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l e s p re s s D a s andere F r a u e n m a g a z i n

I n t e rv i ew

Anne Clark Po rt r a i t

Frauen Reisen - Frauen unterwegs Verbotene Liebe: K ATHARINA DA L I C H AU Z e i t reise: ANNA ELISABETH W E I R AU C H april 2004, ausgabe 102, jahrgang 10

3,48 Euro (D)

6,80 SF (CH)


editorial/impressum

Guten Tag! Nach eher konkreten Reisetipps in den vergangenen Ausgaben stellen wir Ihnen in diesem Heft Europas größte Frauenreiseveranstalterin „Frauen unterwegs - Frauen reisen“ vor. Die Damen feiern in diesem Jahr ihren 20sten Geburtstag, zu dem wir ihnen hiermit recht herzlich gratulieren. Für die „Stubenhockerinnen“ unter Ihnen gibt’s natürlich auch jede Menge Lesestoff: Claudia Schoppmann, die im März in ihrem Leserbrief eine kleine Korrektur zur letzten „Zeitreise“ anmerkte, griff danach direkt selbst zur Feder und stellt uns in diesem Monat die Schriftstellerin Ana Elisabeth Weirauch vor. Und als Schmankerl für alle Serienjunkies bieten wir Ihnen ein Interview mit der Schauspielerin Katharina Dalichau aus der Serie „Verbotene Liebe“. Das ist natürlich nohc nicht alles - lesen Sie selbst! Viel Vergnügen mit lespress und einen schönen April

wünscht Ihre Ulrike Anhamm

IMPRESSUM

TV-Tipps: Dagmar Trüpschuch Gestaltung: Babette Dörmer, HH

Herausgeberin: lespress/Anhamm Neue Medien Dyroffstraße 12 D-53113 Bonn Tel.: 0228- 97 68 044 FAX: 0228 -97 68 048 e-mail: info@lespress.de www.lespress.de Titelphoto: Scharzkopf & Schwarzkopf Redaktion: Ulrike Anhamm, Sabine König, Cordula Trauner Assistenz: Ulrike Jung Termine: Cordula Trauner Service-Seiten: B. Gräfe

lespress ❘ april 2004

Freie MitarbeiterInnen dieser Ausgabe: Ansgar Drücker, Irene Hummel (ira), Anne K. Jung, Sabine König (sk), Michael Lenz (ml), Miss Marple, Ulrike Mattern, Yvonne Renne, Sabine Röhrbein, Ute Roos, Claudia Schoppmann, Susanne Schwonbeck, Jutta Swielinski, Dagmar Trüpschuch, Leonie Wild, Amelie Zapf Druck: Druckerei Paffenholz Abobetreuung: 0228-97 68 047, abo@lespress.de Anzeigenbetreuung: 0228-97 68 046, kaz@lespress.de

Termine: 0228-97 68 044, termine@lespress.de Vertrieb: Dr. Heide & Partner GmbH, PMS - Print Medien Service, Eigenvertrieb lespress erscheint zum jeweils 28./29. des Vormonats. Es gilt die Anzeigenpreisliste 5 vom 01.01.2002 Redaktionsschluss: jeweils 5. des Vormonats Termine undAnzeigenschluss: jeweils 7. des Vormonats Druckunterlagenschluss: jeweils 10. des Vormonats

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung der jeweiligen AutorInnen wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren sexuelle Orientierung. Für unaufgeforderte Manuskripte und Photos übernimmt der Verlag keine Haftung. Der Nachdruck von Text, Photos und Grafik sowie die Veröffentlichung in elektronischen Medien, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung durch den Verlag. Veranstaltungshinweise werden kostenlos abgedruckt. Für die Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen. lespress erscheint seit November 1995 monatlich ISSN: 1616-2099

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er jetzt ein Lespress-Abo für 33,23 EUR bestellt, spart 8,53 EUR, hat ein glückliches Jahr vor sich und bekommt ein schönes Geschenk von uns dazu: NeuabonnentInnen können sich freuen auf Regina Nösslers neues Buch „Alltag tötet“, das im Querverlag erschienen ist.

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o Ich habe das Kleingedruckte gelesen Datum, 2. Unterschrift Alles gelesen, korrekt ausgefüllt und zweimal unterschrieben? Fein. Dann kann’s ja losgehen! lespress, Abo-Verwaltung, Dyroffstraße 12, 53113 Bonn, e-mail: abo@lespress.de, FAX: 0228-97 68 048

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lespress ❘ april 2004


inhalt

22 Wahre Liebe ist jenseits von Schmutz und Sünde. Verfochten hat diese Ansichten die Schriftstellerin Anna Elisabet Weirauch (1887-1970) in ihrem 1919 erschienenen Roman - zu einer Zeit also, als Frauenbezie hungen keineswegs als salonfähig galten. Ein Portrait von Claudia Schoppmann

editorial/impressum

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aboaktion

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lesmopolitan Informationen zum lesbischen Leben aus Deutschland

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und der ganzen Welt schwarz auf weiß

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Neuer Lesestoff für lange Winterabende im Frühling tipps und tricks

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Was ist Rippen?

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hör zu

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Neue Hörbücher

n der Potsdamer Straße in Berlin sitzt eine Institution in Sachen Frauenreisen, mit der seit 20 Jah ren Frauen durch die Länder ziehen, seien es ferne Ziele wie China, Südafrika und Kuba oder der heimische Schwarzwald. 20 Jahre „Frauen unterwegs Frauen reisen. Ein Bericht von Ulrike Mattern

kling und klang

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Neue Tonträger zeitreise

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Anna Elisabet Weirauch und „Der Skropion“ Stadt land fluss

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Frauen Reisen interview

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Anne Clark

28 Einer ihrer Songs heißt „Weltschmerz“. Treffender könnte man die 43-jährige Anne Clark nicht charakterisieren. Mit ihren tiefdunklen, melancholischen Gedichten, hinrezitiert über Klangcollagen, die in den ver schiedensten Genres wurzeln, schuf Anne Clark den Typus der Spoken Word-Künstlerin, lange bevor HipHop salonfähig war und noch länger vor inflationä ren Poetry Slams. Amelie Zapf traf die britische Songpoetin in Berlin

interview

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Die Bodenkosmetikerinnen wellness

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bewegte bilder

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Monster bewegte bilder

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lesben in serie

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Verbotene Liebe interview

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Katharina Dalichau (Verbotene Liebe)

37 Seit einigen Monaten findet sich wieder mal ein Lesbenpaar in der Serie „Verbotene Liebe“. Nach Nina und Erika dürfen sich Carla und Hanna jedoch weitaus „normaler“ bewegen als ihr e Vorgängerinnen. Anlass genug für Serienexpertin Jutta Swietlinski, einen Blick auf die Serie zu werfen und mit einer der Akteurinnen zu sprechen.

fern sehen

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Die TV-Tipps in diesem Monat termine

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kleine anzeigen

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heimkino

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Neu auf DVD miss marple

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lesmopolitan in ter national

Phnom Penh: König Norodom

Phnom Penh

Khmer Rosé Kommt die Homoehe auch in Kambodscha? Ganz bestimmt, wenn es nach dem König des asiatischen Landes geht. König Norodom Sihanouk nämlich war von den schwulen Hochzeiten in San Francisco im Februar dermaßen beeindruckt, dass er verkündete: „Da Kambodscha seit 1993 eine liberale Demokratie ist, sollte es auch die Hochzeit zwischen Mann und Mann oder Frau und Frau erlauben.“ Der Monarch der Khmer findet auch, dass Transsexuelle „in unserer Nation akzeptiert und gut behandelt werden sollten“. Er betonte, Gott habe Homosexualität durchaus als einen Teil des Fassettenreichtums bei Mensch und Tier vorgesehen. Der König hat jedoch nicht das politische Sagen in seinem Königreich. Kambodscha ist eine konstitutionelle Monarchie und Regierung und Parlament haben sich bislang zu dem royalen Ja-Wort nicht geäußert. (ML)

Lausanne

Keine Transen nach Athen Noch immer ist es ungewiss, ob bei den Olympischen Spielen von Athen erstmals transsexuelle Sportler antreten dürfen. Das „Internationale Olympische Komitee“ (IOC, http://www. olympic.org) hatte zwar im vergangenen November grundsätzlich grünes Licht erteilt. Anfang März sprach sich der IOC- Vorstand jedoch für eine Verschiebung der konkreten Umsetzung des Beschlusses aus. Der IOC-Chef und ehemalige Arzt Jacques Rogge erklärte, seine Vorstandskollegen hätten Schwierigkeiten, die medizinischen Aspekte einer Geschlechtsumwandlung zu verstehen. „Wir müssen uns offenbar mehr Mühe geben, den Leuten die Hintergründe zu erklären und Ängste abzubauen“, sagte Rogge gegenüber Medien. So befürchteten einige IO C-Mitglieder, dass Transsexuelle einen

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Lausanne: Jacques Rogge

körperlichen Vorteil gegenüber „richtigen Frauen“ haben könnten. Rogge bezweifelte, dass alle Schwierigkeiten und Bedenken bis Athen ausgeräumt werden könnten. (ML)

Rom

Katholischer Voodoo Die Katholische Kirche hat eine neue Breitseite gegen Homosexualität abgefeuert. Die Nachrichtenagentur „Zenit News“ (Motto: Die Welt von Rom aus gesehen) machte im Februar groß ein Interview mit einem katholischen Priester aus den USA auf, der vorgibt, durch „Gebete und Psychotherapie“ Lesben und Schwule von ihrer sexuellen Orientierung heilen zu können. In dem Interview widmete sich Pater John Harvey Kindern. Wenn Eltern den Verdacht hätten, ihr Kind „experimentiere mit Homosexualität“, müssten sie „sofort therapeutische Hilfe von einem zuverlässigen, katholischen Arzt suchen“, forderte Harvey. Die Äußerungen des amerikanischen Geistlichen stießen weltweit auf Protest. „Erschreckenden Unsinn“, nannte ein Sprecher der „Gay and Lesbian Humanist Association“ (http://www.galha. org) Harveys Forderung. „Die Besessenheit des Vatikans mit dem Thema Homosexualität bedroht das Wohlbefinden der Lesben und Schwulen weltweit.“ (ML)

New York

Chicago Gastgeberstadt für Gay Games 2006 Die Gay Games 2006 werden in Chicago stattfinden. Das entschied die Federation of Gay Games (FGG, www.gaygames.org) Anfang März in New York. Chicago habe eine „internationale Vision für die VII. Gay Games“ sowie ei-

New York: Chicago, Gay Games 2006

nen „gesunden Finanzplan“ vorgelegt, sagte FGG-Ko-Vorsitzende Kathleen Webster. An den Finanzen war im November die Zusammenarbeit zwischen dem kanadischen Montreal als ursprünglichem Austragungsort der Gay Games 2006. Montreal von der FGG und kündigte an, 2006 ein internationales Sportfest in eigener Regie veranstalten zu wollen. Dadurch sah sich die FGG gezwungen, in ein neues Bewerbungsverfahren zur Austragung der Gay Games einzuleiten. Die Gay Games von Chicago (www.chicago2006. org) werden vom 15. bis 22. Juli in Chicago stattfinden, zwei Wochen vor dem internationalen schwul-lesbischen Sportfest Rendez-Vous Montréal 2006 (http://www.montreal2006.org). (ML)

Hollywood

Mädels statt Mafia Edie Falco hat sich eine Pause als „Carmela“ in dem Mafia-Epos „The Sopranos“ gegönnt und sich zeitweilig auf das lesbische Fach verlegt. In der Kultcomedyserie „Will & Grace“ trat Falco Mitte März im US-Fernsehen zusammen mit Chloe Sevigny als lesbisches Immobilienhaipaar auf. Will und Grace versuchten sich in der Folge als Immobilienspekulanten und gerieten in einen Konkurrenzkampf mit den beiden knallharten Maklerinnen. Für die Rolle der „Carmela“ ist Falco (http: //www.imdb.com/name/nm0004908/) mit Preisen überschüttet worden. In der Kategorie „Beste Schauspielerin in einer TV-Serie“ erhielt sie den „Emmy“, einen „Golden Globe“ sowie den Preis der Schauspielervereinigung „Screen Actors Guild“. Was nie zuvor eine Schauspielerin geschafft hat: Falco erhielt alle drei Preise in einem Jahr. Chloe Sevigny (http://www.chloesevig ny.com) ist bekannt geworden durch die Rolle der Lana Tisdel in dem Film „Boys don’t cry“ über den grausam ermordeten Transsexuellen Brandon Teena. (ML)

New York: Rosie O’Do

New York

Rosies Hornberger Schießen Wie das Hornberger Schießen ging der juristische Streit zwischen der lesbischen Ex-Talkshowmasterin Rosie O’ Donnell und Gruner + Jahr Publishing in New York aus. Keine der beiden Seiten habe Anspruch auf Schadensersatz und beide müssten ihre Kosten für den Rechtsstreit selbst tragen, befand ein Richter in New York. Rosie O’Donnell hatte vor zwei Jahren die Chefredaktion des von Gruner + Jahr herausgegebenen Magazins „Rosie“ übernommen, aber nach wenigen Monaten den Bettel wegen „redaktioneller Differenzen“ hingeschmissen. 100 Millionen US-Dollar verlangte daraufhin das Verlagshaus als Schadensersatz. Als offene Lesbe kennt Rosie ihre Schlager und verlangte ihrerseits nach dem Motto: „Alles, was du kannst, kann ich besser“ 125 Millionen von Gruner + Jahr. Rosie hätte die Millionen nach ihrem 10-Millionen-Dollar-Debakel als Investorin in das fehlgeschlagene Broadwaydebut des Boy-George-Musicals „Taboo“ gut gebrauchen können. (ML)

San Francisco

USA werden von Homoehe überrollt Mit der Entscheidung lesbischen und schwulen Paaren die Lizenz zum JaSagen zu erteilen, hat San Franciscos Bürgermeister Gavin Newsom Mitte Februar eine politische Lawine losgetreten. Nicht nur folgen immer mehr Gemeinden und Bundesstaaten in den USA der Pioniertat Newsoms. Sondern die Homoehe hat auch den Spitzenplatz der innenpolitischen Themen des Präsidentschaftswahlkampfs erobert. Der Präsidentschaftskandidat der Demokraten, John Kerry, will zwar nicht die Ehe gleichgeschlechtlichen Paaren

lespress ❘ april 2004


SEMINARE

onnell

San Francisco: Gavin Newsom

öffnen, spricht sich aber für eine Eingetragene Partnerschaft aus. Präsident George Bush hingegen will ein verfassungsmäßiges Verbot der Homoehe durchsetzen. In San Francisco haben seit der Öffnung der Standesämter für Lesben und Schwule über 3000 Paare gesagt: Ja, ich will. Prominenteste Brautleute waren die Ex-Talkmasterin Rosie O’Donnell und ihre Lebenspartnerin Kelli Carpenter. Bürgermeister Newsom musste unterdessen Ja sagen zu einem Leben mit Leibwächtern. Bis Anfang März hatte der Politiker 25 Morddrohungen erhalten. (ML)

Sydney

Mardi Gras tanzt im Regen Die Perücken klebten klatschnass auf den Köpfen der Drag Queens, die Schminke zerlief, die Festwagen glichen Amphibienfahrzeugen, aber verhindern konnten der sintflutartige Dauerregen die 26. Mardi-Gras-Parade (www.mardigras.org.au) in Sydney Anfang März nicht. Immerhin 300 000 Zuschauer hatten sich eingefunden und jubelten den „Dykes on Bykes“ zu, die traditionsgemäß den Auftakt der Parade bildeten. In diesem Jahr gefolgt von Monica Hingston und ihrer Partnerin Peg als Ehrenmarschallinnen der Parade in einem weißem Kabrio. Hingston ist die lesbische Kusine von Sydneys Erzbischof Kardinal George Pell, radikaler Gegner von Lesben und Schwulen. Die ehemalige katholische Nonne vom Orden der „Sisters of Mercy“ war im Januar durch einen Offenen Brief an Vetter George in die Schlagzeilen geraten, in dem sie die antihomosexuelle Politik der katholischen Kirche kritisierte. Ihre Orden hatten die beiden Frauen vor über 20 Jahren verlassen. „Wir konnten die patriarchale Struktur und die Unterdrückung von Frauen nicht länger ertragen“, sagt Hingston. (ML

lespress ❘ april 2004

Washington

Liebe Mary, wir wollen heiraten Lesbisch-schwule Cyberaktivisten haben die offen lesbische Tochter von US-Vizepräsident Dick Cheney ins Visier genommen. Ihre Forderung: Mary Cheney soll sich öffentlich gegen das politische Ziel ihres Vaters und seines Chefs, Präsident George Bush, aussprechen, die Homoehe durch einen Verfassungszusatz für ‘Immer und Ewig’ zu verbieten. Die Gay Community ist aufgefordert, über die Webseite „DearMary.com“ in Emails Mary Cheney zu drängen, sich zur Homoehe zu bekennen. „Wenn der Vizepräsident überzeugt ist, dass die Homoehe eine Bedrohung der Gesellschaft darstellt, dann soll er uns erklären, warum eine Lesbe mit einer festen Partnerin die Kampagne zu seiner Wiederwahl leitet. Sind wird eine Gefahr oder sind wird keine?“, fragte John Aravosis, Initiator der „DearMary.com“-Aktion. Mary Cheney, die mit ihrer Lebenspartnerin an der Amtseinführung ihres Vaters vor vier teilgenommen hatte, ist Dick Cheneys Wahlkampfleiterin. (ML)

Hollywood

Charlize Superstar Der Film „Monster“ über die lesbische Mörderin Aileen Wuornos findet sowohl in etablierten wie alternativen Filmkreisen höchstes Lob. Hollywood vergab den Oskar in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ an Charlize Theron und war sich damit einig mit den „Independent Spirit Awards“, die Theron in gleichen Kategorie auszeichneten. Darüber hinaus wurde „Monster“ von der ISA als „Bester Film“ gepriesen. „jeder Tag der Dreharbeiten war eine Herausforderung“, sagte Theron in einem Interview mit dem Magazin „The Advocate“ (http:// www.advocate.com/html/stories/909/ 909_theron.asp). Normalerweise gebe es bei einem Dreh nur wenige Tage und Szenen, in denen eine Schauspie-

Washington:Mary Cheney

lerin bis an ihre Grenzen gehen müsse, aber bei Rolle der Aileen Wuornos sei das jeden Tag der Fall gewesen. Wuornos war eine lesbische Prostituierte, die wegen der Morde an sieben Freiern zum Tode verurteilt und 2002 hingerichtet wurde. (ML)

London

Frauen gegen AIDS Schauspielerin Emma Thompson, UN AIDS-Chef Peter Piot und die ehemalige irische Präsidentin Mary Robinson stellten Anfang Februar die „Global Coalition on Women and AIDS“ (http: //www.unaids.org/en/events/coalition_ women_and_aids.asp) vor. Die Koalition will die Rechte der Frauen stärken und so dafür sorgen, dass Frauen ein entscheidendes Mitspracherecht in der HIV-Prävention bekommen. „Wir müssen deutlich machen, dass Frauen ein Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper haben“, betonte Emma Thompson. Viele Frauen würden oftmals durch ihren festen Partner mit HIV infiziert, sagte Peter Piot und betonte: „Viele Mädchen und Frauen sind durch fehlende soziale und wirtschaftliche Eigenständigkeit nicht in der Lage, von ihren Partnern Treue oder den Gebrauch von Kondomen zu verlangen oder sich ihren Partnern sexuell zu verweigern.“ Nach Angaben von UN AIDS sind etwa die Hälfte aller weltweit mit HIV infizierten Menschen Frauen. (ML)

Bethesda

Brustkrebs durch Antibiotika Antibiotika können Brustkrebs verursachen. Zu diesem Ergebnis kommt eine us-amerikanische Studie. Frauen, die in einem Zeitraum von 17 Jahren mehr als 25 Mal Antibiotika verschrieben bekommen hatten, zeigten ein

■ 7. – 9. Mai Projektmanagement und Präsentation Fortbildung für Schwule und Lesben in der Gruppenund Initiativenarbeit 155,- EUR, 26,- EUR für Teilnehmende aus Niedersachsen (Nds). Teilnahme aus anderen Bundesländern (Kostenbeitrag 93,- EUR) auf Anfrage mög lich. ■ 4. – 6. Juni Qi Gong. Ruhe in Bewegung – Bewegung in Ruhe Seminar für Lesben 155,- EUR ■ 7. – 9. Juni Moderation -Präsentation Strukturiert moderieren – qualifiziert präsentieren Seminar für Frauen 195,- EUR ■ 18. – 20. Juni Freundschaftsfrauen – Bewegungsschwestern - Lesben Lesben und ihre Verborgene Geschichte 40,- EUR für Teilnehmerinnen aus Niedersachsen(Nds), Teilnahme aus anderen Bundesländern (Kostenbeitrag 93,EUR) auf Anfrage möglich. ■ 25.-27. Juni Naturerfahrung und Übergangsritual »Medicine-Walk« für Frauen Ein Wochenende zum Selbsterleben in und mit der (eigenen) Natur 185,- EUR ■ 6. – 10. September Ausdruckskraft, Kampfgeist, Gelassenheit Rhetorik – Karate – Medita tion für Lesben BILDUNGSURLAUB 315,- EUR Ort: Akademie Waldschlösschen Bildungs- und Tagungshaus 37130 Reinhausen bei Göttingen Tel. 0 55 92 - 92 77-0 Fax 0 55 92 - 92 77-77 info@waldschloesschen.org www.waldschloesschen.org

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l e s m op o l i t a n i n t e r n a t i o n a l

HITLISTE M Ä RZ

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1. Manuela Kuck, Hungrige Herzen

2. Brenda Miller, Bitte verzeih mir

3. Karin Kallmaker, Unvergessen

4. Maria Gronau, Weiberschläue

5. Ruth Gogoll, Ich liebe dich

6. Mirjam Müntefering, Wenn es dunkel wird 7. Victoria Pearl, Zärtliche Hände

8. Claire McNab, Zum Abschuss frei

9. Sarah Waters, Die Muschelöffnerin 10. Bisse und Küsse, Bd. 2

Zusammengestellt vom Frauenbuchladen Rhiannon, Köln

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London: Frauen gegen Aids

mehr als doppelt so großes Risiko einer Brustkrebsentwicklung wie Frauen, die keine Antibiotika genommen hatten. Bei Frauen, die im gleichen Zeitraum zwischen einer und 25 Antibiotikatherapien hatten, bestand immerhin noch ein 50 Prozent höheres Risiko. In der mit Unterstützung des „National Cancer Institute“ (NCI, http://www. nci.nih.gov) durchgeführten Studie waren 10 000 Frauen befragt worden. Gesundheitsexperten warnten Frauen jedoch davor, als Reaktion auf diese Studie auf Antibiotika zur Behandlung sexuell übertragener Krankheiten und anderer Infektion zu verzichten. „Wir müssen erst durch Nachfolgestudien herausfinden, ob dieser Zusammenhang wirklich gegeben ist“, sagte Stephen H. Taplin, einer der führenden Wissenschaftler des NCI. (ML)

Washington

Anwärterin auf Posten der „First Lady“ für Homoehe Teresa Heinz Kerry ist für die Homoehe. Sie sehe die Debatte um die Homoehe aus dem Blickwinkel einer Mutter, sagte die Gattin des Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, John Kerry. „Wir schulden diesen Menschen Respekt, Würde und Bürgerrechte. Ich bin überzeugt, dass dieses Land sich dahin entwickeln wird“, betonte die dreifache Mutter auf Wahlkampftour durch Kalifornien vor Journalisten. Heinz Kerry erinnerte daran, dass ihr Mann einer der wenigen Senatoren war, der 1996 gegen das von ExUS-Präsident Bill Clinton initiierte Gesetz zur Verteidigung der Ehe gestimmt hatte. Sie sei überzeugt, dass Präsident George Bush das Eintreten ihres Mannes für die „Civil Union“ für gleichgeschlechtliche Paare im Wahlkampf ausschlachten werde. Jedoch sei sie auch davon überzeugt, dass Bush damit letztendlich keinen Erfolg haben werde. „Unser Land ist grundsätzlich sehr tolerant.“ (ML)

Derby

Lesbische Travestie aus Liebe Ein bizarrer Fall beschäftigt derzeit ein Gericht im englischen Derby. Verhandelt wird die Klage gegen eine 22 Jahre alte lesbische Frau, die sich in ein zwölfjähriges Mädel verguckt hatte. Um der Angebeteten näher kommen zu können, verkleidete sich Kelly Trueman als Mann und gab sich als 16-jähriger Junge mit dem Namen ‚Jake’ aus. Mit Erfolg. Die Freundschaft blühte und gedieh, es kam gar zu Küssen und Fummeleien. Bis die Scharade aufflog und die wahre geschlechtliche Identität Truemans offenbar wurde. Die Familie des Mädchens zeigte Trueman wegen sexueller Belästigung an. Trueman wies gegenüber der Polizei die Vorwürfe zurück. Das Ganze sei nur als Spaß gedacht gewesen. Das Mädchen sagte vor Gericht, sie werde wohl nie vergessen können, dass ihre erste Beziehung eine mit einer Frau war. „Ich wäre nicht mit ihm gegangen, wenn ich gewusst hätte, dass er eine Frau ist.“ (ML)

Rom

IVF nur für Heten Welch schlechten Einfluss üble Nachbarn haben können, stellte im Februar die italienische Politik unter Beweis. Im Schatten des Vatikans beschloss Italiens Parlament rigide Maßnahmen gegen die Medizintechnik der künstlichen Befruchtung. Verboten sind in Zukunft ebenso der Einsatz von Spermaspenden wie Leihmütter zur Austragung eines durch künstliche Befruchtung erzeugten Embryos. Andere Techniken zur Behandlung von Fruchtbarkeitsproblemen sind nur noch heterosexuellen Paaren erlaubt, die zusam-

menleben und im gebärfähigen beziehungsweise zeugungsfähigen Alter sind. Durch diese Gesetzesreform ist es Schwulen und Lesben in Italien endgültig unmöglich gemacht worden, eigene Kinder zu haben. Adoptionen durch Schwule und Lesben sind schon lange zwischen Bozen und Palermo illegal. Verstöße gegen das neue Gesetz können mit Geldstrafen zwischen 220 000 und 450 000 Euro bestraft werden. (ML)

Hollywood

Lesbische TV-Serie Supererfolg Das L-Word wird salonfähig. Die Anfang Februar gestartete lesbische Fernsehserie „The L Word“ hat sich von Anfang an gleichermaßen als Quotenrenner erwiesen und Liebling der Kritiker erwiesen. Das „L-Wort“ habe eine vier Mal höhere Einschaltquote als jede andere Showtime-Serie während der Hauptsendezeit, teilte der Sender erfreut mit. Und kündigte nach nur zwei Folgen die Produktion einer zweiten Staffel an. Pam Grier, eine der Hauptdarstellerinnen in der Serie, sagte, sie hoffe, das „L-Wort“ werde „Vorurteile über Lesben auflösen“. Kabelkanal Showtime, auf dem unter anderem auch die Schwulenserie „Queer as Folk“ läuft, beschreibt seine bahnbrechende Lesbenserie als „Sex and the City, nur ohne Männer und in einer anderen Stadt“. Neben Stars wie Pam Grier, Jennifer Beals oder - auch im wirklichen Leben lesbisch - Leisha Hailey geben Hollywoodgrößen wie Anne Archer, Kelly Lynch, Rosanna Arquette oder Tammy Lynn Michaels durch Gastauftritte dem L-Word zusätzliche Würze. (ML)


London

Aufbruch der Tories zu anderen Ufern Die Konservative Partei Großbritanniens macht ernst mit der Abkehr von ihrer extrem homophoben Politik. Die „Tories“ haben die offen lesbische Margot James zur Kandidatin in einem innerstädtischen Londoner Wahlkreis erkoren. „Ich bin froh, dass wir jetzt eine Parteiführung haben, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen zu Kandidaturen für öffentliche Ämter zu ermutigen“, sagte die millionenschwere Geschäftsfrau gegenüber englischen Medien. Einen offen schwulen Abgeordneten haben die Konservativen schon mit dem prominenten Politiker Alan Duncan, der sich im vergangenen Jahr selbst geoutet hatte. Es ist jedoch fraglich, ob Margot James mit der derzeit einzigen offen lesbischen Politikerin im Unterhaus, Theresa May von den Sozialdemokraten, ein überparteiliches Girrrls-Power-Band knüpfen kann. Ihr Wahlkreis ist nämlich eine Hochburg der Labour Partei. (ML)

Sioux City

Homoscheidung schwer gemacht Die Homoehe gesellschaftlich und politisch durchzusetzen ist ein schweres Stück Arbeit. Jedoch scheint es noch schwieriger zu sein, die Scheidung einer Homoehe zu erreichen. Diese Erfahrung machen zurzeit zwei lesbische Frauen aus Sioux City. Kimberly Brown und Jennifer Perez waren im Jahr 2002 in Vermont die „Civil Union“ eingegangen, reichten aber schon knapp ein Jahr später die Scheidung ein. Allerdings in ihrem Heimatstaat Iowa, in dem es keine Homoehe gibt.

Ein Richter sprach die Scheidung nach Aktenlage aus, ohne zu realisieren, dass es sich um ein gleichgeschlechtliches Paar handelte. Aber, so der Richter später, auch mit diesem Wissen wäre seine Entscheidung nicht anders ausgefallen. Konservative Organisationen erkannten jedoch: durch die Scheidung könne die Homoehe in Iowa legitimiert werden. Folglich reichten sie Klage gegen diese Scheidung vor dem Oberste Gericht ein. Folge: die rechtliche Wirksamkeit Scheidung von Brown und Perez ist bis auf weiteres ausgesetzt. (ML)

ANZEIGE KRUG UND SCHADENBERG, New York

Marketing mit Lipsticklesben Gay Community und die Modewelt rätseln, ob Modedesigner Richard Tyler zum Anwalt der Homoehe geworden ist oder schlicht und ergreifend gleichgeschlechtliche Erotik als Marketinggag benutzt. Anlass für das Rätselraten war die Präsentation der neuesten Kollektion des Australiers Mitte Februar während der „New York Fashion Week“. Tyler hatte nämlich zwei weibliche Models als Braut und Bräutigam auf den Laufsteg geschickt, die sich unter dem rauschenden Beifall des Publikums auch noch küssten. Mehr noch, die Show fand genau an dem Tag statt, als sich die ersten 87 Homopaare in San Francisco das offizielle Ja-Wort gaben. Die „Schocktaktik“ sei jedoch ungewöhnlich für Tyler, sagte anschließend Mia Freedman, Chefredakteurin von Cosmopolitan, gegenüber Medien. „Es würde mich aber nicht wundern, wenn er damit eine politische Aussage machen wollte.“ Freedman sagte aber auch, „lipstick lesbian“ sei auf dem Weg, der Knaller im Marketing zu werden. (ML)

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lesmopolitan

Los Angeles: Patty Jenkins „Monster“

Europa

EGLF kündigt Mitgliedschaft bei der Federation of GayGames Amsterdam. Bei der 15. Jahrestagung der Europäischen Gay and Lesbian Sport Federation (EGLSF) beschlossen die Delegierten den Austritt aus der Federation of GayGames. Anlass waren die gescheiterten Verhandlungen der GayGames mit dem ursprünglich vorgesehenen Ausrichter der Games 2006, Montreal, und die Entscheidung der GayGames Federation, die siebten GayGames nun in Chicago stattfinden zu lassen. Montreal wird (wie berichtet) in 2006 nichtsdestototz einen eigenen Contest (Titel: „Rendez Vous“) ausrichten. Die EGLSF kritisierte die Politik der Entscheidungsträger, will gleichwohl mit beiden Veranstaltern kooperieren und alle Europäischen AthletInnen dazu aufrufen, bei beiden Veranstaltungen anzutreten. Die nächsten EuroGames in 2005 werden in Utrecht stattfinden: es sollen in Zukunft größere Veranstaltungen ermöglicht werden.

Los Angeles

The Oscar goes … Die diesjährige Oskar-Verleihung in Los Angeles stand unter einem Frauenstern, einem kleinen. Zwar räumte der „Herr der Ringe“ von Peter Jackson alle wichtigen Preise ab - auf der anderen Seite aber wurde mit Sofia Coppola (Lost in Translation) „immerhin“ die dritte Regisseurin in der Oscar-Geschichte für den Regie-Preis nominiert. Ihre Vorgängerinnen waren Jane Campion und Lina Wertmüller. Mit Diane Keaton (Nancy Meyers’„Was das Herz begehrt“), Keisha Castle-Hughes (Niki Caros „Whale Rider“), Holly Hunter (Catherine Hardwickes „Dreizehn“) und Charlize Theron (Patty Jenkins’ „Monster“) wurden allesamt Darstellerinnen aus Filmen nominiert, bei denen Frauen Regie geführt haben. Sofia Coppola konnte zwar nicht den Preis

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Cologne Pride

für die beste Regie mit nach Hause nehmen, bekam aber einen Oscar für das beste Drehbuch. Und Charlize Theron wurde für die Darstellung einer Serienmörderin, die in einer lesbischen Beziehung lebt, mit dem Oscar für die beste weibliche Hauptrolle ausgezeichnet. DT

mit umzugehen. Coping-Strategien und Unterstützungsmöglichkeiten sollen nun im Rahmen der Studie erfasst werden. Eltern und Söhne/Töchter ab 10 Jahre, die Interesse an der Teilnahme an dieser Untersuchung haben, informieren sich bitte unter www.rainbowfamily.de (sk)

Hamburg

All over Echo Judith Holofernes (27), Sängerin der Echo-Gewinner „Wir sind Helden“, hatte kein Problem mit dem ComingOut ihrer lesbischen Mutter. „Meine Mutter ist mit einer Frau zusammen“, das habe sie schonals Siebenjährige ihren Klassenkameradinnen erzählt. „Damit wollte ich verhindern, dass blöd über sie geredet wird“, sagte die Frontfrau der Band der Zeitschrift „Brigitte Young Miss“. „Für mich ist das alles relativ normal, weil ich so groß geworden bin. Deswegen war ich auch nicht geschockt, als sich später meine beste Freundin in mich verliebt hat.“

Bundesweit

Mit dem LSVD zum Rabatt Mit der „LSVD-Card“ hat der Lesbenund Schwulenverband Deutschlands im März eine Rabattkarte eingeführt. Die Karte, gleichzeitig Mitgliedsausweis des LSVD, berechtigt zur Inanspruchnahme ermäßigter Leistungen unter anderem bei Hotels der AccorKette (Ibis, Dorint, Mercure u.v.m.) und einigen ausgewählten Geschäften und Lokalitäten. Die gesamte Angebotspalette ist einzusehen unter www. lsvd.de (sk)

Köln Bundesweit

Studie zu Homos und Kindern Im Rahmen einer Promotion zum Thema „Kinder in Regenbogenfamilien Umgang mit Diskriminierungen“ wird an der Ludwig-Maximilians-Universität (Fachbereich Erziehungswissenschaften) eine Studie mit lesbischen Müttern und schwulen Vätern sowie ihren Kindern durchgeführt. Der Hintergrund: In der Familienforschung konnten bereits die meisten Vorurteile widerlegt werden, die gegenüber dem Aufwachsen von Kindern mit einem homosexuellen Elternteil existieren. Lediglich in der Frage der Diskriminierungserfahrungen gibt es unterschiedliche Ergebnisse. Die Doktorandin Ina Philipp geht davon aus, dass viele Kinder zumindest manchmal wegen der sexuellen Orientierung der Mutter oder des Vaters gehänselt werden - aber sie durchaus fähig sind, da-

ColognePride 2004 „Schluss mit den Mogelpackungen!“ ist die zunächst recht seltsam anmutende politische Forderung des CSD/ColognePride2004. Bei verschiedenen Treffen war zunächst keine eindeutige Tendenz zu einem Thema zu erkennen gewesen: Für ein Antidiskriminierungsgesetz? Für den Ausbau des Lebenspartnerschaftsgesetzes? Einzig die Empörung über die mehrmaligen homo-feindlichen Äußerungen des Kölner Kardinals Meissner wurde von allen an den Treffen beteiligten Gruppen geteilt. „Schluss mit den Mogelpackungen!“ ist dennoch kein billiges Ersatzthema, sondern eine Aufforderung, die bestehenden Errungenschaften der Homo-Bewegung einmal zu hinterfragen: Werden wir nicht doch noch irgendwie und irgendwann diskriminiert? Geht es uns schon so gut, dass uns keine Slogans für den CSD mehr einfallen? (sk)

Bundesweit

www.an-denken.de Mit dem Internetprojekt www.an-denken.de wird nun an die durch das NaziRegime verfolgten Homosexuellen erinnert. Anhand der Veröffentlichung von Schicksalen soll den Verfolgten sowohl ihre Geschichte als auch ihr Gesicht zuröckgegeben werde. Die Seite richtet sich auch an die Angehörigen jener Frauen und Männer, die sich in ihrer Familie auf Spurensuche begeben wollen. Alles weitere bei: Jens Dobler, Regine Kutschke, Stresemannstr. 76, 10963 Berlin, Jens.Dobler@ gmx.de (sk)

Tübingen

„Terres des Femmes“ geehrt Bei einem Festakt im Tübinger Rathaus wurde die Tübinger Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes e.V.“ im Februar für ihre Kampagne „Stoppt Zwangsarbeit“ ausgezeichnet. Im Rahmen der Kampagne hatte „Terre des Femmes“ seit November 2002 durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, politische Lobbyarbeit und zahlreiche Aktionen wesentlich zur Sensibilisierung für das Thema beigetragen. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt“ bereits zum dritten Mal vergeben. Er dient dazu, beispielhafte Aktionen und Projekte gegen Ausländerfeindlichkeit und für ein tolerantes Miteinander öffentlich bekannt zu machen. Weitere Informationen zu „Terre des Femmes“ unter www.frauenrechte.de (sk)

Köln

Feminale sucht Filme Das Internationale FrauenFilmFestival, die Feminale, sucht für seine 12. Filmtage vom 6. bis 10. Oktober 2004 in Köln noch Filme. Seit 1984 präsen-

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Cologne Pride

Cologne Pride

tiert die Feminale aktuelles Filmschaffen von Frauen aus aller Welt - und so dürfen auch in diesem Jahr bis zum 1. Juni alle 2003/2004 produzierten und von einer oder mehreren Frauen gemachten Filme eingereicht werden. Informationen und das Anmeldeformular unter www.feminale.de

sich die Anwesenden über definierbare Begriffe verständigen: „Was ist denn nun ‚alt’“, wurde eine Jungslesbe gefragt: „Naja, 25 bis 30.“ Die Dokumentation zur Tagung ist nun gegen das Einsenden von 2 Euro in Briefmarken von der LAG Lesben in NRW, Ackerstr. 144, 40233 Düsseldorf, erhältlich.

Hamburg

mhc: Auszug der Lesben Die drei im Magnus-Hirschfeld-Zentrum Hamburg (mhc) ehrenamtlich tätigen Lesbengruppen haben im März das mhc verlassen. Die Teamfrauen der Disco „emma c.“, das Lesbentelefon und die Lesbenbibliothek „LesbenLeseLust“ konnten sich nach eigener Aussage „nicht mehr mit den Inhalten und der Politik des Trägervereins UHA e.V. identifizieren.“ Unter anderem werden UHAentschieden kommerzielle Interessen und hierarchisch-autoritäre Strukturen vorgeworfen. Das Lesbentelefon wird als „Lesbentelefon Hamburg“ seine Arbeit in den Räumen der Frauenbibliothek „Denkträume“ (Grindelallee 42, T: 040-41354160) fortsetzen, „LesbenLeseLust“ und die „emma c.“-Lesbendisco sind noch auf der Suche nach neuen Lokalitäten. Weitere Infos und Neuigkeiten unter www.emmac.de (sk)

Bundesweit

Dokumentation zu „Generationengespräche“ „Es gibt Lesben, die 80 Jahre alt sind?“ (Reaktion einer Jungslesbe) Im November 2003 kamen über 70 Teilnehmerinnen im Alter von 17 bis 73 zu Generationengesprächen nach Köln und diskutierten eifrig über Idole und Vorbilder, Jugendkult und Altersangst sowie über Beziehungen und Erotik. Gesprochen wurde über das selbstverständliche Duzen“ der sogenannten Bewegungslesben um die 40-50 und das befremdliche „Siezen“ der jüngeren Generation. Immer wieder mussten

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Stuttgart

CSD 2004 zeigt Gesicht Der Rummel beginnt: Auch der CSD Stuttgart hat Daten und inhaltliche Forderungen des „CSD Südwest“ in trockenen Tüchern. Mit dem Slogan „Gesicht zeigen!“ soll vom 16. bis 25. Juli für mehr Akzeptanz geworben werden. Bei der großen Parade am 24. Juli werden rund 1.000 TeilnehmerInnen sowie 40.000 Zuschauer erwartet. Stuttgart möchte damit seinen Rang als Süddeutschlands größte CSD-Veranstaltung halten. (sk)

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Osnabrück

Rosa Courage für Lutz van Dijk Der Wissenschaftler und Autor Lutz van Dijk erhält im Mai den 13. Rosa Courage Preis für seine außerordentliche Auseinadersetzung mit dem Thema Homosexualität und Faschismus. Als erster deutschsprachiger Autor hatte er in seinem Roman „Verdammt starke Liebe. Eine wahre Geschichte“ (1991) die Beziehung zwischen einem jungen Polen und einem deutschen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs geschildert. In den folgenden Jahren erschienen weitere Romane, die sich mit lebensnahen Situationen mit dem Erwachsenwerden und der Erfahrung von Ausgrenzung beschäftigten. Als Wissenschaftler publizierte er Anfang der Neunziger eines der ersten Bücher, die das Leben homosexueller Männer während unter dem Nazi-Regime darstellen. „Ein erfülltes Leben trotzdem ... Erinnerungen Homosexueller 1933-1945“ wurde 2003 unter

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lesmopolitan

CSD 2004 (Köln)

‘Rosa Courage’ für Lutz van Dijk ‘Kompassnadel’ für Rita Süssmuth

dem Titel „Einsam war ich nie. Schwule unter dem Hakenkreuz 1933-1945“ (zus. Mit Günter Grau) neu aufgelegt. Der Rosa Courage Preis wird vom Osnabrücker Gay in May Team alljährlich für herausragendes Engagement von Schwulen und Lesben verliehen. Zu den bisherigen PreisträgerInnen gehören u.a. die Politikerin Claudia Roth, der Verein Yachad (Vereinigung schwuler, lesbischer und bisexueller Jüdinnen und Juden), der Filmemacher und Produzent Wieland Speck sowie die Juristin Maria Sabine Augstein-Gukema. Weitere Informationen unter www.gayinmay.de (sk)

Berlin

„Zeit für Dich!“ Einen Besuchs- und Begleitdienst speziell für ältere und behinderte Lesben bietet RuT - Rad und Tat e.V. seit Anfang 2004 in Berlin an. „Zeit für Dich!“ basiert auf ehrenamtlicher Tätigkeit, die von RuT-Mitarbeiterinnen koordiniert und durch fachliche Einführung, Einzelgespräche, Supervision und Weiterbildung begleitet wird. Der Besuchsdienst soll der weitreichenden Unsichtbarkeit von frauenliebenden Frauen in Einrichtungen für ältere und behinderte Menschen und in herkömmlichen Besuchsdiensten etwas entgegensetzen. Viele ältere Menschen wagen es nicht, offen zu Leben und der Druck, die eigene Lebensweise zu verstecken, verschärft die im Alter zunehmende Einsamkeit. Im Bereich Lesben und Schwule in Berlin ab 65 Jahren (mit und ohne Behinderung) wird von ca. 40.000 ausgegangen, wobei der Anteil von Lesben mit zunehmendem Alter deutlich steigt. Laut dem Landespressedienst leben ca. 555.000 behinderte Menschen in Berlin. Bei Anwendung der konservativsten Einschätzung eines homosexuellen Anteils von 5% der Bevölkerung und dem durchschnittlichen weiblichen Anteil der Bevölkerung von 53% leben fast 15.000 behinderte Lesben in Berlin. Weitere Informationen zu „Zeit für Dich!“ und RuTunter 030-621 47 53.

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Berlin

LFT 2005! Das Lesbenfrühlingstreffen 2005 wird in Berlin stattfinden! Gebastelt daran wird jetzt schon: Die Orga-Frauen suchen dringend noch nervenstarke Lesben, die Lust und Laune haben, das lesbische Traditions-Event mit vorzubereiten. Insbesondere und schnellstmöglich sind Grafikerinnen gesucht, die sich Gedanken um Logo, Flyer, Plakate und Programmhefte machen wollen. Das Ergebnis soll nämlich schon auf dem 2004er LFT (29.5. bis 31.5.) in Gießen vorgestellt werden! Kontakt: lft2005@web.de

Köln

„Kompassnadel“ für Süssmuth Für ihr beispielloses Engagement im Bereich der AIDS-Hilfe wird Rita Süssmuth mit der Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRWgeehrt. Die ehemalige Bundestagspräsidentin und Bundesgesundheitsministerin wird die Auszeichnung am 3. Juli 2004 in Köln persönlich aus der Hand des Vorjahrespreisträgers Klaus Wowereit übernehmen. „Rita Süssmuth hat dazu beigetragen, dass die Immunschwächekrankheit AIDS nicht mehr als Problem einer Minderheit, sondern als gesamtgesellschaftliches Thema wahrgenommen wird“, so Steffen Schwab, Vorstand des Schwulen Netzwerks. Vielfachen Bestrebungen, durch Angstparolen und Ausgrenzungstendenzen die erneute Ächtung von schwulen Männern herbeizuführen, habe sich Rita Süssmuth durch ihren politischen und persönlichen Einsatz entgegengestellt. „Wir sehen ihre Leistung als Beitrag zum weiteren Abbau von Vorurteilen und als wichtigen Schritt auf dem Weg der schwul-lesbischen Emanzipation“, sagte Schwab. Bisherige Preisträger der „Kompassnadel“ waren u.a. Jürgen Roters (Kölner Regierungspräsident) und Claudia Roth.

Karlsruhe: Ulrike Folkerts

Karlsruhe

Schrill im April Ende April wird’s turbulent in Karlsruhe: Das Kulturfestival „Schrill im April“ findet nun mehr zum 14. Mal statt. Vom 29. April bis zum 2. Mai bietet das Festival unter anderem Auftritte von Georgette Dee, diverse Parties und eine Lesung mit Ulrike Folkerts an. Alles weitere und die genauen Termine sind zu finden unter www.schrillimapril.

Hamburg

Europride bricht Barrieren „Love breaks barriers“ ist die offizielle Devise des 11. Europride, der in diesem Jahr Anfang Juni in Hamburg gefeiert wird. „Die Grenzen Europas werden immer transparenter. Nun müssen auch die Barrieren in den Köpfen der Menschen gelöst werden“, so erklärt Stefan Wesemann, 2. Vorsitzender von Hamburg Pride e.V. das Motto für den gesamteuropäischen CSD. Insbesondere Schwule und Lesben aus den osteuropäischen Nachbarstaaten sollen an die Alster gelockt werden. Für die rauschende Europride-Eröffnungsgala in Schmidts Tivoli a. 4. Juni haben neben den Hansestädtischen Evergreens Lilo Wanders und Olivia Jones auch Ex-Tagesschausprecher Wilhelm Wieben und die Geschwister Pfister zugesagt. Alles weitere unter www.europride-hamburg.de (sk)

Bundesweit

Unterschriften für ADG Beispiele für Diskriminierung „Es ist ein Armutszeugnis für die Bundesregierung, dass sie es bislang nicht geschafft hat, ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz auf den Weg zu bringen. Wir warnen das Justizministerium davor, Benachteiligungen aufgrund der sexuellen Identität, des Geschlechts, des Alters oder einer Behinderung aus dem geplanten Antidiskriminierungsgesetz auszusparen. Damit

würde geradezu ein Freibrief für Diskriminierung ausgestellt. Das werden wir auf keinen Fall hinnehmen. Solche Pläne sind einer rot-grünen Bundesregierung absolut unwürdig“, protestieren die Kampagne „Leben ohne Rassismus - Antidiskriminierungsgesetz jetzt!“ aus Nordrhein-Westfalen, die Gewerkschaft ver.di, die Lesbian and Gay Liberation Front (lglf) und der Lesben- und Schwulenverband in Deutschl. (LSVD) in einer gemeinsamem Erklärung gegen die Untätigkeit in Sachen Antidiskriminierungsgesetz (ADG). Um ihrer Forderung, die rotgrünen Wahlversprechen endlich einzulösen, Nachdruck zu verleihen, überreichten die Organisationen Ende Januar in Berlin 15.000 Unterschriften für ein zivilrechtliches und arbeitsrechtliches ADG an den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz, Alfred Hartenbach. „Diskriminierung, Herabsetzung und Entwürdigung von Menschen sind kein Kavaliersdelikt. Sie sind Gift für das gesellschaftliche Zusammenleben. Auch in unserer vermeintlich offenen Gesellschaft kommt es immer wieder zu entwürdigenden Benachteiligungen“, heißt es in der Erklärung weiter. In vielen europäischen Ländern wären bereits umfassende ADGs in Kraft. „Sie haben sich bewährt. Es darf nicht sein, dass ausgerechnet Deutschland zum Schlusslicht der europäischen Entwicklung wird, wenn es darum geht, Menschen wirksam vor Diskriminierung und Ausgrenzung zu schützen“. Der LSVD hat zeitgeleich zur Übergabe der Unterschriften auf seiner Website www.lsvd.de konkrete Beispiele von Diskriminierungen eingetragener Lebenspartnerschaften veröffentlicht. „In Berlin heißt es bei vielen Politikern, niemand werde diskriminiert, das Thema interessiere niemanden mehr. Wir zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist“, erläutert Pressesprecher Klaus Jetz den Hintergrund. Insgesamt 25 Paare schildern Diskriminierungen in den unterschiedlichsten Bereichen. Die Beispielliste soll laufend ergänzt werden, bis das Lebenspartnerschaftsgesetz überarbeitet ist und ein neuer Anlauf beim Ergänzungsgesetz getan ist. (sbr)

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F.Line die erste Computer-Hotline von Frauen für Frauen

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Ein passendes Datum haben sie sich ausgesucht: Am 8. März wurde die F.Line, ein neues Dienstleistungsunternehmen von Frauen für Frauen in Köln gegründet.

K

arin Thimoreit vom Computer Service für Frauen, Renate Müller, PC-Beratung, Service und Schulungen, Ingrid Victor von der Frauencomputerschule in Köln, Fritzi Wild, ComFrau bei den ComputerFrauen Köln, und Cornelia Möller von compare-us integrative IT-Lösungen sind die Initiatorinnen. Zusammengebracht hat sie der Wunsch nach Zusammenarbeit, gegenseitiger Entlastung, Vernetzung und das Bedürfnis dem Bedarf von Frauen nach kompetenter und verständlicher Beratung im Bereich Hard- und Software entgegenzukommen. Ihre Erfahrungen ähneln sich alle: Frauen gehen an den PC einfach anders ran als Männer. „Männer spielen damit, Frauen wollen damit arbeiten, er soll funktionieren“. Ziel ist es den Frauen je nach Bedarf soweit zu helfen, dass sie nicht wegen jeder Kleinigkeit wieder anrufen müssen, sondern jede das,“ was sie kann und will beim nächsten Mal, selber machen kann“. Die Hotline ist zur Zeit an sechs Tagen in der Woche besetzt und bundesweit über eine 0900er Nummer zu erreichen. Zusätzlich ist es möglich auch vor Ort Beratung anzubieten im Raum Köln/Bonn/Ruhrgebiet. Es gibt aber auch schon Kontakte in andere Regionen, in denen an andere Fachfrauen vor Ort verwiesen werden kann. Ein bundesweites Netzwerk über die Frauencomputerschulen hinaus ist in Planung. Die Hotline-Frauen beraten je nach Bedarf auf deutsch oder englisch. Es gibt Erfahrungen mit BenutzerInnenhilfen für Frauen mit körperlichen Einschränkungen. Damit ggf. bei einer folgenden Beratung nicht zuviel Zeit mit verloren geht, können der Name und die Daten mit Einverständnis der Kundin gespeichert werden. Immerhin kostet die Minute 0,95 EUR (im Sekundentakt abgerechnet), was jedoch im Vergleich zu üblichen Hotline-Erfahrungen nicht unverhältnismäßig ist. Es gibt die Möglichkeit zusätzliche Telefontermine zu vereinbaren und je nach Frequentierung ist eine Erweiterung der Servicezeiten geplant. Um Feedback wird ausdrücklich gebeten. Natürlich kann gerade im PC-Bereich nicht jede alles wissen, aber durch die langjährigen Berufserfahrungen und der Multiplikation mit fünf, decken die Frauen eine große Bandbreite ab und können sagen, dass sie letztendlich noch jedes Problem gelöst haben - und das oft auch nur mit drei Sätzen. Ivonne Renne F.Line: Tel: 0900 - 50 111 05 (0,95 EUR/Min.) Service jeweils: Mo, Mi, Fr: 19 bis 21 Uhr Di, Do, Sa: 9-11 Uhr lespress ❘ april 2004

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sc hwarz auf weiß Das Vorsorgebuch für die Eingetragene Lebenspartnerschaft

können. Damit können beispielsweise die Vermögenstrennung und der Vermögensausgleich während der und nach dem Ende einer Partnerschaft verbindlich geregelt werden. Das Buch enthält darüber hinaus für den

eigenen Todesfall eine Aufstellung aller wichtigen Versicherungen, Konten, Anlagen und Wertsachen, die Möglichkeit Wünsche für das eigene Begräbnis zu hinterlegen usw. Wer seinen FreundInnen bzw. Angehörigen diese Informationen in gebündelter Form hinterlässt, erspart allen Beteiligten im Todesfall viel Aufwand. Für den Krankheitsfall sind Vordrucke für Patientenverfügungen verschiedener Art sowie für Betreuungsverfügungen enthalten. Schließlich kann man für den eigenen Todesfall eine Liste der zu benachrichtigenden Freunde, Bekannten, Organisationen und Vereine hinterlegen. Auch finden sich hier Muster für Testamente mit verschiedenen Varianten und Vordrucke für die Organspende. Im letzten Teil schließlich ist der vollständige Text des Lebenspartnerschaftsgesetzes abgedruckt.

Zu bemängeln ist, dass nur einige, aber nicht alle Formulare für beide LebenspartnerInnen abgedruckt sind, was zwar Platz spart, aber für LebenspartnerInnen, die das Buch gemeinsam ausfüllen möchten, inkonsequent ist. Auch wurden nicht alle Formulare vollständig von der Ehe auf den Bereich der Lebenspartnerschaft übertragen. Die fast 20 Euro für das in Spiralbindung und damit zum leichten Raustrennen und Kopieren einzelner Seiten geeignete Buch sind eine gute Investition für alle, die eindeutige Regelungen für ihr eigenes Leben, für den Krankheitsfall und darüber hinaus treffen wollen. Sollte sich der Bundesrat irgendwann zur Verabschiedung des Ergänzungsgesetzes durchringen sollen, wird zwar eine Neuauflage erforderlich - doch damit ist ja zurzeit leider kaum zu rechnen. ad

schriebene Zeit“ geht in diesem Winter in Berlin und seinem Umland mit wechselnden AutorInnen auf eine Reise, die Lesung und Konzert in einem ist. Grundlage für die Anthologie war

eine Ausschreibung der Neuen Gesellschaft für Literatur zum Thema „Zeit“. In sechs Kapiteln konjugieren AutorInnen im Alter von unter 30 bis fast 80 Jahren Zeit und Zeiten in allen nur denkbaren Schattierungen, beleuchten sie von allen Seiten, buchstabieren, nehmen auseinander und setzen wieder zusammen - dabei vergeht Zeit und so ist nichts mehr wie es gerade eben noch war: Stimmungen verändern sich, Ein- und Weitsicht, das Ich und das Du, die Biographie, Planspiele erscheinen in einem anderen Licht und die Welt sowieso. Das Dichten selbst ist der Zeit unterworfen, treibt sie aber in diesem Fall nicht voran, sondern sucht zu bewahren. Und wenn die Zeit dann still zu stehen scheint, weht ein Hauch von

Melancholie über die Szene. Es ist die rauhe Großstadt und ihre Einsamkeit, das Hetzen und Gehetzt werden, die zwischen den Zeilen dieses von Wolfgang de Bruyn in seinem Vorwort als typisch Berliner Anthologie bezeichneten Bandes aufblitzen. Ergänzt wird die deutschsprachige Poesie um aus dem Slowakischen übersetzte Gedichte. Sie bilden einen interessanten Kontrast, der nicht weniger spannungsreich ist als die Verse hinter den Kapitelüberschriften „Anfang wird immer sein“ und „Auf dem Weg bleibt das Gesagte eine Spur“. Freunde zeitgenössischer Lyrik dürfen sich mit der „Ausgeschriebenen Zeit“ aufs Lesen und Vorlesen freuen. Sabine Röhrbein

In der Studie fragte sie, wie literarische Texte, die zwischen 1750 und 1850 in Deutschland veröffentlicht worden sind, Liebe und Begehren zwischen Frauen darstellen. Autorinnen sind neben der bereits genannten Bettine von Arnim, u.a. Luise Gottsched (1713-1762), Friederike Helene Unger (1751-1813), Therese Huber (17641829) und Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848). In ihrer Untersuchung bedient sich Angela Steidele Methoden der feministischen Literaturwissenschaft, lässt sich von kulturwissenschaftlichen gender studies inspirieren, arbeitet mit diskursanalytischen Verfahren Michel Foucaults und macht Anleihen bei der

queer theory. Mit dem Analyseinstrument sex, gender und desire durchforstet sie die Texte nach „Inszenierungen der Geschlechtlichkeit weiblicher Figuren“ und fragt nach „Brüche[n] in der vorgeblichen Einheit von Geschlecht und Begehren“ in den Bildern von Frauenliebe. Dabei versteht sie „Frauenliebe“ doppeldeutig: als die Liebe der Frauen und die Liebe zu Frauen, die in vielen Schriften bis 1810 kein Widerspruch zur Ehe sein mussten. Die Konzeption der lesbisch begehrenden Figur in den Texten weist verblüffende Paralleln auf: Sie werden dargestellt als „weibliche Figur mit männlichem gender, d.h. sie trägt als Frau Züge, die die Zeit als ‘männlich’ definiert“. Insgesamt sind die Bilder von Lesben äußert vielfältig, so unterschiedlich, das die Autorin sie nicht vereinheitlichend als Lesben bezeichnet wissen will. Eine weitere zentrale Erkenntnis der Studie liegt darin, zu zeigen, wie sich das Thema Frauenliebe im Untersuchungszeitraum zu einem „Tabuthema“ entwickelt. Die Thematik wird nach 1800 stets diskreter behandelt und zu einem „neu gezimmerte[n] Closet“. Erstaunlich ist auch ein anderer Entwicklungsstrang, nämlich, das in den

Texten „Frauenliebe mit emanzipatorischen Aussagen“ verknüpft wird, insbesondere als Ehekritik bis hin zu grundsätzlicher Kritik an der Gesellschaft. „Gedanklich“ wird damit, so resümiert Angela Steidele, die spätere Emanzipationsbewegung „in der Literatur begonnen“. Hart und recht pauschal geht die Autorin in ihren Auseinandersetzungen mit dem Forschungsstand mit allen gleichsam ‘vor 1990’ erschienenen historischen und literaturwissenschaftlichen Arbeiten ins Gericht: Der Essentialismusvorwurf ist schnell bei der Hand und nicht immer einleuchtend argumentiert. Rückgriffe auf Ergebnisse deutschsprachiger literaturwissenschaftlicher Lesbenforschung, die sich mit Texten des 20. Jahrhunderts beschäftigen, fehlen leider völlig. Eine Kritik, die allerdings nichts an der Bedeutung des erkenntnisreichen und spannenden Buches für die Auseinandersetzung mit Frauenliebe in der Literatur ändert. Für Nicht-Akademikerinnen ist die Studie wohl keine leichte Kost, dennoch klar und schön geschrieben; ein Buch, das nicht nur Literaturwissenschaftlerinnen zum Stöbern und Verweilen in älteren Texten zur Frauenliebe einlädt. Christiane Leidinger

Mego-Verlag, 19,95 EUR Manfred Bruns, ehemaliger Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof und Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes Deutschland (LSVD) hat gemeinsam mit den Fachanwälten für Familien- und Steuerrecht Heinrich und Karin Meyer-Götz das „MEGOVorsorgebuch für die Eingetragene Lebenspartnerschaft mit und ohne Kinder“ herausgegeben. Es enthält neben einer kurzen Einführung in das Lebenspartnerschaftsgesetz Informationen für privatrechtliche Lebenspartnerschaftsverträge, die im Vorfeld der Eintragung einer Lebenspartnerschaft geschlossen werden

Kathrin B. Külow, Hanah Thiede, Heidrun Voigt (Hg.): Ausgeschriebene Zeit. Lyrik-Anthologie Aphaia Verlag, 15,00 EUR Ein kleines Schmuckstück hat der Berliner Aphaia Verlag veröffentlicht, der Literatur mit Musik und Bildender Kunst in Buchprojekten vereint: Ein Geheimtipp ist die Reihe „Mitlesebuch“, die literarischen Kostproben reproduzierte Grafiken an die Seite stellt, die Lyrik-Anthologie „Ausge-

Angela Steidele: Als wenn Du mein Geliebter wärest Verlag J.B. Metzler, 44,00 EUR Antworten auf die Frage nach alter deutschsprachiger Lesbenliteratur dürften spärlich ausfallen. Für die Zeit vor 1933 nennt eine vielleicht Anna Elisabet Weirauchs Der Skorpion oder Minna Wettstein-Adelts unter dem Pseudonym Aimée Duc geschriebener Roman Sind es Frauen?. Aber vor der Jahrhundertwende? Wenige kennen das Frauenpaar der deutschen Literaturgeschichte: Bettine von Arnim, geb. Brentano (1785-1859) und Karoline von Günderrode (1780-1806). 1840 lässt Bettine von Arnim in ihrem Briefroman Die Günderode die Figur Bettine zu ihrer Freundin Günderode sagen: „jeder Augenblick den ich leb ist ganz dein, und ich kanns auch gar nicht ändern daß meine Sinne nur blos auf dich gerichtet sind...Drum lebe mit mir, ich habe jeden Tag an dich zu fordern.“ Für insgesamt einhundert Jahre literarische Konzeptionen von Frauenliebe schließt Angela Steidele in ihrer 2003 erschienenen Dissertation eine bislang breit klaffende Wissenslücke.

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Karin Kallmaker: Unvergessen

mit prägenden Personen wie Müttern und Jugendfreundinnen. Die fast vierzigjährige Jazzsängerin Rett Jamison ist zwar recht erfolgreich, könnte aber in ihrer Karriere

viel weiter sein, wenn sie nicht ihrer Geliebten Trish entscheidende Managementtätigkeiten überlassen hätte. Als Rett mithilfe einer langjährigen Freundin und Vertrauten endlich der Tatsache ins Auge blicken kann, dass Trish nicht nur in die eigene Tasche wirtschaftet, sondern obendrein mit überzogenen Forderungen, Unfreundlichkeit und unmotivierten Zornesausbrüchen dabei ist, große Chancen zu ruinieren, wirft Rett die illoyale Partnerin hinaus. Schon bei ihrem ersten Auftritt danach spürt sie ein ungeahntes Gefühl von Befreiung. Das Publikum in einer Frauenbar liebt sie für ihre perfekten und doch gefühlvollen Interpretationen, mit der DJane arbeitet sie bei der Karaoke-Veranstaltung gut zusammen - und obendrein lernt sie Angel ken-

nen, eine faszinierende Frau, die anscheinend auch echtes Interesse an ihr hat. Das Leben könnte wieder wunderbar romantisch sein. Doch nach der gemeinsamen Nacht in einem Motel verliert Rett Angels Telefonnummer... Karin Kallmaker schrieb schon eine ganze Reihe lesbischer Liebesromane. In „Unvergessen“, ihrem ersten Buch, das ins Deutsche übertragen wurde, erzählt die Autorin auf unterhaltsame und lustige Weise von dem Leben einer Sängerin zwischen Tourneen und Proben, von Kindheitserfahrungen mit einer kaltherzigen ablehnenden Mutter, vom Lesbischsein auf der Highschool und dem Klassentreffen über zwei Jahrzehnte später, bei dem endlich einiges geklärt und ausgesprochen wird. Irene Hummel

und junger Eltern - lesbischer Frauen inklusive. So im Handlungsstrang rund um das Paar Vera und Luis: sie seit wenigen Tage Mutter, er eine biologische Frau kurz vor der geschlechtsangleichenden Operation. Wie Veras

„lesbischer Teil an die Oberfläche steigt und wieder versinkt“ und Luis um seine Selbstachtung ringt, ohne körperlich am gemeinsamen Sohn beteiligt gewesen zu sein, gehört zu den nuanciertesten Darstellungen des Romans. Überdies erspart Fessel leidige Definitionen von Familie: einzig zählt die Wahlfamilie, gleich in welcher Zusammensetzung, und dieses nicht explizit ausgesprochene, aber stetig mitschwingende Statement wird dem Trend zur individuell gestalteten Familie schlichtweg gerecht. Auch in einem weiteren Sinn knüpft Fessel eine „Wahlfamilie“, indem diverse ProtagonistInnen anderer Romane und Erzählungen in Gunns Umfeld aufeinander stoßen. Ein unerwartetetes Wiedersehen gibt es etwa mit Lenny und Markus, Greta und Dolly aus

„Einer wie ich“, ihrem unter Pseudonym 1999 verfassten Roman mit „schwulem“ Plot. Aus Gunn und Lenny werden in „Unter meinen Händen“ Seelenverwandte: mit dem gleichen Unwillen, sich zu öffnen und der gleichen Wehmut, es nicht zu schaffen, ähnlich einschneidenden Wunden aus Familiengeschichten und über die Grenzen von Sexpartnern gehendem Streben nach Autarkie. Tendenz: in außergewöhnlichem Rahmen „Geburtshaus“ angesiedelte Geschichte mit unkonventionellen Familienbildern, Details aus dem Leben junger Eltern vom Still-BH bis zum Phänomen schielender Babys, hartem Sex und einem tragfähigen Netzwerk rund um Gunn - die den Absprung letztlich schafft. Leonie Wild

sie zu überreden, denn Donna, ihre Cousine wird auch nach Ann Arbor gehen, und sie können sich in Zimmer im Wohnheim teilen. Nun beginnt das freie Leben. Donnas und Jills Leben auf dem College ist von ihrer Armut geprägt. Sie müssen sich Kleider und Nahrungsmittel klauen, um einigermaßen zurecht zu kommen. Schnell spürt Jill, dass sie Donna liebt, doch Donna liebt

nur Jungs, obwohl sie sich gut daran erinnert, wie Jill sie mit 13 Jahren verführte. Jill hatte auch wirklich von 1416 eine Freundin, und sie weiß, dass das eine „richtige“ lesbische Beziehung war, auch wenn damals das Wort dafür noch gar nicht existierte. Es bleibt unverständlich, warum Jill diesen Weg verlässt. Sie und Donna suchen sich Freunde, unreife frauenfeindliche Knaben, doch das merken die beiden nicht. Schließlich sind doch alle Jungs so, sie bilden sich ein, besser zu sein, erfahrener, intelligenter. Und die Mädchen Bewundern sie, die Männer, die schon richtige Kunst machen, echte Gedichte! Der Feminismus ist in den 50er Jahren noch kein bisschen erwacht. Dabei wäre er so nötig gewesen. Die folgenden 600 Seiten zeigen das Erwachsenwerden zweier unsicherer junger Frauen: die ersten sexuellen Erfahrungen, eine fürchterliche Entjungferung, die Drohungen der Eltern, auf einer sofortigen Heirat zu bestehen, mörderische heimliche Abtreibungen, Liebeskummer und Vergewaltigungen. Da grenzt es schon an Wunder, dass beide auch noch irgendwie ihre eigene Lust entdecken. Die Erfahrungen mit Männern

nehmen einen großen Raum im Leben der beiden Frauen ein. Ihre Freiheiten sind unschätzbar, das sehen sie in den Ferien, wenn sie auf Druck der Eltern, und um irgendwelche Ferienjobs zu ergattern, Wochen und Monate zu Hause verbringen. Im College stillt Jill ihren Hunger nach Literatur und Bildung und bekommt immer bessere Noten. Die muss sie auch haben, denn dadurch sichert sie sich das Stipendium und ihr Weiterstudium. Trotz ihrer guten Noten ist niemand stolz auf sie und ihr Geliebter kritisiert ihre Gedichte in Grund und Boden. Nach dem Studium schlagen sie und Donna unterschiedliche Wege ein. Donna heiratet, so wie die meisten Kommilitoninnen, die gegen Ende der vier Jahre College die Torschlusspanik packt. Jill bleibt unabhängig. Sie geht nach Manhatten, jobbt und schreibt. Die Geschichte mit Donna nimmt ein tragisches Ende. Der Leserin bleibt nur der Gedanke, wie notwendig es für Frauen war, dass der Feminismus entstanden ist. Das Buch ist an manchen Stellen schwer verdaulich und doch ist es gut zu lesen. Ein hartes Stück Zeitgeschichte, ein Buch mit Witz. Gudrun Fischer

Krug & Schadenberg, 16,90 EUR Bei dem Wort „Unvergessen“ erscheint vor dem inneren Auge ein Grabstein mit dieser Inschrift. Was sich die amerikanische Autorin Karin Kallmaker - im Englischen heißt das Buch entsprechend „Unforgettable“ bei der Titelwahl für ihren Lesbenroman gedacht hat, bleibt rätselhaft, da doch alle Beteiligten bis zum glücklichen Schluss quicklebendig sind. Bis dahin geht es auf 266 Seiten durch Karrierehochs und -tiefs, es kommt zu erfreulichen wie unerfreulichen Begegnungen mit der Vergangenheit und

Karen-Susan Fessel: Unter meinen Händen Querverlag, 14,90 EUR „Familienzusammenführung“ könnte das Schlagwort sein, unter dem KarenSusan Fessels jüngster Roman zu verbuchen ist. Im Zentrum der Geschichte mit mehr Berliner Lokalkolorit denn je und einer ungewöhnlich hohen Frequenz an Liebesnächten: Gunn, lesbische Hebamme mit Burn-out-Syndrom, die ihren anvisierten Ausstieg aus dem Berufsleben den ihr Nahestehenden nur schwer vermitteln kann. Sorgfältige Recherchen, die Fessel eigens in einem Berliner Geburtshaus durchgeführt hat, bieten aufschlussreiche Einblicke in die Welt werdender

Marge Piercy: Donna und Jill Ariadne, 15,50 Euro Jill ist sehr sehr jung. Sie will weg von zu Hause, weg von Detroit. Sie hält es nicht mehr aus bei ihrer kontrollierenden Mutter und dem autoritären Vater. Es ist lustig und ernüchternd zugleich, wie sie ihre Familie schildert, das winzige hellhörige Reihenhaus, in dem sie kaum ein Eckchen für sich hat, die scheußlichen Speisen, die ihre Mutter auf den Tisch stellt. Ihr bester Freund Howie, noch jüdischer als sie, kann ihr nicht helfen. Er ist jünger und muss noch ein weiteres Jahr zur Schule. Er hat größere Schwierigkeiten als Jill, denn keiner will seine Freundschaft, weil er mit seiner Familie auf dem jüdischen Friedhof lebt, wo sein Vater arbeitet. Jill und Howie lieben es, heimlich dicke Wälzer zu lesen und zu besprechen. Sie fühlen sich fast als Kommunisten. Werden ihre Eltern Jill die fehlenden 200 Dollar für das Wohnheim auf dem College geben? Den Eltern liegt nichts an einer Universitätsausbildung für ihre Tochter. Doch Jill schafft es,

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schwarz auf weiß Charlaine Harris: Tod in Shakespeare Rotbuch Verlag, 19.90 EUR „Ich sammelte mich, die bloßen Füße in den Dielenboden gekrallt, die Oberschenkelmuskeln für den Angriff gestählt. Auf dem Ballen des linken Fußes machte ich einen Schritt nach vorn, vollführte dabei eine halbe Drehung und riss mein rechtes, im Knie gebeugtes Bein hoch. Mein Fuß schnellte vor...“, der Kriminalroman um die stahlharte Karate- und Einzelkämpferin Lily Bard reißt die Leserin gleich von den ersten Worten an mit. Nach ihrem Training wird Lily nicht einschlafen können, wie so oft in schlimmen Nächten, wenn die Gedanken an die Vergangenheit sie nicht loslassen. Sie wird stattdessen stundenlang allein in den stillen nächtlichen Straßen von Shakespeare unterwegs sein. Als sie, endlich müde geworden, nach Hause zurückkehrt, beobachtet sie Unheimliches. Jemand schiebt einen plastikfolienverdeckten schwer beladenen Karren in den Park und kommt kurz darauf ohne seine Last zurück. Lilys Neugier erwacht - und schon steckt sie mitten in einem Mordfall. Die Last entpuppt sich nämlich als die Leiche ihres Vermieters. Da die Geheimnisse in ihrer Vergangenheit niemanden etwas angehen, möchte sie keinesfalls in polizeiliche Ermittlungen verwickelt werden - aber leider sind nun ihre Fingerabdrücke auf der Folie. Da hilft in ihren Augen nur Vertuschung, und so nehmen die Dinge ihren Lauf. Charlaine Harris hat sowohl das Karatetraining als auch die kleingeistige Klatsch- und Tratsch-Atmosphäre in dem Südstaaten-Städtchen Shakespeare sehr treffend in ihren Roman eingewoben. Lily Bard, die als selbständige Putzfrau in Haushalten und Geschäften ihren Lebensunterhalt verdient, hat ungewollt Zugang zu allen möglichen Insiderinformationen. Während sie Badewannen scheuert, Hunde wäscht und Kinderzimmer aufräumt, überprüft sie Alibis, sinnt über Motive nach und stellt in Gedanken Zusammenhänge her. Spannend, glaubwürdig und mit viel trockenem Witz erzählt die Autorin aus Arkansas, die Geschichte einer Frau, die sich gegen alle Widerstände durchbeißt. Unnötig schmalzig wird es allerdings zum Ende hin: die Einzelkämpferin, die immer streng auf ihre Unabhängigkeit achtet, findet langsam wieder Vertrauen zu Menschen und hat obendrein noch erfüllenden Heterosex. Irene Hummel

Leah Carola Czollek / Gudrun Perko (Hg.): Verständigung in finsteren Zeiten. Interkulturelle Dialoge statt „Clash of Civilizations“ PapyRossa Verlag, 19.80 EUR Dies ist kein einfaches Buch. Die einzelnen Beiträge sind komplex, und ihr Zusammenhang ist komplex. Denn das zentrale Thema, der Dialog in seinen unterschiedlichen Formen und Möglichkeiten, ist kompliziert. Die Herausgeberinnen Leah Carola Czollek und Gudrun Perko haben - mit voller Absicht - keine thematischen Zuordnungen getroffen, mit dem Hinweis, dadurch „dem Dialog (und dem Dialogischen) zu entsprechen, der immer offen bleibt“. Das Buch fordert Zeit, Offenheit und die Bereitschaft zu nachdenklicher Überlegung von der Leserin: es enthält eine Fülle von Gedanken, die in einer Zeit der Unsicherheit über die Welt neue Anregungen bieten können. Deutlicher Schwerpunkt ist die philosophische Auseinandersetzung mit der weltpolitischen Entwicklung nach dem 11. September 2001, mit neuen Koalitionen und angeblich friedenserhaltenden Kriegen, mit dem Islam als Gegner bzw. Dialogpartner und - weitergehend - mit der Frage nach religiösen Grundbegriffen von Weltreligionen, die in Kapiteln wie „Am Anfang war das Wort. Aspekte jüdischen Dialoges und die Vielstimmigkeit von Multikulturalismus“ oder „Macht, Politik und Sehnsucht: Der christliche Liebesbegriff“ und „Was ist das: der Islam?“ behandelt werden. Andere Artikel wiederum beschäftigen sich mit Themen wie dem Dialog zwischen ost- und westdeutschen Frauen oder den Integrationsproblemen in der deutschen Einwanderungsgesellschaft. Die Gedanken der Leserin werden von Erörterungen der Sprache bei Hardt und Negri weitergeschickt zu philosophischen Gedankenspielen wie der szenischen Übersetzung eines Gedankengangs von Hegel in einen Dialog. Unter den AutorInnen sind einige bekannte Größen aus der Frauenbewegung wie Christina Thürmer-Rohr, Herta Kuhrig und Birgit Rommelspacher; es schreiben PraktikerInnen genauso wie PhilosophInnen und TheologInnen. Ein hoffnungsvolles Buch, denn immer geht es um die Möglichkeiten eines friedlichen respektvollen Zusammenlebens, um Formen des Miteinander-Redens und um Konfliktlösung jenseits des „Clash of Civilizations“ (Kampf der Kulturen): insgesamt ein sehr notwendiges Buch. INa

Regisseurinnen-Guide Femme totale - Internationales Frauenfilmfestival Dortmund Schutzgebühr 5 Euro, Zu beziehen über: www.femmetotale.de Sowohl bei den diesjährigen Filmfestspielen in Berlin als auch bei der Oscar-Verleihung in Los Angeles, stießen Filme von Regisseurinnen auf große Aufmerksamkeit bei Publikum und Kritik. Spricht das für einen Wandel im meist immer noch von Männern dominiertem Berufsfeld der FilmemacherInnen? In Deutschland sind 50 % der Studierenden an den Hochschulen für Film und Fernsehen Frauen, doch nur bei 17 - 20 % der Filme, die von bundesdeutschen Fördereinrichtungen finanziert werden, führen sie Regie. Um den Frauen, die hinter der Kamera agieren, mehr Öffentlichkeit zu geben, hat femme totale e.V., ein von Filmarbeiterinnen 1986 in Dortmund gegründeter Verein, es sich zur Aufgabe gemacht, den Anteil von Frauen in allen Bereichen der Filmproduktion hervorzuheben. Diesem Ziel soll der gerade erschienene Regisseurinnen-Guide dienen, der auf 296 Seiten rund 130 in Deutschland agierende Filmemacherinnen vorstellt, die für Kino und Fernsehen Regie führen. Neben Filmografien und Porträtfotos umfasst der Guide auch den Werdegang und die Auszeichnungen der Regisseurinnen und ihre jeweilige Kontaktadresse. Neben namhaften Frauen wie Margarethe von Trotta (Rosenstraße) oder Caroline Link (Nirgendwo in Afrika) finden sich auch Neueinsteigerinnen aller Film-Genres. Der Guide erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Regisseurinnen der ersten Generation, die aktiv keine Filme mehr drehen, wurden nicht aufgenommen, andere Frauen verweigerten ihre Zusage und wollten im Guide nicht vorgestellt werden. Warum? Eine gute Frage. Vielleicht weil sie nicht in die von vielen Filmemacherinnen befürchtete „Frauenecke“ gestellt werden wollen? So finden sich im Guide - aus welchen Gründen auch immer - u.a. weder Doris Dörrie (Männer) noch Sandra Nettelbeck (Bella Martha). Das Buch wird abgerundet durch die ausgesprochen informative Einleitung von Claudia Lennsen zur Geschichte weiblicher Regisseurinnen in Deutschland. Neben einem filmhistorischen Rückblick und einer Analyse der Gegenwart, zitiert sie Regisseurinnen, die sich zu ihren Vorbildern, zum „Problem“ des Frauenfilms, der Angst vor der „Frauenecke“ oder zu Frauennetzwerken äußern. Hier kommen auch die Frauen zu Wort, die im „Regisseurinnen von A-Z-Teil“ des Buch nicht vorgestellt werden. So ergibt sich letztendlich doch noch ein relativ rundes Bild vom weiblichen Filmschaffen in Deutschland. Dagmar Trüpschuch

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Kurz gefasst: kriminell „erben & sterben“ (Frauenoffensive, 9.90 EUR) ist der Titel des dreizehnten Carol-AshtonKrimis von Claire McNab. Die mutmaßlichen Erben eines Milliardärs sterben wie die Fliegen, noch bevor ihre Ansprüche überhaupt geprüft sind. Logischerweise sucht die australische Kommissarin den Mörder oder die Mörderin unter den restlichen Erbanwärtern. Viel lieber allerdings würde sie sich mit ihrer Liebsten Leota und deren Plänen eines beruflichen Wechsels in die USAbeschäftigen. Aber dafür ist kaum Zeit. Leichenreiche und überraschungsarme solide Krimikost. Die Autorin Marcia Muller schrieb an die zwanzig Romane über die kalifornische Detektivin Sharon McCone. Diese muss sich in „San Francisco Blues“ (Argon Verlag, 18.90 EUR) mit den dunklen Seiten der New Economy auseinandersetzen: Mobbing, Arbeit rund um die Uhr im Dienste der Firma und Tod durch Überarbeitung, in Japan unter dem Begriff Karoshi durchaus geläufig. Nur, dass es sich hier auf den ersten Blick um einen Selbstmord handelt. Die Ermittlungsarbeit fällt Sharon McCone nicht leicht, da sich gerade auch ihr Bruder umgebracht hat. Die 1944 geborene Marcia Muller entwarf eine spannende Handlung, die zum Ende hin allerdings leicht verworren wird, mit sozialkritischen Untertönen. Die ehemalige Polizeireporterin Patricia Cornwell, bekannt geworden durch ihre Thriller um die Pathologin Kay Scarpetta und unlängst mit vermeintlichen Enthüllungen über Jack the Ripper peinlich aufgefallen, wandelt in ihrem Schmöker „Insel der Rebellen“ (Hoffmann und Campe, 22.90 EUR) auf ungewohnt satirischen Pfaden. Um von der Erfolglosigkeit der Polizei im Fall einer Gruppe von Serienkillern abzulenken, werden absurde Anordnungen durch das Gouverneursbüro erlassen. Gleichzeitig veröffentlicht ein Polizeibeamter anonym Artikel mit Insiderinformationen im Internet. Ein wichtige Nebenrolle spielt das Hündchen der Polizeipräsidentin. Sehr schwarzhumorig, nur mit fast 500 Seiten etwas zu lang. Die Finnin Leena Lehtolainen beschäftigt sich in ihrem neuen Buch „Die Todesspirale“ (rororo, 8.90 EUR) mit Heranwachsenden und dem Hochleistungssport. Eine 16jährige Eiskunstläuferin wurde mit ihren eigenen Schlittschuhen brutal erschlagen. Kommissarin Maria Kallio, die gerade ihr erstes Kind erwartet, das sie und ihr Ehemann irritierenderweise „Schnüppchen“ nennen, muss sich selbst überwinden und sich mit Eltern, Tagebüchern und Teenagerschwärmereien beschäftigen, während ein um die Beförderung konkurrierender Polizeikollege sie nach Kräften behindert. Irene Hummel

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der gute rat

Komprimierte Kopien für den Hausgebrauch

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tellt sich nun die Frage, wie stellt frau das an? Relativ einfach, gibt es doch diverse Programme, die nicht nur helfen, die Dateien von der CD auf die Festplatte des PCs zu bannen (Rippen) sondern diese auch noch in MP3-Dateien umzuwandeln (Encoding). Für das Umwandeln der Dateien ist die Original-CD, ein Ripper/EncoderProgramm und ein Computer mit ausreichend Platz auf der Festplatte erforderlich. Im Internet findet man diverse Ripper- und Encoder-Programme. Um die Haushaltskasse nicht zusätzlich zu belasten, empfiehlt sich der Einsatz von freier, das heißt kostenlos verfügbarer Software, die jedoch auch einiges leisten soll. Eine Kombination aus Ripper und Encoder für Windows heißt FreeRIP, die mittlerweile in der Version 2.60 unter www.Free RIP.com erhältlich ist. Allerdings ist das Programm nur in englischer Sprache verfügbar. Da es relativ klein ist (1,02 MB), ist der Download schnell erledigt. Nun installiert die potenzielle Urlauberin die Software, was bei allen Windows-Betriebssystemen mit einem einfachen Doppelklicken und Befolgen der Instruktionen des Installationsmanagers getan ist. Endlich kann die Lieblings-CD ins Laufwerk. Nach dem Starten von FreeRIPerkennt das Programm meist problemlos die Dateien auf der eingelegten CD (Abbildung 1). Glücklicherweise kommt die Benutzeroberfläche mit relativ wenig Werbebannern aus und ist übersichtlich gestaltet. In den Feldern Album, Artist, Year et cetera kann frau Informationen eingeben, die in so genannten ID3-Tags mitgespeichert werden. Wenn der Computer online ist, bietet eine im Programm integrierte automatisch startende Suche in der Internet-Datenbank freedb Informationen - falls vorhanden - zur eingelegten CD an. Das kann besonders bei CDs mit vielen, unterschiedlich benannten Tracks - wie bei Opern- oder Hörspiel-CDs von Vorteil sein. Durch Klicken auf „Select“ werden die Informationen aus der Datenbank übernommen. Wenn keine Informationen in der Datenbank sind, bleibt nur das manuelle Benennen jeder einzelnen Datei. Damit die Arbeit nur einmal gemacht wird, lassen sich diese Daten anschließend an freedb im Internet übertragen. Das sorgfältige Benennen der Dateien zahlt sich spätestens aus, wenn frau einen ID3-Tag-tauglichen MP3-Player hat: Statt „Track 1“ steht dann beispielsweise „Ruth Mabel Brown, Lustig ist das Katzenleben, Teil 87“ und gegebenenfalls weitere Angaben in der Digitalanzeige. Bevor nun der Rip gestartet wird, muss frau allerdings noch einige Einstellungen vornehmen (Abbildung 2): Zum einen die Qualität der mp3-Dateien, zum anderen das Verzeichnis, in das die Dateien gespeichert werden sollen. Die Optionen finden sich unter dem Menüpunkt „CD/Optionen“, zu dem man auch durch Klicken auf das Werkzeug-Symbol in der Icon-Liste gelangt. Unter dem Reiter „Encoding“ ist zu erkennen, dass FreeRIP nicht nur MP3-, sondern auch Ogg-Dateien erzeugen kann. Ogg Vorbis ist ebenso wie MP3 ein Format zur Kompression von Audio-Dateien, es ist jedoch nicht so stark verbreitet. Zudem finden sich nur wenig Abspielgeräte, die bereits mit Ogg umgehen können. Bleibt der PC als Abspielgerät - und den will frau ja nicht unbedingt mit in den Urlaub nehmen.

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Will frau verreisen und nicht mit ihrer gesamten CD-Kollektion die ohnehin schon schweren Koffer belasten, empfiehlt es sich, Kopien der Lieblingshörbücher oder -musikscheiben zu erstellen. Das „Gewichtsproblem“ lösen aber keine 1:1-Kopien der Originale, sondern komprimierte Kopien. Etabliert hat sich hier das so genannte MP3-Format: MP3-Dateien umfassen meist nur ein Zehntel der ursprünglichen Dateigröße.

Mit den kostenlosen und dazu bedienungsfreundlichen Rip-Programmen ist das Komprimieren von CDs kein Hexenwerk mehr

Von der Einstellung der Bitrate hängen Abbildung 3 später Klangqualität und Größe der komprimierten Dateien ab.!!!

Zurück zu den MP3-Einstellungen: Hier lässt sich zunächst zwischen Mono- und Stereo-Dateien auswählen. Die für die Qualität der MP3-Dateien wohl wichtigste Einstellung ist jedoch die Bitrate. Sie gibt an, wie viel Bits pro Sekunde abgespielt werden. Das heißt, je höher die Bitrate desto besser die Qualität - aber auch desto größer die MP3-Datei. Für Musik ist also in jedem Fall eine etwas höhere Rate zu wählen (bei zu niedriger Rate fängt das Stück an zu „klirren“), etwa 192 kBit/s. Unter „Mode“ bei „Encoding“ finden sich zusätzlich drei Wahlmöglichkeiten: Die Einstellung konstanter (constant bit rate, CBR), variabler (variable bit rate, VBR) oder durchschnittlicher (average bit rate, ABR) Bitraten. Die konstante Bitrate kann frau selbst festlegen - etwa eine sehr hohe bei Musik. Bei der Einstellung einer durchschnittlichen Bitrate hat das Programm einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen er für eine annehmbare Qualität sorgt, es darf einen festgelegten Durchschnitt jedoch nicht überschreiten. Mit Wahl der VBR kann die Dateigröße weiter gesenkt werden, da das Programm je nach Bedarf die Bitrate automatisch variiert - das Türenknallen in einem Kriminalhörstück erfordert beispielsweise eine niedrigere Bitrate als die eingespielte Opernarie, die die Diva kurz vor ihrer Ermordung zu Gehör gibt. Entscheidet man sich jedoch für CBR, ist bei reinen Sprach-Dateien wie Hörbüchern eine Bitrate von 96 oder 128 kBit/s ausreichend. Bei Hörspielen, die meist auch Musik und akustische Effekte enthalten, bringen 192 kBit/s sehr gute Hörerlebnisse. Unter dem Reiter „Output Path“ kann man schließlich das Verzeichnis eintragen, in dem die MP3-Dateien ausgegeben werden sollen. Nachdem Auswählen der zu rippenden Dateien und Anklicken des Icon mit CD und Note startet der Vorgang. Es erscheint ein Statusfenster, das die jeweilige Datei und den Verlauf ihrer Kompression anzeigt. Je nach eingestellter Qualität und Anzahl der Dateien variiert

die Dauer des Rippens von wenigen Minuten bis 45 Minuten. Ist die Kompression beendet, so liegen die fertigen MP3-Dateien im Zielverzeichnis. Von dort kann man sie mit jedem Standard-Brennprogramm auf einen CD-Rohling brennen. Für Macintosh-UserInnen mit relativ aktuellen Computern empfiehlt sich „i-tunes“, das in der Regel beim Kauf eines Rechners mitgeliefert/-installiert wird. Im Menü „Einstellungen“ in der Rubrik „importieren“ wird zunächst festgelegt, dass Audio-Files im Format MP3 importiert werden (Diese Einstellung ist wichtig!). (Abbildung 3) Hier wird auch die die Qualität der Aufnahme festgelegt (128 - 198 kbit/sec). Im gleichen Menü in der Rubrik „Brennen“ werden nun wieder Brenngeschwindigkeit und Format (wir wollen ja MP3 - also dieses) eingestellt. Und dann kann’s auch schon losgehen: Eine neue zu bennende Wiedergabliste wird erstellt, in die die zu Audiofiles hineinkopiert werden; diese wird dann evtl. mit anderen Wiedergabenlisten auf eine CD gebrannt. Wer zu faul ist, seine Original-Titel von seinen Original-CDs abzutippen, hat per Internet-Datenbank- und Abfrage (s.o.) die Möglichkeit, alle Infos zum jeweiligen Titel abzufragen und eintragen zu lassen. Wenn alles auf den Rechner übertragen ist, genügt ein Klick auf den Button „Brennen“ - und flugs wird eine MP3-CD gebrannt. Zum Vergleich: Auf einer herkömmlichen CD befinden sich in Schnitt zwischen 60 und 80 Minuten Musik oder Sprache. Im MP3-Format passen auf eine CD mit gleicher Speicherkapazität cirka 10 Stunden Musik und bis zu 20 Stunden gesprochener Text. Oder anders ausgedrückt: Dostojewskis vorgelesenes 25-Stunden-Oeuvre „Schuld und Sühne“ passt auf schlappe zwei Scheiben - und für eine kleine Krimisammlung ist auf der zweiten immer noch Platz. Susanne Schwonbeck

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hör zu PATRICIA SHAW

„WEITES WILDES LAND“, gelesen von Judy Winter Gek. Romanfassung,3 CDs, Laufzeit 212 Minuten, Lübbe Audio Verlag, November 2003, 14,95 Euro

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us Australien, dem „weiten wilden Land“ stammt Patricia Shaw, Autorin des gleichnamigen Hörbuchs, die in Melbourne aufgewachsen ist und sich nach mehrjähriger Tätigkeit als Assistentin des Gouvernors von Queensland einen Namen als Historikerin gemacht hat. Ihre Kenntnisse von Land und Geschichte fließen in ihre Romane ein, von deren mittlerweile knapp eine Handvoll erschienen sind. Eine Mischung aus weiblichem Roadmovie und Entwicklungsroman ist ihr jüngstes Werk, in dessen Mittelpunkt die junge, durch ein Schiffsunglück verwaiste und verarmte, frisch ausgewanderte Gutsherrentochter Sibell Delahunty steht. Die 17-jährige gerät prompt in schlechte (männliche) Gesellschaft, die sich jedoch angesichts ihrer Verschleppung durch einheimische Aborigines als nicht unpraktisch erweist. In diesem Land, in dieser Zeit - ein Nebensatz lässt auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts schließen - hatten Frauen nur wenige Rechte. Ungeachtet dessen schlägt sich die junge Heldin unerschrocken durchs Leben, wehrt sich gegen gesellschaftliche Normen und Bevormundung, trifft eigene Entscheidungen und verdient sich schließlich ihren Lebensunterhalt. Gefährdet wird ihre Selbstständigkeit durch die Liebe zu einem Mann (natürlich dem falschen...), der sich als skrupelloser und geldgieriger Verbrecher entpuppt. Nach einem Showdown, einem Unwetter und zahlreichen weiteren Katastrophen wartet aber ein Happyend auf - fast - alle Beteiligten ... Auffallend viele starke und unabhängige Frauen bevölkern Patricia Shaws Roman - ohne ihre Unterstützung und Solidarität hätte Sibell keine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben im konservativen 19. Jahrhundert gehabt. Fast wie eine utopische Wunschphantasie für gegenwärtige Zustände mutet es an, wenn Shaw selbst zwischen zwei hoffnungslos verfeindeten Frauen die Einsicht reifen lässt, frau müsse trotz aller Antipathie ein (überlebensnotwendiges) Mindestmaß an gegenseitiger Unterstützung in dieser Männergesellschaft aufbringen. Neben der offenkundig feministischen ist die historische Perspektive der zweite rote Faden in dem unterhaltsamen, aber nicht trivialen Roman: Die aus den Macht- und Expansionsbestrebungen der Zuwanderer resultierenden Lebensbedingungen für die australischen Ureinwohner sind fast beiläufig, aber beständig mit dem Handlungsstrang verflochten. So erscheint beispielsweise die Entführung weißer Australien-Reisender durch die schwarzen Ureinwohner nicht etwa als platter Rassismus, vielmehr wird sie vor dem Hintergrund des Existenzkampfes der enteigneten und entrechteten Aborigines als überlebensnotwendige, aber auch aufbegehrende Maßnahme gegen die diskriminierenden und ungerechten weißen „Besatzer“ nachvollziehbar. Gelesen wird das unterhaltsame und spannende Roadmovie von der Schauspielerin Judy Winter, die für ihre Verdienste als Synchronsprecherin bereits mit der „Goldenen Kamera“ ausgezeichnet wurde. Ute Roos

JOANNE K. ROWLING

„HARRY POTTER UND DER ORDEN DES PHOENIX“, gelesen von Rufus Beck Komplette Lesung,27 CDs, Laufzeit 2100 Minuten, Der Hörverlag, Februar 2004, 99,95 Euro

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on der Sozialhilfeempfängerin zur Multimillionärin — wie ein Traum erscheint die Karriere der englischen Schriftstellerin Joanne K. Rowling, deren zaubernde Helden innerhalb weniger Jahre zu Kultfiguren wurden. Und nicht nur das: Mit ihren im wahrsten Sinne „magischen“ Romanen, die weltweit einen neuen Leseboom auslösten, schuf sie eine (äußerst erfolgreiche) neue Kategorie der Literatur: die so genannte „All-Age-Literatur“ für LeserInnen jeglichen Alters. Seit November vergangenen Jahres liegt endlich der fünfte Band der auf sieben Teile angelegten Kultserie, seit Februar auch die von Fans heiß ersehnte Hörbuchversion vor. Wieder einmal befinden sich der verwaiste Harry Potter mit seinen besten Freunden Ron und Hermine nebst einigen Lehrern der Zauberschule Hogwarts und weiteren großen Zauberern und Hexen im Kampf gegen das Böse, verkörpert durch den am Ende des vierten Bandes wiederauferstandenen dunklen Lord Voldemort, der zu seinen besten Zeiten viel Unglück über die Menschheit gebracht und dabei - nicht nur - Harrys Eltern getötet hatte. Dass der in den ersten vier Bänden so liebenswerte Knabe nun zum etwas gereizten, von der Welt unverstandenen pubertierenden Jüngling herangewachsen ist und mit allerhand Hormonwallungen zu kämpfen hat, erleichtert die große Aufgabe nicht gerade. Mit immer wieder überraschenden und zum Schmunzeln animierenden Einfällen staffiert Joanne K. Rowling ihr magisches, phantasieanregendes Universum weiter aus - aber, bei aller Unterhaltung, es liegt eine bedrohliche Stimmung über dem 5. Band: Der dunkle Lord gewinnt mehr und mehr Anhänger, und ganz allmählich zieht sich die Schlinge des Bösen zu... Vorgetragen wird das 35-stündige Werk von Schauspieler Rufus Beck, der als Sprecher von mittlerweile zahlreichen Hörbüchern ebenfalls Kultstatus erreicht hat. Böse Zungen behaupten allerdings, er könne ausschließlich Bücher vorlesen und sei als Schauspieler bestenfalls mittelmäßig - was jeder und jede dementieren muss, die ihn als Tunte Waltraud in der Verfilmung von Ralf Königs „Der bewegte Mann“ gesehen hat. Mit einem unglaublichen Spektrum an verschiedenen Stimmen liest Beck seit 5 Bänden die Ereignisse im verzauberten England und zieht seine Hörer in den Bann. Der Preis, soviel sei noch erwähnt, ist eine unverbindliche Empfehlung des Hörverlags. Viele Buchläden und andere Geschäfte bieten derzeit Sonderpreise von cirka 69 Euro für die Box an - womit der Preis pro CD bei unter 3 Euro liegt. Ute Roos

Hörnews und Termine Hörspiel der Superlative

Die akustische Umsetzung der insgesamt 3500 Seiten langen Science-Fiction-Romanreihe „Otherland“ von Tad Williams soll bis Herbst dieses Jahres erfolgt sein. Kein einfaches Unterfangen, denn mehr als 250 Schauspieler sind an dem Projekt beteiligt. Das 24-Stunden-Hörspiel ist die bisher größte Hörspielproduktion in der Geschichte des ARD. Die Uraufführung ist für den Zeitraum der Frankfurter Buchmesse im Oktober geplant, übertragen werden die Sender hr2 und YOU FM. Ebenfalls im Herbst wird die CD auf den Markt kommen. Mehr dazu, finden sich auf den Webseiten www.hr2.de.

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Kult aus Wuppertal

Das seit 1997 bestehende Wuppertaler Vollplaybacktheater ist derzeit mit einem Mix aus den Hörspielen „Die drei Fragezeichen und der Doppelgänger“ sowie „Edgar Wallace — Das Gasthaus an der Themse“ auf Tournee. Der Name der Truppe verrät es schon: Auf die (Kult-)Originalhörspiele werden nur die Lippen bewegt — die Handlung setzt die Truppe allerdings so kreativ und lachmuskelstrapazierend um, dass die 8 Mimen seit Jahren zahlreiche Hallen bundesweit füllen. Auftritte finden am 14.4. in Frankfurt, am 15.4. in Köln, am 19.4. in Berlin, am 22.4. in Bremen, am 23.4. in Hannover und am 24.4. in Hamburg statt. Weitere Termine im April sind unter www.vollplaybacktheater.de oder über die Lespress-Redaktion zu erfahren.

Hörkino unterm Sternenhimme

Gemeinsam mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg, DeutschlandRadio und dem Hörverlag veranstalten die Berliner Planetarien noch bis Anfang Mai das „Hörspielkino unterm Sternenhimmel“. Jeden Freitag und Samstag im April bringt das Zeiss-Großplanetarium (Prenzlauer Allee 80 in 10405 Berlin) in ungewohntem Ambiente Krimis, Science Fiction und andere Werke zu Gehör. Neben Kultautoren wie Peter Hoeg, Donna Leon, Henning Mankell oder Philip K. Dick sind besonders Oscar Wildes „Das Bildnis des Dorian Gray“ (24.4.) und „Die Päpstin“ von Donna W. Cross (1.5.) zu erwähnen. Die genauen Termine sind unter www.radio eins.de, 0331/70 99 70 oder bei der LespressRedaktion zu erfahren. Ute Roos

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kling und klang MELISSA ETHERIDGE

LUCKY (Island / Universal)

So schön ist das Leben, wenn frau frisch verliebt ist: Melissa Etheridge ist mit ihrer Angetrauten Tammy Lynn Michaels überschäumend glücklich, und sie teilt das gerne und ausdauernd ihrem Publikum mit, so wie sie auch schon vor zwei Jahren auf „Skin“ selbstquälerisch ihre Seelenqualen ob der gescheiterten Lebenspartnerschaft mit Julie Cypher offenlegte. Auf „Lucky“ dagegen feiert Melissa Etheridge die Verliebtheit,die sich anfühlt,als ob die Erde stillsteht. Sie besingt den ersehnten Anruf; die aufregende Frau vom anderen Ufer; die heilende Wirkung eines Kusses nach einem langen Arbeitstag - und die vielen Frösche, die geküsst werden müssen, bevor die große Liebe einschlägt. Ihre starke Rockstimme ist allerdings manchmal etwas fehl am Platze - wer möchte lauthals mit einem kraftvollen „Küss mich!!“ angegröhlt werden? Auch wenn sie noch so leise beginnen, gehen die Songs unweigerlich in die altgewohnten bodenständigen Etheridge-Rockmuster über. Die luftig-leichten Liebesliedtexte wollen nicht so recht zu der rohen Kraft der E-Gitarren passen. Diese Diskrepanz hat Melissa Etheridge anscheinend auch bemerkt und deshalb vor gesorgt: „Den Song „Lucky“ habe ich als Titelsong ausgewählt, weil ich sicherstellen wollte, dass jeder merkt: dies ist ein fröhliches Album!“ Das nachdenkliche „Will you still love me“ über das Andauern die Liebe, das in sich ruhende „When you find the one“ und das leise, von einer verheimlichten Liebe handelnde „Meet me in the Dark“ bilden die balladigen Ausnahmen vom Schema Rock. Gänzlich ungewohnt und nicht wirklich passend säuseln in „Mercy“ Engelsstimmchen im Background. Dazu kommt mit „Tuesday Morning“ eine pathetisch-patriotische Würdigung eines schwulen Passagiers,der zusammen mit anderen eine der Maschinen vom 11.September 2001 zum Absturz in einem Feld brachte. Da Etheridge darin um gesellschaftliche Akzeptanz beinahe bettelt, hätte sie vielleicht lieber den wütend schroffen Anklagetext beibehalten sollen, den sie, wie sie erzählt, zuerst schrieb und dann wieder verwarf. Jetzt aber schnell in die E-Gitarrensaiten gehauen: schließlich sind wir die Größten („I am a Giant“), erst recht zu zweit! Das allerdings - oops - ist eine vorschnelle Fehlinterpretation der Rezensentin, die aus dem gesammelten Zweierkisten-Jubelkontext des Albums entsprang: es handle sich nämlich, sagt Melissa Etheridge über den fetzigen Rock´n´Roll-Knaller, um einen Song über den Fall der Berliner Mauer, und gleichzeitig „einen sehr allgemein gehaltenen Song, über Unterdrückung und Unterdrückte“. Ach so. Die erste Singleauskopplung ist mit „Breathe“ ein Song, den die Musikerin ausnahmsweise nicht selbst geschrieben hat,er dreht sich um die Sehnsucht nach der Liebsten daheim,viele Meilen entfernt. Überraschend ist das ungewohnt funkige Tempo von „Come on out tonight“, in dem sich jemand, vielleicht ihre Schauspielerin-Freundin, heute abend im Scheinwerferlicht outen wird. Melissa Etheridge, die das Überleben im Musikgeschäft von der Pike auf lernte und erst mit Mitte zwanzig einen Plattenvertrag bekam, schreibt grundsolide rockende und eingängige Songs. Aber das glattgebügelte, perfekt produzierte und mit Blick auf den Markt erzeugte Endprodukt ist sicher teilweise den Vorstellungen der Plattenfirma Island zuzuschreiben, die Melissa Etheridges Songmaterial mehrmals abgelehnt und postwendend zurückgeschickt hatte. Man glaubt dort vielleicht, dass die 25 Millionen KäuferInnen von Etheridge-Platten mit Innovativem, Experimentellem, mit über Springsteen hinausgehenden Einflüssen und mit musikalischer Weiterentwicklung ihrer Gitarrenrock-Heldin überfordert sind... Trotz solcherlei Hin und Her ist „Lucky“ insgesamt eine weitere perfekt nette Scheibe mit bewährten Zutaten aus Etheridges Rockküche geworden, die obendrein bei leiseren emotionalen Stücken wie „Meet me in the Dark“ eine beeindruc kende Stimmintensität offenbart. ❤❤❤❤❤❤ PS:

Und ob da nun „Lucky“ oder „Sad“ draufsteht, ist ja eigentlich auch egal... Aber dennoch: fast möchte man Melissa Etheridge eine heftige Ehekrise oder gleich eine schmerzvolle Trennung wünschen,damit sie wieder trauert, leidet und hofft, und die entsprechenden sehnsüchtigen Songs passend zu ihrer starken bluesig-intensiven Rockstimme schreiben kann. - So etwas darf man niemandem wünschen? Na gut, dann bleibt es eben bei „Lucky“. Irene Hummel

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kling und klang LHASA

THE LIVING ROAD (Nuzzcom / Indigo)

Mystisch melancholisch präsentiert sich Lhasa auch auf ihrem zweiten Album „The Living Road“. Getragene dunkle Streicherklänge schaffen die Stimmung für eine höchst schwermütig e Traumreise. Lhasas Hauptthema ist die Straße, das Unterwegs-Sein und Reisen. Die Tochter einer amerikanischen Schauspielerin und eines mexikanischen Schriftstellers wuchs im Wohnmobil auf den Straßen Mexikos und der USA auf. Nach ihrem Debütalbum „La Llorona“,das 1997 erschien, arbeitete sie gemeinsam mit ihren Schwestern jahrelang in einem französischen Zirkus mit und sammelte Eindrücke und Erfahrungen, bevor sie wieder mit Musikaufnahmen begann. Ihre traurig-schönen Balladen trägt die 32jährige mit rauchig-dunkler Stimme vor: „Wenn ich singe, kann ich alle Gefühle ausdrücken, die ich mit Worten nicht transportieren kann. Alle Traurigkeit, alle Melancholie und alle Wut.“ Zu ihren Vorbildern zählt sie u.a. Billie Holiday, Maria Callas, Jacques Brel, die Fado-Sängerin Amalia Rodrigues, Björk und Chavela Vargas. Allen gemeinsam sind die tiefen Empfindungen und der schmerzlich-intensive Ausdruck, die auch Lhasa gepachtet hat. Ihre intimen poetischen Eigenkompositionen trägt die Sängerin auf „The Living Road“ abwechselnd auf spanisch, englisch oder französisch vor. Neben Reisen und Grenzen drehen sie sich um Liebe, Grausamkeit, Verrat, Schuld und Tod. ❤❤❤❤❤❤ ira

MELISSA AUF DER MAUR

AUF DER MAUR (Capitol / EMI / Labels Germany)

Die erste Soloveröffentlichung von Melissa Auf Der Maur, früher Bassistin bei Hole und den Smashing Pumpkins, lässt die Wände erzittern. Fette Gitarren,ein ordentlicher Schuss Grunge und Metal-Elemente, darüber eine ausgewogene Prise Pop und Eingängigkeit sowie eine nicht uninteressante, gesanglich ausgebildete Stimme - fertig ist eine zugegeben etwas rückwärtsgewandte, aber wunderbar gelungene Indie-Rock-Platte. In den langen Jahren ihrer „Lehrzeit“ erst bei Hole und dann bei den Smashing Pumpkins sammelte die studierte Fotografin, Tochter einer Musikerin und eines Politikers aus Montreal mit Vorfahren aus der Schweiz, viel Lebenserfahrung. Nebenbei komponierte sie Soundtracks und schrieb unzählige Songs. Aus all dem Material und ihren Erfahrungen und mit der Unterstützung zahlreicher befreundeter MusikerInnen bastelte sie ein lange und sorgfältig geplantes Solodebüt, das dennoch eine wilde, höchst lebendige und kraftvolle Mischung ist: „Es steckt so viel in diesem Album. Ich hoffe, ich halte das aus.“ ❤❤❤❤❤❤ ira MELISSA AUF DER MAUR LIVE

30.3. Köln, Prime Club 19.4. Hamburg, Knust 20.4. Berlin,SO 36 21.4. München,Atomic Café 22.4. Mannheim, Feuerwache

COURTNEY LOVE

AMERICA´S SWEETHEART (Virgin)

Gleichzeitig mit ihrer ehemaligen Bassistin veröffentlicht auch die Hole-Frontfrau Courtney Lo ve ihr erstes Soloalbum. Linda Perry arbeitete wie bei P!nk als Co-Songwriterin an diesem Album mit, dem Nachfolgewerk zu den beiden platinveredelten Hole-Alben „Live through this“ von 1994 und „Celebrity Skin“ von 1998. Der Titel „America´s Sweetheart“ ist gut gewählt, steht Courtney Love doch in Amerika an allen Fronten unter Beschuss, sei es als unbeliebte streitbare Witwe von Kurt Cobain,als Drogen-,Alkohol- und Tablettenkonsumentin,als Randaliererin oder als Rabenmutter, die um das Sorgerecht für ihre Tochter mit der Oma vor Gericht streiten muss. Daneben sammelte sie aber auch viel Lorbeeren als Schauspielerin ein, wie als Vorstadtlesbe in „Julie Johnson“. Ihr neues musikalisches Produkt entstand im Lauf von drei Jahren und ist als CD ganz in rosa gehalten und von einer PinUp-Künstlerin illustriert worden. „America´s Sweetheart“ ist ein Wechselbad aus Punkrock und Schmerz, rotziger Wut und Verzweiflung, teils aber zu glatt, zu solide, zu sehr P owerpop. Beinahe genial und sehr unterhaltsam sind dafür die vielen Anspielungen und Rock´n´Roll-Zitate. Ihre wilde rauhe Energie merkt man der 39jährigen immerzu an. Für die Live-Umsetzung ist Courtney Love derzeit auf der Suche nach Musikerinnen für ihre Band. ❤❤❤❤❤❤ ira

VIRGÍNIA RODRIGUES

MARES PROFUNDOS (edge music / Deutsche Grammophon)

Von „dieser himmlischen Stimme, die die Grenze zwischen ernster und populärer Musik verwischt“, war Caetano Veloso zu Tränen gerührt, als er Virgínia Rodrigues Mitte der 90er Jahre in einem Theater in Salvador da Bahia hörte. Er lud sie ein,in seinem Vorprogramm zu singen und unterstützte sie bei den Aufnahmen zu ihrem Debütalbum „Sol Ne gro“, einer Mischung aus bahianischen, portugiesischen und afrikanischen Einflüssen, Samba-Rhythmen und viel Spiritualität. Das Album wurde international gefeiert, und fortan galt die schwarze Sängerin als die „neue Diva der brasilianischen Musik“. Die 1964 geborene Virgínia Rodrigues wuchs in den Slums auf. Im Kirchenchor fiel sie mit ihrer außergewöhnlichen

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Altstimme auf, nahm Gesangsunterricht und arbeitete hart an ihrer Ausbildung. Sie ist stolz auf ihre afro-bahianischen und afrikanischen Wurzeln und setzt sich aktiv gegen den Rassismus ein, der der schwarzen Bevölkerung Brasiliens entgegengebracht wird. „Ich singe für Menschen afrikanischer Abstammung“, sagte sie einmal in einem Interview. „Ich singe für die Orixás,die Götter der Candomblé-Religion,für Erde, Wasser und Luft, für mich selbst und für uns.“ Nachdem Virgínia Rodrigues sich für ihr zweites Album „Nós“ für ein reines Axé-Repertoire entschieden hatte, präsentiert sie auf „Mares Profundos“ nun einen klassischen Liederzyklus von zeremoniellen Afro-Sambas, , mal pompös-opernhaft mit Chor und Streichern, mal perkussiv-schlicht arrangiert. Den Kompositionen der brasilianischen Legenden Vinícius de Moraes und Baden Powell aus den 60er Jahren haucht sie mit ihrem wehmütigen kammermusikalischen Timbre neues Leben ein. ❤❤❤❤❤❤ ira

ETTA JAMES LET’S ROLL (Private Music / BMG)

Mit diesem Album siegte Etta James in der Kategorie „Best Contemporary Blues Album“ bei der diesjährigen GrammyVerleihung. Die „Matriarchin des Blues“ - so einer ihrer Albumtitel - möchte jedoch nicht auf eine Stilrichtung eingeengt werden. Zuletzt veröffentlichte sie mit „Blue Gardenia“ eine Sammlung amerikanischer Standards,die sie jazzbetont aufnahm. Auf „Let´s Roll“ kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück: im Herzen sei sie immer dem Rock´n´Roll verbunden geblieben,sagt die 65jährige Vokalistin,die in den 50er Jahren ihren Durchbruch hatte. Mit dem Albumtitel „Let´s Roll“ nimmt sie die letzten Worte der aktiv eingreifenden Passagiere vom 11.September 2001 auf, die in Amerika inzwischen zu geflügelten Worten geworden sind. Obwohl Etta James tönt:„The Blues is my Business“, ist sie doch in großartigen Balladen, Memphis-Soul, Gospel, R´n´B und kraftvollem Rock gleichermaßen zuhause, ganz nach der alten Maxime „If I can feel it, I can sing it“. ❤❤❤❤❤❤ ira

P!NK TRY THIS (Arista / BMG)

Die 24jährige P!nk alias Alicia Moore spielte in Deutschland gerade in teils ausverkauften Riesenhallen vor Zehntausenden, die Ticketpreise um die 50 Euro bezahlt hatten,darunter auch viele Lesben. P!nk bot ihnen eine strec kenweise an Madonna erinnernde Show. Drei multikulturelle Tänzerinnen verlustierten sich mit aufblasbaren Puppen im Outfit von Britney Spears, illustrierten Songinhalte bildgetreu mit Spielereien vor Spiegeln, räkelten sich am Boden oder turnten an von der Decke hängenden Stoffschärpen und an Stangen. Mal in eine US-Fahne gewickelt, mal kaum bedeckt, mal im SM-Outfit trug P!nk mit verrauchter Stimme auch Songs von Janis Joplin vor und natürlich alle ihre Hits. Ihr Auftritt bot nichts, was nicht schon mal da war, von den vor der Show auf Riesenleinwände projizierten Werbeclips für Haargel, einen Ladyshave und Handys mal abgesehen. Die auf Krawall gebürstete Rotzgöre P!nk ist mit ihren öffentlichen Knutschereien mit Kolleginnen und Assistentinnen zwar gelegentlich für eine Klatschspalte gut. Doch leider hält sie es,nicht erst seit ihrem Strapslook für „Moulin Rouge“, für nötig, in immer aufreizenderen Posen und immer knapperen Kleidern abgebildet zu werden. Wenn auch die Geschichten von der toughen Frau mit der harten Kindheit,die sich wehrt und zurückschlägt, teilweise autobiographisch sind, wirken sie doch in den Inszenierungen bis zur Albernheit überzeichnet. Auf das Album „Try This“ verirrten sich zwischen knallige Rocksongs nur wenige melodische Balladentöne, mit denen P!nk ihre heiser interessante Stimme vorführen kann. Aber immerhin:das ganze Album strotzt vor Energie! Die mit den 4 Non Blondes bekannt gewordene lesbische Musikerin Linda Perry, die für und mit P!nk bereits große Teile ihres letzten Albums schrieb, arbeitete auch an „Try This“ als Co-Songwriterin mit. Inzwischen kann sich Linda Perry vor derlei Anfragen kaum noch retten. ❤❤❤❤❤❤ ira

LOUEY MOSS BROKEN www.loueymoss.com

Ob Soul, Gospel, Jazz oder Funk - die gebürtige New Yorkerin und Wahlberlinerin Louey Moss beherrscht jedes dieser Genres meisterhaft. Ihre Karriere begann bereits im Alter von vier Jahren,als sie im Emmanuel Tabernacle Church of Deliverance, New York, als Mitglied der Familiengruppe The Moss Singers auftrat. Und bereits während ihres Musikstudiums wurde sie von den bekannten Humble Gospel Heirs aus Philadelphia als Soloaltistin engagiert und absolvierte mit ihnen zahlreiche erfolgreiche Tourneen. Nach ihrem Umzug nach Deutschland widmete die stimmgewaltige Sängerin sich weiterhin dem Soul und dem Jazz. Und selbstverständlich trat die offen lesbische Sängerin bei schwul-lesbischen Veranstaltungen auf. „Broken“ ist ihre erste CD, die ZuhörerInnen schlichtweg staunen lässt über Repertoire und Musikalität der Sängerin wie auch ihrer kongenial begleitenden Band. Hier wird kaum etwas geschönt mittels Hall oder sonstiger Effekte, sondern straight gespielt - und das einfach sehr, sehr gut. Eine unbedingte Empfehlung!

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zeitreise

Anna Elisab „Kann denn Liebe Sünde sein?“ Zarah Leanders gesungene Frage hätte Melitta Rudloff, Hauptfigur des „Kultbuches“ Der Skorpion, sicher verneint. Wahre Liebe - wie ihre zu der schönen Olga Rado - war jenseits von Schmutz und Sünde. Verfochten hat diese Ansichten die Schriftstellerin Anna Elisabet Weirauch (1887-1970) in ihrem 1919 erschienenen Roman - zu einer Zeit also, als Frauenbeziehungen keineswegs als salonfähig galten.

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as Thema schien Elisabet Weirauch am Herzen zu liegen, denn sie begnügte sich nicht mit einem Band: 1921 folgte der zweite und 1931 der dritte Teil der Trilogie, die erst zu Beginn der 90er Jahre komplett neu aufgelegt wurde (bereits 1977 hatte das Lesbische Aktionszentrum Berlin den ersten Band als Raubdruck wieder zugänglich gemacht, weil dieses Buch „ für uns einen Beitrag darstellt zu unserer schlecht oder meist gar nicht dokumentierten Geschichte“). Auch im Ausland fand der Roman Anklang: In den USA erschienen zwischen 1932 und 1975 mehrere Übersetzungen. Worum geht es in diesem Buch - einem der ersten Romane im deutschsprachigen Raum, in dem Frauenliebe offen und positiv dargestellt wird? Melitta

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Rudloff, genannt Mette, stammt aus einer gutbürgerlichem, aber lieblos-strengen Berliner Familie. Mit zwanzig lernt sie die rund zehn Jahre ältere Olga Rado kennen und ist sofort völlig fasziniert von dem Wissen, dem Charme und der Schönheit dieser aus Wien stammenden Frau. Langsam entsteht eine geistige Freundschaft und erotische Nähe zwischen beiden Frauen, die von Mettes Angehörigen argwöhnisch beobachtet wird. Schließlich kommt es auf Mettes Initiative zur ersten stürmischen Liebesnacht zwischen beiden - deren Beschreibung für die damalige Zeit durchaus gewagt und einmalig ist. Mithilfe eines Detektivs und eines Psychiaters versucht Mettes Familie, die Liebesbeziehung zwischen beiden Frauen zu

unterbinden. Als das nichts fruchtet, schalten sie die Polizei ein - Mette ist schließlich noch nicht volljährig, und das ist doch „Verführung von Minderjährigen“! Als die Polizei vor der Tür von Olgas Pensionszimmer steht, um Mette abzuführen, verleugnet Olga ihre Beziehung. Sie, die schon einmal, in Österreich, angezeigt worden war, hält dem Druck nicht länger stand und erschießt sich kurz darauf. Aus Angst vor Diskriminierung will sich Mette nun in eine Ehe flüchten, doch als sie - inzwischen volljährig geworden - ein nicht unbeträchtliches Vermögen erbt, löst sie sich aus der Verlobung und von ihrer Familie und begibt sich auf Reisen. In München lernt sie die homosexuelle Subkultur kennen und hat eine aufreibende Affaire. Doch Sexualität ohne eine geistige Beziehung ist für Mette auf Dauer lespress ❘ april 2004


bet Weirauch nicht lebbar. Sie flüchtet deshalb nach Hamburg, wo sie sich anzupassen versucht. In Berlin kommt es schließlich zu einem weiteren Abenteuer, mit Cora von Gjellerström, die früher einmal Olgas Geliebte war. Cora schenkte Olga einst ein Zigarettenetui mit einem eingravierten Skorpion - Olgas Lieblingstier, weil es sich in auswegloser Situation mithilfe seines Stachels selbst umbringe. Schließlich beginnt Mette ein neues Leben auf dem Land. Es kommt zwar nicht zu einem Happy-End in Zweisamkeit, eine spätere Liebesbeziehung wird aber auch nicht prinzipiell ausgeschlossen. Indem Weirauch einfühlsam nicht nur den Entwicklungsprozeß einer lesbischen Frau schilderte, sondern auch verschiedene Formen der Diskriminierung lesbischer Frauen (und schwuler Männer) darstellte, ergriff sie Partei - gegen Vorurteile und Klischees. In anderen zeitgenössischen Werken wurde Homosexualität dagegen in der Regel mit Verbrechen, Krankheit oder Sünde assoziiert. Weirauch suchte auch nicht nach Erklärungen für die vermeintlichen Ursachen des Lesbischseins - im Unterschied zu den meisten Sexualwissenschaftlern jener Zeit. Dies dürfte die grosse Popularität erklären, die Der Skorpion in der Weimarer Republik genoss - übrigens nicht nur in lesbischen Kreisen, wie verschiedene Rezensionen zeigen. „Für mich war das Buch eine Offenbarung, ich erkannte mich darin wieder“, erzählte mir Hilde Radusch, eine Berliner Zeitzeugin. Das Buch habe damals auf sie „einen ungeheuren Eindruck“ gemacht. Ausgerechnet mit diesem heiklen Sujet begann Weirauchs Karriere als Autorin; als Schauspielerin hatte sie sich bereits einen Namen gemacht. Sie wurde als jüngstes von vier Kindern am 7. August 1887 in Galatz in Rumänien geboren. Nach dem Tod des Vaters 1891 - er war Gründer der rumänischen

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Staatsbank - zog die Mutter, die aus einer hugenottischen Pfarrersfamilie stammte, bald mit ihren Kindern nach Deutschland. Nach dem Besuch einer höheren Töchterschule erhielt Weirauch früh Gesangs- und Schauspielunterricht. Nach ersten Engagements in Halle und Hamburg verpflichtete sie Max Reinhardt ans Deutsche Theater, wo sie 1906 ihren ersten Auftritt in Shakespeares Wintermärchen hatte. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges trat Elisabet Weirauch in zahlreichen Reinhardt-Inszenierungen auf. Nach ersten schriftstellerischen Versuchen während ihrer Theaterzeit widmete sich Weirauch nach 1918 hauptberuflich dem Schreiben und avancierte bald zu einer erfolgreichen Unterhaltungsschriftstellerin. Im Lauf ihres Lebens verfasste sie über 60 Romane, die z.T. als Fortsetzungen in verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen erschienen. Meistens stehen Frauenschicksale im Vordergrund, so z.B. in Ruth Meyer (1922) und Lotte (1932) oder Das Rätsel Manuela (1939), und nicht selten ist Berlin Schauplatz der Handlung. Der Skorpion ist wohl ihr einziger Roman, der sich dem Thema lesbischer Liebe widmet (1919 erschien eine Novelle über eine homoerotische Jungenfreundschaft, Der Tag der Artemis). Allerdings ist Der Skorpion auch die einzige Trilogie der Autorin, was auf eine intensive Beschäftigung mit dem Thema schließen lässt. Hatte der Roman womöglich einen autobiographischen Hintergrund oder schrieb sie lediglich in aufklärerischer Absicht? Darüber kann nur spekuliert werden. Seit Mitte der 20er Jahre bis zu ihrem Tod lebte die Autorin mit Helena Geisenhainer, einer zehn Jahre jüngeren Holländerin, zusammen. In den 30er Jahren siedelten sie von BerlinSchöneberg nach Gastag in Oberbayern über. Um weiter veröffentlichen zu können, trat Weirauch der Propagandaminister Goebbels unterstehenden „Reichsschrifttumskammer“ bei; der NSDAP gehörte sie nicht an. In der

NS-Zeit veröffentlichte sie nicht weniger als 21 Romane. Soweit feststellbar, waren diese frei von nationalsozialistischer Ideologie und unterschieden sich in Stil und Inhalt kaum von den vorhergehenden. Nur eines ihrer Bücher Der Skorpion - wurde von den Nazis auf die „Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“ gesetzt und musste aus Buchhandel und Büchereien entfernt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten Elisabet Weirauch und ihre Freundin zunächst in München; 1961 kehrten sie nach West-Berlin zurück, wo sie im KäteDorsch-Heim für ehemalige Schauspielerinnen wohnten. Dort war die Autorin bis kurz vor ihrem Tod am 21. Dezember 1970 weiterhin schriftstellerisch tätig. Helena Geisenhainer verstarb am 10. August 1990. Ihre letzte Ruhestätte fanden beide auf einem Friedhof in Berlin-Reinickendorf.

Claudia Schoppmann

1992/93 erschienen im Feministi schen Buchverlag (Wiesbaden) alle drei Bände des Skorpions; der 1. Band ist inzwischen vergriffen (ebenso die im Ullstein Verlag 1993 erschienene Neuauflage). Das Lesbenarchiv „Spinnboden“ (Anklamer Str. 38, 10115 Berlin) besitzt einige Bücher von A.E. Weirauch sowie Dokumente aus dem Nachlass. Für Friedhofsgängerinnen: Domkirchhof St. Hedwig, Ollenhauerstr. 27, BerlinReinickendorf (Abt. FIII, Reihe 2, Nr. 14/15).

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20 JA H R E Frauen unterwegs - Frauen reisen In der Potsdamer Straße in Berlin sitzt eine Institution in Sachen Frauenreisen, mit der seit 20 Jahren Frauen durch die Länder ziehen. Sie erkunden ferne Ziele wie China, Südafrika und Kuba, vagabundieren quer durch Europa, von Island nach Zypern, Österreich bis Kroatien, durchpflügen Schneelandschaften auf Skiern in Finnland und Lappland, lernen die Kultur der Berberinnen beim Kameltrekking durch die marokkanische Wüste kennen, pilgern auf mythologischen Spuren im Emsland, tanken Kraft im Frauenkloster und heben ab beim Gleitschirmfliegen im Schwarzwald - und das ist nur eine kleine Auswahl aus dem aktuellen Reiseprogramm im Jubiläumsjahr 2004.

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erlin-Schöneberg ist die Zentrale der vier Frauen, die diese Reisewelt jedes Jahr neu zusammenstellen. In einem großzügig geschnittenen Ladenbüro in der Potsdamer Straße laufen die touristischen Fäden des „Andersreisen für Frauen“ zusammen. Draußen liegt ein grauer Januar-Himmel über ebenso triste Häuserfassaden. Drinnen sieht es aus wie in einem gewöhnlichen Reisebüro: voll gepackte Schreibtische, klingelnde Telefone und eine umtriebige Geschäftsführerin. Aber da ist dieses Regal mit bunten Broschüren zu Frauenreisezielen und Büchern wie zum Beispiel das im Selbstverlag herausgegebene „Frauenorte überall“. Gibt es noch den Lesbencampingplatz auf Lesbos? Wie teuer ist ein Zimmer in dem Frauenhotel „Hanseatin“ in Hamburg? In einer Sitzecke, mit Blick auf den Straßenverkehr, kann man durch die Seiten blättern, Reisepläne in ferne und schnell erreichbare Länder schmieden. Oder sich mit einer Fachfrau darüber austauschen. Eva Veith, eine von zwei Gründerinnen und Geschäftsführerin von „Frauen unterwegs - Frauen reisen“, beendet ihr Telefonat und setzt sich zu mir. Wie hat alles begonnen, damals, 1984, in Zeiten, als Frauenbewegung noch nicht Die ‘Crew’ in Anführungszeichen und Feministinnen nicht als vom Aussterben bedrohte Dinosaurier bestaunt wurden? Klein fing es an. Mit „Wir sind von unseren eigenen Erfahrungen ausgeganzwei Gruppenreisen, die nach Italien, in die Toskana führten. Ein Rei - gen“, erzählt Eva Veith beim Rückblick in die Vergangenheit. Eigene seziel, das auch im neuen Katalog abgedeckt wird: mit einem Besuch Vorlieben standen bei der Wahl der Reisen möglicherweise ebenfalls der fülligen Skulpturen im Tarot-Garten der Künstlerin Niki de Saint im Vordergrund. Vorbilder gab es vielleicht auch. Frühe mutige ReisenPhalle und einem Gesangs-Workshop im Kloster. de wie die Tochter einer russischen Emigrantenfamilie aus Genf, Isa-

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Hafenstädte Neapel und Palermo sowie um einen erfrischenden Zugang zum abgelatschten Freilichtmuseum Venedig. Wellness-Trend und Fitness-Wahn - ebenso in umgekehrter Zuordnung zu lesen - ließen die Berlinerinnen nicht unberührt: Ayurveda und Entschlacken mit Früchten, Feldenkreis- und Reiki-Wochenenden werden wie Inlineskaten, Kanufahren und Klettern angeboten. Auf dem absteigenden Ast befänden sich die Matriarchatsreisen, die leider in den letzten Jahren weniger nachgefragt würden, stellt Eva Veith bedauernd fest. Im aktuellen Katalog sind trotz dieser Tendenz sowohl ein Angebot zu mythischen Erlebnissen am Jakobsweg in Frankreich als auch etliche Termine rund um prähistorische Göttinnen und kreative Kreistänze im Frauenkloster enthalten. Wer also gegen den Trend angehen will, sollte sich schleunigst anmelden, damit die weibliche Urgeschichte nicht der Ganzkörpermassage im WellnessSektor weichen muss. Kunst in Florenz

belle Eberhardt, die Ende des 19. Jahrhunderts als Mann verkleidet durch die Sahara zog. Als ihre Tagebücher „Sandmeere“ Anfang der 80er Jahre in der Rowohlt-Reihe „neue frau“ erschienen, lösten sie einen Run auf Wüstentouren aus. Oder die Journalistin Annemarie Schwarzenbach aus der Schweiz, die zusammen mit der Autorin Ella Maillart 1939 nach Afghanistan reiste. Als „travelling ladies“ bezeichnen Christel Burghoff und Edith Kresta in einer Sonderbeilage der TAZ zur Internationalen Tourismusbörse 2000 die Pionierinnen aus der Frühzeit weiblicher Fortbewegung, die ohne das konventionelle Schutzschild Mann vorankamen, aber „bei aller Weltoffenheit (...) ihren Rollen und Weltbildern treu (blieben)“. Die Aufbruchstimmung reisender Frauen in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, die vorwiegend aus einem alternativen Spektrum kamen, sehen sie dagegen durch das Bedürfnis zur „Selbstfindung“ geprägt. „Diese Frauen gingen mit ihrer ganzen weiblichen Identität auf Reisen.“ Allein, aber doch geschützt durch die mitreisende Gruppe, können die Frauen auf Reisen gehen, die sich seit 1984 für ein Angebot der Berliner Veranstalterin entscheiden. Nach den ersten Fahrten in die Toskana wurde es sportlich: Skikurse und Segeltörns kamen ins Programm, als endlich eine erfahrene Skilehrerin bzw. Skipperin gefunden worden war. Studien- und Städtereisen ergänzten das Angebot. Die Münchnerin Doris Schrader schloss sich vor 18 Jahren den Berlinerinnen an und führt seitdem mit beeindruckender Fachkenntnis und großem persönlichem Engagement Frauen durch ihre neue Heimatstadt Rom, in der sie nun seit 20 Jahren wohnt. Die Italien-Spezialistin, die kunsthistorischen Muffeln Kirchenmosaike und eingestürzte Säulen im Ruinenfeld schmackhaft machen kann, erweiterte den mediterranen Schwerpunkt im von Jahr zu Jahr anschwellenden Reisekatalog unter anderem um das Wandergebiet Cinque Terre an der ligurischen Küste, die

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Lange Zeit wurde das Unternehmen, das sich heute mit gebührendem Stolz als „Europas größte Frauenreiseveranstalterin“ bezeichnen kann, von seinen Macherinnen nebenberuflich betrieben. Bis es sich selbst trug und den in Berlin Beschäftigten inklusive Reiseleiterinnen ein Auskommen verschaffte, vergingen Jahre. Die zweite Frau der ersten Stunde ist inzwischen ausgestiegen. Eva Veith führt das Geschäft in Berlin heute mit Clarissa Henke, Evelyn Bader und Diana Breetz sowie mit Reiseführerinnen auf Honorarbasis und Kooperationspartnerinnen. „Was liegt uns, und wo gibt es die richtigen Kontakte?“, diese Fragen standen in den Anfangsjahren im Mittelpunkt und bleiben weiterhin aktuell bei der Wahl von Reisezielen. Beim Einstieg vor 20 Jahren wollten die Veranstalterinnen neue Akzente setzen („Es gab ja nur das Müttergenesungswerk“), sich mit den Bedürfnissen allein oder mit der Partnerin reisender Frauen beschäftigen, Interesse für die Entdeckung neuer Ziele, Themen und Formen des Unterwegsseins wecken. Der Reisemarkt hat sich seitdem verändert. Spezialveranstalter besetzen Nischen, bieten Studien- und Bildungsreisen zu ähnlichen Feldern in Marktlücken an und buhlen um eine Klientel, die bereit ist, für ein anspruchsvolles Urlaubserlebnis mehr zu zahlen, jedoch nicht nur in Zeiten gesamtwirtschaftlicher Stagnation die Preise vergleicht. Eine Entwicklung, die an „Frauen unterwegs - Frauen reisen“ nicht spurlos vorbeigeht. „Wir merken die Unsicherheit“, bestätigt Eva Veith. Ihre reiselustigen Kundinnen - im Durchschnitt zwischen 30 und 50 Jahren alt, berufstätig, gut situiert - sind mit dem Unternehmen in die Jahre gekommen. Kosten reduzierende Selbstversorgung ist trotz wirtschaftlicher Krise nicht mehr gefragt. Das Abenteuer bei der Unterbringung reduziert sich höchstens auf die bange Frage: „Mit wem teile ich

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das Doppelzimmer?“, wenn nicht vorab das Einzelzimmer gebucht wurde. Nicht nur der Markt, sondern auch die Frauen, die an den Reisen teilnehmen, haben sich verändert. „Früher war es polarisierter“, ist das Resümee von Eva Veith zum Konsensgefühl im zwanzigsten Jahr des Frauenpauschaltourismus. Lesben, Heteras und Mütter - die Konflikte, das radikale Infragestellen von Lebenskonzepten durch die Lesben- und Frauenbewegung der 80er Jahre sind entweder längst in den Alltag eingeflossen oder verdrängte Geschichte. Doris Schrader skizziert bei einem Gespräch in Rom kurz vor Start der Städtereise Ende letzten Jahres den Minimalkonsens, auf den sich wahrscheinlich alle Teilnehmerinnen von „Frauen unterwegs - Frauen reisen“ einigen könnten: „Ich will mit Frauen reisen und die Stadt kennen lernen.“ Ihre persönliches Ziel sieht sie in der Schaffung eines Raums, in dem „sich die Frauen gegenseitig stimulieren“. Das gelingt der Wahl-Römerin mühelos. Ihre wachsende Fan-Gemeinde, die mit ihr über den italienischen Stiefel zieht, pflegt - wie das gesamte Reiseprogramm der Berliner Veranstalterin - eine domestizierte Form des weiblichen leaving home ähnlich den begüterten „travelling ladies“ des 19. Jahrhunderts. Dies ließe sich als Anpassung an den konservativen gesellschaftlichen Trend interpretieren. Doch schwingt in dieser Wertung die Illusion mit, dass pauschales Vagabundieren durch alle Welt jemals etwas anderes gewesen wäre, als ein luxuriöses Mittel zur persönlichen Anregung. Ulrike Mattern

Reisetipps

AZ EURO GAMES

❯ Römische Impressionen mit Doris Schrader. Vom 19. bis 23. Mai mit Unterbringung im Frauenhotel in Trastevere; ohne Anreise 340 Euro. Vom 9. bis 15. Okto ber Unterkunft in einer Pension am Campo de’Fiori; ohne Anreise 580 Euro; EZ-Zuschlag zwischen 80 und 120 Euro ❯ Im neuen Katalog gibt es über 20 neue Reiseprogramme. Ganz neu ist zum Beispiel die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau über den Baikalsee, die Mongolei bis nach Peking vom 29. August bis 13. September. Sehr speziell, aber auch nicht ganz preiswert mit 2980 Euro (ohne Visagebühr, ca. 120 Euro, Abflugsteuer in Peking, ca. 11 Euro, Trinkgelder) ❯ Der Blick nach Osten weitet sich: eine vier- bzw. siebentägige Städtereise Krakau, eine zwölftägige Reise nach Litauen und ein Klassiker, die Radfahrt durch Masuren, sind im Programm. Alles Weitere im Katalog oder auf der Internet-Seite

Frauen unterwegs - Frauen reisen Potsdamer Straße 139, 10783 Berlin Tel.: 0 30/2 15 10 22, Fax: 030/2 16 98 52, E-Mail: reisen@frauenunterwegs.de Internet: www.frauenunterwegs.de Schutzgebühr 3 Euro für die Zusendung des Katalogs. Zu Ostern erscheint die Ausgabe 2004/2005 des Reiseführers „Frauenorte überall“. Vorbestellungen per E-Mail. lespress ❘ april 2004

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interview D E R

D U N K L E

S P I E G E L

D E R

S E E L E

ANNE CLARK Einer ihrer Songs heißt „Weltschmerz“. Treffender könnte man die 43-jährige Anne Clark nicht charakterisieren. Mit ihren tiefdunklen, melancholischen Gedichten, hinrezitiert über Klangcollagen, die in den verschiedensten Genres wurzeln, schuf Anne Clark den Typus der Spoken Word-Künstlerin, lange bevor HipHop salonfähig war und noch länger vor inflationären Poetry Slams. Amelie Zapf traf die britische Songpoetin in Berlin. ? lespress: Als in Berlin die Mauer fiel, überraschte mich, dass sehr viele Menschen im damaligen Osten Deine Musik kannten. Das war nicht selbstverständlich, da viele Künstler, die im Westen große Namen hatten, im Osten so gut wie unbekannt waren. Wie kam das? ! Anne Clark: Ja, das war kaum zu glauben! Ich erinnere mich noch, als wir vor etlichen Jahren, es muß 1986 oder 87 gewesen sein, einen Auftritt im Tempodrom hatten. Das war hart an der damaligen Grenze, und die Menschen im Osten kamen so nah an die Mauer, wie sie konnten, damit sie mithören konn-

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ten. Und als die Mauer dann fiel, erhielt ich eine Menge Post aus den neuen Bundesländern, aus Polen, aus Russland... unglaublich! ? Um so bemerkenswerter, weil Du ja kei nen Vertrieb dort hattest... ! Nein... Ich erfuhr erst später von den wunderbar ausgefeilten Methoden, die die Menschen dort entwickelten, um Dinge über die Grenze zu schmuggeln. ? Dem menschlichen Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt... ! In Deutschland gab es einen Radiosender, der das Problem hervorragend gelöst hatte: Wenn in den Siebzigern oder Achtzigern eine

neue Platte herauskam, spielten sie einfach eine ganze Seite ohne Unterbrechung, damit man mitschneiden konnte. Großartig! ? Aber zurück zu Deiner Musik. Manch mal frage ich mich, ist die Anne Clark, die wir von den CDs kennen, die wirkliche Anne Clark? ! Soweit möglich... (lacht) ? Deine Texte sind ja doch recht melancho lisch. Ist die Person hinter den Lyrics auch... ! Klar habe ich meine düsteren Momente, wie wir alle. Dafür braucht man nicht Schriftstellerin oder Musikerin zu sein. Mit manchen Aspekten in unserem Leben ist einfach sehr lespress ❘ april 2004


Buchrezension

ANNE CLARK Notes Taken, Traces Left Fotografien - Texte - Interviews Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2003

schwer umzugehen. Und für viele von uns sind Musik oder Literatur, Dichtung oder Malerei eben ein Ort, eine Möglichkeit, um damit fertigzuwerden. Und wenn ich nicht gerade eben das tue, lebe ich mein Leben so positiv wie möglich, hoffe ich. Ja, die dunklen Zeiten gibt es. Aber die gibt es für uns alle. ? Deine Musik in eine Schublade zu tun, ist beliebig schwierig; sie ist ja doch ein Gen re für sich. Gab es irgendwelche Menschen oder Stilistiken, die Du als direkte Einflüsse bezeichnen würdest? ! Sicher! Als ich erwachsen wurde, kam der Punk auf, mit einer ziemlichen Explosion. Wunderbar! Jeder und jede konnte das machen, was er oder sie für richtig hielt. Die Szene war schon unglaublich, da gab es Bands wie die Sex Pistols und Menschen wie Patti Smith zum Beispiel, die mich wirklich beeinflußt hat, und David Bowie und, naja, so ziemlich alle, die damals angesagt waren. Es gab auch noch eine Masse anderes Zeug, das damals passierte. Und mich hat es immer zu Dingen hingezogen, die sich nicht kategorisieren lassen - das sind die interessantesten.

funktioniert. Und manchmal auch nicht. Und das kriegst Du mit, sobald Du auf die Bühne kommst, hoppla, da geht was schief. Aber manchmal hast Du diese wunderbare Verbindung mit den Menschen, mit den Musikern, dem Publikum... Und dann klappt es. ? Du bist ja eine Frau, die sich selbstän dig durch das Dickicht der Musikindustrie geschlagen hat. Wie siehst Du die Situation von Frauen in der Musikszene heute? ! Das kommt wirklich darauf an, aus welcher Ecke sie stammen und ob sie bereit sind das Dummchen zu spielen und, naja, dann mag es gehen... ? Ich meinte die Independent-Szene... ! Das steht auf einem anderen Blatt. In den späten Siebzigern, frühen Achtzigern war es machbar. Aber heute ist es, glaube ich, wieder relativ schwer, sich als Frau Gehör zu verschaffen. Wie auch immer. Von einer Frau wird erwartet, dass sie so und so aussieht, sich so und so benimmt, und es ist einfach doppelt, dreifach und vierfach schwierig. ? Die meisten denken an „Sleeper in Me tropolis“, wenn sie „Anne Clark“ hören. Das

Für Fans der britischen „Rocksprecherin“ ist das Buch ein Muss - lückenlos dokumentiert es den künstlerischen Werdegang von Anne Clark, alle Plattenveröffentlichungen, Lyrics und die Geschichte(n) dahinter. Ansprechend auch die Gestaltung, mit der der Berliner Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf das Opus ausgestattet hat - als solides, schweres Edelpaperback; Layout, Papier und die Druckqualität der zahlreichen Photos sind vom Feinsten. Etwas getrübt wird der positive erste Eindruck jedoch zum einen durch die streckenweise etwas kruden deutschen Übertragungen der Songtexte, denen etwas mehr Feingefühl für die Subtilitäten des englischen Originals wohlangestanden hätte; zum anderen durch die Überladung des Bandes mit Bildmaterial: einige der Photos erreichen bestenfalls Schnappschussqualität und wirken so als Fremdkörper im ansonsten herrschenden Edeldesign, besonders zumal Anne Clarks Urlaubsfotos auch nicht kurzweiliger sind als die anderer Leute und nur für Hardcore-Fans von Interesse sein dürften. Ansonsten ist das Buch jedoch ein liebevoll zusammengestellter und gelungener Rückblick auf das Schaffen einer beeindruckenden Musikerin und verdient durchaus das Prädikat „empfehlenswert“.

! Wenn man in Großbritannien etwas veröffentlichen wollte, mußte man einen gewissen Background haben, auf bestimmte Unis gegangen sein, und Dein Vater oder deine Mutter mußten das-und-das gewesen sein... Dieses ganze Klassendenken eben. Aber als Punk aufkam, konnte man einfach machen, was man verdammtnochmal gut fand. Und Musik war mir eben einfach immer sehr wichtig. In der Schule fand ich Lyrik immer schrecklich langweilig. Und das wollte ich versuchen zu ändern, die Hemmschwelle zu senken. ? In England und Deutschland kennt ? Und mit Deiner Musik hast Du ja diesen wurde ja ein Discohit ohne die obligatorische man Dich. Wie ist es für Dich in anderen eu Punkt erreicht. Sie polarisiert auch. Entwe - Flachheit eines Discohits. Und manchmal ropäischen Ländern? ! Deutschland ist richtig groß... und seit under liebt man Deine Musik oder... frage ich mich, hören die Leute, die dazu gefähr fünfzehn Jahren ist es noch größer. Und ! Man hasst sie! (lacht) rumhüpfen, überhaupt auf den Text? ? In jedem Fall ist es eine leidenschaftli ! Die meisten, ja. Sie kommen wegen der deshalb haben wir das Buch auch in Deutschche Reaktion. Mir erscheint Deine Musik im - Texte. Zum Beispiel in den neuen Bundeslän- land produziert, als Dankeschön an das Publimer eher dafür prädestiniert, auf Platten dern kommen Kids auf mich zu und erzählen kum hier. Letztes Jahr haben wir auch in Grieaufgenommen und gehört zu werden. Es ist mir, dass sie mit meinen Texten Englisch ge- chenland, Polen und Belgien getourt, und dieses Jahr stehen noch Portugal und Spanien auf überraschend, dass Dein Erfolg als Liveact lernt haben. Ich finde das toll, das zu hören. dem Deiner CDs in nichts nachsteht. ? Deine Lyrik schreit ja nicht nach Verto - dem Programm. Sogar jetzt noch versuche ich ! „Live“, „lebendig“ ist das Stichwort... Et- nung, sie könnte ebensogut auf Papier ste - aber, meine Erwartungen nicht zu hoch zu was erleben. Und deshalb liebe ich es, live zu hen. Was war der Auslöser für Dich, die Ge - schrauben, das Geschäft ist eben doch recht spielen; da sind nur der Moment und das Ma- dichte in Plattenrillen zu tun statt zwischen unbeständig. Ich lasse es einfach Projekt für Projekt auf mich zukommen. terial, die Musiker und die Zuhörer. Und es Buchdeckel?

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interview

DIE BODENKO S Das einzige erklärte Ziel der Bodenkosmetikerinnen Nursel Köse und Serpil Pak ist, auf den Brettern, die die Welt bedeuten, reich, begehrt und berühmt zu werden. Schon seit 1992 touren die interkulturellen Damen über die großen und kleinen Bühnen Deutschlands. Bis Ende 2000 wurden sie von drei weiteren Bodenkosmetikerinnen begleitet. Von ihnen verlassen begeben sich Nursel und Serpil in ihrem neuen Stück „Arabesk“ als Lenny Krähwitz und Kebap-Girl 007 auf die Suche nach ihren Identitäten im Dschungel von Mann/Frau, türkisch/ deutsch heterosexuell und homosexuell. Dabei greifen sie tief in die KlischeeKiste beliebter Vorurteile, sind treffend politisch unkorrekt und finden am Ende das, was sie sind: „Die Früchte eines bi-kulturellen Baumes, zufällig entstanden und gewachsen auf dem interkulturellen Feuchtbiotop Deutschland“. Dagmar Trüpschuch sprach mit Serpil Pak über getürkte Deutsche, Neu-Deutsche, Lenny Krähwitz oder kurz gesagt über kulturelle Identitäten.

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? Wie seit ihr auf die Idee zu eurem neuen Stück Arabesk gekommen? ! Ich bin vor drei Jahren von Münster nach Berlin gezogen, Nursel

im letzten Jahr. Hier ist bald die Idee entstanden, ein neues Stück zu machen. Über das, was wir hier in Berlin an Erfahrungen gemacht haben. Es ist ein Stück über Identitäten. ? Was verstehst du unter Identität? ! Identität ist für mich die Summe aller Teile, die man sich selbst ge-

nommen hat: einen türkischen Teil, einen deutschen Teil, einen homosexuellen, einen heterosexuellen, einen schwarzen und weißen Teil. Alles das setzt die individuelle Identität zusammen. Und deswegen konnte unser Stück nur in Berlin entstehen, denn hier wird das gelebt. Zum Beispiel in Kreuzberg, wo die Homoszene ganz eng mit der türkischen Szene zusammenlebt. Auch wenn man sich nicht immer liebt, ist das etwas Einmaliges. Und diese Idee würden wir gerne aus Berlin nach Deutschland hinaustragen. ? Was ist die Kernaussage eures Stückes? ! Wir denken, dass Integration, von der wir alle so hochgeschwun-

gen reden, gerade in der Globalisierungszeit, in der wir mit der ganzen Welt kommunizieren, hier im eigenen Land anfangen sollte. Kultur verstehen wir nicht nur als deutsch oder türkisch. Kultur ist ebenso hetero oder homo, schwarz oder weiß. Um das alles zu integrieren, fängt man am besten da an, wo man lebt. Und das ist für uns Kreuzberg. Da lebt alles zusammen. Da funktioniert es. Das ist unser Stück. ? Ihr spielt in euren Rollen ja sehr stark mit Klischees, deutsch-türkisch, Mann-Frau, homo-hetero? ! Klischees hat jeder im Kopf. Viele trauen sich nur nicht, sie zu äu-

ßern, weil es nicht politisch korrekt ist. Deswegen müssen wir die Kli-

auf eine Frauenparty, egal ob ich weiblich aussehe oder männlich. Jeder versucht, dich in eine Schublade zu packen. ? Was können die Kulturen voneinander lernen? ! Ich finde, dass Deutsche oft mit ihrem Körper und ihrer Sexualität

sehr verhalten sind. Da sind wir Türken ein bisschen freier. Wir sind sehr körperlich. Wenn Musik zu hören ist, da geht es einfach ab. Deutsche sind da, wie soll ich sagen, eher gehemmter. Das können Deutsche von uns lernen. Türken könnten lernen, etwas mehr nachzudenken, sich ein Konzept zu machen bevor sie losstürmen. Deutsche wiederum, ewas risikobereiter zu sein. Wir finden, dass beide Kulturen sehr wertvolle Anteile haben und gegenseitig voneinander profitieren können. ? Euer Stück handelt von Themen wie Homosexualität, Darkroom, Frauenparty, Aids, Coming Out, Sexualität, Kulturkonflikte. Welches Publikum sprecht Ihr an? ! Wir wollen alle ansprechen. Jede Person, die kulturell geprägt ist,

bekommt solche Ohren, wenn sie über unser Stück hört und sagt, das guck ich mir an. Es kommen auch viele Türken. In Berlin gibt es ja zum Beispiel eine große türkische Homoszene. Lesben und Schwule. Es gibt viele türkische Lesben, die ganz selbstbewusst nach außen leben. Und natürlich gibt es andererseits die türkische Kultur, in der Homosexualität ein großes Tabuthema ist. Besonders in der Türkei. Die hier Lebenden haben ja eine Mischkultur. Man muss sehr mutig sein, um offen zu leben. Ich finde das toll und deswegen sind wir auch so mutig, das alles auf die Bühne zu bringen.

Dagmar Trüpschuch

METIKERINNEN schees ganz deutlich formulieren. Damit sowohl die Türken als auch die Deutschen sich wiedererkennen. Das reizen wir gerade in der ersten Hälfte unseres Stückes aus. In der zweiten Hälfte vermischen sich dann, z.B. in meiner Rolle als Lenny Krähwitz alle Klischees. Da weiß man irgendwann nicht mehr ob ich deutsch, türkisch, homo, hetero, schwarz oder weiß bin. Das Resümee ist, dass es egal ist. Das bin ich, mit dem, was ich mir genommen habe. Das ist meine Identität. ? Und wie ist das in deinem wirklichen Leben? ! Ich bin alles. Ich bin deutsch, ich bin türkisch. Die letzten Jahre

habe ich lesbisch gelebt, aber ich habe auch heterosexuell gelebt. Das ist meine Identität. Ich will das gar nicht so einklassifizieren. Da sehe ich nämlich genau das Problem. Überall wo man hinkommt, egal wo, die Frage lautet immer: Was bist du? In welche Schublade bist du einzuordnen? Und das wollen wir nicht. Wir sind einfach in keine Schublade einzuordnen. Auch in der Homoszene sind wir ein bisschen außen vor, werden mit Vorurteilen konfrontiert. ? … Vorurteilen? ! Ja, weil wir Türkinnen sind. Glaubst du, dass die Szene, nur weil

sie selbst diskriminiert ist, nicht auch diskriminiert? Überall begegnen wir Vorurteilen. Egal ob ich zum türkischen Gemüsehändler gehe oder lespress ❘ april 2004

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wellness

Stellen Sie sich ihr persönliches Verdampft die Geschlechterdifferenz in aktuellen Wellness-Praktiken? „Dem Stress und dem Alltag entfliehen, neue Kräfte sammeln. Sich verwöhnen und die Batterien wieder aufladen. Sich Zeit nehmen, die schönen Dinge des Lebens zu genießen… All das ist Wellness.“ Mit seinem Versprechen auf Ausgleich zum Alltag, Steigerung von Gesundheit, Energie und Genuss ist Wellness ein aktueller Megatrend. Spricht er jede und jeden an oder ist es ein Phänomen, das vor allem Frauen adressiert? Brauchen, so suggerieren uns Ratgeber und Magazine, kann Wellness jeder. Denn Wellness soll ganzheitliches Wohlfühlen erzielen, das neben der körperlichen auch die emotionale und geistige Dimension einschließt. Mit diesen Anspruch auf Ganzheitlichkeit bindet der Begriff sämtliche aktuelle Themen innerhalb des Feldes „Lebensqualität“ zusammen. Wellness erweist sich damit als Konzept, das in der Lage ist, Unterschiedliches unter einen Begriff zusammenzubringen und damit für unzählige alle Anwendungen offen zu sein.

Gegenspieler Stress Als Gegenspieler des Sich-Wohlfühlens wird Stress ausgemacht. Stress, so heißt es, wirft aus der Balance, macht aggressiv und träge und greift nicht nur die Gesundheit und die Psyche, sondern auch die Schönheit an. „Der größte Beauty-Killer: Stress. ... Gegenspieler des bösen „S“ sind die vier guten „S“: Sonnenschutz, Schlaf, Sport und Sex“ (Wellness, 99). Auch wenn hier der Kampf des Bösen gegen das Gute fast ironisch in Szene gesetzt wird, an der Ernsthaftigkeit der Botschaft besteht kein Zweifel - dem Stress muss in jeder Hinsicht der Kampf angesagt werden. Denn Stress schwächt - und schränkt somit die eigene Leistungsfähigkeit und die Selbstkontrolle ein. Was konkret unter Stress zu verstehen ist, ist allerdings subjektiv, die Diagnose trifft auf viele Leiden zu. Durch diese Offenheit kann auf eine detaillierte Problemanalyse ebenso verzichtet werden, wie auf die Suche nach spezialisierten Lösungen - Wellness ist für alle Leiden angezeigt. Das unterstützt die fraglose Plausibilität von Wellness - was immer passt, kann nie ganz verkehrt sein.

„Wellness, das ist alles, was wohl tut. Was Körper, Geist und Seele bepuschelt“ Unzählige Techniken der Schönheits- und Körperpflege, gesunden Ernährung, Fitness oder Meditationspraktiken stehen bereit, die Umwelteinflüsse so zu regulieren, dass Stress vermieden und Wohlfühlen produziert wird. Eine der wesentlichen Techniken besteht darin, sich gegen unliebsame Einflüsse und fordernde Ansprüchen der Mitmenschen abzuschirmen. Idealer Ort ist die eigene Badewanne, sie gilt als „Oase der Selbsterneuerung“ (Wellness, 128). Nicht nur, da warmes Wasser entspannt, es ist die räumliche Separierung selbst, die Stress reduziert. „Abschalten bedeutet…: sich selbst die Nächste sein. Verwöhnen Sie sich, gehen sie auf Egotrip. Alle anderen bleiben ausgesperrt, wenn die Nasszur Einzelzelle wird“ (Wellfit 01/03, 21). In diesem Bild der an Isolationshaft gemahnenden Einzelzelle manifestiert sich aufs Sprechendste die Radikalisierung der Wendung auf sich selbst. Diese Techniken, auf „Egotrip zu gehen“, sich selbst zu behaupten und sich gegenüber der Umwelt abzuschirmen sind jedoch nur ein Moment der Steuerung der Umweltbeziehungen, anzustreben ist auch deren aktive Ausnutzung zur Selbststimulation. Die Magazine stellen dazu Wissen über die verschiedenen Einflussmöglichkeiten bereit. Dabei gehen sie davon aus, nahezu jedes Moment der Umwelt wirke auf das

Zitierte Ratgeber: ❯ Pitroff, Uschka; Niemann, Christina; Regelin, Petra: Wellness. Die besten Ideen und Rezepte für die Wohlfühloase zu Hause, München: Gräfe und Unzer 2003 ❯ Wellfit 1/2003

Verwendete Literatur: ❯ Duttweiler, Stefanie: Body-Consciousness - Fitness - Wellness. Körpertechnologien als Technologien des Selbst, in: Widersprüche, 87/2003, 23. Jahrgang, S. 31-43.

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❯ Meuser, Michael: Dekonstruierte Männlichkeit und die körperliche (Wieder-) Aneignung des Geschlechts, in: Koppetsch, Cornelia: Körper und Status. Zur Soziologie der Attraktivität, Konstanz: UVK 2000, S. 211-236 ❯ Rittner, Volker: Körper und Identität. Zum Wandel des individuellen Selbstbeschreibungsvokabulars in der Erlebnisgesellschaft, in: Homfeldt, Hans-Günther (Hg.): „Sozialer Brennpunkt“ Körper. Körpertheoretische und -praktische Grundlagen für die Soziale Arbeit, Baltmannsweiler: Schneider-Verlag, 1999, S. 104-116

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Wohlfühlprogramm zusammen! Wohlgefühl ein: Düfte, Farben, Bewegungen ebenso wie die Einrichtung des Wohnzimmers oder die Pflanzen mit denen man sich umgibt. Ob bei Aromatherapie, Duftöllampen oder in der Ernährungslehre: Wellnessratgeber leiten dazu an, je nach Kombination der Zutaten wahlweise Entspannung, mehr Energie, mehr Gelassenheit oder mehr Glücksgefühle zu produzieren. Wellness ist somit eine besondere Form des Selbstmanagements, die nicht mit Härte, sondern Sanftheit operiert. Damit sollen die Praktiken gesellschaftliche und persönliche Überforderungen ausgleichen und die Leistungsfähigkeit steigern oder zumindest erhalten. Welche Techniken man auswählt und wie die Selbstgestaltung aussehen soll, bleibt dabei ausschließlich der Nutzerin überlassen. An der Tatsache jedoch, dass das eigene Leben diesen Vorgaben zu folgen hat, wird nicht gezweifelt. Wellnessratgeber erheben das Wohlfühlen jedoch nur implizit zum Imperativ, die Ratgeber weisen es weit von sich, Vorschriften zu machen. „Bei Wohlfühlernährung sind Verbote verboten,“ (Wellness, 11) heißt es und dies lässt sich verallgemeinern - die Ausrichtung an „Lustprinzip und Wohlfühlfaktor“ (Wellfit) treten an die Stelle von Verboten. Indem Ratgeber das eigene Gefühl zum alleinigen Maßstab erheben, intensivieren Wellnesstechnologien den Selbstbezug. Man wird dazu ermutigt, die eigenen Vorlieben so auszubauen, dass man in der Lage ist, für das eigene Wohl selbstbestimmt und so wirkungsvoll wie möglich Sorge zu tragen. Damit tragen Wellnesspraktiken zwar zur Selbstermächtigung, zugleich aber auch zu einer ständigem Selbstzweifel bei. Wie fühle ich mich mit dieser Technik? Tut es mir gut? Steigert es mein Wohlbefinden?

Ist Wellness Frauensache? Mit dieser Fokussierung auf sich selbst und das subjektive Empfinden schließt Wellness an verschiedene Weiblichkeitszuschreibungen an. Körperpflege und Meditation, gesunde Ernährung und Selbstbehauptungstraining gelten als vorwiegend weiblich, ebenso die Beschränkung auf den Nahbereich - das eigene Zuhause oder die eigene Badewanne und die Betonung von Ganzheitlichkeit und Natürlichkeit. Darüber hinaus sind Frauen in weit höherem Maße als Männer daran gewöhnt, sich und ihren Körper als permanent verbesserungsbedürftig zu begreifen. Doch Wellness ist - so meine These - auch ein Reflex auf die Frauenbewegung. Deren Ziel war es, Frauen aus dem Objektstatus zu befreien und als Subjekte der Selbst- und Weltgestaltung zu setzen. Die Frage: Was tut mir gut? war zunächst eine politische und diente als Instrument zur Analyse der Unterdrückungssituation, geriet jedoch bald zur Anfrage an die eigene, private Lebensführung. Dabei haben sich Frauen auch Praktiken bedient, die heute in Wellnesspraktiken aufgegriffen werden: Körper-, Wahrnehmungs- und Meditationsübungen zur Entdeckung der eigenen Kraft und dem Heilen vielfältiger Verwundungen. Mit dieser Privatisierung und Entpolitisierung wurden die Praktiken, die auf Selbstbestimmung und Selbstermächtigung zielen, auch für die Mehrzahl der Frauen attraktiv. Doch Wellness ist nicht nur für Frauen, sondern zunehmend auch für Männer attraktiv. Auch Männer haben Stress zu bekämpfen und vielfältige Unsicherheiten und Überforderungen zu kompensieren. So kaufen auch sie Wellness-Produkte und gehen in Wellness-Urlaub. Doch verstehen sie das gleiche wie Frauen unter diesem Begriff, bedienen sie sich der selben Praktiken? Trotz Annäherungen scheint Wellespress ❘ april 2004

Die Autorin: Stefanie Duttweiler ist Sozialpädagogin und Soziologin und arbeitet zur Zeit am Institut für Wissenschaftsforschung an der Universität Basel. Die Beschäftigung mit Wellness und Körpertechniken ist Nebenprodukt ihres Promotionsprojekts zum Thema „Glücksmanagement als Selbsttechnologie - Lebenshilferatgeber als Medien der Subjektivierung.“

lness geschlechtsspezifisch differenziert, Männer bemängeln gar geschlechtsspezifische Angebote. Denn Frauen und Männer bevorzugen unterschiedliches: Männer orientieren ihre Selbstgestaltung eher an Kraft und Ausdauer, Frauen suchen Harmonie, Selbstermächtigung und Lebensfreude. Entspannung, Gesundheit und „Oberflächenveredelung“ sind allerdings für beide zentrale Themen, auch wenn sie unterschiedlich ausbuchstabiert werden. Mit anderen Worten: Geschlechtsnormen werden subtiler, ohne sich gänzlich aufzulösen.

Wellness die „neue (Über)Lebensphilosophie“ (Wellness, 7) für alle Betrachtet man Wellness im Zusammenhang mit anderen Angeboten zur gesunden Ernährung oder körperlichen und seelischen Ausgleichs, so erweist sich Wellness als ein Mosaikstein in einem breiten Spektrum von Praktiken einer verantwortlichen Lebensführung. Die Beschäftigung mit dem Körper und die Ausrichtung auf umfassendes Wohlbefinden und Genuss wird dabei zunehmend für beide Geschlechter verbindlich, die Geschlechterdifferenzen werden so tendenziell eingeebnet. Ob man sich zur Herstellung, Erhaltung oder Steigerung seines Wohlgefühls, seiner Ausgeglichenheit, Genussfähigkeit oder Gesundheit einer Praktik bedient, die sich das Etikett „Wellness“ anheftet, ist möglicherweise mehr als eine persönliche Vorliebe, sondern abhängig von der Geschlechtszugehörigkeit. Doch wenn man sich an diesem eher marginalen Unterscheidungsmerkmal orientiert, verkennt man m.E. die ungeheure Wirkmächtigkeit der dahinterstehenden Norm: Keinen Bereich des Lebens unbearbeitet zu lassen und jede Gelegenheit zur Selbststimulation zu nutzen, um für die Anstrengungen permanenter Leistungsbereitschaft gewappnet zu sein. Hierin sehe ich die eigentlichen Herausforderung für Analyse und Politik - ohne jedoch selbst schon darauf Antworten zu haben. Geschlecht - so könnte man zugespitzt formulieren - ist nur eine der vielen Spielmarken im Gedränge um Aufmerksamkeit und Anerkennung auf allen Märkten, auf die man sich und seinen Körper, seine Gesundheit und Lebensfreude tragen muss. Wellness ist dabei ein überzeugendes Angebot, diesen Anforderungen individuell befriedigend gewachsen zu sein. „Nie, so scheint es, war Wellness wertvoller und wichtiger als heute.“

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MONSTER

Was vom Leben übrig bleibt

Regisseurin Patty Jenkins porträtiert in ihrem preisgekrönten Film „Monster“ die amerikanische Serienmörderin Aileen Wournos und zeichnet das Psychogramm einer verhängnisvollen lesbischen Liebesgeschichte. Aileen und Selby

ie ist erdrückend. Kaum auszuhalten. Diese Frau mit ihrem angespannten Mund, dem unruhigen Blick, der aggressiven Sprache. Sie bannt dich in den Kinosessel, drückt dich platt hinein, nimmt dir den Atem zum Luftholen. Charlize Therons’Meisterleistung, die Darstellung der Serienmörderin Aileen Wournos, geht fast an die Schmerzgrenze des Erträglichen und ist gerade deswegen zu Recht sowohl mit dem Silbernen Bären der Berlinale, einem Golden Globe und dem Oskar ausgezeichnet worden.

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sagen dieser Briefe werden als Voice-Over im Film zitiert. Charlize Theron eignete sich die Sprachmuster von Aileen Wournos an, kopierte ihre Gestik und Mimik und futterte sich zusätzlich 14 Kilogramm Körpergewicht an. Die Ähnlichkeit zwischen Original und Fälschung ist frappierend. Doch das allein macht nicht Charlize Therons’Authentizität in der Rolle aus. Ihre Überzeugungskraft speist sich aus einem tiefen Verständnis für die Tragik und persönlichen Facetten dieser Frau.

Ihr hartes, zur Schau gestelltes Verhalten vermag kaum zu vertuschen wie es hinter der Fassade dieser großen, unflätigen Frau aussieht: Verletzlichkeit, Verletztheit und ein großes Bedürfnis nach Liebe und Anerkennung. Gründlich hat Charlize Theron die Rolle der Aileen Wournos studiert. In Gesprächen mit der Verurteilten und durch das Studium der Briefe, die sie, aus dem Todestrakt, über 12 Jahre an ihre beste Freundin schrieb. Bis sie am 9. Oktober 2002 wegen Mordes an sechs Männern durch eine Giftspritze hingerichtet wurde. Es sind Briefe, in denen sie von ihrer Kindheit erzählt, über Missbrauch, Prostitution und ihrer Liebe zu Tyria Moore. Einige Pas-

Aileen Wournos ist Prostituierte, hat ihr Leben lang nichts anderes gemacht als ihren Körper zu verkaufen. In ihrer Jugend immerhin noch, um irgendwann für etwas Größeres entdeckt zu werden. Doch nichts passiert außer Missbrauch und Prostitution. An einem besonders schwarzen Tag, an dem Wournos mit dem Gedanken spielt, sich das Leben zu nehmen, trifft sie einer schwul-lesbischen Bar auf Selby. Christina Ricci hat als Selby den Part von Wournos Echtzeit-Geliebten Tyria Moore übernommen. In Selby findet Aileen die Frau, die sie lieben und auf Händen tragen kann. Doch gleich ihr erstes Date geht gründlich daneben. Während Selby auf ihre Geliebte in spe wartet,

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Aileen und Selby

wird die von einem Freier misshandelt und vergewaltigt. Aileen wehrt sich, erschießt ihren Peiniger. Danach will sie aufhören mit der Prostitution, ein bürgerliches, neues Leben mit ihrer Geliebten führen. All ihre Versuche gehen schief, das Geld geht aus und Selby erwartet mehr von ihrem gemeinsamen Leben als dreckige Motelzimmer und drängt Aileen dazu, sich wieder zu prostituieren. Geschah Aileens erster Mord noch aus reiner Notwehr, begeht sie die weiteren aus Rache. Vielleicht stellvertretend für alle Misshandlungen, die ihr im Leben durch Männer widerfahren sind. Vielleicht in eingebildeter göttlicher Mission, um die Menschheit von ihren vermeintlichen Peinigern zu befreien. Vielleicht, weil sie die Demütigungen der jahrelangen Prostitution einfach nicht mehr ertragen kann. Bis zum Schluss sagt sie jedoch, sie hätte in Notwehr gehandelt. Sie mordet bis sie eines Tages einen Polizisten tötet. Der Countdown bis zu ihrer Festnahme und zum Ende ihrer Beziehung mit Selby läuft. Das hört sich alles sehr brutal an, ist es auch, aber die größte Härte für die ZuschauerInnen ist es, die Leinwandpräsenz von Charlize Theron als Aileen Wournos zu ertragen, sie auszuhalten. Regisseurin Patty Jenkins hat ein ausgezeichnetes Porträt dieser Frau geschaffen, Charlize Theron hat es ausdrucksstark transportiert. Christina Ricci hat es schwer, sich neben ihrer dominanten Filmpartnerin zu behaupten, aber gerade durch ihr ruhiges, subtiles Agieren - ihre große Stärke liegt in der Ausdruckskraft ihrer Augen - ist sie als Selby die ideale Liebespartnerin für Aileen Wournos. Im Gegensatz zu Aileen ist Selby klein und zierlich, ein Kind aus „gutem“ Hause, das von den Eltern zu ihrer Tante geschickt wurde, um von ihrer Homosexualität geheilt zu werden. Mit Aileen erlebt sie nun ihr erstes großes Abenteuer. Christina Ricci ist hervorragend in ihrer Rolle als scheinbar harmloses Mäuschen mit einer ungeheuren Power, das zu bekommen, was sie will. Sie erkennt Aileens’ grenzenlose Liebe für sie - und nutzt sie schamlos aus. Nicht aus Bösartigkeit, sie kann nicht anders, denn das Verhalten der

am Set

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Beiden bedingt sich in einer tödlichen Beziehungsdynamik. Die Filmfigur Aileen Wournos entspricht weitgehend ihrem Vorbild, ihre FilmpartnerInnen sind jedoch zusammengefügte Charaktere. Gewinnt man im Film den Eindruck, die Ereignisse würden sich überschlagen, dauerte die Beziehung zwischen Aileen Wournos und Tyria Moore vier Jahre lang. Wie im Film Selby, verschloss auch Tyria Moore die Augen vor dem Doppelleben ihrer Freundin. Einige Situationen wurden original aus den Briefen in die Filmrealität übertragen, wie die Situation am Busbahnhof, als Aileen ihre Geliebte nach Hause schickt. Andere Szenen spielen an Originalschauplätzen - die Biker-Kneipe „The Last Resort“, die Arrestzelle -, andere sind hinzuerfunden, um die Geschichte filmisch zu verdichten. Aber Petty Jenkins ging es um anderes als eine kriminalwissenschaftliche Studie. Sie wollte und hat das eindrucksvolle Porträt einer als Monster verschrieenen Serienmörderin gezeichnet - und entlässt die ZuschauerInnen mit einem tiefen Gefühl der Betroffenheit und dem Wissen, dass zwar viel dazu gehört ein „Monster“ zu werden, aber dass der Grat schmal ist, auf dem man wandert. Und dass ein Schritt in eine Richtung schon der eine Schritt sein kann, mit dem man die Grenze zwischen Gut und Böse überschreitet.

Dagmar Trüpschuch

Monster Regie: Patty Jenkins Mit Charlize Theron, Christina Ricci Filmstart: 15. April 2004 Aileen

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Eiszeit Ein Underground-Film über Frauenbeziehungen und die Eiszeit von Gefühlen im neuen Jahrtausend. m Anfang gibt es Sex. Mechanischen, auf Orgasmus fixierten. Von Leidenschaft keine Spur. Das ist das Verhältnis zwischen Sarah und Susanne. Sarah kommt, um Susanne zu ficken, damit Susanne kommt. Dann geht Sarah wieder. Egal ob Susanne mehr von ihr möchte, eventuell mehr Verbindlichkeit. Doch Verbindlichkeit ist nicht das Thema zwischen den beiden und auch nicht das Thema des Films. Der Filmemacher Carl Andersen zeigt Frauen in Beziehungen zu Frauen, zeigt das sado-masochistische Spiel zwischen Sarah und Susanne, das sprachlose Verhältnis zwischen Sarah und ihrer Mutter, die aufkeimende doch dann schnell im Keim erstickende Beziehung zwischen der Schauspielerin Sarah und ihrer Drehbuchautorin, die kurze, aus Verzweiflung geborene Leidenschaft zwischen besagter Drehbuchautorin und Sarahs Mutter und die kommunikationsgestörte Begegnung zwischen eben dieser Mutter, eine Performancekünstlerin, mit einer ihrer weiblichen Fans. Fast könnte der Film auch eine Dokumentation seiner eigenen Recherche zu den Dreharbeiten sein. Denn Sarah, die angehende Schauspielerin, setzt sich beim Casting zu einem Film über Lesben mit der Frage auseinander, wie weit ihre Selbstdarstellung in den Sexszenen gehen kann oder darf, während sie im Film selber bereits die sexuell aktive Rolle übernommen hat. Warum der Regisseur jedoch gerade für seine sexuell aktiv agierende Hauptdarstellerin eine Frau mit sehr sehr langen, sehr manikürten Fingernägeln ausgesucht hat, zeugt von seiner Unwissenheit über lesbischen Sex, ebenso wie auch der Sprachgebrauch der Film-Lesben von einer männlichen Sichtweise zeugt, beispielsweise wenn sie von ihren Partnern statt von ihren Partnerinnen reden. Carl Andersen hat seine Ansicht über Frauenbeziehungen in eine Geschichte verpackt, die in Berlin spielt. Vor dem Hintergrund trostloser, verdreckter Hinterhöfe, Mauern und Abbruchhäuser, der eher an das alte 80er-Jahre- als an das neue Jahrtausend-Berlin erinnert, verstärkt sich die Tristesse der Frauen in ihrer Beziehungsunfähigkeit. Eiszeit ist ein Undergroundfilm, ein B-Movie in rauen Bildern, mit ungeschliffenen Dialogen. Das Ende des Films ist verstörend. Zusammenhangslos, unvorhergesehen und brutal kommt es zu einer Vergewaltigung. Absolut überflüssig im Zusammenhang mit der Filmgeschichte. In Anbetracht Tausender von sexuellem Missbrauch geprägter Frauen sollten sich gerade männliche Filmemacher sehr gut überlegen, welche Aussage sie mit der schonungslosen Darstellung brutaler Vergewaltigungsszenen machen möchten. Frauen können darauf sicherlich verzichten. Sowohl im Leben als auch im Film. Dagmar Trüpschuch

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Eine schrecklich nette Familie Ganz ohne Lesbenküsse kommt der neue Film von Marleen Gorris „Carolina“ daher. Hegte man nach Antonias Welt die Hoffnung, in einem weiteren Film der niederländischen Regisseurin unverkrampftes lesbisches Leinwanddasein genießen zu können, erzählt der neue Film der feministischen Filmemacherin eine durchweg heterosexuelle Geschichte um das Mädchen Carolina. ie Gemeinsamkeit mit Gorris’ vorherigen Filmen ist jedoch die Darstellung von starken, unabhängigen Frauen mit ungewöhnlichen Charakteren in außergewöhnlichen Lebenssituationen. Allen voran Shirley MacLain als unangepasste, ausgeflippte Großmutter, die die nicht-ehelichen Töchter ihres Trinkersohnes auf unkonventionelle Art und Weise groß zieht und den zänkischen Schwestern schon mal bei einer Auseinandersetzung zum Beilegen des Konfliktes ein Messer in die Hand drückt. So unkonventionell die Großmutter, so angepasst ist ihre En kelin Carolina (Julia Stiles), die sich nichts sehnlicher wünscht als ein normales Leben und den Mann ihrer Träume. Doch neben ihrem Beruf als Mitarbeiterin einer Fernseh-Partnerschaftsshow schlägt sie sich mit den Problemen ihrer exzentrischen Schwestern herum, die ihr zu allem Unglück auch noch den Job kosten. Doch wo sich Türen verschließen, öffnen sich bekanntlich wieder neue und so lässt eine neue Liebe nicht lange auf sich warten. Doch bis Carolina das wirkliche Glück direkt vor ihren Augen entdeckt, dazu braucht es noch viele Filmminuten und einen Schicksalsschlag. Marleen Gorris hat eine nette Komödie über die Irrungen und Wirrungen einer jungen Frau und ihrer durchgeknallten Familie gedreht. Wie in all ihren anderen Filmen besetzen Männer Nebenrollen, was Marleen Gorris früher den Ruf einbrachte, „männerfeindlich“ zu sein. Ihr neues Werk kommt jedoch nicht an ihre großen Filme wie die radikalen Erstlingswerke Die Stille um Christine M.(1982), Zerbrochene Spiegel (1984) oder den mit einem Oskar ausgezeichneten Film Antonias Welt (1996) heran. Dagmar Trüpschuch

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CAROLINA USA / Deutschland 2003 Regie: Marleen Gorris Mit Julia Stiles und Shirley MacLaine Filmstart: 29. April 2004

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EISZEIT BRD 2004 91 Minuten, englisch-deutsche Originalfassung Von Carl Andersen mit Sybille Kleinschmitt, Sunshine, Malga Kubiak DVD ab Ende April 2004, 25 - 30 Euro Bestellung über: www.cinema-veritable.de filmwerkstatt@snafu.de lespress ❘ april 2004


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Lesben in der Serie Verbotene Liebe Lesben haben Hochkonjunktur auf deutschen Fernsehbildschirmen, und sie sind sogar schon vor einer ganzen Weile bis in die Vorabendserien vorgedrungen. So auch in der ARD, deren Soap Opera Verbotene Liebe (montags bis freitags, 17.55 Uhr) bald die 2.200-Episoden-Grenze erreicht hat. Angesichts dieser stolzen Zahl wundert es wohl nicht weiter, daß die Serie in ihrer langen Geschichte mehr als ein Frauenpaar erlebt hat. Allerdings waren alle Lesben, wie insbesondere bei Soaps durch ihre kurze „Halbwertzeit“ der Figuren und Handlungsstränge so üblich, schon seit längerem aus VL verschwunden. Höchste Zeit also für einen neuen lesbischen Plot!

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ieser kündigt sich an, als Carla Gräfin von Lahnstein die Bildfläche betritt. An ihrem Umgang mit ihrer Assistentin Evelyn zeigt sich, dass die beiden Frauen einiges mehr als nur eine berufliche Beziehung verbindet. Eines Tages gehen die beiden in eine Kneipe zum Frühstücken, wo Carla mit der Kneipenwirtin Hanna Novak im wahrsten Sinne des Wortes zusammenstößt - der Beginn einer wundervollen Frauenfreundschaft. Denn: Bei diesem Ereignis vergisst Carla ihre Zeichenmappe, die von Hanna gefunden und neugierig durchstöbert und bewundert wird, woraufhin ihr die Idee kommt, sich von Carla malen zu lassen, um das Gemälde ihrem Lebensgefährten Lars zum Geburtstag zu schenken. Als Hanna sich bei Carla meldet und die Zeichenmappe bringen will, ist Evelyn deutlich eifersüchtig, aber Carla beruhigt sie mit einigen Küssen. Sehr bald wird jedoch klar, dass die Eifersucht durchaus nicht unbegründet ist, denn Hanna geht Carla nicht mehr aus dem Kopf. Bald ist von Carla in einem Telefonat mit ihrem Bruder zu erfahren, dass ihre Beziehung zu Evelyn nichts Ernstes sei, sie sich aber in Hanna verliebt habe. Aber sie wagt es aus diversen Gründen nicht, dieser die Wahrheit zu sagen, weshalb sie ihr bei dem nächsten Treffen erst einmal erzählt, sie habe einen Freund. Hanna ist beruhigt, und die Freundschaft der beiden vertieft sich. Als sie gemeinsam einen Club besuchen, wo sie von zwei aufdringlichen Männern belästigt werden, kommt Hanna auf die glorreiche Idee, ihre Freundin zu küssen, was erstaunlicherweise die Machos tatsächlich in die Flucht schlägt, für Carla aber die Erfüllung ihrer Wünsche bedeutet - bis ihr bewusst wird, dass Hanna damit nur die lästigen Verehrer abschrecken wollte, und sie sich betroffen verabschiedet. lespress ❘ april 2004

Im folgenden hat sie nicht nur mit den Eifersuchtsausbrüchen von Evelyn, die die ganze Sache schnell durchschaut hat, zu kämpfen, sondern auch mit ihren Gefühlen für Hanna, die sie nach wie vor geheimhält, bis sie sich schließlich doch dazu entschließt, ihr die Wahrheit zu sagen. Hanna jedoch erklärt erstmal, dass sie lediglich Freundschaft für Carla empfinde und sich nie in Carla verlieben könne. Carla geht daraufhin auf Distanz. Nach einer Weile ohne Kontakt zu Carla bemerkt Hanna, wie sehr die andere Frau ihr fehlt. Zufällig begegnen sich die beiden dann doch, Carla flieht sofort, Hanna läuft ihr hinterher, ein vorbeifahrendes Auto (Pfütze) ruiniert ihre Kleidung, nicht aber das Make-Up. Die in der Nähe wohnende Hanna schlägt vor, sich bei ihr umzuziehen, und Carla erklärt sich einverstanden. Carla sieht klasse aus in einem von Hanna geliehenen Kleid; Hanna schmilzt fast dahin, wird jedoch erinnert an: Lars, seinen Geburtstag und das heterosexuelle Leben. Carla geht gutgekleidet nach Hause, Hanna ebenso zur Geburtstagsfeier. Bei der Kleidrückgabe und auch im Folgenden ebnet Carla den Weg für Hanna: Stück für Stück macht sie ihr klar, dass Hanna dasselbe empfindet wie sie. Hanna will dies jedoch nicht wahrhaben, sie versucht es weiterhin mit Lars. Nach einem verpatzten Wochenendtreff (Verabredung ja, dann aber doch nicht wegen Lars) treffen sich die beiden Frauen zum Besuch einer 80er-Jahre-Party, wo sie sich äußerst gut amüsieren und verstehen. Die Rede kommt auf eine Lieblingsplatte, welche Carla in ihrer Jugend verlieh und niemals wiederbekam, Hanna aber zufällig zu Hause hat.

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lesben in serie

Folglich finden sich die beiden kurz darauf in Hannas Wohnung wieder, wo sie sich die alte Musik anhören, sich schließlich nach einigem Hin und Her küssen und sogar miteinander schlafen. Carla ist zunächst glücklich, Hanna jedoch noch sehr unschlüssig, betrachtet sie die gemeinsame Nacht doch als Fehler, was sie Carla dann auch unmissverständlich klarmacht. Carla ist nun unglücklich; Hanna mittlerweile jedoch auch irgendwie. Die eifersüchtige und auf diesem Auge nicht blinde Evelyn macht Carla eine Szene, was dazu führt, dass Carla sich von ihr trennt. Dummerweise erfährt die zufällig anwesende Hanna dadurch, dass sie nicht die einzige Frau im Leben der Gräfin ist. Hanna ist nun widerum beleidigt. Bernd von Beyenbach, der sich als guter Freund bei Carla eingeschlichen hat, bekommt in diesem Zusammenhang mit, dass Carla lesbisch ist und schlägt ihr ein Zweckbündnis vor, das Carla gerne annimmt. Als Evelyn versucht, Carla auf der Hochzeit ihres Vaters zu outen, springt Bernd als vermeintlicher Verlobter Carlas ein und nistet sich fürderhin bei den von Lahnsteins ein. Hanna, die nun wieder schockiert ist über die Bekanntgabe der Verlobung, offenbart schließlich Carla ihre Liebe. Carla versucht ihr jedoch klarzumachen, welche Konsequenzen eine Beziehung mit ihr haben würde, woraufhin die aufgewühlte Hanna erst einmal Bedenkzeit braucht. Als Carla schon befürchtet, sie endgültig an Lars verloren zu haben, teilt Hanna diesem mit, ihn nicht mehr zu lieben, und die beiden Frauen finden endlich zusammen. Der erschütterte Lars ist überzeugt, dass es einen Nebenbuhler gibt und vermutet, dies sei Hannas Ex-Mann David. Der ist zwar inzwischen eingeweiht, gelobt aber Stillschweigen. Das bringt ihm nun wieder Schwierigkeiten, ist er doch seit einiger Zeit mit Charlie zusammen und die ist Lars’ Schwester. Und außerdem ist er Chauffeur der von Lahnsteins, weil er von seinen Kompositionen nicht leben kann. Hier kreuzen sich dann entscheidende Wege: Lars macht seine Schwester verrückt mit seinem Verdacht, dass seine Ex und ihr Lover wieder zusammen sind, David rettet andererseits Carla aus einer verfänglichen Situation im Hause Lahnstein, was die um Diskretion bemühte Carla aus der Fassung bringt. Eine verführerische Einladung von Hanna an Carla (via David) gerät zudem in Charlies Hände, die daraufhin eins (David) und eins (Hanna) zusammenzählt und dies brühwarm ihrem Bruder berichtet. Carla hat die Einladung dann doch verstanden und angenommen (Flug nach Moskau abgesagt); sie und Hanna verbringen einen aufregenden Abend - vornehmlich im Swimmingpool eines Freundes von Hanna. Die VL- Gemeinde wird völlig überrascht durch eine lange und feuchte Liebesszene. Aber da ist ja noch Lars, der seinen Nebenbuhler in flagranti erwischen will. Selbst als Charlie ihm in letzter Minute mitteilt, der könne es nicht sein, bricht er dennoch im Liebesnest ein und erwischt Hanna und eben Carla. Fassungslos versucht er diesen Schlag zu verkraften und ist alles andere als bereit, Stillschweigen zu bewahren, um das Hanna ihn bittet. Da er sich jedoch ausgerechnet an Bernd wendet, kann er aber doch noch zum Schweigen überredet werden. Carla, die in ihrer Verzweiflung ihrem Vater ihr Geheimnis gestehen wollte, bringt dies doch nicht fertig. Hanna ihrerseits leidet mehr und mehr unter der Heimlichtuerei. Isabell lädt Hanna und Carla zu einem Frauenabend ein. Nach einigem Zögern willigt Carla ein und kommt auch gut mit der Gastgeberin aus. Hanna hat jedoch zunehmend Schwierigkeiten damit, ihre gute Freundin zu täuschen. Aber Isabell hat die Wahrheit ohnehin längst selbst erraten, und als Hanna ihr die Vermutung bestätigt, reagiert Carla verärgert über den „Vertrauensbruch“, und es kommt zu einem Streit zwischen den Liebenden. Hanna ist sich unsicher über den Fortgang der Beziehung, aber schließlich lenkt Carla ein, und die beiden versöhnen sich wieder. Doch wir ahnen schon, dass das Happy End nur von kurzer Dauer sein kann, und natürlich behalten wir recht... Im folgenden benötigt Car-

las „Scheinverlobter“ Bernd dringend Geld, und auch die Gräfin selbst kann ihm nicht bei der Lösung dieses Problems helfen, bis sie ihm gegenüber bemerkt, dass ihr Vater der Schlüssel zum Geld sei. Dies erweckt in Bernd eine Idee: Er will Carla entführen, um das Lösegeld zu kassieren. Das geht natürlich schief; statt der zu mitzuentführenden Hanna wird seine eigene Tochter Vanessa mit Carla entführt. Und Bernds Kumpanen sind skrupelloser als er selbst..... Aber Carla und Vanessa wehren sich erfolgreich gegen ihre Entführer, kehren einigermaßen heil zurück und Hanna kann ihre Liebste erleichtert zumindest kurz in die Arme schließen. Fortsetzung folgt... Soweit „in aller Kürze“ der bisherige Ablauf der Lesbengeschichte inklusive einer kleinen Vorschau. Wie zu sehen ist, ist sie manchmal ziemlich unglaublich, um nicht zu sagen hanebüchen, aber trotz aller unwahrscheinlicher Wendungen doch immer noch nicht mit manchen haarsträubenden Ereignissen klassischer Soaps à la Dallas oder DenverClan vergleichbar. Ein wenig ärgerlicher ist da schon die Tatsache, dass die „Verbotene Liebe“, wie im weitaus überwiegenden Teil sämtlicher Fernsehserien mit Lesbenhandlung ebenfalls, offenbar nicht ohne das uralte Klischee der Hete, die von der Lesbe bekehrt wird, auskommt. Natürlich, Carla führt zunächst eine Beziehung mit der ebenfalls ganz offensichtlich frauenliebenden Evelyn, aber leider erweist sich diese gleich zu Beginn als arrogante Zicke, die ihrer Geliebten und Chefin das Leben schwermacht - die Tatsache, dass Carla sie ihrerseits nicht gerade fair behandelt, ihr nur dann liebevoll entgegenkommt, wenn Hanna gerade nicht erreichbar ist, ihr aber äußerst abweisend begegnet, sobald sich dies ändert, fällt dabei mehr oder weniger unter den Tisch. Wie viele der vorhandenen Paare entsprechen auch Carla und Hanna dem titelgebenden Thema der Serie, sei es nun wegen Hannas Beziehung zu Lars oder wegen Carlas großer, manchmal recht übertrieben scheinender Angst vor einem öffentlichen Coming-out bzw. Outing. Genau aus diesem Grund sollte frau wohl auch nicht mit der Lupe nach Unterschieden suchen, denn immerhin ist das Lesbenpaar ganz klar ebenso dargestellt wie sämtliche heterosexuellen Menschen in VL: Ihnen werden die gleichen Gefühle zugestanden und dabei auch Kussund sogar Liebesszenen gegönnt, wobei etwa die Sexszene im Swimmingpool in Episode 2171 zwischen den beiden Frauen nicht nur um einiges länger, sondern auch deutlich offenherziger und erotischer dargestellt ist als so manches Hetero-Schäferstündchen in der Serie - bei der es sich, um es noch einmal zu betonen, immerhin um eine Vorabendserie handelt! Die Schwierigkeiten können vielmehr mit der Tatsache begründet werden, dass sie eben in der Natur der Sache liegen, d.h. dem „Gesetz der Serie“, das immer wieder neu auftauchende Konflikte nun einmal vorschreibt; je spektakulärer diese sind, desto besser. Und bei genauer Betrachtung lässt sich überraschenderweise feststellen, dass all diese Konflikte völlig wertfrei inszeniert und geschildert sind - Beurteilung und Kritik ergeben sich erst durch das Spannungsfeld zwischen den diversen Figuren und ihren unterschiedlichen Ansichten und Gefühlen sowie, natürlich, die Weltanschauung des werten Publikums. Wir sind also herzlich eingeladen, uns unsere eigene Meinung zu bilden. Dabei sollten wir allerdings nicht vergessen, dass es sich hier um eine Soap handelt, soll heißen: Allzuviel Mitdenken ist meist nicht erforderlich... Lassen wir uns also einfach unterhalten, und seien wir gespannt, ob die „verbotenen Lesben“ dies noch lange bleiben werden!

Verbotene Liebe

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Text: Jutta Swietlinski, alle Bilder: ARD/Anja Glitsch lespress ❘ april 2004


interview

K at h a rina Dalichau „Seit der Geschichte mit Carla bekomme ich intelligentere Briefe...“ In der täglichen ARD-Vorabendserie „Verbotene Liebe“ spielt sie seit Folge 1855 Hanna Novak, eine junge Frau, die sich nach einer rein heterosexuellen Vergangenheit plötzlich in eine Frau, die adelige Carla von Lahnstein, verliebt und trotz widriger Umstände mit ihr eine Beziehung beginnt. Lespress hatte Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit der Schauspielerin Katharina Dalichau. ? lespress: Sie spielen ja nun bereits eine ganze Weile bei Verbotene Liebe mit. Wussten Sie schon früh über den Lesbenhandlungsfaden Bescheid? ! Katharina Dalichau: Ja - nein. Also, es ist so: Man fängt in

einer Serie an und bekommt natürlich über den ersten Verlauf Informationen, und daraufhin entschließt man sich, das zu machen oder nicht. Und dann gibt es sogenannte „Futures“, d. h. die Produktion überlegt sich Geschichten für die nächsten Monate, und die bespricht man dann natürlich auch mit den Verantwortlichen, und dann weiß man ungefähr, was einen erwartet und in welche Richtung die Rolle sich entwickelt. Und so war das auch bei mir mit der homosexuellen Geschichte. ? Wieviel Vorlauf haben Sie in der Serie? ! Vor einem Jahr war es noch ungefähr ein Vierteljahr, jetzt sind es so

sechs Wochen bis zwei Monate von der Produktion bis zur Ausstrahlung. ? Haben Sie bei Ihrer Rolle irgendein Mitspracherecht? ! Das ist eine schwierige Frage. Also, letzt-

endlich hat natürlich die Produktion die letzte Entscheidungsbefugnis, was in diesen Geschichten, was mit den Figuren passiert. Wie gesagt, gibt es einige Besprechungen mit den DarstellerInnen, und ich denke, wenn eine Produktion einer Schauspielerin nicht zutraut, etwas zu spielen, dann wird sie es ihr auch nicht aufdrücken. Ich persönlich bin immer neugierig auf neue Geschichten, darauf, Dinge neu auszuprobieren; als SchauspielerIn sollte man grundsätzlich einer neuen Entwicklung nicht negativ gegenüber eingestellt sein. Sagen wir mal so: Selbst etwas, das erstmal unspielbar wirkt, kann spielbar sein. Insofern ist es nichts Schlimmes, wenn man eine Geschichte auf den Tisch bekommt, von der man keine Ahnung hat; das kann sehr spannend sein. ? Ist die „lesbische Entwicklung“ Ihrer Rolle für Sie etwas ganz Besonderes, d. h. etwas, das aus dem Rahmen fällt? ! Komischerweise überhaupt nicht. Die Rol-

len, die ich in meinem Leben gespielt habe, haben immer irgend etwas gehabt, was mich berührt hat oder was für mich spannend war. Und ich finde, das Wichtigste ist, dass man als Schauspieler bzw. als Schauspielerin sein Herz aufmachen kann für seine Figuren. ? Ich frage deshalb, weil ich mich schon sehr intensiv mit Lesbenge-

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schichten im amerikanischen Fernsehen beschäftigt habe und diese Handlungsstränge jedesmal sehr hohe Wellen der Entrüstung geschlagen haben. Dort gehört viel Mut dazu, so etwas zu spielen... ! Aber dort gibt es eine andere Tradition des Umgangs mit dem Me-

dium und der Reaktion auf solche Themen. Ich denke, dass es sicherlich auch hierzulande viele KritikerInnen gibt, die allerdings im Gegensatz zu den nordamerikanischen ZuschauerInnen nicht so heftig reagieren. ? Welche Rückmeldungen bekommen Sie denn für Ihre Rolle als Hanna? ! Ich bekomme nur positive Rückmeldungen! Nur angenehme Lie-

bespost von Frauen! Wirklich sehr, sehr nette Post bekomme ich - witzigerweise, seitdem diese Geschichte mit Carla läuft, auch intelligentere Briefe! (lacht). Aber ich habe auch vorher nur oder vorwiegend, von Frauen Post bekommen. Das ist überhaupt hier in dieser Serie so: Die „aktiven“ Fans, also die, die uns schreiben, sind hauptsächlich weiblich. Die „Jungs“ sind eher in der Minderzahl. ? Haben Sie sich auf die lesbische Rolle besonders vorbereitet? ! Nicht mehr und nicht weniger als auf andere Rollen auch. Jede

Rolle bedarf einer Vorbereitung, das ist klar. Dabei ist es noch mal ein Unterschied, ob ich Theater mache oder Fernsehen oder im Fernsehen eben sogar Soap, denn dadurch, dass die Szenen relativ flüchtig sind, schafft man es gar nicht, sich intensiv vorzubereiten. ? Wahrscheinlich darf ich Sie nicht danach fragen, wie es weitergeht, weil das sicher alles streng geheim ist, oder? ! Also, ich weiß nicht, wie weit ich es verraten darf...

? Geht es denn weiter, also ist ein Ende abzusehen? ! Es geht weiter, erstmal. Ein Ende ist aber für jede Figur jederzeit abzusehen - das kann ganz schnell gehen! ? Ich frage deshalb, weil es ja schon zwei Lesbenpaare in der Serie gab und vor allem die Zuschauerinnen wohl nicht besonders glücklich darüber waren, wie die Geschichte mit ihnen endete. Und da wüsste ich natürlich gerne, ob das bei Ihnen anders aussieht... ! Da darf ich Ihnen nichts

verraten - selbst wenn ich etwas wüsste... (lacht) ? Was halten Sie denn selbst von der Darstellung der Lesbengeschichte? Mir ist natürlich besonders die Problematisierung von Carlas „finsterem“ Geheimnis, das unter keinen Umständen bekannt werden darf, aufgefallen... ! Also, ich bin seit anderthalb

Jahren hier dabei, und es gibt natürlich zwischen allen Figuren, die in einer Beziehung zusammenstecken oder eben miteinander spielen, immer Konflikte, und die werden hochdramatisch pro-

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interview blematisiert. Und all diese Problematisierungen gehen mir persönlich natürlich auch irgendwann auf den Keks. Das liegt aber daran, dass alles in diesem Format „Soap“ fünfmal erzählt werden muss - oder gar zehnmal. Es muss immer noch mal und noch mal erzählt werden, und das sind Dinge, mit denen wir Schauspieler unglaubliche Probleme haben. Es ist eben nicht so wie im Theater; du hast da nicht diesen dramatischen, dramaturgischen Bogen und sagst, jetzt bin ich am Höhepunkt und kann den vierten und fünften Akt spielen, sondern ich bleibe im Grunde genommen im dritten Akt am Höhepunkt, und dann trete ich auf der Stelle. Dann müssen wir natürlich auch das Milieu betrachten, aus dem die Rolle kommt. Ich meine, das ist eine Adelsfamilie! Schauen wir uns doch das reale Leben an: wie oft lesen wir in der Yellow Press, dass irgendein Adliger oder gar eine Adelige in Deutschland sich outet? So oft kommt das dann auch nicht vor! Ich denke, dass gerade in diesen Familien noch sehr viel totgeschwiegen wird. Und nicht nur dort: Lehrer und Lehrerinnen zum Beispiel können sich vielerorts auch nicht so einfach und schnell outen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich eine Adelige nicht viel von einer Beamtin. Außerdem dürfen wir eben auch nicht vergessen, dass eine Soap aus spannenden Konflikten besteht. Wenn wir erzählt hätten: Die beiden sehen sich, verlieben sich ineinander, und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen, wäre das einfach nicht so spannend gewesen... Es muss eben auch Konflikte geben. Und der Schwarzweißkonflikt ist eben bei einer Soap da, ganz klar. Es ist ein Märchen, das wir hier erzählen. Wenn man es nicht mag, also wenn man kein Märchen erzählt bekommen möchte, man Reality sehen möchte, dann darf man es nicht einschalten. ? Spielt der Titel der Sendung eine Rolle, d. h. gibt es das Ziel, möglichst viele verschiedene „verbotene“ Liebespaare zu zeigen? ! Beziehungen, in denen es nur darum geht, jemandem den Partner

wegzunehmen, sind natürlich im heutigen Sinn nicht mehr „verboten“, trotzdem bleibt es in gewisser Weise ein Konflikt, der dargestellt werden soll. Insofern versuchen Soaps immer, Beziehungen zu zeigen, bei denen es ein Problem gibt oder die sogar verboten sind. Ursprünglich gab es dieses Geschwisterliebe-Paar - so fing das Ganze ja an. ? ei der Lesbengeschichte spielt aber auch der Faktor eine Rolle, dass Hanna zunächst noch in einer anderen Beziehung lebt, nämlich mit einem Mann, Lars. Carla besteht dringend darauf, dass er, wie auch alle anderen, nichts von ihr erfahren darf... ! Es wird aber ebenso dargestellt, dass es auch für Hanna ein Pro-

blem ist - dass ich das nicht erzählen darf, dass ich es noch nicht mal meiner besten Freundin erzählen darf. Und dass ich damit auch nicht klarkomme. Carla vertraut sich ihrem Bruder oder wem auch immer an, aber ich als Hanna darf mich niemandem anvertrauen. Das wird auch dann in der Beziehung ein Konflikt. - Dass wir alle persönlich oder privat wahrscheinlich noch mal ganz anders handeln würden, ist klar. ? Wird eine Rolle nach einer Weile mehr und mehr auf die eigene Persönlichkeit zugeschnitten? ! Da muss ich mal etwas klarstellen. Ich denke, jeder Schauspieler

und jede Schauspielerin hat da seine, bzw. ihre eigene Einstellung meine Einstellung ist die, dass jede Rolle, egal, welche ich spiele, immer etwas mit mir zu tun hat. Ich habe mal die stumme Kathrin in „Mutter Courage“ von Brecht gespielt, eine ganz schwere Charakterrolle - eine stumme Person, die ich wirklich noch nie war. (lacht) Da ist vielleicht nur ein ganz kleiner Teil von mir im Kopf gewesen - oder im Bauch oder wo auch immer. Und diesen Teil erarbeite ich mir so groß, dass ich ihn zu einer Figur machen kann. Aber es ist natürlich ein Teil von mir. Das heißt, das, was ich anfangs in diese Serie mitgebracht habe, ist ein Teil von mir. Und den versuche ich natürlich langfristig so groß wie möglich zu machen, so dass diese Rolle oder diese Figur dann auch wahrhaftig wirken kann. Dass natürlich Autoren, Redakteure usw. sich mit der Zeit auch mit der Figur oder mit dem, was ich als Schauspielerin anbiete, anfreunden und dann sagen: „Das hat uns doch gefallen, das können wir doch in der Richtung mehr ausarbeiten“, ist ja klar, aber das wird auch eigentlich in jeder Probenphase eines Theaterstücks gemacht: Das, was man anbietet und was einem gefällt, wird benutzt, um es in die Figur einzubringen. Und ich finde das auch gut, denn dadurch werden natürlich verschiedene Varianten gezeigt, und es bleibt

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nicht so eingleisig. Es gibt aber auch umgekehrt SchauspielerInnen, die sagen: Ich bin ich, und das, was ich da spiele, ist jemand ganz anderes. Wie gesagt, diese Meinung teile ich überhaupt nicht; alles, was ich aus mir schöpfe und in diese Figur packe, hat etwas mit mir zu tun. ? ... Gerade Hanna wirkt ja recht authentisch... ! Schön, das freut mich sehr! So soll es auch sein. Authentizität ist

ein gutes Stichwort: Für mich ist ein ganz wesentlicher Begriff meiner Arbeit die Wahrhaftigkeit. Dieser Begriff begleitet mich eigentlich schon, seitdem ich mit dem Beruf zu tun habe, seit meiner Ausbildung - vielleicht auch sogar schon vorher - aber letztendlich hat sich das erst während meiner Ausbildungsphase entwickelt. Das Wesentlichste ist für mich, dass ich es schaffe, wahrhaftig zu sein, und damit natürlich auch die Zuschauer zu berühren. ? Ist das auch ein Grund dafür, dass Sie überhaupt Schauspielerin geworden sind? ! (schweigt) l: Das ist vielleicht eine zu persönliche Frage... ! Nein, nein, nein! Ich überlege nur etwas länger, denn das ist eine

sehr komplexe Frage... Also: bestimmt, denn ich möchte die Menschen gerne fesseln, in meinen Bann ziehen oder in meine Aura mit hineinnehmen, auch wenn ich diese Menschen vielleicht nicht unbedingt kennenlernen werde. Ich bin - wie bestimmt viele Schauspieler - ein sehr emotionaler Mensch, und möchte das nicht nur mit mir ausmachen; ich freue mich daran, spielen zu dürfen und Dinge erzählen zu dürfen, die ich im normalen Leben nicht erzählen darf. Um mal bis zur Spitze zu gehen: bis hin zu Mord und Totschlag. Ich liebe es, etwas in alle Richtungen ausleben zu dürfen. ?Erleben Sie dann das Theaterspielen intensiver weil hier die Reaktionen des Publikums ja unmittelbarer zu spüren sind als im Fernsehen? ! Ja und nein. Auf der einen Seite haben Sie recht, auf der anderen

Seite ist es so: In dem Moment, wenn ich dort drehe, habe ich mein Publikum drumherum. Und dann spiele ich, und alle sind da. Und wenn ich gut spiele, dann sind sie auch wirklich alle ganz ruhig. Dann ist das wie mein Publikum. Natürlich vermisse ich manchmal diese direkte Verbindung zwischen Zuschauern im Theaterraum und Schauspielern oben auf der Bühne. Aber es gibt eine Schnittmenge für mich zwischen beiden Bereichen, und in beiden Fällen muß ich letztendlich wahrhaftig spielen. Das eine ist ein bisschen extrovertierter, ich muss es aber trotzdem wahrhaftig machen - auf der Bühne. Das andere ist reduzierter, und trotzdem muss ich genauso intensiv darin sein. Der Rahmen ist ein anderer, das Medium ist ein anderes. ? Sie haben ja eine ganz klassische Schauspielausbildung - wie kommt es, dass Sie in einer Soap gelandet sind? ! Es gibt hier mehrere Leute, die vom Theater kommen und einen

ganz „klassischen“ Weg gegangen sind! Aber bei mir war es eher Zufall. Ich hatte hier mein Demoband abgegeben, dachte eigentlich eher, ich würde mich für ein paar Drehtage bewerben. Und dann ging das Schlag auf Schlag: Casting, dann gleich ein Angebot für zwei Jahre, und dann musste ich erst mal überlegen. Aber ich wohnte zufällig zwei Dörfer weiter von dem alten Studio, und ich hatte gerade Zeit, und so bot es sich an. Und ich bin inzwischen auch sehr, sehr froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe. Mittlerweile wehre ich mich gegen jeden Vorwurf, den ich natürlich auch von anderen Schauspielern oder aus den Medien gegen Soap höre, gegen das Einlassen auf das Genre Soap. Ich wehre mich inzwischen dagegen, weil ich finde, man kann hier unheimlich viel lernen, wenn man bereit ist zu sagen: ich akzeptiere die Kulissen und all das, was natürlich nicht wirkt wie in einem Spielfilm. - Das muss ich akzeptieren; ich muss vorher wissen, auf was ich mich einlasse. Und ich muss es vielleicht nicht nur akzeptieren, ich muss es vielleicht auch ein Stück weit lieben lernen, als Medium an sich einfach herausnehmen und es als etwas anderes betrachten. Und nachdem ich mich dann darauf eingelassen hatte, habe ich sehr, sehr viel gelernt. Aber ich denke, dass ich das sicherlich nicht mein Leben lang machen werde, denn dafür bin ich in anderen Bereichen zu verwurzelt und brauche auch die Auseinandersetzung mit anderen Rollen. Sicherlich war ich vorher auch sehr skeptisch; aber auch oder gerade jetzt würde ich so ein Angebot nicht so einfach ablehnen. Schauen

KATHARIN lespress ❘ april 2004


wir uns die Situation doch einmal an: im Moment werden sehr viele Theater geschlossen, sehr viele Theater reduzieren ihr Ensemble oder Fernsehproduktionen machen dicht - SchauspielerInnen haben es momentan sehr schwer. Ich habe ganz simpel überlegt: Soll ich nicht spielen, oder soll ich spielen? Und ich wollte spielen. Klar, es ist ganz anders als in der Theaterarbeit: Im Theater wird geprobt, und es wird gearbeitet, die Figur wird gesucht, die Biographie einer Figur wird erarbeitet, der Weg wird gesucht, das Miteinander, das Spielen, die Form, aber es wird von Anfang an gesagt: Du gehst jetzt von da nach da, und dann wird sechs Wochen geprobt, wie du das machst. Aber hier war das erste, was mir gezeigt wurde: Also, du gehst von da nach da, und dann drehst du deinen Kopf nach da, und jetzt gibt’s eine Großaufnahme, und jetzt spiel’mal. (stöhnt auf, lacht) Also, das ist schon ein unglaublicher Unterschied. Und das dann in dieser Schnelligkeit... Das heißt, du musst es können, wenn du von da nach da gehst, und das eben in einer halben Stunde oder in zwanzig Minuten. ? Wie oft und wie lange drehen Sie denn eigentlich? ! Das ist ganz unterschiedlich. Wir haben zwei Drehteams. Das eine

ist das Studioteam, das dreht von Dienstag bis Freitag täglich, und dann haben wir ein Außendrehteam, das dreht eben draußen - und draußen heißt nicht nur draußen in der Natur, sondern eben auch in einem Hotel usw. Die drehen von Mittwoch bis Freitag. Und wir haben einen Probentag, das ist der Montag, wobei eine Probe eine Stellprobe ist. Da versucht der Regisseur zu schauen, ob das auch von der Perspektive der Kamera her funktioniert, wenn die Schauspielerin von a nach b geht; da kann man ein bisschen Textveränderung abklären und man hat es visueller im Kopf, wie die Szene ablaufen soll usw. Normaler Drehschlusstermin ist 18.45 Uhr, das kann aber auch mal 20.45 Uhr werden; im Außendreh kann es auch Nacht werden. Die 2000. Folge haben wir nur nachts gedreht, eine Woche lang. Das war ein großes Schloss, und es sollte eine Ballstimmung, eine Nachtstimmung gezeigt werden, und da diese riesigen Fensterfassaden nicht abgehängt werden konnten, musste man eben nachts drehen. Das ist schon ein Problem für uns SchauspielerInnen, denn morgens um sieben müssen wir wieder fit und da sein für den nächsten Dreh. Normalerweise versucht man das zu vermeiden, aber wenn es nicht anders geht, muss auch das sein. Es ist auf jeden Fall ein stressiger Job. Und wenn man dann eigentlich schon den Frühling andrehen muss, kurzärmelig... Ich hatte einen Dreh im April letzten Jahres in einer Ruine, da sollte eigentlich Juli gedreht werden, das heißt, ich hatte ein Sommerkleid an, und plötzlich hatten wir einen Schneeeinbruch. Mir sind fast die Lippen zugefroren, und es musste abgebrochen werden, weil ich gar nicht mehr richtig reden konnte! Also, das sind schon Extrembedingungen. Aber auch das Spielen an sich geht an die Substanz, und es geht an die Nieren, aber das gehört dazu. ? Im Internet gibt es verschiedene Fansites. Haben Sie sich die schon mal ansehen? Da gibt es eine sehr persönliche Auseinandersetzung vieler Fans in Form von Zeichnungen, Geschichten oder Gedichten... ! Ja, ich finde das ganz toll! Mir tut es nur leid, dass ich es meistens

nicht schaffe, mich mit den Sachen zu beschäftigen. Man braucht ja manchmal auch ein bisschen Abstand und auch wieder Platz im Kopf für den nächsten Tag, und der muss auch manchmal mit anderen Dingen gefüllt werden als nur mit dem Stoff und der Auseinandersetzung um diesen Stoff. ? Wie ist es, vor der Kamera eine Frau zu küssen, bzw. wie empfinden Sie es überhaupt, wenn Sie Kuss- und Liebesszenen spielen müssen? ! Jeder Kuss, den man mit dem Partner auf der Bühne hat, ist erst mal

neu, egal, ob mit einer Frau oder mit einem Mann. Ganz klar, wenn der Partner neu ist, und es ist die erste Intimität, die man empfindet - es ist neu. Und es macht einen neugierig, und es macht einem Spaß - es sei denn, er oder sie hat eine Alkoholfahne... Aber für mich hat das was mit dem Menschen zu tun, nicht mit Mann oder Frau.

denke, das gefällt mir. Und das ist es für mich in dem Moment schon wert, da habe ich was, da kann ich zupacken und sagen, das gehört mir, für mein Spiel; und das reicht dann auch. ? Sie haben in Ihrer Karriere schon die unterschiedlichsten Rollen gespielt, z .B . schon viel am Theater, mal in der Kinderserie „Siebenstein“, und Sie haben auch schon in „Hinter Gittern“ mitgespielt, einer anderen Lesbenlieblingsserie... ! Genau, aber da war ich keine Lesbe - obwohl ich, als ich gecastet

wurde, dachte, ich würde eine Lesbe werden, aber ich war dann doch keine. ? Haben Sie bestimmte Vorlieben, was Ihre Rollen betrifft? ! Vorlieben - ich weiß nicht, ich finde es immer schwer, denn letzt-

endlich muss jede Rolle, die auf den Tisch kommt, ja erst mal von mir von mir entdeckt und gefüllt werden, und deswegen ist jede Rolle erst mal spannend. Ich liebe es natürlich besonders, charismatische Figuren zu spielen, d. h. Figuren, die Ecken und Kanten haben dürfen. Ich sehe mich selber auch nicht als so perfekt an, also im Sinne von - wie heißt noch die kleine, blonde Puppe - Barbie... Die wird ja schon viel, vorwiegend auf Schauspielerinnen, projiziert! Ich tue mich jetzt schwer damit zu sagen: Das und das und das möchte ich spielen. Ich habe witzigerweise die Tendenz, am Theater in Rollen der Vorkriegs- und Nachkriegszeit besetzt zu werden. Gerade habe ich wieder in einem Kurzfilm an der Ludwigsburger Filmakademie die Mutter von Hitler gespielt, in jungen Jahren, als Hitler ein Baby war, um die Jahrhundertwende. Ich habe irgendwie gewusst, ich kann das spielen, und ich werde es spielen, und das ist auch so aufgegangen. Figuren, die mich reizen, die mit einem anderen Lebenskonflikt konfrontiert sind - solche Themen ziehen mich an. Sophie Scholl wäre eine Figur, die ich sofort spielen würde, da würde ich nicht lange fackeln. Aber nichtsdestotrotz gibt es einfach unheimlich viele gegenwärtige, moderne, frische, junge Frauen, die ich z. B. auch gerne komödiantisch spielen würde. Mir liegt das Komödiantische sehr, was hier leider auch zu kurz kommt, weil es nicht so unbedingt dem Format entspricht, aber ich liebe es, komisch zu spielen, komisch zu sein. Aber wieviele Komödien gibt es schon im deutschen Fernsehen? Da gibt es schon mehr im Theater, und selbst da sind die Rollen für junge Frauen rar. ? Haben Sie irgendwelche konkreten Pläne für die Zukunft? ! Meine Agentur schaut natürlich, dass ich nicht nur Verbotene Liebe

mache. Und dann müssen wir langfristig auch andere Rollen für mich finden. Es passiert Schauspielern ständig, dass sie mal viel haben und mal gar nichts. Ich unterrichte auch sehr gerne und muss mal gucken, ob ich das ein bisschen ausweite. Das weiß ich aber noch nicht. Im Moment liegt all das brach, weil ich einfach keine Zeit habe. Ich bereite Schüler vor, die sich auf die Schulen bewerben wollen, oder bin schon bei privaten Schauspielschulen eingesprungen, um Klassen zu unterrichten. ? Sie haben ja auch Regie studiert. Ist da etwas in der Richtung geplant? ! Nein, da ist nichts geplant. Dazu muss ich sagen: Das Max-Rein-

hardt-Seminar in Wien, an dem ich studiert habe, hat zwei Studiengänge, und man kann natürlich in den einen reinriechen, muss sich aber für den anderen entscheiden. Und ich habe mich für die Schauspielerei entschieden, denn Regie kann man immer noch führen. (lacht) Anders herum ist es schwieriger. ? Im Internet sind Sie unter zwei unterschiedlichen Namen zu finden. Also sind Sie nicht der alten Schauspielerinnentradition gefolgt, nach der Heirat weiterhin unter Ihrem „Mädchennamen“ zu arbeiten... ! Das hat damit zu tun, dass wir ein Kind haben und wir uns damals

? Aber ich könnte mir vorzustellen, daß so etwas nicht immer so ganz einfach ist, wenn einem der Partner vielleicht nicht so ungeheuer sympathisch ist... ! Ja... Ja, aber ich versuche mir die Haltung anzueignen: Bei jedem

entschieden haben, dass das Kind den Namen von Jörg, also meinem Mann, kriegt, weil wir den einfach schöner fanden und ich eigentlich keine Lust hatte, mich ständig zu erklären, weil mein Kind Dalichau heißt und ich Schmaltz - und außerdem finde ich, mal ganz abgesehen davon, dass Dalichau der schönere Name ist. Diese Entscheidungsprobleme kennen alle, nicht nur heterosexuelle Paare. Emanzipation fängt im Kopf an; da ist so etwas wie der Name nebensächlich.

Menschen, den ich nicht so mag, gibt es doch irgendwas, was ich mag, das ich charmant oder schön oder angenehm finde. Es gibt auch Leute, die ich überhaupt nicht mag, und trotzdem ist irgendwas da, von dem ich

Interview: Jutta Swietlinski

NA DALICHAU lespress ❘ april 2004

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fern sehen

Das Leben oben ohne ...

Do,1. April, 14.45 Uhr, arte

Aus Kindern werden Leute - Junge oder Mädchen? Dokumentation von Lothar Schröder (F 2003)

Werden die Menschen schon bei der Geburt oder erst durch die Annahme von soziokulturell als geschlechtertypisch ausgewiesenen Verhaltensweisen „männlich“ bzw. „weiblich“? ForscherInnen beobachteten die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Jungen und Mädchen, analysieren ob die sozialen Unterschiede angeboren oder aber auch durch Eltern und soziales Umfeld geprägt sind. Bei den Inuit ist die soziale Rolle nicht immer geschlechterspezifisch. Das Mädchen Iradyorg z.B. gilt als die Reinkarnation ihres Großvaters, wird wie ein Junge erzogen und beteiligt sich an allen männlichen Tätigkeiten. Fr, 2. April,1.40 Uhr, ZDF

Das Leben oben ohne und überhaupt ... Spielfilm von Harry Sinclair (NZ 1997)

Liz bekommt ein Baby, weil sie ihren Abtreibungstermin verschlafen hat. Ihr Liebhaber Geoff hat bereits eine feste Freundin. Den tatsächlichen Vater des Kindes liebt Liz schon lange nicht mehr. Dennoch nimmt sie sein Angebot an, mit ihm platonisch zusammenzuleben. Der psychisch labile Ant hat ein Drehbuch geschrieben, das von einem deutschen Regisseur unter dem Titel „Frauen ohne Hemden sprechen über ihren Lebenslauf“ verfilmt wird. Prue ist frisch verheiratet mit Mike, verlässt jedoch ihren Mann und stürzt sich in eine lesbische Affäre … Kaleidoskopartig erzählt der Spielfilm vom komplizierten Leben einer Gruppe von Mittzwanzigern in Auckland und zeichnet ein Porträt der „Generation X“, die von Beziehungen desillusioniert ist, gleichzeitig aber panische Angst vor dem Alleinsein hat.

Die neue Lust der Frauen

he internationaler Autorinnen und Filmemacherinnen. Sie reagierten nun ihrerseits sehr freizügig in Film und Literatur mit ihrer Darstellung weiblicher Lust - und ernteten Kritik. Silvia Nagel hat für die Dokumentation „Die neue Lust der Frauen“ die Künstlerinnen besucht und lässt sie über ihre unterschiedlichen Positionen, ihren Umgang mit der Darstellung weiblicher Lust, Erotik und Sex sprechen. So, 4.April, 0.00 Uhr, ARD

Der König tanzt / Le Roi Danse Spielfilm von Gerard Corbiau (F, B, D 2000)

Ludwig XIV., neuer König von Frankreich, hat alle Hände voll zu tun, um seine Macht zu sichern. Intrigen und Verrat umgeben den Monarchen, und besonders seine Mutter Anna von Österreich versucht immer aufs Neue, ihn zu bevormunden. Zum Entsetzen der auf Tradition bedachten Hofmusiker begeistert sich Ludwig für Balletttanz und ernennt Giovanni Battista Lully aus Florenz im Jahr 1653 zum königlichen Hofkomponisten. Es ist der Beginn einer einzigartigen Karriere und einer wunderbaren Freundschaft. Lully komponiert Singstücke und setzt dabei Ludwig XIV. als tanzenden, von Kopf bis Fuß mit Goldbronze geschminkten Sonnengott ins rechte Licht. Lully freundet sich mit dem Hofdramatiker Molière an, komponiert zu dessen Theaterstücken die Musik. Gemeinsam schockieren sie mit ihren Orgien und Eskapaden die Moralisten. Ludwig, der bisher die Hand über Lullys homosexuelle Eskapaden gehalten hat, wird von religiösen Eiferern unter Druck gesetzt. Bei Hofe beginnt eine moralische Eiszeit - und damit das Ende einer großen Freundschaft.

Der König tanzt

erst 1782 in der Schweiz statt, dann scheint der Spuk vorüber. Doch im 20. Jahrhundert wird der Hexenglaube eine unerwartete Wiedergeburt erleben ... Mi,7.April, 21.45 Uhr, ARD Hexen - Magie, Mythen und die Wahrheit

Walpurgisnacht Film von Jan Peter und Yury Winterberg

Die Knusperhexe aus „Hänsel und Gretel“ ist die wohl populärste zeitgenössische Verkörperung des Bösen und gleichzeitig Wurzel unseres heutigen Hexenbildes. 100 Jahre nach Jakob und Wilhelm Grimm mystifizierten die Nationalsozialisten die germanische Vergangenheit - und die Hexen. Aus der historischen Hexe als Verkörperung böser Mächte wird die rothaarige, zauberkundige germanischen Hexe, angebliches Opfer der Verfolgung von Kirche und Judentum. So entsteht 1935 jener sagenumwobene H-Sonderauftrag zur Erforschung der Hexen. Akribisch werden auf zehntausenden Karteikarten die Namen und Schicksale von mittelalterlichen Hexen, deren Denunzianten, Richtern und Henkern festgehalten. Die SS-Forscher wollen beweisen, dass die Hexen einer alten „arischen“ Religion gehuldigt haben. Zudem suchen die „Forscher“ Belege für ihre These, die Hintermänner der mittelalterlichen Hexenjagd seien Juden gewesen. Erst der Zusammenbruch des Dritten Reiches 1945 macht dem okkulten Treiben ein Ende.

Die Piratenbraut

milie geht sie nach Berlin und absolviert ihre Flugausbildung. Für eine Völkerkundeexpedition fliegt Elly Beinhorn nach Westafrika. Auf dem Rückflug muss Elly am Rande der Sahara notlanden. Sie trifft auf eine Gruppe von Eingeborenen, die noch nie einen weißen Menschen gesehen haben, und Tage später kann sie mit zwei Führern den langen Weg nach Timbuktu antreten. In Deutschland gilt sie als verschollen. Die Presse wird auf das junge Mädchen aufmerksam, das mit dreiundzwanzig Jahren in einem kleinen Sportflugzeug allein in Afrika unterwegs ist. Als ein Lebenszeichen von ihr aus Timbuktu kommt, schickt ein Verlag ein Ersatzflugzeug, mit dem Elly zurück in die Heimat fliegt. Noch im selben Jahr startet sie zu einem Alleinflug nach Asien, der aber zu einem Flug um die Welt wird. Mit ihrem Flug um die Welt ist sie die erste Frau, die allein sämtliche Erdteile überflogen hat. Sa, 10. April,16.05 Uhr, 3sat

Porträt: Laurie Anderson Film von Werner Raeune, 2003

„Ich bin eine einfache Geschichtenerzählerin. Ich liebe es aber auch, meine Geschichten mit Bildern und Tönen anzureichern“, sagt Laurie Anderson. Ihr Markenzeichen: Eine Mischung aus Katastrophe und Idylle, Apokalypse und alltäglichem Glück - in jedem Fall aber Musik fern von Mainstream- und Kommerzklängen. Berühmt wurde sie in den 80er Jahren in Deutschland mit ihrem Album Big Science und der Single-Auskoppelung Oh Superman. Angefangen hat die Sängerin mit Filmen auf New Yorker Filmfestivals. Heute ist sie eine angesehene Künstlerin, die mit ihrer Kunst zu einem „enfant terrible“ der Kulturszene wurde.

TV-Tipps

So, 4.April, 23.10 Uhr, HF

Die neue Lust der Frauen Dokumentation (D 2003 von Sylvia Nagel)

Gegen die Klassifizierung und Degradierung von Frauen zum reinen Lustobjekt in Film, Funk und Werbung wendeten sich jüngst eine Rei-

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Mo, 5.April, 21.45 Uhr, ARD Magie, Mythen und die Wahrheit

Scheiterhaufen Jan Peter und Yury Winterberg

Unter den Verfolgern der Hexen finden sich Katholiken wie Protestanten. Berufen sich die einen auf den „Hexenhammer“, rechtfertigen die anderen sich mit dem Alten Testament. Kritische Stimmen werden nur vereinzelt erhoben. Bis zum Ende der großen Hexenjagd im 17. Jahrhundert sind 60 000 auf dem Scheiterhaufen gestorben. Die letzte Hinrichtung einer Hexe findet

Fr, 9.April, 16.00 Uhr, BFS

Ein Mädchen fliegt um die Welt

Elly Beinhorns Flug von 1931/32 Von Lore Prasch, 2003

Im Herbst 1928 ist Elly Beinhorn 21, als ein Vortrag des Flugpioniers Hermann Köhl ihrem Leben eine Richtung gibt, die ganz und gar nicht den Vorstellungen ihrer Eltern entspricht. Elly will Fliegerin werden. Trotz des Widerstands der Fa-

Hexe n ,M a gie & Mythos

So, 11. April, 23.10 Uhr, BFS

Die fabelhafte Welt der Amelie / Le fabu-

Die Mörderinnen von Targsor

lespress ❘ april 2004


Tödliche Beziehung

leux destin d’Amelie Poulain Spielfilm von Jean-Pierre Jeunet mit Audrey Tautou

Kein verzauberter, aber ein bezaubernder Film: Amélie Poulain arbeitet in einer kleinen Bar am Montmartre. Doch eigentlich verbringt sie die meiste Zeit in ihrer privaten Traumwelt: Sie hat ein Auge für magische Momente, die anderen entgehen. Amélie wäre immer so geblieben, hätte es nicht die Nacht vom 30. August 1997 gegeben. Der in den Nachrichten verkündete Tod von Lady Di erschreckt Amélie so sehr, dass ihr der Verschluss einer Parfümflasche entgleitet und sie dadurch hinter einer losen Kachel im Bad auf eine alte Blechdose mit Spielsachen stößt: Sie gehörten offenbar dem Jungen, der vor vielen Jahren hier wohnte. Der Entschluss, den Besitzer zu finden, verstrickt Amelie nach und nach mit den Schicksalen der Menschen um sie herum. Immer mehr interessiert Amélie sich auch für einen Passbildautomaten: Wer ist nur der rätselhafte Mann auf den zerrissenen Fotos, die sie immer wieder im Papierkorb neben jedem dieser Automaten findet? Magie? Amelie verliebt sich in Nino, der sich ebenfalls für die Passbildautomaten interessiert. Doch es müssen noch viele magische Momente vergehen, bis die beiden sich finden. Mo, 12.April,15.20 Uhr, ZDF

Die Piratenbraut Spielfilm von Renny Harlin (USA,1995)

Ein modernes Piratenabenteuer: Kurz vor seinem Tod gesteht der sterbende Piratenkapitän Black Harry seiner Tochter Morgan (Geena Davis), dass auf seine Kopfhaut Teile des Lageplans eines riesigen Goldschatzes tätowiert sind. Morgan übernimmt daraufhin das Schiff, um den Schatz zu finden. Leider ist der Plan unvollständig und außerdem in Latein geschrieben. Das Versteck des Schatzes ist eine geheimnisvolle Insel mit Namen „Cutthroat Island“. Auf der

Jackie Brown

Fahrt durch Inseln und Riffe geraten Morgan und ihre Crew in einen schweren Sturm, aber auch ans Ziel ihrer Wünsche. In einer Höhle liegt, was sie suchen - die gesamte Ladung eines spanischen Goldschiffes: Münzen, Geschmeide, Geschirr - alles aus Gold. Doch Morgan und ihre Männer werden verraten … Sa,17.April, 8.15 Uhr, SWR

Die Farben Violett Violett ist eine Farbe mit hohem Symbolgehalt - die Bedeutung jedoch ganz unterschiedlich, je nachdem, wer sich die Farbe zu eigen macht. Der Film geht auf die Verwendung der Farbe Lila beispielsweise in der Frauenbewegung, in der Kunst, in der Kirche, in der Werbung und ihre Bedeutung für Homosexuelle ein. So, 18.April,22.35 Uhr, arte

Der Kuss der Spinnenfrau

Der Kuss der Spinnenfrau

So, 18.April,0.15 Uhr, arte T h e m e n abend: morden

Frauen,

(Brasilien / USA 1985) OmU die

Der enthauptete Mann Artemisia Gentileschi malt Rache-Fantasien Dokumentation von Hannelore Schäfer (D 1991)

Ein zentrales Motiv der italienischen Barock-Malerin Artemisia Gentileschi waren Männer mordende Frauengestalten aus der Bibel. So malte sie gleich fünf Mal die Geschichte der Witwe Judith, die den Feldherrn Holofernes enthauptete. Ursache für das mörderische Thema soll ein verlorener Prozess wegen Vergewaltigung gewesen sein. Der Täter, ein Freund ihres Vaters, wurde freigesprochen und Artemisia zum Gespött der römischen Bürger - aber sie rächte sich mit Pinsel und Farbe.

Themenabend: Frauen, die morden

Mi, 21.April,22.35 Uhr, HF

Die Mörderinnen von Targsor

Spielfilm von Quentin Tarantino mit Pam Grier (USA, 1997)

Reportage von Mario Damolin (D 2002)

Stewardess Jackie Brown arbeitet als Geldkurier für den Waffenschieber Ordell, der vor Mord nicht zurückschreckt. Als Jackie der Polizei in die Falle geht und so für Ordell zum Sicherheitsrisiko wird, will der sie beseitigen. Mit Hilfe des in sie verliebten Kautionsmaklers Max Cherry dreht Jackie den Spieß um und reißt sich vor den Augen der Polizei unbemerkt Ordells Beutegeld unter den Nagel. Doch damit ist Jackies Problem nicht gelöst, denn solange sie lebt, stellt sie für den Gangster eine große Gefahr dar. Jackies einzige Chance besteht in einem waghalsigen Doppelspiel. Jackie Brown ist eine Hommage an die aus über 50 Produktionen bekannte Pam Grier, die in den 70er Jahren zu einer Ikone des im schwarzen Milieu spielenden Gangstergenres avancierte. Pam Grier ist einfach toll und der soulig-funkige Soundtrack macht den Film zu einem akustischen Vergnügen. Jackie Brown ist ein eher untypischer Tarantino-Film, bedeutet, dass er wesentlich weniger gewaltherrlich ist wie „Pulp Ficiton“ oder „Kill Bill“.

Targsor bei Ploiesti ist das einzige Frauengefängnis in Rumänien. Die Reportage begleitet die Gefangene Daniela Hristodor, die eine 10-jährige Haftstrafe wegen der Ermordung ihres Mannes verbüßt, durch den Gefängnisalltag und beobachtet die Direktorin Zinica Trandafirescu in ihrem Bemühen, den Strafvollzug humaner zu gestalten. So, 18.April,23.00 Uhr, arte

Jackie Brown

Der homosexuelle Luis Molina (William Hurt) teilt sich eine Zelle eines Gefängnisses in Südamerika mit dem politischen Aktivisten Valentin Arregui. Obwohl Valentin nur am Rande für eine Untergrundorganisation aktiv war, wird er brutal gefoltert. Er ist willensstark und jähzornig und lehnt den sensiblen und unpolitischen Molina zunächst ab. Um Schmerz und Gefangenschaft zu vertreiben, erzählt Molina von einem Film, dessen Hauptfigur die schöne Diva Leni ist, die ihre große Liebe in den Reihen der verhassten nazistischen Besatzermacht findet. Molina identifiziert sich mit Leni während Valentin sich mehr und mehr als Lenis Liebhaber sieht und ihr in seiner Fantasie das Äußere seiner großen Liebe gibt. Über diese gemeinsame Fantasie kommen die beiden Männer sich näher und entwickeln eine tiefe Freundschaft. William Hurt erhielt für seine Rolle als Luis Molina neben vielen anderen internationalen Auszeichnungen 1986 den Oscar als bester Schauspieler. Damit wurde erstmals ein Oscar für die Darstellung eines homosexuellen Charakters vergeben. Di,27.April, 0.15,WDR

Devadasi - Vom Geist des verbotenen Tanzes Dokumentation

Bharat Natyam, ein 1000 Jahre alter Tanz aus dem Süden Indiens, wird von den Tempeltänzerinnen, den Devadasi, tradiert. Eine Karriere als Tänzerin, der Traum vieler Mädchen und Frauen, bietet der Inderin eine der wenigen Möglichkeiten, beruflich erfolgreich zu werden. Eine junge Tänzerin steht ab einem gewissen Stadium vor der Frage, ob sie auf oberflächliche Art ihre „exotische“ Kunst im Westen popularisieren oder ob sie den Tanz in seiner alten ursprünglichen Tradition erhalten soll. Indu und Vidya, zwei Tänzerinnen in den besten Jahren, haben sich für den zweiten Weg entschieden. Der Film zeigt sie bei der Arbeit in der eigenen Tanzschule, wie sie den Geist des alten Kultes zu vermitteln versuchen. Diese Dokumentation handelt um den Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne, über die Rolle der Frau in Indien und ist zugleich eine Geschichte vom Tanz.

April 2004 Die Mörderinnen von Targsor

lespress ❘ april 2004

Themenabend: Frauen, die morden

Tödliche Beziehung

Dokumentation von Franziska Lamott (D 2003)

„Ich habe ihn doch nicht umbringen wollen“, sagt Frau A., die ihren Freund mit einem Messerstich getötet hat. Frau A. berichtet von den grausamen Quälereien, die sie 13 Jahre lang von ihrem ersten Ehemann erdulden musste und von den Schlägen ihres Vaters. Lebensgeschichte, Tat und Neubeginn werden in Interviews, in Alltagsszenen und in dem nicht immer aggressionsfreien Zusammensein mit ihrem neuen Ehemann aufgezeigt. So entsteht ein Porträt, das ohne jede Beschönigung die psychischen Hintergründe und das Leben dieser Täterin nachzeichnet.

Do, 22. April,20.45 Uhr, arte

Der Kuss der Spinnenfrau / O Beijo da Mulher Aranha Spielfilm von Hector Babenco

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zeitreise D O N N E R S TAG, 1 .

MAGDEBURG

F R E I TAG, 2 .

16-23.00 Frauenzentrum Courage: mit Spieleabend ab 21.00

MARBURG 21.00 PSI-Club:Gay House Lounge

PADERBORN 18.00 ESG:Schwul-lesbische Jugendgruppe

D UIBURG

20.00 Tannenhof:Stammtisch der Frauenund Lesbengruppe

D ÜSSELDORF 22.00 ZAKK:Schwoof

40000

E SSEN

DORTMUND

19.00 FliP:Offener Lesbentreff

19.00 Café Blu,Rhurallee 69:offener Stammtisch von Vielfalt e.V. Soziokulturelles Lesbenzentrum

19.30 Lila Distel: Treffen Leslie e.V.

MÖNCHENGLADBACH M ÜLHEIM

ESSEN

Hannover, Marlon Brandy

20.00 Quarterback: Frauentreff

MÜNSTER

00000 CHEMNITZ 18-20.00 CheLSi e.V.: Lesbengesprächskreis

DRESDEN 17.00 Frauenzentrum:Rechtsberatung für Frauen 20.00 Frauenzentrum: Frauenstammtisch

GERA 21.00 Begegnung: Frauen/Lesbentreff

GÖRLITZ 20.00 Schwarze Kunst:SchwubsStammtisch

HALLE ab 12.00 Frauenzentrum Weiberwirtschaft: Frauencafé

19.30-21.30 FrauenLesbenChor - „Immer wieder anders“ weitere Infos unter:02511619983 20.00 Stammtisch lesbischer Lehrerinnen (Infos (02 51/1 61 99 83) 21.00 Freiherr-v.-Stein-Gymnasium: Cheerleading für Lesben

OBERHAUSEN 19.00 Druckluft: Frauenkneipe

OLDENBURG 18-20.00 Autonomes Referat für Lesben und andere Frauen,Uni Oldenburg, Alte Münze 12: Treff 20.00 Ev. Familienbildungsstätte Osnabrück: FrauenLesbenChor TAKTLOS

50000

LEIPZIG

BONN

19.30 BuchladenTIAN: Lesbengruppe Buntes Archiv

20.00 Zentrum.:Offenes Cafe

10000 BERLIN 17-19.00 Offener Treff fürLesben 19.00 Café ex Oriente (im Zetrum MILES):Interkultureller Dialog 19.00 LSVD:offene Vorstandssitzung (Teilnahme nach telefonischer Vereinbarung) 19.00 Die 2:After Work Party 21.00 tRÄNENpALAST: ANTONIO ANDRADE & FIESTA FLAMENCA “Noches de Amor”

GREIFSWALD 17-20.00 St. Spiritus:Treffpunkt/Gruppe/Bibliothek

20000

KÖLN 13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln: Café 18.30 AIDS-Hilfe: Frauenplenum 21.00 Mathiasstraße 4-6:Blue Lounge

MAINZ 18.30 Frauenzentrum: Junglesbengruppe 20.00 Frauenzentrum:Lesbengruppe

60000 BENSHEIM 19.30 Prisma: Junge Schwulen- und Lesbengruppe Bergstraße/Odenwald

FRANKFURT 13-16.00 LIPS:Gruppe für lesbische Mädchen und junge Frauen zwischen 13 und 26 Jahren 20.00 Cafe Exzess: FrauenLesbenKneipenAbend

BREMEN

MANNHEIM

18-20.00 Gewitterziegen:Mädchen,die sich in Mädchen verlieben (ab 16 Jahren) 21.00 Sielwallhaus:Kneipe schwullesbisch

18-20.00 Forum der Jugend:angeleitete Junglesbengr. (Infos unter 0621-3362110) 20.00 Petit Paris: Frauenstammtisch 21.00 T 6:Gay & Lesbian Single-Party

HAMBURG

19.00 Feelgood:Les-bi-schwuler Motorrad-Stammtisch 20.00 Café Uhrlaub, Lange Reihe 63: Stammtisch aller englischsprechenden Lesben und Schwulen:Anfänger, Fortgeschrittene, Natives. Die Hauptsache ist der Spaß an der Sprache“

KIEL 18.00 HAKI:Internetgruppe der HAKI e.V. 19.00 HAKI:Spiele-Café 20.00 HAKI:Planungstreffen der Regenbogensportgruppe

LÜBECK 19.00 Frauencafé:Literaturgruppe 19.30 Tipasa:Stammtisch für Lesben und Schwule 20.00 Feuerwerk:sub-IN, bunter Abend der sub Kultur e.V. 20.00 sub-Kultur:Bunter Abend für Schwule und Lesben

OLDENBURG 20.00 Hempels:Lesbenkneipe 21.00 Schmizz:Pink Dance Party

30000 ALSFELD 20.00 Patchworkhaus (Amthof 17): Lesbenstammtisch

SAARBRÜCKEN 20.00 Ballhaus:„binats“ - binationale Partnerschaften-Treff 20.00 Aquarius Night-Café:les-dames: Der Abend für Ladies,Girls and Friends

WIESBADEN 19.00 Mo’Betta:Gay Pride Night

70000 STUTTGART 20.00 EKIZ,Generationenhaus West: Fortissima- Gemischter Frauenchor

00000 DESSAU 19.00 Die Brücke:Quasselabend

DRESDEN 19.00 Frauenzentrum: Frauenkneipe 20.00 Frauenzentrum:Bücherwurm Cornelia Maul (Pusteblume) stellt Messeneuheiten vor

LEIPZIG 22.00 RosaLinde:Sisteract - die Frauendisco

LÖBAU 16-20.00 Cafe am Ring: Jugendgruppe GAYsellig 20.00 Barabend

10000 BERLIN 17.00 MILES:identX 17.00 Sonntags-Club: Frauen- und Lesbencafé 19.00 Jugendfreizeitheim Soorstr.: Westend Girls & Boys Disco für schwullesbische Jugendliche bis 22 19.00 Rad und Tat: Video „Unter Fremden“ (Kanada 1990) 20.00 Blu:Ladies Night 22.00 Connection: Boys & Girls 22.00 SO36:(m).appeal, Party für alle Weiblichkeiten 22.00 Die 2: Frauen ab 40 - Party

SANDFÖRDEAN

DER

B 109

21.00 Restaurant Krause:Disco Schwullesbisch

STRALSUND 21.00 Speicher am Katharinenberg: Regenbogenparty

20000 BREMEN 22.00 ZAKK:Kraß im ZAKK,lesbischschwule Bar

HAMBURG

80000 AUGSBURG 18-20.00 Frauenzentrum: Frauenbibliothek Avalon geöffnet

MÜNCHEN 18-22.30 Ragazza:Offener Treff für lesbische-und alle, für die dieses Thema „Thema“ ist - junge Frauen bis (ca.) 25 Jahre! 19.00 Wirthaus zum Straubinger:LesbenKulturstammtisch 21.00 Fortuna:Saray - Oriental Night für Lesben und Schwule 22.00 Funky Kitchen: gay.kitchen

90000 REGENSBURG

21.00 Einstein:schwul-lesbischer Stammtisch

23.00 Sudhaus:Schwulen- und Lesbendisco

20.30 Autonomes Zentrum Mülheim: Genderterror_Party mit den Low-EndModels 23.00 UNION Kino im City-Forum:TNT (TEENS & TWENS)-Party

WUPPERTAL 21.00 Urania:Kneipe mit Billard, Kicker, Dart und netten Frauen

50000 D ÜREN 19.30 KOM-Café:Schwullesbischer Stammtisch

KOBLENZ 20.00 Notruf:Lesbentreff

KÖLN 19.04: Cologne Feelings 107,1 MHz 20.00 Gezeiten:HandwerkerinnenStammtisch 20.00 Quo Vadis: Treffen Transidentitas 20.00 Theater in der Filmdose:„Das Heidi auf dem Gipfel der Lust“ 21.00 Mathiasstraße 4-6:Blue Lounge 22.00 Gloria:Internationale Schlagerparty 23.00 Gloria:Die „Gloria - Studio 54“ Club Party

M AINZ 20.00 Frauenzentrum:Dufte Lesben Alter(nativer) Lesbentreff

60000 A SCHAFFENBURG 20.00 Frauenzentum:Lesbentreff Volle Kanne

F RANKFURT 21.00 Südbahnhof: Frauenparty in netter Atmosphäre

SAARBRÜCKEN 18.30 Mügelsberghalle: FrauenvolleyballGruppe „Die Pippis“ (Kontakt:0681376644) 20.30 Café Kostbar:Lesbenstammtisch 21.00 Sappho Tanzcafe:Lesbian,Gays and Friends im Sappho SB

70000 KARLSRUHE

15.00 JungLesbenZentrum: Tag der offenen Tür 20.00 MHC: TransMann 22.00 Frauenkneipe: Tanzparty

KONSTANZ

KIEL

ROT AM SEE

21.00 Hansastr. 48: FrauenLesbendisco

LÜBECK 20.00 Frauencafé: Frauenkneipe

30000 BRAUNSCHWEIG 20.00 Atelier:Disco

GIEßEN

44

18.30 KCR:Mosquitos - die schwullesbische Jugendgruppe 20-22.00 Mädchenzentrum,Süsterstraße 21:„Die Annas Lesbengruppe für Mädchen/Frauen bis 25 20.00 Schibsel e.V.:Lesbencafe N-Joy: ab 22.00 „Variety“ for Lesbian, Gay & Friends

WOLFSBURG

B e rl i n ,t R Ä N E N p A L A S T Fiesta Flamenca

D ORTMUND

FULDA 21.00 Vibe!:Gay Vibe!

HANNOVER 18.00 Villa Anna:Mixed Pickles:lesbischschwule Jugendgruppe bis 25 21.00 Schwule Sau:Chansonabend mit Marlon Brandy, Drag King und Chansonnier aus Berlin 22.00 Bad Musiktheater: Frauenparty

KASSEL 21.00 Frauenzentrum: Frauenkneipe

40000

20.00 Frauencafé:Offener Lesbentreff 21.00 belladonna: Frauenbar Abraxa:Lesben-Stammtisch, Heroldhausen 12,(Tel. 07954-8618) Inhaberin:Ursel Ruoff

STUTTGART 20.15-21.45: Wagenburggymnasium: Frauen-Volleyball-Training

80000 AUGSBURG 20.30 Frauenzentrum: Freitagslesbenkn.

B IBERACH 19.00 BUND, Bismarckstr. 5: Lesbengruppe

KEMPTEN 20.00 Philadelphia: Frauentag

MÜNCHEN 21.00 Backstage:Candy Club:Soundtistaz 21.00 Carmens Lounge, Theklastraße 1: Ladylove-Frauenfest

U LM

BOCHUM

19.00 Frauentreff:Kneipenabend

14.00 Rosa Strippe: Foto-PortraitAusstellungs-Eröffnung „Lebenswege lesbischer Frauen“ 16-20.00 Rosa Strippe:Café für junge Lesben und Schwule bis 26

ERFURT

90000 18-20.00 Mädchenzentrum Erfurt: Treffen der LesBi-Gruppe

lespress ❘ april 2004


40000

S A M S TAG, 3 .

S O N N TAG, 4 .

M O N TAG, 5 .

MÜNSTER 22.30 Dockland:Emergency-Party (www.emergency-party.de)

OSNABRÜCK 22.00 Unicum:Schwullesbische Party

WUPPERTAL 21.00 Autonomes Zentrum: Kellerparty 22.00 pavillon-club: gaydance

50000 BONN 22.00 Zentrum: gemischte Party

KÖLN München, Saal der ‘Heide Volm’

00000 COTTBUS 21.00 Resi:Gemischte Disco

DRESDEN 19.00 Frauenzentrum: Frauenkneipe „Klara Fall“ 19.00 Gerede:„Zeitlos“ -reifere Frauengruppe (Gruppe für Lesben) 19.00 Riesa efau:Disco woANDERS 21.00 Sappho:Sappho’s Musenswing, Female Party mit DJane Caro

L EIPZIG 22.30 RosaLinde:RosaLibre - Lesbenund Schwulendisco

17.30 Jeremia-Haus:MCC Gottesdienst (nicht nur für Lesben und Schwule) 20.00 Frauentanzschule Köln: Cheek2Cheek - Tanzparty der Swinging Sisters 20.00 Theater in der Filmdose:„Das Heidi auf dem Gipfel der Lust“ 21.00 Mathiasstraße 4-6:Blue Lounge 21.00 Kunstwerk:Low-End ModelsAbschieds-Party mit Gast-Bands,Specials und Geschenken 22.00 Final-D: Pop-Sofa-Club

MAINZ 21.30 Kulturcafé,Becherweg 5:Messing up the Area Frauenparty

UNNA 22.00 Atelier/Lindenbrauerei: Frauenschwoof

60000 FRANKFURT

10000 B ERLIN 10.00 Lietzenburger Str. 9a:Offizielle Eröffnung des neuen Eisenherz Buchladens 20.00 SonntagsClub:Swing in den Frühling von und mit den „Heiligen Krähen“ 21.00 SO 36: Konzert/Party „Apparatschik Record Release Party“ 22.00 EWA: Disco 22.00 Die 2:Ladies Night 22.30 Tanzschule bebop:Disco 30 up 23.00 Bar jeder Vernunft,Nachtkantine: Dicke Bühnensuppe mit Popette Betancor & Gästen

20000 HAMBURG 20.00 FunDyke das Radio im Offenen Kanal (96,0 MHZ) ab 19.00 Max&Consorten:Bi-Gay-JugendStammtisch für 16-29jährige F rauen und Männer, Jungs und Mädchen 21.00 fm:z:Maria´s Night - Women only disco 21.00 Frauenkneipe:Benfizparty für das Junglesbenzentrum

KIEL 22.00 Pumpe:Shakin’Schwulen- und Lesbendisco

20.00 schauspielfrankfurt:La vie en RoseLange Filmnacht: Sleepy Haven (BRD 1993), Eaux díartifice (USA 1953),Home Movie (USA 1972), Es hat mich sehr gefreut (A 1987) ...und ein Surprise-Film!, Monsieur Beaucaire (USA 1924) - Am Flügel begleitet von Maud Nelissen,Some Like it Hot (USA 1959)

MANNHEIM 21.00 T 6: Party speziell für „Sie“

OFFENBACH/MAIN 20.00 Paritätischer Wohlfahrtsverbd.: Treffen Transidentitas

SAARBRÜCKEN 16.00 103,7 MHz:Rosa Welle 21.00 Sappho Tanzcafe:Ladies only im Sappho SB

70000 KONSTANZ 21.00 belladonna: Frauenbar

80000 MÜNCHEN 20.00 Saal der „Heide Volm“ (München Planegg):Galaball zum Jubiläum des schwul-lesbischen Tanzclubs 23.00 Club Fortuna:Ladies Night

AUGSBURG

L ÜBECK

18-20.00 Frauenzentrum: geöffnet 20.00 Bistro Okult: Rosenstolz-Party

15.00 Alte Feuerwache:subKultur: Schwul-lesbische Jugendgruppe

ERDING

LÜNEBURG

Abseits Schwullesbischer Stammtisch (Info Ulrike 08752/9127)

22.00 La Batcharta:„BLIST-Party“

MÜNCHEN 19.00 Radio Lora (UKW 92,4,Kabel 96,75

30000 BIELEFELD

90000

20.00 Magnus: Lesbenstammtisch

KASSEL

BAMBERG

22.00 Rainbow: Disco schwul-lesbisch

20.00 Rainbow: Frauenstammtisch

B e rl i n ,S o n n t a g s cl u b

10000 BERLIN 12.30 Treffpunkt:Innenhof Schokofabrik Kreuzberg:Spaziergang von movin´ queer 13-16.00 Berliner aha,Mehringdam, 61: Queerchrist (Andacht) 16.00 Treffpunkt:Märkisches Museum, Am Köllnischen Park:Historische Stadtführung nach Charlotte von Mahlsdorf 17.00 AHA:"Café Latte" von und mit den Kingz of Berlin 17.00 „Schach matt oder King?“ Schachgruppe im SC 18-2.00 SO 36,Café Fatal: (18-19.00 kostenloser Tanzkurs;21.30 VarietéProgramm + Disco) 20.00 SonntagsClub:Literaturbühne Marina Zwetajewa:„Mein weiblicher Bruder“ - Brief an die Amazone 20.00 AHA:Drag King MitMachShow # 2: Frei nach dem Motto:Machs mit machs nach ˆ machs besser.

30000 MARBURG 20.30 Havanna 8:Berufstätige Lesben/Coming out am Arbeitsplatz

40000 DÜSSELDORF 20.00 Loft-Café der AHD: Weiberkramtisch

50000 KOBLENZ 20.00 Extra:Pride Factory for Gays, Lesbians & Friends

KÖLN 11-15.00 Osterbrunch 14.30 Melatenfriedhof, vor dem Haupteingang:Schlummere sanft teure Frau - Frauen auf dem Friedhof Melaten,durchgeführt vom Kölner Frauengeschichtsverein 16-19.00 BüZE: rumwienern! Standardtanz für Schwule und Lesben 20.00 Klüngelpütz-Theater:366. Kulturschock 21.00 Blue Lounge

B e rl i n ,R ab e n b a r

10000 BERLIN 12.00 LSVD:Selbsthilfegruppe erwerbsloser Lesben 18.00 Sonntags-Club:Offener Cafétreff der lesbisch-schwulen Jugendgruppe 19.00 MILES:anders Deutsch lernen - für schwule Migranten und lesbische Migrantinnen 20.00 Paula Panke:Arbeiskreis zu lesbisch-feministischen Theorien und Utopien 20.00 Rabenbar: Tima,die Göttliche und Fräulein Debbie:Der deutsche Schlager darf nicht sterben 22.30 Kino International:MonGay

GREIFSWALD 18-20.00 St. Spiritus:AIDS-Beratung

20000 BREMEN 19.30 Rat und Tat:offene Lesbengruppe

HAMBURG 15-19.00 JungLesbenZentrum, Glashüttenstraße 2:Renovieren, Reparieren,Putzen - Aktionstag - eine neue Veranstaltung 16.00 Intervention: Junglesbentreff bis 20

KIEL 16.00 Café Komm,Max-Eydt-Straße: Café des schwul-lesbischen Unihochschulforums „coniungo“

30000 BIELEFELD 20.00 Arbeiterjugendzentrum: Frauenkneipe

MAGDEBURG 18.00 Frauenzentrum Courage:Kinocafé, 20.00 Film:„Frida“

40000 DORTMUND

DARMSTADT

17-19.00 KCR:Impossible Daughters,ein Coming-Out Projekt für Frauen und Mädchen 20.00 Schibsel e.V.:Offene Lesbengruppe Initiative Frauen und AIDS: Treffen und Telefonberatung (0231-1655054)

21.00 StudentInnenkeller im Schloß:Disco Schwullesbisch

20.00 Café Berlin: Treffen Lesbengruppe

60000

DUISBURG

FRANKFURT

DÜSSELDORF

11.00 Ort im LIPS erfr agen:offene Gruppe für lesbische Mütter mit Kleinkindern 13.00 schauspielfrankfurt:La vie en RoseFilm-Matinée:Salomé (USA 1923) - Am Flügel begleitet von Maud Nelissen 19.30 Living:Dinner and Dance 21.00 Blue Angel: „best“ Fem. Party in town

18.30 Frauenberatungsstelle: Selbsthilfegruppe sexualisierte Gewalt

WUPPERTAL

KAISERSLAUTERN 20.00 Take off: Frauentag

SAARBRÜCKEN 15.00 Aquarius Coffeelounge

80000 MÜNCHEN 10-18.00 Viva Clara:Brunch (6,50) 20-2.00 Camens Lounge:Ossi-Kult

90000 REGENSBURG 19.00 RESI:offener Lesbentreff

WEIMAR Berlin, Sonntagsclub „Swing in den Frühling“

lespress ❘ april 2004

4.4. Berlin, AHA: Kingz of Berlin

45


termine 20.00 AutonomesZentrum:Lesbenkneipe

D I E N S TAG, 6 .

50000

BücherFrauen e.V. Düsseldorf 16-20.00 Jugendzentrum The Point: Coming-Out Café

BONN 19.05 Radio Bunte Welle UKW 91,2

MÜLHEIM

KÖLN

21.00 Ringlokschuppen:Lesbisch-schwuler Stammtisch

20.00 Radio Lästerher(t)z (107,1 MHz Radio Köln) 13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 20.00-22.00 Centrum Schwule Geschichte (VogelsangerStr. 61):die lglf-Bibliothek (ehemals SCHULZ-Bibliothek) ist geöffnet ??: Filos,Merowingerstraße:SMLesbenstammtisch von Poison Ivy Kontakt Susanne (02 34) 29 26 93

MÜNSTER 20.00 LIVAS: Frauenthekenabend 20.00 LIVAS:Stammtisch für Lesben ab 30

OSNABRÜCK 20.00 Divan,Bergstraße 8: Lesbenstammtisch

50000 BONN

60000

B e rl i n ,L i t e r at u r we rk s t at t

FRANKFURT 16-19.00 Lesbisch-Schwules Kulturhaus: Lesbenarchiv

80000 AUGSBURG 20.00 Frauenzentrum: JuLia und Julia, Gruppe für junge Lesben

00000 JENA 20.00 Cassablanca:Coming up - das schwul-lesbische Café

10000 BERLIN

21.00 Tanz Zentrum im Tal 16:Lesbian Dance Night für Standardfreundinnen 20.00 Philadelphia: Frauentag 21.00 Backstage:Candy Club:Soundtistaz 21.00 Carmens Lounge, Theklastraße 1: Ladylove-Frauenfest

17.00 Sonntags-Club:Cafétreff für Transgender-People 17.00 Lesbenberatung: Video-Time 19.00 RuT: Gruppe für Lesben mit Behinder-ungen/Einschränkungen 20.00 Literaturwerkstatt:„Kunst gelungen - Künstlerin tot“,Diskussionsveranstaltung

ULM

ROSTOCK

19.00 Frauentreff:Kneipenabend

90000 ERFURT 18-20.00 Mädchenzentrum Erfurt: Treffen der LesBi-Gruppe

18.00 Pro Familia: Treffen Transidentitas

KÖLN 13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 19.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Plenum 14.00-18.00 StudentInnenhaus:schwullesbischer Kaffeklatsch

60000 DARMSTADT 20.00 Frauenzentrum: Frauen- und Lesbenchor

FRANKFURT

ab 20.00 Warmbad (Phase 2):schwullesbischer Stammtisch

20.00 Lesbisch-Schwules Kulturhaus: Treffen homosexueller PolizistInnen 20.00 LIBS:Offene Gruppe für Lesben ab 40

SCHWERIN

KAISERSLAUTERN

20.00 Klub Einblick: Frauenabend

20000 HAMBURG 16-20.00 JungLesbenZentrum, Glashüttenstraße 2:Offener Treff 18.00 Haus 3: Frauen/Lesbencafé 18.30 Café endlich:Lesben über 40 (offene Gruppe) 20.00 Haus 3: Die unheimlichen Dichterinnen - Eine abendliche Auszeit mit Lyrik von Mechthild Kehrl,Saza Schröder und Anja Reimers

K IEL 19.00 Regenbogen-Sportgruppe, wechselnde Orte und Veranstaltungen - Infos im HAKI-Zentrum 0431-17090

LÜBECK 20.00 Café Affenbrot:Lesbenstammtisch ab 40

30000 GÖTTINGEN 20.00 Café Kaballe: Frauenlesbenkneipe

HANNOVER 17.00 Knackpunkt: "Du bist nicht allein! L(i)ebe was Du fühlst!" Coming-outAbend vom Knackpunkt und dem Dr.Sommer Team der „Bravo“

WOLFSBURG 20.00 Rosa Wolf:Offener Vereinsabend

40000 BOCHUM 18.30 Dreifach-Halle an der GrafEngelbert-Schule: Frauen-Ballsport (Basketball/Fußball) 20.00 Rosa Strippe:Spieleabend

BORKEN 20.00 Old Paddy:Lesbenstammtisch

DORSTEN 20.00 Haifischbar:Schwullesbischer Stammtisch

DORTMUND 20.00 Vielfalt e.V.:Les(s)Kilos (Abnehmgruppe) 20.00 Schibsel: Lesbische Mütter

DUISBURG 19.30 Café Berlin an der Bleek 4042/Duisburg-Zentrum:LiDu Lesben in Duisburg 19.30 Café Berlin an der Bleek 40-42: Treffen der LiDu,Lesben in Duisburg

DÜSSELDORF 20.00 FrauenbücherZimmer: Treffen der

46

20.00 Aidshilfe:S/M-Gruppe 20.00 Zentrum:Lesbenabend

Berlin, Buchladen Eisenherz

KOBLENZ

MÜNCHEN

MÜNCHEN

M I T T WO C H , 7 .

GELSENKIRCHEN

20.00 Take off: Frauentag

WIESBADEN 19.30 „Phaistos“:WILMA - Vereinigung engangierter lesbischer Fach- und Führungskräfte, sowie Selbständiger

70000 STUTTGART 19.30 Weißenburg:Lesbenchor Stuttgart

80000 AUGSBURG 17-19.00 Frauenzentrum: Frauenbibliothek Avalon geöffnet

MÜNCHEN 19.30 Pasinger Fabrik:Stammtisch für Lesben ab 35 20.00 Frauenkneipe daneben: Kneipenabend

90000 PASSAU 20.00 Lesben-/Schwulenzentrum:Offener Lesbentreff

00000 D RESDEN 17.00 CheLSI: Transsexuellen Geprächskreis 19-22.00 Frauenzentrum: Telefonberatung für Lesben (0351-8041470) 19.00 Oosteinde:Bunte-Leute-Abend

LEIPZIG 19.00 Frauenkultur:Kinder auf dem Strich, Vortrag und Diskussion mit Cathrin Schauer

10000 BERLIN 17-19.00 Lesbenberatung: JunglesbenTreff 18-20.00 Schokocafé:Ladiestauschtraum Der Tauschring für Frauen - Information im Schoko-Café 19.00 Die 2:Spieleabend 19.30 MILES:Schwul-lesbische Internationale 20.30 Eisenherz Buchladen: Doppelpremiere:Erste Lesung im neuen Laden und erste Lesung von Karen-Susan Fessel aus ihrem neuen Roman "Unter meinen Händen" 21.00 Radio Knackpunkt - Das schwul/les bische Magazin:offene Redaktionssitzung

GREIFSWALD 19-22.00 St. Spiritus:Offener Treff für schwule und lesbische Jugendliche

20000 B REMEN 20.00 Flic Flac:Stammtisch für Landlesben

HAMBURG 19.30 DENKtRÄUME:„Die 68erinnen“ das Buch zur Bewegung, Lesung und Diskussion mit Frigga Haug, Helke Sander und Ute Kätzel 20.30 MHC:Offener Stammtisch für Lesben 20.30 Willi’s For you: Treffen BLSJRegionalgruppe Hamburg 22.00 Kir, Max Brauer Allee),Classics und Charts

KIEL 20.00 Sponti Hansa,Hansastr. 48: Stammtisch von Conjungo

OLDENBURG 20.00 Alhambra: FrauenLesbenStandardtanz

UELZEN 20.00 Pro Familia:Schwul-lesbische Gruppe

30000 HANNOVER 17.45-19.30 Xana: Junglesbengruppe (15+) 20.00 FireBar: FrauenLounge

PADERBORN 20.30 Globetrotter:Stammtisch

40000 BOCHUM 21.00 Stargate: Women for Women

D ORTMUND 20.00 Schibsel e.V.:Offene Lesbengruppe

D ÜSSELDORF 17.00 FrauenBücherZimmer: Literaturgruppe für Frauen

lespress ❘ april 2004


18.30 Frauenberatungsstelle: Selbsthilfegruppe sexualisierte Gewalt 20.00 Aids-Hilfe:SM-Gruppe 20.00 Frauenberatungsstelle::Gruppe für Lesben ab 40

D O N N E R S TAG, 8 .

DÜSSELDORF

ESSEN

ESSEN

20.00 Quarterback: Frauentreff

21.00 Roxy-Club:Leather-Queer-Party

MÖNCHENGLADBACH

GELDERN

19.00 Lila Distel:Offener Lesbentreff

20.00 Zum Schwarzbrenner: Schwullesbischer Stammtisch

MÜHLHEIM

GELSENKIRCHEN

ab 19.00 AZ: feministische A-Kneipe für Lesben und Schwule

16-20.00 Jugendzentrum The Point: young connections DIELesBiSchwule Jugendgruppe

MÜNSTER

MÜLHEIM/RUHR 18.00 Ringlokschuppen:LILLES, lesbische Jugendgruppe für Mädchen von 1525 B e rl i n ,S o n n t a g s cl u b

OSNABRÜCK 20.00 Lagerhalle:Arbeitskreis Gleichberechtigung für Lesben und Schwule (Kontakt per Fax:0541-3387450)

RECKLINGHAUSEN

00000 CHEMNITZ

19.30 Altstadtschmiede:GAYneration 21.30 Station:offener Stammtisch

18.00 CheLSi e.V.: Lesbengesprächskreis

O SNABRÜCK

20.00 Frauenzentrum: Frauenstammtisch

20.30-22.00 Ev. Familienbildungsstätte Osnabrück: Tanzbeine - Schwul/lesbischer Tanzkurs

21.00 Begegnung: Frauen/Lesbentreff

50000

DRESDEN GERA GÖRLITZ 20.00 Schwarze Kunst:SchwubsStammtisch

AACHEN

HALLE

20.00 Café Bhglich:Lesbentreffen

ab 17.00 BBZ Lebensart:Lesbenabend

B ONN

LEIPZIG

17.00 Zentrum:Hotpänz Youngcare bis 18 Jahre 20.00 Zentrum: HotpänzCafé bis 27 Jahre

18.00 Aids-Hilfe: Junglesbengruppe 19.30 BuchladenTIAN:Lesbengruppe Buntes Archiv

KÖLN 13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 17-22.00 anyway:offener Treff für junge Lesben und deren Freudinnen 19.00 Gezeiten:Stammtisch lesbischer Mütter 19.30 Stollwerck:Stammt. Lesben ab 40 20.00-22.00 Centrum Schwule Geschichte (VogelsangerStr. 61):die lglf-Bibliothek (ehemals SCHULZ-Bibliothek) ist geöffnet 20.00 Gezeiten:Stammtisch der Regenbogenliste 21.00 Mathiasstraße 4-6:Blue Lounge 22.00 Neuschwanstein:Pink Triangle Oster-Special

LINZ

10000 BERLIN 17-19.00 Lesbenberatung:Offener Treff für Lesben 19.00 Die 2: Feierabend Party 19.00 LSVD:offene Vorstandssitzung (Teilnahme nach telefonischer Vereinbarung)

GREIFSWALD 17-20.00 St. Spiritus:Treffpunkt/Gruppe/Bibliothek

ROSTOCK 15.00 LENA e.V.: „Café Klatsch“

20000

20.00 Café Fritz:Die Insel

BREMEN

MAINZ

18-20.00 Gewitterziegen:Mädchen,die sich in Mädchen verlieben (ab 16 Jahren)

11-19.00 Prometheus:Giorno di Donne

HAMBURG

60000 F RANKFURT 17-20.30 Lesbisch-schwules Kulturhaus: Lesbenarchiv

SAABRÜCKEN 17-19.00 Alte Bierstube:Schwul-lesbische Jugendgruppe „Andersrum“

MANNHEIM 21.00 T 6: Frauendisco-gemischt Petit Paris Frauentreff

ST. INGBERT

19.00 Feelgood:Lesbisch-Schwule Freizeitgruppe 19.00 Frauencafé endlich:Frauenpolitische Runde, Heute:CSD- und EuroPride Vorbereitung 20.00 Café Uhrlaub, Lange Reihe 63: Stammtisch aller englischsprechenden Lesben und Schwulen:Anfänger, Fortgeschrittene, Natives. Die Hauptsache ist der Spaß an der Sprache“

KIEL

20.00 Castro: Frauenstammtisch

19.00 Ca Va,Holtenauerstraße 107: Frauen-Lesben-Stammtisch

WORMS

LÜBECK

20.00 Frauencafé: Lesbenstammtisch

70000 KARLSRUHE 19.00 Ralph’s Bistro:Lila Laune Bar Lesbenabend

KONSTANZ 21.00 belladonna: Frauenbar mit Motrorradfrauen-Stammtisch

80000

19.00 Frauencafé:Literaturgruppe

OLDENBURG 19.30 Kontakt über e-mail:bf_stammtisch@gmx.net:Butch-Femme-Stammtisch OL/HB 20.00 Hempels: Lesbenkneipe

30000 G IEßEN

AUGSBURG

21.00 Einstein:schwul-lesbischer Stammtisch

18-20.00 Frauenzentrum: geöffnet

MARBURG

E RDING

21.00 PSI-Club:Gay House Lounge

Abseits Schwullesbischer Stammtisch (Info Ulrike 08752/9127)

PADERBORN

MÜNCHEN

18.00 ESG:Schwul-lesbische Jugendgruppe

19.00 Radio Lora (UKW 92,4, Kabel 96,75

90000 BAMBERG 20.00 Rainbow: Frauenstammtisch

lespress ❘ april 2004

F R E I TAG, 9 .

20-23.00 Frauenberatungsstelle, Frauencafé:es wird gekocht (Info unter 0211-354807)

40000 DORTMUND 15-17.30 Mütterzentrum,Hospitalstrasse 6:Lesbische Mütter

19.30-21.30 FrauenLesbenChor - „Immer wieder anders“ weitere Infos unter:02511619983 21.00 Freiherr-v.-Stein-Gymnasium: Cheerleading für Lesben

B e rl i n ,S u b t e r r a :„ E i e rt a n z “

OBERHAUSEN 19.00 Druckluft,am Förderturm: Frauenkneipe

OLDENBURG 18-20.00 Autonomes Referat für Lesben und andere Frauen,Uni Oldenburg, Alte Münze 12: Treff 20.00 Ev. Familienbildungsstätte Osnabrück: FrauenLesbenChor TAKTLOS

50000 AACHEN 19.30 Frauenkultur:Offenes Plenum 20.00 Frauenkultur: Treffen für Lesben ab 35

00000 DESSAU 19.00 Die Brücke:Quasselabend

DRESDEN 19.00 Frauenzentrum: Frauenkneipe

HALLE 16.00 Junglesbentreff

JENA 20.00 Cassablanca:Que(e)rdance - die schwul-lesbische Disco

LEIPZIG 22.00 RosaLinde:„Sister Act“ Lesbendisco

BONN

LÖBAU

20.00 Zentrum.: KultZ! Große Show

16-20.00 Jugendgruppe GAYsellig 20.00 Barabend

KÖLN 13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 18.00 AIDS-Hilfe:Gruppe Frauen mit HIV und AIDS StudentInnenhaus 21.00 Mathiasstraße 4-6:Blue Lounge

MAINZ 18.30 Frauenzentrum: Junglesbengruppe 20.00 Frauenzentrum:Lesbengruppe

60000 BENSHEIM 19.30 Prisma: Junge Schwulen- und Lesbengruppe Bergstraße/Odenwald

F RANKFURT 13-16.00 LIPS:Gruppe für lesbische Mädchen und junge Frauen zwischen 13 und 26 Jahren 18.00 Deutsch-Iranische Frauenberatungsstelle: NAHAL - eine Gruppe lesbischer Migrantinnen 20.00 Cafe Exzess: FrauenLesbenKneipenAbend

MANNHEIM 18-20.00 Forum der Jugend:angeleitete Junglesbengruppe (Infos unter 06213362110) 21.00 T 6:Gay & lesbian Single-Party

S AABRÜCKEN 20.00 Aquarius Night-Café:les-dames: Der Abend für Ladies,Girls and Friends

WIESBADEN 19.00 Mo’Betta:Gay Pride Night

70000 STUTTGART 20.00 EKIZ,Generationenhaus West: Fortissima- Gemischter Frauenchor

80000 AUGSBURG 18-20.00 Frauenzentrum: Frauenbibliothek Avalon geöffnet

MÜNCHEN 18-22.30 Ragazza:Offener Treff für lesbische-und alle, für die dieses Thema „Thema“ ist - junge Frauen bis (ca.) 25 Jahre! 19.00 Rothmund:Lesbenstammtisch Innenstadt 21.00 Fortuna:Saray - Oriental Night für Lesben und Schwule 22.00 The Kitchen,Blumenstraße 28:our munich*gay.kitchen

10000 BERLIN 20.00 Blu:Ladies Night 20.00 FRIEDA:Offener Lesbenabend 22.00 SchwuZ:Subterra,die lesbischwule Party, Motto:„Eiertanz“ (DJs Lulu & denite) 22.00 Die 2:Oster Disco

20000 BREMEN 22.00 ZAKK:Kraß im ZAKK,lesbischschwule Bar

HAMBURG 22.00 Frauenkneipe: Tanzparty

KIEL 19.00 HAKI: JuHu - schwul-lesbische Jugengruppe

LÜBECK 20.00 Frauencafé: Frauenkneipe

LÜNEBURG 22.00 Vamos: Woman-Dance/Schwulenund Lesbenparty

30000 FULDA 21.00 Vibe!:Gay Vibe!

HANNOVER 17.00 Knackpunkt Frauentag: Newcomermeeting der Mixed Pickles 18.00 Villa Anna:Mixed Pickles:lesbischschwule Jugendgruppe bis 25 - Newcomer Meeting

HILDESHEIM 22.00 Vier Linden: FrauenLesbenParty

40000 BOCHUM 16-20.00 Rosa Strippe:Café für junge Lesben und Schwule bis 26 22.00 Zwischenfall:Our Darkness

DORTMUND 18.30 KCR:Mosquitos - die schwullesbische Jugendgruppe 19.30 Schibsel e.V.: Gruppe für Lesben ab 40

ESSEN 19.00 FliP:Offener Lesbentreff 22.00 Broadway: Schwubile Sound Café: Queer House

MÖNCHENGLADBACH 19.30 Lila Distel: Treffen Leslie e.V. Gruppe lesbische Mütter

MÜNSTER

20.00 Café Leipzig: Junglesbentreff

47


termine S A M S TAG, 1 0 .

lesbian and friends)

TRIER

S O N N TAG, 1 1 .

22.00 kl. Saal der Tuchfabrik:„Göttin tanzt im Famfatal“. Die Frauen/Lesbendisco in Trier

60000 FRANKFURT 20.30 Lesbischschwules Kulturhaus: Standard-Tanzparty für Lesben und Schwule

LUDWIGSHAFEN 20.00 Frauencafé:Lesbentreffen

MANNHEIM 21.00 T 6: Party speziell für „Sie“

SAABRÜCKEN 20.30 Freiherr-v.-Stein-Gymnasium: Tanzen für Lesben und Schwule

H a m b u rg ,P u rpura Club

OSNABRÜCK 20-22.00 Mädchenzentrum,Süsterstraße 21:„Die Annas Lesbengruppe für Mädchen/Frauen bis 25

WESEL 21.30 Kulturhaus Wesel:Abigayles

WUPPERTAL 21.00 Urania:Kneipe mit Billard, Kicker, Dart und netten Frauen und Kicker

50000 KOBLENZ 20.00 Notruf:Lesbentreff

KÖLN 20.00 Theater in der Filmdose:„Das Heidi auf dem Gipfel der Lust“ 21.00 Blue Lounge:Spiritual Night - heute kein Tanz,sondern Chillen in (b)sinnlicher Atmosphäre

LEVERKUSEN 20.00 AWO:Lesbentreff

MAINZ 22.00 KulturCafé Campus Uni,Becherweg 5: Warm ins Wochenende - die schwul-lesbische Fete

00000 DRESDEN 21.00 Riesa efau:Lesbendisco 22.00 Tonne:Sunny Vibes 21.00 Sappho: girls-night-club Atelier Changeable lädt zur Party

10000

ASCHAFFENBURG 20.00 Frauenzentum:Lesbentreff Volle Kanne

DARMSTADT 20.00 FrauenKulturZentrum: Frauenkneipe

MANNHEIM 21.00 JuZ,Käthe-Kollwitzstr. 2-4: FrauenLesbenDisco

21.00 Alhambra:Lesbendisco

30000 BIELEFELD 20.00 Magnus:Lesbenstammtisch

HANNOVER 10.00:Lesbenzentrum:Lesben ab 40

KASSEL 22.00 Rainbow:Disco schwul-lesbisch

MARBURG WETZLAR

40000 BOCHUM 22.00 Bahnhof Langendreer: Frauenschwoof

DORTMUND 22.00 Tanzcafé Hösels:„Prima Liebe Party „

KONSTANZ

OSNABRÜCK

LUDWIGSBURG STUTTGART 20.15-21.45: Wagenburggymnasium: Frauen-Volleyball-Training

80000 AUGSBURG 20.30 Frauenzentrum: Freitagslesbenkneipe

BIBERACH 19.00 BUND, Bismarckstr. 5: Lesbengruppe

KEMPTEN 20.00 Philiadelphia: Frauenabend

ULM 19.00 Frauentreff:Kneipenabend

90000 ERFURT 18-20.00 Mädchenzentrum Erfurt: Treffen der LesBi-Gruppe

48

21.00 belladonna: Frauenbar

STUTTGART

10000 BERLIN

22.00 Qupi: Castro-Station Gay Night

80000 MÜNCHEN 23.00 Club Fortuna:Ladies Night

90000 NÜRNBERG 15.00 Fliederlich:Elterngruppe - Treff von Eltern schwuler Söhne und lesbischer Töchter Lesben-Selbsthilfegruppe

20000 18-20.00 Frauenstadthaus: Plenum der offenen Safia-Gruppe

HAMBURG 18-22.00 MHC: Tanztee

WISMAR 15.00 SchuLZ: Vereinscafé

40000 B EDBURG-H AU 19.00 Haus Berkhöfel:Lesbenstammtisch

M ÜNSTER 15.30-18.30 LIVAS: Tanztee 20.15: Cinema:Lesbenfilm

20.00 Planet: Lesbenstammtisch

20.00 Frauencafé:Offener Lesbentreff

20.00 Demokratisches Zentrum: Frauendisco

KONSTANZ

auf Nachfrage (0351-8302369):Eltern und Angehörige

B REMEN

20.00 Havanna: Frauen/Lesbenkneipe

21.00 belladonna: Frauenbar

KARLSRUHE 22.00 Cafe Schwarzwaldstr. 79: Frauenfest

00000 D RESDEN

21.00 MHC: Women’s NightLife 22.00 Purpura Club:amantes purpur ( DJ Hildegard)

20000

18.30 Mügelsberghalle: FrauenvolleyballGruppe „Die Pippis“ (Kontakt:0681376644) 20.30 Café Kostbar:Lesbenstammtisch 21.00 Sappho Tanzcafe:Ladies only im Sappho SB

KARLSRUHE

70000

HAMBURG

22.00 Schokocafé: Schoko-Disco 22.00 EWA:Disco 22.00 SO 36:Oster special-Party 22.00 Die 2:Oster Disco 22.00 Blue:Diamonds and Pearls, female saturday - Bunnyparty 22.30 Tanzschule bebop:Disco 30 up 23.00 Bar jeder Vernunft,Nachtkantine: Dicke Bühnensuppe mit Popette Betancor & Gästen

SAARBRÜCKEN

70000

B e rl i n ,S t a d t f ü h ru n g

WIESBADEN 22.00 Kleiner Tattersaal: FrauenLesbenDisco

12.30 Treffpunkt:Innenhof Schokofabrik in Kreuzberg:Stadtspaziergang von movin´ queer 16.00 Treffpunkt:Märkisches Museum, Am Köllnischen Park:Ab durch die Mitte - Historische Stadtführung nach Charlotte von Mahlsdorf 18.00 Rad und Tat:„Aber bitte mit Sahne ...!“ Kaffeetrinken für ältere frauenliebende Frauen 20.00 Offener Kanal:Queer City On Air 18-2.00: SO 36,Café Fatal: 18-19.00 Uhr kostenloser Tanzkurs; 21.30 VarietéProgrammPOTSDAM 20.00 HIP:Disco Feeling-Rosa

BERLIN

OLDENBURG

60000

21.00 Sappho Tanzcafe:Ladies only im Sappho SB

??:Café Wintergarten,Lohstraße 22: Regenbogenparty (Info:www.cafe-wintergarten.de oder 0541-24440)

WUPPERTAL 22.00 Urania:Schwoof

50000 BONN 21.00 Café Z.:Lesbenfete Impuls

KÖLN 14.00 Vor dem Römisch-GermanischenMuseum,Roncalliplatz: Touristin in der eigenen Stadt - Einstiegsrundgang auch für Nicht-KölnerInnen 17.30 Jeremia-Haus:MCC Gottesdienst (nicht nur für Lesben und Schwule) 19.30 Gezeiten:„Lesbenaktiv“ (+-35) die Freizeitgruppe der besonderen Art für Aktivitäten in und außerhalb der Szene (email:lesbenaktiv@gmx.net) 20.00 Theater in der Filmdose:„Das Heidi auf dem Gipfel der Lust“ 21.00 Stollwerck: Heart-Beat-Party für Frauen ab 40 21.00 Blue Lounge:HappyOstern SupamixParty 23.00 Kölner Filmhaus:„bodycheck“ (gay,

50000 B ERG. G LADBACH 16.00 Café Centrale:Berg. Gladbacher Schwulen- und Lesbengruppe

B ONN 19.00 Radio Bonn/Rhein-Sieg:Radio Bunte Welle Gay/LesBian 15.30:Zentrum: Treff für ältere Lesben

KÖLN 16.00 Seitenwechsel:Gay Tea Dance (mixed) 20.00-22.00 Centrum Schwule Geschichte (VogelsangerStr. 61):die lglf-Bibliothek (ehemals SCHULZ-Bibliothek) ist geöffnet 21.00 Blue Lounge:HappyOstern SupamixParty

WITTEN 16.00 Haus Rauendahl,Rauendahlstr. 128, Witten Bommern: Spazierengehen 18.00 Haus Rauendahl,Rauendahlstr. 128, Witten Bommern:Lesben-Stammtisch

60000 F RANKFURT 19.30 Living:Dinner and Dance 21.00 Blue Angel:„best“ Female Party in town

SAARBRÜCKEN 15.00 Aquarius Coffeelounge

80000 MÜNCHEN 19.00 St. Stephan,M.-Neuperlach Zentrum:Katholischer Gottesdienst für Schwule, Lesben und ihre Freundinnen

lespress ❘ april 2004


und Freunde

M O N TAG, 1 2 .

60000

D I E N S TAG, 1 3 .

FRANKFURT

90000

16-19.00 Lesbisch-Schwules Kulturhaus: Lesbenarchiv

WEIMAR 15-24.00 Aidshilfe:Lesbentreff

HEIDELBERG 20.00 Frauencafé: Treffen der Regionalgruppe der feministischen Partei DIEFRAUEN

80000 AUGSBURG 18-20.00 Frauenzentrum: Frauenbibliothek

80000 MÜNCHEN 21.00 Tanz Zentrum im Tal 16:Lesbian Dance Night für Standardfreundinnen 19.30 iaf Zentrum:Leschiak-Gruppe

B e rl i n ,R ab e n b a r

10000

10000

BERLIN

BERLIN

12.00 LSVD:Selbsthilfegruppe erwerbsloser Lesben 18.00 Sonntags-Club:Offener Cafétreff der lesbisch-schwulen Jugendgruppe 19.00 MILES:anders Deutsch lernen - für schwule Migranten und lesbische Migrantinnen 22.30 Kino International:MonGay

17.00 Sonntags-Club:Cafétreff für Transgender-People

GREIFSWALD 18-20.00 St. Spiritus:AIDS-Beratung

S TRALSUND 19.30 Speichercafé am Katharinenberg: Offene Gruppe für lesbische und bisexuel le Frauen und Mädchen

20000 BREMEN 19.30 Rat und Tat:offene Lesbengruppe

KIEL 16.00 Café Komm,Max-Eydt-Straße:Café des schwul-lesbischen Unihochschulforums „coniungo“

30000 BIELEFELD 20.00 Arbeiterjugendzentrum: Frauenkneipe

40000 BOTTROP 17-20.00 Frauenzentrum:Lesbentelefon und Café

DORTMUND 17-19.00 KCR:Impossible Daughters,ein Coming-Out Projekt für Frauen und Mädchen 17.15:Initiative Frauen und AIDS: Treffen und Telefonberatung (0231-1655054) 20.00 Schibsel e.V.: Offene Lesbengruppe

DÜSSELDORF 18.30 FrauenBücherZimmer: KünstlerinnengesprächErfahrungsaustausch 18.30 Frauenberatungsstelle: Selbsthilfegruppe sexualisierte Gewalt

DUISBURG 19.00 Steinbruch: Women on Wheels

MARL 16-18.00 Frauenberatungsstelle:Offener Treff für junge Lesben (bis 21. J.)

WUPPERTAL 20.00 AutonomesZentrum:Lesbenkneipe

FRANKFURT/ODER 18.00 Haus der Begegnung: Vereinsabend „Our Way“

ROSTOCK ab 20.00 Warmbad (Phase 2):schwul-lesbischer Stammtisch

20000 BREMEN 20-22.00 Kaffeehaus:Lesbische Mütter und Lesben mit Kindern

CUXHAVEN/OTTERNDORF 20.00 Lesben treffen Lesben - Infos bei Frauen helfen Frauen 04751/3920

HAMBURG 16-20.00 JungLesbenZentrum, Glashüttenstraße 2:Offener Treff 18.00 Haus 3: Frauen/Lesbencafé

KIEL 19.00 Regenbogen-Sportgruppe, wechselnde Orte und Veranstaltungen - Infos im HAKI-Zentrum 0431-17090

LÜBECK 20.00 Café Affenbrot:Lesbenstammtisch ab 40

OLDENBURG 20.00 Hempels:Gruppe für Transsexuelle & Transvestiten

30000 GÖTTINGEN 20.00 Café Kaballe: Frauenlesbenkneipe 20.00 Freie Altenarbeit,Am Goldgraben 14:Karen-Susan Fessel liest aus "Unter meinen Händen"

WOLFSBURG 20.00 Rosa Wolf:Offener Vereinsabend

40000 BOCHUM 18.30 Dreifach-Halle an der GrafEngelbert-Schule: Frauen-Ballsport (Basketball/Fußball) 19.30 Lokal „Zu den vier Winden“: Poison Ivy

DORSTEN 20.00 Haifischbar:Schwullesbischer Stammtisch

DORTMUND

BONN

20.00 Vielfalt e.V.:Les(s)Kilos (Abnehmgruppe) 20.00 KCR:Café Wunderbar 20.00 Schibsel:Lesbische Mütter

19.05: Radio Bunte Welle UKW 91,2 19.30-22.00 Zentrum: gemischter offener Chor

16-20.00 Jugendzentrum The Point: Coming-Out Café

50000

lespress ❘ april 2004

Göttingen: K. S. Fessel

GELSENKIRCHEN

KÖLN

HÖXTER

13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 19.30 Rubikon-Beratungszentrum, Rubensstrasse 8-10): Treffen der Golden Girls (Lesben ab 55) 19.30 Brennerei Weiß: Treffen der schwulen,lesbischen und transgender MitarbeiterInnen von Ford (Kontakt: info@fordglobe.de) 20.00 Brennerei Weiß: Treffen der Regionalgruppe NRW des Bundes lesbischer und schwuler JournalistInnen

20.00 Petri-Klause:Schwullesbischer Stammtisch

MÜLHEIM 21.00 Ringlokschuppen:Lesbisch-schwuler Stammtisch

MÜNSTER 20.00 LIVAS: Frauenthekenabend

OSNABRÜCK 20.00 Divan,Bergstraße 8: Lesbenstammtisch

WUPPERTAL 17-19.00 Treffpunkt für Alleinerziehende: Treff lesbischer Mütter und Co-Mütter

49 ➨


termine 50000

M I T T WO C H , 1 4 .

BAD KREUZNACH

20.00 Aidshilfe:S/M-Gruppe 20.00 Zentrum:Lesben-Come-In-Tisch

KOBLENZ 18.30 Pro Familia: Treffen Transidentitas

GELDERN

KÖLN

60000 20.00 Take off: Frauentag

70000 STUTTGART 19.30 Weißenburg:Lesbenchor Stuttgart

80000 AUGSBURG 17-19.00 Frauenzentrum: Frauenbibliothek Avalon geöffnet

MÜNCHEN 20.00 Frauenkneipe daneben: Kneipenabend

90000 NEUSTADT BEI COBURG 19.00 Goldene Au:Lesbenstammtisch ÜRNBERG

19.30 Fliederlich: Youngles Gruppe für lesbische und bisexuelle Frauen

WEIMAR 20.00 Aids-Hilfe:Lesbenc

20.00 Zum Schwarzbrenner: Schwullesbischer Stammtisch

GELSENKIRCHEN 16-20.00 Jugendzentrum The Point: young connections DIELesBiSchwule Jugendgruppe

MOERS Köln, Blue Lounge

00000 CHEMNITZ 17.00 Agnes: Transsexuellen-Gesprächskreis

DRESDEN 19-22.00 Frauenzentrum: Telefonberatung für Lesben (0351-8041470) 19.00 Oosteinde: Bunte-Leute-Abend

GÖRLITZ 19.00 Jugendkulturzentrum „BASTA!“: Lesbengruppe GörLs - Görlitzer Lesben

19.00 Frauenberatung:Lesbentreff 18.00 Ringlokschuppen:LILLES, lesbische Jugendgruppe für Mädchen von 1525

MÜNSTER 21.00 Frauenraum: Treff lesbischer Mütter

RECKLINGHAUSEN 19.30 Altstadtschmiede:GAYneration 21.30 Station:offener Stammtisch

OSNABRÜCK 20.30-22.00 Ev. Familienbildungsstätte Osnabrück: Tanzbeine - Schwul/lesbischer Tanzkurs

50000 BONN

17.00 Dornrosa: Frauenpolitischer Runder Tisch der Stadt Halle

17.00 Zentrum:Hotpänz Youngcare bis 18 Jahre 18.00 Zentrum: Hotpänz: Filmabend 20.00 Zentrum: HotpänzCafé bis 27 Jahre

10000 BERLIN 17-19.00 Lesbenberatung: Junglesben-Treff 18-20.00 Schokocafé: Ladiestauschtraum - Der Tauschring für Frauen - Information im Schoko-Café 18.00 LSVD:Bi-Nats-Gruppe 19.00 Die 2:After Work Party

GREIFSWALD

20000 HAMBURG 18.30 Öffentliches Redaktionstreffen von Radio FunDyke 19.00 Frauencafé endlich: Weinprobe mit der Weinfachfrau Marika Valetas. Bitte vorher anmelden: 040 35 16 16 20.00 MHC: Taktlos - Tanzkreis für Lesben mit Tanzerfahrung 22.00 Kir, Max Brauer Allee), Classics und Charts

KIEL 20.00 Sponti Hansa, Hansastr. 48: Stammtisch von Conjungo

LÜNEBURG 20.00 „September-Kneipe“: Schwulen- und Lesbenstammtisch

OLDENBURG 20.00 Alhambra: FrauenLesben-Standardtanz

UELZEN 20.00 Pro Familia: Schwul-lesbische Gruppe

30000 HANNOVER 17.45-19.30 Xana: Junglesbengruppe (15+)

KASSEL 20.00 Kulturzentrum Schlachthof: Karen-Susan Fessel liest aus "Unter meinen Händen" 20.00 FireBar: FrauenLounge

PADERBORN 20.30 Globetrotter: Stammtisch

40000 BOCHUM 21.00 Stargate: Women for Women

B e rl i n ,S o n n t a g s cl u b

MÜLHEIM/RUHR

HALLE

19-22.00 St. Spiritus: Offener Treff für schwule und lesbische Jugendliche

50

D O N N E R S TAG, 1 5 .

17.00 FrauenBücherZimmer: Literaturgruppe für Frauen 18.30 Frauenberatungsstelle: Selbsthilfegruppe sexualisierte Gewalt 20-22.30 Frauenberatungsstelle:Gruppe für Lesben um 40 und älter

BONN

KAISERSLAUTERN

20.00 Schibsel e.V.:Offene Lesbengruppe

DÜSSELDORF

20.00 Frauentreff: Treff für lesbische Frauen

13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 14-18.00 StudentInnenhaus:schwullesbischer Kaffeeklatsch 19.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln: Plenum 20.00 Gezeiten:Bi-FrauentreffStammtisch: Wenn du dich gerne über deine Bi-Sexualität austauschen möchtest, ohne sofort in eine Schublade gesteckt zu werden,bist du bei uns herzlich willkommen.

DORTMUND

KÖLN 13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 17.00 anyway: Frauenabend 19.30 Stollwerck: Stammtisch Lesben ab 40 20.00 Frauentanzschule Köln: Tango Argentino-Abend 20.00-22.00 Centrum Schwule Geschichte (VogelsangerStr. 61): die lglf-Bibliothek (ehemals SCHULZBibliothek) ist geöffnet 21.00 Mathiasstraße 4-6: Blue Lounge 22.00 Neuschwanstein: Pink Triangle Erdbeernacht

MAINZ 11-19.00 Prometheus: Giorno di Donne

60000 FRANKFURT

00000 C HEMNITZ 18.00 CheLSi e.V: Lesbengesprächskreis

DRESDEN 20.00 Frauenzentrum: Frauenstammtisch

GERA 21.00 Begegnung: Frauen/Lesbentreff

GÖRLITZ 20.00 Schwarze Kunst: Schwubs-Stammtisch

HALLE ab 17.00 BBZ Lebensart: Lesbenabend 21.00 Zoom: Frauendisco

LEIPZIG 19.30 BuchladenTIAN: Lesbengruppe Buntes Archiv

10000 B ERLIN 17-19.00 Lesbenberatung: Offener Treff fürLesben 19.00 LSVD: offene Vorstandssitzung (Teilnahme nach telefonischer Vereinbarung) 19.00 Die 2: Spieleabend 20.00 Schaubühne: "Impromptus“ -Voraufführung von Sasha Waltz 20.00 Columbiahalle: Rosenstolz-Herz-Tour

GREIFSWALD 17-20.00 St. Spiritus:Treffpunkt/Gruppe/Bibliothek

20000 B REMEN

17-20.30 Lesbisch-schwules Kulturhaus: Öffnungszeiten des Lesbenarchiv

18-20.00 Gewitterziegen:Mädchen,die sich in Mädchen verlieben (ab 16 Jahren) 21.00 Sielwallhaus:Kneipe schwullesbisch

MANNHEIM

HAMBURG

21.00 T 6: Frauendisco-gemischt

18-20.00 KISS:„lesbisch,alt + Quietschfidel“ 18.00 Feelgood:Gay-Cops:Schwule und Lesben in der Polizei Hamburg 19.00 Feelgood: Les-bi-schwuler Motorrad-Stammtisch 20.00 Café Uhrlaub, Lange Reihe 63: Stammtisch aller englischsprechenden Lesben und Schwulen:Anfänger, Fortgeschrittene, Natives. Die Hauptsache ist der Spaß an der Sprache“

ST. INGBERT 20.00 Castro: Frauenstammtisch

70000 KARLSRUHE 19.00 Ralph’s Bistro: Lila Laune Bar - Lesbenabend

KONSTANZ

KIRCHHATTEN

21.00 belladonna: Frauenbar

19.30 Machatschkala: Frauenabend

SCHWÄBISCH HALL

19.00 Frauencafé:Literaturgruppe 19.30 Tipasa:Stammtisch für Lesben und Schwule

20.00 Frauenzentrum Feodora: Lesbenstammtisch

80000 AUGSBURG 18-20.00 Frauenzentrum: geöffnet

90000

L ÜBECK

OLDENBURG 20.00 Hempels:Lesbenkneipe

30000 G IEßEN 21.00 Einstein:schwul-lesbischer Stammtisch

NÜRNBERG

M ARBURG

17.00 FGZ: „Lesben sind überall“ Lesben-Selbsthilfegruppe

20.00 Buchhandlung "Roter Stern“: Karen-Susan Fessel liest aus "Unter mei nen Händen"

lespress ❘ april 2004


21.00 PSI-Club: Gay House Lounge

F R E I TAG, 1 6 .

PADERBORN

BOCHUM 16-20.00 Rosa Strippe:Café für junge Lesben und Schwule bis 26 20.00 Freibad, Clemensstraße:Stammtisch Bochumer Lehrerinnen

40000 DORTMUND 19.00 Café Blu,Rhurallee 69: offener Stammtisch von Vielfalt e.V. Soziokulturelles Lesbenzentrum

DORTMUND 18.30 KCR:Mosquitos - die schwullesbische Jugendgruppe 19.00 SVD:Gruppe schwuler und lesbischer Alkoholkranker 19.30 Schibsel e.V.:Gruppe für Lesben ab 40

DÜSSELDORF 20-23.00 Frauenberatungsstelle, Frauencafé:es wird gekocht (Info unter 0211-354807)

E SSEN

MÜNSTER

ESSEN 19.00 Flip:Offener Lesbentreff Oldenburg, Cine K

MÜNSTER

00000 DESSAU

20.30 Freiherr-v.-Stein-Gymnasium: Tanzen für Lesben und Schwule

19.00 Die Brücke: Filmabend

O BERHAUSEN

DRESDEN

21.00 Druckluft:Bang! - Die Nacht der Queerulanten

OBERHAUSEN

19.00 Frauenzentrum: Frauenkneipe

19.00 Druckluft,am Förderturm: Frauenkneipe

22.00 Aids-Hilfe: Frauendisco

18-20.00 Autonomes Referat für Lesben und andere Frauen,Uni Oldenburg, Alte Münze 12: Treff 20.00 Ev. Familienbildungsstätte Osnabrück: FrauenLesbenChor TAKTLOS

50000 B ONN 20.00 Café Z:. Offener Café-Abend

KÖLN 13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 18.30 AIDS-Hilfe: Frauenplenum 21.00 Mathiasstraße 4-6: Blue Lounge

LEIPZIG LÖBAU 16-20.00 Jugendgruppe GAYsellig 20.00 Barabend

10000 BERLIN 17.00 MILES:identX 17.00 Rad und Tat:„Claire Berolina“ (DDR 1987) ˆ Filmbiographie über Claire Waldof 20.00 Blu:Ladies Night 20.00 FRIEDA: Offener Lesbenabend 20.00 Schaubühne:"ImpromptusVoraufführung von Sasha Waltz 22.00 Die 2: Wunschdisco 23.00 SO 36:sub(s)tanz - schwullesbische Party

SANDFÖRDEAN

DER

B 109

21.00 Restaurant Krause:Disco Schwullesbisch

MAINZ 18.30 Frauenzentrum: Junglesbengruppe 20.00 Lesbengruppe

60000 B ENSHEIM 19.30 Prisma: Junge Schwulen- und Lesbengruppe Bergstraße/Odenwald

FRANKFURT 13-16.00 LIPS:Gruppe für lesbische Mädchen und junge Frauen zwischen 13 und 26 Jahren 20.00 Cafe Exzess: FrauenLesbenKneipenAbend

MANNHEIM 18-20.00 Forum der Jugend:angeleitete Junglesbengruppe (Infos unter 06213362110) 21.00 T 6: Gay & lesbian Single-Party

SAABRÜCKEN 20.00 Aquarius Night-Café:les-dames: Der Abend für Ladies,Girls and Friends

WIESBADEN

MÖNCHENGLADBACH 19.30. Lila Distel: Treffen Leslie e.V.

19.30-21.30 FrauenLesbenChor „Immer wieder anders“ weitere Infos unter:0251-1619983

OLDENBURG

21.00 Harlekin:Schwullesbische Disco

40000

18.00 ESG: Schwul-lesbische Jugendgruppe

20.00 Quarterback: Frauentreff 21.00 Freiherr-v.-Stein-Gymnasium: Cheerleading für Lesben

WETZLAR

20000 BREMEN 22.00 ZAKK:Kraß im ZAKK,lesbischschwule Bar

H AMBURG 21.00 Schilleroper:Benefizparty der Lesbisch Schwulen Filmtage 22.00 Frauenkneipe:emma c. goes Frauenkneipe

LÜBECK 20.00 Café Affenbrot:Stammtisch für alle 20.00 Frauencafé: Frauenkneipe

OLDENBURG

OSNABRÜCK 20-22.00 Mädchenzentrum,Süsterstraße 21:„Die Annas Lesbengruppe für Mädchen/Frauen bis 25

WUPPERTAL 21.00Urania:Kneipe mit Billard, Kicker, Dart und netten Frauen 22.00 LCB, Haus der Jugend, Geschw.Scholl-Platz:Die Party im Tal für alle

50000 DÜREN 19.30 KOM-Café:Schwullesbischer Stammtisch Les Autres

EUSKIRCHEN 19.00 Zum Frankengraben: Lesbenstammtisch

KOBLENZ 20.00 Notruf:Lesbentreff

KÖLN 20.00 Stollwerck:Sabine Wiegand „Kampfname Elsbeth“ 20.00 Theater in der Filmdose:„Das Heidi auf dem Gipfel der Lust“ 21.00 Mathiasstraße 4-6:Blue Lounge 22.00 Stollwerk: Women pleasure Party

60000 20.00 Frauenzentrum: Lesbentreff Volle Kanne

DESSAU 19.30 Integrationshaus „Die Brücke“: Offene Gruppe „homland“

F RANKFURT

18.00 Villa Anna:Mixed Pickles:lesbischschwule Jugendgruppe bis 25

KASSEL

MANNHEIM

21.00 Frauenzentrum: Frauendisco

21.00 Juz: Frauen-Lesbenparty (bis 22.00

30000 F ULDA 21.00 Vibe!:Gay Vibe!

HANNOVER

kostenloser Salzakurs) 21.00 M & S Connexion: Friday Night Fever für Schwule und Lesben

SAARBRÜCKEN 18.30 Mügelsberghalle: Frauenvolleyball-Gruppe „Die Pippis“ (Kontakt:0681-376644) 20.30 Café Kostbar: Lesbenstammtisch 21.00 Sappho Tanzcafe: Lesbian,Gays and Friends im Sappho SB

70000 FREIBURG 21.00 Jazzhaus Freiburg: SisterZone -Frauen-Lesben-Party

KARLSRUHE

ASCHAFFENBURG

18.00 Café Schopenhauer:Vernissage zur Fotoausstellung „Spieglein,Spieglein an der Wand, wie sieht´ne Lesbe aus in die sem Land?“ 19.30 Brotfabrik: Ten on Tons - REVUE 2004:"Frankfurter Müll-Grooves meet SALSA",special geusts: Christiane Sattler (Salsa-Keyboard) Suny Saint-Ives aus Kuba (voc) Bandleitung:Anne Breick (aye bee groove)

20.00 Frauenprojektehaus:Lesben ab 40 21.00 Cine K:„Out im Kino“ - Lesung mit Filmbeispielen

München, Frauenfest

19.00 Mo’Betta: Gay Pride Night

20.00 Frauencafé: Offener Lesbentreff

KONSTANZ 21.00 belladonna: Frauenbar

STUTTGART 20.15-21.45 Wagenburggymnasium: Frauen-Volleyball-Training

80000 AUGSBURG 20.30 Frauenzentrum: Freitagslesbenkneipe

BIBERACH 19.00 BUND, Bismarckstr. 5: Lesbengruppe

KEMPTEN 20.00 Philiadelphia: Frauenabend

MÜNCHEN

18-20.00 Frauenzentrum: Frauenbibliothek Avalon geöffnet

18.30 Letra:„Junge Energie und späte Hitze“ - Offene Gruppe für Lesben um die 50 und älter 19.30 Gemeindezentrum "St. Stephan" Neuperlach-Zentrum:Abenteuer Gott, Mehr erfahren über den christlichen Glauben für Schwule und Lesben,7. Abend:Kirche:Gemeinschaft der Fehlbaren - Gemeinschaft gegen die Angst? Referent Norbert Reck 22.00 Barcode: Frauenfest "AMAZONAS",

MÜNCHEN

ULM

18-22.30 Ragazza: Offener Treff für lesbische-und alle, für die dieses Thema „Thema“ ist - junge Frauen bis (ca.) 25 Jahre! 21.00 Fortuna: Saray - Oriental Night für Lesben und Schwule

19.00 Frauentreff: Kneipenabend

70000 STUTTGART 20.00 EKIZ: Fortissima - Gemischter Frauenchor (Tel.:0711-6150551)

80000 AUGSBURG

90000 ERFURT 18-20.00 Mädchenzentrum Erfurt: Treffen der LesBi-Gruppe Hamburg, LSF-Team

lespress ❘ april 2004

51


termine S A M S TAG, 1 7 .

30000

S O N N TAG, 1 8 .

BIELEFELD

town

K AISERSLAUTERN 20.00 Take off: Frauentag

20.00 Magnus:Lesbenstammtisch 20.00 Ringlockschuppen:Rosenstol

SAARBRÜCKEN 15.00 Aquarius Coffeelounge

HANNOVER 20.00 Cup:LeineSpatzGebärde (L.S.G) e.V. 22.00 Schwule Sau: Frauenparty

90000 N ÜRNBERG

KASSEL

19.00 Heilig-Geist-Kapelle: Queergottesdienst Nürnberg

22.00 Rainbow:Disco schwul-lesbisch

WEIMAR

40000

15-24.00 Aidshilfe:Lesbentreff

ESSEN 22.00 KKC,Uni Essen:Sisterhood´s Frauenschwoof

MÜNSTER 11.00: Halle Ost: Badminton I Freie Spielz. 22.00 LIVAS: Frauen/Lesbenparty B e rl i n ,B e gi n e

00000 DRESDEN 19.00 Frauenzentrum: Frauenkneipe 19.00 Gerede e.V.: Jugendgruppe „Eigensinn“ - junge Lesben zwischen 18 und 27 Jahren 21.00 Riesa efau:Disco woANDERS 21.00 Sappho: Sappho’s Musenswing, Female Party mit DJane Caro

GÖRLITZ 21.00 Schwubs:„The Time of my Life ˆ schwubisge Dirty-Dancing-Party“

HALLE 21.00 Capitol: Vielweiberei mit Djane Frau Krause

LEIPZIG 22.00 RosaLinde:KaraokeTotal! Die schwullesbische Karaoke-Party

LÖBAU 20.00 Café am Ring: Disco mixed

10000 BERLIN 20.00 Schaubühne:"Impromptus“Premiere von Sasha Waltz 21.00 Begine:HeartChor:„Willst Du mit mir geh’n?“ 22.00 EWA:Disco 22.00 Die 2:Disco bis der Bäcker öffnet 22.00 MS Hoppetosse:Die Populäre Party für Lesben & ihre Freunde (DJane Ipek und DJane Dana) 22.30 Tanzschule bebop:Disco 30 up 23.00 Bar jeder Vernunft,Nachtkantine: Dicke Bühnensuppe mit Popette Betancor & Gästen

20000 BREMEN 21.00 Rat und Tat: Ellledorado Lesbenkneipe

HAMBURG 21.00 MHC: Transgender Frühlingsparty 21.30 Haus Drei: Frauen-Lesben-Disco 23.00 Juice Club: amantes @Juice Club

KIEL 22.00 Pumpe: SHAKIN´ Schwulen und Lesbendisco in der Pumpe (roter Salon)

WESEL

Köln: Swinging Sisters

20-22.00 Tanz-Forum:Quassel-MusikCafé 22-4.00: Tanz-Forum: Tanzparty „Hot Lips“

OSNABRÜCK 22.00 Unicum:schwul/lesbische Party

WUPPERTAL 21.00 Börse Frauenschwoof

50000

00000 DRESDEN 16.00 Frauenzentrum sowieso:Lesbischschwuler Tanztee 20.00 Scheune A: Schwul-lesbische Party „Warme Würstchen“

10000

AACHEN 20.00 Ballsaal des Alten Kurhauses: konzert mit LUNAZUL:„crossarts“

KÖLN 17.30 Jeremia-Haus:MCC Gottesdienst (nicht nur für Lesben und Schwule) 19.30 Stollwerck: Cha-Cha - Tanzbar für Frauen 20.00 Cafe am Bauturm:UferlosStammtisch 13.00 Seitenwechsel:Cologne Cup 2004 20.00 Theater in der Filmdose:„Das Heidi auf dem Gipfel der Lust“ 21.00 Blue Lounge:Black Power Party 21.00 Seitenwechsel: Frühlings-Ball 22.00 Stollwerk:Blue Lounge

60000

BERLIN 20.00 Offener Kanal: Queer City On Air 12.30 Treffpunkt:Innenhof Schokofabrik in Kreuzberg:Stadtspaziergang von movin´ queer 15.00 Spinnboden:Schreiberinnen-Salon 16.00 Treffpunkt:Märkisches Museum, Am Köllnischen Park:Ab durch die Mitte - Historische Stadtführung nach Charlotte von Mahlsdorf 17.00 Sonntags-Club:„Schach matt oder King?“ - Schachgruppe 18-2.00: SO 36,Café Fatal: 18-19.00 Uhr kostenloser Tanzkurs; 21.30 VarietéProgramm 20.00 Schaubühne: "Impromptus“ von Sasha Waltz

POTSDAM

FRANKFURT 20.00 Switchboard:Gehörlose Lesben und Schwule 20.00 Oscar Wilde:Lesung Maria Eleftheria:Mara und die Feder des Domai

MANNHEIM 21.00 T 6: Party speziell für „Sie“

20.00 HIP:Disco Feeling-Rosa

ORANIENBURG 14.00 Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen:Gedenkstunde „Vier Lebenswege zum Rosa Winkel“

20000 HAMBURG

70000

21.00 Frauenkneipe: Tanzcafé

STUTTGART 22.00 NIL-Cafe am See:Love shine a Light -Party

30000 KASSEL 20.00 Stadthalle: Rosenstolz-Herz-Tour

80000 MÜNCHEN 19.00 St. Martin am Gloc kenbach: Himmelssprünge, Gottesdienst für Lesben, Schwule, deren Freundinnen und Freunde 21.00 Frauenkneipe Daneben:Disco 23.00 Club Fortuna:Ladies Night

40000 BOCHUM 19.00 Planet:House & Teaparty (gemischt)

ESSEN 15.00 Gemeindezentrum Kray: Tanztee

50000

90000

KÖLN

LÜBECK

NÜRNBERG

15.00 Alte Feuerwache:subKultur Schwul-lesbische Jugendgruppe

15.00 Fiederlich:Gelesch - Treff von gehörlosen Schwulen und Lesben

OLDENBURG

WÜRZBURG

Alhambra: Frauenparty

22.00 AKW-Dance Hall: Frauen-Disco

14.00 Vor dem Eingang von St. Andreas, Komödienstr. 4-8:Hexenverfolgung in Köln - exklusiv für Frauen vom Kölner Frauengeschichtsverein 20.00 Klüngelpütz-Theater:367. Kulturschock 16.30 Frauentanzschule Köln:Swinging Sisters Tanztee 21.00 Blue Lounge

MAINZ 19.00 Jugendzentrum Gonso: Tanztee

TRIER 20.00 Frauenzentrum: Frauenglotze (Filme von Frauen für Frauen)

60000 DARMSTADT 21.00 StudentInnenkeller im Schloß:Disco Schwullesbisch

FRANKFURT 16-19.00 Lesbisch-schwules Kulturhaus: LesCafé 17.00 Ev. Friedensgemeinde:HuK-Treffen 19.30 Living: Dinner and Dance 21.00 Blue Angel:„best“ Female Party in

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Leipzig, Karaoke-Party

lespress ❘ april 2004


M O N TAG, 1 9 .

60000

D I E N S TAG, 2 0 .

FRANKFURT 16-19.00 Lesbisch-Schwules Kulturhaus: Lesbenarchiv

BONN 20.00 Aidshilfe:S/M-Gruppe 20.00 Zentrum:Lesbenabend

KOBLENZ 18.00 Pro Familia: Treffen Transidentitas

KÖLN

80000

13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 19.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Plenum

MÜNCHEN 21.00 Tanz Zentrum im Tall 16:Lesbian Dance Night für Standardfreundinnen 21.00 Tanz Zentrum im Tall 16: Lesbian Dance Night für Standardfreundinnen

60000 FRANKFURT 20.00 LIBS:Offene Gruppe für Lesben ab 40

70000 H EIDELBERG Hannover, Appollo Kino

M ü n c h e n ,D a n e b e n : Party

20.00 Stadthalle: Rosenstolz-Herz-Tour

S TUTTGART 19.30 Weißenburg:Lesbenchor Stuttgart

10000

10000

80000

B ERLIN

BERLIN

12.00 LSVD:Selbsthilfegruppe erwerbsloser Lesben 17-19.00 Sonntags-Club: Cafétreff Lesben mit Kids 18.00 Sonntags-Club:Offener Cafétreff der lesbisch-schwulen Jugendgruppe 19.00 MILES:anders Deutsch lernen - für schwule Migranten und lesbische Migrantinnen 20.00 Schaubühne: "Impromptus“ von Sasha Waltz 20.00 Paula Panke:Arbeiskreis zu lesbisch-feministischen Theorien und Utopien 22.30 Kino International:MonGay

17.00 Sonntags-Club: Cafétreff für Transgender-People 19.00 RuT: Gruppe für Lesben mit Behinderungen/Einschränkungen

17-19.00 Frauenzentrum: Frauenbibliothek Avalon geöffnet

ROSTOCK

20.00 Frauenzentrum: Lesbentreff

GREIFSWALD 18-20.00 St. Spiritus:AIDS-Beratung

20000 BREMEN 19.30 Rat und Tat:offene Lesbengruppe

F LENSBURG 18-20.00 Marienkirchhof 4-5: Lesbengruppe

KIEL 16.00 Café Komm,Max-Eydt-Straße:Café des schwul-lesbischen Unihochschulforums „coniungo“

30000 BIELEFELD

ab 20.00 Warmbad (Phase 2):schwul-lesbischer Stammtisch

20000 HAMBURG 16-20.00 JungLesbenZentrum, Glashüttenstraße 2:Offener Treff 18.00 Haus 3: Frauen/Lesbencafé 18.30 Café endlich:Lesben über 40 (offene Gruppe) 19.00 Café Feelgood im MHC (in unger aden Monaten)/Café SittsaM (in geraden Monaten): S-Emma:offenes Treffen für lesbische SM-Frauen 19.00 MHC: Jugendlesung mit Mirjam Müntefering und Andreas Steinhöfel

KIEL 19.00 Regenbogen-Sportgruppe, wechselnde Orte und Veranstaltungen - Infos im HAKI-Zentrum 0431-17090

WOLFSBURG

20.15 Apollokino: WoMonGay mit "Lost and Delirious"

20.00 Rosa Wolf:Offener Vereinsabend

DORTMUND 17-19.00 KCR:Impossible Daughters,ein Coming-Out Projekt für F rauen und Mädchen 17.15:Initiative Frauen und AIDS: Treffen und Telefonberatung (0231-1655054) 20.00 Schibsel e.V.:Offene Lesbengruppe1

DÜSSELDORF 18.30 Frauenberatungsstelle: Selbsthilfegruppe sexualisierte Gewalt 19.30 Frauenberatungsstelle:Gruppe „Frauenstreiken“

DUISBURG 20.00 Café Berlin: Treffen Lesbengruppe

WUPPERTAL 20.00 AutonomesZentrum:Lesbenkneipe

50000

20.00 Aids-Hilfe:Lesbencafé

40000 18.30 Dreifach-Halle an der GrafEngelbert-Schule: Frauen-Ballsport (Basketball/Fußball)

DORSTEN 20.00 Haifischbar:Schwullesbischer Stammtisch

DORTMUND 20.00 Vielfalt e.V.:Les(s)Kilos (Abnehmgruppe) 20.00 KCR:Der lesbisch-schwule Spieleabend 20.00 Schibsel:Lesbische Mütter

DUISBURG 19.30 Café Berlin an der Bleek 40-42: Treffen der LiDu Lesben in Duisburg

DÜSSELDORF 19.00 ZAKK:Stammtisch lesbischer Lehrerinnen

GELSENKIRCHEN 16-20.00 Jugendzentrum The Point: Coming-Out Café

LINGEN 20.00 Aidshilfe Emsland:Am anderen Ufer der Ems

lespress ❘ april 2004

WEIMAR

BOCHUM

19.05:Radio Bunte Welle UKW 91,2 13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 19.30-22.00 Zentrum: gemischter offener Chor 20.00 Zentrum:Stammtisch der Schwulen und Lesben in der CDU 20.00-22.00 Centrum Schwule Geschichte (VogelsangerStr. 61): die lglf-Bibliothek (ehemals SCHULZ-Bibliothek) ist geöffnet

20.00 Lesben-/Schwulenzentrum:Offener Lesbentreff

20.00 Café Kaballe: Frauenlesbenkneipe

BONN

KÖLN

90000 PASSAU

30000

HANNOVER

BOTTROP

MÜNCHEN 18.00 RAGAZZA: Offener Treff Computer&Co für junge Frauen von 16-25 Jahren 19.00 Frauenkneipe daneben: Kneipenabend 19.30 Pasinger Fabrik:Stammtisch für Lesben ab 35 19.30 SUB: Treffen Rosa Liste 22.00 Daneben: spring into spring -Party

20.00 Café Affenbrot:Lesbenstammtisch ab 40

GÖTTINGEN

17-20.00 Frauenzentrum:Lesbentelefon

LANDSHUT

LÜBECK

20.00 Arbeiterjugendzentrum: Frauenkneipe

40000

AUGSBURG

MÜLHEIM 21.00 Ringlokschuppen:Lesbisch-schwuler Stammtisch

MÜNSTER 20.00 LIVAS: Frauenthekenabend

OSNABRÜCK 20.00 Divan,Bergstraße 8: Lesbenstammtisch

50000

53 ➨


termine M I T T WO C H , 2 1 .

18.00 Solaris 53:u.a. TeaTime Gay House 18.30 Frauenberatungsstelle: Selbsthilfegruppe sexualisierte Gewalt 20.00 Aids-Hilfe:SM-Gruppe 20.00 Frauenberatungsstelle:Gruppe für Lesben ab 40 20.00 Lesbenchor Düsseldorf (Neueinsteigerinnen herzlich willkommen!)

D O N N E R S TAG, 2 2 .

D ÜSSELDORF 20-23.00 Frauenberatungsstelle, Frauencafé: es wird gekocht (Info unter 0211-354807) 20.00 Goldener Ring:lesbisch-schwuler Motorradstammtisch

GELDERN

E SSEN

20.00 Zum Schwarzbrenner: Schwullesbischer Stammtisch

20.00 Quarterback: Frauentreff

M ÖNCHENGLADBACH

GELSENKIRCHEN

19.00 Lila Distel:Offener Lesbentreff

16-20.00 Jugendzentrum The Point: young connections DIELesBiSchwule Jugendgruppe

M ÜNSTER

MÜLHEIM/RUHR 18.00 Ringlokschuppen:LILLES, lesbische Jugendgr. für Mädchen von 15-25 B e rl i n ,B e gine: S. Pabel

00000 DRESDEN 19-22.00 Frauenzentrum: Telefonberatung für Lesben (0351-8041470) 19.00.:Oosteinde:Bunte-Leute-Abend

10000 BERLIN 17-19.00 Lesbenberatung: JunglesbenTreff 18-20.00 Schokocafé:Ladiestauschtraum Der Tauschring für Frauen - Information im Schoko-Café 19-20.00 Kostenlose Rechtsberatung mit Anwalt Ulf Weigelt 19.00 Begine: Vortrag von Sabine Pabel: Stress – Trauma – Selbstschutz 19.00 Spinnboden: Vortrag zu Johanna Elberskirchen,(lesben)politische Aktivistin und Schriftstellerin (1864-1943) Referentin:Christiane Leidinger 19.30 MILES:Schwul-lesbische Internationale 19.00 Die 2:After Work Party

GREIFSWALD 19-22.00 St. Spiritus:Offener Treff für schwule und lesbische Jugendliche

20000 BARMBEK 17-20.00 Bürgerhaus:„Que/e/rbild (offene und angeleitete Gruppe)

BREMEN 19.30 Stammtisch lesbischer Lehrerinnen

HAMBURG 19.30 Frauencafé endlich:Der ganz normale Betrug der Versicherungen - über Versicherungen und Altersvorsorge, mit Lizhen Wang 20.00 MHC: Taktlos - Tanzkreis für Lesben mit Tanzerfahrung 21.00 Kino 3001: FrauenLesbenKino 22.00 Kir, Max Brauer Allee),Classics und Charts

KIEL 20.00 Sponti Hansa,Hansastr. 48: Stammtisch von Conjungo

OLDENBURG 20.00 Alhambra: FrauenLesbenStandardtanz

UELZEN 20.00 Pro Familia: Schwul-lesbische Gruppe

30000 HANNOVER

OSNABRÜCK 20.00 Lagerhalle:Arbeitskreis Gleichberechtigung für Lesben und Schwule (Kontakt per Fax:0541-3387450) 20.30-22.00 Ev. Familienbildungsstätte Osnabrück: Tanzbeine - Schwul/lesbischer Tanzkurs

RECKLINGHAUSEN 19.30 Altstadtschmiede: GAYneration 21.30 Station:offener Stammtisch

50000 AACHEN 20.00 Café Bhglich:Lesbentreffen

BONN 17.00 Zentrum:Hotpänz Youngcare bis 18 Jahre 20.00 Zentrum:HotpänzCafé bis 27 Jahre

KÖLN 13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 17.00 anyway: Frauenabend 19.30 Stollwerck:Stammtisch Lesben ab 40 20.00-22.00 Centrum Schwule Geschichte (VogelsangerStr. 61):die lglf-Bibliothek (ehemals SCHULZ-Bibliothek) ist geöffnet 21.00 Mathiasstraße 4-6:Blue Lounge 22.00 Neuschwanstein:Pink Triangle Erstsemesterparty

LINZ 20.00 Café Fritz:Die Insel

MAINZ 11-19.00 Prometheus:Giorno di Donne

60000 FRANKFURT 17-20.30 Lesbisch-schwules Kulturhaus: Öffnungszeiten des Lesbenarchiv 20.30 Nachbarschaftszentrum Uhlandstr.: Treffen Transidentitas

MANNHEIM 21.00 T 6: Frauendisco-gemischt

SAARBRÜCKEN 17-19.00 Alte Bierstube: Schwul-lesbische Jugendgruppe „Andersrum“ 20.00 KISS:Eltern homosex. Kinder (Kontakt:0681-398833)

ST. I NGBERT 20.00 Castro: Frauenstammtisch

WORMS 20.00 Frauencafé:Lesbenstammtisch

70000 KARLSRUHE 19.00 Ralph’s Bistro: Lila Laune Bar Lesbenabend

KONSTANZ

17.45-19.30 Xana: Junglesbengruppe (15+) 20.00 FireBar: FrauenLounge

21.00 belladonna: Frauenbar

MARBURG

AUGSBURG

15-17.00 Autonomes Frauen/Lesben Referat,Ehrenring 5

18-20.00 Frauenzentrum: geöffnet 20.00 Frauenzentrum: Treffen Fauenprojektehaus

PADERBORN 20.30 Globetrotter:Stammtisch

40000 BOCHUM 21.00 Stargate: Women for Women

MÜNCHEN 19.30 LeTRa/Sub:Gruppe für Eltern von Lesben und Schwulen (in geraden Monaten im Sub, in ungeraden im LeTRa)

DORTMUND

ULM

19.00 Aidshilfe:Slado-Treffen 20.00 Schibsel e.V.:Offene Lesbengruppe

20.00 Roxy: Rosenstolz-Herz-Tour

DÜSSELDORF 17.00 FrauenbücherZimmer: Literaturgruppe für Frauen

54

Berlin,tRÄNENpALAST

00000 CHEMNITZ 18.00 CheLSI: Lesbengesprächskreis

DRESDEN 20.00 Frauenzentrum: Frauenstammtisch

GERA

90000 BAMBERG 20.00 Reinbow:Lesbenstammtisch

19.30-21.30 FrauenLesbenChor - „Immer wieder anders“ weitere Infos unter:02511619983 21.00 Freiherr-v.-Stein-Gymnasium: Cheerleading für Lesben

OBERHAUSEN 19.00 Druckluft,am Förderturm: Frauenkneipe

OLDENBURG 18-20.00 Autonomes Referat für Lesben und andere Frauen,Uni Oldenburg, Alte Münze 12: Treff 20.00 Ev. Familienbildungsstätte

50000

21.00 Begegnung: Frauen/Lesbentreff

B ONN

GÖRLITZ

KÖLN

20.00 Schwarze Kunst: Schwubs-Stammtisch

HALLE ab 17.00 BBZ Lebensart: Lesbenabend

LEIPZIG 18.00 Aids-Hilfe: Junglesbengruppe 19.30 BuchladenTIAN: Lesbengruppe Buntes Archiv 20.00 Rosa Linde: Film „Grüne Tomaten“

10000 BERLIN 17-19.00 LSVD: Offener Treff fürLesben 19.00 LSVD: offene Vorstandssitzung (Teilnahme nach telefonischer Vereinbarung) 20.00 Spinnboden: Girls in Drag: Liselotte Pulver in "Das Wirtshaus im Spessart" 21.00 tRÄNENpALAST: ANNA MARIA JOPEK, Jazz-Konzert 22.00 Die 2: Feierabend Party

GREIFSWALD 17-20.00 St. Spiritus: Treffpunkt/Gruppe/Bibliothek

ROSTOCK 15.00 LENA e.V.: „Café Klatsch“

20000 HAMBURG 19.00 Feelgood: Lesbisch-Schwule Freizeitgruppe 20.00 Café Uhrlaub, Lange Reihe 63: Stammtisch aller englischsprechenden Lesben und Schwulen:Anfänger, Fortgeschrittene, Natives. Die Hauptsache ist der Spaß an der Sprache“

LÜBECK 19.00 Frauencafé: Literaturgruppe

OLDENBURG

80000

19.30 KCR:Arbeitskreis schwul-lesbische Geschichte Dormund

20.00 Hempels:Lesbenkneipe

30000 GIEßEN 21.00 Einstein:schwul-lesbischer Stammtisch

MARBURG 21.00 PSI-Club: Gay House Lounge

PADERBORN 18.00 ESG:Schwul-lesbische Jugendgruppe

20.00 Café Z.:Offener Café-Abend 13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 18.00 AIDS-Hilfe:Gruppe Frauen mit HIV und AIDS 21.00 Mathiasstraße 4-6:Blue Lounge

M AINZ 18.30 Frauenzentrum: Junglesbengruppe 20.00 Frauenzentrum:Lesbengruppe

60000 B ENSHEIM 19.30 Prisma: Junge Schwulen- und Lesbengruppe Bergstraße/Odenwald

F RANKFURT 13-16.00 LIPS:Gruppe für lesbische Mädchen und junge F rauen zwischen 13 und 26 Jahren 18.00 Deutsch-Iranische Frauenberatungsstelle: NAHAL - eine Gruppe lesbischer Migrantinnen 19.30 LIBS: Junge-Lesben-Gruppe 20.00 Cafe Exzess: FrauenLesbenKneipenAbend

MANNHEIM 18-20.00 Forum der Jugend: angeleitete Junglesbengruppe (Infos unter 0621-3362110) 21.00 T 6: Gay & lesbian Single-Party

SAABRÜCKEN 20.00 Aquarius Night-Café:les-dames: Der Abend für Ladies,Girls and Friends

WIESBADEN 19.00 Mo’Betta: Gay Pride Night

70000 STUTTGART 19.00 Sarah: Film und Diskussion über „Elisabeth Kübler Ross: Dem Tod ins Gesicht sehen“

80000 AUGSBURG 18-20.00 Frauenzentrum: Frauenbibliothek Avalon geöffnet

M ÜNCHEN 18-22.30 Ragazza: Offener Treff für lesbische-und alle, für die dieses Thema „Thema“ ist - junge Frauen bis (ca.) 25 Jahre! 20.00 Dankeskirche: Luk München 21.00 Fortuna:Saray - Oriental Night für Lesben und Schwule 22.00 Funky Kitchen: gay.kitchen

40000

90000

DORTMUND

N ÜRNBERG

15-17.30 Mütterzentrum,Hospitalstrasse 6:Lesbische Mütter

20.00 Stadthalle Fürth:Rosenstolz-HerzTour

lespress ❘ april 2004


F R E I TAG, 2 3 .

22.00 Bahnhof Langendreer:Zarah & Leander

DORTMUND 20.00 Mona + Lisa: Tanzparty 22.00 Hösels City Tanzcafé:Fun und Flirt Party für Frauen

18.30 KCR:Mosquitos - die schwullesbische Jugendgruppe 18.30 Mütterzentrum: Vielfalt e.V. Literaturgruppe 19.00 SVD:Gruppe schwuler und lesbischer Alkoholkranker 19.30 Schibsel e.V.: Gruppe für Lesben ab 40

MÜLHEIM A.D. RUHR 22.30 Ringlokschuppen:Cruise + queer Schwullesbische Party

MÜNSTER 11.00 Halle Ost:Badminton I Freie Spielzeit

ESSEN

OSNABRÜCK

19.00 FliP:Offener Lesbentreff

22.00 Divan (Trash - in den ungeraden Monaten):Queer-Dance-Party

MÖNCHENGLADBACH

B e rl i n ,B e gi n e

00000 CHEMNITZ 20.00 FZ Lila Villa: Lesbengruppe Sisters!

DESSAU 19.00 Die Brücke: Quasselabend

DRESDEN 19.00 Frauenzentrum: Frauenkneipe

JENA 20.00 Cassablanca: Que(e)rdance - die schwul-lesbische Disco

L ÖBAU 16-20.00 Jugendgruppe GAYsellig 20.00 Barabend

10000 BERLIN 19.00 Schoko-Café: Lesung mit Karen-Susan Fessel: Einmal hin und quer. Lesbisch-schwule Reiseberichte“ und „Unter meinen Händen“ 19.00 Rad und Tat: „Fire - Wenn Liebe Feuer fängt“ (Kanada 1996) 20.00 Blu: Ladies Night 20.00 Begine:Lesung mit Gertrud Lehnert: Wenn Frauen Männerkleider tragen. Geschlecht und Maskerade in Literatur und Geschichte 20.00 FRIEDA:Offener Lesbenabend 21.00 Sonntagsclub:Ausstellungserüffnung „EmilAnna“, Fotografien von Ingo Taubhorn 21.00 „Femme Fatale“: Frauenfete 22.00 Die 2:70er & 80er Hit Night 22.00 Mudd Club: BUZZTART-Party + Konzert mit den Snotheads

20000 B REMEN 22.00 ZAKK:Kraß im ZAKK,lesbischschwule Bar

19.30 Lila Distel: Treffen Leslie e.V.

RECKLINGHAUSEN

MÜNSTER

21.00 Altstadtschmiede: Frauenschwoof

17.00 JIB, Gleis 22, Haftenstr. 34: Jungslesbentreff 20.00 Café Leipzig: Junglesbentreff 20.30 Freiherr-v.-Stein-Gymnasium: Tanzen für Lesben und Schwule

DRESDEN

WESEL WUPPERTAL 21.00 Urania:Kneipe mit Billard, Kicker, Dart und netten Frauen

50000 BONN 20.00 Uni-HG:Lesung zu Johanna Elberskirchen

KOBLENZ 20.00 Notruf:Lesbentreff

KÖLN 20.00 Theater in der Filmdose:„Das Heidi auf dem Gipfel der Lust“ 21.00 Mathiasstraße 4-6:Blue Lounge 23.00 Gloria:Ladies´Night

LEVERKUSEN 20.00 AWO: Lesbentreff

60000 ASCHAFFENBURG 20.00 Frauenzentrum: Lesbentreff Volle Kanne

MANNHEIM 21.00 M & S Connexion:Push Up Women only!

S AARBRÜCKEN 18.30 Mügelsberghalle: FrauenvolleyballGruppe „Die Pippis“ (Kontkakt:0681376644) 20.30 Café Kostbar: Lesbenstammtisch 21.00 Sappho Tanzcafe:Lesbian,Gays and Friends im Sappho SB

70000

22.00 Frauenkneipe: Tanzparty

20.00 Frauencafé: Offener Lesbentreff GOTEC:Disco für Lesben, Schwule und Leute die Fun haben wollen

L ÜBECK 20.00 Frauencafé: Frauenkneipe

UELZEN 22.00 Callas:lesbischwule Party Callas andersrum

30000 FULDA 21.00 Vibe!:Gay Vibe!

GIEßEN 21.00 Anders als: Frauen/Lesben-Rave

HANNOVER 18.00 Villa Anna:Mixed Pickles:lesbischschwule Jugendgruppe bis 25

WETZLAR 21.00 Harlekin:Schwullesbische Disco

40000

00000 21.00 Frauenzentrum:Dance for Elderly Ladies 21.00 Sappho:Sappho’s Musenswing, Female Party mit DJane Caro

K ARLSRUHE

19.00 HAKI: JuHu - Schwul-lesbische Jugengruppe 22.00 Traumfabrik,Grasweg 19: Gays and Friends in der Traumfabrik

BONN

20-22.00 Mädchenzentrum,Süsterstraße 21:„Die Annas Lesbengruppe für Mädchen/Frauen bis 25 22.00 Herzogenring 4:Schwoof der Frauengruppe Wesel

STUTTGART 20.15-21.45: Wagenburggymnasium: Frauen-Volleyball-Training

80000 AUGSBURG 20.30 Frauenzentrum: Freitagslesbenkneipe

50000

H a m b u rg ,M a ga z i n : N. Petri

O SNABRÜCK

HAMBURG KIEL

40000

S A M S TAG, 2 4 .

DORTMUND

LEIPZIG 22.00 Frauenkultur:Lesbendisco

10000 BERLIN 19.00 LSVD:TürkGay, Gruppentreffen 19.00 SO 36:lesbischwule Party 20.00 Sonntagsclub:„Songs of love and rain“ von und mit Mara von Ferne und Jenny Weißgerber 21.00 Spinnboden: Nachtschwärmerinnen - offene Ausgehgruppe für Frauen 22.00 EWA: Disco 22.00 Die 2:Saturday Night is LAdies Night 22.00 Blue:Diamonds and Pearls, female saturday - Blonde Nacht 22.30 Tanzschule bebop:Disco 30 up 23.00 Bar jeder Vernunft,Nachtkantine: Dicke Bühnensuppe mit Popette Betancor & Gästen

20000 BREMEN 10.00 Hauptbahnhof, Tourist-Info:Radtour der Lesbian Outdoor Group

HAMBURG

16-22.00 Intern. Frauenzentrum:LaisserFaire - Lesbentreff

K ÖLN 14.00 Herz-Jesu-Kirche, Roonstraße:Flanieren,Agieren,Studieren Frauenleben am Rathenauplatz,Führung des Kölner Frauengeschichtsvereins 15-19.00 anyway: Frauennachmittag 17.30 Jeremia-Haus:MCC Gottesdienst (nicht nur für Lesben und Schwule) 20.00 Theater in der Filmdose:„Das Heidi auf dem Gipfel der Lust“ 20.15 Senftöpfchen:„Eine wie keine“ mit Coco Camelle 21.00 Blue Lounge:Black Power Party 16.00 Seitenwechsel: Femme Totale (women only danceparty) 22.00 Stollwerk: Women Pleasure ClubSofa Workshop 23.00 Gloria:Ladies Night 23.00 Stollwerk: Women Pleasure ClubSofa Party 23.00 Club H 90:Kings & Queens, Part 32 - Houseparty mit DJane Hildegard

60000 FRANKFURT 20.00 LSKH:Standard-Tanzparty für Lesben und Schwule

LUDWIGSHAFEN 20.00 Frauencafé:Lesbentreffen

MANNHEIM 21.00 T 6: Party speziell für „Sie“ 22.00 MS Connexion:„Love ´n Pride“ Party

SAABRÜCKEN

20.00 Magazin:Nina Petri singt „Wahre Leidenschaft LUST“ 22.00 Las Palmas:tomodachi präsentiert: im Fernsehen läuft nix 22.00 MHC:Hot Night

21.00 Sappho Tanzcafe:Ladies only im Sappho SB

KIEL

KONSTANZ

20.00 Theater im Werftpark:„Brouillon pour une lettre à Djuna Barnes“, Zeitgenössischer Tanz aus Frankreich mit der Tänzerin und Choreographin Hélène Marquié 20.00 Halle 400:Rosenstolz-Herz-Tour 22.00 Pumpe:Shakin’,die lesbisch-schwule Disco

OLDENBURG 22.00 Alhambra:Rosa Disco

30000 BIELEFELD 20.00 Magnus:Lesbenstammtisch

70000 21.00 belladonna: Frauenbar

STUTTGART 21.00 Sarah:Sarah Disco 22.00 Qupi:Castro-Station Gay Night

80000 AUGSBURG 21.00 Fegefeuer:Nacht der Frauen

MÜNCHEN ab 19.00 Münchener SchwuLesbische Gehörlose e.V.:(Info´s im Südtreff 44, Müllerstraße 43a,E-Mail:MLSGeV@tonline.de) 23.00 Club Fortuna:Ladies Night

BRAUNSCHWEIG

90000

20.00 Atelier:FPP Frauen Power Pur

KASSEL

WÜRZBURG

22.00 Rainbow: Disco schwul-lesbisch

20.00 ESG: Frauen-Kneipe

KEMPTEN 20.00 Philadelphia: Frauenabend

MÜNCHEN 20.00 LeTRa: Lesbentreff

ULM 19.00 Frauentreff: Kneipenabend

90000

B OCHUM

ERFURT

16-20.00 Rosa Strippe:Café für junge Lesben und Schwule bis 26

18-20.00 Mädchenzentrum Erfurt: Treffen der LesBi-Gruppe Berlin, Sonntagsclub: „Songs of Love ....

lespress ❘ april 2004

➨ 55


termine S O N N TAG, 2 5 .

M O N TAG, 2 6 .

Schwulenreferat an der Uni Köln: Café 19.30 Rubikon-Beratungszentrum, Rubensstrasse 8-10): Treffen der Golden Girls (Lesben ab 55 20.00-22.00 Centrum Schwule Geschichte (VogelsangerStr. 61):die lglf-Bibliothek (ehemals SCHULZ-Bibliothek) ist geöffnet) 20.15 Senftöpfchen:„Eine wie keine“ mit Coco Camelle

D I E N S TAG, 2 7 .

60000 FRANKFURT 16-19.00 Lesbisch-Schwules Kulturhaus: Lesbenarchiv

80000 MÜNCHEN Köln,Senftöpfchen

00000

L a at z e n ,F r a u e n fi l m e

10000

21.00 Tanz Zentrum im Tal 16:Lesbian Dance Night für Standardfreundinnen

K ö l n ,S e n f t ö p f c h e n :A .Z i n k

10000

LEIPZIG

BERLIN

BERLIN

18.00 Rosa Linde: Hörspielsonntag, Charlotte von Mahlsdorf:„Ich bin meine eigene Frau“, gelesen von Charlotte von Mahlsdorf (158 min. + Pause)

12.00 LSVD:Selbsthilfegruppe erwerbsloser Lesben 19.00 MILES:anders Deutsch lernen - für schwule Migranten und lesbische Migrantinnen 22.30 Kino International: MonGay

20.00 EWA: Journalistinnen-Stammtisch 20.30 Bar jeder Vernunft:Malediva: Heimatmelodie 17.00 Sonntags-Club:Cafétreff für Transgender-People

STRALSUND

18.00 Haus der Begegnung: Vereinsabend „Our Way“

10000 BERLIN 20.00 Offener Kanal:Queer City On Air 11.00 Rad und Tat:Lesbenfrühstück 12.30 Treffpunkt:Innenhof Schokofabrik in Kreuzberg:Stadtspaziergang von movin´ queer 16.00 Treffpunkt:Märkisches Museum, Am Köllnischen Park:Ab durch die Mitte - Historische Stadtführung nach Charlotte von Mahlsdorf 18-2.00 SO 36,Café Fatal: 18-19.00 Uhr kostenloser Tanzkurs; 21.30 VarietéProgramm

POTSDAM 20.00 HIP:Disco Feeling-Rosa

20000 BREMEN 20.00 Pier 2:Rosenstolz-Herz-Tour

40000 BEDBURG -HAU 19.00 Haus Berkhöfel:Lesbenstammtisch

DÜSSELDORF 19.00 Jazz-Schmiede im Salzmannbau (DBilk):CULTURE CLUB Die schwul-lesbische Show mit Dame Teschke, Sternchen,Stars & Schlampen. 20.00 Bürgerhaus Reisholz:Charla Drops: „Happy Days“

50000 K ÖLN 16.00 Seitenwechsel:Gay Tea Dance (mixed) 20.00 Klüngelpütz-Theater:368. Kulturschock 21.00 Blue Lounge:Blue-Party

MAINZ 19.00 Bürgerhaus Mainz-Hechtsheim: Tanzrausch - der Tanztee für Lesben und Schwule

60000 FRANKFURT 16-19.00 Lesbisch-schwules Kulturhaus: LesCafé 19.30 Living:Dinner and Dance 21.00 Blue Angel:„best“ Female Party in town

19.30 Speichercafe am Katharinenberg: Offene Gruppe für lesbische und bisexuelle Frauen und Mädchen

GREIFSWALD

20000 BREMEN 19.30 Rat und Tat:offene Lesbengruppe

KIEL 16.00 Café Komm,Max-Eydt-Straße:Café des schwul-lesbischen Unihochschulforums „coniungo“

30000 BIELEFELD 20.00 Arbeiterjugendzentrum: Frauenkneipe

LAATZEN 19.30 Frauenzentrum Laatzen:"Coole Powerfrauen und stille Schöne" Frauenbilder in Film und Fernsehen, Vortrag mit Filmausschnitten von Isabel Rodde

MAGDEBURG 20.00 Frauenzentrum Courage:Lesung „Unter den Sternen“ mit Kristina Messerschmidt

WEIMAR 15-24.00 Aidshilfe:Lesbentreff

56

L ÜBECK 20.00 Café Affenbrot:Lesbenstammtisch ab 40

30000 GÖTTINGEN 20.00 Café Kaballe: Frauenlesbenkneipe

WOLFSBURG 20.00 Rosa Wolf:Offener Vereinsabend

40000 BOCHUM 18.30 Dreifach-Halle an der GrafEngelbert-Schule: Frauen-Ballsport

17-19.00 KCR:Impossible Daughters,ein Coming-Out Projekt für Frauen und Mädchen 17.15:Initiative Frauen und AIDS: Treffen und Telefonberatung (0231-1655054) 20.00 Schibsel e.V.:Offene Lesbengruppe

DUISBURG 19.00 Steinbruch: Women on Wheels

DÜSSELDORF 18.30 Frauenberatungsstelle: Selbsthilfegruppe sexualisierte Gewalt

ESSEN 19.30 Broadway: Schwubile Sound Café

MARL 16-18.00 Frauenberatungsstelle:Offener Treff für junge Lesben (bis 21 J.)

MÜNSTER 20.00 AutonomesZentrum:Lesbenkneipe

COBURG

KIEL 19.00 Regenbogen-Sportgruppe, wechselnde Orte und Veranstaltungen - Infos im HAKI-Zentrum 0431-17090

DORTMUND

S AARBRÜCKEN

21.00 Vertico: VertiGAY - Coburgs SchwuLesBische Disco

16-20.00 JungLesbenZentrum, Glashüttenstraße 2:Offener Treff 18.00 Haus 3: Frauen/Lesbencafé

17-20.00 Frauenzentrum: Lesbentelefon und Café

20.00 Jovel:Rosenstolz-Herz-Tour

90000

20000 HAMBURG

40000

WUPPERTAL

WIESBADEN

ab 20.00 Warmbad (Phase 2): schwul-lesbischer Stammtisch

BOTTROP

20.00 Take off: Frauentag

20.00 Café Klatsch: Frauenkneipe

ROSTOCK

18-20.00 St. Spiritus:AIDS-Beratung

KAISERSLAUTERN 15.00 Aquarius Coffeelounge

F RANKFURT/ODER

50000 BONN 19.05:Radio Bunte Welle UKW 91,2 19.30-22.00 Zentrum: gemischter offener Chor 20.00 Zentrum:Stammtisch der Schwulen und Lesben in der SPD

KÖLN 13-15.00 Autonomes Lesben- und Berlin, Bar jeder Ve rn u n f t :M a l e d i v a

lespress ❘ april 2004


(Basketball/Fußball)

DORSTEN

M I T T WO C H , 2 8 .

20.00 Haifischbar:Schwullesbischer Stammtisch

DORTMUND 20.00 Vielfalt e.V.:Les(s)Kilos (Abnehmgruppe) 20.00 Schibsel:Lesbische Mütter

20.00 Zum Schwarzbrenner: Schwullesbischer Stammtisch

16-20.00 Jugendzentrum The Point: Coming-Out Café

GELSENKIRCHEN 16-20.00 Jugendzentrum The Point: young connections DIELesBiSchwule Jugendgruppe

HÖXTER 20.00 Petri-Klause:Schwullesbischer Stammtisch

MÜLHEIM/RUHR

MÜLHEIM

18.00 Ringlokschuppen:LILLES, lesbische Jugendgruppe für Mädchen von 1525

21.00 Ringlokschuppen:Lesbisch-schwuler Stammtisch Berlin,Begine: R.Leinenweber

20.00 LIVAS: Frauenthekenabend 20.30 LIVAS: Filmabend

O SNABRÜCK 20.00 Divan,Bergstraße 8: Lesbenstammtisch

50000

00000 DRESDEN 19-22.00 Frauenzentrum: Telefonberatung für Lesben (0351-8041470) 19.00 Oosteinde:Bunte-Leute-Abend

GÖRLITZ

20.00 Aidshilfe:S/M-Gruppe 20.00 Zentrum:Lesbenabend

19.00 Jugendkulturzentrum „BASTA!“: Lesbengruppe GörLs - Görlitzer Lesben

18.00 Pro Familia: Treffen Transidentitas

10000

RECKLINGHAUSEN 19.30 Altstadtschmiede:GAYneration 21.30 Station: offener Stammtisch

OSNABRÜCK 20.30-22.00 Ev. Familienbildungsstätte Osnabrück: Tanzbeine - Schwul/lesbischer Tanzkurs

50000 AACHEN

KÖLN

BERLIN

20.00 Diana:Kinoprojekt

13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 19.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Plenum 20.15 Senftöpfchen:„Zink of me!“ mit Anka Zink

17-19.00 Lesbenberatung: JunglesbenTreff 18.00 LSVD:Binats-Gruppe MILES: kostenlose Rechtsberatung für lesbische und schwule AusländerInnen und binationale Paare 19.00 Begine:Vortrag mit Rita Leinenweber:Aszendent und Co 19.30 MILES:schwul-lesbische Internationale 19.00 Die 2:After Work Party 20.30 Bar jeder Vernunft:Malediva: Heimatmelodie

BONN

70000 STUTTGART 19.30 Weißenburg:Lesbenchor Stuttgart

80000 AUGSBURG 17-19.00 Frauenzentrum: Frauenbibliothek Avalon geöffnet

MÜNCHEN 18.00 RAGAZZA:Offener Treff Computer&Co für junge Frauen von 16-25 Jahren 20.00 Frauenkneipe daneben: Kneipenabend

90000 NÜRNBERG 19.30 Fliederlich: Youngles Gruppe für lesbische und bisexuelle Frauen

GREIFSWALD 19-22.00 St. Spiritus:Offener Treff für schwule und lesbische Jugendliche

20000 BREMEN 18-20.00 Gewitterziegen:Mädchen,die sich in Mädchen verlieben (ab 16 Jahren)

HAMBURG 20.00 MHC,Raum 1.1:Kids wanted! Gruppe für Lesben und Schwule mit Kinderwunsch 22.00 Kir, Max Brauer Allee),Classics und Charts

KIEL 20.00 Sponti Hansa,Hansastr. 48: Stammtisch von Conjungo

LENSIAN 19.00 Schwarzer Hahn: Frauenlesbenkneipe

17.00 Zentrum:Hotpänz Youngcare bis 18 Jahre 18.00 Zentrum:Hotpänz Spieleabend 20.00 Zentrum: HotpänzCafé bis 27 Jahre

KÖLN 13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 17.00 anyway: Frauenabend 19.30 Stollwerck:Stammtisch Lesben ab 40 19.30 LC 36:Kneipe & Kino des Kingdom of Cologne 20.00-22.00 Centrum Schwule Geschichte (VogelsangerStr. 61): lglf-Bibliothek (ehemals SCHULZ-Bibliothek) geöffnet 20.15 Senftöpfchen:„Zink of me!“ mit Anka Zink 21.00 Mathiasstraße 4-6:Blue Lounge 22.00 Neuschwanstein:Pink Triangle 90er Party

MAINZ 17-23.00 Frauenzentrum:Café 11-19.00 Prometheus:Giorno di Donne

60000 DARMSTADT 19.30 Frauenkulturzentrum: Jutta Swietlinski liest aus „Wenn Ally Frauen küsst - Lesben in Fernsehserien“

F RANKFURT 17-20.30 Lesbisch-schwules Kulturhaus: Öffnungszeiten des Lesbenarchivs

LÜNEBURG

MANNHEIM

20.00 „September-Kneipe“:Schwulenund Lesbenstammtisch

SAABRÜCKEN

OLDENBURG 20.00 Alhambra: FrauenLesbenStandardtanz 20.30 Rollenwechsel: Fish & Elephant

UELZEN 20.00 Pro Familia: Schwul-lesbische Gruppe

30000 HANNOVER 17.45-19.30 Xana: Junglesbengruppe (15+) 20.00 FireBar: FrauenLounge

MARBURG 15-17.00 Autonomes Frauen/Lesben Referat,Ehrenring 5:Café

21.00 T 6: Frauendisco-gemischt

00000 CHEMNITZ 18-20.00 CheLSi e.V.: Lesbengesprächskreis

DRESDEN 20.00 Frauenzentrum: Frauenstammtisch 20.00 Kino im Dach:„Ich kenn keinen – Allein unter Heteros“

GERA 21.00 Begegnung: Frauen/Lesbentreff

GÖRLITZ 20.00 Schwarze Kunst:SchwubsStammtisch

HALLE ab 17.00 BBZ Lebensart:Lesbenabend

LEIPZIG 19.30 BuchladenTIAN: Lesbengruppe Buntes Archiv

10000 BERLIN 15-19.00 LSVD:offener Cafébetrieb 19.00 LSVD:offene Vorstandssitzung (Teilnahme nach telefonischer Vereinbarung) 19.00 Die 2:Lesung, erotische Geschichten,Märchen und Gedichte 20.30 Begine:Lesung & Perfomance mit Cathie Dunsford & Karin Meißenburg: „Song of the Selkies“ 20.30 Bar jeder Vernunft:Malediva: Heimatmelodie

GREIFSWALD 17-20.00 St. Spiritus:Treffpunkt/Gruppe/Bibliothek

20000 BREMEN 18-20.00 Gewitterziegen:Mädchen,die sich in Mädchen verlieben (ab 16 Jahren)

HAMBURG 20.00 Café Uhrlaub, Lange Reihe 63: Stammtisch aller englischsprechenden Lesben und Schwulen:Anfänger, Fortgeschrittene, Natives. Die Hauptsache ist der Spaß an der Sprache“

17-19.00 Alte Bierstube:Schwul-lesbische Jugendgruppe „Andersrum“

LÜBECK

ST. INGBERT

OLDENBURG

20.00 Castro: Frauenstammtisch

70000 KARLSRUHE 19.00 Ralph’s Bistro:Lila Laune Bar Lesbenabend

KONSTANZ

19.00 Frauencafé:Literaturgrupp 20.00 Hempels:Lesbenkneipe 20.30 Rollenwechsel: Fish & Elephant

30000 GIEßEN 21.00 Einstein:schwul-lesbischer Stammtisch

21.00 belladonna: Frauenbar

MARBURG

S CHWÄBISCH HALL

21.00 PSI-Club:Gay House Lounge

20.00 Frauenzentrum Feodora: Lesbenstammtisch

80000

PADERBORN 18.00 ESG:Schwul-lesbische Jugendgruppe

40000

PADERBORN

AUGSBURG

20.30 Globetrotter:Stammtisch

18-20.00 Frauenzentrum: geöffnet

DÜSSELDORF

MÜNCHEN

20-23.00 Frauenberatungsstelle, Frauencafé:es wird gekocht (Info unter 0211-354807)

40000 BOCHUM 21.00 Stargate: Women for Women

19.00 Radio Lora (UKW 92,4, Kabel 96,75

90000

ESSEN

DIEPHOLZ

ERLANGEN

20.00 Quarterback: Frauentreff

20.00 Gesundheitsladen: Treffen der schwullesbischen Initiative

21.00 E-Werk: Frauendisco

MÜNSTER

NÜRNBERG

DORTMUND

17.00 FGZ:„Lesben sind überall“ Lesben-Selbsthilfegruppe

19.30-21.30 FrauenLesbenChor - „Immer wieder anders“ weitere Infos unter:02511619983

20.00 Schibsel e.V.: Offene Lesbengruppe

lespress ❘ april 2004

B e rl i n ,B e gi n e

MÜNSTER 20.00 Maxx,Maximilanstr. 1:LesbenStammtisch

B ONN KOBLENZ

D O N N E R S TAG, 2 9 .

GELDERN

GELSENKIRCHEN

MÜNSTER

DÜSSELDORF 17.00 FrauenBücherZimmer: Literaturgruppe für Frauen 18.30 Frauenberatungsstelle: Selbsthilfegruppe sexualisierte Gewalt 20-22.30 Frauenberatungsstelle:Gruppe für Lesben um 40 und älter

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termine OLDENBURG

F R E I TAG, 3 0 .

18-20.00 Autonomes Referat für Lesben und andere Frauen,Uni Oldenburg, Alte Münze 12: Treff 20-22.00 Mädchenzentrum, Süsterstraße 21:„Die Annas Lesbengruppe für Mädchen/Frauen bis 25 20.00 Ev. Familienbildungsstätte Osnabrück: FrauenLesbenChor TAKTLOS

DORTMUND 18.30 KCR:Mosquitos - die schwullesbische Jugendgruppe 19.00 SVD:Gruppe schwuler und lesbischer Alkoholkranker 19.30 Schibsel e.V.:Gruppe für Lesben ab 40

ESSEN 19.00 FliP:Offener Lesbentreff

MÖNCHENGLADBACH

50000

19.30 Lila Distel: Treffen Leslie e.V.

AACHEN

MÜNSTER

20.30 Bar jeder Vernunft: Lesbenstammtisch

17.00 JIB, Gleis 22,Haftenstr. 34: Jungslesbentreff 20.30 Freiherr-v.-Stein-Gymnasium: Tanzen für Lesben und Schwule

BONN 20.00 Café Z.:Offener Café-Abend

WUPPERTAL

KÖLN 13-15.00 Autonomes Lesben- und Schwulenreferat an der Uni Köln:Café 18.30 AIDS-Hilfe: Frauenplenum 20.15 Senftöpfchen:„Zink of me!“ mit Anka Zink 21.00 Mathiasstraße 4-6:Blue Lounge

MAINZ 18.30 Frauenzentrum: Junglesbengruppe 20.00 Frauenzentrum:Lesbengruppe

60000 BENSHEIM 19.30 Prisma: Junge Schwulen- und Lesbengruppe Bergstraße/Odenwald

FRANKFURT 13-16.00 LIPS:Gruppe für lesbische Mädchen und junge Frauen zwischen 13 und 26 Jahren 20.00 Cafe Exzess: FrauenLesbenKneipenAbend

MANNHEIM 18-20.00 Forum der Jugend:angeleitete Junglesbengruppe (Infos unter 06213362110) 21.00 T 6:Gay & lesbian Single-Party

SAABRÜCKEN 20.00 Aquarius Night-Café:les-dames: Der Abend für Ladies,Girls and Friends

Berlin, Bar jeder Vernunft

50000 00000 DESSAU 19.00 Die Brücke: Filmabend

DRESDEN 19.00 Frauenzentrum: Frauenkneipe 20.00 Kino im Dach:„Ich kenn keinen – Allein unter Heteros“

LÖBAU 16-20.00 Jugendgruppe GAYsellig 20.00 Barabend

10000

70000 K ARLSRUHE 19.00 Ralph’s Bistro:Lila Laune Bar Lesbenabend

80000 AUGSBURG 18-20.00 Frauenzentrum: Frauenbibliothek Avalon geöffnet

MÜNCHEN 18-22.30 Ragazza:Offener Treff für lesbische-und alle, für die dieses Thema „Thema“ ist - junge Frauen bis (ca.) 25 Jahre! 21.00 Fortuna:Saray - Oriental Night für Lesben und Schwule

KOBLENZ 20.00 Notruf:Lesbentreff

KÖLN 20.00 Theater in der Filmdose:„Das Heidi auf dem Gipfel der Lust“ 20.00 Frauentanzschule Köln: Cheek2Cheek - Spezial: TANZ IN DEN MAI 20.15 Gezeiten: Tanz in den Mai 20.15 Senftöpfchen:„Zink of me!“ mit Anka Zink 21.00 Blue Lounge:Maydance Special 21.00 Seotenwechsel: Tanz in den Mai

BERLIN 17.00 Sonntags-Club: Frauen- und Lesbencafé 18.30 Rad und Tat:„8 Frauen“ (F 2002) 20.00 Blu:Ladies Night 20.00 FRIEDA:Offener Lesbenabend 20.00 Bar jeder Vernunft:Malediva: Heimatmelodie 21.00 EWA: Das Campkollektiv präsentiert: Walpurgisnacht in der EWA www.ostlesbencamp.de 22.00 Die 2: Walpurgisnacht

WIESBADEN 19.00 Mo’Betta:Gay Pride Night

21.00 Urania:Kneipe mit Billard, Kicker, Dart und netten Frauen

20000 BREMEN 22.00 ZAKK: Kraß im ZAKK,lesbischschwule Bar

HAMBURG 20.00 Fraunecafé endlich: WalpurgisnachtParty 22.00 Frauenkneipe: Tanzparty 22.00 MHC: Tanz in den Mai

KIEL 19.00 HAKI: JuHu - Schwul-lesbische Jugengruppe 22.00 Traumfabrik:Schwullesbische Dancenight

LÜBECK 20.00 Frauencafé: Frauenkneipe

OLDENBURG 19.00 & 21.00 Rollenwechsel: Fish & Elephant

30000 BIELEFELD 22.00 FRAZE: Frauendisco

FULDA 21.00 Vibe!: Gay Vibe!

H ANNOVER 18.00 Villa Anna:Mixed Pickles: lesbischschwule Jugendgruppe bis 25

MAGDEBURG 21.00 Hexentanzplatz Feuerwache Schwoof für Lesben/Schwulen und Andere 18.00 Haus der Jugend:Die Manus schwullesbische Jugendgruppe

60000 ASCHAFFENBURG 20.00 Frauenzentrum:Lesbentreff Volle Kanne

DARMSTADT 19.30 Glaskasten der FHDarmstadt:Walpurgisfest mit Liveauftritt von Sambaamsonntag und anschließender Disco mit Djane Geli,Ladies only

MANNHEIM 21.00 M & S Connexion: Disco

SAARBRÜCKEN 18.30 Mügelsberghalle: FrauenvolleyballGruppe „Die Pippis“ (Kontkakt:0681376644) 20.30 Café Kostbar:Lesbenstammtisch 21.00 Sappho Tanzcafe:Lesbian,Gays and Friends im Sappho SB

70000 KARLSRUHE 20.00 Frauencafé:Offener Lesbentreff

STUTTGART 20.15-21.45 Wagenburggymnasium: Frauen-Volleyball-Training

80000 AUGSBURG 20.30 Frauenzentrum:Lesbenkneipe 21.30 KEROSIN CLUB:Gay-Lesbianand-Friends-Party

KEMPTEN 20.00 Club Le Filou: Frauenabend

ULM 21.00 AIDS-Hilfe:Schwulen- und Lesbenparty

90000 ERFURT 18-20.00 Mädchenzentrum Erfurt: Treffen der LesBi-Gruppe

WETZLAR 21.00 Harlekin: Schwullesbische Disco

40000 16-20.00 Rosa Strippe:Café für junge Lesben und Schwule bis 26 Oldenburg: „Fish & Elephant“

15.04.04 Berlin, Columbiahalle 17.04.04 Bielefeld, Ringlockschuppen 18.04.04 Kassel, Stadthalle 20.04.04 Heidelberg, Stadthalle 21.04.04 Ulm, Roxy 22.04.04 Nürnberg, Stadthalle Fürth 24.04.04 Kiel, Halle 400 25.04.04 Bremen, Pier 2 26.04.04 Münster, Jovel 28.04.04 Wien, Planet Music 01.05.04 Zürich, Kaufleuten 05.05.04 Cottbus, Messehalle 06.05.04 Frankfurt Oder, Messehalle 2 07.05.04 Magdeburg, Stadthalle 09.05.04 Mannheim, Mozartsaal/Rosengarten 10.05.04 Leipzig, Auensee 19.05.04 Freiburg, Stadthalle 20.05.04 Frankfurt a.M., Jahrhunderthalle 22.05.04 Trier, Amphietheater Trier 23.05.04 Dortmund, Westfalenhalle 2 26.05.04 Hannover, Gilde Parkbühne 27.05.04 Schwerin, Freilichtbühne 28.05.04 Hamburg, Stadtpark 31.05.04 Chemnitz, Stadthalle 01.06.04 Leipzig, Parkbühne (im Clara-Zetkin-Park) 04.06.04 München, Circus Krone 05.06.04 Stuttgart, Liederhalle/Beethovensaal 06.06.04 Köln, Tanzbrunnen 08.06.04 Erfurt, Thüringenhalle 11.06.04 Dresden, Junge Garde 12.06.04 Berlin, Kindl Bühne Wuhlheide Tickets, Infos & Mehr WWW.ROSENSTOLZ.DE Ticket-Hotline 0180-55 70 000

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Köln, Filmdose: „Heidi“

lespress ❘ april 2004


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lespress â?˜ februar 2004

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KENNENLERNEN UND MEHR

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und romantisch sein. bin 38 J. und auf der Scuhe nach dir. Wenn du glaubst, mein Glücksfee zu sein dann melde Dich bitte bei mir. Raum 3 ◆ 4043539 ■ Devote MAsochistin, 38 J. sucht Kontakt zu dominater Sadistin. Gerne würde ich auch Kontakt zu lesben finden, die SM in einer Beziehung leben. Weiter suche ich Filme und Literatur zum Thema. ◆ 4043541 ■ Ja, ich sehne mich nach Dir... Ich (34) kulturell interessiert, unternehmungslustig, sportlich, aktiv, bin auf der Suche nach einer lieben, nicht oberflächlichen, schlanken Frau. Freue mich auf Deine Zuschrift! ◆ 4043546 ■ Ich habe so richtig Lust, neue Leute kennenzulernen. Essen gehen, tanzen, interessante Gespräche. Melde Dich per SMS. Tel.: 0174-3209814 ◆ 4043547 ■ Ich (bi) 165cm, 62kg, rote lange Haare, suche Sie die mir die Welt der Frauen näher zeigt. Ich habe bis jetzt erst zweimal die Erfahrung mit einer Frau gehabt und fand es sehr schön. Du solltest lieb und zärtlich, bis 35 Jahre jung und schlank sein. Wenn ich Dein Interesse geweckt habe, so meldet Dich doch bei mir unter kuschelmaus27@gmx.de ◆ 4043550 ■ Erfahrene High-Femme (32) sucht gutaussehende/n Butch/Transgender mit Herz, die/der im Leben steht. Zuschriften bitte mit Bild. ◆ 4043562 ■ Einen Trauschein will ich nicht, auch nicht einen gemeinsamen goldenen Käfig. Ich suche eine lesbische Partnerin zum Reden, Nachdenken, Anlehnen und Kuscheln, die auch ohne tägliches Aufeinanderhocken Aufrichtigkeit, Zuver-

lässigkeit und Treue zu schätzen weiß. Gibt es Dich (zwischen 18 und 45) im Raum HAL, SK, L, G, ZZ, MQ, BTF irgendwo? Bitte schreib mit (evtl. m. Bild u. Tel.-Nr.) ◆ 4043567 ■ Bin fem. (21/176/57), attraktiv, intelligent mit Nachwuchs. Suche fem. Sie (23-30) für allesl, was schön ist. Ich liebe es gut zu kochen, Saune,

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Wein, Lesen...Bitte mit Foto, Raum 4/3 wäre toll! Freue mich auf Euch. ◆ 4043569

GRUß UND KUSS

■ Hallo schöne Frau! Ich danke Dir für zwei wunderschöne Jahre mit ganz viel wir zwei an jedem Tag, immer noch Bauchkribbeln und Vorfreude auf das, was kommt. :x:x:x Deine Ingrid ◆ 4033 514 ■ Hallo Schatz, jetzt ist es endlich so weit - ab auf die Insel - rein in die Sauna - ran an den VfL - rauf auf den Strand - hin in die Teestube und gaaaaaaaanz viel Erholung. Ich freu mich drauf! Märrie ◆ 4043560 ■ Regine hat Geburtstag, kommt und singet alles mit! Viele Grüße aus dem Westen!! ◆ 4043564 ■ hms! einen schönen April mit Osterfeuer und so wünscht Dir Dein B. ◆ 4043565

beit. Willst Du mehr? Mo-Fr 0234-19446, www.rosastrippe.de ◆ 4043551 ■ Sie möchten auf eine Kleinanzeige antworten? Das ist fein. Und es ist sehr einfach. Zunächst einmal schreiben sie Ihre Antwort, stecken die in einen Umschlag, den Sie schön verschließen und korrekt frankieren. Statt der Adresse (die Sie ja nicht kennen) notieren Sie nun die Chiffrenummer der Anzeige, auf die Sie geantwortet haben. Der Umschlag ist nun reisefertig und muss nun in einen zweiten Umschlag, den Sie ebenfalls korrekt frankieren und an lespress schicken. ◆ 4043566

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REISEN

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■ Hilden hat nun einen Lesbenstammtisch! Immer am letzten Do. im Monat treffen wir uns. Wegen noch wechselnder Orte bitte Infos einholen unter: 0170/ 4412587 oder inge.heuschen @forumf.de ◆ 4043552 ■ Der Bi-Frauen-Stammtisch Köln trifft sich z.Zt. jeden 2. Dienstag um 20h im Gezeiten, Balthasarstr. 1. Wenn du dich gerne über deine Bi-Sexualität austauschen möchtest, ohne sofort in eine Schublade gesteckt zu werden, bist du bei uns herzlich willkommen. Iris 0221/ 87 56 99 oder bifrauenkoeln@gmx .de ◆ 4043563

beegroove.de, fon: (0)694960-848 ◆ 404 3553 ■ SM - Workshop für Frauen, die schnuppern wollen, oder SM schon praktizieren, aber mehr wissen möchten, sich austauschen wollen Theoretisches und Praktisches am 25. April ab 15 Uhr im Café Rosa, Lierenfelder Str. 39, Düsseldorf. Keine Anmeldung nötig, transsexuelle Frauen und XX-Transjungs willkommen. ◆ 4043558

Euch! Anmeldung: wickoeln@gmx.de oder über www. schmacht.org. ◆ 4043559

VEREINE/VERBÄNDE/NETZWERKE

■ Jugendkreis, Hauskreis, Gemeinde - alles schon lange her? www.zwischenraum.net ◆ 4043535

VERKAUFE

VERANSTALTUNGEN

■ women in chains - die Playparty für Frauen mit Faible für SM, Lack, Leder, Latex startet wieder am 15. Mai in Köln. Transsexuelle Frauen und XX-Transjungs, die sich der Frauen-SM-Szene verbunden fühlen, sind herzlich willkommen. Gut ausgestattete Play-Räume auf 2 Etagen und Bar-Bereich mit reichhaltigem Buffet erwarten

■ kunst erhellt eure welt! neue bilder für die wohnung oder für´s büro? kein problem! fragt einfach mal nach! knöpfle k wie kunst knoepfle.kunst.de.vu ◆ 4043543

WWW

■ Gemälde von Mallo Wünschmann - www.malloart.com ◆ 3082981

KAVE UNTERRICHT/WORKSHOPS

■ Schon mal vormerken: SM - ein Workshop für Frauen, die schnuppern wollen, oder schon praktizieren, aber mehr wissen möchten, sich austauschen wollen - am 25. April ab 15 Uhr im Café Rosa, Lierenfelder Str. 39, Düsseldorf. ◆ 4043544 ■ Hot Samba-Funk unter Pinien 2004 - Wo rk s h o p TOSCANA. Neuer Zusatzkurs 17.-24.Sept. - 395 euro (Kurs/ÜN-Landhaus/) - Reise+ Verpfl.-kosten extra. Gut geeignet für Anfängerinnen + Cracks. Samba-Perc.-Workshop, Salsa-Dance, Ethno Songs + Body-Percussion. Vollmond-Sessions am Pool. Was wollt Ihr mehr? Leit: ANNE BREICK (v. KICK LA LUNA + female samba connection), infos: www.ayebeegroove.de mail: contact@aye

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heimkino

GASOLINE BENZINA Monica Stambrini hat mit dem italienischen Spielfilm Gasoline die lesbische Variante von Thelma und Louise inszeniert.

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m Anfang sieht es aus wie Mord. Eine Tote liegt auf dem Boden. Zwei Frauen knien vor ihr. Die dunkelhaarige von ihnen sagt: „È morta“, sie ist tot. Die Blonde übergibt sich auf der Toilette.

All over me All over me erhielt 1997 für die sensible Darstellung über das Erwachsenwerden einer jungen Lesbe den Teddy-Award für den besten Spielfilm und den Siegessäule-LeserInnenpreis.

P

atti Smith. Die volle Dröhnung. Claude wiegt sich mit der Musik. Weltschmerz. Und Tränen, Tränen, Tränen, die einfach so kommen. So oder manchmal so sieht die Pubertät aus, fühlt sich ein Teenager, der verliebt ist. Und verliebt ist Claude. Und zwar in Ellen. Ihre beste Freundin schon seit Kindertagen. Auch Ellen ist verliebt, aber nicht in Claude, sondern dem Stadtteilmacho Mark. Und damit nimmt das Teenager-Coming-Out-and-growing-up-Drama seinen Lauf. Mit allem was dazu gehört oder fast allem, denn dass Claude sich zu Mädchen hingezogen fühlt, ist selbstverständlich, wird nicht problematisiert. Aber ansonsten muss Claude die ganze Teenager-Tristesse erleiden: sich nicht so hübsch fühlen, unverstanden, alleine, ungeliebt verliebt. Aus Frust greift sie schon mal in die Eistruhe zu einem großen Becher Häagen-Dasz-Eis. Und muss sich von ihrer Mutter anhören, dass sie doch sowieso zu dick sei. Als wenn das alles noch nicht genug wäre, wird auch noch ihr schwuler Nachbar, ein Junge, der gerade ins Haus eingezogen ist, umgebracht weil er schwul ist. Ganz schön viel für so ein Teenager-Leben. Aber dann lernt Claude eines Tages die punkige Lucy kennen. Lucy ist lesbisch und Lucy hegt den gleichen Traum wie Claude - Musik in einer Frauenband zu machen … Das Teenager-Drama spielt im New Yorker Viertel Hell’s Kitchen und kann sowohl als Video und nun auch als DVD erworben werden. Die DVD bietet im Gegensatz zur VHS den Film in deutscher Synchronfassung und englischer Originalfassung sowie Bonus Material mit interessanten Hintergrundinformationen, Bildergalerie und dem Original-Kinotrailer. Dagmar Trüpschuch

VHS 15,30 Euro DVD 24,95 Euro Bestellung über den pro-fun-onlineshop www.pro-fun.de lespress ❘ april 2004

Die Dunkelhaarige, Stella, führt eine Tankstelle irgendwo in Italien, die Blonde ist ihre Freundin Eleonora. Alles ist gut bis zu dem Tag als Eleonaras’Mutter auftaucht und ihre Tochter mit Vorwürfen über ihren Lebenswandel überschüttet, sie beschimpft, weil sie lesbisch ist. Es kommt zu Handgreiflichkeiten und dann passiert eben das, was anfangs wie Mord aussieht. Doch nun, wohin mit der Leiche? Und dann fährt auch noch ein Wagen mit Testosteron-Jünglingen vor. Sie fordern Benzin, die Tankstelle ist geschlossen. Sie pöbeln Stella an. Aus Rache zerschrammt sie heimlich deren Wagen. Damit ist der Kreis geschlossen und Eleonora und Stella mit toter Mutter im Kofferraum und die Testosteron-Jünglinge nebst videofilmender Freundin werden sich im Laufe einer Nacht immer wieder begegnen. Gasoline ist ein lesbisches Roadmovie, ein spannender Film, der Spaß macht, lustig ist. Die Entsorgung der Leiche erinnert an Hitchcocks Immer Ärger mit Harry - denn so einfach wird man eine Leiche einfach nicht los. Auch nicht eine dominante Mutter, die ihre Tochter weiterhin aus dem Reich der Toten beschimpft und gängelt. Und dann sind da ja auch noch die Testosteron-Verfolger, die immer da auftauchen, wo man sie nicht erwartet, immer auf Rache aus für ihren verschrammten Wagen. Die aufregende Nacht bleibt auch nicht ohne Auswirkungen auf Stella und Eleonora. Sie lieben und bekriegen sich, auf eine Ohrfeige folgt der schnelle Sex auf der Toilette. Wie der Film überhaupt schnell ist, flott geschnitten, unterlegt mit schnellen Beats, die die ZuschauerInnen in die Geschichte hineinziehen. Doch Ende gut alles gut? Im Laufe der Geschichte gewinnt die schüchterne Eleonora zusehnst an Selbstvertrauen in gleichem Maße wie sie sich mit ihrer toten Mutter aussöhnt. Die Testosteron-Verfolger scheinen ihre Opfer umzingelt zu haben. Den beiden Frauen bleibt nur ein Ausweg. Sie schauen sich die tief in die Augen. „Hast du Angst“, fragt die eine. „Nein“, antwortet die andere. Gasoline, der Ende letzten Jahres erfolg-

reich in den Kinos lief, kann nun als VHS im italienischen Original mit deutschen Untertiteln erworben werden. Auf der DVD können die Untertitel ausgeblendet werden. Zudem gibt es auf der DVD viele Hintergrundinformationen, eine Bildergalerie und den Original-Kinotrailer zu sehen. Dagmar Trüpschuch VHS 16,50 Euro DVD 24,95 Euro Bestellung über den pro-fun-onlineshop www.pro-fun.de

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miss marple

MADAM, SIR, nach langer Zeit gibt es wieder einmal Neuigkeiten aus dem Jenseits. Nein - das ist jetzt nicht eine nachgeholte Novemberkolumne oder etwas Ähnliches.

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ber es mutet doch recht abseitig an, was man in amerikanischen Medien dieser Tage auf Video gezeigt bekam. Lady Diana Spencer geschiedene Windsor, 1997 in Paris mittels Autounfall durch einen Tunnel ins Jenseits entrückt, wird auf diesen Bändern gezeigt, wie sie schmutzige Wäsche wäscht. - Natürlich im übertragenden Sinne, oder glauben Sie, da würde sich jemals jemand die fürstlichen Fingerlein besudeln. Verlangen wir ja auch gar nicht. Aber diese Videosudeleien nach so vielen Jahren noch einmal aufzuwärmen, wo wir doch schon das Buch zum Film hatten. Und „Her true story“ war ja auch nicht apetitanregend. Anyway - wo war ich: Ach so, Sudeleien. Aus dem Buckingham Palast gab´s wie immer kein statement, stattdessen, die Information, die Königin hätte einen Wachmann angeschrien, der es mit umgehängter Maschinen-Pistole gewagt hatte, ihrer Majestät unter die Augen zu treten. Tja, aber wehe er hätte nicht. Dann wär´s auch nicht recht gewesen - Hauptsache meckern. Das können alte Frauen ja gut. Eine Studie hat jetzt übrigens belegt, daß Menschen immer weniger lachen, je älter sie werden. Das fängt bei 50% der Mimik pro Tag an und endet bei unter 7% oder so. Na, das ist doch noch ein guter Schnitt. Diese amerkanischen (wer sonst) Wissenschafler waren offensichtlich noch nie in einer Szene-Gaststätte. Dort liegt der Lächelfaktor ja schon unter dem Gefrierpunkt, bevor das Publikum überhaupt volljährig ist. Hauptsache cool und frostiger Blick. Das vermittelt potentiellen Sexpartnerinnen, dass Gertrud dominant und selbstbewußt bis zum Ab-

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winken ist. Auch wenn Gertrud im wahren Leben das Mausi vom Dienst als Sekretärin gibt, die ‘word’nicht richtig beherrscht, oder zu dämlich ist, ihre Ablage auf die Reihe zu kriegen. Aber das wäre ja Alltag und der ist uncool. Ob das vielleicht der Grund ist, weshalb soviele Beziehungen nicht übers erste Vierteljahr Bestand haben? Weil man sich einfach nicht die Wahrheit sagt und stattdessen cool ist. Wäre eigentlich ganz einfach, wenn es denn mit einem Lächeln geschähe. Dann könnte das auch mit ‘word’ und der Ablage funktionieren, der Frust wäre weniger, die Szene entspannter, Gertrud wäre lockerer und sexy, würde ihre Rita-fürs-Leben kennenlernen und nicht nur fürs erste Jahresquartal und dann ab in die Ablage etc. Auch der Queen wäre mit diesem Rat geholfen. Die hat in der letzten Zeit auch immer dieses depressive Ziehen um die Mundwinkel. Was mich ehrlich bei diesem Ehemann nicht wundert. Aber das wäre mit einer eingetragenen Partnerin wohl auch nicht anders. Apropos eingetragene Partnerin: Da haben die Lesben und Schwulen Kaliforniens ja nun auch nix mehr zu lachen. Heiraten wurde höchstrichterlich verboten. Und der Gouverneur, genannt Conan der Barbar, unter Schützenhilfe des Helden von Bagdad, die beiden reiben sich zufrieden die Hände. Wird aber nix nützen, meine Herren! Langfristig gesehen werden sie diese Schlacht auch verlieren. Schauen sie mal ins alte Europa, und wie´s hier klappt. Und dann das Lächeln nicht vergessen. Bis zum nächsten Mal. lespress ❘ april 2004


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Lespress Ausgabe 04 2004