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Page 1

Lignum-Dokumentation Brandschutz

4.1

Bauteile in Holz Decken, W채nde und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

SIA ETH Empa Lignum


2

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Inhalt Seite

3

17 19 20

38

55

Das vorliegende Dokument wurde von der Technischen Kommission Brandschutz der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen TKB-VKF auf die materielle Übereinstimmung mit den Schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF (Ausgabe 2003, gültig seit 1. 1. 2005) geprüft und als ‹Stand der Technik› anerkannt. Es ersetzt die LignatecPublikation ‹Bauteile in Holz, Feuerwiderstandsdauer 30 und 60 Minuten› der LignumDokumentation Brandschutz aus dem Jahr 2005.

1 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.6.1 1.6.2 1.6.3 1.6.4 1.7 2 3 3.1 3.2 3.2.1 3.2.2 3.2.3 3.2.4 3.2.5 3.2.6 3.2.7 3.3 3.3.1 3.3.2 3.3.3 3.3.4 3.3.5 3.3.6 3.4 3.4.1 3.4.2 3.4.3 3.4.4

58 60

61 61 62 63 63 64

3.5 4 4.1 4.2 5 6

Grundlagen Zweck und Inhalt der Publikation Feuerwiderstandskriterien Tragende und/oder brandabschnittsbildende Bauteile Bekleidungen mit Brandschutzfunktion Nachweis des Feuerwiderstands von Holzbauteilen Ausführungsbestimmungen Grundlegende Bestimmungen Baustoffe Unterkonstruktion, Befestigung, Fugenausbildung Installationen, Einbauten Anschlüsse brandabschnittsbildender Bauteile Bauteile mit Mindestkantenabmessung Bauteile mit einer Feuerwiderstandsdauer von 30 und 60 Minuten Allgemeines Decken Balkendecken Rippendecken Hohlkastendecken Brettstapeldecken Massivholzdecken Decken aus Mehrschicht-Massivholzplatten und Holzwerkstoffen Holz-Beton-Verbunddecken Wände Einseitig beplankte Ständerkonstruktionen Beidseitig beplankte Ständerkonstruktionen Fachwerkwände (Riegelwände) Brettstapelwände Blockbauwände Wände aus Mehrschicht-Massivholzplatten und Holzwerkstoffen Lineare Bauteile Allgemeines Rechnerischer Nachweis des Feuerwiderstands linearer Holzbauteile Feuerwiderstand von Holzbauteilen in Verbindung mit Bekleidungen mit Brandschutzfunktion Feuerwiderstand von Stahlbauteilen in Verbindung mit Bekleidungen mit Brandschutzfunktion Bekleidungen mit Brandschutzfunktion Bauteile mit einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten Bekleidete Holzkonstruktionen Bauteilkonstruktionen mit Feuerwiderstand Glossar Literaturverzeichnis Anhänge: Kataloge werkstoffoptimierter Bauteile Lignum-Dokumentation Brandschutz Projektpartner Impressum


3

1

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Grundlagen 1.1

Zweck und Inhalt der Publikation

Aus den Bestimmungen zur Brandabschnittsbildung, zum Feuerwiderstand von Tragwerken und zur Verwendung brennbarer Baustoffe ergeben sich Anforderungen an Bauten. Diese hängen im wesentlichen von der Gebäudenutzung und der Anzahl Geschosse ab. Diese Anforderungen sind im Vorschriftenwerk der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF festgelegt. Bezogen auf eine umfassende Holzanwendung können sie der ‹Lignum-Dokumentation Brandschutz› entnommen werden. Die vorliegende Publikation zeigt, mit welchen Konstruktionen diese Anforderungen erfüllt werden können. Sie ersetzt die im Jahre 2005 erschienene Lignatec-Ausgabe der Lignum-Dokumentation Brandschutz ‹Bauteile in Holz – Feuerwiderstandsdauer 30 und 60 Minuten› (Lignatec 18/2005). Die Publikation dient als Planungshilfe für Decken und Wände aus Holz und hat den Status eines ‹Stand-derTechnik›-Papiers. Sie beinhaltet Angaben zum Aufbau von Holzbauteilen, zu deren Ausführung sowie zur Ausbildung von Anschlüssen und Installationen. Die dargestellten Aufbauten haben den Stellenwert von genormten Bauteilen.

Die vorliegende Publikation ist Teil der Lignum-Dokumentation Brandschutz, Themenblock 4, Bauteile in Holz. Struktur und nähere Informationen zur LignumDokumentation Brandschutz sind auf Seite 63 zu finden. Die Angaben in der vorliegenden Publikation sind produktneutral gehalten. Sie basieren auf rechnerischen Beurteilungen, die im Grundsatz nach SN EN 1995-1-2, Eurocode 5 geführt wurden. Durch den Einsatz geprüfter und qualitätsgesicherter Produkte können von Firmen werkstoffoptimierte Lösungen angeboten werden, die im Schichtaufbau gegenüber der vorliegenden Publikation Verbesserungen bringen. Hinweise zu den werkstoffoptimierten Bauteilen sind auf Seite 62 enthalten.


4

1.2

Feuerwiderstandskriterien

Aus der Sicht des Brandschutzes werden Bauteile nach ihrer statischen Funktion in ‹tragend› und ‹nicht tragend› sowie nach ihren raumabschliessenden und wärmedämmenden Eigenschaften in ‹brandabschnittsbildend› und ‹nicht brandabschnittsbildend› unterteilt. Weiter ist zwischen ‹linearen› (Träger, Stützen) und ‹flächigen› (Decken, Wände) Elementen zu unterscheiden. Mit der Einführung der Schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF 2003 [1] werden Bauteile neu nach der europäischen Regelung bewertet. Für tragende und/oder brandabschnittsbildende Bauteile gelten folgende Kriterien:

1.3

130-1

R tt Tragfähigkeit (Résistance) Tragfähigkeit während tt Minuten Brandeinwirkung gewährleistet E tt Raumabschluss (Etanchéité) Raumabschluss während tt Minuten Brandeinwirkung gewährleistet I tt Wärmedämmung (Isolation) Temperaturanstieg auf der dem Feuer abgewandten Seite des Bauteils auf ein bestimmtes Mass beschränkt

Tragende und/oder brandabschnittsbildende Bauteile

Für tragende Bauteile und/oder brandabschnittsbildende Bauteile gilt: R tragend, aber nicht brandabschnittsbildend (Brandeinwirkung von mehreren Seiten) EI nicht tragend, aber brandabschnittsbildend (Brandeinwirkung von einer Seite) REI tragend und brandabschnittsbildend (Brandeinwirkung von einer Seite)

Übersicht und Illustration der tragenden und/oder brandabschnittsbildenden Funktion von linearen und flächigen Bauteilen

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Lineare Bauteile sind in der Regel tragend und nicht brandabschnittsbildend. Decken sind in der Regel tragend und meistens brandabschnittsbildend. R-Bauteile haben deutlich andere Rahmenbedingungen als EI- oder REI-Bauteile, weil der Brand bei R-Bauteilen gleichzeitig von mehreren Seiten einwirken kann. Auf EI- und REI-Bauteile wirkt der Brand nur von einer Seite ein.

130-1

Bezeichnung R

EI

Brandeinwirkung Lineare Bauteile Stütze/Träger Tragend, nicht gleichzeitig von brandabschnittsbildend mehreren Seiten

Nicht tragend, von einer Seite brandabschnittsbildend

REI Tragend, von einer Seite brandabschnittsbildend

Flächige Bauteile Wand

Decke


5

Die Klassierung von tragenden und/oder brandabschnittsbildenden Bauteilen erfolgt unabhängig von deren Entzündbarkeit in den Klassen REI 30, REI 60, REI 90, REI 120, REI 180 und REI 240. Je nach Anwendung ist aber die Verwendung von brennbaren Bauteilen eingeschränkt. In diesen Fällen wird die Darstellung der Klassierung mit dem Hinweis ‹(nbb)› ergänzt. Als Zwischenstufen zwischen keine Anforderung und der Feuerwiderstandsklasse REI 30 bestehen die Einteilungen nicht brennbar und Mindestkantenabmessung. Bauteile mit der Bezeichnung Mindestkantenabmessung kommen dort zum Einsatz, wo die Brandschutzvorschriften ein ‹ausreichend dimensioniertes› Tragwerk verlangen.

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Je nach Einteilung und Feuerwiderstandsklasse bestehen für Holzbauteile besondere Anforderungen hinsichtlich Aufbau, Schichtigkeit und Materialisierung. Diese hängen auch davon ab, ob es sich um einen zusammengesetzten Querschnitt oder um einen Vollquerschnitt handelt. Die Abbildungen 130-2 und 130-3 geben einen detaillierten Überblick über den Zusammenhang zwischen den Anforderungen an den Feuerwiderstand von Bauteilen und der möglichen Holzanwendung. Die Anforderungen an die Bauteiloberflächen und die Schichtaufbauten der Bauteile, wie sie aus der Brandschutzrichtlinie ‹Verwendung brennbarer Baustoffe› hervorgehen, sind zusätzlich zu beachten. Sie erlauben je nach Nutzung und Anzahl Geschosse des Gebäudes einen vermehrten oder eingeschränkten Holzeinsatz (siehe Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Bauten in Holz – Brandschutzanforderungen› [4]).


6

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

130-2

Bezeichnung Beschrieb Illustration (Feuerwiderstandsklasse) Keine Werden an den Feuerwiderstand von Bauteilen keine Anforderungen Anforderung gestellt, ist der Einsatz von Holz ohne weiteres möglich. Es sind keine minimalen Querschnittsabmessungen oder Anforderungen an die Verbindungen einzuhalten. Die einzigen Einschränkungen können bezüglich der Verwendung brennbarer Baustoffe entstehen. Bauteile mit keinen Anforderungen übernehmen nur tragende, aber keine brandabschnittsbildende Funktion. Mindestkantenabmessung

Bauteile mit Mindestkantenabmessung sind nach den Regeln der Holzbaukunde für den Normalfall ausreichend dimensionierte Holzkonstruktionen. Diese Holzbauteile müssen der statischen Bemessung bei Raumtemperatur und gewissen Mindestanforderungen an die Konstruktionsstärken der Einzelelemente genügen. An die Verbindungen werden keine zusätzlichen Anforderungen gestellt. Bauteile mit Mindestkantenabmessung übernehmen nur tragende, aber keine brandabschnittsbildende Funktion.

Nicht brennbar

Bauteile mit der Bezeichnung nicht brennbar müssen vollständig aus nicht brennbaren Materialien bestehen (mindestens BKZ 6q.3). An den Feuerwiderstand dieser Bauteile werden keine Anforderungen gestellt. Diese Bauteile übernehmen eventuell tragende, aber keine brandabschnittsbildende Funktion.

R 30 EI 30 REI 30

Bauteile mit der Bezeichnung R 30 für Tragwerke müssen die Tragfähigkeit unter 30 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Bauteile mit der Bezeichnung EI 30 müssen die Brandabschnittsbildung (Raumabschluss und wärmedämmende Wirkung) während 30 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Die minimale Anforderung an den Feuerwiderstand von brandabschnittsbildenden Bauteilen ist EI 30.

F 30 bb 1)

R 30 (nbb) EI 30 (nbb) REI 30 (nbb) F 30 1)

Bauteile mit der Bezeichnung R 30 (nbb) für Tragwerke müssen die Tragfähigkeit unter 30 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Bauteile mit der Bezeichnung EI 30 (nbb) müssen die Brandabschnittsbildung (Raumabschluss und wärmedämmende Wirkung) während 30 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Bauteile R 30 (nbb), EI 30 (nbb) und REI 30 (nbb) dürfen während 30 Minuten an der Oberfläche nicht entflammen.

d h d

b

d

R 30 EI 30 REI 30

2)

R 30 EI 30 REI 30

Bekleidung EI 30 (nbb) R 30 (nbb) EI 30 (nbb) REI 30 (nbb)

2)

Bekleidung EI 30 (nbb) Bekleidung EI 30 (nbb) R 30 (nbb) EI 30 (nbb) REI 30 (nbb) Bekleidung EI 30 (nbb)

1) Klassierung nach VKF. Zuordnung zur Klassierung nach EN mit der Zuordnungstabelle VKF möglich. 2) In Bauten mit brennbaren Tragwerken und mit vier und mehr Geschossen müssen die Wärmedämmschichten nicht brennbar sein.

130-2

Anforderungen an Aufbau, Materialisierung und Schichtigkeit von Bauteilen mit bis zu 30 Minuten Feuerwiderstand


7

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

130-3

Bezeichnung (Feuerwiderstandsklasse) R 60 EI 60 REI 60 F 60 bb 1)

Beschrieb

Illustration

Bauteile mit der Bezeichnung R 60 für Tragwerke müssen die Tragfähigkeit unter 60 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Bauteile mit der Bezeichnung EI 60 müssen die Brandabschnittsbildung (Raumabschluss und wärmedämmende Wirkung) während 60 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Brennbare Dämmungen im Innern von Bauteilen R 60, EI 60 und REI 60 müssen mit einer Bekleidung mit Brandschutzfunktion EI 30 abgedeckt sein.

R 60 EI 60 REI 60 Bekleidung EI 30 R 60 EI 60 REI 60

2)

Bekleidung EI 30 R 60 EI 60 REI 60

R 60/EI 30 (nbb) EI 60/EI 30 (nbb) REI 60/EI 30 (nbb)

Bauteile mit der Bezeichnung R 60/EI 30 (nbb) für Tragwerke müssen die Tragfähigkeit unter 60 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Brandabschnittsbildende Bauteile EI 60/EI 30 (nbb) müssen während 60 Minuten den Raumabschluss und die wärmedämmende Wirkung gewährleisten. Bauteile mit Feuerwiderstand R 60/EI 30 (nbb), EI 60/EI 30 (nbb) oder REI 60/EI 30 (nbb) dürfen während 30 Minuten nicht entflammen. Hohlräume sind mit Mineralwolle, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C auszufüllen oder mit einer zweischichtigen Bekleidung, die mindestens 60 Minuten Feuerwiderstand aufweist, abzudecken. Innerhalb dieser Bauteile dürfen nur nicht brennbare Dämmungen (mindestens BKZ 6q.3) eingesetzt werden.

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 60

R 60/EI 30 (nbb) EI 60/EI 30 (nbb) REI 60/EI 30 (nbb) Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 60

Bekleidung EI 30 (nbb) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C R 60/EI 30 (nbb) EI 60/EI 30 (nbb) REI 60/EI 30 (nbb) Bekleidung EI 30 (nbb) Bekleidung EI 30 (nbb) R 60/EI 30 (nbb) EI 60/EI 30 (nbb) REI 60/EI 30 (nbb) Bekleidung EI 30 (nbb)

R 60 (nbb) EI 60 (nbb) REI 60 (nbb) F 60 1)

R 90 EI 90 REI 90

R 90 (nbb) EI 90 (nbb) REI 90 (nbb) F 90 1)

Bauteile mit der Bezeichnung R 60 (nbb) für Tragwerke müssen die Tragfähigkeit unter 60 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Bauteile mit der Bezeichnung EI 60 (nbb) müssen die Brandabschnittsbildung (Raumabschluss und wärmedämmende Wirkung) während 60 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Bauteile R 60 (nbb), EI 60 (nbb) und REI 60 (nbb) müssen aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen. Eine Holzanwendung ist in diesen Feuerwiderstandsklassen nicht möglich. Bauteile mit der Bezeichnung R 90 für Tragwerke müssen die Tragfähigkeit unter 90 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Bauteile mit der Bezeichnung EI 90 müssen die Brandabschnittsbildung (Raumabschluss und wärmedämmende Wirkung) während 90 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Diese Feuerwiderstandsklasse kommt bei Brandmauern in Reiheneinfamilienhäusern oder in Absprache mit der Brandschutzbehörde für die Sanierung bestehender Bauten zur Anwendung. Bauteile mit der Bezeichnung R 90 (nbb) für Tragwerke müssen die Tragfähigkeit unter 90 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Bauteile mit der Bezeichnung EI 90 (nbb) müssen die Brandabschnittsbildung (Raumabschluss und wärmedämmende Wirkung) während 90 Minuten Brandeinwirkung gewährleisten. Bauteile R 90 (nbb), EI 90 (nbb) und REI 90 (nbb) müssen aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen. Eine Holzanwendung ist in diesen Feuerwiderstandsklassen nicht möglich.

R 60 (nbb) EI 60 (nbb) REI 60 (nbb)

R 60 (nbb) EI 60 (nbb) REI 60 (nbb)

R 90 EI 90 REI 90

R 90 EI 90 REI 90

R 90 (nbb) EI 90 (nbb) REI 90 (nbb)

R 90 (nbb) EI 90 (nbb) REI 90 (nbb)

1) Klassierung nach VKF. Zuordnung zur Klassierung nach EN mit der Zuordnungstabelle VKF möglich. 2) In Bauten mit brennbaren Tragwerken und mit vier und mehr Geschossen müssen die Wärmedämmschichten nicht brennbar sein.

130-3

Anforderungen an Aufbau, Materialisierung und Schichtigkeit von Bauteilen mit 60 Minuten und 90 Minuten Feuerwiderstand


8

1.4

Bekleidungen mit Brandschutzfunktion

Bekleidungen mit Brandschutzfunktion schützen Bauteile für eine bestimmte Dauer vor der Brandeinwirkung und können die tragende und/oder brandabschnittsbildende Funktion des Bauteils verbessern. Abbildung 140-1 zeigt zwei Beispiele für den Einsatz von Bekleidungen: • Bekleidungen mit Brandschutzfunktion an einer für die Einwirkungen unter Raumtemperatur bemessenen Holzstütze gewährleisten die Tragfähigkeit der Stütze unter Brandeinwirkung während der Feuerwiderstandsdauer der Bekleidung. • Bekleidungen mit Brandschutzfunktion, die beidseitig an einem für die Einwirkungen unter Raumtemperatur bemessenen Bauteil (z.B. Decke) angebracht werden, gewährleisten die tragende und brandabschnittsbildende Funktion des Bauteils während der Feuerwiderstandsdauer der Bekleidung.

140-1

Beispiele zum Einsatz von Bekleidungen mit Brandschutzfunktion

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Nach dem neuen europäischen Normungs- und Klassierungssystem werden Bekleidungen mit Brandschutzfunktion mit K gekennzeichnet und den Feuerwiderstandsklassen K 30 und K 60 zugeordnet. Falls diese Bekleidungen aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen müssen, werden die Bezeichnungen in den Anwendungsvorschriften mit dem Zusatz ‹(nbb)› ergänzt. Diese Klassierungen für feuerwiderstandsfähige, nicht brennbare Bekleidungen entsprechen weitgehend den alten F 30- und F 60Klassierungen nach VKF für Verkleidungen von brennbaren Bauteilen. In den europäischen Regelungen gibt es keine Klassierung für Bekleidungen mit 90 Minuten Feuerwiderstand (wie z.B. die F 90-Klassierung nach VKF). Die europäischen Klassierungen K30 und K60 werden voraussichtlich die in den Schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF 2003 [1] bei Bekleidungen angewendeten Bezeichnungen EI 30 und EI 60 ablösen. Da die Brandschutzanforderungen bezüglich Bekleidungen in den Schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF 2003 [1] mit der Bezeichnung ‹EI› formuliert sind, wird in der vorliegenden Publikation ebenfalls die Bezeichnung ‹EI› verwendet. Hingegen wird in Anlehnung an die europäischen Bezeichnungen von ‹Bekleidungen› gesprochen, an Stelle des in den VKF-Brandschutzvorschriften verwendeten Begriffs ‹Verkleidung›. In Tabelle 140-2 sind die verschiedenen Bezeichnungen und die Anforderungen an Bekleidungen mit Brandschutzfunktion dargestellt.

140-1

Stütze, für Raumtemperatur bemessen

Bekleidung mit Brandschutzfunktion EI tt

+

Decke, für Raumtemperatur bemessen

Stütze R tt

=

Bekleidungen mit Brandschutzfunktion EI tt

+

Decke R tt, REI tt

=


9

140-2

Bezeichnungen und Anforderungen an Bekleidungen mit Brandschutzfunktion

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

140-2

Feuerwiderstandsdauer 30 Minuten

60 Minuten

Bezeichnung

Beschrieb

BSV: VKF: EN: BSV: VKF: EN: BSV: VKF: EN: BSV: VKF: EN:

Bekleidungen mit Brandschutzfunktion EI 30 müssen während 30 Minuten eine unzulässige Erwärmung des Bauteils verhindern. Bekleidungen mit Brandschutzfunktion EI 30 (nbb) dürfen nicht entflammen und müssen während 30 Minuten eine unzulässige Erwärmung des Bauteils verhindern. Bekleidungen mit Brandschutzfunktion EI 60 müssen während 60 Minuten eine unzulässige Erwärmung des Bauteils verhindern. Bekleidungen mit Brandschutzfunktion EI 60/EI 30 (nbb) dürfen während 30 Minuten nicht entflammen und müssen während 60 Minuten eine unzulässige Erwärmung des Bauteils verhindern. Bekleidungen mit Brandschutzfunktion EI 60 (nbb) müssen aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen und während 60 Minuten eine unzulässige Erwärmung des Bauteils verhindern. Bekleidungen mit Brandschutzfunktion EI 90 (nbb) müssen aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen und während 90 Minuten eine unzulässige Erwärmung des Bauteils verhindern.

EI 30 verkleidet – K 30 EI 30 (nbb) verkleidet F 30 K 30 (nbb) EI 60 verkleidet – K 60 EI 60/EI 30 (nbb) verkleidet – K 60/K 30 (nbb)

BSV: EI 60 (nbb) verkleidet VKF: F 60 EN: K 60 (nbb) 90 Minuten

BSV: EI 90 (nbb) verkleidet VKF: F 90 EN: –

BSV: Bezeichnung in den Schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF 2003 [1] VKF: Klassierung von Verkleidungen von brennbaren Bauteilen nach VKF (Zuordnung zur Klassierung nach EN mit der Zuordnungstabelle VKF) EN: Klassierung von Verkleidungen mit Brandschutzfunktion nach EN gemäss Brandschutzrichtlinie 12-03d [1]

1.5

Nachweis des Feuerwiderstands von Holzbauteilen

Grundsätzlich muss jedes Tragwerk den Regeln der Baukunde entsprechen und unter Raumtemperatur eine ausreichende Sicherheit gemäss den gültigen Normen aufweisen. Ein Nachweis der Tragsicherheit unter Brandeinwirkung und/oder der Brandabschnittsbildung kann folgendermassen erfolgen: a) Geprüfte und zugelassene Bauteile Verwendung zugelassener Produkte beziehungsweise Bauteile gemäss Schweizerischem Brandschutzregister [2] b) Genormte Bauteile Verwendung genormter und aus Erfahrung brandschutztechnisch bewährter Bauteile gemäss • vorliegender Publikation sowie den Anhängen mit werkstoffoptimierten Bauteilen • Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Brandmauern – Konstruktion REI 90› [8] • Lignum-Merkblatt ‹Bemessung von HolzBeton-Verbunddecken bis 60 Minuten Feuerwiderstand› [14] • SIA/Lignum Dokumentation 83, Brandschutz im Holzbau [3] und in Absprache mit der Brandschutzbehörde gemäss

• DIN 4102 Teil 4 [16] und Teil 22 [17], Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen • Holz-Brandschutz-Handbuch [18] c) Rechnerischer Nachweis Rechnerischer Nachweis anhand der anerkannten Berechnungsverfahren in • Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Feuerwiderstandsbemessung – Bauteile und Verbindungen› [5] • Norm SIA 265, Holzbau [11] • SIA/Lignum Dokumentation 83, Brandschutz im Holzbau [3] • SN EN 1995-1-2, Eurocode 5, Holzbauten: Tragwerksbemessung für den Brandfall [13] d) Objektbezogene Konzepte Beurteilung im Rahmen von objektbezogenen Konzepten mit Zustimmung der Brandschutzbehörde auf der Grundlage von parametrisierten Temperaturverläufen (Naturbrände). Beurteilungskriterium bildet das Erfüllen der Schutzziele (z.B. Nichteinsturz des Tragwerks und/oder Gewährleistung der Brandabschnittsbildung) während einer bestimmten Zeitdauer bei Einwirkung eines parametrisierten Brandes. Wird der geforderte Feuerwiderstand unter Beanspruchung durch Naturbrand nachgewiesen, sind vorgängig die erforderlichen Parameter mit der Brandschutzbehörde festzulegen.


10

1.6

Ausführungsbestimmungen

1.6.1

Grundlegende Bestimmungen

• Die in den Tabellen angegebenen Dimensionen sind Mindestmasse bezüglich des Feuerwiderstands. Sie ersetzen keine anderen Nachweise, beispielsweise der Tragsicherheit bei Raumtemperatur, der Gebrauchstauglichkeit, des Schall-, Wärme- und Feuchteschutzes usw. Aus konstruktiven Überlegungen sind vielfach grössere Schichtdicken oder weitere Schichten, Verbindungen oder Verbindungsteile erforderlich. • Beim Tragwerksentwurf ist zu berücksichtigen, dass brandschutztechnisch wirksame Beplankungen und Bekleidungen mit Brandschutzfunktion während der Brandeinwirkung ihre statische Wirksamkeit verlieren können. • Verbindungen und Verbindungsmittel müssen den gleichen Feuerwiderstand aufweisen, der für das Bauteil gefordert ist. Der Nachweis ist gemäss der Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Feuerwiderstandsbemessung – Bauteile und Verbindungen› [5], der Norm SIA 265 [11] oder der SIA/Lignum Dokumentation 83 [3] zu führen. • Die Anforderungen an die Bauteiloberflächen und Schichtaufbauten der Bauteile, wie sie aus der Brandschutzrichtlinie ‹Verwendung brennbarer Baustoffe› hervorgehen, sind zusätzlich zu beachten (siehe Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Bauten in Holz – Brandschutzanforderungen› [4]) • Die Angaben der Produkthersteller sind zu berücksichtigen.

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Folgende Modifikationen an den Bauteilen der Tabellen in den Kapiteln 2 bis 4 sind erlaubt: • Stärker dimensionieren. • Hinzufügen von Schichten (Bekleidungen, Lattenrost, Trennschichten usw.). Diese müssen mindestens BKZ 4.2, im Falle von Folien (Dämmschutzschicht, Dampfbremse, etc.) mindestens BKZ 4.1 aufweisen. • Zusätzlicher Einbau von nicht brennbarer Dämmung (mindestens BKZ 6q.3). • Zusätzlicher Einbau von brennbarer Dämmung (mindestens BKZ 4.2). Bei Gebäuden mit vier und mehr Geschossen, bei brandabschnittsbildenden Treppenhauswänden und bei Bauteilen mit einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten ist der Einsatz von brennbarer Dämmung eingeschränkt (siehe Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Bauten in Holz – Brandschutzanforderungen› [4]). • Einsatz von ‹HWS vergütet› anstelle HWS. Die in den Tabellen für HWS angegebenen Mindestdicken dürfen dabei um 10 % reduziert werden. • Zwei- oder mehrschichtige Ausführung anstelle einschichtiger bei Massivholzschalungen, Dreischicht-Massivholzplatten und Holzwerkstoffen unter Berücksichtigung der Voraussetzungen in Abbildung 161-1 und der Tragrichtung unter statischer Beanspruchung (in Wandkonstruktionen und bei Bekleidungen mit Brandschutzfunktion ist die erforderliche Schichtdicke um 10 % zu erhöhen). Die massgebende Dicke von profilierten oder gefasten Holz- und Holzwerkstoffquerschnitten richtet sich nach Tabelle 161-2.

161-1

161-1

Zweischichtige Ausführung von MHS, 3S-Platten und HWS

d

• Bei 3S-Platten und HWS: Schichten mit einem Schraubenabstand ≤ 500 mm miteinander verschraubt • Gleichgerichtete Fugen mindestens 60 mm versetzt • Fugenausbildung gemäss Ausführungsbestimmungen, Abb. 163-1 bis 163-3

d1 d2

≥ 60 mm

in Decken: d = erforderliche Schichtdicke d1, d2 ≥ 15 mm in Wänden und bei Bekleidungen mit Brandschutzfunktion: d = erforderliche Schichtdicke . 1,1 d1, d2 ≥ 20 mm


11

161-2

Massgebende Dicke bei Holz und Holzwerkstoffen 1 Massivholz 2 Holzwerkstoffe

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

161-2

1

2 d

d

d

d Fase ≤ 2 mm

Fase ≤ 2 mm

d

d = erforderliche Schichtdicke

d = erforderliche Schichtdicke

Bei Querschnitten aus Massivholz, Leimholz, Brettschichtholz, Brettstapeln, Drei- und MehrschichtMassivholzplatten (inklusive Sperrholz) müssen Fasen bis 2 mm Tiefe nicht berücksichtigt werden. Bei anderen Profilierungen wird die verbleibende Dicke massgebend.

Bei Querschnitten aus Holzwerkstoffen (Span- und Faserplatten) müssen Fasen bis 2 mm Tiefe nicht berücksichtigt werden. Andere Profilierungen sind nicht erlaubt.

1.6.2

Baustoffe

Holz und Holzwerkstoffe müssen der Norm SIA 265, Holzbau [11], entsprechen. Zusätzlich gelten die Definitionen und Anforderungen gemäss Tabelle 162-2. 162-1

Definitionen und Anforderungen an Baustoffe

162-1

Holz und Holzwerkstoffe Vollholz Festigkeitsklasse mindestens C24 Leimholz Zweifach-, dreifach- oder kreuzverleimtes Konstruktionsholz; Gesamtquerschnitt rechteckig; Festigkeitsklasse mindestens C24 Brettstapel Festigkeitsklasse mindestens C24 BSH Brettschichtholz; Festigkeitsklasse mindestens GL24k MHS Massivholzschalung, Nut und Kamm oder Nut und Feder; Holzarten: Fichte, Tanne, Föhre, Lärche, Douglas, Buche, Eiche; keine Ausfalläste; Rohdichte ρ ≥ 450 kg/m3 bei 12 % Holzfeuchte 3S-Platte Dreischicht-Massivholzplatten; Holzarten: Fichte, Tanne, Föhre, Lärche, Douglas; Schichtaufbau: gleichmässig, kreuzweise, symmetrisch; Rohdichte ρ ≥ 450 kg/m3 bei 12 % Holzfeuchte MehrschichtHolzarten: Fichte, Tanne, Föhre, Lärche, Douglas; ρ ≥ 450 kg/m3 bei 12 % Holzfeuchte Massivholzplatte HWS Holzwerkstoffe, ausgenommen Massivholzplatten; Rohdichte ρ ≥ 580 kg/m3; mindestens BKZ 4.2 OSB OSB-Platten Typ OSB/3 oder OSB/4 nach den Normen EN 300 und EN 13986 HWS vergütet Holzwerkstoffe, ausgenommen Massivholzplatten; Rohdichte ρ ≥ 580 kg/m3; mindestens BKZ 5.2 Mineralisch gebundene Werkstoffe GK Gipskartonplatten Typ A, D, E, F, H, I, R nach Norm EN 520 GF Gipsfaserplatten homogen mit Europäischer Technischer Zulassung (ETA); Rohdichte ρ ≥ 800 kg/m3; mindestens BKZ 6q.3. Unterlagsboden Zementmörtel; Kalziumsulfat-Mörtel (Anhydrit-Mörtel); Kalziumsulfat-Fliessmörtel (Anhydrit-Fliessmörtel); Gipsmörtel; Asphalt Dämmstoffe Holzfaser Mineralwolle

Holzfaserplatten nach EN 13171; Rohdichte ρ ≥ 130 kg/m3; mindestens BKZ 4.2 Mineralfaserplatten nach EN 13162; mindestens BKZ 6q.3; Ermittlung Schmelzpunkt nach DIN 4102 Teil 17


12

Der Einsatz von Baustoffen, die von diesen Baustoffdefinitionen und den in den folgenden Tabellen geforderten Eigenschaften abweichen (beispielsweise hinsichtlich Festigkeitsklasse oder Rohdichte) ist in Bauteilen mit Feuerwiderstandanforderungen möglich, sofern ihre brandschutztechnische Leistungsfähigkeit erwiesen ist. Entsprechende Bauteile können den Anhängen werkstoffoptimierter Bauteile zur vorliegenden Publikation entnommen werden.

1.6.3

Unterkonstruktion, Befestigung, Fugenausbildung

Unterkonstruktion, Befestigung und Fugenausbildung von flächigen Werkstoffen müssen den Anforderungen in Tabelle 163-1 entsprechen.

163-1

Unterkonstruktion, Befestigung und Fugenausbildung für flächige Werkstoffe

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Bei Dreischicht-Massivholzplatten und Holzwerkstoffen hängt die Fugenausbildung von der Einbausituation ab. Welcher Fugentyp in welcher Einbausituation anwendbar ist, kann Abbildung 163-2 entnommen werden; die verschiedenen Fugentypen sind in Abbildung 163-3 beschrieben. Für Bekleidungen mit Brandschutzfunktion gelten besondere, in Kapitel 3.5 beschriebene Bestimmungen. Wie Abbildung 163-2 zeigt, müssen ‹fliegende› Stösse in Wandkonstruktionen zwingend hinterlegt werden (Typ 1 gemäss Abb. 163-3). In allen anderen Fällen sind die Fugentypen 1, 2 und 3 (hinterlegter Stoss, Nut und Kamm/Feder, Doppel-Nut und Kamm/Doppelfeder) anwendbar. Stumpfe Stösse (Typ 4) sind nur direkt auf Ständern und Balken erlaubt.

163-1

Baustoff MHS

Unterkonstruktion Achsmass max. 700 mm

3S-Platte

Achsmass max. 700 mm

HWS HWS vergütet

Achsmass max. 700 mm

Befestigung Nach den Regeln der Baukunde Nach den Regeln der Baukunde

Nach den Regeln der Baukunde

Fugenausbildung Nut und Kamm oder Feder-Verbindung nach den Regeln der Baukunde. Profilierungen/Fasen zulässig gemäss Abb. 161-2. Gemäss Abb. 163-2; bei Bekleidungen mit Brandschutzfunktion gemäss den Angaben in Kap. 3.5. Wenn mehrere Lagen übereinander (auch in Kombination mit anderen Werkstoffen): Gleichlaufende Stösse wie in Abb. 161-1 gezeigt um 60 mm versetzt. Profilierungen/Fasen zulässig gemäss Abb. 161-2. Gemäss Abb. 163-2; bei Bekleidungen mit Brandschutzfunktion gemäss den Angaben in Kap. 3.5. Wenn mehrere Lagen übereinander (auch in Kombination mit anderen Werkstoffen): Gleichlaufende Stösse wie in Abb. 161-1 gezeigt um 60 mm versetzt. Profilierungen/Fasen zulässig gemäss Abb. 161-2. Verspachtelt oder gemäss Herstellerangaben

GK Nach den Regeln der Baukunde GF Holzfaserdämmung Bei flächiger Verlegung: Platten satt aneinander gestossen. Zwischen Lattenrost, Balkenlage, Rippen oder Ständer: satt eingepasst, durch Lattung oder Beplankung gesichert. Mineralwolle Bei flächiger Verlegung: Platten satt aneinander gestossen. Zwischen Lattenrost: satt eingepasst, durch Lattung oder Beplankung gesichert. Zwischen Balkenlage, Rippen oder Ständer: mit 10 mm Übermass eingepresst. Keine Kreuzoder T-Stösse. Durch Lattung oder Beplankung gesichert.


13

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

163-2

Beplankungen auf linearen Elementen (Ständer, Balken, Lattung)

Beplankungen auf vollflächiger Unterlage (Vollquerschnitt oder weitere Beplankung)

In Wand

In Decke

Direkt auf Ständer oder Latte Über freiem Feld

Direkt auf Balken oder Latte

Über freiem Feld

Anwendbare Fugentypen: Typ 1: hinterlegt Typ 2: Doppel-Nut und Kamm/Doppelfeder Typ 3: Nut und Kamm/Feder Typ 4: stumpf

Anwendbare Fugentypen: Typ 1: hinterlegt

Anwendbare Fugentypen: Typ 1: hinterlegt Typ 2: Doppel-Nut und Kamm/Doppelfeder Typ 3: Nut und Kamm/Feder Typ 4: stumpf

Anwendbare Fugentypen: Typ 1: hinterlegt Typ 2: Doppel-Nut und Kamm/Doppelfeder Typ 3: Nut und Kamm/Feder

Anwendbare Fugentypen: Typ 1: hinterlegt Typ 2: Doppel-Nut und Kamm/Doppelfeder Typ 3: Nut und Kamm/Feder

(Beschrieb der Fugentypen in Abb. 163-3)

(Beschrieb der Fugentypen in Abb. 163-3)

(Beschrieb der Fugentypen in Abb. 163-3)

(Beschrieb der Fugentypen in Abb. 163-3)

(Beschrieb der Fugentypen in Abb. 163-3)

163-2

Anwendbare Fugentypen für 3S-Platten und HWS in Abhängigkeit der Einbausituation. Für Bekleidungen mit Brandschutzfunktion gelten die Bestimmungen in Kapitel 3.5.


14

163-3

Fugentypen für MHS, 3S-Platten, HWS (Einsatz gemäss Abb. 163-2)

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

163-3

Typ 1: hinterlegt (verschraubt mit einem Schraubenabstand von max. 150 mm)

≥d

d

d

≥d

≥d

≥d

≥d

≥d

Typ 2: Doppel-Nut und Kamm/Doppelfeder ≤ 2 mm

≤ 2 mm

≥ 8 mm

≥ 8 mm ≥ 12 mm ≥ 8 mm

≥ 12 mm ≥ 8 mm

d ≥ 48 mm

≥ 12 mm

≥ 12 mm

≥ 8 mm

≥ 8 mm

≥ 12 mm

d ≥ 48 mm

≥ 12 mm

Typ 3: Nut und Kamm/Feder ≤ 2 mm

≤ 2 mm

ca. d/3

ca. d/3 ca. d/3

ca. d/3

d ≤ 50 mm

ca. d/3

ca. d/3

≥ d/3 ≥ d/3

≥ d/3

Typ 4: Stumpf ≤ 2 mm

d

d = erforderliche Schichtdicke

d ≤ 50 mm


15

1.6.4

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Installationen, Einbauten

Leitungen in brandabschnittsbildenden Bauteilen Grundsätzlich sind Leitungen und Installationen so zu planen, dass sie nicht in brandabschnittsbildenden Bauteilen, sondern in Schächten, Installationskanälen oder Vorwandkonstruktionen geführt werden. Einzelne Leitungen dürfen innerhalb von brandabschnittsbildenden Bauteilen geführt werden, sofern ihr Durchmesser weniger als 30 mm beträgt. Beträgt der Durchmesser mehr als 30 mm, müssen die betroffenen Hohlräume mit Mineralwolle, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C, ρ ≥ 26 kg/m3, gefüllt werden. In allen Fällen sind die Vorgaben des Schweizerischen Elektrotechnischen Vereins SEV [19] einzuhalten. Durchdringungen von Beplankungen brandabschnittsbildender Bauteile Durchdringungen von brandschutztechnisch wirksamen Schichten sind erlaubt, sofern sie weniger als 30 mm Durchmesser aufweisen, Restöffnungen mit Gips ausgespachtelt und dahinter liegende Hohlräume mit Mineralwolle, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C, ρ ≥ 26 kg/m3, gefüllt sind. Sind die Durchdringungen von grösserem Durchmesser und/oder in grosser Anzahl vorhanden, müssen diese abgeschottet werden.

Einbau von Hohlwanddosen in brandabschnittsbildende Bauteile Der Einbau von Hohlwanddosen ist unter Einhaltung der folgenden Bedingungen zulässig: 1. Hohlwanddosen dürfen nicht unmittelbar gegenüberliegend angeordnet werden. 2. Hohlwanddosen müssen durch eine der folgenden Massnahmen ummantelt werden (Abb. 164-1): Variante a) Gipsmörtel-Ummantelung, mindestens 30 mm dick Variante b) Kasten aus demselben Material und mit derselben Wandstärke wie für die Beplankung gefordert Variante c) Hohlraumfreie Ummantelung mit Mineralwolle, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C, ρ ≥ 26 kg/m3, gegen Verschieben gesichert. Die Mineralwolle muss die Hohlwanddose in allen Richtungen der Bauteilebene mindestens 150 mm umgeben; der Abstand von der Hohlwanddose zur gegenüberliegenden Beplankung muss mindestens 50 mm betragen. Hohlwanddosen dürfen näher an linearen Elementen eingebaut werden, wenn diese entweder nicht tragend sind oder im Bereich der MineralwolleUmmantelung mit demselben Material und in derselben Dicke wie für die Beplankung gefordert geschützt sind. Weitere Angaben zur Planung und Ausführung der Haustechnik können der Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Haustechnik – Installationen und Abschottungen› [7] entnommen werden.

164-1

Ummantelung von Hohlwanddosen

164-1

Variante a) Gipsmörtel-Ummantelung

Variante b) Kasten-Ummantelung

Variante c) Hohlraumfreie Ummantelung mit Mineralwolle 1)

≥ 150 mm d2) d Hohlwanddose

Hohlwanddose

Hohlwanddose

Hohlwanddose ≥ 150 mm

≥ 150 mm

d

d

d

d = erforderliche Schichtdicke 1) Schmelzpunkt ≥ 1000 °C, Rohdichte ≥ 26 kg/m3, gegen Verschieben/Herausfallen gesichert 2) Keine Anforderung bei nicht tragenden Bauteilen

≥ 50 mm

d

≥ 50 mm


16

1.7 170-1

Schematische Darstellung der Risikosituationen im Anschlussbereich

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Anschlüsse brandabschnittsbildender Bauteile

170-1

1

2

3

1

4

Die Anschlussbereiche brandabschnittsbildender Bauteile müssen dieselbe Feuerwiderstandsdauer (Abb. 170-1, Situationen 2, 3 und 4) aufweisen wie die an sie angrenzenden Bauteile (Situation 1). Es muss gewährleistet werden, dass Tragkonstruktion und Beplankungen nicht durch Abbrand von innen, der durch Schwachstellen im Anschlussbereich verursacht werden kann, geschwächt werden (Situation 3). Im Anschlussbereich vorhandene Längsfugen, die insbesondere bei Elementbauten, Kasten- und Massivholzsystemen sowie bei Brettstapeln auftreten (Situation 4), sind entweder durch Massnahmen an der Stirnseite (Dämmstreifen aus Mineralwolle, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C, ρ ≥ 26 kg/m3, Abdeckbrett oder ähnliches) oder durch Massnahmen in den Fugen selbst (Dichtungen) abzudichten. Allgemein gilt für die Ausführung von Anschlüssen brandabschnittsbildender Holzbauteile: • Durchgehende Fugen sind zu vermeiden. • Beplankungen sind in den Eckbereichen passgenau an das benachbarte Bauteil zu führen. • Bei mehrschichtigen Beplankungen sind die Stösse auch in den Eckbereichen zu versetzen. • Wände müssen kraftschlüssig an benachbarte Bauteile angeschlossen werden. • Bei Deckenanschlüssen an Wände ist zu gewährleisten, dass die Auflager auch nach der geforderten Feuerwiderstandsdauer ihre statische Funktion erfüllen. • Hohlräume im Anschlussbereich sind mit Mineralwolle, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C, ρ ≥ 26 kg/m3, zu füllen. • Dem Schwind- und Quellverhalten von Holzbauteilen ist Rechnung zu tragen. Detaillierte Angaben und Konstruktionsvorschläge für Anschlusssituationen bei Bauteilen mit einer Feuerwiderstandsdauer von 30 oder 60 Minuten können der SIA/Lignum Dokumentation 83, Brandschutz im Holzbau [3] und der Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Bauteile in Holz – Anschlüsse bei Bauteilen mit Feuerwiderstand› [6] entnommen werden.


17

2

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Bauteile mit Mindestkantenabmessung Bauteile mit der Bezeichnung ‹Mindestkantenabmessung› kommen dort zum Einsatz, wo die Brandschutzvorschriften ein ‹ausreichend dimensioniertes› Tragwerk verlangen. Gemäss Praxiserfahrung weist eine nach den Regeln der Baukunde erstellte Holztragkonstruktion einen nicht genau definierten Feuerwiderstand von etwa 12 bis 15 Minuten auf. Damit sind Holzkonstruktionen ohne brandschutztechnische Bemessung und Massnahmen (keine Anforderung) bezüglich des Feuerwiderstands mit nicht brennbaren Stahlkonstruktionen ohne Brandschutzmassnahmen vergleichbar. Bei Holzkonstruktionen mit minimalen Kantenabmessungen von 100 mm oder bei ausreichend dimensionierten Verbundquerschnitten, wie sie nachfolgend beschrieben sind, kann von einem höheren Feuerwiderstand ausgegangen werden. Bei Bauteilen mit Mindestkantenabmessung wird die Tragkonstruktion ohne die Verbindungen und die Anschlüsse beurteilt. Sie übernehmen somit tragende, aber nicht brandabschnittsbildende Funktion.

Bezüglich des Feuerwiderstands liegen Bauteile mit Mindestkantenabmessung also zwischen Bauteilen ohne Brandschutzmassnahmen (keine Anforderung) und Bauteilen der Feuerwiderstandsklasse R 30. Mit der in diesem Kapitel beschriebenen Konstruktionsart wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Holztragwerke mit ausreichenden Kantenabmessungen auch ohne eigentliche Brandschutzbemessung ein gutes Brandverhalten aufweisen. Zudem erfolgt eine Abgrenzung zu Tragwerken, deren Konstruktionsteile Abmessungen von lediglich 40 mm oder weniger aufweisen. Bauteile mit Mindestkantenabmessung sind für Raumtemperatur bemessene Tragwerke. Eine Bemessung für die aussergewöhnliche Einwirkung Brand ist nicht erforderlich. Ausser den nachfolgend aufgeführten Anforderungen an die Kantenabmessungen und Schichtdicken sind an die Ausführung keine Anforderungen gestellt.

200-1 1

h

b

2

3

4

d

d

d

h

h

h

d b

b

b

5

6

7

h

h

h

d

d

Statisch wirksamer Verbund 1 Träger, Einzelquerschnitt von Tragwerken; b, h ≥ 100 mm 2 Balkenlage mit Bodenbelag; Träger b, h ≥ 100 mm, Tragschicht d ≥ 20 mm 3 Rippendecke mit statisch wirksamem Verbund zwischen Rippe und Beplankung; Rippe b ≥ 80 mm, h ≥ 100 mm, Tragschicht d ≥ 20 mm

200-1

Träger und Decken mit Mindestkantenabmessung

4 Hohlkastendecke mit statisch wirksamem Verbund zwischen Rippe und Beplankungen; Rippe b ≥ 60 mm, h ≥ 100 mm, Beplankungen d ≥ 20 mm 5 Massivholzdecke; h der Bemessung für Raumtemperatur entsprechend 6 Massivholzdecke; h der Bemessung für Raumtemperatur entsprechend 7 Deckensystem mit Hohlräumen, Decklagen mit Stegteilen verleimt, aus Massivholz oder Holzwerkstoffen; h der Bemessung für Raumtemperatur entsprechend, d ≥ 20 mm


18

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

200-2 1

h

b

3

2 h

b

6

b

h

7 d

200-2

b

d

h

d

h

b

d

h

d

8 d

Statisch wirksamer Verbund 1 Stütze; b, h ≥ 100 mm 2 Wandkonstruktion mit Beplankung; b, h ≥ 100 mm 3 Wandkonstruktion einseitig beplankt, mit statisch wirksamem Verbund zwischen Ständer und Beplankung; b ≥ 80 mm, h ≥ 100 mm, d ≥ 15 mm 4 Wandkonstruktion einseitig beplankt, mit statisch wirksamem Verbund zwischen Ständer und Beplankung, Gefache ausgefüllt mit Wärmedämmung; b ≥ 60 mm, h ≥ 100 mm, d ≥ 10 mm

Stützen und Wände mit Mindestkantenabmessung

5

4 d

d

5 Wandkonstruktion zweiseitig beplankt, mit statisch wirksamem Verbund zwischen Ständer und Beplankungen; b ≥ 60 mm, h ≥ 100 mm, d ≥ 10 mm 6 Ein- oder mehrschichtiges Wandsystem aus Massivholz oder Holzwerkstoffen; d ≥ 70 mm 1) 7 Ein- oder mehrschichtiges Wandsystem aus Massivholz oder Holzwerkstoffen; d ≥ 70 mm 1) 8 Wandsystem mit Hohlräumen, Decklagen mit Stegteilen verleimt, aus Massivholz oder Holzwerkstoffen; d ≥ 15 mm, h ≥ 50 mm 1) 1) Wände mit einer Breite ≤ 500 mm müssen als Stützen betrachtet werden; b und h ≥ 100 mm


19

3

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Bauteile mit einer Feuerwiderstandsdauer von 30 und 60 Minuten 3.1

Allgemeines

Die in diesem Kapitel gezeigten Bauteile haben den Status von genormten Bauteilen und basieren, wo nicht anders erwähnt, auf rechnerischen Beurteilungen, die im Grundsatz nach SN EN 1995-1-2, Eurocode 5 [13] geführt wurden. Die in Kapitel 1.6 aufgeführten Ausführungsbestimmungen müssen zwingend befolgt werden, damit der angegebene Feuerwiderstand gewährleistet ist. Für die Aufbauten sind Produkte einzusetzen, welche die in Kapitel 1.6.2, Baustoffe definierten Eigenschaften aufweisen. Von Lieferanten können Aufbauten angeboten werden, die auf ihre geprüften und qualitätsgesicherten Produkte abgestimmt sind und die in Schichtaufbau und Schichtstärken gegenüber den vorliegenden Bauteilen optimiert sind. Entsprechende Bauteilkataloge sind als Anhänge zur vorliegenden Publikation verfügbar. Nähere Informationen zu den Katalogen werkstoffoptimierter Bauteile sind auf Seite 62 zu finden. Für die gezeigten Aufbauten gelten die Ausführungsbestimmungen des Kapitels 1.6. Kommen geprüfte und zugelassene Bauteile oder genormte Bauteile aus anderen Publikationen zur Anwendung,

gelten die in den jeweiligen Werken beschriebenen Ausführungsbestimmungen. Bei geprüften und zugelassenen Bauteilen nach dem Schweizerischen Brandschutzregister [2] beispielsweise sind die Angaben der Zulassungsinhaber massgebend. Alternativ zur Verwendung von Bauteilen aus diesem Kapitel kann der Feuerwiderstand von Holzbauteilen rechnerisch nachgewiesen werden (siehe Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Feuerwiderstandsbemessung – Bauteile und Verbindungen› [5]), oder der Feuerwiderstand kann durch die Verwendung von Bekleidungen mit Brandschutzfunktion erbracht werden (Kap. 1.4 und 3.5). Dies ist beispielsweise angebracht, wenn die für die einzelnen Tabellen geltenden Voraussetzungen nicht gegeben sind (z.B. Balkenabstand oder Belastung bei Balkenlagen, Belastung bei Ständerkonstruktionen, Einsatz von Materialien, die nicht den Definitionen in Kap. 1.6.2, Baustoffe entsprechen etc.).


20

3.2

Decken

In diesem Kapitel sind Tabellen und Angaben zur Beurteilung des Feuerwiderstands der Deckensysteme, die in Abbildung 320-1 aufgeführt sind, zu finden.

320-1

Übersicht Deckensysteme

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Weitere Deckenaufbauten mit Feuerwiderstand, insbesondere produktbezogene Deckensysteme, können den Anhängen werkstoffoptimierter Bauteile zur vorliegenden Publikation entnommen werden. Anerkannte Berechnungsverfahren für den rechnerischen Nachweis des Feuerwiderstands von Holzbauteilen sind unter Kapitel 1.5, Punkt c) aufgeführt.

320-1

3.2.1

Balkendecken

ab Seite 21

3.2.2

Rippendecken

ab Seite 27

3.2.3

Hohlkastendecken

ab Seite 30

3.2.4

Brettstapeldecken

Seite 33

3.2.5

Massivholzdecken

ab Seite 34

3.2.6

Decken aus MehrschichtMassivholzplatten und Holzwerkstoffen

Seite 36

3.2.7

Holz-Beton-Verbunddecken

Seite 37


21

3.2.1

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Balkendecken

3.2.1.1 Balkendecken ohne brandschutztechnisch wirksamen Unterbau 321-1

Voraussetzungen • Balkenabstand (Achsmass) maximal 700 mm (massgebend für die Tragfähigkeit der Tragschicht) • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 (massgebend für die Tragfähigkeit der Tragschicht und der Balkenlage) • Dieses Kapitel bezieht sich nicht auf Rippendecken mit starrem Verbund zwischen Balken und Tragschicht. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3 4 5

h

b

Variante 1 Auflage MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF Unterlagsboden 2 Trittschalldämmung Holzfaser Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2) 3 Tragschicht MHS 3S-Platte HWS 4 Balkenlage Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

5 Untere Bekleidung MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF ■

1) 2) 3) 4)

REI 30 A

B

C

15 15 15 9,5 9,5 20

■ ■ ■ ■ ■

■ ■

D

22 7) 22 4) 7) 22 7)

REI 30 (nbb) E

Bekleidung EI 30 (nbb) 8)

■ ■ ■

30 6) 60 30

20 6) 30 15

50 3) 50 3) 4) 50 3)

40 40 4) 43

43 43 4) 43

26 26 4) 25

9)

120 x 200 oder 5)

120 x 200 oder 5)

120 x 200 oder 5)

120 x 200 oder 5)

9)

Bekleidung EI 30 (nbb) 8)

Nicht erforderlich Rohdichte ≥ 26 kg/m3 Rohdichte ≥ 50 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C Bei einschichtiger Ausführung Fugenausbildung Typ 2 gemäss Abb. 163-3 Deckschichten quer zur Balkenlage

321-1

Balkendecken REI 30 und REI 30 (nbb) ohne brandschutztechnisch wirksamen Unterbau

5) Bemessung für 30 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.1 6) In Bauten mit brennbaren Tragwerken und mit vier und mehr Geschossen müssen die Dämmschichten nicht brennbar sein.

7) Unter Beachtung der Tragrichtung auf mindestens zwei Balken aufliegend 8) Siehe Kap. 3.5 9) Bemessung für Raumtemperatur


22

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

321-2

Voraussetzungen • Balkenabstand (Achsmass) maximal 700 mm (massgebend für die Tragfähigkeit der Tragschicht) • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 (massgebend für die Tragfähigkeit der Tragschicht und der Balkenlage) • Dieses Kapitel bezieht sich nicht auf Rippendecken mit starrem Verbund zwischen Balken und Tragschicht. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3 4

h

b

Variante 1 Auflage MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF Unterlagsboden 2 Trittschalldämmung Holzfaser Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2) 3 Tragschicht MHS 3S-Platte HWS 4 Balkenlage Vollholz, Leimholz, BSH ■

1) 2) 3) 4)

REI 60 A

B

C

D

E

26 20 6) 20 6) 12,5 12,5 20

37 8) 26 4) 6) 8) 25 6) 8)

30 22 6) 22 6) 12,5 12,5 20

25 7) 50 25

15 7) 30 15

30 7) 60 30

98 3) 98 3) 4) 96 3)

67 67 4) 70

90 3) 90 3) 4) 88 3)

67 67 4) 70

50 50 4) 50

5)

5)

5)

5)

■ ■ ■ ■ ■

5)

Nicht erforderlich Rohdichte ≥ 26 kg/m3 Rohdichte ≥ 50 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C Bei einschichtiger Ausführung Fugenausbildung Typ 2 gemäss Abb. 163-3 Deckschichten quer zur Balkenlage

321-2

Balkendecken REI 60 ohne brandschutztechnisch wirksamen Unterbau

■ ■ ■ ■

5) Bemessung für 60 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.1 6) Fugen der Auflage gegenüber den Fugen der Tragschicht sinngemäss Abb. 161-1 um 60 mm versetzt

7) In Bauten mit brennbaren Tragwerken und mit vier und mehr Geschossen müssen die Dämmschichten nicht brennbar sein. 8) Unter Beachtung der Tragrichtung auf mindestens zwei Balken aufliegend


23

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

321-3

Voraussetzungen • Balkenabstand (Achsmass) maximal 700 mm (massgebend für die Tragfähigkeit der Tragschicht) • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 (massgebend für die Tragfähigkeit der Tragschicht und der Balkenlage) • Dieses Kapitel bezieht sich nicht auf Rippendecken mit starrem Verbund zwischen Balken und Tragschicht. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3 4 5

h

b

Variante

REI 60/EI 30 (nbb) A

B

C

D

1 Auflage Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

50 30

2 Trittschalldämmung Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2) 3 Tragschicht MHS 3S-Platte HWS 4 Balkenlage Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

5 Untere Bekleidung Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5 ■

3)

321-3

3)

3)

4)

40 40 5) 43

34 34 5) 37

40 40 5) 43

4)

4)

4)

160 x 220 oder 6)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Nicht erforderlich 1) Rohdichte ≥ 26 kg/m3 2) Rohdichte ≥ 50 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C

Balkendecken REI 60/EI 30 (nbb) ohne brandschutztechnisch wirksamen Unterbau

3) Nicht erforderlich; falls vorhanden, mindestens BKZ 6q.3 4) Bemessung für Raumtemperatur 5) Deckschichten quer zur Balkenlage

6) Bemessung für 30 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2


24

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

3.2.1.2 Balkendecken mit brandschutztechnisch wirksamem Unterbau 321-4

Voraussetzungen • Balkenabstand (Achsmass) maximal 700 mm (massgebend für die Tragfähigkeit der Tragschicht) • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 (massgebend für die Tragfähigkeit der Tragschicht und der Balkenlage) • Dieses Kapitel bezieht sich nicht auf Rippendecken mit starrem Verbund zwischen Balken und Tragschicht oder Hohlkastendecken mit starrem Verbund zwischen Balken und Tragschicht und unterer Beplankung. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3 4 5 6

h

b

Variante 1 Auflage MHS, 3S-Platte, HWS GK, GF Unterlagsboden 2 Trittschalldämmung Holzfaser Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2) 3 Tragschicht MHS 3S-Platte HWS 4 Balkenlage Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

5 Hohlraumdämmung Holzfaser Mineralwolle 3) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 4) 6 Untere Beplankung MHS, 3S-Platte, HWS GK, GF ■

1) 2) 3) 4) 5)

REI 30 A

B

C

D

E

19 12,5 20

19 12,5 20

19 12,5 20

20 9) 40 20

20 9) 40 20

40 40 5) 43

40 40 5) 43

24 24 5) 27

19 19 5) 20

19 19 5) 20

12)

120 x 150 oder 6)

60 x 100 oder 7)

100 x 130 oder 8)

120 x 140 oder 10)

60 x 100 oder 7)

12)

80

50 9) 100 50

15 9,5

15 9,5

19 12,5

16 9,5

Nicht erforderlich Rohdichte ≥ 26 kg/m3 Rohdichte ≥ 50 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C Rohdichte ≥ 15 kg/m3 Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C Deckschichten quer zur Balkenlage

321-4

Balkendecken REI 30 und REI 30 (nbb) mit brandschutztechnisch wirksamem Unterbau

6) 7) 8)

Bemessung für 22 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2 Bemessung für 22 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2 Bemessung für 15 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2

REI 30 (nbb) F

Bekleidung EI 30 (nbb) 11)

9)

80

15 9,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 11)

In Bauten mit brennbaren Tragwerken und mit vier und mehr Geschossen müssen die Dämmschichten nicht brennbar sein. 10) Bemessung für 20 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2 11) Siehe Kap. 3.5 12) Bemessung für Raumtemperatur


25

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

321-5

Voraussetzungen • Balkenabstand (Achsmass) maximal 700 mm (massgebend für die Tragfähigkeit der Tragschicht) • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 (massgebend für die Tragfähigkeit der Tragschicht und der Balkenlage) • Dieses Kapitel bezieht sich nicht auf Rippendecken mit starrem Verbund zwischen Balken und Tragschicht oder Hohlkastendecken mit starrem Verbund zwischen Balken und Tragschicht und unterer Beplankung. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3 4 5 6 7

h

b

REI 60 A

B

C

D

E

F

G

26 25 15 15 20

26 25 15 15 20

40 40 12,5 + 15 10 + 12,5 30

40 40 12,5 + 15 10 + 12,5 30

44 44 15 + 15 12,5 + 12,5 30

15 8) 30 15

15 8) 30 15

15 8) 30 15

67 67 5) 70

67 67 5) 70

45 45 5) 49

45 45 5) 49

27 27 5) 30

27 27 5) 30

25 25 6) 25

140 x 270 160 x 190 oder 6)

140 x 270 160 x 190 oder 6)

160 x 250 180 x 200 oder 7)

160 x 250 180 x 200 oder 7)

120 x 220 140 x 160 oder 9)

120 x 220 140 x 160 oder 9)

80 x 140 oder 10)

50 8) 100 50

50 8) 100 50

6 Untere Beplankung MHS, 3S-Platte, HWS GK, GF

30 15

14

25 15

12

36 18

19

22 12,5

7 Deckenbekleidung GK, GF

12,5

12,5

Variante 1 Auflage MHS 3S-Platte, HWS GK GK Typ F, GF Unterlagsboden 2 Trittschalldämmung Holzfaser Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2) 3 Tragschicht MHS 3S-Platte HWS 4 Balkenlage Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

5 Hohlraumdämmung Holzfaser Mineralwolle 3) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 4)

1) 2) 3) 4) 5)

Nicht erforderlich Rohdichte ≥ 26 kg/m3 Rohdichte ≥ 50 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C Rohdichte ≥ 15 kg/m3 Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C Deckschichten quer zur Balkenlage

12,5 6) 7) 8)

Bemessung für 34 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2 Bemessung für 38 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2 In Bauten mit brennbaren Tragwerken und mit vier und mehr Geschossen müssen die Dämmschichten nicht brennbar sein.

321-5

Balkendecken REI 60 mit brandschutztechnisch wirksamem Unterbau

9)

140

Bemessung für 26 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2 10) Bemessung für 42 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2


26

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

321-6

Voraussetzungen • Balkenabstand (Achsmass) maximal 700 mm (massgebend für die Tragfähigkeit der Tragschicht) • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 (massgebend für die Tragfähigkeit der Tragschicht und der Balkenlage) • Dieses Kapitel bezieht sich nicht auf Rippendecken mit starrem Verbund zwischen Balken und Tragschicht oder Hohlkastendecken mit starrem Verbund zwischen Balken und Tragschicht und unterer Beplankung. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3 4 5 6

h

b

Variante

REI 60/EI 30 (nbb) A B

C

D

E

F

1 Auflage Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

50 30

2 Trittschalldämmung Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2) 3 Tragschicht MHS 3S-Platte HWS 4 Balkenlage Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

4)

4)

4)

50 30

40 40 8) 43

34 34 8) 37

40 40 8) 43

34 34 8) 37

5)

60 x 120 oder 6)

5)

5)

60 x 120 oder 6)

60 x 120 oder 6)

120 7)

120 7)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

6 Untere Beplankung Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

4)

Nicht erforderlich 1) Rohdichte ≥ 26 kg/m3 2) Rohdichte ≥ 50 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C 3) Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C

321-6

5)

Balkendecken REI 60/EI 30 (nbb) mit brandschutztechnisch wirksamem Unterbau

4)

5)

5 Hohlraumdämmung Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 3)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

120 7)

4)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

4)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

4) Nicht erforderlich; falls vorhanden, mindestens BKZ 6q.3 5) Bemessung für Raumtemperatur 6) Bemessung für 30 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2

7) Mindestens 120 mm, ganzer Hohlraum ausgefüllt 8) Deckschichten quer zur Balkenlage


Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

27

3.2.2

Rippendecken

322-1

Voraussetzungen • Rippenabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 • Starrer Verbund zwischen Rippen und Tragschicht, nicht aber zwischen Rippen und unterer Beplankung • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3 4 5 6 7

h

b

Variante 1 Auflage MHS 3S-Platte HWS GK, GF Unterlagsboden 2 Trittschalldämmung Holzfaser Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2)

REI 30 A

B

C

D

E

F

G

H

J

K

26 26 25 15 20

20 20 20 12,5 20

26 26 25 15 20

20 20 20 12,5 20

26 26 25 15 20

20 20 20 12,5 20

Bekleidung EI 30 (nbb) 6)

26 26 25 15 20

30 5) 50 30

30 5) 50 30

30 5) 50 30

60…80 4)

60…80 4)

60…80 4)

27…57 4)

27…57 4)

27…57 4)

27…57 4)

27…57 4)

27…57 4)

27…57 4)

7)

21

21

21

21

21

21

21

55 x 120

55 x 120

55 x 120

60 x 340

60 x 340

55 x 120

55 x 120

REI 30 (nbb) L

3 Tragschicht (statisch wirksam) 3S-Platte OSB

4 Rippe Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

5 Hohlraumdämmung Holzfaser Mineralwolle Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 3) 6 Untere Beplankung MHS 3S-Platte HWS GK, GF 7 Deckenbekleidung GK GK Typ F, GF

55 x 160

55 x 160

55 x 160

80 x 150

80 x 150

80 x 150

80 x 230

80 x 230

100 x 140

100 x 140

100 x 140

100 x 190

100 x 190

120 x 170

120 x 170

7)

100

100

100

31 31 30 18

14 14 14

15 15 15 9,5

31 31 30 18

14 14 14

14 14 14

27 27 27 15

27 27 27 15

15 15 15 9,5

15 15 15 9,5

12,5 12,5

12,5 12,5

12,5 12,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 6)

Nicht erforderlich 1) Rohdichte ≥ 26 kg/m3 2) Rohdichte ≥ 50 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C 3) Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C

322-1

Rippendecken REI 30 und REI 30 (nbb)

4) Andere (auch grössere) Schichtdicken nur mit rechnerischem Nachweis. Anerkannte Berechnungsverfahren unter 1.5 c) 5) In Bauten mit brennbaren Tragwerken und mit vier und mehr Geschossen müssen die Dämmschichten nicht brennbar sein.

6) Siehe Kap. 3.5 7) Bemessung für Raumtemperatur


28

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

322-2

Voraussetzungen • Rippenabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 • Starrer Verbund zwischen Rippen und Tragschicht, nicht aber zwischen Rippen und unterer Beplankung • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3 4 5 6 7

h

b

Variante

REI 60 A

B

C

D

E

F

G

H

J

K

L

M

1 Auflage MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF Unterlagsboden

32 32 31 18 18 20

27 27 26 15 15 20

32 32 31 18 18 20

27 27 26 15 15 20

32 32 31 18 18 20

27 27 26 15 15 20

53 53 52 18 + 18

47 47 46 15 + 15

53 53 52 18 + 18

47 47 46 15 + 15

53 53 52 18 + 18

47 47 46 15 + 15

30 5) 50 30

30 5) 50 30

30 5) 50 30

2 Trittschalldämmung Holzfaser Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2)

■ ■

■ ■

■ ■

15 + 12,5

12,5 + 12,5 15 + 12,5

12,5 + 12,5 15 + 12,5

12,5 + 12,5

30

30

30

30

30

30

30 5) 50 30

30 5) 50 30

30 5) 50 30

■ ■

■ ■

■ ■

3 Tragschicht (statisch wirksam) 3S-Platte 60…804) 60…804) 60…804) 60…804) 60…804) 60…804) 27…574) 27…574) 27…574) 27…574) 27…574) 27…574) OSB 21 21 21 21 21 21 4 Rippe Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

5 Hohlraumdämmung Holzfaser Mineralwolle Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 3) 6 Untere Beplankung MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF 7 Deckenbekleidung GK, GF ■

140 x 320

140 x 320

140 x 320

140 x 320

120 x 310

120 x 310

120 x 310

120 x 310

60 x 140

60 x 140

160 x 280

160 x 280

160 x 280

160 x 280

140 x 250

140 x 250

140 x 250

140 x 250

80 x 130

80 x 130

180 x 260

180 x 260

180 x 260

180 x 260

160 x 220

160 x 220

160 x 220

160 x 220

200 x 240

200 x 240

200 x 240

200 x 240

120

120

53 53 52 18 + 18

53 27 53 27 52 27 18 + 18

27 27 27

26 26 25 15 15

26 26 25 15 15

53 53 52 18 + 18

53 27 53 27 52 27 18 + 18

15 + 12,5 15 + 12,5

Nicht erforderlich 1) Rohdichte ≥ 26 kg/m3 2) Rohdichte ≥ 50 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C 3) Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C

322-2

Rippendecken REI 60

15

15

60 x 120

60 x 120

100 x 120

100 x 120

oder 6)

oder 6)

120

120

27 27 27

26 26 25 15 15

26 26 25 15 15

15

15 + 12,5 15 + 12,5

4) Andere (auch grössere) Schichtdicken nur mit rechnerischem Nachweis. Anerkannte Berechnungsverfahren unter 1.5 c) 5) In Bauten mit brennbaren Tragwerken und mit vier und mehr Geschossen müssen die Dämmschichten nicht brennbar sein.

15

6) Bemessung für 38 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2


29

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

322-3

Voraussetzungen • Rippenabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 • Starrer Verbund zwischen Rippen und Tragschicht, nicht aber zwischen Rippen und unterer Beplankung • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3 4 5 6

h

b

Variante

REI 60/EI 30 (nbb) A B

C

D

E

F

1 Auflage Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

4)

50 30

4)

50 30

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

2 Trittschalldämmung Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2)

3 Tragschicht (statisch wirksam) 3S-Platte OSB

5)

19 19

60

51

60

51

5)

60 x 130 80 x 120 oder 6)

55 x 200 100 x 180

55 x 200 100 x 180

60 x 200 100 x 180

60 x 200 100 x 180

120 7)

180 8)

180 8)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

4 Rippe Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

4)

5 Hohlraumdämmung Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 3)

6 Untere Beplankung Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

4)

Nicht erforderlich 1) Rohdichte ≥ 26 kg/m3 2) Rohdichte ≥ 50 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C 3) Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C

322-3

Rippendecken REI 60/EI 30 (nbb)

4)

4)

4)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

4) Nicht erforderlich; falls vorhanden, mindestens BKZ 6q.3 5) Bemessung für Raumtemperatur 6) Bemessung für 30 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2

7) Mindestens 120 mm, ganzer Hohlraum ausgefüllt 8) Mindestens 180 mm, ganzer Hohlraum ausgefüllt


30

3.2.3

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Hohlkastendecken

323-1

Voraussetzungen • Rippenabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 • Starrer Verbund zwischen Rippen und Tragschicht wie auch zwischen Rippen und unterer Beplankung • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3 4 5 6 7

h

b

Variante 1 Auflage MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF Unterlagsboden 2 Trittschalldämmung Holzfaser Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2)

REI 30 A

B

C

D

E

F

G

H

J

K

L

26 26 25 15 15 20

20 20 20 12,5 12,5 20

26 26 25 15 15 20

20 20 20 12,5 12,5 20

26 26 25 15 15 20

20 20 20 12,5 12,5 20

Bekleidung EI 30 (nbb) 7)

26 26 25 15 15 20

30 6) 50 30

30 6) 50 30

30 6) 50 30

■ ■

■ ■

3 Tragschicht (statisch wirksam) 3S-Platte 60…80 4) 60…80 4) 60…80 4) 60…80 4) 27…57 4) 27…57 4) 27…57 4) 27…57 4) 27…57 4) 27…57 4) 27…57 4) OSB 21 21 21 21 21 21 21 4 Rippe Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

55 x 210

120 x 310 55 x 140

55 x 220

55 x 190

100 x 320 100 x 320 55 x 130

55 x 130

55 x 220

55 x 220

60 x 190

140 x 270

60 x 200

60 x 170

120 x 260 120 x 260 60 x 120

60 x 120

60 x 200

60 x 200

160 x 240

80 x 160

80 x 120

140 x 230 140 x 230

80 x 160

80 x 160

180 x 220

100 x 120

160 x 200 160 x 200

100 x 120 100 x 120

80 x 120

oder 5)

5 Hohlraumdämmung Holzfaser Mineralwolle Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 3)

8)

8)

oder 5)

60

60

60

27 25

19 18

19 18

31 28

27 25

27 25

19 18

19 18

19 18

19 18

8)

12,5 12,5

12,5 12,5

12,5 12,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 7)

6 Untere Beplankung (statisch wirksam) 3S-Platte 31 OSB 28 7 Deckenbekleidung GK GK Typ F, GF

oder 5)

REI 30 (nbb) M

Nicht erforderlich 1) Rohdichte ≥ 26 kg/m3 2) Rohdichte ≥ 50 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C 3) Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C

323-1

Hohlkastendecken REI 30 und REI 30 (nbb)

4) Andere (auch grössere) Schichtdicken nur mit rechnerischem Nachweis. Anerkannte Berechnungsverfahren unter 1.5 c) 5) Bemessung für 15 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2

6) In Bauten mit brennbaren Tragwerken und mit vier und mehr Geschossen müssen die Dämmschichten nicht brennbar sein. 7) Siehe Kap. 3.5 8) Bemessung für Raumtemperatur


31

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

323-2

Voraussetzungen • Rippenabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 • Starrer Verbund zwischen Rippen und Tragschicht wie auch zwischen Rippen und unterer Beplankung • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3 4 5 6 7

h

b

Variante

REI 60 A

B

C

D

E

F

G

H

J

K

L

M

1 Auflage MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF Unterlagsboden

32 32 31 18 18 20

27 27 26 15 15 20

32 32 31 18 18 20

27 27 26 15 15 20

32 32 31 18 18 20

27 27 26 15 15 20

53 53 52 18 + 18

47 47 46 15 + 15

53 53 52 18 + 18

47 47 46 15 + 15

53 53 52 18 + 18

47 47 46 15 + 15

30 5) 50 30

30 5) 50 30

30 5) 50 30

2 Trittschalldämmung Holzfaser Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2)

■ ■

■ ■

■ ■

15 + 12,5 12,5+12,5 15 + 12,5 12,5+12,5 15 + 12,5 12,5+12,5

30

30

30

30

30

30

30 5) 50 30

30 5) 50 30

30 5) 50 30

■ ■

■ ■

■ ■

3 Tragschicht (statisch wirksam) 3S-Platte 60…80 4) 60…80 4) 60…80 4) 60…80 4) 60…80 4) 60…80 4) 27…57 4) 27…57 4) 27…57 4) 27…57 4) 27…57 4) 27…57 4) OSB 21 21 21 21 21 21 4 Rippe Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

60 x 310

60 x 310

55 x 210

55 x 210

60 x 310

60 x 310

55 x 330

55 x 330

55 x 180

55 x 180

60 x 280

60 x 280

80 x 220

80 x 220

60 x 180

60 x 180

80 x 240

80 x 240

60 x 300

60 x 300

60 x 170

60 x 170

80 x 220

80 x 220

100 x 170 100 x 170 80 x 120

80 x 120

100 x 190 100 x 190 80 x 220

80 x 220

80 x 120

80 x 120

100 x 180 100 x 180

120 x 140 120 x 140

5 Hohlraumdämmung Holzfaser Mineralwolle Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 3)

120 x 160 120 x 160 100 x 170 100 x 170

oder 6)

oder 6)

120

120

120

120

6 Untere Beplankung (statisch wirksam) 3S-Platte 58 OSB

58

27 25

27 25

27 25

27 25

58

58

27 25

27 25

27 25

27 25

7 Deckenbekleidung GK GK Typ F, GF

18 18

18 18

18 18

18 18

Nicht erforderlich 1) Rohdichte ≥ 26 kg/m3 2) Rohdichte ≥ 50 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C 3) Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C

323-2

Hohlkastendecken REI 60

4) Andere (auch grössere) Schichtdicken nur mit rechnerischem Nachweis. Anerkannte Berechnungsverfahren unter 1.5 c) 5) In Bauten mit brennbaren Tragwerken und mit vier und mehr Geschossen müssen die Dämmschichten nicht brennbar sein.

6) Bemessung für 36 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2


32

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

323-3

Voraussetzungen • Rippenabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 • Starrer Verbund zwischen Rippen und Tragschicht, wie auch zwischen Rippen und unterer Beplankung • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3 4 5 6 7

h

b

Variante

REI 60/EI 30 (nbb) A B

C

D

E

F

1 Auflage Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

4)

50 30

4)

50 30

2 Trittschalldämmung Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C

4)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

4)

2)

3 Tragschicht (statisch wirksam) 3S-Platte OSB

5)

27 25

60

51

60

51

5)

55 x 240 60 x 230 80 x 160 100 x 120 oder 6)

55 x 180 100 x 160

55 x 180 100 x 160

55 x 240 60 x 220 80 x 170 100 x 120 oder 6)

55 x 240 60 x 220 80 x 170 100 x 120 oder 6)

120 7)

120 7)

120 7)

6 Untere Beplankung (statisch wirksam) 5) 3S-Platte OSB

27 25

27 25

27 25

27 25

27 25

7 Deckenbekleidung Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

4 Rippe Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

5 Hohlraumdämmung Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 3)

4)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Nicht erforderlich 1) Rohdichte ≥ 26 kg/m3 2) Rohdichte ≥ 50 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C 3) Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C

323-3

Hohlkastendecken REI 60/EI 30 (nbb)

4)

4)

4) Nicht erforderlich; falls vorhanden, mindestens BKZ 6q.3 5) Bemessung für Raumtemperatur 6) Bemessung für 6 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2

7) Mindestens 120 mm, ganzer Hohlraum ausgefüllt


33

3.2.4

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Brettstapeldecken

324-1

Voraussetzungen • Lamellen verdübelt oder vernagelt • Zwischen dem Brettstapel und den weiteren brandschutztechnisch wirksamen Schichten dürfen keine Hohlräume entstehen (ausgenommen Varianten D und J). An diesen Stellen dürfen Schichten folgender Art eingefügt werden: – Vollflächige Schichten aus Materialien mit mindestens BKZ 4.2 – Lattenroste gefüllt mit Dämmaterialien mit mindestens BKZ 4.2 – Folien (Dämmschutzschicht, Dampfbremse etc.) • Die Auswirkungen von Schwinden und Quellen sind in der brandschutztechnischen Ausbildung von Fugen und Anschlüssen zu berücksichtigen. Entsprechende Konstruktionsvorschläge können der Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Bauteile in Holz – Anschlüsse bei Bauteilen mit Feuerwiderstand› [6] entnommen werden. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3

h

Variante

REI 30 A

B

C

12 12 12 9,5 9,5 20

80

80

80

Bekleidung 12 12 EI 30 1) 12 9,5 9,5

1 Obere Beplankung MHS Bekleidung 3S-Platte EI 30 1) HWS GK GK Typ F, GF Unterlagsboden 2 Tragkonstruktion Brettstapel (h) 3 Untere Beplankung MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF ■

Nicht erforderlich 1) Siehe Kap. 3.5 2) Bemessung für Raumtemperatur

324-1

Brettstapeldecken

REI 30 (nbb) D

REI 60 E

REI 60/EI 30 (nbb) H J

F

G

Bekleidung Bekleidung EI 30 (nbb) 1) EI 60 1)

12 12 12 9,5 9,5 20

Bekleidung EI 30 (nbb) 1)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)1)

2)

120

120

120

80

2)

Bekleidung EI 30 (nbb) 1)

Bekleidung 12 EI 60 1) 12 12 9,5 9,5

Bekleidung Bekleidung EI 30 (nbb) 1) EI 60/EI 30 (nbb)1)


34

3.2.5

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Massivholzdecken

3.2.5.1 Massivholzdecken mit einer Fugenbreite f ≤ 5 mm 325-1

Voraussetzungen • Abstand f zwischen den Elementen ≤ 5 mm • Zwischen der Massivholzdecke und den weiteren brandschutztechnisch wirksamen Schichten dürfen keine Hohlräume entstehen (ausgenommen Variante G). An diesen Stellen dürfen Schichten folgender Art eingefügt werden: – Vollflächige Schichten aus Materialien mit mindestens BKZ 4.2 – Lattenroste gefüllt mit Dämmaterialien mit mindestens BKZ 4.2 – Folien (Dämmschutzschicht, Dampfbremse etc.) • Die Auswirkungen von Schwinden und Quellen sind in der brandschutztechnischen Ausbildung von Fugen und Anschlüssen zu berücksichtigen. Entsprechende Konstruktionsvorschläge können der Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Bauteile in Holz – Anschlüsse bei Bauteilen mit Feuerwiderstand› [6] entnommen werden. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3

h

b

f ≤ 5 mm

1 2 3

h

b

f ≤ 5 mm

1 2 3

h

f ≤ 5 mm

REI 30 A

F

Bekleidung EI 30 2)

15 15 15 9,5 9,5 20

12 12 12 9,5 9,5 20

Bekleidung EI 30 (nbb) 2)

80 x 80 1)

80 x 80

80 x 80 3)

80 x 80

80 x 80 5)

80 x 80

4)

Bekleidung EI 30 2)

15 15 15 9,5 9,5

12 12 12 9,5 9,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 2)

≥ 12 mm

Nicht erforderlich Fugenausbildung (Nut-und-Feder-Verbindung sinngemäss möglich): ≤ 5 mm

Siehe Kap. 3.5 Fugenausbildung (Nut-und-Feder-Verbindung sinngemäss möglich): ≤ 5 mm

4) 5)

Bemessung für Raumtemperatur Fugenausbildung (Nut-und-Feder-Verbindung sinngemäss möglich): ≤ 5 mm

≥ 65 mm

≥ 80 mm

≥ 65 mm

Obere Beplankung

≥ 12 mm

≥ 12 mm

2) 3)

325-1

Massivholzdecken REI 30 und REI 30 (nbb) mit einer Fugenbreite f ≤ 5 mm

Untere Beplankung ≥ 12 mm

≥ 12 mm

≥ 80 mm

1)

E

≥ 50 mm

3 Untere Beplankung MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF

D

≥ 12 mm

2 Massivholzdecke Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

C

≥ 80 mm

1 Obere Beplankung MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF Unterlagsboden

REI 30 (nbb) G

B

≥ 12 mm

Variante

≥ 50 mm

b


35

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

325-2

Voraussetzungen • Abstand f zwischen den Elementen ≤ 5 mm • Zwischen der Massivholzdecke und den weiteren brandschutztechnisch wirksamen Schichten dürfen keine Hohlräume entstehen (ausgenommen Variante H). An diesen Stellen dürfen Schichten folgender Art eingefügt werden: – Vollflächige Schichten aus Materialien mit mindestens BKZ 4.2 – Lattenroste gefüllt mit Dämmaterialien mit mindestens BKZ 4.2 – Folien (Dämmschutzschicht, Dampfbremse etc.) • Die Auswirkungen von Schwinden und Quellen sind in der brandschutztechnischen Ausbildung von Fugen und Anschlüssen zu berücksichtigen. Entsprechende Konstruktionsvorschläge können der Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Bauteile in Holz – Anschlüsse bei Bauteilen mit Feuerwiderstand› [6] entnommen werden. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

1 2 3

h

b

f ≤ 5 mm

1 2 3

h

b

f ≤ 5 mm

1 2 3

h

f ≤ 5 mm

REI 60 A

3 Untere Beplankung MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF ■

1)

Bekleidung 15 EI 60 2) 15 15 9,5 9,5 20

2 Massivholzdecke Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

C

E

F

12 12 12 9,5 9,5 20

140 x 140 1) 120 x 120

120 x 120 3) 120 x 120

2) 3)

Nicht erforderlich Fugenausbildung (Nut-und-Feder-Verbindung sinngemäss möglich):

120 x 120 5) 120 x 120

Bekleidung 15 EI 60 2) 15 15 9,5 9,5

≥ 18 mm

Bekleidung EI 30 (nbb) 2)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb) 2)

80 x 80

4)

Bekleidung EI 30 (nbb) 2)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb) 2)

Bemessung für Raumtemperatur Fugenausbildung (Nut-und-Feder-Verbindung sinngemäss möglich): ≤ 5 mm

325-2

Massivholzdecken REI 60 und REI 60/EI 30 (nbb) mit einer Fugenbreite f ≤ 5 mm

≥ 100 mm

≥ 120 mm

≥ 18 mm

≥ 120 mm

≥ 140 mm

≥ 120 mm

Obere Beplankung

≥ 18 mm

≥ 18 mm

12 12 12 9,5 9,5 4) 5)

Siehe Kap. 3.5 Fugenausbildung (Nut-und-Feder-Verbindung sinngemäss möglich): ≤ 5 mm

≤ 5 mm

REI 60/EI 30 (nbb) G H

D

Untere Beplankung ≥ 18 mm

≥ 18 mm

≥ 120 mm

1 Obere Beplankung MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF Unterlagsboden

B

≥ 18 mm

Variante

≥ 100 mm

b


Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

36

3.2.5.2 Massivholzdecken mit einer Fugenbreite f > 5 mm 325-3

Massivholzdecke mit einer Fugenbreite f > 5 mm

f > 5 mm

Beträgt die Fugenbreite zwischen den einzelnen Elementen einer Massivholzdecke mehr als 5 mm, stehen für den Nachweis des Feuerwiderstands folgende Möglichkeiten zur Verfügung: • Beurteilung sinngemäss den Balkendecken in den Tabellen 321-1 bis 321-6, wobei die Dimensionierung der Elemente der Massivholzdecke jeweils analog der Schicht 4, Balkenlage erfolgt • Beidseitiges Anbringen von Bekleidungen mit Brandschutzfunktion (Kap. 3.5) • Rechnerischer Nachweis nach den unter Kapitel 1.5, Punkt c) aufgeführten anerkannten Berechnungsverfahren

EI 30 Variante A ≥ 12 mm

≥ 12 mm

≥ 50 mm

≥ 18 mm

≥ 100 mm

≥ 12 mm

≥ 50 mm

≥ 65 mm

≥ 12 mm

Untere Beplankung 1) ≥ 12 mm

≥ 12 mm

326-2

EI 60 Variante A

Variante B

Variante C ≤ 5 mm

≥ 18 mm

≤ 5 mm

Obere Beplankung 1)

≥ 18 mm

≤ 5 mm

≥ 120 mm

1) Obere respektive untere Beplankung bestehend wahlweise aus: • MHS 15 mm • 3S-Platte 15 mm • HWS 15 mm • GK, GF 9,5 mm • Unterlagsboden 20 mm

≤ 5 mm

Obere Beplankung 1)

≥ 65 mm

≤ 5 mm

≥ 120 mm

326-2

Variante C ≤ 5 mm

≥ 12 mm

Fugenausbildungen EI 60

3.2.6.2 Brandabschnittsbildung EI Das Kriterium EI wird erfüllt, wenn die Fugenausbildung bei den Plattenstössen einer der in den Abbildung 326-1 (EI 30) oder 326-2 (EI 60) gezeigten Varianten entspricht (Nut-und-Feder-Verbindungen sinngemäss möglich). Beträgt die Fugenbreite zwischen den Elementen mehr als 5 mm, stehen für den Nachweis des Feuerwiderstands folgende Möglichkeiten zur Verfügung: • Beidseitiges Anbringen von Bekleidungen mit Brandschutzfunktion (Kap. 3.5) • Rechnerischer Nachweis nach den unter Kapitel 1.5, Punkt c) aufgeführten anerkannten Berechnungsverfahren

Variante B

≥ 18 mm

1) Obere respektive untere Beplankung bestehend wahlweise aus: • MHS 15 mm • 3S-Platte 15 mm • HWS 15 mm • GK, GF 9,5 mm • Unterlagsboden 20 mm

3.2.6.1 Tragfähigkeit R Die Tragfähigkeit R von Decken aus MehrschichtMassivholzplatten hängt von deren Schichtaufbau (insbesondere Anzahl, Dicke und Orientierung der einzelnen Lagen) ab. Es sind deshalb keine allgemeinen Angaben möglich, welche Plattendicken unter Brandeinwirkung welche Tragfähigkeit aufweisen. Dasselbe gilt für Massivholzdecken aus Holzwerkstoffen. Ein rechnerischer Nachweis der Tragfähigkeit von Mehrschicht-Massivholzplatten und Holzwerkstoffen kann nach den unter Kapitel 1.5, Punkt c) aufgeführten anerkannten Berechnungsverfahren erfolgen.

326-1

≥ 18 mm

326-1

Fugenausbildungen EI 30

Decken aus MehrschichtMassivholzplatten und Holzwerkstoffen

≥ 100 mm

325-3

3.2.6

Untere Beplankung 1) ≥ 18 mm

≥ 18 mm


37

3.2.7

Holz-Beton-Verbunddecken

Die in diesem Kapitel gezeigten Holz-Beton-Verbunddecken weisen auf der Unterseite brennbare Oberflächen auf. Sie werden somit in die Feuerwiderstandsklassen REI 30 und REI 60 eingeteilt. Holz-Beton-Verbunddecken mit einer Feuerwider-

327-1

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

standsdauer von 60 Minuten eignen sich jedoch durchaus auch für fünf- und sechsgeschossige Bauten und sind deshalb in Absprache mit der Brandschutzbehörde anwendbar, wo ein Feuerwiderstand von REI 60/EI 30 (nbb) gefordert ist.

327-1

Holz-Beton-Verbunddecken mit Balkenlage

Voraussetzungen • Balkenabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Maximale Nutzlast: gemäss Norm SIA 261, Einwirkungen auf Tragwerke [10], Gebäudenutzung Kat. B, qk = 3,0 kN/m2 • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle

1 2 3

h

efi

efi b

Variante 1 Betonplatte

2 Tragschicht MHS 3S-Platte HWS 3 Balkenlage Vollholz, Leimholz, BSH

REI 30 A

REI 60 B

Betonplatte ≥ 60 mm; Überdeckung der Armierung mindestens 20 mm

Betonplatte ≥ 80 mm; Überdeckung der Armierung mindestens 20 mm

20 mm 20 mm 20 mm

20 mm 20 mm 20 mm

b ≥ 120 mm, h ≥ 200 mm, efi ≥ 40 mm oder 1)

b ≥ 180 mm, h ≥ 200 mm, efi ≥ 70 mm oder 1)

1) Bemessung gemäss Lignum-Merkblatt Brandschutz, Bemessung von Holz-Beton-Verbunddecken bis 60 Minuten Feuerwiderstand [14]

327-2

327-2

Holz-Beton-Verbunddecken mit Brettstapel

Voraussetzungen • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle

1 2

h

efi

REI 30 A

REI 60 B

1 Betonplatte

Betonplatte ≥ 60 mm; Überdeckung der Armierung mindestens 20 mm

Betonplatte ≥ 80 mm; Überdeckung der Armierung mindestens 20 mm

2 Brettstapel

h ≥ 80 mm, efi ≥ 40 mm oder 1)

h ≥ 160 mm, efi ≥ 64 mm oder 1)

Variante

1) Bemessung gemäss Lignum-Merkblatt Brandschutz, Bemessung von Holz-Beton-Verbunddecken bis 60 Minuten Feuerwiderstand [14]


38

3.3

Wände

In diesem Kapitel sind Tabellen und Angaben zur Beurteilung des Feuerwiderstands der Wandsysteme, die in Abbildung 330-1 aufgeführt sind, zu finden.

330-1

Übersicht Wandsysteme

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Weitere Wandaufbauten mit Feuerwiderstand, insbesondere produktbezogene Wandsysteme, können den Anhängen werkstoffoptimierter Bauteile zur vorliegenden Publikation entnommen werden. Anerkannte Berechnungsverfahren für den rechnerischen Nachweis des Feuerwiderstands von Holzbauteilen sind unter Kapitel 1.5, Punkt c) aufgeführt.

330-1

3.3.1

Einseitig beplankte Ständerkonstruktionen

ab Seite 39

3.3.2

Beidseitig beplankte Ständerkonstruktionen

ab Seite 44

3.3.3

Fachwerkwände (Riegelwände)

Seite 49

3.3.4

Brettstapelwände

ab Seite 50

3.3.5

Blockbauwände

ab Seite 52

3.3.6

Wände aus Mehrschicht-Massivholzplatten und Holzwerkstoffen

Seite 54


39

3.3.1

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Einseitig beplankte Ständerkonstruktionen

Bei den nachfolgenden Konstruktionen handelt es sich um Ständerkonstruktionen, die nur auf einer Seite eine brandschutztechnisch wirksame Beplankung aufweisen, den Feuerwiderstand aber von beiden Seiten erbringen. Solche Aufbauten kommen

beispielsweise bei Aussenwänden zum Einsatz (hinterlüftete Fassaden) oder wenn auf einer Seite des Ständers eine Beplankung angebracht wird, die brandschutztechnisch nicht berücksichtigt werden kann.

3.3.1.1 Einseitig beplankte Ständerkonstruktionen ohne brandschutztechnisch wirksame Dämmung 331-1

3 h

b

1 2

1 2 4

R 30

Voraussetzungen • Ständerabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Tragfähigkeit der Ständer) • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 20 kN/m’ ausgelegt. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

Variante

A

B

C

D

E

F

G

R 30 (nbb) EI 30 (nbb) REI 30 (nbb) H

1 Beplankung 1 MHS GK, GF

23 12,5

23 12,5

23 12,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 2)

31 31 30 18 18

26 26 25 15 15

14 14 14

50 45 44 15 + 15 12,5 + 12,5

30 26 25

50 45 44 15 + 15 12,5 + 12,5

30 26 25

120 x 130 140 x 95 oder 1)

120 x 150 140 x 115

120 x 130 140 x 95 oder 1)

120 x 75

120 x 75

120 x 130 140 x 95 oder 1)

120 x 130 140 x 95 oder 1)

3)

Bekleidung EI 30 (nbb) 2)

2 Beplankung 2 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF 3 Ständer Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

4 Beplankung 3 MHS, 3S-Platte, HWS GK, GF ■

Nicht erforderlich 1) Bemessung für 30 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.1. Knicken um beide Achsen

EI 30

REI 30

2) Siehe Kap. 3.5 3) Bemessung für Raumtemperatur. Knicken um beide Achsen

331-1

Einseitig beplankte Ständerkonstruktionen, Feuerwiderstandsdauer 30 Minuten, ohne brandschutztechnisch wirksame Dämmung


40

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

331-2

3 h

b

1 2

Variante 1 Beplankung 1 MHS GK GK Typ F, GF 2 Beplankung 2 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF 3 Ständer Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

R 60 A

331-2

B

EI 60 C

D

F

58 58 57 18 + 18 15 + 15

25 25 25

98 24 72 24 70 23 15 + 18 + 18 12,5 + 12,5 + 12,5

98 24 72 24 70 23 15 + 18 + 18 12,5 + 12,5 + 12,5

180 x 200 200 x 140 oder 1)

180 x 200 200 x 140 oder 1)

160 x 100

180 x 200 200 x 140 oder 1)

■ ■

■ ■

80 15 + 18 12,5 + 15

REI 60 E

37 18 18

Nicht erforderlich 1) Bemessung für 60 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.1. Knicken um beide Achsen

Einseitig beplankte Ständerkonstruktionen R 60, EI 60 und REI 60 ohne brandschutztechnisch wirksame Dämmung

Voraussetzungen • Ständerabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Tragfähigkeit der Ständer) • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 50 kN/m’ ausgelegt. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

160 x 100

■ ■ ■

80 15 + 18 12,5 + 15

180 x 200 200 x 140 oder 1)


41

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

331-3

2 h b

1

Voraussetzungen • Ständerabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Tragfähigkeit der Ständer) • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 50 kN/m’ ausgelegt. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

3

R 60/EI 30 (nbb)

EI 60/EI 30 (nbb)

REI 60/EI 30 (nbb)

Variante

R 60/EI 30 (nbb) EI 60/EI 30 (nbb) REI 60/EI 30 (nbb) A

B

C

D

1 Beplankung 1 Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

1)

140 x 240 160 x 130 180 x 120 oder 2)

120 x 80

140 x 240 160 x 130 180 x 120 oder 2)

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

2 Ständer Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

3 Beplankung 2 Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5 ■

Nicht erforderlich 1) Bemessung für Raumtemperatur. Knicken um beide Achsen

331-3

Einseitig beplankte Ständerkonstruktionen R 60/EI 30 (nbb), EI 60/EI 30 (nbb) und REI 60/EI 30 (nbb)

2) Bemessung für 30 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2. Knicken um beide Achsen


42

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

3.3.1.2 Einseitig beplankte Ständerkonstruktionen mit brandschutztechnisch wirksamer Dämmung 331-4

3 h b

1 2 4

Voraussetzungen • Ständerabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Tragfähigkeit der Ständer) • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 20 kN/m’ ausgelegt. • Die brandschutztechnisch wirksame Dämmung muss wie in der Abbildung gezeigt positioniert sein (allfällig vorhandene Hohlräume müssen sich auf der Seite der Beplankung befinden). • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

R 30

Variante 1 Beplankung 1 MHS GK GK Typ F, GF 2 Beplankung 2 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF 3 Ständer Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

4 Dämmung Holzfaser Mineralwolle Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 1) ■

331-4

REI 30

R 30 (nbb) EI 30 (nbb) REI 30 (nbb)

A

B

C

D

E

F

G

15 9,5 9,5

23 12,5 12,5

12 9,5 9,5

31 31 30 18 18

26 26 25 15 15

14 14 14

19 19 19 12,5 12,5

12 12 12

15 15 15 9,5 9,5

12 12 12

55 x 170 60 x 140 80 x 120 oder 2)

55 x 195 60 x 165 80 x 130 100 x 120

55 x 170 60 x 140 80 x 120 oder 2)

80 x 100

80 x 100

55 x 170 60 x 140 80 x 120 oder 2)

55 x 170 60 x 140 80 x 120 oder 2)

120

120 3)

120

100

100

120 3)

120 3)

Nicht erforderlich 1) Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C

Einseitig beplankte Ständerkonstruktionen, Feuerwiderstandsdauer 30 Minuten, mit brandschutztechnisch wirksamer Dämmung

EI 30

■ ■

2) Bemessung für 30 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2. Knicken um beide Achsen 3) Mindestens 120 mm, ganzer Hohlraum ausgefüllt

■ ■

siehe Tab. 332-1 oder Tab. 332-3


43

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

331-5

3 h b

1 2 4

R 60

Variante 1 Beplankung 1 MHS GK GK Typ F, GF 2 Beplankung 2 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF 3 Ständer Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

4 Dämmung Holzfaser Mineralwolle Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 1) ■

331-5

EI 60

REI 60

R 60/EI 30 (nbb) EI 60/EI 30 (nbb) REI 60/EI 30 (nbb)

A

B

C

D

E

F

37 18 18

26 12,5 12,5

26 12,5 12,5

58 58 57 18 + 18 15 + 15

25 25 25

47 35 35 12,5 + 12,5 9,5 + 9,5

21 18 18

47 35 35 12,5 + 12,5 9,5 + 9,5

21 18 18

120 x 260 140 x 160

120 x 260 140 x 160

100 x 140

100 x 140

120 x 260 140 x 160

120 x 260 140 x 160

140

140

140

140

160 2)

160 2)

■ ■

Nicht erforderlich 1) Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C 2) Mindestens 160 mm, ganzer Hohlraum ausgefüllt

Einseitig beplankte Ständerkonstruktionen, Feuerwiderstandsdauer 60 Minuten, mit brandschutztechnisch wirksamer Dämmung

Voraussetzungen • Ständerabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Tragfähigkeit der Ständer) • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 50 kN/m’ ausgelegt. • Die brandschutztechnisch wirksame Dämmung muss wie in der Abbildung gezeigt positioniert sein (allfällig vorhandene Hohlräume müssen sich auf der Seite der Beplankung befinden). • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

■ ■

■ ■

siehe Tab. 332-2 oder Tab. 332-5


44

3.3.2

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Beidseitig beplankte Ständerkonstruktionen

3.3.2.1 Beidseitig beplankte Ständerkonstruktionen ohne brandschutztechnisch wirksame Dämmung 332-1

3 h

b

1 2

Voraussetzungen • Ständerabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Tragfähigkeit der Ständer) • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 20 kN/m’ ausgelegt. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

4

R 30

Variante 1 Beplankung 1 MHS GK GK Typ F, GF 2 Beplankung 2 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF 3 Ständer Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

4 Hohlraumdämmung ■

EI 30

332-1

R 30 (nbb) EI 30 (nbb) REI 30 (nbb) F

A1 1)

A2 1)

B1 1)

B2 1)

C1 1)

C2 1)

D1 1)

D2 1)

E1 1)

E2 1)

19 12,5 12,5

23 12,5 12,5

19 12,5 12,5

19 12,5 12,5

23 12,5 12,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 6)

12 12 12

30 30 30 18 18

14 14 14

27 24 24 15 15

12 12 12

27 24 24 15 15

12 12 12

30 30 30 18 18

14 14 14

■ ■

27 24 24 15 15

100 x 105 120 x 95 oder 2) ■

Nicht erforderlich 1) Die Bauteile müssen in ihrem Aufbau nicht symmetrisch sein. Die Schichten 1 und 2 dürfen innerhalb der Varianten, z. B. A1 und A2, kombiniert werden in dem Sinne, dass der Ständer auf der einen Seite einfach und auf der anderen Seite doppelt beplankt ist.

Beidseitig beplankte Ständerkonstruktionen, Feuerwiderstandsdauer 30 Minuten, ohne brandschutztechnisch wirksame Dämmung

REI 30

■ ■

■ ■

■ ■

60 x 115 80 x 70 oder 3)

70 x 70

100 x 85 oder 4)

2) Bemessung für 10 Minuten vierseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2. Knicken um beide Achsen 3) Bemessung für Raumtemperatur. Knicken um beide Achsen 4) Bemessung für 10 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2. Knicken um beide Achsen 5) Bemessung für Raumtemperatur

■ ■

60 x 115 80 x 65 oder 5)

für R 30 (nbb) 3) für EI 30 (nbb) 5) für REI 30 (nbb) 5)

6) Siehe Kap. 3.5


45

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

332-2

3 h

b

1 2

Voraussetzungen • Ständerabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Tragfähigkeit der Ständer) • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 50 kN/m’ ausgelegt. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

4

R 60

Variante 1 Beplankung 1 MHS GK GK Typ F, GF 2 Beplankung 2 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF 3 Ständer Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

4 Hohlraumdämmung ■

EI 60

332-2

R 60/EI 30 (nbb) EI 60/EI 30 (nbb) REI 60/EI 30 (nbb) F

A1 1)

A2 1)

B1 1)

B2 1)

C1 1)

C2 1)

D1 1)

D2 1)

E1 1)

E2 1)

36 18 18

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb) 6)

23 12,5 12,5

23 12,5 12,5

36 18 18

23 12,5 12,5

49 39 38

20 20 20

57 57 57

26 26 25

49 39 38

20 20 20

49 39 38

20 20 20

57 57 57

26 26 25

12,5 + 15

18 + 18

12,5 + 15

12,5 + 15

18 + 18

10 + 12,5

15 + 15

10 + 12,5

10 + 12,5

15 + 15

140 x 175 160 x 150 oder 2)

80 x 120 oder 3)

100 x 80

140 x 140 160 x 115 oder 4)

60 x 100 80 x 90 oder 5)

für R 60/EI 30 (nbb) 3)

Nicht erforderlich 1) Die Bauteile müssen in ihrem Aufbau nicht symmetrisch sein. Die Schichten 1 und 2 dürfen innerhalb der Varianten, z. B. A1 und A2, kombiniert werden in dem Sinne, dass der Ständer auf der einen Seite einfach und auf der anderen Seite doppelt beplankt ist.

Beidseitig beplankte Ständerkonstruktionen, Feuerwiderstandsdauer 60 Minuten, ohne brandschutztechnisch wirksame Dämmung

REI 60

2) Bemessung für 23 Minuten vierseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2. Knicken um beide Achsen 3) Bemessung für Raumtemperatur. Knicken um beide Achsen 4) Bemessung für 23 Minuten dreiseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2. Knicken um beide Achsen 5) Bemessung für Raumtemperatur

für EI 60/EI 30 (nbb) 5) für REI60/EI30(nbb) 5) 7)

6) Siehe Kap. 3.5 7) Nicht erforderlich; falls vorhanden, mindestens BKZ 6q.3


46

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

3.3.2.2 Beidseitig beplankte Ständerkonstruktionen mit brandschutztechnisch wirksamer Dämmung

332-3

Voraussetzungen • Ständerabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Tragfähigkeit der Ständer) • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 20 kN/m’ ausgelegt. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

3 h

b

1 2 4

R 30

Variante 1 Beplankung 1 MHS GK GK Typ F, GF 2 Beplankung 2 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF 3 Ständer Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

4 Hohlraumdämmung Holzfaser Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2) ■

1) 2) 3)

332-3

REI 30

R 30 (nbb) EI 30 (nbb) REI 30 (nbb) E

A1 3)

A2 3)

B1 3)

B2 3)

C1 3)

C2 3)

D1 3)

D2 3)

17 12,5 12,5

17 12,5 12,5

14 9,5 9,5

14 9,5 9,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 8)

12 12 12

23 22 21 12,5 12,5

12 12 12

18 18 18 12,5 12,5

12 12 12

18 18 18 12,5 12,5

12 12 12

■ ■

23 22 21 12,5 12,5

55 x 170 60 x 140 80 x 115 oder 4)

■ ■

80 x 70

40 6) 60 40

60 5)

Nicht erforderlich Rohdichte ≥ 15 kg/m3 Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C Die Bauteile müssen in ihrem Aufbau nicht symmetrisch sein. Die Schichten 1 und 2 dürfen innerhalb der Varianten, z. B. A1 und A2, kombiniert werden in dem Sinne, dass der Ständer auf der einen Seite einfach und auf der anderen Seite doppelt beplankt ist.

Beidseitig beplankte Ständerkonstruktionen, Feuerwiderstandsdauer 30 Minuten, mit brandschutztechnisch wirksamer Dämmung

EI 30

4)

5) 6)

■ ■

■ ■

45 x 80

55 x 105 80 x 95 oder 7)

für R 30 (nbb) 9) für EI 30 (nbb) 10) für REI 30 (nbb) 10)

70 11)

70

Bemessung für 12 Minuten zweiseitigen Abbrand (gegenüberliegende Seiten hinter den Beplankungen) gemäss Kap. 3.4.2.2. Knicken um beide Achsen Mindestens 60 mm, ganzer Hohlraum ausgefüllt In Bauten mit brennbaren Tragwerken und mit vier und mehr Geschossen müssen die Dämmschichten nicht brennbar sein.

7)

Bemessung für 17 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2. Ständer gegen Knicken in der Wandebene gesichert 8) Siehe Kap. 3.5 9) Bemessung für Raumtemperatur. Knicken um beide Achsen 10) Bemessung für Raumtemperatur 11) Mindestens 70 mm, ganzer Hohlraum ausgefüllt


47

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

332-4

Voraussetzungen • Ständerabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Tragfähigkeit der Ständer) • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 50 kN/m’ ausgelegt. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

3 h

b

1 2 4

Variante 1 Beplankung 1 MHS GK GK Typ F, GF 2 Beplankung 2 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF 3 Ständer Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

4 Hohlraumdämmung Holzfaser Mineralwolle 1) Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 2) ■

1) 2) 3)

R 60 A1 3)

■ ■ ■

26 23 22 15 15

332-4

Beidseitig beplankte Ständerkonstruktionen R 60, EI 60 und REI 60 mit brandschutztechnisch wirksamer Dämmung

B

22 12,5 12,5

30 15 15

12 12 12

19 19 19

43 34 34 18 18

80 x 205 100 x 180 120 x 165 oder 4)

■ ■

80 x 155 100 x 90 100 x 135 120 x 120 oder 6)

140 5)

Nicht erforderlich Rohdichte ≥ 15 kg/m3 Rohdichte ≥ 26 kg/m3, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C Die Bauteile müssen in ihrem Aufbau nicht symmetrisch sein. Die Schichten 1 und 2 dürfen innerhalb der Varianten, z. B. A1 und A2, kombiniert werden in dem Sinne, dass der Ständer auf der einen Seite einfach und auf der anderen Seite doppelt beplankt ist.

EI 60 C1 3)

A2 3)

80 7) 4)

5) 6)

7)

40 8) 100 40

REI 60 E1 3)

C2 3)

D1 3)

D2 3)

20 12,5 12,5

22 12,5 12,5

19 19 19

26 24 24 15 15

12 12 12

26 24 24 15 15

■ ■

■ ■

E2 3)

F

22 12,5 12,5

30 15 15

12 12 12

19 19 19

45 x 140

55 x 160 80 x 140 oder 9)

55 x 135 80 x 115 oder 10)

140

140 5)

80 7)

Bemessung für 41 Minuten zweiseitigen Abbrand (gegenüberliegende Seiten hinter den Beplankungen) gemäss Kap. 3.4.2.2. Knicken um beide Achsen Mindestens 140 mm, ganzer Hohlraum ausgefüllt Bemessung für 17 Minuten zweiseitigen Abbrand (gegenüberliegende Seiten hinter den Beplankungen) gemäss Kap. 3.4.2.2. Knicken um beide Achsen Mindestens 80 mm, ganzer Hohlraum ausgefüllt

8)

In Bauten mit brennbaren Tragwerken und mit vier und mehr Geschossen müssen die Dämmschichten nicht brennbar sein. 9) Bemessung für 39 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2. Ständer gegen Knicken in der Wandebene gesichert 10) Bemessung für 17 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2. Ständer gegen Knicken in der Wandebene gesichert


48

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

332-5

2 h b

1

Voraussetzungen • Ständerabstand (Achsmass) maximal 700 mm • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Tragfähigkeit der Ständer) • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 50 kN/m’ ausgelegt. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

3

Variante

R 60/EI 30 (nbb) A

EI 60/EI 30 (nbb) B

REI 60/EI 30 (nbb) C

1 Beplankung Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

Bekleidung EI 30 (nbb)

80 x 195 100 x 165 120 x 150 oder 2)

45 x 120

60 x 150 80 x 140 120 x 120 oder 4)

120 3)

120 3)

120 3)

2 Ständer Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

3 Hohlraumdämmung Mineralwolle, SP ≥ 1000 °C 1) 3

1) Rohdichte ≥ 26 kg/m , Schmelzpunkt ≥ 1000 °C 2) Bemessung für 30 Minuten zweiseitigen Abbrand (gegenüberliegende Seiten hinter den Beplankungen) gemäss Kap. 3.4.2.2. Knicken um beide Achsen

332-5

Beidseitig beplankte Ständerkonstruktionen R 60/EI 30 (nbb), EI 60/EI 30 (nbb) und REI 60/EI 30 (nbb) mit brandschutztechnisch wirksamer Dämmung

3) Mindestens 120 mm, ganzer Hohlraum ausgefüllt 4) Bemessung für 30 Minuten einseitigen Abbrand gemäss Kap. 3.4.2.2. Ständer gegen Knicken in der Wandebene gesichert


49

3.3.3

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Fachwerkwände (Riegelwände)

Fachwerkkonstruktionen (Riegelbauten) mit Ausfachungen aus Mauerwerk oder ähnlichem sind weniger bei Neubauten, öfters aber bei Renovationen anzutreffen. Feuerwiderstände von 30 Minuten sind ohne weiteres erreichbar und können Tabelle 333-1

entnommen werden. Feuerwiderstände von 60 Minuten sind für den Einzelfall nachzuweisen. Grundlagen dazu bietet das Holz-Brandschutz-Handbuch [18].

333-1

h

b

2 h

Voraussetzungen • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

b

b b

1 2 3

R 30 A

EI 30 B

REI 30 C

22 22 16 18 12,5 15

22 22 16 18 12,5 15

2 Riegelkonstruktion Vollholz, Leimholz, BSH (b x h)

120 x 120

100 x 100

100 x 100

3 Ausfachung Mauerwerk Holzwolle-Leichtbauplatten 1)

Vollständig ausgefüllt Vollständig ausgefüllt

Vollständig ausgefüllt Vollständig ausgefüllt

Vollständig ausgefüllt Vollständig ausgefüllt

Variante 1 Beplankung MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF Mineralischer Putz

■ ■ ■ ■

Nicht erforderlich 1) Holzwolle-Leichtbauplatten gemäss SN EN 13168

333-1

Fachwerkwände R 30, EI 30 und REI 30


50

3.3.4

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Brettstapelwände

334-1

d

1 2

Variante 1 Beplankung 1 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF 2 Tragkonstruktion Brettstapel (d) 3 Beplankung 2 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF ■

Nicht erforderlich 1) Siehe Kap. 3.5 2) Bemessung für Raumtemperatur

334-1

Brettstapelwände, Feuerwiderstandsdauer 30 Minuten

d

1 2 3

Voraussetzungen • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Standfestigkeit der Wände) • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 70 kN/m’ ausgelegt. • Lamellen verdübelt oder vernagelt • Zwischen dem Brettstapel und den weiteren brandschutztechnisch wirksamen Schichten dürfen keine Hohlräume entstehen (ausgenommen Variante F). An diesen Stellen dürfen Schichten folgender Art eingefügt werden: – Vollflächige Schichten aus Materialien mit mindestens BKZ 4.2 – Lattenroste gefüllt mit Dämmaterialien mit mindestens BKZ 4.2 – Folien (Dämmschutzschicht, Dampfbremse etc.) • Die Auswirkungen von Schwinden und Quellen sind in der brandschutztechnischen Ausbildung von Fugen und Anschlüssen zu berücksichtigen. Entsprechende Konstruktionsvorschläge können der LignumDokumentation Brandschutz, Publikation ‹Bauteile in Holz – Anschlüsse bei Bauteilen mit Feuerwiderstand› [6] entnommen werden. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

R 30

EI 30

REI 30

R 30 (nbb) EI 30 (nbb) REI 30 (nbb) F

A

B

C

D

E

Bekleidung EI 30 1)

Bekleidung EI 30 1)

12 12 12 9,5 9,5

Bekleidung EI 30 1)

12 12 12 9,5 9,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 1)

80

60

60

80

80

2)

12 12 12 9,5 9,5

12 12 12 9,5 9,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 1)


51

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

334-2

d

d

1 2 3

1 2

Voraussetzungen • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Standfestigkeit der Wände) • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 70 kN/m’ ausgelegt. • Lamellen verdübelt oder vernagelt • Zwischen dem Brettstapel und den weiteren brandschutztechnisch wirksamen Schichten dürfen keine Hohlräume entstehen (ausgenommen Variante J). An diesen Stellen dürfen Schichten folgender Art eingefügt werden: – Vollflächige Schichten aus Materialien mit mindestens BKZ 4.2 – Lattenroste gefüllt mit Dämmaterialien mit mindestens BKZ 4.2 – Folien (Dämmschutzschicht, Dampfbremse etc.) • Die Auswirkungen von Schwinden und Quellen sind in der brandschutztechnischen Ausbildung von Fugen und Anschlüssen zu berücksichtigen. Entsprechende Konstruktionsvorschläge können der LignumDokumentation Brandschutz, Publikation ‹Bauteile in Holz – Anschlüsse bei Bauteilen mit Feuerwiderstand› [6] entnommen werden. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

R 60

EI 60

Variante

A

B

1 Beplankung 1 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF

Bekleidung Bekleidung 12 EI 60 1) EI 60 1) 12 12 9,5 9,5

Bekleidung 12 EI 60 1) 12 12 9,5 9,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 1)

Bekleidung EI 30 (nbb) 1)

Bekleidung EI 30 (nbb) 1)

Bekleidung EI60/EI30(nbb) 1)

2 Tragkonstruktion Brettstapel (d)

120

100

100

120

120

80

80

100

2)

12 12 12 9,5 9,5

12 12 12 9,5 9,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 1)

Bekleidung EI 30 (nbb) 1)

Bekleidung Bekleidung EI60/EI30(nbb) 1) EI60/EI30(nbb) 1)

3 Beplankung 2 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF ■

Nicht erforderlich 1) Siehe Kap. 3.5 2) Bemessung für Raumtemperatur

334-2

Brettstapelwände, Feuerwiderstandsdauer 60 Minuten

REI 60

C

D

E

EI 60 /EI 30 (nbb) REI60/EI30(nbb) R 60/EI 30 (nbb) EI 60/EI 30 (nbb) REI 60/EI 30 (nbb) F G H J


52

3.3.5

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Blockbauwände

335-1 d

2

d

1 2 3

R 30

Variante 1 Beplankung 1 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF 2 Tragkonstruktion Vollholz, Leimholz, BSH (d) 3 Beplankung 2 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF ■

335-1

EI 30

REI 30

A

B

C

D

Bekleidung EI 30 2)

100 1)

80

Nicht erforderlich 1) Fugenausbildung Doppel-Nut und Kamm oder Doppelfeder sinngemäss folgender Skizze:

Blockbauwände, Feuerwiderstandsdauer 30 Minuten

Voraussetzungen • Wandhöhe maximal 3 m • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 20 kN/m’ ausgelegt. • Aussteifende Bauteile (Zwischenwände) im Abstand von maximal 6 m • Balkenausrichtung horizontal; Balken satt aufeinander liegend (Fugen ≤ 2 mm) • Setzmasse müssen bei der brandschutztechnischen Ausbildung der Anschlüsse berücksichtigt werden. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

F

G

Bekleidung 12 EI 30 2) 12 12 9,5 9,5

Bekleidung 12 EI 30 2) 12 12 9,5 9,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 2)

60 1)

50

50

80 1)

80

80

3)

12 12 12 9,5 9,5

12 12 12 9,5 9,5

Bekleidung EI 30 (nbb) 2)

2) Siehe Kap. 3.5 3) Bemessung für Raumtemperatur

E

H

R 30 (nbb) EI 30 (nbb) REI 30 (nbb) J


53

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

335-2 d

2

Variante 1 Beplankung 1 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF 2 Tragkonstruktion Vollholz, Leimholz, BSH (d) 3 Beplankung 2 MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF ■

d

1 2 3

R 60 A

335-2

EI 60 C

B

D

E

REI 60 F

G

H

Bekleidung EI 60 2)

Bekleidung EI 60 2)

12 12 12 9,5 9,5

Bekleidung EI 60 2)

12 12 12 9,5 9,5

160 1)

120

100 1)

90

90

120 1)

120

120

12 12 12 9,5 9,5

12 12 12 9,5 9,5

Nicht erforderlich 1) Fugenausbildung Doppel-Nut und Kamm oder Doppelfeder sinngemäss folgender Skizze:

Blockbauwände R 60, EI 60 und REI 60

Voraussetzungen • Wandhöhe maximal 3 m • Die tragenden Wände sind auf eine vertikale, zentrisch eingeleitete Last von q’d,fi = 20 kN/m’ ausgelegt. • Aussteifende Bauteile (Zwischenwände) im Abstand von maximal 6 m • Balkenausrichtung horizontal; Balken satt aufeinander liegend (Fugen ≤ 2 mm) • Setzmasse müssen bei der brandschutztechnischen Ausbildung der Anschlüsse berücksichtigt werden. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

2) Siehe Kap. 3.5


54

3.3.6

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Wände aus Mehrschicht-Massivholzplatten und Holzwerkstoffen

336-1

Voraussetzungen • Wandhöhe maximal 3 m (massgebend für die Standfestigkeit der Wände) • Erforderliche Schichten gemäss untenstehender Tabelle

d

d

1 2 3

2

EI 30

Variante

A

R 30 (nbb) EI 30 (nbb) REI 30 (nbb) B

EI 60

EI 60/EI 30 (nbb)

C

D

R 60/EI 30 (nbb) EI 60/EI 30 (nbb) REI 60/EI 30 (nbb) E

1 Beplankung 1 Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5

EI 30 (nbb)

EI 30 (nbb)

EI 60/EI 30 (nbb)

2 Tragkonstruktion Mehrschicht-Massivholzplatte, HWS (d)

80 mm 2)

1)

140 mm 4)

80 mm 3)

1)

3 Beplankung 2 Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5

EI 30 (nbb)

EI 30 (nbb)

EI 60/EI 30 (nbb)

3) Fugenbreite maximal 5 mm 4) Fugenausbildung (Nut-und-Feder-Verbindung sinngemäss möglich):

≥ 120 mm

≥ 140 mm

≥ 120 mm

≥ 65 mm

≥ 80 mm

≥ 18 mm

≥ 18 mm

≥ 12 mm

≥ 12 mm

≥ 65 mm

≥ 12 mm

≤ 5 mm ≤ 5 mm

≥ 18 mm

Nicht erforderlich 1) Bemessung für Raumtemperatur 2) Fugenausbildung (Nut-und-Feder-Verbindung sinngemäss möglich):

336-1

Wände aus MehrschichtMassivholzplatten und Holzwerkstoffen

Beträgt die Fugenbreite zwischen den Elementen mehr als 5 mm, stehen für den Nachweis des Feuerwiderstands folgende Möglichkeiten zur Verfügung: • Verwenden der Varianten B respektive E in Tabelle 336-1 • Rechnerischer Nachweis nach den unter Kapitel 1.5, Punkt c) aufgeführten anerkannten Berechnungsverfahren

Die Tragfähigkeit R von Wänden aus MehrschichtMassivholzplatten hängt von deren Schichtaufbau (insbesondere Anzahl, Dicke und Orientierung der einzelnen Lagen) ab. Es sind deshalb keine allgemein gültigen Angaben möglich, welche Plattendicken unter Brandeinwirkung welche Tragfähigkeit aufweisen. Dasselbe gilt für Wände aus Holzwerkstoffen. Ein rechnerischer Nachweis der Tragfähigkeit von Mehrschicht-Massivholzplatten und Holzwerkstoffen kann nach den unter Kapitel 1.5, Punkt c) aufgeführten anerkannten Berechnungsverfahren erfolgen.


55

342-1

Abbrand bei linearen Holzbauteilen, die während der gesamten Branddauer ungeschützt sind

3.4

Lineare Bauteile

3.4.1

Allgemeines

Das massgebende Kriterium für den Feuerwiderstand linearer Bauteile ist die Tragfähigkeit R. Bei der Beurteilung muss berücksichtigt werden, von wie vielen Seiten die Brandeinwirkung erfolgt; bei freistehenden Stützen beispielsweise ist die Brandeinwirkung vierseitig; bei sichtbaren Deckenbalken, auf denen sich ein feuerwiderstandsfähiger Bodenaufbau befindet, dreiseitig usw. Verbindungen und Anschlüsse müssen denselben Feuerwiderstand aufweisen wie der anzuschliessende Bauteil. Angaben zur Feuerwiderstandsbemessung von Verbindungen sind in der SIA/Lignum Dokumentation 83, Brandschutz im Holzbau [3] und in der Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Feuerwiderstandsbemessung – Bauteile und Verbindungen› [5] zu finden.

3.4.2

Rechnerischer Nachweis des Feuerwiderstands linearer Holzbauteile

Beim rechnerischen Nachweis des Feuerwiderstands linearer Holzbauteile muss unterschieden werden zwischen Holzoberflächen, die während der gesamten Branddauer ungeschützt sind (Kap. 3.4.2.1), und Holzoberflächen, die anfänglich durch eine Beplankung/Bekleidung mit Brandschutzfunktion oder durch Dämmstoffe vor der Brandeinwirkung geschützt sind (Kap. 3.4.2.2). 3.4.2.1

Während der gesamten Branddauer ungeschützte Holzbauteile Bei linearen Holzbauteilen, die während der gesamten Branddauer dem Brand ausgesetzt sind (bei denen keine schützende Wirkung von Beplankungen, Bekleidungen mit Brandschutzfunktion oder Dämmstoffen berücksichtigt wird), kann der Nachweis des Feuerwiderstands gemäss den in der Norm SIA 265, Holzbau [11], der SIA/Lignum Dokumentation 83, Brandschutz im Holzbau [3] und der Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Feuerwiderstandsbemessung – Bauteile und Verbindungen› [5] beschriebenen Verfahren erfolgen. Dabei ist zu beachten, dass die in diesen Publikationen angegebenen Abbrandgeschwindigkeiten β0 von 0,8 mm/min für Vollholz und 0,7 mm/min für Brettschichtholz für vollflächige Rechteckquerschnitte mit einer Mindestbreite von 80 mm für 30 Minuten Brandeinwirkung und 140 mm für 60 Minuten Brandeinwirkung gelten (Abb. 342-1). Bei kleineren Querschnitten ist die Abbrandgeschwindigkeit zu erhöhen.

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

342-1

x

x

x

x

zu berücksichtigender Abbrand

Voraussetzungen Für R 30: x1, x2 ≥ 80 mm Für R 60: x1, x2 ≥ 140 mm Abbrandgeschwindigkeit β0 für Vollholz, Leimholz: β0 = 0,8 mm/min für Brettschichtholz: β0 = 0,7 mm/min Schichtdicke dred dred = 7 mm

3.4.2.2 Anfänglich vor der Brandeinwirkung geschützte Holzbauteile Bei linearen Holzbauteilen, die anfänglich durch eine Beplankung oder Bekleidung mit Brandschutzfunktion vor der Brandeinwirkung geschützt sind, ist zu beachten, dass die Abbrandgeschwindigkeit nach dem Versagen der Beplankung/Bekleidung höher ist als die in der Norm SIA 265, Holzbau [11] und der SIA/Lignum Dokumentation 83, Brandschutz im Holzbau [3] angegebenen Werte. Dies gilt auch für Bauteile, bei denen aufgrund der Schutzwirkung von Mineralwolle mit Schmelzpunkt ≥ 1000 °C ein einoder zweiseitiger Abbrand angenommen werden kann. Ein detailliertes Verfahren zum Nachweis des Feuerwiderstands linearer Holzbauteile kann für diese Fälle der Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Feuerwiderstandsbemessung – Bauteile und Verbindungen› [5] entnommen werden. Wird in den Tabellen der vorliegenden Publikation die Bemessung von vor der Brandeinwirkung geschützten linearen Bauteilen (Balken oder Ständern) für eine bestimmte Abbranddauer verlangt, kann der rechnerische Nachweis des Feuerwiderstands näherungsweise gemäss dem in der Norm SIA 265, Holzbau [11] beschriebenen Berechnungsverfahren unter Berücksichtigung der in den Abbildungen 342-2, 342-3 und 342-4 angegebenen Werte durchgeführt werden. Die Werte können vereinfachend für Vollholz, Leimholz und Brettschichtholz verwendet werden.


56

342-2

342-2

Abbrand bei direkt geschützten linearen Holzbauteilen nach dem Versagen der Bekleidung

342-4

x2

Abbrand bei seitlich durch Mineralwolle, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C, geschützten Holzbauteilen

x2

x2

x1

Abbrandgeschwindigkeit β0 Die Abbrandgeschwindigkeit β0 muss für jede Seite gesondert bestimmt werden und hängt von der jeweiligen Kantenlänge ab:

x1

300

[mm/min; xi in mm]

Für 120 ≤ xi ≤ 200 mm:

1 β0 = 1,4 – ⎯⎯ . xi 400

[mm/min; xi in mm]

Bekleidung mit Brandschutzfunktion mit tt Minuten Feuerwiderstand zu berücksichtigender Abbrand

Voraussetzungen x2 ≥ 60 mm; wenn x1 ≤ 120 mm: x2 ≥ x1 d = Mindestdicke der Mineralwolle gemäss Kapitel 3

1 β0 = 1,5 – ⎯⎯ . x1 200

Für x1 ≥ 120 mm: β0 = 0,9 mm/min

70 1 dred = ⎯⎯ – ⎯⎯ . x1 3

Schichtdicke dred dred = 15 mm

342-3

[mm/min; x1 in mm]

Schichtdicke dred Für 60 ≤ x1 ≤ 120 mm:

Für xi ≥ 200 mm: β0 = 0,9 mm/min

Abbrand bei Holzbauteilen mit direkt und indirekt geschützten Seiten nach dem Versagen der Bekleidung 1 Direkt geschützte Seite 2 Indirekt geschützte Seiten

Mineralwolle, SP ≥ 1000°C

Abbrandgeschwindigkeit β0 Für 60 ≤ x1 ≤ 120 mm:

Für 60 ≤ xi ≤ 120 mm:

4 β0 = 2,7 – ⎯⎯ . xi

d

x1

Bekleidung mit Brandschutzfunktion mit tt Minuten Feuerwiderstand zu berücksichtigender Abbrand

342-4

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

9

[mm/min; x1 in mm]

Für x1 ≥ 120 mm: dred = 10 mm

342-3

1

2 x2

x2

x1

x1

Bekleidung mit Brandschutzfunktion mit tt Minuten Feuerwiderstand zu berücksichtigender Abbrand

Voraussetzung x2 ≥ x1

Voraussetzung x2 ≥ x1

Abbrandgeschwindigkeit β0 Für 60 ≤ x1 ≤ 120 mm:

4 β0 = 2,7 – ⎯⎯ . x1 300

Bekleidung mit Brandschutzfunktion mit tt Minuten Feuerwiderstand zu berücksichtigender Abbrand

Abbrandgeschwindigkeit β0 β0 = 0,8 mm/min

[mm/min; x1 in mm]

Für 120 ≤ x1 ≤ 200 mm:

1 β0 = 1,4 – ⎯⎯ . x1 400

[mm/min; x1 in mm]

Für x1 ≥ 200 mm: β0 = 0,9 mm/min

Schichtdicke dred dred = 15 mm

Schichtdicke dred dred = 15 mm


57

3.4.3

343-1

Lineare Holzbauteile R 30, R 30 (nbb)

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Feuerwiderstand von Holzbauteilen in Verbindung mit Bekleidungen mit Brandschutzfunktion

343-1

1 2

1 2

R 30 A

Variante

1 Biegeträger, Druckstab, Zugstab Vollholz, Leimholz, BSH, HWS R 30 bemessen gemäss Kap. 3.4.2.1

2 Ummantelung MHS 3S-Platte HWS GK GK Typ F, GF ■

343-2

Lineare Holzbauteile R 60, R 60/EI 30 (nbb)

B

C

R 30 (nbb) D

Vollflächiger Rechteckquerschnitt (mindestens 60 mm x 60 mm) für Raumtemperatur bemessen

Beliebiger Querschnitt für Raumtemperatur bemessen

Beliebiger Querschnitt für Raumtemperatur bemessen

24 mm 24 mm 19 mm 15 mm 12,5 mm

Bekleidung EI 30 (siehe Kap. 3.5)

Bekleidung EI 30 (nbb) (siehe Kap. 3.5)

Nicht erforderlich

343-2

1 2

1 2

Variante

R 60 A

B

C

R 60/EI 30 (nbb) D E

1 Biegeträger, Druckstab, Zugstab Vollholz, Leimholz, BSH, HWS R 60 bemessen R 30 bemessen Beliebiger gemäss gemäss Querschnitt Kap. 3.4.2.1 Kap. 3.4.2.2 für Raumtemperatur bemessen

R 30 bemessen Beliebiger gemäss Querschnitt Kap. 3.4.2.2 für Raumtemperatur bemessen

2 Ummantelung Bekleidung mit Brandschutzfunktion gemäss Kapitel 3.5

Bekleidung EI 30 (nbb)

Nicht erforderlich

Bekleidung EI 30

Bekleidung EI 60

Bekleidung EI 60/EI 30 (nbb)


58

3.4.4

Feuerwiderstand von Stahlbauteilen in Verbindung mit Bekleidungen mit Brandschutzfunktion

Stahlbauteile (Strukturen, Verbindungen, einzelne lineare Elemente) gewährleisten, unabhängig von deren Geometrie und Ausnutzungsgraden, einen Feuerwiderstand R 30, wenn sie mit einer Bekleidung mit Brandschutzfunktion EI 30 oder EI 30 (nbb) ummantelt sind, und einen Feuerwiderstand R 60, wenn sie mit einer Bekleidung mit Brandschutzfunktion EI 60, EI 60/EI 30 (nbb) oder EI 60 (nbb) ummantelt sind. Je nach Geometrie und Ausnutzungsgrad des Stahlbauteils sind dünnere Bekleidungsstärken oder andere Bekleidungsmaterialien als die in Kapitel 3.5 angegebenen möglich.

3.5

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Ein entsprechender Nachweis kann erfolgen durch • die Verwendung von Bekleidungen beziehungsweise Produkten gemäss dem Kapitel ‹Bauteile – Verkleidungen von nichtbrennbaren Bauteilen› des Schweizerischen Brandschutzregisters VKF [2] • Berechnung gemäss den in Steeldoc 02/06, Brandschutz im Stahlbau [15] beschriebenen Verfahren • Berechnung der Tragfähigkeit von Verbindungen gemäss der SIA/Lignum Dokumentation 83, Brandschutz im Holzbau [3] und der LignumDokumentation Brandschutz, Publikation ‹Feuerwiderstandsbemessung – Bauteile und Verbindungen› [5]

Bekleidungen mit Brandschutzfunktion

Der Einsatz von Bekleidungen mit Brandschutzfunktion an linearen Bauteilen muss nach den Angaben in Kapitel 3.4 erfolgen. Die Bekleidungen sind auf allen dem Feuer ausgesetzten Seiten anzubringen. Bei Wänden und Decken müssen Bekleidungen mit Brandschutzfunktion in der Regel beidseitig angebracht werden. Beim Einsatz von Bekleidungen mit Brandschutzfunktion als Bodenaufbauten müssen diese auf einer vollflächigen, tragfähigen Unterlage aufgelegt sein, da die Bekleidung mit Brandschutzfunktion nach der Brandeinwirkung keine tragende Funktion mehr übernehmen kann.

Tabelle 350-1 enthält Bekleidungen mit Brandschutzfunktion mit bis zu 60 Minuten Feuerwiderstand. Weitere Bekleidungen mit Brandschutzfunktion können den Anhängen werkstoffoptimierter Bauteile zur vorliegenden Publikation sowie dem Schweizerischen Brandschutzregister VKF [2], Kapitel ‹Bauteile – Verkleidungen von brennbaren Bauteilen› und ‹Allgemein zugelassene Bauteile – Brandschutzverkleidungen für nichtbrennbare und brennbare Bauteile› entnommen werden. ,


59

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

350-1

1 2 1 2

1 2

1 2

Voraussetzungen • Beim Tragwerksentwurf ist zu berücksichtigen, dass Bekleidungen mit Brandschutzfunktion während der Brandeinwirkung ihre statische Wirksamkeit verlieren können. • In Abweichung zu den Ausführungsbestimmungen in Kapitel 1.6 sind bei 3S-Platten und HWS in Bekleidungen mit Brandschutzfunktion Stösse über freiem Feld (fliegende Stösse) nur erlaubt, wenn sie – mit Fugentyp 1 gemäss Abbildung 163-3 (hinterlegt) ausgebildet sind oder – mit Fugentyp 2 oder 3 gemäss Abbildung 163-3 ausgebildet sind und die dahinter liegende Kammer mit Mineralwolle, Schmelzpunkt ≥ 1000 °C, gefüllt ist. • Erforderliche Schichtdicken gemäss untenstehender Tabelle (Angaben in mm)

Variante

EI 30 A

B

EI 30 (nbb) EI 60 C D

E

F

G

EI 60/EI 30 (nbb) H J

EI 60 (nbb) K

1 Schicht 1 GK, GF

12,5

12,5

15

18

18

31 30 18 18 20 25 20

14 14

58 57 15 + 15 1)

39 38

33 32

25 25

25 25

2 Schicht 2 3S-Platte HWS GK GF Unterlagsboden Gips 1) Kalziumsilikatfaserzementplatte 1), mindestens BKZ 6q.3, Rohdichte ≥ 450 kg/m3 Blähglimmer 1), Rohdichte ≥ 700 kg/m3 Holzwolle, mineral. gebunden, mit 15 mm Verputz 1) Leichtbeton, Porenbeton, Gasbeton, Blähbeton 1) Verputze aus Kalk-, Zement-, Gipsmörtel 1) Verputze aus Perlite-, Vermiculitemörtel 1) Mineralfaser-, Spritzputz 1) ■

350-1

15 + 15 1)

15 + 15 1)

18 18 20 25 20

12,5+12,5

12,5+12,5

12,5+12,51)

30 40 30

30 40 30

30 40 30

22

22

30

30

30

25

25

50

50

50

40

40

40

40

40

20

20

30

30

30

20

20

25

25

25

20

20

30

30

30

1)

Nicht erforderlich 1) Gemäss Schweizerischem Brandschutzregister VKF [2]. Ausführung gemäss Herstellerangaben

Bekleidungen mit Brandschutzfunktion

1)


60

4

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Bauteile mit einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten In Bauteilen mit einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten beschränkt sich die Anwendung von Holz auf die folgenden zwei Bereiche:

4.1 410-1

Bekleidete Holzkonstruktionen

410-1

Lineare und flächige Bauteile, Feuerwiderstandsdauer 90 Minuten

410-2 1

1

1

410-2

Bekleidungen, Feuerwiderstandsdauer 90 Minuten, gemäss Schweizerischem Brandschutzregister VKF [2]

• Brandmauern REI 90 zwischen Einfamilienhäusern (siehe Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Brandmauern – Konstruktion REI 90› [8]) • in Absprache mit der Brandschutzbehörde für die Sanierung bestehender Bauten

1

Bekleidungen, Feuerwiderstandsdauer 90 Minuten Gips 2 x 25 mm Gipskartonplatten 3 x 15 mm Gipsfaserplatten, 3 x 12,5 mm mindestens BKZ 6q.3, Rohdichte 800 kg/m3 bis 1000 kg/m3 Kalziumsilikatfaserzementplatte, 40 mm mindestens BKZ 6q.3, Rohdichte ≥ 450 kg/m3 Blähglimmer, Rohdichte ≥ 700 kg/m3 40 mm Leichtbeton, Porenbeton, 40 mm Gasbeton, Blähbeton Unterlagsboden 50 mm Verputze aus Kalk-, Zement-, Gipsmörtel 50 mm Verputze aus Perlite-, Vermiculitemörtel 35 mm Mineralfaser-, Spritzputz 45 mm

1 Bekleidung, Feuerwiderstandsdauer 90 Minuten

Bei linearen wie auch bei flächigen Bauteilen wird der Feuerwiderstand durch das Anbringen nicht brennbarer Bekleidungen mit einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten erbracht (Schicht 1 in Abb. 410-1). Entsprechende Bekleidungen können Tabelle 410-2 oder dem Schweizerischen Brandschutzregister VKF [2], Kapitel ‹Bauteile – Verkleidungen von brennbaren Bauteilen› und ‹Allgemein zugelassene Bauteile – Brandschutzverkleidungen für nichtbrennbare und brennbare Bauteile› entnommen werden.

4.2

An die innen liegende Konstruktion bestehen keine brandschutztechnischen Anforderungen. Es sind beliebige für Raumtemperatur bemessene Holzbauteile einsetzbar. Dämmschichten sind brandschutztechnisch nicht notwendig, müssen aber mindestens BKZ 6q.3 aufweisen. Die Ausbildung von Fugen und Unterkonstruktion sowie die Befestigung der Bekleidungen erfolgen nach Angaben der Materialhersteller.

Bauteilkonstruktionen mit Feuerwiderstand

Konstruktionen mit einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten, bei denen der Feuerwiderstand durch Beplankungen, Dämmung und Holzkonstruktion gesamthaft erbracht wird, können den Anhän-

gen werkstoffoptimierter Bauteile zur vorliegenden Publikation sowie der Lignum-Dokumentation Brandschutz, Publikation ‹Brandmauern – Konstruktion REI 90› [8] entnommen werden.


61

5

Glossar Auflage Oberste Schicht bei Bodenkonstruktionen. Sie kann schwimmend verlegt oder auf einer Unterkonstruktion befestigt sein. Baustoff Als Baustoffe gelten alle für die Herstellung von Bauten, Anlagen und Bauteilen sowie für den Ausbau verwendeten Materialien, an deren Brandverhalten Anforderungen gestellt werden. Baustoffe werden über genormte Prüfungen oder andere VKF-anerkannte Verfahren klassiert. Massgebende Kriterien sind insbesondere Brand- und Qualmverhalten, brennendes Abtropfen und Wärmefreisetzung. Unterschieden werden im wesentlichen zwei Arten von Klassierungssystemen: Die in der Schweiz gebräuchliche und in den aktuellen Brandschutzvorschriften angewendete Klassierung nach der Brandkennziffer (BKZ) und die Klassierung nach EN. Bauteil Als Bauteile gelten alle Teile eines Bauwerks, an deren Feuerwiderstand Anforderungen gestellt werden. Massgebend ist insbesondere die Feuerwiderstandsdauer bezüglich der Kriterien Tragfähigkeit (R), Raumabschluss (E) und Wärmedämmung (I). Bekleidung Bekleidung mit Brandschutzfunktion Siehe Kapitel 1.4 und 3.5 Beplankung Flächenförmige Schicht aus festem, feuerwiderstandsfähigem Material mit mindestens BKZ 4.2, die mit Ständern, Balken oder einem Vollquerschnitt verbunden ist. Beplankungen können aus mehreren Schichten bestehen. Brandkennziffer BKZ Die Brandkennziffer gibt Auskunft über die Klassierung eines Baustoffes. Massgebend sind das Brennverhalten (Brennbarkeitsgrad 1 bis 6) und das Qualmverhalten (Qualmgrad 1 bis 3). Fichtenholz beispielsweise weist die BKZ 4.3 auf, zusammengesetzt aus dem Brennbarkeitsgrad 4 (mittelbrennbar) und dem Qualmgrad 3 (schwache Qualmbildung). Brandabschnitt Brandabschnitte sind Bereiche von Bauten und Anlagen, die durch brandabschnittsbildende Bauteile voneinander getrennt sind. Brandabschnittsbildende Bauteile Brandabschnittsbildende Bauteile sind raumabschliessende Bauteile wie Brandmauern, brandabschnittsbildende Wände und Decken, Brandschutzabschlüsse und Abschottungen. Brandabschnittsbildende Wände und Decken sind feuerwiderstandsfähige Bauteile, die Bauten und Anlagen in Brandabschnitte unterteilen.

6

Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Dämmung, brandschutztechnisch wirksam Dämmaterial, das einen Beitrag zur Brandabschnittsbildung leistet und/oder tragende Elemente für eine bestimmte Zeit vor dem Abbrand schützt. Feuerwiderstand Der Feuerwiderstand kennzeichnet das Brandverhalten von Bauteilen. Er ist die Mindestzeit in Minuten, während der ein Bauteil die gestellten Anforderungen (beispielsweise Tragfähigkeit ‹R›, Raumabschluss ‹E› oder Wärmedämmung ‹I›) erfüllen muss. nbb (nicht brennbar) Mit dem Zusatz ‹(nbb)› bezeichnete Bauteile müssen ganz oder teilweise aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen. Die detaillierten Anforderungen an den Schichtaufbau von Holzbauteilen können den Kapiteln 1.3 und 1.4 entnommen werden. Raumabschluss ‹E› (Etanchéité – Dichtigkeit) Kriterium für die Fähigkeit raumabschliessender Bauteile, den Durchtritt von Feuer und Rauch zu verhindern. Schmelzpunkt Der Schmelzpunkt von Mineralfaserplatten wird gemäss DIN 4102, Teil 17 ermittelt. Erfüllen die Mineralfaser-Dämmstoffe die in Teil 17 festgelegten Anforderungen, ist der Nachweis eines ‹Schmelzpunktes ≥ 1000 °C› erbracht. Tragschicht Erste obere Beplankung auf Balkenlagen mit tragender Funktion (Übertragung der Vertikallasten auf Balkenlage). Tragfähigkeit ‹R› (Résistance – Tragfähigkeit) Kriterium für die Standsicherheit von Tragwerken oder Bauteilen gegenüber bestimmten Einwirkungen. Trittschalldämmung Dämmschicht in Decken, die in der Regel zwischen Tragschicht und Auflage liegt. Sie kann flächig (mit schwimmender Auflage) oder zwischen Latten verlegt sein. Verkleidung Der Begriff ‹Verkleidung› wird durch ‹Bekleidung› ersetzt. Siehe Kapitel 1.4 und 3.5. Wärmedämmung ‹I› (Isolation – Wärmedämmende Wirkung) Kriterium für die Fähigkeit einer raumabschliessenden Konstruktion, den Wärmedurchgang zu begrenzen.

Literaturverzeichnis [1]

Schweizerische Brandschutzvorschriften VKF, 2003, Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF, Bern. Online: http://bsvonline.vkf.ch [2] Schweizerisches Brandschutzregister VKF, 2007, Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF, Bern. Online: http://bsronline.vkf.ch [3] SIA/Lignum Dokumentation 83, 1997: Brandschutz im Holzbau, SIA/Lignum, Zürich [4] Lignatec, Lignum-Dokumentation Brandschutz, Bauten in Holz – Brandschutzanforderungen, Lignum, 2005, Zürich [5] Lignum-Dokumentation Brandschutz, 3.1 Feuerwiderstandsbemessung – Bauteile und Verbindungen, Lignum, Zürich, Verfügbarkeit: siehe www.lignum.ch [6] Lignum-Dokumentation Brandschutz, 4.2 Bauteile in Holz – Anschlüsse bei Bauteilen mit Feuerwiderstand, Lignum, Zürich, Verfügbarkeit: siehe www.lignum.ch [7] Lignum-Dokumentation Brandschutz, 6.1 Haustechnik – Installationen und Abschottungen, Lignum, Zürich, Verfügbarkeit: siehe www.lignum.ch [8] Lignum-Dokumentation Brandschutz, 9.1 Brandmauern – Konstruktion REI 90, Lignum, 2007, Zürich [9] SN 505 260, 2003: Grundlagen der Projektierung von Tragwerken, SIA, Zürich [10] SN 505 261, 2003: Einwirkungen auf Tragwerke, SIA, Zürich

[11] SN 505 265, 2003: Holzbau, SIA, Zürich [12] SN 505 265/1, 2003: Holzbau – Ergänzende Festlegungen, SIA, Zürich [13] SN EN 1995-1-2 (SIA 265.002), 2004: Eurocode 5: Entwurf, Bemessung und Konstruktion von Holzbauten, Teil 1-2: Allgemeine Regeln – Tragwerksbemessung für den Brandfall [14] Merkblatt Brandschutz, Bemessung von Holz-BetonVerbunddecken bis 60 Minuten Feuerwiderstand, Lignum, 2001, Zürich [15] Steeldoc 02/06, Brandschutz im Stahlbau, SZS Stahlbau Zentrum Schweiz, 2006, Zürich [16] DIN 4102, Teil 4, 1994: Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen, Beuth Verlag, Berlin [17] DIN 4102, Teil 22, 2004: Anwendungsnorm zu DIN 4102-4 auf der Bemessungsbasis von Teilsicherheitsbeiwerten, Beuth-Verlag, Berlin [18] Kordina K., Meyer-Ottens C., 1994: Holz-BrandschutzHandbuch, Deutsche Gesellschaft für Holzforschung, München [19] SEV 2005: Technische Norm SN SEV 1000:2005, Niederspannungs-Installations-Norm (NIN), Schweizerischer Elektrotechnischer Verein SEV, Fehraltdorf


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Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Anhänge: Kataloge werkstoffoptimierter Bauteile Durch den Einsatz geprüfter und qualitätsgesicherter Produkte können von Firmen werkstoffoptimierte Lösungen angeboten werden, die im Schichtaufbau gegenüber der vorliegenden Publikation Verbesserungen bringen. Kataloge werkstoffoptimierter Bauteile bilden Anhänge zum vorliegenden Stammdokument ‹4.1 Bauteile in Holz – Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand›.

Holz und Holzwerkstoffe Decken- und Wandsysteme

HWS HWS vergütet

Anhänge werkstoffoptimierter Bauteile können nach der Kenntnisnahme durch die Technische Kommission Brandschutz der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen TKB-VKF in Verkehr gebracht werden. Lignum bietet Unterstützung bei der Erarbeitung von Katalogen werkstoffoptimierter Bauteile. Weitere Informationen sind bei Lignum, www.lignum.ch und bei den nachstehend aufgeführten Projektpartnern erhältlich.

Jago AG, 5314 Kleindöttingen Kifa AG, 8355 Aadorf Kronospan Schweiz AG, 6122 Menznau Lignatur AG, 9104 Waldstatt Logus Systembau AG, 9215 Schönenberg, und Sägerei Sidler AG, 8917 Oberlunkhofen Schmidlin Holzbau AG, 6422 Steinen Steko Holz-Bausysteme AG, 8592 Uttwil Tschopp Holzbau AG, 6280 Hochdorf Wälti Holzbau AG, 3534 Signau Wellsteg, p. a. Charpentes Vial SA, 1724 Le Mouret Eternit (Schweiz) AG, 8867 Niederurnen Jago AG, 5314 Kleindöttingen Kronospan Schweiz AG, 6122 Menznau

Mineralisch gebundene Werkstoffe Gipskartonplatten (GK) Knauf AG, 4153 Reinach Rigips AG, 5506 Mägenwil Gipsfaserplatten (GF) Knauf AG, 4153 Reinach Rigips AG, 5506 Mägenwil Xella Trockenbau-Systeme GmbH, 3110 Münsingen Weitere mineralisch Eternit (Schweiz) AG, 8867 Niederurnen gebundene Werkstoffe Jago AG, 5314 Kleindöttingen Promat AG, 8544 Rickenbach-Attikon Dämmstoffe Holzfaser Mineralwolle

Zellulosefaser

Pavatex SA, 1701 Fribourg Kronospan Schweiz AG, 6122 Menznau Flumroc AG, 8890 Flums Sager AG, 5724 Dürrenäsch Saint-Gobain Isover AG, 1522 Lucens Isofloc AG, 9606 Bütschwil

www.jago.ch www.kifa.ch www.kronospan.ch www.lignatur.ch www.optiholz.ch www.holzhaus-schmidlin.ch www.steko.ch www.tschopp-holzbau.ch www.triasol.ch www.vialcharpentes.ch www.eternit.ch www.jago.ch www.kronospan.ch

www.knauf.ch www.rigips.ch www.knauf.ch www.rigips.ch www.fermacell.ch www.eternit.ch www.jago.ch www.promat.ch

www.pavatex.ch www.kronospan.ch www.flumroc.ch www.sager.ch www.isover.ch www.isofloc.ch


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Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Lignum-Dokumentation Brandschutz Planung Nachweise Konstruktion

1

Planung Anforderungen an Tragwerke und Brandabschnitte Verwendung brennbarer Baustoffe

2

Qualitätssicherung Zuständigkeiten und Abläufe

3

Feuerwiderstandsbemessung Bauteile und Verbindungen

4

Bauteile in Holz Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand Anschlüsse bei Bauteilen mit Feuerwiderstand

5

Flucht- und Rettungswege Treppenanlagen und Korridore

6

Haustechnik Installationen und Abschottungen

7

Aussenwände Konstruktion und Bekleidungen

8

Abschlüsse Tür- und Trennwandsysteme Brandschutzfenster

9

Brandmauern Konstruktion und Anschlüsse

Die Lignum-Dokumentation Brandschutz zeigt die Möglichkeiten der Holzverwendung auf, die sich durch die Schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF (Ausgabe 2003, gültig seit 1.1.2005) ergeben. Sie stellt für Architekten, Ingenieure, Brandschutzbehörden und Ausführende ein wichtiges Arbeitsinstrument in Planung, Vollzug und Umsetzung dar. Sie vermittelt ein breites Wissen über den Brandschutz im Holzbau, fördert die fachliche Kompetenz und bildet damit die Voraussetzungen, die den Holzbau als brandschutztechnisch sichere Bauweise entscheidend prägen. Die Lignum-Dokumentation Brandschutz besteht aus Themenblöcken, denen einzelne, aufeinander abgestimmte Publikationen zugeordnet sind. Die Themenblöcke sind nebenstehend aufgeführt. Die Publikationen der Lignum-Dokumentation Brandschutz erscheinen fortlaufend und ersetzen die SIA/Lignum Dokumentation 83, Brandschutz im Holzbau aus dem Jahre 1997. Lignum informiert über den aktuellen Stand der Publikationen (www.lignum.ch).

Leitende Autoren Jakob Studhalter, Josef Kolb AG, Uttwil Reinhard Wiederkehr, Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See

10 Grundlagen Begriffe, Brandverhalten, Prüfung und Klassierung

Projektpartner Lignum, Holzwirtschaft Schweiz holz 21, Förderprogramm des BAFU SHF, Selbsthilfefonds der Schweizerischen Waldund Holzwirtschaft Fonds zur Förderung der Wald- und Holzforschung VKF, Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen SIA, Schweizerischer Ingenieurund Architektenverein

Verbände • FFF Schweizerischer Fachverband Fenster- und Fassadenbranche • FRM Fédération suisse romande des entreprises de menuiserie, ébénisterie et charpenterie • HIS Holzindustrie Schweiz • Holzbau Schweiz • HWS Holzwerkstoffe Schweiz • ISP Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkettindustrie • SFH Schweizer Fachgemeinschaft Holzleimbau • SFV Schweizerischer Furnier-Verband • STE Verband Schweizerischer Holzingenieure • VGQ Schweizerischer Verband für geprüfte Qualitätshäuser • VSH Verband Schweizerischer Hobelwerke • VSRH Verband Schweizer Rund- und Schnittholzhändler • VSSM Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten • WVS Waldwirtschaft Schweiz

Fachstellen Teilprojekt B4, Holzbauteile mit einer Feuerwiderstandsdauer von 30 und 60 Minuten • IBK, Institut für Baustatik und Konstruktion, ETH Hönggerberg, 8093 Zürich • Empa, Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, 8600 Dübendorf

Versicherungen/Ämter • Aargauisches Versicherungsamt • Assekuranz AR, Gebäudeversicherung • Basellandschaftliche Gebäudeversicherung • Gebäudeversicherung Bern • Etablissement Cantonal d’Assurance des Bâtiments, Fribourg • Gebäudeversicherung Graubünden • Etablissement Cantonal d’Assurance immobilière et de prévention, Jura • Gebäudeversicherung des Kantons Luzern • Etablissement Cantonal d’Assurance et de Prévention, Neuchâtel • NSV Nidwaldner Sachversicherung • Gebäudeversicherung des Kantons Schaffhausen • Solothurnische Gebäudeversicherung • Gebäudeversicherung Thurgau • Etablissement d’assurance contre l’incendie et les éléments naturels du Canton de Vaud • Gebäudeversicherung Zug • Gebäudeversicherung Kanton Zürich • Hochbauamt Vaduz, Fürstentum Liechtenstein


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Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand

Impressum Projekt ‹Brandsicherheit und Holzbau› ‹Brandsicherheit und Holzbau› ist ein Gesamtprojekt der schweizerischen Wald- und Holzwirtschaft zur Sicherung eines hohen Brandschutzes von Holzbauten und Bauteilen aus Holz. Schwerpunkte sind Forschung und Entwicklung, Wissenstransfer in Form von Kursen und Dokumentationen (Lignum-Dokumentation Brandschutz) sowie die Qualitätssicherung. Die Grundlagen für die vorliegende Publikation stammen aus dem Teilprojekt B4, Holzbauteile mit einer Feuerwiderstandsdauer 30 und 60 Minuten, des Projektsegmentes B, Forschung und Entwicklung. Projektleitung Bernhard Furrer, Lignum, Zürich

Lignum-Dokumentation Brandschutz 4.1 Bauteile in Holz – Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand Autoren Dr. Andrea Frangi, dipl. Bauingenieur ETH/SIA, ETH Zürich, Institut für Baustatik und Konstruktion IBK Vanessa Schleifer, dipl. Bauingenieur TU, ETH Zürich, Institut für Baustatik und Konstruktion IBK Jakob Studhalter, dipl. Holzbauingenieur FH/STV, Josef Kolb AG, Uttwil

Reinhard Wiederkehr, Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See

Fachliche Begleitung Prof. Dr. Mario Fontana, Professor für Stahl-, Holz- und Verbundbau am Institut für Baustatik und Konstruktion IBK, ETH Zürich

Massgebliche Unterstützung holz 21, Förderprogramm des Bundesamts für Umwelt BAFU www.holz21.ch

Reinzeichnungen Josef Kolb AG, Uttwil

Josef Kolb, Josef Kolb AG, Uttwil

Herausgeber Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, Zürich Christoph Starck, Direktor Fachausschuss ‹Brandschutz im Holzbau, Lignum, VKF, SIA› Der Fachausschuss ‹Brandschutz im Holzbau, Lignum, VKF, SIA› begleitet und koordiniert die Entwicklung im Bereich Brandschutz und Holzanwendung und leitet die inhaltliche Ausrichtung des Gesamtprojektes ‹Brandsicherheit und Holzbau› sowie der LignumDokumentation Brandschutz. Dessen Mitglieder sind:

Gestaltung BN Graphics, Zürich Druck Kalt-Zehnder-Druck AG, Zug

Josef Kolb, Josef Kolb AG, Uttwil (Vorsitz) Tony Abegglen, Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen, Bern Marc-Olivier Burdet, Division Prévention, Etablissement Cantonal d’Assurance, Pully Prof. Dr. Mario Fontana, Institut für Baustatik und Konstruktion, ETH Hönggerberg, Zürich Bernhard Furrer, Lignum, Zürich Daniel Ingold, Lignum Office romand, Le Mont-sur-Lausanne

Das Copyright dieser Publikation liegt bei Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, Zürich. Eine Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Herausgebers zulässig. Haftungsausschluss Die vorliegende Publikation wurde mit aller Sorgfalt und nach bestem Wissen erstellt. Die Herausgeber haften nicht für Schäden, die durch die Benützung und Anwendung der vorliegenden Publikation entstehen können.

Jean-Pierre Jungo, Gebäudeversicherung Bern, Ittingen Jürg Neeracher, Kantonale Feuerpolizei, Zürich Hans Schneeberger, Zofingen, Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen, Bern Marco Sgier, Gebäudeversicherung Graubünden, Chur Reinhard Wiederkehr, Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See

LIGNUM Holzwirtschaft Schweiz Falkenstrasse 26, 8008 Zürich Tel. 044 267 47 77, Fax 044 267 47 87 info@lignum.ch www.lignum.ch

Lignum-Hotline: 044 267 47 83 Benutzen Sie unsere Fachberatung am Telefon von 8–12 Uhr, die täglich von Montag bis Freitag gratis zur Verfügung steht.

Lignum-Dokumentation Brandschutz 4.1 Bauteile in Holz – Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand 1. Auflage Erschienen im Oktober 2007

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Bauteile in Holz – Decken, Wände und Bekleidungen mit Feuerwiderstand  

Dieses Dokument liegt in einer Neufassung nach BSV 2015 vor. Lignum-Dokumentation Brandschutz 4.1 Grundlagenwerk für Aufbau und Ausführung v...

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