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Dezember 2014

JETZT ERFOLGREICH! Die Gemeinschaft für mehr Erfolg, Freude und Lebensglück.

Kommunizieren ist wie Schachspielen Tipps vom menschlichen Lügendetektor

Geschichten machen Wirklichkeit Was wir von Schamanen lernen können

Merk Dir das Training mit dem Weltmeister

Heartmath® Dein Herz gibt den Ton an

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Erfolg braucht regelmäßiges Training JETZT ERFOLGREICH! möchte allen Menschen einen Zugang zu attraktiv aufbereitetem Erfolgswissen ermöglichen. Auf der Webseite zum Magazin stehen alle Ausgaben kostenlos zur Verfügung. Unser Archiv wird ständig durch spannende Themen ergänzt. Unter den Beziehern des Newsletters von JETZT ERFOLGREICH! verlosen wir regelmäßig Seminare und Bücher. Viele Menschen fördern dieses Projekt, indem sie die Magazine bei sich auslegen und uns aktiv weiterempfehlen. Die Mitgliedschaft bei JETZT ERFOLGREICH! kostet 40 Euro. Inhalte der Ausgabe 20 Schreibe ein Erfolgsjournal ...................... 5

Dicke Gedanken ...................................... 6

Geschichten machen Wirklichkeit............. 8

Kommunizieren ist wie Schachspielen .... 12

Merk dir das .......................................... 16

Tue alles ohne Reue ............................... 19

Vier Erfolgsgeschichten ......................... 22

Heartmath® ........................................... 26

IMPRESSUM

Die Zeitschrift JETZT ERFOLGREICH! wird von Stephan Landsiedel herausgegeben · JETZT ERFOLGREICH! erscheint seit 2010 viermal jährlich · Verlag, Redaktion: Stephan Landsiedel, Friedrich-Ebert-Straße 4, D-97318 Kitzingen, Tel.: 09321-9266140, Mail: info@jetzt-erfolgreich.com · Druck: flyeralarm GmbH, A.-Nobel-Str. 18, D-97080 Würzburg · Bildquelle: Titelbild: © rupbilder - Fotolia.com/ S 4: © pixabay/ S5: © pixabay/ S.6: © malwa - Fotolia.com/ S.7: © Britta Meyerling/ S.9: © Cisek Ciesielski - Fotolia. com/ S.11: © Ralf Stumpf/ S.12: © Marco Löw/ S.14: © Spiegel TV/Marco Löw/ S.16 und S.18: © Dr. Boris Nikolai Konrad - Fotographin Doris Wild/ S. 21: © photohotel.com/ S.22: © Dan Race - Fotolia. com/ S.25: © Martin Betschart/ S.27: © HearthMath Deutschland/ S.28: © FYRE Consulting AG/ S.30: © Gajus - Fotolia.com / S.32: © Kurhan - Fotolia.com · ISSN-Nr.: 2193-8733 (Print) · ISSN-Nr.: 2196-4904 (Internet) · © 2014 Stephan Landsiedel

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Das Abenteuer des Lebens

Liebe Leserin, lieber Leser, wie schmeckt Dir gerade das Abenteuer des Lebens? Ruhst Du Dich gerade aus oder bist Du mittendrin? Stell Dir mal vor, Du wärst der Held oder die Heldin und betrachte Dein Leben mal aus der „Heldenperspektive“. Der Mythenforscher Joseph Campbell hat entdeckt, dass den großen Geschichten (wie z.B. Harry Potter, Star Wars uva.) immer wieder die gleiche Struktur zugrunde liegt: Ein Held oder eine Heldin muss die vertraute Umgebung verlassen, um etwas Neues dazu zu lernen. Er überschreitet eine Schwelle und muss sich dann mit mehr oder weniger starken Widersachern auseinandersetzen. Diese fordern vom Helden oft, dass er sich mit den eigenen Ängsten auseinandersetzt. Dabei bekommt er zahlreiche Helfer und allerlei magische Gegenstände zur Unterstützung, ehe es ihm schließlich am Ende gelingt, den Drachen zu bezwingen und wieder in die alte Heimat zurückzukehren oder gar im inzwischen entdeckten Paradies zu bleiben. Unsere eigenen Abenteuer sind dabei nicht immer ganz so dramatisch. Doch hilft uns die Heldenreise, die Parallelen zum eigenen Leben zu ziehen. In welchem Abenteuer steckst Du gerade? Türmen sich Berge von Arbeit um Dich herum, die Dich zu zermalmen drohen. Kämpfst Du vielleich jeden Tag mehrere Stunden mit ein, zwei oder

drei kleinen Kobolden, die Du auch noch - in einem früheren Abenteuer - selbst in die Welt gesetzt hast? Oder kämpfst Du vielleicht als Unternehmer gegen eine ganze Armee von Widersachern: Finanzamt, unzuverlässige Lieferanten, Wettbewerber, säumige Kunden. Die Heldenreise hilft uns klarer und besser zu verstehen, was gerade in unserem eigenen Leben passiert. Hierzu bieten wir in dieser Ausgabe einen Artikel von meinem Freund Ralf Stumpf an sowie Seminare, in denen Du eine ganze Woche lang auf Heldenreise gehen kannst. Diese Seminare sind lebensverändernd! Außerdem verstehen wir uns vom Team als Helfer und Mentoren, die Dich tatkräftig unterstützten möchten, so dass Du aus Deinem Leben ein Meisterwerk machen kannst. Viel Freude und Spaß beim Lesen dieser Ausgabe.

Stephan Landsiedel

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Die Spinne und der Faden

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Es war einmal eine kleine, emsige Spinne, die fröhlich in einem großen Netz lebte. Eines Tages fing die kleine Spinne an, jeden einzelnen Faden genauer zu betrachten. Während ihrer strengen Kontrolle, sprang ihr ein Faden plötzlich besonders ins Auge: Es war ein Faden am äußeren Rand ihres Netzes, der senkrecht nach oben lief.

„Weg mit ihm!“, dachte sie sich. Noch schneller als die kleine Spinne überhaupt reagieren konnte, fiel ihr Netz in sich zusammen und flatterte im Wind. Die kleine Spinne lag wie betäubt auf dem Boden. Der Faden, den sie soeben abgebissen hatte, war ganz und gar nicht überflüssig: an diesem Faden war ihr ganzes Netz aufgehängt.

Die kleine Spinne hielt kurz inne und sprach verwundert: „Weshalb ist dieser Faden eigentlich noch hier? Er hat mir noch nie eine Fliege eingebracht. Er scheint mir keinen Wert zu bringen und überflüssig zu sein.“ Die kleine Spinne machte kurzen Prozess und biss diesen Faden entschlossen ab:

Jeder Mensch spinnt sein ganz persönliches Lebensnetz. Auch, wenn es nicht immer so scheint, ist jede unserer Eigenschaften, jeder Faden unseres Lebensnetzes, von großem Wert und essentieller Bestandteil. Nur alle Fäden zusammen bilden ein Netz und machen es überlebensfähig.


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Schreibe ein Erfolgsjournal

Ein Leben, das Du mit ganzer Hingabe und Leidenschaft lebst, ist es auch wert aufgeschrieben zu werden. Halte die schönsten Momente Deines Lebens in einem Erfolgstagebuch fest und Du veränderst dadurch Dein Leben. Du entwickelst Dein Selbstvertrauen und das wird Dir das Tor zur Verwirklichung Deiner Träume weit aufstoßen. Ein Erfolgsjournal zu führen hilft Dir Dein Selbstvertrauen kontinuierlich aufzubauen und auszubauen. Schreibe Dir täglich auch noch so kleine Erfolge auf. Damit führst Du Dir Deine Erfolge immer wieder vor Augen und beschäftigst Dich oft mit Deinen Erfolgserlebnissen. So gibst Du ihnen eine hohe Präsenz in Deinem Denken. Durch die häufige Veranschaulichung Deiner Erfolgserlebnisse, fühlst Du immer öfter, was Du schaffst und was möglich ist. Du schaust optimistisch auf Deine Träume und bist immer mehr gewillt, sie umzusetzen und Dich selbst zu verwirklichen. Diese Perspektive auf Deine Gedanken schafft Dir ganz andere Möglichkeiten für Dein Leben und lässt Dich träumen. Vor allen Dingen fängst Du an, Dir mehr zuzutrauen und Deine Träume auch wirklich umzusetzen. Du gehst herausfordernde Aufgaben an und bist Dir sicher, dass Du selbst einen Weg für Dich finden wirst, diese Aufgabe zu meistern. Das Erfolgsjournal ebnet Dir den Weg dorthin. Wie ein Zauberbuch fordert es Dich heraus, immer weiter auf Deinem Weg zu gehen und die für Dich richtigen Entscheidungen zu treffen. Das Erfolgsjournal ist eine Übung, um positive Gedanken zu entwickeln. Wenn Du diese Übung regelmäßig praktizierst, wird sie Dir zu einer lieben Gewohnheit.

Aus einer positiven Grundstimmung heraus, trittst Du dann an Deine folgenden Aufgaben heran. Dadurch hast Du von vornherein ein besseres Gefühl und die Wahrscheinlichkeit von Erfolgen steigt. Dies stärkt Dein Selbstvertrauen und Du gehst langfristig als gestandene Person mit breiter Brust in Deinem Leben und in Deinen Aufgaben voran. Das Führen eines Erfolgsjournals zwingt Dich dazu, Dich regelmäßig mit Deinem Leben auseinander zu setzen, an Deine Träume und Ziele zu denken und zu erkennen, wie viel Potential Du in Dir hast. Eine der ersten Übungen zu Beginn ist es, eine Liste mit Deinen Talenten anzufertigen. Dazu schreibst Du parallel die größten Erfolge Deines Lebens auf, um danach darauf zu schauen und zu sehen, welche Fähigkeiten Du benutzt hast, um Deine größten Erfolge zu erreichen. Bei diesem Revue passieren lassen, wirst Du Dir Deiner Individualität bewusst und siehst, was Du schon alles in Deinem Leben erreicht hast und was sich schon alles verändert hat. So schaffst Du Dir zu Beginn einen Überblick auf Dich selbst. Das ist die Startbasis, um Deine Entwicklung immer weiter fortzusetzen.

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Dicke Gedanken Wir werden zu dem, was wir ständig denken. Ich brauche Kuchen nur anzusehen, und schon habe ich ein Pfund auf den Hüften! Kommt Dir das auch so bekannt vor und willst Du wissen was sich dahinter verbirgt? Gedanken werden Wirklichkeit. Das ist ein Naturgesetz. Genauso, wenn Du von einem Hochhaus springst, wirst Du immer unten ankommen. Auch Gedanken haben Frequenzen. Du ziehst alles in Dein Leben, was Du denkst. Wir alle nutzen eine Kraft, das Gesetz der Anziehung. Gleiches zieht Gleiches an. Im Geiste muss Klarheit darüber herrschen, was Du willst. Wenn Du es im Geist siehst, kannst Du es auch in Händen halten. Gedanken werden wahr. Du erhälst das, worauf Du dich konzentrierst. Kennst Du das? Du denkst daran eine Freundin mal wieder anrufen zu müssen, und was passiert? Die Freundin ruft plötzlich an. Alles, was Du denkst, ziehst Du in Dein Leben. Daher sollte man sich seiner Gedanken sehr bewusst werden. Es ist doch prima, sich hinter all diesen dicken Gedanken und Glaubenssätzen zu verstecken. Eigentlich sind es ja nur Sätze, die aber in unserem Inneren, also im Unterbewusstsein einen Glauben auslösen können. Betrachte diese Sätze einmal aus der Distanz und mit diesem Bewusstsein. „Sie war als Baby schon dick“: Wie kann man dann als Erwachsener schlank sein? „Ich schaffe es einfach nicht abzunehmen“: Dies sind keine positiven Gedanken. Wenn ich es mir immer und immer wieder einrede, kann es nicht klappen. „Ich müsste mal wieder etwas tun“: Was oder wer hält Dich davon ab? Dein innerer Schweinehund? Hast Du ihn schon einmal kennen gelernt?

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„In unserer Familie sind alle dick“: Wie wäre dazu mal der positive Gedanke; aber ich war schon immer anders als der Rest der Familie! „Ich habe schon alle Diäten versucht, nichts hat geholfen“: Wie denn auch. Wenn Du mehr an Diäten glaubst als an Dich selbst. Genieße Dein Leben und koche Dir etwas Schönes. „Ich muss unbedingt abnehmen“: Und warum tust Du es nicht? Setze den Fokus auf das tolle Gefühl, das Du hast, wenn Du leichter bist. Wenn Du Dich toll fühlst in Deinem neuen Kleid etc. Höre auf immer an Mangel zu denken, es fühlt sich so gequält an. Ohne jegliche Freude daran, wie toll man doch aussehen würde, wenn man ein paar Kilo weniger auf die Waage bringen würde. Schließe die


Erfolg durch Videomarketing Augen und stelle Dir vor, wie Du aussehen würdest, wenn Du Dein Idealgewicht hättest. Und jetzt stelle Dir vor, wie einfach es wäre, wenn Du mühelos Gewicht verlieren würdest. Jetzt stelle Dir die gleiche Situation vor, wenn es Dir große Mühe bereiten würde, Gewicht zu verlieren. Es sind nur Gedanken. Du kannst Deine Gedanken in den Griff bekommen, in dem Du einfach fühlst. Stelle Dir die Frage: Wie fühle ich mich gerade? Fühle ich mich gerade schlecht, hegst Du negative Gedanken. Fühlst Du Dich gerade gut, sind die Gedanken positiv. Warum ist das Leben schön, wenn man frisch verliebt ist? Warum fällt einem dann auch auf einmal alles von selbst zu? Vor allem aber fällt das Gewicht plötzlich. Warum ist das wohl so? Weil Du keine Zeit mehr hast, dicke Gedanken zu hegen. Du bist verliebt. Die Aufmerksamkeit liegt ganz woanders. Und diese neue Liebe liebt Dich so, wie Du bist. Und auf einmal liebst Du dich auch so, wie Du bist. Weil Du angenommen wurdest und bei Dir angekommen bist. Ist das nicht ein tolles Gefühl? Das gleiche passiert übrigens auch wenn Du Kummer hast. Weil Die Aufmerksamkeit ganz woanders ist. So einfach ist das. Konzentriere Dich auf die schönen Dinge im Leben und das Gewicht ist nur noch Nebensache. Aber wie denke ich um? Du muss Dir ganz klar darüber sein, was Du willst. Was willst Du tatsächlich? Und sage nicht, was Du nicht willst? Immer positiv formulieren. Also los. Ändere Deine Gedanken. Du bist schlank, schön und gesund und erfolgreich. Viel Spaß beim Positiven Denken.

Melanie Bornfeld

Melanie Bornfeld, Inhaberin von mb-Coaching „von Frau zu Frau“ in Krefeld mit mehr als 12 Jahren Trainings- und Coachingerfahrungen. Sie ist Expertin für Persönlichkeitstraining, Körpersprache, Charakterkunde, Imageberatung. Außerdem ist sie, Referentin, Gastrednerin, Buchautorin und Dozentin. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich um die Persönlichkeitsentwicklung der Frauen zu kümmern, um dort, wo Unterstützung notwendig ist, diese schnell und unkompliziert in die Tat umzusetzen. www.mbornfeld-coaching.de

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Geschichten machen Wirklichkeit In diesem Text geht’s um Geschichten und deshalb beginnen wir mit einer: Ein Klient zu kommt zu einem NLPler zum Coaching. Der Klient hat ein Problem, der NLP hat die passende Technik, der NLPler macht diese Technik, der Klient verändert sich, geht befreit seiner Wege und lebt ab dann ein glückliches Leben. Wie schön! Aber so ist das noch keine Geschichte. Deswegen noch einmal: • ›Der Klient hat ein Problem‹ – Normalerweise existiert dieses Problem im Coaching nur als Geschichte über Vergangenheit, Zukunft oder andere Menschen. • ›Der NLPler hat die passende Technik‹ – Auch die Kompetenz des Coaches besteht aus (inneren) Geschichten: Geschichten, wie er diese Technik gelernt hat, wie er sie selbst erfahren hat und wie er sie erfolgreich mit seinen Klienten angewendet hat. • ›Der NLPler macht diese Technik und der Klient verändert sich‹ – Hier wird die Geschichte inszeniert. Die meisten NLP-Formate sind eindrucksvoll genug, dass eine Geschichte entsteht: Emotionen, Spannung, Ängste, Hoffnung, Erlösung, Lachen. Und hinterher hat man etwas zum Erzählen … • Der Klient geht befreit seiner Wege und lebt ab dann ein glückliches Leben‹ – Jetzt erzählt sich der Klient eine andere Geschichte von seinem Leben – sowohl von der Vergangenheit, als auch vom Coaching selbst. Veränderung ist Storytelling!

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NLP unterscheidet im Modell der logischen Ebenen die unteren Ebenen (Kontext, Verhalten, internale Strategien) von den oberen Ebenen (Überzeugungen, Werte, Selbstbild, Zugehörigkeit, Spiritualität). Unten sind die Fakten (›ein Vogel, ein Wurm, Gras, ein Sonnenaufgang‹), oben ist die Bedeutung (›ein frühzeitiger Markteintritt führt zu lange anhaltenden Wettbewerbsvorteilen‹). Beides zusammen ergibt eine Geschichte: Der frühe Vogel fängt den Wurm! Im Storycode haben wir entdeckt, dass Überzeugungen, Werte, Selbstbild, etc, ... in Form von Geschichten codiert sind. Geschichten sind der Code zur Persönlichkeit Probier es aus: Frage Dich, wieso Du so bist, wie Du bist; frage Dich nach Deinen Stärken oder Problemen; frage Dich nach den Ursachen oder Möglichkeiten oder Grenzen Deines Lebens: letztendlich kommen Geschichten. Geschichten machen Wirklichkeit! Sobald Du das erkannt hast, kannst Du die Abkürzung nehmen: Alle wirksamen therapeutischen Techniken verändern Geschichten und oft ist das recht aufwendig. Kann man nicht die Geschichten direkt verändern? – Man kann! Allerdings findet man die Techniken dazu nicht in der Psycho-Abteilung der Buchhandlung … Storytelling beginnt bei den Schamanen vor Zehntausenden von Jahren. Aus deren Ritualen entwickelte sich das Theater und daraus das Filmbusiness von Hollywood.


Die Drehbuchautoren sind die Nachfahren der Schamanen! Die Wirkung von Filmen ist mächtig! Wer kam noch nicht aus einem Film und die Welt war eine andere? Wie oft kommt es vor, dass ein Pärchen distanziert in einen Liebensfilm geht und eng umschlungen heraus kommt? Wie oft kommt es vor, dass einer einen Film ansieht und daraufhin sein Leben ändert? Wenn man die verändernde Wirkung von ›wissenschaftlich fundierten Methoden‹ vergleicht mit der Wirkung, die die Kunst auf die Menschen hat (angefangen mit den Höhlenmalereien), dann gewinnt die Kunst um Längen! Anfangs haben die Schamanen die sichtbare und die unsichtbare Welt erforscht und entdeckt, wie man Reisen in die innere Welt unternehmen kann. Wenn man von so einer Innenweltreise gewan-

delt zurückkehrt, wie soll man dann diese Erfahrung in Worte fassen? Die Schamanen haben entdeckt, dass ihre Reisen einem ganz bestimmten Muster folgen, dem Grundmuster der Veränderung. Die Reise des Helden ist die Reise nach innen Die Bilder der inneren Welt sind fantastische Variationen der äußeren Welt, Du kennst das aus Deinen Träumen. Die Schamanen haben diese fantastischen Bilder mit dem Veränderungsmuster der inneren Reise kombiniert und so die Heldenreise erschaffen. Die Heldenreise beschreibt das Muster der Veränderung und ist immer eine Reise nach Innen. Die Bilder und Figuren der Heldenreise stehen dabei für innere Anteile und Prozesse. Deswegen verändern diese Geschichten: sie gehen in Resonanz mit dem Grundmuster der

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Geschichten machen Wirklichkeit Veränderung in uns selbst! Bei einer Hollywoodproduktion geht es um viel Geld. Die Studios haben also ein großes Interesse, eine Geschichte zu produzieren, die möglichst viele Menschen anspricht. Deswegen gibt es ausgefeilte Anleitungen, wie man Geschichten so aufbaut, dass sie wirken. Was diesen Anleitungen aber fehlt, ist die Übersetzung der Geschichte auf die (psycho-)logischen Ebenen. Hier setzt der Storycode an und kombiniert die Geschichtenkunst Hollywoods (auf der Grundlage einer langen schamanischen Tradition) mit der Klarheit des NLP. Wenn man erkennt, dass jede persönliche Veränderung der Heldenreise folgt, dann kann man diese Geschichten bewusst gestalten. Es gibt stapelweise Bücher, wie Geschichten aufgebaut sind! Diese Anleitungen kann man 1:1 für innere Geschichten nutzen. Die Formel für die Heldenreise Hier die Kurzform der Heldenreise in fünf Schritten: Deine Reise braucht einen Helden, der Dein Bewusstsein symbolisiert. Damit die Reise losgehen kann, brauchst Du einen Auftrag (Ziel, Ruf) und einen Gegner (Antagonist, Schwierigkeit). Damit Du zum Helden wirst, musst Du (nach einem spannenden Kampf) über den Antagonisten siegen (Transformation) und etwas Gutes in der Welt bewirken (Prämisse, Aussage). Der Hauptunterschied dieser Heldenreise zu dem Schlamassel, was Du vielleicht als Dein Leben erlebst, ist die Magie der Zahl

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›1‹! In der Heldenreise gibt es genau einen Helden, der hat genau ein Ziel, dagegen steht genau ein Antagonist, es gibt genau eine Lösung und das ganze hat genau eine Aussage. Du erlebst Dein Leben vielleicht so, dass es einen Hauptdarsteller gibt (›Held‹ würdest Du Dich nicht nennen) und Du hast ein Dutzend Baustellen im Leben, wo Du mit hundert Schwierigkeiten kämpfst und Tausende von Lösungen versuchst, die hoffentlich zu irgendwas gut sein werden. So gibt das keine große Geschichte! Der erste Schritt besteht also darin, das verborgene Muster herauszuarbeiten. Dazu gibt es eine ganz einfach Methode: Verwende Klischees! Ein Klischee ist ursprünglich eine Druckvorlage, von der man beliebig viele Abzüge herstellen kann. Wenn man im Coaching mit der Heldenreise arbeitet, dann sind diese Klischees Formulierungen, die mit bestimmten Teilen der Heldenreise in Resonanz gehen und ganz alte Muster anregen. Man hört so ein Klischee und weiß, dass es stimmt. Das ganze ist natürlich ein Trance-Phänomen, ebenfalls eine alte schamanische Technik. Durch das Muster der Heldenreise werden die Fakten des Lebens auf eine Art geordnet, die einen ganz tiefen Sinn ergibt. Geschichten machen Wirklichkeit Im Coaching kann man beispielsweise so etwas sagen wie »für mich klingt das so, also ob Du letztendlich immer gegen die gleiche Schwierigkeiten kämpfst …«;


»… ein bisschen sieht das für mich so aus, als ob Du im Grunde nur eine einzige Frage im Leben hättest …« – Durch solche Sätze ordnet sich das Chaos und das Grundmuster der Heldenreise wird sichtbar. Doch leider ist das nicht einfach! Wenn es einfach wäre, dann gäbe es nicht so viele schlechte Filme und die Bücher übers Geschichtenschreiben wären nicht so dick. Aber es lohnt sich! Der Blick für die Heldenreise gibt Sinn und Ordnung im Leben – und die Möglichkeit, die Geschichte bewusst zu gestalten. Deswegen zum Schluss noch einmal die Geschichte vom Anfang, jetzt vollständig: Ein Klient (in Wirklichkeit ein Held auf der Reise) kommt zu einem NLPler (vielleicht ein Mentor?) und das Abenteuer beginnt! Der Klient ist seinem Ruf gefolgt und stößt dabei auf eine Schwierigkeit (den Antagonisten? Vielleicht einen inneren Anteil!). Der NLPler (ein Nachfahre der Schamanen, der so eine Reise selbst schon gemacht hat) hat eine passende Technik (er kennt den Weg also aus eigener Erfahrung) und macht diese Technik mit dem Klienten (der Mentor weist dem Helden das nächste Stückchen des Wegs). Der Klient verändert sich (diesen Schritt macht der Held immer alleine und ohne Hilfe!) und geht befreit seiner Wege (der Held bringt ein Opfer, welches ihn befreit – meistens von überholten Glaubenssätzen oder einem veralteten Selbstbild) und lebt ab dann ein glückliches Leben. Er hat etwas erlebt, er ist jetzt ein anderer, er ist transformiert, er ist jetzt ein Held – und er kann anderen davon erzählen, damit auch die sich auf ihre Reise machen.

Ralf Stumpf Ralf Stumpf, Lehrtrainer und Lehrcoach, DVNLP, Autor, Begründer des Storycode. Arbeitsschwerpunkte: NLP-Ausbildung (DVNLP-Practitioner, -Master, -Coach, -Trainer) für Privatkunden am Institut ›Ralf Stumpf Seminare‹ in Berlin Modellingprojekte für Unternehmen und Unternehmer Storycode für Unternehmen und Privatkunden. (Storycode ist eine eingetragene Marke von Ralf Stumpf und Mirela Ivanceanu) www.ralf-stumpf.de

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Kommunizieren ist wie Schachspielen Sicher übst Du NLP um Deine Gesprächspartner besser zu verstehen und Dein Kommunikationsverhalten zu optimieren. Kommunizieren ist wie Schachspielen, denn es geht darum, die Argumente Deines Gesprächspartners richtig zu analysieren und dafür passend die bestmöglichen Gegenargumente oder Formulierungen zu finden, welche der vorliegenden Situation am besten gerecht werden. Egal ob Du Deinen Gesprächspartner überzeugen oder für Dich gewinnen möchtest, beispielsweise beim Flirt, es kommt immer darauf an die Züge des Anderen richtig zu analysieren und darauf abgestimmt kommunikativ bestmöglich zu reagieren. Daher spielt neben der Kommunikationstaktik auch die Wahrnehmung eine wichtige Rolle. Wenn ich meine Zuhörer bei meinen Vorträgen frage, bei was sie an Wahrnehmung denken, kommt fast immer wie aus der Pistole geschossen das Stichwort „Körpersprache“. Körpersprache ist ohne Zweifel wichtig, stellt aber lediglich nur einen Puzzlestein in der Wahrnehmung eines Gesprächspartners dar, wenngleich auch einen wichtigen. Andererseits gibt es bei der Wahrnehmung von Körpersprache auch ein paar Probleme. Ich hatte ja gesagt, dass Kommunizieren wie Schachspielen ist. Kennst Du die Legende wie das Schachspiel entstanden ist? Es gibt zwar verschiedene Varianten aber die bekannteste ist die Folgende: Ein einsamer persischer Schah (König), von dessen Adelstitel sich die Bezeichnung für das Schachspiel ableitet, lobte eine Belohnung aus. Demjenigen, dem es gelänge ihm die Langeweile dauerhaft zu vertreiben, den wolle er reich belohnen. Als ihm ein Erfinder daraufhin das Schachspiel

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präsentierte, gewährte der Schah dem Erfinder einen Wunsch, was es auch sei, Gold, Edelsteine oder Silber, der Wunsch würde ihm gewährt. Der Erfinder gab sich jedoch bescheiden und wollte lediglich ein Reiskorn für jedes Schachfeld (das 64 Felder hat) und dann eine Verdopplung auf dem nächsten, also ein Korn für das erste Feld, zwei für das zweite, vier für das dritte Feld, acht für das vierte usw. Der Schah war über den vermeintlich bescheidenen Wunsch des Erfinders erstaunt und wies seinen Schatzmeister an, den Wunsch zu erfüllen. Leider stellte sich der Wunsch als unerfüllbar heraus, denn es wären über 18. Trilliarden Reiskörner erforderlich gewesen, also mehr als die weltweiten Reisernten seit Beginn des Ackerbaues. Probiere das doch mal für Deine nächste Gehaltsverhandlung aus. Du möchtest nur einen Cent für jedes Schachfeld nach dem oben beschriebenen Prinzip. Sollte Dein Chef sich darauf einlassen, brauchst Du nach der nächsten Gehaltszahlung nie wieder arbeiten. Die Metapher um die Legende des Schachspiels dient dazu die unendlichen Möglichkeiten des Schachspiels aufzuzeigen, aber es passt ebenso als Beispiel für die Kommunikation. Die Möglichkeiten auf die Argumente und Ausführungen eines Gesprächspartners zu reagieren sind ähnlich unüberschaubar vielseitig, wie die Möglichkeiten einen Gesprächspartner wahrzunehmen. Zunächst möchte ich Dir kurz ein paar Denkanstöße zum Thema der Körpersprachanalyse geben. Es gibt mehrere tausend Körpersprachsignale, manche Experten sprechen sogar von zehntausend und mehr. Nehmen wir mal der Einfachheit halber an, dass es nur fünfhundert Körpersprachsignale gäbe. Wenn Du auf


klassische Weise an das Thema herangehst, dann müsstest Du im ersten Schritt zunächst einmal alle fünfhundert Körpersprachsignale auswendig lernen, um Deinen Gesprächspartner richtig wahrnehmen und fundiert einschätzen zu können. Desto mehr Wahrnehmungslücken Du hast, desto mehr ähnelt Deine Analyse einem Fischen im Trüben. Das Auswendiglernen von so vielen Körpersprachsignalen wäre wohl eine extrem hohe Herausforderung, denn seit der Gedächtniskurve von Hermann Ebbinghaus wissen wir, wie schnell der Mensch neu gelerntes wieder vergisst. Das nächste Problem ist, das die Antwortphasen von Gesprächspartnern meistens nur wenige Sekunden dauern. In dieser kurzen Zeit müsstest Du alle Deine gespeicherten Körpersprachsignale mit den gezeigten Körpersprachsignalen Deines Gesprächspartners abgleichen. Dein Gehirn müsste

also in wenigen Sekunden viele hundert Rechenoperationen durchführen, um diesen Abgleich zu bewältigen. Damit ist aber selbst das Gehirn der klügsten Menschen der Welt überfordert. Aber selbst wenn Du das schaffen würdest, nützen würde es Dir wenig. Denn jetzt kommt Dir auch noch das Reiskornprinzip des Schachspiels in die Quere. Bei Körpersprachsignalen gibt es keine eindeutige Bedeutung, die immer gleich ist, sondern dieselbe Körpersprachgeste bedeutet in verschiedenen Situationen eine völlig unterschiedliche Aussage. Erschwerend kommt hinzu, dass man die Körpersprachsignale auch noch untereinander abgleichen muss, also zum Beispiel was die Arme im Verhältnis zu den Beinen machen oder der Gesichtsausdruck im Verhältnis zum gesprochenen Wort. Selbst bei den von uns angenommenen lediglich fünf-

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Kommunizieren ist wie Schachspielen hundert Körpersprachsignalen würde das mathematische Prinzip der Potenzierung ähnlich wie das Reiskornbeispiel zu einer unüberschaubaren Zahl an Möglichkeiten und damit zur Überforderung für unser Gehirn führen. Natürlich habe ich diesen Artikel nicht geschrieben um Dir Deine Grenzen aufzuzeigen. Im Gegenteil, vielmehr möchte ich Dir die Grenzen zeigen, um Dir dann zu helfen diese zu überwinden. Denn Kommunizieren und Wahrnehmen ist wie Schachspielen, es geht immer darum den bestmöglichen Zug zu finden. Das heißt nicht das andere Züge schlecht sein müssen, aber der Schachspieler, der den bestmöglichen Zug am häufigsten findet, wird zwangsläufig der sein, der gewinnt. Wer kommunikativ gewinnt, der gewinnt andere Menschen

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für sich, entweder durch Argumente oder durch Sympathie. Es geht also darum bestmöglich wahrzunehmen und dann unsere Kommunikation auf unsere Wahrnehmung anzupassen. Ideal wäre es wohl, wenn wir unseren Gesprächspartner analysieren könnten bevor er bewusst reagieren kann. Denn bewusstes Reagieren birgt auch immer die Gefahr von Manipulation. Schließlich kann man sowohl Worte als auch Körpersprache manipulativ einsetzen. Wir aber möchten gewinnbringend kommunizieren und uns nicht manipulieren lassen. Kann man das also schaffen, den Gesprächspartner zu analysieren, bevor er bewusst reagiert? Es heißt ja immer, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt und das trifft auch für alle Probleme zu, mit denen wir uns in diesem


Innere & äußere Verhandlungen Beitrag beschäftigen. Ich möchte Dich gedanklich auf eine Reise in die Urzeit einladen. Bitte schließe jetzt einmal die Augen und versuche Dir vorzustellen, dass Du mit einer Zeitmaschine in die Urzeit zu Deinen Vorfahren gereist bist. Stelle Dir jetzt bitte bildlich vor, wie Du mit den Steinzeitleuten am Lagerfeuer sitzt. Hast Du dieses Bild visualisiert? Gut, dann behalte dieses Bild vor Deinem geistigen Auge und stell Dir vor, wie plötzlich ein ausgehungerter Säbelzahntiger auftaucht. Wie reagierst Du? Obwohl ich Dein genaues Bild nicht kenne, kenne ich die Antwort. Du reagierst je nach Situation entweder mit Angriff, Flucht oder Erstarren. Denn diese drei Optionen haben der Menschheit bis heute das Überleben gesichert. Dein Gehirn wählt aus diesen drei Optionen unbewusst immer diejenige aus, die für die jeweilige Situation am besten passt. Langes Nachdenken hätte uns in der Urzeit schnell das Leben gekostet und beispielsweise bedeutet, ob wir uns innerhalb oder außerhalb des Tigermagens befunden hätten. Unser Gehirn reagiert also blitzschnell auf Bedrohungen und zwar unabhängig ob es dabei um Gesprächssituationen geht oder um einen echten Überlebenskampf. Unser Gehirn reagiert nur auf Gefahr, differenziert hierbei aber zunächst nicht weiter. Bedroht fühlen sich Menschen auch, wenn sie in einem Gespräch Angst haben, das Gesicht zu verlieren oder sich nicht durchsetzen zu können. Fühlen sie sich hingegen wohl, zeigen sie ein entspanntes Verhalten. Beides geschieht blitzschnell und unterbewusst. Denke an unser Schachdilemma. Die Lösung muss lauten mit möglichst wenigen Rechenoperationen möglichst viel wahrzunehmen. Achte daher bei Gesprächspartnern auf folgende Signale:

• Angriffssignale: Gesprächspartner wechselt von der sachlichen auf die emotionale Ebene • Fluchtsignale: Gesprächspartner versucht vom Thema abzulenken • Erstarren: Gesprächspartner stellt für einen kurzen Moment seine Gestik ein • Unwohlfühlgesten: Der Gesprächspartner hat plötzlich eine verkrampfte Haltung • Wohlfühlgesten: Der Gesprächsparter hat eine insgesamt entspannte Körpersprache

Marco Löw „Der menschliche Lügendetektor“ Deutschlandradio „Einer der gefragtesten Verhörspezialisten Deutschlands“ NDR Der ehemalige Vernehmungsexperte der Kripo, erfolgreicher Fachbuchautor und Redner ist aus Presse, Funk und Fernsehen einem Millionenpublikum bekannt. Löw wurde sowohl als Kripobeamter als auch als Trainer und Redner mehrfach ausgezeichnet. Er gehört zu den meistgebuchten Rednern im deutschsprachigen Raum und begeistert sein Publikum mit spannenden Einblicken in seine kriminalistische Praxis. www.marcoloew.de

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Merk Dir Das! Du kennst sie sicher auch, Menschen, die auf einer Veranstaltung gleich auf Dich zukommen, Dich beim Namen begrüßen, auch noch wissen, über was Ihr beim letzten Mal gesprochen habt, während Du noch rätselst, wer überhaupt vor Dir steht, geschweige denn den Namen weißt. Muss der oder die ein gutes Gedächtnis haben. Und wenn Du dann noch die Gedächtniskünstler, die in Fernsehshows ihre unglaublichen Leistungen zeigen, siehst... Nicht, dass es sonderlich nützlich ist, sich 500 Zahlen in fünf Minuten merken zu können, aber ein wenig von diesem Talent wäre doch schon schön für die alltäglichen Herausforderungen in Alltag, Beruf, Studium oder Weiterbildung. Lernen und uns Dinge merken müssen wir immer. Trotz immer neuer Geräte, die uns diese Herausforderung abnehmen wollen, wird es trotzdem eher mehr, statt weniger. Die gute Nachricht Dein Gedächtnis ist erheblich besser als Du denkst! In meinen Vorträgen frage ich meist, wer denn glaubt, ein gutes Gedächtnis zu haben. Selten meldet sich überhaupt jemand. Wir kennen die Erfahrung, dass wir uns etwas gemerkt haben, etwas gelernt haben, aber in dem Moment, wo wir es brauchen, da war es weg. Diese negative Erfahrung prägt. Dabei merkst Du Dir statistisch betrachtet natürlich viel öfter, wo Du Deinen Schlüssel hingelegt hast, als dass Du ihn vergisst. Nur lobt Dich halt dafür niemand. Niemand käme auf die Idee zu sagen: „Hey, Du hast Dir heute schon wieder gemerkt, dass Du erst die Hose und dann die Schuhe anziehen musst! Geh doch mal zu Wetten Dass! So lange es das noch gibt...“ Nein, um im Fernsehen auftreten zu dürfen muss man schon mehr zeigen. Ich war inzwischen dreimal bei besagter Sendung

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und in dutzenden weiteren. Aber es ist erst 12 Jahre her, dass ich selbst vor der Kiste saß und verblüfft einem Gedächtniskünstler zugeschaut habe. Ich stand kurz vor dem Abitur und war völlig verwirrt: Wie kann es sein, dass ich Sonntagabend um 21 Uhr ausgerechnet in einer RTL Sendung etwas über mein Gedächtnis erfahre, was mir in der Schule niemand verraten hat? Ich wollte wissen, ob mehr dahinter steckt und habe angefangen mich in die Gedächtnistechniken einzuarbeiten und war begeistert. Ein gutes Gedächtnis ist erlernbar! Die Gedächtnistechniken sind dabei keineswegs neu: Schon vor über zweitausend Jahren haben die griechischen Rhetoriker darüber geschrieben. Lass Dich bitte nicht verwirren, wenn heute Kollegen Altbekanntem aus Marketinggründen ihren Namen aufdrücken. Die Methoden sind großteils gleich geblieben.


Die Grundidee klingt sehr simpel und ist es eigentlich auch: Du musst in Bildern denken und verknüpfen! Du hast sehr viele Inhalte abgespeichert, Erinnerungen, Daten, Fakten, kannst Dich aber nicht daran erinnern, weil Dir der Zugriff fehlt. Kommt der richtige Reiz, oft nur ein Wort, oder jemand anderes, der von dem Ereignis erzählt, kommt auch Deine Erinnerung wieder. Sie muss also im Gehirn noch vorhanden gewesen sein! Was passiert im Gehirn eines Gedächtnissportlers? Im Rahmen meiner Doktorarbeit habe ich auch die Gehirne von Gedächtnissportlern untersucht. Dank Kernspintomographie geht das heute gänzlich unblutig. Tatsächlich stellten wir fest, dass sich das Gehirn im Wesentlichen vom Aufbau her nicht von Kontrollprobanden unterscheidet. Gut, es kommt etwas drauf an, wer in der Kontrollgruppe ist... Es ist also keine angeborene Fähigkeit, sondern jeder, auch Du, kann diese Leistungen mit den richtigen Methoden und Training erzielen. Was wir aber bei genauerer Betrachtung feststellen ist, dass beim Lernen andere Gehirnbereiche zusätzlich aktiviert werden. Gehirnbereiche, die sonst eher mit räumlichem Gedächtnis, Navigation und eben bildhaftem Lernen verbunden werden. Auch im Gehirn zeigt sich also, Gedächtnistraining funktioniert! Die Umsetzung! In einem zweiten Teil meiner Studie habe ich einige Probanden eingeladen, die keinerlei Vorwissen in Gedächtnistechniken hatten. Nach einem zweitägigen Kurs konnten sie in einigen Bereichen schon deutlich Erfolge erzielen, aber erst nachdem sie sechs Wochen lang jeden Tag dreißig

Minuten geübt haben, war der Erfolg riesig: In allen Standardgedächtnisaufgaben haben die Teilnehmer ihre Leistung im Schnitt mehr als verdoppelt! Es gehört also Übung dazu. Sechs Wochen, 30 Minuten am Tag. Das ist nicht Nichts. Aber so viel ist es auch nicht... Konkret: Namen merken Zurück zum Problem vom Anfang: Namen merken. Wie geht das hier konkret? Bei Namen wie Bäcker stellst Du Dir die Person einfach als Bäcker vor. Dann hast Du ein Bild, es ist zudem mit der Person verknüpft. Leider trägt nicht jeder einen ähnlich einfachen Nachnamen wie Bäcker oder Schmied. Schwieriger wird es schon, wenn es um Kowalski, Rodriguez oder Oberndorfer geht. 5 Schritte Um sich jeden Namen merken zu können, empfehle ich Dir folgende fünf Schritte: 1. Namen bewusst verstehen 2. Namen „verbildern“ 3. Person „verbildern“ 4. Verknüpfung 5. Wiederholung Zunächst musst Du den Namen bewusst verstehen. Logisch? Oft aber bereits das erste Problem. Viele trauen sich nicht nachzufragen, wenn sie den Namen nicht verstanden haben. Aber dann ist es natürlich unmöglich sich den Namen überhaupt zu merken. Tipp: Benutze den Namen sofort. „Hallo Frau Maier“, „Danke Herr Michalski“. So stellst Du sicher, dass Du ihn richtig verstanden hast. Dadurch dass der Name dann im Kurzzeitgedächtnis angekommen ist, kannst Du Dir mit den weiteren Schritten Zeit lassen. Der wichtigste Schritt, um sich den Namen

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Merk Dir Das! langfristig zu merken, ist dann den Namen in ein Bild umzuwandeln. Falsche Scheu ist hier unnötig. Berufsnamen sind einfach, das Bild ist die Tätigkeit: Müller, Bäcker, Schweinsteiger. Konkrete Namen wie Stein und Berg ergeben auch ein Bild, ebenso Adjektive wie jung, alt oder rot. Schwierigere Namen, oft ausländische, teilst Du in Silben auf: Kaczmarzik -> Katze und Marzipan, Rodriguez -> Rot und Riegel, Berezutski -> Bär, Schuh und Ski. Tipp: Du musst den Namen nicht komplett verpacken. Es reicht aus, wenn Dich das Bild an den Namen erinnert! So wird aus Seiffert das Bild Seife oder aus Palacios der Palast. Dann musst Du aber auch die Person verbildern und das mit dem Namensbild verknüpfen. Was heißt das? Meine Vorgehensweise: Die Person vorstellen, wie sie gerade etwas tut, was sie nicht wirklich tut. Ich lasse die Person etwas vor meinem inneren Auge machen, aber in der Realität steht sie ja gerade vor mir. Dadurch habe ich ein Bild der Person. Das, was sie tut, passiert natürlich mit dem Namensbild. Herr Weber arbeitet als Weber, Frau Stein jongliert Steine und Frau Bekereloz lässt einen Becher los, der zerbricht. Tipp: Bei Namen die Du schon kennst, dient die Person als Bild! Ein Herr Podolski tut sich den Po doll weh beim Ski fahren. Oder spielt mit Lukas Podolski Fußball. Zuletzt solltest Du die Bilder auch wiederholen. Am besten am gleichen Abend überlegen: Wen habe ich heute kennen gelernt, wie hießen die Personen, welche Bilder habe ich mir gemacht? Das wichtigste: Probiere es aus! Wenn Du Dich nicht gleich „in echt“ traust, übe beim Fernsehen oder Zeitung lesen: Merk Dir die Namen der Interviewten. Fang am besten gleich an! Wie kannst Du Dir meinen Namen merken? Und die Namen der anderen Autoren dieser Ausgabe?

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Dr. Boris Nikolai Konrad Dr. Boris Nikolai Konrad ist Neurowissenschaftler, Gedächtnissportler und Buchautor. Er steht als Weltrekordhalter im Namen merken im Guinness Buch und ist vielgefragter TV-Gast auf der ganzen Welt. Der bekannte Experte für Gedächtnisleistung ist weiterhin wissenschaftlich aktiv und erforscht das menschliche Gedächtnis. In seinen vielgefragten Vorträgen erklärt er anschaulich und höchst unterhaltsam, wie unser Gehirn funktioniert und wie jeder sein Gedächtnis verbessern kann. www.boriskonrad.de


Tue alles ohne Reue Tue alles, was Du tust, ohne Reue oder lass es sein! oder: Wie man Schokolade isst und trotzdem abnehmen kann. Schokolade essen und trotzdem abnehmen? Das kann nicht sein. Ja, ja, wieder so eine Versprechung, die unrealistisch ist magst Du nun denken. Ich möchte Dich hiermit einladen, einen Gedanken, eine innere Einstellung, ja vielleicht sogar eine neue Lebenseinstellung Dir zu eigen zu machen. Sie lautet: Tue alles, was Du tust, ohne Reue oder lass es sein! Dies ist eine kraftvolle Methode, sein Handeln und damit sein Leben aktiv zu steuern und in die Bahnen zu lenken, in welche Du es selber haben möchtest. Sie ist universell anwendbar, für sehr viele Lebensbereiche wie z.B. Sport, Beziehung, Job u.s.w. Hier in diesem Artikel möchte ich Dir am Beispiel Gewichtsabnahme bzw. Bodycoaching die Wirksamkeit dieses Leitsatzes beschreiben. Zur Theorie: Wir alle haben unsere inneren Stimmen im Ohr, die uns regelmäßig beschäftigen. Manche nennen diese Stimme „den inneren Schweinehund“ oder geben ihr andere Namen, wie z.B. den inneren „Quatschkopf“. In jedem Fall haben wir alle diesen kleinen inneren Diktator (lat.: dictare = bestimmen) regelmäßig im Ohr, manchmal stärker, manchmal schwächer. Folgendes kommt Dir vielleicht bekannt vor: „Ich komme schon wieder zu spät …, das wird doch sowieso nichts ..., das konnte ich noch nie ..., mein Job, Partner, Kind ... nervt schon wieder ... deswegen klappt ... nicht…, der ... die ... ist Schuld, deswegen

kann ich nicht ..., im Büro nervt … und mein Job ist so mies…“ und, und, und … Kennst Du dieses innere „Gelaber“ Deiner inneren Stimme(n)? Kann es sein, dass diese Stimme in Deinem Leben öfters vorkommt? Vielleicht auch, wenn es um das Thema Essen geht? „Nur eine Tafel Schokolade eben schnell…, Nur mal heute Currywurst Pommes…, Nur mal heute eben Torte, weil Oma Geburtstag hat ..., Ohh das Wetter ist so schön, deswegen darf ich heute … essen“ und, und, und … Bis hier hin ist alles okay. Hinterher aber kommt der Punkt, an dem Du dies bereust. Dann sagst Du Dir wieder selber Sachen wie z.B.: „Boahhh was war ich wieder maßlos. Warum musste ich unbedingt drei Stück Torte (zwei Tafeln Schokolade, die ganze Tüte Chips …) essen“. Dann bereust Du es und hast ein schlechtes Gewissen. Das kann sogar soweit gehen, dass ich Leute kenne, die sich mit diesen Gedanken selber richtig fertig machen. Und DAS ist das Problem. Das Problem besteht nicht im eigentlichen Essen einer Familienpackung Eis, sondern im nachfolgenden schlechten Gewissen. Denn: Du konntest ja nichts dafür, die GELEGENHEIT war es ja. Weil das Wetter so schön war, musstest Du vier Halbe im Biergarten trinken… Weil die Torte so gelacht hat, musstest Du ja … Weil der Film so spannend war, mussten die Chips aufgegessen werden … Mit diesen Rechtfertigungen sprichst Du Dich dann selber frei und erlöst Dich von Deinem schlechten Gewissen und schiebst damit Deine eigene Verantwortung auf die Umstände. Und genau das ist der Punkt, den die oben genannte Lebenseinstellung anspricht und hinterfragen soll:

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Tue alles ohne Reue

Tue alles, was Du tust ohne Reue, oder lass es sein. Mit Reue und einem schlechten Gewissen, begibst Du Dich in eine Verliererposition, ja sogar in eine Rolle als Opfer. Du wirst ein Opfer der Umstände (Ich wollte ja „eigentlich“ gar nicht, aber ...) Damit hast Du Verantwortung abgegeben, Verantwortung für Dein Leben, für Dein Handeln. Du wurdest passiv von außen gesteuert. Dies ist ziemlich komfortabel und eine einfache Selbsttäuschung. Mit dieser Strategie als Opfer und/oder Verlierer machst Du es Dir dann auch sehr einfach und bequem, schließlich kannst Du ja nichts dafür, oder? Solange Du Dich dabei wohl fühlst und dieses Vorgehen für Dich akzeptierst, ist das auch okay. Schlecht wird es nur, wenn es Dich frustriert und es Dich daran hindert Deine Ziele zu erreichen. Das Unangenehme daran ist dann leider auch, dass sich heute, morgen und in der Zukunft nie irgendetwas ändern wird an Deinem Verhalten. Dein Ziel wirst Du so nie erreichen. Zur Praxis: Ich möchte Dir den Vorschlag machen, dieses Verhalten einmal zu hinterfragen und über eine alternative Einstellung nachzudenken. Wie wär`s mit: „Ich esse jetzt 3 Stück Kuchen, eine Tafel Schokolade und 5 Kugeln Eis, genieße dies und habe anschließend KEIN schlechtes Gewissen. Ich entscheide mich dazu dies zu tun, also ist es richtig. Es sind nicht die Umstände, die mich führen oder zwingen, es ist nicht der innere Diktator, sondern ich tue dies jetzt und bewusst. Wieso sollte ich mich anschließend über mich selber ärgern? Es gibt keinen Grund dazu, schließlich habe ich mich bewusst dazu entschieden. Ich habe Spaß daran und genieße

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genau dies jetzt in vollen Zügen.“ Damit bist Du KEIN Opfer und KEIN Verlierer mehr, sondern ein selbst bestimmtes aktives Wesen, welches die Konsequenzen aus seinem Handeln bewusst trägt. Das ist doch toll, oder? Ich lade Dich zum Schlemmen ein. Ist das nicht Widersinnig entgegen meiner gewünschten Zielerreichung? NEIN ist es nicht, denn nur wenn Du bewusst weißt was Du tust, und nicht fremdbestimmtes Opfer durch Umstände bist, nur dann kannst Du Dich (beim nächsten Mal) bewusst anders entscheiden. Das ist der Knackpunkt, nur wenn Du weißt, was Du tust, kannst Du es auch sein lassen und über Alternativen nachdenken. Wenn Du Dich allerdings unreflektiert von der inneren Stimme, vom Wetter, von der Werbung, vom Chef, von der Familie, von der politischen Weltlage oder vom Nachbarn einfach treiben lässt, dann bist Du nie selbst verantwortlich und es ändert sich nichts. Wenn Du also z.B. das Ziel hast, Dein Gewicht etwas zu optimieren, solltest Du einmal über diese Art der Lebenseinstellung nachdenken. Wenn Du über die Stränge schlagen willst, dann tue das doch einfach, genieße es und mache DICH dafür verantwortlich, OHNE schlechtes Gewissen und ohne Reue. Es wird dazu führen, dass Dein Selbstbewusstsein steigt und es wird Dir mehr und mehr gelingen, Ernährungsbewusstsein in Dein Leben zu holen, was Dir dann wiederum dienlich für Dein eigentliches, übergeordnetes, langfristiges Ziel ist. Zwischen Reiz (ich sehe die Schokolade) und Reaktion (ich esse sie oder eben auch nicht) hat der Mensch die Möglichkeit zu entscheiden, Du kannst wählen. In diesem Punkt unterscheiden wir uns maßgeblich


von Tieren. Zwischen Reiz und Reaktion liegt eine Lücke, nutze diese zum bewussten Reflektieren. Werde ich es bereuen? Ja? - Dann suche nach einer Alternative. Nein? - dann lass es Dir schmecken. Als praktischer Tipp, wie Du diese Lücke zwischen Reiz und Reaktion füllen kannst bietet sich das NLP-Format des Dissoziierens an: Wenn Du das nächste Mal eine der oben genannten „Versuchungen“ erkennst, also der Reiz da ist, kannst Du kurz inne halten, bevor Du zur Reaktion übergehst. Stelle Dir vor, Du bist für einen kurzen Moment nicht Du selbst, sondern Du bist ein guter Freund bzw. eine Freundin von Dir. Damit Dir dies einfacher fällt, solltest Du auch eine andere Position einnehmen, z.B. einfach einen Schritt beiseite gehen oder den Raum wechseln. Sprich Dich selber im Namen dieser vertrauten Person an. Nun dort angekommen, BIST Du dieser Freund und dann gibst Du Dir einen freundschaftlichen Rat wie es ein guter Freund eben tun würde, der es ernst und gut mit Dir meint, ganz nach dem Motto, tue es ohne Reue, oder lass es sein. Ich wünsche Dir viel Erfolg mit dieser Methode, die Du auch durchaus in vielen anderen Lebensbereichen anwenden kannst. Weitere Tipps und Techniken zu diesem Thema findest Du auf meiner Homepage www.Trainmylife.de wo Du mein eBook bekommst und weitere Hilfestellungen findest, die Dir sehr helfen, wenn Du Dir eine Gewichtsoptimierung zum Ziel gesetzt hast. Werde und bleibe dauerhaft schlank, mit www.Trainmylife.de – Am liebsten geht’s mir GUT.

Matthias Laatsch Matthias Laatsch ist als ausgebildeter Business Coach, Wingwave Coach und NLP Practitioner in Hamburg tätig. Als Autor des Buchs Trainmylife hat er ein Erfolgskonzept entwickelt, mit dem es gelingt, Menschen dauerhaft und ohne JoJo-Effekt zu ihrem Wunschgewicht zu führen. Verschiedene NLP-Formate und Motivationstechniken, kombiniert mit Ernährungswissen und Sportanleitungen führen erfolgreich zum individuellen Abnahmeziel. Weitere Infos und Kontaktdaten finden sich hier: www.trainmylife.de und www.coachmylife.de.

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Vier Erfolgsgeschichten Gewinner denken anders! Vor rund sechs Jahren flatterte mir eine Initiativbewerbung einer jungen Frau auf den Tisch. Sie stellte sich als MarketingAssistentin vor. Das Dossier war aufwändig gestaltet, ihr Anschreiben ungewöhnlich: Sie sei durch einen Freund, der eines meiner Seminar besucht habe, auf mein Unternehmen aufmerksam geworden, habe sich auf meiner Website umgesehen – und wolle unbedingt bei mir arbeiten. Interessant, dachte ich, legte die Bewerbung beiseite und widmete mich den Aufgaben des Tages. Drei Tage später kam eine Mitarbeiterin auf mich zu: „Die junge Frau, die sich beworben hat, hat angerufen und gefragt, wann sie sich vorstellen dürfe.“ Sie fragte nicht, ob, sondern wann. Stark! Ich konnte gar nicht anders, als sie zum Gespräch einzuladen. Als ich sie sah, war mir nach 30 Sekunden klar: Die stelle ich ein. Sie war selbstbewusst, voller Tatendrang – und mir wurde klar: Eine Marketing-Assistentin, jemand, der mir den Rücken freihält, ist eigentlich genau das, was ich brauche! Diese Bewerberin war eine Ausnahme. Die meisten Bewerber schreiben langweilige Standardtexte, verschicken ihre Unterlagen nach dem Gießkannenprinzip und hoffen. Hoffentlich ist mir das Schicksal gnädig! Hoffentlich liest jemand meine Bewerbung und entsorgt sie nicht sofort im Papierkorb! Das Prinzip Hoffnung bringt aber niemanden nach vorne. Ich habe noch keinen Lebenslauf gesehen, der alleine durch Hoffnung lesenswerter wurde. Mindestens genau so fatal ist die Haltung: „Wird-schon-klappen, jedes Huhn findet mal ein Korn“. Auf das Wohlwollen der Umstände vertrauen. Aber auch das ist letztlich nichts

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anderes als passives Abwarten. Und das bewirkt in den meisten Fällen nichts, außer vielleicht, dass die eigene Unsicherheit wächst und wächst. Wer Erfolg haben will, muss ganz bewusst aktiv werden. Wie meine Bewerberin: Sie setzte sich mit ihrer Bewerbung von der Masse ab, machte mir klar, warum ich Ihre Fähigkeiten dringend brauche, und überließ nichts dem Zufall: Sie hakte telefonisch nach! Sie nahm ihr Schicksal selbst in die Hand! Gewinner denken anders! Während die meisten Menschen auf ein Wunder warten, erlauben sie sich weder Passivität noch Mittelmaß noch Standard. Sie fragen sich: Was muss ich tun, damit ich mein Ziel erreiche? Das ist der alles entscheidende Unterschied. Ich nenne diese Haltung, die Menschen zum Erfolg führt, eine schöpferische Haltung. Schöpferische Menschen kennen keine Ausreden! Wenn etwas falsch läuft, ist es nicht das Schicksal, sondern sie selbst. Sie bessern nach, verlieren aber nie ihr Ziel aus dem Auge! In meiner Bewerberin hatte ich mich nicht getäuscht. Ich hatte eine Gewinnerin eingestellt. Nach zwei Jahren verließ Sie


mein Unternehmen. Sie hatte ein Hotel gekauft, dass sie bis heute erfolgreich führt. Obwohl es mir schwer fiel, sie gehen zu lassen, freue ich mich mit ihr. Es ist für mich eine Erfolgsstory! Sieg mit Köpfchen Von der Büro-Kartoffel zur sechsmaligen Triathlon-Weltmeisterin, ich gebe zu, das klingt ziemlich unglaublich. Aber genau das hat die Schweizerin Natascha Badmann geschafft. Badmann war 23, als sie mit dem Sport begann. Sie war zu diesem Zeitpunkt als Sekretärin tätig und übergewichtig. Neun Jahre später gewann sie als erste Europäerin den Ironman Hawai, den wahrscheinlich härtesten Triathlon der Welt. Sie wurde zweimal Schweizer Sportlerin des Jahres und dreimal zur Welttriathletin des Jahres gewählt! Wie wird aus jemand, der im Büro ein paar Mal zur Kaffeemaschine schlappt, um dann wieder vor dem Bildschirm in den Sessel zu sinken, jemand, der ohne Pause 3,86 km schwimmt, 180 km Rad fährt, um das Ganze noch mit einem Marathon abzurunden? Ja, mit Training. Aber Training alleine genügt nicht! Zumindest nicht das Training im Schwimmen, Radfahren und Laufen! Badmann war eine der ersten, die konsequent mentales Training praktizierte. Die nicht nur auf Muskelkraft, Ausdauer und Technik setzte, sondern auf geistige Stärke. Ihr Trainer und Lebenspartner hatte früh erkannt: Gesiegt wird im Kopf! Denn Erfolg ist zwar ein Resultat des Handelns, doch das Handeln wiederum resultiert aus dem Denken! Was mich irritiert: Im Spitzensport hat sich das Wissen der Erfolgspsychologie durchgesetzt. In der Formel 1, im Fußball, im Tennis, im Basketball – Sportler wissen,

was sie erfolgreich macht. Doch was ist mit allen anderen? All denen, die ebenfalls Ziele haben? Die eine Ausbildung abschließen wollen, ein neues Hobby ausprobieren möchten, oder ein eigenes Unternehmen gründen wollen – warum nutzen die die entsprechenden Hebel nicht? Eigentlich sind die wichtigsten Prinzipien der Erfolgspsychologie gar nicht so schwer zu verstehen. Man muss sie nur verinnerlichen. Hier die wichtigsten zwei: 1. Den Erfolg, nicht den Misserfolg denken: Wo landet Sebastian Vettel, wenn er sich vorstellt er landet in der Mauer? Was passiert mit einem Bergsteiger der sich vorstellt wie er stürzt? Erfolg stellt sich dann ein, wenn wir nicht daran denken, was uns von ihm abhalten könnte, sondern daran, wie wir ihn erlangen können! 2. Auf ein Ziel fokussieren: Finger weg vom Multitasking! Wer seinen Geist mit zig Tätigkeiten gleichzeitig zerstreut, erreicht nichts Halbes und nichts Ganzes. Erfolg stellt sich nur dann ein, wenn wir uns zu einhundert Prozent einer Sache widmen. Ja, das klingt erst einmal banal. Aber wenn man die Prinzipien beherzigt, wird man damit weit kommen. Natascha Badmann hat den Ironman Hawai noch fünf weitere Male gewonnen. Erfolgreich ein Zertifikat erhalten oder erfolgreich gelebt? „Und in was haben Sie promoviert?“ Das ist die typische Frage, die ich von Professoren gestellt bekomme, wenn ich mich nach einem Vortrag mit dem Publikum unterhalte. Ich frage mich dann, warum dieser Titel,

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Vier Erfolgsgeschichten bestehend aus zwei Buchstaben und einem Punkt, den Leuten so wichtig ist. Sicher: Der Weg in die Wissenschaft lässt sich meist nur über diesen Titel beschreiten. Aber für die große Mehrheit ist der Titel nur eitles Blendwerk: Schaut her, ich bin wer! Wir sind seit unserer Kindheit auf Noten und Zeugnisse abgerichtet. Schulabschluss: Hoffentlich eine Sechs bzw. Eins vor dem Komma. Universitätsabschluss: ein glänzendes Diplom oder ein Doktortitel, bitte schön. Wir sammeln Fortbildungen, Schulungen, noch eine Fortbildung. Doch all das ist nur Papier. Und das Leben ist aus Fleisch und Blut. Wie kann also das eine für das andere von Nutzen sein? Mit einem Zertifikat lässt sich vielleicht die Flurtür zu einem Bürojob passieren, aber es sagt nichts darüber aus, wie erfolgreich und zufrieden ich tatsächlich bin. Erfolg muss man leben! Jeden Tag auf’s Neue! Noch schlimmer, viele Leute in Personalabteilungen, insbesondere in Grosskonzernen und Verwaltung, lassen sich dadurch gerne blenden und sind dann enttäuscht. Was wirklich absurd ist: Obwohl wir so viel gelernt, studiert, und uns fortgebildet haben, wissen wir nicht, wie man wirklich erfolgreich lebt. Was uns hilft unsere Ziele zu erreichen und was uns davon abhält. Das wirklich wertvolle Wissen enthält man uns vor! Die Lehrpläne an Schule und Universität sind vollgestopft mit Wissen, das, kaum haben wir Abitur oder Diplom erhalten, schon wieder veraltet ist. Oder für die Praxis völlig wertlos ist. Erfolgspsychologie wird an Universitäten nicht gelehrt. Ein Jammer. Aber auch nur logisch: Wer selbst erfolgreich lebt, lehrt in der Regel nicht an der Universität, wo er zum Buchhalter des Wissens abstumpft.

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Wer erfolgreich ist, lehrt dort, wo sein Wissen für die Praxis gebraucht wird. Ab und an werde ich eingeladen, an Universitäten vor Publikum zu sprechen. Ich merke dann immer: Die sind hellwach. Die wollen das alles wissen. Die stellen Fragen aus ihrem Leben und freuen sich, dass ich auf ihr Leben bezogen antworte. Für mich besteht dann der Erfolg darin, wenn mir die Menschen später schreiben, dass ihr erfolgreiches Leben nicht in einem oder zwei Kürzeln auf dem Klingelschild stattfindet, sondern in jedem Moment. Immer wieder neu! Menschenkenntnis… das habe ich! Ich unterhalte mich mit einem erfolgreichen Geschäftsführer. Als er mich fragt, was ich so mache, sage ich: „Ich beschäftige mich unter anderem seit Jahren intensiv mit dem Thema ‚Menschenkenntnis‘. Vielleicht ist das ja auch für Sie interessant. Kommen Sie doch mal zu einem Seminar.“ Der Geschäftsführer wiegelte ab: „Menschenkenntnis hab’ ich, ich bin schon 58!“ Diese Reaktion kenne ich. Jeder, der ein paar Jährchen gelebt hat, ist sich sicher, Menschenkenntnis zu besitzen. Man ist halt schon ein paar Menschen begegnet, lag vielleicht in seiner Einschätzung auch nicht ganz daneben. Und außerdem: Menschenkenntnis, das hängt auch irgendwie mit Lebensweisheit zusammen! Die Dinge gelassener angehen, nicht zu viel von den Menschen erwarten und so fort. Ein fataler Irrtum! Wer wissen will, wie andere Menschen ticken, darf sich nicht auf seine Erfahrung verlassen. Denn: Nur weil ich mit dieser Erfahrung bisher schon ganz gut gefahren bin, heißt das noch lange nicht, dass ich wirklich verstehe, wer mein Gegenüber ist. Wer echte Menschenkenntnis besitzt, hat


zweierlei verstanden: Vom Verhalten eines Menschen lässt sich niemals auf seinen wahren Kern schließen. Genetisch sind Menschen sehr verschieden – sobald sie jedoch auf der Welt sind, beginnt die soziale Konditionierung. Wir lernen, wie wir uns angemessen verhalten: Was ist gut? Was ist schlecht? Wie ernte ich Wohlwollen und Anerkennung und wie nicht? Wie sich also ein Mensch verhält, mag vielleicht etwas darüber erzählen, wie er aufgewachsen ist. Aber nichts darüber, wer er ist und wie er wirklich tickt. Jedes Urteil über einen anderen ist von der eigenen Erwartung beeinflusst. Was wir über andere denken, hängt viel mehr mit uns selbst zusammen, als mit dem anderen. Was für Erwartungen wir an

unser Gegenüber herantragen, welches Verhalten wir gut heißen und womit wir unsere Probleme haben. Wir sind also nicht so objektiv, wie wir gerne wären! Wer einen Menschen einschätzen möchte, muss sehr genau hinsehen. Viel genauer, als wir das in unserem Alltag gewohnt sind. Jeder Mensch ist sehr facettenreich. Übrigens hat jener Geschäftsführer dann doch noch mein Seminar besucht. Und offensichtlich hat auch er davon profitiert, wie er mir später erzählte: Ihm sei aufgegangen, wie oft er Menschen falsch eingeschätzt und somit auch in seinem Unternehmen falsch eingesetzt habe. Also hat er einige Personalentscheidungen neu getroffen. Seinen Umsatz hat er dadurch – verdoppelt!!!

Martin Betschart Martin Betschart ist Experte für Erfolgs-Psychologie, Motivation und Menschenkenntnis. Als ErfolgsCoach, Keynote Speaker und Bestsellerautor hat er bisher über 1 Million Menschen erreicht. Er ist der Begründer von Ressourcing®. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er mit dem „Martin Betschart-Talk“ im Schweizer Privat-Fernsehen bekannt. Im Jahr 2007 wurde er zum Trainer des Jahres gewählt. Er gehört zu den Top 100 Speakers und wurde 2008 und 2009 mit dem «Conga Award» für exzellente live Kommunikation ausgezeichnet. Er ist bekannt für seinen mitreissenden und motivierenden Vortragsstil. ARD, RTL, ORF, Schweizer Fernsehen, Tele Züri, SWR, Spiegel, Tages Anzeiger und viele andere berichteten über seine Erfolge. Martin Betschart ist der Autor des Nr. 1 Bestsellers „Ich weiss, wie du tickst“ - Wie man Menschen durchschaut und hat insgesamt über 10 Bücher bzw. Hörbücher, CDs veröffentlicht. www.Betschart.tv

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HeartMath®

Das Herz gibt den Ton an, das Hirn führt aus! Erfolg ist nur dann möglich, wenn Dein Herz und Dein Hirn gut miteinander kommunizieren. Weil Du keine Lösung finden kannst, wenn Dein Hirn auf OFF ist. Wusstest Du… • …dass Dein Hirn auf die Signale Deines Herzens hört?! • …dass Deine Herz-Hirn Kommunikation steuerbar ist?! • …dass Stress die Herz-Hirn Kommunikation massiv stört?! • …dass die Lösungen zu diesen grossen Problemen in Deinem Herzen zu finden sind? • …dass der Schlüssel zu diesen Lösungen Deine Emotionen sind?! Dein Erfolg mit HeartMath® Es konnte nachgewiesen werden, dass der Cortex, der Teil Deines Gehirns, der für das Denken zuständig ist, bei Stress ausgeschaltet wird. Das heisst also: bei Stress ist Deine Denkleistung eingeschränkt. Dies kommt immer dann vor, wenn Du es am wenigsten gebrauchen kannst: • Bei Lösen von Problemen, innerhalb komplexer Projekte • Bei den vielen herausfordernden Fragen, denen Du tagtäglich ausgesetzt bist • Bei der Prüfungsfrage, die über Dein Sein oder nicht sein entscheidet • Bei Deinem nächsten Streit mit Deinem Mann / Deiner Frau oder Deinem Chef. Um es noch etwas klarer zu formulieren: Bist Du im Stress, hast Du - aus Sicht Deines Hirns, genau 3 Möglichkeiten: a) zuschlagen b) tot stellen c) flüchten. Stell Dir nun eine der aufgezählten Situationen vor. Ist es ANGEBRACHT, in diesen Situationen eine der Möglichkeiten von a

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– c auszuleben? Nein, natürlich nicht! Das ist der Punkt, an dem in Dir beginnt Stress hoch zu kochen, wie die Lava in einem Vulkan. Das ist dieses Gefühl der inneren Wallung, die sich beginnt über Dich her zu machen. ABER Du bist gut darin trainiert diesen Vulkan, diese Kraft zu unterdrücken. Du unterdrückst Deine EMOTIONEN. Das muss Dir jetzt mal ganz bewusst sein! Uns ist aber allen klar, dass weder Möglichkeit a, noch b noch c zu einer dauerhaft sinnvollen Lösung führen. Die Lösung ist ein Update Deines Systems! Doch zuerst betrachten wir nochmals, was denn genau bei Stress im Körper passiert. Ungleichgewicht im Körper Dein Körper hat vielerlei Schaltzentralen. Die ursprünglichste ist das ANS (Autonomes Nervensystem). Dieses System besteht aus zwei Taktgebern. Ähnlich wie bei einem Auto. Du kannst Auto fahren, weil Du mit dem einen Pedal die Vorwärtsbewegung auslösen kannst (das Gas). Mit dem anderen Pedal verringerst Du die Beschleunigung deshalb kannst Du zum Stillstand kommen (die Bremse). So ähnlich funktioniert auch unser Körper. Auch er hat Gas und Bremse. Ohne diese beiden könntest Du keinen Sport betreiben oder Höchstleistungen vollbringen (Gas). Genauso wenig könntest Du schlafen oder entspannen (Bremse). Dieses Wechselspiel wird vom ANS gesteuert. Du kennst das von der Atmung, der Verdauung und auch von Deinem Herzschlag. Du brauchst nicht extra daran zu denken um zu verdauen. Dies erledigt Dein ANS. Das ANS steuert aber nicht nur Prozesse im Körper. Es ist auch dafür verantwortlich, dass alle Organe versorgt werden. Gehen wir zurück zum Beispiel des Autos. Was passiert, wenn Du Gas und Bremse gleichzeitig drückst? Richtig, das Auto heult fürchterlich laut auf,


ohne dass es sich bewegt. Sinnvoll ist das keinesfalls! Schlimmer noch: Verschleiss aller Teile und Verbrauch sind extrem hoch, ohne dass Du davon irgendeinen Profit hättest. Genau das passiert in Deinem Körper, wenn Du unter Stress stehst: Dein ANS arbeitet dann NICHT harmonisch. Genau wie beim Motor, der überhitzt, spürst Du diesen Vulkan, diese Wallung in Dir aufsteigen. Was dann also tun? Dann gilt es dafür zu sorgen, dass die beiden Taktgeber – Gas und Bremse – wieder harmonisch zusammenarbeiten. Dies nennen wir Kohärenz. Mit Kohärenz stellst Du das Update sicher, welches in unserer Zeit so dringend Notwendig ist. Mit Kohärenz aktivierst Du bewusst Deine HerzHirn Kommunikation und wirkst so, ganz bewusst, regulierend auf Dein ANS ein. Denkleistung aktivieren mit Herz fokussierter Atmung Gerne stelle ich Dir nun die Übung vor, welche Dich bewusst in einen geistig, psychisch & körperlich harmonischen Zustand bringt. Zum einfachen Verständnis nennen wir die Übung auch Herzatmung und sie funktioniert so: Du legst Dein Fokus auf Dein Herz oder die Region rund um Dein Herz (Brustbein), je nach dem was besser geht. Dann stellst Du Dir vor, dass Du durch Deine Herzregion ein- UND ausatmest. Achte darauf, dass Du tief atmest und ohne Druck. Kurz gesagt: „Herzfokus – Einatmen in die Herzregion – Ausatmen durch die Herzregion“ Wenn Du jetzt ein Messgerät von HeartMath hättest, würdest Du folgende biophysikalische Veränderung sehen können (nachfolgende Abbildung). Mit dieser einfachen Herzatmung transformierst Du Deinen

Stress. Du erhöhst Deine Lösungsorientierung, weil Du Deinen Cortex (Dein denkendes Hirn) auf ON stellst. Du bringst Dich in Balance (Kohärenz) und tust damit eine ganze Menge für Deine Gesundheit, weil nun wieder alle Organe optimal versorgt werden. Solltest Du zu Beginn etwas Mühe haben, in die Harmonie zu finden, versuche die äußeren Umstände zu verändern (z.B. Düfte oder Musik). Such Dir einen ruhigen Ort. Schliesse Deine Augen, während Du die Übung machst. Mein Erfolg ist Deine Inspiration Als ich zu HeartMath fand, war ich persönlich in einem starken Umbruch. Ich hatte geheiratet, wurde Vater und verlor meine Anstellung – ich hab mich selber wegrationalisiert. Damals schenkte mir ein Kollege mein erstes Buch von HeartMath. Ich dachte: „das könnte von mir sein…“ Ein Jahr später gründete ich mit 3 Partnern unsere Firma. Genau danach folgte meine nächste Herausforderung: ich fand den Tritt nicht. Kunden blieben aus, und ich fühlte mich wieder einmal wertlos. Dann erinnerte ich mich an HeartMath und begann die Ausbildung zum HeartMath Coach. Dies war für mich wie ein Schlüssel. Endlich hatte ich eine Methode gefunden, die kinderleicht ist, für die ich nichts brauche außer meinen

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HeartMath® Atem und mein Herz. Beides hab ich in jedem Moment meines Lebens bei mir. Schon während der Ausbildung veränderte sich mein Zustand. Wir machten uns unseren Stress bewusst und transformierten diesen mit den verschiedensten Übungen – Grundlage ist immer die Herz-fokussierte Atmung. Mir wurden die Kraft und die Wichtigkeit von Wertschätzung bewusst. Ich konnte die Momente der Freude wieder so richtig geniessen, ja sogar verstärken. Kennst Du eine Übung, welche Deine Freude verstärkt? Danach folgten Zeiten der 7 Meilenstiefel. Es geschahen unglaubliche Dinge… Heute, nur 1 Jahr später, hat sich meine Auslastung vervielfacht. Ich habe ein selbstbewusstes Auftreten und komme dadurch mit Menschen in Kontakt, welche in der Lage sind, mich noch weiter zu bringen. Ich trage heute wesentlich dazu bei, dass die Vision von HeartMath auch in der Schweiz Einzug hält. Das erfüllt mich mit Freude und lässt mich wachsam sein. Zudem erfüllt es mich mit Dankbarkeit, wenn meine Klienten bereits durch diese einfache Herzatmung eine Verbesserung ihres Lebens feststellen können. Die Vision von HeartMath ist eine kohärente Welt. Eine Welt, in der Dir jeder Mensch mit Wertschätzung begegnet. Willst Du mehr dazu wissen, dann besuch die Website über die Global Coherence Initiative: http://www.glcoherence.org/. Die Forschungen von HeartMath Das Institut von HeartMath forscht seit 1991 über die Wechselwirkung von Herz und Gehirn. Die Erforschung der Herz-Gehirn Kommunikation ist derart bahnbrechend und grundlegend, dass sie auf der ganzen Welt Beachtung findet.

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Yves Nater Koordinator Schweiz für HeartMath Deutschland • HeartMath Coach und Trainer • Mitglied der Akademie für neurowissenschaft liches Bildungsmanage ment • Unternehmer innerhalb der FYRE Consulting AG • Eigenes Visionscoaching entwickelt • Dozent für Persönlichkeits- entwickelnde Weiterbildung www.heartmathdeutschland.de HeartMath®, Neutral®, Freeze-Frame® und Heart Lock-In® sind registrierte Wortmarken des Institute of HeartMath. HerzIntelligenz® ist eine registrierte Wortmarke der VAK Verlags GmbH.


Tipps zum Armwerden Für alle, die nicht reich werden wollen und denken dass Geld stinkt, den Charakter verdirbt und nicht glücklich macht, haben wir ein paar Tipps zusammengetragen, damit das Geld ja nicht bei Euch bleibt. 1. Gib alles Geld sofort wieder aus! Am Besten für Sachen, die Du eigentlich gar nicht brauchst und genau genommen auch gar nicht haben möchtest. Achte dabei darauf, dass wirklich kein Cent angelegt oder sonst irgendwie gespart wird. Unter diesen Umständen könnte es sonst passieren, dass sich Dein Geld vermehrt und zur Plage wird. 2. Verfolge keine finanziellen Ziele! Damit Du gar nicht erst in Versuchung gerätst, solltest Du von Anfang an keine Ziele planen. So kann es Dir nicht aus alter Gewohnheit passieren, dass Du doch versuchst, Deine Vorsätze zu verwirklichen und am Ende damit auch noch Erfolg hast. 3. Meide vermögende Menschen! Sollte jemals ein reicher Mensch den Raum betreten, in dem Du Dich gerade befindest, ergreife sofort die Flucht. Vermeide dabei jegliche Form von Kontakt. Diese Menschen könnten Dir helfen wohlhabender zu werden und wissen meistens auch noch wie Du am Besten mit Deinem Geld umgehen solltest. Also, schnell weg! 4. Lege Dein Geld aufs Sparbuch! Falls Du doch unbedingt etwas von Deinem Geld behalten möchtest, solltest Du alles auf ein Sparbuch legen. Hier kannst Du nicht einmal die Inflationsrate ausgleichen. 5. Werde bloß nicht wohlhabender! Stell Dir nur einmal vor, wie es wäre wohlhabend zu sein. All dieses Geld, das Du irgendwie verwalten musst. Schrecklich! Die Anderen würden auf Dich hinunterschauen

und über Dich und Dein vieles Geld lachen. Außerdem gibt es mit Geld nur Probleme. 6. Ich kann nicht mit Geld umgehen! Sage Dir immer wieder diesen Satz und verinnerliche ihn und seine Bedeutung. So hast Du die Chance, dass Du irgendwann nicht mehr mit Geld umgehen kannst und mehr Geld ausgibst, als Du überhaupt zur Verfügung hast. 7. Geld ist schmutzig! Dieser Glaubenssatz ist ungemein hilfreich, um nicht reich zu werden. Wenn Du glaubst dass Geld schmutzig ist, wirst Du es vermeiden, Dich mit Geld zu umgeben. Falls Du doch einmal Geld angefasst haben solltest, wasche Dir sofort die Hände und desinfiziere sie. 8. Behalte Dein Geld und gib nichts ab! Anderen etwas von Deinem Geld abzugeben könnte Dich glücklich machen. Also behalte Dein ganzes Geld für Dich. Außerdem könnten sie es für Süßigkeiten, Alkohol oder Zigaretten ausgeben. Dann würdest Du Dich mitschuldig machen, dass sie sich ihre Gesundheit ruinieren. 9. Kümmere Dich später um Deine Finanzen! Warum solltest Du Dich jetzt um Deine Finanzen kümmern, wenn Du doch so schön gelangweilt auf dem Sofa liegen kannst? Wäre doch blöd, wenn die ganzen Sorgen und der Druck sich mit den Finanzen zu beschäftigen, verschwunden wären. 10. Nimm viele Kredite auf! Sorge dafür, dass Du jede Möglichkeit für einen Kredit ausgeschöpft hast. Nur mit einem riesen Berg Schulden macht es so richtig Spaß einkaufen zu gehen und bei notwendigen Investitionen kein Geld mehr zu haben.

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Selbst-Coaching-Übung In der letzten Ausgabe von JETZT ERFOLGREICH! haben wir über das Thema Selbstdisziplin bei der Erreichung unserer Ziele berichtet. Oft neigen wir dazu, viele Ziele auf einmal bewältigen zu wollen. Dies birgt jedoch die Gefahr, sich über einzelne Erfolge nicht zu freuen. In diesem Zusammenhang möchten wir in dieser Ausgabe auf einen Sprachgebrauch aufmerksam machen, der uns hilft den Fokus auf unsere individuellen Erfolge zu legen. Ziele nicht mit „und“ verknüpfen Angenommen Du fühlst Dich erst gesund, wenn Du täglich mindestens 5 km läufst und 70% Deiner Nahrung aus Obst und Gemüse besteht und Du jede Nacht 8 Stunden schläfst und keinen Kaffe trinkst und keine Süßigkeiten isst. Allgemein betrachtet sind diese Punkte nicht verkehrt. Das Problem ist, dass die Ziele mit einem „und“ verbunden sind. Das kann Dich dazu verleiten, dass Du Dich zu sehr darauf versteifst „alle“ Ziele zu erreichen und das Auge für die bereits erreichten Etappen verlierst. Um Deine Erfolge zu erkennen, kannst Du das Wort „und“ durch die Wörter „immer wenn ich..“ ersetzen. Damit legst Du den Blickpunkt auf einzelne Erfolge: Immer wenn ich eine Banane esse, fühle ich mich gesund. Immer wenn ich 5 km laufe, fühle ich mich gesund. Dies erleichtert es Dir Deine Ziele zu erreichen. Du erhöhst Deine Erfolge und führst sie Dir vor Augen. Durch das Bewusstmachen Deiner Erfolge steigert sich Deine Selbstachtung. Mithilfe der Erfahrung Deine Ziele zu erreichen, gehst Du mit einer positiven und selbstbewussten Einstellung weitere Vorsätze an.

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Du musst! Eine weitere scheinbar kleine Floskel ist das Wort „müssen“, aber es steckt viel mehr dahinter. Von klein auf wird Dir oft gesagt: „Du musst in die Schule, Du musst Hausaufgaben machen, Du musst essen und trinken.“ In diesem Zusammenhang neigst Du dazu zu sagen: „Ich muss dies. Ich muss das.“ Unsere Sprache spiegelt unsere Seele wieder. Indem Du sagst „Ich muss“, begibst Du Dich in die Opferolle. Du machst Dich klein und fremdbestimmt. Du wirst zu einem Opfer der Umstände, die auf Dich einwirken, wodurch sich Deine Selbstachtung vermindert. Tausche die Worte „ich muss“, durch „ich werde“, „ich möchte“, „ich freue mich darauf“ aus. Damit demonstrierst Du die Kontrolle über Dein persönliches Handeln und stellst vor Dir selbst etwas dar. So empfindest Du Dein Leben mehr selbstbestimmt. Ich sollte! Ähnlich ist es mit dem Wort „ich sollte“ oder noch unpersönlicher „man sollte“. Diese Floskeln drücken nur aus, dass dies niemals geschehen wird. Wenn Du wirklich etwas machen willst, dann sagst Du: „ich werde“; und das „ich werde“ hilft Dir die Sache anzugehen.


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