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theater K in o

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klein kun st

ku n s t

literatur

k l ei n ku n s t

musik stadtg eschehen

l i t er at u r

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restauran ts

bar s c lu bs re s tau r an t s

k u lt u r

#223 04 -2018

sam vance-law, auf der bĂźhne beim unter einem Dach festival, 27. April, e-Werk


curt-BANNER-SPECIAL: Simple + superfair. www.curt.de/nbg CURT Media GmbH Ajtoschstr. 6, 90459 Nürnberg. Telefon: 0911-433468-64. E-Mail: info@curt.de Magazine / E-Books www.issuu.com, „curt N/F/E“ Website www.curt.de/nbg


Willkommen in unserem e-book curt Nbg/fü/Er APRIL 2018 Viel Spaß beim Durchflippen und Lesen! Natürlich ist das gedruckte Magazin ein ganz anderes Erlebnis. Solltet Ihr also eine Printausgabe wünschen, dann sendet einfach eine Mail an info@curt.de mit dem Betreff „Print ist hübscher als Online“, dazu die Nummer der Ausgabe und dann kümmern wir uns darum. Auch in diesem Heft freuen wir uns über die Beiträge hochrangiger, augezeichneter, bewährter Kolumnisten, die sich für uns und Euch um Kunst, Kultur, Design, Bühne, Nachtleben, Stadtgeschehen und mehr annehmen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr dieses E-Book liked oder teilt, hier bei Issuu geht das ja sehr einfach: auf SHARE klicken, Facebook auswählen - los geht‘s. Danke! Habt Spaß - wir haben das auch! Euer curt-Team PS: Für weitere Infos und Storys empfehlen wir www.curt.de/nbg


StijlMarkt Markt für junges Design, Fashion und guten Geschmack.

7––8 April Ofenwerk, Nürnberg Samstag/Sonntag 11––18 Uhr

www.dawanda.com

Infos/Preise/Tickets www.stijl.in/n6

sten n ö h c s Die ten k c e d t unen te! Produk


VORWORT / APRIL 2018 Werte Freunde, geschätzte Kooperationspartner, Leser, User, Fans, Stalker, mal wieder: Willkommen im Stadtmagazin von Welt! „Kulturmagazin!“, wie wir immer sofort laut aufmerken, wenn jemand unser Heft „Stadtmagazin“ nennt. Das ist uns nämlich zu wenig. Darum rufen wir direkt danach immer, um das zu untermauern, „Nur vom Feinsten, für die Feinsten!“. Schon ist alles gesagt. Dieses Statement ist zugleich Kompliment – so holt man sein Gegenüber emotional ab und macht gleichzeitig klar, wer den Style, die Qualität und die beste Leserschaft hat. Ein klassischer Slogan also für einen Marken-Boost eines Premium Brands unseres Kalibers. Ähnlich sophisticated wie das mittlerweile ikonische „curt kommt von Können.“. Bäm! Sitzt, trifft, dockt sich an den Synapsen an, zeckt sich durch die Hirnrinde. Brainwashing galore. Alliterative Legendenbildung im Vorbeigehen. Nicht laut, aber lasziv. Nicht fordernd, sondern feststellend. Fakt und aus. Dankeschön, stimmt so. Wie steinig der Weg zum besten Stadtmagazin von Welt jedoch manchmal sein kann, könnt Ihr natürlich nicht wissen. Ihr denkt ja, uns fliegt alles nur so zu – die Luxuskarossen, die Journalistenpreise, die Models, die Ehrendoktortitel. Stimmt ja auch zumeist. Dennoch gibt es auch bei uns hin und wieder eine spontane Baisse. „Temporär interruptierte krasse Erfolgswelle“ nennen wir das dann flapsig bei uns im Central Office und lachen herzhaft über diese Turbulenzchen, die selbst uns gelegentlich heimsuchen. So geschehen bei der aktuellen Endproduktion dieser Ausgabe. Am Tag vor der Datenabgabe fiel unser Mailserver aus (der bis jetzt noch nicht geht) und Kollege Big G hatte alle Mühe, die Daten zu retten und verfügbar zu machen. Wir klopften unsere Schenkel blutig vor Lachen. Pure Situationskomik! Mitten in der Nachtschicht, exakt 6,5 Stunden vor der Deadline bei der Druckerei, zickte der zentrale Server, auf dem alle Arbeitsdaten liegen. „Das Biest ist tot“, diagnostizierte Big G nach eingängiger Untersuchung. Bei uns wieder schallendes Gelächter. Bier aufbeißen, anstoßen, Päuschen machen. „Das machst du schon, Big G!“, riefen wir unisono, während wir uns gegenseitig teilweise bereits das siebte Bier an die Lippen setzten und auf der großen Badeinsel im Redaktionspool dümpelten. „Mach hinne, ich hab heute noch was vor!“, spotzte der gerade aufgetauchte Fränk, dem beim Sprung vom Dreier seine Badehose verlustig ging, ohne dass er sich daran störte. Er schleuderte das tropfnasse Textil dem Model in die Hochsteckfrisur, das Big G vor offenem Rechner assistieren musste. „Vorsicht, nass!“, warnte er. Und: „Weg vom Strom, das ist gefährlich!“. Der Funkenflug hätte fast ihr Negligee in Brand gesetzt, da hatte sie Glück. „Quatschköpfe“, kicherte Big G vor sich hin, während er die Platine lötete. Kurze Zeit später saßen wir wieder an funktionierenden Rechnern, drückten die richtigen Knöpfchen und generierten mühelos diese, unsere, Eure Ausgabe. Nur vom Feinsten, für die Feinsten. Für Euch, die beste Gang der Welt! Zugegeben, diesmal hatten wir besonders viel Spaß in der Nachtschicht. Trotzdem: Auch in diesem Machwerk präsentieren wir Euch wieder die besten Events der Region, von Wanda (Konzert) bis zur Stijl (Messe), von den Bayerischen Residenztagen bis zum Unter einem Dach Festival und dem Frühlingsfest. Wer lesen kann, ist auch hier mal wieder klar im Vorteil, denn wir vergeben Freitickets für quasi alle Veranstaltungen der Welt. Aber keine Sorge, steht alles drin. Weiterhin empfehlen wir Euch: Macht am besten einfach exakt das, was wir tun, dann wird alles mehr als super. Willkommen in unserer, in Eurer Welt! Alles Andere ist Makulatur. Euer curt-Team (in aller Bescheidenheit, noch dazu skinny fat)


werben in curt erlaubt

alles hervorragende gründe, unsere stadt zu lieben #1

theater - comedy - kleinkunst - wortkunst - kunst 8 Kolumne Matthias Egersdörfer

08 Matthias Egersdörfer

12 Interview: E. Rubinova

34 Residenztage BAyreuth

Diesmal: Erinnerungen an sein Großes Latinum

Andreas Radlmaier im Gespräch mit der Klaviervirtuosin

Schloss, Opernhaus und Hofgarten locken in prunkvoller Pracht

62 Literatur mit Lara

74 Kulturkommentar

92 Kunst-Kritik

Lara Sielmann über ihr Gespräch mit Verleger Philip Krömer

Dieter Stolls Hitparade von Oper Natalie de Ligt über die Ausstellung und Schauspiel der letzten Dekade von Milan Ther im Kunstverein

12 Interview Evgenia Rubinova 58 Kabarett, Comedy & Co 62 Literatur mit lara Philip Krömer, Homunculus VErlag 64 Lesungen 65 Buchtipp Frau Einstein 74 Kulturkommentar von Dieter Stoll 80 Theater-kalender von Dieter Stoll 92 Kunst-Kritik: Milan Ther 94 Kunst-Kalender von Natalie De Ligt 142 Kolumne Hinten raus von theo Fuchs


EIN*

GUTSCH

DIE „BESTE BESTE PIZZA“ KOMMT NACH FÜRTH! Die L’Osteria Fürth eröffnet am 6. April 2018 – mit dabei ist unsere beste beste Pizza mit satten 45 cm Durchmesser und himmlische Pasta d’amore. Das Allerbeste: Zu jedem Hauptgericht gibt es gegen Vorlage dieser Anzeige ein Piccolo Dolci gratis dazu. Einfach ausschneiden und einlösen!* L’Osteria Fürth Rudolf-Breitscheid-Str. 7 | Hallstraße 2 90762 Fürth | losteria.de *Gültig bis 31.05.2018 und nur einlösbar in der L’Osteria Fürth // Piccolo Dolci = Tiramusù, Panna Cotta oder Crema di Fragola


werben in curt erlaubt

alles hervorragende gründe, unsere stadt zu lieben #2

stadtgeschehen - gastro - musik - medien 24 Veggienale / Fairgoods

20 Stijlmarkt

22 Deine Eigen-Art

24 Frühjahrslust

Markt für junges Design, Fashion und guten Geschmack – wie curt!

Kreative und Designer präsentieren Garten & Kleintiere, Handwerk Einzigartiges und Handgemachtes & Kunst auf Gut Wolfgangshof

28 Blaue Nacht

32 Jazz & Blues open

54 curt goes Volksfest

Auftakt des städtischen Kultursommers Richtung „Horizont“

25. Ausgabe des renommierten Wendelsteiner Festivals

Zwischen Trash und High Tech, Bierdurst und Grillgeruch

36 Kurznachrichten 46 Kiezbaum: junger cider 48 Gastronews 56 curt kids 66 Kino 104 hermann-kesten-kolleg 106 FAU Studienportrait parking pilot 108 curt präsentiert Konzerte & Partys 114 Interview me & reas 116 Lokale Mucker 118 Clubgeschehen 123 Neue Cds von Tommy wurm 141 Kolumne: Bird Berlin


7. + 8. April 2018

Neues für Garten & Balkon / Schauschmiede / Streichelzoo Solidarische Landwirtschaft / buntes Kinderprogramm

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10-18 Uhr • www.fruehjahrslust.de Gut mit der

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Inhalte im APRIL 2018

1 vorwort

64 Lesungen

8

65 Buchtipp: Frau Einstein

Kolumne: Matthias Egersdörfer

büro nürnberg

Ajtoschstraße 6, 90459 Nürnberg Tel.: 0911-433468-60, Fax 0911-9943532 E-Mail: info@curt.de / Web: www.curt.de

12 Interview: evgenia rubinova

66 Kino

20 stijlmarkt

74 Kulturkommentar

22 Deine Eigenart

80 Theater-kalender

24 Ausstellung: es wird to(r)te geben

92 Kunst: Milan Ther

24 veggienale / Fairgoods

94 Kunst-kalender

26 Frühjahrslust

104 Hermann-kesten-kolleg

28 Blaue nacht

106 FAU: parking pilot

32 Jazz & blues open wendelstein

108 curt präsentiert: viel

34 Residenztage bayreuth

114 Interview: me & reas

36 Kurznachrichten

116 Lokale Mucker

46 Kiezbaum: junger cider

118 Club- & Konzertgeschehen

Frank Schlosser, Claudia Nitsche – Redaktion Thomas Wurm – Redaktion Bird Berlin / Kolumnist – Dada + Liebe Dieter Stoll / Kolumnist – Theater Lara Sielmann / Kolumnist - Lesungen & Co Matthias Egersdörfer / Kolumnist – Story Natalie de Ligt / Kolumnistin – Kunst Theo Fuchs / Kolumnist – Story hinten raus Danke an: C. Civitillo, Katharina Winter, Daniel Holzheid, Manu@7streich, Bastian Schulze Danke auch an: Andreas Radlmaier / Interview und an unsere Freunde von Bloom

48 Gastrogeschehen

123 CDS: curt hört neues

Anzeigenvertrieb

54 Nürnberger Volksfest

124 EventTipps

R. Lamprecht Kontakt: anzeigen@curt.de

56 Curt-Kids.de: Tipps für kids

140 Kolumne: bird berlin

58 Kabarett, Comedy & Co.

142 Kolumne: Theo Fuchs

62 Literatur mit lara: Homunculus ACHTUNG – vormerken: die ausgabe curt Magazin #224 erscheint für Mai 2018. online erscheinen wir täglich. Redaktionsschluss: 18.04.2018 / Anzeigenschluss: 23.04.2018 +/website: www.curt.de / mediadaten 2018 unter www.curt-media.de curt, für junge familien: www.curt-kids.de Covermotiv: Sam Vance-Law. Foto: J-Konrad Schmidt

Leitung

Lampe / Reinhard Lamprecht // Leitung Print Gerald Gömmel // Leitung Online Sandra Wendorf // Leitung www.curt-kids.de

Kolumnisten / redakteure

curt Media GmbH Geschäftsführer: Gerald Gömmel + Reinhard Lamprecht (V.i.S.d.P.) Widenmayerstr. 38, 80538 München Tel.: 089-520306-81, Fax: 089-520306-15 E-Mail: info@curt.de, www.curt.de curt erscheint jeweils zum Monatsanfang und wird kostenlos in Nürnberg, Fürth und Erlangen verteilt. Auflage curt N/F/E: 15.000 Für Infos und Programmhinweise sind wir dankbar, können aber keine Gewähr übernehmen. Nachdruck nur mit Genehmigung.


8 Kolumne vom egers

Foto: natalie de Ligt


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Matthias Egersdörfer: Die Lateinlehrerin Ihrer Aura haftete die Zeitlosigkeit einer Eisenbahnschiene an. Denkbar ist auch, dass auf den Regalböden ihres Geschirrschrankes unter den Tassen und Tellern Geschenkpapiere mit Blumenmotiven ausgelegt waren. Ihre Haarfarbe wechselte im Licht zwischen sandfarben und einem fröhlichen Grau. An einem Gründonnerstag vor siebzehn Jahren war ihr beim Lachen ein Stiftzahn aus der oberen Zahnreihe gefallen. Seitdem hielt sie sich bei Bekundungen des Amüsements vorsorglich zurück. Ihre Handschrift war von einer sportlichen Rundlichkeit geprägt und die Buchstaben zeichneten sich außerdem durch eine leichte Neigung nach rechts aus. Sie drückte die Feder des Füllers nie fest auf das Papier. Ihre Kleider waren leicht und in gedeckten Farben gehalten. Ihr ständiger Begleiter war eine Handtasche. Die Schreibstifte darin befanden sich in einem karierten Etui. Eine kleine silberne Dose mit schwarzen Halspastillen und ein Stofftaschentuch mit einer aufgenähten Rose lagen immer griffbereit. Ein kleiner Zettel

wurde auch in der Tasche aufbewahrt, den der Mann der Lateinlehrerin einmal auf dem Küchentisch zurückgelassen hatte und der in aller Kürze die Begrifflichkeiten Glück und Liebe charmant zusammenfinden ließ. Ihre Stimme war mild wie ein Mühlbach und sie blickte einen an mit den Augen einer Schönwetterwolke. Wie bei allen Lehrern, die den Versuch unternahmen, mich zu unterrichten, zielte mein ganzes Bestreben auch gegenüber der Lateinlehrerin darauf, ihre persönliche Sollbruchstelle zu finden. Ich war von einer inneren Unruhe erfasst und bemühte mich in leichter Besessenheit wie einer, der mit allen Mitteln die Erdanziehungskraft reduzieren möchte. Mit regelmäßigen Provokationen und absichtlichem Falschverstehen, Verdrehungen des Sinns und dem Entzünden von Witzchen wollte ich die gefasste Person in Rage bringen und die Lautstärke ihrer Stimme zumindest einmal drastisch erhöhen. Sie schmolz


10 Kolumne vom egers

meinen destruktiven Eifer wie ein Fön einen Eiswürfel. Ich blubberte noch ein wenig aufgeregt und dann war ich erledigt ohne Loch im Kopf oder Stich ins Herz und übersetzte geduldig vom Lateinischen ins Deutsche und vom Deutschen ins Lateinische. Eines Tages übersetzten wir „Das Gastmahl des Trimalchio“ von Petronius Arbiter. An einer Stelle endete der Text abrupt. Danach kam eine Reihe von Punkten. Und erst nach dieser Leerstelle ging der Text weiter. Ich fragte die Lehrerin, warum an dieser Stelle der Text unterbrochen sei und wollte von ihr wissen, ob denn der ursprüngliche Text nicht vollständig überliefert wäre. Sie antwortete mir darauf, dass das „Satyricon“ des Petron, aus dem dieser Ausschnitt stamme, in der Tat nur fragmentarisch erhalten sei. Dann setzte sie ein mildes Lächeln auf, so als würde sie einen kleinen Tropfen Sahne in eine Teetasse fallen lassen und in aller Ruhe warten, wie sich die verschiedenen Flüssigkeiten vermischen, und ergänzte ihre Ausführung mit dem Hinweis, dass im Original die Geschichte an dieser Stelle freilich erhalten wäre und weiter erzählt würde, aber aus Gründen von Drastik und Schilderungen von expliziten Details nicht mehr jugendfrei und deshalb in einem Schulbuch nicht abgedruckt wäre. Erst viel später wurde mir bewusst, dass die gefasste Frau sehr genau wusste, welche Sätze da ausgelassen wurden. Sie hatte alles gelesen, übersetzt und ausgekostet. Sie genoss den Triumph ihres Wissens ganz bescheiden und sanftmütig. Jahre später begriff ich, dass sich die Lehrerin sehr leidenschaftlich mit der lateinischen Sprache und Zeit beschäftigte und sich darin eine Unabhängigkeit zu den Geschehnissen im Unterrichtsbetrieb erhielt. In der letzten Stunde der elften Klasse vor den großen Ferien fragte uns dann die Lateinlehrerin, für welche Leistungskurse wir beabsichtigten, uns in der Kollegstufe einzutragen. Ich hatte schon sehr lange über diese Frage gegrübelt. Immer schon war ich geplagt gewesen

von einer naturwissenschaftlichen Legasthenie. Diese vollständige Humorlosigkeit und kompromisslose Eindeutigkeit von Zahlen und Formeln hatte mich schon von Anbeginn meiner Schulzeit verschreckt und sämtliche Berechnungen waren immer im Nebulösen geblieben. Meine Stärke im Schulfach Latein war aber auch kein wuchtiger Eckschrank mit Intarsien verzierten Türchen, sondern eher ein gestrickter Wandschmuck, der bei einer Alkoholentziehungskur in der Basteltherapie unter äußerster Anstrengung verfertigt worden war. Mein Spielraum bei der Wahl der Leistungskurse war nicht groß. Auch im Englischen schwante mir ein Waterloo mit erbärmlicher Pronounciation. Der Deutsch-Leistungskurs blieb eine ferne Illusion, weil Rechtschreibung und Interpunktion ein unlösbares Rätsel blieben. Mit fester Stimme sagten meine Klassenkameraden nach der Reihe ihre Kurse, für die sie sich entschieden hatten. Dann sollte ich meine Wahl verkünden. Wie ein Ritter mit Lanze auf dem schnaubenden Ross sagte ich: „Kunst werde ich wählen.“ Und fügte halblaut hinten dran: „Und Latein nehme ich dann als zweiten Leistungskurs.“ Als die Lateinlehrerin dies vernahm, wurden ihre Augen groß. Ihr Mund öffnete sich weit und ein lautes Lachen erschallte, das man der zarten Person gar nicht zugetraut hätte. Ihr ganzer Leib wurde geschüttelt von dem Gejauchze. Es dauerte seine Zeit, bis sie sich wieder erholt hatte. Mit ihrem Stofftaschentuch wischte sie sich die Tränen von den Augenrändern und Wangen. Den Latein-Leistungskurs leitete dann niemand anderes als eben jene Frau mit der Handtasche. Sie lachte aber nicht, als sie meiner in dem Leistungskurs ansichtig wurde und duldete meine sparsamen Kenntnisse mit einer milden Freundlichkeit. Nicht unerwähnt möchte ich an dieser Stelle die seltsame Verwirbelung und Verdrehung von Tatsachen lassen, die dazu führten, dass ich kleines Bremslicht des Leistungskurses sogar eine Zeit lang Nach-


hilfe in der alten Sprache gab. Ein junges Mädchen traf sich einmal in der Woche mit mir, um besseren Halt auf dem Geröllfeld des Lateinischen zu finden. Was ich der Schülerin ermöglichte, war ein unverstellter Blick in einen gähnenden Abgrund aus Unvermögen und Unkenntnis. Unerklärlich dabei war der Umstand, dass die Wandertipps eines Beinlosen auch noch von den Eltern finanziell honoriert wurden. Ich selbst konnte es nicht fassen, dass man mir tatsächlich echtes Geld überreichte. Die Konfrontation der jungen Dame mit einem Mitglied des Latein-Leistungskurses und dessen wüstenbreiter Unkenntnis verfehlte aber nicht seine Wirkung. Ich glaube, ich habe der Frau mit meiner kompletten Untauglichkeit einen derartigen Schrecken eingejagt, dass sie aus einer tiefen Angst heraus konzentriert gelernt hat. Ihre Zensuren verbesserten sich jedenfalls.

Amy Macdonald

Jazzrausch Bigband

Marcus Miller

und was macht Egers sonst so im aPRIL? Mit seinem Dauerbrenner-Programm Ein Ding der Unmöglichkeit läuft er sich die Hacken von Berlin bis München und Worms bis Zwickau ab – lässt aber diesen Monat seine fränkische Heimatregion einfach links liegen. Ganz im Gegenteil zum 17. April, denn da tritt er wieder als galanter Gastgeber bei Egersdörfer & Artverwandte im Künstlerhaus zu Nürnberg in Erscheinung. Gäste werden u.a. der Kabarettist Horst Schulze Entrum sowie das Quartett Fo Latta sein, die, Achtung!, ausschließlich auf Oberpfälzisch singen. Vielleicht kommt ja ein Michael Köllner noch als Dolmetscher dazu? Großes Kino dann am 22. April, denn da ist er zu Gast bei Puffpaff‘s Happy Hour auf 3sat – und somit multinational gleichtzeitig in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sehen. Wie macht der Tausendsassa das nur? Noch mehr unter www.egers.de.

Beady Belle Norbert Schneider Stefanie Heinzmann & Band Andreas Kümmert Ladysmith & Band Black Mambazo Le Bang Bang

Ida Nielsen & Band Andreas Martin Hofmeir & Band

Keller Steff Big Band Bernhard Hollinger Group

27.04. —02.05.18 Hauptsponsor:

www.jazzandbluesopen.de

Medienpartner:


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im gespräch: Evgenia Rubinova

fotos: cristopher civitillo


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andreas radlmaier im gespräch mit ...

Evgenia Rubinova – solo-Pianistin „Evgenia Rubinova ist überlebensgross“, schrieb die Washington Post über die preisgekrönte und hochgelobte Pianistin, die sich in der Klassik einen Namen gemacht hat. Seit fünf Jahren lebt sie mit ihrer Familie in Nürnberg. Einen deutschen Pass hat sie längst, denn: „Das ist meine Heimat.“ Am 8. April ist sie Star-Solistin bei den Nürnberger Symphonikern. Ein Gespräch über Wunderkinder, russische Seele und das Versichern von Händen. Andreas Radlmaier: Frau Rubinova, Sie haben in Frankfurt studiert und immer wieder bei den Eltern in Augsburg gelebt. Was hat Sie denn nach Nürnberg verschlagen? EVGENIA RUBINOVA: Das hatte private Gründe. Mein Mann lebte schon hier. Und seit wann leben Sie hier? Ich bin vor fünf Jahren hergezogen. Wir haben dann auch eine Familie gegründet. Ah, Sie haben Kinder. Ja, mein Sohn ist fünf und meine Tochter eineinhalb. Welches Verhältnis haben Sie denn zu Ihrer Wahlheimat? Es hat natürlich etwas gedauert, bis man die Stadt richtig fühlt. Heute bin ich gerne hier. Nürnberg ist eine sehr angenehme und schöne Stadt mit besonderer Lebensqualität und Aura. Man sagt den Menschen hier eine gewisse Introvertiertheit nach. Es dauert immer ein wenig, bis sich Menschen öffnen und einen zulassen. Das ist ein Abenteuer. Ich habe das einige Male erlebt in meinem Leben.

Ist das nervig? Gar nicht. Ich bin sehr neugierig. Ich mag das. Als Künstlerin sind Sie offenbar angekommen. Sie sind auch vor Ort als Solistin gefragt. Mussten Sie da viel Überzeugungsarbeit leisten? Ich habe ja zum ersten Mal 2003 mit den Symphonikern gespielt, also lange bevor ich nach Nürnberg gezogen bin. Jetzt wohne ich auch hier, damit haben sich die Beziehungen stabilisiert. Unabhängig davon, muss man als Musiker immer überzeugen und andere in den Bann ziehen. Ihre Wanderung durch die Kulturkreise hat Ihre Selbstreflexion gestärkt, schreiben Sie auf Ihrer Homepage. Wie würden Sie die heutige Evgenia Rubinova beschreiben? Die verschiedenen Kulturen, die ich in mir trage und die mich auch stark geprägt haben, sind ein Schatz und mein Fundament. Moskau, Deutschland, Konzertreisen – das alles weitet den Horizont. Etwas mitzunehmen, zu empfinden und in die Musik zu geben. Mit der Zeit erreicht man dadurch eine eigene Balance. Sie bezeichnen sich als Kosmopolitin. Die Bezeichnung rührt aus einer bestimmten Zeit, in der ich nicht in


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im gespräch: Evgenia Rubinova

eine bestimmte Schublade gesteckt werden wollte: die usbekische Pianistin, die russische Pianistin. In Deutschland haben sich mir ganz neue Welten eröffnet, ein Kaleidoskop von Empfindungen. Welche Fähigkeiten muss ein Pianist haben, um inmitten der vielen, vielen Großbegabungen singulär zu erscheinen? Das ist ein ganzer Komplex von Dingen. Lebensempfindung gehört dazu, denn es geht ja nicht darum, ein Museumsexponat auszustellen. Musik muss durch uns zum Leben gebracht werden. Da geht jeder seinen eigenen Weg. Und ich glaube, dass es verschiedene Phasen gibt. Das ist ein lebenslanger Prozess, bestenfalls, dass man sich entwickelt. Was ist denn für Sie als Musikerin das wichtigste Körperteil? Kann ich gar nicht sagen. Da ist so vieles wichtig. Man muss eine Einheit mit dem Flügel fühlen. Die Finger sind ja nur die Bindeglieder zu den Tasten. Der ganze Körper sollte in Schwingung geraten und die eigene Seele sprechen lassen. Dann funktioniert es. Ich frage deshalb, weil Pianisten ja gerne ihre Hände versichern lassen. Das habe ich nicht gemacht. Ich hab’s überlegt, allerdings auch keine vernünftige Versicherung gefunden. Und ich betreibe ja auch keine gefährlichen Sportarten, mache keine Skiurlaube und bin kein Heimwerker. Sind Sie karrierebewusst? Ich versuche, meine Arbeit gut zu machen, unabhängig von Erfolg. Karrierebewusstheit klingt zu sehr nach Streben nach oberflächlichem Erfolg. Sie wurden in jungen Jahren als „Wunderkind” bezeichnet. Können Sie mit solchen Kategorien der Bewunderung etwas anfangen? Nein. Man braucht sicherlich eine gute Veranlagung. Aber das ist erst die Grundlage. Ist Ihnen ein Lob wie „Evgenia Rubinova ist überlebensgroß”, wie die Washington Post mal jubelte, lieber? Lob freut einen natürlich. Aber man darf sich nicht abhängig davon machen.


© Juhani Niiranen © Steven Haberland

Jedenfalls waren Sie eine Frühbegabte. Das erste Konzert gaben Sie mit zehn Jahren. Dann sind Sie mit 13 Jahren nach Moskau gegangen, an ein Gymnasium. Allein. Warum das denn? Gab’s in Taschkent diese Möglichkeiten nicht? Doch, es gab dort auch ein renommiertes Internat für musisch begabte Kinder. Aber Moskau war ein Traum, ein Ziel. Meine Lehrerin Natalia Wasinkina in Taschkent war eine begnadete Pädagogin. Sie hatte einige Jugendpreisträger in ihrer Klasse, deshalb wurde sie nach Moskau in dieses Lyceum eingeladen und durfte ihre drei besten Schüler mitnehmen. Ich war eine der glücklichen. Sie lebten dann in Moskau bei Ihrer Klavierlehrerin. Ihre Eltern, die weiterhin in Taschkent lebten, haben Sie einmal im Jahr gesehen. Waren Sie da als Teenager einer unbeschwerten Jugend beraubt? Die Zeit war sicher nicht leicht, wenn man bedenkt, dass ich drei Tage unterwegs war mit dem Zug, wenn ich meine Eltern sehen wollte. Auf der anderen Seite will ich diese Zeit überhaupt nicht missen. Ich war glücklich in jeder Phase meines Lebens. Ich habe wahnsinnig viel gelernt, habe meine Jugend sehr genossen. Ich hatte in Moskau viele Freunde und eine gute Schule. Statt fernzusehen, habe ich eben Klavier gespielt. Ich nehme mal an, es war nicht mit einer Stunde am Tag getan. Nein, es war meine Passion, Klavier zu spielen, meine Programme zu üben. Aber es war kein Zwang. Haben Sie die Familie vermisst? Ja, natürlich. Aber ich hatte und habe eine sehr enge Beziehung zu meinen Eltern. Vielleicht hat mich die räumliche Trennung von dem Bedürfnis nach Abgrenzung entlastet. Ist die Musik für Sie heute noch so wichtig wie früher? Musik gehört für mich wie Atmen zum Leben. Sie stammen auch aus einer musikalischen Familie. Ja, mein Vater war Geiger im Philharmonischen Orchester in Taschkent, und meine Mutter ist Pianistin.

d ko Sie a iese Be ste m r i nfr Ve Anz Vorl ei ra eig age in ns un tal e pa se tun rk rer gs en Tie ab fga end rag e.

Bühne frei! 4. Mai 2018: Fjarill „Folk, Pop, Weltmusik“ 11. Mai 2018: Eric Bibb & Michael Jerome Browne „Migration Blues“ Karten direkt im Hotel, über die bekannten Vorverkaufsstellen der Region oder auf www.reservix.de. M Hotel Nürnberg · Frauentorgraben 11 · 90443 Nürnberg Telefon 0911 2363-840 · info.nur@maritim.de · www.maritim.de Betriebsstätte der M Hotelgesellschaft mbH · Herforder Straße 2 · 32105 Bad Salzuflen


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im gespräch: Evgenia Rubinova

fotos: cristopher civitillo

Sie sprechen gerne von der Einsamkeit der Solistin. Speist sich diese Ansicht auch aus diesen langen, harten Jahren des Übens und Trainierens? Man kann nicht Künstler werden, wenn man Einsamkeit nicht aushält. Das ist eine Tatsache in unserem Beruf. Das hat nichts mit trauriger Stimmung zu tun, sondern mit der geistigen Arbeit an sich selbst. Sich zu erkennen, zu erforschen, zu öffnen. Man kommuniziert mit anderen, mit dem Publikum und mit anderen Künstlern, aber was man macht, macht man letztlich allein. Am 8. April sind Sie in der Meistersingerhalle zu hören, als Star-Gast bei den Nürnberger Symphonikern. Mit einem russischen „Schlachtross”, wie Sie sagen, Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 2. Wie würden Sie jemandem, der dieses Stück nicht kennt, dessen Faszination beschreiben? Für mich ist es kein „Schlachtross”. Das Werk ist ein Juwel der Klavierliteratur, sehr klar gestaltet und hat eine große Bandbreite an Impressionen, die einfach mitnehmen. Ich würde sagen, dass es bis heute eines der schönsten und auch kompositorisch besten Klavierkonzerte überhaupt ist. Rachmaninoff ist angeblich Ihr größter Klavier-Held. Warum? Ich weiß nicht, ob er mein größter Klavier-Held ist. Aber er war sicher einer der größten Pianisten des 20. Jahrhunderts. Sein Spiel hatte Raffinesse und Klarheit, dabei einen ganz eigenen Puls und Ton. Sie bewundern ihn auch als Komponisten. Können Sie sich vorstellen, selber zu komponieren. Ich habe als ganz kleines Kind komponiert. Dann habe ich es anderen überlassen. Transkribiert habe ich allerdings und da gibt es noch interessante Aufgaben. Das Repertoire russischer Komponisten ist Ihnen eine Herzensangelegenheit. Gleichwohl stößt man bei Ihnen in den letzten Jahren vor allem auf Beethoven, Brahms, Bach. Färbt die deutsche Heimat da ab? Die großen „B”s habe ich schon in meiner russischen Zeit viel


gespielt. Einen Zugang zu deutscher Kultur hatte ich auch durch meine Großmutter, die Professorin für Linguistik und insbesondere für deutsche Sprache war. Die russische Klavierschule hat außerdem ursprünglich deutsche Wurzeln. Deutschstämmig waren Neuhaus, Richter. Anton Rubinstein und Siloti haben in Deutschland studiert. Umgekehrt gab es slawische Einflüsse in der deutschen Musik, bei Haydn, Beethoven, Brahms usw. Was, würden Sie sagen, ist typisch deutsch? Solche Fragen kann man nur in Klischees beantworten. Mich interessiert eigentlich das Individuelle mehr als das Typische. Gibt es dann eine russische Seele? Das ist doch auch ein Klischee. Natürlich gibt es Musik, die zu bestimmten Stimmungen passt, aber das zu verallgemeinern …? Dann gibt’s auch keine „deutsche“ Musik. Eben. Die Russen haben damals doch in Europa studiert und europäische Kultur nach Russland gebracht. Diese Musik war integriert in die russische Bildung. Diese Verbindung Russland – Deutschland interessiert mich. Ist das der Oma zu verdanken? Nicht nur. Aber sie hat der deutschen Sprache und Kultur ihre besondere Liebe geschenkt. Warum ist Ihre Familie nach Deutschland gegangen? Das war ganz normale Immigration. Meinen Eltern ging es darum, wie wir Kinder uns entwickeln können. In Amerika, Israel oder Deutschland. Aber da die europäische Kultur so tief verwurzelt war in unserer Familie, war es klar, nach Deutschland zu gehen. Sie entstammen einer jüdischen Familie. Ist das wichtig? Schwer zu sagen. Es ist Teil meines Daseins. Aber ich bin nicht religiös. Warum treten Sie eigentlich nicht in Usbekistan oder Russland auf? Ich habe mich einfach auf andere Länder verlagert und fokussiert. Man muss sich auf gewisse Dinge konzentrieren. Ich hatte auch

BUCHSTABEN KÖNNEN LEBEN RETTEN 1. März – 29. Juli 2018

R

Sonderausstellung im Museum für Kommunikation Nürnberg (im Verkehrsmuseum) Lessingstraße 6 | 90443 Nürnberg Öffnungszeiten: Di bis Fr 9 – 17 Uhr | Sa, So und Feiertage 10 – 18 Uhr


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im gespräch: Evgenia Rubinova

Anfragen aus Russland und Usbekistan, aber kann nicht alles annehmen. Das kommt vielleicht bald wieder. Hätte ja sein können, dass es Ihnen um ein politisches Statement geht. Andere Künstler mögen sich in Politik einmischen, ich halte mich da raus. Gibt es so etwas wie Heimweh? Wenn ja: Heimweh – wonach? Die russische Natur, die Weite, die Sprache und die Farben haben immer für mich eine große Rolle gespielt, die Erinnerungen daran sind mir sehr wertvoll. Sie haben ja den Vergleich: Ist die Ausbildung in Russland härter als in Deutschland? Das war vielleicht in einer gewissen Zeit so. Diese Strenge ist auch in Russland viel weniger geworden. Natürlich muss es Disziplin geben, in jeder Ausbildung. Aber das Bild vom prügelnden Lehrer ist auch nur wieder ein Klischee. Ich habe es nie erlebt. War Ihre Klavierlehrerin denn streng? Ich liebe strenge Lehrer. Alle meine Lehrer waren gut streng. Ich hatte aber nie Probleme damit. Sind Sie selber eine strenge Lehrerin? Das müssten Sie vielleicht meine Studenten fragen. Sie lehren am Leopold-Mozart-Zentrum in Augsburg Klavier. Was gibt Ihnen die Arbeit mit Studenten, mit jungen Talenten? Sehr viel. Manche haben ein phantastisches Niveau erreicht. Mein Student Evgeny Konnov hat gerade den 1. Preis beim Maria-CanalsWettbewerb in Barcelona gewonnen. Stellen Sie auch einen Rückgang des Interesses an klassischer Musik fest? Das Interesse ist vielleicht gar nicht zurückgegangen. Aber es hat sich verlagert, es gibt immer mehr andere Möglichkeiten, wie man seine Zeit noch verbringen könnte. Glauben Sie, dass sich klassische Musik überholt hat? Vielleicht sind die Präsentationsformen der klassischen Musik für

viele Menschen überholt. Ich habe den Eindruck, es gibt etliche Menschen, die sich eigentlich für klassische Musik interessieren, aber nicht zweimal 50 Minuten in formalen Rahmen im Konzert sitzen möchten. Interessant fände ich es, noch mehr unterschiedliche Formate zu schaffen, in unterschiedlichen Orten. Man könnte auch eine Konzertreihe als Begegnungsstätte gestalten, mit der Möglichkeit, sich zu informieren, mit anderen zu diskutieren, in entspannter Atmosphäre … Nur muss die Musik im Zentrum stehen und die Qualität darf nicht leiden. Und Kinder sollten früh mit Musik in Kontakt gebracht werden. Da kann man sicher noch vieles besser machen: für breitere Schichten, intensiver und zugleich kindgerecht. Beschäftigen Sie sich mit Pop, Kino oder Kunst? Immer wieder, wenn es gut ist. Es muss nicht nur klassische Musik sein. Dafür werden schon Ihre Kinder sorgen. Was lesen Sie denn Ihrem Sohn vor? Deutsches? Russisches? Wir erziehen unsere Kinder zweisprachig. Wir lesen einfach Märchen. Kennen Sie Grimms Märchen? Ja klar, die sind sehr populär in Russland. Auch 1001 Nacht. Kann es sein, dass Sie demnächst die Koffer packen, um ihre Horizonte nochmals zu erweitern? Um eigene Horizonte zu erweitern, muss man nicht unbedingt Koffer packen. Aber den Rhythmus und den Kolorit unterschiedlicher Kulturen kann man tatsächlich viel besser an Ort und Stelle empfinden und erleben. Und auch die Sprache: In der Musik geht vieles mit der Sprache zusammen, wenn man die Melodie der Sprache nicht fühlt, kann man sie nicht klar zum Ausdruck bringen.


Evgenia Rubinova (40), die in der Nähe des Nürnberger Dutzendteiches mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und ihren Eltern wohnt, ist eine „Kosmopolitin“ mit deutschem Pass. Sie wurde 1977 in Taschkent in eine Musikerfamilie hineingeboren und durchlief als „Wunderkind“ eine Ausbildung russischer Prägung. Sie begann in Moskau mit 13 Jahren ihr Studium, gewann zu dieser Zeit auch die ersten Preise in Klavierwettbewerben und spielte Konzerte zwischen St. Petersburg und Minsk. Internationale Aufmerksamkeit erreichte sie 2003 beim Internationalen Klavierwettbewerb im englischen Leeds mit der Silbermedaille. Zu dieser Zeit war sie bereits nach Deutschland gezogen, studierte in Frankfurt und lebte in Augsburg. Dort, am Leopold-Mozart-Zentrum, ist sie bis heute Dozentin für Klavier. Sie spielt häufig mit dem bekannten Oboisten Albrecht Mayer und trat als Solistin mit Royal Philharmonic Orchestra London, den Hamburger Symphonikern, dem Wiener Kammerorchester und den Nürnberger Symphonikern (bereits 2003) auf. Bei denen ist sie am 8. April wieder Gast in der Meistersingerhalle, mit Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 2. Am 21. April präsentiert sie im Katharinensaal mit der Flötistin Daniela Koch Beethoven, Mozart, Reinecke und anderes.

Lamm… Bock?

FÜR CURT: Andreas Radlmaier ist als Leiter des Projektbüros im Nürnberger Kulturreferat verantwortlich für das Bardentreffen, Klassik Open Air, Stars im Luitpoldhain, sowie für die Entwicklung neuer Formate wie Silvestival, Nürnberg spielt Wagner und Criminale – Formate, die curt journalistisch begleitet. Andreas ist seit über 30 Jahren in und für die Kulturszene tätig. Studium der Altphilologie, Englisch, Geschichte. Bis 2010 in verantwortlicher Position in der Kulturredaktion der Abendzeitung Nürnberg. 2003: Kulturpreis der Stadt Nürnberg für kulturjournalistische Arbeit und Mitarbeit an zahlreichen Publikationen.

www.dipster.de


20 Stijlisches und mehr ...

Fotos: Stijlmarkt


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Frühlingsedition: Stijlmarkt Der Stijl kommt wieder nach Nürnberg, Schon zum sechsten Mal. Nicht, dass wir es nötig hätten, aber die REgion steht einfach auf Design und schöne dinge, deswegen klappt das so gut mit dem Stijlmarkt und Nürnberg. Genauso wie mit dem curt magazin - deswegen sind wir auch wieder Medienpartner. Die Geschichte des Stijlmarkts begann schon vor fast zehn Jahren in Mainz, als Gründer und Initiator Christian Voigt und das Team um Projektleiter Bastian Steineck bei ihrem ersten, ziemlich gewöhnlichen Lager(ab)verkauf für Streetwear, Snow- und Skatesport feststellten, dass diese typische Wühltisch-Atmosphäre einfach nicht ihr Style ist. Das sollte anders werden. Als Betreiber des Blogs selekkt.com, der sich zu diesem Zeitpunkt schon längst zum Online-Marktplatz für aufstrebende Designer und Kreative gewandelt hatte, hatten sie schließlich die Expertise und im Netz genau das schon umgesetzt, was sie viel lieber auch in der realen Welt gesehen hätten. Einmal drin, soll man wie im Netz entspannt durchs Angebot flanieren können und dabei nur interessante Treffer landen. Dafür sorgt auch die Auswahl der Stände und Verkäufer, denn eingeladen wir nur das, was zum Stijlmarkt passt, für gut befunden wird und eine abwechslungsreiche Mischung bietet. Nachwuchskreative und Jungdesigner, kleine Labels, aber auch namhafte nationale Brands: Hauptsache kreativ, innovativ, einzigartig und kein Mainstream von der Stange. Anfassen, probieren, mit den Herstellern und Händlern chatten, in den Warenkorb ziehen und dann mit nachhause nehmen. So einfach und schön geht es im realen Leben. Zusammen mit ausgefallenen Side-Events der jungen Kreativen und dem Rahmenprogramm der Veranstalter geht der Markt stijl in Richtung Event. Mittlerweile gibt es Stil & Style an über acht Standorten deutschlandweit mit mehr als 100.000 Besuchern pro Jahr. Und begleitend dazu gibt es sogar ein eigenes Magazin. Zu ihrem Standort nach Nürnberg kommen die Stijler gerne. Die

Community der Kultur- und Kreativszene hier im Großraum ist riesig und das Interesse für Schönes und allerlei Tand ist nach wie vor ungebremst. Zur ersten Ausgabe des Marktes kamen aus dem Stand 6.000 BesucherInnen zu den Ständen in der Halle 18 Auf AEG. Weil diese Halle aber mittlerweile dauerhaft vermietet ist, gibt es die frühlingswarmen Tipps und sommerlichen Ideen der rund 100 Nachwuchsdesigner und jungen Labels aus der Region und dem restlichen Deutschland erneut auf rund 1.500 qm im Nürnberger Ofenwerk. Grobmaschig eingeteilt in die drei großen Themenfelder #anziehen, #wohnen, #genießen, reicht das Angebot von Kleidung, Taschen, Schmuck, Wohnaccessoires und kleinen Möbeln bis zu Street Food, Süßigkeiten, Hochprozentigem und vielem mehr, ob nun gehäkelt, genäht, geleimt, gestempelt, ob verspielt, sportlich oder mit Kante. Drumherum gibt es Musik, Performances, Spiel, Spaß und Service und – weil zwischen all den schönen Sachen auch mal der eigene kreative Finger jucken kann – Workshops oder DIY-Tische zum selbst Handanlegen. Und wenn vom Stijlgehen und Shoppen ein kleines Hüngerchen oder Dürstchen zwickt, warten auf der Streetfood-Meile Nürnbergs beste mobile wie auch standhafte Junggastronomen mit Leckereijen rund um den Globus. StijlMarkt Nürnberg – präsentiert vom Medienpartner curt. Am 7. und 8. April jeweils von 11 bis 18 Uhr im Ofenwerk, Klingenhofstraße 72, Nürnberg. Ticket 5 Euro (Online, Tageskasse), 4 Euro (VVK zzgl. Gebühr), Kinder unter 12 Jahren frei. stijlmarkt.de/nuernberg


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selber gemacht & co.

auf geht‘s: deine EIGENART Zum zweiten Mal kommt Deine eigenART nach Nürnberg in den Löwensaal und beschert den Besuchern jede Menge selbstgemachten Ideenreichtum und andere eigene Eindrücke. Das Konzept engagierter kleinerer Aussteller und wohlfeil angebotener Produkte, die sich klar vom üblichen Massenkonsum abheben, ist in Nürnberg zwar nicht ganz neu, aber eben voll im Trend. Und wenn das Eigenartige einzigartiger ist als gewöhnlich, sprich, die Unikate und stark limitierten Produkte klar in der Überzahl sind, dann freuen wir uns. So auch über jedere weitere Location bzw. Veranstaltung – und steigen als Medienpartner mit ein. In diesem Falle sogar hoch, in den Löwensaal. Getreu dem Eigenart-Motto „Stöbern, staunen und glücklich werden!“ finden Design-Liebhaber nach dem Aufstieg so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Die eigenARTige Produktvielfalt der Kreativen reicht von handgefertigtem Schmuck, Designerkleidung, ausgefallener Dekoration bis zum hochwertigen Möbelstück für Kind bis Kegel, gerne recycelt, am besten auch noch FairTrade. Ein einzigartiges Highlight ist der „Fashion Exchange“-Pop-up-Store mit den Kollektionen von rund 20 individuellen Labels und Nachwuchsdesignern aus ganz Deutschland. „Hochwertige Kleidungsstücke und Accessoires, von urban-femininer Streetwear für jeden Tag über elegante Abendmode bis zu Hingucker-Hemden für Herren, alles in kleinen Stückzahlen gefertigt und sonst nicht in Nürnberg zu entdecken“, erklärt der Kopf des Konzepts, Ingo-Müller-Dormann. Natürlich gibt es den passenden kulinarischen Unterbau, so dass der Weg hoch zum Löwensaal in mehrerlei Hinsicht belohnt wird. Deine eigenART – präsentiert vom Medienpartner curt. Am Sonntag, 22. April, von 11 bis 17 Uhr im Löwensaal, Schmaußenbuckstr. 166, Nbg. Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder bis 14 frei. www.deine-eigenart.de.

Fotos: PR


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torte und Grün geht immer

als Nachschlag To(R)te Noch bis 31. Juli läuft, wie in der letzten Ausgabe besprochen, die Ausstellung „Es wird To(r)te geben – Buchstaben können leben retten“. Nun gilt‘s ein paar neue Buchstaben in Reih‘ und Glied zu stellen und buchstäblich das Programm der nächsten Wochen zu proklamieren: Gleich am 5. April bringt Zitatenpapst Dr. Rolf-Bernhard Essig bei „Wer A sagt, muss nicht B sagen“ im Museum Unordnung in Akronyme und Alliterationen und verrummelt Buchstaben und Sprichwörter am 8. April auf dem Nürnberger Frühlingsvolksfest. Gemeinsam mit Oliver Heß und Martin Droschke vom Künstlerduo Verwertungsgesellschaft, federführende Buchstabenleger der Ausstellung, entschärft man selbstgelegte „Gefährliche Zitate“. Epitaphienkünstler Thomas Haydn entwirft lieber „Buchstaben für die Ewigkeit“, die er am 19. April in seinem Atelier in der Frauenholzstraße präsentiert. Bei einer Führung durchs Briefzentrum in Langwasser am 11. April kann man den Buchstaben in Briefen hinterher winken und mit Charlotte Grunow vom Anemoi Shop am 21. April den passenden Stempel entwerfen, weil man vielleicht bereits am 15. April sein Monogramm gestaltet halt. Total verrückt wird es am 26. April bei „Crazy Letters“, dem Scrabble & Co.-Brettspielabend im Museum. Vielleicht wird jemand To(r)te legen. Es wird To(r)te geben - Buchstaben können leben retten! Bis 31. Juli im Museum für Kommunikation, Lessingstraße 6, Nbg. Zeiten, Infos über Anmeldung, Orte und mehr auf mfk-nuernberg.de. Von curt präsentiert und serviert als Medienpartner!

Veggienale & Fairgoods Nach dem erfolgreichen Auftakt Auf AEG blühen die Veggienale, die Messe für den pflanzlichen Lebenstil, und die Nachhaltigkeitsmesse fairgoods in diesem Jahr erstmals im Nürnberger Ofenwerk auf. Etwa 70 Aussteller beantworten Fragen nach einer nachhaltigen, ökologischen oder veganen Lebensweise, informieren und geben Tipps, laden zum Testen und Probieren ein und präsentieren Angebote aus den Bereichen Bio-Food, sauberes Wirtschaften, grüne Mode, erneuerbare Energien, alternative (E-)Mobilität und sogar ethische Finanzgeschäfte. Neben allen Produkten erwarten die BesucherInnen auch rund 30 Programmpunkte: Kochshows, Workshops, Fachvorträge, ein Film und Puppentheater für die Kids. Also grüner wird‘s nimmer! Veggienale + Fairgoods im Ofenwerk, Klingenhofstraße 72, Nbg. Am Samstag, 14.04., und Sonntag, 15.04., jeweils von 11 bis 18 Uhr. Ticket: Tageskasse 10,- (8,- erm.), Online 9,- (7,- erm.). Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei. www.fairgoods.info, www.veggienale.de Beim Online-Kauf mit dem Code CURTNUE18 gibt es 10% Rabatt!


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früh lustig lohnt sich

Fotos: A. Salomon

Hurra, der Frühling kommt: Frühjahrslust Es ist seit über zehn Jahren der natürliche Lauf der Dinge auf Gut Wolfgangshof: Im Herbst geht es auf der Grünen Lust ans Eingemachte und mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling lockt die Frühjahrslust alte, junge, große und kleine Gartenfreunde und Familien nach draußen ins beschauliche Anwanden. Rund 180 AusstellerInnen, darunter zahlreiche Neue, verführen mit einer großen Auswahl an Kräutern, Pflanzen, Blumen, Gartenutensilien und passenden Möbeln. Zahlreiche Außeneinrichter helfen mit frühlingsfrischen Ideen fürs grüne Wohnzimmer, Experten mit grünen Daumen geben Tipps fürs eigene Tagwerk oder die urbane Kleinfarm. Schmied, Drechsler, Korbflechter und Glasbläser lassen sich bei ihrem Handwerk über die Schulter schauen und in einer Sonderschau kann man sogar den Würmen bei der Arbeit zusehen – und dabei einiges über gemeinen Kompost und Terra preta lernen. Wer es gerne etwas persönlicher oder handschmeichelnder hätte, lässt seine mitgebrachte Gartenerde in der Ambulanz beim Pflanzendoktor untersuchen oder besucht die Kaninchen, Hühner, Enten und Gänse im Streichelzoo der Gesellschaft für bedrohte und alte Haustierrassen. Vorträge informieren über solidarische Landwirtschaft,

Demokratie in Bayern, Mikroorganismen oder Lebensmittelunverträglichkeiten. Wem selbst die Kräuterspaziergänge noch zuviel hektische Bewegung sind, hält die Stellung beim Acrobatic Yoga, sich selbst den Bauch beim Lach-Yog, oder geht in den Standby beim Qi Gong Workshop. Auch kulinarisch schmeckt es nach Frühling, natürlich mit vielen Zutaten aus der Region. Wie das passende Bier zu den Frühlingsgerichten gebraut wird, kann man in der Schaubrauerei sehen. Natürlich ist die Frühlingslust auch ein Eldorado und großes Abenteuer für Kinder und Familien. Einen kindlichen und familiären Blick auf die Frühlingslust wirft die Abteilung curt-kids auf Seite 56. Übrigens: Wer weiter denkt, kauft näher ein! Für den etwas größeren Einkauf gibt es einen Drive-In und Schubkarren zum Ausleihen. Frühjahrslust – Markt für garten und Kleintiere. Am 7. und 8. April auf Gut Wolfsgangshof, Weitersdorfer Str. 22, Anwanden. Bequem mit der S-Bahn Richtung Ansbach erreichbar. Täglich von 10 -18 Uhr. Eintritt 7 Euro (normal), 4,- (erm.), Kinder bis 14 Jahren Eintritt frei. fruehjahrslust.de


HIGHLIGHTS /// IM E-WERK 04.04. /// MaRTIn

KoHLSTEdT ........................................ 05.04. /// EMIL BuLLS ........................................ 05.04. /// ERRdEKa ........................................ 15.04. /// LEa ........................................ 16.04. /// aSaf avIdan ........................................ 20.04. /// K.fLay

25.04. /// acRoSS pRäSEnTIERT: fEdERIco aLBanESE nEuES MuSEuM nüRnBERG

........................................ 01.05. /// HypnoTIc BRaSS EnSEMBLE ........................................ 04.05. /// ITcHy ........................................ 09.05. /// poRTIco QuaRTET ........................................ 11.05. /// Max pRoSa ........................................ 22.05. /// SKInny LISTER ........................................ 24.05. /// BLuMfELd ........................................ 15.08. /// caLExIco ........................................

Karten an allen beKannten VorVerKaufsstellen Erlan ge n

und online unter WWW.e-WerK.de

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28 Blauer Horizont

Skizze Dan Reeder, Foto Stadt NĂźrnberg, Montage curt magazin


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Kultur mit Horizont: Die Blaue Nacht zum Auftakt des städtischen Nürnberger Kultursommers 2018 fährt das Projektbüro aus dem Kulturreferat durch die Blaue Nacht in richtung „Horizont“. Ausgegebenes Kursziel: „100% Kunst und Kultur!“ Über 80 teilnehmende Einrichtungen, Plätze und Orte – vom Staatstheater über das Germanische Nationalmuseum, dem KunstKulturQuartier, Dem Hauptmarkt bis zur Kaiserburg – richten ihren Kompass aus und verwandeln die Altstadt in einen pulsierenden blauen kunst- und Kultur-Raum mit über 150.000 Gästen. Das hatte sich das Kulturreferat der Stadt Nürnberg vor 18 Jahren irgendwie anders vorgestellt. Eigentlich als einmalige Veranstaltung zur Eröffnung der Kulturmeile während des 950. Geburtstags der Stadt Nürnberg im Jahr 2000 geplant, muss das Projektbüro seitdem jedes Jahr ran, damit Anfang Mai wieder die blauen (Straßen)Lichter angehen und sich die gesamte Altstadt in ein tiefes blaues Meer aus Kunst und Kultur verwandelt. Schöne und erfolgreiche Dinge will man einfach sehen – und eben gerne auch öfter. Das finden mittlerweile rund 150.000 BesucherInnen aus dem In- und Ausland, die zusammen mit den inzwischen über 80 Kunst- und Kulturorten die Blaue Nacht zur größten und vielfältigsten Langen Nacht der Kunst und Kultur in Deutschland machen. Mit dem diesjährigen Thema „Horizonte“ wollen die Organisatoren, auch mit Blick auf die Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt, die BesucherInnen, Institutionen und KünstlerInnen dazu animieren, eigene, städtische, nationale und internationale Kunst- und KulturHorizonte abzufragen, zu vergleichen, über den eigenen und andere Tellerränder zu blicken, Sehnsüchte zu wecken, Utopien darzustellen, Grenzen zu überschreiten – Horizonte zu erweitern. Das größte Highlight unter vielen ist wie immer die Illumination der Kaiserburg, für die in diesem Jahr der umtriebige Künstler und Musiker Dan Reeder, der aktuell wohl bekannteste Amerikaner Nürnbergs, verantwortlich zeichnet. Man darf gespannt sein, denn wie viele seiner

Arbeiten zeichnet seine Projektionsgeschichte „Anything Goes“ in bunten, frechen und sehr skurrilen Bildern einen riesigen Horizont vom Sinn des Lebens bis hin zu den „Girls with great big tits“ an die Mauer der Kaiserburg. Am Hauptmarkt leuchtet die Künstlergruppe SlideMedia aus Barcelona mit ihrer Video-Projektion an die Fassade des Neuen Rathauses die Grenzen der Reizüberflutung in den Städten der Zukunft aus. Im KulturDREIeck Lessingstraße – dem Triumvirat aus DB Museum, Museum für Kommunikation und Staatstheater Nürnberg – startet und steppt der kleine Bär bereits ab 17 Uhr mit der Kinderrockband Andi und die Affenbande, einem bunten Mitmachprogramm für Kinder und Familien, einer Schnitzeljagd (auch als Instagram-Version) durch alle drei Institutionen, dem Theaterstück „Ausgebüxt“ (Theater Mummpitz) und Foodtrucks zur kulinarischen Freude. Etwas größere Theater- und Opernfreunde können sich auch an der offenen Probe zu „Powerhouse/Dekade“, „Ewig Jung“ oder der „Griechischen Nacht“ satt sehen und hören. Und mit Einbruch der Dunkelheit erwacht das Stuttgarter Künsterkolletiv DUNDU und ihre fast fünf Meter hohen Leuchtriesen mit einer interaktiven Mischung aus Tanz, Nouveau Cirque und Performance. Buchstabenfunde können im Typographischen Fundbüro bei Künstler Oliver Heß im Raum der aktuellen MfK-Wechselausstellung „Es wird To(r)te geben“ abgegeben werden. In der Kunst- und Kirmes-Installation „DOGS“ können sich die BesucherInnen mit jedem Treffer auf pinkfarbene BalloonDogs eine Grafik erspickern, neudeutsch „erdarten“. Dieses Projekt


30 Blauer Horizont

ist eines aus elf Projekten, die aus insgesamt 105 nationalen und internationalen Einreichungen für den Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb ausgewählt wurden. Gleich zwei davon sind im Germanischen Nationalmuseum zu sehen. Die Video-Installation „Bullpit“ lässt Polizisten gegen Polizisten kämpfen und verwischt dabei die Grenzlinie zwischen Gewalt und Lust, während die interaktive Chill-out-Zone „NUEBCN“, die BesucherInnen in Liegestühlen unter Sonnenschirmen mit wechselnden Projektionen und Klängen vom regnerischen Alltagsgrau bis ans Meer und über den Horizont hinaus beamt. Mit schönen neue Welten locken auch die historischen Straßenbahnwagen im Straßenbahndepot St. Peter, wo per Virtual-Reality-Projektionen eine „Fata Morgana“ entsteht. Eine multimediale, begehbare Rauminstallation im Parkhaus Sterntor beweist: „Über den Wolken ist der Horizont grenzenlos“. Auch der Fassade der Kunstvilla geht durch die Projektion „ModularMonopolar“ ein Licht auf. Das Künstlerhaus zeigt großes und das kleinste Theater, Filme, eine interaktive Lichtskulptur und die Arbeits-Skizzen von Dan Reeder zu Kaiserburgprojektion, es wird gesungen, gelesen, gemalt, gedruckt ... Der angebotene Horizont der gesamten Blauen Nacht ist also nahezu grenzenlos. Zur Erweiterung und Fixierung des eigenen Horizonts bieten sich verschiedene Hilfsmittel an, wie zum Beispiel das Programmheft mit Touren-Vorschlägen oder die Website, mit der man sich bequem seinen persönlichen Programmplaner zusammenstellen kann, ausgedruckt oder als nächtlicher Begleiter fürs Smartphone. Bequem sitzt es sich auch in den historischen Bus-Shuttle, die im 10-Minuten-Takt zwischen 13 Haltestellen rund um den Altstadthorizont pendeln und mit einem Blaue-Nacht-Ticket/-Bändchen umsonst benutzt werden dürfen. Gleich 10 Omnibusse und rund 30 PKWs aus verschiedenen Jahrzehnten stehen zur Ansicht am Kornmarkt, sofern diese nicht unterwegs sind. Mit einem Sonderticket – erhältlich gegen Vorlage eines Blaue-Nacht-Tickets ab 5. April an der Kultur-Information im

KunstKulturQuartier – darf man als BeifahrerIn einsteigen und sich gen Horizont fahren lassen. Nach dem Ende des Hauptprogramms um Mitternacht startet um 00:15 Uhr der Lumpensammlerbus am Hauptbahnhof zur letzten Runde. Blaue Nachteulen mit Bändchen können bei den Late-Night-Treffs in sechs Locations weiterfeiern. A propos Ticket: Das Blaue-Nacht-Ticket, das man am Abend in ein Blaue-Nacht-Bändchen tauschen kann, gibt es noch bis 4. Mai an allen Vorverkaufsstellen und in verschiedenen Preismodellen (Einzelpreis 15,70 Euro, 5-Freunde-Ticket je Person 13,87, Ermäßigung möglich, Kinder bis 12 Jahre frei). Vom 4. bis 15. April werden zusätzlich zu den normalen 1-Tages-Tickets besondere Premium-Tickets angeboten, zu denen es bei 3 Euro Aufschlag zum Normalpreis die Preview aller Projekte aus dem Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb bereits am Freitag, 4. Mai (20 bis 24 Uhr) obendrauf gibt. Für die ganz späten Vögel gibt es am 5. Mai noch online das Print@Home-Ticket und eine Tages-/Abendkasse (18 Euro). Mit einem Ticket erhält man Zutritt zu allen Programmpunkten, darf Shuttle-Bus und als Beifahrer in einem Oldtimer mitfahren, erhält hier und da Vergünstigungen oder Vorzüge und darf vor allem auch mit der VGN kostenlos an- und abreisen. Ganz wichtig: Durch den Kauf eines Tickets unterstützt man auch den Erhalt der Blauen Nacht. Nur durch solche externe Einnahmequellen geht es wie schon einst von Udo Lindenberg besungen hinterm, bzw. nach dem Horizont in nächsten Jahr weiter. Wer die Existenz der Blauen Nacht noch weiter absichern will, kann am Abend auch einen Blaue Nacht Blinky zum Preis von 3 Euro kaufen. Der vollständige Erlös kommt der nächsten Blauen Nacht und damit zu 100% der Kunst und Kultur in Nürnberg zugute. Die Blaue Nacht - „Horizonte“ Am Samstag, 5. Mai 2018 ab 19 Uhr in der Nürnberger Altstadt. www.blauenacht.nuernberg.de ACHTUNG: curt vergibt Tickets auf www.curt.de!


03.04.2018

um 20 Uhr

Gegenwartsliteratur im Z-Bau

maren kames halb taube halb pfau

www.kulturpalast-anwanden.de

21.-24. Juni 2018 20 Jahre KulturPalast

Pigor & Eichhorn Wolfgang Haffner & Acoustic Band Jochen Malmsheimer, Andreas Rebers, Streichquartett Stoppok Nora Gomringer & Band und viele andere ...

Medienpartner:

Fรถrderer:

GUT WOLFGANGSHOF


32 JaZz & Blues Open

Ida Nielsen

Amy Macdonald , Foto: Diana Gomez

Andreas Hofmeir

Jazzrausch BigBand

Stefanie Heinzmann, Foto: Sebastian Magnani Ladysmith Black Mambazo


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JAzzT wird gefeiert: 25 Jahre Jazz & Blues Open Mit seinen 25 Jahren ist das Jazz & Blues Open im Markt Wendelstein schon im betagten Festival-alter, längst etabliert und trotzdem jung geblieben. Neben der Qualität der eingeladenen Musiker/Innen ist vor allem die familiäre und offene Atmosphäre ein weiterer Grund für die Beständigkeit. ZuR geburtagsfeier geben sich das Kulturreferat Wendelstein, Festivalleiterin Andrea Söllner und Berater Jan Rottau auch musikalisch wieder sehr offen und haben sich einmal mehr nationale und internationale Stars und Kracher Aus Jazz, Blues, Soul, Pop und mehr zum Spielen eingeladen. Gleich beim Doppelkonzert zum Auftakt des Festivals am Freitag holen die Jazzrausch Bigband, Resident Bigband aus dem berühmten Münchener Technoclub Harry Klein und zuletzt als Support der Sprechsängerin Fiva unterwegs, und die Schweizer Pop- und Soulsängerin Stefanie Heinzmann das Publikum von den Hockern, wenn es denn welche gäbe. Vorsorglich bleibt die Eventhalle nämlich unbestuhlt. Kein Bumm-Bumm, aber trotzdem basslastig wird es am Samstag, 28. April, mit Marcus Miller und Ida Nielsen & Band. Beide haben schon mit und für die Größsten der Branche gezupft. Produzent, Multiinstrumentalist, und Komponist Miller begeleitete u.a. Miles Davis, Eric Clapton, Aretha Franklin, Brian Ferry, Herbie Hancock und Carlos Santana. In Ida Nielsens Groove ist der Einfluss des US-Superstars Prince zu hören, der sie in den letzten sechs Jahren seines Lebens in seine Formation New Power Generation und später 3rdEyeGirl holte. Das Konzert mit Shootingstar Amy Macdonald ist das erste ausverkaufte Konzert dieses Festivaljahres. An dieser Stelle der nachdrückliche Hinweis, dass mit derlei mehr zu rechnen ist. Am Montag geht es auch räumlich in die Breite. Mit Le Bang Bang im Casa de La Trova, Beady Belle in der Jegelscheune und der Berhard Hollinger Group im Jugendtreff downstairs hat man die Qual der Wahl bei den zeitgleich stattfindenen Konzerten. Etwas konzentrierter steigt die Geburtstagsfeier am 1. Mai, dem traditionellen Open-Air-Tag im Wendelsteiner Altort. Unter freiem

Himmel und bei freiem Eintritt dürfen sich die Geburtstagsgäste auf den fast-ESC-Teilnehmer Andreas Kümmert & Band, den mehrfach preisgekrönten Wiener Norbert Schneider samt Band und zum Abschluss des Open-Air-Tages auf die Keller Steff BIG Band freuen. Die allerletzte Geburtstagskerze am 1. Mai jedoch wird von Tubist, ECHO-Preisträger, Professor und Gründungsmitglied von LaBrassBanda Andreas Martin Hofmeir zusammen mit seiner Jazzband in der Jegelscheune ausgeblasen. Zum Abschluss des Festivals wird es nochmal richtig international: Mit Ladysmith Black Mambazo kommt die erfolgreichste A-CappellaGruppe Südafrikas und mit ihr vier Grammys und 19 Grammy-Nominierungen in die Kirche St. Nikolaus. Vielen dürften die Gruppe von Paul Simons Album „Graceland“ von 1986, weltweit über 16 Millionen Mal verkauft, bekannt sein. Ein besonderer Nachschlag wird am 6. Juni serviert. Dann beweist Kabarettist Günter Grünwald zusammen mit Rad Gumbo im Festsaal der Waldorfschule, dass er nicht nur sehr lustig ist, sondern auch als Musiker sehr gut an der Gitarre zupfen kann. 25. Jazz & Blues Open Wendelstein Vom 27. April bis 2. Mai 2018 und 6. Juni an verschiedenen Orten im Markt Wendelstein. Aktuelle Infos und Tickets: jazzandbluesopen.de ACHTUNG: curt vergibt Tickets auf www.curt.de!


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v.l.: Markgräfliches Opernhaus Bayreuth, Fassade, Allegorie der Barmherzigkeit, Fürstenloge, Bühne mit Bühnenbild. Fotos: Achim Bunz© Bayerische Schlösserverwaltung

Vorhang auf: Residenztage Bayreuth Gewöhnlich schicken wir unsere Leserschaft erst im September zu den Residenztagen ins und ums markgräfliche Bayreuth, um sich dort im Neuen Schloss, auf der Burg Zwernitz, im Felsengarten Sanspareil, im Schloss Fantaisie, der Eremitage und im Hofgarten beim Picknick, schönen Klägen und Spielen dem Müßiggang hinzugeben. Allein das Markgräfliche Opernhaus gab sich zwischen all den barocken Schönheiten in letzter Zeit ziemlich zugeknöpft. Sechs Jahre lang wurde das große Schmuckkästchen und UNESCO-Weltkulturerbe aufwendig restauriert, saniert und herausgeputzt, um diesen April im hellen, alten Glanz der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. So wurden beispielsweise spätere Mal- und Schmutzschichten und ölige Insektenschutzmittel, die das Logenhaus stark nachdunkeln ließen, entfernt und die Bühne wieder auf die Default-Werte aus dem Jahre 1748 zurückgebaut – samt rekonstruierten Bühnenbild. Aus gegebenem Anlass hat die Bayerische Schlösserverwaltung die Residenztage also auf dem April vorgezogen. Fast zwei Wochen lang brennt ein buntes Feuerwerk an Veranstaltungen und nimmt die BesucherInnen mit auf spannende Zeitreisen von der Epoche des

Rokoko bis in die Gegenwart. Unter dem Motto „Vorhang auf!“ erfährt man von Restauratoren, Ingenieuren, Kunsthistorikern und anderen Experten in zahlreichen Führungen vieles über die technischen Aspekte der Restaurierung, die Geschichte, die Architektur, die Musik, die Kostüme, steigt unters Dach, bastelt Masken fürs Maskenfest, Stabpuppen und Kostüme, baut Regenmaschinen oder kleine Theater im Taschenformat, lauscht Lesungen, hört Vorträge über Raumklima, Löschtechnik und Energienutzung, macht mit bei der Aufführung alter Tänze, spaziert durch die Stadt oder genießt das Frühlingserwachen in Hof- und Schlossgärten und verschiedene Theateraufführungen. Im 55 Seiten starken Programmheft ist für die BesucherInnen jeden Alters und Familien so einiges geboten. Auch im Frühling ist ein Ausflug zu den Residenztagen nach Bayreuth also sehr zu empfehlen. Residenztage Bayreuth vom 17. bis 29. April im Markgräflichen Opernhaus, Neues Schloss und Hofgarten Bayreuth. Öffnungszeiten Opernhaus und Schloss 9-18 Uhr. Aktuelle Infos, Programm und Tickets unter bayreuth-wilhelmine.de


Thorsten Nagelschmidt Der Abfall der Herzen

09.05.18

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Mittwoch, 20 Uhr Meistersingerhalle

Jonas Kaufmann Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Jochen Rieder LEITUNG

© Gregor Hohenberg / Sony Classical

Gegenwartsliteratur im Z-Bau 04.05., 20 Uhr (Galerie)

„L’Opéra“ – Französische Arien aus Opern von Bizet, Gounod, Massenet, Berlioz, Offenbach u.a.

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36 Kurz berichtet

„Phänomenal“ mit Pius Maria Cüppers. Foto: PR

Thomas Kastura. Foto: PR

Ernst Schultz. Foto: PR

Michalis Pantelouris. Foto: PR

The Harlem Globetrotters. Foto: PR

Das Leihbu von André Lindert und Bluepingu e.v.


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Neu, anders, schön & wichtig Neues, Gutes & Schönes aus der welt des Konsums und der mannigfachen Freizeitgestaltung ... Bitteschön!

Improhotel im Parks Wenn die flotten Sprüche, treffenden Antworten und plausiblen Geschichten nicht sofort wie aus der Pistole geschossen kommen, sondern immer erst auf dem Nachhauseweg oder nach der Scheidung, dann hilft vielleicht das ImproHotel Workshop-Festival im Parks vom 6. bis 8. April. Ein Highlight für alle passiv Spontanen ist die Abendshow mit den Trainern des Festivals, allesamt Häubchen aus der Crème de la Crème der Improtheaterszene, die am Samstag gemeinsam und ganz spontan auf der Bühne zu sehen sind. Termin: Sa, 07.04., 20:30 Uhr. 6 Euro inkl. Aftershowparty (5,- erm.). impro-hotel.de PARKS. Berliner Platz 9, Nbg. parks-nuernberg.de

Record Store Day Jeden dritten Samstag im April beginnt der Ansturm aufs schwarze Gold. Macht 2018 nach Papst Gregor No. 8 den 21. April und für alle Vinyl-Liebhaber den Record Store Day. Über 3.000 unabhängige Plattenläden bieten an diesem Tag weltweit und zeitgleich 500 ganz besonders hochwertige und seltene Musikveröffentlichungen, limitierte Wieder-

auflagen, bisher Unveröffentlichtes, farbige LPs, Vinyl-Erstauflagen, Picture Discs und weitere Specials an. Eine Liste mit allen exklusiven Veröffentlichungen findet man schon jetzt auf recordstoredaygermany.de. Teilnehmende regionale Läden sind u.a.: Mono-Ton. Färberstr. 44, Nbg. Goldvinyl. Kernstraße 30, Nbg. Schallplattenfachhandel. Untere Schmiedgasse 6, Nbg. Schallplattenmann. Fahrstr. 12, Erlangen. Bongartz. Hauptstraße 56, Erlangen.

Elan: Kleidchen wechsel dich Oh, wie schön wäre es, könnte man beim Blick in den Kleiderschrank manchmal einfach nur Kleidchen, wechsel dich! rufen und sich ein neues Outfit herbeizaubern. Klingt wie ein Märchen aus 1000 und einer Nacht, klappt aber ganz real auf der gleichnamigen dritten Fürther Kleidertauschbörse, veranstaltet von den Frauen des ELAN-Projekts Café Elli. Eingeteilt unter dem Motto „Wir müssen leider draußen bleiben“ in einen Frauen- und Männerbereich, können die BesucherInnen (der Eintritt ist übrigens frei) Accessoires, Schuhe, Mützen oder auch Schmuck mitbringen und vor Ort tauschen.

Pro mitgebrachtem Teil darf man ein „neues“ mitnehmen. So sparen Mann und Frau Nerven und Geld und die Welt wichtige Ressourcen und Energie. Motto „Zukunft für unsere Enkel“! Und wenn die modische Weltenrettung etwas länger dauert und ein Hüngerchen zwickt, lädt das Pop-up-Café Mann und Frau zu interkulturellen Spezialitäten ein. Weitere Infos auf der Website und bei Carolin Dreutter, Tel. 0911-23993571. Termin: Sa, 28.04., 14-16 Uhr. Eintritt frei. Elan. Kapellenstr. 47, Fürth. elan-fuerth.de

DelikatEssEn Der Feinkostladen delikatEssen wird zehn Jahre und das wollen Romana Schemm und Manfred Gendsior jeden Samstag mit Kunden und Freunden und einer Veranstaltungsreihe bis in den November feiern. Der April dreht los mit Hochprozentigem und einer Pause für alle Unterachtzehnjährigen. Der Rest darf am 7. April die Gläser bei der Verkostung mit „Gin & Tonic“ und einer Auswahl vom klassischen London Dry heben, über mediterrane Sorten und Vertretern des New Western Style bis fassgelagerten Gin-Spezialitäten und allen Tonics aus dem Sortiment ( Verkostungs-


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gebühr: 10 Euro p.P.). Am 14. April ist das „Eichelschwein“ los bzw. im Glas, der Dose und sonstigen Darreichungsform. Ein Woche am 21. April geben sich die Brauerei Nikl und die Delikatösen ein doppeltes High-Five bei „10 Jahre Brauerei Nikl & 10 Jahre delikatEssen“. Und dann schaut auch schon wieder der erste fränkische Spargel aus der Erde: „Spargel – kreativ verfeinert“ am 28. April. Für alle Termine gilt: 11-16 Uhr. DelikatESSEN. Weinmarkt 14, Nbg. delikatessen-nuernberg.de

Scotch As Scotch Can Oscar Wilde tauchte seine Feder in ein Glas Whiskey, William Faulkners Texte entsprangen 99 Prozent Whiskey und einem Prozent Schweiß, Humphrey Bogart war dem Leben vorsätzlich immer einen Whiskey voraus, Philip Marlowe löste keinen Fall ohne Whiskey und schon so manches Krimi-Opfer landete paradoxerweise in der Kiste mit einem Glas „Wasser des Lebens“ in der Hand. Whisk(e)y – flüssiges Gold mit uralter Tradition, Mythen-umrankt und inspirierend für Leser wie für Schriftsteller. Thomas Kastura hat 26 KrimiautorInnen tief ins Glas blicken lassen und aus deren Geschichten eine kurzweilige Krimi-Anthologie destilliert. Jede Erzählung in Scotch as scotch can hat auch eine bekannte Whiskeymarke zum Thema. Es ist also naheliegend, dass die ZuhörerInnen

einmal auf den Geschmack gebracht nach der Lesung in der 4. Sohle der Historischen Felsengänge beim anschließenden Whiskey-Tasting selbst am Glas nippen dürfen. Termin: So, 29.04., 19:30 Uhr, Ticket 22 Euro inkl. Tasting und Kurzführung. Sohle 4 / Hausbrauerei Altstadthof. Bergstr. 19, Nbg. historische-felsengaenge.de

Beton glänzend vergolden Es kommt sicher nicht jeden Tag vor, dass man sein Häusle, seine Wohnung oder gar ein ganzes Anwesen verkaufen will oder muss. Und wenn es dann doch eines Tages mal so weit ist, entscheidet sich mancher vielleicht dazu, sein Betongold in Eigenregie loszuschlagen, ohne wirklich zu wissen, welche Chancen, Risiken und Fallgruben beim privaten Immobilienverkauf bestehen. Das fängt an bei der richtigen Wertermittlung, geht über die Werbung und die richtige Präsentation und hört beim Handschlag und Vertrag auf. Ist der Preis zu hoch, verbrennt man nur unnötig Geld für die Werbung, verliert Zeit, und statt Betongold hat man bald einen Ladenhüter. Umgekehrt verschenkt man einen Batzen Geld. Was muss ins Exposé? Wie geht man mit Anfragen um? Was muss bei einer Besichtigung beachten werden? Welche Fragen werden gestellt? Wie verhandelt man? Immobilienexperte und Buchautor Georg Ortner, einer der gefragtesten

Verkaufstrainer Deutschlands, und Notar Dr. Michael Reindl beantworten Fragen rund um den Immobilienverkauf und informieren, wie man sein Beton glänzend vergoldet bekommt. Termin: Di, 24.04., 18:30-21 Uhr. Eintritt frei. Für Getränke und feine Häppchen ist gesorgt. Die Plätze sind begrenzt, deswegen wird um Anmeldung unter immobilien-kube.de oder Tel. 0911/1488720 gebeten. Vineria Nürnberg. Kleinreuther Weg 87, Nbg. vineria.de

Wie funktioniert Marktforschung heute? Für die April-Ausgabe des Datendienstag hat sich das Museum für Kommunikation Referent Dr. Roland Abold, Leiter des Stabbereichs „Sales Office“ bei der GfK Nürnberg und Vorstand des Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute ADM, ins Museum eingeladen. In seinem Vortrag erklärt er, wie Marktforschung in Zeiten von Internet, Google, Facebook, Datenkraken und Tracking, sowie den digitalen Trends Künstliche Intelligenz, Automatisierung, Internet of Things und innovativer Technologien (wie dem Eye-Tracker oder VR-Datenbrillen) gemacht wird, und trotz Fakeprofilen und (vermeintlicher) Anonymität immer noch zuverlässig funktioniert. Termin: Dienstag, 17.04., 19 Uhr. Eintritt frei. Museum für Kommunikation. Lessingstr. 6, Nbg. mfk-nuernberg.de


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Leihbu – leihen, statt kaufen Die schlauen Vögel von Bluepingu e.V. haben sich wieder ein paar sinnvolle Gedanken gemacht, wie man selbst die Welt in Nürnberg ein stückweit besser machen kann. LeihBu heißt das Buch – erdacht und realisiert von André Lindert – das Teilen lehrt und daüber informiert. Die 2. Auflage ist druckfrisch – natürlich umweltfreundlich produziert mit Ökostrom, Biodruckfarben, chemiefreier Plattenentwicklung und gedruckt auf klimaneutral produzierten Druckmaschinen und Recyclingpapier – und verschafft einen Überblick über die vielfältige Share Economy Nürnbergs. Konsumgüter teilen, verleihen oder geliehen bekommen, verschenken oder geschenkt bekommen, Wissen und Fähigkeiten weitergeben, um gemeinsam zu profitieren, Wohn- und Arbeitsraum teilen – all das gehört zur Share Economy. Das LeihBu ist gegen eine freiwillige Spende erhältlich und wird natürlich ganz im Sinne der Share Economy im besten Fall nach Nutzung an Freunde oder Bekannte weiter gegeben. Ein Liste über Auslagestellen und mehr findet Ihr auf leihbu-nuernberg.de

CUTATHON – Schneiden & spenden Kaum sind die Osterfeiertage vorbei, legen sich die HaarkünstlerInnen in der Irrer Straße am Dienstag, 3. April, schon wieder mächtig ins Zeug, um beim Cutathon irre gut

abzuschneiden. Bestehend aus den beiden Disziplinen Schneiden & Spenden werden am Ende des Tages alle Einnahmen, die mit Haarschnitten erzielt wurden, an die ehrenamtlichen Wasserretter von Viva con Agua und deren globale Trinkwasserprojekte gespendet. Initiator dieser schneidigen BenefizAktion ist der Haarkunst-Partner Aveda, ein Kosmetikhersteller, der auch sonst auf ökologisch angebaute, natürliche Inhaltsstoffe und ressourcensparende Herstellung setzt. Seit 1999 sammelt Aveda unter dem Motto „Earth Month“ jeden April Spenden und spendet für jede Serviceaktion in allen teilnehmenden Aveda-Salons zusätzlich einen Euro. Ziel in diesem Jahr sind 6,75 Mio. Euro. Irre gut! Haarkunst NÜRNBERG. Irrer Str. 17, Nbg. haarkunst-nuernberg.de

Nerds vs. Nerds Wehe, wenn sie losgelassen! Junge, wilde Wissenschaftler verlassen ihre Labore, Studienzimmer und Hörsäle, um sich und dem Publikum beim launigen Kampf Nerds vs. Nerds wilde Theorien, handfeste Beweise und spannendes Wissenschaftsgedöns direkt ans Hirn zu werfen. Am Ende entscheidet ähnlich wie beim Poetry Slam die Gunst des Publikums über den Gewinner des ersten Science Slams, den der turmdersinne und das Museum für Kommunikation zusammen veranstalten. Anders als bei den Buchstabenschubsern

10 JAHRE delikatessen-nuernberg.de

können die wortgewandten NachwuchswissenschaftlerInnen dabei die Wahl der Waffen (fast) frei wählen. Requisiten, Laser-Schwert, Live-Experimente, Präsentationen, Assistenten – alles ist erlaubt, um das eigene Forschungsprojekt, egal ob Quantenphysik oder Wahrnehmungspsychologie, möglichst spannend, mitreißend, anschaulich und für jeden verständlich zu präsentieren. Nur die Redezeit ist auf jeweils 10 Minuten begrenzt. Termin: Sa, 14.04., 19.30 Uhr, Eintritt 9 Euro, 7,- erm. Museum für Kommunikation. Lessingstr. 6, Nbg. mfk-nuernberg.de

Fieberwahn - Wie der FuSSball seine Basis verkauft Die Zeiten, in denen die Spieler in der obersten Fußballliga für eine Steige Kirschen dem Ball hinterherjagten, sind längst vorbei. Geld


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regiert die Fußballwelt. Für immer aberwitzigere Gehälter und Ablösesummen im Profifußball werden immer neue Geldquellen angezapft. Auch die Verbände, die sich meist nur noch den Anforderungen der Branchenriesen beugen, geben dabei kein gutes Bild ab. Die Zeche zahlen am Ende die Fans und die Amateurvereine, die das System zwar tragen sollen, aber sich letztlich mit hohen Ticketpreisen, unbequemen oder konkurrierenden Anstoßzeiten und mehreren Pay-TVAbos abfinden sollen. Autor Christoph Ruf hat für sein Buch Fieberwahn. Wie der Fußball seine Basis verkauft mit Fans, Funktionären und Trainern gesprochen. Im Rahmen seiner kleinen Tour gibt der Journalist Einblicke in sein Buch und erklärt, warum und wie der deutsche Fußball gerade den Ast absägt, auf dem er sitzt. Termin: Mi, 11.04., 19 Uhr, kein Ticketverkauf. Jeder gibt, was er will und kann. Villa Leon. Philipp-Koerber-Weg 1, Nbg. kuf-kultur.nuernberg.de

Meiner Oma ihr Kompott für meine zukünftige Lieblingsfrau Gut möglich, dass am 7. April im Buchladen Thalia vielleicht die ein oder andere Seite „z‘sammbabbd“, weil ein Kunde das Löffelkompott von MyOma (myoma.de) bei der Verkostung vor Ort mit seinen Schmierfingern gierig aus dem Glas geleckt hat.

Richtig gelesen! Von 12 bis 18 Uhr stehen Beertrude, Bromhilde oder Rharbarbara, die fruchtig, beerenstarken Snacks mit dem sozialen Aroma, parat. Ein Teil des Erlöses geht an eine soziale Einrichtung zugunsten älterer Menschen. Vielleicht wäre so ein Gläschen Kompott genau das Richtige für Michalis Pantelouris zukünftige Lieblingsfrau, bekanntlich geht Liebe ja durch den Magen. Michalis Pantelouris, Jahrgang 1974, ist, seit ihn seine Frau verlassen hat, auf der schwierigen Suche nach der zweiten große Liebe seines Lebens. Seine Briefe an seine zukünftige Lieblingsfrau veröffentlicht der zweifache Vater seit Ende 2016 in seiner Kolumne „Liebe zukünftige Lieblingsfrau“ im SZ-Magazin, die letzten Oktober auch als Buch veröffentlicht wurde. Selbstironisch, aufgewühlt und entwaffnend offen erzählt er von seinen Unsicherheiten, Sehnsüchten, Erlebnissen und Rückschlägen und den Tücken und Strapazen des Singlelebens. Termin: Do, 12.04., 18:30 Uhr, Eintritt 10 Euro. THALIA. Karolinenstr. 53, Nbg. thalia.de

Hans Meyer und der Rausch Im Sommer ist es auch schon wieder elf Jahre her, dass unser ruhmreicher Glubb sich gar nicht so deppert angestellt hat, wie es landläufig gerne heißt, und den DFB-Pokal nach heroischen Kampf gegen den SpätzleVfB nach Hause in den Zabo holte. Weil sonst

nicht mehr allzuviel Positives passiert ist, muss seitdem dieser Pokalsieg fürs kollektive Schwelgen und als wichtigstes Fußballereignis der Neuzeit herhalten. Im letzten Jahr haben Katharina Fritsch und Maren Zimmermann mit ihrem Buch Ganz Nürnberg war in einem Rausch – die Pokalsieger erzählen zum zehnjährigen Jubiläum nochmal nachgelegt. Zusammen mit Maren Zimmermann wird Pokalsieger-Trainer Hans Meyer im Kurhaus Katana aus dem Buch vorlesen und sicher das ein oder andere Bonmot dazugeben. Es werden auch Bücher verkauft, Bücher signiert, abgedruckte Illustrationen im Original gezeigt und diverse Pokaldevotionalien versteigert. Gar nicht so deppert! Termin: Mi, 25.04., 20 Uhr, Eintritt 5 Euro. Mitglieder frei. Kein VVK. KURHAUS KATANA. Wilhelm Spaeth Str. 18, Nbg. katana18.de

50 Jahre dt. Meisterschaft Bereits ein halbes Jahrhundert ist es her, dass unser ruhmreicher Glubb die letzte Meisterschaft nach Nürnberg geholt hat. Nach dem glorreichen 7:3 und den fünf Buden von Goldlocke Brungs gegen die Bayern hat man es nicht mal dem depperten Club zugetraut, dass er einen 7-Punkte-Vorsprung in der Rückrunde verspielt. „Da müsste schon ein Affe aus dem Nest fallen“, erklärte Kölns Trainer Willi Multhaup. Darüber und


was diese neunte und letzte Meisterschaft für Verein und Stadt, Bewohnerinnen und Bewohner Nürnbergs bedeutete, unterhält sich Moderator Harald Kaiser (kickersportmagazin) mit seinen Gästen (tba) beim Fußball-Talk im südpunkt. Ein Jahr später war ein Affe bekanntlich dann doch aus dem Nest gefallen und der Rekordmeister grüßte aus der zweiten Liga. Da war er wieder, der Depp! Termin: Do, 19.04., 19:30 Uhr, Eintritt frei. südpunkt. Pillenreutherstraße 147, Nbg. fussball-kultur.org

Verehrt – Verfolgt – Vergessen Der Nationalsozialismus machte auch vor den Fußballspielern am Spielfeldrand nicht halt und brachte sein Gift auch in die eigentlich schönste Nebensache der Welt. So mussten 56 Vereinsmitglieder des FC Bayern München aus religiösen oder politischen Gründen fliehen, einige davon wurden gar deportiert. Vom Verein verleugnet und aus den VereinsChroniken entfernt, fehlen oft Informationen und Bilder, teilweise sind verdiente Mitglieder bis heute nicht wieder in die Chroniken aufgenommen worden. Die Ausstellung verehrt – verfolgt – vergessen versucht diesen Menschen ein Gesicht und ihnen somit den verdienten Platz in der Sporthistorie zu geben. Während der Vernissage wird Ausstellungsinitiator und Vereinsarchivar Andreas Wittner (FC Bayern Erlebniswelt) porträtierte

Vereinsmitglieder des FC Bayern München vorstellen. Bernd Siegler vom Club-Museum berichtet von Beispielen aus der Geschichte des 1. FC Nürnberg. In einem Podiumsgespräch diskutieren Prof. Dr. Lorenz Peiffer (Sportwissenschaftler und -historiker), Alex Feuerherdt (Autor und Journalist, lizaswelt. net) und Alexander Schmidt (Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände) über den Umgang des Fußballs mit der NS-Zeit und der Verantwortung für heute. Vernissage: Mo, 09.04., 18:30 Uhr. Eintritt frei. Podiumsgespräch: Mo, 16.04., 18:30 Uhr, frei. Ausstellung: Mo., 09.04-24.04., Eintritt frei. Geöffnet: Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 9-12 Uhr. Haus Eckstein. Burgstraße 1-3, Nbg. eckstein-evangelisch.de

Knips dir dein #NueYork Seit März läuft die Fotoaktion #NueYork im Rahmen der Bewerbung zu Kulturhauptstadt. Die Initiative Pro Nürnberg Kulturhauptstadt 2025, kurz #NUE2025, ruft alle BürgerInnen Nürnbergs auf, so zu fotografieren, als könnte es auch in New York sein und dann unter dem Hashtag #NueYork auf Facebook und Instagram zu veröffentlichen. Die besten Bilder werden auch auf den Seiten der Initiative geteilt und präsentiert. #NUE2025 ist ein (aktuell informeller) Zusammenschluss von Bürgern aus Nürnberg und Umgebung und eine Plattform der Kultur- und Kreativszene

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… in der Altstadt! Nach vier Jahren in der Bucher Straße ist die Haarkunst gewachsen. Mit neuen Kollegen und frischen Wind freuen wir uns, Sie in unserem neuen Salon in der Irrerstraße 17 begrüßen zu dürfen. Lassen Sie sich verwöhnen und genießen eine Reise der Sinne. Jetzt Termin vereinbaren: Tel.: (09 11) 14 87 06 65 info@haarkunst-nuernberg.de www.haarkunst-nuernberg.de


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für Einzelpersonen, Vereine, Gruppen, Initiativen und Firmen, die sich für Nürnberg als Europäische Kulturhauptstadt 2025 engagieren wollen. Mit unterschiedlichen Aktionen wollen sie möglichst alle Teile der Bevölkung mobilisieren und ermuntern, an der Bewerbung und einer kulturellen Identität teilzuhaben. Warum Nürnberg aber auf #NUEYORK machen soll, erschließt sich uns nicht ... Infos: facebook.com/nue2025, nue2025.eu

The Harlem Globetrotters

Start. Egal, ob Jung oder Alt, Sportfan oder nicht: sportliche Höchstleistung, krachende Slam Dunks und furiose Dribblings verbunden mit komischen Slapstickseinlagen der Spieler, Trainer, Schiedrichter und den beiden Maskottchen Globie und Big G auf und neben dem Platz versprechen beste Unterhaltung für die ganze Familie. Termin: Sa, 21.04., 18 Uhr, Tickets 38,45 63,75 Euro. Kinderermäßigung bis 14 Jahre. ARENA NÜRNBERGER VERSICHERUNG. Kurt-Leucht-Weg 11, Nbg. arena-nuernberg.de

Null Meisterschaften, einen Titel und trotzdem sind die Harlem Globetrotters wahrscheinlich das bekannteste und ganz sicher das spektakulärste Basketball-Team der Welt. Die Globetrotters, seit ungefähr 1926 auf Tour in über 122 Ländern und mehr als 22.000 Spielen, hatten schon Millionen Aufrufe, lange bevor es Internet und YouTube gab. Papst Johannes Paul II. war und Papst Franziskus ist Ehrenmitglied und sogar Fußballer Lionel Messi wurde schon gedraftet. Im November konnten sich die BasketballKids vom Post-SV Nürnberg die besten Moves und Tricks von Guard Firefly Fisher und Forward Thunder Law abschauen, als die plötzlich in der Paul-Moor-Halle auftauchten und mit dem Nürnberger Basketball-Nachwuchs trainierten. Jetzt im April in der Nürnberger Arena ist das ganze Team mit der spektakulärsten Basketball-Show aller Zeiten am

Gleich an zwei Terminen im April, beim Bund Naturschutz Fürth und im Kulturladen Gartenstadt, können Pflanzenfreunde überflüssige Ableger, Samen, Sträucher, Zimmer-, Balkon-, Garten- oder Gemüsepflanzen gegen andere tauschen und so neben geldwerten Vorteil auch zur Artenvielfalt beitragen. Unter dem Motto „Wegen Umzug oder Platzmangel umständehalber abzugeben“ können Pflanzen auch nur abgegeben werden. Gegen eine kleine Spende kann man solche Findelinge dann erwerben. Termin 1: Sa, 14. April, 10-16 Uhr. Eintritt frei. BN-Garten. Wilhelm-Raabe-Str./ Sebastian Kneipp-Weg, FÜ. fuerth.bund-naturschutz.de Termin 2: Sa, 21.04., 15-17 Uhr. Eintritt frei. Kulturladen Gartenstadt. Frauenlobstr. 7, Nbg. kuf-kultur.nuernberg.de

Pflanzentauschbörsen

Kunterbunte Flohmärkte Der Kulturladen Schloss Almoshof startet in die neue Flohmarktsaison. Bis in den September trödeln an insgesamt fünf Terminen zahlreiche Hobby-Trempler mit ihren Kellerfunden, Dachbodenschätzen und Graffel im schönen Hof des Patrizierschlösschens herum. Das ansässige Kunstcafé bietet Kaffee, selbst gebackenen Kuchen und andere Köstlichkeiten an. Gegen eine Standgebühr von 10 Euro kann man auch selbst gewinnbringend herumtrödeln. Aber Achtung: Neuware und Händler müssen leider draußen bleiben. Einlass für Trempler ist bereits um 7:30 Uhr. Termine: So, 29.04., 10-16 Uhr, Eintritt frei. Weitere Termine: 27.05., 24.06., 22.07., 23.09. Kulturladen Schloss Almoshof. Almoshofer Hauptstr. 51, Nbg.

Barrierefreies Foyergespräch: Arm in einem reichen Land Deutschland gehört weltweit zu einem der reichsten Länder. Dennoch ist ausgerechnet im Wirtschaftswunderland, inmitten der blühenden Landschaften, niedriger Arbeitslosenzahlen und ständigem Wirtschaftswachstum jeder fünfte Bundesbürger von Armut bedroht. Berufstätige sind arm trotz Vollzeitjob und benötigen einen Zweitjob oder Stütze vom Staat, Rentner müssen Flaschen sammeln und sind auf die Essenspenden der Tafeln angewiesen und Millionen von Allein-


erziehenden kämpfen sowieso fast immer ums Überleben. Moderator Prof. Dr. Michael von Engelhardt (Vorsitzender des Förderverein Theater Erlangen) diskutiert mit Gästen im Foyercafé des Theater Erlangen über die Ursachen und Wege in und aus der Armut und wie man sie wirkungsvoller als bisher bekämpfen kann. Wichtig! Termin: Fr, 13.04., 20 Uhr, Eintritt frei. THEATER ERLANGEN. Theaterplatz 2, Erlangen. theater-erlangen.de

Zauberhafter Pius maria Pius Maria Cüppers war schon Schillers Parasit, Molières Tartuffe, Arzt bei Professor Bernhard oder Ibsens Wildente. Der scheidende Schauspieldirektor Klaus Kusenberg holte ihn in seinem Antrittsjahr 2000 ins Ensemble des Nürnberger Staatstheaters. Neben all seinen unzähligen Rollen verzaubert der Kammerschauspieler im richtigen Leben sein Publikum auch als Magier. 1997 brachte er es damit sogar zum Weltmeister in der Sparte Comedy-Zauberei. In seiner aktuellen Zaubershow „Phänomenal!“ stellt er die Wirklichkeit auf dem Kopf, übt sich im Gedankenlesen und bringt dafür „Walnussen III“, einen Hellseher und Gedankenleser aus Russland, auf die Bühne. Oder auch „Dick Macy“, den besten Detektiv aller Zeiten, denn schließlich muss auch ein Mordfall aufgeklärt werden. Termin: Sa, 21.04., 19:30 Uhr, Eintritt 14,30-

28,80 Euro inkl. VGN-Fahrkarte. Staatstheater Nürnberg / Kammerspiele. Richard-Wagner Platz 2-10, Nbg. staatstheater-nuernberg.de

Kurze Familienkoller Ach, die liebe Familie: Lebensmittelpunkt, Fels in der Brandung, ein Hort der Ruhe und Zufriedenheit. Wie das Ganze mal kurz aus dem Ruder rollen kann, sieht man in der März-Ausgabe der Kurzfilmreihe Shorts Attack zum Thema „Familienkoller“. Kurz und knapp: Schlimme Mütter, schlimme Kindheitserinnerungen, Eltern, die einem wie Monster erscheinen, pubertierende Söhne und Mamas Liebling und die erste große Liebe, Zombiewahnsinn und wahnsinniger IS verteilt auf 8 Real- und Animations-Filme in 90 Minuten. Zu sehen am 20.04. im Nürnberger Casablanca und am 17.04. im Fürther Babylon. Casablanca. Brosamerstr. 12, Nbg. casablanca-nuernberg.de Babylon. Nürnberger Str. 3, Fürth. babylon-kino-fuerth.de

Ohm-FRühlingsrolle 2018 Die Studierenden des Fachs „Film & Animation“ der Fakultät Design der TH Nürnberg zeigen sich am Donnerstag, 3. Mai, ab 19 Uhr wieder kurz angebunden. Wieder einmal präsentieren die zukünftigen Filmschaffenden der ersten bis letzten Semester bei der


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jährlichen Ohm-Frühlingsrolle ihr aktuelles Schaffen in Kurzfilmen, Werbespots, Musikvideos und Motion-Graphics. Erwartungsgemäß sind die 549 Plätze des Kinosaals 1 im Vorverkauf bereits in wenigen Stunden ausverkauft. Wer kein früher Vogel war und sich keine Nummer-Eins-Karten gepickt hat, kann immerhin noch auf einen Platz in anderen Kinosälen (tba) hoffen, wo neben den Filmen auch die Moderation von Prof. Jürgen Schopper zumindest auf der Leinwand zu sehen ist. Der Kartenvorverkauf startet am 23. April. Wie, wo, wann, wieviel? Demnächst auf ohmrolle.de. CINECITTA. Gewerbemuseumsplatz 3, Nbg. cinecitta.de

supermART #8 Die Bewerbungsphase für KünstlerInnen ist vorbei, Termin steht (25. bis 27. Mai), Halle 15 auf AEG ist angemietet und wir vom curt Magazin stehen als top matchende Medienpartner der ersten Stunde wieder stramm und freudig an der Seite von supermARTLeiter Laurentiu Feller. Dem Handel mit Kunst für Klimpergeld und kleine Scheine und dem bunten Treiben mit urbanen Lifestyle steht also nichts mehr im Wege. Auf fast 4.000 qm stehen die Werke von rund 85 KünstlerInnen im Angebot und selbige für Gespräche rund ums Werk und ihr Schaffen bereit. Das sind größtenteils

regionale KünstlerInnen, diesmal jedoch auch zehn Prozent von außerhalb. AUFRUF: Laurentiu sucht noch Künstler fürs Live-Painting am Samstag! Bubi Ware ist unpässlich, also meldet Euch per Mail info@ rfzk-feller.de. Kunst, DJs, Überraschungen am Sonntag – und die curt-Präsenz vor Ort wird auch wieder spannend. Vor allem für das weitgereiste Luxus-Exponat Kowalski. SUPERMART. 25.05.-27.05., 20 Uhr. Auf AEG. Fürther Str. 248a, Nbg. kunstsupermarkt.de

Traum, Wahn & Rausch Der Schriftsteller Johann Bilderberg liest Texte von und über ausgebrannte, abgespacete Typen, die sich im Traum, Wahn oder Rausch aus der Wirklichkeit ausgeklinkt haben und ihren Weg in ein Reich jenseits der Realität, ohne Wissenschaft und Kausalität gefunden haben. Ein literarischer Seiltanz zwischen Realität und Fiktion – surrealistisch, schaurig und phantastisch. Termin: Mi, 04.04., 20 Uhr, Eintritt frei. Desi. Brückenstraße 23, Nbg. desi-nbg.de

$ICK spielt SHORE, STEIN, PAPIER Die Liste der toxischen Substanzen, die der jetzige Buchautor seit seinem 13. Lebensjahr in seiner Laufbahn als Drogenkonsument schon eingeworfen, geleckt, geschnupft oder gespritzt hat, ist sehr, sehr lang und sehr teuer. Da liegt es fast schon auf der zittirigen

Hand, dass man damit bereits im jugendlichen Alter auch eine zweite Karriere im Knast startet. Leider erst ziemlich spät – nach einigen Knastaufenthalten, zahlreichen Entziehungskuren und Rückfällen mit fast 40 Jahren – erkannte $ick sein großes Erzähltalent und fesselte seit dem mit seiner biografischen Serie und schonungslosen Sicht auf seine Geschichte rund 4 Mio. Menschen auf YouTube, was ihm 2015 den GrimmeOnline-Award für „Aufklärung ohne moralischen Zeigefinger“, einen Buchvertrag beim Piper-Verlag und bereits im letzten Jahr eine nahezu ausverkaufte Lese-Video-Bildertour einbrachte. Spannend! Termin: Do, 26.04., 20 Uhr. Eintritt 22,70 Euro. LUX - JUNGE KIRCHE. Leipziger Str. 25, Nbg. lux-jungekirche.de

Auf den Mund geschaut mit Ernst Ein künstlerische Zweieinigkeit erscheint in der Gostenhofer Dreieinigkeitskirche. Als Dualität treten in Erscheinung: der ehemalige Einkaufsmanager in der Automobilzuliefererindustrie, vormals Autor in der Plakaterie und Weißenburger Kanalpresse und 2015 wieder als Autor mehrerer Erzählbände zurückgekehrte Herbert Mundschau, und „Die Wundertüte“ Ernst Schultz, Grafiker und legendärer Deutsch-Rocker, bekannt seit den 1960ern aus zahlreichen Bands und gefeiert für sein Dylan-Deutsch-Album. Während Her-


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bert Mundschau den ZuhörerInnen mit Prosa, Lyrik und Satire leserlich kommt, spielt Ernst Schultz an diesen Abend einige seiner ausdrucksstarken Dylan-Interpretationen in englisch, deutsch und fränkisch. Wie man es bereits von manch anderen Kirchenveranstaltungen schon kennt, wird auch an diesem Abend ab 19:30 Uhr Wein ausgeschenkt. Termin: Fr, 13.04., 20 Uhr. Eintritt frei. Dreieinigkeitskirche. Glockendonstr. 15, Nbg. dreieinigkeit.de

Zeitige 67. ION Es wird langsam Zeit für die 67. ION, die Internationale Orgelwoche in Nürnberg.

Unter dem Motto „Zeit“ steht das diesjährige Programm vom 6. bis 17. Juni, das Folkert Uhde erst kürzlich vorgestellt hatte. Vor fünf Jahren brachen mit Musik- und Projektmanager Uhde moderne Zeiten für die ION an, in diesem Jahr läuft leider auch seine Zeit als Künstlerischer Leiter der ION ab. Zum Abschluss hat er einmal mehr eine Sammlung innovativer und unkonventioneller Konzerte und Inszenierungen zusammengestellt, mit experimenteller Musik, Lesungen, Licht-, Bild- und Videoinstallationen , Audioelektronik und Soundscapes für Jung und Alt. Seinen Abschluss findet in diesem Jahr auch Brucknerzyklus der Staatsphilharmonie

Nürnberg unter Leitung von Marcus Bosch. Im Mittelpunkt stehen auch das 300-jährige Jubiläum der Kirche St. Egidien und die 50. Ausgabe des Int. Orgelwettbewerbs mit einer Neuauflage des „Orgel.Wett.Streits“. Während der „Langen Einkaufsnacht“ flanieren die Musiker die IONacht durch die Läden des Nürnberg Einzelhandels und servieren kleine musikalische Appetithäppchen. Neu im Angebot ist der ION Punkt im SAXX als beständiger Anlaufpunkt zum Austauschen und Kennenlernen rund um die ION. Mehr Programm unter ion-musica-sacra.de


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birnen und äpfel

Sebastian Grüner und Iwan (Wanja) Kunisch. Foto: Michelle Fennel

Ciderhaft: Kiezbaum Äpfel mit Birnen vergleichen ist etwas, wovon der Volksmund behauptet, dass es nicht möglich sei. „Ist es doch“, meinen Sebastian Grüner und Iwan (Wanja) Kunisch. Eines Abends beim FeierabendAbsacker am Kneipentresen fiel den beiden Freuden auf, dass es eigentlich keinen etablierten Cider in Deutschland gibt. Was umso erstaunlicher schien vor dem Hintergrund, dass um sie herum im Rhein-Main-Gebiet die Apfelweinkultur durchaus lebendig ist und es in Frankreich, Großbritannien, Skandinavien, in den USA und Kanada, in Australien und sogar in Polen einen regelrechten Boom mit qualitativ hochwertigem, in Handarbeit hergestelltem „Cidre artisanal“

und „Craft Cider“ gibt. Zuweilen sind diese sogar schon populärer als das mittlerweile allgegenwärtige Craft Beer. In England, vor allem Südengland, und Irland wird Cider in den Pubs aus dem Hahn gezapft. Also gründeten Sebastian und Wanja das Unternehmen Kiezbaum, mit dem Ziel, englischen Cider mit deutschem Charakter hierzulande salonfähig zu machen. „Da alkoholisierte Äpfel mehr können als säurebetont und hessisch zu sein, beschlossen wir, einen prickelnden Cider zu machen: nach unserem Rezept, aber mit englischem Vorbild – weniger sauer, sondern fruchtig und trotzdem herb. Im Augenblick haben wir einen herben Cider (Apfel) und einen fruchtigen Cider (Birne).“ Anders, als oft vermutet, unterscheidet sich der englische Cider vom französischen Cidré: Dem Cider gönnt man mehr Zeit zum Reifen, weshalb er auch etwas mehr Umdrehungen hat als der französische Nachbar. Der Kiezbaum Cider bringt es so auf 4,9% Vol. Damit die ökologische Rechnung mit den Äpfeln und Birnen aufgeht, verwenden sie Obst von den Streuobstwiesen der Region. Zusammen mit dem ökologisch und nachhaltig produzierten Cider wollen die beiden Freunde auch eine kräftige Portion Kultur und Lebensgefühl in die Stadt und den Kiez bringen: „Mit Kiezbaum beteiligen wir uns aktiv an der Gestaltung nachhaltiger und vielfältiger Gesellschaftskultur. Auf Veloparaden, bei Kultur-Pop-Ups etc. Kiezbaum gibt uns auch die Möglichkeit, einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten und einen Beitrag im Interesse des Gemeinwohls zu gestalten.“ Hier bei uns in der Region steht der Kiezbaum u.a. schon im Nürnberger Anderland, den Augusten, bei WurstDurst, im Club Stereo und im Erlangener E-Werk. KIEZBAUM CIDER. www.kiezbaum.de curt bringt ein bisschen Apfelweinkultur in die Stadt und vergibt 5 Kisten. E-Mail an gewinnen@curt.de, Stichwort „Kiezbaum“, und schon wird´s herb oder fruchtig!


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Biergarten-Eröffnung am 05. Mai 2018 ab 14:00 Uhr Eintritt frei !

Eröffnung Gourmetrestaurant „Waidwerk“ Mitte April

~ Nussbaumgarten ab Mitte Mai

Muttertag mittags geöffnet

~ Tagungen Tagungspauschalen

47,– ~ Hochzeiten ab

Freie Trauungen / traumhafte Außenlocations mehr Infos unter: rottner-hotel.de Tel: 0911/61 20 32 mail: info@rottner-hotel.de / event@rottner-hotel.de / tagung@rottner-hotel.de


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GASTRO, dies und das

GASTRO: Quer durch Küchen & Bars Was in Bars, Kneipen, Cafés & Restaurants unseres und eures Vertrauens abgeht, neu und anders ist: Hier steht‘s. investigativ, knallhart eRmittelt und fast frei von fake news.

kuhmuhne

kuhmuhne

Pizzazimmer

Pizzazimmer

valentin Rottner, Waidwerk


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KUHMUHNE, die Gutkuh!

NEU: ROTTNERs Waidwerk

Oh, wie schön! Jetzt fliegt am Nürnberger Hauptmarkt sogar die Kuh im Namen der guten Sache. Ausgedacht und zum Abschuss gebracht haben sich das die Burgerbrater von der Kuhmuhne. An jeden ersten Dienstag wird in der Kuhmuhne, der Burgerbar am Hauptmarkt, unter dem Motto „Charity Dienstag“ aufgetischt. Der komplette Tagesumsatz am Charity Dienstag, also nicht nur der Gewinn, sondern tatsächlich 100% der Tageseinnahmen, fließen an ein lokales gemeinnütziges Projekt. Die erste Spende geht an die Nürnberger Tafeln. Die bekommen zwar viel Unterstützung in Form von Lebensmitteln bzw. Sachspenden, haben aber immer auch hohe laufende Kosten und monetäre Ausgaben. Die nächsten Projekte sind bereits eingecheckt und werden dann immer ganz transparent auf der jeweiligen Tageskarte, auf Flyern und Plakaten vorgestellt. Als großartige Unterstützer dabei: Die Mitarbeiter und Lieferanten der Kuhmuhne! Die Mitarbeiter haben sich bereit erklärt, am Charity Dienstag gratis zu arbeiten und die Bäckerei Hildes Backwut, die Metzgerei Dürsch, der Obst- und Gemüsehandel Ziegler und die Metros Eibach und Buch spenden alle Lebensmittel. Darum auch von curt vollster Support an dieser Stelle! BurgerBar Kuhmuhne. Weintraubengasse 2, Nbg. kuhmuhne-nuernberg.de

Am 10. April, zwei Jahre nach der Rückkehr von seinen kulinarischen Lehr- und Wanderjahren durch den gastronomischen Sternehimmel, eröffnet Juniorchef Valentin Rottner zusammen mit Sous Chef Andreas Kröckel sein Gourmetrestaurant Waidwerk im Hotel Rottner. Bevor der ambitionierte Koch und Jäger in seine fränkische Heimat zurückgekehrte, um an der Seite von Vater Stefan Rottner im Gasthaus Rottner zu kochen, hatte er eine Ausbildung bei Sternekoch Alexander Herrmann in Wirsberg absolviert und danach umfangreiche kulinarische Erfahrungen bei 2-Sterne-Koch Johannes King auf Sylt oder im 2-Sterne-Gourmetrestaurant Lerbach unter Küchenchef Nils Henkel gesammelt. Die Menükomposition sind puristisch, dafür um so geschmacksintensiver. Ganz dem Rottner-Credo kommen regionale und möglichst saisonale Produkte zum Einsatz. Als ambitionierter Jäger legt Valentin Rottner Wert auf sorgsamen Umgang mit der Natur und Nachhaltigkeit. Gerade auch deswegen weiß man im Waidwerk auch vegetarische Gerichte zu schätzen. Neben aller Tradition soll die Küche aber auch klar internationale Impulse und Einflüsse aus den lehrreichen Wanderjahren tragen. Die Ausstattung und das Interieur im Waidwerk ist neu, modern und zeitgemäß. Davon

unberührt sind die bestehenden Gaststuben im Traditionsgasthaus Rottner, in denen Stefan Rottner unverändert seine hochwertige Geschmacksküche mit einer starken regionalen und saisonalen Ausrichtung auf den Tisch bringt. WAIDWERK. Winterstr. 15-17, Nbg. Geöffnet: Di-Sa 18-00 Uhr. rottner-hotel.de

Low CARB beim Dampfnudel-Bäck Die Dampfnudel: eine köstlich süße Mehlspeise, aber leider auch Low Performer in Punkto Low Carb. Dampfnudel-Bäck Tobias Teichmann schafft es dennoch wieder im April unter dem Motto „Fit in den Frühling“ jeden Tag ein Low-Carb-Gericht für die schlanke Binkini- und Badehosen-Figur auf den Tisch zu zaubern. Beispielsweise Entrecôte mit Avocado und geschmortem Fenchel. Wenig überraschend, denn der Name ist ein Überbleibsel des ersten Café DampfnudelBäck in der Bergstraße. Seit dem Umzug vor 25 Jahren nach St. Johannis ist das Café ein gastronomischer Vollsortierer vom Frühstück bis zum Abendessen. Noch mehr Proteine und Spare-Ribs satt gibt es am Freitag, den 13. April, für schlanke 13,90 Euro p.P. (All You Can Eat – bitte reservieren). Dazu und auch den ganzen April strömt Reh Bräu Dunkel aus dem Ellertal, Stauder Pils vom Fass und Stiftungsbräu Bockbier zur Starkbierzeit aus


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GASTRO, dies und das

dem Zapfhahn. Ab sofort lässt es sich bei schönem Wetter auch wieder sehr gut auf der Sonnenterrasse aushalten. Geöffnet: Mo-Fr ab 8:30 Uhr, Sa/So ab 9:30 Uhr. Warme Küche durchgehend bis 23 Uhr. CAFé Dampfnudelbäck. Johannisstr. 34, Nbg. dampfnudelbaeck.de

FAlcos Kulturerbe Der gebürtige Neapolitaner Francesco Falco hat gut Pizzabacken, denn vor Kurzem hat die UNESCO die „Kunst des neapolitanischen Pizzabäckers“ in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Seit einigen Monaten heizen der Seniore und sein neapolitanischer Pizzaiolo in Falcos neuem Pizzazimmer mit ihrem brandheißen PizzaOfen Teig und Belägen genauso kunstvoll ein. Nahezu 500 Grad neapolitanische Höllenglut bringt die Pizzen kurz und knusprig in Wallung, aber erst nachdem sich der Hefeteig vorher original neapolitanisch zwei, drei Tage ausruhen und entspannen durfte. Nach ein, zwei Minuten ist der höllische Spaß wieder vorbei und die Pizza aus dem Ofen. Näher am immateriellen Kulturerbe geht kaum. Wir haben schon mal in die Karte gespitzt und werden beim nächsten Besuch Salsiccia e rape sowie Bufala Bella weginhalieren! Falco Pizzazimmer. Wiesentalstr. 1, Nbg. Geöffnet: Mo-Fr 11:30-14 Uhr + 17:30-22 Uhr, Sa, So, Feiertage 17-22 Uhr. pizzazimmer.de

Schweinerns in der Auguste

Dipster Party is in da house!

Na, das ist mal eine ordentliche Schweinerei in der Auguste. Verantwortlich ist die Nürnberger Metzgerei Fruth, in der die Burgerbrater endlich den Metzger gefunden haben, der artgerecht gehaltenes und nur mit Kartoffeln gefüttertertes fränkisches Bio-Schwein für die neuen Pulled-Pork-Burger liefern kann. Ähnlich zerrupft sieht man seit neuestem auch das fränkische Bio-Freiland-Weiderind im Dinkel-Körnbun. Dazu passen die auf der Bio-Fach prämierten Chips. Aber es ist auch nicht alles Burger, was in der Auguste auf den Tisch kommt. Die gewissenhaften, nachhaltigen Burgerbrater können auch verdammt gut Salate, Grillteller, Sandwich, Eintopf und vieles mehr. Wer selbst mit guten Gewissen mal Hand anlegen will, kann sich jetzt bewerben, denn die Betreiber suchen Verstärkung in der Küche und im Service zur Aushilfe (40-50 Stunden pro Monat). Bei Interesse melden unter mitarbeit@premium-junkfood.de und ein Premium-Angebot von den Inhabern Boris Hagel und Tom Kretschmer einholen, denn auch hinter den Kulissen der Auguste arbeitet das PremiumOS, quasi das Bio-Zertifikat fürs faire Arbeitsklima und gerechte Bezahlung. Einfach mal auf die Website gehen und im Handbuch nachschlagen. AUGUSTE. Königsstraße 93, Nbg. AugustE SÜD. Augustenstraße 37, Nbg. premium-junkfood.de

Damit die guten Dosen ihres Food Startup Dipster noch besser an den Mann, die Frau, neben den Grill, in die Küche, auf den Tisch kommen, haben die Gründer Dominik Müller und Johannes Duus ihren Vertriebskanal erweitert. Angelegt an das bekannte Tupperware-Konzept, können Foodies und Genießer ab sofort an Dipster Partys teilnehmen – oder zuhause selbst organisieren. „Wir sind überzeugt davon, dass das Konzept nach Tupper-Vorbild funktioniert“, zeigt sich Dominik Müller überzeugt. „Schließlich gehört Genuss für viele Menschen inzwischen zu einem guten Lifestyle. Dipster Dips sind lecker, lässig und schnell zuzubereiten. Genau richtig für eine Party, den Aperitif oder den Fußball-Fernsehabend im Freundeskreis“. Interessenten können sich als Gastgeber auf der Dipster Internetseite registrieren. Dort finden die Genießer auch ein paar interessante Änderungen im überarbeiteten Online-Shop. Das Prinzip der sozialen Teilhabe bleibt natürlich erhalten: 1 Euro pro verkaufter Dipster-Dose wird an ein soziales Projekt gespendet. Da stehen wir drauf! DIPSTER. Rollnerstr. 110a, Nbg. dipster.de

Distillers Night Whisky-Freunde dürfen sich auch in den nächsten Monaten wieder die Distiller-Nächte um die Ohren hauen. Nach einer Führung


durch die Ayrer‘s Whiskydestille geht‘s ran an den Speck, respektive Brotzeit, und in der Hauptsache an fünf ausgewählte fränkische und internationale Whiskys. Eine moderierte Verkostung für Freunde der Whiskykultur und alle, die sich auch für die Geschichte und Herstellung interessieren. Termine: Mi, 18.04., 16.05., 13.06., je 19 Uhr, Teilnahmegebühr 25 Euro inkl. 5 Proben. Max. 22 Personen. Anmeldung: info@hausbrauerei-altstadthof.de Schmelztiegel / Hausbrauerei Altstadthof. Bergstraße. 19, Nbg. hausbrauerei-altstadthof.de

pizz

a na verala napoleta wiesentalstrasse 1 · 90419 nürnberg t: 0911- 37 85 95 29

L‘osteria Fürth Nach zweimal Nürnberg und einmal Erlangen öffnet am 6. April nun erstmals auch in Fürth eine L‘Osteria, im ehemaligen Commerzbank-Gebäude direkt neben der Neuen Mitte. Fast ist man geneigt zu fragen „Warum erst jetzt?“, denn immerhin gibt es das erste Nürnberger Lokal in der Pirckheimer Straße schon seit 1999. Was dabei nicht unbedingt jeder weiß: Die L‘Osteria ist originäres Nämbercher Madla, denn hier liegt die Keimzelle der Expansion von einer kleinen italienischen Osteria zu einer nationalen und internationalen Gatronomiekette. In Nürnberg steht auch die hauseigene Pastamanufaktur.

BrotZeit

www.dampfnudelbaeck.de


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GASTRO, dies und das

Wie sich die L‘Osteria in Fürth macht, steht in der nächsten Ausgabe des curt Magazins. L‘Osteria. Rudolf-Breitscheid-Str. 7, Fürth. losteria.de

Neu: gold thai imbiss Bom! Ben! Oi! Die Engl sind gelandet! – Wie in der letzten Ausgabe schon angedeutet, sind die Engl vom Gold Thai Imbiss aus der Hirschelgasse in die Innere Laufer Gasse geflogen und haben sich im ehemaligen Stockholm niedergelassen, das bekanntlich zum Jahresende den Betrieb eingestellt hatte. Mit mehr Platz und Restaurantfeeling ging es bereits im März weiter. An der Speisenkarte haben die goldige Köchin Pariyai „Oi“ Engl und ihre Söhne Ben und Bom glücklicherweise nichts geändert, schließlich kommen Ois Rezepte schon seit vielen Jahren bestens an bei den Gästen. Die brauchten einfach nur mehr Platz. GOLD THAI IMBISS. Innere Laufer Gasse 21, Nbg. gold-thai-imbiss.de

ZU: Gulia und Dai Arrivederci Bella! Gulia, das kulinarische Nachtkindl mit italienischen Temperament, hat sich nach kurzem, quasi unbemerkten Gastspiel verabschiedet. Im Moment wird das italienische Einlieger-Restaurant in der Bahnhofstr. 11, wo auch die Diskothek Nachtkind zuhause ist, umgebaut. Mit neuem

Konzept und asiatischer Küche soll es weiter gehen. Das geht, denn auch Dai hat zu! Der Japaner und zweites Restaurant im Gebäude ist schon vor einiger Zeit nach Schoppershof davongerauscht. Jetzt im April will das DAI in der Heerwagenstr. 33 wieder eröffnen. Mehr Fluktuation geht kaum in ein und dem selben Objekt. Dann mal wieder: Viel Erfolg! Nachtkind/Gulia. Bahnhofstr. 11, Nbg.

Kulinarische Krimilesung Stadtführerin und Krimiautorin Monika Martin tischt im April ihren neusten Roman „Teichwächter“ auf. Charlotte Gerlach ermittelt in einem Mordfall im gastronomischen Umfeld am Dutzendteich. Schaurig, spannende Voraussetzung also für eine kulinarische Krimilesung im Gutmann am Dutzendteich, schließlich kennt sich die Autorin aus in Nürnberg und vermischt in ihren Romanen gerne Fakten und Fiktion. Zur Lesung serviert werden abgetrennte Schweineschulter, also Schäufele mit Kloß und Soß, Dessert und Folk-Musik von Artwood Connection. Auf Vorbestellung gibt es auch ein saisonales vegetarisches Gericht. Für Interessierte gibt es von 17 bis 18:30 Uhr mit der Autorin eine Führung zu den Originalschauplätzen am Dutzendteich und den Nummernweihern. Termin: So, 29.04., 19 Uhr. Karten 39,75 Euro. Gutmann am Dutzendteich. Bayernstr. 150, Nbg. gutmann-am-dutzendteich.de

Der neue Kulturwein Weißwein der Sorte Helios, einen Rosé Typ Blauer Zweigelt und einen roten Spätburgunder, alle vom Biowinzer Manfred Rothe aus Nordheim, und Etiketten gestaltet von der Nürnberger Künstlerin Lena Miller – so farbenfroh schmeckt und sieht der Nürnberger Kulturwein der 2018er Edition aus. K ellermeister Martin Kreuz stellt den Wein bei der traditionellen ersten offiziellen Weinverkostung vor. Kulturelle Unterstützung kommt von Pianist Heinrich Hartl und der Schauspielerin Michaela Domes, die Auszüge aus ihrem Programm „Und die Liebe höret nimmer auf“ vortragen, sowie Lina Miller, die mehrere ihrer Arbeiten ausstellen wird. Nach der ersten Vorstellung ist der Kulturwein wieder in allen ebl-Naturkost-Filialen zum Preis von je 6,95 Euro erhältlich. Doppelt gut: Ein Euro pro Flasche geht in die Förderung innovativer Projekte der Sozio- und Kinderkultur. Stark! Termin: Fr, 27.04., 19:30 Uhr. Eintritt 15 Euro (normal), 10,- (erm.), 5,- (Nbg.-Pass). Im Eintrittspreis sind drei Gläser Wein, Käsehäppchen und Brot enthalten. Anmeldung unter 0911-472945 erforderlich. Kulturladen Zeltnerschloss. Gleißhammerstr. 6, Nbg.


z-bau

Biergarten-Eröffnung am 05. Mai 2018 ab 14:00 Uhr Eintritt frei !

Allersberger Str. 162 · Nürnberg


54 Rummel, Rummel

auch Kultur, aber anders: das Frühlingsfest Das Nürnberger Volksfest, je nach Saison als Frühlings- oder Herbstfest bezeichnet, ist ein groSSer Erfolg und ein riesiger Publikumsmagnet und lockt jeweils circa 2 Millionen Gäste! Aber mal ehrlich: Wann warst Du das letzte Mal auf dem Volksfest? Eben. Wir könnten das ändern ... denn es kann echt gut sein!

foto: Cris Civitillo. Model: bembers. Fotomontage: M. Joppke.


curt hat sich der Kultur verschrieben, in all seinen Facetten. Von der Jugend- & Clubkultur bis zur Hochkultur – daher ist der curt-Leser ist nicht automatisch ein Volksfestgänger, eher im Gegenteil. Doch als Kind war wir quasi alle süchtig nach den vielen „Fressständen“, nach der Zuckerwatte und den Fahrgeschäften, nach den Schieß- und Losbuden. Irgendwann war der Zauber verflogen, Bar- und Nachtleben wurden interessanter, es folgte schließlich die etwas gediegenere Kultur oder das Sofa Surfing. Aber spätestens, wenn man Kids im relvanten Alter hat – so die Erfahrung auch in unserer Redaktion – wird der Rummel wieder zum Pflichtprogramm. Und ist dann überrascht, wen man vor Ort so alles trifft, wenn man einen Bekanntenkreis hat, der ebenfalls mit Nachwuchs gesegnet ist. Je öfter man in diese Parallelwelt aus buntem Treiben, Essensgerüchen, Tradition und neuester Technik eintaucht, desto mehr lernt man sie wieder lieben. Nirgends in der Stadt kann man so vielfältig schlemmen, wie hier. Foodtruck Round-ups sind nichts dagegen! Zur Verdauung geht´s dann wahlweise in die Achterbahn, aufs Riesenrad oder flanierend durch die Budenstraßen, Endstation Bierzelt. Wenn die Kids es zulassen, oder der nüchterne Partner. Der Schaustellerverband ist permanent darum bemüht, diese Erlebniswelt zu verbessern und noch familienfreundlicher und vergnüglicher zu gestalten. So gibt es Gadgets vom Volksfest-Taler bis zur Selfie-Station, aber auch organisierte Kindergeburtstagspartys oder Backstage-Führungen für interessierte Erwachsene – und noch viel mehr. Ein Highlight ist nicht nur das Abschlussfeuerwerk (am 15. April um 22:15 Uhr), sondern durchaus auch das große Traktortreffen (8. April) und der Tag, der immer einer Partnerstadt gewidmet ist. An diesem Tag läuft überall am Volksfest die selbe Musik, diesmal amerikanischer Herkunft, zu Nürnberg trifft Atlanta - Amerikanischer Abend, am 5. April, ab 18 Uhr. Hier steppt nicht nur die Dixie Band auf der Bühne, auch die Cheerleader der Nürnberg Rams wirbeln herum, und abends gibt es dann den Night Cruise mit amerikanischen Oldtimern. Wir selbst landen ganz sicher bei unserem Kumpel Kurti in der „Alten Bierhüttn“ und befeuchten unsere von diversen Fahrtwinden ausgetrockneten Kehlen mit Schanzenbräu und grooven amerikanisch zur Liveband mit der kessen Volksfestkönigin Carina. Vielleicht sehen wir uns genau dort!? Nürnberger Frühlingsfest 2018 31. März - 15. April 2018. Eintritt immer frei. www.volksfest-nuernberg.de

Der curt-Kids instawalk #2 @ frühlingsfest Da auch Kinder und Jugendliche längst die Plattform nutzen, organisieren curt und curt-Kids zusammen mit dem Museum für Kommunikation Nürnbergs 2. INSTAWalk für Kids! Geknipst wird an der Reitbahn und den Ställen, und sogar vom Riesenrad runter! Mitlaufen können maximal 15 Kids, die im Alter von 10 bis 14 Jahren sein und über eigene Handys verfügen sollten. Wenn die Kids keinen eigenen Instagram-Account haben, dann tut es auch der ihrer Eltern – die müssten sich einen anlegen, wenn sie noch keinen haben. Oder, besser: das Feld den Kids überlassen. Der ein- bis zweistündige Walk wird von kinderfreundlichen Instagram-Kennern geleitet, ist kostenlos und erklärt nicht nur, wie alles funktioniert, sondern wird auch außergewöhnliche Motive vor die Kinderlinsen bringen. curt-Kids instawalk #2 @ frühlingsfest. Termin: 14. April, 12 Uhr. Alle Infos dazu asap auf www.curt-kids.de oder auf www.curt.de/nbg + auf facebook.com/curt.nuernberg ... und dann gleich anmelden, es sind nur 15 Plätze!


56 CURT KIdS

Foto: werner liesenhoff

tipp: Pettersson & Findus Mächtig viel Theater im E-Werk am KinderKulturTag! Das Wittener Kinder- und Jugendtheater macht auf ihrer Tour Station im E-Werk und hat mit „Pettersson zeltet“ und „Findus zieht um“ gleich zwei Stücke mit Pettersson & Findus im Gepäck. In der ersten Vorstellung am Vormittag wollen Kater Findus und der alte Pettersson eigentlich einen Ausflug in die Berge machen. Findus möchte endlich mal zelten und Petterson seine selbsterfundene Flitzebogenwurfangel ausprobieren. Aber aus dem Zelten, Barscheangeln und Wandern wird nichts, denn auch die blöden Hühner wollen ausprobieren und wissen, wie das ist, in einem Zelt zu schlafen. Am Nachmittag zieht Findus um. Immer wenn Findus aufwacht, ist es für ihn einfach das Schönste, auf dem Bett zu hüpfen. Pettersson ist davon aber ziemlich genervt, denn um vier Uhr morgens möchte er eigentlich noch ein wenig weiterschlafen. Also entschließt sich Findus, ins Plumpsklo im Garten zu ziehen. Am Tag ist alles toll und schön, aber nachts ist es dort so allein viel unheimlicher, als Findus dachte. Bestimmt wartet draußen vor der Tür schon der Fuchs auf ihn. Vielleicht ist es im Haus bei Pettersson doch schöner? Termine: So, 08.04., 11 Uhr: „Pettersson zeltet“, 15 Uhr: „Pettersson und Findus: Findus zieht um“. Jeweils ca. 60 bis 75 Minunten, ohne Pause. Für Kinder ab 3 Jahren. E-WERK. Fuchsenwiese 1, Erlangen. e-werk.de. Das ganze Theater und KinderKulturTag - präsentiert von curt Kids. ACHTUNG: curt Kids vergibt Tickets auf curt-kids.de!

tipp: Frühjahrslust Das Beste am Ende der Osterferien ist die FrühjahrsLust, der Markt für Garten und Kleintiere auf dem Gut Wolfgangshof bei Anwanden. Denn während Mama, Papa, Oma und Opa über den Hof mit den über 180 AusstellerInnen flanieren, gibt es auf den gesamten Gelände unter dem Motto „Eltern haften nicht an ihren Kindern“ vor allem auch ziemlich viel Kinderspaß mit über 20 Aktionen für Kids: In der Kreativwerkstatt wird Glasschmuck herstellt und mit Naturmaterialien gebastelt, der nächste Piccasso bemalt Bohnenstangen, Pflanzkörbe und Pappschmetterlinge, Klein Robin Hood übt sich im Bogenschießen, Piraten fahren mit dem Floß und die grünen Däumlinge werkeln in der Kindergärtnerei inmitten von Blumen und Kräutern. Ein Highlight ist der Streichelzoo mit Schafen Ziegen, Hühner, Enten und Gänsen. Mit etwas Glück sieht man ein Küken schlüpfen und ganz sicher, wie der Schmied aufs heiße Eisen hämmert. Zwar nicht mit dem Floß, aber dafür mit der S4 ist Gut Wolfgangshof auch ganz bequem ohne Auto erreichbar. FrühjahrSLust. Am 7. und 8. April auf Gut Wolfsgangshof, Weitersdorfer Str. 22, Anwanden. Täglich von 10-18 Uhr. Eintritt 7 Euro, (4,- erm.), Kinder bis 14 Jahre Eintritt frei. fruehjahrslust.de


www.curt-kids.de 57 57 CURT KIdS

fü r a l l e e lt e r n u n d k i n d e r

Drachen-Werkstatt Die Geschichte vom Wawel-Drachen kennt in Krakau jedes Kind, schließlich trieb der Drache zu Zeiten des gutmütigen Fürsten Krak, dem legendären Gründer und Namensgeber der Stadt Krakau, sein Unwesen. Laut der Sage hat er in einer Höhle unter dem Wawelhügel gehaust und soll von dort eine Spur der Verwüstung in der Stadt und im Umland gelegt haben. Dabei hatte er etwas ganz Besonders zum Fressen gern. Selbst alle tapferen Ritter des Königs konnten ihn nicht besiegen und fielen dem feurigen Atem des fürchterlichen Drachens zum Opfer. Am Ende war es ein schlauer Schuster, der das Biest mit einer pfiffigen Idee überlistete … Was der Drache gerne fraß, welcher Trick dem Schuster einfiel und wie er dafür vom König belohnt wurde – das erfahren Kinder in diesem Workshop. Nach einem spannenden Besuch im Museum bauen und basteln die Kids zusammen mit einem Künstlerpaar beeindruckende Drachenfiguren. Pssst! Auf alle teilnehmenden Kinder wartet eine kleine Überraschung. DIE LEGENDE VOM KRAKAUER DRACHEN. Am Sonntag, 22. April, im Germanischen Nationalmuseum, Kartäusergasse 1, Nbg. Von 10:30 bis 12 Uhr. Kinder von 5-9 kosten 3 Euro pro Kind, zzgl. Museumseintritt. In Kooperation mit dem Kraukauer Haus. krakauer-haus.de


58 Lachhaft und so

Johnny Armstrong. Foto: PR

Eva Eiselt. Foto: Sandra Stein

La Le Lu. Foto: PR

abdelkarim. Foto: Guido Schrรถder

Nektarios Vlachopoulos. Foto: Marvin Ruppert


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Kabarett, Comedy & Co. Was sich wieder an Hochgeistigem, Scharfsinnigem und Künstlerischem tut, das erfahrt ihr genau hier, denn Tommy, unser schreiberling von curt für Kabarett & Comedy, ist ein kritisches Trüffelschwein. Viel SPaSS beim Schenkelklopfen!

Eva Eiselt: Vielleicht wird alles vielleichter Freitag, 06.04. // Burgtheater Die studierte Germanistin Eva Eiselt absolvierte eine Schauspielausbildung an der Athanor Akademie in Burghausen. Von 2005 bis 2008 bildete sie zusammen mit der wunderbaren Christine Prayon das Kabarettduo Top Sigrid. Thematisch spielt sie sich an der gesellschaftspolitischen Komplexität dieser Tage ab. Fragen nach dem, was wir suchen und ob wir genau das dann brauchen, haben ja fast schon einen philosophischen Mehrwert. Auf der Bühne schlüpft sie in verschiedene Rollen und nicht nur das macht ihren Vortrag mehr als unterhaltsam und äußerst sehenswert.

Nektarios Vlachopoulos: Niemand weiSS, wie man mich schreibt Donnerstag, 12.04. // Burgtheater Recht hat er. Der Nachname ist eine Zumutung aus Vokalen und mit dem Vornamen hat der Kollege mit Sicherheit ein einigermaßen leichtes Spiel bei den Damen oder Herren. Wie bei ganz vielen kabarettierenden Kleinkünstlern dieser Tage, kommt auch Herr Vlachopoulos vom Poerty Slam. Dort hat er in den vergangenen Jahren so ziemlich alles gewonnen, was der

Wettbewerbsmarkt so hergibt. Seine Sprache ist dementsprechend ansprechend, gleiches gilt übrigens auch für sein Äußeres. Aber auch inhaltlich weiß er durchaus zu überzeugen. Wer sich schon mal im Vorfeld einen Eindruck gönnen will, sollte sich den YouTube-Mitschnitt seines vorgetragenen Witzes „Treffen sich ein Deutscher, ein Amerikaner...“ anschauen. Ein guter Mann, der Mann.

Johnny Armstrong: Gnadenlos Freitag, 13.04. // Gutmann Comedy und Kabarett sind höchst diffizile Unterhaltungsformen, bei denen die Sprache, deren lokale Unterschiede in Bedeutung und Dialekt, eine zentrale Rolle spielen. Will sagen, dass man jetzt nicht den Google Übersetzer anwerfen und das Programm einfach durchlaufen lassen kann, um dies dann z.B. in England 1:1 vorzutragen. Die Leute werden ziemlich sicher nicht lachen. Genau das passiert jetzt aber andersrum. Johnny Armstrong haut uns seinen britischen Humor, durchaus stark geprägt von Monty Python, um die Ohren, und es funktioniert gar wunderbar. Die Pointen-Dichte ist hoch und eine große Portion Selbstironie schadet selten. Als mittlerweile Wahl-Berliner hat er bestimmt auch einen dezidierten Blick auf die deutsche Seele. Das wird was.


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Abdelkarim: Staatsfreund Nr.1 Mittwoch, 18.04. // Burgtheater Wer schon mal in Duisburg war, weiß um die Dringlichkeit einer humorvollen Lebenseinstellung. Abdelkarim, bekannt aus Funk und Fernsehen, nennt sich selbst den „Marokkaner Deines Vertrauens“. Wer jetzt aber mit Comedy der Bauart Kaya Yanar rechnet, wird wohl enttäuscht sein. Klar, mit den typischen Klischees wird auch hier hantiert, allerdings auf eine weitaus subtilere und klügere Art. Ottfried Fischer nannte ihn in einer Laudatio einen politischen Unterhaltungskünstler. Besser kann man es kaum auf den Punkt bringen und genau dies ist die perfekte Mischung: Entertainment und Education.

HG Butzko: Menschliche Intelligenz oder wie blöd kann man sein? Donnerstag, 19.04. // Kulturfabrik Roth HG Butzko, seit Jahren im Kabarettzirkus unterwegs, kommt aus Wuppertal. Die westfälische Schnauze hat er auf jeden Fall. Inhaltlich beherrscht er sowohl die Klaviatur des politischen als auch des gesellschaftspolitischen Kabaretts. Themen wie die sozialen Netzwerke und der Abschaum, der sich in ihnen tummelt und leider auch formuliert, klingen jetzt 2018 auf Anhieb nicht allzu spannend. Aus Butzkos Schnauze allerdings messerscharf analysiert und vor allem kommentiert. Ein kluger Mid-Ager, der sich ob der derzeitigen Veränderungen und Verwerfungen mehrmals am Tag zwicken muss, weil er diese Themenvielfalt kaum glauben kann.

Oliver Tissot: insPiration Sonntag, 22.04. // Rote Bühne Oliver Tissot, selbsternannter Lachverständiger und Wortakrobat, ist eigentlich Österreicher, wird aber ob seiner Popularität allzu gerne von den Franken eingemeindet. Wenn er nicht gerade auf den Klein-

kunstbühnen der Republik unterwegs ist, gibt er Seminare zu den Themen Motivation und Kreativität. In seinen Programmen kommentiert er Tagesaktuelles mit seinem ihm eigenen Wortwitz, der auch mal flach sein kann, aber deshalb nicht minder unterhaltsam. Großes zu den großen Themen sollte man nicht erwarten, aber ein lustiger Abend springt auf jeden Fall raus.

LaLeLu: A Cappella-Comedy Dienstag, 24.04. // Stadttheater Fürth Ich werde jetzt mal in Stichpunkten die mir im Presseinfo gebotene Bescheidenheit zusammenfassen: Die Künstler sehen gut aus, können gut singen und sind wahnsinnig komisch. Sie bieten einen einzigartigen Mix aus Komik, Show, Parodie, Pop und Klassik. Ihre Spielfreude scheint unbändig, und sie überzeugen mit einer überdurchschnittlichen Bühnenpräsenz, die vor allem durch eine große Portion Charme wie auch einer Gesangskunst vom Allerfeinsten geprägt ist. Ich mag ja großspurige Ansagen, wenn dann am Ende auch geliefert wird. Denn man sollte niemals vergessen: Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebt man ohne ihr.

Comedy Mix Donnerstag, 03.05. // KultuKellerei Da der Comedy-Mix immer ganz am Anfang des Monats ist und die Typen, die den curt in eine druckreife Version verwandeln, meist zeittechnisch hinterherhinken, ziehe ich die Comedy-Mix-Ankündigung um einen Monat vor. Dies hat zum Problem, dass die Comedy-MixKollegen mit ihrem Programm noch nicht so weit sind. Nichts als Probleme also. Dennoch steht im Mai auf jeden Fall schon mal Tobi Schimon auf der Bühne und toll wird’s sowieso.


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wir

... suchen Dich zur Verstärkung unserer Assistenz!

Wir erwarten eine abgeschlossene Ausbildung zur/m zahnmedizinischen Fachangestellten/n und bieten nicht nur eine tolle Arbeitsatmosphäre, sondern auch spannende Aufgaben in allen Bereichen der Zahnheilkunde ... und einiges mehr! Bewirb Dich einfach per Mail an m.jahn@teucke-jansohn.de – wir freuen uns auf Dich!

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lesen lieben

die literaturkolumne: Erzähl mir was ... Homunculus Verlag lara sielmann im Gespräch mit dem Verleger und Autor Philip Krömer auf der Leipziger Buchmesse 2018 Seit 2015 steht der Indie-Verlag aus Erlangen für hochwertige Literatur und ausgefallene NonbookArtikel, getreu dem Motto: „Besonderes lesen!“ Für sein Engagement rund ums Lesen und die Literatur erhielt Homunculus 2016 den Kulturpreis der mittelfränkischen Wirtschaft. homunculus-verlag.de --Lara Sielmann, geboren und aufgewachsen in Berlin, arbeitet als Kulturschaffende und Journalistin in Nürnberg. Für curt schreibt sie seit Februar. Lara freut sich über themenbezogene Fragen, Anregungen und Tipps – einfach per E-Mail an lara@curt.de senden!

Foto: homunculus Verlag


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Hunderttausende Literatur- und BuchliebhaberInnen strömen Mitte März nach Leipzig, wenn aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und darüberhinaus Verlage, AutorenInnen, Presseinstitutionen uvm. auf der Leipziger Buchmesse zusammenkommen, wie zuletzt vom 15. bis zum 18.03.2018. Und das hat Tradition, lädt die Messe seit dem 17. Jahrhundert ein und stellt das literarische Frühjahrsprogramm vor (für den Herbst ist dann die Frankfurter Buchmesse zuständig). Auch außerhalb des Messegeländes finden Lesungen und ein erweitertes Literaturprogramm statt, wie die Lange Leipziger Lesenacht. Vom Selbstverlag zum Zeitungsmogul, etablierten deutschsprachigen sowie Indieverlagen, zur Literatur aus aller Welt und und und, die Buchmesse meint es ernst, und so kann man locker die vier Tage dort verbringen und immer noch was Neues entdecken (auch wenn ich davon abrate, die Luft ist nicht die allerbeste), wie den „Homunculus Verlag“* aus Erlangen. Seit 2015 verlegen Laura Jacobi, Sebastian Frenzel, Joseph F. E. Reinthaler und Philip Krömer (Gegenwarts-) Literatur und Nonbooks wie Literaturspiele – fest im Programm ist auch die Anthologie „Seitenstechen“. Unter wechselnden Motti schreiben sie diese jährlich aus und bekommen Texteinsendungen von bekannteren und unbekannteren AutorInnen. „Wir sind ein kleiner Verlag und können uns auch ausgefalleneren Projekten widmen“, erzählt Philip Krömer auf den knapp 4qm ihres Messestandes. Sie stehen direkt gegenüber der Leseinsel Junge Verlage, die fast rund um die Uhr zu Lesungen größerer und kleinerer Indieverlage wie dem Verbrecher oder eben dem Homunculus Verlag einlädt. Ein guter Ort, um sich einen Überblick über das aktuelle Programm der unabhängigen Szene zu verschaffen und Gesichter zu Namen kennenzulernen, die man sonst nur vom Buchdeckeln kennt.

turszene vor Ort und kamen zu dem Schluss, dass sich was ändern muss. „Es gab eigentlich nur das Poetenfest in Erlangen, und als größeren Veranstaltungsort das E-Werk, das dann aber eher zu Autoren wie Wladimir Kaminer einlädt, weniger zur Off-Literatur“. Der Ende 20-jährige Krömer ist auch selbst Autor, und gewann 2015 u.a. den TAZ-Publikumspreis des Open Mike, der wichtigste Literaturnachwuchswettberwerb in Deutschland. Mit dem Homunculus Verlag haben die jungen VerlegerInnen ein echtes Kulturgut geschaffen, gleicht die fränkische Literaturlandschaft sonst eher einem Brachland. Mit wenig Förderungen und keinem festen Büro arbeiten sie tagtäglich an ihrem Verlag, „Es ist natürlich wahnsinnig schade, wie wenig passiert, wobei man in Erlangen Geistes- und sogar Buchwissenschaften studieren kann. Aber die guten Leute, wie Autoren oder angehende Verleger, entscheiden sich eher dafür, nach München oder Berlin zu ziehen, wo es Töpfe für Literatur gibt und vor allem eine Szene. Wir haben ja nicht mal ein Literaturhaus oder anerkannte regionale Preise. Da muss eigentlich ein Gegenpol geschaffen werden, schließlich ist Literatur eine ganz wichtige Säule der Kultur. Wo wären wir denn ohne sie?“ Verlassen möchten sie Franken dennoch nicht, fühlen sie sich wohl in Erlangen und zumindest der überregionale Literaturbetrieb gibt ihnen Recht, haben sie es innerhalb kürzester Zeit geschafft, sich als Indieverlag mit Profil zu etablieren. Und das merkt man auch in Leipzig, wo sie verschiedene Lesungen veranstalten und Neuerscheinungen präsentieren. Ein guter Zeitpunkt also auch für die regionale Kulturlandschaft, das anzuerkennen und nachhaltig zu fördern, damit sich jene brache Landschafte in eine fruchtbare verwandeln kann, in der Literaturschaffende gerne leben und arbeiten, ohne dabei die großen Städte missen zu müssen – dafür sind ja die Messen da, die auch dem fachinternen Austausch dienen.

Im Germanistik-Studium in Erlangen haben sich die vier kennengelernt und irgendwann das Diskutieren angefangen über die Litera-

*lat. Homunculus: Die Bezeichnung stammt aus der Alchemie und bedeutet einen künstlich erschaffenen Menschen. In der Literatur finden sich Homunculi mannigfaltig, wie bei Goethes Faust Teil 2 oder als Frankensteins Monster bei Marry Shelley


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lesen lieben

Jonas Engelmann. Foto: wikipedia.org/wiki/Smalltown_Boy

Jonas Engelmann: Wurzellose Kosmopoliten

MAREN KAMES, Foto: Mathias Bothor

curt präsentiert

Donnerstag, 19.04. // Desi Jonas Engelmann erzählt von der osteuropäisch-jüdischen Kultur vor der Shoah, den fliegenden Luftmenschen bei Bruno Schulz oder Franz Kafka, den kabbalistischen Golems und den jüdischen Gangstern Isaak Babels. Die Geister der jüdischen Kulturgeschichte spuken durch die Kunst, in ihren Verwandlungen erscheint möglich, was in der Realität meist eine Utopie bleibt: die Mechanismen der Ausgrenzung und des Antisemitismus ins Leere laufen zu lassen, vor ihnen davon zu schweben und zum Luftmenschen zu werden.

Maren Kames: halb taube halb pfau

Katharina Hausladen: Gemischtes Doppel

Dienstag, 03.04. // Z-BAU – Ersatztermin für Januar Die Autorin Maren Kames entwirft in ihrem Debüt „halb taube halb pfau“ eine Landschaft, die erst erkundet wird, deren Grenzen erst gesucht werden müssen. Ein Ich tastet sich voran, macht aus dem Unwägbaren etwas sichtbar, fühlbar, indem es Dinge mit Worten benennt, die die Leere behutsam füllen. Doch die Unsicherheit bleibt, wie Schollen tauchen Texte auf und wieder ab, überlappen sich und brechen wieder auseinander, verzerren das Bild oder lassen es wieder verschwinden, um mit der Stille das Nichts zu umreißen. Der stark durchgearbeitete Text bewegt sich an der Schwelle zwischen Lyrik und Prosa und arbeitet an verschiedenen Stellen mit Sound.

Montag, 30.04. // Zentralcafé Wenn heute PopmusikerInnen wie Shabbaz Palaces die Diskriminierung von people of color anklagen oder wie Inga Copeland die normative Selbstoptimierung des Neoliberalismus ad absurdum führen, kann dies ganz im Sinne einer Aktualisierung popmusikalischer Repräsentationskritik gelesen werden. Worin aber unterscheidet sich diese vom repräsentationskritischen Ruf der Neuen Rechten und wie verhält sich der gesellschaftliche Impact einer sozialen Bewegung wie #MeToo zur Norm der Stimmabgabe in Social Media? Die Kulturwissenschaftlerin Katharina Hausladen geht diesen Fragen in ihrem Vortrag nach. In der Vortragsreihe „Popgesellschaft“.


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buchtipp von sabine janssen

Marie Benedict: Frau Einstein literatur-tipp von Sabine JANSSEN. Können Sie die Relativitätstheorie von Herrn Einstein mit Ihren Worten erklären? Das könnte sich nach dieser Lektüre etwas ändern … Kiepenheuer & Witsch. Gebunden. 368 Seiten. EUR 20,-. ISBN 978-3-462-04981-7

Da war ich jahrzehntelang von der einzigartigen Genialität Albert Einsteins überzeugt – auch und grade weil ich die Relativitätstheorie nie wirklich so verstanden habe, dass ich sie hätte erklären können. Und dann habe ich Mileva Maric kennen gelernt, die erste Frau von Albert Einstein. Die Autorin Marie Benedict hatte ihrem Sohn bei einem Referat über Albert Einstein geholfen, dabei zum ersten Mal von dessen erster Ehefrau erfahren und sich daraufhin auf Spurensuche begeben. Mileva war eine hochintelligente serbische Physik- und Mathematikstudentin, eine der ersten Frauen überhaupt, die in Zürich studieren konnten. Dort hat sie Albert Einstein als Kommilitonen kennengelernt. Er sah sie zunächst als Wissenschaftlerin, hat geradezu kongenial mit

ihr zusammengearbeitet und – dann hat er sich in sie verliebt. Hartnäckig hat er um die zurückhaltende, vielfach gekränkte Wissenschaftlerin geworben, und es hat lange gedauert, bis sie sich auf die Liebe zu ihm und eine Beziehung einließ. Ihre Bedingung, auch als Frau Einstein als Wissenschaftlerin zu leben, zu arbeiten und zu forschen, hatte er als selbstverständlich bezeichnet. Nun, ihr Leben ist anders verlaufen – wie so häufig in dieser Zeit. Wie Milena sich an den genialen Denker verlor, ihre eigenen Interessen aufgab und doch zu ihrer eigenen Stärke zurückfand, das ist eine bewegende Geschichte. Es ist ein Roman, der auf einem echten Leben beruht und ich lege ihn Ihnen ausdrücklich ans Herz!

Sabine Janssen lebt fast schon immer in Nürnberg. Über 20 Jahre beriet die Buchhändlerin Unternehmen, seit 2015 leitet sie das Thalia-Buchhaus CAMPE in Nürnberg ... und seit Ende 2017 schreibt sie Buchtipps für curt.


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claudis kino-selektion

1000 Arten Regen zu beschreiben


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KINO: Viele Versprechen Ist das wieder wechselhaft: gute Filme, schlechte Filme. Viel Inhalt, langweilige Verpackung, auSSen toll und innen hohl. Ein Monat wie ein beginnender Frühling voller Versprechen, die man nicht alle halten kann.

Transit

1000 Arten Regen zu beschreiben

Ab 05.04. // Metropolis Er hätte im Februar was bekommen müssen. Doch leider ignorierte die Berlinale unter Vorsitz von Tom Tykwer, dass der interessanteste Schauspieler aus Deutschland kommt. Franz Rogowski, der uns schon bei „Love Steaks“ vor fünf Jahren gefiel, hat vor meinem geistigen Auge schon den silbernen Bären in die Luft gereckt und gelispelt, dass er sich bedankt bei seiner Mama, einer Hebamme, und seinem Vater, einem Kinderarzt. Diese Mischung hat der gut Dreißigjährige weggesteckt und ist einer der wenigen Autodidakten der Kinolandschaft geworden. In jedem seiner Filme (der letzte war „LUX – Krieger des Lichts“) denke ich wieder, dass er das Lispeln spielt, weil es sich immer anders anhört. Aber langsam sollte ich einsehen: Es ist echt. Angeboren. Gehört zu ihm – und passt wieder bei TRANSIT, dem ersten Film, bei dem er irgendwie ein Held ist. Kein Freak, auch wenn er die gut kann. Diesmal spielt er unter der Regie von Christian Petzold einen deutschen Flüchtling in Frankreich, der auf seine Ausreise in das mexikanische Exil wartet. Aus Warten kann man was machen, wenn man den Ort mit Sonne flutet, die Nebendarsteller zu großen Protagonisten erhebt (Barbara Auer und Godehard Giese) und ein unfassbar wendiges Drehbuch hat. Gut, müde sollte man nicht sein, sonst dämmert man ob des langsamen Erzähltempos vielleicht weg. Auch wenn TRANSIT in die Nazizeit gehört, gibt es keinen Geschichtsunterricht, sondern eine wunderschöne, zeitlose Geschichte mit verdammt vielen Parallelen zum Hier und Jetzt.

Ab 05.04. // Casablanca Eine besondere Wucht ist diese Familiengeschichte und schon zu Beginn auf neue Art spannend. Denn der Schatten unter der Tür ist das Einzige, was wir von Mike, gerade 18 geworden, zu sehen bekommen. Er hat sich ein- und seine Familie ausgesperrt. Die WarumFrage versuchen die Eltern (Bibiana Beglau und Bjarne Mädel) zu klären und vergessen wie so oft in solchen Fällen das andere Kind. Mike hat eine jüngere Schwester, die auch ein wenig Aufmerksamkeit bräuchte. Doch zwischen Fordern und Flehen ist kein Raum mehr für andere Menschen. Mike muss da raus und bis es so weit ist, wird diese Kapriole vertuscht. Kann man einen ganzen Film über eine verschlossene Tür machen? Kann man, und dieser ist sehr gut. Eigentlich bleibt in dieser Erzählung alles unveränderlich traurig, aber uneigentlich überzeugen hier die Schauspieler, denn durch sie findet die junge Regisseurin die passenden Bilder für ihren nachdenklichen Film. Und dann gibt es noch den Regen und was der alles kann. Das müsst Ihr Euch aber selbst anschauen.

Steig.Nicht.Aus Ab 12.04. // Cinecitta Mit „Antikörper“ hat Christian Alvart eine Handschrift gezeigt. Das war ein deutscher Thriller, kein Krimi. Ich bin dann jemand, der einem Regisseur sein Werk nachträgt. Der Alvart, der kann was – auch wenn es zwölf Jahre her ist. Jetzt steht wieder Wotan Wilke Möhring für den


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claudis kino-selektion

Steig.nicht.aus

Regisseur vor der Kamera und darf nicht aussteigen aus seinem SUV, in dem er und seine beiden Kinder sitzen. Und eine Bombe! Wir lernen über den Immobilien-Wotan, dass sein Berufsethos noch skrupelfreier ist als in „Soulkitchen“ und seine Ehe mit Christiane Paul, die längst einen Anderen hat, zerrüttet. Alvart schrieb das Drehbuch selbst und will eine Materialschlacht. Motto: Kuckt mal, wo wir überall gedreht haben in Berlin. Ja, ganz toll. Muss es auch sein bei dem Inhalt. Wenn einer aussteigt, dann Bumm. Das sag nicht ich, das sagt der Erpresser, der immer wieder bei seinem Opfer Wotan anruft. Mal darf der nicht auflegen, dann kann er doch was heimlich drehen. Da wird wahllos geflennt und eiskalt verhandelt. Wie verkopft ist bitte die Überschreibung des Geldes für den Erpresser? Bei Punkt 25 auf der Minusliste kommt Hannah Herzsprung als Sprengstoffflüsterin und säuselt den Film ins nasse Klischeegrab. Wie man aus den Zutaten Auto und Telefon Kinounterhaltung macht, zeigt „No Turning Back“. Wenn man einen filmischen Beitrag über die „Arschlöcher, die sich die Stadt und das Geld aufteilen“ liefert, sind symmetrische Aufnahmen aus der Vogelperspektive zu wenig.

Layla M

layla m

Ab 12.04. // Filmhaus Layla ist Linienrichterin und geht keinem Zoff aus dem Weg. Die 18-Jährige wächst in Amsterdam auf, hat ziemlich nette Eltern und einen noch viel lieberen Bruder. Sie schlägt ein bisschen aus der Art. Zwar ist Layla schlau, aber sie hat auch keine Lust mehr, ihre marokkanische Herkunft und den Islam unter den Teppich zu kehren, Anpassung ist nicht ihre Welt. Im Gegenteil, sie provoziert gern, was auch im liberalen Holland zu Schwierigkeiten führt. Anfangs zeigt der Film das Gute am Jungsein, die fehlende Kompromissbereitschaft. Laylas Wut und Entschlossenheit sind greifbar. Doch es wird schnell ganz schön radikal. Das liberale Zuhause interessiert sie nicht mehr. Brutal und gewalttätige, schwere Kost.


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Zeit für Utopien Ab 19.04. // Casablanca Wenn wir unsere Welt anschauen, gibt es zwei Meinungen. Die einen wissen, nur wer mitspielt kann gewinnen, die anderen sagen: Es geht auch anders. Letztere bekommen immer häufiger eine Stimme im Kino. Leider sind diese Dokus von einem besseren Leben manchmal ein bisschen langweilig und da macht diese, filmisch gesehen, keine Ausnahme. Raus aus dem Privatsender, rein in den Ziegenhof, das kennen wir inzwischen. Der Bauer lacht, der Bauer weint, Kapitalismus wird erklärt und wie Gier Wohlstand kaputt macht. Solange Geld unsere einzige Währung ist, geht es steil bergab. Doch Filme wie diese wollen Hoffnung machen, setzen auf Begriffe wie Fair und Solidarität, allerdings ziemlich viel im Ausland. Am 15.04. kommt zur Preview der Regisseur ins Casablanca, das wird bestimmt interessant.

Maybe Baby Ab 26.04. // Cinecitta Wenn ein Paar nicht genau weiß, ob ein Kind die Lösung oder nur ein schlechter Kittversuch ist, dann kann man diesen Film MAYBE BABY nennen, muss aber nicht sein. Die Beziehungskomödie hat das gleiche Problem wie STEIG.NICHT.AUS im Actionbereich. Die Idee ist gut, die Umsetzung nur in Teilen. Marie und Sascha sprechen sich gerne mit "Huschhusch" an, dazu gibt es Sex zum Abgewöhnen und lauter Freunde, die es bereits vorgemacht haben, mit dem Nachwuchs. Sie selbst haben in ihrer Langzeitbeziehung nur Entfremdung plus Nebenrausgehen hingekriegt, sie mit dem horny Vollpfosten Lukas, er mit einer älteren Frau, die mehr seinem Naturell entspricht. An der Stelle kann man sich auch fragen, wozu die ein Kind wollen. Jedenfalls treffen sie sich – bitte nicht! – in einer Berghütte, jeder mit seinem Gspusi und der Lift fällt aus, klar. So bleibt uns das Überkreuzkennenlernen nicht erspart.

Zeit für Utopien

Maybe baby


70 Kino

Mark Hamill, Carrie Fisher, Harrsion ford, © 20th Century Fox

Justyna Wasilewska in Serce miłosci / Herz der Liebe

In Concert STAR WARS

13. Polnische Filmwoche

Auch wenn „Krieg der Sterne“ mittlerweile als Episode IV unter dem Titel „Eine neue Hoffnung“ in die Star-Wars-Saga einsortiert wird, bleibt der Klassiker aus dem Jahr 1977 stets die Nummer eins und Wegbereiter für nachfolgende Science-Fiction-Filme. Mit seinen bis dato nicht gekannten Spezialeffekten hat George Lucas die Filmlandschaft Hollywoods revolutioniert und eine Ikone der amerikanischen Kultur erschaffen. Am Kassenhäuschen bis heute einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, heimste auch John Williams für seine Filmmusik zahlreiche Oscars, Golden Globes und Grammys ein. Unter der Leitung von Ludwig Wicki bringen die Münchner Symphoniker in der Meistersingerhalle seine Musik zur Aufführung, während gleichzeitig der komplette Film auf einer Großbildleinwand zu sehen ist. Ein absolutes Highlight für alle Musikfreunde und Fans sowieso.

Die Polnische Filmwoche rollt im April wieder an und mit ihr sieben neue Filme und ein Rahmenprogramm, das bis in den Mai reicht. Ein Highlight ist der Film „Serce miłosci/Herz der Liebe“ mit der von Kritikern hochgelobten Nachwuchsschauspielerin Justyna Wasilewsk. Das Liebesdrama um ein Künstlerpaar und deren komplizierte Beziehung gilt als hochemotionales Meisterwerk und Herausforderung. Ebenfalls großartig sind der mit den Silbernen Bären ausgezeichnete Film „Gesicht“ oder „Stille Nacht“, der Sieger beim Polnischen Filmfestival in Gdynia 2017. Die Schauspielerin Jowita Budnik ist der Einladung des federführenden Kulturzentrums im Krakauer Haus gefolgt und am 21. April im Cinecitta zu Gast beim Publikumsgespräch nach dem Film „Der Turm. Heller Tag“. Beim großen Finale am 19. Mai im Nürnberger Staatstheater wird die Gruppe Pink Freud feinsten Jazz, durchzogen mit Rock, Punk, Drum&Bass und Elektro kredenzen.

Star Wars in concert - Eine neue Hoffnung Do, 12. April und Fr, 13. April in der Meistersingerhalle, Münchner Str. 21, Nbg. Jeweils 19:30 Uhr. Tickets 48 bis 89 Euro. nuernbergmusik.de Achtung: curt vergibt Tickets auf www.curt.de

13. Polnische FilmWoche Vom 19. bis 25. April im Cinecitta und mehreren Orten in Nürnberg. Programm und aktuelle Infos: polnische-filmwoche.de


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PRÄSENTIERT VON

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IGTE VERGÜNST TICKETS

GLIEDER! FÜR DAV-MIT

30.04. NÜRNBERG

Isabelle Huppert in Elle, Foto: MFA_Filmagentinnen

Meistersingerhalle Nürnberg | 20:00 Uhr

Werkschau ISABELLE HUBERT

Werkschau Isabelle Huppert Vom 22. März bis 29. April im Filmhaus Nürnberg, Königstr. 93, Nbg.

Online-Tickets und alle Infos unter

WWW.BANFF-TOUR.DE P SE PRE SENTED BY

Kai Lenny, Foto: Marco Arguello

Isabelle Huppert, am 16. März 1953 in Paris geboren, ist eine Ausnahmeerscheinung unter den zeitgenössischen Schauspielerinnen. Rast- und ruhelos hat sie seit 1972 in rund 140 Filmen mitgewirkt. Dabei ist die „Schauspielerin mit den unbegrenzten Möglichkeiten“ (Susan Sonntag) vor allem bei der Wahl ihrer Rollen immer besonders mutig, egal ob im Theater oder Film. Huppert besetzt die extremen, tiefgründigen Charaktere für Michael Haneke, Paul Verhoeven, Bob Wilson oder dem bereits verstorbenen Claude Chabrol. Das Filmhaus Nürnberg zeigt in einer 17 Filme umfassenden Werkschau dieses breite Spektrum und die vielfältigen Facetten der „Unnahbaren“. Noch bis 29. April präsentiert das Filmhaus ältere Werke wie „Biester“ (1995, Chabrol) oder „Die Klavierspielerin“ (2001, Haneke), genauso wie die aktuelleren Arbeiten „Louder than bombs“ (2015, Joachim Trier) oder „Elle“ (2016, Verhoeven), teilweise in raren 35 mm Kopien und überwiegend in Originalfassung mit Untertiteln.

Ticket Vorverkauf: VAUDE Store Nürnberg www.vaude-store.com | Tickets ab 12 €

ADVENTURE. ACTION. OCEAN LIFE.

NÜRNBERG BAYREUTH REGENSBURG AUGSBURG LANDSHUT ULM

20.03. | 13.04. | 07.05. 03.05. 14.04. ALLE INFOS UND 22.03. | 16.04. ONLINE-TICKETS UNTER: 17.04. WWW.OCEANFILMTOUR.COM 04.05. A

Production


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Dreamwalkers, Banff2018, © Chris Eyre

Dolphin Man, © Paul Verhoeven

BANFF Mountain Filmfestival

Int. OceanFilmTour

Seit 42 Jahren ist das kanadische Städtchen Banff und die dort verliehenen „Outdoor Oscars“ der Ausgangspunkt für das renommierteste Outdoorfilm-Festival der Welt. Auch in diesem Jahr schickt die Mountain Community wieder acht ausgewählte Filme mit spannenden Portraits und atemberaubenden Bildern auf große Welttournee. Der Engländer Ben Page kämpft sich bei Minus 30 Grad mit den Rad durch ein riesiges Wolfsgebiet zur Inuit-Siedlung Tuktoyaktuk. Mountainbiker Mike Hopkins radelt durch die Palmenhaine und Höhlen auf Hawaii, bevor es ihn ins frostige Kanada verschlägt. Etwas weiter nördlich in der Alaska Range ist Buschpilotin Leighan Falley unterwegs. Größere Absturzgefahr droht den Dreamwalkern, die in stürmischen Höhen zwischen den windumtosten Klippen auf den Färörer Inseln balanzieren. Immer hoch hinauf will auch die Kletterin Maureen Beck. Ihr Manko: Sie hat nur eine Hand!

Die Ocean Film Tour schwappt wieder übers Land und spült beeindruckende Filme auf die Leinwand. Alle, die Meer wollen, erleben ihr blaues Wunder in den Wellen beim Tauchgang mit Morgan Maassen und vor der Küste Mosambiks in einem der ältesten Korallenriffe der Erde. Ocean Rider Yvan Bourgan nimmt die ZuschauerInnen mit auf seinen 55.000 km langen Segel-Turn um die Welt. „Dolphin Man“ taucht ein ins bewegende Leben Jacques Mayols, der mit Delphinen schwamm und als erste Apnoetaucher die magische 100 Meter Grenze durchbrach. Multiboarder Kai Lenny zeigt Wassersport-Action auf allen sportlichen Brettern, die die Wasserwelt bedeuten, an den schönsten Spots der Erde. Die größte Welle des Abends reiten der Nürnberger Sebastian Steudtner, einer der weltbesten Surfer, und Kollegen in den gigantischer Monsterwellen vor der portugiesischen Atlantikküste.

BANFF Mountain Film Festival World tour Montag, 30. April, in der Meistersingerhalle, Münchner Str. 21, Nbg. 20 Uhr. Dauer ca. 2,5-3h. Ticket 13,50-15,50 Euro. banff-tour.de

Ocean Film tour Vol 5 Freitag, 13. April und Montag, 7. Mai, in der Meistersingerhalle, Münchner Str. 21, Nbg. Jeweils ab 20 Uhr. Dauer ca. 2,5-3h, Filme ca. 2h. Ticket 14,50-17,50 Euro. oceanfilmtour.com


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Vor der Morgenröte, Regie und Drehbuch Maria Schrader, Foto: EPD FILMS

Leyla Imret, Foto: Pr

unter Weiblicher Regie

abKurDistan Dil Leyla

Während die Rollenverteilung für Frauen vor der Kamera zumindest immer wieder mal beleuchtet wird, sieht es hinter der Kamera oft noch ziemlich dunkel aus. Im Rahmen der Casablanca-Akademie stellt Rainer Mesch im CasaLaden einige aktuelle deutsche Regisseurinnen wie Maria Schrader, Nicolette Krebitz, Valeska Grisebach und Maren Ade vor, die zwar mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet werden, aber noch nicht so sehr beim größeren Publikum angekommen sind, wie ihre Kolleginnen Margarete von Trotta, Doris Dörrie und Caroline Link in den vergangenen 40 Jahren. Im Anschluss wirft Dr. Siegfried König einen Blick nach Amerika, wo sich längst einige starke Frauen hinter der Kamera etabliert haben. Mit Kathryn Bigelow, Sofia Coppola und Kelly Reichardt werden drei Filmemacherinnen mit jeweils ganz eigenständigen Stil vorgestellt.

Fast ein Jahr, vom hoffnungsvollen Neuanfang bis zum unerwarteten Abbruch, begleitete Aslı Özarslan für ihren Dokumentarfilm „Dil Leyla“ die Deutsch-Kurdin Leyla Imret. Als diese fünf Jahre alt war, wurde ihr Vater, ein PKK-Aktivist, im Kampf mit dem türkischen Militär getötet. 20 Jahre nach ihrer Flucht nach Bremen kehrt Leyla in die vom Bürgerkrieg zerstörte Krisenregion und Kurdenhochburg zurück und wird in ihrem früheren Heimatort Cizre prompt zur jüngsten Bürgermeisterin in der Türkei gewählt. Doch statt Neuaufbau und türkischer Parlamentswahlen im Jahr 2015 kommt alles anders als gedacht. Während einer 79-tägigen Ausgangsperre werden durch Angriffe der türkischen Armee etwa 1200 Häuser zerstört und 179 Menschen getötet. Leyla wird von der türkischen Regierung abgesetzt und mehrmals verhaftet, bis sie schließlich wieder nach Deutschland flieht. Leyla Imret ist vor Ort in der Desi und steht im Anschluss zum Gespräch bereit.

Casa-Akademie: Frauen auf dem Regiestuhl Samstag, 7. April im Kino Casablanca, Brosamerstr. 12, Nbg. Von 13-16 Uhr, Ticket 10 Euro (7,- erm.). Anmeldung unter akademie@ casablanca-nuernberg.de erwünscht. casablanca-nuernberg.de

Dil LEYLA Am Sonntag, 29. April im Stadtteilzentrum Desi, Brückenstr. 23, Nbg. Beginn 13 Uhr, Eintritt gegen Spende. Mit Buffet. desi-nbg.de


74 der kulturkommentar

„immer noch sturm“ von peter handke. Foto:marion Buehrle

„Götterdämmerung“ von Richard Wagner. Foto:Ludwig Olah


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Theater. VERSUCH EINES DURCH - UND ÜBERBLICKS VON DIETER STOLL

SIEGFRIEDS SOFA ZWISCHEN STURM UND GEMETZEL Zwei Hitparaden-Behauptungen zum Ende einer Ära in den Häusern des Staatstheaters Nürnberg. Die offiziellen letzten warmen Worte schwimmen vorerst noch im Erhitzungssud der Buchstabensuppe, aber es abschiedet nun doch schon hochgradig am Richard-Wagner-Platz. Zwar weiß mancher flüchtige Beobachter, sofern er der hälftigen Nürnberger TheaterInsel im Gegenlicht der Bundesanstalt für Arbeit nur eingeschränkte Aufmerksamkeit schenkt, wohl immer noch nicht genau, wer sich da eigentlich wovon verabschiedet. Ganz zu schweigen vom Warum! Wie war‘s doch gleich: Einer geht nach 18 Jahren (Direktor Klaus Kusenberg, Schauspielhaus), einer nach 10 Spielzeiten (Intendant Peter Theiler, Staatstheater/Opernhaus), der dritte Mann bringt es nur auf acht Jahre (Generalmusikdirektor Marcus Bosch, Staatsphilharmonie), der vierte geht gar nicht und feiert dennoch am Rande mit, alternativfaktisch seine höchstpersönliche „Dekade“ als Zwischenbescheid an die öffentliche Meinung (Direktor Goyo Montero, Ballett). „Ära wem Ära gebührt“, könnte man da in freier Wortbiegung elastisch zitieren. Muss allerdings nicht unbedingt sein, das Knüpfen von LaudatioGirlanden war in der finalen Spielplanung sowieso inbegriffen. Man könnte bei Bedarf sogar von einer Trennkost-Saison sprechen. Jetzt kommen die hausgemachten Bilanzen wie Geisterboten raumgreifend um die Ecke geschwebt, im Stützkorsett einiger anfechtbarer Erfolgsbehauptungen manchmal auch gewackelt, die Deutungshoheit übers Ereignis jedoch fest im Visier. Das geht bis Juli munter so weiter. Abschied ist nicht bloß „ein scharfes Schwert“, wie es uns ein Dichter namens Roger Whittaker so eindringlich warnend sagt, sondern manchmal eben auch ein Kaugummi. Da können sich die Schnitte ganz schön hinziehen.

Seit Ende März steht zur Basissicherung des dekorativ gehäufelten Nachruhms ein extra im Auftrag der Stiftung Staatstheater gedrehter, ausführlicher Doku-Film von Matthias Schmidt und Jim Günther mit dem sanft irritierenden Titel „… und gleichzeitig der Olymp“ (gemeint ist der Blick zum angestaubten, aber dennoch prächtig bleibenden Kronleuchter im Himmel über dem Opernparkett) als DVD und auf der Website des Staatstheaters zum gratis Runterladen für jedermann bereit. Eine grundsympathische, technisch bestens gelungene PR-Produktion für den Nostalgie-Hausgebrauch, die beim archivgesteuerten Schnipsel-Collagieren von Szenen und nett arrangierten Wohlwollensinterviews zur Absicherung der alsbald „guten alten“ Zeiten immerhin denkbare kritische Fragen vollständig ausklammert und die begeisterten Zeitzeugen zuvorkommend entlang am Rand der qualifizierten Dampfplauderei zur allgemeinen Jubel-Ankerstelle geleitet. Übrigens dabei auch die überraschend dominante Rolle von portioniertem Filterkaffee bei einer Dauerbenefizveranstaltung namens „Damentee“ im Glucksaal/Foyer rückhaltlos aufklärt, und sich insgesamt unendlich viel mehr für 10 Jahre Musiktheater als für 18 Jahre Schauspiel interessiert. Ob das einem Herzenswunsch des Auftraggebers entspricht oder doch das Epizentrum der kulturbeflissenen Stadtgesellschaft exakt nachbildet, wer weiß das schon! Bei so viel offiziöser Selbstbestätigungsautomatik, die sich der berüchtigten fränkischen Skepsis-Mentalität elegant entzieht, muss man keineswegs den Spielverderber geben, darf jedoch mit subjektiver Meinungsfreude das flächig gekräuselte Lob denn doch ein wenig im Sinne der Meinungsvielfalt positiv aufwühlen. Deshalb – nein, von


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den Flops reden wir hier lieber gar nicht! – die zwei folgenden, garantiert handgebastelten 18+10-Hitparaden als spielerischer Beitrag zur Entwölkung der tirilierenden Bilanzpauschalen. Nicht nach Besucherquote per Kassensturz (da gewinnt sowieso in allen Häusern bei jeder Intendanz das Entertainment, also immer „My fair Lady“ gegen „Wozzeck“), sondern nach dem, was die Ensemblekunstwerker aus Individualisten und Kollektiven in Aktion und Reaktion an Erinnerungen ohne Verfallsdatum zustande brachten. Bewertet aus dem Blickwinkel des (nicht nur, aber auch berufsmäßigen) Dauerbesuchers in allen Häusern dieses unseres Staatstheaters. Jeder möge seine eigene Erinnerung selbstbewusst dagegen stellen.

DIE BESTEN AUS 18 JAHREN SCHAUSPIEL EINE HITPARADE NÜRNBERGER PRODUKTIONEN DER ÄRA KUSENBERG, DIE IN DER ERINNERUNG (VIELLEICHT) NOCH EINMAL ERBLÜHEN Bei den rund 250 Premieren, die zwischen 2000 und 2018 von der Schauspielsparte des Nürnberger Staatstheaters unter der Gesamtleitung von Klaus Kusenberg im großen Haus, den Kammerspielen und der BlueBox, auch mal in Museumshof und Katharinenruine, sowie während der Umbaujahre in der Kongresshalle und der Tafelhalle produziert wurden, gibt es neben beliebten, inspirierten, routinierten und, ja, in stattlicher Anzahl missglückten Aufführungen natürlich auch die Highlight-Sonderklasse, die in der Erinnerung noch einmal aufzublühen scheint. Das kann man an Titeln wiederbeleben, an Szenenfotos, an Schauspielern, besonders an stilbildenden Regisseuren im Wiederholungstäterstatus. Bei denen führt nach dieser Vorzugsrechnung Stefan Otteni (3 herausragende Inszenierungen) vor Georg Schmiedleitner und Petra Luisa Meyer (je 2). Unterm Strich sind es sowieso die kompletten Produktionen, in denen alles

zusammengeflossen ist, was an Inspiration und Talent abrufbar war. Zehn (bzw. mit einem doppelt besetzten Rang 7 und dem auf der letztverfügbaren Position dichtgedrängt aufgeteilten Sammelplatz der „Muss-unbedingt-auch-noch-dabei-sein“-Projekte: fünfzehn) Titel, die in 18 Spielzeiten das Publikum über den Standard-Applaus hinaus aufmerken ließen, vielleicht sogar im Rückblick nochmal erschauern lassen. Klarer Fall von subjektiver Wertung, das sowieso. 1. IMMER NOCH STURM von Peter Handke, Regie: Stefan Otteni, mit Thomas Nunner, Elke Wollmann, Felix Axel Preißler u.a., mit Mädchenchor und starken Musikakzenten von Bettina Ostermeier – 2012 im Schauspielhaus: Ein Jahr nach der umstrittenen Salzburger Festspiel-Uraufführung die unbestreitbar grandiose Nürnberger Fassung – der Spitzenreiter. 2. MARGARETHA DI NAPOLI von Shakespeare/Lanoye/Perceval, Regie: Georg Schmiedleitner, mit Melanie Wiegmann u.a. – 2000 im Schauspielhaus (auch ein Echo auf Salzburg!) als explodierendes Startsignal der Ära Kusenberg, geradezu die Ausrufung einer Wende, und die Entdeckung des österreichischen Regisseurs Georg Schmiedleitner für Nürnberg & Deutschland. 3. DIE ERMITTLUNG von Peter Weiss, Regie: Kathrin Mädler – 2010 in der Kongresshalle als metaphysische Zeitzeugenwanderung entlang der Nazi-Ruinen-Innenwelt eine Neudeutung des verarbeiteten Prozess-Textes, der vier Jahrzehnte vorher aus nachvollziehbaren Gründen nur als distanzierte Lesung in Nürnberg gewagt wurde, von der inszenierenden Dramaturgin genial umgesetzt. Mahnmal und Mirakel zugleich mit winkenden Gespenstern der angebrochenen Vergangenheit, verinnerlicht von Jochen Kuhl, Thomas L. Dietz, Jan Ole Sroka, Heimo Essl, Stefan Lorch.


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4. ALTE MEISTER von Thomas Bernhard, Regie: Frank Behnke – 2004 in den Kammerspielen das späte Einvernehmen mit dem in Nürnberg so oft, bis dahin eigentlich immer wieder missverstandenen Schimpfkanonier der poetisch aufgeladenen Wortgewalt. Wer hätte gedacht, dass dessen rituelle Zornausbrüche auch lächeln können. 5. PROFESSOR BERNHARDI von Arthur Schnitzler, Regie: Stefan Otteni, mit Frank Damerius – 2006 im Schauspielhaus ein unerwartetes Wunder blitzgescheiter Süffisanz, die in Schnitzlers nur scheinbar boulevardesk leichtgewichtigen Dialogen eine konfliktgeladene Debatten-Fallhöhe entdeckte, wie es erst zehn Jahre später an der Berliner Schaubühne wieder so überzeugend gelang. 6. EINE FAMILIE von Tracy Letts, Regie: Enrico Lübbe mit Jutta Richter-Haaser, Adeline Schebesch, Michaela Domes – 2009 in der Tafelhalle dicht vor den Augen des Publikums als faszinierend kampflustiges Charakterkopf-an-Kopf-Rennen, das mit pointierten Zimmerschlacht-Dialogen den Prototypen-Aufmarsch im familiären Planquadrat der Stubenarena geradezu tosend umkränzte. 7. DIE SCHUTZBEFOHLENEN von Elfriede Jelinek, Regie: Bettina Bruinier – 2016 im Schauspielhaus, die gedankenartistische WortflächenAkrobatik als kollektive Ensembleleistung, die wie im Nachhall auf Stefan Ottenis alle komödiantischen Schleusen öffnende Vorarbeit mit seiner spielverrückt geglückten Jelinek-Satire DIE KONTRAKTE DES KAUFMANNS von 2010 in der Tafelhalle aufbauen konnte. 8. DER GOLDENE DRACHE von Roland Schimmelpfennig, Regie: Petra Luisa Meyer, mit Jutta Richter-Haaser, Michael Hochstrasser, Pius Maria Cüppers und der Entdeckung von Josephine Köhler für Nürnberg – 2010 in den Kammerspielen eine umwerfend komisch bewältigte Thriller-Travestie im Bannkreis eines China-Restaurants.

Klamaukmenü des himmlischen Friedens, süßsauer. 9. VERBRENNUNGEN von Wajdi Mouawad, Regie: Georg Schmiedleitner – 2006 im Schauspielhaus, ein Bürgerkriegsdrama des kanadischen Autors in deutscher Erstaufführung. Großes emotionales Polittheater, runtergekühlt auf eisige Ästhetik, das dem Zuschauer mit starken Bildern und klarer Haltung die Augen für die schiefe Weltlage weit öffnete. 10. DER GOTT DES GEMETZELS von Yasmina Reza, Regie: Peter Hatházy mit Adeline Schebesch, Elke Wollmann, Frank Damerius, Thomas Klenk – 2007 in den Kammerspielen als Modellfall von ausbalancierter Quartett-Komödiantik sowie die alle Peinlichkeit elegant umtänzelnden VAGINA-MONOLOGE von Eve Elsner mit Adeline Schebesch, Regie: Petra Luisa Meyer 2001 in der BlueBox (später: Kammerspiele), das kultgewordene Hörspieltheater WINNETOU von Eike Hannemann mit den sächselnden Blutsbrüdern Philipp Weigand und Thomas L. Dietz 2012 in der BlueBox (später Kammerspiele), Caryl Churchills Gen-Gruselspiel DIE KOPIEN mit Marco Steeger und Heimo Essl, Regie: Alice Asper 2006 in der BlueBox, und DIE ROCKY HORROR SHOW von Richard O‘Brien als fulminante Theaterparty in Regie von Klaus Kusenberg 2013 im Schauspielhaus.

DIE BESTEN AUS ZEHN JAHREN MUSIKTHEATER WAS UNTER DER INTENDANZ PETER THEILER (2008-2018) UND PHILHARMONIE-CHEF MARCUS BOSCH (2010-2018) BESONDERS AUFFIEL Es ist natürlich weder Urteil noch Zufall, dass in der bilanzierenden Top-Liste der besten Opernhaus-Aufführungen die TanztheaterKreationen von Goyo Montero komplett fehlen. Der Ballettdirektor und Chefchoreograph, der von Peter Theiler als Nachfolger von Daniela


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Kurz nach Nürnberg geholt wurde, hat zweifellos wesentlich zum Erfolg von dessen Ära beigetragen. Da er jedoch mit der neuen, der nächsten Intendanz Jens-Daniel Herzog nahtlos weitermacht, besteht kein Anlass zum Schlussstrich – auch wenn er selber mit seinem „Dekade“Projekt wie ein Zaungast des Abschieds mitfeiert. Es geht bei dieser quotenfreien Hitparade um Oper und Musical (die einst in Nürnberg tief verwurzelte Operette spielte trotz mehrerer Versuche künstlerisch keine erwähnenswerte Rolle), um die Doppel-Dominanz von drei Regisseuren in der Auslese der Top 10 (Calixto Bieto, Peter Konwitschny, Georg Schmiedleitner), sowie die dabei an Allgegenwart grenzende sechsfache Pult-Präsenz des GMD Marcus Bosch. Und beiläufig auch um den Hinweis, dass vier der zehn Bestseller im Wechselrahmensystem entstanden – als komplette Übernahme fertiger Produktionen für die Wiederaufbereitung durchs Nürnberger Ensemble. Vor allem aber: Vier der zehn „Besten“ stehen noch oder wieder auf dem Spielplan, sind also erreichbar. Staatsintendant Theilers zu Amtsbeginn verkündeter Schwerpunkt-Leitgedanke fürs Opernhaus, mit dem Begriffspaar Belcanto & Broadway, dem vernachlässigten französischen Repertoire und den zu Nazi-Zeiten verbotenen, danach fahrlässig vergessenen deutschen Komponisten die Idee einer zeitweiligen Ruhestandsversetzung für den sonst immer wieder bevorzugten Richard Wagner zu verbinden, ist nach dem dann spontan doch gestemmten „Ring“-Vierteiler nur noch eine gern archivierte Anekdote geblieben. 1. Richard Wagner DER RING DES NIBELUNGEN (Rheingold, Walküre, Siegfried, Götterdämmerung) 2013/14/15, R: Georg Schmiedleitner, Musikalische Leitung: Marcus Bosch, mit Vincent Wolfsteiner (Loge, Siegmund, Siegfried), Rachael Tovey (Brünnhilde), Antonio Yang (Alberich, Wotan). Ein Sprühregen von einleuchtenden Regieeinfällen für Wagners Welttheater mit den Höhepunkten in der zweiten Hälfte des Zyklus (wo Held Siegfried die Göttertochter Brünnhilde aufs Spießersofa zieht und die Welt im Twittersturm wahlweise auf- oder

untergeht), etlichen Sänger-Entdeckungen von Weltklasse und einem Dirigenten mit austariertem Feingefühl im Pathos-Gewitter, was als Gegenfarbe zu Philippe Auguins legendärer „Nibelungen“-Magie beim „Ring“ zuvor bestehen konnte. 2. Leos Janacek AUS EINEM TOTENHAUS, 2016, R: Calixto Bieito (Produktion aus Basel), ML: Marcus Bosch, mit Antonio Yang. Ein Flugzeug in Originalgröße auf der Bühne und eine Wucht von eiskalt fixierter Brachial-Emotion in der Inszenierung machten aus dem düsteren Trauerspiel-Oratorium aus denkbar dunkelster Schwermut ein musiktheatrales Ereignis von seltenem Format. Ein unvergessliches Bild, als solches fast schon Objektmonument für sich, überwältigender Klang und Regiezugriff bis ins Chor-Detail. 3. Giacomo Puccini TOSCA, 2011, R: Jens-Daniel Herzog, ML: Christof Prick, mit Bariton Mikolaj Zalasinski als dominierendem Scarpia (ab 15. Juni, dann 19. Juni sowie 8., 14., 19. Juli wieder im Spielplan). Sieben Jahre vor der Übernahme der Nürnberger Intendanz überraschte Gastregisseur Jens-Daniel Herzog aus Dortmund, nachdem ihm seine Verdi-„Aida“ von 2009 trotz der Mülleimer am Königshof/ Personaleingang eher mäßig aufregend geraten war, mit geschliffener Thriller-Qualität jenseits der groben Kolportage, die dem Werk und seinem schmissigen Komponisten Puccini sonst so oft zusetzt. Reißerisch auf den Punkt gebracht, gedanklich aber auch. 4. Giuseppe Verdi LA TRAVIATA, 2012, R: Peter Konwitschny (Produktion aus Graz), ML: Marcus Bosch, mit Hrachuhí Bassénz. Das beliebteste Verdi-Werk, neu durchdacht und emotional entschlackt mit erstklassiger Titelrollen-Besetzung, aufschlussreichen biografischen Randbemerkungen der Regie und schwebenden Emotionen ohne Kitsch-Anhang (ab 7. April wieder auf dem Spielplan, dann noch 15., 22., 26. April, 12. Mai sowie 7. und 9. Juni).


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5. Richard Strauss ELEKTRA, 2012, R: Georg Schmiedleitner, ML: Marcus Bosch, mit dem lokalen Erstauftritt der „Sopran-Röhre“ Rachael Tovey und einer fabelhaften Orest-Studie von Jochen Kupfer, der damit den Durchbruch zum Heldenbariton schaffte. Die modernste, wildeste, bis heute herausfordernde Oper von Richard Strauss in angemessen drastischer Regie-Zuspitzung. Klassische Größe im Wirbel zeitgenössischer Ideen, getragen von archaischer Stimmgewalt, getrieben von der Schlagkraft des Orchesters.

8. Gioachino Rossini DIE REISE NACH REIMS, 2011, R: Laura Scozzi, ML: Philipp Pointner, mit Tilman Lichdi und Hrachuhí Bassénz. Im Sortiment der Belcanto-Delikatessen und der Auswahl von Scozzis manchmal auch alberner Kolossal-Comedys, die allesamt wie aus ihrer Choreographen-Vergangenheit geschlüpft wirkten, das am meisten überzeugende Ergebnis in der Sondermischung von Witz und Klang, wo sich Dadaismus-Spuren mit Kabarett und GoldkehlchenKarat verbündeten.

6. Bernd Alois Zimmermann DIE SOLDATEN, 2018, Regie: Peter Konwitschny, ML: Marcus Bosch mit Susanne Elmark (noch am 8., 14. und 23. April auf dem Spielplan). Nach der Pioniertat 1974 von Hans Gierster/Hans-Peter Lehmann, die vorsichtig auf die poetische Polit-Agitation der Vorlage setzte, die zweite, ganz andere Nürnberger Inszenierung des Avantgarde-Jahrhundertwerks, diesmal im Blick der Individualisierung des Untergangsthemas. Ein weitgehend gelungener, imposanter Kraftakt für das ganze Haus und seine bestens disponierten Verstärkungen, gekonnt abgesetzt von den luxuriösen Materialschlachten diverser Festspiel-Interpretationen. Extremfall für alle beteiligten Künstler und das aufgeschlossene Publikum, das am Ende für 20 Minuten von dunkler Bühne aus ins Chaos hörend und blickend den inszenierten Untergang mit EKG in der Mittelloge überm leeren Parkett erlebt.

9. Cole Porter SILK STOCKINGS - SEIDENSTRÜMPFE, 2008, R: Stefan Huber (Produktion aus Gelsenkirchen), ML: Kai Tietje, mit Step-King Gaines Hall und dem auf Opernsopran-Grundierung spartensprengenden Multitalent Leah Gordon im „Ninotschka“-Musical frei nach Ernst Lubitschs Garbo-Film. Die mit Abstand beste Genre-Produktion im schnell berechenbaren Serien-Schwerpunkt „Broadway-Oldies“ und (Achtung, vergiftetes Lob!) die einzige dieser Abteilung, die der speziellen Genialität einer Hollywood/Broadway-Vorlage mit eigener Bühnen-Vitalität begegnen und damit originellen Erfolg haben konnte.

7. Giacomo Puccini TURANDOT, 2014 R: Calixto Bieito, ML: Peter Tilling, mit Rachael Tovey und Vincent Wolfsteiner. Der knallharte Regiezugriff mit den brennenden Fahrrädern in Theater-China verschaffte dem sonst oft tosend in Märchenfloskeln und „Nessun dorma“-Phobien leerlaufenden, eher nach Verona-Format strebenden Werk seine wahre, intelligente Durchschlagskraft. Die beiden Ausnahmeprotagonisten, die Hochdramatische und der Heldentenor der Meisterklasse, erfüllten das dennoch unabweisbare Dekret der höchsten Töne mit vokalem Wumms souverän.

10. Wolfgang Amadeus Mozart IDOMENEO, 2018, R: David Bösch (Produktion aus Basel/Antwerpen), ML: Marcus Bosch. Nach 50 Jahren Nürnberger Denkpause ein spannendes Comeback für Mozarts spröde anspruchsvolles Lieblingswerk (noch am 17./28. April auf dem Spielplan). Musikalisch voller überraschend kantiger Dramatik, szenisch eine Sturmwelle visueller Zitate übers wirre Libretto hinweg, vokal ein Kampf mit Herausforderungen auf offener Bühne. Lichtblick eines ansonsten eher etwas schummrig ausgefallenen Jahrzehnts fürs Mozart-Musiktheater in Nürnberg.


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Die Soldaten. Foto: Ludwig Olah


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THEATER-WEGWEISER April 2018 – VON DIETER STOLL

SOMMERNACHTS-SEX UNTER FREIGEISTERN ODER RÜCKKEHR ZUR KAMELIENDAME Von der fleiSSigen deutschen Dramatikerin Rebekka Kricheldorf (44), die seit 2003 zwischen Kassel, Jena, Hamburg, Berlin und Freiburg rund 30 Stücke in den Kultur-Kreislauf injizierte, wollten Theatermacher im GroSSraum Nürnberg bislang noch nie viel wissen – und jetzt werden innerhalb von fünf Tagen hier gleich zwei ihrer Dramen Premiere haben. Das Neuere von 2015 im Gostner Hoftheater, das Andere mit dem unfreiwillig in den Titel geratenen Hollywood-Veteran Robert Redford vom Uraufführungsjahrgang 2010 knapp zuvor am Staatstheater. Es gibt im April aber auch eine erst 17 Jahre alte und schon fast vergessene Oper von Detlev Glanert in Fürth mit Nürnberger Beteiligung in Neuinszenierung sowie einen Ballett-Dreisprung von Goyo Montero und zwei internationalen Gast-Choreographen am Opernhaus. Dazu eine der schönsten Shakespeare-Komödien als letzten Regie-Gruß von Münsters erfolgreichem Schauspieldirektor Frank Behnke, der einst als „Köpfchen“ im Leitungsteam die Ära Klaus Kusenberg stabilisierte und mit Thomas Bernhards „Alte Meister“ eine der unvergessenen Produktionen dieser Direktion zauberte. Außerdem zwischen Gibitzenhof, Fürth und Erlangen breit gestreutes Wiedersehen mit noch oder wieder zeitgenössischen Autoren wie Bernard-Marie Koltès, Roland Schimmelpfennig und Lutz Hübner nebst Übervater Goethe und Känguru-Dompteur Marc-Uwe Kling.

Stoffe erfolgreich umgesetzt. Nun, da sie inzwischen Spartenchefin am Staatstheater Saarbrücken ist, schiebt sie mit Rebekka Kricheldorfs ROBERT REDFORDS HÄNDE SELIG noch das feingliedrig süffisante Kammerspiel nach. Da geht es um ein ausgewandertes deutsches Rentnerehepaar im Safari-Camp von Namibia, das sich die Exotik ganz anders vorgestellt hatte und nun zwischen Fluchtreflex, Panik und der Restträumerei von jenem „Jenseits von Afrika“-Jäger schwankt, der es so in den Titel geschafft hat, bis ein junges Pärchen aus der Heimat dazu kommt. Ein Gefecht der Eitelkeiten im Generationsübersprung beginnt und der „deutsche Blick“ auf das Entwicklungsland schweift verräterisch. Adeline Schebesch und Thomas Nunner contra Bettina Langehein und Stefan Willi Wang. Eine Konstellation wie für Edward Albee oder Yasmina Reza geschaffen, aber (siehe auch Gostner Hoftheater) eben auch typisch Kricheldorf. Premiere: 7. April. Weitere Vorstellungen 12./14./15./17./25./29. April in den Kammerspielen

STAATSTHEATER NÜRNBERG

PREMIERE: Von Hamlet über Lear bis zum Dramen-Digest der Römischen Trilogie gab es in den letzten Jahren in Nürnberg bei Shakespeare nichts zu lachen. Das war programmatisch so gemeint als Gegengewicht zur zeitweilig dominierenden Spaßmacherei-Auslese im

PREMIERE: Mit dem sehr klassischen Kleist-„Käthchen von Heilbronn“ und der absolut heutigen „Schutzbefohlenen“-Jelinek hat Regisseurin Bettina Bruinier in Nürnberg zwei gegensätzliche „große“


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Umgang mit dem britischen Weltgeist. Jetzt wird der Bann zumindest teilweise gebrochen, denn die Melancholie von WIE ES EUCH GEFÄLLT kennt neben vielen herz- und schmerzhaften Anspielungen auch heiter schwebende Untertöne. Politische Verbannung von Andersdenkenden im politischen Regime ist der Ausgangspunkt, aber daraus entstand im Ardenner Wald die Sekte der befreiten Gedanken, eine wohlfeile Utopie jenseits der Verordnungen. Ob das gut gehen kann, wenn jeder entfesselt den eigenen Neigungen nachgeht? Der Dichter ist kein Moralist, er überschüttet die Fantasie mit wunderbaren Formulierungen und fordert die Interpreten zum Spiel auf dem Planquadrat seiner Freigeisterbahn heraus. Regisseur Frank Behnke, zuletzt mit Schirachs „Terror“ und zuvor mit „Lametta“ von Kusz nah am Publikum, übernimmt den anspruchsvollen Klassiker-Ausklang der Kusenberg-Direktion. Als umschwärmte Rosalinde tritt neben zehn anderen Akteuren (Pius Maria Cüppers, Heimo Essl, Michael Hochstrasser, Julian Keck, Jochen Kuhl und Marco Steeger aus dem Stamm-Ensemble sind dabei) die Offensiv-Komödiantin Josephine Köhler ins Zentrum der Aussteiger-Oase. Premiere: 14. April. Weitere Vorstellungen 15./17./23./25./27. April im Schauspielhaus

Draussen vor der Tür. Foto: Marion Bührle

PREMIERE: Einem Energiestoß-Triple in Partnerschaft mit zwei international prominenten Choreographen hat Ballettdirektor Goyo Montero den Titel POWERHOUSE gegeben. Es geht in drei Varianten um Dynamik, körpersprachliche Sprengkraft, auch um flippige Bewegung am Rande der Artistik. Da ist das ehemalige „Wunderkind“ Alexander Ekmann (mit 22 Jahren war ihm das Tanzen nicht mehr kreativ genug und er wechselte vom Solisten zum Jungstar-Choreographen beim Königlich Schwedischen Ballett, dem Nederlands Dans und dem Cullberg-Ballet), von dem das Stück TUPLET mit elektronischer Musik aufgeladen wird. Absolut schwerkraftzersetzend wirkt auch DISAPPEARING ACT des israelischen Tanzmeisters Hofesh Shetcher und


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der Hausherr selbst steuert die Deutschland-Premiere seiner erst vor wenigen Monaten in London uraufgeführten aktuellsten Produktion IMPONDERABLE bei, bei der Montero für Interpretationsversuche durch übereifrige Fans ausdrücklich auf die deutsche Übersetzung „unwägbar“ hinweist. Premiere: 21. April. Weitere Vorstellungen 24./27. April, dann wieder ab 10. Mai im Opernhaus COMEBACK: Diese Verdi-Oper gehört ohnehin zu den dauerhaft beliebtesten Stücken, und hat auch in Nürnberg schon mehrere großartige Inszenierungen erlebt. Trotzdem ist Peter Konwitschnys LA TRAVIATA – wie sie in Graz entstand und seither von einigen Theatern übernommen wurde – auch hier ein besonderer Glücksfall. Der Ausnahme-Regisseur, der Nürnberg von „Orpheus und Eurydike“ bis „Attila“ in 30 Jahren viele bemerkenswerte Duplikate überließ, aber eben auch Originale wie „Boris Godunow“ und „Soldaten“ lieferte, hat die melodiensatte Herz/Schmerz-Story der „Kameliendame“ mit leichter Hand aus der Kitsch-Falle gelenkt. In Graz war die aus Nürnberger Anfängen zum Weltstar aufgestiegene Marlis Petersen seine Violetta, bereits bei der Ortspremiere im Januar 2012 wurde Hrachuhí Bassénz für ihre reizvoll dunkel timbrierte Koloraturkunst als Alternative gefeiert. Am Ende der Wiederaufnahmeserie sechs Jahre später (der junge Tenor Alex Kim ist ihr neuer Alfredo) zieht sie nach zehn Nürnberger Ensemble-Jahren weiter. GMD Marcus Bosch zeigt nach Wagner, Berlioz, Mozart und Zimmermann nochmal, dass er am Pult in fast allen Farben souverän ist. Termine: 7./15./22./26. April im Opernhaus PREMIERENFRISCH: Am Ende wird das Publikum für eine erweiterte Viertelstunde zum Teilhaber der Aufführung, wenn sich Bernd-Alois Zimmermanns Avantgarde-Oper DIE SOLDATEN in Peter Konwitschnys Nürnberger Inszenierung im Finale öffnet. Da muss man den

Klappsessel verlassen und auf der Bühne spazieren. Früher galt das Werk wegen seiner hohen Anforderungen als „unaufführbar“, in München, Salzburg und bei der Ruhr-Triennale wurde es zuletzt mit Mobilisierung aller Kräfte gestemmt. Das macht das verstärkte Nürnberger Ensemble auf eigene Weise auch, und gleichzeitig versuchen der Regisseur Konwitschny und Dirigent Marcus Bosch, die sich beide erstmals dieser Herausforderung stellten, den Ausnahmezustand aufzulösen. Am Opernhaus, wo der Erstversuch von Hans Gierster/ Hans-Peter Lehmann 1974 ein gewaltiges Wagnis war, ist jetzt beinahe so etwas wie entspannter Umgang mit modernem Musiktheater zu erleben. Freilich nur noch in drei Vorstellungen – dann dürfte es wieder für ein halbes Jahrhundert vorbei sein mit diesem unvergleichlichen Werk. Letzte Vorstellungen: 8./14./23. April im Opernhaus SPIELPLAN-SCHWERPUNKTE: Mal wieder eine Aufführung zum Streiten. Wolfgang Borcherts düsteres Kriegsheimkehrer-Drama DRAUSSEN VOR DER TÜR, in der mit Komik und Blut aufgemotzten Inszenierung von Sascha Hawemann durch grelle Spotlights und unerwartete Spalier-Späßchen geschoben, übermalt den Zeitgeist der Entstehungsjahre mit lockeren Anmerkungen zum Wirtschaftswunder danach. Anti-Held Beckmann, der durch die Ruinen irrt, tritt gleich dreifach auf. Ein besonders mutiger Kritiker bescheinigte der zwischen Psychoschock, Elegie und Knatter-Satire taumelnden Produktion sogar das Format fürs Berliner Theatertreffen 2019, nachdem 2018 schon alle Plätze vergeben waren. ++ Auch ein Sprachfehler kann so was wie Kunst sein: Der Karnevalsschwank PENSION SCHÖLLER in Bernadette Sonnenbichlers munterer Nürnberger Fassung gibt dem Wahnwitz lange Leine, wenn ausgerechnet der Zungenstolperer nach „knassischer“ Rezitation strebt und der Spießer an der eigenen Präpotenz scheitert. ++ Einen Reigen von Szenenminiaturen unterschiedlichster Art, mal Poesie-Konzentrat und mal Sketch-Attacke, lässt


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Autor Joel Pommerat in DIE WIEDERVEREINIGUNG DER BEIDEN KOREAS kreisen. Klaus Kusenbergs letzte Nürnberger Inszenierung, Hommage ans eigene Ensemble und auch an die Unsterblichkeit des Well-made-Play handwerklich gekonnter Dialog-Machwerke, zündet das kleine Feuerwerk der Komödianten. ++ Das Hörspieltheater von Eike Hannemann, das mit „Winnetou“ seinen Höhepunkt erreichte, hinterlässt als letzte Spur mit NEKROPOLIS einen erheitert schockierten Blick ins Gruselkino. ++ Völlig unkaputtbar, was der Geheimrat dereinst als schwärmerischen Briefwechsel mit Todesfolge hinterließ. Ob Oper (Massenet) oder DDR-Adaption (Plenzdorf), ob ein Multimedia-Solo von TV-Star Philipp Hochmair (Gostner) oder Mario Neumanns Poesie-Bannkraft (Erlangen), beim „jungen Werther“ bleibt immer noch etwas für die nächste Deutung übrig. In LIEBE.LEIDEN.WERTHER zeigt das auch Janco Lamprecht in der BlueBox. ++ Russische Großliteratur als überschaubarer Theaterversuch: AUFERSTEHUNG nach Leo Tolstoi in der BlueBox. ++ Und Dialog-Kunst in Bestform: Lot Vekemans lauernde Paartherapie GIFT. EINE EHEGESCHICHTE mit Adeline Schebesch und Michael Hochstrasser als Geschiedene, die nach zehn Jahren Trennung ihren Konflikt wiederbeleben, ist sehenswert. Termine: „Draußen vor der Tür“ (8./28. April, dann wieder 2. Mai im Schauspielhaus); „Pension Schöller“ (7./18./24. April im Schauspielhaus); „Wiedervereinigung der beiden Koreas“ (5./19./21./26. April im Schauspielhaus); „Liebe.Leiden.Werther“ (1./10. April in der BlueBox); „Gift. Eine Ehegeschichte“ (18./28. April in den Kammerspielen); „Auferstehung“ (8./28. April in der BlueBox).

Lieben. Leiden. Werther. Foto: Marion Bührle

LETZTER AUFRUF: Auf diese Aufführung musste Nürnberg 50 Jahre warten, und jetzt geht Mozarts große Oper IDOMENEO nach zwei Monaten schon wieder in die Schlussrunde. Den Antikenstoff mit der Wucht der Chöre und der Wut der Emotionen hat in der Inszenierung von David Bösch starke Bilder zu beklemmender Musik. Der junge


Tenor Ilker Arcayürek nimmt die Herausforderung der Titelrolle trotz vokaler Grenzwerte an, Leah Gordon schmettert zickenkriegerisch eine implodierende Elettra und Dirigent Marcus Bosch lässt die Philharmoniker mit bestens dosierten Knalleffekten durch Dramenkurven sausen. Man sollte es nicht verpassen (nur 17. und 28. April im Opernhaus). ++ Noch einmal rauf auf‘n Berg durch Wind und Eis: In Jörn Klares Uraufführung HÖHENRAUSCH, einem Solo für Julian Keck, wird der irrationale Drang zum Gipfel zur Herausforderung des Schicksals (nur noch 5. und 24. April in der BlueBox). ++ Könnte sein, dass diese 2011 entstandene Neudeutung von Tschaikowskys allseits geliebtem Märchen-Ballett DER NUSSKNACKER als schwarze Poesie mit Grusel-Upgrade irgendwann wieder im prallen Repertoire von Goyo Montero auftaucht, aber vorerst ist Schluss mit der Rattenplage im Mäusetraum (nur noch 1. und 6. April im Opernhaus). STAATSTHEATER NÜRNBERG. Richard-Wagner-Platz 2-10, Nbg. staatstheater-nuernberg.de

GOSTNER HOFTHEATER PREMIERE: Die andere Kricheldorf-Inszenierung der Woche führt ins Intimzonenrandgebiet. Sie betrifft das erst 2015 als Auftragswerk in Göttingen uraufgeführte Stück IN DER FREMDE, in dem mit heftiger Frauenpower „dieser ganze bundesrepublikanische Respekt-Sex“ diskutiert wird, was zu Debattenbeiträgen führt wie „Der deutsche Mann ist erotisch eine Fehlbesetzung“. Die beschworene „Fremde“ ist demnach ein Ort, an dem vielleicht intime Hierarchien neu definiert werden könnten. Oder auch nicht. Die Satirikerin, die wohl vor allem im Gesamtwerk von Rebekka Kricheldorf steckt, öffnet weite Spielfelder für DarstellerInnen, die Lust auf Maskerade und Travestie haben und errötend souverän bleiben, wenn sich der Phallus im Geschlechtsleben der Großstädter aufrichtet. Vier Personen spielen in ständigem Wechsel der Identitäten einen Rundlauf schriller Typen im verbalen Freistil. Gerd Beyer führt Regie. Premiere: 11. April. Weitere Vorstellungen 12./13./14./18./19./20./21./25./26./27./28. April im Gostner. GOSTNER HOFTHEATER. Austraße 70, Nürnberg. gostner.de

Resi denztage BayReuth 17. – 29. apRil 2018 Veranstaltungen im Markgräflichen Opernhaus und im Neuen Schloss

www.bayreuth-wilhelmine.de


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HUBERTUSSAAL GASTSPIEL: Aus dem Personal von Goethes Universal-Klassiker, der ja zweifellos dem Doktor Faust gewidmet ist, hat längst auch Gegenspieler Mephisto sein literarisch-theatrales Eigenleben entwickelt und Gounods Opernfassung lief bei uns lange unter dem Titel „Margarethe“. Das Ostberliner Theater Unterm Dach, das im hohen Studio mit Aussicht beim Prenzlauer Berg experimentiert, betitelt seine aktuelle Zuwendung ans ewige „Gretchen“-Mädchen mit dem erwachsenen Titel GRETE – und „Grete nach Goethe“ ergibt ja auch einen Reim. Es ist ein Stück ohne blonde Zöpfe, ganz der Frage gewidmet, wie die unfreiwillige Gespielin ihre Opferrolle in der Männerwelt abstreifen kann. Anja Gronau und Claudia Wiedemer führen das in einer preisgekrönten Inszenierung mit viel Witz und noch mehr Mitgefühl vor. Nicht nur, aber ganz besonders für junges Publikum. Termine: 17./18. April im Hubertussaal. GASTSPIEL: Besuch vom Staatstheater in Gibitzenhof: Elke Wollmann, die mindestens doppelbegabte Schauspielerin, umfasst in ihrem neuen Song-Programm BILLIE, EDITH & MARLENE ein imaginäres Treffen der amerikanischen Jazzlegende Billie Holiday, dem „Spatz von Paris“ Edith Piaf und der deutschen Weltbürgerin Marlene Dietrich. Am Klavier begleitet von Béatrice Kahl ist das die Annäherung an drei Stimmen mit drei Biografien, die so unterschiedlich sind, dass ihre nachträgliche Verbindung wie eine tollkühne Behauptung wirkt. Termin: 14. April im Hubertussaal. GASTSPIEL: Grade war er nochmal als geschäftsführender Erzengel in Gottes Namen unterwegs, jetzt zieht sich Sigi Zimmerschied aus dem Vorzimmer des Allerhöchsten in die Behelfsgarderobe des Kleindarstellers zurück. Der Kabarettist, Comedy-Charakterkopf und TV-Dauerläufer stellt sich mit DER KOMPARSE als RomanAutor vor. Und weil seine Mimik noch nie vom Schreiben und Spielen

zu trennen war, wird auch diese Rezitation wieder „Theater“ sein. Termin: 21. April im Hubertussaal. HUBERTUSSAAL. Dianastr. 28, Nürnberg. gostner.de

TAFELHALLE PREMIERE: Der französische Autor Bernard-Marie Koltès war – vor allem als stilbildende Regisseure wie Patrice Chéreau in Paris und Peter Stein in Berlin seine Texte umsetzten – bis über seinen frühen Tod 1989 hinaus etliche Jahre einer der wichtigsten Dramatiker Europas. 1990 kam sein Stück ROBERTO ZUCCO wie ein luxuriöser Nachlass mit den denkbar besten Theatermitteln jener Jahre an der Schaubühne heraus, dabei waren „bürgerliche Obsessionen und deren anarchische Zertrümmerung“ die bevorzugte ungemütliche Stimmungslage, wenn nicht gar ein Credo der schockierenden Dramen mit Titeln wie „In der Einsamkeit der Baumwollfelder“ und „Rückkehr in die Wüste“. In Nürnberg bekam er auf großer Bühne 2012 sein spätes Breitwand-Debüt mit Régis Campos depressionsfördernder Opernfassung von „Quai West“, da hatten längst die freien Gruppen die vernachlässigten Schauspieltexte übernommen. Auch jetzt wagt es der alternative „Theaterprojekt“-Macher Nikolaus Struck mit dem „Zucco“-Drama, das den Amokläufer und Terroristen aus Italien so umkreist, dass im Brutalo auch etwas Lichtgestalt zu stecken scheint. Starkes Stück in jeder Hinsicht. Acht Personen spielen in der Koproduktion mit der Tafelhalle. Premiere: 12. April. Weitere Vorstellungen 13./14./15. April und 11./12. Mai in der Tafelhalle. TAFELHALLE. Äußere Sulzbacher Str. 62, Nbg, tafelhalle.de

KÜNSTLERHAUS PREMIERE: Die Uraufführung der Szenenfolge AUF DER GREIFSWALDER STRASSE, wo Roland Schimmelpfennig im Trüben des wuchernden Berlin-Alltags stochert, indem er Lebensgeschichten und


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Zeitgeist zum magisch ausweglosen Metropolen-Porträt im Ausschnitt von 24 Stunden verbindet, hatte 2006 noch der große Jürgen Gosch am Deutschen Theater Berlin als delikate Short-Cuts-Girlande inszeniert. Das war damals die denkbar erste Bühnenadresse für einen relativ jungen Autor, den der Regie-Wundertäter bis zu seinem Tod als ständige Bereicherung auswählte. Inzwischen ist Schimmelpfennig (in Nürnberg mit „Besuch bei dem Vater“ und „Der Goldene Drache“ bekannt) schon 50 und überall präsent, kann also aufs Wiener Burgtheater ebenso zählen wie auf das etwas weniger renommierte Nürnberger Theater4. Das ist ein bekennendes Amateur-Ensemble mit klar umrissenen Ambitionen, Gründungsjahr 1988, Vereinsbasis seit 2005 und dauerhaftem Gastrecht im Künstlerhaus, das diesmal mit 13 Personen die offene Szene betritt, gelenkt vom Regie-Duo Reinhard Weirauch und Franziska Gerhardt. Premiere: 6. April. Weitere Vorstellungen 7./8./9./10. April im Künstlerhaus. GASTSPIEL: Ergebnisse einer globalen Recherche-Rundreise zu „Menschen, die Initiativen gegründet haben, um die Welt ein bisschen besser zu machen“, hat das Brachland-Ensemble gebündelt und daraus die Revue REVOLUTION: ALLES WIRD GUT gemacht. Dokumentarisch, poetisch, komisch. Nürnberg war Koproduktionspartner und so bietet das Ensemble, das am Thema dranbleibt, im Anschluss an die letzten beiden Vorstellungen eine „Problemlöse-Börse“ mit dem Angebot, weitere Initiativen abzubilden oder anzustoßen. Termine: 26./27. April im Künstlerhaus/Festsaal. KUNSTKULTURQUARTIER. Königstr. 93, Nbg, kunstkulturquartier.de

THEATER ERLANGEN PREMIERE: Für den problemumwälzenden Komödien-Spezialisten Lutz Hübner und seine Partnerin Sarah Nemitz gibt es am deutschen Theater eigentlich nur zwei Körperteile: Die offenen Arme des Publi-

„Billie, Edith & Marlene“ mit Beatrice Kahl & Elke Wollmann. Foto: Ludwig Olah


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kums und die kalte Schulter der Kritiker. Seit „Frau Müller muss weg“, dieser bestens funktionierenden Veräppelung der Helikopter-Eltern, hält das Erlanger Theater für diese bodenständige Gegenwartsdramatik, die den Feuilletons oft zu schlicht ist, einen Platz im Spielplan frei. In WILLKOMMEN beschreibt das Autoren-Duo eine Luxus-WG, die mit dem Gedanken spielt, eine Flüchtlingsfamilie ins frei werdende Zimmer einzuquartieren. Es ist ein Spiel mit Klischees, denn die gutsituierten Herrschaften, ob Banker oder Sozialarbeiter, wollen nicht nur verantwortungsvolle „Gutmenschen“ sein, sondern auch die Freiheit haben, jemanden „Kanake“ zu nennen, wenn sie es für angemessen halten. Hübner/Nemitz greifen die gesellschaftliche Debatte darüber, was wir schaffen und wovon wir geschafft werden, wie schon in Frau Müllers Lehrerzimmer auf und empfehlen mit einer wilden Mischung aus Befindlichkeiten deutscher, integrierter und indignierter Figuren ein allseitiges Entspannungsprogramm unter dem pointenprasselnden Beschwichtigungs-Motto „So ist das Leben“. Weltverbesserer sind in dieser Sicht auch nur komische Figuren. Statt der sozialen Not-Herberge richten die WGler letztlich ein Tischtenniszimmer fürs eigene Wohlbefinden ein. Auch eine Lösung. Filmregisseur Sönke Wortmann hatte bei seiner Theater-Uraufführung in Düsseldorf viele Lacher, in Erlangen inszeniert Katrin Lindner mit sechs Personen. Premiere: 12. April. Weitere Vorstellungen 19./20. April sowie 13./14. Mai im Markgrafentheater.

Revolution: Alles wird Gut. Foto: Wil van Iersel

PREMIERE: Das ist ja, gleich nach der Hierarchiebestimmung von Henne und Ei, eine der wesentlichen Menschheitsfragen – ob es den Zufall gibt, oder alles Vorsehung ist. Ein Erlanger Theaterprojekt ohne Autorenangabe (Martin Maecker ist für Konzept und Leitung zuständig) thematisiert das ebenso reizvolle wie lästige Rätsel unter dem Motto DER ZUFALL SCHLÄGT ZURÜCK. An einem „Abend voller geplanter Planänderungen“ treten drei „Wissenschaftler“ vors


Publikum, um gemeinsam mit den Zuschauern dem Zufall aufzulauern. Ein Glücksspiel vielleicht, oder Schicksalsroulette. In jeder Vorstellung werden die Karten vom Forscherteam neu gemischt, werden Tür und Tor geöffnet für Überraschungen. Plätze für diese Hoppla-Performance bestellt man unter service@theater-erlangen.de und bezahlt erst am Ende des Spektakels eine Anerkennungssumme nach eigener Wahl. Wenn das bloß nicht einreißt! Premiere: 29. April. Weitere Vorstellungen: 5./6. Mai in der Garage. THEATER ERLANGEN, Theaterplatz 2, Erlangen. theater-erlangen.de

STADTTHEATER FÜRTH PREMIERE: Der vielseitige E-Musiker Detlev Glanert gilt als meistgespielter lebender Komponist, hat ein Dutzend Opern geschrieben (darunter „Das Holzschiff“ nach Hans Henny Jahnn, 2010 in Nürnberg mit überschaubarem Erfolg uraufgeführt) und bleibt jenseits der ihn hoch einschätzenden Fachleute dennoch ein weitgehend unbekanntes Wesen. Dabei ist er stets darauf bedacht, die neuen Töne nicht vom Publikumsgeschmack abzukoppeln. Den größten Erfolg brachte ihm nach 1999, da war er knapp 40 Jahre alt, die fertige Vertonung von Christian Dietrich Grabbes Lustspiel-Klassiker SCHERZ, SATIRE, IRONIE UND TIEFERE BEDEUTUNG, der 1827 geschrieben und erst 1907 uraufgeführt wurde. Da kommt der Teufel auf die Erde, weil in der Hölle gerade geputzt wird, und das Chaos kann triumphieren. Kritiker feierten die vor 17 Jahren erstmals aufgeführte Glanert-Vertonung als Vitaminspritze fürs kränkelnde Genre der „komischen Oper“. Das Werk existiert inzwischen im Status der gepflegten Rarität, ist also jenseits von Trends zumindest im Mittelbau der Musiktheater memoriert, und passt gut für das Kooperationsmodell von Musikhochschule Nürnberg und Projekt-Ehrgeiz Stadttheater Fürth. Guido Johannes Rumstadt, der Opernhaus-Kapellmeister und Hochschulprofessor, hat als Regiepartner den musicalbeschwingten Dominik Wilgenbus (er brachte sogar „The Producer“ mit dem „Springtime for Hitler“ von Mel Brooks heraus), den er noch aus Regensburger Zeiten kennt. Großes Ensemble und Orchester bestehen aus Nachwuchshoffnungen. Premiere 13. April. Weitere Vorstellungen 14./15./19./20./21. April im Fürther Thetaer. PREMIERE: Mit den gedruckten Ansichten eines vorlauten Beuteltiers hat Marc-Uwe

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90 Viel Theater

Kling nach einem frühen Leben im Radiohörspiel und Folgetourneen als Entertainer längst sichere Stammplätze auf den BuchBestsellerlisten erobert. Was das sprunghafte Wesen mit dem Weltverbesserungs-Gen, das einem hilfsbedürftigen Kleinkünstler als Pointenpartner zugelaufen war, an anarchistischer Weisheit tönend, dröhnend und höhnend absondert, ergibt DIE KÄNGURU CHRONIKEN. Lachfutter mit Tiefenschärfe und ätzendem Nachgeschmack. Das Angebot, daraus Theater zu machen, also „Hoch-Kultur“, konnte auf Dauer nicht ungenutzt bleiben. Thomas Stang, der beim Fürther KULT-Ensemble ohnehin immer über den Zaun der Jugendkultur blickt, inszeniert mit Komödianten-Quartett ein musikalisches Kleinkunst-Großformat aus den Erkenntnissen der Buchreihe, wo es mit dem hüpfenden Tier nach „Chroniken“ schon „Manifest“ und „Offenbarung“ gab, während Dani Levy („Alles auf Zucker“) die Vorbereitungen der Verfilmung für 2019 regelt und der am Drehbuch mitwirkende Autor die aktuellen Bestsellerlisten-Platzierungen seines Romans „QualityLand“ beobachtet. Premiere: 27. April. Weitere Vorstellungen 28./29./30. April und 2. bis 8. Mai im Kulturforum. GASTSPIEL: Darf man über Woody Allen im Lichte der laufenden Debatte noch lachen? Über diese ernsthaft gestellte Frage sollte man es auf alle Fälle tun! Aus der Zeit, als seine Filme ohne Schatten der Vergangenheit liefen und vielfach den Weg von der Leinwand auf die Bühne fanden, stammt die MITTSOMMERNACHTS-SEXKOMÖDIE. Shakespeares drastische Theater-Erotik kommt über Allens eher lockerer umgesetzte Kinomodernisierung zurück auf die Bretter, wo man nun britischen und New Yorker Humor sortieren kann. So wie ihn der Münchner Boulevard im Bayerischen Hof versteht. TV-SerienGesichter treten an zum mehrdeutigen Dialoggefecht. Termine: 28./29. April im Fürther Theater. Idomeneo. Foto: Ludwig Olah


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NACHTSCHWÄRMER: Das neue Songprogramm von Jutta Czurda hat voll eingeschlagen. Kein Wunder: In DANCE ME TO THE END OF LOVE versammelt die singende Tänzerin nicht nur eine Auslese von Weltstar-Hits, sie hat auch exzellente Begleitung. Ab 22 Uhr also im obersten, intimsten Foyer des Hauses viel Schwärmerei. Mit einem Herzschrittmacher-Trio, bestehend aus Multimusiker Norbert Nagel (Arrangements, Piano und Klarinette), Andreas Blüml (Gitarren) und Christoph Huber (Schlagzeug) wagt „die Czurda“ den Spagat zwischen Leonard Cohen und Carole King hinweg über allen Denkmalschutz von Evergreens und Traummelodien bis in die Arme von Edith Piaf. Sie traut sich was, wenn sie die Quasi-Klassiker gegen alle Ehrfurchtsvorbehalte enthusiastisch umarmt. Termine: 20./21. April im Nachtschwärmer-Foyer. STADTTHEATER FÜRTH, Königstraße 116, Fürth. stadttheater.fuerth.de

FÜR CURT: Dieter Stoll, Theaterkritiker und langjähriger Ressortleiter „Kultur“ bei der AZ. Als Dieter Stoll nach 35 Jahren als Kulturressortleiter der Abendzeitung und Theater-Kritiker für alle Sparten in den Ruhestand ging, gab es die AZ noch. Seither schreibt er weiterhin, zum Beispiel überregional für Die Deutsche Bühne und ddb-online (Sitz Köln) sowie für nachtkritik.de (Sitz Berlin). Außerdem veröffentlicht er monatlich im Straßenkreuzer seinen Theatertipp. Aber am meisten dürfen wir uns über Dieter Stoll freuen. DANKE! weitere Theater-Tipps Online auf www.curt.de!

Jutta Czurda. Foto: Thomas Langer


92 Kunst – Kritik

Cosey Fanni Tutti, Harmonic COUMaction, 2017 (Film Still), Courtesy the artist; Cabinet, London


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DIE STELLE DES SCHNITTS Die erste Ausstellung des neuen Leiters des Kunstverein Nürnberg Natalie de Ligt hat mit Milan Ther über seine erste Ausstellung und seinem Verständnis von Kunst gesprochen. Seit Anfang des Jahres ist Milan Ther neuer Leiter des Kunstverein Nürnberg - Albrecht Dürer Gesellschaft. Er löst Simone Neuenschwander ab, die turnusgemäß nach fünf Jahren den Leitungsposten abgab. Kaum hat Milan Theran bei der Kestner Gesellschaft in Hannover, wo er zuvor als Kurator arbeitete, seine Zelte abgebrochen, wartet er hier an seiner neuen Wirkungsstätte mit der ersten von ihm kuratierten Schau auf. Sie heißt «Die Stelle des Schnitts», was zugleich ein Wortspiel mit dem Begriff Schnittstelle ist. Die Ausstellung versammelt Film- und Soundarbeiten von vier Künstlern, die sich auf unterschiedliche Weise die digitalen Medien zunutze machen und sich ebenso mit deren Möglichkeiten sowie deren wahrnehmungswandelnder Wirkung auseinandersetzen. Die US-Künstlerin Renée Green (*1959), die Städelschulabsolventin ThuyHan Nguyen-Chi und die englische Künstlerin Cosey Fanni Tutti (*1951) zeigen Filmarbeiten und der Engländer James Richards (*1983, lebt in Berlin) ist mit einer Soundinstallation vertreten. Vereinfacht gesagt thematisieren sie das Individuum an der Schnittstelle des Analogen und Digitalen in der heutigen Zeit. In der Ausstellung werden darüber hinaus Themen vom Dasein angesprochen, so Milan Ther. Es geht um das Körperhafte und um körperliches Empfinden. Das zu thematisieren, werde immer wichtiger in einer Welt, in der vieles – und immer mehr – immateriell stattfinde. Vor allem die Soundinstallation von James Richards wird das wohl gut verdeutlichen. Hierbei befindet sich der Besucher in der Mitte eines von sechs Lautsprechern gesäumten Kreises. Geräusche wie Wasser, Stadtlärm, Choralgesänge oder EKG-Töne kommen von allen Seiten und führen unweigerlich zu einem physischen Klangerlebnis. Etwas Immaterielles, mit digitalen Mitteln Erzeugtes, erhält eine körper-

liche, analoge Präsenz. Der Besucher ist hier gewissermaßen selbst an einer Schnittstelle, wo das Digitale und Analoge in eins fällt. Für Milan Ther ist Kunst interessant, die mit den Grenzen der Kunst experimentiert, die sich mit den Rahmenbedingungen der Kunst und des Kunstbetriebs auseinandersetzt und die dabei theoretisch-inhaltlich und gleichermaßen ästhetisch fundiert ist. Insofern darf bereits seine erste Ausstellung im Kunstverein auch als Auskunft über sein Selbstverständnis von Kunst und vom Kuratieren verstanden werden. Mit Milan Ther ist außerdem eine junge Kuratoren-Generation am Start, die nicht zwangsläufig die klassische kunsthistorische Ausbildung vorweist. Bevor Ther in Frankfurt/Main ein Studium der Curatorial Studies absolvierte, studierte er in New York Kunstgeschichte – «bei einer Professorin, die Fluxus-Expertin ist und bei der die Kunstgeschichte da beginnt, wo Jackson Pollock stirbt». Er merkt an, dass man heutzutage Kunst nicht nur z.B. von der Malerei aus denken könne und als Maßstab hernehmen, an dem sich alles messe. Daher seien für ihn auch Ausstellungen wie die letzte documenta wichtig. All das muss jedoch die Kunstgeschichte oder Kunst, die mehr oder weniger an einen tradierten Kunstbegriff geknüpft ist, nicht ausschließen. Für den Sommer ist jedenfalls eine Ausstellung mit Malereipositionen geplant. Eröffnung: Donnerstag, 19. April, 19 Uhr 20. April bis 24. Juni 2018 Kunstverein Nürnberg
- Albrecht Dürer Gesellschaft
 Kressengartenstr. 2, Nbg. Di-Fr 14-18 Uhr, 
Sa/So 13-18 Uhr
u.n.V. kunstvereinnuernberg.de


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Die Kunst der Natalie

Harald Alfa, Marlon Brando, Monotypie, 29 x 39 cm, 2017, Š Kunstraum WerkStadt Lebenshilfe Nßrnberg


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Natalie de Ligt

Kunst & Co. Natalie sichtet, kommentiert und bewertet für curt und euch das aktuelle Kunstgeschehen

it´s time to say ...

Bis 6. April 2018

Normalerweise würde hier ein Ausstellungshinweis stehen. Aus gegebenem Anlass ist es diesmal die Information, dass Laurentiu Feller seinen Raum für zeitgenössische Kunst schließt – zumindest in der Knauerstraße in Gostenhof. Gerade feierte er dort noch das 15-jährige Bestehen seiner Galerie und lud alle Künstler, mit denen er in der Vergangenheit zusammengearbeitet hatte, zu einer Gruppenausstellung ein. Hoffnung ist aber aus Fellers Ankündigung herauszulesen: er wird an einem anderen Ort weitermachen. Vorgesehen ist ein Neustart in der Bergstr. 11, und zwar gemeinsam mit dem direkt nebenan liegenden Conceptstore Bohne & Kleid. Auch die Formate, die Laurentiu Feller erdacht und entwickelt hat, werden fortgeführt: er bewirbt bereits die 8. Ausgabe des supermART, der Ende Mai Auf AEG stattfindet. Medienpartner: curt. Raum für zeitgenössische Kunst. Laurentiu Feller. kunstsupermart.de, facebook.com/rfzk.feller, rfzk-feller.de

Mit dem tanzenden Männertrupp, der sich Chippendales nennt, hat die Illustratorin Katharina Gschwendtner nichts am Hut. Ihre Schippendales beziehen sich auf die gleichnamige Serie von Tuschezeichnungen, die sie in der Kreis Galerie ausstellt und zu der sie auch eine große Wandzeichnung vor Ort geschaffen hat. Die Schippendales sind, so Gschwendtner, Heldenfiguren oder moderne Heilige, die um ihr Leben schippen oder die sich oder etwas freischaufeln – so wie die kopflose Protagonistin, die sich trotz der misslichen Lage ihrer körperlichen Unvollständigkeit buchstäblich und sprichwörtlich den Kopf freigeschaufelt hat. Neben den A4 großen Tuschezeichnungen aus dieser Serie und dem großen Wandbild zeigt die Illustratorin, die regelmäßig zu Ausstellungen eingeladen wird, außerdem eine Reihe von Hinterglaszeichnungen. Durch ihre Arbeitsweise lässt Katharina Gschwendtner die

Katharina Gschwendtner: Schippendales

Übergänge zwischen der angewandten und freien Kunst fließend werden. KREIS Galerie - Galerie am Germanischen Nationalmuseum. Karthäusergasse 14, Nbg. Mi 16-20, Do/Fr 14-18, Sa 11-15 Uhr u.n.V. kreis-nuernberg.de Bis 14. April 2018

Verena Issel: WeChat Mit Vorliebe nutzt Verena Issel die Ausstellungsräume so, dass sie selbst zum Bildraum werden. Die Gesamtrauminstallation, die sie aktuell geschaffen hat, visualisiert und karikiert gewissermaßen ein ausgeklügeltes System, bei dem alles mit allem in Verbindung steht bzw. ausgetauscht und weitergegeben werden kann, wie es zum Beispiel mit Informationen von Nutzern einer bestimmten App geschehen kann. Auf so eine App mit Namen «WeChat» spielt die Künstlerin an. Freundliche Farben und eine ansprechende Aufmachung verleiten dazu, die Nachteile, oder besser, das eigentlich Skandalöse des Ausspähens zu verdrängen und sich in die


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Die Kunst der Natalie

totale Überwachung zu fügen. Das mag eine Botschaft von Issels gelungener Präsentation sein. Oechsner Galerie im Atelier- und Galeriehaus Defet. Gustav-Adolf-Str. 33, Nbg. Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr u.n.V. oechsner-galerie.de
 Bis 15. April 2018

Sejin Kim: erwachen Sejin Kim (*1981, Masan, Süd Korea) studierte an der hiesigen Kunstakademie in der Malereiklasse von Thomas Hartmann. 2014 erhielt sie den Titel der Meisterschülerin. Wiederkehrende Motive ihre Malerei sind Gesichter, Tiere oder Landschaft im weiteren Sinn. Ihre Bilder zeichnen sich durch eine kontrastarme Farbigkeit aus, die die Dinge im Bildraum bisweilen wie in einer Wolke zusammenhält. So konkret die Motive sein mögen, Sejin Kim belässt alles in der Schwebe. Es scheint eher der emotionale Resonanzraum der Dinge zu sein, an dem die Künstlerin interessiert ist. Am Freitag, 27. April, um 19 Uhr, eröffnet die Ausstellung von Annette Voigt mit Drucken und einer Rauminstallation. Galeriehaus Nord. Wurzelbauerstr. 29, Nbg. Di/Mi 11-16 Uhr, Do/Fr 11-13 Uhr, So 11-16 Uhr. galeriehaus-nuernberg-nord.de Bis 5. Mai 2018

Götz Gramlich, Florian Kuhlmann, Timothy Shearer: High Res Low Brow

Katharina Gschwendtner, aus der Serie «Schippendales», Tusche auf Papier, DIN A4, © Katharina Gschwendtner

Die Ausstellung findet im Rahmen von «Aus Gründen - 50 Jahre Institut für moderne Kunst Nürnberg» statt. Institut für modernde Kunst im Atelier- und Galeriehaus Defet. Gustav-Adolf-Str. 33, Nbg. Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr u.n.V. moderne-kunst.org


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Bis 6. Mai 2018

Jürgen Becker: New York 1972 Jürgen Becker (*1932, lebt u.a. in Köln) ist eigentlich als Schriftsteller bekannt. Seit den 1970er Jahren betätigt er sich aber auch als Fotograf, ohne mit den Ergebnissen an die Öffentlichkeit zu gehen. Sein Sohn Boris Becker, der seinerseits ein bekannter Künstlerfotograf wurde, entdeckte vor einigen Jahren frühe, in den USA entstandene Fotoserien des Vaters. Sie sind, vereinfacht gesagt, im Stile der sogenannten Street Photography gehalten, wie sie Lee Friedlander oder Robert Frank in den 1940er Jahren populär gemacht haben. Das Kunsthaus zeigt nun eine Auswahl aus Jürgen Beckers New York-Serie von 1972. KUNSTHAUS, Königstraße 93, Nbg. Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr. kunstkulturquartier.de/kunsthaus Bis 6. Mai 2018

Sebastian Stein und Stephan Janitzky: Realease Eine Ausstellung im Rahmen von «Aus Gründen - 50 Jahre Institut für moderne Kunst Nürnberg». Institut für moderne Kunst Nürnberg – Lounge im Zumikon. Großweidenmühlstr. 21, Nbg. Mi-So
10-18 Uhr. moderne-kunst.org

Verena Issel, We Chat, 2018, Installationsansicht Oechsner Galerie. Foto: N. de Ligt


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Die Kunst der Natalie

Bis 14. Mai 2018

Der KUNSTRAUM an der Akademie Faber-castell: Ich bin mehr als nur meine Erscheinung

AHMET DOgU iPEK, Yıldızlar (Stars), 2017, Courtesyof ARTER, Istanbul

Die Künstler der WerkStadt Lebenshilfe arbeiten nicht nur im Atelier des KUNSTRAUMs in den ehemaligen Triumph-Adler-Werken, sondern besuchen seit 2016 auch regelmäßig die Akademie Faber-Castell in Stein, um an der dortigen beruflichen Weiterbildung für Menschen mit einer geistigen Behinderung teilzunehmen. In Zusammenarbeit mit der Akademie ist nun eine Ausstellung im Forum Stein mit Arbeiten zu sehen, die in den Seminaren der Akademie und auch in der unmittelbaren Nacharbeit im KUNSTRAUM entstanden sind. Gezeigt werden Drucke, Zeichnungen und Malerei von Harald Alfa, Maaz Ali, Daniel Birkmann, Manja Horn, Daniel Moser, Thomas Oram, Efthymia Sampsonidou, Nilüfer Yildirim und anderen. Ausstellungsraum der Werkstadt Lebenshilfe Nürnberg - FORUM STEIN. Forum 1, Stein. Mo-Sa 10-20 Uhr. lhnbg.de Bis 19. Mai 2018

Alex Hanimann: in other words Galerie Sima. Hochstr. 33, Nbg. Di/Mi 17-19 Uhr, Sa 11-14 Uhr
u.n.V. sima-projects.de

Jürgen Becker, aus der Serie New York 1972, 1972/2012, © Jürgen Becker; Courtesy Boris Becker, Köln


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Bis 21. Mai 2018

Altered States – Substanzen in der zeitgenössischen Kunst

Ausstellungen im KunstKulturQuartier MITTWOCHS von 18 bis 20 Uhr in allen Häusern EINTRITT FREI

Im Rahmen der Gruppenausstellung mit Werken unterschiedlicher Medien zum Thema bewusstseinserweiternder Substanzen findet am 21. und 22. April eine interdisziplinäre Tagung statt. Das Motto der Tagung lautet: «Substanzen in Gesellschaft, Wissenschaft und Kunst» und beinhaltet Vorträge aus den Bereichen Bioethik, Kunstgeschichte, Neurowissenschaft, Strafrecht und Sexualwissenschaft. Kunstpalais Erlangen. Marktplatz 1, Erlangen. Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr. kunstpalais.de Bis 10. Juni 2018

Foto beschnitten: © Jürgen Becker / Courtesy Boris Becker, Köln 2012

SAUM DER ZEIT / Auf Wiedersehen Istanbul Die Ausstellung «Saum der Zeit» im Neuen Museum ist eine Kooperation mit ARTER (Istanbul). Sie stellt drei türkische Künstler aus verschiedenen Generationen vor: Bilge Friedlaender (1934–2000), Ahmet Dogu Ipek (*1983) und Füsun Onur (*1938), die große alte Dame der türkischen Gegenwartskunst, wie es im Pressetext heißt. Alle drei verbindet, dass sie in ihren Werken eher leise, poetische Töne anschlagen. Die Ausstellung steht zugleich in Zusammenhang mit der Sammlungspräsentation «Auf Wiedersehen Istanbul» und damit mit der Verabschiedung von 30 Dauerleihgaben aus der einstigen Sammlung René Block, die nun nach Istanbul abgezogen werden. Die Arbeiten gehören mittlerweile der Vehbi Koç Foundation, einer kulturell und sozial engagierten türkischen Familienstiftung, die 2010 das erwähnte Kunstzentrum ARTER initiierte und die ihre gesamte Sammlung ab 2019 in einem neuen Museumsbau in Istanbul unterbringen will. Vor dem Abtransport werden nochmals jene 30 Dauerleihgaben mit Werken von Joseph Beuys, Karl Horst Hödicke, Nam June Paik, Sigmar Polke, Wolf Vostell und anderen gezeigt. Neues Museum Nürnberg. Klarissenplatz, Nbg. Di-So 10-18 Uhr, 
Do 10-20 Uhr. nmn.de

JÜRGEN BECKER New York 1972 22. März bis 6. Mai 2018 Kunsthaus

GIORGIO HUPFER DU SOLLST DIR KEIN BILD MACHEN bis 8. April 2018 Kunstvilla DAN REEDER Anything goes 5. April bis 20. Mai 2018 Künstlerhaus URBANE ZUKUNFT Werke aus der Sammlung der wbg und aus städtischem Besitz 26. April bis 7. Oktober 2018 Kunstvilla


100 Die Kunst der Natalie

Eröffnung: Samstag, 7. April, 18 Uhr 8. bis 11. April 2018

KAI OH Ghayoung Oh: KAI DRINKS NO WATER Dieaus Süd Korea stammende Künstlerin Kai Oh studiert seit 2016 in der Fotografie-Klasse an der hiesigen Kunstakademie. Ihre meist schnappschussartigen Fotos sampelt sie zu wilden Collagen, die scheinbar kein Oben und Unten kennen und in denen die Anarchie des Nebeneinanders von allem gefeiert wird. Es passt, dass Kai Oh, die neben Fotografien auch Skulpturen, Schmuck und Turnbeutel verfertigt, auf ihrer Website über sich schreibt: «Creator rather than Artist». Vom 18. bis 27. April ist dann eine Ausstellung von Cristina Moreno und Laia Ventayol zu sehen. Edel Extra – Verein zur Förderung ästhetischer Prozesse. Müllnerstraße 22, Nbg. Während der Ausstellung täglich 17-20 Uhr. edelextra.biz Eröffnung, Sonntag, 8. April, 11 Uhr 8. April bis 20. Mai 2018

Marcus Schwier: drauSSen und drinnen - StadtRaumKörper

Carsten Höller, PillClock, 2015, Gelatinekapseln, Placebo, mechanischer Fallmechanismus, Steuereinheit, Holzkiste, Wasserspender, MaSSe variabel, Installationsansicht Kunstpalais, Erlangen, Courtesy Künstler und Air de Paris, Paris, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018. Foto: Kilian Reil

Der in Düsseldorf lebende Fotograf Marcus Schwier (*1964) wurde nach Fürth eingeladen, um «mit dem Blick des Fremden durch wiederholte Besuche Fürths ein Bild der äußeren Stadt, also ihrer Architektur, aber auch der inneren Stadt, also ihrer Bewohner, zu suchen». (Pressetext). Das Projekt ist im Rahmen des diesjährigen Ausstellungsschwerpunkts der Kunstgalerie Fürth zu sehen, bei dem es im weiteren Sinn um Architektur, Stadtbild und Urbanität geht. Heuer feiert die Stadt Fürth nämlich den 200. Geburtstag ihrer Eigenständigkeit. Kunstgalerie Fürth. Königsplatz 1, Fürth. Mi-Sa 13-18 Uhr,
 So/Feiertage 11-17 Uhr. kunst-galerie-fuerth.de


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Eröffnung: Dienstag, 10. April, 20 Uhr 11. bis 29. April 2018

Anna Hofmann, Meike Männel, Rebecca Schwarzmeier, René Radomsky: Imagination Of The Unknown Akademie Galerie Nürnberg
/ Auf AEG. Muggenhofer Str. 135, Nbg. Mi-So 14-19 Uhr. adbk-nuernberg.de Eröffnung: Donnerstag, 19. April, 19 Uhr 20. April bis 24. Juni 2018

DIE STELLE DES SCHNITTS Es ist die erste Ausstellung des neuen Kunstvereinsleiters Milan Ther. Die eingeladenen Künstler sind: Renée Green, Thuy-Han Nguyen-Chi, James Richards und Cosey Fanni Tutti. Mehr darüber auf Seite 92. Kunstverein Nürnberg
- Albrecht Dürer Gesellschaft.
 Kressengartenstr. 2, Nbg. Di-Fr 14-18 Uhr, 
Sa/So 13-18 Uhr
u.n.V. kunstvereinnuernberg.de Eröffnung: Sonntag, 22. April, 17 Uhr 22. April bis 20. Mai 2018

Martin Fürbringer: The Böcklin Faktor In der Galerie Bernsteinzimmer wird es Malereien zu sehen geben, die zwischen Kitsch und Pathos lustig wippen, die irgendwo im Nebelmeer zwischen Rokoko und Symbolismus schunkeln, die verzweifelt um Ironie kämpfen, wo doch nur Inbrunst wohnt, so die Ankündigung zu Martin Fürbringers Einzelschau. Der Nürnberger Künstler ist außerdem bekannt und beliebt dafür, dass er anderen Halt und eine geistig-kulturelle Heimat gibt, und zwar mittels dem von ihm vor über zehn Jahren initiierten Kunst- und Kurhaus Katana. Das Publikum darf nun auf die Präsentation mit neuen Bildern von Martin Fürbringer gespannt sein. Zur Eröffnung sprechen seine beiden Künstlerkollegen: Peter Wendl und Johannes Kersting. Galerie Bernsteinzimmer. Großweidenmühlstraße 11, Nbg. Sa/So 15-19 Uhr. galerie-bernsteinzimmer.de

Sebastian Stein und Stephan Janitzky, Installationsansicht Ausstellung «Realease», Institut für moderne Kunst Nürnberg, 2018. Foto: N. de Ligt


102 Die Kunst der Natalie

Sejin Kim, O. T., 2018, Öl auf Leinwand, ca. 70 x 50 cm, © Sejin Kim

Eröffnung: Mittwoch, 25. April, 20 Uhr 26. April bis 7. Oktober 2018

[RECHTS]

URBANE ZUKUNFT

Martin Fürbringer, Böcklinfaktor>10, 2018, Mischtechnik auf MDF, 10 x 15 cm, Foto: Martin Fürbringer © 2018, VG Bild-Kunst Bonn

Die Kunstvilla ist immer für ein Jubiläumsdatum zu haben. Diesmal ist es der 100. Geburtstag des Nürnberger Immobilienunternehmens wbg. Es werden Werke aus dessen Sammlung und aus städtischem Besitz gezeigt. Mit der Auswahl soll «die Entwicklung des Stadtbilds vom Fensterblick

der Klassischen Moderne über abstrahierte Luftaufnahmen bis zu den Utopien heutiger Kunstschaffender» (Pressetext) dargestellt werden. Bis zum 8. April läuft noch die Ausstellung «Du sollst Dir kein Bild machen» des vor fünf Jahren verstorbenen Nürnberger Künstlers Giorgio Hupfer. Kunstvilla. Blumenstraße 17, Nbg. Di, Do-So 10-18, Mi 10-20 Uhr. kunstvilla.org


gil lit ze r.net

Der Straßenkreuzer ist bei 80 Frauen und Männern auf der Straße in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach für 1,80 Euro zu bekommen. www.strassenkreuzer.info

Auf der Suche nach dem freien Netz für alle

Foto: Maria Bayer

Ist da jemand?


Foto: Hermann-kesten-Kolleg

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Hermann-Kesten-Kolleg Nicht jeder berufliche Lebensweg führt auf geradem Weg zum gewünschten Ziel. Für die nachträgliche Kurskorrektur gibt es in Nürnberg schon seit 1961 das Hermann-Kesten-Kolleg (HKK), ein städtisches Gymnasium des zweiten Bildungswegs, an dem jede/r das Abitur nachholen kann. Vor dem nächsten Infoabend am 12. April gibt Lehrerin Katrin Wolfmeier hier einen kurzen Einblick: Nebenberufliche Weiterbildung bzw 2. Bildungsweg: Ist das ein gesellschaftlicher Trend? Katrin Wolfmeier: Der zweite Bildungsweg ist auf jeden Fall ein Trend. Viele junge Menschen erkennen ihre Potential später – beispielsweise erst während einer Ausbildung. Manche hatten früher einfach keine Lust auf Schule, wollten lieber schnell Geld verdienen, oder der Weg war durch die Familie schon vorgeprägt. So wie in manchen Familien klar ist, dass der Arztsohn wie der Papa Arzt werden muss, läuft das auch auf Ebenen „darunter“. Und bei manchen war einfach auch das Geld knapp und man musste früh Geld verdienen. Wenn man jetzt am Kolleg oder am Abendgymnasium das Abitur nachholen und damit beispielsweise auch studieren kann, dann hat

das auch etwas mit größerer Gerechtigkeit im Bildungswesen zu tun. Wie alt sind Eure Schüler im Schnitt? Die Schüler sind 18+, im Schnitt Anfang/Mitte Zwanzig. Wie heterogen ist die „Mischung“? Wer kommt zu Euch? Die Heterogenität ist groß, da am Kolleg Schüler mit verschiedensten kulturellen Hintergründen zusammenkommen. Seit dem letzten Schuljahr gibt es eine „Besondere Klasse“ für Migranten und Flüchtlinge, die vor allem in Deutsch sehr intensiv gefördert wird. Einige der Schüler besitzen einen Hauptschulabschluss, andere einen mittleren Bildungsabschluss oder es sind ehemalige Gymnasiasten. Viele haben eine Berufsausbildung bzw. damit begonnen, waren dann allerdings nicht (mehr) glücklich in ihrem Beruf oder ihrer Ausbildung. Auch einige junge Mütter holen am Kolleg ihr Abitur nach. Und wie funktioniert das mit dem Geld? Es gibt ja auch SchülerInnen, die ans Geldverdienen gewohnt sind und im Leben stehen. Beim HKK handelt es sich um ein städtisches Gymnasium, das heißt, es entstehen keine Kosten für die Schüler. Die Kollegiaten erhalten sogar Förderungen durch Leistungen nach dem BAföG (unabhängig vom Einkommen der Eltern). Wie viel Zeit muss man investieren? In der Regel gelangt man am Kolleg innerhalb von drei Jahren zum Abitur. Es gibt aber auch die Möglichkeit, später einzusteigen, z.B. durch Wechsel von der FOS/BOS. Umgekehrt gibt es einen einjährigen Vorkurs für Schüler ohne mittleren Bildungsabschluss, in dem altes Wissen aufgefrischt bzw. eine Basis für die folgenden Jahre geschaffen wird. Wie kann man sich darüber am besten informieren? Auf unserer Website, bei einem Termin mit uns oder eben auch an unserem nächsten Infoabend am 12. April ab 19 Uhr in unserer Aula. Hermann-Kesten-Kolleg. Fürther Str. 212/B1, Nürnberg. hermann-kesten-kolleg.nuernberg.de


Mäusi Joppke: „Die beste Seite im internetz seit der erfindung des döners!“ www.curt.de/nbg von subkultur bis hochkultur, Von fies bis fein, von Nix bis alles: www.curt.de > 150.000 visits / Monat > 1.000.000 PIs / Monat


106 FAU STUDENTENPORTRAIT

Eine smarte Lösung für die Stadt von morgen Für sämtliche Bereiche unseres Lebens suchen clevere Menschen auf der ganzen Welt nach Verbesserungsmöglichkeiten. Fünf junge Männer aus der Region haben sich zum Ziel gesetzt, die Parkplatzsuche so einfach wie möglich zu gestalten. Mit ihrem Start-up „Smart City System“ planen sie seit zwei Jahren nicht weniger als eine Revolution im innerstädtischen Verkehr. „Wir haben uns die bestehenden Systeme in diesem Bereich angeschaut und gedacht, dass wir das besser, günstiger und sicherer umsetzen können“, sagt Mitgründer Thorge Harms. Er und seine vier Mitstreiter lernten sich während ihres Studiums an der FriedrichAlexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) kennen und vereinten

ihre Fachgebiete und –Kenntnisse. Thorge ist dabei der einzige Wirtschaftswissenschaftler im Team, seine Kollegen sind vornehmlich in den technischen Disziplinen zuhause. Und so machten sich die fünf daran, eine Sensortechnik zu entwickeln, die günstig produziert und großflächig eingesetzt werden kann. Das Ergebnis ist eine flache

FOTo: Parking Pilot - Andreas Jaumann, Stefan Eckart, Thorge Harms, Christian Schlenk, Michael Hopfengärtner.


107 MUZ CLUB JUBILÄUM

Career Career Service Service Career Service

schwarze Konstruktion, die einfach auf Fahrbahnen, Parkplätze und Flächen aufgeklebt werden kann, ohne nachhaltigen Schaden anzurichten. Die Stabilität leidet darunter jedoch nicht, wie Thorge weiß: „In Tests sind wir mit LKWs und Schneepflügen über unsere Sensoren gefahren. Das war überhaupt kein Problem.“ Und wie funktioniert das System nun? Eigentlich ganz einfach. Die Sensoren erkennen, ob der Parkplatz belegt ist und sendet diese Information weiter. Auch die Dauer und Auslastung einzelner Parkplätze kann so leicht ermittelt werden – eine Funktion, die auch für große Unternehmen oder Supermärkte sehr interessant ist. Mit Vodafone und Volkswagen optimieren bereits zwei Weltkonzerne ihre Parkplätze mit dem System aus Nürnberg – und weitere Kooperationen werden bald folgen. „In den kommenden Wochen werden wir bestimmt ein paar Tausend unserer Sensoren verkaufen und so noch bekannter werden.“ Besonders stolz sind sie dabei auch auf das Label „Made in Germany“, das ihre Geräte tragen, wie Thorge erzählt „Wir produzieren alle Komponenten hier in der Region und können auch große Liefermengen stemmen.“ Wer Lust hat, den Weg von „Smart City System“ zu begleiten und in das junge Start-up reinzuschnuppern, kann dies im Rahmen von Praktika und Werkstudentenjobs tun. Thorge und sein Team freuen sich über enthusiastische Bewerberinnen und Bewerber. Alle Informationen zum aufstrebenden Global Player aus Nürnberg findet ihr unter parking-pilot.com.

Jobs Jobs finden finden statt statt suchen! suchen! FAU-Stellenwerk FAU-Stellenwerk –– das das Jobportal Jobportal der der Universität Universität FAU-Stellenwerk – das Jobportal der Universität Erlangen-Nürnberg Erlangen-Nürnberg Erlangen-Nürnberg

www.stellenwerk-fau.de www.stellenwerk-fau.de www.stellenwerk-fau.de Hier findest findest du du Hier Hier findest du Jobs Jobs so so individuell individuell Jobs so Studentenleben: individuell wie das wie das Studentenleben: wie das Studentenleben: Nebenjobs, Praktika Nebenjobs, Praktika Nebenjobs, Praktika oder oder Einstiegspositionen. Einstiegspositionen. oder Einstiegspositionen. Täglich neue Täglich neue Angebote Angebote Täglich neue Angebote aus Erlangen, Erlangen, Nürnberg aus Nürnberg aus Erlangen, Nürnberg und und ganz ganz Deutschland. Deutschland. und ganz Deutschland.

Herausgeber: FAU Referat Marketing; Foto: Stellenwerk Herausgeber: FAU Referat Marketing; Foto: Stellenwerk Herausgeber: FAU Referat Marketing; Foto: Stellenwerk


108 Curt empfiehlt + verlost

Smokestack Lightnin’, Foto: PR


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Partys & Konzerte Mit Gütesiegel: „präsentiert von curt“ und „Tickets von curt!“ curt weiss, wer wann wo den richtigen Ton Trifft. die besten Events im Monat bekommen von uns den Stempel „Curt präsentiert“. HEisst auch, wir verlosen dafür Freitickets! Mehr dazu immer auf www.curt.de! Hart an der Monatsgrenze, im März schon besprochen, zur Erinnerung:

Wanda Dienstag, 03.04. // Stadthalle Fürth Leider schon längst ausverkauft, aber so ist das eben oft, wenn curt präsentiert. Die Tickets, die wir für unsere werte Leserschaft gesichert hatten, haben wir auch schon längst ein paar Glücklichen ins Osternest gelegt. Heißt also für alle Anderen, die beim Ticketkauf und bei der Ticketvergabe auf curt.de zu spät dran waren, an dieser Stelle einfach nur nochmal etwas Salz in die Wunde. Tipp: curt-Präsies rechtzeitig checken und ranhalten. Denn das geht steil!

MAREN KAMES: Halb Taube Halb Pfau Dienstag, 03.04. // Z-BAU Ersatztermin für die im Januar ausgefallene Lesung im Rahmen der Lesereihe „Junge Gegenwartsliteratur im Z-Bau“! Die mehrfache Stipendiatin und mehrfach preisgekrönte Maren Kames sorgt bei ihrem Debütroman allein schon mit der Gestaltung durch die TypografieLegende Erik Spiekermann für Aufsehen. Inhaltlich Hübsches wechselt mit hingerotzt Hässlichem und nahezu ausgespuckten Versen, „Lies mal, ein typografischer Regenbogen!“ mit „Pfui, ekelhafter Buchstabenwurm“. Genau unser Ding!

Smokestack Lightnin’ Freitag, 06.04. // Zentralcafé im Künstlerhaus Yee-haw! Die Cowboys von Smokestack Lightnin' reiten wieder in die Stadt. Aufrechten Männern wie Bernie Batke und seiner eingeschworenen Bande ist es seit über zwanzig Jahren zu verdanken, dass man sein Steak oder Tofuschnitzel mit der richtigen Coolness standesgemäß bei Country und Bier auf den Grill werfen kann. Die Jungs reiten die Americana-Welle aus Rhythm&Blues, Rock&Roll, Sixties Soul und Country standhaft und schweißtreibend im staubigen Saloon in Nashville genauso wie im schicken Salon auf dem Nürnberger Opernball, zuletzt zusammen mit „Die Ärzte“-Trommler Bela B, der nach einem Besuch eines dieser Livekonzerte unbedingt mit den Schwabacher und Nürnberger Reitern spielen wollte. Ihr Konzert im Künstlerhaus ist der Beginn des Abgesangs aufs Zentralcafé an alter Stelle. Im Sommer beginnt der 3. Bauabschnitt im nördlichen Teil des Künstlerhauses, der erst 2021 mit einer großen Raum-Rochade endet. Dann heißt es Daumen drücken, dass nach der dreijährigen Reise nach Jerusalem für die Subkultur noch genügend Stühle, alte Sofas und Sitzsäcke übrig geblieben sind. Am Plattenteller verabschiedet sich DJ Matschi, mit seinem „großen Rock & Roll Schwindel“. Ein doppelt guter Grund, im alten Zentralcafé nochmal richtig Gas zu geben.


110 Curt empfiehlt + verlost

Foto: PR Foto: PR

Desperate Journalist Donnerstag, 12.04. // Club Stereo Den Namen haben sie von dem The Cure Song „Desperate Journalist In Ongoing Meaningful Review Situation“, den Robert Smith so umbenannt hat, nachdem ein Schreiber ihr Debütalbum verrissen hat. Allen Zweifeln im Namen zum Trotz verzweifelte am Ende aber kein Journalist am Debütalbum „Desperate Journalist“ der vier Musiker aus dem Norden Londons. Voll des Lobes waren die Kritiker froh, endlich legitime Nachfolger der kanadischen Band The Organ, die nach einem hart erarbeiteten und gefeierten Debütalbum auch schon wieder ausgeorgelt hatte, gefunden zu haben. Dabei sind Sängerin Jo Bevan und ihre Bandmitglieder Simon Drowner (Bass), Rob Hardy (Gitarre, Piano) und Caz Hellbent (Drums) angetreten, um spannenderen Post-Punk zu machen als The Editors. Diese Vorgabe erfüllt die Band wieder in ihrem zweiten und aktuellen Album „Grow up“, an dem auch kein Schreiber verzweifelt ist. Erneut hagelte es nur beste Kritiken für den ausgewachsenen PostPunk mit den poppigen Melodien und Spuren von Wave und Gothic, der live sogar noch besser kommt.

Oum Shatt Mittwoch, 18.04. // Z-Bau Laut eigener Aussage ist die Band – oder das von Depressionen und manischen Höhenflügen immer wieder auseinandergerissene und wieder zusammengebaute lose Kollektiv um Jonas Poppe – plötzlich im Jahr 2012 erschienen. Fast wie aus Aladins Wunderlampe in 1001 Nacht. Wenn nicht aus türkischen und arabischen Singles, könnten die Berliner Jonas Poppe (Warriors, Kissogram), Jörg Wolschina (Der Elegante Rest), Hannes Lehmann (Mina, Contriva) und Tausendsassa Chris Imler (u.a. Golden Showers, Die Türen, Jens Friebe) auch daher ihr Faible für arabische Harmonien haben, die sie mit ihrem radikal minimalistischen Rock&Roll, den Stakkato-Riffs, phrygischen Ausflügen ins Psychedelische, Surf, New Wave, treibenden Bassläufen und der kühlen Stimme Poppes klanglich in Richtung Talking Heads und Franz Ferdinand schieben. Klingt ambitioniert und dann doch angenehm unangestrengt und unambitioniert. Da passt es ins Bild, dass die Fans nach dem plötzlichen Erscheinen von „Power To The Women Of The Morning Shift“ fast drei Jahre auf das Album warten mussten. Ein Glück, dass der lose Vierer auch live einfach exzellent ist.


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Foto: Hella Wittenberg Foto: PR

Ryan McMullan Montag, 23.04. // Club Stereo An bedeutsamer Unterstützung mangelt es Ryan McMullan derzeit nicht. Megastar Ed Sheeran nahm ihn ins Vorprogramm seiner Europa-Tournee, wo der Nordire vor kurzem noch vor Zigtausenden spielen durfte, und Gary Lightbody von Snow Patrol bezeichnete ihn sogar als aufregendsten irischen Künstler mit der Stimme eines Engels. In den hohen Lagen kräftig und emotional, tief unten rau und aufregend. Die saftigen Wiesen und Weiten Nordirlands scheinen ein gutes Klima für Singer/Songwriter zu sein. Ryan McMullan stammt aus dem verträumten Küstendorf Portaferry, also genau der Nährboden, den ein moderner Troubadour braucht, um Romanzen von Liebesglück und Liebesleid zu erzählen. Den ganz großen Weichspüler zieht der Mitzwanziger dabei trotzdem nicht durch. Gekonnt wechselt der vermeintliche Folk-Musiker zwischen Akustik-Gitarre und E-Piano und legt mit seiner E-Gitarre, den Drumsamples und eingespielten Chören auch mal eine etwas intensivere Performance hin, die dann schon eher nach Blues und Soul klingt. Aber selbst ohne Instrumente klingt die Pub-erprobte Engelsstimme gewaltig und intensiv.

Across feat. Frederico Albanese Mittwoch, 25.04. // Neues Museum Früh übt sich, wer später mal eine 1-Mann-Orchester werden will! Bereits im frühesten Kindesalter lernte der kleine Frederico Klarinette und Klavier, als Teenager hängte er sich die Bassgitarre um, um dann am Ende Kontrabass zu studieren. Vielleicht auch, weil seine Musiklehrer ihm von einer professionellen Pianistenkarriere abgeraten haben. Dabei werden seine Kompositionen auf seinem dritten Solowerk „By The Deep Sea“, das er im Rahmen der Konzertreihe „Across“ im Foyer des Neuen Museums vorstellen wird, wieder von seinem Klavierspiel getragen. Für den am Meer aufgewachsenen Italiener ist „By The Deep Sea“ eine Geisteshaltung, für die HörerInnen eine Mischung aus Klassik, Electronica und Psychedelia und ein Werk mit großer Eleganz und Tiefe. Kein Wunder, schließlich spielt der Wahl-Berliner nicht nur mit dem Klavier, sondern auch mit einer Vielzahl an anderen Instrumenten und Techniken, beispielsweise Rhodes Piano, Synthesizer, Hammond Orgel, elektrische, akustische und Bass-Gitarren, Field Recordings, Arpeggiatoren oder Loops. Das macht ihn aktuell neben Künstlern wie Nils Frahm oder Martin Kohlstedt, die auch schon im Neuen Museum zu Gast waren, zu den gefragtesten Künstlern im Neo-Klassik Bereich.


112 Curt empfiehlt + verlost

Unter einem Dach Festival

Sam Vance-Law. foto: J. Konrad Schmidt

Blackout Problems. foto: Ilkay Karakurt

Fuck art, let's dance. foto: Katja Ruge

Freitag, 27.04. // E-Werk Es wird wieder mal eng unterm Dach des E-Werks. Insgesamt 17 Acts stellt das hauseigene Booking-Team auf fünf Bühnen drinnen und draußen. Darunter wieder Empfehlungen des Hauses, Festival-Entdeckungen, Lieblingsbands von heute und Bands mit dem Potential für die Lieblingsband von morgen. Von Rock und Pop in unterschiedlichsten Indie-, Alternativ-, Retro- oder Post-Ausprägungen bis Electro, Hip-Hop und Rap ist musikalisch für fast jeden Musikgeschmack und in allen Leise- und Lautstärken etwas geboten: Leise Momente im Kino, Tanzbares im Tanz-Werk, Lautes auf der Hauptbühne im Saal, Indie-Open-Air im Garten und Poppiges auf der Kellerbühne. Alphetischt, kurz und knapp: Ahzumjot (Rap), Blackout Problems (AlternativeRock), BLOND (Indie Pop), FUCK ART, LET'S DANCE (Electro), Hannah Epperson (Folk), He Told Me To (Pop), Kids of Adelaide (Folk Rock), LEAK (PostPopRock), LEMUR (HipHop), Liam X (IndieElectronica), Mic Mali (FunkPop), Nobutthefrog (Folk), RIKAS (SurfIndie), Sam Vance-Law (ChamberPop), Suzan Köcher (RetroPop), The Air We Breathe (Indie), VAN HOLZEN (AlternativeRock). Und wer dann immer noch nicht genug hat, tanzt sich auf der Aftershowparty mit Earl Enis Kanke, Liederaufleger aus der Liga der außergewöhnlichen Liedauswähler, in Ekstase. Und weil das ganze Ding gar so gut ist, hat man sich dafür noch den adäquaten Medienpartner ausgesucht: das Magazin von Welt aus dem bescheidenen Hause curt. Inklusive Freitickets für Euch, die Besten!


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Foto: Noel Richter

Foto: PR

ISOLATION BERLIN

Fil Bo Riva

Mittwoch, 25.04. // MUZ CLUB Von wegen „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“! Dass sich FußballFans diesen Freudengesang, ob des Einzugs ins Pokalfinale, getrost sparen können, weil Berlin keineswegs eine Reise wert ist, versuchen uns die vier isolierten Berliner schon seit einigen Jahren eindrucksvoll klar machen zu wollen. „Fahr weg“ lautet ihre Empfehlung, schließlich ist in Berlin „Alles Grau“. Seit letzten Februar geht das Leiden der jungen Berliner weiter. „Vergifte Dich“ heißt das neue Album der Band und ist wieder keine Aneinanderreihung lebensfroher Partylieder. Das ist Großstadtmelancholie, Wut und Pessimus in Indierock, PostPunk und spelunkige Chansons gegossen. Das klingt wie Rio Reiser, Tocotronic oder Element of Crime. Nur eben in jung, schließlich sind die vier gebrochenen Herzen gerade mal Mitte Zwanzig. Live packt die Band neben ungewohnter Leidenschaft auch die großen Gesten aus und schwankt leutseelig und kokett zwischen intro- und extrovertiert. Nur wenn Sänger Tobias Bamborschke singt, dass er paar Fressen einschlagen wird, stellt sich die Frage, ob sich der blasse Jüngling und alte Romantiker damit vielleicht dann nicht doch übernehmen würde?! Man sieht sich am Pfandflaschenautomat!

Mittwoch, 02.05. // Z-Bau Eigentlich hat der gebürtige Römer Filippo Bonamici schon einen schmissigen Namen für einen italienischen Schlagersänger in die Wiege gelegt bekommen! Dass er trotzdem lieber als Singer/Songwriter Fil Bo Riva durch die Lande tourt, liegt vielleicht an seiner Internatszeit in Dublin, während der er seine Begeisterung für die englischen MusikerInnen entdeckte, oder an Gitarrist Felix A. Remm, denn Fil Bo Riva ist eigentlich ein Projekt für zwei. Stimmlich liegt der mittlerweile Wahl-Berliner in der Abteilung „Reibeisen“ ähnlich seiner Kollegen Faber, Jesper Munk oder Henning May von AnnenMayKantereit. Bei Letzterem sang der Signore am Anfang der Karriere sogar schon im Vorprogramm. Aber seit ihren Krachern „Franzis“ oder „Like Eye Did“ füllen die zwei Fil Bo Rivas längst selbst die Konzerthallen und Clubs. Das Nürnberger Konzert haben übrigens die Spürnasen vom Club Stereo eingefädelt und nach dem ersten Karten-Engpass den Kollegen vom Z-Bau in die Galerie gestellt. Allein, geholfen hat das alles nichts. Auch im Z-Bau hängt mittlerweile das „Ausverkauft“Schild an der Tür. Wie gut, dass wir schon vorher Tickets gesichert haben. Einfach www.curt.de checken und Tickets für lau abgreifen!


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Im Gespräch: Me & Reas es tut sich einiges in der hiesigen Bandlandschaft – So auch bei dieser fünfköpfigen Formation, die ebenfalls gerade ihr neues Album herausbrachte. Unser Musik-Spezi Tommy Wurm traf sich mit den Jungs auf ein paar Worte ... und lernte einiges über Vergangenheitsbewältigung und das wegproben von bier.

Foto: David Häuser

CURT: Wie geht’s Euch? Me & Reas: Gut soweit. Der Stress der letzten Wochen liegt uns noch ein bisschen in den Knochen, aber die Vorfreude auf die Tour überwiegt. Das neue Album trägt den Titel „PastPerfect“. Was ist der Gedanke dahinter? Vergangenheitsbewältigung. Wir gehen jetzt in unser 5. Bandjahr und entsprechend haben sich einige Stories, Momente und Geschichten aufgestaut, die jetzt einfach mal raus müssen. “5 Freunde sollt ihr sein“ könnte das Motto von Me & Reas sein, wenn man dem Info Glauben schenken mag. Ist dem wirklich so und wie wichtig ist der Aspekt Freundschaft für die Band? Ja, die Freundschaft ist tatsächlich nicht nur der Ursprung der Band, sondern auch der Grund, warum es uns überhaupt noch gibt. Wir haben vor Jahren schon zusammen Bier getrunken, jetzt tun wir das eben in einem musikalischen Kontext. Wir wohnen aktuell noch in zwei WGs zusammen und auch abseits der Bühne verbringen wir die meiste Zeit miteinander. Der Sound des neuen Albums unterscheidet


115 Im Gespräch: ATOGK

sich von Euren vorherigen. Weniger Singer/Songwriter, mehr Rock. War dies ein bewusster Schritt – und warum? Wir haben uns letztlich live in diese Richtung entwickelt. Zunächst war Me & Reas nur ein Singer/Songwriter-Projekt plus Band. Im Laufe der Jahre ist das Projekt irgendwie ganz natürlich zu einem festen 5-Mann-Ding geworden. Der Sound ist dem Prozess nur gefolgt. Gab es einen Produzenten, oder ist alles DIY? Die Aufnahme und auch 90% der Produktion haben wir selbst übernommen. Das hat letztlich so extrem viel Zeit und Nerven gekostet, da wir das in einem solchen Ausmaß noch nie praktiziert haben, dass wir das Mixing dann extern vergeben haben, obwohl wir das zunächst ebenfalls selbst machen wollten. Unser Mann in Berlin, Pascal Martin, hat dann Gott sei Dank Mix und Master übernommen und dabei auch nochmal mindestens 10% aus der Produktion rausgeholt. Ganz DIY wäre eine Nummer zu viel gewesen. Genügt es Euch, ein paar Gigs zu spielen und einen Kasten Bier die Woche leer zu proben, oder sind Eure Pläne ambitionierter? In dem Jahr nach der EP-Veröffentlichung haben wir knapp 40 Shows gespielt, darunter auch einige ganz schöne Festivals. Da haben wir Blut geleckt. Entsprechend sollen es in dem Jahr nach LP-Veröffentlichung 50 Shows und ein paar Festivals mehr werden. Mit der Tour Ende März bis Anfang April und den bisher bestätigten Festivals sieht es auch ganz danach aus, als ob wir unser Ziel erreichen können. Einen Kasten Bier in der Woche proben wir aber trotzdem gern leer. Wie seht Ihr die hiesige Musikszene und wie wohl fühlt Ihr Euch in ihr? Gefühlt kommt da aktuell ganz viel gutes Zeug aus der Heimat. Die Golden Keys, Betamensch, Nick & June oder Green Apple Sea laufen auch im Bandbus rauf und runter. Freut uns ebenfalls sehr, dass wir zuletzt des Öfteren in einem Atemzug mit diesen genannt worden sind. Das ehrt uns auf jeden Fall. Viele von den Leuten machen das ja wie wir nun schon eine ganze Weile. Entsprechend kennt man sich und tauscht sich auch regelmäßig aus. Tourproblematiken, Promo ja/nein,

Aufnahme, Labels usw. Wie überlebt man als Künstler dieser Tage? Wie lange kann man sich den anstrengenden Spagat zwischen Job, Band und Privatleben leisten? Naja, wenn man es unbedingt drauf anlegt, dann klappt das schon irgendwie. Ist vermutlich eher eine Frage des gewünschten Lebensstandards. Man muss sich als Musiker heutzutage vermutlich breiter aufstellen, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen, als früher. Allerdings behaupte ich mal, dass du früher ohne Label bzw. ohne Geld eigentlich keine Platte machen konntest. Studios, Videos und die klassischen Vertriebswege waren einfach verdammt teuer. Mittlerweile kann man – vereinfacht gesagt – mit einem Laptop und einem Mikrofon ein Album produzieren und es danach für wenig Geld auf YouTube, Spotify, iTunes etc. packen. Welche Künstler bzw. Bands inspirieren Euch? In den letzten Reviews wurden Sachen wie Dashboard Confessional meets Mumford & Sons, Mischung aus Blink 182, Jimmy Eat World und Of Monsters and Men geschrieben. Das lasse ich gerne so stehen. Euer Album ist jetzt seit vier Wochen am Start. Wie fallen die ersten Feedbacks aus? Klar, ein paar garstige Reviews gab es schon auch, aber jedem rechtmachen können und wollen wir es ja auch gar nicht. Da überwiegen zum Glück die positiven Reviews und das Feedback via Facebook und Instagram. Es ist vielleicht auch zu viel verlangt, dass Leute unsere Art von Humor und Songwriting verstehen. Während ein Blog von Kitsch spricht, erkennt der andere das Augenzwinkern in den Lyrics und ist total begeistert. Letztlich ist es aber schon einmal ein gutes Zeichen, dass überhaupt jemand über uns schreibt. Me & Reas – Past Perfect. Erschienen auf RecordJet. Releasekonzert am Freitag, 14. April, im MUZclub, Nbg. Präsentiert von curt. Daher: curt vergibt Tickets auf www.curt.de. Infos zur Band, neue Single und Videos auf meandreas.com.


116 Heimatmelodien

Van Schelln. Foto: PR

The Seizures. Foto: PR

Earth Flight. Foto: PR

King Father Baboon. Foto: PR

Sick Of Sorrow. Foto: PR

Unlimited Culture. Foto: Skanko Productions

mars mushrooms. Foto: PR

Karin Rabhansl. Foto: Nadine Lorenz


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Lokales BandGeschehen Neue Alben, Videos und Konzerte in Masse. Tommy wurm, unser Mann für Bühne und Backstage, behält den Überblick und hat ein Ohr an den Proberaumtüren der Stadt, ohne zu groupie-haft zu wirken. ein glück. Der Frühling ist ein Schwächling. Blass um die Nase und jedweder Konfrontation aus dem Weg gehend. Umso besser für alle IndoorAktivitäten rund ums Thema Musik!

Der 13. April steht im Kunstverein (Z-Bau) ganz unter dem Motto Metal. Die Nürnberger Metalcore-Sensation Sick Of Sorrow lädt zum Album Release und hat sich zusätzlich Stonem, Insane Humanity und Born In The Chaos Of Carnage geladen.

Am 30.03. bringt die fränkische Mundart-Rock Formation Van Schelln ihr Album „Schellenbringer“ unters Volk und der Track „Broudwoschdghäggwägg“ sollte der Biergarten-Hit 2018 werden.

Me & Reas trauen sich am 14.04. aus ihrem Wohnzimmer in der Klaragasse und geben ihr Livedebüt im MUZclub. Siehe Seite 114.

Konzerte mit lokaler Beteiligung gibt es reichlich und das freut mich. Am 06.04. lädt King Father Baboon in den MUZclub zum EPRelease. Mit dabei sind Dune Pilot aus München und Astroboy aus Berlin. Der Eintritt beträgt 0,00932 Bitcoin (Stand 24.02.28).

Am 19.04. werden Earth Flight ihre Record Release-Party im MUZclub feiern. Ihr DoomMetal, mehr verspielt als verfrickelt, wird auf der neuen Platte mit einer Prise Pop und Psychedelica angereichert. Der Support kommt von Pygmalion und Revolutions Per Minute.

Das Konzept der B-Side Sessions ist einfach und genial. In gemütlicher Wohnzimmer Atmosphäre wird ein Akustik One Cut Video gedreht, das die Lokalbands dann für ihre eigene Promo verwenden können. Seit einem Jahr geht das schon und 23 Bands haben mittlerweile teilgenommen. Grund genug, den Geburtstag am 13.04. im MUZclub zu feiern. Auf der Bühne stehen neben dem Sunday Morning Orchester, Ki’luanda, Unlimited Culture, Koala Kaladevi und Oporto. Der Eintritt ist übrigens frei – Spenden erwünscht ...

Ein 20-jähriges Bühnenjubiläum ist mal eine Ansage. Mars Mushrooms verbinden dies gleich mit ihrem Record Release am 21.04. im MUZclub. Auch am 21.04. findet das Rock The Kids Benefiz Festival mit The Seizures, The Dehydrators und Karin Rabhansl im Zentralcafé (KuKuQu) statt. Der Eintritt geht zu 100% an die Stadtmission Nürnberg e.V. Also Arsch vom Sofa und hingehen! Gute Sache!


118 Club- & Konzertgeschehen

Alveole. Foto: PR

Danceperados of Ireland. Foto: Gregor Eisenhuth

The Magictones. Foto: Richard Wagner

Leoniden. Foto: Robin Hinsch

Youssra El Hawary. Foto: Bashir Wagih

Guru guru. Foto: PR


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curt fühlt sich disco und lIebt Konzerte! curt sagt Euch, wo in den Musikstätten der Stadt der bass stampft oder die Gitarren schrammeln!

NEU: Split Freitag, 06.04. // Desi Eine neu Veranstaltungsreihe geht an der Brückenstraße in die erste Runde: Drone-lastiger Techno und Acid Sound stehen auf dem Programm – wenn‘s klappt, wird sich bei stimmigem Sound, Video- und Lichtkonzept sogar „auf eine hypnotische, sowie übergreifende Ebene begeben“. Hm, wir wussten noch gar nicht, dass es in der Desi einen 1. Stock gibt!? Wie dem auch sei, äußerst sympathisch finden wir die Ankündigung, dass es rein um Musik gehen soll, weswegen Namen von KünstlerInnen nicht im Vordergrund und ergo auch nicht im Programm stehen.

Bierchen & Bühnchen SAMSTAG, 07.04. // Gostenhof, Himpfelshof UND DrUMherum Es gilt wieder, die Wanderschuhe mit den feinen Tanzsohlen anzuziehen. Nürnberg-Gostenhof, Himpfelshof und Umgebung und alle Freunde einer vielfältigen Kneipenkultur und regionaler KünstlerInnen begehen die dritte Ausgabe des Musik- und Kneipenfestivals „Bierchen und Bühnchen“. Einen ganzen Abend wird es an den unterschiedlichsten Orten wunderbare Künstlerinnen und Künstler bei freiem Eintritt live zu erleben geben. Zu hören und zu sehen gibt es vom Achtzehn97 bis zur Zentralhalle in rund 20 Kneipen & Cafés über 20 Bands, Singer/ Songwriter und DJs, von Apanorama in der Galerie Eisdiele, vorbei an der Black Elephant Band im Willich bis zu den Solitaries bei Herrn Lenz. Am Veit-Stoß-Platz steht wieder eine große Open-Air-

Bühne mit Musik von Kleister, Patrick Jahn und einigen anderen, um die Bühne stehen Essens- und Getränkestände und am Ende stehen auch noch (gegen geringes Entgelt) zwei große Aftershowpartys an mit La Ola Electronica im MUZclub und Beatbetrieb in der Desi.

Danceperados of Ireland Mittwoch, 11.04. // Stadthalle Fürth Dass Iren gerne singen und tanzen, wissen wir spätestens, seit Michael Flatley den halben Kontinent mit seinen „Riverdance“-Shows infiziert hat. Auch den Deperados, den „Tanzwütigen“, liegt der (Stepp-) Tanz im Blut, doch vermag diese irische Tanzgruppe aufgrund der individuellen Qualitäten ihrer Tänzer, Musiker und Sänger komplett auf Effekthascherei und Playbacks zu verzichten. Das live musikalisch begleitende Sextett gehört zur Topliga des Irish Folk – mit Sängerin Geraldine MacGowan, Pionierin des Irish Folk Revivals der 70er Jahre, sowie AkkordeonVirtuose Eimhin Liddy – und für die Choreographie zeichnet sich der zweimalige „World Champion“ Michael Donnellan zuständig.

Benefizkonzert für die Nürnberger Tafel Samstag, 14.04. // Quibble Über die sogenannten „Tafeln“ in Deutschland wurde in letzter Zeit ja oft (und zum Teil kontrovers) berichtet. Den Bluesrockern von Cult Of Lam ist das Schicksal vieler Hunderter Bedürftiger in Nürnberg nicht egal, denn sie wollen durch


120 Club- & Konzertgeschehen

dieses Benefizkonzert die wichtige Arbeit des Bayerischen Roten Kreuz (als Träger der Tafel-Einrichtung) unterstützen. Auch dabei sind Alveole (ModerRock) und Crashing Crew (CrashMetal), die alle auf ihre Gage verzichten, um den gesamten Eintritt spenden zu können. Dass seit 25 Jahren in Deutschland Ehrenamtliche mithilfe von Spenden die Daseinsvorsorge von mittlerweile bis zu 1,5 Millionen Menschen in diesem Land unterstützen oder gar gewährleisten müssen, ist schlichtweg ein gesellschaftspolitischer Skandal und sei hier auch noch einmal deutlich unterstrichen!

2 Jahre You Are Here Jubiläumsfestival Samstag, 14.04. // Z-Bau Seit zwei Jahren verschafft die 20-köpfige interkulturelle Redaktion (bestehend aus Geflüchteten, Ehrenamtlichen und einheimischen Kulturschaffenden) Neu-NürnbergerInnen auf ihrer Homepage refugees-nuernberg.de einen Überblick über das lokale Kulturleben, um ihnen somit auch den Weg der gesellschaftlichen Integration zu erleichtern. Zum Geburtstag reist eigens Comedian und Deutschlands selbsternannter „Integrationsalbtraum Nr. 1“ Jilet Ayse aus Berlin an, um in feinster Kanaken-Manier über den Wahnsinn der Integration und die lustigen und schönen Seiten einer MultiKulti-Gesellschaft zu sprechen. Political Correctness? Ja, aber mal anders! Danach darf, kann und soll bei der Orient-Party „DiskoMisko“ noch die ganze Nacht weiter gefeiert werden.

Tribal, Bollywood, Flamenco und Fusion – gelebte Transkultur zeigen. Auch schön: Wer zu seinen Lieblingslieder tanzen will, kann sie einfach auf CD oder Handy mitbringen.

Guru Guru Donnerstsag, 19.04. // Hirsch Fünf Jahrzehnte Musik ohne Unterbruch, bald dreieinhalbtausend Konzerte, unzählige Platten und CDs, über 30 kommende und gehende Bandmitglieder – Mani Neumeiers Krautrock-Urgestein ist ein echter Dauerbrenner. Allein der „Elektrolurch“ ist ein Manifest und steht auch heute noch im Programm, bei dem man auch gut an der aktuellen Version die musikalische Metamorphose der Band über die Dekaden hinweg vom Rock und eher hin zu Fusion und Weltmusik prima nachvollziehen kann. Die originale Energie und Spielfreude konnte sich die jeweilige Formation trotz Wandel und Umbesetzungen seit 1986 stets erhalten.

StraSSenkreuzer Benefiz

Shimmy Hafla

Samstag, 21.04. // Kirche St. Klara Bereits zum achten Mal beweist die Offene Kirche St. Klara offene Nächstenliebe und organisiert dem Sozialmagazin Straßenkreuzer e.V. ein Konzert, von dem alle Einnahmen direkt an den Verein gespendet werden. Das Mädchen mit der Gitarre Denise Beck, die Fürther Indie-/LoFi-Liedermacherin Lena Dobler und das für wilde Euphorie und heroische Zusammenbrüche berüchtigte Blues/Bluegrass-Trio The Sandbox Josephs sorgen (hoffentlich) für volle Klingelbeutel.

Samstag, 14.04. // Kulturwerkstatt Auf AEG Für alle, die mehr vom Tanzen erwarten, als nur zwei Schritte vor und einen zurück: Jung, modern und frisch und weit weg vom altbackenen Bauchtanz, bietet diese Orient Disko heiße Beats aus dem Morgenland und vom Balkan. Zudem sind mehr als 50 TänzerInnen (aus dem Großraum Nürnberg und aus ganz Deutschland) beteiligt, die durch zeitgenössischen orientalischen Tanz – von klassisch orientalisch bis hin zu

Sonntag, 22.04. // Frankenhalle Dass man mit so einer quängelnd-nöligen Stimme Weltkarriere machen kann, ist schon ein Wunder. Aber bei Robert Allen Zimmerman aka Dylan waren die gesellschaftskritischen Worte und Texte seiner Songs schon immer die wahre Stärke und das Revolutionäre, für die er nicht zuletzt 2016

Bob Dylan


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als erster Musiker überhaupt den Nobelpreis für Literatur verliehen bekam. Doch auch seine Musik hatte etwas Revolutionäres, besaß er Mitte der 60er Jahre als erster Gitarrist doch die Frechheit, seine akustische Klampfe über einen E-GitarrenVerstärker zu jagen! Blasphemie, das mochten die prüde-konservativen FolkFreaks Amerikas aber mal so gar nicht. Dylan ist wahrlich ein Jahrhundert-Künstler, und für uns Franken bietet sich wohl die letzte Möglichkeit, das grantelnde Genie direkt vor unserer Haustüre zu bewundern.

Kytes. Foto: Christoph Schaller

Bigband der Hochschule für Musik Montag, 23.04. // Tafelhalle Gerade eben hat die HfM Nürnberg ihre top renovierten Räume im ehemalige Sebastianspital am Wöhrder See bezogen, schon schickt sie ihre Eleven zum Eröffnungskonzert des „Young Lions on Stage“-Festivals für den Jazz-Nachwuchs. Der Schwerpunkt des Programms unter der Leitung von Prof. Klaus Graf und Prof. Steffen Schorn liegt dabei auf Jazzkompositionen des Posaunisten Bob Brookmeyer. Darüber hinaus präsentiert der Kreativpool der Kompositionsklasse auch Uraufführungen von Werken der Studierenden. Der Abend findet auch im Rahmen der „The Art of Jazz“Konzertreihe des JazzStudios statt.

Jan Blomqvist. Foto: PR

AFROb. Foto: PR

2x egoFM Fest 20.04. + 21.04 // Würzburg + München Gleich doppelt feiern dieses Jahr unsere Freunde von egoFM ihr Indoor-Festival. Denn was in der Münchner Muffathalle die letzten Jahre schon so prima funktioniert, soll jetzt auch die Posthalle in der fränkischen Main-Metropole beglücken. Und wir sind uns sicher, dass das exquisite Line-up von HipHop über Electro bis Indie und Pop auf zwei Areas auch Unterfranken begeistert, denn mit Jan Blomqvist, Afrob, den Kytes, Kid Simius, Sue The Night, Leoniden, Kids Of Adelaide und Echoes Of Felidae stehen absolute Szene-Schwergewichte auf den Bühnen. Wer jetzt vielleicht noch eine Anschubmotivation braucht, um sich auf den Weg zu machen: curt vergibt Tickets, teils inklusive Bayerntickets (sponsored by DB Regio) auf www.curt.de!


122 Club- & Konzertgeschehen

Pon Di Attack 15th Anniversary Bash Freitag, 27.04. // Z-Bau Seit 2003 prägt Tom aka Mr. Layzman aka Sheng Peng Soundsystem die hiesige Reggae- und DancehallLandschaft und hat sich zum Jubelfest noch mehr Nürnberger Offbeat-Geschichte eingeladen, denn auch Selecta Herbalist vom Tsunami Soundsystem und die Crew von Mangotree mischen seit gefühlten Ewigkeiten fleißig in der Szene mit. Komplettiert wird das Line-up von Selectah Spinback aus Leipzig und Django Soundsystem, beide auch seit Jahren feste Größen, wenn sich jamaikanische Beats auf den Plattentellern drehen. curt gratuliert!

Bucovina Samstag, 28.04. // Künstlerhaus Eigentlich sollte im Februar schon (vorläufig?!) Schluss sein, aber DJ Shantel darf noch einmal nachlegen. Also ein allerletztes Mal vor dem Umbau: Ihr, der König des Balkans, der Puszta-Ritt über den Planeten Paprika durch den Festsaal und ein kleiner Wodka zum Abschied oben drauf!

Akkordeonale – Internationales Akkordeon Festival Samstag, 28.04. // Kulturfabrik Roth Ob ein Schifferklavier wirklich mehr Glückshormone frei setzt als Schokolade – wie in der Pressemitteilung kess behauptet – sei mal dahingestellt. „Ein Multikulti-Tausendsassa, der sich über Ländergrenzen hinwegsetzt, kulturelle Vielfalt bereichert und in sämtlichen musikalischen Stilrichtungen zuhause“, ist das Akkordeon aber allemal. Auch zum 10. Jubiläum hat der musikalische Drahtzieher des Festivals, Servais Haanen, wieder ein buntes Programm zusammengestellt. So trifft zum Beispiel Rembetiko und Balkanjazz von Dimos Vougioukas auf brasilianischen Forró von João Pedro Teixeira, und ägyptischer IndieFolk von Youssra El Hawary begegnet der Bandoneon-Magie eines Omar Massa aus Buenos Aires. Herzstück der Akkordeonale

ist und bleibt die Begegnung und Interaktion zwischen den Musizierenden im Wechsel von Soli und Ensemblestücken.

Tanz in den Mai Montag, 30.04. // Terminal90 Eines der Highlights des Partyjahres am Flughafen steigt (schon traditionell) am letzten Apriltag: ausgelassene Stimmung, strahlende Gesichter und beste Partylaune heißt es beim Tanz in den Wonnemonat Mai. DJ Falco versorgt Euch am Mischpult gewohnt sicher mit den Hits der letzten 30 Jahre, damit auch für jeden Geschmack etwas dabei ist. Neben den obligatorischen Getränke-Specials steht heute auch das offizielle Terrassen-Opening wieder an. Übrigens: Günstig parken könnt Ihr für schmale 4 Euro bis 6 Uhr morgens im Parkhaus P3.

Soulnight Montag, 30.04. // E-werk Ob Erlangen wirklich in einer Kausalreihe zu New Orleans, Memphis und Detroit steht, wie vom Veranstalter hier flux behauptet wird? Man mag zweifeln, oder sich von The Magictones eines Besseren belehren lassen. Die widmen sich immer hin seit sage und schreibe 34 Jahren dem erdig groovenden Memphis Soul. Markenzeichen der zehnköpfigen Band um Sänger Wende Weigand sind dabei beinharte bis relaxte Grooves, sowie die funkigen Bläsersätze mit ihren jazzigen Farbtupfern in den Soli. Nicht ganz so lange sind The Ruby Rascals unterwegs: seit 2015 macht sich die Formation um die stimmstarken Sängerinnen Gabriella Gruner und Kathrin Volbers einen eigenständigen Namen. Eine Soulnacht, bei der sich beide Kapellen durch gegenseitige Gastauftritte noch zusätzlich bereichern wollen – bis beim großen Finale kein Hemd mehr trocken ist ...


123 Tonträger, Neu

Neue Musik, unverhört von curt verhört ganz kurz besprochen und äusserst sanft gestreichelt von tommy Yamaha!

Superorganism: Superorganism (Domino Rec. ++ 02.03.) Das Hype-Thema der Stunde – und ich muss gestehen, der Hype geht klar. Ein wahrlich tolles Album mit einem wilden Stilmix, den man das letzte Mal so konsequent bei den Big-Beat-Produktionen des auslaufenden Jahrtausends gehört hat. Funk, Sample, #alleswurscht.

Young Fathers: Cocoa Sugar (Ninja Tune ++ 02.03.) „Cocoa Sugar“ ist das mittlerweile dritte Album der äußerst eigenwilligen Truppe aus Edinburgh. Ihre Musik hat Einflüsse vom Krautrock bis zum HipHop. Als Hausnummer würde ich TV On The Radio in der elektronischen Variante nennen. Ein mega Album. Zornig, wild, speziell.

Jo StrauSS: Der blinde Fleck (Donnerwetter Music. ++ 06.04.) Jo Strauss ist ein österreichischer Kabarettist und Musiker – und wahnsinnig. Was ein absurd gutes Album. Vergleiche mit Tom Waits drängen sich ob seines Organs auf. Man denkt an den großen Ludwig Hirsch zurück. Toll, nur der Dialekt könnte beim weltweiten Durchbruch im Wege stehen. Kippen, Whiskey, Schmäh.

Garden City Movement: Apollonia (Night Time Stories ++ 15.03.) Das Debütalbum des Trios aus Tel Aviv lässt sich musikalisch wohl unter dem Begriff Chill Wave einordnen. Ganz viel 70s Soul, eher der weißen Bauart, hört man da raus. Eine wirklich schöne Platte, die vor drei Jahren gut eingeschlagen hätte. 10cc, Hall & Oates, zu spät.

Nakhane: You Will Not Die (BMG ++ 15.03.) Der südafrikanische Künstler Nakhane kommt hier mit einem wilden Gebräu aus Soul, Elektronischem und starken Einflüssen afrikanischer Musik ums Eck und das Ding ist on fire. In seiner Heimat hat er noch den Nebenjob als schwuler Aktivist, was in Südafrika nicht ohne ist. Gay, Rhythmus, Anohni.

Kreisky: Blitz (Wohnzimmer ++ 15.03.) Kreisky sind alles das, was sich Bilderbuch und Wanda nicht trauen. Die Platte klingt derart charmant hingerotzt, dass es eine wahre Freude ist. Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte, man könnte von den österreichischen Talking Heads sprechen. Großartig. Disco, 70’s,Gelb.


124 eventkalender ...

SONNTAG, 01.04.2018 7 Jahre Ludwigs

Tipp! Konzert. Essen. Trinken. Bar. DJing

Ludwigs 20h “Golden 20ies Casino Night” heißt das Motto der Geburtstagszelebration mit 20er Swing Electro Mucke und Special Drinks. Der Eintritt ist selbstredend frei.

6 Jahre Abrakadabra ft. Cleric

Disco. Party

Die Rakete 23h Das Techno-Flagschiff am Vogelweiher lädt sich mit Cleric (Clergy) einen absoluten internationalen Kracher, der mit seinem ästetischem Sound made in UK in allen bedeutenden Clubs der Welt ein gerne gesehener Gast ist. Support: Bernhard Groeger und Patpat.

Comic Café

Lesen. Freizeit. Essen. Trinken

Z-Bau 14h Galerie // Bei Kaffee und Kuchen in schönen Comics schmökern. Eintritt frei.

Lina Lärche: Kann ein Riegel Sünde sein? Konzert. Comedy. Kabarett

Rote Bühne 18h Musik-Comedy-Show. Musikalisch geht es quer durch den Gemüsegarten der Liedkunst von Chanson über Schlager bis Pop und einem Liebeslied mit Happy End.

Aurora-Fest

Disco. Party. Konzert

Der Cult 19:30h Mittelalterfest mit Livemusik von Fuchsteufelswild, Vera Lux und Trollfaust. Im Anschluss Aftershowparty mit DJ Padrigg.

Alex Cameron w/ Roy Molloy on Horn Konzert

Z-Bau 20h Galerie // Entrückte 80ies-DancePop-Hymnen.

Spitting Nails, Lazarath, Black Magic Six Konzert

Kunstverein (Z-Bau) 21h Anlässlich des 42. KV-Geburtstages gibt es die HC/Metal/ Punk-Konzerte zum freien Eintritt!

Ostertanz

Disco. Party

Terminal90 22h Den Feiertag gediegen mit Partymucke abfeiern: Musik von Danceclassics, Charts & Hits bis House mit Marc Wirtz.

Music for Devoted People

Disco.

Mississippi Queen 22h Nürnbergs dienstälteste Depeche Mode Party mit Depeche Mode Party mit Synthiepop, 80er, Wave, Electronics und Industrial.

Go Gitarre! Go! Spezial – Indie Ostern Disco. Party

Club Stereo 23h Super Independent Pop mit den DJs Haui und Kaneda.

Not Another Saxo Beat

Disco. Party

Desi 23h Verschiedenstes aus den Bereichen Downtempo, Dub, Oriental & Ambient von und mit den DJs Bassballett (Klangtherapie), Frederick Traumstadt, Bakuzap und Olli Norman.

MONTAG, 02.04.2018 Premiere: Gäste im Vorübergehen

ater.

The-

Stadtmuseum Erlangen 15h Das Poetische Theater präsentiert das neueste "Ausstellungsstück" mit viel Stadtgeschichte.

DIENSTAG, 03.04.2018 CUTATHON - Schneiden & Spenden Tipp! Freizeit

Haarkunst 09h Am Ende des Tages werden alle Einnahmen, die mit Haarschnitten erzielen wurden, an die ehrenamtlichen Wasserretter von Viva con Agua und deren globale Trinkwasserprojekte gespendet.

Wanda

CURT präsentiert: Konzert

Stadthalle Fürth 19h Das Konzert ist längst AUSVERKAUFT – aber: curt präsentiert und vergibt Tickets!


125 ... updates auf www.curt.de

Maren Kames: halb taube halb pfau CURT präsentiert: Lesung. Vortrag

Z-Bau 20h Saal // NACHHOLTERMIN! Lesereihe mit junger deutschsprachiger Gegenwartsliteratur. Heute mit Maren Kames, die Kulturwissenschaften, Philosophie und Theaterwissenschaft studierte und zuletzt den Anna-Seghers-Preis gewann. curt präsentiert!

Shiny Gnomes

Konzert

Mata Hari Bar 20h Gegründet 1985 in der Ära des Post Punk und Sixties-Revival, gehört das PsychedelicRock- / Indie-Quartett zu den erfolgreichsten Formationen Nürnbergs.

Casey, Endless Heights, Rarity

Konzert

Z-Bau 20h Galerie // Hardcore-Triple aus drei Erdteilen.

Kirsty McGee

Konzert

Kater Murr 20h Britische Singer-Songwriterin, die auch schon am Bardentreffen für Begeisterung gesorgt hat.

Kleister

Konzert

Ludwigs 20:30h Heinrich von Kleister und Lukas von Beathoven graben sich mit Jazzpiano, derbem Synthi-Trash und live geloopter Beatbox aus dem Sumpf des deutschen HipHop aus. Eintritt frei.

Folk's Worst Tuesday

Konzert

E-Werk 20:30h Tanz-Werk // Diesmal mit I Am Korny & The Bandits sowie Geneva & Eric.

MITTWOCH, 04.04.2018 Pristine

Konzert

Hirsch 19:30h Die Band um Sängerin und Songwriterin Heidi Solheim schmiedet mit festem Fuß im Rock der 70er ihren Sound mit Kraft und Leidenschaft.

Martin Kohlstedt

Konzert

E-Werk 20h Clubbühne // Der aus Thüringen stammenden Pianist zählt zu den interessantesten Vertretern der neuen, jungen

Klassik-Generation, sttilistisch völlig offen und freigeistig, jenseits von deutungsschwerer Klassik oder konstruiertem Pathos.

Traum, Wahn & Rausch

Lesung. Vortrag

Desi 20h Der Schriftsteller Johann Bilderberg liest surrealistische, schaurige und phantastische Texte. Eintritt frei.

Scheibsta & Die Buben

MO, 30. 4.

Konzert

MUZ Club 20h Handgemachter, jazziger HipHop aus Salzburg.

Grease - Das Musical

Konzert. Show. Unterhaltung

Meistersingerhalle 20h Steigt in Eure Petticoats und Röhrenjeans, schmiert Euch Pomade ins Haar – das Musical feierte 2017 45-jähriges Bühnen- und 2018 40-jähriges Filmjubiläum.

Morbo

Konzert

Kunstkeller o27 20:30h PostPunk und Maximum Rock&Roll aus Lima, Peru. Support: La Flingue.

Houseparty

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Zentralcafé // Indie-Surf-Sound, mal entspannt, mal punkig. Support: Walter Etc. und Alter Egon!.

Corbillard

Konzert

Kunstverein (Z-Bau) 21h Französischsprachiger Punkrock aus Belgien.

DONNERSTAG, 05.04.2018 Phil & Lunch

Konzert

Germanisches Nationalmuseum 13h Im Café spielt das Orchester der Staatsphilharmonie Nürnberg klassische Musik zum Verweilen und Geniessen, genau eine Mittagspause lang.

Do, 5. April

Abenteuer AnDen | Foto- & FilMshow 19:30 Uhr

sA, 7. April

iMpro hotel GAlAshow 20:30 Uhr

Fr, 13. April

nÜrnberG niGhtMArKet #41 18-24 Uhr

Mi, 18. April

lesen FÜr bier Mit lucAs FAssnAcht 19 Uhr

Do, 19. April

iMprobuFFet zArt&zAuberhAFt 19 Uhr

sA, 21. April

poetry slAM 19 Uhr

sA, 21. April

retro (Ü30 pArty) 21 Uhr

Fr, 27. April

90 vs. 2000er 22 Uhr

so, 29. April

Kneipenquiz Mit biG Kev Murphy 19 Uhr

Mo, 30. April

tAnz in Den MAi 20 Uhr


126 eventkalender ...

Wer A sagt, muss nicht B sagen

Vortrag. Kultur

Museum für Kommunikation 19h Buchstaben- und Sprichwort-Experte Dr. Rolf-Bernhard Essig über das Alphabet in Unordnung, Akronyme und Alliterationen, Buchstabenmusik, chinesische Vier-Charaktere-Sprichwörter und kyrillische EishockeyRätsel. Eintritt frei.

Grenzenlose Freundschaft

Kultur. Freizeit

Balazzo Brozzi 19h Integrationsstammtisch mit dem Ziel, langfristige Beziehungen und Freundschaften zwischen Deutschen bzw. in Nürnberg lebenden Menschen und Neuankömmlingen in Nürnberg zu knüpfen. Eintritt frei.

Emil Bulls

Konzert

E-Werk 20h Saal // Die Alternative-MetalBand aus München ist mittlerweile auch schon mehr als 20 Jahre zu Gange – und das ungeniert wie eh und je.

eRRdeKa

Konzert

E-Werk 20h Clubbühne // Der Ausgburger “Rapunderdog” steht mit neuem Album “Solo” in den Startlöchern.

Sarah Lesch

Konzert

MUZ Club 20h Das Konzert ist bereits AUSVERKAUFT! Zusatztermin: 10. Mai.

Comedy-Mix

Comedy. Kabarett

KulturKellerei im KuKuQ 20h Jürgen Gruber präsentiert neue Comedy-Talente. Eintritt auf Spendenbasis.

Äl Jawala

Konzert

Z-Bau 20:30h Roter Salon // Crossover aus Balkan Big Beats, Oriental Voodoo und Tropical Gypsy.

Salon der unerfüllten Wünsche Vortrag. Kultur. Bar. DJing

Künstlerhaus im KuKuQ 21h Zentralcafé // Nach einem Vortrag über Antisemitismus in der DDR und die Verfolgung jüdischer

KommunistInnen gibt es Techno und House von Erkermusik. Eintritt frei.

Go Gitarre! Go!

Disco. Party

Club Stereo 23h Super Independent Pop. Eintritt frei.

FREITAG, 06.04.2018 Smokestack Lightnin'

CURT präsentiert: Disco. Party. Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Zentralcafé // „The Last Waltz - Farewell Zentralcafe“ heißt das Motto und es wird nochmal zum letzten Walzer vor dem großen Umbau geladen. Anschließend DJing mit Matschi. curt präsentiert und vergibt Tickets!

Scheppercore On Tour

Konzert

E-Werk 19h Newcomerbands zwischen Metal und Hardcore lassen es krachen: Unprocessed, Desolace, Kafkaesque und Aterra.

Jamaram

Konzert

Hirsch 19:30h Der Wanderzirkus in Sachen Reggae & Rock&Roll, seit Jahren auf den Bühnen Europas, Afrikas und Südamerikas zuhause. Support: Cisco Pema.

Comedy-Mix

Comedy. Kabarett

E-Werk 20h Kellerbühne // Comedians aus ganz Deutschland stellen sich vor. Der Eintritt ist frei. Bei schönem Wetter im Garten.

südpunkt-Disco

Disco. Party

Südpunkt 20h Eingeladen sind alle, die Spaß daran haben von Abba bis Zappa und allen Stilrichtungen abzutanzen.

King Father Baboon

Konzert

MUZ Club 20h Gemenge aus Hard-, Blues-, Psychedelic-und Progressive-Rock und Release-Show der neuen EP: Support: Dune Pilot, Astroboy.

6aufKraut

Theater. Comedy. Kabarett

Kofferfabrik 20h Improtheater.

Alexander Straub

Show. Unterhaltung

Meistersingerhalle 20h Kleiner Saal // Mischung aus Illusion, Magie und Comedy.

Musication-Konzert

Konzert

Gostner Hoftheater 20h Studentinnen und Studenten der Nürnberger Berufsfachschule für Musik spielen ein Programm aus Rock/Pop/Jazz und Singer-Songwriter-Sound.

Radek Szarek: Zwischen Licht und Schatten Konzert

Planetarium 20h Der in Polen geborene Ausnahme-Schlagzeuger wird die große Bandbreite der Schlaginstrumente präsentieren: Marimba, Trommel und mehr werden erklingen und zusammen mit der visuellen Kuppel-Projektion verschmelzen.

eRRdeKa

Konzert

Z-Bau 20:30h Roter Salon // Das Konzert ist bereits AUSVERKAUFT!

Markuz Walach

Konzert

Kunstverein (Z-Bau) 21h Mit Händen und Füßen ist der Liedermacher zwischen Delta Blues und Rock&Roll eine ganze Band.

Bunkersyndikat

Disco. Party. Konzert

Kunstkeller o27 21h DIY-Party mit Minimal, (Post)-Punk, Wave, Batcave, Synthiemucke, Neo-ItaloDisco und Ähnlichem und Livemusik von Mala Herba und GrGr. Eintritt frei.

Itchy Pants Large Ensemble

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h 12-MannBand um den Mannheimer Saxophonisten Paul Stoltze mit rockigen und jazzigen Eigenkompositionen und -arrangements.

Education in Dub

Disco. Party

Z-Bau 22h Galerie // Der dicke Bass von Dubstep bis Reggae mit dem Jah Chalice Soundsystem und den Gästen Word Sound & Power aus UK.

Karo

Bar. DJing

USG6 22h Hinter KARO versteckt sich nicht die vermeintlich schöne Dame, sondern eine handvoll ziemlich garstiger Kerle mit elektronischer Musik und das ist ja irgendwie die Hauptsache an so einem Abend.

N-dorphin!

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 22h Electroswing über House Tunes zu Indie, Pop und World Beats mit DJ Sven, gerne ungewöhnlich, aber stets tanzbar.

Hutopia Blockparty

Disco. Party

Kopf & Kragen (im OTTO) 22h HipHop mit ordentlich Rambazampa, Live-Acts und DJs.

Ufo ft. Dense & Pika

Disco. Party

Die Rakete 23h Techno-Duo aus UK. Support: Peter Wolf, In-Common und Paul Schmidpeter.

Indiefreitag

Disco. Party

Club Stereo 23h Indie, ElectroPop, Alternative, Classics & mehr aufgelegt von DJ Jens und Eva-Maria Götz.

Split Party

Disco. Party

Desi 23h Drone-lastiger Techno und Acid Sound mit Sound, Video- und Lichtkonzept.

Drum&Bass in your face

Party

Disco.

E-Werk 23h Tanz-Werk // DNB, Jungle, Halfstep, Jump Up & Neurofunk, diesmal mit Klingo & Duffgeorge aus Würzburg, Dan.Sim und Hightag.

SAMSTAG, 07.04.2018 Frühjahrslust

Tipp! Freizeit. Markt. Messe

Gut Wolfgangshof 10h Auf dem Markt für Garten, Freiräume und Kleintiere mit über 180 Ausstellern auf dem idyllischen Jugendstilgut Wolfgangshof kann man sich an zwei Tagen Anregungen für das „Wohnen im Grünen“ holen.


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Stijl DesignMarkt CURT präsentiert: Kunst. Design. Freizeit. Markt. Messe

Ofenwerk 11h Designprodukte, Kleidung und Handgemachtes von jungen Kreativen und kleinen Labels bestaunen und kaufen. Dazu entspannte Beats, kühle und heiße Drinks sowie kleine Leckereien. Präsentiert von curt!

Bierchen und Bühnchen

Tipp! Disco. Party. Festival. Freizeit. Bar. DJing

Gostenhof 15h Dritte Ausgabe des Kneipenfestivals rund um Gostenhof mit diversen Bands, Singer-Songwritern und DJs an den unterschiedlichsten Orten und Locations bei freiem Eintritt.

Premiere: Robert Refords Hände selig Theater. Tanz

Schauspielhaus 19:30h Kammerspiele // Stück von Rebekka Kricheldorf.

Wiederaufnahme: La Traviata

Theater. Tanz

Opernhaus 19:30h Oper von Giuseppe Verdi. In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Eine Produktion der Oper Graz und der English National Opera London.

Andrea Limmer

Comedy. Kabarett

Loni-Übler-Haus 20h „Das Schweigen der Limmer - #Psycho-Logik in Gaudi und Gesang“ heißt das aktuelle Programm der Kabarettistin. Im Rahmen der 29. Frauenkabarettreihe.

Rock meets Classic

Konzert

Arena Nürnberger Versicherung 20h Crossover-Show von Rock-Hits mit Klassik gepaart, u.a. sind diesmal Francis Rossi (Status Quo), Leo Leoni & Nic Maeder (Gotthard), Eric Bazilian (Hooters) und Michael Sadler (Saga).

Ghostmaker

Konzert

Kopf & Kragen (im OTTO) 20h Melodischkratzbürstiger Alternative Noise Rock. Support: Hell-O.

Impro-Hotel Gala-Show

Theater. Comedy. Kabarett. Show. Unterhaltung

Parks 20:30h Zum Abschluss der Workshops sorgen Impro-Talente und -Lehrer aus ganz Deutschland für Spannung, Poesie und Unterhaltung.

Saitenwechsel

rett. Lesung. Vortrag

Konzert. Comedy. Kaba-

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Offene Bühne für Musik, Kabarett, Poesie und Akrobatik bei freiem Eintritt.

Fraggalacka

Disco. Party

Z-Bau 21h Galerie, Roter Salon // Goa-Party, an den Decks stehen u.a. BioAndroid, Superjuice und Ant.

80er Party

Disco. Party

E-Werk 21h Saal, Tanz-Werk // Der Name ist Programm: Die volle 80er-Breitseite von Pop über Wave bis Classics und Alternative.

Christian Krischkowsky Quartett Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Akustik-JazzProjekt, bei dem sichmusikalischer Zeitgeist mit Einflüssen von Bill Evans, Thelonious Monk oder dem Songwriter Cat Stevens zu einem ganz neuen, eigenständigen Klangbild verbindet.

Take off 90s & more

Disco. Party

Terminal90 22h DJ Carlos bringt seine Best-Of Selektion aus 20 Jahren Musikgeschichte auf Plattenteller inklusive VideoPerformance.

Bierchen und Bühnchen Aftershow Disco. Party

Desi 22h Nach dem Kneipenfestival in Gostenhof wird sich hier den bassigen Klängen rund um Rap, Trap, Grime, Beats, House und Funk von den Beatbetrieb-DJs gewidmet.

Maximum Rock Night

Disco. Party

Hirsch 22h Auf zwei Areas rocken Star FM-DJ Julian, DJane Petra Birner und Planet Blue vom Hirsch.


128 eventkalender ...

Bierchen und Bühnchen Aftershow Disco. Party

Jazzfrühstück

MUZ Club 22h Nach dem Kneipenfestival kann man hier zu „Schneckno“ der La-OlaElectronica-DJs absteppen.

Music for Friends

Disco. Party

Disco. Party

Matrixx 22h Wave, 80er, Indie, Electro, Industrial und EBM auf zwei Floors.

King Kong Kicks

Disco. Party

Club Stereo 23h Indie, BritPop, 80s, 90s Indie mit der Berliner Party-Crew und DJ MaRxx.

Rigorös ft. Delano Smith

Disco

Die Rakete 23h House und Techno aus Detroit. Afterparty ab 6h inklusive.

Orchid

Sonntags-Musiksalon

Konzert

Kulturladen Zeltnerschloss 16h Klassik bei Kerzenschein.

KulturKellerei im KuKuQ 22h Vielfältiges Musik-Buffet von den DJs Frugi & Josch zum Abtanzen und -feiern.

Kinder Der Nacht

Konzert. Essen. Trinken

Kulturladen Nürnberg Nord e.V. 11h Heute: Latin-Songs mit Bossa-Viva.

Disco. Party

Künstlerhaus im KuKuQ 23h Zentralcafé // Queer-Party von und mit Eve Massacre von Indie über Pop bis Electro. Special Guest DJ: Mary Maude (Candy Club / München).

SONNTAG, 08.04.2018 Frühjahrslust

Tipp! Freizeit. Markt. Messe

Gut Wolfgangshof 10h Auf dem Markt für Garten, Freiräume und Kleintiere mit über 180 Ausstellern auf dem idyllischen Jugendstilgut Wolfgangshof kann man sich an zwei Tagen Anregungen für das „Wohnen im Grünen“ holen.

CURT präsentiert: Kunst. Design. Freizeit. Markt. Messe Stijl DesignMarkt

Ofenwerk 11h Designprodukte, Kleidung und Handgemachtes von jungen Kreativen und kleinen Labels bestaunen und kaufen. Dazu entspannte Beats, kühle und heiße Drinks sowie kleine Leckereien. Präsentiert von curt!

Nürnberger Symphoniker

Konzert

Meistersingerhalle 16:30h Werke von Robert Schumann, Sergej Rachmaninow und Edvard Grieg unter dem Motto „Vom Eise brefreit ...“.

MONTAG, 09.04.2018 Vernissage: Verehrt – Verfolgt – Vergessen Kunst.

MITTWOCH, 11.04.2018 Sport

Eckstein 18:30h Im Mittelpunkt dieser Wanderausstellung stehen 56 Vereinsmitglieder des FC Bayern München, die aus religiösen oder politischen Gründen fliehen mussten oder deportiert wurden. Eintritt frei.

Tim Loud + Freddy Fudd Pucker

Konzert

wXw We Love Wrestling Tour

Der Gostenhofer Dorfschulze 19h Singer-Songwriter-Doppel zwischen Folk und Blues, Punk und Trash.

Löwensaal 17h Deutschlands größte Wrestling-Liga auf Tour.

TechFak

Show. Unterhaltung. Sport Goldsinger

Konzert

Hausbrauerei Altstadthof 19h 7-köpfiges Vokalensemble mit Perlen der klassischen englischen Popmusik von den Beatles über Kate Bush bis zu James-Bond-Songs. Im Rahmen von „Sohle 4 - Kultur im Grunde“ tief unten in den Historischen Felsengängen.

Bilderbuch

Konzert

Hirsch 19:30h Das Konzert ist breits AUSVERKAUFT!

Groove Legend Orchestra

Konzert

Südpunkt 19:30h Das GLO setzt sich aus ehemaligen Musikern des Landesjugendjazzorchesters Bayern und regionalen fränkischen Jazzmusikern zusammen. Heute: The music of Stan Kenton.

Liedgut 40

Konzert

Opernhaus 20h Gluck-Saal // Ida Aldrian singt Wiener Kunstlieder.

Jazz4free

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Konzert bei freiem Eintritt. Heute mit Sammy Vomáčka (Jazz, Ragtime).

Disco. Party

E-Werk 22h Ganzes Haus // Party für Studenten.

DIENSTAG, 10.04.2018 That Cotton Club

Disco. Party

E-Werk 19h Tanz-Werk // Swing-Tanz in allen Facetten: Lindy Hop, Balboa, BoogieWoogie, Charleston, Blues und vieles mehr.

Holterdiepolter!

Show. Unterhaltung

Comedy. Kabarett.

Cinecitta 20h Monatliches Improvisationstheater-Match mit Gästen aus nah und fern.

Philip Bölter

Konzert

Ludwigs 20:30h NewFolk, Rock und Blues. Eintritt frei.

Pttrns

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Zentralcafé // Kühle Synthies, flirrende Gitarren, hypnotisch treibende Rhythmen, schimmernde Vocals aus Köln. Support: Fusel.

Halfblind Henry

Konzert

Wort&Klang 20:30h SoulFolkBlues. Eintritt frei.

Danceperados of Ireland

Tipp! Theater. Tanz. Show. Unterhaltung

Stadthalle Fürth 19:30h Purer Irischer Stepptanz, der auch ohne die üblichen Showeffekte begeistern kann.

Fieberwahn - Wie der FuSSball seine Basis verkauft Lesung. Sport Villa Leon 18:30h Lesung mit Christoph Ruf. Eintritt frei.

Black River Delta

Konzert

Club Stereo 19:30h Sumpfiger DeltaBlues&Roll mit Soul und trockenen Grooves. Support: Andrea Bignasca.

Dana Fuchs

Konzert

Hirsch 19:30h Nach zweieinhalb Jahren Tournee-Pause gibt die New Yorker Rock- und Soul-Sängerin ihr Comeback in Deutschland.

Erlanger Kneipenchor

Freizeit

E-Werk 19:30h Clubbühne // Trinken. Lachen. Singen. Gemeinsam & schief. Eintritt frei.

Wortgefecht

Lesung. Vortrag

Südpunkt 20h Dichterwettstreit der Neuzeit mit den altbekannten “Waffen” Prosa, Lyrik, Poesie oder auch Rap, moderiert von Michael Jakob.

Mile Me Deaf

Konzert

MUZ Club 20h Der ehemalige Indie-Rocker Möstl hat sich einen MPC zugelegt und ist im Sample-Labyrinth von Dub, Vaporwave, Jazz und Ambient gelandet.

Schund & Asche

Comedy. Kabarett

E-Werk 20h Kellerbühne // Till Reiners und Moritz wollen dem jeweils anderen zeigen, dass er der bessere Unterhalter, ach was: Mensch ist. Nachholtermin vom 19. Januar 2018.


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Premiere: In der Fremde

Theater.

Gostner Hoftheater 20h Stück von Rebekka Kricheldorf. Produktion des Gostner Hoftheaters.

Don Menza Quartet

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 20h Bereits mit 13 Jahren hat der Ausnahmemusiker mit dem Saxophon begonnen und in vielen namhaften Orchestern (Stan Kenton, Maynard Ferguson, Buddy Rich, Elvin Jones u.v.a.) gearbeitet.

Patricia Vonne & Band

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Festsaal // Die Tex-Mex-Ikone aus Austin vermischt Südstaaten-Rock mit Latino-Rhythmen und indianischen Klängen.

DONNERSTAG, 12.04.2018 Desperate Journalist

CURT präsentiert: Konzert

Club Stereo 19:30h Londons IndieGoth-Wave-Darlings – The Cure, Siouxsie and the Banshees, The Smiths & Co. lassen stark grüßen. curt präsentiert und vergibt Tickets!

Language Party

Freizeit. Bildung. Business

Museum für Kommunikation 19h Im Museumsrestaurant kann man sich ungezwungen mit neuen Menschen aus anderen Ländern in Fremdsprachen unterhalten. Eintritt frei.

Star Wars: Eine neue Hoffnung

Konzert. Kino

Meistersingerhalle 19:30h Die Münchner Symphoniker bringen John Williams’ Oscar-, Golden Globe- und Grammyprämierte Musik zur Aufführung, während gleichzeitig der Film auf Großbildleinwand zu sehen ist.

Russkaja

Konzert

Hirsch 19:30h Russian Turbo Metal Polka.

Premiere: Willkommen

Theater.

Markgrafentheater 19:30h Stück von Lutz Hübner und Sarah Nemitz.

1001 Acoustic Nights

Konzert

Kulturwerkstatt Auf AEG 20h Zur 6. Ausgabe spielen No But The Frog, Florian Desbaillet (F) und Finnegan Tui (GB). Der Eintritt ist frei.

Premiere: Roberto Zucco

Theater.

Tafelhalle 20h Stück von Bernard-Marie Koltès. Produktion Nikolaus Struck – Das Theaterprojekt.

Havok, Darkest Hour, Cephalic Carnage Konzert

Z-Bau 20h Galerie // Metal-Paket aus Übersee. Support: Harlott.

Holzapfel & Rehling

Konzert

Kulturforum Fürth 20h „Neues von Früher“ - Dorfgeschichten und widerspenstige Musik.

Thomas Fink Trio & Guests

Konzert

Blue Note Jazz Club 20h Mit Swing vom „Senior“ der fränkischen Szene wird der Jazzclub im Hotel Bayerischer Hof in Erlangen eröffnet. Ab 21:30 Uhr werden Gäste der Band einsteigen, ab 22:30 Uhr heißt es “Open Stage“.

Tarte d´Ort

Comedy. Kabarett. Show. Unterhaltung

Babylon Kino, Kellerbühne 20:15h Improvisationstheater-Krimi des Ensemble Ernst von Leben.

Deep Dark Woods

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Zentralcafé // Alternative Country und Americana. Support: Kacey, Clayton.

Uni-Fete

Disco. Party

E-Werk 22h Ganzes Haus // Studentisches Party-Treiben auf vier Areas.

Go Gitarre! Go!

Disco. Party

Club Stereo 23h Super Independent Pop. Eintritt frei.

FREITAG, 13.04.2018 International Ocean Film Tour

Tipp! Freizeit. Kino

Detlev Glanert. Produktion Stadttheater Fürth/ Hochschule für Musik Nürnberg.

Bebop

Konzert. Lesung. Vortrag

Buch2003 19:30h Das Duo Sax mir! (Katja Heinrich Saxofon, Gige Brunner Gitarre) spielen Bebop, dazu liest Lars Kamping Texte aus der Beatnik-Ära. Eintritt frei.

Roberto Zucco

Theater. Tanz

Meistersingerhalle 20h Kleiner Saal // Filmevent rund die Faszination unserer Ozeane in all seiner Vielfalt und Schönheit..

Tafelhalle 20h Stück von Bernard-Marie Koltès. Produktion Nikolaus Struck – Das Theaterprojekt.

Nürnberger Nightmarket

Feuerbach Quartett

Parks 18h Bei Thai Streetfood, Drinks und Musik verwandelt sich der Sternensaal in einen Nachtflohmarkt zum Stöbern, Schlendern, Schauen und Kaufen.

LUX 20h Mit seiner ganz eigenen Interpretation von Klassikern der Pop- und Rockgeschichte definiert der Vierer das Kammermusik-Genre mit eigenen Intros, Improvisationen und Intermezzi neu.

Markt. Messe. Essen. Trinken

Pam Pam Ida

Konzert

Jegelscheune Wendelstein 19:30h Das junge Projekt mausert sich gerade zum Geheimtipp bayerischsprachiger Musik zwischen Pop und moderner Wirtshausmusik und bedient sich bei Georg Ringsgwandl, Paul McCartney und Bilderbuch.

Star Wars: Eine neue Hoffnung

Konzert. Kino

Meistersingerhalle 19:30h Die Münchner Symphoniker bringen John Williams’ Oscar-, Golden Globe- und Grammyprämierte Musik zur Aufführung, während gleichzeitig der Film auf Großbildleinwand zu sehen ist.

Moses Pelham & Band

Konzert

Hirsch 19:30h Angefangen als Gründer des Rödelheim Hartreim Projektes hat der Rapper vor allem mit seinen Produktionen für Xavier Naidoo, Sabrina Setlur und Glashaus eine Namen gemacht.

Premiere: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung

Theater. Tanz

Stadttheater Fürth 19:30h Komische Oper frei nach Christian Dietrich Grabbe von

Konzert

Luisen Bandfestival Tag 1

Konzert

Luise 20h Alteingesessene und NewcomerBands heizen an zwei Tagen ein. Line-up tba.

B-Side The Session

Konzert

MUZ Club 20h Seit knapp einem Jahr lädt das Team der B-Side Session die regionale Bandszene in ihr Recording-Wohnzimmer ein, um,Bands in einem „Akustik, one cutVideo“ einzufangen. Zur Jubiläumsausgabe kommen Sunday Morning Orcestra, Ki'luanda, Unlimited Culture, Koala Kaladevi und Oporto. Eintritt auf Spendenbasis.

Herbert Mundschau und Ernst Schulz Konzert. Lesung. Vortrag Dreieinigkeitskirche 20h Herbert Mundschau liest kurze Prosa, Lyrik und Satire und Ernst Schultz spielt dazu u.a. Dylan deutsch. Eintritt frei.

Andreas Rebers

Comedy. Kabarett

Kulturfabrik Roth 20h “Amen” heißt das aktuelle Programm.


130 eventkalender ...

Foyergespräch: Arm in einem reichen Land Lesung. Vortrag. Kultur

Markgrafentheater 20h Foyercafé // Was bringt Menschen in Armut, wer ist von ihr besonders betroffen und wie lässt sie sich wirkungsvoller als bisher bekämpfen? Eintritt frei.

Entre cielo y tierra - Zwischen Himmel und Erde Konzert

Villa Leon 20h Tango, Bossa, Son, Valse und Flamenco mit dem Stefan Grasse Quartett.

The Decline!

Konzert

Kopf & Kragen (im OTTO) 20h Ursprünglicher Punkrock mit einem Hauch von Folk und Country aus Frankreich. Support: One Chord Left.

Phil & Chill

Disco. Party. Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Festsaal // Klassische Orchestermusik in Clubatmosphäre: die Staatsphilharmonie spielt mit DJs an ungewöhnlichen Orten auf.

Big ‡ Brave

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Zentralcafé // Drone-Doom-Sludge-Rock. Support: Miira.

Sick Of Sorrow

Konzert

Kunstverein (Z-Bau) 21h Album Release Party der Nürnberger Metal- bzw. HardcoreBand. Support: Stonem, Insane Humanity und The Chaos And Carnage.

Hanno Busch Trio

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Neudefinierender Gitarren-Jazz, bei dem die phantasievoll-experimentellen Jazz-Kompositionen kunstvoll in Elemente aus Pop und Rock eingewebt werden.

Nailed it!

Disco. Party

Desi 22h Techno und Psytrance mit der SeroTon-Familiy und ihrem 1-Jahr-Geburtstagsrave, zu Gast sind u.a. DJane Tollkirsche aus München und der Nürnberger BioAndroid.

Humanized

Disco. Party

Z-Bau 22h Roter Salon // Das neue elektronische Label aus Nürnberg feiert seinen Start mit WoodHood live, Katze Schroedinger & UG16 live, Skull Sized Kingdoms live, Naigh live, 4Eggz b2b Oscill8 (DJ-Set) und einem Special Guest.

QuerBeat

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 22h Bunter Musik-Mix durch die letzten Jahrzehnte mit allem, was Spaß macht, von Indie über Funk bis Electro und Balkan mit DJ Sven.

Techno für Nürnberg pres. Reinier Zonnevold Disco. Party

Die Rakete 23h Techno mit Reinier Zonnevold live, (Filth on Acid, Stil vor Talent, NL). Support: Milan Milano, Kenneth Lang, Murmel & Rochen.

Indie Clausur

Disco. Party

Club Stereo 23h Sowohl Erstsemestler als auch Langzeitstudenten dürfen sich bei der Studentensause an der Mischung aus Indie, Alternative, Classics und Hits als auch an den entspannten Preisen laben.

SAMSTAG, 14.04.2018 Veggienale + Fairgoods Tipp! Vortrag. Familie. Freizeit. Markt. Essen. Trinken

Ofenwerk 10h Zweitägige Messe rund um “grüne” Produkte, Ideen & Trends sowie alles für einen gesunden, veganen und nachhaltigen Lebensstil mit ca. 80 Ausstellern und einem Rahmenprogramm mit Fachvorträgen, Bühnenshows, Workshops sowie Kinderprogramm.

Benefiz für Nürnberger Tafel

Tipp! Konzert

Quibble 19h Auf Initiative der Band Cult Of Lam (BluesRock) gibt es zusammen mit Alveole (ModernRock) und Crashing Crew (CrashMetal) ein Benefizkonzert, um die wichtige Arbeit der Nürnberger Tafel zu unterstützen.

Me & Reas

CURT präsentiert: Konzert

MUZ Club 20h Das Nürnberger IndiepopQuintett schickt sich mit der zweiten Veröffentlichung weiter an, die Republik zu erobern. Support: Paul. curt präsentiert und vergibt Tickets!

2 Jahre You Are Here

Tipp! Disco. Party. Comedy. Kabarett. Kultur

Z-Bau 20h Galerie // Nürnbergs mehrsprachiger Kulturguide feiert mit Comedy von Deutschlands Integrationsalbtraum N. 1 Jilet Ayse, im Anschluss gibt es die Disko-MiskoAftershow.

Repair-Café

Freizeit. Bildung. Business

Oasis Jugendhaus 13h Ehrenamtliche Profis reparieren defekte Gebrauchsgegenstände (Stehlampe, Kaffeemaschine etc.) und geben Anleitung zur Selbsthilfe. Eintritt frei.

Repair Café

Freizeit. Bildung. Business

FabLab Nürnberg 14h Hier bekommt Ihr Hilfe zur Selbsthilfe für Euer altes elektrisches oder mechanisches “Ding”, das nicht mehr richtig funktioniert. Wer Kuchen mitbringt, ist klar im Vorteil!

Premiere: Glückstage

Theater. Tanz. Familie

Theater Mummpitz 16h Ein Spiel über Trotz und Selbständigkeit, über Mut und Alleinsein und über den Versuch, auch im größten Ärger sein Glück zu behaupten. Für Kinder ab 4 Jahren.

Birth of Joy

Konzert

Club Stereo 19:30h Hochgelobtes niederländisches Psychedelic-Rock-Trio mit neuem Album live. Support: Hathors.

Science Slam

Vortrag. Bildung.

Museum für Kommunikation 19:30h In kurzen Präsentationen sollen Nachwuchswissenschaftlern/innen komplexe Themen leicht verständlich und unterhaltsam präsentieren, das Publikum bestimmt anschließend den Gewinner.

Premiere: Wie es Euch gefällt

Theater. Tanz

Schauspielhaus 19:30h Stück von William Shakespeare.

Betreutes Raven pres. Timezone #02 Disco. Party

Desi 20h Techno-Sause mit den DJs Milan Milano, T. Blisskin, Babis Cloud, Tobi&Chris, Mina Loco, M.Groovig, Sven Alauxen, Philipp Roy und Snirk. Dazu Deko im Mad-Max-Style.

Premiere: All das Schöne

Theater.

Garage 20h Stück von Duncan Macmillan.

Roberto Zucco

Theater. Tanz

Tafelhalle 20h Stück von Bernard-Marie Koltès. Produktion Nikolaus Struck – Das Theaterprojekt.

Luisen Bandfestival Tag 2

Konzert

Luise 20h Alteingesessene und NewcomerBands heizen an zwei Tagen ein. Line-up tba.

The Sands Family

Comedy. Kabarett

Loni-Übler-Haus 20h Lieder und Geschichten aus Nord Irland.

15 Jahre RollenRausch

Comedy. Kabarett. Show. Unterhaltung

Südpunkt 20h Die Jubiläumsshow der Improtheatergruppe bietet Abendausflug mit All-inklusive Programm: Entertainment wie sonst im Cluburlaub – Viel Musik, Tanz und amüsante Geschichten.

A Glezele Vayn - federveys

Konzert

Villa Leon 20h Klezmer-Balkan-AlpenBalladen.

Poetische Klänge: Edith Piaf

Konzert

Kulturladen Ziegelstein 20h Sängerin Michaela Pöhlau und Akkordeonist Fred Munker haben zum 100. Geburtstag Piafs ein


131 ... updates auf www.curt.de abwechslungsreiches Programm mit bekannten und weniger bekannten Chansons zusammengestellt - und auch Überaschendes.

Nürnberger Symphoniker

Konzert

Meistersingerhalle 20h Werke von Claude Debussy, Aram Chatschaturja und Jean Sibelius unter dem Motto „Die Ruhe vor dem Sturm“.

Alberto Manjarres and Band

Konzert

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Festsaal // Ska, Reggae und Punkrock aus Amsterdam. Support: Red Meskalin.

Shimmy Hafla – orientalische TanzParty Disco. Party. Theater. Tanz

Kulturwerkstatt Auf AEG 20:30h Disko mit heißen Beats aus dem Orient und vom Balkan. Kein altbackener Bauchtanz, sondern eine zeitgenössische Orient Party mit Performances regionaler TänzerInnen und Gästen (von Tribal über Fusion bis zum klassischen orientalischen Tanz).

80er-Jahre Mottoparty

Disco. Party

Kunstverein (Z-Bau) 21h Rein in Euren "geschmackvollsten" Fummel und ab in die KV-Zeitmaschine. Eintritt frei.

DröhnBoot-Revival

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 21h „Going backwards and let the good times roll“: Die DJs Fränky, Nietsch und Frugi (Dröhnland bzw. Boot) lassen legendäre Zeiten musikalisch wieder aufleben.

Denis Gäbel Quartett

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Im Sommer 2017 produzierte der Saxophonist zusammen mit den amerikanischen Größen Kevin Hays, Scott Colley und Clarence Penn in New York sein aktuelles Album.

Disco. Party

Hirsch 22h Freunde der handgemachten Musik kommen hier bei Alternative, Indie, Metal und Hardcore auf zwei Floors auf ihre Ksoten. Livekusik tba.

Single Party

Disco. Party

Terminal90 22h Feiern, Tanzen und Flirten mit Hits aus den 80ern, 90ern und von heute und für alle, die sich finden wollen.

Klassentreffen

Kopf & Kragen (im OTTO) 20h Gemisch aus Rock, Pop und House Music mit starkem Einfluss lateinamerikanischer Rhythmen. Support: Eyjafjallajökull Orchester.

Jaya The Cat

Pull The Trigger

Disco. Party

E-Werk 22h Clubbühne, Tanz-Werk // Dei neue Ü30 Party im E-Werk auf zwei Areas: In der Clubbühne erklingt der Hitmix von den 90ern bis heute von DJ Planet.Blue, im TanzWerk schallen Indie & Alternative Songs aus den Boxen.

2000er Party

Disco. Party

E-Werk 22h Saal // Von Eminem bis Coldplay, von White Stripes bis Wir sind Helden laufen die Partyhits des vergangenen Jahrzehnts.

Kiss Klub ft. Somwhen & Dario Zenker Disco. Party

Die Rakete 23h House und Techno mit Somewhen (Sana, Ostgut Ton, Berghain) und Dario Zenker (Ilian Tape). Drumherum die Residents um Micha Klang. Afterparty ab 6h.

Go 90s! Go!

Disco. Party

Club Stereo 23h Indie und Alternative aus den 90ern à la Nirvana, Pixies, Blur oder Offspring – zu später Stunde könnte auch für die Mädels “aus Versehen” Take That und die Spice Girls rausrutschen ...

DubworxX

Disco. Party

Z-Bau 23h Roter Salon // Dubstep, Drum&ass, Garage, Bassline mit Gast MC Fava.

Dancing With Tears in My Eyes

Disco. Party

Künstlerhaus im KuKuQ 23h Zentralcafé // 80er-Fete vom Musikverein mit den DJs Quirin Ärger, eve massacre, Synthie&Bert, sos4love und Christian Manet.

SONNTAG, 15.04.2018 Veggienale + Fairgoods Tipp! Vortrag. Familie. Freizeit. Markt. Essen. Trinken.

Ofenwerk 10h Zweitägige Messe rund um “grüne” Produkte, Ideen & Trends sowie alles für einen gesunden, veganen und nachhaltigen Lebensstil mit ca. 80 Ausstellern und einem Rahmenprogramm mit Fachvorträgen, Bühnenshows, Workshops sowie Kinderprogramm.

Frühlingsvolksfest

Unterhaltung. Familie. Freizeit. Essen. Trinken

Volksfestplatz 10:30h Letzter Tag auf der Vergnügunsgstätte am Dutzendteich mit Karussell, Zuckerwatte und Bierzelt.

Smooth Sunday

Disco. Party

Desi 17h Smoothe, funkige und housige Klänge aus den Plattenkisten verschiedenster DJs aus der Region.

DeSchoWieda

Konzert

Hirsch 19:30h Bayerische FolkPop-Kapelle.

Roberto Zucco

Theater. Tanz

Tafelhalle 20h Stück von Bernard-Marie Koltès. Produktion Nikolaus Struck – Das Theaterprojekt.

Lea

Sing-in Keller

Meistersingerhalle 20h "Und jetzt ist Papa dran" heißt das aktuelle Programm.

Jazz4free

Konzert. Freizeit

Kunstkeller o27 20h Jeder darf (vor dem besten Publikum der Welt) einen grandiosen (hoffentlich!) Song zum Besten geben. Eintritt frei.

Buck3 - Buck, Lauschus & Schellenberger Konzert

E-Werk 20h Saal // Teils neue, teils bekannte Songs des Bamberger Musikers und Songwriters. Nachholtermin vom 18.05.2017.

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Konzert bei freiem Eintritt. Heute mit Chris B. (Blues).

MONTAG, 16.04.2018 Mehr als nur FuSSball! Forschen, Erinnern, Verantwortung Vortrag. Kultur.

Sport

Eckstein 18:30h Podiumsgespräch: Historiker, Vertreter des Sports und Fans im Gespräch über den Umgang des Fußballs mit der NS-Zeit und der Verantwortung für heute. Eintritt frei.

Asaf Avidan

Konzert

E-Werk 20h Saal // Durch den WankelmutRemix seines Songs “Reckoning Song (One Day)” hat der israelische Singer-Songwriter mit der charismatischen Stimme einen Welthit gelandet.

Ben Rogers

Konzert

Kofferfabrik 20h Kanadischer Country/ Folk-Künstler.

Illa J

Konzert

E-Werk 20h Clubbühne // Die Kasseler IndiePop-Sängerin machte letztes Jahr vor allem mit Gestört Aber Geil und ihrem Hit “Wohin willst Du?” von sich reden.

Comedy. Kabarett

Chris Tall

Konzert

Z-Bau 20:30h Roter Salon // HipHop aus Detroit – der Bruder von J Dillas.

DIENSTAG, 17.04.2018 Daten-Dienstag

Tipp! Lesung. Vortrag. Bildung. Business

Museum für Kommunikation 19h Vortragsreihe mit Experten über aktuelle Themen rund um den Datenschutz auf. Heute: „Wie funktioniert Marktforschung heute?“. Der Eintritt ist frei.


132 eventkalender ...

Egersdörfer & Artverwandte

CURT präsentiert: Konzert. Kabarett. Kultur

Künstlerhaus im KuKuQ 20h Festsaal // Ein Abend voller Witz, Kabarett und Irrsinn mit curt-Kolumnist Egers und seinen Gästen des Abends Horst Schulze Entrum, Fo Latta u.a. sowie dazu das fantastische Stammpersonal in Person von Ahmet Iscitürk, Bird Berlin und Carmen. Präsentiert von curt!

Origin

Konzert

Z-Bau 20h Galerie // Deathcore und Deathmetal. Support: Rings Of Saturn, Hideous Divinity, Graveslave.

Jochen Prang

Comedy. Kabarett

E-Werk 20h Kellerbühne // Der Comedian mit seinem Programm „Verantwortungsbewusstlos“.

Buddes Kammergroove

Konzert

Gostner Hoftheater 20h Zu Gast bei Pianist Budde Thiem sind Matthias Rösel und Norbert Weigand mit Musik von Armstrong bis Rossini, von Bizet bis Jackson - in minimaler Triobesetzung.

Ella-John & A thousand yellow daisies Konzert Ludwigs 20:30h "One-fucking-queerwoman-one-gorgeous-guitar"-Projekt aus Bremen und Berlin. Irgendwo zwischen Grunge, Singer-Songwriter-Klampferei und 60s-Soul-Einflüssen. Eintritt frei.

MITTWOCH, 18.04.2018 Oum Shatt

CURT präsentiert: Konzert

Z-Bau 22h Roter Salon // Düster-Tanzbarer Postpop mit arabischen Anleihen. Türkische psychedelische Musik der 70er trifft auf amerikanischen Surf und New Wave. curt präsentiert und vergibt Tickets!

U20 Poetry Slam

Lesung. Vortrag

E-Werk 19h Kellerbühne // Bühne für den Nachwuchs im modernen Dichterstreit. Eintritt frei.

Lesen für Bier

Comedy. Kabarett. Lesung. Vortrag

Parks 19:30h Lucas Fassnacht und Gäste lesen Texte vor, die Ihr mitbringen könnt. Nach jedem Vortrag entscheidet Ihr, ob die Textauswahl besser war oder die Performance. Der Gewinner bekommt pro Runde ein Bier.

Hope

Konzert

Club Stereo 19:30h Schwarz ist wohl die meist assozierte Farbe zum Debütalbum zwischen ­Ambient und Dark Wave des Berliner Quartetts. Support: Dora Flob.

Red Hot Chilli Pipers

Konzert

Hirsch 19:30h Die schottische DudelsackBand bringt Konzertsäle von den USA bis nach China zum Kochen.

The Trouble Notes

Konzert

MUZ Club 20h Indie-World-Fusion-Trio.

MC Bomber

Konzert

Z-Bau 20h Galerie // Kompromisslos wie eh und jeh brettert der Berliner Rapper auf seinem zweiten Soloalbum durchs “Gebüsch” und durch die Boom-Bap-Landschaft.

Abdelkarim

Comedy. Kabarett

Tafelhalle 20h "Staatsfreund Nr. 1" heißt das aktuelle Programm.

Neker

Konzert

Wort&Klang 20:30h Southern Metal aus Italien. Eintritt frei.

DONNERSTAG, 19.04.2018 FuSSball-Talk: 50 Jahre Deutsche Meisterschaft

Tipp! Vortrag. Sport

Südpunkt 19:30h Was die 9. Meisterschaft des 1. FCN für Verein und Stadt, Bewohnerinnen und Bewohner Nürnbergs bedeutete, wird Moderator Harald Kaiser (kicker) der Gesprächsrunde entlocken. Eintritt frei.

ImproBuffet

Earth Flight

Comedy. Kabarett. Essen. Trinken

Parks 19h Zu Aperitif und Fingerfood-Buffet serviert das Improvisationstheater Holterdiepolter witzige und überraschende Szenen „à la carte“ nach den Wünschen des Publikums.

Club Flor de Maio

Konzert

Hausbrauerei Altstadthof 19h Stimmgewaltiger Pop mit Afro, Brasil und Jazz präsentiert von Hanna Sikasa und Nadja Lea Letzgus. Im Rahmen von „Sohle 4 - Kultur im Grunde“ tief unten in den Historischen Felsengängen.

Harry G

Comedy. Kabarett

Stadthalle Fürth 19h Der „Isarpreiß“ ist einer der erfolgreichsten Kabarett- und Comedy-Senkrechtstarter der letzten Jahre.

Mainfelt

Konzert

Club Stereo 19:30h FolkRock made in Südtirol.

Guru Guru

Konzert

Hirsch 19:30h Auf unglaubliche 5 Jahrzehnte mit über 3.000 Konzerten kann die aus dem Krautrock der 70er entstandene Weltmusik-Band um Mastermind Manni Neumeier zurückblicken.

Erlanger Kneipenchor

Freizeit

Konzert.

E-Werk 19:30h Clubbühne // Trinken. Lachen. Singen. Gemeinsam & schief. Eintritt frei.

Jonas Engelmann: Wurzellose Kosmopoliten Lesung. Vortrag

Desi 20h Luftmenschen und Golems, sprechende Tiere und Vampire geistern durch die jüdische Kulturgeschichte auf der Suche nach Auswegen und Fluchtlinien vor den Anfeindungen der Gesellschaft. In Hochkultur und Popkultur, Jazz, Antifolk und Hip Hop – Spuren finden sich überall.

Konzert

MUZ Club 20h Record Release Show der ProgressiveRock-Truppe. Support: Pygmalion, Revolutions Per Minute.

HG.Butzko

Comedy. Kabarett

Kulturfabrik Roth 20h “Die menschliche Intelligenz, oder: Wie blöd muss man sein” heißt das aktuelle Programm.

The Blue Note Trio

Konzert

Blue Note Jazz Club 20h Alberto Diaz (p), Rainer Glas (b), Julian Fau (dr) & Gäste spielen Stücke von Herbie Hancock, Wayne Shorter, Freddie Hubbard u.a.

Kilian Kemmer Quartett

Konzert

Babylon Kino, Kellerbühne 20h Das Quartett spielt Eigenkompositionen rund um das Thema Zeit: Lyrisch, verträumt, mal minimalistisch, dann mit viel Energie die Grenzen der Harmonik ausreizend.

Salon der unerfüllten Wünsche Lesung. Vortrag. Kultur. Bar. DJing. Kino

Künstlerhaus im KuKuQ 20h Zentralcafé // Nach dem Dokumentarfilm „The Halfmoon Files“ von Philipp Scheffner legt Mira noch Musik mit Gitarren auf. Eintritt frei.

Candice Gordon

Konzert

Z-Bau 20:30h Roter Salon // Junge Songwriterin mit düsterem Folk-Blues und einer gehörigen Portion Punk. Patti Smith und Nick Cave lassen grüßen ...

Umsonst & Drinnen Club

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Aufstrebende regionale Bands jeden Genres spielen bei freiem Eintritt. Heute mit Some Sprouts (IndiePop).

Go Gitarre! Go!

Disco. Party

Club Stereo 23h Super Independent Pop. Eintritt frei.


133 ... updates auf www.curt.de

FREITAG, 20.04.2018 egoFM Fest

Tipp! Disco. Party. Konzert

Posthalle Würzburg 19:30h Unser Lieblingsradiosender bittet zum Tanze, u.a. spielen auf: Jan Blomqvist & Band, Afrob , KID SIMIUS, KYTES, Sue the Night, Leoniden, Kids of Adelaide und Echoes Of Felidae. Im Anschluss Aftershowparty. curt vergibt Karten inkl. Bayernticket!

Sookee

Tipp! Konzert

hup aus Indie, Pop, Electro, R&B und Rap verzichtet die aus Illinois stammende Sängerin auf Grenzen jeglichen Mainstreams.

Jean-Philippe Bordier Quartett Konzert

Kulturforum Fürth 20h In Besetzung mit Orgel, Vibraphon und Schlagzeug präsentiert der Pariser Gitarrist Eigenkompositionen mit einem Mix aus Swing, Funk und Latin enthalten.

boXenstopp

Desi 20h Linksfeministische Genderaktivistin und HipHop-Musikerin, auch „Quing of Berlin“ genannt. Support: Jennifer Gegenläufer.

Mr. Hurley & die Pulveraffen

Konzert

Hirsch 19:30h Die Piratenbande aus dem quasi-karibischen Osnabrück ist seit 2009 unterwegs und hat sich mit ihrem „Grog&Roll“ über unzählige Live-Shows ihr Publikum erspielt.

Gankino Circus

Konzert. Comedy. Kabarett

Kulturfabrik Roth 20h Der Dietenhofer Vierer mit seiner aberwitzigen Reise durch die Welt der Musik, zwischen Balkan-Beats und fränkischer Volksmusik, finnischer Folklore, Clownerie mit Schlager-Attitüde und Punkrock, der nach Django Reinhardt klingt.

Konzert. Lesung. Vortrag

LUX 20h Offene Bühne für Musik, Theater und Gedichte von jedermann.

Klezmertants

Konzert

Villa Leon 20h Klezmer-Tanzabend zu Klängen einer Sessionkapelle aus Mitgliedern der Klezmer-Brass-Band Klezmaniaxx und anderen spielwütigen Musikern der Region.

Jazz Trio - Radoslaw Szarek

Konzert

Kulturladen Zeltnerschloss 20h Alte Jazz Standards werden neu interpretiert, klassische Werke neu arrangiert, eigene Kompositionen ergänzen das Repertoire.

Ray Hautmann Trio

Konzert

Nothington

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Zentralcafé // Melodischer Punkrock aus San Francisco. Special Guests: Western Settings. Support: Hell & Back.

COR

Konzert

Kunstverein (Z-Bau) 21h Hardcore, Thrash Metal. Support: The Mindshock.

Simon Nabatov Trio

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Meisterpianist Simon Nabatov hat ein neues Trio geformt, bei dem trotz musikalischer Struktur und Dramaturgie viel Raum zur freien Improvisation bleibt.

Vibes ft. Dreea

Disco. Party

Z-Bau 22h Roter Salon // HipHop, RnB, Soul und Futuristic Sounds mit den Hosts Blaze Methuidi und Mozes Soprano und den Gästen Dreea Pavel sowie Bafouboy.

TonKonzum

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 22h Ein bunt-stürmischer Mix aus Electroswing, Indietronics, Balkanbeats, Electrovibes und Indiefolk.

This is Our House

Disco. Party

Kulturladen Gartenstadt 20h Mischung aus verschiedensten Stilrichtungen: Rhythm & Blues, spanische Rhythmen und Walzertakt.

Terminal90 22h Die beiden “Wolke Sieben”-Macher Jürgen Kirsch und Alex Gramming mit Housemusic all night long.

Konzert

Jazz Trio - Radoslaw Szarek

E-Werk 22h Tanz-Werk // Goa-Rave mit bunten psychedelischen Geräuschen aller Art.

Jack & The Weatherman

Kulturladen Zeltnerschloss 20h Alte Jazz Standards werden neu interpretiert, die klassischen Werke neu arrangiert. Eigene Kompositionen ergänzen das Repertoire.

Staatsphilharmonie Nürnberg Meistersingerhalle 20h Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Gustav Mahler unter dem Motto “Jewish Guys”.

Konzert

MUZ Club 20h Das Zwei-Mann Duo aus Haarlem / Niederland bringt Gitarre, Ukulele, Harmonika, Tambourine und Kickdrum gleichzeitig auf die Bühne – und singt dabei zweistimmig.

K.Flay

Konzert

E-Werk 20h Saal // Mit ihrem Genre-Mas-

Konzert

Pecha Kucha Night

Lesung. Vortrag. Bildung. Business

E-Werk 20:20h Kellerbühne // Kurzweilige Vorträge über Kunst, Wissenschaft, die Welt im Allgemeinen und was auch immer interessant ist. Eintritt frei.

D.I.A.S.

Disco. Party

Dance Me to the End of Love

Konzert

Stadttheater Fürth 22h Foyer // Ein Abend für Genießer, Melancholiker, Liebende: Blues-Balladen, Chansons, Slow Waltzes, Rhythm&Blues, u.a. von Leonard Cohen, Tom Waits, Nina Simone und Juliet Greco.

Star FM Club

Disco. Party

Club Stereo 23h Die Clubnacht von Star FM mit Indie, Alternative, Rock & Punkrock

SAMSTAG, 21.04.2018 Residenztage Bayreuth Tipp! Theater. Tanz. Unterhaltung. Kultur. Familie.

Bayreuth 09h Zweitägige Festivitäten unter dem Motto „Vorhang auf!“ mit Tanz, Theater, Workshops, Führungen und Mitmachstationen für die ganze Familie im Neuen Schloss und Hofgarten.

egoFM Fest

Tipp! Disco. Party. Konzert

Muffatwerk München 19:30h Unser Lieblingsradiosender bittet zum Tanze, u.a. spielen auf: KYTES, Giant Rooks, Jan Blomqvist & Band, filous, Roger, Sue the Night, Echoes Of Felidae, BETA und Swango. Im Anschluss Aftershowparty. curt vergibt Karten inkl. Bayernticket!

Record Store Day

Tipp! Markt.

Weltweit 10h Am Highlight des Jahres für Vinyl-Freunde wirken weltweit Tausende von Plattenläden mit.

StraSSenkreuzer Benefiz

Tipp! Konzert

St. Klara Kirche 20:30h Zugunsten des Sozialmagazins spielen die Liedermacherinnen Denise Beck und Lena Dobler sowie die Bluegrass-Combo The Sandbox Josephs.

Repair Café

Freizeit. Bildung. Business

E-Werk 11h Tagungsraum // Hier bekommt Ihr Hilfe zur Selbsthilfe für Euer altes elektrisches oder mechanisches “Ding”, das nicht mehr richtig funktioniert.

Pflanzentauschbörse

Freizeit. Markt. Messe

Kulturladen Gartenstadt 15h Tauschbar sind: Blumen, Stauden, Kräuter, Samen, Sträucher, Zimmerpflanzen, Gemüsepflanzen. Eintritt frei.

The Harlem Globetrotters

Show. Unterhaltung. Sport

Arena 18h Sportliche Höchstleistungen und rasend komischen Slapstickeinlagen von der bekanntesten Basketballtruppe der Welt.


134 eventkalender ...

Phänomenal!

Show. Unterhaltung

Schauspielhaus 19:30h Kammerspiele // Zaubershow von und mit Pius Maria Cüppers.

The Johnny Cash Show

Theater. Tanz. Show. Unterhaltung

Stadthalle Fürth 19:30h Tributean den "Man in Black".

Premiere: Powerhouse

Theater. Tanz

Opernhaus 19:30h Choreographien von Hofesh Shechter, Alexander Ekman und Goyo Montero. Musik u.a. von Hofesh Shechter und Mikael Karlsson.

Poetry Slam

Lesung. Vortrag

Parks 20h Wettkampf um das stärkste Wort, moderiert von Lucas Fassnacht.

Grumbach & Grumbach

Konzert. Comedy. Kabarett

Rote Bühne 20h Chansonkabarett unter dem Motto "Starke Stücke – Lieder zwischen Poesie und Wahnsinn".

Rock The Kids

Konzert. Kultur. Familie

Künstlerhaus im KuKuQ 20h Zentralcafé // Benefiz wird das Projekt der Stadtmission e.V. *Musik macht Freu(n)de* für benachteiligte Kinder. Musik kommt von Kindern des Musikprojekts der Stadtmission, Karin Rabbhansel mit Band, The Dehydrators und The Seizures.

Nadja Maleh

Comedy. Kabarett

Loni-Übler-Haus 20h Highlights aus den Soloprogrammen der Kabarettistin, die mit neuen Sketchen adaptiert werden. Im Rahmen der 29. Frauenkabarettreihe.

Still Great!

Konzert

Mars Mushrooms

Künstlerhaus im KuKuQ 20h Festsaal // Neben den Trällerpfeifen aus Nürnberg treten auch die WEIBrations aus Karslruhe an.

E-Werk 22h Saal, Clubbühne + Tanz-Werk // 90er-Jahre-Party auf 3 Areas von Oasis bis Dr. Alban, von Hip-Hop bis Britpop und von Eurodance bis Grunge.

Frankenhalle 20h Über den Ausnahmekünstler schrieb das US-Nachrichtenmagazin Newsweek, er sei „für die Popmusik das Gleiche wie Einstein für die Physik“.

Elektrisch & WSS pres. O. Huntemann, Ilario Alicante uvm.

Das schwule Chorvergnügen

Lisa Simone

Konzert

Maritim Hotel 20h Gospel, Soul, Funk und Jazz: Musikalische Auseinandersetzung der Sängerin mit ihrer dominanten und prominenten Mutter Nina Simone.

Sven Bach: Lauter goude Woar! Comedy. Kabarett

Kulturladen Röthenbach 20h Fränkische Mundart und Mundwerkakrobatik.

Swingparty

Disco. Party. Konzert. Freizeit

Südpunkt 20:30h Ein Abend voller Swing. Neben einem Swing-Schnupperkurs (ab 20:30 Uhr) spielt auch das Maxens Swingquartett live auf.

Ü30

Disco. Party

Terminal90 21h DJ Prime navigiert die Gäste jenseits der 30 gediegen durch die Musikjahrzehnte.

Retro

Disco. Party

Parks 21h Ü-30 Party mit der musikalischen Zeitreise durch die letzten Jahrzehnte von den 80ern bis heute auf zwei Areas.

Iser / Harm / Feith / Betz / Raab

Konzert

Jazzstudio Nürnberg 21h Von modernem Straight Ahead Jazz, über die eine oder andere Soul-Pop-Ballade bis hin zu komplexem zeitgenössischen Jazz.

Konzert

MUZ Club 20h Release-Show zum 20. Bandjubiläum und zum neuen Live-Album der krautigen Jamband.

Konzert

Stadttheater Fürth 22h Foyer // Ein Abend für Genießer, Melancholiker, Liebende: Blues-Balladen, Chansons, Slow Waltzes, Rhythm&Blues, u.a. von Leonard Cohen, Tom Waits, Nina Simone und Juliet Greco.

Bob Dylan

Tipp! Konzert

Return of the 90s

Konzert

Dance Me to the End of Love

Tafelhalle 20h Amerikanische Musik des 20. Jahrhunderts vom Ensemble Kontraste.

Disco. Party

Das schwule Chorvergnügen

Disco. Party

Hirsch & Rakete 22h Großer elektronischer Steilgang am ganzen Vogelweiher mit u.a. Oliver Huntemann (Senso Sounds), Ilario Alicante (Coccon) sowie zahlreichen Locals und Residents.

Gothic Night

Disco. Party

Matrixx 22h Wave, 80er, Punk, Indie, Electro, Industrial und EBM auf zwei Floors, u.a. von DJ Shadowboy.

Need For Beat

Disco. Party

Club Stereo 23h Wilder Ritt von Indie über Britrock bis Austropop, Indiedance oder New Folk mit den DJs Johnny Dekante (Veni Vidi Veekend) und MaЯxx (fckfrvr).

Keep It Deep x Of Paradise

Party

Disco.

Z-Bau 23h Roter Salon // Elektronisches mit den DJs Shedbug und Dwell.

SONNTAG, 22.04.2018 Residenztage Bayreuth Tipp! Theater. Tanz. Unterhaltung. Kultur. Familie.

Bayreuth 09h Zweitägige Festivitäten unter dem Motto „Vorhang auf!“ mit Tanz, Theater, Workshops, Führungen und Mitmachstationen für die ganze Familie im Neuen Schloss und Hofgarten.

CURT präsentiert: Kunst. Design. Freizeit. Markt. Messe Deine Eigenart

Löwensaal 11h Neben selbstgefertigtem Schmuck, selbstkreierter Kleidung, eigens erstellten Illustrationen und vielem mehr präsentieren auch 20 Jungdesigner ihre neueste Slow Fashion. Präsentiert von curt!

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 17h Festsaal // Neben den Trällerpfeifen aus Nürnberg treten auch die WEIBrations aus Karslruhe an.

Oliver Tissot

Comedy. Kabarett

Rote Bühne 18h In seinem baktuellen Programm “insPIRATion” entert der Entertainer den Kahn der Zeit und geht der Frage auf den Grund, warum wir immer Meer wollen, obwohl uns das Wasser schon bis zum Hals steht.

Marvin Game

Konzert

Hirsch 19:30h „20:15“ heißt das neue Album des Berliner Rappers aus dem Immer. Ready-Camp.

Liedgut 41

Konzert

Opernhaus 20h Gluck-Saal // Ilker Arcayürek singt Lider von Robert Schumann.

Poetry Slam

Lesung. Vortrag

E-Werk 20h Saal // Gewiefte Wortakrobaten mit gewiefter Rhetorik.

Jazz4free

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Konzert bei freiem Eintritt. Heute mit Trio Zahg (Jazz, Pop und Weltmusik).

MONTAG, 23.04.2018 Ryan McMullan

CURT präsentiert: Konzert

Club Stereo 19:30h Irischer Singer-Songwriter, der mit 20 schon wie die Großen klingt – ein “Hybrid aus James Bay und Ed Sheeran“. curt präsentiert und vergibt Tickets!


135 ... updates auf www.curt.de

Tafelhalle 20h Jazzkompositionen des Posaunisten Bob Brookmeyer und Werke der Studierenden aus dem Kreativpool der Kompositionsklasse von Prof. Steffen Schorn. In der Reihe “The Art Of Jazz”.

Premiere: Scheitern und Verstehen

Theater.

Z-Bau 19:30h Galerie // Stück von AronManuel Kraus über die Sinnlosigkeit des Krieges und der Macht des Kriegs im eigenen Kopf. Produktion Studiobühne Erlangen.

DIENSTAG, 24.04.2018 And The Golden Choir

Konzert

Club Stereo 19:30h Der Arrangeur, Texter, Sänger, Gitarrist, Multiinstrumentalist Tobias Siebert ist einer der renommiertesten Berliner Musiker und Produzenten (u.a. Kettcar, Juli, Phillip Boa) sowie Sänger und Gitarrist der Deutschpop-Indie-Band Klez.e, und stellt hier sein zweites Solalbum vor.

Scheitern und Verstehen

Theater. Tanz

Z-Bau 19:30h Galerie // Stück von AronManuel Kraus über die Sinnlosigkeit des Krieges und der Macht des Kriegs im eigenen Kopf. Produktion Studiobühne Erlangen.

Nürnberger Architektur und Geschichte Vortrag. Kultur. Bildung.

Bildungszentrum 19:30h Vortragsreihe der Altstadtfreunde Nürnberg. Heute: „Bauen im Kontext - Kontinuität regionaler Baukultur“ von Michael Stojan.

Baby Kreuzberg

Konzert

Gostner Hoftheater 20h Americana, Folk und Rock vom Berliner Singer-Songwriter. In der Reihe “Loft Lo-Fi”. Eintritt frei.

Lileoly

Konzert

Ludwigs 20:30h Seit über 20 Jahren musiziert das schwesterliche Acoustic-Folk-

Duo aus Nürnberg miteinander - ein bisschen „Lagerfeuer-goes-Fußgängerzone“ und ein bisschen „bekannte-Pop/Rock-Musik-goesFolk“. Eintritt frei.

The Attic

Konzert

Wort&Klang 20:30h Indie-Rock gepaart "mit dem kaltschnäuzigen Charme eines 80er-Jahre Alternative-Sounds". Eintritt frei.

MITTWOCH, 25.04.2018 Isolation Berlin

CURT präsentiert: Konzert

MUZ Club 20h Indie-PostPunk-NoWave aus Berlin. Support: Swutscher. curt präsentiert und vergibt Tickets!

Ganz Nürnberg war in einem Rausch mit Hans Meyer

Tipp! Lesung. Vortrag. Sport

Katana Kunst & Kurhaus e.V. 20h Zusammen mit Maren Zimmermann wird Hans Meyer aus dem Machwerk vorlesen, in dem jeder, der an der glorreichen Saison und Pokalrunde teilhatte, zu Wort kommt.

Across ft. Federico Albanese

CURT präsentiert: Konzert

Neues Museum 21h Die Kompositionen des italienischen Komponisten sind luftig und cinematisch, sie verbinden klassische Musik, Electronica und Psychedelia. curt präsentiert und vergibt Tickets!

Scheitern und Verstehen

Theater.

Z-Bau 19:30h Galerie // Stück von AronManuel Kraus über die Sinnlosigkeit des Krieges und der Macht des Kriegs im eigenen Kopf. Produktion Studiobühne Erlangen.

Planet of Zeus, Lionize

Konzert

Z-Bau 20:30h Roter Salon // Co-HeadlinerTour der griechischen und amerikanischen Rock-Bands.

Steve Schubert

Konzert

Weinerei 20:30h Singer-Songerwriter. In der Reihe “Das Konzert am Mittwoch”. Eintritt frei.

DONNERSTAG, 26.04.2018 Scrabble & Co. – Buchstabenspiele: Crazy Letters Tipp! Freizeit

Museum für Kommunikation 21h Afterwork-Brettspielabend mit Partyspielen rund um das Alphabet. Eintritt frei.

Erlanger Kneipenchor

Freizeit

E-Werk 19:30h Clubbühne // Trinken. Lachen. Singen. Gemeinsam & schief. Eintritt frei.

$ick: Shore, Stein, Papier

Lesung. Vortrag

LUX 20h $ick hatte lange nur eins im Kopf: Drogen nehmen und Scheiße bauen. Heute erzählt er aus seiner Gangsterzeit im Norddeutschland der Neunziger.

Erlend Viken Trio

Konzert

Tafelhalle 20h Hardanger Fiddle-, kongeniale E-Gitarre- und Cello-Virtuosen bereichern die traditionelle norwegische Musik um einen neuen Sound, inspiriert von Rock, Desert Blues und Americana. In der Reihe “Nordwärts”.

Lonely Kamel

Konzert

Z-Bau 20h Roter Salon // “Studentenpop” aus Kassel. Support: Zico.

Antwon

Konzert

3. Fürther Kleid erta usch

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• Samstag, 28.04.2018 • 14-16 Uhr • • ELAN, Kapellenstraße 47, 90762 Fürth • •••••••••••••••••••••••••••••••••••••

Mitbringen & Mitnehmen von sauberen und gut erhaltenen • Hemden • Blusen • • Hosen • Kleidern • • Röcken • Shirts • • Pullovern • Tüchern • • Taschen • Mützen • • Schmuck • Accessoires • • Schuhen •

Konzert

MUZ Club 20h Seit fast 10 Jahren und 5 Alben gehören die Norweger zur ausufernden Vintage-Rock Bewegung, die den SechzigerFuzz und vor allem Siebziger-Zeppelin-Rock verinnerlichen.

Alter Kaffee

Kleidchen wechsel dich!

Z-Bau 20h Galerie // Rapper aus Kalifornien.

NEU s mit Frauen- und Männerbereich s nimm so viele Teile mit wie du mitbringst ••••••••••••••••••••••••••••••••••• Veranstaltung des Projekts „Café Elli – Frauen aktiv im Quartier“ der ELAN GmbH Fürth, Kontakt: Carolin Dreutter, Tel. 23 99 35 71 Mehr Infos unter www.elan-fuerth.de

Gestaltung & Illustration: silkeklemt.de

Bigband der Hochschule für Musik Nürnberg Tipp! Konzert


136 eventkalender ...

Rother Poetry Slam

Lesung. Vortrag

Kulturfabrik Roth 20h Genau sieben Minuten haben die Poeten von heute Zeit, um mit ihren vorbereiteten oder improvisierten Texten und einer möglichst ausdrucksstarken Performance das Publikum zu überzeugen.

Poems for Laila

Konzert

Theater ACTelier 20h Das Polka-FolkRock-Duo stell sein Album vor: Für Liebhaber des dunklen, mystischen Balkan-Folk.

Duo Zaruk

Daggermouth, Hightower

Konzert

Desi 20:30h Pop Punk / Melodic Hardcore.

Umsonst & Drinnen Club

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Aufstrebende regionale Bands jeden Genres spielen bei freiem Eintritt. Heute mit Groovalicious And The Beat Boyz (Funk).

Blacklisted

Konzert

Konzert

Kulturforum Fürth 20h In ihrem Repertoire widmet sich das Gitarre-Cell-Duo der Musik der sefardischen Juden, die Ende des 15. Jahrhunderts aus Spanien vertrieben wurden und sich im Mittelmeerraumes ansiedelten.

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Zentralcafé // Die Band aus Philadelphia war schon immer so etwas wie das hässliche Entlein der Hardcoreszene – in erster Linie wegen Frontmann George Hirsch und seinen Lyrics. Support: Hyenas, Storm The Clouds.

The Blue Note Trio ft. Helmut Kagerer Konzert

Go Gitarre! Go!

Blue Note Jazz Club 20h Rainer Glas (b), Alberto Diaz (p) und Christoph Huber (dr) jazzen zusammen mit dem Gitarrendozent an der MHS Nürnberg und Dozent bei den Erlanger Jazz Workshops.

Syed-Park Duo

Lesung. Vortrag

Galerie Bernsteinzimmer 20h Das Gitarren-Duo Rehan Syed und Hyun-Bin Park fühlt sich im traditionellen Jazz, im Gypsy Jazz als auch im Latin Jazz zu Hause.

Elvis - Das Musical

Konzert. Show.

Meistersingerhalle 20h Choreografien, Spielszenen und Originalfilmsequenzen führen durch wichtige Stationen in Elvis' Leben.

Chutney

Konzert

Vischers Kulturladen 20h Groovender Soul und relaxter Reggae, erdiger Blues, Funk und Latinfeels.

The Art of Improvisation

Konzert

Kulturbüro Muggenhof / Werkstatt 141 20:30h Im Focus der Konzertreihe stehen kammermusikalische konzertante Aufführungen, die sich mit dem Zusammenspiel von Klang und Ort beschäftigen.

Disco. Party

Club Stereo 23h Super Independent Pop. Eintritt frei.

FREITAG, 27.04.2018 Unter einem Dach Festival

CURT präsentiert: Disco. Party. Festival. Konzert

E-Werk 18h Der alljährliche Start in die Festivalsaison! Auf der Open Air Stage und vier Bühnen im Haus stehen u.a. Ahzumjot, Blackout Problems, Blond, Fuck Art Let's Dance, Lemur, Kids Of Adelaide, Hannah Epperson uvm. curt präsentiert und vergibt Tickets!

Critical Mass

Tipp! Freizeit. Sport

Opernhaus 18h Der allmonatliche anarchische Fahrradritt durch Nürnberg, jeden letzten Freitag im Monat.

Jazzrausch Bigband, Stefanie Heinzmann Tipp! Festival. Konzert

Eventhalle Wendelstein 19:30h Mit einem Doppelkonzert eröffnen die diesjährigen “Jazz And Blues Open” in Wendelstein: Big-Band-Techno trifft auf Neo-Soul und Pop. Special Guest: Benedikt Köstler. curt vergibt Tickets!

Premiere: Die KänguruChroniken Tipp! Theater. Tanz

Lass weng flown

Disco. Party. Konzert

Kulturforum Fürth 20h Ansichten eines vorlauten Beuteltiers. Schauspiel von MarcUwe Kling nach den gleichnamigen Büchern. Produktion Stadttheater Fürth.

Desi 21h Hip-Hop-Abend mit diversen Crews, dabei sind diesmal Gerd, Goliath, Fuzl, Funkypuss, Thelonious Coltrane, Ingwer & Knoblauch, ATP Crew, Cloud. & Jeezus, Siegfried, Slize & S-Trix und Fahrstuhlgäng.

Pon Di Attack 15th Anniversary Bash Tipp!

Black Capricorn, Into Coffin, Hellhookah Konzert

Disco. Party

Z-Bau 23h Roter Salon // Nürnbergers Dancehall-Institution feiert zusammen mit Mangotree Sound, Tsunami Soundsystem, Selectah Spinback und Django Soundsystem.

Jennifer Rostock

Konzert

Stadthalle Fürth 19h Tour zum 10-jährigen Bestehen der Usedomer Rocker um Frontfrau Jennifer Weist.

Kunstverein (Z-Bau) 21h Doom Metal.

QuerBeat

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 22h Bunter Musik-Mix durch die letzten Jahrzehnte mit allem, was Spaß macht, von Indie über Funk bis Electro und Balkan mit DJ Sven.

90 vs. 2000er

Disco. Party

Hirsch 19:30h Deutschrock zwischen Punk und Pop. Support: Killerpilze.

Parks 22h Spice Girls vs. No Angels, Mc Hammer vs. Nelly – die wilden 90er oder die schrillen 2000er?! Hier müsst ihr Euch nicht entscheiden ...

The Blackscreen, LionLion

Indie Playback Show

Massendefekt

Konzert

Disco. Party

Konzert

Club Stereo 23h Indie trifft Karaoke Visuals trifft Seifenblasen-Maschinen trifft Snackbar ...

Buck3 - Buck, Lauschus & Schellenberger Konzert

Party contre le racisme

MUZ Club 20h IndieRock und IndiePop aus fränkischen Gefilden.

Kulturfabrik Roth 20h Teils neue, teils bekannte Songs des Bamberger Musikers und Songwriters.

Tim Köhler & Band

Konzert

Kulturladen Röthenbach 20h SingerSongwriter.

Torsten Sträter

Comedy. Kabarett

Tafelhalle 20h Die Vorstellung ist bereits AUSVERKAUFT!

Acoustic Sessions

Konzert

Wort&Klang 20:30h Im Vorfeld zum Unter Einem Dach Festival gibt es hier drei exklusive, intime Akustik Sessions von Nobutthefrog (16:30h), Kids Of Adelaide (17h) und Suzan Köcher (18h). Eintritt frei.

Disco. Party

Z-Bau 23h Galerie // Soliparty des AK Ohm gegen Rechts und des AK Vielfalt statt Einfalt. Für die musikalische Untermalung sorgen u.a. Monsters of Jungle und Wookii (Drum&Bass).

Pumping Velvet

Disco. Party

Künstlerhaus im KuKuQ 23h Zentralcafé // House, Disco und Techno mit den DJs Jool, Paluka und Martin Hip.

X+

Disco. Party

Die Rakete 23h Wie immer wird der Hauptact bis zum Schluß geheim gehalten, fest stehen aber Supportacts wie Wilhelm (Proto), Murrin & Gill (Celtic Chaos), Tecture und André Auer.


137 ... updates auf www.curt.de

SAMSTAG, 28.04.2018 Kleidchen wechsel dich

Tipp! Freizeit. Markt. Essen. Trinken

Rock Legenden

Konzert

Frankenhalle 19:30h Mit den Bands Karat, City und Maschine (Puhdys) sowie Special Guest Matthias Reim.

Elan 14h Kleidertausch für Frauen und diesmal auch für Männer: BesucherInnen können Kleidung, Accessoires, Schuhe, Mützen, Schmuck mitbringen, mitnehmen und an der „Aus alt mach neu“-Station individuell verändern.

Fatcat

Ida Nielsen & Band, Marcus Miller Tipp! Festival.

Kulturfabrik Roth 20h Internationales Akkordeon Festival mit u.a. Dimos Vougioukas, João Pedro Teixeira, Youssra El Hawary und Omar Massa.

Konzert

Eventhalle Wendelstein 19:30h Doppelkonzert im Rahmen der diesjährigen “Jazz And Blues Open” in Wendelstein: „Bass“-lastig trifft Oldschool Funk, HipHop, Reggae, Weltmusik auf Funk & Soul. curt vergibt Tickets!

Bucovina Club

Tipp! Disco. Party

Künstlerhaus im KuKuQ 22h Festsaal // Balkan-Beat und Rock&Roll Ekstase mit DJ Shantel – das letzte Mal vor dem Umbau des Künstlerhauses.

Revolver Club

Tipp! Disco. Party

Club Stereo 23h Das Hamburger IndieParty-Original samt DJs mit seinem zweiten Abstecher in die Noris.

Theaterführung

Theater. Freizeit

Markgrafentheater 14h Einblicke in die Historie sowie in Bereiche, die dem Theaterbesucher sonst verborgen bleiben, des ältesten bespielten Barocktheater Süddeutschlands.

Jaws Vol.3

Akkordeonale

80er/90er

Comedy. Kabarett

Arena Nürnberger Versicherung 19h In seinem Programm widmet sich der Entertainer der Welt der Selbstfindung.

Festival. Konzert

Disco. Party

Terminal90 21h Der schräge Sound der 80er und 90er zwischen Trash und Glamour, Tennissocken und Lederkrawatten, Cherry Coke und Champagner mit DJ Frank Sonique.

Tango Si

Konzert. Essen. Trinken

Südpunkt 21h Das Quartett spielt traditionelle Tangos, Valses und Milongas in tanzbaren Arrangements.

Wärters Schlechte, Zahnlos In Seattle Konzert

Kunstverein (Z-Bau) 21h Punkrock. Support: Baracka.

Händehoch! Soundsystem

Disco. Party

Desi 22h Russendisko tanzt hier Seite an Seite mit ItaloRetro und BalkanBeatz.

NBGrooves

Konzert

Quibble 19h Die Metalcore-Haie von Shark Tank haben sich mit John Wolfhooker, Resist The Ocean, obScene und Aterra wieder mächtige Verstärkung von Gleichgesinnten geholt.

Luke Mockridge

Konzert

MUZ Club 20h 100% Bio-Funk von glücklichen Musikern aus der Region. Support: Neue Wort Ordnung.

Disco. Party

Z-Bau 22h Roter Salon // Hip-Hop, Drum&Bass, Goa, Psytrance.

The Rockin‘ Lafayettes

Disco. Party. Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Zentralcafé // Auch „The gentlemen of Jumpin‘ Low-Fi-Blues“ nehmen vorerst Abschied vom Zentralcafé.


138 eventkalender ...

FunkSoulBrother

Disco. Party

KulturKellerei im KuKuQ 22h Funky Breaks, Rollin' Soul, Jazz Kicks, E-Funks und Big Beats mit DJ Josch.

Chartbreaker

Disco. Party

E-Werk 22h Saal // Die volle Chartdröhnung der letzten Jahrzehnte.

Booyaka

Kopf & Kragen (im OTTO) 22h Drum&Bass und Jungle mit den DJs Frezh DJ und Mow.

Disco. Party

Hirsch 22h Party für Gays und ihre Freunde.

Trio Norbert Nagel

Konzert

Stadttheater Fürth 22h Foyer // Am Vormittag Big Band Probe, am Abend „Boléro“ in der Philharmonie, am nächsten Tag eine Hommage an Piazzolla: kaum ein Musiker ist so vielseitig wie der Saxofonist und Klarinettist Norbert Nagel.

Treibstoff

Disco. Party

E-Werk 23h Tanz-Werk // Techno mit den DJs Durch Dick Und Dünn sowie Wild&disaZter.

Jamaica Nice!

Freizeit. Markt. Messe

Kulturladen Schloss Almoshof 10h Trödelhungrige Hobby-Händler packen ihre Dachbodenschätze zum Stöbern und Trempeln aus.

Dil Leyla – Die Bürgermeisterin

Lesung. Vortrag. Kultur. Kino

Disco. Party

Rosa Hirsch

Kunterbunter Flohmarkt

Disco. Party

Desi 12:30h Der Film erzählt die Geschichte der jungen Deutsch-Kurdin Leyla Imret, eine junge Frau aus Deutschland, die mit 26 Jahren die jüngste Bürgermeisterin der Türkei wird. Im Anschluss Gespräch mit Leyla Imret. Eintritt auf Spendenbasis.

Scotch as Scotch can

Lesung. Vortrag. Essen. Trinken

Hausbrauerei Altstadthof 19h Lesung mit anschließender Whisky-Verkostung „ von und mit Thomas Kastura. Im Rahmen von „Sohle 4 - Kultur im Grunde“ tief unten in den Historischen Felsengängen.

Axel Rudi Pell

Konzert

Hirsch 19:30h HardRock- und Heavy-MetalGitarrist. Support: Crystal Ball.

Premiere: Der Zufall schlägt zurück Theater.

Tanz

E-Werk 23h Tanz-Werk // Die Jungs von Mangotree Sound servieren Dancehall, Reggae, Afro, Soca und HipHop.

Garage 20h Ein Abend voller geplanter Planänderungen.

Abrakadabra ft. SHDW & Obscure Shape Disco. Party

Tafelhalle 20h BigBand-Jazz der unterschiedlichsten Stilrichtungen. Heute: Eight Cylinder Big Band feat. Matthias Bublath (organ) & his Music.

Die Rakete 23h Die Stuttgarter Techno-DJs wurden 2016 von den Groove-Lesern zu Newcomern des Jahres gewählt. Afterparty ab 6h.

SONNTAG, 29.04.2018 Amy Macdonald

Tipp! Festival. Konzert

Eventhalle Wendelstein 19:30h Das Konzert im Rahmen der diesjährigen “Jazz And Blues Open” in Wendelstein ist bereits AUSVERKAUFT!

Sunday Night Orchestra

Jazz4free

Konzert

Konzert

E-Werk 20:30h Kellerbühne // Konzert bei freiem Eintritt. Heute mit Trio Kusche (Blues).

Ryskinder

Konzert

Kunstkeller o27 20:30h Zwischen loop-basiertem IndiePop, improvisiertem HipHop und basslastigem LofiGarage vom DIY-Künstler Asaf Eden aus Jerusalem.

MONTAG, 30.04.2018 Le Bang Bang

Tipp! Festival. Konzert

Casa De La Trova 19:30h Seit nunmehr sechs Jahren wagen sich Stefanie Boltz und Sven Faller ausschließlich mit Stimme und Kontrabass bewaffnet auf Konzertbühnen jeder Größe. Im Rahmen von “Jazz And Blues Open”.

Beady Belle

Tipp! Festival. Konzert

Jegelscheune Wendelstein 19:30h Klassischer Vokal Jazz und 70er Jahre Soul, angereichert mit norwegischen Folk-Klängen. Im Rahmen von “Jazz And Blues Open”.

Banff Mountain Film Festival World Tour

Tipp! Lesung. Vortrag. Freizeit. Kino

Meistersingerhalle 20h Kleiner Saal // Natur- und Abenteuerdokumentationen.

Einkehr mit Beethoven

Konzert

Gustav-Adolf-Gedächtniskirche 18h Eines der Hauptwerke der Chormusik unter der Leitung von Marcus Bosch uns der Staatsphilharmonie Nürnberg.

Bernhard Hollinger Group

Festival. Konzert

Downstairs Jugendtreff Wendelstein 19:30h Kreatives Bass-Spiel mit Einflüssev von Zawinul, Miles und Pastorius bis hin zu Zappa, Flying Lotus, Snarky Puppy und klassischer Musik. Im Rahmen der “Jazz And Blues Open”.

Erika Stucky

Konzert

Tafelhalle 20h Die amerikanisch-schweizerische Jazz-Sängerin, Musikerin, Performerin und Akkordeonistin, diesmal als „Stucky con Carne - Eine musikalische Metzgete“.

Soulnight

Konzert

E-Werk 20h Clubbühne // Dass Erlangen auch Soul kann beweisen die beiden Combos The Ruby Rascals und The Magictones.

Popgesellschaft

Lesung. Vortrag. Bar. DJing

Künstlerhaus im KuKuQ 20h Zentralcafé // Vortragsreihe mit Bar-DJing. Heute: Katharina Hausladen “Gemischtes Doppel” – Über das Verhältnis von politischer und physischer Stimme in der Popmusik.

Tanz in den Mai

Disco. Party

Terminal90 21h Zum Feiertag gediegen mit Partymucke abfeiern: DJ Falco versorgt Euch mit den Hits der letzten 30 Jahre. Außerdem verschiedene Getränke-Specials und das offizielle Terrassen-Opening.

Tanz in den Mai

Disco. Party

Parks 21h Auf 3 Areas erschallt 80er, House und Salsa, dazu Caribbean BBQ auf der Seeterrasse, Salsa Workshop, Feuershow und vieles mehr.

Babylon Party

Disco. Party

Z-Bau 22h Roter Salon // Electroswing mit den DJs Uwe Haenel und Beso Mateo.

Tanz in den Mai

Disco. Party

Club Stereo 23h Mit Indie & Co. begrüßen die DJs Jens & Littbarski den Lenz.

Coco Loco

Disco. Party

MUZ Club 23h Klangköstlichkeiten aus den West Indies von neu bis alt über Afrobeats bis hin zu AfroTrap – abgerundet mit HipHop, RnB und Soul – von Mangotree Sound & Friends.

DIENSTAG, 01.05.2018 Jazz & Blues Open Open Air

Tipp! Festival. Konzert

Jegelscheune Wendelstein 12h Drei Konzerte bei freiem Eintritt bieten heute die “Jazz And Blues Open” im Altort von Wendelstein: Ab 12 Uhr Andreas Kümmert & Band (RetroRock), ab 14 Uhr Norbert Schneider & Band (Blues, Soul) und die Keller Steff Big Band (Swing und Jazz auf Bayerisch) ab 17 Uhr.


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Andreas Martin Hofmeir & Band Tipp! Festival. Konzert

Kommando Romadur

Tipp! Lesung. Vortrag. Kultur. Kunst. Design

Jegelscheune Wendelstein 19:30h Der Grenzgänger Hofmeir (ECHO Klassik-Preisträger, Mozarteumsprofessor, Gründungsmitglied von LaBrassBanda) trifft auf drei der besten Jazzmusiker des süddeutschen Raums: André Schwager (p), Jay Lateef (dr) und Guto Brinholi (b). Im Rahmen von “Jazz And Blues Open”.

Katana Kunst & Kurhaus e.V. 20h Ein bunter Abend mit schiefen Bildern, knietief recherchierten Beiträgen zu wundbrandaktuellen Themen und wundersamen Wendungen mit Natalie de Ligt, Claudia Schulz und Martin Fürbringer. Thema heute: Macht Un*Durch_ die Sprache.

Fred Munker Trio ft. Stefan Teschner Konzert

Kunstkeller o27 20:30h "Arschtretender" Punkrock aus Kalifornien.

Rote Bühne 19h Tango und New Musette: Musik, die aus der Verbindung von traditioneller französicher Akkordeonmusik, Elementen des argentinischen Tango und Jazz entstanden ist.

Hypnotic Brass Ensemble

Konzert

E-Werk 20h Clubbühne // Diese sieben Brüder „from the south side of Chicago“ – allesamt Söhne der Jazz-Legende Phil Cohran (Chaka Khan, Earth Wind and Fire, Sun Ra Arkestra) – mit ihrem Sound zwischen Jazz, Funk und Hip-Hop.

Maze & Sat

Konzert

Ludwigs 20:30h Singer-SongwriterDoppelkonzert von mystischen FolkRock eines Franky Maze bis Blues und Grunge von Sat. Eintritt frei.

MITTWOCH, 02.05.2018 Fil Bo Riva

CURT präsentiert: Konzert

Z-Bau 19h Das Konzert ist längst AUSVERKAUFT – aber: curt präsentiert und vergibt Tickets!

Ladysmith Black Mambazo

Tipp! Festival. Konzert

St. Nikolaus Kirche Wendelstein 19:30h 4 gewonnene Grammys und 19 weitere Grammy Nominierungen gehen auf das Konto der erfolgreichsten A-CappellaFormation Südafrikas. Im Rahmen von “Jazz And Blues Open”.

Neighbourhood Brats

Konzert

DONNERSTAG, 03.05.2018 Phil & Lunch

Konzert

Germanisches Nationalmuseum 13h Im Café spielt das Orchester der Staatsphilharmonie Nürnberg klassische Musik zum Verweilen und Geniessen, genau eine Mittagspause lang.

Queen Machine

Konzert

Hirsch 19:30h Queen-Tribute-Band.

The Universal Trio ft. Bernhard Pichl Konzert

Blue Note Jazz Club 20h Pianist Bernhard Pichl ist Pianodozent an den MHS Nürnberg und Würzburg und Dozent bei den Erlanger Jazz Workshops und spielt hier mit Rainer Glas (b), Christoph Huber (dr) und Gästen.

Salon der unerfüllten Wünsche Lesung. Vortrag. Bar. DJing

Künstlerhaus im KuKuQ 20h Zentralcafé // Nach der Lesung von Alsen Rau legen wechselnde DJs auf. Eintritt frei.

Go Gitarre! Go!

Disco. Party

Club Stereo 23h Super Independent Pop. Eintritt frei.

FREITAG, 04.05.2018 Preview: Blaue Nacht

Tipp! Kultur. Kunst. Design. Freizeit

Altstadt 20h Einen Tag vor dem eigentlichen Event kann man vorab schon mal die 11 Kunstwerk bestaunen, die am Blaue-NachtKunstwettbewerb teilgenommen haben.

Thorsten Nagelschmidt: Der Abfall der Herzen

CURT präsentiert: Lesung. Vortrag

Z-Bau 20h Galerie // Lesereihe mit junger deutschsprachiger Gegenwartsliteratur. Heute mit dem Autor, Musiker und Künstler Thorsten Nagelschmidt aka Nagel (Muff Potter). curt präsentiert und vergibt Tickets!

Fjarill

Tipp! Konzert

The Lombego Surfers

Konzert

Künstlerhaus im KuKuQ 20:30h Zentralcafé // Über 20 Jahre reiten die drei Surf&Roll-Recken aus Boston und Basel mittlerweile durch Europa. Support: The Come And Go Gos.

SAMSTAG, 05.05.2018 Tipp! Disco. Party. Konzert. Theater. Tanz. Show. Unterhaltung. Kultur. Kunst. Design. Freizeit. Kino

Blaue Nacht

Altstadt 19h Die Nürnberger Innenstadt zeigt sich wieder komplett blau zu „Nürnbergs langer Nacht der Kunst und Kultur“ mit über 200 Programmpunkten in über 70 Institutionen, Höfen und auf vielen Plätzen - diesmal unter dem Motto „Horizonte“.

Maritim Hotel 20h Folk-Pop-Weltmusik vom schwedisch-südafrikanischen Duo.

Fridas Mädelsflohmarkt

The World of Hans Zimmer

Schloss Ratibor 14h Kaufen und Verkaufen von Kleidung und Accessoires. Für Mädels jeden Alters. Eintritt frei

Konzert

Arena Nürnberger Versicherung 19h Werke des Oscar-, Grammy- & Golden GlobeGewinners mit Orchester.

Christian Steiffen

Konzert

Hirsch 19:30h Zugleich Hommage als auch Parodie an den deutschen Schlager.

südpunkt-Disco

Disco. Party

Südpunkt 20h Eingeladen sind alle, die Spaß daran haben von Abba bis Zappa und allen Stilrichtungen abzutanzen.

The Kendolls

Konzert

Kopf & Kragen (im OTTO) 20h Rock&Punk aus Schweden. Support: Hazenbuck.

Satcho

Konzert

Kulturladen Gartenstadt 20h Swing'n Chansons.

Freizeit. Markt. Messe

Maximum Rock Night

Disco. Party

Hirsch 22h Auf zwei Areas rocken Star FM-DJ Julian, DJane Petra Birner und Planet Blue vom Hirsch.

Tsunami Sound System

Disco. Party

Kunstverein (Z-Bau) 22h Jungle, Reggae, Drum&Bass, Dub, Dancehall und Dubstep.

SONNTAG, 06.05.2018 9. Italien-Treffen

Freizeit

Ofenwerk 11h Neben zahlreichen Old- und Youngtimern, die es zu bestaunen gilt, gibt es auch ein buntes Rahmenprogramm.

Sonntags-Musiksalon

Konzert

Kulturladen Zeltnerschloss 16h Klassik bei Kerzenschein. Eintritt frei.


140 eventkalender ...

Scott Bradlee's Postmodern Jukebox

Konzert

Löwensaal 20h Vintage-Versionen moderner Popsongs, eine Mischung aus Roaring Twenties-Feten, Silvesterpartys im Sinatra-Stil und rauschende Konzerte berühmter MotownGrößen.

MONTAG, 07.05.2018 International Ocean Film Tour

Tipp! Freizeit. Kino

Meistersingerhalle 20h Kleiner Saal // Filmevent rund die Faszination unserer Ozeane in all seiner Vielfalt und Schönheit..

SAMSTAG, 12.05.2018

Der APRIL

Trempelmarkt

Tipp! Freizeit. Markt. Messe

Nürnberg 07h Der größte Innenstadtflohmarkt Deutschlands lädt wieder zum Stöbern, Kruschen und Feilschen ein.

Umsonst & Draussen Lindenhain Tipp! Festival.

Freizeit

Lindenhain 17h Open Air mit Rock&Roll und Rockabilly mit den Bands Slick 50, Fightball, Howlin Max Messer, The Magnetics, Gemma & The Travellers sowie eine AcousticStage. Eintritt frei.

Theaterführung

DIENSTAG, 08.05.2018 Norbert Emmingers Saxophon Quartet & Jazzband Konzert

Gostner Hoftheater 20h Das Saxophon Quartett und die Jazzcombo der Nürnberger Berufsfachschule spielen ein jazziges Programm aus Swing und Latin.

FREITAG, 11.05.2018 Trempelmarkt

Tipp! Freizeit. Markt. Messe

Nürnberg 16h Der größte Innenstadtflohmarkt Deutschlands lädt wieder zum Stöbern, Kruschen und Feilschen ein.

Umsonst & Draussen Lindenhain Tipp! Festival.

Freizeit

Lindenhain 17h Open Air mit Rock über Ska bis Punk mit den Bands Bring Back Barbara, Franz Flak, The Moorings, The Valkyrians sowie eine Acoustic-Stage. Eintritt frei.

Eric Bibb & Michael Jerome Browne Tipp! Konzert

Maritim Hotel 20h Gitarren-Doppel unter dem Motto “Migration Blues“.

Theater. Tanz. Lesung. Vortrag. Kultur. Freizeit

Markgrafentheater 14h Einblicke in die Historie sowie in Bereiche, die dem Theaterbesucher sonst verborgen bleiben, des ältesten bespielten Barocktheater Süddeutschlands.

Poetry Slam

Lesung. Vortrag

Parks 20h Wettkampf um das stärkste Wort, moderiert von Lucas Fassnacht.

Rote Bühne 20h Eine Mini Revue zu Ehren von Marika Rökk mit Julia Kempken & Andreas Rüsing.

Konzert

Meistersingerhalle 20h Werke von Ernst von Dohnányi, Frédéric Chopin, Henryk Górecki und Ludwig van Beethoven unter dem Motto „Jede Minute zählt“.

The B.B. King Project

Konzert

Hubertussaal 20h Gute Laune und jede Menge Blues-Feeling rund um das Schaffen des amerikansichen Blues-Gitarristen.

Retro

Disco. Party

Komplett unD noch viel ausführlicher und viel, viel besser verlinkt auf unserer website www.curt.de/nbg tickets verlosen wir da auch.

Wo ist Marika, die mit dem Rökk? Konzert. Show. Unterhaltung

Nürnberger Symphoniker

ganz aktuell,

Parks 21h Ü-30 Party mit der musikalischen Zeitreise durch die letzten Jahrzehnte.

Free hugs? sowieso.

Und wenn ihr kleine geschwister oder Kinder habt: www.curt-kids.de!

Birdi´s e eck Liebes eine Mehr als e: n Kolum ine e h c li näm t! a Wohlt


Akt 1 - Freiburg-Tonic-Time-Machine.

Jeder Tag mit Bird Berlin ist ein Abenteuer. Ein sagenhaft einzigartiges Saure-Zipfel7-Gänge-Menü an ahserbachenem Zanderfilet. Die Surf & Turf-Fanfare der Pop History. Und so wurde auch 2017 gekrönt von dem Weihnachtswunder von Freiburg. Eine Show, so romantisch wie ein Naked Road Movie in 3 nackten Akten. Exklusiv in curt.

Es war der 22. Dezember 2017 und ich stieg mit meinem kleinen schwarzen Köfferchen und einem Rucksack voller Pailletten und Spezi bepackt in Freiburg aus dem ICE frisch und frivol aus. Am Bahnsteig umhüllte mich ein Duft von Maroni, die auf dem Maronengrill klangen, wie sie schmeckten. Geil! Mein Ziel war ein neuer kleiner Club, die Passage 49, nur 800 Meter vom Bahnhof entfernt, und so schlenderte ich luftig, lässig, leichtfüßig durch die vorweihnachtliche Stimmung. Ich trug eine türkise Leggings und ein T-Shirt, das so viel sagte wie “Danke Freiburg für deine Karibik”, weil es warm war, wie es warm sein musste in Hawaii und ich ahnte noch nichts von dem Abenteuer, welches ich ca. 9 Stunden später erleben würde. Meine Hüften fühlten sich gut an. Sie sind immer ein Gradmesser für Alles. Hüfte gut - alles gut. Ich hatte Lust zu tanzen und zu glitzern. Aber vor allem hatte ich Bock, den Club zu finden. Aber das war kacke. „Passage 49“ ist gleichzeitig der Straßenname und der Clubname. Chapeau. Witzig. Aber weder zwischen der 48 und der 50 auf der einen Straßenseite noch zwischen der 47 und 51 auf der anderen Straßenseite stand ein Gebäude. Klar. Ich frug ein paar Passanten, ob sie wüssten, wo? Nö! Cool. Naja, ich hab in den Jahren als Birdi ja gelernt, dass jetzt der absolut richtige Augenblick wäre, um den Veranstalter anzurufen. Und aus einer unergründlichen Tradition heraus ging dieser natürlich nicht an sein Handy. By tradition. Ich erinnerte mich, dass der Club zum Theater Freiburg gehörte und suchte den Hintereingang des Theaters. Was super war, denn die wussten Bescheid, dass ich spiele und eine Schauspielerin der Hauses begleitete mich durch die Katakomben zur Hausnummer 49. Ich hörte, glaub ich, jemand aus der Ferne “Rock’n’Roll” rufen. „Unfindbar“, murmelte ich häufiger. In dem Club lief aber schon alles auf Hochtouren. Die Bühne wurde gerade komplett in Silberlametta gekleidet, dass Melania Trump ob des Pomps neidisch geworden wäre und alle waren superfreundlich und superpräzise. Der erste Satz, der mit mir gesprochen wurde, war nicht “Hallo, hi, ich bin der Quak Bla und dein Techniker heute Abend”, sondern “Wird es nass auf der Bühne?”. Ganz ehrlich – den Satz hatte ich bis jetzt noch nie gehört – aber er wird schon seinen Sinn haben. Und er machte komplett Sinn. Da ich weniger mit Flüssigkeiten, als mit Glitzer und Pailletten auf der Bühne um

141 ... updates auf www.curt.de

mich werfe, verneinte ich und versicherte ihm, dass er sich da keine Sorgen bei mir machen müsse. Ich schwitze zwar viel und überall, aber es wird mit Sicherheit mit keinen Flüssigkeiten experimentiert. Immer noch kein Veranstalter da. Dann Soundcheck. Alles High End und prima Sound. Und dann kam der Veranstalter. Der Intendant der Theaters, ein bunter Vogel und extrovertiert bis ins knusprige Federkleid. Er umarmte mich mehrmals innig und beschrieb mir in den ersten 10 Sätzen etwa 5 mal, was ein großer Fan er von mir sei und überschwängelte mich in die angeschlossenen Bar. Es war Weinprobe und ich solle ihr doch beiwohnen. Klar. Das Weingut Scherzer aus dem Badischen hatte seine Schätze mitgebracht und wir probierten zwischen 17 und 18 Uhr etwa 15 Weißweine und 8 Rotweine. Die Trauben der Hänge um Freiburg haben die Sonne exzellent eingefangen und einen Geschmack produziert, mit dem man sich gerne einen Sitzen trinkt. Ein Wein besser als der Andere und natürlich wurden die Gläser ausgetrunken. Dann gab es Abendessen, erzählte man mir am nächsten Tag, aber an das kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Ich war leicht hart angetüdelt von den leckeren Reben des fabelhaften Familienunternehmens Scherzer aus dem Südbadischen. Der Herr Intendant hatte auch gut Durst gehabt und legte sich kurzerhand auf die Bank und döste eine Weile. In dieser Zeit bezog ich das Backstage neben der Bühne und postierte dort alles, was ich hatte. Als ich zurück an den Weintesttisch kam, war der Wein verschwunden und 3 Gin Tonics standen da. Eine gute Freundin war gekommen, die mich die letzten Jahre in Freiburg immer wieder veranstaltete und bei der ich heute Nacht im Gästezimmer schlafen durfte. Genau. Jule heißt sie und hatte in weiser Voraussicht schon Drinks bestellt. Und ganz ehrlich. Super Idee. Ich war vor einem Auftritt noch nie so mega likörisiert. Alles tippi toppi. Auch Kollege Intendant hatte eine gute Farbe im Gesicht von den Rotweinen mitgebracht und die Gespräche wurden auf einer sehr professionell-alkoholisierten Ebene euphorischer und unprofessionell-extatischer. Und dann waren auf einmal Menschen da, die auf die Show warteten. Drei Stunden einfach weg gintonisiert. Tonic-Time-Machine. Und es geht noch weiter: Mit AKT 2 + 3 in den nächsten curts! Euer Birdi


142 kolumne Theo Fuchs ...

Theo_van_Eyck. Von: Jan van Eyck. The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. Foto: Katharina winter


143 ... hinten raus.

Es gibt menschen, da freuen wir uns, wenn wir sie nicht sehen müssen, oder sprechen. Denn sie sind emsig und senden uns ihre Texte von selbst, weil sie wissen, dass sie uns gefallen. hier mal einen krimi, dort mal ein Kammerspiel oder wieder einen roman (an dem gerade geschnitzt wird!) ... immer her damit, danke, theo!

theobald O.J. fuchs: Wettrennen in die Vergangenheit Vielleicht sollte ich zuallererst erwähnen, dass ich nicht alleine bin, hier, in der Vergangenheit. Gagarin, der russische Temponaut, sitzt neben mir, im Nürnberg des Jahres 1493, und wir betrinken uns jeden Abend einträchtig schweigend im Bierkeller »Zum einäugigen Ostgoten«. Das große Wettrennen um die erste Zeitreisemaschine brach irgendwann gegen Ende von Trumps fünfter Amtszeit aus. Putin hatte behauptet, dass Russland noch viel tiefer in der Vergangenheit feststecke als die USA. Das ließ Trump nicht auf sich sitzen und verkündete, dass die USA bis zum Anfang der Sommerferien in der Lage seien, einen Menschen um 500 Jahre in die Vergangenheit zu schicken. Die Russen zogen mit und voilà!, da ging´s auch schon los, das große Zeitreisenrennen. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass das Geld für die gewaltigen Forschungsprogramme letztendlich von amerikanischen und russischen Multimilliardären kam, weshalb meine Jacke mit dem Logo eines großen Limonadenherstellers bedruckt ist. Igor Igorowitsch Gagarin startete nur zwei Tage nach mir und nur ein

paar Kilometer entfernt, im Reichswald auf einem Autobahnparkplatz an der A3. Man reist ja in der Zeit und nicht im Raum, weshalb ich an exakt der selben Stelle landete, von der ich aufgebrochen war. Meine Zeitkapsel »Clockwork Eagle« traf das anvisierte Jahr nicht so ganz, doch um so besser: Dürer war erst zwölf Jahre alt, als ich eintraf, was mir meinen Job sehr vereinfachen wird. Denn meine Aufgabe ist es, so viele bedeutende Kunstwerke wie möglich dem unbekannten Albrecht D. abzukaufen und auf einem Dachboden zu verstecken, den es in meiner vorherigen, also zukünftigen Zeit noch geben wird. Fraglich ist, ob ich mich überhaupt irgendwann aufraffen kann, an die Arbeit zu gehen. Ich muss hier Tag und Nacht diesen seltsamen Tank mit mir herumtragen, der meine Eigenzeit enthält, hoch verdichtet und unter Druck. Er sollte keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden und nicht gewaltsam geöffnet werden, so steht´s in der Bedienungsanleitung. Und langsam wird mir die zukünftige Zeit knapp. Zwar gibt´s eine Art Rückgewinnung verbrauchter Zeit, aber nicht vollständig. Der Zeiger steht schon auf der roten Markierung. Auch Igor hat so einen Tank dabei, der aber erst lange nach meinem leer sein wird. Was passiert, wenn die alte Zeit aufgebraucht ist, steht auch


144 kolumne theo fuchs ...

in seinem Handbuch nicht. Wahrscheinlich werden wir dann einfach so leben, wie die Leute hier. Schön im Renaissance-Stil, mit Schlapphut, Strumpfhosen und Biberfellkragen. Am Anfang war ich Tag und Nacht auf der Hut, ob ich nicht irgendwo auf die Russen treffen würde. Ich meine, die NASA-Typen werden ja 1969 auch ein paar Knarren im Gepäck gehabt haben, als sie zum Mond gejettet sind. Nur für alle Fälle, falls die Commies vor ihnen im Meer der Stille gelandet wären. Dabei ging´s damals nicht einmal um Geld, sondern bloß um die Ehre! Aber es kam alles anders: Meine zwei Kumpels tauchten hier gar nicht erst auf – weiß der Kuckuck, ob sie bei den alten Ägyptern oder in den Pranken eines Dinosauriers gelandet waren – und der einzige Russe, der es auch in die Renaissance schaffte, begegnete mir erst drei Jahre später. Unvermittelt stand er beim Pegnitzflusskrebseinkauf neben mir, gleich beim schönen Brunnen auf dem Hauptmarkt, in einem GAZPROM-Anorak. Mein Hauptproblem war von Anfang an, dass kein Mensch meine Sprache versteht. Irgendwie haben sich die Eierköpfe, die uns vorbereiteten, getäuscht, denn es wird ums Jahr 1500 ein ganz anderes Latein gesprochen, als jenes, das ich während der Vorbereitung auf die Mission im Schnellkurs gelernt habe. Zumindest hier in Franken. Dass nicht alles rund laufen würde, ahnte ich schon, als ich aus dem Zeitfallrohr plumpste. Den Geschichtswissenschaftlern, die unseren Startort festgelegt hatten, war ein Fehler passiert. Ich landete nämlich mitten in einem von Dornen überwucherten Sumpfgelände, wo einige hundert Jahre später die Ostendstraße durch Mögeldorf verläuft. Und wo ich in den »Pepsi´s Time-O-Wrapper« gestiegen war. Ich brauchte den ganzen Nachmittag, bis ich mich aus dem Gestrüpp herausgekämpft hatte. Zu diesem Zeitpunkt ging mir das ganze Abenteuer bereits gehörig auf die Nerven. Ich machte mit, weil ich mich in meinem Job als Versicherungsmakler gelangweilt hatte. Und weil sie mir versprachen, dass ich alles, was ich in der Vergangenheit vergraben oder unter doppelten Böden

verstecken würde – Münzen, Schmuck etc. – behalten dürfte. Nach meiner Rückkehr, wo selbst das billigste Zeug ein Heidengeld wert ist. Bzw. sein wird. Mein Zeitreiseapparat besitzt auch so eine Art Rückkehr-Modus, doch der konnte zur Zeit unseres Abfluges nicht getestet werden. Jedenfalls behaupteten die Techniker das. Ich habe mittlerweile den Verdacht, dass es nicht funktioniert. Ausgemacht waren vier Monate, und nun sitze ich schon zehn Jahre hier und warte darauf, dass endlich Amerika entdeckt wird. Für die Menschheit wird das erst einmal eine unbedeutende Randnotiz sein, für mich jedoch ein Riesenschritt zurück.

und was macht theo WIRKLICH und sonst so? Naja, immer nicht so viel. Ein bisschen Forschung und so, hier und da mal irgendwas lehren. Wissen wir nicht so genau. Ansonsten mache er wohl nichts, als sich im Ruhm zu wälzen und bewundern zu lassen, denn seine Sucht ist die nach Aufmerksamkeit, von der er nie genug bekommen kann. Termine: Theo liest aus einem Roman mit dem knappen und bündigen Titel: „Altstädter Friedhof in Erlangen, 14. Mai, 10 Uhr 30, meine 35. Beerdigung, die zahlreichen Nachkommen streiten am Grab um den Fernsehsessel des 73-Jährigen“ 13. April: Johannesgemeinde / Büchenbach, 19.30 Uhr 19. April: Transfer / Erlangen, 19 Uhr


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