Issuu on Google+

Ouvert眉re Das Programm des Rheingau Musik Festivals 2013 RMF-Magazin 1/13 路 www.rheingau-musik-festival.de


© Monika Ritterhaus

© Red Bull

© Felix Broede

Kloster Eberbach, Olga Scheps

Flying Steps

© Christopher Dunlop

Daniel Barenboim, Kurpark Wiesbaden, David Garrett

Hauptsponsoren:

Co-Sponsoren:

Medienpartner:

Official Airline:

Offizieller Automobilpartner: Premium-Projektpartner:

ab


© Felix Broede

© David Ellis Decca

Inhalt

© www.fotostudio-heyer.de

© Milena Schloesser

Rafał Blechacz, Il Giardino Armonico

Hier können Sie Karten bestellen

Bitte beachten Sie…

Rheingau Musik Festival Servicegesellschaft mbH & Co. KG Postfach 1125 65367 Oestrich-Winkel (am einfachsten mit dem Bestellschein auf der Heftrückseite)

… dass die Mitglieder des Rheingau Musik Festival e. V. in den ersten vier Wochen des Kartenvorverkaufs ein exklusives Vorkaufsrecht genießen. Nach der bevorzugten Bestellfrist (bis 22. Februar 2013) werden die Bestellungen der Nicht-Mitglieder in der Reihenfolge des Post- oder E-MailEingangs bearbeitet. Einfach und bequem be­stellen Sie Ihre Konzertkarten mit dem Bestellschein auf der Heftrückseite.

Ab dem 20. März 2013 auch telefonisch:

0 67 23 / 60 21 70 www.rheingau-musik-festival.de

4

Festivalhöhepunkte 2013 Klassik-Akzente

6

Jazz and beyond

8

Themen und Reihen Composer & Artist in Residence: Fazıl Say

10

Artist in Residence: Sol Gabetta

12

Wagner & Verdi: 200. Geburtstag

14

Familientreffen

15

Next Generation

16

Konzerte 2013

17

Sponsor werden beim Festival

81

Anreise

82

Spielstätten

Schloss Vollrads, Maren Kroymann

Oder per E-POSTBRIEF an: karten@rheingau-musik-festival.epost.de

Vorwort

… dass der telefonische Vorverkauf erst am 20. März 2013 beginnt.

Möchten auch Sie in den Genuss der bevorzugten Bestellung kommen? Dann werden Sie Mitglied unseres Fördervereins (siehe Bestellschein).

Kurhaus Wiesbaden

84

Kloster Eberbach

86

Schloss Johannisberg

88

Schloss Vollrads

90

Adressen der Spielstätten

92

Tourismus und Hotels

95

Allgemeine Hinweise Kartenvorverkauf

96

Veranstalter und Impressum

98

Allgemeine Geschäftsbedingungen

99

Festival-Shop

100

Programmübersicht 2013

102

Weinstockpacht und Förderverein

107

Bestellschein

108

3


© Molina Visuals

© Riccardo Musacchio

© Ewa-Marie Rundquist

Anne Sofie von Otter, Grigory Sokolov

Rheingau Musik Festival 2013

4

Was wird die Saison 2013 bringen? Einen Sommer voller Musik natürlich – doch in diesem Jahr vor allem einen Sommer voller Debüts! Nachwuchstalente wie der 18-jährige Pianist Jan Lisiecki oder der junge indonesich-deutsche Geiger Iskandar Widjaja, aktuelle Musikphänomene wie die Youtube-Pianistin Valentina Lisitsa oder der Stargeiger David Garrett und arrivierte Größen der Klassikszene wie der Pianist Grigory Sokolov und das britische Spitzenensemble The King’s Consort werden alle zum ersten Mal auf dem Festivalpodium zu erleben sein. Bei insgesamt über 160 Konzerten, die wie immer an den schönsten Spielstätten zwischen Rhein und Reben, in Schlössern und Klöstern, Kirchen und Weingütern ab dem 29. Juni 2013 stattfinden werden, wird die Konzertauswahl nicht leicht fallen … Und wir bedauern schon jetzt, selbst als Veranstalter nicht alle Konzerte hören zu können.

Artemis Quartett, Johanna Wokalek, Vadim Repin

Außergewöhnlich und neu ist in diesem Jahr auch, dass wir gleich zwei herausragende Künstler für eine ganze Konzertserie gewinnen konnten: Sol Gabetta, die argentinische Cellistin mit französischrussischen Wurzeln, wird in drei Konzerten sowie im Gesprächsformat „Rendezvous mit…“ als Artist in Residence zu erleben sein, während der türkische Komponist und Pianist Fazıl Say in doppelter Funktion als Composer & Artist in Residence an vier Abenden im Rampenlicht stehen wird. Außerdem gedenken wir natürlich der beiden Jubilare Richard Wagner und Giuseppe Verdi im Rahmen von mehreren Veranstaltungen und feiern auch Benjamin Brittens 100. Geburtstag mit einer Aufführung des „War Requiem“. In unserem „Familientreffen“ widmen wir Musikerfamilien und Komponistendynastien einen eigenen Schwerpunkt, der das Thema „Hausmusik“ in völlig neuem Licht zeigt. Dass darüber hinaus auch all die „alten Bekannten“ wie die Mozart-Nacht, die Steinberger Tafelrunde, die Fahrenden Musiker, das Sommerfest und das


© Joachim Gern

© Tanja Nitzke

© Harald Hoffmann

Ein Sommer voller Musik

Schlossfest im Programm wiederzufinden sind, versteht sich von selbst. Aber auch einige neue Konzertorte werden Sie entdecken! Auf den folgenden Seiten haben wir für Sie eine kleine Vorauswahl an Festivalhöhepunkten getroffen sowie ab Seite 17 die chronolo­ gische Übersicht aller Veranstaltungen aufbereitet. Viel Freude bei der Zusammenstellung Ihres ganz persönlichen Sommers voller Musik wünschen Ihnen Ihr

5

und Ihr

Michael Herrmann Andreas Eckel Intendant Geschäftsführer Rheingau Musik Festival Rheingau Musik Festival

Andreas Eckel, Michael Herrmann


FestivalHöhepunkte 2013

Russlands bester Musik­export: Nikolai Lugansky mit dem Rus­sischen Natio­nal­orchester und am Dirigentenpult kein Gering­erer als Mikhail Pletnev. 22.8. um 20.00 Uhr

© Marco Borggreve Naïve-Ambroisie

6


© Harald Hoffmann © Esther Haase

Klassik-Akzente Nie klang unerfüllte Liebe so schön! Anne Sofie von Otter und das hr-Sinfonieorchester unter Leitung von Paarvo Järvi mit Wagners „Wesendonck-Liedern“. 29. und 30.6. um 19.00 Uhr Ausflug in die französische Klangwelt – mit Magdalena Kožená und den Bamberger Symphonikern. 4.7. um 20.00 Uhr Extra aus Regensburg kommen die Domspatzen, um Mozarts berühmtes Requiem zu singen! 12.7. um 20.00 Uhr Romantik hautnah: Johanna Wokalek und der Balthasar-Neumann-Chor unter Thomas Hengelbrock nehmen uns mit in die märchenhafte Epoche. 25.7. um 21.00 Uhr Grande Dame des Klaviers: Mitsuko Uchida lädt zum SchumannAbend auf Schloss Johannisberg. 3.8. um 19.00 Uhr

O gioco barocco! Die Spezialisten von Il Giardino Armonico lassen die Basilika in barockem Glanz erstrahlen. 7.8. um 20.00 Uhr

© Keith Saunders

Magdalena Kožená, Daniel Hope, Robert King

Der stille Held des Klaviers: Endlich gibt Grigory Sokolov sein Debüt beim Rheingau Musik Festival! 18.8. um 19.00 Uhr Friedensbotschaft und Konzertgenuss zugleich: Daniel Barenboim mit dem West-Eastern Divan Orchestra. 20.8. um 20.00 Uhr

The King shall rejoice: An zwei Abenden bringt The King’s Consort englische Chorkunst und Klangkultur in den Rheingau. 29. und 30.8. um 20.00 Uhr

Hoher Besuch aus Fernost: Das NHK Symphony Orchestra, Tokyo macht Station im Kurhaus Wiesbaden. 27.8. um 20.00 Uhr

Streichersound vom Feinsten: Nach fünf Jahren Abstinenz kommt das Artemis Quartett endlich wieder nach Schloss Johannisberg! 30.8. um 20.00 Uhr

Was er anfasst, wird zu Gold: Multitalent Daniel Hope kommt mit den Alte-Musik-Experten L’arte del mondo ins Kloster Eberbach. 27.8. um 20.00 Uhr

Zum krönenden Festivalabschluss: Mendelssohns „Lobgesang“ mit Enoch zu Guttenberg und der Chorgemeinschaft Neubeuren. 31.8. um 19.00 Uhr

7


Jazz and beyond

8

„Let it soul“ heißt die Devise, wenn Oleta Adams mit ihrer atem­ beraubenden Balladenstimme zur Friday Night in J’berg lädt! 5.7. um 19.30 Uhr

Der Mann für das ganz große Gefühl: Curtis Stigers stellt im Kurpark Wiesbaden sein neues Album „Let’s Get Out Tonight“ vor. 2.8. um 19.00 Uhr

„Très charmant“ geht es zu, wenn Götz Alsmann seine Lieblings­ chansons für sich und seine altbewährte Band arrangiert! 15.8. um 20.00 Uhr

Jazzdiva und Chansonsängerin Stacey Kent gibt sich die Ehre: Mit der hr-Bigband bringt sie den Cuvéehof zum Swingen. 7.7. um 11.00 Uhr

Still und heimlich mischen sie seit 2003 die Jazzszene auf: das Tingvall Trio um den sympathischen Schweden Martin Tingvall. 3.8. um 19.00 Uhr

Bach und Breakdance? Das klingt wie Feuer und Wasser, fügt sich aber genial zusammen, wenn die Flying Steps zum Tanz ansetzen! 29.8. um 20.00 Uhr


Ein bekanntes Gesicht neu in der Programm­planung: Timo Buckow verstärkt ab 2013 das Planungsteam, da Programm­direktorin Evelyn Meining nach zwölf engagierten Jahren beim Rheingau Musik Festival neue Wege geht und als Intendantin zum Mozartfest Würzburg wechselt. Der diplomierte Kaufmann und Musikwissenschaftler, der an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin auch sechs Semester Dirigieren studiert hat, ist im Festivalteam kein ganz Unbekannter: Denn seit 2006 war er bereits im künstlerischen Betriebs­büro als Veranstaltungsleiter für das Kurhaus Wiesbaden zuständig sowie später auch in leitender Funktion im KBB tätig. Im September 2011 übernahm er außerdem die Konzertplanung für die Frankfurter Konzertdirektion Pro Arte. Die neue Festival­saison trägt bereits seine Handschrift: Gemeinsam mit Michael Schwierzy, der derzeit als Elternzeitvertretung für Lisa Ballhorn Teil des Teams ist, hat er die diesjährigen Themenschwerpunkte entwickelt und die Konzerte geplant. © Tanja Nitzke

© Nicole Nodland

© Steven Haberland

Personalia

Stacey Kent, Tingvall Trio, Oleta Adams

9


Composer & Artist in Residence: Fazıl Say 10

Konzerte 2.7. Werkstattkonzert Kammermusik von und mit Fazıl Say

31.7. Fazıl Say, Klavier

1.8. Rendezvous mit … Fazıl Say

4.8. Borusan String Quartet Fazıl Say, Klavier

© Marco Borggreve


» … Ich brauche Musik in all ihren Facetten … « Fazıl Say

„Den musst du dir anhören, der Junge spielt wie ein Teufel“, soll Aribert Reimann 1987 zu David Levine gesagt haben, nachdem er den 17-jährigen Fazıl Say am Klavier erlebt hatte … Ein Studium in Levines Meisterklasse an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf war die unmittelbare Folge der Entdeckung durch den deutschen Komponisten. Doch schon lange davor bewegte sich der junge Fazıl Say mit schlafwandlerischer Sicherheit durch die Welt der Musik: Mit fünf beginnt er Klavier zu spielen und zu improvisieren – „das ist einfach mein Naturell“, erklärt der türkische Pianist und Komponist, der zwischen seinen beiden Wirkungsweisen niemals eine Trennlinie gezogen hat, immer waren der Interpret und der Komponist in friedlicher Koexistenz vereint. Und sie sind es bis heute. Sein pianistisches Herz schlägt für die Wiener Klassik, Werke von Mozart und Beethoven gehören zu seinem Kernrepertoire, doch genauso Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“, die Kompositionen Maurice Ravels oder George Gershwins Klavierkonzert. Bei diesem ist es auch die Nähe zum Jazz, die Fazıl Say begeistert, der als Komponist und Improvisator selbst

immer wieder auf Rhythmen, Harmonien und Techniken des Jazz zurückgreift. Zugleich sind in seinen Werken die Einflüsse der Musik seiner türkischen Heimat unverkennbar: Oft greift er auf das traditionelle Instru­ mentarium zurück und verbindet den Klangkörper eines klassischen Sinfonieorchesters mit den Klängen der orientalischen Perkussionsinstrumente oder der Flöte „Ney“ wie z.B. in der 2010 uraufgeführten „Istanbul Symphony“. Wird der bescheiden auftretende Musiker gefragt, ob er mit seinen Kompositionen immer wieder bewusst den Brückenschlag zwischen Orient und Okzident anstrebe, wiegt er nur vorsichtig mit dem Kopf – es ergäbe sich einfach ganz natürlich so, denn beides stecke in ihm. Diese Vielseitigkeit und Offenheit, diese Natürlichkeit und Genialität sind es, die Fazıl Say dafür prädestinieren, den Auftakt zur neuen Festivalreihe „Composer & Artist in Residence“ zu machen. An vier Abenden wird er als Kammermusiker, Komponist, Pianist und Gesprächspartner viele Facetten seiner Musikerpersönlichkeit zeigen können und so ein umfassendes Porträt ermöglichen.

11


» … wenn die Persönlichkeit nicht zu spüren ist, vergeht die Schönheit sehr schnell.« Sol Gabetta

12

Man nennt sie Celloprinzessin, eine Fee in der Welt der Musik: Sol Gabetta, Tochter französisch-russischer Eltern, geboren im argentinischen Cordoba, verzaubert und erhellt durch ihr beseeltes Spiel, ihre charismatische Persönlichkeit und ansteckende Lebensfreude die Musikszene weltweit. Wie sollte es auch anders sein, denn ihr Vorname bedeutet „Sonne“. Mit acht Jahren gewann sie ihren ersten Violoncellowettbewerb, heute ist Sol Gabetta als Cellistin und „Artist in Residence“ international begehrt, widmet sie sich Programmen und Konzerten doch stets voller Hingabe, mit klugen Gedanken und viel Temperament. „Musik erinnert die Menschen daran, dass sie ein Herz haben. Und dass es Dinge, Gefühle, Spiritualität gibt, die ihren Verstand übersteigen“, erklärt die Cellistin ihren Ansatz. Sol Gabettas Energie und Talent scheinen unerschöpflich: Sie probt, konzertiert, spricht fließend sechs Sprachen, unterrichtet und moderiert – abwechselnd mit dem Percussionisten Martin Grubinger – die Klassiksendung „KlickKlack“ im Bayerischen Fernsehen. Ihre

Sendungen sind beliebt: Sie lacht, erzählt und erklärt, schwingt ihr märchenhaftes Goldhaar und ist unwiderstehlich. Sie selbst gibt sich bescheiden und bemerkt: „Es geht nicht um schöne Haare und ein tolles Kleid. Das sieht mein Publikum in den ersten zwei Minuten, danach berührt die Leute meine Seele, die ich in die Musik bringe. Denn wenn die Persönlichkeit nicht zu spüren ist, vergeht die Schönheit sehr schnell.“ Mit Seele, Persönlichkeit und vor allem wunderbarem Spiel war Sol Gabetta bereits zwei Mal beim Rheingau Musik Festival zu Gast und bewies mit einem romantischen und einem barocken Programm ihr breites Repertoire und sicheres Einfühlungsvermögen. Als „Artist in Residence“ ist sie im diesjährigen Sommer voller Musik eine der hellsten Sonnen unter den Künstlern. Gemeinsam mit ihrem kostbaren GuadagniniCello, Jahrgang 1795, auf dem Sol Gabetta unvergleichlich schön zu „singen“ versteht, wird sie das Publikum in drei Konzerten und einem „Rendezvous“ sicherlich zu verzaubern verstehen.


© Marco Borggreve

Artist in Residence: Sol Gabetta Konzerte

6.8. Sol Gabetta, Violoncello Cappella Gabetta Andrés Gabetta, Violine und Leitung

20.8. Rendezvous mit … Sol Gabetta

21.8. Sol Gabetta, Violoncello Igor Levit, Klavier

28.8. Sol Gabetta, Violoncello City of Birmingham Symphony Orchestra Andris Nelsons, Leitung

13


© Caesar Willich

© Jean Boldini

Giuseppe Verdi, Richard Wagner

Wagner & Verdi: 200. Geburtstag Troubadour oder Tannhäuser? Otello oder Lohengrin? Belcanto oder Leitmotiv? Unendliche Melodie oder Gesamtkunstwerk? Die Zweigestirne am Opernhimmel, Giuseppe Verdi und Richard Wagner, sind von den Bühnen der Welt nicht wegzudenken. Beide 1813 geboren, der eine im italienischen Le Roncole, der andere im sächsischen Leipzig, bewegten Generationen durch ihre Werke und entwickelten neue Utopien des Musikdramas, „Zukunftsmusik“. Nach ihrem Tod als Sinnbilder von Italianitá und Deutschtum, Melodie und Harmonie, als Antipoden in Stellung gebracht, scheiden sie noch heute Opernfreunde weltweit: Tosca oder Elsa? Scala di Milano oder Bayreuth?

14

Konzerte zum Wagner-Schwerpunkt

29. + 30.6. Anne Sofie von Otter, Mezzosopran hr-Sinfonieorchester – Paavo Järvi, Leitung

4.7. Magdalena Kožená, Sopran – Bamberger Symphoniker – Robin Ticciati, Leitung

10.7. Rendezvous mit … Nike Wagner

18.7. Piano-Duo Tal & Groethuysen

18.7. Mnozil Brass: „HOJOTOHO – Eine Wagner-Blech-Comedy“

20.7. Vestard Shimkus, Klavier

8.8. „Pilgerreise zu Beethoven“ / Klaus Maria Brandauer, Rezitation – Lars Vogt, Klavier

18.8. „Siegfried für Kinder“

20.8. „Jeder Deiner Briefe ist mir Gold“ / Ulrich Noethen, Rezitation – Hideyo Harada, Klavier

Ihr Wirkungsfeld lag gar nicht so weit auseinander: Der Eindruck des Mittelmeers in Genua soll Richard Wagner zum „Rheingold“ inspiriert haben, in Palermo beschließt er seinen „Parzifal“, viele Monate verbringt er in Venedig. Und doch findet eine Begegnung beider Komponisten, wie sie der Schriftsteller Franz Werfel in seinem Roman „Verdi“ im venezianischen Karneval zumindest beinahe Wirklichkeit werden lässt, niemals statt.

25.8. Sebastian Küchler-Blessing, Orgel

Benjamin Britten, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird, brachte beiden Komponisten die gleiche Verehrung entgegen. Verdi soll das Werk des jungen Briten am meisten beeinflusst haben, Wagners Musik erschien ihm gar als ein „Weltwunder“. Nach einer Vorstellung von „Tristan und Isolde“ im Londoner Covent Garden schrieb er ergriffen: „What music! He ist he master of us all!“. Selbst als „Messiah of English opera“ gefeiert, kann sich Britten in das Jubiläumsjahr Giuseppe Verdis und Richard Wagners somit berechtigt einreihen.

Konzerte zum Verdi-Schwerpunkt

5.7. Operngala 13.7. David Garrett, Violine – Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi – John Axelrod, Leitung 1.8. Kuss Quartett

11.8. „Quattro pezzi sacri“ / SHMF Chor & Orchester Rolf Beck, Leitung

20.8. West-Eastern Divan Orchestra Daniel Barenboim, Leitung

22.8. „Messa da Requiem“ / Philharmonischer Chor & Orchester Brno – Leoš Svárovský, Leitung


© Maike Helbing

© Harald Hoffmann

© Marco Borggreve

© Julien Mignot

Gautier Capucon, Baiba Skride

Hagen Quartett, Sharon Kam

Familientreffen Was ist angeboren, was wird erworben? Wann greifen die Mendel’schen Vererbungsregeln und wann die Erziehung? Haben unsere Gene nur Einfluss auf Augen- und Haarfarbe oder auch auf Talente und Charaktereigenschaften? Seit über hundert Jahren sind dies Fragen, die die Wissenschaft beschäftigen – vom Soziologen zum Biologen, vom Mediziner zum Hirnforscher. Doch der Volksmund ist wie so oft einen Schritt voraus und weiß schon seit langem: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ oder „wie der Vater so der Sohn“. Denn unabhängig von der Physiognomie, lassen sich zwischen den einzelnen Familienmitgliedern immer auch Ähnlichkeiten im Verhalten und der Persönlichkeit finden – und ob dabei nun die Genetik oder die Umwelteinflüsse die Oberhand haben, ist für den „Hobby-Genealogen“ letzten Endes unerheblich. Dass in Musikerfamilien wie den Bachs oder den Mozarts stets ein Zusammenspiel von vererbtem und vorgelebtem Talent sowie einer besonderen Förderung zum Erfolg des Kindes führte, liegt nahe. Wäre der kleine Wolfgang Amadeus nicht so früh von Vater Leopold an das Musizieren und Komponieren herangeführt und regelmäßig zum Üben gezwungen worden, wer weiß, ob wir uns heute an seinen zahlreichen Opern, Sinfonien und Sonaten erfreuen könnten oder ob er, der ein großer Freund des Glücksspiels war, nicht Casinobesitzer oder Ähnliches geworden wäre … Auch in heutigen Musikerbiographien liest man immer wieder den Hinweis auf die familiäre Prägung: „Bei uns war immer Musik im Haus“ oder: „die Schallplattensammlung meines Vaters hat mich von Anfang an begleitet“ sind häufig Erklärungen für die frühe Musikbegeisterung, die sich oft auf mehrere Geschwister und auf mehrere Generationen einer Familie bezieht. Beim Rheingau Musik Festival organisieren wir in diesem Jahr ein ganz besonderes „Familientreffen“ und führen musikalische Brüder, Schwestern, Tanten und Neffen im Trio, Duo oder Quartett zusammen. Wenn der Vater mit dem Sohne …

Konzerte

19.7. Trio Capuçon

21.7. the clarinotts

26.7. Bach & Söhne

27.7. Baiba Skride, Violine Linda Skride, Viola Julian Steckel, Violoncello Lauma Skride, Klavier

2. + 3.8. Mozart-Nacht

6.8. Sol Gabetta, Violine Cappella Gabetta Andrés Gabetta, Violine und Leitung

15.8. Cuarteto Casals Pepe Romero, Gitarre 23. + 24. + 25.8. Hagen Quartett

25.8. Sitzkissenkonzert: Felix und Fanny auf Reisen

29.8. Sharon Kam, Klarinette Ori Kam, Viola Matan Porat, Klavier

15


© Thorsten Golz

Bruno Böhmer Camacho Trio, Jessica Gall

Konzerte

20.7. Vestard Shimkus, Klavier

23.7. Iskandar Widjaja, Violine Anastassiya Dranchuk, Klavier

28.7. Jessica Gall

28.7. Jan Lisiecki, Klavier

30.7. Nicola Benedetti, Violine Alexej Grynyuk, Klavier

16

3.8. Tingvall Trio

4.8. Bruno Böhmer Camacho Trio

6.8. Jonathan Gilad, Klavier

10.8. Yulianna Avdeeva, Klavier

22. + 23.8. Ksenija Sidorova, Akkordeon

22.8. Denis Kozhukhin, Klavier

25.8. Sebastian Küchler-Blessing, Orgel

© Matthias Bothor

Next Generation

Jan Lisiecki

Weggefährten, musikalische Partner, Mentoren – zum Rheingau Musik Festival kommen etablierte Weltstars der Klassikszene als alte Freunde. Sie verhelfen dem Festival zu einem guten Ruf und Weltniveau. Doch in jedem Sommer wagen wir es auch unbekannte Gesichter zu präsentieren und auf diese Weise frischen Wind und ungewohnte Perspektiven in das Programm zu bringen. Die Formate „Treffpunkt Jugend“, „Klassik-Marathon“ und „Next Generation“ fördern junge, neue oder bislang unentdeckte Talente, Nachwuchskünstler und Virtuosen, von deren Begabung und zukünftiger Karriere wir fest überzeugt sind. Sie bringen neue Ideen, neue Klänge und Perspektiven, die uns und die Zuhörer bereichern und inspirieren. Als Vertreter der „nächsten Generation“ entwickeln sie neue Blickwinkel auf die Welt, sind auf twitter, facebook und youtube gut vernetzt und überzeugen junges wie Stammpublikum. Wer wagt, gewinnt – denn nicht selten werden hier die Weltstars von morgen entdeckt, die mit ihren Interpretationen, Projekten und Konzerten Geschichte schreiben. So traten beim ersten „Treffpunkt Jugend“-Konzert 1991 beispielsweise Ferhan und Ferzan Önder auf, die heute auf allen Bühnen der Welt zu Gast sind, 2001 begeisterte in unserer „Junge Virtuosen“-Reihe Julia Fischer, die ebenfalls längst zu den gefragten klassischen Musikern gehört. In diesem Jahr sind unter anderem die Pianisten Jan Lisiecki und Jonathan Gilad, die Violinistin Nicola Benedetti sowie das Tingvall Trio und das Bruno Böhmer Camacho Trio als Vertreter der „nächsten Generation“ im Rheingau zu Gast. An einen der jungen Künstler geht auch der diesjährige LOTTO-Förderpreis, der ihnen den verdienten Weg vom Debütpodium an die Spitze erleichtern soll.


Konzerte 2013

17

Š Christoph Mattes


30.6. Sonntag, 19.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

2.7. Dienstag, 18.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Eröffnungskonzert – Wagner: 200. Geburtstag

Composer & Artist in Residence

Anne Sofie von Otter, Mezzosopran hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi, Leitung

Werkstattkonzert

Richard Wagner  „Wesendonck-Lieder“ WWV 91A Gustav Mahler  Sinfonie Nr. 6 a-Moll

18

© © Marco Borggreve

© © Ewa-Marie Rundquist

©

29.6. Samstag, 19.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Hatte Gustav Mahler tatsächlich das tragische Jahr 1907 musikalisch vorausgeahnt, wie seine Frau Alma vermutete, oder gar die Greuel des Ersten Weltkriegs und die Wirren der großen Revolutionen, wie manche Interpreten annahmen? Man wird es wohl niemals genau herausfinden – tatsächlich aber ist Mahlers 6. Sinfonie, die 1906 in Essen zur Uraufführung kam und die er selbst seine „Tragische“ nannte, die einzige seiner neun Sinfonien mit einem unversöhnlichen Ausgang. Doch er wäre nicht Mahler, wenn er in allem Grotesken und Abgründigen nicht auch lieblichste Klänge wie das als „Alma-Thema“ bekannte Liebesmotiv hervortreten ließe. In den „WesendonckLiedern“, die bereits Motive aus „Tristan und Isolde“ vorwegnehmen und Ausdruck von Wagners eigener unerfüllter Liebe zur befreundeten Mathilde Wesendonck sind, bekommt die Liebessehnsucht auch eine Stimme – eine Paradepartie für die feinsinnige schwedische Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter.

Karten zu: 100,– 80,– 65,– 35,– 15,–* Euro Achtung: wegen Fernsehaufzeichnungen können auf einigen Plätzen Kameras im Blickfeld sein. • Sendung des Konzerts im hr-fernsehen am 30.6.2013 um 20.15 Uhr • Übertragung in hr2-kultur am 29.6.2013 um 20.05 Uhr •

  siehe Seite 97

Kammermusik von und mit Fazıl Say Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt Fazıl Say, Dozent und Pianist Mittendrin statt nur dabei! Im Werkstattkonzert mit dem Extremmusiker Fazıl Say kann man den musikalischen Prozess von der Lektüre bis zur Aufführung – sonst verborgen hinter den Türen der Probenräume – hautnah miterleben. Gemeinsam mit Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt wird der herausragende Pianist und Komponist einige seiner Werke erarbeiten, entwickeln, besprechen und konzertieren. Dabei ergeben sich spannende Einblicke in die Gedanken, Horizonte und Klangwelten des musikalischen Grenzgängers sowie in die Entstehungs- und Gestaltungsprozesse intensiver Interpretationen. „Die Noten machen nur 20 Prozent der Musik aus“, erklärt Fazıl Say in einem Interview, und so wird wohl auch im Werkstattkonzert das Fühlen, Spüren, Verstehen und Erkennen der Musik eine große Rolle spielen. Was für die jungen Instrumentalisten in Ausbildung ein Meisterkurs beim Meister ist, wird für das Publikum ein einmalig unmittelbarer Konzertabend!

Karten zu: 25,– 18,– 10,– Euro • •

Ende gegen 22.00 Uhr zwei Pausen

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


©

© © Juliane Njankouo

2.7. Dienstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

2.7. Dienstag, 20.00 Uhr Oestrich-Winkel, Weingut Allendorf

Blechbläserensemble  Ludwig Güttler

Faltenradio: „Zoo“

Ludwig Güttler, Trompete und Leitung Werke für Blechbläser von Henry Purcell, Tommaso Albinoni, Georg Friedrich Händel u. a. Er gehört beim Festival zu den Musikern der ersten Stunde und hält dem Rheingauer Publikum Jahr für Jahr die Treue. Der Wunsch, dies möge auch in Zukunft so bleiben, beruht dabei durchaus auf Gegenseitigkeit. Denn es lässt sich wohl kaum ein besseres Ambiente für den festlichen Klang der barocken und klassischen Blechbläsermusik, die Ludwig Güttler mit seinen verschiedenen Ensembles präsentiert, vorstellen: Die einmalige Atmosphäre des Kloster Eberbach stellt auch für den Dresdner Trompetensolisten einen beinahe magischen Anziehungspunkt dar. Das schlichte romanische Gemäuer ermöglicht eine nahezu kontemplative Konzentration auf das musikalische Geschehen. Und nicht nur für das Publikum, sondern auch für die Künstler selbst sind dies natürlich ideale Voraussetzungen. Nach einem Auftritt mit dem Kammerorchester Virtuosi Saxoniae im Jahr 2012 steht Ludwig Güttler in diesem Jahr wieder als Trompeter seinem Blechbläserensemble vor.

3.7. Mittwoch, 20.00 Uhr

Oestrich-Winkel, Weingut Allendorf

Alexander Maurer, Klarinetten / Percussion / Harmonika Alexander Neubauer, Klarinetten / Percussion / Harmonika Stefan Prommegger, Gesang / Klarinetten / Percussion/Harmonika Matthias Schorn, Klarinetten / Percussion / Harmonika So etwas hat die Welt noch nicht gesehen: Vier hochbegabte junge Klarinettisten spielen sich durch das Repertoire – völlig ohne Scheu adaptieren sie alles von Mozart bis Jazz, von Volksmusik bis Hochkultur für ihr Quartett und moderieren locker-flockig, auch mal singend und schuhplattelnd durch den Abend. Ihr Konzert im vergangenen Festivalsommer war ein absoluter Überraschungserfolg, so dass wir für die vier österreichischen Naturtalente mit ihrem neuen Programm „Zoo“ nur allzu gerne wieder die Bühne frei machen. Im faltenradiotypischen Tonfall erläutert Regisseur Lukas Beck, was Sie in diesem besonderen Tiergarten erwartet: „Raffiniert, wie die jungen Geparden Vogelstimmen imitieren und damit – ohne mit der Wimper zu zucken – ausgewachsene Löwen an der Nase herumführen. […] Das Stimmenspektrum soll angeblich sogar um einige Facetten reicher werden. Und wer weiß, vielleicht verrät ein Tier aus dem Zoo sogar die Bedeutung des Namens ‚Faltenradio’?“

Karten zu: 36,– Euro • •

Der Hof ist überdacht. Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr

Karten zu: 65,– 50,– 45,– 30,– 15,–* Euro   siehe Seite 97

www.rheingau-musik-festival.de

19


©

3.7. Mittwoch, 20.00 Uhr

4.7. Donnerstag, 19.30 Uhr Schloss Johannisberg, Cuvéehof

The Hilliard Ensemble: „Aleluya México!“

Rafał Blechacz, Klavier

Tower of Power

Johann Sebastian Bach  Partita Nr. 3 a-Moll BWV 827 Ludwig van Beethoven  Sonate D-Dur op. 10 Nr. 3 Frédéric Chopin  Nocturne As-Dur op. 32 Nr. 2 Zwei Polonaisen op. 40 Drei Mazurkas op. 63 Scherzo cis-Moll op. 39

Adolfo Acosta, trumpet | Larry Braggs, lead vocalist | Emilio Castillo, band­ leader /2nd tenor sax/vocals | Jerry Cortez, guitar | David Garibaldi, drums | Sal Cracchiolo, trumpet/trombone | Stephen „Doc“ Kupka, baritone sax | Tom Politzer, lead tenor sax | Rocco Prestia, bass | Roger Smith, keyboards

Kloster Eberbach, Basilika

Zürcher Kammerochester Ruben Dubrovsky, Leitung Ein Konzert in spanischer, portugiesischer, mexikanisch-indianischer und afrikanischspanischer Sprache

20

© © Felix Broede

© © Friedrun Reinhold

3.7. Mittwoch, 20.00 Uhr

Von der Alten in die Neue Welt und wieder zurück: In ihrem Programm „Aleluya México!“ rücken das Hilliard Ensemble und das Zürcher Kammerorchester einen Kulturtransfer der besonderen Art ins Zentrum. Im Zuge der Missionierung entstanden in Lateinamerika im 16. Jahrhundert nicht nur glanzvolle Sakralbauten, sondern auch zahlreiche musikalische Werke, in denen europäische Kompositionstechniken mit lateinamerikanischen Einflüssen verschmolzen. Eine der aufregendsten Quellen dieser Musik fand sich in der Kathedrale von Oaxaca: In den Werken des portugiesischen Komponisten Gaspar Fernandes treffen archaische Rhythmen auf barocke Satzformen, schlichte Villancicos auf polyphone Strukturen, spanische Texte auf Aztekisches und Pseudo-Afrikanisches. In Zusammenarbeit mit einem Spezialisten für lateinamerikanische Barockmusik hat der Dirigent Ruben Dubrovsky aus diesen Werken ein Programm eigens für das Hilliard Ensemble und das Zürcher Kammerorchester zusammengestellt.

Karten zu: 40,– 30,– 24,– 18,– 15,–* Euro

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Beim Chopin-Wettbewerb 2005 räumte Rafał Blechacz schlicht und ergreifend alle ersten Preise und Sonderpreise ab, die zu vergeben waren. Und dabei hatte der damals 20-jährige Pianist aus der polnischen Provinz noch nicht einmal besonders auf diesen internationalen Erfolg hingearbeitet. Dass Rafał Blechacz zu den außergewöhnlichsten Talenten seiner Generation gehört, ist mittlerweile unbestritten. So schreibt die Zeitschrift Musik & Theater über das Phänomen Blechacz: „Was genau ist es, das am Klavierspiel des jungen Polen derart fasziniert? Es ist die unverbrauchte Authentizität dieses Künstlers!“ Doch was ihn vor allen anderen Jungstars auszeichnet, ist seine Bescheidenheit und seine bewusste Zurückhaltung vor jeglichem Medienrummel und Hochglanzmarketing: Nicht mehr als 45 Konzerte gibt er im Jahr, die Erholungsphasen dazwischen verbringt er bei seiner Familie im Heimatort und nebenbei schreibt er an seiner Dissertation in Philosophie. Ein Glück, dass er einen seiner wenigen Konzerttermine für das Festival reserviert hat!

Karten zu: 58,– 48,– 38,– 28,–* Euro •

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro   siehe Seite 97

Hier ist der Name Programm: Die Formation Tower of Power heizt der Funk- und Soulszene seit mehr als 40 Jahren mächtig ein. „Urban Soul Music“ labeln die Bandgründer, Tenorsaxophonist und Sänger Emilio Castillo und Baritonsaxophonist „Doc“ Krupka, den Sound des zehn Mann starken Ensembles aus Oakland. Berühmt wurden Tower of Power in den 1970er Jahren durch kompliziert-synkopierte und dennoch stets tanzbare Grooves sowie durch ihre kraftvollen und aufwändigen aber präzisen Bläsersätze, die von Musikern wie Elton John, The Rolling Stones, Rod Stewart, Carlos Santana, Aerosmith, Phil Collins oder Huey Lewis gerne für ihre Aufnahmen engagiert wurden. Trotz häufigem Personalwechsel – inzwischen waren mehr als 60 Musiker an den Shows beteiligt – sind sie sind ihrem Soul immer treu geblieben. Ihre Power, ihre Virtuosität, ihr Groove, ihre Präzision und Spielfreude sind ein Erlebnis!

Das Konzert findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt.  

siehe Seite 97

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


©

© Esther Haase

© Marco Borggreve

4.7. Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Kreuzgang

4.7. Donnerstag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

5.7. Freitag, 19.30 Uhr Schloss Johannisberg, Cuvéehof

Mozarts große Nachtmusiken

Wagner: 200. Geburtstag

Friday Night in J’berg

Magdalena Kožená, Sopran Bamberger Symphoniker Robin Ticciati, Leitung

Oleta Adams

Jörg Widmann, Klarinette Irish Chamber Orchestra Wolfgang Amadeus Mozart  Ouvertüre zu „Idomeneo“ KV 366 Klarinettenkonzert A-Dur KV 622  Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550 Jörg Widmann  „Ikarische Klage“ Fantasie für Klarinette solo Ins mythologische Griechenland entführt uns der Auftakt zur Großen Nachtmusik in diesem Jahr: Mit „Idomeneo“ und „Ikarus“ werden zwei große Vater-Sohn-Dramen aufgegriffen, die bis heute ihre inspirative Kraft auf Künstler ausüben. Jörg Widmanns „Ikarische Klage“ nach Charles Baudelaire steht beispielhaft dafür. Doch der vielseitig engagierte und begabte Musiker ist beim sommerlichen Serenadenabend nicht nur als Komponist, sondern auch als Interpret in Mozarts wundervollem Klarinettenkonzert auf der Kreuzgangbühne zu erleben. Diesem Meilenstein im Klarinettenrepertoire stellt Widmann wiederum ein eigenes Werk gegenüber und tritt so gleich in doppelter Funktion in einen spannenden Dialog mit dem Salzburger Großmeister.

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 20,–* Euro •

witterungsbedingte Verlegung in die Basilika möglich

Gabriel Fauré „Pelléas et Mélisande“ Suite op. 80 Hector Berlioz „Les nuits d’été“ op. 7 Richard Wagner Vorspiel zum 1. Aufzug aus „Die Meistersinger von Nürnberg“ Claude Debussy „La mer“ „Schönheit? Wer will das nicht“, gab Magdalena Kožená in einem Interview mit Volker Blech von der Welt zu, „Aber ich möchte zuerst Geschichten erzählen, und es braucht beim Singen mehr Farben, um Gefühle zu transportieren.“ Leicht gesagt, wenn man wie die tschechische Mezzosopranistin so selbstverständlich über Schönheit verfügen kann. Hector Berlioz’ klangfarbenprächtiger Zyklus „Les nuits d’été“ kommt ihrem gestalterischen Ideal in dieser Hinsicht natürlich sehr entgegen: Die sechs Orchesterlieder vereinen unter dem Titel „Sommernächte“ Geschichten von ländlicher Idylle, märchenhaftem Geisterspuk und sehnsüchtigem Fernweh. „Franzosen machen Musik mit den Augen“, findet Magdalena Kožená – und könnte damit durchaus auch Debussys „La mer“ oder Faurés „Pelléas et Mélisande“ gemeint haben, wo die Sinneseindrücke zusammenfließen, die Klänge zu Farben werden und die Geschichten zu Gefühlen. Vive la couleur!

Karten zu: 75,– 60,– 45,– 30,– 20,–* Euro

Oleta Adams, vocals James Harrah, guitar John Pena, bass Jason Peterson Delaire, keyboards / saxophone John Cushon, drums Sie ist eine der ganz großen Stimmen der Soulszene – Oleta Adams, die mit ihrer gefühlvollen Ballade „Get Here“ 1991 Popgeschichte schrieb: Für tausende amerikanische Familien, die um ihre Männer, Väter und Söhne im Irakkrieg bangten, wurde der Song zur inoffiziellen Hymne. Und für Adams selbst führte die Top-Five-Platzierung in den Billboard Charts zum internationalen Durchbruch. Nach Jahren als Barpianistin und -sängerin in Kansas City war sie mit ihrer zugleich warmen und kraftvollen, vom Gospelgesang geprägten Stimme 1985 von der Band Tears for Fears endlich entdeckt und vom Fleck weg engagiert worden! Kurze Zeit später stand sie plötzlich auf eigenen Beinen – und zwar mitten im Rampenlicht! Sieben lange Jahre sind seit ihrem letzten Auftritt auf der Cuvéehofbühne vergangen – höchste Zeit, die Souldiva wieder einmal willkommen heißen zu dürfen!

Karten zu: 48,– 38,– 28,– 18,–* Euro •

Das Konzert findet als Freiluft­veranstaltung bei jedem Wetter statt.  

siehe Seite 97

  siehe Seite 97 www.rheingau-musik-festival.de

21


© Uwe Ahrens ©

5.7. Freitag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

6.7. Samstag, 18.00 Uhr Schloss Johannisberg

Verdi: 200. Geburtstag

Sommerfest mit Feuerwerk

Operngala

Rheingau meets Hollywood

Olga Peretyatko, Sopran Dalibor Jenis, Bariton Münchner Symphoniker Michele Mariotti, Leitung

Arien und Duette aus Opern von Gioachino Rossini, Gaetano Donizetti und Giuseppe Verdi

22

Eine Operngala zu Ehren des runden Geburtstages von Giuseppe Verdi ist vor allem eines: Honig für die Ohren. Vor 200 Jahren wurde der Komponist in der Provinz Parma geboren. Und bis heute gehören seine 27 Opern zu den meistgespielten Musiktheaterwerken weltweit. Der Ruhm der italienischen Oper, seit Rossini der größte Exportschlager Italiens, wuchs mit Verdis Opern beträchtlich. Melodien aus „Nabucco“, „Il Trovatore“, „La Traviata“ oder „Aida“ avancierten schnell zu Hits, die landauf und landab nachgesungen und gepfiffen wurden – und die bis heute an Popularität, aber auch an schillernder Ausdrucksvielfalt nichts eingebüßt haben. Vor allem, wenn Sänger wie die russische Koloratursopranistin Olga Peretyatko, die das Publikum schon beim Eröffnungskonzert der letzten Saison euphorisierte, und der in Bratislava ausgebildete Bariton Dalibor Jenis die emotional durchglühten Kantilenen Verdis zu Gehör bringen. Das ist wie Austernschlürfen für die Seele.

WDR Rundfunkorchester Köln Niklas Willén, Leitung Klaus Wallendorf, Moderation Dr. Will & The Wizards Waterproof Die hohen, dissonanten Violinschreie rufen sofort ein Gänsehautgefühl hervor. Sogar ohne die entsprechenden Bilder der berühmten Duschszene in „Psycho“ von Alfred Hitchcock verfehlt die Musik von Bernard Herrmann nicht ihre Wirkung. Und genauso unter die Haut gehen dem Hörer die mal romantischen, mal verstörend unheimlichen, dann wieder von Todessehnsucht geschwängerten oder mit hypnotischer Ruhe sich ins Ohr schraubenden Klänge, mit denen selbiger Komponist den Hitchcock-Klassiker „Vertigo“ unterlegte. Doch kaum haben sich die Hörer ein wenig erholt von diesen Schrecken, katapultiert sie das WDR Rundfunkorchester Köln bereits in die nächste Fantasiewelt – mit Klängen aus „Star Wars“ und anderen Meilensteinen der Filmmusik … Neben der großen Hollywood-Gala bilden jazzige Klänge auf den Nebenbühnen, Akrobaten, Kleinkünstler, sommerlich-leichter Riesling, erlesene Speisen und natürlich das große Feuerwerk die weiteren Zutaten für ein garantiert unvergessliches Sommerfest!

Karten zu: 65,– Euro Preis ohne Speisen und Getränke Einlass und Beginn: 18.00 Uhr • Das Sommerfest findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. • •

siehe Seite 97

Karten zu: 60,– 50,– 40,– 35,– 25,–* Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Ute Dersch

© Nicole Nodland

7.7. Sonntag, 11.00 Uhr Schloss Johannisberg, Cuvéehof

7.7. Sonntag, 16.00 Uhr Geisenheim, Rheingauschule

Jazz-Matinée

Sitzkissenkonzert

Stacey Kent, vocals hr-Bigband

Fredrik Vahle

Jim Tomlinson, saxophone Jörg-Achim Keller, conductor „Stacey Kent ist eine Offenbarung. Es gibt derzeit keine andere Sängerin, die es mit ihr aufnehmen könnte“, schrieb Jay Livingston einst über die feinsinnige Jazzdiva und Chansonsängerin – und der Songwriter, der selbst dreimal mit dem Oscar für den besten Titelsong belohnt wurde, wusste, wovon er sprach! Dabei hatte die amerikanische Komparatistik-Studentin, als sie zum Sprachstudium nach Europa zog, noch gar keine Karriere als Musikerin im Blick … Doch dann lernte sie in London den Saxophonisten Jim Tomlinson kennen, sie entdeckten ihre gemeinsamen musikalischen Interessen und plötzlich ging alles sehr schnell: In der Londoner Jazzszene hatte Stacey Kent mit ihrer hellen, makellosen und dennoch berührenden Stimme schon bald einen Namen – ihre Alben wurden zu Bestsellern und Auszeichnungen wie der British Jazz Award ließen nicht lange auf sich warten! Begrüßen wir eine der größten Jazzsängerinnen unserer Zeit auf der Cuvéehofbühne mit rauschendem Applaus!

Karten zu: 40,– 32,– 22,– 15,–* Euro •

Das Konzert findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt.  

siehe Seite 97

Singen, das geht so – Lieder, Klänge und Gesänge für Kleine und Große „Es war einmal ein Mädchen, das Mädchen das hieß Anne, die blies so gern Trompete auf der Kaffeekanne.“ Mit diesem Lied von der mutigen Anne, die durch die ganze Welt zieht und schließlich in Wanne-Eikel bei Hansi Heinemann landet, wurde der Kinderliedermacher Fredrik Vahle zwar nicht weltberühmt, aber immerhin in ganz Deutschland bekannt. So lustig und skurril wie dieses sind viele seiner Lieder: Da gibt es die Geschichte vom Samurai, der nur seiner Oma gehorcht und sonst ein großer Tigerbezwinger ist, dann singt Fredrik Vahle von dem frechen goldenen Stern, der als Sternschnuppe in die Tomatensuppe fällt und von den dreizehn Mücken, die den Riesen mit den klobigen Füßen, den Hamster mit den vollen Backen und die Tante mit dem verrutschten Hut zum wilden Tanzen bringen! Ob das auch im Rheingau gelingt, wird sich zeigen – mitmachen und mitsingen ist bei Fredrik Vahle auf jeden Fall immer erwünscht!

Karten zu: 9,– Euro für Kinder 18,– Euro für Erwachsene • •

für Kinder ab 3 Jahren ca. 60 Minuten ohne Pause

www.rheingau-musik-festival.de

23


© © Denis Rouvre

©

7.7. Sonntag, 19.00 Uhr Eibingen, Abtei St. Hildegard

10.7. Mittwoch, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Bach: „Musikalisches Opfer“

Orchestra of the Age of Enlightenment William Christie, Leitung

Concerto Melante: Verena Fischer, Traversflöte Raimar Orlovsky, Barockvioline Uli Wolff, Gambe Leon Berben, Cembalo Johann Sebastian Bach  Sonate e-Moll BWV 1023 Sonate G-Dur BWV 1038 Sonate e-Moll BWV 1034 Auszüge aus: „Musikalisches Opfer“ BWV 1079

24

Neuinszenierung einer ausgedienten Technik: Als Johann Sebastian Bach 1747 sein „Musikalisches Opfer“ komponierte, war die Zeit der Fugen, Canones und kontrapunktischen Finessen im Grunde längst vorbei. Bach aber lieferte mit seinen Spielarten des vom flötespielenden Preußenkönig Friedrich II. vorgegebenen „Thema regium“ nicht nur eine klingende Reverenz (ein „Opfer“) an den König, sondern auch der Nachwelt sein kammermusikalisches Vermächtnis. Bis heute zählt das sechsstimmige Ricercar zu den Meisterwerken ausgefeilter Kontrapunktik. Das vor fünf Jahren aus Mitgliedern und Gästen der Berliner Philharmoniker gegründete Concerto Melante hat sich gemeinsam mit dem berühmten Bachforscher Christoph Wolff intensiv mit diesem Vermächtnis auseinandergesetzt und stellt das Ergebnis in seinem Debüt beim Rheingau Musik Festival auf historischen Instrumenten vor.

Stéphanie d’Oustrac, Mezzosopran Anna Stéphany, Mezzosopran Renata Pokupic, Mezzosopran „Where shall I fly?“ sowie andere Arien und Concerti aus „Hercules“, „Theodora“, „Ariodante“ und „Giulio Cesare“ von Georg Friedrich Händel „Wen halten Sie für den größten Componisten der je gelebt?“, wurde Ludwig van Beethoven einmal gefragt, der keine Sekunde nachdenken musste: „Händel, für den beuge ich meine Knie.“ Auch 200 Jahre später muss man Beethoven noch Recht geben: Händel ist ein Phänomen. Bereits die Zeitgenossen verehrten den musikalischen Tausendsassa wie einen Superstar, der Musikgeschichte hat er aufregende neue Impulse gegeben und bis heute ist die Anziehungskraft seiner Werke ungebrochen. Händel ist einer der ganz wenigen Komponisten, die zu keiner Zeit in Vergessenheit gerieten. Seine Musik hat die Hörer immer für sich eingenommen. Uns geht es nicht anders, zumal dann nicht, wenn sich das Orchestra of the Age of Enlightenment dem berühmten Wahl-Londoner annimmt. Seit bald 30 Jahren ragt das Ensemble wie ein Leuchtturm aus der immer beliebter werdenden Originalklangszene. Ganz tief lauscht es in die Zeit Händels hinein und nimmt den Hörer mit auf eine erhellende Reise in die Seele seiner Musik.

Karten zu: 60,– 55,– 45,– 30,– 15,–* Euro siehe Seite 97

Karten zu: 38,– 20,–* Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Marco Borggreve

© Felix Broede

10.7. Mittwoch, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

10.7. Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Olga Scheps, Klavier Brussels Philharmonic Michael Tabachnik, Leitung

Apollon Musagète Quartett

Claude Debussy  „Prélude à l’après-midi d’un faune“ Frédéric Chopin  Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op. 21 Maurice Ravel  „Daphnis et Chloé“ Suite Nr. 2 Boléro Bei Chopin fühlt sie sich Zuhause: 2010 gab Olga Scheps mit einem Chopin-Album ihre „Visitenkarte“ auf dem Klassikmarkt ab und wurde direkt mit dem ECHO Klassik als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ belohnt. Seitdem macht die erst 26-jährige Pianistin überall eine gute Figur – ganz gleich, ob sie vor kritischem Fachpublikum im Konzertsaal spielt oder sich im Interview mit Stefan Raab vor dem tv-total-Publikum behaupten muss. Als Wunderkind sieht sie sich selbst nicht – ebenso wie laufen und sprechen habe sie das Klavierspielen ganz natürlich von ihren Eltern gelernt, die beide Pianisten sind. Und dass ihr die perlenden Läufe, die Rubati und all die bittersüßen Momente, die zum Beispiel auch das zweite Klavierkonzert von Chopin auszeichnen, inzwischen ebenfalls ganz natürlich von der Hand gehen, merkt man sofort. Die „authentische Spielweise“ sei ihr die liebste, erklärt Olga Scheps in einem Interview und gibt bei jedem ihrer Auftritte gleich selbst das beste Beispiel dafür ab!

Karten zu: 60,– 50,– 45,– 35,– 20,–* Euro

Paweł Zalejski, Violine Bartosz Zachłod, Violine Piotr Szumieł, Viola Piotr Skweres, Violoncello Josef Suk  Meditation über einen alten böhmischen Choral op. 35 Pjotr Iljitsch Tschaikowski  Streichquartett Nr. 1 D-Dur op. 11 Felix Mendelssohn  Streichquartett Nr. 2 a-Moll op. 13 Für die Musiker des Apollon Musagète Quartetts begann mit dem 13. September 2008 eine neue Zeitrechnung. Zuvor, in den zwei Jahren seit ihrer Quartettgründung, hatten die polnischen Instrumentalisten mit ihren Konzerten zwar schon einige Achtungserfolge gefeiert, doch mit dem spektakulären Gewinn des ersten Preises und dreier Sonderpreise des ARD-Wettbewerbs 2008, von dem die Fachwelt noch heute spricht, starteten sie gleichsam über Nacht ihre internationale Karriere. Mit seinem Namen bezieht sich das Quartett übrigens auf Igor Strawinskis gleichnamiges Ballett, und damit auf Apoll, den griechischen Gott der Künste im Tanz mit seinen Musen – Symbol der Synthese aller darstellenden Künste. Ein Bild, das auch die Presse in ihren Rezensionen gerne aufgreift. „Wenn Apollon nicht die Leier, sondern die Violine spielen würde“, resümierte die Süddeutsche Zeitung, „dann klänge es bestimmt so.“

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro www.rheingau-musik-festival.de

25


©

11.7. Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Kreuzgang

Wagner: 200. Geburtstag

Die acht Jahreszeiten

Rendezvous mit ... Nike Wagner Katharina Eickhoff, Moderation

26

©

© © Stephen Lehmann

10.7. Mittwoch, 20.00 Uhr Oestrich, Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals

Die promovierte Publizistin und Dramaturgin Nike Wagner hat nicht nur aufgrund ihres Urgroßvaters Richard Wagner und ihrer Kritik an der Nachfolge Wolfgang Wagners bei den Bayreuther Festspielen von sich reden gemacht. Mittlerweile ist die Wahlwienerin seit neun Jahren Künstlerische Leiterin des bedeutenden Kunstfests Weimar, welches durch ihre Kreativität und ihren unermüdlichen Einsatz zu neuem Renommee gelangte. Im August diesen Jahres begibt sich Nike Wagner mit ihren zehnten „pèlerinages“, wie das Kunstfest nach Liszts berühmten Charakterstücken benannt ist, ein letztes Mal auf die Spuren der Komponisten und Persönlichkeiten um Franz Liszt. An dieser Stelle schließt sich ein wenig der Kreis – das Motto im Wagner-Jahr 2013 lautet „Wagneridyll“. Musikmoderatorin Katharina Eickhoff trifft Nike Wagner in der Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals für einen Blick in die Vergangenheit und einen Ausblick in die Zukunft.

Karten zu: 18,– Euro

Katrin Scholz, Violine Kammerorchester Berlin Antonio Vivaldi  „Le quattro stagioni“ op. 8 Astor Piazzolla  „Las cuatro estaciones porteñas“ Die sich verändernde Natur und das Leben im Frühling, Sommer, Herbst und Winter – ja sogar der fünften Jahreszeit – musikalisch zu umschreiben, hat Komponisten seit jeher fasziniert und zu großartigen Werken inspiriert. An vorderster Stelle steht natürlich Antonio Vivaldi, der mit seinen berühmten „Vier Jahreszeiten“ die wohl populärste Komposition auf diesem Gebiet geschaffen hat: Vom ersten Zwitschern der Vögel zu Beginn des Jahres über die wuchtigen Sommergewitter bis hin zur herbstlichen Jagd und der klirrenden Kälte fühlt sich der Zuhörer mitten in das Geschehen versetzt. Ob der Wandel der südamerikanischen Jahreszeiten mit den italienischen einhergeht? Immerhin ist auf der Südhalbkugel Sommer, wenn bei uns Winter ist… Der argentinische Komponist Astor Piazzolla verrät uns die Antwort, er hat sich auf seine typisch „tangogefärbte“ Art und Weise diesem Thema angenommen.

Karten zu: 45,– 35,– 25,– 15,–* Euro •

witterungsbedingte Verlegung in die Basilika möglich   siehe Seite 97

freie Platzwahl

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Genovesi

© Antolino

© Stefan Malzkorn

11.7. Donnerstag, 20.00 Uhr Bad Schwalbach, Kurhaus

12.7. Freitag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

12.7. Freitag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Tim Fischer: „Das war gut!“

Josef Bulva, Klavier

Mozart: Requiem

Tim Fischer singt Georg Kreisler-Chansons Rüdiger Mühleisen, Klavier

Ludwig van Beethoven  Sonate Es-Dur op. 27 Nr. 1 Sonate cis-Moll op. 27 Nr. 2 „Mondscheinsonate“ Sonate f-Moll op. 57 „Appassionata“ Frédéric Chopin  Scherzo Nr. 3 cis-Moll op. 58 Karol Szymanowski  „Masken“ op. 34

Yeree Suh, Sopran Dorothée Rabsch, Alt Robert Buckland, Tenor Joachim Höchbauer, Bass Regensburger Domspatzen Concerto Köln Roland Büchner, Leitung

Tim Fischer verkörpert immer wieder die unterschiedlichsten Persönlichkeiten: Im Jahr 2011 war der extravagante Chansonnier das letzte Mal zu Gast beim Rheingau Musik Festival und begeisterte das Publikum mit seiner Hommage an Hildegard Knef. Sein neues Programm „Das war gut“ ist eine persönliche Reminiszenz an den 2011 verstorbenen, großen Liedermacher Georg Kreisler. Schwarzer, tiefsinniger manchmal auch politischer und zeitkritischer Humor zeichnen Kreislers kleine Geschichten aus. Der gebürtige Österreicher vergiftete mit großer Hingabe Tauben im Park und war sich sicher, dass die Stadt Wien deutlich schöner sei ohne ihre Wiener. Grundsätzlich überzeugen seine kleinen grotesken Meisterwerke durch brillante Wortspiele, kritische und belächelnde Auseinandersetzungen mit den scheinbar unwichtigen, aber vor allem auch ernsten Themen unserer Zeit. Tim Fischer sind diese Lieder wie auf den Leib geschneidert – mit atemberaubender Artikulation und absoluter Präzision feuert er dem Publikum die kreislerschen Wortsalven entgegen. Das wird gut!

Karten zu: 40,– 30,– Euro

Lange war es still geworden um den tschechischen Pianisten Josef Bulva. Er galt einst als Wunderkind am Klavier und wurde mit nur 21 Jahren zum Staatssolisten der damaligen CSSR ernannt. Es folgte eine erfolgreiche Karriere mit gefeierten Auftritten in der ganzen Welt, bis ihn Mitte der 1990er Jahre eine unglückliche Handverletzung zum eigentlichen Karriere-Ende zwang. Nach einer 13-jährigen Abstinenz, einem kleinen medizinischen Wunder und vor allem mithilfe eiserner Disziplin hat sich Josef Bulva wieder auf die Bühne zurückgespielt und feierte 2009 sein erfolgreiches Comeback. Daher freuen wir uns besonders, diesen Ausnahmekünstler in einem Rezital auf Schloss Johannisberg präsentieren zu können. Werke von Beethoven und Chopin waren damals schon eine große Passion des Pianisten und bilden auch heute den Kern seines Repertoires.

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro

Wolfgang Amadeus Mozart  Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 Requiem d-Moll KV 626 Manchmal liegt das Vollendete im Unvollendeten, das Offenbarwerden im Mysteriösen, das Tröstliche in der tiefen Trauer. Rätselhaft, sagen Sie? Das ist es! Aber es beschreibt eines der schönsten Rätsel, die die Musikgeschichte aufgegeben hat: Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem, dessen Entstehungsumstände bis heute der Hauch des Geheimnisvollen umweht und das er bedauerlicherweise nicht mehr zu Ende bringen konnte, weil der Tod selbst ihm die Feder aus der Hand nahm. Aber obwohl es ein Fragment ist, dessen unterschiedliche Ergänzungen den Verlust des Mozart’schen Originals nicht vollständig wettmachen können, beeindruckt das Requiem immer wieder in seiner tief bewegenden Natürlichkeit und unmittelbaren Direktheit – schlicht seiner einzigartigen Vollkommenheit.

Karten zu: 70,– 55,– 35,– 25,– 15,–* Euro   siehe Seite 97

www.rheingau-musik-festival.de

27


13.7. Samstag, 19.00 Uhr

Kelkheim, Innenhof des Rettershofes

The Puppini Sisters Marcella Puppini, vocals Kate Mullins, vocals Terrianne Passingham, vocals Dass Blondinen oft bevorzugt werden und Diamanten zu den besten Freunden einer Frau zählen, ist seit den glamourösen Zeiten, als man noch Marilyn Monroe und Jane Russell Hüften schwingend und singend über die Kinoleinwand tanzen sehen konnte, allgemein bekannt. Doch schon lange hat man nicht mehr so elegante Erscheinungen in natura gesehen wie jetzt, wenn die Puppini Sisters mit ihrem Hollywood-Programm vor das Mikrophon treten: In Close Harmony und glamourösen Outfits, mit perfekt onduliertem Haar und schwungvoll gemalten Lippen scheinen die drei Gesangswunder direkt der goldenen Ära des Film- und Musicalzeitalters entsprungen zu sein und verleihen in Begleitung ihrer Band doch jedem Song – von „Moon River“ bis „I Feel Pretty“ – eine ganz eigene Note. „Unser Auftrag ist es, der glanzlosen Welt mehr Glamour zu verleihen“, beschreibt Marcella Puppini ganz klar ihre Mission. Get ready to swing!

Karten zu: 33,– Euro •

28

witterungsbedingte Verlegung in die Reithalle mit freier Platzwahl möglich siehe Seite 97

© © Benjamin Ealovega

©

©

12.7. Freitag, 20.00 Uhr Kelkheim, Innenhof des Rettershofes

13.7. Samstag, 19.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

The King’s Singers: „A Lover’s Journey“ David Hurley, Countertenor Timothy Wayne-Wright, Countertenor Paul Phoenix, Tenor Christopher Bruerton, Bariton Christopher Gabbitas, Bariton Jonathan Howard, Bass Ob Monarchie, rote Telefonhäuschen, „the last order“ in den Pubs oder Gesangskunst – ihre Traditionen sind den Engländern heilig. Zu diesen mit Stolz gepflegten Traditionen gehört auch eine Truppe von sechs Sängern, die weit über die Grenzen ihres Heimatlandes hinaus Kultstatus genießt: The King’s Singers. Seit nunmehr 44 Jahren verwöhnen die britischen Edelkehlen ihr Publikum mit perfekt intonierter Vokalpolyphonie der Renaissance, sahnigen Klängen der Romantik, spannenden Werken des 20. Jahrhunderts und effektvollen A-cappella-Arrangements von Folk- und Pop-Songs. Und wenngleich heute kein Sänger der ersten Generation mehr mit von der Partie ist, halten die „Sänger des Königs“ auch mit ihrem neuen, wie immer genreübergreifenden Programm „A Lover’s Journey“ traditionsbewusst an ihren Prinzipien fest: ihrer stimmlichen Virtuosität, der Neugier auf musikalische Entdeckungen, der interpretatorischen Qualität, ihrer guten Laune und mitreißender Sangeslust.

Karten zu: 50,– 40,– 30,– 20,– 15,–* Euro   siehe Seite 97

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


©

© Andreas Hosch Decca

13.7. Samstag, 19.00 Uhr

14.7. Sonntag, 11.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Verdi: 200. Geburtstag

Junge Meisterpianisten der russischen Schule

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

David Garrett, Violine Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi John Axelrod, Leitung Giuseppe Verdi  Ouvertüre zu „La forza del destino“ Ludwig van Beethoven  Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 Johannes Brahms  Violinkonzert D-Dur op. 77 Den Namen David Garrett verbindet man in erster Linie mit kreischenden Teenies, lässigem Outfit und nicht zuletzt mit der von ihm bearbeiteten Version des Soundtracks zu „Fluch der Karibik“. Mit seinem Crossover-Programm „Rock Anthems Tour 2012“ füllte er gerade erst wieder die größten deutschen Hallen wie ein Rockstar. Aber auch im „klassischen Gewand“ ist David Garrett ein durchaus ernst zu nehmender Künstler: Schon in Jugendjahren wurde seine Begabung von Persönlichkeiten wie Claudio Abbado und Yehudi Menuhin gefördert, so dass es ihn als Studenten schließlich nach New York an die Juilliard School of Music verschlug, wo er von Itzhak Perlman und Isaac Stern unterrichtet wurde. Sein Talent hat er sich neben all dem Rummel um seine Person und den Konzerten gespickt mit Special Effects und Lichtshows bewahrt. Man darf also gespannt sein auf seine Interpretation von Brahms’ Violinkonzert, die das Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi in der ersten Hälfte um ein Werk seines Namensgebers sowie Beethovens berühmte 5. Sinfonie ergänzt.

Michelle Bushkova, Klavier (*2004) Mikhail Krasnenker, Klavier (*2001) Elvira Vasileva, Klavier (*1997) Anna Rudakova, Klavier (*1995) Als Sternstunden des Festivals bejubelte die Presse in den vergangenen Jahren die Konzerte der jungen Meisterpianisten aus Russland. Auch in diesem Jahr findet die Reihe ihre Fortsetzung, in der jugendliche Virtuosen aus russischen Talentschmieden ihre Kunst zu Gehör bringen. Der Pianist Vladimir Krainev rief den „Internationalen wohltätigen Fonds der jungen Pianisten“ ins Leben und fördert die jungen Künstler mit Stipendien. Dieses bildete den Ausgangspunkt für die Konzertreihe des Rheingau Musik Festivals, die 2013 bereits zum zwölften Mal stattfindet und in der sich – fern von bloßer Wunderkind-Artistik – vier junge Pianisten als erstaunliche Künstlerpersönlichkeiten vorstellen. Aufgrund ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung und der Erweiterung ihres Repertoires wird das detaillierte Programm erst kurz vor dem Konzerttermin bekannt gegeben werden.

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro

Karten zu: 130,– 110,– 90,– 70,– 35,–* Euro

www.rheingau-musik-festival.de

29


14.7. Sonntag, 19.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Kinderfest

Isabelle Faust, Violine Orchestre Philharmonique du Luxembourg Emmanuel Krivine, Leitung

The Classic Buskers Michael Bradkes Wasserorchester Kreativmeile Liedermacher und vieles mehr Kinder, das wird ein Fest! Zum dritten Mal in der Geschichte des Rheingau Musik Festivals gibt es neben dem Schlossfest und dem Sommerfest, die ja eher ein Spaß für Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten sind, ein ganz eigenes Fest nur für Kinder! Ab 13.00 Uhr darf auf dem riesigen Gelände des St. Vincenzstifts Aulhausen nach allen Regeln der Kunst gefeiert werden – wie immer beim RMF natürlich vor allem mit viel Musik: Die Classic Buskers kommen extra aus England angereist und bringen neben ihren vielen Flöten und Hornpfeifen auch noch den berühmten britischen Humor mit. Im „Wasserorchester“ von Michael Bradke kommen Gluckertröten, Schwimmtrommeln und ein waschechtes Platsch- und Planschklavier zum Einsatz. Außerdem dürfen alle Kinder aus vollem Hals mit dem Liedermacher um die Wette singen und an den diversen Bastelstationen nach Lust und Laune kreativ sein. Kommt einfach vorbei und schaut es Euch an!

30

© © Felix Broede

© © Ute Dersch

©

14.7. Sonntag, 13.00 Uhr Rüdesheim-Aulhausen, St. Vincenzstift

Karten zu: 5,– Euro für Kinder 10,– Euro für Erwachsene 20,– Euro für Familien mit maximal zwei Kindern und zwei Erwachsenen • •

Das Kinderfest findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. Ende gegen 18.00 Uhr siehe Seite 97

Johannes Brahms  Variationen über ein Thema von Joseph Haydn op. 56a Felix Mendelssohn  Violinkonzert e-Moll op. 64 Richard Strauss  „Ein Heldenleben“ op. 40 „Ich möchte Dir wohl auch ein Violinkonzert machen für nächsten Winter; eins in e-Moll steckt mir im Kopf, dessen Anfang mir keine Ruhe läßt“, schrieb Felix Mendelssohn im Sommer 1838 an seinen Freund, den Gewandhauskonzertmeister Ferdinand David; zwar sollten noch einige Jahre vergehen, bis sein Konzert 1844 in Leipzig zur Uraufführung kam, doch der Beginn dieses virtuosen Werks lässt Interpreten und Publikum bis heute „keine Ruhe“. Raumgreifend, von Streicherwogen begleitet und voller Intensität übernimmt die Solovioline vom zweiten Takt an die Führung, verschmilzt aber immer wieder mit dem Orchesterklang zu einer symbiotischen Einheit. Ein Paradestück für Isabelle Faust, die das kammermusikalische Miteinander wie kaum eine andere im Blut hat. Mit dem romantisch-warmen Ton ihrer „Dornröschen-Stradivari“ wird sie diesem wohl beliebtesten Violinkonzert aller Zeiten besonderen Glanz verleihen.

Karten zu: 50,– 42,– 35,– 25,– 18,–* Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Johannes Rodach

17.7. Mittwoch, 19.00 Uhr Schloss Vollrads, Seebühne

17.7. Mittwoch, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Ladies’ Night

Mozart: Große Messe c-Moll

Y’akoto Carleen Anderson Soul Trio Carleen Anderson, vocals / piano

| N.N., organ bass / keyboards | Guido May, drums

Y’akoto, vocals | Matthäus Winnitzke, rhodes | Hailé Jno-Baptiste, guitar Reda Samba, drums | Benoit Dordolo, bass Legende des Acid Jazz trifft Newcomerin der „Soul-Seeking-Music“ – so könnte die Schlagzeile zur diesjährigen Ladies’ Night beim Rheingau Musik Festival lauten. Schon seit Jahren gilt das Format als Gütesiegel für musikalische Ladypower. Und mit den beiden Protagonistinnen Carleen Anderson und Y’akoto kann man sich dieses Mal auf ein Fest der großen Stimmen freuen: Während die Wahlengländerin Anderson seit Beginn der 1990er Jahre, als sie mit den JB Allstars, der Band ihres Patenonkels James Brown, auf Tour ging, zu den Frontfrauen der Soul- und Funk-Szene zählt, ist Y’akoto gerade dabei, ihren Platz in der Soulwelt zu behaupten. Mit ihrem Debüt-Album „Babyblues“ tritt die 23-jährige Deutsch-Ghanaerin in die großen Fußstapfen von Sängerinnen wie Nina Simone und Erykah Badu. Mit ihrer Devise „weniger ist mehr“ ist die junge Weltenbummlerin ganz bei ihrer Ladies’ Night-Partnerin Carleen Anderson: Was zählt, ist die Stimme!

Karten zu: 42,– Euro freie Platzwahl witterungsbedingte Verlegung ins Kurhaus Wiesbaden mit Beginn um 20.00 Uhr und freier Platzwahl möglich • Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr • •

siehe Seite 97

Christina Landshammer, Sopran Stella Doufexis, Mezzosopran Tilman Lichdi, Tenor Tareq Nazmi, Bass Chor des Bayerischen Rundfunks Münchener Kammerorchester Peter Dijkstra, Leitung John Rutter  „The Lord Bless You and Keep You“ Wolfgang Amadeus Mozart  Motette „Ave verum corpus“ KV 618 Messe c-Moll KV 427 „Unvollendet – vollendet“ lautete das Motto der letztjährigen Mozart-Nacht beim Rheingau Musik Festival; ein Titel, mit dem auch die Große Messe c-Moll treffend bezeichnet werden kann: Die ersten Kompositionsskizzen reichen bereits in das Jahr 1782 zurück, als Mozart – wohl aus Angst um seine erkrankte junge Braut Constanze – ein feierliches Gelübde abgelegt haben soll. Warum jedoch das monumental angelegte Werk in den folgenden Jahren bis zu seinem frühen Tod 1791 nicht zur Vollendung gelangt ist, bleibt bis heute ein gewisses Rätsel. Fehlten ihm in Wien schlicht die Aufführungsmöglichkeiten für eine solch großformatige und prächtige Sakralkomposition? In Kloster Eberbach erklingt die Messe nun in der neuen Fassung des Amsterdamer Musiktheorieprofessors Clemens Kemme.

Karten zu: 70,– 55,– 35,– 25,– 15,–* Euro   siehe Seite 97 www.rheingau-musik-festival.de

31


©

© © Fe lix Broede

17.7. Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg,  Fürst-von-Metternich-Saal

18.7. Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Bach: Das Klavierwerk IX

Britten: 100. Geburtstag

Konstantin Lifschitz, Klavier

„War Requiem“

Johann Sebastian Bach  Sieben Toccaten BWV 910-916

32

Was vor nunmehr acht Jahren mit einem vielbeachteten musikalischen Kraftakt – der Aufführung des gesamten „Wohltemperierten Klaviers“ – begann, ist längst eine feste Konstante im Programm des Rheingau Musik Festivals geworden. In seinem enzyklopädisch angelegten Zyklus widmet sich der in der Ukraine geborene Pianist Konstanin Lifschitz nichts Geringerem als dem kompletten Klavierwerk, das Johann Sebastian Bach der Nachwelt hinterließ. Im neunten Teil seines Bach-Zyklus’ blickt Konstantin Lifschitz auf den jungen Bach, der gerade seine Stelle als Hoforganist unter Herzog Wilhelm Ernst in Weimar angetreten hatte. Auf einen Künstler, der in der Form der Toccata ein ideales Experimentierfeld entdeckt hatte, um aus heterogenen und bisweilen höchst expressiven Stilelementen einen eigenen Klangkosmos zu gestalten.

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro

Susanne Bernhard, Sopran Christoph Prégardien, Tenor Thomas E. Bauer, Bass Bachchor Mainz Chor der Hochschule für Musik Mainz Knabenstimmen des Mainzer Domchores Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern Ralf Otto, Leitung Benjamin Brittens „War Requiem“ op. 66, ursprünglich zum Gedenken an die Verwüstung der Stadt Coventry und ihrer Kathedrale durch deutsche Angriffe komponiert, spiegelt die tiefe Trauer und sinnlose Zerstörung des Zweiten Weltkrieges, aber gleichzeitig auch Hoffnung und Versöhnung wider. Britten schuf mit diesem Requiem nicht nur eines der opulentesten und bedeutendsten Chorwerke des 20. Jahrhunderts, er vermochte durch eine gezielte Verknüpfung des lateinischen Requiem-Textes mit englischen Versen des britischen Dichters Wilfred Owen kontemplative Reflexionen zu erzeugen, die der archaischen Liturgie einen notwendigen weltlichen Schein verleihen. Gleichzeitig gelingt der Komposition und insbesondere der Geschichte seiner Uraufführung eine versöhnliche Annäherung an die damaligen Feinde. Vom großen dramatischen Orchesterklang über kammermusikalische Zwischenspiele bis hin zur bescheidenen Orgelbegleitung fasziniert Brittens Werk und nimmt eindeutig seinen ganz eigenen Platz unter den Requiemvertonungen ein.

Karten zu: 55,– 40,– 30,– 20,– 15,–* Euro   siehe Seite 97

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Leis

© Tibor Bozi

18.7. Donnerstag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

18.7. Donnerstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Wagner: 200. Geburtstag

Wagner: 200. Geburtstag

Mnozil Brass: „HOJOTOHO – Eine Wagner-Blech-Comedy“

Piano-Duo Tal & Groethuysen

Thomas Gansch, Trompete Robert Rother, Trompete Roman Rindberger, Trompete Leonhard Paul, Posaune Gerhard Füssl, Posaune Zoltan Kiss, Posaune Wilfried Brandstötter, Tuba Ein Auftragswerk der Stadt Bayreuth zum Richard-Wagner-Jubiläumsjahr 2013. „Wir stellen uns jeder Herausforderung, kein Ton ist uns zu hoch, keine Lippe zu heiß und keine Musik zu minder. Wir spielen angewandte Blechmusik, und zwar für alle Lebenslagen.“ So lautet die selbstbewusste Eigencharakterisierung der sieben Jungs von Mnozil Brass. Kein Wunder, dass sie im Jahr 2013 auch vor der Musik des großen Jubilars Richard Wagner nicht halt machen. In Demut verneigen sie sich mit ihrem Programm „HOJOTOHO“ vor dem großen Meister des Gesamtkunstwerks. Mit bläserischer Leichtigkeit tritt Mnozil Brass der wagnerschen Schwere entgegen und lässt die Ventile wieder einmal glühen. Dass es dabei auf jeden Fall ums Blech gehen wird und die szenisch-komödiantische Umsetzung eine wichtige Rolle spielt, versteht sich von selbst. Inszeniert wird die Aufführung von dem in Bayreuth bereits bestens bekannten Hügelregisseur Philippe Arlaud.

Karten zu: 45,– 40,– 35,– 25,– 18,–* Euro

Yaara Tal, Klavier Andreas Groethuysen, Klavier Richard Wagner  Ouvertüre zu „Der Fliegende Holländer“ „Götterdämmerung. Siegfrieds Tod“ „Tannhäuser. Bacchanal“ „Götterdämmerung. Schluss“ Claude Debussy  „En blanc et noir“ „Prélude à l’aprés midi d’un faune“ Das ist es wohl, was man eine Hassliebe nennt: An nichts hat sich Claude Debussy sein Leben lang derart abgearbeitet, wie an der Person und Musik Richard Wagners. Er hat ihn verehrt, hat sich mit seinen Werken intensiv beschäftigt, sich von ihrer kompromisslosen Anziehungskraft verzaubern und bis tief in die eigenen Kompositionen hinein beeinflussen lassen. Aber es hat ihn auch abgestoßen, wie besitzergreifend die Wagner’schen Klangmassen auftreten können, wie selbstbewusst sie daherkommen, wie bedrohlich sie so manches Mal auf den musikalisch Andersdenkenden Debussy wirkten. Es ist ein spannendes Experiment, auf das sich das Piano-Duo Tal & Groethuysen da einlässt, wenn es diese beiden scheinbar so antagonistischen Klangmagier nebeneinander stellt, die sich erstaunlich oft ganz nah sind und dann doch wieder so fern.

Karten zu: 42,– 32,– 22,– Euro

www.rheingau-musik-festival.de

33


19.7. Freitag, 18.30 Uhr Hattenheim, Hotel Kronenschlösschen

19.7. Freitag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

White Raven: „Celtic Summer Songs“

Galakonzert mit Diner

Familientreffen

White Raven

Trio Capuçon

Kathleen Dineen, Gesang / Harfe Robert M. Getchell, Gesang Matthias Spoerry, Gesang

Kathleen Dineen, Gesang / Harfe Robert M. Getchell, Gesang Matthias Spoerry, Gesang Gerry O’Connor, Fiddle Man sagt ihnen nach, sie könnten „Töne in pures Gold verwandeln“ (Südkurier). Und dass dies kein hohler Werbespruch ist, wird jeder bestätigen, der sich schon einmal von White Raven hat verzaubern lassen. Eine so außergewöhnliche Reinheit und Klangschönheit hat es selten gegeben. Ab und an greift die Gründerin des Trios Kathleen Dineen zur keltischen Harfe ihrer Heimat, doch vor allem ist es die Harmonie der drei Gesangsstimmen, die den Charakter von White Raven ausmacht. In ihrem Programm „Celtic Summer Songs“ fangen sie die Stimmung eines keltischen Sommers mit Liedern und Melodien aus sechs Jahrhunderten ein und begleiten die Zuhörer auf einen musikalischen Spaziergang quer durch das erblühte Großbritannien: vom mittelalterlichen englischen Garten bis zu den rauen schottischen Highlands.

34

Karten zu: 32,– 22,– Euro

Karten zu: 108,– Euro Preis inkl. Aperitif und Menü, ohne Getränke • 18.30 Uhr: Aperitif im Kronenschlösschen • 19.00 Uhr: Konzert in der Pfarrkirche St. Vincentius • gegen 20.30 Uhr: Menü im Kronenschlösschen •

© © Julien Mignot

© Stéphane de Bourgies

© Mat Henneck

© © Jrui Junkov

©

18.7. Donnerstag, 20.00 Uhr Hallgarten, Mariae Himmelfahrt

Renaud Capuçon, Violine Gautier Capuçon, Violoncello Nicholas Angelich, Klavier Gabriel Fauré   Klaviertrio d-Moll op. 120 Johannes Brahms   Klaviertrio Nr. 2 C-Dur op. 87 Felix Mendelssohn   Klaviertrio Nr. 2 c-Moll op. 66 Die beiden Brüder Renaud und Gautier Capuçon verbindet nicht nur ihr Nachname, sondern auch ihre außergewöhnliche Musikalität, die sie mittlerweile weit über die Grenzen Frankreichs bekannt gemacht hat. Und wenn sie gemeinsam mit Nicholas Angelich im Rheingau zum Klaviertrio zusammenfinden, so kommt dies beinahe einem Familientreffen gleich. Denn beide Brüder konzertieren so regelmäßig und harmonisch mit dem amerikanischen Pianisten und Wahlfranzosen, dass man fast glauben könnte, in seinen Adern fließe das gleiche Blut. Bereits 2004 überzeugten die drei geborenen Kammermusiker mit ihrer Einspielung der Klaviertrios von Johannes Brahms das internationale Publikum. Auf Schloss Johannisberg stellen sie dem von Clara Schumann besonders geliebten C-Dur-Trio Kompositionen von Fauré und Mendelssohn zur Seite.

Karten zu: 42,– 32,– 22,– Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


©

20.7. Samstag, 16.00 Uhr Eltville, Langwerth von Simmern’sches Rentamt Erbach, Weingut Baron zu Knyphausen Hattenheim, Weingut Balthasar Ress Kiedrich, Weingut Robert Weil

21.7. Sonntag, 16.00 Uhr Eltville, Langwerth von Simmern’sches Rentamt Erbach, Weingut Baron zu Knyphausen Hattenheim, Weingut Balthasar Ress Kiedrich, Weingut Robert Weil

Fahrende Musiker in Weingütern The Speedos Zydeco Annie Django Deluxe Frankfurt Swing All Stars Was macht den Rheingau so besonders? Der Wein! Ein sehr gutes Argument für das Rheingau Musik Festival, sich direkt an die Quelle manch hervorragender Gewächse zu begeben. Zur besten Festivalgewohnheit ist es deshalb geworden, traditionelle Rheingauer Weingüter in eine Bühne für musikalischen Kunstgenuss zu verwandeln. Wie zu Zeiten der Barden und Minnesänger reisen vier kleine Ensembles von Weingut zu Weingut und bieten unter freiem Himmel dem erwartungsvollen Publikum ihre Kunst dar. Die Zuhörer verkürzen sich die Wartezeit mit Getränken und kleinen Speisen. Wein, regionale Spezialitäten, die reizvollen Örtlichkeiten von vier hochrangigen Weingütern und ein exzellenter Musikmix von Swing bis Weltmusik verbinden sich zu einem einmaligen Erlebnis für die Sinne.

Karten zu: 33,– Euro • •

Preis ohne Speisen und Getränke Bitte geben sie auf der Bestellkarte das Weingut Ihrer Wahl und einen Alternativwunsch an.

20.7. Samstag, 19.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal Berlin Comedian Harmonists: „Veronika, der Lenz ist da“ Holger Off, Tenor Ralf Steinhagen, Tenor Olaf Drauschke, Bariton Philipp Seibert, Bariton Wolfgang Höltzel, Bass Horst Maria Merz, Klavier „Achtung. Selten. Tenor, Bass, sehr musikalisch, schönklingende Stimmen, für einzig dastehendes Ensemble unter Angabe der täglich verfügbaren Zeit gesucht.“ Dieses Inserat in der Berliner Zeitung Ende der 1930er Jahre war die Geburtsstunde der legendären Comedian Harmonists. Es war der Beginn einer unvergessenen Formation, die fortan ihren Siegeszug durch Deutschland antrat. Vom kleinen grünen Kaktus und Veronikas Lenz erzählen ihre meist heiteren, manchmal gesellschaftskritischen, aber auch melancholischen Lieder, die irgendwo in der Bar zum Krokodil ein kleines bisschen Glück auf dieser Welt vermuten. Das preisgekrönte Ensemble „Berlin Comedian Harmonists“ lässt diese Legende wieder auferstehen und verneigt sich mit seiner Darbietung der großen und vielleicht auch unbekannten Melodien vor diesen faszinierenden Musikerpersönlichkeiten. Frei nach dem Motto: Sechs Freunde müsst ihr sein …

Karten zu: 45,– 40,– 35,– 25,– 18,–* Euro

www.rheingau-musik-festival.de

35


Next Generation

21.7. Sonntag Geisenheim, Rheingauschule 1. Vorstellung: 11.00 Uhr 2. Vorstellung: 16.00 Uhr

Vestard Shimkus, Klavier Richard Wagner  „Siegfried-Idyll“ WWV 103 „Chor der Spinnerinnen“ aus „Der fliegende Holländer“ „Isoldes Liebestod“ aus „Tristan und Isolde“ Ludwig van Beethoven  Sonate c-Moll op. 2 Nr. 3 Peteris Vasks  „Weiße Landschaft“ aus „Die Jahreszeiten“ Vestard Shimkus „Black Charleston“

36

„Vestard Shimkus ist ein Phänomen!“ (Paavo Järvi) Komponist, klassischer Pianist, Improvisationskünstler und Jazzer – der 1984 geborene lettische Musiker lässt alle herkömmlichen Zuschreibungen unpassend erscheinen; die Worte, die sein Talent erklären könnten, müssen erst noch erfunden werden. Als Fünfjähriger begann er in Riga mit dem Klavierspiel, sein Studium absolvierte er an den renommiertesten Ausbildungsstätten in Madrid, Los Angeles und München. Daneben nahm er Kompositionsunterricht bei Pēteris Vasks, besuchte zahlreiche Meisterkurse und wurde mehrfach mit dem lettischen „Grammy“ ausgezeichnet. „Dieser junge Mann mit toller Fingerfertigkeit, Differenzierungskunst, gestalterischem Weitblick und Witz verdient jede Aufmerksamkeit“, befand der Kulturspiegel im Winter 2011. Sein Rezitalprogramm im Wagner-Jahr 2013 ist der Auseinandersetzung mit dem Opernkomponisten gewidmet.

© Nancy Horowitz ©

© © Ute Dersch

©

20.7. Samstag, 19.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

21.7. Sonntag, 19.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Familientreffen

the clarinotts Sitzkissenkonzert

„Auf dem Bauernhof“

Ernst Ottensamer, Klarinette Daniel Ottensamer, Klarinette Andreas Ottensamer, Klarinette

Ludwig Hahn, Violine, Elisabeth Vogl-Mauerhofer, Fagott Stephan Lanius, Kontrabass Anastasia Reiber, Klavier Uta Sailer, Moderation

Werke von Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Strauss, Jen´´o Takásc u. a.

Wart ihr schon mal auf einem echten Bauernhof? Mit muhenden Kühen, grunzenden Schweinen, gackernden Hühnern und einem richtig laut bellenden Hofhund? Habt ihr beim Ausmisten geholfen, Eier gesammelt und frisch gemolkene Milch probiert? Dann seid ihr vielleicht schon echte Bauernhofexperten… Doch das, was es beim Rheingau Musik Festival jetzt zu sehen und zu hören gibt, habt ihr bestimmt noch nicht erlebt: Vier Musiker und eine Moderatorin verwandeln gut gelaunt und mit einem Rucksack voller Instrumente den Konzertsaal in einen musikalischen Bauernhof. Und alle Kinder dürfen helfen, die Tiere in der Musik zu suchen, tanzen mit dem Bauer und der Bäuerin um die Wette und machen Musik mit echten Bauernhofinstrumenten.

Karten zu: 9,– Euro für Kinder 18,– Euro für Erwachsene • •

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, heißt ein beliebtes Sprichwort, das selten so zutreffend ist wie bei Familie Ottensamer: Vater Ernst ist Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker und hat die Begabung für das Instrument offenbar an seine beiden Söhne Daniel und Andreas, Soloklarinettisten der Wiener und Berliner Philharmoniker, weitergegeben. Gemeinsam bildet das Familientrio die Formation the clarinotts, denen es ein besonderes Anliegen ist, die zahlreichen Nebeninstrumente der Klarinette ins Repertoire aufzunehmen. So wird nicht nur auf der gewöhnlichen B-Klarinette musiziert, sondern auch das Bassetthorn, die Bassklarinette oder die Es-Klarinette mit einbezogen. Entsprechend abwechslungsreich gestalten sich auch ihre Programme – von Händel über Mozart spannen sie den Bogen bis zu den für sie komponierten Pink Panther-Variationen „The pinky clarinotts“.

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro

für Kinder von 3 bis 6 Jahren ca. 60 Minuten ohne Pause

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Felix Broede

© Contre Jour

© E. Kadnikova

23.7. Dienstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

24.7. Mittwoch, 19.00 Uhr Schloss Vollrads, Seebühne

24.7. Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Next Generation

Acoustic Africa – Women’s Voices

Yuja Wang, Klavier

Iskandar Widjaja, Violine Anastassiya Dranchuk, Klavier Ludwig van Beethoven  Sonate für Klavier und Violine A-Dur op. 47 „Kreutzer“ Ernest Chausson  Poème op. 25 Franz Waxman  „Carmen-Fantasie“ In Indonesien, dem Land seiner Vorfahren, hat der 25-jährige schon längst den Status eines Popstars – während er in Deutschland, dem Land, in dem er geboren und aufgewachsen ist, eindeutig zu den „Rising Stars“ der Klassikszene gehört. Iskandar Widjaja ist ein außergewöhnliches Talent, wenn er auch darauf besteht, dass nur 20% Begabung, aber 80% Fleiß für seinen Erfolg verantwortlich sind: Mit vier hielt er zum ersten Mal eine Violine in der Hand, mit elf als Jungstudent an der Hochschule für Musik in Berlin wusste er bereits, dass er Musiker werden wollte und dachte sich seine zukünftigen CD-Cover aus; mittlerweile kann er stolz auf sein Debüt-Album „Bach’n’Blues“ blicken und sein „Bühnen-Gen“ beinahe weltweit auf den Konzertpodien ausleben. Überall wird der sympathische Geiger mit der Neigung zum Jazz und der Liebe zu Bach mit offenen Armen empfangen. Der Rheingau macht dabei keine Ausnahme!

Manou Gallo, vocals Dobet Gnahoré, vocals Kareyce Fotso, vocals Zoumana Diarra, guitar Aly Keita, balafon Boris Tchango, drums Drei Stimmen – drei Frauen mit ganz verschiedenen künstlerischen Einflüssen bringen den „Sound of Africa“ auf die Seebühne von Schloss Vollrads: Manou Gallo, die energiegeladene Percussionistin und Sängerin von der Elfenbeinküste, Kareyce Fotso, die kraftvolle neue Bluesstimme aus Kamerun, und Dobet Gnahoré ebenfalls von der Elfenbeinküste, die mit ihren Tanz- und Gesangskünsten schon 2011 das Festivalpublikum in ihren magischen Bann zog, als sie spontan für eine andere Sängerin einsprang und das ehrwürdige Kurhaus Wiesbaden in einen Weltmusiktempel verwandelte. Zusammen sind sie „Acoustic Africa“, sie singen Lieder auf Zulu, Malinke, Wolof, Bete und Lingala. Es einen sie der Rhythmus und die Farben des afrikanischen Kontinents. Selten ist der Spagat zwischen afrikanischen Wurzeln und europäischen Beats so gelungen!

Karten zu: 40,– Euro

Sergej Prokofjew  Sonate Nr. 6 A-Dur Sergej Rachmaninow  Sonate Nr. 2 b-Moll Claude Debussy  Werkauswahl Ihr Spitzname lautet „flinke Finger“ – und das kommt nicht von ungefähr: Mit gerade einmal 25 Jahren hat Yuja Wang die anspruchsvollsten Klavierkonzerte von Prokofjew und Rachmaninow in ihrem Repertoire, sie liebt die virtuose Herausforderung, doch betrachtet sie diese schon lange nicht mehr als Mittel zum Zweck. Zwar wollen ihre Fans immer noch sehen, wie sie mit High Heels und im Minirock ihre Finger zum „Hummelflug“ über die Tasten schwirren lässt, aber das ist nicht das, was die Ausnahmemusikerin Yuja Wang ausmacht: Es sind ihre große Eigenständigkeit und ihr atemberaubendes Talent. Die Disziplin für den Pianistenberuf hat sie in ihrem Heimatland China gelernt und die Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit, die eine Künstlerin braucht, in den USA dazugewonnen, wo sie seit ihrem 14. Lebensjahr lebt. Ihr Debüt beim Rheingau Musik Festival wird mit großer Spannung erwartet!

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro

freie Platzwahl witterungsbedingte Verlegung ins Kurhaus Wiesbaden mit Beginn um 20.00 Uhr und freier Platzwahl möglich • Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr • •

Karten zu: 35,– 25,– 15,– Euro

siehe Seite 97

www.rheingau-musik-festival.de

37


©

© © Marco Borggreve

24.7. Mittwoch, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Kreuzgang

25.7. Donnerstag, 19.00 Uhr

Una notte italiana

Night of the Gentlemen

Gábor Boldoczki, Trompete Ungarisches Kammerorchester Kristóf Baráti, Künstlerische Leitung Werke von Antonio Vivaldi, Giuseppe Torelli, Gaetano Donizetti u. a.

38

„Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,/ Im dunkeln Laub die Goldorangen glühn,/ Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,/ Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht?“ Nicht erst seitdem Goethe dem Sehnsuchtsort Italien im „Lied der Mignon“ ein poetisches Denkmal gesetzt hat, war der Stiefelstaat Anziehungspunkt für Künstler, Dichter und Musiker jeglicher Couleur, die auf der Suche nach der idealtypischen Verschmelzung von Hochkultur und Unterhaltung, Geist und Sinnlichkeit, Antike und Moderne waren. Zahlreiche Kunstwerke und Kompositionen geben Zeugnis des goldenen Zeitalters. Gemeinsam mit dem Ungarischen Kammerorchester entführt uns der erstklassige ungarische Trompeter Gábor Boldoczki für einen Abend in das musikalische Italien – so werden die zirpenden Grillen im Kreuzgang von Kloster Eberbach ganz schnell zu mediterranen Zikaden und der Duft der frisch gemähten Wiese gemahnt von Ferne an die besungenen Zitronenblüten. O, bella Italia!

Schloss Vollrads, Seebühne

Fetsum Alexander Stewart Die „Night of the Gentlemen“ geht in die dritte Runde und Sie sollten sich diesen Termin am besten gleich im Kalender markieren. Zwei charismatische Protagonisten der Soul- und Jazzszene, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten, erobern die Schlossbühne: Der in Eritrea geborene Wahlhamburger Fetsum, der seine Wurzeln im Hip Hop hat, mit Max Herre, Joy Denalane oder Patrice auf Tour ging, hat den Soul und vor allem seine eigene verblüffend ausdrucksstarke Gesangsstimme entdeckt und mit seinem Album „The Colors of Hope“ auf Anhieb neue Maßstäbe gesetzt. Alexander Stewart hingegen ist die neue Stimme der englischen Jazzszene. In den Londoner Clubs geht er ein und aus und selbst in der renommierten Royal Albert Hall, dem Tempel der Hochkultur und der internationalen Top Acts, empfängt man ihn mittlerweile gerne zum „Late Night Jazz“. Mit seiner charismatisch rauen und zugleich warmen Stimme setzt der 24-Jährige frische Akzente in altbekannten Jazzstandards.

Karten zu: 40,– Euro freie Platzwahl witterungsbedingte Verlegung ins Kurhaus Wiesbaden mit Beginn um 20.00 Uhr und freier Platzwahl möglich • Speisen und Getränke ab 18.00 Uh • •

siehe Seite 97

Karten zu: 40,– 35,– 25,– 15,–* Euro •

witterungsbedingte Verlegung in die Basilika möglich siehe Seite 97

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Studio Heikki Tuuli

© Joachim Gern

25.7. Donnerstag, 21.00 Uhr

26.7. Freitag, 20.00 Uhr

Romantische Chornacht

Familientreffen

Wiesbaden, Lutherkirche

Johanna Wokalek, Rezitation Balthasar-Neumann-Chor Thomas Hengelbrock, Leitung „Nachtwache“ – romantische A-cappellaKunstlieder von Brahms, Schumann, Mendels­ sohn u. a. im Wechsel mit Gedichten und Texten der Romantik „Gerade das stille Sehnen und die ruhigen Momente sind es, die besonders berühren. Hengelbrock formt da mit seinem BalthasarNeumann-Chor einen Klang, der so schlicht und ungeschminkt ist, als würde die Seele des romantischen Ichs offen und nackt vor uns stehen.“ Nicht nur der NDR zollte der neusten CD-Veröffentlichung des Balthasar-NeumannChores im vergangenen Jahr volle Anerkennung, die musikalische Presse überschlug sich schier mit Lobeshymnen. Jetzt präsentiert der Chor das Programm „Nachtwache“, mit dem Thomas Hengelbrock „in die Herzkammern der deutschen Romantik hineinlauschen“ möchte, in einer romantischen Chornacht, die ihrem Namen alle Ehre macht. Werke von Brahms bis Heine, von Novalis bis Grieg leuchten die nächtliche Seite der menschlichen Seele in allen Farben aus – und selten hat man diese Töne und Worte so intensiv erleben dürfen, mit solcher Radikalität und Einfühlsamkeit zugleich – wie nur die Romantik sie hervorbringen konnte.

Kloster Eberbach, Basilika

Bach & Söhne Helsinki Baroque Orchestra Aapo Häkkinnen, Leitung Johann Sebastian Bach  Cembalokonzert d-Moll BWV 1052 Konzert für Violine und Cembalo d-Moll BWV 1062 Johann Christian Bach  Cembalokonzert f-Moll C 73 Carl Philipp Emanuel Bach   Cembalokonzert d-Moll Wq 23 Unternehmen, die etwas auf sich und ihre lange Familientradition halten, kennzeichnen dies gerne durch den Zusatz „& Söhne“ und machen auf diese Weise deutlich, dass seit Generationen auf ihre Qualität Verlass ist. Die Familie Bach war ein solches „Unternehmen“ – ihr Produkt: die Musik! Der erste Bach, der erwiesenermaßen im Musikgeschäft tätig war, starb 1619 in einer Kleinstadt nahe Gotha – er war der Ururgroßvater des bis heute wohl berühmtesten Sprösslings der weit verzweigten Familie: Johann Sebastian. Weit über die Grenzen Thüringens machte er den Namen Bach bekannt und seine Söhne sorgten für eine weitere Verbreitung: allen voran Carl Philipp Emanuel, der zunächst im Dienst des Preußen-Königs Friedrich stand und später von seinem Patenonkel Telemann die Position des Musikdirektors in Hamburg übernahm, sowie Johann Christian, der auch als „Mailänder“ oder „Londoner“ Bach in die Geschichte einging. Das Helsinki Baroque Orchestra organisiert nun eine Art posthumes Familientreffen im Kloster Eberbach.

Karten zu: 40,– 30,– 24,– 18,– 15,–* Euro   siehe Seite 97

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro

www.rheingau-musik-festival.de

39


©

©

© Jim Rakete ©

Rheingau Musik Preisträger 2009

26.7. Freitag, 20.00 Uhr

27.7. Samstag, 17.00 Uhr Kloster Eberbach, Domäne Steinberg

Christian Gerhaher, Bariton Gerold Huber, Klavier

Steinberger Tafelrunde

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Robert Schumann  Sechs Gesänge op. 107 „Dichterliebe“ op. 48 Lieder und Gesänge aus „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ op. 98a „Melancholie“ op. 74 Nr. 6 „Der arme Peter“ op. 53 Nr. 3 „Tief im Herzen trag’ ich Pein“ op. 138 Nr. 2 „Der Einsiedler“ op. 83 Nr. 3

40

„An diesem Abend vermittelte sich der Eindruck des Vollkommenen, kaum zu Überbietenden, der nur sehr selten erreichten Perfektion“, staunte die Frankfurter Neue Presse nach einem der letzten Liederabende Christian Gerhahers und Gerold Hubers auf Schloss Johannisberg und übertrieb mit keinem einzigen Buchstaben. Es ist wohl einer jener wahrhaften Glücksfälle der Musikgeschichte, der diese beiden Künstler zueinander und dem Liedgesang zugeführt hat: Die Selbstverständlichkeit, mit der beide dem Kunstlied begegnen, ihr überlegenes Interpretationsvermögen, das den Hörer dennoch nie bevormundet, ihre scheinbar mühelose Kunstfertigkeit und ihre überaus natürliche Musikalität heben sie deutlich heraus aus der Vielzahl der hervorragenden Liedduos unserer Zeit. Dem RMF ist es immer wieder eine große Freude, seinem Rheingau Musik Preisträger Christian Gerhaher samt kongenialem Klavierpartner das Podium zu bereiten.

Les Haricots Rouges Manfred Ulrich Quartett Schon lange ein Klassiker im Rheingauer Festivalkalender: die Steinberger Tafelrunde! Ein schönerer Weinberg als der Steinberg und ein atemberaubenderer Blick über den Rheingau als von diesem wunderbaren Fleckchen Erde sind wohl kaum vorstellbar! Genießen Sie Musik, Vesper und Wein an der längsten Tafel der Welt – über 600m ziehen sich die von Weinreben flankierten Tische durch den Eberbacher Steinberg. Verschiedene Ensembles unterhalten Sie mit Jazz, Swing und Kleinkunst. Die Domäne Steinberg der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach ist geschichtlich auf das Engste mit der 1136 gegründeten Abtei Eberbach verbunden. Bis 1232 entstand die bis heute erhaltene, beeindruckende Gesamtlage des Steinbergs. Aus dieser Zeit stammt auch ein Teil seiner Ummauerung, die 1766 vervollständigt wurde und dem Weinberg seither eine klimatische Sonderstellung gibt. Die 3km lange Steinberg-Mauer ist ein einmaliges Bauwerk in Deutschland. Unter den Domänen der Staatsweingüter bildet der Steinberg auch heute noch das Kernstück und nimmt mit seiner über 800-jährigen Weinbautradition eine ganz besondere Stellung ein.

Karten zu: 68,– Euro Preis inkl. Vesper, Wasser und Flasche Wein (0,75l) • Die Steinberger Tafelrunde findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. • Einlass und Beginn: 17.00 Uhr • Ende gegen 22.00 Uhr •

siehe Seite 97

Karten zu: 55,– 45,– 35,– Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Thorsten Golz

©

© Marco Borggreve

© Marco Borggreve

27.7. Samstag, 19.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

28.7. Sonntag, 11.00 Uhr

Familientreffen

Jazz im Gutshof

Baiba Skride, Violine Linda Skride, Viola Julian Steckel, Violoncello Lauma Skride, Klavier

Jessica Gall

Schloss Reinhartshausen Kempinski, Weingutshof

Jessica Gall, vocals Robert Matt, piano Johannes Feigl, guitar Jo Ambros, pedal steel Andreas Henze, bass Martell Beijang, drums

Pēteris Vasks  Klavierquartett Johannes Brahms  Klavierquartett g-Moll op. 25

Karten zu: 42,– 32,– 22,– Euro

© Marco Borggreve

Ob es früher bei Familie Skride wohl Streit um das Musikzimmer und die Übezeiten gegeben hat? Es ist nichts darüber bekannt … Und das Ergebnis spricht eindeutig dagegen: Alle drei SkrideSchwestern sind hervorragende Musikerinnen geworden und treten bis heute gerne im Familienverbund auf. Für Linda, Baiba und Lauma ein Vergnügen – und für die Zuhörer ein Segen! Kein noch so professionell und perfekt musizierendes Quartett wird jemals das hohe Maß an Vertrautheit und stummem Einverständnis erlangen, das einem Familienensemble wie dem Skride-Trio zueigen ist. Jeden ihrer Auftritte umweht ein Hauch von Hausmusik, eine Spur von besonderer Intimität, die im heutigen Konzertbetrieb nur noch selten zu finden ist. Und in Julian Steckel haben die drei einen Cellopartner gefunden, der die gleiche Sprache spricht. So müssen Klavierquartette klingen!

Wenn sie singt, bekommt man Gänsehaut! Die Jazzsängerin Jessica Gall ist längst kein Geheimtipp mehr. Wurde ihr Debütalbum „Just like you“ noch einhellig als Entdeckung gefeiert, ist sie als „sanfteste Stimme Deutschlands“ mittlerweile eine etablierte Künstlerin im Bereich des Pop und Jazz. Ihr Konzept – starke Stimme, persönliche Texte – begeistert das Publikum immer wieder neu. Jessica Galls aktuelles Album „Riviera“ ist ein gefühlvoller und ausdrucksstarker Sehnsuchts-Soundtrack, der sich über stilistische Barrieren der Genres mutig hinwegsetzt. Die Musik entstand in Nizza, in der Türkei und an der mecklenburgischen Ostseeküste und fängt die verschiedenen Stimmungen des Meeres – Stürme, Sommer, Weite – sensibel ein. Die Berlinerin erklärt: „Jeder Song ist eine Bucht für sich, die ihre eigene Geschichte hat. Und um die Geschichten zu erleben muss man eintauchen.“

Karten zu: 35,– Euro • •

freie Platzwahl Das Konzert findet als Freiluftveranstaltung bei jedem Wetter statt. siehe Seite 97

www.rheingau-musik-festival.de

41


Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

30.7. Dienstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

30.7. Dienstag, 20.00 Uhr Hofheim, St. Peter und Paul

Next Generation

Next Generation

Jan Lisiecki, Klavier

Nicola Benedetti, Violine Alexej Grynyuk, Klavier

Dorothee Oberlinger, Blockflöte Trio Ensemble 1700

Frédéric Chopin  Zwölf Etüden op. 10 Zwölf Etüden op. 25

42

© Johannes Ritter

©

© Matthias Bothor

28.7. Sonntag, 19.00 Uhr

„Ich möchte ihm die Art stehlen, wie er meine eigenen Etüden interpretiert“, hat Frédéric Chopin einmal bewundernd über Franz Liszt geäußert. Wie hätte er wohl über das Talent von Jan Lisiecki gestaunt! Der polnisch-kanadische Pianist wartet gerade 17-jährig bereits mit einem so vollendeten Spiel auf, wie es mancher Kollege sein gesamtes künstlerisches Leben nicht erreicht. Er ist schon jetzt Stammgast auf den Bühnen der Welt – und das zu Recht, denn seine technische Vollkommenheit ebenso wie seine ernsthaften und dennoch jugendlich frischen Interpretationen machen einfach staunen. Er sei einer jener wenigen „Virtuosen bar jeder Manieriertheit mit einer kraftvollen und vor allem unwiderstehlich natürlichen Spielweise“ attestierte ihm die Zeitschrift Diapason, als sie ihm für seine Veröffentlichung der Chopin-Klavierkonzerte 2010 ihren begehrten „Diapason découverte“ verlieh. Keine Frage, dass sein Rheingauer Debüt mit einem reinen ChopinProgramm Aufsehenerregendes verspricht.

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro

Ludwig van Beethoven  Sonate für Klavier und Violine Nr. 7 c-Moll op. 30 Nr. 2 Johannes Brahms  Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 G-Dur op. 78 Richard Strauss  Sonate für Violine und Klavier Es-Dur op. 18

Luise Buchberger, Violoncello Axel Wolf, Laute Alexander Puliaev, Cembalo Werke von Arcangelo Corelli, Giovanni Battista Sammartini und Antonio Vivaldi

„Daß man sie lieb haben muß und daß man an ihr förmlich zum Schwärmer wird“, stünde fest, schrieb die Pianistin Elisabeth von Herzogenberg an Johannes Brahms. Seine zweite Violinsonate hatte sie „im Innersten erfaßt“ – und bis heute gehört die so genannte „Regenlied-Sonate“ zu den besonders anrührenden Werken des Komponisten. Schließlich ist sie dem Andenken des allzu früh verstorbenen jüngsten Sohnes von Clara und Robert Schumann gewidmet und sollte der trauernden Mutter zum Trost gereichen. In klangvollem Kontrast zum innigen, liedhaften Tonfall der Brahmssonate stehen die leidenschaftliche Violinsonate von Richard Strauss und die kämpferische c-Moll-Sonate von Ludwig van Beethoven. Die junge hochbegabte Geigerin Nicola Benedetti, die 2004 von der BBC zum Young Musician of the Year gekürt wurde, weiß in ihrem Rezitalprogramm einen effektvollen Spannungsbogen zu erzeugen!

„Wenn Dorothee Oberlinger die Blockflöte an die Lippen setzt, kommt das Publikum aus dem Staunen oft nicht mehr heraus. Was alles auf diesem Instrument möglich ist, wie die Töne präzis artikuliert in die Luft fliegen, welche Farben da plötzlich aufleuchten, wie sprechend die Musik Gestalt annimmt, das ist schlicht faszinierend!“ (Fono Forum) Mit dem klassischen Grundschulblockflötenunterricht, von dem fast jedes Kind berichten kann, hat das nichts mehr zu tun … Höchste Kunst ist es, wie die leidenschaftliche Flötistin gemeinsam mit ihrem 2002 gegründeten Ensemble 1700 die italienische Barockmusik ins 21. Jahrhundert holt und zu absolut authentischem und lebendigem Klang verhilft. Seit ihrem letzten Festivalauftritt im Sommer 2008 wurde Dorothee Oberlinger mit einem ECHO Klassik und einem Diapason d’or ausgezeichnet, zur Intendantin der Arolser Barockfestspiele ernannt und mit der Leitung des Instituts für Alte Musik am Mozarteum betraut – ein Glück, dass sie trotzdem wieder Zeit für ein Konzert beim RMF findet!

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro

Karten zu: 30,– 22,– Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


©

30.7. Dienstag, 20.00 Uhr Martinsthal, Weingut Diefenhardt

31.7. Mittwoch, 20.00 Uhr

31.7. Mittwoch, 20.00 Uhr

Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Wiesbaden, Marktkirche

Ass-Dur: „2. Satz: Largo Maggiore“

Ludwig Güttler, Trompete und Corno da caccia Friedrich Kircheis, Orgel

Dominik Wagner Benedikt S. Zeitner

Werke von Johann Pachelbel, Georg Friedrich Händel, Dietrich Buxtehude, Felix Mendelssohn u. a.

Karten zu: 35,– Euro • •

Der Hof ist überdacht. Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr

© Heike Rost

Es dürfte eine der steilsten Karrieren der Musikkabarettszene in den letzten Jahren sein: Eben noch Klavierstudenten der Musikhochschule in Berlin, schon erobern Benedikt S. Zeitner und Dominik Wagner, zusammen Ass-Dur, die Bühnen in ganz Deutschland, heimsen 17 Kabarett- und Comedypreise ein, sind auf 3sat bei Volker Pispers zu Gast und werden von der Presse mit Lob überhäuft. Die Süddeutsche Zeitung etwa würdigt ihre „herausragende Musik-Comedy“ und gelangt dabei zu dem Fazit „einfach richtig gut“. Das Erfolgsgeheimnis: Grenzen zwischen Klassik, Jazz und Pop gibt es für die beiden Künstler nicht – Grenzen in der Art der Darbietung noch viel weniger. Da wird gezaubert und gestrippt, gerangelt und geturnt, gelehrt und gealbert, gesungen und nicht zuletzt auch Klavier gespielt. Eine unkonventionelle Herangehensweise an Musik von Beethoven bis Happy Birthday, frech und respektlos, aber zugleich voller Taktgefühl.

Seit 25 Jahren halten Ludwig Güttler und Friedrich Kircheis dem Rheingau Musik Festival die Treue und bilden eine nur allzu gern gehörte Konstante im Festivalprogramm – doch immer wieder können Sie das Publikum auch überraschen und aufs Neue für ihre Kunst begeistern. Dementsprechend positiv fiel auch das Presse-Echo im vergangenen Sommer aus: Friedrich Kircheis’ „beachtlich behändes Spiel“ auf der Orgel wurde hervorgehoben und Ludwig Güttlers „virtuoses Spiel mit lupenrein realisierten kleinen Figuren in meisterhafter Kontur“ gelobt (Wiesbadener Kurier, Richard Hörnicke). Auch in diesem Juli können wir ihrem Konzert freudig entgegenblicken – von Bach bis Mendelssohn, von Pachelbel bis Langlais reicht das abwechslungsreiche Programm, das die Wiesbadener Marktkirche in festliche Klänge hüllen wird!

Karten zu: 38,– Euro

www.rheingau-musik-festival.de

43


© Neda Navaee

© Marco Borggreve

31.7. Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

1.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Oestrich, Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals

1.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Composer & Artist in Residence

Composer & Artist in Residence

Verdi: 200. Geburtstag

Fazıl Say, Klavier Rendezvous mit ... Fazıl Say

Leoš Janáček   Sonata „1. X. 1905“ Sergej Prokofjew  Sonate Nr. 7 B-Dur op. 83 Fazıl Say   Ein Werk zum Wagner-Jubiläum Modest Mussorgski  „Bilder einer Ausstellung“

44

„Bildhauer am Klavier“, titelte die ZEIT anlässlich der Veröffentlichung von Fazıl Says jüngstem Album „Pictures“. Und tatsächlich: Erlebt man den Vollblutmusiker im Konzert, wird die Musik plötzlich plastisch. Er formt die Töne neu, und der Zuhörer bekommt das Gefühl, dem Schaffensprozess unmittelbar beiwohnen zu dürfen. Says Kunst überträgt sich vor allem beim Live-Erlebnis. Im „Pictures“-Programm, das der Composer & Artist in Residence auch beim Rheingau Musik Festival zu Gehör bringt, hat er einige seiner Paradestücke vereint: Mit Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ beschäftigt er sich seit 20 Jahren und entdeckt immer wieder neue Facetten darin. Und auch Prokofjews dramatische 7. Sonate erfährt durch die Finger des türkischen Pianisten einen atemberaubenden Energieschub. Zum Wagner-Jahr steuert Say schließlich noch eine Komposition aus eigener Feder bei.

Karten zu: 48,– 38,– 28,– Euro

Katharina Eickhoff, Moderation Wer „in Sachen Musik an die Kraft des Vermittelns und Erzählens“ glaubt, ist, wie Musikmoderatorin Katharina Eickhoff meint, genau richtig hier! In der Reihe „Rendezvous mit ...“ ermöglicht das Rheingau Musik Festival seinem Publikum, näher ans Podium heranzurücken und sich in einer „Nahaufnahme“ ein ganz persönliches Bild von Fazıl Say zu machen. Als Wandler zwischen den Welten, der ganz natürlich eine Verbindung zwischen Orient und Okzident schafft, seine türkischen Wurzeln mit seiner klassisch-westlichen Musikausbildung und der Liebe zum Jazz verbindet, ist der Komponist und Pianist ein einzigartiges Phänomen in der aktuellen Musikszene. Als diesjähriger Composer & Artist in Residence des Rheingau Musik Festivals wird er im Gespräch mit Katharina Eickhoff bestimmt noch einiges mehr über seine Kompositionstechniken und Inspirations­quellen verraten!

Karten zu: 18,– Euro •

freie Platzwahl

Kuss Quartett Jana Kuss, Violine Oliver Wille, Violine William Coleman, Viola Mikayel Hakhnazaryan, Violoncello Joseph Haydn  Streichquartett fis-Moll op. 50 Nr. 4 Hob III:47 Giuseppe Verdi  Streichquartett e-Moll Felix Mendelssohn  Streichquartett Nr. 4 e-Moll op. 44 Nr. 2 Wie beglückend ist es für einen Konzertveranstalter, Künstler sich entwickeln zu sehen, an ihrer Karriere teilhaben zu können, ihren Start in eine viel versprechende Konzertlaufbahn begleiten und ihr Ankommen auf den Podien der Welt erleben zu dürfen. 2003 war das Kuss Quartett als jugendliches, neugieriges und erfrischend unkonventionelles Ensemble zum ersten Mal zu Gast beim Rheingau Musik Festival. Inzwischen ist es international zu einem der angesehensten Streichquartette geworden. Aber seine Experimentierfreude, seine Lust auf das Ungewöhnliche und sein Gespür für die Neuentdeckungen im Altbekannten hat sich das Kuss Quartett erhalten, um diese Qualitäten in ihren intensiven Interpretationen immer wieder auszuspielen. So musizieren die vier auch die „klassische“ Streichquartettliteratur mit dem Bewusstsein für das einst Avantgardistische und Unerhörte darin und erspüren mit großer Behutsamkeit im scheinbar Vertrauten das Neue.

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Mali Lazell

1.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Martinsthal, Weingut Diefenhardt

2.8. Freitag, 20.00 Uhr Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Annette Postel: „Champus Violett – Titanic 2“ Annette Postel, Gesang Philharmonisches Streichquartett München Jan Röck, Klavier Zusammen mit dem Philharmonischen Streichquartett München und dem Jazzpianisten Jan Röck begibt sich die Musikkabarettistin und Chanteuse Annette Postel auf eine Nostalgiekreuzfahrt im 20er-Jahre-Ambiente der MS Titanic 2. Wo sonst kann man so wunderbar elegisch aufs Meer hinausseufzen und bei violettem Schampus die frechen Kabarettschlager wieder aufleben lassen? Wenn dann noch vier attraktive Herren mit Streichinstrumenten aus der Seenot gerettet werden müssen, die wegen Lichtausfall nur im Dunkeln zu küssen sind, dann ist die Diva in ihrem Element. Und der Ozeanpianist ist auch nicht zu verachten … So feiert die illustre Gesellschaft zur Musik von Friedrich Hollaender, Paul Abraham, Werner Richard Heymann und vielen anderen Heroen einer goldenen, untergegangenen Ära. Natürlich dürfen Annette Postels Opernparodien nicht fehlen. Sind wir nicht alle ein bisschen „retro“? Ein Abend voller Schlager und Schampus, Lachtränen und Gänsehaut!

Karten zu: 35,– Euro • •

Der Hof ist überdacht. Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr

2.8. Freitag, 19.00 Uhr Wiesbaden, Kurpark Curtis Stigers Curtis Stigers, vocals / saxophone Matthew Fries, piano Cliff Schmitt, bass Keith Hall, drums James Scholfield, guitar Dass Curtis Stigers schon längst nicht mehr nur als der Mann wahrgenommen wird, der sich mit „I Wonder Why“ einen zentralen Platz im Olymp der Popgeschichte gesichert hat, sondern als vielseitiger Jazzmusiker, der mühelos zwischen den Stilen wandert, hat er bereits bei seinem letzten Festivalauftritt 2009 unter Beweis gestellt. Konsequenterweise wurde er 2010 mit dem ECHO Jazz Preis ausgezeichnet und legte 2012 sein neues Album „Let’s Go Out Tonight“ vor: Wieder wagt er sich auf unbekanntes Terrain vor, verbindet Pop, Folk, Soul und Country mit seinem satten Saxophonsound oder mit seiner rauchig-warmen Stimme zu einer Einheit: „Das ist meine Nische, meine Spezialität“, bekennt Stigers. „Ich kenne und liebe eine Menge Songwriter und musikalische Genres, und ich weiß, wie man sie alle unter einen Hut bringt, ohne beliebig zu klingen.“ Und immer noch ist er der Mann für das ganz große Gefühl!

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro •

witterungsbedingte Verlegung ins Kurhaus Wiesbaden mit freier Platzwahl innerhalb der Kategorien möglich siehe Seite 97

www.rheingau-musik-festival.de

45


© Markus Schmidt

2.8. Freitag, 19.00 Uhr Kloster Eberbach

2.8. Freitag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Familientreffen

Alfredo Perl, Klavier

Mozart-Nacht London Mozart Players Tenhagen Streichquartett Arirang Bläserquintett Nami Ejiri, Klavier 1. Teil: Kreuzgangkonzert mit den London Mozart Players 2. Teil: Kammermusik in drei verschiedenen Räumen des Klosters 3. Teil: Schlussserenade im Kreuzgang mit den London Mozart Players

46

Familie – dieses Wort hatte für Wolfgang Amadeus Mozart einen ganz besonderen Klang. Seine Familie war ihm heilig, denn vor allem durch Vater, Mutter und Schwester hatte er in Kindertagen und Jugendjahren den Rückhalt und die Stärkung erfahren, die ihm die Zuversicht gaben, Großes leisten und bewirken zu können. Besonders zum Vater war sein Verhältnis zwar nicht ungebrochen, aber von fundamentaler Bedeutung für seine Weltanschauung und sein musikalisches Denken. Nur schwer konnte sich der Sohn aus der erdrückenden väterlichen Fürsorge befreien und bekannte trotzdem auch noch im Erwachsenenalter: „,Nach Gott kommt gleich der Papa!‘ das war als Kind mein Wahlspruch und bey dem bleib ich auch.“ In seiner traditionellen Mozart-Nacht trifft das RMF in diesem Jahr nicht nur auf den großen Wiener Meister selbst, sondern auch auf seine Familie.

Karten zu: 65,– 50,– 35,– 25,–* Euro •

witterungsbedingte Verlegung der Kreuzgangkonzerte in die Basilika möglich   siehe Seite 97

Joseph Haydn  Sonate As-Dur Hob. XVI:46 Johannes Brahms  Acht Klavierstücke op. 76 Isaac Albéniz  „Evocación“, „El Puerto“, „Corpus Christi en Sevilla“,„Rondeña“, „Triana“ aus „Iberia“ Ungewöhnliche Tonarten und größte Herausforderungen – der Konzertabend mit Alfredo Perl beim Rheingau Musik Festival steht im Zeichen pianistischer Virtuosität. Während Joseph Haydns Sonate As-Dur Hob. XVI:46 bereits durch originelle Einfälle, feine pianistische Effekte und eine ideenreiche Verarbeitung besticht, galt Isaac Albéniz’ Klavierzyklus „Iberia“ zunächst gar als unspielbar. Die lebendigen Impressionen zeugen in ihrer Komplexität vom tiefen Heimweh des in Paris lebenden spanischen Komponisten und bebildern facettenreich Landschaft und Leben um Sevilla. Der chilenische Pianist Alfredo Perl, seit Jahren regelmäßiger Gast und hoch geschätzter Freund des Rheingau Musik Festivals, geht gerne bis an die Grenze des Machbaren. So entstehen für Künstler und Publikum immer wieder faszinierende Perspektiven auf die musikalischen Werke. Ein spannender Abend!

Karten zu: 42,– 32,– 22,– Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Heike Rost

© Richard Avedon

3.8. Samstag, 19.00 Uhr

3.8. Samstag, 19.00 Uhr

Mitsuko Uchida, Klavier

Familientreffen

Johann Sebastian Bach  Präludium und Fuge Nr. 1 C-Dur BWV 846 Präludium und Fuge Nr. 14 fis-Moll BWV 859 Arnold Schönberg  Sechs kleine Klavier­stücke op. 19 Robert Schumann  „Waldszenen“ op. 82 Sonate Nr. 2 g-Moll op. 22 „Gesänge der Frühe“ op. 133

Interpreten und Programm siehe MozartNacht auf S. 46

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Kloster Eberbach

Er sei ein wenig merkwürdig, dieser späte Robert Schumann, hat Mitsuko Uchida vor nicht allzu langer Zeit in einem Interview eingestanden. Manchmal habe es den Anschein, als drehe er sich im Kreis und suche vergeblich einen Ausweg. Die „Gesänge der Frühe“ machten ihr sogar ein wenig Angst, bekannte die Ausnahmepianistin. Dabei scheinen ihr diese wie zu sich selbst sprechenden Töne geradezu in die Finger geschrieben zu sein, denn wie nur ganz wenige Interpreten ist Uchida mit ihrem unvergleichlichen Spiel in der Lage, die innersten und seelenvollsten Seiten einer Komposition zum Klingen zu bringen. Jeden Ton scheint sie mit scharfsinnig-intellektueller Erkenntnis auszuleuchten und gleichzeitig mit emotionaler Einsicht zu durchdringen. So entstehen genau jene Konzerterlebnisse, die nicht einfach nur begeistern, sondern im tiefsten Innern berühren und bewegen.

Mozart-Nacht

Familie – dieses Wort hatte für Wolfgang Amadeus Mozart einen ganz besonderen Klang. Seine Familie war ihm heilig, denn vor allem durch Vater, Mutter und Schwester hatte er in Kindertagen und Jugendjahren den Rückhalt und die Stärkung erfahren, die ihm die Zuversicht gaben, Großes leisten und bewirken zu können. Besonders zum Vater war sein Verhältnis zwar nicht ungebrochen, aber von fundamentaler Bedeutung für seine Weltanschauung und sein musikalisches Denken. Nur schwer konnte sich der Sohn aus der erdrückenden väterlichen Fürsorge befreien und bekannte trotzdem auch noch im Erwachsenenalter: „,Nach Gott kommt gleich der Papa!‘ das war als Kind mein Wahlspruch und bey dem bleib ich auch.“ In seiner traditionellen Mozart-Nacht trifft das RMF in diesem Jahr nicht nur auf den großen Wiener Meister selbst, sondern auch auf seine Familie.

Karten zu: 65,– 50,– 35,– 25,–* Euro Karten zu: 50,– 40,– 30,– Euro •

witterungsbedingte Verlegung der Kreuzgangkonzerte in die Basilika möglich   siehe Seite 97

www.rheingau-musik-festival.de

47


3.8. Samstag, 19.00 Uhr

Tina Dico

Next Generation

Tina Dico, vocals / guitar Helgi Jonsson, vocals / piano Dennis Ahlgren, guitars Kristian Kold, bass Poul Therkildsen, drums

Martin Tingvall, piano Omar Rodriguez Calvo, bass Jürgen Spiegel, drums

Wiesbaden, Kurpark

In ihrer Heimat Dänemark gehört Tina Dico längst zu den ganz großen Popsängerinnen und Songwriterinnen ihrer Generation. Aber auch in Deutschland hat die junge Sängerin mittlerweile eine treue Fangemeinde um sich geschart, die nach jedem ihrer Konzerte stetig wächst. Das liegt nicht etwa an einer ausgeklügelten Marketingstrategie oder einer extravaganten Bühnenshow – es liegt an der Person Tina Dico und ihrer begnadeten Stimme selbst: Samtig, lyrisch, ein wenig rauchig und immer einfühlsam. Ihre Lieder erzählen authentisch von den Geschichten, die das Leben schreibt. Und das berührt. Sobald Tina Dico auf der Bühne singt, vergisst man alles um sich herum für einen kleinen besonderen Augenblick – von nordischer Kälte ist dann absolut nichts zu spüren, vielmehr wird der Konzertsaal von einer inspirierenden Wärme gefüllt.

48

© Steven Haberland

© Jonathan Gretarsson

3.8. Samstag, 19.00 Uhr

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro •

witterungsbedingte Verlegung ins Kurhaus Wiesbaden mit freier Platzwahl innerhalb der Kategorien möglich

Hochheim, Weingut Künstler

Tingvall Trio

Als „ganz besonderen Cocktail“ bezeichnet Martin Tingvall, selbst Pianist, Komponist und Namensgeber des Tingvall Trios, die kongeniale Formation der drei Musiker aus Schweden, Kuba und Deutschland. Und die Mischung aus Melodien mit skandinavisch-melancholischer Färbung, kubanischem Temperament und deutschem Rhythmusfundament ist wahrhaft einzigartig in der aktuellen Jazzlandschaft. So wundert es kaum, dass das sympathische Trio seit seiner Gründung im Jahr 2003 bereits zweimal den renommierten ECHO Jazz Preis in Empfang nehmen durfte – zuletzt 2012 für das jüngste Album „Vägen“. Vielleicht liege das Geheimnis ihres Erfolgs darin, dass die Bühne ihr Wohnzimmer sei und sie sich dort oft wohler fühlten als im echten Leben, versucht Drummer Jürgen Spiegel augenzwinkernd zu erklären… Was auch immer der Grund sein mag, das Ergebnis ist Jazz vom Feinsten!

Karten zu: 32,– 27,– 17,– Euro siehe Seite 97

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


©

3.8. Samstag, 20.00 Uhr

Martinsthal, Weingut Diefenhardt

4.8. Sonntag, 19.00 Uhr Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Wildes Holz: „Massiv im Wald!“ Tobias Reisige, Flöte Anton Karaula, Gitarre Markus Conrads, Kontrabass Bei der Steinberger Tafelrunde und den Fahrenden Musikern war das unkonventionelle Trio Wildes Holz in den vergangenen Jahren ein absoluter Überraschungserfolg im Sommer voller Musik. Nun dürfen die drei Jungs im Weingut Diefenhardt an zwei Abenden für ihre Mission „Freiheit für die Blockflöte“ kämpfen. Wer Songs wie „Highway to Hell“ oder „Born to be Wild“ in der eigenwilligen Interpretation für Flöte, Gitarre und Kontrabass hört, weiß plötzlich: Wenn jemand in der Lage ist, die Blockflöte aus ihrem engen Assoziationskäfig von Flötenlehrerinnen in Strickpullis und musikalischer Früherziehung zu lösen, dann sind sie es! Wildes Holz gelingt das Kunststück: Sie bewegen sich zwischen Rock, Jazz, gefühlvollen Balladen, virtuosen Improvisationen und schaffen etwas ganz Eigenes, den dichten, mitreißenden Holz-Sound. So hat man die Blockflöte noch nie gehört!

Karten zu: 35,– Euro

4.8. Sonntag, 11.00 Uhr Wiesbaden, Kurpark Glenn Miller Orchestra Wil Salden, conductor Glenn Miller ist als Jazzposaunist, Komponist und Arrangeur zahlreicher Jazz-Klassiker unvergessen. Seine Musik vermittelt bis heute ein ganz besonderes Lebensgefühl der 1930er und 40er Jahre, und mit Titeln wie „Moonlight Serenade“ oder „In The Mood“ erlangte Glenn Miller bereits in jungen Jahren Kultstatus. Das Glenn Miller Orchestra unter der Leitung des niederländischen Pianisten Wil Salden hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Erbe Glenn Millers aufrechtzuerhalten und neben den bekannten Werken auch die kleinen vergessenen Schätze des Posaunisten einem Liebhaberpublikum zugänglich zu machen. Was 1985 mit einer ersten Eröffnungstournee durch Deutschland begann, hat sich bis heute zu einem weltweiten Erfolg entwickelt: Stolze 4200 Konzerte mit insgesamt 4,5 Millionen begeisterten Glenn Miller-Fans hat das Ensemble mittlerweile vorzuweisen.

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro •

witterungsbedingte Verlegung ins Kurhaus Wiesbaden mit freier Platzwahl innerhalb der Kategorien möglich siehe Seite 97

Der Hof ist überdacht. • Speisen und Getränke am Samstag ab 18.00 Uhr und am Sonntag ab 17.00 Uhr •

www.rheingau-musik-festival.de

49


4.8. Sonntag, 19.00 Uhr Hochheim, Weingut Künstler

6.8. Dienstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Composer & Artist in Residence

Next Generation

Next Generation

Borusan String Quartet Fazıl Say, Klavier

Bruno Böhmer Camacho Trio: „Columbian Jazz Project“

Jonathan Gilad, Klavier

Esen Kıvrak, Violine Olgu Kızılay, Violine Efdal Altun, Viola Çag Erçag, Violoncello Wolfgang Amadeus Mozart  Sonate A-Dur KV 331 Fazıl Say  Streichquartett „Divorce“ Ulvi Cemal Erkin  5 Stücke für Klavier Klavierquintett

50

© Detienne

© Mehmet Erzincan

4.8. Sonntag, 19.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

East meets West, Mozart begegnet Say, Komponist trifft Interpreten – wenn der diesjährige Composer & Artist in Residence Fazıl Say mit dem jungen türkischen Borusan String Quartet die Johannisberger Schlossbühne betritt, darf man sich auf einen Abend der Kontraste und der überwundenen Gegensätze freuen: Eine wechselseitige Beeinflussung von westeuropäischer und türkischer Musik hat schon immer stattgefunden – Mozarts a-Moll-Sonate mit dem berühmten „Türkischen Marsch“ ist das beste Beispiel dafür und steht deshalb auch am Anfang des Programms. Says musikalische Wurzeln gehen auf beide Traditionslinien zurück – genau wie bei den vier Musikern des Borusan String Quartets, die auf Instrumenten der berühmten italienischen Geigenbauer Amati, Guarneri und Testore vor allem Werke türkischer Komponisten interpretieren. So haben sie im Jahr 2010 auch Fazıl Says Streichquartett „Divorce“ in der Türkei uraufgeführt.

Bruno Böhmer Camacho, piano Juan Camillo Villa, bass Rodrigo Villalón, drums Mit neun Bandleader, mit 13 Komponist, mit 16 „Jugend jazzt“-Preisträger und schon bald Stipendiat der renommierten Folkwang-Hochschule in Essen: Die rasante Entwicklung des jungen deutsch-kolumbianischen Pianisten Bruno Böhmer Camacho spricht für sich – und für sein auffallendes musikalisches Talent. Von der Mutter, einer Konzertpianistin, lernt er das Klavierspiel, vom Großvater, dem großen Ángel María Camacho y Cano, erbt er die Liebe zur Musik seiner Heimat, die auch heute die größte Inspirationsquelle seiner Songs darstellt. Das zeigen auch die Titel seiner bisher mit dem Bruno Böhmer Camacho Trio veröffentlichten Alben: „Herencias“ (Erbe) und „Nostalgic Vision“ – eine Mischung aus melodisch-melancholischer Rückschau und visionären neuen Sounds bildet den Kern seines Stils, mit dem er schon 2011 bei Konzert & Brunch „für einen Jubel wie beim Rockkonzert“ (Wiesbadener Kurier) sorgte.

Karten zu: 32,– 27,– 17,– Euro

Wolfgang Amadeus Mozart   Sonate B-Dur KV 333 Ludwig van Beethoven  Sonate C-Dur op. 53 „Waldstein“ Franz Schubert  Sonate a-Moll D 537 Franz Liszt  Sonate h-Moll Nicht weniger als ein Kompendium der Sonatenkunst hat sich Jonathan Gilad für sein Rezital im Rheingau vorgenommen: Von Mozarts heiterer, an die vorklassische Zeit der Empfindsamkeit erinnernder B-Dur-Sonate tastet er sich über ein Meisterstück der klassischen Klavierkunst – Beethovens „Waldsteinsonate“ – und Schuberts ideenreicher a-Moll-Sonate, die der erst 20-Jährige in einer überaus produktiven Phase seines Lebens komponierte, bis zu Liszts dramatischer h-Moll-Sonate vor. Dieses Opus magnum gilt bis heute als ein Geniestreich des Komponisten: In nur einem Satz vereint er Dramatik, Spannung, Gesanglichkeit, Virtuosität, orchestralen Klang und rhythmische Prägnanz zu einem großen Ganzen – der gefürchtete Kritiker Eduard Hanslick sprach vom „raffinierten, frechen Aneinanderfügen der disparatesten Elemente“ und konnte selbst hinter dem formalen Tadel die Faszination für das Werk nicht verbergen.

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro

Karten zu: 48,– 38,– 28,– Euro Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © David Ellis Decca

© Marco Borggreve

6.8. Dienstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

7.8. Mittwoch, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Artist in Residence

Il Giardino Armonico Giovanni Antonini, Flöte und Leitung

Sol Gabetta, Violoncello Cappella Gabetta Andrés Gabetta, Violine und Leitung Johann Sebastian Bach  Ouvertüre g-Moll BWV 1070 Orgelkonzert nach Vivaldi a-Moll BWV 593 arrangiert für Violoncello und Orchester Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048 Antonio Vivaldi   Violoncellokonzert F-Dur RV 410 Concerto „L’inverno“ RV 297 arrangiert für Violoncello Giovanni Benedetto Platti  Concerto per Violoncello obligato g-Moll PV 657 Nach dem überwältigenden Erfolg von Sol Gabettas Album „Progetto Vivaldi“ und den nachfolgenden Tourneen in ganz Europa erfüllt sich die Cellistin mit der Cappella Gabetta nun einen ihrer musikalischen Träume: Mit ihrem Bruder Andrés Gabetta als Konzertmeister und einer handverlesenen Schar von hoch qualifizierten Musikern kreiert Sol Gabetta Programme, die das Violoncello im Glanze der Barockzeit sowie ihre musikalische Vielfältigkeit in allen Facetten erstrahlen lassen. Ihre stupende Virtuosität gepaart mit ihrer musikalischen Sinnlichkeit und Wärme, ihrer Spielfreude und dem unverwechselbaren Charme kommt in den Kompositionen von Bach, Vivaldi und ihren Zeitgenossen besonders zur Geltung. Und Sol Gabettas undogmatische Herangehensweise an Barockmusik wirkt sowohl für Kenner als auch für Klassik-Neulinge erfrischend und begeisternd.

Werke von Tarquinio Merula, Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi u. a. Seit beinahe dreißig Jahren geben Giovanni Antonini und seine „giardinieri“ den Ton in der Alte-Musik-Szene an – ob als versiertes Begleit­ orchester für Stars wie Cecilia Bartoli oder als Ensemble in kammermusikalischer Besetzung. Die vielfach preisgekrönten und Maßstäbe setzenden Einspielungen dieser „heißesten Band Italiens“ haben den Umgang mit der Barockmusik geradezu revolutioniert und lassen vor allem – aber nicht nur – die Musik Vivaldis in einem völlig neuen, spannenden, ja modernen Licht erscheinen. Noch nie war Barockmusik so frisch und voller Esprit. Im Kloster Eberbach wird Il Giardino Armonico diesmal eine Reise quer durch die europäische Barockmusik antreten: Vom italienischen Frühbarock Merulas und Fontanas ins österreichische 17. Jahrhundert zu Biber und Schmelzer über Vivaldis Wirkungsstätten Wien und Venedig bis ins Hochbarock zu Telemann nach Hamburg. O gioco barocco!

Karten zu: 50,– 40,– 30,– 20,– 15,–* Euro   siehe Seite 97

Karten zu: 60,– 50,– 40,– 30,– 15,–* Euro   siehe Seite 97

www.rheingau-musik-festival.de

51


8.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

LALÁ – das Vocalensemble: „Alles hat seine Zeit“

Wagner: 200. Geburtstag

Lieder für vier Stimmen a cappella von John Dowland bis Bobby McFerrin Eine Geschichte so schön, wie sie nur das Leben schreiben kann: Ilia, Julia, Peter und Mathias kommen alle aus musikalischen Familien, singen schon als Kinder im Kirchenchor und lernen verschiedene Instrumente. Auf dem Musikgymnasium in Linz treffen sie plötzlich aufeinander und stellen fest, wie gut ihre Vorstellungen und Stimmen harmonieren. 2005 wird ein A-cappellaEnsemble mit dem Namen Lalá gegründet, erste Preise in Österreich werden eingeheimst, Auftritte auf Hochzeiten und in kleinen Sälen gemeinsam bestritten. Inzwischen haben sich die vier sympathischen Vokalisten in der europäischen A-cappella-Szene einen Namen gemacht: Mit ihren erfrischenden Arrangements, die von klassischer Kirchenmusik über Volkslieder bis hin zu zeitgenössischen Popsongs reichen, konnten sie schon bei Konzert & Brunch 2012 begeistern. In ihrem neuen Programm „Alles hat seine Zeit“ treten die vier Stimmakrobaten eine philosophische Reise auf den Pfaden der Musik an.

Klaus Maria Brandauer, Rezitation Lars Vogt, Klavier Richard Wagner  Novelle „Eine Pilgerfahrt zu Beethoven“ Ludwig van Beethoven   Klavierwerke „Ich weiß nicht recht, wozu man mich eigentlich bestimmt hatte, nur entsinne ich mich, daß ich eines Abends zum erstenmal eine Beethovensche Symphonie aufführen hörte, daß ich darauf Fieber bekam, krank wurde, und als ich wieder genesen, Musiker geworden war.“ Für den jungen, in ärmlichen Verhältnissen lebenden Komponisten R. ist diese Erkenntnis die Initialzündung: Eine Pilgerreise zum großen Idol in Wien soll es sein! Einmal im Leben in das Antlitz des Meisters blicken und vielleicht gar ein Wort mit ihm wechseln! Um das nötige Reisegeld zusammenzubekommen, müssen widerstrebend einige massentaugliche Galopps und Potpourris komponiert werden – dann kann der lange Fußmarsch mit Hindernissen beginnen. Richard Wagners humoristische Novelle spielt die fiktive Begebenheit bis zur heiß ersehnten Begegnung durch. Klaus Maria Brandauer verleiht dem Wagner-Text seine Stimme, während Lars Vogt die Pilgerfahrt mit beethovenschen Klavierklängen begleitet. © Felix Broede

Ilia Vierlinger, Sopran Julia Kaineder, Alt Peter Chalupar, Tenor Mathias Kaineder, Bass

52

© Christoph Mattes

© Alex Kaiser

8.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Oestrich, St. Martin

Karten zu: 45,– 40,– 35,– 25,– 18,–* Euro

Karten zu: 30,– 15,–* Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Robert Romik

© CPA

8.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Mainz, St. Stephan

8.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Café Zimmermann

Henning Kraggerud, Violine Christian Ihle Hadland, Klavier

Johann Sebastian Bach  Cembalokonzert d-Moll BWV 1052 Konzert für Oboe d’amore A-Dur BWV 1055 Violinkonzert a-Moll BWV 1041 Orchestersuite Nr. 2 h-Moll BWV 1067 Ein Café als Namensgeber für ein französisches Barockensemble? Oh ja, denn Gottfried Zimmermanns Kaffeehaus in der Leipziger Katharinenstraße war nicht irgendein Café, sondern eben jenes, in dem im 17. Jahrhundert das Universitätsorchester wöchentlich Kantaten und Instrumentalwerke zur Aufführung brachte – unter der Leitung von Thomaskantor Johann Sebastian Bach höchstpersönlich! Den fortschrittlichen Geist der Konzertreihe hat sich das ambitionierte Ensemble zum Vorbild genommen und mischt nun bereits seit 1999 die Welt der historisch-informierten Aufführungspraxis auf. „Im Café Zimmermann sprudeln die Töne“, titelte die ZEIT angesichts ihres sechsteiligen CD-Zyklus mit Bachkompositionen – kein vertrockneter, wissenschaftlicher Ansatz, sondern frisches Spiel, individuelle Interpretation und ein perfekt dem Ausdruck angepasster Klang, mal rau und knatternd, mal sanft und säuselnd. Das hätte auch dem Thomaskantor gefallen!

Karten zu: 35,– 25,– 15,–* Euro

Wolfgang Amadeus Mozart  Sonate für Klavier und Violine B-Dur KV 454 Edvard Grieg  Sonate für Violine und Klavier F-Dur op. 8 Christian Sinding  „Abendstimmung“ op. 120a César Franck  Sonate für Violine und Klavier A-Dur Er ist ein begnadeter Geiger, der in den renommiertesten Konzertsälen von New York bis Berlin, von London bis Madrid mit den größten Orchestern Erfolge feiert. Er ist ein faszinierender Improvisator auf Violine und Viola, der mit dem Jazzpianisten Bugge Wesseltoft ein norwegisches Dreamteam bildet und mit dem Album „Last Spring“ in der europäischen Jazzszene für Furore gesorgt hat. Und er ist ein engagierter Interpret des norwegischen Volksliedguts. Henning Kraggerud erscheint wie ein Wanderer zwischen den musikalischen Welten und ist dabei immer authentisch, immer auf musikalisch höchstem Niveau. Mit Kompositionen von Edvard Grieg und Christian Sinding verleiht er auch seinem klassischen Rezital auf Schloss Johannisberg eine gewisse „nordische Note“ und bereichert so das altbekannte Repertoire um eine reizvolle, viel zu selten zu hörende Facette.

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro

www.rheingau-musik-festival.de

53


© Lukas Gyisn

© Ben Ealovega

9.8. Freitag, 20.00 Uhr

9.8. Freitag, 20.00 Uhr

Till Fellner, Klavier

Andreas Scholl, Countertenor kammerorchesterbasel

Joseph Haydn  Sonate h-Moll Hob. XVI:32 Wolfgang Amadeus Mozart  Sonate F-Dur KV 533/494 Johann Sebastian Bach  Präludien und Fugen I-IV aus „Das Wohltemperierte Klavier“ Band II Robert Schumann  Symphonische Etüden op. 13

54

„Die Ohren des Publikums gehen weit auf, man spürt, wie kollektiv der Atem angehalten wird“ – so beschreibt die Neue Zürcher Zeitung den Moment, in dem Till Fellner die Tasten anschlägt. Der in Wien geborene Pianist gehört zu den gefragtesten Künstlern unserer Tage und beherrscht ein weites klaviermusikalisches Repertoire bis hin zu musikalischen Raritäten. Höchstes Kritikerlob erreichte seine intensive Beschäftigung mit dem Klavierwerk Bachs und Beethovens in Aufnahmen und Konzerten. Beim Rheingau Musik Festival beweist er seine Fähigkeiten einmal mehr im klassischen Kernbereich: Sensibel verknüpft er Klavierwerke Joseph Haydns, Wolfgang Amadeus Mozarts, Johann Sebastian Bachs und Robert Schumanns und spürt die zeitgenössischen Strukturen und Seelenvorgänge auf. Ein tiefsinniger Abend auf höchstem Niveau.

Kloster Eberbach, Basilika

Johann Sebastian Bach  Sinfonia zur Kantate „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ BWV 156 Kantate „Ich habe genug“ BWV 82 Cembalokonzert Nr. 5 f-Moll BWV 1056 Kantate „Gott soll allein mein Herze haben“ BWV 169 Andreas Scholl ist mit den Kantaten Johann Sebastian Bachs bereits in frühen Kindestagen als Kiedricher Chorbub in Berührung gekommen und seit dieser ersten Begegnung entwickelte er eine ganz besonders innige Beziehung zum Vokalwerk des großen Barockmeisters. Diese Kindheitseindrücke liegen nunmehr 30 Jahre zurück, und mittlerweile hat nicht nur die Bach-Forschung in Sachen historisch-informierter Aufführungspraxis wesentliche Schritte getan, sondern auch Andreas Scholl selbst: Vom ehemaligen Sängerknaben ist er zu einem der weltweit erfolgreichsten Interpreten im Counter-Fach avanciert. Für dieses Konzert in Kloster Eberbach kehrt er mit drei Kantaten aus der Leipziger Zeit des Komponisten nicht nur geografisch, sondern auch musikalisch zu seinen Wurzeln zurück. Dabei steht ihm mit dem kammerorchesterbasel eines der führenden, preisgekrönten Orchester im Bereich der Alten Musik zur Seite. © James McMillan

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 20,– 15,–* Euro   siehe Seite 97

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Harald Hoffman

© Michael Zargarinejad, Universal Music ©

©

10.8. Samstag, 16.00 Uhr Schloss Vollrads, Schlosshof und -garten

10.8. Samstag, 19.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Schlossfest

Next Generation

Ivy Quainoo

Yulianna Avdeeva, Klavier

Ivy Quainoo, vocals & Band Grand Jam Session Band feat. Butch Williams Diknu Schneeberger Trio

© www.fotostudio-heyer.de

Mit ihrer Debütsingle „Do You Like What You See?” begeisterte die junge Sängerin Ivy Quainoo im vergangenen Jahr Kritik und Publikum und bewies eindrucksvoll, dass ihr Talent und ihre Musikalität weit über die TV-Show „The Voice of Germany“, aus der sie als Siegerin hervorging, hinausweisen. Mit ihrer warmen Soulstimme und ihrem authentischen Mix aus Soul, Pop und Alterna­t ive verzauberte sie die Zuhörer ihrer Tournee, die Single sowie ihr erstes Album „Ivy“ erreichten Goldstatus. Auch das Publikum des Schlossfestes wird Ivy Quainoo musikalisch einzunehmen wissen. You will like what you see! Und rund um die Hauptbühne wird sich an diesem Samstag das gesamte, idyllisch gelegene Anwesen von Schloss Vollrads in einen riesigen Tummelplatz sommerlicher Freuden verwandeln: Kulinarische Köstlichkeiten aus der Gutsschänke und erfrischender Riesling aus den Schlosskellern laden zum Verweilen ein, dazu erklingt Musik verschiedenster Stilrichtungen auf drei Bühnen und Kleinkünstler sorgen nach Gauklerart für allerhand Überraschungen.

Karten zu: 48,– Euro freie Platzwahl Preis ohne Speisen und Getränke • Das Schlossfest findet als Freiluftver­ anstaltung bei jedem Wetter statt. • Einlass und Beginn: 16.00 Uhr • Ende gegen 22.00 Uhr • •

Johann Sebastian Bach  Ouvertüre nach französischer Art BWV 831 Maurice Ravel  „Gaspard de la nuit“ Robert Schumann  Sonate fis-Moll op. 11 „Ich finde, es gibt keinen anderen Komponisten, der so aus dem Moment komponiert hat wie er“, erklärt Yulianna Avdeeva ihre Vorliebe für die Musik Frédéric Chopins – eine Liebe, die sich in ihrem außergewöhnlich freien und differenzierten Spiel widerspiegelt und ihr 2010 den ersten Preis des renommierten Chopin-Wettbewerbs in Warschau bescherte, den seit Martha Argerich im Jahr 1965 keine Pianistin mehr gewonnen hatte! Doch die 27-jährige Avdeeva, die mittlerweile mit so renommierten Orchestern wie dem New York Philharmonic oder dem NHK Symphony Orchestra konzertiert, ist in ihrem Repertoire keineswegs auf das Werk Chopins beschränkt: In dieser Saison hat sie sich besonders intensiv mit Bachs „Französischer Ouvertüre“ auseinandergesetzt, ein Werk, das sie „in alle Richtungen bereichert habe“, und kombiniert sie beim Rezital im Rheingau mit Ravels dramatischem „Gaspard de la nuit“ und Schumanns hochromantischer fis-Moll-Sonate.

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro

siehe Seite 97

www.rheingau-musik-festival.de

55


© © Marco Borggreve

© James McMillan

11.8. Sonntag, 11.00 Uhr, Treffpunkt am Hauptbahnhof Wiesbaden Eibingen, Abtei St. Hildegard Mittelheim, St. Ägidius Hallgarten, Mariae Himmelfahrt

11.8. Sonntag, 19.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal „Tango Nuevo“

Rheingaureise Musikalische Entdeckungen von und mit Andreas Scholl Savadi Edin Karamazov, Laute Profeti della Quinta Andreas Scholl, Moderation und Gesang 11.00 Uhr Abfahrt Wiesbaden Hauptbahnhof mit Bussen 11.45 Uhr Konzert I mit Profeti della Quinta (Mittelheim, St. Ägidius) 14.00 Uhr Konzert II mit Edin Karamazov (Hallgarten, Mariae Himmelfahrt) 16.00 Uhr Konzert III mit Savadi (Eibingen, Abtei St. Hildegard) Konzertdauer jeweils ca. 45 Minuten Rückkehr gegen 18.00 Uhr in Wiesbaden

56

Was wäre der 26. Sommer voller Musik neben den Stars und Sternchen aus Klassik und Jazz ohne den wunderschönen Rheingau? Der Rheingau ist immer eine Reise wert und da bietet es sich förmlich an, mit verschiedenen kleinen Konzerten an ausgesuchten Orten die Musik mit der Landschaft zu verbinden. Andreas Scholl, ein echter Kiedricher Bub, der seine musikalische Laufbahn hier im Rheingau begann, wird Sie durch „seinen“ Rheingau führen und lädt Sie ein zu Konzerten mit befreundeten Künstlern und Ensembles in die Basilika zu Mittelheim, die Kirche Mariae Himmelfahrt in Hallgarten und die Abtei St. Hildegard in Eibingen. Neben Anekdoten zur Gegend und zur Musik wird der weltberühmte Altus mit Sicherheit auch wieder selbst die ein oder andere musikalische Darbietung zum Besten geben.

Karten zu: 55,– Euro •

freie Platzwahl

Isabelle van Keulen, Violine Rüdiger Ludwig, Kontrabass Christian Geber, Bandoneon Ulrike Payer, Klavier „Verano Porteño“, „Libertango“, „Tanti anni prima“ und andere Tangoklassiker von Astor Piazzolla „Du Idiot! Merkst Du nicht, dass dies der echte Piazzolla ist, nicht jener andere? Du kannst die gesamte andere Musik fortschmeißen!“ Deutliche Worte fand die Lehrerin Nadia Boulanger für ihren Kompositionsschüler, den sie mit diesem verbalen Tritt in den Allerwertesten aber endlich zur Selbsterkenntnis brachte. Die Musikwelt sollte ihr noch heute dankbar dafür sein, denn ohne sie wäre uns der „echte Piazzolla“ vielleicht entgangen. Der argentinische Komponist italienischer Herkunft hätte sich möglicherweise nie zu seiner tiefsten und eigentlichen Leidenschaft bekannt: dem Tango. Aber zum Glück kam es, wie es kam, und Piazzolla befreite sich von allen traditionellen Zwängen, um für den Tango zu leben und ihm mit dem „Tango Nuevo“ zum faszinierenden Spagat zwischen verruchter Milonga und klassischer Konzertbühne zu verhelfen. Isabelle van Keulen und ihre drei Mitstreiter widmen Astor Piazzolla und dem Tango eine Hommage voll klingendem Temperament.

Karten zu: 42,– 32,– 22,– Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© ©Felix © Felix Broede Broede

11.8. Sonntag, 19.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

13.8. Dienstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Verdi: 200. Geburtstag

Armida Quartett Tabea Zimmermann, Viola

Simona Šaturová, Sopran Kismara Pessatti, Mezzosopran Antonio Poli, Tenor Burak Bilgili, Bass Schleswig-Holstein Musik Festival Chor & Orchester Rolf Beck, Leitung Gioachino Rossini  „Stabat mater“ Giuseppe Verdi  „Quattro pezzi sacri“ Eigentlich stand Verdi der Kirche und dem Katholizismus Zeit seines Lebens skeptisch gegenüber. Das freiheitliche Gedankengut der italienischen Unabhängigkeits­bewegung „Risor­g imento“ ent­ sprach weitaus mehr seiner humanistischen Gesinnung. Dennoch zählen die wenigen geistlichen Kompositionen aus seiner Feder bis heute zu den berührendsten Werken der Sakralmusik: Neben dem berühmten Requiem trifft dies zweifelsohne auch auf die „Quattro pezzi sacri“ zu, die als vier Einzelstücke zwischen 1886 und 1897 entstanden. Lange wurden die intimen Gesangsminiaturen unterschätzt und gelangten nur selten zur Aufführung: Doch der kontemplative Gestus der Kompositionen täuscht über die Komplexität und den höchst anspruchsvollen Gesangspart hinweg. Im Verdi-Jahr 2013 dürfen diese vier musikalischen Juwelen natürlich nicht fehlen!

Karten zu: 60,– 50,– 40,– 30,– 15,–* Euro

Martin Funda, Violine | Johanna Staemmler, Violine | Teresa Schwamm, Viola Peter-Philipp Staemmler, Violoncello Ludwig van Beethoven  Streichquartett B-Dur op. 18 Nr. 6 Frank Bridge  Lament for two violas George Benjamin  „Viola Viola“ Antonín Dvořák  Streichquintett Es-Dur op. 97 Schon zum dritten Mal finden sich in diesem Sommer „Meisterschüler und Meister“ zum gemeinsamen Musizieren beim Rheingau Musik Festival ein: Tabea Zimmermann, die mit ihrer Virtuosität, ihrem Temperament und ihrer Leidenschaft der stets im Schatten der Violine stehenden Bratsche zu völlig neuer Beliebtheit und Anerkennung verholfen hat, trifft auf ihre Meisterschülerin Theresa Schwamm, die seit 2006 mit dem Armida Quartett erfolgreich konzertiert. Der erste Preis beim ARD-Wettbewerb 2012 ist nur eine von vielen Auszeichnungen! Gemeinsam haben sie ein Programm entwickelt, das der Viola den Platz auf dem Konzertpodium einräumt, den sie schon lange verdient. Neben Beethovens B-DurStreichquartett und dem Streichquintett von Antonín Dvořák, das zwei Bratschenstimmen vorsieht, erklingen zwei Originalkompositionen für Viola-Duo, die alle Facetten des Instruments zeigen – vom warmen, melancholischen Lamento-Ton bis zu den virtuosesten Griffbretteskapaden und Bogenschwüngen. ©Marco Borggreve

„Quattro pezzi sacri“

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro

Rheingau Musik Preisträger 1999

  siehe Seite 97 www.rheingau-musik-festival.de

57


13.8. Dienstag, 20.00 Uhr Eltville, Gutsausschank im Baiken/ Domäne Rauenthal

Alte Musik meets Jazz

Maren Kroymann: „In the sixties“

Stella Matutina Rolf Lislevand, Laute und Leitung Musik von Andrea Falconieri, Giovanni Girolamo Kapsberger, Girolamo Frescobaldi, Johann Heinrich Schmelzer und Vincenzo Albrici

58

© Milena Schlosser

© Franziska Pfeffer

13.8. Dienstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Wenn sich das Concerto Stella Matutina mit Rolf Lislevand, einem Meister der Laute, und Freunden aus jazzigen Gefilden zusammentut, kann es schon sein, dass aus einem Barockkonzert eine kleine Jamsession wird, dass sich eine italienische Ciaccona von 1660 in eine Live-Improvisation verwandelt. Und geht es hier wirklich um Alte Musik? Man muss nicht lange überlegen, um zu der Überzeugung zu kommen, dass Musik, die die Seele berührt und unter die Haut geht, immer aktuell ist – ganz gleich, ob sie vor 100 oder 400 Jahren komponiert wurde. Barockmusik ist klingende Tradition, die von aufgeschlossenen Musikern und Zuhörern zur Inspirationsquelle für Neues werden kann. Das junge, dynamische Ensemble aus Österreich, das seit 2005 die AlteMusik-Szene aufmischt, setzt diesen Gedanken in allen seinen Konzerten mit großer Spielfreude und Virtuosität um.

14.8. Mittwoch, 20.00 Uhr

Eltville, Gutsausschank im Baiken /  Domäne Rauenthal

Maren Kroymann, vocals Ralf Lehmann, guitar Jürgen Schäfer, bass Johannes Roloff, piano Immo Hofmann, drums Viele Menschen nehmen den 60. Geburtstag zum Anlass für eine wehmütig-desillusionierte Rückschau auf ihr gelebtes Leben: Nicht so Maren Kroymann – sie feiert ihr persönliches Jubiläum „50 Jahre Pubertät“ mit einer Bühnenshow und taucht ein in die musikalische Welt ihrer Teenagerzeit. Mit Songs von Dusty Springfield, den Stones und anderen lässt sie die 1960er Jahre wieder aufleben – mit unverstelltem Blick, tabulosem Elan und frischem Interesse an den unerhörten Gefühlen, die sie auslösten. Dass die mit allen kabarettistischen Wassern gewaschene Schauspielerin den Soundtrack ihrer Jugend natürlich nicht unkommentiert stehen lassen kann, ist klar. Und das ist mal komisch, mal traurig, stimmt zuerst nachdenklich und verursacht dann schallendes Gelächter. Pubertät eben. Nur eins steht bei all diesem Gefühlschaos fest: „Maren Kroymann war nie besser als heute.“ (Berliner Morgenpost)

Karten zu: 35,– Euro • •

Der Hof ist überdacht. Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr

Karten zu: 35,– 30,– 24,– 18,– 15,–* Euro   siehe Seite 97

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Jerome Bonnet

© Lisa Marie Mazzucco

© Irene Zandel

14.8. Mittwoch, 20.00 Uhr

14.8. Mittwoch, 21.00 Uhr

15.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Trio Jean Paul

Bach-Klaviernacht

Götz Alsmann: „Paris!“

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Ulf Schneider, Violine Martin Löhr, Violoncello Eckart Heiligers, Klavier Ludwig van Beethoven  Klaviertrio Es-Dur op. 1 Nr. 1  Franz Schubert  Sonatensatz B-Dur D 28 Johannes Brahms  Streichsextett B-Dur op. 18 (Bearbeitung für Klaviertrio von Theodor Kirchner) Man bekommt „Glücksfalten“ an den Ohren, wenn man das Trio Jean Paul spielen hört, dessen ist sich das Rondo-Magazin sicher, denn „da ist dieser üppige, blühende, zugleich beredte Klang, da ist die enorme Homogenität der konzertierten Aktion, da ist diese stupende Virtuosität aller Beteiligten, die aber immer mit nachhaltiger Denkarbeit gefedert wird.“ Nach ein paar Jahren Rheingau-Abstinenz ist das Trio 2013 endlich wieder zu Gast beim RMF, um diese Qualitäten einmal mehr unter Beweis zu stellen. Der Musik die ihr innewohnende Sprache abzulauschen, ist stets das erklärte Ziel der intensiven Konzerte des Ensembles und dies schlägt sich nicht zuletzt in der Wahl seines Namenspatrons nieder: Jean Paul, der überzeugt war, dass die Musik unter allen Künsten die rein menschlichste sei. Diese Überzeugung hat sich das Trio Jean Paul zu eigen gemacht und lässt sie in ihren Konzerten wie selbstverständlich erklingen.

Kloster Eberbach, Laiendormitorium

Simone Dinnerstein, Klavier Johann Sebastian Bach  „Goldberg-Variationen“ BWV 988 Ach, wär’s doch so gewesen: Als der Reichsgraf von Keyserlingk, russischer Abgesandter am Dresdner Hof, einmal an massiven Schlafstörungen litt, kam er angeblich auf einen eigenartigen Einfall, der sich jedoch für die Musikgeschichte von höchstem Wert erweisen sollte: Kein Geringerer als Johann Sebastian Bach möge ihm ein Musikstück von „sanftem und etwas munterem Character“ komponieren, das ihm wiederum ein Pianist namens Goldberg zum besseren Einschlafen vorspielen solle. Gesagt, getan – doch dass der Reichsgraf bei dem, was er da zu hören bekam, überhaupt noch ein Auge zutat, ist schwer vorstellbar. Heute gehören die so genannten „Goldberg-Variationen“ zu den bedeutendsten Klavierwerken überhaupt und rühren mit ihrer perfekten Balance zwischen seelenvoll tönender Empfindsamkeit und technisch größter Meisterschaft jeden Musikhörer an. Eine stimmungsvolle Klaviernacht bringt die „Goldberg-Variationen“ in die nächtlichen Stunden ihrer möglicherweise ursprünglichen Bestimmung zurück.

Götz Alsmann, Gesang / Klavier und mehr Altfrid M. Sicking, Vibraphon / Xylophon / Trompete Michael Ottomar Müller, Bassgitarre Rudi Marhold, Schlagzeug Markus Paßlick, Percussion Götz Alsmann ist schwer verliebt! Der Pianist und Sänger mit der charakteristischen Tolle hat sein Herz an die Stadt der ewigen Liebe, genauer gesagt an ihre Chansons verloren. Jedoch spielt ein Meister der Arrangierkunst diese kleinen bunten Kunstwerke nicht eins zu eins nach: Seine Ver­ sionen von vergessenen Schätzen Charles Aznavours und Gilbert Bécauds, Charles Trenets und Henri Salvadors oder Serge Gainsbourgs und Yves Montands sind vielmehr eine deutschsprachige Hommage an die große französische Liedkunst. Gespickt mit viel Romantik und leichter Ironie, voller musikalischer Klischees und perfektem künstlerischen Laissez-Faire inszeniert Alsmann diese Fundstücke zu einem „Jazz-Musette-Nouveau-Wunderwerk“. Wer den charismatischen Vollblutmusiker zusammen mit seiner Band auf der Bühne „in Paris“ erleben darf, fragt sich, warum dieses Projekt noch nicht früher zustande kam – alles fügt sich très charmant zusammen.

Karten zu: 40,– 35,– 25,– 15,–* Euro Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,– 18,–* Euro   siehe Seite 97

Karten zu: 42,– 32,– 22,– Euro

www.rheingau-musik-festival.de

59


© Molina Visuals

© Ida Zenna

Rheingau Musik Preisträger 2012

15.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

15.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Monteverdi: Marienvesper

Familientreffen

Claudio Monteverdi  „Vespro della Beata Vergine“

60

In diesem Jahr erklingt am Abend des Festes Mariae Himmelfahrt die wohl berühmteste Marienkomposition des Frühbarocks in der Basilika von Kloster Eberbach: Claudio Monteverdis „Vespro della Beata Vergine“. Auf dem Höhepunkt seines kompositorischen Schaffens veröffentlichte er im Jahre 1610 eine Marienvesper, wie man sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gehört hatte. Seine geschichtliche und geistige Tiefendimension erhält das Werk durch die Präsentation einer neuen musikalischen Sprache und ihrer Ausdrucksmittel, auf denen letztlich die ganze spätere Musik beruht. Mit den Rheingau Musik Preisträgern 2012 – der Lautten Compagney unter der Leitung ihres Gründers Wolfgang Katschner – konnte eine der besten Barockformationen unserer Zeit gewonnen werden, die nicht nur durch das Musizieren auf historischen Instrumenten der Musik Monteverdis ihren authentischen Klang verleiht, sondern auch durch ihre außergewöhnliche Spielfreude.

Karten zu: 60,– 50,– 40,– 30,– 15,–* Euro

Cuarteto Casals Pepe Romero, Gitarre Vera Martínez Mehner, Violine | Abel Tomás Realp, Violine | Jonathan Brown, Viola Arnau Tomás Realp, Violoncello Joaquín Turina  „Oración del Torero“ „Fantasía Sevillana“ Isaac Albéniz  „Leyenda” Luigi Boccerini  Streichquartett Nr. 5 E-Dur op. 2 Nr. 5 Gitarrenquintett Nr. 4 D-Dur „Fandango-Quintett“ Celedonio Romero  „Suite Andaluza“ © Antón Goiri

amarcord & Gäste Lautten Compagney Berlin Wolfgang Katschner, Leitung

Vier plus eins macht fünf. Ganz logisch! Gleiches gilt natürlich auch in der Musik, wenn sich zu einem Streichquartett ein weiterer Musiker hinzugesellt. Eine ausgefallene Konstellation zog der in Lucca geborene Wahl-Spanier Luigi Boccherini für einige seiner Quintette in Betracht: Knapp zehn eigene Werke transkribierte er für Gitarre und Streichquartett und reflektierte damit die gerade von Spanien herüberwehende Gitarrenmode. Und wenn ein Dreamteam bestehend aus dem seit 1997 Maßstäbe der Interpretation setzenden Cuarteto Casals und Pepe Romero, dem Altmeister der Gitarrenkunst, sich als einfühlsame Boccherinisti outen, dann dürften hinsichtlich melodischer Anmut, tänzerischem Drive und folkloristischem Klangfarbenraffinement kaum Wünsche offen bleiben.

  siehe Seite 97

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Australian Youth Orchestra

© B. Kühn

15.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Eltville, Gutsausschank im Baiken / Domäne Rauenthal

16.8. Freitag, 20.00 Uhr

Haydn singt Haydn

Joshua Bell, Violine Australian Youth Symphony Orchestra Christoph Eschenbach, Leitung

Seit gut zwanzig Jahren lebt er nicht mehr in seinem Geburtsland, doch was es mit dem typisch wienerischen „Schmäh“ auf sich hat, das hat der österreichische Chansonnier und Kaba­ ret­tist Tom Haydn nicht vergessen. Der Duden trennt fein und säuberlich: Schmäh bedeutet zum einen „Kunst­g riff, Un­w ahrheit, Schwinde­ lei“, zum anderen „verbindliche Freundlichkeit“ mit „Sprüchen und Scherzen“. Tom Haydn hingegen weiß, dass in der Praxis die Grenzen fließend sind. Gegen gekünstelte Lustigkeit, gegen die dicke Schicht aus inszenierter Fröhlichkeit und falscher Freundlichkeit möchte er in allen seinen Programmen vorgehen: Und „Haydn singt Haydn“ ist nun sozusagen die Quintessenz der haydnschen Kunst. In bewährter Manier gewürzt mit einer großen Portion Sarkasmus verbinden sich dabei morbide Schwermut, nostalgischer Weltschmerz und tiefsinniger Nonsens zu einem geistreichen Gesamtprogramm.

Karten zu: 35,– Euro • •

Der Hof ist überdacht. Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr

Pjotr Iljitsch Tschaikowski  Violinkonzert D-Dur op. 35 Nikolai Rimski-Korsakow  „Scheherazade“ op. 35 (mit Joshua Bell als Konzertmeister) Er ist einer der besten Geiger unserer Zeit, sieht umwerfend smart aus und stellt sich auch schon mal für eine Reportage der Washington Post als Straßenmusiker in die U-Bahn-Station oder spielt die Begleitmusik zur US-Show „Dancing with the Stars“ – Joshua Bell verkörpert mit seinem Facettenreichtum eine neue Generation von Musikern und begeistert sein Publikum in aller Welt. Auch Zuhörer des Rheingau Musik Festivals lagen dem jungen Geiger bereits zu Füßen: Im Sommer 2003 sorgte der Amerikaner für „eines der ganz großen Konzerte“ (Wiesbadener Kurier) und 2006 machte er auf seiner viel beachteten Rezitaltournee Station auf Schloss Johannisberg. Mit dem Australian Youth Symphony Orchestra unter Christoph Eschenbach kehrt er nun nach Europa zurück und sorgt wieder für eine Überraschung: Joshua Bell wird nicht nur als Solist in Tschaikowskis berühmtem Violinkonzert zu erleben sein, sondern auch den anspruchsvollen und verführerischen Solopart der „Scheherazade“ übernehmen! © Lisa Marie Mazzucco

Tom Haydn, Gesang Norbert Nagel, Klarinette / Saxofon / Klavier Andreas Blüml, Gitarre

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Karten zu: 48,– 42,– 35,– 25,– 18,–* Euro

www.rheingau-musik-festival.de

61


© Dietmar Scholz ©

Rheingau Musik Preisträger 2011

16.8. Freitag, 20.00 Uhr

16.8. Freitag, 20.00 Uhr

GrauSchumacher Piano Duo

Bidla Buh

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Andreas Grau, Klavier Götz Schumacher, Klavier Franz Schubert  Acht Variationen über ein französisches Lied e-Moll D 624 Stefan Heucke  Variationen über einen Ländler von Schubert op. 64 (Uraufführung) Maurice Ravel  Boléro Edvard Grieg  Bühnenmusik zu „Peer Gynt“ op. 23

62

„Präzision ohne Starre, Leichtigkeit in strenger Abstimmung. Klangschönheit mit einem Schuss Ironie. Hochkonzentriert, doch nie kopflastig. Dieses Miteinander ist ohne Makel“, schreiben die Reutlinger Nachrichten und bringen damit auf den Punkt, was das seit mehr als 30 Jahren gemeinsam musizierende GrauSchumacher Piano Duo bis heute auszeichnet. Dazu kommt die Vorliebe, bei der Zusammenstellung des Programms die Grenzen der Jahrhunderte zu überschreiten. Diesmal bilden die Romantiker Schubert und Grieg den Rahmen für die Uraufführung einer zeitgenössischen, wenngleich thematisch in der Romantik verankerten Komposition des 1959 geborenen Stefan Heucke sowie für eines der populärsten Werke der Musikliteratur: Ravels „Boléro“.

Eltville, Gutsausschank im Baiken/ Domäne Rauenthal

17.8. Samstag, 20.00 Uhr

Eltville, Gutsausschank im Baiken/ Domäne Rauenthal

Hans Torge Bollert, Gesang / gestopfte Trompete Olaf Klindtwort, Gitarre / Refraingesang Jan-Frederick Behrend, Schlagwerk / Effekte Hans Torge ist ein Alleskönner, seine Pfeifkünste sind ebenso unübertrefflich wie seine virtuosen Trompetenkunststückchen und seine Entertainerqualitäten. Ein Liebhabertyp! Olaf sagt man unwiderstehlichen Charme nach, wenn er mit dem schmeichelnden Sound seiner Jazzgitarre immer den richtigen Ton anzuschlagen vermag. Ein Mann mit Weltformat! Jan-Frederick überzeugt mit seiner sensiblen Spielart selbst die verwöhnteste Schwiegermutter. Das in jahrelanger Suche zusammengestellte Sortiment aus Schlagwerk- und Effektinstrumenten beherrscht der junge Mann mit beängstigender Souveränität. Ein Pfundskerl! Gemeinsam sind sie „Bidla Buh“ und haben in der bewährten Dreierformation das Festivalpublikum schon seit Jahren fest im Griff. Und natürlich dürfen die Rheingau Musik Preisträger 2011 auch im 26. Sommer voller Musik nicht fehlen!

Karten zu: 40,– Euro • •

Der Hof ist überdacht. Speisen und Getränke ab 18.00 Uhr

Karten zu: 42,– 32,– 22,– Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


©

©

17.8. Samstag, 19.00 Uhr

17.8. Samstag, 19.00 Uhr

Klassik-Marathon

Vocal Night

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Amadeus Wiesensee, Klavier Blockflötenduo Salottieri Discorsi LJO-Brass Catharina Mothes, Harfe Vision String Quartet Karmen Mikovic, Moderation Sie sind noch jung und doch schon große Künstler. Ihr Name ist vielleicht noch nicht jedem geläufig, aber sie stehen bereits mit beiden Beinen im Konzertleben. Nur aufgrund ihres Alters lassen sich deswegen die Solisten des „KlassikMarathons“ noch als Nachwuchs bezeichnen. Seit Jahren gibt das Rheingau Musik Festival mit diesem beliebten Format jungen Musikern ein Podium, im internationalen Festivalgeschehen ihr Können unter Beweis zu stellen. In der Kammermusikformation oder als Solisten finden sie sich auf der Johannisberger Schlossbühne zu einem abwechslungsreichen Konzertabend ein und erproben in den unterschiedlichsten Besetzungen das Spiel im Quartett, im Trio oder im Quintett – das Kammermusikrepertoire bietet alle Möglichkeiten zur Variation und ist nahezu unerschöpflich! Gute Voraussetzungen für einen Klassik-Marathon ...

Karten zu: 42,– 32,– 22,– Euro

Industriepark Höchst, Alte Färberei Parkplatz und Eingang am Tor Ost

Vocal Line The Real Group Mit einem ganz besonderen Programm startet die erste Vocal Night beim Rheingau Musik Festival: Zwei Ensembles von internationalem Rang präsentieren A-cappella-Musik vom Feinsten und beweisen eindrucksvoll die Vielfalt des Genres. Niemand klingt so wie Vocal Line! Der 30-köpfige Chor aus dem dänischen Aarhus pflegt ein anspruchsvolles Pop-Repertoire zwischen Björk, Joni Mitchell und Coldplay. In seiner über 20-jährigen Geschichte hat er sich unter Dirigent Jens Johansen einen ausgezeichneten Ruf ersungen und wurde mit zahlreichen Preisen dekoriert. Pure Stimmgewalt und Emotion! Das „Real Book“, eine Sammlung transkribierter Jazzstandards, entstand in den 1970er-Jahren am Berklee College of Music. Als „Bibel des Jazz“ prägte es die internationale A-cappella-Szene und ließ neue Vokal­ensembles weltweit entstehen: The Real Group versteht sich als Klangkörper in jener Tradition und begeistert seit seiner Gründung 1984 durch innovative Folk-, Swing-, Pop- und Jazznummern auf hohem Niveau. „I sing, you sing, we all sing the new song!“

Karten zu: 45,– 30,– Euro •

Bitte beachten Sie, dass Ihre Personalien vor Besuch des Konzerts abgefragt werden.

www.rheingau-musik-festival.de

63


© Ute Dersch

© Ute Dersch

©

Rheingau Musik Preisträger 2010

18.8. Sonntag, 11.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

18.8. Sonntag, 11.00 Uhr Königstein, Haus der Begegnung

18.8. Sonntag, 16.00 Uhr Rüdesheim, Mein Bahnhof

Treffpunkt Jugend

Kinderoper

Sitzkissenkonzert

„Siegfried für Kinder“

„Blechschaden“

7 Sänger und 5 Blechbläser Eine Kooperation der Taschenoper Lübeck mit dem Theater Lübeck

Ensemble „NordWestBlech“ Claudia Runde, Konzept und Moderation

Amadeus Wiesensee, Klavier Blockflötenduo Salottieri Discorsi LJO-Brass Catharina Mothes, Harfe Vision String Quartet Karmen Mikovic, Moderation

64

Sie sind noch jung und doch schon große Künstler. Ihr Name ist vielleicht noch nicht jedem geläufig, aber sie stehen bereits mit beiden Beinen im Konzertleben. Nur aufgrund ihres Alters lassen sich deswegen die Solisten des „KlassikMarathons“ noch als Nachwuchs bezeichnen. Seit Jahren gibt das Rheingau Musik Festival mit diesem beliebten Format jungen Musikern ein Podium, im internationalen Festivalgeschehen ihr Können unter Beweis zu stellen. In der Kammermusikformation oder als Solisten finden sie sich auf der Johannisberger Schlossbühne zu einem abwechslungsreichen Konzertabend ein und erproben in den unterschiedlichsten Besetzungen das Spiel im Quartett, im Trio oder im Quintett – das Kammermusikrepertoire bietet alle Möglichkeiten zur Variation und ist nahezu unerschöpflich! Gute Voraussetzungen für einen kreativen Jugendtreffpunkt ...

Familienoper nach Richard Wagner bearbeitet für Menschen ab sechs Jahren von Margrit Dürr und Julian Metzger Mit dem Rheingold hat alles angefangen. Der Zwerg Alberich stahl den Rheintöchtern diesen Schatz und schmiedete einen mächtigen Ring, den fortan jeder haben wollte. Göttervater Wotan nahm ihn Alberich weg, musste ihn aber an die Riesen weitergeben, und nun ist er in den Klauen eines fiesen Drachen. Irgendwie will jeder den Ring haben. Dabei ist eines klar: Er bringt nur Unglück und muss zurück in den Rhein! Der junge Siegfried soll diese Aufgabe übernehmen. Leider ist Siegfried nicht nur mutig, sondern auch ein bisschen naiv und hat keine Ahnung, welche Macht der Ring hat. Also stürzt er sich ganz arglos in zahllose Abenteuer: Er erschlägt einen Drachen, befreit die schöne Brünnhilde aus dem Feuer und trifft auf zwielichtige Gestalten, die mit gemeinen Tricks versuchen, ebenfalls den Ring an sich zu bringen … Ob das wohl gut ausgeht?

Brumm, brumm, tüüt, tüüt – Platz da für eine Spritztour quer durch den Konzertsaal! Claudia begibt sich mit ihrem geliebten Auto „Rostlaube“ – und der Name ist Programm! – auf eine abenteuerliche Landpartie … Begleitet wird sie ausgerechnet von einer Gruppe gutgelaunter Blechbläser, die ihre Instrumente immer griffbereit haben und gerne bei jeder Gelegenheit in Trompete, Posaune, Horn und Tuba blasen. Wäre da nicht der Blechschaden an der Rostlaube, könnte alles flott und munter voran gehen. Aber so schnell lassen sich die Freunde ihre Reiselust nicht verderben. Mit Witz und List machen sie ihr altes Auto immer wieder flott. Viel Puste und schmissige Melodien von Scott Joplin bringen sie zu Orten, an denen es manches zu entdecken und auszuprobieren gibt. Schließlich zwingt ein heftiges Gewitter alle zur Umkehr. Ob „Rostlaube“ den Weg durch das Unwetter schafft?

Karten zu: 9,– Euro für Kinder 18,– Euro für Erwachsene

Karten zu: 42,– 32,– 22,– Euro Karten zu: 10,– Euro für Kinder 20,– Euro für Erwachsene • •

• •

für Kinder von 4 bis 6 Jahren ca. 50 Minuten ohne Pause

für Kinder ab 6 Jahren ca. 90 Minuten ohne Pause

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © AMC Verona

© Heike Rost

18.8. Sonntag, 18.00 Uhr Kloster Eberbach

18.8. Sonntag, 19.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Die Musikhochschule Frankfurt zu Gast in Kloster Eberbach

Grigory Sokolov, Klavier

Kateryna Kasper, La Colpa (Sopran) Jana Baumeister, La Grazia (Sopran) Stine Fischer, Il Pentimento (Alt) Solisten und Ensembles der Instrumental- und Gesangsabteilung Orchester der Abteilung für Historische Interpretationspraxis Kammerchor mit Studierenden der HfMDK Michael Schneider, Leitung Nils Cooper, Regie Irina Bartels, Ausstattung 18.00 Uhr Beginn mit schauspielerischer Umrahmung 18.30 Uhr Wandelkonzerte in verschiedenen Räumen des Klostergeländes 20.00 Uhr Alessandro Scarlatti: Oratorium „La Colpa, il Pentimento, la Grazia“ „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“ Frei nach Goethe handelt das Rheingau Musik Festival in diesem Sommer, indem es seinen Blick auf junge Sänger und Instrumentalisten richtet, die in unmittelbarer Nähe des Festivalzentrums ihre Wirkungsstätte haben: Als Talentschmiede für Musiker, Schauspieler und Tänzer genießt die Musikhochschule Frankfurt schon seit langen Jahren einen hervorragenden Ruf. Und bereits 2011 konnten Studenten und Dozenten der verschiedensten Ausbildungsklassen ihr im Semester erarbeitetes Repertoire an unterschiedlichen Orten des Kloster Eberbach präsentieren – es war der Beginn einer überaus erfolgreichen Kooperation, die nun in die zweite Runde geht. Mit Alessandro Scarlattis „La Colpa, il Pentimento, la Grazia“ bildet wieder ein prachtvolles, barockes Oratorium den Höhepunkt der Wandelkonzerte in der beeindruckenden Kulisse der Eberbacher Basilika.

Ludwig van Beethoven  Sonate Nr. 29 B-Dur op. 106 „Große Sonate für das Hammerklavier“ sowie weitere Werke, die zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden Es ist ein Debüt, auf das das Rheingau Musik Festival lange warten musste. Umso schöner ist es, Grigory Sokolov endlich in der Festivalfamilie begrüßen zu dürfen, denn seine Klavierabende sind schlicht eine Rarität im heutigen sich immer schneller neu erfindenden Musikleben. Bei Sokolov haben Äußerlichkeiten keine Bedeutung, bei ihm zählt allein sein Klavierspiel und das ist ein „Geschenk“, wie die Frankfurter Neue Presse einmal bekannte. Sein treues Publikum dankt es ihm von Herzen, dass er der Musik immer wieder und immer aufs Neue in seinen Konzerten zum ganz unverstellten Dasein verhilft. Seine Programme, die stets einer klugen wie einfühlsamen Dramaturgie folgen, hält Sokolov oft bis kurz vor dem Konzert geheim. Aber was macht das schon? An der Vorfreude auf ein einmaliges Konzerterlebnis ändert es jedenfalls nichts.

Karten zu: 50,– 42,– 35,– 25,– 20,–* Euro

Karten zu: 45,– 35,– 25,– 15,–* Euro •

Einlass ab 17.00 Uhr   siehe Seite 97

www.rheingau-musik-festival.de

65


© Monika Ritterahus

©

Rheingau Musik Preisträger 2011

18.8. Sonntag, 19.00 Uhr Eltville, Gutsausschank im Baiken / Domäne Rauenthal

20.8. Dienstag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Bidla Buh

Verdi: 200. Geburtstag

Hans Torge Bollert, Gesang / gestopfte Trompete Olaf Klindtwort, Gitarre / Refraingesang Jan-Frederick Behrend, Schlagwerk /  Effekte

66

Hans Torge ist ein Alleskönner, seine Pfeifkünste sind ebenso unübertrefflich wie seine virtuosen Trompetenkunststückchen und seine Entertainerqualitäten. Ein Liebhabertyp! Olaf sagt man unwiderstehlichen Charme nach, wenn er mit dem schmeichelnden Sound seiner Jazzgitarre immer den richtigen Ton anzuschlagen vermag. Ein Mann mit Weltformat! Jan-Frederick überzeugt mit seiner sensiblen Spielart selbst die verwöhnteste Schwiegermutter. Das in jahrelanger Suche zusammengestellte Sortiment aus Schlagwerk- und Effektinstrumenten beherrscht der junge Mann mit beängstigender Souveränität. Ein Pfundskerl! Gemeinsam sind sie „Bidla Buh“ und haben in der bewährten Dreierformation das Festivalpublikum schon seit Jahren fest im Griff. Und natürlich dürfen die Rheingau Musik Preisträger 2011 auch im 26. Sommer voller Musik nicht fehlen!

Karten zu: 40,– Euro • •

West-Eastern Divan Orchestra Daniel Barenboim, Leitung Giuseppe Verdi  Ouvertüre zu „I vespri siciliani“ Vorspiel zu Akt I und IV aus „La Traviata“ Ouvertüre zu „La forza del destino“ Hector Berlioz   „Symphonie fantastique“ op. 14 Als Projekt der israelisch-palästinensischen Versöhnung ist das West-Eastern Divan Orchestra seit vierzehn Jahren beispiellos in seinem Wirken. Unter Daniel Barenboim formulieren hier Musiker aus Beirut, Damaskus, Tel Aviv, Amman, Jerusalem, Ramallah oder Kairo gemeinsam und in hoher künstlerischer Qualität ihre Hoffnung auf einen friedlichen Dialog der Menschen. Ihre Tourneen haben Symbolgehalt und beweisen immer wieder, dass Utopie möglich ist. Eine musikalische Versöhnung wagt das Ensemble im Programm beim Rheingau Musik Festival, hielt das Enfant terrible Hector Berlioz von Giuseppe Verdi, der italienischen Oper und ihrem Hang zu allem „was tanzt, schimmert, glänzt, belustigt“ doch wenig. Ihre Annäherung gelingt mit der „Symphonie fantastique“, die als „drame musical“ an ein Erzählen, wie es die Oper leistet, durchaus anknüpft, und mit Verdis Präludien und Ouvertüren, unter denen die zu „La forza del destino“ mit ihrem „Schicksalsmotiv“ den Bogen zur Leitmotivik Berlioz’ schlägt. Konzert als Friedenszeit.

Karten zu: 120,– 100,– 80,– 60,– 30,–* Euro Mit freundlicher Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain (beantragt)

Der Hof ist überdacht. Speisen und Getränke ab 17.00 Uhr

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Felix Broede

© Mario Borggreve

© Uwe Arens

© Joachim Gern

20.8. Dienstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

20.8. Dienstag, 20.00 Uhr Oestrich, Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals

21.8. Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Wagner: 200. Geburtstag

Artist in Residence

Artist in Residence

„Jeder Deiner Briefe ist mir Gold“

Rendezvous mit ... Sol Gabetta

Sol Gabetta, Violoncello Igor Levit, Klavier

Ulrich Noethen, Rezitation Hideyo Harada, Klavier

Katharina Eickhoff, Moderation

Ludwig van Beethoven  7 Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ WoO 46 Sonate Nr. 5 D-Dur op. 102 Nr. 2 Johannes Brahms  Sonate für Violoncello und Klavier e-Moll op. 38 Frédéric Chopin  Grand duo über Themen aus Meyerbeers Oper „Robert le diable“

Auszüge aus Briefen von Richard und Cosima Wagner, Franz Liszt, Marie d’Agoult, Carolyne Sayn-Wittgenstein, Hans von Bülow, Clara und Robert Schumann, Heinrich Heine und Ludwig II. im Wechsel mit Kompositionen von Franz Liszt und Richard Wagner Wagner war überglücklich: Endlich, im August 1876 durfte er die Früchte langen Ringens ernten und die Gesamtaufführung seines „Ring des Nibelungen“ in Bayreuth erleben. Während der Feierstunde nach der letzten erfolgreichen Premiere wies er auf einen grauhaarigen Mann von beeindruckender Gestalt: „Hier ist derjenige, ohne den Sie heute vielleicht keinen Ton von mir gehört haben würden!“ Es war Franz Liszt, dem Wagner so viel verdankte, der sich unermüdlich für das Werk des späteren Schwiegersohns einsetzte, als der sich Feinde machte, wo es nur ging; der ihn finanziell unterstützte und mit dem er einen intensiven und ungemein wertvollen künstlerischen Austausch pflegte. Dennoch war dieser verehrungsvolle Freundschaftsbund nicht frei von Eifersucht, Schmähungen, tiefgreifenden Differenzen und unterschwelliger Verachtung. In einem spannungsreichen Programm spüren Ulrich Noethen und Hideyo Harada dieser bedeutenden Künstlerfreundschaft nach.

Wer „in Sachen Musik an die Kraft des Vermittelns und Erzählens“ glaubt, ist, wie Musikmoderatorin Katharina Eickhoff meint, genau richtig hier! In der Reihe „Rendezvous mit...“ ermöglicht das Rheingau Musik Festival seinem Publikum, näher ans Podium heranzurücken und sich in einer „Nahaufnahme“ ein ganz persönliches Bild von Sol Gabetta zu machen. Man darf sich auf ein abwechslungsreiches Gespräch freuen, denn die junge Cellistin ist eine schillernde Persönlichkeit: Aktiv wie kaum eine zweite, ist sie zugleich eine hervorragende Kammermusikerin, ausgezeichnete Solistin, engagierte Gründerin des Solsberg Festivals und im Wechsel mit Martin Grubinger sympathische Moderatorin des KlickKlack-Magazins vom Bayerischen Rundfunk. Wie sie es daneben auch noch schafft, neue Werke einzustudieren, mit ihrem Bruder die Cappella Gabetta weiter bekannt zu machen und als Assistenzprofessorin an der Musikhochschule Basel ihr Können an junge Musiker weiterzugeben, wird sie beim „Rendezvous“ vielleicht verraten …

Karten zu: 18,– Euro •

freie Platzwahl

Erster Musikunterricht schon in frühster Kindheit, eine außergewöhnliche Begabung wird schnell entdeckt, die Eltern wechseln den Kontinent, um ihrem Kind die bestmögliche Ausbildung in Europa zu gewähren und die ersten Erfolge bei Wettbewerben und vor dem Publikum stellen sich unmittelbar ein! Wussten sie, dass dieser Auftakt zu einer großen Karriere sowohl auf die französisch-argentinische Cellistin Sol Gabetta als auch auf den russischen Pianisten Igor Levit zutrifft? Dass beide Musiker obendrein dafür bekannt sind, trotz ihres beeindruckenden Könnens auf jegliche Starallüren zu verzichten und durch besonders sympathische Auftritte für sich einzunehmen, spricht weiterhin für eine ausgezeichnete „Chemie“ zwischen den Duopartnern. Talent und Sympathie verbinden eben… Auf ihren gemeinsamen Rezitalabend darf man also zu Recht gespannt sein!

Karten zu: 48,– 38,– 28,– Euro

Karten zu: 42,– 32,– 22,– Euro www.rheingau-musik-festival.de

67


© Marco Borggreve Naïve-Ambroisie

© Jörg Küster ©

LottoFörderpreisträger 2012

21.8. Mittwoch, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

22.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

22.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Christopher Park, Klavier hr-Sinfonieorchester Paavo Järvi, Leitung

Verdi: 200. Geburtstag

Nikolai Lugansky, Klavier Russisches Nationalorchester Mikhail Pletnev, Leitung

Wolfgang Amadeus Mozart  Klavierkonzert Nr. 20 d-Moll KV 466 Anton Bruckner  Sinfonie Nr. 3 d-Moll WAB 103

68

Nur allzu gerne empfängt das Rheingau Musik Festival Musiker auf dem Podium, deren Karriere das Festivalpublikum von Beginn an verfolgen konnte, von den ersten Schritten auf dem Konzertparkett bis zur allseits bewunderten Kür mit Orchester. Der junge Pianist Christopher Park ist so ein Nachwuchstalent, dessen Weg in eine vielversprechende Zukunft weist: im vergangenen Sommer wurde er nach seinem Rezital auf Schloss Johannisberg mit dem Lotto-Förderpreis ausgezeichnet – und nun ist er an der Seite des hr-Sinfonieorchesters unter Chefdirigent Paavo Järvi im Kurhaus zu erleben! Das Programm des Konzertes steht ganz im Zeichen romantischer Klangfülle und klassischer Kompositionskunst: Zum ersten Mal in Mozarts Konzertschaffen werden im d-Moll-Klavierkonzert Solist und Orchester bewusst gegeneinandergestellt, und der Zuhörer darf einer wahrhaften Diskussion der musikalischen Gedanken beiwohnen. In Bruckners 3. Sinfonie hingegen entfaltet sich jener harmonische Reichtum, der bis heute als Errungenschaft der Romantik gilt – nicht ohne Grund war sie zunächst Richard Wagner gewidmet. Großer Kontrast – großes Konzert.

„Messa da Requiem“ Adriana Kohútková, Sopran Jana Sýkorová, Alt Michal Lehotský, Tenor Peter Mikuláš, Bass Philharmonischer Chor Brno Petr Fiala, Choreinstudierung Philharmonisches Orchester Brno Leoš Svárovský, Leitung Giuseppe Verdi gehört ohne jeden Zweifel zu den großen romantischen Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts in Italien, der es wie kein zweiter verstand, der menschlichen Gefühlswelt in seiner Musik Ausdruck zu verleihen. Da verwundert es nicht, dass die „Messa da Requiem“ – auch als geistliche Komposition – den Kolorit der Bühne in sich trägt. Und gerade deshalb sticht Verdis Totenmesse unter den Requiemvertonungen hervor: Die angsteinflößende Furcht und Ankündigung des jüngsten Gerichts, die bittere Klage im „Lacrimosa“ oder das irdische Flehen im Finale des „Libera me“ erlangen durch Verdis Tonsprache eine unglaubliche Tiefe und Dramatik. Ursprünglich zum Tode Gioachino Rossinis begonnen und zum Gedenken an Alessandro Manzoni vollendet, spiegelt dieses Werk Verdis Auseinandersetzung mit der Liturgie der katholischen Kirche und den italienischen Geist dieser Zeit wider.

Karten zu: 85,– 65,– 45,– 30,– 15,–* Euro   siehe Seite 97

Sergej Rachmaninow  Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18 Pjotr Iljitsch Tschaikowski  Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64 Einblick in die russische Seele gefällig? Dann kommen Sie ins Kurhaus Wiesbaden, wenn sich die Crème de la crème der russischen Musikszene ein Stelldichein gibt: Der Ausnahmepianist Nikolai Lugansky trifft auf den Universalmusiker Mikhail Pletnev und sein 1990 gegründetes Russisches Nationalorchester. Mit zwei absoluten Schlüsselwerken des russischen Repertoires aus der Feder von Pjotr Tschaikowski und Sergej Rachmaninow krönen sie ihre Zusammenkunft. Gerade das hochromantische zweite Klavierkonzert sorgte für Rachmaninows internationalen Durchbruch und dauerhaften Nachruhm. Und auch Tschaikowskis fünfte Sinfonie, das „Schmerzenskind“, mit dem der Komponist selbst zeitlebens haderte, zählt heute zu seinen bedeutendsten und zugleich beliebtesten Werken – was keineswegs immer einhergeht, in diesem Fall gehören aber kreative Melodieseligkeit und einfallsreiche Konstruktion, romantisches Pathos und kluge Instrumentation unmittelbar zusammen!

Karten zu: 75,– 60,– 55,– 40,– 25,–* Euro

Karten zu: 50,– 42,– 35,– 25,– 18,–* Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Phil Tragen

© Marco Borggreve

LottoFörderpreisträger 2011

22.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

22.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Mittelheim, St. Aegidius

23.8. Freitag, 18.30 Uhr Hattenheim, Hotel Kronenschlösschen

Next Generation

Next Generation

Galakonzert mit Diner

Denis Kozhukhin, Klavier

Ksenija Sidorova, Akkordeon

Joseph Haydn  Sonate D-Dur Hob. XVI:24 Johannes Brahms  Vier Balladen op. 10 Paul Hindemith  Dritte Sonate für Klavier Frédéric Chopin  Zwei Nocturnes op. 32 Zwei Nocturnes op. 37 Sonate h-Moll op. 58 Das Jahr 2010 brachte den großen Durchbruch für den jungen russischen Pianisten Denis Kozhukhin. Gleich zwei bedeutende Preise erspielte er sich: Er gewann den ersten Preis bei der Vendome Competition in Lissabon, entschied den Internationalen Klavierwettbewerb „Concours Reine Elisabeth“ in Brüssel in allen wichtigen Kategorien für sich und legte somit den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere. Bereits ein Jahr später wurde ihm nach einer fulminanten Interpretation von Beethovens fünftem Klavierkonzert im Wiesbadener Kurhaus der Lotto-Förderpreis 2011 des Rheingau Musik Festivals verliehen. In diesem Sommer freuen wir uns auf ein Rezital des jungen talentierten Pianisten im Kammermusiksaal von Schloss Johannisberg und dürfen gespannt sein auf Werke von Haydn, Brahms, Hindemith und Chopin.

César Franck  Pastorale Sofia Gubaidulina  „De Profundis“ Jewgeni Derbenko  Choral Prelude Das Instrument des Himmels ist die Harfe. Und das der Hölle? Ganz klar: das Akkordeon. So jedenfalls sieht es Gary Larson und verweist mit seinem Cartoon auf die Ursprünge des Instruments als Klavier der einfachen Leute, das seine Heimat in den Tanzsälen und Wirtshäusern hatte. Erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts entdeckten Pop- und Avantgardemusiker wie Tom Waits und John Zorn oder zeitgenössische Komponisten wie Sofia Gubaidulina, Mauricio Kagel und John Cage, was in punkto Ausdruck alles drinsteckt in der „Quetsche“. Denn wie kaum ein anderes Instrument beeindruckt das Akkordeon mit einer schier unglaublichen Klangfarbenpalette. Zumal wenn eine Virtuosin wie die in Riga und London ausgebildete Ksenija Sidorova sich des Balgs, der Knöpfe und der Tasten annimmt – eine vielfach preisgekrönte Interpretin, die Kritikern zufolge „das große Instrument zu einem leichtfüßigen Tänzer macht und durch ihr Spiel Herzen stehlen kann“.

Karten zu: 25,– 15,–* Euro

Karten zu: 108,– Euro 69 Preis inkl. Aperitif und Menü, ohne Getränke • 18.30 Uhr: Aperitif im Kronenschlösschen • 19.00 Uhr: Konzert im Weingut Balthasar Ress • gegen 20.30 Uhr: Menü im Kronenschlösschen •

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro

www.rheingau-musik-festival.de


© Haral Hoffmann

© Marco Borggreve

23.8. Freitag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

23.8. Freitag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

24.8. Samstag, 19.00 Uhr

Vilde Frang, Violine Göteborgs Symfoniker Nikolaj Znaider, Leitung

Beethoven: Die Streichquartette III

Beethoven: Die Streichquartette IV

Hagen Quartett

Hagen Quartett

Lukas Hagen, Violine Rainer Schmidt, Violine Veronika Hagen, Viola Clemens Hagen, Violoncello

Lukas Hagen, Violine Rainer Schmidt, Violine Veronika Hagen, Viola Clemens Hagen, Violoncello

Ludwig van Beethoven  Streichquartett D-Dur op. 18 Nr. 3 Streichquartett a-Moll op. 132 Nr. 15 Streichquartett cis-Moll op. 131

Ludwig van Beethoven  Streichquartett c-Moll op. 18 Nr. 4 Streichquartett Es-Dur op. 127 Streichquartett G-Dur op. 18 Nr. 2 Streichquartett e-Moll op. 59 Nr. 2 „Razumovsky“

Rolf Martinsson  „Tour de force“ (Auftragskomposition) Max Bruch  Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26 Pjotr Iljitsch Tschaikowski  Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

70

Gipfeltreffen der Jungstars im Kurhaus Wiesbaden: Bereits im letzten Jahr hatte die norwegische Geigerin Vilde Frang beim Rheingau Musik Festival für Begeisterung gesorgt – die Allgemeine Zeitung feierte ihr Spiel als „passioniert, in durchweg seidig blühendem, kantablem Ton, mit makellos reiner Intonation“. Eigenschaften, die zweifellos auch in Max Bruchs leidenschaftlichem 1. Violinkonzert mit seinem elegischen zweiten Satz hervorragend zur Geltung kommen werden. Dass Nikolaj Znaider dabei am Dirigentenpult steht und nicht selbst den Solopart übernimmt, wird Kenner des vielseitigen Musikers kaum überraschen – denn schon seit einiger Zeit tauscht der dänischisraelische Geiger immer wieder den Bogen gegen den Taktstock aus – und überzeugt gleichermaßen mit seiner allumfassenden Musikalität.

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Es waren mit die intensivsten Konzerterlebnisse, die der vergangene Festivalsommer zu bieten hatte: In zwei Konzerten gab das Hagen Quartett den Auftakt zu einem Zyklus, der in fünf Teilen sämtliche Streichquartette Ludwig van Beethovens zu Gehör bringen wird. In diesem Jahr folgen die weiteren Quartettabende und es ist fast schade, dass es nur noch drei sind (23., 24. und 25.8.). Viel zu aufregend und neu ist dieser Beethoven, den das Salzburger Ensemble da präsentiert. „Berückend der Reichtum an Farben und Emotionen ...“, staunte das FonoForum über die jüngste Einspielung des Hagen Quartetts und man muss der Zeitschrift unbedingt beipflichten, wenn man erlebt hat, mit welch tiefem Ernst, unbändiger Spielfreude, Ohren öffnender Detailversessenheit und klugem Zusammenspiel die vier Streicher ihrem Beethoven in die Seele schauen.

Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro

Karten zu: 60,– 50,– 40,– 30,– 20,–* Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Ute Dersch

23.8. Freitag, 20.00 Uhr Wiesbaden, Innenhof der Hessischen Staatskanzlei

24.8. Samstag, 19.00 Uhr Wiesbaden, Innenhof der Hessischen Staatskanzlei

25.8. Sonntag, 11.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

sistergold

Sitzkissenkonzert

Inken Röhrs, Sopransaxophon Elisabeth Flämig, Altsaxophon Sigrun Krüger, Tenorsaxophon Kerstin Röhn, Baritonsaxophon

Jörg Schade als Felix Melanie Spittau als Fanny Chapelle-Quartett

Beeindruckende Virtuosität, große Spielfreude und humorvolle Showeinlagen sind ihr Markenzeichen – transparenter, dynamischer Sound und glänzende Improvisationen ihre Visitenkarte: Zusammen bilden sie das Saxophonquartett „sistergold“. Nichts was glänzt und funkelt, swingt und jamt ist vor ihrer geballten Ladypower sicher: „Sie transportieren den Hörer sofort in andere Welten, tragen ihn mit vierstimmiger Ausdruckskraft in Sehnsuchtskeller und auf glitzernde Showtreppen.“ (Hildesheimer Allgemeine Zeitung) Swingtitel wie „Mack the knife“ und „Puttin’ on the ritz“, Jazzstandards wie „Take Five“ und Musicalevergreens aus der „West Side Story“ gehören ebenso zu dem breitgefächerten Repertoire von sistergold wie Klezmerstücke, Barock­kompositionen und eigene Werke. Die sympathischen Musikerinnen aus Norddeutschland haben vor kurzem auch ihre erste CD auf den Markt gebracht – die schillernde Scheibe trägt den Titel „Glanzstücke“, was auch sonst!

Karten zu: 35,– Euro • •

witterungsbedingte Verlegung in den Büchnersaal möglich Bitte beachten Sie, dass Ihre Personalien vor Besuch des Konzerts abgefragt werden.

Felix und Fanny auf Reisen

Felix Mendelssohn, der berühmte Komponist, ist ziemlich überlastet. Seine Arbeit als Komponist, Dirigent und Pianist wächst ihm über den Kopf. Er braucht dringend Urlaub! Eine Reise, das wäre toll! Er beschließt in seine geliebte Kutsche zu steigen und Leipzig für eine Weile den Rücken zu kehren. Aber eine Reise ohne seine Musiker? Nein, das kann Felix nicht. Und auch seine Schwester Fanny will mitfahren. Aber wo wollen sie eigentlich hin? Ein alter Reise­führer scheint da auch keine große Hilfe zu sein … Und so wird Felix und Fannys Reise durch die Schweiz, Italien, England und Schottland zu einem richtigen Abenteuer, bis sie schließlich wieder in Leipzig ankommen. Unterwegs gibt es viel Musik, denn überall wo sie vorbeikommen, erinnert sich Felix an seine vielen Kompositionen. Und dazu kann seine Schwester Fanny ganz bezaubernd singen ...

Karten zu: 9,– Euro für Kinder 18,– Euro für Erwachsene • •

für Kinder ab 5 Jahren ca. 60 Minuten ohne Pause

www.rheingau-musik-festival.de

71


© Jürg Christandl

25.8. Sonntag, 19.00 Uhr

25.8. Sonntag, 19.00 Uhr

Next Generation

Beethoven: Die Streichquartette V

Alliage Quintett: „5 Frauen – Women in Sax“

Lorch, St. Martin

Sebastian Küchler-Blessing, Orgel Werke für Orgel von Bach, Schumann, Brahms, Liszt und Wagner sowie Improvisationen über Themen aus dem Publikum

72

© Harald Hoffmann

© Monica Lawrenz

25.8. Sonntag, 17.00 Uhr

Nach mehreren Erfolgen beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert und weiteren nationalen und internationalen Auszeichnungen bei Kammermusik-, Orgel- und Improvisationswettbewerben ist der junge schweizerische Organist Sebastian Küchler-Blessing momentan einer der gefragtesten Künstler auf der Orgel – der so genannten Königin der Instrumente. Und erst jüngst war er mit dem Orchestra Mozart Bologna unter der Leitung von Claudio Abbado auf Europaournee mit Werken von Johann Sebastian Bach. Beim RMF wird der ehemalige Jungstudent, der nebenbei auch noch Preisträger beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Fach Latein ist, neben Werken von Bach, Schumann, Brahms, Liszt und Wagner über Themen aus dem Publikum improvisieren. Eine ganz besondere Gabe, die dem Kirchenmusiker Küchler-Blessing im Jahr 2010 den begehrten Publikumspreis bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern einbrachte.

Karten zu: 27,– Euro

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Hagen Quartett Lukas Hagen, Violine Rainer Schmidt, Violine Veronika Hagen, Viola Clemens Hagen, Violoncello Ludwig van Beethoven  Streichquartett A-Dur op. 18 Nr. 5 Streichquartett C-Dur op. 59 Nr. 3 „Razumovsky“ Streichquartett B-Dur op. 130 und Große Fuge B-Dur op. 133 „Das Streichquartett war der klarste Träger musikalischer Ideen, der je geschaffen wurde, und außerdem der kantabelste, d. h. menschlichste im Bereich der instrumentalen Mittel; besser gesagt: Wenn es nicht von Natur aus und notwendig so war, hat Beethoven es dazu gemacht.“ Igor Strawinski hat das Geheimnis der Beethoven’schen Streichquartettkunst auf den Punkt gebracht. In drei ganz unterschiedlichen Lebensphasen fand Beethoven mit jener so einmalig konzentrierten Kammermusikgattung den vollkommenen Ausdruck seiner kompositorischen Weltanschauung. Das Hagen Quartett macht im fünften und letzten Teil seines Beethoven-Zyklus dieses Geheimnis nun hörbar: In drei Werken aus den Zeiten erster Meisterschaft, überlegener Reife und resümierender Rückschau bietet das Salzburger Ensemble den tönenden Beweis für Strawinskis goldrichtige Einschätzung.

Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro

Wiesbaden, ESWE Atrium

Daniel Gauthier, Sopransaxophon Eva Barthas, Altsaxophon Koryun Asatryan, Tenorsaxophon Sebastian Pottmeier, Baritonsaxophon Jang Eun Bae, Klavier Nikolai Rimski-Korsakow  „Scheherazade“ Wolfgang Amadeus Mozart  Fantasie über „Die Zauberflöte“ Jun Nagao  Rhapsodie über „Carmen“ von Georges Bizet für Saxophon-Quartett Giacomo Puccini  Fantasie über „Tosca“ Michael Nyman  Filmmusik aus „Das Piano“ Verschmelzung vielfältiger Stilrichtungen und farbenprächtige Klangfülle sind Markenzeichen und Programm des Alliage Quintetts. Der Name „Alliage“, das französische Wort für „Legierung“, bezieht sich dabei nicht nur auf das aus Kupfer und Zink bestehende Saxophon, es verkörpert vielmehr das musikalische Idealbild der fünf Musiker. Ihr Programm „5 Frauen – Women in Sax“ ist eine große klangvolle Hommage an fünf imposante Frauengestalten der Musikgeschichte: einer erfindungsreichen orientalischen Märchenerzählerin, einer bedingungslos liebenden Prinzessin, einer heißblütigen Spanierin, einer tragisch eifersüchtigen Italienerin und einer leidenschaftlichen Klavierspielerin… Und? Haben Sie erraten, um wen es sich jeweils handelt?

Karten zu: 28,– Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Kasskara

© Marc Vanappelghem

25.8. Sonntag, 19.00 Uhr

27.8. Dienstag, 20.00 Uhr

Orchestre de Chambre de Lausanne Christian Zacharias, Klavier und Leitung

Vadim Repin, Violine NHK Symphony Orchestra, Tokyo Charles Dutoit, Leitung

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Ludwig van Beethoven  Ouvertüre „Die Geschöpfe des Prometheus“ op. 43 Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58 Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92 „Da capo!“ – „Noch einmal!“ Früher eine übliche Reaktion auf Beethovens siebte Sinfonie, vor allem auf das Andante. Man konnte von dem rhythmischen Sog, der sich durch das gesamte Stück zieht, nicht genug bekommen. Das Konzertpublikum des 21. Jahrhunderts ist da in der Regel reservierter und nur noch selten zu solch spontanen Begeisterungsrufen bereit, wie sie zur BeethovenZeit an der Tagesordnung waren. Doch wer weiß – vielleicht gelingt es dem stets sensibel und ausdrucksstark musizierenden Orchestre de Chambre de Lausanne ein „Da capo“ herauszukitzeln? Christian Zacharias wird sowohl am Dirigentenpult als auch an der Klaviertastatur seinen Beitrag dazu leisten. Die tänzerische Ouvertüre zum Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus“ und das vierte Klavierkonzert, das Schumann für Beethovens „vielleicht größtes“ hielt, komplettieren diesen Konzertabend, der ganz im Zeichen des Großmeisters der klassischen Musik steht.

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Carl Maria von Weber Ouvertüre zu „Euryanthe“ op. 81 Edouard Lalo  „Symphonie espagnole“ d-Moll op. 21 Hector Berlioz  „Symphonie fantastique“ op. 14 Für keinen geringeren als den Teufelsgeiger Pablo de Sarasate komponierte Edouard Lalo seine „Symphonie espagnole“: Ein sinfonisches Werk mit konzertanten Zügen, voll spanischem Temperament und gespickt mit effektvollen und hochvirtuosen Solopassagen für die Violine. Eine Komposition, wie gemacht für den russischen Geiger Vadim Repin, der mittlerweile auf eine internationale Karriere mit Konzerten in aller Welt und zahlreichen Preisen zurückblicken kann. Über ihn sagte einst der große Yehudi Menuhin, er sei einfach der beste und perfekteste Violinist, den er je zu hören bekommen hätte. Wir dürfen also gespannt sein, wie er sich mit Lalos halsbrecherischem Kabinettstückchen schlägt. Unter der Leitung von Charles Dutoit macht das weit gereiste NHK Symphony Orchestra, Tokyo Station im Kurhaus Wiesbaden und wird mit der „Symphonie fantastique“ den Konzertabend fulminant beschließen.

Karten zu: 75,– 60,– 55,– 40,– 25,–* Euro

Karten zu: 55,– 45,– 40,– 30,– 20,–* Euro

www.rheingau-musik-festival.de

73


© Gilbert Francois

© Harald Hoffmann

27.8. Dienstag, 20.00 Uhr

27.8. Dienstag, 20.00 Uhr

Daniel Hope, Violine L’arte del mondo

Valentina Lisitsa, Klavier

Kloster Eberbach, Basilika

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

ACHTUNG: Das Programm bestimmt das Publikum! Zwischen dem 8. und 14. April darf auf www.rheingau-musik-festival.de über Valentina Lisitsas Rezitalprogramm entschieden werden.

Wolfgang Amadeus Mozart  Divertimento D-Dur KV 136 Divertimento F-Dur KV 138 Antonio Vivaldi  Konzert für zwei Violinen, Streicher und B.c. a-Moll op. 3 Nr. 8 RV 522 Konzert für Violine, Streicher und B.c. g-Moll op. 8 Nr. 2 RV 315 „Der Sommer“ Johann Sebastian Bach  Violinkonzert a-Moll BWV 1041 Konzert für zwei Violinen d-Moll BWV 1043

Karten zu: 50,– 40,– 30,– 20,– 15,–* Euro   siehe Seite 97

© peuserdesign

74

Daniel Hope ist ein Phänomen! Sein Tag muss mehr als 24 Stunden haben, denn wie sonst kann es diesem Mann gelingen all seine vielen Talente so brillant auszuüben wie kein anderer? Er ist humorvoller Schriftsteller, engagierter Festivalmacher, ambitionierter Musik-Aktivist, eloquenter Moderator und vor allem ein herausragender Geiger, der sich nicht nur als langjähriger Primarius des Beaux Arts Trios einen Namen gemacht hat, sondern auch als vielseitiger Solist. Und seine zahlreichen Grammy-Nominierungen, der Brit Award, der deutsche Schallplattenpreis und die fünf ECHO Klassik Preise, die er sein eigen nennen darf, sprechen Bände. Mit dem jungen Ensemble L’arte del mondo steht ihm ein versiertes Orchester zur Seite, das vor allem in den Gefilden der Alten Musik zuhause ist, sich aber in letzter Zeit immer öfter auch auf den Wegen der Klassik und Romantik bewegt – mit großem Erfolg!

Dass Popstars wie Justin Bieber oder Lana del Rey durch die Internetplattform youtube berühmt geworden sind, verwundert mittlerweile kaum jemanden mehr. Ihre Fans sind „Digital Natives“, die sich in der virtuellen Welt ebenso zuhause fühlen wie im realen Leben. In der Klassikszene wurde dieser Weg bisher nicht beschritten – bis eine junge ukrainische Pianistin im wahrsten Sinne des Wortes auf der Bildfläche erschien: Knapp 50 Millionen Klicks und über 60.000 Abonnenten zählt Valentina Lisitsas youtube-Kanal heute. „Ich lebte in kleinen Orten, hatte kein Management, keine Aufnahmen, die Leute kannten mich nicht – es war unglaublich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, irgendwelche Konzerte zu spielen und mein Publikum zu finden“, erklärt sie ihre Motivation, sich ihre Zuhörer im Internet zu suchen. Und inzwischen begeistert die Virtuosin am Klavier nicht nur ihre Fans am Bildschirm, sondern auch live in den großen Konzertsälen. Wahre Kunst setzt sich eben durch!

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Janis Deinats

© Uwe Arens

28.8. Mittwoch, 20.00 Uhr

28.8. Mittwoch, 20.00 Uhr

Artist in Residence

Carion Quintett: „SchauSPIEL“

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Sol Gabetta, Violoncello City of Birmingham Symphony Orchestra Andris Nelsons, Leitung Pjotr Iljitsch Tschaikowski  „Romeo und Julia“ Fantasie-Ouvertüre nach Shakespeare Edward Elgar  Violoncellokonzert e-Moll op. 85 Antonín Dvořák  „Waldesruhe“ für Violoncello und Orchester op. 68 Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88 Mit ihrem dritten Konzert beschließt die Cellistin Sol Gabetta ihre Residence beim Rheingau Musik Festival 2013 im Friedrich-von-Thiersch-Saal des Wiesbadener Kurhauses. Zusammen mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Andris Nelsons erklingt Edward Elgars bedeutendes Cellokonzert e-Moll op. 85. Das letzte große Orchesterwerk Elgars zeigt eine ganz andere Seite des Komponisten, als man sie sonst von den patriotischen Märschen aus „Pomp and Circumstance“ gewohnt ist. Es ist ein faszinierendes Werk voller Melancholie und Abschiedsstimmung, welches Elgars tragische Lebensumstände, die schwere Krankheit seiner Frau, den Krieg und die menschlichen Verluste im Jahr 1917 widerspiegelt. Als kleine Zugabe für das Festivalpublikum verabschiedet sich Sol Gabetta schließlich mit Antonín Dvořáks „Waldesruhe“.

Karten zu: 78,– 65,– 55,– 40,– 25,–* Euro

Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

Dóra Seres, Flöte Egēls Upatnieks, Oboe Egēls Šēfers, Klarinette David M.A.P. Palmquist, Horn Niels Anders Vedsten Larsen, Fagott György Ligeti  Sechs Bagatellen für Bläserquintett Dmitri Schostakowitsch  Musik aus der Ballettsuite Nr. 3 Ludwig van Beethoven  Quintett Es-Dur op. 4 Niccolò Paganini  Caprice Nr. 24 Das 2002 gegründete dänisch-lettische Bläserquintett Carion ist etwas Besonderes: Stühle auf dem Podium sucht man bei ihren Konzerten ebenso vergeblich wie Notenpulte. Carion, eine Verballhornung des griechischen Wortes „karyon“, bedeutet „Kern“. Und genau diesen will das Quintett mit seinen Interpretationen offenlegen: So wiegt sich die Flötistin bei György Ligetis dritter Bagatelle zu ihrer sanften Kantilene ganz vorne auf dem Podium, während der Klarinettist und der Fagottist im Hintergrund miteinander plaudern, der Oboist vergeblich versucht, sich in das Gespräch einzumischen, und der Hornist abseits seine Begleitung grummelt. Auf diese Weise entwickelt sich ein audiovisuelles Erlebnis, das die Architektur und die inneren Zusammenhänge der Musik plastisch macht und die Sinne der Hörer aufs Wunderbarste schärft.

Karten zu: 38,– 28,– 18,– Euro

www.rheingau-musik-festival.de

75


© Reimkultur Musikverlag Nele Martensen

© Red Bull

28.8. Mittwoch, 20.00 Uhr Mainz, Phönix-Halle

29.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Red Bull Flying Bach

Bodo Wartke, Klavier Capital Dance Orchestra

Christoph Hagel, künstlerische Leitung / Klavier Margit Kovács, Cembalo Vartan Bassil „Vartan“, Choreographie Benny Kimoto „B-Boy J-Sun“, Breakdance Pierre Bleriot „Punisher“, Breakdance Michael Rosemann „Mikel“, Breakdance Gengis Ademoski „Lil Ceng“, Breakdance Khaled Chaabi „KC-1“, Breakdance Niranh Chanthabouasy „Lil Rock“, Breakdance Yamine Manaa „Spider“, Breakdance Yui Kawaguchi, Tanz Johann Sebastian Bach  Präludien und Fugen 1-12 aus „Das wohltemperierte Klavier I“ Toccata und Fuge d-Moll

76

Die Illusion der Leichtigkeit – atemberaubende Sprünge, schwindelerregende Pirouetten, absolute Präzision der Bewegung und Perfektion der Abläufe – dazu Klänge aus dem „Wohltemperierten Klavier“ von Johann Sebastian Bach: Was auf den ersten Blick nach den Zutaten für einen klassischen Ballettabend aussieht, entpuppt sich auf den zweiten als ein Breakdance-Event der Superlative. Mit Red Bull Flying Bach gelingt der Berliner Urban Dance-Compagnie Flying Steps das Unmögliche: In ihrer Choreographie, die gemeinsam mit dem Opernregisseur Christoph Hagel entstanden ist, verbinden sich Fugenthemen mit Tänzerpersönlichkeiten, Headspins und Power Moves mit Sechzehntelläufen auf dem Klavier oder dem Cembalo. Die vierfachen Breakdance-Weltmeister wurden für ihre Kulturen verbindende, moderne Interpretation der Bach-Klassiker bereits mit dem ECHO Sonderpreis ausgezeichnet – und machen auf ihrer Welttournee natürlich auch beim Rheingau Musik Festival Station!

„Es geht weiter“ konnte man im Dezember auf Bodo Wartkes Website lesen – denn das, was als einmaliges Pilotprojekt geplant war, erwies sich als „Swingende Notwendigkeit“! Und so heißt es nun auch, das neue Programm des Wortakro­ baten Wartke mit den Swingspezialisten vom Capital Dance Orchestra – satter Bläsersound trifft auf lakonische Verse, jazzige Rhythmen treffen auf grotesken Wortwitz. Obendrein flankiert von zwei charmanten Damen mit schönen Stimmen macht der Musikkabarettist eine noch bessere Figur als allein am Flügel! Und bestimmt werden auch in „swingender Notwendigkeit“ wieder wichtige Lebensfragen gestellt und so souverän beantwortet werden, wie wir es von Bodo Wartke gewöhnt sind: Was reimt sich eigentlich alles auf „durch“? Und wie bringe ich am besten meine schlafende Frau um? Falls er dann noch sein berühmtes Liebeslied in gefühlt 88 Sprachen von Schwyzerdütsch über Ukrainisch bis Shakespeare-Englisch anstimmen sollte, ist der Abend endgültig gerettet!

Karten zu: 45,– 40,– 35,– 25,– 18,–* Euro

Karten zu: 40,– 30,– 20,– Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© © Keith Saunders

©

© Maike Helbig

29.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

29.8. Donnerstag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Familientreffen

Bach: Magnificat The Coronation of King George II

Sharon Kam, Klarinette Ori Kam, Viola Matan Porat, Klavier Wolfgang Amadeus Mozart  Trio für Klarinette, Viola und Klavier Es-Dur KV 498 „Kegelstatt-Trio“ Robert Schumann  „Märchenerzählungen“ vier Stücke für Klarinette, Viola und Klavier op. 132 György Kurtág  Hommage à Robert Schumann op. 15d Max Bruch  Acht Stücke für Klarinette, Viola und Klavier op. 83 Ob die Geschwister Kam früher wohl oft zusammen musiziert haben? Kaum vorstellbar, denn Originalwerke für Klarinette und Bratsche gibt es fast nicht … Zum „Familientreffen“-Schwerpunkt des Rheingau Musik Festivals aber haben Sharon und Ori Kam gemeinsam mit dem israelischen Pianisten Matan Porat tief in die Repertoirekiste der Kammermusik gegriffen und vier wunderbare Kompositionen für die seltene Trioformation hervorgezaubert: Mozarts berühmtes „Kegelstatt-Trio“, das der Komponist angeblich unmittelbar an der Kegelbahn zu Papier gebracht haben soll, steht am Beginn des Konzerts wie auch am Ursprung der Gattungstradition. Schumann steuerte mit seinen „Märchenerzählungen“ reizvolle kleine Charakterstücke bei – eine Idee, die Bruch Anfang des 20. und Kurtág Ende des 20. Jahrhunderts aufgriffen. So macht Hausmusik mit der Familie Spaß!

Diana Moore, Mezzosopran Benjamin Hulett, Tenor David Wilson-Johnson, Bass Choir of The King’s Consort The King’s Consort Robert King, Leitung Georg Friedrich Händel  Dixit Dominus HWV 232 Johann Sebastian Bach  Magnificat D-Dur BWV 243

Mit jugendlichen 22 Jahren verfasste Georg Friedrich Händel sein umfangreichstes Werk für den katholischen Kontext: Die Psalmvertonung „Dixit Dominus“ entstand 1707 wahrscheinlich für die prächtigen und vor allem klangvollen Gottesdienste der römischen Karmeliter. Der festliche Gestus und die für beide Komponisten ungewöhnliche Besetzung mit fünf Chorstimmen finden sich auch in Johann Sebastian Bachs „Magnificat“ wieder. Als er es für den ersten Weihnachtstag des Jahres 1723 in Leipzig komponierte, befand sich der Thomaskantor auf dem Höhepunkt seines kirchenmusikalischen Schaffens. Die renommierten Barockspezialisten von The King’s Consort liefern mit diesem feierlichen Programm ihre Visitenkarte beim Rheingau Musik Festival ab.

30.8. Freitag, 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

Choir of The King’s Consort The King’s Consort Robert King, Leitung „The king shall rejoice!“ Wer wäre nicht gerne einmal geladener Gast bei einer echt britischen Krönung voller Pomp und Prunk? Versetzen wir uns in das Königreich Großbritannien des frühen 18. Jahrhunderts, genauer gesagt befinden wir uns in der feudal geschmückten Westminster Abbey und wohnen der festlichen Krönungszermonie von König Georg II. am 11. Oktober 1727 bei. Zusammen mit The King’s Consort unter der Leitung von Robert King erfährt diese minutiös genau überliefere Zeremonie eine Wiederholung mit Fanfaren und Heilsrufen sowie der gesamten liturgischen und extra für diesen Anlass komponierten Musik. Ein wesentlicher Bestandteil neben Kompositionen von Henry Purcell oder Thomas Tallis sind Georg Friedrich Händels prunkvolle „Coronation Anthems“, die heute noch bei monarchischen Feierlichkeiten erklingen. God save King George!

Karten zu: 65,– 50,– 35,– 25,– 15,–* Euro   siehe Seite 97

Karten zu: 70,– 55,– 45,– 35,– 15,–*  Euro   siehe Seite 97

Karten zu: 42,– 32,– 22,– Euro www.rheingau-musik-festival.de

77


© Giorgia Bertazzi

© Molina Vuisuals

Rheingau Musik Preisträger 2001

30.8. Freitag, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Fürst-von-Metternich-Saal

30.8. Freitag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Artemis Quartett

Das sinfonische Werk: Sibelius

Vineta Sareika, Violine Gregor Sigl, Violine Friedemann Weigle, Viola Eckart Runge, Violoncello Felix Mendelssohn   Streichquartett Nr. 4 e-Moll op. 44 Nr. 2 Johann Sebastian Bach / Astor Piazzolla Präludien und Fugen Johannes Brahms  Streichquartett c-Moll op. 51 Nr. 1

78

„Die beste Streicherformation Deutschlands“ titelte Manuel Brug erst jüngst in Die Welt – dass damit das Artemis Quartett gemeint war, stand eigentlich außer Frage. Und auch die Sorgen vieler Streichquartettfans, die mit der Stabübergabe von Natalia Prishepenko an die neue Primaria Vineta Sareika einhergingen, wurden von Brug schnell zerstreut: „Hurra, kein Programm muss geändert werden, die Fans brauchen nicht zu verzweifeln: Die alte Artemis-Ordnung hat eine neue Facette. Leichter, lyrischer, eleganter. Und ein wenig fröhlicher.“ So darf sich also auch das Rheingauer Publikum freuen, dass der Rheingau Musik Preisträger 2001 nun in neuer Formation das Kammermusikprogramm auf Schloss Johannisberg bereichert: Mit Präludien und Fugen von Bach und Piazzolla wissen die vier Streicherexperten auch gleich einen ungewohnten Akzent im gängigen Quartettrepertoire zu setzen!

Christian Tetzlaff, Violine WDR Sinfonieorchester Köln Jukka-Pekka Saraste, Leitung Ludwig van Beethoven  Ouvertüre zu „Egmont“ op. 84 Violinkonzert D-Dur op. 61 Jean Sibelius  Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43 „Die Kölner Instrumentalisten gaben bereits mit dieser fein abschattierten und atmosphärisch dichten Wiedergabe eine goldgerahmte Visitenkarte ab“, ließ der Wiesbadener Kurier im letzten Sommer anlässlich des Auftakts zum Sibelius-Zyklus beim RMF verlauten – und schürte damit die Vorfreude auf die Fortsetzung! Diesmal bildet die zweite Sinfonie des finnischen Klangmagiers den Schwerpunkt des Programms. Und wieder hat sich das WDR Sinfonieorchester prominente Verstärkung für die erste Konzerthälfte besorgt: Christian Tetzlaff, für den ein Konzert in Wiesbaden einem Heimspiel gleichkommt, ist der Solist in Beethovens einzigem und zweifellos einzigartigem Violinkonzert. Lange galt es als „unspielbar“ und „undankbar“ – zu mächtig sei der Orchesterapparat und zu wenig Gelegenheit zum Brillieren würde dem Solisten geboten. Aus heutiger Sicht kaum nachvollziehbare Anschuldigungen für ein Konzert, das mittlerweile einen zu Recht zentralen Platz im Konzertrepertoire einnimmt!

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,– 18,–* Euro

Karten zu: 45,– 35,– 25,– Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


©

© Markus C. Hurek

31.8. Samstag, 19.00 Uhr Kloster Eberbach, Basilika

6.12. Freitag, 20.00 Uhr

Geisenheim, Rheingauer Dom

1. Konzert: 17.00 Uhr 2. Konzert: 20.00 Uhr

Abschlusskonzert

Mendelssohn: „Lobgesang“ Enoch zu Guttenberg, Leitung Susanne Bernhard, Sopran Katharina Persicke, Sopran Olivia Vermeulen, Alt Jörg Dürmüller, Tenor Klaus Mertens, Bass Chorgemeinschaft Neubeuern Orchester der KlangVerwaltung München Felix Mendelssohn  Magnificat D-Dur Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 „Lobgesang“ Beeindruckt über einen „tief emotionalen Ausklang“ zeigte sich nicht nur die Frankfurter Neue Presse nach dem Abschlusskonzert 2012, das Enoch zu Guttenberg mit seinen Ensembles dem Rheingau Musik Festival in der Jubiläumssaison beschert hatte. Auch dieses Jahr beschließen jene treuen Wegbegleiter des RMF den Sommer voller Musik und bringen dazu zwei festliche Chorwerke von Mendelssohn zusammen! Als Dirigent setzte sich dieser unbeirrt für die Wiederaufführung der im 19. Jahrhundert fast vergessenen Werke Bachs ein und ließ auch als Komponist an seiner Bewunderung für dessen Kunst keinen Zweifel. So huldigt die „Lobgesang-Sinfonie“ mit ihrer großen Kantate „Alles was Odem hat“ unverhohlen dem Leipziger Barockmeister und ist in ihrer leidenschaftlichen Musiksprache dennoch tief romantisch.

7.12. Samstag Geisenheim, Rheingauer Dom

Adventskonzert

Festliche Bach-Trompeten-Gala Bach-Trompetenensemble München Arnold Mehl, Trompete / Leitung Edgar Krapp, Orgel Zu einer schönen Tradition ist es beim Rheingau Musik Festival geworden, die Adventszeit mit den Klängen der Bach-Trompeten-Gala zu feiern. Auch in diesem Jahr wird das Bach-Trompetenensemble München, das sich der wahrhaft königlichen Instrumentenpaarung „Orgel und Trompete“ verschrieben hat, vor Weihnachten wieder zu Gast im Rheingau sein. Der Rheingauer Dom bietet den festlichen Rahmen für ein stimmungsvolles Konzert. Zu Gehör kommen Suiten, Sonaten und Konzerte aus dem Hochbarock für Trompetenensemble, Pauken und Orgel sowie Bearbeitungen von Chorälen zu Advent und Weihnachten von Johann Sebastian Bach und anderen Meistern – wie immer abwechslungsreich zusammengestellt und feinfühlig arrangiert von den beiden Kirchenmusikspezialisten und langjährigen musikalischen Partnern Arnold Mehl und Edgar Krapp.

Karten zu: 38,– Euro

Karten zu: 130,– 100,– 80,– 50,– 20,–*  Euro siehe Seite 97

www.rheingau-musik-festival.de

79


© Mila Pavan

© Felix Hörhager

Rheingau Musik Preisträger 2007

13.12. Freitag, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

18.12. Mittwoch, 20.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

22.12. Sonntag, 17.00 Uhr Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Adventskonzert

Adventskonzert

Adventskonzert

Alpenländische Weihnacht

Bach: „WeihnachtsOratorium“

Weihnachten mit Friedrich von Thun

Windsbacher Knabenchor Kammervirtuosen Berlin Martin Lehmann, Leitung

Friedrich von Thun, Sprecher Internationale Solisten Aurelio Sängerknaben

Johann Sebastian Bach  „Weihnachts-Oratorium“ BWV 248, Kantaten I-III

Advent, das ist die Zeit des Wartens und der Besinnlichkeit, die Zeit der Erinnerungen und der Geschichten. Mit dem staunenden Gemüt eines Kindes können da auch noch wir Erwachsene den Erzählungen lauschen, die ganz unterschiedliche Epochen hervorgebracht haben. Nachdenkliche und heitere Zeilen, Worte, die Schmunzeln machen oder mahnen: Eine unendliche Fülle an Stimmungen halten etwa die Texte und Gedichte von Tschechow, Rilke, Eichendorff, Thoma, Waggerl, Hesse und anderen bereit und spannen einen weiten Bogen von der Heimat in die Fremde. Friedrich von Thuns Rezitation lässt sie zu Herzen gehen. Ein klingender Rahmen von barock bis romantisch, von festlich bis volkstümlich, von klassisch bis traditionell rundet das einfühlsame literarisch-musikalische Weihnachtsprogramm ab, das ganz fern von Stress und Hektik auf die schönste Zeit des Jahres einstimmt.

Tölzer Knabenchor Gerhard Schmidt-Gaden, Leitung

80

Geht es Ihnen auch so? Insgeheim hoffen wir doch alle jedes Jahr aufs Neue, endlich wieder einmal eine weiße Weihnacht zu erleben. Draußen die schneebedeckten dunklen Wälder, die tief verschneiten Höhen, herinnen die behagliche Wärme der festlich geschmückten guten Stube, duftende Tannenzweige, köstliches Gebäck und zu Herzen gehende weihnachtliche Weisen: Das sind die Attribute, die zum Fest der Feste für die meisten von uns eben einfach dazu gehören. Gerade deshalb sind ausgerechnet die alpenländischen Weihnachtsbräuche und -musiken zum Synonym für ein besinnliches Weihnachten und die Vorfreude darauf geworden. Denn so viele unserer liebgewonnenen weihnachtlichen Traditionen und Klänge haben ihren Ursprung in Süddeutschland und Österreich. Immer wieder und gerne lädt sich daher das RMF eine „Alpenländische Weihnacht“ ein und lässt bei Chorgesang, Zitherspiel und Harfenklang Weihnachtsstimmung aufkommen.

Karten zu: 50,– 42,– 35,– 25,– 20,–* Euro

Es ist einfach ein Phänomen: Von diesem Stück Weihnachten kann man nie genug bekommen. Kaum vorstellbar, dass es 120 Jahre gab, in denen fast keiner vom großartigen „Weihnachts-Oratorium“ Johann Sebastian Bachs etwas wusste, bis sich die Berliner Sing-Akademie 1857 zum ersten Mal seit dessen Tod wieder an eine Aufführung wagte. Erst da wurde bewusst, auf was man all die Jahre hatte verzichten müssen: Das „WeihnachtsOratorium“ ist ein Werk, das bei aller erhabener Festlichkeit vor allem auch die anrührend empfindsamen Töne der Weihnachtsgeschichte zum Klingen bringt. Der Windsbacher Knabenchor krönt mit der Aufführung der ersten drei Kantaten des „Weihnachts-Oratorium“ ein Konzertjahr, das seinen besonderen Schwerpunkt auf die Aufführung der Werke des Leipziger Thomaskantors legt. Im Kurhaus Wiesbaden präsentieren sie die beeindruckenden Ergebnisse dieser intensiven Auseinandersetzung.

Karten zu: 50,– 42,– 35,– 25,– 20,–* Euro

Karten zu: 55,– 45,– 35,– 25,– 20,–* Euro

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© Alexandra Vosding

©

Fördern und Genießen Engagieren Sie sich als Sponsor beim „Sommer voller Musik“ oder fördern Sie das Rheingau Musik Festival privat Ohne „sein“ Festival ist der Rheingau nach 25 Jahren erfolgreicher Festivalgeschichte nicht mehr vorstellbar. Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit, ist es aber nur zum Teil, denn ohne das Engagement zahlreicher Sponsoren und privater Förderer würde es das Festival nicht geben. Und obwohl das Programm nun bereits druckfrisch vor Ihnen liegt, freuen wir uns auch noch für die aktuelle Saison über Ihre Unterstützung. Wie üblich werden alle Sponsoren und Förderer erst mit Erscheinen des Festivalmagazins „Divertimento“ im Mai präsentiert. Leisten Sie Ihren Beitrag zur Sicherung der Vielfalt und Qualität des Festivalprogramms und lassen Sie uns gemeinsam unserer Maxime „Das Beste für viele“ treu bleiben. Da das Rheingau Musik Festival nahezu ohne öffentliche Gelder veranstaltet wird, können wir nur mit Hilfe

unserer Förderer durch moderate Eintrittspreise einem breiten Publikum Konzerterlebnisse mit Künstlern von Weltrang ermöglichen. Bereits ab einem Betrag von 5.000 € können Sie die attraktiven Vorteile einer Partnerschaft mit dem Festival genießen und es als außergewöhnlichen Rahmen für Ihre Gästeeinladungen nutzen. Nicht nur Ehrenkarten in den ersten Reihen und bevorzugte Parkmöglichkeiten sind Ihnen sicher, sondern auch eigens für Sie reservierte festliche Räumlichkeiten für Empfänge oder Diners. Unsere vielfältigen Spielorte – mal exklusiv-elegant, mal rustikal – bieten das jeweils passende Ambiente für ein facettenreiches Konzertangebot, das Sie ganz nach Ihrem Geschmack auswählen können. Für Unternehmen ermöglichen wir selbstverständlich auch eine umfangreiche werbliche Präsenz.

Wie Sie sich engagieren können: • Hauptsponsor • Co-Sponsor • Premium-Projektpartner • Konzert-Pate • Diner-Partner Wir informieren und beraten Sie gern zu den Möglichkeiten eines Engagements: Stefanie Jerger  (Leitung Sponsoring)   Tel.: 0 67 23 / 91 77-10  jerger@rheingau-musik-festival.de Catharina Lerch  (Sponsoring)  Tel.: 0 67 23 / 91 77-38 lerch@rheingau-musik-festival.de

www.rheingau-musik-festival.de

81


Der Rheingau

© Heike Rost

»Ach, das ist eine Gegend, wie ein Dichtertraum, und die üppigste Phantasie kann nichts Schöneres erdenken, als dieses Tal, das sich bald öffnet, bald schließt, bald blüht, bald öde ist, bald lacht …« Heinrich von Kleist

82

Anreise Der internationale Flughafen Frankfurt Airport liegt verkehrsgünstig zum Rheingau (ca.  50  k m Entfer­ nung). Von dort aus erreichen Sie Wiesbaden be­quem mit Nahverkehrs- oder S-Bahn-Zügen. Ab fünf Stunden vor Beginn der Veranstaltung und bis Betriebsschluss gilt die Eintrittskarte gleichzeitig als Fahrkarte für freie Hin- und Rück­fahrt mit Verkehrsmitteln des RheinMain-Verkehrs­ verbundes (nähere Bestimmungen siehe Kartenaufdruck). Per Auto Aus Nord und Süd A 66 Richüber A 3 bis Kreuz Wiesbaden auf der B 42 der Austung Rüdesheim schilderung zu den einzelnen Veranstaltungsorten folgen (beachten Sie auch die Anfahrtsbeschreibungen zu den Hauptspielstätten auf den folgenden Seiten).

Aus Richtung Mainz A 643 bis über A  60 bis Dreieck Mainz Schiersteiner Kreuz A 66/B 42 Richtung Rüdesheim Per Bus und Bahn bis HBF Wiesbaden mit ICE, IC, NahverNahverkehrskehrs- oder S-Bahnzügen züge und Busverbindungen in den Rheingau oder Pendelbusverkehr zu den Konzerten im Kloster Eberbach, auf Schloss Vollrads, zu den Groß­ veranstaltungen auf Schloss Johannisberg am 4.7., 5.7., 6.7. und 7.7. sowie zur Stein­ber­ger Tafelrunde am 27.7. Beachten Sie bitte hierzu die jeweiligen Hinweise unter „Shuttle-Service“ auf den folgenden Seiten und orientieren Sie sich in der Konzertübersicht am Shuttle-Bus-Symbol.


© thinkstock © thinkstock

Schlangenbad

83

Wiesbaden

Hofheim Kelkheim

Lorch

B42

Kiedrich Eltville Hattenheim

B42

Aulhausen Assmannshausen

A66

A66

Kloster Eberbach

Walluf

A671

→ A643

Schloss Vollrads Schloss Johannisberg

Oestrich Johannisberg Geisenheim Mittelheim Rüdesheim Winkel

Abtei St.Hildegard

Ingelheim Bingen

Mainz

Frankfurt

Hochheim → Flörsheim


Kurhaus Wiesbaden Friedrich-von-Thiersch-Saal* Kurhausgeschichte

Einzigartig! Nichts ist treffender als dieser Superlativ, will man den Friedrichvon-Thiersch-Saal im Wiesbadener Kurhaus beschreiben. Unter den Konzertsälen Deutschlands sucht man vergebens nach einem ähnlichen Prachtexemplar in Ausstattung und vor allem Akustik. Große Orchesterkompositionen der Klassik und Romantik finden hier ebenso ihren beeindruckenden Rahmen wie Kammer- und Klaviermusik. Dieser Saal will nicht nur gesehen, er will auch gehört werden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Wies­baden so rasant zu einer Weltkurstadt, dass das alte Gesellschaftshaus 84 den wachsenden Ansprüchen nicht mehr genügte. 1902 beauftragte Kaiser Wilhelm II. den anerkannten Architekten Friedrich von Thiersch, an gleicher Stelle ein neues

Kurhaus zu errichten. 1907 wurde nach vier Jahren Bauzeit das Prachtgebäude eingeweiht. Ein Großteil der prunkvollen, historischen Ausstattung wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. In den 1980er-Jahren wurde das bis dahin interimistisch instand gesetzte Gebäude restauriert und modernisiert. Die noch vorhandenen Pläne Friedrich von Thierschs waren Vorlage für den Wiederaufbau im ursprünglichen wilhelminischen Stil. Das Kurhaus umfasst zehn Säle und Salons verschiedener Größen und unterschiedlicher Stile, Res­taurants und die Spielbank Wiesbaden. Neoklassi­ z istische Kolonnadengänge flankieren das Kurhaus von beiden Seiten. Hinter dem Kurhaus erstreckt sich der weitläufige Kurpark, der zum Flanieren in den Konzertpausen einlädt und dessen Konzertmuschel mit Blick auf den Weiher den idealen Rahmen für stimmungsvolle Konzerte bietet.

Übersicht 1. Kategorie 2. Kategorie

3. Kategorie 4. Kategorie 5. Kategorie**

* Alle hier dargestellten Saalpläne sind unverbindliche Muster. Abweichungen im Umfang der Bestuhlung und in der Einteilung der Preiskategorien sind möglich. Der Veranstalter behält sich vor, bei Bedarf die Bestuhlung zu erweitern bzw. zu ändern. *  * mit Sichteinschränkungen


© Heike Rost

Anfahrt Das Kurhaus liegt verkehrsgünstig mitten in Wiesbaden in direkter Nähe des Theaters und des Casinos. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die mit der Konzertkarte genutzt werden können, ist es ausgezeichnet zu erreichen: Die Buslinien 1, 2, 8 und 16 fahren die Haltestelle „Kurhaus/Theater“ an. Parkmöglichkeiten Direkt am Kurhaus steht Ihnen die Parkgarage KURHAUS mit behindertengerechtem Zugang (Aufzug) in das Foyer des Kurhauses zur Verfügung. Die Parkgarage verfügt über 520 Stellplätze. Weitere öffentliche Parkmöglichkeiten befinden sich in näherer Umgebung. Bei unsicherer Witterung … ... können die Kurparkkonzerte in den Friedrich-von-Thiersch-Saal verlegt werden. Bitte beachten Sie, dass für diesen Fall

die Sitzplatzkategorien nicht mit der Kategorienaufteilung der regulär im Friedrichvon-Thiersch-Saal stattfindenden Konzerte übereinstimmen. Möglicherweise kann es zu Abweichungen und Qualitätseinschränkungen der Sitzplätze kommen. Rollstuhlfahrer Bitte beachten Sie, dass es keinen Aufzug zum Rang gibt. Plätze für Rollstuhlfahrer können entsprechend nur im Parkett eingerichtet werden. (Bitte bei der Bestellung angeben.) Gastronomie Das Restaurant Käfer’s, im Nordflügel des Kurhauses, bietet ein gemütliches Ambiente im Stil einer französischen Brasserie. Höchste kuli­narische Qualität können die Gäste auch noch nach dem Konzert genießen. Die Küche hat nach 23.00 Uhr für Nachtschwärmer geöffnet.

Öffnungszeiten Restaurant Käfer’s: Mo –Do: 11.30 – 1.00 Uhr Fr – Sa: 11.30 – 2.00 Uhr So: 11.00 – 1.00 Uhr Käfer’s Biergarten: in den Sommer­monaten bei schönem Wetter geöffnet: 11.00 – 23.00 Uhr Gerd Käfer & Roland Kuffler GmbH & Co. KG Telefon: 06 11/536-200 Fax: 06 11/536-222 E-Mail: info@kurhaus-gastronomie.de Homepage: www.kurhaus-gastronomie.de

85


Kloster Eberbach

86

Klostergeschichte Den eindrucksvollsten Rahmen für große chorsinfonische Werke unterschiedlicher Epochen ebenso wie für instrumentale und vokale Meisterwerke des Barocks hat das Rheingau Musik Festival seit seiner Gründung in der Basilika von Kloster Eberbach gefunden. Auch mit dem Kreuzgang, dem Laiendormitorium und anderen der einzigartigen romanischen Räumlichkeiten ist das Kloster zur beliebtesten Spielstätte des Rheingauer Konzertpublikums avanciert. Die ehemalige Zisterzienserabtei Kloster Eberbach liegt umgeben von Weinbergen

und Wäldern in der Nähe von Kiedrich im Rheingau. 1136 gegründet, gehört die weitläufige Anlage mit ihren romanischen und frühgotischen Innenräumen zu den bemerkenswertesten Denkmälern mittelalterlicher Klosterbaukunst in Europa. Über 700 Jahre kultivierten die Zisterziensermönche hier intensiven Weinbau. Im Mittelalter galt Kloster Eberbach als das florierendste Weinhandelsunternehmen der gesamten Welt. Seine zeitgenössische Bekanntheit verdankt Eberbach nicht zuletzt der Filmindustrie: 1986 wurde hier Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ verfilmt.

Shuttle-Service      Zu allen Veranstaltungen im Kloster Eberbach sowie zur Steinberger Tafelrunde (27.7.) werden Sonderbusse ab Wiesbaden eingesetzt, die die Besucher bis unmittelbar vor die Klosterpforte fahren und unter Vorlage der Eintrittskarte genutzt werden können. Abfahrt   jeweils 70 und 60 Minuten vor Konzertbeginn am Hauptbahnhof Wiesbaden (Bussteig D). Zustiegsmöglichkeiten  am Platz der Deutschen Einheit (Bussteig B) und am P&R-Platz Kahlemühle (Wiesbaden-Biebrich) jeweils 5 Minuten später.


Anfahrt (ab Wiesbaden ca. 30 Minuten) Aus dem Rhein-Main-Gebiet A 66/B 42 Richtung Rüdesheim B 42 Abfahrt Kiedrich der Beschilderung Richtung „Kloster Eberbach“ folgen Aus dem Rheintal B 42 Richtung Wiesbaden B 42 Abfahrt Erbach der Beschilderung Richtung „Kloster Eberbach“ folgen Busreisen Busse können nur über die Abfahrt Kiedrich anreisen. Busparkplätze befinden sich auf der westlichen Kloster-Zufahrt. Bitte beachten Sie die Beschilderung. Parkmöglichkeiten Auf dem Klostergelände selbst bestehen nur begrenzte Parkmöglichkeiten. Bei größeren Veranstaltungen leitet der Parkplatzdienst die PKWs auf den Parkplatz des Eichbergs um, von wo vor dem Konzert ein KleinbusShuttle die Besucher in regelmäßigen Abständen zur Klosteranlage bringt. Ein Rücktransport nach dem Konzert ist aufgrund der Einbahnstraßenregelung nicht möglich. Weitere Parkplätze stehen entlang der Straße von Kloster Eberbach in Richtung Hattenheim zur Verfü­g ung, die an Veranstaltungsabenden als Ein­ bahn­ straße ausgeschildert wird, damit sie einseitig beparkt werden kann. Gegebenenfalls muss ein mehrminütiger Fußweg in Kauf genommen werden, daher empfehlen wir ausreichend

Zeit bei der Anreise einzuplanen. Der eigens für die Veranstaltungen des Rheingau Musik Festivals eingerichtete Shuttle-Service aus Wiesbaden (siehe S. 86) bietet in jedem Fall eine günstige Alternative zur Anfahrt mit dem eigenen PKW.

Kreuzgang*

Bei unsicherer Witterung … ... können die für den Kreuzgang geplanten Freiluftveranstaltungen in die Basilika verlegt werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass in diesem Fall Abweichungen und Qualitätseinschränkungen der Sitzplätze unumgänglich sind.

Basilika*

Bitte beachten Sie … … dass auch in den Sommermonaten in der Eberbacher Basilika recht kühle Temperaturen vorherrschen. Gastronomie Vor oder nach den Konzerten haben die Besucher auch innerhalb der Klosteranlage die Möglichkeit, für ihr leibliches Wohl zu sorgen. Die Klosterschänke bietet kulinarische Köstlichkeiten in klösterlicher Tradition. Zudem gibt es im Gästehaus stilvolle Über­­­ nachtungsmöglichkeiten für diejenigen, die ihren Kon­­zertbesuch zu einem Kurzurlaub ausdehnen möchten. Gastronomiebetriebe Kloster Eberbach GmbH Mathias Marschollek Telefon: 0 67 23/993-0 Fax: 0 67 23/993-100 E-Mail: info@klostereberbach.com Homepage: www.klostereberbach.com

87

Übersicht 1. Kategorie 2. Kategorie

3. Kategorie 4. Kategorie 5. Kategorie**

* Alle hier dargestellten Saalpläne sind unverbindliche Muster. Abweichungen im Umfang der Bestuhlung und in der Einteilung der Preiskategorien sind möglich. Der Veranstalter behält sich vor, bei Bedarf die Bestuhlung zu erweitern bzw. zu ändern. *  * mit Sichteinschränkungen


Schloss Johannisberg

88

Schlossgeschichte Kammermusik auf höchstem Niveau bringt in jedem Jahr den Fürst-von-MetternichSaal auf Schloss Johannisberg zum Klingen. Mit seiner Kapazität von etwa 500 Sitz­plätzen ist im ganzen Saal die Nähe zur Musik garantiert. Gerade deswegen, aber auch wegen der zauberhaften Schlossanlage zieht es namhafte Künstler aus aller Welt jedes Jahr auf den Johannisberg. Die erhabene Lage des Schlosses auf dem Gipfel des von Reben umgebenen Bergs hoch über dem Rheintal inspirierte schon Heine und Goethe zu Lobgesängen. Jedoch waren es wohl nicht allein die Schönheit der Landschaft, sondern auch die Güte ihrer Früchte, die die poetischen Geister anregten. Schließlich ist die Geschichte des Weinanbaus auf dem

klimatisch begünstigten Johannisberg von Superlativen geprägt: Die erste urkundlich erwähnte Weinernte datiert aus dem Jahr 817. Mit der Anpflanzung der Rieslingrebe bereits im Jahr 1720 wird Johannisberg zum ältesten Rieslingweinberg der Welt. Sowohl das Verfahren der Spätlese als auch der Auslese wurden hier entdeckt. Im Jahr 1100 errichteten Benediktiner-Mönche an gleicher Stelle das erste Kloster im Rheingau, das während des Bauernaufstandes 1525 geplündert und zerstört wurde. 1716 wurde dort ein barockes Schloss erbaut. Nach mehrfachem Besitzerwechsel ging Schloss Johannisberg durch eine Schenkung von Kaiser Franz I. im Jahre 1816 an das Haus von Metternich-Winneburg.

Fürst-von-Metternich-Saal*

Übersicht 1. Kategorie

2. Kategorie 3. Kategorie

* Alle hier dargestellten Saalpläne sind unverbindliche Muster. Abweichungen im Umfang der Bestuhlung und in der Einteilung der Preiskategorien sind möglich. Der Veranstalter behält sich vor, bei Bedarf die Bestuhlung zu erweitern bzw. zu ändern.


© Sabine Siemon

Shuttle-Service Zu den Großveranstaltungen am 4.7., 5.7., 6.7. und 7.7. werden Sonderbusse ab Wiesbaden eingesetzt, die die Besucher bis unmittelbar vor die Veranstaltungsstätte fahren und unter Vorlage der Eintrittskarte genutzt werden können. Abfahrt jeweils 70 und 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn am Hauptbahnhof Wiesbaden (Bussteig D). Zustiegsmöglichkeiten am Platz der Deutschen Einheit (Bussteig B) und am P&R-Platz Kahlemühle (Wiesbaden-Biebrich) jeweils 5 Minuten später. Zusätzlich ist an den Tagen der Großveranstaltungen ein Shuttledienst von Geisenheim eingerichtet.

Anfahrt (ab Wiesbaden ca. 30 Minuten) A 66 /B 42 Richtung Rüdesheim B 42 Abfahrt Winkel (Richtung „Schloss Vollrads/ rechts abbiegen RichBrentano Haus“) der abknicken­d en tung Johannisberg Vorfahrtsstraße Richtung Johan­n is­b erg nach links folgen in der Ortschaft Johannisberg der Beschilderung „Schloss Johannisberg“ folgen. Parkmöglichkeiten Auf dem Schlossgelände gibt es nur eine äußerst begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Sobald diese besetzt sind, leitet unser Parkplatzdienst die ankommenden PKWs auf die Parkmöglichkeiten in den umliegenden Straßen.

Gegebenenfalls muss ein mehrminütiger Fußweg in Kauf genommen werden, daher empfehlen wir, ausreichend Zeit bei der Anreise einzuplanen. Der eigens für die Großveranstaltungen des Rheingau Musik Festivals auf Schloss Johannisberg eingerichtete Shuttle-Service (s. o.) bietet in jedem Fall eine günstige Alternative zur Anfahrt mit dem eigenen PKW. Bitte beachten Sie … … dass bei keiner Veranstaltung des Rheingau Musik Festivals (auch nicht bei Freiluftveranstaltungen) Tiere mit auf das Veranstaltungsgelände gebracht werden dürfen. … dass die Freiluftveranstaltungen am 4.7., 5.7., 6.7. und 7.7. auf Schloss Johannisberg bei jeder Witterung draußen stattfinden.

Gastronomie Die Gutsschänke des Schlosses mit der Sonnen­ terrasse und dem Sommergarten verwöhnt die Gäs­ te täglich ab 11.30 Uhr (ohne Ruhetag) mit feinen und deftigen Rheingauer Leckereien. 89

Gutsschänke Schloss Johannisberg Telefon: 0 67 22/96 09-0 Fax: 0 67 22 / 73 92 E-Mail: restaurant@schloss-johannisberg.de Homepage: www.schloss-johannisberg.de


90

Schlossgeschichte Vielleicht die schönste Schlossanlage des Rheingaus präsentiert das barocke Schloss Vollrads. Der Garten mit seinem imposanten Schlossturm, an den sich ein idyllischer Weiher schmiegt, ist eine prädestinierte Bühne für sommerliche Konzerte unter freiem Himmel. Der Name des Schlosses stammt vermutlich von Ritter Volradus von Winkel (1218 urkundlich erwähnt). Ältester und prominentester Teil der Anlage ist der wuchtige Turm, der nur über eine Brücke zu erreichen ist. Er wurde 1330 von dem Reichsfreiherren von Greiffenclau erbaut und bewohnt. Im 17. und 18. Jahrhundert haben dessen Nachfahren das Herrenhaus und die Wirtschaftsgebäude dazu errichtet. Mitglieder der Familie von Greiffenclau waren Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz und Trier sowie Fürstbischöfe von Würzburg.

© www.fotostudio-heyer.de

Schloss Vollrads


Anfahrt (ab Wiesbaden ca. 30 Minuten) B 42 Abfahrt Winkel (Richtung „Schloss rechts abbieVollrads/Brentano Haus“) der abknigen Richtung Johannis­ berg ckenden Vorfahrtsstraße nach links folgen, Richtung Johannisberg („Schloss Vollrads“) am Ende der Ortschaft rechts abbiegen und weiter der Beschilderung „Schloss Vollrads“ folgen

Das Schlossfest am 10.8. wird bei jeder Witterung am geplanten Ort als Freiluftveranstaltung stattfinden.

Parkmöglichkeiten Auf dem Schlossgelände gibt es nur eine äußerst begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Sobald diese besetzt sind, leitet unser Parkplatzdienst die ankommenden PKWs auf die Parkmöglichkeiten in den umliegenden Weinbergen um. Die Konzertbesucher sollten ausreichend Zeit für die Anfahrt einplanen und mit stabilem Schuhwerk ausgerüstet sein, da gegebenenfalls ein mehrminütiger Fußweg in Kauf genommen werden muss.

Gastronomie Das Gutsrestaurant verwöhnt seine Gäste mit perfekt zubereiteten tagesfrischen Gerichten. Die bodenständigen Speisen auf hohem Niveau ergeben in Kombination mit den schlosseigenen Rieslingweinen eine perfekte Harmonie von Kochkunst und Wein. Die pittoreske Umgebung, entweder im Kavaliershaus, in der Orangerie oder auf der Schlossterrasse, tut ihr übriges, um den Besuch hier zu einem zauberhaften Gesamt­erlebnis zu machen.

Bitte beachten Sie … ... dass bei keiner Veranstaltung des Rheingau Musik Festivals (auch nicht bei Freiluftveranstaltungen) Tiere mit auf das Veranstaltungsgelände gebracht werden dürfen.

Öffnungszeiten (April bis Oktober) Mo – Fr: 12.00 – 23.00 Uhr  Sa, So, Feiertage: 12.00 – 22.00 Uhr

Bei unsicherer Witterung … ... können die Veranstaltungen am 17.7., 24.7. und 25.7. bei freier Platzwahl ins Kurhaus Wiesbaden verlegt werden. Die Konzerte beginnen in diesem Fall jeweils eine Stunde später (20.00 Uhr).

Zur Information empfehlen wir Ihnen, zwei Stunden vor Veranstaltungs­beginn auf unserer Website nachzuschauen: www.rheingau-musik-festival.de oder sich bei unserem SMS-Regenwarnungsservice  auf der Website anzumelden.

Gutsrestaurant Schloss Vollrads Telefon: 0 67 23 / 66 0 Fax: 0 67 23 / 66 66 E-Mail: info@schlossvollrads.com Homepage: www.gutsrestaurant-schlossvollrads.de

Shuttle-Service Zu allen Veranstaltungen auf Schloss Vollrads werden Sonderbusse ab Wiesbaden eingesetzt, die die Besucher bis unmittelbar vor die Veranstaltungs­ stätte fahren und unter Vorlage der Eintrittskarte genutzt werden können. Abfahrt jeweils 70 und 60 Minuten vor Veranstaltungs­beginn am Hauptbahnhof Wiesbaden (Bussteig D) Zustiegsmöglichkeiten am Platz der Deutschen Einheit (Bussteig B) und am P&R-Platz Kahlemühle (Wiesbaden-Biebrich) jeweils 5 Minuten später.

91


Adressen der Spielstätten 2013 Abtei St. Hildegard – Eibingen  Klosterweg 65385 Rüdesheim am Rhein www.abtei-st-hildegard.de

92

Alte Färberei  Industriepark Frankfurt-Höchst D607 65926 Frankfurt am Main www.industriepark-hoechst.de ESWE Atrium  Weidenbornstraße 1 65189 Wiesbaden Haus der Begegnung Königstein  Bischof-Kaller-Straße 3 61462 Königstein im Taunus www.hdb-koenigstein.de

Hessische Staatswein­güter  Domäne Rauenthal/ Gutsausschank im Baiken Wiesweg 86 65343 Eltville www.baiken.de www.weingut-kloster-eberbach.de Hessische Staatswein­güter Domäne Steinberg  65346 Eltville www.weingut-kloster-eberbach.de Hotel Kronenschlösschen  Rheinallee 65347 Eltville-Hattenheim www.kronenschloesschen.de Innenhof der Hessischen Staatskanzlei  Georg-August-Zinn-Straße 1 65183 Wiesbaden www.stk.hessen.de

Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals  Rheinallee 1 65375 Oestrich www.rheingau-musik-festival.de Kloster Eberbach  65346 Eltville www.klostereberbach.de Kurhaus Bad Schwalbach  Am Kurpark 1 65307 Bad Schwalbach www.bad-schwalbach.de Kurhaus und Kurpark Wiesbaden  Kurhausplatz 1 65189 Wiesbaden www.wiesbaden.de


Kreuzgang von Kloster Eberbach (links), Lutherkirche Wiesbaden (rechts)

Langwerth von Simmern’sches Rentamt  Kirchgasse 6 65343 Eltville www.langwerth-von-simmern.de

Pfarrkirche Hl. Kreuz „Rheingauer Dom“  Bischof-Blum-Platz 65366 Geisenheim www.kath-kirche-geisenheim.de

Lutherkirche Wiesbaden  Sartoriusstraße 16 65187 Wiesbaden www.lutherkirche-wiesbaden.de

Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt  Pfarrgasse 1 65375 Hallgarten www.pastoraler-raum-eltville.de

Marktkirche Wiesbaden  Schlossplatz 5 65183 Wiesbaden www.marktkirche-wiesbaden.de

Phönix-Halle  Hauptstraße 17–19 55120 Mainz www.phoenix-halle.de

Mein Bahnhof  Am Rottland 1 65385 Rüdesheim www.mein-bahnhof.com

Rettershof  Rettershof 4 65779 Kelkheim www.kelkheim.de

Rheingauschule  Dr.-Schramm-Str. 1 65366 Geisenheim Schloss Johannisberg  65366 Geisenheim-Johannisberg www.schloss-johannisberg.de Schloss Reinhartshausen Kempinski  Hauptstraße 41 65346 Eltville-Erbach www.schloss-hotel.de Schloss Vollrads  Vollradser Allee 65375 Oestrich-Winkel www.schlossvollrads.com

93


© www.fotostudio-heyer.de

Schloss Vollrads (links), Schloss Johannisberg (rechts)

94

St. Aegidius  An der Basilika 65375 Oestrich-Winkel www.pastoraler-raum-eltville.de

St. Stephan  Kleine Weißgasse 12 55116 Mainz www.st-stephan-mainz.de

Weingut Balthasar Ress  Rheinallee 7 65347 Eltville-Hattenheim www.ress-wine.com

Weingut Fritz Allendorf  Kirchstraße 69 65375 Oestrich-Winkel www.allendorf.de

St. Martin – Lorch  Am Markt 65391 Lorch am Rhein www.pr-rued-lorch.de

St. Vincentius  Hauptstraße 27 65347 Eltville-Hattenheim www.pastoraler-raum-eltville.de

Weingut Baron zu Knyphausen  Erbacher Straße 26–28 65346 Eltville-Erbach www.knyphausen.de

Weingut Künstler  Geheimrat-Hummel-Platz 1a 65239 Hochheim am Main www.weingut-kuenstler.de

St. Martin – Oestrich  Markt 65375 Oestrich-Winkel www.pastoraler-raum-eltville.de

St. Vincenzstift Aulhausen  Vincenzstraße 60 65385 Rüdesheim www.st-vincenzstift.de

St. Peter und Paul  Pfarrgasse 4 65719 Hofheim ww.st-peterundpaul-hofheim.de

Weingut Diefenhardt  Hauptstraße 11 65344 Martinsthal www.diefenhardt.de

Weingut Robert Weil  Mühlberg 5 65399 Kiedrich www.weingut-robert-weil.com


Hotelempfehlungen Wiesbaden

Rheingau

Dorint Hotel Pallas Wiesbaden  Auguste-Viktoria- Straße 15 65185 Wiesbaden Tel.: 0 611 / 33 06-0 · Fax: 06 11 / 33 06-10 00 www.dorint.de

Gästehaus Kloster Eberbach  Kloster Eberbach · 65346 Eltville Tel.: 0 67 23 / 99 30 · Fax: 0 67 23 / 99 31 00 www.klostereberbach.com info@klostereberbach.com

Hotel am Schlosspark Armenruhstraße 2 · 65203 Wiesbaden  Tel.: 0 611 / 609 36-0 · Fax: 06 11/609 36-60 www.hotelamschlosspark-wiesbaden.de info@hotelamschlosspark-wiesbaden.de

Hotel Kronenschlösschen  Rheinallee · 65347 Eltville-Hattenheim Tel.: 0 67 23 / 64-0 · Fax: 0 67 23 / 76 63 www.kronenschloesschen.de info@kronenschloesschen.de

Hotel Nassauer Hof Wiesbaden  Kaiser-Friedrich-Platz 3 – 4 65183 Wiesbaden Tel.: 0 611 / 133-0 · Fax: 0 611 / 13 36 32 www.nassauer-hof.de post@nassauer-hof.de

Hotel Nassauer Hof Kiedrich  Bingerpforten Straße 17 · 65399 Kiedrich Tel.: 0 61 23 / 99 93 60 Fax: 0 61 23 / 99 93 61 00 www.hotel-nassauerhof.de info@hotel-nassauerhof.de

Hotel Oranien  Platter Straße 2 · 65195 Wiesbaden Tel.: 0 611 / 18 82-0 · Fax: 0 611 / 18 82-200 www.hotel-oranien.de info@hotel-oranien.de

Hotel Schloss Reinharts­hausen Kempinski/Weingut Schloss Reinhartshausen  Hauptstraße 41 · 65346 Eltville-Erbach Tel.: 0 61 23 / 676-0 · Fax: 0 61 23 / 676-400 www.schloss-hotel.de info.reinhartshausen@kempinski.com

pentahotel Wiesbaden  Abraham-Lincoln-Straße 17 65189 Wiesbaden Tel.: 0 611 / 797-0 · Fax: 0 611 / 761-372 www.pentahotels.com info.wiesbaden@pentahotels.com Radisson Blu Schwarzer Bock Hotel  Kranzplatz 12 · 65183 Wiesbaden Tel.: 0611 / 155-0 · Fax: 06 11 / 155-111 www.radissonblu.de info.wiesbaden@radissonblu.com

Hotel Im Schulhaus (ab 1.4.2013 geöffnet) Schwalbacher Straße 41A · 65391 Lorch Tel.: 0 67 26 / 8 39 97 10 Fax: 0 67 26 / 8 07 62 78 www.hotel-im-schulhaus.com info@hotel-im-schulhaus.com

Relais & Châteaux Hotel Burg Schwarzenstein  Rosengasse 32 65366 Geisenheim-Johannisberg Tel: 0 67 22 / 99 50-0 · Fax: 0 67 22 / 99 50-99 www.burg-schwarzenstein.de info@burg-schwarzenstein.de Rüdesheimer Schloss  Steingasse 10 · 65385 Rüdesheim Tel.: 0 67 22 / 90 50 0 · Fax: 0 67 22 / 90 50  50 www.ruedesheimer-schloss.com info@ruedesheimer-schloss.com

Tourismus-Information Hotelreservierungen und touristische Informationen über die Region. Nutzen Sie die Zimmervermittlung über das elektronische Hotelreservierungs­system. Ausführliche Informationen über Erholung und Genuss im Rheingau finden Sie im Internet unter: www.kulturland-rheingau.de Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH  An der Basilika 11a 65375 Oestrich-Winkel Tel.: 0 67 23 / 99 55-0 Fax.: 0 67 23 / 99 55 55 tourist@kulturland-rheingau.de (kein Verkauf von RMFEintrittskarten)

95


Kartenvorverkauf Rheingau Musik Festival Servicegesellschaft mbH & Co. KG  Postfach 1125 65367 Oestrich-Winkel Mitarbeiter Ansgar Klostermann (Leitung), Ute Herrmann, Patricia Plettner, Jan Polewski, Ulrike Stoll 96

Ticket- und Infoline 

0 67 23 / 60 21 70 (Montag bis Freitag 9.30 bis 17.00 Uhr) Bitte beachten Sie, dass die telefonische Kartenbestellung erst ab 20. März 2013 möglich ist.  www.rheingau-musik-festival.de Als registrierter E-Postkunde können Sie auch per E-Postbrief Ihre Karten bestellen: karten@rheingau-musik-festival.epost.de

Kartenbestellung Kartenbestellungen aufgrund dieser Vorschau werden ausschließlich schriftlich oder über die Website entgegengenommen. Die Bestellungen werden in der Reihenfolge des Post- oder E-Mail-Eingangs bearbeitet. Die Mitglieder unseres Fördervereins genießen bis zum 22. Februar 2013 ein Vorzugsrecht! Nach Ablauf dieser Frist werden zunächst die E-Postbrief-Bestellungen und dann alle weiteren Bestellungen bearbeitet. Bitte kreuzen Sie auf dem Bestellschein unbedingt Ihre Alternativwünsche bezüglich der Preiskategorien an. Wir können Ihnen nur dann – sofern vorhanden – Karten anderer Kategorien anbieten. Nachträgliche Änderungen Ihrer Bestellung sind nicht möglich. Sie erhalten nach Buchung Ihrer Karten eine Rechnung auf dem Postweg, die innerhalb von 14 Tagen zu begleichen ist. Andernfalls gehen die Karten wieder in den freien Verkauf. Der Versand der Karten erfolgt nach Zahlungseingang.

Systemgebühr Alle Kartenpreise verstehen sich zuzüglich einer Systemgebühr von 1,30 Euro pro Karte. Ermäßigung Für Studierende, Auszubildende, Zivil- und Wehrdienstleistende (jeweils bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres) sowie für Erwerbslose reserviert das Rheingau Musik Festival 5 % des Gesamtvolumens der Eintrittskarten, die unter Vorlage des entsprechenden Nachweises und nach Verfügbarkeit zu 50 % Ermäßigung im Vorverkauf sowie an der Abendkasse erhältlich sind. Die Konzertkarte ist nur in Kombination mit dem Ermäßigungsnachweis gültig. Karten, die zu einem vollen Preis erworben wurden, können nachträglich nicht er­ mäßigt werden. Die Ermäßigung gilt nicht für die Kinder- und Sitzkissenkonzerte, die Galakonzerte, die Steinberger Tafelrunde und die Musikalisch-literarische Wein­probe.


Hinweis für Mitglieder des Rheingau Musik Festival e.V. Da die Zahl der Fördermitglieder erfreulicherweise ständig steigt, kann es trotz der exklusiven Bedienung im Vorverkauf in einzelnen Preiskategorien zu Engpässen kommen. Vergessen Sie deshalb bitte nicht, Ihre Alternativwünsche anzugeben. Weiterhin möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir aus dem gleichen Grund bei einigen Konzerten die Zahl der möglichen Bestellungen auf zwei Karten pro Mitglied beschränken müssen. RMV-KombiTicket Sie können alle Konzertorte kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen: Die Eintrittskarten des Festivals sind als RMVKombiTicket gültig und berechtigen zur Nutzung aller Verkehrsmittel des RheinMain-Verkehrsverbundes an den Konzerttagen (nähere Bestimmungen s. Kartenaufdruck).   Shuttle-Service Bei den Konzerten in Kloster Eberbach sowie bei der Steinberger Tafelrunde (27.7.) bei den Großveranstaltungen auf Schloss Johannisberg (am 4.7., 5.7., 6.7. und 7.7.) und bei den Veranstaltungen auf Schloss Vollrads bieten wir aufgrund der dortigen Parkplatzknappheit einen Sonderbusverkehr in Zusammenarbeit mit der ESWE an. Fahren Sie mit den Bussen und Bahnen des RMV zum Hauptbahnhof Wiesbaden. Dort

starten jeweils 70 und 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn die ESWE-Sonderbusse ab Bussteig D. Zusteigemöglichkeiten bestehen außerdem am Platz der Deutschen Einheit, Bussteig B, und am P&R-Platz Kahlemühle (Wiesbaden-Biebrich) jeweils 5 Minuten später. Bei unseren Großveranstaltungen auf Schloss Johannisberg haben wir zusätzlich zu den Shuttle-Bussen ab Wiesbaden einen Shuttle-Dienst mit ESWEBussen von Geisenheim eingerichtet. Bitte folgen Sie der Ausschilderung vor Ort. Falls Sie Fragen zum RMV-KombiTicket oder den Anreisemöglichkeiten haben sollten, steht Ihnen die RMV-Hotline unter 0 18 05/7 68 46 36 bzw. das ESWE InfoTelefon unter 06 11/45 02 24 50 zur Verfügung. Oder Sie informieren sich im Internet unter: www.rmv.de

  SMS-Regenwarnung Bei den gekennzeichneten Veranstaltungen können Sie den kostenfreien Service der SMS-Regenwarnung nutzen. So haben Sie die Möglichkeit, sich über witterungsbedingte Änderungen im Programmablauf oder der Spielstätten informieren zu lassen. Tragen Sie sich einfach auf der Website www.rheingau-musik-festival.de bei der betreffenden Veranstaltung für den Service ein. Bitte beachten Sie auch die bereits an-

gegebenen Ausweichhinweise in dies­ em Programm und auf den Eintrittskarten. Allgemeine Hinweise Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass sich die Spiel­orte des Rheingau Musik Festivals akustisch, klimatisch und in baulicher Hinsicht teilweise von herkömmlichen Konzertsälen unterscheiden. Auch muss in den niedrigeren Preiskategorien insbesondere in den Kirchen damit gerechnet werden, dass die Sicht auf die Bühne teilweise erheblich und in manchen Fällen vollständig behindert wird. Bei allen Ver­a nstaltungen des Rheingau Musik Festivals werden Getränke angeboten, darunter auch Wein von Rheingauer Winzern. Kartenrückgabe Kartenrückgabe und -tausch ist auch bei nur teilweise erfüllten Bestellungen nicht möglich. Besetzungs- und Programmänderungen berechtigen nicht zur Rückgabe der Karten. Lediglich bei genereller Absage einer Veranstaltung wird innerhalb einer Frist von zwei Monaten gegen Vorlage der Eintrittskarten in der Kartenvorverkaufsstelle der Kaufpreis erstattet. Sollte eine bereits laufende Veranstaltung abgebrochen werden müssen, kann kein Ersatz gewährt werden.

97


Impressum Veranstalter  Rheingau Musik Festival Konzertgesellschaft mbH Rheinallee 1, 65375 Oestrich-Winkel www.rheingau-musik-festival.de info@rheingau-musik-festival.de info@rheingau-musik-festival.epost.de Intendant und Geschäftsführer Michael Herrmann Geschäftsführer Andreas Eckel Programmplanung Timo Buckow, Michael Schwierzy Leitung Sponsoring Stefanie Jerger Sponsoring Catharina Lerch Verwaltungsleitung und Controlling Uwe Wagner Buchhaltung Ulrike Püttner Dramaturgie Anna-Kristina Laue

98

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Sabine Siemon Assistenz Dramaturgie und Presse Judith Kissel Leitung Künstlerisches Betriebsbüro Annabelle Novotny, Florian Platt Leitung Sekretariat Julia Waibel Technische Leitung Jens Miska Auszubildender Veranstaltungskaufmann Julian Mehren

Mitgliedschaften • American Chamber of Commerce in Germany e.V. • European Festivals Association, Brüssel-Gent

• ISPA (International Society for the Performing Arts), New York • Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. • Marketing Club Frankfurt • Verband der Deutschen Konzert direktionen e.V., München Schirmherr Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen Kuratorium Vorsitzender des Kuratoriums Roland Koch, Ministerpräsident a. D. Gründungsvorsitzende des Kuratoriums Tatiana Fürstin von Metternich-Winneburg † 2006 Rolf Beck, Hamburg Prof. Dr. Wilhelm Bender, Frankfurt Martin J. Blach, Eltville Hans-Dieter Brenner, Frankfurt Dr. h.c. Udo Corts, Frankfurt Hans Eichel, Kassel Gabriele Eick, Frankfurt Dr. Karl Graf zu Eltz, Eltville Prof. Christoph Eschenbach, Washington / Paris Michael Fabich, Wiesbaden Klaus Frietsch, Oestrich-Winkel Katherine Fürstenberg-Raettig, Frankfurt Dr. Wolfgang Gerhardt, Wiesbaden / Berlin Prof. David Geringas, Hamburg / Berlin Thomas Götzfried, Wiesbaden Dr. Peter Hanser-Strecker, Mainz Dr. Volker Hauff, Berlin Axel Hörger, Frankfurt Dr. Franz Josef Jung, Eltville / Berlin Dr. Karl Kauermann, Berlin Dr. Reiner Korthauer, Frankfurt Ingo Krauss, Frankfurt Eva Kühne-Hörmann, Wiesbaden Harald Lemke, Bonn Hans-Clemens Lucht, Wiesbaden

Anton Mauerer, München Prof. Dr. Evelies Mayer, Darmstadt Franz Michel, Mainz Hans-Joachim Michel, Frankfurt Folke Mühlhölzer, Wiesbaden Maja Oetker, Bielefeld Dr. Helmut Reitze, Frankfurt Florian Rentsch, Wiesbaden Frank Riemensperger, Kronberg Prof. Knut Ringat, Hofheim Prof. Dr. Rüdiger von Rosen, Frankfurt Thorsten Schäfer-Gümbel, Wiesbaden Ervin Schellenberg, Wiesbaden Dr. Stefan Schulte, Frankfurt Dr. Heinz-Dieter Sommer, Frankfurt Volker Sparmann, Hofheim Dr. Heinz-Georg Sundermann, Wiesbaden Dr. Christean Wagner, Wiesbaden Ruth Wagner, Darmstadt Wilhelm Weil, Kiedrich Dr. Theodor Weimer, München Ernst Welteke, Frankfurt Dr. Hans-Henning Wiegmann, Wiesbaden Michael Wisser, Frankfurt Stephan Ziegler, Wiesbaden Michael von Zitzewitz, Frankfurt Rheingau Musik Festival e. V., Vorstand Claus Wisser (Vorsitzender), Kurt Bischof, Dr. h.c. Walter Fink, Wolfgang Schleicher, Hans-Burkhardt Ullrich Magazin des Rheingau Musik Festivals 1/2013 Herausgeber: Rheingau Musik Festival e. V. Verleger: Rheingau Musik Festival Konzertgesellschaft mbH Erscheinungsweise: viermal jährlich, der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten Redaktion: Anna-Kristina Laue, Judith Kissel Texte: Ulrike Heckenmüller, Anna-Kristina Laue, Judith Kissel, Philip Niggemann, Ilona Schneider, Ruth Seiberts Fotos: Alle Festivalbilder, sofern nicht anders gekennzeichnet © Ansgar Klostermann Gestaltung: Q Kreativgesellschaft, Wiesbaden Herstellung: Westdeutsche Verlags- und Druckerei GmbH, Mörfelden Auflage: 80.000 Stand: 10. Januar 2013 (Änderungen vorbehalten)


AGB Allgemeine Geschäftsbedingungen Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind Grundlage und Bestandteil jeder vertraglichen Vereinbarung zwischen der Rheingau Musik Festival Konzertgesellschaft mbH sowie allen Unternehmen der Rheingau Musik Festival Gruppe (nachfolgend kurz „RMF“ oder „Veranstalter“ genannt) und dem Kunden. Kartenbestellung und -verkauf Mit der Kartenbestellung bei RMF akzeptiert der Kunde die AGB des Veranstalters. Der Umfang der vertraglichen Leistungsverpflichtungen ergibt sich ausschließlich aus dem Angebot und/oder der Auftragsbestätigung des RMF und/oder den Angaben in der Vertragsbestätigung sowie diesen AGB. Im Rahmen des Vertragsgegenstandes bestimmt und verantwortet RMF, wie der Vertrag ausgeführt wird. Weisungsrechte des Kunden bestehen nicht, jedoch wird RMF stets bemüht sein, seinen Wünschen Rechnung zu tragen. Alle Angebote von RMF sind freibleibend sofern im Angebot nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist. Sämtliche Ausschreibungen im Internet, in Medien und Prospekten sind lediglich Aufforderungen an den Kunden zur Abgabe eines Angebotes. Verträge zwischen RMF und dem Kunden kommen grundsätzlich erst mit der ausdrücklichen Annahme durch RMF zustande. Nebenabreden, die den Umfang der vertraglichen Leistungen verändern, bedürfen einer ausdrücklichen Bestätigung. Der Kunde verpflichtet sich den Rechnungsbetrag innerhalb des auf der Rechnung vermerkten Zahlungsziels zu begleichen. Der Versand der Karten erfolgt nach Zahlungseingang. Maßgeblich ist das Datum des Zahlungseingangs. Nach Ablauf des Zahlungszieles ist RMF berechtigt, vom Vertrag zurück zu treten und die Karten wieder in den freien Verkauf zu geben. Nachträgliche Änderungen einer Bestellung sowie Kartenrückgabe und -tausch sind auch bei nur teilweise erfüllten Bestellungen nicht möglich. Es besteht kein Anspruch auf Rücknahme oder Umtausch von Karten für nicht wahrgenommene Konzerte. Beim Erhalt der Eintrittskarte sind die Kartenaufdrucke (Vorstellung, Preisgruppe, Datum, Uhrzeit) sofort zu überprüfen. Spätere Reklamationen können nicht anerkannt werden. An der Tageskasse kommen Restkarten eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung zum Verkauf. Hinterlegte Karten müssen spätestens eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden. Für in Verlust geratene Eintrittskarten wird seitens des Veranstalters kein Ersatz gewährt. Der Erwerb von Eintrittskarten zum Weiterverkauf ist grundsätzlich untersagt. Ausnahmen hiervon bedürfen einer vor-

herigen schriftlichen Zustimmung des Veranstalters. Auch auf dem Veranstaltungsgelände ist ausschließlich der Veranstalter bzw. eine von ihm beauftragte Person (Firma) zum Verkauf von Eintrittskarten sowie von Waren und Dienstleistungen berechtigt. Besetzungs- und Programmänderungen, Veranstaltungsverlegung, -absage, Sichtbehinderung Besetzungs- und Programmänderungen berechtigen nicht zum Rücktritt vom Vertrag, zur Rückgabe der Karten oder zur Minderung des Kaufpreises. Bei genereller Absage einer Veranstaltung wird innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach dem Termin der Veranstaltung gegen Vorlage der Eintrittskarte der Kaufpreis (ohne VVK-Gebühren) vom Veranstalter erstattet. Sollte eine bereits laufende Veranstaltung abgebrochen werden müssen, kann kein Ersatz gewährt werden. Der Veranstalter behält sich vor, den Beginn der Aufführung aus wetterbedingten Gründen zeitlich zu verschieben. Der Veranstalter behält sich vor, bei Bedarf die Bestuhlung zu erweitern bzw. zu ändern. Auf den Plätzen der niedrigeren Preiskategorien muss insbesondere in den Kirchen damit gerechnet werden, dass die Sicht teilweise erheblich und in manchen Fällen vollständig behindert wird. Durch Kameras oder technische Aufbauten können Sicht­behinderungen entstehen. Dies berechtigt weder zur Minderung noch zum Schadensersatz oder Rücktritt vom Vertrag. Freiluftveranstaltungen Sofern Freiluftveranstaltungen in einen Saal verlegt werden müssen, kann eine Übereinstimmung der Bestuhlungspläne im Hinblick auf die Qualität des einzelnen Sitzplatzes nicht gewährleistet werden. Bei unsicherer Witterung kann sich der Kunde unter www.rheingau-musik-festival.de informieren, ob und wo die Veranstaltung stattfindet. Die gleichen Informationen können ab zwei Stunden vor dem im Programmheft angegebenen Veranstaltungsbeginn unter der auf der Eintrittskarte vermerkten Telefonnummer abgerufen werden. Späteinlass, Bild- und/oder Tonaufnahmen Nach Beginn einer Veranstaltung besteht kein Anspruch mehr auf den in der Eintrittskarte angegebenen Sitzplatz. Verspäteter Einlass kann nur in einer Veranstaltungspause gewährt werden. Bei Veranstaltungen ohne Pause gibt es keinen Späteinlass. Die Eintrittskarte verliert beim Verlassen des Veranstaltungsgeländes ihre Gültigkeit. Ton-, Foto-, Film- und Videoaufnahmen vor, während und nach der Veranstaltung auf dem Veranstaltungsgelände, auch für den privaten Gebrauch, sind untersagt. Der Veran-

stalter ist berechtigt, derart hergestellte Aufnahmen an sich zu nehmen oder, soweit technisch möglich, zu löschen. Für den Fall, dass während einer Vorstellung Bild- und/oder Tonaufnahmen durch dazu berechtigte Personen gemacht werden, erklärt sich der Besucher mit dem Erwerb der Eintrittskarte damit einverstanden, dass er evtl. in Bild und/oder Wort aufgenommen wird und die Aufzeichnungen ohne Anspruch auf Vergütung veröffentlicht und verwertet werden dürfen. Sonstiges Die Mitnahme von Tieren auf das Veranstaltungsgelände ist nicht gestattet. Vor Konzertbeginn sind Signalfunktionen von elektronischen Armbanduhren abzustellen und Mobiltelefone auszuschalten. Den Anweisungen des vom Veranstalter eingesetzten Personals ist Folge zu leisten. Innerhalb des Festivals gibt es Spielstätten, die über sehr eingeschränkte Parkmöglichkeiten verfügen. Es empfiehlt sich, dies bei der Planung der Anreise zu berücksichtigen. Längere Fußwege sind nicht auszuschließen. Schadensersatzansprüche des Kunden gegen RMF aufgrund von Delikten, Vertragsverletzung oder Verschuldens bei Vertragsabschluss sind ausgeschlossen, soweit der Schaden nicht mindestens grob fahrlässig verursacht wurde. RMF haftet nur, wenn und soweit ein derart verursachter Schaden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder des Ereignisses unter Berücksichtigung aller bekannten oder schuldhaft unbekannten Umstände vorhersehbar war. Der Kunde nimmt die Leistung des RMF grundsätzlich auf eigene Gefahr in Anspruch. Ansprüche gegen Sponsoren des Veranstalters sind grundsätzlich ausgeschlossen. Sponsoren tragen keine Verantwortung für die Organisation und Durchführung der gesponserten Veranstaltung und haften Dritten, insbesondere Besuchern und Lieferanten der gesponserten Veranstaltung, gegenüber nicht. Kunden können ihre Ansprüche ausschließlich gegenüber RMF geltend machen. Es gilt ausschließlich Deutsches Recht. Erfüllungsort und Gerichtsstand sämtlicher Ansprüche aus diesem Vertrag ist Oestrich-Winkel. Der Kunde kann RMF nur an dessen Sitz verklagen. Sollten eine oder mehrere Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise nichtig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der anderen Bestimmungen hiervon unberührt.

99


Das Festival zum Verschenken 6 Flaschen Festival-Riesling eines Jahrgangs 2011er Festival-Riesling QbA. feinherb Best.-Nr. K 06 48,– Euro

2008er Festival-Riesling QbA. trocken Best.-Nr. K 03 48,– Euro

2010er Festival-Riesling QbA. trocken Best.-Nr. K 05 48,– Euro

2007er Festival-Spätlese Best.-Nr. K 02 48,– Euro

Trio Präsentkarton mit drei Flaschen Festival-Riesling oder Festival-Spätlese 2011er Festival-Riesling QbA. feinherb Best.-Nr. T 10 24,– Euro

2008er Festival-Riesling QbA. trocken 24,– Euro Best.-Nr. T 07

2010er Festival-Riesling QbA. trocken Best.-Nr. T 09 24,– Euro

2007er Festival-Spätlese Best.-Nr. T 05 24,– Euro

Quartett Präsentkarton „Trio“ mit einer Festival-CD nach Wahl

© Heike Rost

100

2011er Festival-Riesling…

2010er Festival-Riesling…

mit CD „RMF 2009 – Ein Sommer voller Musik“ Best.-Nr. Q 2011 06 39,– Euro

mit CD „RMF 2009 – Ein Sommer voller Musik“ Best.-Nr. Q 2010 06 39,– Euro

mit Doppel-CD „Mahler –  Symphonie Nr. 2“ Best.-Nr. Q 2011 03 34,– Euro

mit Doppel-CD „Mahler – Symphonie Nr. 2“ Best.-Nr. Q 2010 03 34,– Euro

mit Doppel-CD „Händel – Messiah“ Best.-Nr. Q 2011 02

mit Doppel-CD Händel – Messiah Best.-Nr. Q 2010 02

34,– Euro

mit DVD „Mahler – Sinfonie Nr. 3“ (auch als CD abspielbar) Best.-Nr. Q 2011 01 44,– Euro

34,– Euro

mit DVD „Mahler – Sinfonie Nr. 3“ (auch als CD abspielbar) Best.-Nr. Q 2010 01 44,– Euro


Zwischen den Tönen. Der Rheingau und sein Festival

jetzt nur

10 E

Mit ca. 120 teils doppelseitigen stimmungsvollen Bildern der Fotografin Heike Rost feiert der Bildband den Rheingau als einmalige Kulturlandschaft. Interviews mit Anne-Sophie Mutter, Ludwig Güttler, Roland Koch, Stefan Ress u. a. | Erschienen im Verlag der Universitätsdruckerei H. Schmidt.

Best.-Nr. B 01

jetzt nur: 10,– Euro

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 DVD Waltraud Meier, Mezzosopran | Rundfunkchor Leipzig | Limburger Domsingknaben | hr-Sinfonieorchester | Paavo Järvi, Leitung Konzertmitschnitt vom 23. Juni 2007 in Kloster Eberbach

Best.-Nr. DVD 01 

20,– Euro

Georg Friedrich Händel: „Messiah“ Doppel-CD Anna Korondi, Sopran | Annette Markert, Alt | Werner Güra, Tenor | Sebastian Noack, Bass | Cappella Istropolitana, Chor der Bamberger Symphoniker | Rolf Beck, Leitung Konzertmitschnitt vom 21. August 2004 in Kloster Eberbach

Best.-Nr. CD 09  Mendelssohn Bartholdy – Martin Stadtfeld CD Martin Stadtfeld, Klavier | Academy of St Martin in the Fields | Sir Neville Marriner, Leitung Konzertmitschnitt vom 19. Juli 2012 im Kurhaus Wiesbaden

Best.-Nr. CD 15 

16,– Euro

10,– Euro

Gustav Mahler: Symphonie Nr.  2 „Auferstehung“ Doppel-CD Brigitte Geller, Sopran | Iris Vermillion, Alt | Festival Chor und Orchester Stuttgart | Helmuth Rilling, Leitung Konzertmitschnitt vom 30. August 2003 in Kloster Eberbach

Ein Sommer voller Musik CD Rheingau Musik Festival 2009, Best of Vol. III Baiba Skride, Nikolaj Znaider, Alfredo Perl, Xavier de Maistre, Christian Gerhaher, der Windsbacher Knabenchor und andere Künstler des RMF 2009 interpretieren Werke von Tschaikowski, Szymanowski, Korngold, Piazzolla, Schubert, Mendelssohn, u. a. In Kooperation mit SONY MUSIC

Best.-Nr. CD 12 

15,– Euro

Sämtliche Preise von Buch, DVD, CDs und Weinen zzgl. Versandkosten

Best.-Nr. CD 08 

10,– Euro

Charles Gounod: Mors et Vita Doppel-CD Barbara Frittoli, Sopran | Lidia Tirendi, Mezzosopran | Zoran Todorovich, Tenor | Davide Damiani, Bariton | Budapester Rundfunkchor | Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt | Marcello Viotti, Leitung Konzertmitschnitt vom 4. Juli 1999 in Kloster Eberbach

Best.-Nr. CD 07

10,– Euro

www.rheingau-musik-festival.de

101


Programmübersicht 2013

© Felix Broede

102


KW 26 • Konzerte vom 29. bis 30. Juni

Preise in Euro

Seite

29.06. Sa

19.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Eröffnungskonzert I

100 · 80 · 65 · 35 · 15*

18

30.06. So

19.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Eröffnungskonzert II

100 · 80 · 65 · 35 · 15*

18

KW 27 • Konzerte vom 2. bis 7. Juli

Preise in Euro

Seite

02.07. Di

18.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Werkstattkonzert mit Fazıl Say

25 · 18 · 10

18

02.07. Di

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Blechbläserensemble Ludwig Güttler

65 · 50 · 45 · 30 · 15*

19

02.07. Di

20.00 Uhr

Oestrich-Winkel, Weingut Allendorf

Faltenradio: „Zoo“

36

19

03.07. Mi

20.00 Uhr

Oestrich-Winkel, Weingut Allendorf

Faltenradio: „Zoo“

36

19

03.07. Mi

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

The Hilliard Ensemble: „Aleluya México!“

40 · 30 · 24 · 18 · 15*

20

03.07. Mi

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Rafał Blechacz

40 · 30 · 20

20

04.07. Do

19.30 Uhr

Schloss Johannisberg, Cuvéehof

Tower of Power

58 · 48 · 38 · 28*

20

04.07. Do

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Kreuzgang

Mozarts große Nachtmusiken

55 · 45 · 35 · 20*

21

04.07. Do

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Magdalena Kožená / Bamberger Symphoniker / Robin Ticciati

75 · 60 · 45 · 30 · 20*

21

05.07. Fr

19.30 Uhr

Schloss Johannisberg, Cuvéehof

Friday Night in J’berg: Oleta Adams

48 · 38 · 28 · 18*

21

05.07. Fr

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Operngala

60 · 50 · 40 · 35 · 25*

22

06.07. Sa

18.00 Uhr

Schloss Johannisberg, Cuvéehof

Sommerfest mit Feuerwerk

65 ohne Speisen & Getränke 22

07.07. So

11.00 Uhr

Schloss Johannisberg, Cuvéehof

Jazz-Matinée: Stacey Kent / hr-Bigband

40 · 32 · 22 · 15*

23

07.07. So

16.00 Uhr

Geisenheim, Rheingauschule

Sitzkissenkonzert: Fredrik Vahle

9 für Kinder · 18 für Erw.

23

07.07. So

19.00 Uhr

Eibingen, Abtei St. Hildegard

Bach: „Musikalisches Opfer“

38 · 20*

24

KW 28 • Konzerte vom 10. bis 14. Juli

Preise in Euro

Seite

10.07. Mi

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Olga Scheps / Brussels Philharmonic / Michael Tabachnik

60 · 50 · 45 · 35 · 20*

25

10.07. Mi

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Apollon Musagète Quartett

38 · 28 · 18

25

10.07. Mi

20.00 Uhr

Oestrich, Kelterhalle des RMF

Rendezvous mit ... Nike Wagner

18 freie Platzwahl

26

10.07. Mi

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Orchestra of the Age of Enlightenment/William Christie

60 · 55 · 45 · 30 · 15*

24

11.07. Do

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Kreuzgang

Die acht Jahreszeiten

45 · 35 · 25 · 15*

26

11.07. Do

20.00 Uhr

Bad Schwalbach, Kurhaus

„Das war gut!“ – Tim Fischer singt Georg Kreisler

40 · 30

27

12.07. Fr

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Josef Bulva

40 · 30 · 20

27

12.07. Fr

20.00 Uhr

Kelkheim, Innenhof des Rettershofes

The Puppini Sisters

33

28

12.07. Fr

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Mozart: Requiem

70 · 55 · 35 · 25 · 15*

27

13.07. Sa

19.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

David Garrett / Orchestra Sinfonica di Milano/ John Axelrod

130 · 110 · 90 · 70 · 35*

29

13.07. Sa

19.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

The King’s Singers: „A Lover’s Journey“

50 · 40 · 30 · 20 · 15*

28

13.07. Sa

19.00 Uhr

Kelkheim, Innenhof des Rettershofes

The Puppini Sisters

33

28

14.07. So

11.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Junge Meisterpianisten der russischen Schule

38 · 28 · 18

29

14.07. So

13.00 Uhr

Rüdesheim-Aulhausen, St. Vincenzstift

Kinderfest

5 für Kinder · 10 für Erw. 20 für Familien

30

14.07. So

19.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Isabelle Faust / Orchestre Phil. du Luxembourg/ Emmanuel Krivine

50 · 42 · 35 · 25 · 18*

30

KW 29 • Konzerte vom 17. bis 21. Juli

Preise in Euro

Seite

17.07. Mi

19.00 Uhr

Schloss Vollrads, Seebühne

Ladies’ Night: Carleen Anderson Trio / Y’akoto

42 freie Platzwahl

31

17.07. Mi

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Mozart: Große Messe c-Moll

70 · 55 · 35 · 25 · 15*

31

17.07. Mi

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Konstantin Lifschitz

40 · 30 · 20

32

18.07. Do

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Britten: „War Requiem“

55 · 40 · 30 · 20 · 15*

32

18.07. Do

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Mnozil Brass: „HOJOTOHO“

45 · 40 · 35 · 25 · 18*

33

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

103


18.07. Do

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Piano-Duo Tal & Groethuysen

42 · 32 · 22

18.07. Do

20.00 Uhr

Hallgarten, Mariae Himmelfahrt

White Raven: „Celtic Summer Songs“

32 · 22

34

19.07. Fr

18.30 Uhr

Hattenheim, Hotel Kronenschlösschen

Galakonzert mit Diner: White Raven

108 inkl. Aperitif & Menü

34

19.07. Fr

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Trio Capuçon

42 · 32 · 22

34

20.07. Sa

16.00 Uhr

Verschiedene Weingüter

Fahrende Musiker in Weingütern

33 ohne Speisen & Getränke 35

20.07. Sa

19.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Berlin Comedian Harmonists: „Veronika, der Lenz ist da“

45 · 40 · 35 · 25 · 18*

20.07. Sa

19.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Vestard Shimkus

38 · 28 · 18

36

21.07. So

11.00 Uhr

Geisenheim, Rheingauschule

Sitzkissenkonzert: „Auf dem Bauernhof“

9 für Kinder · 18 für Erw.

36

21.07. So

16.00 Uhr

Verschiedene Weingüter

Fahrende Musiker in Weingütern

33 ohne Speisen & Getränke 35

21.07. So

16.00 Uhr

Geisenheim, Rheingauschule

Sitzkissenkonzert: „Auf dem Bauernhof“

9 für Kinder · 18 für Erw.

36

21.07. So

19.00 Uhr

Schloss Johannisberg

the clarinotts

38 · 28 · 18

36

KW 30 • Konzerte vom 23. bis 28. Juli

35

Preise in Euro

Seite

23.07. Di

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Iskandar Widjaja/Anastassiya Dranchuk

35 · 25 · 15

37

24.07. Mi

19.00 Uhr

Schloss Vollrads, Seebühne

Acoustic Africa – Women’s Voices

40 freie Platzwahl

37

24.07. Mi

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Kreuzgang

Una notte italiana – Gabór Boldoczki

40 · 35 · 25 · 15*

38

24.07. Mi

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Yuja Wang

40 · 30 · 20

37

25.07. Do

19.00 Uhr

Schloss Vollrads, Seebühne

Night of the Gentlemen: Fetsum / Alexander Stewart

40 freie Platzwahl

38

25.07. Do

21.00 Uhr

Wiesbaden, Lutherkirche

Romantische Chornacht – Johanna Wokalek / Balthasar-Neumann-Chor

40 · 30 · 20

39

26.07. Fr

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Bach & Söhne – Helsinki Baroque Orchestra

40 · 30 · 24 · 18 · 15*

39

26.07. Fr

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Christian Gerhaher / Gerold Huber

55 · 45 · 35

40

27.07. Sa

17.00 Uhr

Kloster Eberbach, Domäne Steinberg

Steinberger Tafelrunde

68 inkl. Vesper, Wasser & Wein

40

27.07. Sa

19.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Baiba Skride / Linda Skride / Julian Steckel / Lauma Skride

42 · 32 · 22

41

28.07. So

11.00 Uhr

Schloss Reinhartshausen Kempinski

Jazz im Gutshof – Jessica Gall

35 freie Platzwahl

41

28.07. So

19.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Jan Lisiecki

40 · 30 · 20

42

KW 31 • Konzerte vom 30. Juli bis 4. August

104

33

Preise in Euro

Seite

30.07. Di

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Nicola Benedetti / Alexej Grynyuk

38 · 28 · 18

42

30.07. Di

20.00 Uhr

Hofheim, St. Peter und Paul

Dorothee Oberlinger / Trio Ensemble 1700

30 · 22

42

30.07. Di

20.00 Uhr

Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Ass-Dur: „2. Satz: Largo Maggiore“

35

43

31.07. Mi

20.00 Uhr

Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Ass-Dur: „2. Satz: Largo Maggiore“

35

43

31.07. Mi

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Fazıl Say

48 · 38 · 28

44

31.07. Mi

20.00 Uhr

Wiesbaden, Marktkirche

Ludwig Güttler / Friedrich Kircheis

38

43

01.08. Do

20.00 Uhr

Oestrich, Kelterhalle des RMF

Rendezvous mit ... Fazıl Say

18 freie Platzwahl

44

01.08. Do

20.00 Uhr

Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Annette Postel: „Champus Violett – Titanic 2“

35

45

01.08. Do

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Kuss Quartett

40 · 30 · 20

44

02.08. Fr

19.00 Uhr

Kloster Eberbach, gesamtes Gelände

Mozart-Nacht

65 · 50 · 35 · 25*

46

02.08. Fr

19.00 Uhr

Wiesbaden, Kurpark

Curtis Stigers

40 · 30 · 20

45

02.08. Fr

20.00 Uhr

Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Annette Postel: „Champus Violett – Titanic 2“

35

45

02.08. Fr

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Alfredo Perl

42 · 32 · 22

46

03.08. Sa

19.00 Uhr

Kloster Eberbach, gesamtes Gelände

Mozart-Nacht

65 · 50 · 35 · 25*

47

03.08. Sa

19.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Mitsuko Uchida

50 · 40 · 30

47

03.08. Sa

19.00 Uhr

Wiesbaden, Kurpark

Tina Dico

40 · 30 · 20

48

03.08. Sa

19.00 Uhr

Hochheim, Weingut Künstler

Tingvall Trio

32 · 27 · 17

48

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


03.08. Sa

20.00 Uhr

Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Wildes Holz: „Massiv im Wald!“

35

49

04.08. So

11.00 Uhr

Wiesbaden, Kurpark

Glenn Miller Orchestra

40 · 30 · 20

49

04.08. So

19.00 Uhr

Hochheim, Weingut Künstler

Bruno Böhmer Camacho Trio: „Columbian Jazz Project“

32 · 27 · 17

50

04.08. So

19.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Borusan String Quartet/ Fazıl Say

48 · 38 · 28

50

04.08. So

19.00 Uhr

Martinsthal, Weingut Diefenhardt

Wildes Holz: „Massiv im Wald!“

35

49

Preise in Euro

Seite

KW 32 • Konzerte vom 6. bis 11. August 06.08. Di

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Jonathan Gilad

38 · 28 · 18

50

06.08. Di

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Sol Gabetta / Cappella Gabetta / Andrés Gabetta

60 · 50 · 40 · 30 · 15*

51

07.08. Mi

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Il Giardino Armonico / Giovanni Antonini

50 · 40 · 30 · 20 · 15*

51

08.08. Do

20.00 Uhr

Mainz, St. Stephan

Café Zimmermann

35 · 25 · 15*

53

08.08. Do

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Henning Kraggerud / Christian Ihle Hadland

38 · 28 · 18

53

08.08. Do

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Klaus Maria Brandauer/Lars Vogt

45 · 40 · 35 · 25 · 18*

52

08.08. Do

20.00 Uhr

Oestrich, St. Martin

LALÁ – das Vocalensemble: „Alles hat seine Zeit“

30 · 15*

52

09.08. Fr

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Andreas Scholl / kammerorchesterbasel

55 · 45 · 35 · 20 · 15*

54

09.08. Fr

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Till Fellner

38 · 28 · 18

54

10.08. Sa

16.00 Uhr

Schloss Vollrads

Schlossfest

48 ohne Speisen & Getränke 55

10.08. Sa

19.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Yulianna Avdeeva

38 · 28 · 18

55

11.08. So

11.00 Uhr

Verschiedene Kirchen

Rheingaureise mit Andreas Scholl

55 freie Platzwahl

56

11.08. So

19.00 Uhr

Schloss Johannisberg

„Tango Nuevo“

42 · 32 · 22

56

11.08. So

19.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Verdi: „Quattro pezzi sacri“

60 · 50 · 40 · 30 · 15*

57

Preise in Euro

Seite

13.08. Di

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Armida Quartett / Tabea Zimmermann

38 · 28 · 18

57

13.08. Di

20.00 Uhr

Eltville, Domäne Rauenthal

Maren Kroymann: „In the sixties“

35

58

13.08. Di

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Alte Musik meets Jazz

35 · 30 · 24 · 18 · 15*

58

14.08. Mi

20.00 Uhr

Eltville, Domäne Rauenthal

Maren Kroymann: „In the sixties“

35

58

14.08. Mi

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Trio Jean Paul

42 · 32 · 22

59

14.08. Mi

21.00 Uhr

Kloster Eberbach, Laiendormitorium

Simone Dinnerstein

40 · 35 · 25 · 15*

59

15.08. Do

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Cuarteto Casals / Pepe Romero

40 · 30 · 20

60

15.08. Do

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Götz Alsmann: „Paris!“

55 · 45 · 35 · 25 · 18*

59

15.08. Do

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Monteverdi: Marienvesper

60 · 50 · 40 · 30 · 15*

60

15.08. Do

20.00 Uhr

Eltville, Domäne Rauenthal

Haydn singt Haydn

35

61

16.08. Fr

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Joshua Bell / Australian Youth Orchestra / Christoph Eschenbach

48 · 42 · 35 · 25 · 18*

61

16.08. Fr

20.00 Uhr

Eltville, Domäne Rauenthal

Bidla Buh

40

62

16.08. Fr

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

GrauSchumacher Piano Duo

42 · 32 · 22

62

17.08. Sa

19.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Klassik-Marathon

42 · 32 · 22

63

17.08. Sa

19.00 Uhr

Industriepark Höchst, Alte Färberei

Vocal Night: Vocal Line / The Real Group

45 · 30

63

17.08. Sa

20.00 Uhr

Eltville, Domäne Rauenthal

Bidla Buh

40

62

18.08. So

11.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Treffpunkt Jugend

42 · 32 · 22

64

18.08. So

11.00 Uhr

Königstein, Haus der Begegnung

Taschenoper Lübeck: „Siegfried für Kinder“

10 für Kinder · 20 für Erw.

64

KW 33 • Konzerte vom 13. bis 18. August

18.08. So

16.00 Uhr

Rüdesheim, Mein Bahnhof

Sitzkissenkonzert: „Blechschaden“

9 für Kinder · 18 für Erw.

64

18.08. So

18.00 Uhr

Kloster Eberbach, gesamtes Gelände

Die Musikhochschule Frankfurt zu Gast in Kloster Eberbach

45 · 35 · 25 · 15*

65

18.08. So

19.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Grigory Sokolov

50 · 42 · 35 · 25 · 20*

65

18.08. So

19.00 Uhr

Eltville, Domäne Rauenthal

Bidla Buh

40

66

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.

105


KW 34 • Konzerte vom 20. bis 25. August

Preise in Euro

Seite

20.08. Di

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

West-Eastern Divan Orchestra / Daniel Barenboim

120 · 100 · 80 · 60 · 30*

66

20.08. Di

20.00 Uhr

Oestrich, Kelterhalle des RMF

Rendezvous mit... Sol Gabetta

18 freie Platzwahl

67

20.08. Di

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

„Jeder Deiner Briefe ist mir Gold“ – Ulrich Noethen / Hideyo Harada

42 · 32 · 22

67

21.08. Mi

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Sol Gabetta / Igor Levit

48 · 38 · 28

67

21.08. Mi

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Christopher Park / hr-Sinfonieorchester / Paavo Järvi

50 · 42 · 35 · 25 · 18*

68

22.08. Do

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Verdi: „Messa da Requiem“

85 · 65 · 45 · 30 · 15*

68

22.08. Do

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Nikolai Lugansky / Russisches Nationalorchester / Mikhail Pletnev

75 · 60 · 55 · 40 · 25*

68

22.08. Do

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Denis Kozhukhin

38 · 28 · 18

69

22.08. Do

20.00 Uhr

Mittelheim, St. Aegidius

Ksenija Sidorova

25 · 15*

69

23.08. Fr

18.30 Uhr

Hattenheim, Hotel Kronenschlösschen

Galakonzert mit Diner: Ksenija Sidorova

108 inkl. Aperitif & Menü

69

23.08. Fr

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Vilde Frang / Göteborgs Symfoniker / Nikolaj Znaider

60 · 50 · 40 · 30 · 20*

70

23.08. Fr

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Beethoven: Die Streichquartette III – Hagen Quartett

45 · 35 · 25

70

23.08. Fr

20.00 Uhr

Wiesbaden, Hessische Staatskanzlei

sistergold

35

71

24.08. Sa

19.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Beethoven: Die Streichquartette IV – Hagen Quartett

45 · 35 · 25

70

24.08. Sa

19.00 Uhr

Wiesbaden, Hessische Staatskanzlei

sistergold

35

71

25.08. So

11.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Sitzkissenkonzert: Felix und Fanny auf Reisen

9 für Kinder · 18 für Erw.

71

25.08. So

17.00 Uhr

Lorch, St. Martin

Orgelrezital mit Sebastian Küchler-Blessing

27

72

25.08. So

19.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Beethoven: Die Streichquartette V – Hagen Quartett

45 · 35 · 25

72

25.08. So

19.00 Uhr

Wiesbaden, ESWE Atrium

Alliage Quintett

28

72

25.08. So

19.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Orchestre de Chambre de Lausanne / Christian Zacharias

55 · 45 · 40 · 30 · 20*

73

Preise in Euro

Seite

27.08. Di

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Vadim Repin / NHK Symphony Orchestra, Tokyo / Charles Dutoit

75 · 60 · 55 · 40 · 25*

73

27.08. Di

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Valentina Lisitsa

38 · 28 · 18

74

27.08. Di

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Daniel Hope / L'arte del mondo

50 · 40 · 30 · 20 · 15*

74

28.08. Mi

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Sol Gabetta / City of Birmingham Symphony Orchestra /Andris Nelsons

78 · 65 · 55 · 40 · 25*

75

28.08. Mi

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Carion Quintett: „SchauSPIEL“

38 · 28 · 18

75

28.08. Mi

20.00 Uhr

Mainz, Phönix-Halle

Red Bull Flying Bach

40 · 30 · 20

76

29.08. Do

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Bodo Wartke / Capital Dance Orchestra

45 · 40 · 35 · 25 · 18*

76

29.08. Do

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Sharon Kam / Ori Kam / Matan Porat

42 · 32 · 22

77

29.08. Do

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Bach: Magnificat

70 · 55 · 45 · 35 · 15*

77

30.08. Fr

20.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

The Coronation of King George II

65 · 50 · 35 · 25 · 15*

77

30.08. Fr

20.00 Uhr

Schloss Johannisberg

Artemis Quartett

45 · 35 · 25

78

30.08. Fr

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Christian Tetzlaff / WDR Sinfonieorchester Köln / Jukka-Pekka Saraste

55 · 45 · 35 · 25 · 18*

78

31.08. Sa

19.00 Uhr

Kloster Eberbach, Basilika

Mendelssohn: „Lobgesang“

130 · 100 · 80 · 50 · 20*

79

KW 35 • Konzerte vom 27. bis 31. August

106

Adventskonzerte

Preise in Euro

Seite

06.12. Fr

20.00 Uhr

Geisenheim, Rheingauer Dom

Festliche Bach-Trompeten-Gala I

38

79

07.12. Sa

17.00 Uhr

Geisenheim, Rheingauer Dom

Festliche Bach-Trompeten-Gala II

38

79

07.12. Sa

20.00 Uhr

Geisenheim, Rheingauer Dom

Festliche Bach-Trompeten-Gala III

38

79

13.12. Fr

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Alpenländische Weihnacht

50 · 42 · 35 · 25 · 20*

80

18.12. Mi

20.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Bach: „Weihnachts-Oratorium“

55 · 45 · 35 · 25 · 20*

80

22.12. So

17.00 Uhr

Kurhaus Wiesbaden

Weihnachten mit Friedrich von Thun

50 · 42 · 35 · 25 · 20*

80

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühren von 1, 30 Euro pro Karte. | * Die Karten der niedrigsten Preiskategorie sind ohne Sicht auf die Bühne.


© Heike Rost

Weinstockpacht Ein besonders attraktives Angebot haben wir für alle Musikfreunde, die gerne auch Wein genießen. Unterstützen Sie die Idee des Rheingau Musik Festivals und pachten Sie Ihren ganz persönlichen Weinstock. Sie erhalten von uns ein Zertifikat und jedes Jahr im Spätsommer die Ernte Ihres Weinstocks: sechs Flaschen unseres Festival-Rieslings. Übrigens eignet sich die Weinstockpacht auch hervorragend als Geschenk. Die Pacht für einen Weinstock beträgt 60,– Euro pro Jahr inkl. Lieferung frei Haus innerhalb Deutschlands. Die Begleichung des Betrages ist ausschließlich durch eine Einzugsermächtigung möglich. Der Pacht­vertrag ist nur ab einer Mindestpachtzeit von drei Jahren möglich und verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern er nicht schriftlich bis zum Jahresende gekündigt wird. Weitere Informationen: www.rheingau-musik-festival.de

Werden Sie Mitglied im Rheingau Musik Festival e. V. Als förderndes Mitglied des Rheingau Musik Festival e. V. helfen Sie durch Ihren Jahresbeitrag, den Fortbestand des Festivals zu sichern. Persönlich haben Sie den Vorteil, dass Ihre Kartenbestellungen in den ersten vier Wochen des Vorverkaufs bevorzugt behandelt werden.

Beitrittserklärung

Einzugsermächtigung

Hiermit erkläre ich meinen Beitritt als förderndes Mitglied

Der Betrag soll jährlich von folgendem Konto eingezogen werden:

zum Rheingau Musik Festival e. V. Kontoinhaber  Ich wünsche Einzelmitgliedschaft, Jahresbeitrag

€ 75,–

Partnermitgliedschaft, Jahresbeitrag

€ 100,–

Ich möchte einen höheren Beitrag zahlen:

107 Kontonummer 

BLZ 

Bank  Bitte nehmen Sie meine E-Mail-Adresse in Ihren Verteiler auf:

Ort, Datum

Unterschrift

Sie erhalten von uns eine Bestätigung der Mitgliedschaft. Bitte beachten Sie: Nur vollständig ausgefüllte und unterschriebene Anträge können berücksichtigt werden.


Rheingau Musik Festival Service GmbH & Co. KG Postfach 1125

Ist Ihre eingedruckte Adresse korrekt? Dann genügt im Folgenden Ihre Kunden-/Mitgliedsnummer:

65367 Oestrich-Winkel

Absender Name

Vorname

Bestellschein Sollte die gewünschte Kategorie ausverkauft sein (bitte unbedingt angeben): höhere

niedrigere

jede andere

keine Karten

Rheingau Musik Festival 2013

Einzelpreis

Straße

PLZ/Ort

Hiermit bestelle ich verbindlich (bitte in Blockschrift ausfüllen):

Datum

Telefon

Anzahl

Summe

Gesamtbetrag:

E-Mail

Kunden-/Mitgliedsnummer (siehe Adressaufdruck)

Ort, Datum

Unterschrift

Sie erhalten nach Buchung Ihrer Karten eine Rechnung auf dem Post­

Alle Preise verstehen sich zzgl. Systemgebühr von 1,30 Euro pro Karte.

weg, die innerhalb von 14 Tagen zu begleichen ist. Andernfalls gehen die Karten wieder in den freien Verkauf.

Bitte senden Sie unverbindlich eine „Ouvertüre 2013“ auch an folgende Adresse:

Ich möchte den kostenlosen Newsletter des Rheingau Musik Festivals abonnieren.

Mit Ihrer Bestellung akzeptieren Sie die Allgemeinen Geschäfts­bedingungen der Rheingau Musik Festival Gruppe.


Rheingau%20musik%20festival%20ouvertuere%202013