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Holzbulletin 158/2026

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Holzbulletin 158/2026 Holz erleben

Restaurant Caumasee, Flims Klanghaus Toggenburg, Unterwasser Badehaus Hof Weissbad, Weissbad Zehntenscheune, Dietikon Sommercamp für Kinder Sorniot, Fully Erneuerung Berghotel, Ferpècle

Ein begehbares Instrument: Der Kulturbau am Schwendisee schafft Klangräume in einem technisch komplexen und sorgfältig konstruierten Holzbau. Hier der Blick von der Regie in den zentralen Raum mit dem Bezug zur umliegenden Landschaft.

Architektur: Marcel Meili mit Staufer & Hasler Architekten, Frauenfeld. Foto: Roland Bernath, Zürich

1 Ein Haus als Instrument: Blick in den Echoraum des Klanghauses. Architektur Marcel Meili mit Staufer & Hasler Architekten, Frauenfeld Bauherrschaft Kanton St. Gallen, Bau und Umweltdepartement, Hochbauamt Foto Roland Bernath, Zürich

2 Haus der Musik: Holz an der Fassade, im Foyer in der Form von Treppen und als Auskleidung im Konzertsaal. Architektur Adept, Kopenhagen und Hamburg Bauherrschaft Stadt Braunschweig Visualisierung Adept, Aesthetica Studio

3 Tragwerk und Gestaltung in einem: Das sichtbare Zelttragwerk des Restaurants Schifflände prägt das Raumgefühl im Inneren des eingeschossigen Pavillons mit sechs markanten Einzeldächern. Architektur Fiechter & Salzmann, Zürich Bauherrschaft Stadt Uster Foto Kuster Frey, Zürich

Raumerlebnis aus Holz

Das Klanghaus am Schwendisee im Toggenburg ist weder ein Konzerthaus noch ein Musikpavillon, sondern ein begehbares Instrument. Für seine Gäste wird dabei die akustische und visuelle Wahrnehmung des Raums zu einem vielfältigen sinnlichen Erleben – über die Ohren, die Augen, aber auch haptisch. Das Material Holz spielt für diese facettenreiche Wahrnehmung eine wesentliche Rolle: Als Baustoff für die Konstruktion oder die raumakustischen Anforderungen, als Oberflächenmaterial – sowohl aussen in Form der Schindelfassade als auch mit der Verkleidung der Innenräume – und nicht zuletzt mit der ornamentalen Gestaltung der Öffnungen in den beweglichen Flügeln, die den zentralen Raum mit der Berglandschaft verbinden. In diesem Sinne und auch aufgrund seiner Entstehungsgeschichte ist das Klanghaus ein einzigartiges Bauvorhaben, für dessen Realisierung das Zusammenspiel von Architektur, Musikwissen und Holzbauexpertise eine notwendige Voraussetzung war – ein Gesamtkunstwerk also auch in dieser Hinsicht. Was das Klanghaus ebenfalls zeigt: Der Baustoff Holz verfügt offenbar über Qualitäten, die weit über den funktionalen Einsatz des Materials hinausgehen. Da ist zum einen die haptische Dimension. Holz ist ein Baustoff, den man berühren will. Je nach Bearbeitung ist seine Oberfläche rau, strukturiert oder auch seidig glatt. Diese unmittelbare körperliche Erfahrung ist Teil seiner Identität. Eng damit verbunden ist seine akustische Qualität: Holz klingt, und das buchstäblich. Holz schwingt mit, wenn Töne den Raum füllen, und gibt ihnen eine spezifische Farbe. Kein Wunder, ist Holz der bevorzugte Werkstoff für Musikinstrumente oder Konzertsäle. Holz schafft aber auch eine angenehme Raumatmosphäre – und das nicht nur wegen seiner sensorischen Eigenschaften. Schliesslich besitzt Holz eine baukulturelle Verankerung, die kaum ein anderes Material in dieser Dichte aufweist. Seit Jahrhunderten hat sich in den verschie­

densten Regionen der Welt eine eigenständige Handwerkstradition entwickelt – sei es in Japan mit Holzkonstruktionen ohne sichtbare Verbindungen oder in Norwegen in Form von Stabkirchen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Der heutige Holzbau schreibt diese Geschichte fort, mit zeitgemässen Mitteln und im Bewusstsein, dass diese Traditionen Lösungen für aktuelle Fragestellungen anbieten: Sie stehen für Ressourceneffizienz, klimagerechtes Bauen und Langlebigkeit. Bemerkenswert ist darüber hinaus, dass beim Bauen mit Holz die tragende Holzkonstruktion an sich oft bereits eine gestalterische Dimension entfaltet und zum prägenden Raumelement werden kann.

Diese Eigenschaften machen sich auch zwei weitere Projekte zu eigen, die wir hier kurz vorstellen möchten. Zum einen der mit dem ersten Preis ausgezeichnete Wettbewerbsbeitrag des dänischen Architekturbüros Adept für den Umbau des ehemaligen Karstadt­Gebäudes in Braunschweig in ein ‹Haus der Musik›, zum anderen das bereits realisierte Restaurant Schifflände von Fiechter & Salzmann am Greifensee in Uster. Trotz der Unterschiedlichkeit der Bauaufgabe, des Standorts und der Projektgrösse nutzen beide den Baustoff Holz als wesentliches Element für die architektonische Gestaltung.

Beim Braunschweiger ‹Haus der Musik› schlagen die Architekten über dem dritten Obergeschoss des Baus von Gottfried und Elisabeth Böhm mit Baujahr 1978 einen holzgetafelten Konzertsaal für bis zu 1200 Gäste vor. Die geschwungenen Holzpaneele mit kleinformatigen Schieferplatten an der Fassade sind eine Interpretation der ursprünglichen Aussenhülle – eine Synthese aus Respekt vor dem Original und dem formalen Fortschreiben des Bestehenden. Holzwendeltreppen im nachgelagerten, mehrgeschossigen Foyer erschliessen den Saal und machen die vertikale Bewegung durch das Haus für die Besucherinnen und Besucher erfahrbar.

Das Restaurant Schifflände in Uster hingegen ist ein eingeschossiger Pavillon mit sechs markanten Einzeldächern, der direkt an der Schifflände am Greifensee liegt. Das Holztragwerk –als Zelttragwerk in der Mitte frei – übernimmt unterschiedliche Funktionen: Es prägt das Raumgefühl im Inneren, schützt die Gäste im Aussenraum vor Sonne und Regen und vermittelt zwischen dem Gebäude und der umgebenden Seelandschaft. Holz ist hier das Material, das innen und aussen, Schutz und Offenheit, Infrastruktur und Gastlichkeit zu einem Ganzen fügt. Neben dem eingangs vorgestellten Klanghaus finden Sie in dieser Holzbulletin­ Ausgabe weitere Projekte, in denen Holz – mal ganz explizit, mal unterschwellig – zu einem zentralen Gestaltungselement wird und das räumliche Erleben seiner Nutzerinnen und Nutzer nachhaltig prägt: das Restaurant am Caumasee in Flims, das Badehaus Hof Weissbad im Appenzellerland, die historische Zehntenscheune in Dietikon, in der eine alte Holzkonstruktion zum Ausgangspunkt für etwas Neues wird, sowie zwei im Wallis gelegene Projekte; das neue Sommercamp für Kinder in Sorniot und die Erneuerung eines hundertjährigen Berghotels in Ferpècle.

Wir wünschen eine gute Lektüre!

Jutta Glanzmann

Technische Kommunikation Lignum

Quellen: www.adept.dk/project/haus­der­musik www.german­architects.com/de/architecture­news/ meldungen/kultur­im­kaufhaus www.fiechtersalzmann.ch/projects/ restaurant­schiffl%C3%A4nde­uster

Restaurant Caumasee, Flims

Von ganz viel Wald umgeben und mit einem möglichst kleinen Fussabdruck liegt das neue Restaurant in einer Lichtung am Caumasee: Der Holzbau, der mit einem ausgeklügelten Tragwerk räumlich und formal besticht, stapelt die unterschiedlichen Nutzungen zu einem Körper, der sich im Rhythmus der Jahreszeiten verändert.

Der Caumasee wird seit den Anfängen des alpinen Sommertourismus im frühen 19. Jahrhundert als Kur­ und Badesee genutzt. Aufgrund der Veränderung des alpinen Lebensraums durch den Klimawandel suchte die Gemeinde Flims mit dem neuen Restaurant –als Ersatz nach einem Brand – Alternativen zum Wintertourismus. Im Interesse des Landschaftsschutzes fügt sich der neue Baukörper in den Saum des Waldes und spielt bewusst den Uferbereich frei. Um einen kleinen Fussabdruck zu erzielen, wurden die Nutzungen übereinandergestapelt. Der vertikale Körper mit dem steilen Giebeldach wird zur ruhenden Form am Waldrand. Über diese identitätsstiftende Wirkung hinaus ist der nahe Flimser Wald die Materialressource der Baukonstruktion. Präzise fasst das Holztragwerk die unterschiedlichen Räume als Stützen­ und Scheibenstruktur. Die aus linearen Elementen gefügte Konstruktion schafft im Inneren starke, tektonische Räume. Der mächtige Dachraum überspannt das ganzjährige Restaurant und die Küche, Hängesäulen und A ­Stützen treten als Figuren in den Raum. Das kleinteilige Blindgeschoss für Technik und Lager überträgt die Kräfte auf das Erdgeschoss, wo sich der Sommerkiosk mit Selbstbedienung befindet.

Aussen erzeugen klapp­ und schiebbare Fassadenelemente eine Anpassbarkeit des Baukörpers an den Rhythmus der Jahreszeiten und an den sich stark verändernden Betrieb am See. Die mechanische Eigenschaft der Fassade erzeugt eine vermittelnde Schicht zwischen innen und aussen, welche die Räume für Gäste im Sommer erweitert und im Winter schrumpfen lässt. So können die Roste der ebenerdigen Sommerterrasse im Winter hochgeklappt werden, was den dabei entstehenden, hölzernen Sockel zurückspringen lässt. Gleichzeitig löst die dunkel lasierte Fassade den Baukörper vor dem Hintergrund des Waldes auf. Das dünne, wie ein Papier aufgesetzte Aluminiumdach bricht je nach Perspektive und Licht seine Körperhaftigkeit.

Die geneigten Dachflächen wirken als flächiges Tragwerk in Form eines Faltwerks. Sie bestehen aus Sparren mit oberseitiger Dreischichtplatte und einer anschliessenden Dämmebene mit tragenden Rippen. Die Elemente liegen auf der Fuss­, Mittel­ und Firstpfette auf. Die Mittelpfette wird über zwei Hängewerke an die Firstpfette aufgehängt. Die Firstpfette wiederum leitet, unterstützt durch die Dachscheiben, die Aufhängelasten an die Giebelflächen des Dachs ab.

Die Giebelflächen bestehen aus Ständerwänden mit beidseitig verschraubten Holzwerkstoffplatten. Die Platten aller vier Dachflächen wurden zu Scheiben ausgebildet und miteinander verbunden. Dies ermöglicht die Aufständerung des Dachs einzig auf den vier Strebenböcken. Um den Dachkörper zu stabilisieren und ein Kippen zu verhindern, wurden an den vier Gebäudeecken Zugstangen angeordnet. Die Decke über dem Zwischengeschoss besteht

aus Brettschichtholzträgern. Sie überspannen als Dreifeldträger eine maximale Spannweite von 5,5 Metern. Über dem Erdgeschoss bilden Vollholzlamellen mit alternierender Höhe die Deckenkonstruktion als Einfeldträger. Zur Abfangung dieser beiden Decken sowie der Strebenböcke, die nicht direkt auf dem Massivbau stehen, wurden im Zwischengeschoss fünf raumhohe, wandartige Träger angeordnet. Die Konstruktion wurde entsprechend ihrer Belastung abgestuft und reicht von Ständerwänden mit unterschiedlich starken, beidseitigen Holzwerkstoffplatten bis zu einer Wand, die einzig aus verklebten Holzwerkstoffplatten besteht.

Eine auskragenden Stahlkonstruktion bildet den Balkon im Obergeschoss. Dazwischen spannen austauschbare Holzbohlen aus Fichtenholz. Die Aussteifung der Holzkonstruktion erfolgt über die zu Scheiben ausgebildeten Dach­ sowie Deckenscheiben. Die Deckenscheiben leiten die Horizontallasten je Geschoss in die Stahlbetonkonstruktion. Der Dachkörper wandelt die angreifenden horizontalen Lasten in Normalkräfte in den Strebenböcken sowie den Zugstangen um. Diese leiten die Lasten entweder direkt oder mit Umweg über die wandartigen Träger respektive Deckenscheiben in die Stahlbetonkonstruktion.

Längsschnitt

Erdgeschoss

Zwischengeschoss

Obergeschoss

Ort Via Lag la Cauma 559, 7018 Flims Waldhaus Bauherrschaft Gemeindeverwaltung Flims, Bauamt Architektur Corinna Menn Studio AG, Chur Landschaftsarchitektur Müller Illien, Zürich Bauleitung Spreiter Architektur und Bauleitung, Flims Dorf Bauingenieur Bänziger Partner, Chur Holzbauingenieur und Brandschutz Merz Kley Partner AG, Altenrhein

Elektroingenieur Nay Engineering AG, Chur Heizungsplanung Collenberg Energietechnik AG, Chur Lüftungsplanung Caviezel Klima GmbH, Chur Sanitäringenieur Marco Felix AG, Chur Bauphysik Bernhard Bauexperte, Chur Holzbau und Schreinerarbeiten Egli Zimmerei AG, Oberhelfenschwil; Lippuner Peter & Co, Sägerei, Gams; Camathias SA, Laax (Fassade in Holz); Gautschi Holz­ und Fensterbau AG, St. Margrethen (Fenster)

Materialien Konstruktionsholz C24, 63 m3; Brettstapeldecken, 50 m3; Brettschichtholz GL24 (Fichte); BauBuche GL75

Baukosten gesamt CHF 7,8 Mio. inkl. MWST

Baukosten BKP 214 CHF 760 000 inkl. MWST

Grundstücksfläche nach SIA 416 143 800 m2

Gebäudegrundfläche nach SIA 416 240 m2

Geschossfläche brutto nach SIA 416 800 m2

Gebäudevolumen nach SIA 416 3800 m3

Bauzeit April 2024 bis Juli 2024

Fotos Ralph Feiner, Malans; historische Aufnahme Holzbad (Fotograf unbekannt)

Dachgeschoss

Detailschnitt

Aufbau Dach:

Metallblech mit Winkelfalz 25 mm

Aluminium, glatt blank

Holzschalung, durchgehend 27 mm

Vertikallattung (Hinterlüftung) 100 mm

Unterdachbahn

Dämmplatte 60 mm

Wärmedämmung 200 mm

Trennlage

Dreischichtplatte, Fichte 40 mm

Sparren (280 x 100 mm) Fichte 280 mm

Aufbau Decke über Erdgeschoss:

Dreischichtplatte parallel zu Rippen 50 mm

Brettstapeldecke 80 x 180/260 mm

260 mm

im Aussenbereich zusätzlich:

Lattung, ausgedämmt 80 mm

Schalung, Fichte 20 mm

Aufbau Wand Ost/West Zwischengeschoss (Ausführung als Wandträger):

Furnierschichtholz mit Querlagen 39 mm

Holzrippen, ausgedämmt 200 mm

Furnierschichtholz mit Querlagen 39 mm

Holzweichfaserplatte 80 mm

Windpapier

Vertikallattung (Hinterlüftung) 50 mm

Horizontallattung 40 mm

Schalung vertikal, Fichte, 27 mm

Aufbau Boden Erdgeschoss:

Parkett massiv, Lärche, natur, geölt 21 mm

Kleber 2 mm

Unterlagsboden mit Bodenheizung 67 mm

Trennlage, Polyethylen­Folie

Trittschalldämmung 20 mm

Dampfbremse

Bodenplatte Stahlbeton 250 mm

Wärmedämmung (druckfest) 160 mm

Sauberkeitsschicht

Klanghaus Toggenburg, Unterwasser

Der Kulturbau am Schwendisee ist in jeder Hinsicht aussergewöhnlich. Als begehbares Instrument schafft er Klangräume in einem technisch komplexen und sorgfältig konstruierten Holzbau – für seine Gäste wird damit die architektonische Grammatik des Klangs visuell und akustisch erfahrbar. Gleichzeitig verbindet ihn seine Gestalt auf vielfältige Art und Weise mit der umgebenden Landschaft.

In der voralpinen Landschaft rund um den Schwendisee oberhalb von Unterwasser entfaltet das Klanghaus Toggenburg eine architektonische Typologie, die sich der gängigen Kategorisierung entzieht. Das Gebäude ist weder Konzerthaus noch Pavillon, sondern ein begehbares Instrument – ein architektonischer Resonanzkörper, dessen räumliche Disposition, Materialisierung und Konstruktion dem Experimentieren mit Klang, Stimme und (Volks­)Musik dient und dessen Ziel das Zusammenführen unterschiedlichster Klang­ und Musikkulturen ist. Zugleich versteht sich der Kulturbau als identitätsstiftender Ort für die strukturell fragile Region Toggenburg und als Impulsgeber eines sanften (Resonanz­) Tourismus, der kulturelle Praxis und Landschaftserfahrung miteinander verschränkt. Die innovative und gleichzeitig lokalbezogene Holzbauweise lässt den Bau dabei zu einer multiplen ‹Kristallisationsfigur› werden. Der Baukörper ist als eine Art Dreibein konzipiert, das sich in die vielgestaltige Landschaft ausrichtet: Mittelpunkt ist der introvertierte Zentralraum, in dem man sich konzentriert. Von dort greifen drei Flügel in unterschiedliche Landschaftsausschnitte aus – zum Schafberg, zum Schwendisee und westwärts in die

Weite des Tales, Richtung Westen in die Abendsonne. Diese topografische Verankerung übersetzt die Vielfalt der Umgebung in unterschiedliche räumliche und akustische Wahrnehmungen. Öffnungsfähige Doppelflügel, ein zuschaltbarer Hallraum als Resonanzkammer sowie parabolspiegelartig geformte Buchten an den Fassaden ermöglichen innen und aussen variable Klangkonfigurationen. Visuelle Wahrnehmung und akustische Erfahrung verbinden sich: Je nach Öffnungszustand oder Standort im Raum verändern sich Raumtiefe, Nachhallzeit und Klangcharakter. Selbst die Klangwelt der Umgebung, etwa ferne Kuhglocken oder andere Alltagsgeräusche im Freien, wird ein Teil davon. Die architektonische Grammatik folgt dabei den Thesen von Marcel Meili, die den Entwurf in seinen Grundzügen bis heute prägen.

Initiant Peter Roth hatte vor mehr als 25 Jahren die Idee, am Schwendisee ein Klanghaus zu bauen. Die weitere Projektgeschichte ist geprägt von kollektiver Autorschaft: Aus einer internationalen Thesenkonkurrenz 2010 ging das Projekt von Marcel Meili – zusammen mit dem Klangkünstler Andres Bosshard und dem Akustiker Martin Lachmann – in Skizzenform hervor. In Kooperation mit Staufer & Hasler Architekten wurde das Bauprojekt entworfen und nach Marcel Meilis Tod im Jahr 2019 durch Staufer & Hasler weitergeführt. Bis Ende 2024 erfolgte die Realisierung gemeinsam mit den Ausführenden, 2025 wurde das Klanghaus eröffnet. Bis auf geringe Abweichungen aufgrund verschiedener betrieblicher Anforderungen wie die Möglichkeit paralleler Proben oder die Bewirtung der Gäste blieb die Ursprungsidee von Marcel Meili weitgehend erhalten.

Konstruktiv manifestiert sich das Klanghaus als Holzbau von hoher Komplexität. Blockständerwände und das frei geformte Dachtragwerk bilden quasi den tragenden ‹Spantenkörper› des ‹Instruments›. Die bis zu 80 Zentimeter tiefen Wandaufbauten bilden mit variierenden Oberflächen, Dämmungen und Massenanteilen das Rückgrat für die akustisch wirksamen Resonanzräume. Die Umsetzung der parabolartigen Wandgeometrien verlangte überdies eine präzise Elementierung: Stützen definieren die Elementstösse, dazwischen spannen Furniersperrholzrippen variabler Geometrie; die Wandsegmente bilden dabei ein wiederholbares Detail, das die komplexe Krümmung in serielle Baubarkeit übersetzt. Neben den hohen Anforderungen an die Bauund Raumakustik und den Schallschutz boten die Bauphysik – unter anderem die Abdichtung des Baus –, der Standort auf 1159 m.ü.M. und das Bauen in einer Landschaft von nationaler Bedeutung weitere Herausforderungen, ebenso wie die Konstruktion und die Montage der Oblichter im Zentralraum. Die äussere Erscheinung des Klanghauses nimmt mit der sorgfältig gestalteten Schindelfassade und den hell gefassten Öffnungen formale Elemente des Toggenburgerhauses auf. Weitere Bezüge schaffen die ornamentalen Öffnungen der ‹Isfahan­ Wände›. Mit ihrer formalen Anlehnung an das lokal bedeutsame Hackbrett verankern sie die Räume des Klanghauses damit im lokalen wie im persischen kulturellen Kontext. So ist insgesamt eine Architektur entstanden, die zugleich eine aktive und passive Haltung einnimmt: als Instrument und Baukörper und als Raum und Klangträger in einem.

Situation

Schnittperspektive der Holzkonstruktion Dach mit Oblichtern

Ort Vordere Schwendistrasse 61, 9657 Unterwasser

Bauherrschaft Kanton St. Gallen, Bau­ und Umweltdepartement, Hochbauamt

Architektur Marcel Meili, Meili, Peter Architekten, Zürich (2010 Thesenkonkurrenz), Marcel Meili mit Staufer & Hasler Architekten AG, Frauenfeld (2012/2013 Bauprojekt), Staufer & Hasler Architekten AG, Frauenfeld (2019–2024 Ausführungsplanung und Realisierung, Projektleitung Matthias Ruf)

Baumanagement Bauseits Partner AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Vogt Landschaftsarchitekten AG, Zürich

Tragwerks­/Brandschutzplanung SJB Kempter Fitze AG, Frauenfeld/ Herisau Holzbauingenieur Création Holz AG (Hermann Blumer), Frauenfeld Bauphysik/Bauakustik Mühlebach Partner AG, Winterthur

Klangkunst Andres Bosshard, Zürich Klangspiegel und Hallkissen Metallatelier GmbH, Deggenhausen Raumakustik Kuster + Partner AG, Münchenstein (ehemals Applied Acoustics GmbH)

Natürliche Lüftung Richard Widmer Haustechnikkonzepte GmbH, Wil Haustechnikplanung EBP Schweiz AG, Zürich Fassadenplanung Fiorio Fassadentechnik GmbH, Zuzwil Lichtplanung Lichtsektor GmbH, Wil AV­Planung Tingo GmbH, Rapperswil­Jona Beratung Signaletik Bivgrafik GmbH, Zürich Holzbau ARGE Holzbau Klanghaus: Blumer Lehmann AG (Projektleitung Stefan Bischoff), Gossau; Andreas Bischof GmbH, Unterwasser; Abderhalden Holzbau AG, Wattwil; Brändle Bedachungen und Spenglerei AG, Alt St. Johann; Subunternehmer: Metallraum AG, Lütisburg Station Schreinerarbeiten/Innenausbau Schreinerei Stolz GmbH, Unterwasser; Schöb AG, Gams; Andreas Bischof GmbH, Unterwasser; Koster AG Holzwelten, Arnegg

Materialien Blockständer (Fichte), Schindeln (Fichte)

Baukosten gesamt CHF 23,7 Mio.

Baukosten BKP 1–9 CHF 19,3 Mio.

Baukosten BKP 2 CHF 17 Mio.

Gebäudegrundfläche nach SIA 416 812 m2

Geschossfläche nach SIA 416 1647 m2

Gebäudevolumen nach SIA 416 9014 m3

Bauzeit März 2022 bis Dezember 2024, Inbetriebnahme 2025 Fotos Roland Bernath, Zürich

Untergeschoss

20 m Obergeschoss
Erdgeschoss
Schnitt

Situation

Badehaus Hof Weissbad, Weissbad

Im Inneren des rundum freistehenden, weiss gestrichenen Badehauses entsteht durch das mit Volumen strukturierte Raumgefüge ein fliessender Aufenthaltsbereich in einer durch und durch hölzernen Haptik. Der Raum verbindet sich dank der gläsernen Hülle, die das Gebäude umfasst, mit der umgebenden Landschaft – Natur und Architektur werden quasi eins.

Das Badehaus ist Teil einer Trilogie von sich ergänzenden Bauten des Hotels Hof Weissbad, in der für das Appenzellerland typischen hügeligen Landschaft gelegen: das Restaurant Flickflauder mit einer Struktur von vorfabrizierten Holzbügeln (2004, zusammen mit Blumer Lehmann), die Blumenwerkstatt (2016, ebenfalls mit Blumer Lehmann) und das Badehaus

Rondom, das 2023 erstellt wurde. Der zentralsymmetrische Ersatzneubau des historischen Hotels mit weiteren Anbauten ist von durchschnittlicher gestalterischer Qualität. Der Entwurf für das Badehaus ist deshalb nicht als weiterer Anbau im Sinne eines ‹Weiterbauens› entwickelt, sondern als eigenständiges Bauwerk mit besonderen Eigenschaften, wie auch das Restaurant Flickflauder und die Blumenwerkstatt. Weiter liessen sich die Projektverfasser von zwei architektonischen Prinzipien leiten: Zum einen von der thematischen Auseinandersetzung mit den möglichen Formen der Raumbildung (linear, flächig oder volumetrisch), zum anderen vom Prinzip ‹Stilhülse und Kern›, einer Metapher von Joseph Bayer. Der österreichische Architekt beschreibt in einem Aufsatz von 1886 die Weiterentwick­

lung der Architektur mit dem Herauslösen eines neuen Kerns aus der Schale. Der freistehende Rundbau lässt in der engen Landschaftskammer, in der er liegt, Beziehungen in alle Himmelsrichtungen zu. Der Zwischenraum zum Bestand lenkt dabei den Blick in die Tiefe zum bewaldeten Hügel. In Anlehnung an die von Bruno Taut in der Frühmoderne aufgezeichneten visionären Idee einer kristallinen ‹alpinen Architektur› soll auch das Badehaus mit der Natur zu einer Einheit werden. Den zweigeschossigen Bau, ganz aus Holz gezimmert, umgibt eine gezackte, gläserne Hülle. Diese erinnert an einen geschliffenen Diamanten, während vom Dach freischwebende Hängepflanzen fallen. Natur und Architektur verweben sich so zu einem symbiotischen Ganzen.

Der Holzrahmenbau aus Fichtenholz steht auf einem Untergeschoss aus Ortbeton, wo die technischen Räume und Lagerflächen untergebracht sind. Erdgeschoss und Obergeschoss sind orthogonal, ausgehend vom Prinzip ‹Haus im Haus› konzipiert: Raumvolumen enthalten Funktionen wie Treppe, Lift, Bistroküche, Toiletten oder Umkleidekabinen und formen so die Aufenthaltsbereiche mit Aussenbezug –ähnlich wie ein kleines Dorf auf verschiedenen Ebenen. Das Obergeschoss, im Durchmesser wenig grösser, ist das Herzstück der Anlage: Hier befinden sich die Heusauna, die finnische Sauna und das Dampfbad. Die beiden Saunahäuser haben grosse Fenster mit Blick auf die nähere Landschaft und das ferne Alpsteinmassiv, sind aber durch die erhöhte Lage gleichzeitig auch vor Einblicken von aussen

geschützt. Die Ruheliegen wurden eigens für das Badehaus entworfen. Treppe und Lift führen auf das Dach mit der mittig angeordneten Terrasse und einem intensiv bewirtschafteten Pflanzensaum. Die expressiv gestaltete, gläserne Fassade ist aussen mit weissen Holzmetallfenstern gerahmt. Der Dachrand ist als Holzring ausgebildet und ebenfalls weiss gestrichen. Blumer Lehmann zeichnete für den Holzbau verantwortlich und realisierte den gesamten Innenausbau, die Fassade, die Terrasse sowie die Saunaverglasung. Die Decken im Inneren bestehen aus Brettsperrholz. In einem Pilotversuch wurden Wände und Decken mit UV­Shield behandelt. Der Innenausbau besteht aus massivem Weisstannenholz. Neben den sägerohen Holzelementen prägen

die vielen Fensterflächen die Fassade des sternförmigen Gebäudes. In der Dämmerung und abends leuchtet der Holzbaukörper und gibt sein Inneres preis. So entfaltet sich ein Wechselspiel zwischen entmaterialisierter äusserer Haut und den haptischen Qualitäten des Holzbaus im Inneren des Hauses.

10 m
Dachgeschoss
Obergeschoss
Erdgeschoss
Schnitt

Ort Im Park 1, 9057 Weissbad

Bauherrschaft Hof Weissbad AG, Weissbad; Appert Hanselmann AG, St. Gallen (Vertretung Auftraggeber)

Architektur Op­arch AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Raderschallpartner AG, Meilen

Innenarchitektur Jörg Boner Productdesign, Zürich

Generalunternehmung Blumer Lehmann AG, Gossau

Bauingenieur SJB Kempter Fitze AG, St. Gallen

Holzbauingenieur Blumer Lehmann AG, Gossau Brandschutz Balzer Ingenieure AG, Chur HLKS­Ingenieur Edwin Keller + Partner AG, Gossau

Elektroingenieur Elektroplanung Huber AG, Herisau

Bauphysik Studer + Strauss AG, St. Gallen Holzbau Blumer Lehmann AG, Gossau Schreinerarbeiten Holzin AG, Appenzell

Materialien Elementbau mit Holzverbunddecke (318 Elemente), Brettsperrholz (Liftschacht, Decken, Dach) 1021 m2, Konstruktionsholz (CH/A, Fichte/Tanne) 57 m3, Fassadenfläche Holz ca. 300 m2

Baukosten BKP 1–9 CHF 8,511 Mio. exkl MWST

Baukosten Holzbau ca. CHF 1,6 Mio. exkl. MWST

Geschossfläche nach SIA 416 1180 m2

Gebäudevolumen nach SIA 416 5087 m3

Bauzeit August 2022 bis Juni 2023

Fotos Peter Tillessen, Zürich

Aufbau Dach:

Intensivbegrünung 460–500 mm

Drainmatte 120 mm

Polyestervlies

Wurzelschutzbahn

Ausgleichschicht 0–70 mm

Flachdachabdichtung 2­lagig 10 mm

Gefälleplatten, Polyurethan 120–240 mm

Vlies, Polyurethan 100 mm

Dampfsperre

Brettersperrholz 280 mm

Installationshohlraum 280 mm

Schiftlattung mit Dämmplatte 40 mm

Akustikvlies, schwarz

Dreischichtplatte Fichte/Tanne furniert 19 mm

Akustikbohrungen

Aufbau Boden 1. Obergeschoss:

Bodenriemen Tanne 40 mm

Querträger Fichte, C24, aufgeständert 100 mm

Installationshohlraum 300 mm

Abstützungsraster 625 mm/1250 mm

Beton 140 mm, im Verbund mit ausgefrästen Taschen

Brettersperrholz 240 mm

Installationshohlraum 180 mm

Schiftlattung mit Dämmplatte 60 mm

Akustikvlies, schwarz

Dreischichtplatte Tanne furniert 19 mm

Akustikbohrungen

Detailschnitt

Aufbau Boden Erdgeschoss:

Bodenriemen, Tanne 40 mm

Querträger Fichte, C24, aufgeständert 100 mm

Installationshohlraum 400 mm

Abstützungsraster 625 mm/1250 mm

Stahlbeton 280 mm

Aufbau Wand (oberer Abschluss):

Schutzblech

Flachdachabdichtung 2­lagig 5 mm

Dreischichtplatte 19 mm

Brettschichtholz, gebogen 2 x 200/240 mm

200 mm

Dreischichtplatte 19 mm

Unterkonstruktion 40 mm

Lattung vertikal 20 mm

Lattung horizontal 30 mm

Fassadenschalung, weiss gestrichen 26 mm

Bepflanzungsschicht 679 mm

Fassadenschalung, weiss gestrichen 26 mm

Aufbau Wand (unterer Abschluss):

Dampfsperre 5 mm

Dämmung Fenster innen 55 mm

Fensterrahmen 86 mm

Dämmung Fenster aussen 60 mm

Windfolie

Vertikale Lattung 30 mm

Horizontale Lattung 30 mm

Fassadenschalung vertikal, weiss gestrichen 26 mm

Zehntenscheune, Dietikon

Das Weiterbauen der Zehntenscheune mit Baujahr 1600 zeigt den sorgfältigen Umgang mit dem Bestand und wie sich daraus etwas Neues schöpfen lässt: Die historische Zimmermannskonstruktion prägt den Veranstaltungsraum für rund 120 Personen und verbindet sich auf selbstverständliche Art und Weise mit den hinzugefügten Elementen zu einem neuen Ganzen.

Die mächtige Zehntenscheune in Dietikon ist ein Bauwerk, das Geschichte, Handwerk und Typologie in seltener Klarheit vereint. Ihre Schönheit liegt in der fast unverändert vorgefundenen baulichen Ausgangslage. Errichtet um 1600 und bis 1841 vom Kloster Wettingen zur Lagerung des Zehnten genutzt, gehört sie zu jenen ländlichen Vielzweckbauten, die aus der regionalen Bautradition der Bauernhäuser hervorgegangen sind. Nach Jahrhunderten der Nutzung, später des Leerstands, eröffnet ihre Umnutzung zu einem öffentlichen Veranstaltungsort nun ein neues Kapitel – eines, das auf den Bestand hört und ihn weiterdenkt.

Die Zehntenscheune bildete einst mit der benachbarten Taverne Zur Krone und weiteren Ökonomiebauten das wirtschaftliche Zentrum des Dorfes. Bereits in den 1970er­Jahren wur­

de sie für kulturelle Anlässe genutzt, bevor sie über Jahrzehnte weitgehend leerstand. Mit dem vom Stadtrat Dietikon 2016 verabschiedeten Konzept Kulturraum Dietikon wurde das historische Ensemble neu ausgerichtet. Die Zehntenscheune sollte als ‹Haus der Bevölkerung› Dietiker Vereinen, Organisationen und Privaten für Kulturveranstaltungen, Feste und Ausstellungen offenstehen – ein öffentlicher Ort im besten Sinn.

Auf dieser Grundlage schrieb die Stadt 2017 einen offenen Projektwettbewerb mit Präqualifikation aus. Das Siegerprojekt ‹Kronjuwel› des Basler Büros Buol & Zünd überzeugte durch eine Haltung, die den Bestand als Ressource begreift: als Transformator, nicht als Hindernis. Die Architekten antworteten auf die gestellte Aufgabe mit Pragmatismus, handwerklicher Präzision und einem feinen Gespür für die innere Logik des Hauses. Das Konzept beruht auf der Überzeugung, dass die Typologie selbst die Richtung vorgibt. Der einfache konstruktive Aufbau der Scheune, die Gliederung von Stall, Tenn und Heulager, die spezifische Ordnung von Raum und Struktur – all das wurde nicht überformt, sondern als Ausgangspunkt des Entwurfs verstanden. Die räumliche Umdeutung beginnt im bis unter das Dach reichenden Tenn, das

ursprünglich als Durchfahrt für Fuhrwerke diente. Hinter dem grossen Tor, das vis­à­vis der Taverne Zur Krone liegt, wurde die neue Erschliessung angeordnet: eine fein eingepasste Struktur, die in leiser Geste von der Mehrgeschossigkeit des Raumes erzählt. Im Obergeschoss öffnet sich unter dem mächtigen Dachstuhl ein grosser Veranstaltungssaal für rund 120 Personen. Die historische Zimmermannskonstruktion bleibt sichtbar und prägt die Atmosphäre des Raumes – sie ist Trägerin der Stimmung ebenso wie der Struktur. Eine bogenförmige Holzwand gliedert den Saal und vermittelt zwischen Hauptraum und Erschliessung; gegenüber führt eine Galerie im Bereich des ehemaligen Heulagers in den Dachraum. So entsteht ein Geflecht von Ebenen, das die ursprüngliche Schichtung der Scheune fortschreibt.

Neue Elemente sind präzise gesetzt und nehmen Bezug auf vorhandene Ordnungen. Die akustische Ausstattung erinnert in ihrer Gliederung an eine Ziegellattung, die runde, innere Fassadenschicht trennt den Galeriebereich vom Saal wie eine dünne Kulisse. Im Erdgeschoss wurde die geschichtete Struktur des ehemaligen Stalls aufgenommen und im Sinne der Typologie durch dienende Räume ergänzt –Foyer, Nebenräume, Technik. Der Eingangsbe­

reich mit Bar und Ticketzone inszeniert eine freigelegte Bohlenwand als Zeitzeugin des alten Baus.

Der Aussenraum, einst Wirtschaftshof, wird als öffentlich zugänglicher Aufenthaltsbereich neu interpretiert. Damit öffnet sich die Zehntenscheune auch räumlich zur Stadt und wird Teil eines lebendigen historischen Zentrums. Die konstruktive Haltung des Projekts folgt einer langen baumeisterlichen Tradition. Defekte Bauteile wurden nicht ersetzt, sondern ergänzt – in der Weise, wie es der Bestand vorgibt. Neue Zangen im Dachwerk, statische Ertüchtigungen in den Bohlenwänden oder präzise eingesetzte Holzverbindungen sind sichtbare Zeugnisse dieser Arbeit. Sie werden sich mit der Zeit, durch Nutzung und Patina, in das Alte einfügen und so die Geschichte des Hauses weiterschreiben. Diese pragmatische, handwerkliche Präzision entsteht aus dem genauen Lesen des Vorhandenen und aus dem Vertrauen darauf, dass in der Struktur selbst bereits das Potenzial der Transformation liegt. Die Zehntenscheune in Dietikon ist damit mehr als eine sorgfältige Sanierung – sie ist ein Beispiel dafür, wie Architektur über Jahrhunderte hinweg wirksam bleibt, wenn man ihr zuhört.

Ort Kronenplatz 11, 8953 Dietikon Bauherrschaft Stadt Dietikon

Architektur Buol & Zünd Architekten BSA GmbH, Basel

Bauleitung Litag AG, Zürich

Holzbauingenieur Holztage GmbH, Basel; ZPF Ingenieure AG, Basel Brandschutz BDS Security Design AG, Bern Bauphysik und Akustik Gartenmann Engineering AG, Basel Elektroplanung Edeco AG, Aesch HLKK­Planung Waldhauser + Hermann AG, Münchenstein

Sanitäringenieur Schmutz + Partner AG, Basel Holzbau Schäfer Holzbautechnik AG, Dottikon Schreinerarbeiten Walter Bochsler AG, Urdorf; Schreinerei Bleuler AG, Dietikon (Aussentüren); Antikhaus Historische Fenster AG, Rümlang (Fenster), Parkett Maier AG, Zürich (Parkett) Baukosten BKP 1–9 CHF 5,93 Mio. Baukosten BKP 2 CHF 5,27 Mio. inkl. MWST Kubikmeterpreis BKP 2 CHF 1842.–Grundstücksfläche nach SIA 416 553 m2 Geschossfläche nach SIA 416 545 m2 Gebäudevolumen nach SIA 416 2860 m3 Bauzeit Oktober 2022 bis Dezember 2024 Fotos Federico Farinatti, Zürich

Erdgeschoss
Obergeschoss

Aufbau Hauptdach:

Biberschwanzziegel, wiederverwendete

Ziegellattung 30/50 mm

Konterlattung 60/60 mm

Unterdach, diffusionsoffen 52 mm

Dämmung (Einblasdämmung Zellulose)/ Sparrenaufdopplung 80/160 mm

Holzspanplatte, zementgebunden

2 x 20 mm, Stufenfalz, verklebt

Installationsebene 50 mm, ausgedämmt mit Mineralwolle (Akustik)

Akustikplatte, farbig gefasst 33 mm

Decklatten 18 x 48 mm, Achsabstand ca. 16 cm, Fichte, roh

Aufbau Boden Galerie:

Massivparkett, geschliffen und geölt 25 mm

Spanplatte 25 mm

Trittschalldämmung 8 mm

Installationsebene mit Ausgleichsschüttung 42 mm

Brettsperrholz 80 mm

Sekundärträger Massivholzbalken 60/120 mm

Akustikpaneel, Weisstanne 33 mm

Primärträger Massivholzbalken 100/200 mm

Aufbau Boden Obergeschoss:

Massivparkett, geschliffen und geölt 25 mm

Spanplatte 25 mm

Trittschalldämmung 8 mm

Installationsebene mit Ausgleichsschüttung 72 mm

Brettsperrholz 80 mm

Sekundärträger Massivholzbalken 60/120 mm

Akustikpaneel, Weisstanne 33 mm

Primärträger Massivholzbalken 100/200 mm Detailschnitt

Sommercamp für Kinder Sorniot, Fully

Seit bald hundert Jahren verbringen die Kinder der Gemeinde Fully einen Teil der Sommerferien auf der Hochebene von Soriot, die nur nach einem eineinhalbstündigen Fussmarsch erreichbar ist. Die Anlagen waren mittlerweile veraltet und gefährdeten die Sicherheit der Kinder. So engagierte sich ein Ausschuss aus ehemaligen Sommercampern, unterstützt von der Pfarrei und der Gemeinde, um diese Tradition zu bewahren.

Das auf über 2000 Metern Höhe gelegene Sommercamp Sorniot ist eine echte Institution. Seit 1932 verbringen die Kinder aus der Gemeinde Fully hier ihre Ferien. Ursprünglich gehörten die alten Militärbaracken, an die im Laufe der Jahrzehnte diverse Anbauten erfolgten, den Ursulinenschwestern. Nach deren Rückzug wurde das Sommercamp trotz unzureichenden Komforts und zunehmender Hygienemängel der Räume weiter stark frequentiert. Immer wieder auftretende Feuchtigkeit erforderte umfassende Massnahmen, ebenso das alternde Dach, das immer mehr gravierende Schwachstellen aufwies. Um Komfort und Sicherheit der jungen Nutzer zu gewährleisten, wurde 2009 eine Studie zum Bau eines neuen Gebäudes lanciert. Zehn Jahre vergingen, bis diese Initiative in einen öffentlich vorgestellten Plan mündete. Im Frühjahr 2022 schliesslich begannen die Bauarbeiten. Der Standort verfügt über keine Zugangswege. Der Einsatz eines Helikopters für den Abtransport der Abrissabfälle und den Materialtransport war daher unerlässlich. Um die ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu begrenzen, beteiligten sich die benachbarten Berghütten Sorniot, Demècre und Fenestral an der Optimierung der Transporte im Rahmen der bereits geplanten Versorgungsrotationen. Zahlreiche Spender, die Unterstützung der

Gemeinde und ein zinsloses Darlehen ermöglichten die Finanzierung der Bauarbeiten, deren Kosten sich auf rund 1,9 Millionen Franken beliefen. Freiwillige halfen auch, die alten Gebäude abzureissen.

Das neue Camp fügt sich diskret in den natürlichen Talkessel von Sorniot oberhalb des Lac Inférieur de Fully ein – dort, wo sich das alte Schlafsaalgebäude befand. Das Projekt vereint in einem kompakten Baukörper Funktionen, die zuvor auf mehrere Bauten verteilt waren. Die beiden alten Gebäude – die Schlafsäle auf der einen und Speisesaal, Küche und Hauswirtschaftsraum auf der anderen Seite – wurden abgerissen.

Die Aussenhülle des Neubaus, eine belüftete Metallfassade in dunklem Farbton, fügt sich schlicht in die alpine Kulisse aus Felsen und spärlich wachsender Vegetation ein und ist zugleich eine effiziente Antwort auf die klimatischen Gegebenheiten in dieser Höhe. Die Fassade wird durch eine Lamellenverkleidung und vertikale Fenster gegliedert. Dieses Muster wird durch grosse Fensterfronten durchbrochen, die sich entlang der gesamten Ostfassade im Erdgeschoss ziehen und den Blick auf den See und den Hang des Grand Chavalard freigeben. Gleichzeitig definiert diese Öffnung das Konzept der Verkehrswege im Haus, verleiht ihnen eine fliessende Gestalt und setzt einen Fokus auf den direkten Bezug zur Landschaft. Die schlichte äussere Gestaltung setzt sich innen fort: Die Innenräume aus Rohtanne kontrastieren mit der Metallfassade und bieten einen hellen, gemütlichen Rückzugsort. Die Strukturierung im Innern beruht auf einer klaren Trennung zwischen Wohn­ und Schlafbereichen. Im Erdgeschoss befinden sich Speisesaal, Küche und Hauswirtschaftsraum. Dieser bildet gemeinsam mit einem WC und einem Windfang einen strukturierenden tech­

nischen Kern, der die Küche vom offenen Raum des Speisesaals abgrenzt. Eine wertvolle Einrichtung, denn im Camp halten sich im Sommer tagsüber bis zu 150 Kinder auf. Im Obergeschoss befinden sich die Schlafbereiche mit Schlafsälen und Zimmern für die Betreuungspersonen sowie die Sanitärräume. Um der Nachfrage der Nutzenden zu entsprechen, wurden die dreissig Schlafplätze auf drei Zimmer in einem Seitenflur mit jeweils zehn Betten aufgeteilt. Das macht sie auch für kleinere Gruppen interessant. Die drei kleinen Zimmer für die Betreuer und Betreuerinnen vervollständigen das Konzept. In den Schlafbereichen befinden sich zahlreiche integrierte Stauräume. So lässt sich die überbaute Fläche rationell und kompakt nutzen.

Das Energiekonzept des Gebäudes steht im Einklang mit nachhaltiger Entwicklung. Die Heizung wird durch Solarenergie gewährleistet, dank thermischer Kollektoren (30 m²) und Photovoltaikmodulen (80 m²), die in das Dach und die Fassade integriert sind. Dies gewährleistet eine hohe Energieautarkie und reduziert den CO2­Fussabdruck des Gebäudes. Der Warmwasserspeicher (3000 l) deckt den Bedarf für Sanitäranlagen und Fussbodenheizung. Grauwasser und leicht verschmutzte häusliche Abwasser aus Duschen, Waschbecken und der Küche werden in einem Absetzbecken hinter dem Camp behandelt, bevor sie in den Boden versickern.

Mit seinem achtsamen Ansatz gegenüber Standort und Ressourcen knüpft das neue Camp an die Grundwerte der Ursulinenschwestern an: teilen, Solidarität und Wertschätzung der Natur. Materialien, Ausführung und Bauten setzen auf Schlichtheit und rücken die alpine Landschaft ins Zentrum.

Längsschnitt

Erdgeschoss

Ort Sorniot, 1926 Fully

Bauherrschaft Association des Amis de la Colonie de Sorniot, Fully

Architektur und Bauleitung Game, Martigny

Bauingenieur Huber & Torrent SA, Martigny Brandschutz Vizen, Saillon

Holzbau Gauye & Dayer SA, Sion Materialien Fichte (Herkunft Europa ⅔, Wallis ⅓)

Baukosten BKP 1–9 CHF 1,91 Mio.

Baukosten BKP 2 CHF 1,785 Mio.

Baukosten BKP 214 CHF 365 000.–

Kubikmeterpreis CHF 1485.–

Grundstücksfläche nach SIA 416 5970 m2

Geschossfläche nach SIA 416 346 m2

Gebäudevolumen nach SIA 416 1200 m3

Bauzeit Juni 2023 bis Juli 2024

Fotos Christophe Voisin, Monthey

Detailschnitt

Obergeschoss

Aufbau Dach:

Photovoltaikmodule, integriert 6,5 mm

Lattung 100 x 40 mm

Konterlattung 60 x 60 mm

Unterdach

Dachschalung 15 mm

Holzkonstruktion, dazwischen Glaswolle als Dämmung 200 mm

Dampfsperre

Dreischichtplatte 19 mm

Aufbau Wand:

Aluminiumblech 3 mm

Schalung 27 mm

Lattung 40 x 40 mm/Hinterlüftung

Windpapier

Holzrahmenkonstruktion 200 mm/ Glaswolle als Dämmung

OSB­Platte 15 mm/Fugen dicht

Lattung 53 x 53 mm

Dreischichtplatte, Tanne 19 mm

Aufbau Boden:

Linoleum 2 mm

Gipsfaserplatte 2 x 12,5 mm

Schalldämmung 10 mm

Dreischichtplatte 27 mm

Holzbalken 100 x 320 mm/

Glaswolle als Dämmung

Vlies, schwarz

Dreischichtplatte, gelocht 19 mm

Ort Route de Saleu 1, 1985 Ferpècle

Bauherrschaft Anako architecture Sàrl, Sion

Architektur und Bauleitung Cheseauxrey associés SA, Sion

Bauingenieur Idealp, Sion

Brandschutz Alain Blanc, Ayent

Ingenieur HLK Michellod Clausen SA, Martigny Holzbau und Schreinerarbeiten Fournier bois, Ardon; A. Fournier et Cie, Sion; Samedi S.N.C, Pizy; Anku, Walchwil

Materialien Holz, 55 m3 (Herkunft Wallis, Schweiz)

Baukosten BKP 1–9 CHF 2,2 Mio.

Baukosten BKP 2 CHF 1 800 000.–

Baukosten BKP 214 CHF 560 000.–

Kubikmeterpreis CHF 1240.–

Grundstücksfläche nach SIA 416 2795 m2

Geschossfläche nach SIA 416 393 m2

Gebäudevolumen nach SIA 416 1150 m3

Bauzeit Mai 2023 bis Mai 2025

Fotos Gianluca Colla, Martigny

Erneuerung Berghotel, Ferpècle VS

Im oberen Val d’Hérens war ein altes, verlassenes Hotel Gegenstand umfangreicher Renovationsarbeiten. Den Fassaden ist davon nichts anzumerken. Das Innere des hundertjährigen Bauwerks aber wurde komplett umgestaltet. Die aussergewöhnlichen Projektbedingungen erforderten es, auf Handwerker zurückzugreifen, die traditionelles Know ­how mit ungewöhnlichen Lösungen zu verbinden wissen.

Das am Fuss des Ferpècle­ und des Mont­MinéGletschers gelegene Hôtel du Col d’Hérens beherbergte schon seit 1887 Touristen. 2023 drohte das Gebäude jedoch nach mehreren Jahren der Schliessung zu einer Ruine zu verkommen, bevor es vom Architekten Olivier Cheseaux aufgekauft wurde. In engem Kontakt mit der ehemaligen Eigentümerfamilie, die das Hotel fast 140 Jahre betrieben hatte, entstand das Projekt in einem kontinuierlichen Dialog, den Berichte und Entdeckungen während der Bauarbeiten bereicherten. Durch diese Vorgehensweise konnte die Atmosphäre des Ortes bewahrt und das Hotel zugleich so umgestaltet werden, dass es sich an die heutige Nachfrage anpasst. Neben einem Gemeinschaftsschlafraum bietet es nun auch neun grosszügige, komfortable Zimmer und einen Entspannungsbereich. Der Umbau zeichnete sich durch aussergewöhnliche logistische und konzeptionelle Herausforderungen aus. Um die Renovation in einen nachhaltigen Prozess einzubetten, setzte man auf Wiederverwendung und kurze Wege. Die Bauarbeiten starteten mit einer umfangreichen Sanierung der Struktur. Alles, was nicht zur Gebäudehülle gehörte, wurde entfernt.

Die zahlreichen Dielen und Innenwände, die grösstenteils aus Holzbohlen bestanden, wurden sorgfältig nummeriert und gelagert. Diese Inventararbeit erwies sich als unerlässlich, da das Zusammenfügen der Bohlen beim Wiederaufbau eine präzise Anordnung erforderte.

Eine neue Struktur festigt das Ganze: Die neu­

en Holzdecken aus Walliser Massivholz mit doppelter Nut und Feder werden von einem System aus Stützen und Querbalken getragen. Originalelemente kehrten an ihren ursprünglichen Platz zurück, während andere Elemente für die Herstellung der Möbel wiederverwendet wurden: Tische, Stühle und individuelle Stücke direkt aus Originalkomponenten. Die historische Treppe wurde erhalten, eine Sondergenehmigung bezüglich ihrer Breite erteilt. Auch der Flur blieb, wie er war. Die vorhandenen Fenster wurden weitestmöglich belassen, um die Aussenansicht zu bewahren. Durch die Wiederverwendung liessen sich auch jene Sachzwänge meistern, die eine Baustelle in einem abgelegenen Bergdorf mit sich bringt. Der auf 1800 m. ü. M. gelegene Weiler Salay in Ferpècle ist nur über einen schmalen Tunnel zugänglich, was jeglichen Baustellenverkehr erheblich begrenzte. Es fanden sich ungewöhnliche Lösungen – etwa eine Betonlieferung, die anschliessend mit der Schaufel verarbeitet werden musste. Dafür waren sämtliche Arbeiter des Maurerunternehmens im Einsatz. Die Wiederverwendung der Holzkomponenten ist auch eine pragmatische Antwort auf die speziellen Bedingungen und steht in der Tradition der alpinen Architektur. Die Holzfassaden des Hotels geben nichts vom Ausmass der Bauarbeiten preis. Moderne Eingriffe an den Fassaden erfolgten nur punktuell und beschränkten sich auf den Sockel, um mehr Licht in den Speisesaal zu lassen und einen besseren Ausblick zu ermöglichen. Die Profiküche öffnet sich nun hin zu einem freundlichen Speisesaal aus hellem Holz. Alle Innenverkleidungen wurden mit Tannenholz aus Evolène gefertigt. In den Obergeschossen blieben die Erschliessung und das Treppenhaus unverändert. Erst in den Zimmern kann man sich daher an die neuen Wände anlehnen, die dem Haus seinen Charakter verleihen. Die bestehenden Wände wurden mit Holz verkleidet. So bieten sie mehr Schallschutz und dienen zugleich der Brandabschnittbildung. Auch

die Fenster wurden doppelt verglast, um ihre thermische Effizienz zu erhöhen. Die Zimmerei­ und Schreinerarbeiten erfolgten mit Schweizer Holz, das weitestmöglich aus dem Wallis stammte. Der neugestaltete Innenbereich ist in Tanne und Lärche gehalten, die für einen Dialog zwischen Tradition und zeitgenössischer Architektur stehen. Alle Dreischichtplatten aus Tannenholz stammen aus Schweizer Produktion.

Das Energiekonzept des Gebäudes ist beispielhaft: Strom wird mittels Photovoltaikmodulen erzeugt. Das aus einer natürlichen Quelle stammende Wasser wird mit Phyto­Infiltration behandelt und im Holzofen in der Küche erhitzt. Es dient als Warmwasser für Heizung, Duschen und Küche. Dabei werden Gesundheitsvorschriften und die umgebenden Ökosysteme stets beachtet. Das nun den Namen ‹Cabanotel› tragende Gebäude erzeugt heute mehr Energie, als es verbraucht. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist.

Erdgeschoss
1. Obergeschoss
2. Obergeschoss

Dachgeschoss

Querschnitt

Aufbau Wand:

Lärchenbohlen, bestehend 180 mm

Dämmung Glaswolle 100 mm

Hohlraum/Dämmung 40 mm

Lammellen, Tanne (Herkunft Evolène)

15 mm

Aufbau Boden 2. Obergeschoss:

Dielenboden, Walliser Tanne 18 mm

Trockenestrich/Bodenheizung 35 mm

Dämmung Holzfaser 10 mm

Wabensystem/Wärmedämmschüttung

30 mm

Fussboden massiv, aus Walliser Holz mit doppelter Nut­Kamm­Verbindung 140 mm

Aufbau Boden Erdgeschoss:

Bodenbelag, bestehend 18 mm

Trockenestrich mit Heizung 35 mm

Dämmung Holzfaser 10 mm

Wabensystem/Wärmedämmschüttung

30 mm

Fussboden massiv, aus Walliser Holz mit doppelter Nut­Kamm­Verbindung 140 mm

Detailsschnitt

Fachliteratur HOLZ

Lignum­Dokumentation Schallschutz im Holzbau

Art.­Nr. 14075; Lignum, Empa, 2023; Autoren: Bernhard Furrer, Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, Zürich; Dr. Stefan Schoenwald, Empa, Dübendorf; A4+ mit Vierfachlochung, farbig, 116 Seiten, für Lignum­Mitglieder und Auszubildende auch digital verfügbar

Holzbau mit System – Tragkonstruktion und Schichtaufbau, Neuausgabe 2024

Art.­Nr. 14079, Autoren: Josef Kolb, Hanspeter Kolb, Andreas Müller; Birkhäuser/Lignum (Hrsg.); 4. Auflage, vollständig überarbeitete Neuausgabe, Hardcover, gebunden, neu 488 Seiten, vierfarbig, deutsch; über 1000 eigens für das Buch erstellte Zeichnungen von Bauteilen und Konstruktionen sowie Tabellen, Grafiken und Abbildungen zum Thema Bauen mit Holz

Herausgegeben mit massgeblicher finanzieller Unterstützung des Aktionsplans Holz des Bundesamtes für Umwelt BAFU

Jetzt online bestellen! www.lignum.ch > Shop

Lignatec Nr. 39/2025 – Sommerlicher Wärmeschutz in Holzbauten

Art.­Nr. 12039; herausgegeben mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesamt für Umwelt BAFU, das Bundesamt für Wohnungswesen BWO und den Berner Holzförderungsfonds BHFF; 60 Seiten A4, vierfarbig; für Lignum­Mitglieder und Auszubildende auch digital verfügbar

Lignatec Nr. 38/2025 –Projektabwicklung mit BIM im Holzbau Art.­Nr. 12038; Hauptautorin: Anne Nyffeler, sysTEAMatik GmbH, Walenstadt; Hansueli Schmid, Lignum, Zürich (Co­ Autor, Redaktion und Koordination); 60 Seiten A4, vierfarbig, für LignumMitglieder und Auszubildende auch digital verfügbar

Lignum Holzwirtschaft Schweiz Economie suisse du bois Economia svizzera del legno

Mühlebachstrasse 8 CH­8008 Zürich Tel. 044 267 47 77 info@lignum.ch www.lignum.ch

Holzbulletin, März 2026

Herausgeber Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, Zürich

Redaktion

Lignum­Tasche aus Messe­Blachen der Swissbau­Präsenz 2024

Art.­Nr. 18004. Die Tasche wurde von Marktlücke gefertigt, einem Zürcher Angebot für die soziale und berufliche Integration von erwerbslosen Frauen. Masse L 30 cm x B 20 cm x H 28 cm. Jede Tasche ist ein Unikat. Für den Marktbesuch oder als Badetasche im Sommer.

Jutta Glanzmann, Lignum, sowie Christine Demierre, Lignum­Cedotec

Gestaltung

BN Graphics, Zürich

Druck Kalt Medien AG, Zug

Administration, Abonnemente, Versand Lignum, Zürich

ISSN 1420­0260

Das Holzbulletin erscheint viermal jährlich in deutscher und französischer Sprache. Jahresabonnement CHF 48.–Einzelexemplar CHF 20.–Sammelordner (10 Ausgaben) CHF 140.–Sammelordner leer CHF 10.–Preisänderungen vorbehalten.

Lignum­Mitglieder erhalten das Holzbulletin und die technischen Informationen der Lignum, Lignatec, gratis. Die Rechte der Veröffentlichung für die einzelnen Bauten bleiben bei den jeweiligen Architekten. Alle Angaben stammen von den Bauplanern.

Lignum­Hotline: 044 267 47 83

Benutzen Sie unsere Fachberatung am Telefon von 8–12 Uhr, die täglich von Montag bis Donnerstag gratis zur Verfügung steht.

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