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Das Kundenmagazin des Lehrmittelverlages Z眉rich

Nummer 14 路 Mai 2014

Fokus

Kinder auf dem Schulweg Werkstatt

Es ist Pausenzeit Fensterplatz

Das historische Schulzimmer


Editorial

Beat Schaller Verlagsleiter

Liebe Leserin, lieber Leser Dass Sie gerade in diesem «Einblick» blättern, bedeutet wohl, dass Sie im Moment nichts Dringlicheres zu tun haben. Oder womöglich verspüren Sie ganz einfach keine Lust darauf, zu arbeiten. Vielleicht steht Ihnen der Sinn nach einer kleinen Pause, danach, nichts zu tun, kurz innezuhalten – oder eben den «Einblick» zu lesen. Pausen gehören zum Alltag genauso wie die Arbeit. Und das Thema lässt sich auch mit praktisch allen Artikeln dieser «Einblick»-Ausgabe verbinden, zuallererst natürlich mit dem neuen Liederheft «Pauseziit» von Karin Widmer und Peter Nussbaumer. Im Interview ab Seite 13 erzählen sie, wie sie auf die Idee gekommen sind, das Thema, das ja gerade in der Musik per Definition Ruhe und Stille bedeutet, musikalisch – also bewegt – umzusetzen. Eine Art Pause kann auch der Schulweg sein. In dieser Zwischenzeit zwischen Schule und Freizeit gibt es immer einiges zu entdecken, sei es ganz normal auf der Quartierstrasse, wie es die meisten Kinder erleben, oder – auch das gibt es – aus der Vogelperspektive von der Seilbahngondel aus, in der der Entlebucher Schüler Lukas Kammermann täglich einen Teil seines Schulweges zurücklegt. Dass ihm das auch nach der x-ten Fahrt noch nicht verleidet ist, erzählt er im Fokus-Artikel dieses Heftes. Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, wünsche ich nun bei der Lektüre dieses «Einblicks» eine erholsame und anregende Pause von Ihren übrigen Verpflichtungen, damit Sie diese danach gestärkt mit neuem Elan umso beschwingter wieder angehen können.


Das Kundenmagazin des Lehrmittelverlages Zürich

Nummer 14 · Mai 2014

Der Schulweg

Inhalt

Unterwegs im Entlebuch, im Emmental und im Zürcher Unterland. Fokus Seite 4–9

In Bewegung bleiben Haltungsturnen in den 1970er-Jahren. Archiv Seite 12

Pausenlieder Wie eine Lieder-CD entsteht. Werkstatt Seite 13–15

«Kinder unterwegs»

Fokus

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Neuerscheinungen

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Archiv

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Werkstatt

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Fensterplatz

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Seitenblick

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Stichwort

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Impressum

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Die Illustratorin Claudia de Weck zum Stichwort «Kinder unterwegs». Stichwort Seite 19

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Fokus

Der Schulweg – unterwegs im Entlebuch, im Emmental und im Zürcher Unterland

Auf dem Weg zur Schule, alleine oder in der Gruppe, erleben und entwickeln Kinder ihre Selbstständigkeit. Erinnern Sie sich an Ihren eigenen Schulweg? Kaum ein Raum zwischen Elternhaus und Schulzimmer ist so besetzt mit Erlebnissen, Geschichten und Herausforderungen wie der Schulweg. Jeder Schulweg ist einzigartig. Stefan Schneiter


Was für Touristen ein ganz besonderes Erlebnis darstellt, ist für Lukas Alltag.

Exklusiv per Seilbahn zur Schule Eine solche Aussicht hat nicht jedes Kind auf seinem Schulweg: Schaut Lukas Kammermann zur Seilbahngondel hinaus, sieht er rings um sich das hügelige Napfbergland und bei klarer Sicht ein fantastisches Bergpanorama: Sustenhorn, Pilatus, Titliskette, Rigi – ja gar den weit entfernten Säntis. Was für Touristen ein ganz besonderes Erlebnis darstellt, ist für Lukas Alltag. Denn der Fünftklässler fährt täglich per Seilbahn zur Schule. Lukas wohnt auf dem Ober-Länggrat auf 1170 Meter über Meer, in der Gemeinde Romoos im luzernischen Entlebuch. 50 Meter neben seinem Elternhaus fährt die Seilbahn von der Bergstation hinunter nach Schwändi. Sie hat nur eine einzige Gondel, in der vier Personen Platz finden. 1300 Meter lang ist die Bahn, in 7 Minuten Fahrzeit überwindet sie 120 Höhenmeter. In der Mitte der Fahrstrecke schwebt die Gondel rund 150 Meter über dem Boden. Das beeindruckt Lukas wenig. «Ich hatte noch nie Schiss», sagt er keck. Man glaubt es ihm. Schliesslich hat der Elfjährige von klein auf immer die Bahn benützt, ist mit ihr aufgewachsen. Nur einmal, im Sommer vor drei Jahren, hing er während einer Viertelstunde mitten auf der Strecke fest, weil eine umgestürzte Tanne die Stromzufuhr unterbrochen hatte. Mit einem Benzin-Notmotor konnte die

Gondel wieder in Bewegung gesetzt werden, sodass Lukas bald wieder festen Boden unter den Füssen hatte. Auch wenn es für ihn Alltag ist, so geniesst Lukas die Fahrten. Zuweilen entdeckt er tief unten zwischen den Bäumen oder auf einer Wiese ein Reh, einen Fuchs oder seltener auch einmal eine Gämse. Und Lukas weiss, dass ihn seine Schulkameraden um seinen Schulweg heimlich beneiden. Er hat seine besten Freunde schon wiederholt zur Geburtstagsparty bei sich auf den Ober-Länggrat eingeladen. Dann durften auch sie mit der Gondel hinauf- und hinunterfahren. Lukas’ Grossvater Fritz bedient als Seilbahnwart im Kommandoraum der Bergstation die Zugmaschine. Seit der Inbetriebnahme 1962 bedient er die Seilbahn. «Noch nie hat die Maschine Schwierigkeiten gemacht in all den Jahren», erklärt Fritz Kammermann nicht ohne Stolz. Einmal im Jahr findet eine offizielle Kontrolle statt, und Revisionsarbeiten werden durchgeführt. An jedem Schultag setzt der Grossvater die Seilbahn in Betrieb. Nicht nur für Lukas, sondern auch für seine älteren Geschwister Nina und Reto sowie für zwei Nachbarskinder. Zuweilen kann es vorkommen, dass bei starkem Wind die Seilbahn nicht fahren kann. Dann muss Lukas vom Vater oder von der Mutter mit dem Auto hinuntergefahren werden. Die Seilbahn allein macht jedoch noch nicht Lukas’ ganzen Schulweg aus. 5


Fokus

1

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Unten in der Talstation steigt er um in den Schulbus. Von der Schwändi aus fährt der Bus in zehn Minuten hinunter ins Dorfzentrum von Romoos. Das Gemeindegebiet von Romoos umfasst über 37 Quadratkilometer. Aufgrund der Streusiedlungen und Einzelhöfe haben viele Kinder einen weiten Schulweg. Rund zwei Drittel der 44 Schulkinder der Schule Romoos kommen per Schulbus zur Schule, wie Schulleiterin Heidi Kunz erzählt. Für die Kinder sind zwei Schulbusse im Einsatz. Die älteren Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe müssen im Dorfzentrum ins Postauto umsteigen, das sie nach Wolhusen bringt. Die beiden Geschwister von Lukas, Nina (13) und Reto (15), sind so an jedem Schultag je eine Stunde für den Hin- und den Rückweg unterwegs. Für Lukas, der in die 5. Klasse geht, ist der Schulweg noch nicht so weit. Er geht gern zur Schule, geniesst aber auch das Heimkommen. Denn wenn er nach rund 20 Minuten Schulweg mit der Gondel zuhause ankommt, springt Bali, der einjährige Hund, eine Labrador-Appenzeller-Mischung, freudig an ihm hoch. 1–3 Der zweite Teil von Lukas‘ Schulweg erfolgt mit dem Schulbus. 4 Schulleiterin Heidi Kunz von der Schule Romoos.

4 6

Projekt «Schuel(z)wäg» verbindet viele Vorteile Zu Fuss oder per Velo statt im Auto der Eltern zur Schule – das sollen die Kinder in Trubschachen. Zur Belohnung winken Preise. Ausgeheckt hat das Projekt «Schuel(z)wäg» Walter Guggisberg. «Wir wollten einen Nachteil in einen Vorteil umwandeln», erklärt der Schulleiter in Trubschachen den Ursprung der Idee. Kinder, die im 15 Quadratkilometer grossen Emmentaler Dorf einen langen Weg zur Schule zurückzulegen haben, sollten eine Belohnung erhalten, sofern sie dies aus eigener Energie tun. Guggisberg hat im Jahr 2008 ein ausgeklügeltes System entwickelt und in den vergangenen Jahren immer mehr verfeinert. Alle Kinder tragen den von ihnen absolvierten Schulweg auf einer Liste ein. Dabei zählen die Distanz und die zurückgelegten Steigungsmeter. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass in dem hügeligen Dorf viele Kinder ihren Weg über Stock und Stein zurücklegen müssen. «Schuel(z)wäg» wird jährlich, im August / September sowie im Mai, durchgeführt. Die Kinder, die am Schluss am meisten Fleiss- und Leistungspunkte gesammelt haben, erhalten einen Preis. Und da kommen gewaltige Zahlen zusammen. Die Viertklässlerin Larissa Zaugg hat im letzten Jahr einen Ge-


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Gemeinde, bei denen der Zustand der Velos kontrolliert wird, die Unfallgefahr. «Wir unterstützen die eigendynamische Fortbewegung», streicht Walter Guggisberg heraus.

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samtwert von 743 Kilometern erzielt. Auch wer kürzere Wege zu absolvieren hat, kann gewinnen. Verschiedene Kategorien werden gebildet, damit alle Schülerinnen und Schüler eine Chance haben. Um die Motivation für alle weiter zu steigern, werden an einem bestimmten Tag Rucksäcke unter allen Teilnehmenden verlost. Ebenso ausgetüftelt wie die Leistungsmessgrössen sind auch die Preise. Die Kinder können gemäss einem genau abgestuften Bewertungssystem wählen zwischen Eintritten in die Badi, zum Minigolf, in einen Kletterpark oder in den Tierpark Dählhölzli. Weitere Preise sind Licht-Sets, Tachometer oder Werkzeugtools für Velos. Dahinter steckt die Idee, die Kinder auch ausserhalb der Schule zu einer aktiven Freizeitgestaltung anzuregen. Alle erhalten eine schriftliche Anerkennungsurkunde sowie einen Trostpreis. Den Kindern gefällt es. «Es ist witzig, wenn man Preise gewinnen kann», sagt die Viertklässlerin Zoe Wüthrich. Und ihre Schulkameradin Alina Reber erklärt, ohne den gewonnenen Preis hätte sie den Tierpark Dählhölzli wohl nicht besucht. Aus Sicht der Gemeinde verbinden sich mit «Schuel(z)wäg» viele Vorteile. So wird, entsprechend dem Schulleitbild, die Fitness der Schülerinnen und Schüler gefördert. Die Kosten für die Gemeinde sind gering, da die Preise von Sponsoren gestellt werden. Zudem vermindern die Velochecks der

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Alle Kinder tragen den von ihnen absolvierten Schulweg auf einer Liste ein. Dabei zählen die Distanz und die zurückgelegten Steigungsmeter.


Fokus

Per «Pedibus» in den Kindergarten Für «eine ganz tolle Sache» hält Andrea Frei aus Eglisau das Projekt «Pedibus». Die Mutter einer der Kindergartenkinder machte im vergangenen Sommer als Begleiterin an dem Projekt mit. Dem Projekt «Pedibus» liegt die Idee zugrunde, Kinder zu Fuss mit Begleitung sicher in den Kindergarten zu führen, anstatt sie mit dem «Elterntaxi» zu fahren. Das System ist ganz einfach: Der «Pedibus» funktioniert wie ein normaler Bus, aber der Transport erfolgt zu Fuss. Die Kinder werden dabei an bestimmten Haltestellen auf ihrem Weg zum Kindergarten von erwachsenen Begleitpersonen abgeholt und legen den Weg in Gruppen gemeinsam zurück. Sie halten sich dabei an einem Seil fest. In Eglisau wurde das Projekt «Pedibus» in den vergangenen zwei Jahren zwischen Sommer- und Herbstferien zweimal durchgeführt. Bei der Premiere im Sommer 2012 waren die Begleitpersonen Senioren, im vergangenen Jahr beteiligten sich auch die Eltern der Kindergärtler daran. Die Begleitpersonen teilen sich die täglichen zwei Hin- und Rückwege unter der Woche untereinander auf. Andrea Frei hat gern mitgemacht. «Ich hätte meine Tochter in den ersten Wochen ohnehin in den Kindsgi begleitet. Mit dem «Pedibus» kann man sich aufteilen – und dank dem Seil, an dem sich die Kinder halten, kommen sie sicher ans Ziel.» 8

2012 war der «Pedibus» zum ersten Mal unterwegs. Auch Silvia Bär war eine der Begleiterinnen. «Die Kinder entwickeln ein gutes Gruppengefühl, sie singen auf dem Weg, wir hatten es immer lustig», erzählt sie. Allerdings hat Silvia Bär auch gewisse Vorbehalte: «Eigentlich lernen nur die vordersten zwei Kinder den Schulweg genau kennen. Die Befähigung der Kinder zur selbstverantwortlichen Schulwegbewältigung wird meiner Meinung nach durch das Projekt «Pedibus» zu wenig gefördert.» Schulpflegerin Margrith Waiblinger, die das Projekt «Pedibus» in Eglisau zusammen mit ihrer Schulpflegekollegin Regula Peter initiiert hat, ist jedoch von den Vorteilen überzeugt: «Die Kinder haben Bewegung, sie lernen, rechtzeitig an den Haltestellen bereitzustehen, sie kommen sicher ans Ziel und lernen auch soziales Ver-

halten in der Gruppe. Wir haben gemerkt, dass nach rund fünf Wochen die Disziplin nachlässt, da viele Kinder finden, sie würden den Weg nun kennen und bräuchten nicht mehr am Seil zu gehen.» Doch nach diesen fünf Wochen ist laut Waiblinger der Hauptzweck ja erfüllt – die Kinder haben wichtige Fortschritte in Bezug auf Selbstständigkeit, Gemeinschaftserlebnis und Beweglichkeit erzielt.


«Die Kinder entwickeln ein gutes Gruppengefühl, sie singen auf dem Weg, wir hatten es immer lustig.»

Der Schulweg in Zahlen und Worten – Beispiele aus Lehrwerken des Lehrmittelverlages Zürich Multiplikation

1 Mathematik 3 Primarstufe, Themenbuch, S. 64 2 Mathematik 2 Sekundarstufe I, Arbeitsheft I, S. 71 3 Explorers 1, Workbook, S. 54 (Englisch Mittelstufe) 4 Blickpunkt 1, Schülerbuch, S. 8/9 (Religion und Kultur Unterstufe)

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Neuerscheinungen

Mathematik 4 Primarstufe 4. Schuljahr

Index zu den Begleitheften von Mathematik 1 bis 3 Sekundarstufe I 7. bis 9. Schuljahr

Primarstufe

Themenbuch

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Mathematik 4 Primarstufe ist der vierte Teil des neuen Mathematik-Lehrmittels für die Primarstufe. Es knüpft an Mathematik 1–3 Primarstufe an. Das Themenbuch richtet sich an Schülerinnen und Schüler. Es enthält das Kernangebot zu allen 36 mathematischen Themen. Die erste Doppelseite ermöglicht mit zentralen Informationen und Aufgaben allen den Zugang zum Thema. Die zweite Doppelseite enthält Aufgaben zur Auswahl. Fünf Arbeitshefte ergänzen das Themenbuch. Durch die Übungen werden Lerninhalte vertieft und Grundfertigkeiten gefestigt. Die Lernsoftware Fertigkeiten erwerben besteht aus 12 Routinen in zwei Schwierig-

keitsgraden. Mit der Lernsoftware können die Schülerinnen und Schüler ihre mathematischen Grundfertigkeiten weiter trainieren. Das Handbuch unterstützt die Lehrpersonen mit ausgearbeiteten Unterrichtsvorschlägen. Es bietet grundlegende Aufgabenstellungen für die ganze Klasse sowie ein breites Angebot an Aufgaben zur Auswahl für einen differenzierten Unterricht. Zahlreiche Kopiervorlagen helfen, die Unterrichtsvorschläge direkt umzusetzen. Zur Beurteilung von Lernzielen und Kompetenzen stehen Beobachtungsbogen zur Verfügung. Die Lösungen umfassen die Lösungen zum Themenbuch und zu den Arbeitsheften. Auf einer CD-ROM werden den Lehrpersonen veränderbare Arbeitsblattvorlagen sowie Arbeitsblätter in zwei bis drei Schwierigkeitsgraden zur Verfügung gestellt. Mehr Informationen: www.mathematik-primar.ch

Informationen zu diesen und weiteren Neuerscheinungen finden Sie auf unserer Website www.lehrmittelverlag-zuerich.ch 10

Wie lautete die Formel für die Berechnung des Volumens eines Prismas? Welche mathematischen Begriffe kommen in diesem Kapitel vor? Wo finde ich im Begleitheft die lineare Funktion? Wann werden «Potenzen» wieder aufgegriffen? Um diese und ähnliche Fragen zum neuen Mathematik-Lehrwerk schnell zu beantworten, steht auf www.mathematik-sek1.ch ein Index zu den drei Begleitheften kostenlos bereit. So lässt sich einfach nachschlagen, in welchem Begleitheft der gesuchte Begriff nachgelesen werden kann. Der «Index Begleithefte» ist als Excel-Tabelle verfügbar. Sie kann online genutzt oder auch ausgedruckt werden. Jede Spalte der Excel-Tabelle kann beliebig sortiert und durchsucht werden, zum Beispiel nach einem bestimmten Kapitel, einem Stichwort oder einem Begleitheft.

Bei den Stichworten wird nach Haupteinträgen, die fett markiert sind, und Nebeneinträgen unterschieden: Die Haupteinträge sind die grundsätzlichen Erklärungen eines bestimmten Stichworts. Die Nebeneinträge verweisen auf weitere Einträge in den Begleitheften, wo dieses Stichwort auch eine wichtige Rolle spielt. Der komplette Index zu allen Stichworten der Begleithefte steht auch als PDF-Dokument bereit. Hier ist die Tabelle alphabetisch nach den Stichworten sortiert. Das PDFDokument lässt sich aber auch mit der Volltextsuche durchsuchen. Excel-Tabelle und PDFDokument gratis unter www.mathematik-sek1.ch


Voices basic Kompaktwissen mit Humor für die grundlegende Anforderungsstufe 7. bis 9. Schuljahr

Die Materialien sind auf eine Unterrichtszeit von ungefähr 100 Lektionen pro Schuljahr ausgelegt.

Voices basic ergänzt das Lehrwerk Voices – English for secondary schools mit einer Ausgabe für die grundlegende Anforderungsstufe der Sekundarstufe. Bereits erschienen sind Voices basic 1 und Voices basic 2 für das 7. und 8. Schuljahr. Voices basic 3 für das 9. Schuljahr ist ab August 2014 erhältlich. In Voices basic wird der didaktische Ansatz von Voices beibehalten: Kompetenzorientierung, themenbezogene und handlungsbasierte Inhalte und Aufgabenstellungen. Hingegen wird die sprachliche Komplexität verringert, zum Beispiel durch die Vereinfachung von Syntax und Wortschatz. Neu gibt die Rubrik «Everyday English» der Alltagssprache mehr Raum. In der «Grammar bank» werden die in der Unit behandelten sprachlichen Phänomene zusätzlich auf Deutsch erklärt.

Lehrwerkteile pro Jahresband: – Je 1 Schülerbuch Course Book mit 7 Units à 12 Seiten, inkl. Audio-CD – Je 1 Arbeitsheft Trainer File mit vertiefendem, zusätzlichem Übungsmaterial, inkl. Audio-CD – Je 1 Lehrerkommentar Teacher’s Pack, inkl. Kopiervorlagen und CD-ROM mit Printmaterialien, AudioDokumenten und Filmen Zusätzlich zu Voices basic 1 und 2: – Je 1 Satz Lernzielkontrollen Assessment Pack (erscheinen im August bzw. Oktober 2014) Mehr Informationen: www.voicesweb.ch

joël chételat, pierre dessemontet mix & remix

STADT LAND SCHWEIZ GEOGRAFIE - WIRTSCHAFT - GESELLSCHAFT

Der Verlag Editions Loisirs et Pédagogie (Le Montsur-Lausanne, VD) hat im November 2013 für die Reihe «Comprendre» den «Albert Oeri-Preis» der Neuen Helvetischen Gesellschaft erhalten. Der «Albert Oeri-Preis» zeichnet Personen, Gruppen oder Organisationen aus für innovative Leistungen, die zur Stärkung der Demokratie in der Schweiz beitragen. Die Reihe «Comprendre» deckt ein breites Themenspektrum ab, das von staatsbürgerlichen, historischen oder wirtschaftlichen bis hin zu gesellschaftlichen oder geografischen Fragestellungen reicht. Jeder Band ist von einem anderen Autor bzw. Autorenteam geschrieben. Die teils komplexen Themen werden durch die humorvollen Illustrationen von Mix & Remix aufgelockert. Der Illustrator und Karikaturist Philippe Becquelin alias Mix & Remix hat in der

Westschweiz mit seinen Presse- und Fernsehkarikaturen längst Kultstatus erreicht. Aus der Reihe «Comprendre» sind im Lehrmittelverlag Zürich in deutscher Übersetzung erschienen: Schweiz in Sicht, Auf zur Schweiz, Schweiz im Bild, Schweiz am Ball, Europa kompakt, Auf und ab, Geld im Griff und Züri kompakt (ausschliesslich auf Deutsch erschienen).

Neu ergänzt ein weiterer Titel die ausgezeichnete Reihe «Comprendre»: Stadt Land Schweiz erklärt, was die Schweiz zur Schweiz macht und wie Landschafts- mit Siedlungs- und Gesellschaftsformen zusammenhängen. Stadt Land Schweiz bietet ein breites Panorama zu Topografie, Klima, Wirtschaft und Gesellschaft der Schweiz.

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Archiv

Mach mit – blib fit!

Fitness ist das Schlagwort des Lehrmittels «Mach mit – blib fit!», das 1973 fürs Haltungsturnen erschienen ist. Mit dem Ziel, Sport als regelmässige Lebensgewohnheit zu etablieren, zeigen 24 Faltblätter Übungen für das Schulzimmer, für die Turnhalle und für zu Hause. Viele Übungen sind für Schulkinder konzipiert, andere können auch von «Damen und Herren verschiedensten Alters» im «Alltagstenue ohne schwitzen» durchgeführt werden.


Werkstatt

«Das schweisst eine Klasse zusammen»

Karin Widmer, Primarlehrerin in Trüllikon, und Peter Nussbaumer, Kantonsschullehrer in Winterthur, haben mit ihren Klassen eine CD mit Pausenliedern produziert. Die CD «Pauseziit», eine ergänzte Neuaufnahme dieser Lieder, erscheint demnächst im Lehrmittelverlag Zürich. Interview: Stefan Schneiter.

Wie kamen Sie auf die Idee, eine CD mit Pausenliedern herauszugeben? Peter Nussbaumer: Die Idee entstand vor drei Jahren. Der Elternrat von Trüllikon, dem ich angehöre, wollte den Pausenplatz des Schulhauses aufwerten. Es gab viele Wünsche von Seiten der Kinder: Klettergerüst, Baumhütte, Waldsofa, Labyrinth, Barfussweg. Erst gaben wir einen Kredit für diese Bauten ein, doch wegen des Spardrucks

fehlte das Geld. Also mussten wir uns eine Alternative überlegen, um mindestens einen Teil der nötigen Mittel aufzutreiben. Als Musiklehrer kam ich im Herbst 2012 auf die Idee, einige Lieder zu komponieren und eine CD zu produzieren. Da ich komponieren, aber keine Liedtexte schreiben kann, fragte ich Karin an, ob sie Lust hätte, mitzumachen. Karin Widmer: Ich sagte sofort ja. Schon nach einer Woche hatte ich sechs Texte geschrieben. Nussbaumer (lacht): Bei diesem Tempo kam ich gleich gehörig in Zugzwang!

Wie entstand die CD? Widmer: Kurz darauf sassen wir zusammen und spielten die Lieder in einem ersten Probelauf durch. Ich wollte wissen, wie sie mit Klavierbegleitung tönen. Wo sind Verbesserungen an Melodie oder Text nötig? An Stellen, die sich nicht ideal reimten, passte ich die Texte an. Ab Januar 2013 studierte ich mit meinen Schülerinnen und Schülern von der 4. bis 6. Klasse in Trüllikon die Lieder ein. Im April nahmen wir die CD auf, mit einem Tontechniker aus dem Dorf. Für das dazugehörige Booklet veranstalteten wir einen Zeichenwettbewerb und suchten die sechs besten Bilder aus. Nach den Frühlingsferien verkauften die Kinder die CD in Trüllikon und den umliegenden Dörfern. Wir verkauften knapp 160 CDs und nahmen 2300 Franken ein, 13


Werkstatt

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Wieso das Thema Pause? Nussbaumer: Pausen sind fest in den Schulalltag integriert. Daher eignen sie sich gut als Thema für eine CD. Meines Wissens gibt es bisher noch keine Pausenlieder. Widmer: Ich kenne ein einziges: «Pause, Pause, Pause mache, isch für alli Chinde öppis Schöns ....»

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Wie ist die CD aufgebaut? Widmer: Erst kommt das Lied mit dem «Pausenclown» – ein Schüler, der lustige Sprüche macht während der Schulstunde. Gegen Schluss der Stunde denken viele Schulkinder: «Ich bruuch e Pause.» Sie beginnen zu träumen von ihrem «Traumpausen-

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An wen richtet sich die CD? Widmer: An Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe. Die Lieder sind recht anspruchsvoll, enthalten relativ viel Text. Auch die Melodien sind nicht ganz einfach. Aber meine Klasse hat die Lieder gern gesungen.

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Das Liederheft inkl. Audio-CD mit 24 Pausenliedern und Playbacks erscheint im Juni 2014. platz», wie sie ihn sich vorstellen. Dann läutet es endlich: «Trrr!» Beim Hinausgehen aus dem Zimmer kommt der «Pausen-Boogie-Woogie», wenn sich die Kinder bewegen.

Mit dieser CD sind die Schülerinnen und Schüler ziemlich gefordert ... Nussbaumer: Mein Anspruch war es, etwas möglichst gut Singbares zu komponieren. Doch kann man die Lieder nicht einfach auf die Schnelle singen, man muss üben, mit ihnen arbeiten. Rückmeldungen aus der Schülerschaft zeigten mir, dass die Lieder nicht einfach sind – aber melodisch

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«Pausen sind fest in den Schulalltag integriert. Daher eignen sie sich gut als Thema für eine CD.»

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modernen Liedern und altem Liedgut, das weiter gepflegt werden sollte, ist es möglich, dass alle Freude an der Musik haben. Nussbaumer: Am Gymnasium in Winterthur, wo ich unterrichte, stellen sich dieselben Fragen. Die Jugendlichen müssen das Erlebnis haben, dass Singen etwas Tolles ist. Ist dieses Grunderlebnis da, kann man auch einmal das «Buurebüebli» oder Weihnachtslieder mit ihnen singen. Es muss nicht nur immer Populärmusik sein.

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passend. Auch die Lehrperson muss ein bisschen etwas von Musik verstehen, um die Melodien vorspielen und die Klasse begleiten zu können.

Es gibt schon viele CDs mit Schulliedern ... Widmer: Es kann gar nie genug verschiedene CDs für Schülerinnen und Schüler geben! Ich suche stets nach neuen Aufnahmen. In der Mittelstufe ist es ja nicht mehr ganz einfach, die Kinder zum Singen zu animieren. Vor allem für Knaben gilt Singen mit zunehmendem Alter als uncool. Ich glaube aber, mit einer Mischung von

Sie haben Ihre CD in Trüllikon produziert. Arbeiten Sie nun auch an der ergänzten Neuaufnahme der Lieder mit, die unter dem Titel «Pauseziit» beim Lehrmittelverlag Zürich erscheinen wird? Widmer: Nach dem Erfolg unserer CD erhielten wir viele positive Rückmeldungen. Da fanden wir, man könnte mehr draus machen. Wir wandten uns daher an den Lehrmittelverlag Zürich, und dieser zeigte sofort Interesse an unseren Liedern. Einige meiner Schülerinnen und Schüler werden auch an der neuen CD mitarbeiten und die Lieder im Tonstudio von Toby Frey nochmals aufnehmen. Toby Frey ist Musiklehrer an der Pädagogischen Hochschule Zürich und hat bereits für mehrere Projekte mit dem Lehrmittelverlag Zürich zusammengearbeitet. Nussbaumer: Wir nahmen die Lieder auf unserer CD quasi konzertant auf, also Musik und Gesang zusammen.

Für die neue CD werden aber alle Instrumente und Lieder separat im Tonstudio aufgenommen. Von mir stammt die Klavierbegleitung. Weiter kommen wohl noch Perkussion oder andere Instrumente hinzu.

Sind sechs Lieder nicht etwas wenig für eine CD? Widmer: Toby Frey hat für «Pauseziit» noch weitere achtzehn Lieder zu unseren hinzukomponiert. Diese sind einfacher zu lernen und auch für den Kindergarten sowie die Unterstufe geeignet. Sie setzen mehr als unsere Lieder auf Körperbewegung und Koordination und sind eher als musikalischer Pauseneinschub gedacht, wenn die Schülerinnen und Schüler während der Schulstunde müde sind. Unsere Lieder handeln inhaltlich von der Pause selbst. Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrem Liederprojekt gesammelt? Widmer: Ein solches Liederprojekt schweisst eine Klasse zusammen. Da sind alle motiviert, ihr Bestes zu geben, etwas Lässiges auf die Beine zu stellen. Für die Kinder war die Produktion ein grosses Erlebnis. Aber sie erforderte auch viel Disziplin. Nussbaumer: Hinsichtlich Motivation kann ich Karin nur beipflichten. Durch solche Projekte entsteht in Klassen ein eigentlicher Sog, der alle mitreisst. Das wirkt sich aufs Klima in der ganzen Klasse aus.

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Fensterplatz

Schulmuseum Das Schulmuseum Mühlebach am Westrand von Amriswil ist in einem 1845 / 46 als Lehmbau (Pisébau) errichteten Schulhaus untergebracht. Die mit dem Unterrichtsgesetz von 1833 angestrebte Professionalisierung der Schulen war Auslöser für diesen Bau. Im Obergeschoss des Schulhauses befanden sich zwei Klassenzimmer mit Platz für je 80 Kinder, und im Erdgeschoss waren zwei Lehrerwohnungen. Hans Weber, Leiter des Schulmuseums Mühlebach

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Bis 1989 fand im Schulhaus Mühlebach Unterricht statt, obwohl das Gebäude baulich immer mehr vernachlässigt wurde. 1998 beschloss die Schulbehörde den Abbruch, da ein Verkauf des Hauses gescheitert war. Mit Hilfe der kantonalen Denkmalpflege gründete eine kulturell interessierte Gruppe von Amriswilern 1999 eine private Stiftung mit folgendem Zweck: Im alten Schulhaus Mühlebach sollte ein Museum eingerichtet werden zur Bewahrung, Vermittlung und Erforschung der Schulgeschichte – vor allem der thurgauischen Schulgeschichte. Nach Renovations- und Einrichtungsarbeiten konnte 2002 das erste Schulmuseum der Schweiz den Betrieb aufnehmen. Der Betrieb wird durch ein rund 20-köpfiges Team von ehrenamtlich tätigen, meist pensionierten Lehrpersonen sichergestellt. Die Sammlung des Museums umfasst heute rund 20 000 Objekte, die den thurgauischen Schulalltag der letzten zweihundert Jahre in allen Facetten

dokumentieren, wobei ein Schwergewicht auf Arbeiten von Schülerinnen und Schülern gelegt wird. So verfügt das Museum über eine reiche Sammlung von Produkten aus dem Handarbeits- und dem Werkunterricht, die gegenwärtig von Studierenden der Zürcher Hochschule der Künste für die Erarbeitung einer Geschichte des Werkunterrichtes genutzt wird. Ein beträchtlicher Teil der Sammlung ist mit der Aufnahme der Objekte in eine elektronische Datenbank bereits gut erschlossen. Im Bereich der Forschung arbeitet das Schulmuseum auch mit Pädagogischen Hochschulen und Universitäten zusammen. Es ist Mitglied des Verbandes der Museen der Schweiz und der Vereinigung Schweizer Museen und Sammlungen zur Schul- und Kindheitsgeschichte. Kontakte bestehen auch zu anderen Schulmuseen im In- und Ausland. Das Schulmuseum hält viele Angebote für Schulklassen vom Kindergarten bis zur Mittelschule bereit. Das histo-


Mühlebach rische Schulzimmer mit Viererbänken, Harmonium, Schulwandbildern, alten Unterrichtsmaterialien und Lehrmitteln lässt die Kinder die Schule vor hundert Jahren erleben. Das «Geschichtslabor» besteht aus rund dreissig Schubladen mit Aufgaben aus ganz verschiedenen Wissensgebieten, vornehmlich Geschichte. In jeder Schublade befindet sich ausserdem das Material zum Lösen der Aufgaben. Die Schülerinnen und Schüler können die Aufgaben selbstständig auswählen und lösen. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben ist abgestuft nach Kindergarten, Unterstufe, Mittelstufe und Sekundarstufe. Die Programme für die Führungen werden gemeinsam mit den Lehrpersonen festgelegt. Sie werden zeitlich und inhaltlich immer individuell angepasst. Den Schulklassen stehen ausserdem ein Seminarraum als Unterrichtszimmer zur Verfügung sowie Lunchmöglichkeiten im Schulmuseum oder auf der Spielwiese. Das

Schulmuseum bietet Lehrpersonen, die im eigenen Schulhaus Schulgeschichte thematisieren wollen, diverse Museumskoffer zur Ausleihe an. Die früheren Lehrerwohnungen werden für Wechselausstellungen genutzt. «Ansichtssache – Das Bild in der Schule» ist das Thema der aktuellen Ausstellung. Sie bietet einen Streifzug durch die Geschichte der Bildproduktion und durch die Geschichte der Entwicklung der Bildprojektion. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Bildeinsatz in der Schule. Weiter will die Wechselausstellung die Diskussion um den Bildungswert von Bildern vertiefen und zu bilderkritischem Denken anregen. Die Bilder sind nach Themen geordnet, sodass sich bei den Führungen verschiedene Schwerpunkte setzen lassen. Das Schulmuseum ist nicht nur für Schulklassen interessant. Für Klassenzusammenkünfte, Firmenausflüge, Produktepräsentationen, Familienfeiern und Sitzungen bietet es ein

emotionales Ambiente. Die Ausstellungsführungen lassen sich gut mit Begrüssungskaffee, Apéros, Kaffee mit Kuchen, Zvieriplättli und einfachen Essen ergänzen. Das Team des Schulmuseums ist flexibel, hilft gerne bei der Planung von Anlässen und freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher.

Kontakt für Besuche: Hans Weber +41 71 410 07 01 info@schulmuseum.ch www.schulmuseum.ch Öffnungszeiten: Sonntag und Mittwoch 14 –17 Uhr Geschlossen vom 16. Dezember bis 31. Januar Führungen nach Vereinbarung jederzeit möglich 17


Seitenblick

Besuchen Sie uns an der «Didacta Schweiz Basel» 2014, Halle 1.1, Stand A62

Die grösste Bildungsmesse der Schweiz «Worlddidac Basel / Didacta Schweiz Basel» findet vom 29. bis 31. Oktober 2014 in der neuen Messehalle statt. An der «Didacta Schweiz Basel» finden Lehrpersonen, Schulleiterinnen und Materialverwalter sowie andere Fachpersonen Informationen und Angebote der Schweizer Bildungslandschaft vom Kindergarten bis zur Tertiärstufe. Die «Worlddidac Basel» ist eine wichtige internationale Plattform für den Business-to-Business-Bereich des Bildungssektors. Wir laden Sie herzlich ein, den Gemeinschaftsstand der Lehrmittelverlage Zürich, St. Gallen, Solothurn und der Interkantonalen Lehrmittelzentrale ilz in der Halle 1.1 am Stand A62 zu besuchen. Hier können Sie unsere Neuerscheinungen entdecken. Wir beraten Sie gerne.

Mittwoch, 29. Oktober 2014: 9–18 Uhr Donnerstag, 30. Oktober 2014: 9–18 Uhr Freitag, 31. Oktober 2014: 9–17 Uhr

Der Treffpunkt für Bildung Messe Basel

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Stichwort Claudia de Weck, Illustratorin, zum Stichwort ÂŤKinder unterwegsÂť.

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Impressum

Herausgeber Lehrmittelverlag Zürich Räffelstrasse 32 8045 Zürich Telefon 044 465 85 85 Fax 044 465 85 89 einblick@lmv.zh.ch www.lehrmittelverlag-zuerich.ch Redaktion Peter Bucher Mathias Grüter Patricia Käppeli Erica Maurer Sabine Reiner Iris Wiederkehr Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe Stefan Schneiter (Fokus, Werkstatt) Hans Weber (Fensterplatz) Gestaltung und Satz KGT Raimondi, Adliswil Druck Druckzentrum AG, Zürich-Süd, Stallikon Auflage 12 500 Exemplare Das Kundenmagazin einblick erscheint zweimal jährlich Bestellen Sie Ihr kostenloses Exemplar unter einblick@lmv.zh.ch Alle Ausgaben finden Sie auch als Download auf www.lehrmittelverlag-zuerich.ch Bildnachweise / Fotografie/ Illustrationen Cover: Andreas Eggenberger S. 2: Giorgio Balmelli S. 4–6: Andreas Eggenberger S. 7: KGT Raimondi AG S. 8: Sibylle Meier, © Schule Eglisau S. 13: © Peter Nussbaumer / Karin Widmer S. 16–17: © Schulmuseum Amriswil S. 19: Claudia de Weck


Einblick 14/2014 | Kundenmagazin