Anzeigenzeitung für Delmenhorst und Umgebung
SONNTAG, 1. OKTOBER 2023
NR. 3368/33. JAHRGANG
So sieht man sich wieder
Klotz bald Geschichte
Ausstellung mit Konzert
Was Werder heute in Darmstadt zu erwarten hat
Konzeptvergabe startet parallel zum Hertie-Abriss 2024
Bilderschau und Musik zum Thema Meer im Theater Kleines Haus
Anzeige
Wohnraum erweitern? Jetzt dank Wintergartenförderung! rbe-stuhr.de Steller Str. 2 · 28816 Stuhr
Sperrung und Umleitung Aufgrund einer Vollsperrung im Blücherweg werden die Delbus-Linien 204 und 205 vom 5. bis voraussichtlich 6. Oktober umgeleitet. Bedingt durch die Umleitung entfällt die Haltestelle „Blücherweg“. Die Haltestelle „Jenaer Straße“ entfällt für die Linie 205 sowie die Linie 204 Richtung Adelheide über Brendel. (DR)
Müllabfuhr ein Tag später Der Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, sorgt für Verschiebungen bei der Müllabfuhr. Wie im Abfallkalender aufgeführt, ändern sich aufgrund des Feiertags am kommenden Dienstag die gewohnten Abholtermine in der 40. Kalenderwoche. Nach dem 3. Oktober werden Rest- und Bioabfall, Glas, Papier sowie Gelbe Tonne in allen Abfuhrbezirken einen Werktag später abgeholt als üblich. (DR)
Infos über Windpark-Pläne Die Firma WPD lädt für GANDERKESEE Donnerstag, 5. Oktober, 19.30 Uhr, zu einer Infoveranstaltung über den Windpark Grüppenbühren ins Hotel Backenköhler, Dorfring 40, in Stenum ein. Das Unternehmen will den Windpark neu planen mit drei statt sieben Anlagen. Den Infomarkt hat der Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum angeregt. (bbr) Anzeige
ORIENTIEREN? DU MÖCHTEST DICH BERUFLICH NEU DU FÄHRST GERNE AUTO? Die
nächs t Terminen BE: 18 e: BE: 19 .9.23 .2.24
WERDE AUCH DU JETZT
FAHRLEHRER/IN! ANHÄNGER MOTORRAD ANHÄNGER ANHÄNGER ANHÄNGER AUTO MOTORRAD MOTORRAD MOTORRAD LKW AUTO AUTO AUTO LKW LKW LKW mehr! Vieles ...und mehr! mehr! mehr! Vieles Vieles Vieles ...und ...und ...und
Mit unserer neuen Verkehrsfachschule sind wir zertifizierter und zugelassener Bildungsträger für Bildungsmaßnahmen nach AZAV.
Delmenhorst 04221-59 26 439
✉ info@fahrschule-wichmann.com
WIR WÜNSCHEN IHNEN
VIEL FREUDE BEIM EINKAUFEN.
Bei uns parken Sie auf über 900 kostenlosen Parkplätzen!
Mancherorts reicht die Maisbepflanzung bis an den Rand des Delmegewässers.
Foto: Konczak
„Die Zeit läuft uns weg“ Delme noch immer in schlechtem Zustand / Hoher Eisengehalt und Belastung durch Verockerung BR IT TA BUNTEMEY ER Ein hoher Eisengehalt, eine starke Verockerung, ein massiv gefährdeter Fischbestand: Der schlechte ökologische Zustand der Delme ist schon lange bekannt, wurde im Erhaltungs- und Entwicklungsplan 2011 sowie im Gewässerentwicklungsplan 2013 bereits dokumentiert. Im November 2021 tagte erstmals der Runde Tisch Gewässerschutz, um zu erörtern, wie das über 46 Kilometer lange Fließgewässer zu retten ist. „Die Zeit läuft uns weg“, betont Dietmar Bentien, der die Delme von Kinderbeinen an kennt und sich seit Jahrzehnten dafür engagiert. Seit dem ersten Fachsymposium, bei dem er selbst noch teilnahm, sei zu wenig unternommen worden. Im Juli sei der passionierte Angler viermal an der Delme in der Nähe des Segelflugplatzes gewesen, Fische habe er nicht gesehen. Im September auch keinen Brutbestand. „Es gibt eine enorme Belastung durch Ocker, Eisen und Feinsedimente, das Wasser ist milchigtrüb. Vor 10, 15 Jahren sah das anders aus“, so der Umweltschützer. Ein hoher Eisengehalt führe dazu, dass die Brut von Lachs und Meerforellen nicht mehr aufkommen kann. Die Fische legen ihre Eier in einem Lückensystem in
Kiesbänken ab. Doch diese Lü- schutz sieht in einem Schreiben cken würden durch die Ockerab- von Anfang des Jahres, das dem lagerungen und Feinsedimente Delme Report vorliegt, eine inbelegt: Die Folge: Die Eier sterben tensive Landnutzung als einen ab. Bei einer Verockerung färbt wesentlichen Auslöser für die Besich das Wasser braun. Dies pas- lastung mit Eisenocker, die in viesiert, wenn zweiwertiges Eisen len Gewässern in Norddeutschmit Sauerstoff in Verbindung land festzustellen sei. Neben der Geologie spiele die Düngung kommt. Inzwischen hat sich ein Ingeni- landwirtschaftlicher Flächen eieursbüro im Auftrag des Och- ne grundlegende Rolle. Wie Herbert Strosetzky vom tumverbands der Untersuchung der Wasserqualität angenommen, Nabu Delmenhorst dokumentiert erste Ergebnisse sind im Umwelt- hat, reichen mancherorts Maisausschuss im November zu er- flächen ohne den nötigen Abwarten. „Das Wasser muss auch stand bis an den Rand der Delme, unter anderem auf toxische Stoffe Drainagesysteme führen von la ndw i r t scha f tuntersucht werlich genutzten den“, meint BentiMinisterium sieht Flächen direkt ins en. Zudem müssintensive Landnutzung Gewässer. Bei der ten belastete Dr a i nagen-E i nals wesentlichen Grund letzten Sitzung des Runden Tiläufe aus der sches, bei dem Landwirtschaft in die Delme unterbunden werden. Strosetzky ebenfalls Mitglied ist, Die Breite eines Uferrandstrei- habe er auf die Missstände unter fens, wie sie der Niedersächsische dem Punkt „Verschiedenes“ aufWeg vorgibt, sei zu gering bemes- merksam machen wollen – wurde sen. Laut Bentien braucht es ei- jedoch mit dem Hinweis, er habe nen ökologisch funktionierenden Regularien nicht eingehalten, abUferrandstreifen mit natürlicher gewiesen. „Unmöglich und vollVegetation. Ohne eine umwelt- kommen unverständlich“, findet schonende Landwirtschaft wür- er. Die im November 2022 gegründen alle derzeit laufenden Aktivitäten zur Rettung der Delme kei- dete Ökologische Nabu-Station nen Erfolg haben. Auch das Nie- Oldenburger Land (ÖNSOL) undersächsische Ministerium für terstützt und ergänzt die Vor-OrtUmwelt, Energie und Klima- Betreuung der Naturschutzbe-
hörden von Natura-2000-Schutzgebieten sowie Naturschutzgebieten. Nach zwei Begehungen der Delme sieht die Nabu-Station, die auch beim Runden Tisch Gewässerschutz vertreten ist, auf Nachfrage noch viel Handlungsbedarf. Obwohl die ökologische Durchlässigkeit des Gewässers inzwischen hergestellt worden sei, gebe es mehrere, teils komplexe Problemfelder. Dazu zählen die Experten neben der Verockerung auch die starke Versandung der Gewässersohle. „Die Ursachen für diese Probleme liegen vor allem in der geringen Überflutungshäufigkeit der angrenzenden Flächen. Im Wasserkörper vorhandener Ocker kann sich also nicht mehr so gut absetzen und Nährstoffe und Giftstoffe sammeln sich in der Delme“, so die Nabu-Station. Außerdem würden Feinsedimente aus angrenzenden Ackerflächen in die Delme gespült und bedeckten die Gewässersohle, den Lebensraum der Bachmuschel und des Bachneunauges. Auf einer Strecke von 700 Metern wolle man nun Erlen pflanzen und die natürliche Aussaat von Erlen fördern. Dadurch werde vor allem das Ufer für weniger Sedimenteinträge befestigt, die Wassertemperatur erniedrigt und der Krautstau minimiert.
HURRA, HURRA, DER HERBST IST DA. WIR FREUEN UNS AUF SIE!