und Linz einzigartig macht. Der Einklang von Innovation und gesellschaftlichem Zusammenhalt setzt eine Anziehungskraft frei, die auch Touristen begeistern soll. Jürgen Tröbinger, Direktor für Kommunikation, Stadt Linz

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Die Linz-Kulturcard-365

© Melanie Schillinger

Die Linz-Kulturcard-365 – eine Card für 365 Tage Kultur zum Flatrate-Tarif in 11 Museen – ist das Flaggschiff der Museumskooperation. 2020 brachte ihren Relaunch im neuen Design sowie ihre weitere Digitalisierung mit der Option Onlinekauf unter www.kulturcard-linz.at. 2021 verstärken wir die Onlinewerbung und positionieren die Kulturcard als Geschenk zu allen Anlässen. Um den Verkauf anzukurbeln, arbeiten wir auch mit den Mitarbeitervertretungen von Stadt und Land zusammen. Beliebt ist die Card auch bei Firmen, die sie als Mitarbeiter-Incentives heranziehen, wie erst kürzlich die Arbeiterkammer Oberösterreich.

Museum total

Die MUKO

Die Linzer Museumstage gehen in die achte Runde, sobald die Situation nach Corona es zulässt: Ein Vorteilspreis-Ticket öffnet die Türen aller beteiligten Museen in Linz. Ein Angebot wie gemacht für Familien, die davon auch über die Kommunikationskanäle der OÖ Familienkarte erfahren. Mit der Auflage 2021 geht ein Relaunch der Veranstaltung sowie der Website museumtotal.at einher.

Ars Electronica Center Museen der Stadt Linz: Lentos Kunstmuseum, Nordico Stadtmuseum OÖ Landes-Kultur GmbH: OÖ Kulturquartier, Schlossmuseum, Francisco Carolinum voestalpine Stahlwelt und Zeitgeschichte-Museum Oberösterreich Tourismus Linz Tourismus (Geschäftsstelle)

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Oberösterreich Tourismus, Österreich Werbung Unsere Kollegen vom Oberösterreich Tourismus können sich auch 2021 auf unsere Mitarbeit an der NaturräumeKampagne verlassen. Und darauf, dass wir mit großem Appetit auf 2022 Basisarbeit für den dort geplanten Schwerpunkt Kulinarik leisten. Einer touristischen Sonderpublikation des VGN Verlags zur Landesausstellung in Steyr („Arbeit – Wohlstand – Macht“) stehen wir nicht nur nicht im Wege, sondern leisten dazu ebenso unseren Beitrag wie zu einer gemeinsamen Fernsehproduktion. In der neuen Marktgruppe Tschechien engagieren wir uns gemeinsam im Marketing ebendort. Gemeinsames Engagement ist das Stichwort für unsere langjährige Zusammenarbeit mit der Österreich Werbung, mit der wir 2021 in der Schweiz und in Ungarn pro Linz kampagnisieren werden. Zusätzlich wird es eine große gemeinsame Restart-Kampagne nach Corona in Österreich und Deutschland geben.

Die Donau: Linz am Strome Zehn Jahre durften wir uns über einen veritablen Kreuzfahrttourismus-Boom in Linz freuen: Die Zahl der Landungen in Linz hatte sich bis 2020 vervierfacht, und die Zahl der auf der Donau verkehrenden Schiffe stieg und stieg. Noch 1998 haben in ganz Oberösterreich 47 Kreuzfahrtschiffe angelegt, 2018 sind alleine in Linz rund 2000 Kreuzfahrtschiffe vor Anker gegangen – durchschnittlich jeweils zehn Stunden lang. Das hat vielen Kulturhäusern, Lokalen und Handelsbetrieben Frequenz und Umsatz gebracht. Die Ankunft der Corona-Pandemie in Europa hat diesen Boom schlagartig unterbrochen. Noch kann niemand seriös sagen, ob und welchen Kreuzfahrttourismus es in Zukunft geben wird. Wenn er wieder anspringt, wollen wir in Linz wieder als erstklassige Donaudestination bereitstehen. Mit einem Welcome Center sowie einem Infopoint für Kreuzschifffahrtsgäste vor oder im Lentos Kunstmuseum Linz sowie mit einem Fußgängerleitsystem Richtung Stadt. Nahe des Welcome Center planen wir einen Fotopoint mit dem Schriftzug #visitlinz – Instagram lässt grüßen. Bei all unseren Ambitionen, die Donau touristisch weiter zu entwickeln, arbeiten wir sehr eng mit dem Tourismusverband Donau Oberösterreich und mit der Werbegemeinschaft Donau zusammen. Dieser partnerschaftlichen Kooperation liegt die Begeisterung für den Fluss zugrunde. Hier wurde zudem ein gemeinschaftliches Projekt gestartet, um für die Region wertschöpfungsorientierte Ausflüge für Kreuzfahrten zu entwickeln. Eine eigene Mitarbeiterin ist die Schnittstelle zwischen den Kreuzfahrt-Betreibern und den Akteuren an Land. Landstrom und Verkehrskonzept Den anlegenden Schiffen will die Stadt Landstrom plus bessere Be- und Entlademöglichkeiten bieten. Letztere sind Teil eines Verkehrskonzepts, das die Zu- und Abfahrten für Busse, Rettung, Feuerwehr und Taxis regelt. Den entsprechenden Grundsatzbeschluss des Linzer Gemeinderats gibt es. So wenig wie politisch kämpfen wir

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organisatorisch auf einsamer Flur: Unsere Partner im Projekt Donauschifffahrt sind die Werbegemeinschaft Donau Oberösterreich, der Oberösterreich Tourismus, und die OÖ Touristik. Gemeinsam entwickeln wir attraktive Landprogramme und betreuen die Mannschaften der anlegenden Schiffe (wie auch ihre Arbeitgeber). Online schlägt sich die gemeinsame Arbeit unter anderem in der Website schiffsanlegestellen.at nieder.

Die nasse Straße der Kaiser und Könige Die Donau ist der Energiekanal unserer Internationalisierungsstrategie, und daher bringen wir uns im Zuge der europäischen Donauraumstrategie grenzüberschreitend in möglichst viele sinnvolle Donau-Aktivitäten ein. Wesentlich ist für uns dabei die Mitgliedschaft in der internationalen Arbeitsgemeinschaft „Die Donau – Straße der Kaiser und Könige“, deren Geschäfte wir auch führen dürfen. Entlang der Donau verbindet diese Straße vom mittelalterlichen Regensburg über Passau und Wien bis zur Metropole Budapest Kulturstädte, geschichtliche Schätze und Landschaften von Weltgeltung.

Im Straßendienst für Kaiser und Könige Das Mitgliederdutzend der Straße der Kaiser und Könige besteht aus dem Tourismusverband Ostbayern, Regensburg Tourismus, Stadt Passau, Verein Deutsche Limes-Straße, Donauschifffahrt Wurm & Noé, ARGE Donau Österreich, Linz Tourismus, Linz Airport, Kapuzinergruft Wien, Hungarian Tourism Agency, Königliches Schloss Gödöllő sowie der Danubeland Tourist Region Development Association.


Folgen Sie uns unauffällig www.linztourismus.at/transdanube-travel-stories/ www.interreg-danube.eu/approved-projects/transdanube-travel-stories www.strassederkaiserundkoenige.com

Kooperationen an der Donau Die Straße der Kaiser und Könige ist eine von vielen Kooperationen, die uns mit anderen am und über den Fluss verbindet. Wir sind Teil des Netzwerks, das den Donauradweg und den Donausteig betreut, und sind in etlichen Marketingkooperationen mit Reedereien und Reiseveranstaltern. Mit dem Linzer City Ring arbeiten wir an den optimalen Rahmenbedingungen für das Shopping der Kreuzschifffahrtsgäste in Linz.

Transdanube Travel Stories: Geschichten von der Donau Vorigen Sommer, genauer gesagt im Juli, haben wir im Zuge des von uns mitentwickelten Interreg-Projekts Transdanube Travel Stories mit der Entwicklung neuer Donau-Narrative und -Geschichten begonnen. Noch bis Ende 2022 arbeiten wir als Lead Partner daran, diese Erzählstoffe auf sechs Touren entlang nachhaltiger Reisewege im Donauraum zuzuschneiden. Zusätzlich kreieren wir für jede Route auch Erlebnisse, um das Donaureisen zur ganzheitlichen Erfahrung zu machen. Insgesamt sind zehn Partner involviert.

„Das Projekt Donauradweg re.loaded sieht eine Erweiterung sowie Neupositionierung des Radweg-Klassikers vor. Die neuen Rundrouten, zwei davon in und rund um Linz, sollen thematische Erlebnisräume erschließen und den Aufenthaltstourismus stärken.“ Petra Riffert, GF Tourismusverband Donau Oberösterreich & WGD Donau Oberösterreich Tourismus GmbH

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#zukunftdenken Im Projekt #zukunftdenken entwickeln wir für unsere Gäste neue Begegnungsformate mit Menschen aus Linz und Oberösterreich, die was zu sagen haben. Zum Beispiel zu Nachhaltigkeit und Innovation. Zur Smart City Linz und der Urban Art an der Donau. Oder zum Menschsein und zum Genuss. In überschaubaren, kleinen Settings mit persönlichem Charakter – was eine Begegnung eben verlangt. So lenken wir den Blick der Besucher – die wir ja als Linzer auf Zeit verstehen – ins Innenleben der Stadt und machen begreifbar, wie und warum die alte Stahlstadt zum jungen bunten Linz von heute geworden ist. 2021 geht es in unseren Begegnungsformaten um Zukunftsthemen, innovativen Fortschritt, Nachhaltigkeit und vieles mehr. Wir helfen mit begleitenden Veranstaltungen nach, sodass Linz ins Licht einer Technologie- und Innovationsstadt rückt – die in wenigen Jahren schon eine Technische Universität haben wird.

#zukunfttun Wir gestalten neue Veranstaltungen, Begegnungsformate und Marketingmaßnahmen Wir wollen mindestens zwei Events fördern, die sich mit unseren Themen auseinandersetzen ein neues Event entwickeln 5 bis 10 Begegnungsformate buchbar machen mindestens 5 Marketingmaßnahmen realisieren

Austria Guides: Führungen als Gästeerlebnis Bis dato war unsere Kooperation mit den Austria Guides auf den täglichen Linz-verändert-Stadtspazierer der ARGE Stadtrundgang beschränkt. Diese Zusammenarbeit soll weiter ausgebaut werden. Denn die Austria Guides sind wichtige Partner um die Themen und Schwerpunkte von Linz den Gästen zu übersetzen. Die Führungen nach Corona sollen um digitale Angebote erweitert und gleichzeitig noch persönlicher werden.

Der Linz Airport hat das Zeug zum Portal in die Dreiländerregion Donau-Moldau – sowohl im Outgoing- wie im Incoming-Bereich. Schließlich erstreckt sich die sogenannte „Catchment-Area“ des Flughafens mit 150 Kilometern ab der Grenze Oberösterreichs genau mit dem Gebiet, auf dem wir seit längerem mit Erfolg für Linz werben. Weitere Potentiale des Flughafens werden genutzt, sofern die Rahmenbedingungen durch Corona es zulassen.

© Robert Josipovic

Linz Airport: Aus der Luft an Donau und Moldau

„Die europäische Kulturhauptstadt Bad Ischl-Salzkammergut 2024 ist für das ganze Land Oberösterreich ein wichtiger Impuls. Wir sehen in Linz, das 2009 selbst Titelträger war, einen wichtigen Knotenpunkt für viele unserer Gäste. Ich freue mich auf viele kulturinteressierte Besucher, die vom Salzkammergut aus Linz besuchen und umgekehrt.“ Manuela Reichert, Geschäftsführerin Büro Salzkammergut 2024

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Zusammen sind wir mehr Land Oberösterreich Wir pflegen eine gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Bereichen, Abteilungen und Landesräten und setzen gemeinsam Projekte erfolgreich um. Austria Guides In der Vermittlung der Narrative von Linz spielen die Guides eine besonders wichtige Rolle. Diese Kompetenz soll verstärkt genutzt, die Konzeption gemeinsam vorangetrieben werden. Schulen und Universitäten Gerne unterstützen wir junge Leute bei ihren Bacheloroder Masterarbeiten, bringen uns in Projekte ein und nehmen Anregungen auf. Speziell von Studierenden der Johannes Kepler Universität Linz, der Fachhochschule OÖ, weiterer Linzer Universitäten, der Hochschule München, Universität Passau, Tourismusschulen Bad Leonfelden und anderer höher bildender Schulen. Die Hochschulen unterstützen wir unentgeltlich bei der Umsetzung ihrer Kongress- und Tagungsformate. Salzkammergut 2024 Der Titel Kulturhauptstadt Europas eint uns – gemeinsam soll Gutes entstehen. XING Mit dem Businessnetzwerk realisieren wir sechs Veranstaltungen pro Jahr, wo Kunden eingeladen werden. Die XING-Gruppe „Linz an der Donau“ ist der B2B-Kanal des Linzer Unternehmensnetzwerks. 19. Oberbank Linz Donau Marathon, 24. Oktober 2021 Seit es dieses schweißtreibende Spektakel gibt, sorgen wir für seine touristische Umsetzung. Hotels & Casinos Austria Das Casino Linz und das Austria Trend Hotel Schillerpark sind Partner dieser Marketingkooperation von Tourismusverbänden, Hotels und den Casinos Austria. Nacht der Familie, 16. Juli 2021 Mit dem OÖ Familienreferat und Linzer Partnern organisieren wir d a s Familienerlebnis zu Ferienbeginn. Klassik am Dom 2021 Wir bringen Reiseveranstalter und -gruppen zum Musikgenuss unter freiem Himmel auf den Domplatz. Die Lange Nacht der Bühnen Tickets bzw. Bänder für den jungen ORF-Eventklassiker gibt es in der Tourist Information. Linzer Krone-Fest Seit vielen Jahren unterstützen wir das mehrtägige Stadtfest werblich wie finanziell.

Creative Austria Zusammen mit der MUKO und der OÖ Kultur GmbH sind wir Mitglied der Arbeitsgemeinschaft CREATIVE AUSTRIA . ARGE Städte Österreich Im informellen Zusammenschluss der Tourismusdirektoren aller Landeshauptstädte darf Linz nicht fehlen. Linzer City Ring Unser Partner für Kampagnen zur Bewerbung der Linzer Innenstadt und der Einkaufsbetriebe. Freunde der Stadt Linz Unter Gleichgesinnten kümmern wir uns um Koordination und Organisation. IVV – Internationaler Volkssportverband Einer unserer Vermarktungspartner, der die einschlägigen unserer Events im IVV-Kalender schaltet. Convention Bureau Oberösterreich Eine wertvolle Unterstützerin bei der Bewerbung von Linz als Kongressdestination. Stadtmanufakturen Auch wir beschäftigen uns im Zusammenschluss der Stadtmanufakturen mit kooperativen Stadtentwicklungsund -marketingideen. ARGE Die Donau – Straße der Kaiser und Könige Wir führen die Geschäfte der internationalen Donautourismus-Sozietät. United World Travel Organisation Wir nutzen unsere UNWTO Affiliate Membership, um weiter am Themenkomplex Donau zu arbeiten und internationale Projektpartner zu gewinnen. ECM – European Cities Marketing Das European Cities Marketing ist eine Non-Profit-Organisation zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Leistung der führenden Städte Europas – einschließlich Linz. AIEST – Internationale Vereinigung von wissenschaftlichen Experten im Tourismus Dieser Think-Tank hat schon mehrfach nachhaltige Partnerschaften für unsere transnationalen Projekte gestiftet. ICCA – International Congress and Convention Association Gemeinsam mit dem Design Center sind wir eine der weltweit 1000 Mitgliederorganisationen der global agierenden ICCA. UNWTO - World Tourism Organization Als „affiliate member“ steht die Vernetzung an oberster Stelle.

„Wenn man die Natur liebt, findet man in Linz unglaublich vielen schöne, ruhige, besinnliche Orte oder Plätze. Das ist nicht nur für die Linzerinnen und Linzer ein wichtiges Angebot, sondern auch für die Touristen wie auch für die Kreuzfahrer. In der Gastronomie wollen wir die Regionalität zum Erlebnis machen.“ Anton Gallistl, Geschäftführer Pöstlingberg Schlössl der Gebrüder Gallistl GmbH

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Impressum Herausgeber: Tourismusverband Linz Adalbert-Stifter-Platz 2 4020 Linz Konzeption/Projektmanagement: Georg Steiner Elisabeth Stephan Text: Florian Sedmak, www.felerlos.at Gestaltung: Silvia Profanter Fotos: Bei den Bildern angegeben Druck: Gutenberg Kontakt: Tourismusverband Linz Adalbert-Stifter-Platz 2, 4020 Linz Telefon: +43 732 7070 2919 office@linztourismus.at www.linztourismus.at Stand: Jänner 2021

Im vorliegenden Druckwerk wird – wo immer es möglich ist – die geschlechterneutrale Sprache verwendet. Zur besseren Lesbarkeit wird jedoch auf das Gendern verzichtet. Maskuline Formulierungen gelten gleichermaßen für Frau und Mann und sollen keinesfalls eine Benachteiligung eines Geschlechts darstellen.

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© sommertage.com

© Tom Mesic


Wir wollen und werden vorneweg aus der Corona-Tourismuskrise kommen. Indem wir unsere Gäste zu Einheimischen auf Zeit machen. Hier können sie Mensch sein, Zusammenhänge entdecken und sich persönlich weiterentwickeln. Durch inspirierende Erlebnisse und Begegnungen, die verändern. Wie Linz.

Profile for Linz Tourismus

Tourismuskonzept 2021  

Zweifelsohne hat die Corona-Pandemie auch im Tourismus einen Transformationsprozess ausgelöst, den wir vom Tourismusverband Linz schon länge...

Tourismuskonzept 2021  

Zweifelsohne hat die Corona-Pandemie auch im Tourismus einen Transformationsprozess ausgelöst, den wir vom Tourismusverband Linz schon länge...

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