56
521-1
Vertikalschnitt Deckenkonstruktion durch Aussenwand geführt
5.2.1
Brandabschnittsbildende Decke in Holzbauweise
521-2
521-1
Decke in Aussenwand Brandschutztechnisch ist es sinnvoll, die brandabschnittsbildende Deckenkonstruktion in ihrer gesamten Konstruktionsstärke durch die Aussenwand bis zur Dämmschutzschicht zu führen (Abb. 521-1). Konstruktiv notwendige Hohlräume (z. B. bei Balkenlagen, Elementstössen) sind beim Anschluss der Decke an die Aussenwand mit Mineralwolle, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C, Rohdichte ≥ 40 kg/m3, auszufüllen (Abb.521-2).
Vertikalschnitt Balkenlage mit ausgefüllten Hohlräumen
Aussenwände – Konstruktion und Bekleidungen
Für Deckenkonstruktionen, die nicht ganz durch die Aussenwand geführt werden oder im Bereich von inneren Vorsatzschalen angeschlossen werden, sind die Angaben von Abbildung 531-3 oder 531-4 sinngemäss anwendbar.
1
1 Brandabschnittsbildende Decke
521-2
1
2
1 Brandabschnittsbildende Decke 2 Mineralwolle BKZ 6q.3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C, Rohdichte ≥ 40 kg/m3
Decke an Aussenwand Wird die brandabschnittsbildende Deckenkonstruktion nur bis an die Aussenwand geführt, sind im Anschlussbereich folgende konstruktiven Massnahmen möglich: • Füllholz mit einer Breite b ≥ 40 mm (Abb. 521-3, Variante 1) oder • Hohlraumdämmung aus Mineralwolle, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C, Rohdichte ≥ 40 kg/m3, über die gesamte Höhe der brandabschnittsbildenden Decke, jedoch mit einer maximalen Höhe von h ≤ 200 mm (Abb. 521-3, Variante 2).
521-3
Die durchgehende innere Beplankung der Aussenwand hat folgende Kriterien zu erfüllen: • BKZ ≥ 4.2 • Rohdichte ≥ 330 kg/m3 • Durchgehende Fugen sind zu vermeiden.
2
1
2 1
1
h
521-3
Vertikalschnitt Deckenkonstruktion an Aussenwand 1 Füllholz in der Aussenwand 2 Hohlraumdämmung im Deckenbereich
Die Deckenkonstruktion ist holzbautechnisch konstruktiv dicht an die Aussenwand anzuschliessen.
3
1 2 3 h
Brandabschnittsbildende Decke Füllholz Breite ≥ 40 mm Mineralwolle BKZ 6q.3, Schmelzpunkt ≥ 1000°C, Rohdichte ≥ 40kg/m3 Höhe ≥ brandabschnittsbildende Decke, max. 200 mm