Familiebedrijf in Beeld Kwetters 70 jaar!

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FAMILIENBETRIEB

im bild

70 jährige Gründung

Gerrit und John Kwetters

„WIR LIEGEN AUF EINER Ebene MIT UNSEREN Mitarbeitern UND UNSEREN LIEFERANTEN“ BÜRGERMEISTER NATEROP

EIN LIEFERANT HAT DAS WORT

„Unvorstellbar, was ein Ei bewirken kann“

„Wir fahren für Kwetters und sind stolz darauf“

MITARBEITER-SPORTTAG Gemeinsam Sport treiben ist Zusammenarbeiten


RELIABILITY Every minor crack in your egg production chain has huge consequences.

Moba feliciteert Kwetters met het 70-jarig jubileum!

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VORWORT | FAMILIENBETRIEB IM BILD - KWETTERS

LIEBE LESER, In den letzten Jahren sehen wir eine deutliche Neubewertung des Familienbetriebs. Unsere Fachzeitschrift will Beispiele solcher Betriebe aufspüren und präsentieren. Schöne Perlen in allen Branchen der Wirtschaft. Familienbetriebe zeichnen sich nämlich durch eine enge Kette aus, basierend auf einer solide Betriebsführung, Leidenschaft, hohem Engagement der Mitarbeiter und einer Geschäftsführung, die die langfristigen Interessen in den Vordergrund stellt. Familienbetrieb im Bild ist Wortführer der Geschäftsführung und interviewt Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter. Wir bieten lebendige Bilder dieser dynamischen Betriebe. Heute freuen wir uns, die Geschichte des Veener Eiergiganten Kwetters erzählen zu können. Wir waren hocherstaunt. Ein Ei ist ein Ei, hatten wir gedacht aber so einfach ist das nicht. Denn wie verkauft man zweieinhalb Milliarden Eier? Das geht nur mit ausgeprägtem Handelsgeist und höchster Qualität in der Kette. Nicht umsonst lautet das Credo der Inhaber Gerrit und John Kwetters: „Wir liegen auf einer Ebene mit insere Mitarbeitern und unseren Lieferanten.” Besser hätten sie es nicht sagen können. Kwetters ist ein Familienbetrieb mit fundiertem Wachstum und einer guten Arbeitsumgebung für Mitarbeiter mit geteilter Leidenschaft. Kwetters will ein zuverlässiger und kundiger Lieferant von Eiern sein, mit Respekt für Mensch, Tier und Gesellschaft, und ist ein guter Gesprächspartner in der gesamten Kette auf Basis eigener Daten.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre! Govert Lagrouw Herausgeber & Chefredakteur Familiebedrijf in Beeld

IMPRESSUM www.familiebedrijfinbeeld.nl Familiebedrijf in Beeld ist eine Ausgabe von

Realisation und Koordination

Layout und Design

Lagrouw Communicatie

Govert Lagrouw

Lagrouw Communicatie

Hoogstraat 16

Text

Vertrieb

4251 CL Werkendam

Govert Lagrouw

Fred van Kuyen, 06-14 44 19 73

T 0183-401078

Schlussredaktion

M 06-51200448

Lenie van der Ham

Kwetters

www.lagrouwsc.nl

Fotografie

Veensesteeg 18, 4264 KG Veen

info@lagrouwsc.nl

Frans Jan Fortunati / Lagrouw communicatie

+31 (0)416-69 59 00, www.kwetters.com familienbetrieb im bild 3


INHALT | FAMILIENBETRIEB IM BILD – KWETTERS EIER

70 JAHRE KWETTERS IM BILD

DER BERATER HAT DAS WORT

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LIEFERANT DECKERS HAT DAS WORT

4

familienbetrieb im bild

66

10 68

ROBERTO FLÖREN: „BEI KWETTERS STECKT HERZ UND SEELE IM BETRIEB”


60

DER GEFLÜGELHALTER HAT DAS WORT

DER BÜRGERMEISTER HAT DAS WORT

Die Mitarbeitern haben das Wort

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16|24|36

GERRIT UND JOHN KWETTERS: „WIR LIEGEN AUF EINER ebene mit unseren Mitarbeitern UND UNSEREN LIEFERANTEN”

06

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GERRIT UND JOHN KWETTERS HABEN DAS WORT

Wir liegen auf einer Ebene mit unseren Mitarbeitern und unseren Lieferanten Zusammenarbeiter, so nennen Gerrit und John Kwetters ihre Mitarbeiter. Das ist kein schwacher Wordwitz aber ein bestimmter Kosename für ihre Angestellten.

I

„In der Krise haben wir keine Leute entlassen, sie sind unser größtes Kapital“, so John. „Ein Geschäfsführer eines börsennotierten Unternehmens entlässt viel eher Leute, weil er seine Aktionäre ruhighalten muss. Bei uns geht es um die lange Sicht; nach der Krise sind die überzähligen Leute wieder dringend nötig.“ 6

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- „Darum möchte ich auch kein Direktor eines börsennotierten Unternehmens sein“, ergänzt Gerrit. Sie sind stolz darauf, viel in ihre Zusammenarbeiter zu investieren, in Form von Karrierebegleitung und Kursen. Viele Zusammenarbeiter haben einfach begonnen und sind aufgestiegen. Die Betriebskultur ist von der Piet Kwetters-DNA durchdrun-


gen. Nicht reden, sondern handeln. Die meisten Mitarbeiter bleiben lange, oft bis zu ihrer Rente, darauf sind sie stolz. Bekannt ist, dass Kwetters gut für die Region ist. Nicht nur als Hauptsponsor des Fußballvereins und örtlichen Stolzes Achilles Veen, sondern auch, weil sie möglichst viele Lieferanten aus der Region einspannen. „Mit ihnen kommen wir einfach in Kontakt, wir sprechen dieselbe Sprache und machen die Region Altena stärker.” Im Gespräch mit den beiden Herren kommen nette Anekdoten von früher, als Vater Piet noch das Zepter hielt, aber auch Veränderungen zur Sprache. Zahlreich sind die Begebenheiten, deren sich die Söhne im Zusammenhang mit ihrem Vater erinnern. Einer seiner berühmtesten Aussprüche? „Der Markt ist nie gegen uns, man muss nur rechtzeitig den Kurs ändern.“

sV IELE MitARBEITER

HABEN EINFACH BEGONNEN UND SIND AUFGESTIEGEN

SCHALTEN „Wir haben immer rechtzeitig geschaltet und andere Märkte gesucht. In den 70er Jahren lieferten wir viel an Länder wie Irak, Iran und Algerien. Das endete, als diese Länder begannen, Eier und Hühner direkt zu importieren. Vater verlegte damals den Markt nach Deutschland und er erlangte Bekanntheit mit dem VierKorn-Ei (4-Granen-ei). Eine Marke, die reißenden Absatz fand und später auch in den Niederlanden verkauft wurde, als Albert Heijn dieses Ei entdeckte.“ Piet Kwetters stand zu Buche als ein Mann mit Charisma, mann sah zu ihm auf. War dies eine Quelle der Inspiration für seine Söhne oder legte er ein zu großes Gewicht auf ihre Schultern? John und Gerrit haben vor allem viel von ihm gelernt. „Er gab uns viel Freiheit. Er war nicht jemand, der uns auf die Finger schaute. Eigentlich war er als Vater auch

Unternehmer, er ließ uns Freiraum und konnte loslassen, und er war überzeugt, dass man nur so ein guter Unternehmer werden konnte, man musste auch mit Rückschlägen zurechtkommen. Darüber hinaus war unser Vater jemand, der sich einerseits stets um das Geschäft kümmerte, aber auch Abstand nehmen konnte. Einmal reiste er mit José drei Monate lang nach Australien und überließ uns sämtliche Geschäfte. Natürlich rief er jeden Tag an. „Alles in Ordnung? – Ja, Papa. – Schön, dann bis morgen.“ „Unser Vater war viel direkter und aus dem Bauch heraus. Damals war das auch notwendig“, sagt John Kwetters. „Der Eierhandel war ein wilder Markt, mit theoretischem Gerede kam man da nicht weit.“ Außer von ihrem Vater bezogen John und Gerrit auch viel Inspiration von Unternehmern aus anderen Familienbetrieben. Ad Bax und Ad van Wijk werden genannt, Ad Bax als der Mann mit dem Fingerspitzengefühl und Ad van Wijk als internationaler Pionier. MITWACHSEN John und Gerrit bilden gemeinsam die Geschäftsführung. Gerrit kümmert sich vor allem um die internen Prozesse wie die Finanzen, während John vornehmlich der kommerzielle Mann ist. Sie wuchsen mit und im Eierhandel auf und haben den Betrieb in all seinen Facetten durchlaufen; wenn nötig, können sie ohne weiteres in der Produktion mitarbeiten. Zur Zeit von Vater Piet gab es 20-30 Mitarbeiter, jetzt sind es gut 200. „Das Management wurde im Laufe der Jahre um Spezialisten erweitert. Kürzlich haben wir einen Datenanalytiker eingestellt, so dass wir uns noch besser auf die Nachfrage des Marktes und das Angebot der Geflügelzüchter einstellen können. Das war früher undenkbar. Nehmen Sie unseren Qualitätsmann Jan van Esch, eine Autorität auf dem Eiermarkt. Jan weiß alles über Hühner und Eier. Jan ist eigentlich ein Huhn.“ Das Aufgabenpaket eines Unternehmers hat sich im Laufe der Jahre sehr verändert, erkennt Gerrit an. „Mit zweihundert Mitarbeitern muss man anders operieren.“

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GERRIT UND JOHN KWETTERS HABEN DAS WORT

seinen Abnehmern entwickeln. Junge Leute von heute wollen nicht, dass mit ihrem Essen herumgepfuscht wird. Das akzeptieren sie nicht. Zusammen mit dem Tierschutz haben wir das Beter Leven-Gütesiegel mit 1 oder 2 Sternen entwickelt.“

„Der Umgang mit den Menschen, das Führen und natürlich das Streben nach guten Resultaten liegen mir noch am meisten. Doch auch wir arbeiten nun mit einer Mission und einer Vision – man muss als Betrieb wissen, wohin man will. Wir erneuern weiterhin und legen großen Wert auf gesellschaftlich verantwortungsvolles Unternehmertum und auf Nachhaltigkeit. Das ist der Grund, warum Kwetters sich schon vor Jahren von Legebatterien verabschiedet und auf Boden-, Freiland- und Biohaltung verlegt hat. Man muss sich im Einklang mit

FREILANDHALTUNG UND VERZICHT AUF SCHNABELSTUTZ SIND DIE ZUKUNFT „Gemäß dem Beter Leven-Gütesiegel gehaltene Tiere haben mehr Raum, Beschäftigungsmaterial und Gelegenheit, sich ihrem natürlichen Verhalten hinzugeben, als Tiere aus der gängigen Viehhaltung. Mit einem Stern von Beter Leven sind die schwerwiegendsten Probleme der Viehindustrie aus dem Weg geräumt.“ John: „Unsere Geflügelzüchter sind Unternehmer und Pfleger zugleich; am liebsten beschäftigen sie sich nur mit ihren Hühnern. Das lieben sie. Mit Papierkram haben sie nichts am Hut, den nehmen wir ihnen ab. Sie sind die Grundlage unserer Existenz. Gerade haben wir OvoVision eingeführt, ein digitales System, in das sich die Geflügelzüchter einloggen, um über all Ihren Qualitätsunterlagen zu verfügen. Wir organisieren gemeinsame Weiterbildungsabende und forschen gemeinsam. Mit anderen Worten: um die Geflügelzuchtbranche ist es gut bestellt. Es ist allerdings schon eine Herausforderung für die Branche, den Unterschied zwischen Boden- und Freilandhaltung zu erklären. Bei Bodenhaltung denken viele Konsumenten an ‚schön draußen herumlaufen‘, doch das stimmt nicht, Bodenhaltung kann auch drinnen sein. Nur bei Freilandhaltung laufen die Hühner wirklich frei herum, doch dafür braucht man viel Platz, was wiederum Investitionen erfordert und den Eierpreis nach oben treibt. Von der Legebatterie zur Bodenhaltung war es ein Schritt, der nächste Schritt ist von der Boden- zur Freilandhaltung und zum Verzicht auf Schnabelstutz.” familienbetrieb im bild 9


70 JAHRE KWETTERS IM BILD

1911

Free aanum het 1920 venten in FreeKwetters Kwetters Waalwijk rond 1920. in Waalwijk zu hausieren.

DieLanden Länder von Heusden und De van Heusden en de die Länder von Altena. Landen van Altena.

1935 Het

land

van

Gerrit Kwetters, de oudste zoon

Gerrit Kwetters, der älteste van Free en de grondlegger vanSohn von Free und der Gründer der het bedrijf, samen met zijn vrouw Jaantje.zusammen mit seiner Frau Firma, Jaantje

1947

e Tochter Pie(2(2. Generation) Dochter Pie generatie) in het im Lagerhaus in Haipeer. pakhuis bij Sien den Sien den Haipeer.

Heusden

en Altena, zoals het in de volksmond wordt genoemd, is het riviergebied van Noord Brabant. De streek wordt begrensd door de Biesbosch, Merwede, Maas en Bergsche Maas. Hier ligt het kerkdorp Veen. De ligging van het Land van

Heusden

en

Altena,

geisoleerd door rivieren, is bepalend voor de leef- en werkomstandigheden

van

haar bewoners. Weinig

werkgelegenheid

einde 19e eeuw maakt de bewoners creatief. Ze gaan venten met wat de seizoenen hen brengt.

Met het Vie Kwetters er geslaagd

een

de markt te Viergranen-Ei

belangrijke bij aan het op

van een mar gericht

op

waardoor het

ei is verbeterd.

1980

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familienbetrieb im bild

Door intensive intensieve Zusammensamenwerking Durch met Dutch Egg Dutch Corporation arbeit mit der Egg slaat CorKwetters zijn vleugels uit naar poration verbreitet Kwetters landen als Iran, Irak en Algerije. seine Flügel in Ländern wie Iran, Irak und Algerien.

1984

Zwei Gebäude mit einer

Bij de overname van Duijster neuen Brückedewerden an die De Waal worden twee panden Übernahme - De met een nieuwe von brug Duijster verbonden.

Waal angeschlossen.

1985

Piet und Free engagiert Piet en Free bezig met de sich in der Entwicklung ontwikkeling en introductie van und Einführung des het Viergranen-Ei. Viergranen-Ei.


In 1947 zet Gerrit de eerste stappen in de eier-handel. De eieren worden opgehaald bij de boeren en gesorteerd in het achterhuis van Bas en Sien den Haipere. Dit gebeurd hoofdzakelijk door vrouwen, onder leiding van Pie, de oudste dochter van Gerrit.

1959

1960

Hetganze hele gezin verhuisd eenHaus Die Familie zognaar in ein woonhuis met eierpakhuis op de mit einem Eierlager in der Witboomstraat. Witboomstraat um.

De

handel

breidt

uit

naar

Der Handel expandiert nach Eindhoven waar driemaal per Eindhoven, dreimal pro Woche week een wo halve vrachtwagen eieren wordt verkocht (72.000). ein halber Lastwagen mit Eiern verkauft wird (72.000).

1976

Neubau Veensesteeg Nieuwbouw Veensesteeg (später Bagijnhof) (later Bagijnhof)

ergranen-Ei is als eerste in

n

merkei

in

e zetten. Het heeft

een

jdrage geleverd gang brengen

rketingstrategie differentiatie, imago van het

.

1987

DasVierkorn-Ei überschreitet

dieVierkorn-Ei Grenze und durch Das gaatwird de grens over en wordt door samenwerking met die Zusammenarbeit mit der de familie Goertz geïntroduceerd Familie Goertz auf dem deutop de Duitse markt. schen Markt eingeführt.

1986

Drittegeneratie; Generation; Dieneemt Jugend Derde de jeugd übernimmt Ruder. Gerrit het roer over.das Gerrit Kwetters Kwetters tritt dem Service bei. treedt in dienst.

1988

John Kwetters tritt ebenfalls

Ook John Kwetters treedt in in das Familienunternehmen dienst bij het familiebedrijf.

ein.

Heinrich Goertz GmbH & Co. KG is de partner van Kwetters die in Duitsland Das Vierkorn-Ei vermarkt. De basis van deze tot op de dag van vandaag bestaande relatie wordt in de jaren ‘70 gelegd als Willy Goertz (2e generatie) en Piet elkaar leren kennen. In 1989 vragen zij patent aan in Duitsland voor Das Vierkorn-Ei. Als Willy Goertz in 1990 zijn 70e verjaardag viert is heel de familie Kwetters aanwezig.

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70 JAHRE KWETTERS IM BILD

1991

2000

Kwetters ergreift den großen Kwetters pakt het groots aan met Deal mit Werbespots reclamespotjes op de tv en im radio. Fernsehen und Radio.

Das Ei bekommt nach 60 Het eieine krijgt na Verpackung, 60 jaar een Jahren neue nieuwe verpakking, ontworpen entworfen von Kwetters. door Kwetters.

1993

2001

1996

Veen Hauptbüro: Autonomes Hoofdvestiging Veen: Autonome Wachstum. groei.

Gerrit Kwetters stirbt im Alter 90 Jahren. Gerrit von Kwetters overlijdt op 90

2002

jarige leeftijd.

Na 60 jaar krijgt het ei een nieuwe verpakking. Kwetters komt na twee jaar sleutelen met een nieuw ontwerp en komt er mee in het

BNO-boek

organisaties

Drs. Cees Beenackers, voormalig algemeen directeur van Roveco-Lukken, is sinds de overname in 2002 werkzaam bij Kwetters.

(Beroeps-

Als lid van het management team heeft

Nederlandse

hij een goed beeld van de werkwijze van

Ontwerpers).

Kwetters. Volgens hem is een aanzienlijk deel van het zakelijk succes te danken aan

Op de foto Peter Koelewijn en Rudolf Kloman van de Firma Hartman, de producent van de eierdoos.

de ruimte die de opeenvolgende generaties elkaar geven; de oudere generatie geeft de jongere de ruimte zich te ontwikkelen en blijft op de achtergrond paraat voor advies.

Kaufauktion Barneveld Overname veiling Barneveld ESB ESB Eiservice Eiservice.

Übernahme Roveco-Lukken inOvername Boxtel und Schijndel. in Roveco-Lukken Boxtel en Schijndel.


Broncodering; handtekening van de pluimveehouder In 1998 presenteert Kwetters op de internationale vakbeurs voor levensmiddelenhandel ROKA; ‘het Viergranen-Ei innovatieconcept’. Dit concept omvat 3 vernieuwingen: • Elk ei is voorzien van een versheid datum (tht-datum) • Op de verpakking staat de naam van het bedrijf waar de eieren vandaan komen. • Alle verpakkingen bevatten een identiteitsnummer waarmee getraceerd wordt welk ei in de verpakking zit, productiedatum, naam van de pluimveehouder. Van der Ham kwaliteitspluimveehouder.

1996

2003

Das Viergranen-Ei Vier-Körner-Eiwint gewinnt Het de die Geflügeltrophäe. Pluimveetrofee.

1997

GVO-freie Produktion den GMO-vrije productie bijbeide Lieferanten voor für dashet Vierkornleveranciers viergranenvoer in Brazilië. futter in Brasilien.

2007

Übernahme Veluwezoom. Overname Veluwezoom.

Übernahme Börde Overname vanvon Börde EierEier in in Wackersleben, Duitsland. Eind Wackersleben, Deutschland. 2007 krijgt dit de nieuwe naam Ende 2007 wird dieser in Kwetters Eierhof. Kwetters Eierhof umbenannt.

1998

2008

Innovatie in in kwaliteit: bronInnovation Qualität: codering als handtekening van de Quellcodierung als Unterpluimveehouder.

schrift des Geflügelzüchters.

Aufinitiatief Initiative unter anOp van von oa. Kwetters en de dierenbescherming start een derem. Kwetters and animal project dat moet laten zien hoe protection startet ein Projekt, de ideale vrije uitloop er uit ziet. das zeigen soll, wie die ideale Freilandhaltung aussieht.

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70 JAHRE KWETTERS IM BILD

Ym Vos treedt in 1969 als eerste werknemer in vaste dienst. Hij gaat aan de slag zonder concrete functieomschrijving, de relatie tussen hem en Piet is gebaseerd op vertrouwen. Hij wordt zonder dat hem dat ooit is gevraagd zowel bedrijfseider als personeelschef. Wie een vraag heeft krijgt steevast te horen ‘Vraag het maar aan Ym’. Op 10 juli 2010 neemt hij na ruim 40-jaar dienstverband officieel afscheid van Kwetters.

2010

Ym Vos verabschiedet sich Ym Vos neemt na ruim 40-jaar nach mehr alsafscheid. 40 Jahren dienstverband Arbeit.

2011

Neubau in Ede: Umzug von

Nieuwbouw in Ede: Verhuizing Barneveld nachEde. Ede. van Barneveld naar

Drs. Cees Beenackers, voormalig algemeen directeur van Roveco-Lukken, is sinds de overname in 2002 werkzaam bij Kwetters.

2011

Das neue Gebäude in Ede Het nieuwe pand in Ede wordt in wird ingenomen. Betrieb genommen. gebruik

In 2011 wordt er voor gekozen om te verhuizen van de voormalige Barneveldse eierveiling naar bedrijven-

Als lid van het management team heeft hij een goed beeld van de werkwijze van Kwetters. Volgens hem is een aanzienlijk deel van het zakelijk succes te danken aan de ruimte die de opeenvolgende generaties elkaar geven; de oudere generatie geeft de jongere de ruimte zich te ontwikkelen en blijft op de achtergrond paraat voor

terein Schuttersveld in Ede, waar Kwetters een nieuw en modern bedrijfspand laat bouwen. Vanuit dit nieuwe bedrijf in Ede worden dagelijks vele klanten in Nederland en Duitsland beleverd.

advies.

De revolutionaire MOBA Omnia FT 500 eiersorteer- en verpakkingsmachine is het laatste grote project waar Piet mee bezig was. In 2014 wordt de machine voor het eerst in gebruik genomen op locatie Wackersleben. In 2015 en 2016 volgen Veen en Ede.

2014

14 FAMILIEBEDRIJF IN BEELD

In erstDe Wackersleben MOBA Omnia kommt FT 500 mals Omnia FT 500 wordt der voor MOBA het eerst in gebruik genomen in Wackersleben zum Einsatz.

2014

Kwettersopent eröffnet deutschen Kwetters een imnieuwe Sülzetal einen neuen Standort, locatie in het Duitse Sülzetal, der vor allem auf deutschen hoofdzakelijk gericht opden de Duitse markt. Markt ausgerichtet ist.

2015

Der MOBA Omnia FT 500 MOBA in Omnia FT 500 in imDeEinsatz der Zentrale ingebruik Veen. op het hoofdkantoor in Veen.


2012

2016

In 2012 bestaat Kwetters 65

Im Jahr 2012 gibt es 65-jährige, jaar, wat wordt gevierd met een die mit einem speziellen Buch speciaal boek over de 65-jarige über die 65-jährige Geschichte geschiedenis van het bedrijf. des Unternehmens gefeiert wird.

Erwerb von Freilandhaltung Standdaarbuiten. Overname vrije uitloop Farm Standdaarbuiten

2014

Piet Kwetters stirbt im Alter von Piet Kwetters overlijdt op 72 72 Jahren. jarige leeftijd.

2017

Neubau in Veen: Das jetzige Büro Nieuwbouw Veen: het huidige wird um eininneues und moderkantoor wordt uitgebreid met een nes Bürogebäude erweitert. nieuw en modern kantoorpand.

2017

Kwetters besteht seit 70 Jahren.

Kwetters bestaat 70 jaar.

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BÜROMITARBEITER DER KWETTERS-ZENTRALE IN VEEN

DIE mitARBEITER HABEN DAS WORT Die Angestellten von Kwetters sind nicht einfach Angestellte, sondern „Zusammenarbeiter“. Nur dank guter Zusammenarbeit sorgen die Mitarbeiter dafür, dass tagaus, tagein ausschließlich die besten Eier ihren Weg vom Huhn zum Verbraucher finden. Regelmäßige Weiterbildung sorgt dafür, dass Sie sich mit all Ihren Fragen an sie wenden können und dass sie mit Ihnen mitdenken.

Cees Beenackers, Berater Mit seinen 70 Lebensjahren ist er der Nestor von Kwetters, und er ist immer noch bestens in Form. Beenackers ist Bauernsohn und studierte Jura sowie Betriebswirtschaft. Er arbeitete u. a. bei Hendric Voeders im Rindfleischsektor, bei Campina und Coveco im Management und bekleidete mehrere Geschäftsführungsfunktionen. Sein breitgefächerter Hintergrund mit bäurischem Einschlag macht Cees zum Rianne Bouman, Verwaltungsmitarbeiterin. Rianne begann in der Verkaufsabteilung und ist heute ein unverzichtbares Bindeglied in der Einkaufsabteilung als jene, die die Abrechnungen mit den Legebetrieben übernimmt. Inzwischen ist sie Großmutter und noch immer der Sonnenschein hinter dem EDV. Dies ist eine typische Aussage von Rianne: „Bei Kwetters ist kein Tag wie der andere. Lege ich mir am Ende des Tages etwas bereit, was ich am nächsten

Tag als erstes erledigen will, dann komme ich bestimmt nicht dazu, denn es läuft immer anders wie gedacht.“ Sie begann früher auf einer Schreibmaschine, was sie sich jetzt kaum noch vorzustellen ist. „Mit OvoVision gehen wir hinsichtlich Datenkopplung sehr weit. Das Wirtschaften im großen Stil wird sich fortsetzen. Die Herausforderung besteht darin, den Charakter des Familienbetriebs mit der Verbundenheit ihrer Mitglieder zu wahren“, meint Rianne.

Aad Vos, Produktionsleiter Er managt die gesamte Logistik von den eintreffenden Eiern über das Verpacken bis hin zum Vertrieb. Als Fleischerssohn weiß Aad von Hause aus, was es heißt, präzise, hygienisch und effizient zu denken. Das brachte ihn weit. „Ich bin ein Exponent von Menschen, die ohne großartige Diplome anfangen dürften und von daher aufsteigen in der Organisation. Hier genoss ich großes Vertrauen und bekam ich viele Chancen. Das ist typisch Kwetters: Die Mitarbeiter bekommen 16

FAMILIEBEDRIJF IN BEELD

idealen Berater. Cees erzählt eine schöne Geschichte: „Piet Kwetters war bei Übernahmen oft sehr schlau und impulsiv. Eines Tages war es wieder soweit: Piet hatte einen Betrieb gekauft. Unser Aufsichtsratsmitglied Ad Bax fragte Piet, ob sie gemeinsam zu dem Betrieb fahren wollten, um ihn sich anzuschauen. Nach langer Suche erreichten sie den Betrieb, der sich bei näherem Hinsehen als Schweinestall entpuppte. ‚War es das, was du meintest, Piet?‘, fragte Ad.“

Freiraum.“ Neben dem Anleiten von Menschen muss Aad immer stärker auf Zahlen und Managementreviews achten. Für jemanden wie ihn, der sehr praktisch eingestellt ist, erfordert dies einige Gewöhnung, doch es gelingt ihm gut. Für ihn besteht die Kunst darin, seinen Teamleitern anhand von Zahlen zu zeigen, wie sich Prozesse noch effizienter gestalten lassen. Da Aad als einfacher Mitarbeiter begonnen hatte, weiß er, wie das Personal tickt und handelt. „Ich sehe die Fallstricke“, so Aad.


Jan van Esch,

Legehennen-Spezialist. Er sorgt dafür, dass alle Eier von Kwetters den Spezifikationen genügen. „Ich muss verhindern, dass etwas schiefgeht“, so der liebenswürdige Nimwegener. Denken Sie nicht, Jan laufe den ganzen Tag mit einer Lupe herum, um alles zu kontrollieren. Jan ist keine Spürnase, wohl aber proaktiv im Gange, um gemeinsam mit den Geflügelzüchtern für optimale Resultate – kommerziell wie qualitativ – zu sorgen. Jan, selbst Sohn von Bauern, sieht es als großen Vorteil an, dass er die Sprache der Geflügelzüchter spricht. „Ich verstehe die Geflügelzüchter.“ Jan ging über die MAS in Boxtel und die HAS in Den Bosch nach Wageningen, um alles über Wachstum und Physiologie

Erik Boonen, Vertriebsleiter und Händler. Von allen Funktionen bei Kwetters bekleidet Erik eine höchst bemerkenswerte. Denn Erik verkauft Eier, die nichts Halbes und nichts Ganzes sind. Er füllt die Lücken. Nicht nur mit dem Verkauf von Überschüssen, sondern auch mit dem Ein- und Verkauf von Partien von Branchenkollegen sowie mit Aktionen im Einzelhandel. Eigentlich verkauft Erik alles, was nicht normal ist. Das erfordert gute Kenntnis der Marktentwicklungen und ein ausgeprägtes Gefühl für Geld und Handel. Daher ist er bei Kwetters auch für den Einkauf von Gas, Wasser und Strom verantwortlich. Erik folgt täglich

von Zuchthennen, aber auch über die Ernährung der Legehennen und die Ei-Qualität zu lernen. Über Praktikum bei Thijssen-Derks in Groesbeek, Van Hoek Broederij in Beers und GD Boxtel (Gumboro) machte sich Jan rasch mit dem Legehennensektor vertraut und begann er seinen Arbeit bei Hendrix Voeders als Berater in Nordbrabant. Innerhalb zehn Jahren entwickelte er sich zum Ernährungswissenschaftler für Legehennen für die Niederlande, Deutschland und Belgien. In dieser Zeit hatte er schon viel Kontakt mit Piet und John Kwetters. Im Jahr 2001 war es überhaupt kein Thema für eine Packstelle, einen Ernährungswissenschaftler und Legehennenspezialisten einzustellen, um solcherart größeren Einfluss auszuüben und mit der gesamten Legehennensparte Erkenntnisse auszutauschen. Fünfzehn Jahre später erwies sich angesichts von Gütezeichen wie Non GVO, Vlog, unbehandelt, 1 und 2 Sterne Beter Leven, Omega-Eiern und Milieukeur, dass die Familie Kwetters den Markt gut eingeschätzt hatte und die Einstellung von Jan van Esch ein kluger Schachzug war. Der unabhängige Wissensaustausch über die Kwetters-Datenbank gilt denn auch als einzigartig und ist für Legehennenhalter von unschätzbarem Wert.

den Energiepreisen und Schwankungen auf dem Weltmarkt. „Binde dich nie an einen Mehrjahresvertrag.“ Damit einhergehend beschäftigt sich Erik auch mit den Solarzellenplatten auf den Dächern bei Kwetters. „CSR finde ich sehr schön und wichtig, genau wie Kwetters‘ Spenden an Villa Pardoes.“ Ein warmes Bad: so erlebte dieser Limburger, was ihm – nach seiner früheren Anstellung bei Roveco Lukken – bei Piet Kwetters widerfuhr. „Ich vergesse es nie: Als ich aus dem Urlaub zurückkam, setzte sich Piet zu mir und plauderte mit mir über meinen Urlaub. So etwas hatte ich noch nie erlebt.“

Chris Klerkx, Leiter des techni-

schen Dienstes und der Forschung und Entwicklung. “Ich durchstreife alle Zweige, einschließlich Deutschlands und der Bauernhöfe.” Kwetters hat vor 70 Jahren mit Eiern in einem transportfahrrad angefangen, jetzt ist Kwetters zu einem High-Tech-Unternehmen mit einem modernen Maschinenpark herangewachsen, verfügt über umfangreiche Datenverbindungen mit den Bauern und nähert sich dem Produkt fast wissenschaftlich an. Chris hat die Aufsicht über diese Technik, aber Chris sagt immer: “Ich tue es nicht alleine.” Klerkx verwaltet TD-Mitarbeiter in den Niederlassungen und Farmen; Diese Leute nehmen eine Menge

Arbeit aus meiner Händen. Chris leitet und behält den Überblick. Chris sagt sehr über die Zusammenarbeit mit MOBA, “das ist” top “. Wir sind immer wieder Sparringspartner. Wir müssen Maschinenprobleme auf einmal beseitigen, es gibt immer eine Lösung. Wir werden kein Problem aus dem weg gehen. “ Ein neues F & E-Thema für Chris ist die Ankunft von Roboterpackern. Auch Kwetters und MOBA schließen sich zu diesem Thema zusammen.

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FORTSETZUNG BÜROMITARBEITER DER KWETTERS-ZENTRALE IN VEEN

Jetse schult an

Jetse Boogaard, Teamleiter „Haargenau 40 Jahre“, sagt er, als wir ihn nach seinem Alter fragen. Dieser energiegeladene Mitarbeiter arbeitet schon 21 Jahre beim Veener Eierhof, und es gefällt ihm hier ausgezeichnet. Seine tägliche Arbeit besteht aus „Menschen“. Jetse hat die Leitung über die Produktionsmitarbeitern inne. Bei Bedarf gibt er ein Zeichen, dass Zeitarbeitskräfte eingesetzt werden müssen. Jetse achtet darauf, dass die Planung eingehalten wird, dass alles schön aufgeräumt ist und dass die Hygienevorschriften beachtet werden. Einpacker, Aufsetzer, Entlader, Operatoren – er leitet sie alle an. Dabei gereicht ihm zum Vorteil, dass er all diese Funktionen selbst schon inne hatte. Jetse weiß also, wovon er spricht. „In diesem Betrieb gab es nie eine große Distanz zwischen Personal und Geschäftsführung. Bis vor wenigen Jahren tranken John und Gerrit gelegentlich noch ein Bier mit uns in das Personalsraum.” 18

FAMILIEBEDRIJF IN BEELD

Peter van Andel, Palettierer

Wohnt um die Ecke in Andel, wo er die Hälfte des Jahres auf dem Campingplatz De Hoge Waard verweilt – seine ganze Lust. Peter sorgt dafür, dass die Lkws be- und entladen werden. Das bringt ihm Freude, wie auch die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen. Peter entscheidet nach seiner Berufsausbildung, gleich auf Nummer Sicher zu gehen, weshalb er bei Kwetters begann. Er bereute es nie. Als Bandmitarbeiter wechselt er zwischen dem Befüllen des Bands und dem Bereitstellen der Eier für die Supermärkte. Seine Arbeit erledigt er mit viel Vergnügen, ohne Murren oder Marotten. Die Arbeit in Schichten fällt ihm leicht. „Damit habe ich kein Problem.“ Peter erklärt, welche Handlungen er zwischen Band und Palette ausführt. „Wir arbeiten die Listen ab, auf denen genau steht, wieviel Kartons wohin müssen. Wir nehmen die Kartons vom Band und stapeln sie auf die Paletten.“


Berry Dortmans, Höckerwäscher

„Ich muss doch nicht mit diesem Ding arbeiten?“, fragt er, als er für das Interview an einem Tisch Platz nimmt und eine Tastatur vor seiner Nase steht. Berry ist ein Mann mit großen starken Händen und gesegnet mit beträchtlichen praktischen Kenntnissen. Von seinen 54 Lebensjahren arbeitete er 35 im Eierhandel: erst bei Roveco Lukken und dann bei Kwetters. Dank weitreichender Mechanisierung ist seine Arbeit physisch leichter geworden. „Ich muss allerdings sehr gut aufpassen, dass keine schmutzigen Höcker mitgestapelt werden und dass die Höcker immer schön trocken sind, sonst bildet sich Schimmel.“ Berry erklärt, dass die eintreffenden schmutzigen Höcker auf Paletten gestapelt werden, welche sodann in einem Waschraum unter Sprühern gereinigt werden. Danach gehen die Höcker in die Zentrifuge, um zu trocknen. „Wenn ich nur ein bisschen skeptisch bin, nehme ich ein Höcker heraus und wandert es erneut in die Wäsche.“ Die Selbständigkeit bei seiner Arbeit liegt ihm. Berry leitet zwei polnische Mitarbeiter an, mit denen er „sehr zufrieden“ ist. „Dufte Jungs!“

Femke Alders, Aufsetzerin

Die 26 jährige Nieuwendijkerin arbeitet seit anderthalb Jahren in Veen, und es gefällt ihr bestens. „Es ist sehr gesellig. Auch außerhalb der Arbeit pflege ich gute Kontakte mit meinen Kollegen.“ Vielleicht rührt ihre Wertschätzung für den sozialen Aspekt daher, dass sie jahrelang als Markthändlerin für Hobbyartikel gearbeitet hat. Als Aufsetzerin bekommt sie einen Rahmen mit Eiern, den die Maschine zur richtigen Verpackung bringt. „Ich muss gut aufpassen, dass der Aufdruck deutlich lesbar ist und dass die Paletten gerade vor der Maschine stehen.“ Ambitionen hat sie auch, denn Femke sieht sich noch aufsteigen. „Es ist toll, dass man bei Kwetters die Chance bekommt, sich weiterzuentwickeln.“

In der Mitte Tonnie Kant

Tonnie Kant, Facility-Mitarbeiterin Mit ihren 63 Jahren ist diese Kantinenmitarbeiterin ein wahrer Ruhepol. Sie sorgt dafür, dass Kantine und Büro immer blitzblank sind. Das ist sehr wichtig, denn die Frauen und Männer von Kwetters legen großen Wert auf ihre Pause. Sie gehen gern in die Kantine, wenn sie an der Reihe sind, um Dampf abzulassen und große Mengen Essen zu verputzen. Wer Energie verbraucht, muss sie auch auftanken. Tonnie lobt die Atmosphäre im Betrieb. „Ich habe nette Kolleginnen, Miranda und Cassandra, mit denen ich auch privaten Umgang habe. Hin und wieder gehen wir zusammen Chinesisch essen oder gemütlich in die Stadt zum Einkaufen.“ Ihr Wunsch ist es, bei Kwetters bis zu ihrer Rente zu bleiben. Sie hofft, dass der Betrieb so gemütlich bleibt wie jetzt, denn er wächst sehr stark. FAMILIEBEDRIJF IN BEELD 19


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BÜRGERMEISTER FONS NATEROP HAT DAS WORT

Am Sonntag ißt er gern ein gekochtes Ei, weich, nicht zu weich. Ein Ei in die Pfanne hauen? Auch das macht er gelegentlich. Dass er der Bürgermeister einer Gemeinde ist, in der sich einer der größten Eierlieferanten Europas befindet, erfüllt ihn mit Stolz. Bürgermeister Fons Naterop bewundert die Art und Weise, in der der Familienbetrieb groß geworden ist, und gern nimmt er sich die Zeit, um über das 70jährige

D

Der größte Arbeitgeber in Aalburg ist seit Jahren ein angenehmer Gesprächspartner für die Gemeinde. „Der Betrieb macht mehr als nur auf die Produktion und den Ertrag der Eier zu schauen. Kwetters ist ein geschätzter Sponsor in der Region, will mitdenken über Sicherheit im Dorf, ist innovativ, schreibt gesellschaftlich verantwortungsvolles Unternehmertum groß und ist Wegbereiter diverser Netzwerkinitiativen.” BOTSCHAFTER Der Bürgermeister von Aalburg ist ein glühender Verfechter von Netzwerkorganisationen. „Vor fünf Jahren setzten wir uns mit zehn Unternehmern zusammen und gründeten die Stiftung Altena Kennispoort (Wissenstor). Diese Stiftung entwickelt und unterstützt Initiativen und Veranstaltungen, welche Behörden, Unternehmer, Bildungsstätten und unternehmungslustige Bürger miteinander in Verbindung bringen. John Kwetters ist ebenfalls Botschafter der Stiftung und hat das Manifest aufgesetzt.“ Bürgermeister Naterop schätzt den Unternehmergeist bei Kwetters. „Der Betrieb stellt sich seiner Verantwortung und setzt sich für sozial Schwache ein. Kwetters legt Wert auf Teilhabe und schafft Stellungen,

Bestehen von Kwetters zu plauschen.

um Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben, in der Gesellschaft mitzuwirken.“ Das Interesse der Familie Kwetters für den Sport und die damit einhergehenden Sponsoringaktivitäten möchte Naterop auch nicht unerwähnt lassen. „Kwetters ist einer der Hauptsponsoren des Fußballclubs Achilles Veen, und erst kürzlich unterstützte der Betrieb erneut das Marianne Vos Radrenn-Festival. Übrigens sah ich dort zwei junge ‚Kwettertjes‘, junge Burschen als stolze Botschafter des Betriebs. Das ist schön und sagt auch etwas über die Kontinuität des Familienbetriebs aus.“ MUT UND DAUERHAFTIGKEIT Die Geschichte von Kwetters ist dem Bürgermeister bekannt. „Betritt man das Gebäude am Veensesteeg, dann fällt einem gleich das Portrait von Piet Kwetters ins Auge. Vor fünf Jahren beim 65. Geburtstag des Betriebes war er noch da. Damals hielt er die Fäden noch in der Hand, doch er sah, dass alles wie am Schnürchen lief und war voller Vertrauen in die nächste Generation. Umgekehrt sieht man auch Respekt für die vorige Generation.“ Der Familienbetrieb, mit seinem modernen Gebäude und der fortschrittlichen Technologie, handelt jährlich mit zwei Milliarden Eiern und ist ein

Paradepferd der Gemeinde Aalburg. „Der Betrieb geht mit der Zeit und man ist zu Recht stolz auf ihn, das merkt man an allem. Wenn ich das Betrieb besuche und mit den Mitarbeitern spreche, sehe ich, dass es ihnen gefällt und sie sich in Veen heimisch fühlen. Das gilt für die Mitarbeiter an der Maschine genauso wie für die Mitglieder der Geschäftsführung. Kwetters verletzt niemandes Würde. Natürlich will man Geld verdienen, doch die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter findet Kwetters mindestens genauso wichtig. Was ich auch schön finde, ist, dass dort nicht nur Leute aus der Region arbeiten. Wenn Kwetters Kompetenzen fehlen, suchen sie das Know-how auch nördlich und südlich der großen Flüsse. Das zeugt von Mut und einem Sinn für Dauerhaftigkeit.“ Bürgermeister Fons Naterop ist überzeugt davon, dass Kwetters in fünfzig Jahren noch immer ein florierender Betrieb ist. „Sofern der Betrieb nicht das Pech hat, schwarzen Schafen zu begegnen und den falschen Weg einzuschlagen. In 70 Jahren wurde mit Herz und Seele gearbeitet, um den Familienbetrieb zu dem zu machen, was er heute ist: ein Betrieb mit Kooperationen und Niederlassungen im In- wie Ausland. Unvorstellbar, was ein Ei bewirken kann ...!“

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KWETTERS mitARBEITER NIEDERLASSUNG VEEN IM BILD

Mitarbeiter im Büro

Mitarbeiter auf dem Lkw


Zusammenarbeiter in der Logistik

Mitarbeiter in der Logistik

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ZUSAMMENARBEITER NIEDERLASSUNG EDE IM BILD

DIE mitarbeiter IN EDE HABEN DAS WORT Jimmy van den Dries, Opera-

tor. Als einstiger Kfz-Mechaniker sieht Jimmy in jeder Maschine eine Herausforderung. Er bedient sowohl die MOBA 500 als auch die Moba 330, welche vor allem für kleinere Chargen eingesetzt wird. Stottert eine der Maschinen, dann versucht Jimmy den Defekt zunächst selbst zu beheben. „Andernfalls schalte ich jemandem vom Technischen Dienst ein.“ Jimmy (27 Jahre) arbeitet jetzt fünf Jahre bei Kwetters und leitet ein siebenköpfiges Team von Einpackern, Einsetzern, Aufsetzern und einem Operatorassistenten an. „Das Führen von Menschen behagt mir immer mehr. Ein Operator

muss gut aufpassen, dass die richtigen Kartons mit den richtigen Aufklebern und einem gut leserlichen Aufdruck vom Band rollen. Auf alles achten zu müssen finde ich nicht schlimm, die Zeit vergeht dadurch wie im Fluge. Neben seiner Neigung für Maschinen ist sein Herz entflammt für Aneta, eine polnische Schönheit, die Jimmy am Arbeitsplatz bei Kwetters zu erobern wusste.


Wim van den Berg,

Vorarbeiter Logistik. Ein Mann, der spricht, wie man es von jemandem in dieser Funktion wohl erwarten darf: effizient, flott, schnell. Mit seinen 51 Lebensjahren arbeitet Wim schon 27 Jahre bei Kwetters. Er leitet fünf Zusammenarbeiter und sorgt dafür, dass die eintreffenden Eier gewogen, kontrolliert, entladen und wieder beladen werden. Das GroßteilAnteil der Eier wird sortiert. ein kleineres Anteil bleibt unsortiert, diese Eier stellt Wim für den

losen Verkauf bereit. „Mir macht es Spaß, wenn alles schön voll und doch rechtzeitig erledigt ist und niemand zu warten braucht. Darum finde ich den Kontakt mit den Fahrern auch so schön. Kwetters ist ein sehr geschäftstüchtiger, aber auch menschlicher Betrieb. Das ist klasse. Piet Kwetters sagte immer: ‚Wenn etwas ist, kannst du dich immer an mich wenden, und im übrigen klemmen wir uns dahinter und müssen wir nicht viel herumreden.‘”

Robbie Velthuizen, Einsetzer Er justiert die Böcke, in denen die Verpackung steckt. „Wenn ich es richtig mache, läuft sie voll durch die Maschine, so dass die Leute, die nach mir kommen, die Abholer, keine Fehler bekommen. Geht etwas schief, dann kommen die Eier nicht richtig in die Verpackung und gibt es viel Bruch.“ Robbie arbeitet hier nun zwei JahMarieke Mulder, Einpackerin großer und kleiner Verpackung. Marieke sorgt dafür, dass die Eier in die Schachtel und darauf die Aufkleber kommen. Sie ist seit 2008 bei Kwetters aktiv, nach einer früheren Periode, in der sie aufgrund der Vogelgrippe ausscheiden musste. Nun ist sie seit einiger Zeit wieder im alten Nest, und das gefällt ihr gut. „Für mich spielt der gute Kontakt

re und war zuvor bei einem Betrieb für Rauchkanäle tätig. Er ist also ein Mann, der sich mit Maschinen auskennt. „Ich finde es schön, dass man bei Kwetters, so man das will, an seinem Wachstum und seiner Entwicklung arbeiten kann. Es ist ein strukturierter Betrieb, der sich nach Kräften bemüht, das Flair eines Familienbetriebs zu wahren.“

mit meinen Kollegen eine große Rolle“, erzählt sie mit einem großen Lächeln. „Auch außerhalb der Arbeit gehen wir miteinander um. Wir sind Freundinnen geworden. Diese Gemütlichkeit ist für mich typisch Kwetters.“ Sie will etwas beichten: „Kleine Besonderheit: Ich mag keine Eier.“ Tja, dann muss sie ihre Kollegen schon sehr mögen, wenn sie dennoch bei Kwetters arbeitet ...

Bertus van den Brandhof, Teamleiter Er verliert nie die Kontrolle. Nach 40 Jahren Kwetters ist das natürlich wenig verwunderlich. Überdies hat dieser aufmerksame Fast-Sechzigjährige noch nichts von seiner Schärfe verloren. Weniges entgeht ihm. Vielleicht rührt dies daher, dass Bertus verrückt ist nach alten Mopeds. Nein nein, das ist nicht nur ein Hobby: Geben Sie ihm das Stichwort und er legt los über seine Faszination. Darum ist er

froh mit seiner Viertagewoche, wodurch er genügend Zeit hat, um zu friemeln, wie er es nennt. „Einheit und Zusammengehörigkeit sind wichtiger als Zahlen“, ist eine berühmte Aussage dieses Barnevelders. „Ein Teamleiter muss flexibel sein und vor allem sehr gut zuhören können, dann fühlen die Leute sich gewürdigt und denken sie mit. So hilft man einander und stellen sich die richtigen Zahlen von selbst ein.“

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DIE ZUSAMMENARBEITERTEAMS DER NIEDERLASSUNG EDE

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Kwetters Ede Die Mitarbeiter von Kwetters sind nicht einfach Angestellte, sondern „Zusammenarbeiter“. Nur dank guter Zusammenarbeit sorgen die Mitarbeiter dafür, dass tagaus, tagein ausschließlich die besten Eier ihren Weg vom Huhn zum Verbraucher finden. Die MItarbeiter lassen sich fortwährend weiterbilden, um immer auf der Höhe zu sein.

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AUFSICHTSRATSMITGLIED BIENSE VISSER HAT DAS WORT

„ICH KÖNNTE KEIN AUFSICHTSRAT BEI EINEM HERSTELLER VON KATZENFUTTER SEIN“ Kwetters-Aufsichtsratsmitglied Biense Visser ist ein echter Agrarier. „Das Produkt des Betriebs, für den man arbeitet, muss einen ansprechen.“

A

Als Aufsichtsratsmitglied war Biense Visser darum aktiv für Betriebe wie HZPC (Setzkartoffeln), Royal Casun (Zuckerrüben), De Ruiter Seeds (Gemüsesamenveredelung), und momentan arbeitet er als Direktor bei Dummen Orange, dem weltweit größten Unternehmen für Blumenveredelung mit 33 Niederlassungen in aller Welt. „Meine Kenntnisse und Erfahrungen der einen Branche kann ich mir natürlich in den anderen Branchen zunutze machen.“ Seine Begeisterung für die Agrarindustrie ist ansteckend. „Wir Niederländer sind uns nicht immer des Umstands bewusst, dass wir der zweitgrößte Lebensmittelexporteur der Welt sind. Es ist wirklich unglaublich, wie innovativ wir darin sind.“ Gut ein halbes Jahr ist Visser Aufsichtsratsmitglied bei Kwetters. „Auf Einladung der Geschäftsführung habe ich mehrere Abteilungen besucht. Dabei lernt man mehr als an einem Tag am Schreibtisch. Freiland, Bodenhaltung, Aufstallen, ... - all diese Begriffe kann ich jetzt einordnen.“ Biense erklärt, dass man als Aufsichtsratsmitglied eine zweifache Funktion hat. AUFSICHT FÜHREN „Einerseits muss ich die Aufsicht führen, darauf achten, dass alles in rechten Bahnen verläuft, und andererseits muss ich Empfehlungen geben, die den Betrieb weiterbringen. Die Geschäftsführung von Kwetters setzt die Empfehlungen immer sehr ernsthaft um, und tut sie dies einmal nicht, dann gibt sie eine gut fundierte Begründung. Sie zögern auch nicht, mich den Mitarbeitern vorzustellen. Die Kunden, die Geflügelzüchter, die Mitarbeiter und die Teilhaber - dies

sind die vier Stakeholder, die zufrieden sein müssen. Ist nur einer unzufrieden, dann knirscht es im Getriebe.“ Bis zu seinem 50. Lebensjahr arbeitete Biense vor allem für börsennotierte Unternehmen, doch dann wurde er neugieriger auf das Wohl und Wehe von Familienbetrieben. „Dort herrscht eine andere Dynamik. Wenn ich sehe, wie wendig die Familie Kwetters mit der Fipronilkrise umgegangen ist! Voller Vertrauen, dass alles ins rechte Lot kommen wird. Das finde ich mutig. Man hat sich uneingeschränkt hinter den Betrieb gestellt. Hut ab. Darauf kann man sehr stolz sein. Es wurde sehr tatkräftig aufgetreten. Niemand verzagte oder war pessimistisch. Bei börsennotierten Unternehmen herrscht doch eine eher kurzfristige Sicht vor, die Aktionäre müssen ruhiggestellt werden, und dann erinnern Sie sich nur, wie das in der Krise ablief. Bei Kwetters war davon keine Rede.“ JEDEN TAG EIN EI Über die Zukunft: „Betriebe, die mit allem arbeiten, was wächst und blüht, stehen immerfort vor der Herausforderung, Krankheiten vorzubeugen, was eine stete Diskussion über die Sicherheit erfordert. Die Normen werden immer strenger. Ein anderer Trend ist der zur Größe. Nimmt die Macht von Ladenketten weiter zu, muss Kwetters gut nachdenken, wie sie sich demgegenüber positionieren. Aber vor allem muss man ein zuverlässiger Lieferant sein. Nichts ist schlimmer als ein leeres Regal.“ Und, Herr Visser, essen Sie selbst auch gern ein Ei? „Aber ja doch, jeden Tag eines, schon mein ganzes Leben lang. Und mein Lieblingsfleisch ist Huhn!“

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KAUFMÄNNISCHER LEITER NIEDERLANDE & GESCHÄFTSFÜHRER KWETTERS DEUTSCHLAND HAT DAS WORT

Spitzensportler im Eierland

Rik Tijsse Klasen, kaufmännischer Leiter von Kwetters in den Niederlanden und Geschäftsführer von Kwetters in Deutschland, ist trotz seiner Funktionen schicken Titeln abhold. „Einfach Rik genügt, ich erledige meine Arbeit wie alle anderen auch.“

R

und war er zuletzt kaufmännischer Geschäftsführer. Dort erwarb er sich das Rüstzeug, das ihm nun zugute kommt. Denn wie bei Kwetters war Rik auch bei Campina viel damit beschäftigt, über Preise und Konzepte für Supermärkte zu verhandeln.

„Ein Ei ist ein Massenprodukt. Der Verbraucher sieht keinen Unterschied zwischen unseren Eiern und denen der Konkurrenz. Darum versuchen wir einen Mehrwert zu bieten, indem wir besondere Eier sW IR VERSUCHEN verkaufen. Kwetters hat EINEN MEHRWERT sich auf das Supermarktei ZU BIETEN, INDEM verlegt und bietet für diese WIR BESONDERE EIER Zielgruppe ein möglichst VERKAUFEN breites Sortiment an“, erklärt Tijsse Klasen. Eine Supermarktkette braucht dann nicht s

Rik betreibt Spitzensport. Zwei bis drei Tage pro Woche verbringt er in Wackersleben und Langenweddingen, und sowohl abends als auch am Wochenende klingelt regelmäßig sein Telefon. Die Arbeit geht immer weiter, aber Rik verfällt nie in Panik. Er ist Druck gewohnt, das gehört zu einer Leitungsfunktion. Dass Kwetters ein typischer Familienbetrieb ist, merkt man laut Rik täglich. „Schon daran, dass die Eigentümer hier jeden Tag herumlaufen und selbst mitarbeiten. Das sieht man nicht nur, das merkt und fühlt man auch. Das lässt sich nicht mit einem börsennotierten Unternehmen vergleichen.“ In seinem vorigen Arbeitskreis bei Campina Friesland hatte Klasen unterschiedliche Funktionen im Marketing und Verkauf

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FORTSETZUNG KAUFMÄNNISCHER LEITER NIEDERLANDE & GESCHÄFTSFÜHRER KWETTERS DEUTSCHLAND HAT DAS WORT bei mehreren Eierpackstellen einzukaufen, denn bei Kwetters ist alles zu bekommen. Eier aus Bodenhaltung machen noch stets den Löwenanteil aus, aber tierfreundliche Freilandeier und Bio-Eier gewinnen an Beliebtheit. „Tierfreundlichkeit wird immer wichtiger.“ Jährlich handelt Kwetters mit ca. zwei Milliarden Eiern, die bei Supermärkten und Industriebetrieben in Westeuropa abgesetzt werden. Im Schnitt ißt ein Niederländer 195 Eier im Jahr. Drei Viertel davon sind ganze Eier. Der Rest ist verarbeitet, u. a. in Keksen, Mayonnaise, Eiersalat und Nudeln. Die meisten Eier werden an Supermärkte in den Niederlanden, Belgien und Deutschland geliefert. Ein kleinerer Teil geht (teils in Form von Eipulver) als Rohstoff zur Pharma- und Futterindustrie. DIE ACHSE NIEDERLANDE-DEUTSCHLAND Da Tijsse Klasen für den niederländischen wie deutschen Verkauf verantwortlich ist, kann er beide gut vergleichen. Jeder kennt wohl die Geschichten über die Unterschiede zwischen Niederländern und Deutschen. Die Deutschen seien genauer, technischer und obrigkeitsgläubiger. Rik meint, dass es diese Unterschiede durchaus gibt, aber auch, dass Deutschland für Kwetters enorm wichtig ist. „Vergessen Sie nicht: Ein großer

Teil des niederländischen Umsatzes geht nach Deutschland.“ Es sind nicht nur die Zahlen, sondern auch die Arbeitsweise in Deutschland, von der sich die Niederlande eine Scheibe abschneiden können. „In Deutschland sind die gesetzlichen Anforderungen an Hygiene sowie die Aufsicht über Lebensmittelsicherheit und der Verbraucherschutz strenger als in den Niederlanden. Der deutsche Verbraucher legt auch größeren Wert auf Lebensmittelsicherheit und biologische Ernährung. Dies sind Entwicklungen, die in den Niederlanden erst jetzt wichtig werden. So lernt man voneinander.“ Rik erklärt, dass er auf die in Deutschland erreichten Ziele stolz ist. „Die Atmosphäre und die Resultate haben sich stark verbessert. Natürlich war es zu Beginn nicht einfach. Es brauchte Zeit, uns aneinander zu gewöhnen. Langenweddingen ist eine geölte Maschinerie, die Prozesse werden hier sehr gut beherrscht.“ Kurz und gut: Am Sporttag verloren die deutschen Kollegen noch ein Fußballspiel gegen ihre niederländischen Kollegen, doch ob dies beim Eierhandel auch so gehen wird, ist keineswegs sicher ...“

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KWETTERS EIGENE FARM IN DEUTSCHLAND

hagen Preus

Farm hötensleben Im Jahr 2007 wird im ostdeutschen Wackersleben eine Farm inklusive Packstelle übernommen. Die Packstelle wird 2014 nach Langenweddingen verlegt. Die Farm bietet an 255.000 Freiland- und Bodenhaltungshennen Platz. Hagen Preus ist seit 2013 Farmleiter von Kwetters’ deutscher Farm in Wackersleben. Preus leitet ein Team von zwanzig Mitarbeitern an, die im Dorf Hötensleben (nahe der ehemaligen DDR-Grenze) gemeinsam Kwetters’ Hühnerfarm bewirtschaften.

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die Organisation sowie die gesamte Gebäudeverwaltung: all dies fällt unter seine Leitung. Wir sprechen mit ihm an einem sonnigen Donnerstagnachmittag im April 2018. Hagen ist ein echter Landbewohner: ein Mann der Natur. „Ich bin es nicht gewohnt, so wie Sie mit Worten mein Geld zu verdienen“, sagt er. Dem möge so sein, doch es fällt auf, wie gut er über die deutsche Literatur informiert ist, über die er spontan und kundig erzählt. Sehen wir hier das Resultat des gediegenen ostdeutschen Bildungswesens, das ihn hervorgebracht hat? Bevor Preus bei Kwetters arbeitete, hatte er in der ostdeutschen und dann gesamtdeutschen Armee gedient.

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Mit rund 80.000 Freilandund weiteren 160.000 Bodenhaltungshennen gehört Hötensleben zu den größeren Farmen. Mit dieser Legehennenbetrieb sorgt Kwetters, genau wie in den Niederlanden mit den Bauernhöfen in Standdaarbuiten und Puiflijk, für eine direkte Verbindung mit der Quelle seiner Ei-Produkte. Neben der Farm Hötensleben bezieht Kwetters auch Eier von einer beträchtlichen Anzahl ausgewählter Geflügelzüchter in Deutschland. Was Hagen Preus anbelangt: Die Auswahl und der Antransport des Futters, die Logistik bezüglich der Auslieferung der Eier, das Personal und

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KWETTERS EIGENE FARM IN DEUTSCHLAND

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KWETTERS EIGENE FARM IN DEUTSCHLAND

s ‘ „WENN ICH MORGENS

HIERHERFAHRE, IST DAS IMMER MIT EINEM GUTEN GEFÜHL“

Zudem hatte er diverse Leitungsfunktionen im Ackerbau inne. Anleiten und Verantwortung übernehmen sind für ihn selbstverständlich. Das ist kein überflüssiger Luxus, wenn man sieht, wie ausgedehnt und vielumfassend die Farm organisiert ist. „Auch wenn es Sonntag ist, die Tiere müssen immer gefüttert werden. Diese Arbeit hört nie auf. Ich bin das von klein auf gewohnt, doch wer mit dieser Arbeit beginnt, sollte das nicht vergessen.“ Die Arbeit mit lebenden Tieren ist für ihn normal. „Fühlt sich die Henne gut, ist das Ei gut, so muss man denken.“ Seine Liebe für Tiere kommt hier gut zu ihrem Recht. Preus erwartet nämlich, dass Tierwohlsein und Tiergesundheit immer bedeutsamer werden. „Der Kuschelfaktor des Eierzeugnisses wird immer mehr in den Vordergrund treten. Der Konsument will pur und Natur: ein ehrliches Produkt von Hennen, die ein gutes Leben haben.“ Preus erwartet auch, dass die manuelle Arbeit seiner Leute auf der Farm immer leichter wird dank Digitalisierung und Mechanisierung. „Das ist gut“, meint er. Das bedeutet allerdings, dass seine Rolle als Vorgesetzter immer größeres

technisches Wissen erfordert, doch dies ist ihm auf den Leib geschrieben. Hagen erweist sich zum Beispiel auch als großer Kenner von Technik und hat sogar noch eine bemerkenswerte Einsicht aus der Automobilindustrie parat: „Trotz aller Hightech der modernen Autos ist die Hinterachse eines Ladas noch immer die beste“, erklärt er. Die Farm wird von seinen Mitarbeitern in vorzüglichem Zustand gehalten. Wer den Bauernhof besucht, sieht, dass dieser Betrieb vollkommen natürlich in seiner Umgebung aufgeht. So weit das Auge reicht liegen ausgedehnte Ländereien mit lotrechten, gut ausgebauten Straßen dazwischen. Hier und dort stehen noch verfallene Sowchosen und Kolchosen aus der kommunistischen Vergangenheit. Was an dieser Umgebung auffällt, sind immer mehr neue Gebäude, Bauernhöfe und Fabriken. Auf dem Gebiet der alten DDR wird weiter gewirtschaftet.

Cindy Matthias ist die Assistentin von Hagen Preus, die ihn in seiner Abwesenheit auch vertritt. Sie unterstützt ihn bei den Personalangelegenheiten, der Qualitätssicherung und beim Kontakt mit Kwetters‘ Packstelle in Langenweddingen. Cindy sammelte Erfahrung als Selbständige in der Gastronomie und war auch Verkäuferin bei Lidl. Sie ist eine Geschäftsfrau. Den Umgang mit lebenden Tieren sieht sie als etwas besonderes an. „Die gesamte Entwicklung vom Ei über das Küken bis zur ausgewachsenen Henne ist ein Schauspiel, das nie langweilt.“ Cindy hatte es vorübergehend schwer, als vor einigen Jahren die Farm und die Packstelle getrennter Wege gingen. Die Packstelle bekam ein Stück weiter in Langenweddingen eine schöne neue Niederlassung, weshalb Cindy einige befreundete Kollegen, die leider mit nach Langenweddingen umzogen, vermissen musste. Doch Fortschritt ist unaufhaltsam. Das versteht Cindy: „Jetzt ist alles gut.” Früher hatte sie den großen Traum einer eigenen Firma, doch bei Kwetters kann man sich auch unternehmerisch aufstellen und entwickeln. „Wenn ich morgens hierherfahre, ist das immer mit einem guten Gefühl.“

Cindy Matthias

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STANDORT KWETTERS SüLZETAL

STANDORT KWETTERS SüLZETAL

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KWETTERS NIEDERLASSUNG IN DEUTSCHLAND

Packstelle station Sülzetal Manja Ledermann ist Kwetters‘ Niederlassungsleiterin der deutschen Packstelle in Sülzetal. Wir sprechen sie an einem sonnenüberfluteten Nachmittag, und das scheint kein Zufall. Manja hat etwas Sonniges, ihre gesamte Erscheinung strahlt Fröhlichkeit aus.

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Es kann keine Strafe sein, sie als Manager zu haben. Doch die Verantwortung, die auf ihren zarten Schultern ruht, ist nicht zu verachten. Sie managt beinahe fünfzig deutsche Mitarbeiter und leitet die Produktionskette. Außerdem organisiert sie den Qualitätssicherungsprozess inklusive sämtlicher Papiere und Zertifikate wie IFS, was in Deutschland kein Zuckerschlecken ist. „In Deutschland haben wir es viel mit Hierarchie und Kontrolle zu tun. In den Niederlanden ist das alles viel leichter und einfacher.


Manja Ledermann

s „ WAS MICH FASZI-

NIERT, IST, DASS UNSER PRODUKT VON LEBENDEN TIEREN STAMMT“

Innerhalb von Kwetters können wir da gut voneinander lernen. Wir können von den Niederländern lernen, schnell und offen zu handeln, die Niederländer können von den Deutschen lernen, die hohe Qualitätssicherung in die Produktionskette zu integrieren.“ Mit ihren 44 Lebensjahren ist Ledermann eine erfahrene Frau, die im Jahr 2015 zu Kwetters kam, um die Qualitätsverbesserung auszubauen und anzuleiten. Sie ist eine Allrounderin. Einerseits leitet sie die täglichen Prozesse und die Zusammenarbeiter an, andererseits arbeitet sie

direkt mit Rik Tijsse Klasen zusammen, mit dem sie die lange Sicht im Auge behält. Bevor sie zu Kwetters kam, war sie einige Jahre in einem englischen Internetunternehmen tätig. Sie studierte Jura (Umweltrecht), entschied sich aber für die Wirtschaft, die sie, wegen ihrer praktischen Einstellung, viel mehr ansprach. „Die Rechtswissenschaft ist viel zu trockene Kost.“ Die Packstelle verarbeitet Eier aus Boden-, Freiland- und Biohaltung, aber auch Wachteleier und bunte Eier. Von hier aus beliefert Kwetters die großen Supermarktketten in Deutschland. Mit deutlichem Fokus auf Qualität und Erneuerung hofft der Betrieb, sich fortwährend verbessern zu können. Was Manja an ihrer Arbeit außergewöhnlich findet, ist die Arbeit mit einem natürlichen Produkt. „Was mich fasziniert, ist, dass unser Produkt von lebenden Tieren stammt. Man kann nicht auf einen Knopf drücken und schwupp! da ist ein Ei. Damit geht viel einher. Meine Kinder, drei und sechs Jahre alt, reden in einem fort von diesen niedlichen flauschigen Tier-

chen, die aus den Eiern schlüpfen.“ Diese Verbundenheit mit der Natur, in diesem Teil Deutschlands ganz normal, spiegelt sich auch in der Organisation von Kwetters wider. „Piet und Jan helfen und unterstützen unsere Bauern sehr gut. Das ist typisch Kwetters und ganz auf der Höhe der Zeit. Wir bei Kwetters verfügen über alle Mittel, um auf hohem Niveau zu arbeiten, und über alle Zertifizierungen. Der Herstellung hochwertiger, ehrlicher und vertretbarer Lebensmittel gehört die Zukunft. Der Biotrend ist unumkehrbar. Ich selbst kaufe zum Beispiel auch nur noch Biofleisch.“

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HEINRICH GOERTZ GMBH PACKSTELLE Renate Bremges, Marco Neuefeind und Björn Bremges

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Ein besonderer Partner von Kwetters in Deutschland ist zweifelsohne die Firma Goertz in Niederkrüchten, kurz hinter der Grenze bei Roermond. Die Lage im Grenzgebiet zu den Niederlanden hat eine große Rolle gespielt. Der Aufschwung der Firma Goertz hängt eng mit der Entwicklung nach dem letzten Krieg zusammen. Deutschland erlebte das Wirtschaftswunder. Viele hungrige Menschen mussten ernährt werden. Aus diesem Grunde importierte das Unternehmen Eier aus den Niederlanden. Die Zusammenarbeit mit Kwetters begann ca. 1972 und ist bis heute eng und gut. Wir sprechen mit dem Geschäftsführer Björn Bremges, seinem für den Eiereinkauf zuständigen Mitarbeiter Marco Neuefeind und mit seiner Mutter Renate Bremges. Frau Bremges erzählt begeistert von diesem Familienbetrieb, der bereits seit 1907 besteht. Seinerzeit begann ihr Großvater Heinrich Goertz mit einem Import- und Großhandelsunternehmen für Butter-Eier-Käse und Margarine. Ende der fünfziger Jahre spezialisierte man sich auf Eier. Aus heutiger Sicht verwundert es, dass erst 1976 die eigene Packstelle errichtet wurde. Von da an waren die regelmäßigen Belieferungen durch Kwetters noch bedeutsamer für die Heinrich Goertz GmbH & Co. KG. Damals wurden die Eierpreise wöchentlich neu verhandelt.

Piet Kwetters und Willy Goertz waren die temperamentvollen Gesprächspartner am Telefon. Jeden Donnerstag wurde gesprochen, diskutiert, gestritten und dann letztlich Einigkeit erzielt. Beide wussten, dass sie sich auf den Anderen verlassen konnten, auf das gegebene Wort. Sie waren einander in großer Sympathie verbunden.Das Kochen und Färben von Hühnereiern ist eine traditionsreiche Spezialität der Familie Goertz. Das Unternehmen ist stolz auf die zuverlässig gute Qualität der Bunten Eier. Die Firma Kwetters hat die Zusammenarbeit mit Goertz in den letzten Jahren deutlich erweitert, denn Kwetters beliefert sowohl den niederländischen als auch den deutschen Lebensmittel- Einzelhandel mit Bunten Eiern aus Niederkrüchten. Eine interessante Episode in der Firmengeschichte Kwetters-Goertz ist in den neunziger Jahren die gemeinsame Vermarktung von Eiern in Polen. Fre Kwetters und Ursula Goertz bemühten sich, der Goertz Polska einen festen Marktanteil in Polen zu sichern. Partner waren ausschließlich polnische Legebetriebe. Leider wurde dieses osteuropäische Kapitel in der beiderseitigen Firmengeschichte nach einigen Jahren wieder geschlossen. Nicht ohne Bedauern! Parallel zur Tätigkeit in Polen hat Kwetters zahlreiche Legebetriebe in Deutschland erworben. Aus einem niederländischen Familienbetrieb ist ein europäisches Unternehmen entstanden.

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EIN DEUTSCHER GEFLÜGELHALTER HAT DAS WORT

Michael Ahuis

„Kwetters hat mich nie im Stich gelassen“ Als einer der ersten deutschen Geflügelzüchter riss Michael Ahuis im Jahr 2004 sein Ruder herum und verlegte sich auf Eier. Bis dahin war er Landwirt mit Kühen, Kälbern und Milch. Es war For Farmers-Mann Peter Venhuizen, der ihn auf diese Idee und mit Kwetters in Verbindung brachte. Heute ist Ahuis froh, den Sprung gewagt zu haben.

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Seine Vorreiterrolle in der Region gereicht ihm nur zum Vorteil. „Die meisten Bauern in dieser Umgebung fanden es eine seltsame Entscheidung, sich auf Eier zu verlegen. ‚Ein Ei, was ist denn ein Ei?‘, sagten sie dann. Doch ich wusste, dass ich mit zwei starken Parteien im Rücken, For Farmers und Kwetters, für das Abenteuer wohlgerüstet war.“ Inzwischen kann Ahuis mit geziemendem Stolz auf seine Geflügelzucht blicken. Mit 52.000 weißen Biohühnern, verteilt über zwei Ställe, gehört er zu den größeren und erfolgreichen Bauern. Eine gute Leistung. Vor allem wenn man bedenkt, dass er außerdem 40 ha Ackerbau (Mais und Kartoffeln), 450 Schweine und ein Lohnunternehmen hat. Ihn unterstützen lediglich seine Frau Hildegard und sein Sohn Janek. Es müssen schwere Arbeitswochen sein für diesen Deutschen, doch ihn berührt das kaum. Michael verträgt einiges. Er spricht lobend

über die Zusammenarbeit mit Kwetters, aber sicher auch über die mit For Farmers. „Peter Venhuis hat mich immer gut beraten, nicht nur über futtertechnische Aspekte, sondern auch kommerzielle. Kwetters hat mich nie im Stich gelassen. Gibt es Probleme mit dem Futter, den Hühnern oder Formularen, dann stehen sie für einen bereit, auch mit Kontrollen. Das weiß ich zu schätzen, dass sie als großer Betrieb doch an einen denken.“ Wenn man so lange miteinander arbeitet, geschieht natürlich auch mal etwas Lustiges. Michael: „Ich habe noch eine nette Anekdote. Hör zu. Vor ein paar Jahren war Cees Beenackers hier, um die Verträge zu besprechen. Das ging reibungslos, doch als wir fertig waren, sagte Cees: ‚Ich habe noch eine Frage: Kann ich ein paar Euro von euch leihen, denn ich stehe hier mit leerem Tank, haha.‘ Auch das ist typisch Kwetters: spontan. Auch John steht hier regelmäßig in der Tür. Immer unangekündigt. Wundere dich nicht, wenn er gleich zur Tür hereinkommt ...“

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Langjährige Zusammenarbeit zwischen Kwetters und der Barnstorfer Geflügelschlachterei Menge. Die Firma Menge ist ein Familienunternehmen mit ca. 160 Mitarbeitern und besteht seit über 50 Jahren. Wir sind auf die Schlachtung und Verarbeitung (Kochung) von Legehennen und Mastelterntieren spezialisiert. Auch Hähne können in unserem Betrieb geschlachtet und weiterverarbeitet werden.

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EIN DEUTSCHER GEFLÜGELHALTER HAT DAS WORT

Martin Gravelmann

‘Mit Kwetters einen guten Geschäfstpartner gefunden’ Sie sind stolz darauf, dass Cees Beenackers jedes Mal, wenn er sie besucht, so begeistert von ihrem baumreichen Hof ist. Und tatsächlich – fährt man über die

D s ‘ DIESE ARBEIT IST

KÖRPERLICH VIEL LEICHTER ALS DIE ARBEIT IM ACKERBAU ODER MIT DEN KÜHEN. WENN ES SEIN MUSS, KÖNNEN MEINE FRAU UND MEINE KINDER DAS AUCH OHNE MICH BEWÄLTIGEN.’

Hofeinfahrt, nimmt man automatisch den Fuß vom Gas.

Der Hof von Martin und Gisela Gravelmann an der Dalumer Allee in Wietmaschen hat eine idyllische Lage. Auf 85 Hektar Land werden Mais, Weizen, und Grunland angebaut. Darüber hinaus gibt es 65 Kühe die mit einem Milchroboter gemolken werden. Die weibliche Nachzucht wird aufgezogen. Danuber hinaus gibt es noch 25.000 Bio-leghennen in zwei Stalle, ein Stall mit 15.000 und ein Stall mit 10.000 Bio-leghennen. Martin Gravelmann erklärt, dass er zwar einen Mischbetrieb führt, aber dass die Hennen für den Löwenanteil des Umsatzes sorgen. Mit Martin ist die vierte Gravelmann-Generation am Steuer. Sein Sohn Markus (29) ist bereits als seinem Nachfolger im betrieb. Wie Kwetters - ein echter Familienbetrieb. „Wir arbeiten schon seit 2005 mit Kwetters zusammen und sind sehr zufrieden. Wir haben ein normales Geschäftsverhältnis im freundschaftlicher Basis. Piet de Gooijer ist sehr nett und sehr interessiert, auch als Mensch.“ Ein wenig Sorgen machen Martin und sein sohn sich schon. „Hier in der Region kommen viel Biohennenstalle. Wir

befürchten, dass es zu einem Überschuss kommen kann, und die Preise dann in den Keller gehen. “ Familie Gravelmann ist glücklich mit ihrem Hof, der für die Zukunft gerüstet ist. Martin hat bereits seit Jahren Rückenbeschwerden und ist daher froh, dass er vor allem mit den Hennen Umsatz macht. „Diese Arbeit ist körperlich viel leichter als die Arbeit im Ackerbau oder mit den Kühen. Wenn es sein muss, können meine Frau und meine Kinder das auch ohne mich bewältigen.” Das ist sicherlich ein beruhigender Gedanke. „Am liebsten möchten wir ein kompakter Familienbetrieb bleiben. Das Familienunternehmen Gravelmann freut sich danach, dass einer der ersten in der Regio 2005 in die Geflügelbranche mit Bio-leghennen eingesteigen sind. Besonders froh sind sie daruber, dass sie seitdem mit Kwetters eienn guten und vertrauensvollen geschaftspartner gefunden haben.

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EIN FLÄMISCHER GEFLÜGELHALTER HAT DAS WORT

Ann Strubbe de Pestel

„Vergiss nicht, Fritten zu essen“ Das wellige flämische Land sieht friedlich aus. „Flandern mein Land am Nordseestrand“, sang einst Raymond van het Groenewoud. Ann schenkt Kaffee ein und wir setzen uns in die Küche. Aus dem Radio klingt Bram Vermeulen, ein Niederländer, der in Flandern weltberühmt wurde.

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BIN EINE STOLZE BÄUERIN UND WILL DAS AUCH BLEIBEN

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Ann betreibt einen gemischten Agrarbetrieb. Er umfasst 6 ha Ackerbau (Getreide und Mais) und natürlich Hühner. Das macht sie schon seit 1996. Davor hatte sie im Versicherungswesen gearbeitet. Das war eine ganz andere Geschichte, doch als die Kinder kamen (Ann ist mit Geert Strubbe de Pestel verheiratet, sie haben drei Kinder), hatte Ann keine Lust, Hausfrau zu werden. Der Agrarbetrieb ließ sich einfacher mit der Sorge für ihre Kinder kombinieren als die Versicherungsarbeit. „Wir stießen auf diesen kleinen Betrieb mit kleinem Schweinestall nebenan. Erst züchtete ich Grillhähnchen, 2011 begannen wir mit Eiern. 29.000 Hühner haben wir jetzt: braune Hühner in Bodenhaltung mit Wintergarten. Die erste Runde „onbehandeld“ (Gütesiegel „unbehandelt“) ist abgeschlossen. Schwächelt eines der Hühner, muss ich es gleich herausholen. Sonst nutzen die anderen Hühner die Chance und fallen es an. Dann bekommen sie Stress, das ist nicht gut. Gänzlich verhindern lässt sich das nie. Zufällig habe ich gerade eine Henne herausgeholt, die ihre Flügel hängen ließ. Mit ‚unbehandelt‘ habe ich mehr Arbeit, weil ich verhindern muss, dass sie nacheinander hacken und aggressiv werden. Das kann mit behandelten Hühnern auch geschehen, aber die haben nicht mehr ihre scharfen Schnäbel. Wir tun alles, um zu verhindern,

dass die Hühner nacheinander hacken. Es liegen genügend Picksteine herum, und wir achten gut auf das Futter. Jeden Tag kann etwas passieren, das weiß man. Sieben Tage in der Woche, jede Woche des Jahres. Die Arbeit hört nie auf. Die Eier warten nicht, die müssen jeden Tag eingesammelt werden. Freunde fragen uns mitunter: ‚Ist der Sonntag nicht euer freier Tag?‘ Als legten die Hühner dann mal einen Tag Pause ein, weil wir einen freien Tag haben wollen. Einst gab es hier im Dorf einen Empfang von jemandem, der Bürgermeister werden wollte und 25 Jahre verheiratet war. Im letzten Moment mussten wir absagen, wegen Problemen mit dem Eierband. Solche Dinge geschehen.“ Über die Beziehung zu Kwetters sagt Ann: „‚Vergiss nicht, Fritten zu essen‘, sagte Ceen Beenackers immer. Und Jan Van Esch bewirtete uns mit einer schönen Torte, um zu feiern, dass wir in Belgien nach anderthalb Jahren endlich wieder eine Regierung hatten. Wir gehen gut miteinander um: geschäftlich und gesellig.“ Ann ist stolz auf ihre Bauernwirtschaft, darum ist sie Mitglied von Ladies with (l) eggs, einem Frauenclub zur Förderung des Eis. „Wir stehen oft auf Festivals mit unseren Food Trucks und dem Infostand, um den Menschen Kenntnisse über Eier zu vermitteln, und mit Häppchen eines Sternekochs, denn in kulinarischer Hinsicht sind die Flamen natürlich nicht zu schlagen.” familienbetrieb im bild 49


EIN FLÄMISCHER GEFLÜGELHALTER HAT DAS WORT

Ward Hendrikx „Geflügelzüchter haben sich zu lange von der Außenwelt abgeschlossen“ Kurz hinter der Grenze zwischen den Niederlanden und Belgien liegt tief versteckt in den Limburger Wäldern die Geflügelzucht von Ward und Hilde Hendrikx. Wir nennen Ward und Hilde, denn im Laufe der Geschichte wird sich erweisen, dass Wards Frau eine wichtige Rolle in der Betriebseinrichtung spielt. Es ist beeindruckend zu sehen, was Ward aufgebaut hat.

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87.000 Hühner in der Zucht und 53.000 braune, ungestutzte Bodenhaltungshennen für Konsumeier. Als er gerade einmal 13 Jahre alt war, verlor Ward seinen Vater und stand er ganz allein da. Erst wollte er Elektriker werden, doch das behagte ihm nicht. Ward war es von Hause aus gewohnt, am Morgen gleich zur Tat zu schreiten, doch als Elektriker musste er jeden Tag eine Stunde hin und eine Stunde zurück fahren. Das missfiel ihm, weshalb er mit 23 Lenzen aufs Bauernleben umsattelte. Dieses gefällt ihm und seiner Frau Hilde noch immer sehr gut. Seit 14 Tagen haben sie jetzt Erfahrung mit Legehennen ohne gekürzten Schnabel. „Da muss man immer dranbleiben. Wenn man etwas sieht, nicht denken: ach, das mache ich morgen; dann ist es zu spät. Ich versuche nach Kräften, den Hühnern Stress zu ersparen, indem ich gut aufs Futter achte und mit Picksteinen für reichlich Ablenkung sorge, wodurch die Schnäbel stumpfer werden.” Sie arbeiten nun seit 2008 mit Kwetters. „Der Betrieb ist geradeheraus. Man weiß, woran man ist. Es ist gut, dass Kwetters nach neuen Wegen sucht. Am Ende müssen alle Eier verkauft werden, daran ist allen gelegen.“ Ward und vor allem seine Frau Hilde haben unterdessen auch nach neuen Unternehmensformen gesucht. Hilde arbeitete früher im soziokulturellen Bereich, womit sie aufhörte, als die Kinder kamen. Doch nun hat sie ihre alte Arbeit teils wiederaufgenommen. Seit ein paar Jahren arbeiten auf ihrem Bauernhof nämlich Menschen mit eingeschränktem Arbeitsmarktzugang. Hilde tut dies im Rahmen dessen, was in Belgien „Groene zorg“ heißt. Außerdem hat sie aus dem Bauernhof auch einen Schaubauernhof gemacht: Regelmäßig werden Schulklassen und Erwachsene herumgeführt, die auf diese Weise lernen, wie das Eiprodukt eigentlich zustande kommt. „Unbekannt, unverlangt. Wir Geflügelzüchter haben uns zu lange gleichsam von der Außenwelt abgeschlossen. Das einzige, was die Leute von uns erfuhren, war die Hühnerpest. Man muss aber gerade die Tore sperrangelweit öffnen, um allen zu zeigen, was auf einem Bauernhof tatsächlich passiert. So schafft man Verständnis und Rückhalt.“


DER PARTNERBETRIEB HET ANKER HAT DAS WORT

GEFLÜGELZUCHTBETRIEB HET ANKEr

„Wir kennen einander schon so lange” Ein bisschen, aber sicher nicht gänzlich vergleichbar mit Kwetters ist die Kükenbrüterei und Geflügelzucht Het Anker. Dieser Betrieb im Gelderländer Ochten beschäftigt gut hundert Leute und arbei-

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tet, wie Kwetters, an mehreren Standorten.

Wie Kwetters Packstellen und eigene Farmen betreibt, so hat auch Het Anker mehr als eine Aktivität mit Küken und mit Eiern. Neben diesen kommerziellen Übereinstimmungen gibt es noch etwas: Het Anker ist wie Kwetters ein sehr verbundener Familienbetrieb. Jan Vroegindeweij, der mit seinem Bruder Eddie die Geschäftsführung bildet, bewirtschaftet Het Anker mit vier weiteren Brüdern. Sie sind die zweite Generation. „Vor einigen Jahren hatten wir anlässlich unseres erneuerten Bauernhofs einen Tag der offenen Tür, da kamen mehr als tausend Besucher. Was ich sehr oft hörte, war die Frage: ‚Wie kommt ihr doch zu all diesen motivierten Begleitern an diesem Tag?‘ Ich sagte dann: ‚Ganz einfach: Das sind unsere Leute. Wenn hier Überstunden anstehen oder an einem Samstag etwas zu tun ist, gibt es immer Mitarbeiter, die bereitwillig mithelfen. Für sie fühlt es sich wie ihr eigener Betrieb an.‘„ Vroegindeweij erklärt, dass ihm seine Mitarbeiter wirklich am Herzen liegen. „Behandle den anderen, wie

auch du behandelt werden willst“, lautet sein Credo, und auch: „Menschen florieren, wenn man ihnen Vertrauen schenkt.“ Wie gesagt: Het Anker liefert sowohl Tiere als auch Eier. Um mit den Tieren zu beginnen: Die Hausmarken sind Isa Brown, Bovans Brown und Dekalb wit. Bei Isacom, dem Tochterbetrieb, werden die Elterntiere dieser Rassen gehalten. Eier, die Het Anker liefert (Bodenhaltung und Freiland), gehen zu Packstellen. Hier berührt sich der Betrieb mit den Aktivitäten von Kwetters, doch sie beißen sich keineswegs. Jan und Eddie Vroegindeweij haben früher mit Piet Kwetters gehandelt und tun dies heute mit Gerrit und John. „Wir kennen einander schon so lange.“ Jan erzählt: „Die Zusammenarbeit begann bei unseren Vätern. Von Piet Kwetters habe ich viel gelernt. Er hatte einen sehr ausgeprägten Handelsgeist. Er wusste genau, was er wann kaufen und verkaufen musste. Damit hat er bedeutsame Stiche gemacht. Ich saß mit ihm zusammen in Branchenversammlungen. Piet war kein Mann der Details. Ich will, dass auch die Details durchdacht sind. ‚Jan,

wenn du in der Versammlung bist, dauert es immer viel zu lange‘, sagte er dann.“ So impulsiv, wie Piet Kwetters war, so besonnen wirkt Vroegindeweij: zwei Geschäfstführungen, zwei Stile, doch beide erfolgreich und engagiert. „Die einzige Konstante ist die Änderung. Es ist sehr wichtig, sich zum rechten Zeitpunkt zu verändern. Wie die Eierbranche in fünfzig Jahren aussehen wird? Das weiß niemand, aber es ist viel im Gang. Es wird immer schwieriger, Nachwuchs für die Branche zu finden. Mangel liegt auf der Lauer, aber es gibt auch neue Chancen, um mit gutem Marketing das Produkt Ei besser herauszustellen und für Wertschöpfung zu sorgen.“

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Villa Pardoes Eine Woche Magie und sorgenfreier Genuss

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Kwetters und Villa Pardoes pflegen schon seit Jahren innige Beziehungen. Im letzten Jahr unterzeichneten John und Gerrit Kwetters wieder einen neuen Sponsoringvertrag, mit dem sich die Firma verpflichtet, drei Jahre lang je 10.000 Euro zu spenden. Spendenbeschaffer Gert-Jan van Boxel ist darüber natürlich sehr froh. „Mit diesem Geld können wir dafür sorgen, dass fünf Familien mit einem schwerkranken Kind eine Woche lang sorgenfreien Urlaub genießen.“ Diesen Urlaub verbringen die Familien in der sogenannten Villa, einem Gebäude, das aus zwölf geräumigen Ferienwohnungen besteht, die einen großen Picknickplatz in der Mitte umgeben. Aus der Luft sieht das Gebäude wie eine Schnecke auf einer Blume aus. Drinnen ist es ein Paradies für Kinder. Jedes Zimmer hat ein eigenes Thema, und die Kinder können dort in einer sicheren und farbenfrohen Umgebung spielen. Die Eltern begegnen Schicksalsgefährten, sie teilen ihre Erfahrungen und erzählen sich ihre Geschichten. Die Besucher dürfen so oft sie wollen zum Freizeitpark De Efteling durch ein spezielles Tor.

PFANNKUCHENFEST Diese Ferien sind natürlich das wichtigste Ziel von Kwetters‘ Sponsoring. Doch das Engagement geht weiter. Jedes Quartal gehen einige Mitarbeiter von Kwetters nach Kaatsheuvel, um „mal eben“ 300 Pfannkuchen zu backen, natürlich mit den leckersten Eiern der Welt! „Das bedeutet, dass jedes Quartal 70 bis 80 Eltern und Kinder auf dem Picknickplatz auf einen Stapel frischgebackener Pfannkuchen blicken“, so Van Boxel. „Es ist ein wahres Pfannkuchenfest. Wir alle wissen, dass Kwetters zu Ostern wahnsinnig beschäftigt ist, doch die Mitarbeiter

sorgen stets dafür, dass wir mit frischen bunten Eiern für die Kinder versorgt werden. Das persönliche Engagement des Betriebs ist wirklich außerordentlich und sehr warmherzig. Es ist sehr aufrichtig. Sie geben auch ihr bestes, um unseren Namen bekannter zu machen. Ich war schon mal in Ede und auch in Veen, wo ich bei Kantinengesprächen den Mitarbeitern von Veen über die Villa Pardoes erzählte. So spielen die Jugendfußballer von Achilles Veen mit dem Schriftzug ‚Villa Pardoes‘ auf ihren Shirts.“ Sponsoring Stiftung ES Emotioneel Support unterstützt Menschen, die aufgrund einer Lageänderung emotionale Probleme haben. Ferner unterstützt Kwetters u. a. Radrennen Wijk und Aalburg, Sportverein Lios Veen, Fußballclub Achilles Veen, KIKA und Stiftung Blij met een ei.

Was ist Villa Pardoes? Villa Pardoes bietet Familien mit einem schwer oder gar lebensbedrohlich kranken Kind im Alter von vier bis zwölf Jahren einen unvergesslichen Urlaub, kostenlos. Auch den Brüdern, Schwestern, Eltern und Großeltern, die von einer sorgenfreien gemeinsamen Woche träumen, bietet Villa Pardoes Platz. Bei dem Aufenthalt können sie alles hinter sich lassen. Villa Pardoes besteht aus zwölf geräumigen Ferienwohnungen, die einen großen Picknickplatz in der Mitte umgeben. Das Gebäude hat die Form einer Schnecke auf einer Blume. Die Kinder können dort in einer sicheren und farbenfrohen Umgebung spielen. Eltern begegnen Schicksalsgefährten. Sie können sich ihre Geschichte erzählen und ihre Erfahrungen teilen. Villa Pardoes besteht dank des Einsatzes vieler Freiwilliger und Sponsoren. Für weitere Informationen oder die digitale Anmeldung eines Besuches: ww.villapardoes.nl

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LIEFERANT E. VAN WIJK LOGISTICS HAT DAS WORT

Fahren für Kwetters ist wie Laufen auf Eiern

Ad (links) und Sohn Ewout van Wijk

Bei Van Wijk wissen sie seit vierzig Jahren, was es bedeutet, für Kwetters Eier zu transportieren. „Ein Gefühl, als laufe man auf Eiern“, so Ewout van Wijk, der neue Geschäftsführer von E. van Wijk Logistics B.V.

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RÜCKMELDUNG

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Ewout ist voll im Gange, seinem Vater Ad nachzufolgen. Das bezeichnende E in der Firma ist mit seinem Antritt noch einmal zusätzlich verankert. „Als Fahrer ist man sich der Anfälligkeit des Ei-Produkts bewusst. Es ist kein Blumenkohl. Unsere Fahrer wissen das und fahren besonders vorsichtig. Wir haben feste Fahrer für Kwetters, die die frischen Produkte gewohnt sind. Manche fahren schon seit vierzig Jahren Eier. Man muss sehr vorausschauend und ruckfrei fahren.“ Van Wijk transportiert u. a. volle Frachten aus Veen und Ede zu den diversen deutschen Supermärkten. Dabei kommen natürlich Kühltransporte, geschlossene Kombinationen und Anhänger, zum Einsatz, die mit einem Echtzeit-Verfolgungssystem für Temperatur und Standort ausgerüstet sind. Damit werden die Ei-Produkte hinsichtlich Temperatur und Standort kontinuierlich überwacht. Das gibt ein sicheres Gefühl. Früher, vor vierzig Jahren, gab es all diese Technologie noch nicht. Damals wurde mit Planen-Lkws gefahren, ohne jegliche Temperaturkontrolle. Darauf folgten die für damalige Zeit zukunftsweisenden Isotherm-Lkws mit isolierten Wänden, was an sich schon ein bemerkenswerter Fortschritt war. Doch dies war noch weit entfernt von der Überschalltechnologie, die Van Wijk heute nutzt. Wer weiß, was als nächstes kommt – selbstfahrende Lkws?

Die Beziehung zwischen den beiden Betrieben lässt sich am besten beschreiben als zwei Familienbetriebe, die Anfang der 70er Jahre groß wurden und zu den größten Akteuren im Land van Heusden und Altena heranwuchsen. Natürlich, sie pflegen einen geschäftlichen Umgang, welcher aber auch familiäre Züge trägt. Das muss sich nicht ausschließen, erzählt Ad van Wijk: „Die Beziehung ist natürlich geschäftlich, aber wenn man schon vierzig Jahre miteinander Geschäfte macht, steht man anders zueinander. Anfang der 70er Jahre fragte mich Piet Kwetters, ob John Kwetters einige Zeit bei mir arbeiten könne, auf dass John mal sehe, wie es in einem anderen Betrieb zugeht. Na, ich ließ ihn wohl einmal aus Veen nach Giessen zurückkommen, um einen Eimer wegzuräumen, den er stehengelassen hatte. Das fand er natürlich nicht nett, doch als er später selbst die Leitung hatte, wusste er es zu schätzen. Wir gehen gut miteinander um und geben uns gegenseitig Feedback. Ich bin nicht sein Berater, das nicht, aber wir hören aufeinander und schätzen einander. John ist anders als sein Vater. Piet war ein echter Händler, der mit Übernahmen und Preisbeeinflussung mittels Vorratsmanipulationen den Markt bearbeitete. Einmal, kurz vor Weihnachten 1974, rief mich Piet an. ‚Ad, es muss eine Fracht Eier nach Zaventem in Brüssel gehen.‘ - Ich sagte: ‚Das kann ich von meinen Fahrern nicht verlangen, Piet, es ist Heiligabend.‘ - ‚Dann fahren wir beide‘, antwortete Piet. - Und so geschah es: Piet und ich fahren am Heiligabend mit dem Lkw nach Brüssel. Es war eine schöne Zeit. John und Gerrit konnten beide gut zuhören. Darum haben sie rechtzeitig die richtigen Leute im Beirat um sich geschart. Sie verspüren den Drang, ihren Betrieb besser zu machen. Ihre Stärke ist, dass sie sich unter das Personal mischen. Sie lassen sich das Schicksal ihrer Leute angelegen sein. Gerrit kontrolliert den Prozess und sieht alles. John ist der Vorposten. Gemeinsam haben sie den Betrieb gut in der Hand.“ Sohn Ewout ergänzt: „Ruben Kwetters, Gerrits Sohn, macht hier ein Praktikum. Das ist natürlich schon bemerkenswert – den Sohn des Geschäftsführer eines guten Kunden am Arbeitsplatz zu haben, denn der Junge schaut natürlich hinter die Kulissen. Doch daran kann man gut sehen, dass wir eine Kunden-Lieferanten-Beziehung mit großer Offenheit und vollem gegenseitigen Vertrauen haben.“

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Ewout van Wijk ist mit seinen dreißig Jahren die dritte Generation Van Wijk, die am Ruder steht. Vater Ad wird noch zwei Jahre dabei bleiben. 1949 begann Opa Ewout mit dem Ausfahren von Milch in Genderen. Inzwischen ist der Betrieb zu einem internationalen Akteur herangewachsen, der 1300 Leute beschäftigt und sieben Niederlassungen in Rumänien, eine in Moldawien, drei in der Ukraine und zwei in den Niederlanden hat. Wie seinerzeit beim Opa in Genderen ist der wichtigste Wert des Betriebs, die Versprechen an den Kunden einzuhalten: Verantwortung für seine Fracht übernehmen, respektvoll mit Mensch und Material umgehen, Vereinbarungen einhalten. Anders wäre es ihnen auch gar nicht möglich.

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Wereldwijde voedselzekerheid is een onderwerp dat ons alle-

zekerheid en de rol die wij als internationale food & agri-bank

maal aangaat. De wereldbevolking groeit in rap tempo door,

daarin kunnen spelen.

tot naar verwachting tien miljard in 2050. Tien miljard mensen die toegang nodig hebben tot gezond en veilig voedsel, zoals

Rabobank heeft haar wortels in de voedsel- en landbouwsec-

aardappelen en eieren. Om het nog ingewikkelder te maken:

tor. We zijn zo’n 120 jaar geleden door en voor boeren opge-

de wereldbevolking groeit niet alleen snel, maar mensen

richt. Vandaag de dag is food & agri nog steeds de belangrijk-

leven ook langer en zijn over het algemeen welvarender.

ste pijler van onze strategie. Waar mogelijk dragen wij bij aan

Dit heeft een enorme impact op de vraag naar voedsel. De

het verbeteren van de toegang tot voedsel, gebalanceerde en

vraag zal tot 2050 naar verwachting ten minste 60% groeien.

gezonde eetpatronen en de stabiliteit van de wereldwijde food

Bovendien leidt de toenemende welvaart tot een zeer grote

& agri-waardeketens. Dit doen we door ondernemingen over

verschuiving in hoe ons eetpatroon dieet eruit gaat zien.

de gehele food & agri-keten toegang te bieden tot financiering, van boer tot bord. En door specifieke food & agri-kennis

Het is een enorme uitdaging om deze vraag duurzaam

en –netwerken voor hen toegankelijk te maken.

het hoofd te bieden: boeren moeten meer produceren op ongeveer dezelfde hoeveelheid landbouwgrond met minder meststoffen, water en gewasbescherming. Food & agri-bedrijven over de hele wereld moeten ook efficiĂŤnter, innovatiever, duurzamer en gezonder gaan produceren. Rabobank ondersteunt oplossingen voor deze uitdagingen. Dat is wat wij Banking for Food noemen: onze visie op duurzame voedsel-

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EIGENE KWETTERS-FARM IN STANDDAARBUITEN

Farm Standdaarbuiten Im Jahre 2017 eröffnete der Bürgermeister der Gemeinde Moerdijk das biologischen Geflügelbetrieb in Standdaarbuiten, die 28.000 Hennen Platz bietet. Dies ist der erste eigene biologische Geflügelzuchtbetrieb der Familie Kwetters in den Niederlanden. Von der Autobahn aus kann man die Kwetters-Farm in Standdaarbuiten kaum übersehen. Das meterhohe Ei und die fröhlich herumstolzierenden Hennen ziehen rasch vorüber. Jochem Wouters (27) ist hier für den Handel und Wandel der Tiere und der Eier verantwortlich.

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Zusammen mit seiner Frau Ria und ihren drei Kindern wohnt er auf dem Bauernhof. Doch zunächst sah es nicht danach aus, dass Wouters in der Geflügelbranche arbeiten würde. Er machte in Woensdrecht eine Ausbildung zum Flugzeugmechaniker und studierte zusammen mit seiner Frau an einer Bibelschule in England. Doch Blut ist dicker als Wasser, und Jochem, aufgewachsen auf einem Hühnerbauernhof, entschied sich dann doch für das Leben auf der Farm. „Wir hatten vernommen, dass Kwetters diesen Bauernhof gekauft hatte und jemanden für die tägliche Leitung suchte. Ich sorge hier für das Produkt und Kwetters für die betriebswirtschaftlichen Aspekte. Jan van Esch ist mein Betriebsleiter, er unterstützt mich und die Farm.“ Das Leben auf dem Bauernhof gefällt Wouters vorzüglich. „Ich arbeite gern im Freien und mit Tieren. Heutzutage spielt auch die Technik eine große Rolle. 28.000 Hennen kann man nicht mit der Hand füttern. Die Zeit ist vorbei, heute geht alles mechanisch. Dann ist da noch die Klimatisierung und die automatische Zufuhr von Futter und Wasser.“ Eine aufreibende Existenz. „Glücklicherweise unterstützen mich morgens zwei Frauen beim Einsammeln der Eier.“ Die Farm zählt gut 28.000 weiße

Hennen. Alles bio. „Wir sind noch in der ersten Runde, doch es geht sehr gut. Jan van Esch empfahl, draußen Muscheln auszustreuen, das hatte er in Dänemark gesehen. Ich muss sagen, das funktioniert prima. Schlammpfützen gehören der Vergangenheit an, die Gefahr von Krankheiten verringert sich. All der Kalk ist auch gut für die Hennen. Eine gute Idee von Jan.“ Niemand kennt die Zukunft, doch Jochem hat eine interessante Sichtweise auf die Zukunft des Ei-Produkts. „Vieles hängt mit dem Wohlstand zusammen. Bleibt dieser auf hohem Niveau oder steigt er gar, dann geben Menschen mehr Geld für ihre Ernährung aus und haben sie mehr Zeit. Ich erwarte, dass dann die Nachfrage nach Eiern vom Bauern zunimmt, weil ich auch davon ausgehe, dass der Verbraucher durch den Wildwuchs der Gütesiegel den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht und zwischen Bio- und Bodenhaltung kaum mehr noch zu unterscheiden weiß und alles auf einen Haufen wirft. Erkläre ich Leuten, dass der Unterschied darin besteht, dass bei Biohaltung sechs Hennen auf einem Quadratmeter leben und bei Bodenhaltung neun, dann zucken sie mit den Schultern. Dasselbe, wenn ich sage, dass Biohennen biologisch angebautes Futter bekommen. Das sagt ihnen nichts. Doch dass die Eier hier vom Bauern kommen, das finden sie hip.“ familienbetrieb im bild 57


NIEDERLÄNDISCHE GEFLÜGELHALTER HABEN DAS WORT

Jan Thijs in Someren

„Über den Umschlag von Piet Kwetters ...” Er kommt gleich mit. Geflügelhalter Jan Thijs (57) übernahm im Jahr 1986 gemeinsam mit seiner Frau Jeannette den Betrieb seiner Eltern, der inzwischen zu einer großen Farm mit Hühnern in Bodenhaltung herangewachsen ist.

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Bisher scheint es nicht so, als träten die Kinder in ihre Fußstapfen. Jan hat dafür Verständnis. „Wenn man sieht, welcher Aufwand gegenwärtig damit einhergeht ... Junge Leute haben darauf keine Lust mehr, auch wenn es noch genügend gibt, die sich für unser Fach entscheiden. Der Einzelhandel bestimmt, was wir tun müssen. Als wir im Jahre 1987 versuchten, Eier aus Bodenhaltung an den Mann zu bringen, gelang uns dies beinahe nicht. Wir hatten einen einzigen Eierhändler in der Nähe, der es versuchen wollte, doch nach einem Jahr gab er auf. Mir wurde erzählt, dass irgendwo in Brabant ein Händler sei, der ein Markenei bedacht hatte: das Vier-Korn-Ei von Kwetters. Noch heute arbeiten wir mit Kwetters, Sie können sich also vorstellen, dass wir zufrieden sind. Mann, ich könnte ein ganzes Buch darüber schreiben. Vor zehn Jahren wurde ich hier zum Karnevalsprinzen gekürt. Piet Kwetters versprach, uns zu besuchen, um das auch mal mitzumachen. Aber Piet war eine Woche zu früh. Unser Haus war schon festlich dekoriert, doch wir waren ausgeflogen. Einen Monat später fragte ich ihn: ‚Wo warst du denn?‘ Er hatte mich nicht

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finden können. Er war noch im Café im Dorf, um mich zu suchen, doch dies war nicht das Café, in das wir immer gingen. Piet fragte: ‚Hast du den Umschlag denn nicht gefunden?‘ - Ich wusste nicht, wovon er sprach. Diesen Umschlag hatte Piet in den Briefkasten am Haus gesteckt, den wir jedoch nie leeren. Ich also zu dem Briefkasten und – ja, ein ordentlicher Umschlag, leicht angestaubt, des Inhalts, dass wir zum Karneval doch etwas Schönes tun sollten. Er hatte also Wort gehalten und war vorbeigekommen. Heutzutage wird es immer schwieriger mit all den Regeln und dem Druck seitens des Einzelhandels. Es gibt noch hundert andere schöne Berufe. Eierhändler zum Beispiel oder Reporter für die Gackerzeitung. Nach all den Jahren macht mir die Arbeit noch immer Spaß, vor allem wenn es gut läuft, aber am Wochenende empfinde ich sie doch immer mehr als Belastung.“


adriaan hendriks

Adriaan Hendriks in netersel

„Weiße Hennen hören besser“

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Adriaan Hendriks (53) ist auch so ein Routinier im Geflügelfach. Er lernte das Hühnerhalten von seinem Vater Wim und ist seit seinem 20. Lebensjahr als Geflügelhalter aktiv. Adriaan bewirtschaftet drei Ställe: einen mit 64.000 weißen Hennen und zwei kleinere mit weiteren 36.000 Hennen, davon 6.000 braune.

Er hat eine bemerkenswerte Erklärung für seine Vorliebe für weiße Hennen: „Weiße Hennen sind einfacher zu pflegen und ‚hören‘ besser.“ Die Beziehung zu Kwetters ist seit 1984 stets eng gewesen. „Die Zusammenarbeit verläuft gut, und sie bezahlen pünktlich. Erst kam Piet (Johns Vater) bei uns vorbei, jetzt setzt sich John zu uns an den Küchentisch. Wir können gut Geschäfte miteinander machen. Eine kleine Anekdote: Lex Hus (Fahrer von Kwetters) holte jahrelang die Eier bei uns ab. Als unser Betrieb vom Kern des Dorfes an dessen Rand verlegte wurde, fand Lex ihn nicht mehr. Und das in einem Dorf mit rund 900 Einwohnern und zwanzig kleinen Straßen. Dreimal fuhr ich mit ihm zum neuen Standort, um ihm die Strecke zu zeigen. Als er das erste Mal am neuen Standort die Eier holen wollte, kannte er zwar den Weg, fuhr jedoch mit dem vollen Lkw neben die Ausfahrt in den lockeren Sand hinein. Lex weckte mich und fragte, ob ich seinen Lkw mit dem Traktor herausziehen könne. Der Lkw war vollbeladen, erst mussten also die Eier herunter. Danach haben wir mit dem Traktor den Lkw wieder auf die Straße gezogen. Daraufhin mussten wir den Lkw erneut mit den Eiern beladen. Aber eigentlich hätte der Lkw laut Lex nur einen kleinen Schubs benötigt.“ So wie bei Kwetters im Laufe der Jahre Veränderungen durchgeführt wurden, war dies laut Adriaan auch bei seinem eigenen Betrieb. „Die Zukunft unserer Branche wird mehr und mehr von dem gesellschaftlichen Umfeld, in dem wir operieren, bestimmt. Bei uns in der Gemeinde herrscht großer Druck. Etwas zu verändern ist beinahe unmöglich. Als Unternehmer kann man wegen all der Regeln nicht einfach wirtschaften. Man muss mit den Entwicklungen in der eigenen Branche mithalten, denn wer zurückbleibt, verliert, doch es wird einem nicht einfach gemacht, allen Regeln zu genügen. Am liebsten mache ich noch ein paar Jahre mit dieser Arbeit weiter. Was uns die Zukunft bringt? Unsere Kinder sind noch jung. Der älteste ist vierzehn und will, genau wie ich früher, Lohnarbeiter auf einem Traktor werden. Logisch, das wollen viele in dem Alter.“

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NIEDERLÄNDISCHE GEFLÜGELHALTER HABEN DAS WORT

JAN VAN GINKEL AUS WOUDENBERG

„Wir müssen eine hohe Ei-Qualität anvisieren“ Jan van Ginkel mag dann 63 Jahre alt sein, doch er ist sicher noch auf der Höhe der Zeit. „Wir müssen eine hohe Ei-Qualität anvisieren. In den Niederlanden produzieren wir 70 % mehr Eier, als wir essen, der Rest wird exportiert, vornehmlich nach Deutschland.

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Aber die Deutschen stellen hohe Anforderungen und bevorzugen Eier aus Deutschland, gefolgt von niederländischen Eiern auf dem zweiten Platz. Wollen wir dort unsere Position wahren, dann müssen wir ihre Anforderungen erfüllen.“ Sorgen wegen dieser hohen Anforderungen scheint sich Van Ginkel nicht zu machen. Er liefert schon seit 1990 Eier aus Freilandhaltung an Kwetters und war damals durchaus ein bisschen der Zeit voraus. „Das ist zufällig so gelaufen. Einst

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saß ich in der Kantine eines Hühnerverkäufers, als ich dort einen Vertreter zum anderen sagen hörte: ‚Kennst du zufällig noch einen Hühnerbauern, der 5000 aus Freilandhaltung hat? Piet Kwetters gibt drei Cent pro Stück.‘ Auf dem Heimweg ließ mich das Gehörte nicht mehr los. Diese drei Cent waren damals ein guter Preis, nur: ich hatte keine Eier aus Freilandhaltung. Also wandte ich mich mal an jenen Piet Kwetters, der auch gleich zu Besuch kam. Wir wurden uns rasch einig, aber wie konnte ich rasch von Stall zu Freiland umschalten? ‚Weißt du was!‘, sagten wir zueinander, ‚wir sägen ein paar Löcher hinein und schon können die Hennen nach draußen.‘ Freilandhaltung. So hat es sich wirklich ereignet.“ Die Liebe für das Geflügelfach ist tiefverwurzelt bei den Van Ginkels. Mit 30.000 weißen Freilandhennen und zudem 70 Milchkühen an einem Roboter ist es ein Mischbetrieb, aber mit Präferenzen. „Die Kühe machen wir mit viel Freude, doch unser Herz schlägt für die Hennen.“ Kein Wunder, denn Jan ist die dritte Generation Van Ginkel und sein Nachfolger steht schon bereit. Sohn Elton (26) ist seit vier Jahren dabei und wird Vater Jan und Mutter Roelie allmählich ablösen, die im Einklang damit ihre Aktivitäten zurückschrauben. Eine weiche Landung.


NIEDERLÄNDISCHE GEFLÜGELHALTER HABEN DAS WORT

JACKY HUISMAN IM NORDEN

„Ich könnte mir keinen anderen Beruf vorstellen“

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Seine gemessene Sprechweise und klare Wortwahl machen Jacky Huisman zu einem angenehmen Erzähler. Kein Zweifler. Im ausgedehnten Groninger Oldambt ist der Familienname Huisman schon seit gut 250 Jahren mit dem gleichnamigen Ackerbaubetrieb verbunden. Im Jahr 2000 begann Jacky zusammen mit seiner Frau Marianne mit der Haltung von 20.000 Hühnern in Bodenhaltung. In den Jahren 2006 und 2009 wurde dies erweitert auf 60.000 Hennen, und 2013 wurde ein Stall für 12.000 biologische Legehennen in Betrieb genommen. Alles braun, aber im Mai 2018 wechselte Huisman zu 40.000 weißen Hennen. „Das ist einfacher für Kwetters.“ Jacky macht keine Schwierigkeiten. „Mir gefällt es gut, vor allem wenn die Resultate entsprechend sind. Als wir vor 20 Jahren mit Bodenhaltung begannen, war das etwas besonderes, jetzt nicht mehr. Der Markt ändert sich schnell.“ Für die Zukunft erwartet Huisman eine zunehmende

Nachfrage nach biologisch, Freiland und Bodenhaltung+, Eier von Hennen aus dem Wintergarten. „Selbst habe ich noch keinen Wintergarten, ich schaue mal, was wir tun werden.“ Mit seinen 51 Jahren steht dieser Mann aus dem Norden noch mitten im Leben, auch wenn er nicht vorzuhaben scheint, bis zu seiner Rente durchzuhalten. „Das habe ich nicht vor. Glücklicherweise haben wir recht viel Grund. Das bringt viel ein. Für die Hühnerscheunen bekommt man nur wenig, der Wert steckt in den Geflügelrechten. Mein Sohn wird, denke ich, unseren Betrieb wohl nicht übernehmen. Aber man weiß ja nie, er ist erst 23 Jahre alt, hat aber in Neuseeland seine Bestimmung in der Schafzucht gefunden. Ich erwarte nicht, dass er bald zurückkommt. Aber man sage nie nie.“ Selbst war Huisman auch mal kurz davor auszuwandern, beschloss aber im Jahre 2000, seine Festanstellung als Melker einzutauschen für die selbständige Erwerbstätigkeit als Geflügelhalter. „Ich könnte mir keinen anderen geeigneten Beruf denken, ich kann am besten Landwirt sein.“ Über die Beziehung zu Kwetters ist er deutlich. „Einfach gut. Sie halten immer die Vereinbarungen ein und sorgen für pünktliche Bezahlungen. Das finde ich sehr wichtig. Darüber hinaus erwarte ich nicht allzuviel von ihnen, ich muss sie nicht besuchen. Eigentlich sind sie zufällig unsere Packstelle geworden. Als wir mit unserem Geflügelbetrieb begannen, empfahl unser Futterlieferant, uns auf Kwetters einzulassen. Das haben wir nie bedauert.“ familienbetrieb im bild 61


BERATER AD BAX HAT DAS WORT

Dann ist es schön, hin und wieder in Austausch zu treten mit jemandem, dem man vertraut und der sich auskennt. So jemand ist Ad Bax. Der 65jährige Aalburger baute zusammen mit seinem Bruder den Familienbetrieb, den ihr Vater 1932 begonnen hatte, weiter aus.

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Den Versicherungszweig (Bax Assurantiën) verkauften sie an Meeus, woraufhin Ad sich weiter seine Sporen in der Immobilienwelt verdiente, mit einer Nische im Markt der Grundoptionen. Heute ist er mit Bax & Van Kranenburg aktiv, einem Projektentwickler, der in der Umgebung bekannt ist u. a. für seine Projekte Waterfront de Veene, Polderzicht, Maasweide und den Veensesteeg Noord in Veen. Dabei bleibt es übrigens nicht, denn Bax beteiligt sich auch an nationalen Entwicklungen. So stand er u. an der Wiege der Bauentwicklungen in Cadzand. Die Beziehung mit Kwetters datiert aus den 80er Jahren, als er Piet Kwetters kennenlernte. Es klickte sofort. „Piet war Kunde bei uns, und ich kannte die Eierbranche gut, weil wir noch andere Kunden in dieser Branche hatten.“ In erster Linie gab er vor allem informelles Feedback. Später wurde diese Rolle etwas offizieller als Mitglied des Beirates. Bax hält mit seiner Bewunderung für den oft etwas impulsiven Charakter der Kwetters nicht hinter dem Berg. „Ich verstehe das schon. Ein Beirat versucht vor allem, und das ist gut, eine langfristige Politik und Vision darzulegen. Doch Unternehmer wie

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die Familie Kwetters lassen sich nicht in eine Zwangsjacke stecken. Wer eine Chance sieht, muss sie ergreifen. Dann kann es durchaus sein, dass man die Vision sein lassen muss.“

„Das Ei als Produkt finde ich interessant. Ein Ei ist ein Ei, sollte man denken. Doch mit dem richtigen Futter, der Lebensumgebung und Verpackung schafft man einen Mehrwert. Dann wird das eine Ei auf einmal viel besser verkäuflich als das andere. Sowohl Produkt als auch Unternehmertum faszinieren mich. Ich war immer an der Frage interessiert, warum der eine Unternehmer erfolgreich ist und der andere nicht. Woran liegt das? Ich denke: drive und ein sehr gutes Gedächtnis. Für Piet und die Jungen hatte ich immer ein offenes Ohr. Das funktioniert für beide Parteien am besten. Viel konferieren müssen wir gar nicht. Wenn mich John jetzt anruft, dass ich mal zum Bauernhof kommen soll, dann steige ich gleich ins Auto. Ich gebe meine Meinung. Ob sie damit etwas tun, ist gänzlich ihre Sache. Wir haben schöne Reisen unternommen mit Piet, aber auch mit den Jungen, dabei lernt man sich gut kennen. Gerrit und John sind nun schon die dritte Generation Kwetters, die am Ruder steht. Ein bisschen betrachten sie Bax als eine Art Vaterfigur. Manchmal tritt Ad vermittelnd auf, baut er zwischen den Meinungen von John und Gerrit oder Dritten eine Brücke. „Für die Familie kann ein Familienbetrieb durchaus auch dominierend sein. Zu Hause muss auch Zeit für Entspannung sein, man braucht nicht immer übers Geschäft zu reden. Das ist nicht gut, aber es schleicht sich leicht ein. Darum habe ich meinen Kindern nahegelegt, dass sie nicht unbedingt in meine Fußstapfen zu treten brauchen. Dem eigenen Herzen folgen – darum geht es.“


adviseur het „ICH FINDE ad DAS,bax WASaan MAN MITwoord DER NATUR ERREICHT, WIE KARTOFFELN UND EIER, SEHR SCHÖN.“

KWETTERS AUFSICHTSRAT

Ed Kraaijenzank

Anfang 2018 trat bei Kwetters ein Aufsichtsrat an, früher hieß dies Beirat. Eine Akzentverschiebung, die typisch ist für den zunehmenden Hang zur Professionalisierung. Wir sprechen Aufsichtsratsmitglied Ed Kraaijenzank (61) telefonisch, während er an Bord seiner Almtrawler Motorjacht ist.

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Seine zunächst gemessenen Sätze klingen, wie man es von einem Aufsichtsratsmitglied erwartet. Gewählt. Doch mit fortschreitendem Gespräch zeigt sich, dass er ein spontaner, engagierter Mann ist. „Ein Aufsichtsratsmitglied führt die Aufsicht und berät die Geschäftsführung über Strategie und Fortgang. Ich treffe Gerrit und John sechsmal im Jahr. Es geht darum, die richtigen Fragen zu stellen, zum Beispiel über Erweiterungen, Marktansatz, Kostenentwicklung, Rentabilität. Einerseits sind wir als Aufsichtsräte eine Art Kontrolleur, andererseits erstellen wir gemeinsam die Zukunftspläne.“ Diese Doppelung ist etwas vertrackt, ja, und in jedem Buch über Aufsichtsräte liest man davon als erstes, wie hält man die Macht in Balance. Es besteht natürlich Governance, eine gesetzliche Grundlage für Ernennung, Aufgaben und Pflichten des Aufsichtsrats, doch es bleibt ein Lavieren.“ Neben Kwetters ist Kraaijenzank auch Aufsichtsratsmitglied und Berater für Betriebe wie Ctac (ICT), HZPC (Setzkartoffeln) und Van der Wiel Transport en Logistiek. Sehr verschiedenartige Betriebe, was ihm eine Übersichtsposition bietet. Was finden Sie nun typisch Kwetters? “„ Es sind Vollblutunternehmer, die ihre Chancen am Schopfe packen. Diese Kultur sieht man auch bei ihren Mitarbeitern, den Leuten, die sie einstellen, die mittleren

Führungskräfte sind auf jeden Fall auch davon durchdrungen. Gerrit und John haben selbst, freiwillig, beschlossen, einen Aufsichtsrat zu installieren, das sagt etwas über ihren Drive aus. Ein solcher Rat hält einen scharf. Ferner fällt auf, dass alle Entscheidungen langfristiger Art sind. Sie verfallen nicht in Panik, wenn sich mal ein Verlust einstellt, sie blicken über den Tag hinaus in die Zukunft. Bei börsennotierten Unternehmen wird doch eher kurzfristig gedacht. Dort besteht das Risiko, dass die Aktionäre zu großen Druck auf die Geschäftsführung ausüben. Kwetters ist ein enger Familienbetrieb, bei dem auch das Wohlergehen der Mitarbeiter groß geschrieben wird, das merkt man an allem.“ Sie haben Erfahrung mit Betrieben in der Lebensmittelbranche, Finanzen und IT - was spricht Sie am meisten an?“ Ich finde das, was man mit der Natur erreicht, wie Kartoffeln und Eier, sehr schön. Das Schöne ist, dass ich, als ich zum ersten Mal bei einem Treffen mit den Geflügelhaltern von Kwetters war, dieselbe Atmosphäre und Themen sah wie bei den Züchtern für Avebe. Unternehmerische Familien mit größter Nähe zu ihrem Produkt. Prächtig.“

Und, Ed, essen Sie gern Eier?“ „Ja, haha, eigentlich viel zu viele, und natürlich vor allem Mehrkorneier.”

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NIEDERLÄNDISCHE GEFLÜGELHALTER HABEN DAS WORT

MARTIN DEKKER AUS GEESTEREN

Es ist ein schönes Produkt Als 44 Jahre alter Geflügelhalter zählt er noch zu den Jüngeren, doch Martin Dekker in Geesteren ist schon 18 Jahre aktiv.

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Im denkwürdigen Jahr 2000 wechselte er von Masthühnchen zu Legehennen, ein Schritt, den er nie bedauerte. „Jeden Tag liegt das Eierband wieder voll. Es ist schön, ein Produkt zu erzeugen, das essentiell ist. Eier sind nötig für die Lebensmittelversorgung und die Nahrungskette, das ist etwas ganz anderes als ein Erzeugnis, das Menschen nur als Luxus anschaffen.“ Momentan hält Dekker 44.500 weiße Hennen, die kosten nur etwas mehr als braune, bringen aber mehr ein. Er ist erst in seiner zweiten Runde. „Die erste Runde gefiel uns auf jeden Fall gut.“ Neben Legehennen hat Dekker auch noch gut 200 Schlachtkälber, die großenteils von seinem Sohn Reinier versorgt werden. Auch seine Frau Hermine arbeitet auf der Farm mit, so dass zu Recht von einem Familienbetrieb gesprochen werden kann. Ja, sogar ihre fünf Töchter im Alter von 9 bis 17 Jahren haben sich als vorzügliche Eiersammler erwiesen, und „sogar die vier und sechs

Jahre alten Jungen machen ab und zu mit“. Auch bei den Haustürgeschäften machen viele Hände schnell ein Ende. Spaß an der Arbeit hat Martin sicher. „Wenn alles wie am Schnürchen läuft, macht es natürlich mehr Spaß. Ich bin ein echter Landbewohner, und es ist schon schade, dass man sich als Unternehmer immer mehr Zeit nehmen muss für Verwaltung und Papierkram. Emissionen und Feinstaub müssen immer mehr gefiltert und eingeschränkt werden, das wird stets wichtiger. Wir haben Glück, dass wir hier im Osten noch viel Raum haben, wodurch der Effekt der Emissionen gering ausfällt. Wir bekommen nie Beschwerden. So erneuernd Dekker über das Produkt denkt, so konservativ ist er bei der Wahl seiner Packstelle. „Die Beziehung zu Kwetters ist prima, daran muss sich nichts ändern. Wenn ich Fragen habe, wird mir gut geholfen, auch mit den bürokratischen Angelegenheiten, das ist sehr wichtig. Darin darf sich gegenwärtig kein einziger Fehler mehr finden.“


NIEDERLÄNDISCHE GEFLÜGELHALTER HABEN DAS WORT

KOEN VAN DE KERKHOF AUS RIJKEVOORT

„Hühner, die draußen sind, sind größeren Risiken ausgesetzt“ Koen van de Kerkhof aus Rijkevoort ist ein Geflügelhalter mit eigener Sicht auf Hühner: „Hühner, die draußen sind, sind größeren Risiken ausgesetzt. Ich sehe sie lieber in der Voliere sitzen. Darin lässt sich das Klima besser steuern und ist die Gefahr von Krankheiten geringer.“

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Seine Vision basiert Koen auf langjähriger Erfahrung als Geflügelhalter. Sein Volieresystem bietet Platz für 100.000 Hennen. Momentan sitzen dort 60.000 auf den Sitzstangen. Weiße Hühner, in Bodenhaltung. „Im Jahr 1989 gingen wir über zur Bodenhaltung. Damals gingen wir zur Packstelle von Piet Kwetters, Piet war feuriger Verfechter von Bodenhaltung und damit, wie sich später erwies, seiner Zeit voraus. Mit seinem Bitte für Bodenhaltung hat er natürlich recht bekommen.“ Das Geflügelfach hat Koen mit der Muttermilch aufgesogen. Vater Koos arbeitet noch mit und macht sich als Einsammler der Eier nützlich.

Über die Zukunft macht sich Koen nicht wirklich Sorgen hat aber ,wohl Bedenken. „Im Prinzip haben wir als selbständige Unternehmer keinen Einfluss auf den Preis. Wir sind Mengenanpasser (Preisnehmer), wie dies in der Volkswirtschaftslehre heißt. Ich bin dabei, mich neu zu orientieren, auch wegen meiner Gesundheit. Ich frage mich, ob ich mein Geld weiterhin in Hühner stecken sollte. Lieber mache ich etwas, wobei ich selbst eine Rechnung versenden kann. Jetzt warten wir nur ab, was jede Woche bezahlt wird.“ Über die „Periode Kwetters“ ist Kerkhof deutlich: „Wir arbeiten schon dreißig Jahre angenehm zusammen. Seinerzeit mit Piet, jetzt mit John und Gerrit. Es sind Männer, die keinen Schnickschnack reden, das spricht mich an. Darum komme ich gut mit ihnen aus. Dass es ein Familienbetrieb ist, merke ich nicht per se. Was ich allerdings sehe, ist, dass es Unternehmer sind, die selbst den Handel übernehmen und diesen nicht anderen überlassen, das passt mir besser, als wenn es noch Zwischenpersonen gibt. Unsere Hühner kaufen wir auch bei einem Familienbetrieb, dabei habe ich ein besseres Gefühl als bei einem börsennotierten Unternehmen, das mit dem Geld anderer arbeitet.“

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LIEFERANT JAN DECKERS HAT DAS WORT

„WIR FAHREN FÜR KWETTERS UND SIND STOLZ DARAUF!“

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Jan Deckers Transport aus Ammerzoden fährt täglich diverse Frachten mit Kwetters’ Eiern durch die gesamten Benelux-Länder. Die Beziehung zwischen diesen beiden Betrieben ist denn auch eine ganz besondere. So besonders, der Geschäftsführer Jan Deckers selbst den Stift zur Hand nahm und den größten Teil dieser Geschichte verfasste. Er könnte ein Buch darüber schreiben! Bevor wir zu Jans Geschichte kommen, erst ein paar Fakten zu seinem Transportbetrieb. Denn auch Deckers ist ein typischer Familienbetrieb. Jan Deckers’ Vater (Jan Deckers) begann den Betrieb im Jahre 1970, nachdem sein Vater (Opa Jan) schon in Gemüse und Obst handelte. Jan ist also die dritte Generation Jan Deckers, und sein Sohn, 15 Jahre alt und, jawohl, auch er ein Jan Deckers,

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läuft sich schon warm, um ebenfalls in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Der Transportbetrieb hat sich auf Gemüse, Obst und Food spezialisiert und zählt mittlerweil 75 Mitarbeiter und 40 Lkws. „Wir sind unseren Mitarbeitern nahe. Zusammengehörigkeit und Teamgeist sind stark ausgeprägt. Viele Männer arbeiten hier schon lange.“ Das ist deutliche Sprache, und die liegt Jan Deckers besonders. Hierunter beschreibt er in eigenen Worten die Beziehung mit Kwetters. GEMEINSAM STARK IM WETTBEWERB STEHEN! „Zusammen sparren über logistische Probleme, in Lösungen denken, Maßarbeit liefern, transparent sein und einander in schlechteren Zeiten stärken. Das ist die Beziehung Deckers und Kwetters. Nicht


NETTE AUSSPRÜCHE VON JOHN UND JAN: Jan Deckers: „John sagt immer: ‚Wir spielen hier täglich in der Champions League.’ Ich sage dann immer: ‚Dann müssen wir aber gut aufgestellt sein, aber gute Spieler stellen sich selbst auf. Darum gehören wir schon seit zwanzig Jahren zur Kernmannschaft und haben inzwischen auch eine Kwetters-DNA.‘ immer in Geld denken, sondern auch in langwährenden Beziehungen: das sind die Merkmale, die beide Familienbetriebe auszeichnen. Wir sind knapp zwanzig Jahre miteinander verbunden. Diese zwei Familienbetriebe sind miteinander gewachsen. Wir haben gemeinsam Höhepunkte gefeiert und zusammen tiefe Täler durchschritten. Das tiefste Tal war das Ableben von Piet Kwetters im Jahre 2014. Piet fasste sich immer kurz und deutlich und war ein Vollbluthändler: man wusste genau, was man an ihm hatte. Ich habe noch eine nette Anekdote. Als 2003 die Vogelgrippe ausbrach, rief Piet mich an: „Jan, in Barneveld stehen noch Eier, die möglichst schnell hierher müssen!“ Worauf ich erwiderte: „Ich rufe dich gleich zurück, Piet.“ Darauf Piet: „Ruf mich an, wenn Barneveld leer ist, Jan!“ Das war eine tüchtige Aufgabe, von der ich also um halb sechs erfuhr. Aber am Ende hat‘s geklappt. Fragen Sie nicht, wie ... Dann waren fast alle Eier in Veen, woraufhin ich Piet stolz anrief und sagte: „Piet, die letzte Fracht fährt jetzt aus Barneveld ab, der Betrieb in Barneveld ist leer, Piet!“ Worauf er antwortete: „Gut gearbeitet,

Deckertje, ich habe es nicht anders von dir erwartet. Tschüss.” Und schon hatte er aufgelegt. Doch die Wertschätzung, die er und seine Söhne mir fortan entgegenbrachten, ist unbeschreiblich. Die Grundlage unserer Zusammenarbeit entstand aus den ersten Kontakten mit Ad Kwetters, irgendwann Ende der 90er Jahre. Ad war damals im Familienbetrieb der Mann für die Logistik, und wir begannen, einige Muster bei einem potentiellen Kunden abzuliefern, bei dem wir täglich ans Dock kamen. Danach sind wir für diesen 70 Jahre alten Familienbetrieb zum Logistikdienstleister für die Benelux-Länder herangewachsen. Einige unserer Fahrzeuge fahren fest in der Regie von Kwetters. Die Fahrer dieser Lkws sind so mit Kwetters verbunden, dass sie fast als eigene Mitarbeiter gelten. Tatsächlich bekommen sie von Kwetters stets ein Weihnachtspaket. Damit zeigt der Betrieb, wie wichtig ihm unsere Fahrer sind. Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit Kwetters und würden am liebsten täglich vom Kirchturm rufen, wie froh wir darüber sind. Doch da dies auf Dauer die Stimmbänder belastet, haben wir einen

Teil unseres Fuhrparks mit der Aufschrift „Wir fahren für Kwetters“ versehen. Und wie stolz wir darauf sind!

Jan Deckers ist außer im Schreiben vor allem im Unternehmen sehr gut. Er erklärt, dass sein Betrieb mit Kwetters mitgewachsen ist. Jan weiß bestens, dass die Kunden von Kwetters Spitzenleistungen erwarten: keine 97%ige, sondern 100%ige Qualität. Die Qualität des Eis hat Deckers nicht in der Hand, wohl aber die Fristen und ... die Vorsicht. Beim Be- und Entladen und Transportieren darf kein einziges Ei kaputtgehen. Die Fahrer von Deckers sind intern ausgebildet, um sorgfältig mit diesen Produkten umzugehen. Der Betrieb genügt sämtlichen HACCP- und ISO-Anforderungen und befleißigt sich genau wie Kwetters sehr aktiv des gesellschaftlich verantwortungsvollen Unternehmertums (CSR). „Food ist etwas besonderes“, erklärt Jan. Mit beinahe einem halben Jahrhundert spezialisierter Erfahrung ist es darum bestens bestellt in Ammerzoden.

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BERATER ROBERT HAT DAS WORT

Prof. dr. Roberto Flören:

„Bei Kwetters steckt Herz und Seele im Betrieb”

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Es gießt wie aus Kübeln an diesem Morgen. Aus der trüben grauen Luft taucht Schloss Nyenrode auf: ein prächtiger Ort für diese berühmte Universität. Froh, angekommen zu sein, parke ich meinen Peugeot auf einem der vielen Parkplätze auf dem Landgut in Breukelen. Alles sehr chic, doch ich kann nicht abstreiten, dass mich die vornehme Atmosphäre durchaus anspricht. Ich bin hier, um mit Professor Roberto Flören zu sprechen, der Mitglied des Beirates von Kwetters ist. Flören ist Professor für Familienbetriebe an dieser prestigeträchtigen Universität. Das sind also zwei Gründe, um mit ihm zu sprechen. Er ist Berater von

Kwetters und weiß alles über Familienbetriebe. Wir reden auf einer Bank im Foyer der Kantine inmitten von Studenten. Flören zeigt sich als gewandter Redner, scharf doch umgänglich, also ganz wie Kwetters. Was macht ein Mitglied des Beirates von Kwetters? Roberto: „Was wir tun, ist Aufsicht führen: Wir haben eine Rolle als Arbeitgeber, als Berater und Zuhörer und als Botschafter. Das muss man nicht zu wörtlich nehmen. Wir kümmern uns nicht um das Gehalt von Gerrit und John, und wir überwachen sie auch nicht. Am wichtigsten ist, dass der Beirat zusätzliches Fachwissen einbringt.


Ich wurde wirklich nicht gefragt, weil ich etwas über Eier wüsste. Darum geht es nicht. Ich muss u. a. dafür sorgen, dass die Familie in guter Harmonie miteinander im Betrieb weiter macht. Das Ziel ist vornehmlich, die Balance zwischen dem Betrieb und der Familie im Auge zu behalten. Diese Familie ist mehr als Gerrit und John. Es gibt auch ihre Schwester Hanneke und die Kinder von Gerrit und John. Unter welchen Bedingungen dürfen diese Kinder in den Betrieb kommen? Wer stellt sie ein? Was wird ihr Gehalt? Um solche Fragen zu beantworten, haben wir eine spezielle Familiensatzung aufgestellt, in der alles festgelegt ist. Vorher regeln ist schließlich besser als hinterher streiten. Flören ist außer Professor und Mitglied des Beirates von Kwetters auch Aufsichtsratsmitglied bei der Breman Installationsgruppe. Mit 1500 Mitarbeitern einer der größeren Akteure in der Installationsbranche. Außerdem ist er Aufsichtsratsmitglied bei der Maan Group (Leime und Oberflächentechnik), was ein etwas kleinerer Familienbetrieb mit rund fünfzig Arbeitnehmern ist. Kurz und gut: bei Flören dreht sich alles um die Familie.

Worin unterscheidet sich Kwetters von anderen Betrieben? „Die Leidenschaft: bei Kwetters steckt Herz und Seele im Betrieb. Das sieht man bei John und Gerrit, das sieht man genauso unter den Mitarbeitern. Es besteht eine enorme Verbundenheit, auch mit dem Dorf. Und nicht zu vergessen pflegen sie eine sehr innige Beziehung zu den Geflügelhaltern. Kwetters

war auch der erste, der ein Markenei einführte: das Vierkornei. Wer so etwas zustande bringt, hat eine klare Vision. Hier herrscht wahrlich langfristiges Denken vor, der Gewinn wird wieder in den Betrieb investiert. Das muss man auch als Respekt vor ihrem Vater ansehen. Diese Region, Veen, ist auch einzigartig: was für ein Unternehmergeist dort existiert! Ich fahre immer mit großem Vergnügen dorthin, halte Vorlesungen und bin seit kurzem auch Botschafter von Wissenstor Altena.”

Rückgrat der Wirtschaft Flören ist in einem Familienbetrieb geboren und aufgewachsen und hat selbst die Nachfolge im eigenen Familienbetrieb mitgemacht. 1934 begann sein Opa einen Betrieb für den Verkauf und die Reparatur von Schreibmaschinen, den sein Vater später fortführte. Ende der 80er Jahre hielten Computer Einzug und verlor das Geschäft an Schwung. „Schöne Zeiten“, so beschreibt er seine Jugend. Seit 1992 ist er in Nyenrode für das Forschungsprogramm Familienbetriebe verantwortlich. Er promovierte mit einer Untersuchung über die Nachfolge in landwirtschaftlichen Familienbetrieben. Roberto hat viel über Familienbetriebe geschrieben und hält Vorlesungen darüber. „Als ich in den 90er Jahren hierherkam, galten Familienbetriebe als langweilig, stumpfsinnig und zu konservativ finanziert. Es war die Zeit der Aktionärswert-Maximierung, der Boni und des Karrieremachens auf der Amsterdamer Finanzmeile Zuidas. Doch mit der Krise hat sich diese Einstellung grundlegend geändert. Menschen wollen jetzt gerade in einem Familienbetrieb arbeiten, weil man dort keine Nummer ist und die Eigentümer ihren Gewinn in den Betrieb investieren, statt ihn den Aktionären auszuschütten. Das Geld wird dort nicht zum Fenster hinausgeworfen, und man finanziert oft aus eigener Tasche, statt gleich zur Bank zu gehen. Diese langfristige Ausrichtung erfreut sich nun großer Wertschätzung. Neben Nyenrode haben andere Universitäten wie Erasmus und Tilburg jetzt auch Lehrstühle für Familienbetriebswirtschaft. Und zu Recht: Familienbetriebe bilden schließlich das Rückgrat der Wirtschaft. In den Niederlanden gibt es mindestens 270.000 Familienbetriebe, die rund 49 % der Arbeitsplätze und fast 53 % des Bruttosozialprodukts repräsentieren. Noten, die sich sehen lassen können. ◆

Das Geschäft für den Verkauf und die Reparatur von Schreibmaschinen, in dem Roberto Flören aufwuchs Wir können es uns kaum noch vorstellen, aber seinerzeit war eine Schreibmaschine fast so viel wert wie heute ein Auto. Für den Preis von zehn Schreibmaschinen kaufte man damals ein ganzes Haus!

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SPORTTAG KWETTERS ‘70 SPORTPARK DE HANEN WEIDE IN VEEN

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Kwetters sporttag

Gemeinsam Sport treiben ist Zusammenarbeiten Einer der HĂśhepunkte von Kwetters ‘70 war zweifellos der Sporttag. Am 1. Juli 2017 fanden sich im Sportpark De Hanen Weide in Veen viele sportliche Mitarbeiter aus den Niederlanden und Deutschland ein.

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SPORTTAG KWETTERS ‘70 SPORTPARK DE HANEN WEIDE IN VEEN

s „ ERST LEGT MAN VOLL LOS, DANN KOMMT MAN

SCHNELL DAHINTER, DASS MAN HIER KONDITION BRAUCHT“

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Um es richtig gemütlich zu machen, wurden auch die Familienmitglieder einschließlich Kindern zusammengetrommelt. Es war ein fröhliches Treiben. An Speis und Tank kein Mangel. Mitarbeiter arbeiten hart, sie verbrennen viel Energie. Vor allem an einem Tag wie diesem. Fleischerei Vos lief mit köstlichen Häppchen herum. Zudem gab es einen Stand mit allerlei vorzüglichen Eierprodukten, und auch die Süßschnäbel kamen voll auf ihre Kosten. Natürlich arbeitete in der Kantine den ganzen Tag über die Bierpumpe, doch wurde davon in Maßen Gebrauch gemacht. Mitarbeiter wissen sich stets gut zu benehmen. Von Kwetters Niederlande und Deutschland zogen an diesem Tag vierzehn Teams in den Kampf. Schön war es mitanzusehen, wie Jung und Alt, Frau und

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Mann, Eltern und Kinder sich gemeinsam verlustierten.

Wir schaffen das Ein Blickfang war die Hindernisbahn. Bram Bongers tat sich schwer damit: „Erst legt man voll los, dann kommt man schnell dahinter, dass man hier Kondition braucht.“ Weniger Kondition als vielmehr Einsicht war vonnöten bei dem Spiel „Süßigkeiten-Schnappen“, bei dem die Teilnehmer aus einem Behälter mit Wasser und Leim Süßigkeiten angeln mussten, nachdem sie zuerst einen Apfel aus dem schmierigen Brei herausgefischt hatten. Erik Gerbers wusste sich zu helfen: „Man muss den Apfel gleich unter Wasser drücken und dann, wenn er nach oben schießt, festbeißen.“ Tja, Zusammenarbeiter sind clevere Sportsfreunde. Am lustigsten war

wohl der Blasenfußball, wo auf einem kleinen Feld Fußballer, herausgeputzt in großen durchsichtigen Blasen, versuchen mussten, den Ball zu bewegen. Mitunter ähnelte dies mehr einer Kombination aus Pingpong und Rugby denn Fußball. Ab und zu wurden die Sportler aufgeschreckt von einem lauten Knall, wenn wieder ein Stapel Bierkisten zusammenbrach. Waren die deutschen Zusammenarbeiter als beste Biertrinker bei diesem Wettbewerbsteil im Vorteil? Laut Gerard Caspers (13 Jahre) kam es vor allem auf Technik und Teamspirit an. Er musste übrigens auch regelmäßig Spione anderer Teams von den taktischen Beratungen fernhalten. (Sahen wir da nicht eben Piet de Gooijer heimlich um die Ecke lugen?) Tom Walke vom Team „Wir schaffen das“ sah es alles gelassen an. „Ich finde es vor allem schön,


um heute mal mit den niederländischen Kollegen sprechen zu können, die ich von der Arbeit kenne, aber noch nie getroffen habe.“ Hagen Preus pflichtet ihm bei: „Die Organisation dieses Tages war einerseits wie geschmiert, andererseits auch schön ‚locker‘, wie wir Deutsche sagen: Zwischen den Wettkämpfen gab es genügend Zeit, um miteinander zu sprechen. Auch die Stadionmusik gefiel ihm gut. „Schön stimmungsvoll!“

Den Boss schlagen Apropos Stadionmusik: Stadionsprecher Jan van Esch kündigte alle Wettkämpfe ordentlich nach Plan an. Neben aufmunternden Bemerkungen konnte sich Jan der Versuchung nicht entziehen, den einen oder anderen ein wenig aufzuziehen. Nicht nur die Erwachsenen erlebten einen schönen Tag. Neben der Kantine war der VIP-Raum für Sponsoren zum Kids Village umgebaut, wo die Organisatorin Tante Marloes anmerkte, dass die Kinder der Mitarbeiter von Kwetters auffällig gut „kwetteren“ (zwitschern, schnattern) können. Auffällig war auch der Eier-Staffellauf, bei dem Ihr Reporter gerade rechtzeitig zugegen war, um zu sehen, dass das Team De Tokkies den Wettbewerb mit einem Ei Vorsprung gegen The Incredibles gewann (25-24). Dann, gegen vier Uhr, leerte sich

das Feld und bereiteten sich die Sportler auf das Vorprogramm des großen Finales Niederlande-Deutschland vor. Dies war das Elfmeterschießen Beat the Boss. John Kwetters, einst talentierter Mittelfeldspieler von Achilles Veen, hatte die Torwarthandschuhe übergestreift und war fest entschlossen, den einen Strafschuss nach dem anderen abzuwehren. Doch es kam anders. Die Bälle flogen ihm links und rechts um die Ohren. Ernestine de Keijzer legte den Ball sauber in die Ecke, während Marcel Fluit im Stile eines Neeskens den Ball voll in die Mitte hineinprügelte. Gerwin Sack erntete Applaus mit einem Schuss ins obere Eck, und Willem Top schoss ohne Anlauf den Ball beinahe in Zeitlupe direkt neben Torwart John. The Boss ist ein echter Glücksspieler, der vorab eine Ecke auswählte. John erwies sich als

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SPORTTAG KWETTERS ‘70 SPORTPARK DE HANEN WEIDE IN VEEN

sportlicher Verlierer und verzagte nicht. Das war auch gut so, denn kurz darauf musste er beim Spiel Niederlande-Deutschland das Tor erneut verteidigen.

Walkover Niederlande Wie es sich gehört, kamen beide Mannschaften aus den Katakomben aufs Feld gelaufen. Die Tribüne füllte sich, die Spannung stieg. Natürlich sind wir alle Kollegen, doch sobald ein Fußballer den Platz betritt, denkt er nur noch an eines: Gewinnen. Aus voller Brust sangen die Teams ihre Nationalhymne mit, und pünktlich um fünf Uhr erfolgte der Anstoß. Die Niederlande hatten große Feldüberlegenheit und übernahmen rasch die Führung. Deutschland hatte es schwer, dem Druck standzuhalten und konnte eigentlich nur verteidigen; dennoch mussten die Niederländer gut aufpassen. Im Geiste von Rummenigge und Becken-

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bauer unternahm der frühere Weltmeister regelmäßig gefährliche Konterangriffe, die sogar zu einer roten Karte für einen niederländischen Verteidiger führten, der etwas zu eifrig an der Notbremse zog. Kurz darauf erzielten die Niederlande das 2:0, und das 3:0 ließ auch nicht lange auf sich warten. Es drohte ein Walkover für die Deutschen, die noch einigermaßen ihre Ehre retten konnten. Doch der Sieg für die Niederlande war unabwendbar. Gleich darauf entbrannte das Grillfest und neigte sich der samstägliche Sporttag dem Ende zu. Nach all den raffinierten Leckereien hatten alle Appetit auf Herzhaftes bekommen. Ein Tag, der mit trübem Regenwetter begann, endete mit Sonnenschein und gutem Essen. So mögen wir es!


sN IEDERLANDE - DEUTSCHLAND 3:0

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LIEFERANT MOBA HAT DAS WORT

„VOM HUHN ZUM EI UND DANN DURCH DIE MASCHINE“ Ißt man in den Niederlanden ein Ei, das im Supermarkt gekauft ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es von einer MOBA-Maschine verarbeitet wurde.

M

Mit einem Weltmarktanteil von 70 % und einem Marktanteil in den Niederlanden von gut 90 % ist dieser Betrieb aus Barneveld Marktführer bei Eiersortiermaschinen. Beeindruckende Zahlen für einen Betrieb, der vor 70 Jahren in einer Hühnerscheune begann. Der Gründer des Betriebs, Job Mosterd (1916-1977), arbeitete in der Hühnerscheune seines Vaters. Wir sprechen hier von der Zeit nach dem Krieg, als es noch normal war, die Eier mit der Hand aufzulesen. Das war Job ein Greuel, weshalb er in seiner Freizeit solange bastelte, bis er das Ei des Kolumbus gefunden hatte. Job

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hatte eine Eiermaschine erfunden, die Eier nach Gewicht sortieren konnte. Seinerzeit war dies eine verblüffende Erfindung, mit der die Arbeit viel schneller, genauer und mit viel geringerem körperlichem Aufwand ausgeführt werden konnte. Heutzutage sortiert MOBAs modernste Maschine, die Omnia PX 700, sage und schreibe 255.000 Eier pro Stunde.

Job und Piet Mit Job Mosterd ist die Beziehung zu Kwetters schnell hergestellt. Wir dürfen ruhig annehmen, dass Job Mosterd und Piet Kwetters noch über die Anschaffung einer


Ganz viele Eier in aller Welt Die Sortiermaschinen von MOBA werden in alle Welt geliefert. Das ist auch nötig, bedenkt man, dass weltweit täglich rund drei Milliarden Eier gelegt werden. Von all diesen Eier müssen gut 1,3 Milliarden verpackt werden, 70 % davon erledigen MOBAs (1 Milliarde). Es gibt also reichlich Arbeit für die Barnevelder. Nordamerika, Indien, Ostund Westeuropa, Jordanien, Australien, Guatemala: MOBA ist überall. Täglich werden rund 750 Mio. Eier von einer MOBA-Maschine sortiert. In Barneveld ist das Epizentrum, wo alle Maschinen entwickelt und hergestellt werden. Hier arbeiten gut 400 Leute, hundert davon in Forschung und Entwicklung. „Wir können nur Spitzenreiter bleiben, indem wir konstant innovieren und automatisieren“, so De Schouwer. „Wir haben 100 Ingenieure, davon sind 35 Programmierer. Kürzlich kam iMoba zustande: ein Cloud-Dienst, mit dem Kunden auf ihrem Smartphone sehen können, wie es um die Ei-Daten bestellt ist. Eine MOBA kann nämlich die Daten von jedem Ei an einen Computer senden. Diese Daten enthalten Angaben über das Gewicht, von welchem Geflügelhalter das Ei kommt und zu welchem Supermarkt es gehen soll. Alles an einem Ei ist heutzutage automatisiert. Nur das Legen und Essen sind noch lebenden Wesen vorbehalten ...“

MOBA verhandelt haben, da diese Firma schon seit vierzig Jahren Lieferant des Veener Eierhofes ist. Kaufmännischer Leiter Paul de Schouwer: „Piet war eine Ikone in der Eierwelt. Er hatte Charisma. Seine Erscheinung nötigte Respekt ab. Dieselbe DNA sieht man auch bei John und Gerrit. Macht man mit ihnen Geschäfte, dann merkt man, dass sie die lange Sicht im Blick haben, sie sind voll bei der Sache. Jeder bei Kwetters ist Teil des Ganzen. Das finde ich eine tolle Leistung. Wir machen gern Projekte mit ihnen.“ De Schouwer erklärt, dass die Monteure seines Betriebs gute Kontakte pflegen mit den Operatoren von Kwetters: „Aus diesen Kontakten gewinnen wir wieder Tips und

Ideen, um die Maschinen zu verbessern: sehr wertvoll.“

Intelligente Maschine Die letzte Maschine, die MOBA bei Kwetters aufgestellt hat, ist eine Omnia mit einer Kapazität von 180.000 Eiern pro Stunde. Diese Maschine wiegt und sortiert nicht nur, sondern kann auch „denken“. Die MOBA kann nämlich Haarrisse in der Schale aufspüren und pickt dann jene Eier, die zu viele Risse aufweisen, heraus. Zudem schaut die Maschine mit Licht durch die Eier, um zu sehen, ob Blut darin ist. Auslaufende Eier werden von der Maschine aufgespürt. Ferner ist sie in der Lage, verschmutzte Eier

zu entfernen. Die MOBA ist also ein wahrer Handyman in der Packstelle. Das ist beinahe wörtlich zu nehmen, denn mittlerweile hat auch ein Roboter Einzug gehalten. „Trotz aller High-tech beruht die Beziehung MOBA-Kwetters vor allem auf menschlicher Arbeit“, bestätigt De Schouwer. „Genau wie Kwetters sind auch wir ein sehr familiärer Betrieb. 99 % unserer Kunden sind Familienbetriebe. Diese DNA haben auch wir.“ ◆

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BAUFIRMA J.C. VAN KESSEL B.V.

Vielseitiges Unternehmertum als Familienwappen „Es ist gut möglich, dass ich während einer Bauversammlung wegen des Kilopreises für Äpfel angerufen werde.“ Das Wort hat Adrie van Kessel, Direktor der Baufirma J.C. van Kessel aus Geldermalsen in der Betuwe, der letztes Jahr den neuen Flügel des Büros von Kwetters realisierte.

G

Genau wie Kwetters ein echter Familienbetrieb. Die Baufirma ist Teil der J.C. van Kessel Gruppe, zu der auch Betriebe gehören, die sich mit Obstbau, Aluminiumbau, Architektur, Immobilienentwicklung, Solarzellenplatten und nachhaltigem Massivholzbau beschäftigen. Verschiedene Unternehmen bilden eine große Familie: die Familie Van Kessel, die die Initialen ihres Gründers Jan van Kessel stolz im Familienlogo führt. „Zur Weihnachtsfeier kommen Opas und Enkel, die alle bei uns arbeiten. Mehrere Arbeitnehmer bei uns gehören zur dritten Generation.“ Bauen und Zeichnen Die Baubaracke von Van Kessel aus Geldermalsen stand ein gutes halbes Jahr bei Kwetters vor dem Haus. Als Zentrale für den Bau des neuen Flügels. „Er ist clever und schön gebaut, aber nicht verschwenderisch. Der Flügel ist gespiegelt, so dass man an der anderen Seite

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des Büros einfach noch einen hinzubaut.“ Vater Jan van Kessel begann 1971 als Zeichner. Er fertigte die Zeichnungen und das Lastenheft für die Aluminiumfabrik Intal an, doch dem Auftraggeber machten die Kosten Sorgen, weshalb Van Kessel sagte: „Dann werde ich es eben selbst bauen.“ Gesagt, getan: der Zeichner baute auch. Diese Kombination ist noch immer eine bedeutsame Stärke von Van Kessel. Bauende Schöpfer. „Auftraggeber wie Kwetters haben es gern mit möglichst wenigen Parteien zu tun. Das können wir bieten. Ich nehme die Zeichnungen unseres Architektenbüros mit, und John und Gerrit haben in mir den einzigen Ansprechpartner, den sie brauchen.“

Agrobusiness Aufgrund der Erfahrungen und Kontakte beim Bauen für Obstbauer und Obstversteigerungen unter anderem in der Betuwe hatte Van Kessel ein Herz für die Gegend und vor allem für den Obstbau. Vor diesem Hintergrund


LIEFERANT VAN KESSEL HAT DAS WORT hat der Betrieb viel Erfahrung mit dem Bauen für den Agrarsektor und den damit einhergehenden Hygieneanforderungen gesammelt. „Dies kommt gelegen, wenn man für einen Betrieb wie Kwetters arbeitet.“ Laut Adrie gibt es auffällige Übereinstimmungen zwischen beiden Betrieben. „Kwetters ist ein nüchterner Betrieb. Kein Tamtam. Wohl aber kurze Wege und das Vermögen, sich schnell an neue Bedingungen anzupassen. Ich habe Piet Kwetters noch erlebt. Bei ihm sah ich dieselbe Mentalität wie bei meinem Vater, der mir dank seiner Lebenserfahrung stets mit praktischem Wissen zur Seite stand und mich vor Übermaß und Risiken warnte. Das hatte Piet meiner Meinung nach auch. Was ich gut finde an Familienbetrieben, ist die offene, flache Struktur. Ein Familienbetrieb kann schneller schalten. Und man vergesse nicht: der eigene Name ist damit verbunden. Geht bei einem börsennotierten Unternehmen etwas schief, fühlt das niemand persönlich. Ich schon.“ Qualität steckt in den Genen Er setzt sich noch einmal zurecht und erklärt: „Qualität ist unsere Stärke. Das klingt banal und ertönt aus aller Munde, doch bei uns ist dies tiefverwurzelt. In erster Linie weil wir Zeichner und Erbauer sind. Wegen dieser Kombination fühlen wir uns besonders verantwortlich. Wir bauen, was wir erdacht haben. Auf der Baustelle will ich also, dass alles stimmt. Wir sind vielleicht nicht die billigsten.

Der Ausschreibungsmarkt ist meist nichts für uns, denn dort geht es nur um den Preis. Wir wollen gute Materialien verarbeiten, darum arbeiten wir vornehmlich im Bauteam, aber sehr wohl mit einem klaren, transparenten Budget. Unsere Auftraggeber können ohne weiteres für bestimmte Posten Angebote anderer Firmen einholen. Manchmal lernen wir davon. Neben der Qualität ist unsere Vielseitigkeit einzigartig. Zeichnen, Bauen, Entwickeln, Aluminium, Holz, eigentlich fehlt nur noch ein Installateur - wer weiß, vielleicht kommt der auch noch.“ Adrie lief schon mit fünf Jahren über Baustellen, demontierte mit zwölf Jahren Verschalungen, erwarb mit achtzehn seine ersten Aktien an den Aluminiumbauern von Entropal, einem der Tochterunternehmen der J.C. van Kessel Gruppe. Ihm war früh klar, dass er bauen und unternehmen wollte. Als er nach der HTS in Tilburg (bautechnische Betriebswissenschaft) seinem Vater Jan enthüllte, noch mehr lernen zu wollen, nämlich Architektur an der TU Delft, da hatte Jan so seine Zweifel: „Ist das wirklich nötig, ich habe alles aufgebaut und war nur auf der Berufsfachschule“, sagte er immer. Doch Adrie wusste seinen Vater zu überzeugen und schloss auch sein Universitätsstudium erfolgreich ab. Bauen und Zeichnen, beides steckt ihm im Blut. ◆ Adrie van Kessel (rechts)

Baufirma J.C. van Kessel ist ein mittelgroßer Erbauer von Luxuswohnungen, Geschäften, Büros, Bürogebäuden und Agrobusiness, für sowohl Neubau als auch Renovierung. Die Firma gehört zur J.C. van Kessel Gruppe. Insgesamt arbeiten hier 75 Leute. Gründer war Jan van Kessel, der die Firma im Jahre 1971 ins Leben rief. Im Jahr 2002 übernahm sein Sohn Adrie die gesamte Gruppe und erweiterte diese zu den heutigen neun Betrieben.

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