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Kolping

FORUM Informationen aus dem Kolpingwerk Diözesanverband Münster

27. Jahrgang • Nr. 169 • Ausgabe Okt. 2012

Sc

k t: h w erp u n

F a c ette n rei

B il d u n g g e h ö r t z u K o l p i n g

c h t u m i n u n s er e m D i öz e s an v e rb a n d

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Uwe Slüter

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Kolping-Musical


Imagekampagne

Kolping zeichnet sich aus ... durch Mut, Begeisterung, Tatkraft, Gottvertrauen, Verantwortung und Freude, - zumindest im Idealfall ... Die Kolpingsfamilie wird im Leitbild des Kolpingwerkes als „Weg-, Glaubens, Bildungs- und Aktionsgemeinschaft“ bezeichnet. Was könnten die Begriffe, die für Kolping stehen, bedeuten, wenn Ihr die Beschreibung Bildungsgemeinschaft für Eure Kolpingsfamilie ernst nehmt?

Am besten lernen wir Dinge, die wir selber tun. Da ist es gut, dass Kolpinger dafür bekannt sind, dass sie Probleme unkompliziert und praktisch lösen. Und wenn Menschen aktiv werden und sich für irgendetwas besonders einsetzen, wächst gleichzeitig ihr Wissensdrang: Sie wollen mehr zu diesem Thema wissen und neue Fähigkeiten erwerben, damit sie ihre Sache gut und immer besser machen. Tatkraft bei Kolping heißt also auf der einen Seite zuzupacken, wenn Ihr gebraucht werdet. Auf der anderen Seite ist es nötig, die Zusammenhänge zu verstehen, in denen Ihr aktiv seid und nicht müde darin zu werden, Euch dabei sachlich und persönlich weiterzuentwickeln.

Warum gehen Eure (Vorstands)Mitglieder zu Euren Bildungsveranstaltungen? Weil man es so von ihnen erwartet? Würden sie auch dahin gehen, wenn jemand anderes die Veranstaltung anbieten würde? Falls nicht, lohnt es sich vielleicht, sich etwas Neues auszudenken, etwas für das Ihr Euch selber begeistern

könnt. Oder Ihr sucht Euch jemanden, der sich für ein Thema begeistert und der oder die Anderen entsprechend davon erzählen kann. Dann vermittelt Ihr: Es lohnt sich, für Bildung bei Kolping Zeit zu „opfern“, weil sie Spaß macht, spannend ist und weiterbringt!

„Das klappt doch nie!“ Viele originelle, manchmal vielleicht auch ein wenig verrückte Ideen für neue Aktionen und Angebote der Kolpingsfamilie sind nach so einem spontanen Ausspruch bereits gescheitert, noch bevor ein erster Versuch gestartet werden konnte. Dabei ist es doch bei großen Menschen genauso wie bei Kindern: Wenn uns jemand ermutigt, wenn jemand uns etwas zutraut, dann können wir eine ganze Menge auf die Beine stellen. Geht doch mal als Mutmacher voran! Miesmacher gibt es in unserer Gesellschaft genug.

Gibt es in Eurer Kolpingsfamilie viele Leute ohne Schulabschluss bzw. Berufsausbildung? Sind die meisten der Gruppenleiter Eurer Ferienfreizeiten und Gruppenstunden Haupt- oder Sonderschüler? Wahrscheinlich eher nicht. Das sollte aber nicht gleichzeitig heißen, dass Ihr diese Gruppen gar nicht wahrnehmt. Schließlich gibt es Möglichkeiten, sie zu unterstützen: dadurch, dass Ihr ihnen in der Politik Eure Stimme gebt, als Ausbildungspaten, durch Aktionen im Bereich der Offenen Ganz-

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tagsschule, durch Bewerbungs- oder Berufsorientierung, um nur einige Beispiele zu nennen.

„Also, mit einer bloßen Kopfbildung ist nichts getan, wenn die Herzensbildung dabei zu kurz kommt, ja, alle Kopfbildung soll und muss die Herzensbildung zum Zweck haben; denn es handelt sich endlich hauptsächlich und ausschließlich ums Gutsein.“ Vielleicht ist das, was Adolph Kolping hier fordert, das was Bildung bei Kolping vielfach von anderen unpersönlicheren Bildungsanbietern unterscheidet: Ein Interesse an der ganzen Person, die Einbindung des Lernens in Beziehungen, ein Blick auf das Gute und als Grundlage ein tiefes Gottvertrauen.

Zugegeben – manchmal ist Bildungsarbeit ein mühsames Geschäft. Die Organisation kostet einiges an Arbeit und dann finden sich am Ende immer wieder unzählige Gründe, warum Teilnehmer einer Veranstaltung fernbleiben. Aber wenn Euch dann eine Veranstaltung so richtig gelingt und die Teilnehmer Euch bestätigen, dass sie ganz viel davon mitnehmen, dann stellt sich eine tiefe Freude ein, weil Ihr wisst: Eurer Engagement hat einen Sinn: Bildung ist wichtig für die Menschen. Aus dieser Freude erwächst Euch der lange Atem, den Ihr braucht. Gedanken von Carolin Olbrich

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Damit es wirkt.


Editorial

Inhalt: Imagekampagne 

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Apfelsine: „Nicht sauer, sondern fruchtig spritzig"

Schwerpunkt Bildung gehört zu Kolping Facettenreichtum in unserem Diözesanverband  4 - 16 Geistliches Wort

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Kolping-Bildungswerk 

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Verband 

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Kolping-Akademie 

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Aus unseren Häusern 

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Zukunft von Arbeit und sozialer Sicherheit

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Internationalität und Eine Welt 

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Lebenswege – Menschenwege 

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Geschmack am Glauben finden

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Reisen 

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Kolpingjugend

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Kreise, Bezirke, Regionen 

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Redaktionsschluss und Impressum 

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Titelbild: Kolping-Bildungswerk Bildung mit Kopf, Herz und Hand

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder, verehrte Leserinnen und Leser, eine Apfelsine ist nicht sauer, sondern fruchtig und spritzig! – So formulierte es vor kurzem einer unserer Kollegen in einer Besprechung. Die Apfelsine hat aber auch eine feste Schale. Es ist also schon ein wenig Anstrengung nötig, um an den saftigen Kern zu gelangen. Gelingt es einem, so folgt der Genuss – und der ist dann auch noch gesund! Exakt genauso verhält es sich doch mit der bewussten Bildung des Menschen: Nach geleistetem Aufwand stellt sich der Erfolg ein und die Erfahrungen sind intensiver – vielleicht auch fruchtiger und spritziger – als zuvor. Gleich mehrere Texte in unserem aktuellen Schwerpunkt dieses Kolping-FORUMs gehen auf den ganzheitlichen Anspruch ein, unter dem wir „bei Kolping“ Bildung betreiben. Deutlich wird das auch im Slogan unseres KolpingBildungswerkes:

Bildung mit Kopf, Herz und Hand. Insbesondere bei der Herzensbildung darf man nicht vergessen, dass diese immer in Gemeinschaft geschieht, was einen wesentlichen Teil unseres Selbstverständnisses – aber eben auch den Charakter unserer Angebote für Andere ausmacht. Im Sinne der christlichen Soziallehre steht der Mensch im Mittelpunkt unseres Engagements. Das gilt selbstverständlich auch bei unseren Bildungsaktivitäten. „Bildung gehört zu Kolping – Facettenreichtum in unserem Diözesanverband“ so lauten Titel und Untertitel des Schwerpunktthemas. Bildung und Kolping – das ist untrennbar. Bildung ist eines unserer Markenzeichen. Mit dem Untertitel wird deutlich, dass Bildung nicht nur im Bildungswerk passiert, sondern überall dort, wo der Verband lebendig ist. Im Engagement auf Regional- und Bezirksebene, aber insbesondere in den Kolpingsfamilie wird in vielfältiger Weise gelernt. Wo und wie überall Bildung möglich ist und auf welche facettenreiche Weise man lernt – vielleicht ohne es zu merken – das möchte dieses KolpingFORUM aufzeigen. Treu Kolping! Thorsten Schulz

Rita Kleinschneider

Titelthema der nächsten Ausgabe: ➲ Dezember 2012 – Diözesanversammlung

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Leitartikel zum Titelthema

Bildung als Weg… ein Bildungsweg Meister Eckhart wird zugeschrieben, den für uns heute gebräuchlichen Bildungsbegriff eingeführt zu haben. Er deutete Bildung als „Eins-Werden“ mit Gott – als Ebenbild Gottes1 (Gen 1,26). Dieser Gedanke liefert einen wesentlichen Aspekt der Bildung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes.

Lebenslanges Lernen Nachdem 1996 zum europäischen Jahr des lebensbegleitenden Lernens erklärt worden war, stellte der Europäische Rat im März 2000 in Lissabon das strategische Ziel auf, die Europäische Union solle zum dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden. Ausdrücklich wird hierbei als eine der wesentlichen Grundlagen der Ausbau der Möglichkeiten genannt, sich während des gesamten Lebens weiterzubilden.2 (➲ Verweis auf Fußnoten siehe unten) Am 27. Juni 2002 begründete der Rat der Europäischen Union seine zwei Jahre zuvor gefasste Entschließung zum lebensbegleitenden Lernen mit dem Anspruch, dass jeder die Möglichkeit erhalten solle, „sich durch lebensbegleitendes Lernen die Kenntnisse anzueignen, die er benötigt, um als aktiver Staatbürger an der Wissensgesellschaft und am Arbeitsleben teilzunehmen.“3 Bund und Länder haben am 5. Juli 2004 ein Aktionsprogramm, eine Strategie „Lebenslanges Lernen“ verabschiedet und konkrete Handlungsfelder definiert. Die Bund-Länder-Kommission definiert „Lernen“ als „konstruktives Verarbeiten von Informationen und Erfahrungen zu Kenntnissen, Einsichten und Kompetenzen.“4 Es geht nicht nur um eine kontinuierliche Anreicherung von Wissen, sondern es erfordert die Integration des Wissens in weitere Zusammenhänge, fördert somit Urteilsvermögen und entwickelt aus diesen neu gewonnenen Erkenntnissen umfangreichere Handlungskompetenz. Dann wäre Nachhaltigkeit erreicht. Mit den inhaltlichen Anforderungen lebenslangen Lernens hat sich die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Erwachsenenbildung ausführlich in der „Hirschberger Erklärung“ befasst und Stellung bezogen: „Lebenslanges Lernen ist die Antwort auf Fragen der Orientierung im Beruf, in der Gesellschaft ➲ Quellangaben und Literaturverweise sind aus Platzgründen hier nicht veröffentlicht. Dieser Leitartikel ist mit entsprechenden Verweisen auf www. kolping-ms.de nachzulesen. 4

und im persönlichen Bereich angesichts der gesellschaftlichen Wandlungsprozesse, die alle Bereiche des Lebens umfassen“.5

Steigende Anforderungen Mit wachsender Individualisierung und Pluralisierung unserer Gesellschaft steigt die Notwendigkeit, in eigenverantwortlichem Handeln sein Leben zu gestalten. Durch ein unübersichtliches Informationsangebot in einer schnelllebigen Zeit wird es zunehmend komplizierter, sich zurecht zu finden und die persönliche Verantwortung anzunehmen und zu gestalten. Die Arbeitswelt mit ihren vertrauten Zeiten, Rhythmen oder Dauerbeschäftigungsverhältnissen wird sich weiter verändern. Mobilitätsanforderungen und Erwerbsbeteiligung von Frauen werden steigen. Die Lebenserwartung wächst. Bereits 1986 schrieb der Soziologe Ulrich Beck ein wegweisendes Buch mit dem bezeichnenden Titel „Risikogesellschaft“6. Es gibt keine Berechenbarkeit der Lebens- und Berufsbiografien mehr. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern sich gravierend oder lösen sich sogar auf. Die Anforderungen an Beschäftigungsfähigkeit steigen. Das sind aktuelle Bedingungen und Herausforderungen, denen man sich stellen muss. Dazu ist Bildung notwendig. Sie ist Voraussetzung dafür, dass Menschen ihr Leben und die Gesellschaft gestalten. Bildung darf sich nicht beschränken auf Anpassung an die Arbeitswelt bzw. Erhöhung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit. Vielmehr muss Persönlichkeitsbildung wesentlicher Bestandteil sein und bleiben. Sie wird umso notwendiger, je mehr Ansprüche der Zukunftsplanung erfüllt werden sollen. „Lernen ist eines der zentralen Mittel der Zukunftsgestaltung und Zukunftsbewältigung geworden.“7

Bildung als Prozess Bildung ist ein fortschreitender Prozess, der nie an sein Ende gelangen wird. Er bedarf ausreichend Zeit und Raum. Bildungsprozesse sind Dialog- und Partizipationsprozesse.8 Die Lernenden nehmen neue Inhalte auf, tauschen

Reinlinde Steinhofer, Gesamtleiterin Kolping-Berufsbildungwerk Brakel gGbmH

sich mit anderen darüber aus, wenden ihr neues Wissen an, integrieren es in ihren vorherigen Wissensschatz, verändern sich. Und das passiert fortwährend. Lernen geschieht eben nicht durch den „Nürnberger Trichter“. Die persönliche Auseinandersetzung mit Inhalten und Anforderungen ist von entscheidender Bedeutung. Die Entwicklung der Persönlichkeit geschieht nicht passiv, sondern aktiv durch bewusste Entscheidung.

Christliches Menschenbild Wesentlich für die Katholische Erwachsenenbildung und auch die Bildungsarbeit in den Kolpingsfamilien, im Kolpingwerk und in den KolpingBildungswerken ist das christliche Menschenbild, und darin unterscheidet sie sich von anderen Bildungsverständnissen. Bildung zielt hier in besonderem Maße auf die Entwicklung der Persönlichkeit, auf die Erweiterung der Kompetenz, für sich und andere Verantwortung übernehmen zu können. „Ziel muss es also sein, dass alle, die entsprechend begabt sind, zu höheren Studien aufsteigen können, und zwar so, dass sie, soweit es möglich ist, in der Gesellschaft jene Aufgaben, Ämter und Dienste erreichen, die ihrer Begabung und ihren Fachkenntnissen entsprechen.“9 Zentrale Zielsetzungen der Bildung sind Dialog- und Demokratiefähigkeit. Dieses christliche Menschenbild erfordert Konsequenzen. Es bedarf einer sorgfältigen Klärung der Bedürfnisse des Einzelnen und der individuellen, wertschätzenden Begleitung im Prozess des Lernens. Katholisch-soziale Bildung will dazu beitragen, „dass jeder Mensch sich frei und


Leitartikel zum Titelthema

verantwortungsbewusst entfalten und am Gemeinwesen mitwirken kann. Gerechtigkeit, Solidarität und Subsidiarität gelten ihr als die wesentlichen Gestaltungsprinzipien in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.“10 Hauptanliegen der katholischen Soziallehre und der katholischen Erwachsenenbildung war vor mehr als 100 Jahren die Überwindung des Arbeiterelends. Heute sind andere Fragen in den Mittelpunkt gerückt wie beispielsweise die Frage der Bewahrung der Schöpfung, Fragen der Gerechtigkeit und des Friedens, Stärkung von Ehe und Familie einschließlich der Chancengerechtigkeit für Männer und Frauen oder der Wert des Lebens.11

Bildung ist ganzheitlich Bildung wird ganzheitlich verstanden. Das bedeutet, dass es neben Wissensvermittlung auch um Wertevermittlung und um die Bildung eines persönlichen Urteils- und Handlungsvermögens geht. Ganzheitlich bedeutet, mit unterschiedlichen Methoden und Arbeitsweisen die Menschen in ihrer Individualität zu erreichen und auf ihrem Lernweg zu begleiten. Lernen mit allen Sinnen gehört ebenfalls zum Anspruch der Ganzheitlichkeit. Eine Reduzierung des Menschen auf seine Beschäftigungsfähigkeit und damit einen möglicherweise kalkulierbaren ökonomischen Nutzen widerspricht diesem Menschenbild. Berufliche Weiterbildung, Erweiterung fachlicher Kompetenzen, Erlernen von Schlüsselqualifikationen wie beispielsweise Teamfähigkeit, Kommunikations- und Kooperationskompetenzen, Konfliktund Kompromissfähigkeit oder inter-

kulturelle Kompetenz sind notwendig, um den Anforderungen in der Arbeitswelt gewachsen zu sein. Sie müssen zumindest über einen langen Zeitraum beruflicher Tätigkeit oder Beschäftigungsfähigkeit immer wieder ergänzt und aktualisiert werden. Gleichermaßen dienlich sind diese erworbenen Kompetenzen auch in anderen gesellschaftlichen Aufgaben oder Tätigkeiten wie beispielsweise im Ehrenamt und im bürgerschaftlichen Engagement. Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt machen Fortbildungen notwendig; die Konkurrenzsituation zu anderen Arbeitnehmern und -nehmerinnen ist zu spüren. Bildung kann Beschäftigungsfähigkeit sichern. Die Menschen jedoch darauf zu beschränken, entspricht nicht dem Auftrag der Bildung und insbesondere nicht dem christlichen Menschenbild. Da Arbeit mehr als Erwerbsarbeit ist, gehören Tätigkeiten im ehrenamtlichen, im familiären, im gesellschaftlichen, im politischen Bereich dazu. Auch hier benötigt der Mensch in seiner Entwicklung Chancen, sein Wissen und Können zu erweitern.

Erfolgreiche Bildung Wann ist Bildung erfolgreich? Jedes Lernen, jede Bildung hinterlässt Spuren. Dieses können neue Erkenntnisse, Kenntnisse, Fertigkeiten oder Fähigkeiten sein. Sie führen zu Veränderungen bzw. Weiterentwicklung des persönlichen Handelns. Damit ist Bildung nachhaltig. Eine Bildungsveranstaltung ohne Konsequenzen wäre somit als „folgenlos“ und damit als erfolglos zu bewerten.

Kolpingsfamilien als Lernort Clemens Wübbeling, Kolpingsfamilie Billerbeck, Vorsitzender des Kolping Bezirksverbandes Coesfeld Was habe ich bei Kolping gelernt? Kolpingarbeit und Kolpingmitglieder haben mich und mein Leben wesentlich geprägt. Das im Ehrenamt erworbene Wissen konnte ich im Beruf und für andere ehrenamtliche Aufgaben oftmals gut verwerten. Ein älteres Kolpingmitglied hat mir einmal gesagt „Was ich von und durch Kolping gelernt habe, kann ich der Kolpingsfamilie nie zurückgeben“. Diese Aussage kann ich nur bejahen. Allerdings versuche ich, durch meine ehrenamtliche Arbeit, dem Kolpingwerk etwas zurückzugeben und die Menschen für das Kolpingwerk und dessen Arbeit zu begeistern. Mit Blick auf meine kommenden Lebensjahrzehnte: Was könnte ich mir vorstellen, bei Kolping noch Neues zu lernen? Der Mensch lernt niemals aus, dass fiel mir bei dieser Frage ein. Da ich seit einiger Zeit nicht mehr im Berufsleben stehe und mich somit auf etwas „Neues“ einstellen musste, könnte ich mir vorstellen, dass Kolping bzw. das Kolpingwerk verstärkt ein Bildungsangebot für Jungsenioren/-innen anbietet, mit einem Angebot wie z. B. „Der Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhe- bzw. Unruhestand“. Dabei würde ich mich sicherlich einbringen. Wichtig ist, Geist und Körper fit zu halten.

Reinlinde Steinhofer, Lippstadt

Linksammlung mit Lesenswertem zum facettenreichen Thema „Bildung“ Allgemein: http://www.bildungsserver.de/ https://twitter.com/DBS_20 http://www.fluter.de/de/112/heft/10588/ fluter-Magazin Juni 2012: „Was weiß ich denn.“ Thema Bildung. Kann auch kostenlos als Heft bestellt werden Thema Jugend, Juni 2012: Heft 1122 „Bild‘ Dir Deine Bildung, Bildungslandschaften, Bildungsziele“ Bildung und Handwerk http://www.hbz-bildung.de/startseite/1/de/home.html http://www.facebook.com/HBZ.Muenster

Politische Bildung http://pb21.de/ ➲ Blog u.a. der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Web 2.0 in der politischen Bildung https://www.facebook.com/bpb.de https://twitter.com/bpb_de http://www.politische-bildung.de/ ➲ Portal der Landeszentralen für politische Bildung Kinder- und Jugendhilfe http://www.jugendhilfeportal.de mit vielen Bildungsthemen Medienpädagogik https://www.facebook.com/groups/131402253579323/ ➲ Facebook-Gruppe zum Thema Medienpädagogik (> 1000 Medienpädagogen/Mitglieder http://www.medienpaedagogik-praxis.de/ ➲ Medienpädagogik Praxisblog www.bildungsbericht.de 5


Titelthema

Bildung ist mehr als schulischer Wissenserwerb Kolping fördert lebenslanges Lernen – Positionen Positonen und und ForderunForderungen Unser Bildungssystem verändert sich grundlegend. Das dreigliedrige Schulsystem löst sich auf, immer mehr Schülerinnen und Schüler streben die Hochschulreife an. Der Bildungsföderalismus macht das Schulsystem unübersichtlich. Das kann überfordern. Ein allgemeiner Bildungsverfall wird beklagt. Auszubildende könnten nicht besonders gut rechnen, das sprachliche Ausdrucksvermögen lasse nach, die Rechtschreibung sei eine Katastrophe. Auch die Hochschulen trügen zum allgemeinen Wissensverfall bei. Unsere Wirtschaft fordert eine Modernisierung unseres Bildungssystems und meint vor allem eine Verkürzung der Schul- und Studienzeit.

sich eine Entschleunigung des Lernens. Wissenschaftler behaupten, Bildung und Qualifikation seien nicht gleichzusetzen. Soziale und personale Kompetenzen seien im Beruf ähnlich wichtig wie fachliches Wissen. Ohne Teamfähigkeit klappe trotz formaler Qualifikation im Beruf wenig. Sie sind der Meinung, Bildung solle möglichst frühzeitig beginnen, am besten bereits im Kindergarten. Kinder sollen bereits im Kindergarten mit dem Lernen beginnen? Wo bleibt dann Raum für Kind-sein und Spielen? Wenn in unserer Gesellschaft von Bildung geredet wird, meinen die Menschen höchst Unterschiedliches. Lässt sich Bildung auf schulisches Lernen begrenzen?

Wo steht das Kolpingwerk in dieser Debatte?

Uwe Slüter: „Wenn es um Bildung geht, lehrt das Leben.“

Deutschland gehe angesichts der demografischen Entwicklungsdaten die jungen Menschen aus. Arbeitgeberverbände wünschen sich junge Menschen frühzeitiger im Erwerbsleben, gleichzeitig sollen sie weiterhin gut ausgebildet sein. Eltern wiederum klagen, dass Kindern kaum Zeit zum Wiederholen bleibe und sie deshalb am Nachmittag mit finanzieller Unterstützung „nachhelfen“ müssen. Außerdem sei die Schulzeitverkürzung nicht ausgereift, sie wünschen 6

Das Kolpingwerk Deutschland hat 2009 in einem Grundlagenpapier Bildung definiert: „Bildung ist ein dynamischer, nie abgeschlossener Prozess, in dem der Mensch sich in Auseinandersetzung mit seinem sozialen Umfeld ein „Bild“ von der Welt macht und so seine Persönlichkeit und Identität entwickelt. Er eignet sich im Bildungsprozess emotionale, moralische, soziale und kognitive Kompetenzen an. Diese befähigen ihn, den Herausforderungen der Welt, die ihn umgibt, angemessen und verantwortungsvoll begegnen zu können.“ Im Kolpingwerk gehen wir also von einem weit gefassten Bildungsverständnis aus, welches den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Bildung in erster Linie als Selbstbildung begreift und den Menschen damit auch in Verantwortung nimmt. Bildung ist demnach ein lebenslanger Prozess, der schon vor der Geburt und nicht erst im Kindergarten beginnt. Bildung ist dann mehr als der reine Wissenserwerb, mehr als Schulbildung und mehr als individuelle Leistung. Sie beginnt von Anfang an und unterscheidet zwischen formeller, nicht-formeller und informeller Bildung. Umgekehrt heißt das, Nichts lernen wollen geht gar nicht. Jeder Mensch lernt immer und bei jeder Gelegenheit,

gen

„Lernen und Bildung vermitteln wichtige Erfahrungen und erweitern den eigenen geistigen Horizont. Sie sollen Freude bereiten und Neugier wecken.“ Aus dem Leitbild des Kolpingwerkes Deutschland

entweder formal (z. B. in der Schule), informell (z. B. in der Gruppenstunde) oder nicht-formal (z. B. in der Freizeit). Wenn es um Bildung geht, lehrt das Leben! Die sozialen Prozesse, die Gemeinschaftserfahrungen und die realen Erfahrungen die wir täglich machen bilden genauso wie Themen und Sachfragen und eben Schule, Ausbildung und Universität. Die Bedeutung einer guten und umfassenden Bildung hat sich verändert. ➲ Bildung ist Voraussetzung dafür, sich in einer kompliziert gewordenen Welt zurechtfinden zu können. ➲ Bildung ist also Lebenskompetenz. ➲ Bildung meint aber auch die Fähigkeit, mit anderen gut auszukommen oder zusammenarbeiten zu können. ➲ Bildung ist ebenso die Entwicklung von Fähigkeiten um selbstständig handeln zu können. ➲ Bildung umfasst auch die Fähigkeit Sprache, Informationen und technische Hilfsmittel wie Computer einsetzen zu können.


Titelthema

Bildung ist mehr als der reine Wissenserwerb! Adolph Kolping differenzierte bereits im 19. Jahrhundert unterschiedliche Ebenen von Bildung, als er von Tüchtigkeit als Lernziel und Tugend sprach. ➲ Lebenstüchtigkeit meint, ein Bild von sich und der Welt zu haben und sich in seiner Lebenswelt zurechtzufinden. ➲ Berufliche Tüchtigkeit meint, ein fachliches Anforderungsprofil verantwortlich und kompetent auszufüllen. ➲ Die bürgerliche Tüchtigkeit meint, als Teil eines Ganzen Verantwortung im Gemeinwesen zu übernehmen.

Christliches Menschenbild Hintergrund dieses Verständnisses ganzheitlicher Bildung ist unser christliches Menschenbild. Wir sehen den Menschen als ein Wesen, das in seiner Gottesebenbildlichkeit aufgerufen ist, seine durch Gott verliehenen Anlagen zu entfalten und immer mehr Mensch zu werden, d. h. zu reifen. Das Kolpingwerk setzt sich für vorschulische Bildung ein um Defizite und späteren kompensatorischen Bildungsangeboten vorzubeugen. Berufliche Bildung

und das duale Ausbildungssystem sind dem Kolpingwerk besonders wichtig. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Förderung von Menschen mit Behinderungen gelegt (Inklusion). Wir wollen jeden Menschen individuell qualifizieren und bestmöglichst fördern. Vielfältige Angebote wie Ganztagsbetreuung, Berufseinstiegsbegleitung, Schulsozialarbeit, die Wohnheime und Berufsqualifizierung gehören zum Bildungsangebot im Kolpingwerk.

Bildung ganzheitlich verstehen Freiwilliges Engagement oder ehrenamtliches Engagement ist im Kolpingwerk konstitutiv und dieses Engagement spielt in ganzheitlich verstandener Bildung eine bedeutende Rolle. Am Beispiel junger Menschen will ich das verdeutlichen: Für den Einzelnen oder die Einzelne ist das Engagement in der Kolpingjugend Persönlichkeitsbildung, für unsere Gesellschaft ist das soziale Bildung. Beide profitieren von den Bildungspotentialen, die die Kolpingjugend bietet. Ziel der Persönlichkeitsbildung im Kolpingwerk ist das Angebot, sich zu „reifen Persönlichkeiten“ zu ent-

wickeln und obendrein dies mit Freude tun zu können. Und unsere Gesellschaft profitiert, weil junge Menschen solidarische Verhaltensweisen und die Bereitschaft zu sozialem Engagement entwickeln. All das ist unverzichtbar für das Zusammenleben in unserem Land! Außerdem lernen unsere Kolpingmitglieder noch Kompetenzen für ihre Aufgaben als Bürger in einer demokratischen Gesellschaft. Das ehrenamtliche, freiwillige oder bürgerschaftliche Engagement sollte unserer Gesellschaft viel wert sein. Hier ist die Politik gefragt! Das Kolpingwerk fördert Bildung ganzheitlich in all‘ seinen Facetten, weil es zu unserem Auftrag und Menschenbild gehört. Uwe Slüter Diözesangeschäftsführer Literatur: Prof. Dr. Richard Münchmeier, Bildungschancen in freiwilligen Engagements junger Menschen; unveröffentlichter Beitrag zur FSJ-Tagung der katholischen Trägergruppe; März 2008 Bildung – Grundlagenpapier des Kolpingwerkes Deutschland; Kölner Schriften Bd. 6; November 2011

Ansprechpartner in Sachen Bildung: ■ A  brechnungsfragen, Zuschüsse, Veröffentlichung von Bildungsveranstaltungen (WBG, religiöse und politische Bildung) Jürgen van Deenen, 02541 - 803-409, vandeenen@kolping-ms.de ■ Abrechnungsfragen, Zuschüsse (Kinder- und Jugendplan NRW) Benedikt Vollmer, 02541 - 803-474, vollmer@kolping-ms.de ■ Familienbildung, generationsübergreifende Bildung, pädagogische Fortbildungen Carolin Olbrich, 02541 - 803-443, olbrich@kolping-ms.de ■ Erwachsenen- und Seniorenbildung Sonja Wilmer-Kausch, 02541 - 803-472, wilmer-kausch@kolping-ms.de ■ Religiöse Bildung Ursula Hüllen, 02541 - 803-467, huellen@kolping-ms.de ■ EDV-Schulungen Martin Pälmke, 02541 - 803-468, edv@kolping-ms.de ■ Jugendbildung und-fortbildung Benedikt Vollmer, 02541 - 803-474, vollmer@kolping-ms.de ■ Offene Ganztagsschule, Übermittagsbetreuung, Schulsozialarbeit, Spielgruppen Wolfgang Rahe, 02541 - 803-463, rahe@kolping-ms.de

■ Kurse mit Schulklassen, Berufsorientierung, Bewerbungstraining Benedikt Albustin, 02541 - 803-466, albustin@kolping-ms.de ■ Berufliche Bildung (Kolping-Akademie, berufsintegrierende Bildung) Manfred Hendker, 02541 - 803-418, hendker@kolping-ms.de ■ Kolping-Bildungszentrum Warendorf Christof Irzik, 02581 - 78975-0, kbw-warendorf@kolping-ms.de ■ Bildungsscheck NRW, Beratungsstelle Josef Vortmann, 02541 - 803-452, Vortmann@kolping-ms.de Marion Berghaus, berghaus@kolping-ms.de ■ Kolping-Bildungsstätte Coesfeld (Belegungsanfragen) Ute Schmitz, 02541 - 803-323, rezeption@bildungsstaette.kolping-ms.de ■ Bildungsberater, Fragen zur allgemeinen Bildung Carolin Olbrich, 02541 - 803-443, olbrich@kolping-ms.de ■ Fit im Ehrenamt Thorsten Schulz, 02541 - 803-410, schulz@kolping-ms.de ■ Druck von Programmen Klaus-Dieter Gottwald, 02541 - 803-413, gottwald@kolping-ms.de

➲ Downloadbereich für die Bildungsarbeit der Kolpingsfamilien (Formulare, Arbeitshilfen, Zuschussübersicht) www.bildungswerk.kolping-ms.de/bildungsarbeit/ 7


Titelthema

Erfolgsgeschichte mit langer Tradition Bildungsarbeit in Saerbeck: Aktivitäten in der Kolpingsfamilie Saerbeck und im Bildungswerk finden immer wieder neue Verbindungen

Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht: Das Kartenspiel „Bridge“ fördert Gedächnistraining auf „spielerische“ Weise. Für das Erlernen der Bridge-Grundkenntnisse sind mindestens zehn Abende nötig.

Miteinander Spaß haben und sich ausprobieren: Vielfältige Spiel- und Beratungsangebote bieten die Eltern-Kind-Gruppen.

Bildungsarbeit war in der Kolpingsfamilie Saerbeck schon immer ein wichtiger Leitgedanke, der bis in die Anfänge des Vereins 1926 zurückreicht. So gehörten die Unterrichtung in Lesen und Schreiben neben den verpflichtenden Vereinsvorträgen selbstverständlich zum winterlichen Jahresprogramm der Kolpingsöhne in Saerbeck. Die Idee selbst, die Bildung zu den Menschen zu bringen, ist bekanntlich durch Adolph Kolping weit mehr als 170 Jahre alt. Heute deckt das Kolping-Bildungswerk Saerbeck als anerkannte Einrichtung der Erwachsenenbildung ein breites Bildungsspektrum von EDV-Kursen bis zu Angeboten im Bereich ➲ Familie und Erziehung, ➲ Lebensbegleitende Bildung, ➲ Gesundheit und Bewegung, ➲ Kreatives Gestalten, ➲ Hauswirtschaft ➲ bis hin zu informativen Vorträgen zu den unterschiedlichsten Themen in seinem Jahresprogramm ab. Bereits nach dem zweiten Weltkrieg widmete sich die Kolpingsfamilie Saerbeck der Erweiterung ihres Bildungsangebotes. Im Winterhalbjahr 1956/57 zum Beispiel beschäftigten sich die Mitglieder mit Themen wie z. B. „Staatsbürgerkunde“. Im Mittelpunkt eines Rechenkurses standen damals Bruchrechnen, Zinsrechnen und Rabattrechnen auf dem Programm.

Von Anfang an ein bürgernahes Konzept

Gern genutzt werden die EDV-Kurse von Senioren. Unter fachkundiger Leitung macht das Lernen Spaß und bringt Erfolge.  Fotos (3): Klara Leiting 8

Mit ausschließlich ehrenamtlichem Engagement konnte die Kolpingsfamilie Saerbeck in den 80-er Jahren mehr als 500 Unterrichtsstunden durchführen und dem Kolping Diözesanbildungswerk melden. In dieser Zeit wuchs die Idee heran ein eigenes Bildungswerk auf die Beine zu stellen, um finanzielle Zuschüsse für die geleistete Anstrengung zu erhalten, mit deren Hilfe das Bildungsangebot wiederum stärker ausgebaut werden sollte. 1990 erhielt das Kolping-Bildungswerk Saerbeck dann die offizielle Anerkennung durch den Kultusminister des Landes NRW. Klar war allen Vorstandsmitgliedern, dass das Engagement eines

jeden Einzelnen nun stark gefragt war. Eine Durststrecke von vier weiteren Jahren galt es durchzuhalten, um als Bildungswerk vom Land NRW gefördert zu werden. In dieser Zeit mussten jährlich 600 Unterrichtsstunden erbracht werden. Mit einem bürgernahen Konzept gelang es Jahr für Jahr das Angebot auf dem Bildungssektor zu erweitern. Dank der vielen ehrenamtlichen Helfer aus den Reihen der Kolpingsfamilie konnte ein umfangreiches Programm (Kurse im EDV-Bereich, in der persönlichen Weiterbildung über Kurse bis hin zu den Fachbereichen Familie und Erziehung, den Kreativ- und Freizeitbereich) um mehr als das geforderte Limit an Unterrichtsstunden nachgewiesen werden. 1995 konnten zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen für das Bildungswerk eingestellt werden. Die Arbeit der Ehrenamtlichen wurde entlastet. Die Leitung des Bildungswerkes blieb jedoch bis heute weiterhin in ehrenamtlichen Händen.

Kooperation mit Diözesanverband 2009 stand die Erfolgsgeschichte des Bildungswerkes allerdings nochmals auf dem Prüfstand. Das neue Weiterbildungsgesetz ließ ein eigenständiges Überleben nicht mehr zu. So wurde im Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster GmbH ein Kooperationspartner gesucht und gefunden. In all den vergangenen Jahren hat sich das Bildungswerk als wichtige Unterstützung für die Arbeit in der Kolpingsfamilie erwiesen. Neubürgern bietet das Bildungswerk zum Beispiel beste Voraussetzungen um neue Kontakte im Dorf zu knüpfen. Teilnehmer aus ElternKind-Gruppen finden sich zum Teil in den Familienkreisen der Kolpingsfamilie wieder. Das Kolping-Bildungswerk Saerbeck ist ein (echter) Imagegewinn für die Kolpingsfamilie und trägt zur Profilbildung bei, kurz: Die Saerbecker verbinden Kolping auch mit Bildungsarbeit. Dies in gutem Kontext mit den Angeboten der Kolpingsfamilie wie Familien-, Jugendund Seniorenarbeit, Freizeit und Ferienprogramm, Mehrgenerationenhaus oder Karneval.


Titelthema

140 Kurse mit über 1.100 Teilnehmern Heute werden jährlich 1.800 Unterrichtsstunden in 140 Kurse von über 1.100 Teilnehmern besucht. Die Kursteilnehmer kommen allerdings nicht nur aus Saerbeck, sondern auch aus den umliegenden Orten. Durch die Unterstützung der Gemeinde Saerbeck konnte das Bildungswerk 2007 in das ehemalige Rathaus der Gemeinde umziehen, welches auch Standort des Mehrgenerationenhauses der Kolpings-

familie ist. Das zentral gelegene Haus mit eigenem Raumangebot ist gleichzeitig auch Treffpunkt der vielen verschiedenen Gruppen der Kolpingsfamilie. Hier begegnen und verbinden sich die vielen unterschiedlichen Gruppen von der Kolpingjugend, über die Familienkreise bis hin zu den Senioren. Die Bildungsarbeit und das Leben in der Kolpingsfamilie Saerbeck finden so immer wieder neue Überschneidungspunkte. (www.kolping-saerbeck.de)

Klara Leiting Harald Westbeld Pädagogische Mitarbeiterin Pressesprecher der des Kolping-Bildungswerkes Kolpingsfamilie Saerbeck

Kolpingsfamilien als Lernort Dirk Aufderheide, Leitungsteam der KF Ennigerloh. Mitglied Rechnungsprüfungsausschuss des Diözesanverbandes Bei Kolping habe ich gelernt, mich selbst zurückzunehmen und die Sache in den Vordergrund zu stellen und das Jung und Alt gemeinsam erfolgreich an einem Strang ziehen können. Mit Blick auf meine kommenden Lebensjahrzehnte könnte ich mir vorstellen, Andere noch stärker und intensiver als bisher für die Ideen Adolph Kolpings zu begeistern.

Adolph Kolping und Bildung – eine Perspektive für die Bildungsarbeit in Kolpingsfamilien Unser Verbandsgründer sah Bildung als den zentralen Inhalt für die Anfänge der Arbeit unseres Verbandes. Gedanken über die Aktualität und den Stellenwert für unsere heutigen Kolpingsfamilien sind in einem Gespräch mit unserem Diözesanvorsitzenden Bernd Krämer entstanden. Das Interview führte Thorsten Schulz. Bildung wird im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs i.d.R. mit akademischer Bildung gleichgesetzt. Man gilt als gebildet, wenn man möglichst mehrere universitäre Abschlüsse inne hat. Wie verstand Adolph Kolping diesen Begriff? Welches Ideal verfolgte er? Kolping widmet sich in den Rheinischen Volksblättern 1854 in drei Ausgaben (27.-29.) sehr intensiv der Frage „Was ist Bildung?“ Ausgangspunkt hierfür ist seine Feststellung, dass es viele Begriffe (wie z.B. Freiheit, Aufklärung) gibt, die je nach Sichtweise und Gebrauch unterschiedliche Bedeutung bekommen und es sich von daher lohnt, den wahren Kern des Begriffs - in diesem Fall „Bildung“ - herauszuschälen. Dass er damit Recht hat, zeigt sicherlich auch diese Ausgabe des FORUMs, die auf die unterschiedlichen „Bildungsangebote“ näher eingeht. Zitat: „Da keine Benennung so vielfach gebraucht und missbraucht wird als das Wort „Bildung“ - wer macht heutzutage nicht auf Bildung Anspruch? So dürfte es wohl an der Zeit sein, in vollem Ernst die Frage aufzuwerfen „Was ist Bildung“ und eine recht ruhige und hinreichende Antwort darauf zu geben.“

Worum ging es Kolping? Kolping spricht von einer Grundform, die Gott im Menschen nach „Gottes, seines Schöpfers Bild und Gleichnis“ geschaffen hat, die es im Leben auszugestalten gilt – den ungebildeten Menschen zu bilden. Nicht angehäuftes Wissen ist das ausschließliche Gütekriterium für einen gebildeten Menschen. Er braucht zunächst Schlüsselqualifikation aus dem Reich des Herzens. Deutlich machen lässt es sich – um in einem bekannten Bild zu bleiben – mit den Worten Antoine de Saint-Exupéry in „Der Kleine Prinz“ formuliert. „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Herzensbildung, wie sie schon dem kleinen Kind durch die Zuwendung der Eltern, dem Mitgeben von Einstellungen und Werten vermittelt wird. Im Laufe des Lebens werden hierbei auch Qualitäten angesprochen wie Akzeptanz, Mitgefühl, Verzeihen, Einsicht, Annehmen, liebevoller Umgang mit sich selbst, anderen Menschen und der Natur. Warum war Adolph Kolping das Thema Bildung wichtig? Kolping verdeutlicht dieses mit folgendem Beispiel: „Wer nun die Sonne nicht

Diözesanvorsitzender Bernd Krämer Foto: rk

kennt, der kann das Bild der Sonnen sich auch nicht vorstellen und wird es auch nirgends erblicken. Ja, um sagen zu können, das ist ein Bild der Sonnen, muss ich vorerst wissen, wie die Sonnen selber aussieht.“ In einem Satz gesagt: „Man sieht nur, was man weiß“. Inwiefern ist es auch in der Gegenwart noch im ursprünglichen Interesse Adolph Kolpings Bildungsarbeit zu betreiben? Wie erschrecken wir uns über die unglaublichsten Antworten, wenn z. B. im Fernsehen Passanten in der Fußgängerzone einer Stadt nach dem Sinn des Oster- oder Weihnachtsfestes gefragt werden, keine Ahnung haben was sieben Wochen nach der Auferstehung Christi los war, Christi Himmelfahrt in erster Linie als Vatertag angesehen wird – oder – nicht der Nikolaus sondern der Weihnachtsmann in Schokolade gegossen eine herausragende Stellung im Weihnachtsgeschäft einnimmt. 9


Titelthema

Hier kommt es der Kolpingsfamilie zu, Bildungsarbeit zu leisten: Wissen zu vermitteln, das religiöse Analphabetentum zu reduzieren. Hilfreich sind dabei z. B. die Ausarbeitungen des DFA zur Gestaltung der kirchlichen Feste. Aber auch Einkehrtage und Familienwochenenden mit entsprechenden Themen können zu dieser „Herzensbildung“ beitragen. Ein Engagement in Familienkreisen, Erstkommunion- und Firmvorbereitung sind gute Gelegenheiten, Adolph Kolping als Leitbild gerade auch in Herzensbildung den Menschen nahe zu bringen.

Ich spreche über Dinge, die ich den Zuhörern gerne mitteilen möchte, von denen ich begeistert bin und über die ich durch Studium und/oder eigene Erfahrungen mit Recht sprechen kann. Wie hat sich die Bildungsarbeit von den Gesellenvereinen zu den heutigen Kolpingsfamilien verändert? Am augenfälligsten ist natürlich die Zielgruppe. Wurden früher nur die Gesellen in den Blick genommen, so sind es heute Jung und Alt, Erwerbstätige und Nichterwerbstätige, letztlich alle BevölWährend des ganzen Lebens gibt es Neues zum Lernen und Ausprobieren: Geocaching- die neue Art, Abenteurer und Schatzsucher zu werden!

Was macht für Dich Bildung in Kolpingsfamilien aus? Bildung in Kolpingsfamilien unterstützt den Prozess des lebenslangen Lernens. Bildung in Kolpingsfamilien hat eine eigene Qualität, die natürlich durch Inhalte mitbestimmt wird aber mehr noch durch den Rahmen, in welchem diese stattfindet: Das sind die Räumlichkeiten, die liebevoll hergerichtet sind, die Tasse Kaffee, der selbst gebackene Kuchen, die für das persönliche Wohlbefinden sorgen aber insbesondere – je nach meiner eigenen Rolle – auch der Gewinn von Aufmerksamkeit, Anerkennung, Akzeptanz, Dankbarkeit, Geborgenheit, Begeisterung, Erfolg, Freundschaft, Gemeinschaft, Wissen und vieles andere mehr.

Vielen Kolpingsfamilien fällt es schwer im Bereich Bildung Veranstaltungen ins Jahresprogramm aufzunehmen. Warum sollten sie es dennoch tun? Wie oft hören wir oder müssen es von uns selber sagen: „Das sagt mir nichts“. So bekommt immer erst etwas ein Gesicht, nimmt Gestalt an, wenn wir etwas darüber wissen. Das Kolpingwerk bekommt ein Gesicht erst durch die Aktivitäten der Kolpingsfamilie vor Ort. Ohne die Kolping spezifische Bildungsarbeit ist Kolping ein Anbieter von Freizeitgestaltung unter vielen, ein No-NameProdukt. Darüber hinaus ist es gar nicht so schwer, eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Erstens gibt es mit den Praxispäckchen viele gut ausgearbeitete Veranstaltungstipps. In einigen Bezirken gibt es Unterstützung durch die Bildungsberater, die auch Hinweise auf gelungene Veranstaltungen in anderen Kolpingsfamilien bereit halten. Der Rückblick auf die Präsentationen im Rahmen von egat und Vorsitzendentagungen liefern weitere nachahmenswerte Beispiele. Gibt es grundsätzliche Fragestellungen, z. B. wie Veranstaltungen geplant, Helfer gewonnen, Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird, so steht das Verbandssekretariat mit dem Team „Fit im Ehrenamt“ und/oder den Verbandsreferent/innen für Beratung und Unterstützung zur Verfügung.

Welche Tipps hast Du für Kolpingsfamilien: Warum sollten sie Bildungsarbeit betreiben?

Danke für das Interview und Deine Motivation, Bildungsthemen in den Kolpingsfamilien umzusetzen.

Bernd Krämer (re.) lässt sie sich auf der Vorsitzendentagung von der Kolpingjugend erklären. Foto: Tim Schlotmann

Wie sah die Praxis der Bildungsarbeit in seinem eigenen Wirken aus? Vom heutigen Verständnis her würden wir bei Kolping eher von „Erziehungsarbeit“ sprechen. Zitat: „Helft eine bessere Zukunft schaffen, indem ihr sie erziehen helft!“ Das hängt natürlich auch sehr stark damit zusammen, dass Zielgruppe die jungen Gesellen waren, die der Familie entwachsen, auf ihrer Wanderschaft heimatlos sich dennoch zur menschlichen Reife im Sinne einer fachlichen und charakterlichen Tüchtigkeit entwickeln sollten. Früher sprach man auch von der Kolpingsfamilie als Erzählgemeinschaft: Die Erzählung ist eine heute leider wenig geübte Form der Redekunst. Sie gibt es noch als Reiseschilderung im meist vertrauten Kreis der älteren Mitglieder. Kolping hat mit großem Erfolg in den Versammlungen des Kölner Gesellenvereins Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament erzählt. Wir sollten überlegen, ob wir die Erzählungen nicht wieder öfter zur Anwendung bringen können. Denn dahinter stecken drei Grundsätze, die Kolping herausstellt, wann jemand das Recht hat über eine Sache zu reden: 10

Bildungsarbeit bereichert das Leben der Kolpingsfamilie und das des einzelnen Mitgliedes, wie schon bei der Antwort auf die letzte Frage hervorgehoben. Das Wichtigste, was ich dabei auf den Weg geben kann ist, sich an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten, die wir als Kolpingsfamilie erreichen wollen! „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“. Bei meinen Besuchen vor Ort stelle ich immer wieder Unzufriedenheit mit der Resonanz auf durchgeführte Veranstaltungen fest. Eine mögliche Ursache hierfür ist in der Regel, dass wir selbst als Ausrichter der Veranstaltung von dem Thema, dem Referenten begeistert sind – es also sehr wohl unsere eigenen Bedürfnisse trifft – aber am Bedarf der Zielgruppe vorbeigeht.

kerungsgruppen. Stand früher die berufliche Qualifizierung und die Alltagstauglichkeit im Vordergrund, ist es heute häufig die sinnvolle Freizeitgestaltung. Die berufliche Qualifizierung und Weiterbildung obliegt dabei in der Regel eigenen Einrichtungen des Kolpingwerkes, weniger also den Kolpingsfamilien.


Geistliches Wort

Religiöse Bildung einmal anders! „Warum bin ich nur hier hingegangen?“ Anni (75), steht in der Jugendkirche. Sie ist verunsichert. Warum gibt es in dieser Kirche keine Kirchenbänke? Warum stehen Stühle in kleinen Gruppen? Die bunte Beleuchtung ist ihr ebenso fremd wie die Musik. Das sind doch keine Kirchenlieder! Dann werden auch noch Bilder gleichzeitig an verschiedene Wände projiziert. Wo soll sie denn jetzt hinschauen? Warum ist nicht der Altarraum der Mittelpunkt des Geschehens, wie sie es gewohnt ist? Wie ist sie nur auf die Idee gekommen, Timo zu bitten, sie in diesen Gottesdienst zu begleiten? Neben ihr steht ihr Enkel Timo (15), ebenfalls verunsichert. Oma zuliebe hat er seinen Sonntagabend geopfert. Seine Clique trifft sich nun ohne ihn. Eigentlich will er mit Kirche nichts zu tun haben. Aber wenigstens ist es hier nicht so steif

wie in seinem Heimatort in der Kirche. Auch die Musik ist einigermaßen okay. Und irgendwie scheint diese Veranstaltung nicht nach Schema F zu laufen. …. Fast gleichzeitig entdecken sie das mannshohe Kreuz, die Front besteht aus Spiegelkacheln. Was soll das? Spiegel in der Kirche? Anni ist ehrlich erschrocken. Sie schauen genauer hin und entdecken: auf den Spiegeln stehen Namen. Namen von Menschen, die ihr Kreuz hier widergespiegelt sehen? Widergespiegelt und mitgetragen im Kreuz Jesu? Beide kommen ins Grübeln….

Auf das Gespräch nach diesem Gottesdienst zwischen Anni und Timo bin ich gespannt! Religiöse Bildung einmal anders! Auch so kann sie aussehen: wenn verschiedene Generationen sich gemeinsam auf den Weg machen und danach über die eigenen Gedanken, Erfahrungen und Erlebnisse ins Gespräch kommen. Diese Möglichkeiten der (religiösen) Bildung sind vermutlich die effektivste Art des gemeinsamen Lernens. Lassen wir Gottes Geist einfach mal öfter wirken – in unseren Alltag hinein, indem wir neue Wege gehen und dabei liebe Menschen einladen, uns zu begleiten. Dazu und zu allen unseren Bildungsinitiativen wünsche ich uns und unseren Kolpingsfamilien Gottes reichen Segen! Eure Ursula Hüllen Diözesanseelsorgerin Spiegelkreuz in der Jugendkirche „effata“. Mittig hat Bischof Dr. Felix Genn sich eingetragen. Foto: Anselm Thissen

WIR SIND KOLPING Michael König, (21 J.), Gruppenleiter / Jugendvorstand in der Kolpingsfamilie Ascheberg und im Diözesanarbeitskreis tätig. ➲ Ich bin durch meine Freunde zum Kolping gekommen, die ich auch zum Teil im Kolpingferienlager kennen gelernt habe. Es gab so viele Aktionen, von denen mir erzählt wurde, dass ich auch dabei sein wollte. ➲ Bei Veranstaltungen sind immer viele nette Leute vor Ort dabei und man kann auf den anderen Ebenen auch noch eine Menge interessanter Menschen kennenlernen. Toll ist der unkomplizierte Umgang mit allen Altersstufen. In der großen Gemeinschaft an Leuten lernt man Viele und Vieles kennen. ➲ Kolping ist ein Verband, wo man sich selbst gut einbringen kann. Man steckt was rein und man kann Vieles für sich selbst rausholen.

WIR SIND KOLPING Annette Lakenbrink, (58 J.), Kolpingsfamilie Oelde, im Vorstand zuständig für Presseund Öffentlichkeitsarbeit. Bildungsberaterin im Bezirk Oelde ➲ Über einen Familienkreis habe ich den Weg in die Kolpingsfamilie gefunden. Mittlerweile bin ich schon einige Jahre im Vorstand aktiv. Es gibt viele Elemente, die eine Mitgliedschaft und aktive Beteiligung so wertvoll machen. In einer generationsübergreifenden Gemeinschaft kann man sich immer willkommen fühlen. ➲ Dabei gibt es einerseits eine ganze Menge Spaß, aber nicht zuletzt auch Rat und Unterstützung bei Problemen. Der soziale Gedanke wird bei Kolping ernst genommen und in die Tat umgesetzt. Hinzu kommt, dass es auf den unterschiedlichen Ebenen ein breites Spektrum an Angeboten gibt. Ob es sich nun um Möglichkeiten der Weiterbildung handelt, um kulturelle oder religiöse Angebote – beim Kolping findet man Anlaufpunkte und man kann selbst mitgestalten.

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Titelthema

Den Menschen in die Verantwortung nehmen Kolping-Bildungswerk neu aufgestellt / In vielen Bereichen der Bildungsarbeit engagiert In seinen „Bildungspolitischen Leitlinien“ hat das Kolpingwerk 2009 umfassend sein Selbstverständnis von Bildung beschrieben: „Er (der Mensch) eignet sich im Bildungsprozess emotionale, moralische, soziale und kognitive Kompetenzen an. Diese befähigen ihn, den Herausforderungen der Welt, die ihn umgibt, angemessen und verantwortungsvoll begegnen zu können.“ Im Kolpingwerk gehen wir von einem weit gefassten Bildungsverständnis aus, welches den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Bildung in erster Linie als Selbstbildung begreift und den Menschen damit auch in Verantwortung nimmt. Bildung ist ein lebenslanger Prozess. Das Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster will sich im Sinne Kolpings in der Bildungsarbeit engagieren.

Kolpingsfamilien als Lernort Julia Wehofsky, Kolpingsfamilie Wadersloh, 2007 – 2009 Diözesanleiterin Was habe ich bei Kolping gelernt? Während meines Engagements in meiner Kolpingsfamilie habe ich ganz konkret viele neue Spieleideen und die Organisation von Ferienfreizeiten kennengelernt. In der Zeit als Diözesanleiterin durfte ich mich in der Planung und Durchführung von Projekten und Veranstaltungen sowie der Leitung, Moderation und Strukturierung von Sitzungen ausprobieren. Dadurch konnte ich meine Persönlichkeit weiter stärken und die erlernten fachlichen Qualifikationen kann ich auch heute noch in meinem Berufsleben einsetzen. Mit Blick auf meine kommenden Lebensjahrzehnte: Was könnte ich mir vorstellen, bei Kolping noch Neues zu lernen? Ganz spontan fallen mir da Projekte und Aktionen für Junge Erwachsene sowie die Arbeit in den Familienkreisen ein. Aus meiner eigenen Kolpingsfamilie kenne ich Familienkreise nicht, sodass dies, aber auch Angebote für Junge Erwachsene ein zukünftiges, spannendes Lernund Erfahrungsfeld für mich sein können, in dem ich mich weiter engagieren und ausprobieren kann.

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meinwesen zu übernehmen. In diesen Bereichen macht unser Bildungswerk Angebote.

Allgemeine Bildung als Selbstbildung

Bereichsleiter Kolping-Bildungswerk: Carolin Olbrich und Manfred Hendker

Lebenstüchtigkeit meint, ein Bild von sich und der Welt zu haben und sich in seiner Lebenswelt zurechtzufinden. Berufliche Tüchtigkeit meint, ein fachliches Anforderungsprofil verantwortlich und kompetent auszufüllen und die bürgerliche Tüchtigkeit meint, als Teil eines Ganzen Verantwortung im Ge-

Wir wollen Gesellschaft aktiv mitgestalten und die verbandliche Diskussion zu gesellschaftlich wichtigen Themen fördern. Unsere Angebote zur Familienbildung, zur Erwachsenen- und Seniorenarbeit, zur politischen und religiösen Bildung bieten ein Forum, drängende gesellschaftliche Fragen zu diskutieren und gemeinsam Erfahrungen miteinander auszutauschen. Tagungen für Ehrenamtliche, Multiplikatorenschulungen und die Ausbildung zum Bildungsberater sind nur einige Beispiele unserer vielfältigen Angebote in der verbandlichen Bildung.

Wir gestalten den Schulalltag mit Kinder brauchen Eltern, auch außerschulische Betreuungsangebote wie

Kolping-Bildungswerk DV Münster GmbH Reinhold Garthe (bis 30.11.2012) Geschäftsführung: Uwe Slüter (ab 1.12.2012) Bereich Bildungsangebote I Carolin Olbrich

Bereich Bildungsangebote II Manfred Hendker

Allgemeine Bildung: – Familienbildung: Carolin Olbrich – Erwachsenen- und Seniorenbildung: Sonja Wilmer-Kausch – Politische Bildung: N.N. – Religiöse Bildung: Ursula Hüllen – EDV-Schulungen: Martin Pälmke

Berufliche Bildung: Kolping-Akademie / sonstige Lehrgänge / Seminare: – Erziehungswesen / Sozial- und Gesundheitswesen / BWL und Management: Manfred Hendker – Lehrerfortbildung / Fortbildung für OGS / päd. Fortbildungen: Manfred Hendker – Pädagogische Fortbildungen: Carolin Olbrich

Verbandliche Bildung: – Ehrenamt / MultiplikatorenSchulungen / Bildungsberater: Thorsten Schulz Schule / Elementarbereich: – OGS / Übermittagsbetreuung S I / Schulsozialarbeit / Spielgruppen: Wolfgang Rahe

Berufsintegration / AZAV-Projekte: – Regionalleitung Kreis Warendorf / Leitung Kolping-Bildungszentrum: Christoph Irzik – Regionalleitung Kreis Coesfeld: Josef Vortmann Bildungsberatung: – Josef Vortmann / Marion Berghaus


Titelthema

Kindergärten und Kindertagesstätten. Unser Bildungswerk bietet vielfältige Fortbildungen für den Erziehungsbereich an. Unsere Angebote in der Offenen Ganztagsschule, der Übermittagbetreuung, der Schulsozialarbeit und in Spielgruppen haben wir zu einem wichtigen Schwerpunkt ausgebaut. Dort wo Kolpingsfamilien den schulischen Bereich als ihre Aufgabe begreifen, ist unser Bildungswerk ein kompetenter Partner. Kinder verbringen immer mehr Zeit in der Schule. Wenn wir den jungen Menschen auch dort nahe sein wollen, müssen wir mit unseren Angeboten zu den Menschen gehen. Wir beraten, wir übernehmen die Trägerschaft der Betreuung in Offenen Ganztagsschulen und wir unterstützen Kolpingsfamilien, die sich engagieren wollen.

Berufliche Bildung – Herzstück unseres Angebotes Lange Jahren spielte die berufliche Bil-

dung / Berufsintegration mit unseren Standorten in Warendorf und Coesfeld eine bedeutende Rolle im Angebot unseres Bildungswerkes. Das hat sich verändert, weil fördertechnische Rahmenbedingungen schwieriger geworden sind. Die berufliche Bildung für Benachteiligte gehört auch weiterhin zum Kolpingwerk, auch in Kooperation mit Partnern. Berufsbildende Lehrgänge für arbeitslose Männer und Frauen in allen Altersgruppen führt unser Bildungswerk in Warendorf und Coesfeld durch.

Abschlüsse der Kolping-Akademie erhöhen Berufschancen Wir bieten berufsbegleitende Lehrgänge und Seminare im Erziehungs-, Sozialund Gesundheitswesen sowie Managementkurse in Unternehmen an. Zudem hält die Kolping-Akademie Fortbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Tageseinrichtungen für Kinder und EDV-Fortbildungen bereit.

Kolping-Bildungswerk mit neuer Struktur Unser Bildungswerk hat seit einigen Monaten eine neue Struktur, die den Aufgabenschwerpunkten Rechnung trägt. Neben der Geschäftsführung gibt es zwei Bereiche, in denen sich die Bildungsangebote konzentrieren. ➲ Den Bereich „Allgemeine und verbandliche Bildung“ und den Bereich „Schule“ verantwortet Carolin Olbrich. ➲ Den Bereich „Berufliche Bildung“, „Berufsintegration“ und „Bildungsberatung“ verantwortet Manfred Hendker. Regionalleiter Berufsintegration für den Kreis Warendorf ist Christoph Irzig. Für die Kreise Coesfeld und Recklinghausen verantwortet Josef Vortmann diese Aufgabe. Uwe Slüter Diözesangeschäftsführer

Nicht nur für die Schule sondern für das Leben lernen Kolpingjugend mit Kursangeboten in Schulen Schule hat einen Bildungsauftrag. Aber was bedeutet das? Dass Schule bilden soll, stellt wohl niemand infrage. Aber bei der Frage, was genau Schule zu leisten hat, gehen die Meinungen auseinander. Viele, darunter durchaus auch einige Lehrerinnen und Lehrer, sind der Ansicht, Schule habe ausschließlich dafür zu sorgen, dass Schülerinnen und Schüler Wissen vermittelt bekommen bzw. Wissen ansammeln. Dabei wird spätestens seit Wilhelm von Humboldt (1767–1835) unter Bildung auch die Bildung der Persönlichkeit verstanden. Das Schulgesetz für das Land NRW erklärt zum Bildungs- und Erziehungsauftrag u.a.: die Schule „fördert die Entfaltung der Person, die Selbstständigkeit ihrer Entscheidungen und Handlungen und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl, die Natur und die Umwelt. Schülerinnen und Schüler werden befähigt, verantwortlich am sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, beruflichen, kulturellen und politischen Leben teilzunehmen und ihr eigenes Leben zu gestalten.“ Das geht deutlich über Wissensvermittlung hinaus.

Gute Konzepte außerschulischer Träger nutzen

Kolpingjugend schult jährlich über 1.900 Schüler

Das finde ich beachtenswert, weil die Qualität einer Schule und des gesamten Schulsystems nicht selten ausschließlich nach „Pisa-Kriterien“ beurteilt wird und das heißt Lesekompetenz, mathematische- und naturwissenschaftliche Kompetenz. Schule ist zu mehr aufgefordert. Das ist viel verlangt von Lehrern. Mehrere Faktoren machen das Unterrichten schwerer als zu früheren Zeiten. Insgesamt steige der Druck und Schülerinnen und Schüler hätten immer weniger Lust aufs Lernen und seien einander und der Lehrern gegenüber häufig aggressiv. Viel Unterrichtszeit wird darauf verwendet, auf Störungen einzugehen. Wenn Schule an dieser Stelle begreift, dass nicht Lehrer allein Probleme lösen und den Bildungsauftrag umsetzen können, ist viel gewonnen. Es geht nicht ohne die Kooperation mit den Eltern. Darüber hinaus ist wichtig, dass andere Professionen in die Schule gehen bzw. mit Schule kooperieren (u.a. Schulsozialarbeit und regionale Schulberatung), andererseits, dass gute Konzepte außerschulischer Träger genutzt werden.

Die Kolpingjugend Diözesanverband Münster führt seit vielen Jahren verschiedene Kursangebote für Schülerinnen und Schüler durch. Im Laufe der Jahre ist die Anzahl der Kurse vermehrt worden - jetzt sind es fast 80 Kurse pro

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Titelthema

Jahr, sodass jedes Jahr mehr als 1900 Schülerinnen und Schüler auf diese Art und Weise mit der Kolpingjugend in Berührung kommen. Die Angebote sind u. a.: ➲ Orientierungstage, ➲ Klassengemeinschaftstage, ➲ Konfliktklärung, ➲ Kennenlerntage, ➲ Berufsorientierung ➲ Bewerbungstraining.

Deutlich weniger Wissensvermittlung aber nicht weniger Bildung Sie unterstützen Jugendliche dabei, ihr eigenes Leben in die Hand nehmen und gestalten zu können. Das geschieht vielfach durch die Auseinandersetzung mit sich und mit anderen. Die Referent/-innen sind dabei Unter-

Wir eröffnen Perspektiven für junge Menschen „Kolping gibt jungen Menschen Orientierung und unterstützt sie bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und Zukunftsplanung. Damit tragen wir zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft bei.“

stützer und Impulsgeber. Hier findet deutlich weniger Wissensvermittlung als in der Schule statt, aber nicht weniger Bildung. Die Kurse sind der richtige Ort für Fragen: ➲ „wie komme ich mit meinem Leben klar?“ (in einer komplexen Welt, die so viele Möglichkeiten bietet, aber unüberschaubar ist), ➲ „wie komme ich mit den anderen in meiner Klasse gut aus?“ (wenn Konflikte schon seit Jahren bestehen) oder ➲ „wie finde ich den Beruf, der zu mir passt?“ Die Kursangebote können als wichtige Unterstützung verstanden werden, dass Schule ihrem Auftrag gerecht wird. Sollten verantwortungsbewusste Kolpinger fragen, wieso wir hier der Schule unter die Arme greifen müssen, dann antworte ich, dass wir durch diese Angebote nicht nur Schulen unterstützen sondern im Sinne Adolph Kolpings junge Menschen in ihrer persönlichen und beruflichen Orientierung unterstützen.

„Kolping hält Wertevermittlung, erlebte und erlernte Solidarität und das Ernstnehmen der eigenen Persönlichkeit für die entscheidende Voraussetzung von sozialer Kompetenz. (…) Im Erziehungs- und Bildungswesen wollen wir einen Perspektivwechsel hin zu diesen Tugenden und Fähigkeiten (Selbstständigkeit, Selbstvertrauen, Offenheit, Lebensfreude) voran bringen.“

Und das hat sich das Kolpingwerk mit dem Leitbild auf die eigenen Fahnen geschrieben.

Aus dem Leitbild des Kolpingwerkes Deutschland

Benedikt Albustin Bildungsreferent

Schon gewusst?

Kolpingsfamilien als Lernort Vanessa Krude, Kolpingsfamilie Saerbeck, Gruppenleiterin seit 2005; seit 2009 Leiterin des jährlichen zweiwöchigen Ferienlagers der Kolpingsfamilie Saerbeck. Im Sommer achtwöchiges Praktikum beim Kolping-Bildungswerk Saerbeck absolviert. Bei Kolping habe ich gelernt wie wichtig ein Miteinander im Ehrenamt ist. Nach dem Sprichwort „Viele Hände können viel bewegen“. Auch hat mich der Kontakt zu vielen unterschiedlichen Menschen in meiner Persönlichkeit gestärkt. Mit Blick auf meine kommenden Lebensjahrzehnte könnte ich mir vorstellen, dass ich viele neue Menschen kennen lerne und mit meinem Team (Leiterrunde) in der Theorie geplante Veranstaltungen noch besser in die Tat umsetzen zu können.

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Wer aktuell sein will, kann nicht alle seine Bildungsveranstaltungen langfristig planen. Aber wusstet Ihr schon, dass auch kurzfristige Angebote, die nicht in der Diözesangeschäftsstelle gemeldet sind, abgerechnet werden können? Nötig ist nur die Veröffentlichung durch einen Veranstaltungshinweis in der örtlichen Presse, die durch eine Kopie des Zeitungsartikels nachgewiesen wird.

Sonst ist alles so einfach wie immer: aussagekräftiger Titel, ausgefüllte Teilnahmeliste und ggf. Belege, wenn Kosten entstanden sind – mehr braucht Ihr nicht! ➲ Belege an: Jürgen van Deenen, Kolping-Bildungswerk, Gerlever Weg 1, Postfach 1544, 48653 Coesfeld, Mail: vandeenen@kolping-ms.de, Tel.: 02541 – 803-409

Abrechnung? Wie geht das nochmal? Wer Fragen hat, was, wie und unter welchen Voraussetzungen als Bildungsveranstaltung abgerechnet und bezuschusst werden kann, findet in einer neuen Handreichung in knapper und übersichtlicher Form alle wichtigen Antworten zum Bereich der allgemeinen Erwachsenenbildung (Weiterbildungsgesetz NRW), der religiösen Bildung für Jugendliche, Familien und

Erwachsene (Bistum Münster) und der Jugendbildung und –fortbildung (Kinder- und Jugendbildungsplan NRW). ➲ Die Handreichung steht zum Download bereit unter http://bildungswerk. kolping-ms.de/bildungsarbeit/ oder kann angefordert werden bei: Christel Schellerhoff, 02541 - 803-449, Mail: schellerhoff@kolping-ms.de


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Bildungsberater unterstützen Kolpingsfamilien Bildung war ein zentrales Anliegen Adolph Kolpings und das Kolpingwerk versteht sich nach wie vor nicht nur als Aktions-, sondern auch als Bildungsgemeinschaft. Damit Bildung vor Ort gelingt und die dabei notwendige Abrechnung kein Hindernis darstellt, können Kolpingsfamilien in einigen Bezirken auf die Unterstützung durch Bildungsberaterinnen bzw. Bildungsberater bauen. Die ehrenamtlich tätigen Männer und Frauen informieren über Möglichkeiten der Bezuschussung, geben Anregungen zur Programmgestaltung und halten die Verantwortlichen für die Bildungsarbeit in den Kolpingsfamilien über Programmangebote des Diözesanverbandes auf dem Laufenden.

Alle Kolpingsfamilien sind aufgerufen, sich weiterhin oder von Neuem in der Kolpingsfamilie für die Bildungsarbeit einzusetzen.

bote im Bildungsange

Denn Bildungsarbeit ist wesentlicher Bestandteil des Kolping-Profils. Und durch die Abrechnung der vor Ort durchgeführten Bildungsveranstaltungen tragen Kolpingsfamilien zudem zur Sicherung der finanziellen Grundlagen des Verbandes bei. Hier gibt es Bildungsberater/-innen: in den Bezirken Coesfeld, Bocholt, Borken und Lüdinghausen sowie in den Kreisen Recklinghausen, Kleve und Wesel. Wie leicht zu erkennen ist, fehlt das Angebot also noch vielerorts. Interessierte Mitstreiter sind herzlich willkommen. Die Kolpingsfamilien und Bezirksverbände werden gebeten, nach geeigneten Personen gezielt Ausschau zu halten.

Bildungsberater fragen:

„Stimmt die Mischung im BildungsCocktail Euer Kolpingsfamilie?"

Annette Lakenbrink

Text: Carolin Olbrich Fotos: Tim Schlotmann

eit

Wandel der Z

aus Ausschnitte sdem Bildung er programm d e Kolpingfamili n Billerbeck vo 1964

Clemens Wübbeling

Michael Rübo

Phillip Röhl „Probiert doch mal ein paar neue Geschmacksrichtungen!" 15


Titelthema

Stellenanzeige: Bildungsberater in einem Bezirksverband gesucht Worum es geht und welche Chancen und Aufgaben das Engagement als Bildungsberater/-in mit sich bringt, zeigt folgende Ausschreibung:

Du suchst

… Gelegenheiten, dich auszuprobieren; … individuelle Gestaltungsmöglichkeiten; … viele Kontaktmöglichkeiten; … zeitliche Flexibilität; …eine regional begrenzte Aufgabe.

Du bist

… davon überzeugt, dass Bildungsarbeit ein unverzichtbarer Teil einer Kolpingsfamilie ist; … an der Weiterentwicklung des Verbandes interessiert; … neugierig auf das, was andere Kolpingsfamilien machen; … bereit, Dich in (d)einem Bezirksverband zu engagieren; … jemand, der oder die gerne mit Menschen in Kontakt kommt. Dann ist die Aufgabe

der Bildungsberaterin / des Bildungsberaters vielleicht etwas für Dich.

Bildungsberater:

➲ sind Ansprechpartner für alle, die in den Kolpingsfamilien eines Bezirksverbandes bzw. eines Kreisverbandes Programm machen;

➲ geben Anregungen für die Ideenfindung und Programmgestaltung; ➲ motivieren dazu, attraktive Bildungsveranstaltungen durchzuführen und einzureichen; ➲ geben Hinweise zu Möglichkeiten der Abrechnung; ➲ weisen auf Unterstützungsangebote des Diözesanverbandes hin; ➲ bringen die Anliegen der Kolpingsfamilien in Sachen Bildungsarbeit in die Diözesanebene ein.

Wir bieten

… ein Engagement, das orientiert an der Situation der Bildungsberater und der jeweiligen Bezirke eigenständig gestaltet werden kann; … Beratung und regelmäßige Austauschtreffen; … organisatorische Unterstützung; … Information über aktuelle Entwicklungen; … Möglichkeiten der Fortbildung; … Möglichkeiten der Mediennutzung; … Fahrtkostenerstattung; … jährliche pauschale Aufwandsentschädigung. Interessierte können sich bei Carolin Olbrich, 02541 - 803-443, Mail: olbrich@kolping-ms.de, melden.

Bildungswerk

„Damit es funkt!" – Basiskurs Erwachsenenbildung ➲ Auseinandersetzung mit der eigenen Lernbiografie! ➲ Wie gestalten wir Anfänge einer Veranstaltung.

„Zündende“ Tipps und Ideen beim Basiskurses Erwachsenenbildung: Die Teilnehmenden fühlen sich gut gerüstet für den Einstieg in die Erwachsenenarbeit bei den Kolpingsfamilien.

Gestartet mit einer Wunderkerze in der Kolping Bildungsstätte Coesfeld und beendet an der „funkenschlagenden“ Kanone in der Jugendburg Gemen. Dazwischen gab es viel Input, Austausch und Spaß – so lautet das Fazit der Teilnehmer und Kursleiter des Kurses „Damit es funkt! - Basiskurs Erwachsenenbildung“. Und warum das alles? Aktive und solche die es werden wol 16

len, sollen mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet werden. Vermittelt wurden die Inhalte an drei Wochenenden im August von den Referentinnen Carolin Olbrich, Dorothee Hüllen und Sonja Wilmer-Kausch. Im ersten Teil wurden folgende Schwerpunkte behandelt: ➲ Wie lernen Erwachsene?

In vielfältiger Weise, theoretisch und praktisch, hat sich die Gruppe mit diesen Themen auseinandergesetzt. Die eigene Lernbiografie wurde unter die Lupe genommen, Anfänge von Veranstaltungen hinterfragt. Was sagt die Theorie dazu, was sind typische Anfangssituationen, welche Aufgabe hat die Leitung? Nach der Theorie kam die Praxis mit der Planung konkreter Anfänge für Veranstaltungen. Einige Planungen wurden in Kolpingsfamilien getestet und konnten so für den weiteren Kurs als Beispiel genutzt werden. Der zweite Teil des Kurses hatte die Schwerpunkte: ➲ Grundlagen der Themenzentrierten Interaktion (TZI). ➲ Mit Widerständen umgehen, wie motiviere ich zum Mittun! ➲ Wie wirke ich als Leitende(r) auf die Gruppe?


Bildungswerk

In der Theorie ist vieles verständlich, die Umsetzung ist nicht immer einfach. Hierzu gab es konkrete Planungsraster und Praxisbeispiele, die in Übungsaufgaben geübt und kritisch betrachtet wurden. Im dritten und letzten Teil lag der Schwerpunkt bei: Information über gehirngerechtes ➲ Lernen. ➲ Eigenverantwortung der Lernenden und Lehrenden. ➲ Vertiefung der Informationen des ersten und zweiten Teils! Mit all diesen Informationen ist klar geworden, dass der Anfang einer Veranstaltung für deren Verlauf wichtig ist. Die Struktur einer Veranstaltung und der Leitungsstil sollten immer wieder kritisch betrachtet werden. Der Kurs hat allen Teilnehmern viel Wis-

sen rund um‘s Thema vermittelt. Die Stimmung war immer super, Informationen, Offenheit, Kreativität und Spaß bestimmten die Einheiten. Fazit: Jeder, der in leitender Funktion steht, sollte so einen Kurs mitmachen. Der Funke ist übergesprungen und die Wunderkerzen wurden an verschiedenen Stellen durch die Teilnehmer zur gleichen Zeit angezündet um klar zu machen: Wir sind gerüstet um mit all‘ diesen Erkenntnissen in die Erwachsenenarbeit vor Ort einzusteigen. Wir danken unseren Referenten Carolin Olbrich, Dorothee Hüllen und Sonja Wilmer-Kausch ganz herzlich für ihren Einsatz und das Rüstzeug. Susanne Lenfers und Friedhelm Theveßen, Teilnehmer der Kolpingsfamilie Lüdinghausen

Abdrehen! Filmseminar für Jung und Alt Bei einem zweitägigen Filmworkshop-Wochenende des Kolping-Bildungswerkes Diözesanverband Münster von Samstag, 8.12. ab 11 Uhr, bis Sonntag, 9.12. um 17 Uhr in der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld können Jugendliche, Kinder (ab 6 J.) und Erwachsene jeden Alters selbst zu Regisseuren, Schauspielern und Kameraleuten werden. Sie experimentieren mit dem Medium Film und erfahren dabei viel über seine Möglichkeiten und Wirkungen. Gemeinsam wird vor allem viel praktisch gearbeitet, ein Stummfilm erstellt und bearbeitet.

Anhand verschiedener Übungen erfahren die Teilnehmer/-innen wie man amateurhafte Bilder vermeidet und Bilder ansprechend gestaltet. Hierzu zählt z. B. die richtige Einstellungsgröße zu wählen, sich für eine sinnvolle Perspektive zu entscheiden und das Licht korrekt zu nutzen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Aufgrund umfänglicher Vorbereitungen wird um baldige Anmeldung gebeten. Carolin Olbrich ➲ Information und Anmeldung: Kolping-Bildungswerk, Hildegard Wübbeling, Tel.: 02541 - 803-473, Mail: wuebbeling@kolping-ms.de

WIR SIND KOLPING Magdalene Rösner, (57 J.), Schriftführerin der Kolpingsfamilie Epe ➲ Durch viele Menschen in meiner Umgebung, gerade Kinder, die mir ihre Erfahrungen aus Fahrten nach Olpe geschildert haben, bin ich seinerzeit neugierig geworden. Mein Mann war schon Kolpingmitglied und ich wollte auch dazugehören. ➲ Eben dieses Dazugehören – ein Leben lang – macht für mich die Mitgliedschaft in der großen Familie der Kolpingmitglieder aus. Die vielen Gespräche und die Freude, die durch diese Gemeinschaft entsteht, sind für mich längst unverzichtbar geworden. Da bringe ich mich auch selbst aktiv ein.

WIR SIND KOLPING Herbert Rehers, (44 J.), Familienkreissprecher in der Kolpingsfamilie Nottuln ➲ Schon in meiner Jugend war ich aktiv in der Kolpingjugend Püsselbüren. Als ich dann irgendwann nach Nottuln kam, habe ich durch die Kolpingsfamilie sofort Anschluss finden können. ➲ Man trifft eben immer wieder auf Menschen mit gleichen oder ähnlichen Interessen. Mit ihnen kann man sich engagieren und zu einem aktiven Verbandsleben selbst beitragen. Das Schöne ist zudem noch: Das Engagement endet nicht an der Ortsgrenze.

„Wir bilden, wir parken nicht“ Das Kolpingwerk in Nordrhein-Westfalen begrüßt die Ansätze der Landesregierung, den Übergang junger Menschen von der Schule in den Beruf neu zu organisieren. Ministerpräsidenten Hannelore Kraft hatte in ihrer Regierungserklärung angekündigt, ein neues System mit dem Leitgedanken „Kein Abschluss ohne Anschluss“ zu errichten. „Allerdings sollte man mit dem Bad nicht gleich das Kind ausschütten, wenn pauschal von beruflichen Warteschleifen geredet wird, in denen scheinbar junge Leute sinnlos kreisen“, so der Landesvorsitzende Karl Schiewerling. Gemeint

seien mit solcher Rede auch Einrichtungen der Kolping-Bildungswerke, in denen junge Menschen eine wichtige Zeit ihres Lebens verbringen. „Hier wird aber niemand geparkt, hier wird jeder gebildet“, so Schiewerling. Es gebe viele junge Menschen, die aufgrund ihrer familiären Situation, ihrer Herkunft, persönlicher oder gesundheitlicher Defizite in dieser Übergangsphase ihres Lebens etwas mehr Zeit bräuchten als andere. „Und diese Zeit muss man ihnen geben, so oder so.“ Jeder Betrieb, der einen solchen jungen Menschen einstellt, spüre dies sofort. Hier müsse auf jeden Fall eine Begleitung der Jugendlichen si-

chergestellt werden, die den Betrieb entlastet. Grundsätzlich freue man sich bei Kolping darüber, dass die gute Konjunktur den jungen Leuten neue Chancen gebe. Diese müssten aber so gestaltet werden, dass sie am Ende wirklich zum Erfolg führen. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen kennen die Probleme dieser Generation und wissen, wie damit umzugehen ist.“ Diese Erfahrungen seien ein wichtiges Potenzial. „Wer glaubt, darauf verzichten zu können, könnte am Ende manche böse Überraschung erleben.“ Claudia Auffenberg 17


Verband

„Ehrenamt ist konstitutives Element von Verbandsarbeit“ In dem ehrenamtlich geführten Verband stehen für Uwe Slüter die Kolpingsfamilien und verbandliche Gremien im Mittelpunkt. Das ist die Quintessenz nach einem Gespräch mit der Redaktion des Kolping-FORUMs. Seit dem 1. Mai ist Uwe Slüter Diözesangeschäftsführer des Kolpingwerkes im Diözesanverband Münster. Der gebürtige Nordhorner hat nach dem Wirtschaftsabitur Katholische Theologie und Sozialarbeit studiert sowie neben weiteren eine Fortbildung im Sozialmanagement für Führungskräfte in sozialen Institutionen absolviert. Das Kolping-FORUM hat ihn nach mittlerweile vier Monaten Dienstzeit zu seinen Einschätzungen und ersten Eindrücken befragt. Das Interview führte Rita Kleinschneider.

Uwe Slüter

WIR SIND KOLPING Max Olbrich, (75 J.), leitete viele Jahre die Theatergruppe der Kolpingsfamilie Ascheberg

➲ Ich bin seit 1956 Mitglied. Damals wurde der Spielmannszug gegründet und als katholischer Geselle gehörte man zum Kolping dann einfach dazu. Alle jungen Handwerker, die man so kannte, waren dabei und man ist gemeinsam in den Verein gegangen. ➲ Seit 1964 bin ich in der Theaterspielschar unserer Kolpingsfamilie aktiv. Hierüber habe ich viele Menschen und nette Leute kennengelernt. Kolping vor Ort ist fröhlich, zünftig, eine nette Gemeinschaft. Früher wie auch heute traf man sich auch mal zwischendurch, hat Beziehungen aufgebaut und gefestigt. ➲ Kolping hat einen großen Teil meines Lebens begleitet. Auch heute noch sind die Veranstaltungen gemütlich und alle Generationen sind vertreten. Wir fühlen uns hier wohl. Man ist auch im Alter noch voll in der guten Gemeinschaft integriert, gehört einfach dazu. Man kann Aufgaben übernehmen und damit der Gemeinschaft dienen. Jüngere als auch Ältere können so zum guten Gelingen beitragen und der Gruppe dienen.

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Herr Slüter, für die Freiwilligendienste beim Bundesvorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) bisher in Düsseldorf tätig, nun seit Mai Geschäftsführer beim Kolpingwerk Diözesanverband Münster mit einer deutlich anderen Mitgliederstruktur. Wie ist Ihnen dieser Wechsel bisher „bekommen“? Schildern Sie uns Ihre ersten Eindrücke vom Kolpingwerk? 100 Tage sind eine kurze Zeit für einen ersten Rückblick. Für mich bedeutet der Wechsel eine große Veränderung. Das Themenspektrum hat sich erweitert. Es geht um die Zukunft eines großen katholischen Sozialverbandes, der wirklich sehr gut vernetzt ist und ein sehr breites Spektrum an Aktivitäten und Bildungsmöglichkeiten anbietet. Neu ist für mich natürlich auch, als Geschäftsführer Verantwortung zu übernehmen. Ich fühle mich sehr wohl und entwickle mich zu einem echten Kolpinger! Wo sehen Sie unmittelbaren Handlungsbedarf? Nach so kurzer Eingewöhnungsphase Handlungsbedarf aufzuzeigen, geht am Ziel vorbei. Ich verstehe mich augenblicklich als Lehrling, der mit großer Unterstützung Verantwortung übernimmt. Mit offenen Augen und Ohren den Menschen im Kolpingwerk und in der Geschäftsstelle zu begegnen, das ist augenblicklich meine Aufgabe. Gibt es eigene inhaltliche Konzepte, mit denen Sie das Profil des Diözesanverbandes für die Zukunft ausrichten wollen? Ich habe Eindrücke und Ideen, aber in erster Linie geht es darum, den Kolpingsfamilien, Kreis- und Bezirksverbänden eine Unterstützungsstruktur anzubieten, damit ehrenamtliche Arbeit möglich ist. Dazu gehört auch, dass die Einrichtungen ihre Ziele verfolgen können und gute Dienstleister sind.

Um im Diözesanverband mit seinen vielen Gremien und Ebenen als Geschäftsführer arbeiten zu können braucht es sicherlich eine intensive Einarbeitungszeit. Fühlen Sie sich vom Diözesanvorstand und Ihren hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen gut unterstützt? Lassen Sie mich nach 100 Tagen sagen – und das ist keine Floskel – ich habe den Wechsel keinen Tag bereut und komme jeden Tag gerne ins Büro. Ich freue mich an und über die vielen Begegnungen. Außerdem haben mir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Coesfeld den Einstieg wirklich leicht gemacht. Zum 1. Dezember werden Sie nun auch die Geschäftsführung des Kolping-Bildungswerkes von Reinhold Garthe übernehmen. Welche Schwerpunkte / Arbeitsbereiche haben zunächst Priorität? Das Bildungswerk hat ein tolles und vielfältiges Dienstleistungsangebot, welches sich an den Zielen und Aufgaben des Kolpingwerkes orientiert. Auch im Bildungswerk geht es zuerst darum, das ich mir einen Überblick verschaffe. Das Bildungswerk ist ein Wirtschaftsbetrieb. Es muss mit seinen Angeboten überzeugen und Kunden finden. Bildung ist uns wichtig und das Angebot orientiert sich einerseits am Fortbildungsinteresse unserer Mitglieder mit den Bereichen verbandliche und allgemeine Bildung. Zum lebenslangen Lernen gehört aber auch ein Fortbildungsangebot für Menschen, die sich beruflich qualifizieren wollen. Angebote im Bereich der beruflichen Bildung und – ausbaufähig – Angebote für Kinder an Schulen im Rahmen der OGS gehören zum Auftrag des Kolpingwerkes. Welche Fachwissen, aus Studium und bisherigen beruflichen Tätigkeiten, sind Ihnen besonders nützlich für Ihre neuen Aufgaben bei Kolping?


Verband

Ich habe mit meinen 52 Jahren einige Berufserfahrung aus unterschiedlichen Tätigkeiten und das ist gut so. Außerdem bin ich ein katholisch sozialisierter Verbändemensch. 21 Jahre hauptberufliche Tätigkeit in der katholischen Jugendverbandsarbeit sind für meine Tätigkeit ein reicher Erfahrungsschatz. Die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Leitungskräften ist mir wichtig. Außerdem schadet mein Theologiestudium im neuen Job ebenfalls nicht. Und welche Tugenden braucht es, um für nahezu 100 Mitarbeiter/-innen an zwölf Standorten mit Schwerpunkt in den Kreisen Coesfeld und Warendorf die Verantwortung zu tragen? Die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, die Fähigkeit delegieren und loslassen zu können und vor allem, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ernst zu nehmen und ihnen Vertrauen entgegenzubringen. Auch wenn ich letztendlich die Verantwortung trage, kann eine Organisation dieser Größenordnung nicht ohne eine Leitungsstruktur auskommen, die weitere Mitarbeiter in Verantwortung nimmt und in Leitung einbindet. Ohne die Unterstützung aller und insbesondere der Bereichsleitungen lässt sich Verantwortung nur schwer tragen. Die Frage nach Tugenden ist erst einmal eine allgemeine Frage. Zwei Tugenden sind mir besonders wichtig: Klarheit einhergehend mit Berechenbarkeit sowie Geduld. Ob ich diese Tugenden habe oder ansatzweise habe, müssen Andere entscheiden. Mit welchen Verbänden oder Institutionen im Bistum Münster würden Sie gern stärker in den Dialog treten? Die katholischen Sozialverbände sind wichtige Partner für das Kolpingwerk, mit denen wir eng kooperieren. Als kirchlicher Verband ist das Bistum selber mit seiner Verwaltungsstruktur und seinen Einrichtungen ein sehr wichtiger Dialogpartner. Die aktuelle Altersgruppenstatistik zeigt es wieder einmal deutlich: Unsere Mitgliederstruktur hat ihren Schwerpunkt bei den höheren Altersgruppen. Wie können wir Jüngere für Kolping gewinnen? Antwort auf diese Frage sucht nicht nur das Kolpingwerk. Das Milieu, aus dem sich Menschen für das Kolpingwerk entscheiden, wird kleiner. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass innerhalb einer

Familie der Kolping-Stab automatisch weitergereicht wird. Trotzdem hat unsere Kolpingjugend viele Mitglieder und es werden nicht weniger. Zukünftig kommt es darauf an, attraktive Angebote dort zu machen, wo junge Menschen ihre Zeit verbringen. Das ist meines Erachtens zunehmende die Schule. Wo liegt Ihrer Meinung nach der Mehrwert einer Mitgliedschaft bei Kolping? Alternativen gäbe es für die Jugendlichen sicherlich genug…. Heimat, Freunde, Glauben leben sind nur einige Stichworte. Jugendliche gehen dorthin, wo sie Antworten auf Lebens- und Glaubensfragen finden. Und bei unserer Kolpingjugend ist das möglich. Muss der Blick bei Programmplanungen und –durchführungen hin zu neuen Medien und Mitteilungsformen (Sozialen Netzwerken) wie Twitter oder Facebook genutzt werden? Das Kolping-FORUM, Ausgabe Juli 2012, hat ausführlich über die wachsende Bedeutung der Social Medien informiert. Auch wenn vielen Kolpingmitgliedern diese neuen Medien noch fremd sind, müssen wir dort präsent sein, wo die Menschen sind. Wir müssen die neuen Medien aktiv nutzen und uns darauf einstellen, dass die Bedeutung noch zunimmt. Und wie halten Sie es selber? Kann man Ihnen eine „Freundschaftsanfrage“ stellen? Auch ich habe einen facebook-account, den ich beruflich nutze und Kolpingmitglieder können mir Freundschaftsanfragen zusenden. Wichtiger ist jedoch unser Kolping Account bei Facebook. Hier freue ich mich über viele neue „Freunde“. Wer uns dort folgt, erfährt mehr und ist aktueller informiert. Das Kolpingwerk wird hauptsächlich durch ehrenamtliches Engagement getragen. Meinen Sie, dass trotz seit Jahren zunehmender beruflicher Arbeitsdichte, Ganztagsschulen, Turbo-Abitur und „Freizeitstress“ auch in Zukunft ein Verband auf’s Ehrenamt basieren kann? Ehrenamt ist konstitutives Element von Verbandsarbeit, insbesondere im Kolpingwerk geht ohne Ehrenamtliche nichts. Das wird auch so bleiben. Möglich ist, dass es in einzelnen Bereichen zu einer stärkeren Einbindung von Hauptamtlichen oder Honorarkräften kommt, z. B. wenn wir an Schulen stärker präsent sein wollen. Wir bekommen es zukünftig auch mit neuen For-

men des ehrenamtlichen Engagements zu tun und vielleicht verschwimmen – auch im Kolpingwerk – die Grenzen zwischen ehrenamtlichem und bezahltem Engagement zukünftig stärker. Zum Ende sind wir neugierig auf den Menschen Uwe Slüter. Was offensichtlich bis nach Düsseldorf nicht möglich war, praktizieren Sie vor den Augen Ihrer staunenden Mitarbeiter: Sie fahren den Arbeitsweg Münster – Coesfeld – Münster mit dem Rennrad! Na ja, ich laufe halt gern und häufig und Radfahren gehört ebenfalls zu meinen Hobbys. Der Weg von Coesfeld nach Münster ist landschaftlich schön und einige Male habe ich mich aufs Rennrad gesetzt und den Arbeitsweg auf diese Weise bewältigt. Stellen Sie sich vor, Sie bekämen zwei Stunden mit einem Gesprächspartner Ihrer Wahl geschenkt. Wen, lebendig oder bereits verstorben, würden Sie auswählen? Ich bin ja kein Kolping-Urgestein und muss den Verband erst noch kennenlernen. Aber ein Bewerbungsgespräch mit Adolph Kolping fände ich schon weiterführend. Vielen Dank für unser Gespräch und weiterhin alles Gute für Ihr verantwortungsvolles Wirken.

WIR SIND KOLPING Paul Schroeter, (18 J.), Kolpingsfamilie Enniger, Mitglied im Diözesanarbeitskreis der Kolpingjugend ➲ Die Kolpingsfamilie hat schon vor elf Jahren enorm dazu beigetragen, dass meine Familie nach einem Umzug in neuer Umgebung Fuß fassen konnte. Das hat mich geprägt, weil ich damals noch sehr jung war und schon Kolpingmitglied geworden bin. ➲ Im Kolpingwerk gehört es dazu, dass man schnell in Kontakt mit anderen Menschen tritt und Bekanntschaften fürs Leben knüpft. ➲ Ich würde einem Jeden empfehlen, einmal hinzuzukommen, um die Vielfalt des Verbandes und all seiner Gliederungen kennenzulernen. Wenn man sich dann noch selbst einbringen kann, ist das ein großer Gewinn.

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Verband

Austausch über aktuelle Fragen - konkrete Projekte für die Zukunft Kolping-Verantwortliche nutzten Vorsitzendentagung sangeschäftstelle in Coesfeld. Als Gast begrüßten die Kolpingschwestern und –brüder Father Peter R. Isingoma, Mitglied des Generalpräsidiums des Internationalen Kolpingwerkes. In seiner Funktion als Nationalpräses der Kolping Society Uganda berichtete er über die nunmehr 20 Jahre währende Partnerschaft mit dem Kolpingwerk im Bistum Münster und sprach seinen Gastgebern Dank für deren vielfältige Unterstützung in den vergangenen Jahren aus. Für Vorstände, Leitungsteams und Neueinsteiger beim Engagement in den Kolpingsfamilien im Bistum Münster war die „Vorsitzendentagung“ des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster konzipiert. Im Sinne einer kleinen Verbandsmesse präsentierten sich Kolpingsfamilien mit ihren besonderen Projekten als Ideengeber. In 13 Workshops wurden spezifische Fragestellungen zur Vorstandsarbeit erörtert. Natürlich durfte das gemeinsame Gespräch bei einer Tasse Kaffee nicht fehlen.

Etwa 130 Verantwortliche aus den Kolpingsfamilien im Diözesanverband Münster kamen am Samstag (22.09.2012) auf Einladung der verbandlichen Leitungsebene im Coesfelder Pius-Gymnasium zur Vorsitzendentagung zusammen. Im Mittelpunkt der Konferenz standen neben dem Austausch über aktuelle Fragen aus der örtlichen Arbeit konkrete Projekte für die Zukunft. In verschiedenen Workshops erläuterten Experten aus dem Kolpingwerk etwa Fragen der Nutzung sozialer Netzwerke, gaben Informationen

zu Projekten der Kolpingsfamilien im Rahmen der kirchlichen Strukturveränderungen oder konkrete Ratschläge zur Gestaltung von Gottesdienstfeiern. Info-Stände auf einer Verbandsmesse gewährten Einblicke in die Arbeit der Fachausschüsse oder der verschiedenen Gremien des etwa 41.000 Mitglieder zählenden Verbandes im Bistum Münster. Während der Tagung stellte sich auch der neue Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter (Münster) den Teilnehmern vor. Er bestimmt seit Mai 2012 die Geschicke der Diöze-

Text und Fotos: Tim Schlotmann ➲ Ausführlicher Bericht auf http://ourl.de/c646c

Intensiver Austausch zum Thema Ladenöffnungszeiten und Sonntagsschutz am Stand des Diözesanfachausschusses „Arbeit und soziale Sicherheit“ auf der Verbandsmesse zwischen den Kolpingbrüdern (v. l.) Otger Möllers (Kolpingsfamilie Stadtlohn), Georg Hiob (Kolpingsfamilie Kleve und Vorsitzender des Fachausschusses) und Martin Weiss (Kolpingsfamilie Ascheberg).

Für’s Studium Geld verdienen Zehn rumänische Studenten der Theologie zu Gast Zehn rumänische Theologiestudenten waren auf Einladung des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster im September für vier Wochen in Deutschland. Sie erhielten so Gelegenheit, sich durch einen Ferienjob Geld für ihr Studium zu verdienen, Land und Leute ein wenig kennen zu lernen und Einblick in kirchliche Strukturen und das christliche Gemeindeleben vor Ort zu nehmen. Die angehenden Priester waren überwiegend in Gastfamilien untergebracht und arbeiteten bei verschiedensten Firmen im Umkreis. Schon bei der Begrüßung dankte Kolping-Diözesanpräses Franz Westerkamp den Gastfamilien und den Firmen für ihre Kooperation. Gleich zu Beginn ihres Deutschlandaufenthaltes wurden die zehn jungen 20

Zehn rumänische Priesteramtskandidaten wurden von Kolping-Diözesanpräses Franz Westerkamp (Coesfeld, li.) willkommen geheißen. Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster ermöglichte ihnen in Kooperation mit Firmen und Gastfamilien in ihren Semesterferien Geld für die Studienfinanzierung zu verdienen.

Priesteramtskandidaten und deren Gastfamilien von Diözesanpräses Franz Westerkamp zu einem Ausflug nach Köln eingeladen. Ein Gottesdienst in der Minoritenkirche, ein Besuch der

Kolping-Grabstätte, eine Führung durch den Kölner Dom und Sehenswürdigkeiten bereicherten diesen Tag. Rita Kleinschneider


Verband

Elisabeth Scheffer 25 Jahre im Bistumsdienst Bei einem TaizéGottesdienst in ihrer Gemeinde Heilig Kreuz Dülmen und anschließender Feier freuten sich viele Weggenossen, darunter auch zahlreiche Kolpingbrüder und Kolpingschwestern, mit Elisabeth Scheffer über ihr 25-jähriges Jubiläum in Diensten des Bistums Münster. Von 1997 bis 2005 war Lisa, wie sie überall gern genannt wird, erste weibliche Diözesanseelsorgerin im Kol-

pingwerk Münster. Nach wie vor ist sie dem Kolpingwerk sehr verbunden. Seit ihrem Dienst beim Kolpingwerk engagiert sie sich als Vorsitzende beim Verein „Familien helfen Familien“. Ihre Nachfolgerin, Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen, dankte Lisa Scheffer in der Feierstunde für deren stets fröhliches und sehr engagiertes Wirken im Diözesanverband. In Hl. Kreuz Dülmen arbeitet die Dipl. Theologin und Supervisorin als Pastoralreferentin. Rita Kleinschneider ➲ Ausführlicher Bericht und Fotostrecke auf Homepage Hl Kreuz: http://ourl.de/5ef98

Diözesanpastoralplan ein Anliegen der katholischen Verbände Gemeinsame Stellungnahme Auch in Zukunft sei erklärtes Ziel der kirchlichen Verbände mit ihren Ortsgruppen, in der alltäglichen Pastoral in den Gemeinden das Leben und die Seelsorge aktiv und lebendig zu gestalten. Das definieren die Erwachsenenverbände Katholische Arbeitnehmerbewegung, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, Kolpingwerk Diözesanverband Münster und Junge Gemeinschaft in einer gemeinsamen Eingabe zum Diözesanpastoralplan. Bei der zukünftigen Zusammenarbeit in der Diözese und in den Pfarreien mit

ihren tausenden ehrenamtlich Engagierten aus den Verbänden will man ein „glaubwürdiges Zeugnis an die Kirche Jesu Christ“ beitragen können. Insgesamt sei es ein Anliegen, „sehr deutlich heraus zu stellen, dass wir als Verbände im Bistum Münster auch in Zukunft ein lebendiger und aktiver Teil der Kirche sein wollen“, so der Wortlaut der Eingabe. „Durch unser Tun wollen wir viele pastorale Aufgaben aktiv unterstützen und mittragen.“ Zusammengefasst von Rita Kleinschneider

Diözesanversammlung in Coesfeld Termin: 17. November 2012 9.00 Uhr Gottesdienst mit Diözesanpräses Franz Westerkamp in der Kapelle der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld. Wir bitten um Bannerabordnungen, die sich um 8.45 Uhr im Foyer der Bildungsstätte aufstellen. 10.00 Uhr Beginn der Versammlung ➲ in der Aula des St. Pius Gymnasiums Coesfeld, Gerlever Weg, mit Regularien und Wahlen, u. a. für das Amt des Diözesanvorsitzenden.

Anlaufstelle für die Pfarrgemeinden Als zentrale Anlaufstelle für die Pfarrgemeinden im NRW-Teil des Bistums Münster nimmt Anfang Oktober die neue Abteilung Kirchengemeinden im Bischöflichen Generalvikariat Münster ihre Arbeit auf. Sie ist am Hörsterplatz 2 in Münster (Tel. 0251 / 495-201) untergebracht und dient als Koordinierungsstelle für ganz unterschiedliche Fragen, die katholische Kirchengemeinden sonst möglicherweise an verschiedene Stellen der Bistumsverwaltung richten mussten: von der Personalplanung und den Sektor Bauen über juridische Fragen bis zum Bereich Finanzen und Vermögen. Durch die Neuorganisation können sich Beratungs- und Abstimmungsprozesse beschleunigen. Die Leitung der Abteilung übernimmt Bernhard Brügging, der bisher die Haushaltswirtschaft der Kirchengemeinden im Generalvikariat geleitet hat; sein Stellvertreter ist Martin Lange von der Abteilung Bauwesen. Quelle: Pressedienst Bistum Münster, 26.9.2012

WIR SIND KOLPING Tonius Weiß, (12 J.), Jugendgruppenmitglied der Kolpingsfamilie Ascheberg

Durch meine Eltern bin ich zum Kolping gekommen, die sind beide sehr aktiv. Meine Freunde, die ich durch Kolpingveranstaltungen und die Jugendgruppe kennengelernt habe, sind wie ich auch selber Mitglied geworden. Die Zusammentreffen sind immer toll, besonders die Gruppenstunde. Das Highlight ist unser Kolpingferienlager die „4TeenFunDays“. Wir machen gemeinsam Ausflüge. Bei allen Kolpingveranstaltungen kann ich mit allen gemeinsam toll spielen. Ich würde Kolping empfehlen, weil es eine schöne Gemeinschaft ist, wo man sich versteht und neue Freunde findet.

➲ Vortrag: „Ehrenamt – Bedeutung, Veränderungen und Herausforderungen für das Kolpingwerk“, Andrea Hankeln, NRW-Ministerium 21


Verband

Imagekampagne „Wir sind Kolping“ Die Imagekampagne befindet sich derzeit in ihrer dritten Phase, der Mitgliederkampagne. Hier ist die angepeilte Zahl von 12.000 Mitgliedern im Jahr 2012 noch weit entfernt. Zum Stichtag 31. August sind in 2012 im gesamten Kolpingwerk Deutschland 4200 neue Mitglieder eingetreten. Alle verbandlichen Gliederungen sind aufgerufen, das Anliegen der Mitgliederkampagne aktiv zu unterstützen. Kolpingsfamilien sowie die verbandlichen Einrichtungen und Unternehmen haben bereits jeweils 20 Exemplare der September Ausgabe des Kolpingmagazins aus einem extra erstellten Überdruck erhalten. Diese Ausgabe thematisierte die Mitgliederkampagne. Es wird

Neu-Mitglieder im Diözesanverband Münster: ➲ 2012: 01.01.2012 bis 31.08. = 695 Neuaufnahmen, (bundesweit = 4.200 (s. li.) entspricht anteilig 16,5 Prozent w w w. w i r s i n d k o l p i n g . d e

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2012 tausend x Freundschaft 265.000 Mädchen, Jungen, Frauen und Männer sind schon KOLPING. Du fehlst!

Hier fehlst Du!

gebeten, damit vor Ort noch einmal auf die Mitgliederkampagne und das Kolpingwerk aufmerksam zu machen. Quelle: Auszug aus Informationen des Bundesvorstandes Kolpingwerk Deutschland

2012 tausend x Gemeinschaft 265.000 Mädchen, Jungen, Frauen und Männer sind schon KOLPING. Du fehlst!

Hier fehlst Du!

➲ Vom 01.01.2010 (Start der Imagekampagne) bis zum 18.09.2012 wurden 3.325 neue Mitglieder im DV Münster aufgenommen (bundesweit = 17.799), entspricht anteilig 18,7 Prozent Quelle: Klaus Bönsch, Mitgliederservice Kolpingwerk Deutschland, zusammengestellt von Rita Kleinschneider

Akademie

Aufgaben mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund übernehmen 14 „Fachwirte im Sozial- und Gesundheitswesen (KA)“ wurden an der Kolping-Akademie NWR / Münster verabschiedet Nach knapp 14 Monaten berufsbegleitender Fortbildung und 308 Unterrichtsstunden erhielten Ende August 14 frisch gebackene Absolventen ihre Urkunden als „Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen (KA)“ überreicht. Sie wurden feierlich im Stadthotel Münster verabschiedet.

WIR SIND KOLPING

Justus Hiob, (5 J.), Kolpingsfamilie Kleve „Was ich an Kolping gut finde? Da sind viele nette Leute und die machen tolle Sachen!“

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Martin Pälmke, Lehrgangsleiter für diese Qualifizierung an der Kolping-Akademie, gratulierte zum erfolgreichen Abschluss dieser Weiterbildung. Birgit Schmidt, Dozentin für das Fach Rechnungswesen an der Kolping-Akademie NRW / Münster, bescheinigte in ihrer Festansprache den Fachwirt/-innen, nun das Rüstzug erhalten zu haben, Aufgaben mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens zu übernehmen. „Setzen Sie Ihr erlangtes Wissen und Ihre Erfahrungen aus dem Lehrgang mit Selbstbewusstsein in die Praxis um“, ermunterte sie die Absolventen. Marcus Bassen ließ als Sprecher des Lehrgangs auf amüsante Art und Weise den Lehrgang noch einmal Revue passieren. Er bedankte sich bei den Dozenten für ihre anschauliche und praxisnahe Lehrtätigkeit sowie die gute Zusammenarbeit. Zur feierlichen Überreichung der Urkunden nahm Martin Pälmke Bezug auf den Gründervater Adolph Kolping: „Wo er damals schon Weiterbildung in den Gesellenhäusern ausgeübt hat, findet diese heute in seinem Namen in den Kolping-Akademien und –Bildungswerken statt.“ Dabei sei es Kolping nicht nur um die berufliche Bildung, sondern auch immer um die Herzensbildung gegangen. „Weiterbildung bei der Kolping-Akademie ist nicht nur reine

308 Stunden qualifizierenden Unterrichts an der Kolping-Akademie liegen hinter ihnen: Jetzt können 14 Absolventen Aufgaben mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens übernehmen.

Wissensvermittlung sondern auch die Heranführung an einen verantwortungsvollen Umgang mit den erworbenen Kompetenzen, also auch ein Stück Gestaltung unserer Gesellschaft.“ Text und Foto: Martin Pälmke ➲ Neue Lehrgänge zum/zur Fachwirt/ in im Sozial- und Gesundheitswesen starten am 3. November in Münster und am 17. November in Kleve. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten unter Tel. 02541 - 803-469 oder www.akademie.kolping-ms.de.


Akademie

Weiter BILDUNG – ZUKUNFTSWEISEND Berufsbegleitende Qualifizierungen der Kolping-Akademie NRW | Münster Erziehungswesen ■ Fachwirt/in für Erziehungswesen (KA) Leitungsaufgaben in Tages- und Heimeinrichtungen für Kinder und Jugendliche Dauer: 12 Monate | 274 Ustd. Beginn: 17.11.2012 in Münster ■ Fachkraft U3 – Frühkindliche Bildung und Erziehung (KA) Dauer: 7 Monate | 168 Ustd. Beginn: 16.11.2012 in Kleve ■ Fachkraft für elementare Sprachförderung (KA) Praxisnahe Fortbildung zur Umsetzung gezielter Sprachfördermaßnahmen Dauer: 5 Monate | 112 Ustd. Aus unseren Häusern

„Zauberhafte“ Silvesterfreizeit im Sauerland Mit „Harry Potter“ einen zauberhaften Jahreswechsel erleben heißt es vom Donnerstag, 27. Dezember 2012, bis Samstag, 5. Januar 2013, in der Kolping-Familienferienstätte „Regenbogenland“ in Olpe. Harry Potter begeistert gleichermaßen Eltern wie Kinder. Genauso spannend soll der Jahreswechsel für Familien mit Kindern, egal ob Minis, Maxis, Teens, werden. Das Programm bietet für Eltern sowohl Aktivitäten als auch entspannenden Silvesterurlaub, etwa mit Spaziergängen rund um den (hoffentlich) verschneiten Biggesee, denn die Kinder werden gut betreut. Das alles mit Rundum-Verpflegung. Pauschalpreise für neun Tage Ferienaufenthalt incl. Unterkunft, Vollpension, Ferienprogramm sowie Kinderund Jugendbetreuung. Preise ab: Erwachsene: 420 Euro; Staffelung Kinder bis Jugendliche von 190 bis 295 Euro; Kinder bis 2 Jahre sind frei.

Beginn: 09.11.2012 in Münster ■ Alltagsintegrierte und systematische sprachliche Förderung für Kinder unter Drei Dauer: 2 Wochenenden | 28 Ustd. Beginn: 23.11.2012 in Bocholt ■ Fachkraft für Inklusion – pädagogische Förderung und Begleitung (KA) Dauer: 6 Monate | 168 Ustd. Beginn: Frühjahr 2013 in Münster BWL und Management Praktische Betriebswirtin | Praktischer Betriebswirt (KA) - Fernlehrgang -

Führungsaufgaben eines zeitgemäßen Betriebsmanagements Dauer: 18 Monate | 12 Studienbriefe Beginn: 16.03.2013 in Bocholt 16.03.2013 in Kleve 16.03.2013 in Müster Fordern Sie uns…er Informationsmaterial an! ➲ Kolping-Akademie NRW | Münster | Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster GmbH | Gerlever Weg 1 | 48653 Coesfeld | Tel.: 02541 803-01 | Mail: akademie@kolping-ms.de

Zukunft von Arbeit und solzialer Sicherheit

Sonntag – Aber wie? In diesem Jahr beschäftigt sich der Fachausschuss „Zukunft von Arbeit und sozialer Sicherheit“ mit dem Thema Flexibilisierung der Arbeitszeit. Den während der Vorsitzendentagung in Kooperation mit dem Fachausschuss „Lebensweg – Menschenwege“ angebotenen Workshop „Ladenöffnungszeiten“ besuchten viele Interessenten. Die lebhafte Diskussion rückte besonders den Schutz des Sonntag in den Fokus. Seitens des Verbandes seien die Positionen ja eindeutig klar, doch sehe die Realität heutzutage ganz anders aus. Mit dem bloßen Appell ist es nicht mehr getan, so die Meinungen. „Wir in den

Kolpingsfamilien müssen politisch werden, Position beziehen.“ Ladenöffnungszeiten und verkaufsoffene Sonntage würden von unseren Mandatsträgern in den Städten und Gemeinden beschlossen. Da müsse man auf unsere Kolpinger mit Mandat herantreten und Einfluss nehmen. Aber es wurde auch deutlich. Für Viele ist es schwierig ihre Freizeit ohne Konsum zu gestalten. „Hier sehen wir auch eine Herausforderung für unsere Kolpingsfamilien, ein Freizeitprogramm anzubieten was nicht vom Konsum bestimmt ist.“ Georg Hiob

Rita Kleinschneider ➲ Anmeldungen: Kolping-Familienferienstätte Olpe, Tel.: 02761 - 5105, Mail: info@rebola.de. Infos auf www.rebola.de Sowohl im Workshop als auch am Stand der Fachausschüsse thematisierte man den Sonntagsschutz. Im Bild Ausschussvorsitzender Georg Hiob im Gespräch mit Ingrid Kuth, Kolpingsfamilie Borken.  Foto: Tim Schlotmann 23


Internationalität und Eine Welt

Ein zufälliges Gespräch…. ….löst Netzwerk der Hilfe aus / Imkereibedarf gesucht Von links: Erwin Grünebaum (Imkerverein), Sigrid und Richard Webering (Kolpingsfamilie Hiddingsel), Father Peter Isingoma, Helmut Tissen (Kolpingsfamilie Buldern), Anni Autering (Imkerverein), Tim Ontrup (Imkereibedarf).

Beiläufig outete sich Father Peter als Imker und äußerte Bedarf an allem, was man zur Bienenzucht braucht, vor allem eine Honigschleuder. Das war bei einem Treffen im März mit den Mit-

gliedern des Diözesanfachausschusses „Internationalität und Eine Welt“, Matthias Knauff und Helmut Tissen. Dann drehten sich die Rädchen im „Netzwerk der Hilfe“: Helmut Tissen erzählte davon Hobbyimker Richard Webering, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Hiddingsel. Der berichtete darüber bei einer Versammlung des Imkervereins eV Lüdinghausen. Dort wurde mit großer

Mehrheit beschlossen, Father Peter eine Honigschleuder zu schenken. Der Imkereibedarfshandel Martin Ontrup aus Ascheberg machte einen Sonderpreis. Jetzt galt es die Honigschleuder nach Uganda zu bekommen. Im Netzwerk eines großen Konzerns und einer internationalen Spedition fand sich ein Weg. Die Kosten übernahmen die Kolpingsfamilien Buldern, Dülmen, Hiddingsel und Rorup. Helmut Tissen / rk ➲ Father Peter benötigt weitere Materialien und Geräte. Wer welche abzugeben hat oder jemanden weiß, Info an tissen@kolping-ms.de Lebenswege – Menschenwege

Ehegattensplitting in der Diskussion Seit 13 Abgeordnete der CDU/CSUBundestagsfraktion forderten, das Ehegattensplitting auch auf eingetragene Lebenspartnerschaften auszuweiten, ist das Ehegattensplitting (mal) wieder in die Diskussion gekommen. Die Forderungen reichen von der Beibehaltung des Ehegattensplittings über die Einführung eines Familiensplittings bis zur Abschaffung des Ehegattensplittings als unzeitgemäßes Steuerinstrument. Aber was ist das Ehegattensplitting genau, wie wirkt es und wer profitiert davon? An dieser Stelle sollen einige Daten und Fakten zum Ehegattensplitting aufgeführt werden. Vielleicht kann die Aufstellung hilfreich für die Meinungsbildung im Verband sein.

Was ist das Ehegattensplitting? Beim Ehegattensplitting wird das Gesamteinkommen eines Ehepaares halbiert, d. h. gesplittet. Jeder Ehepartner versteuert dann die Hälfte des gemeinsamen Einkommens. Ein Beispiel: bei einem Ehepaar verdient ein Partner 50.000 Euro, ein Ehepartner hat kein Einkommen. Beim Ehegattensplitting wird nun für jeden Partner die Hälfte von 50.000 Euro als Einkommen angesetzt, das dann jeweils versteuert wird. Dem liegt zugrunde, dass nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ein Ehepaar eine Gemeinschaft des Erwerbs und Ver24

brauchs ist, bei der beide Partner gleichberechtigt über die Verwendung des gemeinsam erwirtschafteten Einkommens verfügen.

Wie wirkt das Ehegattensplitting? Beim oben genannten Beispiel, in dem ein Ehepartner 50.000 Euro verdient, ein Ehepartner kein Einkommen hat, fiele ohne das Ehegattensplitting eine Einkommenssteuer von 12.846 Euro an. Wird das Einkommen nun aber beim Ehegattensplitting halbiert und die darauf anfallende Steuerlast dann verdoppelt, muss jeder Ehepartner für „seine“ 25.000 Euro Einkommen 4.105 Euro Einkommenssteuer zahlen, für das Ehepaar fallen also insgesamt 8.210 Euro an Einkommenssteuer an, was einen „Splittingvorteil“ von 4.636 Euro bedeutet. Die steuermindernde Wirkung der Halbierung des Einkommens kommt aufgrund des progressiven Steuersatzes zustande: je höher das Einkommen, desto höher ist auch der anzusetzende Steuersatz. Das Ehegattensplitting wirkt sich am höchsten aus, je größer die Einkommensunterschiede zwischen Ehepartnern sind. Verdienen beide Partner etwa gleich viel, hat das Ehegattensplitting fast keine steuermindernde Wirkung mehr. Beispiel: Ein Partner hat 30.000 Euro, der andere Partner 20.000 Euro Einkommen. Durch das Ehegattensplitting müs-

sen sie jeweils 4.105 Euro Einkommenssteuer zahlen gegenüber 5.624 Euro, die auf 30.000 Euro anfielen bzw. 2.700 Euro, die bei 20.000 Euro Einkommen zu zahlen wären. Die „Splittingwirkung“ von 448 Euro (8.210 Euro statt 8.658 Euro) ist hier also deutlich geringer, als wenn ein Partner alleine das Einkommen verdient. Die maximale Splittingwirkung beträgt 15.694 Euro bei einem gemeinsam zu versteuernden Einkommen von mehr als 501.462 Euro. Am Ehegattensplitting werden oft die fehlende „soziale Treffsicherheit“ und die fehlende „familienpolitische Treffsicherheit“ kritisiert. Die Kritik an der fehlenden sozialen Treffsicherheit ist sicherlich zum Teil berechtigt, steigt doch die Splittingwirkung mit dem Einkommen. Oftmals wird die „golfspielende Managergattin“ angeführt, die am stärksten vom Ehegattensplitting profitiert. Das ist sicherlich zum Teil der Fall, andererseits gehen nach den Zahlen aus dem Bun-


Lebenswege - Menschenwege

desfinanzministerium 70 Prozent des Volumens tatsächlich an Arbeitnehmerhaushalte. Zur familienpolitischen Treffsicherheit ist anzuführen, dass es kaum noch die kinderlose Alleinverdiener-Ehe gibt. Man könnte auch argumentieren, dass das Ehegattensplitting die Wahlfreiheit der Eheleute erleichtert, wie Familien- und Erwerbsarbeit untereinander aufgeteilt werden soll. 80 Prozent des Splittingvolumens gehen an Familien, d. h. hier profitieren auch Kinder vom Ehegattensplitting.

Wie wirkt ein Familientarifsplitting? Bei einem Familientarifsplitting wird das Einkommen nicht nur durch die Ehepartner, sondern auch durch die Kinder geteilt. In Frankreich etwa werden die ersten beiden Kinder dabei mit dem Faktor 0,5 berechnet, ab dem dritten Kind wird der Faktor 1 angewendet. Bei einer fünfköpfigen Familie etwa wird dann das Einkommen durch vier geteilt und dann entsprechend besteuert. Die steuerliche Entlastungswirkung wird dabei umso höher, je mehr Kinder zur Familie gehören. Für Alleinerziehende könnte es so steuerliche Entlastungen geben, da die Kinder mitgezählt werden. Allerdings muss man hier anführen, dass auch hierbei die Entlastungswirkung mit der Höhe des Einkommens steigt – und die meisten Ein-Eltern-Familien verfügen gar nicht über das Einkommen, dass sie von den Entlastungswirkungen profitieren könnten. Das Familientarifsplitting ist nicht als Familienförderung anzusehen. Um Fami-

lien mit mehreren Kindern und einem niedrigen Einkommen sowie Alleinerziehende adäquat („treffsicher“) zu fördern, bedürfte es anderer Maßnahmen: etwa einer Erhöhung des Kindergeldes und der Einrichtung einer Kindergrundsicherung.

Sollte das Ehegattensplitting auch auf eingetragene Lebenspartnerschaften übertragen werden? Das Bundesverfassungsgericht wird im kommenden Jahr darüber entscheiden, ob der Splittingtarif auch für eingetragene Lebenspartnerschaften gewährt werden kann. Dafür spricht, dass das Argument, das Ehegattensplitting schaffe einen Ausgleich für das Zusammenleben zweier Menschen, die sich öffentlich gegenseitige Solidarität insbesondere in schwierigen Lebenssituationen versprochen haben, auf gleichgeschlechtliche Paare übertragen werden kann. In den vergangenen Jahren wurde die eingetragene Lebenspartnerschaft in vielen Rechtsbereichen der Ehe angeglichen. Das deutet darauf hin, dass die Entscheidung des Gerichts so ausfallen wird, dass das Ehegattensplitting auch bei Lebenspartnerschaften angewandt wird. Anders als die römisch-katholische Kirche, die jede Form der rechtlichen Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit der Ehe ablehnt, wendet der Rechtsstaat keine moralisch-sittliche Argumentation an.

Gibt es andere Modelle der Besteuerung?

Denkbar wäre neben der Beibehaltung des Ehegattensplittings, der Erweiterung um ein Familientarifsplitting, der Abschaffung des Ehegattensplittings und der Einzelbesteuerung für alle z. B. auch, das Realsplitting, das bei getrennt lebenden Ehepaaren gibt, auf alle Ehen zu übertragen. Beim Realsplitting wird ein Betrag von max.13.805 Euro von der Steuerbemessungsgrundlage des Ehepartners mit dem höheren Einkommen dem Ehepartner mit dem niedrigeren Einkommen zugeordnet, danach wird die jeweilige Steuerschuld ermittelt. Durch die Regelung und die „Deckelung“ auf max. 13.805 Euro ist die Splittingwirkung des Realsplittings geringer als die des Ehegattensplittings. In den kommenden Monaten bzw. Jahren wird es sicherlich hierzu viele Diskussionen geben. Dabei wird es auch darum gehen, wie die vielfältiger werdenden Lebensformen von Familie steuerrechtlich behandelt werden. Sigrun Jäger-Klodwig Geschäftsführerin des Familienbunds der Katholiken, beratendes Mitglied des Diözesanfachausschusses Lebenswege – Menschenwege Katrin Brüggenbrock Diözesanfachausschuss Lebenswege – Menschenwege ➲ Beispielzahlen stützen sich auf Berechnungen von Theo Heeck, Familienbund der Katholiken Deutschland

Geschmack am Glauben finden

Kolpingsfamilien feiern das Kirchenjahr Eine Arbeitshilfe entsteht / Ergänzungen willkommen Der Diözesanfachausschuss „Geschmack am Glauben finden“ entwickelt derzeit eine Arbeitshilfe mit dem Schwerpunkt generationsübergreifender Aktivitäten. Die Themenbereiche „Kolping-Gedenktag“ und „Weihnachtsfestkreis“ sind in Arbeit. Viele Stunden wurden allein mit Materialsammlung verbracht. Nun ist aussortiert und geordnet worden, ein Schema ist entstanden und die ersten Ergebnisse wurden durch die Fachausschussmitglieder auf der Vorsitzendentagung vorgestellt (s. Bild).

Zu beiden Themenbereichen gibt es zunächst eine allgemeine Ideensammlung, aus der jede Kolpingsfamilie auswählen kann. Je einen konkreten Vorschlag haben die Fachausschussmitglieder ausgearbeitet. Die Arbeitshilfe wird so angelegt sein, dass sie immer wieder durch weitere Ideen und Anregungen ergänzt werden kann und digital abrufbar ist. Erfahrungsberichte, weitere Idee und Ergänzungen sind zur Einarbeitung in die Arbeitshilfe sehr willkommen.

➲ Die Arbeitshilfen können in der Geschäftsstelle als digitalen Mailanhang angefordert werden. Anfragen über Mail: wuebbeling@kolping-ms.de

Ursula Hüllen 25


Reisen

Heijo Schepers Vorsitzender im Verband der Kolpinghäuser eV Bei der Mitgliederversammlung des Verbandes der Kolpinghäuser e. V. (VKH) kam man überein, ein Gesamtkonzept mit verschiedenen Modulen auf den Weg zu bringen, um möglichst allen Kolpinghäusern eine Orientierung für die zukünftige gastronomische Ausrichtung zu geben. Eine Arbeitsgruppe Kolping-Gastronomie wurde beauftragt, ein modulares System Gastronomiekonzept zu entwickeln, aus welchem sich die Kolpinghäuser individuell für ihre Häuser vor Ort bedienen können. Heijo Schepers, Vorsitzender des Kolpinghaus Bocholt e.V., wurde für eine erneute Amtszeit als Vorsitzender des VKH gewählt. Die Sicherung und Weiterentwicklung der gastronomisch genutzten Kolpinghäuser sowie die Stärkung des Jugendwohnens stehen für ihn oben auf der Agenda. Im Verwaltungsrat wirken aus dem Diözesanverband Münster Andreas Janzen (Stadthotel Münster) und Alfons Rave (Kolpinghaus Münster) mit.

➲ www.kolpinghaeuser.de ➲ Ausführlicher Pressetext unter: http://ourl.de/0982d

Musicalfahrt zu „Kolping’s Traum“ Im Jahr 2013 feiert das Kolpingwerk den 200. Geburtstag seines Gründers Adolph Kolping. Als besonderes Bonbon zum Jubiläumsjahr wird in Wuppertal im Sommer 2013 das Musical „Kolpings Traum“ aufgeführt. Der Kolping-Reisedienst bietet an, dieses einzigartige Musical am Samstag, 03. August 2013, gemeinsam zu besuchen. Nach einem Gottesdienst in der Minoritenkirche und Mittagessen in einem Kölner Brauhaus geht es weiter nach Wuppertal zum Musical-Besuch. Die Fahrt erfolgt per Bus mit Zustiegen in 14 Regionen. Sie bietet sich auch für Familien an, da sich die Abfahrtszeiten an den Haltestellen im Bereich von 06:30 bis 07:30 Uhr bewegen. Rückkehrzeiten von ca. 20.15 bis 21.15 Uhr. Preise incl. Bus, Mittagessen, Programm und Eintritt: 89 Euro / 79 Euro Manfred Eissing Dieses Musical bettet die außergewöhnliche Biographie in eine spannungsvolle Musik-Inszenierung.  Foto: Heinrich Wullhorst

➲ Kolping Reisedienst, Tel. 02541 - 803-419, Mail: eissing@kolping-ms.de

Besondere Angebote für den Herbst / Winter 2012 Der Kolping-Reisedienst bietet eine breit gefächerte Palette von ausgesuchten Reisen an, die Gemeinschaft, Erholung und Kulturgenuss ausgewogen kombinieren. Kaum eine Region in Deutschland bietet einen vergleichbaren Advent wie der Harz. Zauberhafte Fachwerkstädte in festlicher Beleuchtung, gemütliche Weihnachtsmärkte mit Adventsschmuck nach alter Tradition und eine malerische Winterlandschaft, die mit einem magischen Hauch behaftet ist. Unter dem Motto „Frauen spezial“ reist die Kolpingsfamilie Drensteinfurt vom 30.11 bis 02.12.12 nach Blankenburg und wird den schönsten Städten im Harz einen Besuch abstatten. Mitfahrerinnen erwünscht! Für diejenigen, die dem Weihnachtstrubel entfliehen möchten oder nicht alleine feiern mögen bietet der KolpingReisedienst eine Erholungsreise nach Leiwen an der Mosel vom 22. bis 29.12.12. an. Der beschauliche Weinort liegt an einer malerischen Moselschleife zwischen Trier und Bernkastel. 26

Die Teilnehmer/innen wohnen in der modernen Eurostrand-Ferienanlage mit zahlreichen Freizeiteinrichtungen. Busfahrt, Vollpension, Getränke während der Mahlzeiten und fünf Ausflüge sind im Reisepaket enthalten. Zum Jahreswechsel geht es mit dem Kolping-Reisedienst nach Bad Münster am Stein. Hier im Nahetal gibt es viel zu entdecken und zu genießen. Ganz gleich ob es historische Bauten, gut ausgebaute Spazier- und Wanderwege oder Köstlichkeiten aus Küche und Weinkeller sind. In der Reise vom 29.12.12 bis 01.01.13 ist neben der Busfahrt, Begrüßungscocktail, Halbpension auch eine Silvesterfeier mit Galabuffet, Musik und Tanz enthalten. Zeugen einer wechselvollen und reichen Geschichte sind die mächtigen Kathedralen der Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern. Die Kolpingsfamilie Nottuln wird sich während der Reise vom 14. bis 20.04.13 in die Mecklenburgische Schweiz aber nicht nur den monumentalen Bauwerken widmen, sondern auch den fast

unberührten Flusslandschaften des Trebel- und Peenetals.

Peter Heinrich_ pixelio_de.

In der Zeit vom 21. bis 29.04.13 wird aufgrund der guten Resonanz nochmals eine Busreise zum Gardasee unter der erfahrenen Leitung von Anita Gärtner angeboten. Die Reise richtet sich speziell an Frauen, die in einem erstklassigen Hotel Wellness und Entspannung pur genießen möchten. Weiterhin werden vom beliebten Bardolino aus erholsame Ausflüge angeboten, bei denen die Teilnehmerinnen die Seele baumeln lassen können. Manfred Eissing ➲ Kolping Reisedienst, Tel. 02541 - 803-419, Mail: eissing@kolping-ms.de


Jugend

Sensibel für Verdachtsfälle Beratungsteam schult sich im Bereich Prävention von sexuellem Missbrauch Die Präventionsordnung des Bistums Münster für alle kirchlichen Rechtsträger und damit auch für das Kolpingwerk fordert, dass Ehrenamtliche mit Kontakt zu Kindern und Jugendlichen eine sechsstündige Präventionsschulung zur Sensibilisierung oder einen Gruppenleitergrundkurs absolvieren. Das Beratungsteam bereitete sich mit den Referenten Ilka Brambrink und Jens Effkemann (Teamleiter) auf künftige Präventionsveranstaltungen vor. Die Teammitglieder setzten sich mit individuellen Werthaltungen zum Thema auseinander, bewerteten Fälle und bekamen Infos zum Thema Prävention von sexuellem Missbrauch mit vielen Praxisbeispielen sowie besondere Nähe- und Distanz-Erfahrungen in der Gruppe. Das Team setzte sich mit den Handlungsopti-

Jetzt geht es auf Tour – Das Beratungsteam ist vorbereitet, die Ortsgruppen im Bereich Prävention von sexuellem Missbrauch fit zu machen. Foto: Ilka Brambrink

onen des Bistums Münster auseinander. Diese beschreiben ein idealtypisches Krisen- und Notfallmanagement, wenn es in einem Kurs oder Ferienlager mal zu Verdachtsfällen kommen sollte. Ausführlicher Bericht auf Homepage: http:// ourl.de/3ba18 Jens Effkemann / rk

➲ Das Beratungsteam ist nun fit um sein Wissen den Gruppenleitern vor Ort weiterzugeben. Anfragen im Jugendreferat: 02541 – 803-471, Mail: vormann@kolping-ms.de

Jens Effkemann verlässt das Jugendreferat

Partnerschaftsarbeit, Schwerpunktthema, Rechenschaftsbericht, Prävention,... bei der Herbst-Diöze-

sankonferenz (DiKo) der Kolpingjugend vom 9. bis 11. Nov. in der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld steht eine Vielzahl an Themen auf der Tagesordnung. Sie sollen gemeinsam von den Delegierten der Kolpingjugend-Gruppen diskutiert und beschlossen werden. Somit trägt die Kolpingjugend zur Mitgestaltung des Diözesanverbandes bei. Daneben gibt es wie immer genug Zeit zur Vernetzung und zum Austausch über die eigene Kolpingjugend-Arbeit. Eine Anmeldung der Delegation ist auch bis kurz vor der Konferenz möglich. Dennoch sollten sich die Delegierten (zwei pro Kolpingjugend) und Gäste zeitnah im Jugendreferat per Mail (info@kolpingjugend-ms.de) oder telefonisch (02541 - 803-471) anmelden. Text: Benedikt Vollmer / Foto: Kolpingjugend

Nach vier Jahren in Diensten des Kolpingwerkes hat Jens Effkemann als Jugendbildungsreferent der Kolpingjugend Diözesanverband (in Elternzeitvertretung von Carmen Rietmann) eine neue Herausforderung gefunden: Er arbeitet seit dem 15. Oktober als Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge für den Regierungsbezirk Münster in den Bereichen politische Bildungsarbeit, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit. In seiner Funktion als Jugendbildungsreferent und Leiter des Beratungsteams war er hauptsächlich für die Aus- und Fortbildung von Ehrenamtlichen verantwortlich, hat die Regionalisierung in den Regionen des Diözesanverbandes begleitet und war für die Öffentlichkeitsarbeit der Kolpingjugend zuständig. In der Übergangsphase zu einem(r) neuen Stelleninhaber/-in übernimmt Benedikt Vollmer seine Aufgaben. Bei der Diözesankonferenz (siehe links) wird sich Jens Effkemann von der Kolpingjugend verabschieden. (rk)

Ich heiße Pia Brinkmann, bin 19 Jahre alt und komme aus Billerbeck. In diesem Jahr habe ich mein Abitur mit Schwerpunkt Erziehungswissenschaften an der Liebfrauenschule in Coesfeld gemacht. Seit Anfang September engagiere ich mich im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Jugendreferat der Kolpingjugend. Für diese Stelle habe ich mich entschieden, weil ich mir gut vorstellen kann, im sozialen Bereich zu arbeiten. Durch meine Eltern, die Mitglieder der Kolpingsfamilie Billerbeck sind, kenne ich die Verbandsarbeit. In meinem FSJ möchte ich einen umfassenden Einblick in die soziale Arbeit bekommen, um mir auch in meinem Berufswunsch sicherer zu werden. ➲ In der Diözesangeschäftsstelle Coesfeld bin ich erreichbar unter Telefon: 02541 – 803-471, Mail: brinkmann@kolping-ms.de 27


Jugend

UgandaBegegnungsreise 14 Tage waren die 14 Teilnehmenden des Begegnungsprojektes Uganda der Kolpingjugend im August unterwegs. Unzählbare Eindrücken und Erlebnisse, von Land und Kultur, Entwicklung und Tieren aber vor allem die Erfahrungen gelebter Partnerschaftsarbeit haben sie mit zurück nach Deutschland gebracht. Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch Mittel aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (Internationale Begegnungsarbeit), der Jugendstiftung weitblick, dem Kreisverband Borken sowie etlichen Kolpingsfamilien, durch die der Teilnehmerbeitrag deutlich reduziert werden konnte. Selbstverständlich wurde die Reise umfänglich fotografisch dokumentiert. Diese Bildercollage gibt eine kleine Impression.

Landeanflug auf Uganda

Selber mal Wasser pumpen!

Straßenverhältnisse in Uganda

Maracuja-frucht ganz frisch...

Fotos: Maximiliane Rösner ➲ Die Reise kann auch im Reiseblog nachverfolgt werden. Hier wurden schon während der Reise aktuelle Berichte aus Uganda veröffentlicht: http://uganda2012. posterous.com/ Die Teilnehmenden berichten gerne von ihren Erfahrungen und Erlebnissen im Partnerland. Wer interessiert ist an einer Informationsveranstaltung mit weiteren visuellen Eindrücken und den persönlichen Erlebnissen der Teilnehmer/-innen meldet sich im Jugendreferat der Kolpingjugend unter info@kolpingjugend-ms. de, Tel. 02541 - 803-471.

Wichtig - Eintragung ins Gästebuch 28

Besichtigung Großbaustelle Hoima natürlich mit Sicherheitshelm! kulinarischer Leckerbissen - Jackfrucht

Unterschiede kennenlernen - Sandra besucht als studierte Pharmazeutin eine Apotheke in Uganda

Begegnung mit Kindern bei Father Peter

Wandern am Lake Albert

Besichtigung Neubau Kolping Hotel Kampala

Teeplantagen

Im Internetcafé bei Father Peter


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Zum Credo ein Schattenspiel

Kreisverband Borken: Mit dem Glaubensbekenntnis künstlerisch auseinandergesetzt hat sich der Familienkreis der Kolpingsfamilie Vreden und ein Schattenspiel entwickelt. Anlass dazu war ein Kunstwettbewerb der Pfarr-

gemeinde St. Georg im Rahmen einer Glaubenswoche. Nach intensiven Gesprächen, Diskussionen und vielen Versuchen gestalteten Kinder, Mütter und Väter ein Schattenspiel zum Lied „Ich glaube an den Vater“, das zudem mit Gitarre und Gesang gemeinsam unterlegt wurde. „Das hätte ich uns gar nicht zugetraut“, war die einheitliche Meinung nach erfolgreichem Abschluss. Das Schattenspiel wurde als Film bei der Vernissage am 07.09. uraufgeführt und hat großen Zuspruch erfahren. Ansgar Trautmann ➲ Das Schattenspiel kann auf YouTube angesehen werden: http://ourl.de/0be89

5.000 Euro Spenden Hilfe vor Ort Kreisverband Coesfeld. Nach der Jubiläumsfeier zum 150-Jährigen der Kolpingfamilie Coesfeld im Mai 2011 beschlossen die Mitglieder, alle Geldgeschenke in einen Fond einzuzahlen und diesen mit den Erlösen aus Papier- und Kleidersammlungen auf 5.000 Euro aufzufüllen. Der Vorstand entschloss sich, den Fonds an Organisationen zu spenden, die Erfahrung in der Hilfe für Arme und Bedürftige in Coesfeld haben. Somit wurden die Organisationen „Offenes Ohr“ der Gemeinde Anna Katharina und ,,Offene Tür’’ der Gemeinde Lamberti mit jeweils 1.500 Euro bedacht. Hedwig Blome, Josef Koners und Dieter

vor der Brüggen von der Kolpingsfamilie waren auch in der Familienbildungsstätte (FBS), um hier dem Coesfelder „Bündnis für Erziehung“ eine Spende über 1.500 Euro zu übergeben und als erster Verein dem Bündnis als Mitglied beizutreten. Da von dem Altpapier- und den Altkleidersammlungen noch Geld übrig war, übergaben Hedwig Blome, Josef Koners und Heinrich Wenzel einen Scheck über 1.500 Euro für die Partnerschaft mit der Gemeinde Kumi in Uganda. Die Patenschaft wird seit Jahren von Ursula und Bernhard Eink gepflegt.

Ein Gläschen Fruchtgelee für Jeden Kreisverband Borken. Die Kolpingsfamile Hochmoor nutzte das große Festzelt vom Dorfjubiläum um alle Senioren der 35 Kolpingsfamilien des Kreisverbandes Borken zum „Tag der Treue“ einzuladen. Zuvor hieß Pastoralreferentin Barbara Bruns als geistliche Begleitung der Kolpingsfamilie Hochmoor zum Wortgottesdienst 260 Kolpinger in der Pfarrkirche willkommen. Mit ihr hatten Kolpingvorsitzende Mathilde Grösbrink und Ludger Kloster für diese Feier Hildegard von Bingen in den Mittelpunkt gestellt. Als Überraschung gab es für jeden am Ende des Gottesdienstes ein Gläschen Fruchtgelee, zubereitet von der Vorsitzenden. Kreisvorsitzender Edmund Rösner und Ulrike Dyckhoff fanden Worte des Dankes für die zahlreichen oft langjährigen Kolpingmitglieder. Für Unterhaltung bei der Kaffeetafel in froher Gemeinschaft sorgten Helmut Reinisch sowie der Kinderchor der Gemeinde. Bernhard Voßkühler / rk

Neuer Präses für den Bezirksverband Werne

Dieter vor der Brüggen

Traten als erster Verein dem Coesfelder „Bündnis für Erziehung“ bei: Die Kolpingsfamilie Coesfeld bei der Spendenübergabe an die FBS. Vorn im Bild Vorsitzende Hedwig Blome und FBS-Leiterin Ulrike Wißmann.

Kreisverband Coesfeld. In der Versammlung des Kolping Bezirksverbandes Werne überreichte Vorsitzender Josef Meinke Pfarrer em. Ulf Doppelfeld die Urkunde als Bezirkspräses unter großem Beifall der Delegierten der Kolpingsfamilien. Dem Präses obliegt die Aufgabe, die Leitgedanken des Kolpingwerkes im Wirken der Kolpingsfamilien umsetzen zu helfen. Aus diesem Grund erhalten die Präsides eine Urkunde, die vom Diözesanverband in Abstimmung mit dem Bischof ausgestellt wird.

Josef Meinke 29


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„Verwöhntag“ für Kolping Bezirksvorstand Kreisverband Coesfeld. Die Mitglieder und Partner des Kolping Bezirksvorstandes Coesfeld gönnten sich einen „Verwöhntag“: Sich besser kennen lernen, Ideenaustausch und Dank für die Arbeit im Bezirksvorstand bestimmten diesen Tag im Gottfried-Könzgen-Heim auf dem Annaberg in Haltern am See. Nach einem Morgenlob von Bezirkspräses Carsten Remke ging es um die verschiedene Wahrnehmung zum Thema „Glück“. Ein Mittagsspaziergang zur Wallfahrtskapelle, eine Führung durch das Römermuseum in Haltern und das Kaffeetrinken im Kolpingtreff Haltern rundeten den Verwöhntag. Bezirksvorsitzender

Eine Vorstandsrunde mit mehr Zeit füreinander gönnte sich der Kolping-Bezirksvorstand Coesfeld  Foto: Karin Kemna

Clemens Wübbeling bedankte sich bei allen für die anregenden Gespräche. Einig war man, „eine Vorstandsrunde in einer ganz anderen Umgebung mit

mehr Zeit füreinander“ im nächsten Jahr zu wiederholen. Clemens Wübbeling

Kolpingsfamilie Buldern begleitet Schüler zur FA!R Kreisverband Coesfeld. 30 Schüler der Erich-Kästner-Gemeinschaftshauptschule fuhren auf Einladung der Kolpingsfamilie Buldern in Begleitung von vier Kolpingern zur FA!R (Messe für den Fairen Handel) nach Dortmund. Die Zusammenarbeit zwischen Kolpingsfamilie und Schule sollte vor allem im Bereich des Fairen Handels vertieft und neue

Impulse gegeben werden. War die Erwartungshaltung bei den Schülern natürlich sehr unterschiedlich, kamen auf der Rückfahrt überwiegend positive Rückmeldungen, die auf Auseinandersetzung mit dem Thema und auf nachhaltiges Interesse hoffen lassen. Helmut Tissen

Mit Rollfietse und Tandem

Die erste Tour auf den neuen Tandem und den Rollfietsen mit Bewohnern des Caritas-Wohnheimes und Mitgliedern der Kolpingsfamilie Olfen führte am Kanal entlang. 4.250 Euro Spenden wurden für diese Anschaffung gesammelt.

Kreisverband Coesfeld. Vor zwei Jahren hat die Kolpingsfamilie Olfen die Aktion „Rollfiets“ zu Gunsten der Bewohner des Caritas-Wohnheimes Olfen ins Leben gerufen. Hintergrund ist die Tatsache, dass bei den gemeinsamen sommerlichen Radausflügen von 30

Mitgliedern der Kolpingsfamilie und Bewohnern des Caritas-Wohnheimes „nur“ zwei private Rollfietsen genutzt werden konnten. Um auch dem Haus die Möglichkeit zu geben, mit einem Rollfiets Bewohner in die Stadt zu fahren, hat die Kolpingsfamilie Olfen diese

Spendenaktion ins Leben gerufen, mit großem Erfolg! Nach nur zwei Jahren ist im Frühjahr bereits die stolze Summe von 4.254,39 Euro auf dem Spendenkonto eingegangen, so dass man neue Rollfietsen anschaffen konnte. Die Spenden setzen sich zusammen aus privaten Spenden, (spontane Hutsammlungen, Geburtstaggeschenk, Aktionen der Kolpingsfamilie Olfen z. B. Erlös Fahrradbörse.) Während einer gemeinsamen Abendmesse mit den Spendern, den Bewohnern des Caritas-Wohnheimes und der Gemeinde St. Vitus im CaritasWohnheim hat Dechant Bernd de Bay Tandem und die Rollfietsen gesegnet. Dann trafen sich alle zu Gesprächen und Leckerem vom Grill. Marlies Dirkmann ➲ Weitere Informationen unter www.kolping-olfen.de


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Werbekampagne gewinnt zehn Neumitglieder Kreisverband Kleve: Im Herzen der City startete die Kolpingsfamilie Kleve Ende August eine besondere Werbeaktion. Am Infostand in der Fußgängerzone weckten Flyer und Kolping-Roll-Ups mit Aktivitäten der Kolpingsfamilie und des Kolpingwerkes Interersse. Kreisverband Kleve. Zum 20. Male Mutter-Tochter Lager auf dem Wolfsberg in Nütterden. Wie man auf dem Foto sieht, ist das Interesse bei den Kolpingsfamilien des Kreisverbandes Kleve immer noch groß. In schöner Gemeinschaft mit Spiel, Sport und Singen war es ein gelungenes Wochenende, das bei einem Gottesdienst mit Ulrike Colley Präses Theo Kröll endete. 

Mit dem Rad zum Tag der Begegnung

In vielen Gesprächen mit Passaten wurden Fragen zu Adolph Kolping und nach dem Programm für Familien, Jugend, Erwachsene, Senioren, Kirche und Welt beantwortet. Wie leuchtende Signalpunkte waren die orangefarbenen Luftballons in der City überall zu entdecken und die eigens gebackenen Kolping-Muffins schmeckten Jung und Alt. Dazu ein Tässchen Kolpingkaffee. Am Sonntag standen die Kolpinger zu den Gottesdiensten an den verschiednen Pfarrkirchen, um auf die Kolpingsfamilie als engagierter Teil der großen Pfarrgemeinde aufmerksam zu machen. Fazit der Aktion: Zehn neue Mitglieder und sehr viel Interesse und Aufmerksamkeit. Allen war sofort klar, „das machen wir noch mal“. Georg Hiob

Mit seinem Akkordeon stimmte Helmut Achterfeld (Bild) nach einem Kaffeetrinken die gemeinsam gesungenen Lieder auf dem Annaberg an.

Kreisverband Recklinghausen: Die Kolpingsfamilien des Kolping Kreisverbandes Recklinghausen haben sich zum Tag der Begegnung auf dem Annaberg in Haltern am See getroffen. Bei strahlendem Sonnenschein feierten die etwa 400 Gäste mit Pfarrer em. Heinrich Bücker den Eröffnungsgottesdienst. Die Kollekte von 865 Euro geht an die Kinderschutzambulanz der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln. Sogar 23 Kolpingmitglieder aus Kirchhellen hatten sich mit dem Fahrrad nach

Haltern aufgemacht. Dazu, dass die Mehrheit der Teilnehmenden im Rentneralter war, sagte Heinz Röttger, zuständig für die Seniorenarbeit im Kreisverband Recklinghausen: „Der Tag der Begegnung spricht bewusst die älteren Mitglieder an, aber mehr junge Menschen in den Reihen täten gut.“ Zum Beispiel mit der Ganztagsbetreuung an Schulen sowie anderen soziale Aktivitäten versuche der Kreisverband neue Mitglieder und Nachwuchs zu gewinnen. A. Hillenbrand / H. Röttger / rk

Kreisverband Recklinghausen: 1.000 Euro für Familien: Die Kolpingsfamilie Marl-Hüls hatte die Feier ihres 90-jährigen Jubiläums im April 2012 zum Anlass genommen für den Verein „Familien helfen Familien“ zu sammeln. Nun überreichte der Vorstand der Kolpingfamilie Marl Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen einen Scheck in Höhe von 1000 Euro. Ursula Hüllen bedankte sich im Namen des Vereins und betonte: „Gerade jetzt vor der Ferienzeit bekommen wir viele Anfragen mit der Bitte um finanzielle

Unterstützung für erholungsbedürftige Familien, häufig Familien mit einem Elternteil. Da kommt die Spende gerade zur rechten Zeit. Vielen Dank allen Spendern!“ Das Bild zeigt (v. l.) Präses Pfarrer Nike Netzler, Johannes Stricker, Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen, Alfred Hoffmann, Christel König, Vorsitzender Heinz-Gerd Paschke, Hans-Josef Lücke und Hans Rose. Ursula Hüllen / US 31


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Mit Aufforstung gegen Klimawandel in Uganda Kreisverband Steinfurt: Die Kolpingsfamilie Laer setzt sich selbst für den Erhalt der Umwelt durch Projekte in ihrem Diözesanverband ein. Ein gleichartiges Projekt in Uganda lag deswegen nahe. Kolping Uganda will mit Aufforstungsprojekten nicht nur die Umwelt durch Verbesserung des Bodens und Förderung der Artenvielfalt schützen. Das Kolpingwerk will auch aufklären. Deswegen werden die Bewohner der umliegenden Gemeinden eingebunden, indem ihnen anhand der Baumschule gezeigt wird, wie wichtig eine gesunde Flora für die Natur und damit auch für die Gesundheit der Menschen ist. In einigen Jahren werden die Bäume zudem Obst liefern, das als Nahrungsergänzung einen wichtigen Beitrag leisten wird und mit dem Verkauf auch die Existenzen der Arbeiter sichert.

900 Euro fehlen Zur Durchführung des Baumschulprojekts benötigte Kolping Uganda insgesamt 10.000 Euro. Die Kolpingsfamilie Laer hatte sich 2010 entschieden dieses Geld innerhalb von drei Jahren bereitstellen zu können. Nun ist es fast geschafft: Nicht einmal mehr 900 Euro fehlen, um die Finanzierung der Baum-

Für die Bewässerung der jungen Bäume wurde zudem ein Brunnen gebaut, der auch die Menschen in den Dörfern, Schule und Kindergarten mit sauberem Trinkwasser versorgt.

Text und Foto: KOLPING INTERNATIONAL, August 2012

➲ Kurz vor Redaktionsschluss teilt Josef Laumann, Vorsitzender der Kolpingfamilie Laer mit: „Nach Veröffentlichung eines Berichtes in der Lokalpresse hat noch am gleichen Tag ein Ehepaar aus Laer die Restfinanzierung übernommen. Es gingen zwei weitere Spenden in Höhe von 200 und 50 Euro ein. Somit ist der finanzielle Teil des Projektes erfüllt.“

an einem großen Teilstück des ElbeRadweges entlang bis Dresden mit Stadtführung. Weiter zur Porzellanstadt Meißen, über die Sächsische Weinstraße, Lutherstadt Wittenberg, Dessau und die Ibbenbürener Partnerstadt Roßlau. In Magdeburg endete die Tour nach 388 gefahrenen Kilometern. Besuch bei Radio RST: Die Kinder erfuhren, wie Sendungen bei Radio RST produziertwerden, ob der Radiosprecher vor der Ansage Mundgymnastik macht und die Musiktitel selber auswählen kann. Im Studio lauschten die Kinder mucksmäuschenstill der Radiosprecherin bei der Wetteransage. Zum Abschluss durften alle Kinder sogar selbst ins Mikrophon sprechen. Besichtigung Aaseebad Ibbenbüren: Beim Sommer Ferienprogramms wurde das Aaseebad besichtigt. Man erfuhr wie das Wasser gereinigt wird und wie die Wellen entstehen. Natürlich testeten die Kinder auch das Badevergnügen.

Freilichtbühne Tecklenburg: Die exklusive Führung durch die Freilichtbühne in Tecklenburg wurde zu einem Genuss. Vor dem Besuch der Aufführung „In 80 Tagen um die Welt“ gab es einen Einblick hinter die Kulissen, so im Umkleideraum mit den zahlreichen Kostümen (Bild). Man kam mit den Hauptdarstellern ins Gespräch und konnte ihnen beim Schminken über die Schulter sehen. Nach Besichtigung der Requisiten und der Technik wurde die Inszenierung mit ganz anderen Augen verfolgt. Zusammenfassung von Rita Kleinschneider

schule abschließen zu können! Dank der Kolpingsfamilie Laer kann das ugandische Kolpingwerk somit ein Projekt umsetzen, das in jeder Beziehung nachhaltig ist: für die Menschen und für die Umwelt!

Sommer in Püsselbüren Kreisverband Steinfurt: Aus den vielen Aktivitäten der Familienkreise und Kolpingsfamilie Püsselbüren mag diese Zusammenfassung aus Presseberichten von Christian Schnieders Michael Rötker, Heike Niermann und Peter Menger als Ideengeber dienen. Besuch im pottspark Minden: Für alle Familienmitglieder war bei den Attraktionen des Freizeitparkes etwas dabei. Wildwasserbahn, Fahrgeschäfte, das Science Center Terra phänomenalis, eine Riesenwohnung oder unzählige Spielmöglichkeiten waren ein toller Sommerferienauftakt. Die „Drei-Tage“-Radtour der Kolpinger führte über die Höhenzüge des Teutoburger Waldes rund um Osnabrück mit Strecken zum Kurort Bad Iburg, der niedersächsischen Mühlenroute nach Bissendorf, über die HaseEms-Route wieder zurück nach Püsselbüren. Die 20. einwöchige Radtour führte bei hochsommerlichen Temperaturen 32


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„Mit guten Ideen überzeugen“ Kreisverband Steinfurt: Den „Tag der Treue“ für alle Kolpingsenioren im Kreisverband Steinfurt richtete in diesem Jahr die Kolpingsfamilie Burgsteinfurt anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens aus. Für über 300 Teilnehmer wurde ein ereignisreicher Tag vorbereitet. Nach der Eucharistiefeier mit Kreiskolpingpräses Erich Elpers begrüßten Heribert Knolmann, Vorsitzender des Kolping-Kreisverbandes, und Hans-Peter Bujara, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Burgsteinfurt, die Senioren. Auf Einladung der Veranstalter hielt Uwe Slüter, seit Mai 2012 Diözesangeschäftsführer des Kolpingwerkes Münster, die Festrede. Er nahm zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und zur Rolle der Kirche in heutiger Zeit Stellung. Die Kernfrage seiner Rede drehte sich um die Frage, wie es dem Kolpingwerk gelingen konnte, seit 150 Jahren eine kirchliche und gesellschaftliche Größe zu bleiben. Kirche verliere ihre Rolle als moralische Instanz, weil in einer pluralen Gesellschaft viele Gruppen und

Schwestern und Brüder aus 27 Kolpingsfamilien im Kreisverband Steinfurt trafen sich Mitte September zum Tag der Treue im Burgsteinfurter Ludwigshaus. Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter hielt die Festrede.

Bewegungen moralische Orientierung versprächen. Angesichts gewaltiger Veränderungen im Zusammenleben müssten die Kolpingsfamilien Antworten anbieten, an denen sich die Menschen orientieren können. „Wir müssen mit guten Ideen überzeugen, um gesellschaftlich bedeutend zu bleiben“, sagte Slüter und forderte die Mitglieder auf, politikfähig zu bleiben. Zu tun war noch bei dieser Begegnung noch eine Menge, zumeist Angeneh-

Erntezeit bei der Kolpingsfamilie Laer erfahren und das Bewusstsein von Nahrungsmitteln generationsübergreifend weiterzugeben“, stellte der Vorsitzende der Kolpingfamilie Laer, Josef Laumann, die Intention heraus, bei der auch viele Infos über die Kartoffel nicht fehlen durften. Im Mai traf man sich zum Pflanzen per Handarbeit. Die Unkrautbekämpfung während des Wachstums wurde durch die Kinder in Ein Erlebnis für Kinder wie Erwachsene war die Ernte liebevoller Kleinarbeit vorder selber angepflanzten Kartoffeln. Auf dem Weihgenommen. Immer wieder nachtsmarkt sollen sie als Reibekuchen für Uganda schauten sie in den darauf verkauft werden. folgenden Wochen erwarKreisverband Steinfurt: In den zurück- tungsvoll auf den Acker, bis die erste liegenden Jahren hat Gelsenwasser Pro- Kartoffel ihre Blätter aus dem Boden jekte gefördert, die das Zusammenleben streckte. Mit geeigneten Gartengeräten zwischen den Generationen verbessern wurden im August die Kartoffeln geernhelfen sollten. Auch die Kolpingfamilie tet. Auf dem Weihnachtsmarkt sollen sie Laer nahm an diesen Projekten teil und zu Reibeplätzchen verarbeitet werden, überraschte Jung und Alt mit der Idee, um aus dem Erlös Lebensmittel für Kinden Weg der Kartoffel vom Pflanzen bis der in Uganda zu kaufen. zum Verzehr zu erleben. „Die Verantwortung in Natur und Freizeit Heinrich Lindenbaum

mes, wie Kolpingvorsitzender HansPeter Bujara zuvor versprochen hatte: Ein umfangreiches Besichtigungsprogramm galt es zu absolvieren, so etwa die „blauen Aussichten“ beim Besuch in der Blaudruck-Werkstatt des Heimatvereins Burgsteinfurt. Vor allem hieß es, sich kennenlernen, voneinander lernen, Neues erfahren – und herausfinden, welche Kolpingsfamilie den „Tag der Treue“ im nächsten Jahr ausrichten wird. Text und Foto: Hermann-Josef Pape

Mitglieder werben prominentes Neumitglied

Kreisverband Steinfurt: Jens Spahn, MdB, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, hat die Kolpingsfamilie Rheine-Emstor besucht. Bei dieser Gelegenheit hat Jens Spahn (re.) seinen Beitritt zum Kolpingwerk erklärt. Vorsitzender Heribert Knollmann (li.) freut sich über das neue Kolpingmitglied. Paul Jansen

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Wegekreuz für Salem nun in Seppenrade

Mein Name ist Patrick Mikolajczyk, ich bin 28 Jahre alt und studiere Katholische Theologie an der Ruhr Universität Bochum. Seit 2003 bin ich Mitglied im Kolpingwerk und habe bis 2010 eine Kindergruppe der Kolpingsfamilie Rumeln Kaldenhausen geleitet. Seit September 2012 bin ich Regionalreferent für die Kolpingjugend am Niederrhein. Zu meinen Aufgaben gehört es, die Kolpingjugenden der Kreisverbände Wesel und Kleve zu unterstützen und zu vernetzen. ➲ Ihr erreicht mich per Telefon: 02065 – 9176230, per Mail: mikolajczyk@kolping-ms.de

Kreisverband Warendorf: Seit 1990 besteht zwischen den Kolpingsfamilien Malchin und Bad Waldliesborn eine Partnerschaft. Ein Wegekreuz war von der Kolpingsfamilie Malchin für die dortige Kolping Familienferienstätte in Salem (Mecklenburg-Vorpommern) in Auftrag gegeben und dort bereits angeliefert. Da ein dortiger Aufbau jedoch nicht möglich war, wurde dieses Kreuz durch Vermittlung eines Kolpingbruders am Bauernhof Hols in LüdinghausenSeppenrade vor zwei Jahren errichtet und mit einer Andacht eingeweiht. An der Ferienstätte in Salem wurde anstatt des Kreuzes ein Gedenkstein mit der Aufschrift „Friede sei mit Euch“ von der Kolpingsfamilie Malchin aufgestellt. Diese Ereignisse riefen sich beide Kolpingsfamilien noch einmal bei ihrem sommerlichen Treffen in Bad Waldliesborn, das wechselseitig im zweijährigen Turnus stattfindet, in Erinnerung. Alfred Frerich

Für die Kolpingfreunde aus Malchin hatte die Kolpingsfamilie Bad Waldliesborn ein schönes Programm vorbereitet. Das Foto zeigt Gastgeber und Gäste nach einer Führung durch Schloss Nordkirchen.

Weihnachtsbäume helfen Uganda Kreisverband Warendorf: Dem Besuch der Delegation der Uganda Kolping Society in der Geschäftsstelle des Diözesanverbandes Münster in Coesfeld nutzte die Kolpingsfamilie Oelde, ihren Spendenscheck über 6.206 Euro persönlich zu überreichen. Wie bereits bei früheren Spenden stammt auch dieses Geld aus dem Erlös ihrer Weihnachtsbaumaktion, die im Jahr 2012 bereits das 40. Mal durchgeführt werden konnte. Am Jahresanfang werden die aus-

gedienten Weihnachtsbäume von der Kolpingsfamilie gegen eine Spende eingesammelt. Mit dem diesjährigen Betrag soll der landwirtschaftliche Aufbau im Norden Ugandas durch die Anschaffung von Ochsen, Pflügen und Wasserpumpen unterstützt werden. Diese Region weist durch Dürreperioden und vor allem den jahrelangen Bürgerkrieg erhebliche Entwicklungsdefizite auf. Text und Foto: Annette Lakenbrink

Einen Scheck über 6.206 Euro konnte Friedhelm Lakenbrink, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Oelde, an den Präsidenten der Uganda Kolping Society, George Tikamanyire (Bildmitte mit Handschlag) überreichen. 34

Gebietsverband Land Oldenburg: Unter dem Motto „KRAMBAMBOLI will`s wissen“ drehte sich an diesem 20. Jubiläumstag alles um die spannende Welt des Experimentierens, Forschens und Entdeckens. Die Welt der Wissenschaft, für Kinder aufbereitet, war auch für Erwachsene interessant und voller Überraschungen. Trotz heftigen Sommerregens gingen 400 Eltern mit Kindern so manchem wissenschaftlichen Geheimnis nach. „Was genau sind eigentlich Sprudelgase?“; „Wie funktioniert Elektrizität und was verbirgt sich hinter Wasserexperimenten?“ Auf diese und viele weitere Fragen fanden Kinder an diesem Tag in einem der sechs Workshops eine Antwort. Stärken konnten sich die Kinder den Tag über mit dem „KRAMBAMBOLI Forschertrunk“. Andreas Bröring ➲ Ausführlicher Bericht: http://ourl.de/75934


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Kreisverband Wesel: Vierzig Mitglieder aus dem Kreisverband Wesel trafen sich Ende Juni zum Tag der Treue am Kloster Kamp. Die Organisation des Tages übernahm die Kolpingsfamilie Kamp-Lintfort unter der Leitung von Siegfried Schrempf. Nach einer Messe in der Marienkapelle mit Kreispräses Pfarrer Wilhelm Kolks und der Begrüßung durch Kreisvorsitzenden Martin Kuster hörten die Kolpinger einen interessanten Vortrag über die Zeit der Zisterzienser am Kloster Kamp (s. Foto). Bei einer kurzweiligen Kaffeetafel mit zwanglosen Gesprächen klang der Dankestag aus. Dirk Krins

Kreisverband Steinfurt: Besuch der Kolpingsfamilie Rheine-Emstor bei der Türkischen Gemeinde Rheine. Der Imam schilderte das Gemeindeleben der islamischen Gemeinde in Rheine. Anschließend konnte die Kolpingsfamilie die Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit der Türkischen Gemeinde bei Tee und Gebäck erleben  Paul Jansen

Gebietsverband Land Oldenburg: Ca. 380 Kolpingmitglieder aus dem Landesverband Oldenburg haben Ende Juni in Cloppenburg am „Tag der Treue“ teilgenommen. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzenden Monika Südbeck-Hörmeyer (Kolpingsfamilie Emstekerfeld) und Reinhold Blömer (Kolpingsfamilie Cloppenburg) hörten die Teilnehmer an diesem traditionellen Tag in der Stadthalle in Cloppenburg ein eindrucksvolles Referat von Präses Kaplan Holger Ungruhe zum Thema „Glänzende Aussichten“. Er hatte zuvor die Festmesse mit weiteren Mitbrüdern zelebriert. Der Nachmittag konnte bei einer Stadtrundfahrt durch Cloppenburg und dem Besuch im Museumsdorf verbracht werden. Beim Kaffeetrinken unterhielt der ShantyChor aus Emstekerfeld.  Monika Südbeck-Hörmeyer

Christinenhof wird nicht von Kolping übernommen Gebietsverband Land Oldenburg: Zur verbindlichen Klärung des weiteren Vorgehens in den Planungen und Überlegungen für eine mögliche Übernahme des Christinenhofes in Schwichteler durch das Kolpingwerk hatten zwölf Kolpingsfamilien in Übereinstimmung mit der Satzung des Kolpingwerkes Land Oldenburg, eine außerordentliche Delegiertenversammlung beantragt, die am 20. Juli 2012 in Cappeln stattgefunden hat. 114 Delegierte aus 43 Kolpingsfamilien waren gekommen um sich über den aktuellen Stand der Planungen informieren zu lassen und über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Nach intensiver Diskussion hat sich die Delegiertenversammlung mit 60 zu 50 Stimmen, bei zwei Enthaltungen, gegen die Freigabe finanzieller Mittel für ein notwendiges Gutachten und damit gegen die Übernahme des Christinenhofes in Schwichteler ausgesprochen. Der Christinenhof ist ein Bildungs- und Tagungshaus, das von Schwestern der Ilanzer Dominikanerinnen geführt wird. Auch wenn es sehr reizvoll sein könnte, ein Bildungshaus in der Trägerschaft des Kolpingwerkes zu haben, überwogen bei den Delegierten des kath. Sozialverbandes mehrheitlich finanzielle und organisatorische Bedenken. Das Haus muss von Grund auf saniert und ausgebaut werden und reiht sich danach ein in die bereits bestehenden Häuser und Einrichtungen im Oldenburger Land, so die Verantwortlichen bei Kolping. „Wir sehen keine Möglichkeit, das Haus auf Dauer wirtschaftlich zu führen und werden darum das finanzielle Risiko nicht eingehen.“ Der ehemalige Vorsitzende des Kolpingwerkes, Wolfgang Vorwerk aus Cappeln und Wolfgang Temme aus Schwichteler hatten die ersten Gespräche geführt und waren durchaus optimistisch, was die Umsetzung der Idee betrifft. Sie zeigten sich nach der Entscheidung sehr enttäuscht. Klaus Hanschen 35


I mpressum Erscheinungsort: Coesfeld, erscheint vierteljährlich Herausgeber: Kolpingwerk Diözesanverband Münster e.V. Gerlever Weg 1 · 48653 Coesfeld Redaktion: Rita Kleinschneider -rk-, Thorsten Schulz, V.i.S.d.P. Telefon: 02541 – 803-456 Telefax: 02541 – 803-455 e-mail: presse@kolping-ms.de Gerlever Weg 1 · 48653 Coesfeld

Satz und Layout: Hötzel, RFS und Partner, im Gutenberghaus in Stadtlohn

H 12281

Kolpingwerk DV Münster e.v. 48653 Coesfeld, PVST-Deutsche Post AG „Entgelt bezahlt“, VKZ

Auflagenhöhe: 1.800 Exemplare Jahresabonnement: 6,50 EUR Für unverlangt eingesandte Fotos und Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich unterzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der ­Redaktion wieder.

In der Dezember-Ausgabe berichten wir über die Diözesanversammlung. Für die Ausgabe März 2013 mit Berichten aus den Kolpingsfamilien ist Redaktionsschluss am 31. Januar 2013

Nikolaus kommt schon am 17. November! Der „wahre“ Nikolaus im Bischofsgewand mit Mitra und Bischofsstab wird immer beliebter. Der Schokobischof soll an den heiligen Namensgeber aus Myra erinnern, der wegen des kommerziellen Weihnachtsmannes oft in Vergessenheit geraten ist. Steht der Weihnachtsmann für die allein auf Konsum getrimmte „Weihnachtszeit“, verweist der heilige Nikolaus hingegen auf Werte wie Uneigennützigkeit, Nächstenliebe und selbstloses Handeln. Den „echten“ SchokoNikolaus aus fair gehandelter Schokolade kann man in Weltläden kaufen. Zunehmend mehr wird er auch in Pfarrgemeinden zum Kauf angeboten. Der Diözesanverband Münster ist übrigens hierbei Teil einer Großbestellung der Aktion „Echter Sankt Nikolaus“ des BDKJ Kreisverbandes Borken und des Regionalbüros Mitte. Dass allein dort ca. 33.000 Exemplare bestellt wurden zeigt: Diese Initiative zieht immer weitere Kreise und sollte zum Mitmachen anregen! ➲ Das Kolpingwerk bietet den Delegierten auf der Diözesanversammlung in Coesfeld am 17. November diesen Nikolaus (60 g) zum Mitnahme-Preis von 1,50 Euro an.

WIR SIND KOLPING Niemand kann die Begeisterung für's Mittun im Kolpingwerk überzeugender begründen als Kolpinger selbst! Daher der Aufruf an Alle: Schickt uns Eure "Gesichter", Eure Beweggründe und Geschichten, damit wir diese Serie auch im nächsten FORUM fortsetzen können. Mail an: kleinschneider@kolping-ms.de

Ideenkalender für Familien und die ganze Kolpingsfamilie

Für alle, die stets auf der Suche nach spannenden Ideen für die ganze Kolpingsfamilie oder auch für einzelne Familienkreise und Gruppen sind, hat der Fachausschuss „Lebenswege – Menschenwege“ (Diözesanverband Münster) in Kooperation mit dem Diözesanverband Paderborn für das Jahr 2013 abermals einen Wandkalender entworfen. Er ist gleichzeitig eine Arbeitshilfe mit Anregungen für die Praxis in den Kolpingsfamilien. Monat für Monat wird auf der Rückseite jedes Kalenderblattes eine ausgewählte Aktion vorgestellt. Dann heißt es: angucken – abgucken – anfangen! ➲ Der Kalender ist ab sofort für 2 Euro Schutzgebühr (zzgl. Porto) erhältlich, so lange der Vorrat reicht. Bestellung im Verbandssekretariat Christel Schellerhoff, Tel.: 02541 – 803-449, Mail: schellerhoff@kolping-ms.de

Forum 3/2012  

Unsere neue Ausgabe!

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