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Holzbulletin 93/2009 Kirchliche Bauten Kirchenzentrum, Kulm Pfarreitreff, Sarmenstorf Katholisches Pfarreizentrum, Bonaduz Katholische Kirche St. Maria, Strengelbach Kapelle Saint-Loup, Pompaples Kapelle St. Heinrich, Turku (SF) Friedhofsgebäude mit Aufbahrungsraum, Escholzmatt

Die Tragstruktur der Kapelle Saint-Loup in Pompaples definiert gleichzeitig den Raum. Planer: Localarchitecture Sàrl, Lausanne, und Bureau d’architecture Danilo Mondada, Lausanne, mit Shel, Architecture, Engineering and Production Design, Hani Buri und Yves Weinand, Genf


Bauen für Zeit und Über-Zeit

Die Moderne versteht sich als rationales Projekt in der Fluchtlinie der Aufklärung, als selbstbestimmter Entwurf der Menschheit nach dem ‹Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit›, wie Kant programmatisch formuliert hat. Die Welt gilt dem modernen Diskurs in der Folge längst nicht mehr als Schöpfung; die menschliche Kultur überprägt das ehemals natürliche Angesicht der Erde, und immer länger wird der Arm der Technik, die das ehemals unveränderlich Gegebene allenthalben zugunsten des Veränderbaren auflöst. Der Mensch des 21. Jahrhunderts versteht sich selber als Macher, in der Gesamtheit wie im Einzelnen. Immer mehr Aspekte des Daseins werden dem Individuum in seine eigene Verantwortung gegeben, mit Hilfsmitteln von der Gentechnik über die schulische Hochbegabtenförderung bis zur Psychoanalyse zwecks Behebung allfälliger Pannen zwischen der Krippe und dem Erwachsenenleben. Wer es nicht schafft, aus seiner Existenz ein rundum glückliches Ganzes zu machen, ist selber schuld. Was in diesem Projekt allerdings unweigerlich als Stachel bleibt, ist die Tatsache eigener Endlichkeit, der sich der Mensch nicht zu entziehen vermag, so sehr er sich dagegen sträuben mag. Kreatur bleibt Kreatur, und das Geheimnis, das sich hinter diesem Befund verbirgt, sorgt insgeheim bei jedem Menschen für Unruhe. Aus eben diesem Grunde schlägt doch immer eine Saite in uns an, wenn wir in Umgebungen treten, die uns an die Dimension einer Gesamtheit erinnern, die grösser ist als unser Dasein und von der wir nichts wissen können als das, was wir glauben. Das können kleine und grosse Werke der Natur, auch Naturspektakel sein. Oder eben Bauten, selbst solche ohne jedes religiöse Symbol. Wesentlich ist, dass sie die Seele berühren. Materialien und Strukturen sind dabei keine Nebensache. Holz, als ein Gewachsenes, wie es der Betrachter ist, ist ein besonderer Mittler in diesem Geschehen. Denn im Material Holz stecken Wärme, Mut, Stärke, Kraft, Schönheit, aber auch Eigenwilligkeit, pochende Dimensionen des Daseins. Prosaischer: Mit dem Material Holz lassen sich Stimmungen erzeugen und die physikalischen Empfindungen im Raum wie Akustik, Lichtbrechung oder Haptik wunderbar modulieren. Die in diesem Heft versammelten Beispiele zeigen ohne viele weitere Worte, was das heisst.

Roland Brunner Technische Kommunikation Lignum

1898


Kirchenzentrum, Kulm Die Erweiterung des Kirchenzentrums Kulm musste trotz des relativ kleinen Eingriffs und der knappen Mittel in betrieblicher, finanzieller und architektonischer Hinsicht sorgfältig vorbereitet werden. Das kirchliche Ensemble in Unterkulm mit der um 1300 erstellten Pfarrkirche, dem Friedhof, dem Pfarrhaus, dem heutigen Kirchgemeindehaus mit Baujahr 1862 und einem Waschhaus liegt im Ortszentrum und steht unter Denkmalschutz. 1968 wurden eine Baracke als Provisorium und 1982 ein Pavillon mit einem Saal für kirchliche Anlässe angefügt. Resultat einer strategischen Planungsphase waren die Entwicklung des vorhandenen Standorts in Unterkulm, die Erweiterung des bestehenden Pavillons und der Abbruch der Baracke. Der bestehende Saal im Flachdachpavillon wurde mit einem Anbau ergänzt. Hier sind nun der neue Eingang, ein rollstuhlgängiges WC, die Küche mit Ausgabetheke und ein Stuhllager untergebracht. Der bestehende Pavillon und der neue Anbau bilden einen einheitlichen Baukörper. Entsprechend wurde an den Schmalseiten die gegebene, graue Eternitbekleidung ergänzt. Die Nordfassade zeichnet sich durch abwechselnd graue, blaue und grüne Eternitplatten aus.

Situation

1899


-

Querschnitt

L채ngsschnitt

1900

10 m


Grundriss

Ort Juchstrasse, 5726 Unterkulm Bauherrschaft Kirchgemeinde Kulm Architektur Eins zu Eins AG, Architekten ETH/SIA, Aarau Bauingenieur Aerni + Aerni Ingenieure ETH/SIA, Zürich Holzbau Herzog Holz AG, Menziken Materialien Konstruktionsholz 9 m3; Platten: OSB 210 m2, Dreischichtplatten 27 mm 75 m2 und 45 mm 76 m2, Holzfaserdämmplatten 64 m2; Latten 40 x 60 mm 560 m; Fassadenbekleidung: Faserzementplatten 65 m2 Baukosten BKP 2 CHF 370 000.– (Erweiterung und Anpassung an bestehenden Mehrzweckraum) Geschossfläche SIA 416 227 m2 Gebäudevolumen SIA 416 887 m3 Kubikmeterpreis SIA 416 (BKP 2) CHF 417.– Bauzeit Juli–Dezember 2007 Fotografie Michael Freisager, Baar

1901


Pfarreitreff, Sarmenstorf In unmittelbarer Nähe von Kirche, Pfarrhaus und Friedhof bot sich ein grosszügiger Grünraum an, um das seit längerer Zeit gewünschte Pfarreizentrum mit einem Mehrzwecksaal zu ergänzen. Um das Ortsbild und den Stellenwert der Sakralbauten nicht zu stark zu konkurrenzieren, wurde eine pavillonähnliche, eingeschossige Gebäudeform gewählt. Der architektonische Ausdruck des Gebäudes wird charakterisiert durch eine hinterlüftete Fassade aus anthrazitfarbenen Faserzementplatten. Die dunkle Farbe steht im Kontrast zu den bestehenden, traditionell weiss verputzten Sakralbauten und unterstreicht damit auch die etwas allgemeineren Nutzungsmöglichkeiten durch die gesamte Dorfbevölkerung für verschiedenste Anlässe. Das grosse Vordach über dem Eingangsbereich kennzeichnet den Ort der Begegnung und der Gemeinschaft und steht in direkter Beziehung zum Pfarrhaus, zu Kirche und Strasse. Von hier aus gelangt man ins Gebäudeinnere. Der Eindruck der Geschlossenheit gegenüber der Strasse, den man von aussen mitnimmt, wechselt im Innern ins Farbige und Offene. Das Foyer, welches von hier aus sämtliche Räume erschliesst, wirkt hell, freundlich und warm. Der Mehrzwecksaal und das Foyer sind als fliessender Grossraum konzipiert und können durch Schiebetrennwände zu kleineren Sitzungs- und Veranstaltungsräumen unterteilt werden. Dieser Raum, welcher einen einzigen grossen Brandabschnitt bildet, kann bei einer Veranstaltung bis 200 Personen aufnehmen. Die vorgesehenen Öffnungen ermöglichen auch bei einer Kleinunterteilung

1902

des Saales einen sicheren Fluchtweg direkt ins Freie. Die Nebenräume für Technik, Lagerraum und WC sowie eine grosszügige Cateringküche mit Office ergänzen das Raumprogramm. Eine Schrankwand auf der Innenseite des Saales integriert Stauraum für die Vereine und die Schiebewandnischen zu einem Element. Da der ökologische Anspruch immer im Vordergrund stand, wirkte dieser Aspekt auch bei der gesamten Materialisierung mit. Alle Räume sind zurückhaltend und sehr sachlich gestaltet. Die Farben und Materialien in den Innenräumen bilden einen Kontrast zu den kühlen Grautönen der Fassade. Wände und Dach sind aus vorgefertigten, grossformatigen Holzelementen konstruiert. Sie sind im Inneren mit farbig gestrichenen OSB-Platten ausgekleidet. Als aussteifende Scheiben stabilisieren sie das Gebäude. Die westliche, mit grossen Fensteröffnungen versehene Sichtbetonwand, auf welcher die Dachbinder aus Brettschichtholz aufgelagert sind, trägt die vertikalen Lasten ab. Die notwendigen Querunterzüge sind in den Dachelementen integriert, welche in ihrer Breite auf die Achsmasse der Sichtbetonwand abgestimmt sind. Das Dach ist als Kaltdach ausgebildet und ragt an der Süd- und Westfassade über die Gebäudeflucht hinaus. Das einseitig leicht geneigte Flachdach ist mit einer zweilagigen Bitumenbahn abgedichtet und mit einer Kiesschicht gedeckt. Dieser Dachaufbau garantiert einen hohen sommerlichen Wärmeschutz und verhindert das Überhitzen der Innenräume. Eine natürliche Querlüftung mit unter dem westlichen Vordach liegenden Kippflügeln und einer Reihe von einzelnen Oberlichtöffnungen im Gebäudeinnern garantiert zu-

sätzlich für ein gutes Raumklima bei Grossveranstaltungen. Eine schonende Nutzung des vorhandenen Grünraumes sowie die Verwendung von Holz im Zusammenhang mit der Pelletsheizung tragen dazu bei, den Anforderungen der Nachhaltigkeit gerecht zu werden.

Situation


Ort Breitistrasse, 5614 Sarmenstorf Bauherrschaft Römisch-katholische Kirchgemeinde Sarmenstorf Projektverfasser Hegi Koch Kolb Architekten, Wohlen; Projektleiter: Stefan Hegi; Mitarbeiter: Filippo Lo Iudice Holzbau Hüsser Holzleimbau AG, Bremgarten, und Max Fischer AG, Lenzburg Materialien Konstruktionsholz: Vollholz 25 m3, Brettschichtholz 13 m3; Platten: OSB 670 m2, diffusionsoffene, mitteldichte Holzfaserplatte 490 m2, Dreischichtplatten 395 m2, zementgebundene Holzwollplatte 90 m2; Fassadenbekleidung: Faserzementplatten 250 m2 Baukosten BKP 2 CHF 0,91 Mio. davon BKP 214 CHF 200 000.– Grundstücksfläche SIA 416 1732 m2 Geschossfläche SIA 416 328 m2 Kubatur SIA 116 1789 m3 Kubikmeterpreis SIA 116 (BKP 2) CHF 510.– Bauzeit Juni 2006–März 2007 Fotografie Hegi Koch Kolb Architekten, Wohlen

1903


Dachaufbau von aussen: Kiesauflage 30 mm Wasserdichtung Dreischichtplatte 27 mm Balken 80 x 100 mm Dachbinder in Brettschichtholz 20 x 400–940 mm, dazwischen Balkenlage 100 x 240 mm Kastenelement: Holzfaserplatte 15 mm Rippen 180 mm/Mineralwolldämmung OSB 22 mm Aufbau Aussenwand von innen: OSB 15 mm, gestrichen Ständer 160 mm/Dämmung Holzfaserplatte 15 mm Lattung 30 mm Faserzementplatte 10 mm Aufbau Boden von oben: Steinzeugplatte 10 mm Unterlagsboden 70 mm Dampfsperre Dämmung 100 mm Dichtungsbahn Betonplatte 200 mm Magerbeton 50 mm Fassadenschnitt

1904


Grundriss

10 m

1905


Katholisches Pfarreizentrum, Bonaduz Mit der Planung des neuen Pfarreizentrums bestand auch die Absicht, den gewachsenen Charakter von Bonaduz auf neue Weise lebendig zu machen. Das Pfarreizentrum sollte als Begegnungsstätte und Kulturhaus ein Teil des Dorfes werden, Teil seiner Geschichte, aber auch der Gegenwart. Das bedeutete zunächst einfach Rücksicht zu nehmen. Die alten Bäume wurden durch den Neubau nicht tangiert, das Gelände mit seinem immer noch leicht ländlichen Charakter nicht vollständig überbaut, und die alte Dorfstruktur blieb erhalten und wurde gestärkt. So zeigt sich heute das neue Pfarreizentrum auf den Grundmauern eines alten Stalls, ergänzt mit Gebäuden des Pfarramts nördlich der Kirche. Die Aussenwandbekleidung des dreigliedrigen Volumens besteht aus Holzlamellen und Brettschindeln und grenzt sich mit seinen warmen Farben von den umliegenden Holz- und Steinhäusern ab. Das Haupthaus des Pfarreizentrums ersetzt den alten Stall, der im Hofstattrecht wiederaufgebaut wurde, und übernimmt die Fluchtlinie der angrenzenden Häuser. Seine Bekleidung aus anthrazitfarbenen, ruhig wirkenden Brettschindeln unterstreicht die Bedeutung als Kulturhaus. Das ergänzende, durch einen dunklen Korridor verbundene neue Erschliessungsgebäude und die Passerelle sind mit heller Lärche bekleidet. Der Weg zu dieser Begegnungsstätte führt über den parkähnlichen Platz mit seinen alten Bäumen. Einen Brückenschlag zwischen diesen beiden Annäherungen an die Kirche wie an das Pfarreizentrum bietet die behindertengerechte Passerelle, welche in den eigentlichen

Bau führt. Sie nimmt die Struktur des Baus bereits auf; die lichte Holzbekleidung weist ebenso auf den alten Stall hin wie auf das natürlich in sich ruhende neue Pfarreizentrum. Vom Steg als Eingangspforte gelangt man ins Erschliessungsgebäude mit Foyer, Küche, WC und kleinem Lager. Die inneren Oberflächen sind ebenfalls hell gehalten, eine Schalung in Fichte bekleidet fugenlos alle Flächen. Ein kleiner Korridor führt weiter ins Hauptgebäude mit dem grosszügigen Saal. Hier zeigen sich feine Putzoberflächen. Dieser Saal, Kernstück des zweigeschossigen Zentrums, ist für kulturelle Anlässe bis zu 100 Personen nutzbar. Auch Versammlungen von Vereinen, musikalische Anlässe, Theater oder Vernissagen finden darin statt. Das Kulturarchiv der Gemeinde und das Sitzungszimmer sind neben weiteren Räumen im Erdgeschoss untergebracht. Vom Passerellenportal beim Kirchenplatz, einem steifen Rahmen aus Stahl, bis zum Haus trägt ein einfacher Balken aus blockverleimtem und in Querrichtung vorgespanntem Brettschichtholz von 0,44 m Höhe und 1,78 m Breite über die 10,70 m. Am Träger hängen Sprossen in Lärche mit einem Querschnitt von 69 x 112 mm in einem Abstand von 128 mm. Zwischen diese Sprossen sind unten dieselben Querschnitte mit beidseitigem Luftraum beziehungsweise 8 mm starken Unterlagsscheiben eingehängt. Den gesamten Kreuzaufbau verbindet eine Gewindestange von 12 mm Durchmesser. Eine Bretterlage von 10 mm Stärke und total 1,20 m Breite bildet den Fussweg aus. Das neue Pfarreizentrum ist von den Grundmauern auf als Holzrahmenbau erstellt.

Kastenelemente bilden die Dächer und Decken aus. Einzig über dem Kulturarchiv wurde aus brandschutztechnischen Gründen eine Betondecke eingesetzt. Verschiedene Details, so zum Beispiel die Holzkehle zwischen Wand und Dach, zeugen von einer rücksichtsvollen und sorgfältigen Detailgestaltung.

Situation


Ort Via Sogn Gieri, 7402 Bonaduz Bauherrschaft Katholische Kirchgemeinde Bonaduz Projektverfasser Walter Bieler AG, Bonaduz Holzbau Untersander Holzbau, Bad Ragaz, und Möhr Gebr. AG Holzbau, Maienfeld (Montagebau), Andreas Gredig, Schreiner, Versam (Brettschindeln, Aussenbekleidung) Materialien Konstruktionsholz: Vollholz 32 m3, Brettschichtholz 22 m3; Holzwerkstoffplatten 1060 m2; Bekleidungen: Schalung in Fichte/Tanne 700 m2, Schalung in Lärche 202 m2, Brettschindeln in Lärche 245 m2 Baukosten BKP 2 CHF 1,2 Mio. davon BKP 214 CHF 392 500.– Geschossfläche SIA 416 270 m2 Gebäudevolumen SIA 416 1410 m3 Kubikmeterpreis SIA 416 (BKP 2) CHF 850.– Bauzeit März–Dezember 2007 Fotograf Ralph Feiner, Malans


Schnitt

10 m


Erdgeschoss

Obergeschoss


Dachaufbau von aussen: Titanzink Schalung 27 mm Lattung 80 mm Unterdachbahn Kastenelement: Dreischichtplatte 27 mm Rippen 280 mm/Zellulosefaserdämmung Dreischichtplatte 27 mm Lattung 50 mm/Mineralfaserdämmung Akustikdecke 15 mm Deckenaufbau von oben: Bodenbelag Fliessmörtel 65 mm Trennlage Dämmplatte 20 mm Trittschalldämmplatte 20 mm Stahlbeton 200 mm Aufbau Aussenwand von innen: Gipsfaserplatte 15 mm Lattung 44 mm/Mineralfaserdämmung OSB 22 mm Ständer 180 mm/Dämmung Schalung 24 mm Windpapier Schindeln in Lärche 20 mm

Fassadenschnitt


Katholische Kirche St. Maria, Strengelbach Der Bau einer Kirche unterscheidet sich heute grundsätzlich vom gleichen Vorhaben in früheren Zeiten. Statt Idealarchitektur und metaphysischer Symbolik ein unprätentiöses, funktionelles Mehrzweckgebäude entstehen zu lassen, mag manchem gar bescheiden erscheinen, andererseits birgt dieser Ansatz aber durch seine Ehrlichkeit die Chance, ein Bauwerk als Spiegel unserer Zeit zu schaffen. In Strengelbach entstand nach dieser Überlegung die katholische Kirche St. Maria. Sie zeigt, dass das menschliche Bedürfnis nach einer Welt jenseits materieller Güter trotz Konsumflut Bestand hat. Das neue Pfarreizentrum wurde als schlichter Neubaukubus erstellt, der einerseits die gesamten Raumbedürfnisse der Kirchgemeinde abdeckt und andererseits erweiterbar ist. Mit seiner Hauptfront richtet er sich zur Zofingerstrasse, von welcher der Haupteingang über den von einer Mauer geschützten Hof mit dem Glockenturm – einem Überbleibsel des abgerissenen Altbaus – und den überdeckten Vorplatz erreicht wird. Ein zweiter Eingang befindet sich rückseitig und gewährt dem motorisierten Besucher einen direkten Zutritt. Zwischen den zwei Eingängen spannt sich das lichtdurchflutete Foyer auf, dem sich die Räume zweibündig angliedern. Das Herz der Anlage, der eigentliche Kirchenraum, fungiert nicht nur als sakraler Ort, sondern

ist bewusst auf verschiedene Anforderungen ausgerichtet. Einzig das hölzerne Kreuz und die alte Orgel, die vom ersetzten Altbau übernommen werden mussten, verraten den kirchlichen Hintergrund. Der Saal bietet bis zu 200 Personen Platz für eine vielfältige Entfaltung des Kirchgemeindelebens. Daneben gibt es eine Sakristei, unterteilbare Mehrzweckräume, eine gewerbliche Küche sowie sanitäre und technische Einrichtungen. Im Hinblick auf die funktionellen, baulichen sowie finanziellen Anforderungen wurde das Pfarreizentrum in vorfabrizierter Holzelementbauweise mit einem Rastermass von 2,5 m konzipiert und erstellt. Die Wärmedämmung der Gebäudehülle erreicht Minergie-

Standard. Die Fassaden sind mit Lamellen aus Rotzeder bekleidet, welche je nach Tageszeit oder Sonneneinfall ein spannungsreiches Wechselspiel von Licht und Schatten hervorrufen. Grosszügige Fensterflächen, teils in transparentem, teils in opakem Glas ausgeführt, durchbrechen dieses strenge Raster. Beim Innenausbau wurden bewusst Materialien aus der Region gewählt. Ahornholz und Jurakalk unterstreichen in ihrer zurückhaltenden Farbigkeit die freundliche Atmosphäre des Ortes. Formale Klarheit und helle Wärme wirken nach innen, während die Fassaden nach aussen eine bescheidene und doch selbstsichere Präsenz im Dorfbild vermitteln und dieses nachhaltig bereichern.

Situation

1911


Ort Zofingerstrasse, 4802 Strengelbach Bauherrschaft Römisch-katholische Kirchgemeinde Zofingen Architektur Alberati Architekten AG, Zofingen; Mitarbeit: Robert Alberati, Bruno Gloor, Jaana Küttler Bauingenieur Emch & Berger, Zofingen Bauakustik Bakus Bauphysik & Akustik GmbH, Zürich Holzbauingenieur MOM mobile business, Laufenburg Holzbau Erne AG Holzbau, Laufenburg Materialien Konstruktionsholz: Rahmenholz 33 m3, Brettschichtholz 58 m3; Platten: Dreischichtplatten 420 m2, OSB 1990 m2, Gipskartonplatten 540 m2; Lattenrost 850 m; Fassadenlatten Red Cedar 7100 m Baukosten BKP 2 CHF 2,1 Mio. davon BKP 214 CHF 464 600.– Grundstücksfläche 4123 m2 Bruttogeschossfläche 562 m2 Kubatur SIA 116 3915 m3 Kubikmeterpreis SIA 116 (BKP 2) CHF 535.– Bauzeit Mai–Dezember 2006 Fotograf Zeljko Gataric, Zürich, für Erne AG Holzbau, Laufenburg, und Alberati Architekten AG, Zofingen

1912


L채ngsschnitt

10 m

Grundriss

1913


1914


Dachaufbau von aussen: Extensive Begrünung 80 mm Dichtungsbahn Dämmung 280 mm in Gefälle Dampfbremse Rippenelement: OSB 22 mm Rippen 380 mm Deckenbekleidung im Foyer von oben: Akustikdämmung 40 mm Akustikvlies Dreischichtplatte 27 mm, lasiert und gelocht Aufbau Aussenwand von innen: Gipskartonplatte 18 mm Lattung 82 mm/RHS 80/80/10 OSB 18 mm Ständer 220 mm/Dämmung OSB 18 mm Winddichtungsbahn Lattung 30 mm, schwarz gestrichen Fassadenlattung rhomboid in Lärche 40 x 30 mm Aufbau Boden von oben: Bodenbelag 20 mm Unterlagsboden 80 mm Dämmung 140 mm Feuchtigkeitssperre Betonplatte 200 mm

Fassadenschnitt

1915


Kapelle Saint-Loup, Pompaples Die provisorische Kapelle befindet sich auf dem Gelände des Spitals und des Klosters Saint-Loup, in einer einzigartigen Umgebung am Fusse des Jura. Das Bauwerk dient als Ort der Begegnung und der Besinnung und ist ein kleines architektonisches und konstruktives Juwel. Die Brettsperrholzplatten definieren gleichzeitig den Raum und die Tragstruktur und schaffen dadurch eine ruhige und heitere Stimmung, welche der Andacht und dem Gebet förderlich ist. Als die Diakonissengemeinschaft von SaintLoup im Sommer 2007 die Sanierung ihres Mutterhauses und den Umbau ihrer Kapelle in Angriff nahm, musste sie eine Übergangslösung für ihre täglichen Gottesdienste finden. Die spezielle Situation liess keine herkömmlichen Varianten wie Container oder Zelt zu, sondern verlangte nach einer speziellen Lösung. Da die zuständigen Architekten sehr an einem Holzbau interessiert waren, schlugen sie eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Holzkonstruktionen IBOIS der ETH Lausanne vor, dessen laufende Forschungstätigkeiten über Faltwerke von Origami, der traditionellen japanischen Kunst des Papierfaltens, inspiriert sind. Dieser Ansatz erschien im vorliegenden Fall besonders vielversprechend. Ein eigens vom Institut entwickeltes Computerprogramm ermöglicht es, die gewünschte Form zu erzeugen, ihr statisches Verhalten zu analysieren und die Konstruktionspläne auszuarbeiten. Bis anhin wurden auf diese Weise jedoch lediglich kleine Prototypen gebaut. Das Kapellenprovisorium von Saint-Loup stellte eine einzigartige Gelegenheit dar, das Verfahren erstmals grossmassstäb-

1916

lich anzuwenden. Dank der Verwendung von Brettsperrholzplatten liessen sich die Kosten tief halten, was für ein Provisorium natürlich ein wesentliches Kriterium war. Die neue Kapelle steht bei der Wegkreuzung auf dem grossen, freien Platz in der Mitte des klösterlichen Anwesens, wo ein alter Nussbaum den Weg weist. Durch diesen Standort wird sie zu einem wichtigen Element für den räumlichen Zusammenhalt des Komplexes. Der Baukörper scheint direkt auf dem Boden zu liegen und erstreckt sich, gleich wie die Achse des Tals, von Osten nach Westen. Trotz seiner Kleinheit hat der Bau den Charakter eines Monuments. Dafür sorgt die traditionelle Kirchenform mit einem tiefen Raum, der von den Holzfalten in der Art eines Säulengangs gegliedert wird. Die Raumhöhe steigt an in Richtung Chor, wo die Konstruktion aus vertikalen und diagonalen Stützen an ein Kirchenfenster erinnert. Durch die offenen Stirnfassaden strömt Tageslicht ins Innere. Kunststoffplatten und kupferfarbene Textilien filtern das einfallende Licht und schaffen eine besinnliche Stimmung. Jede Falte der Fassade reflektiert das Licht verschieden und unterstreicht damit das Ansteigen und die Krümmung des Baukörpers. Dank des Faltprinzips sind die Brettsperrholzplatten relativ dünn: 60 mm für das Dach, 40 mm für die Fassaden und den Boden. Die Platten mit völlig unterschiedlichen Grössen und Formen wurden mit CNC-Maschinen zugeschnitten und anschliessend mit Nagelblechverbindungen angeschlossen. Die Dachfläche ist mit einer Bitumenbekleidung abgedichtet. Die äussere Schutzschicht besteht aus einfachen, lackierten Dreischichtplatten

von 19 mm Stärke. Die Neigung der einzelnen Falten und die offenen Verbindungen zwischen den Platten sorgen für ein problemloses Abfliessen des Regenwassers.

Situation


Ort 1318 Pompaples Bauherrschaft Diakonissengemeinschaft Saint-Loup, Pompaples Planer Localarchitecture Sàrl, Lausanne, und Bureau d’architecture Danilo Mondada, Lausanne, mit Shel, Architecture, Engineering and Production Design, Hani Buri und Yves Weinand, Genf Holzbau Lambelet SA, Puidoux Materialien Brettsperrholz 40 mm 327 m2 und 60 mm 160 m2, Dreischichtplatten 19 mm 333 m2 Baukosten CHF 278 400.– Kubatur 600 m3 Bauzeit April–Juni 2008 Fotografen Milo Keller, Lausanne, und Corinne Cuendet, Clarens

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L채ngsschnitt

Grundriss

1918

10 m


Dachaufbau von aussen: Dreischichtplatte 19 mm, lackiert Lattung Wasserdichtung Anschlussbleche 3 mm Brettsperrholz 60 mm Aufbau Aussenwand von innen: Brettsperrholz 40 mm Anschlussbleche 3 mm Wasserdichtung Lattung Dreischichtplatte 19 mm, lackiert Aufbau Stirnfassade von innen: Polykarbonat 10 mm Rahmenhรถlzer 60 x 100 mm Detailschnitte

Lattung 20 x 20 mm zur Befestigung des Textils Textilbahn kupferfarben Aufbau Boden von oben: Brettsperrholz 40 mm Schwellen 100 x 160 mm Punktfundamente in Beton

1919


Kapelle St. Heinrich, Turku (SF) Die Kapelle St. Heinrich befindet sich auf der Insel Hirvensalo, gegenüber der südfinnischen Stadt Turku, und wurde im traditionellen Stil der dortigen Sakralbauten erstellt. Umgeben von Föhren und Fichten, verschmilzt sie dank ihrer feinen Form mit den umliegenden Feldern und Hügeln. Trotz ihrer asketischen Erscheinung ist sie der am zweithäufigsten besuchte Sakralbau Finnlands. Die ökumenische Kapelle steht auf dem Gipfel eines der zahlreichen Hügel der Insel und ist über einen steilen Serpentinenweg zu erreichen. Sie gehört zu einem Pflegeheim für unheilbar Kranke. Deshalb wollten die Architekten und Planer nicht in erster Linie eine besondere religiöse Identität, sondern vielmehr dem Wesen der Heiligkeit einen Ort schaffen. Von aussen erinnert der Bau an einen umgekehrten Schiffsrumpf oder an einen Fisch und spielt damit an auf das Erkennungszeichen der Urchristen. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die organische Form des Firstes und die Bekleidung aus Kupferblättern, die mit ihrer schrägen Anordnung wie Schuppen aussehen. Die Bekleidung wird infolge der Oxidation der Kupferplatten einen grünlichen Farbton annehmen, so dass sich die Kapelle mit der Zeit noch besser in die umgebende Natur einfügen wird. Mit Ausnahme seiner strengen Ausrichtung von Osten nach Westen deutet von aussen nichts auf die Zweckbestimmung des Gebäudes hin. Das überwältigende Innere, obgleich ohne erkennbares Zeichen einer Glaubensgemeinschaft gehalten, führt den Besucher dagegen ab der Schwelle zu Einkehr und Andacht. Auf den bescheidenen Eingangsbereich folgen unmittelbar zwei Durchgangsräume, welche zum Kirchenschiff

1920

führen. Hier sorgt lediglich eine Öffnung ganz oben unter dem Dach für ein bisschen Tageslicht. Die beiden Räume sind äusserst karg eingerichtet und werden bei Bedarf für Ausstellungen benutzt. Als nächstes erreicht man das eigentliche Kirchenschiff, wo sich der Grundriss verbreitert. Das Licht fällt hier durch die grossen Fenster im letzten Abschnitt ein, wo sich auch der Altar befindet. Die überhöhten Spitzbogen aus verleimtem Brettschichtholz folgen sich im Abstand von zwei Meter und erreichen eine Höhe von rund zwölf Meter. Darüber ist eine Schalung in Kiefer befestigt, die dem ganzen Innenraum eine goldene Helligkeit verleiht.

Situation

Das Mobiliar ist sehr nüchtern. Es besteht aus Bänken ohne Rückenlehne, welche aus dem gleichen Material hergestellt sind wie das Gebäude und welche als Kontrast zum gewachsten Parkettboden die Ausdrucksstärke des Innenraums unterstreichen. Der hintere Teil des Kirchenschiffes ist dem Gottesdienst gewidmet. Der vordere Teil lässt sich je nach Bedarf in einen Ausstellungsraum umwandeln. Zu diesem Zweck werden jeweils die Bänke entfernt. Dieses Zusammenleben von Kunst und religiösem Kult erinnert an die Kirchen der Renaissance und unterstreicht den Aspekt der geistigen Öffnung, den der Bauherr mit der Kapelle darstellen wollte.


Ort Seiskarinkatu 35, Turku (SF) Bauherrschaft Verein Kapelle St. Heinrich, Turku Architektur Sanaksenaho Architects, Helsinki Bauingenieure Kalevi Narmala, Narmaplan Oy, Turku Holzbau Hartela Oy, Turku Kosten EUR 1,6 Mio. Kubatur 2400 m3 Bauzeit Februar 2004–Mai 2005 Fotograf Jussi Tiainen, Helsinki

1921


L채ngsschnitt

Grundriss

1922

10 m

Querschnitt


Aufbau Aussenwand von innen: Schalung in Kiefer 21 mm Installationsebene 32 mm Dampfbremse Balken 150 mm/D채mmung Holzwerkstoffplatte 9 mm Lattung 100 mm Schalung 20 mm Dichtungsbahn Detailschnitt

Kupfereindeckung

1923


Friedhofsgebäude mit Aufbahrungsraum, Escholzmatt Die alte, schöne Friedhofsanlage von Escholzmatt aus der Jugendstilzeit musste in zurückhaltender Weise saniert, die alte Leichenhalle durch ein zeitgemässes Friedhofsgebäude mit Aufbahrungsraum und Ökonomieteil ersetzt und mit einer modernen Gemeinschaftsgrabanlage ergänzt werden. Unter dieser Aufgabenstellung erarbeiteten die Architekten eine Grundhaltung, welche sie in der Arbeit am Gemeinschaftsgrab und am Aufbahrungraum begleitete. Der Friedhof ist ein Ort der Emotionen. Bauten und Anlagen innerhalb des Friedhofs sind deren Träger, sei es ein Grabmal mit Inschrift, ein Kreuz, ein Gemeinschaftsgrab oder ein Aufbahrungsraum. Wenn andernorts der Zweck die Mittel heiligt, ist dies auf dem Friedhof ein wenig anders. Mit dem Begriff des ‹Zwecks› allein wird man diesem Ort nicht gerecht. Um ihn zu fassen, versuchten die Architekten den Friedhof als Projektionsfläche zu begreifen, in die jeder Mensch seine Gefühle, seine Trauer, seine Botschaft hineinlegen kann, so wie er es sich wünscht und in der Form, die ihm entspricht. Aus diesem Verständnis heraus suchten die Planer nach einem Gefäss, das die Bedürfnisse der Friedhofbesucher aufnehmen kann, nach einer Ausdrucksform, die sich vom Profanen unterscheidet, ohne aufdringlich zu sein, nach einfachen Lösungen, ohne banal zu werden. Die Suche wurde von einer Arbeitsgruppe und später von der Baukommission unterstützt und begleitet, was schliesslich zu einer angemessenen Lösung führte. Bereits von der Kirche aus ist der hölzerne neue Baukörper sichtbar und signalisiert den speziellen Ort des Gemeinschaftsgrabes und des Aufbahrungsraumes innerhalb der

Friedhofsanlage. Über die erneuerte zentrale Wegachse erreicht der Besucher die Gemeinschaftsgrabanlage. Der grosse, quadratische Deckstein der Sammelurne ragt in den Vorplatz hinein. Die Namenssteine sind wie einzelne kleine Grabsteine entlang einer Wasserrinne aufgereiht. Die einzelnen Steine und Elemente des Gemeinschaftsgrabes wirken zusammen als ein einziges grosses Grabmal. Vom Vorplatz mit der Sammelurne des Gemeinschaftsgrabes führt die leicht geschwungene Friedhofsmauer aus Beton zum Eingang des Friedhofsgebäudes. Die offene, in Beton gehaltene Halle bietet einen geschützten Vorbereich zum Aufbahrungsraum und überdeckt die Anlieferung sowie den Ökonomieraum. Die Decke der Halle wird vom ellipsenförmigen Baukörper des Aufbahrungsraums durchdrungen. Wie bei alten Kirchenbauten verfügt der Aufbahrungsraum über eine spezielle architektonische Form, die ihn gegenüber profanen Bauten auszeichnet. Es handelt sich um ein einräumiges Gebäude, bei dem sich Aussen und Innen entsprechen. Er birgt einen ausgerundeten und in sich konzentrierten Raum, welcher an ältere kirchliche Zentralbauten erinnert. Wer den Raum betritt, gelangt in einen hölzernen Körper. Wände und Decke sind in einheimischem, unbehandeltem Fichtenholz gehalten, einem traditionellen Baumaterial des Entlebuchs. Die örtliche Tradition des Bauens mit Holz und die Fähigkeit der Leute, mit diesem Werkstoff umzugehen, sind damit im neuen Bauwerk präsent. Der Boden aus Naturstein aus der Region markiert den speziellen Ort der Einkehr und baut gleichzeitig eine Beziehung zum Gemeinschaftsgrab auf. Durch den ringsum laufenden Fensterkranz fällt von oben ein weiches Licht auf die beiden streng

geometrischen, in Eiche ausgeführten Katafalke und lässt eine dem Ort der Trauer und des Abschieds angemessene, ruhige und besinnliche Stimmung entstehen. Die sehr kurze Bauzeit von weniger als fünf Monaten und die spezielle Formgebung und Konstruktion des Gebäudes verlangten von allen am Bau beteiligten Planern und Unternehmern ein hohes Mass an Präzision und Qualität. Die ehrgeizigen Vorgaben liessen sich dank der hervorragenden Arbeit sämtlicher – meist einheimischer – Handwerker einwandfrei erfüllen.

Situation


Ort Hauptstrasse, 6182 Escholzmatt Bauherrschaft Einwohnergemeinde Escholzmatt Architektur A6 architekten ag, dipl. Architekten ETH FH SIA, Buttisholz Landschaftsarchitekt Freiraumarchitektur, Luzern Bauingenieur Arregger Manfred AG, Hasle Holzbauingenieur Pirmin Jung Ingenieure für Holzbau AG, Rain Holzbau ARGE Hölziges aus Escholzmatt: A. Portmann & Co. und A. Krummenacher Materialien Vollholz 4 m3; Platten: OSB 105 m2, biegbare Holzwerkstoffplatte 46 m2, Dreischichtplatte 43 m2; Lamellen in Fichte/Tanne 21 x 50 mm 145 m2, Vertikalschalung in Fichte/Tanne 30 x 50 mm 88 m2 Baukosten BKP 1–9 CHF 779 000.– (Friedhofsgebäude, Gemeinschaftsgrab, Vorbereitungsarbeiten, Nebenkosten, Ausstattung) Baukosten BKP 2 CHF 372 000.– (Friedhofsgebäude) davon BKP 214 CHF 107 000.– Gebäudevolumen SIA 416 580 m3 Kubikmeterpreis SIA 416 (BKP 2) CHF 640.– Bauzeit Juni–Oktober 2007 Fotografin Gabriela Acklin, Sursee


L채ngsschnitt

Grundriss

10 m

Querschnitt


Dachaufbau von aussen: Extensive Begrünung 80 mm Drainageschicht 30 mm Wasserdichtung 10 mm Dämmplatte 60 mm OSB 22 mm Rippen 240 mm/Mineralfaserdämmung Dampfbremse Lattung 54 mm Deckenbekleidung 18 mm Aufbau Aussenwand von innen: Lattenschalung vertikal 30 x 50 mm, alternierend Lattung 20 mm Furniersperrholz 15 mm, luftdicht abgeklebt Ständer 160 mm/Mineralfaserdämmung Fassadenbahn schwarz Lattung vertikal 20 mm Lattung horizontal 20 mm Lattenschalung vertikal 21 mm Aufbau Boden: Bodenbelag 30 mm Zementüberzug 60 mm Feuchtigkeitsabdichtung Betonplatte 200 mm

Detailschnitt


Lignum Holzwirtschaft Schweiz Economie suisse du bois Economia svizzera del legno

Falkenstrasse 26 CH-8008 Zürich Tel. 044 267 47 77 Fax 044 267 47 87 info@lignum.ch www.lignum.ch

Holzbulletin, Dezember 2009 Herausgeber Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, Zürich Christoph Starck, Direktor

Verantwortlich Roland Brunner Redaktion Roland Brunner, Lignum, Mélanie Pittet-Baschung und Denis Pflug, Lignum-Cedotec Gestaltung BN Graphics, Zürich Druck Kalt-Zehnder-Druck AG, Zug Administration, Abonnemente, Versand Andreas Hartmann, Lignum

ISSN 1420-0260

Das Holzbulletin erscheint viermal jährlich in deutscher und französischer Sprache. Jahresabonnement CHF 48.– Einzelexemplar CHF 20.– Sammelordner (10 Ausgaben) CHF 100.– Sammelordner leer CHF 10.– Preisänderungen vorbehalten. Lignum-Mitglieder erhalten das Holzbulletin und die technischen Informationen der Lignum, Lignatec, gratis. Die Rechte der Veröffentlichung für die einzelnen Bauten bleiben bei den jeweiligen Architekten. Alle Angaben stammen von den Bauplanern. Lignum-Hotline: 044 267 47 83 Benutzen Sie unsere Fachberatung am Telefon von 8–12 Uhr, die täglich von Montag bis Freitag gratis zur Verfügung steht.


Holzbulletin 93/2009