Immer gut und günstig versichert

Das Engagement in der Region liegt uns am Herzen – ob bei Kulturoder Sport-Events, in Schulen oder Vereinen. Ebenso ist uns wichtig, dass Sie stets gut und günstig abgesichert sind.
Überzeugen Sie sich selbst. Wir beraten Sie gerne.
Geschäftsstelle Coburg
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Unsere Bühne :
Professionelle Therapien aus Leidenschaft.
Ergotherapie in Coburg, Rödental, Neustadt b. Coburg, Weidhausen
Physiotherapie in Coburg, Rödental, Weidhausen
Praxis
Logopädie in Coburg, Rödental
Phädra, in Flammen
von Nino Haratischwili
PHÄDRA Milena Weber
THESEUS David Kösters
DEMOPHON Adriano Henseler
ACAMAS Jonas Hämmerle
PERSEA Antonia Wiedemann
PANOPEUS Benjamin Hübner
REGIE Lucia Reichard
BÜHNENBILD UND KOSTÜME Bettina Weller LICHT Markus Stretz
DRAMATURGIE Anne Verena Freybott
REGIEASSISTENZ UND ABENDSPIELLEITUNG
Robin Bringewatt
SOUFFLAGE Sandrina Nitschke
INSPIZIENZ
Eva Lehner, Boris Stark
REGIEHOSPITANZ UND TONSCHNITT Toni Münster
TECHNISCHE LEITUNG Daniel Kaiser
BÜHNENMEISTER Norman Heyn, Matthias Stöcklein TONMEISTER Michael Och
CHEFMASKENBILDNERIN Alicia Müller
LEITUNG DER REQUISITE Manfred Dehler LEITUNG DER KOSTÜMABTEILUNG Gerhard Gollnhofer
LEITENDE GEWANDMEISTERINNEN Margareta Gulich, Katrin Müller
AUSSTATTUNGSASSISTENZ Susanne Wilczek KOSTÜMASSISTENZ Andreas Brehm
PREMIERE
14. Februar 2026, Globe Coburg AUFFÜHRUNGSDAUER ca. 2 Stunden 20 Minuten, eine Pause AUFFÜHRUNGSRECHTE Verlag der Autoren, Frankfurt am Main
Das Stück Phädra, in Flammen ist auch als Buch erschienen im Verlag der Autoren.
Aus rechtlichen Gründen sind Bild- und Tonträgeraufnahmen während der Aufführung nicht gestattet.

Excellence Inside
Die Mobilität der nächsten Generation.
Unsere Kinder werden in der Zukunft eine andere Mobilität erleben.

Um ihren Ansprüchen gerecht zu werden, arbeiten wir heute an den Lösungen, die ihnen morgen ein Höchstmaß an Individualisierung und Flexibilität im Fahrzeug ermöglichen.



Die Handlung
Phädras Leben an der Seite von Theseus, dem König von Athen, ist von Langeweile, Sinnlosigkeit und Monotonie geprägt. Er wird als Bezwinger des Minotaurus noch immer wie ein Held behandelt – obwohl die letzten großen Taten etwas zurückliegen. Phädras Aufgabe ist wie eh und je, als schöne, strahlende Königin schweigend neben ihm zu stehen, ab und an eine Festivität zu eröffnen und sich um Theseus Söhne zu kümmern. Für Demophon, den Erstgeborenen, wurde bereits eine Braut ausgesucht und der Weg zum Thron scheint gesichert. Nachdem auch Acamas, der Zweitgeborene, sich mit seiner Rolle als ewiges Muttersöhnchen und tierlieber, harmloser Sonderling im Königshaus, abgefunden zu haben scheint, hofft Phädra, das strenge höfische Protokoll und die Einflusssphäre des rückwärtsgewandten Hohepriesters Panopeus nun wirklich hinter sich lassen zu können. Denn Theseus hat zwar schon oft versprochen abzudanken, um dann mit Phädra auf der entlegenen Kykladen-Insel Delos in paradiesischen Zuständen zu leben, aber nun ist zum ersten Mal eine Braut da, sie heißt Persea, und Demophons Heirat und Krönung rücken tatsächlich näher. Es gilt nur noch, die nächsten sechs Monate zu überstehen, der Braut die Regeln und Riten am Hof zu erklären, und dann wird endlich ein besseres Leben beginnen. Sicher kein perfektes Leben, aber Theseus könnte schlimmer sein, und Phädra hat sich irgendwie mit ihm und seinem übergroßen Ego arrangiert. Aber unerwarteterweise kommt mit Persea ein gänzlich anderer Lebensentwurf ins Haus. Sie schaut mit einem zärtlichen Blick auf die Menschen, hinterfragt furchtlos alle Regeln und hört unvoreingenommen zu. Ihre gelebte Fürsorge, ihre bedingungslose Empathie und ihre selbstbestimmte Lebensweise sprengen alle mühsam aufrechterhaltenen Fassaden des Palastlebens. Die geläufigen Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit werden hinterfragt, hierarchische Konstrukte ausgehebelt und die fatalen Schwachstellen im patriarchalen System bloßgelegt.
Nachdem es kurz so aussieht, als könnte diese Veränderung für viele etwas Gutes bedeuten, wird die Liebe zwischen Phädra und Persea als katalytischer Skandal benutzt, mit dem man die bedrohliche Neue wieder loswerden kann. Denn wahrscheinlich ist sie ohnehin eine Hexe und es wäre sicher besser, sie würde brennen. Wie es sich gehört für eine mythische, über die Figuren weit hinausweisende Geschichte, folgt ein Ende, dessen Brutalität so nicht abzusehen war.
„Bitte, bitte, halt sie auf, das bist du nicht, das sind wir nicht, wir lassen keine Menschen zerfleischen!“
PHÄDRA
Die Autorin
Die preisgekrönte Theaterregisseurin und -autorin und Romanautorin Nino Haratischwili wurde 1983 in Tiflis in Georgien geboren. Sie wuchs in Tiflis auf, mit Ausnahme der Jahre zwischen 1995 und 1997, in denen sich die Familie auf der Flucht vor dem Georgischen Bürgerkrieg in Deutschland aufhielt. Mit nur 14 Jahren ging sie allein nach Georgien zurück und gründete kurz darauf eine deutsch-georgische Theatergruppe in Tiflis, für die sie bis 2003 Theatertexte schrieb und selbst inszenierte. Anschließend studierte Haratischwili Filmregie am Staatlichen Institut für Film und Theater in Tiflis und Theaterregie an der Theaterakademie Hamburg.
Nino Haratischwili schreibt entlang der Bruchstellen des Lebens gegen die Krisen unserer Zeit an. Ihr 2014 erschienener großer Familienroman Das achte Leben (Für Brilka) wurde in 25 Sprachen übersetzt, mehrfach fürs Theater adaptiert und entwickelte sich zum weltweiten Bestseller. Weitere Romane waren u.a. Die Katze und der General (2018) und Das mangelnde Licht (2022).
In ihren Theatertexten zeigt Haratischwili Menschen in Extremsituationen, die um Macht, Selbstbestimmung und Liebe kämpfen. Ihre letzten drei Theaterstücke stellen streitbare Frauen in privilegierten Positionen in den Mittelpunkt. Alle drei sind keine ungebrochenen Charaktere. Sie haben Fehler, sind in ihren Ängsten und Wünschen nahbar und gehen trotz ihrer Machtpositionen am Elend der Welt zugrunde. Phädra, in Flammen kam im Mai 2023 am Berliner Ensemble zur Uraufführung, im Februar 2024 folgte Penthesilea. Ein Requiem am Deutschen Theater Berlin und im April 2025 am Schauspiel Leipzig Kein Schicksal, Klytämnestra.
„Und doch weiß ich, dass es keine Alternative gibt, dass ich meinen Glauben wiederfinden muss, dass ich diesen Glauben, wenn nötig, wieder heranzüchten muss, indem ich mich auf all das besinne, was für mich ebendieser Westen irgendwann einmal darstellte. Die Trennlinie zwischen Wir und Sie aufheben, Ost und West, Mann und Frau, Schwarz und Weiß, Muslime und Christen. Zum Menschsein zurückkehren. Nur so, scheint es mir, können wir ein gemeinsames Schutzschild erschaffen gegen die Gefahr, der wir längst alle ausgesetzt sind, nämlich die Rückkehr in die Vergangenheit, die gerade wie ein Komet einschlägt und uns zurückzerrt in jene Zustände, die wir glaubten überwunden zu haben. Diese Form der Vergangenheit ist schon an so vielen Orten zurückgekehrt und als Gegenwart proklamiert worden, eine Gegenwart, in der nur noch menschenverachtende Lösungen angeboten werden, nur noch Instinkte und das Recht des Stärkeren zählen.“
Aus Nino Haratischwilis Rede zum Gedenktag an die friedliche Revolution vor 36 Jahren am 09. Oktober 2025 in der Leipziger Nikolaikirche.

„Du versteckst dich unter deinen seidenen Gewändern einer keuschen und weisen Königin, und du gräbst der Frau, die du einst warst und die nach den endlosen Jahren in dieser Wüste plötzlich zurückgekommen ist und von dir einfordert, sie anzusehen, ja, dieser Frau gräbst du ein immer tieferes Loch, in der Hoffnung, ihre Schreie nicht mehr zu hören.“
PERSEA


Was, wenn ein anderes Leben möglich wäre?
A
wie Anerkennung. Ich sehe und höre dich in der Gesamtheit deiner Präsenz, die du mir offenbaren willst. Ich erkenne dich an, mitsamt deinen Unsicherheiten, deinen Bedürfnissen und Widersprüchen.
B
wie Berührung. Berührungen sind nicht konstitutiv für unsere Beziehung. Aber ich genieße jede Berührung von dir. Und ich dränge dir keine Berührung auf. Deine Berührungen sind warm und tragend.
C
wie Chronik. Ich will mit dir eine gemeinsame Geschichte schreiben, die frei von Kategorien und dem Zwang der Linearität ist. Ich bin offen für deine Perspektive auf unsere Geschichte.
D
wie Dankbarkeit. Ich bin dir dankbar für deine Unterstützung, deine Gedanken und dein aufrichtiges Zuhören. Ich weiß, dass all das nicht selbstverständlich ist.
F
wie Faulheit. Dein Wert misst sich nicht anhand deines beruflichen Erfolgs. Wir schaffen gemeinsam Räume, in denen wir uns dem Leistungsdruck in dieser Gesellschaft verweigern. Wir schaffen Räume des Verweilens.
K
wie Körper. Dein Körper ist bedingungslos schön. Aber er befriedigt nicht nur meine ästhetischen Bedürfnisse. Ich erkenne, dass dein Körper leiden und schmerzen kann. Ich sehe, dass andere Menschen deinen Körper angreifen. Ich bin bereit, deinen Körper zu verteidigen und zu beschützen.
R
wie Riss. Ich erkenne an, dass es biografische Risse gibt in unserem Leben. Und ich bin glücklich, dass du mir hilfst/ ich dir dabei helfen kann, die Risse zusammenzuflicken, wenn wir das Gefühl haben, endgültig zu zerreißen.
U
wie Unruhe. Auch Phasen der Unsicherheit und Unruhe sind fruchtbar mit dir.
V
wie Verletzlichkeit. Ich sehe, dass du verletzlich bist. ich werde deine Verletzlichkeit nie gegen dich wenden.
Z
wie Zärtlichkeit. Ich weiß, dass unsere Beziehung, die Dinge in der Welt nicht ungeschehen macht. Ich arbeite jedoch mit dir und anderen Menschen daran, sie zärtlicher für alle Menschen zu machen.“
Aus: Şeyda Kurt: Radikale Zärtlichkeit –Warum Liebe politisch ist, Harper Collins, 2021.






Für Fragen oder für Terminvereinbarungen erreichen Sie uns gerne unter der Rufnummer 09561/8147-30. Weitere Info unter: www.hausnotruf-coburg.de


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„Wenn man immer wieder die anderen die Entscheidungen treffen lässt, dann findet man sich irgendwann in einem Leben wieder, in dem kein Detail der eigenen Person entspricht. Aber warum finden sich gerade Frauen in einem derart falschen Leben wieder? Nach jahrzehntelangen Kämpfen der Emanzipationsbewegung halten Frauen noch immer viel zu oft den Mund, wenn ihnen etwas nicht passt. Sie fühlen sich ihrem Umfeld verpflichtet, wollen niemanden verletzen oder im Stich lassen. Aber bei dem inneren Kampf zwischen der wütenden Frau und dem braven Mädchen gewinnt viel zu häufig das brave Mädchen.“
„Wenn Frauen zu verträglich sind“, Text von Carlotta Welding, DIE ZEIT, Februar 2022
IMPRESSUM
Landestheater Coburg / Schlossplatz 6, 96450 Coburg / www.landestheater.coburg.de
INTENDANT: Neil Barry Moss / KAUFMÄNNISCHER DIREKTOR: Bernd Vorjans / REDAKTION: Anne Verena Freybott / GESTALTUNG UND SATZ: Autostrada / FOTOS: Sylvain Guillot / ANZEIGEN: contactdesign.de / DRUCK: DCT GmbH, Coburg / PLANUNGSSTAND: 12.02.2025, Änderungen und Druckfehler vorbehalten. / Wir danken dem Freistaat Bayern und der Stadt Coburg für die großzügige Unterstützung unseres Hauses. Ebenso danken wir dem Bezirk Oberfranken.
TEXTE
– Die zitierten Texte wurden redaktionell eingerichtet und gekürzt. Kürzungen innerhalb der Texte sind nicht gekennzeichnet.
– Die nicht gekennzeichneten Zitate stammen aus Nino Haratischwili Phädra, in Flammen, Verlag der Autoren, 2023.
– Die Texte Die Handlung und Die Autorin sind Originalbeiträge für dieses Programmheft.
Hörnlein & Feyler PartmbB
Kasernenstraße 14



















D-96450 Coburg
Tel. 09561 - 80110
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