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Weser Report - Mitte vom 14.05.2023

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Auflagenstärkste Anzeigenzeitung in Bremen und Umgebung

SONNTAG, 14. MAI 2023

NR. 3651/53. JAHRGANG

Mangel an Antibiotika

Mehr Zuschauer

Werners Auftrag ans Team

Bremer Apotheker halten nichts von nationaler Reserve

Bremer Theater besser besucht als erwartet

Werder soll als Mannschaft gegen individuelle Leipziger Klasse verteidigen

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19.05. BIS 24 UHR

MIT TE

50 neue Elektrobusse für BSAG Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) hat einen Vertrag über die Lieferung von insgesamt 50 weiteren Elektrobussen unterzeichnet. Insgesamt 20 elektrische Solobusse sind bislang im Einsatz. Bis Mitte der 2030er-Jahre soll die gesamte Flotte der BSAG elektrisch angetrieben werden. (kea)

Mehr Platz für Solaranlagen Die Abstandsregeln für Solaranlagen auf Bremer Dächern sind gelockert worden. Wenn Brandwände 30 Zentimeter über die Dächer ragen, fällt der bisherige Mindestabstand von 1,25 Meter weg. So solle sich nicht nur die Rentabilität der Anlagen erhöhen, sondern auch der Beitrag zum Klimaschutz. (kea)

Waffenrecht verschärft Die Bremer Innenbehörde will Besitzer legaler Waffen künftig stärker kontrollieren. Wenn Zweifel an der Eignung bestehen, soll die Gesundheitsbehörde enger eingebunden werden. (kea) Anzeige

17.05.2023 Tramper 24.05.2023 Xtreme AcoustiX 31.05.2023 Chapeau Klang Live Musik jeden Mittwoch von 17:30 bis 20:30 Der Eintritt ist frei. Einfach vorbeikommen! Keine Sorge vor Bremer Shietwetter, sollte es zu sehr Regnen wechseln wir einfach ins Lieblingscafé. Abendbrot und gute Getränke gibt es auch... Adresse: Edeka Maaß Oberneuland Rockwinkeler Heerstraße 32 28355 Bremen

Details zu den Bands auf: /EDEKAMASSOBERNEULAND /EMOTIONALZONE

Bei Honig vom Deutschen Imkerbund oder lokalen Imkern ist man zumeist auf der sicheren Seite, dass man ein qualitativ hochwertiges Produkt erwirbt und keinen gefälschten Honig. Foto: Bollmann

Honig oft mit Sirup gepanscht Lebensmittelbetrug: Verdünnung mit Zuckerlösung steigert den Gewinn / Besser lokale Produkte kaufen M A RT IN BOL L M A N N Die EU-Kommission hat Honig auf seine Reinheit untersucht und ist zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen: Fast die Hälfte der Honige war mit billigem Zuckersirup gestreckt. Besonders betroffen war Honig aus China (74 Prozent) und Honig aus der Türkei (93 Prozent). Verbraucherschützer raten daher vor allem lokalen Honig zu erwerben. Nach EU-Recht ist die Beimischung von Zuckersirup zum Honig verboten, dennoch wurde er im Labor der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) in 46 Prozent der 320 Honigproben

nachgewiesen. Damit ist die Fälschungsquote ungefähr dreimal so hoch wie beim letzten EU-Kontrollbericht 2017, als die Zahl der beanstandeten Honige bei 14 Prozent lag. Besonders perfide: 2017 wurde der Honig vor allem mit Zuckersirup aus Zuckerrohr oder Maisstärke gefälscht. Heute wird dagegen vor allem Sirup aus Weizen, Reis oder Zuckerrübe verwandt, weil der in den meisten Laboren derzeit technisch nicht nachgewiesen werden kann. Die Referentin Lebensmittel und Ernährung der Bremer Verbraucherzentrale, Sonja Pannenbecker, spricht in diesem Zusammenhang klar von Le-

bensmittelbetrug: „Warum wird Honig gepanscht?“, fragt sie und gibt gleich die Antwort: „Weil man damit Geld verdienen kann.“ Kostet importierter Honig etwa 2,20 Euro das Kilo, sind es bei Zuckersirup dagegen nur 40 bis 60 Cent. „Das sind ja kriminelle Handlungen“, findet Pannenbecker und räumt zugleich ein: „Lebensmittelbetrug ist schlecht zu erkennen.“ Hinweise auf Qualitätsmängel könnten zum Beispiel sein, dass der flüssige Honig nicht kristallisiere, immer gleich schmecke oder die Gläser Herkunftsnachweise wie „aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ tragen. Sie rät Verbrauchern daher

dazu regionalen Honig beim Imker zu kaufen oder Produkte vom Deutschen Imkerbund oder mit Bio-Labeln und Herkunftsnachweis. „Wir sehen das Ganze sehr gelassen“, erklärt August-Wilhelm Schinkel, Vorsitzender des Bremer Imkerbundes von 1875: „Das ist ein Plädoyer für unseren Honig. Der wird geprüft.“ Überrascht hat ihn das Ergebnis der Untersuchung nicht. „Die Panscherei wird immer schlimmer. Ich finde das furchtbar. Das ist nichts anderes als Betrug“, findet Schinkel und stellt klar: „Unser Selbstverständnis als Imker ist etwas ganz anderes.“

Heizung: Bundesrat will Quartierlösungen erleichtern Aufgrund eines gemeinsamen Antrages der fünf norddeutschen Bundesländer, initiiert von Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte, hat der Bundesrat am Freitag Änderungsaufträge an die Bundesregierung zum

Entwurf des umstrittenen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beschlossen. Unter anderem fordert der Bundesrat, die geplante Altersbegrenzung zu ändern, ab der Im mobi l ieneigent ü mer i n nen

und -eigentümer ihre Heizung umrüsten müssen. Bisher ist eine Befreiung von der Pflicht erst ab dem 80 Lebensjahr geplant. Der Bundesrat hat sich zudem dafür ausgesprochen, dass Heizungs-Quartierslösungen sowie

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Nah- und Fernwärmenetze angemessen im Gesetz berücksichtigt werden. Mitunter können einzelne Gebäude nur unter extrem hohem Aufwand auf eine neue Wärmeversorgung umgestellt werden. (WR)


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