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Weser Report - Mitte vom 27.08.2023

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SONNTAG, 27. AUGUST 2023

NR. 3666/53. JAHRGANG

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Freibadsaison endet Am heutigen Sonntag werden vier der Bremer Freibäder das letzte Mal öffnen. Dazu gehören das Stadionbad, das Freibad im Schloßparkbad und das Freibad Blumenthal. Das Freibad im Horner Bad schließt im September seine Türen. (kea)

Sendesignale unterbrochen Am Funkturm in Bremen-Walle werden am Dienstag, 29. August, Wartungsarbeiten durchgeführt. Dafür muss von 17.05 bis 19.55 Uhr die Verbreitung von Hörfunk- und Fernsehsignalen (UKW, DAB+ und DVB-T2) unterbrochen werden. (kea)

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Die Kosten für Tierhalter sind extrem gestiegen: Nicht nur die erhöhten Tierarztkosten, sondern auch die gestiegenen Preise für Futter und weiteren Haustierbedarf machen vielen Haltern zu schaffen. Foto: Meister

Aufnahmestopp im Tierheim Warum immer mehr Bremerinnen und Bremer ihre Haustiere abgeben müssen KEA NEEL AND „Wir sind voll bis unters Dach“, sagt Gaby Schwab, Sprecherin des Bremer Tierschutzvereins. Das liege mittlerweile nicht nur mehr daran, dass sich Menschen in Corona-Zeiten ein Haustier geholt haben und nun damit überfordert sind. „Die steigenden Kosten durch Inflation und Energiekrise trifft viele Haustierbesitzer“, weiß Schwab. Deswegen habe das Tierheim gerade einen Aufnahmestopp: Nur wenn Tiere ausziehen, können neue abgegeben werden. Bremer, die seit zehn Jahren ihren Hund oder ihre Katze haben, können sich nun Futter oder Tierarztkosten nicht mehr leisten. „Es rufen Leute bei uns weinend an, weil sie die Kosten für ihre Tiere nicht mehr tragen können“, erzählt Schwab. Vor allem Rentner, die oft nur noch ihr Haustier hätten, seien betroffen. „Wir als Tierschutzverein können da allerdings wenig tun. Auch unsere Kapazitäten sind am Ende“, bedauert Schwab. Auch die Bremer Tiertafel

merkt, dass sowohl die Tierarzt- arztkosten sind für viele ein Prokosten als auch die Inflation den blem. Bernhard Bindernagel, Menschen zu schaffen macht. Vorsitzender des Tierarztver„Es kommen Anfragen zur Über- bands Niedersachsen/Bremen, nahme von Tierarztkosten. Das erläutert: „Die neue Gebührenmachen wir aber nur bei Kunden, ordnung für Tierärzte ist die erste die schon sechs Monate bei uns grundlegende Aktualisierung seit sind“, sagt der Vorsitzende Stefan 1999. Ohne diese Erneuerung wäre schon bald Evers. Seine Ereine flächendefahrung zeige: ckende tierärztliLieber geben die Es rufen Leute che Versorgung Leute noch Geld weinend an, weil sie nicht mehr mögfür ihre Tiere aus gewesen.“ und kaufen denen die Kosten für ihre Tiere lich Viele Praxen etwas zu essen als nicht mehr tragen müssten Neukunfür sich selbst. Die Tiertafel hat Gaby Schwab den ablehnen, da können . sie an oder über es sich zur Aufgaihrer Belastungsbe gemacht, Tierhaltern in Not zu helfen. „Mo- grenze arbeiten würden. Im Durchschnitt seien die Kosmentan haben wir durch die Inflation allerdings weniger Spen- ten um ungefähr 25 Prozent geden, aber mehr Kosten. Deswe- stiegen. Ziel sei es, jedem Tier eigen nehmen wir auch gerade kei- ne bestmögliche Behandlung zune neuen Tierhalter an – erstmal kommen zu lassen. „Das Thema bis Ende Oktober“, so Evers. Auch Kosten sollte hierbei im Vorfeld Helfer, die mit anpacken können, geklärt sein. Dann gibt es keine mit unerwarteten fehlen, um die rund 100 Hunde, Probleme 100 Katzen und einige Kleintiere, Rechnungen. Viele Praxen bieten die von der Tiertafel Hilfe be- für besondere Fälle Ratenzahlungen an“, sagt Bindernagel, finkommen, weiter zu versorgen. Gerade die gestiegenen Tier- det aber: „Wer ein Tier in die Fa-

milie aufnehmen möchte, sollte sich vorher überlegen, welche Kosten für Futter, Steuern und Tierarztkosten entstehen.“ Um Gebühren besser zu kalkulieren, empfiehlt der Verband, sich über Tierkrankenversicherungen beraten zu lassen. „Gerade in unvorhergesehenen Notsituationen helfen Versicherungen, sich auf sein Tier und nicht die Kosten konzentrieren zu können“, so Bindernagel. „Versicherungen sind aber besonders bei alten Hunden aufgrund des Alters oft nicht mehr möglich oder sehr teuer“, betont Schwab. Aber gerade diese Tiere sind aufgrund von Krankheiten oft angewiesen auf Spezialfutter oder die Einnahme spezieller Medikamente. Evers findet, dass in Bremen ehrenamtliche Tierärzte fehlen. „Wir bekommen oft die Nachfrage, ob es solche Angebote hier gibt“, so der Vorsitzende der Tiertafel. Bei der Hamburger Tiertafel gebe es Tierärzte, die wenigstens Kleinigkeiten kostenfrei behandeln könnten. So etwas fehle in Bremen noch.


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Weser Report - Mitte vom 27.08.2023 by Weser Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH - Issuu