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FORUM Magazin für Verantwortliche im Kolpingwerk Diözesanverband Münster

33. Jahrgang • Nr. 192 • Ausgabe Juli 2018

Frauenwallfahrt Seite 19

Verbandsprojekt Seite 24

21 Schwerpunkt:

DIGITALE WELT Den Weg in die Zukunft mitgestalten

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Zu Gast bei Freunden: Uganda Kolping Society

Francis Mayombo hat besonders viel Freude an der Pättkestour mit der Kolpingsfamilie Wessum.

Nach dem Gruppenfoto folgte ein gemütlicher Abend mit der Kolpingsfamilie Werne.

Fred Wakisa, Francis Mayombo, , Bonniface Tukwasiibwe Josephine Okello (v. li.) auf der „Baumelbank “

UGANDA-MAP: DESIGNED BY FLATART / FREEPIK

in Ahaus.

Fred Wakisa testet die Spielgeräte an der OGS der Kolpingsfamilie Osterwick.

Unvergesslic

he Momente mit der Kolpings familie Oelde .

Wiedersehensfreude bei der Kolpingsfamilie Buldern.

Besuchsbericht auf Seite 26


Editorial | Inhaltsverzeichnis

Editorial

Risiken aber auch Chancen

Inhalt

Ein kurzes regelmäßiges Aufblin-

4

DIGITALE WELT

ken, der Hinweis einer neuen Mail. Der Griff zum Handy und schon weiß man bereits am Frühstückstisch was im Büro zu erwarten

Schwerpunkt:

16 Geistliches Wort 18 Zur Sache

ist. Die neue digitale Welt lässt uns immer erreichbar sein. Häufig beobachte ich in Cafés, wie Familien und Paare sich mehr mit ihrem Handy unterhalten, als mit ihrem Gegenüber. Ab und zu mal ein Bild oder ein Video, welches dem anderen gezeigt

19

Verband

28 Kolping-Bildungswerk 31 Kolping-Akademie 32

FERIENLAND SALEM

wird. In der Digitalisierung darf das Menschliche nicht verloren gehen. Dies betrifft die Arbeitswelt genauso

33 Diözesanfachausschuss

wie das Familiäre oder auch das Gesundheitswesen. In

dieser Ausgabe des Kolping-FORUMs wollen wir uns neben den Risiken vor allem den Chancen der neuen

„Arbeit und Soziales“

34 Diözesanfachausschuss

Möglichkeiten für Gesellschaft, Arbeitswelt, Vereine

„Familie und Generationen“

und den Menschen selbst widmen.

35 Kolping-Stiftung

Das Frühjahr war geprägt von großen Veranstaltungen

36 Kolpingjugend

und vielseitigen Themen. Viele haben sicher noch die beeindruckende Atmosphäre vom Katholikentag in guter Erinnerung, an dem auch unsere Freunde aus dem Kolpingwerk Uganda teilgenommen haben. Zudem waren die Mitbestimmung und das Gestalten des Verbandes wie bei den Zukunftsforen und der Diko der

39

Reisen

40

Bezirke, Regionen

44 Impressum

Kolpingjugend große Themen, über die wir berichten. Zugleich nehmen wir in die Zukunft in den Blick, z. B. durch unser Verbandsprojekt „Verband – begegnen. vernetzen. entwickeln.“ Das gesamte Redaktionsteam wünscht Ihnen eine erholsame und sonnige Sommerzeit.

Titelfoto: pixabay.com

Daniel Fissenewert

Rita Kleinschneider

Kolping FORUM Juli 2018

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Leitartikel zum Titelthema

Von der Industrie- zur Digitalgesellschaft Die Gründung des katholischen Gesellenvereins als

ze, aber auch Menschen ohne Berufsausbildung von

Vorgänger des Kolpingwerks Mitte des 19. Jahrhun-

der Digitalisierung negativ betroffen sein. Es entwi-

derts fiel in die Zeit der ersten industriellen Revoluti-

ckeln sich neue Formen von Arbeit. Diese Verände-

on. Diese ging mit einer tiefgreifenden Umgestaltung

rungen erfordern neue Strategien bei sozialen Siche-

der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse, der

rungssystemen, Mitbestimmung, Arbeitsschutz und

Arbeitsbedingungen

und

der Lebensumstände einher. Heute, fast zwei Jahrhunderte später, befinden wir uns erneut in einem grundlegenden

Transfor-

mationsprozess – diesmal von der Industrie- in die Digitalgesellschaft.

Auch

dieses Mal wird sich unsere

„Wir müssen den digitalen Wandel als prioritäres politisches und wirtschaftliches Handlungsfeld betrachten und neue Antworten auf die drängenden Fragen entwickeln:”

Gesellschaft über die Zeit stark wandeln. Das Internet

Datenschutz.

Sozialpart-

nerschaftliche

Lösungen

bleiben dabei von zentraler Bedeutung. Das Bisherige wird sich nicht vollständig überholen, es bedarf jedoch neuer Rahmenbedingungen und grundlegender Definitionen.

So

müssen

etwa der Betriebs- und der Arbeitnehmerbegriff über-

Digitale Strategie 2025 der Bundesregierung

mit seinen vielfältigen Mög-

dacht werden, da auf diesen Grundlagen die sozialen

lichkeiten prägt bereits nachhaltig unser alltägliches

Sicherungssysteme aufbauen. Durch Telearbeit wach-

Leben. Digitale Gesundheitsangebote und autonomes

sen Arbeit und Familienleben wieder stärker zusam-

Fahren werden bald ebenso selbstverständlich sein

men. Das dient der Entwicklung unserer Kinder und

wie heute schon die Nutzung von Apps oder der Ge-

hilft bei der Pflege im Alter.

brauch von Informations- und Einkaufsangeboten im World Wide Web.

In anderen Bereichen macht uns die Digitalisierung das Leben komfortabler. Mobilität beispielsweise wird

4

Von der Digitalisierung sind ganze Wertschöpfungs-

in Zukunft anders gedacht, strukturiert und gelebt

ketten mit ihren Fabriken und Maschinen betroffen.

werden. Der kombinierte Gebrauch von Individual-

Roboter übernehmen schwere Arbeiten, Maschinen

verkehr wird zusammen mit dem Öffentlichen Per-

kommunizieren miteinander und stimmen Produk-

sonennahverkehr zu einer Mobilität führen, die viel

tionsprozesse untereinander ab. Neue digitale Ge-

stärker an den Nutzern ausgerichtet, sicherer, effizi-

schäftsmodelle ermöglichen es gerade kleinen und

enter und umweltfreundlicher ist. Die Digitalisierung

mittleren Unternehmen, dem Handel, dem Handwerk

kommt auch der zukünftigen Energiewelt entgegen.

und den freien Berufen, ihre Aktivitäten mit einer

Sie bietet die Chance einer zunehmend dezentralen,

größeren Reichweite anzubieten. Das sichert und

auf Erneuerbaren Energien basierenden Energie-

schafft Arbeitsplätze. Die Digitalisierung fördert die

versorgung. Das hilft Kosten zu senken und die re-

Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Un-

generativen Energien zu stärken. Private Haushalte

ternehmen und trägt zum gesellschaftlichen Wohl-

verbrauchen nicht nur Strom, sondern erzeugen ihn

stand bei. Die intelligente Vernetzung von Produktion

selbst und speisen ihn in die Stromnetze ein. Durch

und Dienstleistungen führen zu neuen Wertschöp-

die Digitalisierung wird es erst möglich, unterschied-

fungsmustern. Berufe verändern sich, neue Berufe

liche Anlagen sowie Energieströme im Strom-, Wär-

entstehen. Zugleich können traditionelle Arbeitsplät-

me- und Verkehrssektor intelligent zu vernetzen.

Kolping FORUM Juli 2018


Leitartikel zum Titelthema

Damit wir von der Digitalisierung profitieren können,

braucht Vertrauen in die Sicherheit der Daten und in

müssen wir den Bildungsbereich stärken. Gerade dort

die Fähigkeit der Akteure, diese Sicherheit zu gewähr-

gilt es, die Weichen für das Verständnis des digitalen

leisten. Daher müssen wirkungsvolle und nachhaltige

Wandels zu stellen. Zu den Grundfertigkeiten wie Le-

Maßnahmen im Bereich der Informationssicherheit

sen, Schreiben und Rechnen kommen nunmehr auch

die Akzeptanz des Digitalisierungsprozesses unter-

digitale Kompetenzen. Fähigkeiten wie konzeptionel-

stützen. Informationssicherheit ist nicht allein durch

les und kreatives Denken, Kommunikationsfähigkeit,

den bestmöglichen technischen Schutz von IT-Sys-

Prozessverständnis und Abstraktionsfähigkeit ge-

temen und IT-Netzen zu gewährleisten, sondern um-

winnen an Bedeutung. Eine gute, lebensbegleitende

fasst auch die Sensibilisierung der handelnden Perso-

Aus- und Fortbildung ist die Voraussetzung, den He-

nen. Wer nicht verantwortungsvoll mit Daten umgeht

rausforderungen zu begegnen und sie zu gestalten.

oder nicht hinreichend gewarnt und gewappnet ist,

Nordrhein-Westfalen ist hier auf einem guten Weg.

wird gegenüber möglichen Ausspähversuchen durch technische Vorkehrungen allein nicht zu schützen

Bei aller Begeisterung für die neuen Möglichkeiten

sein. Es gilt daher, neben der technischen Absiche-

durch die Digitalisierung dürfen wir einen wichtigen

rung der digitalen Systeme, auch zu informieren und

Gesichtspunkt nicht vergessen: die Sicherheit der Da-

zu sensibilisieren. Ziel muss eine „Digitale Immunität

ten, Netze und Anlagen. Wir müssen die breite Öffent-

gegenüber Cyberangriffen“ sein. Das betrifft nicht

lichkeit für einen sicheren Umgang mit den Informa-

nur die Verwaltungen, sondern auch die Wirtschaft,

tions- und Kommunikationstechniken sensibilisieren

Sozialverbände wie das Kolpingwerk und nicht zu-

und gewinnen, wenn wir die Akzeptanz der Digitali-

letzt jede Bürgerin und jeden Bürger. Hier wird Nord-

sierung stärken wollen. Die jüngsten Angriffe auf den

rhein-Westfalen deshalb einen Schwerpunkt in der

Bundestag und Ministerien oder der fahrlässige Um-

Digitalstrategie für das Land setzen.

gang von Facebook mit Daten machen uns sehr deutlich, dass wir an der Cybersicherheit noch sehr hart

Prof. Dr. Andreas Pinkwart

arbeiten müssen. Informationssicherheit ist eine der

Minister für Wirtschaft, Innovation,

Grundbedingungen, um den Wandel zu einer digitali-

Digitalisierung und Energie

sierten Welt erfolgreich zu gestalten. Die Gesellschaft

des Landes Nordrhein-Westfalen.

Kurzvita Prof. Dr. Andreas Pinkwart wurde am 18. August © MWIDE NRW/E. LICHTENSCHEIDT

1960 in Berg-Seelscheid geboren. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Bankkaufmann studierte er Volks- und Betriebswirtschaftslehre in Münster und Bonn. Nach verschiedenen politischen Stationen – unter anderem als Büroleiter des Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion und als Vorsitzender der NRW-FDP – und Lehrtätigkeiten in Düsseldorf und Bonn, ist er seit 2017 Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Kolping FORUM Juli 2018

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Titelthema

Was ist Digitalisierung? Eine Begriffserklärung Grundsätzlich bezeichnet der Begriff Digitalisierung

digitale Auftritte statt. Auch die Arbeitsabläufe inner-

die Veränderung von Prozessen, Objekten und Ereig-

halb von Unternehmen sind betroffen: Wenn heute

nissen durch eine zunehmende Nutzung digitaler Ge-

von Industrie 4.0 die Rede ist, meint dieser Begriff die

räte. Im engeren Sinne ist damit die Erstellung digita-

zunehmende Autonomisierung, Flexibilisierung und

ler Repräsentationen physischer Objekte, Ereignisse

Individualisierung von Produktionsprozessen. Digitale

oder analoger Medien gemeint. Aber der Begriff ist

Überwachung von Lagerbeständen und Produktions-

vielschichtig: Er umfasst sowohl die digitale Um-

ketten und die Übernahme von Produktionsschritten

wandlung und Darstellung von Informationen und

durch Roboter sind hier nur einige Beispiele.

Kommunikation als auch die digitale Veränderung von Instrumenten und Maschinen.

Häufig wird die digitale Wende auch als „Informationszeitalter“ bezeichnet, weil sich durch die in den

Die digitale Transformationen ist von drei Charakte-

1950ern beginnende Automatisierung und Digitali-

ristika gekennzeichnet: Zunächst von einer IT-Allge-

sierung der Informationstechnologie (IT) sowie die

genwart, also der Durchdringung aller Lebensberei-

Entwicklung von Computernetzwerken vor allem die

che durch Technologie, die Unterstützung anbietet,

Mediennutzung in Privathaushalten und die Gestal-

aber auch Produktionsprozesse verändert. Dann von

tung von Arbeitsplätzen stark gewandelt hat. Der

Vernetzung und Kommunikation, der Schaffung einer

Zugang zu Informationen ist heute deutlich schnel-

weltweiten Öffentlichkeit und dem Aufkommen neu-

ler, einfacher und kostengünstiger möglich. Auch für

er Möglichkeiten zur Koordination von Arbeit. Und

die Arbeitswelt bedeutet das große Veränderungen:

schließlich von einer Flexibilisierung, einer Entgren-

Die reine menschliche Arbeitskraft wird unwichtiger,

zung von Raum und Zeit, die eine schnelle und orts-

hochspezialisierte Arbeitskräfte sind jedoch gefragt

unabhängige Kommunikation ermöglicht.

und können dank digitaler Netzwerke zunehmend flexibler und ortsunabhängiger arbeiten.

Diese Entwicklung betrifft alle Lebensbereiche. Im privaten Bereich laufen sowohl freundschaftliche Ver-

Bei allen positiven Entwicklungen birgt die Digita-

netzung als auch Kommunikation zunehmend digital

lisierung auch Gefahren: Wir leben heute in einem

ab, Einkäufe werden im Internet erledigt, die Kommu-

postfaktischen Zeitalter, in dem es schwierig wird,

nikation mit Unternehmen und Behörden findet über

aus der Flut der digitalen Informationen die objektive Realitäten herauszufiltern. Der Begriff „Fake News“ spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Auch die ständige Veränderung erfordert immer wieder eine Anpassung an neue Technologien. Das kann überfordernd sein bis hin zum „digitalen Burn-Out“. Gleichzeitig besteht die Gefahr, Teile der Bevölkerung „abzuhängen“, weil sie nicht im notwendigen Maße an der digitalen Revolution partizipieren wollen oder können. Hier liegen die Herausforderungen für die weitere Entwicklung. Ludger Klingeberg

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Kolping FORUM Juli 2018


Titelthema

Handwerkliches Können mit digitalen Techniken verbinden Die digitale Wirtschaft prägt immer mehr die Tätig-

wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen

keiten des Handwerks. Um die damit verbundenen

zu gewährleisten. Dafür bedarf es einer Strategie, die

Herausforderungen und Chancen zu erkennen, soll-

nicht nur rechtliche Probleme und Datensicherheit

ten Produkte, Produktion aber auch Kundenbezie-

im Blick hat. Auch müssen Mitarbeiter überzeugt und

hungen des Handwerks näher betrachtet werden.

qualifiziert und die Führungskultur angepasst werden. Stabile Lösungen müssen individuelle Belange

Durch die Digitalisierung werden Produkte und Pro-

berücksichtigen. Das kostet Zeit, Geld und sicherlich

duktion präziser, schneller, individueller, preiswerter

auch Durchhaltevermögen. Auf der anderen Seite

und ressourceneffizienter. Einbau- und Ersatzteile

bietet die Digitalisierung die Chance, handwerkliche

können zeitnah und individuell erstellt werden. Die

Produkte mittels Animation oder plastischen Model-

Materialzuführung kann digital optimiert werden und

len zu visualisieren und damit dem Kunden besser

die Qualitätssicherung zeitnah erfolgen.

darzustellen. Dadurch werden diese deutlich besser vermarktbar.

Für das Handwerk besteht eine Herausforderung darin, dass nun die Industrie Produkte individueller

Fest steht, dass mit der Digitalisierung erhebliche

herstellen und somit in handwerkliche Märkte besser

Marktveränderungen einhergehen und Wertschöp-

eindringen kann. Auf der anderen Seite verliert die

fungsketten verändert werden. Mit der Digitalisierung

Serienfertigung der Industrie an wirtschaftlicher At-

muss sich deshalb jeder Betrieb beschäftigen. Durch

traktivität. Es droht die Gefahr, dass das Handwerk

die Initiative Handwerk Digital der Handwerkskam-

nur noch Erfüllungsgehilfe der digitalen Akteure oder

mer Münster werden Mitgliedsbetriebe dabei mög-

der industriellen Hersteller ist.

lichst breit unterstützt.

Deshalb ist es notwendig, handwerkliches Können,

Thomas Harten

Fachwissen und Kundennähe des Handwerks mit den

Geschäftsführer Handwerkskammer Münster

digitalen Techniken zu verbinden, um zeitgemäße und

Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

Kolping FORUM Juli 2018

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Titelthema

Das Ehrenamt und die Digitalisierung Chance oder Fluch für Kolpingsfamilien?

Die Folgen der Digitalisierung sind auch in unserem

mehr als 31 Millionen Menschen. Dieses Engagement

Verband spürbar: Das Smartphone ist zum ständigen

ändert sich durch die Digitalisierung nicht, wohl aber

Begleiter geworden und verändert unsere Kommu-

die Art und Weise, wie wir als Ehrenamtliche und mit

nikation. Anstelle des persönlichen Kontakts tritt

Ehrenamtlichen kommunizieren.

häufig die virtuelle Unterhaltung, zum Beispiel per WhatsApp. Müssen wir befürchten, dass Vorstands-

Digitale Systeme und Kommunikationskanäle können

sitzungen bald nur noch in der virtuellen Welt statt-

wir gewinnbringend für unsere Arbeit nutzen: Die Pla-

finden und dass sich niemand mehr im echten Leben

nung von Veranstaltungen, die Verwaltung von Da-

engagiert? Oder sollten wir in der Digitalisierung

ten, die Verbreitung von Informationen über eigene

eher eine Chance für unsere Arbeit sehen?

Aktivitäten und Angebote oder auch die Akquise von Spenden für Projekte über Plattformen wie betterpla-

8

Ehrenamtliches Engagement ist ein wesentliches

ce.org wird einfacher und schneller. Vorstände kön-

Standbein des gemeinschaftlichen Zusammenhalts

nen dank Messenger-Diensten wie WhatsApp oder

und trägt maßgeblich zum Funktionieren unserer Ge-

Threema auf kurzen Wegen Absprachen treffen und

sellschaft bei. Immerhin engagieren sich in den rund

dabei auch Menschen einbeziehen, die nicht vor Ort

600.000 Vereinen und Verbänden in Deutschland

an Sitzungen teilnehmen können, weil sie beispiels-

Kolping FORUM Juli 2018


Titelthema

weise beruflich viel unterwegs sind. Digitalisierung

sich dem gesellschaftlichen und technischen Wandel

schafft also Beteiligung!

stellen können und ehrenamtliches Engagement auch in Zukunft gesichert ist. Gleichzeitig ist es auch Auf-

Gleichzeitig kann durch die Nutzung digitaler Hilfsmit-

gabe der Verbände, diese Forderungen in die Politik

tel Zeit für die Verwaltung eingespart und dadurch

hineinzutragen, denn eines ist klar: Ohne digitale Me-

mehr Zeit für Inhalte gewonnen werden. Ein Beispiel

dien werden Verbände und Vereine in Zukunft nicht

ist hier die eVewa-Datenverwaltung, mit der die Mit-

auskommen.

gliederdaten und Mitgliedsbeiträge zeitsparend ver-



Daniel Fissenewert / lk

waltet werden können. Dabei gilt es jedoch, die Frage nach personellen Ressourcen und technischem „Knowhow“ für die Umsetzung solcher digitalen Kommunikations- und Beteili-

Hinweise zum Datenschutz für Kolpingsfamilien

gungswege im Blick zu behalten. Hier ergibt sich aber

Ein wichtiges Thema bei der Nutzung digitaler

auch die Chance, engagierte Menschen zu gewinnen,

Systeme ist immer auch der Datenschutz. Seit

deren Interessen weniger in der Planung von Veran-

dem 25. Mai 2018 sind die europäische Daten-

staltungen oder Diskussionen in Vorstandssitzungen

schutz-Grundverordnung (DS-GVO) sowie das

liegen, sondern im Bereich digitaler Medien. Die Be-

aktualisierte und darauf abgestimmte neue

treuung der Homepage oder der Aufbau einer media-

Bundesdatenschutzgesetz (BDSG a.F) in Kraft.

len Kommunikations- oder Informationsstruktur kann Personen ansprechen, die zuvor nicht als potenzielle

Das Kolpingwerk Deutschland misst dem Da-

Engagierte wahrgenommen wurden.

tenschutz bereits seit langem eine große Bedeutung zu. Alle wichtigen Neuerungen hat

Der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur ist je-

die Bundesebene des Kolpingwerkes auf ihrer

doch mit Kosten verbunden. Hier muss die Politik in

Internetseite für ihre Mitglieder zusammenge-

die Pflicht genommen werden, die Arbeit der Verei-

fasst: www.ourl.de/datenschutz.

ne inhaltlich und finanziell zu unterstützen, damit sie

Gesichter Welche Rolle spielt die Digitalisierung in deinem Alltag? Wie wirkt sie sich aus? Man greift ständig zum Smartphone und das ganz unabhängig davon, ob man gerade im Gespräch mit Freunden oder in der Vorlesung ist. An vielen Stellen wird das nicht mal mehr als unhöflich wahrgenommen. Mails auf dem Smartphone und Push-Up Benachrichtigungen sind erstmal praktisch. Abschalten, zur Ruhe kommen und einfach mal nichts tun wird aber schwerer. Und obwohl sich alle über den Facebook-Daten­ skandal aufregen, haben wahrscheinlich die wenigsten die neuen Bedingungen gelesen, sondern einfach weiter geklickt, schließlich wollte man schnell zu den wirklich wichtigen Informationen. Sarah Holthaus, 23 Jahre, Diözesanleiterin der Kolpingjugend, Kolpingjugend Emsdetten

Kolping FORUM Juli 2018

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Titelthema

Die Digitalisierung bestimmt unseren Alltag Längst hat die Digitalisierung unseren Alltag erfasst. Wir nutzen Technologien, um unser Leben einfacher, komfortabler oder gesünder zu machen – dafür ließen sich unzählige Beispiele anführen. Dass damit immer auch Gefahren verbunden sind, wird manchmal vergessen.

Sensoren überwachen unsere Gesundheit Wearables wie Smartwatches oder Activity Tracker überwachen mittels Sensoren Herzschlag, Puls und Bewegungen, werten diese Daten aus und benachrichtigen uns per Smartphone-App, dass nach zwei Stunden Sitzen am Schreibtisch doch mal etwas Bewegung angesagt wäre. modelle: Unternehmen können ihre aktuellen AngeboEinerseits könnten solche Methoden der Selbstop-

te direkt per Push-Nachricht auf mein Handy schicken

timierung helfen, ein gesünderes Leben zu führen.

– genau dann, wenn ich vor den Regalen stehe.

Anderseits kann das Verfehlen der selbstgesteckten was wir tun und lassen sollen? Müssen wir wirklich

Smart Homes machen das Leben einfacher

abends vom Sofa aufspringen, wenn das Handy sagt,

Intelligente Lautsprecher wie Amazons „Alexa“ lassen

dass am Ende des Tages die angestrebten 10.000

sich nutzen, um das gesamte Haus zu steuern. Zusam-

Schritte zu Fuß noch nicht erreicht sind?

men mit entsprechenden Endgeräten wie Glühbirnen,

Ziele aber auch Stress auslösen. Diktieren die Geräte,

Türklingeln oder Heizungsthermostaten, die sich ins

Apps helfen in jeder Lebenslage

heimische WLAN einbinden lassen, wird das Haus

„Ok Google, nach Hause navigieren“. Ein kurzer

zum „Smart Home“. Per App wird die Heizung hoch-

Sprachbefehl, und schon wird das Smartphone zum

gedreht, das Licht gedimmt oder die Tür geöffnet.

Navigationsgerät – mit dem Vorteil, dass Verkehrsdaten in Echtzeit verfügbar sind. Ist auf meiner Strecke

Ganz ausgereift ist diese Technologie allerdings noch

gerade Stau, und wie lange dauert es dadurch länger

nicht. So gab es jüngt einen Fall, in dem ein Mann in

als gewöhnlich? Gibt es vielleicht eine schnellere Rou-

Berlin per Handy-App seine „intelligenten“ Glühbirnen

te, die mich am Stau vorbeiführt? Das alles wissen

steuern wollte. Seine eigenen Lampen brachte er da-

heutige Navigations-Apps.

mit nicht zum Leuchten, wohl aber die eines anderen Smart Home-Begeisterten irgendwo in den Nieder-

Wie die Apps an diese Daten kommen, muss man sich

landen. Und eine weitere Gefahr bergen intelligente

dabei aber auch bewusst machen: Ich selbst trage mit

Lautsprecher außerdem: Um auf Sprachbefehle re-

der Freigabe meines Standortes und meinem Bewe-

agieren zu können, müssen sie uns ständig zuhören

gungsprofil dazu bei, Apps mit Daten zu füttern. Und

– und wer weiß, was mit den so ständig gesammelten

wenn mein Handy dann auch weiß, in welchem Super-

Daten wirklich passiert.

markt ich gerade bin, eröffnen sich neue Geschäfts-

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Kolping FORUM Juli 2018

Ludger Klingeberg


Titelthema

Gesichter Digitalisierung im Alltag bedeutet für mich, deutlich schneller benachrichtigt werden zu können, sei es per Mail oder einfach per WhatsApp. Dabei ist es für mich persönlich eine angenehme Verbesserung, sich spontan und vor allem unterwegs über Dinge informieren zu können oder noch mal kurz in ein paar Mails schauen zu können. Allerdings ist es fraglich, ob man auch permanent antworten muss oder ob man sich auch mal Zeit nehmen kann, bevor man auf die sechste Mail am Vormittag antwortet. In meinem beruflichen Alltag als Küsterin macht sich die Digitalisierung nicht sonderlich stark bemerkbar, aber man merkt sie auch durch die deutlich verstärkte Verfügbarkeit. Anne Ratert, 50 Jahre, stellvertretende Diözesanvorsitzende, Kolpingsfamilie Rosendahl

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Kolping FORUM Juli 2018

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Titelthema

Digitalisierung in der Bildung Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Bildung und das System Schule? FOTO: BARBARALN VIA FLICKR, CC-BY-SA 2.0

Lehrer dürfen daher in Zukunft nicht in „zwei Welten“ unterrichten. Bildung muss sich von monokausalen und deterministischen Sichtweisen lösen, die in den digitalen Medien ein trojanisches Pferd befürchten.

Welche Gefahren und Hürden gibt es? Im Informationszeitalter hat man das Gefühl, dass Wissen ständig neu ausgehandelt, diskutiert und verändert werden muss – es erscheint so, als ob Wissen praktisch anwendbar sein müsse, und in diesem Sinne den wechselnden situativen und jeweils subjektiv-individuellen Ansprüchen genügen müsse. Der Weg der Wissensproduktion wird unter dem Eindruck der wissensgesellschaftlichen Herausforderungen heute also

Die Erfassung aller Lebensbereiche durch die Digitali-

grundsätzlich von seinem Ende her gedacht. Wissen

sierung ist eine ungemeine, unüberschaubare Heraus-

wird oftmals als Konsens gehandhabt, welcher jeweils

forderung für alle Verantwortlichen des Bildungssys-

neu auszuhandeln ist. Hierdurch entsteht ein gefährli-

tems. Immer schnellere Innovationsschübe erfordern

ches Laien-Expertentum im Netz, welches von Schü-

Anpassungen und Veränderungen. Das Alltagsleben

ler/-innen ohne Medienkompetenz nicht durchschaut

ist mittlerweile umfassend von der Digitalisierung

wird.

geprägt. Das Bildungssystem muss die notwendigen Voraussetzungen dafür schaffen, dass Teilhabe und Mündigkeit für alle Heranwachsenden sowie besonders Chancengleichheit für jedes einzelne Kind ermöglicht werden. Das Internet als Arbeits-, Lern- und Kommunikationsbereich ist ein Bereich, in dem sich und durch den sich ein Teil unseres Lebens ereignet. Das Internet und der Computer sind Lehr- und Lernmittel mit einer bisher nicht gekannten Komplexität, Geschwindigkeit und Anzahl an Möglichkeiten. Die Vielfältigkeit der Internetnutzung und die Einflechtung in den Alltag bedingt, dass das Internet

„Erinnern Sie sich an ihren ersten Gang in die Universitätsbibliothek – das Auffinden einer speziellen Veröffentlichung aus einem bestimmten Jahr war mit Sicherheit keine einfache Aufgabe. Schüler/-innen werden heutzutage jedoch oft ohne Begleitung in die riesigen digitalen Bibliotheken geschickt: die Suchmaschinen.“

nicht lediglich als Medienplattform wahrgenommen

12

wird, sondern technische, soziale und medienbezo-

Die größte Gefahr ist es und wird es also in naher

gene Aspekte in ihrer Verwobenheit gelehrt werden

Zukunft noch sein, dass der reflektierte Aneignungs-

müssen. Medienkompetenz ist ein Teil gesellschaftli-

prozess von digitalen Medien weitestgehend aus dem

cher Handlungsfähigkeit geworden. Lehrerinnen und

Schulraum verbannt ist. Gefahren, die digitale Platt-

Kolping FORUM Juli 2018


Titelthema

formen, Spiele, Chats und Foren bergen, entstammen vor allem der Unmündigkeit ihrer Nutzer und können

Simon

vermieden werden. Schüler/-innen werden der soge-

Jahrgang 1985, ist

Hartmann,

nannten Selbstsozialisation beim Thema Digitalität

Lehrer für Deutsch

überlassen.

und Englisch in Gelsenkirchen. Gemein-

Welche Chancen ergeben sich?

sam mit Dirk Purz

Für alle Lehrer sind kollaborative Dokumente ein Ge-

hat

schenk der digitalen Welt. Dokumente direkt online

„Unterrichten in der

erstellen, korrigieren und dann allen Beteiligten auf

Digitalen Welt“ ver-

Knopfdruck zur Verfügung zu stellen ist ein unge-

öffentlicht.

er

das

Buch

meiner Zeitgewinn. Gleiches gilt für das Erstellen von Arbeitshilfen und anderen Materialien, wie Bildern,

Simon Hartmann,

Sound­dateien und Videos. Schüler/-innen haben Spaß

Dirk Purz

an diesen Arbeitsformen. Sie erhöhen die Motivati-

Unterrichten in der digitalen Welt

on zur Zusammenarbeit, stärken das Gruppenerleben

1. Auflage 2018, 166 Seiten mit

und individuelle Lernprozesse. Dadurch stabilisiert

50 Abbildungen und 2 Tabellen kartoniert

sich die soziale Netzkompetenz, die sich wiederum

ISBN 978-3-525-70246-8

auf den persönlichen Umgang positiv auswirkt.

Vandenhoeck & Ruprecht 20,00 €

Simon Hartmann

Gesichter Digitalisierung ist heute wichtiger als je zuvor. Das gilt auch für Vereine. Die meisten Vereine sind offline in ihrem Ort in einem sozialen Umfeld und in der Kulturlandschaft verankert. Durch Aktionen und Veranstaltungen vor Ort ist der Bekanntheitsgrad fast nie ein Problem. Online dagegen gibt es noch viel Nachholpotenzial. Gerade in dieser schnelllebigen Zeit ist die Online-Präsenz für Mitgliedergewinnung und Nachwuchsförderung besonders wichtig. Printwerbung bleibt wichtig, aber auch ein aktueller und ansprechender Internetauftritt ist von Bedeutung. Die Webseite muss der Kern des „Ganzen“ sein, sie muss gestärkt werden. Mit Unterstützung der sozialen Medien können wir unser Publikum auf unsere Webseite lenken und diese bewerben. Damit haben wir eine eigene Basisstation und zeitgleich eine attraktive Präsenz für die Personen, die wir erreichen möchten. Das Nutzerverhalten der Menschen hat sich stark verändert. Informationen und Termine werden heutzutage von unterwegs über das Smartphone oder Tablet abgerufen. Auch Vereine müssen sich mit der „Digitalisierung“ befassen. Denn, „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Fabian Focke, 33 Jahre, Kolpingsfamilie Billerbeck

Kolping FORUM Juli 2018

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Titelthema

Social Media – eine Herausforderung für Vereine? Frau Meier, Sie sind Social-Media- und Online-Marke-

dort, wo sich seine Zielgruppe in der Freizeit aufhält.

ting-Managerin. Was sind Ihre Hauptaufgaben?

Die Internetnutzung hat in den vergangenen Jahren

Als Social-Media-Managerin unterstütze ich Unter-

zugenommen. Die Onlinestudie von ARD und ZDF be-

nehmen, Verbände und Vereine bei der strategischen

legt, dass sich die Deutschen durchschnittlich zwei-

und

Social-Me-

einhalb Stunden täglich im Netz aufhalten. Bei der Al-

dia-Marketings. Dafür entwickle ich gemeinsam mit

tersgruppe 14 bis 29 Jahre sind es sogar viereinhalb

inhaltlichen

Ausgestaltung

ihres

den Kunden Ideen für Kampagnen. Dabei le-

Stunden.

gen wir Themenschwerpunkte und die Zielgruppe fest. Darauf basierend

Das ist sehr lange. Wann finden

verfasse ich Postings, übernehme

das

die Deutschen dafür die Zeit?

Community

Die Nutzung findet ja nicht

Management, analysiere

am Stück statt. Es ist

den Erfolg und schal-

immer mal wieder der

te

Werbeanzeigen.

Blick auf das Smart-

Als

Online-Marke-

phone. Seitdem wir

ting-Managerin be-

das Internet in der

rate

Kunden

Hosentasche tragen,

bei der Gestaltung

hat sich die Nut-

ihres

zungsdauer

deut-

lich

Hinzu

ich

trittes,

Webaufprüfe

Performance

die der

erhöht.

kommt die erhöhte

Webseite, optimiere

Nutzung von Video-

Texte für Suchmaschi-

und

nen und schalte Werbe-

Audio-Streaming-

diensten wie Netflix und

anzeigen.

Amazon Prime. Auch im Social-Media-Bereich

wir eine hohe mobile Nutzung. In-

Was bedeutet

zwischen kann von 70 bis 80 Prozent

Community Management? Wörtlich ins Deutsche übersetzt heißt es „Ge-

erkennen

ausgegangen werden.

meinschaftsmanagement“ und das trifft es auch sehr passend. Das Community Management agiert als Bin-

Was für Social-Media-Kanäle gibt es

deglied zwischen dem Seitenbetreiber und den Nut-

und welcher ist der beliebteste?

zern. Dazu gehören Tätigkeiten wie die Moderation

Es gibt unglaublich viele Social-Media-Kanäle. Ihre Be-

eines Forums oder die Vergrößerung und Aktivierung

liebt- und Bekanntheit ist von der Region/dem Land,

einer Gemeinschaft. Diese Aufgaben sind vermutlich

dem Alter und den Interessen abhängig. In China läuft

jedem Vereinsmitglied aus dem wahren, dem Off-

ohne WeChat nichts. Es ist dort eine Allzweck-App,

line-Leben bekannt.

die hiesige Dienste wie PayPal, WhatsApp und Facebook vereint. Die bekanntesten Kanäle in Deutsch-

14

Wie kann Social Media dazu beitragen,

land sind WhatsApp, Facebook, Twitter, Instagram,

die Gemeinschaft meines Vereins zu vergrößern?

Pinterest, Snapchat und die Businessnetzwerke Xing

Mit einem eigenen Social-Media-Kanal ist man genau

und LinkedIn.

Kolping FORUM Juli 2018


Titelthema

Welcher Kanal eignet sich

Welche Tipps haben Sie für

besonders gut für einen Verein?

den Aufbau eines Social-Media-Kanals?

Das ist ganz abhängig von dem jeweiligen Verein, sei-

1. Zunächst sollte eine Strategie festgelegt und rele-

ner Zielsetzung und der Zielgruppe. Ein Verein der

vante Entscheidungen getroffen werden. Dazu ge-

z.B. viel fotografiert, sollte ein Bild-Netzwerk wie In-

hören Inhalte wie: Themenabgrenzung, Ansprache

stagram auswählen. Ein Do It Yourself-Verein ist ver-

der Nutzer, Wording, Budget, Verantwortlichkeiten.

mutlich auf Pinterest gut aufgehoben. Für Vereine,

2. Keinen Frühstart einlegen. Bauen Sie in Ruhe den

die eine junge Zielgruppe ansprechen, könnten Snap-

Kanal auf und pflegen Sie alle Inhalte ein, inklusive

chat oder Instagram sinnvoll sein. Aber eine wirklich

einiger Start-Veröffentlichungen. So sieht der Ac-

allgemeingültige Aussage ist nicht möglich.

count vollständig aus, sobald Sie online gehen. 3. Testen, Testen, Testen! Finden Sie raus, welche The-

Und was ist mit Facebook?

men Ihre Nutzer interessieren und greifen Sie diese

Facebook ist aktuell die reichweitenstärkste Social

auf. Passen Sie gegebenenfalls Ihre Strategie an.

Media-Plattform und für die meisten der geeignets-

4. Vernetzen Sie sich! Gewinnen Sie neue Leser hinzu

te Kanal. Kürzlich wurden die Nutzerzahlen für Ap-

und verbinden Sie sich mit anderen Partnern, Ver-

ril 2018 vorgestellt und demnach wächst Facebook

einen und Institutionen.

weiter. Mit aktuell 2,2 Milliarden aktiven Nutzern er-

Seitdem ich mich mit dem Bereich Social-Media-Ma-

reicht das Netzwerk mehr Personen, als Europa und

nagement beschäftige, habe ich viele gute Tipps er-

China Einwohner haben.

halten. Darunter zwei, die ich gerne weitergeben möchte: 1. Veröffentliche nur Dinge, die du auch in 3 Meter

Welchen besonderen Vorteil bietet Facebook einem Verein?

großen Buchstaben an eine Hauswand pinseln wür-

Besonders schön für den direkten Austausch ist der

dest.

Aufbau von Gruppen über eine Facebook-Seite. Diese können privat z.B. als interner Mitgliederbereich

2. Veröffentlich nur dann etwas, wenn du auch was zu sagen hast.

oder öffentlich als breites Austauschforum für diverse Themen aufgebaut sein. Das kann jeder Verein ganz individuell nutzen. Außerdem eignet sich

Vera

der Kanal gut, um die eigenen Themen zu kommu-

Vereine

nizieren, Einblicke zu

GBH Druck und und Medien & Co. KG geben ein GmbH Netzwerk

zu

bilden.

Meier

unterstützt

und

Unterneh-

men beim strategischen

GBH

und inhaltlichen Aufbau

von Social Media-PräsenFinancial Services GmbH Welche Risiken sind mit der Nutzung

zen. Gerne berät sie auch

von Social Media verbunden?

Event und Messebau Kolpingsfamilien bei ih-

Ein Social-Media-Kanal ist schnell aufgebaut. Ein paar

ren Vorhaben.

DDS

Klicks, Bild dazu, Impressum nicht vergessen, … fertig!

GmbH

ESHA Drukwerk

Druck u. Medien GmbH Aber so einfach ist es leider nicht. Wer dauerhaft er-

Gutenberghaus Druck & Medien GmbH & Co. KG Kontakt: web-kon Internetagentur

folgreich einen Social-Media-Kanal betreiben möch-

v.meier@gutenberghaus.de

te, der sollte eine klare Strategie haben. GmbH & Co. Medien KG Außerdem

Tel. 02563/929-158 FFF Holding GmbH & Co. KG

Möllers Druck

TLC Fotostudio

muss sichergestellt werden, dass der Kanal regelmäßig neue Inhalte bekommt und jemand das Community-Management

Hötzel, RFSIn & Partner GmbH übernimmt. einem gut

geführten

web-kon Internetagentur

CMS, Sudhaus & Partner Unternehmensberatung GmbH

Account steckt viel Arbeit. Software, Consulting

Rechtsverlag Hötzel, RFS & Partner GmbH

Kolping FORUM Juli 2018

15


Titelthema

Digital first! Man muss ja mit der Zeit gehen – alles ist vernetzt –

Tempo, mit dem wir uns dem rasanten technischen

PC, Tablet, Smartphone, etc. – wer nicht dabei ist, ist

Fortschritt anpassen, etwas gemächlicher werden

nicht drin, er ist out – außen vor! Digital first ist die

würde? Was wäre denn, wenn wir uns mal behaupten

Devise – und scheinbar das Maß aller Dinge!

würden als Wesen aus Fleisch und Blut und Sorgen und Hoffnungen? Was wäre denn, wenn wir der sich

Keine Frage – ich schätze die Errungenschaften dieser

überschlagenden Softwareentwicklung auch mal eine

Technik, weil es vieles einfacher und schneller macht!

Absage erteilten, ohne Angst, nicht mehr mithalten zu

Und doch muss und darf man ab und an auch mal zum

können?

„Bedenkenträger“ werden! Ich wünschte mir schon, dass im Lande und auf der Und man muss kein Ewiggestriger sein, um ab und zu

Welt – ganz egal wo – ein bisschen aufgepasst wird.

genauer hinzuschauen, was bei all dem gesteigerten

Dass jeder Forderung nach Digitalisierung – ob in Un-

Tempo zustande gekommen ist. Man muss kein ner-

ternehmen oder im Privaten – mit einer Frage begeg-

vöser Miesepeter sein, um dann manchmal die Hän-

net würde, nämlich: "Welche Digitalisierung wollen

de von der Tastatur zu nehmen, um sie vors Gesicht

wir?" Vielleicht sollte man wirklich mit einem gewis-

zu schlagen. Ich möchte gerne diese Medien nutzen,

sen Maß an die Sache gehen – und immer sollte auch

aber ich möchte nicht, dass ich von ihnen beherrscht

der Mensch in der Mitte stehen: Was braucht er – und

werde, dass ohne sie gar nichts mehr geht – dass ich

– was tut ihm gut? (Und: was braucht er auch nicht

vielleicht sogar abgehängt werde! Ich mag es, Kurz-

und was ist schädlich für ihn!) Wahrscheinlich stehe

nachrichten zu schicken oder mal eben bei WhatsApp

ich mit solchen Gedanken da wie ein einzelner Mensch

Nachrichten loszuwerden – aber ich mag es ebenso

mit nicht genügend Kraft gegen eine Masse von Wind-

und noch lieber, wenn ich mich mit einem Menschen,

mühlen, die mir gehörig um die Ohren blasen…

der vor mir sitzt, unterhalten kann – dann sehe ich nicht nur Buchstaben und Smileys, sondern sehe den

Aber so ist das eben manchmal in unserem Leben

ganzen Menschen mit seiner Stimme, seiner Mimik

auch! Da darf man einfach mal stehen bleiben, sich

und Gestik, seinen Gefühlen – und ich erlebe ihn dann

die Dinge in Ruhe anschauen und den gesunden Men-

vielfältiger!

schenverstand sprechen lassen, was denn wirklich das Maß aller Dinge ist. Und als Christen können wir

Und ich nehme sehr wohl wahr, dass sich die Ent-

das doch! Warum eigentlich nicht?

wicklung der Digitalisierung in einem rasanten Tem-

16

po bewegt … für vieles gut – aber für alles nötig und

Franz Westerkamp

möglich? Aber was wäre denn eigentlich, wenn das

Diözesanpräses

Kolping FORUM Juli 2018


Titelthema

Was würde Adolph Kolping zum Thema Digitalisierung sagen? Diese Frage lässt sich kaum in einem kurzen Statem-

Aber es gibt auch positive Beispiele der Mobilisierung.

ent beantworten. In vielen Foren im Kolpingwerk set-

Wir erfahren unmittelbar von Ereignissen und Natur-

zen wir uns mit dem Thema auseinander. Wir reden

katastrophen, wir können sehr schnell Hilfe organi-

nicht mehr von Automatisierung in der Arbeitswelt,

sieren, Spendenaufrufe umsetzen. Wer Zugang zum

sondern von immer schnelleren Netzen, von immer größeren Datenmengen, ja von der „Digitalisierung der Dinge“. In ersten Firmen im Ausland bekommen Mitarbeiter einen Chip implantiert, der Zugangsberechtigungen und Arbeitszeiterfassung ermöglicht. Grenzen sind nicht mehr

Netz hat, kann sich selbst

„Wenn technologischer Fortschritt der Motor unserer Gesellschaft ist, sollten wir für eine kluge, kompetente und langfristig orientierte Gestaltung unserer digitalen Zukunft sorgen.”

erkennbar, „neuronale Netze“ analog einem menschlichen

informieren und ist nicht auf gesteuerte Medien angewiesen, denn mit der Pressefreiheit ist es auch in Europa nicht überall zum Besten bestellt. Wo immer Politik die Meinung bestimmen will, wird das Internet mitunter einfach abgeschaltet. Wir können uns vernetzen, wir sehen wie gut

Digitale Strategie 2025 der Bundesregierung

Gehirns scheinen die Zukunft.

die Bilder vom Katholikentag und die bewegende Rede des

Nicht ohne Grund werden Datenschützer aufmerk-

Bundespräsidenten ihren Weg „digital“ zu den Men-

sam, die letzten Datenskandale um Facebook tun ihr

schen finden konnten. Auch den Generalrat des Kol-

übriges. Müssen Firmen wirklich gezielt wissen, wo

pingwerkes im Jahr 2017 in Peru konnten wir sozusa-

ich bin, nur weil ich im Urlaub mit dem Handy eine

gen „live“ erleben.

Sehenswürdigkeit fotografiert habe, um mir Werbung für Restaurants in der Nähe zu senden? Wie viel gebe

Nicht zuletzt ermöglicht die Digitalisierung auch Än-

ich von meiner Familie preis, wenn ich eine Rabatt-

derungen in der Bildung, Lehrende erreichen ihre

karte an der Kasse vorzeige?

Schülerinnen und Schüler über das Netz, Unterrichtsmaterial steht online statt in Bibliotheken, Austausch

Wie kann meine Einstellung beeinflusst werden, wenn

untereinander und weltweit kann in Videokonferen-

mir vor wichtigen Wahlen bestimmte meinungssteu-

zen erfolgen. Ich glaube, Adolph Kolping hätte als Pu-

ernde „Posts“ von interessierten Parteien, auch ge-

blizist die Möglichkeiten der digitalen Welt genutzt um

steuert von sogenannten „Bots“, nur auf der Basis be-

für seine Ideen zu werben und die Verbindung der Ge-

stimmter Algorithmen zugespielt werden?

sellenvereine zu fördern, so wie er es in seinen Schriften und Briefen getan hat. Aber er hätte auch gewarnt

Wie einfach ist es, schnell in der digitalen Welt mit

vor den Gefahren. „Es wird darauf ankommen, dass

gezielten Falschinformationen eine andere Person

Christentum dem Geiste und der Praxis nach ins wirk-

„fertig zu machen“ oder Menschenmassen zu mobi-

liche gesellschaftliche Leben hineinzutragen.“ (Adolph

lisieren? Die Presse berichtet gerade ausführlich von

Kolping, 1855)

solchen Vorgängen, Politiker treten aus Angst um ihre Familien von ihren Ämtern zurück, weil sie „digital bedroht“ werden.

Harold Ries Diözesanvorsitzender

Kolping FORUM Juli 2018

17


Zur Sache

Gesellschaft zukunftssicher gestalten Familie, Beruf und Freizeit gehören selbstverständlich

gen, dann müssen sie auch im digitalen Umgang mit-

zu unserer Lebenswelt dazu. In den letzten Jahrzehn-

einander weiterhin gültig bleiben. Unser christliches

ten ist aber eine weitere Lebenswelt hinzugekommen,

Menschenbild stellt die Würde des Menschen in den

die digitale. Unser Leben ist geprägt von tatsächlichen

Mittelpunkt. Personalität, Subsidiarität und Solidari-

und virtuellen Lebenswelten. Die digitalen Wirklich-

tät sind Grundprinzipien der katholischen Soziallehre.

keiten prägen unser Leben zunehmend, online und

Wenn die Digitalisierung unser Leben immer stärker

offline entscheiden über viele Dinge in unserem Le-

durchdringt, müssen wir uns befähigen, in dieser di-

ben und sie tragen zu einer Beschleunigung bei. Diese

gitalen Welt unseren Prinzipien weiterhin treu blei-

Beschleunigung fast aller Lebensabläufe verändert

ben zu können. Nicht nur junge Menschen brauchen

aber auch mich. Ich verändere meine Kommunikation,

Unterstützung, sich mit der Nutzung von Medien und

z. B. durch WhatsApp und SMS. Das Smartphone wird

Informationen auseinanderzusetzen, sie frei und kre-

nicht mehr in erster Linie zum Telefonieren genutzt.

ativ zu gestalten, selbst und eigenverantwortlich mit

Die Beschleunigung von Kommunikation und Informa-

Inhalten umzugehen und sich sicher im digitalen Raum

tion verändert aber nicht nur mein privates Umfeld,

zu bewegen. Alle Menschen müssen das lernen!

sie verändert auch Politik und Wirtschaft. Wichtig ist aber auch, dass alle Menschen Zugang zu Wenn uns die ethischen und sozialen Rahmenbedin-

den digitalen Möglichkeiten erhalten. Datenschutz

gungen wichtig sind, die unser Zusammenleben prä-

bekommt eine ganz neue Dimension, weil Sparsamkeit und Vermeidung von Daten kaum noch eine Rolle spielen. Gravierende Auswirkungen wird die Digitalisierung aber auf die Gestaltung der Berufswelt der Zukunft haben. Stärker automatisiertes, räumlich und zeitlich flexibles Arbeiten und viele neue Berufsbilder werden unseren Alltag prägen. Das führt auch zu Ängsten. Wird es meinen Arbeitsplatz auch in Zukunft noch geben? Kann ich mich ganz persönlich den Herausforderungen stellen? Wie gestaltet sich zukünftig meine Arbeitszeit? Muss ich ständig verfügbar sein? Viele Fragen und große Veränderungen kündigen sich an. Die Gemeinwohl-Orientierung muss weiterhin im Mittelpunkt stehen, wenn wir zukunftssicher unsere Gesellschaft gestalten wollen. Digitalisierung wird unsere gesamte Gesellschaft umgestalten, betrifft alle Lebensbereiche und damit auch unseren Verband. Treu Kolping! Uwe Slüter Diözesangeschäftsführer

18

Kolping FORUM Juli 2018


Verband

„Kopfkino“ auf dem Annaberg Kolping Diözesanfrauenwallfahrt greift Motto des Katholikentages auf 14 Tage nach dem Katholikentag in Münster machten sich die Kolping-Frauen aus dem Diözesanverband Münster abermals auf, um den Frieden zu suchen. Nun aber nach Haltern am See und mit dem besonderen Blick auf die Gottesmutter unter dem Thema „Wir suchen mit Maria den Frieden“. Seit mittlerweile 35 Jahren ist dieser Wallfahrtsnachmittag für Viele ein fester Termin, diesmal für 300 Frauen und 20 Männer aus dem Bistum Münster. Die Frauenwallfahrt ist seit 35 Jahren ein gern genutzter Termin zum gemeinsa-

Nach dem festlichen Einzug der 20

FOTOS: REBECCA REDIGER

men Beten und Treffen.

Kolping-Banner stellte sich Diözesanseelsorgerin Alexandra Damhus

drei Neuerungen. Sich in Bibelzitate

Kragen geplatzt!“ Und mit einem

vor. Seit Oktober 2017 hat sie das

hinein versetzen und in einen Dia-

lauten Knall zerplatzten Luftballo-

Amt von Ursula Hüllen übernom-

log treten, bei diesem „Kopfkino“

ne als Synonym der guten Vorsätze.

men und erstmals, aber mit dem

machten einige Frauen gern mit und

Diözesanpräses Franz Westerkamp

bewährten Team, diese Wallfahrt

äußerten ihre Gedanken. In medit-

zelebrierte den Gottesdienst und

vorbereitet. Mit dem positiv aufge-

ativen Texten machte man sich Ge-

kündigte eine Pilgerreise nach Isra-

nommenen Hinweis, dass diesmal

danken zum Frieden…wohl wissend,

el in den Herbstferien 2019 an. Mit

die Messhefte kostenlos ausgege-

dass dieser selbst im eigenen Le-

der Kollekte von 650 Euro für die

ben würden, der Aufstellung eines

bensumfeld oftmals nicht ganz so

Aktion „Hoffnungsschimmer“ aus

Getränkewagens dank Küster Marko

einfach ist, wurde in fünf Kyrie-Ru-

Senden werden Christen im Irak un-

Weibels und den Messdienern sowie

fen bei der Abschlussmesse ehrlich

terstützt.

dem Experiment eines „Bibliologs“

zugegeben „Wir hatten uns vorge-



während der Messe gab es gleich

nommen…. Doch wie oft ist uns der

Rita Kleinschneider

GEMA: Meldepflicht für Veranstaltungen Die Melde- und Vergütungspflicht

(VDD) mit der GEMA rückwirkend

denen urheberrechtlich relevante

von Veranstaltungen an die Ver-

zum 01. Jan. 2018 einen neuen Ge-

Musik aufgeführt werden soll, ein

wertungsgesellschaft

bei

samtvertrag abgeschlossen, dieser

Meldeverfahren erfolgen. (DF)

Nutzung von Musikwerken muss

trifft jedoch nicht auf Kolpingsfa-

von Kolpingsfamilien weiterhin be-

milien zu.

achtet werden. Zwar hat der Ver-

Weiterhin muss vor der Durch-

Infos und Merkblätter unter

band der Diözesen Deutschlands

führung von Veranstaltungen, bei

Kurzlink http://ourl.de/a6182

GEMA

Kolping FORUM Juli 2018

19


Verband

Kolpingwerk präsentiert sich auf dem Katholikentag Doppelt so groß wie vor zwei Jah-

und das Kolpingwerk International

mer (Geschäftsführer F ­ ERIENLAND

ren in Leipzig war der Stand des

stellten sich in Münster vor. Und

SALEM) die Wichtigkeit der Fami-

Kolpingwerkes Deutschland auf der

viele Prominente, u. a. Weihbischof

lienerholung.

Kirchenmeile vor dem Schloss beim

Lohmann,

finanziell

Katholikentag in Münster. Dennoch

nister Jens Spahn (Ahaus), dessen

ermöglicht werden und verwies

wurde es zwischenzeitlich eng. So

Amtsvorgänger

Gröhe

auf den Beitrag des Diözesanver-

viele Angebote wie auch Besucher

und SPD Vorsitzende Andrea Nah-

bandes durch den Stiftungsbereich

gab es selten. Die Tatico GmbH prä-

les, machten auf ihrem Bummel

„Familien helfen Familien“ der Kol-

sentierte sich und ihre Kolping-Kaf-

über den Katholikentag auch Station

ping Stiftung Münster. Auch konnte

fees in neuem Look und lud zum

bei Kolping. In einer Talkrunde mit

Diözesangeschäftsführer Uwe Slü-

Kaffeeklatsch mit WDR-Moderato-

Elisabeth Winkelmeier-Becker (MdB

ter der Bundesministerin für Bil-

rin und Kolpingschwester Yvonne

für den Rhein-Sieg-Kreis) und Dr.

dung und Forschung, Anja Karliczek

Willicks. Die Bildungseinrichtungen,

Alexander Herb (Verband der Kol-

(Tecklenburg), im Kolpingzelt zum

die

pinghäuser) betonte Benedikt Voll-

neuen Amt gratulieren. Wie Jens

Jugendgemeinschaftsdienste

BundesgesundheitsmiHermann

Diese

müsse

schwächeren

auch

Familien

Spahn gehört sie der Kolpingsfamilie Rheine-Emstor an. Anja Karliczek hatte im Sommer 2017 noch in Nottuln das Modellprojekt „Respekt – Mach dein Ding“ des Kolping-Bildungswerkes Münster in Nottuln besucht. „Gerne würde ich häufiger Termine bei Kolping wahrnehmen, wenn es meine Zeit nur zuließe.“ Im Zelt des Kolpingwerkes auf der Kirchenmeile am Schlossplatz.

20

Kolping FORUM Juli 2018



Daniel Fissenewert / rk


Ausführliche Berichte und Fotos auf der

Verband

Homepage des Bundesverbandes, Kurzlink http://ourl.de/11ff2

Kochen und diskutieren mit Ministerin Julia Klöckner „Noch etwas zu lasch!“, findet Julia

tet“ wurde bei der Veranstaltung

Klöckner, Bundesministerin für Er-

des Kolpingwerkes auf dem Katholi-

nährung und Landwirtschaft, als sie

kentag munter zwischen Abschme-

ihren Kräuterdipp für die Käsetaler

cken und Zubereitung weiterer Fin-

abschmeckt. Zusammen mit Hobby­

gerfoods geredet und diskutiert.

koch

Zwischen Schnippeln, Abschmecken

Ralf

Steindorf

(Rosendahl),

Osnabrücks Weihbischof Johannes

und

Wübbe, Edith Thier (Haus der Familie)

erzählten alle Kochakteure von ih-

und Uwe Slüter (Kolpingwerk Müns-

rer beruflichen Arbeit und beant-

ter) schwangen die Vier im „Haus der

worteten auch gern die Fragen aus

Familie“ in Münster für etwa 30 Teil-

dem Publikum, die von Daniel Fis-

„Probieren geht über Studieren“: Diese

nehmende die Kochlöffel.

senewert moderiert wurden. 

Lebensweisheit praktizierten „Ernäh-

Probierhäppchen



kredenzen

DF / RK

Unter dem Thema „Friede, Freude,

rungs-Ministerin“ Julia Klöckner und Osnabrücks

Weihbischof

Johannes

Wübbe beim lockeren Kochnachmittag

Eierkuchen – wenn der Glaube Frie-

Bericht und Fotos unter Kurzlink

des Diözesanverbandes Münster.

den stiftet und Gesellschaft gestal-

http://ourl.de/6d827



FOTO: NORBERT FALTIN

Kein Friede ohne Gott! Ein begeisternder Gottesdienst un-

aus Münster führte Kolpinger aus

ter Begleitung der effata[!]-Band

dem gesamten Bundesgebiet und

International in der St. Erpho-Kirche zusammen. Bundespräses Josef Holtkotte zelebrierte die Eucharistiefeier unter dem Kolping-Zitat „…ohne Gott kein Friede und kein Glück!“ Dieser guten Tradition schloss sich nach dem Gottesdienst eine weitere an, die ebenfalls gut und gerne angenommen wurde: In der Abendsonne trafen sich alle auf dem Kirchplatz zum Kolpingabend. 

(rk) Die Predigt sowie das Friedens-

Zentraler Gottesdienst mit Bundespräses Josef Holtkotte. 

FOTO: BRITTA SPAHLHOLZ

gebet des Bundespräses unter Kurzlink http://ourl.de/11ff2

Kolping FORUM Juli 2018

21


Verband

Bei Kolping kann man ordentlich was lernen!

Bildung bei Ko

lping

Anregungen und Methoden

Bildungskampagne Seine Sache gut machen, etwas

lien haben sich mit ihrem Beschluss

riat bietet Vorständen und Interes-

Sinnvolles tun, sich weiterentwi-

beim

sierten Ideen und Moderatoren für

ckeln, sich seine Meinung bilden,

2016 vorgenommen, sich dafür ein-

merken, dass man Einfluss hat,

zusetzen, dass Menschen es schät-

sich Wissen und Fähigkeiten an-

zen, in ihren Kolpingsfamilien auf

eignen, sich nicht langweilen, sich

solche Art etwas zu lernen.

Diözesanhauptausschuss

sicher und gut aufgehoben fühlen,

Veranstaltungen vor Ort.

Allen Kolpingsfamilien wurde die Broschüre „Bildung bei Kolping“

mitgestalten…Dafür sind wir eine

Wie geht das konkret?

mit Anregungen und Methoden

Bildung- und Aktionsgemeinschaft,

Bei welchen Angeboten und Akti-

zugeschickt. Anforderungen von

wie Adolph Kolping sie vorgelebt

vitäten gelingt das? Wie könnte es

weiteren Heften oder Moderato-

hat. Und obendrein macht Bildung

besser gehen? Welche Rolle spielt

ren im Verband­sekretariat:

bei Kolping Spaß! Die Delegierten

Bildung überhaupt in eurer Kol-

Tel.: 02541 - 803-413,

aus den Bezirken und Kolpingsfami-

pingsfamilie? Das Verbandssekreta-

verband@kolping-ms.de

Kolping-Bildungswerk Diözesanverband

Münster GmbH

Neue Ausgabe

ld

werk

Die Praxispäckchen mit über 100 Ideen für Veranstaltun-

ale Verantwortung, Erlebnispädagogik sind in der 7. Ausgabe

7. Ausgabe neu erschienen.

gen vor Ort zu Themen aus den Bereichen Jugend, Familie, Verband und Adolph Kolping, Glaube und

Online unter Kurzlink http://ourl.de/ae061 oder

Religion, Politik, Medien, Alltagsfragen, Beruf und

erhältlich bei Anni Borgert, Tel.: 02541 – 803-

Handwerk, Internationalität, Nachhaltigkeit, sozi-

413, borgert@kolping-ms.de

Kolpingsfamilien nutzen Bildungs-Gutscheine

22

Schon 20 Kolpingsfamilien haben

schung der Straßenverkehrsregeln.

scheine möglich. Auch kreative An-

ihre Chance genutzt und einen Gut-

Alle Aktivitäten werden mit einem

gebote, z. B. Führung durch einen

schein für ein Bildungsangebot vor

kurzen Bericht auf der Homepage

Förster in einer biologischen Stati-

Ort beantragt. Damit sind Zusagen

veröffentlicht (Kurzlink http://ourl.

on oder Teamübungen im Niedrig-

für die Hälfte des Budgets gegeben

de/3bb09). Bei der Diözesanver-

seilgarten sind förderfähig.

(Stand Anfang Juni). Bei den ersten

sammlung 2017 wurde diese be-

Bis zum 15. Dezember ist - solan-

Veranstaltungen reichten die An-

sondere Aktion im Rahmen der Bil-

ge das Budget reicht - eine Bewer-

gebote von Farb- und Stilberatung

dungskampagne vorgestellt, bei der

bung möglich!

über die Auseinandersetzung mit

jede Kolpingsfamilie 100 Euro für

der Katholischen Soziallehre, einer

die Honorarkosten von Bildungsan-

Formlose Anträge an: Carolin

Veranstaltung über Schlaganfall und

gebote(n) vor Ort bekommen kann.

Olbrich, olbrich@kolping-ms.de

Herzinfarkt bis hin zu einer Auffri-

Bei Kooperationen sind Kombi-Gut-

oder per Post.

Kolping FORUM Juli 2018


Verband

Meine Berufung zur ehrenamtlichen Richterin Das Kolpingwerk stellt ehrenamtliche

beitgeber- bzw. Arbeitnehmerseite

Richter/-innen und dies ist eine von

teil. Die Verhandlungen sind immer

vielen Möglichkeiten, sich bei Kol-

gut von den Juristen vorbereitet. Es

ping zu engagieren. Vorgeschlagen

gibt keine fachlichen Voraussetzun-

wird man von der Arbeitsgemein-

gen für dieses Ehrenamt, jedoch ist

schaft Christlicher Arbeitnehmer-Or-

es von Vorteil wenn man schon mal

ganisationen in Nordrhein-Westfa-

mit dem Arbeits- bzw. Sozialrecht

len (ACA). Seit 2012 bin ich für diese

Elisabeth Spielmann ist Mitglied der

zu tun hatte. Es ist eine sehr inte-

Aufgabe als ehrenamtliche Richterin

Kolpingsfamilie Emsdetten.

ressante und verantwortungsvolle Aufgabe und ein Ehrenamt, das man

beim Arbeitsgericht Rheine vereidigt. Die Berufung erfolgt für fünf

Weihnachtsgeldes,

Einstufung

in

Jahre und kann verlängert werden.

Vergütungs- oder Leistungsgruppen

Der Zeitaufwand beträgt ca. einen

der jeweiligen Branchen, Abmah-

Tag im Quartal, verhandelt werden

nungen, privater Mailversand wäh-

dann drei bis fünf Fälle aus dem

rend der Arbeitszeit, Beurteilungen

Ansprechpartner für Interessen-

Arbeitsrecht z. B. Kündigungsver-

usw. An den Verhandlungen nehmen

ten ist Verbandsreferent Josef

fahren, Abfindungen, Arbeitsplatz-

neben dem Kläger bzw. Angeklagten

Vortmann, Tel.: 02541 – 803-452,

versetzung, Höhe des Urlaubs- oder

ein Richter und ein Vertreter der Ar-

vortmann@kolping-ms.de

mit Freude tun kann. 

Elisabeth Spielmann / RK

Mit Blick nach vorne: Jubiläumsjahr 2019 Der Katholikentag in Münster war

en was Kolping ausmacht und wofür

Aktion „Bildungs-Rahmen“ in Vor-

ein großes Kolpingerlebnis. Mit dem

Kolping steht. Egal ob 160 Minuten

bereitung. Lasst Euch überraschen!

Jugendevent „Sternenklar“ steht im

singen oder erzählen im Kindergar-

Nach den 20 Regionalforen um den

Herbst noch ein weiteres „Highlight“

ten oder Seniorenheim. 160 Stun-

Zukunftsprozess „Kolping Upgrade

der Kolpingjugend an. Auch im Jahr

den bauen und renovieren oder 160

– Unser Weg in die Zukunft“ könnt

2019 soll gefeiert werden: Das Kol-

Blumen pflanzen. Eine Mitmachak-

Ihr Euch weiterhin anhand der Ar-

pingwerk

Diözesanverband

beitshilfe mit dem Thema vor

Münster wird 160 Jahre und

Ort beschäftigen. Gerne stellen

will mit besonderen Veranstal-

wir Euch einen Referenten z. B.

tungen den Weg zum Kolping-

für einen Vorstandsabend zur

tag 2023 fortsetzen. Neben

Verfügung. Vom 30. – 31. März

einem Sommerfest und einer

2019 findet dann das bundes-

Pilgerfahrt nach Köln gibt es

weite Zukunftsforum in Fulda statt. Zu allen Veranstaltungen

neun regionale politische Veranstaltungen. Auch sollen die 160

tion die zeigt, dass Kolping im Ort

im Jubiläumsjahr sind alle Kolping-

Jahre mit unseren Kolpingsfamilien

aktiv ist und sich einsetzt. Solltet ihr

mitglieder herzlich eingeladen. Wir

gefeiert werden. Unter dem Motto

schon Ideen haben, nehmt sie direkt

bitten schon jetzt um Beachtung bei

„160mal X – mitmachen, mitmischen,

für eure Planungen im nächsten Jahr

den Planungen für 2019.

miteinander“ zeigen Kolpingsfamili-

mit auf. Zudem ist 2019 noch die



Daniel Fissenewert

Kolping FORUM Juli 2018

23


Verband

Nicht nur zu Besuch! Austausch und kennenlernen stehen im Vordergrund Sich gegenseitig zu kennen, der gute

Zugleich haben wir aber auch ein

Daniel Fissenewert, der in seiner

Kontakt untereinander und der re-

Ohr für die Probleme und Aufgaben,

Zeit in Osnabrück ein ähnliches Pro-

gelmäßige Austausch sind wichtige

die vor uns liegen“.

jekt mit durchgeführt hat. „Schon

Grundlagen im Verbandsleben. Mit

damals konnte ich viele tolle Ge-

dem Beschluss „Verband – begeg-

Mitglieder aus dem Diözesanvor-

spräche führen und Kontakte knüp-

nen.

hat

stand werden nach und nach Kontakt

fen. Es ist begeisternd wie Kolpings­

die Diözesanversammlung den Di-

zu den Vorsitzenden und Ansprech-

familien Ideen und Themen aus ihrer

özesanvorstand damit beauftragt,

personen der Kolpingsfamilien auf-

Gemeinde aufgreifen und so immer

diese Grundlagen zu intensivieren.

nehmen. Natürlich können nicht alle

neue Impulse setzen.“ Mit dem Pro-

So möchte der Diözesanvorstand in

Kolpingsfamilien als erstes besucht

jekt wolle man diese Impulse auch

den nächsten zweieinhalb Jahren mit

werden. Nachfolgend eine Über-

weiter tragen, so der 33-Jährige aus

allen Kolpingsfamilien vor Ort in den

sicht, die nach Bezirken und Regio-

Coesfeld.

Austausch kommen, um mehr von-

nen aufgeteilt ist. So kann sich jede



einander zu erfahren. „Auf diesen

Kolpingsfamilie einen Überblick ver-

Austausch bin ich sehr gespannt“, so

schaffen. Der Diözesanvorstand hat

Bei Fragen und Anregungen,

Diözesanvorsitzender Harold Ries.

für die Planung eine Projektgruppe

gern auch schon im Vorfeld,

„In unseren Kolpingsfamilien pas-

eingerichtet. Verantwortlich für das

Tel.: 02541 – 803-410,

siert so viel Gutes und Spannendes.

Projekt im Verbandssekretariat ist

fissenewert@kolping-ms.de

vernetzen.

entwickeln.“

Daniel Fissenewert

Übersicht der Besuchszeit Die Kolpingsfamilien aus den folgenden Bezirks- bzw. Regionalverbänden sollen in diesen entsprechenden Zeiträumen besucht werden. (In Klammern die Anzahl der Kolpingsfamilien.) 07.2018 – 12.2018

01.2019 – 06.2019

07.2019 – 12.2019

01.2020 – 06.2020

07.2020 – 12.2020

Damme (9)

KV Kleve (13)

Bocholt (7)

Borken (12)

Stadthohn (6)

Herten (5)

Lönnigen (7)

Oldenburg (12)

Coesfeld (6)

Lüdinghausen (10)

Ibbenbüren (10)

Vechta (6)

Steinfurt (9)

Friesoythe (5)

Barßel (5)

Werne (6)

Ahlen (7)

Oelde (5)

Visbek (6)

Cloppenburg (7)

Ahaus (9)

Dülmen (10)

Mettingen (5)

Datteln (7)

Marl (6)

Beckum (8)

Dorsten (6)

KV Wesel (11)

Rheine (8)

Recklinghausen (7)

SV Münster (9)

Warendorf (12)

Greven (4)

Silbernes Priesterjubiläum Von September 2000 bis August 2008 war Heinrich Plaßmann Diözesanpräses und im Kolpingwerk Diözesanverband Münster sehr engagiert. Geweiht am 30. Mai 1993, konnte er nun sein Silbernes Priesterjubiläum feiern. Dechant Heinrich Plaßmann ist leitender Pfarrer der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Ahaus. Der Diözesanverband gratuliert herzlich und wünscht weiterhin Gottes Segen. (rk) 

24

Kolping FORUM Juli 2018

Foto: Matthias Foschepoth


Verband

Regionalforum in Coesfeld.

„Upgrade…unser Weg in die Zukunft“ Zukunftsprozess: Coesfeld und Wildeshausen Gastgeberorte Auf seiner bundesweiten Tour nahm

Die größten Stärken von Kolping? 

penarbeiten lebhaft diskutiert und

am Samstag, 14. April in Coesfeld

Die größten Herausforderungen von

meinungsfreudig füllten sich viele

sowie am Samstag, 28. April in

Kolping? Welche Änderungen müs-

Plakatwände mit Argumenten. Auf

Wildeshausen / Oldenburg das Kol-

sen erfolgen, um die Zukunftsfähig-

den Pinnwänden wurden sie an-

ping-„Upgrade…unser Weg in die Zu-

keit des Verbandes zu steigern?

schließend nach Wichtigkeit von

kunft“ mit zwei von 20 regionalen

Hierzu gab es Rückmeldungen, hier

den Teilnehmenden bewertet.

Zukunftsforen auch im Diözesan-

nur kurz als Schlagworte definiert:

verband Münster Fahrt für den Zu-

• Mehrere Generationen und inter-

kunftsprozess des Kolpingwerkes

nationale Verflechtung beibehal-

Die Teilnehmenden erlebten, dass

Deutschland auf. In Coesfeld dis-

ten und ausbauen.

ihre Ideen und Wünsche gehört wur-

kutierten rund 130 Kolpinger aller Altersgruppen über die Neuausrichtung und Öffnung des Kolpingwerkes. In Wildeshausen konnten 40

• Mehrwert aufzeigen und Pluralität forcieren. • Image deklarieren und Offenheit anbieten.

Fazit?

den und sie aktiv am Zukunftsprozess mitwirken können. Einig waren sie sich dabei vor allem in einem Punkt: Auch wenn es Mut zu not-

Kolpinger, darunter auch Interessen-

Diskussionsthemen aus der Mitglie-

wendigen Veränderungen braucht,

ten aus der Diözese Osnabrück und

derumfrage 2017 waren u. a. wer

wird das Kolpingwerk weiterhin Ge-

sogar ein Teilnehmer aus Lindau am

Leitungsfunktionen im Kolpingwerk

sellschaft und Kirche mitgestalten.

Bodensees, begrüßt werden.

übernehmen darf und ob dies auch

„Ein

hoher

bundesweiten

Beteiligungsgrad

am

für Nicht-Christen offen sein solle.

Resümee des Bundesverbandes

Regionalforum

mit

Zudem wieviel Heimat Kolping in

und Bildergalerie unter Kurzlink

gesamt etwa 170 Teilnehmenden

der Gemeinde, in der Gesellschaft

http://ourl.de/846d8

und definitiv zwei gewinnbringen-

bieten kann.

de Tage mit vielen tollen Impulsen“,

Nach konzentrierten Einzelreflexio-

Text: Rita Kleinschneider / DF

resümierte Kolping-Geschäftsführer

nen der 20 Thesen wurde in Grup-

Fotos: Daniel Fissenewert

Uwe Slüter vom Diözesanverband Münster. Erfreut war er, dass in Coesfeld die Kolpingjugend aus dem Diözesanverband mit gut 50 Personen die Zukunft des Verbandes mitgestaltete.

Hohe Beteiligung und Mut zur Veränderung Inhaltlich erörterten die Teilnehmenden in Coesfeld und Wildeshausen jeweils u. a. diese komplexen Fragestellungen:

Regionalforum in Wildeshausen.

Kolping FORUM Juli 2018

25


Verband

Von Holzschuhen und zweisprachigen Gesängen Delegation des Kolpingwerkes Uganda zu Besuch Ein halbes Jahr nach den Jubiläumsfeierlichkeiten bei der Uganda Kolping Society konnten, passend zum Katholikentag, vier Gäste aus Uganda begrüßt werden. Die beiden

neuen

Geschäftsführer

Kolping-Nationalverbandes

des

Ugan-

da, Fred Wakisa, Bonniface Tukwaiibwe (Stellvertreter), Vorsitzender Francis Mayombo und zweite Vorsitzende Josephine Okello waren auf Einladung des Diözesanfachausschusses „Internationalität und Eine Welt“ Gäste im Kolpingwerk Diözesanverband Münster. Die ers-

Bummel über den Katholikentag in Münster: Die Verantwortlichen des Kolping-Na-

ten drei Nächte verbrachten sie

tionalverbandes Uganda waren Gäste auf einem Podium.

im frisch renovierten Kolpinghaus Stadthotel Werne. Die Kolpings-

Oelde, Osterwick und Wessum aus.

Kolpingsfamilie Osterwick besuch-

familie Werne a. d. Lippe lud die

„So leben wir unsere Partnerschaft“,

te man die Schulmensa, die Offene

Delegation zu einem gemütlichen

betonte Sonja Wilmer-Kausch, Ver-

Ganztagsschule und die Angebote

Abend mit Flammkuchen und Bier

bandsreferentin und Geschäftsfüh-

der Offenen Kinder- und Jugendar-

ein. Mit dem kompletten Diözesan-

rung des Diözesanfachausschusses.

beit. Mit der Kolpingsfamilie Saer-

fachausschuss ging es zum Katholi-

„Das gegenseitige Kennenlernen ist

beck wurden der Bioenergiepark

kentag nach Münster. Fred Wakisa

eine wichtige Säule unserer Part-

in Saerbeck und das Mehrgenera-

und Diözesanfachausschussvorsit-

nerschaftsarbeit. Besuche in Kol-

tionenhaus der Kolpingsfamilie be-

zender Matthias Knauff gaben bei

pingsfamilien machen deshalb auch

sichtigt. Die letzten drei Tage ver-

einer Podiumsdiskussion zur inter-

einen bedeutenden Teil unseres Be-

brachte die Delegation aus Uganda

nationalen

suchsprogrammes aus.“

in der Kolpingsfamilie Oelde und

Zusammenarbeit

der

erlebte das Pfingstfest mit seinem

WDR-Moderatorin Yvonne Willicks

26

Rede und Antwort. Es gab ein Wie-

Die Wessumer überraschten auf

dersehen mit Sandra Bagamba. Die

einer kleinen Fahrradtour mit dem

24-jährige aus Uganda stammende

Besuch des ortansässigen Holz-

„Mit entsprechenden Programman-

junge Frau absolviert zurzeit ein

schuhmachers, einem münsterlän-

geboten wollen wir unseren Part-

freiwilliges soziales Jahr im Diö-

dischen Kaffeetrinken mit Weggen

nern Möglichkeiten bieten, Ideen

zesanverband Münster.

und Schinken und einem Ausklang

und Eindrücke mit nach Uganda

im Showbereich des Software-Un-

zu nehmen“, erläuterte Matthias

Kolpingsfamilien und Landtag

ternehmens Tobit.

Knauff (Oelde). Nach einer Füh-

Weitere Einladungen sprachen die

In Buldern wurde ein Grillfest zum

grüßte Kolpingbruder, MdL (SPD)

Kolpingsfamilien Buldern, Saerbeck,

Wiedersehen organisiert. Bei der

René Schneider (Xanten) die Gäste.

Kolping FORUM Juli 2018

damit verbundenen Brauchtum.

rung durch den NRW-Landtag be-


Verband

In gekonntem Englisch erkundigte

vertretenen

Hauptgeschäftsfüh-

Highlight war der Besuch der Rös-

er sich nach der Kolpingarbeit in

rer Knut Heine und Vizepräsident

terei Langen in Medebach / Sauer-

Uganda, den Projekten und Zielen.

Franz Wieching. Denn ein Projekt

land. Nach einer Besichtigung der

Der

zur beruflichen Ausbildung (Work

Rösterei und vielen Informationen

führer Bonniface Tukwasiibwe er-

Opportunity

gehört

zur Kaffeeröstung wurde intensiv

läuterte begeistert die Idee, einen

zum Portfolio des ugandischen Kol-

mit dem Kaffeeröster Klaus Langen

fair gehandelten Kolpingkaffee aus

pingwerkes. Beim Familienbund der

die Geschäftsidee eines fair gehan-

Uganda anbieten zu wollen. Die

Katholiken in Münster tauschte man

delten Kolpingkaffees aus Uganda

landwirtschaftlichen Projekte des

sich mit Geschäftsführerin Sigrun

diskutiert.

ugandischen Kolpingwerkes sowie

Jäger-Klodwig über die Familienpo-

das Aufforstungsprogramm als Re-

litik und Situation von Familien in

„Wir

aktion auf den Klimawandel beein-

beiden Ländern aus. Ein weiteres

vom Kolpingwerk Diözesanverband

stellvertretende

Geschäfts-

Programm)

danken

unseren

Freunden

druckten René Schneider. In Köln

Münster für das tolle Programm

standen

Kooperationsgespräche

und die Wertschätzung“, so Francis

beim Kolping International an. Am

Mayombo beim „Social evening“,

Grab Adolph Kolpings in der Min-

dem

oritenkirche stimmten alle sichtlich

Abend mit Diözesanvorstand und

gerührt das Kolpinglied an, jeder in

Präsidium. Man nehme nicht nur

seiner Muttersprache.

viele neue Eindrücke und Ideen

traditionellen

gemütlichen

für zukünftige Projekte mit, son-

Ausbildung, Familien und fairer Kaffee

dern auch die Gewissheit, eine gute,

Interessant war für die ugandischen

nerschaft zu haben.

gleichberechtigte und stabile Part-

Kolping-Verantwortlichen auch die Besichtigung des Bildungszentrums der

Handwerkskammer

Münster

sowie Gespräche mit dem stell-

Sonja Wilmer-Kausch / RK Neue Holzschuhe für (v. li.) Fred Waki-

Fotos: Kolpingwerk DV Münster

sa, Bonniface Tukwasiibwe, Christina Terbeck und Francis Mayombo.

Bildeindrücke vom Besuch s. S. 2.

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Kolping FORUM Juli 2018

27


Bildungswerk

Ostern? Das klingt nach mehr! Zum 40. Mal trafen sich in diesem

„Fakes News“ und wie sich Medien-

Gottesdienste, anregende Gesprä-

Jahr Familien unter der Leitung des

arbeit in Zeiten von sozialen Netz-

che über Vorurteile und Werbe-

überwiegend ehrenamtlichen Teams

werken verändert hat.

botschaften, über Sehnsucht und

zu den Kar- und Ostertagen in der

Glück, über Frieden und Auferste-

Kolping-Bildungsstätte in Coesfeld.

Eines ist sicher, bei allen klingt die

Das diesjährige Motto „Das klingt

Woche nach: Neue Freundschaften,

nach mehr!“ ließ aufhorchen. Musik

hung. Carolin Olbrich FOTOS: TEILNEHMER OSTERWOCHE

lustige Aktionen, berührende

und Klang spielte dabei eine große Rolle: So war es spannend, etwas über die Lieblingsmusik anderer zu erfahren, selbst erstellte Hörspiele mit Geräuschen zu hinterlegen oder mit der Band aus Teilnehmenden und Teamern neue und alte Lieder zu schmettern. Doch

manches

klingt

auch nach mehr als es ist. So berichtete Gerald Baars, Stu-

Agape-F eier

dioleiter des WDR Dortmund,

ein-

Klänge

drücklich über die Wirkungen

a us d e m

Glocken

von

Spontan

er Musik

beitrag

Vorbere it

ungstea

m Klein ge

Je d e M e

n ge S p a

ß

Ein Rep o

rter mis chte die dienste Gottes­ mit sein en Frag en au f

28

Kolping FORUM Juli 2018

m us e u m

ge n G r o

ß


Bildungswerk

Viele Fragen und Unsicherheiten Kolpingsfamilie Saerbeck bietet Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige

Bildung:

gefällt mir!

Immer mehr Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Fast drei Viertel der Pflegebedürftigen werden zu Hause betreut. Seit dem 1. Januar 2017 gibt es Neuerungen in der Pflegeversicherung, die häusliche Pflege finanziell stärker fördert als zuvor.

FOTO: PIXABAY

Die vielen Fragen und Unsicherheiten zu diesem Thema signalisieren uns den hohen Bedarf. Aus diesen Aspekten heraus entstand

im

Mehrgenerationenhaus

Saerbeck (MGH), Träger ist die Kolpingsfamilie Saerbeck, die Idee ‚pfle-

gung in einem Alten- / Senioren-

Entlastungsangebot

gende Angehörige‘ stärker zu infor-

heim, oder um die Kombination von

sprächskreis für pflegende Angehö-

mieren und zu unterstützen. Mit

beidem.

rige, der sich monatlich trifft. Sich

dem Kooperationspartner ‚Caritas-

ist

der

Ge-

mit Betroffenen austauschen und

verband Emsdetten’ steht ein kom-

Die vielen Fragen und Unsicherhei-

gezielte Unterstützung erhalten, ist

petenter Partner zur Seite. Folgende

ten zu diesem Thema signalisieren

das Ziel. Eine Altenpflegerin leitet

Angebote haben sich entwickelt:

uns den hohen Bedarf.

den Gesprächskreis und gibt Informationen und manchen praktischen

Aufklärende Vorträge zum Thema ‚Pflegeversicherung‘

werden

seit

Wöchentliche Sprechstunde

Tipp zur häuslichen Pflege.

2015 angeboten und gut angenom-

Nach dem Vortrag bietet das MGH

Interesse ein ähnliches Angebot

men. Darin gibt es Informationen zu

in Kooperation mit dem Caritas-

vor Ort zu organisieren?

den Pflegegraden: „Wie beantrage

verband wöchentlich eine Sprech-

Das Mehrgenerationenhaus Saer-

ich einen Pflegegrad und wo? Wel-

stunde zum Thema ‚Pflege‘ an. Hier

beck (Kolpingsfamilie Saerbeck)

che Hilfen kann ich bekommen und

können individuelle und weiterge-

informiert gerne unter

was muss ich dafür tun? Welche

hende Fragen geklärt und weite-

Telefon: 02574-8666 oder per

Unterstützung gibt es auch ohne

re

Mail: mgh@kolping-saerbeck.de.

Pflegegrad?“ Es geht um das Thema

zugeschnitten auf den Einzelfall,

‚Pflege zu Hause‘ oder Unterbrin-

angeboten werden. Ein weiteres

Unterstützungsmöglichkeiten,

Brigitte Wolff-Vorndieck

Kolping FORUM Juli 2018

29


Bildungswerk

Theatergruppen profitieren vom Verband

a.: Präsenz auf der Bühne, Impro-

springt. Die spannende Theater-

visationstechniken, Stimmübungen,

werkstatt für eifrige Theaterspieler

Dass sich durch das gemeinsame

Entwicklung und Anlegung von Rol-

und Bühnenluft-Schnupperer wird

Theaterspielen großartige Gemein-

len. Der Workshop richtet sich an

von Theaterpädagogin Frauke Hün-

schaften bilden, ist längst bekannt.

Laiendarsteller und Neueinsteiger,

temann geleitet und findet in der

Mit neuen Ideen und ihrer prakti-

ebenso wie an erfahrene Darsteller.

Geschäftsstelle des Kolpingwerks

schen Umsetzung könnt Ihr auch

Ziel ist es, die eigenen Möglichkei-

in Coesfeld am Samstag, 8. Septem-

weiterhin kreative, emotionale und

ten zu entdecken und diese weiter

ber von 9 bis 16 Uhr statt. Kosten

spannende Momente mit Eurer The-

zu entwickeln, so dass die Spiel-

für Kolpingmitglieder 50 Euro inkl.

atergruppe erleben! Themen sind u.

freude auf den Zuschauer über-

Verpflegung.

Schokolade für die Seele

Familienkreise auf Wochenendtour

Ein

für

Wenn Ihr Lust habt mit Eurem Fami-

Männer und Frauen, die sich für

lienkreis ein Wochenende zu einem

andere engagieren, denn: Wer sich

Thema Eurer Wahl mit Aktionen,

mit vollem Engagement für ande-

Spielen und Gesprächen zu verbrin-

re einsetzt, benötigt auch Zeit für

gen, dann ist eine Wochenendtour

sich. Vom 17. bis 19. August laden

mit unseren Referent/-innen genau

Wohlfühl-Wochenende

Bildungsreferentin Carolin Olbrich

spannungen an Leib und Seele, die

das Richtige! Diese für 2019 aufge-

und Diözesanpräses Franz Wes-

durch einige inhaltliche Einheiten

listeten Wochenenden sind in den

terkamp in das Haus Ludgerirast

der Referenten begleitet werden.

Häusern bereits reserviert und kön-

(Kloster Gerleve, Billerbeck) ein,

Nach dieser besonderen Auszeit

nen gebucht werden.

gemeinsam in eine entschleunig-

mit großzügig bemessenen Pausen

Termine für 2019

te Welt einzutauchen. Einfach mal

lässt es sich gestärkt in den Alltag

Kolping-Bildungshaus, Salzbergen:

die Seele baumeln lassen ist, wie

zurückkehren, um die Anforderun-

08.03. – 10.03.2019

sich einem leckeren Stück Schoko-

gen, die dieser bereithält, besser

29.03. – 31.03.2019

lade hinzugeben. Aber gerade diese

meistern zu können.

28.06. – 30.06.2019

wohlverdiente Auszeit lässt sich im

08.11. – 10.11.2019

hektischen Treiben des Alltages nur

Kosten für Kolpingmitglieder

15.11. – 17.11.2019

schwer unterbringen. Nun ist ein

130 Euro inkl. Verpflegung und

Haus Sonnenwinkel, Bad Essen:

ganzes Wochenende Zeit für Ent-

Unterkunft.

10.05. – 12.05.2019 29.11. – 1.12.2019

2/2018

Ausschreibungen im neuen Bildungsprogramm, online unter http://ourl.de/89d5a Bildung Hand …mit Kopf, Herz und

Informationen oder Buchung bei Diana Schmidt, Tel.: 02541 – 803-473, schmidt@kolping-ms.de

Kolping-Bildungswerk

30

| www.kolping-ms.de Diözesanverband Münster

Kolping FORUM Juli 2018


Bildungswerk

Loslassen und Zeit haben

22. – 26. Oktober 2018 in der Bil-

Woche wollen wir uns hiermit be-

Religiöse Familientage für allein er-

dungsstätte St. Bonifatius in Win-

schäftigen, Altes hervorholen und

ziehende Frauen mit ihren Kindern

terberg Elkeringhausen.

Neues finden. 05. - 09. November

(3–12 Jahre). 22. – 26. Oktober in der Ev. Jugendbildungsstätte Nordwalde.

2018 im Haus Meeresstern, Wange-

„Ich will dir neue Namen geben“

rooge. Leitung: Schwester Elisabeth Siegbert ULF, Münster

So ist eine Auszeit für Erwachsene

Großeltern und Enkel – ein starkes Team

betitelt, die auf der Insel Wange-

Kosten: 375 Euro für Mitglieder,

rooge angeboten wird. In Gebeten,

395 Euro für Nichtmitglieder,

Bildungsfreizeit für Großeltern mit

Liturgie oder Bibel finden wir ver-

einschl. Bustransfer, Vollpension

Enkeln im Alter von 5-12 Jahren

schiedene Namen für Gott. In dieser

und Kurbeitrag.

Akademie

Qualifizierte Betreuungskräfte Dreizehn Absolventinnen aus dem

solventinnen nach 160 Unterrichts-

rufsalltags durch die Fachdozentin-

Kreis Warendorf sowie der Stadt

stunden Theorie und 120 Stunden

nen aufgezeigt.  Michaela Kohls

Münster konnte die Kolping-Akade-

Praktikum zur Qualifizierung fiel

mie des Kolping-Bildungswerkes in

insgesamt sehr positiv aus. Durch

Die Kolping-Akademie bietet

Warendorf als zertifizierte „Betreu-

die

weitere dreimonatige Qualifizie-

ungskräfte für die Alltagsbeglei-

he Vermittlung der theoretischen

rungen an: Ab 3. September in

tung pflegebedürftiger Menschen“

Lehrgangsinhalte

Coesfeld und ab 17. September in

entlassen. Das Feedback der Ab-

verschiedene Perspektiven des Be-

kompetente

und

praxisna-

wurden

ihnen

Warendorf.

„Lehrgangs Baby“ war mit dabei Nach 14 Monaten berufsbeglei-

der Kolping-Akademie gelte nun

tender Fortbildung erhielten elf

mal „Bildung mit Kopf, Herz und

Teilnehmerinnen

Hand“ stellte Lehrgangsleiter Mar-

ihre

Zertifikate

zur „Fachwirtin für Erziehungswesen

(Kolping-Akademie)“.

tin Pälmke schmunzelnd fest.

Bereits

während der Fortbildung bekamen

 Text und Foto: Martin Pälmke

mehrere eine Leitungsposition. Sogar ein „Lehrgangs Baby“ war wäh-

Ab 17. November beginnt in

rend des Unterrichts mit dabei. Bei

Münster ein weiterer Lehrgang.

Der Dozentin Kilia M. Ultes (im Bild mit ihren Hunden) übermittelten die Absolventen ihren Dank für das Engagement des gesamten Dozententeams.

Informationen zu beiden und weiteren Lehrgängen unter www.akademie.kolping-ms, Tel.: 0 25 41 – 80 34 69, akademie@kolping-ms.de

Kolping FORUM Juli 2018

31


Kontakt & Buchung: Tel.: 03994 - 234-0

FERIENLAND SALEM

www.ferienland-salem.de info@ferienland-salem.de

Ein neuer Meditationsraum für Salem Bitte um Spenden für Umbauprojekt Neues aus Salem und diesmal aus

Benedikt Vollmer. Er soll als Raum

zur Umsetzung dieser und weiterer

der Kapelle: Lange Zeit war der

für Gemeinschaft, aber auch Stille,

Projekte im FERIENLAND SALEM.

hintere Bereich der Franziskus-Ka-

als Rückzugsraum für Einzelne und

Für erhaltene Spenden kann eine

pelle eher unbeachtet. Nun soll der

Gruppen genutzt werden. „Mit neu-

Spendenbescheinigung

Raum neu und frisch hergerichtet

en Sitzgelegenheiten wird bewusst

werden.

werden. „Mit einem angenehmen

eine Alternative zu den Bänken ge-

Beleuchtungskonzept,

ausgestellt

bequemen

schaffen.“ Für die Umgestaltung so-

Spenden bitte mit dem Verwen-

Sitzmöbeln sowie einer möglichen

wie Anschaffung von Sitzgelegen-

dungszweck „Meditationsraum“

Abtrennung

Kapellenraum

heiten und Beleuchtungselementen

sowie Name und Anschrift des

wollen wir diesen Teil der Kapelle

benötigt das FERIENLAND SALEM

Spenders auf folgende IBAN

intensiver als Meditationsraum ge-

noch finanzielle Unterstützung: Wir

überweisen: DE97 1505 0200

stalten“, erläutert Geschäftsführer

danken recht herzlich für Spenden

3200 0010 29.

zum

Mit Kolping unterwegs - Gruppenreisen 2019 Ob 1000-jährige Eichen in Ivenack,

in der Mecklenburgischen Schweiz,

bieten wir spezielle Gruppenan-

Backsteingotik,

attrak­tive Ausflugsziele.

gebote an und planen gemeinsam

Natur

erleben

oder sportlichen Aktivitäten, wie

ein Programm, abgestimmt auf die

Radfahren, Segeln oder Wandern

Warum nicht eine Gruppenreise

Zielgruppe. Wir übernehmen die

nachgehen. Das FERIENLAND SA-

für die Kolpingsfamilie jetzt pla-

Ausschreibung und als Reiseveran-

LEM bietet aufgrund der reizvollen

nen und in‘s Jahresprogramm 2019

stalter die rechtliche Verantwor-

Lage, direkt am Kummerower See

aufnehmen? Für Kolpingsfamilien

tung.

Last Minute: Sommerurlaub 2018 Familienurlaub

Kurzent-

räume hält das FERIENLAND

schlossene: Einige wenige freie

für

SALEM noch freie Kontingente

Appartements sowie Zimmer

an Zimmern und Appartements

hat das FERIENLAND SALEM

vor. Einfach nachfragen!

in der Hauptsaison 2018 noch

32

Kolping FORUM Juli 2018

frei.

Weitere Informationen unter

09. bis 16. Juli 2018;

www.ferienland-salem.de.

30. Juli bis 13. August 2018;

Dort können auch schon Ter-

13. bis 27. August 2018.

mine für die Ferienfreizeiten

Auch außerhalb der festen Zeit-

2019 gebucht werden.


Arbeit und Soziales

„Tour de Zukunft“ führt nach Ahaus Kolping-Diözesanfachausschuss besuchte Tobit Software AG Von einer bemerkenswerten „Betriebsbesichtigung“ kann der Diözesanfachausschuss „Arbeit und Soziales“

berichten.

Er

tauschte

Konferenzraum, Besprechungen, Ar­beitskreise zum Thema „Digitali­ sierung 4.0“ gegen eine „Tour de Zukunft“. Dabei mussten die elf Teilnehmenden,

Ausschussmitglie-

der und interessierte Kolleg/-innen, gar nicht mal so weit fahren. Denn im münsterländischen Ahaus (Kreis

Digitalisierung in der Praxis: Der Diözesanfachausschuss „Arbeit und Soziales“ hat-

Borken) wird auf dem Campus der

te zu einer Betriebserkundung eingeladen. Dieter van Acken (2. v. li.) führte über

Tobit Software AG die Zukunft be-

den Tobit Campus.

reits mit vielen innovativen Ideen Tobias­ Präsentation in die Unternehmens-

ungsobjekten. Das intelligente Haus,

Groten erkannte schon in den 1990-

bereiche und -philosophie und dann

über Smartphone gesteuert, oder

er Jahren das Potenzial, mit Soft-

auf Tour durch die HighTech-Welt im

Einblicke in die neuesten und span-

ware basierten Ideen den Alltag, die

weitläufigen Campus mit Tagungs-,

nendsten Forschungsprojekte. Was

Abläufe im Erwerbs- und Freizeitle-

Event- und Hotelbereiche. Welches

den meisten Teilnehmenden noch

ben, die Kommunikationen unterei-

Nutzungspotential etwa die Pro-

als Vision anmutete, wird in weni-

nander effizienter, automatischer

dukte aus dem 3-D-Drucker ha-

gen Jahren wie selbstverständlich

und damit bequemer für Betriebe

ben, gern auch mit einem einfachen

in unserem Alltag Einzug gehalten

und Privatnutzer zu machen. (Quel-

Smartphone als Steuerung, konnte

haben. Über die unternehmerischen

le für nachf. Zitat: Website tobit.de)

angeschaut und angefasst werden.

Anwendungsmöglichkeiten der Di-

Übrigens Smartphone: Die Buchung

gitalisierung will sich der Diözesan-

des Hotelzimmers oder des Leih-

fachausschuss „vor Ort“ informieren

fahrrades erledigt man selbstver-

durch weitere Besichtigungsange-

ständlich mit vollautomatischem Ti-

bote bei innovativen Handwerksbe-

cket- und Reservierungssystem. Bei

trieben. „Verantwortlich leben“, die-

Tobit arbeiten in flachen Hierarchien

ser Slogan im Kolpingwerk bedeute

kreative Köpfe aus verschiedensten

schließlich auch, die Arbeitsweisen

Berufen. E-Bike-Rad abschließen?

der Zukunft kennen und verstehen

Geht per Smartphone, Schlüssel

zu lernen, um sie zum Besten für

verklüngeln

den Menschen einzubringen.

praktiziert.

Tobit-Gründer

Für die Beschreibung seines Planes brauchte man damals fünf Wörter: „Vernetzung von allen und allem!“ Heute reicht eins: „Digitalisierung“.

ausgeschlossen!

rum-experimentieren,

gegen

Heden



Dieter van Acken, für Marketing

Strich denken, das sei ausdrücklich

Text und Foto:

Kommunikation zuständig, führte

erwünscht, belegt auf der weiteren

Rita Kleinschneider

die elf erwartungsvollen Kolpinger

Führung dann ein junger 20-jähri-

zunächst mit einer kurzweiligen

ger Mitarbeiter mit vielen Anschau-

www.tobit.de

Kolping FORUM Juli 2018

33


Familie und Generationen

WhatsApp-Broadcast Familie und Generationen Das Verbandssekretariat hat für

muss man keine Sorge mehr haben,

verschickt. Rückmeldungen werden

alle, die sich für das Thema Fami-

interessante

zu

genauso direkt vom Coesfeld-Han-

lie und Generationen interessieren,

verpassen und wird stets auf dem

dy Familie empfangen. Mit anderen

einen

Veranstaltungen

WhatsApp-Info-

Laufenden gehalten! Interes-

Kontakten des Broadcasts kann

dienst eingerichtet. Über

sierte speichern die Nummer

nicht in Kontakt getreten werden.

diesen Broadcast werden

des Coesfeld-Handys Fami-

Damit wird sichergestellt, dass alle

regelmäßig

Neuigkeiten,

lie (0172 5834487) ein und

Nummern privat bleiben.

Hinweise und Tipps ver-

schicken eine Nachricht mit

schickt,

dem Text „Start“ und seinem

unter

anderem

Buchungsanfragen und

zu aktuellen Veranstaltungen, zu

Namen an selbige. Es handelt sich

Anmeldungen bei

praktischen

Neu-

hierbei nicht um eine WhatsApp

Diana Schmidt,

igkeiten aus dem Verband oder

Gruppe, sondern die Informationen

Tel.: 02541 - 803-473,

Wissenswertem für Familien. So

werden persönlich an alle Kontakte

schmidt@kolping-ms.de

Informationen,

Kolping unterstützt Familienkreise In vielen Kolpingsfamilien werden

eigentlich davon, Mitglied bei Kol-

im Rahmen des Angebotes „Famili-

Familienkreise gegründet. Ein ge-

ping zu werden?“ Auf diese Frage

enkreise auf Wochenendtour“ (siehe

meinsames,

gestaltetes

lassen sich viele Antworten geben.

Seite 30) Referent/-innen stellt der

Wochenende in der ersten Phase

Vom Kolpingwerk Diözesanverband

Diözesanverband. Die Teilnahmege-

nach Gründung des Familienkrei-

Münster gibt in diesem Jahr hierauf

bühren inklusive Programmgestal-

ses kann den Zusammenhalt der

eine besondere Antwort: Drei neue

tung, Übernachtung und Vollpen-

Familien untereinander erheblich

Familienkreise aus verschiedenen

sion betragen bei diesem Angebot

fördern. Eine häufige gestellte Fra-

Kolpingsfamilien erhalten im Jahr

nur für Erwachsene 45 Euro, Kinder

ge der neuen Mitglieder in einem

2018 besondere Konditionen für

ab drei Jahren 15 Euro, Kinder un-

Familienkreis ist, „Was habe ich

ein

ter drei Jahren sind frei.

inhaltlich

Familienbildungswochenende

Voraussetzungen: Alle

Teilnehmenden

sind

Kol-

ping-Mitglieder. Die Kolpingsfamilie stellt schriftlich einen formlosen Antrag (Die Bewilligung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs). Der Familienkreis wurde im Zeitraum von drei Jahren vor Antragsstellung gegründet. (Hinweis d. Red.: Bei Drucklegung waren noch zwei Der neue Familienkreis der Kolpingsfamilie Lüdinghausen bei seinem ersten Wochenende in Salzbergen. 

34

Kolping FORUM Juli 2018

FOTO: TEAM FAMILIENBILDUNG

Familienkreis-Wochenenden fügbar.)

ver-


Familie und Generationen

Neues aus dem Fachausschuss Familie und Generationen Nachdem

der

Diözesanfachaus-

dung von Familienkreisen:

ne Arbeit kennenlernen oder eige-

schuss im Februar und April in

27. September 2018, 19.00-21.15

ne Anliegen einbringen möchte ist

Bocholt und Kleve weitere regiona-

Uhr, Geschäftsstelle in Coesfeld

herzlich zur nächsten öffentlichen

le Austauschtreffen zur Familienar-

Sitzung des Fachausschusses mit gemütlichem Ausklang eingeladen

Herbst zum zweiten Mal Workshops

Wie Familienkreise Teil des Verbandes werden

zur Gründung von Familienkreisen

Praktische Anregungen zur Integra-

19 Uhr in Coesfeld.

und ihrer Einbindung in die Gemein-

tion von Familienkreisen:

schaft der Kolpingsfamilie an:

14. November 2018, 19.00-21.15

Beratung und Anmeldung:

Uhr, Geschäftsstelle in Coesfeld

Carolin Olbrich,

beit durchgeführt hat, bietet er im

Familienkreise Wie fangen wir an?

Lernt uns kennen!

Praktische Anregungen zur Grün-

Wer den Fachausschuss und sei-

am Dienstag, 2. Oktober 2018, um

Tel.: 02541 - 803-443, olbrich@kolping-ms.de

Kolping-Stiftung

„Familien helfen Familien“ jetzt Teil der Kolping-Stiftung Um den Zweck des Vereins zu-

Neue Kontoverbindung

die erzielten Kapitalerträge können

kunftssicher

Eine neue Bankverbindung war er-

an Antragsstellende ausgeschüttet

der Verein „Familien helfen Famili-

forderlich: Neue IBAN:

werden. In 2018 konnten bisher für

en“ im April 2018 beschlossen, die-

DE82 4006 0265 0018 0638 01

20 Familien Anträge für Urlaube

ses Anliegen in die Kolping-Stiftung

BIC: GENODEM1DKM

bewilligt werden, die sie dringend ­

Diözesanverband Münster als eige-

Kolping-Stiftung Diözesanverband

zur Regeneration benötigen. Wei-

nen Fonds zu integrieren. „Unser

Münster / Familien helfen Familien.

terhin

weiterzuführen

hat

Ziel, Familien in finanziellen, sozi-

werden

Kolpingmitglieder

um finanzielle Förderung gebeten.

alen oder gesundheitlichen Nöten

Mit der Schaffung eines Fonds in der



einen Urlaub zu ermöglich, wird

Kolping-Stiftung können nicht nur



wie bisher umgesetzt“, verspricht

Spenden für den Zweck „Familien

Vereinsvorsitzende Ursula Hüllen.

helfen Familien“ geleistet werden.

Ursula Hüllen Kontakt für Infos sowie zur An-

mög-

Für größere Zuwendungen zu

tragsstellung oder Einladung von

lichst zeitna-

Gunsten der Initiative können

Verantwortlichen der Initiative

he und unbü-

künftig – mit entsprechen-

per Mail: familienhelfenfamilien@

rokratische

dem Verwendungszweck Zu-

kolping-ms.de

Unterstützung

stiftung – auch Zustiftungen

prägt

weiter-

geleistet werden. Diese flie-

hin unser Han-

ßen dem Kapitalstock „Fami-

deln.“

lien helfen Familien“ zu und

„Eine

Kolping FORUM Juli 2018

35


Kolpingjugend

Orange zwischen Katholikentags-Türkis Der Stand der Kolpingjugend an

fand. Bei Getränken und Snacks dis-

das eigene Verständnis von Friede

der Promenade wurde während

kutierten Michael Franke (Jugend-

und über Hobbies gesprochen. Man

des Katholikentags zu einem Hot­

freute sich über die kleine Stärkung

spot und Dauerrenner. Zahlreiche

und über die Kontaktfreudigkeit

Kinder, Schulklassen und Jugend-

der anderen Katholikentagsbesu-

gruppen hatten einen unstillbaren

cher/-innen.

Bewegungsdrang und wollten sich

Die

frei nach dem Motto „Frieden bewegt“ am Bungee Run und an der Spider-Web-Kletterwand

auspro-

Auftakt-

und

Abschlussgot-

tesdienste und natürlich den KolEin besonderes Highlight: Das Abendcafe.

ping-Gottesdienst schmückten die zahlreichen Banner des Kolping-

bieren. Auch drehten sich viele Ge-

seelsorger im Bistum Osnabrück),

spräche um die Angebote und die

Dr. Jan Loffeld (Pastoraltheologe in

Arbeit innerhalb der Kolpingjugend.

Mainz) und Daniel Gewand (Projekt

Auf überwältigendes Interesse stieß

„frei.raum.coesfeld“ für Junge Er-

das Abendcafé der Kolpingjugend,

wachsene) über die Bedeutung der

welches unter dem Titel „Nur Un-

Kirche für junge Menschen sowie

zufriedenheit und Unfriede“ in der

über die Rolle der Jugend in der Kir-

Kneipe „Klamm & Heinrich“ statt-

che. Dieser Abend basierte auf der

werks und der Kolpingjugend. „Ein

Vorarbeit des Projektarbeitskreises „Jugend ohne Kirche – Kirche ohne Mit dem Banner Flagge auf dem Katho-

Jugend“. Kolpings

likentag zeigen.

Spezialität:

Geselligkeit

unbeschreibliches Gefühl, zwischen

und Austausch über Generationen

30.000 Gläubigen beim Abschluss-

hinweg.

Generationspicknick

gottesdienst mit dem Kolpingban-

wurde ein voller Erfolg. Die Pick-

ner dabei zu sein“, lautete das Fazit.

Das

nickkörbe waren nicht nur mit allerlei Gesundem und Leckereien

 Text und Fotos: Kolpingjugend

bestückt, sondern auch mit ImpulsFrieden bewegt mit Bungee Run und

fragen. Bei sonnigem Wetter wur-

Ausführlicher Bericht unter

Spider Web.

de am Aasee über Lebensträume,

Kurzlink http://ourl.de/2f138.

Bufdi gesucht! Die

36

Diözesanver-

möchte. Tätigkeiten sind u. a. die

arbeit an Schulen. Dienstsitz ist das

band Münster sucht zum 1. Septem-

Kolpingjugend

Mitarbeit in unserem Team für die

Jugendreferat in Coesfeld.

ber 2018 eine/-n Bundesfreiwilli-

Arbeit mit Schulklassen (Orientie-

gendienstleistende/-n, die bzw. der

rungstage) und die Arbeit an einem

Ausführliche Stellenausschrei-

unsere Arbeit mitgestalten sowie

Projekt zur Etablierung offener An-

bung unter https://kolpingju-

sich

gebote und verbandlicher Jugend-

gend-ms.de/fsj-bfd/

persönlich

weiterentwickeln

Kolping FORUM Juli 2018


Kolpingjugend

Richtung Zukunft Regionalforum und Frühjahrs-Diözesankonferenz In Coesfeld fand vom 13. bis 15. April 2018 die Frühjahrs-Diözesankonferenz (DiKo) der Kolpingjugend Diözesanverband

Münster

statt.

Knapp 60 Delegierte und Gäste be-

Knapp 60 Jugendliche und junge Erwachsene trafen sich zu Frühjahrs-DiözesanFOTO: ANDREAS RIEDL

konferenz und Regionalforum

suchten auch das zeitgleich stattfindende Regionalforum. Trotz un-

grammpunkte hoffen, die Bundes-

Diözesanleitung

terschiedlicher Sichtweisen auf die

leiterin Anna-Maria Högg vorstellte.

schieden sind Paul Schroeter (Enni-

Ausgestaltung zur Zukunft des Kol-

Bei einer regen Diskussion mit dem

ger) und Lennart Potthoff (Darfeld).

pingwerks bewies das aus Jünge-

DGB-Jugendbildungsreferenten Fe-

Auch weitere Ämter in Aufgabenfel-

ren und Älteren zusammengesetzte

lix Eggersglüß über das so genannte

dern der Kolpingjugend konnten mit

Regionalforum, dass intergenerati-

„Azubiticket“ zeigten die Jugend-

Jule Gebker (Wessum), Pia Brink-

onelles Arbeiten gut funktionieren

lichen ihr Interesse an Vergünsti-

mann, Johan Sühling und Alexander

und neue Perspektiven für beide

gungen im öffentlichen Nahverkehr,

Eing besetzt werden.

Seiten schaffen kann. Einig war

die auch Auszubildenden geboten

man sich, dass auf die nun disku-

werden sollten. Die Diözesanleitung

tierten Themen Taten folgen sollten.

erhielt die Aufträge zur Vorberei-

Der Gottesdienst der DiKo stand

tung einer Frühjahrs-DiKo im FERI-

Ausführlicher Bericht unter

unter dem Motto „Zukunft“ und

ENLAND SALEM sowie die Prüfung

Kurzlink http://ourl.de/573bf

auch das Jugendevent „Sternenklar“

der Rechtslage zur Mitgliedschaft

Herbst-DiKo:

lässt mit dem Untertitel „Du baust

in

05. - 07. Oktober 2018,

die Zukunft“ auf spannende Pro-

Holthaus (Emsdetten) wurde in die

zwei

Kolpingsfamilien.

Sarah



gewählt.

Ausge-

Britta Spahlholz / rk

Kolping-Bildungsstätte Coesfeld.

Kursangebote Am 22. September 2018 bietet die

Ein

Gruppenleitungsgrundkurs

Ein Angebot für Jugendliche von

Kolpingjugend eine sechsstündige

zum Einstieg in Leitungsfunktionen

13 bis 15 Jahren, die mal in die

Schulung zur Prävention sexuali-

und Austausch untereinander wird

Jugendarbeit „hinein schnuppern“

sierter Gewalt für Ehrenamtliche in

für Jugendliche und Erwachsene ab

wollen: Das Schnupperwochenen-

der Kinder- und Jugendarbeit in der

16 Jahren vom 19. – 23. Oktober

de vom 09. – 11. November 2018

Diözesangeschäftsstelle

2018 in der Kolping-Bildungsstätte

auf der Jugendburg in Gemen bietet

in Coesfeld angeboten.

erste Eindrücke.

Coesfeld

an. Teilnahme ab 16 Jahren möglich.

Informationen und Anmeldung unter www.kolpingjugend-ms.de oder Jugendreferat Tel.: 02451 – 803-471, info@kolpingjugend-ms.de

Kolping FORUM Juli 2018

37


Kolpingjugend

Neue Diözesanleitung Sarah Holthaus aus der Kolpingsfamilie Emsdetten

Neue Regionalreferentin

ist auf der Frühjahrs-Diözesankonferenz der Kolping-

Judith Kinkel ist seit Februar

jugend in die Diözesanleitung gewählt worden. Die

2018 die neue Regionalrefe-

23-Jährige studiert in Münster die Fächer Mathema-

rentin für die Regionen Reck-

tik und Französisch auf Lehramt. An den Aktivitäten

linghausen und Niederrhein. Seit Ausbildungsabschluss

der Kolpingsfamilie in Emsdetten hat sie schon seit

zur Erzieherin 2016 studiert sie Soziale Arbeit. Mit

der Kolping-Spielgruppe teilgenom-

Freude arbeitet sie im Beratungsteam der Kolpingju-

men. Mehrere Jahre war sie Jugend-

gend mit. Wenn Jugendliche vor Ort neue Ideen brau-

sprecherin im Vorstand. Besonders

chen, sich untereinander vernetzen wollen oder sich

engagiert ist Sarah Holthaus in der

über aktuelle Themen im Verband informieren möch-

Kinder- und Jugendausbildung des

ten, ist Judith Kinkel als Regionalreferentin die An-

Kolping-Blasorchesters.

sprechperson für Jugendliche und junge Erwachsene

Für

den

Kolpingtag in Münster hat sie im

Sarah Holth

aus

Judith Kinke

l

vor Ort.

Projektarbeitskreis Event 2017 für

K  ontaktdaten: 0152-22451430,

die Kolpingjugend mitgewirkt.

kinkel@kolping-ms.de

Sternenklar: Jugendevent der Kolpingjugend Das Programmangebot für’s Ju-

Auf den Podien wird unter den

neue Freundschaften zu schließen.

gendevent „Sternenklar“ vom 28.

Oberthemen „klargesagt“ und „klar-

Für 55 Euro geht es mit dem Diö-

bis 30. September 2018 in Frank-

gemacht“ über Themen wie Europa,

zesanverband Münster für das ge-

furt am Main steht unter http://

die Bewahrung der Schöpfung und

samte Wochenende zu Sternenklar

w w w. s ternenklar2018.de/pro -

den Verband diskutiert. Eine ide-

nach Frankfurt am Main. Im Preis

gramm/ online. Der Diözesanver-

ale Möglichkeit, sich einzubringen

sind der Teilnahmebeitrag sowie

band Münster beteiligt sich mit

und an der Zukunft der Kolpingju-

der Eintritt zu allen Veranstaltun-

„Frag doch mal…“ einer Fragerunde

gend mit zu bauen. Wer mehr Ac-

gen, zwei Übernachtungen in einer

zum Thema „Jugend ohne Kirche –

tion mag, bekommt Auftritte von

Unterkunft mit Frühstück, ein ÖP-

Kirche ohne Jugend“. Zudem nimmt

Tanzgruppen geboten und kann

NV-Ticket sowie die Hin- und Rück-

man

Projekt

Spiele wie „Jugger“ ausprobieren.

reise mit Reisebussen schon inklu-

„malFREIzeit“, bei der für das The-

Nicht zu verachten ist diese gute

sive.

ma Freiräume sensibilisiert wird,

Gelegenheit, Jugendliche aus ganz

mit nach Frankfurt.

Deutschland kennenzulernen und

das

erfolgreiche



Britta Spahlholz

Die Anmeldung zum Fahrtangebot des Diözesanverbandes Münster ist noch bis zum 16.07.2018 möglich. Weiterführende Informationen und Anmeldeformulare stehen unter www.kolpingjugend-ms.de/sternenklar zur Verfügung. Das Jugendreferat beantwortet Fragen zum Jugendevent zudem unter 02541 / 803-471 und unter info@kolpingjugend-ms.de.

38

Kolping FORUM Juli 2018


Reisen

Alpenpanorama und Meeresrauschen Für den Spätsommer und Herbst

Österreich. Auf dem Programm ste-

hält der Kolping-Reisedienst zwei

hen u. a. die Zugspitz-Region, das

attraktive Angebote bereit und

Oställgäu, das Werdenfelser und

lädt zum Mitreisen ein.

Ammergauer Land sowie die Olympiastadt Innsbruck.

Ohlstadt – Bezaubernde Bergwelt im Werdenfelser Land

Im Reisepreis (im Doppelzimmer

Bei dieser spätsommerlichen Reise

ben der Busfahrt sechs Übernach-

unter Leitung von Agnes Schuma-

tungen mit Halbpension im guten

cher in der Zeit vom 25. bis 31. Au-

Mittelklassehotel „Alpenblick“ (zur

gust 2018 erwartet die traumhafte

KOLPING-Gruppe gehörig), Kurta-

Büsum: Wattenlaufen mit Musik.

Alpenwelt des Werdenfelser Landes

xe, kostenfreie Nutzung der Wohl-



seine Gäste als typisch oberbaye-

fühl-Oase mit Sauna und Fitness-

risches Dorf mit einer langen Ge-

bereich, Stadtführung in Ohlstadt

schichte. Der anerkannte Erholungs-

sowie die o. g. Ausflüge mit versier-

Radfahren vor der Kulisse des Nati-

ort direkt am Alpenrand zwischen

ter Reiseleitung.

onalparks Schleswig-Holsteinisches

699 Euro p. P.) enthalten sind ne-

FOTO: TMS BÜSUM

Bummeln in maritimer Atmosphäre,

Wattenmeer, Naturwissenschaft auf

Staffelsee und Garmisch-Partenkir-

Schritt und Tritt, frische Nordseebri-

dern und Wiesen, von Naturschutz-

Büsum – Maritimes Flair und Nordseewellen

gebieten und romantischen Seen.

Vom 22. bis 29. September 2018

- die leckeren Büsumer Krabben –

Bayerisches Brauchtum und Tra-

können sich Erholungssuchende un-

all‘ das macht diese Reise zu einem

dition sind hier noch lebendig. Die

ter der Leitung von Agnes Schuma-

gelungenen Urlaubserlebnis. In der

interessanten Ausflüge beinhalten

cher auf den Weg machen, um das

Erholungsreise (Reisepreis im Dop-

Abstecher zu den schönsten Orten

reizvolle Seebad Büsum am Weltna-

pelzimmer 649 Euro p. P.) sind die

Oberbayerns und ins benachbarte

turerbe Wattenmeer zu erleben.

An- und Abreise mit einem moder-

chen ist umgeben von Bergen, Wäl-

se und natürlich nicht zu vergessen

nen Reisebus, sechs Übernachtungen mit Halbpension, Ortsführung und ein Ausflug zum KOHLosseum sowie eine Reiserücktrittskosten-Versicherung enthalten.

Ausführliche Reisebe­ schreibungen über diese und weitere Reisen: Andrea Hagedorn / Manfred Eissing, Tel.: 02541 – 803-419, eissing@kolping-ms.de Erholungsort am Alpenrand: Ohlstadt mit Hotel „Alpenblick“.

Kolping FORUM Juli 2018

39


Bezirke | Regionen

Mit der Maus „Frederick“ auf Wochenendtour Kreisverband Borken. Warum nicht

vergessen. Um sich

mal im Sommer über den Winter

z. B. intensiver auf

berichten? Denn die Referentinnen

ihre

anderen

des Teams „Familienbildung“ haben

ne

konzentrieren

ein abwechslungsreiches Wochen-

zu können, führten

ende im Angebot, das schon jetzt

sich die Familien mit

für die Planungen des Winterhalb-

verbundenen Augen

jahres interessant sein könnte.

durch den Wald.

Unter

dem

Motto

„Natur

Sin-

und

Schöpfung mit allen Sinnen erleben“

Nachmittags disku-

traf sich die Kolpingsfamilie Graes

tierten die Erwach-

(Ahaus) im März bei eisigen Tem-

senen darüber, wel-

peraturen in Bad Essen. Mit ver-

chen Stellenwert die

schiedenen Kennlernspielen, die die

Sinne in der Familie

Rote Nasen und jede Menge sinnliche Erfahrungen: Die

Referentinnen mitbrachten, hatten

haben und wie sich

Kolpingsfamilie Graes buchte das Referententeam „Fami-

Eltern und Kinder gleichermaßen

neue

lienbildung“.

Spaß. Die neugierige Maus aus dem

möglichkeiten

beliebten

„Frederick“,

die Kinder schaffen lassen. Die Kin-

eigene Elemente einbringen und

die die Sonnenstrahlen für schlech-

der hatten beim Ausprobieren ei-

begleiteten den Wortgottesdienst

te Zeiten einsammelt, sollte noch

nes Sinnesparcours sichtlich Spaß.

musikalisch. Mit einer Fotoshow

in weiteren Einheiten eine zentrale

Besondere Sinnesreize vermittelte

ließ die Gruppe das Wochenende

Rolle spielen.

eine winterliche Nachtwanderung

ausklingen.

Bilderbuch

Erfahrungs-

FOTO: TEAM FAMILIENBILDUNG

für

mit anschließendem Lagerfeuer. Julia Büscher, Praktikantin / rk

Trotz Kälte und Schnee ging es Samstag nach draußen. Mit Tanzen

Sonntags wurden die Familienwap-

und Singen wärmte sich die Gruppe

pen vorgestellt, die man am Vortag

Kontaktaufnahme mit dem Team

auf ihrem Weg in den Wald. Das kre-

selber gestaltetet hatte. Im Gottes-

der Familienbildung über Carolin

ative Rahmenprogramm der Refe-

dienst kam die Maus Frederik aber-

Olbrich, Tel. 02541 – 803-443,

rentinnen machte die Kälte schnell

mals zu Wort. Die Kinder konnten

olbrich@kolping-ms.de

Kontra, Re und Bubensolo Kreisverband Steinfurt. Das tra-

mende, Männer, Frauen, Jung und

ditionelle

der

Alt, gegeneinander und hatten eine

ist

Menge Spaß miteinander. Sieger des

mittlerweile ein fester Termin in

Turniers wurde Jürgen Ernschnei-

Für das Doko Turnier lassen sich die

Püsselbüren. Bei der fünften Aufla-

der.

Püsselbürener nicht lange bitten.

ge spielten im vollbesetzen Pfarr-



heimsaal

Doppelkopfturnier

Kolpingsfamilie

40

FOTO: MARCEL GEBBE

Kolping FORUM Juli 2018

Püsselbüren

Herz-Jesu

35

Teilneh-



Christian Schnieders


Bezirke | Regionen

Maiandacht auf dem Brochterbecker Berg Kreisverband Steinfurt. Mehr als

beck Holthausen hielt Pfarrer Ingo

siebzig Kolpingbrüder und -schwes-

Struckamp, der auch Präses des Be-

tern aus sieben Kolpingfamilien nah-

zirksverbandes ist.

men mit ihren Bannerabordnungen an der alljährlichen Maiandacht des

Die Bocketaler aus Brochterbeck

Bezirksverbandes Ibbenbüren teil.

sorgten musikalisch für eine feier-

Die Andacht an der Schönstatt Ka-

liche Begleitung.

pelle auf dem Berg in Brochter-



Der Bezirksverband Ibbenbüren lud zur

Josef Niemann

Maiandacht.  FOTO: ALFONS ANIELSKI

Ein Hochbeet für den Kindergarten Kreisverband Steinfurt. Bei herrlichem Sonnenwetter machten sich einige

Mitglieder

vom

Vorstand

der Kolpingsfamilie Dörenthe auf den

Weg

zum

Familienzentrum

Markuskindergarten in Dörenthe. Gemeinsam mit den diesjährigen Schulkindern wurde das von der Kolpingsfamilie gesponserte Hochbeet aufgebaut. Mit viel Enthusiasmus und Elan waren fleißige Hände mit Schaufeln und Eimern beschäftigt, um das Beet zu befüllen. Natürlich durfte eine Pause zur Stärkung zwischendurch nicht fehlen.

Mit viel Stolz präsentieren alle fleißigen Handwerker das gelungene Objekt für ein Abschlussfoto. Text und Foto: Silvia Schulte

Wie unser Gedächtnis arbeitet Kreisverband Steinfurt. Aus An-

ferierte er über das menschliche

lass des 150-jährigen Jubiläums

Gedächtnis und wie Erinnerungen

war Prof. Dr. Martin Korte zu Gast

unsere Persönlichkeit prägen. Prof.

bei den Kolpingsfamilien Rheine

Korte hatte viele Tipps, wie man

und der Volkshochschule Rheine.

den Alltag meistern kann ohne von

ne), Heribert Knollmann und Paul Jan-

300 Zuhörer/-innen waren begeis-

der Informationsflut überwältigt zu

sen (Kolpingsfamilie Rheine-Emstor).

tert vom Vortrag des renommier-

werden.

FOTO: KF RHEINE

ten Hirnforschers. Anschaulich re-



Zu Gast bei den Kolpingsfamilien Rheine: (v. l.) Hirnforscher Prof. Dr. Martin Korte, Birgit Kösters (Leiterin VHS Rhei-



Paul Jansen

Kolping FORUM Juli 2018

41


Bezirke | Regionen

In drei Tagen 190 km Kreisverband Steinfurt. Die kleine

Meer. Im schönen Schaumburger

Radtour der Kolpingsfamilie Püs-

Land war dann eine Übernach-

selbüren wurde in diesem Jahr für die Strecke von zurück

Wunstorf nach

Püsselbüren ge-

tungsstation

Fazit der Drei-Tage-Tour: Bräune dank gutem Wetter und 190 km mehr auf der Leeze.

plant. Nach An-

Bückeburg

in ein-

geplant. Entlang

Mit viel Stolz präsentieren alle fleißigen

des

Handwerker das gelungene Objekt für

Mittelland-

kanals die

radelte

Truppe

ein Abschlussfoto.

an

der Weser weiter

Etappe führte über Osnabrück zu-

fahrt mit der Bahn radelte man von

nach Bad Oeynhausen. Dort nahm

Wunstorf bei strahlendem Sonnen-

man auf dem Else-Werre Radweg

Text und Foto:

schein einmal um das Steinhuder

Fahrt auf bis nach Melle. Die letzte

Christian Schnieders / rk

rück nach Püsselbüren.

Ein tiefes Erlebnis Wallfahrt nach Kevelaer am 1. Mai Kreisverband Steinfurt. Ein tie-

Kevelaer teilnahmen. Nach einem

Bischof Dr. Helmut Dieser mit dem

fes religiöses Erlebnis wurde den

frühmorgendlichen Start um sie-

Rektor der Wallfahrt, Domkapitu-

Kolpingern aus Wettringen am 1.

ben Uhr ging es direkt zur Basilika

lar Gregor Kauling, in den Sprachen

Mai zuteil, die mit der „Öffnungs-

St. Marien, um im fast vollen Got-

Latein,

zeremonie der Pilgerpforte“ an der

teshaus noch Platz zu bekommen.

disch mit drei Hammerschlägen die

Eröffnung der Wallfahrtsaison in

Um 10 Uhr öffnete der Aachener

Wallfahrtspforte.

Die Kolpingsfamilie Wettringen erlebte die Wallfahrtseröffnung in Kevelaer.

42

Kolping FORUM Juli 2018

Deutsch

und

Niederlän-

Angeführt

von

FOTO: KF WETTRINGEN


Bezirke | Regionen

Bannern vieler teilnehmenden Kol-

101.

Katholikentages

in den verschiedenen Wallfahrtsge-

pingsfamilien aus den Bistümern

„Suche Frieden“. Nach der feierli-

bäuden oder für gute Gespräche bei

Münster, Essen, Köln, Aachen, Pa-

chen Messe zog die Prozession mit

der Kaffeetafel. Erstaunt zeigte sich

derborn und den Niederlanden, zo-

dem Bild der „Trösterin der Betrüb-

der Organisator, dass andere kirch-

gen weitere kirchliche Vereine und

ten“ zur Gnadenkapelle. Ebenso ein

liche Vereine aus Wettringen so

Glaubensgruppen in die Basilika ein.

Schrein mit Reliquien der heiligen

wenig Interesse an dieser Wallfahrt

Im feierlichen Pontifikalamt wurden

Bernadette Soubirous, der in Lour-

hatten. Denn jeder in der Gruppe

in der Predigt aktuelle Probleme,

des die Gottesmutter erschienen ist.

war der Meinung, dass es ein schö-

Deutschen

etwa der Einsatz von Pestiziden in

ner Tag und ein einmaliges Erlebnis

der Landwirtschaft, thematisiert.

Nach dem bischöflichen Segen wur-

Auch entspreche der gestiegene

de zu Mittag gegessen. Dann blieb

Waffenhandel nicht dem Motto des

bis 17 Uhr noch Zeit zur Besinnung



war. Leonhard Henke

Kolping-Gebetsruf Kreisverband Warendorf. „Verant-

Baustein im Kolping-Leben sei, auch

ze Leben wahrgenommen werden

wortlich leben und solidarisch han-

um junge Menschen für den Pries-

könne, aber ein wesentlicher Teil

deln.“ Mit diesen Worten begrüßte

ter- und Ordensberuf zu gewinnen.

gelingender

die Vorsitzende der Kolpingsfamilie

Selbstverwirklichung

sei.

Dolberg, Irmgard Venjakob, eine

Besinnung und Gebete wechselten

Kolpinggruppe in der St. Lamber-

sich während des Gebetsrufs ab.

tuskirche in Dolberg zum Gebets-

Peter Feische verdeutlichte, dass

ruf des Kolpingwerkes. Stellvertre-

Adolph Kolping in seiner Arbeit

tender Vorsitzender Peter Feische

eine hohe gesellschaftliche Verant-

übernahm die Leitung des Abends

wortung und Solidarität in den Vor-

und stellte die Verantwortung und

dergrund gestellt habe. Sehr wichtig

Solidarität in den Mittelpunkt seiner

sei somit, „wie wir als Kolpingsfami-

Betrachtungen. Er erläuterte, dass

lie die Herausforderungen von Ge-

der Kolping-Gebetsruf ein wichtiger

genwart und Zukunft selbstbewusst



Josef Kerkmann

mitgestalten wollen“. Aus Sicht des Kolpingwerkes sei es notwendig, Menschen zu befähigen,

Peter Feische

ihre Fähigkeiten zu entdecken und

Jahrestermine der Gebets-

daraus ihre Leistungsfähigkeit und

rufe in den Kolpingsfamilien

Leistungsbereitschaft zu fördern.

sowie Handreichungen zur

„Die berufliche Förderung ist ein

Gestaltung auf der Home-

wesentlicher Baustein der Kolpin-

page des Diözesanverban-

garbeit“, so Peter Feische. Vor allem

des unter Kurzlink http://

jungen Menschen sei zu vermitteln,

ourl.de/e86c3

dass der Beruf nicht als das gan-

Kolping FORUM Juli 2018

43


FORUM

H 12281

Kolpingwerk DV Münster e.V. 48653 Coesfeld, PVST-Deutsche Post AG „Entgelt bezahlt“, VKZ

Impressum Erscheinungsort Coesfeld, erscheint vierteljährlich

Auflagenhöhe 2.000 Exemplare

Herausgeber Kolpingwerk Diözesanverband Münster e. V. Gerlever Weg 1 | 48653 Coesfeld

Jahresabonnement 6,50 EUR

Redaktion Rita Kleinschneider -rk-, Ludger Klingeberg -lk-, Daniel Fissenewert, V.i.S.d.P. Telefon: 02541 – 803-456 Telefax: 02541 – 803-455 E-Mail: presse@kolping-ms.de Gerlever Weg 1 | 48653 Coesfeld Satz und Layout Hötzel, RFS und Partner, im Gutenberghaus in Stadtlohn

Für unverlangt eingesandte Fotos und Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich unterzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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kompensiert Id-Nr. 1873182 www.bvdm-online.de

Gott entgegen laufen Auszeit für Körper, Geist und Seele Die Erfahrung, dass Laufen auch meditative Wirkung erzielen kann, haben vermutlich viele Läuferinnen und Läufer schon gemacht. Auf der Insel Wangerooge sollen, neben dem täglichen Lauftraining, auch biblische Impulse, Gespräche, Gebete, Gottesdienste sowie Zeiten der Stille Körper, Geist und Seele stärken. Eingeladen sind Läuferinnen und Läufer, Anfänger und Geübte. Termin: 13. – 17. Oktober 2018 Ort: Haus Meeresstern, Wangerooge. Leitung: Bärbel Ratering-Slüter, Lauftrainerin, Franz Westerkamp, Diözesanpräses. Kosten: 400 Euro für Mitglieder, FOTO: RK

(420 Euro Nichtmitglieder), einschl. Vollpension, Bustransfer und Kurbeitrag. Kontakt: Diana Schmidt, Tel.: 02541 – 803-473, schmidt@kolping-ms.de

Thema der nächsten Ausgabe Oktober 2018: DIÖZESANHAUPTAUSSCHUSS

Für die Ausgabe Oktober 2018 mit Berichten aus den Kolpingsfamilien ist Redaktionsschluss am 31. August 2018.

Kolping FORUM 3_201  
Kolping FORUM 3_201  
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