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Delme Report vom 17.09.2023

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Anzeigenzeitung für Delmenhorst und Umgebung

SONNTAG, 17. SEPTEMBER 2023

NR. 3366/33. JAHRGANG

Sport

Interkulturelle Woche

36 Veranstaltungen

Souveräner Sieg: Atlas gewinnt 3:0 gegen Bornreihe

Aktionen schaffen Räume zur Begegnung

Das aktuelle Programm der Konzert- und Theaterdirektion

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Kramermarkt mit Umzug geplant Die Delmenhorster Marktmeisterin Tania Grzybowski hofft, im kommenden Frühjahr wieder einen Kramermarktumzug auf die Beine zu stellen. In den kommenden Wochen will sie ausloten, wie viele Teilnehmer sich dafür finden lassen. Potentiell interessierte Teilnehmergruppen melden sich per E-Mail an: gewerbeservice@delmenhorst.de. (ble)

Vorschläge für Klimapreis Die Stadt Delmenhorst lobt zum vierten Mal den Preis für Klima- und Umweltschutz aus. Das Preisgeld beträgt insgesamt 10.000 Euro. Vorschläge können bis zum 13. Oktober eingereicht werden. Der Bewerbungsbogen sowie der Auslobungstext mit den genauen Teilnahmebedingungen sind auf delmenhorst.de/ klima-umweltschutz-preis abrufbar. (bbr)

Bahnübergang gesperrt GANDERKESEE Der Bahnübergang Lindenstraße ist noch bis 28. September wegen Bauarbeiten für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt. Der Umbauarbeiten des Bahnübergangs Bergedorfer Straße sind eenfalls bis zum 28. September terminiert. (bbr)

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Beispiel Ludwig-Kaufmann-Straße: Kleine Piktogramme führen Radfahrer auf die Fahrbahn, doch der Abstand zwischen Fahrrädern und Autos wird laut ADFC oft nicht eingehalten – ebenso wie das Tempo-30-Gebot. Foto: Konczak

Raus aus dem „Bermudadreieck“ ADFC Delmenhorst macht auf Problemstellen für den Fahrradverkehr aufmerksam BR IT TA BUNTEMEY ER Fehlende Kennzeichnungen, zu enge Aufstellflächen an Kreuzungen, zu schmale Rad- und Fußwege, die Radinfrastruktur überwiegend veraltet: Der Radverkehr in Delmenhorst weist aus Sicht des örtlichen Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) viele Baustellen auf. „Wir sind keine Meckerer. Wir wollen nur etwas verbessern“, stellte Gerd Gramberg, Vorsitzender des ADFC-Kreisverbands Delmenhorst, am Donnerstag klar, als der Verein Vertreter aus Verwaltung und Politik zu einer Fahrradverkehrspolitischen Radtour einlud. Dabei machte der ADFC auf einige Problemlagen für Fahrradfahrer aufmerksam. Während von der Stadt Maximilian Donaubauer (Fachbereich Planen, Bauen, Umweltschutz, Landwirtschaft und Verkehr), Moritz Niemann (Fachdienst Verkehr) und Stadtbaurätin Bianca Urban mit in die Pedale traten, war mit Bürgermeister Enno Konukiewitz lediglich ein Vertreter aus der Lokalpolitik dabei. „Wir sind darüber sehr enttäuscht“, erklärte Gramberg. Auch Oberbürgermeisterin Petra Gerlach fehlte, obwohl man ei-

gens Rücksicht auf ihren Termin- Für Busse sei der Zeitverlust nur minimal, wenn sie mit reduzierkalender genommen habe. Ein Brennpunkt der Tour: das ter Geschwindigkeit auf den Rad„Bermudadreieck“, wie der AD- verkehr Rücksicht nehmen müsFC-Vorsitzende die Kreuzung sen. Ebenfalls eine Baustelle an Bremer Straße / Nordenhamer der Nordwollestraße: An manStraße / Syker Straße bezeichnet. chen Stellen ist der Abstand zwiHier haben Autofahrer uneinge- schen Haustüren und dem Radschränkt Vorfahrt, für Radfahrer weg viel zu gering. Eine weitere Problemstelle und Fußgänger sei das sehr zeitraubend. Und genau hier, entlang stellt die Überquerung „Am der Bremer Straße Richtung In- Stadtwall“ beim Wasserturm dar. nenstadt, soll laut Regionaler Die Aufstellfläche hinter dem Machbarkeitsstudie des Kommu- Turm sei zu eng bemessen, die nalverbunds Niedersachsen/Bre- Fahrradampel für Autofahrer schwer zu erkenmen der neue Radnen, die Vorlaufzeit schnellweg BreDie Nordwollestraße der Fahrradampel men-Delmenhorstzu kurz. Ähnlich Ganderkesee verals Route für den sieht es am Hanslaufen. Radler solRadschnellweg Böckler-Platz mit len an der Kreuzung der Kreuzung „Am in die Nordenhamer Straße und die Fichtenstra- Stadtgraben“ aus, wobei die ße fahren. „Es ist eine Machbar- Kennzeichnung des Radwegs keitsstudie. Was wir daraus ma- fehle. Zudem sei die Radampel chen, liegt an uns“, erklärte Ur- überflüssig, da nur Busse und Taban. Der Verein plädiert dafür, xen links abbiegen dürfen. Bei Ludwig-Kaufmann-Straße stattdessen die Nordwollestraße der als Route zu nehmen und dort moniert der ADFC die „Mini-Pikden Durchgangsverkehr heraus- togramme“ am Straßenrand. Der zunehmen. „Das ist die direktere Abstand zwischen Auto und und sicherere Strecke. Der Ver- Fahrrad werde oft nicht eingekehr muss umgeschichtet wer- halten, ebenso wie das Tempoden“, so Burkhard Kühnel-Del- 30-Gebot. Bei der Louisenstraße venthal, stellvertretender Vorsit- als zweispurige Einbahnstraße zender des Delmenhorster ADFC. regt der Verein an, eine Spur dem

Radverkehr zu überlassen. Der Rad- und Fußweg sei zu schmal, es gebe Konflikte mit parkenden Autos. Der Bereich Oldenburger Straße / Kreuzung Rudolf-Königer-Straße müsse neu geordnet werden, da etwa die Verkehrsführung teils unübersichtlich sei und der Übergang in die LudwigKaufmann-Straße fehlt. Weitere Beispiele: die teilweise konfliktreiche Querung der FriedrichEbert-Allee, um in die östliche Lange Straße zu kommen (die Kreuzung sollte neu gestaltet werden) und die Kreuzung Mühlenstraße bei der Post, die zum Kreisverkehr umgebaut werden solle. Der ADFC will künftig regelmäßig derartige Radtouren organisieren, um eine Verbesserung und Modernisierung des Radverkehrs für eine Mobilitätswende zu erreichen. Zu einzelnen Punkten werde man demnächst Anträge an Verwaltung und Politik stellen. „Schon mit kleinen Maßnahmen wie einer anderen Streckenführung, Markierungen oder Beschilderungen kann etwas erreicht werden“, meint Gramberg. Zudem wünscht sich der Verein, früher und intensiver bei großen Maßnahmen mit eingebunden zu werden.

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Delme Report vom 17.09.2023 by Weser Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH - Issuu