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DolceVita Resort Lindenhof SUITE Sommer 2019

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DIE LINDENHOF HOTELZEITU NG

14. AUSGABE

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SUITE

S OM MER 2019

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GESUND IN NATURNS

URLAUB IN NATURNS

WANDERN IN NATURNS

WOHNEN IN NATURNS

Die Christanell-Methode: Schmerz, lass nach...

Die Lindenhof-Philosophie: jedem das Seine...

Die Alm-Freundschaft: sogar mit dem Minister per Du...

Die Luxus-Suite: ich seh den Sternenhimmel...

SPA IM LINDENHOF

HÄLT DIE LINDENHOF-PHILOSOPHIE?

ZUFRIEDENE MITARBEITER, ZUFRIEDENE GÄSTE Obwohl der Kampf um gutes Hotelpersonal immer härter wird, glaubt die Familie Nischler an ihr Konzept und lässt sich auch durch Horrormeldungen nicht schrecken: Servicekräfte könnten bald wie Fußballprofis gehandelt werden, prophezeit eine Berateragentur. seien. Zitat: „Gäste fühlen sich am wohlsten, wenn sie gesehen, wertgeschätzt und individuell behandelt werden.”

Ein Hotel im Osten Deutschlands hat sich auf seiner Facebook-Seite mit einem dringenden Appell an die Kunden gewandt: „Liebe Urlauber, bitte seien Sie freundlich zu unserem Personal. Es ist wesentlich schwieriger, gute Kellner und anständige Bedienungen zu finden als neue Gäste.”

Im Lindenhof sind das die Stammgäste gewohnt, gibt es doch Angestellte, die dem Hotel über Jahrzehnte treu sind (Hausmeister Carletto Trenkwalder 28 Jahre, Restaurantleiter Helmut Stieger 20 Jahre oder Chef de Rang Alex Panin 19 Jahre) und dazu beitragen, dass sich der Urlauber von der ersten Minute an „wie zu Hause fühlt”. Das will Familie Nischler auf keinen Fall aufs Spiel setzen. „Wir wissen doch, dass man nur zufriedene Gäste bekommt, wenn man zufriedene Mitarbeiter hat”, sagt Chiara Nischler. Deshalb werden auch neue Kolleginnen und Kollegen vom ersten Tag an getestet und auf die Lindenhof-Philosophie hin geschult. Und Joachim Nischler hat sich vorgenommen, künftig die Arbeit seiner Mitarbeiter noch mehr wertzuschätzen. „Ich mache das jetzt schon. Aber ich sage es ihnen vielleicht zu wenig.”

Das war schon vor drei Jahren – inzwischen hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Hotellerie und Gastronomie noch einmal dramatisch verschärft. Egal, welche Qualifikation der Bewerber habe – man könne ihm immer und jederzeit mindestens drei Positionen anbieten, erklärte ein Sachbearbeiter der Arbeitsvermittlung. Das WifoInstitut der Handelskammer Bozen spricht von einem Arbeitskräftebedarf von 29.910 im Hotelbusiness allein in Südtirol. An zweiter Position steht da der Handel – mit 8.970 Stellen. „Das Problem ist, dass viele Hoteliers durch den Umgang mit ihren Mitarbeitern den Ruf einer ganzen Branche kaputt gemacht haben”, sagt Chiara Nischler, Juniorchefin im DolceVita Resort Lindenhof, im Interview mit der SUITE (Seite 2). Tatsächlich heißt es, in dieser Branche werde viel verlangt, schlecht bezahlt und der Umgangston sei rau. Chiara Nischler: „Gerade die jüngeren Hoteliers müssen jetzt dem Nachwuchs zeigen, dass es bei uns wieder anders ist. Dass wir sozialverträgliche Arbeitszeiten haben und den Einsatz der Mitarbeiter würdigen.”

Natürlich ist auch der Lindenhof von der Mitarbeitersuche betroffen. Personal in der eigenen Umgebung ist kaum zu finden, wenn Arbeitskräfte aus der weiten Ferne vermittelt werden, weiß keiner, worauf er sich einlässt. „Das Umdenken in den Hotel-Chefetagen hat schon lange eingesetzt”, sagt Joachim Nischler, der sich sicher ist, dass in seinem Hotel der persönliche Kontakt zum Servicepersonal noch wichtiger ist als dies bei einer Studie zum Ausdruck kommt. Aber auch hier behaupten 60 Prozent, dass gute Mitarbeiter für die Wahl des Hotels oder Restaurants mit entscheidend

Für die Hoteldirektorenvereinigung in Deutschland ist klar, dass nur ein Wertesystem, eine Philosophie und individuelle Möglichkeiten die guten Mitarbeiter davon abhalten können, der besseren Bezahlung wegen zu einem großen Hotelkonzern zu wechseln. Diese neue Gefahr nämlich sieht nicht nur die „Unternehmermanufaktur für Hoteliers und Gastronomen”, die in ihrem Newsletter fragt: „Werden bald Hotelmitarbeiter wie Fußballprofis gehandelt?” Siehe Interview Chiara Nischler: Seite 2

AUSZEITEN FÜR JEDEN – UND FÜR ZWEI 1 MASSAGE-KUNST Vinoth de Silva ist studierter Ayurveda-Therapeut. Er kommt aus Sri Lanka und hat die neuesten Erkenntnisse mit in den Lindenhof gebracht. Freuen Sie sich auf Massagen der speziellen Art, bei denen Vinoth seine Energie auf Sie übertragen wird. Bitte buchen Sie ArtSPA-Termine schon bei der Reservierung

2 WELLNESS-OASE Ganz besondere Wochen bietet der Lindenhof im November. „Zeit zu zweit” verspricht Ruhe pur. So schnell haben Sie den Alltag noch nie vergessen – in unseren diversen Saunen, bei entspannenden Massagen oder Kosmetikbehandlungen und dem exklusiven Dinner. Eine angenehme Auszeit mit besonderen Angeboten für zwei. Adults only heißt es im Lindenhof vom 03. November bis 05. Dezember 2019

3 NEUJAHRS-START Gönnen Sie sich einen angenehmen Start ins neue Jahr: Nach Weihnachten und Silvester haben wir noch bis zum 6. Januar 2020 geöffnet. Falls Sie die Feiertage lieber zu Hause verbringen (obwohl wir Ihnen auch in dieser Zeit ein exklusives Programm bieten), können Sie anschließend beim Saisonabschluss im Lindenhof dabei sein. Urlaubsstart 2020 – vom 1. bis 6. Januar

Die Nummer für den Urlaub: 0039 0473 666242 täglich von 07.30 Uhr bis 22 Uhr. Wir sind für Sie da, rufen Sie an. Oder mailen Sie: info@lindenhof.it


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Chiara spricht über die Mitarbeiter: Sie machen für die Gäste das Lindenhof-Ambiente aus...

Es gibt sogar schon Hotels, in denen an der Rezeption ein Roboter steht und die jungen Gäste eincheckt. Dieser Roboter wird mich im Lindenhof nie begrüßen, ganz bestimmt nicht. Auch wenn ich hoffe, dass ich noch einige Jahrzehnte hier arbeite. Vielleicht funktioniert so etwas in einem Stadthotel, in einem Ferienhotel wollen die Gäste den persönlichen Kontakt. Und wie schon gesagt: sie wollen ihn nicht nur, er ist für sie entscheidend, ob sie wieder kommen. Zur Gastfreundschaft gehört im Lindenhof der Mensch. Kein Roboter.

CHIARA NISCHLER ÜBER DIE ZUKUNFT EINES FERIENHOTELS

„GASTFREUNDSCHAFT MIT ROBOTERN GIBT ES NICHT” Die neue Juniorchefin ist ganz anders als der amtierende Hotelmanager – jung, hübsch und erfolgreich… Trotzdem will Chiara Nischler den eingeschlagenen Weg ihres Vaters Joachim, 49, fortsetzen: „Wir haben beide das gleiche Ziel: Bei uns sollen sich Gäste und Mitarbeiter wohlfühlen”, sagt die 24-Jährige im SUITE-Interview.

Sie haben ein Praktikum in einem Hotel absolviert, in dem just zu diesem Zeitpunkt der Sohn den Vater an der Spitze abgelöst hat. Macht man da chaotische Erfahrungen fürs eigene Leben? So schlimm war’s dann doch nicht. Aber ich habe schon gelernt, dass man sich vor dem Einstieg über die Weiterentwicklung des Betriebs einig sein sollte. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Mitarbeiter und Gäste merken, dass in einem Hotel zwei in verschiedene Richtungen lenken wollen. Die Richtung im Lindenhof…. … ist doch klar und an der wird sich auch nichts ändern. Wir wollen zufriedene

Gäste, und wir wissen beide: die bekommt man nur mit zufriedenen Mitarbeitern. Die Kolleginnen und Kollegen sorgen zusammen mit der Familie für das entsprechende Lindenhof-Ambiente. Ich kann das nur noch intensivieren. Denn in dieser Hinsicht hat mein Vater in der Vergangenheit nicht so viel falsch gemacht... Dass Mitarbeiter maßgeblich den Erfolg oder Misserfolg eines Hotels ausmachen, haben inzwischen andere auch erkannt. Ja. Und deshalb müssen wir unsere Vorreiterstellung in diesem Punkt verteidigen. Das sehe ich als wichtigste Aufgabe für mich. Das Problem im Moment ist

Chiara spricht über den Umbau: Stammgäste haben uns gesagt, dass sich an der Atmosphäre nichts verändert hat...

doch, dass das Interesse an einem Job in Hotels und Gaststätten nicht sehr groß ist. Da haben viele Hoteliers durch den Umgang mit den Mitarbeitern den Ruf einer ganzen Branche ruiniert. Wir müssen jetzt dem Nachwuchs zeigen, dass es bei uns anders ist, dass wir sozialverträgliche Arbeitszeiten schaffen und dass wir seine Arbeit entsprechend würdigen. Die Zeiten, in denen es schon als Lob galt, wenn man nichts sagte, sind vorbei. Für junge Unternehmer oder Unternehmerinnen steht oft auch die Digitalisierung im Vordergrund. Klar muss ein Ferienhotel auf dem neuesten technischen Stand bleiben. Aber auch das musste ich meinem Vater nicht beibringen. Wir haben schon im Hotel die digitalen Bildschirme, an denen man sich seine Wander- oder Biketouren zusammenstellen kann, Beautytermine buchen und und und. Und natürlich ist es auch zu überlegen, ob man irgendwann nicht nur mit der Website Holidayforum arbeitet, sondern mit einer eigenen App. Denn klar ist, dass ich mich auch zusätzlich um jüngere Gäste bemühen werde.

Auch ohne Roboter haben viele Hotels in Südtirol aufgerüstet – und das, obwohl die Region eigentlich kaum mehr Touristen vertragen kann als sie ohnehin schon hat. Da kommen wir wieder zu meinem ersten Punkt: Denn das bedeutet, dass ein gewisser Verdrängungswettbewerb in der Hotellerie stattfinden wird. Die Hotels kämpfen künftig um die gleiche Anzahl an Urlaubern. Und das bedeutet: die Hardware, sprich die Vergrößerung und Modernisierung, ist wichtig, sie wird aber nur erfolgreich für denjenigen, der nach dem Umbau mit den richtigen Mitarbeitern seine authentische Atmosphäre behält. Ankommen und wohlfühlen – das muss die Maxime sein, egal, wie sich das Hotel baulich verändert. Der Lindenhof hat seine Hardware auch angepasst. War das ein Alleingang Ihres Vaters? Ganz bestimmt nicht. Das hat der Familienrat entschieden, weil wir wissen, dass die Hardware zunächst mal eine Grundvoraussetzung für den Erfolg ist. Wir haben allein wegen des Umbaus 30 bis 40 Prozent mehr Anfragen in diesem Jahr. Das ist toll. Und noch toller ist es für uns, dass die Stammgäste sagen, an der Atmosphäre habe sich nichts geändert. Das spricht für die neue Hotelanlage und für die Mitarbeiter. Ein anderes Problem könnte auch auf die Hotels zukommen. Schüler und Schülerinnen gehen auf die Straße, um Politiker zum Schutz der Umwelt zu bewegen. Wie sieht das eine 24-jährige Hotelchefin und hat so etwas auch Auswirkungen auf Ihre tägliche Hotelarbeit? Dass ich das gut finde, ist keine Frage. Und ich weiß auch, dass wir in einem Hotel noch viel mehr für den Umweltschutz machen könnten oder machen müssten. Ein kleines Beispiel: wir versenden die SUITE in einer recycelbaren Folie. Weil aber nicht draufstand, dass sie recycelbar ist, haben wir Beschwerden bekommen. Die Gäste achten auf so etwas. Und sie werden es immer mehr tun. Ob das eine Generationenfrage ist, weiß ich nicht. Meinem Vater jedenfalls muss ich in dieser Hinsicht nichts erzählen. Wir sind beide aufgeschlossen, wenn Gästen etwas auffällt, was wir besser machen könnten.


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DAS BUNDESLIGA-TIPPSPIEL

JOACHIM SUCHT NEUE GEGNER Der Lindenhof-Hotelchef versteht mehr von Wein als von Fußball. Das Problem: bevor er Fußballergebnisse tippt, scheint er auch lieber Wein zu trinken. Deshalb verliert er gegen seine Freunde (fast) alle Tippspiele. Trotzdem will er es in der Bundesligasaison 2019/2020 wieder versuchen. In großer Runde. Wer hat Lust mit ihm zu spielen?

Gibt’s eigentlich keinen Punkt, an dem der alte Chef und die junge Chefin anderer Meinung sind? Es gibt viele Punkte. Aber wir reden miteinander und finden immer einen gemeinsamen Weg. Bei den Fragen rund ums Hotel liegt unsere gemeinsame Überzeugung sicherlich auch darin begründet, dass unser Vater uns schon in der Jugend immer wieder gesagt hat, warum er das so macht und nicht anders. So waren meine Schwester Emma und ich immer einbezogen in seine beruflichen Pläne.

Dann können Sie mir sicher auf Anhieb sagen, wie der ideale Urlaub für Ihren Vater aussieht? Vielleicht ändert sich das ja jetzt bei ihm mit dem Alter... Aber eigentlich braucht er seinen Auslauf, er braucht Sportmöglichkeiten, er muss sich verausgaben können. Und dann will er sich entspannen in einer Sauna und abends gut essen und trinken. Letzteres wird auch im Alter bleiben. Und wie unterscheidet sich sein idealer Urlaub von Ihrem idealen Urlaub? Ich kann auf Sport verzichten. Was ich brauche, ist irgendwo ein Plätzchen in der Sonne, an dem ich meine Ruhe habe, an dem ich lesen kann, an dem ich komplett abschalten kann. Da fällt mir ein: Urlaub im Lindenhof wäre perfekt für uns beide. Da würden wir uns nicht mal auf die Nerven gehen…

ZUR PERSON: Chiara Nischler kennt sich im Hotelgeschäft bestens aus. „Meine Schwester Emma und ich haben ja von Geburt an mitbekommen, was es heißt, ein Hotel zu führen”, sagt die ältere der beiden Nischler-Schwestern. Die 24-Jährige hat das Diplom als Hotelfachfrau an der Höheren Hotelfachschule erworben und danach in Innsbruck Wirtschaft und Management studiert.

Joachim Nischler bleibt auch in der Niederlage und nach der bittersten Schmach ein Großer. „Ihr versteht doch alle nichts von Fußball”, bescheinigt der Letzte der Fußballtipprunde alljährlich bei der feierlichen Siegesfeier den Ersten in der Tabelle. Und den zaghaften Einwand, vielleicht wäre es besser für ihn, er würde „Fang den Hut” mit ein paar Kindern spielen, konterte er in jüngster Zeit mit der Ankündigung, künftig nur noch gegen echte Experten tippen zu wollen. „Ich frage meine Gäste, ob sie Lust haben auf ein Bundesliga-Tippspiel mit mir”, sagte Joachim Nischler.

Chiara spricht über ihren Vater: Wahrscheinlich würden wir uns bei einem Urlaub im Lindenhof nicht auf die Nerven gehen...

Bevor Sie sich auf das Abenteuer einlassen, gegen einen Mann zu tippen, der beim 4:0 für Bayern nach 89 Minuten noch auf einen 5:4-Sieg von Hannover 96 wetten würde, vielleicht noch ein paar Fakten zu der Fußballkarriere des Joachim N. Er soll tatsächlich selbst mal gekickt haben, irgendwo auf dem Berg. Wahrscheinlich vom Sonnenberg rüber auf den Nörderberg. Und wie alle, die den Plastikball in der Jugendzeit aus Versehen getroffen haben, behauptet auch er von sich, nur wegen des damaligen ahnungslosen Nationaltrainers nicht in die italienische Nationalmannschaft berufen worden zu sein. Vielleicht meint er aber auch die südtirolerische Nationalmannschaft. Heute ist er jedenfalls leidenschaftlicher Fan, aber wie alle Fans von der Liebe zum Verein so geblendet, dass bei der 0:8-Niederlage der Schiedsrichter die entscheidende Rolle gespielt hat. Nein, stimmt nicht. Beim 0:7 war der Linienrichter schuld. Sein Verein heißt FC Südtirol, was schon viel über seinen Fußballverstand aussagt. Kennen Sie einen FC Südtirol? Er kickt wohl in Bozen, oft sogar vor 1000 Gleichgesinnten. Dort ist Joachim N. Vip, was ihn nicht abhält, sich wie ein Ultra aus Berlin aufzuführen. Für jeden gegnerischen Spieler hat er während der 90 Minuten mindestens drei unterschiedliche Schimpfworte parat, die er selbst dann lauthals kund tut, wenn diese Jungs um ein

paar Klassen besser sind als seine vom FC Südtirol. Man sollte es ihm nicht übel nehmen: er erkennt den Unterschied zwischen gutem und schlechtem Fußball nun mal nicht. Das kann auch damit zusammenhängen, dass er von Kind an Inter Mailand liebt. Inter Mailand ist der italienische Klub, der letzthin sogar gegen Eintracht Frankfurt verloren hat. Woher Sie Inter Mailand kennen? Catenaccio ist so ein Schlagwort, ein System, das den Klub einst berühmt-berüchtigt gemacht hat – mit zwölf Spielern auf der Torlinie. Und jeder, der diese Linie mal aus Versehen verlassen hatte, musste zumindest einen Gegner umhauen. Wundern Sie sich jetzt, dass Joachim N. behauptet, Pep Guardiola habe kein vernünftiges System bei Manchester City?

Dieser Joachim N. fordert Sie jetzt heraus – und auch wenn alle wissen, dass es lächerlich ist, sollte man ihm die Freude lassen. Gespielt wird im Internet über die kicktipp-App, über WhatsApp findet die Kommunikation statt. Wer bei Joachim & friends eine Bundesligasaison lang mittippen will, sollte bis spätestens zum 10. August seine Handynummer hinterlassen – entweder direkt im Hotel an der Rezeption oder über Mail an suite@lindenhof.it Joachim wird Sie dann mit allen weiteren Spielregeln vertraut machen. Wenn er zu fachlich wird, hören Sie bitte nicht auf ihn.


YOGA

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In freier Natur vor dem Lindenhof-Hotel: Morgengrüße von der Yoga-Gruppe

oder Knieproblemen sei Yoga auf Dauer die wirksamste Therapie, bei Stress helfen Atemübungen. „Wer seinen Körper nicht in fremde Hände geben will, sondern sagt, ,ich will an meinen Problemen selbst etwas verändern‘, ist bei Yoga richtig.”

ÜBUNGEN FÜR WEN, WANN UND WARUM

„YOGA IST KEINE PILLE, DIE MAN EINMAL SCHLUCKEN MUSS…” Monika Chitra Pedross ist ausgebildete Yoga-Lehrerin in Haffia, Yin und Nidra. Im DolceVita Resort Lindenhof eröffnet sie auch Anfängern die Möglichkeit, „in ihren Körper zu hören und einen Prozess zu beginnen, der vieles eröffnen kann”. Sie versteht die Frage nicht. „Macht es überhaupt Sinn, während einer Woche Urlaub mit Yoga zu beginnen?” Monika Chitra Pedross schaut irritiert. Die Yoga-Lehrerin blickt auf die vielen Matten im Yoga-Raum des Lindenhofs, auf die Kerzen, die von der letzten Lektion noch flackern. Und lacht dann doch. „Vielleicht sollten Sie es selbst mal ausprobieren. Sie werden in einer Woche viel über Ihren Körper erfahren und darüber, was ihm wirklich gut tut”, sagt sie. Eine zertifizierte Yin-Yoga-Lehrerin wie Monika Chitra Pedross empfängt immer wieder Anfänger, gerade bei ihrer Arbeit im Hotel. Erst in der vergangenen Probestunde, die es montags im Lindenhof immer kostenlos gibt, waren zwei Töchter mit ihrer Mutter. „Die Frau hat anfangs bei jeder Übung gelacht”, erzählt Chitra – und nach 90 Minuten sei sie zu ihr gekommen, habe sich bedankt und erzählt, dass sie sich noch nie so entspannt gefühlt habe. Sie will dem Yoga treu bleiben.

Es ist die „sanfte Übungsweise”, mit der Monika Chitra Pedross ihre Neulinge überzeugt, die aus Neugier mal Yoga machen wollen. Die einen haben Rückenschmerzen, andere beruflichen oder seelischen Stress – und alle haben sie irgendwann mal vom Wundermittel Yoga gehört. „Yoga ist keine Pille, die man einmal gegen Schmerzen schlucken muss”, sagt die Lehrerin. „Aber: wir starten mit unseren Übungen einen Prozess, der vieles eröffnen kann.” Bei körperlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen, Schulter-, Nacken-, Hüft-

INFO Monika Chitra Pedross bietet im Lindenhof täglich Yoga-Stunden an, montags kann jeder Gast kostenlos auf Probe teilnehmen. Eine spezielle Intensivwoche gibt es mit der ukrainischen Yoga-Lehrerin Olga Rita Hell vom 16. bis 23. November. Sie hat sich auf Viniyoga spezialisiert, bei dem alle Übungen an die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse des Gastes angepasst werden. Anmeldungen nimmt die Rezeption gerne entgegen. Weitere Infos im SUITE-Online-Magazin www.lindenhof.it/blog

Tatsächlich schießen einem deshalb Anfängerkurse und Anfängertipps aus allen Richtungen entgegen. Der Suchdienst „google” wirft auf die Such-Eingabe „Yoga für Anfänger” 12 Millionen 400 Tausend Einträge aus – von den einfachen Übungen für Anfänger über tausende von Videos und Büchern bis zum Intensivurlaub mit irgendwelchen Gurus in Indien. „Wer korrigiert auf Videos? Wer hilft bei schwierigen Übungen wie dem Kopfstand”, fragt Chitra, die allen Anfängern zu Kursen bei ausgebildeten Lehrern raten würde. „Man kann vieles falsch machen, auch das Atmen”, sagt sie. Monika Chitra Pedross legt auf die Atmung besonders großen Wert. „Viele atmen im Alltag falsch”, sagt sie. Richtiges Atmen müsse erst wieder gelernt werden. Aber nach ein paar Stunden Anleitung entwickle jeder die richtige Atemtechnik, weshalb sich Yoga-Stunden schon deshalb im Urlaub lohnen. „Mit speziellen Übungen bringt man sogar die Luft zwischen die Rippen, so dass die Seiten gedehnt werden.” Außerdem würden die Gäste lernen, ihr Gedankenkarussell abzuschalten, auf und in den Körper zu hören. „Sie spüren schnell, was ihnen gut tut und was nicht.” Da sie ihrem Klientel eindrucksvoll klar macht, dass Yoga keinen Leistungsgedanken hat, ist es für sie auch nicht schwierig, Anfänger und Fortgeschrittene zu betreuen. „Jeder macht die Übung so, wie er sie machen kann. Beim einen zieht es früher, beim anderen später. Entscheidend ist nur, dass jeder spürt, wie sich das anfühlt, was die Dehnung mit ihm macht und was sie verändert.” Deshalb sei es auch egal, ob einer sportlich ist oder nicht, dick oder dünn, groß oder klein. Würde Ihnen denn so eine Anfängerstunde auch noch was bringen? Wieder schaut Monika Chitra Pedross irritiert. Fast wie am Anfang des Gesprächs. Jetzt hat sie geglaubt, der kritische Fragesteller habe endlich begriffen – und dann so was. „Jede Stunde Yoga bringt etwas. Und zwar jedem. Ich kann mich mit Anfängern genauso fallen lassen wie mit Fortgeschrittenen.” Und der Nachsatz muss sicher sein: „Ganz bestimmt würden auch Sie eine andere Einstellung zu Ihrem Körper finden.”


GESUNDHEIT

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SCHMERZTHERAPIEZENTRUM IN NATURNS

„DAS PROBLEM SITZT NICHT IMMER, DA, WO ES WEH TUT” Franz Christanell greift bei der Ursachenforschung zum Fläschchen. Der studierte Sportwissenschaftler und diplomierte Schmerztherapeut schwört auf angewandte Kinesiologie. Der Barmann des DolceVita Resorts Lindenhof musste den Krankenwagen rufen. Stefan Pichler konnte sich nicht mehr bewegen. „Akuter Bandscheibenvorfall mit komplett entzündetem Nerv”, diagnostizierten sie im Krankenhaus und empfahlen ihm eine „dringend notwendige Operation”. Die möglichen Risiken seien allerdings groß. Der 32-Jährige entschied sich gegen die OP – und für den Rat der Hoteliersfamilie Nischler, die den Kontakt ins Naturnser Schmerztherapiezentrum herstellte. Drei Wochen später mixte Stefan Pichler wieder die ersten Cocktails hinter der Lindenhof-Bar, allerdings noch nicht ganz so schwungvoll wie gewohnt. „Bei Stefan war ich anfangs selbst skeptisch, ob das ohne Messer und Chemie klappen würde”, sagt der behandelnde Schmerztherapeut heute.

„Patient“ (links) und Therapeut: Schmerzdiagnose mit Mikronährstoffen

Gestatten: Franz Christanell, 43 Jahre jung, Doktor der Sportwissenschaft, Physiotherapeut mit bestandenem Diplom für Orthopädische Manuelle Therapie (OMT), Master of Advances Studies der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften und Komplementärer Schmerztherapeut. Seit 2008 arbeitet er in der eigenen Praxis in der Bahnhofstraße in Naturns, 2018 baute er sie aus zum Schmerztherapiezentrum, in dem vor der Behandlung die Ursachenforschung steht. Denn man muss wissen: „Das Problem sitzt nicht immer da, wo es weh tut“, sagt Dr. Christanell. „Häufig führen Stoffwechselprobleme zu den Schmerzen im Bewegungsapparat.“ Der Naturnser Metzgersohn ist in Sachen Gesundheit ein Getriebener. Das begann schon im Studium der Sportwissenschaft, als er in seiner Diplomarbeit die „Wellnessangebote in 4-SterneHotels” untersuchte – und dabei mit den Gästen ins Gespräch kam. „Ich konnte ihnen zwar erklären, was für sportliche Betätigungen ihnen gut tun, aber wenn sie mir dann von ihren Wehwehchen mit Sportverletzungen erzählten, musste ich passen.” Also entschied sich der Doktor der Sportwissenschaft, zusätzlich Physiotherapeut zu lernen. Doch auch hier stieß er mit manueller Therapie und trotz heilender Hände an Grenzen. „Ich weiß ja, dass es einen körpereigenen Wundheilungsprozess gibt. Aber bei manchem Patienten musste ich nach diversen Behandlungen fragen: Warum funktioniert der bei ihm nicht?” Franz Christanell studierte immer mehr, besuchte Seminare und Schulungen und bildet sich schließlich auch in der alternativen Medizin weiter. Dass er heute unter anderem mit der Kinesiologie-Methode arbeitet, hat einen guten Grund: „Es ist eine ganzheitliche Methode und die effektivste und schnellste, um einen Zusammenhang zwischen Schmerzen am Bewegungsapparat und dem Stoffwechselsystem zu erkennen.”

Auch bei Stefan Pichler hat Dr. Christanell nach einer gewissen Zeit der manuellen Therapie zu seinen Fläschchen mit den diversen Mikronährstoffen gegriffen – und den Rückenpatienten nach Empfindlichkeiten im Körper ausgetestet. Über Muskelkrafttests können Mikronährstoffdefizite bzw. Stoffwechsel-Empfindlichkeiten ausgetestet werden. Dank bestimmter Übungen, bei denen er die Stoffe im geschlossenen Fläschchen auf die Brust des Patienten legt, kann er sofort erkennen, welche Stoffwechsel-Empfindlichkeiten welche Schmerzen verursachen – und auch, welche Mikronährstoffe dagegen helfen. „Die angewandte Kinesiologie geht von der Annahme aus, dass der Organismus selbst am besten weiß, was ihm fehlt”, sagt Franz Christanell, dem durchaus bewusst ist, dass das zunächst wie Zirkus Sarrasani aussieht. Aber: „Es hat nichts mit Zauberei oder Psychologie zu tun. Denn jedes Organ hat einen Kernmuskel, den ich testen kann”, sagt der Therapeut, der erst ein intensives Gespräch mit dem Patienten führt, die möglichen Ursachen der Leiden analy-

Franz Christanell arbeitet ohne Chemie, ohne Spritzen und ohne Medikamente siert und dann versucht, ihn durch manuelle Therapie in Kombination mit Ernährungsumstellung bzw. Orthomolekular-Medizin von seinen Schmerzen zu erlösen. „Die meisten Patienten rennen von Arzt zu Arzt, jeder macht dann seine eigene Untersuchung und weiß aus seinem Gebiet andere Therapien. Und der Patient schluckt immer wieder Tabletten.”

INFO Das DolceVita Resort Lindenhof kooperiert mit dem Schmerztherapiezentrum von Franz Christanell. Für Lindenhof-Gäste ist in der meist ausgebuchten Praxis immer der Mittwochmorgen reserviert. Wer Schmerzen hat, sich untersuchen lassen will, sollte sich möglichst schon bei der Hotelbuchung an der Lindenhof-Rezeption für einen Termin bei Franz Christanell anmelden. Das Schmerztherapiezentrum ist nur wenige Minuten zu Fuß vom Lindenhof aus zu erreichen – in der Bahnhofstraße 13.

Im Schmerztherapiezentrum Christanell wird ohne Chemie, ohne Spritzen und ohne Medikamente gearbeitet. Und geholfen. Ein Arbeiter in einer Schüttelbrotfabrik quälte sich Monate mit einer entzündeten Ferse. Nachdem er vier Tage lang nicht mehr die abgefallenen Brösel an seinem Arbeitsplatz gegessen hatte, konnte er sich wieder schmerzfrei bewegen. „Wir sind schnell auf eine Histaminempfindlichkeit gestoßen”, sagt Franz Christanell, der inzwischen häufig die Störquellen im ganzen Körper sucht, egal, wo es weh tut. Eine Kombination diverser Therapiemaßnahmen hat auch bei dem Lindenhof-Barmann wieder für Lebensfreude gesorgt. Er hält Franz Christanell für einen Wundermediziner. Nur: der Wundermediziner will noch mehr. „Wenn ich neun Patienten geholfen habe, denke ich trotzdem immer an den Zehnten. Bei dem mir das noch nicht gelungen ist”, sagt er.


FOKUSWOCHEN

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SPA-ZEIT, AKTIV-ZEIT UND FAMILIEN-ZEIT

WIE ERHOLEN SIE SICH AM BESTEN? „Entscheidend ist, was zu meiner Zufriedenheit beiträgt”, sagt eine Arbeitspsychologin über den perfekten Urlaub. Die SUITE sprach darüber mit Gästen. Die Studien sind weltweit eindeutig: jeder Mensch braucht Urlaub und Erholung. Analysen der Universitäten Mainz und Konstanz besagen, dass erholte Menschen schneller arbeiten als andere und Probleme besser lösen können; der Neurowissenschaftler David Strayer von der Uni Utah in Salt Lake City schickte Menschen in die Berge und ließ andere am Computer sitzen – mit dem Ergebnis: die, die in den Bergen waren, waren zu 50 Prozent kreativer als die anderen. Und eine amerikanische Langzeitstudie (Framingham Heart Study) über zwanzig Jahre an 12.000 Menschen dokumentiert, dass die richtige Erholung im Urlaub vor Herzinfarkt schützen kann (bei Männern Risiko 32 Prozent niedriger, bei Frauen 50 Prozent). Nur: was ist die richtige Erholung im Urlaub? Für Joachim Nischler war das eine entscheidende Frage vor dem Umbau seines Hotels zum DolceVita Resort Lindenhof. „Wir wollten ein Hotel, in dem die Gäste die Wahl haben und sich so individuell erholen können, wie sie es für richtig halten”, sagt der LindenhofChef und führte dazu sogar auch noch spezielle Wochen mit unterschiedlichen Angeboten ein. „Die einen wollen Urlaub zu zweit und erholen sich am liebsten im Spa, andere wollen vielleicht allein in die Berge oder mit dem Personaltrainer walken. Und für Familien ist der Traumurlaub, wenn sie zusammen sind und doch jeder machen kann, was er will.” Offensichtlich hatte der Hotelchef mit seiner Familie die richtigen Überlegungen. Denn auch die Arbeitspsychologin Carmen Binnenwies weist darauf hin, dass jeder sich nach eigenem Befinden erholen können sollte. „Für die Erholung im Urlaub ist entscheidend, was zu meiner Zufriedenheit beiträgt”, sagt sie. Eine solche Erholung nach persönlichem Gusto halte auch am längsten an.

Die SUITE hat Gäste im Lindenhof gefragt, wie sie sich am besten erholen.

Die Family-Gäste

Zum Beispiel Steffi, Christian und Emma Piel aus Darmstadt. Er ist Manager bei einem Gesundheitsunternehmen, Steffi leitet eine Fachschule für Physiotherapie. Emma ist zehn und geht zur Schule. Familienurlaub – heißt das, endlich mal 24 Stunden am Tag zusammen sein? „Genau das ist der Vorteil im Lindenhof – hier kann man Familienurlaub machen, ohne sich 24 Stunden am Tag miteinander zu beschäftigen“, sagt Christian Piel, der auch mal gerne allein ins Fitnessstudio geht oder den Berg hoch wandert. Seine Frau spricht von ein paar Fixpunkten, die sich die Familie setzt. „Wir gehen einmal in der Woche zusammen wandern, und wir legen Wert darauf, dass Emma abends mit uns am Tisch isst und nicht im KidsClub.“ Das habe erstens etwas mit der Wertschätzung der guten Küche gegenüber zu tun, und zweitens soll Emma lernen, was gesundes Essen in angenehmem Ambiente bedeutet. „Für uns ist das Abendmenü ein Teil des gemeinsamen Urlaubserlebnisses“, sagt Christian. Emma fügt sich, auch wenn sie das vielleicht ein bisschen anders sieht. „Ich bin ein Einzelkind. Und die Mädchen, die ich hier im Urlaub immer wieder treffe und zum Großteil schon kenne, sind wie Schwestern für mich“, sagt sie. Jeden Tag spielt und bastelt sie mit den Gleichaltrigen im Kids-Club – und hat den größten Vorteil eines Familienurlaubs im Lindenhof klar erkannt. „Hier muss ich mein Zimmer nicht aufräumen…“

Warum gehen Sie nicht in ein ausgewiesenes Kinderhotel? „Weil dort leider alles auf Kinder ausgerichtet ist“, sagt Christian Piel – und denkt mit Grausen an einen Aufenthalt zurück. „Um 21 Uhr gab es keine Getränke mehr an der Bar.“ Auch Steffi gefällt, dass sie im Lindenhof nicht nur Erwachsene mit Kindern kennenlernt – und es auch mal andere Themen als Schule oder Erziehung gibt. Irgendwie geht es den Eltern wie Emma: sie haben viele Bekannte hier, die sie gerne jedes Jahr ein- oder zweimal im Urlaub sehen. „Der Lindenhof hat es geschafft, ein gewisses Klientel aufzubauen, das sich untereinander versteht, sich mit Respekt begegnet“, sagt Christian. Es sei ein sympathisches Umfeld, weil keiner der Gäste an Profilneurose leide. Deshalb würden sich hier nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen verstehen. Der Lindenhof sei ein Hotel für Kinder und für Erwachsene, nach dem Umbau noch mehr als vorher. „Es ist bei uns gar keine Frage: Emma will immer hier her. Und wir auch“, sagt Steffi Piel.

DIE SPEZIELLEN FAMILIEN-ZEITEN IM LINDENHOF: vom 8. bis 22. Juni, vom 29. Juni bis 31. August, vom 28. September bis 3. November, vom 26. Dezember bis 6. Januar 2020 – und als Planung für 2020: vom 14. Februar bis 1. März.

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FOKUSWOCHEN

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Die Spa-Gäste

Zum Beispiel Kati und Thorsten Friese aus Nagold. Beide sind im Beruf gefordert, sie arbeitet im Kunden- und Marktmanagement, er als Trainer und Coach im Finanzdienstleistungsbereich. Sie lieben Spa-Urlaub im Lindenhof – warum? „Weil ich Wasser liebe, weil ich gerne in diesen genialen Pools im Lindenhof schwimme und in die Sonne schaue. Oder zu den Bergen. Oder den Blick ins Tal habe”, sagt Kati Friese. Für sie hat Spa nämlich nicht nur mit Wasser zu tun, sondern auch mit Natur. Für sie ist Spa die Kombination aus Wasser, Natur und natürlich auch entspannenden Massagen wie dieser Lomi Lomi Nui im Lindenhof. „Einen besseren Ausgleich zum Alltag gibt es nicht.” „Ich liebe Spa-Urlaub vor allem im Lindenhof”, sagt der Mentalcoach Thorsten Friese und erklärt, dass der für ihn schon an der Rezeption beginnt. „Du kommst an, betrittst dieses Hotel, wirst überall mit einem Lächeln empfangen – und bist nach fünf Stunden Autofahrt sofort in einem Wohlfühlmodus.” Schon allein das sei Spa für ihn, weil Spa für ihn Erholung bedeute, abzuschalten, auszusteigen. „Und da

ich ein Saunafan bin und acht Stunden in einer Sauna liegen könnte, hat der neue Wellnessturm natürlich eine große Anziehungskraft auf mich.” Bringt der Spa-Urlaub im Lindenhof Ihnen auch etwas für den Job? „Meine Batterien sind immer aufgeladen, wenn ich wieder nach Hause fahre”, sagt Kati Friese, die im Alltag nur wenig Zeit für Besuche in Thermen oder für Massagen hat. Und die sogar schon vor dem SpaUrlaub wundersame Motivation entwickelt. „Wenn ich weiß, dass wir wieder in den Lindenhof fahren, ist die Vorfreude so groß, dass ich schon vor dem Spa-Urlaub neue Kraft habe.” „Wir kommen im Jahr bis zu vier Mal hierher, weil ich als Mentalcoach auch weiß, wie wichtig Auszeiten für unsere work-life-balance sind”, sagt Thorsten Friese. Und: „Eines ist sicher: der Lindenhof hat alles dafür getan, um Speed-Erholung zu garantieren.”

DIE SPEZIELLEN SPA-ZEITEN IM LINDENHOF: vom 31. August bis 28. September; vom 3. November bis 8. Dezember 2019; vom 29. Februar bis 28. März 2020 ist Spa-Zeit nur für Erwachsene.

DIE SPEZIELLEN AKTIV-ZEITEN IM LINDENHOF: vom 1. bis 8. Juni, vom 22. bis 29. Juni.

GESUNDHEITSWOCHEN MIT DEM FITNESSTEAM VON PUR-LIFE: 7. bis 14 Juli, 22. bis 29. September, 10. bis 17. November.

Der Aktiv-Gast

Zum Beispiel Peter Colamarino aus Holzmaden (Kreis Esslingen). Der 56-jährige Deutsche muss fit bleiben – auch im Urlaub. Er betreibt in seiner Heimat ein Fitnessstudio und betreut als Krafttrainer einen Radprofi und einen Eishockeyclub. Sie kommen jedes Jahr zur Storck-Rennradwoche in den Lindenhof. Weil Sie auch im Urlaub die sportliche Herausforderung brauchen? „Ich würde sagen, weil ich auch im Urlaub Sport brauche. So nach zwei Tagen absoluter Ruhe kribbelt es in meinem ganzen Körper. Zur Rennradwoche komme ich aber vor allem, weil ich Freunde treffe, die alle das gleiche Hobby haben wie ich, weil die Betreuung durch Ötzi-Bike sensationell ist und die Touren großartig sind. Allein käme man da nie hin. Aber es stimmt: auch wenn ich Urlaub mit meiner Frau mache, brauche ich das Rennrad, das Fitnessstudio, den Sportpool. Ich laufe auch schon mal gern schnell den Berg hoch, vom Lindenhof die 800 Höhenmeter bis zur Bergstation der Unterstellbahn. Das brauche ich auch an ruhigen Tagen. Aber es gehört ebenso ein ausgiebiges Frühstück dazu, Massagen, Behandlungen und gutes Essen. Das ist für mich Urlaub.

Da Sie seit Jahren Stammgast im Lindenhof sind, scheint es für diese Art von Urlaub das richtige Hotel zu sein… …ich habe hier im Lindenhof Hochzeit mit meiner Frau gefeiert. Und danach sind wir zur Hochzeitsreise nach Südafrika. Zweifellos: es war auch schön. Safari gemacht, die Landschaft erkundet. Aber nach ein paar Tagen habe ich zu meiner Frau gesagt: ,Eigentlich wäre ich jetzt lieber zwei Wochen im Lindenhof’. Das hat ihr damals nicht gefallen, inzwischen sieht sie das genauso. Sie genießt die Sauna und die Behandlungen und schwimmt jeden Tag 1.500 Meter. Mich lässt sie meinen Sport treiben, und wir beide lieben das exklusive Essen am Abend oder das Buffet am Nachmittag. Das Schöne daran ist: wenn ich, wie heute, 3.480 Kalorien abgearbeitet habe, kann ich mir beim Essen auch was gönnen. Zum Sport gehört für mich im Urlaub der Genuss – und dieses Hotel bietet beides in höchster Qualität.


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Die Almwirte Hans und Resi Aster: „Hier oben gibt es keine Menschen erster oder zweiter Klasse. Hier sind alle gleich.“

MAUSLOCHFRANTSCH ALM (1.835 HÖHENMETER) Lage: am Nörderberg, zwischen Zetnalm und Tablander Alm.

Gleicher Aufstieg wie bis zur Zetnalm. Für ca. weitere 30 Minuten von der Zetnalm dann den Almenweg entlang bis zur Mauslochalm. Ideal ist auch diese Strecke von Naturns aus für Mountainbiker. Alternativ können erfahrenere Wanderer direkt von Naturns aus den etwas steileren Weg Nr. 5, vorbei an Platzgumm auf 1.258 Höhenmeter, bis zur Mauslochalm nehmen. Hier muss man mit einer Aufstiegszeit von ca. 4 ½ Stunden rechnen. Essen: Menü variiert von Woche zu Woche, Wild unter der Woche, Lamm, Apfelstrudel. Besonderheiten: familienfreundlich, mit Trampolin und Schaukel.

BERGLALM (2.214 HÖHENMETER) Lage: im Schnalstal zwischen Nockspitze und Lagauntal.

Von Naturns aus ca. 30 Minuten mit dem Auto bis ins Schnalstal. 1. Parken in Vernagt am Stausee (ansteigender, herrlicher Panoramaweg). Vom Parkplatz aus über die Staumauer den Weg Nr. 13 für 2 ½ Stunden mit herrlichem Blick auf den Stausee. 2. Parken beim Hotel Gerstgras: von dort den etwas steileren Anstieg durch den Wald nehmen, den Weg Nr. 13 entlang für ca. 1 Stunde. 3. Parken bei den Koflhöfen an der Hauptstraße nach dem Hotel Gerstgras und vor dem nächsten Dorf Kurzras. Von den Koflhöfen ausgehend bis ins urige Lagauntal mit alten Zirbelbäumen die Nr. 5 für ca. 45 Minuten bei mäßigem Anstieg. Vom Lagauntal aus weiter Richtung Nr. 5 für weitere 45 Minuten ohne weiteren Anstieg. 4. Parken in Kurzras auf dem großen Parkplatz. Vom Parkplatz aus dem Weg Nr. 4 entlang, der dann im Lagauntal in den Weg Nr. 5 mündet. Ab dem Lagauntal den gleichen Weg entlang wie bei Möglichkeit 3. Gesamtgehzeit: 2 Stunden. Essen: sehr beliebt bei den Gästen Karos hausgemachte Knödel aus Spinat, Käse und Speck, einheimisches Schöpsernes, hausgemachte Hirschwurst und Bauernwürste. Besonderheiten: atemberaubende Fernsichten auf zahlreiche Dreitausender, besondere Auszeichnung: schönste Winterhütte Südtirols 2019.

RESI UND HANS

HIER MUSS DIE FREIHEIT GRENZENLOS SEIN... Seit 36 Jahren bewirtet das Ehepaar aus Naturns die Zetnalm – und die über 70-Jährigen wundern sich kaum, dass es junge Menschen nicht lange als Almwirt auf den Bergen aushalten. Im vergangenen Jahr haben Resi und Hans eine Schiffsreise gemacht. Eine Mittelmeerkreuzfahrt. Ob es schön war? Ihre Blicke suchen den anderen, sie lächeln sich gegenseitig an und erklären schließlich: interessant sei’s gewesen. Ja, interessant. Ein zweites Mal aber, sagt der 73-jährige Hans, bräuchte er das nicht mehr. Morgens fremde Menschen, tagsüber fremde Menschen, abends fremde Menschen – und ein jeder Gast fühlt sich wichtiger als der andere und will auch so behandelt werden. „Wir leben schon in einer anderen Welt”, sagt schließlich Resi mit ihren 71 Jahren.

Resi und Hans Aster aus Naturns sind Almwirte. Seit 36 Jahren. An Ostern packen sie Hab und Gut zusammen und ziehen auf die 1.747 Meter hoch gelegene Zetnalm, in drei Stunden und 50 Minuten von ihrem Haus zu Fuß zu erreichen. Dort leben sie in aller Abgeschiedenheit – die ersten Nachbarn sind Richtung Vigilius die Naturnser Alm (30 Minuten) und Richtung Hochwart die Mauslochalm (60 Minuten). „Im November kommen wir wieder runter, wie das Vieh auch”, sagt Hans, der sich ein anderes Leben nicht vorstellen kann. „Hier oben gibt es keine Menschen erster oder zweiter Klasse, hier oben sind alle gleich


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ZETNALM (1.747 HÖHENMETER) Lage: am Nörderberg, zwischen Mauslochalm und Naturnser Alm.

Von Naturns aus fast sieben Kilometer mit 1.244 Höhenmeter Aufstieg. 3:50 Minuten – über Meraner Waalrunde, Jesusweg, 30, 5A. Ideal ist die Strecke von Naturns aus auch für Mountainbiker. Viele fahren mit dem E-Mountainbike problemlos vom Lindenhof auf die Zetnalm. Als geübter Autofahrer ist auch eine Fahrt auf enger Straße (zuletzt Schotter) bis zum Kreuzbrünnl-Parkplatz (1.583) möglich (Sie können im Hotel auch nach einem Shuttlebus fragen). Von dort sind es nur noch rund 25 Minuten. Weitere Möglichkeit: mit der Seilbahn von Rabland aus hoch zum Vigiljoch – dann über die Naturnser Alm zur Zetnalm (Gehzeit ca. 3 Stunden). Essen: sehr gute Südtiroler Küche, Wildgerichte am Sonntag, täglich zwei Fleischgerichte, Kaiserschmarren, Marendbrettl und Suppen; morgens gibt es Frühstück, nachmittags selbst gemachten Kuchen. Besonderheiten: traumhafte Aussicht von der Terrasse aus.

MARZONERALM (1.595 HÖHENMETER) Lage: am Nörderberg bei Kastelbell-Tschars.

Von Naturns aus mit dem Auto nach Kastelbell-Tschars bis zum Parkplatz Schartegg (1.490 Höhenmeter). Im Sommer wird ein Shuttle angeboten. Dem Weg Nr. 4A folgen. Dann weiter auf den Almenweg. Die Nr. 9A bietet den Abschluss bis zur Marzoneralm. Gesamtgehzeit: 1 gute Stunde. Für Biker ist die Marzoner Alm über mehrere Routen über Tarsch, Freiberg oder Tomberg erreichbar. Schon beim Uphill bieten sich atemberaubende Ausblicke auf das Vinschgautal, die Bergkulisse der Texelgruppe oder des Ortlergebietes. Einige Trails führen, wie der Fontana- oder Lupotrail oder einfach der Forstweg, zurück ins Tal. Für kleinere Reparaturen am Bike stellt die Alm sogar einen „Erste Hilfe Werkzeugkoffer“ und eine Luftpumpe bereit! Essen: typische Südtiroler Köstlichkeiten wie Speck und Käse am Brettl, verschiedene Knödel mit Salat aus dem eigenen Almgarten, deftiges Rindsgulasch, Kaiserschmarren, hausgemachte Kuchen. Besonderheiten: für Familien mit Kinderwagen gut geeignet, Naturkegelbahn und Kinderspielplatz vorhanden

und alle per du.” Selbst für den ehemaligen CSU-Vorsitzenden Theo Waigel gab es in seiner Zeit als Bundesfinanzminister trotz acht Sicherheitsbeamten keine Sonderstellung. „Für uns war er der Theo – und er hat’s gleich akzeptiert.” Da oben muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Wenn Resi und Hans so erzählen, könnte man es fast glauben. Man lässt die Sorgen unten im Tal, man lebt sein eigenes Leben, nur das eigene. Man kann tun und lassen, was man will...

sagt Resi. Für den Mittag muss sie im Service manchmal Verstärkung aus der eigenen Verwandtschaft anfordern – und hin und wieder soll es vorkommen, dass der Almwirt gegen Mitternacht die letzten Gäste selbst durch die stockdunkle Nacht auf der engen Straße ins Tal fährt. Vor allem nach ausgiebigen Junggesellenfeiern. „Langweilig wird es uns nie”, sagt Resi, die weiß, was den jungen Menschen bei ihrem kurzen Höhenflug fehlt: Fernseher und Internet. Dazu kommt, dass die finanzielle Seite nicht so ist, dass man ein Jahr davon leben kann – und wer bietet einem Almwirt schon einen guten Job für kurze Zeit im Winter?

Man kann sich aber auch täuschen… „Viele junge Leute träumen von so einer Art Aussteigerleben. Doch gerade auf den Almen geben sie schnell wieder auf”, sagt Resi Aster – aber wenn sie so ihren Tagesablauf erzählt, wundert man sich, dass sie sich darüber noch wundert. Um sechs Uhr steht das Ehepaar auf. Das Vieh muss versorgt werden, Wirtsstube und Terrasse werden geputzt, in der Küche alles vorbereitet. Hans, der ehemalige Metzger, der seinen Beruf aus Gesundheitsgründen schon früh aufgeben musste, stellt sich bei dem schönen Wetter auf 150 Essen ein. Er macht alles selbst. Die Suppe, den Kaiserschmarren und und und. Mindestens zwei Fleischgerichte bietet er täglich an, an Wochenenden gibt es oft Vorbestellungen für sein Hirschsteak. „Die ersten Gäste kommen schon zum Frühstück oder Vesper gegen neun”,

Dass die jüngeren Almwirte die Arbeit unterschätzen, sagt Hans nicht. Er denkt es sich wahrscheinlich nur, wenn er erzählt, was er alles zu tun hat. Er muss Handwerker sein (die Alm war anfangs ohne Licht, zwei Jahre baute er um und ein, bis sie bewohnbar war), er muss Landwirt sein (zuerst hatte er nicht nur sechs Kühe, sondern auch acht Schweine), er muss Koch sein, möglichst ein guter. Und wahrscheinlich auch eine Art Lebenskünstler. „Du solltest die Natur genießen können, jeden Tag”, sagt Hans Aster. Auch bei Blitz und Donner, ganz oben, ohne Nachbarn, ohne Feuerwehr, ohne Angst. „Es gibt nur schöne Erinnerungen, gefürchtet habe ich mich nie“, sagt Resi. Wie das auf der Luxusreise im Mittelmeer war, haben wir die beiden Almwirte nicht gefragt.

ZIRMTALALM AM IDYLLISCHEN ZIRMTALSEE (2.114 HÖHENMETER)

Lage: am Nörderberg, oberhalb der Tomberger Alm und der Marzoneralm. Um die Zirmtalalm zu erreichen gilt: ohne Fleiß kein Preis! Vom Parkplatz Schartegg die Nr. 4A entlang. Dann weiter auf der Nr. 9 und der Nr. 18. Die letzten Höhenmeter führen auf einem recht steilen Steig dem Zirmbach entlang bis zur Zirmtalalm. Recht stetig steiler Anstieg jedoch bei Anblick der kleinen bewirtschafteten Alm und des malerischen Sees sofort vergessen. Aufstieg: ca. 2 ½ Stunden. Direkt an der originalen Hütte liegt der See, den man in ca. 25 Minuten umrunden kann. Rund um den See findet man jede Menge Rast- und Picknickplätze, wo man sich vom anstrengenden Aufstieg erholen kann. Essen: typische Südtiroler Almgerichte wie Marendbrettln, Knödeln, Gulasch und Kaiserschmarrn. Besonderheiten: Schlafmöglichkeit im Mehrbettzimmer und Sauna vorhanden.


WOHNEN

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EINE NACHT IN DER PENTHOUSE-SUITE

ÜBER UNS IST NUR NOCH DER HIMMEL Irmi und Helmut Stieger haben das exklusivste Wohnen im Hotel ihres Arbeitgebers getestet und kamen zu dem überraschenden Ergebnis: „Hier lässt es sich leben!”

Irmi Stieger, im Lindenhof für das Frühstücksbuffet zuständig, erzählt als allererstes die Geschichte mit dem Whirlpool auf der Dachterrasse. „Noch nie habe ich es länger als zehn Minuten in so einem Pool ausgehalten”, sagt sie. „Und hier habe ich nach einer Stunde zum ersten Mal auf die Uhr geschaut.” Es ist das besondere Ambiente. Oben im sechsten Stock des Neubaus im DolceVita Resort Lindenhof. Wohnen auf höchstem Niveau. Da ist die Sauna und dieser Whirlpool neben den Spinningrädern auf der Dachterrasse. „Du siehst alles von hier aus. In Richtung Meran die Hirzer Spitze, in Richtung Vinschgau die Laaser Spitze. Und ganz in der Nähe Schloss Hochnaturns. Alles siehst du, alles”, sagt der Restaurantleiter Helmut Stieger, der zusammen mit seiner Frau für die SUITE im Hotel seines Chefs eingecheckt hat. Suite 618. Ein interessantes Experiment: zwei Menschen, die lieber durch Regen, Eis und Schnee jeden Berg hoch springen und wild life auf Gipfeln mit Vesperbrot und Trinkflasche leben, müssen „schöner wohnen” testen. „Ich weiß, warum Du nicht gemerkt hast, wie die Zeit vergeht”, sagt Helmut zu seiner Frau. „Weil Du hier der Natur wirklich verdammt nahe bist.” Wohnen in der Penthouse-Suite ist anders als es sich das Ehepaar aus dem Martelltal vorgestellt hat. Natürlich ist es luxuriös. Moderne Polstermöbel, elektrisches Kaminfeuer, ovale Badewanne, runde Spiegel, drei Fernseher, auf der 81 qm großen Terrasse bequeme Korbsessel, große Tische, diverse Polstersessel und vier moderne Liegen. Und trotzdem fühlen sich die Stiegers von Anfang an wohl. Fast wie zu Hause, wo sie vielleicht in einer 80 qm-

Wohnung leben. Hier sind es 176 qm. „Du bekommst hier keine Berührungsängste. Weil alles wohnlich ist und passt”, sagt Irmi Stieger. Ihr Mann hat als erstes die gut ausgestattete Bar entdeckt, um die sich im Wohnraum sechs Barhocker aufteilen. „Die Flasche Gin trinke ich heute Nacht”, sagt Helmut und lacht. Im Moment ist ihm der Willkommens-Schampus lieber, und zu seiner großen Freude sieht er auch eine Kaffeemaschine. „Hier lässt es sich leben”, sagt er – und Irmi ärgert sich nur, dass sie nicht den Sohn und die beiden Enkeltöchter mitgenommen haben. Zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, ein Kinoraum, in dem auch schon Kinder übernachtet haben – Platz ist nicht nur in der kleinsten Hütte. Auch hier haben sich schon sechs Personen im Urlaub wohlgefühlt. So wie Irmi und Helmut. Sie haben an ihrem Urlaubstag eine Massage bei Paula genossen,

die Schwimmbäder, die eigene Sauna auf ihrer Terrasse, den Whirlpool, die Spinningräder, die Bar – und vor allem den Ausblick. Selbst vom Bett aus. „Du siehst den Sternenhimmel, weil du über dem Bett das Dach zurückfahren kannst und plötzlich eine Glasdecke hast”, sagt Irmi. Wie lange sie den Ausblick genossen hat, sagt sie nicht. Sie hatte am Sonntag frei, Helmut dagegen ist um sieben Uhr vier Stockwerke nach unten gefahren, in seine Kellneruniform geschlüpft und hat den „richtigen” Gästen Frühstück serviert. Könntet ihr euch auch vorstellen, hier in der Penthouse-Suite zwei Wochen Urlaub zu machen?, werden die beiden gefragt – und sie schauen sich an. „14 Tage?”, fragen sie ungläubig zurück und antworten unisono: „So lange Urlaub haben wir noch nie gemacht. Noch nirgends.”

INFO Die moderne Luxussuite ist mit zwei Wohn- und Schlafeinheiten ausgestattet, einem eigenen Kino, zwei getrennten Badeinheiten mit freistehender Designer-Badewanne. Die Einrichtungen sind aus Naturmaterialien. Auf der Terrasse, die das gesamte Penthouse umfasst, stehen vier Sonnenliegen, Couch und Couchsessel. Außerdem gibt es einen Wellnessbereich mit Infrarotkabine, Kombisauna, Whirlpool und Spinningräder. Preise auf Nachfrage


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WELLNESS

EIN TAG MIT SOPHIE EGGER

WELLNESS AM ARBEITSPLATZ Die diplomierte Schönheitspflegerin erzählt von ihrem Traumberuf – und warum die erlernte Handwerkskunst allein in ihrem Job nicht ausreicht. „Wir sollten es auch schaffen, unsere Energie auf den Gast zu übertragen”, sagt die Spa-Mitarbeiterin des Lindenhofs.

INFO Berührende Momente, inspirierende Momente und aktivierende Momente bietet das ArtSPA des DolceVita Resorts Lindenhof. Tatsächlich geht Spa heute viel weiter als früher, wo es für Salus per aquam stand – gesund durch Wasser. Heute gehören neben dem Wasser und einer Saunalandschaft auch Kosmetik und Massagen dazu. Wer seinem Körper Gutes tun will, sich entspannen, sich stärken, kann im Lindenhof aus über 50 Behandlungen wählen. Am besten ist es, wenn Sie sich schon zu Hause mit den Möglichkeiten der Lindenhof ArtSPA vertraut machen - Sie können Ihren Termin auch telefonisch, per Mail reservieren oder direkt auf der Internetseite www.holidayforum.dolcevitahotels.com/ Lindenhof

Sophie Egger liebt Wellnesstage. Im Urlaub und immer öfters auch in Daily Spas im Alltag. Und nichts ärgert sie mehr, als wenn ein Masseur oder eine Masseurin in der knappen Stunde einfach das übliche Programm abspielt. Ohne Emotionen, ohne auf den Gast einzugehen. „Ich merke, dass sie ihr Handwerk gelernt haben. Aber sie sind nicht in der Lage, eine persönliche Ebene zu mir aufzubauen und dadurch ihre Energie zu übertragen”, sagt die gelernte Schönheitspflegerin. Genau dieses Vertrauensverhältnis aber mache den Unterschied zwischen einer guten und einer sehr guten Massage. Die 25-Jährige hat heute schon vier sehr gute Massagen hinter sich. Seit 8.30 Uhr arbeitet sie in der Wellnessabteilung im DolceVita Resort Lindenhof – und ihre Kunden haben sich mit einem zufriedenen Lächeln verabschiedet. „Es ist ein toller Beruf. Wir bekommen vom Gast sofort eine Rückmeldung. Das motiviert zusätzlich”, sagt Sophie Egger, die als zierliche junge Frau trotz der Kraftanstrengungen kurz vor Feierabend nicht müde wirkt. Im

Der „Wellnesstag” für die Spa-Mitarbeiterin hat am frühen Morgen mit Maniküre und Pediküre begonnen, zwei Gesichtsbehandlungen folgten. „Es ist oft so, dass wir morgens Hochbetrieb in Sachen Kosmetik haben – und vor allem mittags Massagen gebucht werden”, sagt sie. Tatsächlich hat sie beides gelernt, denn anders als in Deutschland gibt es in Italien den Beruf der diplomierten Schönheitspflegerin, den man in der Berufsfachschule in Meran wählen kann. Pediküre/Maniküre, Gesichtsbehandlungen und Körperpflege mit Massagen gehören neben Anatomie, Dermatologie, Chemie und Ernährungslehre zur Ausbildung. „Eine Freundin hat damals diesen Beruf erlernt – und was sie erzählt hat, hat mich fasziniert.” Fasziniert war sie als junges Mädchen sicher auch von den Tricks, mit denen man sich selbst verschönern kann.

siert sie. Die 14-Uhr-Massage von Zimmer 306 ist ganz nach ihrem eigenen Geschmack. Lomi Lomi Nui heißt sie und ist nicht nur dank der hawaiianischen Klänge im Raum „etwas Besonderes”. „Mit viel Öl wird dabei die Muskulatur gelockert”, sagt sie – und strahlt auch noch locker nach der Ganzkörpermassage von Zimmer 512 und der Faszienbehandlung von 318. „Es ist nicht so, dass man mit letzter Kraft drücken muss, auch wenn das viele glauben.” Gerade bei den verklebten Faszien erreiche man mit zu viel Kraftanstrengung das Gegenteil, weil man zu weit und damit zu tief in die Muskulatur dringe. „Wir machen ständig Fortbildungskurse und sind wissenschaftlich immer auf dem neuesten Stand”, sagt Sophie, die sich beruflich bei allen Gelegenheiten weiterbilden will. „Das ist ein wichtiger Punkt unserer Arbeit. Der andere ist, dass wir mit dem Gast, der sich uns ganz persönlich anvertraut, eine harmonische Ebene bilden.” Das, glaubt sie, kann man allerdings nicht lernen.

Heute verschönert sie andere – und das auch noch gerne. Am liebsten aber mas-

Der letzte Termin des Tages wartet. Sophie Egger geht von dem Wavebalance-

Gegenteil. „So ein Arbeitstag ist auch für mich Wellness”, sagt sie lächelnd.

Behandlungszimmer, wo sie gerade eine Frau aus dem vierten Stock auf dem erwärmten Wasserbett nach gelernten Schwingungen entspannt zurückgelassen hat, in die ArtSpa-Suite. Ein junges Ehepaar hat die beiden Räume mit Finnischer Sauna, Dampfbad, Behandlungszimmer und Snoezelen-Ruheraum für eineinhalb Stunden gebucht. Und Ehemann und Ehefrau bekommen jetzt auf den beiden Liegen von Sophie und einer Kollegin eine Ganzkörpermassage. „Ein Traum: Sauna, Dampfbad, Ruheraum und Behandlungen – alles, was für mich zu Spa gehört. Und das alles nur zu zweit”, sagt Sophie. Manchmal, das spürt man, würde sie ihren Wellnesstag doch gerne tauschen – und sich selbst an ihrem Arbeitsplatz verwöhnen lassen. Und das von einem Kollegen oder einer Kollegin, die nicht nur die Kunst der Berührung beherrscht, sondern auch eine persönliche Ebene zu ihr aufzubauen vermag. „Eine Massage ist sehr persönlich. Es ist ein Geben und Nehmen. Und darauf sollten sich immer beide Seiten einlassen”, sagt sie.


GÄSTE

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„NACHWUCHSARBEIT” IM LINDENHOF

LASSET DIE KINDLEIN ZU MIR KOMMEN… Der Hotelchef Joachim Nischler liebt die Familienzeit – und sorgt dafür, dass die Jugendlichen von heute seine Gäste von morgen werden. „In meinem zweiten Leben werde ich Kindergärtner”, sagt Joachim Nischler. Amanda Fink schaut etwas irritiert. Was soll sie mit ihren 20 Jahren auf einem Foto von Joachim Nischler mit vielen Kindern? Will dieser ältere Hotelchef mit der Glatze beweisen, dass nicht nur Schulkinder ihn lieben, sondern auch junge Frauen? „Für Joachim mache ich fast alles”, sagt die Studentin aus Österreich lachend – und winkt in die Kamera. Sie hat nach ein paar Worten die Geschichte verstanden. Joachim Nischler will zeigen, dass die Kinder von einst auch als Erwachsene noch gerne in sein Hotel kommen. „Als ich so jung war wie die Mädels und Jungs hier auf dem Bild, hat Joachim dafür gesorgt, dass der Lindenhof zu meiner zweiten Heimat geworden ist”, sagt Amanda Fink.

aber der Hotelchef habe sie „geknackt”. „Kinder fühlen sich von ihm ernst genommen”, sagt Monica Richterich – und erzählt, dass viele Erwachsene nur über die Eltern mit den Kinder sprechen, Joachim aber immer mit den Kindern direkt rede. „Er schaut ihnen dabei in die Augen. Das machen nicht viele.” Tatsächlich nimmt sich der Lindenhof-Chef auch im größten

Wie der 20-Jährigen aus Doren im Bregenzerwald geht es vielen Gästen im DolceVita Resort Lindenhof. Sie sind in Naturns fast ebenso aufgewachsen wie zu Hause. Weil ihre Eltern jedes Jahr mindestens einmal hier Urlaub gemacht haben, weil Mitarbeiter und die Nischlers immer besonders familienfreundlich waren, weil der Hotelchef ein ganz besonderes Faible für Kinder hat. „Sie sind von Natur aus freundlich. Und sie schätzen alles, was man für sie macht”, sagt Joachim Nischler, der immer ein Ohr (und manchmal auch ein Eis) für den Nachwuchs hat. Dass dies im Zusammenhang mit der Kundenpflege steht und er in jedem Vierjährigen einen zahlenden Stammgast 20 Jahre später sieht, bestreitet der 49-Jährige heftig. „Das liegt daran, dass ich Kinder liebe”, sagt er. Und: „In meinem nächsten Leben werde ich sowieso Kindergärtner.” Es gibt viele, die glauben, dass er dafür besser geeignet ist denn als Hotelmanager. „Er hat so eine Aura”, sagt die Schweizerin Monica Richterich, die Joachims Kinderliebe bei ihrer Tochter Jenny beobachtet hat. Jenny ist heute 22 und kommt immer noch mit ihren Eltern in den Lindenhof, den sie als Zweijährige schon „erlebt” hat. Ein sensibles Kind sei ihre Tochter gewesen,

Stress Zeit für spielende Mädchen und Jungen. Er tröstet sie, er lacht mit ihnen, er verwöhnt sie, er führt sie an der Hand durch das Hotel. Und er fährt mit ihnen im Golfcar. An diese abenteuerliche Formel 1-Fahrten durch Naturns erinnern sich viele der jungen Erwachsenen, die als Kinder schon in den Lindenhof gekommen sind. „Joachim hat immer ein Herz für Kinder”, sagt auch die 21-jährige Kristin Klein aus Köln. Ihre Mutter Claudia erinnert sich vor allem an einen Tag, als sie mit der kleinen Kristin und ihren zwei Brüdern Tobias und Sebastian im Hotel auschecken und bis spät in die Nacht auf den Zug in den Westen Deutschlands warten musste. „Joachim hat uns gesehen und sofort gehandelt: ,Die Kinder brauchen ein Zimmer. Die müssen doch schlafen´, sagte er zu uns.” Obwohl der Hotelchef auf vielfachen Wunsch im DolceVita Resort Lindenhof inzwischen eine Adults-only-Zeit im November eingeführt hat, liebt er vor allem die Familienzeit. Wenn Leben in der Bude ist. „Bei uns gibt es kaum Probleme mit Kindern, weil sie gut erzogen worden sind”, sagt Joachim Nischler, der überzeugt ist: „Es liegt immer an den Eltern, wenn sich Kinder mal daneben benehmen sollten.” Heute freut er sich darüber, wenn seine „Lieblingskinder” schon ihren Nachwuchs mit ins Hotel bringen, wie zum Beispiel Sebastian Schlitzkus. Mit seiner Frau Stephanie kommt er regelmäßig nach Naturns – und seine drei Kinder behaupten das gleiche, was der Vater früher behauptet hat. „Joachim ist cool”, sagen Ludo, 9, Eddy, 11 und Noah, 14.

Viel Lob gibt es für den Hotelchef – auch von den Eltern: „Kinder fühlen sich von ihm ernst genommen.“

Amanda Fink hat das auch geglaubt. Und glaubt es übrigens heute noch. „Er hat immer die besten Sprüche”, sagt die junge Frau, die sich besonders an einen erinnert. „Joachim hat mir damals gesagt: Such Dir bitte einen reichen Mann. Damit Du Dir auch später den Lindenhof noch leisten kannst…”

IMPRESSUM Herausgeber: Familie Nischler, DolceVita Resort Lindenhof, Naturns, www.lindenhof.it, Tel. 0039 0473 666242; Verantwortliche Gesamtleitung: Joachim Nischler; Redaktion: Chiara Nischler, Lisa Albrecht, Horst Walter; Gestaltung: Beda Pfleger; Fotografie: Andreas Marini, Emma Nischler; Repro: Günther Piltz; Druck&Versand: G.A.S. Salzburg


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DolceVita Resort Lindenhof SUITE Sommer 2019 by Lindenhof Pure Luxury & Spa DolceVita Resort - Issuu