LOUISe - Stadtmagazin - Ausgabe 6/2022

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Ausgabe 6 / 2022 Gratis für Sie!

Das Bad Homburg Magazin

FUGATO Start für den Vorverkauf Ausstellung über Josef Baumann

Tennis z u m Zwe i te n www.louise-magazin.de


ORGELFESTIVAL

FUGATO ZUR EINSTIMMUNG

BAD HOMBURG

Mi, 14.9., 14 Uhr Bus-Abfahrt

SPURENSUCHE NACH DEN ÄLTESTEN ORGELN IM TAUNUS Römerkastell Saalburg Ev. Laurentiuskirche Usingen Ev. Kirche Grävenwiesbach

Sa, 17. 9., 19.30 Uhr und So, 18. 9., 17 Uhr Erlöserkirche

KLASSIK TRIFFT POP

NEUE PHILHARMONIE FRANKFURT + ROCKBAND JUGEND-SINFONIE-ORCHESTER HOCHTAUNUS SUSANNE ROHN, HAMMOND-ORGEL LEITUNG: SIMON EDELMANN

Di, 20. 9., 19.30 Uhr, Schlosskirche

HÖLDERLIN – ORGEL UND LESUNG

RÜDIGER SAFRANSKI, LESUNG WOLFGANG ZERER, ORGEL Mi, 21. 9., 9 und 11 Uhr, Erlöserkirche

DIE GESCHICHTE VON PIEP, DEM PIEPER

ORGEL-KONZERTE FÜR KINDER GUY BOVET, ORGEL JOHANNA KRUMSTROH, REZITATION

Do, 22. 9., 19.30 Uhr, Schlosskirche

17.–25. SEPT

DAS KLAVIER ALS ORGEL KLAVIER-RECITAL MIT JULIUS ASAL

Fr, 23. 9., 19.30 Uhr, St. Marien

PREISTRÄGERKONZERT UM DEN PUBLIKUMSPREIS DER ROTARY BAD HOM-

BURG SCHLOSS STIFTUNG

Sa, 24. 9., 19.30 Uhr, Erlöserkirche Mi, 21. 9., 15 und 17 Uhr, Erlöserkirche

IMPROKONZERTE LIVE FÜR JUGENDLICHE DAVID FRANKE IMPROVISIERT

Mo, 19. 9., 20 Uhr, Erlöserkirche

STUMMFILM UND ORGEL

DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME (USA 1923) DAVID FRANKE, ORGEL

TICKETS UND INFOS TOURIST INFO IM KURHAUS T. 06172 178 3710 WWW.FRANKFURTTICKET.DE T. 069 13 40 400

www.orgelfestival-fugato.de Mit freundlicher Unterstützung von

Änderungen vorbehalten. Ein Angebot von Arbeitskreis Fugato • Postfach 1845 • 61288 Bad Homburg

MULTIVISION UND IMPROVISATION

STEFAN VIEGELAHN, ORGEL FILM VON REINER HARSCHER


EDITORIAL

LIEBE LESERINNEN UND LESER, wussten Sie, dass etwas „unter der Rose“ (sub rosa) Erzähltes zur Vertraulichkeit und Geheimhaltung verpflichtet? Nun, was LOUISe Ihnen in diesem

Rosenmonat Juni an Veranstaltungen und Events vorstellt, sollten Sie auf gar keinen Fall für sich behalten, sondern fleißig mit Familie und Freunden teilen und vor allem gemeinsam genießen. In der ersten Monatshälfte macht das Bad Homburger Poesie- und Literaturfestival mit bekannten Gesichtern aus Film und Fernsehen Lust auf Literatur.

Die Verleihung des Friedrich Hölderlin-Literaturpreises ist am 12. Juni der Höhepunkt von rund drei Wochen Literatur-Highlights. Das sollten Sie auf keinen Fall verpassen! Auch sportlich gesehen wird es spannend in unserer Stadt. Die „Bad Hom-

burg Open“ ziehen hochkarätige Tennisspielerinnen aus der ganzen Welt an und werden uns mit Spielen auf Rasen und attraktivem Rahmenprogramm begeistern. Was Wimbledon im Juli ist, ist Bad Homburg im Juni. Wir freuen uns auf dieses Sport-Highlight. Auch abseits der großen Events wird es keinesfalls langweilig. Ob Theater-

abende, Ausstellungen, Feste – der Juni ist reich an Abwechslungen und Anregungen. Also: weitersagen!

Herzlichst

Holger Reuter

Kurdirektor


© Vero Bielinski

© UND Offenbach © Heiner Blum

INHALT

Christian Berkel & Andrea Sawatzki auf dem Bad Homburger Poesie- & Literaturfestival

EDITORIAL 6 10 11 13

14 16 19 21

22 23

STADTGESPRÄCH Tennis zum Zweiten Aus dem Wimbledon-ABC Rätsel: Rund um den Weißen Sport Der neugierige Fragebogen: Angelique Kerber

SPECIAL Bad Homburger Poesie- & Literaturfestival Orgelfestival FUGATO Kirdorfs schwärzeste Tage im Film Die 12 Landgrafen: Friedrich IV. Karl

BÜHNE Volksbühne: Fünf Frauen und ein Mord 20 Jahre Sportschule M. Farnung

KONZERTE

24 Benefizkonzert: With a little help from my friends 24 Hölderlin: Eine musikalisch-biografische Reise 24 Schlosskirche: Orgelmatinee 25 Ev. Erlöserkirche: Biblische Sonaten von 25 26

Johann Kuhnau Vorschau: Hölder, let‘s rock – Musical Kurkonzerte

Wandelsalon im Sinclair-Haus: Gärtnern für die Zukunft

27

V E R A N S TA LT U N G E N Der Juni im Überblick

SCHLOSS BAD HOMBURG

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Wissen wächst im Garten

AUSSTELLUNGEN

32 Ober-Erlenbach: Josef Baumann und das Zentrum der deutschen Fruchtsaftindustrie 33 Englische Kirche: Susanne Melchert 33 Englische Kirche: Art is more than talent – it’s passion 34 Museum Sinclair-Haus: Wandelmut mit „Wandelsalon“ 35 Interview: Konzeptkünstler Heiner Blum 36 Saalburgmuseum: Spot an! Szenen einer römischen Stadt 36 Hölderlin-Kabinett in der Villa Wertheimber: Patmos. Dem Landgrafen von Homburg 36 Stadtarchiv: Die Landgrafen und Landgräfinnen von Hessen-Homburg 37 StadtBibliothek: Rad und Räder – Fotoclub Bad Homburg 37 Galerie Artlantis: Jetzt Weißig, was Frielink ist 37 Galerie Artlantis: Anja Harms & Eberhard Müller-Fries 38 Central Garage: GLAS Automobile – vom Goggomobil bis zum V8 39 Kirdorfer Heimatmuseum: Rund um den Bembel 39 Kitzenhof: 40 Jahre Geschichtlicher Arbeitskreis Gonzenheim


INHALT

Jeden Samstag: Kurpark-Führungen

40 40 40 41 41

YOUNG LOUISE Kindertheater e-werk: Von Kisten und Kissen Kindertheater e-werk: Ich wollt, ich wär ein Huhn Kindertheater e-werk: Die faulste Katze der Welt Sommerferien in der Kinderkunstschule Jugendkulturtreff e-werk: Jamsession, Mitternachtsspiel

Kurhaus: Benefizkonzert

SAALBURG

46 Thementage: Culinaria 46 Vortrag: Kochen wie die Römer – gar nicht so einfach

47

H E S S E N P A R K Neue Ausstellung: Frühe Fotografie rund um den Taunus Mühlentage und Bauernmarkt

DIES UND DAS 47 42 Villa Wertheimber: Vortrag „Hölderlin und Leonardo“ 42 Filmclub Taunus: Namibia SPIELBANK 42 Streifzug in Bildern: Bad Homburg von A bis Z 43 Stadtarchiv: Vom Spiel britischer Kurgäste bis zu 48 Spielbank: Mit dem Sommer kommt das Glück 43 43 44

den „WTA Bad Homburg Open“ Villa Wertheimber: Olga Martynova über „Patmos” Bund der Vertriebenen: Kulturtag Veranstaltungen der Volkshochschule

45

Wanderführer des Taunusklubs

AUFGESCHLAGEN!

45 Ä P P E L W O I T H E A T E R

BAD HOMBURG ENTDECKEN

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Führungen und Wanderungen im Juni

52

„Leben verboten“ von Maria Lazar

FÜR SIE GELESEN

54 I M P R E S S U M

CORONA-REGELN

Gerne kündigen wir auch Ihre Veranstaltungen in LOUISe an, liebe Leserinnen und Leser. Beachten Sie aber bitte, dass wir jeden

5. eines Monats Redaktionsschluss für die Ausgabe des folgenden Monats haben. LOUISe erscheint jeweils am letzten Donnerstag im Monat als gedruckte Ausgabe sowie als Online-Ausgabe unter www.louise-magazin.de. Ihre LOUISe-Redaktion

Seit 2. April haben die neuen Corona-Regeln Gültigkeit. Die bisherigen Maßnahmen sind ausgelaufen. Es besteht keine generelle Maskenpflicht mehr in Innenräumen. Berücksichtigen Sie eigenverantwortlich und situationsangepasst die all­ gemeinen Empfehlungen zur Hygiene und zum Tragen einer medizinischen Maske, insbesondere in Innenräumen und in Gedrängesituationen.


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TENNIS ZUM ZWEITEN 18. bis 25. Juni rk Tennisanlage im Kurpa „Aufschlag Bad Homburg!“ Damit begrüßt die Kurstadt Ende Juni weltbeste Tennisspielerinnen und ihre Teams, die sich bei dem Turnier auf den Rasenplätzen des Tennisclubs Bad Homburg auf das berühmte Sportereignis im englischen Wimbledon eine Woche später vorbereiten wollen. Und die Veranstalter tun alles, um das Wimbledon-Flair auch nach Bad Homburg zu bringen. Einschließlich Erdbeeren mit Sahne! Die Innenstadt kleidet sich im Tennis-Style – Magenta und Grün sind die dominierenden Farben der Beflaggung. Dekorationen in Schaufenstern greifen das Thema auf, und auch Hazel wirft sich in Tennis-Kleidung und schwingt den Schläger. Das beliebte Homburger Stadtmaskottchen wird sowohl durch die Innenstadt als auch über den Turnierplatz im Kurpark hüpfen. Immer bereit, sich für Selfies zu positionieren. In seinem Beutel – haben

Fotos: © Daniel Maurer

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Eichhörnchen etwa Beutel? Das Homburger schon! – hat es am ersten Tag kleine Geschenke dabei. An diesem 18. Juni gibt es schon die ersten Attraktionen. Zum Beispiel können die Kinder, aber auch Erwachsene auf Mini-Courts in der Innenstadt Tennis spielen. Dort wird sich auch Oberbürgermeister Alexander Hetjes gegen eine der Top-Spielerinnen ein Show-Match liefern. Walking-Acts vor dem Kurhaus sorgen für lächelnde Gesichter der Passanten, und Gleiches gelingt sicher auch dem kulinarischen Angebot. Die Auslosung, mit der festgelegt wird, wer in der ersten Turnierrunde gegen wen spielt, findet auf der Brunnenallee im Kurpark statt.


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Top-Stars in der Tennis-Tradition Aufschlag Bad Homburg. Der Tennisclub hat schon viele zu ihrer Zeit berühmte Tennisspieler und Tennisspielerinnen erlebt und ebenso internationale Wettbewerbe. Wollen wir aufzählen? Aber nur kurz, die komplette Liste wäre viel zu lang: Tennis-Pionier Sir Robert Anstruther stand am Anfang, es folgten die Brüder Doherty und Otto Froitzheim, der seine sieben Titel mit einem, so wird überliefert, „zermürbenden Sicherheitstennis“ errungen haben soll. Für internationale Größen hieß es auch nach dem Zweiten Weltkrieg „Spiel, Satz und Sieg“ in Bad Homburg, zum Beispiel gleich zwei Mal beim DavisCup – 1970 und 1976 – und beim Federation-Cup für Damen-Nationalmannschaften 1973. Ganz abgesehen davon, dass im Kurpark Dutzende Male die Hessischen Tennismeisterschaften ausgetragen wurden. Und nun die „Bad Homburg Open“ – ein weiterer Höhepunkt und der Beginn einer neuen Turniertradition.

Gerüstet für große „Fußstapfen“ Bad Homburg tritt in nichts weniger als in die Fußstapfen eines der legendärsten Turniere des Tennissports. Das verbindende Glied: Rasen hier, Rasen dort. Und weil die Fußstapfen

mächtig groß sind, kam von der britischen Insel mächtig Unterstützung. Der All England Lawn Tennis and Croquet Club erteilte die Lizenz und sorgte für den Grassamen mitsamt der „Gebrauchsanweisung“. Aus vielerlei Zeitungs- und Fernsehberichten wissen selbst Laien, dass Anlage und Pflege der Tennis-Rasen in Wimbledon eine Wissenschaft für sich sind. Wochenlang arbeiteten Bagger und Planierraupen auf dem TC-Gelände und auf der gegenüberliegenden Seite der Kisseleffstraße. Der Sandplatz vor dem Clubhaus wurde zum Rasenplatz, dem Centre Court, umgewandelt, vor den Nebeneingängen des Kaiser-Wilhelms-Bades entstanden die Rasen-Matchcourts 1 und 2. Ohne Zäune und ohne Sitzplätze, ganz im Sinne des Denkmalschutzes, unter dem der Kurpark steht. Und mit einem weiteren Riesenvorteil: An den beiden Plätzen können die Fans bei Qualifikationsspielen und Trainingseinheiten Spitzentennis ohne Eintrittskarten erleben!

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Die Premiere der „Bad Homburg Open presented by Engel & Völkers“ im vergangenen Jahr fiel wegen der Corona-Pandemie leider anders aus, als es geplant war. Statt 3500 Zuschauern, die die Tribüne des Centre Courts hätte fassen sollen, musste die Zahl der Besucher auf 600 reduziert werden, und etliche der geplanten Events fielen der Vorsicht vor dem Virus zum Opfer. Dennoch, trotz der Misslichkeiten – und einiger Regenschauer wie in England – zeigten Beteiligte und Besucher glückliche Mienen. Allen voran natürlich Turnierbotschafterin Angelique Kerber als erste Gewinnerin der „Bad Homburg Open“ und Turnierdirektor Dr. Aljoscha Thron.

Fotos: © Daniel Maurer

Sommerfest-Flair à la Wimbledon Dieses Jahr nun soll es in die Vollen gehen. Die Organisatoren versprechen nicht nur den Zuschauern mit Tribünen-Karten, sondern auch den flanierenden Besuchern „Spitzentennis mit Wimbledon-Flair, Sommerfest-Atmosphäre und ein vielseitiges Entertainment-Programm für Groß und Klein“ abseits der Rasencourts. Dafür wird auf der Brunnenallee das Baloise Park Village aufgebaut, benannt und gesponsort von den Basler Versicherungen, die zur Schweizer Baloise-Gruppe gehören und ab Herbst auch als Baloise in Deutschland firmieren. Hier können sich die Kinder unter anderem auf Mini-Courts nach Herzenslust austoben.

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Das Kloster Eberbach richtet einen Weingarten ein, es gibt eine Lavazza Coffee Lounge, und diverse Foodtrucks locken mit kulinarischen Genüssen. Aus einem DJ-Bus heraus wird für musikalische Highlights gesorgt. Zudem sind im Baloise Park Village Interviews mit Spielerinnen und Aktionen mit Wimbledon Head Coach Dan Bloxham geplant, der extra von der berühmten Church Road in London nach Bad Homburg anreist. Darüber hinaus steht jeder Tag unter einem eigenen Motto: Der Eröffnungssamstag, 18. Juni, ist als „Tag der offenen Tür“ geplant. Was im Einzelnen auf die Besucher wartet, stand bei Redaktionsschluss ebenso wenig fest wie die Programme an den weiteren Tagen. Nur so viel: Den „Family Day“ am Sonntag, 19. Juni, veranstalten die


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Wissenswertes Eintrittskarten für den Centre Court sind für das Finale (25. Juni), die Halbfinals (24. Juni) und den ersten Turnier-Sonntag (19. Juni) nicht mehr verfügbar., wohl aber für die weiteren Turniertage. Sie sind in autorisierten Vorverkaufsstellen und über die Agentur Reservix im Internet erhältlich, die man über die Homepage www.badhomburg-open.de erreichen kann.

„Bad Homburg Open“ gemeinsam mit Medienpartner Hit Radio FFH. Der „Kids Day“ am Montag, 20. Juni, soll die Kinder begeistern, der „Clubs Day“ am Mittwoch, 22. Juni, stellt Vereinsmitglieder in den Mittelpunkt. Der „After Work Day“ am Donnerstag, 23. Juni, lädt dazu ein, den Abend bei Musik der Live-Band „Skinny Jeans“ ausklingen zu lassen.

Kerber, Petkovic, Bencic – und wer noch? Aufschlag Bad Homburg: Bleibt die Frage, wer die gelben Bälle über das Netz schlagen wird. Dazu können wir nur so viel verraten: Natürlich wird es Titelverteidigerin und Turnierbotschafterin Angelique Kerber sein, und ebenso kommt auch Andrea Petković, die bislang sieben WTATurniere gewann, wieder nach Bad Homburg. Gemeldet hat ebenso Olympiasiegerin Belinda Bencic aus der Schweiz. Und dann müssen wir passen. Die Meldefrist war bis Redaktionsschluss noch nicht abgelaufen. Es wird sicher noch die eine oder andere Überraschung geben.

Die Spiele auf dem Centre Court beginnen in der Regel um 12.00 Uhr, das Finale um 13.00 oder 14.00 Uhr. Genaue Uhrzeiten stehen in der Tagespresse. Die Öffnungszeiten des Baloise Park Village auf der Brunnenallee: Samstag, 18. Juni, von 10.30 bis 22.00 Uhr, ab Sonntag, 19. Juni, von 11.00 bis 22.00 Uhr. Die „Bad Homburg Open“ im Fernsehen: Eurosport und Tennis-Channel werden mehrere Matches live übertragen. Das hessische Fernsehen hat ebenfalls Berichterstattungen angekündigt.

Eva Schweiblmeier

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AUS DEM WIMBLEDON-ABC Zu finden auf der Homepage www.badhomburg-open.de/de/news E wie Erdbeeren: Was wäre Wimbledon ohne seine berühmten Erdbeeren mit Schlagsahne? Das traditionelle Turnier-Dessert wird zu einem Preis von 2,50 £ nahezu überall auf dem Wimbledon-Gelände für Besucher verkauft. In jeder Schale, genannt „Punnet“, sind mindestens zehn der roten Früchte, deren Gewicht zwischen 12 und 13 Gramm liegt. In den beiden Turnierwochen gehen im Schnitt knapp 150.000 „Punnets“ über die Ladentheke – mit insgesamt rund 10.000 Litern Cream. Das macht das leckere Dessert zu einem echten Erfolg bei Spielern wie auch Besuchern! P wie Pimm’s: Wer in Wimbledon Erdbeeren mit Cream genießt, tut dies oft in Verbindung mit dem alkoholischen Getränk Pimm’s Cup, oder nur kurz Pimm’s. Das bräunliche Getränk mit Zitronen- und Gurkenscheiben, das in durchsichtigen Plastikbechern serviert wird, ist aus Wimbledon nicht mehr wegzudenken. 1971 eröffnete die ANZEIGE

presented by

erste Pimm’s Bar auf der Turnieranlage. Allerdings gab es in den letzten Jahren Zoff, da das Getränk zu überteuerten Preisen und in verdünnter Mischung ausgegeben wird. Q wie Queue: Im Vergleich zu den anderen Grand-SlamTurnieren kann man in Wimbledon nur in wenigen Ausnahmefällen Karten erwerben. Der Großteil der Karten wird wegen der großen Nachfrage verlost. Oder man stellt sich in die weltberühmte Schlange am Kassenhaus „The Queue“, bei der man mit viel Glück, Zeit und Geduld ein Ticket für den Tag erwerben kann. Viele Fans übernachten daher in Zelten im Wimbledon Park vor den Kassenhäuschen, um am nächsten Tag Tickets zu ergattern. Dabei gilt es, strenge Regeln zu beachten: Neben Beschränkungen für das Gepäck erhält jeder, der sich in der Schlange anstellt, eine „Queue-Card“, die die Position in der Schlange vermerkt. Morgens um 6.00 Uhr werden die Übernachtenden geweckt, um ihren Schlafplatz zu räumen.


STADTGESPRÄCH by nted prese

RUND UM DEN WEISSEN SPORT Es winken schöne Gewinne:

Fotos: © Harald Welt

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Frage, Wissen und Gewinn – Das LOUISe-Rätsel zu den „Bad Homburg Open“ Seit nicht ganz 150 Jahren wird Tennis gespielt – im englischen Wimbledon wie in Bad Homburg vor der Höhe. Wer waren die einstigen Protagonisten? Und die heutigen? Was waren außergewöhnliche Ereignisse und Leistungen? Gehen Sie mit LOUISe auf eine Reise durch die Tennis-Geschichte, indem Sie die Fragen unseres Rätsels lösen. Ein kleiner Tipp, wenn Sie mal nicht weiterwissen oder sich unsicher sind: Stöbern Sie im LOUISe-Stadtgepräch „Tennis“ der Juni-Ausgabe 2021 und im Turnierheft der Bad Homburg Open 2021. Beide finden Sie im Stadtarchiv in der Villa Wertheimber, Tannenwald­allee 50 (bitte anmelden: Tel. 06172-4045), und im Internet.

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2 Eintrittskarten für die „Bad Homburg Open“ am Montag, 20.6.2022 2 Eintrittskarten für die „Bad Homburg Open“ am Mittwoch, 22.6.2022 5 Mal 4 Stunden Verwöhnzeit im Kur-Royal Day Spa für 2 Personen in Gutschein für das Spielbank-Restaurant Le E Blanc (3-Gänge-Menü für 2 Personen inkl. Eintritt) in Gutschein für ein Abendessen in der Ritter´s E Lounge Bar im Steigenberger Hotel Bad Homburg im Wert von 120,00 € 1 Bad Homburg-Wohndecke 3 Sets mit je 1 Frühstücksbrettchen, Tasse und Servietten

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Den ausgefüllten Fragebogen (Seite 12) geben Sie ab bei oder schicken Sie an: Kur- und Kongreß-GmbH Bad Homburg Tourist-Info im Kurhaus Louisenstraße 58, 61348 Bad Homburg Einsendeschluss ist Mittwoch, 8. Juni 2022. Die Preise werden im Losverfahren vergeben. Es nimmt teil, wer mindestens 14 Fragen richtig beantwortet hat. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ihr Vermögen. Nach Maß gefertigt. Vertrauen Sie Experten! Gerade in Zeiten niedriger Zinsen und dynamischer Märkte ist es wichtig, einen souveränen und kompetenten Finanzpartner an Ihrer Seite zu haben. Verlassen Sie sich auf unsere langjährige Expertise rund um Vermögen, Vorsorge-, Immobilien- und Generationenmanagement.

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STADTGESPRÄCH

Viel Spaß beim Rätseln und Glück beim Gewinnen: Los geht's:

11. Wann war Angelique Kerber Deutschlands Sport-

1.

12. Wie lautet die Adresse des All England Lawn Tennis

Wie nannte Major Wingfield das Tennisspiel, auf das er in den 1870er-Jahren ein Patent erhielt?

✎ 3.

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9.

Zwei Pakete mit dem „Wingfield-Tennisset“ gingen nach Deutschland. Wer erhielt sie?

and Croquet Club?

13. Was ist in Wimbledon der Magic Monday? 14. Wie lange dauerte es, bis nach Fred Perry mit Andy

In welchem Hotelgarten in Homburg wurden das erste Mal Tennisbälle über ein Netz geschlagen?

Murray wieder ein Brite in Wimbledon siegte?

15. Welcher internationale Wettbewerb wurde 1970 Aus welchem Jahr stammt die vermutlich erste Fotografie eines Lawn-Tennisspiels im Kurpark?

und 1976 im Kurpark ausgetragen?

16. 1973 wurde in Bad Homburg der Federation-Cup, Was war 1877 der Anstoß für die Austragung der ersten Championships in Wimbledon?

die Tennis-Weltmeisterschaft der Damen-Nationalmannschaften, ausgetragen. Wer bestritt das Finale und wie ging es aus?

Wie hieß der Homburger Platzwart, der den Rotsand-Belag erfand?

17. Wer wird als die beste Rasenspielerin aller Zeiten

Mit welchem Verein konkurrierte Homburg um die Austragung der Intern. Deutschen Meisterschaften um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert?

18. Rainer Schüttlers größter Erfolg in Wimbledon?

bezeichnet?

19. Was ist ein Golden Set? Welcher berühmte Tennisspieler aus der Anfangszeit gewann den „Homburg Pokal“ sechs Mal und bezeichnete den Kurpark als „edle Pflanzstätte der Tenniskunst“?

20. Wie lange dauerte das längste Damen-Finale auf Rasen?

Wie lautete der Spitzname der Tennislegende Gottfried von Cramm?

21. Welche Spieler weihten den neuen Rasen-Court

10. In welchem Jahr siegten beide, Steffi Graf und Bo-

22. Wer schuf den Elefanten als Siegertrophäe für die

ris Becker, in Wimbledon?

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im Kurpark am 11. Juli 2020 ein?

Bad Homburg Open?

2.

lerin des Jahres?


DER neugierige FRAGEBOGEN

A

uf zu neuen Ufern! Vor der Pandemie stellte LOUISe jeden Monat einem Künstler, einer Künstlerin, der, die in Bad Homburg auftrat, eine Reihe neugieriger Fragen, die nicht unmittelbar mit dem Schaffen der Persönlichkeit zu tun hatte, aber etwas von dem Menschen verriet. Für den Neuanfang der Rubrik haben wir uns eine Sportlerin ausgesucht: Angelique Kerber, Turnierbotschafterin und erste Gewinnerin des WTA-Tennis-Rasenturniers „Bad Homburg Open“. „Angie“, die nur selten zu Interviews bereit sein soll, beantwortete die Fragen exklusiv für LOUISe sehr gerne.

2018 gewann Angelique Kerber das, was viele den Tennis-Olymp nennen: das Rasenturnier in Wimbledon. Vorausgegangen waren Siege bei den Australian Open und den US Open 2016 sowie im selben Jahr der Gewinn der olympischen Silbermedaille. Seit 2003 spielt die Linkshänderin, die in Bremen geboren wurde und in Kiel aufwuchs, als Profi. 2016 rückte sie als erste Deutsche nach Steffi Graf 1997 auf den 1. Platz der Weltrangliste.

■ Sind Sie ein Morgenmuffel? Solange ich mit einer guten Tasse Kaffee in den Tag starten kann, trifft das nicht auf mich zu. (lacht)

■ Sind Sie eher Optimistin oder Pessimistin? Ganz klar eine Optimistin. Wobei ich beim Tennis viel über mich gelernt habe, was das betrifft. Auf dem Platz kann sich die Stimmungslage innerhalb kürzester Zeit komplett drehen, wobei man nie den Glauben verlieren darf, dass es gut ausgehen wird. ■ Wo möchten Sie leben? Mich zieht es immer ans Wasser, gerade auch weil ich in Kiel groß geworden bin. Dazu kommt, dass Tauchen ein großes Hobby von mir ist und ich keine Gelegenheit auslasse, ans Meer zu fahren.

© Paul Zimmer

■ Wer oder was inspiriert Sie? Menschen, die Ziele konsequent verfolgen und dabei ihre gute Laune nicht verlieren.

■ Ihr Motto? Niemals aufgeben, denn es lohnt sich immer, für etwas zu kämpfen. Und: Rückschläge gehören dazu, das sollte man akzeptieren, denn aus ihnen lernt man meistens mehr als aus Erfolgen. ■ Hund oder Katze? Da meine Familie einen Hund besitzt, kenne ich mich mit dieser Art von Vierbeinern einfach besser aus. LOUISe 6 / 2022 |

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SPECIAL

DAS BAD HOMBURGER

POESIEFESTIVAL 2022 DAS FESTIVALPROGRAMM

22. MAI BIS 16. JUNI Für einige wenige Veranstaltungen des 13. Bad Homburger Poesie- und Literaturfestivals, bei dem TV- und Kino-Stars aus Klassikern der Weltliteratur lesen, sind noch Eintrittskarten erhältlich.

Mittwoch, 8. Juni, 20.00 Uhr Güterbahnhof

Sonntag, 5. Juni, 17.00 Uhr Schlosshof Bad Homburg (Open-Air)

Katty Salié & Max Moor

Christian Berkel & Andrea Sawatzki

lesen aus George Orwell „Farm der Tiere“ Lesung mit Musikzuspielung

lesen aus Lewis Carroll „Alice im Wunderland“ Musikalische Begleitung: Anne-Sophie Bertrand, Harfe / Ulrich Horn, Cello u.a.

Vorverkaufsstellen:

Tourist Info + Service im Kurhaus, Tel. 06172-178 3710, E-Mail: tourist-info@kuk.badhomburg.de, oder Frankfurt Ticket, Tel. 069-13 40 400 oder www.frankfurt-ticket.de.

T 2022 EN H ER BS W IR D IN D N BE O H SC Tickets: 37,00 bis 53,00 VER

Tickets: 46,00 bis 60,00 €

Donnerstag, 9. Juni, 20.00 Uhr Güterbahnhof

Matthias Matschke

Dienstag, 7. Juni, 20.00 Uhr Kurtheater

Schüler und Studenten erhalten 5,00 € Ermäßigung.

Iris Berben

www.bad-homburger-poesieund-literaturfestival.com

liest aus Bram Stoker „Dracula“ Lesung mit Musik

liest aus Stefan Zweig „Brennendes Geheimnis“ Musikalische Begleitung: Mitglieder des hr-SinfonieOrchesters

H ER BS T 20

EN W IR D IN D Tickets: 37,00 bis 53,00 SC H O BE N

22

V ER

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Matthias Matschke

© Tom Wagner

Ronald Zehrfeld

© Mike Kraus

Christian Berkel & Andrea Sawatzki

© Vero Bielinski

Iris Berben

© Laurence Chaperon

Tickets: 37,00 bis 60,00 €


Freitag, 10. Juni, 20.00 Uhr Speicher im Kulturbahnhof

Donnerstag, 16. Juni, 20.00 Uhr Kurtheater

Ronald Zehrfeld

Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys

liest aus H. G. Wells „Die Zeitmaschine“ Tickets: 53,00 €

„Rhythmus in Dosen – Das Jubiläumsprogramm“

T 2022 EN H ER BS W IR D IN D N BE O H SC ER V

© Agentur Schott + Kreutzer

Katty Salié

© Markus Hauschild

Max Moor

© Herbert Schulze-Scorpio

SPECIAL

Peter Kurth

Tickets: 37,00 bis 71,00 € Sonntag, 12. Juni, 11.00 Uhr Schlosskirche

Weihnachtliche Sonderveranstaltung: Samstag, 3. Dezember, 18.00 Uhr St. Marien-Kirche

Friedrich Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg

liest aus Thomas Mann „Weihnachten bei den Buddenbrooks“ u. a. Musikalische Begleitung: Frauenchor „Pfälzische Kurrende“

Festakt zur Verleihung 2022

Tickets: 8,00 €

Nina Hoss

Tickets: 12,00 bis 44,00 €

Sonntag, 12. Juni, 20.00 Uhr Kurtheater

Peter Kurth & Nina Hoss

Sebastian Koch & Daniel Hope

V ER SC

Tickets: 37,00 bis 60,00

© Superbass / CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)

Lesung und Konzert „Paradise“

Der international renommierte deutsche Schauspieler Sebastian Koch, dem Bad Homburger Poesie & Literaturfestival besonders verbunden, und der irische Weltstar-Geiger Daniel Hope, vielfach ausgezeichneter Künstler und u. a. Träger des Bundesverdienstkreuzes, erkunden Gedanken und Fragen dazu – im Duo und mit Texten von Rumi bis Nietzsche sowie Solo-Musiken von Bach bis Debussy.

© Frank P. Wartenberg · glampool

Sonderveranstaltung Dienstag, 6. Dezember, 19.30 Uhr Ev. Erlöserlkirche

lesen aus Heinrich Mann „Professor Unrat / Der blaue Engel“ ER BS T 2022 Lesung mit MusikWIRD IN DEN HHOBEN

Daniel Hope

© Veru Bielinski

Michael Mendl

Michael Mendl

Sebastian Koch LOUISe 6 / 2022 |

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SPECIAL

17. BIS 25. SEPTEMBER

ORGELFESTIVAL

Mittwoch, 14. September, 14.00 Uhr, Abfahrt Bahnhof Bad Homburg

SPURENSUCHE NACH DEN ÄLTESTEN ORGELN IM TAUNUS Eine Nachmittagsexkursion zur Einstimmung auf das Fugato-Festival 2022.

Samstag, 17. September, 19.30 Uhr, Erlöserkirche

KLASSIK TRIFFT POP mit: Neue Philharmonie Frankfurt, Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus, Rockband der Neuen Philharmonie Frankfurt, Susanne Rohn (Hammond-Orgel), Leitung: Simon Edelmann.

Im Depot der Saalburg wurden Fragmente einer römischen Pfeifenorgel identifiziert – ein spektakulärer Fund, da es weltweit nur drei oder vier antike Orgelfragmente gibt. Die beiden Instrumente in Usingen und Grävenwiesbach wird Susanne Rohn, die Kantorin der Erlöserkirche, jedoch zum Klingen bringen; Gregor Maier, Kulturamtsleiter des Hochtaunuskreises, liefert historisch-kunsthistorische Hintergrundinformationen zu den Kirchen und ihren Instrumenten. Veranstaltet wird die Exkursion in Zusammenarbeit mit dem Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg v. d. Höhe und dem Förderverein Kreisarchiv des Hochtaunuskreises.

Mit der Neuen Philharmonie Frankfurt und dem JugendSinfonie-Orchester Hochtaunus treffen zwei innovative Orchester aufeinander, die zusammen mit einer Rockband und Susanne Rohn an der Hammond-Orgel Musik u.a. von Supertramp, Santana und Genesis aufführen.

Rückkehr gegen 18.30 Uhr

Karl Jenkins: „The Armed Man – A Mass for Peace” / mit dem Collegium Vocale Bad Homburg, Instrumentalsolisten und Bernhard Schmitz-Bernard (Orgel), Leitung: Dr. Helmut Föller

Teilnahmegebühr: 45,00 € (Konzerte und Busfahrt) Eintritt Einzelkonzerte (Usingen, Grävenwiesbach) je 10,00 € (ermäßigt je 5,00 €)

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Eintritt: 12,00 € bis 35,00 € (ermäßigt 9,00 bis 30,00 €)

Sonntag, 18. September, 11.30 Uhr, St. Marien

MUSIKGOT TESDIENST ZUM FESTIVALBEGINN


SPECIAL

17.00 Uhr, Erlöserkirche

15.00 und 17.00 Uhr, Erlöserkirche

KLASSIK TRIFFT POP

IMPROKONZERTE LIVE FÜR JUGENDLICHE

mit: Neue Philharmonie Frankfurt, Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus, Rockband der Neuen Philharmonie Frankfurt, Susanne Rohn (Hammond-Orgel), Leitung: Simon Edelmann. Mit der Neuen Philharmonie Frankfurt und dem JugendSinfonie-Orchester Hochtaunus treffen zwei innovative Orchester aufeinander, die zusammen mit einer Rockband und Susanne Rohn an der Hammond-Orgel Musik u.a. von Supertramp, Santana und Genesis aufführen. Eintritt: 12,00 € bis 35,00 € (ermäßigt 30,00 bis 9,00 €

Montag, 19. September, 20.00 Uhr, Erlöserkirche

STUMMFILM UND ORGEL „Der Glöckner von Notre Dame“ (USA, 1923), Regie: Wallace Worsley; David Franke (Freiburg) improvisiert an der Sauer-Orgel. Eintritt: 15,00 € (ermäßigt 10,00 €)

Dienstag, 20. September, 19.30 Uhr, Schlosskirche

David Franke (Freiburg) improvisiert für und mit Euch zu spontan vorgeschlagenen Themen aus Pop, Jazz, Film und Klassik. Eintritt: 6,00 Jugendliche, 10,00 € Erwachsene

Donnerstag, 22. September, 19.30 Uhr, Schlosskirche

DAS KLAVIER ALS ORGEL Klavier-Recital mit Julius Asal Orgelspieltechniken auf dem Klavier

Auf dem Programm stehen u. a.: Préludes von Debussy („Die versunkene Kathedrale“) und Cesar Franck „Prélude, Choral und Fuge“ Der deutsche Pianist Julius Asal hat sich in den vergangenen Jahren als einer der herausragenden Interpreten seiner Generation etabliert. Er ist regelmäßiger Gast internationaler Festivals, trat in prestigeträchtigen Konzertsälen auf und ist Gewinner zahlreicher internationaler Preise. Eintritt: 20,00 € (ermäßigt 15,00 €)

HÖLDERLIN – ORGEL UND LESUNG Rüdiger Safranski liest aus seiner Hölderlin-Biographie „Hölderlin. Komm! ins Offene, Freund!“; Bürgy-Orgel: Wolfgang Zerer. Werke von G. Muffat, H. Scheidemann, J. S. Bach, F. Mendelssohn-Bartholdy, J. Brahms u.a. Eintritt: 25,00 € (ermäßigt 20,00 €)

Mittwoch, 21. September, 9.00 und 11.00 Uhr, Erlöserkirche

DIE GESCHICHTE VON PIEP, DEM PIEPER Orgelkonzerte für Kinder; Guy Bovet (Orgel), Johanna Krumstroh (Rezitation)

Diese Geschichte über den kleinen gewitzten Vogel Piep, der auf eine zauberhafte Entdeckungsreise voller klanglicher Überraschungen geht, schrieb Guy Bovet, einer der größten Organisten unserer Zeit. Darüber hinaus komponierte er die Musik und malte wunderbar humorvolle Illustrationen, die auf einer Leinwand zu sehen sein werden.

Freitag, 23. September, 19.30 Uhr, St. Marien

PREISTRÄGERKONZERT UM DEN PUBLIKUMSPREIS der Rotary Bad Homburg Schloss Stiftung, Moderation: Lars Keitel

Drei Studierende, die zuvor an den Workshops „Johann Sebastian Bach: Leipziger Orgelwerke“ mit Prof. Wolfgang Zerer und „Louis Vierne: Fantasiestücke“ mit Prof. David Franke teilgenommen und im anschließenden Wettbewerb Rotary-Förderpreise erspielt haben, stellen sich dem Publikum im Wettstreit um den Publikumspreis, der mit 1.500 € dotiert ist. Auch ohne Hintergrundwissen über die Organistin/den Organisten können die Zuhörer ihre Stimme für das ihrer Meinung nach beste Orgelspiel abgeben. Eintritt: 10,00 € (ermäßigt 5,00 € )

Eintritt: 6,00 € Kinder, 10,00 € Erwachsene LOUISe 6 / 2022 |

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SPECIAL

WORKSHOPS & WETTBEWERBE FÜR STUDENTEN

Samstag, 24. September, 19:30 Uhr, Erlöserkirche

MULTIVISION UND IMPROVISATION

An den Workshops nehmen eingeschriebene Musikhochschulstudenten teil, die in einem Auswahlverfahren zugelassen werden. Orgelinteressierte Gäste sind herzlich eingeladen, die Unterrichtseinheiten zu verfolgen. Der Eintritt ist frei.

Zu einem eigens für diesen Konzertabend gedrehten Film des Friedrichsdorfer Fotografen Reiner Harscher improvisiert Stefan Viegelahn an der Sauer-Orgel. Die Konzertbesucher begeben sich auf einen Drohnenflug über die Kirche und ins Kircheninnere und hören aus dem Stegreif gespielte Orgelmusik. Neben diesem absoluten Highlight werden Werke von J.S. Bach und M. Reger zu hören sein. Eintritt: 25,00 € (ermäßigt 20,00 €)

© Schlösser und Gärten Hessen

Sonntag, 25. September, 10.00 Uhr, Erlöserkirche

Montag, 19. September, Schlosskirche Bürgy-Orgel, 9.00–13.00 und 14.00–18.00 Uhr.

MUSIKGOT TESDIENST ZUM FESTIVALABSCHLUSS Spirituals, Motetten und Orgelwerke des berühmten Oberurseler Komponisten Heinz Werner Zimmermann (1930–2022); mit dem Kammerchor der Erlöserkirche und Instrumentalensemble; Leitung: Susanne Rohn.

Montag, 19.September, 10.00–16.00 Uhr St. Marien, Klais-Orgel

JOHNANN SEBASTIAN BACH „LEIPZIGER ORGELWERKE“

WORKSHOP FÜR JUGENDLICHE

Prof. Wolfgang Zerer

AN DIE ORGEL, FERTIG, LOS…

© Schlösser und Gärten Hessen

Mit diesem Kurs mit Prof. Stefan Viegelahn richtet sich FUGATO an junge fortgeschrittene Organistinnen und Organisten im Alter zwischen 12 und 18 Jahren aus der Region. Schwerpunkt ist die Arbeit an einem frei wählbaren Orgelwerk sowie Improvisation.

Dienstag, 20. September, Erlöserkirche Sauer Orgel, 9.00–13.00 und 14.00–18.00 Uhr

IMPROVISATION + LOUIS VIERNE „FANTASIESTÜCKE“ Prof. David Franke

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Teilnahmegebühr: 25,00 €, Anmeldung bis 2. September an Susanne Rausch unter s.rausch@kuk.bad-homburg.de mit kurzer Angabe zur bisherigen musikalischen Ausbildung. Die Teilnehmer erhalten im Vorfeld eine Bescheinigung zur Schulbefreiung.


SPECIAL

Kirdorfs schwärzeste Tage im Film Dienstag, 7. Juni, 20.00 Uhr, Bürgerhaus Kirdorf, Stedter Weg

Ein Arbeitskreis des Kirdorfer Heimatmuseums hat diese Geschichte überregional erforscht. Viele

Eintritt frei; zur Deckung der Kosten wird um eine Spende gebeten.

atmuse rfer Heim © Kirdo

Der „tolle Christian“ wird der Söldnerführer aus dem Braunschweigischen bis heute genannt, nicht im Sinne von „fantastisch“, sondern weil er tatsächlich verrückt handelte. Er war rücksichtslos, kannte gegen niemanden ein Pardon, ließ morden und meucheln und versuchte dabei, als „privater Kriegsunternehmer“ Profit zu machen. Die Kirdorfer waren vor seinem Einfall gewarnt und flüchteten nach Wehrheim. Sie hatten jedoch keine Chance, dem 5000 Mann zählenden Heer des Welfen zu entkommen. Es folgte ihnen in den Taunus und trieb auch in Wehrheim sein Unwesen. Am dritten Tag, es war der 7. Juni 1622, kehrten die Soldaten nach Kirdorf zurück und steckten das Dorf in Brand. Alle Häuser wurden ein Raub der Flammen – bis auf eines: das Haus Bachstraße Nr. 1, das etwas außerhalb des Ortes stand. In ihm soll der „tolle Christian“ übernachtet haben.

bekannte Überlieferungen konnten um neue Angaben ergänzt, mit den Ereignissen der Nachbargemeinden abgeglichen und vervollständigt werden. Die Ergebnisse wurden in einem Dokumentarfilm zusammengefasst. Ein anspruchsvolles Vorhaben! In mühsamer und kreativer Arbeit entstand ein 45-minütiger Film, der anschaulich die damaligen Zusammenhänge und Vorkommnisse erklärt. Sein Titel: „Aufgeben war keine Option – Die Zerstörung Kirdorfs vor 400 Jahren“. Außerdem wird ein Artikel im diesjähr­igen Jahrbuch des Hochtaunuskreises veröffentlicht.

Der damalige Schultheiss von Kirdorf berichtete dem Oberamt in Königstein mit diesem Brief am 22.8.1622 von den damaligen Vorkommnissen (hier die letzte Seite).

Schwedentrunk: Die Darstellung zeigt deutlich das barbarische Wüten von Söldnern gegen die Land­bevölkerung im Dreißigjährigen Krieg.

© Kirdorfer Heimatmuseum

Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel kündigte seine Überfälle an: Er verschickte Briefe, die an allen Ecken angesengt waren und eindeutige Drohungen wie „Feuer“ und „Blut“ enthielten. Wahrscheinlich erreichte in den ersten Junitagen des Jahres 1622 auch Kirdorf ein solches Schreiben. Wenige Tage später lag die kleine Landgemeinde in der Nachbarschaft von Homburg vor der Höhe in Schutt und Asche. Es war das Pfingstwochenende 1622, der Dreißigjährige Krieg hatte erst vier Jahre gewütet. Es waren die schwärzesten Tage Kirdorfs.

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Premiere: Die Brand­schat­zung durch den „tollen Christian“ vor 400 Jahren

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Friedrich IV. Carl geboren 1724, gestorben 1751, regiert von 1746 bis 1751

Landgräfin Ulrike Louise

Da zählte der kleine Sohn, Friedrich Ludwig, gerade einmal drei Jahre, seine Mutter war mit ihren 19 Jahren selbst noch ein halbes Kind. Man muss jedoch bedenken, dass Kinder und Jugendliche damals schon früh Teil der Welt der Erwachsenen waren und deren Pflichten und Aufgaben übernahmen. Ulrike Louise regierte Homburg im Namen ihres Sohnes 13 Jahre lang. Sie hatte es wirklich nicht leicht, schlug sich aber trotz aller Misslichkeiten tapfer. Die Darmstädter versuchten, sich in alle möglichen Regierungsangelegenheiten einzumischen, und machten der jungen Landgräfin Vorschriften über Vorschriften. Kam Ulrike Louise den Anweisungen nicht nach, strich Ludwig VIII. ihr die Homburg zustehende Apanage über 15.000 Gulden oder Teile davon. Das ohnehin verarmte Homburg hatte dann Schwierigkeiten, die Gehälter der Beamten und Diener zu bezahlen, und die Hofhaltung musste eingeschränkt werden. Zwei Männer standen erst Landgraf Friedrich Carl und dann Landgräfin Ulrike Louise zur Seite. Erst war es ab 1747 der Jurist Johann Jakob Moser aus dem Würt-

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Nach dem Tod von Friedrich III. Jakob stolperte HessenHomburg in ein Desaster nach dem anderen. Darmstadt streckte immer wieder wie ein Krake seine Arme aus, um die Herrschaft über die landgräflichen Verwandten am Taunus-Rand zu übernehmen. Das begann damit, dass Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt die Vormundschaft über den Neffen und Erben Friedrich Jakobs, den 22-jährigen Friedrich Carl, beanspruchte. Und endete noch lange nicht mit der Besetzung des Homburger Schlosses durch 600 Darmstädter Soldaten 1847. Friedrich Carl konnte die Ansprüche des Verwandten abwehren, heiratete Ulrike Louise zu Solms-Braunfels, sorgte mit ihr auch für männlichen Nachwuchs, starb aber schon fünf Jahre, nachdem er die Regentschaft übernommen hatte.

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geboren 1731, gestorben 1792, regiert von 1751 bis 1766

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tembergischen, den Friedrich Carl zum Kanzleidirektor berief und der Ordnung in die auch von Misswirtschaft geprägte Haushaltsführung brachte. Zumindest versuchte er es, war aber nicht sonderlich erfolgreich. Die ständigen Auseinandersetzungen mit seinen Feinden und auch Verleumdungen brachten ihn dazu, nach noch nicht zwei Jahren aus dem Dienst auszuscheiden. Als zweiter war der Verwaltungsbeamte Geheimrat Friedrich Casimir von Creuz für Ulrike Louise eine große Hilfe. Er hatte die gute Absicht, zwischen Darmstadt und Homburg zu vermitteln, als er ein Memorandum verfasste. Ludwig steckte von Creuz dafür dann jedoch für ein Jahr ins Gefängnis nach Gießen. Kein Wunder, dass die Homburger die Mündigkeitserklärung von Friedrich Ludwig wie eine Geheimoperation betrieben. Man holte sie 1766 bei Kaiserin Maria Theresia ein. Der Prinz war da gerade einmal 18 Jahre alt. Ulrike Louise übergab ihrem Sohn die Regierungsgeschäfte, blieb ihm aber eine gute Ratgeberin.

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BÜHNE

Krimi, Volksbühne Bad Homburg KURTHEATER 20.00 Uhr Samstag, 18. Juni, 15.00 Uhr Sonntag, 19. Juni, 20.00 Uhr Dienstag, 21. Juni,

Das Stück spielt im viktorianischen England: Auf dem abgelegenen Heartstone-Anwesen kommt es zu einem tragischen Todesfall. War es ein Unfall? Oder doch Mord? Kein leichter Fall für Inspektor Hollister. Was ihn skeptisch macht: Der Herr des Hauses ist auf gleiche Art ums Leben gekommen. Er stößt zunächst bei den fünf Frauen, die das Anwesen bewohnen, auf eine Wand des Schweigens, doch nach und nach kann Hollister Licht in das Gewirr aus Lügen und Geheimnissen bringen. Dieses spannende Katz-und-Maus-Spiel mit seinem nostalgischen englischen Krimiflair und seinen reizvollen, sehr gegensätzlichen Charakteren, die alle etwas zu verbergen haben, garantiert Spannung und auch eine gehörige Portion englischen Humor. Eintritt: 15,00 bis 18,00 €, Ermäßigungen für Inhaber des Bad Homburg-Card, Kurkarteninhaber und Inhaber einer Ehrenamtskarte sowie für Schüler, Studenten und Schwerbehinderte.

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BÜHNE

Eintrittskarten sind bei Tourist Info + Service im Kurhaus, Tel. 06172-178 3710, E-Mail: tourist-info@kuk.badhomburg.de, oder bei Frankfurt Ticket, Tel. 069-13 40 400 oder www.frankfurt-ticket.de, erhältlich.

Sonntag, 26. Juni, 15.00 Uhr, Kurtheater

20 Jahre Sportschule M. Farnung verschoben vom 24. Januar 2021 Die Sportschule M. Farnung, die ihren Sitz in der Saalburgstraße hat, präsentiert zum Jubiläum Sportaerobic, Rhythmische Sportgymnastik und Sportakrobatik, moderiert von Joachim Lambi, bekannt als Juror aus der RTL-Sendung „Let´s Dance“. Die ehemalige Tschechische Meisterin in der Rhythmischen Sportgymnastik und dreifache „Miss Fitness Germany“ 1998, 1999 und 2000,

Michaela Steyer, und Sportgäste aus ganz Europa sind dabei, unter anderen die zweifache Weltmeisterin im Sportaerobic, Adela Citova. Eintritt: 15,00 € bis 19,00 €, Kinder bis 12 Jahre 8,00 €. Tickets, die für den 24. Januar 2021 erworben worden wurden, sind weiterhin gültig.

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KONZERTE

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Samstag, 25. Juni, 19.00 Uh Kurtheater

With a little help from my friends Benefizkonzert zugunsten der „Schnellen Hilfe in Not“

Freitag, 10. Juni, 18.30 Uhr Hölderlin-Zentrum, Villa Wertheimber, Tannenwaldallee 50

Hölderlin – Stationen eines Lebens Eine musikalisch-biografische Reise mit Claudia Burris Seit ihrer Schulzeit befasst sich die in Frankfurt lebende Pianistin, Klavierlehrerin und Komponistin Claudia Burris mit Hölderlins Dichtungen und seiner Biografie.

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Auch zog es sie immer wieder an die Orte, an denen Hölderlin wichtige Zeiten seines Lebens verbrachte. Dass sie einen Klavierzyklus zu diesem Thema schreiben würde, wurde ihr erst klar, als über die Jahre hinweg immer wieder eines dieser kleinen Stücke „angeflogen“ kam und sich die Teile nach und nach zu einem Ganzen fügten. Mit schlichten Mitteln und sich hineinfühlend in das Lebensgefühl der damaligen Zeit, bringen Burris 15 Klavier-Miniaturen die Stationen in Hölderlins Lebens zum Ausdruck: keine Vertonung der Dichtung also, sondern eine musikalisch-biografische Reise.

dem Landespolizeiorchester Hessen. Das Repertoire ist abwechslungsreich, melodisch, rhythmisch und hält immer musikalische Überraschungen bereit. Eintritt: 18,00 €.

© Schlösser und Gärten Hessen

© Claudia Burris

Der Pop- und Gospel Chor „Voice Affair“ des Gesangvereins Gonzenheim und das aus ihm hervorgegangene Frauenensemble „Singtonixen“ – beide stehen unter der Leitung von Musikdirektor Damian H. Siegmund – singen und swingen im Wechsel mit

Samstag, 11. Juni, 11.30 Uhr Schlosskirche

Orgelmatinee Kuratorium Bad Homburger Schloss

Eintritt frei. Anmeldungen: kultur@ bad-homburg.de.

Dominik Hambel spielt auf der Bürgy-Orgel neben Kompositionen von Johann Sebastian Bach zwei Stücke von Johann Ludwig Krebs und ­Georg Muffat.

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Eintritt frei.


KONZERTE

R O C K MUSICAL

Friedrich Hölderlin heute

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F r e u n d !

Sonntag, 12. Juni, 19.30 Uhr Erlöserkirche, Dorotheenstraße

VORSCHAU

Orgel & Literatur: Biblische Sonaten von Johann Kuhnau

Samstag, 2. Juli, 19.30 Uhr, Kurtheater

Eine musikalisch-literarische Annäherung an die „Biblischen Sonaten“ von Johann Kuhnau (1660-1722) mit Texten von Stefan Zweig, Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau u.a. Mit Jürgen Banholzer, Konzept und Orgel, und Johanna Krumstroh, Rezitation. Ein Jahr vor seiner Ernennung zum Leipziger Thomaskantor veröffentlichte Johann Kuhnau, der vor 300 Jahren starb, seine „Biblischen Sonaten“. Anderthalb Jahrhunderte bevor die Programm-Musik zu großer Blüte kam, wagte Kuhnau – der seinen Zeitgenossen als Universalgelehrter galt und zudem Romane schrieb – musikalische Kommentare zu Geschichten des Alten Testaments. Deren Themen sind Ursituationen menschlichen Daseins: Liebe, Verrat, Hass, Vergebung, Krankheit, Tod, Trostlosigkeit und Zuversicht. Das Programm führt an diese zeitlosen Stoffe heran. Eintritt: 20,00 €, ermäßigt 15,00 €.

Hölder, let’s rock! „Hölder – das Rockmusical“ aus Lauffen a. N. mit Schülerinnen der Humboldtschule Ein Rock-Musical rund um Friedrich Hölderlin, das Deutschlands großen Dichter auch den jüngeren Generationen verständlich machen und näherbringen soll. Immerhin ist sein Thema aktueller denn je: Freiheit, Freundschaft und eine bessere Welt. Zusammen mit Hegel und Schelling beschrieb er seine Vorstellungen in „Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus“. Eingewoben wird es in eine moderne Handlung um ein Schuljubiläum und die geplante Einweihung eines Hölderlin-Denkmals. Das Musical spielt also auf zwei Zeitebenen. Die Handlung wird eingerahmt von Rockmusik, ausdrucksstarkem Tanz und atmosphärischer Projektion. Neben den Mitwirkenden aus Lauffen gestalten auch Schülerinnen des Humboldtgymnasiums die Aufführung mit. Eintritt: 26,00 €, Schüler und Studenten15,00 €. Karten bei der Tourist-Info im Kurhaus, Tel. 06172-1783710; oder über ADticket.de, Tel. 069-1340 400. LOUISe 6 / 2022 |

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Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Pfingstsonntag Pfingstmontag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch

1. Juni 2. Juni 3. Juni 4. Juni 5. Juni 6. Juni 7. Juni 8. Juni 9. Juni 10. Juni 11. Juni 12. Juni 13. Juni 14. Juni 15. Juni

Kurkonzert Kurkonzert Kurkonzert Kurkonzert Kurkonzert Kurkonzert Spielfrei Kurkonzert Kurkonzert Kurkonzert Kurkonzert Kurkonzert Spielfrei Kurkonzert Kurkonzert

Donnerstag Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag

16. Juni Fronleichnam 17. Juni 18. Juni 19. Juni 20. Juni 21. Juni 22. Juni 23. Juni 24. Juni 25. Juni 26. Juni 27. Juni 28. Juni 29. Juni 30. Juni

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VERANSTALTUNGEN | ÜBERBLICK JUNI 2022

KURSEELSORGE

Pfarrerin Beatrice Fontanive Evangelische Seelsorgerin Tel. 0160-84 55 683 ev.kurseelsorge.badhomburg@web.de Sr. M. Christa Andrich CJ Katholische Seelsorgerin Tel. 0162 - 432 50 68 christa.andrich@web.de

AUSSTELLUNGEN neue Dauerausstellung Heimatstube Ober-Erlenbach Josef Baumann und die deutsche Fruchtsaftindustrie Jeden 1. So. im Monat 15.00-17.00 Uhr

Sozialberatung der Allgemeinen Lebensberatung St. Marien montags 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr Dorotheenstraße 19, Tel. 06172 - 59 39 088

bis 19. Juni Kulturzentrum Englische Kirche Art is more than talent – it´s passion Academy of Fine Art Germany Do. bis Fr. 16.00–19.00 Uhr, Sa., So. u. Feiertage 14.00–18.00 Uhr

18. bis 25. Juni Tennisclub Bad Homburg, Kurpark Bad Homburg Open WTA-Rasentennisturnier

25. Juni bis 24. Juli Kulturzentrum Englische Kirche Retrospektive Susanne Melchert Arbeiten auf Papier - Glasbilder Do. bis Fr. 16.00 - 19.00 Sa. u. So. 14.00 - 18.00 bis 31. Juli Museum Sinclair-Haus Wandelmut – Ausstellung und „Wandelsalon“ bis 19. Juni: Gärtnern für die Zukunft 22. Juni bis 31. Juli: UND Bad Homburg Di. 14.00–20.00 Uhr, Mi. bis Fr. 14.00–19.00 Uhr, Sa., So. u. Feiertage 10.00–18.00 Uhr

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bis 31. Oktober Villa Wertheimber, Hölderlin-Kabinett Patmos. Dem Landgrafen von Homburg Ausstellung über das von Friedrich Hölderlin für Friedrich V. Ludwig verfasste Gedicht Di. 9.00–16.00 Uhr, Mi. 14.00–19.00 Uhr, Fr. 9.00–12.00 Uhr bis 30. Dezember Villa Wertheimber, 1. OG (Archivflur) Die Landgrafen und Landgräfinnen von Hessen-Homburg Ausstellung von Porträts in den Sammlungen des Stadtarchivs Bad Homburg. Di. 9.00–16.00 Uhr, Mi. 14.00–19.00 Uhr, Fr. 9.00–12.00 Uhr

bis 15. Juli StadtBibliothek Rad und Räder Jahresausstellung des Fotoclubs Di. bis Fr. 11.00–18.00 Uhr, Sa. 11.00–14.00 Uhr bis 6. Juni Galerie Artlantis Jetzt Weißig, was Frielink ist Judith Weißig und Michiel Frielink (Leipzig) Fr. 15.00–18.00 Uhr, Sa., So. und Feiertage 11.00–18.00 Uhr 11. Juni bis 3. Juli Galerie Artlantis Raum greift aus uns Artlantis-Künstler Anja Harms und Eberhard Müller-Fries Fr. 15.00–18.00 Uhr, Sa., So. und Feiertage 11.00–18.00 Uhr bis 30. Oktober Saalburgmuseum Spot an! Szenen einer römischen Stadt täglich 9.00–18.00 Uhr bis Ende 2022 Automuseum Central-Garage GLAS Automobile – vom Gogomobil bis zum V8 Mi. bis So. 12.00–16.30 Uhr; an Feiertagen geschlossen bis 18. Dezember Gonzenheimer Museum im Kitzenhof 40 Jahre Geschichtlicher Arbeitskreis Gonzenheim So. 15.00–17.00 Uhr (außer in den hessischen Sommerferien) sowie nach Anmeldung bei Ernst R. Henrich, Telefon 06172-453036, oder Heinz Humpert, Telefon 06172-450134. ständige Ausstellung Kirdorfer Heimatmuseum Rund um den Bembel Kirdorfer Geschichte und Schobbestübchen Mi. und So. 15.00–17.00 Uhr

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VERANSTALTUNGEN | ÜBERBLICK JUNI 2022

1 MIT T WOCH

4 SAMSTAG

6 MONTAG

15.30 Uhr Jugendkulturzentrum e-werk Von Kisten und Kissen Spielraum Theater, ab 2 Jahren

11.00 Uhr Innenstadt Bad Homburg Genießer-Markt Aktionsgemeinschaft Bad Homburg

10.00 Uhr Saalburg Culinaria Thementage

19.00 Uhr Museum Sinclair-Haus Über wilde Flüsse und Natur im Wandel Gespräch mit Künstler Herwig Turk und Professor Klement Tockner von der Senckenberg Gesellschaft

2 DONNERSTAG 18.30 Uhr Villa Wertheimber Hölderlin und Leonardo – Analogien im Lichte der Felsgrottenmadonna Vortrag von Prof. Josef Nolte 19.30 Uhr Volkshochschule Die Türkei – viel mehr als nur Strandurlaub Vortrag von Günter Holle

3 FREITAG 19.30 Uhr Volkshochschule Gerhard Richter Vortrag über den deutschen Künstler von Dr. Dieter Tino Wehner

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5 SONNTAG 10.00 Uhr Treffpunkt: Bushaltestelle Saalburg Pfingsttour auf den Höhen des östlichen Taunuskamms Kurlandschaft-Rundwanderung 10.00 Uhr Saalburg Culinaria Thementage 11.00 Uhr Saalburg Kochen wie die Römer – gar nicht so einfach Vortrag 17.00 Uhr Schlosshof Bad Homburg (Open-Air) Christian Berkel & Andrea Sawatzki lesen aus Lewis Carroll „Alice im Wunderland“

7 DIENSTAG 15.00 Uhr Treffpunkt: vor der Tourist Info Baumführung durch den Kurpark 20.00 Uhr Kurtheater IRIS BERBEN liest aus Stefan Zweig „Brennendes Geheimnis“ Poesie- & Literaturfestival 20.00 Uhr Bürgerhaus Kirdorf Kirdorfs schwärzeste Tage im Film Premiere: Die Brandschatzung durch den „tollen Christian“ 1622

8 MIT T WOCH 19.00 Uhr Museum Sinclair-Haus Schreibworkshop mit Saskia Hennig von Lange Sich schreibend dem Phänomen „Garten“ nähern 20.00 Uhr Güterbahnhof Katty Salié & Max Moor lesen aus George Orwell „Farm der Tiere“


VERANSTALTUNGEN | ÜBERBLICK JUNI 2022

Foto © K. Buckel

9 DONNERSTAG 17.00 Uhr Museum Sinclair-Haus Philosophischer Streifzug Ein Ausstellungsrundgang mit Dr. Stefan Scholz 19.30 Uhr Volkshochschule Stoa, Epikureismus, Skeptizismus Vortrag von Dieter Dorth

10 FREITAG 19.00 Uhr Jugendkulturzentrum e-werk Jamsession 18.30 Uhr Villa Wertheimber Hölderlin – Stationen eines Lebens Eine musikalisch-biografische Reise mit Claudia Burris

11 SAMSTAG 11.30 Uhr Orgelmatinee Kuratorium Bad Homburger Schloss 12.00 Uhr Museum Sinclair-Haus Tag der Initiativen und Offenes Atelier Kreativer Kunst-Natur-Nachmittag

20.00 Uhr Jugendkulturzentrum e-werk Mitternachtsspiel Spielkultur auf Brett & Konsole

12 SONNTAG 11.00 Uhr Schlosskirche Friedrich Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg Festakt zur Verleihung 2022 11.00 Uhr Treffpunkt: Kaiser-Friedrich-Promenade Nr. 7 Prunk und Prominenz auf der Promenade Führung 13.00 Uhr Schlosspark Wissen wächst im Garten Spielerische Entdeckung des historischen Parks 15.00 Uhr Großer Tannenwald Lustwald „Die Große Tanne“ Führung Landgräfliche Gärten 19.30 Uhr Ev. Erlöserkirche Orgel & Literatur. Biblische Sonaten von Johann Kuhnau Eine musikalisch-literarische Annäherung

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EN H ER BS 20.00 Uhr W IR D IN D SC H O BE N ER V Kurtheater Peter Kurth & Nina Hoss lesen aus Heinrich Mann „Professor Unrat / Der blaue Engel“ Poesie- & Literaturfestival

14 DIENSTAG 19.30 Uhr Kurhaus Bad Homburg von A-Z Ein Streifzug in Bildern durch die Stadt mit Heidi Delle 20.00 Uhr Bürgerhaus Kirdorf Namibia Videofilm von Lilli und Helmut Jahr, Filmclub Taunus

15 MIT T WOCH 15.30 Uhr Jugendkulturzentrum e-werk Ich wollt, ich wär ein Huhn Figurentheater Vagabündel, ab 4 Jahren 19.00 Uhr Stadtarchiv in der Villa Wertheimber Vom Spiel britischer Kurgäste bis zu den „WTA Bad Homburg Open“ Vortrag in der Reihe „Aus dem Stadtarchiv“ von Dr. Klaus-Dieter Metz

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VERANSTALTUNGEN | ÜBERBLICK JUNI 2022

16 DONNERSTAG

21 DIENSTAG

20.00 Uhr Kurtheater ULRICH TUKUR & DIE RHYTHMUS BOYS „Rhythmus in Dosen – Das Jubiläumsprogramm“ Poesie- & Literaturfestival

20.00 Uhr Kurtheater Fünf Frauen und ein Mord Volksbühne Bad Homburg

17 FREITAG 18.30 Uhr Villa Wertheimber O Insel des Lichts Reflektionen zu Hölderlins Gedicht Patmos von Olga Martynova

18 SAMSTAG 20.00 Uhr Kurtheater Fünf Frauen und ein Mord Volksbühne Bad Homburg

19 SONNTAG

25 SAMSTAG 10.00 Uhr Treffpunkt: Haupteingang Rathaus Vom Alten Bahnhof zum Kulturbahnhof 19.00 Uhr Kurtheater With a little help from my friends Benefizkonzert zugunsten der „Schnellen Hilfe in Not“

15.00 Uhr Treffpunkt: Gotisches Haus Großer Tannenwald, Buschwiese – Forellenteich – Neuer Teich Führung Landgräfliche Gartenlandschaft 15.00 Uhr Kurtheater 20 Jahre Sportschule M. Farnung Sportaerobic, Rhythmische Sportgymnastik & Sportakrobatik

29 MIT T WOCH 15.30 Uhr Jugendkulturzentrum e-werk Die faulste Katze der Welt 12-Stufen-Theater, ab 4 Jahren 16.30 Uhr Villa Wertheimber BdV-Kulturtag

26 SONNTAG 15.00 Uhr Treffpunkt: oberer Schlosshof am Weißen Turm Kultur rund ums Wasserweibchen Führung

10.00 Uhr Treffpunkt: Gotisches Haus (Bushaltestelle) Exotische Gehölze im Taunus und ihre Geschichten Kurlandschaft-Rundwanderung 15.00 Uhr Kurtheater Fünf Frauen und ein Mord Volksbühne Bad Homburg 16.00 Uhr Museum Sinclair-Haus botanoadopt®Adoptionsbüro Pflanzliche Individuen adoptieren und sie als Freund oder Familien­ mitglied bei sich aufnehmen

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© Schlösser und Gärten Hessen

SCHLOSS BAD HOMBURG

Sonntag, 12. Juni, 13.00 bis 17.00 Uhr, Schlosspark

Wissen wächst im Garten „Wissen wächst im Garten“, heißt es beziehungsreich in den nächsten Wochen in den hessischen Schlossgärten. Die spielerische Entdeckung historischer Parks verfolgt das Ziel, dass Kinder besonders schutzwürdige Grünanlagen in Hessen kennenlernen und über diese Anlagen mit Gegenwarts- und Zukunftsthemen wie Klimawandel, Biodiversität und Nachhaltigkeit in Berührung kommen. Die Aktionstage bieten Kindern Wissen und Spaß in einem. „Wir wollen einen Beitrag für Umweltbildung leisten und Eltern nach zwei anstrengenden Jahren der Pandemie ein wenig Schützenhilfe bei der Förderung ihres Nachwuchses geben. Gleichzeitig sensibilisieren wir für den

spezifischen Denkmalschutz unseres grünen Kulturerbes“, sagt Kirsten Worms, Direktorin von Schlösser und Gärten Hessen. Die jungen Wissenssammler und ihre Eltern werden ausgestattet mit Stempelkarten und Gartenplänen und gehen etwa drei Stunden auf Erkundungstour. Bei jedem Wetter! In Bad Homburg findet sie am 12. Juni statt. An zwölf Stationen erhalten die Kinder kindgerecht aufbereitete Informationen über den Schlosspark, über seine Geschichte, die dort wachsenden Pflanzen und die Arbeit der Gärtner. Leitende Themen sind Gartenkunst, Denkmalpflege, Artenvielfalt von Flora und Fauna sowie schonender Umgang mit Ressourcen. Teilnahme kostenfrei.

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AUSSTELLUNGEN ng tellu ach s s u ra nb Daue ber-Erle e u e N s9 eO tstub n Rathau a m i lte He Am A

Wer etwas über Fruchtsaft wissen will, geht zu Baumann Josef Baumann baute das Zentrum der deutschen Fruchtsaftsaftindustrie auf

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ie Mitglieder der Heimatstube Ober-Erlenbach haben die coronabedingte Schließung ihres Museums im vergangenen Jahr genutzt, um die in die Jahre gekommene Dauerausstellung über Josef Baumann neu zu gestalten. Baumann bescherte dem bis 1972 eigenständigen Dorf, das heute ein Bad Homburger Stadtteil ist, eine Blütezeit und einen deutschlandweiten, ja internationalen Ruf: als Zentrum der gärungslosen Früchteverwertung. Diese für die deutsche Industriekultur wichtige Periode ist nun im ersten Obergeschoss der Alten Schule modern und ansprechend aufbereitet. 1927 traf der 50-jährige in Freiburg geborene und studierte Obstbautechniker im katholisch und landwirtschaftlich geprägten Ober-Erlenbach ein. Josef Baumann hatte den Auftrag, in dem verschlafenen Dorf von 1100 Einwohnern, auf dem ehemaligen Lersner’schen Anwesen, eine „Lehr- und Versuchsanstalt für gärungslose Früchtever-

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wertung“ (kurz LUVA) aufzubauen. Der entscheidende Anstoß dafür kam aus der Abstinenzbewegung. 1895 fand in Basel ein internationaler Abstinenzkongress statt, auf dem der Schweizer Prof. Dr. Müller-Thurgau seinen richtungsweisenden Vortrag „Die Herstellung unvergorener und alkoholfreier Obst- und Traubenweine“ hielt. Von der Schweiz und Müller-Thurgau ausgehend, fasste die Idee der gärungslosen Früchteverwertung auch in Deutschland Fuß. Auf dem Deutschen Abstinenztag 1912 in Freiburg konnte Dr. Max Moser („Finksches Mostfass“) Baumann für die gärungslose Früchteverwertung gewinnen. In dieser Zeit konstruierte Baumann den als „Baumann-Glocke“ weltweit berühmt gewordenen Apparat zur Süßmostherstellung. Dem Vorsitzenden des „Vereins gegen den Missbrauch geistiger Getränke“, Prof. Gonser, blieb Baumanns Arbeit nicht verborgen. Da Baumann seine Forschungen in Freiburg nicht weiterführen konnte, kaufte der Verein für 1000 Reichsmark ein vorher als Mühle und zuletzt als Gipsfabrik genutztes Anwesen in Ober-Erlenbach. Gonser stellte es Baumann mit dem Auftrag zur Verfügung, dort eine „Lehr- und Versuchsanstalt für gärungslose Früchteverwertung“ aufzubauen. Innerhalb weniger Jahre entstand in Ober-Erlenbach unter Baumanns Leitung das Zentrum der deutschen Fruchtsaft-


AUSSTELLUNGEN

KULTURZENTRUM ENGLISCHE KIRCHE, FERDINANDSPLATZ Öffnungszeiten: Donnerstag bis Freitag 16.00 bis 19.00 Uhr, Samstag und Sonntag 14.00 bis 18.00 Uhr. Eintritt frei. 25. Juni bis 24. Juli

Retrospektive Susanne Melchert Arbeiten auf Papier, Glasbilder

industrie. Wer etwas über Fruchtsaft wissen will, der geht zu Baumann nach Ober-Erlenbach, hieß es in der Branche. 1934 kam die Anerkennung als „Staatlich anerkannte Lehr- und Versuchsanstalt für gärungslose Früchteverwertung“ mit Lehrräumen und einem praktischen Betrieb, in dem Praktikanten und Lehrlinge aus aller Herren Länder ausgebildet wurden, hinzu. Das Fachblatt „Gärungslose Früchteverwertung“ (später „Flüssiges Obst“) wurde dort verfasst und monatlich herausgegeben. Der Beruf des Süßmosters mit dreijähriger Lehrzeit wurde geschaffen und in Bad Homburg 1957 dafür die Zentralberufsschule für Lehrlinge des Süßmostgewerbes eingerichtet. Die zunächst in Ober-Erlenbach und später in Bad Homburg ansässige Süßmost-GeräteZentrale GmbH wurde gegründet, um Maschinen, Geräte und Lagergefäße für die gewerbliche Süßmostherstellung zu entwickeln und zu vertreiben. Bis zu seinem Tod im Jahr 1963 hielt Baumann die Leitung der LUVA in festen Händen. Für seine Verdienste wurde der Süßmost-Pionier 1952 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Öffnungszeiten: jeden 1. Sonntag im Monat 15.00 bis 17.00 Uhr.

Die Sommer-Ausstellung „Retrospektive Susanne Melchert – Arbeiten auf Papier und Glaskunst“ ist dem Werk einer Künstlerin gewidmet, die vor 80 Jahren in Bad Homburg geboren wurde und seit 50 Jahren freischaffend tätig ist. Die Ausstellung zeigt drei Werkgruppen: In der Sektion „Aus dem Haushaltsbuch“ werden die Versprechungen der Werbung aus einem anderen Blickwinkel als dem der Gewohnheit geprüft und in vielfältige neue Beziehungen gebracht. Es sind Collagen mit Zeichnung und Malerei, teilweise auch mit aufgenähten Stoffstücken. Dann gibt es eine Gruppe von Aquarell- und Acryl-Malerei auf Büttenpapier, in der sich Naturdarstellung und Abstraktion durchdringen. In der dritten Sektion zur Glasmalerei werden originale Glasbilder und Entwurfszeichnungen gezeigt und so ein Rückblick auf Melcherts Werk als Glaskünstlerin gegeben. Susanne Melchert lebte in ihren ersten Jahrzehnten in Bad Homburg. Sie absolvierte eine Glasmalerlehre, studierte und arbeitete an der Städelschule und ist seit den 1970er-Jahren als freischaffende Grafikerin, Malerin und Glaskünstlerin tätig. Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre. Vernissage: Freitag, 24. Juni, 19.00 Uhr.

bis 19. Juni

Art is more than talent – it´s passion Studierende der Academy of Fine Art Germany präsentieren ihre Arbeiten: Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen. Die Besucher werden außerdem das eine oder andere Mal in den Genuss kommen, den heranwachsenden Künstlern über die Schulter zu schauen. Die Studierenden werden die ersten in Hessen sein, die sich nach erfolgreichem Abschluss staatlich geprüfter

Kunstmaler oder staatlich geprüfter Skulpteur nennen dürfen. Denn die in Bad Homburg ansässige Academy of Fine Art Germany wurde im November 2021 als erste Kunstakademie im Bundesland vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst als staatlich anerkannte Ergänzungsschule ernannt. www.academy-of-fine-art.com

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AUSSTELLUNGEN

bis 31. Juli Museum Sinclair-Haus, Dorotheenstraße, Ecke Löwengasse

22. Juni bis 31. Juli, Wandelsalon

UND Bad Homburg

Wandelmut – Ausstellung und „Wandelsalon“

© Museum Sinclair-Haus

Das Museum Sinclair-Haus hat ein experimentelles Projekt gestartet, mit dem Kunstschaffende aufrufen, in Zeiten des WANDELS mit MUT nach neuen Wegen aus den Krisen zu suchen. Dafür wandelt sich auch das Museum selbst: Während im Obergeschoss in der Ausstellung „Wandelmut“ internationale Kunstschaffende das Thema auf poetische Weise umkreisen – etwa zum Zusammenleben von Mensch und Tier oder zur Bedeutung von Stadtgrün bzw. von naturbelassenen Landschaften –, ist das Erdgeschoss zu einem „Wandelsalon“ geworden. Er steht in der Tradition früherer Zeiten, als „die Gesellschaft“ im Salon zusammenkam, um sich zu unterhalten und brennende Fragen zu diskutieren. Entsprechend werden auch im Salon des Museums Sinclair-Haus Besucherinnen und Besucher willkommen geheißen.

Im Wandelsalon wird anschließend ein soziokulturelles Forschungsprojekt der HfG Offenbach im Lehrbereich „Experimentelle Raumkonzepte“ unter der Leitung von Heiner Blum und Jan Lotter vorgestellt (siehe auch das Interview mit Heiner Blum). UND ist nicht nur ein Wort, das Mögliches und Utopisches miteinander verbinden kann, sondern auch der Name einer Projektplattform, die Räume und Ereignisse produziert, mit dem Ziel, Menschen und Kulturen zu verbinden. Das Museum SinclairHaus wird zum Schauplatz vielfältiger Experimente, die unseren Alltag betreffen. Jede Woche steht ein anderes Thema im Mittelpunkt: 22. bis 26. Juni „Regionale Erzeuger,“ 28. Juni bis 3. Juli „Natürlich konservieren, einmachen, fermentieren“. Die UND-Küche öffnet sonntags um 11.00 Uhr, die Wandel-Bar mittwochs von 19.00 bis 21.00 Uhr. Die Wochenthemen im Überblick stehen auf: https://kunstund-natur.de/museum-si nclair-haus/ausstellungen/undbad-homburg.

UND Offenbach © Heiner Blum

Öffnungszeiten Ausstellung „Wandelmut“: Dienstag 14.00 bis 20.00 Uhr Mittwoch bis Freitag 14.00 bis 19.00 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertage 10.00 bis 18.00 Uhr. Wer die Schau ansehen möchte, kann spontan kommen oder unter www.reservierung.museum-sinclair-haus.de ein Zeitfenster reservieren. Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 4,00 €, mittwochs Eintritt frei.

BEGLEITPROGRAMM: bis 19. Juni, Wandelsalon

Gärtnern für die Zukunft In der ersten Junihälfte steht im Wandelsalon das Gärtnern im Mittelpunkt. Ausstellungsstücke vermitteln die künstlerische Sicht auf pflanzliche Mitwesen und ihre vom Menschen gestalteten Lebensräume. Künstler und Gartenbegeisterte sind regelmäßig im Salon zu Gast. Unter anderem bietet die Künstlergruppe botanoadopt® ein Empathie-Training für den Umgang mit Pflanzen an. Und die Besucher können ungeliebte oder verwaiste Zimmerpflanzen adoptieren und bei sich aufnehmen. Kuratiert vom Team des Museums Sinclair-Haus: Kathrin Meyer (Leitung), Moritz Ohlig und Andrea Sietzy.

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Mittwoch, 1. Juni, 19.00 Uhr: Gespräch „Über wilde Flüsse und Natur im Wandel“ mit dem Künstler Herwig Turk und Prof. Klement Tockner von der Senckenberg-Gesellschaft. Mittwoch, 8. Juni, 19.00 Uhr: Schreibworkshop mit Saskia Hennig von Lange „Vom Hegen und Pflegen“. Donnerstag, 9. Juni, 17.00 Uhr: Philosophischer Streifzug mit Dr. Stefan Scholz. Samstag, 11. Juni, 12.00 –17.00 Uhr: Tag der Initiativen und Offenes Atelier: Kunst und Natur – regional und nachhaltig. Sonntag, 19. Juni, 16.00 Uhr: botanoadopt® Adoptionsbüro: Im Adoptionsbüro kann man pflanzliche Individuen adoptieren und sie als Freund oder Familienmitglied bei sich aufnehmen.

www.museum-sinclair-haus.de


AUSSTELLUNGEN

UND Offenbach © Heiner Blum

UND dann sprach LOUISe mit dem Konzeptkünstler Heiner Blum UND … ein Projekt, das Sie gemeinsam mit Studierenden des Fachbereichs Experimentelle Raumkonzepte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach realisieren. Nach Berlin und Offenbach kommt es jetzt nach Bad Homburg ins Museum Sinclair-Haus. Für was steht „UND“, Herr Blum? Und wo hat das Projekt seinen Anfang genommen?

UND ist ein additives Format. Generell geht es darum, Orte der Begegnung und des Austausches zu schaffen. Diese Räume bespielen wir zu Teilen selbst, bieten aber auch Andockmöglichkeiten zum Mitmachen und zur Teilhabe. Sechs Wochen sind Sie zu Gast im Museum Sinclair-Haus im Wandelsalon der Ausstellung „Wandelmut“. Was hat UND mit Wandel zu tun?

UND schafft modellhaft Orte der friedlichen Begegnung und des Austauschs. Das UND ist ein Ort für alle Menschen. Es öffnet sich für Menschen jeder Herkunft, jeder Gender-Orientierung, jeden Alters. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich gerne in getrennten sozialen und kulturellen Gruppen auseinanderdifferenziert. Wir versuchen, die Menschen zusammenzuführen. Das Projekt möchte Verbindungen schaffen, Austausch zwischen den Generationen initiieren und eine Projektplattform sein. Was können die Bad Homburger gemeinsam mit Ihnen erleben und was wünschen Sie sich von den Menschen in der Stadt?

In Bad Homburg gestalten wir sechs unterschiedliche Themenwochen. Alle Bürger Bad Homburgs und der Region sind aufgerufen, Beiträge zu den Themen beizusteuern:

© UND Berlin (Academic Beach/ Floating University), Experimentelle Raumkonzepte, HfG Offenbach, 2021 © Jan Lotter

Regionale Erzeuger, Natürlich Konservieren und Einmachen, Fermentieren, Farben aus der Natur, Regionales Reisebüro, Spiele, UND-Laden. Wer mitmachen möchte meldet sich unter kontakt@ und.international. Jede Woche hat ein Thema? Das klingt nach viel Beteiligung der Besucher. Wenn Sie das Thema Spielen nehmen – warum ist für Sie und ihre Studierenden Spielen gerade heute wichtig und welche Spiele wird es im Museum geben?

Mit der zunehmenden Digitalisierung des Lebens hat sich das Spielen vermehrt ins Netz und auf Konsolen verlagert. Wir wollen das analoge Spiel zurückholen und erfahrene Menschen anregen, die Spiele ihrer Kindheit zu teilen. Ein fermentierter Rote-Beete-Knoblauch-Cocktail ist nur einer der Drinks, die Sie mit ins Museum bringen. Jede Woche laden die Studierenden mittwochs zur UND-Bar und sonntags zum Brunch in der UND-Küche ein. Hier wird dann kulturübergreifend und international gemixt und gekocht. Welche Geschmackserlebnisse erwarten die Gäste?

Bar und Brunch werden immer einen Bezug zum Wochenthema haben. In der ersten Woche kochen wir mit frischen Zutaten aus der Region, in der zweiten serviert die Bar Cocktails auf Fermentbasis mit fantasievollen Namen wie Purple Stain oder Woman of Culture. In der Spielwoche überprüfen wir, ob es vielleicht doch Spaß macht, mit Essen zu spielen.

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© Stadtarchiv Bad Homburg

AUSSTELLUNGEN

bis 30. Oktober Saalburg-Museum

bis 31. Oktober Hölderlin-Kabinett in der Villa Wertheimber, Tannenwaldallee 50

Spot an! Szenen einer römischen Stadt

Die Römer gründeten Augusta Treverorum im Jahr 17 vor Christi. Trier, wie die Stadt heute heißt, entwickelte sich zum größten Ableger Roms nördlich der Alpen und zu einem florierenden Handelszentrum. Nicht nur vor Ort kann man nach wie vor den Glanz der ehemaligen Residenz Kaiser Konstantins (um 300 n. Chr.) erleben, sondern auch in der Ausstellung im Saalburg-Museum. Sie führt mitten hinein in die antike Großstadt, ihre Straßen- und baulichen Anlagen, ihre Wasser- und Abwasserversorgung, die luxuriösen Badeanlagen und die Amphitheater. Die kulinarische Versorgung auf dem Markt und in den Garküchen wurde ebenfalls nicht vergessen. Die Ausstellung beschränkt sich nicht auf Erzählungen, sondern zeigt auch originale Funde: Architekturteile und Porträts aus Marmor, Geschirr und Wohnaccessoires, Handelsgüter und Handwerksgeräte. Dazu kommen anschauliche Illustrationen und Videoanimationen mit Momentaufnahmen, und sogar die Geräuschkulisse versetzt in die bedeutende römische Metropole. Die Ausstellung wurde vom Rheinischen Landesmuseum Trier gestaltet. Öffnungszeiten: 9.00 bis 18.00 Uhr. Zugang im Eintrittspreis für das Saalburg-Museum enthalten: Erwachsene 7,00 €, Kinder ab 6 Jahren 5,00 €, Familienkarte 14,00 €.

Patmos. Dem Landgrafen von Homburg Aus unserer Handschriftensammlung Im Hölderlin-Kabinett in der Villa Wertheimber werden nach wie vor Landgraf Friedrich V. Ludwig von HessenHomburg und die ihm gewidmete Hölderlin-Hymne „Patmos“ vorgestellt. Deren bekannteste Zeilen lauten: „Wo aber Gefahr ist wächst / Das Rettende auch“. Der tiefreligiöse Landgraf hatte das Gedicht bei Hölderlin in Auftrag gegeben, um seine Untertanen in Zeiten der Aufklärung im christlichen Glauben zu festigen. Er erhielt die Hymne 1803 zu seinem 55. Geburtstag. Hölderlin veränderte sein Werk anschließend mehrmals, so dass es verschiedene Handschriftenversionen gibt. Von einer ist zurzeit die erste Seite als Faksimile zu sehen, gegen Ende der Ausstellung wird das Original für einige Tage aus der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart nach Bad Homburg geholt. Öffnungszeiten: Dienstag 9.00 bis 16.00 Uhr, Mittwoch 14.00 bis 19.00 Uhr, Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr. Eintritt frei. Die Ausstellung kann ohne Anmeldung besichtigt werden.

bis 30. Dezember Stadtarchiv in der Villa Wertheimber, Tannenwaldallee 50 (Archivflur)

Die Landgrafen und Landgräfinnen von Hessen-Homburg

© Saalburg Museum

Ausstellung zum 400. Gründungsjahr der Landgrafschaft

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Gezeigt werden Porträts aus den Sammlungen des Stadtarchivs. Zu sehen sind neben Gemälden vor allem Druckgrafiken, die vor der Erfindung der Fotografie eine massenhafte Verbreitung der Bildnisse erlaubten. Öffnungszeiten: Dienstag 9.00 bis 16.00 Uhr, Mittwoch 14.00 bis 19.00 Uhr, Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr.


AUSSTELLUNGEN

GALERIE ARTLANTIS, TANNENWALDWEG 6 Öffnungszeiten: Freitag 15.00 bis 18.00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag 11.00 bis 18.00 Uhr. Eintritt frei. www.galerie-artlantis.de. bis 6. Juni

Jetzt Weißig, was Frielink ist Artlantis-Mitglieder Judith Weißig und Gastkünstler Michiel Frielink aus Leipzig

bis 15. Juli StadtBibliothek, Dorotheenstraße 24

Rad und Räder Jahresausstellung des Fotoclubs Bad Homburg Die Mitglieder des Fotoclubs haben das Thema „Rad und Räder“ auf vielfältige und kreative Art interpretiert. Entstanden sind ganz unterschiedliche Aufnahmen: Stillleben, Motive aus verschiedenen technischen Bereichen bis hin zu Fotografien mit künstlerischer Note. www.fcbh.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 11.00 bis 18.00 Uhr, Samstag 11.00 bis 14.00 Uhr.

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Arkaden-Anzeige-klein1 Mittwoch, 11. Mai 2022 10:15:52

Michiel Frielinks Kunst ist ausgesprochen politisch, Judith Weißigs Themen sind eher privater Natur. Sie zeigt Materialverbindungen, die sich mit ihrem Ankommen in der neuen Stadt, dem Alltag und dem Dank an die Natur beschäftigen. In der Materialwahl manifestiert sich das Thema. So kommen neben Farbe auch Streichhölzer, Kerzen und Masken zum Einsatz. Frielink lässt seine Schauplätze – Äcker, zur Bestellung umgepflügte Grünanlagen und Ruinen – als ungewöhnlich geordnet erscheinen. Auf das Wesentliche beschränkt, wird das Grauen sichtbar gemacht.

11. Juni bis 3. Juli

Raum greift aus uns Artlantis-Künstler Anja Harms und Eberhard Müller-Fries Der Ausstellungstitel ist eine Zeile aus dem Gedicht „Durch den sich Vögel werfen“ von Rainer Maria Rilke. Anja Harms und Eberhard Müller-Fries erarbeiten gemeinsam ihre Kunstprojekte und Ausstellungen. Deren Grundlagen sind immer literarische Texte oder Textfragmente. Es sind Arbeiten mit unterschiedlichsten Materialien, die sich im Spannungsfeld Buch/Skulptur/Installation bewegen. Schwerpunkte dabei sind Druckgrafik, Künstlerbücher, Buchskulpturen, Zeichnungen, Installationen. Gezeigt werden aktuelle Arbeiten, verwoben zu einer raumgreifenden Installation aus Buchskulpturen, Künstlerbüchern und großformatigen Zeichnungen. Eröffnungsfest: Freitag, 10. Juni, mit den beiden Künstlern und Gregor Maier, Fachbereichsleiter Kultur beim Hochtaunuskreis, der die Ausstellung eröffnet. Die Flötistin Katrin Heller begleitet den Abend musikalisch. LOUISe 6 / 2022 |

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AUSSTELLUNGEN

bis Ende 2022 Automuseum Central-Garage, Niederstedter Weg 5

© Museum >Central Garage

GLAS Automobile – vom Goggomobil bis zum V8

„Goggomobil“ lieferte der mobilen Welt besondere Protagonisten, die sich als niedliche Autos oder „Puppenwagen“ charakterisieren ließen. Heute freut sich jeder über die

kleinen bunten Wagen und staunt, wie viele Menschen damals in ihnen Platz fanden. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Menschen früher wohl kleiner waren. Das Auto erfüllte als Verkehrsmittel seinen Zweck, war zufrieden mit kleinen Parkplätzen, kurvte schnell und genoss elegant die Fahrten durch schmale Straßen in verwinkelten Städten. Der Goggo war erfinderisch, spartanisch, winzig und laut. Seine Blütezeit lag in der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders, die Ausstattung gab sich dennoch eher bescheiden. Die Sitze würde man heute noch nicht mal einem Angler zumuten, sagen die Experten. Ein kleiner Motor, der einem RasenmäherMotor ähnelt, lag neben zwei Sitzen, den Notsitzen. Sicherheitsgurte gab es nicht. Die Technik war einfach konzipiert. Goggos Zeiten sind lange vorbei – heute ist es ein historisches Kultauto, zumindest die rote Limousine. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 12.00 bis 16.30 Uhr. An Feiertagen geschlossen. Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten.

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AUSSTELLUNGEN

bis 18. Dezember Gonzenheimer Museum im Kitzenhof

40 Jahre Geschichtlicher Arbeitskreis Gonzenheim Ständige Ausstellung Kirdorfer Heimatmuseum, Am Kirchberg 41A

Rund um den Bembel Kirdorfer Geschichte und Schobbestübchen Anhand von historischen Objekten, Fotos, Urkunden und Bildern wird die Geschichte von 12 Kirdorfer Gasthäusern erzählt. Die Inszenierung kann auch genutzt werden: mit einem gemütlichen Zusammensitzen beim Äpperlwoi auf alten Bänken am originalen, historischen Gaststättentisch. www.museum-kirdorf.de

Öffnungszeiten: Mittwoch und Sonntag 15.00 bis 17.00 Uhr.

Die Sonderausstellung zeigt anhand vieler Fotos und Exponate die Arbeit des Geschichtlichen Arbeitskreises Gonzenheim in den vergangenen Jahren. Die Hobby-Historiker schlossen sich 1982 nach der Präsentation der Ausstellung „Gonzenheim im Wandel der Zeit“ zusammen, die auf reges Interesse gestoßen war. Öffnungszeiten: Sonntag 15.00 bis 17.00 Uhr (außer in den hessischen Sommerferien) sowie nach Anmeldung bei Ernst R. Henrich, Telefon 06172-453036, oder Heinz Humpert, Telefon 06172-450134. Eintritt frei. LOUISe 6 / 2022 |

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18. - 25. JUNI

AUFSCHLAG BAD HOMBURG Wettkampfgeist und Sensation 18. Juni, 11-18 Uhr Pressestart mit Tennis-Fun-Court am Kurhausplatz Bad Homburg-Stand täglich ab 11 Uhr im Kurpark auf der Brunnenallee

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YOUNG LOUISE

Mittwoch, 1. Juni, 15.30 Uhr Jugendkulturtreff e-werk, Wallstraße 24

Mittwoch, 29. Juni, 15.30 Uhr Jugendkulturtreff e-werk, Wallstraße 24

Von Kisten und Kissen

Die faulste Katze der Welt

Kindertheater, ab 2 Jahren

12-Stufen-Theater ab 4 Jahren

Ein clowneskes Vergnügen mit vielen Kisten und Kissen, zwei wirklich sehr verschiedenen Menschen und ihren umständlichen Versuchen, sich spielerisch näher zu kommen. Es entstehen Kistentürme und Kissenberge, und Federn und Kissen lernen das Fliegen. Kurz: Das Lieblingsspielmaterial der Kinder wird zum Hauptakteur. Jutta Damaschke und Gisela Honens schlüpfen in die Rollen der clownesken Hauptfiguren, die sehr zum Vergnügen der Zuschauer mit dem Eigenleben der Kisten und Kissen zu kämpfen haben. Bis es am Ende doch noch gelingt, etwas Gemeinsames zu schaffen.

Das Stück von Gertrud Pigor ist ein zauberhafter, herrlich schräger Spaß mit viel Wortwitz und Situationskomik, bei dem sich Kinder und Erwachsene gleichermaßen amüsieren werden. Heldin ist die faule Josefine, die alle Tätigkeiten von ihrer geliebten Couch aus erledigt. Doch das ändert sich, als sie von einem Zusammenstoß mit dem rüpeligen Nachbarshund Rudi einen lästigen Floh mitbringt. Jetzt bloß nicht panisch werden. Nun gilt es, diesen mit möglichst wenig Aufwand wieder loszuwerden. Vielleicht kann man ihn ja anderen Fellbesitzern andrehen? Durch starke Körpersprache und klare Textstrukturen ist das Stück auch für Kinder geeignet, die noch nicht so gut deutsch sprechen. Eintritt: 3,00 €

Mittwoch, 15. Juni, 15.30 Uhr Jugendkulturtreff e-werk, Wallstraße 24

Ich wollt, ich wär ein Huhn Figurentheater Vagabündel, ab 4 Jahren Ich wollt ich wär ein Huhn, ich hätt nicht viel zu tun, ich legte vormittags ein Ei und abends hätt’ ich frei – tja, und wenn man wie Hilde keine Eier legen kann? Dann gibt es neben guten Ratschlägen auch jede Menge Spott. Verletzt und traurig verlässt sie den Hof, und plötzlich liegt da ein wunderschönes Ei. Hilde kann ihr Glück kaum fassen und brütet es aus. Aber statt des erwarteten kuscheligen Kükens schlüpft ein kleines Krokodil. 16 Meter Wäscheleine, Bettwäsche, ein Bügelbrett, ein Nähkorb mit Stopfei und Socken, Socken, Socken. Ein Theaterstück, bei dem die Geschichte wie von selbst entsteht – beim Wäscheaufhängen. Eintritt: 3,00 €.

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YOUNG LOUISE

r Sommerferien in de

Kinderkunstschule Kinderkunstschule, Rind’sche Stift-Straße 7 25. bis 29. Juli, 9.00 bis 13.00 Uhr:

Zeichenworkshop

Urban Sketching, Ideen im Freien finden, weiterbearbeiten, vergrößern, in Malerei umsetzen. Ab 9 Jahren, Kosten: 285,00 €.

1. bis 5. August, 9.00 bis 13.00 Uhr:

Kunst im Freien

Freitag, 10. Juni, 19.00 Uhr

zeichnen, bauen, sprayen, aquarellieren. Ab 9 Jahren, Kosten: 285,00 €.

Jamsession

3. bis 5. August, 14.00 bis 17.00 Uhr:

Von Jazz bis Metal, Funk, Hip Hop oder Blues für Anfänger, Profis und alle, die dazwischen liegen, zum Zuhören oder Mitspielen.

Töpferkurs „Das Tischlein deck dich“

Eintritt frei.

individuelles Essgeschirr wird in Aufbautechnik (ohne Drehscheibe) hergestellt. 7 bis 14 Jahre, Kosten: 210,00 € inkl. Material + Brennkosten.

Samstag, 18. Mai, 20.00 Uhr

Mitternachtsspiel

8. bis 12. August, 9.00 bis 13.00 Uhr:

In gemütlicher Café-Atmosphäre finden Jugendliche, Erwachsene und Familien, die zusammen spielen oder neue Spiele testen wollen, aktuelle Brettspiele und Klassiker vor – inklusive einer Auswahl an Neuheiten von der Essener Spielemesse. Jeder kann selbst ein Spiel aussuchen und mit Freunden spielen. Es finden sich auch immer Mitspieler.

Berühmte Künstlerinnen kennenlernen

Malerei, Zeichnen, Collage. Ab 12 Jahren, Kosten: 285,00 €.

15. bis 19. August, 9.00 bis 13.00 Uhr:

Papier + Kunst = Papierkunst. Ab 10 Jahren, Kosten 285,00 €.

Eintritt frei.

24. bis 26. August, 9.00 bis 13.00 Uhr

Mixed Media.

Jugendkulturtreff e-werk Wallstraße 44 Bad Homburg v.d. Höhe info@e-werk-hg.de Tel. 06172 - 253420

Ab 7 Jahre, Kosten: 210,00 €. 29. August bis 2. September, 9.00 bis 13.00 Uhr:

Pappmaché. Ab 8 Jahre, Kosten: 285,00 €. Anmeldungen unter fantasie@kinderkunstschule-hg.de oder per Telefon unter 06172-942390. LOUISe 6 / 2022 |

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www.e-werk-hg.de www.kulturtreff.info www.kulturtreff-ewerk.de


DIES UND DAS

Donnerstag, 2. Juni, 18.30 Uhr Villa Wertheimber, Tannenwaldallee 50

Hölderlin und Leonardo – Analogien im Lichte der Felsgrottenmadonna Vortrag von Prof. Josef Nolte Der Tübinger Theologe und Historiker Josef Nolte war von 1983 bis 2005 Professor für Europäische Kulturgeschichte und Kunstwissenschaft an der Universität Hildesheim. Sein besonderes Interesse an der Kultur der Renaissance in Italien und ihrer Nachwirkungen in Europa verknüpft er in seiner 2022 im Narr Verlag erschienenen Schrift „Hölderlin und Leonardo“ mit dem Werk Friedrich Hölderlins. Es gehört zu den kaum erklärbaren Ungereimtheiten der Hölderlin-Forschung, dass ein so groß angelegtes Gedichtvorhaben wie Hölderlins Hymnenentwurf „An die Madonna“ bislang so gut wie unbeachtet geblieben ist. Dem Text sind eine Erratik und Fremdheit eigen, die unter anderem auf seine Bildhaftigkeit zurückzuführen ist. Hölderlin hatte offenbar ein bestimmtes Bild tatsächlich vor Augen: Seine Hymne wurde von Leonardos „Felsgrottenmadonna“, die sich heute im Louvre befindet, dem Sinn und der Form nach inspiriert. Die Ähnlichkeit zwischen Bild und Text lässt einen Zusammenhang zwischen Hölderlins und Leonardos Weltansicht erkennen, der über die einzelnen Werke hinausgeht: Gleichmut am Abgrund in beinah apokalyptischer Erwartung. Eintritt frei. Anmeldungen erforderlich: kultur@bad-homburg.de

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Dienstag, 14. Juni, 20.00 Uhr Bürgerhaus Kirdorf, Stedter Weg 4

Namibia Videofilm von Lilli und Helmut Jahr, Filmclub Taunus Erstes Ziel der Wohnmobil-Reise ist das größte Naturschutzgebiet, der Namik-Naukluft Park mit dem SesriemCanon und den höchsten Sterndünen der Welt am Sossusvlei. Nach Lüderitz wird die verlassene Diamanten-Stadt Kolmanskop besichtigt. Auf der Weiterfahrt nach Süden liegt die größte Schlucht Afrikas, der Fish River Canon. Dann geht es zum Köcherbaumwald und Hardap-Damm, dem größten Stausee Namibias. Nach weiteren 550 km sind die Filmer in Swakopmund und nehmen an einer geführten Halbtagestour in die Mondlandschaft teil. Auf einem 1,5 km langen Küstenstreifen sehen, hören und riechen sie schätzungsweise 10.000 Robben. 500 km Richtung Nordosten kommen sie in den Etoscha-Nationalpark und wandern über das Plateau am Waterberg. Eintritt frei.

Dienstag, 14. Juni, 19.30 Uhr, Kurhaus

Bad Homburg von A bis Z Ein Streifzug in Bildern durch die Stadt von und mit Heidi Delle Als frühere Residenzstadt der Landgrafen von HessenHomburg, als Sommersitz der deutschen Kaiser-Familien und als Heilbad, das im 19. Jahrhundert Weltrang eroberte, ist Bad Homburgs Geschichte reichhaltig. Die Spuren dieser Geschichte finden sich im Schloss und seinem Park, im denkmalgeschützten Kurpark mit den historischen Bauten und Denkmälern, auch in der beschaulichen Altstadt und in der Landgräflichen Gartenlandschaft, die hinausführt in die Wälder des Taunus. Eintritt frei.


DIES UND DAS

Mittwoch, 15. Juni, 19.00 Uhr Stadtarchiv in der Villa Wertheimber, Tannenwaldallee 50

Vom Spiel britischer Kurgäste bis zu den „WTA Bad Homburg Open“ Lichtbildervortrag von Dr. Klaus-Dieter Metz Als im Herbst 2019 ein internationales Tennisereignis an Bad Homburg vergeben wurde, war das weder Zufall noch Glück, sondern Anerkennung und Fortsetzung einer erinnerungswerten Tennistradition; denn noch vor dem ersten Wimbledon-Turnier 1877 machte das aufstrebende Kur- und Heilbad mit dem Tennisspielen britischer Kurgäste auf Kurpark-Rasen Bekanntschaft. Seitdem ist Bad Homburgs Tennisgeschichte reich an Ereignissen: nachweisbar erstes Tennisspiel und erster Tennisplatz auf dem europäischen Kontinent, weltweit erste Spiele auf rotem Belag, Austragungsstätte internationaler Meisterschaften und Turniere mit begehrten Siegestrophäen, weltbekannten Spielerinnen und Spielern sowie mit Besucher-Prominenz von überallher. Der Vortrag wenige Tage vor Beginn der zweiten „WTA Bad Homburg Open“ erinnert an Bad Homburgs ruhmreiche Tennisgeschichte. Eintritt frei.

Freitag, 17. Juni, 18.30 Uhr Hölderlin-Zentrum in der Villa Wertheimber, Tannenwaldallee 50

O Insel des Lichts

© Stadtarchiv Bad Homburg

Reflektionen zu Hölderlins Gedicht Patmos von Olga Martynova

Mittwoch, 29. Juni, 16.30 Uhr, Villa Wertheimber, Tannenwaldallee 50

BdV-Kulturtag Der Bund der Vertriebenen (BdV) Kreisverband Hochtaunus legt den Schwerpunkt dieses Kulturtages auf das ehemalige deutsche Siedlungsgebiet Sudetenland. Dr. Wolfgang Schwarz ist Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert-Stifter-Verein, München. Er wird einen Lichtbilder-Vortrag halten mit dem Thema: „Das Sudetenland – Geschichte und Kultur gestern und heute“. Eintritt frei. Anmeldungen per E-Mail: bdv-hochtaunus@t-online.de oder Telefon 06172-25553.

Olga Martynova hat in der Begleitbroschüre zur Patmos-Ausstellung im Hölderlin-Zentrum einen wunderbaren Text verfasst. Sie wirft mit dem Blick einer Schriftstellerin auf das Gedicht viele Fragen und Assoziationen auf und regt damit zum Nachdenken über Hölderlins Hymne an. An dem Vortragsabend wird sie Teile ihres Textes vortragen, um mit dem Publikum über Hölderlin ins Gespräch zu kommen. Olga Martynova wurde in Sibirien geboren, wuchs in Leningrad auf und zog 1991 nach Deutschland. Sie ist Mitglied des PEN und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2012 erhielt sie den Ingeborg-BachmannPreis, 2015 den Berliner Literaturpreis. Eintritt frei.

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DIES UND DAS

Veranstaltungen der Volkshochschule, Elisabethenstraße 4–8 Anmeldungen: Tel. 06172-23006 oder unter www.vhs-badhomburg.de. Donnerstag, 2. Juni, 19.30 Uhr

Die Türkei – viel mehr als nur Strandurlaub Viele Deutsche kennen von der Türkei nicht viel mehr als die sonnenverwöhnten Mittelmeerstrände. Das große Land, das aus dem Osmanischen Reich hervorging, hat aber weitaus mehr zu bieten: Interessante Städte, vielfältige Landschaften, kulturelle Schätze und nicht zuletzt freundliche, aufgeschlossene Menschen. Günter Holle hat das Land mit der Bahn bereist und schildert seine ganz persönlichen Eindrücke.

Donnerstag, 9. Juni, 19.30 Uhr

Eintritt: 9,00 €. Freitag, 3. Juni, 19.30 Uhr

Gerhard Richter

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Stoa, Epikureismus, Skeptizismus

Der deutsche Maler, Bildhauer und Fotograf Gerhard Richter ist nicht nur in Europa erfolgreich, sondern schaffte es mit einer Einzelausstellung sogar in das MoMA in New York City. Er hat verschiedene Kunstphasen, z.B. Abstrakten Expressionismus, Abstract Art und Konzept Kunst, durchlaufen. Der Referent ist Dr. Dieter Tino Wehner.

Die Blütezeit des alten Athen ist vorbei, die ehemals stolzen Stadtstaaten verabschieden sich militärisch gedemütigt von der politischen und wirtschaftlichen Bühne der Weltgeschichte. Wenn der einzelne Mensch seine materielle und kulturelle Mitte verloren hat, wie kann er dann ein vernunftgeleitetes Leben führen? Es gibt eine Antwort, aber drei verschiedene Wege: die Stoa, Epikur und den Skeptizismus. Referent: Dieter Dorth.

Eintritt: 9,00 €.

Eintritt: 9,00 €.


DDEI UE TS S UC HN ED S D A S ÄPPELWOITHEATER

Wanderführer des Taunusklubs „Der im Jahre 1868 von August Ravenstein gegründete Taunusklub […] bezweckt die Erschließung des Taunus, die Förderung des Wanderns, die Hebung des Verkehrs, er treibt Jugendpflege, Heimatschutz und Wintersport, er schafft und unterhält Wohlfahrtseinrichtungen und unterstützt bedürftige Taunusbewohner“. Schon im Jahr 1830 hatte der Kartograph und Geometer Ravenstein in Frankfurt eine Geographische Verlagsanstalt ins Leben gerufen, die seit 1871 Wanderführer des Taunusklubs veröffentlichte. Der letztmals 1928 erschienene „Offizielle Führer durch den Taunus“ bietet 135 Touren an, die noch heute nachverfolgt werden können und sportlich herausfordern: So wird für die Route von Bad Homburg über den Altkönig nach Kronberg eine Zeit von 4½ Stunden veranschlagt und für die Strecke von Bad Homburg nach Usingen 5 Stunden. Ergänzend sind die Bahnlinien beschrieben, von denen die Wanderungen ausgehen. Neben ausführlichen Wegbeschreibungen und 24 Fotos, die den damaligen Taunus auch bildlich vor Augen führen, gibt es detaillierte Informationen zur Geschichte selbst kleiner Taunusdörfer sowie zahlreicher Sehenswürdigkeiten am Wege, die häufig von ausgewiesenen Kennern verfasst wurden. Im Vorwort geht der Dank an „Herrn Baurat H[einrich] Jacobi, der die Abschnitte über Saalburg, Kapersburg, Feldbergkastell und Alteburg beisteuerte und dessen zahlreiche Einzelangaben bei Bad Homburg, Zugmantel usw. Berücksichtigung fanden“. Die kürzlich verstorbene Stadthistorikerin Gerta Walsh hat ihn in einer Biografie gewürdigt, nachzulesen im 29. Band unserer Publikationsreihe „Aus dem Stadtarchiv“. Wanderbegeisterte und Interessierte an der „Geschichte am Wegesrand“ sollten sich keinesfalls die „ortsgeschichtlichen Wanderungen mit Andreas Mengel“ entgehen lassen, die das Stadtarchiv im Frühjahr und Herbst anbietet. Thomas Füchtenkamp, Stadtarchiv

Freitag, 3., 10. und 24. Juni, 20.00 Uhr

Die BabbelOlympiade Eine hessische Spaß-Show Eintritt: 22,50 €.

Samstag, 4.,11. und 25. Juni, 20.00 Uhr

De Super-Trupp vom Hesseclub Eine Party-Show Eintritt: 22,50 €.

Deutsches Äppelwoi-Theater Bad Homburg Im Kurhaus, Schwedenpfad 1 www.aeppelwoi-theater.de

Eintrittskarten bei Tourist Info + Service im Kurhaus, Tel. 06172-178 3710, oder bei Frankfurt Ticket, Tel. 069-1340400, www.frankfurt-ticket. de. Karten außerdem am jeweiligen Spieltag 90 Minuten vor Showbeginn an der Abendkasse, Tel. 06172690407.

Öffnungszeiten des Stadtarchivs: Dienstag 9.00 bis 16.00 Uhr, Mittwoch 14.00 bis 19.00 Uhr, Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr, Anmeldung unter Tel. 06172-100 4140 oder stadtarchiv@bad-homburg.de. LOUISe 6 / 2022 |

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SAALBURG

Sonntag, 5. Juni, 11.00 Uhr

Kochen wie die Römer – gar nicht so einfach Vortrag von Dr. Hannes Lehar (Universität Innsbruck)

© Saalburg Museum

Besucher der Culinaria können die Zubereitung römischer Gerichte beobachten und diese auch verkosten. Allerdings: Wie weit können nachgekochte Speisen römischen Originalen entsprechen? Neben archäologischen Funden verfügen wir über Schriftquellen, sogar Kochbücher. Sie sind aber nicht immer leicht zu deuten, oft ist nicht klar, welchen heutigen Lebensmitteln die damals verwendeten entsprechen. Kann man Fleischqualitäten vergleichen? Oder Getreidesorten? Welches Gemüse oder Gewürz ist gemeint? Wäre die Zubereitung heute lebensmittelpolizeilich zulässig? Sonntag, 5. Juni, 10.00 bis 17.00 Uhr Montag, 6. Juni, 10.00 bis 17.00 Uhr

Culinaria Thementage Die kulinarischen Thementage am Pfingstwochenende werden gemeinsam mit der I. Römercohorte Opladen gestaltet, die ihr Versorgungszelt aufbaut. Selbstverständlich sind auch die Feuerstellen im Kastell in Betrieb, die Backöfen rauchen, und es brodelt und brutzelt in den Töpfen und Pfannen. Gezeigt wird, wie man mit der römischen Reibschale Pasten zubereitet, im Lehmkuppelofen Brot backt und über dem offenen Feuer die verschiedenen Gerichte zubereitet. Dazu gibt es natürlich eine Fülle von Informationen. Das Museumsrestaurant Taberna bietet die Möglichkeit, sich à la carte römisch verköstigen zu lassen.

Eintritt im Eintrittspreis für die Culinaria enthalten. Öffentliche Führungen: Jeden Samstag um 14.00 Uhr, jeden Sonntag und an den Feiertagen um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr gemeinsame Führungen für Erwachsene und Kinder ab Schulalter Erwachsene: 2,00 EUR, Kinder: 1,00 EUR zzgl. Eintritt. Öffnungszeiten der Saalburg: März bis Oktober täglich 9.00 bis 18.00 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr. Museumscafé Taberna: Dienstag bis Sonntag: 10.00 bis 18.00 Uhr. www.saalburgmuseum.de

Kosten: Erwachsene: 7,00 €, Kinder/Jugendliche: 5,00 €, Familien 14,00 € (inkl. Führungen, Vorführungen und Mitmachaktionen).

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Mo v. 10 -13 u. 14 -17 Uhr · Di v. 10 -13 u. 14-19 Uhr Do v. 09 -13 u. 14 -17 Uhr · Fr v. 09 -14 Uhr

Kühne & Neubauer

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© Saalburg Museum

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© Haus aus Gemünden

HESSENPARK

bis 27. November Haus aus Gemünden (Wohra) und Haus der Foto- und Filmgeschichte Hessen

DAS HESSENPARK-PROGR AMM IM JUNI

Neues Licht

Samstag, 5. Juni, ab 11.00 Uhr Sonntag, 6. Juni, ab 11.00 Uhr

Frühe Fotografie rund um den Taunus Am 19. August 1839 war die Fotografie offiziell erfunden. Nachdem die Französische Nationalversammlung - gegen Zahlung einer Leibesrente an die Herren Daguerre und Niépce - der Welt das Patent zu freier Nutzung geschenkt hat, gab es kein Halten mehr. Überall auf der ganzen Welt wurde fotografiert. Auf versilberten Kupferplatten entstanden Unikate, seitenverkehrte Daguerreotypien. Der Wunsch, Vervielfältigungen anzufertigen, wurde von dem dritten Erfinder der Fotografie, Fox Talbot, zunächst nur unvollkommen erfüllt. Die Talbottypien waren Papiernegative, die mit Hilfe von Wachs transparent gemacht wurden, um dann im Kontaktverfahren auf Silberpapier umkopiert zu werden. Bei diesem Vorgang wurde auch die Papierstruktur mitkopiert, so dass die Bilder sehr unvollkommen aussahen. Mit Einführung des nassen Kollodiumverfahrens 1851 gelang es, Negative auf Glas herzustellen. Zunächst wurden auch hier die Vergrößerungen auf Salzpapier angefertigt, ab ca. 1860 - mit Einführung von Albuminpapier (Eiweißpapier) - entstanden die wunderbaren Fotos dieser Sonderausstellung. Im Gebäude aus Gemünden (Wohra), für dessen Ausstellung Dr. Mayer-Wegelin verantwortlich zeichnet, sind die erste Daguerreotypie vom Schloss Bad Homburg von ca. 1840 und 54 Original-Fotos, von Marburg bis Darmstadt, von Wiesbaden über Frankfurt bis Gelnhausen, aus der Zeit von ca. 1850 bis 1890 zu sehen. Die frühen Fotografen aus der Region, wie der Frankfurter Fotograf Carl Friedrich Mylius, fertigten Stadtansichten und Landschaftsfotos an. Im Fotohaus werden, kuratiert von Wolfgang Sauer, die frühe Technik wie die Schiebekasten-Kamera, Cartes de Visites-Kamera sowie die frühe Porträt-Fotografie demonstriert. Öffnungszeiten: Haus aus Gemünden (Wohra): bis 31. Oktober, mittwochs, samstags, sonn- und feiertags von 10.00 bis 17.00 Uhr. Fotohaus: bis 31. Oktober, täglich von 9 bis 18 Uhr samstags, sonn- und feiertags von 10.00 bis 17.00 Uhr.

Mühlentage Anlässlich des Deutschen Mühlentages dreht sich auch im Hessenpark alles rund um die historischen Bauwerke. In der Kappenwindmühle werden die Segel gesetzt und Korn gemahlen. Auch für die Kleinsten ist gesorgt: Getreide kann selbst von Hand gemahlen und gesiebt und Kostproben können mitgenommen werden. Im Hammerwerk wird geschmiedet, und die Bockwindmühle ist ebenfalls besetzt. Das Endprodukt aus den Mühlen wird im Backhaus aus Probbach von den historischen Hausfrauen genutzt, wenn sie den Ofen anfeuern und backen. Sonntag, 12. Juni, ab 11.00 Uhr

Lebendige Vielfalt – Biodiversität im Hessenpark Die neue Ausstellung im Festen Haus aus Ransbach widmet sich der Vielfalt der Tiere, Pflanzen und Lebensräume im Hessenpark. Sie zeigt, welche wichtige Rolle die Landwirtschaft spielt und was wir alle für den Erhalt der Vielfalt in unserer Kulturlandschaft tun können. Sonntag, 19. Juni, ab 10.00 Uhr

Bauernmarkt Auf dem Bauernmarkt kann man sich in historischer Umgebung mit allerlei Köstlichkeiten von hessischen Erzeugern eindecken. Das vielseitige Angebot der Marktstände reicht von Wurst, Käse und Honig bis hin zu Wildspezialitäten, Konfitüre und Gewürzen. Öffnungszeiten: bis 31. Oktober täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr, Einlass bis 17.00 Uhr Freilichtmuseum Hessenpark, Laubweg 5, 61267 NeuAnspach, Tel. 06081-5880, E-Mail: service@hessenpark.de

Kuratorenführung: Samstag 14. Mai, 11.00 Uhr, Treffpunkt Haus Gemünden. LOUISe 6 / 2022 |

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SPIELBANK

S P I E L B A N K B A D H O M B U R G – E C H T E R S P I E LG E N U S S S E I T 1 8 4 1 Wer die Sonne reinlässt, hat das Glück sicher an seiner Seite. Und wo findet man Glück bekanntlich am häufigsten? Natürlich in der Spielbank Bad Homburg. Doch nicht nur das: Viele wechselnde Spiele und Aktionen warten Monat für Monat auf die Gäste – und lassen die Herzen der Besucher auch im Juni höherschlagen.

Klassisches Spiel und Automatenspiel

Mit dem Somm Freitags und samstags ab 20.00 Uhr

Casino 4 Fun So kann Casino auch gehen: Junge Gäste erleben bestes Entertainment, Partymusik, gute Drinks, gutgelaunte Croupiers und die eine oder andere ungezwungene Runde Roulette oder Black Jack am Automaten.

Mittwoch, 1. Juni

Bad Homburger Jackpot-Festival 16.000 Euro gewinnen ohne eigenen Einsatz? Kein Problem beim Bad Homburger Jackpot-Festival, bei dem an allen Automaten (ausgenommen Multi-Roulette) alle 30 Minuten 500 Euro ausgeschüttet werden. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Montag, 6.6.

Mystery-Roulette Gespielt wird um 18.00 und 22.00 Uhr. Dabei raten Gäste, in welchem Fach die Roulettekugel unter dem abgedeckten Kessel liegt, und gewinnen mit ein bisschen Glück 1.000 Euro. Wird in der ersten Runde die Zahl nicht erraten, erhöht sich der Jackpot in der folgenden Runde um 1.000 Euro.

Mystery-Black-Jack Gespielt wird um 18.00 und um 22.00 Uhr. Die Besucher raten die verdeckte Karte und spielen von Runde zu Runde um einen Jackpot ab 1.000 Euro. Sollte in der ersten Runde niemand den Jackpot knacken, erhöht er sich wie beim Mystery-Roulette in der folgenden Runde um 1.000 Euro.

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© alle Fotos: Spielbank Bad Homburg

Dienstag, 21. Juni


© Spielbank Bad Homburg

SPIELBANK

S P I E L B A N K B A D H O M B U R G – R E S TAU R A N T U N D LO U N G E

mer kommt das Glück Spielbank-Restaurant „Le Blanc“ Donnerstag, 30. Juni

Damenwahl Die Eventreihe geht mit einer Überraschung in die nächste Runde. Was genau es sein wird, das verrät die Spielbank auf ihren Social Media-Kanälen und auf der SpielbankWebsite.

Aktueller Corona-Hinweis Das Land Hessen hat die Corona-Schutzmaßnahmen und auch die Maskenpflicht aufgehoben. Die Test- und Impfnachweise entfallen ebenfalls.

Die Lounge ist momentan noch geschlossen Zurzeit finden noch keine Veranstaltungen in der Lounge statt. Über die Wiedereröffnung informiert die Spielbank auf ihrer Website oder den Social Media-Kanälen.

François Blanc Spielbank Kisseleffstr. 35 61348 Bad Homburg v.d.Höhe Tel. 0 61 72 / 17  01 - 0 www.spielbank-bad-homburg.de

Zutritt ab 18 Jahren | Bitte Personalausweis mitbringen | Damit Glücksspiel nicht zur Sucht wird: Beratung unter 0800/137 27 00 LOUISe 6 / 2022 |

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BAD HOMBURG ENTDECKEN

Jeden Freitag 15.00 Uhr Treffpunkt: Tourist Info + Service im Kurhaus

Infor­mationen und Regeln

Stadt­führungen Ein Rundgang durch die Innenstadt über die Louisenstraße und die Dorotheenstraße mit eindrucksvollen Kirchen und vielen historischen Gebäuden zum Landgrafenschloss und durch die Altstadt. Jeden Samstag 15.00 Uhr Treffpunkt: Kaiser-Wilhelms-Bad

© Dorothea Lindenberg

Kurpark­führungen Ein Spaziergang durch den Kurpark, der zu den größten und schönsten in Deutschland gehört. Ein Englischer Landschaftspark mit weiten Wiesenflächen, Solitärbäumen, Gehölzgruppen, Alleen, einem Weiher sowie historischen Bauten und Denkmälern. Mit Besichtigung der Russischen Kirche. Dienstag, 7. Juni, 15.00 Uhr Treffpunkt: Tourist-Info Kurhaus

Baumführung durch den Kurpark Der Kurpark ist mit ca. 47 ha das grüne Herz der Stadt. Das Werk berühmter Gartenkünstler entstand im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Heute als Kulturdenkmal ausgewiesen, wird der Landschaftspark maßgebend von seinem Baumbestand geprägt. Auf dem Rundgang werden einige bemerkenswerte und außergewöhnliche Exemplare vorgestellt. Teilnahme kostenfrei.

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Die Führungen dauern 1,5 Stunden, die Wanderungen durch die Kurlandschaft 3 bis 3,5 Stunden.

Sonntag, 12. Juni, 11.00 Uhr Treffpunkt Kaiser-Friedrich-Promenade Nr. 7

Prunk und Prominenz auf der Promenade An der Kaiser-Friedrich-Promenade können die Entwicklung des Kurwesens sowie die Bad Homburger Baugeschichte abgelesen werden. Mit der Wiederentdeckung der zweiten Heilquelle im Jahr 1834 stieg die Attraktivität Homburgs als Heilbad, was zu einem beispiellosen BauBoom führte. Bei der Führung werden prächtige Häuser gezeigt, ihre erstaunlichen Geschichten erzählt sowie von interessanten Architekten und illustren Bewohnern und Gästen berichtet. Samstag, 25. Juni, 10.00 Uhr Treffpunkt: Haupteingang Rathaus

Vom Alten Bahnhof zum Kulturbahnhof Eine Reise durch 150 Jahre Eisenbahn- und Bahnhofsgeschichte Bad Homburgs und seiner unmittelbaren Nachbarschaft. Man lernt die Bahnhöfe kennen und die Menschen, die sich um den heutigen Bahnhof verdient gemacht haben, in erster Linie Kaiser Wilhelm II., der das damalige Homburg durch „Kaiserliche Machtworte“ zum Nabel der Welt machte, zumindest „eisenbahntechnisch“.

Wenn nicht anders angegeben, kosten die Einzeltickets 8,00 € (ggf. zzgl. Gebühr). Ermäßigte Tickets (5,00 €) für Kurgäste, Schüler, Studenten, SB ab 80% und RheinMainCard-Besitzer. Begleitpersonen eines Schwerbehinderten mit Vermerk „B“ im Ausweis nehmen kostenfrei teil, benötigen jedoch ein Ticket. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Teilnahme generell nur mit Ticket möglich. Sie sollten bevorzugt online erworben werden (www.frankfurtticket.de), sind aber auch in der Tourist-Info im Kurhaus erhältlich.

Tourist-Info im Kurhaus Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 bis 18.00 Uhr, Samstag 10.00 bis 14.00 Uhr


BAD HOMBURG ENTDECKEN

Wanderungen durch die Kurlandschaft Sonntag, 5. Juni, 10.00 Uhr Treffpunkt: Bushaltestelle Saalburg

Pfingsttour auf dem östlichen Taunuskamm Eine ideale Möglichkeit, Neues zu entdecken, zu hören oder Bekanntes aufzufrischen. Der Rundkurs mit Start an der Saalburg führt über den nicht so stark frequentierten Teil des östlichen Taunuskamms. Über den Fröhlichen Mannskopf zum keltischen Ringwall Gickelsburg, zum Hesselberg und zurück über den Pelagiusplatz und den Thomasweg. Es gibt interessante Ausblicke und Informationen über den aktuellen Waldzustand sowie Geschichtliches über Römer und Kelten. Sonntag, 19. Juni, 10.00 Uhr Treffpunkt: Gotisches Haus

Exotische Gehölze im Taunus und ihre Geschichten Noch im 18. Jahrhundert war der Taunus fast ausschließlich von Laubbäumen bedeckt. Tannen und Nadelhölzer im allgemeinen wurden eigens angepflanzt, um ihre Besonderheit zu unterstreichen. Es dürfte daher nicht wundern, dass sich im April 1772 der Naturwissenschaftler Johann Heinrich Merck und sein guter Freund Goethe hoch begeistert über die landgräfliche Gartenanlage, den Großen Tannenwald, äußerte. In einem Brief an seine Frau berichtete er ausführlich über „das Feenreich exotischer Gehölze“. Auf dieser Tour erfahren die Teilnehmer viel Wissenswertes über exotische Baumarten und deren Herkunft, lernen die ältesten Mammutbäume im Taunus, auch die seltene Süntelbuche kennen – und erfahren, was es mit den „invasiven Neophyten“ auf sich hat.

Sonntag, 26. Juni, 15.00 Uhr: Treffpunkt: Weißer Turm, oberer Schlosshof

Kultur rund ums Wasserweibchen Führung mit Richard Hackenberg Die Teilnehmenden begegnen sagenhaften Meerjungfrauen sowie kühnen Prinzen. Sie lernen Homburgs Neustadt kennen und entdecken Genuss und Tradition in der seit über 150 Jahren bestehenden Wirtschaft am Eck der Siebenhäusergasse. Teilnahme kostenlos.

Landgräfliche Gartenlandschaft Die Stadt Bad Homburg veranstaltet auch in diesem Jahr wieder im Rahmen des Programms GartenRheinMain Führungen in der Landgräflichen Gartenlandscwhaft. Die Landschaftsarchitektin Elzbieta Dybowska wird interessante Aspekte zu Historie und Wiederherstellung der Landgräflichen Gärten erläutern. Bis zum 31. Oktober öffnet sie auch wieder das Informationszentrum in der Schweizerei im Kleinen Tannenwald: immer mittwochs von 14.00 bis 18.00 Uhr. Sonntag, 12. Juni, 15.00 Uhr:

Großer Tannenwald – Lustwald „Die Große Tanne“, Treffpunkt: Gotisches Haus, Tannenwaldweg 102. Sonntag, 26. Juni, 15.00 Uhr:

Großer Tannenwald – Buschwiese, Forellenteich, Neuer Teich, Treffpunkt: Gotisches Haus. Eintritt frei. Teilnahme nur mit Anmeldung: E-Mail gartenlandschaft@bad-homburg.de

Schloss Bad Homburg Führungen: täglich 10.00 bis 17.00 Uhr zu jeder vollen Stunde. Im Schlosspark auf Anfrage – 06172-9262 148.

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FÜR SIE GELESEN

Das neue Leben – gescheitert

DVB Verlag entdeckte Maria Lazars vergessenen Roman „Leben verboten!“ von 1932 wieder

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ie so viele hat auch der Berliner Bankier Ernst von Ufermann im Börsenkrach von 1929 Federn lassen müssen. Nun braucht er dringend günstige Kredite, um den Bankrott abzuwenden. Er ist auf dem Weg zum Flughafen, um für Verhandlungen nach Frankfurt zu fliegen. Bevor er an Bord geht, werden ihm jedoch Brieftasche und Papiere gestohlen, und so muss er am Boden bleiben. Das Flugzeug stürzt ab, alle Passagiere kommen um, und auch Ufermann wird für tot gehalten. Das gibt ihm die willkommene Gelegenheit, unterzutauchen und sich auf elegante Art seines alten Lebens entledigen.

zunehmend in die Abhängigkeit aufstrebender junger Nazis, sein erhoffter Neuanfang misslingt: „Leben verboten!“ – für Andersdenkende, für Gescheiterte, für Entwurzelte. Und Ufermann ist einer von ihnen. Mit der Hoffnung auf Rehabilitierung kehrt er nach Berlin zurück. Aber dort muss er feststellen, dass niemand an seinem Auftauchen Interesse hat. Weder seine Frau, die nach Auszahlung seiner Lebensversicherung in neuem Reichtum lebt, noch sein früherer Geschäftspartner, der wie selbstverständlich die Rolle als ihr Liebhaber (der er übrigens auch vorher schon war) und Geschäftsführer der sanierten Bank übernommen hat. Polizei und Behörden stellen sich taub, die Presse denkt nur an reißerische Schlagzeilen, und ein Romanautor wittert in Ufermanns Geschichte nur den lukrativen Bestseller.

Die unglückliche Ehe, die ewigen Existenzsorgen und das Ringen um Anerkennung haben ihn mürbe gemacht. Nun scheinen sich durch diesen irrwitzigen Zufall alle Probleme auf einen Schlag zu lösen, er könnte ganz neu Man sieht fassungslos auf sein ängstliches und immer anfangen, und Ruf von Bank und Familie wäre gerettet. hilfloser werdendes Agieren, nimmt Anteil an seiner Mit neuer Identität lässt er sich leichtgläubig auf einen immer verzweifelteren Hoffnung, alles möge sich doch undurchsichtigen Kurierdienst nach Wien ein. Ufernoch zum Guten wenden. Atemlos treibt die Handlung mann, der bisher von gediegenem Wohlstand umgeben voran, lebendige Dialoge wechseln sich ab mit Einbliwar, erlebt nun als Untermieter hautnah die Sorgen und cken in innere Abgründe. Spannend bis zur letzten Seite Nöte der einfachen Leute: Arbeitslosigkeit, wirtschaftlizu lesen ist dieser Roman, der weitsichtig und präzise che Depression, beginnender Antisemitismus, Misstraudie geschichtliche Entwicklung vorwegnimmt. Brillant! en, Gewalt und Entrechtung sind die neuen Zeichen der Zeit, die er allmählich durchschaut. „Das vergessene Buch“ – dieser Name verbirgt sich hinter der Abkürzung des Wiener Verlags DVB und ist zugleich Die gutbürgerlichen Kreise sehen gutgläubig weg, eindessen Programm seit 2014. So ist es sein Verdienst, dass zig in Sorge um ihre alten Privilegien. Der Bankier gerät die bis vor kurzem völlig vergessene jüdische Schriftstel-

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© Ullstein Bild – Trude Fleischmann

FÜR SIE GELESEN

lerin, Übersetzerin und Journalistin Maria Lazar (1895 – 1948) wiederentdeckt wurde, deren vielversprechende Karriere im Dritten Reich ein Opfer ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten wurde. Während in Deutschland die Bücher jüdischer und unliebsamer Autoren verbrannt wurden, fand sie in Schweden Exil. Ihr Roman „Leben verboten!“ erschien erstmals 1934 in englischer Sprache und gekürzt unter einem Pseudonym in London. Das deutschsprachige Original fand wegen seiner politischen Brisanz weder in Österreich noch in der Schweiz einen Verleger und galt lange als verschollen. Es ist dem Verlag DVB nicht hoch genug anzurechnen, diesen außergewöhnlichen Lese-Schatz aus dem bis heute noch nicht vollständig ausgewerteten Nachlass der Autorin gehoben zu haben!

Maria Lazar: „Leben verboten!“ Roman, 383 S., DVB Verlag 2021, 26,00 €, ISBN 978-3-903244-10-8. Das Buch kann auch in der StadtBibliothek ausgeliehen werden. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 11.00 bis 18.00 Uhr Samstag 11.00 bis 14.00 Uhr Tel. 06172 921360 wwwopac.bad-homburg.de

Uta Koch, Dipl. Bibliothekarin StadtBibliothek Bad Homburg

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Der Weg zu den Media-Daten:

EINLADUNG ZUM KENNENLE RNEN

IMPRESSUM Offizielle Informationsschrift der Kur- und Kongressstadt Bad Homburg v. d. Höhe Herausgeber: Kur- und Kongreß-GmbH Bad Homburg v. d. Höhe Kaiser-Wilhelms-Bad 61348 Bad Homburg v. d. Höhe Redaktion: Kur- und Kongreß-GmbH (verantwortlich) Kaiser-Wilhelms-Bad 61348 Bad Homburg v. d. Höhe Tel. 06172-178-3152 Mail: info@louise-magazin.de Magistrat der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe Rathausplatz 1 61348 Bad Homburg v. d. Höhe Tel. 06172-100-1300 Mail: pressestelle@bad-homburg.de

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